ARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES JJrl* SchTiftUltünfl Marburg a. d. Drati, BadguM Nt. I. Pararaft Ni. JS-OT, 39-M, 3S4t. Ak II Uki Simitag) .it dla Schrlftleltunfl not auf Pamrul Nr M-67 «rralcbbar Unvatlangt« ZuichrlfUn wardan S \..*5 Anfragan Itt das Rflckporto bfiitnl«?«! Pofticha<-kkon«o W1«n Nr. 54.60« OatcblftaftaUan a ClIU Marktplats Nr t2. Pamnif Ni 1, nod h) Patlaj, Ungarlorgaia« Nr 2, Pwtinif Nt 10 STEIRISCHEN HEIMATBUNDES srr? ü'cÄrs *M 2,II («iBicht. 19,1 Rpf Poi^rittungtgabahr) and M Rpf Zurtall VofliaaBd ung im IbtMlpraiMa wd dar Porioaualtgae lufeaeadei IM 2,—. AlUaic) durch ffcMIkf Bonatiicb Nr, 69 — 84. Jahrgang Marburg-Drau, Donncrstaitf MSrz 1944 Einzelpreis 10 Rpl Eine neue Luftschlacht Wieder erlitten die Amerikaner empfindliche Verluste beim Versuch eines Tagesgrossangriffs auf Berlin dnb Berlin, 8. Mira In den frOhen Nachmittaqsstundeo det 8. M&rz unternahmen nordamerlkaniscbe Bomber erneut den Vereuch, die Relcbe-heoiptitadt anzugreifen. Sie erlitten wiederum schwere Verlnate. Von der Zill-der-See bis zur Relchshauptstadt fand b«l vrolkenloeem Himmel eine grofie Lnftechlacht statt. Die zahlreichen Berliner Flakbatterlen bekämpften die feindlichen Verbände nilt hervorragender Wirkung und Ter-mochten die Durchfilhrunq de« geplanten lueammengefoßten Angriffe« tu verhindern. Nur ein Teil der elngeflogenen Pelndfhiigienge konnte das Stadtgebiet Ton Bfirlin erreichen. « Die heiittge Luftschlacht Ober dem nordwest- und norddeutschen Raum, die eich wiederum bis zur Reichshauptstadt hinzog, steht in engem Zusammenhang mit dem erneuten Versuch einei zusam-itMngiefaBten Großangrlfle gegw Berlin. Die erstttn vorlicgendieTi Meldungen lasten beTe4t8 erkennen, daß den feindlichen Verb teddigungsverfabren, baeonöars cWr IHak-artiHarte, haben die Absdcht der Nord-amerlkanÄT zum Scheitern g«brächt. Durch dl« schon bei Beginn det Eln-fluiget In da« Reiohsgebdet einsetzende starke Abwehr durch unsere Jagd- tmd Zerstörervorbände wurden die in mehrten Gruppen «AflLegenden Verb&nd« ber«lt« «ufgeftplJttert Uber Berlin «^bst könnt« mehrfach beobachtet werden, da£ die Führer der elnzelaen feindlichen VerbÄnd« durch den Abwurf von Leucht-»eichen versuchten, ihre auseiinander-gezogenen Bomber T^rleder zu&ammenzii-ßchließein, um dadurch eine Angriffskonzentration zu erreichen. Unser« Flakbatterien setzten in diesen entscheidenden Augenbldcken mit alnem gcivaueii Wlrkujigsschießen ein. Durch dl« mitten in den Bomberpulke beratenden Graneten wurde eine gröflere Anzaiil von Bombern zum Absturx gebracht. Andererseits wurden hiedurch die Verbände aber auch vielfach zum planlosen Bombenwurf auf die Aiißen-bezdrke Berlins gfwwungwi. Die z«r-•prengten feindlichen Bomberverb&nd« drehten daraufhin mit hftchster Ge-schwindigkeat nach Westen ab. Von den Gefechtstfinden der Jagd- fUeg«rfülxr«r wM b^kamit, daB di« Nord> «mftrlkajiar ihr« Bomber wi«d»naB durck •iarke Jagdkrifte lu «chützesi verrauohten, dabei aber, wi« euch am 6. Mttr2, s«hr empfindUche Verlust« hdruielimen mu0-tcn. Bereits Im Raum westKch von Hannover kam m su groA«n Lultkinipfen, die eich bis In den Raum von Magdeburg hinzogen. Wiederum überwanüden die deutschen Jagd- und Zerst6TerT«r-bfinde dl« Flankenaicberungen der Bomberverbände. über Hunderte von Kilometern hinweg gtriffan unsere PHeger in Höheo von 7000 bi« 9000 MetOT die Bomberwellen an. E« steht achon jetst fest, dafl dUe Verluste der Nordan^ikaner auch beim beutigen zwedten Versuch ednes Tage»* GroOa^riMg gegen Berlin sehr hoch gewesen find. Mehrere Dutz«nd ri«rmolo-riger Plugzeuge und eis« groSe Anzahl von ein- und rweknotorlgen Baglelt-Jfigem wurden bereits xeracimMttert Im norddeiitsrhen Gebiet sowd« im Raum von Groß-BerKn aufgefunden. Neuberan-geliihrte deutsche Jagd- und Zeretörer-geschwader setzten nach 16 Uhr in ununterbrochenen Angriffen den abfliegenden nordamerikanlechen Verbinden wM-ter hart zu und schössen eine wedter« Anzahl von Bombern und BegleltJÄgem ab. Die Schwerter für Oberst Griesbach Mit AlarmdnheiUn zehn Tage lang gegen feindliche Obermacht Den Juden zu Gefallen Wie sich die Geschäftemacher um Roosevelt die Weltherrschaft wünschen 4.1 Genf, 8. MAn Dl« USA-Zeltschrift „American Maga-line" veröffentlicht sensationelle Auslassungen, di« Roosevelts engster Mlt-arb«lter Harry Hopkins ,^u Papier gebracht hat". Wenn das Blatt dazu In seiner Einleitung schreibt, dies seien „dl« klarsten Formidlerungen der nordamerikanischen Kriegsziele, die bisher aus dem Weißen Hause gekommen sind", so tritft es damit den Nagel auf den Kopf: niemals bisher hat der Wallstreet-Imperialismus sein« Weltherrschaftspiflne deutlicher enthüllt, niemals seine Geschäftsinteressen offener zugegeben und niemals Ist «r brutaler über die britischen „Verbündeten" zur Tagesordnung übergegangen. Hopkins stellt einleitend fest, «s sei völlig klar, daß die USA aus dem Kriege als das „reichste und mächtigste Volk der Welt" hervorgehen würden. Wenn der Krieg zu Ende ael, werde das Land über die gr<)fite Kriegs- und Handelsflotte der Welt verfügen. Auch werde man mehr Flugzeuge haben als Irgendeine andere Nation. Mit den Sowjets könne man „glfinzende Geschäfte" machen. Qelch im ersten Nachkriegsjahr \i>.rd« dlo Sowjetunion für wenigstens 750 Millionen Dollar bar In den USA kaufen miissen: Werzeugmaschlnen, Kraftanlag-gen, Eisenbahnmaterial usw. Diese Ankäufe würden sich wenigstens zehn Jahre lang fortsetzen, denn die Sowjetunion müsse ungeheuer große, durch den Krieg verwüstete Gebiete wiederaufbauen. Die Sowjetunion werde an- schlieSend mindestens 50 Jahre brauchen, um Ibra eigene Industrie welter auszubauen und dem Lande einen modernen Lebensstandard (1) zu geben. Alles dafür werde «s hauptsächlich aus den USA beziehen müssen. Auch China müss« «in Abnehmer von amerikanischen Waren sein. Es werde, so betont Hopkins weiter, immer von der „englischen Konkurrenz" geredet. Aber erstens sei «s in Englands Interesse, sich mit den USA zu verständigen, tmd zweitens denke die USA-Regierung nicht daran, Ihre militärischen und zivilen Stützpunkte In der Welt aufzugeben. Er, Hopkins, sei auch davon überzeugt, daß man die USA-Stützpunkte auf den Karibischen Inseln behalten könne, denn England habe sie den USA für 99 Jahre verpachtet und sei an den Pachtvertrag gebunden. Außerdem sei England „müde und sehr stark angeschlagen". Es hätte sich vom ersten Weltkrieg noch nicht erholt, als schon der zweite begann. England sei eine Insel mit Fabriken, und das Rohmaterial für diese Fabriken müsse es von auswärts beziehen (I), zudem seien viele dieser Fabriken von der deutschen Luftwaffe zerschlagen worden. Es sei nicht denkbar, daß England „Irgendwelche Ambitionen" bekunden werde, zumal in einer Welt, in der der „Drang der Völker nach Selbstbestimmung" sich nicht länger zurückhalten lasse England könne den Welthandel nicht mehr beherrschen. „Jetzt, da die Elendsnationcn der Welt — offenbar ist Indien gemeint — sich unter Führung der USA zu regen beginnen und nach Wohlstand streben, kann England nicht die Bedürfnlss« dieser Völker befriedigen." Wenn England für Semen Handel Schiff« braucht, wird man ihm Schilfe v«rmleten, k«lnasw«gB aber verkaufen. Im übrigen müsse ja die Welt überall wieder aufgebaut werden, und das Material dazu müs.$e die USA liefern. Sie würden für diese Lieferungen soviel Bargeld verlargen, wie die Kunden irgendwie bezahlen könnten. Den Rest müßten sie In Ruten nnd zu einem hohen Zins abzahlen. Natürlich werde man auf „angemessene Sicherheit" für diese Rückzahlungen _ bestehen. Wer von den Vereinigten Staaten Ware auf Ktedit kaufen wolle, müsse die Gewähr leisten, daß amerikanische Interessen iii seinem Lande nicht eines Tages enteignet würden. Jede Anleihe dürfe nur für Ankäufe In den USA verwandt werden. Die USA-Regierung werde aus diesem Grunde sowohl WlrtHchaft v^ie Kapital in ihren Beziehungen zum Ausland kontrollieren müssen. Das sei die wahre „Zusammenarbeit", durch die man der Welt den Frieden zurückgeben könne. So also stellen die US.\-Juden den „Frieden und die Zusammenarbeit" vor: als die Krämer der ganzen Welt, der sie nach Belleben ihre Preise diktieren können und der sie die Ware entziehen können, wenn sie nicht nach ihrer jüdischen Pfeife tanzt. Europa und Ostasien zumindest werden der Wallstreet nicht diesen Gefallen tun! Der deufsche Wehrmachtbericht In drei Ta^en 357 Sowjetpanzer vernichtet Die schweren Kämpfe bei Kriwoi Ro^ und Kirowo^rad — Neuer Terroran^riff auf Rom dnb Führerhauptquartier, 8. März Das Oberkommando der Wehrmacht qiht bfkannt: Südwefitllch Krlwol Rog dauern die erhilterten Kämpfe mit den In unsere Linien eingebrochenen starken feindlichen Kräfte an. Eigene Infanterie- und Panzer vcrt)ände zerschlugen westlich Kriwoi Rog In wuchtigen Gegenangriffen feindliche Kampfgruppen und nahmen vo'übergehend verloren gegangene Stellungen wieder. Westlich Kirowograd traten die Bolfschewisten nach hefliger Ar-tel'erievorbereitimg wieder zum Angriff an. Sie wurden unter hohen blutigen Verlusten zurückgeschlagen. Im Raum von Swenlgorodka und Schepelowka— Jampol stehen unsere Trupoen weiter in schweren wechselvollen Kämpfen, tn den letzten drei Tagen werden hier 357 feindliche Panzer vernichtet. Zwischen Reresina und df^n Dnjepr scheiterten erneute Angriffe der Sow|ets, An der Aiitobnhn Smolensk—Orschn Würden auch gestern winder alle Durch-briichsvprauche m^h'erer fiowjet'scher Divisionen mit hervorragender Unterstützung unserer Schlarhtflieger vor unseren Stellungen zerschlagen. Tausende von Toten liegen vor unseren Linien. Im NordteH der Ostfront griff d^r Feind in mehreren Abschn'tten vcrgebHf:h an. Bei Narwa machten unsere Gegenangriffe trotz zähen feindlichen Widorstan- des weitere Fortschritt«. Bewegungen und Bereitstellungen der Bolschewisten wurden durch Artilleriefeuer zerachliigen. Bei den Abwehrkämpfen Im mittleren Frontabschnitt hat «ich die mittel heinische 197. Infanteriedivision intar Führung de« Generalmajors Wößner besonder» bewährt. In Italien kam es auch gestern zu keinen Kamipfhandlungen von Bedeutung. Fernknmpfbatterien bekämpften Schiffs- ziele Im Raum von Nettimo und schössen einen feindlichen Frachter In Brand. Nordamerlkanlsche Plugzeuge griffen erneut Rom und anüer« Städte in Mittelitalien an. In einigen Stadtteilen von Rom entstanden Schäden. Unsere Jäger schössen dort und vor der südfranzösischen Küste neun feindliche Flugzeuge ab. Einige feindliche Störflugzeuge war^ fen In der vergangenen Nacht Bomben auf Orte in Westdeutschland. Hohe Auszeichnunf)en bei der Luftwaffe Die Schwerter für zwei, das Eichenlaub für zehn Offiziere dnb Berlin, 8. März Der Führer verlieh am 2. März das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisemen Kreuzes an folgende Angehörige dei Luftwaffe: Oberst Erich Walther, Kommandeur eines Fallschirmjägerregiments, Oberst Ludwig Hellmann in einem Fall-schirmjagorregiment, Major Kurt Bühlln-gen, Grunnenkommandeur In einem Jagdgeschwader. Hauptmann Horst Ademelt. Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, Oberleutnant Walter Krupin-skl, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, Hauptmann August Geiger, Gruppenkommandeur In einem Nacht|agdge-schwader, Hauptmann Hans-Dieter Frank, Giuppenkommandeur in einem Nacht-jagdgcechwader, Major Johannes Wiese, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, Major Reinhard Seiler, Gnip-penkommandeur in einem Jagdgeschwader, und Leutnant Erich Hartmann In einem Jagdgeschwader, als 411. bis 420. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Hauptmann Geiger und Hauptmann Frank sind vor der Verleihung gefallen. * Der Führer verlieh am 2. März das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisemen Kreuzes an Oberstleutnant Egon Mayer, Kommodore des Jagdgeschwaders Richthofen, als 51., und Hauptmann Gerhard Barkhorn, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, als 52. Soldaten der deutschen Wehrmacht. dnb Führ«rhauplquartl«r, 8. März D«r Führ«! v«rli«h am A. März das Bich«nlaub mit Schw«rt«rn tum Ritterkreuz d«s Eisernen Kr«uz«s an Oberst Franz Griesbach, Kommandeur eines norddeutschan Gr«nadierr«gimenti, als S3. Soldatan d«r deutschen Wehrmacht Oberst Griesbach erhielt das Elchenlaub am 17. Mai 1943 für einen besonderen Abwehrerfolg seines Regiments In der zweiten Abwehrschlacht südlich des Ladogasees. In zehntägigem erbitterten Ringen hat dl« Gruppe Griesbach, südlich Leningrad, einen vollen Abwehierfolg errungen. Das Verdienst daran hat In erster Linie der Kommandeur, der aufkommende Krisen immer wieder meistert. Wiederholt gelingt e« der sowjetischen Obermacht, im eigenen Abschnitt oder beim Nachbarn einzubrechen. In der dabei mit- unter bei der kampt unerfahrenen Trupp# entstehenden Verwirrung greift Oberst Griesbach persönlich ein und führt einzelne Soldaten, die vor dem Dru^k der ßoi«chewj?ten ainsweichen wollen, wie-der vor. Die Front steht dann wieder, und der Feind rennt vergeblich gegen die deutschen Stellungen an. An drei besonders schweren Kampftagen gewinnt Oberst Griesbach in schwierigster Lage Zeit für den Aufbau tlner neuen Abwehrfront und das geordnet« Zurückführen der Verbände. Ihm ist es zu einem erheblichen T«il zu verdanken, daß der von Jer sowjetischen Führung mit allen Mitteln angestrebte I>jrchhruch durch di« deutsche Front südlich Leningrad verhindert wurde. Oberst Griesbach wurde Im Jahr« 1892 «1« Sohn eines Srhleusenverwalter« In Brück (Brandenburg) geboren. Die Taktik des Abwariens Auch die Kriegskunst ist .eine Sache der Nerven Von ^^-Krl«gsberlcht«r Eberhard Wolfgang Möller Im zweiten Jahr des dritten Schlesi-sehen Krieges, de« Siebenjährigen, äu-Beri Friedrich der Große etwas seiir Aufschlußreiches. Er sagt zu de Catt, seinem Begleiter und Vorleser: »Die Herren Österreicher bilden «Ich ein, daß ich immer der Angreifer sein will, aber In diesem Feldzug werden sie sich täuschen, und wenn ihr großer Fabius ein Pfund Biel im Hintern hat, werde ich ihm zeigen, daß ich mir diesen Körperteil mit zwei Pfund versehen habe. Das ist in zwei Worten mein Feldzugsplan.« Der Ausspruch enthält gleich drei Beispiele für eine interessante Taktik, die, im richtigen Augenblick angewendet, ebenso viel Muti wie Standhaftigkeit erfordert, aber auch noch immer zum Erfolg geführt hat. Da« i«t die Taktik des Hinhaltens, des Zögerns, wie es die Römer nannten, der abwartenden, die Kräfte des Gegners abnutzenden »elastischen« Kampfführung. Auf ihre klassischen Meister, den römischen Diktator Qu Fabius Maximus und den österreichischen Feld-marfichall Daun spielt als dritter in der Reihe Friedrich an. Friedrich nach Kölln Man muß armehmen, daß da« Wort aus der Zeil der unglücklichen Schlacht bei Kolin stammt, wo er seinem Kontrahenten Daun gehöriges Lehrgeld bezahlen mußte für die Lehr«, die er nunmehr beherzigen zu wollen vorgibt, und man muß sich seine Lage vor Augen haiton, um diesen Entschluß ganz zu verstehen. Wie In den beiden vorangehenden Kriegen war Friedrich blitzschnell auf sein Endziel losgegangen und hatte sich in Sachsen, das sofort kapitulierte, eine weil vorgeschobene Operatlonsbasi* geschaffen. Jetzt konnte er hoffen, die Entscheidung mindestens auf dem Gebiet des Feindes, wenn nicht gar vor dnn Toren seiner Hauptstadt zu erzwinoen Es bt die verständliche Hoffnung eines jeden Kriegführenden, dessen Verantwor-tungsgetühl nicht geringer ist als sein Ehrgeiz. Freilich ■— wenn man von dem großen Sonntagskind Alexander absehen will, der tatsächlich mit edncm einzigen zügigen Schlag den gordischen Knoten weltweiter Verwicklungen zu lösen vermochte — die Hoffnung aller übrigen ist nur sehr selten in Erfüllung gegangen, Cäsar gleichzukommen, zu sehen und zu siegen und damit das ganze Unheil zu beenden, ehe es noch recht begonnen. So muß auch Friedrich einsehen, daß Krieg wie Krankheiten Ihr« Zeit brauchen. Kaiim wähnt er sieb mit der Schlacht bei Prag wenige Schritte vor dem Ziel, da sieht er sich fast erdrückt von einer ungeheuren Koalition Der Reichstag In Regensburg erklärt den Reichakrieg gegen ihn. Die Aufteilung Preul5ens ist eine beschlossene Sache und für die Welt selbstverständlich Die Schweden besetzten Pommern, die Russen Ostpreußen, die t3sterreicher Berlin und die Mark Brandenburg. Nach menschlichem Ermessen int Preußen verloren. Was sollte Friedrich unter diesen Umständen noch für eine Taktik einschlagen, was für einen Feldzuqsplan entwerfen? Es spricht für die Uner-schrockenhelt und Beharrlichkeit seines Willens, daß er sich nicht von vornherein verloren gab, Aber das ist es nicht allein, dem er nach siebenjähriger Bewährung den Beinamen des »Großen«' ru verdanken hat. Es ist vielmehr noch der Mut. der zur Beharrlichkeit gehört, aus der Erkenntnis seiner Lage und seiner Möglichkeiten den oben erwähnten Hnt-schluß zu finden, die »einem Wesen zunächst fremde Taktik des Abwartens 7u wählen und die sieben Jah-e durchzuhalten. Auch wenn der Entschluß aus der Not geboren war. so mußte der Köniq vr'€ro1tende Untätigke^ ist t*urch die abschließende Tat gerechtfertigt, d^r scheinbare Widerspruch, daß einer jUK* in dem Augenblick, wo gehandelt werden muß, durch Nichtstxui alle« rettet, zur höchsten Zufriedenheit gelöst. Dann nämlich, wenn sich das angestrebte Ergebnis zeigt, das Gleichgewicht der Kräfte wie('erqewonnen ist und sich dip eigene StSrkunq an der Schwächung d<"s Gegners herausstellt, kurz, wenn die Taktik ihre Früchte ze.tigt Bis dohin freilich sieht man an dem Widerst «1e<7en iet. Siegen tu wollen, ohne Schlachten lu schlagen, iet nur in seltenen Fällen möglich. iEs widerspricht nicht nur sozusaqpn der menschlichen Natur, sondern auch dem Vorurteil des durch-schnitlichen Staatchürqers, wi« ee der rfimieche war. Er wird «ich nur schwer dazu bereit finden darin ein selbstÄn-dicie« Prinzip der Kampfführunq ru sehen, das man nur mit überlegener Ruhe und Beherrschunq anwenden muß, um einen vollkommenen Erlolq zu erzielen. Denn das, was m »o 6rhwi«rlq macht, die außerqewöhnliche Anforderung, die (* nirht nur an die GeistesfieSpit einigen Jahren bezahle ich von zwanzig Schillingen, die ich verdiene, in'v Schillinge Steuern, und jetzt kommen Sie daher und wollen eine Spende, trlfluben Sie mir, daß ich Sie mit einer sarkastischen Handbewegung an diejenigen verweise, die das Glück haben, genügend arm zu sein, daß das Schatzami «ich nicht die Mühe nimmt, «e zugrunde zu richten.« Also schrieb der irische Dichter und Spötter Bernard Shaw an Mister Owens Rattenbury, der ihn um einen Beitrag zu einem Fonds für d.ie Besserung jugendlicher Verbrecher des Lbndoner Ostens gebeten hatte. Die Zrthl der minderjährigen Straffälligen hat in England seit Kriegsbeginn erheblich zugenommen und iet im Steigen begriffen. Statt jedoch Sozialpolitik zu betreiben, ergötzen sich die reichen Engländer immer noch an Wohltätigkeits-tees, Wohltätiqkeitsbdzars und privaten Kollekten, die allenfalls die Wirkung eines Tropions auf einen heißen Stein haben und dineel und Otteuropa durch Ihre revolutionär« Agitation In Brand zu setzen. Angesichts dieser Agitation habe England sich schon gezwungen gesehen, «eine alten politischen Freund« Polen, Jugoslawien und Griechenland preiszugeben, obwohl diese für Ervglandt Interessen ihre staatliche Un-abh&ngigkelt zum Opfer brachten. Trotz der Aufgabe seiner Freunde könne aber England seibat auf keine Rücksichtnahm« von Seiten Sowjetrußlands rechnen. In diesen Zusammenhang gehört auch di« Londoner Meldung in Schweizer Blättern, daß Stallnt Antwort auf die nach Moskau gesandte polnische Erklärung zur Grenzfrage dort eingetroffen i«t. Ihr Wortlaut sei zwar nicht bekannt, aber et sei klar, meldet Exchange Tele-gra/ph, daß der tote Punkt nicht Überwunden worden tei. In der Grenz- und Personalfrage habe Stalin auf die pulnl-tchen Vorstellungen keineswegs Irgendwie nachgegeben. Und die Vereinigten Staaten und England haben zugunsten der Polen, denen zulieibe England, wie es vor fünf Jahren scheinheilig behauptete, in den Krieg getreten ist, nicht einen Finger gekrümmt, um die polnischen Wünsche bei Stalin zu unterstützen. Hakenkreuze in USA^Synagogen Jud«nfeindlicht Kundgebungen in vielen Städten » dab Stockholm, I. Min Nachdem «o'at künllch ein nordama-rikanisches Blatt «in« Meldung unter der überaichrLft »AattMoiltittciM Städt« In den USA« v«rbr«il)et hatte, veröffentlicht jetrt dl« N«uyork«f Zaituag bPM« «iiMn «uaführllch«a Bericht, in d«m von «ixMT >Wtadt in den letzten zwei Monaten zu 150 ZuMtinnMnfitöAen gekommen. Zahlreich« derartig« Pill« würden au« Hunts- Eont, Brooklyn, Suanyvid«, Jamale«, im 'Istiikt Qu««na «owt« In Statea' Itland b«Tlcht«t Di««er Hpideratoch« R«s««n* haB« beschränk« nlchft auf Irgand- waJche bestimmte Gegenden und «« «ei ni vermuten, daß die Zwischenfälle von edner Organisation »unamerlkanischer Gruppen« angezettelt würden. In meh-r«r«n Städten «edeo dl« Wänd« der Sy-oai^ogen mit Hakenkr«uz«n vareehen wtd In Manhattan dl« Jud«n mit Schmih-B«d«ni b«l«idl|jt worden. Ein Jud«, der itch offenbar h tyislecft JMladiar Manier beeondem hemii«> fordejTivd benommen hatte und mit einem Iren aneinandergerdet, gab di« Äußerung des Iren zu Protokoll: »Ihr braucht hier ednen Hitler!« Da der Jude scheinbar noch nicht Ruhe gab, bezog er eine Tracht Prügel. Währenddessen batie eidh «ine große Meoischenmeng« angetam-nMlt, dl« dl« Judenleindhchen Auß«nia-9ea noch unterstotzt hab«. Ak dU Po-Bmd kam, ««len AuO«rung«B 0«faU«n wi« »Nahmt nicht d«n Iran f««l, «ond«in T«thaft«( den JudenU Ein Ausrottungsplan Geheimbefehl Stalins über Weißrutheniens Bevölkerung dnb Mlnak, 8. Mär« Welch«« Lo« von den Gewalthabern der Sowjetunion den kJ«la«n VAlk«m sugededit lit, kann dar «nne«i«n, d«r «rfahren h«t, urelche« Schlckt«l Stalin der weifiruth«ni«ezahlt. Von allem Luxus, den sich ein Christ erlauben kann, bewegt nichts mehr das Herz der Engländer unil vor allem der Engländerinnen als der Be«itz eines Hundes. Wer nicht in England gelebt hat, kann sich die Stellung rles Hundes In der englischen Gestllsc^aft nicht vorstellen. Sie ist nur mit der zu vergleichen, die alte Lords und Rennpferde genießen. Das Leben der Hunie in England läßt sich in direkte Beziehung zu dem Abnehmen der Geburten in den großen und reichen Wie Hauptmann Kapor berichtete, wurde In den geräumten Teilen d«r Gebiete Wltebik, Mogilew und Com«! di« vorgesehen« Ausrottung d«r waifiivth^ nltchen Bevölkerung planmäßig In Angriff genommen, Di« Männer wurden un-auigelblldet uu'd kaum bewaffnet an dl« Front geschickt. ElsenJbahnzug um Eiien-bahnrug mit den ihrer Männer und Kinder ber.aubten Frauen rollen In die ferngelegenen Industriegebiete, Die zurückgebliebenen Kinder wurden herdenweise zusammengetrieben und mit unbekanntem Ziel verschleppt. Das war die »Be-freiimg« des weißruthenischen Volkes. Hauptmann Kapor konnte die gleiche von Mord und Terror begleitete Befreiung In der Ukraine erleben. Selbst die in den von den Sowjets zurückgewonnenen Gebieten ehemals tätig gewesenen Bandenmitglieder blieben von diesejn Schicksal nicht verschont. Insbesondere die weiblichen Angehörigen der Banden erlebten das gleiche Schicksal der Zwangsverschickung. Unter Sklavenhaltern. Der abessini-sche Gesandte in Moskau überreichte einen Schild, den der »Kaiser von Abes-sinien« Haile Selassie Stalin zum Geschenk gemacht hat. In diesem Zusammenklang sei daran erinnert, daß Moskau früher den Kaiser von Äthiopien als den »Sklavenhalter seines Volkes« bezeichnete. Familien bringen. Sie sind die Erben der besten Hoheitsrechte, die die englische Größe hervorgebracht hat. Ich glaube nicht, damit übertrieben zu habeii. Die alten Ladies hinterlassen ihren Hunden Ihr Vermögen. Der Staat erläßt Gesetze ru Ihrem Schutz. Soeben hat, wie schon seit zwei Jahren ein Anwalt von Hert-ford das tägliche Pfund bezahlt, das die Strafe dafür ist, weil er sich weigert, seine Bulldogge, die ein Richter wegen ihrer Bissigkeit zum Tod verurteilt halte. Gegen Sowjets nnd Briten Eine Ansprache Nedllach dnb Belgrad, 8. Marz Der serbische Ministerpräsident Ne-ditsch ermohnte in einer Ansprache vor Vertretern serbischer Flüchtlinge alle Serben zur Einigkeit und Sammlung und rief «1« zum unerbittlichen Kampf gegen den größten Feind det isrbischen Volkes, den Kommunismui, auf, der dir Serben biologisch auszurotten drohe „Erkennt ihr nicht die bestialische Po lltlk Englands gegenüber dem serbischei Volk?" fragte der Ministerpräsident „Seht Ihr nicht die Perfidle Englands die das terbische Lamm als Opfer au den Scheiterhaufen det Boltchewismuf wirft?" Statt einer Million englische) Köpfe seien eine Million Serben gefal len, und nach Englands Ansicht soll noch eine Million fallen. Deshalb müP ten die Serben einig sein in dem heil gen Kampf gegen Tito und alle jen die hinter ihm stehenl" Nene Ritterkreuzträger dnb Führerhauptguartier, 8. März Der Führer hat dem ff-Obersturmbanr führer Rudolf Lehmann, erster General Stabsoffizier der ;y-Panzer-Divi8lo' „Leibstandarte fj Adolf Hitler" das RH terkreuz des Eisernen Kreuzes verlieher ^^-Obersturmbannführer Lehmann wurd am 30. Januar 1914 In Heidelberg geb< ren. Mord an Kindern in Rom dnb Rom, 8. März Anglo-amerikanlsche Terrorflieg* führten am Dienstagvormittag einei neuen ichweren Terrorangriff auf dir Stadt Rom. In zwei aufeinanderfolgenden Wellen warfen ile über den Stadtteilen San Paolo, Tattacdo und Trastevere sahlreich« Brand- und Spr«ngbomben ab. Zahlralch« Wohnhiut«r wurdan ge-troffan und dl« Kirch« von San Qlrolamo ▼dUlg laratört Bin« grofi« Enl«hungt-anstalt für verlattene lünder stürzte unter den Bomben völlig zusammen. Bisher war es noch nicht möglich, unter den Trümmern die Zahl der getöteten Kinder festzustellen. Unsere Kurzmelduntieyi Martla MutachaMuu, dar Oa\4lalt«r and Reilchi«tatthalt«r In Sacht«n k«na «m 9. Mät« ««In 65. L«b«n«jahr voll«n- den. Er war 1921 In di« Reihen der NSDAP getreten. Im Jahre 1924 wurde er Gauleiter von Sachsen und am 5, Mal 1933 Reichsstatthalter. Neue deutsche Schule Im Banat. Eine «Inklasslge private deutsche Volksschule wurde In der Gemeinde Orlowat Bezirk Bettchkerek «löifnet. Ein« deutsch« Volksschule gab et In dieser a«meind« noch nie. E« I«b«n dort etwa 150 d«ut> •che Volktgenossen, die Zahl der volke-«chulpfllchtlgen Kinder beträgt 18. Di« Leitung übernahm eine Schulhelferin. Streikende englische Bergmiiiaer. Amtlich wurde In London bekanntgegeben, in den Streik in Süd Wales seien auf den Kohlenbergwerken jetzt annähernd 25 000 Mann hineingezogen. 45 Gruben lägen still, Lebensmittellager In Japan. Die planvolle Lagerung von wichtigen Lebensmitteln und Textilien in ganz .Tapan wird auf Regierungsbeschluß weiter au-i-gebaut werden, um allen möglichen Ereignissen gerecht zu werden. Acht Erdbeben In Peru. Am Montag wurden In Peru innerhalb von sechs Stunden acht Erdbeben festgestellt, die große Bestürzung unter der Bevölkerung hervorgerufen haben. Die Regierung hat eine geologische Kommission mit der Feststellung der Ursache beauftragt. Druck II Verlag Matburgei Verlagi- u Druckerei Gel. Ol b K — V«rlagililtung Egon Bnumgürtnnr Hauplichrlltl'Hlung Anton Gertchack, beld« (p Msrburg a d Drau. Badgaste fl Zui Zelt tüf Anr.«lgeo die PrpHlUle Nt 3 vom 1^0 April 10<3' gültig. Auiiall det Lieferung der BJattcfl bei haherfli Ocwdtt oder Betnebtstörung gibt keluen Anspruch auf Rürktahlung des Beiug» gpide« töten zu lassen. ,Dieser Hund muß aus der Welt geschafft werden, weil er füi seine menschliche Umgebung eine Gefahr bedeutet', hatte der Richter diktiert. ,Und wenn ich mich weigere?' hatte der Anwalt geantwortet, ,Ddnn bezahlen Sie fiir jeden Tag, den der Hund weiterlebt, ©in Pfund." Zwei Jahre und drei Monate sind seitdem verstrichen, und alle sechs Monate findet sich der Anwalt von Hertford aul dem Goricht ein, um «eine Strafe zu bezahlen , . .« Jugend zweier Soldatenvölker Deutsch-japanische Akademikertagung am Arlberg In Anwesenheit zahlreicher japani scher Studenten, Akademiker und Professoren fand unter Teilnahme von Abordnungen deutscher Frontstudenten in St. Christoph am Arlberg die diesjährige deutsch-japanische Akademikertagung der Reichsstudentenführung statt. Die Tagung wurde eine eindrucksvolle Kundgebung der engen Verbundenheit beider Völker im Sciücksalskampf um die Verwirklichung einer besseren Weltordnung. Den Höhopunkt bildeten die vom stärk-stiin Glauben an den Sieg getragenen Ansprachen df-s kaiscrllch-japanischen Botschafters Oshima und des Reichs-studentenführers Dr. Scheel. Botschafter Oshima kündigte an. daß er in einer Rundfunkansprache der japanischen Nation über diese Tagung berichten werde, und erklärte dann: „Der geschichtliche beispiellose Ktimpi, in dem unsere beiden Soldatenvölke; stehen, gilt der Verteidigung ihrer ehrwürdigen Kiiltur vor vernunftlosen leindllchen Angriffen." Mit größter Genugtuung beobachte er die gewaltigen Waffentaten und den unerschütterlichen Kampfeswillen des Reiches. „Ich verneige mich", tekannte Botschafter Oshima abschließend, „in Ehrfuidit vur den Seelen der itudentischen Jugend unserer beiden Länder, die in blühendem Idealismus ihr Leben für die hehre 'Sache der Nation gab und In ihrem Opfor die höchste Erfüllung Ihres Lebens erblickte." Arbeitsbesprechungen brachten an Referaten und Aussprachen eine eingehende Behandlung der Probleme des großostaslatischen und des europäischen Raumes, Auch über gemeinsame Fragen der Wissenschaft und Hochschule und des Studententums beider Nationen fand ein Gedankenaustausch statt. Besondere Beachtung wurde dabei dem Vortrag des Gesandten Sakumo von der kaiserlich-japanischen Botschaft In Berlin zuteil. Abschließend vereinten sich die Teilnehmer am Ehrenmal der deutschen Al-penuniversitüt Innsbruck zu einem Gedenkakt, bei dem auch Gauleiter Hofer das Wort ergriff. Erlüllt von dem leidenschaftlichen Willen zum bedingungslosen Kampf bis zum Endsieg w\irde auch die deutsch-japanische Äkademi-kertagung der Reichsstudentenführung ein bedeutsamer Schritt zur weiteren Vertiefung der kulturellen Beziehungen zwischen beideu Nationen. MARBURGER ZETTUNO Pottn#rwU|, f. Mim f^44 0 Nr. 09 • S«it« 3 HiiMäutu tmdsdMi I Auslcse für Marburgs Lehrerbildungsanstalten Untersteiermark hat Posten bezogen Wenn jemals eine Rechnung falsch aufgestellt wurde, to itt es die unserer Pttinde, die da glauben, in Orgien dei HaM«e und der ZeretArung ein wlrkie-mec Mittel gefunden ru haben, um unter Volk in die Knie zu zwingen. In der »Spezialisierung« des Krieges gegen unschuldige Frauen und Kinder erhofften •le lieh eine Kampfmethode, die ichnell Kum Brfolg fOhren ■ollte. Nur n bald aber haben aia faatatallaii mflitan, daS a«ch dlaaa Hoffnnng nm Fehlichlag wrd«. F«etgafOg4«r denn )• itaht dl»-•ae dautacha Volk and mit Ibm «Btaratairlacha Halmat and btatat dan Wrotalatan Mordabaichtan Trott. In aAnar HIrte and Tapferkalt obn»-glelchen gehen wir durch diese Wochen des langsam scheidenden Krieqswinfer« In dem unerschütterlichen Glauben von dem hohen Sinn seiner Opfer und Leiden, Und ist d-•talt dauert fünf Jahre. Das Studium an der Lehrerbildungaaristalt schließt mit der I. Prüfung lür das Lehramt an Volka-tohulen. Mit daa Beeach einer Laiirerbili aoatalt lat die Bniehung in einem meinachaftehalm verbunden. Die Kosten dea aüt der GamelBsobatteeralehuag der Jungan «kd Mädel der Lehrerbilduoga-anetalten veibundenen Unterhalts trägt dar Staat Die Eniebungaberecbtigen braucixan also für den Unrsrhalt nicht aufzukommen, sondern sollen einen Beitrag dazu leisten, dessen Höhe sich nach Ihren wirtschciftlichen Verhältnissen richtet. AuRor dem Unterhaltsbeitrag haben die Erziehunqsberexrhtigten ein Ta«rhen-gald für die JnqendHrhen n'irht mehr zu tshJen. Der Unterhaltsbeitrag ist monat-hch im voraus und auch für die Ferien-telt ru bezahlen Der Unterhaltsbeitrag wird auf Grund der eideistflttlichen Erklärung festgesetzt. Für die Jungen und Mädel kinderreicher Familien (in der Reqel Eltern mit vier und mehr Kindern) ist dar Unter-half.sbeit* iq nicht von den Erziehungsberechtigten aufzubringen, sondern von der Lehrerbildutigaanalfllt bei dem für die Anstalt zuständigen Finanzamt als Aushildungshilfe zu beantragen. Schüler und Schülerinnen dia bereit« eine höhere Lehranstalt besuchen, können nach erfolgreichem Ab^iduß der 5. btw. 6. Klaa-ae der Höher«i Schaie tn die 1 btw. 1 Klaate dar LahreitxHdunoeanetall übertreten. Die AatJeae für die Martm^r Lalk-ret- and Lehrerinnenbildungsanstaltan ar-folgt in nächster Zeit. Sicher wird ea auch In diesem Jahre eine ansehnliche Zahl von in der Schule bewährten Jungen und Mädeln sein, die »ich diesen Erzieherberuf al« Lebensziel gesteckt haben und nun daran gehen, sich für die Aufnahmeprüfung in rüstaa. A TT TAPFERE UNTERSTEIRER Die Gefreiten Friedrich Srhpqa aus der Ortsqruppe Drauweilpr, Kiels Marhurq-Stadt, Stanislaus Stamitz aus der Ortsgruppe Game. Kreis-Marbu q-Stadt, und Josef Ratzky, Orfegru^pe Echtal-West, Kreis Tri/ail, wurden für tapieres Verhalten vor dem Paiivd mit dem Eisernen Kreuz II Klasse ausgezeichnet, desgleichen der Gefreite Josef Schuster, Ja kobsdorf Nr. 8, Ortsgruppe Srhleinilz bei Cilll, und der Pionier Johann Stormiinn au« Unterau bei Petersdorf, Ortsgruppe Sacheeiifeld. Aus der Ortsgruppe Priedau, Kreis Patlau. wurden für tapferes Verhalten vor dem Palnd mit dam Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet die Gefreiten Franz Pototschnlk. Prant Weber und Karl Ribitsch S-, ,, S?'' ■h.ß - v ~ Aufnnhmaiii Dr. Zrllcr, Marhen dia braunen GlQcksmänner das untersteiri-acha Straßenbild. Daß die Glückskäst'^a noch reichlich Gewinns b^^qe^, geht daraus hervor, daß ein Marburqer Urlauber erst qestern wieder einftn Hunderter zog und das Geld »sofort hnr gezahlt erhielt. Die Freude de« nlnckll-chen Gewinners kann man sich vo'sfpl- Volk an der Grenze — Volk im Kampf Kreisftihrer Bauer entrollt die hohen Aufgaben der Blockführer Das POhrerwort »Der Block!elter hat daa Ohr am Herzen dea Volkes« kenn-leißhnet mit aller Deutlichkeit dde große Bedeutung, die Adolf Hitler gerade den ontantan Amtetrigem der von Ihm geschaffenen P&rted Organisationen und lhi«r Arba4t be4mlM. Bringt ale doch die überaua tinnvoll erdachte Art ihrea Etiv-ia ttändlge Berührung mit den Volksgenoeaen, deren Tim und Lassen, der^ Sorgen und Freuden sie bei ihi« angezogen und so lang« von allen Se.ten häufigen Besuchen kennen iBmen und ; beleuchtet, bia man merkt, dia Ainu-dereji Einstellung sie, dal)ei in nacht zu I menta »sitzen«, der Zweck ist erreicht ubarsdiatzentlem Ausmaß beeiinfluMen ' wieder einmal ist ea gelungen, ein Kem^ köiin«ü_ Und was für den Blockleiter dea ! problem unaeiei Zeit den Amtsträqern AltjoichM^ ^llt, hflt noch ftrhöhlt Clftllun^ I to iHkizuhrin^^n, dAB Ai# niciit nur für den» Blockführer dea Stenriaohen Hei-matbundes in unsej'em Uularland, wo daa Heranführen der Volksgeivossen an die große Gemeinschaft des Deutschtums Ein Bekenntnis zum Sieg Kricgsberufswettkampf der bäuerlichen Jugend in der Steiermark— Auch das Unterland rertreten Im Gau Steiermark einschließlich der Untersteiermark fand gestern der Krlegs-berufswettkampf dur Grupjie Nährstand statt. Viele tausende Jungen und Mddel aus dem Bauernstand waren dabei, an rund 00 Wettkampfstätten zu den Orts- Gnl muß die |unge Bäuerin den Tisch decken und die Betten richten können wettkämpfen angetreten, bei denen dia Teilnehmer für den Gauentscheid ermittelt wurden. Trotz schlechter Wegever-hültnisse waren die Jungen und Mädel oft auf zwei oder drei Stunden weiten Weyen zu der Wettkampfstätten auf bäuerlichen Hötan, in Landwirt-achaftsschulan und Landienstlagem gekommen, um ao der großen Bewäh-ruing teilzunehmen. Landesbauem-führar Hainzl leitete die Ortswett-kdmpfe auf seinem eigenen Gut im Oberlturzheim bei Böls, aul dem sich die Jungen und Mädel aus deo umliegenden Orts-bauernschafter eingefunden hatten, mit einer Ansprache ein. Int Kreis Giaz-Lano wurde der Auitakt zu den Wetl-kämpfen im Jonann-Hof bei Mariatrost gegeben, wo sich Kreisleite. Bauernführer Hau- Aufofthm«: Din[|el segger and HJ-GebietafÜhrer DanxingeT und die Gebietsmädalführerln Therzaghl als Gäste eingefundan hatten. Nach einer Morgenfeier, mit der die Berufswettkämpfa eingeleitet wurden, besuchten der Kreisleiter und der Kreis-bauemführer nocji die Wettkämpfa In einer Reihe von Ortsbauamschaften bat Pronlelten und la Watxalsdorf, in Marsinshof und la der niheran Umgebung von Gras. SchlieBllch nahmen sie in Witzendorf am Dorfabend teil. Dar Ge-bletaführer und die Gablatsmädelführe-rln statteten noch den Wettkämpfen in Grottenhof und Martinshof, in der Land-frauenschule Haidegg und beim Bauern Regula in Niederschöckl'Besuche ab. Allerorts leitete eine Morgenfeier die Wettkämpfe ein. Dei Wettbewerb bestand aus einem berufetheoretischen Teil, der schriftlich und mündlich qeprüft wurde, aus einin praktischen Teil, bei dem entweder ein Pferd anzuschirren, eine Kuh zu melken oder ain Getreideaack zu füllen und wiegen war, und schließlich aus einem weltanschaulichen Teil. An ! Winzer allen Wettkamkfstätten vcirionn dieJun qan ganz auagezelchuete theoretische und praktische Kenntm^e. Den Abschluß dee Berufswettkampfes bildete in allen Wettkamfjdortan ein feierlicher Dorfabend. Alle Teilnehmer, die über 110 Punkte im Ortswettkampf erreichleii werden im Gauentscheid Ihr Können messen. erfaßt haben, sondern — und da» itit das Wichtigata — auch weitertraqen können. Wenn der Kreisfflhrer zu seinen Block- wache« Pflichtbewußts^n von allen Amtaträgem verlanr' Wie sehr dU verantwartlicbaai M&o-ner dea SteirlaciMD Hedmatbundea die Wichtigkeit daeear Aufgabe wich zu Eigen gemacht haben, zeigen dda Lehrgänge auf der Schulungsburg Wurmberg und ebenso die Einrichtung der monatlichen Vorträge der Schulungsredner bei den OrLsgruppenappellen, die den AmtßtrS-gem die Grundbegriffe nationalsozialistischen Denkens imd Handelns vermitteln. Besonderes Gewicht «her erhalten solcii« Auaführuikgen, wsnn sie vom Kretafübrer selbet vorgebracht werden. Dieae Brkenntnla liLhrte den Kreis-füihrer von Pettau, Landrat Pg. Prlti Bauer, dazu »aina Fahrten in die Orta-gruppen so einzuteilen, daß ids möglichat immer mit den Dienstappellen zusammenfallen. Wer Gelegenheit hatte, ihn auf solchen Besuchen zu begleiten, mußte von der Wirkung dicker Methoden stark beeindruckt sein. Wj, erinnern uns da eines solchen Dienslappells in ,\nken-ste«.n in der Kollos. Der Ovtsgruppen-8tab, die Zellen- und Blockführer mit ihren Helfern füllten das große Schulzimmer bi« auf den letzten Platz, Die meisten von ihnen sind Weinbauern oder Wie aulmerlvMm, ja gespannt folgen die den Worteai ihres Kreis-fiihrer«, der es versieht, komplizierte politische Zu8..iminenhänge so klar und leicht verständlich aufzuzeigen, daß sie I es wirklich verstehen müssen. In unge-[ zwimgenem Plauderton wird die welt-polilische Lage Großdeutsrhlands entwickelt, handqieitliche Beispiele rius dem taglicbeu Lehen zur Hrklarung her- nur um bedouteiuie Dinge. Die Kleinarbeit ihres Wirkern verlangt vielmehr eine Pülla von Anweisungen tür ihren engen Aufgebenkreda. Da fällt denn oft, wasm ea gilt, mdt den Neunmalklugen imd ewigen Beeserwiasem abzurechnen, manch drastisches Wort, das dann mit verständnaevollem Schmunzeln quittiert wird und die Atmosphäre des Vertrauens, die alleiorts zutage tretende Bereitschaft, mit diesem Kreisfuhrer durch dick und düi.n lu gehen, nur veistä'kt. Dann fallen wieder ernste Worte h.\rt wie Hammeischlige, In dcai Roum, 7.aT Warnung darar, die glauben, sich ihr« Pflichtan gegenübei Volk und Reich »»nt-nehen zu können. Das Dasein an der Grenz« verlangt nicht nur von jedem Einzelnen erhöht« Wachsamkeit, hindern auch von den vemntwortllrhen Stellen größere Härte und Entschlcsscn-heii im Zupocken als irgendwo im Reichsinnern. Dirs den Volksgenossrn klar 7U m.ichcn, gehört ebenso zu den vordrinqlithon Aiilgaiirn dor .•\iutstia.'v?r. Besonders in d eser Zeit wo da*« Srh ck-sal unseres Volkes und des gan/.en Kon tinents aul dem Spiele steht Wer sich da nicht vorbehaltlos und eindeutig zu uns hfkennt. w:rd als unsei Fein behandelt Bei der Regelmäßigkeit, m:t d -i Pg. Bauer die D'enstHppeÜe besucht, können ihn die ^mtsträa^^r jeder Ortsonippp jerlen zweiten oder d'ittpn Mond» hören. Immer wiedei gehen d'ose Aussp' ichon neue Gesichtspunkte Hie Forderungen werden präzisiert und die Aufqiben der nächsten Zeit erklärt, um durch das Herausstellen der großfvn Ziele die Arbeit im Kleinen lu fördern, K,..r. Das Hrlois-WinlcrlilllsffcrK — dn Dcgrlfi Iflr leden llntcrstclrcrl Auch am kommenden Opfersonntag klopft es an unsere Türen Gruß an die Soldaten aus Untersteier In tlieson Tagen nahm die zweite Aus gabö de: Soiderit hl, doi e*n<'n iiplen Einlilick pih| in die Bo;e'lj« haft di'*» Unteildn-tifs zum Dienen als Glied des Grofideiit-bchen Ri'iihes. Die folyt'ncleM Seitüii ktfiih i'n Äi» re< hl das Bild der Hciiiiai V if»di r und dllos Wissenswerte -ms dfu neben hffimatkreisf^n sp eqelt sich in dt'n vielqpstallitjt?n Nrf( hrichlpn. Der qiohf Heiindiberifhf ist der Drdust.idi N!<ie Ecke »Was jeder von euch w1«en muß« dürfte tvuch dieses Mal wieder hf>lle B"i7e stprunn aiishJsen iind fü, manchen guten Vorsrhlfri wird m'in dr>m Verfaß-«er dankbar sein Ein Rundgnng durch den AMgnu schließt das Band der Ver-bund^ph^it ml! dfr Sieiermflrk und sei-nt'r Haupt'stadl en^ri. Auf do' letyten Spitp dieser afierrP"!« vlelgestalligen nn-terstclrischen Soldaien/oltunn spieyoll »ich Hejlprkei! iird ungebund'>ne t.e-bonsfreude in c'ner Parade nnsgewclhlfor \Vii7>^ lind Anrkdofon, denn Trohslnn ge-liöf nun rinm>il mit zum Soldcitmlohon, r' iq PS oft noch so hari und liiltrr sein. Uiifi fliosr Zcilting wirder froundtichfl yViifPtihmo und AnerkrTinung fiiifiot, ist iinsnr Wunsch, mit ihr vorbindr'n sich d ■ G'illlp der iintersfoirisr hft) Heimdt nn lillo ihrr Söhne im Ehrenkleid /ler dcu»■.(linn Wrhrmricht. • N'oriraq ubncsagt. Der für heiik', Don-nnsUiq, 9. Mär^!, nngek(indif(*e Vortrag v'in Professor f-ranx Bicnnrtnn. der im Riihnien der Marhurqer Volksbildunq«-sl'iito über »D.ts Wesen des Films« hatte ftprerhen sollen, kann Aui techniechon GrQoden nicht stattfinden. Anrierbtirg l>erlrhlel. Ortsgruppenfüh-rer und Amtsbürgermelsler rl Bnvobnfjr im Sinne dei Zielsetzung des S eirisrhe-i Hoitnatbundrs errogtn und fl'i'-ppTlrblpl I if hlt'iUlvortraq In Po'iltsth. Ginver-r.' bfilirh Pill d«>i Rfliinfiihrung veraii.itul tp'f das Piibiungsaml fl dei Kreisführunq C'illi am Sonnlag, 5. März, in Rohilscfi einen t.i( htbildvortrng welcher der Au' H'ining und VeitielunM des geschieht lirhpn Wissens, vor (illoui der Jugend in I X^Vbimannpchaft. dirnte Einqf^leitot wiiifl. t'f\ Vortrag mit einem Lied worauf ri f npiu»H(t'i' Rildei c'ut d^m Zeitge sthfth<'n mit den nötigeii Erklflningen a'urolltfn um dann mit dem Film ^ün-s^ro Infanterie« das Wesen und die K.imt>'k'nft der dntitschcn Weh'mnrht • ufxu/eifTen Wetter wurden Rildei niis d^Tii f.eb»»n des Führers gereigt und durch s'tmnemäs^o und elnfarbe Erktflrunoen prMi' prt Fs war rrfreulirh. fpstzustell^r» w f q:oß ri.T« W ssen gerade d*»! Jugend um drt* Lebpr> und d»>n Kampf des Füb-rern 'st Mit Liedern v/urden die Pausen arseeiülU l>r. OoU'tigen, Graz, qrsforhen. Auf Einladung d'is Landesgerichtsprasldenteii nahrri d|p Ge'olnschaff der Grprer G"- V/IRTSCHAFf ÜMD SQZIALFQIITIK. Durch viele Engpässe zu geordneter Wirtschaft Die Slowakei innerhalb der Vorbereitungen auf das neue Wirtschafts-Europa .Alle ,,Prophe7rtungen" von feindlicher Seite, dciH die Slowakei in wirtschaftlicher Hinsicht sclion nacli kurzer Zeit zu-sdinmenhrecben müsse, haben sich nis Hirngespinst erwiesen. Erst dieser Tage konnte Verkelirsminister Julius Stano in tint;r Ansprüclie beuiprkt;nsw(?rte " 'tt'rn aus .seinem Ressort (öffentliche Arbeiten, Verkehrswesen und l^osl) bekanntgeben. Dandch sind in den ersten vier Jahren der slowakischen Selbständigkeit für Investitionsarbeiten in diesem Ressort rund 2 4 Milliarden und für Arbeiten außerhalb der Investitionstätigkeit eben-falls 2H Milliarden KS verausgabt worden. Die Feststellung ist berechtigt, daß seit der Errichtung dei slowakischen Staates weitaus mehr geleistet worden Ist, als im Verlauf der 20 Jahr« tschechoslowakischen Regimes. Der Außenhandel der Slowakei hat sich bekanntlich außerordentlich günstig entwickelt, wobei vor allem auf die fruchtbare Zusammenarbeit mit d^m Großdoutschen Reich hinzuweisen Ist, Die nächste Zukunft wird der slowakischen Wirtschaft bedeutungsvolle Aufgaben stellen. In diesem Zusammonhang ist nunmehr vom slowakischen Finir^''-ministerium die vierte SUiatsanleihe ausgeschrieben worden, die einen Ertrag von 1,1 Milliarden KS erbringen soll. Als Vorbereilung dafür wiirde die Kre-ditkontrolle in der letzten Zeit aufk^r-ordontlicb vcrschiirft. Hin umfcissondes Bild über die Wirt-schäftslago der Slowakei ergab sich aus dem Bericht, den der Gouverneur der slovakisi hen N.itionalhank, Dr. Karnas, gab. Er wies darauf hin, daß die Regelungen auf dem Gebiet der Erreugung und Verteilung im vergangenen Jahr weiter vervollkommnet wurden. Die Ge-treidcprnte war durchschnittlich (jut und es steht zu erwarten, daß Im Wirtschaftsjahr 43/44 in der Versorgung der Bevölkerung mit Getreide und dessen Erzeugnissen keine Störungen eintreten werden. Auf dem Gebiet der tierischen Produktion k&nn ebenfalls eine Besserung verzeichnet werden. Auf dem Gebiete der Induatrleer2eugung war dl« Lage durch Varaorgungsschwlerlgkelten gekennzeichnet und In der iwelten H&lfte des Vorjahres macht« sich hauptsSch» Ilch fflr die Exportlndustrl« ein« Absatzkrise geltend Hin Hauptgrund dafür waren Zahlungsschwierigkelten Im Clearingverkehr. Trotz dieser Schwierigkeiten, mit denen .luch noch im Jahre 1944 zu rechnen ist, konnte die slowakische Wirtschaft das Produktionsvolumen erhöhen, wo-tu vor allem die erhöhte Ausnutzung riei Rohstoffguellen und die Verwundung von Ausweichstoffen beitrugen Wenn es auch unmöglich war, bestimmte Preis-erhöiumqen zu verhindern, so bliebe doch der Preisauftrieb im Jahre 1943 weit hinter der Steigerung des Vorjahres Tiirürk, was als ein Erfolg der slowaki-srhrn Wirtscbafis- und Preispolitik ver-biirbt werden muß, 7umal in den letzten Monaten des .vergeTngenen Jahres eine sinkende Tendens festxustellen wart für die Zukunft erscheinen weitere Preissenkungen nicht ausgeschlossen. Die Spareinlagen sind Ende 1943 uro 652 Millionen auf 4 Milliarden 258 Millionen gestiegen, wobei festgestellt wird, daß In keinem der Vorjahre ein solcher Zuwachs erreicht wurde. Der Stand aller Einlagen bei den Geldanstalten betrug Ende 1943 über 8 Milliarden, der Banknotenumlauf Ist nur um 791 Millionen ouf 3532 Millionen gestlegen. Als wichtigstes Problem der Devisenpolitik wird die Entwicklung des deutsch-slowakischen Zahlungsverkehrs bezeichnet. Deutschland ist im slowakischen AuSan-hand«l d«r wichtigst« Partn«r geblieben, nimmt «s doch mit m«hr als 65 Proz«nt •a d«r Ausfuhr und mit 75 Prozent vi der Einfuhr teil. Der Handelsverkehr mit Südosteuropa Ist zufriedenstellend. Der Gouverneur Dr. Karnas gab der Uberzeugung Ausdruck, daß das Kriegsende nicht das Ende der regulierten Wirtschaft bedeuten vrird. Die Bildung des neuen Europa werde anfangs ebenfalls eine strenge Lenkung des Wirtschaftslebens erfordern. Eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit werde notwendig sein. Dementsprechend werde sich auch die slowakische Wirtschaft vorzubereiten haben. Zweifellos wird jeder Staat, der sich dieser zukünftigen Aufgabe bewußt Ist und in diesem Sinne sich vorbereitet eine aktive Mitgift für das neue Europa darstellen. richte, sowie maliqi'bliche Pertiönlifh keiten des NS-Rechtswahrerbundes unJ finilerer gerichtlicher Inslitutionen Piracfliut«. 13.J5 —>2.4Si Der Htriclil lur 14.IJ-15: Allerlei Ton twai hit dr«i, 15—16! iMctodien »Am luufcn-d«a Baad«. 16—17! Verlratite Klingt lui Op«retle, Opar und Konttrt. 17.15—18 Muiik lur Unler-hallHng. It—18.M; »EIb achöoaa Liad «r Ab«nd-atand« *oa dar Rundiunitaplelichar Berlin, Lei-tan| Willi Trldar. 18.30-^19: Dar Zaitiplejt'l. H.l»—l».JOi Fronlbarichta. lt.«—20i Prol. Hat ■ann Zilchari Ooalba und dla Muaik. W.IS—ll.Di • Maobalh«, Oper *on Vardi. 1. und 5. Akt (1,#1-iun|i Karl BAhml. 21.15—22: Abendknn(cr( der IroOan Berlinar Rundiunknrchattari mit Warken *on Graly-MoUl und MoiRrt. LeiluniJi Robert Hefter und Bruno Aulich. Sniiit Ludwi|{ Kuiche Dautaohlaadaanderi Zeit|{en^*iiachr Miiiik: Werke von Panl Brauer and Gerhard Münch. 20.1$—iZt Bunta Mal«dlankalta aita Tonfilia, Singapial, Ope-ralta. DAS GLÜCK VON LAUTENTHAL ein«, und da trat det Mühlonkniippe ein, Franz Bachei, und grüßte linkisch, behielt die Mütze In dur Hand vor sich gehalten, und entschuldigte lich, daß er störte. iich erkundigen über ihn. Es war doch richtig, daß er in die Lauteninühle einheiraten wollte Wenn da der Vaier einverstanden war, so war es ja gut, denn der Müller war ein guter Mannj wenn der einen Schwiegersohn wählte, dann konnte man sich auf den wohl verlassen, Franz wurde etwas verlegen und sagte, daß der Schwiegervatei ja eigentlich nicht einverstanden geweeen war, aber weil es nun die Käthe so gern wollte, deshalb halte er eingewilligt, und deshalb hatte er, der Franz, ja auch elnqt-wi'ligt, denn die Kalbe war ihm treu gn-blieben das ganze Jahr, und er war Ihr auch treu geblir'hon. wie das nun so ist iu dei Welt Mit solchen Reden stand er auf, nahm die Mütze in beide Hiinde und betrachtete sie und sagte, er sehe wohl daß der Geschworene müde sei, deshalb wolle er nicht länger stören, und der Schwiegervater könne über ihn Auskunft gehen, und auch der Kurt Pfeffer, mit dem sei Pf gewandert, allerdinqs nur den einen Tag Und so vernbichledele er nich denn und ging Der Kranke aber dachte lächelnd: »So ist da» nun. Der hält sich also auch für den Mittelpunkt des Geschehens und denkt, der Querschlag wird nur dazu getrieben, daß er Arbeit hat und die Käthe heiraten kann. Unterdes arbeiteten Kurt und die drei Bergleute mit fieberhafter Anstrengung nn ihrem Querschlag. Sie hatten ihn schon ein gut Stück eingetrieben. Da rollte beim Sprengen eine Wand herunter, die Kurt auffällig war, Er beleuchtete sie, da war in dem Gemenge von Quarz und Schwerspat eine Höhlung, In der saßen Kristalle von Erz, die Ihm merkwürdig vorkamen) sie waren dieikantig, wie Weißgültigerz, aber hatten eipe rauhe Oberfläche und sahen aus wie Schwefelkies. Er fragte einen d«r Bergleute. Der lachte, er sclilug sich auf die Schenkel und tanzte, er rief und sang: »Welßgültig, Weißgültigl« Die beiden andern Männer hl«lt«n Ihr Licht ta das Stück, dann lachton auch li« nnd riefen: »Weißgültigl« Kurt war noch immer erstaunt und ungläubig, da erzählten ihm die Männer, daß das Silbererz hier so vorkam, daß fiuf den Kristallen ein Uberzug von Schwefelkies saß. Da wurde Kurt schwach ums Herz vor Freude, er mußte sich set/.en. Inzwischen leuchteten die Männer die Stelle ab, wo die Wand gesessen hatte, da fanden sie eingesprengt ein kopfgroßes Stück Weißgültig. »Wir haben den GangU riefen sie, und der eine setzte sich gleich und begann «in neues Bohrloch, Kurt aber zerschlug die Wand, die da vor ihm lag, und schlug das Stück mit den Kristallen heraus, das nahm er in die Hand und lief eilig mit ihm zu dem Geschworenen. Wohl eine Viertelstunde hatte er zu laufen. Er kam keuchend an und konnte nicht gleich sprecheni er legte das Stück auf die Bettdecke und rief: »Dal« Der Kranke nahm das Erz prüfend In die Hand und betrachtete es, dann sagte er stockend; »Weißgültig«, ^ und legte sich mit geschlossenen Augen zurück aul sein Kissen. Kurt lief auf die Diele hinaus nach Marie. Marie kam, hinter ihr die Kölschen. »Welßgültig«, rief er den Frauen entgegen. Marie wurde blaß und hielt sich das Herz, die Kölschen schlug wortlos die Hände Überm Kopf zusammen, dann lief sie aus der Stube auf dla leere Straße und schiie: »Der Gang isi gefunden, der Gang Ist gefundenl« Aus den Häusern stürzten die Leute auf di^-Straße, die Kölschen lief die Straße hinunter wie verrückt und schriet »Dei Gang l«t gefunden.« Die Leute liefen hin t«r ihr her, um tu fragen) ober sie lief lmm«T w«it«r und ichri«. Marie machte sich um den ohnmächtl gen Vater zu schaffen. Langsam öffnete der die Augen. Erst war er noch ver wirrt, dann sagte er: »Ach jal« Er nahm das Stück in die Hand, er prüfte es noch mals Er sagte: »Nun wird alles gut.* Da stürzte Marie auf ihn zu, sie sank in die Knie voi dem Bett, warf die Hände über die Bettdecke und rückte den Kopf In die Decke und weinte. Der Vater aber streichelte ihr das Haar und sagte; »Nun wird alles gut.« Kurt lief aus dem Zimmer nach oben h seine Schlafkammer und kam gleich zurück. Er drückte dem Vater In die Hand, was er geholt hatte, und sprach; »Ich bin auch Formschnelder Das habe Ich gelernt. Ich habe das Muster zu einem Ausbeutetaler geschnitten, zu dem das Silber vermünzi werden soll, das wir jetzt finden. Wir müsser doch dem Fräulein von Glück dankbar sein. Die hat uns das Glflck gebracht. Was Ich jetzt gewinne, das lasse ich gleich aufbereiten und in der Hütte schmelzen, dann bringe Ich, es selber nach Zellerfeld in die Münze und spreche mit dem Münzmeister, daß das Muster in Eisen geschnitten wird und dreifache Taler geprägt werden.« Der Vater hielt sich den Buchshaum-stock entfernt vom Auge und betrachtete die Schnitzerei Marie drückte sich an ihn und betrachtete neugierig mit. 32 ROMAN VON PAUL ERNST Dl tra' er die beiden Liebenden, wie iin Hand In Hand, und in ihr Gespiäch Verl fit, im ü/irteinvrq aul und ab g:n-(H n. Als 5i(. ih > t-rblirklcn. zogen sie ihrv Hände au leiiirtnrier unrl winden tiftrut. Dt r Plnrinr aber laLheUe uiul zojj i|iiili('iul seinf'ii Hui, Niciil lrin(|o iiiu liher erw.h hie tier Kitinko wieder aus seinen Schlummer, fi' Icifi slill in seinf^m Belt, und vieles gtpq «.i'ineni (lf^i..4t viuübei i e- d tchle an sr-in fr(ihere> i.eben, tlas so schnell ver-ii'iisc til V at. Nun wai ihm merkwürdui, daß er sich immer ''Is MiUelputikl des (i^^schphetis vorgekommen war, und alle fiuler^n Leute waren sich auch so vorgekommen. Wenn man aber im Sterben / lieq', dann sieh» man ein. diB das eine große Selbslläuscliunq is1| und nun war die Stube hier, und d'c Stühle, der Tisch, und das Bett und der Schrank, das war alles noch genau so, wie es bei seinem Vater gewesen war. und vielleicht auch wie bei dessen Valeri und wie der Va-tei ftpstorben war da blieb ps, und wenn et selber nun slarb, dann blieb es auch so, indessen er auf dem Kirchhof lag, wo er nach dem Sankt ,I>ikob hlnüber-sehen konnte und auch n.icb diMn neuen Slnllen. Indem er aber so dafhie, da schrillte dio Glocke wieder, und ein Mann Btnmpflp und stiich seine Füße draußen ab, dann klopfte es, und er rief »her- Der Geschworene nickte lächelnd und deutete mit den Augen auf den Stuhl neben dem Bett, auf welchem der Pfarrer gesessen hatte. Da setzte sich nun Franz breitbeinig, er stützte die eine Hand auf das Bein, in der andern drehte er die Mütze und sagle, daß er gar nicht lange stören wolle, denn er sehe wohl, daß der Ge schworeiie müde sei, aber er habe ti(tcb (|leich kommen wollen und sich melden, flaniil es nachher nicht heiße, er habe sich zu spät geaieldet. und er hatte früher kommen müssen. Nämlich, da wird doch nun der Querschlag ge'rieben, und dio Leute erzählen sich, da kommen sie aul einen Gang mit lau-term Weißgültig, und da werden wieder Bergleute angelegt, und das Pochwerk und dio Hülle gelten auch wieder. Weil er doch nun das mit der Käthe festgemacht hatte, und er sagte sich, daß der Bergmann ja sein gutes Leben verdient, und das Haus hatten sie, und zwei Kühe, und so ging es ja denn wohl, auch wenn diu Laute nicht wiederkam. Deshalb wollte er sich nun gleich melden, damit Ihm die andern nicht zuvorkamen. Und er war guter Leute Kind, sein Valer war Müller, nur, daß sie fünfzehn Kinder zu Mause waren, da konnte er natürlich von Hause nichts mitbekommen, und mußte sehen, wie er seine Nahrung fand. Nach dieser Rede richtete sich Franz in seinem Stuhl auf und zupite sich die Weste zurecht. Der Geschworene nickte. Er wollte \ MARBURGER ZEITUNG STADTTHEATER MARBURG-Drau Donnerstag, 9. März; NACHT IN SIEBENBÜRGEN, Lustspiel. Preise II. Fraltag, 10. März: MORAL. Lustspiel. Prei-••! II. Kartenvorverkauf tiglich auDex Montag ron 9 bia 13 und von 15 bis 17.30 Uhr an d«r Theaterkasse, Domplatz 17. UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MAR6URQ-DRAU j BURG-LICHTSPIELE Hfiutfl 1^ 17 )0, t9 45 Uhr Ptrnnif 32)1« Ein glücklicher Mensch Bin Erlebnis tielstui Biodruckskralt itt disMt alntlq-artige Tobli-Pllm In dem Ewald Baiier, Viktor de Kowa, Gmtav Knutli und Maria Landrock unter der kün«lleri»chen Führung Paul Verhoeveni einer ungewöhnlich genialen Familie laizlnierende« Lebon geben Pttr Jagendl che ODlnr 14 Jalireii alcht tngelataenl ESPLANADE So i.riS IS. U 10 <9.43 Ub> Wo Is, iT.30, in.45 Ubi Bii aintcblleBlicb Moatag, II. Min Reisebekanntschaft Ein Wlen-Piltn mit Hani Moier, Elirtad« Datilg, Wolf Albacli-Raltr. Lotte Lang, Lliit Holiichuh, Aanle Roaar und Pfll« lakoH. — Nach dam glalchnamlgen Luittplal TOD Priti Got'twald. Plr Jagaadltfka ingalaaml Burg-Lichtspiele Cilli Wo 1» M. H.ao Uh. gp p u, 19 Uhi ■Ii Moalaf. daa tl. klart TarilBgaffl. Gabriele Dambront ■■ «aBnaadar Tarra-Pllm alt QmU Hakar. tMrM Br^, Ckilatt kiartera. IwaM Balaai m4 — SpUlitltujig! Haa« tUlakoll. ftr JafaaJMcta alcat ragaUiu«!! Metropol-Lichtspiele Cilli Wo. 17.30 und 20 Uhn So. IS, 17.30 und 20 Uhr. Donnerilag, t. MSri Die schwache Stunde Bin kälterer Bavdrla-l'ilm mit Haanelore Schrotk, Hilda ▼. Stola, Hilda Hlldabraadl, Paal RIchlar, Jotal Bchkalai Walter Jaaaaa und Prili Odaaar. — Salat-laltuttg: Otto Pittannann Ftk Jjgaaaucfca alckt Mgataaaaal Toniichtspiele Dentschet Hans Ftttf Pnitof, Ii. ua M.4S Uhr, Saaatag, tl. um lf.30 und 19.45 Uhr, Sonalag, IJ. Min um 15, 17.30 a. 19.45 Uhr Die Entlassung Dia Taga vor der Entlassung Blsmarckt, die antichal* dand die Weltgaachlchta unsaraa Jkhrhundarta ba-alnflufita. iagaadllclia aatat 14 Jakraa alckt ugelaaaaat Ton-Lichtspiele Stadttheater Ipla^» W. tf, H.H. U^. 1. Id.», W. H.4I Uhr Doaaaralafl, 1, Min Iwaa Palrowkk Jaral !■ daa Filai Der Kosak und die Nachtigall Nr Jagaadllcka alcht lagalaasaal lila Nevotaa «md tatet! Call Lichtspieltheater Tritail_ Doaaantag, 1. Mira Liebesschule Btn Ufa-Pllm mit Latie Ullrich, Viktor Staat, Jahan-■•a Haaitara, Charlotl Oaadart, Hani ■raaaawetlar, Dorll Krayolar usw. — Spiellaltungi K. G. Külb. — Mutlki Hflrald BOhmelt. Pflt Jageadllrba atcbl iiigip^^■pl|pr Iy4:i an (i"r Ostfionl cion Mcldsnlod f|aluntifm. Wer unseren braven Lui.st gt^k.intit iicit, *vcil^ was wir verloren hiilien und wolchen Schmor/ das Elternhaus zu tragen hat Die SeelenmrssG wird om 13. Marz rM4, um 9 Uhr, in Unter-Kuniguiu) ^[olesen werden. Kunigund, Ranzenbcig, den Ii. Marz 1!)44. In ticfor Trauer: Georg und Maria Rurau, den 7. März 1944. Die tieftrauernden Familien: 18fi6 Bazzaneiia, Blaschltz, Dr. Gorup und alle übrigen Verwandten. Wir geben die tvduricie Ndchricht. daß unsiMe Hobe Mutter, GroBinutter und Uniiüßinutter, Frau Katharina Puhalj Private im 96. Lebensjahre am 4. Mjiz unerwartet von uns geschieden ist. Das Begräbnis war am Montag, den 6. März, um 10 Uhi, in Ganis. Gams bei Marburg, den 8 Miirz 1944. In tiefer Trauer: Maria Puhal|, Srliwirgcrlochtcn Johann und Jakob Puhdl), Söhne, und alle ühriqrn Verwandten. Danksagung Für die zahlreichen Beweise herzlicher Anteil-»ahme anläßlich des sthweuMi Vcrhisti'« unserer lieben Mutter. KAUi.ARINA I'UIIAIJ. saqen wu unseren herzlichsten Dank, Gams bei Marburg, den 8, März 1944. 308 ramilip Pnhalj 34 Jahre alter WUwer mit drei Klnd«ni von 5, 8 und 11 Jahren, Angeetellter In eehi guter Position, mit eigener Wirtschaft und «rhflner Wohnung wünscht Bekanntschaft njit Untersteirf-rin, auch Witwe von 30 bis 42 ' Jahren, welche eine gute Mut-I ter, sargsame Hnusfrati und , brave Frau wäre. Antrige unter j »Frühlinq lÄflS' an die M. Z., 1 Marburg-Drau. 1889-12 ' In Banunternekaunq Wien, b'p-I tet iunge Beslfzertn, 18 167, : Halbwaise, whne1is<«> Finheirat. Unter »Rettunf« an PiiV>Ilritt>s, i Wien. I., Kürnhierring 2, I 725-12 Fimdft - VerluRfc ! Bund SohlAssel in der Koko-«rhineggallee verloren. Gegen j Belohnung in der M Z., Mer-' hurg-Dr., abgeben. 1885-13 Treibgasflasche auf der Pet-tauerstraße, Gutendorf b. Marburg, gefunden. Abzuholen bei Franz Schertifa, Gutendnrf, Pet tauerstrafle 240, ab 18 Uhr, ___1 i 100 RM Belohmingt Eine kleine Hündin mit Hslsbiind und Le' ne. hellbrauner Rücken, weiß liebes B»urt)fftll, kurzhaarig dünne Beine, hftrt suf den N,> men »Picki«. ist sumt Lerne au dem Gasthnnis inrtel in Brtik kel Untersteiermark. sm 21 F&bruar 1944 abhanden gekom mer. Wer mir deTi Hund wie der brinft «der sichere An haltspunictp gehen kann, br kommt 100 RM Belohnung All'" , Spesen werden hpflltrhen Zu Schriften erbebet an F Kurth Brückel 28. Untersteiermark 6.59-1 Verschiedenes Tausche Potoaparat 0x9, «an? Zubehör gegen Verqiößerunq-r apparat 24x36 mm und Aul j Zahlung. Adr. In der M. Z., Mar burg-Dr.__1B87-1 i Gartenanteil wiwl in der Sfacii j zu pachten gesucht. .Anträg/ I unter »GartenWeb« 1888« an dif M. 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Chroust ii/ heute c/i'f enzige lehn'ide .\fiibi:griiniler des nationalen Kampf Vereines „Sii(lwar}(" unil trat aU solcher, b>ie er in einem Schrei-ben an u/ü ausilrüclfhch hctontr. auch nuhrnuth in besondere Iii xichung zu Marburg. »Wieder ein GäUchnn, al>er in der dunkelsten. ältPStea AU&tiifit. Enr|hrüstige graue Häuser r'it glitschigpn Steinhofen und krachenden Holzstiogen» — »o •rhrelbt Eduard Hoffer in seinem ült-ösferreichischen Roman »Der blaue Ge durch viele Jfihre beschäfliyte. Se.ne Crd/ur Lehftätiqkeit war jedoch nur vun sehr kurzer Daupr. Chiousl war ein lei-deiischdfUirher Nationaler und wird von Dr. Friedlich Pock in seiner Grsch cht« der Südmdrk »Urenzwacht im SüdostfcA" unter den Begründern und als Mitglied des ersten Au8sch»s<;es dieses nationalen Ktiinptveioinos dufqezcihll. Die Ent-fdltunq einer solchen politischen Tätigkeit brachte den jungen Hochschullehrer in so starken Gegensatz zu den staatlichen Gewalten des dainniicfen Osterreich, daß seines Bleibens hier nicht länger sein konnte. Er verließ Heimat und Vaterland und fand an der Historischen Kommission der MüncbniT Akddcmie einen neuen Wirkungskreis, dort habiT-tierte er sich nbermdls, nm nach fiinl-jähtiger Tätigkeit einem Rul an die Universität Wilrzburg zu folnen Diese Sliidt wurde ihm zur zweitc>u Ileimal. Hier in Würzburg konnte or ?f>ine Tatkraft voll entfalten: fluf dem Gebinf der akademischen Lehrtätigkeit als ein Vor-k/impfer fth die sogenannten hiitorisrhot: »lIilfSMWissenschaften) auf wissensrhaff- licheni Gebiet durch eine Reihe von bedeutenden Werken, aut wirtschaftlichem durch Gründung und Leitung der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften an der Universität Würzburg, die über die schwere Zeit nach dem ersten Weltkrieg hinweghalf. Durch die GesetUchatt für fränkische Geschichte, die gleichfalls von ihm ins Leben gerufen und geleitel wurde, konnte er auch auf die breite Öffentlichkeit wirken. Ob es sich bei seinen Publikationen um die »Briefe und Akten zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges« (drei Ban-du) oder um die »Monumenta Palaeogra-phica« (neun Bände), um die Herausgabe (!er Quollen zur Geschichte der Kreuz-/iigo in der Reihe der Monumenta G'jr-ni.iniae historica oder nun sonst eine Arbeit handelt — alle sein« Werke sind zuvetläRig und sorgfällig, mit wissen-scbdfliichei Gründlichkeit, aber auch in einem gut lesbaren, flüssigen Sti! verfaßt Als 1939 die Gesellschaft für frÄn-kisrho Geschichte einen dicken Aus-Wriblbnnd seiner Aufsätze und Vorträge hpratisgab (Leipzig, Veilag Harrasso- wltz), könnt« Carl Erdmann, deuen biographische Charakteristik auch die Quelle für die vorliegenden Zeilen war, darauf hinweisen, daU das Lebenswerk des Gelehrten nicht weniger als 34 Bände und 60 Aufsätze umfasse! Wer in diesem schönen Bande blättert, merkt sofort, daß Chroust kein weltfremder Gelehrter, sondern ein lebendige Bilder aufzeigender, geistvoller Historiker ist, der den Leser stets zu fesseln weiß. Nebenbei sei auch erwähnt, dnfl Geheimrat Chroust die akadc^mischen Ehrensteilen eines Dekans und Rektors bekleidete und zahlreiche wlssensrhaftllche Vereinigungen, gelehrte Gesellschaften vmd Akademien ihn den Ihren nennen. Den Zusammenhang mit seiner Jugend hat er nie verloren. Arbeiten wie »Das Handelsbuch der Holzschuhur« oder seine 1890 erschienene kulturgeschichtliche Skizze »Vom Papier« bezeugen sein immer noch waches Interesse für das Handwerk ebensogut wie manche seiner großen Rezensionen, Aufsätze und Ab-h'indhinqen zur österreichischen und steirischen Geschiche (»Habsburgische Rpigonen«, »Die Anfänge der Gegenreformation in Steiermark«, »Die österreichische Frage«, »Unsere Ostmark'- und andere) beweisen, daß er seiner Heimat stets innig verbunden blieb. Und hierfür sei dem berühmten Sohn unseres Landes besonders gedankt. Die Dichterin Ostpreussens Zu Agnes Miegels 65, Geburtstag am 9. März nc'ial« von der Wurmbrandycisse in Graz. Dieses Häuschen, dem der steirischi; Dichter ein poetisches Denkmal *ptzt, trdut he'ti!o die Nummpr 4 (Lckf* li.iui>r>r-(jiis.ie, ifugenübe,- d''ui Jo-nnneuni), Ii-, ist das alle Solddtenwöciilhaus, in der 'i hea-ti.'ig esc hebte bekannt als Geburtsstätte des er.'if'n großen deutschen Srhanspie-lers Fl an/. Xavcriui Hieronymus Brock-niciim. In der zweiten Hälfte des vori-yrn itihrhundorts hatte dort der ehrsame Hin bhuidermeister Chroust Werkstatt Uli.' Woh'uuiq im ersten Stock Daselbst wiiide ihm arn 10, März 18t)4 sein Sohn .Arton fielioren. Zwar kam es den filtern b>irt on, den Buben ins akademische r;vTnnas;ium \ind dann gjr auf die Uni- »Nein, nie kRnnte ich mir vorstellen, so lieb mir Dtutt>chland ist, daß ich m einem anderen Lande als zwischen Weichfiel und Memel geboren wäre,« — Dicfies Bekenntnis Agne« Miogeli sagt nicht zuvi«l| deiia Lelrea und Werk der Dichterüi wurzein völlig im heimatlichiin Boden. Seine landschaftlichen Schönhei-tf n, seine Menschen und seine wechsel-volla Vergangenheit hat «»le mit liebevollem Herzen und feuriger Beredsamkeit immer wieder qt!«childert. We »auf einer (irarien, guten preußischen Chöussfe« 16t,Agnes Mieqels Loben verlaufen. Sie wurde al« einzige Tochter eanes Königaberger Kaufmanns im äl-testen Teil der allen Ordensstadt geboren, dvr vom Preqel umspülten Insel »Der Kneiphof«. Das junge Mädchen keim in ein Pensionat nach Weima^r, verlebte Lehr- und WnnderKihre in Frankrefch und England, war einige Zeit in Berlin und kehrte dann wierier in ihre Hpimatstadt zurück, wo sie alf^o mit geringen Unterbrechungen ihr ganze« Loben verbracht hat. Es ist »ohne irgendwelche äußeren v:.™ut «u schlckra. wo m dnilsrh.. Avmiüren vermuten: - Smache und Liler.itur sowie (jOFchichte t>t'trif*b, flber der Junge hat, auch durch emsige viitarbeit im Geschäft des Va-t'-rs »irh ein g\it Teil der Koston seihst v«rdiant Wie groß war die Freude, als eire kleine Erbschaft die Fortsetzung der Universitätsstudien in Wien und Berlin etrnö ilirbtp v,o er *ich 1f-i Moiwirchte und der einz'r^en For-• liuiiqsstältp dieser Art in Mitteleuropa iih'. ihaupt, konnte ei sich weiter ver-v.illkiiniiiincn. fni Jahr nach dorn Dok-I '.i| h .t)il.!'erte c: sich an'der UnivPin-I.'' Valer'iladt und bald darauf fiMri-kle er in flehen Bibliothek eine Ifiiiidschrift, die sein Forschen und doch wie reich! Die Dichterin hat uns erzählt, welchen tiefen Eindruck die ersten Gedichte, die sie las, auf il« gemacht haben, und wie da« erete Konzert, zu dem die kun«tlie-benden Eltern die Schülerin mitnahmen, eiie so völlig aus dem Gleichgewicht lifiichte, daß sie von diesem Abend an Ihre EVerufxmg fühlt«. Schon die Neunzehn jähriga konnte ein Uandchen Balladen haraiieqeben, und drei Jahre später e.'^schienen weitere Gedichte, Balladen und Lieder kennzeichnen nun die wesenl-lich^le Seite im Schaffen der Dichterin und erregen immer wieder, wenn eine neue Sammliino herau«komnit, höch'ste Bewiiiiderung. Börries von Müurhhauseii äußerte sich über Agnes Miegel: »Sie ist unbedingt und rweifellos der größte le-be.'ide ßnlladendichteri sie beherrechl alle Jüngsten Zeit zuin Gegenstand neiier ein f'e.irn 1er Forschuini (jewoiden, die erst inilil ,s3iiie eiii.:iqai Ik(C flröße ei kennen Ki.'^.i.'n. Du. Wüiiei(litirung dieser For-6'h.iatien wiid nun durch «ine Prinz-l.uijiin B;blirniidphie erleichteit, die der \\üi/bi;rgor Bruno Böhm in jahrelanger AiiX'il iiiirtaiiiiiKmijo.sloUt h^t und d'e von den beiden WivViei Prof<*s«oren Srbik und Rittner herausiiedoben wurde. Sie ver/.Pichnet nicht wen qor als 1772 Ar-tx'ileii, die von Pun/. Mugen und seiner Ze.t handeln. Diose Fülle des Stoffe« ist ein Zf»ichrn fiir die nachhaltige Wlrknnq fcHiiicr Teilen bei den Zeitqeni")fisen — eine große Anzahl vrm Fkmbldttern werden veizeichnet — von der noch jetzt das Prinz Eugenhed kündet, wiüirend spt»tere Arbeiten seinen Spuren zusammenfassend nnchaehen und neue Quellen erFfti'f>*ien hfll>en. Dun gduz Europa umfassenden Taten Der „edle Ritter" im Schrifttum seiner Zeit Kiae Prinr Eugen-Bibliographie D:e Pfirson d^s keirhäfeldmrjrbchalls ; de« Prinz Eugen entbQricht es. daß diese . Bibliographie Werk- aus .len verschie- deiiäten Ländern umfaßt, vor allem bietet sie aber ein getreues Spif»gelbild der Lage im Reiche i-u Beginn de« 17. Jahrhunderts, darüber hinaus der Politik des Österreichischen Ho''^ mit ihren V«r-ästlungen nach Italien und bi^onders ncvch dem Südosten, tler durch Prin"^ Eugen erst endgüUig wiedpr für Mittelpn-ropa erschlossen wurde. .Aut der anderen Seite werden aber auch rlio Abwehrkämpfe an der weltlichen Reiclwgren?® goflen Frankreich erfaßt und d.itnit die ungfheure Last gezeigt, die dfimals M t-leleuropa in el.jem Ziveifrontenkrieg trug, der wie dir heutige Zeit wieder, den Ansturm de« Ostens sah So wi^d dir se Bibliographie eines ö^terre-irbisrhen Heer-fiihrers zu einer gesamteuropälsrhen, die zeitgenöfcsisrhen Probleme des Westens und de.heimseligen Erin- nerung« in hohem Maße auch für Aqnei Miegel gilt. Wie stark empfinden wir das in'..besondere bei den späteren Arbeiten der Dichterin. Die drei wunderbaren Erzählungen des Bande« ■»Noras Schicksal« (HJ3?) haben die auch von Theodor Storm bevorzugt» Form der Rahraenerzählung. Was für eine Verklärung liegt über diesen längst vergangenen Tagen, von denen die Greisinnen der Jugend erzählen! Wie letjchten Garten, Fel