3ir. 249. Mittwoch, 29. Oktober 1913. 132. Ialirgang. Mlmcher Mmg P»»»«««»«N«»»»»^»: Mit Vl>stv,lsrndung: gnnzjährig 30 ll. kalbjawiss ik» X Im Nontm: «anzjähri« « ll. balbjühri« :i t. Füi ds »Laibllches Hsitung» fächeln! tügUll!. mil Aulnalime der Loim- m,^ ,>s„7»<>nf, T,s A>«t»»«N»»<»»» befindet sich Vlilloiiösliant Nr, l«: dls ßl»>»lM«, MMoiiicftlaht Nr it>, Tpiechftunt'tn t»er Redatiitm von » bil n> Uln oonnittagl. Unfra»t,rlls Vrisfe wrrdrn nichl angenommen, vlanustiiptc nilht zurüllgeftellt Telephon-Mr. der pedaktisu 52. AmMchsr Geil. Der k, l. Lcmdesfträsident im Herzogtume Krain hat den Vczirkstierarzt Viktor Saitz in Laibach zum Be-zirtsoberticrarzte nlübcr Rumänien prägte sich stets wanne Freundschaft für den unter der weisen" und tat-lrästiacn Reaicrung des Königs immer mehr enrpor-blühenden Nachbarstaat aus, dessen Stellung als eines sehr wichtigen Friedens elements im Südosten hier volle Würdigung findet. Diese Gesinnungen sind auch während der Nallanlrisc zum Ausdruck gelangt. Im jetzigen Besuche des Prinzen Ferdinand und der Prinzessin Maria von Rumänien, die von Hrem ältesten Sohne, dem Prinzen Carol, begleitet werden, spiegelt sich der ungc-schwächte Fortbestand des von beiden Staaten sorgfältig gepflegten Freundschaftsverhältnisses wider; die politischen Kreise der Monarchie heißen die illustren Gäste willkommen, sie begleiten deren Verweilen am Wiener Hofe mit lebhafter Sympathie und entbieten bei diesem erfreulichen Anlasse dem König Carol und der Königin Elisabeth den Ausdruck hoher Verehrung. Italienische Marine. Seit einigen Wochen wird im Marincarsenal in Spezzia bei der nach Stapellassung des Schlachtschiffes „Andrea Doria" freigcwordenen Wcrfthelling eine Verlängerung vorgenommen, da im Jänner 1914 der neunte Dreadnought in Bau gelegt werden soll. „Doria" erforderte bloß eine Länge von 170 Meter, das neue Groß-lampfschiff „G" wird aber bei 28.000 Tonnen Deplacc-incnt 204 Meter Länge erhalten, weshalb die Hellinge auf 2ll Meter verlängert werden müssen. Das neue Schlachtschifs wird nach Fertigstellung der ersten Division l „Dante Alighieri" steht im Dienst, „Giulio Eesare" in Zurüstung, tritt demnächst in Dienst, „Leonardo da Vinci" i» Fertigstellung, tritt Dezember in Dienst, „Conlc Eavour" tritt 1V4 in Dienst) und nach Ausbau der jetzt noch in den Arsenalen befindlichen vier Einheilen der zweiten Division („Andrea Doria" schwimmt und tritt l914 in Dienst, „Suilo" je 22,000 Tonnen, „Dandolo", „Morosmi" zu 28.000 Tonnen sind alle am Stapel) offenbar die erste Einheit einer dritten Dreadnought-Division bilden, deren Vertreter mit je acht Stück A8,l Zentimeter-Geschützen armiert werden. Wahrscheinlicher ist es aber, daß die genannten fünf 22,000 Tonnen-Schiffe taktisch vereinigt werden, lind daß der Neubau zusammen mit „Morosini" und „Dandolo" nebst einem vierten, noch zu licwilliacnoc» Schwcstcrschiffc, die erste lomplettc und homogene übci Dreaonouahl Division von 28.000 Tonnen Einheiten zu bilden haben werde. Militärisches aus Rumänien. Nach einem der „Pol. Korr." aus Bukarest zugehenden Bericht beabsichtigt die nlmänischc Heeresleitung eine Reorganisierung der Kavallerie, deren heutige Organi' sation ihrer Ansicht nach den modernen Anforderungen nicht entspricht. Die jetzige Einteilung der Kavallerie in Brigaden und ihre Verteilung unter die höheren Kommanden hat den Nachteil, baß die Fricdrn^rdrc bc, ba-taillc jener des Krieges nicht entspricht und daß die Einheitlichkeit der Ausbildung durch die teilweise Zuteilung zu höheren Kominanden im Frieden leidet. Um dieje,, Ubclständcn abzuhelfen, soll die gesamte .Kavallerie in acht Brigaden zu zwei bis drei Regimenter cingetcill werden, die ein- für allemal im Frieden einem Korps- odcr Divisionstommanbo zugeteilt werden. Je vier Brigaden werden überdies zu einer Kavallericinspettion vereinigt. Auf diese Art hofft man eine größere Einheitlichkeit in der Friedens- und Kriegsverfassung dieser Waffe zu erzielen, hauptsächlich dadurch, daß die Koni. Mandanten der Inspektionen im Kriegsfall zu Konnnan-dantcn der Kavalleriedivisioncn werden, die aus Regimentern der Inspektion gebildet werden, während die als Divisionskavalleric zu verwendenden Regimenter jeder Inspektion ebenfalls unter Aufsicht ihres Friebensbri-gadicrs bleiben. Um diefe Organisation vollständig ins Leben treten zu lassen, ist die Aufstellung noch eines Kavallerieregiments notwendig, das seinen Sitz in Do-bli«"' haben wird. Gleichzeitig wird das Leibgarbereg,-ment um cine Eskadron (es zählt jetzt drei) vermehrt. Die Friedensordre de bataille der Kavallerie wird nach Durchführung dieses Vorschlages folgende sem: 1. In-spcktorat, Bukarest, mit den Kavallerie-Nrigaden 1 sKra-jova), 2 Bukarest, 3 (Bukarest), 4 lPloje^t). 2, In-spcktorat, Iassy, mit den Kaoallericbn gaben 5> Narlad, ll Iassy, 7 Dobri<', 8 Tuldia. Politische Zleberftcht. Laibach, 28, Oktober. Kaiser Wilhelm hat sich, wie in diploniatische» Kreisen erzählt wird, über seinen Aufenthalt in Wien fehr befriedigt ausgesprochen. Er nahm zweimal Gelegenheit, mit dem Grafen Veichtolo zu sprechen, zunächst beim Dejeuner im Schönbrunner Schlosse, bei dem Graf Berchtold neben dem Kaiser Wilhelm saß, bann beim Tee auf der deutschen Notschaft, wo der Kaiser den Minister wiederholt ins Gespräch zog und längere Zeit mit ihm konferierte. Dr. Alfred H. Fried bemerkt im „Neuen Wiener Journal", der Vorschlag Lord Churchills, betreffend ein Fericnjahr für Seerüftungen, sei so unendlich einleuchtend, daß man annehmen sollte, seine Ausführung werde nicht mehr lange auf sich warten lassen. Hat doch bisher jede Regierung ihre Rüstungen mit den Rüstungen der anderen gerechtfertigt. Der Churchillsche Vorschlag verheißt allen Völkern Ersparung von Millionen. Die Ablehnung dieses Vorschlages macht die bisher mit einem gewissen Recht als notwendig motivierten Ausgaben zu Vergeudungen. Feuilleton. Vögelchcn. Ein modernes Märchen vun ZNarict Mocynic M^dt. (Schluß.) Die Huldigungen der juugcn Männer, die meine Freundinnen so glücklich machten, ließen mein Herz völlig kalt, und meine liebste Beschäftigung wurde es, mich in dem dunklen Raume, von Kirchen aufzuhalten, ober ein sam durch die Wälder zu streifen, in nachdenklichen Bc trachtungen verloren, jeder Gesellschaft ausweichend. Aber eines Abends, als ick) mich unserem Häuschen näherte, da begcgnew ich einem vornehmen Manne von ungefähr 22 Jahren, der mich mit solch tiefer Ehrfurcht grüßte, als sei ich cine große Dame. Und seinen Kleidern entströmte cm feiner Duft wie von lauter blühenden Veilchen. Sicher war er ein Fürst oder mehr . . , Mit bebenden Wor ten die Nlicke der leuchtenden Augen in die meinen gebohrt sprach er mir von seiner Liebe, tief wie das Meer, unendlich wie der Himmel. Und er erzählte mir von seinem Palast, der ganz aus Marmor und Gold bestünde, und von den kostbaren Teppichen, die die Schritte unhörbar machten, und er bat mich, mit ihm zu kommen, die Königin semes Hauses und seines Herzens zu werden. Um für immer das herrliche Leben führen zu können, bedürfe es nichts anderen für mich, als das einzige llcine Wörtchcn ,Ia' auszusprcchen. Aber ich sprach es nicht. Die Sonne war schon lange untergegangen, und ich wußte, daß n,an zu Haus« ängstlich aus meine Heimkehr wartete. Ich versprach, am nachncn H.agc mcmc nntwoN zu geben, und mit vor Freude und Glück hochNopscndcm Herzen eilte ich unserem Häuschen zu, den süßesten Träumen und Hoffnungen hingegeben. Aber kaum hatte ich mein Kämmerlein betreten, in dem neben dein Bilde meiner Mutter das der heiligen Jungfrau Maria hing, da bcschlich mein Herz ein leiser Zweifel und machte es in tiefem Weh schmerzen, ob er mich wirklich liebe oder ob . . ? Obwohl selber reinen und unschuldigen (Yemütcs, waren mir doch zu viele Geschichten verführter und verlassener Mädchen zu Ohren gclommcn. Und da erinnerte ich mich Plötzlich des Geschenkes der ,Hciligen', und ich entnahm meinem Schranke die llcine eiserne Kassette, in der ich meine einfachen Schätze, zwei Schnüre roter Korallen, ein schlichtes Ringlein und den kleinen Spiegel in metallenem Nahmen verwahrt hielt. Zaghaften Herzens, mit angftbebcnden Fingern ergriff ich den letzteren, um mir, getreu dem Worte seiner Spenderin, Rat von ihm zu holen. Aber, o Schrecken, aus dcm hellen Glase blickte mir anstatt meines freundlichen Zimmerchens mit seinen hellen Vorhängen ein kahles, "kaltes Spitalzimmer entgegen. Und ich sah mich in einem schmalen Nette liegen, die Brust von krampfhaften, Husten schier zerrissen, auf den Wangen fieberhafte rote Flecke. Ein tiefes Ächzen entfuhr bei diesem Anblick meinen Lippen, und wie dadurch herbeigerufen, stand ,die .Heilige' plötzlich auf der Schwelle meines Zimmers. ,Sei»c Liebe,' flüsterte sie mir mit heiserer Stimme ins Ohr, ,wird dich auf einen Weg der Schande und des Schmerzes an jenen Ort führen, den du im Spiegel erblicktest! Willst du den Weg einschlagen5' ,Nein, nein, um Gottes Barmherzigkeit willen!' flüsterte ich mit angsterstickter Stimme. ,Soll ich dich also wieder jenes fröhlich in den Tag hineinlebende Mädchen werden lassen, das du vor sechs Monaten gewesen?' ,Ohne seine Liebe könnte ich nicht mehr leben!' ,Dein Herz wird sich mit der Zeit anderen zuwenden lernen!' ,Nein, nein!' unterbrach ich sie stürmisch, denn die Erinnerung an meinen geliebten Freund hatte mich mit aller Macht überkommen. ,Nein, nein, sprich mir nicht von einer neuen Liebe! . . . Schenke mir. o gütige Zauberin, wenn du kannst, die Freuden meiner Jugend wieder, wende mein Herz wieder den biühcndcn Wäldern und dcm leuchtende:, Himmel zu, . aber gib meinnn Körper eine andere Form! . . . Verwandle mich, du Hei-lige, in ein Vöglein, das sich mit seinem klagenden Gesang in die Herzen der Menschen hineinschmeichelt . . Vielleicht wird es mir bann gelingen, junge Frauen-Herzen aus den Händen treuloser Verführer zu befreien!' Die Alte blickte mich mit unendlicher Zärtlichkeit an. Und die Hände über meinen Kops haltend, sprach sie: ,Flieg nnb singe!' Was weiter geschah? Nie habe ich mir später darüber Rechenschaft gcbcn können! Nur des einen entsinne ich mich, daß plötzlich ei» Vögelchcn mit zartem Köpfchen und weiß und rot gesprenkelter Brust seine Flügel breitete und fröhlich zwitschernd aus dem geöffneten Fen- Laibacher Zeitung Nr. 249.______________________ 2296 29. Oltober 1913. In Ladyban? (Grafschaft Fife) hielt heute Premierminister Asquith eine Rede, die im wesentlichen die irische Frage zum Gegenstande hatte. Er führte u. a. aus, Lloyd George habe unter herzlichem Beifalle seiner Kollegen die Grundlagen der Landreform skizziert. Vorher müßten jedoch ausständige Fragen erledigt werden, vor allem die Homerulefrage. Der Premierminister erklärte, in der nächsten Session die Parlamentsakte auf die Homerulebill anwenden zu wollen. Die Regierung werde sich durch die Androhung eines gewaltsamen Widerstandes nicht beeinflussen lassen. Wenn das Gesetz, nachdem es Rechtskraft erlangt habe, einem organisierten, bewaffneten Widerstand begegnen sollte, werde es Pflicht der Erekutive sein, durch alle notwendigen entsprechenden Maßregeln dem Gesetz Achtung zu verschaffen. Die eingewurzelten, aufrichtigen Überzeugungen der Ulsterleute müßten jedoch berücksichtigt werden. Die beste Lösung der Frage wäre eine Erledigung im gegenseitigen Einvernehmen. Eine formelle Konferenz halte er für unzweckmäßig, aber wenn eine allgemeine Neigung für einen Meinungsaustausch vorhanden wäre, so wäre die Regierung durchaus zur Teilnahnn bereit unter der Voraussetzung, daß in Dublin ein irisches Parlament und eine Exekutive geschaffen und kein dauerndes, unüberwindliches Hindernis für die Einheit Irlands errichtet würde. Das „Neue Wiener Tagblatt" erörtert die Gefahren, von welchen die Pacific-Politik Englands durch die Eröffnung des Panamatanals bedroht wird. Dieses moderne Zykloftenwerk dränge Großbritannien im Pacific theoretisch hinter die Vereinigten Staaten. Damit dies in absehbarer Zeit nicht auch in konkreter Weise eintrete, gibt es für das Britentum nur mehr einen Weg: den wirklichen Akkord mit Deutschland als die drängendste Frage seiner Marineftolitik zu erkennen. Die Petersburger Telegraphen-Agentur meldet aus Kuldscha: In der Festung Suidung, wo die chinesischen Behörden ihren Sitz haben, ist ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Die Regierungspartei gewann die Ober-Hand und der Anführer der Meuterer Suduknang ergab sich dem Gouverneur von Urumtschi. Die Gegner des Gouverneurs, die Generale Fumtamnig und Lisun-tschang, wurden getötet, ebenso vier Offiziere und zwanzig Soldaten. In Suidung herrscht Panik. In Kuldscha ist alles ruhig. _______________^___ TagMcuilMcn. — (Eine sonderbare Tzene, trug sich diesertage vor dem Fuldaer Standosamte zu. Ein Pärchen von dort wollte sich standesamtlich trauen lassen und war mit den Trauzeugen vor der Tür dieses Hauses angekommen. Der jungen Braut war schon morgens das sonderbare Benehmen ihres Auscrwählten aufgefallen, doch erst im letzten Augenblick, als man dic Amtstür zum Standesbeamten öffnen wollte, sollte sie die Ursache erfahren. Der Bräutigam riß seinen Arm aus demjenigen seiner Braut und sagte in ernstem Tone: „Ich hab nix und du haft nix; wir wollen uns nicht ins Unglück stürzen." Sprach's und verschwand und ließ seine Zukünftige und die Zeugen, welche über diesen Vorfall äußerst erstaunt waren, im Stiche. Die Verlassene brach in heftiges Weinen aus, tröstete sich dann aber in der Hoffnung, daß vielleicht doch noch ein anderer kommt. — (Liebesbriefe aus alter Zeit.) Die überschwenglichsten Liebesbriefe, die je geschrieben wurden, fallen in die Zeit der Wende des 17. Jahrhunderts. „Hochedel^ geborene, großehrenreiche Jungfrau, schönste und hoch-tugendseligste Nymphe" — war eine beliebte Anrede der werbenden Liebhaber, während die Unterschrift lautete: „Meines hochwerteswn Trosts ewig getreuer Diener." Diese Proben bereiten den Inhalt vor, der an Geziertheit und Gesuchtheit der Redensarten seinesgleichen sucht. So heißt es: „Schönste Gebieterin! Glückselig ist der Tag, welcher durch das glutbeflammte Karfunkelrad der hellen Sonnen mich mit tausend süßen Strahlen begossen hat, als ich in dem tiefen Meere meiner Unwürdigkeit die köstliche Perle Ihrer Tugend in der Muschel Ihrer Bekanntschaft gefunden habe." Die erste Liebeserklärung bereitete besondere Schwierigkeiten. Es konnte ein Monat vergehen, ehe man sie stilisiert hatte. Hier ein Beispiel: „Der aller Menschen allgewaltige Hcrzensbezwinger und blinde Schütz hat an mir geringe Macht seiner gewöhnlichen Tyrannei (wenn anders die Liebe also zu nennen) verüben oder anwenden dürfen, maßen ihr (holdselige Dam) weit überirdisches Angesicht einen der Liebe ganz entäußerten Menschen lebend zu überwinden mag. So wird sie, meine Jungfer, die Straf solcher Vcr-messenheit (wofern eine Liebe also genannt werden kann) mehr ihrer eigenen Schönheit als deren mir verursachten Kühnheit beimessen können, und weil solch eine in Wahrheit nicht geringe Liebe zu keinem anderen Zwecke als wohlmeinend zielet, als wird sie, wiewohl ich's nicht ganz meritiere, solche mein« ehrliche und treumeinende Neigung nicht anders als rechtmäßig erkennen. Die Bestätigung soll der Bezeugung gleich sein. Indessen ich ihr mich selbst zum Pfand lasse und verbleibe, in eitel Kniebeugen bis zur glückverhießenen Stunde harrend, dero allertreuester Knecht Andreas Kalzer." Leider kennt man nicht die Zeitspanne, in der Andreas in der Kniebeuge verharren mußte. Jedenfalls hat der folgende, ebenso wundersam stilisierte Brief der Angebeteten auch geraume Zeit gekostet. Er lautet: „Ich werde Seinen Worten, welche Er Belieben getragen, mir durch das unmündige Papier anzuvertrauen, nicht anders als wahrhaften Glauben beimessen können und leichtlich glauben, daß Ihm der kleine blinde Schütz (wie er ihn zu benamen pflegt), wenig oder absonderlich meiner geringen Person wegen wird tyrannisiert hüben, maßen Seine Liebe, welche Er sich gegen mir zu erklären oder Meldung zu tun, mehr mit höflichen Scherz als einer absonderlichen Liebesbezeu-aunss angefangen. Dem sei aber wie ihm wolle, so ist jedweder Mensch doch mit gebührender Bescheidenheit und nach Gestalt der Sachen, ehrlich zu lieben befugt, also ich zu geringe, Ihm solches zu erwidern, gegen mir aber eines solchen aus Mangel der Schönheit nicht zu versehen, doch erweisen schuldin, daß ich sei Seine gehorsame Dienerin Ursula Schaffncrin." — (Exzentrische Klubs.) Im „Tout Paris" plaudert Pierre de TwvuTes sehr amüsant über großstädtische .Klubs mit besonders ausgefallenen Programmen und Aufnahmsbedingungen. Die psychologische Ursache der Entstehung solcher „exzentrischer Klubs" ist meistens Snobismus, Originalitätssucht oder blasierte Sensationsgier. Unschuldig sind noch die zahlreichen „Hundert Kilo- Klubs". Jedes Mitglied muh zumindest hundert Kilo wiegen, sonst wird es nicht aufgenommen. In joder Generalversammlung findet ein Skrutinium der Körpergewichte statt, und wenn ein Mitglied etwa insgeheim in Marienbad war und einige Pfunde abgenommen hat, wird es unbarmherzig hinausballotiert . . . Origineller ist schon der Klub der Amputierten in San Francisco. Wie aus dem Namen hervorgeht, darf kein ganzer Mensch diesem Klub angehören. Ein paar fehlende Gliedmaßen sind zur Ausnahme erforderlich. Ein operierter Wurmfortsatz zählt natürlich nicht . . .! Der Klub der Nichtabergläubischen in London kämpft gegen die Auswüchse dieser verbreiteten menschlichen Schwäche, des Aberglaubens. Jeden Monat halten die Klubgenossen ein Bankett ab, natürlich zu dreizehn Gedecken. Alle Salzfässer sind umgestülpt, Messer und Gabeln liegen übcrlreuz, in den Leuchtern stecken drei Kerzen, und die Kammerdiener servieren mit der linken Hand. Generalversammlungen finden ausschließlich an einem Freitag dem 13. statt. Das ist schick ... Der Pythonklub in München ist auch nicht leicht zu erobern. Es heißt eine formidable Bierftrüfung ablegen: sechzehn Krügel in einer Stunde. Bei den Klubsitzungen wird nur aus Zweiliterkriia.cn getrunken. Der Klub des Schweigens in Newyork muß eine Wohltat für Nervöse sein. Die Lokalitäten sind mit dem dichtesten Teppichen belegt; schwere Vorhänge hängen an den Fenstern, und die! Mitglieder aehen lauilos in den weichsten Filzpantoffeln umher. Geredet wird überhaupt nicht, nrn durch Gesten wird Verständigung erzielt. Um so lauter geht es im Kanoncnklub in Boston zu. Dies ist ein Klub von Artillerieoffizieren und Waffenfabrikanten, die sich häufig zu einem guten Diner vereinen. Statt einer Prä-sidentenglocka dient dem Vorsitzenden ein kleiner Mörser, der leichte Pöllerschüsse abfeuert. Als Blumenvafen dienen Granaten, und den Schluß des Diners bildet naturgemäß eine Bombe — aus Eis. Diesen Klub hat übrigens Jules Verne in seiner „Reise nach dem Mond" literarisch verwertet. — (Das schwarz.weitze Schlafzimmer.) Eine eigenartige Neuheit in Zimmereinrichtungen scheint sich unter den vornehmen Damen Englands gegenwärtig großer Beliebtheit zu erfreuen. Das Schlafzimmer der Britin ist zugleich ihr Tuskulum, in das sic sich stets gern zurückzieht, wenn sie mit ihren Gedanken allein sein möchte, wenn sie lesen, Briefe schreiben oder ein wenig ruhen will. Ihr Schlafaemach enthält daher meist einen Schreibtisch, einen Bücherschrank, bequeme Rohrsessel und einen Di-van. Die gesamte Ausstattung eines solchen Raumes, der auch am Tage viel benutzt wird, wählt die moderne Engländerin gewöhnlich in ihrer Lieblingsfarbe. Kein Zimmer ihrer Wohnung läßt ihren persönlichen Geschmack deutlicher erkennen als ihr „bedroom". Nun wird durch die neueste Modelaune das individuelle Gepräge ein wenig unterdrückt werden, denn der gute Ton verlangt von der fashionable» Lady jetzt, daß sie ihr Tuskulum in Schwarz und Weiß einrichtet. Weiße Vorhänge aus Netztüll mit aesticktcn schwarzen Randverzierunaen und einzelnen schwarzen Blütcnzweigen, weißseidenc Rouleaux mit einer großen, erhaben applizierten Rose aus schwarzem Atlas in einer Ecke, eine mit den Vorhängen harmonierende Bettdecke aus Netztüll über schwarzer Atlasuntcrlage, schwarz-weiß gemusterte Polsterbczüge und eill schwarzer Teppich sind für das neumodische Zimmer unerläßlich. Der düstere Teppich bedeckt den Fuß- ster des Zimmers ,einen Flug nahm, dem azurblauen Himmel entgegen. Seit jenem unvergeßlichen Tage nahe ich mich den jungen Frauen, die allzu vertrauensseligen Gemütes sind, die sich allzu willigen Herzens von heißen Liebesworten betören lassen, und zwitschere ihnen mein melancholisches, mein warnendes: Maubft du's? Glaubst du's?' ins Ohr." Als ich mich aus meiner süßen Trägheit aufraffte, da war die Sonne schon am Horizont verschwunden und die düsteren Schatten der Nacht begannen sich über die Wiescn zu breiten. Ruhig saß mein Vüglein auf seinem Strauche, die Blicke der leuchtend schwarzen Augen aufmerksam auf mich geheftet. Mein Kammermädchen, das sich mir genähert hatte, um über meine Schultern ein warmes Tuch zu legen, meldete, daß mich seit mehr als einer Stunde mein Bräutigam erwarte. „O Gott," rief ich in der höchsten Verwirrung und ließ i>en Blick über meine in Unordnung gekommenen Haare und Kleider schweifen. „Unnröglich, ihn so zu empfangen!" Aber der warme Druck seiner schlanken Männcrhand und ein langer Blick der Bewunderung hinderten mich, fortzusetzen. Langsamen Schrittes näherten wir uns meiner Villa und schlürften in tiefen Zügen den Frieden dieses zur Ruhe gegangenen Sommerabends. „Wie schön du bist und wie sehr ich dich liebe!" flüsterte er, meinen Arm an sich pressend. Und nur aus der Ferne, ganz aus der Ferne, wie das Stöhnen einer armen Seele, die sich in Not befindet, drang durch den klaren Abend das melancholische Ge-zwitscher des armen Vögelchens an mein Ohr: „Glaubst du's? Glaubst du's?" Irrungen. Von O. M>. Appleton. Autorisierte Übersetzung. (^lachbrucl «ciiwtel!) (64. Fortsetzung.) Lassen Sie mich zu Ende kommen, sagte Thornhill, um Gotteswillen, lassen Sie mich fertig erzählen, damit ich die schreckliche Geschichte hinter mir habe. Mein Bruder hatte sich den Namen Robert Ames beigelegt und ist als solcher gestorben. Er hattc wenigstens noch so viel Anstand, den Namen seines Vaters nicht zu beschmutzen. Er teilte am Tage seiner Hinrichtung dem Geistlichen den wahren Sachverhalt mit, und dieser schrieb dann meinem Vater; auf diefc Weise haben wir Kenntnis davon erlangt. Wir beide hielten es für besser, die furchtbare Tatsache Gladys zu verschweigen, zumal sie bald Mutter werden sollte. Außerdem lag es auch im Interesse unserer eigenen Familie, sie zu verheimlichen; wir sagten ihr also nur, daß ihr Mann gestorben, daß sie wieder frei sei, und beglückwünschten sie dazu. Das übrige wissen Sie nun alle selbst. Sie fragte mich um Rat, als sie sich mit dir verloben wollte, Philipp, und ich muß leider zugestehen, daß ich eben soviel Schuld daran trage wie sie selbst, daß dir die Sache nicht mitgeteilt worden ist. Ich hielt ihr Geheimnis für wohlverwahrt. Es war ein schändliches, »enn sie es auch damals selbst nicht in seiner ganzen Ausdehnung kannte. Ich habe, wie ich freimütig zugebe, meine Einwilligung zu der Verheimlichung erteilt. Sie war jedoch nur wenige Wochen deine Frau, als wir das Törichte unseres Beginnens einsahen; denn wir bekamen bald einen nemen Schrecken. Ein Mitglied der Verbrechergesellschaft, der mein Bruder in die Hände gefallen war, erkannte in Sydney in dem Mörder Robert Ames meinen Bruder Robert Thornhill und berichtete es pflichtschuldigst an seine Genossen in England. Infolgedessen sind wir, mein Vater, Gladys und ich, schon lange Zeit hindurch systematisch und in der uner- träglichsten Weise gepreßt worden, bis jetzt Herr Bem». durch Festnahme der Burschen der Sache ein Ende lie reitet hat. Hiedurch hat er verschiedene Tatsachen in Er-fahruna gebracht, die direkt mit dem Morde in Zusammenhang stehen. Nun mag er selbst weiterrcdcn. Beale räuspertc sich, warf einen durchdringenden Blick auf Eva Rhodes, die keinerlei Erregung zeigte und mit keiner Wimper zuckte, und fing dann an: Ich will mich kurz fassen. In diesem Zimmer ist ein Brief gefunden worden. Der Inhalt ist Ihnen Men bekannt ^ er sah Eva Rhodes wiederum scharf an, die jedoch immer noch teilnahmstos war — aber nur einer von Ihnen weiß, wie dieses Schreiben, das an Herrn Thornhill gerichtet war, ihn aber nie erreicht hat, seinen Weg Hieher gesunden hat. Über diesen äußerst mertwür^ digcn Umstand will ich Sie nun aufklären. Mit diesen Worten stand er auf, ging ein paar Schritte vor und rief: Niddles! Hiehcr! Rasch! Als der unglückselige Bursch« vortrat und mil der Hand nach dem Kopfe fuhr, um zu grüßen, öffnete Eua Rhodes einen Moment die Augen und warf ihm einen durchbohrenden Blick zu. Aber gleich schloß sie sie wieder und vcrfivl wieder in ihren apathischen Zustand. Bcalc fuhr weiter fort: Hier in diesem Atelier ist vor noch nicht langer Zeit ein Mord passiert, Viddles, und ich mächte, daß Sie mir alles erzählen, was Sie darüber wissen. Jawohl, Herr. Offen und ehrlich will ich Ihnen alles erzählen. Es war ein furchtbar garstiaer Tag, als es passierte, und Herr Thornhill kam gar nicht nach Hause, und ich war ein bißchen müde. Etwas nach fünf Uhr kam eine Dame. Diese hier, und er deutete auf Eua Rhodes, die noch immer unbeweglich dasaß — sie kam herein und fragte nach Herrn Thornhill. Er ist dm ganzen Tag noch nicht hier gewesen, sagte ich, 's ist auch ein Brief für ihn da. Ein Brief? sagte sie. Darf ich ihn Lmbacker tteituna Nr. 249. 2297 29. Oktober ,913. boden, wie stets in englische» Gemächern, vollständig. Dafür aber leuchten die Wände in schneeigem Weih. Die samtartig wirkende Tapete ist nur mit wenigen schwarz gerahmten Stahlstichen und Kreidezeichnungen geschmückt. Alle Sächelchen in dem schwarz-weißen Raum in Gestalt von Photographierahmen, Niftpes, Zierdeckchen, Schreibtischgarnituren, Wasch- und Toilcttctischutensilicn müssen in schwarz oder weiß gehalten sein. Keine farbige Note darf die aparte, doch etwas kalte Gesamtwirkung stören. Daß diese Modelaune in weiteren Kreisen Anklang und Nachahmung finden dürfte, ist fthr zu bezweifeln. Aber Milady wünscht es ja auch nicht, daß ihre oft recht bizarren Einfälle Allgemeingut werden. Lolal- und Provmzial-Nachrichtcn. Aus km» Tätigkeitsberichte derAufforstnugskommission für das Karstgcbict des Herzogtums Kram für das Jahr 1912. (Schluß.) Vlii. Finanzielle Gcba rungs. Übersi ch t. Über die Gebarung des AufforstungSsonds im Jahre l912 gibt der in Tabelle N des Anhanges enthaltene Rechnungsabschluß die näheren Daten. Die Gesamteinnahmen und -ausgaben seit Bestehen der Aufforstungskommission slttttii bis 1912) sind aus nachstehender Zusammenstellung zu entnehmen: Bis Ende <>„, ^, , . Z ,u l. > ^«"b°r ^Z« Zusammen .H Gegenstand 1911 ^"^ « d « >d li jd Einnahmen: I Staatsbeitran . . . 48«.446 - 27.000 - 515.446 2 Acmdeöbcttraa . . . 85.000 10,000— 95.000 -3 Anderweitiae Beitrage. 27.4W - 150 27.588 -4 Interessen von ansselea« ten jtassabestanden . 7.829 97 1615 7,84612 .', Forftstrafarlder . . . 27,771 24 700 - 28.471 24 6 Verschiedene Einnahmen 13.951 W 1.19291 15.144 90 Zusammen . ^.'»U^Il? 20 :i9.!»59 0l! li89.4<.»6 2l! Nnsgabcn: 1 (tlwerbunn von Grund» stücken . . . . . 2.621 60 — — 2.621 60 2 Aufforstungen . . . 437.25619 23.138 62 460.395 01 3 herstellnnn. und Erhal. tuna, von Schuh« mauern imd («räben 25.259 W 154 61 25.413 69 4 Erhaltung von Wald-bonmschulrn . . . 9.23185 2.054 86 11.286 71 5 Forstanfsicht .... 95.91270 5.329 101.24170 6 Äusforstnnnsllltaster . 2.37163 125>04 2.496!67 7 itomlnissionslosten , , 22.40l^6tt 1,03tt!«5 23,437,53 « Ülanzleiauolussen . . 14,066 5)4 l.789 47 15.85)6 01 9 Renlunerationrn . . 15.791 350 - 16.141 ^ W Verschiedene Anslagcn . 23,218 63 848 58 24,067 21 Zusammen . K4«.129j9<»j 34.827>23 682,95?!13 Hineinrest . j - j > .> 6.539^13 mal sehen? Vielleicht ist's der, den ich gestern abends an ihn geschrieben habe. Kann sein, daß cr's ist, sage ich und gebe ihr den Vrief. Sie betrachtete ihn sehr oifrig und riß ih» dann auf. Mit ciucm Male schien sie ganz zu vergessen, daß ich da war. Sie las und las und las, dann heulte sie, riß sich wild cm ihrem Haar und lies wie toll im Zimmer herum. Das wolle» wir scheu, rief sic wütend, ich habc die Sache salt, vergiften werd' ich die -^ die — oen Ausdruck, den sie brauchte, will ich nicht nennen; und ich fing all, mich zu wundern, was eigc»tlich los wäre, als sie mich plötzlich gewahr wurde, wie ich sie mit offenem Mundc mische. Dan» überlegt sic eine Minute, lächelt sehr süß und sagte: Viddlcs, haben 3ie gehört, was ich eben gesagt habe'?' Jawohl, Madame, antwortete ich offen und ehrlich, das hab' ich. Ich mußte es ja hören, Madame. Schü», sagt sic dan», wenn ich Sie gut bezahle, wolle» Sie mir da»» eine» (befallen tun? Natürlich will ich, Madainc, sage ich. Gut, sagt sie, zieht ihr Portemonnaie und hält mir einen Fünf-pfund-Echein hin. Ich gebe Ihnc» dicfen und später »och mehr, wenn Sie das tun, was ich von Ihnen wünsch^ »ämlich.den Mund haltc». Nun, ich bin ein "liner Junge, Herr, und hatte nie einen Sovereign in dcr Hand gehabt, jetzt wurden mir fünf geboten — da frage ich Sie, was hätte jeder andere junge Vurschc geantwortet. Sie wissen, wie die Imigc» sind, Herr. Was S,e für einer sind, weiß ich allerdings, Sie jimgcr Galgenstrick, aber jetzt weiter sagte Veale Also ich nchmc das Gcld und verspreche es ihr. und dann sagte die Dame nicht wahr, Madame, fragte dcr Vursche, zu Eva Rhodes gewendet und seine Worte w,c> verholend. Sie antwortete jedoch nicht, sondern verharrte in ihrer Lethargie; ihr Gesicht war »och blasser als vul. her und hatte einen schmerzlichen Zug. (Fortsetzung folgt.) Dcr Stand des im Jahre 1911 anläßlich dcr Feier dcs fünfundzwanzigjährigen Bestandes dcr Karstaufforstungskommission gegründeten und bei der Krainischen Sparkasse angelegten Abfertigung-^ fonds für die bei dcr Kommission bedienstetcn sechs Waldhüter betrug mitEndc dcs Jahres 1911 940 X Im Jahre 1912 find zugewachsen: der Jahresbeitrag der Kommission mit . . .'......300 X dic Spende dcr Krainischen Sparkasse mit....... 300 „ zusammen . . 600 „ daher mit Ende 1912 insgesamt .... 1540 X lX. Versch i e d e n es. 2 iynnge n. Die weitere Karstaufforstungskommission hat im Jahre 1912 eine Sitzung abgehalten, und zwar am .^. Juni. Am 2tt. Oktober 1912 versammelte sich die engere .Nommission für den Bezirk Adelsberg in ttoritnica behufs Ermittlung einiger in den Aufforstungskataster einzubezichenden Parzellen. Die Nechnungsrevisoren traten zur Überprüfung dcr Rechnungen dcs Berichtsjahres einmal zusammen. Die Zahl dcr Geschäftsstücke betrug 411. Besichtigung von Aufforstungen. In der Zeit vom 19. bis 21. September 1912 unternahmen dic lönigl. Konnlatsforstinspcktoren der königl. kroat.-slav.-dalmat. Landesregierung, Drago-tin Malizovic und Polim l>nelit, sowie die königl. Bezirtsforsttechniler Milan Lepu^ic-, Anton Jov'a-novac, Nikola Stivu-evic und Alsons Kaudcrs eine Studienreise auf den Kramer.^arst und besichtigten die Karstaufforstungcn bei St. Peter unter Führung dcs Landcsforstinspcktors. Am li. Dezember 1912 besichtigte das gleiche Gebiet der kaij. russische Professor Georg Turski aus Moskau. Laibacher Gcmeinderat. Unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Dr. Tav-<' a i fand gcster» abe»ds eine ordentliche Plenarsitzung dos Laibacher Mmemdcrates statt, a» welcher 42 Gc-»lcinderatSlnitnlicdcr teilnahmen, l^ememderat E l d e r < hatte sein Fernbleiben entschuldigt, desgleichen Gemeinde-rat ktrukelj, welcher — wie dcr Vürgcrmcifter mitteilte — schwer lranl darnicdcrlicgt. Als Ncgierungs-uertreter fungierte k. k. Landesrcgierungsrat Kremen-^ek. Zu Vcrisilatoreu des Sitzuugsprototolles wurden di« Gcmcinderate Icgli5 und Mally nominiert. Der Vorsitzende machte zunächst die Mitteilung, daß Seine Majestät dcr Kaiser für die Loyalitätslundge-buug der Stadtgcmeindc Laibach anläßlich dcs Aller-höchste» Namcnsfcstcs im Wege dcs l. l. La»dcspräsi-diums den Allerhöchste» Danl ausgcsprochcn habe. Neim Festgottesdicnstc anläßlich des Allerhöchsten Na-mciisscstcs war die Gcmeindcrcpräscnla»z durch dcn Bür-germcistcr und mchrcrc Gcmcindcrätc vertrete». Dcsglei-chn war die Stadtgcmcindc am l6. Oktober beim Fcst-gottesdic»fte i» der Stcr»allec «»läßlich dcr Jahrhundertfeier der Völkerschlacht bei Leipzig durch den Vizcbürgcr-mcister Dr. Triller vertreten. Vom k. und f. 3. Korpskommando ist dem Stadt-magistrate folgende Zuschrift zugekommen: „Anläßlich der Nücktransportc von Mannschaften aus Vosnicn, Her. ccgovina und Dalmaticn hat sich der Stadtmagistrat in patriotischer Weise bctätigl und sich besonders durch die initiative Einslußnahme aus die Veranstaltn»«, dcr feierliche» Empfänge ausgezeichnet, (5s gereicht mir zur besonderen Ehre, dem Stadtmagistratc für dieses ftatrio-tische Wirken dcn wärmsten Dank des Äorpstommanoos auszusftrcchcn. V c i l h n c r, Fcldzcugmcistcr." Dcr Bürgermeister »lachte writers dic Mittciluug, daß cr gegen den zwischen dem Morastlulturhauptaus-schussc als Nauuutcrnchmer für dic Entwässerung dcs Laibachcr Moorcs und dcm krainischcn Landc2>ausschussc abgeschlossenen Vertrag, woilach letzterer sich urrpslick)lcl, als Entgelt für dic Benützung der Stauwchranlagc uächst der Petersbrücke zu Zwcckcn dcr Errichtung eines Elcl-trizitätswcrkes dem Morastlulturhaupwusschusse ciucn Kulwringenieur kostenlos beizustellen, namens der Stadtamncinde den Rekurs an dcn Venvaltungs-gcrichtshof eingebracht habe. Dcr Gcmcindcrat hat dcr Maßnahme dcs Bürgermeisters feine Zustimmung gegeben. Der Vorsitzende gab schließlich bekannt, daß dcr lrainischc Landcsausschuß dcn gemcindcrätlichc» Beschluß, wonach dcr Betrag von M00 /^ zur Unterstützung dcr an den städtische» Volksschulen tätigen Lehrerschaft bewilligt wurde, außer Kraft gesetzt hat. ^ Frau Fran-zisla Dc » ll hat anläßlich des Ablebens ihrer Schwester, der Frau Elisabeth Zabukovec, für die städtischen Armen dcn Betrag von 100 X gespendet. Nachdem Bürgermeister Dr. Taoöar einige Interpellationen in liclrcff dcr Straßeiirriniaunn sowie in betreff des Zustandes der öffentlichen Pissoirs lxunt-wortet hatte, wurde zur Erledigung der Tagesordnung geschritten. In t»n Verwaltungsrat der städtischen Sparkasse wurden an Stelle der ausgeschiedenen Mitglied« Kad^ und Vi^nikar die Gemcindcräte Beli^ und T »i o l c gewählt. Zum Vertreter der Stadtgemeinde im Kuratorium des Gewerbeförderungsinftiwtes für Krain wurde Gemeinderat Franchetti, zum Bezirlsvor-stchcr für die Vorstädte Kralau und Tirnau dcr Greisler Josef Podröaj gewählt. Der Stiftbriej der städtischen Stiftung für Besucher von Gewerbeschulen wurde in dem Sinne abgeändert, daß der Netrag von 500 /l für zwei Stiftplätzc zu 250 /< jährlich bestimmt wird. Gcmcinderat Dr. Novak berichtete über einen Erlaß dcs k. l. Landespräsidiums, betieffend die Kreierung von Stiftungsplätzen an oer Marmealademic in Fiume. Die stetige Verstärkung der Flotte bringt es mit sich, baß der Stand des Secoffizierslorps ständig erhöht werden muß. Danl dem Interesse, das sich in allen Volksschichten für die Kriegsmarine kundtut, ergibt sich zwar lein Mangel an Bewerbern für die Seeofsizicrslarriere, sie ent^ stammen jedoch im allgemeinen ganz bestimmten Standes-gruppcn, denen der Militärpersonen und Staatsbeamten, denen die Wohlfahrtseinrichtung der Ärarialplätze zugute kommt, bann jenen Kreifen, die so wohlhabend sind, daß sie dcn ganzen Bclöstigungsbcittaa von 1600 X jährlich erlegen und die Kosten der erste» Ausrüstung der Scekadetten im Vctiage von rund l>50 X bestreiten können. Von der Bewerbung um Ärarialftlätzc sind aber gewisse Kategorien von Bewerbern aus geschlossen, da Söhne von Landes-, .Kommunal- oder Privatbeamlen, dann Eiscnbahnbeamwn, die nicht Staatsbeamte sind, auf solche Plätze leinen Anspruch haben. Gerade aus solchen Kreisen treffen zahlreiche Gefucke um Aufnahme der oft sehr talentierten Söhne ein, die jedoch bedauerlicherweise abgewiesen werde» müssen. Das ziricasmniisterium lMa-rmeseltion) strebt daher die Schaffung neuer Stiftungsplätze an. Das k. k. Landespräsidium hat die Stübt-gemcindc Laibach eingeladen, sich a» der Altion der Kreierung von Stiftungsplähen zu beteiligen. Der Laibacher Gcmeinderat anerkennt zwar, daß die gedachte Aktion zu begrüßen sei, beschloß jedoch mit Rücksicht aus den u,^ günstigen Stand dcr kommunalen Finanzen, sich derzeit an dieser Aktion nicht zu beteilige». Oememdnat Dr. Novak referierte weiters über dc» selbständigen Antrag des (hcmcindcratcs I e a l i 6 betreffs Verleihung des Bürgerrechtes a» solche städtische Lchrer, welche mehr als 25 Jahre in Laibach ihrem Berufe obliegen. Der Referent wies auf den Umftand hin, daß die Verleihung dcs Bürgerrechtes cine Auszeichnung sei, dic ihren Charakter verlieren würdc, wenn deren Verleihung in gewissen Fällen im voraus Mgesetzt würdc. Im übrigen würde dic Lehrerschaft cinc tnaterielle Aufbesserung ihrer Lage einer solchen Auszcichmma. sicherlich vorziehe». Dcr Referent stellte daher den Antrag auf Ablehnung des selbständigen Antrages des Gemei»derates Ieglw Gemeinderat Iegli5 trat nochmals für die Amiahmc seines Antrages ein, welcher jedoch bei der Abstimmung in der Minorität blieb. Gemeinderat Hudovcrnil berichtete über die vom Stadtmagistratc beantragte Systemisierung von Bau-zulagen für die Beamten des städtischen Bauamtes. Die Vauzulagen solle» in solgcndcm Ausmaße festgesetzt werden: für Baupraltitantc» und Assistenten 70 X Numatlich, für Adjmikten 90 X, für Nmlk^mmissare ll)0 ^', für Obcrlommissäre 130 ^', für Bauräte 100 /5 monatlich. Die/ Systemisicrung der Bnuzulagen wurde ohne Widerrede genehmigt. Namens der Baufcltion berichtete Gemeinderat Dr. Novak über eine Reihe von Bauangelegenheiten. Der Rekurs des Fleischhauers Ko^enina g«a,en den Erlaß des Stadtmast istrat es, wonach die Auflassung von Schweincslallu»gcn l>cim Hause Vahnhosgasie Nr. 6 de^ lrcticrt wurde, mußtc, weil verspätet eingebracht, schon aus formellen Gründn» abgewiesen werden- dem Ansuchen um neuerliche Einleitung eines Lolalaugenschei nes aber wurde Folge gegeben. Der Rekurs des Prima rius Dr. V. Gregor!«'- gegen die oom Stadtrnagi-stratc bewilligte Errichtung einer Seilerwerlslätle des Seilers A d a m i <' im Hofe des Hauses Nr. :N an der Pctersstraßc wurde abschlägig beschicden, desgleichen der Rekurs der Hausbesitzerin Frau Theresia Peg an in Angelegenheit der Herstellung eines Trottoirs an ihrem Hause in der Marmoniova ulica. Das Anbot bcs Äau^ meifters Friedrich Sogl betreffs Abtretung eines ihm gehörigen Grundes zwecks Verbreiterung der nach Rosental führende» Straße wurde angenommen. Die 3krlän-acruna des Ttraßcnsanals an der Triester Straße bis zur Kreuzung dcr Römcrstraße wurde nachträglich genehmigt. Bei diesem Anlasse brachtc Gemeindcrat P u st o-slem-ck eine Resolution ei», betreffend die Errichtung eines Straßcnlanals vom Mauthause an der Triefter Straße bis zur Stadtgrcnzc. Dir Rcsolutio» wurde ohne Widerrede angenommen. Hinsichtlich dcr erforderlichen Straßenlanälc an der z. nur lesen 3,25 ^, Analphabeten 15,51 A. Istrien: Es können lesen und schreiben 58,88 «A, nur lesen 1,30 . Den ersten Rang bezüglich des Bildungsgrades in den österreichischen Alpenländern nimmt das kleine Vorarlberg ein, das nur 0,81 A Analphabeten zählte; ihm folgt Oberösterreich mit 1,72, Tirol mit 2.38, Steiermark mit 7,92 und Kärnten mit 12,29 A,. Sonach hat Kärn-ten mehr Analphabeten als Krain. Recht interessant ist die Tabelle, die uns die Zahl der Analphabeten in den größeren Städten und politischen Bezirken veranschaulicht. Wien hat unter 2,031.421 Einwohnern 34.030 Analphabeten, d. i. 2,04 A der über 10 Jahre alten Bevölkerung; die „gebildetste" Stadt ist Salzburg mit nur 0,88 A Analphabeten, Graz hat ihrer 2,85, Marburg 4,96, Cilli 4,47, Klagenfurt gm 5,74 A, Laibach unter 41.727 Einwohnern 13l5, d. i. 3,81 ^>. Auch in dieser Hinsicht rangiert Laibach unter den Städten der Karstländer an erster Stelle; denn Görz hat 6,53 "/c, Trieft mit Umgebung 8,52, Pola 15.11, Zara 20,04 und Rovigno 27,51 . -. (Auf der Eisenbahnftrellc getötet.) Gestern vormittags ncacn ^,l l Uhr war der Streckenarbeiter Johann Mandu- hinter der Villa Wcttach mit dem Beschneiden des an der Eisenbahnstrccke befindlichen Hectenzauncs vr-schäftisst. Nach Abführt des Lastzuges betrat er das Nahn-qelcisc, wurde abcr im selben Momente von dem aus Laibach gekommenen Personenzuge gestreift und in den Graben geschlendert, wo er mit gebrochenem Genick tot liegen blieb. Der Verunglückte hinterläßt die Witwe und zwei nnversorgte Kinder. — (Unfall.) Der vier Jahre alte Vcsitzerssohn Leopold Bertoncclj in Kröpft lief diesertaqe seiner Mutter auf die Dreschtenne nach und spielte dort bei der Strohschneidemaschine. Dabei geriet er mit der rechten Hand zwischen die Schneidklinge und zog sich eine bedeutende Verletzung zu, - !Im Gurkflusse ertrunken.» Am 27. d. M. früh hat sich der 82 Jahre alte etwas schwachsinnige Aus-züglcr Anton Ko^al aus Klein-Globolo, Gemeinde Am-brus, aus dem Hause heimlich entfernt. Am selben Tage um 8 Uhr früh wurde dessen Leiche im Gurkflusse unweit d». [^ rnitxXÄoaenßrrL JLeuoiJikarib \ ^^IJmI Üaibacher Zeitung Nr. 249. 2299 29. Oktober 1913. — (Ein Kind ertrunken.) Samstag nachmittags spielte der drei Iahrc alte Müllcrssohn Rudolf Icnto in Seniöica bei Zwischcnwässcrn untcr Aussicht seines ncunjährigcil Nrndcrs Joses vor dcr Mühle scinor Eltern, wahrend die Mutter häusliche Arbeiten verrichtete. Äald cntscrntc sich al>er Josef Icnto, lief alls den Feuerwehr Übungsplatz und lies; seinen jüngeren Ärndcr all^iil vor dcr Mühle. Als die Mnllcr nach einer Weile ans dem Hause kam, sand sie den iMabcn in dcr Wasscrrinnc tot auf. — (Tödlicher Unfall.) Als am 26. d. M. nachmittags die Besitzer Josef La^i5 und Franz Nachtigal aus Iurtcndors, Gemeinde St. Michael^Slopi^e, auf dcr Vc-zirlsstraßc nach Hause gingen, tam ihilcn der 18 Iahrc alte Schncidergchilfe itarl Nuftnil aus Wallcnoorf mit einem Fahrrade nachgefahren. In dcm Ängcnblictc, als Nachtigal auf das durch dc,l Radfahrer gegebene Signal ausweichen wolllc, stieß ihn dcr Radfahrer so unglücklich um, das; Nachtigal an Ort und Stelle bewußtlos liegen blieb. Er wurde in diesen: Zustande nach Hause geschafft, wo er, ohne zu sich gekommen zu sein, nach kurzer Zeit > starb. Er hatte beim Falle eine tödliche, Wunde am Hin-tcrhaufttc erlitten. 11. — (Infolge Genusses von Essigessenz gestorben.) Die zwei Jahre alte Tochter der Besitzerin Johanna Mur» aus Unlcrturm, Gemeinde Töftlitz, gelangte am 24. d. M. in einem unbewachten Augenblicke in den Äc sitz eines Fläschchcns mit Essigessenz nnd tränt ctwao von dcm InHalle. Es stellten sich bei dem ölinde sofort starte Bauchschmerzen ein, lind tagsdarauf war es eine deiche. II. — (Schwere Folgen roher Vehlmdlnng.) Vor etwa vierzehn Tagen hatte ein bäncrlichcr Grundbesitzer in der Ortschaft Fcichting, Umgebung ilrainburg, wegen einer geringfügigen Urfache mit seiner in gesegneten Umständen befindlichen Gattin einen in derbe Tätlichkeiten ausartenden Streit, wobei er sie über die Stiege warf, so daß sie liegen blieb und schwer verletzt ins Landcsspilal nach Laibach geschasst werden muhte. Die Frau hat nun gestern bei einer Totgeburt das Leben ciugcbüßt. — (Schadenfeuer.) Wie uns aus Tschernembl berichtet wird, brach am 23. d. M. nachmittags in dcr Ort schaft Tribune ein Feuer aus, das in kurzer Zeit sämtliche Wirtschaftsgebäude, Lcvcnsmittcl und Gerätschaften dcr Acsitzcr Johann Evitkovu- und Michacl Dragon einäscherte. Dcr Gcsamtschadcn beziffert fich auf 17.000 X, die Versicherungssumme bclrägt nur 4700 X. — (Ein Zusammenstoß.) Diesertagc stieß ein Mo torradfahrcr auf der St. Ialobsbrücte bcim Ausweichen fo heftig in cioc ihm cntncnc»lo»uncnd>: Radfahrerin, daß sie ans Arückcngcländcr anprallte und in Ohnmacht siel. Sie erholte fich aber bald wieder, setzt^sich aufs Rad und fuhr weiter. — (Eine diebische Gesellschafterin.) Am vergangenen Sonntag nachmittags saß dcr Arbeiter Johann Rope in Moste in Gcscllschasl einer Arbcilcrm in einem Gasthause. Als er die Z«he bezahlen wollte, bemerkte er, daß ihm sein Geldtäschchen mit mehreren Kronen aus dcr Hosentasche verschwunden war. Ropci verdächtigte dcs Dicbstahlcs sofort seine Gesellschafterin, deren Hand er kurz vorher in seiner Hosentasche vcrspürl hatte; sie wollte aber davon nichts wissen. Als der Äcstohlcne einen Wachmann holen ging, benutzte die Diebin die Ge-lcgenheit und entledigte sich dcs gestohlenen Geldtasche chcils, indem sie, es samt Inhalt hinter eine» im Gastzimmer stehenden Ofen warf. Sie wurde verhaftet und den: Bezirksgerichte eingeliefert. ^ (Eine fchwicrigc Verhaftung.) Der 34 Jahre alte Taglöhucr Anton Poznil aus Steinvüchcl kam Samstag mit einer Holzhackc bewaffnet in die Wohnung des Schuhmachers Franz Naraga in Udmat, dcm er schon seit längerer Zeit feindlich gesinnt ist, begann dort zu erzcdiercn und änßcrlc sich, daß er drei Menschen ^- den Aaraga und dessen Angehörige — umbringen müsse. Hiezu kam auch seine 30 Jahre alte Schwester Anlonia, eine stellenlose Kellnerin, die für ihren Bruder Partei ergriff u»d miterzediertc. Beide waren etwas bezecht und machten cinen derartigen Krawall, daß die Polizei gerufen werden mußlc. Beide beschimpften die Wachmänner und widcrfctztcn sich dcr Verhaftung. Anna Poznil warf sich zu Boden und schlug mit Armen und Beinen um sich. Als sie dcr Wachmann aufheben wollte, biß sie ihn ill den Zeige singer der rechten Hand, griff nach feinem Säbel und wollte diesen aus der Scheide reißen. Die Geschwister konnten nnr nut Gewalt aus dem Hause gebracht werden. Ans dcr Straße widersetzten sie sich mit aller Gewalt der Verhaftung und wollten nicht weiter gchcn. Anton Poznil stieß dcn N^achmann wicdcrholl mit Gc-walt von sich, Antonia Poznil aber warf fich wieder zu Vodcn und fchlug so heftig um sich, daß zu ihrer Ein-lieifcruna der Schnbwagcn requiriert werden mußte. -^ (Vrrhafttmgcn.) Sonntag vormittags wurde am hiesigen Südbahnhosc dcr l888 gcborcnc Arbeiter Karl ^l"bm Burschen aus Höttilsch, Bezirk Lillai, wegen Entwendung eines Rot-lcs, in dessen Tasche sich ein Gcldbctrug befand. — Endlich wurde in ocr Nähe dcs Kaiser Franz Ioscph-Iubi-läumsthealers ein Schneider aus Mariaseid verhaftet, dcr kurz vorher in Gasthäusern zudringlich gebettelt und die Gäste belästigt hatte. Alle wurden dem zuständigen Gerichte eingeliefert. — (Grlddiebstahl.) Samstag abends wurde dcm Tischler und Gastwirt Johann Brcjc in Pec-nil, Gerichts-bczirl Idria, aus dem unvcrspcrrtcu Schlafzimmer clne lederne Geldtasche mit 183 X entwendet. — (Im städtischen Schlachthaus«!) wnrdcn in der Zeit vom 12. bis l9. d. M. 70 Ochsen, 3 Stiere und l2 Kühe, writers 240 Schweine, 150 Kälber und 48 Hammel geschlachtet. Überdies wurdcu in geschlachtetem Zustande 8 Schweine und 10 Kälber nebst 829 Kilogramm Fleisch eingeführt. — (Austro.Amcricana, Trieft.) Nächste Abfahrten ab Trieft: Dampf« „Kaiser Franz Josef 1." am 30stcn Oktober nach Neapel, Barcelona, Almcria, Las Pal-lnas, Rio dc Janeiro und Buenos-Aires. Dampfer „Sofia Hohcnbcrg" am 13. November nach Patras, Al-meria, Las Palmas, Rio dc Janeiro, Santos, Montevideo, Bncnos-Aircs. Dampfer „Argentina" am lütcn November nach Ncwyork. Dampfs „Oceania" am 13. Dezember nach Halifax N. S. und Portland, Me. — („Germinal",) Emile Zolas Meisterwerk im Film, hat gestern im Kino „Ideal" allgemein gchallcn, besonders da der Film eine ganz neue, ungewohnt soziale Handlung zum Thema hat. Der Film ist ticscrschütlcrnd. — Freitag ein gutes Nordist-Lustspiel. — Samstag „Der Schrecken der Wüfto", amerikanisches Löwendrama. -— Dienstag „Dcr schwarze Tod", Nordist-Sensation. — Nächste Woche „In hoc signo vinccs", ein Drama, ähnlich dcm „Quo vadis?" — (Verstorbene in Laibach.) Josef Urbanija, Vc-sitzcrssohn, 7 Tage; Theresia Kolar, Dicnstmagdtochlcr, !8 Tage; Maria Icrnc, Beamtcnsgattin, '.'16 Iahrc; Johanna Palc^cl, Kausmannstochter, 18 Iahrc. » — (Todesfall.) Vor Schluß dcs Vlattcs kommt uns die Nachricht zu, daß hcutc früh gegen '/^9 Uhr dcr hiesige Postamtsdireltor, Herr Josef Ktrulclj, nach langem, schwerem Leiden verschieden ist. Theater. Kunst und Literatur. — (Slovenische Dramcnvorstcllunssen im Landestheater.) Wir erhallen folgende Mitteilung: Herr Regisseur Bor^tnit vom königlichen Landesthcatcr in Agram ist in Laibach eingetroffen, um die Lciwngs-gcschäftc fürs slovcnischc Drama zu übernehmen und in der gegenwärtigen Saison Drmncnvorstclluugen zu ermöglichen. Schon Freitag den 31. d. M. wird das flove-nischc, Originaldrama „Telma" von Anton Funtek ge-gcbcn werden. In dcr Rolle der Stana wird Fräulein Bogomila Vilharjcva, Mitglied dcs Agramcr Theaters, gastieren, während die Hauptpartic vom Herrn Bor^tnik (dcr auch die Regie führt) und die des Dancj vom Herrn Strbin^cl gespielt werden wird. — Am Allcrhciligcntagc gelangt das Vollsstück „Mlinar in njcgova h gebunden um 4 /< ,')0 /, zu habcn scin. Es kann auch durch die Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr H Fed. Vamberg in Laibach bezogen werden. Geschäftszeitung. — (Liefcrungoausschrcibung.) Das l. k. Militar- ucrftflegsmagazin in Laibach übermittelte der Handelsund Gewcrbclammcr in Laibach cin Eintaufsaviso der k. und l. Intendanz des 3. Korps in Graz, betreffend den Ankauf von 19.950 Meterzentner Roggen österreichischer Provenienz für Marburg. Schriftliche Offerte sind bis 4. November, 8 Uhr früh, bei der t. u. l. In-lendang dcs 3. Korps in Graz einzubringen. Die allgemeinen Bedingungen sowie die Offcrtformularien liegen im Bureau der Handels- und Gcwerbelammer in Laibach Interessenten zur Einsichtnahme aus. Telegramme des l. l. Telegraphen-Korrespondenz-Äureaus. Reichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 28. Oktober. Das Haus schte die Verhandlung der Schaumweinsteuer fort. Abg. Stolz cl beantragte Schluß der Debatte, was angenommen wurde. Die Gcncralredncr Niebrist und Freißler verzichteten aus das Wort, worauf die tatsächlichen Berich-tiuun^cn von ruthenischcr Seite erfolgten. Nachdem der Ruthene Lcwiclyj feine mehr als zweistündige tatsächliche Berichtigung beendet halte, beantragte dcr Ru-chcnc Zahajlicwicz mit Rücksicht auf die sür 3 Uhr nachmittags einberufene Sitzung des Tubtomitees Schluß dcr Sitzung. Der Antrag wurde abgelehnt. Der Ruthene Onysztiewlcz ergriff um M Uhr das Wort zu ciner tatsächlichen Berichtigung, die er um -'^5 Uhr beendigte, »vorauf kurze tatsächliche Berichtigungen der Ru-thcnen Singalewycz und Trylowstyj folgten. Nach dcm Schlußworte dcs Minoritätsberichlechatleis wurde die Verhandlung abgebrochen. — Nächste Sitzung morgen. Schluß dcr Sitzung um "^7 Uhr. Am Schlüsse dcr Sitzung begründete Abg, Pov ^ e seinen Dringlichteitsantrag, betreffend die Errichtung von staat'icycn Kunstdungcrsabrike». Dem Antrage wurde die Dringlichlcii zuerkannt und der Antrag dem landwirtschaftlichen Ausschüsse zugewieseil. — Abg. Dobernig Hit eine Interpellation an den Landcsberteidigungs-, minist« gerichtet, worin er über das Verbot der Teilnahme ocr Militärkapelle an dcm i/i Klayenfutt anläßlich der Iahihundertseicr veranstalteten Fackelzug sowie dcr Offiziere am Festabend Beschwerde führt. Die Delegationen. Budapest, 28. Oktober. Die morgige Nummer des Amtsblattes wird die kaiserlichen Handschreiben, betreffend die Einberufung der Delegationen für den 18. November nach Wien, veiöffcnüichen. « Die Kammcrwahleu in Italien. Nom, 28. Oktober. Bis jetzt sind 4W Wcchlresultate octannt. Gewählt sind: 205 Ministerielle, 40 Radikale, l6 Anhänger dcr konstitutionellen Opposition, 25 Katholiken, 12 Republikaner, 30 offizielle Sozialisten und 18 reformierte Sozialisten. 64 Stichwahlen sind erforderlich. Bcrgrutschung. Zilah (Ungarn), 28. Oltober. In der Gemeinde Esizcr erfolgte Sonntag mittags eine große Bergrut-schung. Dic Fahrstraße wurde in einer Höhe von zehn und in einer Länge von l50 Metern verschüttet. Das von dcr Erdmasse verschüttete Territorium beträgt 17,000 Quadratmeter. Nach den bisherigen Meldungen sind leine Opfer an Menschenleben zu verzeichnen. Die Erbmassen befinden sich noch immer in Bewegung. Verantwortlicher Nedalteur: Anton Funtek. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Brou m Karl H., Die Autotypie und dcr Dreifarbendruck, X tt,I2; Vcrs, millcr F., Erfahrungen auf dcm (^cl'icie dcr hohen Jagd. drosch. X 4,20. geb. X 5,40; 3 I) o m a Ludwin, Iofcf ssilscrs Briefwechsel, zwci Band' chcn, lnusch. X ^,W, geb. X 8,00', Landucci Luca, Ein swrcnlinischcs Taacbuch, l'rusch. X 0,—, arb. X 7,44; .U o I-l c r Ioscf. M'lu-stt- Ä,n'tdc> Allemal, wenn ich Ruhe haben und arbeiten will, geht das Hustenlonzert los, und es schneidet einem ins Herz, wie die armen Dinger sich quälen. Morgen früh laufe ich Fays echte Sodener Mineral'Pastillcn. und die werden mir regelmäßig genommen — mit dem Husten W werden wir dann bald fertig sein. — Die paar Pfen« W nige lommen gegenüber der Wirlung gar nicht in Vc» > tracht. Die Schachtel lostet ja nur li 1 25 und ist überall zu haben. Besondere Kennzeichen: 2er Name ,.Fay" und weißer Kontrollstreifen mit amtlicher Bescheinigung des Nürgeimeister-Amtes Bad Soden ____ a. 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Trieft. — Maschinda, Nsd., Egrr (Böhmen). — Tteinbacher, Privat, s. Schwester; Hertl, iltf»«.; Kas. Ingenieur; Fischer, Bernstein, Rsde,, Wien. — Lapajue, Äcsi^cr, Tolmein. — Seligmann, Kfm.; Benedilt, Nsd,, Pilsen. — Surowih, Rsd., Linz. — Demeny, Nsd., Budapest. — Hirsch. Nsd,, Prag. -Flcischmann, Rsd,, Iägcrndorf, — Pogany, Nsd., Calathurnya. — Viro, Rfd., Nalatanboglar. Gr«nd H«tel Unl»n< Am 28. Oktober. Majdic, Fabrikant. Krainburg. — Dr. Garjany; Garjany, Großgrundbesitzer, Nupcrtehof. — NreS, Banrat, Prag. — Kresnil, l. l. Hauptm., Agram. — Stojsav-ljevic. k. l, Oberleutn.. Wr. Nrustadt. — Berschle, l. k. Ober» leutn.; Bcdanskl), Blühweis. Majer. Raiischei-, Rsde., Graz. — Ttramek, Ing., Trieft, — Chat, Ing.. Rudolfsweit. — Ludl-mair. Blumberg, Sach, Eisler, Wand, ttaminab, Landan, Ru-senbanm, Steiner, Ielinek, Pfeffer, z?antar, Pick. Schneider, Bäraid, Steinberg, Platzncr, Miluset, Nawako, Starin. Vn lardek, Oargan. Sparavsly, Burjan, Müller, Micclanjnl, Nsdc.; Richar, Inspektor; Hlaws, l. l, Major; Vzcmanowsly, l. t. Ober-leutn.; Klnngfiuger, Ing.; Plickenbajer, Kfm,, Wien. — Za° travel, Pfarrer, Vavtovas. — Parenta, Pfarrer, Stopiic. — Zavbi. Pfarradministrator, ylmbrus. — Iakelj, Cibasch, Pfarrer, Lahavic. — ProvZt, Pfarradministrator, Wippach. — Bene. diiic, Pfarrer, Schwarzenberg. — Klepac, Kfm., Pirzid. — Tutej, Nfm., Ielcnja vas. —'ssovai, Pirnat, Kflte., Budapest. Wl iilllnz Hllftilh-zlliillillOllittitt in Aiblllh. Morgen, Donnerstag den 3U. Oktober !)13 2l. Vorstellung Logcn°Abonnemcnt ungerade Die Frau des Kommandeurs Drama in drei Alten von Max. Dreyer Anfang um '/,8 Uhr Ende um 10 Uhr Meteorologische Bcouachtungeu in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. «n 2 U. N. 736 2- 19 0 SW. z. stark teilw. bew. " 9 U. Ab. 36 2! 13 3 SW. mäß^g heiter 29.>7U. F. j 35 816 b, windstill j Nebel >00 Das Tagesnlittel der gestrigen Temperatur beträgt 15 3°, Normale 8 0". Wien. 28. Oltobcr. Wettervoraussage für den 29, O!-todcr für Steiermark, Warnten und K r a i n: Wechselnde, später zunehmende Bewölkung, unbestimmt, Temperaturznnahme, süd< östliche mäßige Winde. — Für Ungarn: Mildes Wetter zu erwarten, westlich vereinzelt Regcu. f Fräulein fj mit mehrjährigen Zeugnissen !) sucht Posten %a als Kassierin, Verkäuferin oder für ,. elnfaohe Kontorarbeiten. gi Gefällige Anträge erheten unter „Ge- *-\ wlssenhaft", hauptpostlagernd Lai- V baoh. 4389 3-1 Das Familien-Diner zu Ehren der Anwesenheit Sr. Majestät des Deutaohen Kaisers In Wien m Schlosse zu Sohönbrunn lautete: Potago Durham. SouflKjH IV'rigord. Medaillons de hranziwo b. la vèuitiorine. i'ii'co do boons et jambon. Supreme do faisans Vatel. Champagne cup. Chapons rotis , salade, compote. Aspergos en tranches. Cr<>mß viennoiso. Fromago, GlacoB varièos, Dessert. Vladero Rieh. Gliät. Ilaut-Brion 1888. Steinberg- Kiftdrichcr I8i)3, Auslese. Szamorodner 1901, Ilofweingut. MoBt & Chandon Imperial. Das Familien-Dejeuner in der Hofburg, welohes zu Ehren des Besuches des rumänisohen Kronprinzenpaares stattfand, lautete: Potago London-lorry. Üoufs a la ltoino. Ragout a P amèrioaino. Sello do pre sale" ä la jardiniüro. Pordreaux h V Klyae>. Gäteau l'almiro. Patisserie do fromago. Peches a la Valois. Dessert, ^6res Oloroso. Chat. Laroso 1878. Marcobrunncr 1905. i'okajcr Ausbrach 1905, Hofweingut. Moe't & Chandon [mperial. 4383 a 8 Tage zur Probe send« ich an jedermann auf 8 Ta^c Umtausch oder Gold retour, per Nachnahme: ^t^ Anicrik. Nickelnlir. . K 2.80 (s@k A/QSSSS*. Koskoitf I'ntont-Uhr . II— W&^ToSL AniM'ik. Goldin-Ulir . „ 8.50 J^/;-^ ^ Eis(Mil»alm-Rosko|»f. . „ 4.- jfäSj[**uo~^}$.$ Roskopf-l)o|»|M'liiianlpl „ 4.50 %MK V/# Kl»«'-Ii« SUiiMiihr . . . „ 5.- tfLsomv -v'NA lSill>-''"it. Doppolm. . „ (}.— (((fS\ /ß®\ 14^arat- «old-Ulir. . . „ 18.— /$ Jr^&tM&fflltf Konkurrenz-Wecker, Yn'4&&V^^ vernickelt,20rm hoch „ 2.— i/n^^^-^^0^ Marke Junglians . . . „ 3.— ^W/^M'-^ ''$& Hadiuin 2 (1locken . . „ 5.— IÄX'^Y Radium 4 (1 locken . . „ (>.- ^M^'^hSi^ Radium-Musik . . . . „ 8.- *@%btoJLJfa@ßt Pendeluhr, 75 cm . . „ 8.— T^gHT^^tt, „ TurniKchlag ,, 10.— «^gg^\ Pendeluhr mit Musik- ^m&mJfyx wecker ii. Schlagw. „ 14.— ^*- ^ Runduhr m. Wecker . „ 6.— 3 Jahre schriftl. Garantie. Versand per Nachnahme. Max Böhnel Wien, IV. Margarethenstrasse 27/128. 4012 Original Kal>riks-Pn:iHlinto fjratis. 12- 9 ,5o,ooo^»ne, Mi M K. K. wi MMMu iL Mit-flnstalt lür Ha* und (euierkü *mLion„, •eldelnlagen gegeB ElnlagibQcher unl ^MbRT Kaur> Verkauf "• Belehnonp von Wert- - >«f->;rn-i. I..»». ... jn Laibach *%P Prešerengasse Nr. 50. tm WV^XtäMrJSl Kredite«, Etk.mple von Wechseln »to._____________________"' ¦""'»«*"'________________________^ _________ Heiratskautioneni iti. Kur^e an der Wiener Itörse vom 88, toUtvhev LUtii. »cniQUKurs Geld | Ware Allg. Staatsschuld. Pro«. m\ i'Mai-Nov.)p.K.4 81— ÜV2Q «= 4*/ilJ •> -i P-U.4 8V 81-20 L k. 8t. K.Vjän.-Juli) p. K.4 81— 8VZQ \ „ ,, p.A.4 81 — 81 20 p 4-2°/<)b.W.Not.P«b.Aag.p.K.4>2 84-30 8470 'ja *'2% ». ». » ». P-A.4-2 84-tO 84-70 S 4-2% „ 8ilb.Apr.-Okt.p.K.4-2 s4üO 84 70 Ö 4-2«/, ,, ,, ,, „p.A.4 2 84-60 84-70 Losev.J.1860iu5O0fl.ö.W.4 1GO0 1640 Losev.J.1860rul00fl.ö.W.4 **«•— 44S-— Lo8ev.J.18li4zulO()sl.ö.W. . . G9f— 706 — Loee v.J.1864iu 6011.ö.W. . . 362-— 36f— St.-Domän.-Pf.l20 H.300F.5 — •— —— Oesterr. Staatsschald. Oest.Staatssehatzsch.Htsr.K.4 96-fiO 96-70 Oeat.uoldr.8tfr.Gold.Kasse. 4 iO47Q tO4HC' „ ,, ., ,, p. Arrgt.4 104-70 104 90 Oeit. Rentei.K.-W.atlr.p.K.4 8166 8176 ,, ,, ,, ,, ,, ,,U..4 81-66 8176 Oest. Rente i. K.-W. Bteueifr. (1818) p. K..........80-96 8116 Oest. Rinte i. K-W. «teuerfr. (1918) p. U......• . . 80 96 81-16 Oetft.Inves .-Rent.stsr.p.K.SVa 71-36 7/-9A Franz Josefsb. i.Silb. (d.S. Jo1/« 10376 104-76 Galii. KarlLudwieeb.(d.St.)4 8126 822t> Nordwb. Rudoirsb.i.K.-W.8tsr.(d.S.)4 «078 8176 Von Stute z. Zahlung flbern. Elsenbahn-Prioritltg-Oblig. Böhm. Nordbahn Era. 188a 4 — •— — •— Böhm,WeBtbahnEm.l885. .4 83-26 84-2» Bohm. Wcstb. Em. 1895 i. K. 4 82-20 8320 Feni.-Nordh.E. 1886(d.S.). .4 9r60 92-60 dto. E.1904(d. St.) K. . . 4 84- 86- FranzJoaofsb.E.18H4(d.S.)S4 8380 84-30 Galii KarlLudwigb.(d.St.)S4 8206 8306 Laib.-SteinLkb.200u. 1000ft.4 91*78 93-76 Sehlußkurs Geld | Waro Lem.-Czer.-J.E.1894(d.S.)K4 80-40 81-40 Nordwb., Oest. 200 si. Silber 5 .9.9-2« 100-26 dto. L.A.E. 1903(d.S.)K3>/, 75-~ 76- -Nordvnb.,Oent.L.H.200(1. S. ft .99-4« 100-46 dto.L.B.E.1903(d.S.iK:i»/J 7S40 7640 dto.E.1885200a.lOOOfl.S.4 8376 84-76 Kudolf8bahnE.1884(d.S.)S.4 H276 83-7H Staatseisenb.-G. 500 F. p. St. 3 S6O — 364 - dto. Ergz.Net7.600F. p.St.3 342-— H43--SüdnorddeutscheVbilgb.fl.S.4 H2H0 83 60 Ung.-gal.E.E.18872OOSilber4 8070 8170 Ung. Staatsschuld. Ung.Staatskagaenseh.p.K.4'/, 9.9-70 99-90 Ung. Rente in Gold . . . p. K. 4 98-fu 99- öng. Rente i.K.stfr.v.J.1810 4 80 60 80SO Ung. Rente i K. ntfr. p. K. 4 8O6O 80-80 Ung.Prämicn-Anlehfina 10011. 4IM-— 4G9- — U.Thci8H-R.a.Szeg.Prm.-').4 28s-— 2.9«- — U.Grundentlastg.-Obg. ö.W.-» si 06 82-06 Andere öffentl. Anlehen. Ba.-herz.Eis.-L.-A.K.190a4Vi 8811 89-76 Wr.Verkehreanl.-A. vcrl. K 4 81 10 82 lO dto. Em. 1900 verl. K . . . . i 81-10 8fiO Galizisehcs v. J. 1893 verl.K. 4 8180 8280 Krain.L.-A. v. J. 1888Ö.W..4 — ¦— 94*0 Mährisches v.J. 180W !>l-bO dto. inh.5Oj.vor].K.4Vi *2'~ sa'~ (ializ.Landoab.r.lVjJ v.K.4Vi !>i'*b fl2'2« dto. K.-Obl.III.Em.42j.4V? a°— 91~ Mr. Bodonkr.-A. 30 J. o W. 5 97 30 98 30 lstr.K.Kr.-A.i.52VaJv.K.4V, —'— -'- Mähr.Hypoth.-B.(i.VV.u.K.4 1*^0 ^-io i\ied.-öst.Land.-Hyp.-A.55J.4 W-ifl 86-26 Ocst. Hyp. Banki.no J. verl 4 »-"?« 83-26 Oe»t.-nng.Bankf)0j.v.ö.W.4 W~ S7-— dto. 60 J. v. K........A *7 40 88 40 Centr.Hyp.B.ung.Spark.4V, M- 9f— Comr7.bk.,Pc8t.lfnK.4iJ.4i/2 ¦1)r2ß 9Z 2Ö dto. Com. O. i. 60»/, J. K 4«/, S3- 8f Herrn. B.-K.-A.i. f.O.J. v. K4'/j ^-60 90-60 Spark.lnnerst.Had.i.{>0j.K4'/, W- 91- dto. inh. r,o J. v. K____4»/, So 60 82-60 Spark.V.P.Vat.C.O.K. .4'/, »0- ¦ or- Ung. Hyp.-B. inPestK . . 4'/a 90 ^ 91'60 dto.Koni.-Scli.i.50J.v.K4Vj W26 9426 Eisenbahn-Prior.-Oblig. KaH<:h.-Oderb.K.1889(d.S.)S.4 80-60 81 60 dto. Km. 1908K(d.S.). .. 4 80-60 fli-tto Umb.-Czcr.-J.E.1884300S.3.6 7« 66 76-er, dto. 300 S..........4 Sl-80 82-80 StaatBcisenb.-Geaell.E.1895 (d. St.) M. 100 M......3 S2-76 8376 Südb.Jan.-J. 500 F. p. A. 26 Sir— 246-- UntorkrainerB.(d.S.)Ö.W. .4 Si— 92-60 Diverse Lose. Bodenkr.öst.E.lHHOälOOfl.^X 280-60 2s>0 60 dto. E. 1889 ä 100 II. . . . 3X 246-— 266 — Hypoth.-B.ung.Präm.-Schv. ä 100 II..............4 234-- 244 — Serb. Prämien-Anl. älOO Kr. 2 108-60 116-60 Bud.-Basilica(Donib.j)fl.Ö\W. 28 60 30-60 ScliliiQkuiK Geld | Ware Cred.-Anst.f.H.u.G.iOOfl.ö.W. 473- 483'- l.aibach.Präm -Anl.20(l.o.W. Cf6ü 68-60 KotenKreuz öst.G.v.iOfl.ö.W. 61-r.O an-60 dettou.ig. G.v. . . sifl. d.W. HO 60 *4tio Tllrk.E.-A.,Pr.().400Fr p. K. 221-60 2271,0 Wioner Kommun:il-Lofc vom Jahre 1S74 .... 100(1. ö.W. 476-- 416-Gewinstsch. der 3% Pr.-Sch. derBod.-Cred.-Anst. E.1K80 36-76 40-7h iewinstsch. dor 8% Pr.-Hch. dfsrBod.-Crcd.-AiiEt. E 188'J «(!• r,9-- Gowinstseh. der 4% Pr.-Scli. der ung. Hypothekon-Bank 27— 31- Transport-Aktien. l)onau-Damps.-G.500(I.C. M. mo-- 12n- Fenl.-Nordbuhn 1000 (I. C. M. iHOO-- 4840- Lloyd, öntorr........400 K 60S- - 60U- Staats-EiKb.-rjl. p. U. 200 II. S. 69/- - 69S- — Slidbahn-G. p. L). . . . fiOOFrs. 109-26 uo'2t> Bank-Aktien. Anglo-östorr. Bank 120fl. 19 K 337 7s, 8üN-7r, Hankver.,Wr.p. U üOOfl.SO „ 6/r- 613- Uod.-C..A.allg.öat.300K57 ,, U62-— 1160 - Credit-Arial, p. U. .120 K 83 ,, 621-90 622 90 Ofidit-B. ung. allg. 20011.45 ,, 820-— 821- EBkomptob.stcior. üOOfl.S! ,, 604- 667-- Kskomptc-G-, n. ö. 400 K 40 ,, 732- - 736— Ländcrb., out. p. U.20011.30 ,, «/»• - 6/G-- LaibachorKroditb. 400 K 25 ,, 408-- 407-- Oest.ungur. B. 14OO K 120 „ 2062-— 2073- Uiiionliankp.U.. . aoofl.HH ,, 687— 687-20 YerkehrHbank,allg.l4Ofl.2O ,, *87-~ »68-- Zivnostcn. banka 100 11.15,, 26i-2t, 266-26 Indastrie-Aktien. Borg-u. Hüttw.-G., öbL. 400 K 1220— 1280- - Hirtunbergl'.,Z. u.M. F. SOOK /4.08-— /»(,8-- Königsh.Zement-Fabrik 400 K Aes— 368 60 LengenseldorP.-C.A.-G.26() K 109-— 11O — nemnukur» Geld | Waro MontangOB., ögterr.-alp. 10011. 821-60 82*60 PerlmooHer h. K. u. P. 100 (I. 460-- 46t- — l'rager Eiscriind.-fiosell. 500 K 27iO-~ 277Q-- Himnrnur.-Sulgö-Tarj. loofl. 681 7« 682-76 SaU;ö-Tarj. Stk.-B. . . . 100 fl. 742- 744-60 SkodawcrfcoA.-fl.Pil8 200 K 802-tS'j H03 60 Wofien-K.G., i'mterr. . . loofl. 977-— 9^7-— VV<:iÜenfolBStahlw.A.-G.3Oi)K 780- — 7SQ-— Westb. Uergbau-A.-si. 100 fl. 627 — 630'— Devisen. Kurze Slclirc» and Scheck«: DoutRcho Iiarikplät/e......117-ff/»" 117*7^° Italionischo Bankplätzo .... !>4-i>2:* <)4-77*< London...............2411"< 34-J6** Paris.................96S2™ 96-4V»0 Valuten. Mtliizilukaton........... lvtl 11-46 yo-Frar><;B-St.lii:kü.........19-08* 19-12*° aii-Mark-Stlic.ko.......... 2j.67 23h» DeiilBchc Rcichsbanknotcn . . 117'C/» W-86 Ualicnischo Hanknoten..... 94-46 94-60 Kubol-Noten............254" — ZB4>7» Lokalpapiere na(hrriv»tnoller.(l. Pilialed. K.K.|iriv.Ocst. Credlt-AüHUlt. Brauerei Union Akt. 200 K 2«»-— «8-— Holnl Union „ 500,,0 —•-. —'— Krain. Bttugos. ,, 200,, 12 K 206-- 216'— Industrie,, 200,. 20K 400— 420 — LJnterkrain. St.-Akt. 100 fl. 0 —•- — •— Bankzinsfuß 60/n Die Notierung sämtlicher Aktion nnd dor „Diversen Lose" versteht sich per Stuck,