OMcher Nr. 3, ^ ,^ :, b« bj. fi 5 2l>, NUl die Zufllllung m« H°u« halb,. 5U tr. Wit der Post „an,I. fl. lb, halbj, 7 50. Montag, 5. Jänner. Inl«rt«Me d.„?« ^,"'""l'""' w 3g'°" erledig Kundmachung. . Am l!0. Dezember 187!) ist die Rind erliest und^m^in 'a' ^'ö"sha'l.P Rinder gefallen, l44 Rinder wnrden als trank. 524 Ninder " Schafe und 14 Ziegen als verdächtig gekeM ' Anka^'vm," N 2""^ >^gte theils dmch directeu «mtsÄ ^ f ^ ^c"^ '" dem bis 1. Oktober 1879 mM^m ^'"^'^" bekannten Kroazien, und zwar tt b ^^ Ä' ^ Karlstadt, theils durch den Auf. ck n 3 ^/"!?^" ""d verdächtigen Viehes kroat -und 2q ^ "'^'" plages auf d.e am 15.. 22sten ?Ä Wt^7m'^^ u: St-Veit bei Sittich. Be. n Äe r Z.!5?i^^uk Gnrtfeld, und inHönig-w7' d^'^"^ ^ ^gehalte..n Viehn'mr/e. breitete ^ipdnr^ ^L? ^ .'^ radlenförnng ver- , 1.) Der aus Anlass des Herrschens der Rinderpest bestandene Senchengrenzb.dwie überstellt werden. Diesem Vlehstande ist von Seite der Gemeindevorstände nnd Eigenthümer eine ganz besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden, und es ist von jeder wie immer gearteten Erkrankung eines Thieres sogleich die Anzeige an die < politische Behörde zu erstatten. 6.) Die Aasplätze, wo die gefallenen und gekcul-ten Thiere verscharrt wnrden, sind von den Gemeinde-Vorständen fortan noch strengstens zu überwachen, und ist jede Beschädigung der Einfriedung sogleich wieder^ gut zu machen. Laibach am 2. Jänner 1880. Der k/t. Landespräsident: Franz Ritter v. Kallina w. p. Erkenntnisse. Das l. l. Üandesffcricht als Prcssgrncht in Trieft hat auf Antrag der l. k, SlaatScmwaKschast mil dm Erlruntiiissrn vom 10. Dezember 1»?<1, Z. i(M8.!21 und I069M22, die Weiter. Verbreitung der Zeitschrift »I/Inliipsnäsnts« Nr 907 vom Sten Dezember 1879 wegen des Artitels ^l-t« 0 p»ti-ic»tti»mo", beginnend mit „Ivnä>i äolvemie pr««i ! ünlicvo cioninm ^äarua Mclcio^iox» Mkältuojfo doläu" nach ! s 65 St. G. verboten. Das l. l. Landcsgericht als Sttafgericht in Prag hat »uf Anlrag der l. l, Staatsanwaltschaft mit den Erlenntnissen vom 16, Dezember 1879. Z, 28«90 und 28981. die Weiterverbrei' tung der Zeitschrift ^ZvöUo« Nr, 19 vom 1<», Dezember 1879 wcqen des Artilels ,.Iil,ull«e «l nllboiongtvi" nach 3 >ll)l St. G., dann dl-r Zeitschiift „Älbeitcrfrcund" Nr, 23 vom 11. Dezember wegen des Artikels ,Dic Vorgänge in Irland" nach 8 3"b St. G. verboten. Nichtamtlicher Theil. Die wirtschaftliche Bilanz des abgelaufenen Jahres. I" wirtschaftlicher Beziehung darf das Jahr 1879 unbestritten zu den besseren gezählt werden. Die Nachwirkungen der schwerrn Krisis vom Jahre 1873 machten sich nur mehr in wenigen Zweigen der gewerblichen und industriellen Production fühlbar, und wäre nicht die Ernie minder günstig ausgefallen, als noch im Frühjahre erwartet wurde, dann wären die Wunden, welche jene unheilvolle Katastrophe unserem Volts« Wohlstande geschlagen h^,t, virlleicht schon vollständig vernarbt. Der Nothstand, von wclchrm einzelne Theile unserer Monarchie, namentlich Istnen, das östliche Schlesien, einige galizische Bezirke lc., hauptsächlich iufolge des Missrathens der Kartoffelernte, heimgesucht wurden, ist zwar tief beklagenswert und trifft die hie-von zunächst berührte Bevölkerung hart genug, allein abgesehen davon, dass bereits sowohl seitens der Regierung als der Priuatwohlthätigleit Maßregeln ergriffen wurden, um das Elend zu lindern, sind derlei locale Calamitäten überall und zu allen Zeilen viel zu häufig wiederkehrende Erscheinungen, als dass sie bei Beurtheilung der wirtschaftlichen Gesammtlage in Betracht gezogen werden könnten. Was speciell die Lage des Geldmarktes betrifft, so hat sich dieselbe im abgelaufenen Jahre entschieden gebessert. Der anhaltende Geldüoerfluss und das wachsende Vertrauen haben die Aufmerksamkeit der Kuplta-listenwelt wieder den Slaatspapieren und anderen soliden Anlage-Effecten zugewendet, und da eine Stö- Jeuisseton. Wa« die Liebt vermag/ (Fortse^ling.) u,d «"",'" konnte ste hiuauKstobcn in die Welt Emmv si ^s " ' "bertragen, aber tiohdem hatt A s ^i?., !« "^"' '"""d"t,men Zauber beha ten. L rds^'.'' ^""^" "")'" er die Einladung des N, "K '^ ^'^'^' ^ ^u'n anderen Tage zu anap«?^ "".H längerem Warten, das durch eine leickite ^nehme Pl^derei verkürzt wurde, die Lady A * Vergl. Nr. 1 d. VI. wieder erschien, ließ Lord Romondalc Clifford in das für ihn hergerichtete Zimmer führen. „Ein vielversprechender Anfang." sprach Clifford frohlockend zu sich selbst, als er sich in dem eleganten Raum allein befand. „Ich will heute abends noch. mals mit Emmy sprechen nnd ihr meine Bedingungen stellen. Ich werde Naleric heiraten und nut ihr Rang nnd Reichthum gewinnen. Ich möchte mit keinem Manne in England tauschen!" Während er also triumphierte, suchte Lord Ro-mondale seine Gemahlin und fand fie schlichlich in ihrem Zimmer auf. Sie stand bewegungslos und mit gesenktem Haupte am Fenster, nnd ihre gedrückte Haltung machte ihn betroffen. „Alice!" rief er daher ängstlich. „Bist du krank?" „Nein, Albert," sagte die Angeredete möglichst ruhig, nnd wandte ihm ihr blasses Antlitz zu. „Ich bin ganz wohl!" Ihr Gatte führte sie mit zärtlicher Aufmerl< samkeit zu einem behaglichen Sitz in der Nähe des Kamins. „Wie kalt deine Hände sind," sprach er, indem er dieselben zwischen den seinen wärmte. „Seit unserem Besuch in London, seit jener Gesellschaft bei dem Grafen Et. Berry, bist du fo selisam verändert und schwermüthig. Ist dir etwas begegnet?" „Es ist nichts, Albert. Ich fühle mich nur abgespannt. Was sollte mich denn schwermüthig machen," fügte sie mit erzwnngcnem Lächeln hinzu. „Worüber sollte ich mich denn grämen?" ..Ja, wahrlich, worüber?" wiederholte der ahnungslose Gatte. „Du hast einen Mann, der dich anbetet, ein Kind, das unser beider Vlück bildet, ein prächtiges Heim und alles, was die Welt Angenehmes bieten kann. Nein, nein, verzeihe mir meine Gedanken; du kannst keinen Kummer haben!" Die innige Zärtlichkeit, mit der er sich bei diesen Worten über sie beugte und ihren Mund küsste, erweckte die bitterste Neue m der Brust seiner Gattin. Jetzt erst erkannte sie vollständig, dass sie unrecht gehandelt habe, als sie dem Flehen des Lords, dem Drängen des eigenen Herzens, dem Wunsche und Rathe ihrer Wohlthäterin folgend, in die Ehe mit ihm gewilligt und ihm ihre traurige Vergangenheit verschwiegen hatte! Nun erhob sich die verflossene Zeit, die sie längst begraben glaubte, drohend vor ihr. Ihr Gemahl war stolz nnd verachtete jede Täuschung; er hielt sie, die Mutter seines Erben, für rein und makellos. Wohl wufste sie, dass sie Cliffords Still-schweigen würde erkaufen können, aber dieser Umstand machte sie und ihr Glück nicht weniger zum Spielball seiner Launen. „Ich habe Albert getä'nscht." sagte sie zu sich selbst, ehe der Lord ihr Gemach betrat. „Jetzt ist e» zn spät — zu spät! Jetzt muss ihm alles um jeden Preis verschwiegen bleiben. O. weshalb durfte ich eine kurze Zeit glücklich sein und mich im Traume des Glückes wiegen, um nnn Plötzlich zu einer furchtbaren Wilklichkcit erweckt zu werden." Mit ihrer ganzen Willenskraft verbannte sie den bitteren Gedanken, als ihr Gatte neben ihr sah und ihre Hände hielt; er durste ihre Seelenqualen nicht ahnen. ,Als ich dich auffuchen wollte. Alice," sagte der Lord, während sie in die Flammen blickte, ,fanb ich IS rung des Friedens für die nächste Zeit kaum zu be« sorgen steht, verfolgen die Curse fchon seit längerer Zeit eine stetig steigende Richtung. Die verschiedenen Staatsrentengattungen haben sich seit dem Vorjahre um nicht weniger als durchschnittlich sieben Procent gehoben; ebenso sind die meisten Losgattungen um zehn bis zwanzig Procent in die Höhe gegangen. Auch fast sämmtliche Eisenbahnpapiere, namentlich jene der vom Staate garantierten Linien, ferner Pfandbriefe der verschiedenen Hypothelarinstitute, endlich die seit vielen Jahren vollständig vernachlässigten Montan« Papiere haben bei steigender Beachtung namhafte Curs-aufbefferungen erfahren. Dass mitunter auch des Outen zu viel gethan und Papiere favorisiert werden, die keineswegs zu den besten gehören, ist allerdings richtig; bei dem Umstände jedoch, dass das große Publicum, gewitzigt durch die herben Erfahrungen des Jahres 1873, sich durch derlei Manöver nicht beirren lässt, sondern seine Aufmerksamkeit fast ausschließlich den reinen Anlagseffecten zuwendet, ist eine üble Rückwirkung dieser unberechtigten Curstreiberei auf den Volkswohlstand kaum zu besorgen. Für Handel und Wandel brachte das Jahr 1879 manche recht günstige Phase. Die namhaft gestiegenen Preise der meisten Bodenproducte und landwirtschaftlichen Erzeugnisse trugen nicht wenig zur Erhöhung der Kaufkraft der ländlichen Bevölkerung und damit znr Hebung des Absatzes der meisten Waren und Fabrikate bei. Die Zuckerindustrie, welche namentlich in Böhmen einen sehr wesentlichen Factor des wirtschaftlichen Lebens bildet, hat ein geradezu glänzendes Vetriebsjahr aufzuweisen, da der Export ungeahnte Dimensionen annahm und die Preise eine bedeutende Steigerung erfuhren. In ähnlicher Weise hat das Kohlengeschäft, hauptsächlich infolge der intensiven Kälte des heurigen Winters, einen großartigen Aufschwung erfahren, fo dass die meisten Gruben kaum den an sie gestellten Anforderungen zu entsprechen imstande waren. Auch die meisten Eisenwerke uud Maschinenfabriken waren stärker beschäftigt als seit Jahren, ein Beweis, dass die Industrie nach langem Stillstande sich doch wieder zu regen beginnt. Von wesentlicher Bedeutung für die weitere Gestaltung unserer wirtschaftlichen Verhältnisse — so schließt das „Präger Abendblatt" seine vorstehende national-ökonomische Rückschau — wird der Modus sein, nach welchem unsere handels-politischen Beziehun« gen zu den auswärtigen Staaten, namentlich zum deutschen Nachbarstaate neu geregelt werden. Vorläufig ist die Verlängerung des bestehenden Meistbegünstigungs-vertrages mit Deutschland bis Ende Juni 1880 gesichert; für das Zustandekommen eines definitiven Vertrages sind die Vorbedingungen noch nicht vorhanden, doch sollen bald nach Neujahr die bezüglichen Ver« Handlungen in Berlin wieder aufgenommen werden. Mit Frankreich ist ein einjähriger Meistbegünstigungs-vertrag erst vor kurzem zustande gekommen, und mit Serbien dürfte es vielleicht denn doch gelingen, zu einer den Intentionen des Berliner Vertrages entsprechenden Vereinbarung zu gelangen. Jedenfalls hat unsere Monarchie durch die Einbeziehung Bosniens und der Herzegowina in das allgemeine Zollgebiet auch in wirtschaftlicher Beziehung eine derartige Position gewonnen, dass sie ruhig abwarten kann, bis die serbische Regierung die Vortheile eines möglichst engen wirtschaftlichen Anschlusses an Oesterreich einsehen und darnach handeln wird. Unter keinen Um-ständen wird aber unsere Regierung dulden, dass die uns naturgemäß zufallende wirtschaftliche Ausnutzung der neuen Lage auf der Balkan-Halbinsel von jemandem durchkreuzt oder auch nur beeinträchtigt werde. Was schließlich die wirtschaftliche Thätigkeit der parlamentarischen Vertretungskörper während des Jahres I8?9 betrifft, so wurde auch in dieser Richtung so manches Gute geschaffen, noch mehr aber dem neuen Jahre vorbehalten. Wien, 3. Jänner. XXX Die Memoranden, in welchen sich gegenwärtig die czechische Frage gewissermaßen con« centriert, beschäftigen noch immer die czechischen Blätter in hervorragendem Maße. Die diesfällige Situation hat sich insoferne bereits wesentlich gebessert, als die czechische Frage jetzt nicht mehr das ist. was sie durch lange Jahre constant gewesen: sie ist keine staatsrechtliche Frage mehr. sondern lediglich eine Budgetfrage, und dies involviert die bedeutsame Consequenz, dass diese Frage ihre Lösung durch den Reichsrath, und zwar bei der Fixierung des Budgets zu erfahren hat. Die Art und Weise anlangend, wie die in den Memoranden aufgestellten Ansprüche von czechischer Seite vertreten werden, muss darauf hingewiesen werden, dass die Berufung der Czechen auf den Artikel 19 der Staatsgrundgesetze vollständig irrig ist. Artikel 19 ist ein Reichsgesetz und als solches nur so zu betrachten, wie er im ganzen Reiche ohne dessen Schädigung und ohne Verletzuug der anderen Nationalitäten durchgeführt werden kann, keineswegs aber ist dieser Artikel in einer speciellen, für irgend eine Provinz berechneten Fassung zur Ausführung zu bringen. Eine Regierung, welche, wie die gegenwärtige, die Verständigung der Nationalitäten auf ihr Programm gestellt, welche in vernehmlichster Weise erklärt hat, dass sie es nicht zulassen werde, dass eine oder die andere Nationalität „an die Wand gedrückt" werde, eine solche Regierung wird den gerechten und erfüllbaren Wünschen der Czechen gewiss nicht ihr Ohr verschließen. Die czechischen Aspirationen werden von der gegenwärtigen Regierung zuversichtlich in der entgegenkommendsten und bereitwilligsten Weise geprüft und gefördert werden; jedoch kann diese Bereitwilligkeit selbstverständlich nicht so weit gehen, dass bezüglich der Administration in die Centralstellen des Reiches eine geradezu destructive Sprachcnuerwirrung hineingetragen werde, und ebensowculg kann und wird in Fragen der Schule die Regierung, trotz alles ihres Entgegenkommens, auch nur einen Augenblick daran vergessen, dass die nicht minder berechtigten Ansprüche der Deutschen stets in gleicher Weise berücksichtigt werden müssen, und dass diesen Ansprüchen in keiner Weise zu nahe getreten werden darf. Unter diesen übrigens selbstverständlichen Voraussetzungen wird die Regierung gewiss ihr Möglichstes thun. um die begründeten Wünsche der Czechen ihrer Erfüllung zuzuführen. Doch ist dies aber ein Werk der Verständi-gung und ein solches wird durch ein Auftreten, wie es eben erst in den letzten Tagen von einigen czechi« schen Parteiführern beliebt wurde, sicherlich nicht gefördert. Wenn noch allenfalls irgend ein Zweifel darüber zulässig gewesen wäre, dass der Eintritt der Czechen in den Reichsrath ein absolut bedingungsloser gewesen dass Graf Taaffe ihnen für das Aufgeben der durch mehr als ein Jahrzehnt zum eigensten Nachtheile beliebten Abstinenzpolitik keinerlei Preis zugesagt hat — gerade die Ereignisse der letzten Tage des eben 'ab- gelaufenen Jahres sind geeignet, nach dieser Richtung die vollste Klarheit zu schaffen. — Die unmittelbar vor der dritten Abstimmung über das Wehrgesetz unter der sehr activen Assistenz des „wahrhaften Ocster-reichers" aus Schwaben in der „ungarischen Krone" abgehaltenen Conventikel, — die trotz der den Stempel der Verlegenheit unverkennbar an sich tragenden Dementis der Theilnehmer sammt allen darüber in die Oeffentlichkeit gedrungenen Details buchstäblich wahr sind, — und bei denen die vermeintliche Beute etwas voreilig getheilt wurde, die Veröffentlichung der czechischen Memoranden und die heftige Sprache des Dr. Nieger im Cesky Klub eben in Bezug auf diese Memoranden, sind ebenso viele geradezu unwiderlegliche Beweise für die unvollkommene Unstichhältigkeit der eingangs erwähnten Zweifel. Graf Taaffe hat ein österreichisches Vollparla-ment geschaffen; an dieser Thatsache, die einen durch, greifenden Sieg des österreichischen Verfassungsgedankens verkörpert, lässt sich weder deuteln noch mäkeln. Es mag zugegeben werden, dass die Partei, welche durch mehr als em Jahrzehnt die volle Macht in Händen hatte, dem gegenwärtigen Ministerpräsidenten hiebei namhaft vorgearbeitet hatte, dass dieser auch durch die Verhältnisse wesentlich unterstützt wurde. Aber am Ende hat ja doch jeder Staatsmann mit den gegebenen Verhältnissen zu rechnen, und gerade das kluge und um-stchtige Benutzen der gegebenen Situation pflegt ja doch sonst in aller Welt als eines der charakteristischesten Attribute eines bedeutenden Staatsmannes betrachtet zu werden. Die Oppositionellen mögen die Dinge drehen und wenden, wir sie wollen, das Eine werden fie doch ine wegleugnen können: die „Krönung" des parlamentarischen Gebäudes, nämlich die Heranziehung der dem Verfassungsleben dissentierenden Ele-lnente ans den von diesen hartnäckig gemiedenen Boden der Ver a sung. - ein Erfolg, dm jedes parlamen-tarische Ministerium in Oesterreich vergeblich anstrebte, — diesen Erfolg hat eben GrafTaaffe voll und aanz errungen. Er hätte hiebei wohl in erster Linie ein Anrecht auf die Anerkennung und Zustimmung jener Partei gehabt, welche sich stets par c.>x«M;ilc« die Partei der Verfassung nannte und nennt. Wenn ihm gerade von dieser Seite jede Anerkennung versagt blieb, wenn er überdies noch gerade von dieser Seite die heftigsten und erbittertsten Angriffe erfahren musste, so wurde dies stets mit der Behauptung motiviert, dass Graf Taaffe den von seinen Gegnern unbestrittenen Erfolg nur dadurch erreicht habe, dass er den Czechen ganz namhafte Zugeständnisse gemacht habe, Zugeständnisse, die eben jo viele den bisherigen verfassuligg- und reichstreuen Elementen auferlegte Opfer bedeuten. Nun, die absolute Unwahrheit dieses von gewissen Oppositionellen mit so vieler Zähigkeit festgehaltenen Dogmas ist heute zur Evidenz nachgewiesen, und die jlch'w 00UV6UU6 dieser Oppositionellen von der Vcr-fassungs- und Deutschenseindlichkeit des Grafen Taaffe bereits von aller Welt erkannt als das, was sie in Wirklichkeit ist, nämlich als ein auf die Leichtgläubia-keit naiver Politiker berechnetes Märchen. — Fast sollte man glauben, dass wenigstens ein Theil der Verfassungspartei sich der unwlderleglichen Richtia-keit dieser Sachlage incht mehr verschließen kann und endlich zur Ueberzeugung gelangt, dass ferneres blindes Verharren in „doctrmäreu Theorien" und ..planloser Opposition" m erster Linie der eigenen Partei, in ?"^" A'^ d? deiche die schwersten und empfind. Uchsten Nachthelle zufügen muss. Wie gesagt/diese Erkenntnis scheint nach und nach unter den gemäßiq-"^ N"'^ Zementen dcr Verfassungspartei mehr Mid mehr Gestalt anzunehmen, und gerade derjenige ^lMker der die großen unleugbaren Verdienste, welche sich diese Partei nach den verschiedensten Rich, tungen erworben, anzuerkennen und zu schätzen weiß. muss auf das lebhafteste wünschen, dass diese E?-^^ >"? s" Praktischen Consequenzen führe. An Gelegenhe, hiezu wird es wohl nicht lange fehlen. m^A?"5 ^ mit dem Jahresschlüsse ist auch die m?^ l">l,m^'' H^ Handschuhleder von 30 auf 36. Schuhmacher-Sattler- und Riemerwaren von 24 von 80 ^ ^"'^"" "°u 42 auf 70. Handfchuhe 1 4 nn. /> ^?'P'P'^ bisher zollfrei" nunmehr 6' aus l, ^^'^' ^^lch. und Seidenpapier von V°n°k4 auf .?0 N.' " von 10 auf 1^ gefärbt k„.l-^ "!.""s?'^' lind die Zollerhöhungen sehr be. deutend und betragen dieselben bei einzelnen Artikeln ftm Leinwände fur Damast aller Art, Tisch, und ^ ^?' f"r ordinäres Papier. Lösch, und St ohpapier niedrig L«°d uubedruckte F.lze. sind deutscherseits niedriger als die österreichischen. Die Südbahn. . l n^? ^^ finanzielle Situation der Südbahn-ge ellschaft mü Schluss des Jahres 1879 äußert ich ^ . k??' ^ '" ^"r letzten Nummer in folgen. N.'.^'^ "^" letztverflossenen Wochen haben dem 3" eb d,r österreichischen Südbahn einen fchweren k^ cZ, v"^t. In ünf Wochen, wobei die fünfzigste ^ I"Ws "chegn fen ist. hat die Gesellschat bei Re^ ^'cs eingebüßt. Der während der ersten ^ '^'u°"ate mühsam erreichte Mehrertrag wurde Na salbst ^m^/^°"""'' l" " '"acht gegen. X ez>, i,c^"'V,?bganqe von 405.000 Francs V teln^ st 2's^^^ plötzlichen Herabgehens des leidet wie^^ ^" ^" '"athen. Die O/sellschaft so?st d^^M^^' Passagierverkehr verloren. ?o »st doch der Warentransport ur einfacl, v^^aa die' lUn ^Ä^°" ?'ber hergestellt, weVn e ten V°, ^^?"' ^^ I"h"s' 1879 oder die Der K^.. ^ .'/'<^"^^rten Transporte erben, ob H^L ^s deshalb nicht weniger bedeutend und letzten B?iÄ^°'""'^' «kniigt es, den von diesen, d? Betriebskosten. Man w"iß ^ den vmtheilhaften Cnrs ohn Zweifel benutzt haben, nm bei ihren Rimessen ein gut7s Ge-1^/ ^ "'"ch"' Wenn auch eine E.spanmq von 36 b^ .7 M)^"" "?^l° repräsentiert dies bei ^^^W Fr°^/^"'^' """^n eine Summe ssra,^"^" man den Netto-Abgang von 300.000 Ntt^V'' ^ dcm zugestandenen Bruttominus von einer .^'"'!5.!'"^'^^ ^ ^iese Ersparung von ^nrr halben Mllllun in runder Zahl meur als eine ^"Pensation. Man sieht selbst" dass sie genügen würde, um einem Bruttoverlust von beinahe einer ^ Million das Gegengewicht zu halten. Bei Constatierung der an den Betriebskosten bewirkten Neducierung hat der letzte officielle Bericht versprochen, dass das nur der Beginn sei. Dieses Versprechen konnte, wie wir glauben, während der ersten zehn Monate des Betriebs» jahres gehalten werden, und wir sind der Ansicht, dass die Betriebskosten in dieser Zeit wesentlich geringer waren, als jene der entsprechenden Periode von 1878. Da traten unglücklicherweise die Sch»erfälle dazwischen, welche nicht bloß durch den VlrlVhisverlust, sondern auch durch die Auslagen für die Wegräumunq V»'r-tüizuugen des Netio-Ertrages verursachten. Es ist daher schwer, bei dieser neuen Belastung abzuschätzen, was von den anf die gewöhnlichen Benirbskostl'n bewirkten Ersparungen bleiben wird. Es verlohnte sich deshalb nicht minder, das Bestehen dieser Ersparuugen anzuzeigen." Hagesneuigkeiten. — (Zum Brande des Schlosses VraZ.) Die „Assicuraziom Gencrali" hat für dc-.s thrilweis? abgebrannte Schloss des Herrn Fürsten von Loblowitz den Entschädigungsbetrag von 112.007 st. 29 kr. bezahlt. Diese Ersatzsumme wurde von der Assecuranzcommission sowie lion der fürstlichen Banverwaltung nach den eingehenden Erhebungen festgestellt. — (Unglücks fall auf dem Achensee.) Nm 21. v. M. wollte ein Pcrtisauer Bauernbursche, der äl,-teste Sohn des bei den Besuchern des Achcnsees bekannten Maxenbauers, mit einem kleinen Schlitten nach dem am andern User gelegenen Orte Vnchau fahren. Trotz allen Abrathens unternahm er diese Fahrt bei Mondschein über den gefrorenen See. Bei der Fahrt konnte er eine ganz nahe von seinem Ziele gelegene offene Stelle nicht sehen, stürzte ins Wasser, gerieth unter das Eis und ertrank. Er Wurde unter dem Eise bis gegeu das Ufer getrieben, und als ihn seine An, gehörigen am nächsten Tage snchtcn, erblickten sie ihn durch das durchsichtige E>3 auf dem Grunde liegend. Dieser sowie ein ähnlicher vor mehreren Jahren eingetretener Unglücksfall wird die Bewohner der Achensee» Ufer hoffentlich vor den gewagten Schlittenfahrten bei Mondschein warnen. — (Po st verkehr der europäischen Staaten 1878.) Einer Znsammenstellung des statistischen Departements im l. l. Handelsministerium zufolge bestanden 1878 in den europäischen Staaten 59.177 Post» anstalten mit einem Personale von 230.585 Beamten. Die Zahl der beförderten Briefe, Korrespondenzkarten. Warenproben. Drucksachen und Zeitungen belief sich auf 0,087.934.019 Stück. Auf einen Einwohner entfallen Briefe: in England 35 8. Dänemark 13 1, Norwegen 6 8, Schweden 7 5, Russland (ohne Finnland) 14. Oesterreich-Ungarn 9 (Gebiet des Reichsrathes 119. Gebiet der ungarischen Krone 5). Schweiz 24 5, deutsches Neich (Reichspostgebiet 18. Baiern 13 2. Württemberg 19 7). Niederlande 10 9. Luxemburg 7 6. Belgien 145. Frankreich 145. Portugal 28. Spanien 4 7. Italien 60, Griecheuland 2, Rumänien 11. — (Ueberschwemmung im Theater.) Im alten Theatergrbäude zu Frankfurt barst am Montag mittags um hall) I Uhr der Windkcsscl der Wasserleitung, welcher auf dem Boden angebracht ist und die Leitung selbst abschließt, Das Wasser ergoss sich in Strömen in das Haus, zunächst in die Naume der Gallerie. von da sickerte es in die Logen durch, so dass in kurzer Zeit ein großer Theil der Logrn sowie die Sperrsitze ktagcn-wcise überschwemmt wnrdrn. Die Fenerwehr stellte den Schieber ali und man snchte. so weit es möglich war. da3 Wasser zu entfernen. Aus einem Theile der Loge» mussten zu diesem Zwecke die Sessel, da sie am Booeu liesestigt sind, herausgebrochen werden. Trotz der bedeutenden Durchnässung der Iuschauerräume hat man es mittelst einer den ganzen Nachmittag fortgesetzten starken Heizung durchgesetzt, die abends stattfindende Vorstellung zu ermöglichen. — (Zum Eisenbahnunglück in Dundee.) Folgende weitere Details liegen aus London vor: Drn letzten Nachrichten aus Dundee zufolge wurde am 31. v. M. gegen Abend der verunglückte Zug von einem Taucher aufgefuudeu. Letzterer hatte bereits mehrere vergebliche Versuche gemacht, als er schließlich auf den einzigen Waggon erster Klasse stieß, welcher sich in dem Zuge befunden hatte. Die Thür des Waggons war abgebrochen, der Eingang durch ein angeschwollenes Sitzkissen versperrt. Nachdem der Versuch misslungcn, das Kissen gewaltsam zu entfernen, schnitt der Taucher einen Theil desselben ab und lehrte in seiu Boot zurück. Die Arbeiten mussten nunmehr infolge der eintretenden Dunkelheit und heftigen Strömung (Ebbe) eingestellt werden. Der Taucher erklärte, dass der Zug in gerader Linie auf der Nordseite der Brücke liege. Man glaubt noch immer, dass das Unglück dadurch entstanden ist, dass der Zug durch den Sturm aus den Schienen gehoben und gegen das Vrückengitter geschleudeit wurde. Ein Augenzeuge der Katastrophe erzählt: „Ich saß grstcrn (Sonntag) abends am Kamin, dem Getöse des draußen wüthenden Sturmes lauschend, als eiu Windstoß, wüthender als vor» her, die Schornsteine eines fast gegenüberstehenden Hauses erfasste und sie mit einem Krach zu Boden brachte. Je- dermann von uns sprang in die Höhe. Ium Fenster schreitend, schaute ich auf die Straße binauK. und in dem Augenblick erleuchtete ein Moxdstrahl die breite Ausdehnung des unterhalb fliehenden Tay. und die lange, weihe, gcschlängelte Linie der Brücke kam in Sicht. Ich weiß nicht, wie es kam, aber ich zog instinctmähig meine Uhr aus der Tasche. Es war gerade 7 Uhr. „Der Edinburgher Zng ist unverzüglich fällig," rief ich meiner Fcau zu, „komm und lass uns sehen, ob er es wagen wird. in einer solchen Nacht zu passieren." Das Mondlicht war um diese Zeit höchst veränderlich geworden, große Wolkenlmissrn zogrn über den Horizont dahi», zu» weilen das Licht des Vollmondes gänzlich verdunkelnd. „Da kommt er!" r>ef eines meiner Kinder, und in demselben Angcnblick konnte man sehen, wie die langsam sich bewegenden Lampen des Edinburgher Zuges die Krümmung bei Wormit passierten. Dann fuhr er bei dem Slgnalhäuschen an der Südseite vorüber und betrat die lange gerade Linie dieses Theiles der Vrücke. Nachdem er einmal auf der Brücke war, schien er sich mit größter Schnelligkeit fortzubewegen, und als die Locomotive die t^nnelförmigen Bogen der großen Binde» ballen beschritt, rief meine kleine Tochter aus: «Sieh', Papa. sirht es nicht aus. als ob es blitze?" Alles dies nimmt Zeit zum Niederschreiben iu Anspruch, aber dem Auge schien es, als ob fast gleichzeitig mit der Einfahrt des Zuges in diesen Theil der Brücke ein Komet mit feurigem Schweife von der Locomotive in die Dunkelheit geschleudert worden wäre. Der Feuerstreifen wurde in einem langen Schweife gesehen, bis er in dem stürmischen Gewässer darunter erstickt wurde. Daun herrschte absolute Finsternis aus der Brücke. Schwrigen befiel die Gruppe am Fenster. Dann kam mir mit entsetzlicher Macht der Gedanke: „Himmel! — schrie ich — ich fürchte, der Zug ist unter der Brücke!" Mit wachsen-dem Entsetzen beobachtete ich die Krümmung an der Nordseite, um zu versuchen, ob ich den Zug an diesem Punkte vorüberlommen seheu könnte; aber nachdem mehrere Minuten verstrichen und lein beweglicher Gegen» stand an diesem Punkte sichtbar wurde, ergriff ich meinen Hut und eilte über das Magdalen-Green. wo ich mehreren Personen begegnete, die alle dieselbe Richtung wie ich einschlngen. Wir erfuhren von dem nicht weniger als eine Meile von dem Orte der Katastrophe entfernt stationierten Signalwächter, dass er nicht mehr von dem Vorfalle wisse, als dass der Zug. der, wie ihm signalisiert worden, volle 15 Minuten vorher die Brücke betreten habe. seine Station niemals erreicht hätte und dass die telegraphische Verbindung mit der anderen Seite unterbrochen sei. Was wirklich geschehen ist. darüber wird das Publicum bestimmter niemals mehr erfahren, als was es jetzt weih." Locales. — (Reichsrath Siva hl.) Bei der vorgestern im Landgemeinden-Wahlbezirke Gottschee-Treffen Ra-tschach vorgenommenen Wahl eines Reichsrathsabgeord-netcn an Stelle des verstorbenen Grafen Barbo.Waxen-stein wurde der vom Central-Wahlcomitc der national-conservativen Partei aufgestellte Candidat. Se. Durchlaucht Ernst Fürst zu Windisch-Gräh. von 113 abgegebenen Stimmen einstimmig gewählt. Zur Wahl waren im Wahlorte Ratschach 50. in Treffen 40 und in Gottschee 23, — im ganzen somit 113 Wahlmänner erschienen. — (Ernennungen in der Justiz) Der Staatsanwalt beim Rndolfswerter Kreisa.erichte, Herr Ialob Hrcn. und der Brzirlsrichter in Nrifniz, Herr Lorcnz Rattel, wurden zu LanbrsgerichtSräthen. ersterer in Klagenfurt, letzterer beim Kreisgerichte in Tilli, und der StaatSanwaltsubstitut in Laibach. Herr Josef Ver-driit, zum Staatsanwalte beim Kreisgerichte in Rudolfswert ernannt. — (Todesfälle.) Der jub. k. k, Oberfinonzrath Herr Josef Dorn Ritter v Marwalt. Ritter des Ordens der eisernen Krone dritter Klasse und Besitzer deS goldenen Verdienstlreuzes mit der Krone, und die Oberin des hiesigen Ursuliuerinnenconvents. Mater Iosefa. find vorgestern in Laibach verschieden, ersterer im 80. Lebensjahre. Mater Iosefa war durch 51 Jahre Klosterfrau gewesen. — (Uebertrit in die Landwehr) Der Ober-arzt in der Reserve des Laibacher Oarnisonsspitales. Herr Dr. Hermann Linhart. wurde in die nicht active l. l. Landwehr überseht. — (Fünfzigjähriges Jubiläum eines Arztes.) Am 23. Dezember des abgelaufenen Jahres bcgicng der Bezirkswundarzt Herr Nikolaus Sever in Lündstraß sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum als praktischer Arzt. Am 4, Przrmbcr 1800 geboren, ist derselbe daher ein angehender Achtziger, dabei ein Mann, der seine Jahre bewunderungswürdig trägt, da er nicht bloh ohne Augenglas liest und schreibt, sondern sogar noch in seinem Berufe thätig ist. Scuer absolvierte im Jahre 1823 das Gymnasium in Rodolfswert. im Jahre 1829 die chirurgischen Studien, in welchem Jahre er sich auch sein Diplom erwarb. Er begann hierauf seine praktische Laufbahn in Rann in U>,tcrstcirrmark. wo rr sich durch seine Impfungsdurchsühllma, und besonders anlässlich einer großen Ruhrepidemie die ersten Verdienste erwarb. Nach zwei Jahren und drei Monatrn verließ er Rann und übersiedelte nach Landstraß, wo er seit Ib. Ap"! 20 1832 bis heute ununterbrochen als Arzt thätig ist und sich durch sein humanes Wesen und seine Aufopferung im schweren Berufe das vollste Zutrauen der Bevülle» rung nicht bloß als Arzt. sondern auch als Mitbürger erworben hat. Beweis dessen der Umstand, dass er durch neun Jahre als Bürgermeister von Landstraß fungierte. Die Stelle als Bezirkswundarzt versah er anfänglich nur provisorisch und erst später definitiv, da die Bevöl» kerung für ihn im Wege einer Petition beim damaligen Kreisamte eingetreten war. Seine Dienstleistung war stets eine hervorragende, große Ruhr-, Scharlach- und Cholera-Epidemien gaben ihm hiezu vielfältige Gelegenheit, aber auch eine allseits anerkannte, da ihm zahl» reiche Belobungsdecrrte für seine Leistungen als Arzt überhaupt, dann als Impfarzt und insbesondere auch für seine erfolgreiche Verwendung anlässlich der im Jahre 1865 grassierenden Rinderpest zutheil wurden. Der Jubilar blickt daher auf ein halbes Jahrhundert unermüdlicher Thätigkeit im Dienste der Humanität, allerdings auch auf ein Leben voll Beschwerde zurück, aber das Bewusstsein, ein Wohlthäter der leidenden Menschheit gewesen zu sein, wird ihm die Gedanken an die trüben Stunden versüßen und die Erinnerung an die zurückgelegte Laufbahn zu einer schönen und erhebenden gestalten. Am Tage feines 50jährigen Jubiläums versammelten sich die Kinder und Enkel desselben, um ihm ihre Glückwünsche darzubringen. Dem Vernehmen nach hat auch der hiesige Verein der Aerzte in Krain Anlass genommen, den Jubilar in einer Glückwunschadresse zu begrüßen. — (Opfer der Rinderpest.) Die Gesammt-zahl des der Rinderpest in Krain während ihrer genau dreimonatlichen Dauer zum Opfer gefallenen Viehcs beträgt 734 Rinder, 43 Schafe und 14 Ziegen. Davon sind bloß 66 Rinder gefallen, dagegen 144 Rinder als krank, 524 Rinder, 43 Schafe und 14 Ziegen wegen Seuchen-Verdachtes getödtet worden. Die Seuche erstreckte sich im ganzen auf 5)6. in den sechs politischen Bezirken: Littai, Ourkftld, Rüdolfswert, Tschernembl. Laibach und Stein liegende Ortschaften. Die Zahl sämmtlicher in denselben verseucht gewesenen Gehöfte beträgt 159. — (Großes Schadenfeuer.) Die zur Ge^ meinde Koschana im Adelsberger Gerichtsbezirle gehörige Ortschaft Ostroschnowerdu wurde kürzlich von einem bedeutenden Braudunglücke betroffen, das die Wirtschaftsgebäude und Vorräthe von acht dortigen Grundbesitzern zum grüßten Theile einäscherte und einen Gesammt» schaden von nahezu 10,000 st. anrichtete, überdies auch ein Menschenleben kostete. Das Feuer kam am Ste« phanitage nm halb 11 Uhr vormittags, während der größte Theil der Ortsbewohner dem Gottesdienste in der dortigen Filiallirche anwohnte, in der Heuschupfe des Grundbesitzers Anton Nadoch zum Nusbruche und nahm rasch verheerende Dimensionen an, da alle nahe« stehenden Objecte mit Stroh gedeckt und zum Theil aus Holz erbaut waren. Durch den Brand wurden folgende Besitzer beschädigt: Anton Nadoch mit 1150 st., An-dreas Kovaiii mit 1000 fl.. Franz Maslo mit 2050 st.. Michael Slavanje mit 1200 st., Witwe Maria Vovk mit 900 st., Josef Gustinöic mit 700 st. und zwei Besitzer Namens Josef Krebel mit 1200, beziehungsweise 900 ft. Hievon waren bloß die erstgenannten vier Be» schädigten bei der Nssecuranzgesellschaft „Slavia" mit den Beträgen von: 600. 500. 550 und 350 st. theil-weise, die übrigen vier jedoch gar nicht versichert. Das Unglück ist daher leider ein fehr empfindliches. Der 40jährige verehelichte Grundbesitzer Josef Krebel fand bei der Rettung feiner Habseligleitcn den Tod. indcm er unter den herabstürzenden brennenden Dachsparren seiner Schupfe begraben und erst gegen Abend als vcr« lohlte Leiche aufgefunden wurde. Der Viehstand wurde bis auf 4 verbrannte Schweine gerettet. Die Entstehungsursache des Feuers konnte nicht sichergestellt werden; nach der Vermuthung der einen soll dasselbe gelegt gewesen sein, nach der Vermuthung anderer wieder dürfte es durch eine herumschleichende Katze, die in ihrem Balge ein Stück glimmender Kohle von einem offenen Herde verschleppte, verursacht worden sein. — (Wei henfcls.) Bei der im vorigen Monate stattgehabten Nruwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Weißenfels in Oberkrain wurden die Herren Andreas Eichleter. Grundbesitzer in Eichleten, zum Gemeindevorsteher. Martin Dragan. k. l. Postmeister und Realitätenbesitzcr, und Josef Gollmayer, Lehrer in Weißenfels, zu Gemeinderäthen gewählt. — (Vom Wetter.) Obwohl im ganzen Westen das Barometer ziemlich rapid steigt, bleibt die Situation doch im allgemeinen noch unverändert, da entsprechend der Luftdruckvertheilung über ganz Mitteleuropa westliche Windrichtung andauert und stets warme Luftmasscn aufs neue zugeführt werden. In Süddeutschland und in den Alpen dauern die starken Regen noch an, und meldet z. B. Ischl feit 2. d. M. 65 Millimeter Regen, welche Niederschlagsmenge heftigen Regengüssen entspricht; aus Nordtirol und Vorarlberg wird bereits der Eisbrnch in den Gebirgswässern gemeldet, und dauern anch dort die Regen noch an. Doch ist bei weiterem Steigen des Luftdruckes zunehmende Aushcitelung. Abflauen der Winde, doch andauernd hohe Temperatur voraussichtlich. — (Spende.) Für den „verarmten Gewerbs-mann" sind uns ferner zugekommen: von Z. 1 si. — (Oesterreichisches Künstlerlexilon.) Der durch die Herausgabe der „österreichisch-ungarischen Kunstchronik" bekannte Kunstforscher Dr. Heinrich Käu, debo bietet in seinem mit Unterstützung Sr. Majestät des Kaisers soeben erscheinenden „Handlexikon österreichischer Künstler und Kunstverwandten" die Frucht eines nahezu achtjährigen Studiums, das er ausschlieh« lich der Quellenforschung widmete. Dr. Käbdebo sammelt nämlich seit dieser Zeit aus den Wiener- und Provinz-archiven das Materiale zu einem großen Künstlerlexikon; da aber der Stoff so angewachsen ist, dass der Autor vor Jahren nicht an die Publication schreiten kann. hat er den Entschluss gefasst, in dem vorliegenden «Handlexikon" die bisher gewonnenen Materialien zu veröffentlichen, einestheils um schon jetzt die Kenntnis über Wert und Umfang der österreichischen Kunstthätigkeit zu erweitern, anderntheils, um die lunstgeschichtliche Forschung anzuregen. Das „Handlexikon" wird in 25 Lieferungen erscheinen und circa 10- bis 12,000 kurze Biographien von Malern, Bildhauern, Architekten, Medailleuren. Kupferstechern, Lithographen, Xylographen, Broncegießern, Ciseleuren, Goldschmieden, Stein« und Krystallschneidern, Stuccatoren. Kunstforfchern, Händlern. Sammlern. Freunden lc. vom XV. Jahrhundert bis in die Neuzeit enthalten, die zumeist nach archiualischen Qnellen gearbeitet sind und deshalb in der Mittheilung des Geburts« und Sterbetages und der sonstigen Daten die meisten Angaben in früheren Werken umstoßen. Die erste Lieferung enthält eine Vormerkung, eine Information über die Anordnung und Quellen nnd endlich den Beginn der biographischen Artikel, umfassend die Namen A —L'Allemand. Von lebenden Perfonen erscheinen: Architekt Lothar Abel. Architekt Heinrich Adam. Maler F. M. Aigner. Professor Sigmund L'Allcmand; zum erstenmale erzählt sind die Biographien von circa 60 Künstlern und Kunstverwandten. und zu den in früheren Werken aufgeführten Skizzen sind nach Möglichkeit Berichtigungen und Zusätze gemacht. Im ganzen enthält schon die erste Lieferung über 200 Biographien, die kurz und bündig gehalten sind; bei bedeutenden Künstlern ergeht sich der Autor allerdings m einer eingehenderen Darstellung. Das Werk ist durch die Ofsicin Reißer 5 3 67'Rindfleisch pr. Kilo 58 --halbfrucht .,-------8 7 Kalbfleisch „ > 50____ Helden „ 5 36 5 67 Schweinefleisch „ —46------ HM«- „ 54 5 28 Zchüpscnflcisch „ -36------- Kuluruz ., 6 60 6 74 Hähudel pr. Stuck -65 - -Erdäpfel 100 Kllo 2 85-------Tauben ol) Linsen pr. hettolit, 8-----------Heu 100 Kilo ." , »7 Erbsen ., 8 50-------Ktroh „ . '. j «9 " Al"^ ,"«> s----------Holz. hart., pr. vier Rmdsschmalz Kilo-90------- Q-Meter » Schweineschmalz „ - 70------------weiches. „ - - 5 " Speck, fr,sch „ - 52 - - Wein. roth, 100 Lit - - 20 - geräuchert « - 60------------weißer A " Theater. 2 « ^ 5 H » » "» . fl 8 -L N5 zs . -- ^z -.3 " 3 8^ s Z « ^ e -3,3 ___^«D^° «5 ^ 3 2^'^ ?!^ '53 ^M Nebel" " 9 " Ab A.U " ^53, schwach Nebel 0 00 —-5^_^A""^I^I windstill Nebel 4 2 N° U" "'" ^Mtill------Nelel------------ 9 3b ?"67 "'53 ""^ill Nebel 0 00 ^2 . ^^ ""nbsM Nebel vorgestrige Taäe mittet d^ ^' anhaltend. Köhenreif. Da« ^,» ') ? , ^ngesmittei der Temperatur —^-HH". ba« n^^in, 2 6^ unl 4 "unFAn Urmale ° Verantwortlicher N.dac^r: Ott^ maVVa^bT^"'' Ml-.^".^" "- Marwlllt geb. Walter, Dr. D°?» . m^'"^. 2"" v. Marwalt und Paula ! ?««^ '?""/'" geb. Hertschla geben Nachricht ^"m ste t.ef erschütternden Tode ihres innigft. ?at«s"det°Her"rn^"^ ^' "«" ^""^ Joses Ritter Dorn v. Marialt. lubilierteu l. l. Obcrfinanzrathes, Ritters des Ordens der elscrncn Krone III. Klasse. Inhaber des goldenen Verdicnstlrcuzcs mit der Krone. welcher heute morgens, verschen mit den helliaen Laibach, den 3. Jänner 1860.