flrangmernltons - Prcisc: Kitr Laibach: Gan,i»hrig ... . 6 fl. — ft. Halbjahrig . . . 3 „ — „ Bierteljlihrig. . . 1 „ 50 „ Monatlich . . . — „ so „ Mit Set Post: Banzjahtig . . . 9 fl. — ft. Halbjahrig . . . 4 „ 50 . Bierteljahrig. . . 2 „ 25 „ Wr Zustellung ins HauS eiertel« iShtig 25 ft., monatlich 9 ft. Sinjelne Nummern 5 ft. Laibacher Tagblatt. Anonyme Mittheilungen werden nicht bcrllcksichtigt; Manuskriple nichl zuriickgesendet. titbakiion: Bahnhosgasse Nr. 182. eiptbilion und Snftraltn-Curt au: »ongretzplay Nr «l (Buchhandlung eon 3. v. Kleinmayr & F.Bamberg) 3nftttion6p:tift: flit tie einipaltige Petilzcile 3 ft bei zweimaligcr EinIchalNmg u 5 ft. dreimal i 7 ft. JnIertionSsteuipel jebeSmal 30 ft. Bei grSheren Jnseraten und ofterer Sinschaltung cntsvrechenber Rabatt. Nr. 39. Donnerstag, 18. Februar. — Morgen: Konradus. 1869. Die Ministerialverordnung iiber die Schulaufsicht. Die nationalen Blatter, in deren Spalten man durch langere Zcit all den Wortschwall, womit die Majoritat dcs trainer LandtageS das klerikale Ucbergewicht in der tieitung dcr Volksschule zu be-fiirworten versucht hatte, zn lesen vekam, werden durch das vom Ministcrium deS Untcrrichtes er-lassene, in Nr. 34 deS „Tagblatt" mitgetheilte Provisorium sehr unangenehm beriihrt. Die gestrige »Novice" bespricht in verurtheilender Wcise diese unerwartete Oktroiirung, sie beiuft sich auf mehrere Stimmen in der liberalen Presse, die ebenfalls jenen Bvrgang als einen Eingrisf in die Autonomic der Landtage bezcichneten. Vorcrst,. meint „Novice," Habe die Rcgierung keinen Gruud gehabt, das vom trainer Landtage beschlossene SchulaufsichtSgesetz nicht zu sanktionircn, indem es mit keinem Paragrafe deS vom Reichs-rathe beschlossenen SchulgesetzeS vom 25. Mai im ^iderspruch stande. Zur Begriindnng diescr An-sicht greift sic sogar aus der Rede deS Dr. Kalteu-egger, der gcgen die Ausschuhantrage beziiglich dcr Zusammcnsetzung des Orts- und BezirkSschulrathes sprach, cine ihr zusagende Stelle auf, moriti dieser »scharfsinnigc Rechtsgelehrtc" ancrkannt habcn soll, datz der^ Schulausschutz nach dem Wortlaute des ReichsgesetzeS vollkommen im Rechte roar, den Schulrath so zusammenzusetzen, roie er es gethan hat. Hiebei vergatz jedoch die Landtagsmajoritat, dah cinem gesctzgcbcndcn Korpcr als Richtscbnur fiir d>e weitercn Ausfuhrungsbestimmuugen der Gcist des Gesctzcs zu gelteu Habe. Wenn daher die liberate Wffe jener Lander, roo dietiandtage die geistlichenVer-reter in dem Orts- und Bezirksschulrathe ganzlich ausgemerzt wissen wollten, sich gegen die Nicht-sanktionirung der LandlagSbcschlusse ausspricht, so kann sie hiejiir mit vollcm Grund ausiihren, dah due Matz der Beschrankung des klerikalen EinflusieS in jenem Reichsgesetze, welches vorzugsweise ben unlcidlichcn Druck bes Klerus auf bie Schule zu befeiligeu bestimmt war, ben Laudtagen uberlassen blieb, wahrend es bvch nicht in ber Tenbenz jeneS Rcichsgejetzes licgen konnte, einen unberechtigten Ein-fluh, ben bie ReichSvcrtrctung bescitigct, im Wegc ber LanbeSgesctzgebung roieber zu reftauriren, was faktisch in Krain unb Tirol geschehen solltc, indem man dcr Geistlichkeit in dem OrtS- und Bczirks-schulrathc ein mit der Stellung bes KleruS nach Erlaffung der konfessionellen Gesetze nicht vcreinbareS Ucbergewicht einraumen wollte. „Novice" beruft sich writers auf die §§ 1, 10 und 13 jenes ReichsgesetzeS, worin die Einthei-tung des LanbeS in Schulbezirke unb bie nahcren Bestimmungen in Betreff der Zusammensetzung und Einrichtnng dcs Landes-, Bezirks- unb OrtSschul-rathcs und die naheren Bestimmungen dcs Uebcr-ganges des Wirkungskreises dcr bisherigen geifttichen unb weltlichen Schulbehordeu an den Landes«, Bezirks- unb Ortsschulrath der Landesgesctzgebung vorbehaltcn btcibcn. Nun trifft jcnc Ministerialverorbnuug burch-aus kcine Bestimmung iiber die Zusammensetzung ber Orts- unb Bezirksschulrathe, sie ermachtiget nur bie LaubcSchcss, zur berathenbeu Theilnahine an alien loichtigen Schulverhaiidlungcn Mitglieder bes Landesausschiifses, Geistliche alter Konfessionen unb Lehrcr zu bcrufen. Indem ber Minister vcr-fugt, batz bis zum Zustaudckommcn dcs Landcs-gefctzcs bie Schulaufsicht an die politischen Beholden iibergeht, wahrt er lediglich das im § 1 jeneS Gcsctzcs bem Staatc zucrkanntc oberfte Lcitungs-uud Anssichtsrecht. „Novicc" iiberfieht vollig, batz ber § 14 jenes Gesetzes bestimmt, bah a lie jene Bestimmungen bes Gesetzes, wodnrch ber Einflntz ber Geistlichkeit nur auf bie Leitung unb Beaussich-tigung bes ReligionSunterrichtes eingefchiankt roirb, mit bem Tage ber Kunbmachung bes GcfetzeS in Wirkfarnkeit zn treten Habe. Sehen wir nns nun in Krain urn, roie cs mit ber AuSfiihrung biefer Bestimmung eines ReichsgesetzeS stehe? Noch immer iibt ber Klerus in ber Volksschule bie ihm nicht mehr zusteheube Leitung sogar in padagogischcn Aragen unb Untcrrichtsgcgcnstanbcn aus, rooriibcr feit jchcr der Lchrcrstand die bitterften Klagen gc-fuhrt hat. Dem Ministeriunt fonntc bemnnch mit vollcm Rechte vielmehr der Borwurf gemacht werden, batz es bis heute beu Klerus in ber Schule rlhig sorlwirthschasten lich. „Nooice" nennt bas Provisorium cincn „Nkas" ber an bie triiben Zeiten bes einstigen minifteriellen AbsolutismuS crinnert. Der gemachte Borwurf biinft uns nicht zutreffend, denn durch jenen „Ukas" roirb zunachst bie Stabtgemeinbe Laibach beziiglich ber auSscblietzlich von ihr erhaltenen St. Jakobs-schule zu ber ihr gebiihrenben Einflutznahme gelnn-gen, inbcm dcr § 4 dcs Provisoriums bestimmt, dah Stabtgemeinben mit cinem eigenen Gemeinbe-statut die Angelegenheiten der Bezirksschulanfsicht im iibertragenen WirkungSkrcifc zu beforgen haben. Ein Provisorium, welches ber crsten Gcmeinbe deS LanbeS ihren autonomen WirknngSkreiS in ber Schule schon berzeit sichert, biirfte bie Burger Laibach« nicht mit jener Besorgnitz vor dem mini-stericllen Absolutismus erfullen, von dem die „Novice" ergriffen rourde. Weit gefahrlicher biinft uns ber parlamentarische Absolutismus einer LandtagS- 3tcttiffeton. Die Seen in den Alpen. r Zu eincm vollfommenen Landschaftsbilde gchQrt | ^^des odcr flichenbcs Waffer. Ohne Wafser, |”9t b- Tfchudi, ist auch das iippigstc Thal, die ink *"le ^bciic in cinem gcwifscn Grabc lcblvs . Tciilos. Ein brciter Bach, ein fleiner See ^anbsch j1)la,bert ncuc garden unb TSnc in das ,i dcr That gibt es feine rcizcnderc, priich-Jcrc Erfcheinung, als z. B. jenc eines Alpcnsccs. {j, e roeil*8ftcn abcr werden sich Rcchcnschaft geben tif*en *^ct die Srage: Worin bcstchcn die zaube-Jt’tn Rcize der Seen, namenttich im Gcbirge? am ^ ^er tiefcrc Eindruck ber Seen, namenttich J ^antie, dcr Alpcn? Wohcr ber Zaubcr, bem Q., ,Un6 ">cht entjietjen fbnnen? Worin liegt bie fQrme Anzichungskraft, wclche uns mit Wohlge-h. en und Sehnsucht, bie Uferbewohner abcr mit jnagcnbcm Hcimwch an diese Seen fesselt? fin* Theil unstret Lcser roirb sich gewih bes al« ?-enu^e6 ^bhaft ertnnern, ben sie empfanben, 3-l i,c "ach miihcvoller Wanderung durch biistcre uns r"®cn ^'^bu himmelanstrebenben Felsroanben lSugs ber Ufcr eines raufchenben GietzbacheS plbtzlich cine Thonvcitc crrcichtcn, die ein dunkcl-griiner oder blaucr Sec grotztenthcils anssiillt, theilS von Nabelholzroalbcrn, thcils von steilcti Fclseii amfitheaterartig nmgrenzt, roahrend am frcien Ufcr« rande Felsblockc und Schuttrnaffen liegen, mit iippigcr Moosflora gefchiniickt undausdem oberstcuThalhintcr-gruude sonncnbcglanztciu roeiher Gletscher hervorlugt. Oder ist cS nicht cine iiberrafchende Erschei-nung fiir ben Touristeu, welchcr bie Riescnthore ber Kalkalpen ubcrfchrittcn hat, wenn er pliitzlich zwischen duuklen Waldbergen oder mattenreichen Hiigeln einen griinen oder blauen, stundenlangen Secwasserspicgcl schaut, on dessen griinenben Uscrn, Lanbzungcn unb Felsenvvrsprungen, roie hingezau-bert von Fcenhand, Dorscr, Kloster, Burgen unb Hutten in malerischer Mannigsaltigfeit sich crheben ? In einer ernstcn Hochalpenlanbschast liichelt ber Hochsee bem Wanbcrer entgegen roie ein liebenbes Sluge. Ein solcher See ist ber Darstcller der an-muthigen Ruhe. Unscr Sluge, ber Spiegel ber Seele, crhott sich mitten im EhaoS ber Urgebirgs-massen und ber Kalkalpenwelt, an bem ruhigen un-getrubten Kristali bes Secspiegels. Don Gemiithe dcs Wcibcs gleich, in ber Anlage sanst, zart, ruhig, erfreut uns ber [title ruhige See, abcr crschrcckt unb bcunruhigt uns anch burch seine cxzcntrischc unb launenhafte Erregbarleit. Icboch nicht biefer unerwartete Gcgcnsatz allcin ist es, ber an ben Sec uns fesselt; in wachscuber Thciluahme fiihlcn wir noch einen andern, der uns in ben beibeu Elcmcutcn fclbst, bie wir jctzt vor Augcu habcn, in ben Elcmcntcn bes Fcstcn und Fliissigcu cntgcgcntritt. Eben erst habcn wir im Gebirge bas lctztcrc wiithenb unb tobenb in Wasser-fallen unb mit roitben Wogen iiber Felsenroanbe hei'abstiirzen unb Gerolle fortroalzen, wir habcn die jungeit Alpenflusse in iibermuthiger Kraftfdlle itngc-ftiim bavoneikn sehen, unb jctzt im Sec gewahren wir das Wasser, das bisher so leidenschaftlich un-ruhige Element, zur ebenmatzigsten und anmuthigftcn Ruhe getangt; es bietet in ihm eine vollkommen ebcne Flache, und zwar mitten in ber Zerkliiftung. Aufthiirmung und Uebcrsturzung ber finftern Bcrge ringsuin. Schon durch biefe ihrc Form erfcheinen lctztcrc uns hier als Rcprascntantcn ber Unruhe unb leibenschastlichen Erregung unb eine solchc Vorstel-lung van ihnen nimmt zu, wenn wir sie von argen Wettcrn heimgesucht, wenn wir haftigen FlugeS die Wolken an ihnen voriiberziehcn unb bichte Nebel sie theilroeisc umlagern sehen. Beginnen wir mit den Glc ts ch e r s ce n. Von den Gletschern lausen Geroasser ab, fammeln sich in ben von den Felsen ber Gletscherufer gebil-deten Becken, unb so entsikheu on ben Sciten ber maioritirt, die daS Volksfchulwcsen nicht nach ben bringenden Forderungen des praktischen Bedurfnisses regeln sondern nur als Werkzeug fur Parteizwcckc und nebelhafte NationalitiitStraume organisiren mochte, deren Wortfuhrer ihre SprachzwangSgcliiste im letzten krainischen Landtage nngescheut zur Schau trugen, indem fie ausdrficklich erklartcn, bie Ge-mcinbcn KrainS mttffcn in einer bcr wichtigsten Schulfragen, namlich in jener, welche Sprache an einer Schule gelchrt roerben biirfc, unter Kuratel gefetzt werden. ________________________________ Reichsraths-Verhandlungen. ~ Sitzung beS Abgeordncteiihauses vom 16. Februar. Ptasident' Kaisers eld erbffnete bie Sitzung um 11 Uhr. . Bon Graf Spiegel und Genossen ift eut An-traq des Jnhaltes eingetaufeu: Das Ackerbauministe-rium wolle an Stelle der an Ungarn iibergegattgeiten landwirthschastlichen Lehranstalt in Ungarisch-Altenbnrg eine gleiche Akademie im diesseitigen Reichsgebiete bald- moglichst errichten. Abg. Ljubissa mid Genossen interpellMen den Unterrichtsminister, warum entgegen den Bestimmungen der Staatsgruudgesetze an (cittern Staatsgimnasinm in Dalmatien' die slavische Unterrichtssprache eingesUhrt sei’ (Unterrichtsminister v. Hasner wird die Interpellation in einer bet nachsten Sitzungen beanticorten.) Dr. Rose r stellte an das Handelsministerium die Interpellation, ob dasselbe die BegUnstigungen im Postverfehre, welche dem norddeutschen Bunbe gewahrt wurben, nicht anch aus ben Uittfattg ber diesseitigen Reichshalstc ausbehnen wolle, ba bei den gegenwartigen Berhaltnisien beifpielsweise eine Paketsendmig im Ge-wichte von 15 Loth nach Berlin, 10 unb nach Mauer (bei Wien) 75 kr. koste. Unterrichtsminister v. Hasner legte emett Ge-fetzentwurs, bie Besetzung ber Dienstposten bei ben Landes- und Bezirksschnlrathen betressend, ans ben Tisch bes Hanses nieber. Dr. Kaiser erftattete sobann siir ben Versas-sungsansschutz ben Bericht uber ben Antrag Zicmial-kowsfi'S, betressend den vom galizischen Landtage be-schlossenen Antrag aus Aenderung einiger Bestimmungen bcr Staatsgrunbgesetze. Der Ausschuh beantragte befanntlich: 1. Die Regierung habe bem Bersassungs-ausschussc ben Antrag bes galizischen Lanbtages zur Berichterstattung zuzuwcisen. 2. Der Antrag Ziemial-kowski's cntsalle als gegenstanbslos. Abg. Gras D ii r ck h e i m erflarte sich gegen biese bciben Antrage bes Ausschusses, welchen er eitiett cigc-iteit Antrag entgegenstellte bes Jnhaltes: „Dic Regie-rung habe aus Grunb bes tz 19 der Landesordnnngen ben Antrag des galizischen Lanbtages betu Hanse mit« Gletscher oft hundevt Futz tiefe kleine Seen, welche anf ber eincn Seite User von Eis habcn. Hoch-fcen lchnen sich gerade nicht an ©(etichcr an, sinb aber both ben grohtcn Theil bes Jahtes in Schttce unb EiS begrabett. Sie sinb schr zahlreich. Der Seespiegel gewahrt ein busteres, ticsernstes AnSsehen. Gewohnlich ohne SBcllenberoegung, ftimmen dicse bunflett Wasserbecken zmn bben Bilde ber Felscn lanbfchaft. Sie entbehren bes orgattifchett VebenS. Seine Seerose hat ihre brciten Blatter anf bent Spiegcl gewiegt, fcin Fisch zieht butch die Tie fen, kein bestandiger Wasservogel belebt biese Einsamfeit; hbchstenS ertout mitunter der melancholische Rns bcr Unfen unb Wasscrkrotcn wie vcrlassen in ber oben Stcinwitste. Mattchmal bilbet ein von der Hohe in den See gefturVer Steinkolotz eine kahle Jnsel. Ochsen- unb Schafhirten bentitzen bie gtbtzeten ber in Hochseett herumschwimmenben Eisklumpen als Kahne.— wahre Seelentranker! unb lielustigen sich mil bieser improvisirten Schifffahrt. DaS Wasier bieser Seen ift verfchieben, ties* grun, bunfclblau, weitzlichgtan, mattchmal triib. Sie fuhren oft, charaktcristifche Bezeichnnngen. Todten-, Hexen-, Stein-, Eisfee. Ruhen sie anf dent Riicken von Gebirgspasstn oder in der RSHc von Alpenweiden, bctnn zcigt sich schon mehr Leben an ihren Ufern, Alpenhiitten beleben baS User, Samn- zutheilen." (Zur Unterstiitzung erhoben sich die Polen und Slovenen und von ber Linfett Abg. Skene.) Dr. Franz Groh (Wels) nteinte, ber Antrag bes Vcrsassnngsausschnsses fei ein Winkclzug unb cities Parlamente« nicht wltrbig. Ein von ihm gesteUter Antrag aus Zurucftvcifung ber Angclcgcnheit an ben Bcrsassuugsausschutz wurbe nicht hinreicheitb mttcrstUtzt. Baron Pratobcvcra vertheibigtc bctt Aus-schuhantrag in feinent vollen Untfaitge, wahrcnb Dr. Rechbaner ben Anschauungen bes Abg. Grascn Diirckheim beitrat, bie er bcreits seincrzeit als Mit-glicb des Ausschusses in demselben versochten. Trotzdem erflarte er fiir den erftett Theil de« Ausfchuhantragcs zu ftimmen, damit das Haus itberhaupt in die Be-rathung desZieinialkowski'schcn Antrages eingehen komte. In gleichem Sittne anherte sich Dr. v. G r o ch o l s k i. Minister Dr. Giskra erflarte im Raittett ber Rcgicrnng bem ersten Antrage bes Ausschusses beizu-ftimmett, ba sic feittcit Anlatz habe, ber vcrfasiuugs-utatzigeu Behanbluug bes Antrages bes galizischen Land-tagcs ans bem Wcge zu gehctt. Der Bcrfassungsaus-schuh schlage den fiirzeften Wcg cin, tnit dem bie Regierung sich nur einverstanben crfliirett tonne. Dr. Toman erflarte im 'Jiamett seiner Gcsin-nungsgcnosscn, fiir ben Ausfchutzantrag zu ftimmen, ohne jedoch mit bctt im Bcrichtc tiiebergelegten Motiven cinvcrstanden zu feitt. Nachdern nochmals ber Bcrichterstattcr bad Wort ergriffen, tmtrbe zur Abstimmnng gcfchritlett utib ber Antrag beg Berfaffuugsausschusses attgenommen. Da bie Tagesorbnnng erschopst war, wurbe hicr-aus bie Sitzuug gefchlosfen unb bie nachstc anf Frcitag beftimmt. Monsignore Darboy. Zwar wird dem Laien-Publikuni fetten ein Einblict in baS inncre Parteiwefcn ber Kirche ge-gonnt, both weitz man int allgemcinctt, dah da zwei grofje Parteien einander bekampsen, die man sfig-lich die zentralistische unb bie sbberale nentten fotinte. Erstere, fagt baS ,.W. Tctgbl.," verlangt unb be-ansprucht unumschronften Gehorsam nicht blos von bcr Laienwelt, sonbern von alien Organett ber Kirche, welche in ber hicrarchischcn Rangorbnung tiefer fteheu als ber Papst, unb bieseu Gehorsam erzwingt sie durch den Jesuitenorben; bttrch ihn in erster Linie toirb die nbfolutistifche Macht aufrecht er-halten unb indem er bient, hcrrscht er in Wahrhcit iibcr bie gauze Kirche. Die Ictzttre ftrebt bie Schaffung von Nationalfirchcn an. Sic will, von dem Gefiihie des Patriotismus getragcn, eS nicht zugeben, batz eine absolute Zentralgewalt in alien wcge fuhren an benfelbcn, ein eittfantes Hospiz, ein SchutzhauS licgt ba unb bort, Rothtanne unb Zirbelkiefer bilbett bas Bannircvier. D it WaIdseen liegen zwischen schroffcn Fclswanbcn unb Wiilbern eingcscnkt, unb obwohl sie mehr Reize bieten als bie flcinen Hochseett, so tst bod) ihr Charaktcr im ganjen noch ernst unb wilb. Fichtcnwalber gehen biS an ihre User, La-winen fahveu stitrmifch herab, EiS- unb Schnee-ntaucrn sinb an ihren Uscrtt ausgcthurmt, von ben Fclsenwattben ergietzen sich mattchmal reizettdc Was-fersalle in ben See. In ben Winkcln utib Buchtcn gibt cs Qttmttlhige, einfame Vcrstecke, ein Wiefen-tcrrain, too bie Schafheerde weibet; ein Fischer hat hier wohl ouch eine Hlitte gebaut, unb too das User-lattb mehr Raum gewahrt, ift ein klcines Dbrschen entftanben, beffeu Einwohner Fischer unb Hirtcn sinb. Bcmerfenswerth ift Die Far be der Seen; benn iu ber Scesarbung spielt das farbige Licht eine noch rftthfelhafte Rove. Seit PliniuS ntuhcn fid) bie Ratnrforfcher ad, grundlich zu erflSren, mot>er die Seewasser ihre Farbe befommen. Anch Alex. D. Humbolbt ift bie Anfllifting biefes Rathsels schnlbig geblicben. Fast aUe Seen lasfen sich be- ziiglich ih er Farbe in zwei Klasfen eintheilen, in foiche mit griiner unb solche mit btnuer Grund- forbe. Es gibt auch welche mit zwei Farben ; so Kirchcnfragen aus eigener Machtvollfommenheit bie Entfcheidnng geben foll. Mit einent Worte, bcr Bcrbanb zwischen ben einzelnen grofjen Dibzefen unb Rom soll gelockert, den Dibzefen ein writes Mag von Autonomic gegeben werbcn. Nameutlich ber sranzbsifchc Klerus ftrebt fcit Jahrhnnbcrten biefcn Prinzipien nach, unb obgteich vlelsach zurutf-getniefen unb in seittem Kampse bishcr unglttcklich, hat er benfelbcn bod) nicht aufgcgebcn. Ein — freitich fchon and bent Jahre 1865 batirter — Brief deS Papfles an Monsignore Darboy, Erzbifchof von Paris, ben bie „K. Z." vcr-bffentlicht, zeigt bcutlich, roclchen Grab von Unter-toiirfigkeit Rom von feinctt Sltthangern beanfprucht. Der Papst fagt bctu Erzbifchof, bag bcrfelbe „un* feren Hcrrn JefuS EhristuS auf'S groblichftc belei-bige" unb „ben Bifchbfeu unb Katholifcn Franf-reichs Unrcdjt thue," meitn er barauf bcharrt, batz ber Pontifcx ttur eine antzcrorbcntliche, nicht abet eine orbentliche Gewalt fiber bie Dibzefen ansitbe. Datz ber Erzbifchof zwei Kloster cisitirte, wirb ihm iibel oermcrft, weil baraus refuttirt, dah Monsig-ttorc Darboy bie Gesetzc seines Lanbes, bie ber Papst fur ..gvttloS" erflart hat, bcnnoch anzncr-fcntten bie Kuhnheit hattc Dann fotnmt noch ein furchterlichcr Borwttrf. Marsdjall Magnan war geftovben. Der Marschall war Grotztncistcr der Freintaurerlogett, weldje der Vcrsicherung bes PapsteS zttfolge ebenfalls „gottlos" sinb. Gleichwohl hat Monsignore Darboy ben Obsequien bes MarschallS, aus beffett Sarge (f f f) Freimaitteizetchen zu fchen toaren, beigcwohnt. Run besichlt aber die Religion ber Liebe bie Versolgung auch fiber's Grab hinaus. Hub in Folgc beffett erhielt Monsignore eincn BerwciS, unb bie AuSsicht auf ben KarbinalS-hut rfidte wieber in unabfehbare Fcrne. Die englische Thronrede. Am 10. b. M. Rachmittags wurbe bas neue englische Parlament butch cine fottigliche Kommission eroffnet. Die Thronrebc lautet: MylordS unb Gentlemens! Jch wenbe mich an Ihren Seirath, so frfih als nur irgettb tnbglid) cs bie butch ben Riidtritt bcr letzten Verwaltiing erfovbertichen Einrichtungcn geftattcn. Mit befonberem Jntcrcssc barf id) Jhnen bie Wieberaitfuahtue Jhtct Arbeit jctzt empfchlcn, wo ber auS bem Bolke stantmcttbc Zweig bcr Gefetz-gebttng dutch eine fehr bebcutcnbe Wahltcchtctwci-terung tncincS treuen, loyaten Bolfes gcwahlt ift. Jch bin in bcr Lage, Sie zu benachrichtigen, datz die Bezichungcn zu alien fremben Machten a tv dauctnd die freunbfchaftlichstcn sinb, unb habe ich bie ift bas Waffcr beS Lago maggiore int noblichen Anne grit it, im fitblidjen blau. Man bcobachtet auch cine Aenbcrung ber Seefarben, die blaue See-farbe wirb in bcr Salte unb bei trfibem Wetter in-tenfiver; bei Stfirmcn geht die blaue Farbe nicht fetten in eine grime fiber unb utngefehrt; burch Grunbschlamm erfcheinen bie Ufcrftetlen oft von einent gclbcn Rahrncn eingcsatzt. Aus bem Urge* birge fomttten bie reinsten, tiefblauen Wasier, in ben Kalkalpen habett bie Bache eine blaugrauc obet blaugrune Farbe. Alle Gletscherbachc gletchett eincm mit Milch versetztcn Waffcr; cine Etscheinung, die Rachmittags unb im Sommer stfirfer wird. Eigenthitmlich unb schon sind die Ruanzituttgen ber Seefarben; oft glitzert unb irisirt cine Seepar-thic tote ein Ebelstcin obcr fchininicrt putputattig; namentlid) bet Sottnenauf- unb Untergang. Welchen Einflutz machen erst die von ber Sonne gretl be-(eitchtcten, verfchieben gefavbten Felsenwanbe auf bie benachbarten Seespiegel unb ihre Farbenschattirung! Zuweilen erfcheint ber See wie von eincm Hcili-genfchein umgeben. Wie Gebitge beim sogcnanntett Alpcngluhen in allcn mbgtichen Farbenniianzen gtan" zcn unb fchitnmern, ebenfo herrlid) ift oft ber Fat-benwechfel eines Secfpiegels bei Sonneuaus- unb Untergang. (Schlutz fotgt.) Genugthuung zu glanbcn, datz dieselben aufrichtig die Wiinschc thcilcn, von welchen ich far die Auf-rechthaltung deS FriedenS bcseelt bin. Ich werde jcderzeit bemuht sein, meincn Namen und Einflutz aufzubieten »tir die Forderung dieser wichtigsten An-gelcgenheitcn. Gemeinschaftlich mit meincn Bcrbiin-beten war ich bestrcbt, diirch frcundschaftliche Da-zwischenkunst cinen Ausglcich iiber die Differenzen herbeizufiihren, welche zwischen der Turkei und Grie-chenland eingctrcten find. Ich frcue mid), datz diese vereinigten Anstrengungen ben Erfolg gehabt haben, einer crnstlicheii Unterbrcchung bcr Ruhe im Orientc vorzubeugcn. Ich bin mit ben Vereinigten Stnatcn Arnerika's in Untertjaiibtniifl behusS eittcs AnsgleicheS don Fra-8ku. welche die Jiitercffeu und intcmationalen Be-ziehungen briber Lander bcri'chrcu. Ich hege die ern-steste Hoffnung, datz bas Resnltat sein roirb, bie Freunbschaft, welche sictS zivifchcn Amerika unb (Suglanb destchen sollle, nuf feste unb baucrhase Grund-lage zu stellen. Ich hade mit Bebanern vernommen, datz Ruhe-storungcn in Ncnseclaub vorgcsallen sinb, bie theil-lueifc von Grausaiukciten begleitet warcn. Ich vcr-traue, bah bie Sioloninlregierung utib baS Volk eS Weber an einer energischcn Unterbrticfung beS Auf-ftanbcs noch an Klngheit unb Matziguug fehlen laffen rocrbcn, welche bcr Wiederkehr besfelben vor-bcugcn. (Den Schlutz bcr Thronrebe, bcr rein gcschaft-t'chen Jnhaltes ist, konnlcn bie Wiener Blatter wcgen zu spate« EintrcffeuS des Tclcgrarnincs gcstcrn noch nicht bringci.) Der Prozesj Karageorgievich. Pest, 15. Februar. yiadibent im Anfange der heutigeu Berhanblung der Fiirst, welcher sehr angegriffen aussieht, abgefiihrt wvrden, richtet der Referent Sebestyen an den Angeklagten Trifkovich einige Fragen, welche sich anf deffeu Geldgebahrnng beziehen. Es existire der wohlbegriin-dete Verdacht, datz bie Ausgaben stir die Waffen und anberes vom Fiirsten gebccft wurdeu. Berheimlichen pie daher uichts, und briugen Sie sich nicht ins Ungllick dadurch, das; Sie fremde SLnden auf sich nehmen. — Angekl.: Ich kann nur bei meiner Ans-sage beharren, datz ich die Waffen siir mein Geld ge-kanft Habe, das mir aber von Radovanovich ersetzt wurde. — Referent Sebestyen: Wer hat den Brief an Billotievich gefchrieben? — Angekl.: Ich. — Referent Sebestyen: Was stand in diesem Briese? — Angekl.: In diesem Briefe stand, datz Billotievich fiir die 27.800 fl., die er durch mich erhalten hat, Tiirkengriinde kanfen folle. Nachdem der Exfiirst und Trifkovich abgefiihrt worden, roirb der Angeklagte Stankovich vorgefUhrt unb es beginnt das BerhLr deSfelben. Prastdent: Sie find beschuldigt, an der Er- mordnng des Fllrsten von Serbien Theil genommen zu haben'? — Angeklagter: Ich mutz mich gegen diese Anschnldignng nmfomehr verwahren, als ich stets fur die Familie Obrenovich unb nicht fiir Karageorgievich eingenommen war. Angeklagter ist (Slide April nach Serbien gereist zur Effektuiruug eiues Gefchaftes mit Schweinen, nach zroanzig Togen aber roieder nach Ungarn zuriickgekehrt. Zur Zeit als der Mord verubt wurde, sei er in Pest gewesen. Prastdent: Es wird Jhnen ein Revolver gezeigt, der in Jhrer Wohuimg geladen gesuuden wurde, und auch ein Handfchar, wie find diese Waffen in Jhren Besitz gekommen? — Angeklagter: Den Handfchar Habe ich in Bclgrad gekaust uud den Revolver taufte ich am 1. Oktober in Pest. Puis.: Sie stellen jede Mitwissenschast an dent Morde in Abrede, nun sagt aber Rogich, datz Sie von dem gauzen Borhaben Wisfenschaft hatten? — Angekl.: Das ist nicht wahr. Pras.: Rogich sagt auch, datz Sie Radovanovich von dem beabsichtigteii Morde verstandigt haben. — Angekl.: Ich Habe mit Radovanovich nie gesprochen, wir waren in Feindfchaft, denn burch ihn verier ich mein gauzes Bermogen. Anf bie Frage, ob er vom Giiterdirektor Billv-tievich Geld und zu welchem Zwecke erhalten Habe, antwortete Stankovich, er Habe den Fiirsten auf feinent Gute Bogtzeg aufgefucht und unt ein Darlchen von 500 Dukaten gebeten; bcr ‘Fiirst Habe ihn jedoch an Billotievich gewiesen und dieser Habe ihm die obige Summe gegen eine Obligation eingehandigt; das Geld sei zu Gefchafszwecken verwendet worden. Die Ansfage Sima Nenadovichs, datz Stankovich 700 Dukaten erhalten Habe, uni damit eine Revolution ins Werk zu setzen, leuguet der Angeklagte und meint, datz man mit einer so geringfiigigen Summe keine Ernporuiig iuszeniren konne. Der Prastdent liitzt nun das anthentizirte Berhor, welches mit deni Bruder deS Angeklagten, Dcmeter Stankovich, im Gefangnitz von Toptschider vorgenommen wurde, verleseu. Dasselbe enthalt mauche, fiir Filipp Stankovich belastende Angaben. Die Berhandlnng wird morgen Bormittags fort-gesetzt. Politische Rundschau. Laibach, 18. Februar. In A g r a m ist die Nachricht cingelangt, datz Jhre Majestatcn der Kiinig uud bie Kvnigin Stipulatloncn zu vcreinbaren, aus benen bcr tin* garischc Reichstag die Ueberzeugnnq gewinnt, datz ber Jahresbeitrag im Sinue bcs Gesctzes vcrwcndet roirb. Datz bie Nationalbank bie Manipulation bcr funbirtcn Schnld iibuuchmcn sollc, bacon ist uiemals tie Nebc gewesen. Die parlarneutarischcn Krcisc S P a n i c n « sinb, roie bie Mabriber „Giorrcfponbencia" fchrcibt, bcr 3bec, Serrano, Prim nnb Topctc mil bcr Bil-dung eiucs licuen Kabinets zu betraucn, gkinstig gestimmt. Als wohrscheinliche Minister werden ge-»aunt: Rivero, Ulloa, Kantero, Sivela und Mar-tos. RioS-RosaS soll zum Prnsibcntcn bcr Cortes geroahlt rocrbcn. DaSfclbe Blatt melvet, England soll im Priir,ipc bit Kandibatnr Don Fcrnanbo's mit bem Borbrhalte angcnommen haben, bah cr im vorhinein auf jedes eventnellc Anrccht auf ben portugicsischeu Thron Bcrzicht teiste. Zur Tagesgeschichte. — Der troatische Landtag ist auf den 1. Marz einbcrufcn. — Dem Komitee fiir die Errichtnng einer bohmi-schen Gewerbeschnle in Wien wnrdc vomMinisterinm des Jnnern die Sammlnng von Beitragen in Wien, dann in Bohmen, Dtahren und Schlesien zur Errichtnng der sraglichen Schute gestattet. Doch ist dabei die Boruahme von Sammlungen von Hans zu Hans aus-gcschlossen. — Auf dem letzten Chrudimcr Marfte am 15. sollcn von preutzischeu Haudlern autzerordentlich viele Pferde gekanft worden sein. Man steht, Preuhcn fieht sich fiir alle Falle vor. — In Berlin soll demnLchst cine lithograstrte franzosische Korrespondenz zur Bertheidigung des cze-chischcn Staatsrechtes erscheiuen Feldzeugmeister Hartung, Kommaudirender in Niedcrosterreich, der einzige biir-gerliche General seines Ranges, aber ancrkannt tiichtig und sehr beliebt, foll die Abstcht haben seine Ent-laffnng zu nehmen. Ueber die eigentliche Ursachc dieses Anssehcn machenden Schrittes wird dem „Ung. Lloyd" erzahlt, datz der strengbiirgerlichc General — er ist trotz seiner vielen Orden noch nicht urn die Erhebung in den Adelsstand eingeschritten — diefen Entschluh gefatzt Habe, weil auf dem ersten Kammerball Se. Majestat der Kaiser an ihn vor mehreren hohen Offi-zieren die Bemerkung gerichtet habc, „datz die Diszi-plin in der Wiener Garnifon niemals eine so gclok-kerte gewesen wie jetzt" — woraus sich Se. Majestat ungnadig abgcwcndct und auch auf dem nachsten Kammerball kein Wort an den General gerichtet Habe. Die Angelegenheit macht urn so mehr Sensation, als FZM. Hartung dem Reichskriegsminister nahe steht und man den Borfall mit dem „Zweiscelensistem, welches sich in der Armeeverwaltung so bemerkbar macht," in Ber-bindnng bringt. Lokal- unb Provinzial-Angelegenyeiten. Lokal-Chronik. — (Subven tio ne n fiir landwirth-schas tlich e Fortbildnngsschnlen.) DasAcker-banministerinm wird auch in diesem Jahre einzelne mit Bolksschnlcn in Bcrbindnng stehende Fortbildnngsschnlen aus dem Staatsschatze nach Matzgabe der ihm fiir die Zwecke des landwirthschaftlichen Uuterrichtcs zngewiescnen Beitrtige nnterstiitzcn. Die Gcsuchc der Gemeinden, welche fotche Schulen besitzen odcr einznsiihrcn beab-sichtigcn, sinb bis zum 25. Marz an das Miitifterium im Wegc der hiesigen Landesregicrnng zu leiteit, unb es ist darin der Nachwcis zu siihren, datz die Gemeinden sclbst und die hiezn znnachst berusenen Kvr-porationen diese Institute zu erhalten nicht in der Sage sinb. Ferner soll in den henrigen Hcrbstfericn aberinal ein landwirthschaftlichcr Lchrkurs fur BolkS-fchullehrer aus ben Provinzen in Wien erosfnet werden. Im vorigen Jahre nahmen 8 Schnllchrer au-Krain an diesem durch 6 Wochen danernden Unter- Refercnt Sebestyen: Billotievich erhielt 5000 Dukateu, bei der Haussuchmig faud man bei ihm, mit Ausnahmc seiner Ersparnisse, blos 3934 Dukaten; ist) ba nicht seine Aussage wahrscheinlich, datz er dem An-' geklagten Stankovich 700 Dukaten verabfolgt Habe? Angekl.: Rein, jeite Aussage ist unrichtig. Beriheidiger Dr. Farkas: Sie sagtcn mehrerc- mate, der Paul Radovanovich sei Jhr Freund gewesen; aus welchem Grnnde hat nun derselbe gegen Sie so ^avirende Anssagen gemacht? — Angeklagter: Seine Aussagen find falsch, weil man ihm dieselben mit der Folter abgezwnngen hat. Darnm getraute sich auch die ferbische Regieruug nicht, ihn mit uns zu konfron-tlrcn, unb sic lictz ihn schnell hinrichten. Die Angeklagten Exfiirst Alexander Karageorgie-vlch unb Panl Trifkovich werden hierauf konfrontirt und beibe bleiben bet ihrcn Ausfagcn. Exfiirst Alc-^ander gibt in ber beftimmtesten Weise an, keinen Brief von Billotievich erhalten zu haben iiber die 27.800 fl„ wahrend Trifkovich das Gegentheil be-hauptet. Ebenfo behauptet der angeklagte Exfiirst, dem Trifkovich fUr Billotievich ctneit in it nd lichen und eineit lchriftlichen Auftrag ertheilt zu haben, wahrend der ^"geklagte Triefkovich das letztere in bestimmtester Weise in Abrebe stellt unb nur so Diet zugibt, datz « um jene Zeit taut Auftrag des angeklagten Exfiir-sten cm Billotievich cinen Brief gefchrieben habc, der "ber nicht abgcschickt wurde. a in 8. Marz Abenbs basclbst cintrcffen werbcn. Sr. Exzcllcnz bem Banus roirb bie Ehrc zu Theil roer-bcn, Jhre Majestatcn zu bchcrbergcn. Jhre Majcftateu rocrbcn ihrcn Sitz in ber Lanbcshauptstabt bis zum 13. nehmen, roiihrcnb JhrcS Anfcnthaltcs AuSfliige nach Bcllovar unb Petrinja machen unb am 13tcn die Reife nach Fiume untrcten. Vorgcstcru sand, nach einer Melbung ber „Morgcnpost," uiitcr bem Lorsitz Sr. Majestat bcs KaifcrS ein Miniftcrrath ftatt. Bei bemfctben rourbe bie zukunfligc Zahl bcr Abgcorbneten bes ReichsratheS auf 350 festgesetzt. Durch diese Ziffer hat bie biShcr berrfchenbe Diffcrenz bcr Minister in bieser Frage ihrcn Abschlutz gefunben, da biejelbc als ein Kompromitz bcr Mehr- unb Minberoerlangenben erscheint. Der ungatische Finanzministcr Lanyay be-finbet sich gegenroiirtig in Wien, um, roie bcr „Pcftcr Lloyd" mittheilt, mit bem ofterrcichischen Neichsfinanzniinister cin Ucbcrcinfoinmcn betreffs ber funbirien Staatsfchulb zu treffen. Rach bent' sclbcn roirb bicStaaisschulb aus bem Reffort Lcckc's in jetus Brestl's iibergthm, rocit Ungnrn fiir bie Staatsichulb eineit beftimmten Jahresbeitrag leiftet, baher bie Kosten bcr Manipulaliott anSfchlictzlich ben im RcichSrathe vertrctcncn Laudern zur Last fallen. Fur Ungarn hanbclt cs sich nut datum, richt Theil. Es gebiihrt bent Ackerbauministerium das Verdienst, bam it eitt tresflichcs Mittel zur Verbreitung lanbwirthschaftlicher Kenntnisie mttcr bent Lanbvolke ins Leben gerufen zu haben. Von ben krainischen Lehrern hat Herr Ivan Tommie einen instruktiven Detailbericht uber biefe sechswvchentliche Schulkampagne in ber „Novice" veroffentlicht. Aehnliche Schilbernngen rolirbeit sicherlich nicht vcrfehlen, das Jnteresse fiir ben lanbwirthschaftlichen Unterricht unb fiir die Fortschritte der Landwirthschaft unter bent Lanbvvlke zu loccfen, unb bie heimkehrenben Lehrer werben schon Gelegen-heit finbett, ihre in der Fremde gerooitneneit Keimtnisse in der Heimat nutzbringend zn verwerthen. — (Das Einmaleins unb ber Glanbe in ber Volksschnle.) Es ist wohl erklarlich, bah die katholischen Bischosc ihren iiberroadjenbcn Ein-flujj auf alle Unterrichtsgegenstande in der Volksschule beiznbchalten bestrebt fini), boch diirfte es in Oesterreich nur roenige Lehrer gebcn, die sich gliicklich flihlten, at« blohe Hanblanger bes Klerns in ber Schule zu sigu-riren. Urn sv auffafleitber ist es bahev, menu bad cinzige in Laibach erfcheinenbe slovenische Schulblatt „Učiteljski tovarš“ ultramontanen Ansichten feme ©patten iiffnet, bie wohl in eineitt Hirtenbnefc am Platze feiit mbgeit, boch ficherlich nicht von bet Mehr-zahl ber krainischen Volksschnllehrer getheilt werben, ans bereit Mitte schon zu wicderholten malen Stimmen taut gewvrden find gegett den untcidtichen Drnck jener klerikalen Uebenvachung, die sich sugar in pabagogifche Fragcit mengt, die mit dent ©tauten nicht« zu schassen haben. Demungeachtet fteht „Učiteljski tovarš11 fiir Grundsatze eiit, die den Lehrer jeder Selbstandigkeit int Unterrichte berauben unb alle Lehrgegenstanbe ber Iirchtichen Aussicht nuterstellen. Jenes Blatt vertritt namlich ben in bem letzten Hirtenbries bes Lavanter Bischoses ausgefprocheueu Grnnbsatz, „bah sogar ber Unterricht int lesen, fchreibeit, rechiten, in ber Sprach-lehre, ©eografie, Geschichte, Natnrtehre u. s. ro. mit ber Religion int Znsamnienhangc ftehe, bemt ber Lehrer tonne biefe ©egenftanbe int katholischen ober antifatho-lischen Geiste vortragen, ja einzelne Materien sollen es unvermeibtich mit sich brittgett, bie Glaubenssatze zu bertihren, so z. B. wo in ben Lesestiicken von Gott, von der Schopsnng der Wett bie Rebe ist, serner bie Erb- unb Himmelskunbe, bie Natnrtehre u. s. w. Ist es wohl moglich, bah ber Lehrer beim lesen solcher Stncke bie Glctubeusscttze der Kirche mit Siillschweigen Ubergehen roiirde?" Jeder Padagog wird auf biefe Frage mit Ja antroorten, benn roiirben jene AnSfiih-rungen bes bischoflichen Hirteubrieses zu beit aufjerften Konseqnenzen versolgt, so miisjte es ein verschiedeiies Einmaleins gebeit fiir die katholischen ttnd protestan-tifchen Schulen, bemt auch an bie Zisser kvnnen eben so gut als an ein einzelnes Lesesttick GlaubenSbett achtungen gekniipft werben, so z. B. das Dogma der ' Drei-einigfeit an die Zahl 3 u. s. ro. ,,Učiteljski tovarš11 roiirde statt der Vertretung solcher iiberrouubeueu Stand-punkte ntehr int Jnteresse der Volksschule wirken, weitn er geradezu die SchMichkeit einer solchen unnatiirtichen Vermengnng des gtaubens uud roissens beleuchtete. Die Ansbitdung der Jugend zuut selbstbewutzten rich-tigeit Urthcile bedarf bei der Reichhaltigkeit fonftiger Unterrichtsbehelfe des Katechismus durchans nicht uud es kann der weltliche Lehrer den ©laubeusunterricht getroft feiueit geifttichen Kollegen ganz iibcrtaffen, inbent ihrn ein genug weites Gebiet zur geiftigen unb fittli-cheu Heranbilbung ber ©chutjugeub iibrig bleibt, ohne bemussiget zu feitt, das bet Kirche vorbehaltene Gebiet zu betreten. — (Die Saison bet Tabors) riicft immer naher unb es burften nach ben Anbentungen ber slo-venischen Presse int heurigen Ftllhjahre auch in Ktain mehrere Volksvetsamrnlungen abgehalteit werben. Den Fiihtetn ber Nation witb hiebei butch ben Applaus ber Volksrnenge unter freiem Hiiurnel einiger Ersatz zu Theil werben fiir ihre Mihersolge bei beit politi-schen Bereinsversammluugen in geschlossenen Rcinmlich-feiten, die sich, roie jitngst „Slovenski narod" bemerfte, dutch atlgemeine Schlafrigkeit auszeichneten. „Nouice" bringt bereit« eiite furze „Anleituug, roie Tabors zu arrangireit feiett." Ihre Kostenfrage — meint sie — fei gar nicht nennenswerth, es gcitlige cine Rebnertribiine am SSerfammlungsort, roeiter brouche man nicht«, boch gibt sie bem Taborausschnsse ben roohlmeinenbeit Rath, ein Komitee zur Beschaffung von ©elbmitteln zn be-stellen. So z. B. seien fiir ben letzten Schonpasser Tabor mittelft Kollekte 300 ft. zu Staube gebracht roorben. Weiters spricht „Novice" den Wunsch aus, es mogen die einzetnen Szenen des iiatioitalen Schan-spieles rasch auseinanbev solgen, so bah man bis Enbe Juni mit ben Tabors fertig seiit roerbe. Wahtscheinlich burften bie gefahten Taborbeschltisse bet Majoritat bed int Sommer tagenben krainischen Lanbtages einen ge-wtinschten Anlah bieteii, bie staatsrechtliche Frage ber Schbpfung Sloveniens in Flnh zn briitgeit unb ans ber bi«herigc:t, von ben untersteirifchen Nationalen fehr iibel gebeuteten Pasfivitat herau«zutreten. Es witb sich nur baruut haitbetn, bie Zahl ber meten hnnbert-tausende zn konftatireu, welche sich fiir die Bildnng Sloveniens ansgesprochen haben. Wir erroarteit bem= nach von bet „Novice" cine kurze Auleitung zur „Seclenzahtung ber Taborite it," jebensalls die schwic-rigfte Aufgabe, die ein Tabotausschuh zu beroaltigcit hat. — (Noturschan.) Gcstcrn brachte ein Lanb-tnann cine tebenbige S a n b viper (Vipera Am-modytes) nach Laibach, bie er in ber ©cgeitb von ToZko čelo Tags znvor im freieit gefattgeit hatte. Sichetlich ein ungeroohnlich frtihes erroachcn ans bem Wintcrfchlafe. Schon werben M a t z v e i l ch e n von Kinbern znm Berkanfe ansgebotcn. DicZitter-pappcl zeigt beinahe ganz ansgebilbete Katzchen, anch bei ben tierfchicbenen Weibenarten brcchen sie aus ben Deckfchnppen ber Bliithenknospen hervot. An sterilen Platzen bliihet bas Hun gc rblitmch e n (Draba vcrna.) Witterung. Laibach, 18. Februar. Nachts better. Reis. SchLner, rootkentofer Morgen, Borin. starker Wcstwinb. Temperatur: Ltorgens 6 Uhr — 1.3°, Nachm. 2 Uhr -f- f.4° (1868+ 3.3", 1867 + 9.6'.) Barometer: 327.29.'" Das geftricje Tagesmiltel tier Warme + 4.5", nm 4.7" iiber bent 9iormnle. Angckommene Fremde. Am 18. Februar. Stailt Wien. Levi, jiaufm., Miinchen. — Pauset, Kausm., Prag. — Mandel, Kaufm., Wieti^ — Herzet, Aiaufnt., Wien. — Palm, Kaufm., Prag. — Mora, Kaufm,, Cilli. — Miiller, Kansm.. Wien. — Krenu, Kaufm., Goitschee. — Staudacher, Hanbelsm., ©ottjchee. — Otto Baron Apfattrer, Gutsbcs., Kreuz. Elefant. Dolleuz, Hutmacher, Driest. — Bloch Leon, Aieisender, Lyon. — v. Premrou, Priester, Weixelburg. Danzer, Hopfenh., Wien. Ranih, Pfarrer, Zirknitz. -Breger, Kaufm., Morautjch. — Pelikan, Forstmeister, EinSd. — Globocnig, Gewerbsbes., Eisetn. — Graf Bo risi, pens. Major, Zara. — Aiadame De Furlani, Pitano. Erlcdigungen: Posten eines Gefangenaufsehers beim LandeSger. Klagenfurt, 262 fl. 50 kr. Bis 5. Marz beim Lanbesger.-Praf. Klagenfnrt. Theater. Jpeute: Er IN list llllfS Land. Lustfpiel in 3 Akten von W. Friedrich. Personen: Fran v. Zimmer, Frl. Mahr. — Zvlestine Dra»g, ihre Tochter, Frl. Arthur. — Ferbittatib b. Drang, ibr Schwiegersohn, Hr. Bergmanu. — Pauline, feineSchwester, Frl. Konrabin. — Zasar v. Freimann, Marine - Osfizier, Hr. Mathes. — Kommissionsrath Preffer, Hr. Stefan. — Frau v. Flor, cine juugc Witwc, Fr. Schmtbts. Telegramme. Munchen, 17. Februar. Der Kriegsminister ersuchtc heutc bie Abgcordnetenkamrner urn Bewilli-gung einer Summe von 4,700.000 fl. zur An° schaffung von Hintcrlabern unb empfahl bringenbft bie batbige Annahme ber Sortagc. Madrid, 17. Februar. Heute Abenbs ist Bersammlung ber Mitglicber ber Kortesmajoritiit; der Berathungsgegeiistand ist bie Wieberwahl bes Ministeriums unb ber Antrag, nach crfolgter Kon-ftitnirung ber KorteS einen Sonveran auszurnfen unb fobanit bie Volksabstimmmig vorzunehmen. Die seit vielen Jahren bestehende Niederlage , der k. k. orsten landesbefugten Klattaiiev W aschwaaren - Fabrik ties F. A. Dattebsweig1, bekannt durch ihr ausgezeiehnetes Fabrikat, von welchem die Preise neuerdings bedeutend her-abgesetzt sind, betindet sicli noch immer bei Albert Trinker In Laibach, llauptplatz Hr. 839 ..zum Anker.“ Nil Das noch vorriithigc lvaapeii-liiiicvr, bestchend in Lcinen- und Baum-wolt-Tag- und Nachtliemden, Leincn- und liaurawoll-Damenhosen, gestricktcn Zwirnstrilmpfcn, wird zu be-dcutend herabgesetztcn Preiscn ganzlich ausverkauft. Wiener BSrse bom 17. Februar. Marlrlliericht. RudolfSwerth, 15. Februar. Die Durchfchnitts-Prcife ans bent hentigen SDfartt stetlten sich, mie folgt: ft. kr. fl. kr. Wcizcn pr. Mctzen 5 — Butter pr. Pfunb . — 50 Korn ,, 4 V— Eicr pr. Stiick — 1$ Gerstc „ 2 60 SDiilch pr. Matz . — 10 Hafer „ 1 70 Riubfleifch pr. Pfb. — 20 Halbsrncht „ — — Kalbfleisch „ — 24 Heiben „ 2 88 Schweiiiefleisch „ — 22 Hirse „ 2 88 SchLpicufleisch „ — — Kukurutz „ 2 80 HLhubel pr. Stiick . — 30 Erbapfet „ 1 60 Tattbcn „ — 24 Linscn „ 6 40 Heu pr. Centner . 1 60 Erbsen „ 6 40 Stroh „ 1 — Fifolen 6 40 Holz, hartes, pr. Ktft. 6 50 Rinbsschmalz pr. Pfb. — 45 — weiches, — — Schweiuelchmalz „ — 45 Wein, rother, pr. Speck, fnsch, — 30 Eimcr .... 4 — Speck, gerauchert, „ — 36 — wcihcr . . . 3 — Gedenktafel fiber bie am 20. Februar 1869 ftattfinbenben Lizitationen. Relizit. Strnpische Real. Urb.-Nr. 145 ad Gut Thurn unter Nettberg, BG. Kraittbnrg. — 3. Fcilb., Perko'fche Real., Tolcane, 1367 fl., BG. Scisenberg. — 1. Feitb., Babnik'sche Real., Kleingnpf, 2417 fl., BG. Laibach. — 2. Fcilb., Nooak'schc Real., Racna, BG. Laibach. — 1. Feilb. ber fiir Maria Pototer auf ber Real, bes Ttwm. Jerovsek in Dravle vorgemerkten Satzpostcn Pr. 62'/, kr. unb 80 fl. 25 kr., BG. Laibach. — 2. Feilb., Svigel'sche Real., Sc-nojctjd), BG. Abclsberg. Staatafonda. Kperc. osterr. Wahr. , bto. v. 3. 1866 . bto. Sicntc, iift. Pap. bto. bto. ost.m ©itb, Lose von 1854 . . > Sole »on 1860, flanji Lose vo» 1860, Rittift Priimicnsch. v. 1864 Orundentl.-Obl. Steiermark ju 5pCt. Karnten, itram u. jtilftentanb 5 Ungarn. .jus Kroat. u. Slav. 5 Siebcndttrg. „ 5 Action. Nationalbanl . Crebitanstatt . N. o. Escompte-Ges. Analo-ofterr. Bank Deft. Bobencreb.-A. Oeft. HyPoth.-Bank Steier. E»comPt.-BI^ Kais. Ferb.-Norbb. Stibbahn-Gescllsch. Kais. Elisabetb-Bahn^ Larl-Lubwig-Bahn Siedend. Eiscnbahn Kais. Franz-Josessb.. Fiiiisk.-Barcscr E.-B Alsolb-gium. Bahn Pfandbrlefe. Nation. L.W. oerlosb, Ung. Bob.-Crebitanst Allg.ijst.Bod.-Crebit. bto. in 83 3. tilda. Nelb Ware 58.75 58.85 63,80 68,90 62.40 (52.50 68.40 68.60 90.— 90.50 97.50 97.60 101.- 101.50 125.70 125.80 88.— 89.— 86.— 94.— 79.— 79.25 78.50 79.— 75.— 75.75 '723.— 724.— '290.80 291 — 765.— 767.- 280.— 280.50 ,257.— 259— ! 74. 76.— 230.— 2310 2342 2.30.70 2C0-80 181.25 181.50 217.75 218.25 157.75 158.- 169 169.25 182.50 183.— 159.— 159.50 97.— 97.25 . 92.50 92.75 107.25 107.50 . 90.25 90.75 tSetb 98.— Ware 98.50 bto. Son« 6 pCt. 238. orbb. (100 fl. CM.) 93, icb.=s.(200fl. o.ffi.) 87. :uboIf«b.(SOOft.6.3B.V 87, .40 113.80 50 239.50 —1 93.50 ,50 88.— .25 87.50 .50 90.— Lose. Srcbit 100 fl. 6. 2D. . Don.-Dampssch.-Ges. ju 100 fl. CM. . . Triestcr 100 fl. CM. . bto. 50fl. 6.313. . Ofencr . 40 ft. o.W. Ehterhazh fl. 40 CM. ©aim . „ 40 „ PalssY . „ 40 „ Clary . „ 40 „ St. GenoiS „ 40 „ Winbischgratz 20 „ Watbst-tt, . 20 „ Kegtcvich . 10 „ Rubols«stist. 10°.W. Weohael (3 Mon.) »ig66.100fl.fitbb.ro. Franks. 100 fl. „ Lonbon 10 Bs. Sterl. Paris 100 Franc« . Mttnzen. Kais. Mlinz-Dncaten. 20-Franc«st>tck. . BereinSthaler . . ©iiber .... 163.75 164,- | .— I 97.— — 121.-1 i 58.— 50 35.— ,60 102.50 102.80 122.80 48.85 5.78 9.75s 1.81 120.50 42.— 35.50 37.— 33.50 23.— 25.50 15.50 16.50 102.75 103.— 122.90 48.90 5.79 9.76 1.81 120.75 Telegraphischer Wechselkours com 18. Februar. 5perz. Rente tistetv. Papier 62.—. — 5perz. Rente vsterr. Silbcr 68.—. — 1860er Staatsanlchcn 96.50. — Bankakticu 705. — Krcbitakticn 284.80. — Lonbon 123.50. — Silbcr 121.25. — K. k. Dukatcn 5.83. Berlrzer unb fiir bie Rcbaktion verautwortlich: Ottomar Bamberg. Druck von Jgn. v. Kleinmayr & Feb. Bamberg in Laibach.