MbacherIeitunH. ^U 4^. Samstag am 38. Februar R855 Die „«aibachcr Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der lDonn- »ud Feiertage, täglich, und rostet sammt den Vcilagcn im Comptoir ganzjährig >l fl., halbjährig 5 fl. Z» kr., ,i>it Kreuzband im Cnmpwir ganzjährig 12 ff,, halbjährig kr. für eine jedesmalige Einschaltung hin,u zu rechnen. Inserate bi« 12 Zeilen koitcn t ff. 30 fr. fiir 3 Mal, l fl. l» kr. für 2 Mal und 50 kr. für ! Mal (mit Inbegriff de« InseltwnMmpels)._____________ «Ve. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchstcr Entschlicßnng vom 8. Februar d. I. den Lehrer am Gymnasium des Thcresiauums zu Wien, Dr. Gustao Vozdech, zum Schulrache und Volksschulen > Inspektor für die Bukowina allcrgnädigst zu crncntten geruht. Der Minister des Innern hat im Einvernehme» mit dem Iustizministcr den Stnhlrichtcramts-Aktuar Franz S oltesz, zum Adjunkten bei einem gemischten Stnhlrichtcramtc im Kaschancr Vcrwaltungsgcbictc ernannt. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 7. Februar d. I. aller, gnädigst zu gestatten geruht, daß dcr Podest,» von Trieft, Muzius Ritter u. Tomasiui, das Ritterkreuz des königlich griechischen Erlöser-Ordens annehmen und tragen dürfe. Veränderungen in der k. k. Armee. Ucbcrsctzuug: Der Oberst Friedrich Freiherr u. Wei gels-berg, vom Adjutanten-Korps, in die Militär-Kanzlei-Branche. Pensionirungcn: Der Generalmajor und Artillerie - Brigadier, Wilhelm Hofbauer v. Vaucrnfeld; dcr Titular-Hofrath, Franz Ritter v. Wall» "cr, und der Direktionsrath Anton Lutsch, Letzte-^er mit dem Titel nnd Charakter eines Hofrathes. Nichtamllicher Wi!'. guz dem whinachor Mle. 8. — Bei dem bevorstehenden Inslebcntrctcn der Karster Vahu dinflc die Besprechung dcr Frage, ob und wie ferne dadurch die landwirthschaftlichcn Jitter-essen des Wippacher Thales berührt werden, nicht nm unrechten P,^ sein. Jedermann, der längere Zeit im Wippachcr Thalc verweilte, wird gestehen müssen, daß dieser Bezirk °Ulch seine Lage, klimatischen Verhältnisse, dmch die Eitlen und Gebräuche seiner Bewohner sich wescul-llch von den andern Bezirken Krainö unterscheidet. Während der Winter ganz Ober- und Unterkrain mit seiner Schneedecke dnrch mehrere Wochen, ja Monate lang einhüllt, während aus der nahen Poik (Bezirk Scnozcc. Adelsberg und Planina) mannshohe Schneeverwehungen die Passage vielfach hemmen nno den Reisenden Schwierigkeiten und Ungemach bereiten, schreitet dcr Wippachcr Thalbcwohner trockenen Fußes seine Wege. Die seichte Schneedecke zerschmilzt bei uns gewöhnlich in 24 Stunden spnrlos, indem ihr Südwind nnd Bora kcincn Bcstand gönncn. Es darf nns daher nicht befremden, wenn in diesem von Natur so merkwürdigen Thalc seit undenklichen Zeiten dcr Weinbau eine sorgfälligc Pflege findet. Mit Vergnügn: nimmt man wahr, daß dic Ocdnisse, welche vor wenigen Jahren noch beträchtliche Bodcnstächen einnahmen, in steter Abnahme und der Weinbau im gedeihlichen Fortschritte begriffen ist. Man kann ohnc Uebertreibung behaupten, daß sich dcr Weincrtrag in 20 Jahren wenigstens um ein Drittel vermehrt hat. Allein nicht nur in Gewinnung der Menge, sondern auch iu jcner der Qualität wird vorwärts geschritten. Die Pflanzung und Pflcgc edlerer Ncbensortcn nimmt von Jahr zu Jahr an Ausdehnung zu. Es ist nur zn beklagen, daß der vegetabilische Dünger nicht jcncn Eingang findet, dcr ihm vor dem animalischen gebührt. Indessen steht zu hoffcn, daß unsere einsichtigen.Winzer diesem, seiner Gewinnung und Zubereitung nach kostbaren, jedoch in sciner Wirkung vortrefflichen Dünger nicht lange abhold bleiben werden. — Mc diese mannigfachen Anstrengungen haben inzwischen reichlichen Loh» gefunden. Der Preis ei-ueö l^unxo Weines hat sich in beiläufig 10 Jahre» fast um das Dreifache gesteigert, Weine, die mm, vor dem Jahre 1848 mit bei kann man nicht verschweigen, daß die Verwirklichung des schon lange gehegten Projektes der Anlegung einer neuen Bczirksstraße über Man« nach Trieft dem Geschäftsverkehre mit dieser letzteren Stadt einen mächtigen Vorschub geben würde. Im Ganzen blcidt jedoch die sogenannte Poik dic hauptsächliche Absatzquelle dcr hierländigen Wcin-produkte. Weit entfernt, die gang und gäbe gcwordcne Ansicht zu adopliren. daß dnrch das Inslcbcntretcn dcr Karstbahn, dcr Poik dcr Lebensnerv durchschnitten werde, meinen wir »nr, daß für den Augenblick dieser Vorfall in die bisherigen Verhältnisse dcr Dortigen Vezirksbewohncr wohl eine bedeutende Slöruna bringen werde, daß jedoch dieselbe bei der anerkannten Tüchtigkeit und Strcbftmkeit des dortigen Volkes ohne nachhaltige Wirkung bleiben werbe; allein soviel stcbt schon dermal fest. daß bei der voraussichtlichen Verminderung dcr dortigen Weinschenken die Wein-ansfuhr dahin in Progression abnehmen, imd dieser Ucbelstand miscrc Wcinprcisc bedeutend hcrabdrücken werde. — Durch das Sinke» der Wciupreise dürfte sich z>var dcr Geschäftsverkehr mit Oberkrain lebhaf» ter gestalte»,- allein diese relativ größere Nachfrage kann die schwächere Wcinausfiibr nach der Poik um so weniger aufwiegcn. als einerseits der Wippachcr Wein in Obcrkrain kcine Beliebtheit genießt, ander« scits aber dcrsclbc die Konkurrenz mit dcm wohlfeile' rcn Untcrkrainer Weine nicht auszuhalten vermag. Die Wippachcr Thalbcwohncr thun daher wohl, wenn sie sich darüber kcine Illusionen machen, und bci Zeitcn auf Verbesserung ihrer ökonomischen Vel< Hältnisse denken. In letzterer Beziehung dürften sich folgende Rathschläge empfehlen: Josef Gautherot, Hydroskopist (Ouellenentdeoker.) «Vas Wasser ist das Beste«, sagte dcr alte Pindar; und ohne Widerrede unterschreibe» Ackerbau "ud Industrie, sowie die täglich mehr nnd mchr sich cmwickclndc Anwendung dcr Dampfkraft in unscrcn "gen jcnen uralten Änsspruch. Wie aber dic Noth "°n je dic Mutler dcr Erfindungen gcwcscn. so hat M> dcr ms Ungcheucre gesteigerte Verbranch dieser ^w'ng alles Lcbcns eine neue Wissenschaft: die r^°loskopic, oder die Kunst der Quellencutdcckung ^'vorgerufen. Unlcr den Adcptcn dicscr Knust, dic ^ '»it mchr oder weniger günstigem Erfolg gepflegt, , ,'" bis jetzt unerreicht Joseph Gauthcrot da, von dcm r,> "ach französischc» Quellen, einen kurzen Lebens-"Wß gebcn wollen. ^ Z» Vclcj'o», im Kreise Fresncö »Saint-Mamus X^utc Sa.')»c), am Ul. März 13U3 geboren, bc- m)tc cr uo» fti„^„ siebenten bis zwölften Lebcnö-sel, 'l^ schule in seinem Dorfe; er Icrntc lesen, l'"Wen >»,d rcchnen. Nach dcr Konfmn-ation theilte /o>e harten Arbeiten seines Vaters, eines Bergman-dc, >, - " ^" achtzehnten Jahre verlor. Im^Alter ^ «onstriptil,,! dem dreizehnten leichten Infanterie-^g nient einverleibt, kam er nach M^res in Gar-^.^u. Hi^. ^^^ ^^^. G^idarmc, einer dcr reichsten '.nmucrwerksbcsitzcr im Departement dcr Ardcuncn, "egenhcit. dic praktischen Kenntnisse Gauthcrot'ö zu würdigen; er kaufte ihn von dem Militärdienste los nno stellte ihn bei seinen Gruben als Bergmann an, Der plötzliche Wasscrcinbrnch in eine bearbeitete Grube gab seinem Geiste die Richtung auf ein völlig neues Studium, zu dem er nicht die geringsten Vorkennl-nisst mitbrachte. Von einem naturwüchsigen Trieb, von cigcnthümlichcn Inspirationen gcleitet, gewann dieser schlichte Bergmann durch Geduld und Beobachtung cine Art Intuition von dcm innern Ban der Erdkugel; dic uerglcichcndc und ticfcindringendc Untersuchung dcr vcrschieocncn Erdschichten nnd dcr Bo-ocnbcschaffenhcit offcubarte ihm das Gesetz, wonach die unterirdischen Gewässer vertheilt sind, nnd gab ihm die Sicherheit, sie durch bloßes'Anschauen dcr Ocrt-lichkcitcn zu entdecken. Durch den Tod dcö Hcrrn Gcndarmc ohne Schutz und ohnc Arbeit, faßte Gauthcrot dcn Entschluß sich dcm ncncn inncrcn Bernf ausschlicßlich zu wcihcn, Scinc crstcn Versuche, wie schüchtern auch angestellt, wurde» von glücklichem Erfolg gckrönt. Scit 184« bckam cr einen gewissen Nus im Departement dcr Ardenncu; weitläufige Ackerbau- und Industricanstal-tcn vcrdanktcn ihm ncubclcbte Bcwegnng und glücklichen Fortgang; mit großer Ersparniß uo» Zeit und Kosten förderte cr dic Bodenbcwässcrnng in ilmsasscnvcm Maßstabe , indem, durch kalkiges und widerstrebendes Geschieht geleitet, zahlreiche Quellen, wie vom Zauber-schlage berührt, ans bcträchtüchcn Hö'hcn cmporsprn-dcltcn. Z»r Belohnung dicscr Dicnstc. durch Zeugnisse von vielen Gntöbesitzcr», Landwirlhen. Fabrikanten und Maschinenbauern bestätigt, erkannte ihm dic Regierung (1846) cinc goldcuc Medaille zu. Seinem erfinderischen Genius vcrdaukcu zahl» rciche Ortschaften im östlichen Frankreich befruchtende Quellen, deren Dasein man vor ihm nicht geahnt hattc. Ucbcrall rcchtfcrtigcn dic Nachgrabungcn seine Nngabcn; man fand das Wasser stcts in der Tiefe, dic er vorausgesagt, und in cincr Menge, dic seine Vcrsprechnngcn oft übertraf. . , ,. Inzwischen wurde scii: Talent und ,cme Un. cigcnnützigkeit hin und wieder aufs empörendste aus. ^^"3er Stadtrath einer Gemeinde in Hant-Marne hatte in amtlicher Sitzung das Annbieten Gauthcrot's. gegen eine Vergnt,.„g «on '<""<) ,n. eine Ql.elle nachzuweisen, die 4000 Lüres Wasser in dcr ^timde lie-feri, würde, angenommen. Dcr Maire gab ihm die Verfichcrnng, sti» Mögliches zu thun, um die Bestä> tigung des Vertrages von dcr höheren Behörde zu erwirken, Vcim Herausgehen ans dcr Maine bat der Mairc. wic cr sagte, aus bloßer Ncngirr, Gantherot möchte ihm allein dcn Ort bezeichnen, wo die Quelle liegc, indem er sein Ehrenwort verpfändete, das Gc» heimniß zn bewahren. Gauthcrot, ohne Mißtrancn gegen einen Mann, dcr reich und in cincr gcachtctcn Stcllung war, führte ihn an cine Stelle hin und sagte: „Hicr ist meine Quelle!" — Er reist nun nach Hanse und wartet dic Vcstäligung seines Vertrages ab. Nach Verlauf von zwci Monaten licst cr in ei» ncr Zeitung dcr Hautc-Marnc die Anzeige eines Z>l< Wages zur Lieferung" von Wasserrohren für uorae-mcldetc Gemeinde, ^um ersten Mal in seinem M'cn wird dcr ehrliche Mann vom Gefühl des Zweifels bc< schlichen; er reist hin, begibt sich an dcn von >Ym »«4 Wir glauben vor Allem auf die Hebmiss der Obst» uue Maulbeidaumzucht hinweisen z» müsse». Das Wippacher Obst erfreut sich cines guten Nufcs, die Nachfrage nach demselben ist in steter Steigerung, uno es steht sohin mi! Gn»w zu crwar-ten, daß der Absatz an Obst bei dem Inslebentretcn der Karst-Eisenbahn nur gewinnen könne. Ein ein-facher Blick ans unsere, dcr Obstknltur gewidmete Bo-denfiäche belehrt uns jedoch, daß der Wippachcr Bezirk hierin sehr geringe Fortschritle macht, daß es durch> weg an Eifer, an der Ausdauer gebricht, und daß sonach noch Vieles zu wünsche» übrig bleibt, Zwar ist in uuscrcm, durch reichlichen Niederschlag und ein mildes Klima ausgezeichneten Läüdchen dic heftige Vora ein bedeutender Gegner der Obslkultlir, Sie nimmt von Jahr zu Jahr au Heftigkeit zu, und ist dem Gedeihen der schwereren Acpfcl- nnd Virnsortcn hinderlich, indem sie nicht selten in einer Nacht bedeu-tcndc Verwüstungen anrichtet; allein diese Gefahr be-rührt zunächst uno uorzugsweise nur jene Flächen, die der Vora zumeist ausgesetzt stno, und kann gerade durch fonschreitendc Obstzucht, wo ein Baum dem andern zum Schuhe dient, wirksam beseitigt werde», Abgcscbcn davon erscheine» unsere Wcingebirge so vielfach zerklüftet, sie bieten so viele Niederungen und Gelände dar, wo die edlen Pfirsiche, Aprikosen, Kir> scheu und Feigen i» Fülle und Hülle wuchern können. Dic leidige Thatsache, daß dic Obstknltur i» Krain nicht auf jener Sinfe steht, wie sie, begünstigt durch Vode» und Klima, stehen soll. hat unser um das Kramerland hochverdiente Herr Stalthalter, Se, Exzellenz Graf Choriusky, schon gelegentlich der' nn> term 30. August 1831 an die Schulmänner Krains erlassenen Ansprache mit beredten Worten und mit dem schließlichen Hinweis anf den alten Denkspruch: „Auf jeden Nanni pflanze eine» Vaum und pflege sein, er bringt Dir's ein!" anerkannt. Wir schließen mit dem Wunsche, daß es den Schulmännern Krains im Vereine mit der Geistlich» kcit und unter dem Schutze der Herren Bezirksuor-stcher, welch' Letztere sich die Hebung der Obst> »nd Maulbccrbaumzncht zn einer Ehrensache ihres gemein» uützigcn Wirkens rechnen sollte» — gelingen möge, dc» obzitirte» Dcnkspruch zur vollen Geltung zu bringe». Meine engere» Landsleute, die Wivvacher Vczirksinsasse» , möge» aber diesem Mahnrufe die berechtigte Aufmerksamkeit schenken. — Oesterreich. ' Sc. k. k. Apostolische Majestät haben in Erwägung dcs gegenwärtigen Znstcmdes der Weberei und der Wirkwarenvcrfertignng mit der Allerhöchsten Entschließung vom 8. Februar 1867 allergnädigst zu bewilligen geruht, daß während der Dauer uon fünf Jahren: «) mechanische Webcstühlc, sei cs zur An» Wendung menschlicher Bctriebskraft (sogenannte Ncgii-latorcii), sei es zur Anwendung anderer Betriebs-kräfte; b) Niindstnhlc für die Verfertigung von Wirk» waren; c) die zur Zubereitung des Garnes für die Verarbeitung auf mechanischen Webstühlen oder Nnnd-stuhle» erforderlichen, ei» nothwendiges Zugehör z» denselben bildende» und zugk'ich mit diesen eingehen» den mechanische» Vorrichtungen zollfrei ans dem Aus< lande in das allgemeine Zollgebiet eingeführt werden dürfen. Diese Pessimmungen haben im lombardisch' veuetianischrn Königreiche mit dem von der interna- tionalen Zollkommission i» Mailand zu bestimmenden Tage i» de» übrige» Kronländern am 1. März d. I, in Wirksamkeit zu treten. — Der große Vall in der t, k. Irreuheilanstalt in Wien, welcher uerftosscnen Sonntag abgehallen wurde, zählt jedenfalls zu den alleri»terkssa»testc» Ballfcsteu oer Saison. Nebst den Beamten und dem ärztlichen Personale haben von dc» 49» Irren, die sich in der Anstalt befinden, 220 an dem Vallfcste Theil genommeu, das im Ganzen 300 Gästc zählte, Die Mnsik leiteten Mitglieder aus dem Mä»nerge> saugsuercine. Getanzt wurden in musterhafter Ord< mmg Polka, Quadrille, Walzer u, s. w. Der Tisch war mit Wein, Bier, Braten, Zuckerwerk u, s. w. reichlich besetzt. Keine Spur von Wahusin» zeigte! sich, nicht die geringste Unordnung fiel vor; die hei-terste Laune beherrschte diesen psychologisch n>erkwür> digen Ball. der erst um 3 Uhr Morgens endete, und daß die Freude das beste Heilmittel sei, ist durch der» artige Balle so ziemlich sicher bewiese». — Die Resultate der Grundcntlastung, welche in Kroatien nnd Slavonien bis zu der mit Schluß des Jahres 1866 erfolgte» Auflösung der Grundcnt' lassniigs-Landeökommission erzielt worden sind. ergebe», daß (überall mit Weglassuug der Kreuzer) 1. Die Kapitalien: ») der Aversion«! > Entschädigung . 11.348.028 fl. b) der Entschädigung für Ekemp> tionalisle»........ 987.071 „ c) der Entschädigung für den in Hände» vo» Privaten befindliche» geistlichen Zehent .... ^_______6691 „ zusammen sonach . 12,3 l0.791 st, 2. Die Nc » lc»rückstä » de : «.I !».........4,340.366 „ a<1 I, ...... 406.762 „ l>c! o......... 4.418 „ zusammen . 4,749.648 fi, betragen, Dic zn Gunsten des niederen Kmatklerus auf Gnindlage der Proventen-Konskription vom Jahre 1802 ermittelte Zchent-Entschädigungsrente belauft sich auf dc» Gcsammtbetrog pr. 60.186 st. Zur Bedeckung der Abschlagszahlungen anf die verfallene» Reinen der definitiv ermittelte» Renten-Rückstände uno der gerichtlich zugewiesenen Entschädi-gungökapitalien wurden von der Entlastungs < Fondsdirektion bis zum Schlüsse des Jahres 1866: ») 7178 Stück Schuldverschreibungen nrit Coupons im Gesammtbelrage pr. . . . 3,770.500 fi, b) 1693 Stück Schulduerschreibniigen üt, ^V im Betrage pr..... 919.100 „ zusammen sonach 8871 St. Schuld^ vcrschrcibungcn im Bclrage pr. . 6,689.600 „ ausgefertigt. A» bare» A »sgl c ichun g s> betragen wurden erfolgt . . , 14,244 „ zusammen sonach aus dem Entla-stiingSfonde verausgabt .... 6,703,844 ,, Werde» jedoch hicuo» die uo» den Parteien zur Abrundung eingezahlten Barbeträge pr.....^_________886 „ in Abzug gebracht, so ergibt sich, daß der Enliastungsfond bis Ende 1866 Zahlungen im Betrage pr. . . , 6,702.968 fl. geleistet hat. (Wiener Ztg.) ° Den Ko»zessio»swerbern für eine Eisenbahn uon Kalkgrnb nach Leibnitz wnrde die angesnchte neuer« liche Verlängerung der Frist zur Volleiidimg der be< treffende» Vorarbeite» bis E»dc März 1867 bewilligt. Trie st. 26. Fcbiuar, Der Stadlrath hat tausend Gulden vom dicßjährigeu Budget für die Bcwaldiingsiintcrnchmuiia. auf den, Karst bestimmt. — Dem in Mailand erscheinenden „Eco della Borsa" vom 24. d, zu Folge, wärc durch den Gc< suudheitszustand eines hohe» Würdenträgers die Ve> kanntmachung der a. h, Bestimmnugcn, betreffend die nene Verwaltung der lomb, vcuct. Provinzen verschoben worocn. — Die Abreise Sr. Majestät des Königs Lud' !wig uo» Baicrn »ach Nom wird am 24. März cr- folgen, Neichsrath Graf Karl u, Seinsheim, welcher den König bei dessen ersten Reise nach Rom vor 62 Jahren und seitdem mehrmals begleitete, wird sich auch dießmal wieder i» der Begleitung Sr. Majestät befinden. Deutschland. Der Baierischc „Volksbote" gibt Nachricht uo» einer Weisung des k, Kultusministeriums au die Bischöfe, des Inhaltes, datz dic Anordnung vom ?. No-vembcr 1846 »och in voller Kraft bestehe, daß ver> mögc derselben die Abhaltung vo» Pricstcr-Ercrziticn durch „ausländische Geistliche" untersagt nnd den hoch' würdigsten Bischöfen nicht mehr gestattet sei, z. V. Jesuiten zn diese»! Zweck z» bcrufcu, da es gcwiß inländische Ordens - oder Wcltvricstcr geben würde, welche mit demselben Erfolge Gcistcsübungcn abhalten könnten. Zugleich ist dcr Wunsch ausgesprochen, daß die Aufrechthaltung dieser Anordnung uon Seiten dcr Bischöfe strcng gchandhabt werdcn möge, nnd zwar, damit — „die Eintracht zwischen der kirchlichen und weltlichen Gewalt nicht gestört" werde. „Deutschland" erinnert, daß uon den deutsche» Priestern viele gcbornc Vaicr» sind, die deßhalb, weil sie i» cincn Ordc» gctrctc», nicht aufhöre», Dcutschc und Baicrn zu sci», — abgesehen davon, daß cs für dic geistliche Thätigkeit katholischer Priester kcin Ausland und kci» Inland gebe, sondern nur die große katholische Kirche, England, Preußen und fast alle deutsche protestantische Staaten, alle katholischen Staaten Enrapa's, mit Ausnahme Sardiniens, fänden nichts das Gebiet dcr Staatsgewalt Vecinträchligendes iu den Missionen und Pricstcr-Ercrziticu, ob sie vou inländischen oder ausländischen Geistlichen oder sogar uon Jesuiten gehalten würde». Vaicrn haben also hierin cine ganz cigciithümlichc Stellung, die noch auf' fallcndcr werde, wciin man den Artikel 12 des l'M» nschen Konkordats mit dcr besprochenen Verordnung oerglcichc. Er lautet: „Iu Leitung dcr Diözese» stud die Grzbischöfc und Vischofc befugt, alles dasjenige auszübcn, was ihnen vermöge ihres Hirtenamts kraft dcr Erklä-klärung und Anordnung dcr kanonischcu Satznugcu nach der gegenwärtigen oder vom heiligen Stuhle bestätigten Kirchcndiszipli» znstcht, und insbeso»' dere......öffentliche Gcbcte und andcrc fromme Uebungen vorzuschreiben und anzusagen, wen» dicscs das Wohl der Kirchc, des Staates odcr dcs Volkcs crlieischt," Italienische Staaten. Aus Nom wiro vom 17. d. geschrieben: Se. Majestät dcr König Ma-c uon Vaier» hat heute dem h. Vater eine» Besuch abgestattet, Se. angezeigten Ort und erblickt cincu Wasscrschwall, dcr 12.000 Litres i» dcr Stunde ausgibt. Dcr Mairc, seiu Ehrcinvort brechend, das Geheimniß cincs armen genialen Arbeiters verrathend. lMe dessen Zutraue» gemißbraucht und an der ibm gezeigten Stelle grabe» lasse». Dcr abscheulich betrogene und bcraublc Mann crdiclt mit gcuaucr Noth ciuc gcringe Entschädigung „nd ciuc Bescheinigung vom Mairc, daß man ihm allein die Entdeckung dcr Qucllc zu uerdanken habe. Äci ciucr späteren Gelegenheit sah sich Gantherot besser "or Er erbot sich, cincm Tuchfabrikantcn i» der Nähc'von Sedan für ein Honorar uon 8000 Franks ci»e Quelle mit cincr Mächtigkeit von 4000 Litres auf die Stunde in dcsscn Fabriksgcbande zu leite»; mit Verzichtlcistung auf jede Vergütung, wenn a» dieser Qualität 100 Litres fehlen. Nach langcr Unterhandlung kam endlich ci» Vertrag untcr folgen-dcu Bedingungen zn Staude: Gautherot verspricht, gegen eine Enlschädiguug vo» 4000 Franks eine Quelle nachzuweisen, die 4000 Litres auf die Stunde austrägt; fehlen daran 100 Litres, so verbleibt sie dcni Eigenthümer ohne die geringste Entschädigung. Ticscr verpflichtet sich dagegen, die ganze Quellc zu behaltcn und jeden Kubikmeter über 4V0Y Litres mit 800 Franks zu bezahlen. — Sobald der Kontrakt untcrzcichnct ist, macht sich Gauthcrot sofort ans Wcrk, uud »ach einem Monate angestrengter Arbeit sprudelt lind wogt das Wasser, aber i» welcher Fülle! Es ist ei» wahrcr Strom. Dcr Fabriksherr eilt hcrbci und sieht nicht ohnc Schrecken, wie der Hydros'kopist und seine Arbeiter mit ihrcn kräftige» Fäusten Alles wegräumen. was bcm frcic» Erguß der rascndcn Quclle »och im Wege ist. «Halt! Halt!" schreit er, „es ist zu uicl, uic! zu uiel!" — „Wir werden später rechnen", autwortct Gaulhcrot kalt, „jetzt habc ichAudc« rcs zu thun, als mit Ihncu z» sprcchcn." Nach cinem cingcleitetcn Prozcß kam cs zu einer Verständigung; cs wurdc zwar aucrkannt. daß, da dic Wasscrmassc 60,000 Litres auf die Stuudc betrng, Gauthcrot cincn Rechtsanspruch uon 66,200 Franks habe; indeß ermäßigte er scinc Forderung a»f 12,000 Franks; dicsc auszuzahlen, sowie dic Kosten zu tta-gen, verpflichtete sich dcr Fabrikant; übcrdicß bleibt Gautherot Eigcnthümcr der Qncllc und Jener mit dem Sciuitut belastct, das ans der Unterhaltung cincs Ucbcrgaugcs über das Wasser sich crgcbc» würdc, — In der Folge verkaufte Gantherot sciuc Quellc an cincn Müller in dcr Nachbarschaft, So glänzcndc Erfolgc im Laufe uou zchn Jahren, dic jcdcn Geoankcn an Marktschreicrei nnd über-treibenden Enthuiiasniiis bescitigcn mußten, lenkten natürlich anf diesen merkwürdigen Man» die Aufmerksamkeit eiucs Landes, das zu gewissen Jahreszeiten an trinkbarem Wasser Mangel leidct. In Alqcrien gilt uurzüglich das arabische Sprichwort: ein „Wasser-twpfen, cin Golt>tropfc».« Auf Veranlassung dcs Maire uon Nancy, der Ländercieu in Nlgcricu besitzt, reiste Ganthcrot uach Algerien, und in kurzer Zeit sprangen zu Mostagancm, Arzew, Oran, Algier uud anderen Orten wahrc Ricscuqncllcn aus bedcutcndc» Ticfcn. — Gegenwärtig ist er in Konstantine mit umfassenden Arbeite» beschäftigt. Und Algerien, durch diese nciic» Vcwässcrimgsmittel zu uncndlichcr Fruchtbarkeit gelangt, wird diesc Wohlthat dcm Manuc dan- ken, dcr die Eingeweide dcr Erde bcharrlich durch« forscht, dcm Mannc, der cin Sohn scincr cigcncn mühevollen Wcrkc ist. Mzzessen. (Dcr ewige Bräutigam,) Eiu Wiener Wochenblatt erzählt als Gegenstück zu dem ewigen Juden uon cincm in Wien Icbcnden ewigen Bränli-gam. Dieser holoc Schäfer, in sämmllichcn Vorstädte» scho» bekaiuit, wirbt um die Haud ci»es je° dc» Mädchens, das ihm eben unterkommt, betreibt das Hciratsprojekt sehr cilig, sein, eigentlicher Zweck geht aber dabin, zn cincm Nachtessen zn gelangen, das Nichts kostet. Bis sich die Dimke! dcs'Gchcü"' nisses, das über sein ganzes zweideutiges Wesc» ucr-brcitctist, etwas lüfte», bleibt er plötzlich aus, den» sei» Zwcck ist erreicht, cr hat einige Woche» umsonst soupirt' Alle Vorstädte Wiens können bereits trostlose Vrä»te ccs ewige» Bräutigams nachweise», dic erfahren ha° ben, wie schrecklich es ist. cine» Liebhaber z» haben, dcr »ittcr alle» Umstände» das Nachtmahl der Geliebten vorzieht. Der ewige Bräutigam pflegt sicb gewöhnlich für eine» Bcamteu anszngeben, i» ^"' That aber ist cr ein Priuatschrcibcr. (Ein Grab wegen Abreisc dcs Eigc»' thümcrs zn verkaufe».) Dcr „Warschauer Cviilicr« bringt folgende sellsonc Annonce: Auf rein euaiigelischc» Friedlsofc befindet sich i» einer reizende» Lagc ei» neues gewölbtes Familicngrab, mit cinc" Dcnkmale aus dchaucnem Stein, sehr clegantcr Kon' struktion; dasselbe ist wegcn Abreise des l3'g^'' t h ü in e r s gegen mäßige» Preis z» verkaufe». ?>al/ Auskunft Bindcrgasse :c. R»H Majestät stellten dem h. Vater auch die Personen sei> nes Gefolges vor. Wir lesen in der «Gazzetta di Parma" vom 21. d. M.: «Se. Exzellenz Herr Graf Buol - Schanenstcin, k, k. östcrrcichischcr Ministcr dcs Hauses und des Äus> wältigen, ist gestern Früh hier angekommen und hat kürz nachdem er im herzoglichen Palast abgestiegen war, die Ehre gehabt, Ibrer königlichen Hoheit der Hcrzogin-Ncgrntin sei„cn Besuch zu machen. Am Abend wohnten Herr Graf Buol und Herr Freiherr von Lcbzeltcrn der Hoftafel und dem sodann veran» stalteten Konzerte bei. Heute Früh ist Se, Exzellenz nach Modena abgereist." Schweiz. Geuf, 17. Februar, sehten Sonntag haben die Wahlen für den durch dcu Diktator anfgclöstcn Nunizipalrath stattgefunden. Das Resultat zeigt denn doch, daß sich selbst der Genfer nicht Alles bieten läßt. Die'Wähler haben dicßmal für gut gefunden, dem Herrn Fazy cine wohlverdiente Lektion zu geben. Drei Kandidaten (Daricr, Campcrio uud Diday) warm von beiden Parteien vorgeschlagen uud vereinigten fast alle Stimmen auf sich (2780). Die wieder gewählten Mnnizipalräthc zählten 1444 bis 1448 Stim-men, ihre Gegner 1311 bis 141!!, lctztcrc Stimmen-zahl vereinigte sich auf General Dufour, welchen die Mehrheit als i» einer andern Gemeinde wohnhaft nicht für wählbar ansah. Nach dem „Journal dc Gc-ncuc" verlief die Wahlopcration selbst in der größten Ordnung und erst gegen das Ende des Ablcscns der Stimmzettel, als die Radikalen ihre Niederlage cin> sahen, fingen dieselben Störuugcn an uud ciuc Schlä' gcrei erfolgte. Der unpartci'scheu Energie des radikalen Wahlpräsiocntcn, Herrn Mcillard, gelang es zu-letzt, die Ordnung herzustellen. (Der Staatsrath hat die Munizipalrathwahlcn bereits kassirt uud die Neuwahl auf dcu 2. März augeordnet.) Frankreich. Paris, 20. Fcbruar. Der gesetzgebende Körper versammelte sich gestern in seinen Bureaux und crunnntc sechs Kommissionen zur Prüfung von ebcn so vielen Gesetzentwürfen, worunter sich auch jener für die dem Marschall Plissier zn bewilligende jähr» lichc Dotation von 109.NNO Fr. befindet. Nach dem Texte dieses Gesetzentwurfes wird ihm diese Dotation als Belohnung dcr ausgezeichneten Dienste verliehen, die er Frankreich als Ober«Befehlshaber dcr Orient-Armee in dem «glorreichen uud denkwürdigen" Krim-Feldzuge geleistet hat. Die Dotation ist übertragbar auf seine direkte und eheliche männliche Nachkommenschaft nach der Ordnung dcr Erstgeburt und fäUt, wenn diese Nachkommenschaft erlischt, a» den Staat »»rück. Sie ist uuvcräußcrlich und nuantastbar. Sie 'vkd i» das Vnch dcr öffentlichen Schuld ciugctra-ac» und ibr Genuß beginnt vom 8. September 18ll« "b. Der Staatsrath bat den betreffenden Gescheut-w»rf a», 28, Iänucr berathen und genehmigt. Nic dcr „Monitcur" anzeigt, ist vorgestern von Vrcst abermals eine Vrigg abgegangen, welche dic üidisch. chinesische Station verstärken wird. Im Dorfe Eronpt hat der dortige Schullehrcr ein Mädchen, oas seinen Hciratsanlrag abgewiesen hattc, sammt ihrer Mutter dnrch Flintenschüsse gc-tüdtet nnd sich vann selbst durch eine» Pistolcnschust cntlcibt. Das Kriegsgericht hat de» Soldaten frcigcspro-cheu, dcr vor einige» Wochen im Schuldcugcfäng-»issc von Clichy zn Paris ri„cn Amerikaner erschossen hattc, welcher am nächste» Tage i» Freiheit gesetzt werden sollte, Dcr Soldat erklärte einfach, er habe seine Consigne befolgt, und das Kriegsgericht begnügte sich damit. Die «Patrie" uom 21. d. M. sagt: «Man hat gcstcrn in Paris das Gerücht von einem Staatsstreiche ucrbrcitct, in Folge dessen der Marschall Narvacz ins Gefängniß gesctzt und Herr Noccdal zum Präsidenten des Ministcrraths crnannt wäre. Wir sind in dcr Lage, diesem Gerüchte ein l'cstimmtes Dementi zn geben." Spanien. s, Zn Almadc», Provinz Eiudad^Ncl (Spanicn), ^'^ dlc Kornprcisc so gcsticgcn, daß Unruhe,, droh-^> und die Bcbörde sich ucraulaßt fand, Sradt und .^"'gegcud in Belagerungszustand zn crklärcn. Sämmt- !^^ Ei»wohner mußten die Waffen abliefern. — Zu ^cho i» deu Pyrenäen brach unter den mnsttns von ^ch»>nggcl lebenden Einwohncrn, weil die Zahl dcr ,°ll liegcndcn Gendarmen vermehrt worden war, ">c Mcntcrci aus, die jedoch sofort bewältigt wurde, „ Wie in Madrid, so entdeckt die Polizei auch fortfahrend i» andern Städten des Landcs mehr oder weniger bcdentcndc Waffcnniederlagen. Man liest im „Pays": Ein Brief ans Cadix mcldct, daß „ach dcn letzten Nachrichten dcr spauisch-'Nclik>ini,chc Strcit in eine ucne Phase getreten ist, ^nchdcm er alle Mittel dcr Versöhnung crsehöpft lMtc, verlangte der spanische Minister, Herr u, Surela, sciuc Pässe und begab sich an den Voro der auf der Nhcde von Vera . Crnz liegenden Frcgatlc „Perla", welche dcr Gouverneur von Euba, General Eoncha, zu seiner Verfügung gestellt hattc. Der «Constituiiounc!" und das «Pays" beschäftigte sich mit dem Konflikte zwischen Mexiko und Spanicn; sie suchen namentlich zu beweisen, daß lctztcres, wenn es eine Expedition gcgeu Mckilo un-tcrncbmc, inzwischen für Cuba nichts zu befürchten brauche. Türkei. Bukarest, 12. Februar. Eine schr wichtige Verordnung dcr Regierung ist vor einigen Tagcn erschienen. Se. Durchlaucht der Fürs! Kaimakam hat befohlen, daß die Dorfschulen (in den Städten bcfin-dcn sich solche'übcrall) wicdcr cingcrichtct werden uud dcr Unterricht sofort bcgiuncn soll. Das «Journal dc Constantinople" vom 9. d, M. bringt cine syrische Korrespondenz, dcr zu Folge dcr Pöbel iu Aleppo die Abwesenheit dcs anf seiner Inspektionsreise nach Antiochia gegangenen Militär-Goii' vcrneurs Azim Pascha zur Ausführung schwcrcr Ruhe-störungcn bcnützcn wollte; den energischen, von dem Pascha getroffenen Maßregeln verdankt man dic Hint» anhaltnng großen Unglücks nnd die Verhaftung von 1(i Rädelsführern. Dieselbe Korrespondenz schrcib!: «Der gricchisch-uichtunirtc Bischof von Haspaya (Bezirk Vaalbeck) hat die bischöfliche Kirche geschlossen und ist nach Beirut abgereist, um dort einen Prozeß gcgen dcn Knimakam der Drnscn, Emir-Emin - Nin - Nns-Lan, einzuleiten, wobci er sich aber nicht an die gesetzliche» Behörden dcs Sultans, wohl abcr an die Autorität Rußlands in dcr Person dcs russischen Konsuls in Beirut gewcndct hat." Aus Antivari, 6. Fcbruar, wird dcr «Agr. Zlg." gcschricbcn: Die Expcditionstruppcn in Albanien werden vermindert. Dieser Tage schifften sich bereits mehrere Abthciluugcn auf cincm türkischen Dampfer cin uud andere werde» folgen. Asien. Das „Pays" erklärt: «Die Journale geben übcr Persien vollkommen falsche Nachrichten. Sic stellen den Schah als von einer Partei bedroht dar, welche statt seiner dcn Sieger von Herat, Murad-Mirza, anf deu Tbron erbeben will. Diese Angabe ist durchaus falsch. Sie wurde bereits dcmentirt uud die ncncsten Nachrichten ans Pcrflcn gestatten, sie von Neuem zu dcmcntircn. Was die Sekte der Vabis betrifft, welcher die Presse eine übertriebene Bedeutung beilegt, so findet inan sic nicht m Irak-Ädjcmi, dcr Provinz, in welcher Teheran iic-gt; sic ist hcntc i» Fcrö, Lawistan, Vcludschistau konzcutrirt. Es ist dnrch Dokumente dewiesen, daß dir Einnahme von Herat, statt dcm Schah neue Schwierig.-keitcn zu bereiten, vielmehr mächtig dazu bcigciragc» hat, seine Autorität sowohl bei seinen Völkern als bei dcu Nachbarstämmen zu kräftige,,." Dasselbe Blatt sagt über dic Verhandlungen Fcruk Khans mit Lord Cowlcy: In Piccadilly bc> reitet ma» Appartements für deu Bolschafter Pcr-sieus, Fcruk Khan, vor, dessen Neisc nach England entschieden schcint. Die Ankündigung der gntcn Be-zichungcu, welche sich zwischen ihm nud Lord Cowlcy bcrgcstcllt habcn, hat i» London eincn schr günstigen Eindruck gcmacht. Dcn Nachrichtcn aus Canton zufolge schcincn dic Chincsen immer wcnigcr znr Nachgicbigkcit gencigt nno dcr Konflil! nimmt täglich größere Ansdchunng an. Die Chincscn beschieße» die von den Eugländcrn crobcrtcu Forts und cinc zablrcichc Flotte von Kriegs-dschnukcn griff sogar die im Flüsse geankcrtn. Dam-pfcr an. Allerdings oh»c beachtcnswerthcn Erfolg, ooch ist cs für die tiefgehenden Dampfer schwer, dcn chinesischen Fahrzeugen bcizukommcn, dic sich i» seichtes Wasser zmückzichcn, und man erwartet deßhalb mit Ungeduld die Ankunft der Kanonenboote ans England. Der kleine Dampfer «Thistle", wclchcr dic Postvcrbindung auf dem Fl„sse l'csurgtc, ist a,u 30. Dezember von Chincscn. die sich als Passagiere ei», gc>chl,chen, überwältigt worden. Alle au Bord bcfind-lichc» Europäer, darunter der Agent für die Knlians-wandcrnng nach Hauannah, Don F. Dia; Soorc Cnsas, wurden, sammt mehreren Chinesen, nicdcrgc-mctzclt, das Schiff geplündert uud dann verbrannt. Admiral Seymour hatte eine Abtheilung Soldaten ans Land gesetzt nnd die Vorstädte bcschosscn, in de-ncn 2—3UUU Hänscr zerstört worden sein sollc». In Whampoa hat sich die Flotte dcr Rebellen mit den Kaiserlichen vereinigt, und die europäischen Schiffe habe» dcu Hafcn verlassen. Tagsneuigkeiten. I Während sich die Frcnze! ?c. vergeblich bemühen, um die ihncu zngcfallcu sei» sollende Erbschaft vo» 31 Millionen gewahr zu wcrdcn, hat ciu Vcamtcr in Wicn, Herr Rozcn von Nozno, in Rnßland eine Erb- schaft von 38 Millionen polnischer Gulden gcmacht. Diese Erbschaft stammt, wie der ,,W:ener Courier" mcldct, aus Polen, und zwar noch von den Kreuz-zügcu her, wo einer seiner Vorfahren seine Güter dem Krcuzherrcn-Orden unter dcr Bedingung vermachte, daß, wenn der Orden aufgehoben odcr sich sonst wic auflösen würde, dicscs Vermögen an seine Nachkommen zurückerstattet wcrdcu müßte. Schou unter Kaiscr Nikolaus betrieb Herr N. diese Angelegenheit und erhielt dic Erlaubniß, sciue Ansprüche geltend zu machcn. Als Kaiser Nikolaus gcstorbcn war, crucucrtc Herr N. bei Kaiscr Alexander seine Ansprüche, und binncu Kurzem dürfte er in dcu Besitz seines Vermögens gelangcu. ^ In dcr Gärtncrkolonie Kunagota in Ungar» gcriclh jüngst ei» Vaner während dcs Grabens cincr Grube vor seinem Hause auf das Stück ciues Riemens von einem Pferdezügel, dann auf ein Pferde-Gebiß, welches in dcn Zäbnen eines aufwärts stehen» den Pfcrdckopfcs cingczwängt war. Nach weiteren Ausgrabungen gcricth man auf die Skelette eines Menschen und zwcier Pferde; obcr dcm Skclctte des Mcnscheu lagen zwei Reihen Goldbleche, Handspangcn und silberne Knöpfe. Außer noch mehreren anderen Goldblcchen fand man weitcrs cinc goldene Münze aus der Zeit des Kaisers Justinian, ci» mehrere griechische Köpfe darstellendes, 3 Zoll im Quadrate umfassendes Goldblech, cincn silbernen Krug, einen silbernen Pokal und ciu gerades brcites Schwert; endlich wurden 7 Stück goldcnc Ringe und ein Paar Ohrgehänge — dcrcn plnmpc Arbeit von der heutigen Art solcher Schmncksachen unendlich abweicht — zn Tage gefördert. I Wic dcr „Tcm. Ztg." von Pcstb geschrieben wird, beabsichtigt cin altadeliger Grundbesitzer aus Anlaß bcs Allerhöchstes Besuches, Ihrer Majestät dcr Kaiserin »in wcrthoollcs Geschenk zu Füßen zu legcn; wcrthvol! nicht sowohl durch dcn Preis als den höchst iuteressauteu Ursprung und die bistorischcu Er-inncrungcn, die sich daran knüpfcn. Es ist dieß ein goldener Halsschmuck, welchcr dcr ersten ungarischen Königin Gisclla, Gcmaliu des heil. Stefan, angchörtc. Die Echtheit dieses Schmuckes wird durch beigelegte Dokumente bewiesen, und dcr Geber wünscht dadurch uicht nur seiucr regierenden Monarchin, sondern zugleich dcr baicrischen Prinzessin (bekanntlich war auch Königin Gisella eine baicrischc Prmzcssin) cin uraltes Klcinod zu ucrchrcn. Für diesen Schmuck wird cin kostbares Elni angcfcrtigt, mit den iu Gold ausge» führten Wappen Baierns, Oesterreichs und Ungarns, i Lola Montcz ist von Kalifornien in NcwGork angckommen und hat ihrc Wohnung in Stuyvesant-place, cincm dcr fashionablcrcn Thcilc von New-Iork, ncnommen, wo sie cinc clcgantc Ncihe Zimmer hat^ Sie beschäftigt sich mit dcr Erzichnng ihrcr Schwc-strr, ei„cs Mädchens uon sechszehn Jahren, die sie fiir dic Aühnc hcrnnliiwct. Lola steht ,» Unterhandlung, um anf einigen Vühncn im Innern des Landes aufzutreten, und will bicranf cinci, Ausflug nach England machcn Nach ihrcr Nnckkchr will sie sich für imm« ins Privatleben zurückziehen und wic Barnnm ihrc Lebcusgcschichte schreiben. Telegraphische Depeschen. ° Paris, 26. Fcbruar. „Sicclc" hat wegen cincs Artikels, welchcr Angriffe gcgcn dic Gesetze und die dcnsclbcn schnldigc Achtung cuthiclt, eiuc zwcitc Verwarnung erhalten. Dcr hcutigc «Moniteur" enthält cinc Notc. welche die ocrbrcitclcu Gerüchte dc-mc»tirt, als beabsichtige die Regierung eine Aenderung dcs gegenwärtigen Untcrrichtusystcms uorzimch-mcn. „Patric" crklärt die Nachricht. Oestcrrcich wcrdc die Okkupation in dcn Fürstcnthümcrn uerläii' gern, für ciuc Erfindung. 'Ail, 22. Fcbruar. An der hiesigen «I5oulu > n,!'!i«i-8« haben Umuhcu statigcfundc»; Trnppcn schritte» ci» imd es wurdc» 3,l) Vchulcr vcrhaftct. ^,. ' Konsta ntinopcl, <8. sscbruar. (Ueber Bukarest verspätet durch dic Post.) W,lk!n erhielt die definitiven Dokumcolc nbcr d,c A»lc,he ;nr Vor. laqc an dic Pforte, Gcstcrn war erster Ball bei dcm kaiscrlich russ, G.saudtcn, Herrn u. Bouteneff, wobei alle Ministcr und sämmtliche Gesandte anwesend waren, Tclcssraphisch licgcn folgende Nachrichten vor: Paris. 22. Fcbruar. Die persisch- cngüschc Diffcrcnz „t ausgeglichen, zwischen England und Pcr-sicn das Einvcrstäudniß hergestellt. Die Ncgelnug dcr Vcdmgungcu faud vorigcn Frcitag Statt; einc dcrscl> bcn ist, daß England in allen Städten, in welchen cin russischer Konsul sich befindet, cbenfalls einen Konsul habcn wird. London, 23. Februar. Wie die hcutigc „Morning-Post" meldet, »rhmc» dic Unterhandlungen mit dcm pcrsischcn Gesandte» cincn günsligc» Verlauf; Kaiscr Napoleon snchc für rc» Fricdc» ei»' zuwirkc». . Druck uuo Verlag vonI^naz u.'zülrluluayr ck F. Vambergiu Laibach. — Veraniwoi'tlichel Reoakteiir: F. Banlbera. ^ t) ^ X ^ Vörse«! bericht aus dem Abcndl'latte der österr. kais. Wiener Zeitung, Wien 26. Februar, Mittags t Uhr. Die Börse war hrutc «ach allc» Nichtungm in einer bkson-l>lrs ssünstigcü Stimniunss. Eta.its- ilnd Iudustric-P^ifticre waren in gleichem Maße beliebt und gesucht. Devisen fthr ausgcüoten und stau. National-A»lel,en zu 5°/„ 86'/.«-«^ V, Anlehm V. I. 185l 8, 8. zu 5°/» !»2-93 Lomb. Vcntt. Anlchcn zu 5"/„ N5—W Staatsschuldverschrcibungen z» 5 °/„ 83 ' V,«^83 V. dett° „ ^'/.»/. 7^ 7. "7f,^ detto „ ^°/„ ««-«L V. detto „ 3 7« 3« 7,-50°/. detto „ 2'/,»^ ^2'/.^42 7, dctto ., l°/. <>------ Oedcnburgcr detto dctto „ 5 7„ ^------- Peslhcr detto de,to „ 47» «5------- MaUändcr dctto dctto „ ^7. ^------ Gnmdcntl.-Ol'lia., N, Oesi, „ 5 7c, 87'/,^k7 7. delto v. Galizicu, U„g«n >c, zu 5 '/» 79 '.,—80 dctto der übrigen Kronl. ;n ü 7» 85 —85 V? Vanlo - Obligationen zu 2 '/> °/° 62 7,-«3 Lotterie-An,.-heu v. I. »834 308-3!« dctto „ ^839 !3N-!3S'/. dctto „ 1854 zu 4 7» l«9 7. «09 7« Como Ncntschciue ______ l4 —<4'/, Galizische Pfandbriefe zu 4 7, 80—8 > Nordbahn - Prior. - Oblig. zu ,'> 7, «!4 -< 15 Aktien dcr Nationalbans l042—1043 >>7» Pfandbriefe dcr Nationalbank >2m°nat!iche 9!» V. -!>!» '/, Aktie» dcr Ocstcrr. Kredit-Anstalt 283 '/. -293 V, „ N, Qest. E«fomp!e-Gcs. ! 17 '/, —^ l? 7. „ „ Vudwcis-ilinz-Gnuuiducr- Niseubah» 2«6 -270 „ Norbbahn 229 V,—22!» 7. ^ „ StaatSciscnb,.'Gesellschaft zu 500 Frauls 3!3—3l3 7. „ „ Kaiserin-Elisabcth-Vahn zu 200 ft. nut 30 pCt. Oinzahlun,, !N2 7, -!027. „ „ Süd-Norddeutsche Verbiüdungsl'. 1l>7.—N>7, „ Theiß-Vahu l« »7,-102 7« „ Lomb.-Vcnct, Eisenbahn 2«7 7«^2«8 „ Triester L°se 101-101 7^ „ „ Donau-Da,upfsehifffahrts- Gesellschaft 590—5Nl dctto 13. Emission 527 — 589 '' des Lloyd ««-422 „ der Pcsthcr Ketttub.-Gescllschast ?«—77 „ „ Wieucr Dampf»,,.-Gcscllschaf! N5—70 „ Preßb. Tyrn. . Eunss, 28—30 „ „ detto 2, Vmiss, m. Priori!, 38—40 Esterh^zy 40 fi. Lost 74-74 '/, Windischgräl) „ 24 ^ 24 7. Waldstein ., 2N-2N V, Keglevich , ,3-137. Salm „ / 39 7.-'0 St, OcnoiS „ 38 7, - 35 7. Palffy „ 39 7,-40 Clary „ 38 7.-39 Telegraphischer Kurs - Bericht der Staatspapierc uom 27. Februar 1867. Staatsschulduerschreibuugcu . zu 5pCt, st, in CM. 83 I3/I U detto aus der National-Nnlelhe zu 5 fi. i» EM. 86 1,4 dctto ........41/2 „ 75 Darlehen mit Verlosung v. I. 1854, für !«N ft. 135 3/4 >M9, „ 100 ft. 109 7/U Grundentlastimgs-Obligationeii uo» Gallzicn und Uugarn, sammt Appertincuzien zu 5 /^ . . 79 3,4 Gr»ndent!,-Obligat. «ou audcrc» Krouländeru . . 8ü 1/4 Bant-Ätticu pr. Stück...... I«4!» st, iu CM. Eöcompte-^ftien Von Niedcr-Oestcrrcich für 500 ft......... 288 3/4 fl. in CM. Aktien dcr östcrr. Kredit - Nuftalt für Handel uud Gewerbe zn 200 st, Pr, St. 29! 3/4 st. in CM. Aktien der k t,priu, östcrr. Staatseisen^ahn- "chüschaft zn 20U fi.. «oll eingezahlt 304- st. N V mit Ratenzahlung . . - - - ' ' ^ !>. -U.-U. Aktien dcr Kaiser Fcrdmands-Nordbah» gctrcnnt zu 1000 st. CM. . - - 2^8^ fi. CM. Aktic» dcr Budweis-^inz-Guiundüer «ahn zu 250 .!. CM. ....... 2«. st. »l CM. Nlticu dcr Misabethbah» zu 200 st. m,t , 3U7„ Einzahlung pr. Stück ... 204 st. >„ CM. Aktien Süd-Nord-Bahu-Verbiudung zu , ,. 200 st. mit 307,, Einzahlung pr. St. 222 si. »' CM, Akt,cu dcr österr. Donau-Dampfschifffahrt zu 500 ft. EW.. . ... 590 fi- ^M, Thnßbahu......... . 204,1/H Wechsel-Kurs uom 27. Februar l837. Augsburg, für 100 ss, Vurr., Guld. . 104 Ns. Ufo. Frankfurt a. M., für !20 st. südd. Vcr- einswähr. iui 241/2 ff. Fuß, Guld. . 103 3 Mouat, Hamburg, fnr 100 Mark Vauko, Guld. ?6 1/2 Vf, 2 Monat, London, für 1 Pfund Sterling, Giild, . 10.7 ,/2 Vf. 3 Monat, Mailand, für 30« öfterr, Lire, Guld, . 1«3 2 Monat Marseille, für 3«0 Francs, Guld. , . 120 3/8 2 Monat. Paris, für 3N0 Francs, Guld. . . . 120 3/4 Vf. 2 Monat' Bukarest, für 1 Guld,, Para .... 268 3l T.Sicht. Constantiuopcl, für 1 Gulden pai-ü . . 453 3l T.Sicht. K k. vollw, Münz-Dufate», Agio ... U 3/4 Gold- und Silber-Kurse uom 26. Februar 1887. Geld. Ware. Kais. Münz - Dukaten Agio..... 7 7 1/4 dto, Raud- dto. „ "..... 8 l/2 Rechnnngs--Beanü.r, von Trieft. — Hr. Jäger, t. k. Obeilieuie-nant, von Zara, — Hr. Im,g, t. t. Lieucenani, von Wien, — Hr. Rande, Foi'st °Inge»iel», von Wippach, Verzeichuiß der hier Verstorbenen. Den 19. Februar 1857. Dem Hrn. Valentin Iesche, Diurnist, sein Kind Maria, alt 3 Menace, in dec Polaiia-Voistadt Nr. 82, an der Auszehrung, Den 20. Johann Weilh, Sträfling, alt 34 Jahre, im Inqmsliiontzhanse Nr. 82, an der Auszehrung. De» 2l. Malhias Hafner, Taglöhner, all 40 Jahre, im Zwüspilal Nc. ^l, an der Lnngeusncht. Den 22. Dem Lnkaö Pirnaih, Postillon, ftin K,nd Franziska, alt 4 Jahre, in der St. PeterSHor-stadt Nr. 129, am Scharlach. Den 23. Primus Kalian, Knecht, alt 43 Jahre, im Zioilspital Nr. 1, am Schlagfiuß. — Nikolaus Poowiß, Taglöhner, alt 40 Jahre, ii> der Kapuziner-Vorstadt Nr, 63, am Schlagfluß. De» 2ll. Dem kilikas Pirnath, Postillon, sein Sohn Georg, alt, 6 Jahre, in dcr St. PeierS-Vorstadt Nr. 12i), am Scharlach. Den 20. Herr Andreas «Arabnec, k. k. Landes-Haupikassa-Offizial, alc U3 Jahre, in der Kapuziner-Vorstadt Itr. W, am Zehrfieber. Z. 269. (2, Photographische Porträts werde» uom h^fertigten in seinem Atelier, Waffelgasse Nr, 2, !, Scock, vi^-ü-viÄ dcr Handels °l!el)ransta!c, allwo Porträts m t sprc> cheoder Aehiüichkeit auf Papier, GlaS, Silocr-platten, Wichsleinruand und Seidenstoffe täglich, auch an Sunn- uud Feiertagen, bei jcder Witte» rung, in einigen Sekunden uun 9 Uhr Flü!) ois Abends angefertiget werden, u, z. schwarze Photographien von l Gulden aufwäits, cololilte von 3 si, axfwätts — Verstorbene werden nur kurze Zeit nach dem Ableben photographilt. Unterricht in der Photographie wild nach dem neuesten Standpunkte der Wissenschaft ertheilt. Um einen icichen Zuspruch bittet ergebenst Aut. Hiotschniker. -$a.uf mehrseitiges Verlangen werde ich im nächsten Monate einen Cui'sus der ita-licialsclieH Sprache für Anfänger und Anfängerinnen in abgesonderten Stunden eröffnen. Das ausfuhrliche Programm liegt im Comptoir der „Laibacher Zeitung" zur gefälligen Einsicht vor, woselbst auch Anmeldungen zur Betheiligung an dem Cursus entgegengenommen werden. C. H. JWLartelanz, Privallclii'er uml k. k. gcricht). Uebersetzer der italicinscbcn Sprnche. 3- 296. (2) In dem Hause Nr. 5 am ilauptplatze sind für Georgi mehrere Quartiere zu verzinsen. Das Nähere erfährt man ebenerdig im llandlungsgewölbc, allwo auch alle Spezerei-, Material-, Färb- und Ge-scluneidewaren in möglichst herabgesetzten Preisen, so wie neue, schönst gewässerte Stockfische für die Fastenzeit k 4 kr. pr. Pfd. zu haben sind. Z. 335, (I) Forstindividueu, herrschaftliche Kutscher, Gärtner, Pferdeknechte, Fabriksfachins , Meierei - Knechte und Mästde, die sich über Geschäftstüchtigkeit, sichere Moralität und Fleiß durch statthafte Zeugnisse auszuweisen vermögen, werden für Kärnten, Krain und Steiermark gegcn sehr gutc Bedingungen. theils gleich aufgenommen , theils in Vormerkung gebracht in der Güterinspcktionskanzlei dcs »I. I',». ^r^i»««Zi, in Laidach, Spitalgassc Nr. 2«l), ?. Stock. Auf Militär-?lusgediente wird besonders, auf Individuen hingegen, welche für die Dienstes-akzeption Honorare antragen, durchaus keine Rücksicht genommen. Z. 337, (!) ^ Anzeige. Den verehrten Mitgliedern des Casmo-Veremes wird hiermit bekannt gegebcn, daß die gewöhnlichen Abendunterhaltungen mit Tombola-Spiel in der gegenwärtigen Fastenzeit am U. und 25< Mär; l. I. Abends 6 Uhr werden abgehalten werden. Von der Direktion des Casino-Veremes. Laiback am 25. Februar 1857. 37339. (1) Kesler-Nermiethung. Mit Georai I. I. ist ein 'großer Weinkeller im Schloßgel^äude des Gutes Thlirn an der Laldach, zu vermiethen. Die Auskünfte ertheilt die Gutsverwaltung, Herrrigasse Nr, 2,1, ebenerdig- Z. 295. (2) Die nächsten und im Verlauf von mehr wie zwei Monaten einzigen zur Verlosung kommenden Privat-Anlehcnslose für die Hochfürstlich deren Ziehung mtt einem Haupttreffer von und anderen Nrdentrejfern von 4 lw st, C -She. schon am KH. März 5^5? erfolgt, sind bei den Gefertigten zu haben. Auch ist es Jedermann ermöglicht, auf einzelne Lose gegen Erlag eines sehr kleinen Betrages bei dieser Ziehung mitspielen zu können. Mallner «fc Mayer.