Kummer 47. Pettau. den 24. November 1901. XII. Jahrgang. PiettauerZeilung. Erscheint jeden Konnrag. Preis sür Pcltau mit Zustellung inS Hau»: Monatlich 80 h, vierteljährig K 2.4/), halbjährig K 4.80. ganzjährig K 9—, mit Postversendung im Inland«! Monatlich 8ö h, vietteljihrig K 2 60, halbjährig K 5.—, ganzjährig K 9.&0. — Einzelne Rummern SO I>. Handschriften iverdei, nicht zurückgestellt, «i,tündigu»g«n billigst lxrechnet. — Beitrage sind erwünscht und wollen längsten« bis Freitag jeder Woche eingesandt werden. Unseren vieNieben Mitbürgerinnen, den deutschen Frauen und Mädchen von Wettau! Die Geschichte de« Frauenleben« ist die Ge-schichte der BolkSgesittung überhaupt und mit der Wertschätz» ng des Weibe« drückt jede» Volk die Wertmarke sich auf die Stirne, Uni i» der Geschichte der Frauenerziehuug liegt der Schlüssel für Glück und Ende der Völker. Verhängnisvoll lange schmachtet die deutsche Frau in ihrem Verhältnis zum Staate und zum Mann« im Verhältnisse der Hörigkeit, da« sich lediglich durch die mittelalterliche Anschauung von '5er Ungleichwertigkeit der Geschlechter festwurzeln konnte. Mit Recht werde» Oesterreichs Völker noch i lange Zeit über den z» früh dahingeschiedenen Erbe» deS altehrwürdigen HabSburgerthrone« trauern, der im Mensche», ob Frau ob Mann, das kostbarste Lapital deS Staates er-blickte. Und in der That, die heutige hat mit der mittelalterlichen Anschauung aufgeräumt. Die Frau muss und wird mit dem Manne im gei-ftiqen Weltbewerbe gleichwertig werden in den Rechten, ober auch in den Pflichten. So stehen denn heute der Frauenerziehung durchweg« erhöhte Aufgaben bevor. Will da« Mädchen in einen auSsichtSvollen Wettbewerb mit dem Manne treten, wozu e« durch die fort-schreitende HeiratSunlust genöthigt wird, mus« e« unerläßliche Fähigkeiten mitbringen; im anderen Falle, als sie Hausfrau wird, gereicht ihr. ihrem Hausstand« und selbst der Amtsfreudigkeit ihre« Gatten ihr Können und Wissen zum S^n<. Einsame Menschen. ' Drama von Gerhard H«»pt«a»n. In dieser Woche soll auf der Pettauer Bühne der Dichter de« .Fuhrmann Henschel" neuerding» zu Worte komme» und zwar mit seinen „Eimamen Menschen". Diese« S. Drama Haiiptmann'S hat sein feinsinnig nachfühlender Biograph Paul Schlenther damals, al» der Dichter bis zur „Ber-sunkenen Glocke" gediehen war. für sein bestes erklärt; gewiss ist eS, neben „Michael Kramer", bis heute sein innerlichste«, ebenso viel geschmäht wie ge-schätzt, durch Unverständnis gefährdet vielleicht mehr als jedes andere. Die folaenden Zeilen mögen dem SchmerzenSkinde auf seinem Gange über die hiesige Bühne ein gut Geleite geben. Ein'ome Menschen! „Wer sich der Einsam-feit ergibt, ach. der ist bald allein!" sang einst Goethe warnend. Aber Alleinsein ist nicht immer auch Einsamkeit. Wer sich ihm ergibt im stillen ArbeitSstüblein, in der dämmernde» Heimlichkeit deS Waldes oder auf der überragende» Zinne eines Berggipfel«, sühlt er sich da einsam? Rufest du Geister aus Büchern auf od.r belauschest du andächtig das Leben der Natur, dann bist du vielleicht, starkgeistig dir selbst genug, am liebsten allii» und wünschest von niemand in deiner kost-lichen Eilisaiiikeit gestört zu werden — oder eS verlangt dich nach dem reine» Wiedetklange deines So still und bescheiden und beinahe uiisicht» bar das Wirken einer HauSsrau, im heiligen Kreise der Familie, findet der Mann Trost, Freude und Zuversicht, die ihn zum ferneren Kampfe stählen. Wie dankbar war unsrr BiSmarck seiner Frau, die ihm nach all den Kämpfen den Trost der deutschen Häuslichkeit bot. wie schätzte der Recke die trauliche Herdflamme I Wen» wir uns darum mit dem Plane tragen, mit der znkünstige» Mädchenbürgerschule ein Mädchenheim zu verbinden, so wisse» wir. welche Zwecke wir anstreben. Wir kennen die außerordentlich wichtige Bedeutung der deutschen HauSsrau uud wolle» unsere weibliche Jugend zu solchen stillen Mitkämpferinnen de« Mannes heranziehe». Wir sind überzeugt, dass die zu gründende Anstalt nicht nur sür uiisere heimischen Mädchen, sondern auch für zahlreiche Zöglinge von auSwärt« ein Bedürfnis ist. Und nun eine herzlich« Bitte! Eine Anzahl von für dieses hochbedeutsame Unternehmen be-geisterten Frauen hat c« sich in edler Weise zur Aufgabe gesetzt, d*m Mädchenheime Forderer und Gründer zu gewinne». Wirke» Sie, deutsche Frau, deutsches Mädchen. im Sinne dieser .warmherzigen Damen, zeigen Sie. das« Sie auch im Werke deutsch sind und das« Ihnen die Zukunft ihrer Tochter nicht gleichgiltig ist. Die schönste Zierde einer Frau ist ihr Gemüth und ihr Herz. Seien Sie im Voraus in aller Verehrung bedankt! Aus zur That! Seit dem Vertrauen«männertage zu Marburg am 5. Oktober sind heute sieben Wochen vergangen und die Bäume in unserem Stadt- LebenSaccordeS in einer gleichgestimmten Seele; musst du diese missen, dann bricht da« Gesühl der Einsamkeit schmerzlich hervor. So einsam kannst du sein im Gewnhle der volkreichen Stadt, unter deinen Stande«,»enosse», im Kreise deiner Freunde, im Schoße deiner Familie, in der Mitte derer, die dich lieben. So ei» paar einsainer Menschen sind Johanne« Vocker.u und Anna Mohr: er in der Einsamkeit de« Geiste«, sie in der Einsamkeit des .Herzen. Er ein Privatgelehrter, gebildet in den Erkenntnissen der moderne» Ralnrwissenschast. ein Schüler de« Materialisten Haeckel, aber auserzogen auf dem Lande von biederen Eltern im strengsten Conser-valiviSmuS eine« naiven, innigen Golte«glaubenS u»d noch mit einem Reste vo» „Pietät" für dessen Formen behastet — sie eine Zürcher Studentin au« den russischen Östseeprovinzen. „der Philosophie beflissen", allein in der Welt stehend. Dr. Johanne» fühlt den Trieb nach pro-dnctiver Thätigkeit, er arbeitet an einem philo-sophische» Werke, aber e« fließt ihm nicht mit der Urkra't einer genialen Begabung zu. er musö mit seinem Geiste und der Stimmung ringe», er bedarf der Anspannung von außen, er muss ieiu Selbstgefühl spornen (mit Stolz rühmt er sich z. B.: „Hier greife ich Du Boi« Rlymond an") und braucht immer wieder Schätzung uud Aner-keiinuug seines Schaffens, um au sich selbst zu parke, die damals noch Blätter uud Früchte trugen, stehe» heute besenkahl da. Damals wurde eingehend besprochen, das« Vorposten einzusetzen seien, mit der Verpflichtung z» Berathungen und Entschließungen, kurzum ein Apparat, der sich ans dem Papiere wunder-schön auSnimmt, in Wirklichkeit aber eine Gräte ohne Fleisch ist. Mit Sitzungen und Beschließun-gen lockt man ebenso rvenig «ine Katze hinter dem Ofen hervor, als man einen Brand löscht, wenn man nur vo» ferne zusieht. Mit papie-renen Regimentsbefehle» allein hat noch niemal» ein Feldherr eine Schlacht gewönne». Mit ebenso hoher Achtung vor der Um-sicht der politisch leitende» Persönlichkeiten unse-re» benachbarten Käriitnerland«« al» mit Wohl-gefallen an der Thatkraft der durch Bildung und Wohlstand einflußreichen Verlraueniträger im rauhe» Berglande begrüßen wir darum jedes-mal de» Jahresbericht des „Deutschen Volks«» eine« für Körnten." Wir gestehen offen, das« wir unter unsere» besonders gearteten Verhältnissen bei der Lesung diese« SlegeSbenchte« UNS eine« gewissen Neide« und des Wunsche« nicht enthalten könne», wir hätten hier in Untersteiermark, wo e« viel nöthiger wäre, auch eine solche Organi-sation und vor allem die Männer dazu. Denn nicht wer bloS Heil! Heil! jagt, ohne sonst im deutschen Sinne eine apostolische Mission als Deutscher unter Opfern und Anfeindungen zu erfüllen, ist ein wahrhaft Deutscher, sondern wer sich mitte» hineinstellt unter die Widersa-cher seines Stammes und seines Volkes Ehre in That und Wort vertritt. Der „Deutsche VolkSverei» für Körnten" blickt aus sieben Jahre einer ersolgreichen Thä-tigkeit zurück, an der sich der einflusireiche Bür- glauben, um sich elwas zu gelten. Er hat als „moderner" Mensch die „Vorurtheile" überwunde», ohne m>t ihnen in der Praxis radical brechen zu können oder, wie er sich glaube» macht, auS be-rechtigte» Rücksichten brechen zu wollen. Wider seine Überzeugung hat er kirchlich geheiratet und wohnt i» Frack und weißen Handschuhen der kirchlichen Taufe seines Kii'deS bei und druckt dem alten Pastor die Hände, um die Gesühle seiner Eltern nicht zu verletze». Mit diesen im schlimmsten Widerspruche der Lebensanschauungen, erträgt er eS doch, in änßerer Abhängigkeit von ihnenzubleiben. Durchdrungen vo» de» praktische» Aufgaben, die die „neue Zeit" a» den Mensche» stellt, verlangt er doch, dass ma» sich vor seiner theoretischen Arbeit mit Ehrsuicht »eige. Er „spuckt" auf die Schulbildung, und dennoch hat sei» Freund Brau» nur i» der Übertreibung Unrecht, wen» er sagt, der Hochmuth des Ge-lehrte» gucke ihm aus alle» Ritze». OhliedieKrast, diese» Halbheiten eines „llompro-Misslers", wie ihn Braun schimpsend nennt, ein Ende zu machen, lässt er sich durch de» Zwie>palt nur biS zu kraukhaster Überreiztheit zerrütten. Unver-mögend, sich sein Lebe» selbstgestaliend zu bilde» und mit seinen» Denken in Eiullang ;u setzen, bedarf er für sein in der Luft schwebendes geistiges Dasein der Stütze von außen, eine« Meusche», der denkt uud die Dinge wertet ivie er, der ihn im ger in gleichem Maße betheiligt, al» der wissen»-stolze Akademiker, de? ja dort mit dem Bürger gemeinsam in die Speichen greift. Wa» soll auch die Betonn na de« Unterschieds zwischen Lkode» miker und Richtakademiker bei gemeinsame» Zie-len und bei gemeinsamer Arbeit? Roch dem vorliegend?» Berichte ha» der .Deutsche BolkSverein" innerhalb eineShalbe» Iah-re« nicht weniger al» dreißig Versammlungen slbiKbaltfn. Schreiber diese» war einst selbst iu der Lage, wahrzunehmen, das» die OrtSinsaffen alle Vorkehrungen trasen, den verhandlung»tag de« Bolk»vereine» zu einem Festtage nach anße» und innen zu gestalte». Lange noch aber waren später die Ausführungen der entsendeten gewieg-ten Redner Gegenstand der häusliche» Erörterun-gen. Und die Wirkung all der Bemühungen wortgewandter und einflussreicher Männer? — Der ®e richt hebt mit Behagen Hervor, das» in» folge der Rührigkeit und Hingabe der entsende-ten Vertrauensmänner die Wähle» selbst ein glänzende« Zeugnis von der nationalen Ber» läsSllchkeit der deutsche» Kärntner und der folitischeu Reife der deutsch-reundlichen Nachbarn im sloveni-schen Lande» ge biete gäbe »." Die schönen Wahlerfolqe. welche damal» auch außerhalb de« Lande« berechtigte« Aufsehen erregten, tvaren in erster Linie dem zielbewuß-ten Borgehen dr« .Bolk«v«reiiikS" zu danke», der dort alle Wohlgesinnte» unter.die Fahne stellt, ob Akademiker, ob Nichtakademiker: .Ein einig Bolk von Brüdern." Der Verein lies» e« sich überdie» nicht an dieser schaffenden Richtung genügen, sondern entsendete auch jedesmal Berein»mitglieder zu von Gegnern einberufenen Versammlungen, behuf» Abwehr. Aufklärung und Verständigung. Und nun kommen wir daraus zurück, womit wir unsere Ausführungen begonnen haben: Bon der Ausführung der in Marburg gefastten Beschlüsse haben wir bisher nicht« gehört und erklären un« die« damit, dass e« eben Eholeriker und Phlegmatiker gibt. Sollte man sich endlich ent-schließen, die Beschlüsse de» Marbnrger Ber-trauenSmännertage« in AuSführuung zu bringe», rathe» wir eindringlich, sich die Thatkraft und umfassende Wirksamkeit deS Kärntner .Deutschen BolkSvereineS" zum Borbilde zu nehmen. Glauben an seine Ziele bestäikt. auf seine Thätig-seit mit Achtung und Liede eingeht und sie durch Lob sordert. Freund Braun mit seiner zersetzenden Verneinung, seiner allerding« .radikale»" Faulheit und Bornirtheit ist der richtig? nicht. Bon seinen schlichten, im christlichen Kirchenglauben besangt»?» Eltern tr?n»t ih» eine Kluft, über die blos die Kindesliebe eine Brücke schlägt. Die lieblich« Käthe, seine junge Frau, die einsten« al« Backsischchen sich dem gelehrten Studenten mit Bangen verlobt hat. kann ihm au« Küche und Kinderstube aus da« psycho-physioloqische Fdd seiner Arbeit nicht folgen; ihr Köpfchen ist zu wenig .gebildet", z» han«dacke« klug, ihr ganze« Weje» zu typisch weiblich, »m für derartige» mehr zuhabe», al« die liebende Bewun-derung de« Manne«, der sich mit so schweren, ihr unverständlichen Dingen beschäftigt. So steht Johanne» Bockerat einsam da in seiner Ge-dankeriwelt. Die zweite Einsame de» Drama« ist Anna Mahr, die Studentin. Eine selbständige, kraftvoll heitere Natur, gescheidt, belesen, mit gediegenem Wissen, arbeitsam. Ihre Gescheidtheit hat ihrer Thatkraft die Richtung auf da« wisseuschastliche Studium gegeben. Sie ist durch traurige Ersah-runge» im Lkb«nskampse gefestigt, auf sich selbst gestellt uud in sich ruhig. Dem Dr. Bockerat an sicherem Gefühle, an Kraft de« Willen», vielleicht sogar an geistiger Kraft überlegen, ist sie doch Die Versammlung ii AiftfltflciNit der x« grflaleide« «Hßche>»«kgel,ch>»t ««4 g a n g S s o r m e » ihr Eigen nennt, sowie die deutsche und wenigsten« eine moderne Sprache gewandt und sicher handhabt. Diese Schwierigkeit soll nicht unterschätzt werden; aber wenn ich auch überuugt bin. das» e» manche Anstrengung kosten würde, sie zu über-winden — möglich ist e» ziveiselloS. Wir haben aus unserer Reise eine große Zahl würdiger Fraue» angetroffen, die ihrer schweren Aufgabe gewachsen sind, darum dürfen wir hoffen, daf» anch der Stadt Pettau ein glücklicher Griff gelingen werde. Unter alle» Umständen aber möchte ich da» Hauptgewicht darauf legen, das» da« künstige Mädchen heim und die künftige Hau»-haltungSschule in Pettau harmonisch ge-bildete, mit einem reichen sittlichen Fond und wahrer Herzensbildung ausgestattete Mädchen in die Hände ihrer Angehörigen zurückgebe. Mädchen, welche zwar nicht fertige HauSsraueu sind — daS zu verlangen, verhindert schon das jugendliche Alter — welche ober einen frischen Sinn für die Bedürfnisse des HauseS zu eigen haben, der sie sähig macht, im Ernstsalle ei»em größeren oder kleineren Haushalte mit Klugheit und Umsicht vorzustehen. Eine Veranstaltung dieser Art wäre somit von größter social-pädago gif ch er Be-deutung. Der Redner wurde wiederholt durch Beifalls-bezeignngen unterbrochen. Herr Bürgermeister O r n i g warf zunächst einen Rückblick auf die gewonnenen Reiseein-drücke in der Schweiz und in Bayer». Wiederholt sei ihm beim Anblicke und Besuche der Schul-bauten daS Dichterwort eingefallen: .Willst Du deS Landes Flor und seine Würde mir zeigen, weis' auf Paläste nicht hin, führ' in die Schulen mich ein." Da« Herz sei ihm weit geworden ob der geradezu fürstlichen Fürsorge, welche diese reichen deutschen Gebiete in ihren Schulhäusern der junge» Generation widme». Petlau hat schon im Hinblicke auf die zahlreichen Reuschö-psungen heute nicht die Mittel, um e« im Prunke »achzuthu». Aber wir haben in Österreich die Schnlleute. die solche Anstalte» leiten können. Wir sahen auch überall österreichisch« Schulleute in geschätzter Berioendung. Die beabsichtigte Gründung einer neuen Bildungsstätte in unserer ehrwürdige» Stadt Pettau bruncht im Hinblick auf die Geldfrage die betheiligten Kreise nicht allzusehr zu schrecken. in d«r Finsternis, der das Licht wieder geraubt ist. - DaS Problem de« Stücke« ist keines von den alltäglichen, wenigsten» nicht auf der Bühne, eher im Lebe». Aber auch da — gibt e« viele Männer, die von ihren Frauen Theilnahme oder Verständnis für ihr geistiges Leben beanspruchen? Und gibt eS viele Weiber, die der zarten Bezie-hungen einer Anna Mahr zn Johannes fähig wären? DaS Drama wächst über die ererbte» und bewährten Überlieferungen unserer Gesell-schaftSmoral hinaus. Aber keine Angst darum; eS ist revolutionär nur in der Idee, und das schadet nicht. ES ist nur das Aufbäumen und Erliegen eines Individuums. daS die Rechte feiner Sonder» 'tistenz gegen die Schablone de« Leben» verthei» digen möchte. Und die Schablone behält immer Recht, sie ist da« Bleibende. Dauernde — bi« ein recht Starker kommt und sie zerbricht. Aber Dr. Johanne« ist keiner von den Starken, >l»d fo bleibt sie die«mal wieder erhalten. — Wie der Dichter dem Probleme Form und Farbe gegeben hat, wie er den Eonflict im ehr-baren Hanse Vockerat gelöst hat. soll er selbst vo» der Bühne herab zeigen. Nur ein Vorzug, eine ethische Schönheil seiner Dichtung sei »och hervorgehoben. Alle Mensche», die da einander lieben, nicht verstehen, sich trennen und an einander leiden, Wir stehe» ohnedie» vor der Nothwendigkeit eine» Neubau,» für unsere Mädchenschule. Der Zustand diese» Schulgebäude» ist unhaltbar. Nun hat die Gemeindesparkasse dem Baue de» Gymnasium» und de» deutschen Studentenheimes K 40.000 — gewidmet, warum soll sie einen Betrag in gleicher Höhe Zwecken der Mädchenerziehung verweigern? Dann bleibt ein Rest als Baujumme, die ohnedie« heute oder morgen aufgebraucht werden müßte, ohne weiter ausblickenden Plan. Die Ausführungen de« Bürgermeister« rieft» eine allgemeine, freudige Bewegung hervor. Mit aller Begeisterung wurde aber auch die Mitthei-lung begrüßt, das» e« sich die Fraue» von Pettau, — ähnlich denen von E a r t h a g o, die ihren Goldschmnck dem Vaterlande opferten, um e« groß, stark und siegreich zu erhalten — angelegen sein lassen werden. Hilfsmittel zu sammeln. — Lebhaste Heilruft! Eine von der Obfrau der Südinark-ort«gruppe — Frau Major Hermine Ellerich — sofort zu Gunsten de» Mädchenheime« ein» geleitete Sammlung — wer kann dem flehende» Blick einer schöne» Frau widerstehen.— hatte innerhalb zehn Minute» einen Erfolg von K 122 14. Nachdem der Gemeinderaih über Antrag de« Bicebüraermeister» Herr» Franz Kaiser widerspruchloS mit den weitere» Vorarbeiten betraut worden war. wünschte der Vorsitzende dem geplanten Unternehmen den besten Erfolg. Bei der bekannte» Thatkraft de» Bürgermeister« Ornig glaube er schon im vorhinein, zum Ersolge gratulieren zu dürsen. Zum Schlüsse gaben über Aufforderung d«S Oberlehrers Herrn Anton S t e r i n g zwei Mitglieder der Reisegesellschaft, die Herren Ge-meinderath Stendte und StadtamtSsecretär S ch a l o » erheiternde Ei»zelnhe>ten ihrer Schweizerreise zum Besten. Localnachrichten. (flqmm.) Am 18. d. M. vermählte sich In der Pfarrkirche zu Altenmarkt bei Windifchgraz der Oberingeiiitur der k. k. StaatSbahnen Herr Otto B c r t e l e von Grenadenberg auS Görz mit Fräulein Elsa R o t o n d i d'A r a i l z a, der Tochter der Frau Johanna Rotondi d'Arailza, Besitzerin deS Gute« Saldenhofen. Al« Trauzeugen waltete» ans Seite de« Bräu-tigam« Herr Karl Bertele v. Grenadenberg. k. k. Baurath auS Wien, und auf Seite der Braut kaif. Rath Herr Dr. Arthur Maly aus Marburg. — Fräulein Arailza wirkte bekanntlich sind g U t e Menschen, Mensche» mit Tugenden und Schwächen, einseitig und beschränkt im Ei^ennen und Urtheilen, abcrolle guten Willens. Johannes ist trotz seiner «Kratzigkeit" und Nervosität ein zärtlicher Sohn und liebender Gatte. Käthe ein liebliches, schlichtes HauSmüttcrchen mit dem feinen Jnstincte de« liebenden WeibeS, die beiden Eltern habe» ei» H-rz voll treuer, ausopsernder Liebe sür ihre Kinder und könne» nicht oiiderS. al« mit dem religiösen Troste ihre« eigenen Herzen« dem Sohne begegnen, eine Verkehrt-heit, bi«, so verhäng«ni«voll sie wird, doch ihnen nicht al« Schuld anzurechnen ist. Und wie gar nicht „emancipiert" ist die Studentin Anna Mahr, ein Weib voll anmuthiger, frauenhafter Kraft, da» trotz aller geistiger Überlegenheit in der Familienatmosphäre gar hausmütterliche Tugenden verräth. Das« sie so überlange zögert, da» Hau» Vockerat» endgiltig zu verlassen, was man ihr ganz besonders verübelt hat. wird man ihrem einsame» Herzen, da« endlich Liebe ge-funden, vielleicht verzeihen. Und so verstummt angesichts des Leiden» der guten Menschen die Anklage aus unseren Lippe», und daS Drama klingt in unserm Seelen in reine« Mitleid au«. z. durch einige Zeit an unserer Mädchenschule, ihr Bater ist de» filteren Pettauern al» ehemaliger k. f. BezirkScommiflär in Erinnerung. (Crurnnnng de» art. Dirrctor».) Die Direc-tion de« Musikvereine« ernannte einstimmig Herr» Emil Bachmann, empfohlen vom Herrn Director Hosroth Doclor K l i e b e r t in Würzburg zum artistischen Director. Herr Wachmann ist Hochschiller, war auch der beste Schüler der fön. Würzburger Musikschule, und ist ün yeborner Kölner. Wenn er auch einen Dtrector H ä n« g e n schwer ersetzen wird, so dürfte sein Fleiss ihn dahin bringen, das» er den guten Ruf, den die hiesige Musikschule besitzt, aus der Höhe erhält. Herr Bachmann war auch Sangmeister in Würzburg und wird jedenfalls a»ch die ge-sangliche Leitung nnsere» Gesangvereine» über» nehmen. Hr. Bachina»» trifft diese Woche ein. (Vrnlschrv ijrim.) Der erste Familienabend am 18. d. M. verlies in der angenehmsten Weise, die sür die Folge alle» Beste erwarten läs»t. Ein besondere» Verdienst um da» Gelingen erwarb sich unser geschätzte« Bühnenmitglied Herr Roland-Miller durch mehrere frei gehaltene Bor» träge. Dazu die Leistungen eine« musikalischen .Üderbrettli" und vor allem ein flotte« Tanz» chen. da« weit über die festgesetzte Stunde hinaus dauerte. Wer möchte inde» dem lebenslustigen Bölklein solch Vergnügen miiSgönnea? (Dolhsllricr-Äbcnö.) Die verflossene Woche brachte so viele«, das» e« nicht Wunder nehme» darf, wenn der letzte Tag derselben, der Samstag, schon einige Ermüdung der ständigen Eonzert-. Theater» und Vemii«abend-Besucher zeigte, dazu kam noch, das« am gleichen Abende der „Meineidbauec" gegeben wurde und überdies ein elendlS Wetter war, so das» der Volkslieder» Abend darunter zu leiden hatte, indem der Besuch desselben ein minder guter war. Der Volkslieder» Achtgesang de« Männergesang Vereine» hat da« große Verdienst, »eben dem Kunstlied?, da« der Gesangverein in erster Linie zu pflegen hat. auch die heimischen Volkslieder zu Ehren zu bringen. Eine Aufgabe, die nicht nur den „Ach-lern" zur Ehre gereicht, sondern ihnen auch thatsächlich viel Anerkennung brachte. Die frischen glockenreinen Stimmen der Herren HanS Stroh-mayer, Josef Heller Karl E a s p e r. Max Heller, Joses M u r s ch e tz, Hau« H e l-i e r. Aug. D e i s i n g e r und Franz M ü h l-b a u e r erregten in gleichem Maße Bewunderung, wie die Lust, Hingabe und peinliche Genauigkeit, mit der sie ihrem bescheidenen Sangmeister Herr» Lehrer Franz Mühlbauer folgen, der für die Zuseher unsichtbar dirigiert. E« ist ihnen gelun» gen. auch bei un» daS alpenländischc Volkslied zu Ehren zn bringen. Die reichhaltige Vorttag»-ordnung brachte walirlich einige Perlen, von denen .Zur Dirn g'hvrt a B»a", Volkslied von Thomas K o j ch a t, die edelste war. Der zarte, gemüthvolle Inhalt de« Liede» ist reizend vertont, und die Herren sangen wie die Engerln den Jodler so allerliebst, das« diese« Liedchen vier» mal gesungen werden musste; eine Thatsache, die bei unserer in musikalischer Beziehung ziemlich rigorosen Bewohnerschaft einzig dastehe» dürste. Ader auch die andern Lieder gefiele» und seien daher erwähnt : .Da steirische Bua". .»'herzige Diandle," worin Herr Murschetz al» Baritonsolist glänzte; .Die Samstaiiacht," da« schwächste der Lieder; „dö Zacherlan." „Da starke Ha»»." .Heut kimmt mei Bua," .Kög'lscheib'»." „Mirzl," .Wir keman vom Gebirg." Wen» auch der Reisesäckel de« Männer» Gesangvereine« trotz der Bemühung unserer Volk«-lieder-Sänger noch immer an Überflus« vo» Leere leide» wird, so sei den wackeren Sängern und besonder« ihrem Leiter Herrn Franz Miihl» baucrein krästig „Heil dem Volksliede" gebracht. St. (Ludwig Achachknhofer,) unser allbelicbter srüherer Capellmeister u»d nun Lehrer de« .Phil» harmonischen Vereine»" in Marburg, hat sich dort bei seinem ersten öffentlichen Auftrete» al» Geiger die Achtung und Zuneigung im Aluge gewonnen. Seine zahlreichen hiesigen Freunde freuten sich mit ihm und wünschen. das» er sich in der Sonne de« Danke« und der Anerkennung iu Marburg recht wohl fühlen möge. (Ehcaleritachticht.) Heute Nachmittag wird .der kleine Lord", welche« Stück auch schon für die reifere Jugend berechnet ist. gegeben, während abends der tolle Schwank. .Flitterwochen wiederholt wird. — Director Gärtner kommt damit zahlreichen Wünschen de» Publikum« ent gegen, nachdem dieser drastische Schivank bei seiner ersten Aufführung so außeroideutlich gefiel und ziemlich viele Personen keine Karten mehr bekamen: allem Anscheine nach dürste die Wie derholuug ein ebenso volle» Hau» machen wie die Premiere. — Auf dem Repertoire für die nächste Zeit befindet sich auch „D i e b e r ü h m t e Frau" mit Fräulein Wärter, und Roloud Miller uud Bornstädt in den Hauptrollen; diese» feine Lustspiel ist hier schon lange nicht gegeben worden, weshalb wohl ein guter Besuch mit Recht zu erwarten steht. — Weiter» wird bekanntlich die luftige Schwanknovität „T ö ff> Tbff" (Automobil) vorbereitet; über dieselbe äußern sich die Blätter in folgender und ähnlicher Weise: „Da« Stück ist ein Gemisch der komischeste» Scenen, die man sich denken kann und lässt thatsächlich das Publikum nicht aus dem Lachen kommen. E» mussten hie und da mitunder lange Pause» gemacht werde», bevor sich da» Publikum wieder vorn Lachen erholte. Es war einfach zum Schreien u. s. w." — Für cme gute Besetzung der Rollen ist gesorgt, indem die Hauptrollen von Director Gärtner. R o» l a n d-Ä i l l e r. K o p p e n st e i n e >. S t e l l a und W ä r t e r gespielt werden; wer sich also einmal ordentlich auslach,» will, versäume ja nicht, an dem Abende da» Theater zu besuchen. — Wie auf den Theaterzetteln ersichtlich, befindet sich auch Hauptmann« gewaltige» Wer? „E i n» same Menschen" in Vorbereitung: e» ist wohl üderflüffig, über die Qualität diese» StÜ-cke» ein Wort zu verlieren und verweise» wir blo» auf die im heutigen Feuilleton enthaltene treffliche Abhandlung über dasselbe. — Wir können nur der Direktion Dank misten, wen» dieselbe un« die bedeutende» Erzeugnisse unserer modernen GeisteSheroeii vorsiihrt uud gereicht e» ihr St Ehre, das» da« Personale die mitunter sehr wierigeu Rollen solcher Stücke darzustellen im Stande ist. — Das» die Aufführung diese» hoch» interessanten Drama» eine würdige sein wird, ist wohl mit Recht anzunehmen, da Stücke de«. selben Dichter», und zwar die seinerzeit unter derselben Direktion stattgefunden? glänzende Aufführung von „Di e v er s u » ke ne Glocke" und die in der heurigen Saison gebrachte Dar» stelluiig von „Fuhrmann Henschel" noch iu bester Erinnerung sein dürften. — Außerdem haben „Einsame Menschen" noch den Borzug. das» die Vorgänge darin aus poetischer Grnndlage basiren und deshalb stimmungsvoll und kei» neSwcg« cras« sind. — Ma» sieht der Auffüh» rung schon mit begreiflicher Spannung entgegen, indem bereit« ein großer Theil der Plätze vor» gemerkt ist. — Auf vielfache« Verlange» wird auch da« hier schon seit Jahre» nicht gegebene Volksstück da» „Nullerl" mit Director Gärt-»er in der Hauptrolle in Scene gehen; diese» vorzügliche Stück, welche» au» dem Leben unsere» engeren steirischen Vaterlandes gegriffen ist und unseren leider zu früh dahingeschiedenen Land»-mann Morre zum Verfasser hat, dürfte wohl ein ausverkaufte» Hau« machen. (Dir Ehskiiliclkidigungsklagr) gegen Herr» Franz Girstmaier in Marburg, welche der steier-märkische LandeSauSichus« wegen de« bei der Versammlung der Pettauer Weinbaugenvffenschast angeblich gebrauchten Ausdrucke«. .Eorruption«-Weingärten" angestrengt hatte, kam gestern zur Verhandlung. Da keiner der geladenen Zeugen, darunter befand sich auch Herr Probst Joses Fleck, die im bezogene» Zeitung«-berichte gemeldete Äußerung gehört hatte, gieng der Richter mit dem F r e i s p r u ch e vor. (Der Thierschlitz» ern» bittet da« Stadt» amt und die Bevölkerung, de» GeflitgeltranSporte» der Eroaten olle Aufmerksamkeit zuzuwenden. Besonder« in der kalte» Jahrr«zkit ist e» für die armen Thiere eine doppelte Qual, wen» sie mit fest zusammeiig,schnürten Beinen feil geboten und von der Ha»«frau oder Jungfrau Köchin nachhause befördert werde». In vielen Orten darf Geflügel nur in Tragnetzen fortgeschafft werde». Ein gewisse« Zartgefühl gegen die sprach-und hilslosen Thiere schmückt den einzelnen, wie die Gesammtheit. Briefschaften, die mit dem Nach, mitiagsschnellmge um l/,4' Uhr einlangen und allenfall« postwendend noch beantwortet weide» könnte», weiden erst am nächste» Mor. gen zugestellt, so das« sie 16 Stunden liegen. Könnte da« nicht geändert werden? (Cin licbcr Gast) in schmuckem Gewände hat sich nach langem Erwarten eingestellt. Wir wollen ih» da« ganze Jahr behalten, den» er ist ein ebenso liebcnSwürdiger Plauderer al« verläs«licher Rathgeber. Wa« er u»« erzählt, können wir wegen Zeitmangel heute nicht mittheilen. Wer sich dafür interessiert, bemühe sich in die Buchhandlung de» Herrn W. Blanke und verlanae den Südmark»Kalender. Jeder wird überrascht sein, um nur eine Krone ein so hübsch ausgestattete« Buch zu erhalte». Indeutschen Kreise» gehört e» bei «n» zum g u t e » T o », vor allen aiidern diese» Kalender zu kaufen. (Dirbffahl.) Beim Besitzer Franz Brodn» j a k i» Formi» wnrde i» der Rächt vom 7. aus den 8. November beim Fenster de» unbewohnten rückwärtigen Zimme« eingebrochen nnd daran« sämmtliche Kleidungsstücke nnd andere Effecten im Gesaaimtwene von 840 Krone» gestohlen. Beschuldigt diese» Diebstahle« wurden die Zigeu» ner, welche sich tag«vvrher dort herumgetrieben habe». ftvtgnl JUrta eingeliefert.) Im Jahre 1893 wnrde die Magd de« Keuschler« I. 8 a l a» m o n in Htvaletinzei, in der HauSlache todt aus-gefunden und wurde schon damals der Sohn JosefZalamon verdächtigt, da« 1 «.jährige Mädchen Maria Kosita umgebracht zu haben, da sie durch "in in gesegneten Umständen gewesen sein soll. >ie Untersuchung wurde damals ob Mangel» an Beweisen eingestellt; nun haben sich nene Beweise ergeben, welche die Gendarmerie von St. Lorenzen ln W B. veranlassten, den Josef Schalamon wegen de» an dem genannten Mädchen» began» genen Morde« dem k. k. Bezirktgerichte Pettau einzuliefern. (iaufrrri.) Bor circa vier Wochen haben mehrere Burschen au« Saszen. Polanzen und Wratonetschitsch in Wratvnetfchitich au« einer geringfügige» Sache zu streiten, sohin aber auch iu raufen begonnen, welche Balgerei damit endete, das« ein gewisser I. FlorIanötö infolge erlittener Verletzungen den nächsten Tag starb. Der betheiligte Aloi« Kovatschetsch au» Pollanzen erhielt aber ebenfall« einen Schlag »erartüber den Kopf, das«er am 10. November 1S01 tarb. Die ger. Obdurtio» der Leiche ergab, das« >em K o v a ö i 6 durch den Hieb der Schädel zertrümmert wurde, wodurch da« Gehirn eiterte nnd sohin der Tod eintreten mußte. (•/rurthrreitsduf».) Vom 26 November bi» 2. December. 3. Rotte de» 1. Zuge», Zugführer Laurentschitsch. Rottsührer Wratschko. Feueranmeldunge» sind in der Sicherheit»wachstube ,u erstatten. (Hadjt-6rniittrr.) Die am Samstag den 16. d. M. heimkehrenden Concert- und Theater» besucher konnten ein ganz sommerliche» Ge-Witter ir.it Blitz. Donner und Regengiis» beobachten. (tinr drollige Erabschrif!) findet sich auf einem Dorfkirchhofe im Salzkammergute: Hier liegt der Förster Rupert Huß, Er starb an einen« Büchsenschuß, Der auf der Jagd von Ungefähr, Ihn hat getroffen folgenschwer. Zum Glück konnt man ihn noch versehn: Gott lass ihn fröhlich aufersteh?,! Ich nslftmt ihn oben Robert Huß. Um hinzuweisen auf den Schuß. Doch hieß er in der That Franz Leim. Da» ahxr pasite nicht zum Reim. Wa» hatt ich mit dem Leim gemacht? Wie hätt' den Schuß ich anqeliracht, A» dem er doch verschiede» ist Al« 9äger»m.inn und guter Ehrist. Venauer Theater. Gustav v Mosel» „T a l o n t i r o l e r" fand sin nur müßig besuchte» Hau». Wo» Wert und Taucrhaftigkeit diese» durchsichtig aufgebauten Lust-spiele» anbelangt, da» die Anlage schon nach de« elfte» Austritten erkennen läs»t, könne» wir getrost voraussagen, dos» man sich an der Farben» frische der Defsregger'schen Schöpsung »och lange Zeit erfreuen wird, wenn man Hingst vergessen haben wird, das» tiii Herr von Mo^r seinen vier Metern HauSleinrn den Raaen de» berühmte» ^mälde» gegeben hat. So ein Schlaunieier! Wenn da» Stück immerhin da» Behagen eräugte, welche» den Erfolg verbürg», so ist da« , mchst der flotten, störungslosen Darstellung zu» schreibe» und der Dichter diese» tiefgründige» Lustspiele» mag bei der Theilung Drr Lorbeeren iu'irost den Schauspielern den Bortritt lassen. LKn» wir gleichwohl einen Wunsch nicht unter» drücke» können, dessen Erfüllung — vor allem von Seile der Schauspielerinnen — auf viel Dank stieße: Nicht so schnell und uicht so leise iprrchen! Unser Hau» ist ja nicht so groß, das» «iu vernehmlicherer Sprechton bejoudere ftraftan» weodung erforderte. Bei der Mehrzahl der heurige» Bühuen-fräste ist ja vorauszusehen, das» sie den Weg zu großen Bühnen finden werde», nachdem sie die harte f ' tle einer kleinen Proviazbühne in verdienen »hren überstanden. — In besonder« guten Händen waren die Rolle» der Adelheid (Marie K o p p e n st e i n e r.) der Marianne und Bertha. (S t e l l a und W u g-q a » i g.) Die Titelrolle lag in der bewährten Hand de« Spielleiter» R o l a n d-Miller. Herr Sggerth al« Bankier Lichtenberg spricht Fremdworler falsch au«, (z. B. reüssieren, absolument,) La» darf sich nur ein wirklicher Baukler erlaube». Die Flaumfeder auf dem TirolerhNte de» Stemm» Kocher (Ha»jchiilz) war ein sinniger Einsall. Auch sei be« aller Anerkennung der Schwie-rigkeit. einen Dialect in alle» Eigenthümlichkeiten desselben wiederzugeben, doch bemerkt, dass mir die Sprache diese« Achense'erS eher obersteirisch vorkam. Auch dai« daS einigen Kennern de» Bolttliede» schon untergekommene „Bfiinfffn" ttotz M.irke»schuygesed ein Tirolerlied ist, dürste Kojchat und anderen Kärntnern neu sein. Am Beginn de» dritten Auszuge» sollte nach der Zettelanzeige Desregger» Gemälde „der Salon Tiroler" alt lebeifbeS Bild gestellt werden. Leim Ausgehen de» Borhange» sah man im Hintergruude der Bühne wohl einen Knäuel von Mensche», der eine angehend« Rauferei befürchten lies», aber meine Frage an die Sitznachbarn, — ich glaubte nämlich, eine lata morg&na vor mir zu haben. — ob sie jetzt da« „lebende Bild" gesehen, wurde allseits verneint 8» m»s« woyl der Borhang zu srüh in die Höhe gegangen sein. Na nicht« sür ungut, da« waren eben so kleine, unbedeutende Schatten, die ja den Eindruck de« Ganzen nicht störten. A Ailbrandt'» „Tochter deS Herrn Fabriciu»" hätte wahrlich einen besseren Besuch verdient und de« Vthnenleiter mag.-» nur einigermaßen em Trost sein, das» sich die kleine Gemeinde umso dankbarer sür da« mit so vieler Hingabe Gebotene erwie». Die schwierige Titelrolle sühne Frl. Lia S t c l l a durch und wusste die Wärme der junge» Mutter mit der Festigkeit der vom Schicksal schwer geprüften Frau glücklich zu ver-binden nnd oloubhaft darznstellln. Der vo» Un-glück nnd durch lange Kerkerhaft gebrochene greise Fabriciu» wurde von Herr» B o r n st ä d t in einer Weise geboten, die jeder große» Bühne Ehre gemacht Imite. Alle Achtung! Fräulei» Norden wußte sich mit der Ida Reinhold ganz «oacker abzufinden und sprach mit Wärme. Leider tras sie in der ErinnerungSscene den Ton nicht ganz so glücklich; die» ist alleraing« eine Scene, die zum Gelingen einen großen Vorrathan Mitteln erfordert. Frau Wohlmuth (Mar. Koppenstemer) war eine recht drollige gute Alte, der Sonnenschein in diesem schwermütbiaen Wilbrondt'jchen Gemälde. E>» possenhafte« übertreiben könnte die Grnnd-stimmuug verderben, doch wurde die Klippe glücklich vermieden. Die» gilt auch von Herrn Haujchulz, Diener Demmler; die ichöue, sichere und volltönende Sprache de« Herr» Roland-Miller sichert von voroeherein im Berband mit den, männliche» Auftreten den Erfolg. An Herrn Wugganig gefiel un« diesmal« da« Maß-halten mit den Stimmitteln. Schade darum, das» da» vom vornehme» Geiste Mlbraudt'» erfüllte Schauspiel n»d die durchweg» drave Darstellung sich wie gesagt vor einem schwach besuchten Hause abspielte. ftfte&ntorftty sak «»tzttzierb»sitz«» Jeder RuAthier-befiyer. welcher Erfolge in der Viehzucht erzielen will. trachten, den StboMidifritm, welch« die StoOfsltte» nino mit sich bring«, rechtzeitig »nigegenzutreten, un» günstige Folgen mangelhafter Beanlaguna eine« oder M andern Rutzthiere» durch richtig gewühlte Mittel hint-aaznhotten. Nur so kann eine Viehzucht, die Haltung von Lutzthieren lohnesd sein! Bei der »uszuch« de« Jung« »iehe» hat man Sorge dafür zu tragen, dos» die» alle jene Stoffe bekommt, welche zu einer trältigen Autdildung de« Körperbaue! nsorderlich und da« schnelle Wach«lhum fördern helfe». Mit «echt ist ..Flora" «iehsShrpntver deshalb so geschützt und in der gut geführten ®insAojr auch stet« zur Hand, weil t* in bervvrragenbem Maße die Eigenschaften besitz», die «uszuch« der «utzthiere ganz besonder« zu erleichtern, dieselbe» nich« nur gesund zu erhalten, sondern auch deren Haltung selbst unter ungün. fügen verhiiltniffen rech« lohnend zn gestalten Ist eJ doch betannt, das» da« „Flora" Biehnährpulver nicht über-' troffen wird, wenn ti sich um die Hebung der Preßluft der Nutzthier- Handel«, die Milchabsonderung normal zu erhalten oder zu vermehren, schlechte Milch zu verbesiern tat Jungvieh nimmt da« Pulver ebenso gerne wie da» erwachsene vith «id da» ist nur bei Futterzusatz der Aall, der dem Thiere gut belomm« Da» «iehnährpulver .Flora" ist in Schaidieln. mi« der Schutzmarte aus dem Deckel überall billigst zu haben und kann auch vom Haupt-versand in Reustadll an der bfthm. Rordbahn bezogen werdtn. Beim Einkaufe achte man aus den Kamen „Flora" und geb« an. ob für Pierde. Hornvieh oder Schweine. Siehe die Ankündigung in dieser Zeitung. Di« besondere» antiseptische» Ergenschasten der Bestandtheile der Präger Haussalb« aus der Apotheke de« B. Fragiler, t t. Hoflieferanten in Prag, bedingen die erfolgreiche Wirtung auf die rasche Bernirbung von Verwundungen verschiedener «rt. Die Salbe eigne« sich vorzüglich zum Bedecken derselben, da sie selbe vor jeder Verunreinigung schütz« und auf dieselben kühlend und schmerzstillend einwirkt Diese« vorzügliche Hantmtttel »st auch in den hiesigen Apotheken erhältlich. Ratteutod lf 13 — «rtdpftl...... 9 — kM°l»it....... 9 1K-20 — - Kilogramm 56 (itbfert...... m 66 Kei^enacie«..... 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Ich Anna Csillag mit meinem 185 Centimeter langen Rieaen-Ixireley-Haar, habe aolchea infolge 14-monatlichen Gebrauches meiner selbsterfundenen Pomade erhallen. Dieselbe ist von den berühmtesten Autoritäten als das einzige Mittel gegen Ausfallen der Haare, zur Förderung des Wachsthums derselben, zur SUtrkung des Haarbodens anerkannt worden; sie befördert bei Herren einen vollen, kräftigen Bartwuchs und verleiht schon nach kurzem Gebrauche sowohl dem Kopf-, als auch Barthaare natürlichen Glanz und Fülle und bewahrt dieselben vor frühzeitigem Ergrauen bis in das höchste Alter. Preis »Ims > I, t. >, t. 3 a»4 Pa»tv*rw»4t U|ll«a MI VerilHMlii« 4m Beträte« o4t mittatst Peetaask-■ ■kni Mr |iaiM Welt in Mr Fskrlk voMa sls AiftrSf« f x. «...rka-y »ei Euer Walgekerea! Per Postnachnahme erbitte ich einen Tiegel Ihrer bewährten Haarpomade. » Ur kjajt Hub, blr|rlbro sät nnr fl. 5—, (Statt g. 16,— »I« Iräbn) an 3 »•* «II b rrnailum tiiiju-fflcrf. »«IS, 13«ft« laramtfrf mlxb. stritten. I» Mg b;mlWa i«»i« «i»,t». aanr«(4t ballt!«. Srrnlgt ihtrt »lait'iutDfn, drjaalfn HaiUbnina «. «mnbtrbar. fnnftToBoi *adr«4lr»a« «i» ftl W*»t«fa unb >rrtafb>4>s. ft»b blflfl^ra f»an «tan >41 |it>nn *»t i» fSrrtS» »»» «. HM».-- «14t |» aalrrs4rlbn unb biibta brbbislb «n(if»nnlrn». «in »rtchli»»» __laHArrlAa »« »takttrtMHrtatakria»«»». D»»I«>> U»r«a U. 7,»0 Hi«r>» oafftnb« tltwstt »41» Brtf»»l. $»tV >mra-JUtUa Irta «ihtsrn II* »Ich! *ur bri 9«amlrs >«.. »»Ich« ila« luiinn («Irak« Udr bra»4a S«t»«l,», Ri4l)atoj«nt Z»ricka»k»» Orirfvort» 2si H«ll«r. Roritn 10 H«I«r. Coniillt-6«]tllsck*1b* Wila-Mtaif, St«».: «. »at -----1-— — --- Ä12. T- 3ö»tt. M Ria. Bittttli. M1. •«nilitrta * s. XMr o.kenoB. ;m «m. 3i%t ä Jti». __«»U Ä a »rt mtabeftn* so •{. K » So. Öt(f0 H. Hitfchma«!'» 38tnntalBwtafl, Wiea. «chaaslergafl» 6. Z.^6384 Kundmachung, betreffend die Mafern-Spidemie. l? Wie allgemein bekannt, sind im Laufe der letzte» Wochen die Masern unter de» Kindern im Stadtgebiete epidemisch ausgetreten. ES wurde bei dieser Gelegenheit mehrfach beobachtet, das« von den einzelnen Er-krankungtfSllen dem Etadtamte entweder gar nicht, oder doch nicht recht« zeitig Anzeige eri'attet wurde. Da zu den erfolgreichste» Mitteln zur Verhinderung der Weilerverbreitung einer a»steckdta«t prtta», alti 16. November 1901. Der Bürgermeister 3. Ornig m. p. ' Annoncen I fnr alle In- tind ausländischen Journale, Faohzeitaohriften, ! Kalender etc. besorgt un besten and billigsten da, im besten ! Rufe 38 Jahren bestehende erste österr. Annonoen-Bureau von A. Oppelik's Nachfolger Anton Oppeük, WIEN, L, Qrtmangergaaae 12. «MMtar ZaMaat»- aa4 talMMr-ZahUc«. »oart» »wlnaiillkllH K«*- ftf. lo mit 8 echt. 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Nlruosehlsg Nachmitt b 19 Nachmittag 5 ! 29 Wien nnd Triest Vormittag 9 1 82 Vormittag 9 | 42 Wies nnd Badape«t Abends 8 1 40 | Abedda 8 | 66 | Wies, Budapest,Waraad s c h n e 1 1 z ii g e Nachts 1 1 56 Nachts 1 I 66 Wien nnd Triest Nachts 8 40 Nacht« 8 60 Wien. Budapest.Warasd. Nachmitt. -1 ! « Nachmittag 1 _F~ Wien nsd Triest Nachmitt. » 18 Nachmittag 8 | 14 | Bndapest Goldene Medaille Paris Bestes diätetische? ^ «ittcl „^lora" wird verwendet: bei Pferden bei welchen Magenstörungen einiMeten oder welche über-Haupt vom Hause a»S 'chleckte Fresser find, ferner bei Kühcn, um einerseits dir Quantität der Milch zu UkD-nährpulw. i ,w verbessern, anderseits bis höchstmöglichste Milchabsonderung zu er-zielen, dann zur Auffütterung von Ochsen und"Schweinen. fowie auch zur kräfliqe.i AuSbildunq von Kälbern und Schaltn. Ebenso zweck-dienlich ist die Änwendunc; von ..Flora"-Vict>>'äl,rpulvcr bei Stall-ivechsel oder schlechtem Futter und endlich als Präservativ bei Herr-schendcn Seuchen. Man vtt»tstt dadtt nie. ta, In wner 8«"" WifinTd^g Mirtontx vteynaqrpuiver „,sftvra drij-gf,n. Ein großes Paket 1 K 30, kleine Pakete 70 h u 40 h. B^*Vur in Paketen mit obiger Schuhmarke versehen erhältlich. iyaiiprvcrsandl» „Flora",.Oeustadla.d. Böhm. F!)ordb. Zu haben in Pettau bei: Herrn Ins. Kasimir und Herrn Hriurich «auretttr. hivuks der Haare! Kein MM nokr! •hl k»ai*rh*a«N>»»tiMa («Jittil. »»ich»» Wann. $ ran aak »lak »»»ch« MlM iMfl|ur iitliilR. — Ptrhln»ftt kl« ^uafalWn M |aiti, «»ch« »«» tmmr »Ich«. «,»«>« §4i«»»rn. Hch»rf »«»sNnn«» an» «Och« jrtiM |«a> Mais, lang »<"* r>l»«nrori*. — (rtiliirltlg rrfraatt# Oaa» •*%»« atzn» firbaa» filar na|»kfama aa» |piai»ffa. Haltt »tot DUattn „>.»»»»-la" ist » «a Mlutl ßilaabin airtd. »tlchrt riata [«aitn unk »unbitbat a»pi»«a Kaanaiich« rnmgl Da k'nuhn tia pin »fi«a,licht« P,»bii«l III, >1 btauAf.t 2lr mit Hirn Innmbing aich« i» "~"1 W Uann, b« " M' " ~ " - — '» 9« gibt Watn ia filltiu « riaflm u bl t* flit M< |atlrdt taefl^ut «ollUubl^ kanlH t>. »« (IM (tiatn Ubtuab. nrtlaib Cit ibit i|ti Sinbrt tätlich»», ttaita (ui-MM tzab» lotim »tsnnbt« H»»t ist al* 2tla &btt Ralat brauch« 3*|tt, »« bitltn «Rongtl ,« rtltjtn. Btt fbaal» abtt la baa >1ch»fttn bltlt« vunbrrbarm MitltI« itttiftla bti bta Zaaftabta Ml Illrtlta, « Ml »,a Ctt'onrn btsi|ta, birtn 4Maan»iUbi|MI üb« «tta 3»tiW tt>ab«a «ß. V« (Ibt halai «atsch»>»>,aa« aiikr rft* Ocha»»«n, (taaraaafal Iblt »aWU, mU akiti MbUbaai k»mtttch i*t«t. t'toitfiai luiait, Vildktal Hl y»lt»ia»I <«Ii,t, Calbbac, •»., fl. ««. ». K.. faa« - , ich M Iah« lana rlntn tablftpf Sattt, btatai Ich alt bt» «wfiw» SitfA nimm« i» ms Im tmiit Biäta r>h« S«t »7i.i ull tiMt biibtta Schicht ataON«,chstatt>-0it Mktdt. «II IiOatzmt Hat« tUin-n K^llbt« chattt Ub Jutta An MtfMabi; »(Am ,ch»b« ll> ia « Bnchra bmi st faklt iNtil MUJM|ik)| btkdst. M S°tztt lang »« Ich wtzl cn»c(ra »ab at* Mt w«n «»f talchtn aiyfia »I» bta Wiinlztn nltbn MWia walt», f* »taachl Mll vtlimanb bit »tlilialt |i Umnta." Statt W. Balhr, I» £uta •!., •tkaitb«, 4»|.! ,Ii»i tatli CttCt, »ticht ich itit lin«ri Ltil lallt, tat ftch relibti all atatn fcunn iihi ich», btbitfl - (bt«u ff. It Oktttll. Otai-BiUa, tnrttO. Ittnct IM, Cna.: ,H911 aach tia flrtatt Roab bok» übua jt|l i»bchl> i* nltbn btachtnaO aas «ta tnlbUstta «ttlta. will lichtn ackb .Hit Mittel sind »ttflidi aiaibtrfcar". Httt at. flaact, 3« «Ichatliia Ct., Hiatz w«k,«bt flitft. Caa.i ,Zch w«i Ibchst i»«-"b» Ubtttafdil. ,» taalatUta, kaf nach bttlwlchtatlicht« «ibtaaAt IM Lavaorta mia Halt »itbn ia »achit» aast»,. Zch tm»ft|It WH« «ttlaablnag tUta rnfiKta Atiaabta al« »a« tiniigt Haai^ittl. wticht« titltn ttaaua «ttbltat.* Datch lataaria »ttlta lit Haii»aiirla la hlchft btltltHarabtt CDtif« »itbti onattt«!. Da« lungt Haat tatstt|I aal »«All la ' " - - — - — flnatt Mlbchta. bi tutonbrt« v«n brn (Uabtrab bat t'ibMiot ka|a btdii btt Haiti unb »abltztit ■■ Itlli», tii Mltttl «Ikt, ntlcht« Ibtti iltl« tlntt qttlta a . a a «mnmit mmbsmi ttta Haat («y an« aagtnichtlali« last nani ItblM Ist ttfiaanllilitii Birtun«ta bltlt* nanbnbattn Wiittl« rniiildt Itia. t ylaschta II K. t gla|ch11, In illtitn frrlona eibunwa. Au«|nB» Ist r« litt |tbt Vlalitt nichtig, iu »Isjc» big ta bitti Ntinta fitbliagta Ittrlicht zbpft ttilcNfl irrt*, mibtiri Hional »laicht ««Mi > K fltrfanbt gtgtn P,stt>ichnab> tinltabung batch ba« t»t«k«i>cht Dtpot: mtltttt Vtonati aa»ittch«nb. 5 K. ■t «kn i«t|mgt <¥tfb- M. Feith, Wien, VII., MariahUferstrasse 38. h Jj|ll(tk«r .R ?l)iirt«'s mit txc grünen Ronnenschukmarte 12 kleine oder 6 Doppel-flasckien K 4. — spesenfrei. X Thierry's drntifoiitn-ü)uB^«salbt 2 Tiegel K 8.R0 spesenfrei, versendet gegen Barzahlung Ä. Thierry's Schllkritatlapolhtkt in Vrearada bei Rohitsch-SauerdrA»». Wie«, llenkraldepot ^ Apotheker C.Lrady.^lkischmarKt l Bsdapest! Apoth I. ». Ilr»» ». Dr. «»er. «,wa: Apotheker S. Mittel»ach. En delail erhältlich überall. 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FRANZ KAISER Pettau. i IllittJJIIlllllltlllttttlllltltllllttJIJlilllllll -'r uaii > > "imwi■■■■ntfjw.w—iri iiiin •rtm—nmtm■—unffinim—■»mwiwiiiiihih iiiwmmwh—*—M—mi«—i—wM— ».«»u—m "4 ä 3 i 1 a 1 * S ■f -e % ä a | -€ U Buchdruckern Wilhelm ßlaake, SPettau, Hauptplatz 6 eingerichtet mit Motoren-Betrieb, den neuesten Maschinen und modernsten Lettern, empfiehlt sich zur Uebernahme aller ßudtdruch-Jlrbeilen, aß: Geschäftsbriefe, Rechnungen, Quittungen, Facturen, Tabellen, Circulare, Prospecte, Preiscour ante, Adresskarten,Brief köpfe, Einladungskarten, Liedertexte, Programme, Visitkarten, Tanzordnungen, Statuten, Speisen- und Getränke-Tarife, Verlobungsund Vermählungskarten, Placate, Sterbeparte, Jahresberichte etc. Uebernahme des Druckes von Broschüren und Werken. 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Ich wiederhole Dir, ddH ich mein Geschäft zum Opfer bringe, wenn e» gilt, wohlbe. «rundete Ansprüche zu befriedigen. Ich stehe al» Vermittler zwi. scher, Dir und dem Verstorbenen . . . Wollte ich Dir ohne wei» nre» glauben, so konstatiere ich eine Unredlichkeit de» Bater», »nd wahrlich, e« ist eine Unredlichkeit, die Summe von fünfuud-ücbzigtausend Thalern nicht zu buchen, zumal, wenn die einzige -chwester sie in da» Geschäft gegeben. Ich nenne die» nicht Nach-Innigkeit, ich nenne e» geradezu Betrügerei!' fügt« er entrüstet hinzu. .Der ehrliche Kaufmann hält Ordnung in seinen Büchern; der Schuft schafft Unordnung, um Nutzen daraus zu ziehen. Ber-magst Du e», so gieb mir einen gingerzeig, Tante, daß ich de» Leg au» diesem schrecklichen Labyrinthe finde.' Jetzt ward Selma betroffen. .Ja, r» ist ein Labyrinth!' flüsterte ste. „Laß mir Zeitl' .Wozu?' .Ich werde überlegen.' .Gut, Tante!' .Aber glaube nicht, daß ich einen Fingerbreit zurückweiche.' .Wie Du willst.' .Mein Entschluß steht fest, ich fordere Sicherheit. Darüber, wie ich zu dem Gelde gekommen, brauche ich keine Rechenschaft abzulegen.' .Der Richter wird bestimmen.' .Willst Du mich wirklich an da» Gericht verweisen?' .Ich weiß kein andere» «u»kunst»mittel, wenn Du keine Doku-mente aufweisen kannst.' .Karl, ich bedaure, daß ich e» sagen muß: Dein Bater war »u rechtlich, um eine Schuld zu ignorieren, Du hast die Beweise vernichtet!' .Ich werde Dir die Bücher vorlegen!' entgegnete kalt der j'inge Mann. .Alle? Alle?' fragte Selma. deren Augen glühten. .Alle Geschäftsbücher.' .Gut, mein Rechtsanwalt mag sie prüfen.' .Du hast nun Deine Stellung mir gegenüber eingenommen ... ich werde die meinige einnehmen.' .Ich bleibe fo lange im Sause, bi» die Angelegenheit ge-ordnet ist.' Karl verneigte sich und ging. Sine Stunde später befand er sich mit dem Kassierer in seinem Kabinette allein. Er erzählte genau die Unterredung, die er mit Selma gehabt. .Sie haben recht gehandelt.' sagte der Greis, .Wa» halten Sie von der Tante?' .Ich bleibe dabei: sie beabsichtigt einen Betrug.' .Aber das Geheimbnchl' .Ist gefälscht!' rief bestimmt der Kassierer. .Horn, wie soll ich das beweisen?' ..Sie beweisen nicht», die Klägerin mag ihre Ansprüche be-weisen.' .Und wenn man einen Eid darüber fordert, daß mir die An-gelegenheit fremd ist ... Gott im Öimmel. ich kenne ja das Ge-heimbuch ...' .Warten wir bis dahin! Es kommt alle» darauf an. wie Fräulein Selma sich benimmt. In meiner Brust regt sich ein Gefühl, da» mir sagt: hier ist ein Bubenstück verübt! Die plötz-liche Krankheit, der rasche Tod Ihre» Bater«, die Verwirrung im Sause ... Geduld, wir kommen schon dahinter!' born lieb sich noch einmal da» Geheimbuch vorlegen; er be-trachtete lange die Züge, die für die de» verstorbenen Salling gelten sollten. Nn» blätterte er zurück ... .Mein junger Freund," murmelte er nach kurzer Pause, .Sie haben uicht alle« geprüft.' „Was giebt'»?' fragte Karl erschreckt. .Lesen Sie diese Zeilen!' Und Karl laS: .Freund Rudolphi hat mich betrogen, der brave Mann, dem ich so große» Vertraue» geschenkt. Nuu ist er tot... ich konute ihn nicht zur Rechenschaft ziehe». Die Anweisung seine» Schwiegervater» ist verschwunden; ich muß schweigen.' .Ich habe diese Anmerkung schon gelesen.' fügte er hinzu. .E» mag sich wohl um eine kleine Differenz gehandelt haben.' .Nein, nein!' rief Sorn. »Nun wird mir manches klar. Sie glauben an eine kleine Differenz zwischen den beiden Freunden? E» handelt sich um einhnndertzwanzigtansend Thaler, die. wie ich sehe, damals dem Geschäfte Ihre« Vaters entzogen wurden. Da-her kommt der gegenwärtige Stand. Und diesen Berlnst hat Ihr Bater schweigend ertrage», er hat ih» selbst zu verbergen gewußt. Ich bewundere den Mann! Rudolphi war ein Bankier; er unter-nahm die gewagtesten Spekulationen und hatte Glück. Man hielt ihn für den schlauesten Spekulanten in der Stadt und der Pro-vinz. Als Jngendsrennd Ihres Vaters kam er fast täglich in unser bau». Um jene Zeit grassierte die Wnt, Zuckerfabriken anzulegen. Rudolphi überredete Herrn Halling zu einem solchen Unternehmen. Man baute die große Fabrik, die jetzt noch vor dem S.-Thore steht und reiche» Gewinn liefert. Dem Bruder Rudolphi», der die Zuckerfabrikation einstudiert haben sollte, übertrug man die Lei-tung. Ich kenne die näheren Verabredungen weiter nicht, ich weiß nur, daß Ihr Vater mit der genannten Summe beteiligt war. Im zweiten Jahre des Betriebe» zeigt« Rudolphi den Konkurs an. Da» war ein Donnerschlag für balling. der da» vermögen seiner Frau gewagt hatte. Der jüngere Rudolphi, der originelle Fabri-kant, hatte nicht» zu verlieren; der ältere aber, der Bankier, zog sich mit einem kleinen Verluste zurück. Halling wandte sich an den Schwiegen, .er de» Bankier», eine» steinreichen Rentier, der sein Vermögen in dem Bankhause seine» Schwiegersöhne» stehen hatte. Dieser händigte Öalling eine Anweisung ein. wonach er, Salling, Hundertzwanzigtausend Thaler von Rudolphi zu erheben hatte, sobald der Rentier mit dem Tode abgegangen. Der brave Mann wollte öalling» Verlust nicht; er wollte aber auch seinem Schwiegersohn uicht sofort schaden, trotzdem er mit diesem in Feind-schaft lebte. Kurz darauf starb der Rentier. Ich habe nichts mehr über die Angelegenheit gehört. Auch der Bankier Rudolphi ging heim, und seine sehr reiche Tochter, sein einzige» Kind, ver-heiratete sich mit einem Offizier. Ihr Bater trieb ruhig sein Ge-schäft ... heute ersehe ich au» einem Geheimbuche, daß Rudolphi seinen Freund schmählich betrogen hat. Also die Anweisung des Schwiegervaters ist verschwunden. O. o,' rief vorn, .da» sind seltsame Ereigniffe! Ich weiß nicht mehr, wa» ich davon denken soll. Madame Junker, so heißt die Tochter de» verstorbenen Ban-kier», besitzt das ungeschmälerte Vermögen ihre« Vater», lebt mit dem nichtsthuenden Geinahle in San« und Brau», und hier, wo man das Vermögen gestohlen ... e« ist himmelschreiend! Ver» lÖü Dir Zchwnrplaiibriicke in ^Hknvcft. iMil Ifrl > Slitft, 9>| Hallchek. Badapeft schlicke» Sie das Hauptbuch iorgsältig . . . vielleicht tiimieii wir noch einmal Bezug aus diese Notiz nehmen." .Wie aber benehmt ich mich der Ta»te gegenüber?" .Warte»! Warte«! Lehen wir zu, wie sie angreift!" Der iiuiae Kansniann sollte »icht lange warte», schon am solgenden Taue kündigte ihm ein Rechtsanwalt a». das; er von gränlein Selma Halling brau?trnslt sei, dir Schnldfordernng der Dame a» die Firma geltend zu mache»; er hoffe jedoch, schloß er seine» Brief, da« durch gütliche Bereiubaruug einem Prozesse vor- Scbeiiflt werde, den die Gläubigeri» «er» vennie'den wisse» wollte, Ärl zeigte den Pries den, Kassierer „Was beginne ich?" fragte er, „sie laffen Ihre» Advokate» mit dem der Tante unter handeln." „Aber das Geheimbnch!" „Bleibt i« jenem Schranke. Ich bleibe dabei: Selma mag ihre Forderungen beweisen. Auch dem Advokaten verschweigen Sie die Notiz iu den, Geheimvuche." »Ich begehe eine Unredlichkeit, Jöorii!" »Nein. Tie Handel» als kluger Mann! folgen Sie mir, folgen sie mir! Es ist inimer noch Zeit, daß Sie zahlen, weini es nötig. Ueberlasst» Sie es mir, Ihren Rechlsanwalt zu instruieren. Ich bi» ja so oft im Auftrage Ihres Pater» bei ih»> gewesen," .Sandeln Sie fiir mich, Horn: ich werde wahrlich dankbar fei»!" (i. Der alte Kassierer, der treu an dem Sohne seines verstorbenen Herr» hing, der iu de», Evmptoir Halliugs grau geworden, mußte doch wohl feine Vermutungen hege», da er den, jungen Chef die verschweig»»« des Geheimbuches anriet, Karl befand sich-i» einer bedrängte» 5.'age: er war verlöre», wenn Selma besriedigt werde» mußte. Beide Parteien hatten ihre Stellimg riugcuommen ... die Taute blieb in ihre» Zimmer», und der Neffe verbrachte de» größte» Teil seiner .jeit in dem Lvmptoir. (kr sah seine Gegnerin nicht, die ihm geflissentlich answich Tie beiden Advokaten hatte» eine Konferenz gehabt. Starke, der Anwalt Karls. berichtete, da« der Gegner (Einsicht i» die Bücher nehme» wollte, wie der neue (!hef vorgeschlagen. Man konnte eS nicht verweigern, Ter Advokat der Gegnerin erschien; er prüfte im Beisein des Kassierers. der seine» junge» Herr» ver-trat, alle Biicher, natürlich ohne Erfolg .Tie Sache ist delikat!" meinte der Advokat, Jöont fügte hinzu: »Ebenso delikat als beleidigend für den ver-storbrueu Halling und dessen Sohn." „)st kein Geheimbuch vorhanden?" Hör» hatte diese Frage erwartet. „Das Gehrinibnch. mein Herr, gehört nicht zu den Geschäft»-biichern: es enthält mir Privataufzeichuunge» ..." .Und doch muß ich Sie bitten, mir e<> vorzulegen, Taf; ich Diskretion angelobe, versteht sich von selbst." .Es ist also ein Gehrimbnch vorhanden?" „Ist!" .Und Sie wollen mir eS nicht vorlegen?" »Nein!" ..Tiese Weigerung ist traurig," »Warum, Herr Advokat?" ..Weil sich annehme» läßt, das? ich in diesem Buche Aufklärung sür meine Mlirntin finde." .Nnr dem Gerichte werde» ivir das iv, • b.sch vorlegen," „Demnach provoziere» Sie eiueu Prozeß? iorichend drr Rechtcanwalt, »Wir fürchte» ihn wenigstens nicht, verel. - t Herr." »So betrachte ich die gütliche» Berhandl, als gescheitert u»d werde »»» znr Ulageske, ^ schreiten." .Ihn» Sie, was Sie im Interesse obrer Mi n ti» sür nötig erachte»." Die Verhandlung war zu Ende. Ter Adr r«, entfernte sich. .Horn," ries Karl, »Sie gehe» zn weit!" „L nein, mein lieber Freund!" »Wenn aber das Gericht die letztwillige , findet ..." »och '.weisle daran, dasj die Hilse des Ge, beansprucht wird," .Aber wenn eS geschieht?" „Warten Sie! Warten Sie! Allzngrvße (•' Iichfeit ist im Geichäslslebeu oft Thorheit Und obre Ehrlichkeit har man eiueu uichtsnuvigen 'J , gebaut, Bedenken Sie. das; Ibre Existenz ans .* • Spiele steht . . Tante Selma läßt Ihnen m eine stunde das Kapital, wen» es ihr zngespru>> „ wird. Ich habe »ie eine g»te MeiiiÄug vo» ibr gehabt; jevl h-ich sie sür schlecht, Uebrigeus glaube ich nicht au de» Prozeii Acht Tage später schüttelte der alte Kassierer das greise Haue! Karl hatte ihm die Klage der Taute vorgelegt, ..Das ist mehr als kühn," murmelte er. „das ist verweil.";! Sie sehen nun, Karl, daß Sie es mit einem Dämon zu thun hoben Doch wir werde» schon mit ihm fertig werden." Die Bedrängnis des jungen Kaufmanns sollte den fjürbfu'it Grad erreichen. Das Fallissement eines Hanies in B., mit dem Halling in eiiger Geschästsverbindnng staiid. fügte der Firma einen brdentenden Verlust zn, Horn tonnte kaum noch trösten, als die Unglücksknnde einlief. Die Baarvorräte waren gäxzlich erschien, der Rest des Vermögens stak in Waren und in dem Grnudstii>kc Man hatte Mühe, die sättigen Wechsel zn decken. Karl dachte au Einschränkuiigen des Personals. Hngo Schwarz, der erste CominiS. der einen ansehnliche» < # ,Wulf R,i P a!>!>>I>li>,!i In V^rtin | 187 b !> w i bezog, war seiner Meiuttitg »ach ilbrrflüfflfl geworden Er Ute iliu ciitlaficn. .Um dc* Himmels lutUcu nicht!" jagte »um. „Ich selbst werde dir Arbeiten Schwarz' übcviicbiiieii." „E> dars keine Perändernng vorgehen, niemand dars den Stand Geschäfte» ahnen. Und schwarz iniiß unter allen Umstünden lisii." ..Warum denn, er Horn?' .Weil ich ihn iche. Bleibe» sie ,1 in Ihrem »taue. ich sorge für übrige." Haben Sie denn .idere Gründe, versahren ?" er der junge ?; tu. Allerdings: ich hm le nie ohne i«: id.* !röftenSiemich, !ikb rHerr.iiiirdurch (im Andeiitnng." Bald, bald; jetzt lu^i ich nur »och Sri nutimgen. Die liiii ste Gewißheit lile ich Ihnen mit." ter erste Termin i der Prozeßange-kiiniheit war vor-üi'tT. Der Advokat hüte ant Morgen die bricht davon ge-dmcht. Daraus hatte S-iKampf begonnen. Unrz vor drei Uhr verließ Horu heim-lick die Masse. Als n den Hansslur be-!m>. kam ihm Selma nngegen; sie grüßte iremidlich und ver-lieft das Hau«. .Es ist richtig." lachte der Alte. .heute werde ich aivhl Gewißheit er-linaeii." Er ging in den boi, wo Fässer und Hirten aufgespeichert Innen. Die Arbeiter wiren iu den Maga-vnrit beschäftigt. (fiue große Säule trug das Vordach, tos zum Schlitze der Karen diente Das Pklaster am Fuße der vi lzsäule war locker; dier hatte Horu ei-ni'temal denEommiS - tiwarz gesehen, wie er sich geneigt und «nter dem Steine einen kleinen Gegen-!i i Stein und holte ei» kleines Papier henwr, ans dein die Worte >>. üben: »Heute abend iteint Uhr iu der Laube unseres GavteuS." '!'• ichdem er gelesen, legte er das Papier mtter den steiu zurück, les war in einer halben Minute geschehen. »Das wäre etwa?!" dachte Horu. »Es ist doch gut, wen» man die Augen stets offen hält. Zelnia kommt ans dem Hose und schwarz wird bald dorthin gehe» Es wird sich wohl bald zeige», ob mein Kalkül richtig ist." Und es war richtig. Staunt hatte Horu die Masse betrete», als die Eomvtoiruhr drei schlug. Er beobncktele durch die Glastlmr siins Minute» später hatte Schwarz sei« Arbeitspult verlasse». 5 •'v ^/• Av i,4 y^-arv*-- . ^ ..Er ist bei der Säule!" dachte der Greis. »Seliuas Papier liegt unter dem Stein." Wieder»»! versloise» snns Minute» und schwarz kam zurück. Uubesaugen grin er zur Feder nnd arbeitete. Diese Wahruebinnngen behielt der «assierer für sich. Abends siebe» Uhr verließ er wie gewöhnlich das Evmptoir. U4t«fe («■«■.) 188 FUR'S GehSktltt Kapp« für flinker. D>e MaM)fnjaM muß sich ber Kopfweilt «»passt». Immerhin läßt die Tehndatkeit bc« »«» «ipsee» schönem «trand. ««nn da» ««r. ptBrnift und l>«rau«flrgrbrg iwn (Steiner k Pseisset in Stult^att.