foSfnIiw pttCana v folovM. n. laliiymg ^rscbeiDl wöcbenUicli sectismti (mit AofDiliiii« der l^eieriage,. Schrift« leituQR, Verwaltunfi und Bnchdruckerei Tel 2S47, 25-68 nnd 25^. I^laribor. Kopalifika alica & Mtnaikrlpte werden otebt reloonriert Aotrageii Mkckpoiio beUcfen. ö-ö Triz 1B1 rrrl Nr. S7 Mhtwocli« dM II. F^bmar 19S9 Insoraleo- und Abonnements-Annabme in Maribor, KopaiiSka uiica G CVer^altuttO^ fiesugipreise: Abholra monatlich 23 Din. zustellen 21 Diu, rlnrch die Post monatlich 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer IJiO und 2 Din. Preis Olli f'50 lariborer Stitung ^ie legten rotfponif^en ^Ifid^tlinge 3iii Saufe öee geflrioen Xooee fl&rrf(Drftteii 20.000 !>Rann Dir fransöfff^e st hatte sie verlängert, weil bd seiner Wahl die Kardinäle der USA zu spät in Rom eingetroffen waren. Am Morgen des 16. oder 19. Tages feiert der Kardinalsdiakon vor dem Kardinalskollegium eine Messe, während tier Kardinäle in einer lateinischen Predigt über die Wahlpflichten belehrt werden. Im Anschluß daran ziehen die Kar-(Imäle in die Sixtinische Kapelle, wo die eigentliche Wahl stattfindet. Die zur Wahl Berechtigten wer-licn feierlich vereidigt, die Zeremonien-ineister rufen das »extra omnes«, das alle ausschließt, die nicht zum Konklave geliören. Die Wahl selbst beginnt am nächsten Morgen, und zwar, obwohl auch die Wahl durch »göttliche Einge-l>ung11 den Längswänden Platz nehmen. Vor diren Sesseln, die mit Baldachinen überdacht sind, stehen kleine Tische mit Schreibzeug, Siegellack und Kerze. Auch li'o Form des Stimmzettels ist streng vor-iieschrieben, um eine Selbstwahl auszu-f^chiießen. die das Ergebnis ungültig ma-clien würde. S'nd die Stimmzettel ausgefüllt, so schreiten die Kardinäle nach der Ordnung ihres Rangalters zur Wahlurne, '^ic* Stimmen der etwa kranken Kardinä- Barcelana, 14. Februar. (Avala). Das natlQiialspafliache MOKirtrlbttiia] hat nun die ersten Urteile gegefl diejenigen rotspanisclieii Machdiaber gefällt, die ateh dnrdi flne OransanilteHen gegen die Zlvfl-bevölkeroflg mit SchnM beladen hatten. Zum Tode venirteltt wurden: der Präsident des rotapanischen Volkagerichtes Sa-laiar Ventura, der Prisident des revolu-tloniren Departements Manuel Oarida, der Prisident der rotspanlichen Gewerkschaften Efflilio Morales und der Führer dsr sogenannten »Todespatrouille« der spanischen Tscheka Palbacerda sowie sein Gehilfe Francisco Fiter. Letzterem wird die bestialische Tötung von 15 Priestern zur Last gelegt SlmtHche Todesurteile wurden dem Staatschef General Franco unterbreitet, der nun Herr ül)er Tod und Leben der Verurteilten ist. M a d r i d, 14. Feber. (Avala.) Im Laufe des gcatiigeu Tages erschienen ffle;hrere nationalspanische Bomber über Madrid und bewarfen die Stadt mit Bom* ben. HIebel wurden 23 Personen getötet und 76 mein' oder minder verletzt C o I d a V e s, 14. Feber. (Avala.) Gestern fiber^hrittm 20.000 Mann der rot-spanisclien MUizamiee bei Coldaves die spaniseh-französische Grenze. Es handelt sich um Ueberreste der Roten, die sich in den Pyrenäen noch ehie Zeitlang halten kottntco. Beim Uebergang über die Grenze konnten dieae Troppen eine groBe Anzahl von Geschützen verschiedenster Kaliber in Sicherheit bringen. Die Fahrzeuge — eine groBe Anzahl von Lastkraftwagen — wur de von den Roten vor der französischen Grenze zum größten Ted In Brand gesteckt, da es nicht mehr möglich war, sie nach Frankreich zu schaffen. Genf, 14. Februar. (Avala.) Gestern abends i^ aus Südfranl^ch der Sonderzug mit den spanischen Kunstschätzen ein getroffen, die der Völkerbund tiis zur wei teren Entscheidung In Verwahrung nimmt Es handelt sich insgesamt um mehr als 500 kostbare Gemälde der berühmten Mei ster Elgreco, Murillo, Velasquez u. a. m. Diese spanischen Kunstschätze werden nach Beendigung des Bürgerkrieges dem spanischen Staate wieder zur Verfügung gestellt ßurgos, 14. Februar, (Avala.) Au-Benmini^ Jordana, der Leiter der Außenpolitik General Francos, empfing gestern den diplomatischen Vertreter lr> iands und später auch den diplomatischeti Agenten Englands* Ueber diese Bcspre-* chungen wurde in Burgos keine amtllcho Mitteilung ausgegeben, man nimmt jedoch mit Gewißheit an, daß der irische Gesund te bei dieser Gelegenheit dem nationalspanischen Außenminister die offiz'cllc Mitteilung von der Anerkennung des Regimes General Francos durch den Irischen Freistaat gemacht hat. 3inre&q in ftotu 6rmi{flontö? GBROCHTE ÜBER EINE UNGARISCHE REGIERUNGSKRISE Budapest, 14. Feber. (Avala.) Wie hl hleelgen politiscben KreHen verlautet, befindet sich das Kabinett Imredy bereits in statu demisskmis. Reichsverweser von Horthy soll die Demission Imredys bereits angenommen haben. Der Grund des Rücktrittes der Regierung soll angeblich hl der Krankheit des Mhiisterpräshienten zu suchen sefai. Als Nachfolger Imredys werden der frühere Ministerpräsklent D a r a n y i und Unterrichtsmhiister Grc T e 1 e k I genannt sin ber 8d6rc W XI. Rom, 14. Feber. Die Leiche des Papstes Pius XI. wird heute um 16 Uhr in der Krypta des St. Petersdomes unter feierlichem Gepränge bei Ausschhiß der Oeffentllchkeit und lediglich in Anwesenheit der Kardinäle und Prälaten zur letzten Ruhe bestattet werden. Die Leiche wird in drei Särgen verwahrt sein; einem ersten aus Zypressenholz, einem zweiten aus Blei und einem dritten aus Eichenholz. Der Leiche wird eine Kupferröhre beigelegt werden mit einem Pergament, welches die Hauptdaten seines Lebens u. seines Pontifikats enthält Der Sarg wird von Kaplänen der Basilika und Mitgliedern der Schweizer Garde getragen werden. Aus der Hl. Sakramentskapelle wird der Sarg nach den erfolgten kirchlichen Handlungen zum Hauptaltar des Domes, sodann zu einem Nebenaltar und schließlich in die Krypta getragen werden, wo er neben dem Sarg des Papstes Pius X. ruhen wird. Der Papst ruht auf dem hohen Katafalk in dem noch offenen Sarg. Die Leiche trägt das feierliche Gewand der Päpste in Purpur und Gold. Ueber dem Katafalk wölbt sich ein riesiger Baldachin. Offiziere und Unteroffiziere der Schweizer Garde halten die Ehrenwache. Rom, 14. Feber. (Avala.) Bis gestern abends war eine Million Menschen am Katafalk des Papstes Pius XI. vorüberde-filiert. Trotz des Regengusses in den Nachmittagsstunden ließen sich die langen Züge der Menschen nicht abhalten, im Vatikan Einlaß zu erlangen. Sogtanot);^ 6ri Sonnet Paris, 14. Feber. (Avala.) Außenminister Georges B 0 n n e t empfing gestern nachmittags den Präsidenten des jugoslawischen Reserveoffiziers- und Kriegsteilnehmerverbandes B o g d a n o V i c, der auch in seiner Eigenschaft als Präsident des »Fidac« erschienen war. Außenminister Bonnet interessierte sich eingehend über Fragen des organischen Aufbaues der genannten jugoslawischen Vereinigung und dankte bei dieser Gelegenheit für die Sympathie- und Treuebe-weisc Frankreich gegenüber. Frankreich bestellt Flugzeuge in Amerika Paris, 14. Feber. (Avala.) Wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, hat die französische Regierung bei einer Flugzeugfabrik in Baltimore 115 leichte Bom ber in Auftrag gegeben. Iturse Ttod^rid^trn London, 14. Februar. Die Palästina-konferenz befaßte sich gestern mit den in konkreter Form vorgebrachten Forderungen der arabischen Vertreter. Die jüdische Abordnung erhebt hingegen nach wie vor Anspruch auf Palästina und verlangt die Beibehaltung des englischen Mandats. Der Zionistcnführer Weizmann sprach die Drohung aus, daß eine andere Lösung der Palästinafrage die Grundlagen des Britischen Empire erschüttern werde. London, 14. Februar. Die englische Polizei glaubt, in Irland die Personen gefaßt zu haben, die die Anschläge auf die Londoner Untergrundbahn verübt haben. Es handelt sich um zwei Männer, bei denen Waffen, Sprengstoffe und anderes verdächtiges Material vorgefunden wurde. Die Untersuchung wird fortp:esetzt, um in die Angelegenheit volle Klarheit zu bringen. Tenniskampf Beograd—Budapest, B c o g r a d, 14. Feber. In der Tennisballe im Beograder Messegelände findet am 17., 18. und 10. ü. ein Tennisstädtc-kampf Beograd—Budapest statt. Budapest tritt mit der ungarischen Davis-Pokal-Mannschaft an, die sicli aus Sz'geti, Gabory und Azboth zusammensetzt, während Beograd Puncec als Gast sowie Ra düvanovic und Smerdu vertreten werden. Z ü r i c Ii, 14. Feber. Devisen: Beograd 10, Paris 11.6825, London 20.6725, Brüssel 74.4250, Mailand 23.21. Amsterdam 236.50, Berlin 177, Stockliolm 106.55, Oslo 103.8750, Kopenhagen 92.30, Prag 15.14, Warschau 83.37, Budapest 87.25, Athen 3.90, Istanbul 3.60, Bukarest 3.37, Helsinki 9.1150, Buenos Aires 101 fünf achtel, Sofia 5.40. le werden in einer besonderen Urne gesammelt Sind alle abgegeben, beginnt von drei ausgelösten Stimmzählern die Auszählung. Ist die erste und auch die zweite Wahl erfolglos, so werden »die Stimmzettel mit naßem Heu verbrannt und der schwarze Rauch verkündet der harrenden Menge des Volkes, daß floch kein Papst gewählt worden ist. Die Wahl wird dann am gleichen oder folgenden Tage so lange fortgesetzt, bis eine Zweidrittelmehrheit erreicht ist. Dann werden die' Stimmzettel ohne Beimischung verbrannt und nun zeigt der aufsteigende weiße Rauch der Menge an, daß ein Papst gewählt worden ist. In diesem Moment bleibt in der Sixtinischen Kapelle nur der Sessel des Gewählten vom Baldachin überdeckt. Der Kardinaldekan fragt ihn, ob er die Walil annehme. Mit dem Ja-Wort übern'mmt der Gewählte die Fülle der päpstlichen Gewalt. Er wird dann noch t;efragt, welchen Namen er annehmen will. Darauf >M8Hborer Zdtmig« Numaq Mittwoch, den 15. Ftiber 1930 wird er mit den weiBen Gewändern bekleidet und nimmt die Huldigungen der Kardinäle entgegen. Inzwischen ist der Alteste der Kardinalsdiakone auf die Lxig-gia über dem Mittelportal von St. Peter getreten und hat dem Volke eröffnet: »Ich verkünde euch eine große Freude: H a-bemus Papamf Wie erinnerlich, war Pius XI. der erste Papst, der seit 1870 selbst auf der Loggia erschien, um »urW et orbi« den Segen zu spenden. ^Ifpl^altfrruno Orr Otrape )aic«-Besantka Gradlika Die Kosten werden sich auf 80 MlWoiien Dinar belaufen. B a n j a 1 u k a, 14. Feber. Bautenminister Dr. Krek genehmigte einen Kredit in der Höhe von 80 Millionen Dinar für die Asphaltierungarbeiten an der Straße, die von Jajce über Banjaluka nach Bo-sanska Gradiäka in einer LÄnge von 130 Kilometer führt. Der erste Teil dieser Straße von Banjaluka bis Laktaft wurde der Beograder Alphalt- und Pflastergesellschaft zur Ausarbeitung Ubertragen, während für den zweiten Teil erst eine Offertlizitation ausgeschrieben werden wird. Dieser zweite Teil führt von LaktaS nach Klasinc. 2)or Oer :3Ba5I neuen GtupfcDtindpräfiOiumd SPANNUNGSVOLLE ERWARTUNG DER REOIERUNGSDEKLARATION. — DIE FRAKTION DER JUGOSLAWISCHEN RADOCAUN UNION 0E8CHL08SBN HINTER DER REOIERUNG CVETKOVIC. B e 0 g r a d, 14. Feber. Et ist möglidi, morgen zuiamnentritt, um das neue Pri< sidium zu wählen. Als Prisldcnten werden der frühere Justizminlster Slmonovi«^ und der frflhere Postmfaiister Vojko € v r-k i i genannt. Da Simonovld einer der sei-tenen Senmtoren ist, der sein Abgeordnetenmandat hl der Skupschtlna nicht zurückgelegt hat, wird in iiariamentarischen Kreisen angenommen, daß er den Posten des Skupschtinapräsidenten annehmen werde. Anderseits wird wiederum erkürt, daß Simn nicht in Frage komme. Allsbald nach der Konstihilerung der Skupschtlna werden sich die Präsidien der Skupschtina'und des Senats dem königlichen Regentschaftsrat In einer Audienz vor stellen, zwei Tage spiter wird dann die ordentliche Session der tMlden Häuser beginnen. Es folgt dann die Wahl der stän-Brüssel, 14. Februar. Die belgische digen parlamentarischen Ausschüsse, vor Kabinettskrise dauert weiterhin an. Die allem des Phumzausschusses, der den Bemühungen des früheren Ministerpräsi- staatshaushaltplan prr- 1939-40 sofort In denten Ja spar, ein Kabinett zu bilden,' Angriff nehmen wird. Die Regierung hat sind gescheitert, weshalb er sein Mandat den vom früheren Regime Dr. Stojadino-in die Hände der Krone zurücklegte. Der ^ vld ausgearbeiteten Entwurf des Budgets Grund für seinen Mißerfolg ist darin zu bereits revidiert, da er trotz der Ver-sehen, daß die Flamen nach wie vor die' gdilechlerang der angemeincfl Wlrtichatts Anericennung Dr. Martens' als Mitglied tage 700 Mlfflonen höher betWert war der Akademie der Wissenschaften tordem. al» du lautende Budget. In den letiten Die Regierungsiirise weitet sich |nimer j juhrgn nimUgi, gp^gohafte Er-mehr zu einenj offenen Streit zwischen höhung der Oesamtaasgabcn und Etmiah-Fiamen und Walionen aus. „jn zu verzelchncii. hn Jahre 1937-38, als die Konjunktur auf der H5he war, bezifferte sich das daß die Skupschtina als Plenum sciMMk stem vormittags noch Uaklartielt Iber den 3ofi>ar ol^ne tfrfole Neuer Polizeichef in Beograd. Beograd, 14. Feber. Zum Chef der .Budget auf tf).9 Millionen Dinar, heuer hauptstädtischen Polizei ist der bisherige beträgt es 12.1B Milliarden und hätte auf Vizebanus des Zeta-Banats, 2ivojin Si- 12.88 Milliarden Dhiar erhöht werden sol monovi^, ernannt worden. Die Ernen-jlen. Die Regierung Cvetkovid hofft, daß nung des neuen Polizcichefs hat in allen der FlnanzauWchuB seine Arbeit in el-hauptstädtischen Kreisen Sympathien aus-^neni Rekordtempo erledigen werde, so gelöst, da er als hervorragender Fachmann' daU dem Plenum der Skupschtina für die auf dem Gebiete der Administration be-^ Budgetdebatte etwa 14 Tage verbleiben kannt ist. Der neue Polizeichef hat dem würden. Es ist zu bedenken, daß der Vcm' Börgermeister von Beograd, Vlada Uli, bereits seine Antrittsvisite erstattet. Große Spk>nageaffäre in Belgien. Brüssel, 14. Feber. (Stefani), In Anschlag noch vom Senat in Beratung zu nehmen ist und daß der letzte Termin für die Genehmigung mit dem 31. März erlischt. Ganz besondere Bedeutung wird dem Brüssel wurde eine große Spionageaffäre . ^ inanzgesetzals einem tategrie-nufgedeckt. Fünf Personen wurden ver- Bestandteil des Staatshaushaltpla liaftet. In maßgeblichen Kreisen wird «e» beigemessen. Diese Gesetz wird näm größtes Stillschweigen bewahrt, doch soll d?e erwartete Ermächtigung zur R -es sich um eine Affäre von größtem Aus- vision der politischen Oe- inaße handeln. Der Prozeß gegen den Diplomatenmörder Grynszpan. Paris, 14. Feber. Der Prozeß gegen uen Mörder des Pariser deutschen lega-lionsrats vom Rath, Herrschel Oryn-s 7 p a n, wird im Mai stattfinden. I!n Kind im Gewichte von 11- i Kilogramm geboren. Krizevci, 11. Feber. In Seinice bei Kr-zevci brachte die Bäuerin Dara Janezic tjii! Kind zur Welt, welcher: '."»jI der Gc-biiT* IT'i Kilogramm wot^. Rote Tinte getrunken. Sarajevo, 14. Feber. Die Schülerin de^ ersten Jahri^anges der privaten Handelsakademie Elia Schalom trank aus Gram über die schlechten Noten des zwei ten Quartals eine Rrößere Menge roter Tinte und wurde in fast hoffnungslosem Zustand ins Krankenhaus eingebracht. Fhjcht von der Teufelsinsel. setzgebung enthalten, vor allem aber des Wahlgesetzes. Es ist denfalts damit zu rechnen, daß die D e-klarationsdebatte mit der Budgetdebatte verknüpft sein wird, da es sich darum handelt, Zeit zu sparen. Es ist noch nicht bestimmt, ob die Regierung ihre Deklaration gleich nach der Konstituierung des Prfisklltims oder erst bei Beginn der Budgetdebatte abgeben wird. Die Skupschtina wird mit der Genehmigung des Voranschlages ihre Aufgabe so ziemlich erfüllt haben. Von der Deklaration der Regierung wird auch die weitere Taktik der Opposition abhingen, die bereits die entsprecliendeii Bc^chlfis-se gelaBt hat. In der Skupschtina haben sich tiereits die Gemüter zugunsten der neuen Regierung gelegt Dr. Stojadlnoviö bat sich nun für eine neue Taktik entschlossen, indem er auch den weniger Getreuen den Rat erteilte, für die neue Regierung zu stimmen. Dieser Standput^kt kommt auch in seinem Blatte »Vtemec. /rini Ausdruck, in dem es heißt, daß alle Abgeordneten Diese neue Haltung bezw. Stellungnahme motiviert die »Vreme« mit dein Beograd, 14. Feber. WälMd gt* Tsnaifl der Efaibemfuag d« Skapschtlna Plenums herrschte, brachte spltnachmlt-tags eine Kundmachung des Obmanns des B^ttbigürngsauaachtiiMS der Slnp-schtina die erforderliche Klarheit Obmann Vojko Cvrkld hat die Skupschtina für Donnentag, den 16. d. M. um 9 Uhr vormittags ehiberttfefl. Die Tagetordming lautet: Wahl des neuen Präsidiums. B e 0 g ra• d, i4. Feber. (Avala). Gestern vormittags trat der Exekutivaosschnfi dter JttgoalawiKliin Radikalen Union mit .sai-nem Priakleaten Dr. Milan Stojadi-n o V i d und den Vizepräsidenten Dr. Anton Koroäec und Dr. Mehmed Spaho fai AnweiMheit des Ministerpräsidenten und bmenminlstert Dragläa CvetkovU zusanuneii. Mhilsterpiisklent Cvetkovld berichtete Aber die Zusammensetzung und die künftige Arbeit seiner Reglening, worauf der ExekuttvaiisschuB den Beschluß faßte: Die Jugoslawische Radikale Unk>n unterstützt zur Glnze die Regierung Dragila Cvetkovlö und 2. Die Jugoslawische Radikale Unkm setzt in allem Ihr Werk in Eintracht IM $elene Option flirM im tlrihenliaufe... Im Badsner Altersheim »Sorgenfrei« ist im Alter von 75 Jahren die ehemals gefeierte Schauspielerin Helene Odilon gestorben. * Helene Petermann wird 1864 in Dresden geboren als Tochter eines Kleinbürgers. Sie sieht Theater^ spielen und will Schauspielerin werden, nimmt Unterricht und geht sofort ins Ei^agement. Chemnitz, Gera, wo sie sich in den »ersten Liebhaber«, im wahrsten Sinne: erste Liebhaberin, verliebt. »Verlobung« und bald danach Bruch: »Aus dir wird im ganzen Leben nichts werden«, sagt er und geht »Mitte ab«. Sie schneidet sich — aber sehr vorsichtig — die Adern auf. Sie geht nach Lübeck. Im »Lohengrin« spielt sie Gottfried, Elsas Bruder — und umarmt statt Elsa die Ortrud. Vom Magdeburger Theater wird sie als ganz talentlos auf die Straße gesetzt. Sie tritt ins Wallner-Theater in Berlin ein, wo sie in den ersten Wochen ihren wirklichen ersten Liebhaber kennen lernt: denn Rennstallbesitzer Oehlschlä-ger. Nun lebt sie auf seiner Besitzung in Hoppegarten. Im Sommer des nächsten Jahres sieht sie der alte Kaiser Wilhelm in Ems, wo sie gastiert, und gewinnt sie fürs Schauspielhaus. Sie muß auch im Schloß spielen, wird der Liebling der ganzen kaiserlichen Familie, die Kritik folgt — da stirbt Wilhelm I., und man verekelt ihr das Hoftheater. Sie »übersiedelt« zu Barnay ins Berliner Theater. Dort spielt sie neben Kalnz und Mitterwurzer, aber immer kleinere Rollen. Bald ist ihr Freund Oehlschläger ein ruinierter Mann. Er will eine Stelle in Amerika als Tattersall-Ma nager annehmen und überredet sie, mitzukommen. Sie ist entschlossen. Zwei Tage später schrillt das Telephon; Oehlschläger Ist tot. Dann geht sie ans Wiener Volkstheater. »Aschenbrödel« — der erste tosende Erfolg. Oirardl, der große Komiker, sieht sie in der »Haubenlerche«, lernt sie kennen, und die beiden Theaterbesessenen verliebten sich ineinander. Mitten zwischen den tollen Abenden rauschender Erfolge, zwi sehen übermütigen Nächten mit der ganin unermeßlichem Ruhm. Man benennt Speisen, Weine, Rennpferde nach ihr, Erzherzöge, Börsenriesen, Berühmtheiten aller Art suchen ihren Umgang. Baron Albert Rothschild tritt in ihr Leben. Nach grauenhaften Strtndbergszenen, einem schmutzaufrührenden Prozeß wird ihre Ehe geschieden. London empfangt sie zu einem Gastspiel unerhörter Triumph, zumal sie englisch spielt. Helmgekehrt wird ihr Wiederauftreten zum Bacchanal des Publikums. Lenbach will sie malen, Stuck ebenfalls — sie vergißt beides. Bei einem Gastspiel In Preßburg lernt sie einen ungarischen Gutsbesitzer, Herrn von Rakovsky, kennen. Nach Monaten ungestümen Werbens sagt sie eines Tages scherzhaft: »Sie würden auch für mich in den Teich springen, wenn ich . . .« Schon ist er im Wasser. Der Tag endet mit einem Ja. Kurz nach der Hochzeit erfährt sie, daß er beinahe mittellos und verschuldet ist Conried engagiert sie nach Amerika, wo sie 1900 »den letzten Schliff internationalen Ruhmes« erhält Wieder Petersburg, dann Stuttgart und Frankfurt ein zweites Gastspiel in Amerika mit eine' Tournee ungeheurer Triumphe. Ein Jahr später — 1903 — kommt sie nach Innsbruck, erkältet sich, will am nächsten Morgen zum Waschtisch gehen und sinkt, vom Schlag gestreift, zu Boden. Neunund-dreißig Jahre ist sie alt, als sie die BQhnc für Immer verläßt — ein veriorcnef Mensch. Die rechte Seite ist gelähmt, das arme, süße Qeslchtchen verzehrt, das Lachen verlöscht. Was folgt, ist ein grausamer Abstie Doch hat sie Geld, sie lernt einen kroatischen Apotheker kennen, Beta von PeCic, der Ihr, trotz Ihrer Krankheit, trotz Entsetzen und Emiederung die nächsten Jahre ertragen hilft Aber es kommt noch viel ärger. PeCid stirbt, ihr Schmuck Ist verkauft ihr Vermögen vertan. Da näher! sich der Willenlosen ein Abenteurer, dem sie ihr allerletztes Geld opfert. Er verschwindet und läßt sie in äußerster Not zurQck. Der Krieg zwingt sie. In einem Asyl ärmster Menschen In Salzburg Zuflucht zu suchen. Im Jahre 1924, in unendlicher'Trostlosigkeit, entschließt sie sich, nach Wien zu kommen und versucht nun in eleganten Lokalen ihre Photographie zu verkaufen. Man wird endlich, endlicli aufmerksam, Sammlungen werden veranstaltet, die Zeitungen bringen Aufrufe. Dennoch müssen zwei lange Jahre vergehen, bevor die große Hilfe kommt Die Drelundsechzigjährige wird in ein neugegründetes Altersheim In Baden bei Wien gebracht, wo sie bis zuletzt in angenehmer Umgebung und Gesellschaft eiil helles Zimmerchen bewohnte, »Und sünderbar, wenn man diese Dame mit dem hübschen, frischen Gesicht, den .kurzgeschnittenen weißen Haaren ansieht, die nun mit einem Male wieder irgendwie schick und modern wirkt, trotz allem und allem, sn weiß man, daß es nur ein Wunder auf Erden gibt: Vitalität, Lebenskraft«;, bekannte noch im Jahre 1928 ein später Besucher, PaulusSchottc. Kingstown, (jamaica), 13. Feber. Vor einigen Tagen wurden von der un- Hinweis darauf, daß es sich tieini Kabinett | zen österreichischen Hocharistokratie bewohnten Insel Pedro Cay, südlich von Cvetkoviö ohnehin um eine homogene Re- Ischl — wird geheiratet Eine Zigeunerin Jamaica, zwei französische Sträflinge, die'gierung der Jugoslawischen Radikalen j hatte dem achtjährigen Kinde prophezeit von der französischen Teufelsinsel ge- Union handle. Die Regierung hat)e ihre ^ es werde mit 28 heiraten, und es geschah flohen waren, gerettet. Sie hatten sechs besondere Aufgabe, in der sie von allen Eifersucht maßlose Eigenliebe, Mißgunst Wochen auf der unwirtlichen Insel zuge- disziplinierten Parteianhängern unterstützt ^ kurz lauter echte Theatereigenschaften bracht nachdem sie die 100 kni-Entfer- werden müsse. Dr. Stojadinovid sei noch ^ des großen Komödianten Girardi unter nung in einem kleinen Boot zurückgelegt Immer Präsident der Partei und besitze Kraben, zermürben, vernichten diese Ehe. hatten. Die beiden wurden in ein Kranken- damit eine Position, die ihm gewisse Mög- ^Die Odilon spielt indessen »Madame sans- haus gebracht, da sie vor Hunger und lichkeiten zulasse, so lange die Jugosla- gene«, »Komteß Guckerl<', »Untreu«, die Erschöpfung last dem Tode nahe waren.«wische Radikale Union besteht. Goldene Eva«, — iede Rolle eine Stufe zu Ehistimmige Annahme des japanischen Budgets. Tokio, 14. Feber. Das japanische Par lament hat gestern den neuen StaatshauF-haltplan, der sich auf 3690 Millionen Yens beziffert, einstimmig angenommen. Der besondere Voranschlag für die Kriegführung in China wird dem Abgeordneten haus In den nächsten Tagen unterbreitet werden. Eines Hundes willen den Nachbar erschlagen. Banjaluka, 14. Feber. Am 12. d. M. erschlug der Bauer Matthlas Petrovi6 in Dolnji Dolac seinen Nachbar Peter Ba-noviß aus Wut darüber, daß letzerer seinen Jag[dhuiid verwundete. Der Täter stellte sich selbst der Behörde. Fahndung nach einem Kiutionsi^cliwindle. Subotica, 14. F/oer. Der SiibotKaor Kriminalpolizei sind go^icri 200 Anzeigen gcßer den 53-jährigen ehemaligen dir^ ktor Kiemens B e r e n y cingei.-'ufen, der iir Wege von Inscru^n in -Icn jugoslawischen Zeitungen ei'i';n einträglichen Kciiitionsschwindel betri.'j'. ü jrenyi suchti' für st ine inimagin.lre Tiiit'Oij Inka'--';antiMi iiiid Platzvcrtreter, von •: ICautio- uc.. im Betrage von 2C)J bis lUOO Dinar Mittwoch, den 15. Feber 193u 3 >Mariborer Zeitung« Nummer 37 abifieierte, ohne sich sp-lter überhaupt Ti »'r zu melden oder dii rück- zuerstatten. Der bereits vorbestrafte Schwindler wird jetzt steckbrieflich verfolgt. 2>ie \mm 6er Wril Mh 300 Diamanteti und 11.600 Perlen ausseiest. Tokio, 13. Feber. Die im japanischen Pavillon auf der Newyorker Weltausstellung zur Schau gestellte japanische »Friedensglocke«, die in den nächsten Tagen nach den USA verschifft werden soll, wurde aus reinem Silber hergestellt und ist mit nicht weniger als 300 Diamanten aller Größen sowie mit rund 11.600 der herrlichsten Perlen ausgelegt. Es handelt sich um die kostbarste Glocke der Welt, deren Herstellung über 1,000.000 Dollar gekostet hat. Der Name des Schiffes, mit dem die Glocke nach Amerika versandt wird, wird streng geheim gehalten, um verbrecherische Überfälle zu erschweren. Die Glocke wird zunächst nach San Francisco geschafft, wo sie von schwerbewaffneten Kriminalbeamten übernommen 'ind in einem Panzerwagen, der mit Maschinen gewähren ausgerüstet ist, nach Newyork transportiert wird. Aufregende Verbrecherjagd. Berlin, 13. Feber. In der Nähe des Bahnhofes Großheringen (Kreis Weimar) ereignete sich eine aufregende Verbrecher jagd. In einem Personenzug, der in Richtung Bad Sulza fuhr, befand sich unmittelbar hinter der Lokomotive ein Gefan-genentransportwagen. Zwei darin untergebrachte Häftlinge überwältigten während der Fahrt die beiden Aufseher, nah-jnen ihnen die Revolver ab und flüchteten in Strümpfen aus dem Waggon. Sie spran gen aus dem fahrenden Zug, überquerten die Geleise und hielten auf einer Straße einen Kraftwagen an, dem sie, als er nicht stehen blieb, einige Schüsse nachjagten. Inzwischen waren Bahnpolizei und Gendarmerie aus Bad Sulza herangekommen. Die Verbrecher suchten hinter dem Eisenbahndamm Deckung und empfingen die Exekutive mit einigen Schüssen. Als sie aber immer mehr eingekreist wurden und keinen Ausweg mehr sahen, begingen die beiden Verbrecher Selbstmord, indem sie sich eine Kugel in den Kopf jagten. Sie waren sofort tot. Eliskaffes—Bogoljubow 11 ^ : 8% Am Samstag wurde die 19. Partie im Schachwettkampf* Bogoljubow gegen Elis kases in Mannhelm zu Ende gespielt. In der Aboruchstellung hatte Eliskases zwei Bauern mehr, und allgemein hatte man angenommen, daß die Partie für Bogoljubow verloren sei. Es gelang ihm aber, durch eine witzige Verteidigung dem Geg ner immer Schwierigkeiten zu bereiten, und schließlich wurde die Partie nach dem 86. Zuge remis gegeben. Am Sonntag wurde die letzte, 20. Partie ausgetragen. Bogoljubow hatte Weiß und sp'elte Damengambit, die gleiche Va riante wie in der 18. Partie. Er tauschte aber im Zentruni den Bauern und bekam einen Vorteil durch den Bauernvorstoß auf der B-Linie. Nach langem Kampf gelang es Eliskases, eine feste Position aufzubauen und viele Figuren zu tauschen, so daß die Partie nach dem 56. Zuge remis gegeben wurde. Somit ist Eliskases mit 11 : 8% Punkten verdienterweise Sieger geblieben. Muäut-Clitasiik -{- Else Wohlgemuth gestorben. In Wien ist die bekannte Burgschauspielerin Else Wohlgemuth im Alter von 58 Jahren gestorben. Else Wohlgemuth, die mit dem Grafen Emmerich Thun-Hohenstein verheiratet war, begann ihre Bühnenlaufbahn am^ Schweriner Hoftheater und kam 1910 an das Wiener Burgtheater. Aus Anlaß ihrer 25jährigen Zugehörigkeit zum Burgtheater (1935) wur de sie zu dessen Ehrenmitglied ernannt Als Tragödie und Salondame schuf sie einige unvergeßliche Kreationen. Namentlich zu erwähnen sind ihre Glanzrollen: Iphigenie, Maria Stuart, Minna von Barn heim, Jungfrau von Orleans, Sappho, Prin zesein Este und Candida. 4- Zoppoter Waldoper 1939. Die diesjährigen Richard-Wagner-Festspiele der Zoppoter -Waldoper werden in der Zeit vom 20. Juli bis 8. August abgehalten. Zur Aufführung kommen unter Mitwirkung bekannter deutscher Wagner-Sänger »Ring« und »Tannhäuser«. Das Or- chester setzt sich aus 130 Musikern, der Chor aus 500 Sängern zusammen. Dirigenten der Aufführungen sind die Staatskapellmeister Prof. Robert Heger, Berlin, und Karl Tutein, München. Die Gesamt-leitung der Festsp eie liegt in den Händen des Danziger Generalintendanten Her mann Merz, der auch für die Inszenierung sämtlicher Aufführungen verantwortlich zeichnet. Der ^agreber Jltorbalarm DIE GANZE STADT FAHNDET FIEBERHAFT NACH DEM KNABENMÖRDER. zu diesen Ehe-Vorbereitungskursen gali. Kein Wunder: die Ehe ist das schwier g-ste Studium der Welt. Möglchfrweisc sollte man sie wirklich erst auf der Universität studieren ...? Bei v(;raltcten Veri>topifins:cn mit Hämorrhoiden und Lübcransciiwcllun^ ist das natürliche »Franz-Josef«-Bitter\vas-ser, schon in kleinen Mcn!?cn senoni-men, eine wahre Wohltat. Die mild auflösende und sicher ableitende Wirkung des Franz-Josef-Wassers versagt auc!i bei längerem Gebrauch fast niemals. Reg. S. br. 30.474M5. Zagreb, 14. Feber. Wie bereits berichtet, wurde in der Nacht vom 9. zum 10. d. M. im Vorort Struge bei Zagreb ein Knabe von einem pathologischen Verbrecher ermordet und auf einem Kothaufen liegen gelassen. Der Verbrecher hinterließ nicht eine einzige Spur, so daß die Recherchen der Polizei ungemein schwierig sind. Inzwischen konnte wohl die Identität des vergewaltigten und ermordeten Knaben festgestellt werden. Es handelt sich um einen 14jährigen Schüler namens Vladimir Franc. Der Fall hat ganz Zagreb in eine ungeheure Erregung versetzt. Dutzende von Detektiven fahnden nach allen Selten hin, ein Beamter der Kriminalabtei-lung der Polizeidirektion empfängt täglich jene Leute, die den Lustmörder gesehen haben wollen, das Telephon arbeitet den ganzen Tag Uber und außerdem ließ die PoHzel In ganz Zagreb große Plakate mit dem Bild des ermordeten Knaben affichie-ren. Es ist dies der erste Fall in der Geschichte der Zagreber Kriminalpolizei, daß auf diese Weise an die Mitarbeit des Publikums appelliert wird. Die Menschen stauen sich vor den Plakaten, wobei selbst verständlich die Phantasie eine große Rolle mitspielt, da jetzt manch einer einen »verdächtigen Mann« gesehen haben will. Die Polizei ist, wie gesagt, rastlos tätig, um den Fall zu klären. Es wurden bereits mehrere Razzien vorgenommen. Die Polizei blockierte mehrere Schlupfwinkel pathologisch veranlagter Individuen, die auch Beziehungen zur Unterwelt unterhalten. In diesem Zusammenhange wurden auch schon zwanzig Verhaftungen vorgenommen. Ganz Zagreb kennt augenblicklich nur ein Gesprächsthema: den »Kürten« von Zagreb. ßnolanO un& SranfreidD sögern no(D immer DIE ANERKENNUNG DER REGIERUNG GENERAL FRANCOS ZIEHT IMMER WEITERE KREISE — NACH IRLAND NUN AUCH DIE SCHWEIZ L o n d o n, 14. Feber. Die englischen Regierungskreise zögern noch immer, die Regierung General Francos in Burgos de iure und de facto anzuerkennen. In den diesbezüglichen Enunziationen der Regie rung heißt es, die Lage sei noch nicht übersichtlich genug, um in dieser Frage eine Entscheidung fällen zu können. Die englische Regierung befindet sich in einem permanenten Gedankenaustausch mit tier französischeii Regierung. Hiebei wird der Standpunkt vertreten, daß die militärische Lage wohl klar erscheine, keineswegs aber die politische Situation, so daß der Eindruck vorherrscht, daß die englischen Regierungskreise grundsätzlich an der sogenannten Legalität des republikanischen Regimes festhalten. Die Abänderung des englischen Standpunktes wird daher von den grundsätzlichen Entscheidungen innerhalb des Kabinetts abhängen und noch nicht bald zu erwarten sein. Am schwersten fällt der Prestigeverlust in die Waagschale, den die demokratischen Westmächte erleiden würden, wenn General Franco über seine inneren Gegner in der Form einer bed'n-gungslosen Kapitulation siegen würde. Die dem republikanischen Regime freund lieh gesinnten Kre'se bemühen sich daher, in Burgos mildere Bedingungen der Uebergabe zu erlangen, um erst dann die nationalspanische Regierung anzuerkennen, Paris, 14. Feber, Die französische Re- gierung kann sich trotz der niilitäriscli schon ziemlich geklärten Lage in Spanien noch immer nicht entschließen, dem na-tionalspanischen Regime Francos in Burgos die Legalität zuzuerkennen. Man erwartet aus diesem Grunde angesichts der Zerrissenheit der Anschauungen im Ministerrat eine sehr bewegte Spanien-Debatte. Ein Teil der Regierung möchte die Anerkennung Francos dosiert erteilen, und zwar zunächst de facto und erst später ' de iure. :>P a r i s Midi« meint, die Spa-I nien-Politik der Regierung sei noch ini-' mer' von Volksfront-Erwägungen belastet. ' Es sei zu hoffen, daß Daladier diesbezüg-I lieh in der Regierung Einigkeit schaffen I werde. Angeblich werde die Regierung den Senator Leo G e r a r d nochmals nach I Burgos entsenden. Erst auf Grund der I neuen Informationen werde sich Frankreich entschließen können, das Regime Francos anzuerkennen. Bern, 14. Feber. Wie in Kreisen verlautet, die dem schweizerischen Bundesrat nahe stehen, ist in Bälde mit der vol-' len Anerkennung General Francos durch I die Schweiz zu rechnen. Die Vertreter des , nationalen Spanien genießen in der Schweiz schon seit längerer Zeit alle Rechte der alleinigen diplomatischen Repräsentanten der Schweiz. Nach Irland, ' das die Anerkennung Francos bereits aus-I gesprochen hat, wäre die Schweiz der j nächste Staat, der sich auf den Boden der •Tatsachen stellen würde. „£ie6t0furfue" brr&argt OlflAicOe Eine New Yorker Statistik hat eine erfreuliche Tatsache entdeckt: unter den Ehesche düngen, die in den letzten acht Jahren in den Vereinigten Staaten vollzogen wurden, ist nicht eine einzige, deren Ehepartner vor der Eheschließung einen der Universitätskurse »zur Vorbereitung für Liebe und Ehe« besucht hatten! Acht Jahre sind bereits vergangen, seit in Wisconsin der erste dieser Vor-bereitungskurse auf die Ehe für junge Mädchen und Männer begann. Seitdem sind in 250 amerikanischen Städten an den Universitäten gleiche »L'ebes- und Ehekurse« eingerichtet worden, die sich der größten Beliebtheit bei der amerikanischen Jugend, sofern sie auf Freiersfüssen wandelt, erireuen I Wer sich mit dem Gedanken einer Eheschließung trägt, besucht zunächst einmal die Universität, wo für junge Mädchen und Männer Vorbereitungskurse laufen — in getrennten Klassen wohlverstanden! Es werden Vorlesungen über alle möglichen Fragen gehalten, die das Glück der Ehe befestigen sollen. Zum Beispiel: »Wie erobert und bewahrt man sich die Liebe eines Mannes (oder eines Mädchens)?« »über welche kleinen Auf-merksamke'ten freut sich meine zukünftige Frau?« »Welcher Typ des jungen Mäd chen hat die besten Heiratschancen?« und »Woran erkennt man den idealen Ehepartner?« Es gibt noch andere, mehr wissenschaftliche Vorlesungen über Vererbungsfragen, Hygiene und Geburten-fragc. Die Universität von Wisconsin ist heute besonders stolz, daß sie die Anregung msssaaEssna c. Schulerfolge. Von 1254 Studierenden (846 Knaben und 408 Mäilclicn) am hiesigen staatlichen Realgymnasium i^ind 'm abgelaufenen ersten Semester >Un'on .: statt. Beginn um 19.30 Uhr. Ansclil'es-send hält der V'i;rein ebendort einen Oc-sellschaftsabend für seine Mitglieder und Freunde ab, c. SOS — Sei ohne Sorge! Das Sciiift des Männergesangvcreines in Cel]c, lias am 18. Feber seine Weltumsegelung beginnt, wird von Herrn Adolf P e r i s-s i c h mit äußerster Hinsicht gebaut, wird allen Stürmen der Ausp;elassenhL'il standhalten können, so daß s'ch niemand vor einem Schiffbruch zu fürchun braucht. Sollte jemand den unvermcidl)-chen liohen Seegang n'clit vertragen, sn hat ei* die Möglichkeit, die Hafcnkiioip'.-oder das orientarsche Cr.ie aufzusuchen. Die Lichtung des Ankers erfolgt um 0 Uhr 'abends unter dem Kummando eine^ erfahrenen Kapitäns. Ganz: ausgeze'chnt-t wird die Schiffsküche versorgt sein. Wir hatten bere'ts Gelegenheit, uns mit dorn Koch der Kombüse zu unterhalten und haben dabei in Erfahrung gebracht, daß er auf dem Schiffe des Männergesangver eins nach Rezepten der größten Uebersee dampfet kocher. wird. c. Diphteritis. Seitdem die Diphtoriti; zu Anfang der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts in unseren Gegenden aufzutreten begann, hat sie an Ausdehnung unil Bösartigkeit zugenommen und ist jetzt als einheimische Krankheit, als Endemie bei uns eingebürgert. Die Diphteritis besitzt von allen entzündlichen Krankheiten die größte Sterblichkeitsziffer. Im hiesigen Krankenhaus starben am Donnerstag die 20 Jahre alte Taglöhnerstochter Justine Gradisnik aus Loka bei Ziuani most und am Freitag ihre um zwei Jahre ältere Schwester Mathilde an dieser gc-fürchteten Krankheit. c. Das Harmonikakonzert, über da> wir am 22. Jänner berichteten, leitete der bekannte Jugendfreund und Musiker Herr Cyrill R a k u § a, in dessen Obhut sich auch der Chor befindet. c. Freiw. Feuerwehr Gaberjc. Kiirzl ch hielt die Freiw. Feuerwehr in Oaberie ihre Jahreshauptversammlung ah. Aus den Berichten ging hervor, daß die Wehr 48 M'tglieder zählt und im Vorjahre an acht Bränden teilgenommen hat. Zum Kommandanten wurde der Spenglermeister Karl K 0 5 t 0 m a i ernannt. Die Wehrmänner Anton F 1 o r i c und Jer-nej S a r l a h wurden zu Ehrenmitgliedern erhoben. c. Flaschenpost im FaSchingsdienst, Wir haben im Sonntagblatt ausführlich gemeldet, daß d'e Flaschenpost im Faschingdienst des Alännergesangvereines in Celje bereits den Faschingswogen anvertraut und von den Freunden des Vereins mit großem Beifall in Empfang genommen wurde. Nun fragt die "Verwaltung der Flaschempost auf diesem Wege «►Mariborer ZeHung». Numincr 37 Mittwoch, den 15. Feber 1Ö59 bei allen Reiselustigen an, ob sie im Besitz der Schiffskarte sind. Lustige Seefahrer, die noch ke'ne Schiffskarte un auch noch keinen Reiseprospekt erhaltt haben, mögen sich mündlich oder schrii lieh an die Flaschenpostverwaltung (Foto A, P e r i s s i c h, Celje, SlomSkov trg) wenden. c. Wird es wieder Winter? Was braucht es für die Celjecr mehr, um Früh lingsgefühie zu hegen, als ein blauer H.mmel und Sonnenschein. In den letzten Tagen war Celje mehr oder weniger von Frühlingsstimmung beherrscht, als hätte die Nachtigall die ganzen Nächte gesungen und als wären plötzlich die Rosen aufgesprungen. Dabei wehte nicht einmal ein sanfter Wind vom blauen Himmel, sondern es war noch rcichlich kühl. Man sprach über Ostern und erzählte dabei, daß uns noch der Aschermittwoch und am 26. Feber auch noch ein Skisprin gen bevorstehen sollte. Man gab sich unbedenklich der Täuschung hin, daß es nun in dem Stil weitergehen werde, und daß es nur noch eine Frage von wenigen Tagen sei, bis die linden Lüfte tatsächlich zu säuseln anfangen. Am Montag abends aber zeigte das Wetter einen Um Schwung, es regnete und roch nach' Schnee. Also wird der große internationale Sprunglauf des Skiklubs in Celje viel leicht doch noch statfinden können und die Slalom-Meisterschaften des Drauba-nats, die am 19. Februar der Slowenische Alpenverein in Celje durchzuführen hat, werden nicht auf die Alm von Mozirje verlegt werden müssen, sondern vielleicht doch noch bei der »Celjska koöa« stattfinden können. Am Sonntag allerdings hat es noch gar nicht darnach ausgesehen. Der Sonntag war sonnig und heiter und für diese Jahreszeit ungewöhnlich mild. Viele Hunderte von sonnenhungrigen Städ fern nutzten den warmen Tag zu Spazier gängen in die Umgebung und ließen auf den Ruhebänken die Strahlen einer milden Sonne auf sich einwirken. Auf dem Fußballplatz beim »Felsenkeller« haben die :>Athletiker« in einem schön geführten Freundschaftsspiel den Sportklub »jugo-slavijac mit 6:2 sicher und überlegen geschlagen. Ein schöner Beginn in diesem Jahre! Nur leider hat sich der Verteidiger von »Jugoslavija« Josef Cajnko dabei das rechte Bein gebrochen und in Spitalspfle-gc sich begeben müssen. c. Kino Union. Auf allgemeinen Wunsch wird der Luis-Trenkcr-Film »Liebesbrie-it aus dem Engadin«, der vier Tage lang mit großem Erfolg im hiesigen Metropol Kino gelaufen ist, heute, Dienstag auch im Union-Kino zu sehen sein. Vorstellungen um 16, 18.30 und 20.30 Uhr. c. Kino MetropoL Von Dienstag bis Donnerstag ein Film nach der berühmten Oper Rossinis »Der Barbier von Se-villaEin Sträuberl Volkslieder« — so hieß der erste Teil des Programms. Man merk tc sogleich: d'eses Sträußerl war von der kundigen Hand des Chormeisters Prof. liermann Frisch gepflückt und liebevoll gebunden. Lustig waren die Lieder iillo — vom gemischten Chor, darunter eine Reihe farbbunter Dirndeln, frisch und flott vorgetragen — und die Jodler klangen herzerquickend echt. Voran der >'(jiigguann s^Der lustige Jäger« und refich und kernig; :&Was bleibst denn da draußen?« Besonderen Beifall fand auch das ganz älplerische: »Hoch ist die Kräuterin«. Als erfolgreiche Solistinnen erwiesen sich Frau Irmgard W e n 21 i k im »Tiroler-landk und Frl. Herta S p i 11 a u, deren Erzherzog Johann-Jodler es tüchtig »in sich hatte«! ~ Zuletzt »Steirische G'stan zeln«, von den oben erwähnten Damen mit voll Schmiß gebracht — ein wenig saftig, ein wenig bo«haft, treffend und witzig, wie es eben echte G'stanzeln zu sein haben. Die kurzen Pausen wurden von Ing. Rudi Lötz in seiner Eigenschaft als Ansager glänzend ausgefüllt. Man amüsierte sich bei seinen lustigen Einfällen und Reden, ob er nun köstliche Geschichten von Fliegern und vom Fliegen zum Besten gab oder erheiternde Beispiele von Optimisten, Pessimisten und »Bald so — bald so — Menschen«. Im zweiten Teil des Abends folgte ein Auszug aus der heiteren Gesangsrevue ^>D a s R 1 n g e I s p i c k. Text und Vui-sik stammten von Professor Frisch, der damit einen neuen Beweis seiner ge-n'alen Vielseitigkeit gab. Ein flotter Einleitungsmarsch, ein wiegender Walzer, gesungen von den Damen S p i 11 a u, Blasnik, Wenzlik, Ruhri und den Herren Dr. Kies er, Ing. Rudi Lötz, Kelbitsch, 051ag: »alles draht sich auf der Welt, draht sich um die liebe Liebe, draht sich um das liebe Geld« — und auf der Bühne drahten kühne Reiterinnen sich um den Chinesen, wie es zu einem richtigen Karussel gehört. I Nicht nur als Conferencier, auch in einer gelungenen Soloszene bewährte sich Ing. Rudi Lötz — mit schwarzgerände-ter Brille und Girardihut, als erwartungsvoller, sehnender ungeduldiger Liebhaber. Doch der Zeiger der Uhr rückte von Strich zu Strich, ohne daß »sie« erschien — und zuletzt wird die zuvor so himmelhoch Gepriesene, Einzige, Unvergleichliche unbarmherzig zerpfWckt, bis kein gutes Haar mehr an ihr bleibt. Das. benannte sich »Romeo 1939«, eine zeitgenössische Schnurre und zweifellos aus dem Leben gegriffen ... Belustigend das folgende »W e e k e n d« mit drei grundverschiedenen Wochenendpaaren: snobistische Engländer (Frl. Ruhri, Dr. Kle se r) mit Sekt, Chauffeur, Auto (letzteres sehr in Miniatur!), brave Spießer (Fr. Wenzlik, V. Hausmaninger jun.) mit einem riesigen Kinderwagen und zwei ewig quitschenden Kindern, und arme Proleten, die mit ihrer ganzen Habe ausrücken (Frl. S p i 11 a u, K e l-b i t s c h). Unverwüstlich im Humor, in Mimik, Geste und Vortrag gleiich vortrefflich war wieder H. Toni OSlag mit seinen »Märchen im Telegramm- s t i 1«, höchst modernen Märchen, die ganz dazu angetan waren, die bereits herrschende fröhliche Stimmung zu erhöhen. Das Progarmm war so reichhaltig, die Zeit immerhin beschränkt — scha de, sonst hätte uns H. 0§lag gewiß noch mehr solch moderner Märchen vorgesungen, bei dieser Unerschöpfl'chkeit der Themen... tjut gefiel der »F i d c 1 e Trau m«, von den Damen S p i 11 a u Wenzlik und Ruhri geträumt, sich dabei aus sittsamen, schwarzbeschürzten und brillenbeschützten Studen tinnen in außerordentlich fesche Trommelbuben verwandelnd, die mit ihren Trommeln ganz vorzüglich umzugehen verstanden: » Wärmer, .wilder, voller toller — Rührten sie die Trommel schnell — In geheimnisvollem Rommer — Zitter te das Trommelfell . . .« Eine Überraschung boten Dr. K i e s e r und T. OSlag, die in Tracht und Gesang kernechte Magyaren, die herzbewegende Legende von Mikas Abschied von seinem Fasserl uraltem Tokayer vortrugen, allwo zuletzt der Käufer den M'ska voll, das Fasserl jedoch leer vorfindet ... Unheimlich wahr in Kostüm und Dai-bietung war das »Original Moskauer Quartett 1939«: ein Dirigent mit einem geladenen Gewehr statt des Dirigentenstabes und vier um ihr Leben zitternde Sp'der. Ein falscher Ton, ein Schub hinter den Kulissen und wieder war ein »nicht richtig Spielender* »Mtritiortr Ztüujifc Nuflimer 3f schaftliche und politische Bedeutung des Mittelmeerbeckens. m. Todesfälle. Gestorben sind der Bezirkssekretär i. R. Johann F e r j a n im Alter von 60 und der Bahnbedienstete Karl PernaCiClm Alter von 4ö Jah» ren. R. 1. p.l m. Ans dem Schuldienst Frau Profes* sor Maria K o v a ö wurde vom Gymnasium In Ptuj an das Realgymnasium in Marlbor versetzt m. Ausstelltttig der Denkmalentwfirfe. Mittwoch vormittags um 11 Uhr wird im alten Saal de/ Burg eine Ausstellung der für die Errichtung eines König Alexander-Denkmals und der damit verbundenen Regulierung des Trg Svobode vorgelegten Entwürfe statt. Eingang durch das Stiegenhaus in der Grajska ulica. m. Der erste Vortrag des Mutterkurses findet heute, Dienstag, um 20 Uhr im Saal der Volksuniversitflt statt. Es spricht der Facharzt für Frauenkrankheiten und Geburtshilfe Dr. S k a 1 i c k y über das Thema »Die höchste Mission des Weibes und der Schutz seiner Gesundheit«. Den zweiten Vortrag am Donnerstag, den 16. d. hau der Banatsarzt Dr. L o v r e c über die Hygiene des schulpflichtigen und des noch nicht schulpflichtigen Kindes. m. Mariborer Schachspieler In Murska Sobota. Im Kampfe um die Schachmeister schaft des Draubanats traten am Sonntag die Vertreter des Sportklubs »ZelezniCar« in Murska Sobota gegen die Auswahlspieler des dortigen Schachklubs an und errangen einen vielbeachteten 5:2-Sieg. Von den »2elezniCar4:-Spielern siegten Mohor* (^IC gegen Cslsar f., Vidovi£ gegen Cslsar II., Albaneie gegen PodgorSek und Foray gegen Horvat, dagegen unterlag Regor-§ek gegen Nemec; Knechtl Kranjec und Fe renöak Prot Segula remisierten. Die Partie ßabi5 - Csisar III. wurde in weit günstigerer Position für ersteren abgebrochen. Das Revar»chematch wird am 26. d. in Maribor ausgetragen. m. »Pompeji und Herculanum« war der Titel des Vortrags, den Dr. Grga N,o-V a k gestern in der Volksuniversität hielt. Der Vortragende, der schon ein alter Bekannter unseres Publikums ist, schilderte uns einführend die Geschichte der beiden Städte und erklärte sodann die große archäologische Bedeutung der dortigen Aus grabungen, die uns einen Einblick in das Leben der Antike gewähren; denn nirgends sind die Ausgrabungen so aufschluß reich wie hier, da das Leben unter der Asche sozusagen konserviert blieb. Das alte Pompeji, das eine Handelsstadt von ungefähr 30.000 Einwohnern war, ist schon zum größten Teil ausj^egraben, während Herculanum, eine kleine Patrizierstadt mit schönen Villen .erst heute systematisch nach den neuesten Grundsätzen der Wissenschaft enthüllt wird. 33luttalen unö f(in SnOe IttottfoMe Uuutt WIEDERUM EIN TOTSCHLAG AM FLACHEN LANDE. — TRUNKENHEIT ALS HAUPTMOTIV. — EIN TOTER UND EINER, DER MIT DEM TODE RINGT. Die Kette der menschlichen Gewaltakte will schier kein Ende nehmen. Noch kommentiert die Öffentlichkeit den traurigen Zusammenstoß im Schober-Gasthof bei Sv, Krii, wo ein junger Mann sein Leben lassen mußte, und schon wird'uns ein neuer blutiger Vorfall aus Botkovci bei Sv, Lovrenc (Slov. gor.) gemeldet. Am Sonntag gegen 20 Uhr kam der 30-jährige Besitzer Alois L a j h mit seiner Gattin Elisabeth aus SenCak zum Besitzer Franz S t e b i h in Botkovci auf Besuch. Der Gastgeber lud die beiden Besucher in seinen Weinkeller zu einem Gläschen Wein ein. Bald darauf erschienen die Brüder Franz und Alois M a t j a s i 2 aus SenSak vor dem Keller des Stebih und begannen dort Lärm zu schlagen. Alois Lajh, von Natur leicht erregbar, wollte die beiden Burschen zurechtweisen und eilte, obwohl man ihn zurückhielt, ins Freie, wo es nach einem kurzen Wortwechsel zu Zahlreiche herrlichc Bilder begleiteten den fesselnden Vortrag. ni. Zauber der Boheme. Am Faschingsamstag findet unter diesem vielversprechenden Motto im Sokolsaal eine Fa-schingsunterhaltung des Mariborer Sokol statt, die auch in diesem Jahr für jung und alt ein Erlebnis werden soll. m. Zum Karneval in Ruile fährt ani Samstag, den 18. d. der »Putnik«-Autobus. Fahrpreis 20 Dinar. Anmeldungen bis Freitag abends im ^>Putnik«-Reisebü-ro. f, m. 20 Sträflinge entlassen. Heute vormittags wurden 20 Sträflinge aus der hie »igen Männer-Strafanstalt bedingt entlassen. Nachdem Ihnen auf der Polizei die Fingerabdrucke abgenommen worden wa-ren, wtirden sie in die einzelnen Heimats-gemelnden abgeschoben, m. Beim »Schnapsen« 1200 Dinar verloren. Ein Fleischhauer verspielte gestern in einem hiesigen Gasthof bei »Schnapsen« den ansehnlichen Betrag von 120') Dinar. Da der Gewinner ein gar zu offen-sichHches Glück hatte, verständigte man die Polizei. m. Unlille. In Sv. Krii glitt der 40jäh-rige Hilfsarbeiter Franz Robi£ auf einem vereisten Steig aus und verletzte sich am Kopfe. — In Brezno stürzte der 18jährige Heizer Franz Mravljak über einen Felsblock und erlitt hiebe! schwere innere Ver letzungen.Der 12jährige Eisenbahners söhn Drago ZerjaviC fügte sich beim Sägen eine klaffende Wunde am linken Dau- einem Handgemenge kam. Der stark betrunkene Franz MatjaSiC ergriff in seinsr Wut über die Einmengung des Lajh einen Prügel und versetzte diesem einen derart wuchtigen Hieb auf den Kopf, daß Lajh bewußtlos zusammenbrach und einige Sekunden darauf verschied. Im Handgemenge wurden auch Messerstiche verteilt, da auch MatjaSiö schwer versetzt zu Boden sank und unverzüglich ins Krankenhaus überführt werden mußte. Der Tote wurde über Anordnung der Gendarmerie in die Totenkammer nach Sv, Lovrenc gebracht, wo gestern nachmittags die gerichtliche Öffnung der Leiche vorgenommen wurde. Die Verletzungen, die MatjaSii erlitt werden von den Ärzten als lebensgefährlich bezeichnet. Die Gendarmerie hat eine strenge Untersuchung dieses bedauerlichen und verabecheuungswürdigen Vorfalles eingeleitet. men zu. ~ Die Verletzten wurden ins Aligemeine Krankenhaus überführt. ni. Türklinkendieb am Werk. In letzter Zeit sind von mehreren Türen die Mes-singklinken abmontiert und gestohlen wor den. Gestern wurde in drei weiteren Fällen die Anzeige erstattet Die Polizei ist dem Täter bereits auf der Spur. RCPCRTOIRE. Dienstag, 14. Feber um 30 Uhr; »Die Ms- schoUe«. Ab. C. Mittwoch, 15. Feber: Qeichloüan. Donnerstag, 16. Feber um 20 U4tf: »An-tomelody«. Ab, D. ^olf^uniöcrfität Freitag, 17. d.Cankarabead. (Dr. S. Hodniak und Cyrill Debevec aus Ljuh-ijana). Aus SUftf vom Schauplatz verschwunden. Wie mitgerissen das Publikum dieser blendenden Sat're folgte, bewies der stürmische Applaus, als, unerwartet das letzte Opfer selbst zum Henker wurde and den Dirigenten ins Jenseits beförderte... Diese düstere Angelegenheit wurde von einer umso lichtvolleren abgelöst: »D I e Entstehung des Walzers«. Wahrhaft'g, die schönen Stimmen der Damen, Spittau, Wenzlik und R u h r i, in duftigem Rosa, Weiß und Lila und das beschwingte Walzerwiegen der zehn jungen Damn in ihren zartgrünen Kleidern, mit den Margueritenkrän-zen in den Locken und um die Schultern, zauberte eine blumige Wiese vor, einen Frühlingstag in Eden, einen holden gold'nen Tag: »Biüf auf Blüt im Paradiese — Wiegt sich da, erst le's und lind, Mählich wogt die ganze Wiese — Wie in einem Wirbelwind...« Den abschließenden Teil des frohen Abends bildete eine Gesangspose »Tag der Musikpflege« mit dem vielversprechenden Untertitel: Grand Opera domestica mit durchwegs gestohlener Musik und einer gleichfalls vielfach bekannten, mitunter herzzerre'ßenden Handlung... In der Tat kaum ein Ton, der nicht bekannt war. aus Opern, Liedern, Schlagern — doch man muß sagen: es war fabelhaft gesfohlenl Zur rechten Zeit das rechte Wort und die richtige Melodie. Unübertrefflich Toni 0§lag als Pensionist Balduin Müller und Frl. R u h r i als seine Gattin Emerentia. Die K'nder Pep! (Dr. E. Buöar), ein wasch echter Lausbub, und Mitzi (Frl. Spittau), ein Range, aber mit Herz und Schnabel auf dem rechten Fleck, so im Zusammentreffen mit dem glänzend gespielten Gerichtsvollzieher (H, K e l-b i t ß c h) und dem würdevollen, zn opernhafter DramaMk emporwachsenden Hausherrn (Dr. Kieser). Neue Aufregung in dieses unruhevolle Haus brachte das Auftauchen des »schönen Fredy«; fing. Lötz), der das Herz der armen Mitzi im Sturme eroberte. Out waren auch der Briefträger Wokurka (J. Baumann), der Arzt und der Bankbote (V. Hausmaninger jun.), der die glück-und unglöckslösende Nachricht vom Haupttreffer (bei J. Bezjak gezogen!) überbrachte... Mit diesem, wahre Lachsalven hervorrufenden Stück und der Wiederholung des Ringelspielliedes bot dieser Abend einen wirklxh fröhlichen Ausklang: »Ja, es ist nicht zu bestreiten, 's war a Hetz, das Ringelg'spiel...« Es gab keine Längen, keine langwelligen Pausen, alles hatte Schm'ß und Tempo. Wer heute morgen den Reprisen beiwohnt wird gern bestätigen, daß wir den Ausführenden, vor allem aber dem Schöpfer, Leiter und Begleiter Prot Hermann Frisch einen genußre'chen Abend danken. Und richtig — Samstag, da wird »wieda amol« getarnt... > M $'r. V. V e s t e n. p. Todesfall. Der hier im Ruhestande lebende BerirksseVretär Alexander Svo-boda ist im Alter von 68 Jahren gestorben, R. i. p,! p. Unfallschronik. In Ragoznica erlitt der 61 jährige Keuschler Josef KolariC beim Baumfällen einen Bruch des linken Armes. — In Brstje stürzte der 24jährige Besitzer Thonr-s Bolrer. vom Motorrad und trug hiebei schwere innere Verletzungen «;owic eine schwere Kopfwunde davon. — Der 50jährige Gemeindearbeiter Anton Voglar aus Leskovec sowie der 4iährige Beslt-zerssohn Anton Sket aus Sv. Bolfcnk glitten auf der Straße aus und erlitten Beinbrüche. — Unweit von Siovenja vas- wurde der 32jährige Besitzerssohn Franz Ku-res von einem Auto umgestoßen, wobei er am Kopf verletzt wurde. Die Verletzten wurden Ins Krankenhaus nach Ptui überführt. p. Im Stadtkino wird am Mittwoch und Donnerstag der historische Großfilm ^Für-stin Taraknnov« mit Anna Vernay vorgeführt, Im Beiprogramm die neueste Wochenschau. Hauptz'ehuna der st<>atl. Klassenlotterie 2. Tag der Hauptziehung (13. d.) Dia 200.000.->: ^9298 Oin flO.OOO.—: 5«40O Uta 35.000.—: 20875 Din 30000,—: 27824 47125 L)in 25.000.—: 32319 Din 20.000.—: 27977 37891 80264 03746 Din 15.000.—; 9768 21927 39588 87069 Din 12.000.—: 29733 5750« 77202 91058 923.33 Din 10.000.—: i 226 1049 2203 5376 12839 14155 21419 Z'mi 26803 29765 41013 41952 42217 48543 49947 51019 74782 80955 37578 99066 < Dfai 8000.—: , 2524 4142 6R25 23928 23990 25122 25842 I 26185 30547 31430 32856 34325 36343 42705 43967 44051 47573 50997 54855 61687 71618 7Ö546 79002 81286 85246 87556 91037 94084 97777 Din 6000.—: 360 7762 9847 24397 30167 30939 31135 31385 32027 32443 32616 48318 48515 49775 55938 58383 69495 70902 72162 80906 86097 89365 92453 97947 Din 5000.—: 2478 10236 10720 15838 21255 32334 33880 34310 42464 47847 55130 84879 94680 96085 93041 99748 Din 3000.—: 6962 12720 13554 15650 24854 28667 30789 36293 40138 42958 44970 50178 54146 57220 58111 58338 60349 60604 71599 73013 71431 80181 83433 90806 91993. (Ohne Qewlhr.) Bankgeachift Bezjak, Marlbor, Oosposka uHca 26 (Tal. 20-07). Bevollniichtigte HauptkoUektar der Burg-Tonkiao. Nur bis Mittwoch der {französische Spitzenfilm »Paris« mit dem berühmten Charakterdarsteller Harry Baur* Ein Prachtfilm, der wieder einmal etwas Neues bringt. — In Vorbereitung Franziska Gaal in dem Großfilm »Buckp-nier«. Esplanade-Tookino. Heute, Dienstag, zum letzten Mal der herrliche Ganghofer-Film »OewItter Im Mai«. Ab Mittwoch die neueste Schöpfung und der einzige Luis Trenker-Film dieser Saison »Liebesbriefe aus dem Engadln«, mit Luis Trenker, Karla Rust und Paul Heidemann. Ein lustiger Wintersport- und Liebesfilm mit unzähligen heiteren Einfällen und wunderschönen Naturaufnahmen. Union-Tonkhio. Bis einschließlich Freitag der erstklassige französische Film x>Der Sturm« nach dem gleichnamigen Theaterstück von Henry Bernstein. In der Hauptrolle Charles Boyer und Gaby Morles. Ein^; spannende Handlung, entnommen der Pariser Theaterwelt frißt in ständiger Gespanntheit und Bewunderung jung und alt mit 3l90l()efennaMarifK)rer Zeitung« Nummer 37 Mittwoch, den 15. Feber 1939 zur Verfügung gestellt. Gegenwärtig werden die letzten Arbeiten beendet gr ünfaU. Der achtjährige Holzmani-pulantenssohn Milan 0 o r § e in Gornja Radgona stieß am Herd eine Pfanne mit heißem Fett um und erlitt dabei schwere Brandwunden am Qesicht und an der Schulter. gr Der Schloß^^utsverwalter Anton f V a n u ö a in Negova wurde seines Postens enthoben. Sein Nachfolger ist der Ökonom Josef V r b a nC i C aus Kapela, der seine neue Stelle bereits übernommen hat. gr Geldschmuggel. Wie die Radkers-bürg. »SteJrische Grenrwacht« berichtet, kam die dortige Grenzpolizei einer Bande auf die Spur, die Geldbeträge über die Grenze schmuggelte. In diesem Zusammenhang wurden mehrere Personen festgenommen, Ans Sia».BisUka slb. Theaterauffütarangen. Im SlomSek-Heim in Slov, Bistrica gelangt Samstag, den 18. d. um 20 und Sonntag, den 19. d. nm halb 16 Uhr das Lustspiel »Der Onkel niK den Millionen« zur Aufführung. Die Ortsgruppe Slov. Bistrica des Arbeiter-Kulturvereines veranstaltet desgleichen am Samstag um 20 und Sonntag um halb 16 Uhr im Saal des Hotels »Beogradratf(Man&0 (SIf oeotn 3ugotIatDlrn Für den am 26. d. in Berlin stattfindenden Fußballkampf Deutschland — Jugoslawien bringt man schon jetzt in der Reichshauptstadt das lebhafteste Interesse auf. Die deutschen Sportstellen haben bereits die Auswahlmannschaft namhaft gemacht, die sich zumeist aus jüngeren Kräften zusammensetzen wird. Die deutsche Fußballauswahl hat folgendes Aussehen: Klodt (Schalke 04); Janes (Fortuna, Düsseldorf), Streitle (Bayern, München); Kitzinger (Schweinfurt), Tibulski (Schalke 04), Kupfer (Schweinfurt); Biallas (Duisburg), Stroh (Austria, Wien), Oau-chel (Fortuna, Düsseldorf), Hahnemann (Admira, Wien), Urban (Schalke 04). Die Aufstellung der jugoslawischen Mannschaft wurde noch nicht bekanntgegeben. : Eio Jttgead-Sidfpringen findet am 19. d. M. in Planica statt. Es gelangen zwei Konkurrenzen und zwar auf der 4(y- und auf der 25-Meter-Schanze zur Durchführung. : SK. Ljubljaua vor der Entscheidung. Am nächsten Donnerstag hält der SK. LjubIjana eine außerordentliche Versammlung ab, in der über den Fortbestand des Vereines beschlossen werden soll : Der Zelenica-Abff&hrtslauf um den Wanderpokal der Firma Ganz & Gaßner wurde vom 19. auf den 26. d. verlegt : Caracciola erreicht 4(N)-Stniideo-Kflo-meter. Der deutsche Rennfahrer Caracciola erreichte mit dem neuen Formelwagen der Mercedes-Benz bei einem Rekordversuch bei Dessau in einer Fahrzeit von 14.48 Sekunden ein Mittel von 400.112 Stundenkilometer. !:>Hajdttk« nach Albanien. Der Spliter »Hajduk« wird am 25. und 26. d. zwei Gastspiele in Tirana bestrtit'jn. .Anschließend sind noch mehrere Spieb -n anderen albanischen Städten vorgesehen. : »Westham United« m Zagreh. >>Orad-janski« hat die englische Ligamannschaft »Westham United« /u einem Ksvanche-spiei nach Zagreb eligelaien. Bekanntlich wurde »Gradjanski« 5>e:nerzeit in Lon don von den Engländ?.rn 1 ;0 jjeschlagen. : Als neuer Anw^ärter auf die Boxweltmeisterschaft tritt nun auch der Amerikaner Tony Galento auf, der in Detroit Natie Brown k. o. schlug. : 800 Stundenkilometer* im Sturzflug. Der französische Flieger Doret hat bei Versuchsflügcn in Südfrankreich mit einem Jagdflugzeug im Sturzflug eine Geschwindigkeit von 800 Stundenkilometer erreicht In normaler Lage legte er 525 Stundenkilometer zurück. : Belgien — Weltmeister im Zweierbob. In St Moritz schlössen die Kämpfe um die Weltmeisterschaft für Zweierbobs mit einem Sieg der belgischen Fahrer Baron Lunden—Kuffer. Die Titelverteidiger Fischer—Thielecke (Deutschland) landeten am zweiten Platz. : in den Oaumeisterschaftssplelen der Ostmark spielten am Sonntag Rapid gegen Vienna 3:1, Grazer Sportklub gegen Wiener Sportklub 1:1, Austria gegen Wacker 5:1 und Admira gegen Amateure Steyr 4:0. » 2>er &nitf4>t SajltrofnDoqni auf 6cr aserlinrr 3iutoMau Auf der Internationalen Auto-mobil- und Motorrad-Ausstellung, die in Bertin vom 17. Fe-bruair bis 5. März stattfindet, nehmen die Lastkraftwagen einen breiten Raum ein. Der deutsche Lastkraftwagenbau bringt auf der diesjährigen Internationalen Automobil- und Motorrad-Ausstellung in Berlin eine ganze Reihe von Verbesserungen, die man in drei Hauptgruppen zusammenfassen kann. Da sind zunächst die Verbesserungen am Motor zu nennen, dann die Veränderungen am Fahrgestell und schließlich muß auch ei- U ^ ^ ^ I ^ A M Roman von 17 llallQ III HanQ Ham H-nhamiiMr Urheber«Recht—chMtt durch Venaa Osker Mettter, Werdau mit Marlene »Aber bedenk doch, weteh schwere Be lastung du dir damit aufladen würdest! Es kommt jetzt darauf an, daß ihr beide für eine Weile die Hände freihabt. Ihr werdet zunächst in einem möblierten Zim mer wohnen müssen. Es wäre eine Qual für das kleine Kroppzeug; hier haben sie den Garten, die Dorfstraße, können den ganzen Tag im Freien herumtollen. Würdest du es übers Herz bringen, ihnen das zu nehmen, sie dort in eine Stul)c zu sper Ten oder sie in einem lichtlosen Hinterhof zwischen Kehrichttonnen verkümmern zu lassen? Wenn ihr euch erst einmal später eine hüljeche Wohnung irgendwo draus-sen mieten könnt ni't einem Garten, ja, dann ist das etwas anderes.« »Den Jungen wenigstens muß ich haben, sonst kann ich' nicht, sonst habe ich keine Kraft. Oh, ich werde ihn jeden Tag ins Freie führen, ich werde schon achtgeben auf ihn. Auch Lorenz wird sich freuen. Der Bub wird ihm Ansporn sein. Ach, du weißt ja nicht, wie oft uns die Kinder schon vor der Verzweiflung bewahrt haben.« »Ich . . . kann es mir vorstellen.*« So kam es, daß Marlene einige Tage später von der Heimat Abschied nahm nnd die Reise in ein ungewisses Schicktal antrat Und daß zehn Stunden später Mutter Külcke Gelegenheit hatte, eme müde, hilf lose Frau an ihr mitfühlendes Herz zu drücken. ♦ * » Für Hänschen war die Fahrt mit dem Omnibus eine märchenhafte Angelegenheit Er hatte sich sofort mit Frau Külcke ang^freund^^ rh;cm Schoß, drückte seine Nase an die Fensterscheibe und konnte sich nicht sattse-hen, Diese vielen Häuser, die alle so hoch waren, wie der Kirchturm zu Hause, die vielen Menschen, die vielen Autos und Straßenbahnen, die roten und grünen Lichter der Verkehrsampeln, ach, seüi kleines Herz pochte gewaltig, seine Hand umspannte krampfhaft Frau Kül-ckes tröstlichen Daumen. Auch auf Marlene, so müde sie war, verfehlte der Anblick dieser neuen Welt seinen Eindruck nicht Wohl kannte sie großstädtisches Leben von München her, aber wie geruhsam und behaglich war dort alles, wie gemächlich, mit weich heiterer Gelassenheit wickelte sich dort das Leben der Straße ab. In dieser Stadt Berlin jedoch schien ein böses Gespenst umzugehen und alle Leute wie mit einer Peitsche vor sich her zutreiben. Sie hasteten durch die Strassen, sprangen auf anfahrende Straßenbahnen, setzten ihr Leben durch vorzeitiges Abspringen aufs Spiel, sie sausten um die Ecken, daß jeden Augenblick ihre Köpfe aneinandefkrachen mußten. Die Autos jagten, die Stadtbahnzüge brausten donnernd über die Viadukte, die Zei tungsverkäufer brüllten — eine Aufregung, ein Lärm, ein Getue war hier — nicht zu begreifen. »Was bedeutet das bloß?« fragte sie bektommen. »Ist heute was Besonderes los oder ist das hier immer so?« »Das ist das Berliner Tempo!« erläuteret Frau Küteke stolz. »So was hat die kleine Frau wohl noch nie gesehen?« »Man möchte meinen, daß die ganze .Staidt .verrückt, geworden ^Stei. Ein komi- sches Volk, die Berlinert Warum haben sie bloß solche Eile?« »Tja, det is nu mal so hier bei uns!« sagte die Külcken leicht gekränkt — Da war noch manches, an das sich Marlene Burmester erst gewöhnen mußte. Die Enge des Zimmers, das sie bei Frau Külcke in der Großen Frankfurter Straße bewohnen sollte, verursachte ihr Alpdrücken, das nächtliche Rattern der Straßenbahnen, der johlende Lärm einer nahen Kneipe, die stickige, dumpfe Luft, die aus dem Hinterhof in ihr Zimmer drang, all das zwang sie, halbe Nächte wachzuliegen und die quälenden Gedanken wehrlos Uber sich ergehen zu lassen. Dann wurde die Vergangenheit lebendig. In Kochel hatten die Berge sie durch das Fenster gegrüßt, in München war der Duft blühender Linden in ihr Zimmer gedrungen, in Heidmühle war sie vom Rauschen der Wälder in den Schlaf gesungen worden. Im Eltemhause hatte sie das Gefühl gehabt, mitten in einer tauduftenden Wiese zu schlafen. Ueberau aber hatte das Schwelgen der Nacht Ihren Schlummer behütet Hier in Berlin machten sie frevelnd die Nacht zum Tage und bildeten sich noch wunder was darauf ein. Am späten Nachmittag des ersten Tages war alles ausgepackt Blumen standen auf dem Tisch, und an den Wänden hingen die Bilder, die Bilder, die Lorenz Webic. Frau Külcke i>rachte den Kaffee und gab ihrer Begeisterung beredten Ausdruck. »Nein, wie nett Sie alles hergerich tet haben! Da wird sich ja Ihr Mann freuen! Wenn Sie ihn dann holen werden, gebe ich so lange auf den Jungen acht. Nicht wahr, Hänschen, wir werden recht hübsch miteinander spielen? Ganz was Feines, weißt du! Ich habe einen großartigen Baukasten mitgebracht, au backe, paß mal auf, mein Junge, was wir da ,alles mit bauen werden 1« »Sie sind so lieb, Frau Külcke I Wenn Sie nicht da wären, würde ich wohl bereits am ersten Tag allen Mut verlleren.« »0 Jottejotte neel Is ja allens halb so schlimm, liebe Frau Dokter!« Als dann Frau Külcke gegangen war, geschah etwas, was Marlene seit langem nicht mehr getan hatte. Sie trat an den Spiegel, frisierte sich sorgfältig, legte etwas Puder auf und schminkte ihre Lippen mit einem Hauch von Rot Sie wollte schön sein, wenn sie nun nach der langen, schicksalsschweren Trennung ihrem Manne entgegentrat Dann brachte sie Hänschen zu Frau Külcke und verließ das.Haus. Dieser kurze Weg in die nahe Krautstraße war ein wundersam beschwingtes Hinschreiten. Am liebsten hätte sie tanzen mögen, Sie glaubte ihn schon zu sehen, wie er vor Überraschung die Augen aufriß, sie glaubte schon seine Umarmung zu spüren. Vor einem Laden bH^ sie stehen und betrachtete sich in der Spiegelung eines Schaufensters. Nun, er würde nichts an ihr auszusetzen haben. Sie war ja noch jung und schlank und blühend, und die Freude der Erwartung hatte ihre Wangen gerötet >Schön, sehr schön!« sagte jemand hin ter ihr. »Finden Sie?« entgegnete Marlene, indem sie sich umwandte. Ihre Miene war so voll überlegenen Spottes, daß der etwas angestaubte Kavalier es für aus-sichtlos hielt ihr zu folgen. Und nun ging Marlene den gleichen Weg, den damals Lorenz gegangen war. Sie betrat den grauen Schacht der Krautstraße und empfand das gleiche beklemmende Gefühl beim Anblick der rußgeschwärzten Häuser. Ein Schauer überlief sie. Hier lebte Lorenz, du lieber Gott, was mochte er alles durcgemacht haben! was mochte er alles durchRemacht haben! Mittwoch, den 15. Febcr 1939 »MMriP«r«r Numier 9f ne Verbesserung der Gesamteigenschaf-ten festgestellt werden. Nach wie vor steht der Diesel-Motor auch auf dieser Ausstellung im Vordergrund, er bleibt gewissermaßen Trumpf. Er hat sich in den ganzen Jahren als leistungsfähig und wirtschaftlich erwiesen und als lußerst gesundes Herz des Lastkraftwagens gezeigt. Die Forschungen, die im Verkehrsministerium ununterbrochen durchgeführt werden, die Erkenntnisse, die sich aus ihnen ergeben, haben eine noch günstigere Einstellung als bisher zum Diesel-Motor möglich gemacht. Die Auswertung der Forschungsergebnisse hat die zweckmäßigste ZUndptinkteinsteltung und die Lenkung des Einspritzstrahles finden lassen, so daß damit eine bedeutende Verbesserung zu verzeichnen ist. Erhöhte I.eistungsfähigkeit und noch größere Wirtschaftlichkeit ergeben sich vor allem aus der Senkung des Kraftstoffverbrau-ch'*s. So wird der D'esel-Motor gerade in den Läiidem, wo sich die Benzin- und Dieselölpreise ungefähr die Waage halten, besonders stark gefragt sein. Einen großen Rahmen bei der Verbesserung am Motor nimmt die Einschaltung neuer Werkstoffe ein. Diese Werk- oder Neustoffe sind nicht etwa Ersatzstoffe. Sie sind vielmehr ausschließlich Neuprodukte. die erst dann In die deutschen Motore und Kraftfahrzeuge eingebaut werden, wenn sie zumindest die gleichen Eigenschaften aufweisen wie das ersetzende Material. Mit neuzeitlichen Prü-fungs- und MeBapparaten wird die Elg> nung eines Neustoffes oft in jahrelanger Untersuchung hinreichend festgestellt. Diese deutschen Werkstoffe sind also einer unerhörten Zerreißprobe unterworfen und haben daher niemals etwas mit dem sogenannten ^»Ersatz« zu tun. Hinsichtlich der Konstruktion bieten sich vielfach erhebliche Vorteile, ja man kann sogar sagen, daß die Verwendung neuer Werkstoffe zugleich auch eine der Qrund lagen der technischen Entwicklung Ist. Das ze'gen beispielsweise die zwei Metalle Aluminium und Magnesium. Aluminium wird von Jahr zu Jahr stärker verwendet; eine ganze Reihe von AlumJni-umlegierungen hat seQnOrM' unft 3oMuna«aHommeii mit Sranlreid^ Der »FrankfurterZeitung« entnehmen wir folgende Zeilen: Am Freitag wurde in Paris von dem französis-schen Außenminister Georges Bonnet, dem französischen Handelsminister Fernand Gentin, dem jugoslawischen Gesandten in Paris Dr. Purld und dem Leiter der jugoslawischen Handelsdelegation Pilja, ein neues Handels- und Zahlungsabkommen unterzeichnet. Umfang und Wert des Warcn.austaitschos beider Länder waren im Laufe der letzten Jahre stän dig gesunken. Ende 1938 erreichte der jugoslawische Einfuhrüberschuß das Dop pelte der Ausfuhr nach Frankreich, was für die Devisenbilanz eine umso größere Belastung war, als Jugoslawien in hohem Grade an Frankreich verschuldet ist. Bis her stand die Preisspanne zwischen Jugo slawien, das gegenüber der Parität' von 1931 um nur etwa 23 Prozent, und Frank reich, das um Über 60 Prozent abgewertet hat, einem besseren Ausgleich der Handelsbilanz hemmend im Wege. Jugoslawien war nicht imstande, die Ihm von Frankreich gewährten Einfuhrkontingen-tc voll auszunutzen. Nach der Erklärung des Handelsntintsters Gentin hat die fran 7,ösi8che Handelspolitik nun zum erstenmal den Versuch gemacht, sich den Methoden der Außenhandelslenkung mitteleuropäischer Staaten besser anzupassen und im Einvernehmen mit Jugoslawien den Exportpreisen dieses Staates einen entsprechenden Abwertungsausgleich zuzugestehen. Man erwartet, daß es nun Jugoslawien möglich sein werde, seine französischen Einfuhrkontingente voll aus zunutzen und so den Export nach Frankreich im Laufe des Jahres 1939 zu verdreifachen. Frankreich räumt Jugoslawien femer gewisse Vorzugszölle ein und erleichtert die Ausstellung und Veivendung der Ein fuhrlizenzen. Frankreich wird weiter Bücher und Zeitungen in weitestem Umfange nach Jugoslawien versenden. Die Anzahl der in Frankreich studierenden Jugo Slawen soll vermehrt werden. Dieser Ver trag wird ausdrücklich als die Frucht der Reise bezeichnet, die M'ntsterialdirek tor Alphand vor einiger Zeit nach dem Südosten unternahm. Er findet sein Gegenstück in dem jüngst mit Bulgsrien geschlossenen Abkommen und es soll ihm demnächst ein Abkommen mit Rum! nien folgen. Auf diese Weise, sagte der Minister, zeige Frankreich, daß es nicht gesonnen sei, seine wirtschaftl chen und finanziellen Interessen in diesem Teil Europas aufzugeben, ohne dabei irgendeinem berecht'gten Wettbewerb auf diesen Märkten Abbruch tun zu wollen. punkt, daß die Clearingmark stabilisieft werden müsse, jedoch auf einer ni«4ri(e-ren Grundlage als im vergangsm» Herbfit, d. h. etwa bei 13.80, also aaf einer Höhe, die die Mark bercM« seit ewigen Wochen aufweist. X Oro6e Seldenkokonverkittfe Mksti itaHen. In Italien nimmt die Seidenindustrie eine sehr hohe Stufe ein. Heuer IW der Maulbeerbaum weniger gut gediehen, weshalb die Fabriken nicht genug SeWen-kokons zur Verfügung haben. Aus diesew Grunde kaufte fetzt die italienischo, Seid'in Industrie in Südserbien 250 Tonnen .Sr.-denkokons auf, somit fast die fiesrwh; Produktion. Die Ware wird im Clearin«» bezahlt werden. 'X Der Kreuger-Konkurs endffltlg beendet Die Konkur^jangelsgfiiheit des Krruyer-Konzerns in ist jetrt beendet. Im Vorjdhr2 die Gläubiger eine Quote von 0.495%, also kaum ein halbes Prozent ihrer För-•dtjrungen, die ursprünglich 3435 Millionen schwedische Kronen ausmachten, spä ter jedoch auf 1377 Millionen ermäßigt wurden. Jetzt wurden die meisten Aus-senstände des Riesenunternehmens einge trieben, so daß noch eine Zusatzquote flüssig gemacht wird. Die gesamte Quote der Kreuger-Gläubiger stellt sich demnach auf 0.7981^, also etwas mehr als dreiviertel Prozent der ermäßigten Forderungen. X Die neuen HandelsabmactNifljBfen mit Deutschland dürften nach Beograder.Mel düngen schon Mittwoch oder Donnerstag unterzeichnet werden. Die Vertreter Jugoslawiens, der Vizegouverneur der Natio-' -^albank Dr. B e l i n und der Direktor des T^xportförderunRsinstituts des Handelsml-jnisteriums Dr. Petrovli, vertreten in den Bespra<^nfipn ^tschiaden den Stand :S>a< 3iu«ian& auf Im Mir »[ger SrfiDfntrdmeffe 193S Von unserem Dr. Fa.-MHarbettir N Berlin, 8. Feber. Auf der Ltiptigev Frühja-hrsmes^c 1939, die vom 5. bi« 18. März stattfindet, ist auch das Ausland wieder sehr stark vertreten. Im Vordergrund des Interesses stehen dabei die großen Kollektiv-Ausstellungen im Riag-Meßhaus. Nach dem Stande von MHte Januar werden folgende Länder mit derartigen Ausstellungen erscheinen: Alys-rien, Belgien, Brasilien, Bulgarien, ciy-Ion, Griechenland, Italien, JapiTi, JflCö" slawien, Lettland, Madeira, die Niadär-lande und Niederländisch-Indien. Brasilien, die Balkanstaaten und Ceylon sef-gen vor allen Dingen Landasprodukte. l.ettland erscheint hierbei zum trsten' Male. An der Internationalen Verkehrswerbeschau sind unter anderen Verkehrs unternehmnugen auch die dänischen Staatsbahnen beteiligt. Auf der Großen Technischen Messe und Baumesse sind Produktionsmittel amerikanischer, dlfw-scher, italienischer, mederlÄndvachcr, schweizerischer und tschecho - stowak?-scher Herkunft zu finden. Im ganzne sim! auf der Leipziger Frühjahrsmesse 9800 Ausstellerfirmen zu erwarten, von denen etwa zwei Drittel auf die Branchen der Mustermesse und ehi Drittel auf die Große Technische Messe und Baumesse entfallen. Die Deutsche Reichsbahn gfe-währt dem ausländischen Besucher eine G0% Fahrpreisermäßigung für die Fahrt von der deutschen Grenze nach Leipzig und zur deutschen Grenze zurück. Nähere Auskünfte geben die Ehrenamtlichen Vertretungen und Geschäftssiellen des Leipziger Messeamts in allen größeren Städten der Welt sowie die Reisebtiroa. Den nichtdeutschen kaufmännischen Mes sebesuchem steht zudem im »Haus der Nationen« ein zentral gelegener Treffpunkt und Versammlungsort lur Verfügung. Hier Ist alles vorhanden, was dem Besucher an Bequemlichkeiten und an Hilfen bei Abwicklung seiner Geschäf'te geboten werden kann. 23 Meßpaläste der Mustermesse und 20 Riesenhallen mit dem Freigelände am Völkerschlachtdenkmal für die Große Technische Messe und Baumesse laden wieder zu einer Schau ?in, die längst schon ein internationaler Hegriff geworden ist. Im Heiratsihüro x>Nun, Freund, wie ü[>ng^ (KSchÄft /r- »Famobl Zwölf HerzAn »Martwrer Zettiiiigc Ffonner 37 Mittwoch, den 15. Febcr 1939 J. flliiifffiiiijftofl fDtr lapftl Ol« OlleMiin Noch immer hat sich der Apfel nicht allgemein den Ehrenplatz in unseren Haus haltungen errungen, der ihm rechtmäßig zukommt. Sogar Leute mit schwachem, empfindlichen Magen können einen mürben und wohlschmeckenden Apfel nicht nur vertragen, sondern, wenn er geschält und gut gekaut wird, auch bis auf den letzten Rest verdauen. Ein roher Apfel ist in eineinhalb Stunden verdaut, während der Verdauungsapparat mit weichgekochtem Kohl vier bis fünf Stunden zu tun hat. Ei« paar Äpfel, regelmäßig zum Früh-stücksbrot gegessen, in sehr hartnäckigen Fällen morgens statt des Kaffees genommen, bringen die gestörte Verdauung in Ordnung, beseitigen die Verstopfung und wirken anregend auf die Funktionen des Körpers. Keinen besseren Nachtisch kann die fürsorgliche Hausmutter den Ihrigen bereiten als Bratäpfel. In Fieberzuständen kann man sich keine wohltuendere Erquickung denken als das kühlende, leicht verdauliche Apfelmus. — Zu fetten Speisen ist der Apfel die bekömmlichste Zuspeise, denn er hilft das Fett im Körper verarbeiten, daher füllt man die Oans mit Äpfeln und legt beim Braten ein paar Äpfel In die Pfanne, Kindern kann man nichts Erträglicheres zu essen geben als Äpfel, In welcher Form immer, und zum oiück essen sie sie gern, auch die zahlreichen daraus bereiteten Gerichte, wie Apfelreis, Apfelkartoffeln, Apfelkuchen, Apfeltorten und sonstige Apfelgebäcke, die auf den Tisch kommen. Man sollte sie auch dazu erziehen, daß sie die Dinar, die sie geschenkt bekommen, lieber in Äpfeln oder anderem Obst anlegen als In den oft pjar nicht zuträglichen Süßigkeiten. Eben so wichtig ist der Apfel auch für alte Leute, und zwar wegen seines Gehaltes an Phosphor. Phosphor arbeitet der Arterienverkalkung entgegen, die das Leben der Greise bedroht. Außerdem Ist Phosphor ein unentbehrliches Nährmittel für das Qehlm, deshalb sollten Kopfarbeiter reich Hch Äpfel essen. Kurz und gut, der Apfel ist schon vom medizinischen Standpunkt aus so unschätzbar, daß keine Hausfrau es unterlassen sollte, dieses wichtige Nahrungsmittel recht reiichlich zu verwenden. Ischias weniger Bescitwerden als das Ge-sichtsreißen. In anderen Fällen wiederum beginnt das Leiden gleich mH heftigen fftirfiftiiHirtm d. EHrige Entzündungen werden, solange der Eiter noch nicht dünnflüssig geworden ist, besser mit heißen Umschlägen behandelt, die ebenfalls ständig zu emeu-em sind, damit die kleinen Blutgefäße sich.erweitern, frisches Blut zum Entzündungsherd zufließt und das verbrauchte leichteren Abfluß findet, wodurch die Reifung des Abszesses (das ist eben eine umschriebene Eiterung) befördert wird. Werden bei mutmaßlicher Eiterung heiße Umschläge nicht vertragen, steigern sich die Schmerzen und werden sie klopfend, so' spricht dies mit großer Wahrscheinlichkeit dafür, daß bereits flüssiger Eiter vorhanden, das heißt, der Abszeß reif ist; dann hat eine Fortsetzung der Unischläge eigentlich keinen Sinn mehr, sondern der Arzt soll den Abszeß öffnen und dem Eiter Abfluß verschaffen. d. Neuralgien haben viel Ähnlichkeit mit Rheumatismus. Neuralgie nennt man diejenige Krankheit, die im Gebiet eines sensiblen Nerven auftritt, ohne daß dieser Nerv nachweisbar erkrankt ist. Die häufig sten Neuralgien sind Gesichtsreißen und Ischias. Im Anfangsstadium bereitet die b. Die Galerie. Monatsblätter der internationalen Kunstphotographie. Februarheft. Wien. Auch die neue Nummer dieser in allen Amateur- und Berufskreisen überaus beliebten Fachrevue ist mit einer Reihe von Kunstbildem versehen. Eine Anzahl von Beiträgen aus FacWtrei-sen bringt für die Interessenten aufschluß reichc Mitteilungen. b. Wiener Bfilme. Illustrierte Wochenschrift für Theater, Film und Gesellschaft Heft 4. Einzelpreis 60 Pfg, Mit interessanten Beiträgen aus allen Gebieten und reichem Bildmaterial. Die vorliegende Nummer ist zum großen Teil dem Karnevalstreiben gewidmet. b. Die Woche. Illustrierte Wochenschrift für die Famifie. Preis pro Nummer 30 Pfg. Nr. 6. b. Jadransica straia. Monatsschrift für die Adtiapropaganda. Organ der »Ja-dranska straza«. Nr. 2. Februarheft, Jahresabonnement 100, für das Ausland 150, Einzelnummer 10 Dinar. Mit zahlreichen Beiträgen aus dem Seeleben und einer Reihe von schönen Abbildungen. b AIctuell und vielseitig. Einen vielseitigen und in seiner Gestaltung doch einheitlichen und geschlossenen Querschnitt durch die Ereignisse und Entwicklungen in Deutschland und der Welt bringt auch in ihrer neuesten Nummer wieder die »Illustrirte Zeitung Leipzig« (2. 2. 39). Der finnische :&Lotta Svärd«-Verband, eine Frauenorganisation Finnlands, die, nach einem Ausspruch des Generalsstabs chefs des finnischen Schutzkorps, »Seite an Seite mit den Männern des Schutz-iorps an der Verteidigung von Gesetz, Recht, Heimat, Religion und Vaterland« teilnimmt, wird in Bild und Wort gewürdigt. Die folgenden Bildseiten führen uns unter dem Titel »Das Paradies um einen Palast Fortunas« nach Monte Carlo. — Univ.-Doz. Dr. Hugo Bernatzik berichtet sodann fesselnd über Musikinstrument« in Hinterindien, Ein Lanzenturnier der argentinischen Kavallerie erleben wir auf der nächsten Seite mit. Der Maler Prof. Franz Eichhorst wird sodann den Lesern der »Illustrirten Zeitung Leipzig« in seiner künstlerischen Eigenart durch Zusam menstellung seiner charakteristischsten Schöpfungen nähergebracht. Von Interesse für den Theaterbesucher ist neben der Seite mit Bildern von Bühnen-Neuerscheinungen der Bericht »Neue Wege zur Bühncnbildnerei« aus der Abteilung Bühnenbildnerei der Leipziger Kunsthandwerkerschule. In seiner bildlichen Gestaltung besonders eindrucksvoll wirkt der Beitrag »Segelschulschiff Horst Wessel auf seiner Reise nach den Kanarischen Inseln«. — Der Aktuelle Teil berichtet ausführlich in Bild und Wort vom Weltgeschelien in Politik, Wirtschaft u. Kultur. äieiket KMm Aiwelew HmIm« 00 «ra W«Ki In d*r Rubrik „Korr» I Dinar « Dl« Ineerelenatwiw (S Dinar bl« 40 Wort» 7'SO Dinar f&r arAanara Ancaifan) wi*^ baaendara barachnat / Ol« Mtn^aaNaiia fOr aina Maina Antalaa batr&at 10 Dinar / Fflr dia Zu. ■angine van ehH^. Brlalan iat aIna OabOhr von IQ Dinar bu arlagan Anlr—■" aIna^abOhrvon >Dinar InFoatmaHian bai«uachllaaaar QDI6 unö j!>untor »An unseren Gesangsabenden geht es urgemütlich zu. Es wird fest getrunken Karten gespielt, und wenn Frauen da sind, wird getanzt und gehüpft.« ^Und wann singt Ihr?« »Auf dem Heimweg!« VERNKKLUNG. VERCNROMUMG jeder Art Qeseastän