LaibacherMMtlmg. Nr. 27. Pränumeratlonsprcle: Im Comptoir ganzj. si.il, H.Ubj. sl. 5,.5>«. ssllr dlc^üstcNü!!^ iui« Haus halbj.5.»tr. Mil dcrP»s! >;a»n. sl. 15, halbj. sl. 7.50. Samstag, 3. Fcbruar Inserti onsiqcXIHr l'i? in Zeilen: Imal«»lr., üm.«0lv., 3m. I f!.; sonst pv.Zeile >m. <:lr.,^m.«lv., 3»l. U)lr. u. s. w. Inicrtloilcisl^mp^l icdc«»>. !!<>Ii. 18««. ilmtlichrr tt.heis. Sc. f. f. Apostolische Majestät haben mit Aller-! 'jachster Entschließung voin 21. Immer d. I. an dein >'avmilcr Domkapitel in Marbnrg znm Domdcchant den "onigcil Dow' nnd Sladtpfarrcr, Konsislorialralh nnd tlstcn Domlapilular Joseph K o st aujoucc allcrguädigst i» ernennen geruht. Sc. f. t. Apostolische Majestät haben mit Mlcr-l^chster Vulschlicßung vom 20. Jänner d. I. die Ver-'^'nng dcil zlrcisgrrichtspläses in Äozen . die dadnrch bei dein Kreisgerichle in Bozen in ^'ledignng konilneudc Präscsstclle dem Obcrlandcsgcrichts' ^>he in Junsbrnck Joseph Zcrin allcrguädigsl zn ^'llcihcn geruht. Der Staatsminiftcr hat cinc an der k, k. Obcr-^lUschlilc zu Weinberg erledigte Lehrerstellc dein an dieser 'l»slalt in Vclwcndnua, stehenden Lehrer der l. k. Unter» 'calschnlc in Tarnopol Peter Zdziarsli verliehen. Vrrvrdnullft des f. k. Ministeriums fiir Handel "«d Vvlkswirthschaft, dann deö k. k. Kriegs«, ^laatöl und Finanzministeriums vont >>tz. De» zentber s5itt.5, '^>chend dic Aclcguug dcr ^audrsstulc'U durch die iirarischcu Bcschälhcngstc im Jahre l8C»li, ,^^"»> für Böhme», Dalmatiru, Galizieu. Oesterreich unter ,^'" ob der ^»»s, Salzburg, Slcicriuavl, ^tinuleu, >lraiu, die ^'lowilia, Miihrc,!, Hchlcsieu, Tirol, Vorarlberg, da« ^üsteu > lnnd !i»d dic Mililargreuze. ! ^ . Die Vclcgnng der ^andesstutcu durch dic äiarischen^ ^schMhcngslc findet im Jahre ltt<,»<;, gleichwie im! ^ahrc 1^05), im,- noch im Knslculandc, Dalmalicn nnd ' der Atililärgreuzc linentgelllich statt, während in ""m, Stcicrnllnt, tarnten, Galizicn nnd der ^nlu- ,^'"a snr die Benützung dcr anfgcslelllcn Vandcsbcschälcr '" ^cnl gedachten Jahre von -^ des ganzen Hcugsleustaudes ein Dcckgcld von '/,. des aanzcn ssengstcnstandcil ein Deckgcld ^n 2 fl.. von '/,^ des ganzen Hcngstcnslandcs ein Deckgeld und in den übrigen oben aufgeführten Bändern; . von 2/ ^^ qann'n .^engsleuslaudes ein Dcckgclo lwri I fl . " ^ ^on '"/^, ^ci« ganzen HengslcnstandcS ein Dcckgcld nnd von "/,„ des ganzen HcngstcnstandcS cm Deck» 'l^d oon .''» fl. ö. W. cingchobcn werden wird. 5 Dabei gilt znglcich die Aeslimmnna., daß fiir einzelne abgezeichnete nnd bewährte Vollblnt- nnd Halb» blulhcngstc cinc besondere Ta^c von 4 fl. ö. W. nnd anfwäilö cingchobcn werden tann. VeMlich der sonstigen Modalilätcn, nntcr welchen die Velcgnng dcr Landci'stnten dnrch dic ärarischcn Ac» schälhcngstc im Jahre 1^00 slaltznfindcn hat, bleiben dir mit der Verordnung vom 5. Jänner 1865 N. G. Äl. ?tr. 10 festgesetzten Bcstimmnngen anficcht, so wic an6) dic vom k. t. KrieaMiinislcrinm flir dic dentsch« slavischen Bänder in, Jahre 180l', znm ersten Male bewilligte Begünstigung, dasi dic kleinen Pferdcziichtcr dic Deckgcldcr gegen Haftung ihrer Gemeinden erst nach dcr Ernlc entrichten können, anch iin Jahre 1866 sort< besteht. Nicn am 18. Dezember 1865). wlillrrstlN'f m. p. Frank m. p. ^tclncdi ul. 9. ^arisch m. i>. ?lm 31. Jini!!«' ^<:<; wurde ill drr l. l. H^f. Mld Slaali'dviisl^n i» Wil'u da^ IV. Stillt des Rnchissld(! ruthäll iiüt^r Nr. I I dil- Vn^rdlilün-, dct« Miiiistcrilüiig filr Haudcl und Voll<<-nu'rlhschast, danu dr>5 Kri^ij-, Slaaii«- und ssiuaii^uiiiil stN'iumö vom 1!^. D^rmlirr 1«l;5), ds>id dic Velcgnnq dcr Laudciu> Ial,n> 1.^'i, wirls^m fiir B^hmcu, Dalmatic», O.ilizmi, Ocslcrlcich u»lcr u»d ob dcr (!5liuö, Salzl'urci, Slcicruuirl, Kin'iilm, Krain, dic Biilc>N'iua, Mähvcn, Schlcsicu, Tirol, ^orarll'crq. da<< iii!slc»ln„d und dic Mil,l!irs,rcl!;r; V,'r. t^ dcii ^ri^s; dcr Äliuistcrlcu dcr Fi»!N!;ru u»d dcö Haudcli« vom ^,^>. Iiuiocr t^«!'!, lictrcfjcud dr» Zoll für gesalzcur Häriiissc, l^illiss silr DaluilUicu; Nr. I.'t dic Prrord»»!!^ dc^ ssiiiciiizmiuistcriums vom 2<>. Iäuucr !«(;«, Olicr dic ^ollfrcihcit dcr lccrru, bcrfilS sscdraüchtcu, in dcr Zolllarifposl 5>.'i lii. >; lx-zcichuclcu Säctü aus gr» mciustcr Vciuivciud; Nr. K dic Vcrorduuusi dcö SlaaloiinuislcriimK«, dc^ Uiiiislcriumö silr,^a»dcl und Vollöwirthschaft nud dc^ Polizcimlüislcrnimi! uonl 27. Iiimicr l^!. Richtalnllichl'r EWs. Vaibach, 3. Fcbrnav. Ein wichtiger politischer Alt ist soeben gcrcwschlos ins 5'eben getreten, welcher mehr alö jeder andere geeignet ist, zn beweisen, daß cö nnscrcr I^'egiernng ernst« lich daran gelegen ist, die Antmwmie allmälig in den wichtigsten Äczichnngcn in daö öffentliche ^ebcn cin;n-^ führen. Es ist diei< die Aufhcbnng der Polizeidirellio-^ ncn, wclchc in mehrercn Piouinzhanptsladlcn, Wahlschein^ ^ lich ill alien, beschlossen worden. Das „Fremdenblalt," ein der Ncgicrnng nicht selten scharf entgegentretendes Organ, tann doch nicht umhin, dieser That die volle Anerkennnng zn zollen. Es fagt: Unsere Regierung ist in der That ernstlich bemüht, den Polizcistaat allmälig ans nnscrcn öffentlichen Inslitntioncn zu entfernen. Sie thnt dies allerdings im Wcgc ihrer Exekutivgewalt, nnd nicht im Wegc vcrfas-» snngsmäßigcr Gesetze; sie sucht nicht im Großen zn or-ganisircn, sondern beschränkt sich daranf, einzelne Hiu« dcrnissc lind llcbclsländc, wclchc dcr Entwickclnng der Geincinde-Antonomic im Wcgc standen, MO slicw zu beseitigen. So wurde denn in dcn letzten Tagcn die Anflösung dcr Polizcidircltioncn in mehreren Provinz-Hauptstädten, wahrscheinlich in allen, beschlossen. Dic AnSubnng dcr Polizeigcwalt gcht nnn in dcn Wirkungskreis dcr betreffenden Gemeinden über. Wir begrüßen dies als cincn wichtigcn Akt znr Sclbständigmachung nnscrcr Gcmcindc-Organc. Aber indem wir das Heilsame der Maßregel in dieser Nichlnng nicht verkennen, wollen wir doch auch nicht verhehlen, daß dieselbe nnr dann von gntcr Wirlnng sein wird, wenn die Gemeinde-Organe selbst im Stande sein wcrdcn, dic Vcdcntnuss des ihncn nnn anvertrauten Polizei-Amtes richtig zil würdigcu nnd dasselbe in pflichtmäßiger Gerechtigkeit nnd Strenge zn handhaben. Der landcsfürsllichcn Behörde, welche bisher dic lösscnllichc Sicherheit zn überwachen hattc, stand dic vollc ! Autorität dcr Staatsgewalt zur Seite. Dic Gemcind» bchördc, welche nun das Amt übernimmt, stützt ihrc Gewalt nnf das verf>issnngs!näs;igc Gesetz, welches dcr Gemeinde die Anfrcchlhaltung dcr öffentlichen Ordnnna. innerhalb ihres Wniliugöirciscs zur Pflicht macht. In dics.-r gesetzlichen Verpflichlnng liegt zugleich dic vollc Verantwortlichkeit für dic richtige Erfüllung derselben. Diese Verantwortlichkeit trägt aber fürdcr nicht mehr cinc einzelne, der Gemeinde übergeordnete Behörde, sondern die Gcmrindc selbst, nnd zwar die ganzc Go inciudc. Icder einzelne Stadt' nnd Gemcindcbürgcr ist daher an seinem Theile fiir dic Eifnllnng jcncr Vcr« pflichtllng mit verantwortlich, nnd es wird somit von dem gesetzlichen Sinne nnd von dcr stctö bereiten Mitwirkung dcr Beuöllernug abhängen, dcn uncrschütter-lichen Nachweis zn liefern, das? dic Gemeinden für dic ihr gcwährlc Antonomic vollständig rcif nnd für die, Ansübuug der polizeilichen Rechte anch hinlänglich befähigt sei. In jedem stalle liegt in dicscr verfassungsmäßigen Bcfngniß der schwerste nud znglcich sicherste Prüfstein dcr freiheitlichen Institutionen, deren Grundlage die freie Gemeinde isl. csl'nMlcm. Dic S'avc-Nire. ^'slonsch - valcrlaiidischc Novcllc aus drm IN. Iahrhiuidcrl. Vou I. A. Vabnigg. (Forlsctzuug.) ., Äufnrdcu lächclud bclrnchlclc die Wasscuschmicdlochlcr die ^""^ 'M wrichcu Maosc zu ihrcu Füszcu licgcudc mäunlichc nrli ,' ^"^" ^l'l lhr scclcuoollcr Vlick auf ciucu lostlilncu Ring, ^'chüüiclt ,„it Vdclstcin, wclchcu ihr Vcrchrcr am Mlllclfuigcr ^ "" linlcu Haud lrug. S>^ erqlllhctc darilbcr iu lnum'ttru. ^ ""'"'^lhrl, cdlcr Hcrr, wcuu ich ciiu'ü Zwcifcl iu Euerc ^./^'" ^'"te schlu unch. Ihr fcid bcrcili« daö Cigcu ciucr !° n»^^^'^ "^ """' seiucu Himmclu sicstOrzt, blicllc bei dicscu <^f. "'""l^lcu Wortcu dcö schlichtcu Mädchcuö dcr hart Vc-^liircV s ^ ""' ^ f'lhllc dic Schwcrc dicscr uücrwarlcicu ^ldurl,'- "^ ''" Aucicubliclc ciu Wort zu sciurr Euljchu^iguna "och s,!'?"' °" Wuucu. Dic ^'ige war ihm di« zur Stundc ^'"r A",,!""^ ^ b"""'w lcisc dic Schäscriu, alö silrchlclc sic ' ^U'ort. welche ihrcr Erwartung uicht cnlsprächc. ^edaule/« s """'"^ ^"' '""" b°ldc« Kind, dicscu siustcru ^'s"' la,' '^^'"'-' ""h "»er Pause dcr Angcrcdclc, uutt'r ciucm ' ^'"u Imncrtt'm-cu Bcbci, sciucr bcllomu.curu Vrust. l'M dcr G, "' ^^^""' ^''f^ dcu Ihr au Curcm Fiugcr ttagl. ^l"'' soll ^" "^'"" s°^cuvollc!l Vcrmulhuuss. Endlos, wie ^" grschlosftnc Bilndmsj sciu. vou dcm cr daS sprc- cheudslc Zcuguiß ^id!, Dics^ soll dni« Tragcu cincg Ningcö bc« dcutc», so hi^rte ich oft rrdru." „Mit Nichtcu, thcurcr Eugcl mciuco irdischen Himmcli«! Dcr goldcuc Reif ist allerdings das Zeichen riuc« Biludxissct«, doch dic ^iindiiissc sind vcrschicdenrr Arl. Dicscr Rin^. dcn ich am Fiusscr lragc, ist dcr stumme Zeuge riucö Gchciuiuissc?, vou mciucm llrahu auf mich a/laugt, uud fordcrl unter Audcrm uichl^ mchr, alö da« Vcrschwcigcu dcr Ursache, sciucö Dascinc«. Ein Familicngehcimuiß mit ciuer unsichlbarcu Nlacht, schou uiclc hundert Iahrc alt, und uichtö Nndcrcö. „Ihr macht mich immer ueugicrigcr, hoher Herr, deu rigeut-lichcu Ziveck dicscö Ocheimuissc^ zu vcrnchmcu. Ihr tcuul ja uuserc Schwäche, das Slrcdcu, iu dic Gchcimuissc riuzudringcn. Dicsc Leidenschaft haben wir vou unsercr Stammmutter Evn ererbt. O. crlasz mir die Offenbarung, cS n.cui!n.c Dir, Holde, mein ausrichligcö Bekeuutuiß, dasi das Glück „»d Scgcn, dic ganze Wohlfahrt unseres Slammed, ja scll'sl mein Lcbeu vou dieser Vcr-schwicgcuheit abhängt. Taü Geheiiunisj ,„uß ich nach dcm Beispiele meiner Vorfahren bis zum lelMi Angeublicke meiucü Lc-I>cui< siir mciuc Nachfolger uud Erbcu l>c>vahrcn. (i^ sci. Ich will mich zufrieden stellen. Will Euern Wor-lcu deu volle» klauben schcülcn uud weit eutferut seiu, Vncr Gliick und Leben zu gefährden", sprach die Maid, wic cö schu'u durch deö Ritters abgcgcdcnc Aeusiciuug volliommen befriedigt, uud lcglc voll Vertrancu ihrc schneeweiße Lilieuhaud auf die Schullcr des Grasen, seclruvoll demsclbeu iu sriu gvoßeö duutlcS Auge I'lilleud. ^ Zillerud schlos, dieser die Aimnilhige in seillc Arme, und die Glücklichen schwelgte» lange i» dieser scligru Umarmuug. Daö Erscheinen der slimmerudcu Stcruc am I'laucu heitern Himmel, welche dcr seligen Gruppe freundlich zuzulächelu schienen, mid daö sanfte Üicht deö Moudeö, dci« stillen Aertrauteu der Lie- beudi'u, mit dcm lauen Abeudwinde iiu engsleu Bunde, drachteu säum die Eulzückteu zum Bewußlsriu zurück. Sie schieden uou riuandrr, um sich den auderu Tages wieder zu finden. Dasz dai< schöne CilU'erständnisz zU'ischeu deu Liel'euden sich ilnmcr fester lniipfle, unrd Niemand be'M'iselil, der einmal gelielit nnd da^ Mikt halle, wieder geliebt zu werden. Die Liebe hallc um die Glücklichen eiu um fo fesicrec« Band geschlungen, weil sie, jcdciu meuschlichcu Auge verborgen war. Im bliithcuvolleu Schatten, iu dem geheimuisivollm Dunkel, uulrr Noseu gebettet und entfernt vou der Neugieroc der Menschen, gedieh so ungestört die Himmelslochlcr, die Liebe. Der süs;c Traum vou drei schnell vergangenen Tagen war bald dahiu. Nlicc, bcö Waffenschmieds Tochter, so nauute sich dieselbe, war mit ihrer Hecrdc »vrgen der besseren Weidc, wic sie ihrem Grlicbteu sagte, iu die weiter cul-lcgrucu Wäldcr gezogen, ohne ihm eine bestimmtere Nichtuug au« gegebeu zu habe». Auch dcr Graf drang iu seinem Taumel uicht auf eine nähere Angabe ihres Aufenthaltes, weil es ihm, als mit den Waldwcgcu, Lichtungeu uud Weideplätzen vcrtrautcu Iiiger ciu Lcichtrö zu seiu diwlte, dic HrißersclMc wieder zu siudeu, vo» deren Ueberraschuug cr sich viel Augeiiehmeö versprach. Seitdem Alice mit ihrer Hccrd,? forlgczogeu war, litt es deu Scharfenw'ger uicht mehr iu deu Mauern sciuer Burg. Weit durch dic Wäldcr, bald iu dieser, bald iu jeuer Richtung todte sciu ungestümer Iagdlroß hiu. Alle glaubten, dcr Scharfenbcr-g.-r finde riu besoudercö Vergnügen, die weiten Forste zu durch-rcuuen uud das sorglose Wild ans sciucr Nuhe aufzuscheuchen, um cö dann dem uuervilterlicheu Mordstahle ;n weihen, uud folgten ihm willig „ach. Abcr uicht die Forste und uicht das erlegte Wild luuutcu den uuermiidelru Jäger in seinem grheimnisnwllell Hennuirren befriedigen. Eiu audrres Gefühl äugstiqte seine Sccle. Acht biö zehn Meilen im Umfange blieb tein Plätzchen im Wlilde, 186 23. Sitzung des krllinischcn Landtages am 1. Februar. Anfang nach halb N Uhr. Dcm Hanse präsidirt dcr Hcrr Landeshauptmann ssrcihcrr v. Eodclli. Gegenwärtig scitcns dcr Ncgicinug: Sc. Efzcllcuz dcr Hcrr k. k. Slalthallcr Freiherr v. Vach nnd dcr Herr k. k. LaudeSrath 3tolh. Sc. E^zcllcl'z dcr Hcrr l. t. Statthalter ueh« mcn das Wort, nm dic in dcr Sitzuug vo>n lü. Iän« urr l. 3. a» dic k. t. Ncgiernug gerichtete Intcrftclla' tion, betreffend dcn Gebrauch dcr slovcuischcu Sprache bcim Amlc lind Gcrichlc slovcnischen Partcic» gcgcu-übcr — zn beantworten. Dicsc Gcantwortnng lantet wörtlich, wie folgt: In dcr VaudtagSsitzuug vom 13. Jänner l. I. wurde von dem Abgeordneten Svctcc nnd Genossen eine an die k. t. Neaicnma gerichtete Intcrpellaliou eingebracht, welche dcn Gcbranch der slovenischcu Sprache bcim Amte und Gcrichlc sloucnischcn Parlcicu gegcuübcr bespricht, dcn faktischen Stand mit de» gcschlichcn ^iormcu dar« über iin Widc,sprnchc siudct il»d mit dcr Anfrage schließt, ob die Regierung gciuillt sci, dcn Gesetzen bezüglich dcr sprachlichen Gleichberechtigung praktische Geltung zu verschaffe» und jcncn Acamtc» , die sich die Fertigkeit, iu dcr slovcnischcn Sprache zu schreiben, iwch nicht an. geeignet haben, cincn angcincssencn turzcn Termin zu setzen. Ueber diese Interpellation wird bcmcrlt, daß die Beschwerde in Actress der angeblich unvollkommenen Durchführung dcr Bestimmungen des Iuslizminislerial« Erlasses vom l7. Niärz 18l,)2 (richtig vom 15. Aiärz 18. Absätze dcs bc-sagten Iustizministcrialcrlaffcs vorgcschcn siud, wcrdcu iu augcmcsscucr Wcisc bcuützl, Dic dcu LandcSgcrichtcu zugcwicseucu Uutcrsuchuugs« gcrichte nchmcu dic Verhörs- uud Eiuvcruchiullngs^Pro-totollc geniciuiglich iu dcutscher Sprache auf, doch wcr< dcu iu dcn Protokollen die wichtigeren Stcllcu mit dcn cigcucu slovenischcu Worten dco Angeschuldigten odcr dcr Zeugen uicdcrgcschricbcn. Die sämmtlichen Untcrsuchuugörichtcr uud Schiift-führcr sind dcr slovcuischcn Sprache vollkommen kundig. Daö scltcucrc Vortommeu vou durchaus in slovcnischcr Sprache gcschriebeucu Protokollen nnd Aktcnstiickcu ist da» durch erklärbar, daß dic Kenutuiß dcr sloucuischen Sprache nicht blos in Wort, sondcrn auch in Schrift und mit dcn gesctzlichcu Worlanödrückcn bis jctzt uoch uicht Gcmcingut allcr Gcrichlöbcamtcn, wicwohl dieselben fast durchgchcuds ^audeslindcr slud, gcworocn ist, >uic cö cbcn dcr mchr« zitirtc Äiiuistcrialcrlaß vom 15. März 1802, Z. 805, ausdrücklich voraussetzt, und daher dic Anwendung dcr slovcnischcu Sprache bei Gerichten uur nach Mögli ch-tcit uud Thun lichte it anbcsohleu ivnrdc. Bei der einstweilen noch offenbar uicht hiurcichcudcu Auzahl vou gehörig iu dcr floucnischcu Sprache alls-gebildeten Üonzcpts« uild ztauzlcibcaiutcn fchlt cS auch au dcu Schriftführcru, welche die erforderliche Gcwaud-hcit vcsitzcn, um bci Verhören vou slovcuischeu Partcicu dcrcu Auloortcn sogleich in slovcnischcr Sprache uicder' zuschreiben, wührcud sic dciu dcutschcn Dltlatc dcö Un-tcrsuchuugSrichtcrS schucllcr zu folgen iu, Staude sind, wobei, wie cbcn bcmcrlt wnrdc, die wichtigeren Stellen iu dcu Alldsageu der vcrhörlcu slovcui>chcü Partcicu stclS nach dcm slovcnischcu Wortlaute iu dnS Protokoll auf-genommen wcrdcn. Das Verlange» dcr Intcrpcllanlcu, daß mit slo« vcuischcn Partcicu durchgchcnds slovcnischc Protokolle bci Gericht anfgcuommcil wcrdcn, ist dahcr j^ctzt noch nicht ausführbar. Wic bci den Gerichtshöfen und dcu UntcrsuchuugS« gcrichten, geschieht auch bci dcu gcmischlcu nud dcll rciu politischcu BczirlSämtcru dcr Vcrlchr dcr Beamten mit sloucnischcn Parlcicn durchaus iu dcr Landessprache. Die Äcaultcu dcr Bezillsämtcr siud ebenfalls beinahe durchgehcudS Landesliudcr uud dcr Landessprache vollkommen mächtig. Sloucnischc Eiugabcn lounucn nur selleu uud hoch slcns iu gcrichllichcu Angelegenheiten vor uud erhalten dann meist die Erledigung iu slovcuischcr Sprache. Es ist Vorsorge getroffen worden, daß vou dcu im fünflcu Absätze des IustizministcrialerlasscS vom 15. März 1809 vorgcschcucu sloucnisch vorgedrücklcn GlamMltcu anch oou dcu Bezirksgerichten ciu th»»lichst aliögcdchütcr Gebrauch gemacht werde. Iu politischen Angelegenheiten geschehen die Erledigungen in dcr Regel iu deutscher Sprache. Die Aufnahme dcr Protolollc geschieht zwar nach bisher uicht geänderter Uebung ii, deutscher Sprache, doch iu möglichst getreuer Auffassung dcr sloucuischcn Antworten, die dem Depoucnte» wieder in seiner Sprache vorgetragen uud von ihm bezuglich dcr richtigen Eiu< traguug bestätigt wcrdcu. Dic Alifi'llhmc slovcnischcr Protokolle iu politischen Augclcgeuhcitcu hätte, zumal wo lcchuisch^ Frage» vor« kommen, bezüglich dcr Terminologie unverkennbare Schwicrigkcitcu. Auch bci dcu Bczirtsämlcru sind keine Klagen vorgekommen, daß die Partei dcn kommissioni« rcndeu Beamten odcr dieser die Partei uicht richtig vcr< slaudcu habe. Ans dem Vorausgcschicktcu erhellt, daß bci dcr weuigstcns iu der Schrift, selbst bci dcn Eingeborncil uicht hiurcicheud vorgcschrittcucn Ausbildung und Fertig« kcit in dcr slovcnischcu Sprache bezüglich dcrcu Auwci^ dnug vor Gericht und Amt uicht mehr geschehen kami, als eben iu praktischer Uebung besteht, daß hicdurch allci" billigen Begehren dcr slovcuischcu Bevölkerung Rechnung getragen und daß von dieser im Allgemeine,, hierüber leine Klage erhoben wird. ES ist ci«c ungerechte Beschuldigung dcr Regierung, daß es ihr nicht Ernst sci, dcr slovcnischcn Sprache in ihrer Anwendung vor Gericht und Amt zu jcncr Äc rechtigung zn verhelfen welche durch die Gesetze vorge' schcn ist, nud sic mnß uamcntlich die Behauptung ans das Entschiedenste zurückweisen, daß Beamte, welche iü > dieser Hinsicht eifriger sind, schncl augcseheu uud gt' maßrcgclt wcrdcu. Bcfrcmdeud crscheiut iu dieser Hinsicht eine Stcllc iu der Interpellation, wornach solche Acaiutc iu dcr Qu alifi ka t i o u sta b c llc als na tionale Ultras bezeichnet wcrdcn, — ciuc Bchanptu»g welche, mau mag an deren Richtigkeit glaubcu odcr uicht, — ciuc Verletzung des A m tS g ch c i m u i s scö iu sich schließt. Dic Regierung wird auch fcruer darau halte», daß die in Kraiu augcslclltcu Äeaiutcn dcr ^audcssprachc uolllommcu mächtig sind und daö sie mit dcr slovcm-schcn Bevölkerung in dcr Landessprache verkehre», sowie daß dieser Verkehr i» dcr ^audcssprachc uicht uur mü»d^ lich, sondcrn auch uach allcr Thuulichtcit iu dcu schrift- > lichen Ausfertigungen zunl Ansdrlickc lommc, wobei sie cö nur dem forlschrcitclldeu Bilou!>a.sa,a»a,e dcr slovciU' scheu Sprache und scilcuS Dcrjcnigc», dic sich den öf fcullichcu Geschäfte» widmen, dem Eifer iu Ancignnng dcr gcsctzlichcn Worlansdrückc iu slovcuischcr Sprache nnd dcr Fertigkeit in schriftlichen slovcnischcn AnffätzcN anheimstellen kann, daß hiczu allmälig dic uucntbchr-lichcu Äedinguugcu au die Haud gcgcbcu wcrdcn.. Hicranf cröffuct dcr Herr Präsident, daß ei" Gesuch dcr Gcmcindc Morobiz um Bewilligung zu»' Verlaufe zwcicr Obligatioucu eingelangt sci. Wird del" PctitioliSauSschusse zugewiesen. Ferucr habe dcr Abgeordnete Guttmau den <>l dcr 17. Sitzung dcr vorigen Session ciugcbrachtcu Ai'^ trag in Erinncruug gebracht, uach wclchein Autrage dtt ^andcsanöschnß zu beauftragen wärc, über Eluvcrnch!»c>l uiit dcr wcgcu Erricht!»^ ciner sogcuanntcu nicdcrcu Ackcrbauschnlc die geeigneten Anträge ciuzubringcu. wo mir rin (Ärai«schla^ liui, milichicht, lrior Höhe inirrstiege» und leine Köhlerhülle imdrsucht, doch „ir^udö fand sich eine Spur mchv von dein Grgrnslcmdc snucr gt'hrimrn Liebe. Diese süße Leidenschaft lriigt uicht allein Nuseu, sonder» auch tief vcr-wiuidrudl! Dorncii. Wilhelm vou Schavseiiberg filhltc diesen spitze» Stachel in seinem Hcrzen, ohuc ciuen luiderude Valsam sllr seine tiefe Wunde zu finden. Einstens zoss er wieder in der Gegend sciner Heimat einem bcreilö verwundeten Eber uach, und da sein Roß sich gewallig stlänbte, seinen Herrn der wilden Veslic nahe an dcn Lew zu bnna.en, sprang er in seinem wüthenden Iagdgrimme von die-sem herab, nm dcm schwer verwundeten Thiere den letzten Fang mit seinem Waidmesscr zn gebeu. Das Uüglmt jedoch ruht uie. Dcr verfolgte Eber in seinem vev.Miflimgsvollei! Todebtampfc nahm, dem Nosse dcS Iä-gcvö ani'weichrnd, plötzlich eine Seitenweiidnng und riß mit seinen Haueru demselben die Hüfte auf, daß er bewußtlos nm Rande eiuer tleineu Wald^ucllc, welche rauschend über Kiesel sich iu dcn Savestrom ergoß, niedersank. Sein Tod war nun mehr nlö grwiß, denn lriueS Menschen Hilfe war iu der Nähe zu hoffen, die Iagdeiwssen waren weit hinter dem ergrimmten Echarfcnberger zuriickgeblieben, und bis sie ihn erreicht haben lomiten, tonnte ci« scho» lange um ,hu ge-schehcu sein. Eiue Stunde war so verflossen, »md die nachtrabenden Iagd-gesährten trafen den Vnrghcrrn trotz dem nach cttlcn Seiten erklingenden Nnfe der Waldhörner noch immer nicht an. Das, ihm rin Unglück begegnet sein mußte, dessen waren sic gewiss. Nn» galt cö, wcnigstcuö dcu Leichnam dcü Vclnnglückteu z„ si»dcn denn ohne denselben in die Burg zuriiclznlehlcn, verbot ihnen ihre Ritter-fhrc nnd Nitlrrpflicht. Eilende Bote» wurden uach Echarfenberg c,vgesendet, »m dcr Vlirgfran die traurige Äolschaft zu ilberliringm. Mit eiucin nnbeschreiblichcu Schmerze vernahm die GrUfin ^ Au«a, geborene von Unguad, die Nachricht der zu ihr gelangten I Voten. Was lebend war, mnßtc eilend anfsitzcn nnd den Herrn ^ uud Gebieter zu suchen, sich cmschittcu. Den, glilcllicheu Enldccter, ward eine große Uelohuuug uerspiochcu, Die augstuollc Gatt!» selbst bestieg einen Zelter u»d schloß sich dcu Kuechleu und Söldnern mnlhig au, u,u ihreu Herrn und Gemal einmal uoch zn sehen uud ^ zn umarlucn. Als dcr Morgen zn grancn bcgauu, tam die ganze Schar durch ciue kleine Schlucht au deu bemoosten Ätand ciucr Berg-quclle. Eiuc milnuliche Gestalt lag iu dcm reichcu grilueu Moose gebettet uud auSgcslrcclt vor dcn Blicken der beinahe z» Stein «grwovdcucu Jäger. Alle waren der Meinung, daß schon lange dcr Geist dic irdische Hilllc verlassen habe; doch sie irrten. Eine lnnstgeübtc Hand schien sich dem Anscheine uach mit dem Todtgeglaublcn schon beschäftiget zn haben, dcnn dessen weile Wunde war mit köstlichem Vlilsam gewaschen und mit scincu Linnen limstverständig eingebunden. Dcü Vcwußtloseu Kleidung lag iu grüßtcr, Ordnung zur Seite des Verwundeten, nud ei« Fläschchcn, mit einer uubclaunteu ssllisfigteit gcfilllt, lag im Schoße dtöselbcu. Van dem sorgsamen uubckanntcu Arzte war jcdoch lciuc Spur zu finden. Dasz ein Mensch dic hilfreiche Hand dargeboten, daS lag tlar am Tage, doch wer dieser Wohlthäter gewesen sein mochte, dieses touute, Niemand beantworten, und alü man bei dem am Boom Liegenden uoch das Herz schlage» uud sciucu Körper Wärme durchströmen fühlte, lud man ihn cilcud auf eine Bahre auö weichem Laubwerk imd trug ihn mit allcr Sorgfalt auf Schar-feuberg. Daß der Gesmidcue wirtlich der Graf von Scharfen-berg war, brauchen wir laum noch zn bemerken. In der Bnrg augelaugt, wurde zu dem noch immer Bewußt lose,, der Vnrggeisllichc gerufen, der ill der ärztlichen Kuust be- waudcrt war. Er Prilfte sorgsai» deu Zustaud des Kranlcu, so>"^ dic bereits von einer uulirlannteu Hand angewendeten Mitl^' wic uicht miudcr dcu Inhalt dcö Fläschchcnö. Gcgcn Allci< fc»^ er leine Einwendnug zu machen. Er empfahl mit eiucr geheiunuü' vollen, doch vielsagenden Miene, deu Krauten iu der größten N»^ zn lassen, biö sich seine Lebensgeister gesammelt nnd fein Ven'»!^/ seill wieder zurüclgclehrt sein werde, wozn er alle Hoffnung gab. "^ der Erfahrene voraussagte, so geschah cS auch. Nach weuigen Sl»'^ dcu fing dcr Kraule laugsam wieder zu athmen an, uud chc I»"" sich es dcutcu konnte, schlug er zur Freude dcr Anwesenden die A»g^ auf. Verwundert blickte er eiuigc Zeit um sich, als besiuur er s>lH' >uo cr sich bcfiudcu mögc, uud schloß bald darauf lmüloö -^ Angcu wicdcr zu. Der Schloßgcistlichc erklärte dcu Kranken für gerettet. l Einen dankbaren Vlicl erhob Wilhelms Gattin zum Hi"'"'" ! cmpor, dcr ihr den beinahe ganz Aufgegebenen so gnädig wn'd^ gegeben. Sie wich vou dieser Zeit an von dem Krai!le»Wl>" keinen Augenblick. Diescr Zustaud dcö Kranken währte liiö nahe an Mitlem^ ohne daß ciuc Pcrändcruug cingctrclcn wäre. Die Schloßnhr schlug die zwölfte Stunde. Weithin d»^ Berg nud Wälder wiedcrhallte dcr letzte dumpfe Schall. Dn'^ vernahm uuch die sorgsam wachcude Gattin. Doch mit dem ""' schweben des letzten bebenden Lanteö schloß sich, wic sie sich "'^ dagegen sträuben mochte, gauz gegen dcn Willen ihr Auge'iP"^ und ein bleierner Schlaf nmfing sie, . > Wie lauge dieser Zustand gewährt haben mochlc, lm»'" ', uicht bestimmen, uud alö ihr Bewußtsein wieder znrückgelehil n>"' fand sic lciuc Vcräudernng au dcm Kraulcu, uur schieu e^ ^' daß rr leichtcr uud schneller athme uud daß rin zarleö >^ die Blasse vou dcm Gesichte vcrdräugr. (Fortsetzung folgt.) l 167 Soll auf die Tagcsordnltng ciner dcr nächsten Sltzungcn kouimeu. Hiemit übergeht uiau zur hcutigcu ^agcsorduuug. ^' Au derselben steht dcr Spczialbcricht dcs zur Prn-fmig des RcchcuschaftsbcrichtcS bcstclltcu Ausschusses in Bctrcff dcr Grundstcncr. Dcr gcdachte Spczialbcricht hebt hervor, daß die an dcn Stnfcn dcS allcrhöchstcn ^hroncs nicdcrgelcgten Bitten des HanscS nni Erlcich lcrnng dcr Gruudstcuer in Krain ,uit dcr allerhöchste»! Entschließilug von, 31. Dezember 1804 Erhörnng ge fuudeu habeu. In Folge diescr allcrhöchstcn Entfchlicßnng habc das hohe k. k. Finauzmiuisterium niit Erlaß voui ^l. März 1805, Z. 100, sciuc Gcucigthcit ausgesprochen: 1. Von dcn bis einschließlich dcs Jahres 1804 erwachsenen Grnndstcuerrückständeu in allcn jcncn Fälleu, U! dcucn nach dcr Bestätigung dcr Fiua»^ nnd poli tischen Organe eine durch die Zeitverhältuissc herbeigc^ führte ZahlnugSliuvcrniögcnhcit der ^tückständlcr vor^ Handen ist, dic anf dicse ansgcwicscncli Beträge ohnc weitere Auwcudnng von Zwaugsmaßrcgcln in ninfasscnder! ^cisc in Abschrcibuug zll dringen, nud 2. für die Zullluft, vom Stcuerjahrc 1805, angc fnngeu , in jcdeni Jahre nnd insolange, bis nicht die beantragte ^tcgelnng dcr Grnndstcncr vollständig dnrch^ Ncführt scin wird, in dcn mit dcr Grnudstcncr am U!eisten übcrbürdctcu ^ an d cStheilen ganze ^r theiln'eisc Abschrcibuugeu der entfallenden Steuer s/hu l d ig leiten nicht nur l'ci einzelnen Grnndbc s'hcrn, sondern nnch bci ganzen Gcinciudcu odcr ^czirtcu anf Grnno dcr Nachwcisnugcn nnd Anträge dcr Untcrbehördcn nnd mit Würdignng der ob-'l'nlteuden Verhältnisse eintreten z» lassen. Bezüglich auf die älteren Rückstände bis Eudc 1804 lu in Vollziehung dcS 1. Absatzes dicscS Erlasses durch blc polilischcu nud Slcucrbehördcu von dem Gcsamlul-^ickstniidc von 70893 fl. 98 kr. nur cin ucrhältuißmäßig Mi„gcr Betrag, nämlich l5.!ll si. 10'/. lr. als uu-^»dringlicher ^lüclslaud zur Abschreibung gebracht wor-^'>l, währeud bezüglich auf den nneiudriuglich erklärten '^st von 31.^52 sl. die Eiulreibuug ohuc ^tücksichl ius ^erk gesetzt wurde. Hierin liegc osfeubar ciue Vcr» ^>>umerung dcr iloulribuculcn in Bezug auf dcn ihucu i»sjedachleu allcrhöchstcu Gnadeuakt. Während des SlcuerjahreS 1805) hade bezüglich ^r knrrcnteu Sleuergcbühr gcgcu dic allerhöchste Iu» ^Üou, welche auch dlls Momcut dcr Ucbcrbnrdnng uud '^cht blos jcucc« dcr Zahluugsuiwcrmogcuhcit gelte» ^ssen wollle, ciuc auf die thatsächliche Ucberbürdnug nicht Rücksicht »ehiucudc lediglich fiotalischc Eintreibung stall« ^smi^eu. Slatt das? mau jchou wahrend deö Steuer« !^)N'i< ofscubarcr lleberbürdnug oderZahlungSuuvcrmö-^'>>l)cil R^cchuung gelragcu habe, wcrdeu nach dcul uou ^»i Fiuauzministerini» uorgczeichuctcu Vorgailgc crst "^h Schluß deS Jahres 1805 die Rachweisuugeil übel b'c ^iückständc versaßt, welche, wcuu sie uneinbringlich s'"d, zur Al'säncil'Uüg lonnueu sullen, wobei aucr uur ^l' überhaupt bei uuciubriuglichcu Steuern ciutrcleudc ^mgaug, uicht aber ciuc mit Rücksicht anf die obige allcrhochslc Ouadc ausuamöwcisc ciuirelcudc Bcgüusti. ^>ng der Nüch'läuducr vorgcschru sei. Hicdurch gcfchchc ^, nuch, daß übcrbürdele zloullidueulcii, welche aber '"'l ^lnstrcuguug ihrer sousligcn Ciiilüuflc ihrc Steucr ^lllgi habcu, iu Bezichuug allf Ucbcrbürnug nie ^leichtert wcrdcu töuucu. ,N>! die lässigen Steuerzahler erwachse aber durch ^ spaleie ^luflassuug der Nücksläudc mit der Wirkung, ""b sie al'glschlicbcu werden - - die Vorladung lieber '»it dcr Stcucrzahluug zulinkzuhalleu uud sich als Steuer» ^'chlmidüer verzeichacu zn lasscu, wo sie auf eine Ab» !ch>cibu»g rcchucu düiscu. Wüßten dic überbürdeten "lvMribueulell bereits im Vorhiuciu den ?iachlaß, der ^^u zulommeu soll, so töxute man mit größerer Si» ^"'lhcit nuf dic püuttlichc (äiubriuglichlcit dcr, wenn ""lh vcriuilldcrlcn, Clcucrgcbühr zählen. ^S sci die Armuth dcS Landeö zn erwägen, welche ^wttullich dnrch die drückcndc Steucrlast herbeigeführt sci. bezüglich dcr uolorischeu Ncbcrbiirduug mit dcr ^llmdslcuer wird auf das Mißverhältuiß des für iiraiu ^^'ch»ell,'u Nciucrtraa.cS dcr besteuerten Gruudflächeu ^^'»übcr jcuci» vou iläruteu hlugewiesen, wodurch seit l"> ^Ilihre 18-44 ciuc uugcbühlliche Acchrzahlilug uou ^.7«« fl. dcm ^lludc erwachscu sci, was bis iu dic ^tzlzcit über 3 Milloncu ^uldcu au5,nach!e. '^Dcr Auoschuß slcllt uun folgende Anträge: Der hohc Vandlag wolle beschließen: l. Der Landtag des Hcrzoglhums itraiu uimmt '^ mit a. h. Entschließung' vom 31. Dezember 1804 rm La»dc huldvoll gcu'ährtc Begünstigung iu Betreff ^l^ Gluudslcucr mit tiefgefühltem Daulc cutgcgcn. .. -- Au die hohc Rcgieruug wird die Bitte gestellt, >'c geruhe "-vom Sleucrjahrc 180l> angefangen in jedem Jahre und iüsulauge, bis nicht die beantragte Regelung dcr Gruudslcucr vollslüudig durchgeführt sciu wird, l" dcu mit dcr Grundsteuer am meisten überbür-^clcu ^audestheilcu mit Würdigung der obwallcudcu ^crhällnissc Abschrcibnngcu dcr culfalleudcu Steuer. !U)»'ldiglcilcu uicht uur bei eiuzelncu Gruudbcsitzcrn, !°"dcru auch bei ganzen Gcmciuocu nnd Bczirlcu ",.c>ner schon während dcS Steucrjahrcö im kom-'"»»ouclleu Wcgc und unter Zuziehung von Vcr-uttcru dcr Belhciliglcu nach Perzculcu dcr jähr- lichen Stencruorschreibuug zu bcslimmcndm Quoten' eintreten zu lassen; , b. bei Sr. l. l, apuslol. Niajeslüt zu erwirke», daß die durch die a. l). Entschließung vom 31. Dezember 180-l dcn am meisten überbürdeten ^audcüllicilen gewährte Begünstigung auf das ganze Herzogthum Kraiu iu dcr Weise au^cdehul werde, daß für dasselbe oom ^ahrc l.80<» an das (^ruudslcuer Oldiuarium aus dcr ^ruudlagc uou 12 pCl, statt dcr bieljeiigeu 10 pEl. des ilalastral'^iieiucrtrag^ eruiitlrlt wcrde, uud daß dcmgclnäß auch die Regelung dcr Zuschlägcziffcrn stattzufinden habe; c. darüber zn wachen, daß bei Vornahinc der Stener« czelutiouen in Krain die geschlichen Vorfchrifleu in Bctrcsf dcil suuäu« in«tr>,letu« gcuan bcobuchtct wcrdcu. 3. Mit dcr Acsürwortuug dieser Bitte bci dcm hohcn t. l. Staatöministcrium wird dic Deputation, welche auch dic Pctiliou wegen Nüetgabc dcs iulamcrirtcn ProuiuzialocrmögcuS zn ülicrrcichcn hat, betraut. 4. Die von dcr l. t. Finanz-Dilcltion angeordnete Abschreibung der bis cinschlicßig 1804 auShafteudcn uueiubriuglichcu Rüelsläude dcS Maudes- uud dcS Grund» cnllastuiigSfondcS wird nachträglich genehmiget. Sc. Ezzcllcuz dcr Herr Statthalter nchmcn das Wort, um über den AnSfchußberichl eine Aeußerung abzugeben. Es werde in jcucm Bcrichtc bezüglich der Durchführuug dcr allcrh. Eutfchlicßung fcitcns dcr hicr-ländigcn Fiuauzbchördc nnd der Bczirlsämtcr von vor-getommcuen Äiäugeln, irrigcu Anffassnngcn uud Uuzn-töiumlichtcitcu gesprochen. Dicscr Vorwurf sci nicht bc» grüudct. Vor Allcm müsse beinerkt werden, daß sich znr Zeit, als der über die allerh. Eutschlicßuug crflosscuc Hiuauzministcrialcrlaß vom 21. März 1805), Z. 100, hcrabgclaugt war, dcr mit Schluß dcs Iahrcö 1804 vorhandene <^cand dcr Rückstände uicht nubcdcutcud vcrluindcrt habe. Bezüglich dieser Steuerrückstäuoc handelte cS sich bei dcr Dnrchführuug dcr allcrh. Eut' schlicßuug 1. um dic 2 si. 87 l/2 lr. als zn hoch angcschcn nnd hicrin cinc Vcrknrznng dcS Bandes in Absicht auf dcn allcrhöchstcn Onadcnalt erblickt. Gegenüber dicscr Bcmcrluug müsse anf die erhobenen nud durch die tompclcuttu Organe bcgnlachlctcn lhatfächlichcn Vcrhälluiffe gewiesen weiden, Wenn mau außcidcm bedeute, daß dnrch die Abschrcibnng in der besagten Summe zugleich bci 17.000 fl. Umlagcn wcgsiclcn, so sci dic Erlcichtcruug von 02.000 fl. gegen über eiucr Gcsammtslcucruorschlcibuug vou 9^12,000 fl. inuucrhiu liicht gcringfügig. Einc wciterc Erleichterung sei dcu i)lücksläudlcr» auch dadurch zn Thcil gcwordcu, daß dic iil dcr Zwischenzeit scil Al'fassung der i)ü>ck-! staudeauöwcisc bio zlir wirllichcil Abschrcibuug von ihncu auf dcu Nuetslaud ciugczahlleu Beträge auf dic ' laufcudc Stcucrgebilhr pro 1805) gulgercchnet wuroeu. Vou dcu als ciubriiiglich bczcichucleu ^ruudslcucr-rücksläudcu von 31.45^2 ft. 87'/^ tr. scicu bis Schluß des IahrcS 1805i ciubczahlt wordcu 221-13 fl. 97 lr., dahcr uoch 9308 fl. 90'/.^ iiu Rückstände vcrblicbcu. Dicsc Rückstände gelangen noch später zur Sprache. WaS die Stcucrrückständc dcS IahrcS 1805 anbclangc, sci dic im Ansschußbcrichtc vorlom mcudc Angabe, daß die t. t. Finanzdi'reltion dic Bczirlsämtcr im Allgcmcincn augcwicscu habc, dic Stcucrn o hn c allc R ü ck s i ch t uut aller Eucrgie ciuzutrcibcu, nicht richtig. Dcun dic Finanzdircktion habc nicht cine einzige Rcalexctnti on vornchmcu lasscu, soudcrn habc vielmehr dc>l Bczirksäiutcrll im Vaufc dcs Iahrcö uud zulcht ulit Vcrorduung vom 30. Ottobcr 1805, Z. 109^5, die Wcisuug gcgebcu, gcgcn die zahlnngS' unfähigen Kontribncntcn »nit aller Schonnng vorzugchcn, dagcgcn gcgcn Reuiteutc uud zugleich Zahlungsfähige dic gcsctzlichcn Zwangsmittel in Anwendung zu bringen. ' Man müsse aunehmcn, daß dieses geschehen sei, nachdem wohl uictc Pfänonngcn, Verhältniß-mäßig abcr wenig Schätzn» gen nnd im ganzcn Jahre 1805 nur 1263 Modiliarfeilbictnngen vorgenommen wnrdcn, welche Zahl gcgc>lübcr von <.»7.00»> Grnnd' stcuerkontribucutell gering sei uud vou einer großeu Scho-lluilg der Steuerträger Zcuguiß gebc. Dermal handle es sich um die Behandlung der mit Schlnß 1805 verblicbcncn Rücksläildc iu Auwcu-duug dcs Finanzininistcrial ErlasscS voul21.Äiärz l.^05, Z. 100, woruach für die Znlunft, vom Stclierjahrc l8«>5 augefaugeu, iu jcdcin Jahre nud iusolauge, bis nicht dic bcautragtc.)legelilug der Grundsteuer vollständig durchgeführt sciu wcrdc, iu dcu mit dcr Grlllldstcucr am mcisten überbürdeten ^andesthcilcil ganze odcr llMwcisc Ab-schrcibnngcn der Stcncrschnldigkcit anf Grund dcr ')tach-wcisuugcu nud Auträgc dcr lluterbchördeu uud mit Würdigung der obwaltenden Verhältuisse ciulretcu können. Dicsc Rückstände bczifferu sich mit der bcdeutcudcn Sniumc voll 103.032 fi. — Dnrch die gedachten Rach-wcisnngcn wcrdc es thnnlich sciu, dcn überbürdeten Kontribncntcn nach Äiaßgabc der im ^anfc dcs Jahres cingctrctcncn besondern Umstände nnd Verhältuisse Steuc r-nachsi chtcn zll Thcil wcrdcn zn lasse». Hiebei werde auf dcn Umstand, ob dic Stcuer pro l^05 faklisch dc^ richtigt wlirdc, uur iusofcru cin Gewicht gelegt wcrdcn, als dicscr Umstand in Vcrbindnng mit dcn sonstigcn Vcrhältuisscn für die R ich tübcrb ürduu g uud Zah-llingsfä h ig kcit dcr Koutribuculcu sprcchc. Es ivcrde fonach tcincm Austandc nnlcrlicgcn, daß die pro 1805 bcrcitS cingczahltcn odcr noch znr Einzahlung gclangcndcu Beträge jener Koutribucuten, welche als bcrücksichtignngs-würdig beantragt wcrdcn, seincrzcit gnl gcrcchnct werden. Abg, Dr. Toma u. Wie der allerhöchste Guadcn» alt aufznfasseu fci, licgc v^r. Das h. t. t. Fiuauzmi« uistcrium habc jedoch dcuselbcn nicht iu glcichcnt Siunc aufgefaßt, obwohl hochdaosclbc die Uebcrbürdliug aucr« kanut habe uud Willens sei, bis znr Stcucrrcform Er-lcichtcruugcu ciulrctcu zll lasscil. Daraus gehc hcruor, daß auch das Fiuauzmiuisterium dic hicrläildigcu Gr»nd>' slcucrvcrhältuissc aufgefaßt habe uud daher die AuS» fchußaulrägc bcgrüudct fcieu. Er stelle dcn Aulrag, daß dcr vorgclcscuc Spczialbcricht dcr hoheu Orts zu übcr« reicheudcn Pctitiou angcschlosfeu wcrdc. Abg. Dr. Suppan bcnlerlt, daß dcr bisherige Vorgang bci dcr Stcuerabschrcibnug dcu Iulcutioucu dcr allerhöchste»! Entschließung uicht culsprechcu könne. Dcr Werth dcS allerhöchsten Guadcuattes bestehe in der Er-lcichtcrnng nicht blos für Einzelne, foudcru daß dicfclbc auch gauzcu Gcmcindcu uud Bczirkcu, wo dic Steuer« übcrbürdung platzgrcife, zligcstaudeu wcrdc, Dic Erhe-buugcu ,zu,n Bchllfe dcr Stcueruachsicht inüsse» im ^alifc jcdcs Jahres, und liicht nachhiuciu gepslogcu werdcu, weun ciuc wirtliche Erleichternug staltfiudeu solle. Hierüber »vird die Spezialdebatte eröffnet. > Der Ausschußaulrag 1. wird ohueweiterS, der AuS' ! schußnntrag 2. dagegen' über Antrag deö Abgeordneten ! Dr. Suppall, uwruach der Passus „nach Perzcuten der ^ jährlichen ^telicrvorschrcibling" auSznlnssen wäre. mit dicscr Vcrfassnng ilnd uutcr Aufnahmc dcS vom Abgeordneten Dr. Toman bealltragtcn ZnfatzcS angenommen. Die sonstigen Ansschnßanträgc wcrdcn ohuc Debatte sMehmigt. ! Zweiter Sitznngsgcgcnstand ist dcr Antrag dcs . ^andcsailsschusscs anf Gcilchlniguug dcr von dcr Gc^ mciude Pölland bcschloffcncn 80pcrz. Umlage zu den ! direkten Stclieril für dcn Ban cincs vereinigten Schnl-^ und Kaftlancigcbäudes. Wird ohne Debatte angenommen. Dcr drittc Gegenstand, der Bericht des verdc beaustragl, auf Grund der sorgfälltig zu samluelndeu genauen statistischen Er hcbnngen, allfälligcr Einvernehninng vou Sachverstands ^ geu uud Einholung des Gutachtens der neu kunstitnirteu Stadt- nnd ^andgemcindcvcrtrctllngcn dcs Hcrzogthumcs icrain in Erwäguug zn zichcu, welche Aclldcrungcu dcr i ^andesorduliug uud dcr VandeöN'ahlordunng zllr gedcih- ! lichen llud vollen Entfaltung dcS lollstitittloilcllen Bebens, ^ zur Kräftigung dcr dnrch das kaiserliche Wort sanktiu- , uirteu ^audcSautouomic nnd zur Fürdcrllug der gcistigcu ^ uud niatcricllcn Wohlfahrt dieses Hcrzogthums überhaupt uothwcndig odcr crspricßlich sind. Der Vaiidcsausschuß habc sohiu in der nächsten Landtagsscssiou dic bcgründeten Ailträqe zu stclleu. ! Wird gleich dcm voransgcgangcuen Autragc ohne Debatte angenommen. — Somit war die Tagesordnung erschöpft. Schluß dcr Sitzuug 1 Uhr. Räch'stc Sitzung Samstag. l Tagcöordnuug: Auträgc dcs Rcchcuschafts'Auö« schussc^ zu dcm bezüglichen Bcrichtc nä Post 2, 0 uud 7: Gchaltscrhöhuug für dic Priluarchirurgcuslcllc im hifigcn Zwilipltalc; llntcrslütznug dcr durch Fcucrsbruust nud Hagclschlag verarmteu Iusasscu dcr Ortschaft Schwein-bcrg; Vergütung für dic in dcr hicsigcn Gebär« und Fmdclanstalt verabrcichlcn ch'traordinaricu; Bcitrags-gcsuch dcs Uutcrslützliugsucrciucs der Wiener philoso-fischen Fakultät. 188 Oesterreich. V3ien, 31. Jänner. 1^ In den finanziellen iireiscn tonzentrirlc sich heule daS Gcsammlintcresse fast ausschließlich in dm! Nachrichten übn- die Aufnahme, welche die sogenannte „Nnion.-Dcvutalion" bei Sr. Exzellenz dein Heiin Fi-nanzministcr finden werde. Die „Union» Deputation" ist nämlich jene Deputation, welche eine in dem Lokale des kaufmännischen Vereins „Union" sich versammelnde Fraktion der itreditalticnbcsitzer an den Grafen ^arisch abgesendet halte, nm demselben ein Kompromiß bczüg-lich der Richtigstellung der Bilanz dieser Anstalt und der Auszahlung dcö am 1. Jänner d. I. fällig gewc< scnen Kupons zu unterbreiten. ?lach ciucr au der Binse verbreitet gewesenen Version hätte Graf ^arisch die Dc« putation sehr frcnndlich empfanden. Der Herr Graf halle derselben liedcnlet, das; das Motiv der Interuen» lion dcö Rcgieruugstommissars in Vlngclcgcnhcil der Kreditanstalt einzig uud allciu der Konflikt zwischen der Direktion und dem Vcrwallnugsralhc des Institutes gewesen sei. Die Absicht der Rcgicrnng sei dabei einfach gewesen, diesen Konflikt durch die GeneralM'isamm-lnng lösen zu lassen. Werde diese sich in dcn Grenzen der Gesetze bewea.cn, so bestehe für die Rrgirrung lcin weiterer Grund zur Intervention. Dic Vörse scheint sich dnrch diesc wisscrmaßen in (> Äioualcn beiläufig in Szene gesetzt werden soll. Eö würde demnach das erste Mal die Besolduug nicht am 1. oder am .30., sondern am 5)., das zweite Mal nm 10. n. s. w. ausgezahlt werden. Ich lhcilc dies einfach thatsächlich mit, ohne für die Wahrheit oder die Unwahrheit dieser Version einzustehen. Die im Jahre 1864 von der Kirchcusynodc eut» woifcne protestantische Knchcnordnung hat noch vor Ab« »eise Sr. Majestät des Kaisers die allerhöchste Sank« lion cl halten. Dieselbe ist bereits pnblizirt und hat in den betreffenden Kreisen volle Befriedigung hervorgerufen. Wien, 3l. Jänner. Einige Blätter wollen „einen Schrill weiter zur Anerkennnng Italiens" in dem Umstände sehen, daß daS k. schwedische Generalkonsulat in Trieft, welches zeitweilig mit der Vertretung der Kon» snlargeschäfte für dic Interessen sardinischer Unterthanen betraut ist, ncnerer Zeit zugelassen wurde, auch die kom» mcrzicllen nnd sonstigen Privatinlercsscu von Angehöri-gen der übrige», dem ncnen Königreiche Italien einverleibten Staaten bei den belrcssendcu österrcichischen Be> Horden zu vertreten. — Die „Gencral-Corrcsp." weist dieser Anffassung gegenüber einfach darauf hiu, daß — nach den Grundsätzen deö allgemeinen Völkerrechtes — den Konsuln durchaus kein internationaler Charakter zusteht. Der Schutz berechtigter kommerzieller oder son» stigcr persönlicher Interessen der Unterthanen fremder Staaten ist leine Frage der Politik, sondern cinc Frage des Rechtes, daS in Oesterreich Niemandem verweigert oder erschwert wird. Die Verbindungen nnd Interessen dcö Handels zn fördern, betrachtet die k. l. Regierung — wie anch aus der vorerwähnten Thatsache erhellt — allerdings für eine ihrer wesentlichsten Aufgabcu. Hagesneuisskeiten. Se. Majestät der Kaiser hat uor der Abreise nnch Ungarn einen Vorschlag des Glasen Aelcredi genehmigt, wonach die Landes-Gendarmerie mif zwei Drilthcile des jetzigen Standes herabgesetzt und in eben so vielen Abtheilungen ausgestellt wird, als man — mit Ansnahmc der Militargrenzc — Kronländer zählt: von den jetzigen mehr als 30 Obersten und Stabsoffizieren wird die Hälfte, von den Rittmeistern und Subaltern - Offizieren soll ein Drittel „überzählig" werden. — Ueber die Trichinen bringt die „Wiener Ztg." einen zeit- und sachgemäßen Aufsatz,' nachdem die größte Gefahr der Erkrankung durch Trichinen in dem Genusse des rohen Schweinefleisches liegt. Von den gebräuchlichen Znbe-reitungsarten sind die der Kotelettes und der Vratwürste unzureichend zur Beseitigung der Gefahr: gehöriges Kochen und Araten tödlet die Trichinen zuverlässig, daher der Gc» nusl des bei hohem und hinreichend lange anhaltendem Hitzegrade gelochten oder gebratenen Schweinefleisches vollkommen gefahrlos ist. Im Specke und im Schweinefette lammen Trichinen niemals vor. Es imisi jedoch darauf aeachtet werden, daß sich zwischen dem Spccl leine rothen Fleiscd-schichten befinden. Wenn die mikroskopische genaue Untersuchung ergibi, daß Trichinen nicht vorhanden sind, lann natürlich selbst rohes Schweinefleisch gefahrlos genossen werden. fokales. Der heutigen ,,Wiener Zeitung" zufolge ist die ganz«! liche Auflösung uicht nur der Polizei-Direktionen! in Linz, Salzburg, Graz, Innsbruck, Laib ach, Zara,! Prehbnrg , Oedenbura,, Kaschau , Grchwardein , Temeövar, ^ Agram und Hermannstadt, sondern auch der Kommissariate in Trovpau, Klagenfurt und Czernowift bereits ausgesprochen worden. (Erdbeben.) Den 2. Februar Morgens um 2 Uhr! 27 Minuten 4 5 Sekunden, mittlere Laibacher Zeit, wurden > die Einwohner Laibachs durch ein Erdbeben aus dem Schlafe gerüttelt. Die rasch anfeinander folgenden, wellenförmigen Schwingungen, vbne einen wahrnehmbaren Hauptstoß, hatten die Richtung von Südost nach Nordwest und dauerten nur, Ü Selnnden. Die Erschütterung war von einem sausenden Geräusch, ähnlich dem Brausen eines Sturmes, begleitet. Die Gläser in den Schränken begannen zn llirren, die aufgeschreckten Vögel in den Käfigen fielen zu Äoden. Obwohl da-5 Erdbeben in einzelnen Stadttheilen stärker austrat, so sind doch leine Neschädignngcn an Gebäuden wahrnehmbar. Die Telegraphenleitungen des hiesigen Telegrafenamtes erhielten nach allen Richtungen eine Unterbrechung. Der Varo-meter war gegen den Stand am Abende des 1. Februar nur um '/z Linie gefallen, im Freien war die Temperatur mild -j- 6" R. und es herrschte bei völlig bewölktem Himmel ein schwacher Siidwest. — Wie bereits gemeldet, wurde der steinerne Altar, von Ignaz Toma u in Laibach aus Nabresina - Marmor kunstvoll ausgeführt, in St. Ruprecht in Unterlrain bereits aufgestellt. Demnächst soll der Tabernakel, dcu ein hiesiger Gürtler verfertigt, aufgestellt werden, und nach diesem erst tann die Einfügung des Altargemäldes von Wolf, den Bischof Rupertus (von Salzburg) von der heil. Dreifaltigkeit gesegnet darstellend, erfolgen. Das Gemälde ist schon seit längerer Zeit vollendet und in Zeichnung und Kolorit, namentlich in der Draperie, sehr gelungen zu nennen. — In der am 31. v. M. in Klagenfurt stattgefim-denen Generalversammlung des historischen Vereins für I Kärnten wurden der Herr Direktor des krainischen historischen Vereins Dr. H. Eosta und der Herr Dechant Peter Hiding cr in Adelsberg zu Ehrenmitgliedern ernannt. — Der Hermagoras-Verein in Kla gen fu rt, im Jahre I«52 zur Herausgabc slovenischer Volksbücher begründet, hatte im Vorjahre ein Vermögen von 2999 fl. 94 lr. Die Ausgaben betrugen 2551 fl. 7? kr. und für den Ueberschuß von 448 ft. 17 lr. wurden wieder sittlichreligiöse Änchcr angekauft und unter die theologischen Seminarien , Gymnasien und Realschulen von Klassenfurt, Marburg, Laibach, Neustadt!, Kraiuburg, Görz und Trieft verschenkt. Auch werden für das Jahr I860 Preise von 120, 100 und 80 fl. u. f. w. für erzählende und landwirhschaftliche Schriften ausgeschrieben. Im Ganzen zählt der Verein 2727 Mitglieder, von denen auf die Görzer Diözese 5.21, auf die Gurker Diözese 508. ans die Lavanter (Marbnrger) Diözese 824 , auf die Triester Diözese 82 , auf verschiedene andere Diözesen 35 und auf die Laibacher Diözese C>89 Mitglieder lommen. Protellur des Vereins ist der hoebw. Fürstbischof von Gml, zu Mitgliedern zählt der Verein unter andern: den hocbw. Fürstbischof von Laibach, den Kardinal Erzbischof Georg Hanlik von Agram, Bischof Josef Stroßmaycr von Djalovar. Im Dekanate Laibach sind 160 Mitglieder. — (Schlußver han dlu ngcn) beim l. k. Landcö-gerichte in Laibach. Am 5. Februar. Jakob Medic und 21 Genossen: Tiebstahl, öffentliche Gewaltthätigkeit, Mord» versuch, schwere körperliche Beschädigung. Am 8. Februar. Iusef Malle und Matthäus Malle: Dicbstahl; Josef Ipavcc: Schwere körperliche Beschädigung. Am 9. Februar. Maria Podboi und Genossen: Betrug und Theilnahme daran; Josef Preäel: Schwere körperliche Beschädigung. — (Theater.) Vorgestern hörten wir Herrn Se 0 l-m ayer zum ersten Male während seines hiesigen Gastspieles als Opernsänger in der Partie des „Alcssandro Etradella." Es ist ein besonderer Vorzug der Flotow'schen Opern und eben des „Stradella," das, sie ungemein danlbar für den Darsteller sind, und hierin mag wahrscheinlich der Grund liegen, warum Opernsänger von nicht entschieden hervorragendem Talente oder eminentem Rufe in diesem Genre am liebsten debütiren. wenn sie nicht etwa zufällig zu Verdi hin gravilireu. Herr Sedlmaycr scheint in jene erste Klasse zu zählen: dcr Eharaltcr seiner Stimme wenigstens, die eben nicht groß ist, aber recht lieblich klingt, aualifizirt ihn vollkommen hiezu. Wenn wir noch hervorheben, daß unser Gast richtig und sicher intonirt und in seinem Gesänge das beste Zeugniß einer guten Schule besitzt, so glauben wir, nichts außer Acht gelassen zu haben, was zu seinem Vortheile spricht. Besonders gelungen war dcr Vortrag dcr Serenade im ersten und des Hymnus im dritten Akte, welche beiden Nummern auck recht beifällig aufgenommen wurden. Die Leistungen der übrigen Darsteller, mit Ausnahme des Herrn Morawec (Malvolio) waren leider nicht derart, dah sie mit jenen des Gastes ein hübsches gerundetes Ganze gegeben hätten: insbesondere haben wir von Frl. Sänger die Ueberzeugung gewonnen, dah ihr weder ihre musikalische Schule, die sie zu früh verlassen zu haben scheint, noch ihre Stimme, deren Umflorthcit bereits chronisch geworden zu sein scheint, die Befähigung zur Opcrnsängcrin geben: die „Ferosa" zu singen, — vom Spiele reden wir gar nicht — ist allerdings leichter. Herr Orsetitsch (Varberino) wird es uns vielleicht nicht verargen, wenn wir über seine Lei' stung einen doppelten Schleier werfen, wofür uns Aug' und Ohr danlbar sein werden: wir bätten ihn an» liebsten gar nicht erwähnt, wenn uns nicht eine Ahnung gesagt hätte, daß vielleicht er es war, der den Ausfall des lieblichen Volalterzettcö im dritten Akte: „Ruhig, leise, stille, sacht" verschuldete. Doch — wir haben eben wieder einmal eine Oper gehört. Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Pest, 1. Februar. Dcr Pester Bürgeranösch nß hat an den Altcrsmann Matkovich in ssinmc folgende telegraphische Antwort abgcscndrt: Mit dankbarer Liebe cmpfiugcn dic Bnrgcr Pcsts die telegraphische Mittheilung , daß die Begeisterung dcr ungarischen Hauptstadt nbcr dic Anwesenheit dcs Allerhöchsten Königspaarcs anch im ungarischen öitturalc sympathisch wicdcrhallt. Mo'gc bald dcr schöne KrönmuMag anbrcchen, dcr auch Brüdcr aus Fiumc in nnscrc Mauern führt, damit wir iiber dic Hcrstcllnng dcr angcstanmttcn thcnrcn Bandc del Einheit im Glück verjüngt mit Euch jubeln könne». Im Namen dcs Biirgcrtcmntcc: Dr. Ign. Harms, Präscö. Alex. Vccscy, Viccpräscs. Vcrlin, 1. Fcbrnar. Dcr Vorsitzende des Nord« Ostsee - Kanallomitc»', Abg. v d. Heydt, ladct die Ko< milccmitglicdcr auf 1^. d. M. nach Vcrlin ein, um i» die Berathung bestimmter, im Schreiben deS Handels-ministers vom 28. nnd 29. Jänner gemachter Eröff' nungcn nbcr dic Absichten der Regierung hinsichtlich dcs Nord Oslscc Kanals cinl.ugchcn. Die Staatöivgiernng beabsichtigt, sich au dem Attientapitalc von 28,l00.000 Thlrn. m't 12 Millionen zn bcthciligcn und dem Land' tage eine diesfalligc Vorlage zu machen. Hamburg, 1. Februar. Die „Hamb. Nachrichten" bringen cin Telegramm ans Kiel, welches meldet: Gcstcrn hicr vcrsammcltc 25> holstcin'schc Ständcmitglie-der beschlossen, au den Statthalter eine Eingabc wegc» Einberufung dcr Stäudeuersammlnng zu richten. ^ Dic Nachricht des hicfigen „Frcmdcnblattcs", Redakteur May sci nach England abgereist, ist unrichtig; derselbe befindet sich, sichern» Vernehmen nach, in Altona. Bayoune, 31. Jänner. Ans Madrid 30. wird berichtet: Dic Regierung hat dcn Eortcs gcgcn dic Presse nnd das Vcrcinswcscu gcrichtctc Gesctzcntwürfc vorgelegt. Diesc Gcsctzvorschlägc machcn auf die Bevölkerung cine» schlcchtcn Endrnck. , cheschästs-Zeitung. Verlosung. Bei der heute vorgenommencil 31. Verlosung der ssürst Edmund Clar y'schm Lotterie-Anleihe WM' dcu iicichstchriidc 12,'» ThcilschuldUtrschrcibiingen mit ihren Gewi»' neu a/holml, und zwar: Nr. 2?54l> gewinnt Ig.lwtt fl.; ^r. 10,i0 3<^i» 5.N»« <>2ö3 10li<; 102!« 11382 132K0 16222 165)«» 20102 2?43 33«« 1 343«5 35055» 36839 36962 und Rr. 39772 gewinnen je IM» ft.; Nr. 304 l014 1120 1453 2075 2173 25)14 3103 3501 4204 4490 4890 498» 5.W5) K15>4 0505 7123 7359 7700 «333 ««86 9499 9664 9?^ 9760 10675 11152 11275 11790 ,2220 12338 12483 1ZM 13319 14163 14380 14474 1512« 15157 15242 15370 1545^ 16579 17542 17851 18520 1875? 18774 19019 19256 1944? 20334 21163 22007 22014 22029 >^07 22385 22506 2429! 24503 2494«: 25058 25435 25968 26533 27423 27466 28l0? 28117 28674 29584 30175 30431 31289 32174 32187 3235Z 32477 32558 3261« 32993 33236 33911 34670 34694 34?4? 35027 35516 35649 35670 37572 .«7Ü29 37663 37867 389sl' 39383 39802 40173 40410 41714 41726 4,747 und Nr. 41?^ gcwumrn je 60 si. — Sämmtliche Gewimnle lanten in Konucü' tionö-MMi',!', und erfolgt die Anzahlung derselben sechs Mo»^ nach der Ziehung durch das Bcuiklcrhcmi! L. Epsteiic in Wie». Theater. Hentc Samstag de n 3, Fcb r n a r,: Zum Vortheile des Regisseurs nnd Schauspielers A. Hart'O' Zum ersten Male: Andreas Vaumkircher, oder: Die Nitterempör»»»^ Schauspiel in 5 Abtheilungen nach riner wahren Begebenheit dr> Vorzeit von Johann v. Kalchbrrg, MetearllslMsche NeoLachluiMll in Laillacl)- " ^ ^ ^ 3 ! " " » ^L. 6 1l. Mg. 327,5.8 -2.4 SW.schwach ganz bcw. ! <... 1. 2 „ N. 327.^4 4- 6.« SW. n,Wg ganz brw. ^e" 10 „ Ab. 326.4l > 4- 5.? SW, mäßig! trilbc___> ^5 6 U. Mg. 325.74 -j- 6 0 SW.schwach trills" ! ^I 2. 2 „ N. 325X..4 !-- 7.l SW schwach! trilbe ! ^c» 10 „ Al>., 325.8? ! ^- 6.7 SW.fchwach! trilbe ! " In der Nncht uom 31. Jänner nnf den 1. Februar en"'" Regen. Ueber Tag einzelne Tropfen. Wollende geschlosse"' Den 2. schwere Regcnwolleii, die sich längs den Gebirgen,"' gössen. Feuchtes, mildes Wetter. Starleö Schwitzen der St""^ — Dic weiße Bachstelze (^lol-...!,,. «n,-,) ist bereits angelot«"'" mid belebt das abgedämmte Flußbett dcr Laibach. wo il,r ° zwischen den Moosen in großer Menge vortommendm i'ar^ der Schnaken m,d Einlag^fliegen reichliche Nahrung bieten, , Der ^ichtmrßwg ist »ach dem Vancrnlalendrr ein wiclM. Lostag. Man befürchtet noch einen strengen Winter, wenn M"^ Lichtmeß ein sonniger Tag ist. Nach' der Ämurnregel soN früher von der Kerze, als vom Dache abtröpfeln. DaS st°"z nischc Sprichwort besagt, daß an diesem Tage der Ä«r "^. seinem ^'oche spaziiren gehe, wenn er Schnee.' und w daSI^ . znrlictlehre, wenn cr Sonne findet. In England ttbenummt " Dachs die Rolle des Bären. __^ Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr.