jümier. Sechster Jahrgang. W09. Blätter für den Abteilungsunterricht. IHonatschrift zur Förderung des österr. Schulwesens. (Herausgeber: Rud. E. Peerz.) o o o o o o Inhalt: 1. Im gleichen Schritt. S. 842. 2. Aus dem Lehreralbum. 8/843. 3. Gedenktage. S. 843. 4. Sitte und Geschlechtspädagogik. S. 844. 5. Lebensbilder. S. 845. 6. Ein kleiner Beitrag zur Verbesserung des Handarbeitsunterrichtes. S. 846. 7. Der Lehrer als Bienenzüchter. S. 847. 8. Aus dem Tagebuche eines Übungsschullehrers. S. 848. 9. Der kranke Lehrer und das kranke Kind. S. 849. 10. Schulhumor. S. 850, 858. 873. 11. Lose Gedanken. S. 851. 12. Ratschläge für die Vorbereitung zur Bürgerschullehrerprüfung. 8. 852. 13. Das Jahrhundert des Kindes. 8. 854. 14. Die Verdauungsorgane: geheimnisvolle Werkstätten. 855. 15. Sprachunrichtigkeiten der Schulsprache. 8. 856. 16. Ein Umlaufheft für pädagogische Fragen. 8. 856. 17. Seifenblasen. 8. 857. 18. 14. Frage. 8. 858. 19. Bauernregeln als Diktatstoffe. S. 859. 20. Die Wechselrede. 8. 859. ; 21. Unser Garten im Januar. 8. 863. 22. Für das Lehrerheim in Süden. S. 864. 23. Praktische Rechenaufgaben, wie sie das Leben bietet und das Leben braucht. 8. 869. 24. Briefkasten. S. 869. 25. Kleine Mitteilungen. S. 874. 26. An der Reichsgrenze von Schule zi^ Schule. S. 874. Verlag der Blätter für den Abteilungsunterricht in Laibach. — Druck von J. Pavlicek in Gottschee. Jährlicher Bezugspreis 6 K (5 Mk, 7 Frk.). Wir Anfligr der „ßlittter“ liegt der Prospekt der Firma Adler u. Co. in (Erfurt bei. freie Schulzcitung. Organ des Deutschen Landeslehrervereines in Böhmen. Schriftleiter F.-L. Josef Siegl. Verwalter: O.-L. Josef Ölkrug. Erscheint jeden Samstag und kostet für das Jahr 8 K, für das Halbjahr 4 X, für das Vierteljahr 2 K; Man verlange eine Nummer zur Ansicht. Bestellungen sind an die Verwaltung (J. Ölkrug) Reichenberg zu richten. Lehrmittel - Handlung Paul Solors Nachfolger Reichenberg, Böhmen empfiehlt sich zur prompten Lieferung aller Arten Lehrmittel aus allen Unterrichtszweigen in zweckmäßiger, solider Ausführung zu billigsten Preisen. -------- Kataloge zu Diensten. ------ WU" Was sollen unsere Knallen und Mädchen lesen? doilttfh» lllflfrtld 24. Jahrgang (907, ist die anerkannt beste und am meisten gelesene v. m . Den Einkauf von Nähmaschinen für Hausbedarf und für- Schulen. Bei Bestellung von Mustern für Dainenlil'eidcr ist anzuführen, ob der Stoff glatt oder gemustert, heA »der dunkel sein soll, ob ein praktisches oder elegantes Modekleid gewünscht wird. Bei ivaschstoffen teile man mit, ob sie für Kleiber oder Blusen gebraucht werden, ob lvollmouffelin, Battist, Altlas-Satin, Sephir, Vaschkörper oder nur ivaschkotton gewünscht wird. Bei allen Bestellungen empfiehlt es sich auch, den ans den Mustersendungen zu entnehmenden Preis «nzugeben. Die freie Zusendung der Postpakete ist bei diesen Preisen nicht möglich, dagegen trägt die W.-A. die Auslagen für Mustersendungen und Rechnungsftempel. Man wende sich mit Karte an die IVitt-schaftsabteilung des v. k. E. v. in Reichenberg 1 Paul Sollors Nachfolger Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung, Lesezirkel, Antiquariat Reichenberg, Böhm. Prortipte Lieferung von Werken aus allen Gebieten der Literatur sowie Einrichtung und Ergänzung von Schüler-, Volks- und Fachbibliotheken. Großes Lager neuer und alter Musikalien. Nach auswärts Zeltschriften-Lesezirkel Im Nachabonnement I Bücher- und Preisverzeichnisse gerne umsonst • - und postfrei. Günstigste Zahlungsbedingungen. ■1 -im ..■■■............ 1 Blätter für den flbteilimgstmterricht. Laiöach, im Jänner 1909. (In den Anzeigeteil werden nur Ankündigungen ausgenommen, die die Güte der Ware erwiesen haben. Es ist daher vor der Insertion entweder der Gegenstand selbst cinzusenden oder ein vertrauenswürdiges Zeugnis.) Knlrttndigurigsbogen. (Zur Folge 61.) Ergebnis einer Abstimmung betreffend die Erhöhung der Bezugsgebühr auf 6 K ab 1. Jänner 1909. (Auslese aus 300 Zuschriften.) 27. Ich begrüße mit Freuden die Erweiterung dieses meines Lieblingsblattes. Das kleine Geldopfer, das damit verbunden ist, leiste ich gerne. Nicht mit Unrecht glaube ich behaupten zu können, daß auch die ändern Leser der „Blätter“ die gleiche Ansicht haben. Das äußere Kleid, der Druck mögen bleiben 1 Warum einer Krone halber ein Knicker werden? Heißt doch ein Sprichwort: Kleider machen LeuteI So denke ich auch hier. Die „Blätter“ in ihrer jetzigen Ausstattung wird jeder gern zur Hand nehmen, selbstverständlich nicht bloß des schönen Kleides wegen. 8. Maringer, Lehrer in Gr.-Gerungs, N.-Ö. 28. Herbstl Die Blätter welken und fallen. Unsere „Blätter für den Abteilungsunterricht“ müssen wachsen I Gerne opfere ich die paar Heller für sie. Heinr. Fraberger, Oberlehrer in Burgschleinitz, N.-Ö. 29. Ihrem Antrage auf Erhöhung des Bezugspreises stimme ich bei u. zw. mit der Bitte, das saubre Papier beizubehalten. Ich lege mir jedes Heft nach der Lesung in einen Bücherschrank. Zum Schlüsse erhalte ich ein hübsches Buch. Franz Bruckbauer in Egendorf bei Salzburg. 30. Erlaube mir mitzuteilen, daß es mir ein Vergnügen sein wird, für das pure Gold der „Blätter“ die Bezugsgebühr von 6 K zu leisten. Johanna Kaulfersch, Lehrerin in Friedland, Böhmen. 31. Die „Blätter für den Abteilungsunterricht“ haben gewiß jetzt schon mehr Wert als 6 K pro Jahr. Im Sinne Ihres roten Briefes fortgeführt, ist obige Summe bescheiden und es wird jeder Lehrer die kleine Erhöhung gerne leisten. Nächstes Jahr sollen die „Blätter“ laut Beschusses der diesjährigen Bezirkslehrerkonferenz für alle Schulen unseres Schulbezirkes durch die Bibliothekskommission angeschafft werden. Franz Repa, Schulleiter in Sallingsstadt, P. Schweiggers, N.-Ö. 32. Eigentlich sollten Sie die schriftliche Zustimmung zur Erhöhung des Bezugspreises auf 6 K nicht abwarten. — Keiner darf dagegen sein! Josef Richter, Oberlehrer in Lodnitz bei Troppau. 33. Gern will ich die 2 K jährlich mehr opfern und 6 K für die „Blätter“ zahlen. Eine so vorzügliche Geisteskost, wie sie darin geboten wird, kann man wohl nie zu teuer bezahlen, muß man doch für manches Schundblättchen das Drei- und Vierfache aufbringen. Frisch darauf los! Es ist gut angelegtes Kapital. Gustav Porsche, Lehrer und „Blätterleser“ in Buschullersdorf, Böhmen. 34. Ich bin mit der Erweiterung der „Blätter“ vollkommen einverstanden, denn die vortreffliche Zeitschrift ist für mich ein unentbehrliches Bedürfnis geworden, so daß der Aufschlag von 2 K trotz des mageren Gehaltes keine Rolle spielt. Hermann Schmid, Schulleiter in Scheiben, Steiermark. 35. Es gereicht mir zum besonderen Vergnügen, Ihnen in Ausführung des in der letzten Hauptversammlung einstimmig gefaßten Beschlusses die Mitteilung machen zu können, daß die Vereinsleitung der geplanten Erhöhung der Bezugsgebühr Ihrer „Blätter für den Abteilungsunterricht“, denen wir schon manche Stunde regen Meinungsaustausches verdanken, mit Freuden zugestimmt hat. Für den deutschen Lehrerverein im nördlichen Teile des Brüxer Bezirkes: Alfred Loos, Obmann in Einsiedl, Bezirk Brüx, Böhmen. 36. Bie Erweiterung der „Blätter“ ist nur zu begrüßen, das Beibehalten des bisherigen Kleides wünschenswert, denn jeder aufrichtige Freund und Leser der „Blätter“ wird sich dieselben sammeln, weil sie doch ein Ganzes darstellen und jederzeit als Nachschlagewerk eine wahre Fundgrube für den Lehrer bilden. Alois Hofbauer, Oberlehrer in Konradsheim, P. Waidhofen a. d. Ybbs, N.-Ö. 37. Ich zahle gerne 6 K für die „Blätter“ und noch mehr. Wenn sie doch zweimal im Monate erscheinen könnten! Die vornehme Ausstattung muß beibehalten werden. W. Hanke, Einklaßler in Greit-Gußwerk, Steiermark. 38. Ich gebe hiemit bekannt, daß ich trotz der großen Auslagen, die man aus Berufs- und Standesrücksichten jährlich machen muß, für die Erweiterung der „Blätter für den Abteilungsunterricht“ bin und sehr gerne die Aufzahlung von 2 K leiste, da diese „Blätter“ nach meiner vollen Überzeugung jede nur denkbar mögliche Unterstützung verdienen. Wer die „Blätter für den Abteilungsunterricht“ genau liest, wird gar manche Druckschrift, so verlockend auch ihre Überschrift zur etwaigen Bereicherung des praktischen Wissens sich zeigt, entbehren und somit manche Krone ersparen können. Fr. Kloß, Schulleiter in Schönfeld, P. Lassee, Niederösterreich. 39. Als vor fünf Jahren die erste Folge dieses Blattes hinausflatterte in alle Gaue unseres Reiches, da waren die „Blätter“ noch „Blättchen“ und die Zahl der Mitarbeiter war noch klein. Im Laufe der Zeit jedoch wuchs das Interesse für diese Zeitschrift und die Zahl der Abnehmer stieg allmählich, jedoch immer noch zu langsam. Steiermark und Tirol, die großen Länder, blieben stumm; nur hie und da loderte ein Flämmchen auf, welches das Interesse für die jungen „Blätter“ bekundete und langsam, ja langsam regte es sich in allen Winkeln. Mit Freude lasen wir nun in den „Blättern", daß aus allen Ländern und darüber hinaus reges Interesse der Ausgestaltung unserer Landschulgemeinde entgegengebracht wird. Und mit Recht! — Hätten wir ehedem ein ähnliches Blatt gehabt, das dieselben Bestrebungen verfolgte, die Interessen für diese gute Sache wären gewiß schon längst zutage gefördert worden. Allein für eine pädagogisch-didaktische Zeitschrift fühlte sich der Landlehrer behufs Mitarbeit zu bescheiden, er unterschätzte sein Wissen und seine Fähigkeit, und so blieb ihm das Feld für öffentliche Meinungsäußerungen in Untgjrichtsfragen verschlossen. Nun haben die „Blätter für den Abteilungsunterricht“ die „Wechselrede“ in verschieden auftauchenden Fragen als ständig hingestellt und das wirkt in der Lehrerschaft zusehends. Welch gute Samenkörner kommen nun zum Vorschein! Im entlegendsten Gebirgsdorfe sehnt sich der Lehrer auf die „Blätter“, um die gute Kost, die sie enthalten, zu genießen und eventuell für die nächste Folge eine passende Würze zu geben. Wie oft wurde der Gedanke laut, die „Blätter“ zweimal im Monate erscheinen zu lassen. Gewiß ein schöner Gedanke! Allein wir müssen uns mit der einmaligen Herausgabe begnügen, die Verhältnisse lassen es vorläufig nicht anders zu. Der Aufschwung der „Blätter“ im Laufe der fünf Jahre ist groß; es ist das 8-Seitenblatt zu einem 24-Seitenblatt geworden und nun soll es gar ein 32-Seitenblatt, ja mit den zwei Beurteilungsbogen ein 48-Seitenblatt werden. — Der dritte, rote Redaktionsbrief spricht von dieser Erweiterung. Sie ist zur Notwendigkeit geworden. Und warum? Aus allen Teilen des Reiches wird das Interesse an der Organisation bekundet, allüberall regt es sich. Männlein und Weiblein, alles, alles rührt sich und arbeitet an einem großen Werke, das als ein unerschöpflicher Bronnen für Bildung und Wissenschaft dienen soll. Daher auf an dieses Werk, an den Ausbau der österreichischen Landschule! Kolleginnen und Kollegen! Lassen wir bei diesem Baue nicht nach und bringen wir ein Opfer für das gemeinnützige Werk; es wird uns einst belohnen. Setzen wir auch die 2 Kronen — ein zu großes Opfer ist es ja nicht — dran und lassen wir die „Blätter“ in einer größeren Ausgestaltung erscheinen! Wir werden uns, unserer Arbeit, dem Volk und dem Staate nützen! Hans Pietschnigg, Lehrer in St. Gertraud, Kärnten. Mitteilungen der Verwaltung Die Rückstände häufen sich derart, daß wir gezwungen sein werden, im Falle, als die Begleichung in nächster Zeit nicht erfolgt, die Zusendung des Blattes einzustellen. — Lehrer K. G. in A.: Die Vermittlung des Ankaufes und Verkaufes antiquarischer Bücher müssen wir leider einstellen, nachdem der Geschäftsgang in letzter Zeit bedeutend zugenommen hat. — Schulleitung D. in Obersteiermark: Der Lehrkörper hat den Bezug für 1908 beglichen. — Lehrer J. G. in U. (Schlesien): Die Ankündigung der von Ihnen zum Verkaufe angebotenen Bücher kostet im Drucke mehr, als die entfallende Spende für das Südheim beträgt. Helfen Sie sich mit einem Inserat. — Der Bezug der »Blätter“ kann zu einer beliebigen Zeit erfolgen. Die Begleichung des Bezugspreises erfolgt im Laufe des Jahres. Der Märzfolge werden zu diesem Zwecke Erlagscheine beigelegt werden. — Die Leser werden gebeten, neue Abnehmer zu werben, damit sich die Zeitschrift auf der Höhe halten kann. Wir bitten uns behufs Zusendung von Probenummern Adressen zukommen zu lassen. Zum Wiederverkauf unserer Schriften senden wir eine beliebige Anzahl portofrei zu. Abrechnung im Juni und Dezember. Nichtverkauftes nehmen wir zurück. Die kleine Mühe der Vermittlung erspart uns den Verkehr mit Buchhändlern und bringt überdies dem Südheim-Reisefonde 10o/o Gewinn. Durch die Verwaltung der „Blätter für den Abteilungsunterricht“ zu beziehen: 1.) 230 praktische Rechenaufgaben, wie sie das Leben bietet und das Leben braucht. Von Dengg-Peerz. — a) Ausgabe für Lehrer, gebunden, 1 K 20 h. (Porto 10 h.) — b) Ausgabe für Lehrer, geheftet, 1 K. (Porto 10 h.) — c) Ausgabe für Schüler (Oberstufe) 20 h. 2.) Das Zeichnen nach der Natur in der Landschule. 2. Auflage. 5. Tausend! (Verfasser: Rud. E. Peerz.) — a) Violett gebunden mit weißer Aufschrift 2 K. — b) Geheftet 1 K 50 h. (Porto jedesmal 10 h.) — Inhalt: Psychologische Grundlegung, Methodik, Lehrplan, Lehrstoffverteilung, Stundenbilder. 3.) Lehre sparen! Ein sozialpädagogisches Unterrichtsbeispiel. 2. Auflage. Durch die Einführung der Heimsparkassen zeitgemäß geworden. Preis40 h, Porto 3 h. (Verfasser: Rud. E. Peerz.) 4.) Der kürzeste und sicherste Weg im Rechenunterrichte. Eine kritische Studie. Preis 1 K; Porto 10 h. Verfasser: Rud. E. Peerz. — Aus einem Lehrerblatte: „Die Ausstellung ,Lehrerarbeit1 trägt schuld an dieser Besprechung. Niemals noch waren so viele Rechenapparate in einer Ausstellung vereinigt wie in dieser. Diese viele unnütze Lehrerarbeit brachte mich auf die Idee, den Peerz’schen Wegweiser, der schon 1901 erschienen, wieder einmal anzuempfehlen. Wenn ich durch diesen Hinweis auch nur einen Kollegen davon abhalte, einen neuen Rechenapparat zu erfinden, so habe ich meinen Zweck erreicht. Ach, wenn doch nur der Diensteid endlich den Zusatz bekäme: Ich gelobe, keinen Rechenappart zu erfinden!“ 5.) Anleitung zur Ausarbeitung von Prüfungsthemen. Mit Beispielen versehen. Preis 40 h, Porto 3 h. 6.) Kurzgefaßte Anleitung für den Unterricht an Landschulen. (Aufgebaut auf einem Stundenpläne für die ungeteilte einklassige Volksschule.) Preis 1 K, Porto 10 h. — Verfasser: Rud. E. Peerz. (Vom k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht empfohlen.) 7.) Die „Österr. Schulaufsicht“. (Fachblatt für die österr. Bezirksschulinspektoren.) Monatsschrift. Bezugspreis für das Jahr 3 K. — Schriftleiter: Rud. E. Peerz. 8.) Ansichtskarten „Unser Gold“. Das gesamte Erträgnis ist dem Südheim gewidmet. 1 Stück 10h. 9.) „Blätter für den Abteilungsunterricht“. (Monatsschrift zur Förderung des österreichischen Schulwesens.) — ä) 1. Jahrgang (1904) als Broschüre in 2. Auflage erschienen 1 K b) 2. „ (1905) nur in wenig Stücken noch vorrätig.................2 „ c) 3. „ (1906) 2 „ a) 4. „ (1907) als Buch in 4. Auflage erschienen (geheftet).........3 „ elegant gebunden.....................................................4 „ e) 5. „ (1908), in Heften zu........................................haben.......................................4 „ /) 6. „ (1909).............................................................. 6 „ 10.) Talaufwärts von Schule zu Schule. (Eine lustige und lehrreiche Schuireise.) — Verfasser: Rud. E. Peerz. — Die 1. Auflage ist vergriffen. Wenn sich 100 Abnehmer melden, wird eine 2., „illustrierte“ und vermehrte Auflage veranstaltet. Preis fein gebunden, mit weißem Aufdruck2 K. Diensttausch. Schulleiter in Niederösterreich (beste Weingegend) sucht Diensttausch einzugehen nach überall. Zuschriften unter A. H. postlagernd Haugsdorf, Niederösterreich. Verlag von G. Frey tag & Berndt Wien, Vll/i Schottenfeldg. 62. Rothaugs Scbulallanlcn zeichnen sich vor allen ändern durch schön gearbeitete große Kartenbilder aus. Jede Karte aus jedem Altlas ist auch einzeln zu haben! Sämtlich approbiert. Geographischer Bürgerschul-Atlas. 2., erweit. Aufl., 41 Kartens., eleg. geb. K 3 SO Nach Anlage und Ausführung der beste, schönste und praktischeste Atlas für Bürgerschulen. Geographischer Volksschul-Atlas für vier- bis sechsklassige Volksschulen. 13 Karten und 18 Größenbilder, geb. . K 2 — Ausgaben für Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg, Steiermark und Kärnten. Mähren und Schlesien, Böhmen, Tirol und Vorarlberg. Derselbe ohne Größenbilder, geb. . K I 50 (Kronlands-Ausgaben wie vorher.) Geographischer Volksschul-Atlas für ein bis dreiklass. Volksschulen. 6 Karten und 13 Größenbilder, geb...............K 1 20 Derselbe ohne Größenbilder, geb. . K 1 — Rothaugs Schulatlanten u. Schulwandkarten ergänzen sich in vollkommenster Weise. Die Karten der Atlanten sind getreue Abbild, der Wandkarten und umgekehrt. Seibers Wandfibel. Nach der neuen Orthographie gearbeitet. 42 große Tafeln (80:105 cm). Preis, roh 22 K — Auf Deckel gespannt 43 K — Einzelne Tafeln ä 70 h, auf Deckel gespannt Al K 40 h. Approbiert 27. Oktober 1900, Z. 29.529. Uorbmitung$biKh an rin- Ornci- »ni> Drei-) klassigrn Volksschulen. Von K. Dichter, Lehrer in Bo^en. Selbstverlag. — Preis K 5 30. Inhalt: 1.) Präparationen für den Anschauungsunterricht in der Elementarklasse. 2.) Präparationen für den Realienunterricht. Mittel- und Oberstufe (zwei Turnusse). 3.) Schülcrmerkstosfe. 4.) Tagesdispositionen für die ersten Wochen der Elementarklasse. 5.) Lektionsplan (Wochenbuch für alle Fächer). An-Hang: Schulordnung, Repertorium der jährlichen Schulamtseingaben. — Prof. R. E. P eerz: „Welche Fülle wertvoller Beiträge für den Abteilungsunterricht ist da aufgestapelt! Schon die Anlage allein muß auf den Leser vorteilhaft wirken; um so mehr der Inhalt als solcher. Wer dieses Buch auf den .Tisch legt, kann sich täglich eine halbe Stunde ersparen." — Prof. E. Burger: „Das Buch hat mich vom Anfang bis zum Ende entzückt." — Schulleiter A. Bliimel: „Vorzüglich und preiswürdig." Empfohlen vom k. k. Landesschulrate in Tirol mit Erlaß vom 5. März 1908, Z. 235. Die „Kaffee-Wohne" dies edle Gewächs, hat eine Konkurrentin bekommen, sie sie zwar weder verdrängen wird, noch will, die aber jenen Vielen, die aus irgend einem Grunde Bohnenkaffee nicht genießen sollen oder wollen, das Scheiden und Meiden von Bohnenkaffee weniger schwer empfinden läßtals vordem.—Wie sie heißt?—„Franck's" perlroggen, Marke „perlro"! Diese Koni-Spezialität bietet einen so köstlichen Geschmack, daß selbst der heikelste Kaffeetrinker sich damit befreunden könnte: man möchte beim Verkosten kaum glauben, daß dasMehl aus diesenschönen, aus unseren heimischen Feldern gewachsenen, nach einem besonderen Verfahren gerösteten, braunen Perlenkörnern keinen Bohnenkaffee enthalte, so täuschend ähnlich schmeckt der Absud. — Das angenehme Bitter des „perlro" bringt es mit sich, daß dieser je länger je lieber getrunken wird. Gs fehlt ihm jener süßliche, nach längerem Gebrauche sehr oft entleidende Beigeschmack des Gerstenkaffees, das ist sein besonderer Vorzug. — Durch Zugabe einer Messerspitze des bekannten u. beliebten „Franc!" Kaffee-Zusatzes in Kisteln oder in packeln erhält man einen noch volleren Geschmack und eine goldbraune, gustiöse Farbe. Pädagogische Zeitschrift 41. Jahrgang. Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Perliand der deutschen Lehrer u. Lehrerinnen in Steiermark. Schriftleüung: Graz, Strauchergasfe 11. Verwaltung: Graz, Morellenfeldgasse 10. Inhalt: Standes- und Fachfragen. Streiflichter. Aus dem steierm. Landesschulrate. Bücher- und Lehrmttteischau. Beretnöwesen (Deutsch-österreichischer Lehrcrbund, Verband der deutschen Lehrer und Lehrerinnen, Bczirkslchrervereine, Verband der ArbeitSlehrerinnen in Steiermark, Lehrerhaus-Veretn, Verein „Selbsthilfe"-. Rundschau, Zuschriften, Verschiedenes, Redehalle. Anzeigen sämtlicher in Steiermark erledigten Lehrerstellen usw. Aufgenommene Aussätze werden entlohnt. Bezugspreis für die jeden zweiten Sonntag (26 mal int Jahr) erscheinende „Pädagogische Zeitschrift" ganzjähr. 3 K, halbjährig 1 K 60 h, vierteljährig 90 h, durch den Buchhandel ganzjährig 4 K. Einzelne Nummer 30 h. Probenummer unentgeltlich und postfrei. Blätter für den Jlbteilungsunterrlcht. Laivach, im Jänner 1909. (In den Anzeigeteil werden nur Ankündigungen ausgenommen, die die Güte der Ware erwiesen haben. Es ist daher vor der Insertion entweder den Gegenstand selbst einzusenden oder ei» vertrauenswürdiges Zeugnis.) Aeurleilungsöogen. (Zur Folge 61.) 111.) Deulfchösterr. Aileraturgefchichte. (Herausgeber: I. W. Nagel und I. Zeidler; Verlag: Karl Fromme, Wien; Preis einer Lieferung K V20.) — Eine spezifisch deutschösterr. Literaturgeschichte hat schon lange gefehlt; denn was draußen im Reiche an literaturhistorischen Werken erscheint, streift unser Schrifttum nur oberflächlich. An einer Herausentwicklung aus den Kullurverhältnissen mangelt es ganz und gar und so kann der Leser über die heimische Literatur kein tiefgehenderes Verständnis erlangen. Und doch liegt so viel Wertvolles im eigenen Schachte! Nagel und Zeidler haben es heraufgeholt und trefflich angeordnet. Es wird nun Pflicht der Bezirkslehrerbücherei-Kommissionen sein, das vollendete Werk einzureihe», auf daß die Kenntnis vom dichterischen Schaffen in Deutschösterreich allgemach Verbreitung gewinne. 112.) £cfe- und Lelsrbuäi für landwirtschaftliche Lehr- und Jiortvildungskurfe. (Verfasser: I. A. RoLek, weiland k. k. Landesschulinspektor in Graz; Verlag: Karl Graeser u. Kie in Wien; Preis: K 3 20.) — Eine Fundgrube für Stoff zu Elternabenden! Wer davon überzeugt ist, wie notwendig es ist, sich im Volke zu verankern, um dann die Standesiuteressen mit Nachdruck vertreten zu können, der fahnde nach dem trefflichen Buche. Es wird ihm viel Neues bieten, die Schüler „ins Leben" geleiten und dem Bauer ein treuer Berater sein. Der 443 Seiten starke Band ist eine Art Enzyklopädie für den Landmann, denn es streift alle Kapitel des Wirtschaftslebens. Unser neuer Zweig, die Wirtschaftspädagogik, hat einen fruchtbaren Nährboden gefunden. 113.) Wegweiser für einen zeit- und naturgemäßen Aclrieb des elementaren Zeichenunterrichtes. (Herausgeber: Fr. L. Rodt, k. k. Professor in Komotau; Selbstverlag; Preis eines Heftes 1 K, 16 Hefte.) — Nr. 13 und 14 des bereits einmal besprochenen Werkes liegen vor mir. Ich muß sagen, Herr Rodt hat nicht nur gehalten, was er anfänglich versprochen, sondern er hat die kühnsten Erwartungen übertroffen. Was mir an den Briefen besonders gefüllt, das ist das vernünftige Maßhalten zwischen Altem und Neuem. Der Verfasser dient der neuen Methode, ohne das Herkömmliche ganz zu verdammen und seine Leser in Höhen mitzureißen, zu denen ein Lehrer, der Unterrichtszeit, Fassungskraft der Schüler, praktische Ausbildung, Möglichkeit deö Erreichbaren in Rechnung zieht, niemals folgen darf, will er nicht dem Gesamtunterrichte Schaden zufügen und die Moderne in Mißkredit bringen. Für die Prüfungskandidaten ist das Werk unentbehrlich. 114.) Zlaturgefchichts-Sliizzenöuch. (Verfasser: Ferd. Strauß; Verlag: F. Deuticke in Wien; Preis aller 6 Hefte K 7'2U.) — Auch ein Werk, das in den „Blättern" bereits gewürdigt wurde, aber dennoch neuerdings besprochen werden muß, weil es für den Betrieb des naturgeschichtlichen Unterrichtes, der vor lauter Biologie an festem Boden zu verlieren droht, notwendig ist. Das Skizzenbuch ist durchaus ans neuester Basis; es hält fest, was die Erörterung geboten. Und das ist sein Vorzug. Mit ein paar einfachen Strichen ist der Gedanke angedeutet und sestgenietet. Lehrer, die nicht von Haus aus gute Zeichner sind, werden an dem Werke viel Freude und Nutzen finden. Für die Schnlbücherei ein Weihnachtsgeschenk post festum! 115.) Urosamen. Erinnerungen ans dein Leben eines Schulmannes. (Verfasser: Friedrich Polack, Schulrat in Treffurt, Thüringen; Verlag: Herrose in Wittenberg; Preis K 3-60.) — Da ist er nun wieder, der gute Vater Polack, mit einer neuen Liebesgabe! Immer derselbe, der echte Schulmann, der liebe Freund und Berater! „Mein Amtsleben als Kreisschulinspektor" — so betitelt sich der soeben erschienene 4. Band. Soll er deswegen nur den Schulaufsichtsbeamten zugedacht sein? Keineswegs! Es blinkt so viel edles Metall aus dem Buche, daß jeder sein Teilchen erhält. Und wenn man nichts anderes fände als wieder einmal das Entzücken an der prächtigen Schreibweise, an dem innigen Tone der Polack'schen Sprache: es wöge das kleine Opfer aus. — Polacks Brosamen sind nicht für Schulbüchcreien, es muß sie jeder Schulmann sein Eigen nennen. Der diesmaligen -Auflage liegt ein Prospekt der Firma Liebau ». Co. in (Erfurt bei. 116.) Irr Hefchäftsanfsatz. Die Dürr'sche Buchhandlung in Leipzig legt ein Heft von 56 Seiten vor (Preis 36 h), das auch für den österr. Lehrer eine willkommene Handreichung bedeutet, obwohl es die Ver hältnisse im Deutschen Reiche betrifft. 117.) geographisch-statistischer Aniversak-Taschenatlas. (Verfasser: Prof. A. L. Hickmann; Verlag: Freytag u. Berndt in Wien; Preis K 4 50.) — Die eigenartige Veranschaulichung, wie sie Prof. Hickmann inbezug auf Statistik eingeführt hat, ist geradezu sprichwörtlich geworden. Zahlen sind- tot, sind Schall. Wie anders erscheinen sie uns, wenn sie eine Form annehmen und dabei in Vergleich gezogen werden. Darin liegt schon das Umundaus des Büchleins und zugleich die Begründung für seine Verwendung im Unterrichte. — Die Landkarten sind genau, allen Anforderungen des neugestalteten Geographie-Unterrichtes entsprechend. Der Ortsschulrat wird für das Taschenbuch in die Tasche greifen müssen. 118.) Jugcndschristen aus dem Vertage des overösterr. Tandestehrervereines. — Na, gottlob, nun haben wir endlich eine Firma gefunden, die uns Gediegenes in schöner Ausstattung preiswert liefert! Es war gut, daß der Sturm in die Jugendschriftenliteratur blies und all das Machwerk hinivegfegte. In reiner, frischer Alpcnlust gedeiht nun ein Bändchen nach dem ändern zum Entzücken der Kleinen, zu unserer eigenen Erquickung. Ich habe in den Weihnachtsferien selbst wieder einmal den Robinson gelesen und in manches der Büchlein geguckt. Das war eine Labe! Was immer der Lehrer ans dem nachstehenden Verzeichnisse herausgreift, es wird feinen Zweck vollauf erfüllen. 1. Vinzenz, der Köhlerbub, von L. Prnicr. 3. Aufl. 1 K. 2. Prinzessin Ilse, von M. Petersen, 16 Bilder. 1 K. 3. Zwerg Nase, von W. Hang, 15 Bilder. 1 K. 4. Von den Apenninen zu den Anden, von E. de Amicis. 3. Aufl. 6 Bilder. 1 K. 5. Bergkristall, von A. Stifter. 3. Aufl. 1 K. 6. Das kalte Herz, von W. Hauff. 3. Aufl. 10 Bilder. 1 K. 7., 8. Märchen von den Br. Grimm. 1. Auswahl. 2. Aufl. 45 Bilder. 2 K. 9., 10. Katzensilber, von A. Stifter. 2. Aufl. 17 Bilder. 2 K. 11., 12. Märchen, von den Br. Grimm. 2. Auswahl. 38 Bilder. 2 K. 13. Aus Natur und Leben, verschiedene Dichtungen. 7 Bilder. 1 K. 14. Im Walde, von Fr. Stelzhamer. 5 Bilder. 1 K. 15., 16. Potbi, von B. Jmmendörffer. 25 Bilder. 2 K. 17. Granit, von A. Stifter. 7 Bilder. 1 K. 18. Märchen, von H. C. Andersen. 1. Auswahl. 17 Bilder. 1 K. 19.—21. Robinson, von Daniel de Foe. 26 Bilder. 3 K. 22., 23. Die Karawane, von W. Hauff. 15 Bilder. 2 K. 24., 25. Gockel, Hinkel und Gackeleia, von Brentano. 18 Bilder. 2 K. 26. Die Schildbürger, von Gustav Schwab. 22 Bilder. 1 K. 27., 28. Märcheu, von H. C. Andersen. 2. Auswahl. 18 Bilder. 2 K. 29., 30. Michael Kohlhaas, von H. v. Kleist. 2 K. 31. Herzog Ernst, von Gustav Schwab. 1 K. 32., 33. Ernstes und Heiteres, 2., verm. Aufl. 40 Bilder. 2 K. 34. Germanische Urkraft und Tatenluft (Der gehörnte Siegfried und Waltharielied), von G. Schwab und I. Grimm. 1 K. 33.— 37. Kalkstein und Heidedorf, von A. Stifter. 3 K. 38. Gedichte, von I. N. Vogl. 14 Bilder. 1 K. 39., 40. Die vier Heymoskinder, von G. Schwab. 2 K. 41. Der Schiffszimmermann, von F. Gcrstäker. 1 K. 43. Abenteuer der sieben Schwaben, von L. Aurbacher, 1 K. 44., 45. Die Reise ins Bienenland. 2 K. 46. Das Wrack, von Fr. Gerstäcker. 1 K. Sämtliche Bändchen sind geschmackvoll und dauerhaft in Leinwand gebunden und haben ein sehr handliches Format. Die Sammlung wird fortgesetzt. Jährlich erscheinen vier Bändchen. Bestellungen auf diese Jugendschristen werden am schnellsten durch den Lehrerhausvcrein für Oberöfterreich in Linz erledigt. 119.) Schreiben und Zeichnen an der Schuttasek. Ein methodisches Handbuch. (Verfasser: A. Miklas; Verlag: Heinrich Kirsch, Wien, I. Singerstr. 7: Preis 6 K.) — Wie weit doch das Spezialistentum reicht! Und doch ist es im vorliegenden Falle am Platze. Der Schönschreibunterricht findet eine eingehende methodische Behandlung und wird durch zahlreiche Illustrationen (weiße Schristzeichen auf schwarzem Grunde) unterstützt. Ein wertvolles Kapitel ist besonders das, aus dem der Leser Angaben für die Beschaffung der Utensilien entnimmt. — In gleicher Weise findet auch das Zeichnen eine erschöpfende Behandlung. 120.) Kaiser-I-estnummer der Ästerr. ilkustr. Zeitung. (Verlag: I. Philipp, Wie», VI. Barnabitcn-gasse 7; Preis K 6-50, elegant K 8.)— Die reichhaltigste und überaus prächtig ausgestattete Jubiläums-Fest-schrift! Der textliche Teil umfaßt 147 Seiten. Die Abbildungen sind Meisterstücke der vervielfältigenden Kunst. Dabei fesselt uns das Sujet vom Anfänge bis zum Ende. In der Festschrift treffen wir alles, was in Österreich Klang und Namen hat: Mitglieder der einzelnen Ministerien, Politiker, Künstler, Journalisten, Gewerbetreibende, das diplomatische Korps, die hohen Militärs. Im Vordergründe stehen natürlich Bilder aus dem Leben des Kaisers und solche, die das Herrscherhaus betreffen. Wem es vergönnt ist, das Pracht-wert für die Ortsbücherei zu beschaffen, wird den Schülern eine große Freude machen und nicht minder dem Volke. Es wandert ein gut Stück patriotisches Empfinden mit der Festnummer hinaus in die Täler. — 121.) Wie die Saat, so die Ernte. Es steht wohl außer Zweifel, daß eine Firma, welche heute im Samenversand an Private mit an erster Stelle in Deutschland rangiert und sich diese Position in verhältnismäßig kurzer Zeit zu erringen verstand, ihrer Kundschaft stets nur gute Saat geliefert haben muß, denn die vielen Tausende von^unden (im letzten Jahre ungefähr 80.000) würden nicht wieder bestellen, wenn sie nicht von der Ernt&sehr befriedigt gewesen wären. Wir machen n 11)09 (Jänner). l $ 4 l (3 ^ (f>. Jahr.) Aokge 61. für den jlbteilungsuimrricbt Monatschrift zur Förderung des österreichischen Schulwesens. VezugSgebühr 6 K (5 Mark, ßerausgeber: Geschäftliches auöschlietzllch 7Frk.i lührltch Etn^etnum- an die „Verwaltung der mer 60 K. Postsparkassen- »nNnff ff In tfnllinrli Blätter für den Abteilung*. scheck-Konto Nr. 58.213. IlHuOlf v^. JJfClJ tu Hßtößu). unterricht in Laibach". M5 LEHRELRHEJM IM SÜDEN. Der-Langsamste, der sein Ziel nut aight aus . dem Auge verliert, geht noch immer geschwinder als der ohne Ziel umherirrt. Lessing. Im gleichen Schritt. Vor Jahresfrist trug ,folge ^9 öti Worte ins Reich: „ZRag draußen der Jubel prahlerisch durch die Straßen ziehen, wir wollen unfern Kaiser ehren nach seinem Sinn, aus dem tiefsten Kerzen Heraus." Und es folgte ein weitgezogenes Programm, daß es schien, als würden wir am ersten Tage unserem Vorsatze untreu, als böten wir Worte und nichts als Worte. Wohl mancher mag damals im stillen gedacht haben: „Ts weitet die Begeisterung ihre Grenzen ins Ungemessene." Wir haben ihn und alle Zweifler und alle, die das Gedenken an des Kaisers Ehrentag aus dem Trubel des Alltagslebens zu heben bemüht waren, geschlagen: Was wir in unser Programm eingestellt, ist erfüllt, ist als Tat vor uns a) das Lchrerheim im Süden, b) das Kaiscrbüchlein. Um 70.000 K haben wir ersteres erstanden, mehr denn 50.000 K hat uns letzteres als Reingewinn gebracht. Nicht prahlerisch verzeichnen wir den Erfolg, sondern mit dem Hochgefühle, daß in der Lehrerschaft ein starkes Wollen die Kräfte treibt, daß die Lehrerschaft viel vermag, wenn sie einig ist, wenn sie den schier sprichwörtlich gewordenen Hader zur Seite stellt. Wenn wir in der Spenderliste blättern, so finden wir auch Namen, die wir sonst noch nicht zu lesen bekamen, — ein Beweis, daß Kräfte frei wurden, wertvolle Kräfte. Sollte sie nun Uneinigkeit in ihr Schlummern zurückschleudern? Da sie einmal wachgeworden sind, wollen wir sie fassen und zur Arbeit führen. Es gibt durch die Lehrerorganisation so viel zu schaffen, so viel zu heben, so viel zur Reife zu bringen, daß wir alle, alle brauchen, die die Lohe der Berufsgemeinschaft im Kerzen fühlen, die Standeswohl und Standesehre durch die Enge zünftiger Politik drücken wollen, auf daß der Lehrer im Staate ein aktiver Faktor werde und nicht allein der Sklave von Fraktionen. Dazu ist aber der eherne Reif nötig, den das Werk im Süden geschmiedet hat. Wer da wieder durchzubrechen versucht und die Feile an das Gefüge legt, übt Verrat und muß ausgeschieden werden, ehe er sein Beginnen vollendet. Als Burg der Kollegialität, aber auch als Feste des gegenseitigen Vertrauens mag uns das Haus erscheinen, dessen Bild den Jahrgang t9°9 der „Blätter" einleitet. Nicht ohne Absicht ist der Schmuck gewählt worden. In dem Zeitpunkte, da unsere Zeitschrift großzügig in die Welt schreitet wie die Idee des Lehrerheimes, muß sich der Zusammenschluß aller Kräfte ergeben, gilt es doch mit dem N?ute, der aus dem bisherigen Gelingen wächst, an dem begonnenen Werke weiterzubauen. — Es ist was Eigenes um unsere „Blätter" und das Lehrerheim! Vor fünf Jahren zogen beide Hand in Hand schüchtern ins Land: die „Blätter" mit acht Seiten, das Lchrerheim mit acht Kronen im Geleite der „Bl". ZRan sagte den rasch aufschießenden Ideen frühen Tod voraus. Wie halten sich die Zweifler getäuscht! Zum Verdruß? Leider in vielen Fällen! Statt sich des Gelingens zu freuen und in einer edeln Sache besiegt zu sehen, steht ein Teil der Propheten grollend neben den beiden Schöpfungen und sucht sie in ihrem Wachsen zu hemmen. Daß dieses Schauspiel sich immer wiederholen muß! Doch lassen wir die Scheelsüchtigen und blicken wir in die Helle der Zukunft! Welche Bahn ist den beiden Ideen vorgezeichnet? Das Lchrerheim ist erstanden, der Gedanke hat eine feste Form angenommen; das i}aus ist dem Betriebe übergeben worden, sechs Berufsgenossen sehen bereits aus Nacht und Kümmernis einem neuen Frühling entgegen. Dürfen wir uns mit dem Erfolge zufriedengeben? Es werden im Verlauf der nächsten Wochen noch vier Halbdutzcnd Raum in unserer Burg finden, um den Stürmen des Winters zu entrinnen; allein auf die Dauer wird der Platz nicht reichen und wir werden einerseits an die Vergrößerung denken, anderseits in Karlsbad ein zweites Heim gründen müssen. Das ist ein Stufengang, der sich aus der Natur der Sache ergibt. Er ist parallel auch bei den „Blättern" hervorgetreten. 3n den fünf Jahren ihres Bestehens haben sie die Methodik der österreichischen Landschule zu greifbaren formen ausgebildet, als wohlgefügtes Gebäude vor die Augen gestellt. Nun greifen, .sie auf einen zweiten Bauplatz über, auf das Gebiet der Stadtschule, um die erworbene Praxis auch hier zu verwerten. Dürfen sie darob der bis zu einem gewissen Grade gediehenen Schöpfung vergessen? Dürfen wir dem kaum geschaffenen Lehrerheim im Süden den Rücken kehren? Das wäre töricht und undankbar. Man hätschelt und küßt zwar das letzte Rind am meisten, aber man trägt das erste im tiefsten Gründe des Herzens. So wird im Vorwärtsdrängen, zu dem die Zeit den Kurs bestimmt, die Hauptsorge immer dort weilen, wo sie zuerst gewaltet. Von dem festen Angelpunkte, den wir uns erobert, wollen wir hinausgreifen trotz Zetern und Geifer, um mit sicherem Griff das zu fasten, was noch ziellos im Minde treibt. Mer feine Kraft an dem Ersten gestählt hat, darf das Zweite kecklich wagen. Die Zeit ist ernst. Sie rechnet nur mit Taten. Ts schlummern noch zwei im ehemaligen Achtseitcnblatte: Lehrerschaft und Volk, Lehrerschaft und Inspektoren. Mögen sie nicht im politischen Getriebe untergehen I Bus (Um Ccbreralbum. 31. 1.) G. in der Schule: „Das ist wirklich empörend, Herr Kollege R., klagen Sie den Kerl, den M., der soll unfern Stand noch einmal beleidigen!" 2.) G. am Wirtshaustische: „Ja, wissen Sie, der Kollege N. ist halt ein bißchen hitzig. Ich Hab' ihwschon oft beruhigen wollen; aber er läßt sich nichts sagen." 3.) G. bei M.: „Na, das ist wirklich empörend, wie weit sich der freche Mensch, der R., versteigtl Was, klagen will er Sie? Daß man solche Kollegen haben muß! Gedenktage. 21. Jänner: 1872 Grillparzer in Wien gestorben. 27. „ 1756 Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg geboren. 28. „ 1868 Adalbert Stifter gestorben. 30. „ 1889 Kronprinz Rudolf gestorben. 1866 Friedrich Rückert gestorben. 2. Feber: 962 Die Kaiserkrönung Ottos des Großen. 8. „ 1789 Franz X. Gabelsberger geboren. 10. „ 1787 Kaiser Josef schafft den Frondienst ab. 12. „ 1804 Kant gestorben. 13. „ 1883 Richard Wagner in Venedig gestorben. 14. „ 1468 Gutenberg in Mainz gestorben. 15, „ 1763 Die Beendigung des Siebenjährigen Krieges durch den Frieden zu Huberts- buig. 16. „ 1826 Josef Viktor v. Scheffel in Karlsruhe geboren. 17. „ 1827 Johann Heinrich Pestalozzi zu Brugg im Aärgau gestorben. 18. 1564 Galilei in Pisa geboren. - 20. „ 1790 Kaiser Josef 11. in Wien gestorben. 1810 Andreas. Hofer zu Mantua erschossen. Sitte und Geschlechtspädagogik. Von Rud. W. Birbaumer, Lehrer in W.-Neustadt. (Schluß.) Mit Recht wird heute der Sexualpädagogik das Schultor verschlossen. Sie läßt sich dort nur denken, falls mit ihr schon im Elternhause begonnen wurde. Solange aber hier fortgefahren wird, in der alten Geheimniskrämerei zu verharren, ist an eine Besserung nicht zu denken. Daher wird diese Bewegung hauptsächlich in der Familie einzusetzen und sich gleichsam von Haus zu Haus fortzupflanzen haben. Und es wird und muß so kommen! Verhüten ist eben besser als Heilen und verhütet wird viel durch erfahrene Eltern, die gleich von der frühesten Jugend an bestrebt sind, eine Hygiene der Keuschheit im Hause durchzuführen. Der Bewegungstrieb ist das natürlichste Gegengewicht gegen ein krankhaftes Früherwachen des Geschlechtstriebes, woraus folgt, daß es gefährlich und barbarisch ist, das Schulkind nach der Schule noch zu Hause übermäßig sitzen zu lassen; besonders bedenklich ist diese Maßregel, wenn man das Kind ohne Beschäftigung läßt. Leider sind die Kinder in dieser Beziehung oft das Opfer der Meinung, daß sie ein notwendiges Übel seien, die dem Vergnügen des Vaters überall im Wege stehen. Die Mütter, welchen die Kleinen von solchen Vätern zugewiesen werden, stehen aber bedauerlicherweise sehr oft auf dem gleichen Standpunkte und überlassen sie ihrerseits dem Zufall. Dieser aber bringt der Jugend alles bei, was die schlechte Gesellschaft noch vergessen hat, und führt sie weiter auf der Bahn des Verderbens. Wäre es nicht sehr wünschenswert, daß der Staat von den Eltern ein Minimum von Kenntnissen über Kindererziehung verlangen würde? Bei der Vorliebe, mit der geheiratet wird, dürften sich die Ehekandidaten nicht ungern dieser Forderung anbequemen und es wäre ein großer Schritt zur Besserung gemacht. Wenn unter den Menschen der Glaube an ein Familienglück platzgreifen könnte, das länger dauert als vier Wochen nach der Hochzeit, wenn man die Kinder nicht als Last, sondern als Quelle der reinsten Freude betrachten würde, dann wäre auch ein Eldorado für die sexuelle Pädagogik geschaffen. Ein Dämon im Leben des Kindes ist der Alkohol. Nicht nur die Erwachsenen macht der Alkohol in vielen Fällen elend, sondern auch die Kinder u. zw. durch Vermittlung ihrer natürlichen Schützer. Es ist wissenschaftlich erhärtet, daß der Alkoholgenuß ein Anregungsmittel zum frühzeitigen geschlechtlichen Erwachen bedeutet, also eine Reizung zu jenem entnervenden Laster, von dem wir die Jugend um jeden Preis bewahren wollen. Was für ein krasser Unverstand hierin bei den großen Massen, was für ein Leichtsinn ist aber auch in den besseren Kreisen anzutreffen 1 Es ist ein Beweis des Wohlwollens vonseite des Vaters, wenn der Knabe und das Mädchen mit ihm die eklige Wirtshausluft atmen dürfen, wenn er den unschuldigen Augen die zweifelhaftesten Szenen anzusehen und die Kehle das „köstliche Naß“ zu schlürfen erlaubt. Doch auch zu Hause bringen es viele Eltern nicht übers Herz, Wasser statt Bier oder Wein zu reichen. Die zärtliche Mutter verabsäumt nicht, den Kleinen ein recht warmes, weiches Bettlein zu bereiten, und quält sic nicht zu sehr mit Waschungen und Bädern. Gerade dadurch aber wird die natürliche Schutzwehr gegen die drohende Gefahr lockerer und schwächer und eines schönen Tages bedarf es nur eines leisen Anstoßes und die Schutzwehr bricht zusammen. Das sollte die zärtliche Mutter gar wohl erwägen. Es scheint ein unseliges Verhängnis unseres Stammes, zu sein, daß wir die fortschreitende Verweichlichung und die damit zusammenhängende Degeneration nicht richtig erkennen. Jeder bedeutende Temperaturwechsel ist imstande, unser Geschlecht wie Eintagsfliegen zu Boden zu werfen. Die Verweichlichung beginnt vom ersten Lebenstage an und wird später in Schule und Haus konsequent fortgesetzt. Diese Abweichung vom Zweckmäßigen steht auch mit unserem Thema in enger Berührung: auch für die ganze Nation gibt es eine Anweisung zur Kräftigung und dieses Mittel heißt — Abhärtung, lnsoferne hierin Rückkehr zur Natur, Vernattirlichung unserer Lebensweise inbegriffen ist, ist mit Gewißheit hievon ein Erblühen des Volkstums zu erhoffen. Aber Eile tut not. Wer sein Volk liebt, möge im Sinne dieser Heilmethoden tätig sein; wer an kräftiger, gesunder Nachkommenschaft Freude hat, klärt auf und lehrt durch sein eigenes Beispiel. Die Blätter der Geschichte, die jahrtausendlange Erfahrung der Menschheit läßt keinen Zweifel darüber aufkommen, daß sich ein Volk seine Bahnen durch seine Taten selbst vorzeichnet. Die Weltgeschichte ist eben das Weltgericht. _____________ Lebensbilder. 3. Seitdem icli mit der Psychologie ein Gegenstand, den ich mehr fürchtete als eine Kreuzotter — etwas vertraut geworden bin, dünkt es mir, den Urgrund für die Redekunst gefunden zu haben. Trotzdem bitte ich Sie höflichst, bei Gelegenheit darüber zu schreiben. (Ein Theorem auszu Helle», fällt schwer. Sicherlich spielt indes die Psychologie beim Redner eine große Rolle. D. Sch.) Wegen Armut mußte ich meine schöne Heimat verlassen. Ich kam auf einen 907 in hohen Berg, an eine zweiklassige Schule. Als Lehrer nahm ich die Taferlklassc; der Oberlehrer war jünger. Das war bitter! 130 Schüler 1 Ich dankte Gott, wann der Hunderter nicht überschritten wurde. Dennoch fing ich an zu denken: „Was wird aus mir werden? Was soll ich anfangen? Als .Ausländer* (ich stamme eben aus einem anderen Kronlande) wird man mich immer hintansetzen.1 Ich komme nie aus den Schlupfwinkeln.“ — Eines Tages las ich eine Verordnung, die Bürgerschulkandidaten betreffend. Es hieß: Neue Werke lesen! Lesen? Nichts leichter als das! Aber welche Werke? Als Lehramtszögling machte ich meine Feldzüge in vier Sprachen. Und jetzt? Wo ich angriff, haperte es. Keine Sprache, nicht einmal die Muttersprache, beherrschte ich recht; kein Gegenstand saß fest.8 „Soll ich verzweifeln? Nein, nur frisch an die Lesearbeit; sonst bleibe ich ein Gebirgslehrer auf alle Zeiten!“ Ich las und fluchte dabei — und bekam die hiesige Schulleiterstelle (1042 m), wo die Kinder im Winter zu Hause bleiben, im Sommer aber Vieh weiden. Also Zeit genug, an die Fachprüfung zu denken! — Später bekam ich die „Blätter“, in denen es heißt: „Tüchtig studieren!“ — altroche lesen! Schon wollte ich alles wegwerfen. Da ich aber aus den „Blättern“ entnahm, daß Sie sich für die Einklaßler sehr interessieren usw., so war ich mit meinem Schicksale zufriedener. Ich wünsche, zwar fortzukommen, um in die Heimat zurückzukehren, aber erst nach der Ablegung der Prüfungen aus allen drei Gruppen.8 Erst dann wäre ich vielleicht in der Lage, Sie in meiner Klasse zu empfangen. Ich kann mit Dittes — S. 359 — nicht übereinstimmen: „Der Volksschullehrer bedarf nicht großer Gelehrsamkeit. . .“ — Aber, je mehr ich nach Ihrem Plane studiere, desto hoffnungsloser bin ich. Fortwährend muß ich zurückgreifen. Es gibt Sachen, die ich absolut nicht verstehe. Wie kann ich sie da sichten und ordnen?4 Wenn ich auch nicht die Prüfung wagen kann, so werde ich mich dennoch freuen, alles, was Sie empfehlen, halbwegs durchgenommen zu haben. So hoffe ich, ein guter Lehrer zu werden/’ Es ist möglich, das „Doktorat der Lehrer“ zu erreichen; aber vieles läßt sich nicht mehr ändern. Die „Blätter“ sind, für mich wenigstens, zehn Jahre zu spät auf die Welt gekommen: „Lehrerehen — LehrerelendI" — Weiter: „Mögen alle es sich wohl überlegen, ehe sie den Staub der Heimat von den Füßen schütteln.“ Diese Worte klingen mir immer wieder in den Ohren. S. 1 Das trifft überall zu. Darum sollte jeder in der Heimat bleiben. D. Sch. 2 So geht es, wen» man das Multa höher schätzt als das Multum! D. Sch. 8 Zuviel des Guten, lieber Freund! D. Sch. 4 Fragen Sie doch! D. Sch. 5 Ein prächtiger Gedanke! Nicht die Prüfung macht glücklich, sondern das Wissen. Und im erhöhte» Wissen liegt eben auch eine erhöhte Methode. D. Sch. Ein kleiner Beitrag zur Verbesserung des Handarbeitsunterrichtes. Von FilOmena Moll, Lehrerin in Lustenau (Vorarlberg). Die „ketzerischen Gedanken einer Mutter"1 veranlassen mich zu diesen Zeilen. Es ist leider wahr, daß sich der Handarbeitsunterricht größtenteils noch in denselben Hahnen bewegt, wie zur Zeit, als der Großvater die Großmutter nahm. Auf allen Gebieten des Unterrichtes hat man bereits mit Reformen begonnen, an den Handarbeitsunterricht wagte sich bisher niemand so recht heran. Derartige Verbosserungspläne wären allerdings in erster Linie unsere Sache und ich glaube behaupten zu dürfen, daß sich durch die Anregung der ketzerischen Mutter manche Lehrerin mit ihren längst im stillen gehegten Verbesserungsvorschlägen herauszurücken getraun wird. Wenn wir Lehrerinnen zusammenstehen und einheitlich vergehen, so werden unsere Bemühungen nicht erfolglos sein. An dem Lehrpläne brauchen wir nicht zu rütteln. Er schreibt nur jene Arbeiten vor, die das Mädchen im spätem Leben brauchen wird. Es handelt sich also bloß darum, daß wir den Unterricht praktischer gestalten, das Stricken, Häkeln, Nähen etc. nicht an langen Musterbändern und Flecken, sondern gleich an brauchbaren Gegensiänden üben. Man wird dabei anfangs auf manche Schwierigkeiten stoßen. Vielerorts verlangen die Mütter geradezu die Musterbänder. Diese Mustersammlungen werden senön ausgerüstet und sorgfältig in der Kommode aufbewahrt. Kommen liebe Anverwandte oder Bekannte auf Besuch, so spricht man unter an denn auch von der Kindheit Tagen, von der Schule etc. und mit gewissem Siol/.e werden diese Arbeiten hervorgeholt, gezeigt und bewundert. Manche Mütter wollen ihren Mädchen nicht das nötige Material geben. Es ist schade drum, sie „verpatzen“ doch alles, heißt es. Dies gilt namentlich vom Nähen. Wenn es aber allgemein durchgeführt wird, das Nähen an Nutzgegenständen zu erlernen, so wird das Sträuben aufhören und man wird minderwertige Stoffe finden, an denen das Kind die ersten Versuche machen kann. Mißglückt' es1 auch, so ist der Schaden ja nicht groß Der Brauchbarkeit eines Küchenhandtuches, eines Staubtuches tut es gar keinen Eintrag, wenn die Stiche auch lang und unregelmäßig sind. Aller Anfang ist schwer. — An einer fünfklassigen Schule kommt im 4. Schuljahre das Nähen an die Reihe. Die Muttet will aber, daß das Mädchen jetzt Fingerhandschuhe stricke. Ein anderes muß noch zuerst dem kleinert Brüder! Strümpfe stricken, weil der Mutter Befehl so lautet. Wohin würde das führen, wollte man sich hierin den Wünschen und Launen der Mütter fügen? Beim Handarbeitsunterricht hat man wie bei allen ändern Unterrichtsgegenständen einen gewissen Stufengang einzuhalten und die Mädchen gleicher Altersstufe haben sich alle mit derselben Arbeit zu befassen. Die Lehrerin darf und muß es verlangen, daß alle Schülerinnen eine Arbeit z. B. einen Strumpf nach dergleichen Regel ausführen. Der Mutter steht es dann frei, das Mädchen hernach noch mit ändern Regeln bekannt zu machen. Bisher klamrrierte man sich fast an allen Schulen an folgende Lehrstolfverteilungen: 1. Kleines gestricktes Musterband. (Sieben Muster "mit der Ferse als Abschluß.) 2. Strümpfe (ein Paar) Socken. 3. Gehäkeltes kleines Musterband. (Acht Muster.) 4. Großes gehäkeltes Musterband. (20 bis 30 Muster.) 5. Merktuch. 6. Garnitur. 7. Großes gestricktes Musterband. 8. Nähfleck. 9: Hemd und Schlingen. Eine andere praktischere Stoffverteilung ist diese: 1. Stricken: Strumpf. 2. Socken. An- und Einstricken der Strümpfe. 3. Häkeln: Musterband mit 10 Mustern mit kleinem Spitzenrand. 4. Merktuch mit zwei Alphabeten, Ziffern, einigen Mustern. Stoffe und Strumpf merken. 5. Nähtuch; verschiedene Nahte, Knopfloch, Stopfen. 6. Flicken: An- und Einsetzen der Flecke. 7. Stricken: Musterband mit 10 Mustern mit kleinem Spitzenrand. Handschuhe. 8. Wiederholung. Anwendung des Gelernten an Nutzgegenständen. Ich denke mir den Handarbeitsunterricht so. Nachdem die Kleinen die glatten und verkehrten Maschen hinreichend geübt haben — dieser Fleck kann aufgetrennt und die Wolle anderweitig verwendet werden — könnte man I. Pulswärmer, Socken, Strümpfe stricken lassen. 2. Strümpfe An-und Einstricken. 3. Häkeln. Dje Luftmaschen, festen Maschen und Stäbchen könnten an Einsätzen, 1 Söergl. Folge: 53, 54! D. Sch. Spitzen und Decken geübt werden. Gehäkelte Sterne — zu Decken auf Tische, Betten und Kaslwi zusammengefügt — nehmen sich nett aus und machen den Kindern und deren Eltern Freude. 4. Merken. Ein Alphabet mit Ziffern, Namen, einer kleinen Verzierung genügt. Man übe es nicht auf Stramin, sondern auf einem gröbern, der Leinwand ähnlichen Gewebe. 5. Nähen. Die verschiedenen Nähte übe man an Nutzgegenständen. Handtuch, Staubtuch, Sacktuch etc. säumen. Man könnte eine einfache. Schürze machen lassen (Faltenziehen — Saumnaht), an Schutzärmeln, welche für Kinder zur Schonung ihrer Kleider sehr zu empfehlen sind, könnten Übernaht, Saumstich, Knopfloch etc. gelernt werden. (3. Flicken und Ausbessern schadhafter Wäschestücke. 7. Zuschneiden und Nähen von Hemden und ändern Wäschestücken. 8. Stricken von Handschuhen (Fäustlinge, Fingerhandschuhe). Soviel in unserer Macht liegt, sollen wir auch beim Handarbeitsunterrichte dahin wirken, daß die Landmädchen ihrer Tracht treu bleiben. Sagen wir ihnen, daß die sinn- und geschmacklose Nachäffung der Stadtkleidung nur zu Lächerlichkeiten führe und daß sie sich in ihrer ländlichen Kleidung viel netter aus-nehmen! Wecken wir auch den Sparsinn, pflegen wir Einfachheit und häuslichen Sinn und arbeiten wir der Landflucht entgegen, soviel wir nur können! (Bravo! D. Sch.) Sehr förderlich für den Handarbeitsunterricht wäre es, wenn den tüchtigsten Handarbeitslehrerinnen Inspektionsbezirke zugewiesen werden würden, wie das die ketzerische Mutter in ihren Anregungen erwähnt. Es wäre überhaupt wünschenswert, wenn man bei allem, was Mädchenerziehung und Unterricht anbelangt, auch erfahrene, verständnisvolle Lehrerinnen und Frauen mitreden ließe. Mögen diesen Zeilen recht viele praktische Winke „aus dem Leben und für das Leben“ von allen Leserinnen der „Blätter“|aus allen Teilen des Reiches folgen, damit der Handarbeitsunterricht immer mehr seiner Bedeutung fürs Leben gerecht werden könne! Der Lehrer als Bienenzüchter. Von Hans Pechaczek, Lehrer in Euratsfeld. N.-Ö. Ich kenne nur drei Stände, die sich in gleich günstiger Lage wie die Gärtner zum schwunghaften Betriebe der Bienenzucht befinden und dies sind die Forstleute, die Geistlichen und die Lehrer. Leider trifft der Vorwurf, von der so günstigen Gelegenheit keinen Gebrauch zu machen, sie alle, insbesondere aber die Volksschullehrer auf dem Lande. Es befremdet, daß in unserem Vaterlande so wenig Lehrer in ihren Mußestunden sich mit der edeln Bienenzucht beschäftigen, während in ändern Ländern, namentlich in der Schweiz und in Deutschland, die Zahl der Lehrer, die auch Imker sind, eine sehr große ist. Man kann sich diese Tatsache umso weniger erklären, als gerade die Bienenzucht eine Beschäftigung ist, die für den Lehrer ganz ausgezeichnet paßt. Es hat doch jeder Verdruß in der Schule und oft auch außerhalb derselben; er sucht deshalb Zerstreuung, ein Vergnügen. Der eine findet es in der Gesellschaft, der andere beim Glase Bier und bei den Karten. Wenn sie dort finden, was sie suchen, so ist es ihnen zu gönnen. Wie tief ist aber ein Lehrer zu bedauern, wenn zu allen Lehrerleiden auch noch das hinzukommt, daß es in ökonomischer Hinsicht aus eigener Schuld mit ihm den Krebsgang geht und die Sorge um das Auskommen auch noch an seiner Seele nagt. Ein Mittel, um den jungen Lehrer vor solchen Verirrungen zu bewahren und ihm die neben der Schule so notwendige Zerstreuung und Erholung zu gewähren, ist unzweifelhaft die Beschäftigung mit den Bienen. Es ist dies eine Tatsache, welche von allen Lehrern, die Bienenzucht betreiben, bestätigt wird. Welch ein schönes und wohlfeiles Vergnügen ist es doch, nach der Schule in Gottes freie Natur zu seinen Bienen zu gehen und ihnen mit dem freudigsten Interesse zuzusehen, sie zu pflegen, mit ihnen zu plaudern! Glücklich die Lehrerfamilie, wenn der Hausvater gern zu Hause bleibt! Wie leuchten doch des Lehrers Augen, wenn er im Herbste als der Mühe Preis eine Reihe wohlgefüllter Honigtöpfe überschaut, denn er weiß, das ist so gut wie bares Geld. Honig wird immer und überall gern gekauft und ist ein Dauerprodukt, das nicht leicht verdirbt. Die Bienenzucht ist somit nicht nur ein zweckmäßiges und empfehlenswertes Mittel zur Erholung und Zerstreuung von den Mühen und Sorgen seines Berufes, sondern auch ein Nebenberuf, der eine nicht zu verachtende Einnahme schafft.1 Sie ist eine Beschäftigung, die den Körper nicht ermüdet und erschlafft, sondern stärkt, die also dem Stubenmenschen, Lehrer genannt, ausgezeichnet zustatten kommt, eine Beschäftigung, die ihn in den Augen der Leute höher stellt, als wenn er müßig spazieren ginge, eine Beschäftigung, die niemandem im Volke schadet, dabei aber dem Lehrer nützt Sie übt auf ihn einen höchst wohltätigen und veredelnden Einfluß aus; dieser kommt sicher auch der Schule und damit dem ganzen Volke zugute, dessen Jugend der Lehrer ja zu erziehen und zu bilden hat. Wer ist ferner vor allen anderen dazu berufen, für die Verbreitung der Kenntnisse einer rationellen Bienenzucht unter dem Volke zu wirken und bei jung und alt Interesse und Liebe für die Bienenzucht zu erwecken? Sicher der Volksschullehrer auf dem Lande! Es soll deshalb in dem Schulgarten auch der Bienenstock nicht fehlen und es möge der Lehrer denselben als pädagogisches und didaktisches Lehrmittel benützen! Nur dann kann die Bienenzucht so gedeihen, daß sie von großem volkswirtschaftlichen Nutzen werde wie in warmen Ländern die Seidenzucht. Kon der Schristkeitung. Die vorstehenden Darlegungen wurden mit Absicht in die Jännerfolge eingestellt. Es saßt doch jeder zum Beginne des Jahres so mancherlei Vorsätze, auch der Lehrer, wiewohl es für ihn neben dem bürgerlichen Jahre auch ein Schuljahr gibt. Da die Natur noch im Banne des Winters liegt, ergibt sich Muße zur Vorarbeit dessen, was an der Wende des Jahres als Plan vor die Augen tritt. Und das sollte für jeden, dem es nur halbwegs möglich erscheint, die edle Beschäftigung mit dem Volk der Bienen sein. Es gibt in der Tat kein schöneres Vergnüge», als den Geschöpfen, die uns in ihren Einrichtungen so nahestehen, des Tages Freizeit zu widmen. Ist schon das Ergötzen, das uns die geflügelten Staatsbürger biete», ein außerordentliches, so ist auch der klingende Lohn, der dabei abfällt, ein ganz beachtenswerter. Viel Kammer könnte von mancher Schwelle weichen, wenn der Trieb nach ehrenvollem Erwerb das ewige Zetern und Poltern niederhielte. Man kann recht wohl das Standesinteresse vorwärtsrücken, ohne mißmutig alles zur Seile zu werfen, was uns Segen bringt und Heil. (Die Monatsbilder für Jänner und Feber befinden sich auf Seite 858.) Ä.US dem Tagcbuche eines UtttlilgsschllUchrers. 42.) Kine pädagogische Todsünde. Am 21. Jänner 19 . „O, diese Methodenbücherl Laut darf ich’s nicht jagen; sonst steinigt mich die gesamte pädagogische Welt, so sie von pädagogischer Ware lebt und mit ihr den Markt beschickt. Aber da, in meinem Büchlein, will ich’S vermerken." — Ein Kandidat hatte Heute das Regel Subtrahieren (Wegzählen) zu behandeln. Wie gerne hätte ich ihm einen einfachen Weg angegeben! Dürft’ ich’s? Nein, ich wäre sonst kein Methodiker! Lang und breit muß die Sache gemacht werden; dann sieht sie vornehm aus. Und so „entwickelte" der Arme Vr Stunden drauf los. Ergebnis: Die Schüler konnten das Subtrahieren nicht. 43.) papierene AnterriHtslekre. Am 4. Dezember 19 . . „Ich darf leider nicht Pädagogik tradieren, denn das fällt dem Hanptlehrer zu. Er ist seines Zeichens Physiker. Aber, nachdem niemand da war, den Gegenstand zu übernehme», so wurde er ihm zugeschoben. Die Punze ward mir zwar, aber ich bin nicht im Range des Hauptlehrers; also hat man lieber de» Laien im Fach genommen als den, der es kennt, aber im Range um einen Grad niedriger steht. — Der Kandidat kommt in die ÜbnngSschule und soll ein Geschichtsbild über die Stadt liefern. Ich rate zum genetischen Verfahren, zur historischen Methode. Er sieht mich mit großen Augen an. „Davon haben wir nichts gelernt," stammelt er verlegen. Ich: „Das glaube ich nicht." — Er: „Wir sind nur bis zur Gedankenanalyse gekommen." — Und damit wurde die „Unterrichtslehre" beendet. — 1 Ich kenne einen Oberlehrer, der aus der Bienenzucht alljährlich 800 K schlägt. Peerz. Der kranke Lehrer und das kranke Kind. „Wohlauf, die Luft geht frisch und rein! Wer lange sitzt, muß rosten,“ singt Scheffel in seinem herrlichen Wanderliede, und der gleiche Gedanke findet sich gerade in der schönen Literatur in Vers und Prosa vielfach ausgesprochen. Sehr richtig deutet schon die erste Strophe, das heißt der Hinweis auf die frische Luft, die naturgemäße Korrektur des schädlichen Sitzens an, und sehr richtig ist auch der Vergleich dieser Schädlichkeit mit dem Rosten, das heißt mit dem Zerstörtwerden eines blanken Metalls, wobei man zunächst an den Stahl und die blanke Waffe denkt, die in der Ruhe vom Rost zerstört wird. Fragt man sich nun, wie das Edelmetall des menschlichen Körpers, das ohne allen Zweifel vom Schöpfer ursprünglich auf ausgiebige Bewegung und Kraftleistung zusammengeschmiedet wurde, durch unnatürlich langes Sitzen zum Rosten gebracht wird, so machte man sich früher die Sache ziemlich leicht und dachte im wesentlichen an den Kreislauf des Blutes, der durch langes Sitzen zum Stocken gebracht wird, Blutüberfüllung der Eingeweide und fehlerhaftes Funktionieren dieser Organe hervorruft. Im Lichte der neueren Forschung erscheinen aber diese Schädigungen doch etwas komplizierter und es dürfte zunächst nützlich sein, wenigstens in großen Zügen die Gefahren zu schildern, die dem Körper durch unnatürlich lange ausgedehntes Sitzen erwachsen. Diese Schädigungen sind, wie Professor Grawitz in der „Gartenlaube“ ausführt, verschieden je nach dem Lebensalter, und sie beginnen beim Kinde naturgemäß mit dem Zeitpunkte, wo dieses die volle, ungebundene Freiheit der ersten Kindheit aufgeben muß und vom Stadium der reinen Spielzeit in das der Lernzeit Übertritt. Aber schon vorher bedingt oft, zumal bei Stadtkindern der Einfluß längeren Sitzens einen Unterschied in der Entwicklung der kleinen Mädchen gegenüber den Knaben, da erstere vielfach infolge eines falschen Erziehungsprinzips schon von klein auf mehr auf sitzende oder zum mindesten körperlich untätige Lebensweise hingeführt werden, während man den Knaben reichlichere Gelegenheit zu körperlicher Betätigung bietet. Die Folgen dieser unterschiedlichen Erziehungsweise machen sich allmählich dadurch bemerkbar, daß bei den Mädchen drei Systeme in der Entwicklung Zurückbleiben, nämlich die Muskulatur infolge geringerer Bewegung, das Blut, welches das Brennmaterial für den arbeitenden Muskel, nämlich den Sauerstoff, liefert, und das Herz, das bei geringem Blutbedarf der Muskeln weniger Arbeit zu leisten hat und daher in seiner Entwicklung zurückbleibt. Wir finden daher bei kleinen Mädchen, die in einer solchen falschen, mehr sitzenden Lebensweise während ihrer ersten Lebensperiode erzogen sind, gegenüber ihren Brüdern, die bei der Geburt vielleicht weniger kräftig entwickelt waren, nicht nur schwächere Muskeln und ein schwächeres Herz, sondern auch das Blut enthält ein Defizit an seinem wichtigsten Bestandteil, dem Blutrot, gegenüber dem Blute der Knaben, wie man sich durch direkte Messungen am Blute überzeugen kann. Auf diese wichtigen Erfahrungstatsachen muß gerade heute mit allem Nachdruck hingewiesen werden, wo die Frauen in immer größerer Zahl in die männlichen Berufe einzudringen beginnen, die Eltern aber ebenso wie die Frauenrechtlerinnen zum Teil in der falschen Vorstellung begriffen sind, daß die geistige Ausbildung genügend sei, um zum Beispiel die Gelehrtenstufe auszufüllen. Diese Ansicht ist für die jungen Mädchen sehr verhängnisvoll, denn auch diese Berufe erfordern heutzutage einen sehr gesunden Körper und besonders ein gesundes Nervensystem, und die schwächliche Konstitution, die durch ungenügende körperliche Betätigung in der ersten Jugend erworben wird, ist später nicht mehr auszugleichen.1 Die Schädigungen durch das lange Sitzen in der Schule sind mannigfacher Art. Es könnte vielleicht jemand einwenden, daß die paar Schulstunden schwerlich so erheblich schaden könnten; indes ist doch zu berücksichtigen, daß ein Kind von etwa neun bis zehn Jahren, wenn es richtig gehalten wird, zehn bis elf Stunden Nachtschlaf, also völlige Ruhe hält, daß die vier bis fünf Schulstunden mit ein bis zwei häuslichen Arbeitsstunden und dazu noch die nötige Essenszeit demnach fast die Hälfte 1 Vcrjil. unsere trunken Kolleginnen! D. Sch. der Tageszeit in Anspruch nehmen, so daß die für die körperliche Bewegung übrige Zeit tatsächlich viel zu kurz ist. In späteren Jahren sind es gewisse Berufe, die durch zu vieles Sitzen in ganz besonderer Weise gefährdet sind, wie zum Beispiel das große Heer der hohen und niederen, im Bureau tätigen Beamten, Juristen, Kontorarbeiter, Schreiber usw. Wir finden hier, wo es sich um Menschen mit ausgewachsenem Körper handelt, in erster Linie die Schädigungen durch Blutstauung, durch Verdauungsstörung, durch fehlerhafte Zersetzung der Nahrungsstoffe im Darm bei chronischer Stuhlträgheit. Die sprichwörtlichen Klagen über Launenhaftigkeit, Gereiztheit und wechselnde Stimmung bei Bureaubeamten sind in der Regel auf die schädlichen Folgen des Sitzens zurückzuführen, und es wäre eine interessante Aufgabe nachzuforschen, wie viele Sonderbarkeiten „vom grünen Tische“ sich in letzter Linie als Ausflüsse des vielen Sitzens erweisen.1 Neben diesen allgemeinen Störungen des Organismus bedingt das lange Sitzen noch gewisse örtliche Erscheinungen in den Beckenorganen, die sich in Blutüberfüllung, häufig verbunden mit Erweiterung gewisser Blutgefäße (Hämorrhoiden), äußern und mannigfache Beschwerden hervorrufen. Wenn wir somit sehen, daß übertrieben langes Sitzen den Körper des Heranwachsenden in seiner Entwicklung schädigt, den Erwachsenen aber mit direkter und indirekter Gefährdung seiner Gesundheit bedroht, so muß es hier wie bei all den vielen anderen Schädlichkeiten des Lebens Aufgabe sein, vorbeugend einzuwirken und Mittel und Wege zur Verminderung dieser Gefahren anzugeben. Sind bereits wirklich krankhafte Veränderungen durch diese Schädlichkeiten entstanden, so ist es Sache direkter ärztlicher Behandlung, Heilung zu schaffen. Nach dem oben Gesagten ist es ohne weiteres klar, daß im ersten Kindesalter beide Geschlechter gleichmäßig reichliche Gelegenheit zu körperlicher Betätigung haben müssen und es dürfen bis zur Periode der geschlechtlichen Entwicklung nicht in der Quantität, sondern in der Qualität der körperlichen Übungen Unterschiede bei Knaben und Mädchen bestehen. Vor allem muß durch das Elternhaus eine Korrektur dieser Schädigungen durch reichliche Gelegenheit zu körperlicher Betätigung in und außer dem Hause gegeben werden. Spiele, Sport, Märsche usw. bieten die besten Mittel hiezu und nur bei sehr zarten Kindern bedarf es sorgfältiger Erwägung und ärztlichen Beirates, ob vielleicht durch Liegekuren im Freien mit Schonung der schwachen Kräfte und Nerven und mit besserer Blutversorgung des Gehirns der richtige Weg einzuschlagen ist. Abgesehen aber von diesen Fällen muß das allgemeine Prinzip bei der Vorbeugung immer in ausgiebiger körperlicher Bewegung, und zwar am besten in der freien Luft liegen, und die immer zunehmende Beliebtheit des Ballspieles in allen Formen sowie der vielen sonstigen Spiele im Freien, des Sports und der Reisen zeigt, wie sehr auch die Erwachsenen heute die Wohltaten der Bewegung im Freien als Korrektur des berufsmäßigen, schädlichen Sitzens empfinden. Der richtige Schluß, den man aus dieser Beobachtung ziehen muß, kann nur der sein, nicht immer erst bis zum Sommerurlaub mit der Erfrischung des Körpers zu warten, sondern dauernd, je nach den zeitlichen, örtlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen, dem gefährdeten Körper eine freie Entfaltung der Kraft durch gesunde Bewegung in freier Luft zu bieten, denn dieses fordert die Natur auch bei dem höchst zivilisierten Mitgliede des Menschengeschlechts als Grundbedingung geistiger wie körperlicher Leistungsfähigkeit. (Das sollte jeder gesunde Lehrer sestsetzeu: Täglich eine Stunde ins Freie, ob Regen vl> Schnee, ob Wind ob Sonnenschein! Fiir den franken Lehrer aber gelte das Gebot: Laß nicht eine Minute des sounigeu Wiutertags in der Stube verstreichen I D. Sch.) Ö. V. „Schulhumor“. l. Die Hauptsache: Der kleine Michele wird von der Mutter geweckt mit den Worten: „Michele, stand uf, ’s Schulhaus brennt.“ Michele reibt sich die Augen und fragt: „Ischt der Lehra schau (schon) verbrennt?“ „Jugend.“ 1 Ein bedeutungsvoller Vermerk! D. Sch. Lose Gedanken. 6.) Zeichen der Zeit. Ein neues Jahr! Schon zieht es seine Kreise im Strome der endlos dahinfließenden Zeit. Was wird es wohl am sicheren Strande absetzen? Neue Ideen, neue Kämpfe! Gegenwärtig klingt schier alles in den Ruf aus: „Mehr Realismus!“ Wahrhaftig, der Weckruf ist so unbegründet nicht; denn als ausgebildete Idealisten schweben wir wie in manch’ anderem, so auch im praktischen Unterrichtsbetriebe in höheren Regionen. Hören und lernen unsere Kinder in der Schule ja so vieles — zum Vergessen. Allein „für die Volksschule ist eben das Beste gut genug“. So lassen wir denn in einer Zeit, wo jeder durch und durch realistisch ist, ruhig ab von der übermäßigen Idealität in unserem praktischen Berufsleben!1 Die Sturmfluten der jüngsten Vergangenheit können wir doch nicht gleichgültig über die Schule des Volkes ergehen lassen. Sollte sie nun ja buchstäblich ein „Mädchen für alles“ sein! Da verlangt der eine zu den bisherigen Gegenständen besonderen Kunstunterricht, der andere Handfertigkeitsunterricht und zwar in Korbmacherei, Tischler-, Drechsler- und Schmiedearbeiten u. dergl.; der dritte wieder fordert Unterricht im Schwimmen, wenn nicht anders möglich, so auf dem Trockenen, der vierte im Eisläufen und im Skifahren, der fünfte speziellen Unterricht im Kochen — auch für Knaben — der sechste besonderen Unterricht im Weinbau, in der Viehzucht und in der Landwirtschaft, der siebente in der Bürgerkunde u. s. w. Nun, wir wollen die Wichtigkeit und den Nutzen dieser Gegenstände durchaus nicht in Abrede stellen oder verkennen. Aber wohin gelangen wir? Wie schaffen wir uns die Zeit für soviel Unterrichtsstoffe? Von Gründlichkeit kann keine Rede mehr sein. Es wäre denn, man räumte den Kindern zum Verdauen so vieler Kost mehr Zeit ein. Die Folge würde die Erhöhung der Schulpflicht sein. Da erhöhten sich aber auch wieder die „Schullasten“. Ein Konflikt mit den Steuerträgern wäre unabwendbar. Darum wird auf manche der Anregungen Verzicht geleistet werden müssen. Und dennoch sind alle Einsichtsvollen davon überzeugt, daß eine zeitgemäße Abänderung der Lehrpläne in der Tat notwendig ist. Es wäre zu wünschen, wenn dabei der Grundsatz: „Zuerst das Notwendigste und Nützlichste, dann nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Zeit andere Stoffe“ mehr zur Geltung käme. Wäre es nun z. B. nicht auch besonders gut, wenn die Jugend neben den Hauptdisziplinen der Volksschule vor allem gründlich lernen würde: wie und was die Menschen essen, wie und was sie trinken sollten, wie schädlich die Spirituosen sind, nicht nur für den Einzelnen, sondern für die ganze Nation, wie nachteilig und überflüssig das Rauchen ist insbesondere für die Jugend und das zarte Geschlecht; sollten die Kinder nicht auch ebenso gründlich lernen, wie sie wohnen, wie sie schlafen und wie sie sich kleiden müßten, um gesund bleiben zu können? Lauter Lebensfragen für jeden Menschen! Wieviel ungemein Nützliches ließe sich darüber sagen! So aber konnten diese so unbestreitbar wichtigen Kapitel bisher im günstigsten Falle nur oberflächlich berührt werden. Nach eingeführten Lesebüchern sollten aber die Kinder — auch an Schulen niederster Kategorie — gegenwärtig vielmehr lernen, wie z. B. die Bambusfaser in der elektrischen Glühlampe zu Glühen kommt oder wie die Kohlenstifte in der Bogenlampe zum Leuchten gebracht werden u. dergl. m. Wir haben in erster Linie doch nicht Elektrotechniker u. ä. heranzubilden. Was nützte übrigens diese Kenntnis dem Bauer, dem Taglöhner, dem Handwerker? Fragen wir aber einmal einen ehrlichen gebildeten Menschen, der, sagen wir, eine Mittelschule absolviert hat, wieviel er in vier bis fünf Jahren nach seinem Austritte aus der Mittelschule von all diesen Dingen noch weiß; sein Bekenntnis würde verblüffen. Und der Volksschüler erst! Wieviel sollte der von all dem Wissenskram behalten haben! Was für einen Sinn hat es weiter, die Kinder an einer abgelegenen zwei- oder dreiklassigen Landschule mit dem Notenlernen und Notensingen zu plagen! Es ist jammerschade um die kostbare Zeit, die darauf verwendet wird. „Wenig, aber dieses Wenige gründlich und genau!“ Diese Wahrheit sollte stets zur Richtschnur dienen; nur dann kann von einem „unverlierbaren Eigentume“ gesprochen werden. Wie sagt doch der bewährte Praktiker Trunk in seiner Besprechung über den neuen Normallehrplan für Bürgerschulen: „Wer über die Sache 1 Man sollte es, wenn inan klug ist, in der Politik nicht anders halten. D. ®ch. nachdenkt, wird finden, mit wie wenig Kenntnissen die meisten Menschen eigentlich im Leben auskommen.“ Wenn nun hier dem praktischen Moment das Wort geredet wird, so möchten wir damit nicht die Auffassung vertreten wissen, daß jeder ideale Sinn aus dem Unterrichtsbetriebe verbannt werde. Eine gewisse ideale Höhe wird der Unterricht immerhin beibehalten müssen. Auch die Naturwissenschaften, die in den letzten Jahren einen großartigen Aufschwung genommen haben, werden nach der zur Verfügung stehenden Zeit gewürdigt werden müssen. Die Volksschule hat jedoch nicht die Aufgabe, für verschiedene Zweige Fachleute heranzubilden; vielmehr steht da der Mensch in seinem Handel und Wandel, in gesundheitlicher und damit zugleich wirtschaftlicher Beziehung obenan. Nur von diesem Gesichtspunkte aus kann das Problem für die wahre Glückseligkeit gelöst werden. Bei der Revision der Lehrpläne für Volksschulen sollten darum die unentbehrlichsten Kapitel über Gesundheitspflege und naturgemäße Lebensweise, die einen großen wirtschaftlichen Vorteil in sich bergen, voll und ganz gewürdigt werden. Alois Eppich in St. Anna bei Obdach. Ratschläge für die Vorbereitung jur Sürgerschntlehrerprüfnug. 25. Dorvemcrkung. Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß die vorhergehenden Ratschläge, bezm. die betreffenden Jahrgänge vorrätig sind und. daher uachbestellt werden können. Hiebei genügtes, daß man sich die Jahrgänge 1907 und 1908 kommen läßt, da in den Heften von 1905 lediglich einleitende Bemerkungen enthalten sind. a) Pädagogik: Ein neues Buch wird anzuschaffen sein: „Geschichte der Pädagogik in Vorbildern und Bildern", herausgegeben von Friedrich v. Werder; Verlag: Dürrsche Buchhandlung in Leipzig; Preis 5 K 50 h. — In dein stattlichen Bande findet der „Leser" so manches, worauf sonst sein Sinn nicht stößt, was aber von Bedeutung ist. Hauptsächlich ist der jedesmalige Abschnitt „Würdigung" genau in Rücksicht zu ziehen. Freilich erscheinen nicht die österreichischen Schulverhältnisse zur Grundlage genommen. Indes das schmälert den Wert des Buches ivenig. Spräche sonst nichts für die Güte, so genügt allein der Hinweis auf die 22. Auflage. — Wer schon im Mai losrücken will, dringe im „Sehrbuche" vor; wer sich jedoch bis zum November Zeit läßt, was ich anrate, „lese" das angeführte Werk, um wiederholend manches mit neuen Gedanken zu nmweben. — 42. Thema: Der historische Parallelismus zwischen Kultur- und Literaturgeschichte und der Geschichte der Pädagogik im Zeitalter der Reformation. — 48. Thema: Der reale Zug im Unterrichtswesen bis Pestalozzi. — 44. Thema: Auf- und niederwogende Pädagogik bis Pestalozzi. Was bedingte den Wellengang? — b) Deutsche Sprache: Bisher wurden Werke der Literatur angeführt, die dazu angetan waren, dem Stoff in der allgemeinen Weltgeschichte einen plastischen Hintergrund zu verleihen. Diese Verknüpfung werden wir leider nicht fortführen können, weil wir sonst mit dem Leseqnantum, das unter allen Umständen gefordert wird, nicht zuendekomm.en. Wir landen vor Schiller. Zunächst verfolge man sein Leben, damit man seine Werke in ihrem tiefsten Wesen erfasse! Das Jubi-läumsjahr (1905) hat ja eine reiche Schiller-Literatur geschaffen, so daß sicherlich irgendein Büchlein zur Hand sein ivird. Eine zu umfangreiche Biographie würde aufhalten und zudem den Überblick erschweren. Ich warne vor der Weitläufigkeit; sic hat schon manchen Prüflings-kandidaten ermattet. Nach der Biographie einen Blick in Scherers Literaturgeschichte und dann rasch an die Lektüre! Bei keinem Dichter ist die Gefahr des oberflächlichen Studiums so groß wie bei Schiller. Man kennt seine Balladen von der Schulbank her — dem Wortlaute nach — und vermeint, sie auch innerlich erkannt zu haben. Wie unreif war doch damals die Auffassung, da man die schönen Verse klappern mußte! Wie ganz anders durchblickt man heute den Ausbau, den Grundgedanken, die dichterischen Schönheiten! Ein Kommentar ist unerläßlich. Will man sich nicht mit den bekannten Schulausgaben, von denen einige bereits angegeben wurde», begnügen, so empfehle ich die Anschaffung des Werkes „Aus deutschen Lesebüchern" von Frick, Gaudig und Pvlack. Band V enthält Schillers Dramen; kleinere Dichtungen findet man im 8. und 4. Bande behandelt. Preis der beiden 4. Bände 14 K 40 h, des 5. Bandes 2. und 3. Teil dasselbe. Anschaffung für die Bezirkslehrerbücherei! — 30. Thema: Der Grundgedanke in den Balladen Schillers. — 37. Thema: Schiller als Epiker. — 38. Thema: Der Aufbau „des Liedes von der Glocke". — 39. Thema: Der kulturhistorische Hintergrund in der Elcgie „Der Spaziergang". — c) Geschichte: Von jetztab muß in der Tabelle für die österreichische Geschichte ein breiter Raum offen gelassen werden. Der Pragmatismus gewinnt immer mehr an Bedeutung. Man ist ooii den Lehrbüchern der Bildungsanstalt her gewohnt, die Ereignisse so ohnemeiters hitizunehrnen und die Daten pflichtgemäß einzuprägen. Dieses schülermäßige Aneignen bezieht sich hauptsächlich ans das gerade vorliegende Kapitel. Die Reihe der Kaiser nennen, ein paar Schlachten aufzählen, ein paar Anekdoten wiedergeben — und die Sache ist erschöpft. Wie einfältig I Es liegt soviel Diplomatie, soviel Denkstoff gerade in der Übergangsperiode von den Staufen zu den Habsburgern, soviel Material, das mit seiner Wirkung bis auf unsere Tage heraufreicht, daß es schade wäre, wenn der reife Mann alles in dem Sinne faßte, wie es der Knabe entgegennahm. Wo das Lehrbuch noch eine Lücke offen läßt, dringe die eigene Überlegung ein und schaffe die Gründe zutage! Warum man gerade Rudolf zum Könige wählte? Unser Lehrbuch von anno dazumal erklärt es in naiver Weise, so recht bequem, familiär. Und doch steckt hinter der Wahl ganz was anderes, als was hundertmal vvrgetragen und abgeprüst wurde. Also Geist, Geist in die Massen prägen und die Dinge nehmen, wie sie sich naturgemäß entwickelten! Lektion: Bis 1492! — 35. Thema: Was bestimmte die Kurfürsten zur Wahl Rudolfs von Habsburg? — 36. Thema: Die Politik der erste» Habsburger und ihre Erfolge. — 37. Thema: Die Weltlage zur Zeit Karls IV. — 38. Thema: Welche Folgen halte der Fall von Konstantinopel für die europäischen Staaten? — 39. Thema: Die Entwicklung des gotischen Stiles. — ei) Geographie: Es wird gut sein, „Tischendorfs Präparationen" (Verlag Wunderlich in Leipzig) schon jetzt zuratezuziehen, um mit dem Sachlichen, das uns naherückt, auch gleich das Methodische einzubeziehen. Dabei gebe ich wieder den Rat, vor allem sein eigenes Urteil zu prüfen, indem man ans der Bodengestalt Schlüsse zieht und dieselben durch das empfohlene Werk kontrolliert. Immer nur das nachsngen, was uns andere vorgedacht haben, ist unmännlich und auch nicht beglückend; man soll selbst finden und sich über die erarbeiteten Stoffe freuen! — Es ist selbstverständlich, daß im gegenwärtigen Zeitpunkte sich das Interesse den Balkanstaaten znwendet. Daher klug sein und dorthin den Schwerpunkt verlegen! Die nächste Lektion beginnt mit der Geographie von Österreich-Ungarn. — 29. Thema: Handelslinien ans dem europäischen Kontinent. — 30. Thema: Unsere wirtschaftlichen Interessen auf dem Balkan. — 31. Thema: Jnwieferne hat die geographische Lage Englands zu seiner Größe beigetragen? — e) Naturgeschichte: Wir kommen zur Mineralogie, nachdem uns die anorganische Chemie mit den Baustoffen der Mineralien bekannt gemacht hat. Als „grundlegendes" Buch genügt der Leitfaden der Mineralogie und Geologie für die oberen Klassen der österreichischen Realschulen von Hochstetter und Bisching, 19. Auflage, Preis 2 K 80 1>, Verlag Alfred Hölder in Wien. — Die Kristallographie erscheint im Anfänge als harter Brocken. Man erschrecke nicht zusehr! Zwei Stunden persönliche Unterweisung vonseite eines Sachkundigen würden zwanzig Stunden Kopfzerbrechen ersparen. Wer also nur irgendwie eines Ratgebers habhast werden kann, wende sich an ihn! Zeigt dieser an einigen Drahtmodellen das Prinzip der einzelnen Systeme, so ist das Kapitel gewonnen. Muß man sich jedoch ohne Hilfeleistung durchfretten, dann ist es unbedingt geboten, die im Buche gezeichneten Modelle aus Draht herzustellen, um daran die Achsenverhältnisse zu studieren. Die Pappmodelle (Grundformen) liefert die Erste oberösterreichische Lehr- und Lernmittelanstalt in Linz, Lehrerhaus, um 5 K. — Mit dem Studium der Kristallographie ist indes noch nicht alles gewonnen. Von der Kenntnis bis zum Erkennen ist gerade hier ein großer Schritt. Zwei Stunden Anleitung bringen wieder zwanzig Stunden mühsamen Versuchend herein. Man pilgere zu einem Fachmanne und lasse sich von ihm das zu beobachtende Stück „stellen". In der Aufstellung liegt eben der Witz. Es finden sich oft die unglaublichsten Kombinationen, die, oberflächlich betrachtet, auf falsche Fährten führen. — Hat man den Abschnitt erledigt, so lege man sich eine Tabelle an: In die Mitte den Namen des Systems, links die Achsenverhältnisse mit der Bezeichnung, rechts die verzwickten Namen. Ein bißchen Griechisch kommt hiebei sehr zu statten. — f) Hlaturkeljre: Weil wir nun schon einmal mit der Chemie beginnen mußten, lim für die Mineralogie die Vorbegriffe zu sichern, so setzen wir das Studium in diesem Gegenstände fort. Der zweite Teil des Lehrbuches von Dr. Jos. Mitteregger (Verlag Alfred Hölder, Wien, I. Rotenturmstraße 13; Preis 2 K 22 h) behandelt die organische Chemie. Der Stoff bietet viel aus dem praktischen Leben und birgt daher ein lebendiges Interesse. Lektion: Bis zu den Kohlehydraten. — g) Arithmetik: An den in Folge 24 empfohlenen Unterrichtsbriefen von Prof. Ludwig wird der gesamte Stoff wiederholt, geläutert und gründlich befestigt. Die Briefe sollen indes nicht Krücken sein, um einem das selbständige Schreiben zu ersparen, sondern lediglich Kontrolleure. Darum darf man die Auflösung erst dann znrateziehen, wenn inan selbst eine zeitlang an der 'Ausgabe genagt hat. Damit ich dessen in allen Fällen sicher bin, lasse ich durch den Herrn Kollegen Josef Rust in Bensen (Böhmen) allemal ein paar Beispiele mit dem Bemerken entsetzen, daß die Auflösungen an ihn gesendet werden mögen. Er korrigiert sie gegen 10 h Honorar für je eine Aufgabe. (Marke zur Rücksendung beilegenl) Ein mathematisches Turnierl Es wird manchem vor den grimmen Herren am grünen Tische Mut einflössen. Bis nächstens versuche man die Kraft an folgenden Aufgaben: 1.) log (2X + 5) + log (6X + 8) * log (3X + 1) + log (4X + 15) 2.) 5X X 8y = 200.000 x + y = 7. h) Geometrie: Ich gebe dem genannten Herrn Fachlehrer Josef Rust in Bensen (Böhmen) das Wort. Er sagt: „Trigonometrie! Für das Selbststudium leistet das Büchlein von H. B. Lübsen: Ausführliches Lehrbuch der ebenen und sphärischen Trigonometrie, Leipzig, Friedrich Brandstätter (Mark 2"40) ausgezeichnete Dienste. — Es handelt sich hauptsächlich um vollständige Klarlegung der trigonometrischen Grundbegriffe sin, cos, lang, cotang. Immer hat man sich vor Augen zu halten, daß jede einzelne Winkelfunktion ein „Verhältnis" darstellt u. zw. das Verhältnis je zweier entsprechender Seiten im rechtwinkeligen Dreiecke. Auch die wirkliche Ausrechnung der Funktionen für die Winkel von 30°, 45°, 60° nach bekannten planimetrischen Sätzen ist sehr wichtig." — i) Zeichnen: Prof. Rodts Unterrichtsbriefe (Vgl. die betreffende Ankündigung!) sind der beste Wegweiser. — j) Landwirtschaft: Wer aus diesem Gegenstände eine Spezialprüfung ablegen will, muß in der Mineralogie mit uns Schritt halten. — (Fortsetzung folgt.) Das Jahrhundert des Kindes. Das Kind ward Mode! — Wo man hört und schaut, Zeigt alle Welt sich plötzlich kindsverständig. Längst ward die „Sehnsucht nach dem Kinde“ laut, Sogar der „Schrei“ nach ihm tönt höchst lebendig; Vom „Recht des Kindes“ predigt man erbaut, Und auf die Schule schilt man ganz unbändig. Des Kindes Künstlerschaft wird früh genährt, Und bald wird es geschlechtlich aufgeklärt. Viel Gutes, traun, bringt dieser Zug der Zeit — Doch artet er nicht aus in Sport und Faxen? Es gab doch Kinder schon seit Ewigkeit, Seit sich die Erde dreht um ihre Achsen; Und unbemerkt, in Ruh und Einfachheit Sind unsre größten Männer aufgewachsen. Macht nicht so viel wohlmeinendes Getös Die heut’gen Kinder altklug und nervös? Was ist das Kind? — Im Kleinen eine Welt Voll ahnungsvoller Träume und Gestalten — Ein junger Baum, vom ersten Saft geschwellt, Der sich zu eignen Trieben will entfalten, Und wer dem Pflänzchen ward zur Hut bestellt, Soll zart und unaufdringlich seiner walten. — Glaubt irgend jemand, daß man Keime weckt, Wenn man sie stets befühlt, was drinnen steckt? Das Kind zeigt selber, was es will und kann. Vorzeit’ge Förderung wirkt oft gegenteilig. Gebt Antwort, wenn es fragt — jedoch erst dann! Denn als Versuchsobjekt ist es zu heilig. Nur wenn in Not und schwerem Leidensbann Ein Kind sich quält, da helft ihm, helft ihm eilig I — Zu früh beginnt des Lebens Kampf und Pein — Wohlan: Drum laßt die Kinder Kinder sein! Aus der „Jugend“. Die Verdauungsorgane — geheimnisvolle Werkstätten. Von Hans Richter, Oberlehrer in Seiz bei Kammern, Steiermark. (Fortsetzung.) Wie sich die Arbeiter in den Werkstätten beschmutzen, so auch diese Arbeiter. Es bleiben Speisereste an ihnen hängen. Wird nun in der Nacht die Mundhöhle geschlossen, so beginnen diese Reste zu gären, zu faulen und beschädigen durch die sich dabei entwickelnden Säuren die Zähne. Diese werden faul und beginnen allmählich zu schmerzen. Jeder Zahn ist mit Nerven und Blutgefäßen versehen. Wie der Nerv von der Fäulnis ergriffen wird, schmerzt der Zahn. Ihr wißt, was der Vater mit den faulen Äpfeln, Rüben, Erdäpfeln, Knollen u. dgl. tut. Was geschieht, wenn man den faulen Apfel bei den ändern liegen läßt; die faule Rübe bei den Rüben; das faule Kraut bei den gesunden Köpfen ? (Es faulen auch die frischen, gesunden.) Das Gleiche findet auch bei unseren Zähnen statt. Ein fauler Zahn steckt den anderen an. Durch Ausschneiden oder Ausputzen der faulen Teile kann man Äpfel, Rüben, Kraut u. dgl. längere Zeit erhalten. Auch die Zähne kann man durch Beseitigung der faulen Teile erhalten. Der Zahnarzt richtet uns die Zähne. Er entfernt die Fäulnis und füllt die entstandenen Löcher mit Zement, Silber, Gold oder anderen Stoffen aus. Wir sagen, er plombiert sie. Ist der Zahn aber zum größten Teile faul, dann muß er heraus. Der Arzt zieht ihn. Oft wird die Wurzel faul, die im Kiefer steckt und es bildet sich Eiter. Dieser kann durch den Zahn nicht durch, er frißt den Kiefer und die Haut durch und sickert dann heraus. Wir haben eine Zahnfistel bekommen. Furchtbare Schmerzen müssen wir leiden und das Gesicht verschwillt arg. Schwer heilt der ausgefressene Gang wieder zu und eine häßliche Narbe, die nie mehr verschwindet, bleibt davon zurück. Ein solches Zahnwurzelgeschwür kann aber noch einen schlimmeren Ausgang nehmen. Der Eiter kann sich längs des Kiefers weiterfressen und wir verlieren dabei mehrere oder alle Zähne. Der Kiefer muß dann aufgestemmt und der Eiter herausgekratzt werden. Ja, man kann sogar den ganzen Kiefer verlieren. Was macht ihr nun, wenn ihr Zahnweh habt? Ihr reibt euch die Wange und das Zahnfleisch mit Knoblauch, Kampfer oder mit verschiedenen „Geistern“, wie sie eure Eltern daheim haben, und glaubt, das Zahnweh soll davon gut werden. Ein- oder das anderemal hilft es, aber sobald die Fäulnis den nicht abgestorbenen Zahnnerv wieder befällt, gibt es neue Schmerzen. Das Einreiben mit irgendeinem Stoffe würde einen faulen Apfel, eine faule Rübe u. dergl. nicht vor der fort- schreitenden Fäulnis bewahren, ebensowenig eure Zähne. Bittet die Eltern, daß sie euch zum Zahnarzte schicken, damit dieser euch den Schaden richtet! Jedes Einschmieren und Einreiben ist nutzlos. Durch fleißige Pflege, durch sorgfältiges Reinhalten erhaltet ihr euch die Zähne. Meidet den Wechsel von sehr heißen und kalten Speisen und Getränken! Suchet nicht harte Gegenstände, wie Nüsse u. dergl. aufzubeißen! Stochert nicht mit Messern und Gabeln in den Zähnen herum 1 Seht öfter nach, ob die Zähne gesund sind! Morgens und abends gebrauchet die Zahnbürste! Zweimal im Leben wechseln wir diese Arbeiter. Im Alter von 6 — 8 Jahren verlieren wir die ersten Zähne, die sogenannten Milchzähne. Sie werden locker und fallen aus. Dann wachsen uns die bleibenden. Wollen die Milchzähne den bleibenden durch ihr Ausfallen nicht Platz machen, so müssen wir sie ziehen lassen; sonst erhalten wir ein Doppelgebiß oder die bleibenden Zähne wachsen schief. b) Nun verlassen wir diese Werkstätte und begeben uns durch diesen langen, engen finstern Gang, die Speiseröhre oder, wie ihr zu Hause sagt, den Schlund, in eine große Werkstätte, den Magen. Schlucken wir zu große Bissen, so bleiben sie in der Speiseröhre stecken, da dieselbe ziemlich eng ist. Der Gegenstand drückt dann auf die dahinterliegende Luftröhre, was unter Umständen tödlich werden kann. Ebenso gefährlich können spitze Gegenstände, wie Gräten, Knochen, Nadeln, Kerne u. dergl. m., werden, da dieselben sehr leicht in der Speiseröhre stecken bleiben. Manche Mädchen haben die Gewohnheit, Nadeln, die sie nicht augenblicklich brauchen, mit den Lippen zu halten oder in den Mund zu nehmen. Wie oft ist es schon vorgekommen, daß dann die Nadel geschluckt wurde! Diese üble Gewohnheit darf nicht geduldet werden. Ist ein Bissen in der Speiseröhre stecken geblieben, so trachte man denselben durch Schläge auf den Rücken, durch plötzliches Hochheben beider Arme (beides an Schülern vornehmenI) oder durch Trinken von Wasser in den Magen oder in den Mund zu bringen. Haben wir aber spitze Gegenstände verschluckt, welche in der Speiseröhre stecken blieben, so rufe man ungesäumt den Arzt. Die Magenwerkstätte hat zwei Tore. Hier seht ihr dieselben. Das Eingangstor heißt Magenmund, das Ausgangstor Pförtner. Dieses Tor läßt sich öffnen und schließen. Von Zeit zu Zeit tritt hier eine bestimmte Menge Speisebrei in den Darm. Diese Werkstätte ist eine längliche, häutige und sackförmige Erweiterung, des Verdauungskanales. Sie liegt hier in der Bauchhöhle und dient zur Ansammlung der aufgenommenen Nahrung, die meist einige Stunden 'darin verweilt, und zur Verdauung. Die Arbeiter sind hier die Schleimund Labdrüsen. Die Schleimdrüsen sondern Schleim ab, der die Aufgabe hat, die Innenfläche des Magens glatt und schlüpfrig zu erhalten. Die Lab- oder Magendrüsen sondern den Magensaft ab, welcher eine durchsichtige, wasserhelle oder gelbliche Flüssigkeit mit eigentümlich saurem Gerüche und Geschmacke ist. Der Magensaft löst die vorher unlöslichen Eiweißstoffe ganz oder teilweise auf. Er zerstört auch manche mit den Speisen eingedrungene Krankheitserreger. (Fortsetzung folgt.) SpracbuttricbtlgRcitcn der Scbulspracbe. 30.) „herum" imb „umher". — Man verwendet diese Wörter vhne Regel und Wahl. Einmal heißt es: „Die Kinder sprangen Herum" — ein andermal: „Sie gingen im Kreise umher und sangen." Beidemal ist die Redewendung falsch. — Zerlegen wir zunächst „Herum"I Es besteht ans „her-" und „um". Der erste Teil drückt eine bestimmte Richtung nach einem Punkte ans. Dieser Punkt ist der Sprechende, im übertragenen Sinne irgend ein bestimmtes Ziel. Die Partikel „um" beutet auf den „Um"-fang des Kreises. Die Zusammensetzung ergibt demnach: Bewegung im Kreise mit einem bestimmten Ziele, dem Mittelpunkte des Kreises. Anders steht es mit „umher". Die Richtung ist unbestimmt, sie strebt eher von einem Punkte weg als zu ihm. Also zentrifugal! Das Bestimmungswort ist entscheidend, Bei „her-um" zielt es zum Mittelpunkte (zentripetal), folglich gibt es einen solchen; im zusammengesetzten Worte „um-her" herrscht jedoch der Umfang vor und man läßt einen Zielpunkt, den Mittelpunkt, aus dem Auge. Dadurch zerfliegt der Kreis. — Ans diesen Betrachtungen ergibt sich die Richtigstellung für die eingangs erwähnten Beispiele: 1.) „Die Kinder sprangen umher", d. H. von einem Sammelpunkte aus (zentrifugal) vhne ein bestimmtes Ziel. — 2.) „Sie gingen im Kreise herum und sangen" — etwa bei einem Turnspiele. Der Kreis wird festgezogen, alles sieht zum Mittelpunkte, also nach einer bestimmten Richtung. — Das Verslein: „Schaut nicht um, schaut nicht um; es geht ein schwarzer Mann herum" — ist demnach richtig. — Falsch jedoch ist es, wenn man spricht: „Ich gehe auf dem Felde herum. Der Jäger streift im Walde Herum." Ein Umlaufheft für pädagogische Fragen. Es wird von den Milarbeitern benützt, um Anfragen über Gebiete der Pädagogik und besonders über das der Schulpraxis zu bringen, um die entsprechenden Antworten aufzunehmen,„um Diskussionen einzuleiten. Anfänger würden Ratschläge suchen und finden, manche kleine Anregung, die, als zu geringfügig, nicht an Redaktionen eingesandt wird, könnte im Umlaufhefte zur Wirkung gelangen. Nach Zurücklegung eines Turnus’ würde die Schriftleitung eine Sichtung der Eintragungen vornehmen, um gegebenenfalls Passendes in den „Blättern“ zu veröffentlichen. Das Heft, eigentlich ein Buch, wäre von jedem Benützer gut verpackt, jedoch nicht versiegelt oder verklebt, mit 30 h frankiert, mit dem Vermerke „Buch“ versehen, an die vorn im Buche zunächst verzeichnete Adresse zu senden. Als Benützungsdauer könnten drei Tage genügen, am vierten Tage wäre es abzusenden. Um den Verbleib des Buches kontrollieren zu können, wäre es angezeigt, beim Absenden jedesmal die Redaktion der „Blätter“ auf einer Korrespondenzkarte oder billiger durch irgendein Stück bedruckten Papieres, (Porto 3 h, rückwärts Name des Absenders und der Vermerk: U. a.), hievon zu verständigen. Mit Bezug auf die Eintragungen würden zu beachten sein: 1.) Die Eintragungen müssen mit dem Gebiete der Pädagogik in irgendeinem Zusammenhänge stehen. 2.) Meinungsverschiedenheiten sind friedlich, ohne unnötigen Gefühlsaufwand einzutragen. 3.) Vor dem Wegsenden ist in die hiefür bestimmte Rubrik das Datum der Ankunft und Absendung einzutragen. Wer an den angeregten Gedankenaustausch teilnehmen will, möge seine Adresse baldmöglichst bei der Redaktion anmelden. F. C. in W. Seifenblasen. Erzählung von Ed. Buxbaum. (Fortsetzung.) Ich besah mir rundum das kleine Haus. An der Bretterwand einer Scheune bemerkte ich Kreidezeichnungen von Kinderhand. Was stellte das vor? Eine Ziege mit vier Hörnern, wie ich sie auf der Wanderung durchs Tal so häufig gesehen hatte, dann einen Radfahrer, alles unbeholfen; aber die Zeichnung verriet eine ganz bedeutende Beobachtungsgabe. Sollte das der Idiot gemalt haben? Der Hund tanzte immer noch mit wildem Gebell um mich, offenbar hatte er Sorge, daß ich das Innere des Hauses betreten könnte. „Bubi“, gellte es da durch die Luft und das Hündlein lief wie besessen auf die Straße einem etwa zehnjährigen Knaben entgegen, der in tollen Sprüngen dahergehopst kam. Das Tierchen sprang ihm vor Lust am Wiedersehen bis zu den Schultern hinauf und so kamen sie nun zu zweien auf die Hütte losgestürmt. Als der Knabe mich sah, grüßte er freundlich und kündete mir an, daß seine Eltern sofort kämen. „Ist das deine Kunst, Kleiner?“ fragte ich, auf die Zeichnung weisend. Er nickte, daß seine Locken tanzten, und wurde feuerrot. Mit strahlendem Gesichte wies er auf eine Zeichnung, die ich nicht bemerkt hatte. „„Das bin ich und der Bubi.““ „Schau, schau, du bist ja ein kleiner Künstler, den Bubi hast du wohl recht lieb?“ „„Na ja — der kann aber auch was, Herr! Aufwarten, Bitten, Körberltragen und noch viel, ich hab’s probiert, ihm, ach““ — und da fing er wie närrisch zu lachen an. „Nun — was hast du probiert?“ „„Nichts — die Mutter sagt immer, der Bubi hat mehr Verstand als die Hanni.““ „Das ist deine Schwester?“ „„Freilich!““ „Wie alt ist sie denn?“ „„Zwölf Jahre. Wissen’s, Herr, sie ist ja ein Tepp.““ Das sagte der Bub so gleichgültig. „Aber du wirst einmal was Tüchtiges werden, nicht?“ „„Ein Holzknecht, sagt der Vater, und wissen's,"" dabei wurde seine Stimme leiser, „„der Vater kriegt soviel einen Zorn, wenn ich so Manderl zeichne. Er sagt, das ist grad so was Unnützes, wie das Seifenblasen machen. Aber die Hanni darf’s tun, weils e ein Tepp ist.““ In mir begann sich vieles zu hellen. Ich verstand den Schindelmacher schon zum Teil. Jetzt war ich neugierig geworden, wirklich neugierig, es war schon etwas anderes als Teilnahme. „Hast du noch Geschwister?“ „„Ja, drei, die kommen e mit der Mutter gleich.““ Ich warf wieder einen Blick auf die Straße. Da kamen sie schon. Schnell reichte ich dem Knaben ein Geldstück für ihn und seine Geschwister. Er nahm es dankend an und steckte es in sein zerlumptes Höslein. Die Kinder mußten das Schenken gewohnt sein. — Also das war des Schulleiters Gemahlin: halb wie ein Bauernweib, halb wie eine herabgekommene Fabriksarbeiterin. Er stellte mir sein Weib vor. Wäre die Lage der Leute nicht so erbärmlich gewesen, man hätte lachen müssen, wie komisch-gravitätisch der Mann in den Holzknechtkleidern mit den Stadtmanieren sich ausnahm. Ich bekam meine Milch, ich blieb bei der Abendsuppe der Familie, ich blieb auch bei ihnen über Nacht, im Heu auf dem Boden. Aber geschlafen habe ich dort wenig oder eigentlich nichts, denn mein Hausherr und Gastgeber rechnete mich in dieser Nacht zu seinem Freunde. Es wäre ihm aber besser gewesen, ich hätte ihn nie gesehen. War ich vielleicht der einzige Mensch in seinem Leben, der ihn verstanden hatte? Oder nicht? — Es war vielleicht neun Uhr, als ich mich erhob. Ein großer Stern leuchtete am südöstlichen Himmel und blitzte und flunkerte, daß es eine Pracht war. Wir standen beide, der Schindelmacher und ich, an der Haustür, das Weib und die Kinder schliefen schon. „Sehen Sie, wie herrlich der da oben seine Wachtrunde beginnt“, sagte der Schulleiter. „„Es ist wirklich ein Schauspiel ohne seinesgleichen, diese wunderbare Sternenwelt!““ „Und unsere Worte sind dazu das reinste Hundegekläff.“ (Fortsetzung folgt.) 14. Frage: Körderütaffen an den Stadtschulen oder nicht! § 6 der Schul- und Unterrichtsordnnng enthält folgende Stelle: „Ferner können für den Unterricht nichtvollsinniger oder schwächer veranlagter Kinder, wo es die Verhältnisse erfordern, mit Bewilligung der Landesschulbehörde besondere Hilfs- oder Förderklassen eingerichtet werden." — Und weiter heißt es im Ministerialerlasse vom 29. September 1905, Z. 13.200: „Dasselbe (Die Mitteilung über die praktische Erprobung. D. Sch.) gilt auch bezüglich der Einrichtung eigener Förderklassen für schwächer veranlagte Kinder; doch wird hinsichtlich dieser bemerkt, daß diese Einrichtung im System noch nicht ganz ausgereist ist und daß daher die Landesschulbehörden an solche Einrichtungen nur nach reiflicher Überlegung heranzutreten haben." — Nachdem es nun allenthalben üblich geworden ist, im Sinne der in den „Blättern" wiederholt ausgesprochenen Forderung zu Schnlenqueten auch die Lehrerschaft heranzuziehen, so müssen ivir Material sammeln, um gegebenenfalls gerüstet zu erscheinen. Den Urteilen wird ehestens entgegengesehen. Die Arbeit des Bienenzüchters. Jänner und Feber. Es wurde mir die ehrende Aufgabe zuteil, in diesen Blättern die Sorgen und Arbeiten des Imkers im Kreisläufe des Jahres von Folge zu Folge zu behandeln. Ich werde mich befleißen, jedem etwas zu bieten, sowohl dem Anfänger als auch dem Fortgeschrittenen; auch stehe ich gerne auf brieflichem Wege den Kollegen zur Verfügung. — Winterruhe nennt der Imker die gegenwärtige Zeit. Wohl dem, dessen Imlein auch wirklich Ruhe genießen, denn je weniger die Bienlein gestört werden, desto geringer ist die Zehrung, die Gefahr der Ruhr, die Zahl der Toten. Was kann nun diese Winterruhe stören? wird man fragen. Gar vieles ist da zu befürchten. Vor allem sind es die Mäuse, die schon im Herbste das Bienenhaus gern aufgesucht haben. Die Hausmaus und die Feldmaus suchen gern die Stöcke auf, um den Honig und ganz besonders den Blütenstaub zu naschen, ja sie richten sich in der behaglichen Wärme des Stockes häuslich ein. Weit größer als der Schaden durch diesen Diebstahl ist jener, den das Volk im Stocke durch die beständige Beunruhigung erfährt. Deshalb muß der Imker die Fluglöcher wohl verwahren, damit keine Maus durchschlüpfen kann. Fluglochschieber gibt es eine große Menge. Dabei aber vergesse man nicht auf die Spitzmaus; sie ist ein gar gefährlicher Feind, denn sie frißt die Bienen vom Winterknäuel weg und kann dem Imker das schönste und stärkste Volk zugrunde richten. Es ist unglaublich, wo dieser winzige Bienenfeind durchzuschlüpfen imstande ist. Eine Spalte von 1 cm Breite hält ihn nicht zurück. Es haben sich Fälle ereignet, wo durch 8 mm breite Schlitze die Spitzmaus in den Stock zu gelangen wußte. Man erkennt ihre Arbeit sofort, denn ausgefressene Bienenleichen und Teile der Biene verraten ihre Anwesenheit. Wer also im Innern des Stockes Teile vom Bienenkörper findet, der kann sicher sein, daß die Spitzmaus hereinkann, und er muß das Flugloch enger verwahren. Fortsetzung folgt.) „Schulhumor“. 2. Geographisches: Wo war Judas zu Hause? In Aich (Ort bei Karlsbad); denn es heißt: Einer von „Euch“ (mundartlich „Aich“ gesprochen) wird mich verraten. Die Bewohner von Aich lehnen dies mit der Begründung ab, daß es heiße: Einer „unter Euch (Aich); dort aber liegt Karlsbad! Eingesendet von D. St. in F. Bauernregeln als Diktatstoffe. Von Matthias Schindler, Lehrer in Moosburg, Kärnten. Die im Vorjahre in den „Blättern“ erschienenen „Monatsbilder“ brachten mich auf den Gedanken, auch für das Diktatschreiben Stoffe zu verwenden, die der Jahreszeit entsprechen. Hiefür schienen mir die Bauernregeln am geeignetsten, wovon ich mir eine entsprechende Auswahl zurechtgelegt habe, um allmonatlich eine Anzahl davon als Probadiktat in ein eigenes Heft eintragen zu lassen. Liegt doch so viel Volkspoesie in den einfachen Sätzchen; zeigen sie doch, wie der Landmann schon in den frühesten Zeiten den Witterungsverhältnissen und ihren Wirkungen auf seine Erträgnisse große Aufmerksamkeit zuwenden mußte. Klar und bündig wurden dann die gemachten Erfahrungen zusammengefaßt und als Volksgut von Generation zu Generation vererbt. Und welch großes Interesse bekunden die Schiller beim Schreiben solcher Sätze! Wie muß die Schulfreundlichkeit der Eltern gewinnen, wenn sie hören, daß in der Schule Stoffe verarbeitet werden, die der bäuerlichen Beobachtungsschärfe entsprossen sind und die für den zukünftigen Landwirt auch praktischen Wert haben!1 Nach gründlicher Erprobung habe ich mich nun entschlossen, eine Anzahl Bauernregeln für jeden Monat in den „Blättern“ zum Abdrucke bringen zu lassen, um den werten Kollegen und Kolleginnen, die sich meiner Ansicht anschließen, die Auslese zu ersparen. Jänner. Morgenrot am Neujahrstag bringt dem Landmann große Plag’. — Wenn die Tage beginnen zu langen, dann kommt erst der Winter gegangen. — Januar muß vor Kälte knacken, wenn die Ernte gut soll sacken. — Jänner warm, daß Gott erbarm’. — Tanzen im Jänner die Mucken, muß der Bauer nach dem Futter gucken. — Im Jänner viel Regen und wenig Schnee, tut Bergen, Tälern und Bäumen weh. — Ist der Jänner naß, bleibt leer das Faß. — Fehlender Frost im Januar, kommt im März und April sogar. — Bei Donner im Winter ist viel Kälte dahinter. — Gut Wetter kündet Abendrot, doch Morgenrot bringt Wind und Kot. — Der Abend rot und weiß das Morgenlicht, dann trifft den Wanderer böses Wetter nicht. — Auf gutes Wetter vertrau’, beginnt der Tag nebelgrau. Februar. Wenn im Hornung die Mücken schwärmen, muß man im März die Ohren wärmen. — Wenn’s zu Lichtmeß stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit; ist es aber klar und hell, kommt er wohl noch nicht so schnell. — Viele Nebel im Februar, bringen Regen oft ein Jahr. — Sonnt der Dachs in der Lichtmeßwoche, muß er auf vier Wochen wieder zum Loche. — Wenn’s der Februar gnädig macht, bringt der Lenz den Frost bei Nacht. — Wie der Februar, so der August. — Dicke Abendnebel hegen öfter für die Nacht den Regen. — Ob’s warm, ob’s kalt, auf jeden Fall viel Narren gibt's im Karneval. Die lUecbselrede. w Zur 9. Krage. (Hausaufgaben in der Landschule ober nicht?) 37. Urteil. Schulleiter Franz Salzner in Rutzenmoos, Oberösterreich, ln Oberösterretch sind die schriftlichen Hausaufgaben der Zahl nach genau festgesetzt. In Schulen mit Abteilungsunterricht — und das sind wohl so ziemlich alle Landschulen! — jährlich 20, zur Hälfte Sprach-und zur Hälfte Rechenaufgaben. Bis vor drei Jahren wurde wöchentlich je eine verlangt. Ich für meinen Teil finde keinen Vorteil für die Schule in genannter Beschränkung der Hausaufgaben. Ich habe jetzt mehr gegen schleudcrhafte Arbeiten im Hausaufgabenheft zu kämpfen als früher. Ich bedauere daher diese Erleichterung, wenn auch das Heftverbessern kein Vergnügen ist. Dazu bilden die Hausaufgaben nicht nur eine Übung im Schreiben, sondern bieten auch eine schöne Gelegenheit zum Befestigen des Gelernten. Daß gelegentlich Schüler „mit fremdem Kalbe pflügen“, schreckt mich nicht, vorausgesetzt allerdings, daß nicht von Mitschülern abgeschrieben, sondern daheim von Eltern und älteren Geschwistern mitgeholfen wird 1 Zu meinem geheimen Vergnügen erhielt ich schon 1 In Würdigung dieser Gründe ist die Schriftleitung mit Vergnügen bereit, einen ständigen. Platz offen zu lassen. Ein Häkchen mehr, das Lehrerschaft und Landvolk zusammenbringt, kann nur von gutem sein. Es wird sich zweifellos auch die Stadtschule an der urwüchsigen Poesie ergötzen. D. Sch. Hausaufgaben geliefert, die das Ergebnis der Mühe einer förmlichen Genossenschaft (mit beschränkter Haftung!) waren: Von Vater und Mutter, Geschwistern und dem Schüler gemeinsam gearbeitet, jedes eine oder einige Reihen! Und gewiß war jedes der Beteiligten auf die Verbesserung recht gespannt, um womöglich über die Mitarbeiter triumphieren zu können. „Vorschriftsmäßig“ sieht eine solche Aufgabe wohl nicht aus — und sie darf selbstverständlich auch nur als geduldete Ausnahme durchgehen —, aber sie zeigt ein Interesse an der Schularbeit, das nur erfreuen kann. Und schaden wird so eine kleine Übung den Erwachsenen auch nicht! Daß in manchen Familien die Verhältnisse für die Lieferung einer sauberen Arbeit nicht günstig sind, ist wohl bedauerlich, schadet aber weiter nicht viel: Die Kinder werden auch im späteren Leben manchesmal unter ungünstigen Umständen schreiben müssen! — Und die fehlende Lust? Die Aufgaben müssen eben so gut vorbereitet sein, daß sie auch von den Schwächeren geleistet werden können, und dürfen nicht zu viel Zeit wegnehmen, müssen also kurz sein! (Verbesserung!!) Dann gibt es keine gegründete Ausrede. Und im übrigen: Gar oft muß der Mensch etwas tun, was nicht gerade lustig ist. In dem Falle bildet die Hausaufgabe eine erziehliche Maßregel und „der Bien muß!“ Die Tinte zun) Schreiben der Hausaufgabe dürfen sich meine Schüler in der Schule holen. Daher habe ich auch das Recht, auffallende Erfindungen in Tinte abzuschaffen. Es schadet schließlich auch nichts, wenn sie der Vater benützt, um seine Briefe zu schreiben. Der Mehraufwand an Tinte wird doch keine Gemeinde in finanzielle Nöten bringen! Wenigstens mir ist seit 21 Jahren noch kein Wort gegen diesen meinen Brauch zu Ohren gekommen. Außer den schriftlichen Hausaufgaben sind noch mustergültige Stücke in gebundener und ungebundener Rede auswendig zu lernen. Während der Schulstunden ist dies kaum möglich, sobald die Kinder genügende Lesefertigkeit besitzen. Also Hausaufgaben! Wöchentlich ein kurzer Abschnitt, nicht zu viel, aber peinlich regelmäßig und genau abzuhören. Man denke ferner an die Liedertexte, die doch sicher eingeprägt und fest behalten werden müssen, wenn das Singen überhaupt einen praktischen Wert für das Leben haben soll, und zwar alle Verse! Gelernt können sie nicht in der Singstunde werden, es sind wirkliche Hausaufgaben! Recht viele Eltern erwarten übrigens auch ganz bestimmt, daß die Kinder Aufgaben erhalten. Dutzendmale wurde ich schon gefragt: „Kann denn mein Kind ,sein’ Sach’? Ich sehe es ja nie lernen!“ Ich fürchte, manchen Eltern würde das Auflassen der Hausaufgaben nicht mehr und nicht minder bedeuten als den Niedergang der Schule! — Drum: Ich will nicht ohne schriftliche und kann nicht ohne mündliche Hausaufgaben sein. Zur 10. Krage. (Schulbeginn im Herbst oder im Frühlinge?) 21. Urteil. Ich entscheide mich für den Herbstanfang. An meiner Schule war früher der Schulbeginn zu Ostern. Man ist davon abgegangen. Ich habe also beides probiert und bin nun für den Herbstanfang. — Beim Osterbeginn ist manches Schuljahr länger, manches kürzer. (Freilich wäre dem leicht abzuhelfen, wenn z. B. der 1. Mai als Schulbeginn gesetzt würde.) — Auch die Hauptferien mitten im Schuljahre bilden eine Störung. Ich betone das auf Grund der eigenen Erfahrung, wenn ich mir auch, nach Herrn Kollegen Stissen, „hinsichtlich meiner Eignung als Lehrer ein Armutszeugnis ausstelle“. — Bei Übersiedlungen von Schülern bedeutet die Verschiedenheit des Schuljahranfanges für manche Schüler ein Jahr Verlust. — Die Sommerbefreiungen müssen bei Kindern, die in den Monaten Jänner — Mai geboren wurden, (bei Frühjahrsbeginn) ein Jahr fftiher gewährt werden, da die vorgeschriebenen sechs Jahre Schulbesuch zu Ostern, hezw. Ende April erreicht sind. Dieser Nachteil hebt den Nutzen der paar Tage, die ein Kind von 61/« Jahren im ersten Winter vielleicht mehr zur Schule kommt, gewiß auf. Übrigens wirke man dahin, daß Kinder, die es weit zur Schule haben und nicht kräftig sind, mit Dispens erst mit sieben Jahren anfangen. Einen immerhin erwägenswerten Vorteil hat der Frühjahrsbeginn, d. i. — wie Herr Stissen richtig bemerkt — daß die Schule über den Sommer hinaus durch die Befreiungen entvölkert wird und der Lehrer so mehr Zeit den Kleinen widmen kann. Der Herbstbeginn sollte deswegen nicht — wie oft üblich — auf November, sondern, wie hier in Obersteier, mit 1. Oktober, womöglich 15. September angesetzt werden, damit die Anfänger beim Wiedereintritte der Befreiten über die ersten Vorübungen hinaus sind. — Ich weiß, im Oktober müssen die Kinder hüten etc. Das sollen die Sommerbefreiten. Da der Unterricht im Sommer um zwei Uhr meist beendet ist, bleibt auch für die anderen Schüler eine hinreichende Zeit zur „Arbeit“. Übrigens müssen wir Lehrer vor allem das Schulinteresse vertreten! Für den Frühjahrsbeginn wäre noch zu erwähnen: Die Neuaufgestiegenen auf der Oberstufe rücken über den Sommer so weit vor, daß sie im Wintersemester mit den Sommerbefreiten leichter fortschreiten können, während sich beim Herbstbeginne oft die Notwendigkeit ergibt, auch auf der Oberstufe bei den Stillbeschäftigungen Unterteilungen zu machen. Alles geprüft und erwogen, — hab’ ich den Herbstanfang vorgezogen. Zur 11. Krage. (Soll bie Schiefertafel aus der Schule verbannt werben ober nicht?) ■ 27. Urteil. Schulleiter Josef Kiniger in Sexten, Tirol. Mit den Heften nicht zu früh in die Schule, nach Hause noch viel später! Wenn ein Herr Kollege berechnet hat, daß sich die Kosten für Tafel und Hefte so ziemlich auf das gleiche stellen, so muß ich hiezu bemerken, daß die kleinen Abc-Schützen — zu Hause die jungen Arbeiter — nicht bloß schreiben, sondern auch schmieren und Kleckse machen. So schon in der Schule. Welch traurigen Szenen begegnen wir erst zu Hause! Betrachten wir den Sprößling einer stark bevölkerten Familie I Er sieht sich genötigt, seine Aufgabe auf dem Stubentische zu machen, denn kein anderes Zimmer ist geheizt. Ringsum belagert ihn eine Schar von Gaffern groß und klein. Der kleine Franz sieht nicht gut zu. Er drängt seinen Nachbar auf die Seite; der Stoß pflanzt sich fort bis zum Schreiber und — o weh — ein Klecks befleckt das Heft. Aus den Augen des Künstlers tritt ein Tränenquell und klärt die Tinte auf dem Hefte. Wahrscheinlich zeigt das Heft auch außen Schmutzflecken und, bis es in die Schule gewandert ist, umgebogene Ecken. Das Unglück hat seinen Höhepunkt erreicht. Vielleicht werden Blätter herausgerissen und das Heft zählt zuletzt noch zirka sechs Blätter. So erhöhen sich die Kosten nicht nur im einfachen, sondern fast im quadratischen Verhältnisse. In der Stadt sind diese Umstände ja bedeutend besser. Mancher Herr Kollege klagt über das immerwährende Verlöschen der Schrift auf der Schiefertafel. Dagegen weiß ich ein gutes Mittel: Man zeigt den Kindern am Schulbeginn ein- oder zweimal, wie sie ihre Schulsachen verpacken sollen (die Bücher quer zu beiden Seiten der Tafel, daß sie nur mit dem Tafelrahmen in Berührung kommen, nicht aber mit der Schreibfläche) und ein Verlöschen ist unmöglich. Die Erfahrung lehrt’s. Man kann in der zweiten Hälfte des ersten Schuljahres mit dem Schönschreiben in Heften beginnen. Ein anderes Schreibheft benötigen wir bis zum dritten Schuljahre nicht. Von diesem Zeitpunkte an lasse man einige Musteraufsätze in der Schule in das Reinheft eintragen. Auf der Oberstufe trete ich mehr für das Heftschreiben ein; namentlich ein Merkheft für die Realien leistet gute Dienste. Rechenhefte scheinen mir selbst auf dieser Stufe entbehrlich. Man kann, nebenbei bemerkt, keine einzige Aufgabe, welche man in der Schule gerechnet hat, als Hausübung geben, wenn man das Abschreiben verhindern will. Sorgfältig ausgearbeitete schriftliche Hausaufgaben kann man erst von den Kindern der zwei letzten Schuljahre mit Erfolg verlangen. Als solche Übungen eignen sich am besten Briefe (auf eigentlichem Briefpapier), Quittungen, Rechnungen, Zeugnisse usw. Zur 12. Krage. Notensingen in der Landschule oder nicht? 4. Urteil. Schulleiter Franz Salzner in Rutzenmoos, Oberösterreich. Wöchentlich zwei halbe Stunden singen und dazu auch noch Notensingen? „Grau, teurer Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum!“ Sorgfältig ausgewählte, wertvolle, daher auch für das spätere Leben brauchbare Volks- und Vaterlandslieder rein und womöglich zweistimmig nach dem Gehöre fleißig singen lassen und sie sowohl dem Text als der Melodie nach gut einprägen, dazu die gebräuchlichen Kirchenlieder einüben: das ist Stoff genug für unsere einfachen Schulverhältnisse! Wir geben dann den Kindern einen wirklichen Schatz mit hinaus nicht für die Schule, sondern für das Leben I Das ist meine Ansicht. Und trotzdem verrate ich, daß mir die Noten in der Hand der Schüler recht lieb sind, daß ich gegebenenfalls die Noten selbst an die Schultafel anzuschreiben pflege (vor dem Unterrichte natürlich). Es scheint mir nämlich eine Hilfe für das Kind zu sein, wenn es nicht nur mit dem Ohre die Gänge der Melodie auffassen, sondern auch mit dem Auge deren Bewegung an den übrigens ganz unbekannt bleibenden Noten verfolgen kann. Besonders die zweite Stimme ist oft hilfsbedürftig. „Notensingen“ wird man das aber unmöglich heißen können. Die Noten werden von dem Kinde gewissermaßen nur als Krücke gebraucht, um schneller laufen zu lernen. Ist das Ziel erreicht, werden sie weggeworfen, d. h. die Notenbüchel werden entfernt und dann wird frei gesungen. Übrigens möchte ich wetten, daß zahlreiche Sänger, große und kleine, ihre Notenblätter auch nur erst als Krücke zum Lernen und dann als Stütze für das Gedächtnis gebrauchen. Meine Meinung ist also die: In der Landschule soll nur nach dem Gehöre gesungen werden. (Wer für bestimmte Zwecke einzelnen Schülern Notenkenntnis beibringen soll oder muß, mag das außer der Schulzeit besorgen und nicht die anderen Schüler damit belästigen und ihnen die kargen Gesangsstunden schmälern.) Doch erleichtern Noten die gedächtnismäßige Aneignung der Lieder, weil das Auf- und Absteigen auch der unbekannt bleibenden Noten den Gang der Melodie versinnlicht. Ein Liederbüchlein gehört daher in die Hand der Schüler; ein geschriebenes Textbüchlein ist nur ein Notbehelf, ein freilich oft nicht zu entbehrender. Übrigens: Lustig muß für die Kinder die Gesangsstunde seinl Dann werden sie ihr Lebtag gern singen, auch wenn wir sie nicht mit der schweren Kunst des Notensingens „nach Noten“ quälen. (Soll den Eltern zeitweise der Zutritt zum Unterrichte gestattet werden oder nicht?) 1. Urteil. Lehrer Otto Koieluch in Wien. (Fortsetzung.) Die Vorteile von Hospitierstunden der Eltern wären unschätzbar, wenn wir nicht mit Faktoren rechnen müßten, die jeden der gepriesenen Vorteile fraglich erscheinen lassen, sich vielfach sogar im entgegengesetzten Sinne, dem Unterricht und der Schule zum Schaden, geltend machen. Wir haben nämlich selbst in den Grundlehren der Methodik und Pädagogik völlig unerfahrene Kritiker zu Gaste geladen, wenn wir die Eltern dem Unterrichte beiwohnen lassen. Einen weiteren schwerwiegenden Zweifel hege ich in Bezug auf den zufriedenstellenden Erfolg der Hospitierstunden, und dieser scheint mir der wichtigste: Die menschliche Schwäche und Leidenschaftlichkeit, die unter dem Deckmantel der Elternliebe ein weites, fruchtbares Feld der Betätigung findet. Die Nachteile gliedern sich in Mängel, welche dem Unterrichte selbst erstehen, in Schäden, die des Kindes Zucht und unverdorbene Herzen bedrohen, und in Gefahren für den Lehrer. Die Eltern kommen beispielsweise an einem Tage zu Gaste, an welchem Realienunterricht getrieben wird, ein Fach, welchem in der Schule der Väter eine untergeordnete Bedeutung beigemessen war. Naturgemäß muß den Eltern das Verständnis für den Wert des Geschichtsunterrichtes, für die unterrichtliche Bedeutung der Naturkunde, der Geographie fehlen; vielfach wird der physikalische Versuch als Spielerei, als Zeitvertreib hingestellt und, wie noch in anderen Fällen, das Mittel für den Zweck gehalten. Daß die Eltern nun, wenig zufriedengestellt von dem Gesehenen, Partei gegen den Unterricht in diesen Fächern überhaupt ergreifen, sehen wir gerne ein. Sie tun dies umso lieber, weil sie bei den Kindern vielfach nur spärlichen Unterrichtserfolg sehen, da ja die Kleinen, und das ist eine unbestreitbare Tatsache, in Anwesenheit fremder Gäste gerne, besonders aber in den Realien, versagen. So liegt in den Händen der Eltern ein gewichtiger Beweis für die Zwecklosigkeit des Realienunterrichtes, umso mehr, da sie den hohen, geistbildenden Wert eben dieses Unterrichtes nicht zu ermessen und zu schätzen vermögen. Als Stiefkind wird so von den Eltern noch manch anderer Zweig des Gesamtunterrichtes behandelt, wie die Beschäftigung mit der Sprachlehre, die ja selbst unter Leuchten der Fachwissenschaft, die einzig und allein zur Kritik berufen sind, zahlreiche Gegner aufzuweisen hat. Glücklich ist der Lehrer der Zukunft, der unter der Fahne der gepriesenen Neuerung segelt, noch zu preisen, wenn die Eltern mit dem Urteile über scheinbare Mängel des Unterrichtes (als solchen) an sich halten, im Vergleiche zu seinem Amtsgenossen, dessen Schüler vonseiten ihrer Ernährer durch geheime Vollmachten angeleitet werden, was zu lernen wert, was es nicht ist. Und wo bleibt dabei des Lehrers Ansehen und Einfluß? (Fortsetzung folgt.) 5. Urteil. Schulleiter Paul Marek in Bonkau-Richuld, Schlesien. Ja! den Eltern soll der Zutritt zum Unterrichte zeitweise gestattet werden, doch mit Rücksicht auf den Schulraum und die Unterrichtszeit. Es darf ein solcher „Besuch“ weder den Lehrer noch die Kinder stören, die Lehrtätigkeit hemmen, die Disziplin oder den Unterrichtserfolg beeinträchtigen. Die Eltern dürfen nicht, wann es ihnen einfällt, in die Klasse kommen, sondern sie könnten dieses nur über Einladung des Schulleiters vor Beginn des Unterrichtes tun. So manche Eltern können die heutige Lehrerarbeit nicht würdigen, wissen auch nicht, daß der heutige Unterrichtsbetrieb demjenigen in der guten alten Zeit kaum noch ähnelt. Es ist so manchen Eltern gleichgültig, ob ihr Kind etwas lernt oder nicht; sie schicken darum sehr saumselig das Kind in die Schule, beurteilen die Maßnahmen, die der Lehrer ergreift, um ein faules fortzubringen, in abfälliger Weise, wodurch bei solchen Kindern das Interesse am Lernen gänzlich getötet und die Achtung vor dem Lehrer untergraben wird. Es sollten dem Unterrichte ab und zu nicht nur die Schulfreunde, sondern auch die Schulfeinde beiwohnen. Ich wette, daß auch ein Schul- und Lehrerfeind den Lehrer und die Schule liebgewinnen wird, sobald er die selbstlose Aufopferung dieses Lehrers bei der Lehrtätigkeit wahrnimmt. In den evangelischen Kirchen meiner Umgebung erteilen die Pastoren manchmal nach dem Gottesdienste an 13 und 14jährige Kinder, die sich vor dem Altäre versammeln, evangelischen Religionsunterricht. Die Eltern dieser Kinder sowie auch viele andere Leute bleiben nach dem Gottesdienste gerne in der Kirche zurück, um dem Religionsunterrichte beizuwohnen. Ei, wie da die Väter, die Mütter, ja selbst Greise den Antworten der Kinder lauschen! Wie gern und mit welcher Begeisterung wird dann noch zu Hause mit den Kindern über das in der Kirche Gehörte gesprochen I Mit welcher Hochachtung erwähnt man dann des „hochwürdigen Herrn Pastors“, der so schön fragen und lehren kann! Einfältige Leute würden heute kaum begreifen, daß ein Lehrer auch so schön oder gar noch besser fragen könnte als es der „Herr Pastor“ tut. — Würden die Eltern nicht auch dem „Herrn Lehrer“ eine solche Achtung entgegenbringen, wenn sie seine auf pädagogischem Wissen fußende Lehrtätigkeit in der Klasse manchmal beobachteten ? Würden solche „Besuche“ nicht erfolgreicher wirken als die verschiedenen, für die einfachen Leute meist unverständlichen Zeugnisse? Ich glaube ja, ganz gewiß ja. Unser Garten im Januar. Der Klang der Neujahrsglocken ist verhallt, überall ein Abglanz der Feiertagsstimmung, Flur und Wald in feierlichem Schweigen. Tage zum Nachdenken, zum Rück- und Vorwärtsblicken sind gekommen. Ging es bisher abwärts, so ist jetzt der Wendepunkt überschritten. Die Tage beginnen länger zu werden, nach und nach mehren sich Licht und Sonnenwärme. Neues Leben erwacht in der Natur, wenn auch äußerlich noch unbemerkbar. Und wie sich alles in der Natur vorbereitet für das kommende Frühjahr, so müssen auch wir Vorarbeiten, um nicht später kostbare Zeit zu verlieren. Der Gartenfreund nimmt seine Notizen zur Hand und überblickt das Ge wollte und Erreichte, er verwendet die Ergebnisse und Erfahrungen bei Anfertigung seines Arbeits- und Bepflanzungsplanes für das kommende Jahr. Dabei ziehe er die jetzt eintreffenden Preisbücher über Samen und Pflanzen zu Rate, sie bieten ihm die besten Unterlagen für die Bestellungen, die recht zeitig eingesandt werden müssen, wenn eine Gewähr für frühzeitige Ankunft der Sendungen geboten sein soll. Immer wieder sei darauf hingewiesen, daß nur der Bezug aus einem anerkannt zuverlässigen Hause die einzige Garantie für tadellose Ware bietet. Wer sich durch falsch angebrachte Sparsamkeit und Bequemlichkeit verleiten läßt, seinen Bedarf aus zweifelhaften Quellen zu anscheinend billigem Preise zu entnehmen, hat in den meisten Fällen bittere Enttäuschung und anhaltenden, aber in diesem Falle selbstverschuldeten Ärger zu gewärtigen. Soweit nicht noch Arbeiten aus den früheren Monaten zu erledigen sind, ist der Januar der Monat der Vorbereitung. Wir bereiten vor, indem wir düngen, Kalk geben, wo solcher fehlt, Jauche fahren auf Feld, Rasen, Spargelbeete usw., indem wir rigolen, indem wir Formobst und Hochstämme, Obstbäume, Stachel- und Johannisbeeren auslichten und schneiden, indem wir mit Kupferkalkbrühe, mit verdünntem Karbolineum spritzen und Raupennester abbrennen, indem wir bei mildem Wetter den Wurzelschnitt ausführen, indem wir Edelreiser und Stecklinge schneiden und Handveredlungen vornehmen. Die Vorbereitungen für Anlage der Mistbeete sind zu treffen, Kasten, Fenster, Laden und Strohdecken sind in Ordnung zu bringen, die Erde ist bereit zu halten. Die erforderlichen Sämereien sind zu bestellen. Bei frostfreiem Wetter können Spargel, Schwarz- und Zuckerwurzeln, Möhren, Petersilie, Pastinaken auf trockenem (nicht feuchtem) Boden im Freien ausgesät werden. Es ist angebracht, diese Aussaaten mit Nadelholzreisern oder dünner Strohlage zu schützen. Es können Champignonkulturen im Keller angelegt werden. Es sei an das Lüften und Reinhalten der Überwinterungsräume für Obst, Gemüse, Topfpflanzen und Knollen erinnert, auch die Gartengerätschaften sehe man nach, setze sie instand, bessere aus und fette nochmals ein (Petroleum). Die Komposthaufen sind umzustechen und reichlich mit Jauche zu begießen. Der Winterschutz der Stauden und Sträucher ist öfter nachzusehen und zu ergänzen, vom Frost gehobene Pflanzen sind anzudrücken und mit Erde leicht anzuhäufeln. Im Notfälle kann man auch jetzt noch Blumenzwiebeln bei günstigem Wetter in offenen Boden bringen, einige Arten, besonders Hyazinthen und Tulpen, blühen aber meist nicht so schön, wie die im Herbst gepflanzten. Die jetzt gelegten Zwiebeln, Anemonen, Ranunkeln bedeckt man mit trockenem Laub, Tannennadeln, auch Torfmull oder trockener Lohe. Aurikel- und Gartenprimelsamen sind in Kasten oder Schalen in lockerer, kräftiger Erde auszusäen. Die Blumentreiberei erfordert größte Aufmerksamkeit, überhaupt ist Sorgfalt bei der Zimmerpflege der Blatt- und Blütenpflanzen geboten, nicht zuviel und nur mit überschlagenem Wasser gießen, öfter damit bestäuben; trockene Zimmerluft schadet. Reichlich frische Luft geben, aber Zugluft unbedingt vermeiden. Nachts vom Fenster abrücken, auch die Pflanzen ab und zu nach dem Lichte drehen. Gelbe Blätter, Staub, Moder, Schimmel stets sofort entfernen. Tabaksbrühe oder Seifenwasser gegen Blattläuse, Abwaschung mit schwarzer Seife gegen rote Milbe. Ende des Monats beginnen wir mit Zimmeraussaaten von Begonien, Lobelien, Gloxinien in Töpfe oder Schalen, die mit Glas bedeckt werden. Vor den Fenstern darben des Gartenfreundes winterliche Kostgänger, die hungrigen Vöglein, man gedenke ihrer, sie werden ihr Kostgeld im Sommer und Herbst mit Zinsen verdienen. Für jedwede Hilfeleistung sind uns die Vöglein und die Pflanzen dankbar. Jeder Liebesdienst wird uns von beiden reichlich vergolten, kommt uns also selbst zugute und sei deshalb zu Beginn des neuen Jahres jeder Garten- und Pflanzenfreund recht eindringlich zu solchen aufgefordert. Segen ist der Mühe Preis! T. C. Schmidt in Erfurt. Kür das Lehrerheim im Süden. a) Mitteilungen. 65.) Aus dem Llerickte eines Südheimreferenten. In der Hauptversammlung des Lehrrrvereines B. erstattete ich den zweiten Bericht über den Stand des Südheimes. Ich las zuerst Ihren Leitartikel aus den „Blättern für den Abteilungsnnterricht" (Oktoberheft) „Vor der Tat" vor. Ihre Worte sind zu Herzen gegangen. Im weiteren erlaube ich mir einiges aus meiner Ansprache hier anzuführen: „Nun richte ich an Sie die Bitte, auch weiterhin für die Interessen des Südheimes einzutreten. Von allen, die die Gründerkrone noch nicht bezahlt haben, habe ich die bestimmte Erwartung, daß sie dieselben heute entrichten werden. Weiters ersuche ich alle Anwesenden, daß sie dem Fräulein B., das heute die Güte haben wird, für das Lehrerheim im Süden eine Sammlung einzuleiten, recht reichliche Gaben zukommen lassen, um dieselben als „Jubiläumsgabe" für unsere kranken Amtsbrüder dem Gründer des Lehrerheimes nach Laibach zu senden. „Bedenken Sie nur," so sprach ich, „wieviel Not und Leiden gelindert werden können, wenn „unserSüdheim" am Strande der Adria seine Pforten öffnen wird! Mein Freund und Kollege P. würde gewiß noch nicht draußen in der kühlen Erde ruhen, wenn ihm schon vor Jahren das Südheim eine Zufluchtsstätte gewährt hätte. Nun ist er hinüber gegangen, wo ihm keine Sorgen mehr drücken. Als junger hoffnungsvoller Lehrer und ausrichtiger Freund wurde er uns allzu früh entrissen. Wir werden ihm geiviß immer ein gutes Angedenken beivahren. Sie haben sich schon früher zum Zeichen der Trauer von den Sitzen erhoben. Ich danke Ihnen nochmals als Freund dafür! Wer iveiß es, ob nicht mich von uns einer das Lehrerheim im Süden einmal in Anspruch nehmen wird. Diejenigen aber, die es nicht brauchen werden, sollen Gott danken und dafür Wohltätigkeit üben." (Rufe: So ist es!) — Nun erstattete ich einen kurzen Rechenschaftsbericht über die eingesandten Gelder für das Lehrerheim im Süden. Seil meiner Ernennung zum ständigen Berichterstatter für das Lehrerheim im Süden wurden von mir im ganzen 01 K abgesandt. Zum Schlüsse bat ich die verehrten Anwesenden um Annahme des bekannten Antrages. Nun mar es ein rührender Anblick, als die säumigen Männlein und Weiblcin herbeigeeilt kamen, um ihre Gründerkronen und Spenden zu entrichten. Binnen fünf Bierminuten sah mein Schriftsührertisch wie eine „kleine" Wechselbank aus. Nur eine alte Lehrerin, die nebenbei bemerkt, zwei Häuser besitzt und trotzdem immer um Geldaushilsen bei dem Landesschulrat ansucht, war nicht zu bewegen, auch nur die Gründerkrone zu entrichten.1 Um so wohliger war es in meinem Innern, als ich von manchem schönen Mägdelein mit tränenfeuchten Augen, was wohl meine oder Ihre Worte verursacht haben mögen, die „Kranlan und Sechsalan" in Empfang nahm. Schmunzelnd, mit freudigem Herzen zählte ich nach der Versammlung das vor mir liegende Geld und sieh da: 29 K für das Südheim! Ich dachte bei mir: „Schau, es gibt noch gute Menschen auf der Welt; wenn sie auch selbst nicht viel haben, so geben sie doch für ihre kranken Kollegen soviel, als sie eben können; sic haben hall ein Herz und ein Verständnis für die leidenden Amtsbrüder und Schwestern!"- Nun glaube ich, daß (mit Ausnahme der früher erwähnten Hausbesitzerin) alle Mitglieder unseres Lehrervereines die Gründergezahlt haben. Einige sind wohl noch im Zweifel darüber. Ich sagte diesen, sie sollen halt noch einmal die Gründerkrone entrichten, wenn sie es nicht genau wissen; schaden wird es gewiß nicht. Könnten mir Herr Professor nicht ein Verzeichnis von den Lehrpersonen unseres Vereines oder vom ganzen Lande verschaffen, das sämtliche Zahler der Griinderkrone enthalt?3 Ich würde dann in der nächsten Versammlung alle Mitglieder, die gezahlt oder nicht gezahlt haben, namentlich anführen. Die 100 Stück Südheimkarten habe ich erhalten; nach Verkauf derselben werde ich Ihnen den Betrag von 10 K sofort einsenden. Die Sammelbüchse erhielt ich jedoch noch nicht; vielleicht könnten Sie gleich zwei senden, eine für B. und eine für P.4 Noch ein Antrag wurde in unserer Hauptversammlung bezüglich des Südheimes gestellt und einstimmig angenommen. Er lautet: „Der Lehrerverein B. verpflichtet sich, solange die Schuld von 20.000 K nicht beglichen ist, pro Mitglied und Jahr 1 K für das Lehrerheim im Süden zu entrichten." 66.) Marken haben gespendet: Oberlehrer A. König in Laach a. Jauerling, N.-Ö.; Frl. H. Ricger in Trifail-Vode, Steiermark; H. Matouschek, Lehrer in Stadln bei Hartmanitz; H. Chlebek, Lehrer in Höflein bei Bruck a. d. L. (Der Ausweis wird fortgesetzt.) 67.) Pie Sndheim-Aorts. Da das Lehrerheim im Süden nicht für alle Patienten geeignet sein kann und es im Verlaufe übrigens nicht genügend Platz bieten dürfte, so wurden mit verschiedenen Kurorten des Südens Verbindungen geknüpft, durch die es möglich ist, kranke Lehrkräfte gut und billig unterzubringen. In Lussin-piccolo empfängt ein Vertrauensmann alle vom Südheim-Ausschuffe empfohlenen Kranken und verschafft 1 Eine liebe Schwester im Amte! Denkt sie etwa noch an die Mitgift? D. Sch. 2 Und das kann unser Ansehen im Volke nur heben. D. Sch. 8 Wird gelegentlich geschehen. D. Sch. 4 Sind bereits abgegangen. D. Sch. ihnen das Nötige. Die Kurkommission hat die halbe Taxe bewilligt, Inhalationen werden billiger berechnet, der Arzt, die Apotheke gewähren Ermäßigungen. Auch utit einem Sanatorium wurde ein Abkommen getroffen. Gegen Bezahlung von K 6 50 täglich ist der Kurgast dort mit allem und jedem versorgt. — Ähnliche Abmachungen bestehen mit Spalato und Lesina. Auskünfte erteilt der Leiter des Blattes. 68.) An die Sndyeim-Aeserenten und -Acserentinnen. Die Südheimfvarkassen liegen brach bei mir; ich bitte, sie ihrer Bestimmung zuzuführen. Wie man es macht? Man sammelt zunächst mit der offenen Hand den Betrag von K 6 66 (66 h beträgt nämlich das Porto), sendet das Geld ein und die Kasse kommt. Natürlich bleibt sie i» diesem Falle Eigentum des Südheim-Ausschuffcs. Im „kurzen" heiteren Monat Februar ist ja mancher freigebig und Hochzeiten rauschen durchs Land. Sollte da nicht die prächtige Heimsparkasse überall dabei sein? 69.) Kur das Lesezimmer des Lekreryeims. Herr Lehrer Hans Gintner in Stadt Tepl hat für die Südheimbüchcrei drei Bände geschickt. Damit ist er gerade in eine Aktion geraten, die bereits nach allen Seiten hin wirkt. Wir haben uns an 140 verschiedene Verlagsanstalten mit der Bitte gewendet, uns Zeitschriften kostenlos zukommen zu lassen, auf daß unsere Patienten vor der Langweile geschützt werden. Auch die Buchhandlungen sind mit Briefen beehrt worden. Nun sollten noch die Kollegen und Kolleginnen manch entbehrliches Buch aus ihrer Bücherei herausgreifen und an das „Lehrerheim (Villa Elise) in Lovrana" senden. Aber in erster Linie Heiteres, Interessantes, Illustriertes! 70.) Die Südkeim -Berschkuhmarlie ist erschienen und kann durch die Verwaltung bezogen werden. Preis 2 h für das Stück. Von allen im Umlaufe befindlichen Verschlußmarken dürfte die unsrige bezüglich Ausführung den ersten Rung einnehmen. In Lila-Umrandung bietet sich uns ein reizendes Bild. Ein Lehrer sitzt im Rohrstuhle; er hat gerade die Hand sinken lassen und damit die Lektüre unterbrochen (die Hand hält ein Buch), denn weit hinaus ins glitzernde Meer schweift sein Blick bis zu den blauen Gestaden, die den Hintergrund abschließen. Rechts ist ein Stück des Lehrerheims hereingeschoben. Eine Tafel kündet den Namen. - Die Farbenverteilung ist eine überaus glückliche, so daß alle, die die Marke sahen, von der edlen Stilisierung entzückt sind. — Eine knapp vor der Drucklegung dieser Folge aus Wien eingelangte Karte lautet: P. T. Bitte höflichst um gefällige Nachricht, von wo und wem die hübschen Südheim-Siegelmarken zu beziehen sind. F. Eisenhut. Wien I., Fichtegasse." 71.) (bin Mort an das „schöne Geschlecht". Die Wohltätigkeit ist eine Herzenssache und in Herzenssachen sind Sie, meine verehrten Kolleginnen, ja maßgebend. Man sehe sich nur die Aktionen der Großstadt an! Drei Viertel aller Hilfsgelder komme» durch Frauenhände herein. Warum sollte hierin unser Stand Zurückbleiben? Das Südheim beherbergt dermalen auch schon eine Frau, eine Lehrerin ist auf dem 1 Wege dahin. Also Lehrerfrauen, Lehrerinnen, greift mit Eurer weichen Stimme hinein in die rauhen Herzen der Männer, laßt die Überredung spielen, wendet den Eifer der Ameise auf, für unser Werk im kleinen Großes zu schaffe»! Wir brauchen einen Reisefonds, einen Hilfsfonds für jene, die auch den bescheidensten Unterhalt im Süden nicht decken können. Bestellt Südheim-Vcrschlußmarken, Südheim-Ansichlü-karten, Südheimkassen und nützt den tollen Karneval für unsere hehre Sache aus! Für einen Liebesblick eine Krone in die Südheimkasse! 72.) Das tzitetvikd. Es stellt das Lehrerheim von der Schmalseite her vor. Der Weg führt von der Hauptstraße in einer sanften Steigung heraus, ein breiter Fahrweg. Auf der rechten Seite bemerkt man einen schmalen Pfad, einen Abkürzungsweg. Auf erstcrem gelangt man in drei, auf letzterem in zwei Minuten zur Fahrstraße und damit zum Meeresstrandc, zum Bade. Das Drahtgitler umschließt unser Eigentum. Nach vorne schiebt sich nämlich in Drciecksform ein großes Stück des Gartens vor. Hundertjährige Edelkastanien und Lorbeerbäume stehen darauf. Manch lauschiges Plätzchen wird da geschaffen werde». Der gewaltige Ast, der sich aus das Dach herüberneigt, deutet den Riesen an, in dessen Schatten der Sommergast Zuflucht suchen wird. Gerade dieser Umstand mußte mit Rücksicht darauf, daß wir Nordländer die Juli und Augustsonne des Südens nicht gewöhnt sind, stark ins Gewicht fallen. Man will doch gerade in den Ferien der Gaben des Meeres teilhaftig werden! — Die Längsfront des Hauses zieht sich in der Richtung des Fußweges hinüber. Das zweite Stockwerk scheint zum Teil hineingerückt, um einer großen Terrasse, von der der Blick über den Quarnero schweift, Raum zu bieten. Auf der Schmalseite bemerken wir in jedem Stockwerke Balkone. Sie sind der Abendsonne zugewendet. Der Unterbau ist aus mächtigen Quadern gefügt; im Oberbau wurden Ziegel verwendet. Links sehen wir eine Brücke, die zur Straße hinüberführt. Sie mar notwendig, denn zur Abwehr des Wassers, das vom Berge herniedersickert, mußte eine Zementmaucr aufgeführt werden. Das Haus ist demnach vor Feuchtigkeit geschützt. Auf der gegenüberliegenden Schmalseite ist ein großer Rasenplatz. Dort soll ein Zubau mit 17 Zimmern erstehen. Vor der Villa, also dort, wo der Fußweg hiuemschncidet, wird die Kunst des Gärtners einen Blumengarten schaffen. Unser Lehrerheim steht aus einem mächtigen Plateau und sieht stolz über Dächer und Gärten ins Meer hinaus. — (Das Titelblatt ist als Ansichtskarte bei der Verwaltung der „Blätter" erhältlich. Preis einer Karte 10 h.) b) Beiträge. 364. I. Fechter, Lehrer in Hargelsberg, O.-Ö. (Gründerkrone) K 1'— 365. A. Wiener, Oberlehrer in Hargelsberg, O.-Ö. (Gründerkrone)...............„ 1— 366. Ortsgruppe Altendors bei Römerstadt des Wundes der Deutschen Nordmährens „ 5-— 367. A. Schinirg, Lehrer in Altendorf bei Römerstadt (Gründerkrone) ....... 1 — 368. Oberlehrer A. Scholz, Lehrer F. Wagner, Lehrer F. Leidenfrost, Frau Lehrerin Borowansky, alle in Windigsteig, N.-Ö...............................................„ 4"— 369. W. Dux, Oberlehrer in Thönischen bei Lnditz (Gründerkrone)...............„ 1— 370. F. Schießendopper, Lehrer in Mattsee bei Salzburg „ 1 80 371. I. Drachsler, Lehrer in Plöß-Eiscndorf, Böhmen, Ergebnis einer Sammlung m der Krebsrunde................................................................................... 8 40 372. Lehreraviturieuten in Olinütz und Gründerkronen von: Aug. Gläßner in Groß-Ullersdorf, Rudolf Klose in Frankstadt, Franz Weber in Babitz, Johann Kunz in.Saitz, Franz HavliLek in Husiuez, Alois Wolf in Vierzighuben, Otto Zirbs in Hof, N. Schmidt in Schivechat, Alois Schweder in Mähr.-Schönberg, Franz Lantzberg in Probitz, Ernestine Zerzawy in Probitz 35 — 373. Frl. H. Kern, Südheim-Referentin in Graz, am Damm 40, Gründerkronen und Spenden für folgende Vercinsmitglieder: Josef Resch, Oberlehrer in Andritz, 1 K; Karl Mayerhofer, Lehrer in Fernitz, 1; Matth. Fürbök, Lehrer in St. Peter, 1; Josef Schni-deritsch, Lehrer in Straßgang, 1; Kaj. Gartlgruber, Lehrer in Straßgang, 1; M. Storff, Lehrerin in Straßgang, 1; Franz Kling er, Lehrer in Knmberg, 1; Leop. Nell, Lehrer in Feldkirchen, 1; Josef Beer, Lehrer in Gösting, 1; Otto Böhmer, Lehrer in Nestelbach, 1; Karl Rupprecht, Lehrer in Premstätten, 1; Isidor Gubitzer, Lehrer in Eggenberg, 1; Erna Rauch, Lehrerin in Eggenberg, 1; Johanna Rauch, Lehrerin in Gratkorn, 1; M. Scheier-ling, Lehrerin in Gratkorn, 1; Elise Böhmer, Lehrerin in Hönigtal, 1; Josef Mörth, Oberlehrer in Hönigtal, 2; M. Hödl, Lehrerin in Niederschöckl, 1; Karola Leonhard, Lehrerin in Nestelbach, 1; Aloisia Breitwieser, Lehrerin in Nestelbach, 1; Wilh. Elsner, Lehrerin in Straßgang, 1; M. Duch, Lehrerin in Hitzenberg, 2; M. Wießpeiner, Lehrerin in Hitzendorf, 1; Alex. Meßner, Lehrerin in Gratkorn, 1; Jagadi tsch, Oberlehrer in Semriach, 1; Joh. Wöhrer, Oberlehrer in Gratkorn, 1; Peter Morre, Oberlehrer in Feldkirchen, 1; F. Kalista, Oberlehrer in Kalsdors, 1; Joses Wermut, Oberlehrer in Kainbach, 1; Georg Karnell, Lehrer in St. Peter, 1; Hedwig Kern, Lehrerin in Kainbach, 1; Spende, erzielt durch den Verkauf von Südheimkarten . „ 36 — 374. P. Haberl, Schulleiter in Hagenmühle, P.: Kirchhani, Oberösterreich, Grk. . . . „ 1'— 375. A. Melhuba, Lehrer in Weißenbach, Niederösterreich, „von der Mutter" . . . „ 1 — 376. I. Tscherne, Schulleiter in Suchen, Krain, „ein Sandkorn".............................................. 2'— 377. H. Macek, Lehrer in Radweg „ 1'— 378. K. Brodschöll, Lehrer in Kaltenbrunn, Tirol, Grk............................................... 1"— 379. K. Schrott in Altendorf bei Römerstadt................................................................ 3‘40 380. A. S chimetschke, Lehrer in Zinnwald, Grk. und Strafe................................„ 2 — 381. I. So min er, Oberlehrer in Erlach, Niederösterreich, Grk.............................„ 2- 382. I. Jrninger, Oberlehrer in Götzendorf, Oberösterreich, Grk...........................„ 1'— 383. I. Tax er, Lehrer in Feld am See, Kärnten, „Sühnegeld für verspätete Einsendung des Bezugspreises der.Blätter'".......................................................................... — 90 384. F. L. Wlcek, Lehrer in Stimmersdorf bei Herrnskretschen............................................................................ 2"— 385. Lehrkörper Gösting bei Graz „ 14 — 386. Lehrkörper Oberaltstadt, Böhmen „ 13 — 387. Lehrerverein (deutsch) des Neutitscheiner Schulbezirkes „ 20 — 388. Schulleitung T. bei M. unter „Unbekannt" „ 1 — 389. Deutscher Lehrerverein des Schulbezirkes Schüttenhofcn für Neubauer, Klima und Sedl...........................................................................................................„ 3 — 390. Lehrkörper Drasenhofen, Niederösterreich.................................................„ 4 — 391. Von der Sübheimrefercutin P. Machne, Sammelergebnis „ 9 26 392. Von der Schriftleitung des „Kärntner Schulblattes", Mitarbeiters«!!» des Oberlehrers F. Breitegger in St. Salvator bei Friesach............................................................................................................................ 4 20 393. F. Wamprechtsamer, Oberlehrer in Gröbming, Steiermark, „Nachtrag" . . . „ 1"— 394. I. Rom, Lehrer in Gottschee, Krain, Grdk................................................. . „ 1 — 395. H. Petschauer in Ltenfelb, Kram, Grdk............................................................K 1 — 396. Sammelergebnis, eingesendct durch Singer und Knorr in Türnitz, Niederösterreich „ 36 — 397. Gründerkronen: C. Singer, K. Ceppcl, Anna Matulke, Frau M. Strnbreither, O. Körbcr, K. Ceppel der Ältere, F. Knorr................................................................................................................................. 7-— 398. Frau I. Weixler, Arbeitslehrerin in Fahndorf, Niederösterreich, Grdk „ 1 — 399. St. Macho, Lehrer in Deutsch-Gießhübel bei Jglau, Grdk...........................................„ 1 — 400. Ävcrfchnß von einer AestkichKeit, eingeliesert vom Oberlehrer L. Manckner in Langau, Niederösterreich..................................................................................................................................................... 7'— 401. L. Mauckner, Oberlehrer in Langau, Niederösterreich, und I. Wunderlich, Lehrer dortselbst, Grdk „ 2 — 402. K. Vollmaier, Schulleiter in Pernitzen, Steiermark, Grdk „ 1 — 403. L. Hernegger, Lehrer in Wien, Grdk...............................................................„ 1 — 404. A. Blumaucr, Schulleiter in Rötelstein, Steiermark, „Neujahrsgeschenk für das Südheim!"..............................................................................................„ 3'— 405. L. Grünauer, Schulleiter in Stellen bei Korneuburg, Niederösterrcich . . . . „ 16'— 406. „Von der Witwe nach dem verstorbenen Herrn Adalbert Selisko in Obcr-Wöls- dorf" — eingeliefert durch den Deutsch-pädagogischen Bereut im Bezirke Königinhof, Böhmen „ 50'— 407. Th. Krall, Oberlehrer in Kraig, Kärnten..........................................................„ 4 — 408. G. Tempcs, Oberlehrer in Zeislitz, Grdk „ 1'— 409. „Von der Hischgesetkschast .Leineweber' statt der Kränze zu Allerseelen für verstorbene Mitglieder", angeregt und eingesendet von A. Rotl in Pilsen............................„ 20'— 410. H. Roitna, Schulleiter in Eferding, Grdk..................................................„ 1'— 411. Gründerkronen: Oberlehrer A. Maller, O. Franzl, I. Kersch in Tulluerbach, Niederösterreich „ 3 — 412. Aus dem Gewinn eines Tarockspieles, eingeliefert durch I. Kersch in Tullnerbach „ 3'— 413. Lehrkörper in 'Mit sch an, Mähren „ 5'— 414. E. Eisendle, Schulleiter in Döbriach, Kärnten, Grdk.......................................„ 2 — 415. A. Bachner in Altenwörth a. d. Donau „ 4 — 316. St. Welhorsky, „Gewinst bei einer Tarockpartie", Oberlehrer D. Vlad und Sibck in Korlata........................................................................................... 240 417. Lanzer Lehrerzirkel........................................................................... 3 60 418. W. Liebald, Schulleiter in Arletzgrün bei Joachimsthal „ 2 — 419. M. Woitischek, Fachlehrerin in Haida 10 K, K. Würfel, Fachlehrer dortselbst 10 K „ 20 — 420. G. Etzelsdorfer, Lehrer in Schoppernau, Vorarlberg....................................... . „ 2 — 421. A. Hanel, Schulleiter in Flaudorf bei Korneuburg..........................................„ 1 — 422. I. Jonser, Lehrer in Passail.................................................................................................................................... —60 423. Prof. F. L. Rodt in Komata», „Südheim-Weihnachtsspende" „ 10 — 424. Oberlehrer Hinterlcithner in St. Martin, Mühlkreis, Grdk „ 1'— 425. F. Klinger, Lehrer in Egg, A. Kutalek, Lehrerin in Egg bei Hermagor, Grdk. „ 2'-- 426. I. Rautschka, Lehrer in Worowitz bei Bischofsteinitz, Grdk „ 2'— 427. Vom Oberlehrer F. Kogelnig und dessen Frau in Sittersdorf, Kärnten, und Oberlehrer S. Richter „ 3 — 428. Fräulein A. Ernst, I. PapouSek und K. Becker m llnterlangendorf, Grdk. . . „ 3'— 429. H. Schaffer, Oberlehrer in Gosau, Oberösterreich, Grdk..................................„ 2 — 430. L. Nidetzky, Schulleiter in Stützeuhofen, Niederösterreich, Kegelpartie und Grdk. „ 470 431. Tafelrunde in St. Peter am Ottersbach, gesendet durch A. Legat, Lehrer in Brunndorf „ 7'— 432. Gründerkronen: Ulbrich, Pietsch, Tanbmann, Zenker, Lauste, Lorenz, Dlöckner, Renger und Ulbrich, Mitglieder der Lehrerrunde Böhm.-Leipa 9 — 433. F. Stratil, Schulleiter in Sofienswald, N.-Ö...................................................................................... 2 — 434. F. Unger, Lehrer in Söchau, Steiermark, Grdk............................................„ 1'— 435. K. Henilich, I. Leistner und R. Kalvus in Schmiedeberg, Grdk............................„ 3'— 436. Anna Kainbacher in Lind, Kärnten „ 25'— 437. S. Heinzl d. I. in Krieglach, Gewinstantcil bei einer Wette, eingcsendel durch M. Zange!...............................................................................„ 2 — 438. A. Schäfer, F. Motz, I. Rösler in Wetzwald, Böhmen, Grdkr...............................„ 3 — 439. A. Koller, Oberlehrer in Bleiberg, samt Frau, Winkler und Beutelmann und Frl. M. Schönin ge r (Schlußbausteine).............................................................„ 6 — 440. Grunderkroncn: Direktor H. Baha; Fl.: Martinowitz, Rumler, Seemann, Folprecht, Traufel, Knischke,; Subst. Lkroupil, Oberlehrer Printe; Bmltedt, Köhler, Bergmann, Fiedler, Pitlon, Laubncr, Jeschke, Hanel, Kürschner, v. Roßlow, Ernst . . . . K 20 — 441. Sammelergebnis bei der Aachsthung einer Wanderversammlung, 1 K Grdk. zum zmeitenmale und 6 h Zustellgebühr von K. Rumel in Krausebaude bei HoHenelbe . . . . „ 7 06 442. Gründerkronen: Oberlehrer M. Truppe, Lehrerinnen Höchtl u. Kopper, Lehrer P. Peball in Viktring, Kärnten ,.................................................................„ 4'— 443. Oberlehrer A. Kunert in Meistersdorf, Böhmen. Grdk. und Christbaumspende . „ 2-— 444. Lehrkörper der Volksschule in Bromberg, N.-Ö. (6 K), und I-euerwehr dortselst (5 K) dom Hauptmannstcllvertr. F. Maro sch, Lehrer dortselbst................................................... 11 — 445. H. Wcttach, akad. Maler in Laibach, für eine Südheim-Verschlußmarke . . . . ,, 1'— K 43944 Endsumme in Folge 59 . . . . . „ 6260 61. Bisher in den „Blättern" verzeichnet K G700"05 Berichtigung: Herr Lehrer M. Woldrich ersucht festzustellen, daß die unter dem Vermerk Nr. 21 der Jubiläumsspcnden verzeichneten 2 K als Gründerkronen für V. Kuhlang und M. Woldrich, Lehrer in Huttendorf bei HoHenelbe, zu gelten haben. 72. 73. 74. 75. 76. ringer 77. 78. Lehrer in 79. 80. 81. 82. 83. 84. 85. 86. 87. 88. 89. 90. 91. 92. und I. U 93. 94. 95. c) Iubiläumsspenden. I. Fechter, Lehrer in Hargelsberg, O.-Ö.......................................................K A. Wiener, Oberlehrer in Hargelsberg, O.-Ö................................................. A. Schmirg und Karl Schrott in Altendorf......................................... L. Ludwig, Schulleiter in Altreigelsdorf, Schlesien........................................ Oberlehrer A. Just, Lehrer F. Bcrnhart, Lehrer I. Pischinger, Lehrer S. Ma- I. Windisch, Oberlehrer in Lienfeld, Krai»................................................... I. Krauland, Lehrer in Altlag, I. Petsche, k. k. Lehrer in Gottschec, I. Rom, Gottschee, H. Pctschauer, Lehrer in Lienfeld............................................... Die unter Nr. 397, Abschnitt b, Genannten ................................................ G. Weixler, Schulleiter in Fahndorf, P. Ziersdorf, N.-Ö................................. Die unter 401, Abschnitt b, Genannten...................................................... I. Richter, Lehrer in Wottawa, Böhmen...................................................... E. Podobnik, Schulleiter in Groß>Klein..................................................... I. Mohaupt, Oberlehrer in EberSdorf bei Friedland.......................................... Vgl. Nr. 410!.............................................................................. Je 4 X von den Herren Maller und Kersch in Tullnerbach, N.-Ö. ..... F. Pischel, Oberlehrer in Oberwittig bei Reichenberg........................................................ F. Tremcl, k. k. Bezirksschulinspektor in Öblarn........................................... A. Roba 1 scher, Oberlehrer in Lebing...................................................... Nr. 424 „mit dem Wunsche, daß ich selbst das Südheim nicht brauche" .... Oberlehrer A. Martinjak und Lehrer Kling an in Egg, Kärnten ............................... Oberlehrer A. Frankl 5 K, Lehrerin Emilie Frankl 2 K, die Lehrer I. Kresnik iiger je 2 K, alle in Söchau, und Lehrer K. Bradais in Loipersdorf 1 K ... Nr. 442 zu je 4 X.......................................................................... Nr. 443 ........................................................................... I. Oberlaner, Oberlehrer in Winklern, Kärnten......................................... • 1 — 1 — 2-— 1 — 4-— 1 — 4 — 7-— 1 — 2 — 2 — 5‘— 10 — 1 — 8'— 10 — 15'— 10 — 1 — 2-____ 12 — 16 — 1 — 2 — Zusammen . K 119- d) Für die kranke Frau des Linklaßlers. 21. Lchrerkkuv „Eintracht" in Gföhl, N,-Ö..........................................K 10 — 22. A. Schneider, Lehrerin in Wolframitz ............................................. 2 — 23. W. Dux, Oberlehrer in Thönischen bei Subch 1 — 24. Versammlung der Gruppe „Tachau", zugemittelt durch I. Schaffer in Schönbrunn bei Tachau..................................................................................„ 6 62 25. F. Wamprechlsamer, Oberlehrer in Gröbming, „Möge der Frau noch rechtzeitig Hilfe werden!" (Sic ist bereits im Südheim. D. Sch.) „ 2'— 26. Lehrkörper in Gk.-Tajax« Mähren, eingcfenbct durch Lehrerin W. Stepanek . . . K 4 — 27. Tafelrunde im Schulgebäude zu Tachau, eingesendel durch I. Schaffer, Schönbrunn „ 2-50 Zusammen K 21.92 Nachbemerkung: Die Frau des Einllaßlers ist im Südheim versorgt und ausgehoben. Trotzdem will ich jedoch den Abschnitt d u. zw. unter dem Namen Süd he im-Reisefonds fortführen. Es ist so manchem nicht möglich, zum Meeresstrande zu wallen, weil er die Mittel für die Reise nicht erschwingen kann. Stecken wir ihm also die Fahrkarte in die Tasche! Den diesbezüglichen Spenden wird sehnsüchtig entgegengesehen. P. Praktische Rechenaufgaben, wie sie das Leben bietet und das Leben braucht. 3.) Der Ortsschulrat schafft für unsere Schule Vorhänge an. Die drei Klassen haben zusammen 16 Fenster, für jedes Fenster braucht man 2 Vs m Stoff zu 80 h, an Macherlohn zahlt man für ein Fenster 60 h; was kosten die Vorhänge? — (Hiebei gibt sich Gelegenheit, die Kinder zur Schonung alles dessen, was sich im Schulhause befindet, aufzufordern.) 4.) Folgen der Sorglosigkeit. Ein von der Mühle heimkehrender Knecht verliert infolge oberflächigen Aufladens I Sack Mehl von 80 kg. Wie groß ist der angerichtete Schaden, wenn das Kilogramm 32 h wert ist? 5.) Sorgfalt auf Kleider. Ein fertiger Anzug kostet 52 K. Läßt du einen anfertigen, so brauchst du 3 m Tuch zu 12 K 50 h; an Macherlohn mußt du 18 K zahlen. Welcher Anzug kommt billiger? 6.) Wie man sparen kann. Ich streiche meine Zimmer selbst und brauche hiezu 12 kg Farbe zu 2 K 40 h, 1 Dose Kitt um 4 K und I Pinsel um 2 K. Wie hoch kommt der Anstrich? Öder: Die Mutter hält sich keine Wäscherin. Wieviel erspart sie dadurch jährlich, wenn jede zweite Woche gewaschen wird und für eine Wäscherin 3 K bar und 2 K auf die Kost gerechnet werden? 7.) Doktorrechnung. Ein Bub wird durch eigene Unvorsichtigkeit krank. Der Herr Doktor muß achtmal kommen und verlangt für die Visite 2 K 40 h, die Arzneimittel kosten 18 K 60 h; was macht dies mitsammen? (Unvorsichtigkeit, Verhütung von Auslagen. Anschreibung schwerer Wörter wie „Visite“ an die Schultafel.) 8.) Ehrlichkeit und Gerechtigkeit. 4 Läuterbuben und 3 Ministranten erhalten bei einem Begräbnisse 1 K 70 h; wieviel bekommt jeder? 9.) Erweckung des Mitleids. Der Vater verkauft ein Kalb, das Kilo um 1 K 16 h. Wieviel nimmt er dafür ein, wenn auf die Gewichtsseite einer Dezimalwage 7 kg 40 dkg gelegt werden müssen. (Die Kinder sollen angehalten werden, darauf hinzuwirken, daß beim Abwägen von Kälbern und Schweinen die Dezimal wage und nicht die Schnellwage [Bim wage] verwendet werde.) 10.) Vorsicht mit Emailgeschirr! Bei einem Ausverkäufe kauft die Mutter 12 kg Emailgeschirr, das Kilogramm zu 1 K 90 h; wieviel kostet es? 11.) Praktisch sein! Ein Bauernbub bringt der Mutter 1 Sack Äpfel zum Kaufe, das Kilogramm zu 32 h. Die Äpfel wiegen augenscheinlich über 20 kg, der Mutter steht nur eine 10 kg-Uhrwage zur Verfügung; wie stellt sie es an? Sie wägt zuerst eine leere Schüssel und findet hiebei ein Gewicht von 3 V-i kg. Die erste volle Schüssel wiegt 8 Vs kg, die zweite 93A kg, die dritte 7 kg. Das gibt jetzt drei Subtraktionen von Brüchen und eine Multiplikation. („Tarieren“, anschreiben.) 12.) Geographie. Ein Südfrüchtenhändler läßt 28 Körbe Trauben, jeder zu 12 kg, aus Meran bringen; was wiegen die Trauben, was hat er dafür zu zahlen, wenn das Kilogramm mit 60 h berechnet wird? 13.) Schätzung und Gewicht. Der Fleischhauer bietet dem Vater für einen Stier 650 K. Der Vater geht darauf nicht ein, sondern verkauft seinen Stier nach dem Gewichte. Wieviel nimmt er jetzt ein, das Kilogramm zu 80 h gerechnet. Welche Art des Verkaufes ist für ihn vorteilhafter ? Eingeliefert von Fritz Pötzleitner, Oberlehrer in Kapellen bei St. Pölten. Briefkasten. Da sind sie nun, die „Blätter", in ihrer neuen Gestalt! Zunächst haben sie ein vornehmes Titelblatt bekommen. Die beiden Steircrbuben („Unser Gold") sind uns bereits gute Bekannte; sie sollen als Vertreter der Landschule gelte». Rechts blicken zwei hübsche Mädchen hervor, Emblemen für die Stadtschule und. Vertreterinnen des schönen Geschlechtes. In der pädagogischen Literatur ist die Mädchenbildung bisnun so stiefmütterlich bedacht worden wie der Abteilungsunterricht. Das war ungerecht und unklug. Die Erziehung des Weibes durch die Schule ist in mancher Hinsicht wichtiger als jene des zukünftigen Mannes; denn jenes lenkt die ersten Schritte und dabei die ersten Regungen des Kindes, dieser tritt an den halbfertigen Menschen heran. Man hat es längst erkannt, daß Völker, die der Mädchenbildung ein großes Augenmerk zugewendet haben, zu einem starken, einigen Wollen geführt wurden und Großes vollbracht haben. Darum werden sich die „Blätter" von jetztab dieser Seite mit Eifer zuwenden, darum tragen sie das Erinnerungsbild allmonatlich hinaus. — Weshalb und wie wir bestrebt sind, auch die Stadtschule in de» Kreis unserer Bestrebungen zu ziehen, wurde im Leitartikel der Folge 60 dargelegt und erscheint auch heute nn erster Stelle angedeutet. — Das Inhaltsverzeichnis auf bem Titeiblattr foll.bnt Aussinden von Artikeln erleichtern. — Der Beurteilungsbogen ist nicht neu; er kommt jedoch in Hinkunft gesondert, so daß man ihn am Schluffe als Ganzes anschließen kann. — In den Ankündigungsbogen werde» nur reelle Firmen ausgenommen; er dient weniger dem Gewinne, sondern in erster Linie als Wegweiser bei Einkäufen. Ich bitte, im Falle, als die Voraussetzung nicht zu treffen sollte, mich sofort zu benachrichtigen, damit die Firma gestrichen werde. — Fm Blatte selbst treten einige neue Abschnitte auf; die dreißig in der Stoffübersicht (Folge 60) erwähnten Kapitel jedesmal zu beschicken, ist natürlich unmöglich. In drei Folgen dürften wir indes das ganze Programm stufenweise berühren. — An die Mitarbeiter: 1.) Stoffzuwachs ist vornehmlich erwünscht bei den Punkten 6, 7, 8, 10, 13, 16, 18, 20, 21, 26 der „Stoffübersicht" (Folge 60). Schulhumor sollte en gros herein, damit die Arbeit gewürzt werde. Jeder hat doch schon so manches erlebt, worüber er herzlich lachte. Warum sollte er das Vergnügen nicht mit ändern teilen? — 2.) Mitarbeiter kann jeder werden. Die „Blätter" kennen keine Zunft. — Schilt. S». Hl. in A. (Döhmen): Sie schreiben: „In diesen trüben Tagen benötigen wir Lehrer zweierlei: eine strammgefügte Organisation und eine ideale Auffassung des Berufes, nicht bestehend im Robott für andere Stände, sondern in der Vertiefung des unter« richtlichen Betriebes." Das ist der Grundgedanke des „roten Briefes". Lehrerfeinde wollen es natürlich anders: Sie sind bestrebt, die Lehrerschaft von dem Berufe zu ziehen, ihr das Ideal aus dem Herzen zu reißen, um sie am Gängelbande hinterher zu führen. Es gibt ein Demagogentum, das sofort Gift entgegenspritzt, wenn sich ein ehrliches Wollen naht. — Sri'. A. je. in M. (Thüringen): Der ausführliche Bericht über meine Deutschlandreise kann erst in einem späteren Zeitpunkte erscheinen. Vorläufig widme ich die freie Zeit der Einrichtung unseres Lehrerheimes. — Hvl. A- A. und ander»: Es war nicht möglich, in Folge 60 alle eingeschickten Spenden zu vermerken. Bet dieser Gelegenheit ersuche ich, Beiträge für das Lehrerheim getrennt einzusenden und nicht mit der Entrichtung der Bezugsgebühr zu verbinden, weil sonst ans der einen Seite der Beleg fehlt. — Hük. It. K. in H. 11ranern): Ihre Weihnachtswünsche haben mich sehr gefreut. Demnächst bereichere ich Ihr Ansichtskartenalbum mit schönen Südhcimkarten. — Abungsschnkkehrer A. K. in K.: Sie wollen die „Blätter" unter die Lehramtszöglinge verteilen. Das ist recht! Ich habe die Verwaltung angewiesen, für die angehenden Lehrer den Preis um die Hälfte herabzusetzen. Die jungen Leute sollen durch unsere Arbeit ins Leben geleitet werden. Würden nur alle Lehrerbildner Ihrem Beispiele folgen! — Aus einem an die „Wkättcr" gerichteten Ilriese Is. I^okacks: 1.) „Schreibt man etwas, so wünscht man davon eine Wirkung in weitem Kreise. Das ist weder Geld- noch Ehrgeiz, sondern Wirkungsdrang. Den schilt man nicht, sondern lobt ihn." — 2.) „Ein Gruß und Händedrnck aus der Ferne erfrischt den Lebensmut und mehrt die Lebensfreude." — 3.) „Ein Ruheständler ohne Ruhe bin ich. Zum Glück habe ich eine eiserne bäuerliche Gesundheit. Und erfreulich ist's doch, daß man noch seinen Platz in der Gemeinschaft hat und manch Einem gute Handreichung tun kann." — Eine solche ist Ihr vierter Band, verehrter Herr Schulrat. Er erhebt uns über das Getriebe des Tages und läßt uns all das Herbe der Arbeit ertragen. Die Leser der „Blätter" werden die Wcihnachtsgabe zu schätzen wissen. — Sacht'. S. in A. (Iliederösterreich) r Lassen Sie sich nur weiter beleidigen, wenn cs jedesmal eine Strasspende für das Südheim gibt! — Schilt. II. S. in A. (ILöhmen): Das von Ihnen genannte Inserat findet sich fast in allen Schulblättern, selbst in dem, das den Vermerk „Deutsch" an der Stirne trägt. — Direktor It. Sch. in H. (Tirol): Eine endgültige Bestimmung bezüglich der Ausnahme in das Südheim wird zu Ostern getroffen werden. — Lehrer Je. ch. in St. H.: Ihr Bild verrät ein Leiden. Geben Sie acht! Im Lehrerheim ist noch Platz. Wallen Sie nicht erst dann zur Adria, wenn es bereits zu spät ist! Jeder andere ist auf sein Wohl bedacht, nur der Lehrer zieht, bis er zusammenbricht. — „—11": Das eingesandte Gedicht birgt schöne Gedanken und Renksche Bilder; aber die Metrik hinkt. Die „Ratschläge" nennen Ihnen ein Buch zur Einführung in die Gesetze des Rhythmus' und des Reimes. — Schilt. A. A. in ff. (<£trot): In Ihnen schlummert ein sprühender Geist. Nachfolgende Zeilen aus Ihrem Briefe sollen ihn den Lesern zeigen: „Ich gebe hier einen guten Besen ab, der den Staub und Mist der Vergangenheit feinsäuberlich aus der Schulstube fegt. Dies Fegen ist zwar eine Müharbeit, aber der Boden ist glatt und der Strohwisch zähe! Es wurden mir ganz wunderliche „Dichtungen nachgelassen", so z. B. „lA von 100 — 4" oder „der 10. Teil von 1 — 100" — eine Weisheit unter den Wiederholungsschülern (!), die es auch nicht Wuiider nehmen läßt, daß kürzlich keine von den angehenden Jungfrauen hier wußte, daß 100 Heller 1 Krone ausmachen. Und erst die, so täglich die Schulbank abwetzen! Als ich herkam, ging bei ihnen die Sonne im Süden auf, und als ich dies bestritt, verwies mich ein ausgeweckter Junge ans das „O", das so schön über dem Katheder gezeichnet war. Nun, die Vierteldrehung nach links ward flugs gemacht; die Sonne ist nun froh, daß sic nicht mehr über den Nordpol zu spazieren braucht, der ja doch ihrem heißen Liebesblick ein ganzes Jahr lang nur bockstarrige Kälte entgegenbrachte, und das „O" freut sich auch, wieder neben dem Osen sein zu können. Und so weiter. Ist die Arbeit hier vollends getan, dann eile ich mit reinem Gewissen zu Ihnen. (Kommen Sie nur! Sie finden liebe Kollegen 'und ein schulsreundliches Volk. Nur der Inspektor ist grimmig. D. Sch.) Wohl wird dort auch kein Himmel ■lachen (Herr B. ist nämlich hart am Firmament, mehr denn 1000 m in der Höh'. D. Sch.); aber ich bleib recht gemottf der Erde und ivo ihre Schollen hart werden, dorl stampfe ich halt! (Das ift-cm Wort! T. Sch.) Eine» aber erschwert mir auch dann noch den Wegzug: die geliebten Berge, (Deren haben Sie, mein Lieber, in meiner Heimat, soviel Sie wollen. P.) Seit Jahren schon wanderle ich als „feuchtfröhlicher" Student bei Sonn' und Wasser die Berg« — anschließend an nieint Heimat — ad. Ich bin von Natur aus Maler und nur durch die Ungunst früherer Verhältnisse vom Farbenbrett heruntergeworfen worben, auf dem all mein Sinnen und Minnen häufte: Die Kunst, soweit sie eben mein eigen ist, und die Nntiufchübenmg sind meine „Liebhaberei". (Sonst nichts? Vielleicht noch etwas mit „die"? D. Sch.) Aber ich werfe die Bedenken beiseite und hoffe, daß auch über den Karstrunsen für mich ein guter Geist lebt, der mich Licht und Felsen hm und wieder in einem schönen Bilde sehen läßt. Deshalb möchte ich gleich die Bitte anknüpfen, daß Sie mich nicht in eine ganz reizlose Landschaft stecken. (Eine solche gibt es bei uns nicht. P.) Lieber weniger äußere Annehmlichkeiten als in dieser Hinsicht ein ödes Seelenleben. Und weil ich ein verwegener Kerl bin, sende ich Ihnen anbei etwas aus meinen seltenen Mußestunden. Lassen Sie den Eiszapfen in Ihrer warmen Redaklionö-stnbe auftauen! Und wenn es Ihrer arggequülten Schriftleiterseele genehm ist, dann bitte ich, das Wasser davon in die Druckerschwärze der „Blätter" zu schütten, auf daß ich das Produkt wieder sehe! Wenn Ihr Urteil aber ein „Gegen" ist, dann dorthin damit, wo sein gebührender Platz ist! (Ist bereits geschehen! D. Sch.) Ich werde trotzdem noch weiter einschicken. (So sollte jeder denken! Was mau noch nicht hat, kann man nur erringe», wenn man sich der Eitelkeit ent schlagt. D. Sch.) — Schilt. A. N. in L. (Niederösterreich) ; Ich will die Brücken trotz aller Unbill nicht abbrechcn. Große Ziele mahnen an Ruhe, an Verständigung, wo der Irrtum scheiden will. — Hvk. H. in N- (Kärnten); Die eingeschickten Platten werden in Leipzig verkauft und bringe» für das Gädheim ein hübsches Sümmchen. — K. N- in K. (Steiermark) : Wenn mir das Fräulein ein Bild, das nicht zehn Jahre zurückdatiert ist, schickt, jo kommt die Gegengabe. Anders ist das Geschäft nicht zu machen. — Direktor K. W. in A--L- (Nähmen): Schuld am ganzen ist die Tagespresse, die sich von einem unreifen jungen Maune bedienen ließ und durch falsche Berichte Verwirrung brachte. - Darum sollt Ihr der ausgerüttelteu pädagog. Presse nicht gram sein. Es ist ja nicht ausgeschlossen, daß die Tagespresse mit Absicht verdreht hat. — Schilt. K. §. in Kt.: Sie fragen: „Wie ist die Mittagspause zu verwerten?" Die Antwort ist kurz: a) Die Schüler sollen sich austolleu, b) der Lehrer soll sich ausruhen. — „Matter"-Neferent ). Sch. in Sch. vei tz. (Nähmen): Eine neue Einführung: Ihr Verein hat also zivei ständige Berichterstatter über die „Blätter für den Abteilungsunterricht" aufgestellt! Der Gedanke ist ehrend; wettergeleitet, kann er zur Stossklürung und zur Anwendung des Gebotenen un Unterrichte führen. — Den Namen der Frau des Einklaßlers kan» ich öffentlich nicht bekanntgeben, wohl aber erhalten Sie ihn aus einer Südheimkarte. — Hvt. A. W. in K. (Währen): Ich für meinen Teil mag den Inspektor auf die „Blätter" nicht aufmerksam machen; Sie wissen es wohl, warum. — Lehrer j». in L. (Krain): Ihr Wunsch „Mögen Sie im neuen Jahre eine reiche Menge schaffensfroher Arbeiter finde», die Ihr Hochziel auf das Banner schreiben und, aller Scheelsucht trotzend, wohlgemut verwirklichen helfen!" — ist mir aus dem Herzen genommen und ich kann ihn nur mit den Worten erwidern: Mögen sie alle, alle, die den neuen Geist der Zeit verstehen, die zum Wohle der vaterländischen Schule und ihrer Lehrer beitragen wollen, kommen! Wenn uns Einigkeit und Begeisterung führen, holen wir das im Sturme ein, was an uns zwar vorüberzog, aber nicht gefaßt wurde, weil man uns die Augen verbunden hat. — An die g. Lehrerschaft meines Anfpektionsgevictes: Von jetztab werde ich eine Anzahl der bei mir einkaufenden pädagogischen Zeitschriften an die verschiedenen Schulen schicken. Sie sollen den Rundgang möglichst schnell vollenden; daher kann für eine Schule nur 24 Stunden Aufenthalt gewährt werden. Die Zusendung an die Nachbarschule ersolgt als „portofreie Schulsache" im Dienstwege. Jeder, der eines der Blätter gelesen hat, unterschreibt sich aus der Rückseite. Dadurch ist es möglich, der Zeitschrift den weiteren Paß zu geben. Randglossen werden das Interesse heben. Also nur heraus mit der eigenen Meinung! — Nach vollendeter Reise stiegt die Zeitung in die Bezirkslehrerbücherei ein, um dort als Eigentum ihren Platz zu finden. — Schllt. K. K. in H.: Also, Sie sind abtrünnig geworden, weil, nun weil ein Märlein, ein „fürchterliches", durch die Lande gegangen ist. Sie schreiben: „Ich trenne mich schwer von den »Blättern', aber — Konsequenz!" Besteht diese bei Ihne» darin, daß Sie einer Nachricht ohneweilers Glauben schenken und darnach Ihre Handlungen entrichten? Da müßte ich Sie bedauern. Nun sind Sie schon ein Jahr in unserer Gemeinde und lassen sich betören, ohne den Sachverhalt zu kennen, ohne die Untersuchung abzuwarten! — Da gefällt mir jener besser, der da schrieb: „Hüb' gelesen, Hab' gehört, wollte es aber nicht glauben, iveil ich's nicht glauben konnte." — Lehrer L. Zt. in z£.t In Ihrem Schreiben taucht die 19. Sprachunrichligkeil auf. Schlagen Sie Folge 49 nach und jäten Sie das Unkraüt aus!' Für Sie und Ihre Schüler folgendes Kampfmittel gegen die Unholde: Auf einen Karton, der ständig im Schulzimmer angebracht erscheint, werden die in den -„Blättern" besprochenen „Sprachunrichtigkeiten" kurz vermerkt und täglich durchgenommen. Dann sitzt das Sprachrichtige allmählich. — Lehrer K. Korkhardt in Schmiedeverg vei Dresden besitzt eine reiche Sammlung von trefflichen Lehrmitteln für das gewerbliche Zeichnen und ist bereit, einen geordneten Stufen-gang billig abzugeben. Näheres durch den unmittelbaren brieflichen Berkehr. — Ich war in den verflossenen Ferien bei dem Herrn Kollegen Jorkhardt und kann den Bezug der Lehrmittel bestens empfehlen. — Nürgerschuldiretttor P. St. in K. (Mähren): Sie regen an: „Es möge ein kampsfroher Kollege mit 35 Dienstjahren in Pension gehen und seinen Anspruch auf den vollen Ruhegenuß geltend machen — bis zur höchsten Instanz!" Eine Grundlage mürbe der § 56 des Reichsvolksschulgesetzes hiebei sicherlich bilden. Allein da bat sich das Wort „im allgemeinen" eingeschlichen; daran wird der Waghalsige stolpern. Das Salzburger Rezept dürfte besser wirken. — Oberlehrer Lharwat in Aßllranb schreibt: „Ein Übelsland ist im Winter die Bildung von förmlichen Wasserpfützen nach dem Auflanen der Eisblumc» an den inneren Fensterscheiben. Zur Vorbeugung braucht man bloß nach Schluß des nachmittägigen Unterrichtes die inneren Fenster aufzumachen und über Nacht offen zu lassen; es bilden sich dann an ihnen keine Eisblumen." — 50 Stück „Das Zeichnen nach der Natur" a) in der Stadtschule, b) in der Landschule hat der k. k. Bezirks- schulrat Dauba angeschafft. Es kommt also die mittlere Linie allmählich zur Geltung. Der Taumel hat der Schule großen Schaden gebracht. Darum Einkehr zur Nüchternheit, den Kurs ins praktische Zeichnen genommen! — NezirKsschulinspeKtor K. S. in St. Al. (Steiermark): Die Verwaltung gab dem Weihnachtsrummel die Schuld, daß die „Blätter" nicht eingetroffen sind. - Lehrer S. 35. in <$. Schweiz: Von Ihrem Anbote, die „Blätter" in der Schweiz zu verbreite», werde ich Gebrauch machen. Wenn drüben nichts anderes interessieren wird, so doch sicherlich meine Schweizer Schulreife. — Schulleiter i. 2!. in St. (Nähmen): Ihre Jeremiadc habe ich einem maßgebende» Reichsratsabgeordneten vorgetragen. Er weinte zwar nicht bittere Tränen, aber er versprach zu helfen. Schreiben Sie mir über den Erfolg! — Oberlehrer K. Sch. in S. (Steiermark): Die Fürsprache hat also genützt- Wie mich das freut! Nun, da Sie aller Sorgen entbunden sind, recken Sic sich! — Kürsprache lege ich für jeden gerne ein, soweit ich cs tun kann. Es soll niemand mit des Herzens Beschwer zurückhalten! — Obl. K. K. in Z. (Kärnten): Gesundheitsbücher, wie sie auch heißen mögen, haben schon manchen verrückt gemacht. Ich kann daher das von Ihnen angegebene Werk nicht empfehlen. Da grübelt ein abgespannter Kollege von Buchstabe zu Buchstabe. Jede Krankheit paßt aus ihn und er glaubt sich schon begraben, dieweil er noch liefet. — Schilt. K. W. in W. (Niederösterreich): Nun haben bereits drei Bczirkslehrerbibliotheks-Kommisfionen die „Blätter" für sämtliche Schulen des Bezirkes abonniert. Ihr Bericht hat mich sehr gefreut! Die eingelieferte Arbeit erscheint. — Lehrer Z. W. in h».: Da müssen Sie zu Seiner Majestät. Vor den Toren der Ämter herrscht der Paragraph, in der Burg des Kaisers die Gnade. Und der Herrscher, der die Kinder liebt, er wird auch dem Lehrer derselben gerne verzeihen. — Lehrer K. W. in W. a. i». tz.: Selbstverständlich wäre mir ein Bild von Ihrem Schulvolk sehr willkommen. An der Gegengabe soll es nicht fehlen. — Oberlehrer R. O. in H.: Die Geldfrage sollte niemanden hindern, sich uns anzuschlicßen. Es wurde noch keiner ab« gewiesen, der einen Nachlaß begründet hat. — Schllt. K. W. in K. (Overöstcrreich): Sie haben vor, in der nächsten Lehrerversammlung für mich einzutreten. Tun Sic das nicht! Wer nach alldem, was als Tat vorliegt, über mich noch Zweifel hegt, der mag mir in Gottes Namen den Rücken kehren. Ich buhle nicht um die Quantität, sondern um die Qualität der Freunde. — Schilt. Sch. in W. (Kärnten): 1.) Zur Herstellung einer zweiten Folge „ausgesührter Prüsnngslhemen" fehlt mir dermalen die Zeit. — 2.) Die lateinischen Pflanzennamen bilde» höchstens ein bißchen Pflanz bei der Prüfung; es genügt, wenn man die einzelnen Klassen „gelehrt" nennen kann. — 3.) In der Zoologie lassen Sie den Kram überhaupt weg! — Lehrer N. K. in 3?.: Für Ihre Stoffzusuhr herzlichen Dank im Namen der Leser! — Obs. S. gh. in K.: Ihren Ratschlag setze ich ein: „Beim Einfüllen von Tinte in die Tintengläser wird manchem Lehrer das Abrinnen der Tinte an der Flasche mehr oder weniger Verdruß bereitet haben. Diesem Übelstande vorzubeugen, genügt es, den Rand der Flasche um den Kork herum recht mit Staub bedecken zu lassen. Dieser Staub ist ein vortreffliches Mittel gegen die Adhäsion zwischen Glas und Tinte." — Lehrer A. K. in S.: Sie bitten um die Fortführung des Abschnittes „Des Lehrers Takt und Schliff in der Gesellschaft". In der Stoffiibersichl für 1909 ist er enthalten; also wird er kommen u. zw. in der Februarsolge, im Karneval. — Kachlehrer K. St. in Wien: Schreiben Sic mir über den Gegenstand einen Artikel; ich nehme ihn gerne aus. — Lehrer I. N- in S.: Wie kann man doch so wankelmütig sein! Als „Reserve" sollte Ihnen die Heimat doch nicht gelten. Wer cs mit dem Volke, aus dem er hervorgegangcn, ehrlich meint, dient ihm ohne Rücksicht auf Gewinn und Ehren. — Lehrer K. K. in Wien: Ihre Bemerkung sollte den erquickenden Born öffnen. Sie lautet: „Was für trockene Witze bringen Zeitungen, Kalender, Bücher! Und in der Schulstube blüht und sprüht der wahre Witz — unbeachtet, ungesehen." — Nürgerschukdircktor I. St. in K. (Mähren): War das ein Niesen in der Rc-daktionsstube! Sie halten das Manuskript mit Pfeffer bestreut. Umsobesscr schmeckte hierauf die Lektüre. Ihre trefflichen Beiträge (Skizzen usw.) werden die nächsten Ausgaben würzen. — Schilt. A. K. in N- bei A. (Nähmen): Ne, ne, davon bringen Sie mich nicht ab! Sie kriegen mein Bild mir, wenn Sie das Ihrige zuvor einsenden. Das Zurschaustellen in den „Blättern" widerstrebt mir. — Krf. N- M. in K. (Norarkverg): Punkt zwei aus Ihrem Briefe: „In Folge 58 sah ich, daß Sie mit meiner Ansicht, mir Lehrerinnen gelten bei den Herren Kollegen als minderwertig, nicht übereinstimmcn, und doch kann ich nicht davon abgehcn. Die Erfahrung bestätigt diese meine Ansicht. — Wahr ist es freilich mich, daß sich viele Lehrerinnen über beit Staub hincmsstrecken und sich dadurch der Interessensphäre entziehen, daß manche unausstehlich exzentrisch sind und den Berns nur als Übergangsstation anfeljen. Daran trägt aber auch die gegenwärtige Heranbildung der Lehrerinnen viel Schuld. In der Anstalt wird von der hohen Aufgabe, die man zu lösen hat, von der Pflicht usw. sehr wenig gesprochen. Den jungen Damen wird hofiert, (Von wem? D. Sch.) sie werden gehätschelt, wenn sie besserer Abstammung sind oder ein hübsches Gesichtchen haben, die Schale genügt häufig, eine ernste Berufsauffassung können fie nicht bekommen. „Meine Tochter muß Lehrerin werden, damit Sie leichter einen Mann bekommt oder doch nicht .alte Jungfer' genannt werden kann, falls sie nicht das Glück hätte", sagte mir einst eine Frau Oberlehrer. Das sind Motive! Das gibt doch nie BerufslehrerinnenI" — PereinsoKmann K. Sh. in K. (Hkiederösterreich): Grollen Sie nicht! Aus dem Kampf von Meinungen geht geläutert die gesunde Idee hervor. Und teil haben dann beide Parteien am Erfolge. Die Kundgebung des Vertrauens erfrischt. Treuen Gruß zurück den Getreuen! Haben Sie nicht den Briefkasten der „Österreichischen Schulzeitung" gelesen? Dort heißt es mit Bezug auf das Südheim: „Ist denn jemals etwas Großes geschaffen worden, ohne daß niedrige Seelen ihren Geifer dagegen gespritzt hätten!?" — Lehrer L- L». in Wien: Wenn Sie für die „Blätter" Annoncen sammeln, so wird Ihnen die Verwaltung jedenfalls dankbar sein. — Hverkckrer W. 23. in 28. (Steiermark): Ihr Aufsatz „Über postalische Bestimmungen" konnte diesmal nicht mehr Platz finden. — Zahlreiche Kragen, 23egrützu»gen und Znstimninngskundgevungen müssen für die Februarsolge zurückgestellt werden; der Briefkasten ist ohnedies schon zu voluminös. — Zur Klarstellung: Jnbezug auf die Jnspektorenversammlung ergänze ich, daß sämtliche Parteiführer nicht nur eingeladen werden sollten, sondern tatsächlich eingeladen worden sind (die Beweise liegen nunmehr vor), daß Herr Bezirksschulinspektor Viktor Jabo mit' in Judenburg bei dem Festbankette im Namen des Reichsbundes der Bezirksschulinspektorcn die Erklärung abgab, dieselben stunden ans dem Bode» des Rcichsvolksschulgcsetzes, daß endlich der Bericht über die vielgenannte Huldigung gänzlich unrichtig ist. Ich darf Näheres nicht mitteilen, weil ich die ganze Angelegenheit zur ordnungsmäßigen Prüfung abgegeben habe und der Entscheidung nicht vorgreifen will. Nochmals mache ick jedoch darauf aufmerksam, daß Nummer 1 der „Österr. Schulaufsicht", die einen durchaus sachlichen Bericht enthält, auf Wunsch kostenlos zngesendet wird. — Kreissäinkinfpelitor X K. in S>. (Nreulren): Bei uns liegen die Verhältnisse ganz eigentümlich. Die Lehrerschaft ist ideal, ist dapkbax. Sie hat darum den Epigonen der Schöpfer des Reichsvolksschulgesetzcs bis auf den heutigen Tag treue Gefolgschaft geleistet. Was taten nun die? Sie pochten immer wieder auf das goldene Geschenk, das ihnen nicht weniger zugutekam als uns. Will man nun einmal neben dem Ideal auch das Reale, will man Einfluß, Einkommen, Schutz, da werden die Herren mürrisch. So wird denn das Bitten in ein ernstes Fordern Umschlagen müssen. Das Schicksal der Lehrerschaft teilen auch die Inspektoren. Daher das gemeinsame Vorgehen im Streben nach einer würdigen Stellung, daher aber auch dort das Bestreben, diese Faktoren zu trennen. — Z. K. in 28.: Das Mai-Heft von 1906 ist nicht mehr vorrätig. — Wach 2t. in der Schweiz: Dem politischen Wogenprall bin ich glücklich entronnen. Indes der Sturm durch die Straßen zog, war ich auf Inspektion. — Lehrer A. 2*- in H. liei (£6.: Die „Österr. Schulaufsicht wird Ihnen znkommen. Die Inspektoren haben keine Geheimnisse vor der Lehrerschaft. — 6>vk. K. ff,, in K>. liei Sh. (Nähmen): Der Apparat kann nur besprochen werden, wenn er Eigentum der Schristleitung wird. Er wnudert, so er sich bewährt, nach der Beurteilung in eine arme Schule — als Geschenk. — „Schulhumor“. 3. Mißverständnis: Schulknaben necken einen Esel und laufen davon, als sie einen der Lehrer erblicken. Nur ein Schüler, der ruhig abseits gestanden, bleibt zurück. Der Lehrer, in der Meinung, daß auch er zu den Tierquälern gehörte, verweist in derb und geht weiter. Der Knabe weint. — Der Direktor, der vermutlich den Lärm gehört hat, (es spielte sich alles vor dem Schulhause ab) kommt aus dem Schulhause und ruft den Knaben an: „Warum weinst du?“ Der Knabe antwortet unter Schluchzen: „„Der Herr Lehrer hat mich gestraft; ich habe dem Esel aber nichts getan.““ Der Direktor in hellster Entrüstung: „Solch eine Frechheit, einen Herrn Lehrer nennst du .... Morgen Schularrest!“ Heulend kommt das Kind heim. Begegnet ihm der Vater. „Was gibt’s?“ — „„Der Direktor hat mich geschlagen; ich habe aber dem Esel gar nichts getan!““ — „Sooo! Deinen Herrn Direktor nennst du einen....?! Na, ich werd’ dir’s zeigen!“ Und schon sausen zwei Hiebe hernieder. — Bei der Mutter: „Was ist dir, liebes Kind?“ — „„Der Vater hat mich so sehr geschlagen und ich habe dem Esel doch nichts getan!““ — Und die Mutter, was sagte sie, was tat sie? Sie hätschelte ihr Kind. Eingesendet von D. St. in F. Kleine Mitteilungen. 146.) Aeyrcrforderunnc». Im niederösterrcichischen Landtage stellte der Abfleordnele Prochazka sollenden Antrag: 1.) 35 jährige Dienstzeit zur Pensionierung mit vollen Bezügen. — 2.) Einrechnung des ganzen Ouartiergeldes in die Pension und Einbeziehung des sogenannten Bibliotheksbeitrages in den Pensionsfonds. —3.) Erhöhung oder Vermehrung der Dicnstalterszulagen und Berechnung derselben vom Tage der Lehrbefähigungsprüfung. — 4.) Gewährung einer Personalzulage, die in die Pension einzurechnen ist, an jene Lehrpersonen, die mit dem 25. Dienstjahre noch keine Leiterstelle erlangt haben. (Und der Titel „Oberlehrer"? D. Sch.) 5.) Abschaffung der Bürgerschullehterstellcn zweiter Klasse.(Zweifellos berechtigte und durchaus in bescheidenen Grenzen gehaltenen Wünsche! Sie sollten jedoch niemals anders als lediglich zum Übergange zu den Gchaltsbezügen der Staatsbeamten in den vier untersten Rangsklassen vor-gebracht werden. Das Schlagwort ist nun einmal ausgegeben; darum soll es nicht mehr zum Schweigen kommen. Man hält es als Endziel fest und schreitet auf Etappen ihm entgegen. D. Sch.) 147.) Wieviel Volks- und Mürgersäiullchrcr zählt Österreich! Die Jahresstatistik für 1906 weist 69.555 aus. Heute können wir ruhig sagen: Österreich hat über 70.000 Volks- und Bürgcrschullehrer. Was könnten sie vollbringen, wenn sic in irgendeiner Form gemeinsam vorgingen! — 148.) Dem Älkerweltamenfchen ins Stammbuch: Wenn eener kümmt und kau mi seggt: „Ick mak bat allen Minschen recht!" So seg ick: „Leime Fründ, mit Gunst, lehr mi doch dese swere Kunst!" Fritz Reuter. Ä.N der Reichsgrenze von Schule zu Schule. (Eine Schulreife durch Kärnten, Hirok, Vorarlberg, die Schweiz, Maden, Württemberg, die Koyenzollern- kande und Wayeru.) 8. Lei der „Schuliticlstcmnzl“. (Fortsetzung.) Die Gletscher flammten im Purpur, als ich aus meinem Bretterhause schlich, eingekuurrt in meinen Havelock, um das bißchen Eigenwärme vor dem Frost des Morgens zu schütze». Drunten im Tale zogen die Nebel dahin wie dräuende Gespenster, indes die Alm im Diamantenschimmer erglänzte. Ein entzückendes Bild! Da ich mein Auge über die Höhen schweifen ließ, kamen schon einige Hörer der Hochschule herbei. Ihr erster Gang war zum Brunnen. Dort hing ein großer Leinwandlappen: das Handtuch. Jedes Kind mußte sich nämlich vor dem Eintritt in die Werkstatt der Schulmeisterzenzi feinsäuberlich die Fingerchen reinigen, das Lehrmittel für die Rechcustunde. Die Einrichtung war gut, denn gar viele der Studiosen hatten noch knapp zuvor häusliche Arbeit verrichtet oder es gab unterwegs ein Sträußchen oder es fand sich daheim keine Seife, indes beim Brunnen ein großes Stück zur Verfügung staub. Wär' es nicht auch in mancher anderen Schule, die nicht gerade unter den Ziuyen der Gletscherfeste thront, vonnöten, daß die Schüler in die Wäsche kommen, ehe sie den geheiligten Raum des Schulzimmers betreten? — Das Glöckleiu der Kapelle ließ seine Stimme erschallen. Diesmal lud es nicht zur Andacht, sondern zum Unterrichte. Husch I Husch I Die kleine Schar war in das mächtige Wirtschaftsgebäude geflüchtet. Ich folgte eilenden Schrittes, um nicht im vollen Gange den Unterricht zu stören. An der Schwelle der Gesindestube empfing mich die Schulmeisterzenzi, die Kollegin auf der einsamen Höh'. Das Mädchen war heute blaß, es hatte die Verlegenheit ihm den rosigen Hauch von den Wangen genommen. Und doch erschien mir Zenzi so hoheitsvvll, so edel, so schön! Wie eine Iphigenie stand sie vor mir. — Wir traten ein. Eine niedere, aber breite, geräumige Stube I Mühsam zwängte sich das Licht durch die kleinen Luken. Daher hatte man den' großen Gesindetisch in die Ecke geschoben, damit des Tages Helle von zwei Seilen. auf die Platte falle. Da saßen nun die Almkinder auf der glänzenden Gesindebairk; die sich an zwei Seiten hinzog. Alle Altersstufen um einen Tisch geschart I Als Zenzi heran« trat, standen die neun Hörer aus und riefen ihr „Grüßgott!". Sogleich begann das Gebet. Ein inniges, herzinniges Vaterunser und hernach eine fromme Bitte, Gott möge beistehen, auf daß der Unterricht gedeihe. — Ich habe den Nachsatz in vielen Schulen des Deutschen Reiches gehört und fand ihn sinnig, dem Zwecke entsprechend. Auch das Vaterunser der Zenzi war nicht eines von gewöhnlicher Art, das im Chore trompetet wird, sondern ein stilles, ein an« dächtiges, ein inniges Gebet. Zenzi sprach vor, die Augen zum Kruzifix in der Ecke gewendet und die Kinder murmelten mit, indem sie zu der Lehrerin emporblickten. Als sie zuende waren, lag heilige Stille über der Schar — ein Nachgebet, ein stummes Versunkensein — es zog die Welle der Andacht von hinnen und ans den Höhen kehrte der Geist des Kindes langsam zurück in die Stube, wo der Unterricht anheben sollte. — Welch ein tiefes psychologisches Problem lag in diesem Exempel I Man erwäge: Das zum Himmel gewandte Antlitz der Vorbeterin zieht den Geist des Kindes hinan; voran die Stimme der Führers«, hinterher das Murmeln der Kleinen: Jst's nicht, als wandelte das Völklein auf einer Wolkenbahn zu dem, der Segeu spendet und alles lenkt? Dann die allmähliche Rückkehr in die düstere Stube — in der Pause nach dem Gebet. Auf den Fittichen der Englein schwebt die kleine Schar förmlich aus der Höhe wieder herab, um mit durstiger Seele an dem Kelch des Wissens zu nippen. — Daß doch allerorts diese Minute den Andachtsstrom abgleiten ließe! Doch wie wird es gewöhnlich gemacht? Kaum ist das Schulgebet vorüber; so stürzt schon die erste Frage für „das entwickelnde Verfahren" herein und zerreißt grausam den Faden, der das Kind mit seinem Gott verknüpft. Das ist Seelenbarbareil Man lasse doch die Saiten des Gemütes ausklingen, ehe man an die des Geistes greift! Das Durcheinanderklingen verschiedener Töne bringt eine Disharmonie in das Wesen des Kindes, die in späteren Tagen jede Freude zerstört und dem unausgesprochenen Charakter das Gepräge gibt. Unsere Zeit ist arm an Gemütsmenschen und arm an Persönlichkeiten, weil man im Hasten nach Stoff, in der Zerpflückung desselben durch methodische Ver-kttnstelung nichts Ganzes, Festes, Abgerundetes, Geglättetes schafft. — Rechnen! In der obersten Abteilung saß nur ein Mädchen. Es wurde ihm eine Stillbeschäftigung zugeteilt, — ein Zettel, auf dem ein paar angewandte Beispiele standen. Die mittlere Abteilung hatte einen Brief zu schreiben. Er betraf das gestrige Fest. Drei Mädchen und zwei Knaben machten die Gruppe aus. Und in der untersten Abteilung, in der saßen zwei vom schönen Geschlecht und ein Pausback im Lodenrock. Hier setzte der direkte Unter- richt ein. — „Kinderlein, zeigt einmal eure Handl'n!" Und sie spreizten die Finger und schmunzelten dabei. „So, jetzt fangen wir an zu rechnen! Streckt schnell 3 Finger aus! 6 FingerI 9 Finger! Um wieviel Finger habt ihr jedesmal mehr ausgestreckt? Wieviel ist 3 -j- 3? 6 -s- 3? Wieviel Kinderlein sitzen im Zimmer? Wieviel rechnen jetzt mit mir? Wieviel müssen schreiben? Wieviel ist 9 — 3? Wieviel wird wohl 6 — 3 sein? Weißt du's nicht? Gib schnell deine Fingerlein heraus, sie werden es dir gleich erzählen! — Damit ihr nun das nicht vergeht, werden wir's schnell aufschrciben. Holt flink eure Tafeln! Zuerst wollen wir die kleinste Zahl anschreiben! Wie heißt sie? Jetzt schreibt „und"! Wieviel mücht’ denn der Seppl dazugeben? Eine Million! platzte das Lodenbüblein heraus. Ne, soviel brauchen wir grab nicht! Schreibt noch eine 3 dazu! Wer kann das mit den Fingern zeigen, was ihr geschrieben habt? Hände unter die Bank! Wer weiß, wieviel 3 —j— 3 ist? Schreibt die 6 dazu! Wer kann das auswendig sagen?" — War das ein natnrfrischer Rechenunterricht I Als ich später Zenzi fragte, woher sie die Art des Unterrichtens genommen, wurde sie verlegen und meinte: „Das habe ich mir selbst ausgedacht. Ob's recht ist, weiß ich nicht. Der Herr Inspektor hat mir wohl einmal eine Kiste geschickt. Sie war voll von Würfeln und länglichen Hvlzstücken. Auch ein gescheites Buch lag dabei. Eine zeitlang probierte ich's mit den „Würfeln" und „Stäbchen" genau so, wie es in dem Büchl steht. Aber meine Kinderlein sahen tiiich dumm an und konnten zum Schluß nicht rechnen. Sv trug ich beritt die Kiste mitsamt den Dingern auf den Dachboden und rechnete wieder mit den Fingern. Und es ging wieder. Meine Schulkinder waren froh; der Spaß mit den Würfeln hatte ihnen nicht mehr gefallen. Ich bitt’ Sie, zeigen's mich nicht an, daß ich den Inspektor Nicht gefolgt hab'I Wenn mir bis zehn gut rechnen können, schlepp' ich meinetwegen die Kiste wieder herab." — „„Beileibe nichtI"1' fuhr ich dazwischen, denn schon sah ich eine Träne glänzen, eine Träne in dem schönen Auge der Schnlineisterzenzi. „„Fahren Sie nur mit Ihrer natürlichen Lehrart fort! Kein Inspektor wird Ihnen böse sein, wenn Sie anders vergehen, als er es allgemein empfahl, aber dabei einen großen Erfolg erzielt haben. Der Kasten mit den Würfeln ist kein Wnnderkasten; er soll nur dein helfen, der selbst nichts Besseres zur Hand hat. Die rechte Art des Unterrichtens steckt in jedem Menschen von Natur ans. Wenn wir nun diese Art unterdrücken und eine verlangen, die außerhalb des Lehrenden ist, so wird der Mensch zur Maschine, in bereu Arbeit kein Gedanke liegt."" — Ich war zu hoch gestiegen und Zenzi sah mich fremd an. Rasch kehrte ich daher von meiner pädagogischen Höhenwandernng zurück, indem ich in die Hefte sah, wo der Brief gedieh. Natürlich, wie die Lehrerin war, so gab sich auch der Brief. Die Schüler sprachen sich ans, wie ihnen „der Schnabel gewachsen war". Auch Dialektansdrücke flössen hinein. Verschluss etwas? Sollen wir dem Volke, das nie ans den Bergen kommt, den Zauber der Heimat« spräche gänzlich rauben? — Das Mädchen der Oberstufe war mit feinen Aufgaben fertig geworden. Die Ergebnisse waren richtig. Damit war die "Methode der Schnlineisterzenzi sanktioniert. — Würde man doch jeden Lehrer, der aus dem Inneren zu schaffen bestrebt ist, ein Jahr ins Hochtal schicken, wv ihn kein Vertrag, keine Zeitung, kein methodischer Wegweiser stört! Mit diesen Gedanken zog ich die Lehne dahin, nachdem ich mich von der Schnlineisterzenzi verabschiedet hatte. Ich wollte Über einen Felsensattel ins jenseitige Quertal gelangen. Als ich um die Ecke bog und in die Rnnse sah, an der mein Steig emporklomm, gewahrte ich den Forstmann mit den fünf Grazien. Die eine spähte auf der Palette nach dem rechten Ton der Farbe, die andere lag im Moose und las, die dritte sah träumerisch in die Felswand, ob etwa ans einem Zauberschloß ein Prinz träte und sie erlöste; die zwei Jüngsten bemerkte ich im Gehänge, sie wollten den Hut mit Edelweiß schmücken. Auch mir gelüstete es nach der Trophäe; daher warf ich Ränzel, Stock und Havelock von mir und kletterte zum Felsengärtlein empor. Ich war hart an den Pfad der Jüngsten geraten. Als ich ihr droben im Geklüfte so recht ins Auge sah, konnte ich darin so manches Gedichtlein lesen. Ich las beim auch, aber still, so für mich — und das Ende von dem Stück? Wir tauschten Edelweiß aus und reichten uns dann die Hände — zum Abschied. Doch fort, fort! Drüben liegt die vornehme Stadtschule. Morgen soll sie in mein Reisebüchlein, übermorgen erwartet man mich im Zeichenknrs zn D. Die Verrenkung des Herzens darf nicht die des Programmes im Gefolge haben! Also stürmte ich die Steinhalde hinab, nachdem ich noch einen Vierzeiler ans den blauen Augen gesogen. — Indes drunten das Glöcklein die Mittagsstunde kündete, schritt den einsamen Pfad ein Wanderer hinan, stumm, mit gesenktem Haupt. Schnlineisterzenzi I Charlotte! Sie zogen vor ihm her, ihm zur Seite und schwebten bann wieder dahin. Als er den Grat erreicht, von wv aus fein Blick die Furche zum letztenmale sehen konnte, wandte er sich um und schickte einen Gruß zurück au die eine, zwei Grüße au die andere. . . tietauflßebet und verantwortlicher Schriftleiter: Rudolf (S. Peerz. — Druck von Iofes Pavltcsk NV (Bottfchcc Jäher jeden Leser auf den beiliegenden Prospekt der Firma Liebau und Co., Hoflieferanten, Samenzüchter, in Erfurt ganz besonders aufmerksam. Die Verwaltung. 122.) Schultinte. Franz Schüller in Amstetten, N.-Ö., dessen flüssige Tintenextrakte wegen der bequemen Selbstbereitung von guter und billiger Schultinte sehr beliebt sind (1 1 Extrakt Nr. 2 gibt 20 I blauschwarze Schultinte, 1 1 zu 20 h), ist Lieferant der Lehrmittelanstalt des Lehrerhausvereines in Linz und der Wirtschaftsabteilungen der Landeslehrervereine von Niederösterreich, Mähren und Steiermark. Die Mitglieder des Dcutschösterr. Lehrerbundes können sich auf Grund der Gutachten und Empfehlungen vertrauensvoll dorthin wenden und behufs Ersparung von Portoauslagen sogleich drei Flaschen bestellen. Die Verwaltung. * flnkimdigungstafel. « 1.) Schulwandkarten bei Frey tag und Beruht, Wien, VIl/i Schottenfeldgasse 62. (Besprechung 11.) — 2.) Zur Doröereitung auf den Unterricht — das Vorbereitungsbuch von Pichler. (Besprechung 5.) — 3.) Radiergummi bei Günther Wagner in Wien. (Besprechung 19.)'— 4.) Hinte von Schuster in Wien und Schüller in Amstetten. — 5.) SSlciftiftc von Hardtnmth in Budweis. (Besprechung 29.) — G.) Huschen von Anreiter in Wien VI/i. 7.) Als Lesestoff für die Kleinen — „Österreichs deutsche Jugend" in Reichenberg. (Besprechung 21.) — 8.) Aruckforien bei Pavlicek in Gottschee (Kraut). — 9.) Lehr- und Lernmittel vom Lehrerhausvereine in Linz a. d. D. — 10.) Musikinstrumente von Klier in Stemgrnb. — 11.) Methodische Rüstung mit Mohaupts Schriften. (Vgl. die Ankündigung in den Folgen 48, 49, 50!) — 12.) Aarven bei Dr. Schoenfeld in Düsseldorf. — 13.) Schulbänke bei Dr. G. Frischei Söhne in Wien 1. Alle anderen Musikinstrumente und^Saiten unter voller Garantie. Reparatur-Werkstätte. Preisliste frei. 14 Tage zur Probe sende ich an jeden Herrn Lehrer meine in Kiinstlerkreisen rühmlichst bekannten Spezialitäten: Streichinstrumente, Zithern und Guitarren von unübertroffener Güte und Preis-wtirdigkeit. Empfehle gute Violinen zu K 5, 6, 8, 10,12 und höher. Gute Violinen mit starkem Ton, Bogen, gefüttertem Holzetui, Reservesaiten, Stimmpfeife, Dämpfer, Kolophonium und Vioiinschule franko. K 15 bis 20. Feine Orchester-Violinen samt Zugehör, besser, K 25 bis 30. Künstlerviolinen mit starker, edler Tonfülle, nach alten Modellen, mit feinem Ledertuch-Formetui, feinem Bogen und Zugehör k 40. SOLO-Vlollnen, Violas und Celli K 50 bis 200. Auf Wunsch Auswahlsendung von 2 bis 4 Stück ohne Nachnahme. Guitarren mit Maschinen und Zithern von K 12 an. Auch gegen bequeme Teilzahlungen so daß jeder in der Lage ist, sich ein wirklich gutes Instrument anzuschaffen. Alte Geigen u. Celli tausche ich gegen neue Instrumente ein. JOHANN KLIER, Musikinstrumenten-Erzeugung Steingrub bei Eger (Böhmen). Kollegen, kauft bei Kollegen! Die oberösterreichische Lehr- und Lernmittelanstalt des Lehrerhausvereines für Oberösterreich in Linz ist ein von Kollegen, somit fachmännisch geleitetes Institut, das die Einrichtung der Schulen aller Kategorien zweckentsprechend und preiswert übernimmt und jede Art von Lehrmitteln schnellstens liefert. Kataloge und Offerte werden bereitwilligst und kostenfrei zugestellt. Zu den besten österreichischen Jugendschriften zählen die vom Lehrerhausvereine für Oberösterreich herausgegebenen. Die Österreich., deutschen und schweizerischen Prüfungsausschüsse haben sie beinahe durchwegs zur Einführung empfohlen. Verzeichnisse stehen gratis und franko zur Verfügung. Der Erprobte Lehrgang für das moderne Zeichnen nach der Natur — Preis 18 K — ist ein von Fachmännern allgemein anerkanntes und empfohlenes Werk. Es sollte an keiner Schule fehlen. Bestellungen sind an das Lehrerhaus in Linz a. D. zu richten. Wo 'gute Musik'' r gepflegt vn J.darF eine ' Haus-Orgel nichifeUzn.iii::,i™:t;2:3ii!!ön, j prächtige Ausstattung, V.7BM.an. , ftioisMserjuiCii MoFiicVorant. M y™ (Qegr.i'W6) Hoflieferant. Illustrierte Prospekte auch über den neuen Spielapparat „Harmo-nista", mit dem jedermann ohne Notenkenntnisse sofort vierstimmig spielen kann. Grösstes Uhren-, Gold- und optische Waren -Versandhaus Site Eckstein Teplih, Mm. Lieferung an alle p. T. Lehrer und Lehrerinnen in bequemen Heitzalifungen. verlangen Sie illustrierte Preisliste gratis und franko I Ältestes und feinstes österreichisches Fabrikat Anreiter-Farben fürmoderne Aquarellmalerei in Schulen jeder Kategorie, in Knopf-, Stangenform und in Tuben, sind nach dem Urteile erster Fachautoritäten das vollkommenste Erzeugnis und unerreicht in Feuer, Reinheit, Lichtechtheit und Mischbarkeit des Tones. Jlitrcittr-Cemperafarbtn für Künstler und für Schulen sind von feinster Qualität. -lä flnreikr-Cuscbtn flüssig, tiefschwarz, unverwaschbar. Preislisten aller Artikel zur Verfügung. Einslelemper fürScliulen! Gegründet 1836. Gegründet 1836. I. ANREITERS SOHN, WIEN VI-1 kais. und königl. Hoflieferant. „Meteor“- und „Chondrit“-Radiergummi (gesetzlich geschützt) von der Firma Snlcf Frau) Simon, Okmmummnu;ittaiutfiiktnr Wien, Wrürmlliadgalse 8 wurden von Fachautoritäten (Österreich.Ungarns, Deutschlands und der Schweiz als die besten Radiergummis anerkannt. „Meteor" radiert leicht und schnell, ohne das papier merklich anzugreifen oder zu beschmutzen: Blei, Tinte Tusche, Farben, Druck re. re. „tzhondril" (weicher Gummi) eignet sich am vorzüglichsten für feine Bleistiftzeichnungen. Muster auf verlangen gratis und franko. einem Men österreichischen Industriezweige! p. T. Seit längerer Zeit schon ist es das äußerste Bestreben der ausländischen Konkurrenz, unser Fabrikat durch ganz gering qualitative Falsifikate zu verdränge». Bei dem Umstande nun, daß der Schüler hiedurch insoferne bedeutend benachteiligt erscheint, als derselbe solche minderwertige Ware nicht billiger erhält, sondern denselben preis für diese, wie für unser tadelloses bestes Fabrikat bezahlen muß, so ergibt sich die Notwendigkeit, darauf zu achten, daß die im Gebrauch stehenden Bleistifte auch genau unsere Firma-Aufschrift: & C. Harbtmuch" tragen. Ivenn wir uns gegen den erwähnten Mißbrauch die gütige Unterstützung der p. T. Lehrerschaft erbitten, so involviert dieselbe gleichzeitig einen Appell zum Schutze dieses alten österreichische» Industriezweiges. Hochachtungsvoll Gegründet V90. £ & (£, HavdtMUth. ZcicbcnumcrricMs=Briefe! Von Franz L. Rodt, Prof. an der Lehrerbildungsanstalt In Komotau. Die Briefe werden in Steindruck ausgeführt, wodurch es ermöglicht ist, daß neben dem erklärenden IVortv sofort die Zeichnung in ihr Recht tritt. Die Urteile hervorragender Fachmänner lauten ungemein günstig. Auch in Lehrervereinen wurden dem Werke bereits äußerst ehrende Besprechungen gewidmet. Die zahlreich einlangenden Anerkennungsschreiben zeugen davon, daß der Verfasser den richtigen !Veg eingeschlagen hat. Zur Versendung gelangt der |0. Brief. Ansichtssendungen 0; und 2. Heft) auf Wunsch, preis des Heftes l K. Bestellungen nimmt entgegen: Buchhandlung W. Leuker, Komotau. Die in den Kreisen der Lehrer bestbekannte jirma Jldolf lirka Krummau a. d. Moldau versendet ohne eine Anzahlung gegen zehn Monatsraten nur beste Sorten Uhren, Gold-, Silber- u. optische Waren. Auf verlangen lasse ich Ans-wahlsendungen zukommen. (Slflcnc Werkstätte für Reparaturen und ReuartSeiten. Tausende Anerkennungsschr. 311.Kataloge gratis n. franko. Gegründet *878. Achtung! 1 Ein Erlaß des K. K. 23e$irlisfdiul-3 rates in RilTadi vom 8. Mai 1908, | Z. |5-t8, sagte u. a.: 3 • . . . Inzwischen ist jedoch ein Werk | erschiene», das sowohl Hinfichtlich der Z Stoffauswahl als auch der methodi-p scheu Behandlung als geradezu m u | stergültig bezeidjnet werden kann. | (Es ist dies das Buch Stiinbrnbilber für modernes Zeichnen. Don SterliKc und Rifdiel'. 1 (Erster Teil (3., und 5. Schuljahr) I K 3 20 p Zweiter Teil (C., 7. und 8. Schul- 1= jahr) 6’—. J Zu beziehen gegen Voreinsendung (franko) oder Nachnahme (porto-zuschlag) von | Fachlehrer Kud. Sterlifc | Rokitnitz in Böhmen. f5]fgJal5ir^/äl51[g/al5](BJäl51icnDfrailt?nBf?alicnt3fK]|f§i n Ren erschienen: Vas Märchen vom Osterhasen. (Eine dramatische Märchendarstellung für die Jugend mit fröhlichen, leicht sangbaren Liedern zu jeder Gelegenheit verwendbar. Leicht aufführbar. Keilte Ausstattung erforderlich. Text vom (Oberlehrer Alois Friedrich. Musik von Josef Steyskal, dem Komponisten des Festspieles „Hoch Österreich", „Gott erhalte unfern Kaiser" und des Weihnachtsmärchen „Sil* vestria, die lUalbfcc". Zu beziehen von Josef Steyskal, Oraz Luthergasse q. preis: Klavierauszug 5 K, Liederheft 20 h, Terheft 20 h. Besonders zu bemerken: (Ein reizender kleiner Walzerreigen. Violinen für Schule und Orchester Ebenholzgarnitur, feinste Ausführung, komplett mit gutem Bogen und Holzetui von K 16 — aufwärts. Feine Konzert-Violinen inklusive Bogen und Formetuis von K 30 — aufwärts. Cellos, Zithern, Guitarren sowie alle anderen Musikinstrumente und Bestandteile liefert nur in bester Qualität und zu billigsten Preisen M. Langhammer, Erzgb. Musik-Industrie, Brüx Nr. 1052, Böhmen. Bevor sie um ein Personal-, Hypothekar- oder Real- " Darlehen - ansuchen verlangen sie kostenlos Prospekt. MELLER L. EGYED BUDAPEST, IX., Lönyai-utca 7. Telephon-Interurban 46—31. ÄbEbWdbGÄV D. 6. Tisckl Söhne « Zentral-Bureau: Wien !■ Tuchlauben II Fabrik Niemes, Böhmen Schulbänke aus massiv gebogenem holze Patent 67^f^„r öjterreich Patent Erstklassiges Fabrikat. Bisher schon über 100.000 Sitze geliefert. OTS” Besondere Neuheit ~W9 Rollbare Schulbank. Hunderte Fachgutachten. Prospekt gratis und franko. =-■■ M * CrsiKlassige Ürgei-fiarmoniums * l\At AA«< VA UaVM /% (AKt'IHAut ItHA I t A^Avt l\ t fI • .% *4- l beider Systeme fabriziert und liefert billigst Mudotf Jajkr & Ko., Königgräh Mr. 89. Bedalyarmoniums beider Systenie und jeder Größe, mit-genauer Orgelmensur für Kirchen, Seminare und als Übungsorgeln. Lieferung frachtfrei Bis letzte Bahnstation! Der hochw. Geistlichkeit, den Herren Lehrern und Musik- und Gesangvereinen besondere Vorzüge. — Preisliste gratis und franko. RcformSchulkrcidc « konkurrenzlos, allseitig anerkannt und prämiiert. * ioo Stück o cm lang, 12/12 mm (netto 1 Kilogramm).................2 Kronen Schulleitungen und Ortsschulräte erhalten hei Kbnahme von s Kilogramm 10 Prozent Nachlass. MT Uliedervcrkäufer entsprechenden Rabatt. "MH * Tranz fiosebkara, iüaidbofen an der Ybbs. * Die Nummer 32 der „österr. Schulzeitung“, Wien, am 16. November 1908, bringt folgende Empfehlung: Zur gcfl. Beachtung! Die Herren Zweigvereinsobmänner erhalten von der Firmp Franz Hoschkara in Waidhofen a. d. Ybbs Muster von Kreide, welche als das beste Fabrikat bezeichnet werden kann. Statt der lästigen Papierhillle hat sie einen feinen chemischen Überzug, der sich mit abschreibt. Kein Abfärben, kein Rauhweracn der Finger, kein Beschmutzen der Hände und der Kleidung. Sand- und staubfrei, kein Knirschen und Zerkratzen der Tafel, sondern weicher angenehmer Zug beim Schreiben und Zeichnen. Durch die Verteilung der Muster an die Kollegen ihres Vereinsgebietes werden Sie von diesen viel Dank ernten. Für die Leitung: Ed.Jordan. ÜlsiajsiisisJSii5isjaji5iHisJisiei3JisiaiBJisiHiaiisiaiaii5isisiisisjaJisisiaii5isisiisisfs]i5iaiaiisisjaJi5ieisii5MajisMaiisiaiaiiSMai[l 000000000000000000 00 00000000000 0 0 0 1 Liter Tintenextrakt Nr. 2 (4 K) gibt 20 Liter 0 schwarze Schultinte ä 20 h. 0 0 1 Liter Eisengallusextrakt Nr. 3 (6 K) gibt 10 Liter 0 0 echte Anthrazentinte ä 60 h. ^ 0 Diese Extrakte sind flüssig, vollkommen satzfrei und geben mit kaltem Wasser verdünnt 0 0 --------------------------- sofort fertige Tinte. ---------------------------------------------------- ^ ^ Von vielen Landes- und Bezirkslehrervereinen geprüft und empfohlen. Von 3 Liter an ,a 0 portofrei. Keine Nachnahme. Keine Voreinsendung des Betrages. % FRANZ SCHÜLLER in Amstetten, N.-Ö. '* 0000000000000000000000000000000 Anciiiöe,)rtich für «ffc Wem! 8o„ $6 5o[6ln. 3it allen Papierhandlungen und durch die Verwaltung von „Schute und tjmis". Ivien, VIII. Iosefr-gasse, Lehrerbans. Preis 10 h. Enlscbuldigungsblock. Hingt Sparsamkeit ermöglicht es wohl jedem Lehrer, allmonatlich kleine Beträge zu erübrigen, diese Beträge — im Wege des gewöhnlichen Sparens angesammelt — werden indes kaum in die Wage fallen, wenn es sich darum handelt, die Existenz der des Ernährers beraubten Familie zu verbessern; sie werden zur Versorgung der Familie insbesondere dann nicht ausreichen, wenn vorzeitiger Tod dem Sparen allzufrüh ein Ende setzt. In der Lebensversicherung dagegen genügen selbst Kleine Einlagen zur unbedingten Sicherstcllung von Kapitalien, welche den Hinterbliebenen die Lebensführung in der früher gewohnten Weife ermöglichen. Mur K 4-56 monatlich hat beispielsweise ein 35jähriger Lehrer an Prämie beim Ersten allgemeinen Beamtenvereine für ein „ .. , „ ____ Kapital von K 2000 zu entrichten, welches sofort nach dem wann immer eintretenden Tode des Versicherten, spätestens wenn dieser das 85. Lebensjahr vollendet hat, zur Auszahlung gelangt. Der Erste allgemeine Beamtenverein in Wien bietet seinen Teilnehmern die größt-möglichen Zugeständnisse. Die Versicherungsbcdingnisse sind außerordentlich vorteilhaft. versicherungsstand Ende (90? (89 Millionen Krone». Garantiefonds (Ende (90? 6p8 Millionen Kronen. Ausbezahlte Versicherungsbeträge feit Beginn der Vereinstätigkeit 88 Millionen Kronen. Nähere Auskünfte erteilt bereitwilligst und kostenfrei die Icntrnllcitmig des Ersten allgemeinen Leamteniiercines der österr.-ung. Monarchie 36ien, I. ÄSipplingcrllraße 25. tt Fabrikate: Pelikan-Aquarellfarben Pelikan-T emperafarben Pelikan-Tuschen Pelikan-Radiergummi sind als die feinsten aller existierenden Marken hinreichend bekannt und über die ganze Erde verbreitet. Günther Wagner, Überall zu haben. T"I . . , speziai-prospekte Hannover ü. Wien. auf Verlangen. _______________________________ Gegr. 1838. 30 Auszeichn. Bei Einkäufen die in den „Blättern" angekündigten Airmen berücksichtigen und stch auf die „Bläffer“ beziehen! v fr. Schoenfcld $ €' Malerfarben- und MaltuchfabrlH in Düsseldorf feinste Rünstler-Gl- und Wasserfarben. Schul-Aquarellfarben in Tuben, Näpfchen ». Stückchen. Rnopf-Tlquarellfarben. Reform - Schulfarben. Lukas-Teinparafarben. Tusche. M. 2.75. Ankere neue Preisliste fitr Kclink-zwecke «. Tnliclfcit mit Mischungen der feinste» ZSakkerfarven stehen den Leeren Zeichenlehrer» Kostenlos zur Verfügung. Sämtliche Mal- und Zeichenutensilien. ;W Verbrauch pro Kind u. Schuljahr 2 kr. TUffl Nachweislich bereits in mehr als 5000 Schulen mit Anerkennung erprobte nnd eingeführte schwarze Schul-Tinte aus dem neu erfundenen Tintenteige. Die Tinte ist garantiert gänzlich satzlos, schimmeltrei, gntfrei und haltbar, fließt schwarzbleibend aus der Feder und ist in einigen Minuten durch Auflösen des Teiges im kalten Wasser hergestellt. Ein Verkrusten der Glaser und Federn nicht mehr möglich. Der Teig kann jahrelang aufbewahrt werden und wird in Paketen für 5 Liter Schultinte überallhin mittelst Post um 00 kr. nebst Gebrauchsanweisung franko versendet Versand von 2 Paketen aufwärts. Als Beipackung versende •ich Stängelchen in rot, blau, violett, gilin und der so beliebten Reform-Anthrazen-Tlnte für ein Achtelliter ä 10 kr. Bestellungen mittelst Postanweisung erbeten. Jos. Schuster, Men, V/ä, Beinprechtsdorferstr. 28. Tausende von Anerkennungs- und Nachbestellungsschreiben liegen zur gefälligen Einsicht auf. — Weder Frost noch Hitze schaden dieser Tinte. Nr Verbrauch pro Kind u. Schuljahr 2 kr. TW Fite Zeichentische und Schulbänke bereiten dein Lehrer beim Freihandzeichenunterrichte erhebliche Schwierigkeiten, die sich aber durch den Gebrauch der gesetzlich geschätzten moddlirägcr österreichisches Patent leicht überwinden lassen. Für jeden Zeichentisch verwendbar. In zwei Ausführungsarten erhältlich, Modcllträger A (K 3 80), Modellträger B (K 7 70). Ausführliche Beschreibungen umsonst durch den alleinigen Erzeuger EMIL DISSNIANN Fachlehrer in Tetschen a. (S. /OMAMV/ACA ///Ts£/i,A7/A£'A-/:~4a /JOSSeibOfTF / Vatei\\ artaen. nopiid»wr' Aquarel Preuss. Blau Bleu de Prusse Horadams Patent-Aquarellfarben in Tuben, Näpfchen, Tafel- und Knopfform. Patentiert in Deutschland, Österreich- Ungarn und Frankreich. Knopffarben-Kasten. Neues Modell. Langformat. Besondere Vorzüge: Unterbringung des größten Doppelpinsels, " -- .. .. s Hll Längs- u. Seitenzungen zum Festhalten des Pinsels bezw. der Tube, wodurch das Herüberrollen des Pinsels sowohl wie der Tube über die Farben vermieden wird. Schminckes tiefschwarze, nnverwaschbare Tusche. Schultemperafarben Sorte 25, lose und in Sortimentskästchen. H. Schmincke & Co,, Düsseldorf-Grafenberg, Generalvertretung und Lager für Österreich-Ungarn: Müller & Mehner Wien, VI. Gumpendorferstraaae Nr. 82. Unsere Broschüre: „ZUSAMMENSTELLUNG VON MATERIALIEN UND FARBKASTEN für den Gebrauch in Volks-, Bürger- und Mittelschulen, gewerblichen und technischen Lehranstalten" versenden wir kosten- und portofrei. Bei Bestellung genügt die Angabe „BROSCHÜRE S“. 0000000000000000000000000000000 B , 0 i Wiener Reisszeug - Manufaktur! 0 0 | Müller & Mehner \ ^ Wien, VI. Gumpendorferstrasse Nr. 82 ^ 0 0 * Präzisions- und 2 =========== ^ Z Schul-Reisszeuge % 0 bester Konstruktion. ^