Nr. 92, Dienstag, 23. April 19"7. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitung VriinumernttonsprtiS: Mit P ostv^rs >> n du ng: nanziuhri» 30 li, lialbjälii-in ,5 X. Im Kontur: ganzjäyrig . »2 ^, lialbjäbrig ,1 X. Für die ZiisteNung ins Haus ganzjährig 2 «. — Insrrtionögcliühr: ,^ür lleinc Inftrate biö zu 4 Zeile» 5<» l>, gröftere per Zeile 111 d; bei üslerc» Wiedriliuluugen pcr Zeile « t>, ' , Dir «Laibacher Zeitnnq» erscheint tWich, mit Untnahm« ber Sonn- und sseiertage. Die Administration wfinbtt sich Nonurrfiplllh Nr, 2, die McdaMon Taünotiunassr Nr. i«. Eprechsluude» ber Ncdalliun vuii » bi« u> Udr vor« ulittage, Uuflanlieite Briefe werden nicht angenouimen, Manuslripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Geil. Seine k. lind k. Apostolische Majestät haben ?üit Allerhöchster Entschlicßling vom l. Xpril d. I. aii5 Anlas', dor zll (ihren der !5i).> Wiederkehr des Geburtstages Nolfgaiig Amadeus Mozarts in, Salzblirg abgehaltelien Musi'lsi'ier der Kammer-sängerin Frall Lilli L e h in a n n -Kalis ch in Berlin das Goldene Verdienstkreuz mit der Krone und dem Direktor des „Mozarteums" Josef Friedrich H u in in e l in Salzburg das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens allergnädigst zn verleihen, fer nei- ans demselben Anlasse huldvollst zn siestalten geruht, daß dein königlich bayrischen (General' Musikdirektor in München Felir M ottl nnd dem Direktor der Hofoper in Wien Gustav Mahl e r der Ausdruck der Allerhöchsten Anerkennung be-kanntgegebeil werde. Der Ackerbanminister hat den Markscheiders Adjunkten Vlastimil Houska -in Idria zum Markscheider eniannt. Den 20. April 1907 wurde in der t. k. Hof. und Staats-drnclerci das XI^VIII. Stück des Rcichsgeschblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben nnd versendet. Den 20. April 1907 wurde in der k. k. Hof. und Staats. druckerei das XVII. Stück der italienischen, das XXVII. Stück der böhmischen und polnischen, das XXIV. Stück der böhmischen und das XXXVI. und XXXVII. Stück der slowenischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes vom Jahre 1U07 ausgegeben und versendet. Den 22. April 1907 wurde in der l. k. Hof« und Staats» druckerei das VI. Stück der polnischen, das XXIV. Stück der rumänischen, das XXIX. Stück der kroatischen, das XXXI. und XXXVII. Stück ber böhmischen und rumänischen, das XXXVIII. und XXXIX. Stück der polnischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes vom Jahre 1907 ausgegeben und versendet. Nach dem Nmtsblatte zur «Wiener Zeiwng» vom 20. April 1907 (Nr. 9l) wnrde die Weitervcrbreitung folgender Preß-erzeugnisse verboten: Nr. 81 .Voltszeitung» vom 17. April 1907. Nr. 372 «Der Tiroler Wastl. vom 14. April 1907. Nr. 4 «Aussig.Karbitzer Voltszeitung» vom 15. Aplil 1907. Nr. 31 «ttoricil» vom 16. April 1W7. Nr. 8 «^iijm)' üuuiiölli 8tr»,xe» vom l17 ihre Macht verlieren könnte, und wolle deshalb sich die Zollschranken, die Ungarn im Jahre, 1917 ohne Vereinbarung haben kann, hellte schon vertragsmäßig von Österreich sichern lassen. Eine österreichische Regierung aber, die selbst das Kreuz aufrichten wollte, an dem unsere Wirtschaft festgenagelt werden sollte, müßte unsere Interessen verraten. Das vom Ministerium Beck anzunehmen, ist aber kein Grund vorhanden. Die „Arbeiterzeitung" sagt, Kossuths Plan bestehe im Wesen darin, daß Österreich - Ungarn helfen soll, wirtschaftlich selbständig, das heißt von Osterreich unabhängig, zu werden. Dieser Plan sei für Österreich unannehmbar lind ihn Österreich an zuraten, wäre schlechthin ein Verbrecheil. Deutschland und Marokko. Man schreibt aus Berlin: Die von manchen französischen und englischen Blättern aufs neue erhobenen Angriffe gegen die deutsche Politik wegen angeblicher Verletzuug der Algeciras - Akte verrät dcntlich, daß es sich dabei nicht immer bloß nur Voreingenommenheit,, sondern um Unkenntnis der getroffenen Vereinbarnngen und der wirklichen Lage handelt. Wenn auswärtige Organe eine Ve- Feuilleton. Eine Künstlerin. Skizze von A. von Mülow. (Nachdruck verböte»,) Das Haus ist bis auf den letzten Plah ansvcr kauft. In dem kleinen aber exklusiven Theater herrscht festliche Stimmung. Alles, was zur Gesellschaft zählt, ist erschienen-. auch der Hof hat sich vollzählig versammelt. Lyda Heinz, die gefeierte Sängerin, nimmt heute Abschied von den kunstliebcnden Einwohnern der herzoglichen Residenz. Der Kapellmeister hebt jetzt den Taktstock. Die Mignon-Ouvertüre beginnt. Mit mattem Interesse folgt man dein foinabgetönten Vortrag des Orchesters und dann dem koketten Spiel der reizenden Philine. Man will hente nnr Lyda Heinz sehen nnd hören-, ihretwegen ist man hier. — Aller Angen richten sich jetzt aus die Bühne. Sie muß gleich auftreten. Da ist sie! Das ist Mignon, wie sie Goethe gedichtet. Graziös, naiv, in den Augen die lcisgeahnte, ungestillte Sehnsucht. Mit Spannung folgt MQN ihrem vollendeten Spiel. Jetzt er> klingen die ersten Töne des Liedes: „Kennst du das Land?" Wie ihr Vortrag fasziuiert! Sie tritt näher an die Rampe und fährt fort: „Kennst du dos Haus, das Haus?" Ihre tiefen, schwarzen Augen sind fragend w die Ferne gerichtet. Da! Was ist's? — Sie bricht mitten in der Strophe ab. Sie ist totenbleich. Eine Ncweszuna aekt durch den Zuschauerraum. In der fürstlichen Loge erhebt sich der Thronfolger. Lyda Heinz wird ohnmächtig. Doch nein! Ihre Hand fährt leicht über die Stirne, als wolle sie etwas wegscheuchen', ein wehes Lächcln zuckt um ihre Lippen. Dann setzt ihre volle Stimme ein: „Dahin möcht' ich mit dir, o mein Geliebter, zieh'n!" Im Zuschauerraum atmet man erleichtert auf. Lyda Heinz singt und spielt wie sie es noch nie getan. Man jubelt ihr zu. Man ruft sie bei offener Szene. — Der erfte Alt ist zu Ende. Der Vorhang fällt, um sich inrnnr wieder zu heben. Die Bühne ist in einen blühenden Garten verwandelt. Lyda Heinz steht inmitten der Kinder floras. Sie verneigt fich mit lächelndem Mnnde. Ihre Augen strahlen. In ihrer bchaglichen Garderobe sinkt sie ermattet anf den Stuhl vor ihrem Toilettentisch. Sie starrt einen Augenblick wie ill Gedanken verloren vor sich hill. Dann springt sie auf und durchmißt mit hastigen Schritten den engen Raum. Ihre Pulse fllegcn. — Endlich, elldlich hat sie erreicht, was sie seit Jahren erfleht. Sie hat ihm zeigen können, daß sie eine Künstlerin ersten Ranges ist, daß die Kunst den Flecken getilgt, der ihren Namen entchrt hat. Nein, es war keine Halluzination, als sie vorhin das sehnsuchtsvolle Lied gesungen! Sie hat ihn am Schluß de5 Aktes bei hellerlenchtetem Haufe wiedererkannt. Groß und schlank, etwas vorgebeugt,, hatte e>r an der Brüstung der Loge gestanden, seme, Allgen tief in die ihren bohrend. O, wie er alles wieder in ihr wachrief! All das Glück, all das Elend längst verflossener Tage! Ein bitteres Lächeln guckt um üydas Lippün. Sie läßt sich .M die Eouchette, die quer durch den kleinen Raum gestellt ist, nieder und verbirgt ihr Gesicht in den Händen. Damals, vor sechs Jahren, war sie die viel-beneidele Tochter des reichen Bankiers Heinz und die strahlende Braut jenes vornehmen Mannes, der all diese Erinnerungen wieder heraufbeschwor. Und dann brach daö Unheil über sie herein. Lyda stöhnt leise. Es war zuviel auf einmal! Ihr Vater ein Ehrlofer, ein Betrüger. Ihr guter Name in den Staub getreten, durch fensationslüslerne Zei-tungen gezerrt. Ihre Mutter, Zart und leidend, überlebte zum Glück nicht die Schande. Sie starb a>r Herzschlag, als sie die Nachricht von ihves Maunes Selbstmord erhielt. Und sie, die in den Tagen des Glückes sich kaum der Freunde erwehren gekonnt, stand allein — gemieden — verlassen. Tann kam noch die schwerste Erfahrung für sie. Sie mußte ihn, der mn sie geworben, als der Name ihres Vaters makellos, freigeben. Sie hatte mit Bangen nnd leisem Hoffen seiner Antwort geharrt. Er, der ihr heiße, ewige Liebe geschworen, tonnte sich in dieser Zeit, in dor sie des Haltes mehr denn je bedürfte, nicht von ihr lossagen. Doch er hatte eine Position in der Welt, er mußte Rücksichten nehmen. Sie hatte es ja auch verstandeil und korrekt gefunden, als auch er sie verließ. — Lyda schauert bei der Erinnerung an die harten Schick^ salsschläge jener Zeit fröstelnd znsammen. Sie war damals in wenigen Tagen nm Jahre gealtert. Aus dem verwöhnten, tändelnden Mädchen reifte sie zum denkenden Weibe, das nur noch einen Lobend zweck kannte, den Namen ihres Vaters wieder zu Ehren zu bringen. Doch wie? Elend und grau lag das Leben vor ihr. (Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 92.______________________________ 834____________________________23. April 1907. vor^uguug der Deutschen bei den Hafenarbeiten il Tanger und Larache kritisieren, so vergessen sie oaä im September 1905 vereinbarte Pariser Protokoll, in dein diese beiden Plätze den deutschen Unter' nehmern, mit denen damals bereits Unterhaus Inngen angeknüpft waren, für die Hafeuarbciten ebenso reserviert wurden, wie den Franzosen andere Plätze für die gleichen Arbeiten. Tiefe Beschwerden ermangeln also jeder Grundlage, soweit sie in den Verträgen gesucht werden könnten. Noch augenfälliger liegt die Angelegenheit des Baues einer Ab-zugskaual'Anlage in Tanger, die in den letzten Tagen von manchen französischen Blättern lebhaft besprochen wurde. Tatsächlich hat der Maghzen mit dein deutschen Unternehmer der Hafcnarbeiten in Tanger, Netschcnhausen, hierüber Verhandlungen geführt und vielleicht auch zum Abschluß gebracht. Er hat, dies aber lediglich getan in Ausführung eines Ersuchens, das am 5. Mai vorigen Jahres der aus den Mitgliedern des diplomatischen Korps in Tanger gebildete Sanitätsrat an die marokkanische .Negierung gerichtet hat. Es ist unerfindlich, wie jetzt ein Mitglied dieses Sanitätsrates, nämlich der französische (Gesandte, sich sollte auf die Seite derjenigen stellen können, die in der Ausführung dieses strikt gehalteneu Auftrages des Sanitätsrates eine Verletzung der getroffenen internationalen Abmachungen erblicken wollen. Allerdings darf angenommen werden, daß man auch auf französischer Seite alsbald allgemein einsehen wird, wie diese Vorfälle durchaus nicht geeignet sind, ernstliche Beschwerden gegen die Haltung Deutschlands irgendwie zu begründen, nnd wie etwaige Meinungsverschiedenheiten in solchen untergeordneten Angelegenheiten ohne weiteres durch gegenseitige Verhandlungen und Aussprache von selbst verschwinden müssen. Politische Uebersicht. Laib ach, 22. April. Voll den Äußerungeu die Seine Majestät der Kaiser bei den verschiedenen Besichtigungen in Prag gemacht hat, sind die nachträglich bekannt gewordenen Worte hervorzuheben, die er nach dem Besuche der Modernen Galerie an den Abgeordneten Dr. Kranckr gerichtet hat: „Ich bin froh, daß es zwischen den beiden Nationalitäten auf diesem Boden in gutem Einvernehmen geht. Ich mache diese Bemerkung schon in einigen Institutionen, wo für die höheren Ziele eines einigen Vaterlandes einträchtig gearbeitet wird." In Prag war das Gerücht verbreitet, daß sich der Monarch entschlossen habe, seinen Aufenthalt auf dem Hradschin zu verlängern. Bei den kompetenten Hofämtern ist indes von einer Änderung der bestehenden Dispositionen nichts bekannt. Tie Berliner „Neuesten Nachrichten" melden, daß noch im Laufe des April zwischen dem öster-reichischeu Minister des Äußern, Freih. v. N h r e u-t h a l, und dem italienischen Minister Tittoui eine Begegnung stattfinden werde. Aus Lyon wird gemeldet: Bei einen: Bankett der Lehrer, welchem Sarrant präsidierte, hielt dieser eine Rede, worin er die Haltung der Negierung gegenüber a ufrühr e r ischen Bett m t e n rechtfertigte nnd erklärte, die Einführung der Anarchie in der Verwaltung würde die Verwirklichung demokratischer Reformen verhindern. Er legte die unheilvollen Konsequenzen dar, die ein Streit der Lehrer nach sich ziehen würde, und wandte sich gegen jene, die vergeblich den Patriotismus zu ertöten versuchen. Das englische Unterhaus hat am 16. o. die vom Kabinett Eampbell-Bannerman vorgeschlagenen Abänderungen der Geschäfts-ordu u n g endgültig genehmigt. Über den Gang der bezüglichen Verhandlungen und das Ziel dieser Reform wird der „Kölnischen Zeitung" aus London geschrieben: Es handelt sich darum, den weitaus größten Teil aller Vorlagen für die Einzelberatung vor ständige große Ausschüsse zu verweisen. Dafür soll dann der Spielraum für die Erörterung dieser Vorlagen in der Gestalt, wie sie aus der Eiuzelberatung hervorgehen, vor der dritten Lesuug einigermaßen erweitert werden. Die Opposition sträubt sich gegen diese Neuerungen. Nach ihrer Auffassuua, geht die Regierung viel zu weit in der Bestimmung über die Natur der Vor> lagen, die auf diese Weise der Einzelderatnng im Ausschusse des ganzen Unterhauses entrückt werden sollen. Sogar Gesetzentwürfe über Heer und Flotte sollen auf dem neuen Wege zur beschleunigten Erledigung gebracht uud während eines wichtigen Stadiums der Öffentlichkeit entzogen werden. Außerdem klagt mau auch darüber, daß die angekündigten Erleichterungen der Aussprache über die Vorlage in ihrer veränderten Gestalt vor der dritten Lesung keineswegs den Verheißungen entsprächen, die der Premier vorher darüber gemacht hätte. Kaiser N ikolaus hielt am Ä>. d. M. über das G ard e-K o s akenreg im en t eine Parade ab. Er richtete an die Kosaken eine Aussprache, worin er ausführte, es gereiche ihm zu großer Freude, seiuen Wunsch, ill der Garde Ver treter sämtlicher Kosakentruppen zu haben, verwirklicht zu sehen. Der Kaiser danke allen Kosaken für ihre treuen Dienste, besonders auch denjenigen, die an dem Kriege mit teilgenommen hätten, für ihre Leistuugen in den ruhmreichen Schlachten. Sodann sprach der Kaiser den Offizieren seinen Dank für die glänzende Parade aus und trank auf den Ruhm des Regiments nnd die Gesundheit der Kosaken. Tagesneuigleiten. — (Der chinesische „P r i n z".) Über eine amüsante Gerichtsverhandlung Wirt» aus London berichtet: Mr. Foe Lung, ein Chinese, der in Artistcn-kreisen als „Prinz" Fee Lung, der chinesische Zan-derer, bekannt ist, war der Geklagte. Seine Frau Jennie Fee Lung, eine Engländerin, beantragte Scheidung der Ehe wegcn böswilligen Verlasscns. Tie Klägerin sagte ans, daß sie vor sechs Jahren ihren Manu, 5er wöchentlich 350 Mark verdiente, auf seinen Kunstreiscn begleitet habe. Später aber habe er die Begleitung zurückgewiesen. Als der Vertreter des Geklagten meinte, Jennie habe den Chinesen n.ur geheiratet, weil der Titel Prinz ihr imponiert habe, cntgcgnete, sie, sie habe ihn wirklich geliebt Bei der Vernehmung des Zauberkünstlers leistete dieser den Eid in chinesischer Weise, indem or niederknicte und eine Untertasse fallen ließ. Er sagte dann, er habe scine Frau nicht mehr mitgenommen, weil sie für seinen Trick „Verschwinden einer lcdenden Tame" zu dick geworden sei und nicht mehr in die Nöhre hinein, ging, die unter die Bühne führte. Er bestritt ferner, daß er 350 Mark wöchentlich verdiene. Zauberkünstler seicn nicht mehr modern. Die Scheidung wurde ans. gesprochen nnd der geschiedene!! Frau 30 Mark wöchentliche Alimente zugebilligt. Der Nichter führte aus, daß Ehen zwischen Europäern und Asiaten kein Gutes stifte:, könnten, da die Temperamente dieser beiden Nassen zu sehr voneinander abweichen. ^ (Die Stadtki n der n n d die Natu r ) Die Blätter für Knabenhandarbcit, bezüglich der Natnrkenntnis der großstädtischen Schuljugend, vn> osfentllchten vor kurzem eine interessante Statistik. Danach besaßen von sämtlichen gefragten Schülern von sechs nnd mehr Jahren gegen 70 Prozent keine Vorstellung vom Sonnenaufgang und 54 Prozent keine vom Sonnemmtergang. Es ergab sich, daß von den Schillern 76 Prozent noch keinen Tan, 75 Pro» gent noch keinen lebendigen Hasen, 64 Prozent kein Eichhorn gesehen, 60 Prozent keinen Kncknck, 82 Pro-zent keine Lerche gehört: 49 Prozcnt hatten noch keinen Frosch gesehen, 53 Prozent keine Schnecke, aber was schlimmer ist. 87 Prozent keine Birke. 59 Pro-zent kein Ährenfeld, 67 Prozent kein Gebirge und aar ."9 Prozent keinen Fluß. Mehrere Schüler wollten einen See gesehen haben, bci gennner Nachforschung eraab sich jedoch, dnß die meisten einen Fischbehälter auf dein Marktplatz meinten. Auch Heinrich von Treitschke beklagt es eimnal, daß der größte Teil der großstädtischen Gymnasiasten noch keine Viehherde gesehen habe nnd daß so wenige ans eigener Anschauung wissen, woher das Brot stammt, das sie essen. -- (Protektion.) Vor einiger Zeit - so erzählt ein Boulevardblatt - erschien bei einem der bekanntesten französischen Minister eine reizende Frau und bat rührend um ein kleines Avancement für ilnxm Gatten. Minister haben nicht immer Herzen von Stein, nnd die von einem charmanten Lächeln begleitete Bitte wurde fast unverzüglich erfüllt. Soweit war alles gnt; eines Tages aber sah der Minister bei einem offiziellen Empfang den avancierten Herrn X . . . und fühlte stch veranlaßt, ihn nach dem Befinden seiner entzückenden Frau zu fragcn. „Meine Frau?" erwiderte der glückliche Avancierte verwundert: „ich bin ja Junggeselle, Herr Minister!" — Tableau! Es ist nun die Frage, wer sich eigentlich für Herrn X . . . ins Zeug gelegt hat?! — (Der Turnverein in Hon dach.) Im Anzeigenteile der „Sonneberger Zeitung" liest man: „Warnung! Wir warnen hiermit jedermann vor dem Weiterverbreiten des falschen Gerüchtes, daß unsere Fahnenträgerin Fräulein Nosa Hammerschmidt Kinder der Finsternis. Roman von Anton von Perfall. (47. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Sorran blätterte in einem Bande. Johannes aber stand inmitten des Raumes und blickte sich um. Wie ihm das alles seltsam vorkam! AIs ob er diesen Naum schon irgendwo gesehen. Den Schreib' tisch nnt der grünen Lampe, die Vüchcr am Boden — dann dort die Schränke mit den Totenschädcln. — Eben wollte cr hintreten, da begann der Führer von neuem: „Bitte, meine Herren, alles nach der Reihe. Hier ist der Schreibtisch des Doktor Cassan, worauf er sein ganzes Leben gearbeitet hat. Keine Lade, kein Buch, kein Blatt ist verrückt, seit er hier von Mörderhand einen gransamen Tod fand. Sehen Sie, hier lag er. Bitte, bücken Sie sich, da ist noch der Blutfleck zu sehen." Johannes bückte sich und berührte dcn dnnklen Fleck auf der Diele mit dem Finger. „Hier liegt seine Feder, sic war noch naß, als seine Frau die Leiche fand. Er hatte damit eben die Kopftabelle des Mörders aufgezeichnet, den cr als Versuchsobjekt hatte kommen lassen. - Georg SW» bensand war sein Name." Johannes stand, von seltsamen Schmiern ergriffen, vor dem Schreibtische. — Er sah das Furcht> bare sich abspulen, den Griff des Mörders, das Stür- zen des Opfers. — Die Finsternis war heraufgestiegen, ihren ratlosen Gegner zu vernichten. Die Tränen traten Johannes in die Augen, eine tiefe Verehrung, eine wahre Liebe, rcgte sich in ihm. für den edlen Toten, dessen Geist ihn während jahrelangem, rastlosem Streben umweht, ihn im vollsten Sinne des Wortes hierhergeführt, an die Stätte seines granscn Todes. Er war ja anch für ihn gestorben, für alle Elenden, Verlassene, sein „wahrer Vater", wie ihn Frau Marianne in dem Briefe an den Rektor nannte. Soran verstand den heiligen Ernst, der über dcn Freund gekommen. Er legte die Hand alls seine Schulter. „Jetzt kannst du voller Ehren vor ihm bestehen! Keiner so wie du! Mit offenen Armen tät cr dich empfangen." „Und wem habe ich es zu danken? Dir — nur dir! — Sonst -^ mir graut, wenn ich daran denke — im Nacken habe ich ihn gespürt, den Griff-------- du wcißt schon, welclien ich meine!" Johannes war stark erregt. „Es ist doch sonder- bar — oder erkläre es mir--------ich bin hier nicht das erstemal in meinem Leben." Johannes sah sich von neuem, mit großem Blicke nm. „Meine Herren, ich muß sie bitten," begann jetzt ler Führer ungeduldig. „Hier ist der Schrank mit den berühmten Verbrecherschädcln, alle von Herrn Dr. Cassan selbst gesammelt. Sie können überall die Namen lesen. Das rote KroiH ans der Stirne bedeutet ,Hingerichtet'." Der Führer legte den. Finger auf cinen anf--fallend kleinen, wie es schien, wohlgebildeten Schade!. „Hier haben Sie z. B. den Kopf der berühmten Scltnerin, die ihren Mann und drei, Kinder um» gebracht - hier den des berühmten Raubmörders Petrik! Sehen Sie das rote Kreuz? Hingerichtet :l,iln(> 17 ... zu Magdeburg. Es war das Lieb-üngsstück des Dr. Cassan. Sie können noch seine Zeiche» daranf lesen.--------Hier aber", er hob einen blendend weißen, stark gewölbten Schädel heraus, „ist der interessanteste! Der einzige, welcher nach dein Tode des Dr. Cassan in die Sammlung kam. Den hat die Universität hereingestiftet--------es ist der Kopf des Mörders Georg Stnbensand! Sehen Sie sich die Bestie nur gen an an, meine, Herren, das ist interessant!" Johannes war bisher lediglich von wissenschaftlichem Interesse geleitet; wich cr auch, trotz aller Ver. (brung, in seinen Anschauungen entschieden von Cassan ab, indem er sein Hauptaugenmerk von dem Anatomischen hinweg auf das rein Psychische lenkte, !0 konnte cr doch dcn charakteristischen Ansdrnck gewisser Triebe und Fähigkeiten in dem Aufbau des Schädels nicht lengnen und eben jetzt drängte sich ihm diese Beobachtung von neuem auf. Beim Anblick diescs Kopfes aber in den Händen des Führers vergaß er augenblicklich jede Theorie, der rein menschliche Schainer regte sich in ihm, ver« bunden mit einer völlig unwissenschaftlichen person« lichen Neugicrde. Das lvar also das Ungehener, welches das Un-begreifliche vollbracht, diesen edlen, nur dcr Arbeit Icbcnden Greis um einige Geldstücke zu ermorden. (Fortsetzung folgt.) Lllibacher Zeitung Nr. 92. 835 2Z. April 1907. in andere,: Umständen ist. Nicht diese, sonderll die Begleiterin Eiluna Althaus ist es. Da diese die Fahm nicht in die Hand bekoninien hat, so ist unsere Fahne als nnbefleckt zu betrachten. Diejenigen Personen, welche sich wiederholt der unverschämten Lüge be-dienen und uns mit unserer Fahne beleidigen, wer t>en wir gerichtlich belangen. Der Vorstand des Tnrn Vereines Hönbach." — (E in te n r e s F l n ch w o lt.) Ein einziges Wort seiner kapriziösen und temperamentvollen Gattin, das diese bor zwei Jahren im hiesigen „Wal dors Astoria" dem Architekten Abner I. Haydel zugeworfen hatte, muß von dein bekannten Multimillionär Mr. Howard Gould uach dem endgültigen Urteil ter letzten Instanz, des Appellationshofes in Albany, mit der Summe von 28.059 Dollars befahlt werden. Mrs. Gonld geborene Katharina Clemonnts, eine ehemalige Schauspielerin, hat sich durch ihr lebhaftes Temperament schon mehr Prozesse zugezogen als zwei Dutzend gewöhnlicher Sterblicher zusammengcnom wen. Der Kampf, welchen der Architekt gegen, die Millionärin führte, hebt sich aber infolge seiner außerordentlichen Erbitterung weit über die früheren Schar mützel hinaus. Mr. Haydel hatte der Millionärin wieder einmal Pläne für ein neues Schloß vorgelegt, aber diese fanden ebenso wenig Gnade in den Angen cer Dame als die früheren zahllosen anderen. Als Mr. Haydel sich die Bemerknng erlanbte, das; er sich nähere Angaben ansbitte, nm oas Nichtige zn treffen, öffnete die Dame die Tür und rief der Dienerschaft zn. den „verdammten Architekten die - Marmortreppe hinnnterznwcrfen". Der Beleidigte strengte daraufhin eine Klage auf liO.OM Dollars Schaden ersatz an und erlangte ein Urteil auf 25.000 Dollars, Mr. Gould hat erklärt, er werde die Summe nicht zahlen, worauf Haydel bemerkte, er werde das Geld einfach durch den Sheriff einziehen lassen. Lolal- und Proliinzial-Nachnchten. Wiihlcrvcrfammlunss. (Schluß.) Nachdem zn den Ausführungen des Herru Bürgermeisters niemand das Wort ergriff, trat nls zweiter Redner Herr Dr. Tavöar auf. Durch laute Zurufe uno Händeklatschen atklamiert, erklärte er, .Herr Bürgermeister Hribar brauche keineswegs sein . (Dr. Tavüars) Kortege (Zustimmung), wie dies in einem Blatte bemerkt worden sei. Wolle Hribar das Neichsratsmandat für Laibach übernehmen, fo müßte die Stadt höchst nndankbar sein, wenn sie ihm diese Ehre nicht znwendete, eine Ehre, die in jeder Ve-ziehnng mehr einer Dornenkrone als einem Lorbeer-kränze ähnlich sehe. Aber Laibach müßte auch blind sein, wenn es bei der Wahl nicht für seinen Bürger, meister einstünde. Unter den Gegenkandidaten komme nur einer in Betracht. Das Tentschtnm in Laibach sei ein dürres Väumchen; wenn ihm auch in der neuesten Zeit einige politische Gärtner das Neislein der klerikalen Freundschaft aufpfropfen wollen, so werden sie dabei kein Glück haben. Ebenso sei es nicht glanbwürdig, daß die Sozialdemokraten dieStadt in ihre Gewalt bekämen. Ihre Führer haben zwar einen breiten Mund und hochtönende Lante (Heiterkeit), aber es gebe viel mehr Geschrei als echte und wcihre Kraft. Es bleibe alfo nur ein Gegenkandidat, der der Klerikalen, übrig. Herr Ivan Kregar sei im Privatleben aller Ehren wert; er sei ein vortrefflicher Gewerbsmann nnd ein gntcr Familienvater, aber als Politifche Kapazität ähnele er nur einem harmlosen Schreck bilde. (Lebhafte Heiterkeit.) Wolle Laibach zwischen Hribar nnd Kregar wählen, so befinde es sich in der Lage, als hätte es zwischen einem blanken Dnkaten und einem gesprungenen Nickelgroschen zn wählen. (Erneuerte Heiterkeit.) — Sei auch bei jeder Wahl die Person oes Kandidaten nicht ohne Belang, so bleibe doch stets die Idee die Hauptsache. Diese Idee sei im vorliegenden Falle die des unerbittlichen Kampfes gegen den Klerikalismns, gegen die Reaktion, deren Hanptvertrcter im Lande Herr Dr. ßu-ster^iö sei. (Lebhafter Beifall.) Dieser strecke feine Finger nach Laibach in der Gewißheit ans, daß die fortschrittliche Partei nur dann zu Boden geworfen würde, wenn man ihr diese Stadt entrisse. Hoffentlich werde die Stadt Qaibach am 14. Mai dem politischen Vielfraß (Heiterkeit) würdig dadurch ihre Antwort erteilen, daß sie Hribar zn ihren, Abgeordneten wähle. Dadurch werde sie sich neuerlich als eine unerbittliche Gegnerin der Klerikalen erweisen (lebhafter Beifall), und auch dokumentieren, daß sie nicht willens sei, eine Magd des Herrn Ivan Kusterkw zu werden. (Händeklatschen.) Dem Bürgermeister Hribar müsse wohl jedermann das Zeugnis ausstellen, daß er ein zartfühlender Mensch sei der niemandem ein Leid zufüge. (Zustimmung,) Hribar sei durch «'ld durch anstimdig, weit anständiger als er (Redner) selbst. (.Peüen- <' te.it.) AVer die ganze Anständigkeit habe ihm veil l> Dr. äusteMü nichts genutzt. — Die Agitation gegen l> Hribar verurteile sich selbst und fei namentlich einer ^, Partei unwürdig, an deren Spitze der Bischof Anton > Äonaventnra steche. Hribar könne übrigens die Hetze >. wohl vertragen; könnte er Wunder Wirten, so würde er von Dr. ^ustermö und dessen Freunden ebenso gesteinigt werden, wie dies seinerzeit mit den Heiligen 5 geschah. (Zustimmung.) Allein die Agitation des .! Dr. HusteMö schädige anch dessen eigene Partei. Er begleite seine Kandidaten ans Wahlversammlungen; - führe er beispielsweise Gostulöar nach Loitsch, so sage - er, er sei selbst überzeug!, daß Gostinoars Köpfchen ,l Ziemlich leer sei (Heiterkeit), aber er - Dr. ttnster !, «i<5 — werde auch schon selbst den Bezirk vertreten. . Dies heiße jede politische Tätigkeit lächerlich machen. ^ Wie Dr. Tavöar des lveiteren bemerkte, reite 5 Dr. ^usteräiö mit Vorliebe ein gewisses altes Eselein, l (Heiterkeit.) Er habe schon einigemal behauptet, daß Neoner im Jahre 1901 als der einzige gegen den ^' Antrag des damaligen Reichsratsabgeordneten Ven-^ cajz nnd Genossen, betreffend die Abschreibu.lg des Erdbebendarlehens für Laibach, aufgetreten sei. Dies i wäre wohl nicht einen Augenblick geheim geblieben ' und die Laibacher Wähler hätten ihn schon im Jahre ^ 1901 sicherlich ausgehängt. (Ruf: Gekreuzigt!) Doktor i° ^uster5il> st'i selbst von der Unwahrheit seiner Bc° 1 hanptnng überzeugt, aber er brauche eben ein Ägi-' tationsmittel. Die Sacl>e fei gänzlich erfunden. Bm> ^ germeister Hribar, Redner sowie andere, die die Interessen Laibachs vertraten, haben im Jahre 1901 Er-' leichterlingen für die dnrch das Erdbeben geschädigten Halisbesitzer zu erwirken gesucht, aber jeder ernst , denkende Mensch sei sich hievei darüber klar gewesen, daß es unmöglich sei, all die Millionen zu streichen, ' die der Staat für Laibach ausgegeben hatte. Im Notstandsausschusse sei Vencajz für den Antrag ein-' getreten, obwohl er von dessen Unausführbarkeit hätte überzeugt fein können; daraufhin seien auch die Ezeä>en, Polen und Tiroler ihrerseits mit Fordernn^ gen anfgetreteu, deren Erfüllung eine Abschreibnng von 40 bis 50 Millionen in Anspruch genommen hätte. Der Antrag Veuzajz sei ein totgeborenes Kind ^ gewesen. Er - Redner ~ - habe nicht gegen den An-' trag gesprochn, sondern ihn sogar befürwortet, ' schließlich aber, da der Notstandsansschnß von einer ^ Panschalabschroibnng für Laibach nichts hören wollte, erklärt, daß wenigstens den ärmeren Hausbesitzern unter die Arme gegriffen werden möge. Der Antrag Venzajz sei dann ins Ministerium gewandert und dort liegen geblieben, ohne daß sich Dr. kuster«ii:, der sich angeblich immer der Interessen Laibachs an-nehme, bis auf den heutigen Tag darnin gekümmert hätte. Dr. Tartar bezeichnete im weiteren Verlaufe feiner Rede die Agitation des Dr. Znster«iö anch als unmoralisch. Dr. ^usteröiü habe den Landesbeamten mit dem Aufräumen gedroht, er wolle sie vor sich zitieren und unter sein Messer bringen. (Heiterkeit.) ^ Wozu gebe es denn eigentlich das allgemeine nnd gleiche Wahlrecht, wenn nicht dazu, daß jedermann ^ nach seinem besten Wissen und Gewissen frei wähle? ' (Zustimmung.) Wenn Dr. ^usterkiö erklärt habe, seine Partei wolle in erster Reche die fortschrittlichen Lnndesbeamtcn massakrieren (Pfni-Nufe), so sehe .« man wieder, welch große Henchelei in dieser Partei ? stecke. (Zustimmung.) Übrigens haue man niemanden, < den man nicht habe. (Heiterkeit.) Solche Tiraden flößen dem Redner keine Furcht ein; gehe die national- j fortschrittliche Partei einig vor, so werde die Slo- ( venische Volkspartei noch lange nicht den Landtag nnd , den Landesansschuß, am alleNvenigsten aber die 5 Landeshauptstadt in ihre Gewalt bekommen. (Zu- < stimmung.) Laibach sei und bleibe fortschrittlich uud ^ werde dies am 14. Mai durch die erdrückende Mehr> j heit dokumentieren, womit Bürgermeister Hribar znm ; Neichsratsabgeordneten gewählt werden soll. (Stur- 5 mische Zustimmung, Avio-Nufe nnd Händeklatschen.) 5 Zum Schlüsse der Versammlnng brachte Herr , Dr. Kokalj ein vom slovcnischen Vereine „Lipa" 3 in Agram eingetroffenes Vegrüßungstelegrnmm au 5 Bürgermeister Hribar zur Verlesung und erklärte, 1 hieran anknüpfend, daß damit anch ein Teil der Ant- s wort auf die vom „Slovenec" anfgeworfene hämische 5 Frage gegeben sei, wer denn eigentlich von auswärts Hribar um Annahme der Kandidatur gebeten habe. ^ Hierauf dankte er den Herren Hribar und Dr. Tav- 3 öar für dereu Reden, wobei er darauf hinwies, daß 1 gerade das Eintreten des letzteren für Bürgermeister 5 Hribar am besten die Berichterstattung des „Slo- f,> venec" illustriere, und erklärte die Versammlung mit ^ dem Nils: „Auf Wiedersehen am 14. Mai!" für gc^ h, fchlofsen. H Eine Bemerkung des Herrn Etbin Kristan, 3 daß man die Gegner der Kandidatur Hribar nicht zu ti Worte kommen lasse, rief im Saale große Erregung I lMvor, die sich durch verschiedene Entrüstungsrufe äußerte und fich nach Verlassen des Saales auch auf die Treppe und teillloeise ans die Straße fortpflanzte. — (Die Fe r ie n.) Wie das k. k. Telegraphen^ Korrefpondenzburmn erfährt, hat der Minister für Kultus und Unterricht angeordnet, daß das Schuljahr 100i)/l9l)7 an allen jenen Mittelschulen, Lehren nnd gewerblichen, kommerziellen nnd nautischen Schulen, sowie verwandten Unterrichtsanstalten, an welchen das Schuljahr normalmäßig mit 15. Juli 19N7 zn enden hätte, anZnahmsnx!ise schon Samstag den -nahmÄ'edingungen" auch bei der nächsten Kadetten-schule eingeholt werden. (V 0 m P 0 stdie n st e.) Die Postamtsprakti-kanten Franz Zorec in Laibach, Franz Turel in Görz nnd Alois K rainz in Trieft wurden zu Postassistenten für Pola, bezw. Görz unö St. Peter in Krain ernannt. (Vom Volksschuldienste.) Zum Snpplenten ber in den zeitlichen Nuhestaud versetzten Lehrerin au der Volksschule iu Sagor Fräulein M. ökrjanec wurde Herr I. HIadnif un.d zur Snpplentin des benrlaubten Lehrers Herrn I. Pel to in Töplitz-Sagor Fräulein Iosesine Haf-1, e r bestellt. Dcr Lehrerin Fräulein Marie P e zdir ill St. Veit bei Sittich wurde eiu zweimonatlicher Krankheitsnrlanb gewährt nnd zum provisorischen Lehrer an dieser Volksschule Herr Leo Pibrovc ernannt. —ik. — (Lan d eshi l fsverei n für Lungenkranke.) Dcr Ausfchnß hat sich in seiner letzten Sitzung folgendermaßen konstituiert: Präsident Höft rat Rudolf'Graf Chorinsky, I. Vizepräsident Advokat Dr. Danilo Majaron. II. Vizepräsident Dompfarrer Kanonikus Josef Erker, Vermögens-oerwalter Direktor Artur M a h r , desseu Stellvertreter Finanzprokuratursadjuukt Dr. Hubert Sou-nan, Generalsekretär Dr. Demeter Ritter von Vleiweis, dessen Stellvertreter Fabrikant Jean V. P 01lak, Ausschußmitglieder: Buchhändler Otto-!nar B a m be r g , 'Oberforstmeister Moritz H l a d i k, Vürgermeister Ivan Hribar. Landesschulinspektor ^ranz Hnbad, Banrat Franz Pavlin, Ober-^andesgerichtsrat Julius P 0 lec, Kommerzialrat Hranz Pov^e, Kanonikus Ivan Sn^nik nnd ^andesregiernngsrat Dr. Franz Znpanc. (Hilfsstelle für Lungenkranke.) Der Hilfsstelle überwiesen Prof. Dr. Alfred von Lalenta nnd Artillerieoffizial Arnold Herd' itczka Vettgestelle, Vaurat Auton Klinar tinderkleider. Die Hilfsstelle hat außerdem im lau-enden Monate angeschafft: bei der Eisenindustrie-^nossenschaft in Kropp zehn eiserne Vettgestelle, rn >er LandesHwangsarbeitZal^stalt W Matratzen- und ßolsterüberzüge nid bei der Firma M. Pakiö einem 9allen Seegras. Mit letztereni fonnten sieben Ma» ratzen und Polster gefüllt und den hilfsbedürftigsten, familion zur Verfügung gestellt werden. Laibacher Zeitung Nr. 92. 836 23. April 1907. — (Oer Abschiedsabend des Schul rates Au gust in West er) vereinigte am ver gangenen Samstag im Glasfalou des Hotels „Ili rija," den Lehrkörper des I. Staatsgymnafiums ü konferenznläßiger Vollzähligkeit und Eintracht, be ehrt durch die Anwesenheit des Landesschulinspektor« Franz Hu bad. Nachdem der Direktor A. Sene koviö die Debatte über den einzigen Verhandlungs ge^enstand eröffnet und sachmäßig eingeleitet hatte wurde, unter Vorantritt des Herrn La^ldesschuliuspek tors zum Gegenstand Rede auf Rede gehalten, ernste, und heiteren Inhalts, ernst in ihren Rückblicken heiter in ihrein Ausblicken, alle gewidmet der Vev gangenheit und der Zukunft des Schulrates We st er Dieser, der einzige Vertreter der Gegenpartei, win aber auch auf die fröhliche Gegenwart hin und grifi auch ans den Ansprachen nur das Heitere auf, das di< Herzen Verbindende. Wenn man noch den äußeren Nahmen einer solchen Versammlung hiuznnilnmt. st ist es im vorlnnein selbsttx'rständlich, das; der vo;i Herzlichkeit, durchdrungene Abend, siehend unter del musterhaften Hannonie im Lehrkörper, einen hiarmo^ nischen Abschluß fand, aber einen Abschluß nur insoweit, um in herzlicher Erinnerung an den gewesenen liebenswürdigen Senior des Lehrkörpers seine Fortsetzung zu finden. —iu— — (A f fcntli ch e r V o r trag.) Heute abend 8 Uhr findet im evangelischen Gemeindesaal ein Vor-trag des Herrn Dr. O. He g e m a n n über „Micliel-angelo und die ikunstidcen der Renaissance" statt. — (Vom L a n d e sw ei n kc l l er.) Wie sehr sich die Weint ostprobcn im hiesigen LandeMx'inkeller eingebürgert baben. bewies abermals der starte Besuch am verflossenen Samstag. Unter den Untert'rainer Sorten wurden diesmal am meisten der weiße Wein aus Over-Strata bei Nudolfswert (Besitzerin Kon-cilja) und ein roter Schilcher aus der Gurtfelder Gegend gekostet, der jedoch bereits verkauft ist. Unter den Wippacher Weinen schmeckten am besten der Rhein-riesling imd der weiße Burgunder aus Slap sowie der feine weiße Tischwein aus St. Veit. Die Damen^ Welt gab dein Unterkrainer Ausbrnch (SüßNx'in) aus Nresolvitz bei St. Barthelnni den Vorzug. Vom oben-genannten weißen Tischwein tonnen einstweilen auch größere Quantitäten vom Keller aus abgegeben werden. ^ Über speziellen Wunsch wird die nächste Weinkostprobe noch einmal in diesem Monate, und zwar Donnerstag den 25. d. M. von 8 bis IN Uhr abends, veranstaltet werden. —m— — (Obstbaukurs in Ka lte n b run n.) Vom Herrn Landes-Weiu- und Obstbaukommissär Fr. G o m b a c- in Laibach erhalten wir folgende Zuschrift: Ich beehre mich die P, T. Obstzüchter aus Laibach und Umgebung uochmals anf diesen, übermorgen in Kaltenbrnnn bei Laibach, nach dein Samstag veröffentlichten Programme stattfindenden eintägigen Obstbauknrs aufmerksam zu machen. Es fei uoch bemerkt, daß die Herrschaft Kallenbrunn von der letzten Tramwaystation beim Garnisonsspital Äwa 20 Minuten entfernt liegt. Beginn des Kurfes u.m halb.10 Uhr vormittags. — (Einführung der Sommerfahr-ordn n n g ab 1. Ma i.) Mit 1. Mai wird auf den gesamten Linien der k. k. östcrr. Staatsbahnen die Sommerfahrordnnng aktiviert. Bezüglich der Linie Tnrvis Laibach S. B. ist zu bemerken, daß dem Bedürfnis nach einer Vormittags- und einer Nach-7nittagsverbilldung im Anschluß an die Tagcsfchnell-züge der Linie Triest k. k. Staatsbahn -Aßling St, Veit an der Glan entsprochen wurde nnd ein nener Zug (Laibach S. V. ab i) Uhr 5 Minuten vormittags, Aßling an 11 Uhr 8 Minuten vornnttags) mit günstigem Anschluß nach Tirol, Prag und Dresden, sowie in der Gegenrichtung ebenfalls ein neuer Zug im Anschluß an den von Dresden. Prag nnd Tirol kommenden Schnellzug (Aßling ab 5 Uhr 2 Minuten nachmittags, Laibach S. B. an 6 Uhr 40 Minnten abends) gesührt wird. Von den übrigen Änderungen wäre zu erwähnen, daß der vormittags von Laibach S. B. abgehende Zng erst um 11 Uhr 40 Minuten vormittags, der Nachmittagszug aber bereits um 3 Uhr 45 Minuten nachmittags abgehen wird. Einem allgemeinen Wunsche entsprechend wird der Nachtzug von Laibach S. V. erst um 10 Uhr 40 Minuten nachts abfahren, indessen der Gegenzng infolge Einlegung eines neuen Zuges auf der Linie Triest k. k. Staats-bahnhof—St. Veit an der Glan (Abfahrt Triest k. t. Staatsbahnlios um 5 Uhr nachmittags), dessen Au,-schlnßzng etwas später, d. i. um 11 Uhr 50 Minuten nachts nach Üaibach T. B. kommt. Die Züge der Linie Laibach—Stein sowie der Unterkrainer Bahnen erleiden nur unwesentliche Auderungen. — (Eine H i n te r l a s fen sch a f t in A me» rika.) Wie man ans Washington schreibt, ist Ende Februar l. I. m Nock Springs, Wyoming, Vereinigte Swatcn von Äniorila, om aus Österreich stammender . Schuhwarenhändler und Realitätenbesitzcr namens - Johann (John) Kastner mit Hinterlassung eines grö° - ßeren Vernwgens ohne letztwillige Verfügung und i ohne genügend bekannte Leibcserben gestorben, über - die Herkunft nnd den Lebenslauf Kastncrs ist nur s so viel bekannt, daß er im Jahre 1854 in Steier- - mark oder Nicderösterreich, oder möglicherweise in . Oberösterreich nahe von Linz geboren wurde, daß . seine Muttersprache die Deutsche war und da,ß er - anßcrdem der englischen und auch eiu wenig der cze-, chischen Sprache kundig war. Ferner Mint es fest. , znstehen, daß er in der österreichisch-ungarischen - Armee bei den Feldjägern gedient und den Feldzng . in Bosnien in den Jahren 1878 und 1879 mitgemacht > hat. Bezüglich seiner Angehörigen ist zu verzeichnen, s daß vor etuia sechs Jahren seine Mntter noch gelebt : hat und daß sich vor fünf Jahren seine verheiratete > Schwester, die drei Kinder haben soll, wegen einer ' Unterstützung an ihn gewandt hat, Der Nachlaß Io- > bann Kastners befindet sich in Verwahrnng und Ver-' waltung gerichtlich bestellter Administratoren. Erb- - ansprüche iu dieser Angelegenheit sind dem k. u. t. - Generalkonsulate in Chicago zur Kenntnis zu bringen. ' — (Warnung vor A u s w a u d e r u u g.) Auswanderer, welche sich durch die Niederlande nach England begeben wollen, sei es um dort zu bleiben, ^ sei es um von einem englischen Hafen aus nach Amerika oder nach einem anderen Lande abzureisen, wird die Durchreise durch die Niederlande, nur dann gestattet, wenn sie im Besitze einer von dem Polizeikommissär in Rotterdam ausgestellten uud mit dessen amtlichem Stempel versehenen Polizeitarte sich befinden. Diese Karte können die Answanderer durch die Schiffahrtsgesellschaften, mit welcken sie die Teereise machen werden, oder durch deren Agenten erhalten. Überdies müssen die erwähnten Auswanderer bei ibrer Ankunft in den Niederlanden mit einer Fahrkarte versehen sein, auf Grund welcher fie mindestens den Hafenplatz, von welchem au5 sie verschifft werden sollen, erreichen können. Auswanderer, welche ohne den, vorstehenden Bedingungen zn entsprechen, das !^and betreten, lanfen Gefahr, in den nieder-ständischen Häfen zurückgewiesen zn werden. Zurück-l kehrenden Auswanderern, welche in den Niederlanden ankommen, wird, falls fie lichen Arbeitern ist von der Auswanderung nach Rio Grande do Sul dringend abzuraten. Auch landwirt-schaftlichc Arbeiter nnd Taglöhner finden absolut keinen Verdienst. Uugünstig sind serner im allgemeinen die Aussichten für gelehrte Berufe, wie Juristen. Philologen, Ingenieure, Veterinäre :c., feruer für Künstler und Volksfchullehrcr. Ärzte dagegen können auf ein gutes Fortkommen rechnen, besonders wenn fie fich entschließen, ihre Prax.is im Innern des Landes auszuüben. Die ausländischen Ärzte haben sich in Rio Grande do Sul keiner Über Prüfung zu, unterziehen, sondern nur ihre von einer brasilianischen Vertretung in Europa legalisierten Diplome, registrieren zu lassen nnd von der Gcsund-heitsbeliörde die Erlaubnis znm Praktizieren ein-znholen. Auch Privat lehl-er, welche lateinischen, französischen nnd mathematischen Unterricht geben kön len, desgleichen Mnsitlehrer. können, wenn sie tüchtig sind. gnle Umgangsformen haben nnd über Verbin-dnngen und Empfehlungen verfügen, in der Hanpt-stadt Porto Alcgre guten Verdienst finden. Bauern familien mit einigem Vermögen (800 bis 1000 Iv) würden zwar. was die Bodenbeschaffenheit und den billigen Preis der Grundstücke anbelangt, günstige Ansiedlungsbedingnngen vorfinden- es muß jedoch derzeit auch ihnen von der Einwanderung unbedingt abgeraten werden, weil die Kommunitationsverhält-nisse im ganzen Staate uud namentlich in den von jedem Markt- und Handelsplatze weit entlegenen neuen Kolonien derart schlechte sind. daß für die Kolonisten jede Möglichkeit fehlt, ihre Produkte auf den Markt zu bringen oder sonst zu verkanfen. — (Abonnements bei den österreichischen Staats bah neu.) Wie in den Vorjahren, gelangen auch heuer in der Zeit vom 1. Mai bis 30. September bei den österreichischen Staatsbahnen Zeitkarten mit fünfzehn- und dreißigtägiger Gültigkeit für bestimmte Bahngruppeu zur Ausgabe. Derzeit bestcheu solche Karten für je Zwei Vahngruppen im Salzkammergute, in Böhmen und Gnlizien, dann sür das Sudetengebiet und das Wiener Ansflugsgebiet, Diefe Karten, welche innerhalb ihres Geltungsbereiches zur beliebig oftmaligen Fahrt mit allen fahrplanmäßigen Zügen berechtigen, erfrenen sich, zumal auch ihr Preis ein äußerst billiger ist, beim Publikum großer Beliebtheit; ihr Absatz steigt von Jahr zu Jahr. Vielfachen Wünschen entsprechend, beabsichtigt die Staatseisenbahnverwaltnng. diese Abonnements anch für einzelne weitere Grnppen, nnd zwar insbesondere auch für das Gebiet der neueröffneten Alpenbahnen einzuführen. — (Winter im Frühjahr.) Am 20., 21. und 22. d. M. früh wurden in Unterlrain Fröste mit — 2 Grad Neanmur konstatiert. Die Vegetation steht seit den letzten drei Wochen ganz still, was insbesondere au Kastanienbäunlen und Hollu.lder ins Auge fällt. Infolge der nngünstigen Witteruna, wurde nicht einmal der Hafer ansgesät, während an die Aussaat von Kartosfeln gar nicht gedacht werden konnte. Am 22. d. endlich stellte sich der erste eigentlickie Frühjahrstag ein, — (Lauter E i u h cl I e rstü cke.) Der in Pferdehändlerkreifen wohlbetanntc Noßkamm Nogclj ans Kandin verkaufte am letzten Pferdemarkte in Laibach zwei selten hohe Pferde gegen die Verabmachung, daß ihm der Känfer den bedungenen Kaufpreis per Post nnweise. Der Käufer hielt getreulich Wort, doch nicht ohne dem sonst humorvollen Nogelj einen bösen Streich zu spielen. Am verflosfenen Freitag langte ein Wertpaket im Gewichte von 7 Kilogramm für Rogelj ein, worin der Knnfschilling, ans lanter Eiu° hellerstücken bestehend, enthalten war. Wie lange sich Rogelj mit dem Abzählen der Heller abmühte, sagt er nicht, wohl aber bietet er ingrimmig seine Münzsammlung den meiste-i Gewerbetreibenden in Kandin und Rndolfswert znm Umwechseln an . . . (Neubau einer Kirche.) Die zur Pfarre St. Veit bei Sittich gehörige Filialkirche in Grcßgaber, die ihrem Zwecke nicht mehr genügt, wird durch einen Nenban ersetzt werden. Die tech nischen Vorarbeiten sind bereits im Zuge, —ik. — (Elternabend in Islak bei Sagor.) Im großen Nestaurationssaale des Thermalbades Gallenegg bei Islak sand am verflossenen Sonntag nachmittags ein Elternabend statt, der sich eines sehr gnten Besuches, überwiegend aus ländlichen Kreisen, zn ersreucn hatte. Hiebci behandelte der Lehrer Herr I. Pelko ans Töplitz-Sagor das Thema „Die Er-zichnng der schnlbesuchendcn Jugend" in leicht faßlicher Weise. Seinen Vortrag schloß der Genannte mit einem Appell an die versammelten Eltern, der Lehrerschaft stets bei der Erziehung der Kinder behilf lich zn fein. An diefcn Vortrag reihte fich die Beschreibung einer Reife durch Italien mittels Skiopti« konbildern an. Die Anwesenden folgten mit ficht,« lichem Interesse der Reise, die Herr Lehrer F. L u 5. ar ans Islak in fesselnder Weise schilderte. Beiden Vortragenden wurde am Schlüsse der lebhafteste Beifall zuteil, —ik. — (Lehrerferialkurse an der Universität Graz. 4. bis 25. August 19l)7.) Es werden die Lehrer und Lehrerinnen, welche an diesen Kursen teilnehmen wollen, darauf anfmerkfam gemacht, daß die Quäftur der k. k. Universität ill Graz zwar sehr gerne bereit ist, Auskünfte, zu erteilen, daß diese aber in einer ganz ansfnhrlichen Weise in dem Verzeichnis der Vorlesungen der Fe-rialknrse enthalten sind. Diese Verzeichnisse können gegen Einsendung des Betrages von 2agl.'n nach Hanse ssebracht. ' (E n t s p r n ü g c n.) An: 1K. d. M. nachts >st anv dem bezirtsgerichtliche.i Gefängnisse in Loitsch cin jähriger Mann cntsprnng^'n, der sich Johann König nannte und in, St. Hcrmagor in Kä'rnten zu Hause sein soll. Er ist groß, stark, hat ei,ne etwas gebogene Nase, einen kleinen blonden Schnnrrbart und ist anf ewer Hand tätowiert. Er trug grane ländliche Kleider sowie schwarze Schnürschuhe. * (Ein T i c b sk o n so rti u m.) Zu Anfang dieses Monates wurde, wie bereits mitgeteilt, der WMirige Fleischbanergehilfe Albin Wieser au5 Pörtschach im Stalle seines Meisters, des Pferdefleischhackers Karl Stiickler, wegen Brandlegung verhaftet und dem Landesgcrichte eingeliefert. Wieser erhielt dann bloß wegen Betruges eine l4tägige Arreststrafe, die Untersuchung Nx'ge.i Brandlegung aber wurde eingestellt. Dicsenage wurde Wieser ent-lassen. Er bega,b sich des Nachts sofort zu seimin Dienstgeber Stiickler und entwendete im Vereine mit dem dortigen Knechte Franz Galiot und dem Tag' löhncr Josef 5lamnar ein vernickeltes, anf 5l) Kronen bewertetes Pferdegeschirr, das er einem Schneider u>n,d Gastwirt in Udmat mn 6 X verkaufte. Während Galjot und Kamnar verhaftet wurden, gelang es Wicser zu entfliehen, (Ein diebischer Lchrjuuge.) Der Fleischhauerlehrling Alois Avki? hat seinem Meister Martin Bevc in Unter ^i.^ka durch etwa vier Monate Fleisch, Wik'ste nnd Speck entwendet nnd dann an verschiedene Personen veränhert. Bevc beziffert den Schaden cmf wenigstens IM X. Av«iö wurde vor wenigen Tagen dem Landesgerichtc eingeliefert, I, — (Im L a n d es th ea tc r gefundene Gegenstand e.) Inl LaildeZtheater Nmrdeii in der Saison 190l>/N)N7 nachstehende Gegenstände gefunden: !'. Mnffs, 1 Boa, N Etuis für Operngläser, 1 Opernglas, 1 Zwicker, 2 Regenschirme, 2 goldene Broschen, !> Haarkämme, verschiedene Sacktücher und Handschuhe. Die angeführten Gegenstände können von den Verlnstträgern beim Hausmeister im Lan> deslheater in Empfang genonnnen werden. Telegramme i>es l. l. Tcleglllphcll-zlliritlPlllltllz-Vulellus. Sofia, 22. April. Gestern fanden die von So-zialiste^ nnd Universirätsstudenten einbernfenen Ver-sanunlnngen statt. In der Sozialistenversammlnng griffen die Redner die aemähigten Eleinente uutcr den oppositionellen Blockparteien an nnd traten für die Verschärfung des Kampfes gegen die Regierung ein. In der Stu,dentenversammlnng, die gleichfalls zmneist von Tozialisten besucht war, wurden heftige Ailgriffe gegen das, wie die Redner sagten, „persönliche Regime" des Fürsten gerichtet. London, 22. April. Nach einer Meldung des Renterschen Bureaus aus Kairo hat nicht, wie oer „Standard" heute berichtete, ein Straßenbahnerstreik stattgefunden, sondern einige Straßenbahnwagen sind von ausständigen Droschkentntschern unter Betei-lignng des Pöbels angegriffen nnd beschädigt worden. Der Troschkensutscherausstand ist beendet. Auch die Differenzen der Frachtenfnhrleute mit ihren Arbeit-gebern, die zn einem Ausstande ^n führen drohten, si>>d beigelegt. Im ägyptischen Ministerinn! des Innern ist man darüber nicht im Zweifel, daß die Nationalisten bei beiden Bewegnngen die Hand im Spiele hatten. Der Herausfordernde Ton in der 'rationalistischen Presse dauert an. Petersbnrg, 22, April. Der Präsident der Duma, Golovin, wird am 2A. d, vom Kaiser iu Audienz empfangen werden. Verstorbene. Am 2 0. April. Antonia Kramar, Arbciterstochter, 15 Mon., Hinter drn Gärten 9, l^Ztroeutoritiz «.eilt». Am 21. April. Michael Mirtit, ylrlieiter, 56 I,, Sparkassastraßc 8, Tuberkulose. — Johann Kosak, Knecht, 21 I., Nadehkyslraßc 24, Tuberkulose. Am 2 2. April. Johann Likozar, Arbeiter, N3 I., Nadchtystraße II, Tuberkulose. — Lucia Strulelj, Private, 76 I,, Alter Mnrlt l6, ^NorioLcIorngi». Im Zioilspitale: Am 19. April. Dora Leliat, Arbeitersgattiu, :?4 I,, Gehirnblutung. jlsist8llt!ll5lg!(e!t, V6MW5M2W! weldi'n diilch periodisches Trinten vun Rihitjchcr,,Tempel» quelle^ au« einfachsten behoben. Bei iiüeren oder chronischen Zuständen dieser Ait ist „Ttyriaquelle" (stärker) vorzuziehen. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehohe 306-2 rn. Mittl. Luftdruck 73li'0 mm. K N ZD KZ Wind ^^^V ,^.^,^ ^! ^^_______________________._______________^____. «.. 2 UN. ?Ti^^ 12 4 SO. schwach heiter , " 9 U.M. 741 2 6-8 ._____ »____,____ 23s? U. F. j 742-1 i 2-8sML7schwäch Nebel j00 Das Tassesmittel der gestrigen Temperatur 6 5°. Nor« male 10 8°, Verantwortlicher Redakteur: Anton F u n t e l. kleine, zellr reine Ulllln«^ im 1. oller 2, ktnck« in clvr ^ü!>e n- n^l'l' Ivon^roü-pl^lt^(>» ^«logou. ^iitlliF« woräen unter «lioilio, kloiuo WoIi-lluu^^ 1l^I.it/ 3, 2. 8too!c, 'I'ür llor 8tioff0 ^ogonübsr, c>rdot0n. (1573) 2—1 -^^^ MnW _^N^ l Mttd«nVeilagen:M U H Monatlich 2yefte!N Für die M W 5« «ompletter )alzr-« Frauenwelt. M«Wgang Marl 7.20.l AU3 der Zeit WWWWvurch alle iwch-8 für die sett. WWU Handlungen »nd! ver Naturfreund. UWW> poftanftaltcn zu ß vüchertisch. MiiW beziehen. » Tu bezieken clurck lg. V. lllleinma^rs z lell. Vamd^sgs Vuch" danlllung in Nmbacb. Kurse an der Wiener Dorfe (nach dem offiziellen Kursblattej vom 22. April 1907. Die notierten Kuiie verstehen sich ln tiroüenwährmiss. Dle ^o^ie'-un sämtlicher Nltlen und bei „Diversen llole" »ersteht sich per ktüct. .«eld Ware Allgemeine Staats schuld. Einheitliche Rente: lonv, slciierfvei, Krunen (Mai-Nou,) por Kasse . , SU'.V 8S-70 dctto (Jan -Juli) per Kasse !)» 4< »8 6„ 4 2°/„ 0. W. Nuten (ssebr,-Aug) per Kasse......W 9! u>>) l5 4 2"/„0. W, Silber (April Olt.) per ttasse......v» 6! xw'il i860 er Staalslosc 50U sl. 4"/„ ,50 7i> >ü>!'?k> 1880er „ 1UU sl, 4"/,^<>»^! 11 bl' 18U4rr ,, 1U0 sl. . , ^5» - ^!>4" 18L4cr ,, 5!) fl. . , >ü» ' ^64-- Dom.-Psandbr. il 120 sl. ü°/„ i»»'-jl!0-. Staatsschuld d.i.Neichs. rat« vertretenen König. reiche nnd Länder. Öslerr, Goldrente, stfr.. Gold per Nasse .... 4°/„ li? 25 >1? 45 Ostcrr, Noittr i» Kronenw. stsr., Kr, per Kasse. . . 4"/„ 9« 5,' W?b .drtto per Uüimll . , 4"/„ <»« ül> ^tj'7i, Ost, Investition« -«entc, stsr.? Kr. per Kasse . U'/»°/° «l, iil> 88-45 E»stnl!ll!,N'3tna««sch^l»' »llschitibnngen. Eliiabcthlial,!, in G,, stcuerftei, zu 10 0UU sl, . . . 4"/^ -'- —-Franz Iosef-Bahu i» Silber (div. Et.) . , . b V<"/„>L3'i>< Ill-ös' Gal. Karl «»dwiss Wahn !,div. Stücke) Kronen . . 4"/ 8»-o< d9 k>0 Nubolfbahn in Kroxsüwährnna,, stenerfr, (div, St.) . 4"/„ »8ü< 9i! dl» Voraribcrner Bahn, steuerfrei, 400 Kronen , . , 4"/., 9« 5«' «»üO Du zl»»l»schnllwtlsch«!tunll!n nbgffte»plll« F!sn,bn!>N'Aklitn Güsalieth-V, 2N<» sl. KM. ü-> ,"/„ von 400 Kronen .... »86'l!? 4N8 L/ bmo Linz-Vudweii« 2U0 fl. ö, W, S, ü'/<"/,, ... >53'- t!ii,'2> detto Salzbürq Tiro! 20U , ö W, E. ü'V„ - - - .«2U'- ,33 ü< «eld Ware Dom Staate >ni Zahlung ül>ll> nomwent Gisenba>iN'l>lloiillll». ßbligatiunln. Völn», Westbahn, Em l«!»5 4"N Kronen 4 "/„. , , , 99 30KU8! Vlisabeihl-al,» K00 nnb 3W0 «Ul. i ab lo"/„......li« 4»> N7 4! lzlisabettibahn 400 und 2»0« M 4"/„........117 ck> ill« <>l sKanz Josef-Vahn Eu>. 1884 (div. St,> Lilb, <"/« . , 98 «15 100,>-Wallziiche Karl Ludwiss Aah» ibiv. St,) Eilb, 4°/i, , - 98 bü »«'5! Unn,°ssa!lz. Ual,n 2«n sl, E. 5"/„ ll0 — NI -Porarl berger Äah« Em. 18X4 (biv. Et,) Silb, 4«/, . . W'0b K9 < ü Stnatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/o »»a. Goldrente per Kasse . 112 5>" Iii! ?< 4"/„ delto per Ultimo 112-5«! 112 ?« 4°/^ iing, Rente in Kronen »ähr. stsrei per Ka1>e . , 9»'4l) 94 l!, 4°/„ detto per Ultimo !«4 4t L«-l!l, li >/,»/„ dettu per Kasse . «« — «8 2' Unss. PrämirN'Nnl, u 100 fl, . 19? »5 1«9 Zn delto tl bu fl . i^7-«d Nch 35 Theiß-Reg.-Lofe 4°/„ . , .I49 2i»<5l2i <°/o ungar. Orunbenll.-Oblla,. 84 3t> 9ü Äü 4°/^ lruat. u, slao. Erunbcnt!,.' Oblig........9b'4!> — - Andere üffcntliche Nnlchen. Vos», ^andei'Anl, (d!v.) 4"/« ?3 5l> 94-55 Vosn, herirg. Eisenb,°La»deK. Aülchcn (div,) 4 >/,"/„. 99üb ,0« Ni b«/u NonauNeg.-Nnleihe '«7^ «»N-üü u>4-5< Wiener Uerlchrj>?l!>!eil,r 4",„ 0887, ü! !«u i!.' Anlehen der Stadt Wien . . 102-- >»«--drtlo (S, od. G.) , , , 12I-— >^2--detto (1894) . , , , 9»i-?5 97?! detto (1898) . , . . 9»'«!! !!8 8< drtto (1800) , . , , 95-l'l 9»-,'>> dello Iiw,«3<.) 1902 . 98-7N Ü8 ?' Uürlebau.Nnletien vrr!o«b. N"/„ 98 t»>0 4 Vulss. Claatseijenb. Hyp, Anl, 1X89 Gold . . . . 6",„ I,9-Il! <2U b< Vuln,, Vwal«. Hnpothelar slnl, 1892......«"/« ll>«-:5 «2l 75 Velb Ware Pfandbriefe «. Äodenlr.,alla,,öst,in50I5l.4°/„ 98N0 98-10 Vdhul. H!,potl,clrnbanl uerl. 4°/« 89 2u 1<)0-1!> ^emra>.Vod.°Kred,-Bl., Üsterr., 45I, verl. 4>/,"/o . . . 101-50 108 0' ^cutllll Bllv..Kred.'Vl., österr., 65 I. verl. 4"/„ , . , , 88-10 1«01l >tred.°Inft..«sterr,,<.Verf..Unt, u.öfsen«I,Urb,Ka».^Ul.4°/° 98-10 88--Uandesb. d. Kon, Galizien nnd Lodum, b7>/, I. rullz. 4"/u 97'2!> 982!' V.ahr, H>,poll!elenl,. uerl, 4«/^ 98 S'i 98 k>.' ^..üsterr. La!ide«.HyP.>«»«. 4"/« 9«-i0 10»-,0 delt« inll. 2"/«Pr, der!, 3'/,°/» 81 75 92?.', delto K.'Schnldsch, veil. 3>/2°/<> 91-5» 92'b«' dctio verl. 4°/« 99— 10U- üsterr,.«»gar. Van! 50 jähr. vrrl 4"/u 0. W..... 99-25 10« 2b detto 4"/« Kr..... 99 l,k> Kw-t«! Lpllll. 1,i!s!., «<>I, uerl, 4°/« 10120 102 20 Eisenbahn Prioritätö-Obligationen. ^erdiuanbz.Noidbahn "/o Tonau.MessNlibap..BastIlla (Domlau) 5 sl 21 8» 28-8, Nredittofe 100 fl...... 487— 447 — CIary-Ll>fe 40 fl. K. M. , , ,z«- , i^ß-- ^fener Lose 40 fl..... 1?b-— 18b'- Palfsy.Lojc 40 sl, 6. M. . . 170-- 180'- «olcn Kreuz, «st. Ges, v.< 10 fl. 4»— 4«-- ^o!e»!,rellz, unn. Oes, b., 5 sl. 27 4« 28-4, »iubulf.Uose in f!...... «V— —'- 3al!«.^use 40 fl. K. M, , , 185'— 196-- Velo Ware Xürl. E..V..Nnl. Prllm,.Ooll«. 400 Fr. per Kasse . . , 1«5 75 isli-75 deltu per M. . , , <8«-30 1^,7 8«, Wiener Komm,»Lose v. I. 1874 481 - 481 «ew..Sch.d. 3.Tepl. Eilcnb. 500 fl. Ü474 — 2484 - Bülim. ^urdbahn 150 fl, . Kü0 — 3!>»- Bnichlichrader !tisb,50» fl. KM. UU0U - «02» - detto (lit, U,) 200 sl, >er Ult. 1123 — 1,23 -Donau . Dampsschiffabrts. Ges., 1., l, l. priv,, 500 fl. KM «0»2 — l<42 - Lux.Äodenbacker Eisb. 400 Kr, 5ö« — 560-- ^crbinand«.Nurdb.1«»0fl.KM, 5üb0 — K560-Lemb,'Czern,.Iasjn'Eifenbahn- Oelell!chaft, 200 fl. S , 57» - l,7ü-?5 ^I°t,d,üs!err,,Trieft.,50Usl,KM 48«»- 488-- Österr. Älordweslualin 200 fl. S. 435- 43?- dctto (Ut, ll.) 200 fI.G,p. Ult, 42!» 50 4ljIL> Prass.TnxerEisrnb. I00fl.abgst, L25- 22/-Ltaatseifö. 200 sl S. per Ultimo ß8« 50 883-^' Elidb. 200 fl. Silber per Ultimo i»4 — i»b-Südnorddcutsche VcrbindunnHb, 2UU sl. KVl......404 b« 40475 Tramway »Ges., neue Wiener, Priorüälö.Mtien 100 U- . — - - -Ungar. Westbah» !,Mllllb'Oraz) L»0 fl. S.......40« ?o 404'?,^ Wr, L°lalb..Ultien>Oes. LW fl, 18« - 18« - Vanlen. «nglo.Österr. Banl, 120 fl. . . »»« zn 3075: Vantvercin, Wiener, per Kasse - bctto per Ultimo . . . k>4«-cü i>4? 2b Bodentr,.Änst. üsterr., 200 fl.L 10^2- l0s5-- »entr.'Vod.'Krebb, «st., 200 fl, 554— 55s -Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, 180 s!,, per Kasss «83— 654 - bctto per Ultimo »ü!8 5s »,i>4-5«> Krrdübanl allss. nun., 200 sl, , ?'.<; >>5 777-2! Depositcubanl, allss., 20» sl, , 460- 4l>0 K' Eslompte»Gesellschaft, nieder» üsterr., 400 Kronen. . . b?ö- 578-Giro» und Kassenvere!», Wiener, 2«u sl........45«- 4»>1 5» Hlipolhelenbanl, llsterrelchische 20N fl. »0°/<, k.....289- 288»!^ Liindlrbanl, üsterr,, 200 sl. sei Kasse.......-- -- detto per Ultimo .... 448 - 44S — „Merlur", Wechselst.. Vltirn. Gesellschaft, 2uo fl, . . . N,'12— 686-- «rib War« i?sterr,.ung. Vanl 1400 llronei, 1788-.' 1778 — Unionbanl «00 sl...... t^4 oll 565 K0 Htilehrebanl, allg,. 14U fl, , 8!,« - 338 — Industlle.zlntlnlkhmnngen. Vaunef,, allss. «Nerr., ion fl, , ««5-— 12? — ^ruxerKol,Ie»beigb,-Oes.l00sl, 727- 781 — Hl!enl!lll!»w,>Leihss,, erste, ino sl. »08'bN ^04'-- ,,EII>cmlll!l", Papiers, u, V»G, «»2 i»l, 2>!4 — vtlcltr.'Ocs., üllg. österr.. 200 fl, 4K2 ?', 43t 25 detto internat.,2onfl. 8»D— 63ib0 Hirlenbersser Patr,», Zündh. u, Met.'ssabril 40» Kr. . . 11«5 — N4',- — Uiesinger Äraurrei 100 sl. . , 280— 2«>l — !Nonta»'Oejelllch,,i!stcrt..alpine «YH äu «04 Ü0 .PuIbi.Hnlte". Tiegelgufzstahl. F..A..O. 200 fl, ... 479'- 482 — Zrager Eisen. Ind.. lkm. 1805, 2<»0 fl...... 2573-- U5s!l » üima.Murany. Nalgo>Tarjllner Eiieuw. 1U0 sl..... K5N bN 551 z« 2aIa,o>Tarj. Steinkohlen 100 sl 578- 5^« — .Schlöglmilhl", Papiers., 20«fl, 350'- »55-„Schodnica", Ä.G...... 452-b,» 456- Trlfailcr Kohlenw.'V, 7« fl. 2«8-^0 271 — lürl. Iabalr,»ie.Vr!, »no ssr. per Kasse , —>— —- betto per UlUmo 41?>— 4l? 75 Waffens.'Ges., österi,, in Wien, 10« fl........ «ö- b5S- Wagaon.Leihanstalt, allgem., in Pest, 400 »r..... — - --- Wr. Baugcsellschast 100 sl. , . ,53- 126 — Wlenerberuer ZiegeIl,.Nlt,.Ves. 77z- 710 - Devisen. ß»lz« zlchtln nn> Scheck». ,'lmsterdam....... 1984N 199«,» leutfche Plätze...... 11?^,» li? 8» London........ !i40 <>5 2i>'95 Italienische Vaulplätze ... , 82 22' 85-40 Pari«......... 95 47' 8, «^ Mrlch und Vale!..... 85 Ld »' i>o Valuten. Dulaten ....... K'« n«< i-u-Franleu Stücke . . . , 1» 1« '»<^ ^N.Marl Stücle...... 21 4> ««5!- oeutsche Neichsbanlnotcn , .,,?-«.!'!!?««» italienische Äanluote» . . , 8.', 3,^ »,->b^ «»bel°i!io«en . , , , «'i'i «21 IE!».- uaa -vericaL^f w ^m IWM^ Privat - Depots (Safe - Deposits) I «nu Hcnlon, I»lainll>rl<>f«ii, I'riorilnten, Aktien, mm • ^Wm imjm.m(m.^ *Z3M. i _- ^ . --^ ^, j, „ fl Lwlen elc, WevJwn „ud Vnluten. I BetM-lc- "CLXLd. "V^-ecl^slexg-eBehälft ! ?aUl »lg»n«mV.r«chlM»B d.or Fartal. ¦ . Los-Verslcherung. i-aii»acii, sirKiirKUN«'. Verzinsung »on Bareinlagen Im Konio-Korreni und auf Giro-Konto. 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