PrLymirrri-tiolli - jirrisr ^ Für Laibach Ganzjährig . . 6 fl. — !r, Halbjährig . . . Z , - . Lisrleljähiig. . .1,5«, M-^aUiL . - — , öv . Mil rer Post: »aazlährig . . . g si. — kr, H-lbjiihritz . . . 4 , SS . Sirrieljährig. . . s , rb . FÄ KuftslliMtz ins Hrus vicrrek- -Lh-ig iS kr.. MüDaillch 8 kr. Eiszelue Kimisier» 5 kr. Laibacher Nr. 277. Bkomme Mitthcilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Montag, 5. Dezember. — Morgen: Nikolaus B. Lcrakiisa Bahnt» sfgasse ^ir. 13L Lkpedilion and Znlernlr« Üurea«: »-agr-ßpIa?Nr 81 kBnchhandlmi soll I. v. jilelumalik L K.Lauit ciz. ZllftrtioosPrnsr: Für die einsfaltise Pelit»eUe i k« k?i zweimaliger Einschaltung L bkr dreimal L 7 kr. Insertionkstcrnve! jedcL'mal LO tr Bei größerer, Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt 1870. Die österreichischen Finanzminister und die Staatsschuld. Seit März 1848 wurden die Finanzen Oesterreichs von nicht weniger als neun Finanzministern verwaltet. Auf Baron Kübeck, der im März 1848 ins Amt trat, folgte Baron KranS; nach Kraus wurde Baumgartner Fiuauz- uud zugleich Handelsminister; nach des letzteren Rücktritt übernahm Baron Bruck die Leitung der österreichischen Finanzen; nachdem Bruck am 22. April 1860 seine Entlassung erhalten hatte, wurde Plener zur provisorischen Leitung der Finanzen berufen und am 13. Dezember j. I. zum wirklichen Fiuanzmiuister ernannt. Während der Belcredi'scheu Aera verwaltete Gras Larisch die Finanzen und nachdem das Kabinet Bel-credi gestürzt worden war, erhielt Baron Becke die Leitung der Finanzgeschäfte. Im Ministerium Auersperg wurde, nachdem inzwischen in Folge des Ausgleiches mit Ungarn ein besonderes Finanzministerium für Ungarn errichtet worden war, Dr. Brestl Finanzminister für die zisleithauischen Länder und nach dem Rücktritte des Bürgerministeriums haben wir in Baron Holzgethan unsern neunten Finanzminister innerhalb 22 Jahren erhalten. Der LebcnSlaus unserer Finanzminister ist, wie wir auS dieser Zusammenstellung entnehmen können, ein äußerst kurzer; durchschnittlich erfreut sich der Finanzminister bei nnö cincr Lebensdauer von 2 Jahren 6 Monaten, und nachdem cr kaum die Zeit gehabt hat, die ersten Vorarbeiten sür eine dauernde Herstellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte zu beginnen, nachdem cr kaum dazu ge' langt ist, die riesigen Einzclnheitcn seines schwierigen Amtes zu bewältigen, klopft in Folge des unaufhörlichen Schwankens unserer öffentlichen Zustünde bereits sein Nachfolger an seine Thüre und ersucht ihn höflich, den Platz zu räumen! Selbst- verständlich trägt in Folge der unaufhörlichen Wechsel die Leitung unscrer Finanzen das Gepräge des Schwankenden, der provisorischen Fortführung, des Lebens von der Hand in den Mund. Alle Finanz-ministcr, deren wir uns bisher erfreut haben, bis auf den Finanzminister des Bürgeiministeriumö Dr. Brestl — stimmten in dem einen Punkte überein, der unaufhörlichen Geldverlegenheit durch Steuer-Erhöhungen und Anleihen zu begegnen. Sic kümmerten sich wenig um eine vernunstmäßige Staats- und Volkswirthschcist, um eine dauernde Hebung und Förderung des Volkswohlstandes, ihr Augenmerk war allein darauf gerichtet, über die augenblicklichen Verlegenheiten hinwegzukomwen, es ihren Nachfolgern überlassend, die immer mehr an-wachscnden zukünftigen Anforderungen bei dauernd geschwächter und geschädigter Steuerkrast des Volkes, bei empfindlich gesteigerter Krcditlosigkeit des Staates zu befriedigen. „Heute" war für sic das Losungswort ; das Morgen kümmerte sic weuig, wenn auch morgen durch die schlechte Wirtschaft von heute die Schwierigkeiten ins Ungemefscne gesteigert sein sollten. Auch in diesem Punkte waren alle unsere Finanzminister einig, bis auf Plener, der zum Theile, und Brestl, der in seiner ganzen Verwaltung hievon eine rühmliche Ausnahme machte. So hat sich deun auch unter der Leitung dieser Finanzminister die österreichische Staatsschuld, die im März 1848 noch keineswegs 1000 Millionen erreichte, bis zum Jahre 1860 auf 2268 Mill. Gulden, im Jahre 1863 auf 2.479,000.000 fl., im Jahre 1864 auf 2.535,000.000, im Jahre 1866 auf 3.073.000.000 erhöht. Mit Hinzurechnung der Grundcntlastungsobligationcn im Betrage von bW'/z Millionen betrug bei der llcbernahme des Finanzministeriums von Seite Dr. Brestls die Staatsschuld über 3597 Mill. Gulden. Von de» 2073 Millionen, um welche nach Abrechnung der Grundcntlastnngsobügationcn im Betrage von 523'sz Millonen die österreichische Staatsschuld seit dem Jahre 1848 vermehrt wurde, entfallen wcit über 1000 Millionen auf die Zeit ^dcr absoluten Herrschaft in Oesterreich und weit über 800 Millionen auf die glückliche Periode, während welcher bis zur Berufung des Bürger-^ Ministeriums Graf Belcredi und nach ihm Graf ^Taaffc die Geschäfte des Staates leitete. Plener !hat während seiner ganzen Amtsdauer zwei Anlehen, 'zusammen im Betrage von lOO'/s Millionen, ausgenommen, Brestl den Schuldenstand Oesterreichs auch nicht um einen Kreuzer vermehrt. Die Sprache, ^die diese Ziffern sprechen, ist klar und einleuchtend; -zur Zeit, als die deutschen Liberale» am Ruder ^des Staates standen, wiir auch die Finanzvcrwal-^tnng eine bessere, vorsichtige »nd ökonomische, das leichtsinnige Schuldenmachen, das Aufnchmcn neuer Staatsanlehen unter den drückendsten und schädlichsten Bedingungen, die unverantwortliche Einführung und die bis in das Ungemessene gesteigerte Vermehrung dcS Staatspapiergeldes fällt in die Zeit des Absolutismus, in die Zeit der Herrschaft der deutschfeindlichen Parteien. Vom Kriege. In Wien kursirte am Freitag das Gerücht, General Ducrot habe an der Spitze von 150.000 Mann die deutschen Linien vor Paris durchbrochen und habe Stellung bei Nogent sur Marne genommen. Aus Pest wurde die Nachricht auf Grund von Depeschen des österr. Gesandten in Tours bestätigt. Die Nachricht hat sich jedoch als unwahr heraus-gestellt und dürfte aus einen Tagesbefehl Paladini'S zurückzuführen sein, der, um seine Truppen anzufeuern, in echt französischer Weise diesen sagt: „Paris hat die preußischen Linien gebrochen. General Volksbildung in Frankreich. In einem Volke, das im neunzehnten Jahrhundert einen Anspruch darauf macht, unter die zivilisirten Nationen zu gehören, muß dic überwiegende Mehrzahl dcr Menschen sich wenigstens dic Gruiidbedinstungen für eine höhere Kultur angccig-net haben, sic mutz wenigstens einigermaßen von den Strömungen derselben berührt worden sein, sie muß zum mindesten Elementarunterricht erhalten haben, muß lcseu und schreiben könne». Das gebildete und gesittete Europa sieht in einem Menschen, dcr weder dcS einen noch des ändern mächtig ist, nichts mehr und nichts weniger als eine» Halbbarbaren. Nun steht die Thalsache fest, daß in Frankreich dem Lande, in welchem nach amtlichen Berichten im Jahre 1851 nicht weniger als 348.000 Wohnhäuser kein Fenster und mehr als 2,000.000 Häuser nur ein Fenster hatten — zwei Drittel dcr Bewohner weder lesen noch schreibe» können. Von den zu Königsberg in Preußen als Kriegsgefangene verweilenden französischen Offizieren kann je der neunte weder das eine, noch das andere. Unter den Mannschaften kann von den Leuten, welche auf dcm Lande geboren sind, unter 20 kaum einer lcscn, und forscht man nach, so findet man, daß diese Ausnahmen den östlichen Departements augc-hören. Wir wollen cincn Gegensatz hcrvorhcbcn. Nach den Schlachten von Gitschin und Sadowa und dcm Zurückweichen des österreichischen HerreS verblieben einige sächsische Regimenter längere Zeit in dcr Umgegend von Wien. Eines Tages läßt der Major cincS Bataillons dasselbe a»trcte» und spricht wie folgt: „Zu meinem tiefen Bedauern habe ich mich überzeugt, das aus dem Bataillon ein Fleck haftet, der weggewischt werden muß. Ihr alle werdet mit mir ciuvcrstandcn sein, daß cS keine Ehre für das Bataillon ist, wenn zwei Mann unter uns nicht lesen und schreiben können. (Bewegung untcr den Soldaten.) Ich will die beiden Leute nicht bei Namen nennen; ich habe dafür gesorgt, daß sie Unterricht erhalten, und hoffe, daß sie binnen ein paar Monaten das nöthigc gelernt haben werden." — Jene beide» Leute waren Wenden, die in einem Kloster in der Oberlausitz ausgewachsen waren; jener Major, dcr bei Gitschin drei Wunden erhalten, hat deren vor Sedan abermals zwei davon-getragcn, steht heute als Oberst vor Paris und hat das eiserne Kreuz ekworben. Ein so günstiges Ver-hältniß in Betreff des Elementarunterrichtes wird allerdings nicht überall in Deutschland vorhanden sein, z. B. nicht in Mecklenburg und im Süden, aber im allgemeinen stehen die Sachen gut, und die germanischen Völker, England ausgenommen, sind den romanischen wcit voraus. Am kläglichsten ist es mit dem Volksunterrichte dort bestellt, wo der Klcrus den meisten Einfluß hat, und der ehemalige Kirchenstaat hat dic unterste Stufe eingenommen. Der geistvolle französische Schriftsteller Gobi ncau, dcr cin vorurlhcilsfrcier Beobachter ist, sagt mit dürren Worten: „Die überwiegende Menge der Bewohner Frankreichs ist weit zurückgeblieben und steckt in tiefer Barbarei." Er hebt hervor, daß zwischen den verschiedenen Klassen der Gesellschaft der innere Zusammenhang fehle. „Wer aus der bei uns eingeführten politischen Einheit auch auf eine Einheit in den Ideen und auf eine Fusion des Blutes schließen wollte, würde sich einer argen Täuschung hingeben. Auch nicht Ducrot an der Spitze seiner Armee marschirt gegen uns. Marschiren wir mit jenem Aufschwünge, von welchem die Armee von Paris uns ein Beispiel gibt, ihm entgegen." Thatsache ist jedoch, daß die Franzosen die beiden unter dem Feuer der Forts an der Marne gelegenen Ortschaften Brie und Champigny am Abend des 30. Nov. besetzt hielten und erst am 2. Dezember wieder daraus vertrieben wurden, an welchem Tage abermals ein blutiger Kampf entbrannte, der wieder zum Nachtheile der Franzosen ausfiel. Der Kampf wüthet überhaupt jetzt au so vielen Orten auss heftigste, daß cs einigermaßen Mühe kostet, sich zu orientiren. Nach den vorliegenden Nachrichten stellt sich die Situation aus den einzelnen Kriegsschauplätzen folgender Art. Vor Paris: Nach den Ausfällen vom 29. und 30. November, bei welchen den Franzosen zwar nicht der Durchbruch, aber wie gesagt doch die Besetzung der beiden Orte Champigny und Brie sur Marne gelungen, herrschte am 1. Dezember (Donnerstag) Ruhe. Tags darauf, am 2. Dezember (Freitag) entbrannte der Kampf auf's Neue, und zwar in derselben Gegend. Bei Tagesanbruch wurden die Dörfer Brie und Champigny von den Deutschen besetzt, um 10 Uhr fielen die Franzosen neuerdings aus und der Kamps dauerte acht Stunden. Abermals waren die Württemberger, Pommern und Sachsen dabei betheiligt. An der Loire: Am 28. hat der Kampf bei Bcaune-la-Rolande stattgefunden, an welchem fran zösischerseitS der rechte Flügel der Loire-Armee, deutscherseits das zehnte nnd Theile des drillen Korps theilgcnvmmeu haben. Am 29. und 30. war Stillstand. Am 1. Dezember fand das Gefecht bei Ter-miniers (westlich von Artenay und nordwestlich von Orleans) statt, über das ein Telegramm im Samstagblatte meldet und bei dem deutscherseits das erste baierische Korps engagirt war. Tags darauf, am 2. Dezember, kam cs abermals zur Schlacht. Dies--wal traten die Deutschen stärker auf. Die ganze Armee des Großherzogs von Mecklenburg, die man bisher weiter westlich vermuthet hatte, und die aus dem 1. baierischen Korps, der 17. und 22. Divi sion (ungefähr 50000 Mann) besteht, war im Tressen. Nach dem preußischen Berichte wären die Fran zosen zurückgeworfeu und eilf Geschütze erbeutet worden. Das Schlachtfeld breitet sich zwischen OrgereS und Artenay (an der Paris-Orleans Bahn) ans. Auffällig isl's in der Meldung, daß der Feind über Loigny geworfen, während Loigny anfänglich von den Baiern besetzt gewesen sein muß. Möglich, daß die Franzosen diesen Ort erstürmt und dann wieder aus demselben vertrieben wurden. Die beiden Heere stehen jetzt stark konzentrirt einander gegenüber. Es muß nun bald zur Hauptschlacht kommen. Zwischen ein einziges soziales Gesetz, nicht ein einziges schaffendes Prinzip der Zivilisation wird in allen unseren Departements auf einerlei Weise verstanden. Es wäre überflüssig, hier auf den Menschen aus der Normandie, der Bretagne, den Bewohner des Limousin oder des Anjou, auf den GaSrogner oder den Provenealen hinzuweifen, weil jedermann wech. wie wenig diese Böller einander gleichen und wie weit sie in ihren Anschauungen und Urtheilen aus einander gehen. „Aber Eins will ich hervorheben. In manchen anderen Ländern sind die für Aufrechthaltung der Zivilisation wesentlichen Begriffe und Anschau ungen mit allen Klassen verwachsen, aber bei uns in Frankreich ist das nicht der Fall. So ist z. B. die allerwichtigste und so leicht zu erlernende Ele-meutarkenntniß: Lesen und Schreiben, ein Geheim-niß für die weit überwiegende Mehrzahl unserer ländlichen Bevölkerung. Der französische Bauer kann durchgängig weder lesen noch schreiben und er legt auch gar keinen Werth darauf, beides zu lernen, weil er den Nutzen davon gar nicht begreift und keine Anwendung dafür weiß. In dieser Beziehung glaube ich sehr wenig an das, was die Gesetze versprechen, und eben so wenig an die aus- Beaune-la-Rolande und Orgsres, auf einem Raume von ungefähr neun Meilen, stehen deutscherseits fünf Armeekorps, ung.sähr 125.000 Mann. Die Loire-Armee, die ihr gegenübersteht, wird ans 150.000 Mann geschätzt. Am nördlichen Kriegsschauplätze ist es seit der Schlacht bei Amiens stille geblieben. Die Franzosen sammeln sich vei ArraS; aach auf dem westlichen Kriegsschauplätze bei Le ManS und auf dem östlichen bei Dijon hat sich in den letzten Tagen nichts bedeutendes zugetragen. ^ ij: Nähere inö einzelne gehende Angaben über die letzten Kä.pfe liegen noch nicht vor, oder doch nur sehr spärlich, daher wir uns beschränken müssen, die eingelangten Telegramme hier folgen zu lassen: Versailles, 2. Dezember. Nachts 12 Uhr. Die feindliche Armee von Paris hat nach der vorgestrigen Schlacht die am Marneuser unter dem Feuer der Forts liegenden Dörfer Brie und Champigny besetzt gehalten. Bei Tagesanbruch wurden diefe Dörfer heule von unseren Truppen genommen. Gegen 10 Uhr ging der Feind wiederum mit überle« geue» Klüften gegen unsere BerlheidlgungSslelluug zwischen der Seine und Marne vor und wurde abermals in achtstündigem heißen Kampfe durch die Truppen des 12. unv 2. Ärmeckorps, sowie die Württemberger siegreich zurückgeschlagen. Ein von der Ärmeeabiheilung des Großherzogs von Mecklenburg abgesandles baierisches RekvguoS-zlrungSdelachement stieß gestern zwischen Orgeres und Paiay auf avaußireude, sehr überlegene seind-liche Kräste nnd ging in seine Stellung zurück. Dresden, 3. Dezember. Telegramm des Prinzen Georg an den König von Sachsen: Freitag Früh um halb 8 Uhr nahmen zwei Bataillone oeS 8. Jnsanierie Regiments Brie-jur-Marne und die Württemberger gleichzeitig Champigny durch Ueberfall. Später entwickelte der Fund große Massen ; das Ge,echt endete gegen 3 Uhr mit Behaupt iu»g der Stellung, aber vettächltiche» Bcrtusten, besonders slaik beim Schützen- und 8. Regimenle. Diese und die anderen Truppen fochten bewunderungswürdig Einige hundert Gefangene wurden gemacht. Janville, 2. Dezember. Heute Bormittags 8 Uhr ansgerückt, entwickelte sich eine Schlacht vorwärts Bazoch.s-les-HauteS um halb 10 Uhr. Der Feind wurde nach hestigem Kampfe Mit der 17ien Infanteriedivision, gefolgt von dem 1. bairischen Armeekorps uno unterslützl durch die 4 Kavallene-oivision, üver loigny geworfen. Die 22. Jnsau-lerlcdlvision, unterstützt durch die 2. Kavallertedivi-siou, nahm Poupiy mit Stuim. Der Feind wurde auf Slrtenay zu, ückgedrüngt. Bei Loigny wurde das 16. und bei Artenay das 15. französische Armee- geputzten Einrichtungen; ich traue vielmehr dem, was ich selber beobachtet habe, und den festgesteUten Thalsachen. „Ich habe gesehen, und der die Provinz kennt, muß ganz dasselbe beobachtet haben, daß die Eltern nur m>t dem größten Widerwillen ihre Kinder in die Schule gehen lassen, und baß sie die Zeit, welche auf das Lernen verwandt wird, für völlig verloren erachten. Sie benutzen jeden Borwand, um Kna ben oder Mädchen den Lehrstunden zu entziehen. Sobald der junge Mensch einmal die Schulbank verlassen, hat er nichts eiligeres zu thun, als das Gelernte möglichst rasch wieder zu vergessen. Ja, gerade daraus macht er sich eine Art von Ehren-punkl, und mit den verabschiedeten Soldaten, welche in den Regimentsschulen etwa lesen lernten, ist es gerade so. In manchen Theilen Frankreichs wollen sie nicht einmal ineiken lassen, daß sie Lesen und schreiben gelernt haben Noch mehr: sic geben sich ille Muhe, das Französische wieder zu vergessen, und rede» nur ihr Patois. — In dieser Gleichgil-iigkeil geaea das Höue>e liegt ein unüberwindliches, inneres W>dei si>'ebei> gegen unsere Zivilisation. Den Beweis dafür finde ich auch in dem Pass vcn Widerstande, und wo man denselben etwa brsiegt, dort korps geschlagen. Biele hnndert Gefangene wurden gemacht und 11 Geschütze im Feuer genommen. Der feindliche Verlust bedeutend; der diesseitige Berlnst ist noch nicht zu übersehen, aber viel geringer. Großherzog von Mecklenburg. Ans französischer Qnclle wird berichtet: Die offiziellen militärischen Berichte konstatiren, daß die Osfensiv-Opcrationen am 28. v. M. Abends mit einer starken Kanonade begonnen. Am 29. bei Tagesanbruch erfolgte ciue starke Rekognoszirung gegen Bugenval (Bongival) und die Höhen von Boispreau. Im Süden machte General Viuoy eine Vorwärtsbewegung gegen l'Hay und den Bahnhof von Choisy-le-Roi. Die letztere Position wurde genommen. Der Feind, in Choisy überrascht, zog sich in Unordnung nach l'Hay zurück. Die französischen Truppen drangen in die feindlichen Linien; in Uebereinstimmnng mit dem Plane des Oberkom-mandanten erhielten sic den Befehl, nicht weiter vorwärts zu dringen. Die Preußen erlitten in diesein Gefechte große Verluste. Ans der Halbinsel GenncviellcrS wurde der Feiud von den französischen Truppen delogirt und die Insel Marante und Port-en-Anglais besetzt. * In Folge der Einnahme von Amiens durch die Preußen sind die Eisenbahn-Beibinduugcu zwischen dem Norden Frankreichs und Tours abge-schnitten. Die telegraphische Verbindung besteht noch fort. Dieselbe gehl von Havre längs der Küste her, wo bis jetzt noch keine Deutschen hingckommcn sind. Das preußische Belagerungsgeschütz, das vor Thionville benutzt wnrde, wird jetzt nachMontmedh und Longwy gebracht, und entschieden dauert es dann nicht lange, nnd auch diese beiden Festungen befinden sich in deutschem Besitz. Eine Festung ohne ÄußensortS kann den neuen gezogenen Belagerungsgeschützen stets nur kurze Zeit Widerstand leisten, das zeigt die Erfahrung dieses Krieges stets. Die baierische Generaldirektion der Verkehrs-anstalten hat die Einstcllung des Prlvatvcrkchrs von Mainz ab, wegen der Proviantzüge, die man nach Paris dirigirt, dessen Kapitulation erwartet wird, angeordnet. ______ Politische Rundschau. Laibach, 5. Dezember. Aus der österreichischen Delegation. Die Finanzminister erklären auf eine diesbezügliche Anfrage, daß sie nicht gewillt seien, eine gemeinsame Kreditoperalion zu machen, um Len Mehraufwand zu decken. Das zisleiihanlsche Finanzministerium hatte ein Guthaben von 15 Millionen an die Reichszentralkaffe, dieses wurde in Quoten hereingebracht und entstand durch eine in den Jahren 1868 und 1869 stattge- dringt sich ein anderer Beweis auf, der für mich noch viel überzeugender ist. „In unseren östlichen Departements, die einst zum deutschen Reiche gehörten und eine ganz oder zum Theil deutsche Bevölkerung haben — Elsaß, Lothringen, Burgund — gedeihet der Unterricht. In den großen Fabrikstädten lernen allerdings viele Arbeiter sehr gern lesen und schreiben, denn in der Umgebung, in welcher sie leben, wird ihnen der Nutzen klar. Aber was thun die meisten dieser Leute, sobald sic die Elemente des Unterrichts bis zu einem gewissen Grade inne haben? Diese bieten ihnen ein Mittel, nicht mehr instinktartig diese oder jene Ideen und Gesinnungen in sich aufzunehmen, sondern vorzugsweise solche, welche aktiv gegen die gesellschaftliche Ordnung wirken. Eine Ausnahme mache ich mir sür die Bevölkerung der Ackerbau-und Gewerbibczirke im Norden und Osten, wo die Elemenicnkeiilitiiisse weit mehr verbreitet sind als andeiwärkS. Dort wird das einmal Erlernte nicht wieder vergessen und trägt auch gute Früchte. Aber man merke wohl, daß dort die Bevölkerung vorzugsweise germanisch ist, und deshalb setzt mich dieses Resultat nicht in Erstaunen. „Unser Volk hat wenig Geschmack sür unsere fundene Erhöhung der Zölle, welche der Zentrcilkasse ganz zufließen. Weil nun diese Rückzahlung erfolgte, verlangt der gemeinsame Finanzminister zur Deckung der erforderlichen Armeeauslagen für die nächste Zeit vom zisleithanifchen Finanzminister einen Vorschuß von 4 Millionen, den dieser aber abgelehnt hat. Um den Mehraufwand an Zinsen in Folge des Ratenverkaufes zu decken, wird auf eine Erhöhung der Zucker- und Branntweinsteuer hingewiesen. Auf eine Anfrage Dr. Sturm's, wie stark die Armee und in welcher Zeit sie kriegsbereit sein könne, antwortet Minister Kuhn, alles sei in Ordnung, 900.000 Gewehre und 700.000 Monturen vorhanden; die Aufstellung sei in vier Wochen möglich. Banhans fragt um den Geist der Armee, Kuhn nennt ihn gut, Gablenz sagt, er sei seit 1848 durch die Nationalitätenstreitigkeiten verschlechtert. Die Stimmung des Ausschusses ist ungünstig, besonders die der Polen. Wie man aus Prag telegrafirt, hat der böhmische Landesfchulrath augeorduet, daß auch an den czechifchen Schulen „ein bischen" deutsch getrieben werden solle — nur „für die nothwendigsteu Bedürfnisse", fügt das Dekret erläuternd und beruhigend hinzu. Trotzdem ist dadurch der böhmische Löwe geweckt und schlägt ein entsetzliches Gcbrülle über „Gcrmanisirung" auf. Ja, die Ezechenblätter ratheu zu passivem Widerstand. In K a r ol i n e n th a l (Prag) ist ein arger Skandal wegen der Schule entstanden. Die Gemeindevertretung gab ihrer Opposition gegen die Schulgesetze dadurch Ausdruck, daß sie das Schulgebäude an ein paar Kausleulc vcrmielhete und die Schule einfach schloß. Die Bezirkshauptmannschast hat jedoch sofort die schon in Angriff genommene Adaptirnng des Gebäudes sistirt, dessen Wiederherstellung für Schulzwecke angeordnet und den Gehalt der Lehrer ausbezahlt, so daß die Schule heute wieder eröffnet wird. Der Bürgermeister in Ka-rolinenthal (ein Deklarant) ist deshalb zurückgetreten. In Berlin erklären sich die Konservativen bereit, den Verträgen mit Baiern und Württemberg zuzustimmen. Die Nationalliberalen wollen Preußen auch iin Frieden das Kommando über die Armeen gewahrt wissen, werden jedoch auch ihre Zustimmung zu den Verträgen geben, wenn dieser ihr Wunsch nicht erfüllt wird. Der preußische Landtag soll zum 12ten d. M. einberufen werden. Die Negiernng wird keine Kreditbewilügung auf sechs Monate beantragen, vielmehr die Verwaltung auf Grund des bisherigen Budgets fortführen. Die Gerüchte von einer Versammlung der deutschen Fürsten in Versailles tauchen neuerlich wieder auf. Jetzt mit der Variation, daß Zivilisation, und es ist derselben fern geblieben. Bischöfe und Pfarrer haben noch heute, wie vor hundert, fünfhundert, fünfzehnhundert Jahren gcgen erblich überkommene Wahnvorstellungen und Bor-urtheile auzukämpfen, und diese sind um so gef. hr-licher. weil sic fast nie offen hervortreten oder ein-gestanden werden; deshalb kann man sie nicht anpacken und besiegen. Jeder umsichtige Dorsprediger weiß, mit welcher listigen Verschlagenheit selbst der andächtige Bauer manches ia sick versteckt hält, mit dem er nie heranSgeht. Spricht man ihm davon, so leugnet er, läßt sich aus eine Erörterung nicht ein und bleibt bei feinem Wahn. Zu feinem Geistlichen hat er valles Vertraue«, — nur nicht in Bezug auf das, was man als feine geheime Religion bezeichnen könnte. Deshalb ist in beinahe allen Provinzen der Bauer so schweigsam und verschlossen gegen den von ihm sogenannten Bourgeois, und deshalb ist die Scheidelinie zwischen ihm und dcm gebildeten Gutsbesitzer, auch solchem, den er im übrigen ganz gern hat, nicht zu überschreiten. „So verhält es sich mit der Mehrzahl (26,000.000 Köpfe) d eseö Volkes, welches angeblich der Zivilisation vorzugsweise zugethan sein soll, nnd so ist seine Stellung der Zivilisation gegenüber/' Diese Bemerkungen Gobmeau'S wurden im Jahre 1856 niedergeschricben. nach der Annahme der neuen Bundesverfassung durch den norddeutschen Reichstag die Fürsten dem preußischen König die Kaiserkrone anbieten wollen. Das russische Amtsblatt veröffentlicht die Erwiderung Gortschakoff's auf die englfsche Note In derselben wird zunächst Bezug geuommeu auf den von England geäußerten Wunsch eines herzlichen Einvernehmens beider Mächte. Auf eine Prüfung der den strikten Rechtspunkt betreffenden Frage geht die Note nicht ein, da eine solche nicht geeignet ist, das gewünschte Einvernehmen herbeizu-führen; die Note bedauert, daß Granville speziell die Form der russischen Mitteilung beanständet habe; die Beseitigung eines rein theoretischen Prinzipes, wodurch Rußland sich das Recht re-slitnire, auf welches keine Macht verzichten dürfe, könne nicht als Bedrohung des Friedens gelten. Das kaiserliche Kabinet beabsichtigte niemals die Vernichtung des gesammten Vertrages. Wir sind bereit, sagt die Note, an jeder Berathung theil-zunehmen, welche eine Gesammtgarantie für die Konsolidirung des Friedens im Oriente bezweckt; wir halten das Einvernehmen beider Regierungen für ersprießlich, sowohl im Interesse beider Länder, wie für die Aufrechthaltung dcS Weltfriedens. Nach verläßlichen Mittheiluugeu hat der Kon-ferenzgedanke wesentliche Fortschritte gemacht und darf seiner Verwirklichung nach Maßgabe des englischen Vorschlages mit Sicherheit eutgegengesehen werden. England beantragt nämlich, daö Zusam-meutreten der Konferenz nur davon abhängig zu machen, daß Rußland die bestimmte Zusicheruug er-theilt, vor üud während der Konferenz alles unterlassen zu wollen, was seiner Lossagung von den aus die Neutralisation des schwarzen Meeres bezüglichen Stipulationen des Pariser Vertrages irgend eine praktische Folge geben würde. Es ist also gewissermaßen ein Waffenstillstand in Aussicht genommen. Einerseits bleibt die russische Erklärung, anderseits der Widerspruch der übrigen Vertragsmächte aufrecht stehen und die Konferenz wird dazwischen zu vermitteln suchen. London als Konferenzsitz hat übrigens entschiedene Ehanßen; auch Graf Beust hat seine Wahl lebhaft empfohlen. Die Konferenz soll nach Weihnachten sich versammeln und ihr, einem Londoner Telegramme zufolge, der Vorschlag auf gänzliche Beseitigung der Neutralität des schwarzen Meeres gemacht werden. Die Pforte hat die projeetirte Errichtung eines Lagers bei Skutari wieder abgestellt, sowie sie auch die Einschreibung der Baschi-Bozuks sistirt hat. In Konstantinopel gilt der Friede als gesichert. Zur Tagesgeschichte. — Das preußische Kriegsministerium hat sich nun definitiv entschlossen, sämmtliche Eisenbahnwagen mit Heizvorrichtungen zu versehen, welche von vornherein für den Transport von Verwundeten hergestellt sind. Die Zahl dieser Wagen ist 240. Bis jctzt sind zwei Sanitätszlige heizbar gemacht und ist einer derselben wieder nach dem Kriegsschauplätze abgegangen, um Verwundete und Erkrankte aus den fern gelegenen Lazarethen in das Innere des Landes zu führen. — Aus Rastatt versuchten am 26. November 7 französische Gefangene aus den Kasematten zu entfliehen. Drei davon entkamen auch glücklich, drei wurden von der nachfolgenden Kavallerie eingeholt und zurückgebracht, während einer, der sich durch Schwimmen über den Rhein retten wollte, ertrank. — Unter den französischen Gefangenen in Ulm wurde eine Verschwörung entdeckt. Die Leute trugen heimlich Dolche und Pistolen, welche ihnen ab-genomnieu wurden. — Briefe aus Paris vom 30. v. M. berichten über ein Dekret vom 29., welches den Journalen bci Strafe der Unterdrückung die Veröffentlichung jedweder militärischen Nachrichten, mit Ausnahme der von der Regierung ausgehenden, untersagt. Ein weiteres Dekret regnirirt im Namen der Regierung alles bei den Kaufleuten vorhandene Pöckelfleisch und geräucherte Fleischwaare. — In den Bezirken um Warschau ist die Cholera epidemisch aufgetreten, ebenso in Ostrow und Opatow in Polen. — Der Suezkanal geht an eine englische Aktiengesellschaft über, deren Präsident der Herzog von Sutherland ist. — Das zweite im Jahre 1865 gelegte atlantische Kabel ist gebrochen. Der transatlantische Telegrafenverkehr ist auf das französische Kabel beschränkt. Lokal- und Provinzial-Angelegenheitm. Lokal-Chronik. — (Ernennung.) Das k. k. Oberlandesgericht in Graz hat den Rechispraklikanten Dr. Josef Viktor Ribic zum Auskultanten für das Herzogthum Krain ernannt. — (Tagesordnung der Gemeinde-rathssitzung am 6. Dezember.) 1. Vortrag der Rechtssektion über das Gesuch des Katecheten Herrn Franz Bostiantit um definitive Anstellung. 2. Vorträge der Finanzsektion: L. in Betreff der Kontrole bei Bau- und Oekonomiearbeiten; d. Uber das Einschreiten des niederösterreichischen Gewerbe-Vereins um Unterstützung der allgemeinen Weltausstellung in Wien im Jahre 1873; e. über das Gesuch der Pslastermauth-pächter um Bewilligung zur Einhebung der Pflaster-mauth an der Zufahrtstraße zum Rudolfsbahnhofe; ä. über das Offert des Franz Simon wegen Ankaufes des städtischen Hauses Nr. 49 in der Tirnau. 3. Vorträge der Bausektion: L. über die Rechnung des Karl Tauzher, betreffend das im Juli und August d. I. gelieferte Bauholz; d. über die Liquidation, betreffend bas hergestellte Pflaster in der Judengasse; e. über die, einige Konservatiousarbeiteu in Tivoli betreffende Rechnung. 4. Vorträge der Polizeiaktion: a. wegen Benützung des städtischen Zimentirungsamtes seitens der Gemeinden des Bezirkes Umgebung Laibach; k. über das Gesuch wegen Errichtung einer fünften Apotheke in Laibach. 5. Vorträge der Schulsektion: L. Ueber die Lehrmittelrechnung der Schuldirektion zu St. Jakob pro 1869/70; k. über die Realschnldotation pro 1869/70. — Hierauf folgt die geheimeSitzung. — (Eisbahn.) Die strenge Dezemberkälte hat auf freistehenden feichten Gewässern eine sür das Eisschuhfahren ganz geeignete Eisdecke geschaffen. Schon seit ein paar Tagen bummeln sich die Freunde und Freundinnen des Eissportes auf dem „Kern" nächst der Tirnauerkirche. So frühzeitig als Heuer war schon viele Jahre nicht Gelegenheit geboten, diesem den Körper kräftigenden und die Gelenkigkeit der Glieder fördernden Wintervergnügen sich hinzugeben. — (Aus Laas in Jnnerkrain) geht der „Tgp." die Meldung zu, daß in Folge der stattge-habten Regengüsse daselbst eine ungeheure Ueberschwem-mung stattgesunden hat. Im Thal von Laas befindet sich eine kleine Stadt gleichen Namens und sieben ziemlich bedeutende Ortschaften. Bei der Ortschaft Verhnika entspringt ein sonst sehr harmlos scheinender Bach, durchläuft das Laaser Thal und mündet bei Dane in eine muldenförmige Vertiefung, um jenseits der Hügelkette wieder das Tageslicht zu erblicken und sich nach kurzem Laufe in den Zickintzerfee zu ergießen. In Folge der heftigen Regengüsse war Heuer der Zirknitzersee, wie schon gemeldet, außergewöhnlich angewachsen, das Wasser konnte durch die unterirdischen Trichter keinen hinreichenden Abfluß finden und übte daher auch auf deu aus dem Laafer Thale kommenden Bach einen Druck aus und hemmte ihn an der Ausmündnng. Die andere Ursache der Ueber-schwemmnng des Laaserthales liegt aber auch darin, weil der Einmündungscanal das viele Wasser nicht durchbefördern konnte. So kam es denn, daß das ganze Thg^ unter Wasser gesetzt worden ist, in Folge dessen mehrere Heiser gerännit werden mußten. Die Verwüstung auf den Feldern, an den Wintersaaten, die man noch nicht vollständig übersehen kann, ist eine furchtbare, und haben dies die ohnehin armen Bewohner doppelt schwer zu tragen. — (Theater.) „Richelieu's erster Waffengang," ein nicht übles französisches Jntrigiiensliick, fand am Samstag leider keine ganz entsprechende Anfsührung. Derartige Stücke verlangeit unter allen Umstünden ein sorgfältiges Studium und eiu gerundetes Ensemble und wir bitte» die Regie, künftig bei derartigen Aufführungen mit mehr Ernst und Genauigkeit ans Werk zu gehen, damit dem Publikum nicht der Genuß des Lust- und Schauspiels durch mangelhafte Darstellung verleidet werde. Frl. Mitschcrling in der Titelrolle war z> rr rin reckt netter jnnger Richelieu, hatte aber auf das Studium ihres Parts gleich fast allen anderen Mitwirkenden nicht genng Mühe verwendet. Als Benefizian-tin wurde sie mit Blumen nnd lebhaftem Applaus empfangen. — Die folgende Operette: „Zehn Mädchen und kein Mann" sorgte dafür-in ausgiebigster Weife für das Amüsement der Zuhörer. Wie schon so oft, war es auch diesmal Hr. L> talul (Schönhahn), der durch seine ungemein wirksame, sprudelnde Komik das ganze Stück hindurch das Publikum kaum aus dem Lachen kommen ließ. Hr. Rüdiuger saug und spielte den Agamemnon Paris" trefflich. Die Damen Fontaine (L>idonia), Mitfcherling nnd Vingat wirkten gleichfalls recht verdienstlich mit. Gestern fand bei vollem Hanse eine geluugeue Reprise der „schönen Helena" statt. __________________ Eingesenvct. Die delikate Heilnahrung Rövrützseierö du Dg.117 heilt alle Krankheiten, die der Medizin widerstehen, nämlich Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Diarrhöen, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Fieber, Schwindel, Blut-aufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst in der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. —- 72.000 Kuren, die aller Medizin getrotzt, worunter ein Zeug-niß Sr. Heiligkeit des Papstes, des Hofmarschallö Grafen Pluskow, der Marquise de Brehan a. A. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die RövalkMöre bei Erwachsenen nnd Kindern 50 mal ihren Preis im Mediziniren. Castle NouS. Alexandria Egipte», 10. März 186» Die delikate Rsvs.1e8eiörv Du Barry's hat mich von einer chronischen LeibeSverstopfnng der hartnäckigsten Art worunter ich nenn Jahre lang anfs schrecklichste gelitten und die aller Ärztlichen Behandlung widerstanden, völlig geheilt, und ich sende Ihnen hiemit meinen tiefgefühlten Dank als Entdecker dieser köstlichen Gabe d.r Natur Mögen diejenigen, die da leiden, sich freuen : was alle Medizin nicht vermag, leistet Du Barry's V.sv»lv8ci6rs, deren Gewicht, wenn in Gold bezahlt, nicht zn theuer seiu würde. Mit aller Hochachtung C. SPadaro. In Blechbüchsen von '/, Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — lisvLlösoiers 6kooc>1nt66 in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, für 24 Taffen fl. 2.50, fllr 48 Taffen fl. 4.50, in Pulver für 12 Taffen fl. 1.50, 24 Taffen fl. 2.50, 48 Taffen 4.50, für 120 Taffen fl. 10, 288' Taffen fl. 20, 576 Taffen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du Barry L Co. in Wien, Wallfischgaffe 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parsumeur und Anton KriSper; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßburg PiSztory; in Klagensnrt P. Birnbacher; in Li nzHasel mayer; in Graz Oberranzmeyer,Grablowitz; in Marburg F. Kolletnig; in Lemberg Rottender; in Klausenburg Kronstädter, und gegen Postnachnahme. _____________________________________ »> 0" l- Höchst beachtenswerth für alle diejenigen, welche geneigt sind, aus eine solide nnd Erfolg versprechende Weise dem Glücke die Hand -zn bieten, ist die im heutigen Blatte erschienene Annonce des Hauses Witterung. Laibach, Dezember. Kälte anhaltend, heiterer sonuijier Tag. Wärme: Morgens «i Uhr — 7.2", Nackm. 2 Udr — «>.!" li. (1869 -j- ö.O"; 1868 -s- 7.5"). Barometer 327.65'". Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme — 6.6 , nm 7.1°; das gestrige - 4.2", »in 1.9° unter den. Normale. Verstorbene. Den 3. Dezember. Here Michael, lliunig, Lede> Händler, alt 49 Jahre, in der Stadt Nr. 293 an der Limgentnber-kulose.— Franziska Koinat»r, JnwohnciSweib, alt 60 Jahre, im Z!vilspital an Herzfehler. Den 4 Dezember. Paul Tavcar, Zimniermann, alt 55 Jahre, im Zivilspital an der Waffe,sucht. Angekommene Fremde. ?-m 4. Dezember. Bayar, Ulitcrkrain- — Jekovec, Zir Mo-relti, Lack. — Außenek, Ottok. — Berland, Agram. — Adamic, Lehrer, St. Martin bei Littai. — Kirsch, Maschinist, Agram. — Leucek, Banuntrrnehmcr, Klagensnrt. NUvi«. Fischer, Beamte, Großlaschitz. — Ta-rabochio, Liisinpiccolo. — Haraneder, Florenz. — Czögler, k. k. Lieutenant, Pest. — Gansel, Kfm., Wien. — Pnl;-ker, Kfm., Brünn. — Doller, Kellner, Wien. — Lippitsch, Reisender, Villach. — Mayer, Ingenieur, Brescia. — Rohn, Kfm., Reicheuberg. — Glaser, Kausm., Wien. — Hantz, jism, Wien. — Nenberg, Kfm., Reichenberg. — Gras Pickler, k. k Beamte, Radmannsdors. — Blüh, Ksni, Wien. IL«»f. Billner, Reisender, Wien, — Katnii, St. Peter. — Scandolara, Berniia.______________ Lottoziehnng vom 3. Dezember. Wien: 52 9 55 57 49. Graz: 67 44 4 19 1. Theater. Hente: ReginientStochter. Oper. Telegramme. (O r i g. - Te l e g r. deö „Laibacher Tagbl.") Tours, 4 Dezember. (Offiziell.) Die Loire-Armee hat ^reitaq und Samötag ihre Bewegung iu F^olge deö lebhaften Widerstandes deS FeindeS unterbrochen. Der Feind scheint zwischen Pithiviers, Ärtenay, Orgeres beträchtliche Massen zu konzentriren. Nach mehreren ergebnifi lose» Gefechten rückte die Loire Armee wieder in ihre starken Stellungen vor Orleans, sich ans Degagirung der Armee Ducrots durch Festhaltung von Feindes-maffen vor Orleans beschränkend. Versailles, 4. Dezember. (Offi ziell.) Nach zweitägiger Schlacht der zwei teu und der Armee des GroßherzogS von Mecklenburg nahm heute Abend das Korps Mannstein die Borstadt St. Jean und den Bahnhof von Orleans, die anderen Korps stehen bereit, morgen die Stadt zu nehmen. Vor Paris brach der Feind die Brücken wieder ab und zog sich hinter die Marne zurück. Lyon, 3 Dezember. Aus der Strafte Antnn-Arnay-le-Duc faud ei» Kampf statt. General Chremer verfolgt de» Feind. Tours, 4. Dezember. Pariser Nachrichten bestätigen, daß die Franzosen am 2. Dezember Abends Chambigny und Brie behaupteten. Nicht den Franzosen, sondern den Preußen wurde eine zweistündige Waffenruhe zur Todlenbcerdigung bewilliget. Die Loirearmee setzte am 2. Dezember ihre Bewegung fort, hiebei fanden mehrere beiderseitige unentschiedene Gefechte statt. Ein zweimaliger Angriff des Feindes auf Antun wurde zurückgeschlagen. Im Norden ist die NückzngSbcwegung des Feindes hcrvortretend. Versailles, 3. Dezember. (Offiziell.) Heute kein erhebliches Gefecht, der Feind scheint sich vor BineenneS zu verstärken. Belfort wird seit heute bombardirt. Friedrich Karl warf heute den Feind bei Chevilly und Chillenrs in den Wald von Orleans. Verlust der Sachsen am 30. November nnd 2. Dezember 2000 Mann nnd 78 Offiziere. Ausverkauf in der (517—1) Euch-, Leinen- nnd Ichlüttwinmn-Handlnng des Heinrich Skodlar am Hauptplatz irr Laibach. Taillklck I werden oft an zweifelhafte Unternehmungen gewagt, I während vielfach Gelegenheit geboten ist, mit gerin l ger Einlage zu bedeutende» Kapitalien zn gelangen. I Durch ihre vortheilhaste Einrichtniig ganz be-I sonders zu einem soliden Gliicksversuche geeignet, I ist die vom Staate Hamburg genehmigte und ga-, Irantirte große Geld Verlosung, deren Ziehungen iu I aller Kürze ihren Anfang nehmen. ' § Million Mark I eventuell als Hauptgewinn, überhaupt aber Gewinne I von Mk. 150.00« 100.000 - 50.000 - 40.000 - »5.000 - 2n»ll 20.000 - -iinnl l 15.000 - 3„>al 12.000 - 1„,nl 11.000 >:;»ial 10.000 - 2„ial 8000 - Linal «0001 7mal 5000 — liual 4000 — I(>„»!> ZOOO 100,nal 2000 - 6i»al 1500 - I5(i»i»l I 1000 re. bietet obige Verlosung in ihrer Gesammt-heit nnd kann die Betheiligung um so mehr ein I pfohlen werden. als weit über die Hälfte der Lose lim Laufe der Ziehnngeu mit Gewinn gezogen wer I I deu müssen Zu der schon am 2 L. Dezember d. I. ! stattfindendcn I. Ziehung kosten: Ganze Origin»l-Lofe ft. :k , Halbe „ „ „ 1'/. „ 1, wobei wir ausdrücklich bemerken, daß von uns nur s die wirklichen, mit dem amtlichen Wappen versehenen Lose versandt werden. (605—4) Das Unterzeichnete Großhaudlilugshaus wird! geneigte Aufträge gegen Einsendung des Betrages! in Banknoten sofort ausführen und Perlosnu'gs I Pläne gratis beifügen; auch werden wir wie bisher I bestrebt sein, durch pünktlichste Uebersendnng der amtlichen Ziehungslisten, sowie durch sorgsamste Bedieuuug-das Vertrauen nuserer geehrten Inter csscnteu zu rechifertigeu. Ta der grös;te Theil der Lose bereits I plazi^t ist nnd bei Sem lebtzirkten Zuspruch, dessen sich unsere glückliche Kollekte erfreut, Sic noch vorriitlünen Lose bald bergrisseu fein diirfte», so beliebe INN» sich mit Bestel-1 I lnngcn baldigst direkt zn wenden nn t«., ! Bank- und Wechsel-Geschäft in Hamburg.! Wiener Börse vom 3. Tccember. Spcrc.Rcnte. öft.Pap. des. dlo. öft.in Lilc. Sose von 1854 . . . üoie von »860, ganze >'cse von »860, Fünft, ^rä'^liensch. v. »ss^t . Lreiermart zu5p'^k. Särnlen, iir-iin L. KüsteiilLNd 5 , llagaru. . zu:> ^ Sro^t.u. Slav. L ^ Ziebinl'ürg. „ „ Lvtis». Kationalbank . . . Union-Bank . . . Lrcditansta!! . ,'i. ö. EöcomPte«Ac>. 6nglc-österr. Lank . Ocft. Lodencrctl.-A. . OeN Htzpoth.-Ban! . Franko - Austria . . ucrij. Ferd.-üiordb. . ELdl'Lbn-GcleNsch. . !cai'. El-sabett'-Bahn. Eisenbahn . Staatsbahn. . . . ..Ui. i;-ran> ^loiessd.. -Ln!k.-Barcler E.-B. '!c?öl>-Finm. Bahn . -!ation. ö.W. vcrlosb. '.n?. Vod.-Craditanst. Allg.öst.Bod.-ürcdit. d to. in - Ipolb Ware 56.1ä 53.5Ü j-L S» IV4.L5 Iv« 75 1^4 Ocst.HyV°ch.-Ba»I. !orItLr«-QKHz. Siidb.-Gek.zuövoFr. dto. BcnStlpCt. ! Seid L v 1!S.—rdb. (»nn fl. CM.) ^Sieb.-B.iSoofl.ö^W.) 72».- 730.— L^4..',v L-5.-'/KN.W ü54.— <>sa.-- »SL.— I!W.50 ISI.— 7l!—! 78.-r»n.—> — üfi.s/, SS.75 L0S0> 20 6; Iis.eo I7S.7Ü LI5.75 X-!» k5, r!48.75^ >t>S.— ^«5.50 ZSZ.- 38«.— »Ü7.7.; »88 25 157 5N »S8.k0 »c? rr »er k>!.30 SI.K0 8!».— «».-r<>7.5b>!08.-88.üV> 8S.- jStaatSbahn Pr. Stück SL — S!.— Slaatsb. Pr. St. »867 !«iudolssb.t»»nfi.ü.w.) 84- 8S L0.Franz-Ioi.(WN fl.«--1 78 7L 78 xb 8».— 8».— 7« — Crrdl! »oo fl. z. W. . Dor>.-Damptlch.-Sel. zu »o« st. SM. . Triefte» KXi fl. ZM. bto. c>0fl. ö.W. Ok-ncr . 40 fl. ö.W NI 75 irr kS L34.- i3>> — !»!! S5 SS.7S 87.— 87.50 Sa!m Patffy . . L!arv ^ St. GcnoiS „ Windischgrätz Waldflein . Keglev ich . RndolMist. (»Moll.) 40 40 , ^0 , "> . 20 , SN . »o , »0i>.W. 83— S».k0 S3LN !-3.iv »SL 75 >K3 r5> «5.— ! W.— »»s,— iss.— S4.—l 5.^.— r?.—! »o.— S7.- Z».-r«.— S7.— 3».-^ 33 — Ü8.— Lg.— rs.-j. -4.-18.— ! »v.— »4.— 16 — 14.— ' 14 50 RugSb. »oOfl.sgdd.W. '.02.60 IO».'» »02.75 IV3 — 123 — »23 25 Fra,-.». 1«, ft. . London »o B!. Lt-c!. Paris »oa Franc» . Rii.riLsri. ^'ail. MLn»-Ducatev. 5 8t. j 5 SS 20 A.ancSstüS . . . S.SO l !>.g» Rercin-tbaker . . . »"» Silber . . . . I2».5k>!:22 - Der telegrafische Wechselkurs ist uns bis zum Schlüsse des Blattes nicht zugekommcn. Truck von Jgn. v. «leinmayr L Fed. Bamberg in Laibach. Verleger und für die Redaktion verantwortlich: Ottvrnar Bamberg.