Dienstag den 27. März 1827. L « i b a ch. ^§n Folge hoben Hofkünzleydecretes vom 21. vorigen Monaths, Zahl ^618. wird in dem Intelligenzbtatte eine kurze Beschreibung über den Gtgcnstand der nun. mehr erloschene!, Privilegien des Augustj Nowotny und des Jonathan Thornton, betreffend die Beschiß bung lhöucn^r Wasserrohren und die Verbesserung der Maschine zur Darstellung deSGtick' und Strickgarnes, Wie auch des Water. Twistes, zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Von dem kaiserlich,« königlichen lllyrifcben Landes - Gudernium. Laibach den 5. März 1827. Nach Eröffnung der k. k. allgemeinen Hofkammer vom ii. Februar hat der Ntutntcheiner Bürger Johann Fichtner ss>nt, wu o.^. Entschließungen vom i3. May und 18. August 1822, dann 20. July l«2Z erhaltenen Privilegien, 1) ciuf oie Erfindung eines neuen Vrannt« wein« Deslillirtipparats; 2) auf die Vll,g zulüÄgelegt. — Wel, ches in Frlge Iioden Hofkanzleydccrites vom H2. vori« >n 2. Februar ,824, Z. Z?c>4, zur allgemci. nen Wissenschaft bckannt gemacht wird. Vom k. k.iliyr. Landes . Gubernium. Laioach den 9. März 1827. T rieft, den i3. März. Der heutige 08«^v2wl« tuthält uaäistehenden Aus« zug eines Schrciü^'ns «us S i, r a vom 19. Februar: „Als Nachtrag zu den Nachrichten, die ichIbncn in mei« nem Sckreibcu vorn ,5. d. M. nl?cr 0>e Ereignisse in der Gegend von A th c ti initgltheilt habe, melde ich Ihnen, daß die beyden glieänscker, Colonnen, welche 25aa Mann stark waren, und ron Vurbachi,Va sa Mann an Todten, Verwundeten uud Gefangenen, zurückgeschlagen worden sind. Burdach , wurde lebend g,fangen, und auf Vefehl Neschid-^nscha, nebst mehr ais2«an>weln Gefangenen in Stü- ckci? gehauen. Der Commandant der französischen Cor, vette Pomona, der sich zur Zeit des Treffens m d«t Nahe bcfand , sandte einerl seiner Off'ciere an Bord sei» ncr Schaluppe ab, um bey NeschidP ascha für V u r» bachi um Gl^de zu bitten; die Türken erlaubten aber DttCorvette nicht, sich demLande zu nähern, sondern feue«. ten mit Kanonen auf diestlde, so daß die Schaluppe, di« voran fuhr, b«,chädigt wurde; von der Mannschaft wurde jedoch niemand verwundet. Vafso rettete sM nachdem er die Waffen weg geworfen hatte, und entkam nach S a-lam>5. wo die Einwohner über ihn herficlen. und ihn steinigen wolwn. D,e Türken sind Mcistcr des Terrains dls Leusina (ßleusis); das von den Griechen besetzte Kloster lm Piräus hält sich noch . w,rd abcr von mehr alI ino Mann Türken belagert, welche freye Vcrbm. düng mit dnn Lager des Nc sch i d - P a sch c, ha^n. Dle Griechen hal.ten auch ncch e>ne Batterie, die sie im Piraus aufgeworfen hatte«!, besitzt. Gordon t-esin, det sich mit einer Ionischen Brigg m der Nähe. um die flüchtigen Truppen aufzunehmen. E«n gefangener Grieche, der aus dem Lager 5n elnlm Theile von Nume-, Uen (bey D isiomo eingeschlossen hatte, daß ihm aber der Seraskier Verstärkungen zu feiner Befreyung zugesendet habe. —Am l8. d. M. langte die k. k. Brigg il Veneto l?ier an. — Der österreichische Capiiän C l e^ men eich ist ron einem griechischen Corsaren beraubt, und nach Napoli di Romania aufgebrachtwoiden, wo ihm seine Ladung abgenommen und ein Theil der» selben verkauft wurde; der Capital wandte sich an die Regierung auf A eg i n a, und wirkte von derselben die 98 Entscheidung aus. daß ihm die Ladung zurückgestellt werden foll«;'t rührender Fcöl)l,chkeit, erzählten sich von ihren Thaten, rühmten ihren Wirth, der reichlich gespendet hatte, was zu einem frugalen Mittagsessen gehört, und sandten für das Hcil Sr. Ma» jestät des Königs fromme Wünsche zum Allmächtigen, daß er den, wilchen er, zum Segen snncs Volkes» durch die größten Gefahren so wundeldar geführt, noch lang« seinen treuen Preußen erhalten möge." Frankreich. Die j2 Uhr Vormittags; das Schiff begünn sich in Bewegung zu setzen, und drehte sich bereits meh» lere Mahle im Kreise herum, als plötzlich eine p 39 ze und dicke Rauchsäule, gleichsam als das Signal der Ah» fahrt, emporwirdelte, und die Blicke der in großer Anzahl versammelt«« Zuschauer aufslch zog ; in demsell?en Augen, blicke aber erfolgt ein heftiges Gekracht (es war nähmlich der Kessel gesprungen) ; das Fahrzeug ist quechindurch in zwey Hälften geborsten; der Kessel, die Ofenröhren, die Eisen. und Holz «Trümmer werden mit einer unglaub« lichen Gewalt auf den Quay Monsieur und auf den Quay de l'Hopital geschleudert, wo sie acht Personen todten, und zwölf andere schwer verletzen. Auf dem Dampfschiff selbst lichtet die Explosion weniger Unheil an ; als man hatte befürchten müssen; die ganze Stadt aber beweint den Verlust dcg achtungswetthen Hrn. I. Gaillard. eineZ der Actionäre der U"ternchmung. der in den Fluß geschleudert, und emige Augenblicke dorauf leblos »er» nus gezogen wurde; Hr. D e r h e i'm s . B .. ^ster des Fahrzeugs, Hr. S t e e l, ein geschickter ^zecha-niker, der den Apparat dazu verfertigt hatte, und noch ein viertes Individuum, daß bey dem Baue beschäf° tigt gewesen war, haben dasselbe Schicksal erlitten. W'^r würden (fügt die (^ » ^ « ttc> hinzu) vergebens das Entsetzen aller derjenigen Personen zn schildern versu. cken . die sich zum Glück für sie gerade auf solchen Stel. leudes Schiffs in einer gewissen Entfernung von^dem Kessel befanden, wo sie von dessen Tod um sich her verbrettenden Trümmern nicht getroffen wurden. Sie waren so erschrocken, daß sie nicht einmahl gewahrten, daß sie einer Gefahr entkamen, um in eine andere zu stürzen, indem das Schiff in den Grund zu sinken drohte, und nur durch dcn Niesboden, worauf es sich eben befand, davor geschützt wurde. Die Erschütterung, welche die Erplosion verursachte, war so stark, daß eine große An« zahl Fenster in den Häusern, welche sich längs dem Quay Monsieur hinziehen, zerschmettert, die Fensterrahmen zertrümmert. Fensterladen aus ihren Angeln gerissen Nalcons von Eingittern verdreht und'z,usammenge° quet,cht wurden, und das Getöse auf dem jenseitigen Ende der Stadt gehört wurde. Eine Zoo« Pfund schwere Ofenröhre von Gußeisen wurde auf den Quay Monsieur geschleudert. Trümmer von dem Kessel fielen am Ein. gang der Rue de la Barre nieder. Man versichert, daß sogar in dieser Straße Leute verwundet worden sind. Wir haben allen Grund zu befürchten, daß diese ersten Details nur eine unvollkommene Skizze von dem Un. heil sind, welches die fürchterliche Catastrophe angerichtet hat, und man besorgt nur mil allzu vielem Grunde, daß sich 'n dem Theile des unter Wasser befindlichen Schiffraums einige Leichname befinden, und daß eine noch größere An« iahl von dem Fluß hinweggefühlt worden seyn dürfte.« Portugals. In einem Schreiben ausOporto vom 22. Februar, welches am 5. März zu London eingegangen ist, heißt es , daß sich dortdie Besorgnisse etwosvermindert haben; daß es in der Provinz Tras-oZ'MonteL ruhig sey, und daß das Gerücht gehe, es seyen zwischen dem Mar» quiL von C Haues und der Regentschaft in L ! ssa do n, Unterhandlungen ang-knüvft worden. OZmani fches Reich. Der österr. Beobachter vom 19. d. M-, tnthalt unter der Aufschrift: ,.C 0 n st a n ti n 0 pe l, den 26. Februar" Folgendes: Der kais. russische Gesandte Hr. von Niheau« Pierre, welcher am 11. Abends inBujukdere ein. getroffen war. hat am iH. 0. M> und an den folgenden Tagen dem diplomatischen Corps feine Besuche, ohne Ceremonie!!, abgestattet, und die Gegenbesuche der fremden Missionen empfangen. Gleichfalls am ,4. ließ "durch den Gesandtschafcs-Secretär Freyherrn von Nuckmann, in Veglmung des eisten Dolmetsche«, Hrn. Franchini. feine Ankunft in dieser Hauptstadt dem Ministerium der Pforte auf die gewöhnliche Weise nonficiltn. und erhielt sogleich, anstatt der ,onst übli. chen Ehren ° Wache einer Ianitscharen'Orta, vier Cha» vaßtn des Wioßlvesirg. Am i5. erhisli Hr. v. Ri beau pierre denfeyer, lichen Besuch des von dem türkischen Ministerium zu sei, ner Bewillkommnung abgeschickten Pforten-Dolmetschcs und die für Minister seines Ranges Hergehrachten Ge» schenke an Blumen. Confitüren und Früchten. Sonn. tags den 18. begab sich derselbe, in Begleitung seines Gesandtschafts'Personals, nach der griechischen Kirche in Pera, wohin ihm die griechischen Bewohner diese« Quartiers in großer Anzahl folgten. Am 22. hatte Hr. v. Nibeaupierre eine freundschaftliche Zusammen« kunft mlt dem Neis' tkfendi in der Wohnung des Litern, wo er nur von seinem Dolmetsch begleitet, er» schien. Am i3. d. M. wurde der Großherr durch die G<« burt eines Prinzen, des zweyten gegenwärtig am Leben befindlichen, erfreut, welchem derNahme semes Vroßva, ters.Abdulhamid beygelegt wurde. Dieses Ereigniß wurde den Bewohnern der Hauptstadt durch Herolde und dreymahlige Kanonen.Salven, sieben Tag« hinteH» einander, verkündiget, reichliche Gaben an die Armen gespendet, und an den folgenden Tagen die Minister und Großen des Reichs zur Darbringung ihrer GlüH. wünsche empfangen, aber auch dießmahl die sonst bey Gv laa burtsfa'slen in der kaiserlichen Familie gewöhnlichen Ge» schenke nachgelassen. Die Truppen > Üdungen, welche einige Zeit hin° durch, wegen der eingetretenen üblen Witterung, eingestellt worden waren, haben seitdem wieder begonnen, woben auch schon einige lleine Abtheilungen der neuen regulären Cavallerie erschienen sind. Seit der bcy der Admiralität vorgegangenen Ver« änderung(derErnennung eincü andern ^opui)an.Pascha) werden die Arbeiten im Arsenale mit l,'crdoppeltel Thä« tigkeit betriebin, und der Wroßwesir begibt sich l,äu-fig dalnn, um die Arbeiter zu ermuntern, und mildem neuen Kapudan-Pascha, I ^ z e t M e h m e d , üder die zur Erkaltung der öffentlichen Nude sowohl, als zur Ausrüstung der Flotte dienlichen Maßregeln zu berath» schlagen. Die V^muthunq, daß der neue Napudan-Pzscha im dießjahr,gfN Feldzuge die Hauptstadt n>cht verlassen. sondern dao Commando dcr Flotte dem Ka° pudana« Beg, T a h l r-Pasä-a, welcher zu engem E>i> verstär'dnlß m,t I d r a h i m-^P a I ch a urw dcsftn Va° ter, dem Vice lNöniq von Ägypten, angewiesen ist, überlassen ^erde, bestätigt sicl) 's. S^hueß tee Ne d sch i b - E f e n d i , ^tgenten des gedachten Vice-Kön'gS den der Pforte, nach Aaypten auf d>e wegen Mitwirkung desselben zu dem vevotstehenden Feldzuge zu treffenden Vorkehri-ngen Bezug zuhaben. Ebenda' hin ,st auch der Ober» Mauth-Director von Smyrna, Sule > man -. A g a. wclcher h,ehc? berufen worden war, bcrettS vor einiger Zett abgegangen. Am 28. Februar batt. man'.u Co n,1 a n t i n o p e l. über Smyrna, d,e Beslan^ung oer Vortheile erhalten, welche der Seraükicr, R e sch i d > P a sck a , bcy A t l) e »i uder die Griechen errungen halte. Folgendes ist ve«Ini>!lt der erwarten N^chr'chtcn aus Smyrna: „D'.e Griechen hatten in den erste»! Tagen des Fcdruarg zwey Oxpidlliontn, e>n zur See, die andere zu Lande, zum Onts^y der A kro p o l» s ausgerüstet. Die See-Expedition , deren Lettunq dcr PhileUenen . Odelst Gordon übernommln has'e, ging. mit 2000 M,nin Truppen, am 5. Februar na« Sonnenuntergang von SaIan?> s ab, lanvete in derselben Macht imPiräu s, dem Haf'^n von Atben, und deschce verschiedene Posten am Ufer, die nur schwach vertheidiget worden waren. Einige Tage früher war ein anderes Corps Griechen, 25a6 Mann stark, unter Va! so und Durbachi von Eleuj'e gegen Ächen aufg'droo>en, um von dieser Seite e ne'Diversion zu Gunsten des Unternehmens auszuführen; ad.r der Seraekicr warf sich am 9. Februar unv?lsein'iis auf dits?5 Corps, U!id brachte 'hm «ine vollstä^iiac Niederlage bey. Nurdacki. m!t Lau Mann. wn,dö gefangcn/und, nebst zwen franzosischen und eineni de»t'chcn Philcuu>icn, enthauptet. Nach die» sem Sicge wandte sich der Straskier gegen daS iM P i, l äu 2 gclandcce Corps, vertrieb eö.mit detlächll, und Verichanzungen, welche die Gciechcii besetzt yat:en. und dey Abgang der neuesten Nachrichten aug T a la m i s , am ,5, Februar, erwartete man die Uoc rqabe der letzten Verschanzun^en am Ufer, welche die Griechen noch behaupteten. Bey dem in Piraus gelandeten Corpü befand sich auch dee Oberst von Heidegger mit semen bairischen Ossi. cicren." ,^________^_____ _______ _____ F r e m d cn--A nzelge. Angekommen den 20. M a r z 1626. Hr. John Iim'S Preston, k. großdrif. Odristlieu« tenant, von Florenz nach Wien. — Hr. Carl Blau, Handelsmann, von Cauisa. — Hr. Fca«z ^r,,ßi,Ha>t' delLmann, von Mailand; Hr. Mathias Nusfinl, Han« delömann. von Vened-ig, beyde nach Wien. Den 21. Hr. Ioh. Ncp. TwUcnz, HiNidelSmann,, von Trieft nach Gcal). — Hr. Fran; Wittniann, Diaconus vom ö. Ococn deZ heiligen FranNLcuo, von Rom nach Wien. Den 22. Hr. Joseph Vcrut, Wundarzt, von Kla, genf^"- ncich Fiumc. Den 20. Hr. Paul p. Chizzola, k. l'. Ob^lieul^ nant, von Bresc'a nach Nrünn. — Hr. Ioharn Ncp. Dollenz, Handelsmann, von W'poaä) »inch Graft- — Fräulein Theresia v. (3mperger, k. k. DlstrictS'-FörsterS-Tochter, von Klagenfurt. Abgereist den 21. M^'rz. Hr. Ioh. Vinter u. Hr. Urban Krisch.u, Hörer der Nechie, beyde nach Grah. Den 24. Hc, Ioh. Hyinig , Handelsmailn, n. Triest. Eouls vom 22. März ^627. Nittelpreis. Ttaatsschuldverschteibungen zu S n. H.sin EM.)8N njic, DM. mlt Verlos, v. I 162» für ,au fi. (inCM-) »25'5^6 detto detto 1821 sür »oa fl. (iuCM.) iiy Wien.Stadt-Nanco'Q^'l. zu l 1^2 v-H. l2 vH.z — — ten, Krain und Gor,-,, ^ii^ivv.^— -- Vank'Actien pr. S:u