s Klisawriano,» kirnjl Kür r a, o it> Ib>ährlg . « . SV . «rtüfthritz ^ r . . ' td'.-ma . . i i °er Post: kiv-iätzrig . . . II 1. — !r. ?iatzr^ . . 5 . 20 , ° IWrig. . , - . . Tjustciiun^ Hau» °>-r:e>- ^driq »b iv ^oualli» » k. »v,-lr- »ji>mvicr!> S t>. Faldaazer Nr. 236. Aavllyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt: Manuscripte nicht zurückgesendet. Montag, 14. Oktober 1872. — Morgen: Theresia. Nedaction: IS-chnhosgafie Nr. ISS Ekperilio» u«r Inserate» Lurcau! C-ngr-ßplay Nr. 81 (Buchhandl,!-vov I. ».KleinmavrLF. Bambe>,> Zuscrliourvrnsr: 8«r die einspaltige Petitzeile S !> !>si zweimaliger Einschaltung d Sk dreimal H 7 tr. Jalerti-nsst-mpel jedesmal SV kr. Lei gröberen Inseraten und österei Sinschaltung entsprechender RabaN 5. Jahrgang. Die Anbahnung verfassungsmäßiger Zustände in Ärain. Ms im vergangenen Frühjahr das überaus günstige Ergebnis der böhmischen Landtagswahlen bekannt wurde, stießen unsere national-klericalen Blätter deu Angstschrei aus: Nun wird Lie Reihe an uns kommen! In der That ta-uchte wiederholt Äas Gerücht aus, die Regierung beabsichtige, ermu-thigt durch den Sieg der VersaffungSpartei i„ Böhme». den klerikalen Landtag von Krain aufzulösen. And' fürwahr, Grund genug zu dieser Maßregel wäre vorhanden gewesen ; denn nicht nur ist dieser ÄaiLtag seiner Mehrheit nach aus föderalistischen Elementen, hervorgegangen auSAk^äcksichlölosesteii Wahlagitalion der Klerikalen, zusammengesetzt, sondern der selbe ha! schon wiederholt den Reichsrath nur unter Vorbehalt beschickt und eine Reihe Beschlüsse gesaßt, die den Staatsgrundgesetzen ichnur-straks ziiwiderlausrn und deshalb der Sanktion der Krone nicht unterbreitet werden konnten. Ja, das ständige Executivor^a» dieses Landtages, der Landesausschuß, hat erst jüngst noch iw offenen Hohn gegen die Gleichberechtigung der beiden Landessprachen die Ausfertigung feiner Vorlagen und Geschäftsstücke !n der Reichsspxache verweigert und hat sich dadurch eine Rüge von Seite der Regierung Sr. Majestät zugezogen. Diesem Landtage gegenüber wäre die verfassungsmäßige Regierung längst vollkommen berechtigt gewesen, die Auflösung zu verfügen. Weun diese Auflösung dennoch mcht erfolgte und den Uebergriffen der Gegner auf die freiheitlichen Institutionen noch nicht ganz der Boden entzogen ist. so mußten ganz besondere Gründe obwalten, die »s der Negierung räthlich erscheinen ließen, sich nicht voreilig einem nicht unmöglichen Mißerfolge auszusetzen. Einerseits ist die Bauernschaft in den Landgemeinden noch ganz in den Händen der Geistlichen und gehorcht blindlings ihrem Rufe, weil man es versäumt hat, rechtzeitig durch Hebung der Volks- mit richtigem Blicke erkannt hat, und verrathen den festen Willen, weiterem Umsichgreifen des Uebels kräftigst Einhalt zu thun und die angesammelten Krank- bildung und durch Bestellung eines versassungstrenen heitöstosfe allmälig auszuscheiden. Darum wurde Beamtenthums ein Gegengewicht zu schaffen. Was ernstes, redliches Wollen von Seile der Regierung in dieser Beziehung vermag, hat der in Böhmen erzielte Ersolg gezeigt. Es hat dort auch nicht beim bloßen Willen, beim Appell an das Gewissen und die Vaterlandsliebe der Wähler sein Bewenden gefunden, der Wille hat sich in Thaten offenbart, die keinen Zweifel mehr aufkommen ließen, daß in Oesterreich kein Raum mehr sei für jene Sippschaft, die, um ihrem Hange nach nationaler Intoleranz und Herrschaft zu fröhnen, den Widerstand gegen die Gesetze predigt, das politische Gewissen des Volkes irreführt und jeden Funken von Rechtsgefühl auszulöschen versucht. Zudem ist nicht zu verkennen, daß in Böhmen nicht nur die Regierung, sondern auch die Führer und Anhänger der Verfassungspartei im vollsten Maße und ganz ihre Pflicht erfüllten, keine Opfer scheuten, um das höchste Gut des Staates, die Rechtsordnung, zu retten, daß jeder, sowie die Losung ergangen, auf seinem Posten stand und wacker kämpfte, damit die gesetzliche Ordnung und die autonome Verwaltung wieder in geregelte Bahnen geleitet werden. Doch auch wir dürfen nicht vergessen, daß die Physiognomie unseres Landes, wie sich selbe heute dem Beschauer bietet, eine ganz verschiedene ist von der vor Jahresfrist, trotzdem noch nicht alle Hoffnungen erfüllt, noch lange nicht alle Spuren des föderalistischen Hexensabbaths beseitigt sind. Es ist noch nicht lange her, daß Gras Alexander Auersperg an die Spitze der Landesverwaltung gestellt wurde. Die bisherigen Maßnahmen zeigen, daß der neue Landeschef die wunden Stellen in der Verwaltung es von alleu Freunden der Ordnung freudig begrüßt, als er dem fanatischen Eiker der Volksverhetzer an geweihter Stelle einen Zügel anlegte durch Verkündigung der Kanzelparagraphe, als er die herausfordernde Haltung des Landesausschusses in der Sprachenfrage in die gebührenden Schranken zurückwies. Insbesondere ward es freudig begrüßt, als durch die jüngsten Ernennungen sür den Landesschulrath auch durch die That gezeigt wurde, daß es der Regierung ernst sei, daß auf dem wichtigen Gebiete des öffentlichen Unterrichtes die Schwankungen ihren Abschluß gefunden, daß alle Nebenwege verschlossen und endlich zum Heile des Landes der gesetzliche Weg eingeschlagen wird. Nicht minder sreudig begrüßt die Partei der Ordnung und des Fortschrittes im Lande die jüngste That des Ministeriums, die Berufung des Dr. v. Kaltenegger auf den wichtigen Posten eines Landeshauptmanns. Die Wahl konnte fürwahr keine glücklichere sein. An hoher Ehrenhaftigkeit und Unbescholtenheit des Charakters, an humaner Gesinnung, an staatSmännischer Begabung, an Begeisterung und Hingabe für die freiheitliche Entwicklung unseres Verfassungslebens, für die alleinige Herrschaft des Rechtes, für die freie Bewegung in der Verwaltung, für das Gedeihen der Schule, der Wissenschaft und des religiösen Geistes, kurz für die freie Entfaltung des gesammten inneren Staatslebens wird er schwerlich von jemandem übertroffen. Grnnd genug, daß Dr. Kaltenegger im klerikalen Lager zu den bestgehaßten Persönlichkeilen gehört. Bekanntlich hat die Landeshauptstadt ihn und Dr. Snppan mit ihrem Vertrauen beehrt und trotz aller Anstren- Aeuillelon. Das Grab der Geheimnisse. (Schluß.) Nun, nun, begann er von neuem, — Sic müssen den Muth nicht gleich verlieren. Was soll der arme junge Mann thuu, jetzt, wo das Schicksal einmal gesprochen hat und der Kaiser ihn nach Algier schicken will? Freilich wäre cs hübscher, wenn cr hier bleibeit und ruhig an seinen Schenken, Tischen und Stühlen weiter arbeiten könnte, aber wie die Dinge einmal liegen, muß man sich zufrieden geben und noch ein paar Jahre mit der Hochzeit warten. Ach, wenn cs nur das wäre! schluchzte Annette, — das fürchte ich nicht! Und was denn? Daß er vielleicht — nie wiederkommt! Oder mit einem Arm oder einem Bein wem-gcr, nicht wahr? Aber man darf sich die Zukunft nicht in den allerschwärzesten Farben malen, denn wie viele kommen auch gesund und heil zurück. Sehen Sie mich an, mein Kind, ich habe die Campagne gegen die.Spanier, gegen Oesterreich, Ruß- land und Deutschland mitgemacht! — Und hieran schloß der Veteran eine weitschweifige Erzählung seiner militärischen Erlebnisse von 1805) bis 1815, die der armen Annette Zeit ließ, ihre Thränen zu trocknen. Aso, begann er nach dieser Abschweifung, die jeder seiner Elienien wohl oder übel ertragen mußte, was wollen wir statt dieses häßlichen Wortes „sich das Leben nehmen" setzen? Und warum sollten Sie sich auch tödlen? Erstlich ist es durchaus nicht anständig für ein junges Mädchen, wie Sie, und dann würde es ihren Bräutigam doch auch nicht abhalten, nach Afrika zu gehen! Glauben Sie vielleicht, daß er fröhlicher abreisen würde, wenn Sie todt sind? — Was soll ich also schreiben ? Sinn, so schreiben Sie meinetwegen, daß ich die Trennung von ihm nicht überleben, sondern vor Schmerz sterben würde — das ist im Grunde immer dasselbe. Ja, schon recht, aber das ist gleich; — an ge^ brochcnem Herzen sterben — das kann man schon sagen, um so mehr, da das größtentheils nichl geschieht. Fahren Sie immer fort, ich werde daraus einen recht rührenden Satz komponieren. Ach ja, Herr Alberic, ich bitte Sie, die beste n Worte, die Sie finden werden! Darüber machen Sie sich keine Sorge, mein Kind. Ich werde meine Sache schon machen. Aber wenn Sie mir erlauben wollen, ihnen einen Rath zu geben, so erinnere ich Sie daran, was Sie ihrer alten kranken Mutter schuldig sind, die schon genug geprüft ist. Was soll aus ihr werden, wenn Sie so in Thränen zerschmelzen, anstatt für sie zu arbeiten ? Es ist wahr, wir sind sehr unglücklich, und ich kann nur so wenig verdienen. Felix sollte für ihre Bedürfnisse mit sorgen, und er lieble mich so, daß er es mit Freuden gethan hätte. Und jetzt! — o mein Gott, welches Elend! Und wieder flössen ihre Thränen so heftig, daß der alte Soldat, trotz seines gewöhnlichen Stoi-cisinns, die Feder niederlegte und ihre Hand ergriff, um sie trösten. Denken Sie einmal darüber nach, sagte e h was ich einst war und was ich jetzt bin. Früher jung, gesund, muthig, ein tüchtiger und geschickter Arbeiter, der täglich seinen hübschen Verdienst ha tte, nnd heute ein aller gebrechlicher Kerl, dem das Reißen die Glieder zusammeukrümmt, der in der gungen der klericalen Partei schon wiederholt als Vertreter ihrer Interessen in der Gemeinde wie in, Landtage gewählt. Vom tiefgehenden Hasse dieser Partei zeugt auch der Umstand, daß diese zwei Wahlen bei der letzten Landtagssession, wiewohl aus den nichtsnutzigsten Beweggründen, über An trag des Dr. Costa allein nicht verisicierr wurden, und somit, falls die Verifikation bei der nächstens stattfindenden Landtagseröffnung von der klericalen Majorität verweigert werden sollte, tritt der unerhörte Fall ein, daß der Vertrauensmann der Ver-sassungspartei und der Regierung, den der Monarch mit dem Vorsitze in der. autonomen Landesbehörde betraut hat, einer klericalen Marotte zuliebe, ohne den Funken einer Berechtigung abgelehnt wird. Wir wissen zwar nicht, ob die klericale Sippschast ihren wahnsinnigen Widerstand gegen Recht und Gesetz bis zu dem Punkte steigern wird, die Wahl dieses Ehrenmannes noch weiter zu beanständen, das aber wissen wir, wie die Regierung einem etwa muthwillig heraufbeschworenen Conflicte zu begegnen hat. Daß man an maßgebender Stelle die endgil-tige und dauernde Herrschaft der Versassungspariei in Krain herbeiwünscht, daß man sich nach ruhiger Entwicklung der Landesautonomie, nach Verhältnissen, aufgebaut auf Grundlage der Verfassung und der Rechtsordnung, sehnt und deren Herbeiführung mit sicherer Hand allmälig die Bahn ebnet, daß man mit der unverbesserlichen Opposition zu pactieren nicht mehr willens sei, dafür können die jüngsten Ernennungen als sprechender Beweis dienen.______________________________________ Politische NrmdsHau. Laibach, 14. Oktober. Inland. Der Session der Delegationen wird nach kurzer Pause die Session der Landtage folgen, deren Dauer auch keine sehr lange sein wird, um den Zusammentritt des Reichsrathes Ende November noch zu ermöglichen. Wenn die ungarische Delegation, die ihre Plenarsitzungen in der laufenden Woche halten wird, sich beeilt und die Ausgleichung der Differenzen mit derselben auf keine Schwierigkeiten stößt, so daß am 19. d. M. wirklich die Schlußsitzung gehalten werden kann, so dürfte cs sich bestätigen, daß die Landtage am 28. Oktober einberufen werden. Das Einberufungspatent soll noch im Laufe dieser Woche erscheinen. In sämmtlichen Organen der Verfassungspartei fiudet sich die Befriedigung über das Resul tat der Abstimmung der österreichischen Delegation und zugleich die Erwartung ausgesprochen, daß diese vorläufige Ueber-brückuug der unerwartet zutage getretenen Gegen- brennenden Sonne Egyptens und den Dezember, nachten Rußlands seine Gesundheit geopfert hat. Denken Sie daran und beklagen Sie sich nicht über ihr Schicksal, Mademoiselle. Die etwas persönlichen Trostgründe des alten Soldaten hatten nicht die gewünschte Wirkung auf Annette, die schluchzend sich zum Ausbruch rüstete, indem sie Alberic ihren Brief nochmals ans Herz legte und ei» kleines Silberstück aus der Tasche nahm, um ihn für seine Mühe zu bezahlen. Wir müssen dem Sergeanten die Gerechtigkeit wieder-fahren lassen, daß er trotz seines kärglichen Verdienstes die Silbermünze großmüthig zurückwies und den Brief bis zum Abend umsonst zu fertigen versprach. Diese Szene hatte eine ziemlich lange Weile gedauert; die fremde Dame wartete bereits mit Ungeduld am Feustcr, um Annette Vorbeigehen zu sehen, und trat dann, befriedigt von der flüchtigen Prüfung, zur VerbinduugSthür, um die Stelle des jungen Mädchens in dem Bureau des Stylkünstlers einzunehmen. Erlauben Sie, Madame, sagte Alberic, wäh. rend er sorgfälgtig seine beste Feder auswählte, — eine Dame, wie Sie, in Sammt und Seide, muß sätze im dringenden politischen Interesse bald einer vollständigen Annäherung und Vereinigung weichen und auch »icht die leiseste Differenz aus den Tagen des grimmen Militärbudget-Kampfes Zurückbleiben möge! Mit besonderer Aufmerksamkeit wird auch allseitig die Rede A ndra s s h ' o behandelt, die man unbedingt als eine der bedenlsamsien Manifestationen bezeichnen muß, die seit geraumer Zeit von der Bank des gemeinsamen Ministeriums erfolgt sind. Die Delegation des ungarischen Reichstages nahm in der Sitzung am H. d. alle auf die Schlußrechnungen von 1869 bezüglichen Anträge des Ausschusses an, ertheilte die verlangten Indemnitäten und votierte ohne Bemerken das Budget des Ministeriums des Aeußern. Auf eine Anfrage Zsedenyi's antwortet Gras Andrafsy, daß -L-e. Majestät der Kaiser in Rom bei dem Papste deshalb durch eineu Botschafter uud bei dem Könige vvn Italien durch einen Gesandten vertreten sei, weil kein Anlaß Vorgelegen, diesen früheren Stand zu ändern, und dies auch die Reciprocität so fordere. Er sei einer diesbezüglichen Aenderuug nicht abgeneigt, wenn selbe von compeienter Seüe gefordert würde. Der Adreßentwurs des ungarischen Reichstages wurde bei namentlicher Abstimmung mit 185 gegen 101 Stimme zur Special - Berathuug augenommen. In der Special-Berathung wurde die Alinea bezüglich Dalmutiens mit einem Amendement Ziv-kovic angenommen, wonach Kroatien und Slavonien ausdrücklich erwähnt werden. Sonst wurde der Adreßentwurs unverändert angenommen. Ausland. Die Wiedereinführung des Paß-zwanges an der elsaß-lothringischen Grenze hat in Frankreich eine förmliche Bestürzung erregt. Die Maßregel ist jedoch nur als Repressalie zu betrachten, und hängt es von der französischen Regierung selbst ab, dieselbe rückgängig zu machen. Herr Thiers hat bekanntlich den seil Beendigung des Krieges an den französischen Grenzen eingeführten Paßzwang zuerst zu gunsten der in Calais oder Boulogne u. s. w. landenden Eng länder, dann an der belgischen, spanischen und italienischen und schließlich auch an der schweizer Grenze wieder aufgehoben. Dagegen hat aber die Regierung des Herrn Thiers es für gut befunden, diesen Paßzwang in ganzer Strenge ausschließlich an der jetzigen deutsch-französischen Grenze aufrecht zu erhalten. Sollte inan in Paris geneigt sein, dem Ausnahmezustand an der deutschen Grenze ein Ende zu machen, wird mau auch deutscherseits schwerlich an dem Paßzwang festhalten. Wie der „Karlsr. Ztg." aus Wie n geschrieben wird, hat Rußland das Vorgehen Oesterreichs aus selbst schreiben können. Darauf steht ein besonderer Preis .... Was wollen Sie damit sagen? srug die Dame etwas hochmüthig; — was vermuthen Sie? Ich vermuthe nichts, da ich nichts weiß, ent-gegnete der Veteran unerschütlert, — aber es ist klar, daß, wenn Sie die Hand und die Feder eines armen ^Schreibers, wie ich, benutzen,' Sic »icht selbst schreiben wolle». Daher wittere ich also hier ein Geheimnis und die Geheimnisse machen sich bezahlt. Sehen Sie, das ist der beste Profit, den ich in meinem kleinen Bureau habe, denn es ist das Grab der Geheimnisse! Das habe ich bemerkt! stimmte die vornehme Fremde mit einem leichten Lächeln bei. — Doch nun zur Sache! Ich wünsche eine» Brief a» Herr» Felix, Holzschnitzer und Kunsttischler, zu schreiben. A» Herrn — Felix Larnier? stotterte Alberic. Trotz seiner gewöhnlichen Schlauheit war er dem Geheimnis nicht auf der Spur. Au denselben, sagte die Dame, den Kopf neigend. Jedenfalls, unterbrach der atte Soldat seine neue Clientin in ziemlich mürrischem Ton, — will ich Sie vorher benachrichtigen, daß der junge Mann Anlaß der neuesten von Montenegro hervorgerufenen Couflicte lebhaft unterstützt. Von dem russischen Gesandten Herrn von Novikoss aber wird nach dem genannten Blatte eine Aeußerung erzählt, die einen förmlichen Umschwung in den Sympathien Rußlands signalisieren wurde, die Aeußerung: „Wir sind es müde, daß ein paar Ham mel-diebe es in ihrer Gewalt haben, uns an jedem beliebigen Tage eine orientalische Frage auf den Hals zu Hetzen." _____________ Zur TlMSgeschichte. — Ein Beitrag zur päpstlichen Unfehlbarkeit. Papst Sixtus IV. und die tnenter Kirchenversammlung' ordneten an: es solle jeder mit dem Kirchenbannc belegt werden, der die unbefleckte Empfängnis zum Glaubenssatz- mache. Bekanntlich galt diese „unbefleckte" Empfängnis Marias bis zum 8ten Dezember 1854 nur als sromme Meinung oder Muth-maßung, die jeder Katholik unbeschadet seines Seelenheiles hegen oder verwerfe» konnte. Mit jenem Tage wurde sie aber von dem Papste Pius IX. aus purer päpstlicher Machtvollkommenheit mittelst der Bulle lusMdiliZ vsus unter großem Pompe und unter Androhung des Kirchenbannes für jeden Zweifler zum Glaubenssatz-, d. i. zum Dogma gemacht. Welcher der beiden Päpste gehört denn eigentlich da in den Kirchenbann? Nun den Papst Pius IX. hat man nicht mit dem Kirchenbanne belegt, was man conseqaentermaßen hätte thnn sollen; vielmehr haben dieselben Bischöfe, die dem Staate und uns „Ketzern" gegenüber so viel Weschrei von der Unveränderlichkeit des Glaubens machen, jene Neuerung acceptiert. Um gütige Aufklärung des Widerspruches wird höflichst gebeten, vielleicht erhalten wir da einen näheren Aufschluß über Dinge, die wir bisher auch noch nicht „glauben" konnten. Local- uno Provinzial-Angelegenheüeu. >?»cai-Chromk. tzonMutioneller Herein in Laibach. Der Ausschuß beehrt sich hiemit, die Vereins-Mitglieder zur 42. BersaMNtlNNft einzuladen, welche Freitag den 18. Oktober l. I., abends um 8 Uhr, bliibzimmer der Cysinorestaurattorr stallfindet. Tagesordnung: 1. Berichterstattung über die uuterkrainer ln Gemäßheit des Beschlusses der 41. Versammlung. 2. Zur Wahlreform. 3. Die Processionen sllr den Papst und das Ber-sammlungsrecht. zwei Briefe bekommen wird. Gottes Tod! was für ein verteufelter Bursche! Schreiben Sie ! befahl die Dame so ernst, daß Alberic verstummte. Ich stehe zu Ihren Diensten. Schreibe» Sie! Mein geliebter Felix! Mein geliebter Felix, wiederholte Alberic, mehr und mehr verblüfft. Mein geliebter Felix, ich war so unglücklich bei dem Gedanken, daß Du Soldat werden und noch dazu nach Algier gihen solltest, daß ich Himmel und Erde in Bewegung gesetzt habe, um Dich und mich vor diesem Schicksal zu bewahren. Glücklicherweise ist mir- dies auch gelungen. — Meiner Seel'! rief Alberic, indem er vor Verwunderung die Brille abnahm, — das wäre etwas neues! .. fahren Siefort! drängte die Brief» schreiben». Auch gelungen, und noch dazu, durch welchen merkwürdigen Zufall! Während ich bei Herrn Alberic, unserem gelehrten Schreiber .... Unserem gelehrten Schreiber, wiederholte der alte Sergeant und neigte als Zeichen der Erkenntlichkeit den Kopf. — (Die Ernennung Dr. v. Kalte neg--A e r s z u m Landeshauptmann in Krain) Muß als ein neuer hocherfreulicher Schritt auf der Bahn bezeichnet werden, welche von der Regierung in der jüngste Zeit betreten wurde, uni unsere heimischen Zustande, wo es irgend thunlich ist, endlich einer gedeihlichen Besserung, einer fortschrittlichen Conso-lidierung zuzusühren. Die Persönlichkeit des neuen Landeshauptmannes erfreut sich längst in und außerhalb des Landes eines so ausgezeichneten Rufes, daß es einfach genügt, an die bisherigen Leistungen desselben zu erinnern, um die Trefflichkeit der stattgefundenen Ernennung einleuchtend zu machen. In wie hervorragender Weise Dr. v. Kaltenegger in seinem Fachberufe, im Landtage, im Gemeinderathe und in Vielen anderen Zweigen des öffentlichen Lebens seit Jahren gewirkt, ist allgemein bekannt; zu seinen umfassenden Kenntnissen, seiner immensen Arbeitskraft gesellt sich die unantastbare Lauterkeit des Charakters, dis gewinnende Freundlichkeit seines Benehmens, und Wir dürsen wohl sagen, daß die neue Wahl aus einen Mann gefallen ist, wie er tauglicher für jenen Posten kaum gedacht werden kann. Die liberale Partei in Krain darf sich Gluck wünschen, ein so hochgeachtetes Mitglied aus ihrem Kreise auf diesen hohen Posten berufen zu sehen, wo derselbe unzweifelhaft ebenso unerschütterlich und treu, wie in allen bisherigen Stellungen für Verfassung und Fortschritt einstehen und die Grundsätze der Freiheit ^erschrocken vertheidigen wird. Wir wünschen dem neuen ^ndeshauptmaxne vom H-rzeu, daß seine stets von redlichsten Willen durchdrungenen Bemühungen ^ in seinem künftigen Wirkungskreise von reichem ^8« gekrönt sein mögen, und nichts würde uns freuen, als wenn alle jene Hindernisse, die im Augenblicke das Amt eines LandeShaupimanneS in §rain noch so vielfach erschweren, tn kürzester Zeit beseitigt würden und Dr. v. Kaltenegger so recht bald Gelegenheit fände, auch in seiner jetzigen bedeutungs-Wen Stellung seine reichen Kräfte für das Wohl ^es Landes in vollem Maße und unbeirrt von srem-Hemmnissen entfalten zu können. . ^-(Der neue Landeshauptmann) empfing ^ i'ause des gestrigen und heutigen Tages von den ^kschiedensten Seiten die herzlichsten Gratulationen, ^»te morgens wurde derselbe durch den Landesprä-lEenten Grafen Auersperg in sein neues Amt ^geführt und ihm der Landesausschuß und die landschaftlichen Beamte» vorgestellt. Dr. Bl ei weis in Vertretung des LanbekausschusseS und Dr. v. Kalten-*8ger hielten bei diesem Anlasse längere Ansprachen. >r^le Ernennung Dr v. Kalteneggers findet auch in Een maßgebenden Residenzjournalen die günstigste Besprechung. — (G e in ein dera t Hs s itzuu g.) Bei der morgen den 15. Oktober stattfindenden Gemeinde-rathssitzung werden außer dem Sanitätsstatute der Stadt Laibach die noch unerledigten Gegenstände der Tagesordnung der letzten Gemeinderathssitzung, weiters die vom Unterrichtsminister erfolgte Zusicherung eines Gründungsbeitrages per 2000 fl. und einer jährlichen Staatsfubvention in gleicher Höhe für die hiesige Gewerbeschule gegen dem, daß die Stadtgemeinde sich zu einem Jahresbeiträge per 500 fl. verpflichte, zur Verhandlung gelangen. — (Rohrschütze n-G esell s aft.) Am hiesigen k. k. Schießstande fand am 13. d. M. unter zahlreicher Beiheiligung der Schützen und der schützenfreundlichen Stadtbewohner das heurige Schlußschießen aus beweglicher Scheibe statt. Der Schießstand flaggte festlich, und signalisierten die Schießstatt-Kanonen die trotz der schlechten Lichte noch immerhin zahlreichen Vierer, lim die Mittagsstunde war gemeinschaftliches Diner im Salon „Stern", wobei, sowie aus dem Schießstande, eine Abtheilung der Musikkapelle des Infanterie-Regiments Sachsen-Meiningen mit großer Präcision giwahlie Musikstücke'vortrug. Bei schäumendem Franzweine wurden Toaste auf Se. Majestät den Kaiser, auf den hohen Protector der Gesellschaft, Se. kais. Hoheit dem Erzherzog Ernst, aus den Herrn - Landespräsidenten Grafen Auersperg und aus das fernere Gedeihen des Vereines ausgebracht. Das Schießen war reich mit werthvollen Besten ausgestattet, und gewannen selbe in der Reihenfolge der besten Schüsse die Herren Schützen: V. Galls, Zenari, Do-berlet, C. I. Stöckl, Kastellitz, Lorenzi, Ritter von, Bosizio und Renz. Schließlich wollen wir noch anerkennend des Gastgebers und Schützen Herrn Ferlinz gedenken, dessen Küche und Keller bei den mäßigsten Preisen vortrefflich bestellt waren. — (Aus dem L a n d e s s ch u l r athe.) Die für das Schuljahr 1871/2 zur Besetzung ausgeschriebenen 6 Plätze der vom Professor Franz Metelko angeordneten Schullehrerstiftung werden vorbehaltlich des nach der Bestimmung des Stifters mit dem hier-ortigen fürstbischöfllichen Ordinariate zu pflegenden Einvernehmens den Volksschullehrern Josef Cerin in Sairach, Markus Koußca in Selzach, Anton Ribnikar in Lustthal, Leopold Abram in Laserbach, Jakob Pe-triö in Dorn und Franz J^rmann von Watsch verliehen. Das Gesuch eines Volksschullehrers um einjährigen Urlaub wird abgewiesen. — In Absicht auf die Besetzung zweier Lehrerstellen an der mit der H. o. k.k. Lehrerbildungs-Anstalt verbundenen Uebuug s-s chul e wird die Coneurs - Ausschreibung beschlossen. — Zwei Professoren des H. o. Gymnasiums wird die zweite Quinquenualzulage, dann einem Realschnlprosessor die vierte QuinqueunalMage zuerkannt. Der Lehrer am k. k. Realgymnasium in Krainburg Franz KraZan Einen Brief an dich verfaßte, hörte eine fremde Damc, die vor dem Unwetter dort Schutz gesucht, alles, was mein Herz mir für dich cingab. Von der Schilderung unseres Unglücks gerührt, gal, sic Mir ein Bankbillet von 1000 Frcö. in die Hand, »in deine Freiheit zu erkaufen---------- 'Hier drückte daö Gesicht Albcrics mehr als Erstaunen aus; die Feder fiel ihm aus der Hand und mit feuchten Augen blickte er die großmüthige Geben» an. Ist es denn möglich? rief er. Zweifeln sie an dem, was Sie schreiben? sagte die Fürstin M., denn sie war c§, lächelnd. Und sie entnahm einer eleganten Geldbörse den werthvollen Schein und legte ihn auf den Tisch. Kommen wird jetzt zu Ende, fügte sic hinzu, indem sie weiter dictierte: Sobald du daö Geld' erhalten haben wirst, erwartet dich deine Annette. ^ So, das genügt, sagte die Fürstin, zufrieden lächelnd. — Jetzt bleibt nur noch übrig, den ersten Brief Annettens zu verbrennen und diesen hier mit-lammt dem Bankbillet an seine Adresse zu befördern. Begreifen Sic jetzt? Ich begreife, daß ich die beste und edelste aller Trotze» Damen vor mir sehe. Gut! Ich freue mich, daß Sie mir das vor dem ?. 8. gesagt haben. Es gibt also noch ein Postscriptum? wieso? Jawohl, schreiben Sie nur! k. 8. Ich vergaß, dir zu sagen, daß der gute Herr Alberic, der an unserem Glück auch einen gewissen Antheil hat, als Honorar für diesen Brief und für feine guten Rathschläge ein kleines Billet von 500 Franken erhalten hat, damit sein Mittagstisch immer besetzt und seine Cognacflasche immer voll sei. Auch das noch! rief der glückliche Briefsteller, und beinahe hätte er hinzügefügt: Daö ist zu viel! wird unter Verleihung des Titels Professor stabil erklärt. — Die von der Gymnasial - Direction in Laibach mit dem fachcommissiouellen Gutachten vorgelegten, von den Professoren Zepic und LadislauS Hrovaih verfaßten lateinischen Lehrbücher-Manuscripte werden dem hohen Ministerium für CultuS und Unterricht mit dem Anträge auf Bewilligung eineS-Schrift-stellerhonorars für die Verfasser vorgelegt. — Ueber die Mittheilung des LandeSschul-Jnspectors Johann Solar, daß das von ihm verfaßte Vocabular zu Ma-deira's deutschem Lesebuch in Druck gelangt, wird beschlossen, die Lehrkörper der hierländigen Mittelschulen zu verständigen, daß nuumehr die Zulassung dieses Lesebuches im Sinne des hohen Erlasses des Ministeriums für Cultus und Unterricht von 14ten September 1871, Z. 10325, genehmigt ist. — (Militärisches.) Anlässig der jetzt statt-sindenden ersten Ausbildung der einberüfeven Rekruten sind die Truppen-Commandanten angewiesen worden die Rekruten einerseits mit Wohlwollen zu behandeln, anderseits aber auch im Dienste Ernst und Entschiedenheit zu zeigen. Dem Unterricht ist, um den Mann nicht zu ermüden, eine erfrischende Abwechslung zu geben, daher die Abrichtung mit der theoretischen Ausbildung zu combinieren ist. „Geschieht dies und wird bei geregelter, andauernder Beschäftigung nie versäumt, den Mann über seine Standespflichten aufklärend und wohlmeinend zu belehren, so wird eS am leichtesten gelingen, daß derselbe sich bald in die neuen Verhältnisse mit Lust und Liebe findet und dadurch ein brauchbares Glied der Armee wird." — (Ele m en t a r- V er sicheruu gs b a n k.) Von gut unterrichteter Seite hören wir, daß die Verhältnisse der in letzter Zeit viel besprochenen Elementar-Versichernngs-Actienbank einer ebenso rationellen, als günstigen Regelung entgegensehen. Der Verwaltungsrath hat eine außerordentliche Generalversammlung einberufen, um den durch entstandene Misdeutungen beunruhigten Vctionären genauen Bericht abzustatten. Wir zweifeln auch nicht, daß diese Darstellung ein klares Licht in die Situation bringen wird. — So viel steht aber schon heule fest, daß in dem Maße wie bisher, auch fernerhin den Verpflichtungen seitens der Elementar-Versicherungsbank entsprochen werden wird. — (Forst-Staatsprüfungen.) Das Ackerbau-Ministerium hat angeordnet, daß für die Krön-länder Steiermark, Kärnten, Krain und Küstenland die Forst-Staatsprüfungen, und zwar sowohl für selbstständige Forstwirthe als für das Forstschutz- und technische Hilfspersonale im laufenden Jahre in Graz abzuhalten feien. Es wurde für die beideu PrüsnngS-kategorien eine gemeinschaftliche Commission zusammengesetzt und zum Vorsitzenden derselben der Professor der Forstwirthfchaft an der grazer technischen Hochschule, Herr Johann Schmirger ernannt. Die Prüfungen beginnen Samstag den 26. Oktober. (Theater.) Wenn wir heute die Berichte über unsere deutsche Bühne wieder aufnehmen, so begünstigt uns der glückliche Umstand, sofort über einen sehr gelungenen Theaterabend referieren zu können. Flotows „Martha" wurde gestern vor vollem Hause in so animierter und gerundeter Weise vorgesührt, daß an der Lebensfähigkeit unserer Oper, den Chor ausgenommen, nicht mehr gezweifelt werden ' Es ist Herrn Director Kotzky nun endl«^ einen brauchbaren Tenor aufzu«"-' gelungen, di- SLst.1L ^ . ... . , ... §auf Aug' und Ohr befürchten zu müssen, Aber er hielt das Wort zuruck und beguugke uns ,n eine Overnvorstellnn" zu beheben Der ae- ,sich. ehrfurchtsvoll die Fi»gerfpitzen der edlen Geberin , zum ersten mal ausgetretene H?rr zu lui,eit. So finden Sie also, sagte die Fürstin n>:t einem Hellen, herzliche» Lachen, daß das Geheimnis Ihres Grabes gut genug bezahlt ist? Und ohne den Bitten des Veteranen, der um jeden Preis den Namen seiner Wohlthäterin erfahren wollte, Gehör zu schenken, entfernte sie sich rasch, nachdem sie dem Alten das zweite Bankbillet in die Hand gedrückt. Stoll erfreute sich eines entschiedenen Beifalles, und man begreift das Behagen des PublicumS an dem gestrigen „Lyonel," wenn man sich daran erinnert, wie viel Pein und' Aerger ihm die Tenoristen traurigen Angedenkens durch mehrere Jahre her verursachten. Diesen gegenüber ragt freilich Herr Stoll als eine Größe, sowohl in gesanglicher als auch schauspielerischer Beziehung hervor; sein Stimmaterial ist auSgiebig und gut gebildet. Hoffen wir, daß e-Herrn Stoll gelingen wird, einen kleinen Fehler, der in einer Neigung zum zu tiefen Ansetzen besteht, zu beseitigen, so wie wir auch den Wunsch auszusprechen nicht unierlasten können, er möge ja recht viel Sorgfalt auf das gesungene Wort verwenden, welches bei ihm, namentlich in den Endsilben durch Kauen derselben häufig ganz unverständlich wird. Im ganzen können wir zufrieden sein mit dieser Kraft, welche sür unsere Verhältnisse eine ganz schätzenSwerthe genannt werden muß. Die übrigen Darsteller waren mehr oder weniger entsprechend, und behalten wir uns vor, über die einzelnen ausführlicher bei nächster Veranlassung zu berichten. Als geradezu jammervoll müssen wir die Besetzung der Chöre bezeichnen. Wirthschaftliches. (Hühne r prod uctivit ät.) In der Zeitschrift des dresdener ThierschutzvereinS ist die Frage, wie viel Eier ein HauShuhn zu legen vermag, dahin beantwortet worden: Die Henne hat in ihrem Eierstocke in runder Zahl 600 Eierchen, welche sie entwickeln und legen kann. Von diesen legt sie im gewöhnlichen Verlause des HUHnerlebens im ersten Jahre 20, im zweiten 120, im dritten 135, im vierten 114. In den folgenden 5 Jahren nimmt diese Zahl stetig um 20 ab, und im neunten Jahre legt die Henne im besten Falle nur 10 Eier. Wer also Futter und Leistung in Uebereinstimmung haben will, hält keine Henne länger, als bis am Schluffe ihres vierten Lebensjahres, es sei denn, daß es sich um Fortpflanzung werthvoller Racen handelt. Witterung. Laidach, 14. Oktober. Regemvetter anhaltend, Wolkenzug aus S. Wärme: Morgens 6 Uhr -s- 11.6", nachmittags 2 Uhr -f- 17.4'6. (1871 -s-6.3'; 1870 -s-17.5".) Barometer im raschen Fallen. 735 65 Millimeter. Das vorgestrige TageSmittet der Wärme 13.5", das gestrige -f- N.6°; beziehungsweise um 1.5' über und 0.3' unter dem Normale. Die Nieder-schläge vieler beiden Tage 12.50 und 25.9^> Millimeter. Verstorbene. Den 13. Oktober. Dem Herrn Maitiu Lanipeit, Greisler, sein Kind Rudolf, alt 7 Monate, i» -er Polana-vorstadt Nr. 61 an der Ruhr. — Apolonia Piruai, Inwohnerin, alt 52 Jahre, im Eivilspital au Piikiimonia Löteoer Börse vom 12. Oktober Heu, Wa» üenti, öst.Pa» »«o. dto. ««.inSilb, »ou 1854 . . von IWO. za»z> I«!'. ,°n 1W0. FUns! V -«t-nlch. v. 1»S4 dl Gtcirrmar! -»bpi! »lrnle», »ram ». Kitveutaad o » Mvani i >ub . ». Blav. s . «iednidüi,. „ 5 , «ationotb-nk . . . Niuon - Ban! . . . SrrdilLiistalt . . »r s. lt«compte-«c. »nats.öfierr.Lan! »ca. Bodeacred.-rl Hspoth.-Kauk »Scompr.-L- »rank« - «uftr-a . » > -. fferd.-»t^rbb. Sjdta-a-»-Icllsch. «tid-nd. ÄÜendahn »taal»dah». . - »l»»U>.Ftuu>. Sab» !i.U>. »erlott «sd.-50 ro7..'v »««75 „1.75 >77___ SW— »14: — » 176.- s««.— »«>».50 3SI.LV I>'40 »»ü.- >:u «07.75 Ü47.5^ »!>i.»5 »77.50 3»» -Ü14 5V I«».-I7«.i0 Seid, War, Oeft. HYP»«Y.->vai>: —— — I?r1orltLr»-o dUs Eüdr..«ek.,»5voyr. NL L5 NL ro dto. ——! - Kordb. (Lüv st. »L!., WV.I-V loi l» S!-b..«.(i«>fl.S.W.' !»«.— »».»d SIaaI«bahn Pr. Stlla — et-al«b. Pr. «I. iS«? »»>.- ti5. «nd°lf»b.t300ll.».W.' SS.50 94.-S8.40 W.«» r.»»» Lredit l»a >1. S. W. D»n.'k»«nV-< zu 10» >1. CM. . . Lrteker Iva fi. 2L.'. . dt». sof.. c.ÜV. Vseacr . 40 st. ö.W. ''-»Im . , 4V . Palst» . . 4« . «tlar, . . . «I.SSe»o>«„ öS . MindilLgrH^ z» , -Y^dflelu . . ^eglevich . 12 -radvls«fit!r io IM?z ic.L.- 87.75 «8.- 18L.- r«ö.5v i.kv 99 -117.50 118 50 l. - 59 - 30.-40 — »7.50 28— L9.7Ü L4- 50 ^ 18-14.50 81.- «1 Lki 50 38 5i St) 75 »5.-L3— 18 5V 15. 5llg»b.100fl.sädd.«.' graaks. >»v N. , , ' «»adoo 10 P<. «kcÄ Pai><> ,»v graiic, «ai>. Oiaii»-» Iw ffr»?c»ftü^ . . —> 1»».75 Serc>2«tiaic« - .—I M.buleil»«- »1 !«0 sr — »».50 I08.X5 „ 4H 45 «,ü5 »»4 5.»5> «.72^ 8.73 »«:> IK3 7» »07.. 5 WI.Vi, Telegraphischer Cursbericht der Filiale der Lteiermärk. Escompltbank mLulbnch. von der k. k. Sssentlichcn «vrle in Wien am 14 Oktober Borbörse. 5perz. MetalliqueS i»il D!ai- und November-Zinleri 70.40. — 5perz. National Anlehen Ataat- Lnlehen 102.^0 Baiikactie» !>l8. Credit 3320. -«nglvdank 321.50. Fraiicobank >29. . 1'ouibarder —. — Uiiwndank 271.50. Svechslerbank 321.!>0.--Baudank 131.10. Anqll'banbaiik 221. Bereins^a»! 17>». . — Tramiix»! 336.75, — Hypothekarbank 223.—. London 108.65. - Silder 107 25. — K. k. MUnz-Ducate» 5.237,. — 20 Franc Stillte 8.71. «,,, 8,v. ». V'ei"«»»» » «»«?> Bei der Gewerkschaft Kanker i» Krain wird ein Brainter oufgeiioninie», der de» Betrieb mehrerer Sage» zu überwache» und »ach Anordnung zu leiten, sowie die bezüglichen MvnalSrechnuiigci, zu besorge» hat. Es wird meist triester Ware erzeugt. Unbedingtes Erfordernis ist die Kenntnis der deutschen »>id krainische» (slove»ischen> Sprache, ei» tadelloses Borlebc» und Einbringung diesbezüglicher Zeugnisse. Bewerber wollen ihre Gesuche sogleich au die Gewerkschaft jkauker i» Krain einreichen, »nd kann der Diensleiinriu sogleich ersvlgeu. Persönliche Borstellnug ist erwünscht Bcrbmiden ,»it dieser Stelle ein Monatsgehalt von 30 fl., srcn- Wohnung und Beheizung nnd Futter für eine Knh. Bei zufriedenstellender Dienstleistnng erfolgt später eine Ausbesserung WerkSdirectio» Kanker, II. Oktober 1872. (62t I) Ei» Lehrling ""„Ex wird sogleich anfgenontinen in der Bnchdnickeiri V. iOeinma^«- L kambei-g. Theater. Heine: Minu von Barnhcli». Lustspnl in sUi>f Auszügen vou Vessiiig P e r s o » e u : Minna von Bariihelm........................Fri. Brand. Fiauzisla, ihr Mädchen . . . . ' ^ Frl.Brambilla. Major von Tellhcim .... ... Hr. Roder. Just, Diener des Majors....................Hx. Holkr Paul Werner, gewesener Wachtmeister des Majors..................................Hr. Larode. Eine >^a:ne i» Trauer......................Fr. Kroseck. Iticcgiit tlo 1s Uürlini^i'e ... ... Hr. Austin. Der Wirih..................................I. M Kotzky. Zahnarzt . L llliir. llr. fUU, Docrnt der Zahnheilkunde an der Universität in Graz, wird iu Laibach, S» «E? i T I i»> I. vom 13. bis Ende Oktober d. I. täglich von 8 bis 4 Uhr zahnärztliche nnd zatzntechnische LrSinationcn und Lperatioucn ansübcn XI». Es wird höflichst e.innert, daß die achtzehn-tägiizc Praxiszeit genan eingehalie» wird, «nd werden daher in de» letzten Tagen Fälle, welche eine mehrtägige Bor-bchandlnng bedürfen, nicht mehr übernommen werden können. G r a z. lO. Oktober 1^72. (616—3) Gedenktafel über die am 16. Okto -ber 1872 staktfindenden Sicitatio.ien. 1 Feilb., Silc'sche Real., Lipnäic, BG Reifuiz --1. Feilb., Skarza'fche Real., Bruuudorf, BG. Laibach. — 1. Frilb. GorZijsche Real., Pöudorf, BG. Laibach. 3. Feilb., Kocianiii'sche Real, Schöpsendorf, BG. Seifen berg. — 3. Feilb., Sever'sche Real.,Wizinarjr, BG.Laibach. Am 17. Oktober. 2. Feilb., Eernic'sche Real., Deulschdors, BG. Seiseiiberg. ' Lottoziehnng vom 12. Oktober Triest: 70 33 69 42 53. Lsie Lmops I ^ Aiizl'ioe, Diiillr tb Uiieinpfesjlilng. Indem der ergebenst Gefertigte hiermit auzeigt. dah °r vom 23. S'p' tember d. I das Kaif6stiau8gö86tiäft im „ttotsl Lui-opa" auf alleinine Rechnung weiter führt, dankt er feiue» geehrten P. t. Giisteii für das ihm bisher geschenkte Vertrauen und den zahlreichen Befnch. Gleichzeitig empfiehlt er sich dem p. >. Publieni» u»d dein liibl. k. k. Militär mit der Beisicheinng, daß er das möglichste leisten wird, sich das Bertraneu zu euverbe», ivie anch durch solide und prompte Bedienung die allseilige Zufriedenheit z» erhalten. Hochachtungsvoll und ergebenst - ^loitt /vvkni l', L sei er Infolge ausgesprochciic» Wunsches einiger Herren Aelionäre und in Bcrnck-sichligung der moinenlancn Geldverhälliiissc hat der gefertigte Bcnvnlltiiigöralh beschlossen, die für den 25. Oktober u e. erfolgte Ausschreibung einer liOpcrcciilige» Einzahlnng hiemit rückzuziehen und eö derzeit von jeder Einzahlung abkommen zu lassen, dagegen beruft derselbe eine iiiifji'i vi >.!s>'iU'l asiii'! >,iii»ns»»n für den II». November ». vormittags 10 Uhr, in den Localen der Bank, Sladt, Tcinfaltstraße >0, und norinicrt für dieselbe folgende 1. Berichterstattnnn des Lcrwa>t»»!lSrlitlies; 2. Beschlnhsassiiuc, über die zu ersol^ciidt (5l»;ahluiist; Acildernilst der 88 l4, 20, 25) der Statuten. Wien, de» 7. Oktober 1872. (»z, l) Der VernLlt.un§§rLtIi. ««- n Laibach Verleger >:nd ?<>r die Nedaclion eranr.nnrtsi^ ^»!omar I^»i"!>eift