IUIM» .1 i)?'i/'i^6 *_«uw J J ' 's 2?0 «xKSriiit jeUra ®on>iti(l»8 »»» Goimtoj notatnl «Ild k»sttt filt Silli mit ZustrUu»g i*'J Hsu» nwiUlillch |t. —.r.:., tricrlcljäljiifl (I. i.r.o, h-lbjährlz fr. ».—, janijotirij (f. 8,—. TQit PoS»lisrn»il»z BUntliSiiig f. l.OO, Wtjälitij fl. S.SO. (l. 6.40. Dit clnjelne Wnnim« ? I«. anstatt »«ch lauf; bei S|liechc»dcr Su»»ärt« ittljwcii 3*f«ot« fUc URf« ZU-!! e3c btScuunlt* ■mwKcMrprtitionc» dc» 3»- ua» «u»Ii»>d»n iiiiftt liecilitR-Mintt. Nr. 1. Süiiiitiist öcu 2. Jänner 1887. XII. Snöriimu]. Prännulcrations-Einladuilg. Mit 1. Januar 1887 eröffnen wir ein »cucä Abonnement auf die „Deutsche Wacht" und »lachen hiezn die cigebenste Einladung. Die geehrten Abonnenten werden dringend ersuchl, die Pränumeratio» ehestens vorzunch-nun, damit in der Zusendung des Blattes keine Störung eintritt. Das Abonnement beträgt für Eilli mit Zustellung monatlich 55 kr., vierteljährig fl. 1.50, halbjährig fl. 3.—; für Auswärts mit Postver-fendung vierteljährig fl. 1.00, halbjährig fl. 3.20 SF' Inserate "TBS finden bei der stets steigenden Auflage unseres Blattes die weiteste Verbreitung und werde» billigst berechnet. Hochachtungsvollst Qic Ädmiiiillralion drr ..Ocutschen wacht". Werde» sie wiederkehre»'! Die deulschböhmischen Abgeordnete» wer» den nicht wikdeikehren! — Es ist wahr, sie haben in ihrer AuStritU-erklärung gesagt, daß sie erst dann wieder die Prager Landstube betreten werden, wenn ihnen Bürgschaften für eine sachliche Beliandlunc» ihr?: Anträge und Be-schwerden gegeben sind. Aber welcher Art diese Bürgschaften fein müßten, ob einige Unterredungen mit Rieger, einige Zusagen seitens der Regierung und der tschechischen Führer und ein wenig geheuchelte Sanstmuth aus nationaler Seite genügen werden: wir bezweifeln es sehr. Wir bezweifeln es nicht nur. wir wissen eö be-stimmt, das; die Bürgschaften, welche die Deul-schen zum Wiedereintritte in den bohmischenLand-tag vermögen sollen, ganz ander» aussehen müssen. Ioppellielie. Von C. nkopf zu be-tasten, wie um sich zu vergewissern, daß seine Frisur ganz in Ordnung fei, ging der Aeltere von Beiden, dessen blasse interessante Züge einen fast finsteren Ernst ausdrückten, mit ge-senkten Augen, wie in Gedanken verloren, aus-wärlS. Von Zeit zu Zeit erweiterten sich seine Nasenflügel, und er schien den Verbenenduft» welcher das Stiegenhaus erfüllte, in vollen Zügen einzuathmen. Aus dem oberen Treppen- i absah siel sein Blick aus ein zarteS Spitzenge-webe, das von dem dunkelgrünen Lausteppich grell abstach. Er hob eS auf, und blieb stehen, um dus kostbare Taschentuch, dem der feine Dufl entstieg, sinnend zu betrachten. Da holte ihn fein Freund ein und sagte mil einem Blick aus das SpiKentuch: „S?ht den GlückSvogel! Jetzt winkt Dir gewiß ei» holdes Abenteuer, Arnold! Du suchst die Eigenthümern des Ta- Das deutsche Volk hat die vielbesprochene» Justizerlässe wie eine Kriegserklärung aufge-faßt, rs hat den Fehdehandschuh aufgehoben uud den Vertheidigungsseldzug auch schon be-gönnen. Sie irren, welche da meinen, daß eine mit so ruhiger Ueberleguug und mit >o ziel-bewußter Festigkeit ins Werk gesetzte Action. wie es die jetzige Bew> ung der östeireichischen Deutschen ist, iui Sande verlaufen könnte wie ein Steppenflnß. Von dem erste» im Reichs« rathe gegen die Sprachenerl^sse unternommenen Schritte hob sich die Bewegung zu den Protest» kundgebungen deutscher Gemeinden und Vereine, stieg zu der von deutscher Seite so vielbejubelte» Verwahrung des ersten Richters im Staate ein» por, welche der Bewegung be» Stempel imierer Berechtigung und voller Gesetzmäßigkeit auf» drückte, uud langte vor wenigen Tagen bei der Jnaugurirung der Abstinenzpoliiik an. Und diese Bewegung sollte vor einigen Tiraden der BeschmichtigungS-Hafräthe von Taaffe'S Gnaden Halt machen ? Sollte sich vor rückgratlosen Zu-lagen der Moskaup.lger sanft zur Ruhe lege», wie sich die Wog n der stürmische» See be-sänflige», wenn mau sie mil Oel bedeckt'? Sollte z»m Stillstände gebracht werden, oh»e daß den Deutsche» ihr volles Recht geworden? — Nimmermehr! — Wir glauben zu der Annahme berechtigt, daß der Austritt der Deut« schen aus der Prager Landstube nur als ein Vo spiel zu betrachten ist. uns daß ihm der Austritt aus dei» Reichsrathe folgen wird, folge» muß, wenn R> gierung und Majorität nicht schon dadurch, daß die Deutschen über-Haupt Ernst machen, sich noch vorher zur voll-ständigen Um ehr bewegen lassen. Mit Worten werd.» die deutschen Volks-Vertreter in keinem Falle herumzukriegen sein, man wird Thaten fordern, mau wird hinrei-chende Bürgschaften verlangen, daß die Ein-heitlichkeit des in seinen» Grundwesen deutsche» Staates nicht inehr angetastet werden kann, schentuches, findest sie, verliebst Dich, »virst »vieder geliebt. . „Verrückter Junge!" fiel der Andere halt lachend, halb ärgerlich ein, iudem er das Spitzengewebe zu sich steckte. „Komm, laß uns die Hausfrau suchen." Beide durchschritten die taghell beleuchtete» prächtigen Empsaiigsräume. i» denen oas Fest schon i» vollem Gang war. Da und dort ver-neigten sie sich vor einer bekannte» Dame, tauschte» mit einigen Herren einen Händedruck, bis sie aus die Herrin deS Hauses stießen. „Guten Abend, Varon Bielleben," sagte die stattliche Dame zu Arnolds Freund, und zu diesem gewendet fuhr sie fort: „Willkom-nie», Graf Löhnhof! Wie spät Sie erscheinen!" „Diplomatische Geschäfte hielten uns auf," sagte Arnold scherzend. „Sie wissen vielleicht noch nicht, daß ich ein sehr gewissenhafter Bot-schastssecretär bin." „Ueber ihre Geivissenhaftigkeit möchte ich iin Wort mit Ihnen reden, Herr Gras," gab die Dame lustig zurück. Da ivurde sie vo» neu-angelangte» Gästen in Anspruch genoinme». Die Freunde verneigt.» sich uns zogen sich auf Arnolds Wunsch i» einen kleinen Salo» zurück, der jenseits des Wintergartens lag und gerade leer stand. man wird es als die allererste Bedingung einer Veritändigung hinstellen, daß das Hlrngespinust der Gleichstellung der tschechische» und selbst-verständlich auch der lieblichen ivindischen Sprache mit der deutichen gründlich uud für immer ver» nichte! werde, man wird es als einen allgemein anzuerkennende» Grundsatz proclamire», daß den Deutschen, »velche diesen Staat gegrün-det und durch die Fährlichkeiten von Jahrhun-denen durchgeschifft haben, chr natürliches Recht, in demselben die Ersten zu sein und ihre hist)-rische Mission auch in Zukunft erfülleu zu kön-neu, i» keiner Weise verkürzt werden dürfe. Daß eine Regierung, in welcher Prazak und Kraus erste I istruiuenle spielen, nicht geeignet ist, aus Grundlage die>er Forderung-» auch mir zu nnterhandel», versteht sich wohl von selbst. Ebenso selbstverständlich ist es aber, daß der ganze staatliche MechznismnS ins Stocken gerathen muß, sobald die Denrschen ihre Mitwirkung versagen. Will man demnach einen durchgreifende» Systemwechsel herbtiführe», so m u ß »na» auf deu» betrete»-» Wege verharren und feste» Schrittes auf das unverrückoare Ziel — losgeben .... Wenn die Leser dieje Zeilen zj Gesichte bekommen, haben sie die Schivelle des neuen Jahres bereits überschritte». Es wird ein ereignisreiches, inhaltsschweres Jahr sein. Im Hinblicke aus unsere inneren Zustände beginnen wir es mit dem eine» Wunsche: Abstinenz auch im Reichörathe! eilli, 31. December 18SG. Eine Nachricht auS Berlin hj» in den letzten Tagen auf ganz Europa eine geradezu verblüffende Wirkung ausgeübt, die Nachricht nämlich, daß die Neubewasfnuug deS ganzen deutschen Heeres mit Repetiergewehren durch-geführt ist, und daß die Ausrüstung der Trup-pe» mit der neuen Waffe jeden Tag vorgenommen Arnold setzte sich auf daS Ruudfopha, SaS die Mitte des spärlich beleuchteten Raumes einnahm, lehnte den Kops zurück und starrte zu der geiualten Decke empor. HanS Bielleben warf sich neben seinen Freund hin, seufzte tief auf, uud sagte «ach einer Weile: „Du scheinst heute einsiedlerische Gelüste zu haben." „Durchaus nicht." entgegnele der Gras. „Aber es ist drüben so schwül. Auch pflege ich mich an jedem neuen Orte eine Weile zu ver-kri.chen, vor all dc» Meusche», die man kennen lernen muß und vo» denen eS so wenige ver-dienen. Wie rcch! halte Goethe, als er dichtete : „Gute Gesellschaft hab' ich gesehen ; man nennt sie die gute. Wenn sie zum lieinslen Gedicht leine Gelegenheit qiebt." Hugo schwieg und betrachtete eine Weile die gute» Bilder, die in goldenen Rahmen auf de» grünsallimteiten Wandtapete» hingen. Dann musterte er seinen Freund» und weil er be-merkte, daß dieser ties in seine Gedanke» ver-stinken war, sagte er: „Hans, der Träumer! . . . Woran denkst Du? Nimm mirs nicht übel, aber Du hast heule wieder einmal Deinen unausstehlichen Tag." „Du haft Recht, Hugo," antwortete Ar-nold, indem er mit der Hand über seine Stirn fuhr, als wollte er die Gedanken, denen er —Z--- werben samt. Während man in anderen Staate» sich in dieser Angelegenheit theilweis« noch im Stadium der Versuche besindet und da und dort «och gar nicht weiß. welches System acceplirt werden wird, hat Deutschland in aller Stille, obne daß in Europa irgendwer eine Ahnung davon hatte, und mil verhältnismäßig geringen Koste» den Maufer-Einlader mit einem Repe-lirmechaniSniuS versehe» und ist damit den an-dern Militärmächten »m einige Jahre vorausgeeilt. Diese Thatsache ist für die Lage in Europa von «roßer Bedeutung, denn Deutsch-land hal sich, ruud herausgesagt, mit diesem Schrille sür die nächste Zeit den Friede» gesichert. Der Kern der überraschenden Meldung liegt aber unseres ErachtenS darin, das; es sür die strenge Ordnung im Haushalte deS deutschen Reicher- und für die Trefflichkeit deS ganzen Organismus ein glänzendes Zeugnis ist, wen» sich eine solche Reform so rasch, und ohne daß das Geheimnis verrathen ivurde, vollziehe» kann. Es beschleicht unS eine Art Beschämn»», wenn wir nebe» dem exact functionirenden ÄiechaniS-muS teS deutsche» ReichcS aus unsere eigenen Zustände blicken, welche die Deuischösterreicher zwingen werden, sich der Theilnahme an« parlamentarische» Leben »ach und nach völlig zu entschlagen. Wer kann eS übrigens wisse», ob unsere KriegSverivaltu»g der Welt nicht eine ähnliche Ueberraichung bereiten fils, wie die deutsche. ES ist so merkwürdig stille bei UNS ..... . Das böse gewissen. C > t l i, am 20. Deccmver. In der letzten DonnerstagSnumnier deS berüchtigten Laidacher PervatenblalteS „Slo-venski Narod" behauptet ei» Correspondenzler aus Südsteierinark, daß die vom steierrnärki-schen Landtage i« Berathung zu ziehende Ge-setzesnovelle, die bezüglich der Versetzung der Volksschullehrer anS DiensteSrücksichie» dem LandeSichulrathe gegenüber den OrtS- und Be-zirkSschnlräthen größere Freiheit und Rechte einräumt, nur gegen die windische Lehrerschaft gerichtet und ein Ausfluß von EermanisationS-bestrebunge.i sei. Diese Behauptungen sind ivohl zweifel-loS nichts anderes, als die Regung des bösen Gewissens eines windischen VolkSverbild-«erS. da eS ja jedermann bekannt ist, daß die deutsche, freiheitliche Presse der fraglichen Ge-setzesnovelle gegenüber eine entschieden negative Haltung eingenommen hat. Unsere windischen Krakehler suhlen cS eben sehr wohl, daß ein derartiges Gesetz dem deulschenhetzmjchen und agitatorischen Treiben der windischen Lehrerschaft einen gewaltigen Nie-gel vorzuschieben geeignet ist. DieS ist in genann- versallen war. wegwischen. „Aber siehst Du, dem Spitzentuch, daS ich int Stiegenhause gesunden, entströmt ei» Dufl. der mir aus be-sonderen Gründen einst unendlich theuer war und ulte Erinnerungen hat." „Ja. ja, der Einfluß von Düften wird 'j meines ErachtenS bedeutend unterschätzt. Ich i behaupte, daß völlig gleichgiliige Menschen uns gefährlich werden können, wenn sie den Dust ausströmen, der einem von u»S geliebten Wesen eigen war. ES ist merkwürdig, was die Nase für ein Gedächtniß hat. Da giebt es B»>-Ziehungen, Menschen, Vorfalle, an die Kopf und Herz nicht mehr denken, bis plötzlich ein Duft uns lebhaft au sie mahnt." Der Gras nickte mit dem Kopf. „Die Mah-nung macht Einen zuweilen gedankenvoll. Mir hat der Wohlgeruch, von dem daS Spitzentuch durchtränkt ist, zwei Frauengestalte» vor dir Augen gezaudert, zwei selten schone Wesen, die ich einst geliebt!" „Beide?! Doch nicht gleich stark, doch nicht gleichzeitig?" sragte der Freiherr, indem er sich aufrichtete und den Grafen neugierig ansah. „Jawohl, gleichzeitig, und darum glaube ich . . ." „Daß Du keine von Beiden wirklich ge-liebt," unterbrach Bielleben den Freund. ter Correspo'idenz sogar direct ausgesprochen, indem man befürchtet, der windischnationale Lehrer würde dann ins deutsche Sibirien geschicki wer-den. Die Vermuthung dürfte bei windischen Hetzern zur Abkühlung allerdings zutreffen, was dermalen eben aus dem Grnnoe nicht möglich ist, weil die windischen OrtS- und Bezirksschulräte durch ihr eigenes deutschfeindliches Ge-bahren aus die beregte Lehrersorte noch dazu aufmunternd einwirken. Dem entgegen ist eS unbestritten richtig, daß die deutsche Lehrerschaft, die sich einzig nur ihrem volksbildenden Lehrberufe widmet, durch die besagte Gesetzes änderung faktisch so zu sagen gar nicht getroffen wird. Die windischen Hetzer wissen es nur zu wohl, daher sie auch schon im Vorhinein von Ungerechtigkeit schreien. In Anbetracht iieser Umstände haben wir Deutsche deS stcirifdjm Unterlandes auch wenig Ursache, uns zu den Gegnern deS geplanten Gesetzes zu stellen, indem uns die windische Lehrerschaft täglich vor Augen führt, wie we-nig Dank sie den Deutschen für freiheitliche Errungenschaften, zu denen auch unser Volks-schulgesetz gehört, zu zollen wissen. Abgesehen aber auch dtvon, ist es gerade die windische Lehrerschaft, welcher eS nach wie vor nach den pfarrhöflichen Stiefelputzerdiensten gelüstet, intern sie sich freiwillig unter schwarzes Eommaiido stellt und sohin unter diesem Deut-schenhetze beireibt. Wenn daher gesetzliche Abhilfe geschaffen und diesem Treiben ein Ende gefetzt wird, so haben wir keinerlei Ursache, dieß zu bedauern! Korrespondenzen. Willi, 28.December. (Orig.-Bericht.) [Der Zusammenhang der Deutschen.] Der Ausruf der deulschböhmischen Abgeordneten „An daS deutsche Volk in Böhmen" ist i» Böh-tue» selbst vo» Den Deutschen mit einem Auf jauchzen des Gefühles der Erlösung begrüßt worden. Gleich im ersten Satze des Aufrufes steht der Hauptinhalt der niuiu^r vertilgbaren Forderung der Deutsche» Böhmens : A u f h e-hung der Sprache iiveroronunge n u ndSperru » gdeSdeutfche» Sprach-g e t> i e t e S durch nationale A b g r e n-zung der Sprengel für die Justiz-uud politische Verwaltung. Die Deutschen wollen sich nicht auf Grund eines vo» ihnen niemals anerkannten „böhmischen Staats-rechtes" anders behandeln lassen, als alle übn-gen Deutschen tut Reiche. Sie fühlen sich als Oesterreicher und zu keiner Zeit als böhmische Staatsbürger zweite» Ranges, welche eine zweite Landessprache sprechen. Nun aber, weil daS lebendige Bewußtsein der Deutsche» „Doch! Aber ich liebte wohl nur eine von Beiden. Welche, weiß ich »och heute nicht. Die Entscheidung vermöchte mein Herz nur zu fälle», wen» mir Beide noch ei» Mal zugleich entgegenträten." „Also das Herz ist doch noch mit im j Spiele 1" „Heute dünkt mir fast, daß dieS der Fall ist," erwiederte Graf Arnold leise. „Könnte jener Dust sonst so viel Bitterkeit, so viel Sehnsucht in mir erweckt haben? Die Erinnerung an j »e alte Doppelliebe hat mich geradezu überwältigt, meine Gedanken vermöge» sich nicht mehr da-von loszureißen." „Es konnte mir nicht entgegehen, daß ein ernster LiebeShandel hinter Dir liegt," sagte der Freiherr ernsthaft. „Nie wollte ich mich in Dein Vertrauen drängen, aber d« Du nun selbst davon zu sprechen ansingst, bitte ich Dich, mir Dein HerzenSgeheimniß preiszugeben. Du kennst doch all die meinen." „Heute öffne ich Dir gerne mein Herz; der Panzer, den ich um dasselbe gelegt, ist ge-schmolzen, ich weiß nicht weshalb." „Wir sollten aber allein sein," meinte der Freiherr. „Sind wir cS etwa nicht? Man wird unS schwerlich stören. Die paar Menschen, die sich bis in diesen entlegenen Salon verirren, ziehen 1 «86 i» Böhmen ein allgemeines österreichischesZtaats-l>ür«errecht festhält, ist die That der deutsch-böhmischen Abgeordneten, ihre 'Absage von dem böhmisch-tschechischen Landtag, nicht blos nie Thal für Böhmen, für die Provinz Bohrn en, so»ver» eine That sür Oesterreich, für daS ganze Reich und eben darum richtet sich der Ausruf der deutschböhmischen Abgeordneten nicht min-der an daS deutsche Volk in Oesterreich als an jenes in Böhmen Die Sprachenverordnungen haben sich ja wahrlich auch nicht auf Bölim.» beschränkt, sie gingen alsbald »ach all-» Theile» des Reiches, wo Deutsche und AnderSspra-chige zusammenwohnen, und ebenfo ist daS Durchsetze» nraltdeutschen Gebietes mit slavischen Be-strebunge» nicht ans Böhmen beschränkt geblieben. Die freudige» Einpfi.idungc». welche ver Auszug der Deutschen aus dem böhmischen Landtage im Lande Böhme» weckte, müsse» daher in alle» deutsche» Gaue» Oesterreichs hinab bis zur Adria und in die enllegendste» Täler der Alpe« verwandte Gefühl- wecken. Und so ist es auch recht. Wir Deutsche i» Oesterreich müsst» doch einnial lernen, unS Eins zu fühlen. Wir überspannen das ganze Reich und gleich einem Spinnengewede muß das Ganze erzittern, wenn irgendwo am äußer-sie» Rande ciu Fade» berührt wird. Wolle» wir denn noch immer nebe» dem Ansprüche auf die Führung in diesem Staate keine politische Nation sein? Wollen wir den» nicht begreisen, daß unS dieser Anspruch nur zusteht, wen» wir zugleich de» vollen Zusummenhang untereinandec bethätige» ? Die Deutschen in Böhmen thu» ihre Pflicht — mehr als das! Sie sind so oft im Stiche gelassen worden — von denen, die zu ihrer kräftigste» Unterstützung um ihrer selbst willen verpflichtet gewesen. Diesmal müssen die Deu> schen außerhalb Böhmens zeigen, daß sie Ver-stäudniS habe» für die Vorgänge in Böhmen, für den Kampf der dortigen Deutschen um ihr Dasein uud um ihre Geltung. DaS Geringste, was die De-itsche» Böhmens von dem oft gepriesene» Zusammenhange aller Deutschen erwar-ten dürfen, ist der Zurus und die Aufmunterung in ihrem Begiuue», ist daS EinbekenntniS, daß der deutsch-böhmische Streit e i ii D eu t s ch - O est e r r e i ch i s ch e r i st. — Es war ein vielversprechender Anfang der lau-ten Verkündigung und kräftigen Bethätigung des Zusammenhanges aller Deutschen. alS gelegentlich des Prazak'schen Sprachenerlasses und der Kundgebungen sür Schmerling sich auk die deutschen Alpenländer aufrafften und den Chorus zu einem allgemeinen ma chte». Wird diesmal, nachdem die Proteste durch die Deutschböhmen in Thaten umgesetzt wurde», Deutschösterreich stumm r Zuschauer bleibe» und daS Wort vom Zusammenhange aller Deutsche» Oesterreichs Lüge» strafen? sich bei unserem Anblick sofort zurück, denn sie vermuthen uns in diplomatische Verhandlungen verliest. Für rie Welt sind wir ja keine Men-scheu, sondern nur Italien und Deutschland. Diese» Diplomatenschicksal hat mich oft genug geärgert — auch hat mich die Vermuthung verfolgt, daß ich mein Leben lang unbeachtet geblieben wäre, wenn ich nicht Reichthum und Titel besessen hätte. Uni meiner selbst willen möchte ich geliebt und geehrt werden, nicht, weil ich Gras und reich bin. Lebten wir nicht in einem nüchternen Jahrhundert, so zöge ich verkleidet durch die Welt. Da würde wohl meine Eitelkeit schwere Schläge erleiden. Aber vielleicht sände ich doch ein Herz, das mich um meiner selbst willen liebt. Weil mir der Ge-danke unerträglich war, daß diese oder Jene mir zum Altar folgen könnte, nur. um Herrin meiner Schlösser und Gräfin zu werde», ging ich bürgerlichen Mädchen, wie sehr mir auch die Eine oder die Andere gefallen mochte, grundsätzlich auS dem Wege. Bei reichen Edel-fräulein glaubte ich mich gegen eine solche Speculation mehr gesichert, namentlich bei der Erbin der Montaigliy. Dem letzten Sprößling dieses alladeligen Hauses, der künftigen Eigen-thümeri» beträchtlicher Reichthümer, koni'te» mein Grafentitel und meine weitausgedehnten Besitzungen nicht imponiren und da die junge piuii'djcr Schutverein. [2> c u 11 d) e r Schulverein.j Nr. 21 der Vereinsmillheilungcn gelangte cfaca zur Ausgabe. Wir finden darin „ein SchulvereinS-Weih» nachiS-Märchen" von Franz Höllrirgl, einen „Bericht über eine im Sommer 188ü »nt:r-nommene Vereisung einiger Gebiete von Unter-steierniart. Krain. Gollschee, sowie ttärnten" von Dr. Weitlos. Hieraus folgt Die Fortsetzung deS Verzeichnisses über deuMilgliederstaud und dir finanzielle» Ergebnisse der Ortsgruppen für 1V85. Die Zusammenstellung der Schul-gründungeii und llnterstützungen seit der letzten Nummer meist 67 Fälle aus (in Böhmen 31. Mähren 12, Schlesien 2. Steiermark 5, Käm-ten Kraiu und Gotjchee 7, Tirvl 1, Nieder-Oesterreich l). Daran schließen sich der Ber-sammlungs- und Festkalender, sowie einige Mit-»Heilungen, welche den Ortsgruppen dringend zur Beachtung empfohlen werden. Kleine Khronik. fTacituS und Herr Dr. Gregr.] In einer Volksversammlung hat bikanntlich der Ezechensührer Dr. Gregr jüngst dem Hochauf-horchenden Czecheuvolke von den gesitteten Sla-ven erzählt, „welche bereits Kucheu aßen, als sie von ihren wilden Nachbarn, den eichclsres-senden Deutschen unterjocht und verdrängt wnr-den." Es brauchte unS zwar nicht viel daran zu liegen, sagt daö „N. Wr. Tagbl.", ob die Theilnehmer an jener Versammlung unsere Vor-fahren sür „Eichelsrefser" Halle» oder nicht; es wundert unS sogar, daß man ihnen nicht mit Aufgebot noch weiter ausschweifender Phantasie die alten Deutscheu als Menschenfresser geschil-den hat. welche zur größeren Ehren OdinS an hohen Festtagen die unterjochten und sorgsam gemästeten Slaven brieten und in einer Schwam-merlsauce verzehrten. Aber der historischen Wahrheit soll nicht so ohne weiterS Gewalt an-gethan iverden. Obschon sich die Widerlegung Dr. Gregr'S mit dem kleinen Pütz in Der Hand besorgen ließe, so wollen wir doch einen Käm-pen gegen sie ansrujeu, dessen Name hoffen», lich auch bei den gesitteten Slaven der Jetzt-zeit guten Anklang hat, wenngleich er keine Glassplitter in seinen Eonsonanten enthält. Es ist der Römers Tacitus. Dieser eiuigcrmaßen bekannte Geschichtsschreiber ist nun all.r-ditutö nicht in Da Lage, zu bestätige», daß die von den Deutschen unte jochte» Slaven Kuchenesser waren, denn ihm ist von „Slaven, die von Hamburg bis zur Adria wohnten," überhaupt nichts bekannt. Falls die Slaven aber die Wenden, von denen Tacitu» spricht, als Stammesgenoffen rekla-ui-ren sollten, so seien sie vorher freundschaftlichst Marquise mich auffallend auszeichnete, durste ich ohne Selbstüberschätzung annehmen, daß sie ei« persönliches Interesse sür mich gesaßt habe, daß sie die Liebe, die mich durchglühte, ein wenig begünstige. Schon wiegte ich mich in den süßesten Hoffnungen, als ich von Pari» plötzlich abberufen und nach Bern versetzt wurde. Ich sollte dort unsere» Gesandten, d»r zu einer an-deren Mission v-rwendet worden, vertreten, ihn, wie ich insgeheim erfahren, vielleicht dauernd ersetzen. Als angehender Gesandter dnrste ich eS schon wagen, um die Hand der Marquisette, wie Madellaine allgemein hieß, zu werben, umso mehr, als ihre Eltern mich in ihrem Hause mit einer Liebenswürdigkeit empfingen, die nicht zu mißdeuten war. Am Vorabend meiner Abreise sand bei meinem Ehes ein gro-ßeS Fest stall, während dessen ich Gelegenheit fand, mit Madeleine allein zu sprechen. Ich gestand ihr mit tief bewegter Stimme, die den ganzen Umfang meiner Leidenschaft verrathen mochte, daß ich sie liebte und fragte mit inni-gem Blick, ot sie mein Weib werden wolle. Und wa» erwiderte sie? Vor Alle« sollte ich Gesandter werden, dann werde mir ihr Jawort nicht fehlen. Natürlich wirkte diese Antwort erkältend aus meine Gefühle, aber meine Liebe war so heiß, daß sie dieses Douchebad über-wand. Ich suchte die berechnende Antwort zu ",eut'lye aufmerksam gemacht, daß die gesagten Wenden nach Tacitus „die Wälder als Räuber durch-streiften." G'gen eine solch.' Beschäftigung von Stammvätern wäre entschiede» mehr einzu-wenden, als gegen das Eickelessen. Wegen ! tzterer Gewohnheit ist noch niemals Einer ge-hänkt worden, während Menschen, die sich in der angedeuteten Weise in den Wäldern herum-schlagen, allzeit eine etwas unsichere Existenz geführt haben. Uebrigens weiß Tacitus viel von den alten Deutschen zu berichten, nur nicht, daß sie „Eichelsrefser" waren. Er sagt ausdrücklich: „Die Kost der Germanen ist einfach: wilde Baumfrüchtc, frisches Wildpret und saure Mich. Ihr Trank ist ein Gebräu ans Geiste und Korn (daS Bier)." Vielleicht haben die „wilden Bauinfrüchte" Herr» Dr. Gregr auf die Eicheln ge-bracht. Allein es ist doch zweifelsohne wildes Obst &>>M't gemeint, woraus schon die urgermanischen Obstnamen: aphul, Apfel, whsila, Weichsel :c. hindeuten. Außerdem sind als «rgermanische Worte: Brüt, Brod, uud lcbczclto. Lebkuchen nachgewiesen. ES läßt sich daraus wohl der Schluß ziehe», daß die alten Deutschen auch Kuchen gegessen haben. Freilich, ob ihr Kuchen so schmnckhaft gewesen, als die urslavischen Powidlgollatschen, böhmischen Dalken nnd Buch-teln, wer würde das zu behaupten wagen? Indeß, nehmen wir an, die alten Deutschen hatte» wirklich Eicheln gefressen; so werden sie das keinesfalls mit jener blinden Gier und Un< ersättlichkeit gethan haben, welche bewirkt, daß die eine Eichel »och zwischen den Zähnen steckt, wahrend die begehrlichen Augen bereits die noch an dem Baume hängenden ander'» Eicheln verschlingen. Das ist nicht deutsche Art. Und jedenfalls haben die „Eichelfresser" zwei der größte» Erfindungen gemacht: die Buch-druckerknnst n»d oaS Pulver. Die Kucheuesfer hingegen haben weder den Druck, »och — das Pulver erfunden. sU e b e r d e n G e r u ch s i n n) haben in neuester Zeit die beiden »ordamerikanischen Physiologen NicholS und Bailey intr-fsante Untersuchungen angestellt, die zu unerwarteten Ergebnisse» führten. Die beiden Gelehrten füllten Fläschchen mit verschiedengradigen, genau bestimmten Lösungen starkriechender Substanzen, Oel aus Nelkengewürz. KnoblauchSexiract, Blau-saure u. dgl., und ließen nun eine Anzahl von Personen den betreffenden Geruch bestimmen. Dabei zeigte sich natürlich vor Allem eine außerordentlich große Vcrschiedcnartigkeit im Geruchsvermögen der einzelnen Personen; während z. B. noch drei Männer Blausäure in einer Mischung rochen, bei welcher auf ei» Gramm Blausäure 2li00 Kilogramm Wasser kamen, war sür Andere der Geruch bei einer um daS hundertfache stärkeren Mischung »och nicht wahrnehmbar. Das überraschendste Re- beschönigen, zu culschuloigen. tröstete mich da-mit, daß sie mir in der letzten Stunde ihr Ta-schentuch zum Andenken zugeschickt. In kurzer Zeit lebte meine Liebe abermals wieder mächtig ans, geschürrt durch die Sehnsucht, uud aber-mals »ährle ich die srohe Hoffnung, daß Ma-deleine binnen Jahresfrist schon mein eigen sein werde. Wie ost zog ich damals ihr Spitzentuch aus der Atlashülle hervor, in die Madeleine eS gebetet, und berauschte mich an dem Ber-benendust. den eS aushauchte, ver mir die glück-lichen Tage vergegenwärtigte, da ich in Made-leinens Nähe weilen durste. Dauernd begnügte ich mich allerdings nicht mit dem Spitzentuch. Wohl war «S wieder MadeleinenS Dust, den ich rincthmcle, allein derselb» umwehte ein an-deres wunderschönes Mädchen und darum wa-ren Ursache und Wirkung uicht ganz uuver-fänglich. Uud doch war es nicht ElisenS Schönheit, sondern jener Duft allein, was meine Augen zuerst aus sie lenkte. Es war im kleinen Sommertheater auf dem „Schänzle", wohin ich mich mit einigen Bekannten auS Langeweile gefluchtet hatte. DaS herrliche Alpenglühen, daS wir auf der Plattform vor dem Theater genossen, hatte mich etwas romantisch gestimmt und ließ mir die schlechte Vorstellung, den Ge-ruch von Käse und Bratwürsten, das Klappern vo» Tellern uud Gläsern unleidlich erscheinen. 3 sultal ergab aber der Vergleich der Empfang-lichkeit der Männer un) der Frauen für Ge-rüche; eS wurden daraufhin 11 Männer und 39 Frauen untersucht, und »S zeigte sich, daß die Männer einen bedeutend feineren G.'nich» sinn hal>«n a!S die Frauen. Keine der Fnu:it nahm Blausäuregeruch mehr wahr in Mischn»-gen von 1 : 20,000 Gewi.htstheile» Wasser. währenD die Mehrzahl der Männer beweiben noch in Verdünnungen von l: 100,000 con» statirte. Eitrone»g?ruch rochen die Männer noch bei einer Mischung in einem 250,v00fache» Wasservolumen, während die Frauen eine dop-pell so starke Miichuug brauchte», um ihn wahr-zunehmen; d ifselbe Resultat ergab sich bei Den Versuchen mit Knoblauch und and reu Gerüchen. Dieses Ergebniß steht in bireclem Wiederjpruch mit der gewöhnlichen Annahme, daß Frauen empfänglich r für Gerüche seien als Manner. einer Ansicht, di- sich wohl daraus stützt, daß Frauen die Parfüms mehr lieben als eS die Männer thun. Doch beruht dieS wahrscheinlich darauf, daß ihre Nervei. von den Gerüchen weniger angegriffen werden, als die der Männer, und sie daher von den aufdringliche» Gerüchen weniger belästigt werden, als die Letzteren. sD a S Grab im B u s t n t o.] Vor einiger Zeit, als Schliemann daö Grab Alexatt-der's d's Großen ausöecken wollte, kam ein Italiener auf die Idee, das Grab Alarich's im Busento zu suchen. Wenn dagegen einge-wendet wurde, dasselbe beruhe aus Dichtung, so zeigen doch ander>eitS Funde, daß diese Be-statlungSweise an sich üblich war. So ist jetzt ein solches Grab im Torrenli di Negrar bei Negrar di Valpolicella (Venetien) g'funden worden. Auf dem Grunde dieses Flüßchens lag unweit eines Palazzo genannten Grundstückes unbeachtet ein Steinblock von quadratischem Querschnitt und etwa 0'80 Mlr. Seitenlänge. Ein Ungewitlcr ließ den Bergstrom anschwellen, uud daS Wasser rückte deu Stein, auf den Niemand früher geachtet Halle, von feiner Sülle. Nach dem Ablaufen der Hochfluth wurde »uu eine Grabkammer sichtbar, w?lche der Stein bedeckt hatte. Dieselbe war von 0 Steinen ge» bildet und enthielt drei menschliche Schädel und verbrannte zerkleinerte Gebeine, sowie einen Terrakotlakrug von grauem Thon ohne Verzie-rung, der eine Lampe, ebenfalls von Terrakotta, mit der Darstellung eines geflügelten nackten Genius im Relief enthielt. [Eine 45 Köpfe zählende Z i-g e u u e r b a u d e,] mit welcher in jüngster Zeit förmlich-Fangball gespielt wurde, lagert dermalen bei Roermund in Holland in der Nähe der preußischen Grenze in aufgeschlage-neu Zelten. Im Laufe deS Sommers kam die Gefellschast über Belgien noch Holland und schiffte sich in Rotterdam nach Amerika ein. Da trug mir eiu Lustzug aus einmal den ver-trauten, geliebten Verbenendust vou rückwärts zu. Mein Herz schlug sofort höher; ich wandte mich um und sah eine elegant gekleidete junge Dame, die sich mil ihrem Taschenluch Kühlung zuwehte. Ihr seiiteS Gesicht war vou srappireuder geistvoller Schönheit, uud daS war eS wohl, was den Wunsch in mir aufsteigen ließ, das interessante Wesen kennen zu lernen. Da der Begleiter der Schönen »leinen Freunde» be-kannt war, sah ich schon im nächsten Zwischen-act meinen Wunsch erfüllt. Der ällliche Begleiter, ein Schwager ElisenS, räumte mir einen Platz an ihrer Seile ein, uud ich wich den ganze» Abend nicht mehr von ihrer Seile. Schon nach wenigen Minuten plauderten wir zusammen, als hätten wir uns seit Jahren gekannt. Aus all ihren Worten, aus ihrer Stimme klang ein lieses, warmes Gemüth, und d«r seelenvolle Blick ihrer klugen schwarzen Augen drang mir bis ins Innerste des Her-zenS. MadeleinenS prickelnder Geist war lhr fremd, auch besaß sie nicht deren pikanten, ich möchte sast sagen, teuflischen Reiz, aber ihre regelmäßigen Züge waren edler. Sie war eben ein deutsches Mädchen. Madeleine eine Fran-zösin. Wäbrend wir zusammen sprachen, spielte " sie unablässig mit ihrem Taschentuch und der Wohlgeruch, den eS ausströmte, halte eine eigen-" ^ z----- 1 «■ Vo» dort auS wurde sie aber mit der ersten Gelegenheit wieder »ach Rotterdam zurückspedirc. Von hier nabm die Gesellschaft wieder ihren Laus nach Belgien; kaum hatte sie die Grenze überschritten, so wurde sie von der belgischen Poliz i a»s holländisches Gebiet zurückgewiesen. IS» begann nun ein mehrfaches Hinüber- und Herüberichieben an verschiedene» Stellen der belgisch-holländischen Grenze, ivos znr Folge halte, daß von delgischcr Seile die Grenipoli-zei verstärkt wurde, io daß die wkiieren Versuche, die Gesill chasl dort überzusetzen, ausgegeben wurden. Tie holländische Polizei brachte dann an-sangs dieses Monals die Zigeuner bei Roerniund über die preußische Grenze, aber sofort wurden dieselben von der diesseitigen Polizei wieder zu-rückipedut. Ein dann vorgenommener Versuch, die Lente über die belgische Grenze zu bringen, gt» lang. Da nun die holländische Polizei die Grenze schars beirachte, so daß ein Zurückschiede» der Zigeuner nicht möglich war, löste die belgische Polizei auf einer Grenzstation Billeis für die braune Gesellschast, welche nun per Eisenbahn nach Holland zurückgeführt wurde. Vorläufig nimmt jetzt die hollänvischeZRegi-rung Abstand von weiteren Versuche«, die Leuie per Schul) los zu werden, und hat mit den benachbarte» Regierunge» Unlerba»bl»nge» darüber angeknüpft, in welcher Weise dieselben i» ihre Heimalh zu-rückgeleiiel werde» können. [G ine m drollige» Schwindel] ist dieser Tage ein Pariser Lebemann, Baron Fnevrich dc R., zum Opfer gesallcn. Baron Friedrich de R. Halle im Quartier Moncean ei» möblirtes Appartement inne, welches er vermietheil wollte. Vorigen Äliiltwoch meldete sich bei ihm ei» sehr eleganter junger Mann, welcher von einem Agenten geschickt sei» wollte. Der jauge Mann besichtigte die Räumlichkeilen-fand Alles ausgezeichnet und war nicht nurge-neigt, die Wohnung zu übernehlnen, sondern wollte auch das ganze Meublement um 25.000 Francs kaufe». Der Baron war von dem neuen Mischer ganz entzückt und lud ihu» zum Dejeuner ei». Er konuie dies wohl thun, ohne sich etwas zu vergeben, da sei» Gast vo» gutem Adel, ein Marquis de la G.. Sohn eines in» deutsch-französischen Kriege vor Orleans ge-sallenen Generals war. Bei einer Cigarette wurde der Marquis gesprächig : „Glaube» Sie ja nicht," sagte er, daß ich mich mit RichtS beschäftige, trotz meiner 60.000 Fc.incS Renten geb« ich mich sehr mit der Literatur ab, und bin nner der anonymen Librcttistcn von „Jo-sephinc venduc par »es socurs". Der Baron war von seiner neuen Bekanntschaft ganz enchaniin und nahm liessen Einladung zum Diner an. AbendS gingen Beide in die BousfeS zu „Josephine". Sie soupierte» zusammen, und als der Marquis Werth daraus zu legen schien. thüuiliche, fast betäubende Wirkung aus mich. Er verwob Vergangenheit und Gegenwart; ich wußte ii cht mehr, welche ich liebte und verfiel nach der erste» Begegnung mit Elise» in eine» traumhaften Zustand, der mehrere Monate dauerte. Wäh end dieser Zeit fuhr ich jeden Tag nach Weißenstei» hinaus, einem reizenden Landsitz, wo WörtH mit Frau und Schwägerin den Sommer zubrachte. Der zwanglose Verkehr, wie er zwischen jung« Leuten wohl nur aus vlm Lande üblich ist, verlieh meinen Bezieh»»-gen zu Elijeu einen Zauber, der meinen neuen LieleSiraum verjchönle und meine Betäubung steigerte. Ich erwachte aus derselben nicht eher, alS bis mir Elistns Schwager eine» ziemlich derben Wink gab, daß ich ihr nicht gleichgil-lig sei und daß es an der Zeit wäre, mich zu einem Rückzug oder zu einer Werbung zu ent-schließen. Das erweckte mein Mißtrauen. Ich glaubte, daß ich den Verwandle« Elisens, ja ihr selbst nur als gute Partie willkommen sei und dieser Verdacht ernüchterte mich. Außer-dem war meine Liebe zu Madeleine noch nicht ganz erloschen. Ich machte mir Vorwürse über meinen Wankelmuth, redete mir ein, daß der tückische Verbeneudust an dem neuen Herzens-rausch schuld sei, daß ich Madeleine» die Treue alten müsse. Auf diese W?ise gewann die alte iebe wieder so weit Macht über mich, daß JSlfpr in seiner neuen Wohnung zu übernachten, wil- ' ligte darin Friedrich bereitwilligst ei». Früh ! standen Beide auf. „ApropoS". sagte der Marquis ! zu dem Baro». „ich habe noch nicht die Wasser-leitn,nj in Jhreiii Badezimmer probirt. Wollen S e mir vielleicht zeigen, wie eS gemacht wird 1" — „RichlS einfacher, als das!" ant-wortet: der Baron. — „Thun Sie mir doch den Gefalle« und nehmen Sie vor mir ein Bad. dann ich' ich cS am deuilichste»." — „Mit Vergnügen," sagte Baron Friedrich, ent-kleidete sich und stieg inS Wasser. Kaum war er jedoch darin, als sein neu r Freund rasch das Badezinnuer verließ, mit dem draußenste-ckenden Schlüssel die Thür verschloß, ins Schlas-zimmer eilte und dort das Portseuille, Uhr uno Ninge deS Barons a» sich »ahm »»d davon-ging. AIS »ach einiger Zeit der Baron auf fein heftiges Klingel» aus seiner Gefangenschaft befreit worden, war der Gauner längst über alle Berge. sE i » O p s e r des „pe rside n A l bi o n"^ will ein indischer Rajah sein, welcher Batignol-les bewohnt und wegen einer Schuld vou 200 Francs vo» dem Friedensrichter verfolgt wird. Er nimmt das öffentliche Miileid i» Anspruch, indem er behauptet, daß er im Jahre 1871 des { Throns von Chamba vcrrälherisch beraubt wurde uud hieraus nach Euglaud kam. um Einsprache g. gen die Ungerechtigkeit zu erhebe». Hohe Per» sönlichkeiteu nahmen nch seiner an, aber die Regierung blieb taub sür seine Throiianiprüch». Sie hatte mittlerweile eiituj Gcneral'Rcsidenlen eingesetzt, welcher 150.000 Franken jährlich be-zieht, und bot dem vertriebenen Fürsten endlich 50.000 Franke» jährlich a». Er lehnte ab, in der Hoffnung, zu seinem Rechte zu gelange», lebte in England, kam dann nach Paris und machte natürlich überall Schulden. pJl e u c Anwendung der Electri-c i t ä t.J Der bekannte amerikanische Elcctriker, Professor Thomso i>, hat in Rew-Aork vor der Gesellschaft der Künste eine neue Anwendung der Electricilät gezeigt. Wenn Metall-stücke, Ende an Ende, unter enorme» Druck gebracht werde» und ein elcctrifcher Strom durch dieselben läuft, wird ein vollslänhigeS Zusammenschweiße» erzielt, und zwar selbst bei Metalle», welche unter anderen Umständen nicht zusainmengeschweißt werden könnt», oder bei verschiedenen Metallen. Um Stahl von 1'/, Zoll im Durchmesser zu schweißen, war ein Strom von 0000 Ampören, der eine cleclro-motorische Kraft von einer halben Volta halte, nothwendig. ES wurde festgestellt, daß die An-wendung von 35 Pferdekraft eine Minute lang Stahl vo« der obigeu Dicke ohne einen Haut» merschlag oder die Anwe düng vo» Warme zusammenschweißt. Auch kann in dieser Weise Stahl an Messing geschweißt werden. ich die Krast fand, mich von Elisen loszureißen. Meine Regierung hatte wieder entscheidend in mein Schicksal eingegriffen. Die Mission des Berner Gesandten war zu Ende, er kehrte zu-rück, und ich ward angewiesen, meinen Posten in Paris wieder einzunehmen. Mein Avancemenl sollte in nächster Zeit stattsi >den. Der Abschied von Elisen siel mir schwerer, a'.S ich erwartet hatte. Stumm saßen wir in der Laube am Walle einander gegenüber; ich wagte nicht in ihre großen Augen zu schaue», die ich sest auf mich gerichtet fühlte. Endlich begann sie van gleichgiltigen Dingen zu reden, ich athmete freier auf und stimmte ein, aber der unversäng-liche Gesprächsstoff währte nicht lauge. Sie führte die Rede auf eine Werbung welche damals stattgefunden und viel Aufsehen machte, weil der Bräutigam einer der ältesten Berner Patrizier-samilie» angehörte, die Braut ««'er bürgerlich und arm war. Elise nannte dc« Verlobte > einen braven Mann und meinte, daß eS nicht Viele gäbe, die gleich ihm handelt,u. Ein böser Geist gab mir die Bemerkuug ei», daß ich nie und nimmer ei» armes Mädchen freie» möchte, weil ich den Verdacht nicht los werde» könnte, sie nähme mich aus Eigennutz. Da sagt- Elise leise: „Wissen Sie auch. Herr Gras, daß Sie durch diese Selbstunterschätzung, dieses Mißtrauen vielleicht eines Tages ein Mädchen unglücklich l^ti sT r i o a uti ej Die Amerikaner sind charmante Leute. Ein j»»ger Mediciner heirathn heimlich ei» junges Mäochrn aus seiner Clientel. Die Eltern klagen ihn vor dem Gerichts-Hose der Trigamie an. der Doclor aber ver-antwortet sich in folgender Weise: „Ich h^be dreimal geheirathet. Meine erste He.raia war iu Ordnung. Die zweite ist null und nichtig, weil sie bei Lebzeiten meiner erste« Frau geschlossen wurde. Die drille ist unzweifelhaft legal, wen» ma» erwägt, daß meine erste Frau lodt ist und die zweite Heirath ungiltig ist." Der Gerichlsbos vou Chicago bat in dieser subtilen Begründung kein Verbrechen gesunde»'. sA ii s o c r Kinderstube.) Die kleine Mariha bringt dem Papa ihre Spurbüchse mit de» Worte»: „Bill?, lieber Pap.i, kans' mir doch mal scchS Cigarren, aber es müssen rechi gute sein!" Verwunden fragt der Papa: — „Wozu denn — .Das werde ich Dir später sagen!" - Der Papa bringt der Kleinen die sechs Cigarren. „Wie mache ich es nun aber" — fragt da Manha — „daß dcr Weihnachtsmann diese Cigarren bekommt?" Papa giebt Martha den Rath, die Cigarren in der gute» Stube auf den Tisch zu lege >; wenn sie den nächsten Morgen nicht mehr vorbanden seien, dann habe sie sich der Weihnachtsmann mit-genommen. Martha thut, wie d-»r Valer eS ihr gerathen, und am nächsten Morgen hat sich dcr Weihnachtsmann richtig die Cigarren g'holl. Voll Freude ruft Martha: „Run wird mir der Weihnachtsmann gewiß etwas bringen !" Räch einigem Besinnen kommt sie aber noch» »»als mit der Sparbüchse zum Papa und sagt: „Weißt Du, Papa, kause doch lieber e»« ganzes Kistchen Cigarren, da»» bringt mir dcr Weih-nachtsmann auch mehr !" [Die verlorene« Haare.] Gestern hörte AlsonS — er ist 6 Jahre all — seine Mutter sagen: „Ich verliere alle meine Haare." — „Aber nein", siel Alsons, ein, sie sind nicht ver-loren; ich ha. e sie gerade früh r ans dem Spiegeltisch: liegen gesehen." [Z u weit gegongt n.] „Run ElSchen, bist Du m't der Gouvernante ipaziren gegan-gen?" — „Ja, aler die Gouvernante ging noch weiter." — „Bis wohin bist Du denn m »gegangen'{" — „Bi» dahin, wo der Onlel sie Gonvernaiitc geküßt hat." fD i e VenuS von M i 1 o.J Papa. Mama und der kleine Bebö besuchen das Louv'und halte« vor dcr Venus vo« Milo an. „Mama, ruft der Kleine, warum bat man dieser Dame die Arme abgeschlagen?" — „Weil sie mit den Fingern in der Nase bohrte." — Großes Entsetzen. — Bebv zieht sofort die Finger aus der Nase. s^H e i r a t h S a n n o n c e.j „Ein Wiltwer iu mittleren Jahre», welchem seine Frau zwölf machen »werden i" Ich schwieg und eS folgte eine peinliche Pause. Dann erklärte sie mir mit zitternder Stimme, aus der heißer Schmerz heranSklaug, daß sie in wenigen Tagen zu ihren Eltern zurückkehren müsse. Diese hätten ihre Hand einem Manne jUgesagk. den sie nicht leiden könne. Eifersüchtig zuckte uieiu Herz zu-sammen. und zornig sah ich die Sprecher», au. Da traf mich aus ihren schönen Augen ein flehender Blick, dem ich unterlegen wäre, wenn ich nicht in der Flucht meine Rettung gesucht hätte. Ost, oft habe tch daS bereut, denn Madeleine war daS Opfer, das ich ihr gebracht, «ich! werth. Sie halte bei dcr Nachricht, daß ich ohne Rangerhöhung nach Paris zurückkehren werde, sich schleunigst mit dem Gesandte» eine» Mittelstaates verlobt. Ihr eitles Herz kannte nichts Höheres, als Frau Gesandlin zu sein." Gras Löhnhos schwieg und sein Freund sagte: „Eine bittere Enttäuschung fürwahr, aber Du konntest sie leicht erwiedern, da Die ElisenS Liebe winkte." Der Gras schüttelte den Kops. Meine Reue kam zu spät. AIs ich bei Elise um Trost und Gegenliebe bat, rächte sie sich für den Schmerz, den ich ihr bereitet hatte, indem sie mir mit-theilte, daß sie Braut sei und sich schon in den nächsten Tagen vermählen würde." 188-5 putsche Wacht." prächtige Kinder hinterlasse» hat. sucht sich mit einem Fräulein in ähnlicher Lebenslage zu verheiraihen." >E i n e klug e Ä! » t t c r.] „Wie mache» Sit's den», Frau v. daß Ihre traute Kleine den Kamillenthee ohue Widerrede einnimmt ?" — „Sehr einfach! Ich lege immer eine» Gro-schen aus den Boden der Tasse!" Locates und Arovinciates. Cilli, 31. Deccinlicr. [S i u r in t o 11 c n.] In unserem Stadt« auile beginnt man soeben mit der Verzeichnung bis Landsturmpflichtigen. Die Slnrmrotlcu müs-seu bis lü. Äiärz ILL7 zusammengestellt und auch schon der BeznkShauptmannschasl vorgelegt sein. sD e r C i l l i e r C a s i n o v e r e i ns ver-anstaltet wie alljahrlich auch heute Nachts eine «Sylvesterscier, zu dcr sich die gute Gcsellschast unserer Stadt, so weit Mitglieder desslbeu nicht besonders verhi>.dert sind, einfinden wird. Tie Festrede um Mitternacht hält der Director des Vereines, Herr C. A. L u lj. sD i e Beeidigung dcr neuen Cillier SicherhcilSwache] wird mor-gen um I I Uhr Voruiillog durch deu Herrn Bürgermeister kais. Rath Or. Neckermann und im Beisein seines Herrn Stellvertreters Zangger und des ObmanneS der V. Seclion Herrn Schmidl vorgenommen werden. Letzerer h-t sich bekanntlich um das Zustandekommen dcr fort-schrilllichen Institution ein hervorragendes Verdienst erworben. Nach der Beeindigung tritt die neue Sicherheilswache sofort in ihren Dienst. ^Ehrlichkeit der clericalen Presse.] Das untersteirische Banernhetzblalt bemüht sich, in gewohnter, „ehrlicher" Weise den Beschluß der kleinen E höhung der Be-zirkSumlage» in Peuau und Cilli dazu au be-nützen, um seinen Lesern „zwischen de» Zeilen" eine schlechte Wirthschaft der beiden Vertretun-gen sehr klar durchscheinen zu lassen. Dcr re-digirenden Üvlarburger Geistlichkeit ist es dabei natürlich sehr gut bekannt, welche Umstände die vorzüglich wirthschaftenden beiden Vertretungen zur Erhöhung oer Umlagen ziv uige». Hilf. waS helfen kann, wenn es sich darum handelt, die Bauern gegen Deutsche auszu-bringe»! sCillier BezirkSvertretuug.j Bei der gestern vorgenommenen Vergebung dcr Schoiterlieferungen pro 1837 wurde gegen das Präliminare eine Ersparniß von gegen 800 fl. erzielt. sSloveuischeS Z e i t u n g S w e s e».] „Slovan", daS panjlaviltische Halbmonatsblatt stellt mit Neujahr seine politische Thätigkeit ein, und will sich künftighin nur mehr mit „Und that sie eS wirklich ?" s» igte der Freiherr. Graf Arnold nickte. „So endete meine Doppelliebt." „Lieber Freund, zu Ende ist sie noch nicht — da» verräth mir Deine Bewegung. Wer weiß, vielleicht gehört das gefundene Spitzen-luch einer von Beiden. . ." „Möglich." sagte der Graf mit gleichgilti-gem Achselzucken, „denn die Eine vou Beiden ist in Wien." „Welche?" „Madeleine!" In diesem Augenblicke ließ sich das Ra-schein von Seide vernehmen und gleich darauf schwebten zwei Damen in den Salon. Es war die Herrin des Hauses mit der Frau d:s X.-'schen Gesandten. „Sie erlauben doch, Baronin." sagte die Gräfin, „daß ich Ihnen diese beide« liebenS-würdigen Einsiedler vorstelle." Ah die Namen der Herren genannt waren, neigte Baronin Madeleine gegen den Baron ihr blondes Haupt, aber dem Grafen streckte sie ihre Hand entgegen und sagte mit koleter Liebenswürdigkeit: „Wir sind alte Freunde und brauchen einander nicht kennen zu lernen." Der Graf berührte kaum die Fingerspitzen der hübschen Französin und machte ihr eine Belletristik befassen. Der „Allslivene" Herr Dr. Ivan Tancer-Aksakow, der in Politik und Romanschrisistellerei gleich groß ist, versprach, di^ Nation im „Slovan" wieder mit einem Roman zu beglücken. „Slovenski Narod" jam-meit über die Thätigkeit seines Concurreine» „Slovenec", der ans Abonnentenfang ausgehe, oaß eS eine» Stein erweichen könnte. „Slovenec" bncht über den Liberalismus der Partei des „Narod" mit gutgespielter Wehmuth den Stab, „Edinosl" ersucht seine Leser zum zwölf,enmale um endliche Bezahlung der rückständigen Aben-nemeuleb.'trä.ie, die „Südsteirische Post" be-hauptet, ihre Leser müsse» die Nothwendigkeit ihres Daseins doch endlich begriffen habe», „Ljublanski Zvou" kanzelt die „Nation" ab, weil sie so viele flovenifche Zeitungen balle, die nichts tauge«, und bietet dabei sei» Blatt iu allen slovenischen Zeitungen wie Hofs sein Malzextract an, uud „Kres" ist wegen Ueberfluß an Abonnentenuiangel eingegangen. sD e n u » c i a n t e n p a ck.s Ein unterstei-rischer BezirkSfeldwebcl hat angeblich das haar-sträubende B-rbrechen begangen, im „sloveni-schen" Heim zu Polstran, allwo von dem Deutschen bekanntlich oic Parole gilt „Hintern Zaun der Hund ihn frißt!" die russophile Anschauung deS seligen Pfarrers Reich zu kri-lifiren. Wenigstens meldet dies das Laibacher Oberpervakenblatt mit dcr Aufforderung, den Genannten zu bestrafen. DaS fehlte noch, daß man über Reich nicht einmal mehr die richtige Ansicht auSsprechen dürfte. Aber daS ist so windischer Brauch: deutsche SiaatSdiencr zu-erst z» Aeußerungen ihrer Meinung zu] provici-ten, und dann zu deuuneiren. sW ä r in e st u b e i n C i l l i.] An Spenden sind eingegangen: Durch die Administration der „Deutschen Wacht" von Herrn und Frau Erdmann in Tücher» fl. l»'—, vou dcr raren Tischgesellschaft fl. 5'—, vo» Herr» Erdmann in Tücher» fl. 20'—. Außerdem haben ae-spendet: Hochiv. Abt Auto» Ritter v. Wrelschko fl. 5*—, und einen Sack Aepsel, eine Tischges.ll-schaft fl. l'10, Frau Sima 1 Sack Erdäpfel. Frau Hummer l Sack Zwetschke», die Herren Iauitsch. Regula, Sima und Zorzini wöchentlich je 2 Laib Brot. Den edle» Spender» und Spenderinnen wird hiermit der innigste Dank ausgesprochen. Weitere Gaben werden entgegen-genommen von den einzelnen Mitgliedern deS FrauencomitvS uud von der Administration der „Deutschen Wacht." DaS Frauen - Couiitv. sCillier Gasanstalts Der Ob-mann des die hiesige Gasanstalt verwalten-den Eomitees Herr Adolf Lutz hat feine Stelle niedergelegt. Nachsem er eine Wiederwahl ab-solut ablehnte, wurde seitens des Sparcassa-Ausschusses an seine Stelle Herr Juliu« R a -kusch ins Comitö gewählt. Herrn Lutz wurde steife Verbeugung. AIS er sich wieder aufrichtete, bemerkte er, daß sein Freund mit d«r Gräfin verschwunden war. „Sie werden mir doch wieder die Eur machen, Graf Arnold V fragte die kokette Frau. „Sie haben doch nicht vergessen, daß Sie es einst thaten „Gewiß nicht, Baronin, denn die größte Thorheit seines Lebens vergißt der Mensch nie." „Ach, wie ungalant!" rief die kleine Frau sichtlich verletzt. „An solche Reden bin ich nicht gewöhnt." „Von mir dürsten Sie wohl niemals au-dere vernehmen." „So'{! Dann führen Sie mich nur gleich zu dem Kreise zurück, den ich verlassen habe. Dort sagt man mir lauter hübsche Dinge." Er bot ihr stumm den Arm und schwei-ge»d durchschritten sie den Wintergarten. Au dcr Schwelle desselben trat ihnen ein junger Mann entgegen, der zu Madelcine sagte: „Ba-ronin, meine Glücksstunde hat geschlagen — soeben wird die Quadrille angestimmt." Die Gesandtin nahm lächelnd den Arm ihres Tänzers, nachdem sie Gras Arnolds Ver-beugung mit eine»! sehr ungnädige» Gruß cr-widert hatte. Sie schwebte davon, er abcr blieb am Eingang des Wintergartens stehen und starrte in das Gewühl des BallsaaleS hinaus. Da für seine vorzügliche Thätigkeit dcr wärmsts Dank und Anerkennung ausgesprochen. sD i c Cillier H o l z l> ä n d l c r.] Die Herren Josef Regri »nd Adalbert und AloiS Walland habe» ihre Holzgeschäfte aus der sijdt> gemeiude Cilli in die Gemeinde Umgebung Cilli verlegt und ihre Gewerbe in der Stadtgemeinde löschen lassen. s„S lovenSki Gospoda r."] DaS Blatt der untersteirischen Geistlichkeit sälll über den Deutschen Schulverei» fortwährend ebenso ehrliche, als wahihaft geistreiche llrth.ile. Da» neueste lautet: „Der Deutsche Schulveret» ver-langt sür seine Darleben keine Zinsen, da er schon selbst weiß. eS sei das ohnehin unrecht« massiges Geld, daß es jene Silberlingc si»d, welche JudaS Jscariot von sich warf, olS cr seines Herrn unschuldiges Blut verkaufte. . [Der Herr f. k. PostamlSleiter von P e t I a «.] welcher morgen sein Amt an-tritt, ist berei ö gestern v»m „Gospodar" „ver-rissen" worden. DaS genannte B'att frägt mit jesuitischer Logik: „Wo ist da das Recht, daß ein Deutscher hingesetzt wurde, wo ei» Slövcne bisher waltete?" Wie dächte», Pettau hätte an slovenischen Beamten unterschiedlichster Qualität mehr als genug, und die Pervaken hätten allen Grund, über die Peltauer slovenisch:» Beamte» nicht eine Erörterung bcrvorzurufen. sG u t Heil!] Morgen am Neujahrstage werden Mitglieder deS Laibacher Turnvereines seitens nnfereS Turnvereines erwartet. fA u s St. Marei» b c i Erlach-st t i n.J „SlovenSki Narod" erhält aus dem freundlichen Markte eine Correspondcnz. welche, im gewöhnlichen infamen Denunciantentone gc-halten, den Anlaß deS ScheidenS eines slovcnisch gesinnten Sleueramtsbeamle» dazu benützl. um ohne den g-ringsten Gr»nd wieder alle dortigen Herren Beamten, einen Juristen und einen Kauf-man«, anzugreifen. Wir hallen eS sür üb r-flüssig, auf diese Angelegenheit weiter einzugeben, sondern constatireu nur, daß die Hetzereien im Markte immer »nd immer von den dortigen Pervaken erneuert werden. sA u s Lichte » wald] kommt die Klage daß dcr Generalstab deS Herrn Vröcc, mit dessen Ernennung zum k. k. Notar iu Lichten» wald die dortigen socialen Verhältnisse eine so. traurige Wendung genommen haben, um ein Mitglied vermehrt wurde. Die Ernennung cincS ultra - slavisch gesinnten Sleueramlsöeamten wird gewiß nicht dazu beitragen, auf die mit nur zu großer Berechtigung erregten deutschen Gemüther beruhigend zu wirken. Es ist recht traurig, daß man den Wünschen eingewander-tcr Ruhestörer mehr Gewicht beilegt, als den Intentionen der alten Bürger Lichlenwalds, welche, — freilich vor der Versöhnungsära —■ eine ruhige, segensreiche Thätigkeit im Interesse näherte sich ihm sein Freund uud raunte ihm zu: „Höre! Träumer! Die Andere ist auch da — ich gralulire Dir, denn sie ist bezaubernd schön und — Witwe. Geh' zu ihr und sasse Dein Glück." Der Baron hatte bei den letzten Worten in den Wintergarten gedeutet. Graf Arnold drückte dem Freunde stürmisch die Hand und ging dann wankenden Schrittes nach der be-zeichneten Stelle. Dort saß. von tropischen Blattpflanzen halb versteckt, eine schöne junge Frau i» dunklem Sammtkleide. „Elise!" rief der Gras, und streckte der geliebten Frau beide Hände entgegen. Sie war bei dem Ton seiner Stimme emporgefahren, um alsdann ihre Hände in die seinen zu lc>en. Feuchten Auges blickte sie ihn an, keines Wortes mächtig. „Können Sie mir verzeihen ?" fragte ^r. „Könen Sie »tir verzeihen ? Können Sie vergessen, daß ich Sie aus kleinlicher Rache von mir stieß 'i" „Kleiner Rachcgcist! Fast möchte ich Dir ernstlich zürnen, denn Du h^st mir Jahre des Glücks geraubt." „Mir, mir selbst stahl ich sie . . . ." „Und willst Du mir daS Geraubte, Ver-loreue ersetzen?" „Wenn es in meiner Macht steht. .. ja!*'« N. F. J. c 6 " •* ber Gemeinbe entwickelten, eine Thätigkeit, «clche, als eS noch keine ProteciioSlinber ver flfstniiuarliflcn Zeit gab. auch von ben „stove-nijchen" Bewohnern des Marktes voll anet-kai.ui wurde. s L a u b t a g S w a h l.] Gestern sanb in Graz bie Laubtac S Etgäuzuugswahl aus ber inneren Stadt an Stelle des Herrn Dr. Karl Recht'auer statt. ES gaben l 43 Wählet ihr« Stimmen ad, welche sämmtlich aus ben Bürgcrmcister Herrn Dr. F e r b i n a » b P o r» tugall sielen, ber somit in ben Laudtag gewählt erscheint. [Steiet märkische Lanbwirt-schasts.G ese l lschast.j Die 02jährige allgemeiiie Versammlung biescr Gesellschast sin-bet am l'-. unb l6. Februar statt. Am ersten Tige ist Die nicht öffentliche Äersammluug in ber steierm. Landstube. [Celjrerftetten] kommen nächstens für NcuhauS. Hrastuigg. Eauerbrunn unb Ho-cheneqg zur Besetzung. Die Pervaken arlxiteu auS Leideskrästen. um Leute ihrer Denkungsart burchzubringen. Ein besouberS heißblütiger Vorkämpfer sür baS „Altslavcuthum" brang neulich sogar di» zu Seiner Excellenz bem Stall-Halter vor, um feine ergebensten Privatwünjche geltenb zu machen. [Schonzeit beS WilbeS nnb ber A a j s c r t h i e r c.] Im Monate Jänner be« sinben sich bie Hirsche. Thiere uub Wildkälbcr, das GcmSwiU, bie Anerbähn« unb solche Hcn-nen. bann vom 15. Jänner augesaugeir bie Feld« unb Alptlchascn in ber gesetzlichen Schon-zeit nnb bürsen biese Wildgattunge» währenb bieser Zeit weber gejagt, gefaugen ober sonst auf irgend «ine Art erlegt nnb nach Ablauf von vierzehn Tagen »ach eingetretener Schonzeit auch nicht zum Verkaufe ausgeboteu ober in Gasthäusern zubereitet verlaust werben. DeS-gleichen besteht in biesem Monat baS Fangver-bot für die Krebse unb bauert solche» bis Enbe Mai k. I. sEisenbahn Eisener z«V o r b e r n« b 11 g.J Das Handelsministerium hat ber Oester-reichisch-Alpinen Montangesellschast bie Bemilli-gung zur Vornahme technischer Vorarbeiten sür eine normalspurige Localbahu von Eisenerz »ach Vorbernberg auf bie Dauer von sechs Monaten ertheilt. Diese Vorarleiten sinb bereits so weit gebiehen, baß schon in ber nächst«» Zeit um die commissionelle Revision der gewählte» Bahn-trace unb sobann um Erlhei'.img einer bcsini-tioen Concession angesucht werben kann. [Gewerbliches.] Ueber bie Recnrse mehrerer Cillier G-werbetreibenbeo. Tischler, Schlosser nnb Schmiebt. in Betreff beS Um-fangeS bieser Gewerbe hat bie Statihalterei Graz nach Einvernehmung der HanbelS- unb Gmtrbekamm«rn in Graz nnb Leoben im Grunbe beS § 36 desGesetzeS vom 1ü. Niärz 1883 Nr. 39 R. G. B. entschieben, baß Schmiebc unb Schlosser zur Anfertigung von Mauer» schließen. Gctüstklammern, Klammerschließen unb Gcrüstschrauben, Tischler zum Anmache» vo» Beschläge» au von iknen erzeugten Gegen-stäuben berechtigt. Schlosser bagegen zur Ver-fertigung von gebrehten Wagen» Achsen unb zur Anbringung berselde» an Wägen nicht be-rechtiget sinb. — Die Siatthalterei von Steier-mark hat ferner bie Bildung einer Genossen» schalt ber Lebzelter unb WachSzieher mit vem Territorialumsanae sür ganz Steiermark nictit gen.hmigt, ba sich bie benannten Interessen-Vertretungen nur für bcn Fall bamit einver-standen erklärten, baß bei ber Ertheiluug ber Bewilligung einer solchen LanbeSgenossenschaft bestimmt würbe, baß jene Gewerbetreibenben. deren Beitrittserklärung ben Vorvcrhanblungen nicht beilieg», ober welche inzwischen bereits einer anberen localcn Genossenschaft beigeueten sind, nicht verhalten werbe» können, bort aus-unb ber Lanbesgenossenschi'st beizutrcten. einerseits bieser Fall mclirsach eingetreten ist, anberseils eine nicht »nbebeutenbe Anzahl bieser Gt»ocrbctreibenben sich nicht sür ben Beitritt zu einer LanbeSgenossenschast bereit erklärte, würbe bie Grünbung einer solche» web.r ben gesctz-lich'n Auforbcrullgc», noch bcu practischen Be-bii>; i-.ffeti entsprechen. „Deutsche Wacht" [Die liergakabetnischen Corps in L e o b e »j „Montania" und „Schacht" wurden zufolge Statthaltereierkenntnisses vom 8. Oktober b. I. auf Grnnb beS ß 24 beS VereinsgejctzeS aufgelöst. Bekanntlich geschah dieS mit ben beiben Burschenschaften „Germania" „Tenlonia" bereits srühcr. » » [E i n g e l i e s e r t.s Aus P e t t a u 3t). d.. wirb unS geschrieben: „Der vom WaraS-diner GerichtShose weg«» beS am 27. Decem-der b. I. in Svibovetz an einem gewissen Roßmauitz begangene» RaubmorbeS steckbrief-lich verfolgte AubreaS L u b e tz würbe am 29. b. M. burch bie stäbtische Sicherheitswachc in Pettau ve.liastct unb bem Strasgerichte eilige« liefert. Lubetz ist ein Steiermärkcr uub wirb bemuach nicht »ach Croatie» ausgeliefert wer-ben, sonber» sich vor bem KreiSgerichte Cilli zu verantworten habe», wohin cr nächster Tage ge. rächt werben wirb. [E i n R a s« n t e r.] Der BcsitzerSsoh» AloiS Pototsch » ig aus Gernbors cxc?dirie im dortige» Gasthause beS Pichlet unb stieß bctbei bie Drohung auS, Alles zusammenzu-schlagen, worauf er hinausgeworfen würbe. Auf baS hin zerstörte cr vor bem Hause zwei Steiu-pfeiler unb ein eisernes Gitter unb richtete ba-mit einen Schaben an, der aus 150 fl. beziffert wirb. Später warf er einen Stein in bie mit Leute» besetzten Zimmer, zertrümmerte dabei zwanzig F.nsterscheiden unb einige Fensterflügel nnd machte sich schließlich daran, mil einem Steinkramptn bas ganze HauS zu demolieren, woran er aber sehr nachdrücklich gehinbert würbe. [Dieb e.] Die Knechte Joh. nnb Ciril Glück in Reuslist haben gemeinschaftlich bem Franz Glück auS beffen versperrter Dachbodeu-kammer seine in einer Kiste verwahrte Barschaft im Betrage von 185 Silberthalern nnb eine alte Uhr gestohlen unb unter sich vertheilt. Beibe würbe» verhaftet. [Betrunke u.] Der Sägearbeiter Anton G r i t s ch e r kam in betrunkenem Zustanbe in bie Mühle bes Peter Straut uub sing bort zu tobe» au. Als man ihn bernhigen wollte, zog er ein großes Stichmessir hervor unb versctzlc bamit bem Franz Staut, Sohn beS Müllers, zwei Stiche in den rechten uub zwei Stiche in beu linken Oberarm und überbieS eine Schuitt-wunbe über bas Gesicht. Htjeater, Kunst. Literatur. gifftcr Stadttykater. Ei» Lustspiel, welches schon so lange aus bem Repertoir bes BurgtheatcrS steht, wie Ber-gcr'S „D i c B a st i l l t", kann nicht schlecht sein. ES muß aber auch pietätvoller studiert unb flollec gespielt werbe», als es bei unS geschehen ist. Namentlich ber bvittc Act. in welchem bie Darsteller gänzlich umgeworfen, hat unter ber Unzulänglichkeit ber Proben sehr gelitten unb ben Einbruck bcS Stückes enorm beeinträchtigt. WaS wir an bet Darstellung im Besonbeten auszusetzen hätte», ist zunächst bie Ausfassung, welche bie Rolle bet Annette seitens bes Fräuleins Arthur erfahren hat. Wenn einem Mäbchen vom Schlage bet Gärtnerslochter ber treugeliebte Bräutigam entführt wirb, um in bie Bastille gesteckt zu werben, so batf bie Braut immerhin in einige Aufregung gerathen unb sogar Entsetzen äußern. Bei ( räalein Arlhut war bcrarligeS entwebet gat nicht ober iu seht unzureichcnbem Maße wahrzunehmen. ES lassen sich ja nicht alle Rollen übet beuselben Leisten schlagen, unb wenn unsere Naive unlängst sür bie Darstellung eines allerliebsten BacksischcS Lob gcerntet hat, so bars sie boch nicht als fast sentimentale Liebhaberin genau so sprechen unb thun, wie bamalS. Auch Herr Schikaueber war nicht im Stanbe, seiner Aufgabe bie bankbarste Seite abzugewinnen; Herr Iah» war biesmal glücklicher. Volles Lob verbienen Herr Teller, besten Rochauxeiue sehr bcachtenwerthe Leistung ist unb Frau Donal, welche inSbesonbere mit bei» Vortrage bcs Liebes von ben brei Käfer» gute Wirkung erzielt hat. 1886 * Im Cillier Slabltheater gelangen zur Aussüh'-uttg: am NeujahrStage Berg'S fünf» actige Poffe „Der närrische Schufte r". Sountag °>c» 2. Jänner Mosenthal'S.,T e b o ra h" uub Montag ben ?. Jänner da-Z Schauspiel „D i e E i u e weint, b i e A n t> c r e lach t" von Dumanoir unb Keranion. In bcn beiden letztgenannten Stücken gestirt Fräulein Louise Durtiont. Mitglieb der vereinigten T!> atet in Graz. »nb zwar im Drama Mascnlhal'S als Deborah. am Äiontag aber als Jeanue R y. Kans- und Landwirtschaftliches. [Billiges Viehsalz.] Wie ein W euer Blatt mitzutheilen weiß, hat bas Fiuazmini» sterium mit ben Berg» unb Salinendireciioneit B^rbanblungc» eingeleitet, um solche Control» maßregeln zu sinbe». bie eS ermöglichen könnten, ben Grunbbesitzern unb Viehzüchtern baS ge» wöhnliche Steinsalz zu kenselben billigen Preisen zu überlasse», wie sie gegenwärtig blos ein-zelne» chemische» Fabriken zugestand.» werben. ES soll Aussicht vorhanben sein, daß diese Verhandlungen bald zu einem gebeihlichen Re-sultate führen werben. [Ueber ein gelungenes H i I» verfahre»] wird dem Kärntner „Volksblatte" aus Vclbe» berichtet: „Den Röt'ael eineS Schweines heilte der Verwalter von Marienhof bei Beiben, bei« es leib that, bas halbgemästele Thier zu schlachten, auf eine höchst eigenartige Weise. Er ließ in bie Erbe eine ziemlich liefe Grube grabe», bann wurde bas kranke T'ner, baS nicht mehr stehen konnte, herbeigesahre» uud aufrechtstehend in die Grude gebracht, biese bann mit Erbe zugeworfen, so daß nur noch ei» Theil beS KopscS vorn kranken Thiere über bie Erbe Hervorichaule. Run wurde ber Kopf beS Thiere», wie bie lockere Erbe, jebo Viertel-stunbe mit kaltem Wasser begossen und diese Arbeit burch fünf Stunden fortgesetzt. Nach dieser Zeit wurde die daS kranke Thier um-hüllende Erde beseitigt, worauf dann dieses, so-bald cS sich von der bedeckenden Erde frei fühlte, energisch von seinen Gliedern Gebrauch machle, mit einem kräftigen Satze aus der Grube sprang nnd eilfertig daS Weite suchte. Nach einiger Z'it eingefangen und in den Stall ge-bracht, suchte dasselbe schnell den Futtertrog auf unb fraß, baß es eine Lust und Freube war. Dieser gelungene Versuch möge die Lanb-nirthe ermuthigcn, bei gleichen ErkrankungS» alle» ihrer Thiere biese Curmelhobe zu ver» 'uchen. gorrefponbeuj dcr Redaction. Unsern treuen Mitarbeitern und Freunde!, entbieten wir zum Jahreswechsel herzlichen deutschen Gruß und Glückwunsch! Eingesendet. Unsere Pervaken! Neuester Zcii hat nun Gelegenheit, in allen jene» öffentlichen Locilen, welche bis vor Kurzem ausschließlich »ur von Deutschen fre-quentirt wurden, das Einschleichen veu windi-sch?» Gästen zu beobachten. Dieselbe» kommen Ansang« nur vereinzelt, um aber schon in wenige» Tagen bedentend vermehrt zu erscheinen »nb sich der deutschen Gesellschaft ohne Weiteres aufzudrängen, ja sogar dircctc aufuiforbern. sich mit ihnen zu unterhalten refpectiue mit ihnen ihre Spiele zu theile». Ein stärkeres Contingent hierzu liefert eine hiesige russische Canjlei. währenb Anbete zu wisse» gebe», baß sie diese Annäherung an beutfche Gesellschaft nur in Folge erhaltener höherer Otbre infeeniren. Wir halten mit biesen obscutcn Freunben bis jetzt zwar Gebulb, obwohl wir niemals winbisch« Gesellschaft gewünscht, geschweige beim gesucht haben. Wie angenehm bie Herren übrigens ber beutschen Gesellschaft sind, werben sie wohl schon selbst gesehen haben, und wir spre chen nur noch ben Wunsch aus, bieseldcn mögen sich recht balb ur« ihrcS Gleichen umsehen, ba sie bei ihrem nächsten molestirenben Auftreten ohne Weiteres iu ihren Peroaten-Dom verwiesen werden. Mehrere Deutsche. 1 ööl» Portal mit Spiegel Scheiben Ein sehr gutes Ciavier ixt gegen monatlicher Vorliinciiunhlung zu vrinietl» n eventuell auch zu verkaufen. Näheres iu <1. Exp. <1. 151. ist billig *» verkaufen. Auskmif Expedition. Hs Tisch- ui MistaraÄ erprobt bei Husten, Halskrankheitcn, Kagen- und Blasenkatarrh. Heinrich Mattoni. Karlsbad und Wien. welches der viele», in den Zeitungen angepriesenen Heilmittel er qefiett sein Leiden iu Gebrauch nehmen soll, der schreibe slefanistft eine Correspondenzkarte an Richters Verlag»-Anstalt i» Leipzig und ver-lange die illustrierte Broschüre „»raufen» srruitd". I» diesem Büchelchen ist nicht nnr eine Anzahl der besten uud bcwährlrslra Hlwt-mittrl anSführlich beschrieben, sondern eS sind auch crlnntcrndc ftvrtnltcnl'cvlriitc beigedruckt worden. Diese Berichte beweisen, daß schr oft ein linfnlifS HauSmitlrl struuat, um selbst eine scheinbar »uhcilbarr »irautticit noch glucklich geheilt zu sehen. Wenn dem »ranken nnr das richtige Mittel zu MeMc steht, dann ist sogar bei schwerem Leiden noch Heilung zu erwarten und darum sollte sei» Kranker versäumen, sich den „Srankenfreuud" kommen zu lassen. An Hand diese« lesenswerten Buches wird er viel leichter eine richtige Wahl treffe» können. Durch die Zusendung erwachsen dem Besteller fciucrlci flössen- "ÄJIS VAVAVAVEiAVAVAVA int VDUIciiimriiril üuifrtuuiii dcr furnier ivufteti. Vrlirrflott, UNit<•((«*, WtwiiKdu. Hi(i(cut»ll|c uuö i»»ft>aerH»»l»«rcl»i»tes, vo» >» !r. »r> Ticzcl »Ul «Heiu ctllt tu ticImitiiK» in .liilin* illrtiH'i-V '.'li'n; Iil»i;ciiily.. ^u-S -C-."t'.T[tnll- Ca. 1000 Hopfenstangen sind m verkaufen. Näheres in der Expedition diese» Blattes» Untei zeichnete spricht liiorrnit dem s geehrten Publicum für das durcli Jährt) t, geschenkte Vertrauen den wärmsten Dank ^ aus, und bittet zugleich sie auch ferner- * hin zu unterstützen. * Gleichzeitig erlaube ich an das 1'. T. / Publicum das Ansuchen zu stellen, bei ^ Ertheilung der Commissionen an Dienst- i männer jedesmal die Garuntiemarko zu * verlangen, sowie etwaige Unzufrieden- ' heiteu im Comptoir des Dienstmauii- c Institutes anzuzeigen. ^ Auch mache ich auf diesem Wege ^ meine geehrten Kunden aufmerksam, dass w ich stets bestrebt sein werde, mit soliden T und rechtschaffenen Dienstboten dienen zu £ können, und zeichne: r Hochachtungsvoll S «og Tlicrcse Eangger. » VVYWYV VY V V VVV Passen für jede Hand, ermüden nicht den Schreibenden, gleiten sanft und angenehm auch über das rauheste Papier. Äai t>(>2 JOH. RAKUSCH, Herrengasse ITr. 6 Aitturr s Kiopfgrifl brtutiljtt ijt.iomliillt;iiicrl»aMtci st, ttidir.arrr tit»i» töiiKfD fl*»'* nd'nft d >» <»»rch oi< to|t|P*Uö|H »dcr m.UcIfl t'OitafcUKlteu::« w.»si mi tut Wiener Landwirthschaftli^c Rcitui;;!. t9rüf;te tiilneuttiiiciHnflrirt« i'.cttunz si>r J\c r.r"i::i;Mir,rliis/.akt, iRetucltiict! llnifo J!. liitackmuiiü. — >>>'. ,!»,«. r Kiitcrl. Qkä'jte liindlvirlli^a'llrn'ie ^(ilnust Umfy.1lir, i'vii'u Kt tKig « Öt-«ß#ua. Cu.a i u. 3 r IIoms|iutel um JIerau.vxiehen der llähneraugcn ält Ur. «. \l . Nt. Peim Ankauf dieses l'rüpara'.es wolle das P. T. l'rblicJim s'eis darauf aeliten, «las» jede Schachtel arf d*»r äurseren Uuihüllung iK'igednicVtc 8c!mluutrkc führe. Hajptversendungs-De|H)t: (ilufrgnitz, Xiedcrvsterr. in Julius ISittncr's Apotheke. Depot in den Apotheken: Cilli: .1. Kupfer-sebmid, Ad Marok ; Deutsch-Landsbcg: II. Milll.-r; lA.'il'iiiU: 0. Kusshrim; Peitau: lg. Itehrbulk; lladkersburg: C. E. AndriüU; sowie iu allen Apotheken Steiermarks. <53 1 Ällgemit nc ««»ftrlrie Ae!»u»,i fiie keö Hs^eutel, Soflti >>>:<> Vjiffiitrct. SliNictiur: l'rof. Krim' i^iutv I!o«i;>cl. aauflitrtt» (Frntraiiilait fje 8»tS» >"!d »n.'Wisa. e EiflCilI-l!. ÖfacUr.ott >««:>. yt^tuil tu Oi'.'oultc. 1'.. 2. Allgemeine Wein - ZtitiW. Jllnstctrtc Ze>ln>:!i für Wlind.,» «vd Wel.-iderctiiiiia. ?»«e?>:at!onalcS WcwhüUv-I^bliill. 5a>irua! für Wcincenfnutciitca. Hüi«I- nnt> TTTeislctfat: lYos, l>i*. llerscl). ©iä6tt (Kr tSe..s,»!»> SMrtUli. p. -■ 'llrulxtiurintcru lil)cr Bcita»i>e» !>««»>» nnd fraiice. Nr. 2329. Kundmachung. Am 11). d. M. Bormittag murde aus dem Wege zwischen beiden Lahnhosen gegen Dobrova eine Weibsperson von einem fremde» Hunde angefallen und am Kleide beschädiget. Der nämliche Hund vo» der Race der Haushunde, mittelgroß, schwarz, st ckhaarig, mit kleinen ge> spchten Ohre» und gestutztem Schweif, männlichen Geschlechtes, siel bald darauf bei Lava einen Knechi an, ohne denselben jedoch zu be» schädigen. Das Betragen deS Hundes sprach dafür, das; derselbe ivuthverdächtig sei. Derselbe Hund wurde daher über diesäunliche Auord-uung versolgt, entkam jedoch aus der Umgebung von Cilli und wurde TagS darauf, nachdem er bei Neukirchen 6 Personen gebissen, von wel-chen 3 gefährlich beschädigt sind, bei Weixeldors getodtet und commissioneU thierärztlich untersncht. Da der Befund unzweiselhafl ergab, daß der Hund von der Wuthkrankhcit befallen war und nachdem auch die Jndentiiät des obducirte» HundeS mit dem, welcher die Bäuerin ober den» Lahnhof angefallen hat. festgestellt ist, so wird in Gemäßheit deS Viehseuchengesetzes vom 29. Februar 1880 Nr. 35 R. G. B. und des Ge-setzeS vom 2ü. Mai 1882 vi. G.B. Nr. 51, so wie durch die k. k. BezirkShauptmaunschast in mehreren Nachbargemeinden, auch von hieramts im Stadtbezirke von Cilli die Hundecoutuuiaz verhängt und werden solgende Schutzmaßregel» zur genauen Darnachachtung angeordnet. 1. Sämmtliche Hunde, welche etwa von dem fremden Hunde gebissen wurde», oder mit ihm nur in B-rührung kamen, sind dcr Töd' inng verfallen und werden zu dem Zwecke dem Wasenmnster übergeben, daher Besitzer vo» derlei Hunden, insoserne sie Kenntnis davon haben, verpflichtet sind, unverzüglich hieramtS die Anzeige zu erstatten. 2. Das freie Herumlaufen dcr Hunde im Stadtbezirke ist unbedingt verböte» uud dauert dieses Verboth durch drei Monate; währent dieser Zeit müssen die Hunde im Hause wohl verwahr! werde» und auf der Gasse mit sicherem zweckentsprechendem Maulkorbe versehen sein, oder an der Leine geführt werden; andere herumlaufende Hunde werden vom Wafenmeister eingesangen und unnachsichtlich vertilgt und unter keinen Umständen dem Eigenthümer zurückgege-ben werden. 3. Wer an einem ihn« gehörige» oder seiner Aussicht anvertrauten Hunde auch nur Erscheinungen wahrnimmt, welche den Verdacht einer Wuthkrankheit errege», hat die Verpflichtung — hieven unverweilt ämtlich die An-zeige zu erstatten und den Hund an einem solchen Orte, wo die Gefahr einer Anstecknng für andere Hunde nicht besteht, indessen ver-wahrt zu halten. Hundebesitzer, welche diese Anordnung außer Acht lassen, werden unnachsichtlich ;ur Berant-wortung gezogen und »ach Maßgabe der An-fangS citirten Gesetze dem Gerichte zur compe-tente» Amtshandlung angezeigt werden. Stadtamt, zugleich politische Behörde Cilli, am 23. December 188V. Der Bürgermeister-Stellvertreter: Franz Zangger. Z. 4339 Kundmachung. In Folge GemcinderathSbeschlusses vo»i 3. December 1886 werden vom 1. Jänner 1887 an bei den städtischen Maulheu Juxta-Boletten eingeführt, daher die Mauthgebühr bei jcdeS-maligem Passiren dcr Mauth zu entrichten sein wird und ist »ine Pauschalirung oder Ab-findung von diese» Zeitpunkte an ausgeschlossen. Zur Erleichterung und Bequemlichkeit dcr Stadtbewohner sind Juxtenbücher mit je 100 Boletten sür Wagen und Karren ausgelegt und können dieselben bei der stadlischen Cassc gegen Entrichtung der hiesür entfallenden Gebühr bezogen werden. Stadtamt Cilli am 24. December 1880. Der Bürgermeister-Stellvertreter: Franz Zangger. ielii- luictfaiii flegm «Ue Clifcitft» »er»»eitetst, nur «»»Isch , , «löllcr ubrrdnnpl: a » $ t r »e m~Y7 (1(11I111 u Ueder-Imiiunt» In ju>äIf frtmbti ~ A MW « 12 mil ctmo üflo ©lümiuiiiiflnii lii» Ar u olle ^CiKW'tiillbc In tVartcrobc ' u.i 11 iu :1 6r 4ixi S)iu(lci-Wü[i«idjiiun:i(ii für SS06- »1» '■»iintfliilctci, Nn»c»«-«Zl>iffr<» ic. StMiiKotuto nictbdi |(k«)cii nwQciioiiimt» ba allen z>»chban»l!>nsci> «ild i>uflat».fiallt-ii. — Pr»br-N»«mer» gralil u»d ltaitc. bnr»li öi: 4i uciniioH. Kaun \Y. •i'oufcinm ©lt. ii»; Wie«. I. CtKiagaiie .1. Die .Modmwrlt. Jllnstrirle A.ilnn^ für z»ile«e und .x>a»d»rbcr!-!i. Rv»aUia »wei Vlnmmer-i. Prei» vieneljichr!!«, M. 1». 7!> Kr. 3ul|(Itdi ericheinen: 2* SJiuniticrn oiit loilcltc« *11» H»»dari>eilen. c»l»a»end zeze» »s»> «bbilbu»»e» n«l WltribniM. «i'Cldio bn< jiaiijt i#ebiut 56 lvl*. | per Metfr Centner Mittelkohle...... „ 50 „ | fra,lC0 Cilli ermüssigen. Moritz il' 3 in Deutsclienthal bei Cilli. 0 »»va«»»»»,,»»»»»»»» s Ettliüier & C«. s « # » " 1 « I. Bezugsquelle. Lasfee ■ ÄMtcrtU'llt'it direct von Hamburg. « Billigste Preise. | 11. 5.50 Nr. 10 Nr. 15 Nr. 13 11. 7 20 tl. 4,45 rl Vj -s "o 51« « g ~ "rt * >? <>= 2 «ö O ol l r Rrat. Cllin. Thee eleg. vnrpact, 1aQual sirus-Thee Ku. 11. 1 70 Congo ff. 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Insbesondere danke ich aus ganzem Ilerzen der hiesigen Frauenwelt für die vielen prachtvollen Kranzspenden, sowie auch für jeno werthvollen Kränze, welche dein theuren Verblichenen die lieben Collegen desselben aus der Octavc, aus den übrigen Gymnasial - Classen und sein treuer Freund und College Herr Josef Stibencgg verehrt, sowie allen Jenen, welche das Geleite zur letzten Ruhestätte gegeben haben; speciell der hochw. Geistlichkeit, dem Herrn Abte Anton Ritter von Wretschko und dem Herrn Religionsprofessor Johann Krusic für die freiwillige Führung des Conductcs, dem k. k. Öfficiers-Corps, den Herren Vertretern der Stadtgcmeinde, dem k. k. Gymnasial» Director Herrn Peter Koncnik, den k. k. Herren Gytnnasial-Professoren, den Herren Collegen des Verblichenen für die aufopfernde Begleitung des Sarges, der hiesigen löbl. Bürgerschaft, den k. k. Herren Beamten und der hiesigen geehrten Frauenwelt, welche alle durch ihre zahlreiche Betheiligung dem traurigen Acte ein um so feierlicheres und würdevolles Gepräge verliehen haben. CILLI. am 3U. December liiSd. Pctei* J^evizlimk 7 k. k. Landesg. riebtsrath. Die Möbel-Niederlage Graz, FranzensplatzNr.l und 2 39* vIh-ü-vI.h deut LanHtlieuter, "QMS empfiehlt Ihr grosses Lager von oompletwi Krhlaf- and Spelneslmmer-Clarntturen aus Nnm- und Eichenholz. Salon-Kästen. Credenzen mit d ohne MnrmorpUtten, Spiegeln, Karniessen. Reiche Auswahl von Salon-Garnituren von 90 fl. aufwärts, Schlaf-Divans, Ottomanen nnd Ruh»- nn ketten. Uebernahme aller Tmpeaior- ArtxJtoB eigener Kneuguag billigst Ausstattungen uud Miibllrangen von Land- nnd Badehäusern werden prompt und billigst aoggelllki Hochachtungsvoll Etgtüislum, Druck uud Verlag von Johann Raknsch in Cilli. Verantwortlicher Redacteur A. Ehrlich.