Mbllchn WIeitullg Nr. 2»3. N^KD^W-BN Donuersn,.,, 23. December «^^N^'ii- 1869. Aintlicher Theil. nanzbezirksdirectoleu in Galizicu, ersteren für Sanok, lltztercn für Slcmislan ernannt. Der Ackerbauminister hat dcn Olmbergcommissär bei der Bcrc,hau^!maui'schuft in Leodeu , Bcrgralh Philipp 5t irnbancr zuin Berghauptmaiu, in Elbolzen ernannt, j Nichtamtlicher Theil. Ein katholischer Geistlicher über dic Kirche und ihre Autonomie. Pfarrer Maltiu Kuli in Stuhlw.'ißenbnrg, der sich cnrch scinc ci'lschiedcn liberale Gcsiunuug im ungarischen Katholiken-Eongieß hervorthat, cihiclt vom Prcßburacr Furtschrittsvcrci u cine Anerkcnnun^sadrcsse, die cr mit einem Schreiben beantwortet, in welchem er seine Principien entwickelt. Er schreibt: ..Das erste dieser Principien ist, d a ö I n st i t u < unserer Kirche den Ansprüchen der vorgeschrittenen Zeit entsprechend zu ordnen, dcn Katholicismus auch in scincr äußeren Verfassung in nähere Verwandtschaft mit dem constitution e l l c n Staate zu bringen. Das erste und unausweichlichste Erforderniß dazu >,t, uuscrc in Gcburlowehcn dcfindlichc Autonomie auf dic möglichst frcisinnigcn Gluudlagcu zn stützen, Wenn dies nicht geling, können wir das Haupt-Princip niemals durchsührcn; jcbes Vest,eben zum Erblühen uüscrcr Kirche wird Schiffbrnch leiden, Stall dcs Geistce« der Liede nnd dec, Evangeliums wird Unduldsamkeit n„d Rückschritt, statt lebenskräftiger Ent-wicklnng Tod bringender ölabilismnt<. statt der so nothwendigen Reformen, nach denen da6 inblüi'stigc Gebet Hundcrttauscndcr zum Himmel stci^t, werden die mit dcn alten verbündeten ncnclen Mißbrauche Platz greifen, der Absolutismus mit all' seinen Auswüchsen und Bc-drückmigcn wird sich unter uns von neuem und stcnkcr einnisten. Die Autonomie wird aber nur dann auf freisinnigen Grundlaacn errichtet sein, wenn die Katholiken nicht nur gegenüber dem Staate daö freie Vcrfliglingsrecht in ihren eigenen Angelegenheiten gewinnen, sondern auch Rechte erlangen gegenüber der bisher mit unbeschränl'lcr Gewalt versehenen Hierarchie; wenn anstatt der durch dic Ultramontancn vertheidigten absolutistischen Vcrfas-snng. dic ihrer Natnr nach Gegner jedes Vcrfassnngs-lebcns ist, eine mit uusercn bürgerlichen Einrichtungen übereinstimmende, auf demokratischen Grundlagen crbantc freisinnige, constitutionellc Einrichtung erreicht wird; wenn der katholischen Gemeinde der ans kirchliche und weltliche Gesetze sich gründende gerechte Einfluß gesichert wird bei der Wahl ihrer Vorsteher bis hinauf zum Bischöfe, auf Verwaltung des Kirchcnvcrmögcns und der Schulen. Kaum irgend ein Gegenstand biclct in der Jetztzeit in der Presse nnd in Privatkreiscn zn so vielen Dis-cussioncn Anlaß, als die Schulfragc. Es ist bedauerlich, daß die Discussion nicht immer mit der durch die Wich- tigkeit des Gegenstandes bedingten Ruhe erfolgt, daß viel Voreingenommenheit und Leidenschaft sich einmengt. Ich ergreife auf Grund der mich so ehrenden Vcr-traucusadrcssc die Gelegenheit, diese so hochwichtige Frage wenigstens mit einigen Worten zu berühren. Wer die Erlcichtcruug des Volksdruckcs, den materiellen uud geistigen AufsclMiug dcr Natiou, das Aufblühen des Vaterlandes von Herzen wüuscht, dcr muß aus gauzcr Kraft daruach streben, daß unsere Schulen schon in Kurzem sich vermehren und ucrbesscru. Uuscre Schulen werden gut sein, wcnn sie uusercr Jugend Gelegenheit bieten zur Erwcrbuug aller jener Kenntnisse, welche ein jedes Glied zu einem tief religiös fühleudcn, achtcnswerthen Menschen, würdigen Bürger, guten Patrioten ausbilden. Dieses Ziel können nach meiner Ueberzeugung unter gewissen Bedingungen sowohl die Gemeinde-, als die con-fcssioncllen Schulen erreichen. Die ersteren, wenn in ihnen neben dcn übrigen ^chrgcgenständcn auch für Vortrag der Glaubens- uud Morallehre gesorgt ist; die letzteren, wcnn ihre Leitung in den Händen der Gesammt-hcit der zur Confession gehörigen Eltern, der Glaubens-gcmeindc selbst, nicht aber des unumschränkt verfügenden, der constitutioucllcn Freiheit und dem Fortschritte in sehr vielen Fällen entfremdeten kirchlichen Oberhauptes ruht. Eorollarium dieser meiner Anffasfnng ist, daß ich die Berechtigung dcS Staates betreffs dcr VolkSerzichung mit Achtnng anerkenne, die Gemcindeschulen, sowie oaS Gesetz sic bei uns sanctionin hat, eben nicht für irreli» giös und unmoralisch halte, sie vielmehr als mächtige Factorcu der öffentlichen Bildung herzlich begrüße; aber ich wünsche auch von ganzem Herzen, daß die verschiedenen Confessiouen nnd Genossenschaften baldigst mit dcn Staats« und Gemciudeschulcu wetteifernde Lehranstalten errichten. Dabei aber wünsche ich und muß im Interesse dcr ualürlichcn Rechte des Publicums wünschen, daß zuvor wie bereits erwähnt — dic Lcituug der Schulen durch die Glaubensgcmeindc oder Genossenschaft selbst durch daS Gesetz verbürgt werde. DaS sind die Hauptprincipicn, welche ich in dcr Frage der Autonomie und dcr damit eng zusammenhängenden Schnlfragc zu deu meinigcn mache, und von denen ich mich durch keinerlei Bedrückungen und Placte-rcien werde abwendig machen lassen. Ich glaube, daß ich im Kampfe für solche Grund« sätze N'cincr Kirche nnd meinem Lande mehr Dienste leisten werde, als die, dic Ansprüche der Zeit uud deren Geist niemals in Rcchnuna ziehenden Ultramontancn; ich glaube, daß dicse Gruudsätzc jcder freisinnige Katholik, jcdcr freisinnige Kirchcnmunn ohne die geringste Verletzung dcs religiösen Gefühls befolgen kann, ja, wcnn er conscqnent sein will auf dem der Reaction .k'lM'lml. Fiterarischc S'treihüge. V. Dic schöneren Stunden. — Rückblicke von Karl G u tz k o w. Es war im December 1835, als in Folge dcr Maßlosen Dcnuütiationcn cincS Wolfgang Menzcl dnrch einen Vnndcstagobcschluß die gan;c Production Heine's mit dem Intcrdicte belegt ward. Das famose Spiel cr-succkte, sich auch auf Karl Gntzkuw, der damals zwar spcckllcr Freund des Literarhistorikers war. von diesem jedoch al« Vorläufer dcs „jungen Dcnlschland." als staalsgcfährlichcs Subject angesehen und auf litcrarisch-mcnchlcrischem Wege nicdcrgcmacht wurdc. Wolfgang Mcnzcl hatte es sich ^i dieser Gelegenheit zn feiner ruhmwürdigcn AlifMic gestellt unter dem Deckmantel dcs Patriotismus, der Religion und Moral: Heine, Gutzkom nnd noch audcrc anf die schmählichste Weise ;u verleumden und die christliche Welt darauf aufmerksam zn machen, welchem Auswurf vu„ atheistischen Marktschreiern das „junge Deutschland" folge. Dieser Schrci-h"m,s uud fromme Held giug sogar'so weit. Gutzkow öffentlich zn insultircn, indem er sich dic persönlichsten "crlcnmdungen gegen dcn Schriftsteller zn Schulden kum 'Ucn ließ, verweigerte jedoch jcdc Genugthnng gegenüber dein Beleidigten — einfach aus dcm Grunde, dV diesem I» die Feder zu Gebote stehe, gleiche Rückangriffc auf ihn zu machen. In wie weit sie geschahen, weiß man zur Genüge; trotz allem ^Gekeift McnzclS aber, ist Gntzkow glücklich aus dcn stürmen der Zeit hervorgegangen, wie ein Mann dcr Zukunft; Menzel — nahezu verschollen. Scinc „deutsche Literatur," die zwar manch SchätzenswcrtheS enthalten mag, ist ein zusammengescharrtes Zeug. wo die Snbjectiuität so grell durchleuch-tet. daß man unwillkürlich an all' die Krämcrintcrcsscn denkt, dic ihn, dcn Redlichen (?!), bestimmten, Literatcn nach seinem Sinne abzuschlachten! Es dürsten zehn Iahrc nach diesen Ereignissen sein, wo Gntzkow scine „schöneren Slnndcn" abrollen läßt, lose, nicht zu einander gehörende Reflexionen nnd Skizzen, die jedoch ein Element innig zusammcnhält. dcr frische jugendliche Geist dcs schon sehr gealterten Schriftstellers, nnd daS noch jugendlichere Her;, ein Quell voll dcr heitersten Launc und glühenden Empfindnng. Nach einem flüchtigen Besuch dcs Gardaseeö und Peschicra's gelangen wir in das Atelier EoruelinS in Rom, in den Palazzo an Fontana Trcui, mitten untcr die Idecn und Gcstaltcu des Wicdcrhcrstellcrs der bildcudcn Kunst ^ auf heroischem Gebiete. - j„ h^ gehcimnißuollcn Räume eines geistigen Niesen; dann anf den Vesuv, untcr unS das wogende Neapel mit dcr düsteren Staffage der römischen Trümmcrstältc — ein Hild. das schon so abgeschildert, aber immer wieder reizend wird durch die Vielseitigkeit der Empfindung, durch die Ruhe dcr Betrachtung ciucs Gutzkow, dcr das Feuer dcr sich sclbst-vcrzchrcnden Einbildungskraft verloren nnd alles nur bewundert aus markvollcr Ueberzeugung. „Ein ländliches Fest" trägt uns anf launigen Flügeln nuS der Heimat Plinius', aus dein glühcudeu Leben südlicher Ungezwun« gcnhcit und wollüstigem Schmachten in die duftigen Kreise wallender Fraucnschleicr und aufgeblasener Lava-' liere, in die liebliche Nähe einer schlanken, weißen „Eo-rinna," deren licbelcuchtendeS Auge die Herzen edler Männcrgcstalten bezwingt, vom rauchenden Krater in den Moschusduft der Boudoirs, vou deu vollen, frischen Formen kecker Fischcrinncn in die Werlstättc dcr geheim« mßvollcn Knust dcr Mode und — Lüge. Ein kurzer ..Besuch in Coppct" frischt in nnserem Gedächtnisse die Erinnerung an Fran v. Sta^l, diesen weiblichen LiebcS-Ahasvcr. wieder ans, und aus den lärmenden Salons entflohen, verweilt dcr irrende Geist an dein romantischen Grabdenkmale untcr wilden Tannen, flüsternden Pappeln und drückender Todcseinsamkeit. Die Abwechslung ist zu verlockend. Sie wird aber noch süßer und zugleich romantischer untcr den üppigen Traumfigurcn dcr „ewigen Jüdin," dcr Salome Pha» raildis, dcm rnhcloscn Geschöpfe, das in seiner ver-zwcifcltcn Licbc znm Wüstcnprediger Johannes dessen abgeschlagenes Hanpt küßte, die blassen, marmorlaltcn Lippen, deren Hauch sie in ewige Wirbel jagte, zum gräßlichen Tanze ohne Ziel und Ende und nur der knrzc» nächtlichen Erquickung von Mitternacht bis zum Hahncnschrci. PharaildiS liebte Johannes mit jener Glnt, dic jedes selige Empfinden, jedes reine Glück zu Asche verzehrt, Johannes aber. dcr strenge nüchterne Pythagoräer. hatte keinen Sinn für dicfe Liebe und wics sic zurück, vielmehr: verstand sic nicht. Darin liegt dcr Eouflict. Bei Gelegenheit eines prächtigen Festes, umrculscht von verlockenden Klängcn, unter dem 2154 entgegengesetzten oppositionellen Standpunkte, wenn er dem ersten Punkte des Programms: Vernichtung des kirchlichen Absolutismus als Ursache des größten Theils unserer Schmerzen, und Sichcrstcllung der Ncchte der well« lichen Katholiken und der unteren Geistlichkeit, zustimmt, ihn auch befolgen muß. Die Belästigungen, welche ich für das offene Bekenntniß dieser meiner Ueberzeugung bis jetzt erduldete, habe ich mit Gottes Hilfe ohne alles Wanken ruhig ertragen." Politische Uebersicht. Laibach, 22. December. Zu den Urtheilen ausländischer Blätter über die österreichische Thronrede haben wir nun auch das des liberalen „Spectator" zu rcgistriren. Dieses Blatt wirft anläßlich dieser Besprechung einen Blick auf die Verhältnisse in der österreichisch < unganschcn Monarchie und stellt unter der obigen Ueberschrift die Schwierigkeiten deS Wiener Cabinets denen der Administration Gladstone's gegenüber, um die Grundursache der herrschenden Ucbclständc entwickeln zn können. Der czechi-fchcn Bevölkerung Böhmens führt das Blatt in dieser Richtung unter andcrm zu Gemüthe, daß bei der geographischen Lage dcS Landes es unmöglich sei, daß Böhmen je ein unabhängiger Staat werden sollte. Wenn Oesterreich die Böhmen aufgäbe, so würde Norddeutschland sie verschlinge'!, und wenn Nußland sie gegen beide schützte, so würde das Land höchstens zur Provinz werden, die von Petersburg aus regiert würde. Die Czechen besäßen alle politischen Rechte und hätten in der Thal nur einen einzigen Bcschwcrdcgrund, den sie übrigens beispielsweise mit allen Deutschen, Spaniern und Ita-liern in Frankreich gemein hätten, den nämlich, daß ihre Sprache, wie sie selbst sagen, gleich jener der Einwohner von Wales langsam ausstcrbe. Uebrigcns könne Böhmen, gerade fo wie Irland in seiner Stellung zu England, alle freisinnigen Reformen haben, nach denen es nur irgendwie verlange, nur müsse es sich der staatlichen Ordnung fügen. Das „Vaterland" vom verflossenen Montag brachte in einer Pester Corrcspondenz die Mittheilung, daß der „Uug. Lloyd" gegen ein von der „Reichskanzlei" aus' gefetztes Proz,enelicum von 250 fl. ein nicht existirendes „Memorandum der Feudalen" publicirt habe. Daraus scheinen sich auch einige Bemerkungen im Leitartikel des genannten Blattes zu beziehen. Hierüber sagt die „Wr. Abdvst." : „Wir überlassen eS dem „Ung. Lloyd." auf die Insinuation der Fälschung zu antworten, was aber die „Reichskanzlei," d. h. die Preßablheilnng dcS Ministeriums des Acußcrn anbelangt, so sind wir ermächtigt, auf das bestimmteste zu erklären, daß die Angabc des „Vat.rland" vollinhaltlich auf frecher Lüge beruht. Wir fordern das „Vaterland" auf, den Beweis der Wahrheit seiner Behauptungen zu erbringen." Ueber den Verlauf der Mi n ist erlri sis ist außer der von der „N. fr. Pr." mitgetheilten Thatfache, daß auch die Minorität der Minister (Graf Taaffc, Gras Potocki und Dr. Bergcr) dem Kaiser ein Memorandum überreicht hat, daS ebenfalls mit einem DemisfionsGe-fuch schließt, und daß Se. Majestät dieses Aclenstück den Ministern der Majorität und andererseits das von Gistra, Herbst, Hasner. Brestcl und Plcner überreichte Memorandum den Mitgliedern der Minorität mittheilen ließ, ein neues Factum nicht zu verzeichnen. Auch die Gemeindevertretung von Mährisch» T r ü b a u hat nun einstimmig eine Adresfc an den Ministerrath beschlossen, worin daS Festhalten an der Ver- fassung betont und gegen rinc föderative Verfassungsänderung, speciell gegen einen böhmischen General-Landtag protcstirt wird. Der politische Verein in Znaim hat beschlossen, in Einaaben an den Neichsrath und den Ministerrath s.incn Anschluß an die Adresse der Brunn er Gemeindevertretung kundzugeben. In Prag gestaltete sich die Constituirung des Verfassungsvereins, wozu die Mitglieder sehr zahlreich erschienen waren, zu einer solennen Verfassungsfeier. Schmeykul eröffnete die Sitzung mit einer schwungvollen Rede. Er betonte das unerschüttcr» lichc Festhalten an der Verfassung, stizzirtc die nationale Bedeutung des VerfassungsocrcinS, geißelte die offenen und verkappten Vcrfassnnqsgegncr, und erklärte unter lautem Beifall, daß die Deutsch-Böhmen darin einig seien, daß die Veifafsung wohl sistirt, daS Gefühl für dieselbe aber nicht cassirt werden könne. Die Vcr^ fassung sei unser Nationalitätcngcsetz. Der Verfassunqs-verciu werde der Ccntralvuntt der Deulsch'Böhmen sein. Die Fium an er Frage hat eine provisorische Erledigung gefunden. Fiumc erhält eiuen Gouverneur mit dem Sitze im uugarischcn Reichstage; die gemeinsamen Angelegenheiten werden im ungarischen Reichstage behandelt, die Entscheidung für autonome Angelegenheiten bleibt noch offen. Eroaticn ist mit dieser Lösung einverstanden. Vom Concil berichtet der Correspondent des „Morn. Herald," der Papst habe in einer Audienz, die er den italienischen Bischöfen ertheilte, erklärt, er habe die UnfchlbarkeitSfragc nicht auf'S Tapet gebracht und so viel er selbst in Betracht komme, habe man die Frage immerhin wie bisher schlummern lassen mögen. Selbst unter den jetzigen Verhältnissen würde es ihm leid thun, wenn die Sache überhaupt angeregt wcrde, falls nur irgend die Möglichkeit vorliege, daß sie zu Zwistig' leiten Veranlassung gäbe. In einem Punkte aber erwarte er, und zwar mit vollem Rechte, daß die Kir-chenversammlung sich auf seine Seite stellen werde, nämlich in Bezug auf die in dem Syllabus ausgesprochenen Grundsätze. Den irischen Bischöfen hat der Papst nach Angabe des Berichterstatters ebenfalls seine Meinung in diesen Punkten bei einer Audienz in oorpork ausgedrückt. Das Gegenconcil scheint nun definitiv ge sprengt. Graf Ricciardi versammelte alle fremden und mehrere italienische Dclcgirte zu einer neuen Siz> zung. Die Franzosen legten ein politisch-demagogisches Programm vor. In Opposition gegen dieses Programm brachte Ricciardi ein nichtpo 1 itisches. von der Commission verfaßtes Programm zur Unterzeichnung ein. Die Franzosen widersetzten sich dem, und der Conflict führte zur Sprengung dcS Anti Concils. In der Pariser Cabinetsfrage ist nach der Versicherung deS „I. deS Dobats" noch nichts entschieden. Noch am 18. d. hätte der Graf Daru gegen seine Collegen vom linken Centrum geäußert: „Ein ein« zigcs mal seit zehn Tagen habe ich den Kaiser gesehen und in unserer Unterredung handelte eS sich leinen Augenblick darum, daß ich ein Ministerium bilden oder einem solchen angehören sollte." Eben so ausdrücklich hätte Herr Buffet erklärt: „Nicht nur ist zwischen Herrn (5mile Ollivier und mir niemals davon die Rede gewesen, daß ich mich an irgend einer Ministercombina-lion betheiligen sollte. sondern bisher hat mich überhaupt niemals irgendwer darum befragt, ob ich geneigt wäre in ein Cabinet zu treten." Daß daS Werk der Bildung eines neuen Ministeriums in den letzten Tagen eher Rückschritte als Fortschritte gemacht hat, bestätigen auch der ..Public" und die „France." „Ge« wisse Zwischenfälle der letzten Woche," schreibt die „France," scheinen an maßgebender Stelle wieder Zweifel wachgerufen zu haben, ob es denn auch möglich wäre. in den verschiedenen Schaltirnngcn der Majorität die Elemente eines vollkommen gleichartigen, ebenso den Gesinnungen deS Staatsoberhauptes als dem Vertrauen der Kammer zusagenden Cabinets zu finden. Hieraus hätten sich Unschlüssigtciten ergeben, welche sogar dem Vernehmen nach so weit ginnen, daß man die Bildung eines bloßen UcbergangSministcrmms für möglich halten kann." Die ..Libert«»" meldet: Der Kaiser offerirtc am Samstag dem feine Entlassni'g cinreichendeu Minister Forcade dc la Roquette daö Staatsraths-Präsidium, welches abgelehnt wurde. Forcadc wartet den Donnerstag ab, um, wenn Ollivicr's Cabinctsbildung nicht gelingt, für sich ein Vertrauensvotum zu provociren und selber ein parlamentarisches Cabinet zu bilden. Die „Rcforme" veröffentlicht Bruchstücke aus Briefen, welche Mazzini in jüngster Zeit an seiue Freuude gerichtet hat. In einem dieser Briefe heißt es: „Ich altere fürchterlich. Des Abends kann ich nicht schreibe», ohne daß der Kopf und die Augen darunter leiden, und wenn der kurze Taa zu Ende geht, habe ich nnr die Hälfte von dem vollbracht, was ich vollbringen wollte >md sollte. Sie haben Recht. Frankreich, das Land des Unerwartclen, kann morgen wieder erwachen. Ader cS liegt kein Grund vor, zn vermuthen, daß eS daS thun wcrde, u»d wenn cS das thut, daß es Erfolg haben lönnlc. Wir müssen also Frankreich nur als ein moralisches Element betrachten, als ein Land, dessen im-mcr wachsende Aufregung uns nützlich fein kann; aber wir dürfen cS nicht zum Mittelpunkte unserer Action machen. Was mich persönlich betrifft, so vertraue ich nur in die Initiative der Länder, welche noch nicht ihre »alionalc Einheit errungen haben. Die Reorganisation Europa's wird von ihnen kommen. Der Traum meines ganzen Lebens, die Eingebung ullcr meiner Gedanken und aller meiner Bestrebungen war die Initiativ: Ila< liens, welches das zum Herzen Italiens gewordene Rom, an die Spitze der neuen Zeit stellen sollte. Aber, wenn ich dieses Ideal beiseite lasse, welches vielleicht eine Täuschung meines ungeheuren Nationalstolzes ist, so sehe ich die Gefahren einer Initiative Frankreichs in der sklavischen Hinfälligkeit der anderen Länder; wenn diese Ii'ilialioc statlfindct. so wird acwiß das alte Prestige wiedlrlchreli, aber Sie werden scheu, daß wir dann wieder auf ein Vierteljahshundert im Schlepptau Frank« reichs Hüngen weiden. Ich bin daher durchaus nicht »»'geduldig, die Revolution in Frankreich sich vollziehen zu sehen. Es genügt mir, daß die steigende Fluth der revolutionären Bewegung in Frankreich für die anderen Völker deutlich erkennbar fei ... ." Die „Times" erwartet, daß der Erfolg des Suez-Canals fehr bald daS Project eiueS Durchstichs der Landenge vonNicaragua behufs einer Ver« bindung dcS atlantischen und stillen Oceans zur Folae haben würde. Man veranschlage für diesen Zweck die Kosten auf 20 Millionen Pfund Sterling. Viel hänge ?avon ab, wie der Snez«Canal sich bezahlen würde, und ebenso sei es noch offene Frage, ob das neue Unterneh' men ganz Privalhcmden überlassen bleiben oder Staats-bcihilfe in Anspruch genommen werden dürfte. So viel aber erscheine sicwr, nämlich, daß man in den Vereinigten Staaten fest entschlossen sei, die Ausführung des Projects loste es, was eö toste, durchzusetzen. Schimmer arabischer Kostbarkeiten, blendender Tuniken, leuchtender Augen, die sinnlich glühend die strahlenden Gemächer noch mehr erhellten — in diesem Feenreiche der tändelnden Genußsucht tanzte Salome Pbara'ildis, die Tochter der Viertellönigin Herodias, ihren jüdischen Cancan, und als ihr rings von den lüsternen Männern, von den leidenschaftlich erregten Herzen bewundernder Jünglinge tausendfacher Beifall zudonncrtc, frug sie ihre Mutter, was sie vom Könige zur Belohnung verlangen sollte. Welch' gräßliche Ueberraschung! Sir verlangt daS Haupt des uon Herodias und ihrem Volle so sehr gehaßten Johannes.'dem schmerzlich Geliebten Salome's. — das dämonische Weib gibt ihren Wunsch kund; einmal noch küßt sie die bleichen Lippen des auf einer goldenen Schüssel herbeigebrachten Hauptes und dieser Kuß wars, der sie zur ewigen Irrfahrt verdammte. Guhlow paßt seine Erzählung allen Zcitcu an und sagt, daß der dritte Theil der Welt PharaildiS gehöre. Wenn nicht mehr! Das Weib ist der Träger der glühendsten Leidenschaft; aus Liebe besteht das Weib. und wenn es lebt um zu lieben, so soll es auch liebend untergehen. Aber die getäuschten Hoffnungen, das zertrümmerte Ideal, das die fchönc Seele aufbcmt in fried-licher Einsamkeit, um ein glückliches Dasein sich zu erträumen! Zwei Empfindungen reifen im menfchlicheu Herzen, die feindlich einander entgegen stehen und doch in einem Punkte wieder zusammenkommen, die Sentimentalität und die Leidenschaft. Die erstere ist ein stilles Flämmchen, das an dem Lebensglücke züngelnd leckt um zu losten, was sie nicht zu durchlodern vermag, um weiter träumend zu genießen — oder auch nicht zu genießen. Wenn aber der anfangs versagte Wunsch nach und nach anwächst zum schrankenlosen Verlangen, wenn die ungestüme Sehnsucht die ehernen Flügel der Leidenschaft annimmt, um mit der versengenden Flamme der Verzweiflung Besitz zu ergreifen von dem geliebten Gegenstände und erschöpft zurücktaumelt von dessen ehernem Herzen: dann beginnt der Fluck PharaUdis. Man mißverstehe jedoch nicht diese Leidenschaft. Sie lann auch edlerer Natur sein und die Disharmonie aus der Verschicdenseitigteit der Charaktere entspringen. Manches Weib, das mit voller, warmer Empfindung ihre fchöne Seele dem Titanenann der Kraft unterwerfen möchte, geht unter der Empfindungslosigkeit des Mannes zu Grunde; manch anderes setzt sich über den Schmerz hinweg und sucht die sinnliche Befriedigung. Das Erste ist ein Opfer PharaildiS, daS Letztere eines der — Gemeinheit. Nicht jede Leidenschaft ist edel und leine gcräth in gefahrvollere Collifioncn als gerade die Liebe; — weibliche Sturmfreien werden von den Männern nur allzu oft mißverstanden! Diese Erzählung bildet den Brennpunkt der „Rückblicke." Der Verfasser des „Zauberer uon Rom" und der „Ritter von Geist" verstand es durch die Anziehungskraft seiner farbenreichen Schilderung, dem auf wenig Seiten zusammengedrängten Gegenstände das größtmöglichste Interesse abzugewinnen. Der Gedanke des Lesers findet Raum zu unzähligen Reflexionen, die das Gebiet der Geschichte aufwühlen, um jeue Opfer der ..ewigen Jüdin" zu finden, die Jahrhunderte mit ihr den Erdball umtanzen, von Cleopatra an, dem großen Stern der Sinnenlust, dem heißblütigen Weibe, das Ocl in die Flammen der Leidenschaft goß, damit es eine Welt versenge, bis herab zu Lady Hamilton, Pauline Bonaparte und Theroignc von M6ricourt. Aber der Cyklus der Pharailden ist in Gutzlows Erzählung nicht geschlossen. Wir brauchen nicht in Klio's steinernen Folianten nachzublättern, um die Messulinen, Marozia'S und Stuarts aufzufinden, nicht in die Aulga der Dante'schen Hölle hinabzusteigen, wo die Windsbraut die Verbrecher in der Liebe im ewigen Ringgange peitfcht, wo Francesca von Nimini seufzt. Cleopatra noch immer sinnlich glüht, Helena verzweifelt, Semiramis wahnsinnig heult und Dido stündlich in prasselnde Flammen stürzt — wir brauchen nur in unsere modernen Boudoirs zu blicken und wir finden sie wieder. Ihre Zahl ist wo möglich noch größer als ehedem. DaS Raffinement der Zeit, die Künste der Mode und falschen Empfindungen haben ein Geschlecht herangezogen, das des Lebens Zweck in der Aufregung, in der erkünstelten Leidenschaft sucht, die sich sehr leicht findet, da Einer den Andern — zu belügen trachtet. Daß aber der Wunfch sehr leicht zum Bedürfnisse, dieses zur Gewohnheit werde" könne, ist einleuchtend; von der Gewohnheit zur Leide"' schaft jedoch ist »mr ein Schritt, und wer sorglos mit dem Feuer spielt, geht nur zu leicht in demselben unter. Es mag sehr verlockend für eine liebcglühcnde Schö"c sein, im Halbdunkel eines moschusduftigen Boudoirs zwischen bauschigen Polstern und frivolen Romanen z" träumen, der Traum wird zur Sehnsucht und ehe sie sichs versieht, meldet sich---------PharaildiS! — A. v. Schweiger. 2155 Parlamentarisches. Wien, 20. December. Der von dem Landcs-verthcidigungs-Ministerium in der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses eingebrachte Gesetzentwurf in Betreff des Necrut eil-Conti ngcntc s lautet folgendermaßen : „Artilel I. Die thatsächliche Stellung der im Ar-tilcl 1 dcs Gesetzes vom 22. Mai 1869 mit 5Ü.041 Mann für das stehende Heer und die Kriegsmarine, dann mit 5>l)()4 Mann für die Ersatzrcservc festgestellten IahrcScontingcntc aus den vorhandenen Wehrfähigen der gesetzlich berufenen Allcrsclasscn wird für daö Jahr 1«70 bewilligt. Artilel II. Mit dem Vollzüge diefes Gesetzes wird Mein mit dcr Führung dcr Agenden des Ministeriums für Landcsmrthcidigung und öffentliche Sicherheit betrauter Ministcr-Prüsidcnt, welcher diesfalls mit Meinem Rcichs'Kricgsministcr das Einvernehmen zu pflegen hat, beauftragt." Vudget-Ansschuß. Nach Schluß der heutige» Plcnarsitznng dcs Abgeordnetenhauses versammelte sich dcr Budget-Ausschuß zu cincr Sitzung. Die Regierungsvorlage, betreffend die Einführung neuer Goldmünzen, dann dcr Gesetzentwurf, betreffend die Durchführungsbcstimmuugcn für daS Gcfetz über die Umwandlung der verschiedenen Schuldtitcl der bisherigen Staatsschuld wnrden dem Abg. Dr. v. Pergcr zum Referate zugewiesen; der Gesetzentwurf. betreffend die Eröffnung der Nachtragscredit - Forderung für das Jahr 1869, wurde, je nach den einzelnen Theilen desselben, den betreffenden Fachrefercnten zur Berichterstattung übermittelt. Ebenso hat der Budget - Ausschuß deu vorläufigen Beschluß gefaßt, für den höchst wahrscheinlichen Fall, als der Rechnungsabschluß pro 1868 und der Gesetz, entwurf, betreffend die Hofstaats-Dotation, demselben bei dcr ersten Lesung zur Vorberathung übergeben werden sollte, den ersteren dem betreffenden Fachrefcrenten, den letzteren dem Abg. Schindler zum Referate zuzuweisen. In gleicher Weise einigte sich auf Anfrage dcs Obmannes Ritter v. Hopfen, ob für die dem Bud-get-AuSschussc zugestellten Petitionen bezüglich dcr In-scratenstcner nnd der Stempelfreihcit der Journale besondere Referenten gewählt werden sollen, dcr Ausschuß auf Antrag des Abg. Dr. Gustav Groß dahiu, auch dicsc Petitionen dcni fi',r den Titel: „Stempel" dcs Budgets pro 1870 bestellten Referenten, Abgeordneten Dr. Banhans. zu übergeben mit dcr Weisung, daß derselbe dicsfalls cincn speciellen principiellen Bericht an den Ausschuß zu erstatten habe. Die nächste Sitzung dcs Ausschusses wurde auf Mittwoch den 12. Januar 1870, Nachmittags 5) Uhr. anberaumt und zum Schlüsse noch die Referenten ersucht, soweit als möglich bis dahin ihre Gerichte dem Ausschusse zur Berathung vorzulegen. Notariats-Ausschuß. Der Notariats-Nus-schuß trat am 19. d. M. unter dem Vorsitze seines Obmannes, Abg Ritter u. Limbeck, zu einer zweiten Siz-znng zusammen, wclchcr von Scitc der Regierung der Illslizminister Dr. Herbst, ScctioilS-Chcf Ritter von Wafer und Ministerial-Secrctür Freiherr v. Lichten-fels beiwohnten. Der in der letzten Sitzung vor dem Schlüsse dcr letzten Session des Rcichsrathes zum Rcfcrcntcn dieses Ausschusses erwählte Abg. Dr. Leonardi bcautragte eine Discussion über die Principien, welche den beiden vom Ministerium vorgelegten Gesetzentwürfen zu Grunde liegen. Der erste Fragepunlt, ob das Notariats-Institut für die nach den Gruudfätzcn dcr Wissenschaft, der Erfahrung und den Erfordernissen der Gegenwart geregelte Iustizpflcge unculbehrlich fti. wurde nach einer Debatte, an welcher sich die meisten Ausschußmitglieder betheiligten, einstimmig bejaht. Ucbcr dcn zweiten Fragepunkt, ob und inwiefern die notarielle Form bei Errichtung von gewissen Urkunden eingeführt werden solle, entspann sich eine lebhafte Discussion, und da der Referent hicbci zugleich in De-tailfragcn bezüglich derjenigen Urkunden, wclchc künftig in notarieller Form zu errichten wären, sich einließ, so wurde nach Durchberathung dieser allgemeinen Principien beschlossen, sogleich in die Special-Dcbattc über dcn von dcr Regierung vorgelegten Gesetzentwurf, betreffend die Einführung der notariellen Form gewisser Urkunden und die gerichtliche oder notarielle Legalisirung von Tabular-Urkunden, einzugehen. Dic wcitcre Berathung und Beschlußfassung wurde jedoch der nächsten Sitzung vorbehalten. Medicinal'Ausschuß. Der Ausschuß zur Vorberathuug dcs Gesetzentwurfes, betreffend die Orga° nisation der Medicinal - Verwaltung, hielt heute seine crste Sitzung. Vom Abg. Dr. Roser wurde der Autrag gestellt, es mögen zur Begutachtung dieses Gesetzentwurfes Experte berufen werden, und fchlug der genannte Abgeordnete den Director dcs allgemeinen Kran-tcuhauscs in Wien, Dr. Hoffmann, dann den Primarzt Dr. Hallcr und endlich dcn Bezirtsarzt Dr. Gau st er als Experte vor. Dcr Ausschuß schloß sich diesem Antrage an uud bestimmte ferner, eö sei ein vierter Experte ans Böhmen, und zwar vom Lande, zur Begutachtung dcr Vorlage aufzufordern, mit dessen Namhaftmachung die Abgeordneten Dr. Pauer und Dr. Roser betrant wurden. Endlich wurde zur Wahl eineS Referenten geschritten und Abg. v. Czedil hiezu vom Ausschüsse bestimmt. Mgesneuigkeiten. — Ihre Majestäten der Kaiser Ferdinand uud die Kaiserin Maria Anna haben dem Triester bischöflichen Ordinariat fUr die Kirche zu Tribauo in Istrien 200 fl. uud für jene „del Crocefisso" in Capodistria 100 fl. zu spenden geruht. — (Ein abscheuliches Verbrechen.) Aus Oderberg wird der „N. fr. Pr." unterm 17. d. geschrieben : Eiu abscheuliches Verbrechen wurde gestern in unseren Mauern verübt. Am 15. d. M. kam hier mit dem Wiener Zuge ein bildschönes Mädchen, die sechzehnjährige H. Otto, Tochter des Geschäftsmannes Otto aus Kremsier, an nud wurde am 16. Früh unweit der Stadt Oderbcrg auf einem Fußsteige todt aufgefunden, Auf dic erfolgte Anzeige begab sich allsogleich ciuc gerichtliche Commission au den Ort uud es wurde constalirt, daß das Mädchen das Opfer viehischer Gelüste uud überdies, bevor man es hinschlachtete, beraubt worden war. Das Mädchen wurde am 15. Abends unt einem Manne gesehen, welcher etwa Üb bis 30 Jahre alt, mittelgroß und mit einem grauen Rocke betleidet gewesen, sowie einen runden dunklen Hut getragen haben soll. Ein merkwürdiger Zufall passirtc noch, daß nämlich die Leiche dcr Armen ohne Leichenpaß in ihre Heimat befördert werden konnte, indem fclbe in eiuen Waggon gelegt und letzterer aus Versehen (?) den anderen angeschlossen wurde und so glücklich in der Vaterstadt der armen Otto ankam. Wie vorauszusehen, macht dieser Fall nicht nur hier, sondern in dcr ganzen Umgegend, besonders bei den Israclitcn (die Unglückliche war mosaischer Religion), große« Aufsehen, und hoffentlich wird cs dcu Bemühungen des hiesigen Polizcicmumissärö gelingen, dieses dreifachen Verbrechers bald habhaft zu werden. — Nachschrif t. Soeben (bevor ich Oderberg verlasse) erfahre ich, daß ein israelitischer Handelsmanu eingebracht wurde, bei welchem man Ohrgehänge, die dcr ermordeten Otto gehörten, gefunden habcu soll. Nach eiuem anderen, hier cursirenden Gerüchte, das ich jedoch nicht verbürgen lanu, soll ein Eisenbahn-Beamter das Attentat auf dieses Mädchen verübt haben. Vocale s. — (Allerhöchste Auszeichnung.) Es wird gewiß in weiteren Kreisen freudige Theilnahme fiudcn, zu erfahren, daß laut gestriger „Wiener Zeitung" Se. t. und k. Apostolische Majestät mit allerhöchster Entschließung vom 19. December d. I. dem früheren Fincmzdircctor von Kram und jetzigem Scctiousrcilhe im Finanzministerium Carl Fontaine von Felfenbrunn in Anerkennung seiner vierzigjährigen vorzüglichen Dienstleistung den Orden der eisernen Krone dritter Classe mit Nachsicht der Taxen aller-guädigst zu verleihen geruhten. — (Bei der hiesigen La ndeShaup tca ssej haben nicht unbedeutende Gehaltsaufbesserungen und Ge-haltsvorrückungen stattgefunden. — (Ein neues belletristisches flovenisches I o u r n a l) unter dem Titel: „Zvon" soll mit Neujahr monatlich zweimal in Wien unter Redaction von I. Stritar (Pseudonym Nirau Vori«) erscheinen, welchem Unternehmen die Tendenz und der gute Nuf des Herausgebers ein günstiges Prognosticon stellt. — sHolzko hlenu ot h.) Hiesige Gewerbsleute und insbesondere Schmiede klagen sehr Über die mangelnde Zufuhr an Holzkohle, welche durch die schlechte Witterung verursacht zu sein scheint. Dieser Holzkohleumaugel soll schon 2 Monate dauern uud eine Stockung in dcr Productiou der gedachten Gewerbe hervorgebracht haben, zu deren Behebung die „wildeste" Concurreuz aufs innigste zu wünschen wäre. — (Aus dcr Thierwelt) werden sonderbare Anzeichen eines ungewöhnlichen milden Winters gemeldet. In Kropp wurde am 13. d. M. ein Dachs geschossen, welches Thier sonst um diese Zeit dem beschaulichen Wiu-terschlafc obliegt. Als Nachtrag zur Verfassungsfeier bringen wir in folgendem den von Herrn Dr. Kalte-negg er ausgebrachten Toast, welcher aus eiuem unliebsamen Vcrschcn iu unfercm Berichte weggeblieben ist: Wir brachten so eben eiu durch 'treffliche Rede begeistertes Lebehoch unserer Verfassung aus! Und wahr« hastig, sie lebt! Lebt — nicht nur iu unserem Herzen, nicht nur iu unserer Ueberzeugung — sie lebt iu ihren Werken und iu ihren Thctteu. Zwar kann noch keine Ncde sciu vom Abschlüsse auch uur jener Werke, die da als Fuudameute uusercs Verfassungöbaues, als die Bedingungen nolhweudig sind, damit er häuslich und wohnlich Jur /rage der Nulietage. Die Frage eines Ruhetages in dcr Woche ist von verschiedenen Gesichtspunkten auS vou großer Wichtigkeit. Icdcr Mensch, der arbeitet, hat das Bedürfniß nach einem periodischen Ruhcpunkte, dcr seine Kräfte stähl« und ihn in dcn Stand sctzt. seine Arbeit besscr uud längere Hcit fortzusetzen. Aus den in verschiedenen Bändern "gemachten Beobachtungen geht hervor, daß Menschen, wclchc ohne Unterbrechung arbeiten, in jeder Beziehung rasch abgenützt sind. während Jene. die sich eiucS Ruhetages in dcr Wochc erfreuen, nicht nur vicl längere Hcit leben, sondern ihre Arbeiten auch bis m eiu ziemlich vorgerücktes Altcr fortsetzen können. Diese Wirkung ist nicht schwer zu erklären. Alles, was in dcr Natur lebt, hat daS Gcdürfniß nach diesen Perioden dc> Nlchc des Tages oder dcr Nacht für die lebenden Wcfen. dcr Jahreszeiten für die Erde und die Pflanzen. Wenn man es versucht, diese Ordnung umzustürzen, so zerstört man. anslntt zu schassen. Der Mensch, daö edelste auf dcr Stufenleiter der lebenden Weseu. dcsscn Organismus der feinste ist, ist diesem Naturncsctzc in gau; besonderem Grade untcr-worfel,. Er kann es uicht übertrctcu, ohnc die Strafc dafür zu tragen. Und cr gewinnt nichts dabei. Woh> ausgeruht, schafft er iu sechs Tagen mehr und bessere Arbeit, als i» sicbcn. wenn er ohne Unterbrechung bei seiner Beschäftigung verharrt, so daß cS selbst mch» Pccuniärcn Vortheil bietet, sich cincn Nuhcpuntt zu gönnen, als deusclbcn nicht zu gestatten. Das ist es, was dic Beobachtung dcs Sonntags, als eines Tages der Ruhe und Sammlung. für mehrere Länder zu einem Elcmcnlc dcs Wohlstandes gemacht hat. In England, wo bic Arbeiter nicht uur den Souutag genießen, sondern wo man ihnen auch noch dcn halben Samstag gestattet, damit sic denselben ihren Privatangelegenheiten widmen können, ohnc cincn Eingriff in die Ruhe ocS folgenden Tages machen zu müssen, sind sie besser bezahlt und behandelt, als in jedem andern Lande Europa's. Sie sind ausgezeichnete Arbeiter, kräftig, munter, cuergifch nnd geschickt, und sie conserviren lauge ihic Kräfte, die zu dcm Anfschwumi dcr englischen Industrie nicht wenig beitragen. Ii, den Ländern hingegen, wo man am Sonntage, wie an jedem andern Tage arbeitet, sind sie geringer bezahlt, büßen nach und nach ihre Kräfte ein bei dcr rastlosen A'bcit, die bedauerliche Reizmittel für den Organismus erfordert, altern jung nnd werden unfähig zur Arbeit. DaS ist eine dcr wichtigsten Ursachen der Iufcriorität der Industrie in Frankreich und Gelgicn zum Beispiel. Die Arbcitshand nützt sich dort rasch ab und gibt nicht, was sie gcbcn könnte, was ein bedeutender Verlust für die Nation ist, dcr außerdem auch noch durch die sehr geringe Zunahme dcr Bevölkerung und dcn physischen Verfall, dcr sich dci der-sclbcn mehr und mchr kundgibt, gelcnilznchnct wird. Die Eulbehruug cmcs Ruhetages in der Wochc bietet auch noch andere Gcfahrcn. Sie trennt den Mann von dcr Familie und deren veredelndem Einflüsse. An dcn gcmeinsameu sscst- und Ruhetagen allein kann der Albeitcr, dcr Angcslclltc sich dcr Zuneigung dcr Sci-nigen erfreuen, seine Kräfte daran stahlen uud frischen Muth finden, feine häuöllchcn und andere Pflichten zu erfüllcu. Ein durch die Rlligiou sanctiouirter Ruhetag endlich ist ihnen nicht minder nolliwcndig, da cr cS ihnen möglich macht, sich ihrcr täglichen Sorgen uud Mühen iu cntschlagcn uud sich übcr materielle Sorgen zu er» hcbcn m>d an bessere Interessen zu denken, an jene ihrer Seele und ihrcr Vervollkommnung. Wenn nichts die Monotonie ihrcr gewohnten Arbeit unterbricht, so leidet selbst ihre Intelligenz darunter, ihre Moralität verschwindet, sic werden von Entmuthigung und Unzufriedenheit ersaßt, dik in vielfacher Beziehung nur zu sehr gerechtfertigt ist. sie lassen sich leicht durch Umsturz-thcoricn verführen und werden so für die ganze Gesellschaft zn ciucm verderblichen Gährungsstoff und zu einer Gefahr, die sich schon mehr als einmal unter erschreckenden Formen kundgegeben hat. Literatur. Die literar.-artist. Anstalt von C. Ditt-marsch in Wien hat uns ein uugemein reichballiges Sortiment ihrcr verschiedenen Kalender eingesendet uud dürfte wohl Jeder etwas für seinen Gebrauch Passendes dabei finden. Von dem im Niesenplacat-Format erschienenen Comptoir- bis herab zum kleinsten Miuiatur-Kcileudcr finden sich alle Gattungen von Wand- Blatt-, Salon« uud Vriesta-schen-Kaleuderu, alle gefällig uud praktisch ausgestattet; auch dcr in mehreren hunderttausend (5femvlaren aufgelegte 15 Kreuzer Volkstalender mit den Portraits sämmtlicher Minister ist wieder erschienen. Unter dem Titel „Prosit Neujahr" ist von dem bekannten Wicuer Humoristen C. Weyl ein Jahrbuch komischer Vortrage im Verlage vou C. Dittmarsch erschiene», wclchcö iu dcr That eine reiche Fülle dcr drolligsten, humoristisch-salyrischcn Aussätze enthält. Die meiste» derselben habe» bereits die Feuerprobe bestanden, indem sie von den ersten Komikern der Residenz öffeutlich vorgetragen, uuu zum erstcu malc iu Druck erscheinen. Bei dem großen Maugcl passender humoristischer Vorträge zur Erheiterung geselliger Kreise wird dieses Buchlein jedem Freunde des Hmnorö hochwillkommen fein. 2156 werde für alle, die darin zu leben berufen sind. Organischer Institutionen, belebender Ausführuugsgesetze fUr unfere verfassungsmäßigen Prinzipien harren wir noch mancher und wichtiger — nicht zu gedenken dessen, was die Verfassung selbst zu stärken, zn beleben habe. Allein undankbar wären wir, könnten wir über dem Erwartete» und noch Ersehnten — das schon Gewordene übersehen. (Beifall.) Die Verfassung lebt in dem Rechte, lraft dessen wir und so viele unö verwandte Vereine unö versammeln und auch das hcutige Fest alö ein coustitutionelles begehen können. Die Verfassung lebt in dem Rechte des freien Wortes, das sie mit der Petitionöfreiheit, wie allen Persönlichleiten im Staale, auch unserem Vereine gewährt, auf daß es laut vertundc unser Wollen und milwirke zu unserem Streben. (Beifall.) Die Verfassung lebt in dein Rechte deö freien Wortes, der freien Presse, dieser neuen Großmacht unseres Iahrhundcrlcs, — frei erst recht durch den Echntz, den ihr das Schwurgericht — das freie Urtheil des freien Mannes gewährt. Die Vcrfaffuug lebt in dem Schutze, den sie demEin-zelnen in seinen Heiligthümern des Hauses und der Persönlichkeit gegen die cxeculwc Gewalt des Staates gewährt. Die Verfassung lebt in dem dichte des Wissens, das - sie aus und iu der Volksschule gerade dort zu verbreiten unternimmt, wo das auf Gemeiusinn und Gemeinwesen ruhende Staatögebäude desselben nach seinem innersten Wesen bedarf, — vom Grunde von der Wnrzcl der Volkö-stäunue aus. Die Verfassung lebt in den wirtschaftlichen und finanziellen Erfolgen, die seit ihrer Wiedergeburt sie begleiten; sie lebt, indem sie uns, wir hoffen gründlich, vom Echuldeumachen emancipirt hat. (Beifall.) Unsere Verfassung aber sie lebt und wirkt, sie denkt, sie sieht, sie spricht uud haudclt für und aus dem Volke durch dessen Reichsverlrelung, diesen verfassungsmäßigen Körper der Volksseele. Und was unsere Reichsvertretung auch nur durch ihre Anwesenheit, durch ihre Existenz wirkt, wir erfahren es in dieser Gegenwart, — mein beredter Vorredner hat es Ihnen zutreffend schon vor die Augen geführt. Ihrer Mitwirkung verdanken wir die praktischen Erfolge unferer Verfassung. Und weß Geistes und Sinnes unsere beiden Häuser des Neichsralhes erfüllt sind — möge statt langer Rede ein Vlict auf deren voltsthümliche Leiter zeigen; der Klang, den diese beiden Namen, jeder für sich cin politisches Programm, tönen lassen, wir bejubelten ihu erst jüngst wieder an den Reden, mit denen diese beiden Vteichsraths-Präsidenten sich eiusührtcu. (Beifall.) Und wie das Haupt, so die Körperschaft; int Herz-erhebenden , verlrauensstarken Blick zu denselben bringe ich ein Hoch den beiden Häusern unseres Neichsrathes! (Andauernder Beifall.) 23. Verzeichniß dts Vciti'äge filr das Schiller-Denkmal in Wien. Gcucralmlcudanz der l. k. Hofthcatcr, Iah» fl. reSlnit'ag.......... 500.— Sammlllug in Nio Janeiro durch H>n'n F. Sckmid........... 343 — Sammlung des Schillcr-Vcrcius ..Glocke" . 37.— Sammlulia. dcS Fllialcomil6 in (Älaz . . 98cstl uud Plcncr. deu Ausdruck ihrcs Vertrauens uud ihrer lebhaftesten Sympathien entgegenzunehmen. Das Stadwerordneteu-Col-legium und die Vertreter sämmtlicher Vereine dcr Stadt." Bei der in Innsbruck in den Rcdoutensälen ab' gchallcucu Bcrfassungöfcicr war eiu außrrordcMlich zahl-reichcö Pul'licum vclsamimlt. Das F«,'st vcrlief uutcr begeisterter Tliciluahlnc aller Anwesei'dcn, unter welch' letzteren der La»dcShaupl!N0!>n, Fcldmaischall^Lieutenanl Htolli»a>l) und ein gioße» Theil des Officierscorps sich befanden. In Pra^ si»d die befürchteten Slörlingcu deS Vnfassul'l^i'ta^cö durch die Nationalen nicht emge-trctcu, die Drohul'geu, wclche duich aufrührerische Placate ausgesprochen warcu, sind nicht unwirklich! woldcu. Im Adreßa uSschuss e hat Dr. Rech baucr das il»ul vom Subcomit^ dcs Adicßausschusseö ungcbo> teile Referat, d. h. die Äusmbcituug dcö (äittwurfcs dcr Adltsfe abgelehnt. Au seine Slcllc ist Graf Spieqe l gewählt worden. Diese Thatsache wird iu politischen Krciscn daliin gedeutet, Dr. Rcchbaucr habe jctzt schon dic Ucbeizcugung qcwouneu, daß sciu Extwmf dieMa° jurilät dcs Plen^rausfchussci« cbcu so weuig für sich hadcu wurde, als die des Hauscs; man bczcichuct dagegen a!S gewiß, dliß im Adlcßauoschuß außer dem Entwurf dcr Majorität zwci Miuolitätsuoicu sich her auob,ldcn wcrdcu; das ciuc dülftcu Dr. Rcchbaucr uud Figuly, das zweite die Hetre» Grocholöti, Kraineli uud Svetec ciuoringeu u»d im Hausc vertheidigen. Dic Nachricht, als hätlc Abg. Grocholsli die Aufnahme eincs die galizische Resolution betreffenden Passus iu dcu Adlehentwurf drs Subcomil^'s verlangt, wird dem „Wr. Tgbl. als unrichtig angcgcbcn. Dagegen sollen dic Tiroler und Slovene» ihr Vcrblcilicn von dem AuSfaUc dcr Adrcssc abhängig machcn. Die ga-lizischcn Abgeordneten haben sich bisher dieser Vereinbarung nicht angeschlossen, auch soll wenig Aussicht dafür vorbanden scin, daß dicö geschieht. Die Frage, den Reichsrath zu verlassen, wird au dic polnische Fraction erst herantreten, wenn das Schickfal ihrer Resolution entschieden sein wird. Dem Club der Linken sind in den letzten Tagen auch die Minister Brestel, Giskra, Herbst und Plcner beigetreten. Dem Club gehören jetzt schon nahezu 100 Abgeordnete an. AuS R o m wird gemeldet: Am 20. December fand die dritte Generalcougrcgation des Concils statt. Es wurde die Wahl von 14 Vätern notificirt, welche die auS 24 Mitgliedern bestehende Glaubensdeputation bilden sollen. Die vorzüglichsten Mitglieder derselben sind: die Erzbischöfe von Cambrai, Utrecht, Posen, Mcchcln, Val-timorc und Westminster; die Bischöfe von PoiticrS, Caön, Sion und Padcrborn; dcr Primas von Ungarn uud der armenische Patriarch. Die Vcrsammlung wählte hierauf die 24 Mitglieder dcr Disriplinardcpulatiou. Am nämlichen Tage wurde eine päpstliche Bulle vom ILten October veröffentlicht, welche „mit Rücksicht auf den Zeitgeist" die Zahl dcr der Kirchcnccusur (Excommunication) vorbchaltenen Fälle bcfchränlt. ?elesss,»phische Tvrltiirispurfc vom 2'^ December. 5perc. MelnlliqucS 5!».85. — 5pnc. Metalliqurs mil Mai» und Novcmber-Zmsm 59,8.^ — 5,pcrc. ^lllti0iial'Aulel>e>, 70.1!''. ^ !8<;s)>'l Stalllijailll-Hm <,9.l<». -- Balitactlsi! 734. - Ercd,!, Aclin, !?54.40. - ^oudm, I2!l.75'. — Silbn I'^.l5, - !t, l, Dncals» 5>8ii. Handel und Volkswirthschastliches. ^aibnci,, 22. December Änl dcui lieuügc» Mlulie sind er-schinicii: 2 Wagen mit Getreide, 12 Wagen und 2 Schiffe (15 blaster) mil Holz. Durchschnitt «-Preise. Mlt.» Mg,.. «ilt.. Mgz.« fi. lr. st. lr. fi. lr. fi.z ll. Weizen pr, Mrljeil 4 i»0 s» l'»» Butter pr. Psliild - 4l» —>— Kor» „ 0 9°, um 2 8° liber dein Normale. Arraulworllicher Rcdacieli^: Ignaz v^ K l e i u m a Y r. T^Nl'^pNlil'sts^^ Tttie», 2l 3ccr:»ber. Die Burfe war im Ganzen nicht ungünstia gchimntt. doch ohne jede Anregung, Im Ganzen genommei, sind dic Course dienen von gestern Mittags Ll»!llNllUlllU?l. aiuiähn'lld gleich, Rente besserte sich wieder um cme Kleiuigteii. Von Banlpapieren waren Wechslerbanl (bis 88), Niederländer '.bis 85.75) Franco (bis 100). Wiener Vaiil bis 62 gesucht, nmhrend Anglo-, Credit-A^tini und Natmualbnnt dir gestrigen Noliniilgeli hielte». Voi'. Eiscnhahn-Aclien stiegen Nordbahn bis 2125>, während die meisten anderen Sorte« ihre gestrige Notiz nicht oder nur uubedrulend uerändertt». Die bemcilViiüwcnhciic Elscheinnng bildete hellte der neuerliche Nilckgaug der Deuisen um '/, bis '/, pEt. 4. Allgemeine Btaatsschulv. ssür 100 fl. .>0 « Silber „ Iänner-Inli , 70.50 7l) 60 « „ „ April-Oclobcr. 70.20 70 30 Steueraul^hen ruckzahlbar (?) . !>^ 50 0i».- . Lose v I 1830 . . . . " 224.— 2^4.50 « „ 1854 (4"/,) zn 250 ft. !'I. - i>l 50 „ ., I860 zu 500 fl. . . !»»i,s>0 !'6 70 „ 1860 zu 100 fl. . . K'2,5<> 103.— „ „ 1864 zu 100 fl. . 117 25 117.50 Staats-Domäneu'Pfandbriefe zu 120 st. ö W. in Silber . . 119.50 120 — ». OrlMde,,tlast„nao-Ol»listationc„. Filr 100 st. Gelb Waarc Vühmen .... zu5p«5t c»275 <»4.., Galiuni .... „5 ,, 72,60 73,— Nieder-Oesterreich. . „ ^' ,, f»4.— 95. Ober-Oesterreich . . « 5i „ 94.50 95.— Sicbeubilrgcu . . . „ 5 „ 75 75 76.25 Ste,erm°ll ... „ 5 „ V2 50 93.50 Uilgarn .... ^ 5 ^ 7U.30 79 50 O. Actien vo« Bankinstituten. Geld Waarc Anglo-üstcrr. Ban! aligest, . . 272 50 273.— Anglo.ungar. Baut .... 84— 65. - Voden-Credillluslalt ....----------.— Creditauftall f Handel u. Gew. . ?55.70 256.— Credilaustall, allgem. nngar. . . 78 — 79 — Escompte-Gesrllschaft, u, o. . . 868. 872.— Franco-österr. Vanl .... 99.— 89,50 Gemralbant.......4350 44 'Ital^'üuidaiil . .....734 736 — Niederländische Vant .... ^5.50 86.50 Vcreinsbllut.......91 50 92.50 Pertehrsbant.......113 50 114.50 Wiener Bant......61,50 62.50 «V. Actie« von Transportunternel,- »llunsten. Geld Wnare Alföld-Finmauer Bahu . . . 172.50 173.50 Vdhm Westbahn.....224.50 225,-. Earl-Vudwig-Bahi!.....242,50 243.-- DonamDampfschifff. Gesellsch. . 547.- 548.— Elisabeth-Westbah».....192.50 1N3- fferdinandö'Noidbahu , . . 2118,-2120.— Füuftlrchen-Varcsrr-Äahll . . 178.— I78.5(> Franz-IosephS-Bahu .... 184.50 18550 Leml,erg-6zrru.lIassyer-Bahn . 200.25 2(10.50 > Geld Waare Llovd. »fterr........320- 323 — Omuibns ierste Emission). . . 126.— 128,— Nudolfs-Pahn......166.50 167... Sicbeubitrger Vahn . . . .167.-168 — Slaatsbahn.......398.— 400.— Sildbahu.......260,80 261.- Süd nurdd Verbind. Bahn . . 16550 166.— Theiß Bahn.......247 75 248.50 Tramway........139.25 139 50 «. Pfandbriefe (fUr 100 ft.) Mg. ös! Aodcn-Erebit-Austall Geld Waare verloSbar ,n 5 pCt. iu Silber 107.25 107 50 dto.iu33I.ri!ckz.zu5pEt.iuü.W. 89.- 89 50 Nationalb. aus i>, W. uerloöb. zu 5 pEt........93.40 !'3 60 Oest, Hl)pb. zu 5'/, pCt. riickz. 1878 98. - 98.5.0 llug. Bod.-Cred.-Änst. zu 5'/. pEt. 90.75 i'1.25 »'. Prioritätsobliaatione». i. 103 si. ü. W. ^ ^ ^ ' Geld Waare Elis.'Westb. in S. »crz. (>. Emiss.) 90 75 91 25 Ferdiuauds-Nordb, i» Silb, uerz. 1Ub.?l) 107.25 i FrauzIoseph«-Gahn .... 92.90 93,20 O.Cllrl-Lubw. B. i. S. verz.I. Cm. 101.50 102.50! l ' Geld Waaie Oesterr. Nordwestbahn .... 9140 91,70 Siebend. Bahn in Silber verz. . 88.30 88 60 Staatsb. G. 3"/., ^i 5>00Fr. „!. Em. 1el u.Gew. G^d Waare zu 100 ft. ö W. . - . . .1655016575 Rudolf-Stiftung zu 10 fl. . . ^550 ,<; __ «lUechsel (3 Mou) Geld Waare Augsburg sllr 100 st, Mo. W. 102.65 102.U0 FraulfurlaM. 100 st. delto 102«0 103,— Hamburg, für 100 Marl Vni:co 90,90 9l 10 i.'o,!d°„, fiir 10 Pfund Sterling 123 40 123,6« Pans, für 100 Franc« . . . 49.— 49,10 Gours der Geldsorteu Geld Waarr «. Müuz-Duclltcl: . 5 ss. 8>i tr. 5si. 82j kr. Napolcousd'or . . 9 .. 84 „ 9 „ 85 „ Vereiusthaler ... 1 „ 82; « 1 ., 83 ,. Silber . . 120 .. 75 « 121 « 25 „ ltraiuische GrundeiUlastung«-Obligationen, Pci' «lltnotlrung: 86 50 Geld. 90 Wau«