V««OkI>»A »«chdr»et«erden ntchtbttilkw »1^t uxd Aa^N?, w Zagreb l>«t vlsclnev und >1 S>r«> b»i Kl«nr«iH, AaNetstne, ».Ätktraq^. m Viien i» «!»«„ Anzei» qeitinxaljin»» 62 Jahrg. Lur Verlobung des Königs. Es war ausfallend, daß die öffentliche Meinung, wenn auch grundlos, so doch fast jede Reise, die unser erlauchter König bisher unternommen hatte, mit irgendeiner Verlobungsabsicht in Kombination brachte. Die so entstandenen Gerüchte mögen gerade deshalb, weil sie nur erfunden waren, bei vielen Menschen den Eindruck einer lästigen Indiskretion oder Geschmacklosigkeit zurückgelassen haben, jedenfalls sind sie aber ein sicherer Beweis des großen Interesses, das die große Oefsentlichkcit einer so intimen Angelegenheit des Herrscherhauses entgegenbringt. Aus diesen Gerüchten darf sonach auch ein sehnlicher Wunsch, vielleicht sogar eine Art Mahnung an den Säumigen herausgelesen werden, welcher Wunsch und welche Mahnung kie Volksseele beschäftigen. So wie bisher war es auch diesmal. Mit ber Kunde, der König rüste sich zu einem Besuche im rumänischen Herrscherhaus^ drang auch sofort wieder eine Berlobungskombtna-uon in die Oefsentlichkcit, doch mit dem Unterschiede, daß diesmal ans dem Gerüchte — Wahrheit wurde, und nun steht das Volt des jugoslawischen Königreiches unter dem Eindruck des Ereignisses, das ihm die Erfüllung eines sehnlich gehegten Wunsches verspricht. Für das Volk,für die große Oefsentlichkcit nm von Frankreich irgendwelche Konzessiv' jnen bezüglich des Bündnisses zn erlangen Allein ebenso gewiß ist eS, daß die Besprechung der Anschlußsrage die Aeußerung dei blutigen Verlegenheit der Mächte ist über dn Schöpfung dieses Oesterreich, das bisher nocl jnicht ins Gleichgewicht gekommen ist, im! dem anscheinend niemand helfen will, nn iihm die Möglichkeit eines auskömmlicher Daseins zu verschaffen. Daß heute, zwei Iah rc nach dem Friedensschluß, die Anschluß frage in einer amtlichen Diskussion zwischei den Vertretern der Mächte überhaupt in Be ratung gezogen werden kann, ist bezeichnen! und ein Beweis dafür, wie hilflos die Mächt, der österreichischen Frage gegenüberstehen Andauernder Widerstand Frankreichs gegei de» Anschlich. ' Berlin, 71'. Jänner. Aus Cannes wir' dem „Lokalanzeiger" gemeldet: Die Vertre NM LAtAM.hier Mch ^rage des Anschlmses von Oesterreich an Teutschland. Tie französischen Bedenken in dieser Hinsicht bleiben nnverrückl, und was Valien anbelangt, so ist das gegenwärtige Kabinett Bonomi geneigt, in einein Anschluß Oesterreichs an Teutschland eine Vergrößerung der deutschen Machten sehen, die auch Italien unwillkommeu erscheint. Das Kabi-nett Vonomi will sich sedcch in dieser Frage nicht auffällig bemerkbar mache», da anders ^trömullgen fnr den Anschluß Deutschöster-reichs an Tentschlaud siud. Das englisch-französische Abkommen zu» Kenntnis genommen. WÄV London, N. Januar. (Neuter.) Der Ministerrat hat den Entwurs de?« Abkommens zwischen Frankreich und England zur Kennt? uis genoinmen >lnd dem Premierminister Lloyd Georges sofort von seiner Anschauung verständigt. Das englisch-französische Bündnis kein um freundlicher Akt gegen Itali?n. VKB. London, 11. Jänner. (Wolfs.) Einer Meldung aus Cannes zufolge erklärte Lloyd George in einer Unterredung: Ein englisch-französisches Bündnis, das einen unfreundlichen Akt gegen Italien bedeuten würde, komme nicht in svrage. Es liege nicht in dor Absicht der britischen nnd der französische? Negierung, einen solchen Akt zu begehen. t5ann?s, 11. Jänner, (tzavas.) Ministerpräsident Vriand, oer von Lloyd George den Entwurf für das französisch-englische Abkommen erhalten hat, reiste um 3 Uhr nachmittags nach Paris ab, um da5 Schriftstück seinen Kollegin vorzulegen. Cannes, N. Jänner. (Wolff.) 4 Ubr naäimittag^. Ministerpräsident Vriand ist nach Paris abgereist. Er wird morgen in der Kammer sprechen. Einladungen zur Konferenz in Genua. WKV. Paris, 11. Jänner. Der „Matin" meldet au>^ Cannes: l^emäß dem Beschlusic de'A Oboisten Na tos, der gestern abends die Einladungen zur Konferenz in Genna abfaßte, werden alle europäischen Mächte sowie die Vereinigten Staaten und Japan auf der Konferenz vertreten sein. Auch die englischen Dominions, darunter zum ersteumole Irland, werden Einladungen erbalten. Minis sterpräsident Vonomi hat die Vorarbeiten für die Konferenz, der er Präsidieren wird-übernommen. Die deutsche Abordnung vor der Wiedergut» machungskommission. WKB. Cannes, 11. Jänner. (Havas.) Dit deutsche Delegation mit Rathenau an der Spitze ist hier eingetroffen. Jn der heutigen Vormittagssitzung des Obersten Rates verlangte Briand vor allem, daß die deutsche Abordnung gehört werde. Lloyd George nahm dies ohne Einwand an. Demzufolge wird die deutsche Abordnung heute um 6 Uhr abends vor der Wiedergutmachuugskommis-swn erscheinen, die dann den Alliierten Be« rM^rstattenwirdh. «rVUryUA ff ^^ . < t. 7^ N». Itmuar Das neue lrilche Kabinett. DKB. D»bli», 10. Jiinncr. (Rcuter.) Srlj-slth wurde mit allen gegen eine Stimme zum Präsidenten des Dail Eirean gewählt. In dem neugewählten Kabinett übernimmt Col-Ims das Finanzministerium, Gavan Dusfy das Ministerium des Aeußeren und Mulcahy das Ministerium für nationale Verteidigung Mlr lden Wiederaufbau Europas. WKB. Cannc), 10. Jänner. (Wolff.) Der Oberste Rat hat der Bildung eines internationalen Syndikates und diesem angegliederter, nationaler Syndikate zugestimmt, die den wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas unternehmen und die Zusammenarbeit aller Nationen bei der Wiederherstellung des normalen Wohlstandes sichern sollen. Der sofort gebildete Organisationsausschuß setzt sich aus zwei englischen, einem italienischen, einem belgischen und eiuem japanischen Vertreter zusammen. Er hat die Vollmacht, die Vertreter anderer Länder beiznziehen. Briand und die Wiedergutmachungen. WKB. Paris, 11. Jänner. (Havas.) Ministerpräsident Bnand hat an den Vorsitzenden des Finanzausschusses der Kammer ein Telegramm gerichtet, worin er seinem Erstaunen über den Inbatt des vom Ausschüsse angenommenen Antrages Ausdruck gibt und bemerkt, die Konferenz habe die Frage der Wiedergutmachung in einer Vollsitzung noch nicht in Angriff genommen. Er sehe daher nicht ein, auf welche Nachricht der Ausschuf seine Befürchtung gründen könnte. Der Ministerpräsident versichert schließlich, er werde wie er dies in der klammer erklärt habe nicht zulassen, döß die Rechte Frankreichs ili irgendeiner Weise beeinträchtigt werden. Der finanzielle Ausgleich betreffs des Burgenlandes. Die Kosten Oesterreichs — 4V Milliarden. In politischen Kreisen werden die bisheri gen kosten der Landnahme des Burgenlan des auf 40 Milliarden Kronen geschätzt. Dei weitaus größte« Teil dieser Summe erfor derten die militärischen Auslagen. Bekannt !ich ist die ungarische Regierung nach den Venediger Protokoll verpflichtet, Oesterreicl jene Schäden zn ersetzen, die aus der verspä teten Uebergabe des Vurgenlandes erwachse! sind. Anderseits hat Oesterreich Ungarn fn das im Burgenland liegende nnd durch di Angliederung des Gebietes übernommen Staatseigentum zu entschädigen. Ungorifchr Kohle flir Jugoslawien. Die Rcparationskommission billigt den jugo slawischen Standpunkt. WKV. Budapest, l 1 .Jänner. Wie „Az Uj szag" meldet, hat die iu Budapest tätige Rc Parationskommission der ungarischen Negic rung mitgeteilt, daß die Kommission in de Frage der Fünfkirchener Kohle die Berechtigung des jugoslawischen Standpunktes anerkannt hat, das heißt, daß sie die jugoslawischen Forderungen, wonach Ungarn den Preis der Kohle zu bezahlen hat, welche die Serben auf Grund des Friedensvertrages von Trianon aus den Fünfkirchener Kohlengruben erhalten, für berechtigt anerkennt. Die von der ungarischen Regierung zu bezahlenden Beträge sollen seinerzeit in die Wiedergutmachungssumme eingerechnet werden. Wie das Blatt serner meldet, bedeutet diese Forderung eine tägliche Belastung Ungarns mit ungefähr einer halben Milliarde. Offizielle Verlobung unseres Königs. WKB Bukarest, 10. Januar. (Orient Radio.) Gestern fand im Schlosse zu Sinaja ein Galadiner statt, bei welchem König Ferdinand die Verlobung der Prinzessin Marie offiziell bekanntgab. Di» zuMnftige jugoslawische Königin. Der Berichterstatter des „Agramer Tag-blattes" hatte die Gelegenheit, mit einer hohen rumänischen Persönlichkeit zu sprechen, welche interessante Einzelheiten über die zukünftige jugoslawische Königin bekanntgab. Prinzessin Mariola steht im 22. Lebensjahre und wird in Rumänien Mariola auch Mar-öika genannt. Sie wurde in Rumänien erzogen, spricht einige Sprachen und beschäftig! sich vorwiegend mit Musik und Literatur. Die Prinzessin ist von heiterem Gemüt, liebenswürdig, liebt sehr deu Sport und namentlich den Automobilsport. Trotzdem sil wie auch ihre Mutter im englischen Sinm erzogen wurde, ist sie in ihrem Umganc streng demokratisch. Die zukünftige jugoslawische Königin ist eine Enkelin der verstorbenen englischen Königin Viktoria. Ihr« 'Tante ist die Gattin des spanischen Königs x Weiters ist sie auch die Schwägerin desKron Prinzen der Hellenen. Die Hochzeitsfeierlich leiten mit König Aleksander werden wahr scheinlich sehr bald stattfinden, da die Hof trauer nach weiland König Petar am 5. Fe bruar abläuft. Es ist noch nicht bestimmt, w> die Hochzeit stattfinden wird, in Bukares - oder m Beograd. Die Arbeiten am Beograde Konak werden befchleuuigt werdeu, zu wel chem Zwecke auch französische Spezialistei berufen wurden. Die gesamte rumänisch .Presse kommentiert dieses wichtige Ereigni und betont, daß durch die Heirat der Prin zessin die internationalen Verhältnisse bc deutend gebessert werden. Um das Zustande kommen der Heirat hatte sich sowohl dj jugoslawische als auch die rumänische Diplo matie grosze Verdienste erworben. Währen des Krieges war die Prinzessin Kraukenpslc qerin in den Spitälern zu Bukarest uu Jassy. ^ Danltelegramm König Aleklanders an Slowenien. LÄV. Ljubljana, 12. Jänner. Auf da .Glückwunschtelegramm, welches der Präs d?nt der Landesregierung, Minister Iva tzribar, an Se. Majestät den König Alexau-der anläßlich seiner Verlobung mit der rumänischen Prinzessin Mariola abgesandt hat, ist von Sr. Majestät nachstehendes Dvnktele-gramm eingegangen: »Für die ihm übermittelten Glückwünsche, die ihm aus dem lieben Slowenien durch Ihre Vermittlung zugekommen sind, dankt vom Herzen — Alexander." Die Antwort König Alexanders auf dem Aestbanlett. LKB. Bukarest, 11. Jänner. Auf den anläßlich des Festbanketts in Sinaja vom rumänischen König Ferdinand dargebrachten Willkommgruß erwiderte Se. Majestät König Alexander: Als mich Eure Majestät gestern willkommen geheißen haben, wiesen Sie auf die herzlichen Bande hin, die unsere bei den Staaten in der Vergangenheit miteinan der verknüpft haben und die durch die Ber teidigung det gemeinsamen edlen Sache sowie durch gemeinsame Leiden im heldenhaf Marbmger und Tagesnachrichten. Die Ankunft Maribors. Nur durch ein sehr unliebsames Versehen ist die unter obigein Titel in unserem Blatte vom 12. d. M. gebrachte Unterredung zwischen Herrn Dr. Ku-kovec und einem unserer Mitarbeiter in die Rubrik der Marburger Tagesnachrichten geraten.. Indem wir diesen Fehler sehr bedauern, sind wir doch vollkommen überzeugt, daß die vom Herrn Minister und führenden Politiker ausgesprochenen Absichten bei unseren Lesern die vollste Beachtung finden werden. Borficht im Verkehr mit ausländischen Geldinstituten. Wie aus kaufmännischen und industriellen Kreisen berichtet wird, versenden verschiedene ausländische, insbesondere Wiener Geldinstitute an hiesige kaufmännische und industrielle Unternehmungen Einladungen, sie mögen bei ihnen offene Kontös eröff- ne durch gemeinsame ^ewen tm yelvenya - ^ ^ verfügbare Guthaben in jugoslawi-ten Kampfe ihre Festigung fanden. Auch die ^ Krnnp do?ts«>lbst d» 'inneren und llck» Gefühle meines Volkes sind den meinigen gleich. Mein Glück, in den Kreis der Familie Eurer Majestät zu treten, wird, wie ich hoffe, auch das Glück Eurer geliebten Tochter bedeuten. Eurem Lande und Eurer königlichen Familie wünsche ich das höchste Glück und den besten Fortschritt!" Keine Auflassung der Korr.-»wo«. LKB. Beograd, 11. Jänner. Herr Franz Smodej, der Präses der Sektion Ljubljana des jugoslawischen Journalistenverban- des, und Her^Dusan NikolajeviL, der Präsident des jugoslawischen Journalistenver-bandes, statteten heute vormittags dem Ministerpräsidenten Pasiü einen Besuch ab, bei welcher Gelegenheit sie ihm über die Notwendigkeit der Beibehaltung der Korrespondenz büros in Ljubljana, Sarajevo und Zagreb Bericht erstatteten, sowie seine Aufmerksamkeit aus de» Schaden hinlenkten, den die Auf lassung der Korr.-Buros im Gefolge hatte. Der Ministerpräsident gab ihnen die Zusicherung, daß er ihren Wünschen Rechnung tra gen und die Korr.-BüroS auch weiterhin beibehalten werde. / ........... Kurze Nachrichten. WKB Berlin, 11. Januar. In der Berliner Siegesaltee sind in der letzten Nacht an fast allen Denkmälern Beschädigungen verübt worden. WKB Rom, II. Jauuar. Iu Mantua, Ferrara uud Piacenza sind mehrfach Brände gelegt worden. Zum Zeichen des Protestes haben die Mailänder Sozialisten bei der Polizeizentrale den Antrag auf Proklamie-rung des Generalstreiks gestellt. Neues Erz. Im Kougo hat man ein neues Erz entdeckt, das die Eigenschaft des Radiums besitzt. Es hat die Farbe des Diamanten, nur !daß es etwas gelber ist. DaS neue Erz hat die «Fähigkeit, stark zu funkeln, doch verliert eS, 'an die Luft gebracht, diese Eigenschaft. schen Krone dortselbst deponieren und sich iei Devisen-Transaktionen sowie beim An-und Verkaufe ausländischer Zahlungsmittel hrer Vermittlung bedienen. Da sich diese Einladungen aus Geldgeschäfte beziehen, die nach den Bestimmungen der Verordnung über den Devisen- und Valutenverkehr nur m Wege der hiezu ermächtigten Geldinsti-ute durchgeführt werdn dürfen, erachten wir es als erforderlich, allen jenen, denen derart ige Einladungen zugegangen sein sollten, in hrem eigenen Interesse zu empfehlen, darauf eine Rücksicht zu nehmen. Nicht nur, daß »erartige Geldgeschäfte nach den bestehenden Verordnungen den hiesigen Geldinstituten vorbehalten oder unzulässig und unseren nationalwirtschaftlichen Interessen sowie auch unserer Valuta schädlich sind, bergen sie gewöhnlich sür die Parteien auch eine Gefahr in sich. Guthaben in unserer Währung sind» bei ausländischen Geldinstituten den Valu-tenverordnungen jenes Staates unterworfen, in dem sich der Sitz der Bank befindet. Die Guthaben in unserer Valuta werden von ausländischen Banken zum Schaden unserer Währung und zu Devisenspekulationen bei nützt, die bereits eine große Anzahl von Banken zugrunde gerichtet oder ihnen minde-stens ungeheure Verluste verursacht haben. Jn Unkenntnis der Verhältnisse bedieyen sich» die Parteien oftmals auch verschiedener Geld institute, die kapitalsschwach sind. Gerade die jüngsten Ereignisse in Italien empfehlen im Berkehr mit ausländischen Geldinstituten, diy größte Vorsicht. Generalversammlung des Sk. „Svoboda". Samstag den 14. d. um halb 7 Uhr abends findet die Generalversammlung dpS CK. „Svoboda" statt, die bei jeder Mitgliedern zahl beschlußfähig ist. Die Freiwillige Feuerwehr iu Pobreöje bei Maribor hält am Sonntag den 15. Jän« uer mit dein Beginne um 2 Uhr ihre dies« jährige Hauptversammlung ab. Dieselbe sin< det in Frau Roikos Gasthaus statt. Die ge-ehrten unterstützenden Mitglieder werden ersucht, sich ail dieser Versammlung zu beteiligen. — Voranzeige: Am Lichtmeßtag, denl Dle Brieftasche ' lo ; Roman vou «. Grauer. (Nachdruck verboten.) „Für einen — Verehrer Silvias?" Ariauo lachte laut auf. „O nein, dnsür halte ich ihn nicht." „Wofür also?" Wieder legten sich seine Finger um ihre Hand, und sich zu ihr hcrabneig(.nd, flüsterte ?r heiser: „Für einen Mörder!" Jfotta prallte zurück. „Herr Ariano!" stammelte sie, „ich — ich „Ich sage Ihnen, ich weiß ganz gut, was ich' rede; Doktor Fassera, den auch Sie bei uns lennen gelernt haben, ist kürzlich ermordet i worden. Heute habe ich es von seiner Schwe-i ster erfahren, und sein Schreiber, der Nachforschungen angestellt und damit auch schon Erfolg gehabt hat, konnte mir das Aeußere des Mörders beschreiben. Und diese Beschrei-. bung des Mannes stimmt mit der Ihrigen überein." . . Ariano mußte jnne halten, um Atem zu holen. > - „Was soll dieser Mensch mit Silvia zu tun haben?" fragte sie, noch ganz verwirrt von der schrecklichen Mitteilung " "s Ariano zuckte die.Schulter» i ..Weis; ich es? Der ganze Fall ist ja ein — aber hoffentlich nicht für immer." Nach diesen Worten gingen die beiden rasch weiter. Vor dem Hause, in dem sie wohnten, an-geloinmen, drückte Ariano seiner Nachbarin die Hand und sagte: Ich danke Ihnen, Fräulein Bardi. Sie haben mir einen grogen Dienst erwiesen. Ich weiß jetzt, daß ich Silvia vom Tode unseres Freundes nichts sagen darf, nnd daß ich sehr vorsichtig werde sein müssen. Ich danke Ihnen nochmals," . >... Damit trennten sie sich. Jfotta Bardi stieg nachdenklich die Treppe zn ihrem Zimmerchen hinauf und Ariano betrat, eine Opernmelodie summend, seine Wohnung. - - Daß seiu Atem nicht ruhig ging und seine Stimme ein wenig heiser war, darauf ach teten weder er, noch Silvia, die ihm in eigentümlich müder Weise entgegenkam. Er tat, als bemerke er es nicht, und schloß sie zärtlich in die Arme. Hierauf erzählte er ihr lebhaft von der Anerkennung, die ihm heute wieder einmal zuteil geworden war, und von dem Gelde, das er heimbrachte« Er schloß aus Silvias Benehmen, daß ihr Fasseras Tod noch nicht bekannt sei, und daß j seligen Wohnung des ihr heutiger Besucher ihr überhaupt keinerlei Aber weder Enzio noch Veranlassung gegeben hatte, ihn M Fas-.die ersehnte Ruhe; in beider Augen kam lera in Verbindung briMN< ^während dieser IrWMnM M Mlai, Und noch eins bemerkte er: daß Silvia, rotzdem sie sich innig all ihn schmiegte, mit ihren Gedanken weit weg von ihm war. Aber aikch sie konnte sich beherrschen — und sie war klug. Sie schob ihm Tullio, der auch gekommen war, deU Vater zu begrüßen, zu und sagte, sie müsse nun in die Küche, um das Abendessen anzurichten. „Mein Gott, wie diese wenigen Stunden sie verändert haben," dachte er, ihr sorgenvoll nachblickend. Er blieb etwa eine halbe Stunde allein mit dem Kinde, was ihm sehr wohl tat, denn er fand erst jetzt Zeit, seine Gedanken zu ordnen. Dem Abendessen tat nur der kleine Tullio Ehre an; Enzio und seine Frau konnten nur mit Mühe wenige Bissen hinunterbringen. Enzio entschuldigte seine Appetitlosigkeit damit> daß er bei Fassera überreich bewirtet worden war, und daraufhin erklärte Silvia, ihr sei schon den ganzen Nachmittag nicht wohl gewesen. ^ v ' " Sie räumte dann av und' ivar sichtlich froh, als Enzio vorschlug, bald schlafen zu gehen, da er sehr müde sei. ^ ^ ^ Bald wurde eS still in der kleinen, arm-jungen Künstlers, seine Frau fanden Jeder starrte — fast regungslos, um dett anderen nicht zu störeu — in die Finsternis und hing seinen quälenden Gedanken nach< Und als der Morgen kam und sie ausstau« den, da fühlten sie sich wie zerschlagen und Wichelt einander aus, so gut es eben ging. Silvia beschäftigte sich überfleißig im Haushalt und ihr Mann blieb fast immerzu in seinem Atelier. Noch immer wartete er darauf, daß Silvia rede» werde. Aber Stunde um Stunde verging. Silvia schwieg — und das bewies ihm, daß sie, die sonst die Aufrichtigkeit selbst war, durch irgendetwas sehr Schwerwiegen-, des gezwungen sei, ein sie peinigendes Geheimnis vor ihm zu haben. Am Vormittag kam, wie das oft geschah, Fräulein Bardi zu Arianos, um ein wenig zu „plaudern", wie sie bei ihrem Eintritt sagte. Aber da Silvia soeben mit einem Korb Wäsche in den Garten ging, um sie dort aufzuhängen, war nur Enzio da, um mit ihr „zu plaudern". Kaum befanden sich die beiden allein, wurden ihre Mienen sehr ernst, und sie sprachen über den Gegenstand weiter, der sie am Abend vorher so lebhaft beschäftigt hatte. FräuleinBardi wunderte sich nicht, daß Ariano noch immer nicht wußte, was seine Frau seit gestern gar so schwer bedrückte, denn sie nahm an, daß Silvia eben die jZunge gebuMn sei. Aber sie. hatte Ariano Seit« 5 Kino. 1. Aiaribersti vioskap. Freitag, Samstag, Sonntag und Montag wird der große historische Filmschlager „Tie Verschwörung zu Ge-mm", ein Drama ai's der Togenzeit, in «5 langen Akten vorgeführt. Die Kritik der Weltzeitung „Het Allgemein >)aildelsblad" vom 15. Äai 1921 soll dem Publikum als Richtschnur dienen: „Im ?)uttelalter hatte man in Italien kleine Republiken und Freistädte, in denen allerlei Intriganten, (Gewalttätige, Gistmeuger ^id andere ehrgeizige Herren die Herrschast zu erlangen suchten. Tiefer fortdauernde Streit zwischen den Strebern mit adeligem Hamen hat schon nehr als einen Filmszenario-Schrciber begeistert, die romantische Sphäre war da, und ne Jntrigue lag klar auf der Hand. Ter Mm „Tie Verschwörung zu Genna" behandelt auch solch einen Streit zwischen Familien in einer italienischen Stadt, und nie-nals »onrde solch ein Film Vesser gespielt, niemals war die Negie raffinierter, Es ist vohl das Beste, was bei einem historischen 5'ilm erreicht werden kann. Es sind hier keine gemalten Tücher als Ausstattung, sondern es ist alieS auf- uud nachgebaut in dem Stile jener Zeit. Wir haben hier starkes Spiel ohne eine Gebärde zn viel oder eine Geste zu lebhaft. Hans Mierendorff spielt die Hauptrolle ausgezeichnet, aber sehr gut ist auch das Spiel des Negers, der als treuer Handlanger und Spion des Prätendenten fungiert. Auch der allertsemften Nolle ilt Aufmerksamkeit geschenkt. Tiefer Film gehört unzweifelhaft zu den allerbesten, die seit Mannten in Amsterdam ai'weien sind." T. Feber, findet ein Familienabend mit Tanz statt. Alles Nähere später. An die Adresse der Sektion des Mink. sieriums für Sozialpolitik in Ljubljana. Vanleite der Invaliden wurde folgende Klage vorgebracht: Die Ueberprüfungskommisfion ftr die Invaliden des Mariborer Militärbezirkes nimmt monatlich am 10., 20. und A0. Überprüfungen der Invaliden vor. Die Invaliden melden sich immer nnd langen oft nach vier- und auch mehrstündigem Marsche in Maribor ein. Erschöpft erscheinen sie vor der .Kommission. Jene, die augeukrank sind und keinen Ausweis über ärztliche Untersuchung besitzen, sendet die Kontmission zum Augenspezialisten Herrn Primarius Dr. Dernovkie? zur Konstatierung des Sehvermögens. Letzterer kann aber aus berechtigten, später noch angeführten Gründen solche Invaliden, die die Kommission schickt, künftighin nicht mehr untersuchen. Der Jnvalidc kehrt nun in das Jnvalidenhaus zur Ueber-hrüfungskommission zurück, die ihn abei daraufhin mit dem Ratschlage abfertigt, ei möge eine Beschwerde beim Kommando dn Mariborer Militärbezirkes vorlegen. Der ar me Invalide kehrt sodann heim, und nur vergehen wieder einige Monate, ehe er neuer dings zur Ueberprüfung einberufen wird Wen trifft nun an dieser unverzeihlichen Saumseligkeit die Schuld? Herrn Dr. Der Novsek zweifellos nicht, da er diese undank bare Arbeit im Interesse der Invaliden uni im Interesse des Staates vom Anfange Sep tember bis 13. Dezember 1931, selbstreden! gegen vertragsmäßige Abrechnung, verrich tete; die aber das Ministerium für Sozial Politik bis heute nicht liquidierte. Desglei chen erhielten die Mitglieder der Kommissioi nicht sämtliche ihnen gebührenden Taggel der, die aber nach der Verordnung über die allgemeine Ueberprüfung der Invaliden Z. 15.580 von: 27. Juni 1021, Artikel 33, al. 2, auszuzahlen waren. Diese Unzukömmlichkeiten zeigen Nachlässigkeit und Jnteresselosig-kei^.die unter den Betroffenen recht schädliche Erscheinungen zur Folge haben, und ist hiefür die Sektion des Ministeriums sür soziale Politik in Ljubljana, sowie das Kommando des Mariborer Militärbeziries verantwortlich. Ist denn der Invalide daran schuld, wenn die berufenen Behörden nicht , imstande sind, einen ärztlichen Spezialisten M gewinnen oder zu erhalten? Die'Schuld trifft das Kommando, den Invaliden flber der Schaden an seiner Gesundheit utid an der Geldtasche. Oder werden wir Invaliden selbst den Arzt zu honorieren haben, wie dies ein Zugsführer- am 10. d. M. tat, weil er nur auf diese Art zur Ueberprüfung gelangen konnte? Wir hoffen, daß die Sektion des Ministeriums für soziale Politik in Ljubljana in ehemöglichster Zeit diese Angelegenheit ordnen nnd diese Unzukömmlichkeiten beseitigen wird. — Mehrere Invalide. Erhöhung der Lebensmittelpreise. Ter » Ttadtmagistrat verlautbart: Die Preisbe-ftimmungskommiffion hat in ihrer Sihung vom 10. Jänner die Preise sür Lebensmittel wie folgt festgesetzt: 1. Gebäck: Weißbrot ans 50A 0-Mehl nnd b0?6 2-Mehl X 20—, Schwarzbrot aus H-Mehl 1 kg k 17.—, Sem- leln auS V-Mehl, 7 dkg schwer, per Stück n ^ 2»—. Gastwirten und Weiterverkäufen! l >ird 205» Gewinn bewilligt, so daß bei ih- t en die Semmel 15 2.20 kostet. — 2. Fleisch: tindfleisch: 1. Qualität Vorderes 1 kg k 32, j unteres 1 kg K 34, 2. Qualität Vorderes 1 , 5 k 28, Hinteres 1 kg X 30, 3. Qualität r vorderes 1 kg k 24, Hinteres 1 kg k 26. ^ lalbfleisch: Vorderes 1 lg X 30, Hinteres j kg K 32. Der übliche Zuschlag von 2056 ; lnochen bleibt. Für Schweinefleisch wird vor z erHand noch kein Marimalprcis bestimmt. ^ Kiese Preise treten mit Samstag den 14. , Himer in Krast. — Ter Bürgermeister: ^ ^röar. ^ Zur gründenden Generalversammlung der ^ lntituberkulosenliga. Wie wir bereits seiner- , >eit berichteten, findet Freitag dne 13. d. M. ^ nn 8 Uhr abends in der Turnhalle der Kna- ' »enbürgerschule, Krekovci ulica 3, die grünende Versammlung der in Maribor geschaf-' enen Antitnberkukosenliga statt. Es ist wohl aum erforderlich, noch eigens darauf hinzu-j veisen, welche außerordentliche Wichtigkeit! >ie Gründung dieser Institution in sich birgt. Insbesondere der Umstand, das; Slowenien )urch seine natürlichen Borbedingungen in Industrieller Hinsicht einer großzügigen Ent-. Haltung entgegengeht, industrielle Gebiete zber gleichzeitig auch eine bedeutend größere Sterblichkeit an Tuberkulose aufweisen, rückt die Bedeutuug des organisierten Widerstan--! des und der systematischen Bekämpfung der! Tuberkulose ins wahre Licht. Um zum Ber-^ ständnis der Wichtigkeit dieser Humanitären Institution nnd sür deren Popularisierung in allen Bevölkerungsschichtsn möglichst beizutragen, wollen wir in unserer morgigen Nummer in einem eigenen Artikel den Ge- . zenstand etwas eingehender behandeln. Je-, Wenfalls kann gesagt werden, daß mit der^ Nründung der Liga neue Wege eine? metho-! dischen Kampfes gegen die Tuberkulose und^ ihre furchtbaren Folgen betreten werden. Belika kavarna. Freitag 8 Uhr Elitekonzert Kubicek. Am 13. Jänner in der Klub-Bar Kabarettabend des Herrn I. Povhe. Beginn 10 Uhr. — Dienstag den 17. Jänner großes Symphoniekonzert. Walzeradend. Der hiesige Arbeiterkultur-verein „Svoboda" veranstaltet am Samstag den 14. Jänner in den Räumen der Gam-brinushalle einen Walzerabend, worauf der Verein die Tanzlustigen aufmerksam macht. Musiker-Mänzcheu^u! RazyMe. Die Ju-validcn-Musillapelle aus Razvanje veranstaltet am 15. Jänner ein Tanzkränzchen in den Gasthauslokalitäten des Herrn Peter Triuko. Eintritt frei. Raubmord an einem Gendarm. Sonntag früh' fand eine Gendarmer'u^patrouille des Posteus BreSice (Rann) ihren Kameradel!, den Gedärm Mauer desselben Postens, im Walde von Tobrava bei Bre^ice tot auf. Ter Tote war vollständig entkleidet uud ausgeraubt, die linke Gesichtshälfte war zerfleischt. Am Halse saud man Würgespureu und am Körper mehrere Wunden. Ter Mörder trug auch die Waffen d^von. Tie sofort eingeleitete Untersuchung blieb bisher resnltallos, doch .glaubt man, den Mörder iu der Person ei- >ws Deserteurs suchen zu müssen. Ter Ermordete hinterläßt eine Frau und mehrere mwersorgte Kinder. Großer Brand in ?.erovinci bei Jvanj-kovci. Montag, den 9. d. M. entstand aus ! unbekat'i'ter Ursache im Wohuhause der Be- ' sitzeriu Jvana ^osi in öerovinci ein Brand ^ der sich rasch ausbreitete und das Wohnhaus -fast einäscherte, das Dach des Wirtschafte- l bäudes uud deu Schweinestall teilweise uud > den ganzen Vorrat an Futter und landwirt- > schaftlichen Geräte, vollständig vernichtete. 1 Der Schaden beträgt über 200.l>00 X und ist ^ nur dura; eine Versicherung von 4000 X / teilweise gedeckt. Wären Löschgeräte zur > Hand gewesen, hätte die ganze Katastrophe! verhindert Vierden können, da knapp am!-Hause ein wasserreicher Bach vorbeifließt.»! Der 4 Kilometer vom Brandplatze entfern-'^ ten Feuerwehr vou Jvanjkovci gelang es^ erst nach mehrstündiger Arbeit, das Feuer zu ^ lokalisieren. Ein verunglücktes Kind. Mittwoch nachmittags spielte die dreijährige Leopoldiuc Robiö in der Küche ihrer elterlichen Woh-! uung am Glavni trg und siel dabei so uu-glücklich zn Boden, daß sie sich den linken Arm verstauchte. DaS Kind wurde in die Rettungsstation gebracht, wo ihm erste Hilfe geleistet wurde, woraus es in häusliche Pflege , übergeben wurde. Kleine Polizeinachrichten. Wegen Vergehens gegen die Straßenordnung wurdeu mehrere Fubrleute angehalten, die ihre Fuhrwerke ohne Aufsicht vor Geschäfte»! bezw. Gasthäusern stehen ließen. — Trotz der noch immer bestehenden Hundekontumaz z lassen mehrere Huudebesitzer die Tiere ohne ^ Maulkorb auf den Straßen herumlaufeu. iSo wurden im Laufe des gestrigen Tages l mehrere derartige Hunde ohne Maulkorb !vom Wasenmejster aufgefangen. I Scheue Pferde. Gestern nachmittags fuhr -der Gutsbesitzer in Lajtersberg Josef Dopli-kar aus Zarovee bei Görz mit einem seichtet! Fuhrwerke auf dem Glavni trg. Hiebet i scheuten die Pferde vor der weißen Zelt-jplache eines Verkäufers und rasten im schärs« ssten Tempo durch die Tattenbachova und Evetliena ulica in die Alexandrova eesta, wo sie wieder in der Richtung gegen die innere Stadt einbogen. Der auf dem Wagen fitzende Fnhmann war nicht imstande, die .Pferde anzuhalten. Bereits nn der Ecke der iSodna ulica sties eines der beiden Pferde gegen den entgegenfahrenden Wagen eines gewissen Jevsenik, wobei eines der beiden scheuen Pferde gegen den herankommenden Leiterwagen anraunte nnd schwere Verlegungen erlitt. Tie Pferde raunten bis in die Slovenska ulica, wo sie vor dein Geschäfte Wvgerer umkehrten, jedoch bereits l vor dem Kaffehause „Pri eruem Orlu" hiel-' teu, Ivo das verletzte Pferd zusammenbrach ^und verendete. Ter Eigentümer des Fuhr-. wertes, der ohne jedwege Verletzung davon-i kaiu, ließ das to'.e Pferd tierärztlich nnter-1 suchen, worauf es einem Pserdesleiichhauer e üdergel'en nnnde. Tie rasende Flucht der ) Pferde hatte natürlicherweise iu den Gw'seu - große A''sregnng b.'rvorgeruten. Börsenbericht. Zagreb. Devisen: Berlin 171—173, Mailand 1280—1290, 5ondon 1245— i260, New>1)or? 295,-300, Paris 24k>")—2475, Prag 487—490, Schwei? 5,500—5700, 4.4< ?—4.60, Budapest 49.50. — Valuten: Dollar 290-292, Nubel 23—26, ostcrr. K 5, Napoleon d'Vr 1020—1040, !1?ar? 175, Lei 225, tire 1200—1270, ung. R 48. Wien. Devisen: Zagreb 2260.50— 2264 50, Leograd 0040 — 9060, Berlin 3350.50 — 3K65.50. Budapest 110350---1106.50, London 23 690—23.710, Mailand 29.Z00-29.210, New-Vor? 6773 — 6777 Paris 55,980 — 56.020, Prag 10.922 — 10.028, Sofia 4405—4305, Marschau 244 — L46, Zürich 131.025—131.075. — v a. luten: Dollar 6693—6702, bulgarisch, cei 1195-4205. deutsche lUark 3847—3353 Pfund 28.490—28.510,sranz.Franken 53.430 —55 470, Lire 28 690—23.710, Dinar 8930 —9000, polnische ?Nark —241, rumänische teve 5270—5280, Schweizer Franken 120 475—129 525, tschechoslowakische Krone 10.372—10,878, nna. ttrons 1103—1106. Zürich. Berlin 2.65, New-^or? 516, tondon 2l 30. Paris 42.50, Mailand 22.15, Prag 8 35, Budapest 0,85, Zagreb 1.30, Marschau 0,17, !Vien 0,17, österr. gesiem-pelte Arone 0.09. !?V noch etwas initzuteilen, nms sie gestern in ihrer Erregung vergesset! hatte. „Es handelt sich um ein paar Papiere," flüsterte sie ihm zu, während sie scheinbar sehr interessiert eine seiner neuen Studien betrachtete. „Ich glaube, Silvia hat sie in ihrer Hutschachtel versteckt. Weuigsteus sah ich, wie gesteru, während ich ihr nach ihrem Weinkramps eine Limonade bereitete, durch das Zimmer gehend, ein Papier fallen ließ und rasch wieder aufhob. Eiu zweites Papier hatte sie noch in der Hand. Ich beeilte mich, wieder in das Zimmer zn kommen, nnd da stellte sie soeben ihre Hutschachtel wieder in den Schrank -- das ist Ihnen aber sehr gelungen," sprach sie plötzlich laut weiter und zeigte mit dein Finger auf einen Diskuswerfer, der seit ewigen Tagen auf einem der Wandbretter stand. Silvia stand jetzt dicht vor dem offenen Fenster ; sie hielt ein Hemdchen Tullios in der Hand. „Nicht wahr, der steht wie lebend da?" sagte sie und ihre Augen erhellten sich als sie auf der wirklich vorzüglich ausgeführten Statuette hafteten. „Wie lebend!" wiederholte Jsotta lebhaft. „Aber weißt du, Silvia", fuhr sie lebhaft fort, „daß heute der Markt geradezu mit Früchten überladen ist? Die Kirschen und Aprikosen sin derstaunlich billig. Es wäre ein md für deinen kleinen Tullio, wenn dn heule einkauftest. Gehst dn mit?" Silvia überlegte ein Weilchen, dann sagte ie: „Ich komme mit'.", warf die letzten Wäschestücke über die Lc'iue und ilewele sich eilig uni. „So", üigte Jsotta leise, ,.uuu iönuen Sie deute die Hutschachtel gründlich durchsuchen. Ein andermal dürste es vielleicht zu svät leiu. Jeizt wisse» Sie, warum ich heute her-lam." Das Halle das gute Mädchen noch sagen können, daun war Silvia ius Wohnzimmer getouimen und Jsotta betrat schnell diesen Raum, denn hier stand der bewußte Schrank, den sie bewachen wollte, bis sie fortgingen. Das war aber ganz unnötig. Silvia hatte offenbar gar nicht die Absicht, ihm etwas zu entnehmen. Wenn sie vormittags ausging, um Einkäufe zu machen, nahm sie stets ein schwarzes Spitzentuch um, das sie nach der graziösen Art der Venetianerinnen trug. Dieses Tuch hing immer auf dem Kleiderständer, von dem Silvia jetzt auch das einfache Kleid nahm, mit dem sie jhrcn Haus-auzug vertauschte. „Kann ich dir helfen?" fragte Jsotta, die heute besonders dienstfertig war. Silvia wies ihr müde lächelnd den soeben hereinstürmenden Tullio zu. Nach einer Viertelstunde Verliesen Fcjt für dich^ du Mieter aller ZMlr lchloM'n: der Schlüssel dazu war schon vor! längerer Zeit verloren gegangen. Tie Hutschachtel war bald in des jungen > Cannes Händen nnd wenige Seknnden später wußte er, daß Jsotta sich uicht gairrt bat--le: es lagen wirklich Papiere darin. Silvias Einfall, sie hier zn verstecken, war kein schlechter gewesen. Daß in einer Hutschachtel ein Geheimnis zn suchen sei — anf diese Idee wöre wohl so leicht uiemand gekommen. Daß es dennoch geschehen, daran trug nur Fräulein Bardis scharfe Beobachtungsgabe schuld. Mit großem Staunen erkannte Enzio in einem der beiden Papiere, die er der Schachtel entnommen, einen Brief, der Baron Christians Handschrift und Silvias Ndresse trug. Sein Staunen wuchs ober ins Maßlose, als er das zweite Papier entfaltete und sah, daß er einen Wechsel in der Hand hatte — jnen RM^dmMMan ^c.W gusgeftellt hatte, und qns welchen hin Silvia Ariano am ersten Juni des lausenden Jahres von dein Aussteller vierzigtausend Lire einzufor< dern hatte. Enzio griff alo er den Wechsel geleseu, au die Stirue. War er deuu verriult? Mit flimmernden Angen starrte er eiin Weile auf das Pamer nieder, dann entfaUeU' er den Brief. Während er ihn las, wechselte ein Paarmal die Farbe anf seinem Gesicht und er atmete schwer. Und als Enzio dieses merkwürdige Schreiben zu Eude geleseu. lü?,!c er audächtig die Aufschrift uud die Uuterschrist des Briefe? uud schaute mit träueuvollen Augen und einem weichen Löchelu vor sich uieder. Er hatte sich gauz verloren geglaubt und war doch von so starker, so tatkräftiger Lieb? behütet geweseu! Daran dachte er, als seine Angen sich mi^ Tränen fülltet?. Aber bald versiegten diese. Er erinnerte sich daran, daß es jetzt nicht an der Zeit sei, nn sich zu denken. Seilte Augen wurden wieder trocken, sein Gesicht nahm einen harten Ausdruck an. Er dachte jetzt an den Mann, der zweifele loS Silvia die Papiere überbracht hatte --den Wechsel ganz destimmt nur zu dem Zweck, daß sie ilm einlösen und ihm einen Anteil geben werde. «e kuffifche SmiaraNon. «i-ste lett, »«S ß< t»t, »M ße de»kt. , .'^... N. Die ruffische Emigration, obwohl in ihren politischen (Grundgedanken ganz einstimmig ^ntibolschewistisch, ist doch in einige Parteien gespalten. Im allgemeinen sehen die Flüchtlinge'in der Comjetregierimg eine kleine Ziruppc, welche in den aufiergewöhnlichen Verhältnissen d<'s I. 1917 die sticht nber Nnfiland an sich gerissen hat nnd keine reellen Wurzeln in den breiten Schichten der Bevölkerung desi^^t. Ein großes Verdienst der Enii« i^ratil^il lu'jtel)t in der Arl>eit, die sie ans alle ?trten leistet, um die kommunistische Gefahr in ihrem mnhren ^iune zn beleuchten und den Lch'eier zu durchdringt«, mit welchem ^ie v^erien vou ihre skrupellose Äl« tion zur Perbreituug de? i^lommunionins uliiotieien. '^^llle durch die V^'»Ischewisteu eiugeschlngenen streben in der 'Z'.^irklichteit nur zu deul .'inen Endziel: zur '^^'eltreuolution. volitischer Nichtu??g teilt sich die Emi-^ilitiou iu drei 5?liuptgruppen'. die Re6Ueu, >ti'? ,'^)elittuni uud die ^'iuleu. Ein Urteil ab« pli^eb'.'n oder 'jiiferu ',u »leiiueu, ivelche Partei .>>1'.' .Uelienieivicht besittt oder wo sich deren '?ln?)>in,ier yt^uylsnclilich mishalteu, ist selir 'ckwe?', nieit UN-? ein stntistiscs'e'^Material darüber nicht zur ^^'erfiiguug st^'ht. ?eiumt zurückkehren, in^stande sein, nükliche Arbeit ^n leisten. Es ist wahrscheinlich, dlP bei dem Perumnenten Kontakt mit den? imre'en Leben deS Landes sich die poli" tischen Anschauungen der Parte! modifizieren und die Parteielemente für eine Neugrnppie-ruug geben nvrden. Es ist schwer zu prophe-.'^eien, aber einl^ Sache scheint sicher, daß näni-lich die Sozialrevolutionären, wenn sie bei ihrer Einseitigkeit bleiben sollten, nicht weit kolnmen werden. ^ Der russische Koinnrunismus hat bei den Bauern einen intensiven Bodenhllnger erweckt, andererseits aber eine kapitalistische Minderheit neuer Reicher ans den kommunistischen reisen geschaffen, woduräi neue Lebensfor-inen gefunden u»td starke 5'^andlungen der sozialen Anschauungen der Vorrevvlutions-»eit werden platMeisen müssen. Welche Parteien die besten Ehanccn haben, znr Macht zn kommen, ist nnmöglich zu sagen. Aber es ist synlptomatiscki, daß in einigen Gegenden die Bauern ans den „echten Wirt" warten, der Ordnnng machen und alles wegfegen wird, was sie seit Jahren ausgeführt hat. Die von der Moskauer Regierung iinter-nommenen Schritte, die sür sie notwendige Intellegenz zurückzubekommen, haben keine besonde -en Evsolge gezeigt. Die Proben haben bisher sehr schlecht geendet. Die lokalen „Tschekas" sind viel stärker als die hohen bolschewistischen Führer. Dann ist die Intelligenz in Rußland so in den Hintergrund gestellt, und die Sitten sind so verwildert, daß die Enligranten dermal lieber eine Aen-derung des .Kurses abwarten, als Leben, Besitz und Freiheit zu riskieren. A. v. W. Aus aNer Welt. Die bestbezahlten Schauspieler der Srte. Nirgends ist daS Elend unter den Schauspielern größer als in England; nirgends aber werden den ersten Kräften so schwindelnd hohe Einkünfte in den Schoß geworfen, wie ebenfalls in England. Während die Träger i dru, den die gaklze Welt mit Spannung ver-i folgt hat, enthüllt ans ergreifende Weise die Sehnsucht nach Glück, die jene älteren, al-jleinstehenen Frauen in sich tragen, nnter deinen Landru seine Opfer gewählt hat. Nachq > weislich haben sich ihm über dreihundert solch ^cher einsamen Menschen in der Hoffnung auf .ein spätes Eheglück anvertraut. Wird der jLllndru-Prozeß diesen Frauen eine Warnung sein? Um diese Frage zu beantworten, hat eine Pariser Zeitung ein Experiment ge« niacht, das als Ergebnis eine deutlich verneinende Antwort gezeitigt hat. Das Blatt veri öffentlichte ilän?lich in seinen Spalten genatt die gleiche Anzeige, die Landru im Jahre 1s>l5 als Lockmittel anwandte, nur mit delS Abschweifung, daß eine andere Adresse aufge^ geben lttld, den veränderten Geldverhältnis^ sen entsprechend, das angebliche Jahresein^ kommen von 4000 auf lS.0M Franken er< höht wurde. Es liefen zahlreiche AMwdrten ein, die einen guten Einblick in die Denkaeii der heiratslustigen Damen gestatten. „Ich' habe keine Verwandten und stehe ganz allein in der Welt", so hieß eS sehr häufig in diesen Briefen, „und ich habe noch nicht die Hofs^ nung ausgegeben, ein Heim und ein Glück zi» finden." Die Briefschreiberinnen erklärten alle, daß sie gern ein Opfer bringen würden, daß sie alles tun wollten, um sich und dem Sucher eine ruhige und glückliche Zukunft zE schasfcn. > ^ O ^ Miner Anzeiger. »»«»»»»»»»«>»» ^aschenshrea» PeSzision«' u. Wandut>ren repariert solide und 'aith R. Viziad. Maridor. lyos-poska ulica 28'i Auf Zlechnvng gebe joiort ein kleines Sescbüst samt 1 Limmer und l Küche, ^.uickrlften unler ^Geschäft" an Verm.__^ Wohnungsjuchende! Liöbel vsn solidem Ekepaar zu. leitien ac-such!. Adresse in der Verm. ?67 tvut bürgerlicher Mittag- und «dE»d«fch wird vergeben. Adr. n der Verw. lv9K5 A» »«»««?»« «»»»»»»WM»»« «»» » » » W Eine Menge lZetlungspapier hat zu verZ^auien. '7-^aribol'5?xa tiskarna, Iur:i''eva ulica. 7S Neues samt ?veste iür mlltleren Kerrn possend, billig zu verkaufen. Än^ustapen .?»o. ro.i>ko res.'a 58. 1. Llock. »an '/,i3 bis Nhr. L7I «d v«r»>«?»o»Vesitzuv-Gelchiists- und Jinstzituser. 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