Nummer 28. Pott au, den 11. Auli 189?. VIII. Jahrganz. ----~ .... i/tu £>o)eu ^ — »pari« a»legen. A Ä T A die Freigebung PettauerZeitum erscheint jeden Sonnrag. Prei» für Pettau mit Zustellung in« Hau«: Bierteljährig fl. l.LO. halbjährig fl. 2.40, ganzjährig fl. 4.80, mit PostVersendung im Inland«: Vierteljährig fj. 1.40, halbjähria fl. 2.80, ganzjährig fl. 5.60. — «ir.jelnt Nummern 10 fr. Schriftleiter: I«s»f FelSuer, «llerheiligengasie l4. — Berwaltuig und Verlag: SS. Blanke, Buchhandlung, H«»p,platz «r. S. Handschristen werden nicht zurackgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht und wollen längsten« bis Freitag jeder Woche eii^zesandt werde». Der Parteitag in Klagensurt. Heute an« 11. Juli wird in der schönen Hauptsladt vnsercS herrlichen Nachbarlandes der Parteitag der Deutschen Volkspartei für die Alpen-länder abgel>altcu. ttSrnteu. Steiermark, Salzburg, Niederöster-reich und unsere grüne Mark werden Vertreter der Deutschen Voltspartei nach Klagensurt sende», um de» einzige» Punkt der Tagesordnung zu be» sprechen „Die Lage dcS Deutschen Volkes iu Lstcrreich." Nachbarlich warin, wie gute alte Freunde, werden die Kärntner die Brüder a»S der Steiermark begrüße»; sie stehen sich ja nahe, sie wohne» neben einander sozusagen Wand a» Wand, sie siehe» sich näher als den anderen; durch ihre Sitten und Gebräuche, durch die gleiche Mundart, durch gleiches Fühlen »nd Denke», durch die gleichgeartete Natur ihrer Heimat! Echte Alpen-söhne, wahrhaftig, treu, offene» Charakters und fröhlichen Herzens! LebenSfrisch und saugeSsroh beide, wacker bei der Arbeit, zäh. ausdauernd, kräftig geworden iiu ewigen Kampfe mit einer gigantischen Natur, der sie seit grauer Vorzeit abringen mit männlicher Kraft, was sie nicht freiwillig gibt für Nothdurft des Lebens. Der Feldbauer im Thäte, der Senne ans den güne» Matte», der Jäger »nd Holzknecht in den mäch-tigcn Hochforsten, der Bergmann iu der finsteren Teuft! Lauter Mensche», hart geworden im Kampfe um daS tägliche Brod. daS sie sich bald von den schwindelnden Höhen der Berge, bald aus dem Innern der Erde, hier auS der kalten, ma- Mag nicht! Dolly sah auf: „Ich habe nicht gehört um was es sich handelt Hochwürdcn? sagte sie köpf-schüttelnd. — „Um Fräulein Lippman»; ich habe eben bedauert, dass sie ihr schönes Musiktalent nicht verwerthen kann in St. Asra und dass ihr, wenn sie sich an Ihren Papa gewendet hätte, die er-beleue Stelle in Altsee sicher verliehen worden wäre, denn Herr von Eichenbach hat einen großen Ein-flnß." Dolly sah die Unterlehrerin an und wieder kreuzte» sich die Blicke der beiden Mädchen, wie seiiidliche Klinge» Dann sagte sie gedehnt: „daS kann ich »icht wissen, Hochwürden. Papa ver-wendet sich grundsätzlich nur für Leute, die er genau kennt und für die er auch gutsage» kann. Offenbar ist ihm daS Fräulein entweder gar nicht bekannt, oder —" sie brach jäh ab »nd wendete sich wieder dem Kaplau zu. Daher sah sie auch nicht wie eine dunkle Blutwelle das hübsche Ge-sicht der jungen Unterlehrerin überfluthete, aber dagegen hörte sie desto besser den harten, heraus-fordernden Ton, in welchem die Unterlehrerin von St. Asra dc» abgerissenen Satz Dolly'S ergänzte, — „oder? — er konnte für mich nicht gutsagen, nicht wahr?" — Dolly zuckte die runden Schul-•sui und entgegnete abweisend: „oder auch das mein Fräulein! Aber waS kümmert daS mich? 3ch kann doch meinen Vater nicht vorschreiben, geren Scholle des EngthaleS, dort auS de» sin» stereu Wäldern holen müssen, unter tausenderlei Gefahren. Aber dieser ewige Kampf hat sie kühn und stark gemacht, muthig und kräftig, schneidig und tapfer! Dabei haben sie der Urväter Sitten treu bewahrt, den deutsche» Frohmuth, die deutsche Gastlichkeit, deutsche Biederkeit und Redlichkeit und die Treue zu ihrem VolkSthume! Sie halten gute Nachbarschaft und deswegen hat die Idee, eine „Deutsche Volkspartei" zu güiide», rasch und tief Wurzel gefaßt zwischen den» Mur- uud Dran-thale. Man sieht das sofort an der Zahl derer, welche die Ladung unterschrieben für den heutige» Parteitag in Klagensurt; neun Steirer und nenn Kärntner, während der Niederösterreicher blos Sechs, der Oberösterreicher und Salzburger blos je Zwei si»d. Warum? — ES ist ein trauriges Kapital deutschösterreichischer Geschichte, dessen einzelne Überschriften: „EleriealiSmus", „Ebenhoch" und „Lueger" lauten. In Salzburg die Ultramontanen, in Oberöstcrreich die sogenannt« katholische Volks-Partei und im allzeit lustige» Niederösterreich die Christlich-Socialen. Drei Pt.vu.--e», von welche» eS schwer zu sagen ist. welche für die Ostmark-deutsche» die schädlichste ist. denn ihr Ziel ist daS gleiche, eS heißt: Reaction! Ihr W'hlipruch ist der gleiche, er heißt: Bete für Dich nnd arbeite sür »nS! Desto höher anzuschlagen ist der Muth der Wackeren, welche a»S den finstersten Gauen der Alpenläiider herabkomme» zum Parteitage nach Klagenfurt; und doppelt herzlich müssen sie em- was er thu» oder lassen soll? Ich finde eS überhaupt sonderbar, dass Sie sich in diesen heraus-fordernde» Ton an mich wenden, Fräulein. Mir ist's wahrhaftig sehr gleichgiltig wo Sie angestellt siud. Nach dem Tone aber, in welchem Sie zu einer Ihnen ganz unbekannte» Dame sprechen, zu urtheilen, wird St. Asra wohl der passendste Dieustort sür Sie sein?" — — „Ach Lippmauu. lasse» Sie doch!" — rief plötzlich die blonde Walküre Fräulein Lennert mit ihrer tiefe» Männerstimme — „das Fräulein von Efcbenbach erinnert sich eben nicht mehr daran, dass sie vor ein paar Jahren mit unS aus derselben Schulbank saß und die gleiche Bildung erhielt. — Weshalb waren Sie auch so unvor-sichtig, gerade in dem Augenblicke ein Paar sch»ä-belnde Waldtauben zu sehen, als sie Herrn Rohr-brich zum Mitfahren einlud!" — Damit faßte sie die Evllegin am Arm und zog sie sort tiefer in den Psarrhosgarten, wo beide bald, durch die niedere» Kroue» der Apfelbäume verdeckt, der Gesellschaft unsichtbar wurde». Der Pfarrer warf Dolly eine» missbilligeu-den Blick zu, sagte aber kein Wort, während Rohr-bach, der abseits stehend mit ein paar ältere» Ka-meraden plauderte, so that, als ob er von der ganze» Szene weder etwas gesehen noch gehört hätte, bis Pater Karl seinen Namen rief. — „Hier Hochwiirde» I Ist'S bereits Zeit, dass wir gehen, so rufe ich die Gesellschaft zusammen!" — sagte er auf den Kaplan zutretend. Dieser schilt-telte den Kopf. — „Fränleiu von Eschenbach pfange» werden von Steuern und Kärntnern, die ja wissen, mit welche» Waffen dort oben gegen die Anhänger der deutschen Volkspartei gekämpst wird, die es aus eigener Erfahrung wissen, denn auch in Steiermark und Kärnten nistet manches Fähnlein Ebenhoch'jcher und Lueger'scher Frei» schärler. die unter dem Feldgeschrei: „Mit Gott für Kaiser und Vaterlaud!" — an dem Zerfalle Österreichs arbeiten. .Die Lage des deutsche» Volkes in Öfter-reich." Das ist der einzige Punkt der Tage»-orduung auf dem heutige» Parteitage der deutsche» Vollspartei in Klagensurt! Hntte? fast will u»S dieses Wort nicht a»S der Feder, denn da wir es schreiben, fehlen noch zwei Tage bis zu diesem „heute" »nd zwischen diesen zwei Tagen liegt »och immer der berühmte geheime Erlasä des Grafen Badeni wie eine dräuende Wetterwolke, aus der jählings ein Polizei-licher UkaS niederzüngel» kann des JnhallS, der „Parteitag der deutschen VolkSpartei wird ver-boten." ES würde »nS sogar weniger wundernehmen, wenn der Paiteitag verboten, als wenn er gestattet würde, 6>»n nach dem. rja» sich die Polizeigewall des Mannes mit der „eisernen Hand" gegen die Deutsche» Böhme»« in der letzten Zeit geleistet hat, zu schließen, wäre eine ähnliche Lei»u»g in de» Alpenläiider» blos das B »ach dem Ä i» der Vergewaltigung der Deutschen i» Österreich. Und wenn? Wenn die Besprechung der Lage der Deutschen in Österreich wirklich durch eine» neuen Gewaltstreich jäh unterbrochen wurde, glaubt wünscht die Funde allein zu besichtigen und bittet, uns zu begleiten, da sie gerne Ihre Meinung darüber hören möchte, ob es besser sei. die ge-fundenen Sachen hier in seidenstem ausstellen oder sie »ach Schloß Eschenbach bringen zu lassen." entgegnete der Kaplan. Rohrbach zuckte die Schultern. „Meine Meinung dürfte da kaum maßgebend fein," sagte er halb zu Dolly, halb zum Pater Karl, „soviel ich von der Sache ver-stehe, wird da» LandeSmuseum aus die Funde Anspruch machen und sie wahrscheinlich auch er-halte»." „Wahrscheinlich?" rief Dolly hastig, „das ist den» doch noch nicht ausgemacht! Der Theil, wo die neue Straße über die große Bachwiese S" ht, die zum Gut Stallegg gehört, ist Herr-astSgut und ivaa dort gefunden wurde, wird die Gräfin gerne an Papa abtreten. Ich fahre eben deswegen heute noch hinüber und wenn Sie jetzt von der Partie fein wollen, wird'S die Unter-lehrerin von St. Asra vielleicht gestatten," lächelte Dolly spöttisch. Der Kaplan, welcher ein zweites Gewitter aufsteige» sah. »leinte, er wollte vorausgehe» Die Funde befänden sich im Gemeindehanse »nd er >oolle einstiveilen veranlassen, dass die Scheune geöffnet iverde, wo sie untergebracht find. Rohrbach verzog keine Miene und sagte kein Wort, bis der Kaplan außer Hörweite war, dauu aber verbeugte er sich vor der junge» Dame »»d sagte mit verhaltener Stimme: „Was habe ich Ihnen gethan, Fräulein von Eschenbach, dass Sie seit a;rr Ministerpräsident, die Alpen« /schüchtert zu hoben? ,ch in ihrem Charakter geirrt, al» ,enverordnunc>en für Böhmen und Z. welche wie die Reptilienpresse Alpcndeutichen ja gar »ichtS an-r irrt, wenn er meint, de» Wider-utschc» gegen diese Verordnungen Gewalt zu brechen. Cr irrt gründ-lbst die schärfsten Reden gegen ihn u»o lein elftem in öffentlichen Versammlungen erzielen auch nicht annähernd den Effekt iin deutschen Volke, als das Verbot einer solchen Versamnilnng. Die Teutsche» Österreichs kennen die Lage ihres Volksstamme» in Österreich seit einem Vierteljahrhundert so gut, dass sie sich nun-mehr sammelten ui^d im starren Widerstande dem Manne, der blos gegen sie seine eiserne Fanst hob, ruhig iuö Angesicht schauen und sagen: „Schlag zu! wen» Du den Muth hast! Wir fürchten uns nicht mehr, denn schlimmer als es jetzt iit. kanns nicht mehr werde», auch wenn wir den Schlag parieren!" Die Deutschen kennen ihre Lage, ob man ihre Abgeordneten darüber frei und offen sprechen läßt oder nicht! Sie kennen ihre Lage und wisse», waS sie z» fürchten haben, wen» sie de» Wider» stand aufgeben. Und weil sie eben alles zu fürchte» und nicht das Geringste zu hoffen haben von einem faulen Frieden, so werden sie nur einen gesunde» oder keinen Frieden schließen. Und daS meinen wir. wird mich der Tenor der Besprechung aiis dem Parteitage in Klagenfurt sein »nd sein müssen, wenn die deutsche VolkSpartei keine Partei ohne Volk werden will! Achtung Steuerzahler! Die Durchführung der neue» Sle«erreform hat begonnen. Die Erklärungen für die allgemeine Erwerb-steucr können sowohl in der Kanzlei deS k. k. SteueroberiulpectorS, wie anch beim k k. Haupt-steucramte iu Pettau, (in den Gcrichlsbezirkeu Rohitsch und Friedau bei den dortigen Steuer-ämtern) abgegeben werde». Zur Vermeidung des Andränge! der Parteien wird folgende Ordnung bestimmt: Die Steuerpflichtigen werden nach der Reihe des Alphabetes ivährend der AmtSstunden abgefertigt wie folgt: Diejenigen, deren Raine» mit den Anfangs-Buchstaben zwei Tage» jede» Anlaß suchen, um mich zu kränken? Was haben Sie gegen Fräulein Lipp-mann, die Ihnen ebenfalls keinen Anlaß gab, sie z» kränken? Begreifen Sie nicht, in welch eine schiefe Stellung ich meinen Colleginne» und College» gegenüber gerathe, wenn Sie sie so, fast möchte ich sagen, wegwerfend behandeln, da doch alle wissen. dajS ich täglich in Ihrem Hause an« und eingehe, wie, wie ein, sagen mir wie ein Mann, der sich de£ Wohlwollens Ihres Vaters in ganz »«gewöhnlichem Maße erfreut?" „Win und? Soll ich etwa mit dieser langen Unterlchrenn von St. Asra oder ihrer robusten Collegi» sofort auf Du und Du werden?" ent-gegnete Dolly da« Köpfchen zurückwerfend, „fällt mir nicht ein! Soll ich etwa SmolliS trinken als gewesene Schulkameradiu mit diese» beiden Danie»? Ich mag nicht!" — „Wer mnthet Ihnen daS zu, Fräulei« vo» Eschenbach? Doch nicht ich? Ich habe nicht das geringste Recht dazu. Gewiß nicht, gnädiges Fräulein! Aber ich bin Lehrer, mein Fräulein, und als solcher habe ich allerdings das Recht, jene Achtung für mich und die Pflicht, diese Achtung auch für meine weibliche» Lehrercollegiune» zu verlangen, welche uns die Gesellschaft infolge uuserer socialen Stellung schuldig ist! Und diese Achtung Fräulei» vo» Eichenbach verlange ich von jedermann, auch von der Tochter meines Gönners! Und ich verlange sie nicht nur für mich, sondern anch für die Unterlehrerin der A, B, C beginnen, am Donnerstag den 15. Juli, D, K, F Freitag de» 16. Juli, (i, Fl, I und I, Samstag den 17. Juli, K Montag den 19. J»li, M und N Dienstag den 20 Juli. 0, F, Q und R Mittwoch den 21. Juli, S Donnerstag den 22. Juli, T, U, V, W und Z am Freitag den 23. Juli. Der allgemeinen Erwerbsteuer unterliegt jeder, der eine Erwerbsnnteruehmnng betreibt oder eine auf Gewinn gerichtete Beschäftigung ausübt. Dabei macht eS keinen Unterschied, ob eine Unter-nehmung oder Beschäftigung den Bestimmungen der Gelverbeordnung unterliegt oder nicht. Irre-levant ist endlich, zu welchen Zwecken die Über-schüsse verwendet werden. Der allgemeine» Erwerbstener unterliegen nicht: die der öffentlichen Rechnungslegung unter-worfenc» Uuteruehmnngen. wie Actieu^esellschasteu. Sparkasse», Ge»ossc»schaste» jc. (die unter die besondere Erwerbstener deS zweiten Hauptstückes fallen); ferner Beschäftigungen, die im Dienst-Verhältnis gegen Sold oder Lohn ausgeübt werden, wie' Beamte. Angestellte. Besoldete; schließlich die Land- und Forstwirtschaft einschließlich der Jagd. deS Gartenbaues und der Fischerei. Der Enverbsteuer neu unterworfen werden land-wirtschaftliche Pachtungen, Bergwerke, bildende und freie Künstler, Ärzte, Hebammen. Lehrer, Lottocolleetante», Tabaktrafikanten »nd dergleichen. Ärzte, die im Dienstverhältnisse stehen, wie Be-zirkSärzte. Gemeindeärzte ,c. werden eventuell nur vo» ihrer Privatpraxis erwerbstruerpflichtig sei». Gewerbeverpächter (z. B. Wirtshausverpächter. Mühleuverpächter jc.) werden zukünftig nicht der allgemeine» Erwerbstener, sondern der drei-prorentigen Rentenslener unterliegen. Über die Befreiung der Land- »nd Forst-wirtschaft von der allgemeinen Erwerbsteuer ist zu bemerken, dass eS der Absicht deS Gesetze« ent-spricht, an der gegenwärtig bestehenden Abgren-znng der Erwerbbesteuerung gegenüber der Land-wirtschaft auch nnjer der Geltung deS neuen Ge-setze« festzuhalten. Als zur Land- und Forstwirt-schaft zugehörig werden augcseheu und somit erwerbsteuerfrei behandelt die land- und fvrstwirt-schastlicheu Rebengewerbe, insofern sie grundsätzlich die Verarbeitung eigener Erzeugnisse zum Gegen-stände haben, worin jedoch Brauereien, die der Causumabgabe unterworfenen Brennereien. Zucker-sabnke» und andere Unternehmungen von aus-gesprochenem industriellen Charakter (z. B Stärkefabriken. Obstkonservenfabriken ». dergleichen Waldbauernschule in St. Asra. Ich will nicht, dass mir irgend ein Mitglied des Lehrervereines den Vorwurf macht, dass ich ans persönlichem Interesse nichts weiter als ein demüthige« Ver-legenheitslächeln dafür habe, wenn ein Mitglied des Vereines so von oben herab behandelt wird, wie Sie gnädige» Fräulein meine Collegin Lippma»» behandelte»! Das will ich nicht!" „Wirklich? DaS wollen Sie nicht?" zischte Dolly zornig. «Ans welchem Grunde nehmen Sie sich dieser Unterlehrerin gar so warm an?" „AnS dem Grunde der Selbstachtung und der Achtung vor meinem Stande." „Nun, dann freilich muß ich auf Ihre Be-gleitung verzichten, Herr Rohrbach." Damit kehrte sie ihm den Rücken und ent-ferute sich rasch gegen das Dorf hinab. Einen Augenblick noch stand der Lehrer unbeweglich, dann gieng er in den Pfarrhof-garten zurück. Als Rohrbach wieder den Pfarrhofgarten betrat, rüstete die ganze Gesellschaft zum Auf-bruch nach dem Gemeindehause, um unter der Führung des würdigen Pfarrherrn die beim Baue der neuen Strasse gemachten antike» Funde zu besichtigen, Männlein und Weiblein bunt durcheinander. „Gilt, dass Sie da sind!" rief der Hoch-würdige lebhaft. „Diese blonde Cäcilia von St. Asra behauptet, dass hier gar keine Römerfnnde gemacht worden sind!" nicht inbegrifsen find. Zur Beruhigung der Land-wirte mag dienen, dass die Enverbsteuerpflicht noch nicht eintritt, wenn in einem Betriebe, der nur zur Verarbeitung der eigenen Erzengnisse der Landwirtschaft bestimmt ist, in dem zur Ausrechl-erhaltuug des normalen Betriebes uothweudigc» Umfange auch nicht selbst gcwouuene Erzeugnisse zur Verarbeitung herangezogen werden. Hienach wird insbesondere die Verarbeitung der nicht selbstgewonnenen Producte die Erwerbsteuerpflicht da»» noch nicht begründen, weuu die Produktion auf einen gewissen'Maßstab eingerichtet ist und durch irgend ein ElemeiitarereigniS oder einen Unfall (Missernten, Seuchen im Viehstande uud der-gleichen) die Gewinnung des regelmäßig zur Ver» arbeitung beuöthigteu Produktes nicht möglich ist, so dass dann zur Aufrechterhaltung des normalen Betriebes ausiiahms- und aushilfsweise fremde Producte hinzngenoinme» werden müsse». Zur Land- und Forstwirtschaft gehört und somit nicht erwerbsteuerpflichtig ist ferner die Ausbeutung von ParisicationSland, das ist von Grundstücken, die der Landwirtschaft durch anderweitige Benützung (wie zu Sand-, Thon«, Lehmgrube», Stein-brüchen jc.) entzogen sind, jedoch sofernc keine weitere Verarbeitung dazu tritt. Wenn daher z. B. mit dem Steinbruch ein Steiumetzbetrieb verbunden ist. tritt die Erwerbstenerpflicht ein. Richt erwerbsteuerpslichtig ist schließlich der Verkauf von land- und forstwirtschaftlichen Pro-ducteu (Getreide, Kartoffel, Wein, Öbst, Milch, Holz ic.) mit Ausnahme des gewerbsmäßig be-triebeuen Kleinverschleißes in ständig offenen, zu diesem Zwecke bestimmten Lädeu oder Niederlagen an anderen Orten als am Sitze des land- und forstwirtschaftliche» Betriebes. Der Weinbautag. (SJoTtfuunj) Herr Reichsrathsabgeordneter Franz Girsl-mayr sprach über die Grünveredluug, die in der Steiermark zu den günstigsten Ergebnissen führte, ivährend in Niederösterreich schlechte Erfahrungen damit gemacht wurden. Als Ursachen hiefür bezeichnete der Redner einerseits die ungünstigeren klimatischen Verhältnisse deS zuletzt genannten Kronlandes und anderseits das von der Regierung dort ausgegebene schlechte Material. Auch seien die Veredlungen oft viel zu tief gemacht worden. Herr LeSkoschegg (Pettau) verbreitete sich über NkblauS-NothstandSdarlehen und die neueren zum Schutze des Weinbaues erlassenen Gesetze, indem Rohrbach lächelte: Und womit will Fräulein Lippmann ibre Behauptung beweisen", frng er in etwas überlegenem Tone. Die junge Unter-lehrerin von St. Afra zuckte die Schulter» und sagte zu ihrer Nachbarin Fräulei» Lennert blos: „Natürlich, die Herren wollen für jede Behauv-tnng auch sofort deu Beweis." Das war für die Walküre eine erwünschte Gelegenheit. Mit ihrer tiefen Männerstimme rief sie spöttisch: „Ich habe eS Ihnen sofort gesagt. Verehrte, dass Sie mit Ihrer Ansicht nicht durchdringe» werde», wenn Sie nicht ein paar alte Quaden oder Marko-mauen auSgrabeu, welche Ihre Behauptung be' stätigen. Den» we»» Sie den Herren auch hundertmal sage», dass sich unsere wehrhaften Borfahren in der Regel ihren Aufenthalt so wählten, dass irgend ein natürliche» AnuäheruugS-Hindernis zwischen ihren Ansiedluugeu und ihren Gegnern lag. weil sie sich vor Überfällen nicht anders schützen konnten, so glaubt eS Ihnen doch niemand." „Ich staune über Ihre Belesenheit in der Geschichte." spottete Rohrbach, „aber gerade aus der Geschichte sollen Sie wissen, das» einst hier irgendwo eine von den Römer» augelegte Straße vorbeigeführt hat nnd dort oben der Heidenstein, der als Überrest eines Tempels erkannt worden ist, spricht wohl ebenfalls für eine römische Ausiedluug." „Die erst entstand, als der germanische Clan, der hier vor den Welteroberern seine Wohn» ,r hervorhob, dass der alte Weinbau vollkomme» zugrunde gehen müsse. DaS sei nur noch eine graste der Zeit. Einzelne Weinbaugebiete, wie Tirol, Vorarlberg. Böhmen und die Bukowina, galten freilich als noch unverseucht, allein sie fielen den verseuchten Gebieten gegenüber kaum inS Ge-wicht- Schließlich beantragte der Berichterstatter solgende Entschließung, die nach einer längeren Wcchselrede angenommen wurde: Der am 27. Juni in Marburg zusammen-getretene Weinbautag wolle beschließen: er erkennt, dass bis auS Staats» nnd Landesmitteln bisher gewährte» weinbanfördernden Unterstützungen und Darlehen weitaus nicht hinreichen, den Verfall zu verhindern, er erkennt, dass die Abhängigkeit deS StaatSbeitrages vom LandeSbeitrag für die Interessen deS österreichischen WeinbaneS nicht günstig ist; er erkennt weiter, dass die Ertheilnug von Darlehen nur an kleinere Besitzer zur Er-Haltung deS WeinbaneS nicht genügt; er erkennt, dass die Ertheilung von Darlehen auch an größere Beste« hiezu nothwendig ist; er erkennt, dass durch die weitaus umfangreichere» und weiter-gelinden weinbaufördernden Bestrebungen Ungarns für Österreichs Weinbau fortwährend größere Ge-sahren entstehen; er erkennt, dass es Pflicht deS SmaleS — ver jährlich Millionen an ZuckerauS-fuhr-Prämie» zahlt und dem divideudengesegueten Lloyd, der Donau-DampfschiffahrtS-Geselllchaft und anderen Unternehmungen Millionen als Unter-stützuugeu zugewendet hat — ist. auch dem noth-leidenden Weinban aus daS volle Erfordernis bei» zuspringen; er erkennt auch eine große Gefahr darin, dass die gewährten Darlehen nicht als ge-schliche VorzugSposten, sondern als gewöhnliche Satzposten grundbücherlich eingetragen werden; er erkennt schießlich. dass das Verfahren bei Er-theiluug der Darlehen ein viel zu langwieriges ist. In Anbetracht dieser Umstände stellt der Wein-bautag an die Regierung und de» ReichSrath die Bitte, den bisher für Reblaus.Nothstandsdarlehen bewilligten Betrag auf die erforderlich? Höhe von zwölf Millionen Gulden zu ergänzen; das Gesetz vom 28. März 1892, R -G-Bl. Nr. 61, dahin abzuändern, dass in Hinkunft die Höhe des StaatS-beitrageS nicht mehr vo» jener deS LaudeSbci-trageS abhängig sei; die ertheilten Darlehen als eine gesetzliche VorzugSpost bei grundbücherlichen Eintragungen gelten zu lassen; das Verfahren bei DarlehenSvertheilnngen abznkiirzeu. Herr v. Piftor wies auf die sehr zweckdieu- sitze hatte, seine Heimstätte entweder freiwillig verließ oder unterjocht worden war!" rief die Unterlehrerin vo» St. Asra mit blitzenden Angen. .Wenn Sie über »»sere Belesenheit iu der Ge-schichte staunen. Herr Rohrbach, dann staune ich über ihre Ignoranz längst bekannter Thatsachen. Ich wenigstens weiß, dass die Römer mit den gerinauische» Stumme., vorerst vielfache Handels-beziehnngtn anknüpfte», ehe sie als Eroberer auf-traten. Die Kaufleute bahnten den Legionen die Wege! Indem sie mit den ehrliche» Germanen Handelsverbindungen anknüpfte» »nd auf diesem Wege daS Land »nd die Sitten, Gebräuche, Zahl. Wehr» und BermögenSverhältnifse der Bewohner ausspionierten, war eS dann den Eoniule» oder Eäsaren ei» leichtes, aus Grund der Berichte der Handler einen Erobernngszug vorzubereite». Nicht der Krieger, sondern der Kaufmann hat die Welt erobert! Die gesuudeue» zahlreichen Münzen aus den verschiedensten Zeitabschnitten der römischen Geschichte haben gewiß nicht die LegionSioldate» verloren, den» diese hatten ebensowenig Überfluß au Baargeld wie die heutige»! Diese Münzen kamen durch den Handel inS Land und manches wackere Germauenweib mag den kleinen Schatz, den eS davon besaß, lieber fortgeworfen, versteckt oder vergraben haben, ehe sie denselben den fremden Eindringlingen überließ. Wenn Sie über meine Belesenheit in der Geschichte staunen, Herr Rohrbach." rief die blonde Unterlehrerin von Ct. Afra mit beißendem Höhne, „dann staune ich nicht minder über den Mangel an Combi-»ationsgabe, der eS Ihnen natürlich erscheinen liche Gepflogenheit hin, m einzelnen Gemeiuden junge Leute in Gememde-Nebenaulagen heranzubilden, um sie hiebei für die Arbeiten zur Be-kämpfung der ReblauSfeuche entsprechend vorzu-bereiten. Herr Edmund Schmid. Vorstand der chem.-physiologischen LandeS-VersuchSanstalt, erörterte in einem mit vielem Beilall anfgcnommenen Vor-trage die Frage der WeinbcrgdÜngimg, indem er für die Fälle deS Mangels au N>uurdünger die Vcrweudttng von Kunstdünger empfahl. Der Red-ner verbreitete sich eingehend über die Verwend-barkeit der verschiedenen Arte» des K»»stdü»gerS in unterschiedlichen Böden und sprach daS Ersuchen au», gegebenen Falles die Landes-VersuchSstatio» um ihre» Rath zu befrage». .Herr Girstmayr sprach hierauf unter Beifall über Weiusälschunge» und Knustwein und beau-tragte. nachdem er auf die traurigen Erscheinungen hingewiesen hatte, die die „Industrie der Äunst. weinerzeugung" »ach sich zieht, folgende Entschlie-ßnng: Die Regierung wird dringend ersucht, ehe-stens im GesetzgebungSwege die Erzeugung von Kunst- »nd Halbweinen unbedingt zu verbieten, jedenfalls aber mittelst der DurchführnugSvcrord. nunaen zum Lebensmittrl-VersälschungSgcsktzt den Verkauf von Kunstwein und aller Zuthaten zu seiner Erzeugung zu verhindern. Zu dieser Entschließung sprachen die Herren Kallbrnnner, Professor Richter und Graf AttemS Dieser führte aus, dass das Gesetz zur Hintan-Haltung der Verfälschung vo» Lebensrnitteln zweckdienlich sei. Seine Übertretung werde anf straf-gesetzlichem Wege bestraft. Um die Bestimmnngen t>eS Gesetzes znr Geltung zn bringen, sollen Versuchsanstalten errichtet, mit den Universitäten, auch mit der Grazer Universität, in Verbindung ge-bracht und zu ihren Leitern beeidete Chemiker ernannt werden, denen die Verpflichtung obläge, über jede Lebensmittelverfälschung, namentlich aber über Weinfälschunaen die Anzeige an daS zustän-dige Gericht zu erstatten. D« Redner sprach die Versicherung ans, dass Anregungen in der angedeuteten Richtung, die vom LandeSauSschusse NiederösterreichS ausgehen sollten, vvm steiermär-kifchen LandeSauSschusse freudigst würden begrüßt werden. Die vo» Herrn Girstmayr beaxtragte Entschließung wurde sodann einstimmig ange-nominell. Herr Gutsbesitzer Malik (Leibnitz) besprach iu schneidiger Weise die für die Weinbau-treibenden Steiermarks hochwichtige Hasenfrage. läßt, dass die Arbeiter, welche die neue Straße da draußen durch die nassen Wiesen banten. die vielleicht noch zur Zeit der Theilung des Welt-reiches ein schwer passirbarer Sumpf gewesen ist. Münzen fanden, deren Prägung vo» Octavian bis in» dritte Jahrhundert »ach Christi fällt. DaS heißt, wenn die Zeitungen, welche Berichte über diese Münzenfunde brachten, nicht gelogen haben!" Rohrbach war abwechselnd roth und bleich geworden während der Rede der jungen Unterlehrerin nnd als nun die Walküre die spöttische Bemerkung machte, dass es nun an ihn sei, die Beweise für seine Behauptungen zu erbringen, da entgcgnete er erregt: „Ich habe wirklich nicht Lust, mich mit so gelehrten Damen herum zu streiten! Weshalb soll ich mir die gute Laune verderben? ES ist heute bereits mehr, als uoth-wendig gezankt geworden!" Da hob sich Fränlein Lennert zu ihrer ganzen imponierenden Höhe »nd rief zornig: „Gezankt? Sie irre» Herr Collega! Man zankt blos mit Leute», die man achtet, wegen einer Meinungsverschiedenheit. ..Mit unartigen Kindern, die ihren Mangel an Bildung hinter Arroganz verstecke», zankt eine Lehrerin niemals. Für derlei Range» gehört die Ruthe! Eine gute Birkenruthe für gewöhnliche Waldbauernsprößlinge. eine moralische für iinge-zogen? Edeldamen!" „Ich theile Ihre Ansicht nicht, Fränlein Lennert," entgegnete Rohrbach kühl, „mit Prügel ist noch niemand von seinem Unrechte überzeugt worden und was Fräulein von Eschenbach an- Der Hase sei ein gefährlicher Feind der Wein-bauanlagcu Wenn die reichen Herren den Hase» schone» wollten, so möge» sie Wildparks anlegen. AlS er (Redner) vor drei Jahre» die Freigrbung deS Hase» begehrte, habe er dafür nur Spott, Höh» und Hass geerntet. Im heurigen Jahre habe er seinen Antrag im HauptauSschusse der LaudwirtschastSgesellschast neuerding« gestellt und jetzt sei er angenommen worden. Zum Schlüsse stellte der Redner de» Antrag, es möge Gesetz werden, dass jeder auf seinem Grund und Boden auch Jagdbesitzer sei. Herr Franz Gras AtteniS legte gegen die Zumuthung, als triebe der Laudesausschuss in dieser Frage Komödie. Verwahrung ein. Herr Franz Girstmayr vertrat unter stür-mischem Beisalle die Anschauungen des Herrn Malik. DaS neue Jagdgesetz für Steiermark tauge für unsere volkswirtschaftliche» Verhältnisse nicht. Gegen diese vormärzliche» Bestimmungen sträubte sich Herz uud Sinn. Jeder Bauer müsse sein Vieh selbst füttern, nur dem Jagdpächter stehe daS Recht zu, sich die Hasen ans anderer Kosten füttern zu lassen. Redner erklärte, er werde in dieser Angelegenheit einigen Herren fortwährend . unangenehm sein. Nachdem der Vorsitzende mehrere Begrüßung»-schreiben verlese» und alle» Perioue» und Körper-schafte», die zum Gelinge» deS WeiubautageS beitrugen, bestens gedanlt hatte, schloss er die Ver-sammluug. Nach dem MittagSmahle wnrden Ausflüge i» die Umgebung gemacht und bei diesem Anlasse die Anlage» der .Herren Mayr und Compagnie in Melling nnd Pobresch, die Weinbanschnle in Melling. sowie die Weingärten der Herren I. Ko-koschinegg. Josef Pugel »»d Franz Girstmayr be-sichtigt. Der vo» den Gasten hiebei gewonnene Eindruck war durchwegs ein günstiger. Am Vormittage des Moniags fand in Gegenwart des am Vormittage von Graz gekommenen und auf dem Bahnhöfe vom Herr» Bürgermeister Jug. Nagy an der Spitze des fast vollzähligen Ortsausschusses empsaugeuen Statthalters Herrn Olivier MarqniS Bacquehem und des gleichfalls, aber au« der Uutersteiermark angelangten Herrn Landeshauptmannes Gundaker Grasen Wurmbrand. ferner deS Herrn LandeSauSjchujSbcisitzcrS Dr. Juli»» von Dersck>atta und vieler anderer hervor-ragender Persönlichkeiten eine Besichtigung der chem.'phys. Landes Versuchsanstalt und der Lau- langt, so bin ich noch im Zweifel, ob ihr der zur Schau getragene aristokratische Hochmull, schlechter zu Gesichte stand, als Ihnen Ihr Standeshoch-mnth. Mir ist der eine uud der andere wenig sympathisch." „Möglich .Herr Lehrer", erwiderte die Walküre in einem eigenthümliclM Tone des Be-dauernS, „doch ist mir Ihre Antipathie filr mein Benehmen doch auch nicht ganz maßgebend. Ich liebe meinen Stand und achte ihn gerade so hoch, wie irgend eine „von und zu" ihr gekröntes Monogramm im Tascheutuche. Belehrungen aber nehme ich blo» von älteren College» an. die »eben einer längere» Erfahrung anch eine völlige Un-abhängigteit ihres Urtheiles besitzen'" „Und da ich. wie eS scheint, ebenfalls mein Theil jetzt wegbekommen habe." lachte die Unter-lehrerin von St. Afra tüchtig, „so »Hut es mir vom Herzen leid, dass ich. wenigstens scheinbar, die Ursache war, dass Sie nicht mit Fräulein von Eschen dach gefahren sind, Herr Rohrbach. ES wäre Ihnen viel Arger nnd mir die Beschämung erspart geblieben, vor der ganzen Gesellschaft er-fahren zu müssen, dass Herr von Ejchenbach für mich nicht gutsagen konnte! Zum Glücke mache ich mir aus dieser ganz infamen Bemerkung eines ungezogenen Edelfräulcius ebenso wenig, wie aus der Protektion ihres hochmögende» PapaS. Es thut mir leid. Herr Roh,dach. Ihre Kreise ge stört zn haben." (3ott|f#»iim loigi.) brt'Obff- »nd Weinbauschule und hierauf eilte Kostprobe der aus alle» Weinbaugebieten der Steiermark eingelaugteu Kostweiue statt. Am yiad>uiiltnflc bei Montags begaben sich ungefähr 250 Theilnehnier ntn Weinbautage nach Pickcrudorf. um die vor W Jahren von weiland iPciii Erzherzog Johann angelegten, jetzt iin Besitze des Herr» Dr Johann Grase» von Meran befindliche» herrlichen Weinbananlagen in Johanniöbtrg zu besichtigen. Unter den Anwesenden aus JohanniSberg bemerkte ma» a. bei, Besitzer Herrn Dr. Joh. Grase» von Meran selbst. Ferner den Herrn Statthalter Olioier MarqniS vo» Bacquehem, Herrn Ritter von Polder, .H«rrn R. v. Roßmanit, bie LaubeSauSschusSbeisitzer Dr. Schmiderer, Dr. Reicher nnd Robitich. Herrn Bürgermeister Nagy, Herr» Inspektor Kurmauu, Vertreter deS Acter-dauministeriuuiS. die ReichKrathSabgeordneten Dr. Wolffiiardt iinb Franz Girstmayr. de» nieder-österreichischen Landtagsabgeordnete» Gögl. Allen Erschienenen stellte sich Herr Verwalter Schigert iu liebeucwürdigster Weise zur Verfügung und war »nerniüdlich thätig, um den Gälten die Erinnerung an ihren Aufenthalt in JohanniSberg nnvergesslich zu machen. Credeuzt wurden im Austrage deS Herrn Dr. Johann Grafen von Meran ganz ausgezeichnete Rebensäfte: Weißer Burgunder vo», Jahre 1890 nnd Kleinrietling vorn Jahre 189.',. Pettaner Wochenbericht. (jgcrr Dr. (Ernst irritl), der sich in der kurzen Zeit seines hiesigen Aufenthaltes bereits einer ausgedehnten Praxis als Zahnarzt uud Zahntechniker, als letzterer insbesondere infolge ebenso sorgfältig als solide ausgeführter zahn» technischer Arbeiten, erfreut, wird demnächst zu einer vierwöcheutlichen Waffen Übung einrücke» und ersucht nnS. das zur Kenntnis seiner Clienten zn bringen. (tiindergarlen Schlußseirr.) An, 17. Juli l. I. um 9 Uhr vormittags findet die Schluss-seier des öffentliche» Kindergartens im Turnsaale der Knabenvolksschulc statt. Die P, T. Eltern und Freunde des Kindergartens sind vonseite der Leitung dazu höflichst eingeladen. i»inai'ium in jlella».) Die Anmeldung der Schüler sür die 1. Classe fünbet an, 15. J»li von 10—12 Uhr in der Directioiis» kanzlei statt. Die Schüler müssen in Begleitung der Eltern oder der Stellvertreter derselben er-scheinen, versehen mit dem Taus- oder Geburts-scheine ui:b bent Volksschul EntlassuugSzeuguisse ober den Schulnachrichteu. Bei der Aiimeldnng sind 2 fl- 50 fr. zu entrichten, welcher Betrag im Falle des Missliugeiis der Aufnahmsprüfung zurückgegeben wird. Die AufnahmSprüfung beginnt am 1 s». Juli um 2 Uhr. Der nächste Aufnahm»-teruiin für die I. Classe ist dann am 16. September. (/cnrrbrrritsdjaf! der freiwilligen Jmr-wrljr.) Für die lausende Woche hält der I. Zug »nd die kl. Rotte Fenerbereitschast. Zngssührer Lorentschitsch. Rottführer Prantner uud 8 Manu. Fkueroielduugen sind auf der Centralstation in der Sicherheitswachstnbe im Rathhau» zu machen. (Marktberichts Zum MouatSviehmarkt am 7. Juli 1897 wurden aufgetrieben: 50 Pferde, 19G Ochsen nnd Stiere, 350 Kühe, 140 Jung-vieh und Kälber, 15,6 Rinder kroatischer Her-fuiift. Zusammen HSO Stück. In Veterinär» polizeilicher Hinsicht ergab sich fein Anstand. Dagegen mußte eine ?l»zahl Viehpässe abgenommen und durch^ueue ersetzt werden, weil in denselben nicht die Stückzahl, wie dies angeordnet ist. mit Worten, sondern mit Ziffern eingestellt war. Der Verkehr war bei etwas gedrückten Preisen lebhast. Der nächste Viehmarkt ist der am Donnerstag den 5. August fallende Oswaldi-JahreSviehmarkt. (Shiersriichen im ßrjirlu.) Es herrscht: I. Bläschen-AuSschlag der Zuchtpferde im Beschäldistricte Polstrau (5 Höfe.) 2. Rothlauf der Schweine in den Gemeinden Littenberg — 4 — (1 Hof.) Scharding (3 Höfe,) St. Rochn», Unter-Seüowo und Wrebrosnik (je 1 Hos.) 3. Schweine-pest in den Gemeinden St. Lorenzen am Drau-selbe (8 Höfe,) Reinkowetz (S Höfe,) St. Katharina (2 Höfe.) — Erloschen ist die Schweinepest in der Geineinde Sauerbrunn. Vereinsnnchrichten. sMuskiims Vrrciit prttau.) Der Museums» Verein hält am Montag den 12. Juli 1897 abends 8 Uhr in Herrn OsterbergerS Clubzimmer eine außerordentliche Vollversammlung mit nachstehender Tagesordnung ab: I. Stellungnahme des MufeuniS-BereineS zu den Ausgrabungen des Herrn Pros. Gurlitt in Haidin. 2. Allfälliges. Die P. T. Mitglieder werden höflich uud dringend ersucht, zu dieser Vollversammlung recht zahlreich erscheinen zu wolle». (pkltanrr Musilivrrein.) Die öffentlichen Prüfungen an der VereinS-Mnsikschule finden statt: SamStag den 10. Juli nachmittags 4 Uhr: Pril» sung in Ehorgesang und Theorie. Montag den 12. Juli nachmittags 4 Uhr: Prüfung für die Schüler des Herrn Mehlhorn. Dienstag de» 13. Juli nachmittags 4 Uhr: Prüfung für die Schüler des Herr» Suchslaud. Mittwoch den 14. Juli nachmittags 4 Uhr: Prüfung für die Schüler des DirectorS. Mittwoch abends 8 Uhr im Saale der Schule öffentliche Schüler Ausführung. Donnerstag den 15. Jnli abends 8 Uhr im Lehrziinmer I ordentliche Vollversammlung des Pettaner Mnsitvereines. Verhandlungsgege»stäude: 1. Verlesung deS Protokolles der letzten Vollver» sainmlnng. 2. Mittheilungen deS Vorstandes. 3. GebahrungSbericht »nd Wahl vo» Prüfer». 4 Wahl der Direetio». 6. Allsällige Anträge. Vermischte Nachrichten. (Österreichischer Sund der llogklfrcunde.^ Der Centralleitnng sind anläßlich der Bekannt-gäbe einiger Mittel, besonders der Autinonnin-Salbe gegen die lästigen Bremsenstiche dein» Zug-vieh, außerordentlich zahlreiche Zuschriften zuge» gangen. Das Autinonnin erfreut sich neuerdings einer rasch zunehmenden Beliebtheit und wird außer von Ökonomen und FuhrwerkSbesitzern jetzt anch von Kellerwirten benützt. In Anbetracht seiner große» Desinsectionskrast dient eine zweiprocentige Wasserlösnng zum Abwäsche» der Kellerthore, Kellenvänbe, Decke» n»d Pflaster und verhindert die Bildung der Schleim- und Schimmelpilze. Zugleich reinigt eS die Lnst, nur darf eS nicht mit Gerätschaften in Verbindung kommen. Vögel, welche den Bremsen eifrig nachstellen, sind die Bachstelze, das HauSrothschwänzcheu, die Wachtel, die Lerche, die letzteren beide» sehen auch emsig nach den Maden, welche sich a» den Wurzeln der Gräser befinden und sich im Juni in Bremse» verwandeln. Gerade diese Vögel aber werden als Gaumenkitzel alljährlich zu Millionen gefangen und besonders in England verspeist. DaS natürlichste Abwehnnittel gegen Breinsen und Fliegen bildet übrigens für daS Pferd ein »»gestutzter Schweif, und wäre eS jetzt wohl an der Zeit, dass die Thierschutzvereine mit aller Kraft ein endliches Verbot be» thörichten Coupieren» der Pferdeschweif? erwirke», welche de» Thieren wenig» stens von unseren Bauern in richtiger Erkenntnis der Sachlage belasse» werde». (Aufnahme in das k. n. h. Znfanterie-eadktltnschnl Provisorium in Straß, Strimnarh.) Mit dem Beginne deS Schuljahre» 1897/98 (Ist. September) werde» in den l. Jahrgang de» Cadettenschnl-Provisoriums 30—50 Studierende der Gymnasien und Realschulen als Zöglinge aufgenommen. Die AilsnahmSbediiigungen sind in der Buchhandlung L. W. Seidel & Sohn, Wien. Grabe,,, um den Preis von etwa 20 kr. erhältlich. Anch ist da» Commando der genannten Militär-ErziehnngS- und BildungS-Anstalt gerne bereit, anfragenden Personen zur Zeit der gewöhn« lichen AmtSstunden einschlägige Auskünfte zu er-theilen tMeistrrcorsk für illännerhteidrrraadjrr.) Die Handels- und Gewerbekammer Graz theilt uns mit, dass neben der Fortführn »g der am k. k. technologischen Gewerbeinnseuiu in Wie» ab» gehaltenen Meisterenrse für Schuhmacher und für Bautischler, die vielseitige Anerfeuuung fanden, über Auftrag deS k f. Haudelministerium» neu» esteuS auch sechswöchentliche Meistercurse f»r Männerkleidn macher mit Ganztagsunterricht an der genannte» Anstalt eröffnet werden. Aufnähn,z. fähig sind Meister und Gehilse» in, Alter zwischei, 24 und 45, Jahren. Minderbemittelte erhalten Stipendien. Der erste Curs wird am 15. August d. I. beginnen. Nähere Auskunft ertheilt die Direttio» deS k k. technologischen Gewerbe»,». seumS i» Wien IX.. Wähnngerstraße Nr. 59. Die betreffeude Bekanntmachung kann auch i», Bureau der Handel»- nnd Gewerbekammer Geaz (Hau» der Kaufmannschaft) eingesehen werden. (Her VI. österr. IDrinbaitcotigreß.) unter dem Ehrenpräsidium des Herrn Ackerbau Ministers, wird vom 5. bis 11. September 1. I. in Trient tage». Die VerhaiidlniigSgegeiistände des Congresse» bieten gewiss ei» ganz besonderes und aclnelleS Interesse. Trotzdem und »>» die Änziehungskrast des CongresseS noch zn erhöhen, sah sich der Ce». tralanSschuß desselben veranlaßt, nebftbei eine Reihe anderer Veranstaltungen zu treffen. So wurde eine internationale vergleichende Kost von mit Reiiiznchthefe» dargestellten nnd mit Kohlensäure behandelte» Weine» ausgeschrieben, deren Wichtigkeit für die Praxis nicht erst nachgewiesen zu ivcrden braucht und zu welcher bereits An-Meldungen aus der ganzen Monarchie, sowie an» Deutschland, Frankreich. Italien und Rußland eingelaufen sind. Ferner wurden internationale Specialconcurrenzen für Gespanngeräthe zur Boden, bearbeituug iu den Weingärten, für Peronospora« spritzen, Schweselzerstäuber und sür Maschinen zur Verarbeitung der Traube», mit reichen Geld-Prämien veranstaltet, denen ebenfalls eine zahl-reiche Betheiligung sowohl au» dem In» wie auS dem Auslande bereit» gesichert ist. Nicht minder interessant werden die projektierte öffentliche Kost von im Lande produeirten Weine» und von den Producenten der Milchwirtschaft, der Selcherei und der Obstzucht sei», als auch eine Regional-ViehauSstellung und endlich die Veranstaltung mehrerer Ausflüge, welche den Cougreßmit^lieden, Gelegenheit biete» sollen, das Land selbst mit seinen reichen Naturschönheiten, sowie dessen bedeutendste» Weingelände und Kellereien näher kennen zn lerne». Mitgliedkarte» zu dem Congresse werden unentgeltlich ausgefolgt vom CentralanSschnsse. Uch«r clc. l.nnorgt mich and zuverllksaig iu d*n vortli»ilh#fli«toii stc-dinfungen d> Annoncen.Expedition von Itadolf Mo«, dimllm liefert KaatcnaiiMhllfe, Entwarf« for iwtckmin-i Amilt koilenfi ■in und » rhmackvolle Ameisen, -----nfr«l. »owie IruerliomTarif« llosse Wien I.. Seilerstätte 2. Prag, Graben 14. Bariin, Braalau. Oraadan, Frankfurt a. M . Hamburg, K6I«, Lalptlg, ■igdaturi, MUncaieti, Mlirnbtrg, Stattgart, iilrleh. H fattreatigi rtlAiini untrr k Rtkctbiratr. kattja iiipirn Zü beziehen durcti die Bachh. W. Blanke in Pettan. Alles Zerbrochene aus l!las. Porzellan. Steingut, Marmor, Alabaster, Elfenbein, Horn, Meerschaum, Gips, Leder, Holz, sowie alle Metalle etc. etc. kittet dauerhaft Rufs unerreichter Universalkitt das beste Klebemittel der Welt. In (Jläsern & 20 und HO kr. bei W. Blanke, Pettau. Gedenket bei Wetten, Spielen und Testamenten des Verschö-nernngs- u. Fremdenverkehrs-Vereines. Zur gefälligen Beachtung! Um vielseitigen Nachfragen Genüge zu leisten, habe ich mich veranlasst gefunden, ein Lager von Herren-, Damen- und Knaben-Uhren in Gold, Silber, Tula und Nickel anzuschaffen und halte dieselben nur in prima Qualität und zu den billigsten Preisen zum Verkaufe, unter Garantie, in reichhaltiger Auswahl stets vorrüthig. Gleichzeitig erlaube ich mir anlässtich der bevorstehenden heiligen Firmung dem P. T. Publikum mein rcichsortirtes Lager von Juwelen, Gold- und Silberwaaren "N einer geneigten Beachtung bestens zu empfehlen. \eunrbeilen, Itepnrnturen .fetler Art werden in meinereigenen Werk-eUUte schnell und biiligitt aufgeführt. Josef Gspaltl, Juwelier, Gold- und Silberarbeiter. ___ Radfahr-Sport. . „ BRÜDER SLAWITSCH, PETTAU, empfehlen zu Originai-Fabrikspreisen Reithoser Pneumatik, heute beste Marke der Welt, Laufmantel und Lustschlauch sind auch einzeln in allen Grössen zu haben. Doppelseitig gumirter Baumwall-Stoff für Laufmantel-Futter. Doppelseitiger Gummistoff für Luftschlauch- und Luftmantel aus bt*tem Ventilschlauch. Gummilösung in Tuben. Gummilösung in Tuben sammt Zugeliür. Vernickelte Luftpumpen, si() cm. lanR Luftpumpen-Ansätze mit Höhlender. Gummi-Pedale. 1 Tapezierer-Lehrjunge wird sofort aufgenommen. — Anzufragen bei Herrn Osterberger. »©OOOOOOÖOO©C©Ö©ÖÖ*KXXXX ■ Vti Johann Spruzina, Mechaniker Florianiplatz PETTAU, Florianiplatz erlaubt sich, das P. T. Publikum auf seine staunend billigen Fahrräder stärkster Construction aufmerksam zu machen. Für jedes bei mir gekaufte Rad leiste ich eine zweijährige Garantie und wird innerhalb dieser Zeit jede Reparatur kostenlos bewerkstelligt. Preis eines Rades netto 130 bis 180 fl., auch auf Raten. Für Köhler-Nähmaschinen, bestes deutsches Fabrikat, leiste ich 6 bis 8 Jahre Garantie. Bestandtheile jeder Art, sowohl für Fahrräder, als auch Nähmaschinen, sind stets am Lager. ■ * I I § i $ie $*i jersHHg iji kein Hinierni«. Wenn man gut und billig bedient werden will, wende man sich vertrau->enivoll an die unten stehende Firma. Man bekommt daselbst einen guten Winterrock um fl. 16, einen Stadtpelz, Bisam, P ri ma -S o r«e um fl. 65, einen Pelz-Sacco fl. 2V, einen Loden-Anzug um fl. 16, einen Salon-Ro& um fl. 20, ebenso die feinsten Sorten. Für.Sicht-passen dr§ wird baß Seid r c t o »r g r-Srben. Provinz-Auf träge qegen Stach-nähme. Stoffmuster undMaßanleitung ' r a ii c o. Auch genügt ein Musterrock, um ein passendes Kleid zu bekommen-Jakob Rothberger, f. u. I. Hof -Kleider' tieferant, Wien, I.. Sie tansplay 9. Für nur 41» fl. I jjf}tr trln# )lathr^?r, * L----~~C7Zl7Zaffee?_ 2 liefere ich meine weltberühmte Ziehharmonika „Bohemla" in. langen Klappen u. echten Perlmutter-Scheibchen. Dieselbe hat 2 Dopnel-bttlgo, 11-faltigen starken Balg mit unzerbrechlichen Metallschulzdecken. Die Stirn men befinden «ich auf einzelnen Platten, infolgedessen besitzt die Harmonika einen großartigen orgelühnlichen Ton. 40-stimmig 2 Reg. Grösse 16'/, X ** cm. --- fl. 4'L «> .. » .. ,, 17 XM „ = fl. 6'/, « - 17'/. X »*'/, „ - fl. 6'/, Selbsterlernschule umsonst. Porto u. Verpackung 60 kr. Illustrirte Preisliste gratis. C. A. Schuster, Harmonika«:. Markneukirchen i. S. Versandt zollfrei per Nachnahme. Umtausch gestattet. Verbindung mit Wiederverkäufen! gesucht. Alle die ein wohlschmeckendes Katfee-gotr&nk lieben, gesund bleiben und sparen wollen. Ulfänner-Besangverein, Pettau. Jeden Dienstag u. Samstag robe. i Alle Maschinen für Landwirtschaft Preise abermale ermäiaigt! Trienre (Getreidereinigungs-Mas'jhinen) in exncter Ausführung. I)örr-Apparat«' für Obst und Gemüse. Peronos-pora-Apparate verbessertes System Vermorel, Dreschmaschinen, Getreide- Mahlmühlen, Wein- und Obstpressen, Differentialsystem. (Diese Pressen haben fast eine solche Druckkraft wie hydraulische Pressen.) Die leichtgohendsten und billigsten Futterachneidemaschlnen, Heu- und Strohpresien, sowie alle wie immer Namen habenden landwirtschaftlichen Maschinen liefert in bester Ausführung Wiedervcrkiiufer gesucht! IG HELLER WIEN II/, Praterstraase 49. Vor Ankauf von Nachahmungen wird besonders gewarnt! Vorzüglichen und dabei sehr billigen Schwarzenberger- Käse in Postcolli zu 4 Kg. Inhalt offerirt loco jeder Post-Station gegen Nachnahme von II. 1.48 die Dampfmolkerei Rzeszöw. Brifder Maurotter empfehlen für die (irünveredlungszeit Ima. Patent - Gummibänder, nllerstürkste Haltung nus der ersten (iummi-waren-Fabrik, sowie auch VeredlunQS» masser, Ima. Raffla-Bast, Ima. Blau-vitrlal, frische Kirschen, neue Erbsen und Kartoffeln. Rother Wein» 1 Liter 28 kr. Budwelser Bier, 1 Liter 20 kr., sowie alle anderen Delicutesscn und Spe-zereiwaren in bester Qualität zu den billigsten Preisen. G arantirt reines mit den höchsten Preisen ^ ^ prlmiirtca ^ Thomas-Phosphatmehl a»s im böhmischen imö drulschrn Thomaswerken ist das wirksamste u. Iiilligste Phosphorsiiure-Düngemittel. Garanlirlrr Gthalt von 15— 17 JJrrjrut eilratlöslicher Phosphol saure und 85—100 prr^ent ^einmehl. Kür alle Bodenarten. Zur «nreicheranq ph»Sph«rsSurearmer VSde«, sür alle Aetreitx-arteii. Hack- und LIsrüchte. «lee- und Luzerneselder, für Weingärten. Hopfen- und Weniüseculturen und ganz besonder» zur Wiesendüugung vorzüglich geeignet. Übertrifft mit Rücksicht auf nachhaltige Wirkung alle Superpho»phate. Etwa fehlende» Quantum an citratlöslicher Phosphorsüiire wird rückvergütet. Prei-aiistelliingeii. Fachschlisien und jebc gewünschte Aus-llürung stehen zu Diensten. Ansragen und Bestellungen sind zu richten an das l>liosp!ia t in eli I - Verk «t ii f s-B ii roa u der böhmischen Thoniaswerke in Prag, Marlengasse Nr. II. Lager: Landwirtschaftlicher Verein, Pettau. P. T. Der Gefertigte empfiehlt sich dem P. T. Publikum für die Saison speciell zur Herstellung von Sonnen-Schutzplachen, Reparaturen von Fahrrädern und Nähmaschinen, sowie auch von landwirtschaftlichen Maschinen bei reellster und coulantester Bedienung. Alle Arbeiten werden prompt und schnell auf dan beste ausgeführt. Hochachtungsvoll Franz Kukovez Bau-, Maschinen- und Galanterie-Schlosser Pettau, Wagplatz Nr. 1, Postgasse Nr. 2. V erkauf von frisch geschleudertem Rosen-, Akazien- und Linden-bliiten-Honig In der Bienenzüchterei des Franz Winkler in Pettau. Anch in der Victualicnhandlung der Frau Juliane HAUPT zu haben. POPPOKGKPKPGK-KPGKPPGPGGO — 7 — Brüder Slawitsch Nur anerkannte bell« 6it*rr*lo*-lull* and doutichu Fiftritate. ivisc hn ■inurren mawhinen- Bestand- theile •Ikr Syltam« eoroplef, nc« aorlirt. auf Raten. in Pettau. Singer Handmascliine..............fl. 24.— Singer A, hocharmig mit Verschlusskasten........30.— Singer A, hocharmig, deutsches Fabrikat, mit Perlmutter- Kasten und Luxusaoxstatlung...........40.— Singer Medium, mit Verschlusskasten..........42.— Singer Medium, deutsches Fabrikat.........„ 50.— Singer Titanin, grosse, für Schneider..........50.— Singer Titanin, grosse, für Schneider, deutsches Fabrikat „ 60.— Wehler & Wilson, Berliner Fabrikat, beste Nähmaschine für Weissnäherei..............„ 42.— Howe C für Schneider und Schuster.........fl. 42.— Hesse deutsche Ringschitlchen für Familien......„ 60.— Beste deutsche Ringschitfchen f. Schneider u. Schuster „ 75.— Beste Cylinder-Elastik f. Schuster m. längst Arm und kleinst. Kopf, ringsherum trän Sport., auf Bockgestell „ 85.— Fflhrrärtnr Lliwar» Orsir, W»«,!! »S7, ,a, Hr Nlhmuchlnefi- und Fatirrldsr-Fabrlk-■ aill I auai , AcliBii-8«i#llich»n. An»rUnnt tutu Fabrikat. Elegantes Tourenrad..............fl. 150.— Sehr elegantes Halbreunrad............ 170.— Hochelegantes Halbrennrad.............180.— Fahr-Unterricht i/ratin. Wir machen die P. T. Kunden auf die notirten Preise besonders aufmerksam, indem die Preise der anerkannten, beliebten Fabrikate jede Concurrenz leicht übertreffen. VerkaufAoctu und Iteparaturwerkatütte im Hause den Herrn Jonef Hlubek, FUrberyasae. Sämmtliche angeführten Sorten sind stets lagernd. — Preise netto Cassa. — Preise auf Raten nach Übereinkommen. Sommer- Schuh Waaren-Niederlage bei BRÜDER SLAWITSCH, Pettau, Florianiplatz. Sehr empfehlend offerieren wir den P. T. Kunden unser reich «or-tirtes Lauer mit der beachtenswerten Bekanntgabe, dass sämmtliche Sorten ausschliesslich nur bestes Fabrikat sind und übernehmen für die Dauerhaftigkeit die vollste Garantie. Paar Kinder-Hstlbxohube (Galoscherl).........fl. „ „ Hnlb-Srlinürirlinhe.......fl. —.40 „ „ „ Schnörschalie.............. „ „ Knlipflirliuhf.........fl. 1.30 „ a » » braun ............. „ „ ächallrarlinh«. braun .......... „ „ Halbnelmhe, braun.......fl. 1.40 „ „ Pychen-Schniirseliuhe ............. „ » Stiefeletten ............... „ „ KniipINcbnhe, braun.....fl. 2.60 „ „ » llalbseliulie braun......fl. 2.30 „ „ Knaben-Bergsteiger la.............. „ Damen-Stiefeletten........fl. 8.60, 4— „ „ „ SehnUmhnhe............ . „ „ n Lastin-Stiefeletten............ „ „ . Ilalhsfhnhe zum Schnüren . . , . „ „ „ llalbsrhuhe, schwarz . II. 2.60, 8.—, 5.60 „ ■ » » braun . ......st. 8.60 „ „ „ Kniipllsrhiihe braun........... „ „ Schnürschube, braun........... „ Herren-Stiefeletten mit Besatz . . . fl. 3.—, 3.60 „ n a a Gems, hoch !a. . . . fl. 5.— „ „ „ llalbsrhuhe. schwarz......fl. 3.— „ , „ Bergsteiger..............„ „ „ Bergsteiger, braun. Seehund........ „ „ HalNebulie, braun. Seehund.......„ CoinniudaSchiihe: Paar Herren- und »amen- braune Leinwand llalbsehiihe Petersburger-Gummisohle..........fl, 1.50, fl. Paar Herren- und Kamen- brnnne Leinwumlsrlmhe mit Ledersohle iitul l.ederlie^atz......fl, Paar Herren- und Damenhaussrhiihe, gestickt. . „ »an „ mit Gummi-Einsatz „ » . it » * braun, gepolstert. speciell für leidende Fdsse....... . 1 Paar Uamen-Salnn-t'ommnil-llalbüehiihe, schwarz Verlangen Sie daher eine Answahlsendung zur Ansicht. 1.60 1.40 1.50 2 — —.30 —.80 1.20 1.60 1.60 1.40 1.60 3.50 3 — 2.80 2.80 4.-4.50 3.20 3.60 2.60 4.- 4 — 4-4 — 4- 6.— 5- j,— mit 2- 1.80 1.60 1.60 2.20 2.50 Steiermärkische Landes-Curanstalt Rohitsch Sauerbrunn SUdbahnstatlon Pöltschach. Saison I. Mal bis I. Octobcr. Trink-, Bade-, Molken- u. elektrische Curen. Prospecte durch die Dtraction. Die weltberühmten Glaubersalz-Säuerlinge, empfohlen durch die ersten medicinischen Autoritäten bei Erkrankung der VerdauuDgs- und Athmungsorgane und zwar: Tempelqualle kkls bestes Erfrischungsgetränk, Styriaquelle als bewährtes Heilmittel, versendet in frischer Füllung die landschaftl. Hauptniederlage im Landhause in Graz und die Brunnen Verwaltung in Rohitsch-Sauerbrunn. |V Der landsch. Rohitscher ist überall erhältlich. "W> Rothe und schwarze RIBISEL Rslneolaudes (Ringlotten) und grüne Nüsse kauft in grösseren Poston Viktor Grablowltz in Eggenberg bei Graz. Fotografien mit Ansicht des Stadttlieaters Yorräthig bei W. Blanke in Pettau. Billiges Buchen-Brennholz beim Forstamte Maria-Rast. SUPPlH'mMACGI Die Suppenwürze Maggi ist einzig in ihrer Art. um augenblicklich jede Suppe und jede schwache Bouillon überraschend gut uud kräftig zu mache» — wenige Tropfen genügen. In Originalfläschchen von 50 Heller au erhältlich iu alle» Delikateß., Colonial». Spezereiwareugeschasten und Droauerien Die Vriginalfläschchen werden mit Maggi's Suppenwürze billigst nachgefüllt. gegen Wanzen, Motten. Parasiten Flöh«. Küchenungrziefer,^ . aus Hautthieren tc. k. " • i Zacherlin wirkt st:uinenswert!i! Es tiidtet Un- übertroffen sicher und von schädlichen Jnsecten Millionen Kunden gerü Merkmale sind: 1. die 2. der N a m e Pett«»: Josef K-fimir, I» Behrb.lt, «. Leposcha. Brüder Mauritier. «. Zchulsiuk fld»lf Selltnschegg. ^^Rie^elbauer^^ jchuell jedwede Art iii ii b wird darum von hmt n. gesucht. Seine versiegelte Flasche. „Z acher l." Petlau: R. Wratschk». Arie»,«: Äonibltz! 8. a. Schw.d. loiS Mariin,. Ge.rz Mich-,,. Linie«: R. M.se« & Sotu. W. Feistriy: F Ztiger & Z»h». Eröffnungs-Anzeige. Beehre mich hiermit dem geehrton Publikum höflichst anzuzeigen, dass ich am hiesigen Platze, HerrengaSSB Nr. 3, eine Vi et u a 1 i en - H an d 1 ung errichtet habe. Mein eifrigstes Bestreben wird es sein, ausser Eier, Obst, Brod- und Paprikaspeck, Schmalz, Gebäck, Hühnerfutter u. 8. w. stets auch gute frische Butter, sauren Rahm und Käse am Lager zu halten und alles zu billigsten Preisen abzugeben. Die beste Bedienung versichernd, bitte ich um zahlreichen Zuspruch. Hochachtend Juliana Haupt. PKTTAU, am 15, Juni 1897._ Weingartrealitiit in der Kolos, 2 Gehstunden von Pettau, mit circa 7 Joch tfetaigniub, 6 Joch Hochwald, 2 Joch Obstgarten und Weide, schönes Herrenhaus, eingerichtet, Wiuzerei jc., sehr schöne Lage, nlles in bestem Zustande, ist wegen eingetretener Familienver-Hältnisse preiswürdig zu verkaufe». Auskunft bei Josef Mclunger in Pettau. Die anerkaunt beste "HDA Peronospora-Spritzel ist die von Franz Rieger, Bozen. Dieselbe hat kupfernen Kessel, Verlftnjjerungsrohr mit separatem Zerstttuber zum bespritzen der Obstbttume, ist leicht, sehr solid ] und dauerhaft gearbeitet. Vom Herrn Weinbaulehrer Stiegler wurde diese Spritze | wiederholt lobend anempfohlen. Preis complett sammt Verpackung II. 16.— Gesündestes Mädchen - Pensionat - CILLI. Schulbchönllicli concessionirt. — sorgfältige Erziehung uncl Pflege. Wissenschaftliche und praktische Ausbildung. Höhere Töchterschule und Volksschule. Sommermonate die Sannbftder. Achtungsvoll E. Haussenbüchl. KJJ ▼ O T U, TOJ JOjJ U)7 U)TO TO} T. W. S. ✓ Du l!»<> im Hau»« tat das eu-ige Mittel, im d.n »»—»»> (letal r»n, weicht »,» dnr Vi du, Ki'rpt-.->• h i mwiikrtn mit 2Sic)i«-ibeit xu ratfe-eu, aber tuau nun .ich h ««u anlidtr und p aklüje. rrpnbt r Api^irnlc be'ien.n und ali «»Ich« kühnen di« Triumph-Wiegenbad-Schaukeln mhif cmpT ihlfii wpr Un. dein» *»o bieten >. alle Vortheile ®ewühn.icher Badewannen, weil »ie *u Voll-, Hallv, Sitx im I Kindur-t ältern m.t kaltem, laurm oder warm- m Was.er zu gebrauchen find; rlif* M.->rllch eil, Wellenbäder im Zimiaor tu Mfemta, wobei der Wert dea ituirli «tia gleh h/*itigc Kinwi.kung v«»n Lull uud Waaatr erzielten Wcllen-»i hlaiM« nicht c at Lcaii«prii Ittn »I» e ir wrtii/ Wa-mer — 2 Elmar genügen »«hon iv einen WeMeatede; 1. nie «in I leicht und )inri.ili> h — eelbet «Ina achwache Paraan taun ala ip.elend entleeren >|X traaaportlaron; 3. nrhmrti » t ki iiien i1 mt* öln — alt wardan alafaeh an 41a Wand laUagl; Die Triaitiph Wu'- nl n I ?< lirrnkt In ind v. n rinn •uvar«Salll(ih«n Dauerhaftigkeit Juno lun:Vcl k.i-iet: 1 Schwitz Km iolitiiriR daxu kantet: 4 181 13 5 ikh i m aiGulden 24 «i so 311 IS 1« 17 I» I« Die Prel'<> v»'r-IrKrn »i,d> rini^-hlie^eiiih Frncht and Emtollag«, alao ohne weitere Speien! Zu belieben durch jedes bessere Spengler-, Haus- u. Küohengergthe-oder Eisenwaren-Geschäft: wenn nicht erhältlich, direct durch die Erste Österreich -ungarische Blech- u. Lacklrwarenfabrik JOSEF KUTZER in PRAG-SMICHOW. lVcrfl.iii.lt ge^eii N.irhnahm* oder rorherigo Cant-a.) JlhtKfrirtr ikrom-rrtr tinii grritU uml /WiaM. Patcnlirt in fa-t aih n Cullurstnalen! Vor Nnchahmung* n ^lid gewarnt! Be[ Anfrage und Bestellungen wied gebeten, auf dieses Blatt Bezug zu nehmen. Verantwortlicher Schriftleiter: Joses Fel«ner. Irutf und Berlog: W, Blanke. Petto». Weitage zur Der Fluch der bösen That. von H. vom ZI h« > n. V^ine halbe stunde war vergangen, seit der Knecht in die Stadt I \v ncrittm war. Die Müllerin lag immer noch bewußtlos aus dem Bette und alle Bemühungen ihre« Manne», die ACj Besinnung zurückzurufen, erwiesen sich als nutzlos. Bleich und mit verstörten Zügen saß der Erlenmüller am Bette Inner Gattin. Die rechte Sand der Kranke» hielt er mit seinen bndk» sest umschlossen; sein Blick hing unverwandt an dem Gesichte seine» Weibes und nur sekundenlang richtete er hin und wieder tat Auge aus die Wanduhr, deren gleichmäßige« Ticken allein die -rille unterbrach. „Wo nur Wilhelm bleibt?" flüsterte er, als die Uhr die fünfte Mittagsstunde anzeigte. .Er könnte schon zurück sein, wenn cr ichars zugeritten ist.* 3n diesem Augenblicke wurden Hnsschläge vernehmbar. Birk-maier erhob sich nnd öffnete das Fenster. „Haben Sie den SanitätSrat angetroffen/ rief er hinunter, „,i»d was hat er gesagt?' „Er wird in einer halben Stunde hier sein/ erwiderte der Knecht. „Gut. Schicken Sie Hermine sogleich heraus und halten Sie iirti bereit, nach Eintreffen des Arzte» in die Apotheke zu reiten.' Fünf Minuten später klopfte das Mädchen an die Thüre, wo dic Kranke lag. Der Erlenmüller, welcher vor dem Bette der Lei-dendeu stand, drehte sich rasch um und öffnete, .Hermine,' befahl it dein Mädchen in leisem Tone, .nehmen Sie für kurze Zeit hier »m Bette meiner Frau Platz und kühlen Sie ihr von Zeit zu Zeit tonst die Schläfe. Achten Sie gennn auf jede Bewegung und rufen -ie mich nötigenfalls sofort. Ich werde übrigen» in längsten» einer Viertelstunde wieder da sein.' Damit verlieh er das Zimmer. Hastig schritt Birkmaier die Treppe hinab in die Mühle. Fritz, drr schon seit längerer Zeit den Bater im Geschäfte zu vertreten »siegte. kam ihm entgegen. „Was ist denn nur passiert. Bater?' fragte er. .Die Mutter sei schwer krank, erzählt Wilhelm, »nd unsere Leute stecken die uövse geheimnisvoll zusammen. Heute mittag war die Mutter doch noch gesund; was ist ihr so plötzlich zugestoßen? Du siehst n»ch sehr blaß und angegriffen ans, so daß man glauben könnte, T» seiest auch krank!' Ein tiefer Seufzer entrang sich der Brust des Angeredeten. .Mutter ist allerdings erkrankt,' antwortete er dann langsam und strich mit der Hand über den Kopf, wie um sich zu besinnen. .Was c* ist, weiß ich nicht Der Arzt kann jeden Augenblick kommen n»d dann wird sich hoffentlich herausstellen, ob der Znstand be-dcnklich ist. Frage mich jetzt nicht weiter, sondern übernimm Du dir Führung des Geschäfts in gewohnter Weise und achte daraus, daß jeder seine Pflicht thut uud an seinem Platze ist. Dann wird da» Munkeln und Flüstern von selbst anshören.' .Um das Geschäft mache Dir nur keine Sorge,' entgegnete der «oh», .daS werde ich schon besorgen, aber in der Wirtschaft werden wir die Mutter schwer vermissen.' .Es wird schon gehen, ja — e» mnß gehen,' erklärte der Erlenmüller in seiner gewohnten thatkräftigen Weise, und wollte i l'eit in den oberen Stock sich wieder begeben, als der Wagen des Ärztes in den Hof rollte. Birkmaier trat hinan» nnd begrüßte den Ankommenden. ..Doch kein bedenklicher Fall, Herr Birkmaier?' fragte der SanitätSrat, dem Erlenmüller die Hand reichend. .Das vermag ich nicht zn sagen, Herr SanitätSrat," erwiderte der Gefragte, den Blick zu Boden richtend, „ich wollte, ich könnte Ihre Frage bejahen. Jedenfalls erfüllt mich die lange Bewuül-losigkeit mit ernster Sorge" »Be—wußt—lo—sig—seit?" kam es verwundert von den Lippen des Doktor». .Eine Ohnmacht oder was sonst?' .Meine Frau hat sich sehr heftig am «ops gestoßen,' erklärte Birkmaier in unsicherem Tone. „Aber wollen wir nicht znr Kranken, Herr SanitätSrat?' .Gewiß, gewiß,' versicherte der Arzt. Wo finde ich dir Patientin?' fragte er und schritt eilig der Hausthüre zu. .Im Schlafzimmer, Herr SanitätSrat!' Zwei Minuten später stand der Arzt bor dein «rankenbette. Aus einen Wiuk des Hansherrn verließ Hermiue das Zimmer; die beiden Männer waren allein bei der «ranken. SanitätSrat Wurm untersuchte Frau Birkmaier auis sorg-sältigste, bann erklärte er dem besorgt drei» schauende» Gatten: .Es liegt ohne Zweifel eine starke Gehirnerichütternng vor. deren Folgen sich nicht vorhersehe» lasten. Ich werde morgen zeitig wiederkommen.' .Ist das Leben in Gefahr, Herr SanitätSrat?' forschte der Erlenmüller. .Ja nnd nein!' erwiderte Wurm, die Achseln zuckend, .«ehrt da» Bewußtsein bald zurück und es stellt sich sein Fieber ein, so ist Aussicht auf Genesung in nicht allz»la»ger Zeit vorha»den, tritt dagegen Fieber hinzu, so kann der beste Arzt für nichts ein-stehen. Hoffe» wir das erstere.' Der Sanitätsrat gab sodann «och die nötige» Anweisnnge» sür die Behandlung der Patientin und empfahl sich hierauf. Kaum hatte der Arzt das Han» verlasse», so verriegelte Franz Birkmaier die Thüre zum Schlasgrnach. Da»» kniete er vor dem Bette seine» Weibes nieder, drückte de» «otyf iu die Kiffen nnd weinte lange nnd bitterlich. Als die «ranke eine Bewegung machte, als wolle sie sich erheben, saßte er leidenschaftlich ihre Hand »nd flüsterte: „Gretche». Gretche», mein süßer Schatz, hörst D» mich? So öffne doch die Augen uud gieb mir zu erkenne», daß Du mir meine schändliche That verzeihst. Ich will Dich ans den Händen tragen und Dich schützen wie meinen Augapsel, nur werde wieder gesund, sei wieder mein liebes, gutes Weib.' Dabei perlten uuaus> haltsam die Thränen über de» Bart und ein schmerzvolles Zncke» ging durch den herkulischen Körper des Mannes. ,O Gott, was habe ich gethan!' stöhnte der Erlenmüller nach einer Pause. .Ich überlebe es nicht, wen» mir mein Weib stirbt, stirbt durch meine verruchte Handlungsweise. Grete, Grete, soll es denn wirklich wahr werde», daß meine Leidenschaft Dich »nd mich in» Unglück stürzt?' Abermals bewegte sich die «ranke. Franz Birkuiaier legte seinen Mund an ihr Ohr. .Gretche», hörst D» mich jetzt?' hauchte er. .Verzeihe mir. mein Herz, ver« zeihe mir um unserer Kinder willen, die Mutter nnd Bater »och »icht entbehren können. Was soll ich Arthur sagen, wenn er »ach Dir fragt? Werde gesund, mein Lieb, werde gesund!' Ein leise» Klopfen an der Thüre lenkte dir Gedanke» des Müllers einen Augenblick ab. Er horchte ans. Als dann von neuem gepocht wurde, erhob er sich uud fragte: „Wer ist da?' „Arthur,' scholl es ihm entgegen. Des Erlenmüllers Antlitz wurde um eine Schattierung bleicher. .Er sucht die Mutter," flüsterte er, „uud wird sich so leicht nicht mit Worten zufrieden g»be» — Was willst Du?' wandte er sich »ach der Thüre, ..hat Fritz Dir nicht gejagt, daß die Mutter erkrankt ist nnd daß ich zu anderen Dinge» keine Zeit habe?' .Doch, lieber Bater, aber gerade die «ra»kheit der Mutter läßt mir keine Ruhe »nd ich wollte Dich herzlich bitte», mich ein-mal zn ihr zu lassen." 110 Birkmaier öffnete ein wenig die Thilr. .Heute ist es nicht angängig,' tröstete er seinen IÜiigstgeborene», „der Arzt hat »»-bedingte Ruhe verordnet. Wenn es morgen besser ist. werde ich Tich rusen. Gehe jetzt an Trine Arbeit und störe i»ich und die Kranke nicht mehr. Mutter bedarf der äußersten Schonung.' Arthur, wissend, daß eS gegen des Vaters Anordnungen keinen Widerspruch gab, schlich betrübt die Treppe hinab. „Also morgen, Vater." rief er nochmals zurück. „Hoffentlich,' scholl es ihm entgegen.--- Die Nacht senkte sich hernieder. Die Kranke warf sich unruhig aus ihrem Lager hin und her nnd stöhnte zuweilen vernehmlich, sonst aber war der Zustand der gleiche wie am Nachmittage. Franz Birkmaier wich niriit vom Bette seines Weibes. Still und in sich gekehrt saß er da und beobachtete jede Bewegung der Leidenden. Es war eine bange, lange Nacht, die er verbrachte. Keine Minute senkte sich der Schlaf auf seine müden Augen uieder, regungslos, wie zur Bildsäule erstarrt, saß er da oder wühlte iu nervöser Erregung in Haupt- und Bartliaar. Die ersten Anzeichen des neuen TageS wurden eben sichtbar, als die Müllerin dir Auge» aufschlug »nd erstaunt um sich blickte. Ein Ausruf freudiger Ueberrasch-uug entfuhr dem Gatten, heiß preßte er die Hand der Kranke» a» die Lippen, «nd während Thränen in seine Äugen drangen, sagte er: „Kannst Dn mir vergeben, Gretche» ? Willst D» »och ferner mein liebes, gnteS Weib sein? Wie ich nm Dich mich gesorgt habe, welche entsetzliche Nacht ich verleben mußte! Bergieb mir, Schatz! Es soll gewiß das letzte-mal gewesen sein, daß ich mich vom Zorn hinreißen ließ. Gott s?i mein Zeuge dafür, daß ich Dir dieses Ber-spreche» gebe und daß ich eS hal-ten will.' Bon neuem drückte der Erlen-miiller dir Hand seines Weibes an seine Lippen. Die Kranke versuchte zu sprechen nnd die Hand zu erheben, aber die Schwäche war so groß, daß sie von dem Vorhaben abstehen mußte. „Rege Dich nur nicht auf, mein Lieb." beruhigte sie der Gatte. „Du bedarfst der größten Ruhe und Schonung, nnd ich werde dafür sor-gen, daß jeder Deiner Wünsche er-füllt wird.' Die Kranke lächelte matt. «Vergiebst Dn mir, Gretchen?' fragte der Erlenmüller abermals. .Gieb mir zu erkennen. daß Du mich noch lieb hast, ich finde sonst keine Ruhe, »nd mein Gewissen, das mich ohnehin ernstlich „»klagt. treibt mich noch zur Verzweiflu»g." Die Müllerin richtete ihre großen seelenvollen, aber jetzt matt drein-schauende» Augen a»f den Sprecher, nnd nm ihre Lippen zuckte es wie ein glückliches Lächeln. „Natürlich" — fuhr Birkmaier fort — .kann keine Rede mehr davon sein, unser Besitztum zu verkaufen, und ich verstehe heute fast nicht, wie ich mich nur mit dem Vorhaben tragen konnte. So lange wir leben, werden wir die Erlenmühle nicht verlaffen, nnd hoffentlich werden unsere Kinder ein Gleiches sogen.' In den Augen der Leidenden leuchtete es freudig an?, und ein leiser Druck der Haud gab Birkmaier das Einverständnis seines kranken Weibes mit diese» Worten zu erkenne». „Kauust Du mir verzeihe», Gretche»?' flüsterte er uud beugte sich über die Kraute. .Ja." hauchte diese und drückte leicht die Rechte ihres Mannes. „Tausend Tank, Du gutes, treues Weib," schluchzte der Erlenmüller nnd drückte eine» Kuß auf die Lippe» der Patientin. .Du hast mir meine Ruhe, meinen Seelenfrieden wiedergegeben, uud nun will ich Dich auch nicht mehr mit Fragen auäle», jetzt werde »ur wieder gesund und erhole Dich von der Unbill, die ich Dir zugefügt habe.' Die Müllerin schloß die Auge». „Schlafe ein wenig, mein Lieb," mahnte Franz Birkmaier zärtlich »nd streichelte der Gattin Wangen, .das stärkt Dich und ich werde darüber wachen, daß Deine Ruhe nicht gestört wird.' Marktplatz in DlnkelSbÜhl. um zu öffne«. ES war Arthur, den das Befinden der M> nicht rmien ließ. „Ich möchte die Mutter sehen, bevor ich zur Schule g. erklärte er, die Angen bittend auf den Bater gerichtet. .Ich koi . nicht mehr schlafen, weil ich nicht wußte, wir es Mutter g> - .Sie schläft jrtzt gerade." entgegnete der Erlenmüller w wollend, „nnd es ist mir nicht recht, daß Dn in diesem blick kommst, allein Dein großes Interesse für die Muttei , Deinen Wunsch unterstützen. Tritt leise ein.' Als Arthur sich dem Bette nahte, öffnete die Müllerin dir ?l» , „Arthur wollte Dich srhrn und wissen, wie es Dir geht." klärte Birkmaier entschuldigend. .eS thut mir sehr leid, das, gestört worden bist, ich mochte ihm aber zum zweitenmal dir nicht versagen.' Ein znsriedenes Lächeln glitt über die Züge der Kranke», i mit Mühe versuchte sie dem Sohne die Hand zn reichen. 3 ergriff die Rechte der Mutter, drückte sie fest in seinen Hv \n und führte sie dann an die Lippen. .Wie geht eS, liebe Mutter?' fragte Arthur, ihre Hand zin ri streichelnd. .Schwach," hauchte die Gen., i'.c „Mutter ist recht schwach »»>' darf der Ruhe,' mahnte Birkni» r. .komm jetzt. Arthur, und aunl, uc nicht mit »»tzlosen Frage»." .Ade, Mütterchen, werde , i t bald wieder gesund." preßte der i >:i:i aus der übervollen Brust Ijcn-ot. während iu seinen Auge» Thränn, glänzten, dann drückte er einen miir aus ihre Hand uud verließ rasch i\n Krankenzimmer. Die Müllerin schloß die 91» i wieder »nd ihr Gatte »ahm nebe» ihrem Bette Platz. Biertelstunde aus Viertelst»!?» verrann. Endlich war die Kranke eiugeschlasen, aber nun röteten tirii ihre Wangen, der Puls ging schnei . »nd mit Entsetze» beuicrkte der E> l> ' müller, daß ei» heftiges Fiebei im Anzüge war. Kalter Schweiß trat deui Maime vor die Stirne. „O Gott,' flehte er, „erbarme I l» meines armen Weibes und mein«, nur das Schlimmste erspare »ii „Frg—nz---thue — e> nicht, mein — Herz — hängt -ja — so sehr — an diesem Ha» ' kam es bo» de» Lippen der Fiel>> den. Den Erlenmüller überlief . o „Fra-nz — ich — kann du • mal — nicht — nach—geben •> würden Va-ter — und — Mm . — von ihrer — Toch—ter sage» — wenn ich — die — Er—le miihle rnhig — ver—kaufen ließt Unruhig warf sich die Kranke aus ihrem Lager hin und l .Schlage — nur — zu,' fieberte sie weiter, .lie—ber — — ich — ster—beu. als — die — Erlen—miihle ver—kanje» sehen. O — wie da» — schmerzt. Franz — Fra—nz!' — Birkmaier bedeckte sei» Gesicht mit beiden Händen. Tie Fieber anögestoßenen Worte seines Weibes ginge» ihni der»» zu Herzen, daß^ er seine ganze Umgebung vergaß. Erst aio die Thür des Schlafgemaches öffnete und in drm Rahme» selben SanitätSrat Wurm erschien, schrak er ans seinen mereien auf und erhob sich zur Begrüßung. „Sie siebert, Herr SanitätSrat,' empfing der Erlenmülle, Arzt, „und mit Entsetzen denke ich daran, daß jetzt ihr Lebe» fährdet sein könnte. O. sagen Sie mir, Herr Sanitätsrat. das nicht schlimm ist, sagen Sie mir, daß meine Frau wieder gen : wird uud ich will alles, alles ertrage«.' „Seit wann ist Fieber eingetreten?' fragte der Doktor. „Seit etwa einer halbe« Stunde. Vorher war sie eine & völlig bei Besinnung und nur sehr schwach.' Der alte Arzt uiachte ein sehr bedenkliches Gesicht uud u» suchte dann die Kranke von neuem aufs sorgfältigste. Ale r damit zu Eude war, erklärte er: „Herr Birkmaier, ich will nicht entmutigen, aber ich dars Ihnen anch nicht verhehle», der Zustand ei» sehr besorgniserregender geworden ist. Wir lt. im. schien er die Sprache wiedergefunden zu haben. .Herr uitätSrat," preßte er. seinen Schmer» nur mit Aufbietung semer neu Energie unterdrückend, hervor, „retten «je mein Weib . flehe Sie an. lassen Sie keiu Mittel uuvernicht. das helfen inte. Wenden Sie das Schlimmste von mir ab." .Aas an mir liegt, wird geschehe..," erwiderte der Arztund chte Birkmaier die Sand^ „Nur nicht gleich mntloS werden. In ihren Fieberphantafien beschäftigte sie sich ausschließlich mit dem Verkauf der Erleuniühle uud der Zukunft Arth»rS. ___ Der Taa ging am Eude. DaS Fieber war noch beträchtlich gestiegen, und am Abend verließ Wurm mit sehr "Mer Alieue das Krankenzimmer. „Ich werde morgen sriih bald nach sechs Uhr kommen und nach der Kranken sehen.' hatte er zum Erlenmnller gesagt und war davongefahren wor»!'»»»« foi«t) »t mit einer heftigen viruhautentzilndung zu thu», deren iint kein Mensch sicher voraussagen kauu. Jedenfalls miisieu ...i das Schlimmste gefaßt sei». Ich werde heute nachmittag nachdem auch am Abend wiederkomme», fcostcu wir, daß ia slelingt, das Leben zu retten." er Erlenmüller sprach keiu Wort. Stumm blickte er de» und erst als dieser sich anschickte, das Zimmer zu ver- Allerdings,' fuhr er kopfschüttelnd fort, „die Situation ist sehr, schx ernst, aber es kann doch noch alles gut werde», Hoffen wir das Beste!" •----. ^ Franz Birkmaier war wieder allein am Krankenlager. Die Weisungen des erfahrenen Sanitatsrates waren gena», befolgt worden, aber das Fieber dauerte mit unveräuderter Heftigkeit fort, und von Zeit zu Zeit redete die «ranke laut und vernehmlich Die kleine Or«n«enhindlerin. von «. ?in (irilnumranltt, Sie 7urm« stattlich. manntgsnit', VirrschrSlia »«r »och WrrflfrirH« Wrt, Ist ruitd und Irtilnnf und hvchgeorl!" i-icl Interessante«, redende Sinzeleindtücke bietet auch da» Innere Unket». t»utll#. beste» Bevälkerung treu an Tille und Brauch ber Vurzcit hängt. Zum Hergebrachten aber gehürt ein uralte» CoI(«fcft, ba» für Stabt unb Umgegend feit viele» Jahrzehnten einen „ruhenden Pul In ber ttrlitieinungei» Flucht" brbrutrt, ble »indetjeche Unb wieber sieht die -labt unmittelbar vor dem vier Tage währenden Feste. loch soll ber 12. Juli bieie« Jahre« eine bebeutungtvolle (Srwei-terniig bringen. Ist Fürbitte Ihrer Kinder verdankte im Iahte 11132 ble Stabt, bah sie von bem erzürnten Sieger verschont unb begnadigt würbe ..In ward bei Feinde» Her» erweich« ?a« Schwer« licht in die Scheide; 'Siel OTuUerfietjru wurden leicht, lind alle» warb voll Beende." Sin heuer zum erstenmale zur Aufführung kommende» historische» Festspiel im Schtannensaale famt Nachspiel an dem Würnitzlhote soll diese Grundlage der Kinder,«che vor Augen führen. Daran reiht sich der altherkömmliche, noch weit reicher ausgestattete Festzug und baran ba» buntbewegte Leben aus ben weithin bekannten prächtigen Somnketkelletn unb später in ber „flugferftanbenen Bretterftokt" auf dem Schießwafen. Die Sinderzeche hat schon In Ihrer seitherigen Form manchen begeistert. und dürste die erweiterte Feier hoffentlich eine »och erheblich grüßere Zahl von will-kommenen Freunden tu bie Stauern der gastfreundliche» Stabt führen. Tte (leint Orangcnhänfelerin. von den Freude» der A»ge»b Hai sie wenig ge-»offen, die kleine (Sianettlna, die bei der Marien-Statue an der belebten Promenade Orange» seilbietet. Sie, ein Sind de» 3iibcn». fühlt sich nicht heimisch in unserem kalte» Narben, und wehmütig blicken die vorübergehende» ans die »eine, wenn ste mit ihrem bünnen Stimmchen die Güte ihrer Ware anpreist. Nur bunkel weiß sie sich aus Ihre sonnige Heimat ,u erinnern, wo ble goldgelbe» Früchte reisen und ein tiefblauer Himmel sich über Flnr unb Auen wölbt. Ihre armen »Item, die fernifgrIchAftt noch dem Norden verschlagen haben, erzählen ihr oft von der Schünhelt ihre» italienische» Vaterlande», vo» ber milden Lust, ble dorten weht, unb von ber Pracht ber Blumen, ble borten ba» «»ge entzückt. Wie (lerne flüge sie mit den Schwalbe» und Nachtigallen der lieben Heimat zu, »'ie srod u»b guter Dinge wäre ste, könnte sie unter ben Orangen« und ISilrunei,bäumen spielen, singen und tollen. Mit träumenden Augen blickt 5a« bleicht Binb be» Silben» aus bie galbgelben Früchte unb unsagbare Sehnsucht fällt bie Brust nach dem teuern Qaterlanbe. Et. 4 bie traurige Empstndnnge» und Ikrinnerunge» erwrcke» könnten, nnd um ; «i i» lagen, baß jeinaub geftuibe» sei, brauchen sie ungefähr bie Wendn»,, ^ derselbe de» «»teil, den er »och am Leben gehabt, an die Lebenszeit de, redeten geknüpft habe. Schah «da» II. gab einem feiner Feldherrn weiften Wärt», «in Geschenk de» russische» Zar», in Verwahrung. tr, <£,„ starb ttinige Zeit nachher fragte «da» den Bären Hüter über die lade»«,, - -seltene» Xierr«. — ,(r hat tturer Majestät mit dem Anteile, be» er noch i, Leben hatte, ein Geschenk gemacht," hob ber HSfliche ffriegfman» an t0 unterbrach ihn «ba» lachenb: „Du bist selber ei» Bär, da« Du mein L»d» mit Bärenjahre» verlängern willst.' Z, Vom Kasernenhof. Unteroffizier: ,,Wa«, schwindelig werde» Zi, aus dem Pferde, Einjähriger Krause? — Herr, wa» soll au» Ihnen iv„i werde», we»n da» lenkbare Luftschiff erst erfunden ist?" Kaiser Alexander unb Fra» ». 3tai'l. vei einem ländlichen Feite i» Peterhof sagte diese berühmte Schriftstellerin: .Wie herrlich und ange-ehm IInb bitse, um Gestabe eine» klippenvollen Meere» tiegenben Gürten, al« >,>«,!> liche Ruheplätze für ben Herrscher auf bem kolossalen, schrankenlosen, nvr»l>ch,» Kaiserthrone: von ihm herab kann ein «aiser über sein weite» Reich die ^t,^i> len de» Lichte» und Glücke» verbreiten -.«6er, fflabame." sagte Kaiser «lounfv, .ein Baiser ist selbst nur ein Zufall ' J -Bo» ..ftnmel »»rch »ie rinnt, sagen Sie zu meinem neuen VIimui >»! Tonnerwettee. muh Jht Schnei de?" er mal reich fein!» ftnunnu^igfa ♦ ^ 711// alöversteck. » Hai mein lauschig Plüschen ' Ter Sonnenstrahl entdeckt, 7J\Hat mich au» meinem Dichten ^Und träumen aufgeschreckt. Mein engbeschrieben Büchlein Durchmusternb er befah, St schien ihm zu gefallen. Denn lange blieb er ba. Der Frühwinb half Ihm Müttern, Neugieriger Gesell! Und vügleln auf dem «ste Sang meine Lieder fchnell. Der Sonnenstrahl, ber Frühwind, Da» vdglein aus bem Baum, Die trüge» ohne weiter» Dahin den Herze»«traum Wie kann ich nun beweisen, Wer Ihn gedichtet hat? Muh mich In Zukunft wahren Vor solchem Plagiat! «»„„ Mavet-Vetawald. AIS vorzügliches Bekimpfnitgsiiiiiiel de« AaskSstr«, der nicht selten ben üHi.k, so verberblich wird, haben sich sch,.« s«, Jahren die Hühner bewährt. Man hriu.it die liere mitteil eine» fahrbaren Hü!,»., stall» hinau» auf da» Feld und (iistt ■ dann heran» Notwendig Ist e«, dri i>m Hühnerstall einige Futterttäge »nd 3ji;. nüpfe aufzustellen. Nach den gemach,., Erfahrungen Ist der Schaden durch flt fressen der Riibenblfitter ein sehr getin^i wenn die Ziere bie notwenblge Benutte. rung erhalten. Trocknen der Pilze, Gegenwart m ir -ben ble Pilze ober Schwämme mrtii -I, früher al» nahrhafte Sprife erkannt ,,»t genossen. Dieselben können frisch zndemio und gegessen oder getrocknet »nd für ii derselben geschieht entweder in der 2,',,i>r auf den Herden oder Im Backofen tu kleinen Schwämme werden an eine Zch-, , gereiht unb dann ausgehängt; die ren schneidet man zunächst in Zi ,f< legt ste auf Horde» oder toelftr* Pn,',n aber niemal* auf Kuchenbleche. so ir, In man sie in die Sonne ober in den Backofen Die getrockneten Pilze miiiin, »> einem trockene» Raume iu Glüfern ober in Papierbüien hängenb atifbrir l>>, «erben. Will man bie getrockneten Pilze verwenbe», so mus, man sie »,» m Gebrauche wie getrocknete» Obst in lauwarmem Wasser einweichen oder man . stoße sie zu Pulver und füge bacfelbe al« Würze ju ben Sauren. Manche v frouen zerstoßen die Pilze gleich nach dem Trocknen zu Pulver »nd brtniiliii-biefe» in Glüsern auf. — Getrocknete Steinpilze oder llhampiguo»« irttn, f • recht gut, wenn man ste mit getrockneten Zwetschgen auskocht. , i-genehm >in, zu erfahren, auf welche Weift sie schnell etwa« künstlich,» «>n bereiten kann Hier ba« ganze Neeept: Man nehme einen irbenen Jouf, „ ■ too Gramm Schwefelsäure »nb siO Gramm Wasser hinein und füge sobauti Gramm schwefelsaure Soda hinzu 3* diese Mischung, die natürlich a>,.l> grüßerer Menge hergestellt werben kann, stelle man ein kleinere» Gesäß, ird t> -da» zum Gefrieren zu bringende Wasier enthüll, decke e» zu und drehe da« <» » . leicht hin und her, damit die Kältemischung in Bewegung bleibt. In »«»v Minute» trieb ba« Wasser in b1»» i>Ia»nde Benennungen cntftrhru: l) (fnr '■ t) Snm« ein»« «Herolde,,. Si 01» ti»i »aller. «I Bin «eitandtelt de» tzot« ,, tdeee». »iEisendahnknotenvunkl in tde,«' «> Sin -chifs«!?,standteil. 7| iVan*. ^ ichriltsteller. »> £>rt In der Pial, mi> t-sal«quette. », Hin Toilett'artiket Kii tfit ' mlltel. II) Stadt in Schle«wlg-H»tft<>-Siadt In Sachsen. 13) llnUirriitfitfffnM i» Hrn. t(i Fluß In CRalizirn. I6i Hin «m.l ri»t> die WBrter richtig geiunden, ' zeichnet die lentrechte Mltlelrethe el»e>' " vvnlsten und «laviervirtuosen. P. >i Vluflöiiinsi fotflt in nächster Rummer. i II i:i u n s i :m.-» 0 13 in k im t S I« t • i 1 x i» J «iiflifiingtn aus voriger Nummer: de« Scherz-Lo„ogrivh«! Kellereien, ttettereien: de« Homoniimil >' «*»»»■■»!»»«»» AUe hechle »«»dcl»«li»». Beeantwoitlich« «edaklion von tlrnfl Pfeisfer. von (Dreinet » '(Heiner in «tdTiufl und t,er»u«grgel>l> clilttflaii.