LMcherGMmg. Nr. 127. Plänumtlatlonspiel«: Im Lomptoii ganzj. f.. l!> halbj. 5.50. sslll die Zustellung in« Han« halbj.l» ll. Mlt der Post ganzj. fi. 15, halbj. fi. ?.b«. Dounerstüg, ü. Juni 1873. Amtlicher Theil. Gesetz liltig für das .Pcrzoqthum Krain. wodurch Bestimmungen in Anscnnng dcr Vcrmittlunl^ämtcr znm «erglcichsvcrsuche zwischen streitenden Parteien erlassen werden. (Schluß.) § 17. Den Parteien steht es frei, bei den Ver-Llllcheverhandlungen vor dem ^ermiltlungSamte persönlich lu erscheinen oder sich durch Bevollmächtigte vertreten zu lassen. § 18. Vor dem Beginne dcr Vergleichsverhandlung hat sich daS Vermittlungsamt vor allem zu überzeugen : 2. daß die Parteien dieselben sind, für welche sie sich ausgeben und daß sie sich scldsl zu vertreten fühig sind; o. daß, wenn sie hiezu wegen Minderjährigkeit, Cu< ratel, Concurs odcr auö einem anderen Grunde nicht fähig sein solllcn, sie durch jcne Personen vertreten sind. welche nach dein Gesetze für sie vor Gericht zu handeln haben; e. daß die etwa erschienenen Bevollmächtigten mil einer die Ermächtigung zum Verglcichsabschlusse enthaltenden Vollmacht verschcn sind. Die Vertrauensmänner haben den Parteien vor dttn Beginne der Verglcichsvcrhandlung ausdrücklich bc« lannt zu geben, daß, wenn ein Vergleich nicht zustande 'ommt, von den abgegebenen Erklärungen cincr Partei gegen dieselbe in einem späteren Rechtsstreite lein Gebrauch gemacht werden tonne s3 4 deS GcsctzeS vom 21. Slp. tember 1809). § 19. Das Vermittlungsamt hat beide Parteien anzuhören, ihre Beweismittel zu erwägen und die Streit' ^ache wo möglich in Güte auszugleichen. Ueber die Vcrgleichsverhanolung dürfen leine Pro» «loll« aufgenommen werden. Wenn die Parteien sich auf Zeuaen und Sachner, ullndige berufen und mlt diescn zur Veraleicheverhant" "lllg erscheinen, so sind an die letzteren dic zur Auf-^ürung des SachvcrhalteS zweckdienlich erscheinenden Fra» ^n zu stellen. Eine Vorladung der Zeugen und Sach» ^tstündigen durch daS Vermittlungsamt hat jedoch nicht Mlzufinden. ^. Die Vornahme eines LocalaugcnschcincS lann daS ArnilllungSamt in Fällen, in welchen dieselbe mit ,^sten verbunden ist, davon abhängig machen, daß diese ^ den Parteien im vorhinein erlegt werden. § 20. Die begonnene VergleichSverhandlung ist so !^«e fortzusetzen, bis dcr Vergleich erzielt wird oder ^ das Vermittlungsamt die Ueberzeugung von dcr Er-l^glosigleit deS VergleichsoersuchcS erlangt. Ueber Ansuchen beider Theile lann die begonnene Verhandlung in angemessener Weise erstreckt werden. § 2l. Bei der Feststellung des Vergleiches ist von dem Vermittlungsamt darauf Gedacht zu nehmen, daß die zu erfüllende Verbindlichkeit rücksichtlich des Kapitals» und Zinseribctragcs, der Zahlungstermine und der sonstigen aus der Beschaffenheit der Streitsache sich ergc-vendcn Bedingungen genau bestimmt und, wenn cin Kostenersatz angesprochen werden sollte, sich auch über den dieafalls zu leistenden Betrag geeinigt werde. § 22. In welcher Weise der erzielte Vergleich in daS Amlsbuch einzutragen sei. wird durch das Gesetz vom 21. September 180!) brslimmt. Zu dem Amtsbuche ist ein alphabetisches Nach« schlagercgistcr zu führen, in welchem die Namen der Parteien, zwischen welchen ein Vergleich geschlossen wurde, unter Anführung der Seile dcS Amtsbuchcs, auf welcher der Vergleich eingetragen ist, ersichtlich gemacht werden. § 23. Wo es der größere Gcschäslsumfang eines Vermittlungsamtes erheischt, ist von demselben ein eigenes Gcschäftsprolololl zu führen, in welchem die geschehenen Anmeldungen, die hierüber verfügten Vorladun» gcn und dcr Umstand, ob eine Vergtcichsvcrhandlung g pflogen wurde und ein Vergleich zustande gekommen sei oder nicht, ersichtlich zu machen sind. «ostc„bestreit,l„st. § 24. Die Gemeinde Hai die Kosten des Vermittlungsamtes zu tragen, ist jedoch berechtigt, hilfür die nach Maßgabe des ^andesgesctzcS vom 3. Dezember 1868, Zahl 17, festzustellenden Taxen von den Parteien einzuleben. — Dagegen dürfen ihnen zur Entlohnung der Vertrauensmänner — den Fall dcS § 19, Absatz 4. auS< czcnomimn — leine Gebühren abgenommen werden. Der Gemeindevorsteher hat dafür zu sorgen, daß die dem VermitllunßSamtl. zugewiesenen Geschäfte unauf-gehalten und ordnungsmüßig versehen werden. Aufsicht über das Vermittlnnnsamt § 25. DaS VermillluliaSamt unlerlieal der sür Gemeindeunstallen yrsetzlich brstcheridrn Beaufsichtigung. ES sind aber auch die Gerichtsbehörden berufen, den Vermittlungsämtern erforderlichen Falks Belehrungen zu ertheilen und sich wegn Abstellung wahrgenom, mener Gebrechen an die politische Behörde zu wcnben (§ 8). Diese hat entweder im cigencn Wirkungskreise das Geeignete vorzukehren oder mit dem LandcSausschusse wegen dcr erforderlichen Nbhilse in daS Vernehmen zu treten. Besondere Bestimmungen. § 26. In ausgedehnten oder volkreichen Gemeinden können Vermittlungsämter für einzelne Abtheilungen deS GemeindcgcbieleS bestellt werden. § 27. Es lünnen sich auch mehrere Gemeinden des- elben Gerichtsbezirles zur Bestellung eines gemeinschaft. lichen Vermittlungsamtes vereinigen. Die bezügliche Vereinbarung ist der Landesregierung zur Genehmigung im Einverständnisse mit dem LanbeSausschnsfe vorzulegen. Diese Vereinbarung hat sich insbesondere auf den Sitz deS Vermittlungsamtes, die Art und Weise der Bestreitung und Umlegung der Kosten und auf die Bestimmung des mit der Fertigung des Amtsbuches und der NmtSurkunden zu betrauenden Gemeindevorstehers zu beziehen. § 28. Wenn ein solches gemeinschaftliches Vermittlungsamt bestellt wird, so sind die Vertrauensmänner von einer Versammlung der Ausschußmitglieder der betreffenden Gemeinden zu wühlen. Diese Versammlung hat auch, soweit nicbts anderes vereinbart wurde, jene Befugnisse und Verpflichtungen auszuüben, welche dem Ausschusse einer Gemeinde rück» sichtlich deS sür die letztere bestellten Vermittlungsamtes zugewiesen sind. Dieselbe tritt über Aufforderung des Leiters deS Vermittlungsamtes über Antrag des Ausschufsls einer der betheiliglen Gemeinden odcr über Aufforderung der vorgesetzten politischen Behörde zusammen. Den Porsitz in dieser Versammlung führt der im dritten Absätze deS § 27 bezeichnete Gemeind'vorfteher. Zu einem giltiyen Beschlusse ist die Anwesenheit d«r Mehrzahl der Mitglieder und die absolute Stimmenmehrheit dcr Anwesenden erforderlich. Tchlußbcstimmungen. § 29. Wo in diesem Gesetze von dem Gemeinde» auSschusse die Rede ist, ist darunter der die Befugnisse dieses NuSfchusscs ausübende, wenngleich eine andere Benennung führende Gemcwdcvertretungelörper zu ver« stchen. § 30. Mit dem Vollzuge dieses Gesetzes sind die Minister deS Innern, der Justiz und der Finanzen beauftragt. Wien, am 11. Mai 1873. Franz Joseph m. z,. Lasser m. p. P rel, s m. p. Glaser m. p. Nichtamtlicher Theil. Zur Äsung der Nationalitiitcnfrage in Oesterreich. (Von Grorc, i,'e vi < jchn i gg) (Schluß.) III. Die vorstehende Doctrin enthält zugleich die For-mel für die nationale Organisation aller Voltsstllmme, welche nicht durch die Ereignisse der Weltgeschichte zur selbständigen politischen Herrschaft gelangt stnd. FemMml. Pas vergrabene Testament. Erzählung ron Ed. Wagner, (ssortsthung.) . «Das ist schon alles ncht," sagte dcr Administra. "' ..aber was gedenkst du zu thun?" ^. ..Ich heirate Miß Wilchestcr. ehe wir Scholtland ?'"er verlassen!" versctzic Iason entschlossen. ..Wenn ^ Mein Weib geworden, taim ich mich mit Ruhe nach ^ vergrabenen Vermächtnis, sowie nach dem Nest dcr ^Uchesw'sHtli Besitzungen umschen. Eins stcht also fcst: ^°°rf nie nach England zurückkehren, ausgenommen als "S. hadd." h, -Du hast einen klareren Verstand, als ich gedacht di« <> ^^ b" Administrator, seine Bewunderung Ubcr tecl, l""^ Sohnes schlecht verbergend. „Du hast loss ^°slmiundc Wilchcstcr darf dies HauS nur vcr» zMn. wenn sie deine Fran geworden ist. Dieser kleine h«°''6>enfllll bringt die Sache endlich zum Schluß. Jetzt h" die Tändelei und Spielerei auf. Htircn Sie. Miß y^tnunde?" fetzte er, zu ocm Mädchen „ewcndel. rnür< H^. hinzu. ..Ich fl°ae Sie im Ernst: Wollen Sie der lylvendigleit weichen und morgen meinen Sohn hei. -Nie und nimmer!" entgcgnctc Rosamunde lebhaft. ch, "Dann sind wir gezwungen, Gcwalt zu gebrau. blick "lMte der Administrator. »Von diesem «uaen. ^ °n bis dahin, da Sie in die Heirat willigen, sind " unsere Gefangene. Sie, Ihr Vater, die alte Blttlne und das Mädchen! Ich werde die Sache durchzusetzen wissen, düin in dicscc Gegend befürchte ich nichts. „Willigen Sie ein, Miß Wilchcstcr, von jttzt an meine Frau zu siin," bemerkte Iason. „und Sie sollen mit einür Achtung behandelt werden, die man sonst nur einer Königin zollt. Ihre Erklärung vor diefen Leuten ist bekanntlich hier zu Lande gillig, und wir könnten uns auch noch, wenn Sie es wünschen, morgen vom Pfarrer trauen lassen. Mir ist es ganz gleich, auf welche Weise d schehen. Nicht der politische Regierungspalast, nur die »is« senschaftliche Akademie ist das wahre Symbol der Na» tionalität. Nicht die Staatsmänner sind ihre Diener, nur die Gelehrten sind ihre Priester. Die Nladtmie ist nicht darauf bedacht, einzelne Männer in den Wohlstand politischer Macht zu sehen; vielmehr soll durch sie nach dem Grundsätze: «Wissen« schaft ist Macht" die aus der Wissenschaft entsprin-gende Macht zum Gemeingut des ganzen Volles werden. Die Akademie stellt sich unter dem mächtigen Frie« densschuh des Staates; denn der Friede ist das Element ihres Gedeihens. In den Räumen wissenschaftlicher Ab« geschiedenheit werde gepflegt und gedeihe die Vlülhe der Nationalität; ähnlich dem märzgebornen Veilchen, welches im Schatten des Frühlinas und durch seine liebliche Erscheinung und seinen Wohlgeruch erfreut und er« quillt. V. Nachdem die vorstehende Doctrin ihre Anerkennung und praklifche Anwendung gefunden haben würde, milß» ten die, lediglich aus der irrigen Vermengung der Ve-griffe von Staat und Nation entspringenden Angriffe der Nationalitäten auf den Einheitsstaat und seine selbst« ständige Wirksamkeit ein Ende nehmen. In der Organisierung der Nationalitäten auf der hier vertheidigten wissenschaftlichen Basis liegt nach unserem Erachten die einzige mit dem EinheilSstaate vereinbarliche Lösung der Nationalilätenfrage in Oester« «ich. Zur Handhabung der Legalisierungs-vorschrifteu hat das l. l. österr. Justizministerium am 15. v. M. nachfolgenden Erlaß unter andcren auch an das l. k. Oberlaudesgericht in Graz gerichtet: „Die vielfachen Beschwerden über die mit der Handhabung der LegalisürungSvorschriften verbundenen Unbe» quemlichleiten, welche in zahlreich:« Petitionen und in den Verhandlungen der gesetzgebenden Körperschaften ihren Ausdruck fanden, machen es nothwendig, darauf bedacht zu sein, die Anlässe zu diesen Beschwerden zu mindern und insbesondere dafür zu sorgen, daß den Parteien die Erlangung der Beglaubigung ihrer Unterschriften mög» lichft erleichtert werde. Zu diesem Zwecke dürfte es nicht übtiflüssig sein, die Bezirksgerichte an den hiernr« tigen Erlaß vom 15. Februar 1872. Z. 1992, welcher an die pfiichtmäßlge Bereitwilligkeit mahnt, womit den Parteien entgegenzukommen ist, zu erinnern. Hiebei kann auch der Vorgang mehrerer Aezirksrichter, welche ihre Abgeordneten, die Verhandlungen außerhalb deS Gerichtssitzes vorzunehmen haben, ermächtigen, bei diesem Anlasse auch Beglaubigungen von Unterschriften zu e» theilen, als nachahmenswerth empfohlen werden. Ebenso nachahmenswerth ist es, daß mehrere Bezirlsrichter sich mit den Gemeindevorstehern in das Einvernehmen setzen, um zu bewirken, daß Parteien, welche einer Geglaubi. gung ihrer Unterschriften bedürfen, sich zu diesem Zwecke in der Regel nur an solchen Tagen in den Gerichtsort begeben, an welchen sie darauf rechnen können, dort an« dere bei Gericht oder beim Notar bekannte Gemeinde» Mitglieder zu finden. Zu dem gleichen Zwecke wird auch die Frage ins Auge zu fassen sein, ob die von den Notaren außerhalb ihrer Amtssitze abgehaltenen Nmtstage fur die Bedürfnisse der Bevölkerung ausreichen. DaS k. l. Ober-landeSgericht wolle zunächst ermitteln, an welchen Orten thatsächlich NmtStage abgehalten werden, und hiemit zu» gleich die Erhebung verbinden, ob die Bedürfnisse der Bevölkerung dafür sprechen, daß den Notaren in dieser Richtung neue Verpflichtungen auferlegt werden. Das Ergebnis dieser Erhebungen, sowie die vom l. l. Oder« lanoesgerlchte zu stellenden Anträge sind unter Beobachtung der Vorschriften des § 9 der N. O. dem Justiz« Ministerium mit L^eschleuniguilg vorzulegen. Da noch immer einzelne Fälle vorkommen, in wel« chen die Gerichte den Parteien einen ganz ungehörigen Aufwand an Mühe und Kosten dadurch verursachen, daß sie neben der Legalisierung der Unterschriften der Parteien die früher statt derselben erforderlich gewesene Mitfertigung durch Zeugen und wohl gar die Legall» sicrung der Zeugenunlerschriften verlangen, so dürfte ce zweckmäßig sein, die Gerichle an den mit dem hierorti-gen Erlasse vom 24. Mai 1872, Z. 6519. mitgetheilten, die Uebetflüssigleit einer solchen Zuziehung von Zeugen erklärenden, in plenissiiiio gefaßlen Beschluß deS obersten Gerichtshofes zu erinnern. Bei dem Bemühen, den Parteien die Erlangung von Legalisierungen zu erleichtern, muß übrigens daran festgehalten werden, daß die Vorschriften über die Con» statierung der Identität der Personen, deren Unterschriften zu beglaubigen sind, mit der gewissenhaftesten Genauig« leit beobachtet werden müssen. Im öffentlichen Interesse muß es als dringend geboten bezeichnet werden, daß jede, auch die geringste Ueber-trelung dieser Vorschriften rafch und mit aller Strenge geahndet werde. Wenn die Gerichte die Legalisierungsvorschriften dem Geiste des Gesetzes gemäß handhaben und sich den Zweck desselben gegenwärtig halten, so wird es denselben auch nicht schwer werden, anfragenden Parteien im Falle des Bedürfnisses eine befriedigende Belehrung über dlN Zweck der Legalisierungsvorschriften sowie über die M' entbthrlichstit dieser Garantien der Rechtssicherheit z« geben. Die Gerichte sind anzuweisen, sich eine »ngt-messene Belehrung der Parteien insbesondere angelegen sein zu lassen." Zum Regierungswechsel in Frankreich. Die ,Allg. Zeitung" erhält von ihrem pariser Cottt-spondmten unterm 26. o. M. nachstehenden Bericht: ..Den schmerzlichsten Eindruck hat der schnöde Stulj des Herrn Thiers im Heer und in den Departements hervorgebracht, welche vom Krieg am meisten gelitten haben und noch leiden. Der Herzog von Groglle und sogar der Herzog von Aumale gingen schier betteln jll den Generalen, um einen zu finden, welcher im Cabin« der Verschwörer gegen Thiers das Portefeuille deS Kriege« annehmen möchte. Sogar der Marschall Mac M«W konnte seine Freunde nicht dazu bewegen. Auf sein S^ reden ließ sich General Eissey herbei, seinen Namen e« der Ministerliste figurieren zu lassen und die GeM deS Ministeriums noch eine zeitlang fortzuführen, je)A unter der anSdrückltchen Gedingung, niemals an ei»^ Ministerralh unter dem Vorsitze des Herzogs v. sl^ theilzunehmen. . Dieser Geist des Heeres und deS gesammten Gentt^ stabS beunruhigt die Orleans uud die orleanischen M>^ ster aufs höchste; denn unverkennbar würden genG Generale und Offiziere sich vielleicht von den OonaP^ listen gewinnen lassen, aber nimmermehr von den OllA»' und den Olleanisten. Die Legitimist«« können ho^' den Marschall Mac Mahon durch den Beichtvater sei" Frau zu gewinnen. Die Bonapartisten mögen auf " imperialistischen Erinnerungen des MarschallS rech^« Die conservative« Republikaner und überhaupt alle eh? lichen Leute mögen sich auf sein Ehrenwort verlaW' sowie auf das Beispiel und den Rath des Herrn NA wof5lr Mac Mahon keineswegs unempfänglich ist. ^ herzog von Broglie fürchtet diesen Einfluß deS H<"" Thiers auf den Marschall eben so sehr als die A"^ senheit desselben in der Nationalversammlung. Um ^ den Massen des allgemeinen Stimmrechts, nämlich ^. der Nation, fertig zu werden, um von ihnen, wle ^ ..Journal deS D6batS saat, nicht hinweggeblasen l werden, um endlich eines Tages die Beute zwischen v drei Prätendenten zu theilen, die Dividende unter v Actionäre und Verwaltungsräthe der versailler Coallt'" zu vertheilen, muß endlich doch die Nation, wie ^ 2. Dezember, wieder überfallen und geknebelt »el^ ebenfalls nach der scharf motivierten Ueberzeugung ^ „I. d. D6balS". Dabei jedoch haben die Vonapall'^ die besten Karten im Spiele; denn das Heer ^ einen Staatsstreich mit einem Vonaparte, niemals , dem Regenschirm und für die Boutique deS iD^ch Mit der Regierung des Marschalls Mac Mahon ^ ^ Gazaine gerettet und als Marschall rehabilitiert. ^" ist für die Bonapartisten eine Chance mehr. «A Der Herzog v. Vroglie hat sich beeilt, del« ^ Herr v. Goulard im Cabinet des Herrn Thiers ll^« war. Ferner verweigert er es, den bonapartistischen " ^c etwas wichtigere Posten und Aemter auszuliefern, n>o nern zu folgen. „Dies ist leine Kinderspielerei, sondern wir handeln im vollen Ernst. Weder Sie, noch Ihr Vater sollen über diese Schwelle, bevor Sie nicht in eine Heirat mit meinem Sohne eingewilligt haben. Sie brauchen sich leine Hoffnung auf Hilfe zu machen, denn Sie haben leinen Freund auf Erden, der Ihre Noth lennt. Sie sind vollständig in unferer Macht, und der einzige Ausweg aus Ihrer Bedrängnis ist, daß Sie unsern Wünschen entgegenkommen." Er wandte sich um und ging hinaus. Iason folgte ihm. verschloß die Thür und steckte den Schlüssel in die Tasche. Die Hadds und ihre Miethlinge gingen die Treppe hinunter und die letzteren nahmen ihre Posten ein: der eine unter Rosamundes Fenstern, der andere in der Küche zur Bewachung der Mrs. Glint, die noch in voller Unkenntnis war über das, was sich soeben oben zugetragen hatte. Der Administrator theilte ihr flüchtig dcn Vorfall mit und drohte ihr mit Einsperrung, wenn sie sich un» terstehen würde, die Eingeschlossenen frei zu machen oder ihnen anderweitig behilflich zu sein. Mrs. Glint, durch diese Eröffnung aufs höchste «schreckt, versprach, den Willen Hadds in jeder Weise zu befolgen. „Das ist recht", sagte des Administrators Sohn zufrieden. „Ich will Miß Wilchester heiraten, und »enn Sie sich in dieser Sache zu meiner Zufriedenheit verhalten, so werden Sie leinen Schaden davon haben." Mrs. Glint war eine listige Frau und den Wil« Hefters treu ergeben. Sie war schlau genug, um den HaddS gegenüber freundlich zu erscheinen, und sagte: «Ah! es ist also eine Liebesgeschichte. nicht wahr? Die interessieren mich immer. Ich weiß nicht, wie Miß Wilchcster daS Herz hat, einen so hübschen, jungen Mann auszuschlllgen, und das möchte ich ihr auch wohl selbst sagen." Der Administrator musterte die Frau mit scharfem Blick, doch als er ihren großen Augen begegnete, glaubte er von ihrer Ehrlichkeit überzeugt zu fein. „Ich sehe, Sie wissen, wie man am besten fährt," sagte er. »Sie können uns einen guten Dienst dadurch erweisen, daß Sie mit der jungen Lady darüber spre» chen. Wenn Sie dies thun, werde ich Sie reichlich dafür belohnen, denn ich bin nicht der Mann, der sich gegen feine Ergebenen undankbar zeigt. Morgen wol« len wir weiter darüber sprechen. Jetzt mögen Sie nur zu Bett gehen, denn Sie werden heule Abend doch nicht mehr verlangt werden." Dieser Wink war gleich einem Befehl. Mrs. Glint nahm ein Licht und ging nach ihrer Stube, worauf die Heiden Hadd sich inS Wohnzimmer begaben. „Also hätten wir jetzt die Angelegenheit zum Ent« scheidungSpunkt gebracht", sagte der Administrator, sich schwerfällig auf einen Stuhl niederlassend. „Mir ist nicht bange dabei. Wir werden, da wir die Sache ein» mal ernstlich angefaßt haben, sie auch glücklich zu Ende führen." „Das' Mädchen ist sehr muthig", versetzte Iason. „und wird gegen uns uushalten, bis jemand kommt, der ihnen Beistand leistet." „Wer sollte ihnen wohl helfen? Markus ist in In« dien; ihre Verwandten in London leben zu sorglos, als daß sie sich um sie kümmerten. Sie tragen ihre Sorgen allein. Ihrem Charakter nach wird das Mädchen " ^ dings stets gegen unS sein, und ich möchte ^.„hell Sache lieber beendigt seh:n. Wir müssen ents^^ hel Schritte thun. Iason. Rosamunde trügt daS v^p ^, sich, welches das Geheimnis von dem vergrabenen ^ müchtniS enthält. Wir müssen sie in ein ^"w. ^, bringen, welches sicherer ist, als da« gegenwärtig , ^ ter und Tochter müssen getrennt bleiben u"° .* z« überzeugt werden, daß ihr Glück einzig und a" unseren Händen ruht." .^ sie Eine herrliche Idee! Aber wohin lllnnen bringen?" .„ ,nde"s „Das überlasse mir. Ich habe noch "« „lli Mittel, welches unS helfen kann. In znm " ^ gefangen! Diese neuen Verwicklungen """/" 0°^ gekommen sein. Wir sind jedoch der S'tuat on u ^ die Wilchestcrs haben in ihrem Widerslande au ^ sF zu wenig Aussicht auf Erfolg. DaS ""»< 7" ^«V die Deine werden, und ebenfo sicher so«st °" ^," bekommen, und zwar noch innerhalb ein» ^ Iason stimmte bei. denn es !«'" ^^te ih"-seinem Vater die Zeit gekommen, da " Betruges und ihrer Schändlichkeit ha""" ^, ..Die Sache gestaltet sich i"?" 9° liK '«„ „« Vater? bemerkte er ^ übrig, daß wir auf unferer 0"'" .. haben einem baldigen Ende entgegenfuhren. (Fortsetzung folgt) 905 " zur trsten Schlägerei in den Reihen der Coalition lammen wird. Der Herzog von Broglie läßt durch alle stine Organe leugnen, cr pralticiere oder beabsichtige unk monarchische Politik; er läßt sogar behaupten, er flehe und verbleibe auf dem Boden der conservative«, Itdoch blos provisorisch im gesetzlichen Zustande bestchen« dm Republik. Seine Organe möchten das Eingeständnis wagen, es habe sich an der Republik nichts geändert, ?ls daß sie nicht mehr die Republik des Herrn Thiers H und daß Broglie und Genüssen die Minister-Porte-stuilles und die Plätze erbeutet haben. Der Herzog v. Vroglie affektiert sogar eine gewisse Hinneigung zu dem linken Centrum, das untcr der Fuhrung des Hcrrn ^hiers, secundiert von dcn beiden linken, zu einer im» Monierenden Macht gelangen muß und schon nächstens b>t Kammermehrhcit werden kann, welcher Mac Mahon !einen Gehorsam voraus zugcsichclt hat. Kurz, Äroglie ^chte gern „die Redingole des kleinen Bourgeois" an» i'ehen und in dcssen Haut oder Politik sich stecken, um tls Patriot sich zu verkleiden und die ehrlichen Leute Nicht zu erschrecken. Armer Vroglie! Cr eignet sich z. O. ba« Wahlgesetz des Herrn Thiers an, fügt jedoch einen lltlnen Census und die 25 Jahre als Altersbedingung ^nzu. Zu dieser Restauration dcS ^8 1^1 will er auch den Thierischen Entwurf eines republikanischen Senats in einePairklammer umarbeiten. Armer Broglie! Thiers erwartet ihn dabei, und die Vonaparlisten klopfen ihn hmte schon auf die Finger." ^P^Mche Uebersicht^ Laidach, 4. Juni. Der Finanzausschuß des ungarischen Unterhauses hat den Beschluß gesaßt, daß das Erfordernis bls Budgets für 1874 zwar schon jetzt, nicht aber llUch die Bedeckung festgestellt werden soll. ^ctztcre soll trsl in der Hcrbstscssiol« bchaiidcll werden. „Pesti Naplo" 'st mit diesem Beschlusse volltommm einverstanden. Die Ausgaben können ohne Rücksicht aus die Einnahmen dotiert werden, denn große Abstriche lassen sich an dem Erfordernisse lcineswlgs vornehmen. Die Bedeckung aber könnte jetzt vor dem Ausfall der Ernte und angesichts der ^lage des Geldmarktes nicht so leicht fcstge» stellt werden, denn man müsse diesmal genau erwägen, ob das Deficit gänzlich durch Anlehen, oder nicht lhcil-weise durch Slcucrerhöhung zu bedecken sei. Die Gcneralcousuln Deutschlands und Oesterreich-Ungarns erklärten im Auftrage ihrer respeclioen Regie, rungen dem serbischen Minister des Auswärtigen, daß dieselben der Maßregel, daß die Ausländer m Ser-wen, entgegen den Bestimmungen der internationalen ^ertrage, steuerpflichtig gemacht werden, ihre Zustimmung verweigern. . Der deutsche Bundesrath hull am 31. Mai t'ne Plenarsitzung. Dcm Bundlsralh gingen die Bc< Müsse deS Reichstages über den Postvcrlrag mit Italien zu, ein Antrag Büsings wegen der Volksvertretung ln den BundeSstaattN so wie acht Petitionen, dercn Überweisung an den Reichskanzler beschlossen wurde. Hierauf wurden mehrere Prüsidialvorlagcn eingebracht, drunter eine betreffend die Abänderung dcS VercinSzoll-^ifs und ein Entwurf eines Gcfctzcs über die Presse. Rußland und Deutschland nahmen am 2. d. ihre Gciusen Beziehungen zu der neuen Regierung inFranl» lelch wieder auf. Der officiclle Berlchr mit dcm Cabinet Mac MahonS wird später wiederhergestcllt. — ^ einer Proclamation an die Armee sagt Marschall Atac Mahon: Indem die Nationalversammlung aus ^urer Mille den Präsidenten der R.publil wühlte, gab slt Euch einen Beweis des Vertrauens, das sie in Eure ^Yalitiil Euren Patriotismus und Eure Energie setzt, Ordnung und GcsltzcSachtung aufrecht zu halten. Der ^läsident zeigt die Ernennung dcS Generals ^admirault zum Commandanten der vcrfaillcr Armee an und fchlicßl: ^r werdet immcr bleiben, als die ich Euch erkannte, ttlu der Devise, welche die tapfersten untcr Euch auf btr Brust tragcn: Ehre, Vaterland, Tapferkeit, DiSci. Plin. -_ Die Depesche welche der sranzosische Mini->^tr de s In ner n an die Präfccten richtete, lautet: "Der Präsident der Republik hat mir die Direction der "neren Angelegenheiten im neuen Ministerium anver. 'laut, welches folgendermaßen zusammengesetzt ist: (fol-lltn die Namen). Keine Zweideutigkeit darf den Charal-'" der Beschlüsse der Nationalversammlung entstellen, °enen sich die Regierung gewissenhaft fügen wird, denn nichts 'l in den Institutionen Frankreichs geändert. Der Prä« '."tnt der Rcpnblll übt die Regierung auf Grundlage .""selben Gesetzt wie sein Vorgänger auS. Was die Po-M des neuen Ministeriums betrifft, so ist dieselbe ent-Kleben conservaliv." — Die „Correspondenz HavaS" Met, hie französische Reaienmg habe die Absicht, nach Engsten einen neuen Entwurf des Wahlgesetzes Zulegen, für nulchen sie die Dringlichkeit verlangen ""rde; das Budget soll dann folgen und die National«, "ttsamnilung bis zum 1. Ollober Ferien haben. N Die italienische Kammer genehmigte den ^setzentwurf betreffs Einführung der Postkarten "°ch dem Tarife von zchn Centimes. ., Die vom ..Giornalc di Firenze" gcmcldete Nach. 'hl. der Papst habe bei dem Besuche der Kaiserin /" Ruhland deren Verwendung für die Gewährung °" Freiheiten an die katholische Kirche in Polen nach. gesucht und die Kaiserin habe solche zugesichert, entbehrt, gut unterrichteter Quelle zufolge, jeder Vearündung. Der Befuch der Kaiserin war ein Alt der Courloisie und ohne jede politische Nebenbedeutung. Don Carlos hat beschlossen, alle gefangenen Offiziere freizulassen, die sich veifl'chten, nicht mehr geaen die carlistischen Parteigänger zu kämpfen. — »UnioerS", meldet, General Nouvilas sei bei Aranaz in Na-varra geschlagen und verwundet worden. Ein Telegramm aus Bilbao vom 2. Juni versichert dagegen, daß Nou-vilaS die Gebirgspässe besetzt und die Carlistcn gegen die MeereSenge zurückgcdränut habe. Die Commission zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in Rußland hat ihre Arbeiten been» digt. Auch die unter dcm Vorsitze bcS Czaren bestandene HeereS'OrganisalionS-Commisfion wurde aufgelöst, nachdem sie ihre Aufgabe durchaesührl halte, und es steht jetzt binnen lurzcm die Veröffentlichung aller der n«ch< ligen Gesetze zu gewärtigen. die der Wehrkraft Rußlands eine von der bisherigen sehr abweichende Glund-lage geben sollen. England notificierte am 3l v.M. in Konstanlinopel officiell die Annahme der ägyptischen Gerichts-refo rm. Wiener Weltausstellung. Bekanntlich enthält das Programm der wiener Wellaustelluug 1873 nur zwei temporäre internationale ThierauSste llunge n, von denen die erste, Rinder, Schafe und Schweine umfassende, bereits am 31. Mai d. I. eröffnet wurde und am 9. Juni unwiderruflich geschloffen wird, die zweite, die PferbeauSstellung, den Zeitraum vom 18. bis 27. September umsussen soll. Der am 31. Mai durch Se. Majestät den Kaiser feierlich eröffnclcn Ausstellung von Rindern und Schafen gebührt nach dem Aussvruchc aller dieselbe besichtigenden Fachmänner unbedingt der erste Rang unter allen bisher veranstalteten Thierausstellungen. Oesterreich. Ungarn, Deutschland. Italien, Frankreich, England und Holland sendeten da nicht nur weit über tausend Rinder, sie sen» deten auch ihr bestes und schönstes Vieh; eS ist dicS eine Collection einer ungeheuren Zahl von wahren Mustcrstücken! Daß eine so seltene Gclegenhlit, alle bestehenden edlen Rinder» und Schafracen Europas vlreint sehen und deren Unterschiede und Vorzüge mit einander ver» gleichen zu können, von den Landwirlhen nicht nur Oesterreichs, sondern auch des Auslandes durch sehr zahlreichen Besuch dieser Abtheilung der Weltausstellung benützt wird, ist daher etwas in der Natur der Sache gelegenes; daß dieselbe jedoch so uriaetheillcn allgemeinen Anllana findet und nur die eine Meinung allgemeinen Ausdruck findet: so hervorragende Exemplare der verschie-densten Raccn seien noch n i e an emeu, Platze vereinigt gewesen, — das mag die Veranstalter mit gerechtem Stolz erfüllen, denn es fngt diese allgemeine Anerlen. nung auch ein neues Blalt in die RuhmcSgeschichle der wiener Wcltaussllllung 1873. Selbstverständlich prangen all die Prachtlxcmplare von Rindern im festlichen Schmucke, Blumen und Bänder hüllen oft den ganzen Kopf ein; mit Stolz hängt jeder Aussteller seinem bewunderten Thiere die Nalionalfarben an die Hörner; ja oft tragen die ausgestellten Kühe und Stiere ganze Christbäume zwischen den Hörnern; die Wärter wieder tragen mit sichtlicher Freude ihr Nationalcostum — sind dies doch noch nie dagewesene Festtage siir die Ueute, „ihr" Vieh von Zu« züglcrn auS aller H:rren Länder so angestaunt zu sehen. Insbesondere Slciermarl und Kärnten thaten durch Aufputz ihrcS Vichcs am Eröffnungstage ihr möglichstes: einen kleinen Wald trugen die obersteirischen Rinder am Kopfe. Das ausgestellte Vieh der Steirer und Kälnlner ragt nicht nur durch äußeren Putz hervor, sondern durch die Schönheit der Exemplare, in denen sie sich mit Holland, Frankreich und anderen Ländern nusscn dinfen. Freilich hat Oesterreich Viehzucht noch manchen Schritt zu thun, um mit dcm Auslande eben-bullig werden zu können; trotzdem kann es uns Oestcrreicher mit Freude erfüllen, daß unsere heimischen Kühe in so edler Gesellschaft, wie es die Holländer, schweizer :c. sind, ungetheilte Anerkennung auch seitens der hierin weiter vorgeschrittenen Nationen finden. Nicht unerwähnt mag es bleiben, daß mit stcht-barem Interesse, namentlich von unseren nordischen Gästen, die sehr glücklich zusammengestellte originelle Viehwirth. schaft einer Puszta betrachtet wird. Nicht minder inter-essant und schcnSwürdig als die Rinderausstcllung sind auch die Schaf stände. Besondere Aufmerksamkeit nehmen hier die französischen Rambouillet, sowie die englischen Southdown, ferner die langwolligen friesischen Mastschafc in Anspruch. Da überdies die Anordnuna der ganzen Schaf» und RindcrauSstellung eine tadellose ist und auch eine treffliche Ucbelsicht gestattet, so kann die Ausstellung als in jeder Aczichung vollkommen gelungen be» zeichnet w:rdcn. So zahlreich der Gesuch derselben auch sein mag. es drängt sich doch jedem Bcsucher der Wunsch auf, es möge lein Lanbwirlh Oesterreichs dicse Ausstellung, die so viel des Lehrreichen und Anregenden enthält, zu bestch» tigen versäumen! Da der Schluß aber unwiderruflich bereits am 9. Juni d. I. erfolgt, so mvgen diese Zeilen als Mahnnif insbesondere an Kr» ins Viehzüchter gelten: „Eilt nach Wien"! Hagesnemgkeiten. — Se. Maj. der Kaiser von Rußland traf mit dem Großfürsten'Thronfolger, dessen Gemahlin und dem Großfürsten Wladimir am 1. Juni 2'/, Uhr nachmittags am Nordbahnhofe in Wien, begleitet von Sr. Majestät dem Kaiser von Oesterreich, der bis Gänserndorf entgegengefahren war, ein und wurde von Ihrer Majestät der Kaiserin, allen Erzherzogen und Erzherzoginnen am Bahnhose empfangen. — Nach einer Meldung des „Wr. lagblalt" erfolgt die Ankunft Sr. Majestät deS deutschen Kaifers und der Kaiserin in Wien definitiv a» 21. Juni. — (FML. Suppanchich v. H ab erlorn) »urd« am 3. d. in Graz zur Erde bestattet. — (Der hochw. Herr Erz bisch of Vela Vartalovic) starb am 30. v. M. abends um 10Uhr nach siebentägigem Krankenlager in Erlau. — (Die wiener Weltausstellung) wurde am 1. d. von 28.704 und am 2. d. von 79.108 Personen besucht. — (Zur Börsen lris is.) Nahezu 50 Actiengesell-schaflen haben die Rohbilanz fltr den abgelaufenen Theil des Geschäftsjahres bereits vorgelegt. — (Die italic nifche Operngeselljchaft) des Conle Comello hat am 31. v. M. den Cyklus ihrer Nuf-fuhrungen in Klagenfurt mit Donizetti« „Favorita" begonnen und großen Erfolg errungen. — (Der ungarische Iuristentag) wurde am 2. d. in Pest eröffnet. Die Versammlung wählte den Professor Paul Hoffmann zum Präsidenten. Nachmittags mach, ten die Mitglieder des IuristentageS einen Ausflug nach Gödöllö, am 3. begannen die Seclionen ihre Arbeiten. Locales. Ueber die Arbeiterstrikes. Die Handels- und Gewerbelammer in Kllrnten entwickelt eme recht lobenswerthe, lebhafte und äußerst praktische Action. In lehler Zeit beschäftigte sie sich mit der Abfassung eines Berichtes Über die Ergebnisse der Klein-gewerbe-Enquete, betreffend die Frage: „Auf welche Ursachen sind die in neuerer Zeit immer häusiger vorkommenden Massen-Nrbeitseinstellun-gen (Strikes) zurückzuführen und mit welchen Mitteln könnten dieselben erfolgreich beseitigt werden?" Der Bericht beantwortet rrese Frage, wie folgt: „Von den Massenarbeitseinstellungen werden vorzüglich die Gewerbe mit Großbetrieb und die Gewerbe in Städten getroffen; auf dem Lande dagegen sind die Klagen häufiger Über den unberechtigten plötzlichen Nuslrilt von Gehilfen ohne Kündigung. Die in neuerer Zeit häusiger, ja hier zu Lande erst in den letzten drei Jahren bei den Gewerben vorgelomme« neu Massenardeitseinstellungen haben weniger in dem Gewerbe selbst und in örtlichen Verhältnissen ihre Begrlln« dung, vielmehr sind ihre Ursachen weiter zu suchen. Das Steigen der Preise für Lebensmittel und Wohnung hat sie nicht verursacht, denn dadurch wurde am meisten der Nrbeilaeber oder Meister, nicht der Geselle getroffen, dem der Handwerksmeister Kost und Wohnung oder das entsprechende Ncquivalenl ohne Verkürzung des Geldlohnes leisten muß, wenn er in Zeiten guten Geschäftsganges sich Gehilfen halten will, und solche Zeiten sind die letzten fünf Jahre. Seit dcm Jahre 1867 hat die in rapidem Grade gestiegene Unternehmungslust plötzlich in einer Menge von Industrie- und Verlehrsunternehmungen enormes Kapital »in Fluß gebracht, und in ganz außerordentlichem Maße I steigerte sich die Nachfrage nach Arbeitern. Diese Erscheinung traf aber jetzt mit einer theils vollzogenen, theils im Zuge begriffenen Peränderung des Geistes und Charakters der gefelifchafllichen Verhältnisse zusammen. Wo wie in England das große Kapital schon vor drei Jahrzehnten bis zur rücksichtslosen Ausbeulung der Arbeit angelangt war, ergab sich die Organisation der Arbeiterstriles als ein Ausfluß der Nothwehr, wie sie eine Konsequenz der Grundsähe der Manchester-Nationalökonomie sind. So ville ouch seither misglückt sein mochten, die Erinnerung hielt die Ersolge !fest und half zur größeren Verbreitung und bestimmten ! Organisation der Nrbeilerverbindungen. Es ist bekannt, welch rasche Ausdehnung dieselben in England, Frankreich, Belgien und in den letzten 10 Jahren auf dem ganzen Eonlinenl gewonnen haben und wie sie in jenen Ländern in den letzten fünf Jahren auS einer defensiven Haltung in eine entschiedene Offensive Übergingen. In Oesterreich wurde ihnen durch das EoalitionSgeseh das Feld geöffnet, unter dem Schuhe eines freisinnigen VereinSglseheS kamen sie als Arbeiterbildungsvereine. Fach. vereine, VersorgungSvereine u. dgl. in Thätigkeit, hier be. stand aber seil dem letzten Kriegtjahre leine Urbeilerfrage im Sinne einer Nolhlage gegenüber dem Kapital, diese Vereine konnten daher fogleich eine agressive Haltung an, nehmen und haben sie auch angenommen. Befördert wurde dies bei den Gewerben durch die unterlassene Durchsuhruna der Gewerbeordnug und durch die mit dem gänzlichen Verfall der Innungen eingetretene Verödung in den Beziehungen zwischen Meister und Gesellen, sou.e durch den gleichi eiligen ganzlichen Mangel an Organisation der Meister unter ein- 90« ander, die gegenseitige Eifersucht und den Cigennnutz so mancher unter ihnen, welche auS den gebotenen Umständen unbekümmert um ihre Genossen Vortheil zu ziehen wußten. Außerhalb des Gewerbes aber übt in den letzten filnf Jahren die Leichtigkeit, mit welcher auf den Börsen, durch Papierspeculationen, neue Gründungen u. dgl. ohne alle Arbeit über Nacht Geld und Vermögen erworben wurde und noch wird, einen verderblichen Einfluß auf die Sitten der Gesellfchaft. Eine maßlose Genußsucht verbreitete sich in immer weitere Kreise und macht sich immer mehr auch unter den Arbeitern merlbar, denn auch unter sie dringen dieselben Lebensanschauungen und Lebensgrundsätze, welche in dem Materialismus der reichen Klassen pral» tisch wurden. Hatten die Lebensbedürfnisse der Arbeiter im allge» meinen infolge fortgeschrittener Kultur zugenommen, so er-lilteu sie auf die letzterwähnte Weise eine lünsil'che, die Grenzen ihrer Einnahmen bald weit übersteigende Vermehrung. Nachdem der erste Etrile gelungen, fühlten sich die Veranstalter bald aufgelegt, mit neuen Ansprüchen einen zweiten zu organisieren. Man perhorresciert alle Accord-arbeit, verlangt den halben Samstag und Montag frei, fängt an von achtstündiger Arbeit zu reden, schreibt die Iahl der Lehrlinge vor, macht die Aufnahme von Gehil, sen ganz von den Fachvereinen abhängig u. dgl. Was die Massenarbeitseinstellungen bei Fabriken und bei den Gewerben in den Städten vollbringen, richtet dagegen auf dem Lande der immer häusigere Unfug des un» berechtigten plötzlichen Austrittes aus dem Arbeitsverhält« nisse, wogegen der Meister selten oder nicht zur rechten Zeit Schutz findet. Darüber spricht sich in folgendem der Vericht au« Oberferlach aus und bezeichnet das rechte Mittel der Abhilfe. „Es nützt nichts, daß das Gewerbegesetz darüber Normen gibt, die Macht, sie auszuführen, ist entweder gar nlcht vorhanden oder zu schwach. Auch ist das Gesetz, wie es ist, in dieser Richtung nicht mehr ausreichend. Es ist größere Strenge und Nachdruck noth» wendig. In den selteneren Fällen wird man finden, daß der Gehilfe hinreichende Veranlassung zum Austritte hatte, daher es auch gerechtfertigt wäre, daß zum Schuhe des Meisters eine größere Strenge eintrete. Es nützt nichts, wenn der Meister nur nach langer Procedur wieder zu feinem Rechte kommt. Des Bäckers Brot z. B. ißt die Bevölkerung deS Morgens — allsogleich soll der Meister Schutz finden." (Schluß folgt.) — (TinIalobv. Schellenburg'schesStif. tungstipendium) per 137 st. 55 kr. wurde dem Frl. E. v. Neugepauer verliehen. — (Von der neuen Realschule). Zur Prüfung des Erfordernisses an Einrichtungsstücken sür das neue Realschulgebäude wurden vonseile de« Landesausschusses die Herren Dr. R. v. Kaltenegger und Dr. Ioh. Bleiweis be-stimmt. — (Von der Bank „Slovenija".) In der am 29. v. M. stattgefundenen Generalversamlung der Nclionäre der Oersicherungsbant „Slovemja" richtete Herr Tr. Ioh. B leiweis an die Direction und den Veiwaltungsrath die Mahnung: bei Leitung der Bankgeschäfte mit voller Sicherheit vorzugehen, Einladungen an die Bevölkerung inbelreff des Bettrittes zur Lebens- und Gebäudeversicherung auszufertigen und auszufenden, den Vortheil der NcNonäre jederzeit im Auge zu beHallen, die Präfenzmarlen der Verwaltungsräthe mäßig zu tarieren, bei der Wahl der Agenten vorsichtig sein, in den auswärtigen Bezirken Vertrauensmänner aus der Reihe der Actionäre aufstellen, den Be-amlenstand neu organisieren, lieber weniger aber tüchtige, steißige und gut bezahlte Veamte anstellen und strenge Dis-ciplm halten zu wollen. — Dr. Voänjal wünschte die Vorlage eines Rechnungsabschlusses inbetresf der bisher aufgelaufenen Bantgründungs- und Regieauslagen, worauf Vizepräsident Herr Dr. Costa erwiderte, daß der Abschluß erst nach Ablauf eines VeiwaltungSjahres erfolgen lönne. — Pezirlsfchulinspector Herr Iamschel aus Reichenburg drückt sein Bedenken darüber auS, daß im Verwallungsrathe Männer Sitz und Stimme haben, deren Verwandschafls» Verhältnisse auf die Beschlüsse des Verwaltungsralhes einen mehr als zulässigen Einfluß ausüben dürften. Dieser Einwurf wurde mit der Entgegnung abzuschwächen ver« sucht, daß der neugewählten VerwaltungsralhSmilgliedcr das allgemeine Vertrauen besitzen. — (Die Weltausstellung«.Soir6e) im Casinogarten war gestern, obwohl der Abend als ein höchst angenehmer bezeichnet werden muß, nur von nahezu 400 Gästen besucht. Herr Ehrfeld hat durch splendide Decoration und Beleuchtung deS Gartens, wie jederzeit, sein möglichstes gethan. Es wäre zu wünschen, daß das eifrige Bestreben Ehrfelds, seinen verehrten Gästen angenehme Sommerabende zu bereiten, in Hinkunft von günstigerem Erfolge begleitet sei. Die Produclionen der Musik» lapelle des l. l. 46. Inf.«Regimentes empfingen lauten Bchall. — (Fräulein vonFichtenau), die wir heuer auf ihrer Durchreise im hiesigen Theater zu hören Gelegenheit hatten, ist derzeit bei der italienischen Oper in London unter dem Namen „Sassi" engagiert. Sie singt mit der Patti und Lucca. Nach den uns vorliegenden Zeitungsnotizen debütierte sie in der „Favoritin". Die Kritik äußerte sich: „Fräulein Sassi ist jung, hübsch, hat eine sympathische Stimme und war eine charmante Inez." Hierauf fang sie mit der Patli die Hirtin in „Dinorah" und erntete entschiedenen Beifall. — (Zur UnterbringungGeisteSlranler) kann nun auf die Dauer von 5 Jahren aucb ein Theil des hiesigen Zwangsarbeitshauses benutzt werden. — (Fleischlarif pro Juni.) Das Pfund Rindfleisch dester Qualität von Mastochsen lostet 30 kr., mittlere Sorte 26 kr., geringste Sorte 22 kr.; von Kühen und Zugochsen losten die drei Sorten Fleisch 27, 23 und resp. 19 lr. — (Zur Weltausstellung) werden am 11., 21. und 28. d. M. von Laibach nach Wien Extrazuge abgehen. — (Zu Landwehrzwecken.) Der Stadt, gemeinde Rudolfswerlh wurde die Aufnahme eines Darlehens von 1200 st. zur Erbauung einer Lahndwehrlaserne bewilligt. — (Zum „^kroäni äoin" in Rudolfe-werth) wird am Sonnlag den 8. d. der Grundstein gelegt werden. Aus Anlaß dieser Feier arrangiert die dortige Aitalnica nachmittags im Freien ein Fest. — (St. Peter-Fiume.) Gestern hat endlich factifch die erste Locomotive die neue Eisenbahnstrecke in der ganzen Länge von St. Peter lns Fiume befahren. — Es lann fonach diese neueste Bahn im großen und ganzen umso mehr als beendet angesehen werden, als der große Damm in Bitinje thatsächlich geschlossen ist und die Ubri« gen Anstünde, welche sich der izruffnung diefer Bahn für oen öffentlichen Verlehr bisher entgegenstellten, nur noch unbedeutend sind. — (Von der Süd bahn.) Um den Empfängern den Bezug der LebenSmitlel- und Obstsendungen aus Italien und den südlichen Stationen der Südbahn nach Wien, Mauth, täglich vor Beginn des Marltes zu ermöglichen, hat d»e Südbahnverwaltung veranlaßt, daß vom 29. Mai 1873 an solche Sendungen von Nabresina ab mit dem Eilgüterzuge Nr. 99 (Fahrzeit Nabrestna.Wien, Maulh, 30 Stunden 27 Min.) befördert werden, wonach dieselben täglich um 2 Uhr nach Mitlernacht in Wien, Maulh, ein. treffen und daselbst den sich legitimierenden Empfängern sofort ausgefolgt werden. Uebrigcn« wird der beschleunigte Zug Nr. 97 (Fahrzeit Nabresina-Wien, Mauth, 32 Elun. den), mit dem solche Sendungen bisher in Wien, Maulh, gegen 6 Uhr morgens anlamen, auch fernerhin täglich regelmäßig verlehren. — (Schlußverhandlungen beim l. t. Lall-deSgerichte in Laibach.) Nm 6. Juni. Johann Olorn: schwere körperliche Beschädigung; Josef LuHovc und Genossen: fchwere körperliche Beschädigung; Valentin Mu» zan: fchwere körperliche Beschädicmna. Wurste Post. (Oriainal'Telegramme der „Laibacher Zeitung.") Wien, 4. Juni. Bei ssiinstissster W"«' rung fand heute die ssrofte Vtilitärparade zu Ghren des russischen KaiserS statt, unter Anwesenheit der ganzen Kaiserfamilie und aller hier weilenden fürstlichen Persönlichkelten. Beim Galadiner in der Hofburg brachte der österreichische Kaiser einen Toast auf den russischen Kaiser aus. welchen dieser mit einem Toast auf daS österreichische Kaiserpaar erwiderte. No m, 4. Juni. HH Krdensgenerale richteten an den König, den Ministerpräsidenten und beide Kammerpräsidenten einen feierliche" Protest gegen das Klostergesetz. welcheö "« Attentat auf die ganze katholische Welt s" und der Verfassung zuwiderlaufe. Telegraphischer Wechsclcurs vom 4. Juni. ^, Pavier-Rente 67 90. — Silber-Rente 72 25. — W Staats-Nnlehen 100.25. — Vant-Actien 9«0. — s«dit-»A 269-. — London 110—. — Silber 109 75. — 6. l. M" Ducattn. — Napoleonsd'or «82. Handel und GolkswirthschastW Uaiback, 4. Juni. Nuf dem heutigen Marlte siAH schieuen: 7 Wagen mit Gcireide, 4 Wagen mit Heu und Ai < (Heu 37 Zentner, Stroh 13 Zentner), 2<>> Wagen und l v°>" (8 Klafter) mit Holz, ____________Durchschnitts-Preise.________^-. «ttt.« »t«z.. M«.' "^ fi. lr. fl. ll. fi. l».^!-' Weizen pr, Metz eu 6 80 7 66 Vutter pr. Pfund -42"^ Korn „ 4 20 4 4 «5>«!s«n<. Goriäel, Pfarrer, Iavorje. ^ Vtt>s,V^ rer, Bresmca. — »iudit, Unterlrain. — Virl, Inspects Dr. Wack, Ncgimcntsarzt s. Familir, Pula. - - VrllnH s. Familie Tnesl. — Lubili^r. Schiffsltut. s. Familie, »^ — Mcier, Kfm., Wien. ,M, »»te> »»»«,» !Tl«>n. Graz. — Oswald, Steicrmarl, — Scherauz, Paiow5li, ^M< Wien. - v. GoSlett, Privatier, Hrastuig. — Föcke, ^ dizin, Vrcmen. ' ^ ^ »«t«> «?«>^«I»». Balldcr, Marburg. - BeN), i^/Aa», Pirler, Richter, Grciz. — Vuchbergcr, Znaim, - W'^M, Wien. — Moß, Viattenow. — Zcßner, Billach. -^ Hiäritten. «4»«««»» v»n «««t«n?5>e»,. Louvier, Iallii, <^"' Nnl«^««e»,en «l»l. Caujulle, Italien. >.»e«,»«««ve. Stepischuig.-,, Techniker. Graz. " ^e ^ Z; 5 ?. H OU.Mg. 7Z8.94 -^Il.o windstill , heiter ^ 4. 2 „ N. 788 48 -i-23.» SW schwach heil« 10« Ab. 737,s.4 ,-^!6.< SW.schwachj ganz bew. ^h- Vormiltags heiter, nachmittags W>nddcehu»g ""^Mitw west nach Slldwest. Zunehmende Vcwülluug. DaS H.°U der Wärme -^ 176". um 0b" unter dem Nonnale- ^^-^" «erantworlllcher Redacteur: Jg.««, v. ^^inM^^- ^V^^H^O^OVt^k' 2U»en, 3. Juni. Auf allen Verlchrsgebieten zeigte sich heute eiue crhühte Negsamleit und waren inleruationale, mehr aber noch locale Wcrlhe zu höheren Pre'I ^?vls^v»-»z«l)z« Nur Ereditactien wichen »heil« infolge des auswärtigen schlechteren CnrscS, theil« infolge unverbürgter Geillchle. Der Umsah war htute bedeutender und fa' Loulisse statt. 4. VUg«mei»e «ta«tsschuld fttr 100 fi. Geld Ware Einheitliche Staatsschuld zu b p«lt.: w«otm verzw«l.Mai-si°vemb,r 68.— 68.20 « » « Februar'Augnft 67.80 68.— » Silb» ^ Illnntr.Iuli . 72.25 72 50 , » , «pril-Oltober. 72.25 72.50 «nlehen V.1829......265.— 268.— , ^ l«b4 (4 P2l.) zu 250 fi. 96.-^ 97.-, ^ I860 p, 500 fi. . . 99.75 100.25 » ^ 1lM zu 100 ft. . . 114.— 116.— , - 1864 zu 100 ft. . . 140.- 141.— Staat«lD°mllnen-Pl°nol>riefe zu 1«0 fi. ». W. in Gilbn . . 117.- 117.50 I». 6r»»dentlastu«s4-VbliaatiVnen ftlr 100 fi. Gtld Ware Vöhwen . . . »n b p«t. 94— 9b — «alizien.....b « 74.25 7475 «iederösterreich . . « b ^ 94.— 9b.-Odervftlrrtich . " b ^ —.— ...-. Siebeubürgcu . . ^ b ^ 72.50 74 50 Stnmnarl ... « b . 90.— 91._ Uugaru .... ^ 5 , 77.50 78.50 V. «ndere bffe«tliche «nlehen. Veld Wa« D«n»urtzulimmg«-Los«zu5p3t. 96.— 97.— Ung. Eiseubahnanltheu zu I20fl. ».«.SiU>«r,ubp«t.pr. Stück 97.i)0 98.— Unz. Prli»u»«ll«h» zu 100 fi. ».«.>«.«t« . . . 83.- 89.- Veld Ware Wiener Lommunalaulehen, rückzahlbar k» pllt. stlr 100 ft. . k4,75 85.25 «t. Actie« von »ankinstituten. Veld Ware Nnglo-osterr. Vanl .... 201.— 202.- Vanlverein.......245— 248.— Vodencreditanftalt.....283.— 285.— Lreoitanftalt für Handel u.Vew. 277.— »78 — Lrtditanftalt, allg. ungar. . . 148.— 150.-- Depositenbank......95.— 97.— Lscomptegefellschaft, n. ». . 1155.-1165,— Franco-üfterr. Vaul .... 107.— 108 — Hanbel«oant.......163.— 164.— Nlllioulllbant......963— 965.— Unionbaul.......162.— 164.— Vertinsbllnl «1 Vez. M. . . . 84.— 86,— Verlehrsbaul.......161.— 163.— «. Nctien von Transport Unternehmungen. Veld Ware «llftld-Fiumauer-Vahn . . . 158. - 1L0 — Vühm. Wtfibahn.....221.— 223.-- 5llrl.Luon>ig:Vahn.....213.— 215.— Donau-Dampfschiff.«Oestllschaft 605.— 606.-- «lisabech-Weftbahu.....232.— 233,— Elisabeth, Westbahn (Linz-Vud- »nsrr Strecke).....195.- 197.— Ferdüumd»««ordbah» . . . z240.—z260.— zü»ilirchtu.Var. Pfandbriefe (für 100 fl.) Tell» Ware Nllgern. üfierr. Vodencreditanstalt verlosbar zu 5", in Silber . 99.75 100.— dto. in 33 I. rück,, zu 5"/. in 0. W. 87.10 87 30 Nationalbanl zu 5'. ö. W. . . 87.75 68.— Ung.B°dencreo,tanstllltzu5'/,"/. 83.— 84.— «. Prioritätsobligatlonen. Oeld Ware Llis.-Westb. in S. verz. (I. Cm.) -.— —.— ßerd.-Viordbahn in Silber verz. 102. - 102.25 ßrz.-Iof.-Vahn ^ ^ ^ 100,25 100.50 O.«..Ludw..V. i. S. verz. I. Vm. 10160 102.— 0tytrr. «orbweftbazu . . 100— 100b0 ^^---------^ZV Tiebenb. «ahn in Tllber ve«. . «°^. ,zz9.^ St°at«b.O.3'/,kb00Fr.^l.d W ^H ^ Pari«, fllr 100 Franc« ' . „«. ^.