Vriuumcrattous - Preise: Für Laibach: Ganzjährig . . fl. 40 kr. Halbjährig . . 4 „ 20 „ vierteljährig . 2 10 Monatlich... — „ 70 „ Mit der Post: «auzjährig...........12 fl. Halbjährig........... k Vierteljährig........ 3 Laibacher Kür Zustellung inS Haus iertelj. 2b kr., monall. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. «nonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Redactio» Bahnhofgaffe Nr. 182. Expedition»- L Inserate« Burea«: Tongreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung von Jg. v. «KM, mayr L Fed. Bamberg ^ Jusertiousprets^ L Für die einspaltige Petitzeil» L 4 kr, bei wiederholter ' ' schaltung L 3 kr. Anzeigen bis 5 geilen 20 kr. Bei größeren Inseraten^und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complieierten Satz besondere Vergütung. Nr. 196. Montag, 28. August 1876. — Morgen: Johann Enth. 9. Jahrgang. Abonnements -Linladung. Mit 1. September 1876 beginnt ein neues Abonnement auf das „Laibacher Tagblatt." Bis Ende September 1876: Für Laibach..........................— fl. 70 kr. Mit der Post .......................1 fl — kr. Bis Ende November 1876: Für Laibach..........................2 fl. 10 kr. Mit der Post.........................3 fl. — kr. Für Zustellung ins Haus monatlich 9 kr. MM- Auf das „Laib. Tagblatt" kann täglich abonniert werden, doch muß das Abonnement immer «it Schluß eines Monates ablanfe«. Gegen den Hausierhandel. ii. Die Ware des Hausierers kann zu billigem Preise nicht abgeschlagen werden, denn der Hausierer muß bei seinem Geschäfte die Auslagen seiner Reisen, deSWaren-TransporleS und seines Lebensunterhaltes in Rechnung bringen. Die Käufer haben für die Ware des Hausierers, ungeachtet ihrer minderen Qualität, nahezu jenen Preis zu bezahlen, für welchen sie aus reeller Bezugsquelle Ware von guter Qualität erhallen könnten. Der Hausierer muß, um ein Geschäft zu machen, um seine minder gute Ware abzusetzen, allzu« oft zu unreellen ^Anpreisungen schreiten, und nicht selten werden Dienstleute auf dem flachen Lande, welchen der Luxusteufel in den Kops sähri, das Opfer des Hausierers. Auch den Producenlen dürfte der Hausierhandel nur geringen Bortheil bringen, denn der Hausierer kann sich nur auf den Verkauf von Waren minderer Sorte beschränken. Die Großindustrie setzt nur ihre Ausschußware durch Hausierer ab. Die mehr und mehr sich Bah» brechende Zucht, das solide Fabri* tat durch die vorgeschrittenen Mittel der T-chnik in schlechter Qualität möglichst täuschend nachzuahmen und durch billigere Preise den möglichst ausgedehnten Absatz hicsür zu finden, muß allmälig die reelle Industrie vermöge der eben erwähnten ungesunden Concurrenz ebenfalls zur Verschlechterung der Production und somit aus Bahnen leiten, welche einer gedeihlichen Entwicklung unserer Industrie nicht förderlich sein kann. Fabrikant und Kaufmann sind angewiesen, dem Hausierer Credit zu gewähren. Die Erfahrung hat gelehrt, daß d efe Er>:dirgestattung dem Fabrikanten in vielen Fällen namhaften Schaden gebracht. Das Hausierwesen hat auch in volkswirthschaft-licher Beziehung eine Schattenseite; unter den Hausierern finden wir zumeist junge, kräftige Leute, welche sich der eigentlichen Arbeit entziehen, um ein minder angestrengtes, freies, ungebundenes Leben zu führen, während Hausierbefugnisse nur älteren, zu strenger Arbeit untauglich gewordenen Individuen zu verleihen wären. Das Hausierpalent gewährt ganzen Länderstrichen, beispielsweise der Landschaft Gottschee, den Vortheil, sich dem Hausierhandel zu widmen. Tausend- von Angehörigen solcher priveligierter Län-verstriche ergreifen den Wanderstab, um durch den Hausierhandel in fremden Provinzen ihr Leben zu fristen, während sie, wenn sie sich Bau oder anderen Gewerben zugewendet, die Einwanderung fremder, namentlich italienischer Arbeiter überflüssig gemacht hätten. Die eigentliche Handelswelt klagt über die Schädigung ihres Geschäftsbetriebes durch Hausierer, welche das Land förmlich überschwemmen; im Lande Oesterreich ob der Enns wurden, wie die „Linzer Ta-gespost" b-richtet, im Jahre 1875 nahezu 1100 Hausierbefugnisse erthellt. Die polilischen Behörden üben bei Ertheilung von Hausierbefugnissen, wie bekannt, eine ausgedehnte Hamanität; es wäre schon längst in der Hand dieser Behörden gelegen, eine Beschränkung der BesugniSertheiluug zum Schutze der stabilen Handelsgeschäfte eintreten zu lassen. Bei den concessionierlen Gewerben ist die Ertheilung des Befugnisse« von dem vorhandenen Be« dürfmsse, den Lokalverhältnifseu und den öffentlichen Rücksichten der polizeilichen Ueberwachung abhängig. Die gleichen Gesichtspunkte sollten auch bei der Ertheilung von Hausierbefugnissen in Betracht kommen. Die Z-.it weiset nach, daß bei Erlheilung von Hausierbefugnissen in vielen Fällen sogar von dem Buchstaben des Gesetzes abgewichen und Ausnahms. begünstigungen Raum gegeben wurde. Thatsache ist es, daß es dem Bewerber um ein Hausierbefugnis nicht schwer wird, sich ein Zeugnis über seine Sitten und tadellose politische Haltung zu verschaffen; er findet unter der Zahl Jeuilleton. Coeur-Dame. Novelle von Fr. Willibald Wulff. (Fortsetzung.) II. Abschnitt. I. Wir führen den Leser in die Wohnung der Generalin von Simmeru. Ein kleiner Kreis von Damen hatte sich in ihrem Gesellschaftszimmer zufammengefunden, um bei einer Tasse Thee die neuesten Tagesereignisse zu besprechen. Das lebendige ConversationSlexikon aller Neuigkeiten, Herr von Lefeld, ward schmerzlich vermißt. Er fehlte in diesem Kreise, welcher eifrig bemüht war, die Schwächen abwesender Personen mit erstaunlicher Zungenfertigkeit zu geißeln. Jede der Damen wußte eine pikante Historie zu erzählen, und man Überbct sich gegenseitig in hämischen Be-merkungen, obwol das Anathem meistens gegen Personen geschleudert wurde, welche ebenfalls der vornehmen Gesellschaft angehörten und denen man vielleicht noch vor einer Stunde freundlich die Hand gedrückt hatte. ^ , ,7 , Frau von Simmern war die einzige, welche bei diesen Wortgefechten eine stumme Rolle spielte. Es schien überhaupt, als gewähre ihr eine mit solch' rücksichtsloser Schärfe geführte Unterhaltung heute zum erstenmale kein Vergnügen, denn sie rückte unruhig mit ihrem Sessel und blickte von Zeit zu Zeit nach der Thür, als erwarte sie von dort eine will kommene Störung. Die Damen waren indessen von dem Gegenstände des Gesprächs so sehr in Anspruch genommen, daß ihnen die Unruhe der Generalin entging, obgleich dieselbe alle an sie gerichteten Fragen kaum beantwortete. „Frau von Erbach treibt es in der That zu arg," bemerkte Fräulein von Witzleben, eine hagere Blondine, deren Alter zweifelhaft war, „sie hat es sich in den Kopf gefetzt, den Freiherrn von Asseburg zu heiraten." „Wo denken Sie hin, meine Gnädige," antwortete Frau von TonSdorf, welche als eine erbarmungslose Klatfchfchwester in der Residenz bekannt war, „Frau von Erbach und heiraten." „Sie hat es zu wiedrrholtenmalen öffentlich erklärt," rief-Fräulein von Witzleben, augenscheinlich erbost, daß man e« wagle, einen Zweifel in ihre Worte zu setzen. „Entschuldigen Sie, mein Fräulein, ich weiß aus sicherster Quelle, daß Frau von Erbach nicht daran denkt, sich zum zweitenmale zu verheiraten. Überdies hat der Freiherr mit ihr gebrochen." „Sie irren, wa elig,rmg,llts. Herr von Affeburg liegt mehr als jemals in den Netzen dieser Circe." „Ich habe meine Nachricht von Herrn von Lefeld. Dies wird Ihnen hoffentlich genügen," rief die Blondine, indem sie den Mund spöttisch verzog. „Allerdings ist mir bekannt, daß der Freiherr längere Zeit das Haus der Kokette gemieden hat, aber gestern hat eine Aussöhnung stattgefunden, und zwar durch Vermittlung des Barons von Waldheim.- Der bestimmte Ton dieser Mitteilung frap-pierte Fräulein von Witzleben. „Sie scheinen ja vortrefflich unterrichtet zu sein," sagte sie, einen boshaften Blick nach ihrer siegreichen Gegnerin schleudernd. „Wem verdanken Sie, wenn ich es wagen darf, zu fragen, diese in-terefsante Neuigkeit?" , . ^, .Dem glücklichen Bevmittler, Herr« vonSöald-HlckOV'L ^rnvit-- -!i» u,d>A ;«,j, der Gemeinderepräsentanten immerhin einen, welcher für dcn Inhalt diese« Zeugnisses einsteht. Die Ueberhandnahme des Hausierwesens kann nur durch eine genauere Befolgung der Vorschriften des Z 3 dis HausierpatenteS beseitigt werden. Es sollte als Grundsatz gellen, Hansierbesugnisse nur an ältere, zu anderer Arbeit untaugliche Personen zu verleihen. Dieses Princip müßte von sämmtlichen politischen Behörden festgehalten werden.__________ Der Krieg. Die Würfel sind gefallen. Der sechste Tag der blutigen Kämpfe bet Alexinac endigte mit einer Abweisung der wiederholten türkischen Angriffe, der WaAenehre (?!) wurde vollkommen genüge geleistet. Die Fortsetzung des Krieges wäre als ein zweckloses Schlachten von Menschenleben, als ein zweckloses Mordbrennen, als eine gänzliche PreiSgebung der Elemente der Livilisation aiizusehen. Serbien forderte die Garantiemächte auf, mit de» FriedenSunterhand-lungen zu beginnen; infolge dieses Appells beeilten sich die Lerlreter dieser Mächte, die entsprechenden Vorschläge an ihre Regierungen abgehen zu lassen. Die beiderseitigen Hoffnungen der kriegführenden Lheile mögen arge Täuschungen erfahren haben, Serbien wird seinen Großmachtsträumen entsagen, die Türkei ihre Friedensbedingungen wesentlich herab-ftimmen müssen. Fürst Milan erklärte sich bereit, den Wünschen und Rathschlägen Europa's zu entsprechen, und stellte in bestimmter Form an'die Mächte das Ersuchen, auf die Einstellung der Feindseligkeiten hinzuwirken. Mäßigt die hohe Pforte ihre Friedensbedingungen, so dürfte der Abschluß des Friedens nahe bevorstehen. Serbien hat um den Beginn der Friedensunter. Handlungen angesucht, es erklärte sich, ungeachtet der thalkrüstigsten Unterstützung Rußlands, für besiegt und hofft, seinen Standpunkt yu» aut« zu erhalten. Für das liberale Princip ist dieser Schritt Serbiens von großer, wichtiger Bedeutung; die Niederlage deSPanslaviSmus ist consta-tiert ! Serbien hat für seinen Uebermuth, welcher von-seite Rußlands genährt und gesteigert wurde, gebüßt; die Strafe ist gerecht, denn Serbien spielte ohne Noth , Großmachtes erhob in wahnsinniger Selbstüberschätzung, aus strafwürdigem Uebermuth das Schwert gegen die Türkei und störte muthwillig den europäischen Frieden Serbien insurgierte zunächst die südlichen Provinzen Oesterreich-Ungarns und legte dem ohnehin schwer bedrängten Budget der österr.-ungar. Monarchie ungeheuere Lasten auf. Die Action der Diplomatie wird nun wieder beginnen; sie wird dafür zu sorgen haben, daß die „Aber trotzdem kann ich nicht an eine Heirat glauben, denn, gesetzt den Fall, Frau von Erbach hätte wirklich Neigung dazu, so wird Herr von Affeburg doch unmöglich eine Frau zum Altar führen, deren LiebeSaventüren eine Art von Berühmtheit erlangt haben." „Ihre Naivetät entzückt mich," rief Frau von Tonsdorf. „Bedenken Sie doch, daß wir im neunzehnten Jahrhundert leben." Erst als Waldheim's Name genannt worden war, hatte die Grneralin angefangen, dem Gespräche ihre Theilnahme zuzuwenden. „Sie haben Recht, meine Gnädige," rief sie lebhaft. „In unserer Zeit ist alles möglich. Die gute alte deutsche Sitte ist verschwunden, und statt ihrer hat sich eine schamlose Frivolität in unserer Gesellschaft eingebürgert. Je leichtfertiger eine Frau, desto begehrenswerther erscheint sie in den Augen der Männerwelt. Sittsame Bescheidenheit hat jeden Werth verloren. Zu meiner Zeit war es anders!" »Was hat Frau von Erbach denn eigentlich , verbrochen, daß man sie so schonungslos verur-thellt?" fragte eine dritte Dame, die jüngste in der Gesellschaft. Sie hatte dies« Wort« bitter zu bereuen, den wie eine Schar Wespen fielen alle anderen Damen, Türkei durch sichere Bürgschaften gegen eine abermalige muthwillige Friedensstörung geschützt werde; sie wird sich die Aufgabe stellen müssen, den Ideen der Eivilisation und Humanität in allen türkischen Vasallenstaaten Eingang zu verschaffen. Die diplo-matie muß bemüht sein, dem scheußlichen, mörderischen Kriege ein Ende zu machen; sie muß vermittelnd zwischen die streitenden Theile treten, muß gegen beide Theile gerecht sein, muß die Ruhe in Europa wieder Herstellen. Wünschen wir, daß es ihr gelingt; wenn nicht, so wäre es besser, der gesammte kostspielige diplomatische Apparat würde in die Rumpelkammer gelegt und an dessen Stelle träte ein europäischer Bölkercongreß, dessen Beschlüssen sich alle Mächte und Völker zu fügen hätten und zu deren Ausführung eine verhältnismäßig geringeHeeres-macht genügen dürfte. Nach der sechstägigen Schlacht bei Alexinac traten sofort Gerüchte auf, daß der serbische Ministerrath, gestützt aus die günstigen Waffenerfolge, die Fortsetzung des Krieges beschlossen habe und daß die Türkei nach kurzem Wasjenstillstande sich für die Fortdauer des Kampfes eifrigst rüsten werde. Nach allen Erfahrungen jedoch ist Serbien für einen längeren Krieg weder eingerichtet »och organisiert, überdies würde Serbien seine Ziele — eine Gebiets Vergrößerung — aus Grund der Abmachungen des Drei-KaiserbündnisseS niemals erreichen. Andererseits ist die Lage im türkischen Reiche eine solche, daß auch die Türket das Bedürfnis zum Friedensschlüsse lebhaft fühlen dürfte. Politische Rundschau. Laibach, 28. August. JulanL. Am 24. d. M. verließ eine türkische Streiscolonne Trebinje, um jene Jnsurgen ten und Montenegriner zu verfolgen, welche bei Vu-kovik und Brelüi lagern. Der letztere Ort liegt hart an der österreichischen Grenze und dient den Jnsurgentenbanden als Zufluchtsort. Diese, hievon benachrichtigt, oder weil sie sich von den irregulären türkischen Truppen umzingelt sahen, hatten nichts Eiligeres zu thun, als nachOsojnik, einem dalmatinischen Dorfe, mit einer Anzahl von Schlachtvieh und Pferden überzutreten. In der Hitze der Action überschritten einige türkische Soldaten die österreichische Grenze, die dort von der türkischen Grenze schwer zu unterscheiden ist, tödteten einen Insurgenten und nahmen einiges Schlachtvieh zurück. Als die österreichische Grenztruppe in aller Eile herangerückt kam, traf sie in dem Momente ein, als die türkischen Freiwilligen, ihren Jrrthum bemer-kend, den Weg zurückgingen. Am 26. d M. begab Frau von Simmern an der Spitze, über sie her, und nur einer unter Thränen hervorgestoßenen Ent. schuldigung hatte die Ärme eS zu danken, daß ihr die unvorsichtige Frage verziehen wurde. Das Eintreten eines Dieners setzte der Wiederaufnahme de« Gespräches ein Ziel. „Doctor Walter läßt fragen, ob es Euer Gnaden angenehm sei, ihn zu empfangen," meldete der Bediente. „Ist der Doctor allein gekvmmen?" fragte Frau von Simmern, sichtlich angenehm überrascht. „Eine junge Dame befindet sich in seiner Gesellschaft." „Führe beide hierher!" befahl die Generalin. „Meine Damen," hier wandte fie sich an die Gesellschaft. „ich bitte Sie, die Störung zu entschul-digen, aber die Angelegenheit, welche meinen Haus-arzt veranlaßt, zu so ungewohnter Stunde zu erscheinen, erleidet keinen Aufschub. Wie fie alle wissen, habe ich mich entschlossen, eine Gesellschafterin zu mir zu nehmen, und Doctor Walter führt mir eine solche zu in der Person des jungen Mädchens, welche ihn hierher begleitet hat. Ich werde fie in Ihrer Gegenwart empfangen." (Forts, folgt.' sich eine Gerichtscommission nach Osojnik, um über die von den Türken begangene Grenzverletzung die Untersuchung zu pflegen. „Pesti Naplo" erfährt: ..Baron Simonyi wird die Geschäfte de« ungarischen Handelsmini» steriums nur bis Ende dieses Monates führen. Zu dieser Zeit kommt Unterrichtsminister Tre fort von seinem Urlaube zurück, welcher sodann die Leitung des Handelsministeriums übernehmen und solange führen wird, bis die auf den Ausgleich und die Bankfrage bezüglichen Gesetzvorlagen von dem Parlamente erledigt sind. Die Erledigung dürfte bis Neujahr erfolgt sein. Hierauf tritt auch Trefort aus dem Ministerium aus und wird Direktor der ungarischen Abtheilung der auf dem Dualismus basierenden Bank. Wer anstelle Tre-soris als Unterrichtsminister kommen wird, ist in Regierungskreisen noch nicht bestimmt. Es ist jedoch im Plane, die Portefeuilles des Handels- und Com-municationsministeriums zu vereinigen, deren Leitung sodann Ministerpräsident Tisza übernehmen soll. Minister des Innern würde dann der jetzige Lommunicationsminister Thomas Pechy werden." Ausland. Der „Allg. Ztg." wird aus Berlin mitgetheilt: „Die Großmächte, w.lche den gegenwärtigen Zeitpunkt zu einer Pression auf die Pforte für ungeeignet halten, scheinen deshalb der Unterstützung der Beschwerden Kreta'« in Konstantinopel abgeneigt zu sein. Die Pforte wünscht diese Beschwerde gleich den Forderungen Rumäniens behandelt und deren Erörterung bis nach dem Ende des Krieges vertagt zu sehen." Der pariser Correspondent der „Daily News" meldet diesem Blatte, in Paris sei kurz vor der Prorogation der Kammern ein ernster Vorschlag für eine russisch-französische Allianz mit der Lockspeise einer voraussichtlichen Wiedererlangung von Elsaß Lothringen gemacht, durch die entschlossene Haltung der republikanischen Führer und der Kammer aber vereitelt worden. Der „Bersagliere" dementiert kategorisch alle Gerüchte über ministerielle Veränderungen in Italien. Im Verlaufe der vorigen Woche fanden mehrere MinisterrathSsitzungen statt, in welchen über die Frage betreffs der allgemeinen Wahlen berathen wurde. Ein konstantinopler Brief der „Bohemia" meldet, die Minimalforderung der Pforte sei die permanente Besetzung Belgrads und der anderen serbischen Festungen und Erhöhung des Tributs als Kriegsentschädigung. Die türkische Regierung hoffe hierin von der Mehrzahl der Mächte, darunter von Oesterreich, unterstützt zu werden. Aus anderer Quelle verlautet, die hohe Pforte habe sich zu Friedens unterhan dl ungen auf Grundlage des status «zuo aats bellum bereit erklärt. Die „Agence Havas" schreibt: „Wie man versichert, sollen infolge der zwischen den pariser Vertrags Mächten stattgefundenen Pourparlers alle Mächte, Rußland inbegriffen, folgende Grundlagen für ein Arrangement in Vorschlag bringen: Aufrechterhaltung des Fürsten Milan auf dem Throne; Bezahlung einer Kriegsentschädigung seitens Serbiens; die Türkei erhält da« Recht, in eine serbische Festung an der türkischen Grenze eine Garnison zu legen." Wie die „Corr. Orient." meldet, ist die Frage der Einsetzung einer Regentschaft in Konstanti-nopel beseitigt. Was die Absetzung des Sultans anbelangt, so will man damit bis zur Beendigung des Krieges warten. Zur Tagesgeschichte. — Zu humanen Zwecken. Das Reinerträgnis deS Lvncertes des wiener Männergesangvereines. welches der genannte Verein bekanntlich Humanitätszwecken in Ala-gensurt widmete, ergab 560 fl.; davon wurden der Feuerwehr 880 fl., der Volksküche und der Mädchenindustrieschule je 140 fl. zugewendet. — Internierte Türken. Die Zahl der in Klagenfurt internierten türkischen Soldaten ist nun aus 1b gestiegen. — Himmel und Hölle. Der Weltpriester Felix Nohner iu Hohenems predigte, wie das „Jnnsdr. Tagbl." erzählt, in der dortigen Pfarrkirche, daß von 10,060 Menschen kaum einer selig werde. Die christlichen Zuhörer, von diesem Prognostikon etwas überrascht, fingen an, über dasselbe nachzudenken. Sie vergegenwärtigten sich, daß Borarlberg etwa 110,000 Personen zähle, somit sür den Him-uiel nur etwa eils im günstigsten Fall tauglich besundin würde». Sie zogen serner in Betracht, daß die Geistlichkeit ohne Zweifel bevorzugt werde, uud kamen zu dem verblüffenden Resultat, daß selbst von den 150 hochwürdigen Herren des Landes circa 140 dem höllischen Pech- und Schwefelkessel verfallen müssen. — Besteigung des Großglockners. Pro,. Arthur Lafossa und Karl Blodig. Gymnasiast, beide aus Graz, haben am 21. d. M. den Großglockner von Kals aus bestiegen. Ein starker Sturmwind hatte die Wolken vertrieben, und war die Aussicht eine herrliche, indem mit Ausnahme eines Theiles der Karawankenkette alle Punkte sichtbar waren, die auf Pernharts berühmtem Glocknerpano-raina verzeichnet sind. — Wunder über Wunder. Der ultramoutane „Univers" empfängt aus Lourdes vom 20. b. folgende zwei Berichte: „Am Samstag kamen die Pilger der Notre-Dame de Salut glücklich in Lourdes an, wo sie viele Freunde fanden. Die hundert Kranken ertrugen die Reise sehr gut. Des Morgens sand die wunderbare Heilung der Maria Jaspitzre aus Rheims statt, die mit unendlicher Mühe »ach Lourdes gebracht worden war uud welche ihr chronisches Leiden plötzlich verlor und ihre volle Gesundheit wiedergewann. Biele Zeuge» für ihr langes Leiden befinden sich in Lourdes. Um 3 Uhr sand die Heilung Goudemans aus Lavallois statt, der von mehreren schweren Krankheiten befallen war, die von Len Nonnen, welche seine Itrankenwärlerinne« ge-wesen, sestgestellt wurden. Er erhielt zu gleicher Zeit seine Gesundheit und seine Kräste zurück." Der zweite Bericht lautet: «Heute Sonntag celebrierte Msgr. Evingto» die Messe. Des Morgens plötzliche Heilung der Bictorine Four-nier aus Lille. Es ist die dritte Heilung. Eine Menge -kranker verspürt einen Beginn der Heilung." Lokal- und Provinzial-AngeleMheiteu. — (Das neue Schiebhaus) wurde gestern in früher Stunde, ungeachtet eingetretener ungünstiger Witterung, in festlicher Weise eröffnet. Aus dem decorierten Fest-Platze fanden sich die Herren FML. v. Pürker, GM. von Woschilda, Hofrath R. v. N o t h, Landeshauptmann Dr. R. v. K a l t e n e g g e r, Bürgermeister Regierungsrath Laschan, viele Honoratioren und Freunde des Schieß-staudes, Deputationen der Militär-Beteranen-, Turn- und Feuerwehr-Vereine ein. Oberschiitzenmeister RegieruugSrath Dr. R. v. Stöckl begrüßte die Mitglieder der Rohrschützen-gesellschast und die anwesenden Gäste mit einer herzlichen Ansprache, betonte die Eintracht, welche im alten Schützen-Hause geherrscht, und drückte den Wunsch aus, daß das Band der Zusammengehörigkeit auch im neuen Hause die Mitglieder der Rohrschützengesellschast umschlingen möge. FML. d- Pürker versicherte die Rohrschützengesellschast der auf-richtig», Sympathien vonseite des k. k Osfizierscorps, legte Interesse der neuen Kriegführung ein besonderes Gewicht 6us das Scheibenschießen und drückte den Wunsch aus, es wögen sich an dem Schießen nicht nur die Intelligenz, son-der» auch andere, aus minderer Stufe der Bildung stehende Kreise betheiligen. Landeshauptmann v. Kaltenegger brachte der Rohrschützengesellschast ein begeistertes Hoch. Bür-Aermeister Laschan bedauerte, daß die Rohrschützengesell-ichaft den Rayon der Stadt Laibach verlassen habe, drückte jedoch die Versicherung aus, daß Laibachs Bewohner auch im »eueu, außer dem Burgfrieden der Stadt stehenden Schützen-Haufe sich zahlreich einfinden werden. Nach Besichtigung des Neuen, recht nett decorierten SchützenhauseS begann um ^ Uhr vormittags das Scheibenschießen; mehr als 30 Rohr-lchützen nahmen daran theil, Villach und Slagensurt stellten hre besten Schützen. Bei zwei Scheiben beträgt die Distanz E, bei den anderen zwei Scheiben 830 Schritte. Schieß-und Scheibenstand entsprechen den Anforderungen der Neuesten Zeit. Bei dem gestrigen Eröffnunglschießen glänz- te» 15 in prachtvoller Fassung ansgestattete Beste, darunter Gewinnste mit 6 Dukaten, 6 Silberthalern und 5 mit eingravierten Widmungen versehene silberne Trinkbecher; die 15 Beste repräsentierten einen Geldwerth von 400 fl. Um 12 Uhr würbe das Scheibenschießen unterbrochen, die Rohr-schützen begaben sich in das Hotel zur „Stadt Men", wo das gemeinschastliche Schützenmahl eingenommen wurde. Die Regiments-Musilkapelle Erzherzog Leopold besorgte die Taselmusik. Oberschützenmeister Dr. R. v. Stöckl toastierte auf das Wohl des Kaisers, Unterjchützenmeister Emerich Mayer auf jenes des Gesellschasls-Proteclors Erzherzog Ernst, Schützenrath Zenari aus jenes des Landespräsidenten R. v. Widmann. Die Klänge der österreichischen Volkshymne begleiteten die stürmischen Hochrufe. Ueberdies wurden dem FML. v. Pürker, der Garnison, den srem-den Schützen, dem um den Neubau des Hauses sich verdient gemachten Schützenrathe Lorenzi u. a. Notabilitäteu seurige Toaste gebracht. Nachmittags um 2 Uhr wurde das Scheibenschießen sortgesetzi. Es wurden 2600 Schüsse abgegeben. Um 3 Uhr strömte nahezu ganz Laibach dem neuen Schützenhause zu; man besah das neue Haus, ergötzte sich an der prächtigen Aussicht, nahm uiner den ansgeschlagenen Zelten Erfrischungen ein und unterhielt sich unter dem Geknalle der Büchsen und Pöller bei dem von der Regiments-Musikkapelle zur AuSsührung gebrachten Programme bis in die späte Abendstunde. Die vormittags in Wolke» gehüllte Sonne erschien nachmittags ebenauch im sreuudliche» Fest-lleide und verherrlichte den Eröffnungstag des neuen Schieß« Hauses. — (Aus den flovenische n Blätter n.) Professor aff,n sich keine Rathschläge weder von Prag, noch von Laibach, noch von irgend einer Seite geben, sie bedürfen solcher nicht," zurück. Slovenec" speiet über diese brüderliche Zurechtweisung aus dem Nachbarlande Gist und Galle, wirst den Kroaten Mangel an Bildung vor und rügt, daß die Kroaten den Magyaren zuliebe im agramer Landtage die slavische Tricolore ringezogen haben. Aus den Federn erkennt man den Vogel uud nicht nur im Weine, auch im Zorne bes „Slovenec" liegt Wahrheit I Wir kennen dich, -Lpiegelberg, >n deiner ganzen Größe. Die Totalität deiner patriotischen Gesinnung gegenüber Oesterreich liegt nun offen vor! — „Slovenec" gestaltet sich zu einem Hetzblatte ersten Ranges; seine Correspondeuten leisten Großartiges, Unglaubliches aus dem Gebiete der Entstellung von Thatsachen und der Verleumdung geachteter Persönlichkeiten. Die Nummer 76 brachte wieder eine Tlanzprobe vom Artikel „Verleumdung." Dem „Slovenec" wurde hiesür die Ehre der Eonfiscation zutheil. — „Slov. Na-rod" versucht eS, die in der letzten Gemeinderathtzsitzung vom GR. Juriik in „impertinenter" Redeform gemachte Aeuße-rung, worin er daS Unternehmen der österreichischen Nordpol-Expedition als „Schwindel" bezeichnetr, mit einem Li-tate auS Wehprecht'S Beschreibung über die Erforschung der Polarregionen abzuschwächen. Diese Entschuldigung wird vor dem Richterstuhle der O-ffentlichkeit keine Gnade finden, umsoweniger, als „Slov. Narod" sich erkühnt, in arroganter und burschikosen Weise die großen Verdienste, welche fich Herr Musealcustos Defchmann bei Ausgrabung der Psahl-bautenfunde im laibacher Moore um die Wissenschaft und daS Land Krain erworben hat, in das Gebiet des Spotte-zu ziehen. Ob denn die wissenschaftlichen Kräfte des „Slov. Narod" ausreichen dürften, jenen des verdienstvollen heimatlichen Naturforscher« die Schuhriemen aufzulösen? — (Personalnachricht.) Der Statthalter der Steiermark, Freiherr v. Kübeck, ist sammt Familie zum Besuche der gräflichen Familie Auersperg auf Schloß Son-»egg eingetroffen. — (« üs Militärkreisen.) Der Feldmarschall-Lieutenant Franz Freiherr von Hübl, Artilleriedirector beim Generalcommando zu Graz, wurde aus eigenes Ansuchen in den Ruhestand versetzt; der Lommandant des Feld-Ar-tillerieregiments Luitpold Prinz von Baiern Nr. 7, Oberst Anton Edler v. Better, wurde unter gleichzeitiger Ueber-setzung in den Artilleriestab zum Artilleriedirector beim Generalcommando in Graz, und an dessen Stelle der Oberst-lieutenant Ludwig Steiuböck des 2. Artillerieregiment» Erzherzog Kronprinz Rudols zum Lommandanten deS 7ten Artillerieregiments ernannt. — (Witterung.) Infolge des am 23. d. eingetre» lenen ausgiebigen und anhaltenden Regens wurden daS Gebiet deS laibacher Moorgrundes und die Niederungen deS Landes Krain, namentlich die Gegenden bei Loitsch und Jdria, wieder überschwemmt. Die krainischen Hochgebirge und Alpen sind mit frischem Schnee bedeckt. Am 23. d. kamen auch an mehreren Orten Jnnerkrains wolkenbrnch. artige Regengüsse vor; es wurden Straßen und Brücken beschädigt. Infolge dieser heftigen Niederschläge ist auch die Poik stark ausgetreten und überschwemmte das Becken vor der Groite. Auch bei Laas, Zirkniz und Planina sind die Gewässer stark ausgetreten und erscheint nun auch daS Grum-met total vernichtet. Ueber Triest ging am 23. b. «in wol-kenbruchartiger Regen nieder; alle niedrig gelegenen Stadt-theile waren überflutet. — (Lasinogarten.) Restaurateur Herr Ehr-feld arrangierte gestern zu Ehren des hier Rasttag hallenden fremden k. k. Osfizierscorps ein Militärconcert, welchem trotz der kühlen Witterung bei 500 Gäste anwohnten. — (Bahnnnfall.) Der Südbahnzug Nr. 191, der in der Station Rakek mit der Berkehrsmanipulation beschäftigt war, wurde von dem nachfahrenden Zuge Nr. 121 angefahren. Drei Wage» des Zuges Nr. 191 eiitgleisten und wurden dadurch beschädigt. — (Wehrpflichtige Lehrer.) Aus Anordnung des Unterrichtsministeriums sind von den betreffenden Behörden alljährlich, und zwar längstens biS 1. Februar, die Berzeichnisse über die Anzahl der wehrpflichtigen Lehrkräfte vorzulegen. — (Aus dem Amtsblatte.) Kundmachung, betreffend: 1. die Aufnahme von Zöglingen in die Ladetten-und Vorbereitungsschulen; 2. bi« Beschlagnahme der Nummer 95 des „Slovenec»; 3 die Besetzung einer Bezirks-Hebammenstelle in St. Veit bei Wippach; 4. dir Empfangnahme alter Depositen für gelieferte Naturalien; 5. die Anlegung neuer Grundbücher in Vesca und Winklern; 6. Lieferung von Hadern sür die hiesige Männerstrasanstalt; 7. die Ausnahme eines Diurnisten beim Bezirksgerichte Senosetsch; 8. die Eadettenprüsungen sür die Landwehr; 9. die Besetzung von Lehrstellen in Zoll und Untersemon. — (Aus der„Schulzeitung".) Bon den bei der Bezirks-Lehrerconferenz in Stein zum Borlrage gelangte» drei Referaten verdient das zweite, betreffend den landwirth-fchaftlichen Unterricht in den Bolksfchulen, besondere Be-achtnng. Der Referent betonte, daß der Landwirth hauptsächlich eine klare Einsicht in daS Wesen seines Geschäfte» und hinreichende Kenntnis der dasselbe beeinflussenden Verhältnisse bedürfe, waS besser als Vermögen sei. Die Wieder-holungSschnle biete insolange, als die Schulpflicht — wenigsten» für Knaben — nicht bi» zum vollendeten 16. Lebensjahre ausgedehnt werde, die beste Gelegenheit, den Schülern die nothwendigsten Begriffe über Landwirthschaft und ihre Hilfswissenschaften bei,»bringen. Au» dem Bereiche der Naturkunde ist daS Wichtigste zu verwerthen. Eine Samm-lung mineralogischer Stoffe ist unerläßlich. Die Kinder find »it den gewöhnlichsten Bestandtheilrn de» Boden», al« : Sand tQuarzsand ,c.). Thon, Katt, Talkerde, «isenocher, Schwefel, Phosphor, Kali und Humu» bekannt zu mache». Ruch den Wasserstoff, Stickstoff. Sauerstoff und Kohlenstoff hat man Vorzufuhren und silr einen Einblick in die »rt deS PflanzenwuchfeS zu sorgen. Bei der Lehre vom Ackerbau e, der im steiner Bezirke vorherrsche, ist auf eine genügende Kenntnis der verschiedenen Bodenarten, Bearbeitung des Bodens und Bodenverbesserung, Saatzeit, Same-reien, Bau der Betreidearten rc. Bedacht zu nehmen. Bei der Biehzucht hat man bei uuS aus die mitrz- und Möllthaler Rinderrasse zu sehen, nebstbei ist aber die Jugend auch über die Gewinnung und Zubereitung sämmt-licher Futterpflanzen zu belehren Der Unterricht über die Obstbaumzucht hätte den Anbau der Obstbäume, deren Veredlung und Pflege in der Baumschule bis zur Ausschulung, das Pflanzen der Standbäume, die Düngung, das Beschneiden, die Berwerthung der klimatischen und Bodenverhältnisse zu umsassen; selbstverständlich ist auch die Kenntnis der Obstsorten unerlätzlich, ebenso die der Krankheiten der Obstbäume und deren Behandlung. Die Bienenzucht ist dort besonders zu berücksichtigen, wo Lage und Klima die Pflege dieses Zweiges zulassen, die Seidenraupenzucht wieder dort, wo man bereits über Maulbeerbäume versügt. — In den Fortbildungsschulen sür Mädchen ist auf den Gemüsebau und alles das, was damit zusammenhängt (Düngung, Lockerung des Bodens, Fruchtsolge, Anzucht aus Samen, Ernte, Aufbewahrung der Gemüse rc.), Rücksicht zu nehmen. — (Aus der Bühnenwelt.) Herr v. Hell bewirbt sich um die Wiederaufnahme in den Verband des Karltheaters in Wien. — Frln. Corbach hatte ein vor-zügliües Benefice in Karlsbad; Gras LaZansky, welcher als Schauspieler die böhmischen Bübnen betritt, füllte sämmt-liche Räume des dortigen Schauspielhauses. — Herr Theater-director Fritsche ist gestern in Laibach eingetroffen. Witterung. Laibach, 28 August. Nachts heiter, Morgennebel, seit 7 Uhr anhaltender Landregen. Wärme: morgens 7 Uhr -s- 9 7°, nachmit-tags 2 Uhr -l- 12 0° 6. (1875 -s- 27 2», 1874 22 7° 6.) Barvmeter im Steigen, 735-47 rum. Das vorgestrige Tage«-mittcl der Wärme -j- 12 7", dos gestrige -j- 13 0; bezirhungs-weise um und 4.6° unter dem Normale; der vorgestrige Niederschlag i9 15 ww. der gestrige 1.10 ww. Verstorbene. Den 25. August. Maria Veß, Inwohnerin 70 I., Civilspital, Darmkatairch. — Matthäus Binter, k.k.Bandi-rectionsdiener in Pension, 93 I., Karlstädlervorstadt dir. 14, Altersschwäche. Den 26. August. Albina Tindl, Nationalbank-beamtenSkind, 5 M, Gradischa Nr. 62, acute Gehirnhöhlen-wafsersucht. — Leopold Kobau, k. k. Bezirksdienerslind, I I M , Barmherzigengasse Nr. 130, Wasserkopf. — Johann Kotar, Inwohner, 60 I , Civilspital, Darmkatarrch. — Johann Skerl, Hübler, 24 I., Civilspital, Lungentuberkulose. K»gekommeue Fremde am 28. August. Hotel Stadt Wir«. Fritsche, Theaterdirector, Dresden. — Vogler, Bahnbeamter, Sagor. — Brauner, Schmidt, Ksle.; DobSzey, Reis.; Eder, Pianist, und Lehmann, Wien. — Blach, Kfm.; v. Schröder und Tedescho, Triest. — Terpilatz, Vergverwalter, Hrastuig. — Baron, Kfm., Kanischa. — Jeuko, Musikdirektor, Belgrad, — Fürst, Kfm., u. Knes, Villach. — Ronacher, Cafetier, Klagenfurt. — Weiß, Opernsänger, Amsterdam. > Hotel Europa. Mezei, Reis., Wien. — Graf Hayasch mit Famile, Fiume. — Gentilhvmmo, Triest. — Schwarz-böck, k. k. Major, und Mejnik, k. k. Lieut., Marburg, vatertschrr Hos. Zornberg, Fiume. -- Kauiii, Lack, «obre». Dr. Reifenberger. Regmts.-«r,t, und Rukawina, k. k. Hauptmann, Marburg — Unterberger, Ingenieur, TiÜi. — Schiffrer, Lederer, Oberkrain. — Bizjak. Kaiser »>-« Lesterreich. Pozar. k. k. Postassistent. Marburg. — Polan, Posek. Hotel Elefant. Hirsch und Ronsberger, Wien. — Malatan, Sartori und Wallmann, Triest. — Vukovic, Zara. — Dolen;, Krainburg. - Reißmüller und Renz. Haasberg. Wittik, Graz. — Sckiwitzhofen sammt Familie, Tirol. Gedenktafel über die am 31. August 1876 stattfindenden Lici-tationen. Reafs. 3. Feilb., Milauc'sche Real., Oberplanina, BW-Loitjch. - Reaff. 3. Feilb., Lekan'sche Real., Gereuth. BG. Loitsch. - Reass. 3. Feilb., Kogovsek'sche Real., Gereuth, «G. Loitsch - Reosi. 3. Feilb.. -Melle'sche Real.. Martin-hrib, BG. Loitsch. - 8. Keilb. Meze'sche Real., «xod. BG. Loitsch. — I. Feilb., Zitnik'sche Real., Fuschiue, BG. Teisenberg. — 1. Feilb., Jeglii'sche Real., Oberseßniz. BG. Krainburg. — 2. Feilb., Defranceschi'sche Fahrnisse, Laibach, LG. Laibach. Lottoziehnng vom 26. August. Triest: 45 84 77 76 1. Telegramme. Zara, 27. August. Die Türken schlossen am 24. d. M. plötzlich Popovo ein und attaquierten 700 Insurgenten, aie sich nach kurzem Gefechte zurückzogen. Die Insurgenten sowol als die Türken erhielten am 25. Verstärkungen. Gestern wurde ein neuer Kampf erwa> er. Belgrad, 27. August. (Officiell.) Die Armee Tschernajeffs ergriff am 26. August die Offensive und besetzte, vorrückend, Stanci. Hierauf Angriff auf die Stellung der Türken zwischen Dobrujevac und Katun. Mittags erhielt die Armee Fühlung mit der über Arangyel herangerückten Armee des Oberste» Horvatoviö. Der Kampf währte von früh bis abends. Die Bcrlnste der Serben sind, Dank dem unebenen Terrain, nur unbedeutend. Wiener Börse vom 26. Angnst. bperc. Rente, öst.Pap.! 66 45 66'6ü dlo. dto. öst. in Silb. 70 05 70-15 Lose von 1854 .... 107 50 1(8'-Lose von 1860, ganze 111-50 118 Sose von 1860, Künft. 116 50! »17 Prämiensch. v. 1864 . 133 75 >34 85 arru»llvi»t.-0bl. Siebenbürg. Ungarn Ünglo-Bank . . . Lrevitanstalt . . . Drpofttenbank. . , KScompte-Anstalt ifranco-Bank . . Handelsbank . . . Kationalbank . . Oest. Bankgesells. Union-Bank . . . Verkehrsbank. . . . Alföld-Bahn . . , «arl Ludwigbahn . «ais. Elis.-Bahn . »ais. yr, IosefSb . StaatSbahn . . . . Südbahn............ 74': 0 75 74' 74 50 72 75 78 141 70 141 80 660' 670 857 858 57-75. 88.50 103 -SOI 50 160 50 138 50 880.-75 85 58 -83 50 104---L0175 ltzl l33 880-50 75 50 k5a.n6drtviv. ! Gelt! W.,». Allg. öst. Bod.-^redit 105 50 1<6.— dlo. in 33 1.......89-50 90 — Nalion. ö. W.......>97-55 97-70 Ung. Bod.'Credilanft^ 8685 86 LO ^rLorttLt«-OKI. ranz IosefS-Bavu )est. Nordwestbahn Siebenbürger . . . StaatSbahn .... Südbahn L S Perz. dto. Hons Lo»v Credit» Lose .... Rudolfs « Lose . . . (^Mon.) Augsburg 100 Mark Franks. ioc Mark . Hamburg „ ^ London 10 Pfd. Äterl. Paris 100 Francs . . wriLLLVL. Kais. Münz-Ducaten 20-Kranc-stück .... PreuH. Kafienscbeine . Silber . . S1 75 92 25 86 15! 86 35 61 50 68 — 154 75 155 -93 50 94- 159 60 160 -13 50 14 58 80 58 80 58 80 181 50 47 95 5 86 9 67 5940 10885 58-90 58 90 58 90 18i 80 48 15 5 88 9-68 59 50 108'40 Telegraphischer Lursderrcht am 28. August. Papier-Rente 66 50 — Silber-Rente 70 30 — 186»ei StaatS-«nlehen 11150. - Bankactien 858. — Lredit 140 80 — London 12125. - Silber 102 25 — K. k. Münz dukateu 588. — 20-ArancS Stücke 9 66. — IM «eiü« mark 59 40. Für die Abbrändler in Loitsch sind in der Buchhandlung v. Kleinmayr L Bamberg weiters eingegangeu von: Herrn Baron Anton Codelli.........................50 fl. „ Heinrich Maurer, Handelsmann . . 25 „ » Anton Ritler v. Gariboldi ..... 10 „ „ Dr. Adolf Schaffer, Reichsrathsabgeard- neter..................................10 „ Obige Buchhandlung ist auch noch weiterS bereit, Bei» träge entgege»zmiehuien und dieselben an den löbl. Stadt-magistrat abznftjhre». Lebensmittel-Preise in Laibach am 26. August. Weizen 8 fl. 45 kr.. Korn 6 fl. 17 kr., Geiste 4 fl. 39 kr., Hafer 3 fl. 41 tr., Buchweizen 5 fl. 53 kr., Hirse 4 fl. 39 kr., Kukurutz 5 fl. 10 kr. pr. Hektoliter; Erdäpfel 3 fl. 40 kr. pr. 100 Kilogramm; Fisolen 7 fl. 50 kr. per Hektoliter; Rindschmalz 94 kr., Schweinfett 85 kr., Speck, frischer, 66 kr., Speck, geselchter, 75 kr., Butter 85 kr. per Kilogramm; Eier 2 kr. per Stück; Milch 8 kr. per Liter-Rindfleisch 50 kr., Kalbfleisch 44 kr., Schweinfleisch 58 kr. per Kilogramm; Heu 2 fl. 62 kr., Stroh 3 fl. 15 kr. per 100 Kilogramm; Harles Holz 8 fl., weiches Holz 5 fl. pr. vier Q.-Meter; Wein, rother 23 fl., weißer 20 fl. pr. 100 Liter. imnmo ganz neu, von einer ersten berliner Firma, prachtvoll iu immttiertem Ebenholz, amerikanischer Cvii-struction (kreuzseitigi. von schönem, starkem Ton, dnrchgehends Kapotastor und Eisenv^lbindung, daher sehr stimmhältig, ist preiswürdig zum Verkaufe und einzig und allein in Krain am Lager bei Klaviermacher, (459) 2—1 Wtenerstras;e Nr. 61, Fröhlich'sches Haus. (IHIIsuoiit) keilt brieüiek cler LpsciLlurrt vr. Lüliscd, Neustadt, Dresden (sacksen). Ikvrvil!« >, koi- 8VNÜ nilt Lriolx dvlinnilolt. __________________________________________(l, 58 I » » » » « » » » » ' kokv8 Unseklilt I Ic«.ukün lortvLIirsnä rum mSxliekst kolion krei8v ß > , Oarl k'aruxörl 8ÖÜ.H6, , UnseLUttsokmolLsrsi.Lorrsn-n. 8si5snvrLSnxnnx, »v. 2ünävaar6ll,LsIsuodi.un^s-u. kottstoHsn, Ein schwarz und braun gezeichneter mittelgroßer II « I» «I (Rattler), der aus den Namen „W-oIt" hört, ist in Verlust gerathen. Der Zustandebringer wolle denselben gegen eine angemessene Belohnung im „Hotel Europa" abgeben. (46V) Ein jung, beeidet, gut ausgebildet und verläßlich, beider Landes-sprachen vollkommen mächtig, wünscht als solcher bei einem größeren Postamte im September oder Oktober eine Stelle zu bekommen. Geneigte Anträge wollen an die Admini-stration dieses Blattes unter der Chiffre „k. L. 12" geleitet «erden. (451) 3—3 Ankündigung. In des Gefertigten, vom hohen k. k. Ministerium des Unterrichtes mit dem Oeffentlichkeitsrechte autorisierter Msl-IM- Nü LMW4M ^ür Änuben 122. I-, D. 1 12 S. O 12. beginnt das I. Semester des Schuljahres 1876/77 mit 15. September. Das Nähere enthalten die Statuten, welche auf Verlangen portofrei ein-gesendet werden. Mündliche Auskunft ertheilt die Borstehung täglich von 10 bis 12 Uhr am Hauptplatz Nr. 237, II. Stock. Die Anstalt wirb im Verlaufe des neuen Schuljahres in ein eigenes» zu diesem Zwecke erbautes, mit Anlagen und freien Spielplätzen versehenes Haus übersiedeln. (395) 8—7 Ulois Wal-Herr, Inhaber und Vorsteher der Anstalt. Druck von Jg. v. Kleinmavr L F.d. Bamberg. Lerleger Ottomar Bamberg. Für die Redacti,n verantwortlich: Franz Müller.