Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitnng fiel. Nr. 2670). Verwaltung u. Bnchdruckerei (Tel. Nr. 2024) Maribor, Jurčičeva ulica 4. Manuskripte werden nicht retumiert. -—1 Anfragen Rückporto beilegen. Inseraten- u. Abonnements-Annahme in Martbor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen monatl. 23 Din, zustellen 24 Din, durch Post monatl. 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer 1"50 und 2 Din. Preis Din T50 Marioorer Die Resolution des demokratischen Zentralkomitees Das Zentralkomitee der ehemaligen D e m okra ti sch en Partei (Davi d o v i č) hielt dieser Tage in Beograd eine Plenarsitzung ab. Bei dieser Gelegenheit wurde eine Entschließung angenommen, die allen Chefs der Vereinigten Opposition zugestellt wurde. Den Beograder und Zagreber Blättern, die diese Resolution ausführlich besprechen, entnehmen wir nachstehende Einzel heiten: In der Resolution wird eingangs der unerschütterliche Wille der Partei, der nationalen Dynastie und der gesellschaftlichen Solidarität die Treue zu halten, zum Ausdruck gebracht. Die Partei läßt sich hiebei von den nachstehenden grrundsätz liehen Auffassungen leiten: »Schaffung einer neuen Verfassungsord nung, die das gemeinsame Werk der Serben, Kroaten und Slowenen sein soll, basierend auf folgenden Prinzipien: Nationale Souveränität und konsequente Durchführung der parlamentarischen Regierungsform, wobei die ausländischen wie heimischen Beispiele als Vorbild für die Bestimmung der Bedingungen des Parlamentarischen Regimes abgeben sollen Dringend ist die Schaffung von gesetzgeberischen Bedingungen für ein gesundes parteipolitisches Leben, ohne welches ein wahrer Parlamentarismus nicht möglich ist. Jedem Staatsbürger ist der Genuß aller Garantien eines Rechtsstaates sachlich sicherzustellen. Die nationale Staatsordnung repräsentiert durch das parlamentarische Regime, ist durch Selbstverwaltungsinstitutionen zu ergänzen, die die effektive Mitbestimmung des Volkes in öffentlichen Angelegenheiten garantieren, begonnen bei der Gemeinde, indem sie Gegenden mit besonderen Selbstverwaltungsbedürfnissen Gelegenheit bieten zu ungehemmter Enthaltung ihres lokalen Lebens. Bei der Schaffung der neuen Innenregelung, die auf dem Einvernehmen der Serben Kroaten und Slowenen fundiert Sein muß, ist von folgenden Maßstäben auszugehen: Das Volk im Staate ist nicht einstämmig, sondern es setzt sich aus Serben, Kroaten und Slowenen zusammen. Serben, Kroaten und Slowenen zeigen noch Blut und Sprache, nach der Verwandtschaft ihrer bäuerlichen nationalen Basis, tier Kontinuität des Raumes, den sic belohnen, und nach der Unteilbarkeit des Schicksals, durch welches sie in einem Staate vereinigt wurden, alle objektiven Bedingungen für die Schaffung einer breiteren geistigen Einheit, die sie alle erfassen wird. Die Aufgabe der Zukunft ist e$, diese geistige Einheit durch den freien Wettstreit aller besonderen und historischen, politischen, sozialen und kulturellen Komponenten — sowohl der serbischen. kroatischen wie slowenischen — ?u schaffen. Die Betrachtung der Tatsachen drängt jedoch die Schlußfolgerungen auf, daß als Sachlichkeit in diesem Augenblick drei besondere historisch-kultu-relle Individualitäten existieren: die serbische, kroatische und die slowenische. Die bisherige, Erfahrung lehrt, daß die Brhaltune und der Fortschritt des gemein BW« in dm Händen des Generals Franco 8000 Basken gefangen genommen / Der baskische Widerstand gebrochen / Franco wirft die freigewordenen Truppen gegen Madrid / Morgen Beginn einer neuen Offensive Französisch-spanische Grenze, 15. Juni. Wie die letzten telephonischen Meldungen aus San Sebastian besagen, sind die Truppen des Generals Franco heute nachts siegreich in Bilbao eingedrungen. Die baskischen Miliztruppen haben Bilbao schon in den gestrigen Abendstunden verlassen und sogen sich in der Rieh tung auf Santander zurück. Heute um 5 Uhr früh teilte der Rundfunk der nationalen Nordarmee mit, daß sich die baskische Hauptstadt in den Händen des Generals Franco .befindet. Die vor Bilbao in Beobachtung befindlichen englischen Kriegsschiffe haben bereits gestern um 18 Uhr durch Funkspruch nach London gemeldet, daß Bilbao vollkommen umzingelt und die Lage der Basken verzweifelt sei. Um diese Stun de lief auch das Ultimatum ab, welches General Franco den Basken gestellt hatte, indem er die freiwillige Uebergabe der Stadt an die Nationalisten forderte, da er ansonsten die Stadt in Schutt legen werde. Da die freiwillige Uebergabe jedoch nicht erfolgte, setzte die nationalistische schwere Artillerie, unterstütz von vielen Bombern, mit einer vernichtenden Beschießung ein, die bis Mitternacht andauerte. Infolge der vielen Granaten- und Bom beneinschläge begann die Stadt vielerorts zu brennen. Dies nötigte die noch in der Stadt befindlichen baskischen Milizen zum definitiven Rückzug. Die baskische Regierung hat die Evakuierung der Zivilbevölkerung Bilbaos schon gestern angeordnet. Große Kolonnen von Zivilisten wälzten sich gegen Santander, um dem eindringenden Gegner zu entkommen. General Franco ließ aber Bilbao im zweiten Teil seiner erfolgreichen Offensive von drei Seiten an greifen, aber auch von der Meeresseite, wo ihm die vollständige Abriegelung der Straße nach Santander gelang. Die Nationalisten nahmen 8000 baskische Milizsoldaten gefangen, gleichzeitig wurde aber der Abstrom der Zivilisten nach Santander unterbunden. Die Zivilbevölkerung wurde von den Nationalisten ge nötigt, nach Guernica abzugeiien. Damit ist das Schicksal der Basken endgiltig besiegelt. In Bilbao wehen die weißen Fahnen zum Zeichen der Uebergabe. Für General Franco und sein militärisches Unternehmen bedeutet die Einnahme Bilbaos einen moralisch und militärisch wertvollen Sieg. Er wird jetzt, wie es heißt, alle auf der baskischen Front freigewordenen Kräfte gegen Madrid werfen, um auch dort die Entscheidung zu erzwingen. Die nationalistischen Flieger warfen gestern auf der Guadalajara- und der Guadarama-Front Flugblätetr herab, in denen den Madrider Verteidigern mitgeteilt wird, daß die nationalistischen Truppen nun nach der Niederlage der Basken ihre Kräfte auf Madrid werfen würden, um durch die Einnahme der spanischen Hauptstadt den definitiven Sieg und damit die Beendigung des Bru derkampies zu erzwingen. Alle im Norden freigewordenen Truppen würden un verzügl. an die Madrider Front abgehen. Wie verlautet, wird Madrid — die nationalistische Offensive wird morgen be ginnen — zunächst noch einmal dem schwersten Feuer ausgesetzt werden. General Miaja, der Verteidiger von Mad rid, hat die große Gefahr, die ihm droht, erkannt. Aus diesem Grunde erließ er gestern die dringlichsten Evakuierungsbefehle. Die Madrider Zivilbevölkerung, so viel von dieser noch in Madrid vorhanden ist, muß das Stadtgebiet so rasch wie möglich verlassen. Marsch auf Brüssel? Die belgischen Mmmentreuzler drohen der Regierung Van Zeeland. _ Der Kamps um das flämische Amnestiegesetz nimmt drasttsche Forme» an. B v ü 1 >s c l, 15. Juni. Das 'Gchetz über die Amnestierung der Flamen, die während des Weltkrieges' mit den deutschen Okknpa-lionsbchördeu z-mamnieugearbettel haben u. welches von Kammer und Senat genehmigt wurde, löste in Belgien eine Flut von Polemiken aus. Die Regierung Ban Zeeland hat dieses Gesetz forciert, um We Befriedung im Staate zu schaffen, es hat jedoch den Anschein, daß eine gegenteilige Wirkung bevorsteht. Die Leitung der Flammenkreuzler, d. i. der belgischen Kriegsteilnehmer, hat allen Organisationen die Mitteilung zugchen lassen, sich für einen Marsch bereit zu halten. Aus ein gegebenes Signal wurde der Marsch aus Brüssel erfolgen. Die ehemaligen Kriegs teilnohmer seien entschlossen, vom König in Brüssel die Auslosung der Kammer und des Senats zu fordern, die dieses Gesetz angenommen haben. Außerdem müsse auch die Regierung Van Zeeland gehen, die dieses Gesetz cingübvacht habe. Die Kriegsteilnehmer sind fest entschlossen, diesen Marsch auf Brüssel, der innerpolitisch hie schwersten Fol gen nach sich ziehen könnte, durch zuführen. Das Grab der Baronin Vetsera aufgefunden? Prag, 14. Juni. (TR.) Beim Schaufeln eines neuen Grabes auf dem Friedhof von Pardubatzki bei Pardubitz stieß man in einer Tiefe von etwa 2.5 Meter auf einen reichdekorierten Zinnsarg, der das Skelett einer jungen Frau mit zersplitterter Schädeldecke enthielt, was auf einen gewaltsamen Tod hinweist. Dieses Grab findet sich in der Evidenz der Kirchenbehörde nicht. Die Entdeckung ruft die Erinnerung an das Drama von Mayerling wach. Die junge Baronin Vetsera pflegte auf einem Schlößchen bei Pardubitzki mit dem Kronprinzen Rudolf Zusammenkünfte ab zuhalten. Es wird nun behauptet, daß sich in dem aufgefundenen Grab die Lei che der Baronin Vetsera befindet, die iu seinerzeit kursierenden Gerüchten auf einem Friedhof in der Nähe von Pardubitz im Auftrag Kaiser Franz Josephs im Jahre 1889 in aller Stille beerdigt worden sein soll. König Carol — Ehrendoktor der Universität Klausenburg. B u k a r e s t, 15. Juni. (TR.) Die Universität Klausenburg hat König Carol das Ehrendoktorat verliehen. Sämtliche Mitglieder der Regierung waren bei der Feier erschienen. Eine vieltausendköpfige Menschenmenge begrüßte den König in den festlich geschmückten Straßen. Zahlreiche Landleute waren aus der Umgebung Klausenburgs zusam mengeströmt. Der feierlichen Promotion ging die Eröffnung des neuen Gebäudes des Universitätskollegiums voraus, wobei der König eine Rege hielt, in der er auf die Erfolge der Universität auf wis-'senschaftjüchem Gebiete hinwies. samen Staates der Serben, Kroaten und Slowenen nicht möglich sind durch die Organisation im Rahmen von Institutionen, wie sie der einfache unitaristische Staat bietet und daß deshalb für den Innenaufbau ungeachtet der Vorurteile neue, geschlossenere Formen gesucht wer den müssen. Das entscheidende Problem der staatlichen Neuregelung liegt jedoch darin, daß eine solche innere Organisation geschaffen wird, die einer zweifachen Forderung gerecht wird: einerseits die Besonderheiten der Serben, Kroaten und Slowenen zufriedenzustellen, anderseits aber eine einvernehmliche Arbeit der Serben, Kroaten und Slowenen im gemeinsamen Staate herzustellen, dem sie durch die Wahl eines vom ganzen Volke gewählten Parlaments die für die Sicherstellung des moralischen und materiellen Fortschrittes der Serben, Kroaten und Slowenen erforderlichen Mittel gewähren«. Die Resolution geht am Schlüsse in detaillierte Auslegungen der Ansichten der Demokraten über die staatliche Neuregelung auf den verschiedenen Gebieten des staatlichen Lebens ein. M o s k a u, 15. Juni. Marschall T u-chatschewskM erreichte am Tage seiner Hinrichtung sein 44. Lebensjahr. Seine Mutter wurde in Smolensk am Tage der Hinrichtung ihres Sohnes verhaftet und starb während des Trans Portes in das Staatsgefängnis. Dem Ersuchen der zum Tode Verurteilten, von ihren Frauen und Kindern Abschied neh men zu dürfen, wurde nicht stattgegeben. Alle Verwandten der erschossenen Generale wurden verhaftet und gehen auf zehn Jahre Verbannung nach Sibirien. Börse Zürich', 15. Juni. Devisen. Beograd 10, Paris 19.42, London 21.555, New york 436.50, Mailand 23, Berlin 175. Wien 81.30, Prag 15.24. ZEIGT ERBARMEN »MIT DEN ÄRMSTEN DER ARMEN M und tretet als Mitglieder der MN TITU BE RKU LOSENLEG A in Maribor bei Der „goldene Page" geigt Violine Persönliche Erinnerungen an Marschall Tuhatschewski. Bon Dr. Alexander von A n d r e e w s k l. Der bekannte Verfasser, der im Kriege als russischer Diplomat in de» nordischen Staaten tätig war, schildert im Folgenden ans persönlichen Erinnerungen das Leben in den Petersburger Adelskreisen, wo er vor 2ü Jahren oft mit dem später zu einer Sowjetgröße gewordenen Marschall T u h a t s che w-ski zusammentraf. „Wer hätte es vor 25 Jahren ahnen können, daß der Page Tuhatschewski, dieser schlanke, elegante Jüngling und Zögling der feudalsten MilitärevziehungsanstM der Zarenzeit, einst Marschall einer „Roten Armee" werden würde. Den Begriff „Rote Armee" gab es damals noch: nicht und niemand hätte sich etwas ähnliches im kaiserlichen Rußland nur vorzustellen vermocht. Tuhatschewski war damals ein gern gesehener Gast bei allen gesellschaftlichen Veranstaltungen der höchsten aristokratischen Kreise der Zarenzeit. Jünglinge dieses Typs nann te man gewöhnliche „Goldene Pagen". Sie fehlten bei keiner Premiere der Kaiserlichen Theater, waren viekbegchrte Tänzer bei großen Bällen und man konnte sie jeden Samstag in eleganten Wagen bei dem Korso in der Morskayastraße bewundern, wie sic in ihren blitzblanken Uniformen in tadelloser und zugleich hochmütiger Haltung sich dem bürgerlichen Publikum zur Schau stellten? Im Hause meines Onkels, des Generalleutnants der Kaiserlichen Garde. Wladimir von Panschulidsew, verkehrten, da er eine heiratsfähige Tochter hatte, Kadetten, Pagen und junge Offiziere. Jeden Mittwoch fand ein gesellschaftlicher Empfang in diesem gastfreundlichen aktrussischen Haufe statt. Unter den zahlreichen Verehrern der schönen Tochter des Hanfes fiel der Page Tuhatschewski dadurch auf, daß er sich nicht nur für Pferde und Tanzen interessierte, sondern auch als leidenschaftlicher Musikfreund bekannt war. Freilich war es keine Musikliebe in höherem Sinne, hauptsächlich interessierte sich Tuhatschewski für Dschaikowfkys Ballettmusik. Sein Lieblingswevk war, wie ich mich gut erinnern kann, das Ballett „Dornröschen" von Dschaikowsky. Der junge Page schwärmte für ein Violinsolo aus diesem Ballett, zumal er selbst Geige spielte. Eine immerhin seltene Leidenschaft bei einem typischen Vertreter der Petersburger „goldenen Jugend", Außerdem zeichnete sich Tuhatschewski durch gute Kenntnisse auf dem Gebiete der Geschichte aus. Auch das war gewissermaßen eine Seltenheit, denn die Zöglinge des Pagenkors waren im allgemeinen sehr schlechte Schüler und ihr Jnteres-senkreis eng begrenzt. Damals war der junge Tuhatschewski ein glühender Verehrer Peter des Großen, des genialen Reformators Rußlands, wie er überhaupt durchaus national gesinnt war. Als der Krieg ausbrach, war Tuhatschew-sti Leutnant der Kaiserlichen Garde. Ich erinnere mich an einen Gesellschaftsabend im Hause meines Onkels etwa zwei Monate vor Kriegsausbruch. An einem Kartentisch saß ein General, den man damals wenig kannte, der aber später Oberbefehlshaber der galizischen Front werden sollte, General Brussilow. An einem anderen Tische lachte Leutnant Tuhatschewski. In demselben Raum befanden sich zwei Männer, deren Namen später weltbekannt werden sollten. Niemand von den anwesenden Gästen hätte das damals geglaubt. Der Abend verlief wie alle Abende solcher Art. Man spielte Karten, man unterhielt sich über gesellschaftliche Dinge an einem reich und schön gedeckten Tisch und tanzte. Daß auch nur einer der Anwesenden in die Weltgeschichte ein-gchen würde, das hätte sich niemand von dvii Gästen auch nur träumen lassen. Alls die Revolution ausbrach und Tuhatschewski aus deutscher Gefangenschaft entflohen in Rußland eintraf, gab c§ die Gesellschaft nicht mehr, in der der frühere Page geglänzt hatte. Der Sohn des Generals von Panschulidssw, der gleichfalls im Pagenkorps seine militärische Ausbildung genossen hatte und ein Kamerad von Tuhatschew-fki war, zog es vor, als Kabarettsünger auf-zutrelen. Er hatte eine schöne Stimme und verdiente sich lieber auf diese Weise seinen kärglichen Lebensunterhalt, als in die Stote | ArntXc einzutreten, wo ihn dach sein frühe Zollunion der Staaten Der Kleinen Entente? VOR DER ZUSAMMENKUNFT DER AUSSENMINISTER DER KLEINEN ENTENTE IN TURN SEVERIN. — INTENSIVIERUNG DES GÜTERAUSTAUSCHES. Prag, 14. Juni. Ministerpräsident Dr. Milan H o d ž a ist heute abends nach Rumänien abgereist und trifft morgen in Bukarest ein, um am Mittwoch gemeinsam mit dem rumänischen Regierungschef Tatarescu nach Turn Severin zu fahren, wo die beiden Regierungschefs und Außenminister A n t o-n e s c u mit dem jugoslawischen Ministerpräsidenten Dr. Sfoiadinovic Zusammentreffen werden. Prag, 14. Juni. Die tschechoslowakische Presse berichtet, daß gegenwärtig Verhandlungen zwischen den Staaten der Kleinen Entente zwecks Intensivierung des gegenseitigen Güteraustausches in Schwebe seien. Bei dieser Gelegenheit sei auch die Frage einer Zollunion der Staaten der Kleinen Entente ventiliert worden. Die Zollexperten der drei Staaten seien bereits damit beschäf tigt, Vorschläge für die Angleichung der Zollgesetzgebung der Tschechoslowakei, Jugoslawiens und Rumäniens auszuarbei ten. Als Grundlage hiezu diene-die tsche choslowakische Zollgesetzgebung, die sehr liberal sei, was man von der Zollgesetzgebung Jugoslawiens und Rumäniens nicht sagen könne, da diese beiden jungen Industriestaaten sich sehr schützen zu müssen glaubten. Prag, 14. Juni. Heute vormittags ist der Kommandant der jugoslawischen Militärfliegerei Divisionsgeneral Dušan 2 i v k o v i č in Begleitung von sechs Offizieren im Flugzeuge in Prag eingetroffen. Zur Begrüßung hatte sich General F a j f r fnit mehreren Offizieren eingefunden. Morgen vormittags wird General Zivkovic dem Landesverteidigungsminister M a c h n i k einen Besuch abstatten. General Živkovič wird sich bis 2. Juli in der Tschechoslowakei aufhalten und bei dieser Gelegenheit auch die soeben in Prag stattfindende Fliegreiausstellung besichtigen Keine Blockbildung EINE BEMERKENSWERTE STELLE DER DEUTSCH-UNGARISCHEN MANIFESTATION IN BUDAPEST. — BARONNEURATH HAT UNGARN VERLASSEN. Budapest, 14. Juni. (Avala.) Der deutsche Reichsaußenminister Baron N e u r a t h hat Budapest mit seiner Begleitung im Flugzeuge nach zweitägigem Aufenthalt verlassen. Den Vertretern der ungarischen Presse erklärte Neurath, daß die zweitägigen Gespräche in der ungarischen Hauptstadt neuerdings die aufrichtige Freundschaft zwischen Ungarn und Deutschland befestigt hätten, eine Freundschaft, die auch in Hinkunft einen wertvollen Bestandteil des Donaubeckenaufbaues abgeben werde. Wie im Kontmuniquee festgestellt wird, haben die ungarischen Staatsmänner mit Baron Neurath alle Fragen der europäischen Politik geprüft, besonders aber jene Fragen, die Ungarn und Deutschland angehen. Bei dieser Gelegenheit — so heißt es wörtlich — konnten sie mit besonderer Befriedigung feststellen, daß so wohl Ungarn als Deutschland den Versuch jeglicher Bildung von Blocks ablehnen. Die beiden Staaten wollen auch in Hinkunft dem Frieden dienen und werden den bisherigen Weg gehen. Anstatt Hindernisse zwischen den Nationen aufzu richten, werden Ungarn und Deutschland sich bemühen, die Interessen irj Einklang zu bringen, um so die endgiltige Befriedigung anzustreben. Das Kommuniquee betont schließlich, daß beide Regierungen festen Willens sind, ihre besonderen Ziele durchzusetzen und die unveränderte Freundschaft der beiden Nationen auszubauen. Wer kommt jetzt an die Reihe? Die „Daily Mall" und der „Völkische Beobachter" prophezeien für Woroschilow, Je-florc.ro und Blücher das Schicksal Tuchatschero skis und seiner Genossen. London, 14. Mai. Die „Daily Mail" meldet aus Riga, es eichs&c sich in Moskau jetzt schon Ä'e Frage, wer nach Tuchatschew-ski an die Reihe kommen werde. Das Blatt nennt in diesem Zusammenhänge W o r o-s ch i l o to, J e g o r © w und Blücher. Die „T i in e s" schreiben, Stal'n sei in den Augen der Welt der blutigste Tyrann, während die Rote Armee eine immer geringere Gefahr darstelle. Die Tatsache, daß d’e Machthaber der Roten Armee zu Verzweiflungstaten getrieben,«werden, könne nicht ohne Rückwirkung auf Europa und Asien bleiben. Dieser Zustand werde andauern, so lan- ge in Sowjetrußland über jedermanns Kopf das Damoklesschwert hänge. B e r l i n, 14. Juni. (Avalo.) Der „V öl f i s ch e B e o b achte r" schreibt zu den Vorgängen in Sowietrutzland: ^Das dramatische Schicksal dieser Leute ist beispiellos in der Geschichte der Welt, doch ist die Serie der .Hinrichtungen und Bchrde damit noch nicht beendigt. Man spricht schon von neuen Opfern, darunter mirg auch der Name des Marschalls W o r o s cki i l o w genannt." Herzog von Windsor als Ehestifter. Ein Arzt in Stanislaw (Südpolen) konn te das Mädchen, das er liebte, nicht heiraten, weil er zu arm war. Daraufhin schrieb er jetzt einen Brief an den Herzog von Windsor, in dem er ihm seine unglückliche Lage schilderte und um Hilfe bat. Als Antwort traf ein Scheck des Herzogs auf hundert Pfund, von Glückwünschen begleitet, ein. Der Arzt hat sofort geheiratet. Aus det* Jutoutd rer Kamerad sicher zu einer guten Position verhelfen hätte. Noch ein Jahr und der kaum fünfund-zwanzigjährigo Tnhat'chewski wurde von den roten Machthabern zum.'Oberbefehlshaber im Kriege gegen, Polen ernannt. In einem Flugzeug begab sich Tuhatschewski -an die Front. Unterwegs mußte das Flugzeug notlanden. Eine Ironie des Schicksals: Das Flugzmch war auf dem feudalen Gute der Tmhatschewskis in der Nähe der Stadt Tam-bon gelandet. Tuhatschewskis Eltern gehörten .zu den vornehmsten Gutsbesitzern dieses. Gebietes, die seit etwa der Zeit Iwan des Schrecklichen, also seit dem 16. Jahrhundert dort ansässig waren. Die herbeigeeiltdn Bauern erkannten in dem jungen Offizier den Sohn ihres Gutsherrn. Nach allrussischem Brauch fielen sie vor ihm auf die Knie und wollten ihm die Hände küssen! Sicherlich war es ein sehr peinlicher Augenblick für den roten General, in dieser Weife als feudaler Gutsbesitzer vor. den Augen seiner roten Genossen begrüßt zu werden. Er zog fick) auch schleunigst zurück und flog weiter. ; In seinen, .Kriegsbefehlen kopierte. Tuha-tschewfki wörtlich den. Stil seines Lieblings-Helden Peter des Großen. So hat er. beispielsweise den Tagesbefehl des großen Zaren vor der Poltavaschlacht, die mit einer vernichtenden Niederlage, der. Schweden, endete — „Jede Verzögerung ist dem Tode gleich!" — in se.iiien.Befehl.vor.der Schlacht bei Warschau übernommen!-Auch in anderen Kricgsbefehlen .Tuhatschewskis wimmelt es von Ausdrücken Peter des Großen. ES ist ein Treppenwitz der Geschichte, daß dieser Mann, der sich aus einem goldenen Pagen in einen roten Marfchall zu verwandeln verstand, dennoch alz ^Weißgardist" seine GesinnungÄvandlung mit dem Tode büßen muß." i. Todesfall. In Zagreb ist dieser Tage der fangjährige Direktor der Rechnungsführung bei der Staatl. Bergwerksdirektion Sarajevo, Engelbert K o b 1 i š e k, im Alter von 62 Jahren gestorben. i. Im Befinden des Erzbischofs Dr. Anton Bauer (Zagreb) ist eine Verschlimme rung eingetreten, die in der Umgebung des erzbischöflichen Kapitels Besorgnisse aufkommen ließ. Wie aus dem von den Leibärzten ausgegebenen Bulletin er sichtlich ist, erscheint diese Sorge begründet. i. Dr. Vladko Maček ist nach Kupinec abgereist, um dort seinen Sommerurlaub zu verbringen. i. Die weiße Fahne auf dem Bezirksgericht in Murska Sobota. Auf dem Gebäude des Bezirksgerichtes in Murska Sobota weht seit einigen Tagen die weiße Fahne zum Zeichen der Leere im Gerichtsgefängnis. i. Ein englischer Ueberseedampfer in Split. In Split ist am 13. d. M. der 24.000 Tonnen verdrängende englische Dampfer »A r a n d o r a S t a r« mit 390 englischen Vergnügungsreisenden eingetroffen. i. Schüler der Berliner Kunstakademie in Dubrovnik. Unter Leitung von Prof. M e 1 z e r ist am 14. d. M. in Dubrovnik eine Gruppe von 12 Schülern der Berliner Kunstakademie eingetroffen. Diese Gruppe beibt bis Ende Juni in Dalmatien, worauf die zweite Gruppe eintref-fen wird. Die Kunstakademiker studieren die Architektur Dubroyniks. 1. Die Jugoslawisch-schwedische Gesellschaft in Zagreb feiert am 16. d. M-ihren zehnten - Gründungsjahrestag. Aus diesem Anlaß wird der Zagreber Rundfunk schwedische Lieder und Tänze -vermitteln. Im Union-Klub veranstaltet. die Gesellschaft einen intimen Abend, in des sen Rahmen Frau Liga D o r o g li y-P o z a j i č Lieder -schwedischer Komponisten- zu Gehör bringen wird. i. An der Geburt der dritten Zwillinge gestorben, ln Salinovec, Bezirk ivänec, ist die 30jährige Landwirtin Barbara K u š t j e k, die dreimal nacheinander Zwillinge zur Welt gebracht hatte, dieser Tage ari den Folgen der Geburt der letzten Zwillinge — es war ein Knabe und ein Mädchen — plötzlich gestorben- i. Tragödie eines alten Professors. I'1 Kustošija bei Zagreb hat sich der 30-jährige ehemalige Professor Simon P * -r'o d i c aus Gram über seine Notlage —' der Mann war in jungen Jahren Professor, blieb aber dann ohne Posten und hatte auch keine Pension — erhängt. i. Ein großmütiger Einbrecher, ln Sarajevo ist in der Nacht zum 14. d. M i*1 eine Wohnung eingebrochen worden-Der Täter suchte die Wohnung offensicht lieh nach Wertsachen ab und, da er nichts fand, ließ er eine herrliche Goldkette nü-einem Zettel zurück, auf dem geschrieben stand: »Ich will diesen Leuten helfen«- i. Aus Rache zwei Brüder erstochen- In Benkovac bei Šibenik fand am vorigen Samstag der übliche Antonius-Viehmarkt statt, den auch die beiden Brüder Markus und Johann V u k a s aus Zlarin besuchten. Die Bauern tanzten abends den volkstümlichen Kolo-Tanz. Im Rel' gen befand sich auch ein gewisser Stefan K o b a s i c a, der arte Rachepläne gc" gen die beiden Brüder im Schilde hatte. Kobasica provozierte einen Streit un eine Schlägerei, in deren Verlaufe er mit einem für diesen Zweck bereitgchaltcnc'11 Küchenmesser die beiden Brüder buc i stäblich abschlachtete. Markus Vukas cf hielt eine Stich ins Herz, sein Bruder er lag jedoch den schweren Stichverletzim gen im Krankenhaus. Der Täter sten sich selbst der Behörde. i. Unverantwortliche Raserei einCZ Chauffeurs. In Zagreb ereignete sich 31 14. d. M. nachmittags an der KrcuzU'i der Ilica um der Selška cesta ein folg« schweres Unglück, welches durch s- 's maßlose Fahrläßigkeit und Rücksicht?0 sigkeit eines Kraftwagenlenkers vfstin sacht wurde. Der betreffende Chauife fuhr nämlich in einen Gefrorenes-Kio5"' der bei. dieser Gelegenheit vollkommen zertrümmert wurde. Hiebei wurde der Verkäufer mit leichten Verletzungen zur Seite geschleudert. Der Wagen überfuhr auch zwei Passanten, und zwar die 42-jährige Beamtin Katharina Puškarič und den 25jährigen Hilfsarbeiter Stefan šopa r, die mit Frakturen und schweren Innenverletzungen in bedenklichem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Die Zagreber Blätter fordern eine exemplarische Bestrafung für Auto-wildlingc. i. Kinder als Einbrecher. In Varaždin verübten am 14. d. M. abends der 10-jährige Siegmund Ž. und der 13jährige Vjekoslav D. einen raffinierten Einbruch in die Delikatessenhandlung Stefan Pre-mužaj. Die beiden jugendlichen Einbrecher entwendeten die stählerne Handkasse mit 2000 Dinar Bargeld, drei Obligatio nen der Kriegsentschädigungsrente, vier Einlagebücher und Schmucksachen. Sie füllten sich die Taschen noch mit Bonbons und Schokolade, doch wurden sie beim Verlassen des Geschäftslokals wegen unvorsichtigen Hantierens mit einer Kerze rechtzeitig bemerkt und gefaßt. Siegmund 2. betätigte sich schon im Vorjahre als Einbrecher. Damals entwendete er einem Zuckerbäcker Backwerk im Gesamtbeträge von 3000 Dinar. Die beiden Jungen wurden dem Gerichte eingelie->ert. Lord BÄöWm als Kanzler der.UmberfMt Cambridge MUNDWÄSSER ist das Kennzeichen für ein weiter vervollkommnetes ODOL, dessen antiseptische Wirkung in hervorragendem Maße gesteigert worden ist Bakteriologische und klinische Versuche haben die überlegene bakterizide Wirkung wissenschaftlich erwiesen. Wir drehen am Globus VERRÜCKTE HITZEMELDUNGEN AUS ALLER WELT. Als Kanzler der Universität Cambridge empfing Lord B a 1 d w i n, der frühere englische Ministerpräsident Stanley Bald-Win, die anläßlich' der Krönungsfeierlichkeiten noch in London weilenden hohen Gäste, um sie mit dem Ehrendoktortitel auszuzeichnen. Hier sieht man Earl Bald-win of Bewdley in seiner Tracht als Universitätskanzler auf dem Weg zum Senatshaus der Universität Cambridge. — (Schcrl-Bilderdienst-M.) (Sitte wenigstens für bie Zuschauer luftige Episode spielte sich dieser Tage in der Hauptstraße des Londoner Südwestens ab. Ein Handwagen, vollbelade mit Eisblöcken, überkreuzte eine verkehrsreiche Seitenstraße, als ihn ein Auto von der Seite erfaßte und beit ganzen kühlen Inhalt im hohen Bogen auf die Straße schüttete. Zu allem Unglück fuhr mitten in die Gruppe der zusammen« gestoßenen Wagen noch ein drittes Auto hin ein, das nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte und das Durcheinander noch erheblich vermehrte. Als sich die Streite,wen -endlich beruhigt hatten und der Eishändler nach seinen Eisblöcken Ausschau hielt, mußte er zu seinem Entsetzen feststellen, daß sämtliche Eisstücke verschwunden waren. In der Ferne entschwanden Passanten, die vergnügt schmunzelnd das kühle Eich zwischen den Händen hielten und sich Gesicht und Stirn rieben. Wer dieser Tage in den heißesten Siun-■ )en des Mittags auf den Straßen von Johannesburg in der Südafrikanischen Union dicht an den Wänden der Häuser vor der brennenden Sonne schutzsuchend entlang »änderte, konnte Zeuge einer wilden Hetzjagd quer durch die Stadt werden. Mit Leibeskräften rannte — die Pistole in der Hand — ein schon lange gesuchter Ladendieb vor der Schar seiner Verfolger her. Der Schweiß brach den Soldaten und Polizisten, die mit Gewehren und Helm im Schmucke ihrer Tropenuniformen dem Ausreißer nachsetzten, aus allen Poren. Endlich am Ausgang der Stadt verließen den D-eb die Kräfte.' Ermattet mit schwankenden Knieen blieb er an einer Hauswand stehen und schoß das Magazin seiner Schußwaffe bis auf einen Schuß leer, ohne jedoch jemanden zu verletzen. Die letzte Kugel schoß er sich selbst in den Kopf, so daß seine Verfolger nur die Leiche des Uebeltäter bergen konnten. * Während sich Deutschland im Herzen einer fast unerträglichen Hitzewelle befindet, friert die australische Stadt Melbourne, wie seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr. Nach Frost- und Nebeltagen sank das Thermometer bis auf dreizehn Grad unter Null. Die kälteste Temperatur, die jemals in Melbourne gemessen wurde, lag im Juni des Jahres 1876 bei achtundzwanzig Grad unter Null. Die australische Kältewelle beschränkt sich aber nur unmittelbar auf den Kontinent, denn wenige hundert Kilometer vom Festlande ab, auf dem Schiffahrtswege nach Indien, brennt die Sonne schon wieder in einer auch für dortige Verhältnisse im gewöhnliche Art und Weise. Auch im Indischen Ozean herrscht eine Hitze wie sie in dieser Jahreszeit seit vielen Sommern nicht erlebt worden ist. Jedenfalls berichtet dies in einer Funkmeldung der englische Zoologe Dr. Rudolf i>c_ Heaume, der zur Zeit einen der größten Schlangen« transporte nach London begleitet, die der Zoo der englischen Hauptstadt je erhalten hat. Den Zoologe fuhr vor wenigen Tagen mit seinen 700 Schutzbefohlenen aus Australien ab, um sie sicher über die Ozeane in ihre zukünftige Heimat zu bringen. Während Passagiere und Besatzung des Schiffes auf das schwerste unter der Hitze leiden, haben sich die Schlangen in ihren Sonderkäfi gen recht „gemütlich" gemacht. Sie reagie ten auf die hohe Temperatur viel freund-lieber als ihre Wärter. * « Eine sehr unangenehme Ueberraschung hat sich als Folge der übermäßigen Hitze in einzelnen Bezirken des afrikanischen Südens eingestellt. Die Eingeborenen erlebten hier eine gefährliche Invasion von Ratten. Die Tiere,' die durch die brütende Sonne aus ihren Erdlöchern aufgeschreckt wurden, laufen in dichten Scharen plan- und ziellos durch das Land und überfallen alles, was nur irgendwie „eßbar" ist. Ganze Hütten wurden von den hungrigen Plagegeistern geleert. Die Vorratskammern wurden bis auf das letzte Getreidekorn leer gefressen und selbst die Haltestämme der Hütten und Zelte waren vor den verhungerten Ratten nicht sicher. Die Eingeborenen mehrerer Ortschaften haben sich jetzt zusammengeschlos ,-jcn, um mit vereinten Kräften der Plage Herr zu werden. Am Ufer der Etsch, in der Nahe von Verona ging eine junge Mutter mit einem Neugeborenen in den Armen spazieren. Sie führte noch zwei andere kleine Kinder bei ich, während das vierte Kind, ein Mädchen, am Ufer des Flußes spielte. Plötzlich fiel das Kind, das sich zu weit au das kühle Wasser gewagt hatte, in den Fluß. Instinktiv sprang die Mutter -dem Mädchen nach, ohne dabei in ihrem Schreck die anderen Kinder loszulassen. Die Folgen waren entsetzlich. Während das erste Kind gerettet wurde, ertrank die Mutter mit den drei anderen Kindern. chweren Schaden durch die Hitze erlitten die Wiener Privattheater. Obwohl gegenwärtig anläßlich der Wiener Festwochen leibhafte Propaganda für den Theaterbesuch betrieben wird, fanden sich an den letzten Abenden Bei der ungewöhnlichen Temperatur nur so wenig Zuschauer ein, daß im letzten Augenblick die Vorstellungen abgesagt wurden. Daraufhin haben ab sofort sämtliche Wiener Privatbühnen ihre Häuser geeit. Vogelnest aus Papierschnitzeln. Jeder hat schon einmal einen Vogel gesehen, der einen Grashalm oder eine Fichtennadel, ein Strohrestchen oder auch ein kleines Stück Tuch, das der Wind irgendwohin wehte, zum Nestbau entführt hat. Ein Vogelpärchen in einer kleinen westenglischen Stadt hat sich jetzt beim Nestbau aber völig auf die Hilfe des Menschen umgestellt. Fast das ganze Nest besteht aus Stoffresten und Papierfetzen, die der kleine Sänger keineswegs verschmähte. Daß auch Papier zum Nestbau verwendet wird, ist eine in der Ornithologie selten beobachtete Tatsache. Englische Naturwissenschaftler haben sich bereits auf den Weg gemacht, um die Wahrheit der Meldung durch photographische Aufnahmen zu belegen. Hauptmanns Witwe nach Deutschland, Newyor k, 12. Juni. Anna Haupt m a n n, die Witwe des Mannes, der wegen der Emordung des Lindbergh-Ba-bys hingerichtet wurde, hat sich auf der ;; Bremen« nach Deutschland einge-schifft. Ob sie sich nur besuchshalber dort aufhalten wird — die alte Mutter Hauptmanns lebt heute noch in Sachsen — oder ob sie sich dort niederzulassen gedenkt, ist nicht bekannt. Fuchs, du hast die Gans gestohlen! Als dieser Tage Jack Haines über die beider seines Gutes in Gaddesby wunderte, sah er einen Fuchs, der in voller Flucht mit einem Huhn zwischen den Zähnen auf den Ställen nach dem Walde tief. Der geistesgegenwärtige Landwirt rief laut und vernehmlich: »Tally hol«, ein Ruf. mit dem man in England Jagdhunde antreibt. Der Fuchs schien die sen Ruf auch tatsächlich zu kennen und glaubte die Meute des Jägers hinter sich zu haben. Sofort lief er seine Beute fallen und lief, was er laufen konnte, in den nahen Wald. Das Huhn erhob sich, schüttelte sich, daß die Federn nur so dogen und stolzierte gemächlich wieder ’h seinen Stall zurück, ai’s sei nichts geschehen. Jägerlatein? Vrinzessin Zuiiana und Vrinz Bernhard von der Hochzeitsreise zurückgekehrt Dieser Tage traffen in Amsterdam Prinzessin Juliana und Prinz Bernhard von ihrer Hochzeitsreise wieder ein. Aus diesem Anlaß hatte Amsterdam großen Festschmuck angelegt, und die Bevölkerung begrüßte das junge Paar, das sich in ganz Holland größter Beliebtheit erfreut, mit ungeheurem Jubel. (Atlantic-M.) Nur die Zulus kennen Sternbilder, Der Astronom Sir Frank Dyson, der viele Jahre hindurch das Innere der südafrikanischen Union bereist hatte, kehrte dieser Tage nach Kapstadt zurück. Sir Dyson wollte auf seiner Reise die Gabe der Eingeborenen, astronomische Dinge zu erkennen oder wenigstens irgendwie zu bemerken u. primitiv auszudeuten, erforschen. Nach seiner Ansicht sind sämtliche Stämme mit Ausnahme der Zulus für Sternkunde völlig unbegabt und uninteressiert. Nur die Zu lus sind in der Lage, Sternbewegungen festzustellen, die Zeit einigermaßen zutreffend aus der Konstellation der Gestirne zu ermitteln und Himmelsrichtungen anzugeben. Sir Frank Dyson wird die näheren Ergebnisse seiner Untersuchungen demnächst in Buchform veröffentlichen. Sus Hy&fyam ■HUI || ■ —'»iw«'UPiiMWMipprgy-nryff?-!':I.% lu. Promoviert wurde an der Universität in Ljubljana der Hörer Franz Bradač aus Ljubljana zum Doktor der Rechte. lu. Todesfälle. In Ljubljana verschied ; der dort im Ruhestande lebende Haupt-■ mann Karl H a 1 i k. —- In Mala Loka in j Unterkrain starb im hohen Alter von 91 ' Jahren die Majorswitwe Frau Maria von Terbuhovič geb. von Widerkhern; Die Dahingeschiedene stammte aus Maribor und mit ihr starb der letzte Nachkomme der vor mehr als 300 Jahren aus der Schweiz nach Krain ausgewanderten Familie aus. lu. Ein König-Alexander-Denkmal wird im September in R a k e k enthüllt werden. Das 2.20 Meter hohe Standbild wird gegenwärtig gegossen und wird dann auf einem 1.40 Meter hohen Steinsockel aufgestellt werden. lu. Abtragung eines weitbekannten Hauses. Da der Großkaufmann J. C. Mayer im kommenden Jahr seine bisherigen Räume in der Stritarjeva ulica räumen muß, erwarb er vor Monaten das mehrere Jahrhunderte alte Geschäftshaus » an der Ecke der Woffova ulica neben der Franziskanerbrücke, in dem sich jahrzehn telang die Firma L a ß n i g und dann die Druckerei »Slovenija« befand, um dort ein modernes Geschäftshaus zu errichten. Jetzt hat die Abtragung des alten Hauses begonnen. lu. Familientragödie. In Jesenice spielte sich Montag abends eine Tragödie ab, die die Bevölkerung in Erregung versetzte. Der 33jährige Fabrikswerkführer Fr. K e r s t e i n fühlte schon seit mehreren Jahren eine tiefe Zuneigung zu der 51 jäh rigen geschiedenen Telegraphenmeistersgattin Milena S t e g u, die jedoch yon nicht viel' wissen wollte. Dies brachte den Mann jetzt derart in Verzweiflung, daß er Frau Stegu in ihrem Hause erschoß und ihre 30jährige, am dortigen Postamt beschäftigte Tochter Branka schwer an der Schulter verletzte. Kerstein jagte sich sodann eine Kugel in den Kopf und war ebenfalls sofort tot. Die Tochter wurde ins Krankenhaus überführt. Aus Stadt Mkd kme&m Furchtbare Benzmexplofion in Ptuj EINE PERSON GETÖTET U. SECHS ANDERE VERLETZT. STOCK DES STROSS-HAUSES DEMOLIERT. DER ERSTE Gestern abends -— es war gerade um i Wehrmänner auch in den Kellerraum ein- Fünfhundert Fahrräder unter der Erde gefunden. Einen seltsamen Fund machten dieser Tage belgische Bauarbeiter beim Ausschachten eines Kellers in Ypern. In einer Tiefe von etwa drei Metern stießen ihre Spaten auf harte Gegensände. Bei vorsichtigem Weiterschachten stellte es sich heraus, daß sie ein Lager alter britischer Militärfahrräder aus dem Welt krieg entdeckt hatten. In der Nähe der verrosteten und heute völlig unbrauchbaren Räder lagen zwei Skelette, die schaurige Wache über das vergrabene Depot hielten. Indische Straßennöte. Ein Erlaß, der kürzlich von der indischen Verwaltungsbehörde in Mysore verabschiedet wurde, gestattet einen interessanten Rückschluß auf die Straßen-verhäi'tnisse des Landes. Nach der neuen Verfügung muß in Zukunft jeder der Ue-berlandomnibusse, die einen großen Teil des Verkehrs innerhalb von Mysore aufrecht erhalten, eine Ausrüstung für erste Hilfeleistungen mit sich führen, da die Straßen in einem solchem Zustande sind, daß sich im Laufe der Zeit eine derartige Sicherheitsmaßnahme als dringend notwendig erwies. Neuseeland sehr »telegrammfreudig«. Mit großem Stolz veröffentlicht die Postverwaltung von Neuseeland ihren Rechenschaftsbericht. Nach den Angaben der Behörde ist Neuseeland eines der »telegrammfreudigsten« Länder der ganzen Welt. Im Jahre kommen hier auf den Kopf der Bevölkerung 2,5 Telegramme. Im Vergleich zu England, Canada oder Südafrika und anderen Ländern, deren Durchschnittsziffer nicht einmal ein Telegramm auf den Kopf der Bevölkerung befrägt, ist diese Zahl allerdings erstaunlich. die Zeit, als der Akrobat Aleksič auf dem Tyrs-Platz seine Produktionen zeigte — kam es in Ptuj zu einem folgenschweren Expi'osionsunglüCk, welches ein Todesop fer forderte. Im Hause des Färbers Ferdinand S t r o ß befand sich in Flur ein Benzintank, der schadhaft gewesen sein muß, da der Inhalt bis zur Hälfte ausgesickert ist. Als nach 21 Uhr die am selben Tage in den Dienst getretene Haus besorgerin, die 50jährige Johanna P f e i-f e r, mit einer brennenden Kerze in den Keller gehen wollte, erfolgte im Hinblick auf das Zusammentreffen der Flamme mit den aufgehäuften Benzingasen eine furcht bare Explosion, die von einer heftigen Detonation begleitet war. Fenster und Türen des Gebäudes wurden infolge des Luftdruckes herausgeschleudert, während aus dem Flur eine Stichflamme herausschlug. Auf dem Platz vor dem Hause entstand unter der großen Menschenmenge eine begreifliche Panik, doch fanden sich bald beherzte Männer, die die im Hause Eingeschlossenen zu bergen und in Sicherheit zu bringen versuchten. Kurz darauf traf auch die Feuerwehr und die Rettungsmannschaft am Unglücksort ein. Das Sprungnetz des Akrobaten Aleksič gedrugen, wo sie die Hausbesorgerin Pfeifer mit brennenden Kleidern noch lebend vorfanden. Mühsam konnte sie durch das Kellerfenster ins Freie geschafft und ins Krankenhaus überführt werden. Trotz sofortiger ärztlicher Hilfe ist die bedauernswerte Frau bald darauf ihren Innen- und Außenverletzungen erlegen. Im ersten Stock befanden sich Frau Toni S t r o ß sowie deren Söhne Franz und Ferry sowie der Mariborer Industrielle B x e n, während der Firmeninhaber Ferdinand Stroß im Weingarten weilte. Alle Genannten kohnten sich durch entschlossene Sprünge aus den Fenstern retten. Die Feuerwehr entwickelte ferner mehrere Schlauchlinien und konnte in Bälde das Umsichgreifen des Feuers verhindern. Durch den heftigen Luftdruck wurde auch der Neubau des Kaufmannes Rudolf H a v e 1 k a schwer beschädigt. U. a. wurde ein großes Schaufenster zertrümmert und ein Eisengitter zerstört. Durch Glassplitter, Mauer- u. Holzteile wurden mehrere Personen, die sich vor dem Hause befanden, erheblich verletzt, und zwar: Grete Nekola, der Friseur Ne-kola, Josef Mikolec, Marie Koder, N. Kafol, Fr. Junger, St. Bfen. Allen Verletzten leistete Stadtarzt Dr. Brumen die wurde sofort demontiert und vor dem j erste Hilfe. Stroß-Haus ausgebreitet, um den im er- Nach den ersten rohen Schätzungen be sten Stockwerk befindlichen Hausbewoh-, trägt der durch die Explosion verursachte nern den Sprung aus dem Fenster zu j Schaden etwa 200.000 Dinar, ermöglichen. Indessen waren einige I Rennpferde mit Kokain vergiftet. Das Rennpferde hin und wieder das Opfer von Intrigen oder Quertreibereien anderer Gestüte, neidischer Jockeys oder irgendwelcher Interessenten werden, ist eine durchaus bekannte und schon oft beobachtete Tatsache. Ungewöhnlich ist aber der folgende Weg, ein Rennpferd auf den Nennungslisten großer Veranstaltungen zu »streichen«, der kürzlich in Perth in England beschrit ten wurde. An einem der heißen Som-•nertage wurde ein berühmtes Pferd plötzlich tot im Stalle aufgefunden, ohne daß das Wartungspersonal die Todesur siche erkennen konnte oder irgendwie verdächtige Beobachtungen in der Nacht zuvor gemacht hatte. Erst eine genaue Untersuchung des Tierarztes- zeigte, daß das 'lier durch Kokain- und Heroinin-jektionrn vergiftet worden war. Die Polizeibehörden von Perth arbeiten jetzt fieberhaft, um den Täter dieses verabscheuungswürdigen Verbrechens zu ermitteln. Die Krankheit. Kitty ist nicht wieder zu erkennen. Kitty ist zerstreut, blaß. Kitty ging zum Arzt. t>Das Essen schmeckt mir nicht — ich kann weder lesen, noch arbeiten, immer Sind meine Gedanken anderswo — nachts finde ich keinen Schlaf — was soll ich tun, Herr Doktor?« ■— Der Arzt lächelte: »Betraten Sie ihrux Internationales Schachturnier in Nogaska Glatma In der dritten Runde des Internatio nalen Schachturniers in Rogaška Slatina siegten Montag Foltys gegen Dr. Ka-labar, Matvejev gegen Bröder und Neudorf gegen Kostič. Remis bleiben die Partien Pirc : Dr. Drezga, Sämisch : König und Trifunovič : Vukovič, wogegen die Partien Tomovič : Nedeljkovič u. Schreiber - Gereben unterbrochen wurden. In Austragung der hängenden Partien trug Vukovič über seinen Gegner Nedelj-kovič den Sieg davon, während die Partie Sämisch : Kostič abermals unterbrochen hurde. Stand nach der dritten Runde: Neudorf 2'A, Pirc, Foltys, Matvejev, Trifunovič und Vukovič je 2, Tomovič 1 % (1), Dr. Drezga und Bröder je VA, Schreiber und Sämisch je 1 (1), König 1, Nedeljko-vič und Kostič je (I), Gereben 0 (1) und Dr. Kalabar 0 Punkte . Buchbidenneister Miho B a h t a r. Dem Ausschuß gehören aus Maribor an der Flei schermeister Bartholomäus Fiedler, der Zuckerbäcker Emmt J I i ch, der Schuhmacher m. Trauung. In der Wallfahrtskirche zu St. Peter 'bei Maribor nnurbe «gestern abends der hiesige Kausmann Herr Stanko W e : jj I mit Frl. Riki K it e f c r, der Tochter des hiesigen Juweliers Felix K n e s e r, getraut. Als Trauzeugen fungierten der Stauf-mann Herr Vilko W e i xl für den Bräutigam und der Juwelier Herr Felix K n e-f c r für die Braut. Dem Neuvermählten Paar unsere herzlichsten Glückwünsche! m. Promotion. Ander UniversitcL 'N Lfub ljana wurde Boris T u Z c f aus Ormož zum Doktor der Rechte promoviert. Wir gratulieren! m. Die neue Leitung des Kreisausschusses der Gewerbeorganisationen. Wie bereits ge stern berichtet, erhielt Sonntag vormittags nach mehr als zweijährigem Kommissariat der Mariborer Kreisausschuß der Gewerbeorganisationen eine neue Leitung. Von den drei Eingebrachten Kandidatenlisten ging jene mit Franz Novak als Führer mit 36 von den 70 abgegebenen' Stimmen als gewählt hervor. Obmann ist der Frifeurmei- mihftcr Johann K r a j c e r, Nr Schlosser meister Franz K u m c r c, der Tischlermeister Alois M n n d a und der Schneidermeister Franz Reicher, ferner der Bäcker« meister Wilhelm Albte ch t aus Pius, der Schlossermeister Josef čel) aus Sv. Lenart, der Mechaniker Stefan F r i c aus Dolnja Lendava, der Tischlermeister Robert Jamšek aus Gustanj, der Maschinenschlosser Johann Kozic aus 'Murska So bota, der «Schmied Johann H a n z e l i d aus Središče, der Schneidermeister Josef 8 a b e d e r aus Tezno und der Spengler meister Karl P o d h r a Z ki aus Slovenska Bistrica. A u f s i ch t s a u s s ch u ß: Vinzenz Lasič, Josef Sulič und Josef Karlo aus Maribor, Anton Lah aus Gornja Polskava und Theodor Verbnik aus Ljutomer m. Kongreß der Diplomkausteutc. Der Verein der jugofntauschen Diplomkaufleute hält vom 19. bis 21. d. in Zagreb feinen Kongreß ab, dem Mitglieder aus dem ganzen Staat beiwohnen werden. Samstag, den 19. d. vormittags findet eine Vorkonferenz statt, worauf um 11 Uhr der Kongreß eröffnet wird. Mittags Bankett im Hotel „Esplanade", nachmittags Fortsetzung der Bora tungen, abends Festvorstellung Im Theater. Sonntag, den 20. d. vormittags Vorträge, nachmittags Ausflüge in die Umgebung, abends Festessen im „«Gradsk« podrum". Montag, den 21. d. vor- und nachmittags Aussprache und Einbringung von Entschließungen. nt. Reise zur Weltausstellung. Die erste Reise der Cercles francais zur Pariser Welt ausstellung, an der auch Nichtmitglieder teil nehmen können, findet vom 10. bis 21. Juli die zweite vom 31. Juli bis 10. August statt. Die Kosten betragen Diu 2070- wer mehr Komfort wünscht zahlt etwas meist, Mau kann auch auf eigene Kosten re«je* und sich nur in Paris der Gruppe der Ce« :les an-schlieften; das kostet für Zimmer, Verpflegung, gemeinsame Ausflüge und Besichti- Dienötag. den 15. 3uhi Reisen von Mittelschülernsinnen) der 7. u. 8. Klasse in Gruppen zu 60 geführt von Pro fessoren; der Preis für die Reise und einen achttägigen Aufenthalt in Paris ist 1670.—-Dm. Die Anmeldungen für die erste Reise werden bis 20. Juni, für die zweite bis 10. Juli entgegengenommen. Prospekte, Drucksorten und alle Auskünfte im Lesesaal des Cercle francais, Gregorčičeva ul. 4, jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr, und beim Sekretär des Vereins, Brbanova ul 57. m. Todesfall. Gestorben ist gestern die Gastwirtin Frau Josefine Z k o f im Alter von 44 Jahren. R. i. P.! m. Die „Mariborska tifkarna"-A. G. in Maribor gibt bekannt, daß in ihrem Betrieb keine freien Stellen vorhanden sind. Es möge daher von der Einbringung von Gesuchen um Beschäftigung Abstand genommen werden. Trotzdem einlangende Stellengesuche werden nicht erledigt. m. Großer Erfolg der flencu Harmonikaspieler in Zagreb. Der Chor «der kleinen Hal‘ moN'ckaspieler (Leitung Fachlehrer Šušteršič) veranstaltete Samstag und Sonntag« in Zw grob drei Konzerte, die «sich alle eines ausgezeichneten Rufes erfreuten und begeisterte Aufnahme fanden. In allen Zagreber Blättern wurde dem Chor eine besondere Würdigung feiner ersprießlichen Tätigkeit zuteil- m. Das Rathaus brennt > . . Montag abends knapp vor 20 Uhr teilten dum pst Glockenschläge mit, daß im Stadtzentrum ein Brand aus,gebrochen war. Tatsächtch wälzten sich aus dem Magistratsgebäude Rauchschwaden, und kurz darauf rückte dic Feuerwehr mit ihren Löschgeräten ans. Das Kommando führte Wefjchauptmanu Kram berge r, doch war auch Präses Direktor Pogačnik persönlich anwesend. Die Hebung, für die der Alarm erfolgt war, ze«g te neuerdings, daß die Schlagkraft unserer Wehr nach «wie vor auf der Höhe ist. nt. Am Peter- und Pr ulst cg, den 29. b. verunstaltet das Reisebüro Putnik zwei Autoausflüge, u. zw. zum Wörthersee (150 Dinar pro Person) und ins Logar tat (120 D« not). m. Der Museumverein in Maribor ersucht alle Mitglieder um Begleichung dez Vereins «beitrages. Zu diesem Zweck wird bei ihnen in den nächsten Tagen der Inkassant Michael M o h r vorsprechen, dem die Beiträge ausgefolgt werden mögen. m. Schwerr Unfall. Die in Liter hiesijH1 Teigwarenfabrik beschäftigte Regina T n st it c r erlitt gestern einen schweren UninI Bei der Arbeit an einer Schneidmaschnü kam sie mit dem Fuß zwischen die Räder, wobei sie eine klaffende und mehrere 8eit* timet er tiefe Schnittwunde erlitt. In bewußt losem Zustand wurde sie ins Krankenha»" überführt. nt. Die Dolomiten und der Großglockul-- stnd das Ausflugsziel der nächsten großen Vergnügungsfahrt des „Putnik". die in der Zeit vom 4. bis 10. Juli stattfinden . Das Gefamtarrangenietit stellt sich 1111,1 1800 Dinar pro Person. m. Lebensmüde. Jn seinem Heuschober m Podkraj «bei Velenje wurde der 48jäHrigc -,c sitzet Johann K l a «v ž erhängt aufgefunden. Klavž, der die Witwe mit vier unversorgten Kindern hinterläßt, Hat sich wegen eines unheilbaren LckdenS das Leben genommen. m. Straßenunglück. Bei Solnica a- ~'r-stieß Sonntag gegen Abend ein mit zwei -Nt* «sorten besetztes Motorrad an einer uuü V sichtlichen Stelle mit einem enkgegenkomulm den Kraftwagen zusammen. Hiebei erlitt " ? 30jährige Anna T i e s e n g r u b e r an-Maribor einen Beinbruch und erheb t Verletzungen am «Kopfe. Ihr Gatte, der Motorrad lenkte, trug nur «geringe Verletz gen davon. Murik« stet Franz R o v a t und Vizw'ömann der gütigen Din lu/H.—, Vorgesehen Md »ach m. Für die Stodtoerfchönerung tu I Sobota wird in letzter Zeit viel Mühe o« J gewendet. Verschiedene Regulierung-'11 L’ len wurden in Angriff «genommen, um . Stadt ein gefälligeres Aussehen 3ll„ "eri hen. Neubauten zieren bk Wege, ntrlggen rocr-ben -geschcifscu und die Aufforstung fort,gesetzt. Jetzt .rotrb", auch e-n neuer Schulbau errichtet werden, in dem die Volks schule unleygebracht werben. 'oll. Auch in Hh-nicttiischer, Beziehung sind allen'halbcu Fort-ichritlc zu-verzechnen. " Hotel Orel. Prooramm erst ab 16. d. M. 6348 nt. Ein kleinerer Geldbetrag wurde in eitlem städtischen Autobus gefunden. Der Ber-lustträger möge sich in der Redaktion der „Märiborer Zeitung" melden. m. Liebespaar verschwunden? Vox einigen Tagen ist die im Gasthof Vlahovič beschäftigte Aloisie R o t m a n n spurlos verschwunden. Seit demselben Tage ist auch ein gewisser K n u p l e ž abgängig, der mit dem Mädchen in letzter Zeit öfter gesehen wurde. m. Wetterbericht. Maribor, 15. Juni, 8 Uhr: Temperatur 20, Barometerstand 738, Windrichtung WO, Riederschlag 0. Aus Cetie C. Silbner Hochzeit. Aus Villach, 12. S., erfahren wir: Dieser Tage waren es 25 Iah rc, daß Eduard Schulz, Oberrevident der Bundesbahnen in Villach, feiner Frau Julie, gHb. Tröster, in Pragersko die Hand zum Lebensbund gereicht hat. Herr Schulz ist der Sohn des bekannten ehemaligen Kustos des Lsublsana,er Museums. Seine Frau ist die Tochter des damaligen Bahnhosrcstauraleurs "it Pragersko, der nach Kriegsende nach Villach übersiedeltc, um hier das Bahnhofreftau tarnt zu übernehmen. Das Ehepaar Schulz erfreut sich in Villach allgemeiner Beliebtheit. c. Vorgeschichtlicher Fund. Man schreibt uns aus Vransko: Boi GrabungsavbeiNn wurde am Fuße eines Steilhanacs ein jung-sttcinzeitlicher Keilt (Axt) gefunden. Das schotte Stück zeigt saubere Bearbeitung, ist aber leider schräg über SVc Schaftbohrung abgesprengt. Wie mag sich der vorgeschichtliche Landsmann über'sein Mißgeschick wohl gekränkt haben? Den. bemerkenswerten Fund wird ein Fachmann beurteilen. v. Sourmerserien. Man schreibt uns: Es 'ft ein Glück bei dieser tropischen Hitze, daß «n unseren Schulen bald die Sommerferien beginnen. Schon in d-ejen heißen -ragen weiß cs der Erzieher, welch eine gedrückte Stimmung in der Klasse herrscht. Es ist eine Kunst, die v eleu Kinder bei heißer Witterung wach zu erhalten. Dazu kommt in Eelje Noch die Staubplage. Dichte Staubwolken <|uc(ten durch die offenen Fettster in da» Innere und setzen sich auf die Lernbeslisfenen. c. Automatische Telephonverbtndung. Ww gemeldet, sind im vergangenen Winter seitens der Stadtgemeinde Anstalten getroffen worden, in Celje, der Bäder- und Fremden stadt, eine automatische Telephonzentrale zu errichten. Seit damals aber ist davon nichts wehr zu hören. Automatische Telephonzen-trale! Ja. wenn sie erst einmal durchgeführt ist, wird in Celje'die "Nervolsttätskurve" einen lange nicht mehr erlebten Tiefstand erlichen. Wer ist noch nicht verzweifelt beim Apparat gestanden und hat, nachdem er zum ■ften Make falsch verbunden wurde, mit zorn rotem Gesicht gebrüllt: „Ich brauche nicht *stc Schlachthalle, sondern die Nummer zwo« ^udzwanztg verstehen Sic, zwoundzwan-Fg!" Wie' peinlich, wenn das Fräulein, in .^r Meinung, das Gepräch sei schon Beendet. das Gespräch unterbricht und der Satz: »Adieu, meine liebe Kusine!" nur mehr toi* iet: „Adieu meine liebe Ku . . Ja, wenn wst einmal die automatische Verbindung ^"rchgesnhrt sein wird . . c. Großes Jugendtreffen in Celje. In Sctije werden fick, in den Tagen vom 27. bis Juni die Burschen und Männer aller katholischen Jugend- und Kulturorganisaiio-’wn zu einer großen Tagung versammeln. Anläßlich dieses Jugendtreffens werden auch Erzbischof Dr. Anton Bonaventura I e g-L’ Č und Fürstbischof Dr. Johann Josef T o m a ž i e unsere Stadt mit ihrem Besuch beehren. Am Abend des 28. Juni wird Wtch einer Turnakademie im Stadttheater Uw 21.30 Uhr ein Fackelzug durch die Stadt -liehen, verbunden mit einem- Ständchen, dar gebracht den beiden vorhin genannten hohen geistlichen Würdenträgern. Am 29. yynnit 'v'rd nach, einem Umzug durch die Stadt u,n ü Uhr vormittags Fürstbischof Dr. Toma?.in der Marienkirche eine Hl. Messe zelebrie- •Beiitwifelfer Kampf - mit einem Wahnsinnigen ER VERSUCHT ZWEI KINDER IN DER MUR ZU ERTRÄNKEN. In Marof in Medjimurje verfiel der Landwirt Johann K o 1 e t i e dem Wahn sinn. In seinem Wüten versuchte er zwei Bauerngehöfte in Brand zu stecken. In St. Martin an der Mur raubte dann der Wahnsinnige einen sechsjährigen Knaben, um ihn in die Mur zu werfen. Die Bauern konnten den Wahnsinnigen recht zeitig daran hindern und fesseln. Als er Sich beruhigt hatte, ließ man ihn frei, doch widerholte er sein Vorhaben in Klapčin, wo er den fünfjährigen Sohn des Landwirtes Krešič erwischte und mit ihm zur Mur lief. Der Wahnsinnige sprang mit dem Kinde in ein Boot und ruderte in die Flußmitte. Nun eilten meh re re Bauern herbei und setzten ihm in Booten nach. Auf der Mur entstand ein verzweifelter Kampf mit dem Wahnsinnigen, der das schreiende Kind in die j Wellen schleuderte. Einer der Bauern sprang dem Knaben nach und rettete ihn vor dem 'sicheren Tode, doch trat das Bewußtsein beim Kinde erst nach I zweistündiger künstlicher Atmung ein. 1 Man zweifelt am Aufkommen des Knaben. Koletic wurde nun gefesselt und in die Irrenanstalt nach Vrapce gebracht. Welch hübsche Muster! der Sommer bringt, verlangen auch ;beson- dere Pflege! LLIX — call verwendet - schont die schönen Sachen, erhält den Farben ihre Leuchtkraft! TGBDEDBDBDaDHnaDaaaDBnHDBDB □ D BDBDBD@naDBÜ8DBnaaBDBnBD8D® Schäumt auch in ktiitem Wasser reit und eine Festpredig'l halten. Den Nach- j mittag wird eine Feier auf dem Glacis aus-füllen. | c. Kino Union. Dienstag zum letztenmal: | „Spanisch Blut", eine Filmoperette not der, berühmten spanischen Sängerin Jmperia t Argentina. — Mittwoch, Donnerstag und jj Freitag: „König der Gangster", ein ame- ; rikanischer Gangsterfilm mit Robinson, Ar- i ur Hohl und Wallare Ford. AusQeekjailadgoM \ gr. Kinder fahren ans Meer. Der Ab-1 gang der hiesigen Kinder in die Ferial- 3 kolonie der »Jadranska straža« in Ba-j kar wurde auf den 21. d. festgesetzt. Der! Mtägige Aufenthalt in Bakar samt Hin-1 und Rückfahrt stellt sich für tdie Mitglie- > der der »Jadranska straža« auf 280 Di- j nar. Weitere Anmeldungen mögen unver- j züglich an die hiesige Filiale der »Jadran I ska straža« gerichtet werden. gr. Misere im Fernsprechverkehr. Der Fernsprechverkehr iäßt trotz zahlreicher i Urgenzen immer noch viel zu wünschen | übrig. Ein Gespräch mit Celje z. B. kann erst nach mehrstündiger Wartezeit er-1 folgen. Es wäre wirklich schon an der Zeit, daß in dieser Hinsicht Wandel geschafft wird Aus thmaasoä g. Die ersten Sommerfrischler sind bereits eingetroffen. Zumeist sind es Wiener und Grazer, während in den nächsten Tagen mehrere Gäste aus Dalmatien erwartet wer den. Der Wohnungsmangel, der sich seit der Uebersiedlung der Bezirkshauptmannschaft eingestellt hak, ist setzt umso fühlbarer. g. Theatcraussührung. Die Freiwillige Feuerwehr in Sv. JanL veranstaltete vergangenen Sonntag eine Theateraufführung und zwar gelangte in der Regie des Schul« Verwalters Oskar Bregant das Lustspiel „Trotzkopf" zur Ausführung. Das Stück, bei dem u. a. die Damen Milka P r o d n e r und Paula Bartl, sowie Herr I. 8 i m o n mitwirkten, gefiel recht gut. Der Saal war bis zum letzten Plätzchen besetzt. g. Stratzenerweitcrung. Zwischen der Best rk Hauptmannfchaft und dem König-Haus wird gegenwärtig die Straße einer Renovierung unterzogen. Die Straße soll auch um etwa 3 Meter erweitert werden. g. Rauferei. In Dobrava kam es unter mehreren Burschen, die von der Stellung heimkehrten, zu einer schlimmen Schlägerei, dei der der Besitzerssohn Anton K o b o t mehrere gefährliche Stichverletzungen erlitt. Sein Zustand ist ernst. Fassung. »Was ist das für eine lange Bohnenstange da drüben*« — »Das ist meine Tochter!« — »Donnerwetter, ist das Mädchen groß und schön geworden!« Nur nicht übertreiben. Hänschen schaut aus dem Fenster. — »Mutter, eben fährt ein Auto vorbei, das ist so groß wie eine Scheune!« — »Aber Junge,« sagt die Mutter, »jetzt übertreibst du wieder! Habe ich dir nicht hunderttausendmal gesagt, du sollst nicht übertreiben, und doch machst du es immer wir der!« Philatelisten! Wir machen den Phil. Zentrai-verband „Savez" und somit auch den Ausstellungsausschuß in Beograd besonders darauf aufmerksam, und dies wohl im Interesse unserer jugo-sl. Philaitclistenvereine und sewer Mitglieder, daß mou wohl bedacht sein möge, in allererster Linie unsere Heimatvereine und deren Mitglieder mit den von ihnen bestellten dreißig Markenblocks pro Kopf, ordnungsmäßig und im vollen Umfange ihrer -beim Verein gemachten Bestellung zu beteilen. Was uns veranlaßt, den Zcnkralver-band darum zu Bitten, sind folgende Gründe. Wie es sich bereits zeigt — und es sind wohWegründete Beweise vorhanden — bereiten sich viele ausländische Händler und Be steiler in Beograd für einen Massenankauf dieser Trachtenblocks vor, sei es durch diese selbst oder auch durch Vermittlung von Vereinen und anderer Personen. Es könnte sich die für uns unangenehme Lage ergeben, daß die Händler und Interessenten fremder Länder auf geschickten Schleichwegen in einen größeren Besitz unserer Blocks gelangen, als unsere angenidldeten Vereinsmitglicder selbst Daß derartig erworbene Blocks zu ehvmt schier unerschwinglich hohen 'Preis an den Mann gebracht werden, ist nur erklärlich. In diesem Falle heißt es tot Vorsicht Gerechtigkeit zu üben! Es könnte iu einem solchen Falle von den Vereinen und deren Mit gliedern sehr mißliebig ausgenommen und Beurteil werden. Wir Bitten und sprechen im Interesse unserer Vereine Jugoslawiens! Dentist E. H o p p c, Obmann des Phil. Ver eines „Celeje", Eelje. Burg-Tonkino. Heute, Dienstag, und morgen, Mittwoch der sensationelle Groß film »Wo ist das Kind des Frl. F.?« In der Hauptrolle Dorothea Wieck. Der Film ist in deutscher Fassung gedreht. Ein Fiim, der das Unglück und Glück einer reichen, schönen und verwöhnten Filmschauspielerin zeigt. Ganz Amerika ist auf der Suche nach einem Kind. Es folgt die Wiederholung des Großfilmes »Mayerling«. Ermäßigte Preise. Union-Tonkino. Heute, Dienstag, zum ersten Mal in Maribor der fabelhaft schöne Großfilm »Lourdes«. Ein Film, der uns den Wallfahrsort Lourdes, die Pracht der Basilika der hlg. Bernadotte im ganzen Zauber ihrer großen Wunder zeigt. Eine inhaltsreiche Handlung, die die Genesung eines unheilbar kranken Kindes durch die wundertätige Mutter Gottes erzählt. Die Aufnahmen dieses gigantischen Films wurden in Lourdes gemacht. Szenen, die jedermann unvergeßlich bleiben, ein Film, den niemand versäumen darf. b. Der „Illustrierte Beobachter" eröffnet seine neue Folge u. a. mit Aufnahmen von dem japanischen Kr-euzerbesuch in SM, von der Eröffnung -des Deutschen Hauses ans der Pariser Weltausstellung und der großen Reichsnährftond-schau in München. Die Ar-tlMferi-c wird mit einem Einblick in die Arbeit des Amtes für soziale Selbstverantwor-kung und des Frauenamtes fortgesetzt. Den Abschluß bildet neben 'Bern literarischen Teil des „JB" mit dem Roman „Die nachgelassenen Finanzen des Großherzogs" von Frank Heller, eine unterhaltsam illustrierte Darstellung von Möglichkeiten, alte Operetten neu zu gestalten, wie sie im Nürnberger Overelleu-Overnhaus ausgegriffen worden sind. Außerdem gibt es mehrere Aufnahmen aus einer Garnison, die mit der Wieder-wehrhaftmachung des deutschen Volkes das Leben nnd Treiben einer kleinen aufblüh enden Stadt zeigen. Der „Illustrierte Beobach ter". jeden Donnerstag neu, ist überall für 20 Pfg. Autocarauöflüge des „Vutnik" Das Reisebüro »Putnik« (Tourist Office) veranstaltet in der nächsten Z-;t eine Reihe von Gesellschaftsfahrten, die alle mit modernst ausgestatteten Luxus-Autocars unternommen werden. Das Programm sieht folgende Fahrten vor: 20. Juni: Rund um den Bachern. Fahrpreis 75 Dinar. 26. bis 29. Juni: Auf den Großglockner und nach Salzburg. Gesamtarrangement 1000 Dinar. 27. bis 29. Juni: Nach Adelsberg, Triest, Venedig, Padua. Gesamtarrangement 780 Dinar. 29. Juni: Nach Klagenfurt und zum Wörthersee 150 Dinar. 29. Juni: Ins Logar-Tal. Fahrpreis 120 Dinar. Apotheken Nachtdienst Vom 12. bis 19. Juni versehen die Stadtapotheke (Mag. Minarik) am Hauptplatz und die S t. Rochusapotheke (Mag. Rems) in der Aleksandrova cesta den Nachtdienst. Die Blicke. „Mensch, was verdrehst du denn deine Augen so komisch?" — „Ich werf doch der Sängerin verliebte Blicke zu!" Ich \ Das » Tiay&i« - Kreuz schützt vor Fälschungen Annonce reg. S. N_r_U181 vom 1. 111.-1937 UiäsäudUkki 1 Jugoslawiens Reichtum an Eisenerz MINDESTENS 400 MILLIONEN TONNEN ABBAUFÄHIG. — BISHER NUR EIN GERINGER TEIL AUSGEBEUTET — AUSBAU DES BERGWERKES LJUBIJA VOR ALLEM ERFORDERLICH. Nach Ansicht von Sachverständigen, die die geologische Untersuchung des Terrains durchgeführt haben, wird der Erzreichtum des Bergwerkes Ljubija und des Eisenerzbeckens der Sana, das sich bis nach Petrovo und Vrgoska Gora ausdehnt, auf etwa 250—280 Millionen Tonnen Eisenerz geschätzt. Außer diesen Terrains in Bosnien sind bisher gewisse Gebiete in Serbien, insbesondere in Majdanpek, untersucht wor den, die bisher noch nicht exploitiert werden. Es sind ebenfalls erzhaltige Ter rains am Fuße des Kosmaj untersucht worden. Endlich gibt es in Serbien noch weitere Eisenerz und Magnesitlager, die begleichen noch nicht überprüft worden sind. Auch ist man der Ansicht, daß im Bezirk Mlava bei Petrovac und in Südserbien reichhaltige Erzgebiete vorhanden sind. In gut unterrichteten Sachverständigenkreisen ist man der Ansicht, daß es in Jugoslawien mindestens 400 Millionen Tonnen Eisenerz (40 Millionen Waggons) gibt. In Kürze muß die Frage der Erhöhung der jährlichen Eisenerzproduktion im Bergwerk Ljubija in Betracht gezogen werden. Diese Frage steht in engem Zu sammenhang mit der Erweiterung der heimischen Eisenindustrie wie auch mit der Errichung von Hochöfen. Die Einrichtungen in Ljubija ermöglichen eine jährliche Höchstproduktion von 400—500.000 Tonnen Eisenerz. Die größte Scwierigkeit in der Frage der Er höhung der Produktion im Bergwerk liegt in der Eisenbahnverbindung zwischen Ljubija und Prijedor. Diese Verbindung ist nicht imstande, mehr als 40.000 Waggons Eisenerz jährlich aus Ljubija nach Prijedor zu schaffen. Falls eine Erhöhung der Eisenerzproduktion in Ljubija gewünscht würde, so müßte in erster Linie in technischer Hin sicht das Bergwerk reorganisiert werden. Außerdem müßte die Frage des Ei senbahnverkehrs zwischen Liubiia und Prijedor gelöst werden Börsenberichte Ljubljana, 14. Juni. — Devisen : Berlin 1743.03—1756.91, Zürich 996.45— 1003.52—London 214.46—216.52, New-york 4321—4357.31, Paris 193.31— 194.75, Prag 151.83—152.94, Triest 228.44—231.53; österr. Schilling 8.24, engl. Pfund 238, deutsche Clearingschecks 12.62. Zagreb, 14. Juni. — Staatswerte. 234% Kriegsschaden 407.50—409, 4% Agrar 0—52.50, 4% Nordagrar 51.50—52, 6% Begluk 0—76.75, 6% dalmatinische Agrar (mittelgroße Stücke) 0—73, 7% Investitionsanleihte 88—0, 7% Stabilisationsanleihe 0—86.50, 7% Blair 0—86, Nationalbank 7150—0. Jugoslawische Fleischwaren für Amerika Die Ausfuhr von Schinken, Salami, Wurstwaren, Speck usw. nach den Vereinigten Staaten wieder möglich. Nach längeren Verhandlungen ist jetzt die Frage der Fleischproduktenausfuhr aus Jugoslawien nach den Vereinigten Staaten von Amerika geregelt worden. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium hat im offiziellen Wege von den zuständigen jugoslawischen Stellen verlangt, daß ihm die amtlich beglaubigten Unterschriften derjenigen Veterinäre übersandt werden, die Urkunden über die Untersuchung der Fleischwaren erteilen. Es wird erwartet, daß in Kürze die Fleischproduktenausfuhr nach den Vereinigten Staaten beginnen kann. Bis zum Jahre 1926 hat Jugoslawien solche Pro dukte bereits nach Amerika exportieren können, diese Ausfuhr war jedoch sehr gering. Seitdem hat jedoch keine Fleisch produktenausfuhr nach Amerika stattge funden, weil Jugoslawien die Bestimmungen des neuen amerikanischen Gesetzes über die Untersuchung der Fleischwaren nicht innehielt. Seit dieser Zeit haben nur gewisse jugoslawische Unternehmungen Fleischprodukte durch Vermittlung anderer Firmen im Ausland nach Amerika exportieren können. So hat z. B. eine Zagreber Firma über Hamburg jugoslawischen Schinken als polnische Ware ausgeführt. ln den interessierten Kreisen der jugoslawischen Fleischindustrie hebt man die Bedeutung des amerikanischen Marktes hervor, der nunmehr auch für unsere Fleischprodukte offen bleiben wird. Die Vereinigten Staaten von Amerika hatten im letzten Jahre für 1200 Millionen Di- nar verschiedene Fleischprodukte aus den europäischen Staaten importiert. Es handelte sich hiebei um Schinken, Salami, Speck usw. X Für die Altersversorgung der Arbeiter, die nach den bestehenden Bestimmungen im Rahmen des Zentralamtes für Arbeiterversicherung bzw. dessen Kreisämter am 1. September d. J. in Kraft zu treten hat, werden bereits die entsprechenden Vorbereitungen getroffen. Die Leitung des Zagreber Zentralamtes hielt dieser Tage eine längere Sitzung ab, in der im Zusammenhang mit dieser Frage mehrere wichtige Beschlüsse gefaßt wurden. Die Regierung wird aufgefordert, ehebaldigst eine Verordnung über die verbindliche Einführung der Pensionsversicherung für Angestellte im ganzen Staat herauszugeben. Auf den Hygieneschutz der Arbeiter wird das größte Gewicht gelegt, wes halb entsprechende Kommissionen bzw. Referenten eingesetzt werden. Für Betriebe die der Gesundheit der Bediensteten besonders schädlich sind, werden Sonderzuschläge zu den Versicherungsbeiträgen eingehoben werden. In Hinkunft werden beim Zentralamt und des- sen Organen verheiratete Frauen nicht mehr beschäftigt werden können. X Neue Kupfererzfunde. In Bosnien sind bei Senjakovo große Eisen- und Kupfererzlager entdeckt worden, deren Ausbeutung in der nächsten Zeit durch die Vrbas-A. D., an der auch ausländisches Kapital beteiligt ist, aufgenommen werden wird. X Diskonterhöhung in Frankreich. Die Bank von Frankreich hat unerwarteterweise den Diskontzinsfuß von 4 auf 6% erhöht, ferner den Lombardzinsfuß von 5 auf 7% und für 20tägige Darlehen von 4 auf 6%. Die letzte Erhöhung wurde am 28. Jänner d. J. vorgenommen, als die Zinsrate von 2 auf 4% hinaufgesetzt wurde. X Die Frühjahrsmesse in Ljubljana wurde Montag abends geschlossen. Insgesamt stellten 671 Firmen aus, davon 143 ausländische aus 13 Staaten. Der Besuch der Mustermesse ließ nichts zu wünschen übrig; insgesamt wurde das Gelände von rund 94.000 Personen besichtigt. Auch in geschäftlicher Hinsicht war der Erfolg zufriedenstellend. — Die Herbstmesse mit der großen Presseausstellung wird vom 7, bis 12. September abgehalten werden. de» ßoadufid Jod in der Geflügelzucht. Um die Wirkung der Jodbeifütterung näher zu erforschen, wurden von Dr. H. T angl an Leghornhühnern Versuche gemacht. 50 Hühner wurden ohne Jodbeifütterung gehalten, während weitere 50 Hühner in ihr Futter 20 Gramm »Jovis« (etwa 200 Mg. Jod) erhielten, so daß ein Huhn täglich etwa 4 Mg. Jod verzehrte. Das Jod wurde als Jodkali verabreicht, einige Versuche wurden mit organisch gebundenem Jod ausgeführt. Die Versuchs Ergebnisse waren nun folgende: Von den jodfrei gefütterten Hühnern wurden in 10 Monaten 7200 Eier gelegt, von den Hühnern mit Jodbeifütterung dagegen 9880, das sind um 37.2% mehr. Das durchschnittliche Eigewicht der Jodfreien Gruppe war 57—58 Gramm, das der Gruppe mit Jodbeimengung 59—61 Gramm, es kamen aber auch Eier mit 65—95 Gramm vor. Je 100 Eier beider Gruppen gelangten gleichzeitig in den Brutschrank. Bei Gruppe 1 (jodfreies Futter) war das Schlüpf-ergebnis 60 Kücken, bei Gruppe 2 (Jodfutter) 85. Das Eintagskückengewicht war bei Gruppe 1 34 Gramm, bei Gruppe 2 dagegen 44 Gramm. Im Laufe der Aufzucht verendeten von Gruppe 1 14 Kücken (23.3%), von Gruppe 2 nur 5 Kücken (5.8 Prozent). Auf Grund der sehr interessan- Reform der Gütertarife dringend erforderlich VOR DEM ZUSAMMENTRITT DES TARIFAUSSCHUSSES. Der Verkehrsminister hat unlängst die Mitglieder des T arifausschus-s e s neu ernannt, diese Korporation ist bisher jedoch noch nicht zusammengetre ten und man erwartet, daß seine Einberufung in Bälde erfolgt. Allenthalben wird eine durchgreifende Revision der Gütertarife hervorgehoben, da die Staats- und Wirtschaftsinteressen dies unbedingt erfordern. Die gegenwärtig geltenden Tarife wurden zu einer Zeit der wirtschaftlichen Depression nicht nur in Jugoslawien, sondern auf der ganzen Welt geschaffen. Damals hing die Ausfuhr in großem Masse von den Transportkosten ab, weswegen die Tarife für Ausfuhrwaren besonders niedrig angesetzt wurden. Heute ist die Lage geändert, besonders was einige wichtige Artikel betrifft. Die Kupferpreise sind z. B. um 100 Prozent gestiegen, die Eisenbahntarife sind jedoch in Jugoslawien um 50% niedriger, wenn die Ladung für die Ausfuhr bestimmt ist, Die Kupfertransporte sind also im Lande dop pelt so teuer wie im Auslande. Dasselbe ist für Chrom, Eisenerze, Holz und viele andere Waren der Fall, da die Preise auf dem Weltmärkte um 30—40% gestiegen sind. Es ist bemerkenswert, daß die Transporttarife für Kupfer fast dieselben sind wie für Sand. Die Tarifrevision ist noch besonders notwendig, weil die Eisenindustrie im Drau- und Vardar-banat für die Transporte von Eisenerz doppelt soviel entrichtet als die ausländischen Firmen. Die Eisenbahnen könnten durch eine Tarifrevision ihre Einkünfte um mindestens 200 Millionen jährlich ver mehren, wobei die Wirtschaft keinerlei Verluste erleiden würde. Eine Erhöhung der Tarife für die Ausfuhr bestimmten Waren und eine Herabsetzung der Sätze für den Binnenverkehr ist notwendig geworden, um die gegenwärtige Konjunktur richtig ausnützen zu können. (Jugoslawischer Kurier.) ten Versuchsergebnisse kam der Versuchs ansteiler zu dem Ergebnis, daß Jod im Organismus des Geflügels eine außerordentliche Rolle spielen muß. Jodbeifütterung erhöhte den Jodgehalt der Eier, die Legetätigkeit der Hühner, das Schlupfergebnis und steigerte die Widerstandskraft der Kücken. Beseitigung von Baumstümpfen durch Säuren. Es ist vielfach gebräuchlich, Baumstümpfe durch Eingießen starker Salpeter- oder Schwefelsäure oder eines Gemisches aus beiden in ein in der Richtung der Achse verlaufendes Bohrloch zu zermürben. So einfach dieses Verfahren ist, muß doch dringend davor gewarnt werden. Vor allem ist schon das Arbeiten mit den starken Säuren gefährlich. Ferner wird in den wenigsten Fäden bedacht, daß konzentrierte Salpetersäure mit der Zellulose des Baumstumpfes Nitrozellulose (Schießbaumwolle) ergibt, die als Explosivstoff, zumindest aber als feuergefährliches Material sehr leicht zu Waldbränden Anlaß geben kann. Schließlich können Waldarbeiter und Wild durch Hineintreten in zerfallene, noch säurefeuchte Stümpfe schwer heilende Aetz-und Brandwunden an den Füßen davontragen. Aus diesen Gründen muß vor der Anwendung dieses Verfahrens dringen1! abgeraten werden. FSe die MueU Sago — der beste Helfer in der Küche Sago-Fruchispe'se (rote Grütze). (Sin öfter Wasser zum Kochen Bringen. 350 g Edelsagv langsam hineinschütten, unter ständigem Rühren 10 Minuten kochen lassen, 1 Liter Fruchtsaft (von Kirschen, Himbeeren, Johannisbeeren usw.) dazngu-tzen, uni) das Ganze noch einmal aufkochen lassen. Zum Schluß den ©oft von -zwei 3‘* fronen unterrichten. Man reicht die Spe'll mit Banillensoße oder Büchensahne. Weinrremc mit Sago. % Flasche Wein, 34 Liter Wasser, 6 Eier, 1 Stück Banille nach Geschmack. Man Bringt alles zum Kochen und fügt 60 g Sago hinzu, unter 10 Minuten langem Ilmrühren-Zum Schluß gibt man 3—4 Blatt Gelatine hinzu. Man gießt alles in Lue kalt auch1’" spülte Form und läßt ans Eis erkalten. Sago-Auslauf. Man läßt 200 g Sago in 1 Liter kochen?2 Milch einlanf-en, langsam weich und glasig kochen. 80 g Butter, 100 g Zucker und 3—-4 Eigelb werden eine Viertelstunde schön schau mig gerührt. Der erkaltete, sehr steif gekochte Sago, etwas abgeriebene Zitronenschale, 1 Prise Salz und der steife Nerfchnce werden dazugegeben. Die Masse wird >n gefettete Form gefüllt und bei müßIfft’r Hitze X Stunde gebacken. Mit Wein- ade> Fruchttunk,e zu Tisch geben. Gemüsesuppe mit Sago. Der Sago «wird,mit Gemüsewasser weichgekocht. Dann wird Salz und etwas Butte1 dazugegeben und mit einem Eidotter ungezogen. Auf 1 Liter Gemüsesuppe rechne4 man 60 g Sago. Sago-Milchsuppe. 1 Liter Milch, ober eine Mischung von Milch und Wasser oder Buttermilch, Nnw1-’ Zimt und Zitronenschale, 50—60 g Sagn-1 Prise Salz, Zucker nach Geschmack. Ma" bringt die Flüssigkeit mit dem Gewürz zum Sieden, fügt den Sago hinzu, läßt ihn kochen, bis er glasig ist, und schmeckt §o-Man kann die Suppe mit einem Eigelb uui:-5 g Butter abrühren. Sago-Wurstsuppe. 50 g Sago werden in 34 Liter Wasser stg gekocht und dann einer Menge von et'1*1 einem Liter warmer Wurstsuppe ,zugefetzt. Vexierbild. Wo ist der Fortsgehilfe' Technische Rundschau Selbsttätig arbeitende Notstrom- Kleinzentralen ln jedem Stromversorgungsnetz kommt öfter vor, daß der Strom durch irgend welche Ereignisse unterbrochen wird; ein mal dauert solche Störung nur wenige Minuten, ein anders Mal kann sie sich, jedoch auch über Stunden oder sogar I Tage ausdehnen. Für solche Vorkommnisse müssen öffentliche Betriebe u. Ge-; bäude, wie Eisenbahn, Post, Warenhäu- i ser, Theater, Hotels, große Gaststätten j usw. gerüstet sein. Sie besitzen meist so- ] genannte N o t s t r o m-E i n r i c h-t u n g e n, die bei dem Ausbleiben d. Stro nies aus dem öffentlichen Netz in Betrieb gesetzt; werden. Bisher bestanden solche Notstrom-An lagen aus mehr oder weniger großen Akkumulatore n-B a t t e r i e n, mit deren ausgespeicherter Energie die stromlosen Pausen überblickt werden konnten. Diese Akkumulatoren-Batterien hatten jedoch große Nachteile; sie erforderten unverhältnismäßig viel Raum, betätigten dauernde Pflege und konnten bei größeren Störungen ihren Stromvorrat leicht einmal erschöpfen. Aus diesem Grunde schuf die Industrie bereits vor Jahren N o t s t r o m-A g -g r e g a t e, die aus einem Verbrennungs motor, der mit einem Stromerzeuger gekuppelt war, bestanden. Für kleinere Bedürfnisse verwandte man für den Verbrcn nungsmotor einen Benzinmotor, für größere Aggregate einen Dieselmotor. Aber auch diese Anlagen hatten den Nachteil, daß sie von einer geschulten Kraft bedient werden mußten, also zusätzliche Aufwendungen erforderten. Erst nachdem jetzt durch die fortschrei tende Motorisierung weiteste Kreise mit dem hochentwickelten B e n z i n m o -t o r genügend vertraut worden sind, ist hierin ein Wandel eingetreten. Heute liefert die Industrie völlig selbsttätig arbeitende. N o t s t r o m an 1 a-g e n, die ohne Bedienung beim Ausbleiben des öffentlichen Stromes ansprin-gen und sich beim Wiedereinsetzen der Stromlieferung von selbst wieder ausschalten. Der neueste Fortschritt in solchen kleineren Notstromaggregaten ist die Verwendung eines luftgekühlten Benzinmotors, der sich damit noch von einer weiteren Störungsmöglichkeit — dem Kühiwasser — unabhängig macht. Dieses neue von Siemens entwickelte Gerät, das im Bild dargestellt ist, besteht aus einem luftgekühlten Benzinmotor, der mit 1500 Umdrehungen etwa 8 PS leistet. Er ist starr verbunden mit einem 4-5 kVA-Gcnerator, der bei Gleichstromerzcu gung als selbsterregender Verbundgenerator ausgebildet ist, bei Drehstromerzeu gung jedoch erst durch einen kleinen Gleichstromgenerator erregt wird. Die ganze Anlage ist von besonders gedrungener Bauart und erfordert daher nur geringen Raum. Der Betriebsstoff wird einem Lieferfaß oder einem Tank entnom men. Alle umlaufenden. Teile der Maschine sind in Roi'len oder Kugeln gelagert. Die Schmierung und Oelung der Maschine ist so eingerichtet, daß sie auch nach längsten Betriebspausen einwandfrei anspringt. Sttßd Die modernste Notstrom-Anlage: Dreh- stromsatz für 220/380 V, vollselbsttätig gesteuert. Antrieb durch luftgekühlten FRAUENWELT Tuofteniaifon — diesmal ganz groß? DIE GOLDENEN TEUFEL MACHEN DEN MÜCKEN KONKURRENZ. Diese Modlen! In kaum einem anderen Jahre halben sie sich so aufdringlich getummelt wie in diesem. Dabei würden wir uns mit dem Tummeln dieser kleinen, golden Nitzenden, lustigen Dinger noch, abfinden, Menn wir nicht wüßten, daß sie es bestimmt auf unseren Wintermantel oder das gute Nollcne Herbslkostüm abgesehen haben. Zunächst ein Witz mit Bart: Welches sind die bescheidensten Tiere? Die Motten — denn sie fressen nur Löcher! Freilich ist diese Erklärung nicht ganz richtig — die Motten, die lustig in der Stube herumfliegen, fressen llamlich selbst garnicht unsere Wintermäntel Mtfc Pelzkragen auf — die haben das Stadium der Gefräßigkeit längst überwunden Mtb schon ihre Schädlingsarbe-t verrichtet. Äiotken machen ja die gleiche Entwicklung Nirch roic zum Beispiel die Schmetterlinge. p'Mn Ei entschlüpft die Larve — und diese •Nottcnlarbcn sind es, die den größten Schaden Anrichten. Später verpuppen sie sich, und danach entsteht die fertigeerwachsene -Not'e, die aber nur insofern schädlich ist, nR> sie wieder neue Eier legt! * . Der Kampf gegen da Motten darf also 'licht nur den. erwachsenen, umhcrflattern-Motten gelten, sondern muß sich ganz Ncnbcrs auch daraus erstrecken, der Schäd- Ngsarbcit der Larven entgegenzuarbeiten Und schon die Brut zu vernichten. Dazu Nit es vor allem, die Lebensgewohnheiten dieser Schädlinge zu studieren und genau 'hren „Speisezettel" kennen zu lernen. Was 'ressen nun eigentlich die Motten? Der Laie >vivd darauf immer die Antwort geben: "Stoffe natürlich!" Aber es ist damit allein st'cht getan. Wer hätte es zum Beipiel nicht 'chott erlebt daß sich auch in allen möglichen fch&ensmifteln einmal Maden vorfinden? vn der Tafel Schokolade, im Kakao, in weehf, Grieß, Makkaroni? Ja, es kömmt i^gar vor, daß sich diese Maden eines Tages über die Zigarren des Hausherrn hergemacht haben! » „Maden", die sich an Stoffen, aber auch bestimmten Lebensmitteln mästen, sind Larven von Motten. Es gibt durchaus nicht nur die Kleidermotte, man kennt feit langem bereits die Mehlmotte, deren Larven sich an Mehl und Teiawaren aller Art gütlich tun, und ebenso die Kakaomotte. Beide Arten üben freilich ihre zerstörende Wirkung weniger im Cinzelhaushaft aus als überall dort, wo größere Vorräte gelagert werden, in Speichern, beim Kaufmann usw. * Anders ist das. mit 'der Kleidermotte, die sich so ziemlich in jedem Hause vorfindet. Sie lebt von allen Hontfuibstanzen, z. B. Wollfafern, Haaren jeder Art, Federn usw. Außerdem frißt sie aber auch trockene tieri-fche Produkte wie Rauchfleisch, Fischmehl, Stockfisch und dergleichen, am liebsten freilich lebt sie von weicher Wolle und lockeren Webwaren, besonders Trikotgeweben. Wie stark die einzelnen Kleidungsstücke von Motten befallen werden, hängt großenteils von dem Reinheitsgrad der Wolle ab. denn reine Wolle allein reicht nicht zur Nahrung der Larven aus, sie muß mit Appretur versehen, verschmutzt oder etwas mit Schweiß durchsetzt sein. Man wird immer die Beobachtung machen können, daß der größte Wottenschaden a>, viel getragenen Wollsachen entsteht. Baumwolle wird von der Kleidermotte schlecht verdaut, aber im Notfälle wagt sic sich auch an diese, genau so wie an Nessel, Seinen, Kunstseide und andere pflanzliche Stoffe, die gelegentlich gefressen werden, jedoch nicht zur Entwicklung der Larven beitragen. * Die Frage der Mottenbokämpfung spielt in jedem Frühling eine bedeutende Rolle. Das Ausfrieren, das gelegentlich empfohlen wird, verläuft meist ergebnislos, denn Mot- teneier hatten wochenlang Temperaturen von minus 10 Grad aus und entwickeln sich später im warnten Zimmer noch immer zu üolleistungsfähigen Fressern. Niemand braucht sich also über Versäumnisse im vergangenen Winter den Kopf zu zerbreche». Günstiger ist schon die Methode, die Winter fachen an den Hundstagen ein paar Stunden in die pralle Sonne zu hängen. Bei Temperaturen von etwa 50° Wärme gehen Larven und Eier zugrunde. Motterneicr sind ganz besonders gegen Sicht empfindlich und vertragen keine pralle Sonne. Um Stoffe mottensicher zu machen, gibt es verschiedene Möglichkeiten,. Eine davon ist die chemiche Behandlung schon der neuen Stoffe vor ihrer Behandlung. Dieses chemische M otfertfich:rmachen Bewährt sich besonders bei Möbel- und Dekorationsstoffen. Werden diese Stoffe allerdings gewaschen, so muß danach die Behandlung wiederholt werden. Sehr gut bewährt sich die Behandlung waschbarer Wollfachen, die den Sommer über mottensicher aufbewahrt werden sollen, mit Mottenseife. Die Wäschestücke werden in der Seitenlange eine halbe Stunde lang gründlich durchgedrückt und danach nur kurz in lauwarmem Wasser ausgespült. Selbstverständlich muß für solche Wollsachen bei jeder neuen Wäsche wieder Mottenseife benutzt werden. Will man Wollsachen motten sicher machen, ohne daß sie gewaschen werden müssen, so genügt es, sie in eine Lauge von Mottensalz zu tauchen. Neben diesen Mitteln gibt es noch die altbewährten Mottenschutzmittel wie Naphtalin, Kampfer usw., die man ruhig überall da an-wenden kann, wo der penetrante Geruch nicht stört. Wichtig ist jedoch, daß diese Mittel die Motten nur abhalten, solange sich der starke Geruch nicht verflüchtigt. Sie bewähren sich also nur, wenn man die mottensicher zu machenden Stücke, mit Naphtalin usw. eingestreut, fest in einen Koffer packt, fodaß der Geruch nicht entweichen kann. Zum Schutz von Kleiderschränken, in denen der Geruch rasch verfliegt, sind sie zwecklos. .Hier besteht höchstens die Möglichkeit, besonders empfindliche Stücke in eine der neuen praktischen Motkenschutzhüllen zu hängen und in diese abgeschlossenen Behälter dann Mottenpulver einzustreuen. Die Motten sind am Werk — es heißt auf der Hut sein! Wen komm! in Die Olaiioncrt-iiga? Vergangenen Sonntag wurden die Rückspiele der ersten Runde der Qua lifitat ionskämpfe ausgetragen. Es spielten „Stavija" (Varaždin) gegen „Borac" (Banjaluka), 14:1, „Gradjanfki" (Skoplje) gegen „šuma-öija" (Kragujevac) gegen „Vojvodina" (Novi Sad) 3:2, SAKK (Sarajevo) gegen „De» vit" (Šibenik) 0:0, „Jcdinstvo" (Beograd) gegen „Obilic" (Krusevac) 3:1. Die weiteren Anwärter für den Eintritt in die National-liga sind „Gradjanfki" (Skoplje), ÄSK (De-frongrab), „Vojvodina" (Robi Sad), SAŠK (Sarajevo), „Icdinstvo" (Beograd) und „21a vija" (Varaždin). Hiezu kommen „Železničar" (Maribor) und „Arsenal" (Tivat). Die Eisenbahner treten im ersten Ausscheidungskampf gegen die Varaždiner „Slavija" an. Rozman vor $rofrnef Anschließend an das große Etappenrennen Beograd—Sofia wurde am vergangenen Sonntag im Beogrnder Stadion der „Junaki" ein Bahnrennen ausgetragen, bei dem von den jugoslawischen Rennfahrern euch P r o sti net und R o z m a n an den Start gingen. Als erstes Paar gingen Rozman und der Bulgare Georgifev auf die Bahn. Georgijev gelang es, den Sieg an sich zu bringen, desgleichen siegte sein Landsmann Dimitrijev, der gemeinsam mii-t P rastne k gestartet war. Im Kampfe um den dritten Platz trafen Rozman und Prclsirtek auseinander. Als Sieger giiiq Rozman hervor, der fstenrit aufs neue seine überragende Form bestätigte. Radsahrei- am ><5tort Der Mari&orer Radfah r e r - U n te rve r b,r nd Brachte Sonntag auf der 80 Kilometer langen Strecke Maribor—Marenberg—Maribor ein Junioren-Meisterfchaftsrennen zum Aus trag, das eine recht gute Besetzung aufm Ns. Als Sieger ging Karl S o d e c (Marathon) in 2:39.23 Stunden hervor. Ten zweiten Preis gewann Lešnik (Edelweiß 1900) in 2:39.26. Dann folgten J e r n c c (Slow. Radfahrerklub Celje) irr 2:46.53, K r a m o r (Slow. Radfahrerklub Celje) in 2:48.28 und 8 t i n gI (Peru») in.2:50 Stunden. Die genannten fünf Rennfaihrer werben sich an dem großen Radrennen beteiligen, das am nächsten Sonntag in Zagreb stattfinbet. ___ ; ®fi. Rapid. Heute, Dienstag, wichtige Sitzung des Hauptausschusses. Beginn um halb 21 Uhr. : Deutschland und die Tschechoslowakei sind die Gegner des Europafinales des Da-Vis-Eup, das in Berlin zum Ausl rag kommen wird. Die Tschechejlowaken Bestritten, nachdem sie den dritten Punkt gewonnen hat ten, die beiden restlichen Einzelspiele mit Ersatzleuten und verzichteten so auf die beiden Punkte. Während Pallada gegen Ziba erfolgreich blieb, unterlag Puneec gegen Sej nar. In Berlin schlug .Henkel den Belgier Nayaert, dagegen besiegte Larroix den Ersatzmann Dettmer. itodto-ihiegeeHu* MITTWOCH, 16. JUNI. Ljubljana, 12 Schallpl. 19 Nachr., Nažional-vortrag. 20 Opernübertragung. — Beograd, 18 Konzert. 18.35 Vortrag. 19.30 Nationalvortrag. 20 Konzert. — Prag, 16.10 Konzert. 18 Deutsche Sendung. 19.20 Operettenmusik. 20.15 Bulgarischer Abend. — Zürich. 17 Musik um Rossini. 18.30 Landl. Tanzmusik. 20 Festkonzert. — Budapest, 18.30 Funkkapelle. 20 »Fidelio«, Oper. — Paris, 18.35 Operettenmusik. 20.30 Drama. — London, 19.30 Tanzmusik. 20.10 Hörspiel. — Mailand, 19 Funk-kapcllc. 21 Sinfoniekonzert. — Wien, 7.10 Schallpl. 12 Orchesterkonzert. 15.40 Reisevortrag. 16.10 Schallpl. 17.30 Gesangsvorträge. 18.25 »Siegfried«, Oper. — Deutschlandsender, 18.30 Schallpl. 19 Hörfolge. 20 Philharmoniker konzertieren. — Berlin, 18 Konzert. 19.20 Unterhaltungskonzert. 20.30 »So-leidas bunter Vogel«. Oper. — Breslau, 16 Militärmusik. 18 Hörfolge. 19 Tanzmusik. 20 Bunter Abend. — Leipzig. 18 Hörspiel. 19.10 Unterhaltungskonzert. 21.10 Italienischer Abend. — München, 17.15 Bunter Feierabend. 19 Gemütliche Klassiker. 21.10 Kammermusik. X o man v o n 7Kuvt3Zit mdnn DIE DREI MUSKETIERE Wieder vereint! »Was?« fragten d’Artagnan und Porthos: wie aus einem Munde. »Sollen wir nicht zu samrnen heimziehen?« Atlms und Arainis schüttelten die Kopie und d’Artagnan fuhr fort: »Wollt ihr wirklich auf eigene Rechnung und Gefahr gegen Cromwells gesamtes He erkämpfen und König Karl retten? Wißt ihr denn, welchen Gefahren ihr euch aussetzt? Ja, vielleicht werdet ihr dabei, die Ehre genießen, zusammen mit dem König hingerichtet zu werden.« Dann fuhr er damit fort, alle die Gründe anzuführen, die er nur gegen den Willen seiner Freunde ins Feld führen konnte, aber Aramis erwiderte: »Königin Henriette hat uns die hohe Gurrst erwiesen, uns um unseren Beistand zu bitten, und wir haben unser Ehrenwort verpfändet. Wir haben ihr uns mit Leib und Leben zur Verfügung gestellt, und müssen unser Wort halten!« »Natürlich!« rief d’Artagnan schließlich rasend, und Porthos fiel ihm mit vollen Lungen bei. »Natürlich, wenn ihr euch in diesem elenden Land denn absolut begraben lassen wollt, wo man nicht mal eine ordentliche Kanne Wein auf treiben kann, ja, so laßt uns euch beistehen, den Zeitpunkt eures seligen Absterbens wenigstens eine Zeitton g noch hinauszuschieben! Aber Spaß beiseite! — laßt uns versuchen, die Zeit, die uns noch bescheert ist, so gut wie möglich auszunützen. Versprecht mir nur, daß ihr mich nicht zwingen wollt, Englisch zu lernen!« Und wie in der guten alten Zeit besiegelten die. vier Freunde ihr unverbrüchliches Zusammenhalten durch einen warnten Händedruck. »Nun könnte es einem gut tun, etwas in den Magen zu bekommen!« meinten alle wie aus einem Munde, und weil sie in einiger Entfernung ein Haus gewahr wurden, beschlossen sie, dahin zu reiten und zu versuchen, sich dort einiges Eßbare zu erhandeln. Gesagt, getan. Ktmee Amebe» Kleine Anzeigen kosten 50 Para pro Wort, In der Rubrik „Korrespondenz” 1 Dinar / Die Inseratensteuer (3 Dinar bis 40 Worte, 7*50 Dinar für grössere Anzeigen) wird besonders oerechnet / Die Mindesttaxe für eine kleine Anzeige beträgt IO Dinar e Für die Zusendung von chlffr. Briefen ist eine Gebühr von IO Dinar zu erlegen > Anfragen Ist eine Gebühr von 3 Dinar In Postmarken belzuschliessen Uetsekiedenes Für Kost und Wohnung sucht Hochschüler Beschäftigung, übernimmt jede entsprechende Arbeit. 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Friseurgehilfe, solider, ständiger, wird sofort gesucht.-T Mlinska 8.________________ NettesMädchen für alles, da5 selbständig kochen kann, »»» nur wieder sehen, »ras mir das Schicksal den Schoß geworfen hat, aber sonst - ■ lassen Sie vorerst alles beim, alten. Sie vX 'r men mir nichts, int Gegenteil, ich weiß Haus in bester Hut, wenn Sie beide wohnen. Eine Frau könnte es nicht inübcrc1 und ordentlicher halten!" fügt sie schalthal hinzu. Peter.sieht Ottokar an. Der macht eni sicht, das zum Gotterbarmen komisch ist. „Peter ..." flüstert er endlich zagisisi „Peter, könnten wir das großartige Angebt nicht wenigstens in Erwägung ziehen?" „Ich bin nicht gern abhängig." „Unsinn!" wirft Babctt ärgerlich scheu. „Sie sind frei und können gehen »fff tun, was Ihnen beliebt. Das ist kein " schenk, was ich Ihnen da anbiete, sonder» V schlage Ihnen ein Geschenk vor, oder vernünftige Abmachung, wenn Ihnen 1 besser klingt. Ich kann das Haus in den »» sten Monaten nicht bewohnen. Beriu-» v möchte ich c-s nicht, verkommen lassen •*-' wenig. Was bleibt mir übrig: ich nrüßte eine Art Hauswart suchen. Das ko-'tct -A^ macht Umstände . . . wie einfach '-st * ' wenn Sie hierbleiben! Ich kann doch |U ‘ zeit kommen und einschlüpfen." (Fortsetzung folgd- „Dann bleiben eigentlich nur die Meger-bilder übrig. Da weiß ich allerdings nicht weiter. Enwoder sind Tie tatsächlich Flieger, aber dann säßen Sie wohl kaum hier in Wernigerode, also wahrscheinlicher ist die zweite Lösung: Flugzeugbauer. Konstrukteur öder Ingenieur. Stimmt’s?" '3’c blickte ihn evivartungsvoll an. Peter neigt sich, anerkennend ein wenig vor. „'Alle Achtung, Fräulein Willbrandt, Sie sind den Tatsachen ziemlich nahegekommen. Allerdings . . . Flugzeugbauer bin ich nicht, aber ich fliege. Da haben Sie recht geraten." 'Babel ts Augen leuchten auf. Ein Flieger . . • oh, nun kann sie sich das alles erklären, die Sicherheit, die Ruhe, seine friedliche Gelassenheit. Wer gewöhnt ist, die Maßstäbe seines Wesens an den Grenzen der Unendlichkeit auszurichte-n, dem- erscheint das eigene Ich klein und die Menge der anderen .Men scheu unwichtig. „Ich bfn. einer jener namenlosen jungen Leute, die 'sich in die Kiste setzen und eine Zigarette nmarke am Himmel spazieren fliegen." Er macht eine kleine Pause und zündet sich eine Zigarette an. Es klingt wie Bitterkeit durch seinen Bericht. „Aber was tut das? Fliegen ist fliegen, und ich. bin von Herzen froh, daß ich auf diese Weise arbeiten kann. Außerdem wäre ich krank, wenn ich nicht alle Wochen wenigstens einmal den Steuerknüppel zwischen den Fingern, hielte. Und so .habe ich zweierlei, ich kann fliegen und verdiene noch dabei, ja, ich muß gestehen, gar so schlecht ist das nicht." „Jedenfalls hat es bisher gelangt, daß er mich hier mit durchfüttert, und wie ich ihn kenne, scharrt er sicherlich auch noch 'Mammon auf die Seite. Ist nämlich ein verdammt anständiger Junge, der Peter Vogel, wenn Sie das noch nicht gemerkt haben sollten!" wirft Ottokar ein. Und Babelt lächelt: „Habe ich schon lange bemerkt, Herr Vogel!" „Hoffentlich haben Sie dann auch bemerkt, Fräulein Willbrandt, daß mein Freund Kramt trotz aller Charaktervorzüge zeitweise gerade so unverantwortlich schwatzt wie ein altes Weib. Aber das nur nebenbei." „Warum werden Sie nicht VerkehrSslie-ger, Herr Vogel?" „Ist mir zu langwierig. Und dornt diese großen Kisten immer schön gemächlich über -dieselbe Strecke fliegen, drinnen ’ne Ladung seekranker Bankfritzen, Getreidchändler, Diplomaten und was noch so kreucht und fleucht . . . nee, danke! Ta lob' ich mir meine Re-klamefliegerei. Da kriege ich ein Telegramm: Morgen München. Gut. Dann rutsche ich nach Magdeburg, hole die „Karola" aus dem Stall, und wir fliegen eben nach München. Wie, welche Route . . . meine Sache." „Di« Karola?" „Ach 0", lächelt er.. „Nein, das ist keine Braut oder so was Aehnliches. So heißt meine He'inkel. Mein Vorgänger hat sie so getauft. Ich hab's dabei belassen. Aber, verehrtes Fräulein Willbrandt, die Hauptsache vergaßen Sie. doch bei Ihren scharfsinnigen Beobachtungen: das Mikroskop. Ich bin nam lich eigentlich etwas ganz anderes. Ich bin — was Ihr Herr Vater war." „Apotheker?" „Ja. Und noch ein wenig Botaniker dazu. u8HE8En.Rü.nramm • OUGCH VERLAG OSHAR /vmns.WHDlu Leider . . . und Gott sei Dank. Gott sei Tank, denn ich liebe meinen Beruf außerordentlich. Leider: Ich sehe kaum eine Mögl'chkeit, in ihm zu arbeiten. Provisor in irgendeiner Kleinstadt? Nein. Da warte ich halt, bis es zur Apotheke reicht. Na, und wenn mein Freund Ottokar erst seine blühende Erbschaft antritt, wird's liwhX auch bei mir so weit sein. Aber. . ." unterbricht er fcGte Erzählung, „wir reden 'hier immer von unseren gleichgültigen Angelegenheiten, und Fräulein Willbrandt wartet darauf, daß die Sache geklärt wird, die sie hergeführt hat." Babett wird ein wenig verlegen. Sie fühlt sich von der kleinen Gcmemamkcit am sommerlichen Kaffeetisch eingefangen und kommt sich plötzlich wie ein unwillkommener Eindringling vor. „Es ist wirklich nicht dringend", versucht sie einzuwenden, aber Peter schneidet ihr das Wort ab. Er winkt ganz einfach mit der Hand, und seltsam, sie schweigt sofort. Man muß schweigen, wenn Peter so mit der Hand abwinkt. „Nein, nein! Bitte kein Versteck spielen! Ich bin zwar auch verwandt gewesen mit der guten Tante Erna, meine Mutter und der erste Gatte der Tante sind Geschwister gewesen, aber das ist so weitläufig, daß daraus natürlich keinerlei Erbansprüche zu stellen sind. Ein Testament ist nicht vorhanden . . . Sie sind die rechtmäßige Erbin, das Dru derkind. Es kommt mir nur darauf an, warnt wir hier ausziehen und Ihnen das Feld räu men müssen." Babelt ist erschrocken, ehrlich erschrocken. Nein, das hat sie nicht gewollt. Sie denkt Chefredakteur und für die Redaktior verantwortlich: Udo KASPER. — Druck der »Mariborska tiskarna« in Maribor. — Für den Herausgeber u. den Dru6^ verantwortlich Direktor Staako DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor,