Kummer 22. P f 11 o u, den 2. Juni 1901. XII. Jahrgang. PettauerZeitung. Erscheint jeden.Honmag. Prei» für Pettau mit Zustellung in« Hau«: Mona,lich »0 t>. vierteljährig K 2.40, halbjähr.q K 4.80, ganzjährig K S-. mit Postverienduug im Jnlande: Monatli» 85 h vierteljährig K 2.60, halbjährig K 6.—, ganzjährig K 9.50. — Einzelne Nummern 20 h. Handichristen werd«» nicht zurückgestellt, «»lündigunge» billigst berechnet. — Beitrage sind erwilnschi und wollen längsten« bit Freitag jeder Woche eingesandt werden. Oachmärzliches. Die lehie Nummer der „Pettauer Zeitung" wurde confiScirt. So weit der Artikel Angnffe gegen den Herrn Hofrath Taubcnberg und gegen den LandcSschnlrath enthielt, konnte eine löbliche BezirkShauptmannschast und eine löbliche Staats-anwaltschaft diverse vergehen entdecken und die Confiscation auSiprechen, ganz unbegreiflich ist uns aber, dass der ganze Artikel confiScirt wurde. Die zweite Hälfte desselben enthielt aus-schließlich eine Darstellung der Schulverhältnisse am Ran» und durch die Confiscation ist uns die Möglichkeit benommen, die vollkommen be-rechtigte Abwehr der Ranner gegen die Slove« »isierung«gelüste des Bezirksschulrathe» publizi-stisch zu vertrete». Wir werden selbstverständlich alle geschlichen Mittel anwenden, um die Aus-Hebung der Confiscation z» erwirken. Eine Kleine Abrechnung. Der „Grazer Tagespost" vom 24. Mai d. I. entnehme» wir nachfolgenden Ausschnitt des Reichs-rathsberichte»: Abg Malik erklärt, er werde für die Vorlage stimmen, obwohl er keineswegs mit der Art und Weise einverstanden sei, mit tvelcher iiber die Resundirung der 80 Millionen hinweggegan-gen wurde. Redner bedauert, daß in der gegen-wörtigenGesetzeSvorlagederSteiermark nicht jene Beachtung geschenkt werde, welche ihr zu-komme, weil die Regierung die wiitschaflliche Be-deutilng der Steiermark vollkomnien verkenne. Die Steicrinark sei für den Fremdenverkehr geradezu unzugänglich. Der Ausbau der st e i r i s ch e n O st b a h » unk »icht n»r der Wcchselbahn müsse im Gesetze festgelegt werden, ferner sei die Fort-setzung der letzteren über RadkerSburg bis zur LandeSgrenze nothwendig. Redner bittet, für den diesbezüglichen Antrag zn stimme». Er fei über- Line Kleine Sängerfaljrt nach Auisgau und Lrauheim. Auf Anregung deS stimmgewaltigen San-geSbriider«. des Herrn GemeinderatheS F. Stroh-meier, unternahm der den VolkSgesang beson» der» pflegende Theil deS Pettauer Männergesang-Vereines unter Theilnahme einiger auderer San-geSbrüder und SangeSfreunde eine Pfingftfahrt in» sonnige Land de» Ostabhange» unseres Ba-chergebirge». Die Fahrt »ach Pragerhof erregte in mehrereu um ihre schönen Sommerkleider und um ihre stramm hergerichteten Schnurrbäkte „e» ist erreicht" besorgten Herren die Furcht, es werde alles verregnet werden. In der Thal hieng der Himmel zwar nicht voller Geigen, dafür aber voller Regenwolken, uud eilig zogen die Land-leute unter ihren großen Schirmen zur Kirche. Doch ein Wettcrkundiger meinte, sie haben die nasse» Schirme nur zum trocknen offen und wenn e« vor fiebe» Uhr regnet, steht ein sonniger Tag bevor. In- Pragerhof begann e» aber munter zu regnen. Man lochte deS Propheten, der sich aber nichts daraus machte und sorglos feine zeugt, daß mikinit Ausbau der sleirischen Ost-bah» die Volttwirtschaft devirt gehoben werden wird, daß^icfyr dijOjjiniiiti) ieii des Finanzmi-nisterS sich dedekkrtld'vern^hren würde». Eine Eigenthümlichkeit der öfterrelchischen Regierungen sei daS tapfere Zurückweichen vor unseren« Kain-Bruder. vor Ungarn. Der Cisenbahnmiiiister möge sich ein Beispiel an der ungarische» Eisen-bahnpvlitik nehmen. ES sei uiurhört, wie sich Ungarn beim Überweisungsverfahren verhalte; es werde geradezu ein Verbrechen an der Grenz-bevölkeruug begangen. (Unruhe.) Vicepräsideut Prade: .Ich bitte um Ruhe! Den Herrn Redner muß ich mir erlaube», auf» merksam zu machen, daß die Eisenbahnpolitik der nngarischen Regierungen mit dem in Verhand-lung stehenden Artikel in einem elwaS losen Zu-sammenhange steht." (Widerspruch bei den All-deutschen.) Abg. Malik stellt einen ResolutionS-aulrag. dahingehend, die Regierung möge da» nöthige Geld zur Vortlahme von Vorarbeiten zum Ausbau der Bahn Fehring-RadkerSburg-LandeSgrenze herausgeben. (Unruhe.) — Abg. Kasper zu den Abgeordneten der Deutschen BolkSpartei: .Solange er bei Ihnen war. waren Sie immer ruhig." — Abg. Cc misch: „Das geht Sie gar nichts an." — Abg. Kasper: „Dieses Lächeln und dieses höhnische Lächeln!" — Abg. Lem i sch: „So einen Quatsch soll man anhören." — (Lärm.) ?!bg. Malik: „Da« kann mich gar nicht geniere», wenn einige Herren College« aus de» Alpenländern höhnisch lächeln. Das nagelt man wieder einmal an!" (Gelächter beider Teutsche» Volkspartei.) Es verlohnt sich der Mühe, diesen Bericht zweimal und mit großer Aufmerksamkeit zu lese». Wir räume» ein, die Animosität der Deutschen BolkSpartei gegen den Abgeordneten Malik. welcher eben Herrn Dr. D e r s ch a t t a im Duell die Nasenspitze abgeschlagen halte, bildet de» Hauptgrund des Scandal«, aber offen gesagt. ihm dargebotene „Virginia" sammt Strohhalm schmauchte. Dauk der Vorsorge eine» die irdischen Genüsse nicht verschmähenden SangeSbruderS stand ein nett gedeckter Tisch aus der Bahnflur und alle stärkten sich wohlgeniuth für die bevorstehende Fnßreise. Der Regen dauerte aber fort uud er-regte besonders die Freude eines »ach Cilli sah-renden SangeSbruderS. Wir aber meinte», trotzdem ist hier noch weniger Wasser al» am und im Plattensee, wo sich eine andere radelnde San-geSbrüdergruppe zur Zeit befand. ES ivnrde auf. gebrochen. Zunächst gieng eS durch das mit Au> kündigungszettrln reich gezierte Pragerhof gegen PulSgau zu. Je weiter wir zogen, desto mehr vergrößerte sich eine blaue Rase des Himmels, die »engierig auf die lachende, den Witze» eines sonst ernsten SangeSbruderS — mit Winterrock und Strohhut ausgerüstet — lauschende, frohe Pettauerschar herablugt,. Der Wettc rkundige gieng wieder siegeSfroher. Unterpulhzau war erreicht. Allgemein erfreute» uu» die hier bestehenden deutschen Schilderauffchriste». Da» Bächlein rauschte und erweckte in den Gaumen einzelner Feinschmecker eigene Gelüste nach blauen, roth-punktierte» Wasserbewohnern. Die Hitze vermehrte unS dünkt die fteinsche Ostbahu wichtiger, al» der Gesichtsvorsprung des Herrn Dr. D e r > ch atta »>nd wir verwahren uns ernstlich gegen den ZornauSbruch der sonst so sauste» Volkspartei, weil er gerade in dem Augenblicke erfolgte, al» Abgeordneter Malik für unsere wirtschaftlichen Julerefse» eintrat. Wir müssen für Taucrnbahn, Canäle, Fliißregulieruiige», Tod und Teufel mit-zahlen und wenn ei» Abgeordneter ausnahmsweise für uusere Interesse» eintritt, ohne auch »ur einen Antrag zu stelle», dau» heißt ti: „Reden Sie keinen Quatsch!" Herr Lemisch, der die Tauerubahn im Sacke hat. dars sich derartige» schon leisten. Auch der „deulschnatiouale" V>cepräsident Probe kann sich rühmen, ein glänzendes Debüt al« BeschwichtigungSIwfrath vollbracht zu habe». Mit dem Brustton der Entrüstung trat er Herr» Malik entgegegen, als derselbe die ungarischen Übergriffe erwähnte; mit einem Worte, die Dentsche Volkspartei ist heute zur Regierunspartei »ans pliraae herabgesunkeii. Unwillkürlich fragt man sich da, welche Verdienste das Ministerium Körber bisher erworben und welche Vonheile e» dem deutschen Volke zu-gewendet hat. Das« man heute nicht mehr wagt, den Deutschen offen rntgegenziitrelen, diesen Erfolg verdanke» wir »ich. den Ministern, iondern dem dentsche» Volke selbst, welches in der Aera Baden» Gewalt mit Gewalt zu veitreibe» wußte; ebenio sicher ist eS aber anch, dass daS Ministerium Körber mit unseren nationalen Gegnern geheime Händedrücke wechselt und keine Gelegenheit versäumt, denselben Gefälligkeiten zu erweijeu. Unter» steht sich die nationale Presse, derartige Dinge an's Licht zu bringe», dauu wird sie einfach confiSciert und es macht einen sehr sonderbaren Eindruck, z» sthen. wie daS „Organ der Deutschen BolkSpartei" fast tagtäglich beschlagnahmt wird. indeS die Partei den getreuen Knecht der Regie-rnng spielt. sich, die Sonne brach dnrch, allgemeine Anerkennung des Wetterkundigen kam zum Ausbruche. Bald sah man einen hohen Maibau»!, mit der deutschen Fahne geschmückt. Wir langten in Oberpulsgau an. Im freundlichen Gasthofe de» Herrn Karl Herrmann ivnrde MiltagSrast unter dem Schallen eines mächtigen KastanienbanineS gehalten. Hier erfuhren wir, dajs auch Unter-pulsgau mit einer deutsche» Fahne geschmückt war, welche aberausdie Bemühung derwohldortigen Lehrerschaft behördlich entsernt worden ist. Da-für aber flatterte die OberpulSgauerfahiie iwnso herrlicher im Maienlüftchcn. Sie war auch gut geschützt; den» ein eisernes Band umschlang von unten bis über ManneShöhe den Maibaum und eiserne Nägel verhinderte» daS Erklettern durch nationale Hitzköpfe. Auch hier fand man nur deutsche Taselschriste», l»S ans eine, welche die sonderbare Inschrift trug »Ne2a N., Kruha pckarca.« Die PulSgauer wünschen sich eine deutsche Schule. Könnte die Südinark oder der deutsche Schulverein etwas thun, so wäre dies eine völkische Leistung. Die Mahlzeit brachte ihre Freuden. Line vorzügliche Suppe, Backhuhn mit Salat, (»m Localnachrichten. (CSBjtfCltlOt.) Die letzte Nummer der Pettauer Zeitung wurh» wegen de« Leitartikel» .Hosrath von Taubenberg' beschlagnahmt. Da die Evnfiscalion erst um halb 3 Uhr Abend» er-folgte, war die große Mehrheit der Obonennten bereu« im Besitze de« Blatte«. Eine zweite Auf-lag? konnte wegen der Feiertage nicht veranlaßt werden. (+ Ctrl Gißnrr.) Der Leichnam de« Vermißten wurde am 22. Mai bei MuraSzombat in Ungarn au» der Mur gezogen. Gaßne r traf, nachdem er da« Krankenhaus verlassen hatte, in Graz mit einem Bekannten zusammen, welchem er mittheilte, das« er wieder nach Haufe fahre, weil kl im Krankenhauje ausgeraubt wurde. Wie schon mitgetheilt, schrieb Gaßner von Spiel-selb und Straß Karten, in welchen er Geld zur Heimfahrt verlangte. Sein Geld hatte er aller-ding« im Krankenhause vergessen, aber die Retour-karte zur Fahrt nach- Peitan trug er bei sich. Der Schwerkranke war also thatsächlich geistig umnachtet nnd in diesem Zustande verübte er. wahrscheinlich bei Straß de» Selbstmord. In den Dahingeschiedenen verloren die Pettauer einen wackeren, treu deutsche» und liebe»«wilrdigen Mitbürger, die Hinterbliebenen ein liebevolle« und stet« opferbereite« Familienoberhaupt. (Jrl. Anna winkler) hat die Lehrbesähi-gungi-Prüfung au« der französischen Sprache an der LehrerinneiibildungSanstalt in Graz im Maitermine mit gutem Erfolge abgelegt. (Veitscher Turnverein.) Derselbe unter-nimmt am Donnerstag de» 6. Juni einen Turnermarsch auf den Donati und »ach Rohitfch. ÄebirgSfreunde find herzlich willkommen. (Städtisches Museum.) Donnerstag und Freitag beherbergte unsere Stadt eine große An-zahl von Studierenden der Grazer Universität, welche unter Führung de« Hrn. Prof. Gnrlitt den MithraStempel in Haidin und da« Museum besichtigten Leider ist unser Museum noch immer nicht für fachmännische Besuche eingerichtet. Mit Ausnahme der Bibliothek, welche eben vom Eusto«. ?*». Prof. Pircheger. geordnet wird, fehlt »och berall die systematische Zusammenstellung und überdies jede Ausschreibung über die vorhandene» Gegenstände. Unter solche» Umständen scheint e« uns höchst unpassend, das« der Schlüssel dem Diener anvertraut wird, welcher denselben dann unberufenen Personen .weiterleiht". Überhaupt wäre e« höchste Zeit, endlich einmal Ordnung zu machen uud de» Diener zn enlsernen, welcher erwiesenermaßen die Fremden vom Besuche de« Museums abzureden sucht. Ein An-gestellter, welcher sich Derartige« zuschulden komme» läßt, muß entlassen werde», soll nicht der löbliche MusealvereinSauSschuß zum Tespötte der Leute werde». 90 h alle« zusammen) und al« Rachtisch vor-zügliche Forellen, von denen ein besonderer Freund 1o viele genos«, das« er nicht genug Schwimm-stoff nachführen konnte. Dieser Gasthvf kann auf'« beste empfohlen werden. Um 3 Uhr gieng man gegen Frauheim; auf de? prächtigen Reich«-straße flogen Radfahrer wie Schwalben dahin, und wir zogen im heißen Sonnenschein gemüthlich scherzend weiter. Der Forellenbändiger musste aber bald einen Wagen mieten, da er s«iu« Last nicht so weit spazieren tragen wollte. Witze folgten aus Witze. Einer sei hier verewigt: .Die Familie Heller zählt 8 Söhne und 2 Töchter, folglich Hat jeder Qruder 2 Schwestern, macht zusammen 24 Kinder.' Frauheim liegt herrlich in einer Schlucht de« Bachergebirge«. Bon der leicht erreich-baren Ruine an« überblickt man da« Pettauer-selb bi« Ankenstein. Besonder« schön hebt sich unser Schlossberg empor. Hier wurde gesungen nach Herzeu«lust, zur Freude vieler Marburger Bürger, die mit ihren Wägen da» liebliche Frau-heim aufsuchten. Auch hier findet man nur deutsche Aufschriften. Nur auf einem neuem Gebäude steht »Utitelska.« — Heimzu gieng'» nun. (Verhaftung Am 27. d. M kam ein Te-legramm au» Wara«din. welche« einen Fahrrad» dieb signalisierte. Der städtische Wachmann Jakob in ermittelte nun. das« dasselbe Rad a« selben Tage circa 2 Uhr nachmittag» beim Spenglermeister L i P p i t s ch um 70 K verkaust wurde. Nun wurde der Verkäufer auf Grund der von Herrn Lippitsch abgegebenen P«rso»»beschrei-bung um >/,8 Uhr abends beim Schankelspiele vom obgeiianiiten Wachmann verhaftet. Von den 70 K hatte der Verhaftete bereit» 31 K verausgabt. Er war de» Diebstahle« geständig und wurde den« Strafgerichte eingeliefert. lFraerbereilschaN.) Vom 2. Juui bi«S. Juni 2. Rotte de» 1. Zuge». Zug»führer Lau-rentfchitfch, Rottführer I Pirich. Feuer-anmelduiigen sind in der SicherheitSwachstube zu erstatte». Auswärtige Neuigkeiten. (Eine Ortsgruppe «ra? de« Sundes der Deutscht» VorSmohrens) bat sich am 11. d. M. konstituiert. Sie tritt mit ver ansehnlichen Zahl von 150 Mitgliedern in» Lehen Private Erkun-dignngen habe» ergebe», das» in Steiermark und in den andern Alpenländern viele Nordmährer lebe», welche bei ihrer bekannten Heimat»liebe gewiß alle der Grazer Bun^»gruppe beitrete» werden. Der mindeste Jahre»beitrag ist 50 Heller. BetrittSerklärungen mögen unter Angabe der eigenen Adresse an Herrn Otkar Heinzel, Graz Schmied-gasse 12, gerichtet iverde». worauf den angemeldeten Damen und Herren sofort Erlagscheine der k. k. Postsparcassa behus» Einzahlung de« Beitrage« und die Mitglied«karte» gesendet werden. Der Bund der De»tschen Nordmähren«, ähnlich organisiert wie der Bund der Deutschen iu Böhme», die Südmark und andere nichtpo-litische Schutzvereine. besteht seit 1833, zählt 253 Ortsgruppe» mit 23.600 Mitgliedern, ha» seinen Hauptsitz in Olmütz und wirkt äußerst segensreich für die wirtschaftliche Unterstützung de« Deutfchthum» an der nordmährischen Sprach-grenze. E« ist selbstverständlich, das« nicht nur Nordmährer. sondern olle Volksgenossen. welche zur ÖrJ)aU»iifl und Kräftigung de« dentsche» Besitzstande« ein kleine» Opfer bringen wollen, al» Mitglieder der Grazer Ortsgruppe freudigst aufgenommen werden. ^Deutscher ichnlorrrii.) In der Sitzung de» engeren Ausschüsse« vom 29. Mai I. I. wurden für geleistete Spenden: der Stadtgemeinde und der Bezirktvertretung in Komotau. der Stadt» gemeinde Rumburg, der Gemeinde Wimpasiing, Herrn Josef Kaulich in Braunau und der städt. Sparkasse in Mähr.-Schönberq; ferner der Ortsgruppe Ob-r-Werm»dorf für den Ertrag einer Unterhaltung, der Orttgr. in Wimpassing für da« Erträgni» de? Unterhaltung vom Kranich»feld war bald erreicht. Hier wurde eine «anze Stegreifliedertafel ohne Eintrittspreis gegeben. ll« der Notenwart den Rucksack mit den Noten in der Nähe de« Geleise« liegen lassen wollte, meinte ein Saiigelbruder: „Weg mit dem Roten» sack, sonst schaut ihn ein Beamter sür einen Postbeutel an und n,mmt ihn mit!" Da« Dampf-rof» entführte die Schar nach Pragerhof. wo e» zu einem Eisenbahnziisammkiistoße kam. E» war zwar kein Unfall dabei; denn e« stieß nur ein Sange»bruder mit einem etwa» klobigen Schaffner zusammen, der die Gesellschaft nicht in einem und demselben Wagen unterbringen wollte. Pettau wurde glücklich erreicht und bei der Fahrt über die Deau ertönte der Sang: „Grüß Gott!" Der Tag war angenehm und anregend verbracht und alle dankten dem Herrn Strohmeier, das« er die Partie so schön und umsichtig zusammengestellt hat. Heil ihm und seiner Frau Gemahlin, die muthig uud tapfer die Fahrt mitgemacht hat nnd einen zaghaften Sänger nicht zurückfahren ließ, al« der Himmel da« Aufspannen der Re-genschirme erzwäng. St. 11. Mai l. £>•, der Ort«gruppe Komotau sür den Reinertrag der Theatervorstellungen vom 21.. 22. u. 24. April >901, der Frauen-Ort«. gruppe in Pradratitz sür den Feslerirag vom 19. Mai l. I. der geziemende Dank abgestattet Für die Schule in Hoiiositz wurde ein Betrag zur Aiischafsnug von Lehrmittel angewiesen. Dem Hils»au»schus« für Eilli in München wurde für eine dem Schulbau i» Schönstem gewidmete na m-hafte Spende der Dank au«gespro'j|i9it«> i» HiioMeicr«. Ein-Zeichnung der und flttlllt in dcadither, für jeden Fahrer Icldlt »mtlKUlcDff Weise, JllfMbM« aller Ihr den Radfahrer »ichtlgt» OI|n «ilemi-i Schriften und best oOnatryiertA ObernimiBt alle Dracl-srbeitsn unter Zuaicherung dar ge-i und promptesten Au»- Buehhinderel Ist n* lObig« Fieber arbeiten unter Zuaichenjng den billigsten eehmackvollsten und prompte» rahrtug ra mög liehet billigen TM der sinfaehstsn bis iur Ausführung billig und spUd hergestellt. Brüder Siawitsch Pettau. O-XÖSSt© -A_m gTTrn^ 1 Sommer-Schuhwarenniederlage. * M für magenleidende! HK * Allen tonen, bi« sich durch Erkältung obtr Übersüllung de« Magen«, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, z» heißer oder zu kalter Speisen oder durch unregelni»bige Lebentweise ein Magenleiden, wie! Magenkatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung «»er Verschleimung zugezogen haben, sei hiennit ein gute« Hausmittel empfohlen, dessen vor-zügliche Wirkungen schon seit viele» Jahren erprobt find, j ojd J3j ot 8jd«M-8U!9MtPS '06 a9i|nq38||0U 'Ol-t uajjmqoB -|I°H) '(06 1"BH auqo JaP° 1!UI uaijuiqocj) 0L l|w4n»la8 'OH "■"! 81 V »bsojS ''UURflO 'auiqBuqoBjj jd s.»u -.laiHowqosäanf Kaiqo|3K)8q|Bq luuBJjaauB i»aq ipuaqn usjaq ti tiazsjsnmog d MdbihniUlion Päludiicli. * ^Urort Prac||fT0|||r Soineriufflnthalt. Rohitsch- L*b*r- »»i ni«tbi- Uld«n, Zucktrtiarnruhr, Oallan- Sauerbrunn. ÄfSJÄÄSÄ: Ansuchen um die Aufnahme in den Heimatsverband sind vorrütlug bei W. BLANKE, Pettau. Auf einem guten Posten an der Ankensteiner Br ü k e ist das Gasthaus auf mehrere Jahre sofort zu verpachten. Die Bedingungen sind bei der Herrschaft Jfnkenstein einzusehen. (kaufmännisch gebildeter|||^^_ I 30-jähr, mann mit absolv. Gymnasium und Lehrer-bildungsanstalt, gewandter Stilist und Stenograph, derzeit Erzieher, bittet um Lebensstellung als Administrator, Correspondent, Secretär, Kanzleibeamter, eventuell um Erziehrposten. Anträge unter „M. P." un dieses Blatt. TAUSCHE- Familienverhältnisse halber mein prachtvolles, gut verzinsliches Haus in Wien in frequenter Lage gegen grössere Villa oder schöne Besitzung ein. Auf dem Hause haftet nur eine Sparcassa-Satzpost. Gefl. Anträge bis spätestens 15. Juni unter „BttON M. 0." hauptpostlagernd GRAZ. Annoncen für alle in- und ausländischen Journale, Fachzeitschriften, Kalender etc. bssorgt am besten and billigsten das im besten Rufe M*t 30 Jahren bwtehende erste öatorr. Annoncen-Bureau TOD A. Oppelik's Nachfolger Anton Oppelik, WIEN, L, Orttnangergaase 12. ■iHttw Iiwuii »»« Mute mtrnl»|, H«ti UHwUiniWti I"««_ neut Originell I Zeitgemäß PrakfÜchf zentexiKon reaistriert alle« tinäwIrtlAlU, •«•»»!. R» „___«» »«Mdn in hHl, 0HU>lm »•» >»e»-M WMl ----------- - - xntn in «l, e* | »wh Mu *«ttw I Bai«. Da 1*nuarh«f1 IM dm<» tllt Iich» nmUratiHi, IDirtn« ««. u ItltBinln »d UltunnKrl«» „aMtkilifll/ll »u ni untilaill«! ntrlf I«» B»*4- Vindsunl«» im n trWm III HnCnlvCnilKn »»?»»>.I,>,»««.Ill«i,»»»n,»,»,Cr*tM»iäi«f(tii«.k,»>!»«'.UMta, «a «'«» «« «>' 3**rntllHei, SAfMMtila, »«llUktt, »wllnimUfln, fluultkt«, tntmtrH, M4I«tUt rtt. | DMIitfltn Oirii»«.Änilill I» «lull,in. Schutzmarke: Anker LIMMEHT. CAPS1CIC0MP. au« ^ichtrtt Äpotdtke in Prag. ist al» vorzüglichste sch«rrzftMrn»e «tw relbuag allgemein anerkannt! zum Prttlk von 80 h.. fr.MO und 2 fr. vorrätig in allen «pothrfe». Beim Einfalls diese» üderaN beliebten Hau». Mittel» nehme man nur Lriainalslalchni in Schachteln mit anlerer Tchusmari» „Anfer" aa< Slichttt» Apothefe an. dann ist man sicher, da» L?iginal-lkr!>kUftni» erhalten zu hoben. Jidjifr? »»»ihtkt im Rollrifi W«n in Pea«. 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Nachts 1 66 Nachts 1 66 Wien and Trieat Nachts 3 49 Nachts 3 60 Wien. Badapest.Warsad. Nachmitt. 1 . 44 Nachmittag 1 46 Wien und Trleat Nachmitt. 3 13 Nachmittag 8 14 Budapest 000000000000 Chief-Offlce; 48. Brlxton-Boad, London, SW. A. Thterrn'K echte Lentikoliensalbe ist die triftigste gugsalbe, übt durch gründliche Reinigung eine schmerzstillende, rasch heilende Wirkung, besreit durch Erweichung von eingedrungenen Fremdkörpern aller Art. — Ist für Tearistia, Radfahrer und Reiter unentbehrlich. IC Erhältlich >» bta Apetheke«. 'MM Per Post sranco 2 Tiegel 3 Krauen fiO Heller Ein Probe, liege! gegen Borau«a»weisu»g von 1 Krone HO Heller ver-— — sendet nebst Prospect und Depotverzeichni« aller Ander der Erd« Ap«thek»r A. 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DaS Häuschen war zweistöckig, glücklicherweise lagen die Nachbarhäuser zwanzig Schritte von demselben entfernt. Die Flammen hatten das obere Stockwerk bereits ergriffe». Die Bauer», statt zu retten und zu lösche», sta»den unthätig in Gruppen umher und rauschten ihre Ansichten über die Entstehung deS Brandes ans, nnr einige wenige beteiligten sich an der Rettung der Mobilie». Der Freiherr lieh sofort eine Kette von der Brandstätte bis zum Brunnen bilden, und befahl einigen, die Möbel, welche vor Ver Hütte lagen, fortzuschaffen. Da stürzte plötzlich eine Frau mit dem gellenden Ruf: .Mein ttlnd! Mein Kind!" ans das brennende Lau» zu. Der Freiherr hielt sie zuriick. .Wohin wollt Ihr?' fragte er, .seht Ihr denn nicht, daß Ihr iu den Flammen umkomme» würdet?' .Herr, mein Kind, schafft mir mein Kind!' rief die Frau Hände« nirgend. .Laßt mich, ich muß hinein.' .Drei sind gerettet,' sagte einer der umstehenden Bauern, .das vierte liegt oben im zweiten Stock.' .Wo ist der Schreiner?' fragte Ewald. .Er hat einigemal versucht, sein Kind zu rette», aber es ist »»möglich, hineinzukommen.' .Laßt mich, und müßte ich mit meinem Kinde sterben, ich will hinein!' rief die verzweifelnde Mutter. .Will keiner vo» e»ch die Rettung des Kindes wagen?' wandte der junge Mann sich zu den Banen,. .Wer nichts zu verlieren hat, kann's versuchen, wir fetzen uuser Leben eines so fremden Kindes wegen nicht aufs Spiel.' Der Freiherr entriß einem der Umstehenden einen mit Wasser !iesüllten Eimer und schwang ihn mit Riesenkrast hoch über sein varlpt, so daß der Inhalt desselben sich über ihn ergoß. Im nächste» Augenblick war er in dem brennende» Hanse verschwunden. >tanch uud Flammen schlüge» ihm entgegen, er beachtete eS nicht, er eilte mit Fieberhast die schmale Treppe hinauf und trat du aste Thüre, an deren Balken bereits die Flamme» leckte», ei». Er zertrümmerte daS Fenster, ohne zu beachten, daß die GlaS-icherben seine Hände verwundeten, um den Ranch hinauSzulasie». .Die Kammer neben Ihnen!' hörte er eine Stimme rnsen. Er eilte wieder hinaus, es war unmöglich, die Thür des Neben-ümmerS zu erreichen, der Fußboden uud die Balken brannten be-reits lichterloh. Er trat in daS Zimmer zurück, ergriff einen stuhl und stieß die dünne Fachwand ei». Rauch füllte auch diese Ztube. Der Freiherr zwängte sich durch die Oeffnnng, welche er gebrochen hatte uud schritt vorsichtig uud langsam vorwärts. Sein >t„ß stieß an einen Gegenstand, er bückte sich, das Kind lag ans dem Boden. Ewald nahm es anf seine Arme nnd trat den Rück-weg an. In derselben Richtung znrnckschreiteird, saud er die Oeff-innig bald, die Thür erkannte er an den brennenden Balken. Die lrevve brannte, die Stufen krachten. Der Freiherr preßte das Kind fest an sich nnd eilte, die Bretter mit seinen Füßen kaum berührend, hinunter. Al» er in» Freie trat, sank er ohnmächtig zusammen, in dem-ielben Augenblick stürzte die Decke beider Kammern ein. Die Bauen» wußten keinen besseren Rat, als daß sie eine» Eimer über den Freiherrn ansgosien, das kalte Bad brachte den Vewnßtlosen wieder zn sich. Hatte er gehofft, vo» feiten der ' Seilte Dank nnd Lob zu ernte», so sah er sich getäuscht. Die Bemerkung: .Der konnte es wage», ein .Bettler' hat nicht» zu verliere»!' traf sein Ohr in dem Augenblick, in welchem er die Augen öffnete. Er eilte in deu Garten, in selche» die unglückliche Familie sich geflüchtet hatte. Das Kind lag leblos in deu Arme» der Mutter. Ohne die Kälte, die ihn durchschauerte, »och die Schmerzen, welche die erhaltenen Brandwunden ihn, verursachten, zu beachte», stellte der Freiherr unverzüglich versuche znr Wiederbelebung desselben an. Nach halbstündiger »nanSgesetzter Bemühung gelang eS ihm, das Kind ins Leben zurückzurufen. Der Dank der Eltern wollte kein Ende finden. Der Freiherr forderte die Familie auf, ihm ins Schloß zu folgen. .Da habt Ihr'»!' sagte er zn dem Schreiner, der trotz seiner Brandwunden das kleinste Kind auf den Arn» genommen hatte, während die Mutter das gerettete trug. ..Wie oft habe ich Euch «ernten, Eure Habe zu versichern, nun seid Ihr am Bettelstäbe, öas wollet Ihr jetzt beginne,,?' .Gnädiger Herr, ich war ein Thor, daß ich Ihren Rat nicht befolgte,' erwiderte der Schreiner, .ich baute wohl zn sehr ans die Beständigkeit des Glücks. Daß mich ei» Brandnnglück treffe» könne, hielt ich nicht für unmöglich, aber «niwahrschciulich, denn niemand war in Bezug auf Feuer uud Licht vorsichtiger wie ich. Aber nun unser Kind gerettet ist, habe ich wieder frischen Mut. Durch Fleiß uud Sparsamkeit haben wir u»S eine kleine Summe erspart, sie sollte ein Notpfennig sein sür uusere alte» Tage, »un werden wir sie zum Bau eine» neue» Häuschens verwenden müffen.' .Ihr habt selbst Ener Unglück verschuldet," sagte Ewald. „Gnädiger Herr, könne» Vorwürfe eS ändern? Der ist zn be-dauern, den ein Unglück trifft, aber derjenige, welcher ans diesem Unglück nicht eine Lehre sür die Zukunft zieht, den mnß man ver« achte». Träge und feig die Hände in den Schoß legen, wenn ein-mal eine düstre Wolke über un» hinwegzieht, ist eine» Manne» unwürdig.' Ewald schwieg, er fühlte sich getroffen. Die Worte dieses so schlichte» Handwerker» machte» einen tiefen Eindnick ans ihn. Auch er stand ja aus dem Punkte, alles zu verliere», auch er ko»»te vielleicht au» de» Trümmern noch manches retten. Marie hatte ihn sogar znr Rettung aufgefordert, aber er zog vor, diese Rettung nicht zu versuchen, weil er befürchtete, Verdruß durch sie zn ernten. Die Erinnerung an den Heldenmut nnd die todesverachtende Ans-opfernng der Mntter trat lebhast vor seine Seele. Um ihr Kind, vielleicht nur die Leiche ihres Kindes den Flamme» z» entreiße», wollte sie selbst sich in das Fener stürzen, ungeachtet sie den sichern Tod vor Augen sah. Die Mutterliebe kannte keine Gefahr, sie klammerte sich mit der Verzweiflung deS Ertrinkenden an die Hoff-»nng, das Lebe» de« Kinde» zu retten und brachte das eigne Leben der Erfüllung dieser Hoffnung freudig zum Opfer. Auch Ewald besaß eine Mutter, er wußte, daß sie mit derselbe» uusägliche» Liebe a» ihrem einzigen Kinde hing, uud wie lohnte er ihr dafür! Welche Sorgen, welchen Gram hatte er ihrem Herzen bereitet, welcher Kummer, welches Elend stande» ihr feinetwrgen »och bevor! So dankte er ihr, die ihn erzogen, ihn geleitet, die in den Iahren feiner Kindheit mit uurrmüdlicher Aufopferung über ihn gewacht hatte, die »och jetzt mit hingebender Liebe an ihm hing. Konnte er sage», daß da» Unglück ihn unverschuldet betroffen habe? Mußte er sich nicht vonverse», daß sein Leichtsinn, seine Verschwendung allein die Schnld an seiner Verarmung tragen? Erhalte gesehen, wa» eine Mutter für ihr Kind zu opfern fähig ist. er war über-zeugt, daß in solchem Falle auch seine Mntter ihr Leben für seine Rettung wagen würde. Und er? Die Onalen der Reue folterte» ' seine Seele, während er neben dem Schreiner einherschritt. Nur 8s» »och wenige Stunden blieben iljtu bis .zu jciu-v Msttaitroplie, die das Wappen de» Freiherr» vo»Asienborn mit Schimpf uiib Schande befleck»«, er luulltc sie benutzen- Erreichte er mich in dieser kurze» Frist nichts weiter, als die Verzeihung der Mutter, die er so tiei, so bitte, gekränkt batte. so konnte er dort» ruhig nnd mntin der Zukunft eiitiurtenschnnen. Im Schlote »un nitgelciuflt. wies der Freiherr der ftmuilie einige Zimmer au, dann eilte er rasch bitt auf, um feinen Vorsatz »»veruigltch nuszufiibreu. Xcr Trnrticiif1if(|cr ihm« der Halle «ItilfiiK (Wit Die Freifrau hatte sich bereits znr Ruhe begeben. Etoald wollte de» Schlaf der alten Taute nicht stören; vor zehn Uhr fand das Gerichtspersvttal ans «öln am Rhein sich nicht ein, um acht Uhr war Frau von Assenbont munter, bis dahin mußte der Freiherr sich geduldet,. Er beauftragte den alten Diener, rstr die Familie des Schreiners Sorge zu üage», ihr Erfrischungen und Salbe für die Wunden zu reichen nnd das gerettete Mobiliar in das Schloß schassen zu lassen. Erst nachdem er diese Anordnungen getroffen hatte, ging er in sein Schlasgemach. um sich umzukleiden und den verwundeten Arm z» verbinden. Alsdann kehrte er iu die Erker-stnbe zurück, von der man einen herrlichen Ausblick de» Rhein entlang mit seine» romantisch gelegenen Ruine» tntd Schlösser hatte. Mitternacht war längst vorbei, der Freiherr, welcher, obschou phhsisch erschöpft, daS Bedürfnis des Schlafes nicht fühlte, lief, den Verwalter rufen. Der Diener kehrte mit der Mel« duug znrück. das, der Verwalter bereits zu vett gegangen sei. Der Freiherr befahl, ihn zu wecken. Eine halbe Stunde verstrich, ehe der Gerufene erschien. Etvald lief, seine» Blick forschend aus den düstern, scharf markierte» Züge» des hagere» Mannes ruhen. Zum erstenmal entdeckte er heute in ihnen etwas, was ihn befremdete, was iliu zurilckstieh, aber hieran konnte» auch die Worte Mariens fchnld tragen. „Sie ließen mich rufe», Herr Baron," »ahm der Verwalter das Wort. ..ich wünsche zn wissen —" „Zch verlange die verwaltungsbücher," unterbrach der Freiherr ihn. „Zu welchem Zweck?" fragte der Verwalter, dessen Blick nun lauernd auf dem jungen Manne ruhte. „Zu welchem Zweck?" fuhr Ewald zornig auf. „Habt Ihr citt Recht, danach zu frage» ? Roch bi» ich Herr i» diesem Schlosse und Ihr seid mein Diener." Der Verwalter zuckte die Achsel», verachtende Ge ringscliätznttg spiegelte sich i« dem Blicke, welche» er dem Freiherrn zuwarf. „Die Bücher habe» zu jeder Stunde Ihnen znr Verfügung gestanden. Herr Baron, Sie hielten es nie der Mühe wert, eine» Blick hinein zuwerfen, erst heute, kurz vor dem Augenblick, in wel chem Sie die Herrschaft Ihrem Gläubiger Herrn Löwi abtreten müssen, fällt es Ihnen ei» —" „Wenn Zhr nicht augenblicklich und ohne ein Wort weiter zu verlieren, meinem Befehl gehorcht, werde ich kurzen Prozeß mit Euch mache»!" rief der Freiherr, de» der Höh» des Untergebene» um so mehr erbitterte, weil er sich sage» tunkte, dan derselbe gerecht war. „Irii verlange die Bücher, weigert Euch noch einmal, sie vorzulegen, so lasse ich Euch binden und als des Betrugs ver dächtig dem Gericht überliefern." Diese Drohung, beten Verwirklichung bei wiederholter Ver» weigern:^ bes Gehorsams vorauszusehen war, verfehlte ihre» Ei> brück ltidii, der Verwalter entfernte sich. Die trotzige Sprache, welche diejer vordem so kriechende, nute, wiirfige Manu führte, der Hohn, mit welchem er feinem Her, ; gegenübertrat und das unverkennbare Bestreben. den Befehl in Freiherr» zu umgeben. erwecktest iu der Seele Ewalds die Ve ntutUttg, daß der Verdacht Mariens begründet sei. Aber selbst, wenn dem so war, wenn der Verwalter sich bitn.i Betrug bereichert hatte, wobnrch konnte Etvalb es b weisen? Er beutn im verwaltuitgssach nicht bie g. riugsten Kenntnisse, und abgesehen hievon war die t zur Eriuittelnng des Betrugs zu kurz. Ihn zn eir beifen und festzustellen, bedürfte es vielleicht der Arln r mehrerer Tage und »ach wenigen Stunden schon wa es zu spät! Tie Rückkehr des Verwalters verzögerte sich atti fallend, der Freiherr hatte schon dreimal die Gli'rt gezogen, es schien sast, als ob das gesamte Dienstpe, ional das Schloß verlassen habe. Ewald entschloß na> llinnnterziigehe», nm die Ursache dieser Verzögern»,) ersorsche». Als er die Thür zum Wohnzimmer dc Verwalters öffnete, sah er den letzter», vo» der Dienet ichaft umringt, vor einem offene» Schranke stehen Dieser Schrank, welcher znr Aufbewahrung der Vertva! tnngsbncher und Dokumente benutzt wurde, war zn Hälfte leer. Der Verwalter wandte sich beim Eiutriti seines Herr» um, der Ausdruck starren Entsetzens ruht auf seinen finsteren Züge». .Ich warte bereits seit einer halben Stunde," sagte der Freiherr barsch, „beeilt Euch!' Der Verwalter zeigte aus den Schrank hin. „Dort lagen die Bücher noch gester» abend," sagte er, „ich selbst legte sie in den Schrank, jetzt sind sie spurloc-verichwttnden." Der Freiherr glaubte nicht au die Aufrichtigkeit dieser Behanp tUUg, die nur zu sehr geeignet war. den plötzlich erwachten Bet dacht zu bestärken. Er drohte mit Haussuchung und sofortige! Verhaftung; der Verwalter zuckte die Achsel» uud äußerte die An sicht. daß der Baron selbst, nm die Katastrophe hinauszuschieben, der Dieb seiu könne. Zur Begründung bieser Ansicht führte er an, daß er, nachdem er die Bücher hineingelegt, den Schrank ve> fchlosiett und deu Schlüssel in keine Tasche gesteckt habe, da« ab« außer diesem ein zweiter Schlüsiel vorhattbe» sei, ber seit Jab, ttttb Tag i» beut Sekretär des Freiherr» liege und niemand die Benutzung dieses Schlüssels zur Entwendung ber Bücher bezweifelt! könne, ba bas Schloß unversehrt unb der Schrank wieder vet schlösse» gewesen sei. Diese Frechheit empörte de» Freiherrn. Er entsann sich alle» ?er ?.Mi, lest.) diugs. daß jener .weite Schlüssel in dem Sekretär lag, aber » hatte er daran gedacht, von demselben Gebranch zn mache», 0 befahl einigen Knechten, den Verwalter auf das strengste zu b toachen und ordnete unverzüglich eine Durchsuchung der gesaint Mobilien dieses Mannes a». Die Bücher wurden nicht gefunden, nnd das Benehmen ? Verwalters, tvelcher die thätigste Hilfe bei der Haussuchung leistet war nicht das eines Mannes, der absichtlich eine» Diebstahl vo schützt. «ei» ;iuvu, seine Ratlosigkeit nnd sei» Verdr»K trngeit zn sehr da» Gepräge der Wahrheit, als das; ma» sie siir eine Maske hätte halte» können. Der Mvrge» graute, als der Freiherr i» das Erkerzimnier .»riickkehrte. Der Diebsiahl. weiin der Venvalter nicht mit meister i liafter Verstellung beiisel licii vorschützte, war ihm unbegreislich. Die »ata strophe ko»ttte er durch denselben nicht anshalte», aber jedeiisalls wallte er strenge U»tersnch»»g de-antragen nnd die Blicher, wbdb sie sich vorfände», einer genane» Revision nnterwerfen lassen. Diese Nevisio», mochte sie ans-falle», wie sie wollte, än> derte freilich da» Urteil nicht, welches die Herr-schast Asieiibor» deinGlä»' biger des zeitigen Frei-Herrn überlieferte, aber bnrch sie konnte Ewald vielleicht die Schande, welche bieses Urteil über ihn brachte, inilbern. Als bieSchlofiuhr acht schlug, lieft ber Freiherr seine Mntter »in eine Un-terrebnng bitten. Die alte Dame war bereits seit einer Stunde uiigefleibet; sie enipmig be» Soh» i» eineru Anzüge. welche» sie früher nur bei Hosseste» getragen hatte. Eine Robe von schwerer bnntgestickter Leide ninranschte sie, ei» Diadem von wertvollen Brillanten schmückte ihr ehrwürdiges Hanpt. Ewald war betroffen, er wnsite im ersten Angen-blick be» Zweck bieser ge-wählte» Toilette sich nicht zu erklären. Nie war bie alte Dame ihm so ehr-würdig erschiene», nie hatte er so deutlich i» de» Züge» der Mutter da» bittere Seelenleiden ge-lese», als dessen Ursache er sich allein anklagen mnfite. „Verzeihung, Mntter!" sagte er. indem er bie Hanb der alten Dame ergriff, «ich habe wäh-renb ber vergangenen Nacht eingesehen „Mein Soh», D» sag-test gester» abend: „Was können Deine Vorwiirse an bem Geschehenen än-bevu ?" fiel Fran von Asienlwrn ihm rtthig ins Wort. »Ich srage Dich jetzt, was kau» >»ei»e ver> zeihnng ändern? (^chhabe nie Dir Groll »achgetra-ge», mir Dich bedauert tiiib bitter beklagt, bau Dn nicht beu Ernst. bie Eharaktenestigkeit nnd den sparsame» Sin» Dei-»es Vaters besauest." „Es soll anders werden, gekommen." „Wirst Dn die «rast besitze», diesem Vorsatz ir>» zn bleiben?" „Gewin, ich werbe es! Die Lehre, welche ich in vergangener Nacht erhielt, hat einen unuergejjlicheit Einbrnck anf mich gemacht. Wie viel hast Du gelitte» meinetwegen, wie viele Sorgen, wie viele» Unnliner habe ich Dehctn Kerzen bereitet? Miitter. wen» nicht J>ie Huffiutiit) —" »Sei still, mein Soiin, die vergangene» !age liege» hinter nns. Wozn raun es blene», da'i wir die Sorgen nnd den Uninmer, die ..Griih «Itt!" >»gke Ewald. .i»!i bi» ,nr Einiiih: H >1» ? ^ h 111 a ii n. («MI ro.vi«ji > !,-!< 4>i«Iii|l v.>» .listiu »Miiiiiriui(, Winrtitn. sie h.w braüiie», in der Erinnerung nochmals dnrchlebe»? Möge» bie Erfahrungen, mit denen sie Di.li bereicherten, Deine» Charakter stählen nnd den Vorsatz ber Umkehr in Leiner Seele befestige».' t-chiiii >»>««.) PS Omiz =fc= DH®IEßi Xcr Drachenflieger des Ingenieurs «rcfi. Ungeführ zwanzig Minuten von der Station lluter-lulluerbach in ber ROH» von Wen, an dem Stau, basfi» der Wieseuthal-Wasierleilung, liegt eine rinfn.t) gezimmerte, iiugesühr 20 Meter lange »nd foft ebenso breite Bauhütte, »»elche da« »ach den Plüueu de« Ingenieur» W. Kreß gebaute Luftschiff in sich birgt. Seit 20 Iahren fast ist der Erfinder »»-ermüdlich bestrebt. keine» Plan zu verwirtliche», »nd in aller Stille ist er zu unerwartet günsti-gen Res»Iiaten gelangt. Vor kurzem fand vor ei-nein kleinen Pnblikum ei» Versuch statt, der be-wie», das, da» „Auto-mobil-Schlittenboot" ei-»er große» Zukunft ent-gegenfleht. Ter Kreische Trachenflieger besteh« au» einem ea. I? Meter lang«» Schlittenboote, da» einen langen Tchna-bei nnd zwei Kiele be-sitzt. Diese Kiel« bild«» gleichzeitig bie Kufen de» Schlitten», wenn sich da» Fahrzeug aus Ei« oder Schnee bewege» soll. Zwei elastische Segel-LuftschraiMen werde» durch eine» Benzinmotor angelrieben und drehe» bewege» da« Fahrzeug (sin Llebe«sch»»r. ®le: «Wirft Iu mich <11116 immer liebe», Itnilt?" tf ri ,.ta» ichwdre ich Ile! I« bist meine Vra« und wirft e» ewig bleiben.» sich in entgegengesetzter Richtung. Diese Schrauben init großer Geschwindigkeit vorWirt». Ueber bei» Schlittenboote befinden sich mehrere gewSlbte Segel, welche so angeordnet sind, das, bei eventueller hori-zontaler Bewegung de» Fahrzeuge« jede der Drachenflüche» sür sich von einer »och ungestörte» SuftfAuse getroffen wird. Ausserdem besitzt da» Schlitten-boot »och ein große« horizontale« nnd «i» vertikale« Luftrnder, welche inde« »ur bei freiem Finge i» Thütigkeit trete». Die Erwartungen de» Erfinder» winde» gelegentlich de» eingaug» «rwiilinten Versuche» in au«reich«»dem Maß« erfüllt. Da« mit dem Motor montiert« Boot würd« d»rch «in von der militür-aeronantischen Abteil»»« unter dem Kommando d?« Herr« Oberleutnant« Fritz Tauber beigestellte» Tetachement an« der Bauhütte und auf b«i> Wasier-fpiegel gebracht. Um die Manövriersühtgkeit zu erprobe», versuchte Ingenieur Kreß »ach Einschaltung de« Motor« verschiede»« Wendungen und fuhr auch mit bestem Erfolge gegen den Wind. Da« Steuer gehorchte all«» «niorde-runge», nur erwie« sich der provisorische Motor al« zu schwach. f ..Grüß Gott!" ~ oldne» Sonnenlicht durchwogt die Luft, ; Rosen blühe» auf am grüne» Hag! Irin im Stübchen. fern von Glanz und Dust Winkt der Maid ein langer ArbeiUtag. Plötzlich, fleh, von Freude hold verschönt, Glüht ihr Angesicht i» jühem Rot, Denn vom off ne» Fenster her ertönt Ihr de» Liebsten niuntere» „Grüß, Galt!' Sonn«, Sonne, über Berg und Thal, Haucht, ihr Blum«», sage Düfte au«! Heller aber al« d«r Sonn« Strahl, Süßer al« der würzereichst« Strauß Gliiht't und duft»!'« in der junge» Brust. Und i» all der Arbeit Drang und Rot Bleibt sie flch mit stillem Glück bewußt Jene« Wort« au» liebem Mund: »Grüß Ofott!" Sin Menschenkenner .Wie machst Tu'« nur, Edgar, das. Tu bei Deinen Pati«»>e» so belieb! bist?" „Ganz einfach! Ten eingebildete» kranken versichere ich. das, sie sehr krank, den wirklich Ura»keu. daß sie ganz gesund sind'" Der Trost. „E» ist doch traurig, daß Sie Ihren Main, so schnell verlieren mußten!" - „Ja allerding«. Ich hab' nur den einen Trost, daß Ich jetzt weiß, wo er seine Nüchte zubringt." Wer war Falls,äff? Failslaff wird gewöhnlich sür eine Gestalt Sbake-sveare«, siir eine bloße llhar.ikten»a»ke gehalten: e» ist jedoch historisch festge-stellt, daß eine Person diese» Rainen» um» Zahr >4.10 Gouverneur der Baslitte war. Int Weinn' von Mlub F. Lalitimple beiiudel sich buf Lnginal eine, U, fünde vom 2!». Januar I4SU, iu welcher bestätigt wirb, daß Sir Ioh Fällst«» vo» Heinrich V., König vo» E»gia»d, Erben und Regenten de» Königreich Frankreich, zum Gouverneur der BastiUe von St. Autoine aus die Tauer eine» Jahre» ernannt wird. Zum Besatz der Fest« wurde» ihm HeKebardiere nnd sechzig Bogenschütze» mitgegeben, die tüglich 12 Denier» Soib erhielte». Ei» Fallstaff wirb bann auch »> ben ».Inipse» gegen die Jungfrau von Orleans erwähnt, uub wir erfahren, daß er von der Zache der Engländer abgesall.» fei uub baß Spvttlieder auf ihn gedichtet °worde» wären. Wohl zweifello« ist dieser FaUstaff identisch mit dem obe» erwilhnten, uub ebeiiio liegt die An »ahme nahe, das, er al« verspottete Person, die nicht so bald vergessen war, bei» Dichter zum Borwurf gedient ha». K. Zichereo Zeiche». Klara „Emma nnift Über mich geklatscht haben!" Tonl: „Woraus kchließst Tn ben» ba»?" »larai „91»«, al» ich fl> heute traf, hat sie mich zweimal geküßt!" Der Ursprung der Fiaker. Rikolau» Savag« geriet im Zahr« lii:io auf de» Einfall, Wagen und Pferde i» Pari» beständig zum Vermiete» bereit zu halte». Da» gefiel und weil dieser Ma»n tn einem Hanfe der Straße 2i Maeli» woh»le, welche» .Hotel Fiaere" hieß, so benannte man auch da» Miet»< fuhrwerk »ach diesem Hause. St. Verplappert. Ehemann: „Weißt Tu »och, Schatz, i» dieser Lande »»neben wir von Deiner Mama überrascht, al« ich Dir be» eiste» Kuß gab!* — Frau: „Ja, Emil — bie Aermste halte schon zwei Stunden daraus gewartet!" «|"|® £S» im *1 «. Problem «r. 0. Bon A. Campbell. Schwarz. Fliederbluiue» komme» al« schweißtreibende« und die Hanllhüligkeit beför beende« Mittel bei Erk!>ltuug»krankt)«iten I» Anwendung. Man giebt mehrere mal für größer« H,i»«tiere 30 Gramm in Form von Thee. Lamm oder Kitzenbratei» ans Wildbretarl. Bo» einen, »och jungen Tiere werbe» bie Bruststücke ber beide» Schultern abgehackt, die BruslwÜnde weggeschnitten und der Rücken mit de» Hinterfüße» beisammen gelassen. Tann hülltet man ba« Fleischstack ab, reibt «« mit Pf«ffer. Salz und etwa» Nelken ein, spickt e« mit Speckstreise», belropst e« mit Essig »nd Eitronen-säst, n»b bratet e» in der Rahrnsauee wie be» Hase», nachdem erstere» 4—si Tage in ber Beiz« gelegen ist. Die abgeschnittenen Bruststücke und Wtlnde bereitet ma» al« Ragout i« einer schmackhaften vultersanee. AIS Mittel gegen Regenwiirmer werben Roßkastanien empfohlen, bie man zerschlügt und i» einem Kübel Wasier stehe» läßt. Mit dem Wafter begießt man bann bie Blumenstöcke n»d Pflan» zenkübel. Den Pflanzen schadet da« Wasier nicht«, während bie Würmer von bei» schar-fen, bitteren Saft der Kastanien, welchen da« Wasier anzieht, sterbe». Rhabarber. Ei»e Pflanzgrube mit 40 llentimeter Durchmesier und ü0 Eentim«t«r Ti«s«, gut mit Kompost ausgesüllt, wird balb vo» ber »inbr»ck«voll«» Blattpflanze über-deckt sein. Eine «»«gewachsene Pflanze giebt lebe« Jahr 1 Dntzenb Portionen Rhabarber-Kornpot. Aus ei» Beet im Gemüsegarte» pflanze man sie in 1 Meter Entfernung. Gebackene» Fleisch. Uebrig gebliebene» Fleisch jeder Art wird in Scheiben geschnitten »tib etwa» gesalzen 5 ba»» werben vier Kochlöffel Mehl mit zwei ganze» Eiern, dem nötigen Salz, ei» Eßlöffel zerlassener Butter »nd der erforderliche» Milch zu einem glat-te» Teig angerührt, ber etwa« starker al» Psannkuchenleig sei» muß, damit «r an den Fleischstückchen Hüngen bleibt, kehrt oiese barin um. läßt ei» Stückchen Schmalz i» ber Pfanne heiß werben «nd bückt bie Fleischstuckchen bann a»f beiden Seiten schö» gelb. Mc» giebt grüne» ober Kartoffelsalat dazu. Braune Flecke» der Haut, welche hüuflg im Gesicht, an Brust, Hal» und Arme» vorkommen. Hiergegen sind erprobt Waschungen mit Theerseife, sowie auch l»glich mehrmal« Waschungen mit einer Lösung von I Gramm essigsaurem »all In M> Gramm bestitlieetern Wasier mit Zusatz von etwa« Weingeist. a '■1 • ü i tt V Ä 1 £ i i m s * A VJ | A » Ü U K Weiß. Mai» in 3 .'tilgen. KUH I) I) Duadraträtfel. Sie Buchstaben d<» Quadrate» sind >0 zu ordnen, dilß die enlspre cheuden wafterechten und lenkrechx» Ncihen ftleichlnutenlx «ilrier er Siben. TIe Wärter bezeichnen: I» ttliten loani sehen Nationalbelden. ) Sinen weibliche» tBoeuome«. »1 (sin «eschlechtewort. HuflUsuna lolgt In nüchstee Mummen Logogriph. ?ch traa' ber Laste» diele. Mit h Im Wetlensviele. Mit I steh' Ich im Haine, Hab'» oft mit o nm Vrine- Anagramm. ?m warmen Lüde» dort, Lieft» ei» bekannter trl; dniet Zeichen lüfte eilt. Tan» ist « ein Mftftdetetn. Ansliisung. ■Wie soll Weiter »ch tn* Land Web' »tm Liebe wage», ?tt» sich blulient in der Hand Lflftt die lll»|e »ragen. Aiiflosnuge» ans voriger Kummer: Te» Homonym»! ..Nicht»." — Te» Loftvftript,»: Hut», »iur»k. All! »techie »iiedehatlen. •eeanttDortltite IRebartten van ffenft Bselffee, aedraift und heeaulacgebca oon «reiner U «scifler tn «tutigatL