r 17. Kamstag den 26. U^ril 1829. Ankündigung Verkaufs dcr Statuten ver k. k. priv. in-nerösterrcichistZien wechselseitigen Vranv-schavcn - Versicherungsanstalt, unv Betrachtungen iiüer vie Vortheile dieser Anstalt. <<>ie Statuten der k. k. privil. inncrösterrcichi-schcn wechselseitigen Brandschaden - Versicherungsanstalt sind bereits gedruckt, und werden in dcr Direc-tions-Kanzlei dieser Anstalt zu Grätz, bei den Inspec-tioncn in Klagenfurt und Laibach, dann bei den Di-sirittscommiffionen, und im Edlen v. Kleinmayr'schen Zcitungs-Comptoir zu Laibach, das Stück um 12 kr. Conv. Münze verkauft. Da dic gefertigte Dircction sich schmeicheln darf, daß das öffentliche Urtheil nur zum Vortheil dieser Anstalt ausfallen werde, wenn ihre Bestimmung gehörig gewürdigt, und der Geist der Statuten richtig aufgefaßt wird: so darf sie auch den Wunsch ausdrücken, daß die Statuten die ausgebreitetsie Pudlicität schnell erlangen mögen. Der Vortheil der Feuerschaden'Versicherungsanstalten hat auf die Sicherheit des Privat - Eigenthums, und selbst auf den Werth der Realitäten bereits seinen wohlthätigen Einfluß bewiesen. Um so mehr darf die, für Innerösterreich so eben die schon bei ^""dschaden - Versicherungsanstalt, für , scho" be. 'hrer ersten Ankündigung sich die öffentli-che Memuna aussn^^ ^ v , / ^. rechnen, da sie ih'r Z' °" "" °^°"« Zuttaxen .„ ^ /»,, ^, ^°°"l und Weftnhcit nach dem °l>geme,n c>°f>.h<.',>N.d«rsni,st d.r Brandschaden" sicherüng vollkommen und allseitig zu entsprechen fähigM ist. Sie führt in dem Verein dcr Veittetenden und in M ihrer Zusage dcr w e 6) sc l se i tig e n Unterstützung beiM vorgefallenen Brandschaden cine immer fortdauerndes Bürgschaft für die Sicherheit des Eigenthums, undM wirkt dadurch auf den Wohlstand der einzelnen Versi-W cherten und der ganzen Provinz sicherer, als jede andere Privatanstalt dieser Art, die auf eine solche wechselseitige Garantie des Eigenthums nicht gegründet ist. Durch diese wechselseitige Verbindlichkeit der Versicherten wird auch dic Sorgfalt für die Vcrhüihung des Feuerschadens befördert, indem jedes Mitglied durch^D eigenes Interesse dazu aufgemuntert wird, weil es zur Vergütung dcr Brandschäden beitragen muß. - Unverkennbar liegt der Vorzug dieser Anstalt auch M darin, daß sie auf keine Gewinnsucht berechnet istj denn hier werden von den Mitgliedern nur Jahresbeiträge zur Vergütung dcr wirklich vorgefallenen und statutenmäßig erhobenen Brandschäden und der jährlichen Regiekosten gefordert. Das Verhältniß des Beitrags richtet sich billiger- , maßen nach dem Claffenwerthe der versicherten Gcdäu-de, welcher nach dem mindern oder größeren Grade der Fcucrgefährlichkeit aus dem angegebenen Schätzung«-werthe berechnet wird. — Die jährlichen RegiekostenH sind aus den unentbehrlichsten Bedarf beschränkt, nach-^ dem sowohl die Directions- und Inspeclions« Mitglie' der, als auch der größte Theil der Districts-Commis-M sionäre bloß aus echtem Eifer für die öffentliche Wohl-W fahrt sich dem Dienste dieser Anstalt ganz unentgeltlich widmen. Der Vorschusifond, aus dem bloß beim Eintritt« eines Mitgliedes zu bezahlenden,' ein Drittelpercent des erhobenen Classenwerthcs gebildet, wird zum Vortheil der Theilnehmer stets fruchtbringend angelegt, und nur allein zu ihrer Unterstützung verwendet. Über die getreue Gebahrung mit dem Vorschußfonde und über die Verwendung der Jahresbeiträge wird dem Publi-cum eine Iahresrechnung gelegt, die auch der Übersicht der hohenjLandcsstelle unterzogen wird. Die Erhebung der Brandschäden wird auf eine, für die Anstalt und für den Beschädigten gleich unpar-tepische Weife gepflogen, damit weder den Beitragenden durch übertriebene Schätzung eine unbillige Last aufgebürdet, noch dem Beschädigten dcr gerechte Anspruch auf verhältnißmäßige Entschädigung ungerechter Weise verkürzt werde. — Die Entschädigung dcr verunglückten Theiln.ehmer ist auf eine, dem Zwecke dieser Anstalt entsprechende Art festgesetzt, die darin besteht, daß die Vergütung der Brandschaden zur möglichst feuersl'chern Herstellung der abgebrannten Gebäude auch wirklich verwendet, und dadurch die Wohlfahrt dcr einzelnen Versicherten und der Provinz zuversichtlicher, als es bisher der Fall war, befördertwerde. Auf diese Entschädigung kann jedes Mitglied mit voller Zuversicht selbst schon beim Beginn dcr Wirksamkeit dieser Anstalt, wo sie noch keinen hinreichenden Vorschußfond besitzt, rechnen, weil diese Anstalt vermög des, mit der niederösterreichischen k. k. privil. wechselseitigen Brandschaden- Versichelungsanstalt geschlossenen Gc-sellschaftsvertrags in dem Aorschußfonoe bicscr Anstalt, «nd in ihrem Credite die kräftigste Unterstützung findet. Der Gang der Verhandlungen steht mit der, Landesverfassung im innigsten Einklänge, und ist insbesondere auf die Verhältnisse des Landmanncs auf das Genaueste berechnet. Alle diese und andere Betrachtungen, welche aus der genauen Würdigung der Statuten hervorgehen, dürsten die lebhafte Überzeugung liesern, daß diese Brandschaden-Versicherungsanstalt nicht nur eine sehn-lich erwünschte, sondern auch eine vollkommen entsprechende und wahrhaft erfreuliche Erscheinung dieser Art sei. Die Direction macht nur noch bekannt, daß ihre Kanzlei gegenwärtig in der k. k. Landwirthschaftsgescll-schafts-Kanzlei) im Ioanneum untergebracht sci, und mit Anfang des künftigen Monats in das vormahUge Aambschüssel'sche nun Lehmann'sch«: Haus auf dem Fliegenplatze, Haus-Nr. 118, im ersten Scockc (Auf-gang beim zweiten Thore in der Fliegengasse) wird übertragen werden. Von der Direction der k, k. privil, innerosterre ichischen >v e ch se l se i -tigen Brandschaden - V ? rsiche -rungsan stalt, Graz am 19. März 1823. » ^tor vi Nevante. ( F ortsetzung.) Halebs Blick siel auf ihn. Des Jünglings Stirne runzelte.,sich, und er sprach: »Dr, bist's, Nokides? wahrlich, es hat hier dem großen Propheten gefallen, eine Schlange durch einen Engel erlösen zu wssen. Du bist ein unnützer Geselle, Gaukelspieler. Mein Vetter hier hat nicht gewußt daß er sich eines Schelms angenommen, dessen Kopf auf das Gitter des Serails zu Stambul gehört. Wie kömmt es, daß Du, ein Knecht des Unrechts, heute recht gehabt? — Doch, bemühe Dich nicht, zu antworten. Der einzige Lohn, den ich im Namen meines Vetters von Dir oegchre, ist, daß Du nie mehr vor seinen Augen erscheinst.« Er gab dem Griechen einen Wink, worin sich Verachtung und Drohung paarte, und scheuchte ihn dadurch hinweg. Beausire sah dem Davoneilenden verwundert nach, Haleb fuhr fort: «Laß den Spion laufen, den ich schon auf der Halbinsel kennen lernte, wie er bald für scine Landskute, bald für unsern Pascha den Kundschafter machte. Diesem Burschen ist Alles feil, nur seiu Leben nicht, das er im Solde der Niederträchtigkeit gern so fthr verlängern möchte, als es dem Himmel gefällt, und dem Henker, der schon des Spitzbuben wartet. L^ ' uns lieber zusammen reden, nicht von dem elenden Handel, dcr uns untcr die,sem V"ch zusammengeführt, nicht einmal von Athanasia's Reizen, die ich für das Höchste auf der Welt halte ^ sondern von unserer Ab-schiedsstunde.« »Du siehst mich reisefertig; ein Bote Ibrahims den wachsamen Schiffen der Verbündeten auf leichtem Kahn gtt'Mich entkommen, sticg heute hier an's Land, des Vicekönigs Sohn läßt mich schleunigst zu sich entboten. Du siehst mich hier dereit, Rhodos zu verlassen. Vom Vater hab ich Abschied genommen, von der in sichere Obhuth gebrachten Geliebten mich getrennt; nichts bleibt mir übrig, als Dich noch einmal an mein Herz zu drücken, den kaum Gefundenen, und mich Deinem Andenken zu empfehlen.« Veausire war von dieser unerwarteten Anrede sehr betroffen, »Du gehst nach Moreazurücki« fragte er den Vetter. «Wohin meine Pflicht mich ruft!« entgegnete Haleb kurz und trocken. »Dein Gestirn ruft Dich nach der Heimath, Mavc-Antoine, und mich ruft das meine unter die Fahnen des Fürsten, der meinem armen Vater ein neues Vaterland gegeben. Zürne mir nicht. Nenne mich nicht einen Barbaren, weil ich thue, was das erste Pflichtgesetz verlangt. Laß mich hoffen, daß D« Deinen Landsleuten einst sagen werdest, Du ha- best in der Levante ein gefühlvolles Herz unter dem Mamelukenkleide gesunden, mehr noch als dieses, einen Freund.« Beausire war verlegen, wie er die Herzlichkeit des jungen Mannes erwiedern sollte. Seine Biederkeit wollte jedoch ihre Pflicht nicht halb thun. Der Franzose legte seine Hand auf Halcbs Schulter, und sagte: «Es muß Licht seyn zwischen uns, mein guter Maurice, ehe ich Dir sagen kann, wie gut ich Dir bin, ehe ich mit Seelenruhe von Dir scheiden kann. Weißt Du schon, daß ich gekommen hin, Dein Erbe um einen guten Theil zu schmalem? Hat Dir Dein Vater diesen Zweck meines Hierseyns verschwiegen, wie er sich geäußert, so erfahre es jctzt. Ich will nicht, daß Du später denjenigen einen Dieb nennst, von dem Du Dich losgerissen, wie von einem Bruder.« Halcb sah den Ve,tter staunend an, und Unwissenheit sprach aus seinen Augen. Veausire erzählte nun von seiner Mutter, von deren Vcdrängni,ß, von deren Forderungen.ay Ruschnck, frei und offen, wie er diesem Lctztern Alles gemeldet. Halcb hörte schweigend zu, eine Wolke des Unmuch.s zog langsam über seine Stirne, doch nicht.dem Vetter gatt diese drohende Bewegung, nur dem Schwelgen des Vaters. «Nuschuck hat mir nichts gesagt,« sagte Haleb, wie vor sich hin: »das schmerzt mich. Er hat wenig Vertrauen zu dem Herzen seines Sohnes. Ach, er kennt mich nicht. Er weiß nicht, daß, weit entfernt, einen solchen Verlust an meinem Erbtheil zu bedauern, ich mit Freuden Alles hingeben würde, um die gerechten Ansprüche einer Frau zu befriedigen, die, mit meinem Vater von Einer Mutter geboren, sich so viele Rechte auf seine Dankbarkeit erwarb. O, Marc-An-loine! warum bin ich nicht reich? warum nur auf die Schätzung meines Vaters angewiesen ? warum konnte sich meine Faust noch nicht auf dem Schlachtfelde die Würde erkämpfen, die den Ehrgeiz befriedigt, und die Goldlast, die alle Wünsche im Voraus gewährt? Keinem, Ruschuck selbst nicht, hätte ich den Ruhm gelassen, Deine Börse zu füllen,- und Dir die Freude zu schenken, Unabhängigkeit und Wohlstand der geliebten Mitter nach dem schönen Frankreich zu bringen.« "Wie ehre ich diese Grundsätze!« erwiederte Beau-sire mit vielem Gefühl: «wie wenig habe ich gehofft, sie auf dieser Küste zu finden! Ja, Haleb! Du verdienst es, reich «„h mächtig zu seyn; ich wünsche Dir der Ehre ^ang und des Überflusses Fülle, doch thut mirs wehe, daßDu hingehst, ^ides in dem Blute der unglücklichen Griechen zu erring,,,. Eine bessere Sache verdiente Deinen Arm.« Haleb schüttelte unwillig den Kopf. «Hier scheiden unsere Wege,« sagte ersinster. ,Was euch Franzo- sen .geziemt, ist nicht unser Brauch, nicht unsere Noth. Was habe ich auch Griechenland noch serner zu rauben, was dem ganzen Orient, da ich seine Perle schon besitze, sein höchstes Kleinod, seine Blüthe: Athanasia.« Beausire's Herz zuckte krampfhaft zusammen, als^ er den lieb gewordenen Namen hörte. «Du Glückli.ß cher,« sagte er mit gepreßter Stimme, »Du besitzestI in der That den höchsten Preis des Lebens schon. Wäre? ich der große Herrscher der Gläubigen selbst, ich wüßtsA Besseres Dir nicht zu geben.« ^ «Duscheinst mir begeistert,« sagte Haleb lächelnd: «Das schöne Zcniberbild hat auch an dcm kalten Fremdling sewe Macht bewahrt, wie glücklich also, daß ich bei rechter Zeit mein Kleinod in Sicherheit gebracht!^ Du, der Zurückbleibende, wärest mir gefährlich gewor- . den. Ich kenne noch das Sprichwort unsers Vaterlandes, welches klar beweist, daß Niemand größeres Unrecht hat, als M .AbweseKden allein. Ich wünsche mir Glück,« - «Du darfst es vielleicht,« versetzte Beausire, ernsthafter, als HlUebH Scherz ?s bedingte. «Du sprichst wie ein finsterer Warner,« sagte Ha-« leb- «dennoch wollte ich es darauf wagen. Diese Stunde hat mich überzeugt, daß, so leicht auch Dein französisch Herz im Lieben seyn mag, doch Deine Ehre und Redlichkeit gediegener und unerschütterlicher steht. Wenn's darauf ankämc, Athanaslen, die Blume mel« ner Liebe, den einstigen Schmuck meines Hauses, einem freundlichen Beschützer anzuvertrauen, der sie über Berg und Meer in meine Arme führte, so wärest Du der Freund, Du der Beschützer, und keinen Andern lvürde ich wählen.« »Waurice!« stammelte Beausire, überwältigt von dem edelmülhigen Verrrauen: »Du bist ein En« gel, Du verdienst einen Engel zu besitzen, aber nicht alle Menschen sind wie Du: ich fürchte selbst auch ich nicht.« "Willst Du den Lügner gegen Dich selber spielen?« fragte Haleb, indem er mit der offensten Stirne den widerstrebenden Vetter umarmte. Da erschallte vom Strande der lang gedehnte Ton eines Muschel-« Horns. Die Mameluken, Halebs Begleiter, die bis jetzt, gehorsame Sclaven, vor dem Zelte der Befehle ihres Gebieters geharrt hatten, zeigten sich, mit ihren Waffen klirrend, unter dem Eingänge. Ein von der Sonne verbrannter, kühn und rauh unter dem weißen Turban hervorblickender Schiffshauptmann ging vor ihnen her, und rief dem Sohne Ruschucks einige arabische Worte zu. Halcb riß sich aus Veausire's Armen. Kriegerischer Muth, männliches Streben, leuchte le aus seinen Augen. »Lebe wohl!» rief er mit starker Stimme, ob-wohl mit Thränen im Auge,- «der wackre Ncis meldet mir, daß Alles zu meiner Abfahrt bereit ist. Die englische Fregatte, die auf der hohcn See kreuzt, sircift nachfceräuberischenMistiks, sie wird unsere Fahrt nicht hindern. Glück Dir zu Deiner Reise, Freund, die meinige wird Gott beschützen! Lieber sind ich den Tod im Meer, als Ketten auf den Schiffen der Meertyrannen!« Das Signal vom Schiff wurde wiederholt; ungestüm zeigten Halebs Gefährten nach dem Ufer; der Reis ant-wortete dem Mufchelhorn mit seiner gellenden Pfeife. Haleb stürzte davon, und verschwand bald lunter den Ninwandhüttcn am Hafcnrande. Nach wenigen Minuten entdeckte jedoch Vcausire's scharfes Auge mehrere Transport - Fahrzeuge, die sich Bahn machten, durch die schaumende Wellen-Brandung an den Bastionen. Edle arabische Pferde wurden darin zu dem Heere Ibrahims geschaft, und Haleb befehligte diese Zufuhr. Das Wiehern der prächtigen Thiere, und das Geheul der Schisser schallte zurück an den Strand. Haleb lehnte indessen, stumm und ohne Bewegung, an dem Vorderthcil seines Schiffs, und blickte sehnend und träumend herüber nach dem Gestade, das, vom Freunde und der Braut bewohnt, nach und nach vor seinen Augen versank, in das Strahlen flimmernde Weltmeer. (Die Fortsetzung folgt.) l U Nuvviig Nobler ver Zauberkünstler. Wir beeilen uns die werthen Leser des Illyrischen Blattes auf einen seltenen Künstler aufmerksam,zu machen, der dem Vernehmen auf einer Reise nach Italien in unseren Mauern eintreffen wird; und glauben daß rine Mittheilung von seinen Leistungen nicht unwillkommen seyn dürfte. Herr Ludwig Döbler, dieser berühmte Esca-moteur, dessen Ruf diegeachtestenin- und ausländischen Journale auf das Vortheilhafteste verkünden, und der die höchste Ehre genoß sich den Beifall Sr. Majestät des Kaisers von Oesterreich, wie nicht minder die hohe Huld der ersten königlichen Höfe während seines Aufenthalts in den größten Städten Nord- und Südteutschlands zu erwerben, und Überall mit dem Namen des «Unübertrefflichen« ausgezeichnet wurde; hat bereits drei Vorstellungen in Ofen mit dem glänzendsten Erfolge gegeben. — Die Erwartungen aller Bewohner beider Uferstädte waren um so mehr gespannt, da ihm ein Rivale wie Vosco voraus g!ng,'und Herr D o b'le'r zu Aller Überraschung den schönsten Sieg davon trug,'indem er das Sprichwort »^onin ^raplu'ta in patrin« zu Schanden machte. — Alle Taschen und Herzen sind ihm zugeflogen; — er ist ein Philadelphia der zweite, nicht weniger als Pinctti, und mehr noch als Bosco. — Wir haben >— so drückt sich ein Augenzeuge aus — die Ausgezeichnetsten seines Fachcs in neuerer Zeit, einen Alexander, Conus, Conti, Chalon und zuletzt Bosco gesehen, aber alle brachten gleichsam nach einem Prototyp gemodelt die gleichartigsten Producno-nen, ohne sich um das rein' ästhetisch Technische, und um den Reiz der Neuheit zu kümmern, hervor. — Döblcr hat unstreitig in dieser Beziehung den Vorzug vor allen lebenden Prästigateurs; hiezu kommt die Manigfaltigkeit seiner Kunststücke, die, verbunden mit einem lebhaften anmuthsvollen Vortrag noch mehr gehoben, den fein gebildeten jungen Welt- und Wundcrmann bezeichnen , der sich auch in dieser Hinsicht vor allen seinen Consorten auszeichnet.— Der Raum unseres Blattes gestattet es nicht, ohne uns in eine Abhandlung zu verlieren, in ein näheres Detail cinzulnsscn; doch wol' len wir noch Etwas von seinen Apparaten sprechen. Sein Schauplatz gleicht einem fccnartigen Tempel, und man sieht sich wie mit einem Zaubcrschlag in einc idca: lische Welt versetzt — die Apparate sind so vortrefflich geordnet, daß man seine Bühne, ein Museum dcr Physik nennen darf. — Die immer neuen und mannigfaltigen Leistungen einer jeden Vorstellung stellen zugleich den schönen und kräftigen Beweis dar, daß Herr Döbler ein wahrer Polytechnikcr sei, und mehr als gewohnliche Kenntnisse aus dem reichen Gebiete der Chemie, Physik und Mechanik besitze. — 33 u n t e s. InP *" kündigte unlängst ein speculatiucr Tan;-, meisier einen Ball mit folgenden Worten an: »Einladung zu dem mit Rosen gezierten Gesellschaftsball, welcher zum Vortheil des Unterzeichneten Donner« stag am 26. Februar m> Taale zum goldenen Schwan abgehalten werden wnrd.«' Auflösung ves Näthsels im Myr. Matte Or. 16. B c t t. Nevacteur: Fr. raii. Mcinrich. Verleger: Agnaz M- GMer v. Rlclnmayr.