MWM» ,B« pk»l» VI», > so 74. WSoksnMe»' c 1 So?»Ml«tt>mg «nh»»«b«« >ö70>. VlM»>«ung u vuo»,ci l»» tntmmd. l^i. ZV«» I^«sibo?. Uurtitvv, ul.< h^>nu«tvlpt« M»k6«a «ivdt iGtukai»?^ — k^bekpokto o«i!^»k ?ßr. 2VS ^rvltsA. cisn 14 Lsptembsr 1934 u», iX-I'i ta»Ok»w»> II. In ^Ufilisv» ul. < lVsi^sltung) 3«iug»pr«I»o: ^bkol«n. mon>tt. 2S l)in. 24 vin, ctureli s'ost monatl. tt vi«^ ttk öglichkeiten Ausschau, denn die sozialpo-itischen und wirtschaftlichen Forderungen >'r Sozialdomokraten belasten das von den .'l111? den Kampf ansagen. DaZ Wort von tie fände darin l?r>:n sichtbaren Ausdruck, der V^'rteidigttng der militanten Demolkra« ilnter Mitwirkung der Slowaken denken dk' Prosektanten d<'r neuen Koalition an eine i^nrchlireisende innere Siaatsreform mit bedeutender Erweiterung der Länderauton0' Wien. Aus diese Weise würde mit Hlinka Ivrieden geschlossen werden, eine Mficht, die im VerwirrliÄ^unliofalle der inneren B^rie-dunq ulid Konsolidierung des Staates in NMA «hevlichsm Mähe AugDte Läme. Verschärfung der Ännmlage ln Spanien Scharfer Zugriff der Regierung gegen die Marxisten / Massen-verhaslungen von Sozialisten / Die Marxisten deretteten einen bewaffneten Aufstand vor? P a r i s, 13. September. Di« iime«P0littsche Lage hat in Spanten eine >mgehe»re Verschärfung erfahren, «ach neuesten Mitteilungen a«S Madrid haben die fpanifchen VehÄrden ln d. Pro. vinz Nfturien Massenverhaftungen unter den dArtiße« Sozialisten vorgenommen, da dieselben einen bewafsneten Ausstand vor-bereiteten. S» wurden sämtliche «emeinde Vorsteher und außerdem noch 500 Partei. Mitglieder in Hast genommen, die mit Re. uoloern bewassnet in San Sebastian gegen 20V.0VV Schuß Munition mit einem Motorboot in Sicherheit bringen wollten. M a d r i d, 13. September. In politischen «reisen verlautet mit aller Bestimmtheit, das; das Kabinett Gamper auf der für Freitag anberaumten Sitzung des «abinettS seine Demission ankündigen werde. Die Demission des Ra« binetts wird aus die prekäre siuanzwirt« schastliche Lage des Landes zuriickgesührt, der Hauptgrund hiesür aber ist die Vas-kensrage und die Tatsache, das» die katho. tische Volkspartei fich weigert, die Regie-rung noch weiter zu unterstiitzen. Neorganlsatton und Vereinfachung der NÄNA N e w y o r k, 13. Septcnlber. Die Grundsätze für eine sofortige Reorganisation und Vereinfachung der NINA sinli von Noosevelt Utld General Johnson in^ Laufe einer nächtlichen Konferenz angeuoni men worden. Die NJR?l wird auf die qlei-che Grundlage gestellt wie die Bundesregie--rung mit ihren drei Geivalten: Exekutive, Gerichtswesen und Legislative. Gcncral Johnson wird weiter an der Sp'he der Exekutivsektion verbleiben. Die judiziclle Sektion wird sich mit den Arbeitskonslikten befassen und aus^erdeni die Aufgabe haben, die mit der Dnrchfiihrung der Industrie-codevorschrifien betrauten Bel^ürden zu unterstützen. Die legislatiiie Sektion wird die zu befolgende Politik beschließen. Wahlen ln Auftralien Drei Parteien kämpfen am 15. September um die Gmst der australischen Wähler t sters L y o n s, die in den letzten Wahlen <5 a n b e r r a, 18. September. ^ vor drei Jahren 41 Sitze zu erober« ver-Uebermorgen finden in ganz Australien - mochte, ferner die von Dr. P a g e gesühr-die Parlamentswahlen statt. Die Parteifüh- te Landwirtepartei und die unter Führung rer haben sich in viele:? Versammlungen den des früheren sozialistischen Premierministers Wählern vorgestellt. Um ^ie 75 Sitze des au-! S e u ll i n stehende Arbeiterpartei. Die stralischen Parlaments kämpfe,r eigentlich erstere besitzt jetzt 1«, die zweite 18 Sitze, drei Parteien: die Partei des Premiermini-j Man rechnet mit einem heftigen Wahlkampf. Volm Irl« dem Sftpo» nicht be« London, 13. Ssptemder. Me der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" seinem Watte berichtet, loll der polnische A-ußeitminister Beck dent bvltischen Delegierten Lovdsiegelbewahver Eden erllürt haben, daß Polen unter keinen Umständen dem von Frankreich lonzi-pierten Ostpakt beitreten ,verde. lßin englisches Bombenslugzeug in Irland abgeMrzt. L o n d o n, 13. September. In der vergangenen Nacht ist bei Mlford in Novdirland bei nächtlichm Truppenübuu gen ein Äombenslugzeug abgestürzt. Bon den fünf Insassen tonnten sich vier Mmm durch FaNschirnmbsprung retten, während der füulste Wt«nn ^ötet unid das Flugzeug vollkommen zertrümmert wurde. Die Normalisierung der bülgarisch-sowjet-russischen Beziehungen. S o f i a, 13. September. Der erste sowjetrussische Gesandte in Bul-^rien, R a s k o l n i k o v, ist heute in Soifia eingetroffen. Dainit erscheinen die seit 1917 abgebrochenen diplomaidlschen Beziehungen Awischell Bul^rien und Nußland wieder normailbfievt. Die nem rumänische Staatsanleihe. B u k a r e st, 13. Septenlber. Wie die „Lupta" erfährt, wird die neue rumänische SdaatSanleihe, die in ??rankveich getätigt werden wird, eine Liete angewisieu ist, dcmu leuchtet es auch ein, daß sick) Prag von der künftigen Siegelung mitteleliropäischer Wirtschaftsfragen nicht ausschalten will, und zswar umso weniger, als eine solche intenfive Polidik der wirtsck)aftlichen Zusammenarbeit des Donauraumes auch im Interesse der Kleinen Entente liegt. Was hier angestrebt wird, ist realtpo^litisch betrachtet durchaus Vernunft Politik. Man will auf dem verhältnismäßig kleinen Raum Mitteleuropas endlich eiimal Praktische Wirt^schasts- und Anuäherungs-politik treiben, um nicht länger als Spiel-ball gewisser Großmächte, zu denen sich jetzt auch Italien mit seiner Oesterreich-Politik zugesellt hat, mißbraucht zu werden. Mnn die neue i^oalition eine derartige Politik ins Auge faßt, so bestätigt sie die bislang no-n Dr. pechzchdeuen Thejea mit dem einzigen Unterschiede, daß sie nach neuen Mitteln der Durchsetzung tastet. Atan kann den tischechosloiwakischen Staatsnmnnern, aus welc^ Lager sie auch immer konimcn mögen, große Ersahrungen und sichere En!-scheidungstattik nicht absprechen. Die Tschc-chosliawakei begibt sich also durchaus nicht auf ein Glatteis von versuchen, wenn sie die setzige Koalitionspolitik allmäl^lich liqin-dicrt. Die Entfernung der marxistischen '^^r teien aus der Staatssi'chrung hat sicl) w Prag als eine Not-wendisskeit ernnesen, n>enn auch die Prinzipien einer reinen Demokratie solchen Not.ivel)rnias;nal)n?eii de.> Staat't's ihre Begründuug venveigern. Da^' politische ?lntlitz des verbündeten Staates beginnt sich zn wandeln. Eine Feststellung, die gerade n ^diejen T«>gen gemacht werden muß. Freitag, !>en ^4. Se^ember 19K. Verordnung zum Äaobgefetz L i u b. l j a n a, 12, September« Der Banatsrat wird sich in seiner ordentlichen Session neben der B^ndlimg des Budgets auch mit der Verordnung zum neuen Jagdgesetz befassen. Di« GinbeMfung einer außerordentülj^n Session de« BanatS rvtes ish daher niK iu NuSfiA genommM. Der LegitimLsmus m Oesterreich Erzherzog S«ge» in osfizieRe» Mtsiioaea. „Otto von Oesterreich". Frankfurt a. M., IS. September. Dier a n rf u r te r Zeitung" veröffentlicht einen Bericht ihres Wiener Korrespondenten, in d«m eS u. a. heißt, daß in Wien zetzt die altSsterreichische Tradition große Mode geworden sei. Man suche jetzt die Erinnerungen aus der kaiserlichen Zeit wachzurufen. So wurde in der K^ziner-gruft eine Gedenkmesse für Kaiser tdarl vom Kardinal Dr. Jnnitzer zelebriert. Erzherzog Eugen inspizierte die von den Tiroiler Schützen gchtellte Nuvgwache in volller alt-österreichischer Uniform. Bei der feierlichen Einweihung des Heldendenkmals ereignete sich am Montag abends ein aufsehenerregender Zwischenfall. In dem Augenblick, als Erzherzog Eugen die Plattform des Hel-dendenkmales betrat, erloschen die Scheinwerfer. Aus der Menge erlünten Rufe „Heil Hitler!", Gegenrufe antworteten ,Hoch .Habs bürg!" Schließlich entstand eine große Rauferei, der von der WaHe ein Ende bereitet wurde. Wien, September. Me das „Muigteits-SMtblatt" erfahrt, wird am W. September in Eisettstadt der ErAherAog Eugen dem Bürgermeister ein Dankschreiben „Ottos von Oesterreich" für seine Ernennung zum Ehrenbürger von 22 Surgenländischen Gemeinden überreiHen. Konferenzen zwischen Zevttt und Schnfchnlgg Beratungm über die politischen und wirtschaMchen Fragen zwischen beiden Staatm Genf, 12. September. Der izsterreichische Bundeskanzler DoMr Schuschnigg .hatte heute eine längere Unterredung mit dem ^goslawischen Außen minister Ievti 6. Mr die kommenden Tage ist eine Konferenz Mischen Bundes-kanUler Dr. SchuslZ^igg, dem österreichischen Außenminister Berger-Walde-negg und dem jugoslawischen Minister des Aeußern vorgose^n. Jil politischen Krei sen wird dieser bevorstehenden Konferenz zu Dritt große Bedeutung beigemessen, handelt es sich doch um die Vereinigung zahlreicher zwischen Jugoslawien und Oesterreich schlwe-benden Fragen. Bezüglich der stattgefundenen Unterredung zwischen dem Bundeskanzler und dem jugoslaivischen Außenminister wird erklärt, daß bei dieser Gelegenheit ins besondere in den wirtschaftlichen Fragen eine vollständige Einigung erzielt worden sei. Außenminister Jextiä ist entschlossen, die bestehenden sreundschattlichen Bezi^ungen zwischen den beiden Staaten durch neue Wirtschaftsverträge auszubauen. ES scheint, daß die erste Whlungnahme sehr bald eine Reihe von günstigen Aolgen zotigen wird. Truppenparade in Beograd HMer behäN sich dle obeefien AunMonen vor «öriug hat auch weiter das BeMadiVMgS- B e r l i n, 12. September. Der preußische Ministerpräsident G ö-rin g hat in seinem Ämtsbereich eine neue Aufteilung der Funktionen vorgenommen. In allen Fällen, einschließlich Reichswehr und Reichsmarine, ist der Führer und Kanzler Adolf Hitler auch in Preußen oberste Instanz, wie es früher Hindenburg Am i1. l^edurtstag Är. kgl. Holte t de-^I S. M Kl?nig Mexander während des Desi-ThronsolgerÄ Peter san'd in Beograd eine lees der Truppen. .Hinter dem Herrscher S. große Truppenparade auf der Banjioa statt, j kgl. Hoheit Prinz Paul. Genf — ble Stadt der Berwlnung Die Sowjetunion hat kein leichtes Spiel / Immer größerer Widerstand / England schürt Polen gegen Moskau e n s, 12. September. Dil» Verhandlungen üldcr die formelle Prozedur der Aufnahme Sowjetrußlands in t^n Völkerbund dauern jetzt schon zwei war. Die früheren Evmächtigungen, die den i Tag<^, 'vhne daß man auch nur einen Schritt preußischen Staatsministern KUgestanden wurden, werden abgeschafft. Göring besitzt für Preußen auch weiterhin das Recht der Begnadigung der zum Tode Berurteil^en. weiter gekommen wäre. Die französische Di plmnatie ist ivenig erbaut iider diese Verschleppung, obwohl ihr der Sieg nicht entgehen kann. iBarthou wird den Einzug der Bolschewiken in den Reformationssaal als Dle mglifche Intrige Der Ostpaktplan durch Deutschlands Note in ein neues Gefahrenstadium gerückt / Polen weigert sich hartnäckig, beizutreten Genf, 12. September. Durch die lsoeben erfoilgte Ucberre'chung der deutschen Note in der Frage des Ost-pattes bM. der deutschen i^eitigung an einem solchen Vertrage ist die franz^ische Alonzeption der Sichemng des Ostens in ihrem S'.lme in ein neues Gefahrenstadiun: gerückt. Die Verwirrung ist so groß, daß niemand weiß wo er zu beginneir hätte, um nur einen Teil des .fflomplexes aller Fvagen zu entwirren. Es lMte sich nämlttch schon die Gewißheit eiirgebüvgert, daß die ablehnende .HiMnAg Deutschlands für die Realiswrung des 'Ostlpaktpkrns keilie Schwierigkeiten mit sich bringen wür^. Es war jedoch die Rechnung, dem: Englaind griff jetzt den von der deutschen Dipliomatie hingewmHenün Falden auf, um eine neue Intrige loeiterzu-sPinnen. Die enAische Regierung ließ jetzt durch chlve Vertreter erklären, daß die deutsche Vbnbwvrt jo ilvertW sei, daß ma,: un- bedingt darüber verhandeln müßte. Harthou wehrt sich gegen di^se englische >^ntr.ge mit dem bekannten Hinivei^', das; Deutschland seine Aufrüstung als VcrlMtvdlungsbodin-gung lfovdere. Die größte Schwierigkeit für die Realisierung des Olstpaktes bildet jedoch die Hailtung Polens. Es scheint, daß Polen :nt Sinne engUscher Anweisungen handelt. Die englische Mplomatie hält 'sich jetzt stark hinter der Kuilisse, um Frankreich nich^ frontal zu ärgern. Deshalb nimmt England in Genf eine offenlsichtlich wyaile Haltung ein, während die Jlrtrigen hinter den Vl>lkerbundkulissen gesponnen avevden. Die englische Diplomatie HWt den Ostpakt für verloren, lvenn Pollen und DentjschUland nicht beitreten. Hiezn kommt, daß Barchon auck» in Frankreich gewarnt wird, sich lediglich mit Moskau zu binden. Triuniph seiner Politik erleben, allert»ings mit einer unerwünschten Verspätung und unter Bedingungen, die der Moskauer Regierung alles e'her als angenehm werden dürften. Wegen der Ausforderung der MoÄ kauer Regierung und deren Antwort aus diese Aufforderung ist unter den hier weilenden Delegationen ein Streit entbraiint-, man kann sich auf den Text weder des einen noch des anderen Dotmnentes einigen. Den Text der Einladung formulierte der tschechoilowakische Außenminister Doktor Beile Z. Die Engländer, deren Absicht aber darin lag, Schwierigkeiten zu bereiten, forderten hingegen eine Abänderung des Ein-ladungstexteS in dem Ginne, daß von der ^.'Z^oskauer Regierung die Erfüllung der statutarischen Verpflichtungen des Geirfer Paktes zwar nicht ausdrücklich verlangt wird, man setzte aber voraus, daß die Sowjetunion diese Verpflichtungen seli^werständlich einhalten werde, ohne dies im besonderen erwähnen zu müsset!. Der englische Vorschlag ist sehr schlau ausgeklügelt. Er bczlveckt näinlich, daß die Moskauer Regierung diesbezüglich irgendeine Erklärung abgebe, die sie verpflichten würde, die für die anderen Staaten geltenden Verpflichtungen anzunehmen, auch tvenn es nicht auf Grund einer besonderen Forinell geschehen würde. Das; Litvinov mit dieser Vtausefalle keines-nvgs zufrieden ist, braucht nicht besonders beton! zu werden. Es ist der Wunsch des frairzösischen Außenministers, der Bölter-buttd niöge still an den Fragen vorübergehen, die sich für Rußland ergeben, sobald es Mitglied des Bölkerbundes ist: z. B. Mzah-lung der Schulden, ^^klchtung der Minderhei-tmrechte Mraine, Georgien, Mongolei usw.) NeligionZIreiheit u. a, m. Der neue Präsident der Bölkerbundver. sammlung, Schwedens Außenminister San d l e r, widersetzt sich meritorisch keineswegs einer Aufnahme Sowjetrußlands in den Völkerbund, er steht jedoch auf dem Stand-Punkt, daß in der zuständigen 6. Kommission des Völkerbundes über die Bedingung gen Sowjetrußlands offen diskutiert werden müsse, da es seiner Ansicht nach — und diese Nnst^ teilen viele andere Staaten :nit der Schweiz an der Spitze — nicht angehe, mit Moskau eine Ausnahme zu machen. 11 n!) wenn selbst Sandler diesen Standpunkt nichi einnehmen würde, dle Schweiz müßte dii Behandlung dieser für Barthou und Litrii. nov peinlichen Fragen behai^deln. Es qibt aber keinen Staat, der diese Bereinigu?iz verhindern könnte. Jedenfalls ergibt üH aus diefer Haltung der Schweiz und einiZi anderer Staaten eine gute Lektion si^: Moskau, welches den Empfang mit offene« Armen erwartet hatte. Jnl Nameir der schweizerischen Eidgenos. senslj^ft wird sich Bundesrat Motta gen die Aufnahme der Sowjetunion sprechen. Motta wird darauf hinweisen, das; die Sowjets die primitivsten menschlichen Rechte des Glaubens, des Gewissens uni» der Uebevzeugung mißachten und deshalb im Bund der zivilisierten Nationen keinen «Psaß finden können. Die Schweiz wird, wie man i^rt, ein Plebiszit anordnen, welches me .Haltung der Bundesregierung besbätig'in soll. London, 12. September. Die Möglichkeit einer Be,siegung des kerbuitdsitzes von Genf nach Wien oder ei» lter anderen Stadt im Falle der Durchfuhr rung des schlveizeris6>en Referendums ge>icil die Aufnahme Sowjetrußlands tritt intiuer niehr und mehr in den Vordergrund. „News Chronicl e" schreiben offen über diese Möglichkeit. Der diplomatische lldorrefpondent des Blattes schreibt, iiiM habe in Genf in allein Ernst die Maßnahlucn durchberaten, die erforderlich sein würd-'n, wenn ein Ähweizer Referendum den Austritt der Schweiz aus dem Völkerbund stätigen sollte. ____ Äunge» Mädchm aus Stumanlen -Ler Frenlde, der Rumänien besucht, intmer evstvunt sein iiber die wupderbnes Stickereieil, mit deirell vor allem die ruinä< nischen Frauen ihre K'lei-der schmücken. Diese Arbeiten sind sehr bunt und sarbenfreudist, geimu so wie auch das Laird besonders im .Herbst in lausend Farben schwelgt. Wiens Kampf gegen das DeNIemnwesm Men ist wie seltetl eitie Stadt eitt Säjau« Platz kmsser (^gensätzc Wer zuul ersteir !lUuil nach Wien kolnint, ü'ber die Ringst^^e durch die Mrntnerstraße Imininelt, der >vir!' fmppiert sein über das enge Beieinander von Glanz nNid Elend, das diese Straßen und ilc» bell ihiren alle großen Plätze der Stadt, alle Straßen, in denen viel Leben ist, bietcn. Höchste Eleganz und letzte Wiener Modeir. GesMfte, itl denen aller Lu^us des mo^^er^ nen Lebelts sich dem Auge bietet — und neben Bettlevgestalten mit jainmervoslei!, ulit>leidl)eischenden Gesichtern, Hände, die M a/usstrecken, um eine kleine G'abe zu Freitag, den l4. September lSS4. S „Mariborer ZeUung" Nummer ^MMnüÜlIIIIIÜslsM,-^ uMWIÜÜÜIIlIWftttn! !iisiWIl!!!!lIfsIMltt,> U«li8 scoc»! D^Nkisiei»! erbitten. In den letzten J-ahren hat t»a3 Bctt^erunlwesen in der östvrrvWchen Hauptstadt in so auffallender Wetse zugenommen, daß sich die Wiener Polizeidivektton jetzt zu energischem Vorgehen entschlossen hat. Denn man kann sich nicht länger der Tatsache t>er» Ichließen, daß die Straßenbettelei eine starke .!^ellg-sttgung nM nur der Wiener Bsvölte« nlng selbst, soi^rn auch der nach Wien kommenden Fremden bedeutet Alle Arten des Betteilunwesens sind in der österreich « schen Hauptstndt in zehnfach verstärkter AufInge zu finden. Die Bettelei an den Woh» mingstüren ist zu einer nxl.hren Plage geworden, auf der Straße stehen und sitzen an aNen Ecke,: bettelnde (stalten, drängen sich ttntevlvegs an die Passanten und lassen ihr Opfer nicht los, ehe es nicht seinen ObvluS entrichtet hat. In einem Aufruf an die '.'^evi^lkerung hat die Wiener Polizeidirektion die Oesfentlichveit zur Mitarb^t im Kampfe gegen das Bettlerunwesen aufgerufen. Die fast sprichwörtlich gewordene Gutmütigkeit des Wieners, die ihn immer wieder verleitet, l,n allen Ecken nnd Enden ein Scherflein zu sieben, soll nun einer Mhlen Vernunft Platz machen. Wahvscheiinlich !^ben die großzidgi-ssen Hilfsmaßnahmen, die in Deutschland durchgeführt wurden und die Hand in Hand liingen mit einer rigorosen Beseitigung des '.»^ettlerivesens, setzt den Wiener Behörden als Borbild gedient. Man sagt sich mit M'cht, daß die Bettelei eine volltomnlen iiilklose Ausbeutung des Publikums darstellt, daß die zahTosell kleinen Beträiv?, die an den Wohnungstüren und auf der Straße geloben werden, nutzbrinyenS»« angewendet i'erden können. Gleichzeitig mit dem Ausruf M die BsvAilkerung hat ein Heer von Polizei l Tcrmten in groß angelegten Razzien ' die Vettler Wiens genau unter die Lupe genominen. Man hat dabei viel gewerbsmäßige '^!'ettelei aufdecken können. Zahlreiche Mn-dti', die zu Bettelzweckm nur endlie^n Ovaren, wurden in Mrsovgeheimen untergebracht, jugendliche Arbeitslose, die sich bet-tMd herumtricveil, wurden in Arbeitshäuser steckt. Das milde Herz des Wieners wird u Zukunft nur noch selten l^eqenheit haben, auf der Straße wohltätige Äabm auszuteilen. Gchimmzevv Berlin Vari< Bier Stu»»den FahrzeUerspami«. dem deutschen Borb»ld hat man auch in s^rankreich Bei^uche mit dem Schienen-zepp durchgeführt, die zu dem Erkolg führten, daß setzt die fvanzSsische Eisenbahngesellschaft Nord zwi^s^lien Paris »md Toureoing über ^'iNe den ztveitgri^ßten Schienenzepp in 'dienst stellt. Bei der Probefahrt betrug die urchschnittsgelchwiildigteit 14V - Stundenkilometer. Künstig soll ein Dlrrchschnttt von >7 Ml>ometern Pro Swnde erreicht werden, x^sder Triebivagen setzt sich aus drei Wa-icn zusmnmen, deren erster und dritter mit l'otorenantrieb ausgerüstet sind. Der Mittel Igen dient als Tchleppwagen mit 146 Sitz' ii^n. Der Zslg hat yin Gesanltgewicht von Tonnen, Mhrend seine Lünge Meter lif^t. Eine KautschAkdichtung verbindet die t>rl!i Wcvgen, die wie ein einziger Wagen auseben. Das Wageninnere besteht aus ^^llumi-liunl. Der Antrieb erfolgt durch einen Diesel wior zu 12 Ztilinder mit je 4(10 P>A Lei» tung. Die bebten Motoren sind am vorderen ^iciird angebracht, denn an den Hinteren tänden befinden sich sogenannte Fraktions-»u>tc>ven, von denen jed«r eine Achse antreibt. Die Berliner „Reichsbahn-Beamten-Zei-bschäiftigt sich ausfi'ihrlich M diesem chieneiMpp und brin!gt im K^nimentar des tlreffenÄen Artikels die sensationelle Be-llilntgaHe, daß schon das nächste Jahr ge-»laist ist, durch diesen Schienenzug die Ber-'iiidlliig Paris—Berlin über Lille—Lüttich— ^öln einzurichlten. Die Fahrzeitersparnis vsirde gegenüber dem Nordexpreß bis zu vier iilurden betragen. Die. Beki^stigung der Rei-mden im Schienenzepp soll durch eine beson-»tre Bar der Internationalen Schlasivagen-!l''<'slsrs>ast vorgenommen werden, Vorerst "ird ein Zug tätlich in der erwähnten Rich-slng ociilehven. n Bon Mutter und Schwester ermordet Bestialisches Verbrechen in Karlovac Wie aus Karlovac vom !?. d. gemeldet wird, steht ganz Karlovac unter dein Eindruck eines surchtbaren Verbrechens, das sich vor 14 Tagen abgespielt hat ulld erst jetzt aufgedeckt worden ist. Die im Hause Nr. lü an der Obala Trnstoga nwhnende Allna Troll erstattete vor acht Tagen liei der Zkarlovacer Polizei die Anzeige, daß ihr Jahre alter Sohn Vi>ltm spurlos verschivuil-den fei. Der Alveite Sohn Anna Trollö, Ist-dor, zweifelte jedoch daran, daß der Bruder das Haus verlassen hätte, ohne sich von ihln zu verabschieden. Als er überdies dle Uhr und das Sonntagsgewand feines Bruders fand, ging er zur Polizei und äußert« den Verdacht, sein Bruder sei einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Als mutmaßliche TÄter bezeichnete er seine MMer und Schilvester, die seinen Bruder Vilim gehaßt hätten. Die Polizei leitete sofort eine Untersuchung ein. Bei einer Durchsuchung im >Hause der Anna Troll fand man die Leiche ViUm Trolls in der Senkgrube. Anna Troll und ihre Tochter Adele wur« den verhastet. Anna Troll gestand, gemein-sam mit ihrer Tochter ihren Sohn in der Nacht zum 30. Augllst im Schwf überfallen und mit einer Axt erschlagen zu haben. Die Leiche hätten sie nachher in die Senkgrube geworfen. — Anila Troll, die W Jahre ailt ist, wurde heute mittag ei^rem neuerlichen Verhör unterzogen. Sie gab an, ihre Tochter sei ihr bei der Ausübung ihres BerbrechenZ nicht behilflich gewesen. Sie hätte bloß davon ge-loußt und später bei der Versenkulig der Leiche geholfen. Die Schiffsbrandtataftrophen des 20. Jahrhunderts Mit der Feuerhölle von Hoboken begann es... / Chronik der Schiffsbrände in neuer Zeit Das entsetzliche Brandunglück auf dem amerikanischen Passagierdampfer „D!orro Castle^ ist das letzte in einer Reihe von Ka» tastrophen, die seit Begimt dieses Jahrhun> dertS imt^ wieder die gesamte Welt in Schrecken versetzt haben. Nach ^n letzten MÄdullgen soll die Zahl der Opfer, die die Katastrophe des „Morro iLastle" forderte, 156 betragen, lv«?b^ noch mit der Möglichkeit gerechnet lverden muß, daß sich dieje Zahl nach weiteren Forschuugen lioch erhöhen kann Damit ist dieses letzte Schiffsuliglück zu einer der größten Mtastropheu uilsercs Jahrhunderts geworden. Die Reihe der Schisssbrände lvnrde bereits im J^ve 1900 mit dem Riesenbrand im Nswyovk^ Hafen Hobokml eingeleitet. Ant 30. Juni dieses Jahres sollte der Schnell dampfer „Saale" nach Boston auslaufen und von dort nach Europa fahren. Auf dem Schiff befanden sich etwa 800 Persomn einschließlich Besatzung. UnmtttÄbar vor der Abfahrt ereignete sich au>f denl Schiff eine heftige T?--plosion. Es explodierten einige Flascheil in t Kohlensäure, die ungilücklicheriveise auch ein gri^ßeres Faß mit Benzin in Brand setzten. Durch das uinherfliegende bvenl,ellde Benzin wurd^ einige am liegende Baumwollballen in Brand gesetzt, und infolge der gerade herrschenden glühenden Hitze breitete sich das ^er mit unheimlicher Schnelle über den ganzeil Hasen aus. Dabei fingen ungliiMicherlvoise auch zwei deutsche Dampfer Feuer, die „Breinen" un»d der „Main", die sich beide in der Nähe der brennenden „Saale" befanden. Die „Bremen" sank mit 100 Mann an Bord, auf dem Dampfer „Main", der vollstänidig ausbrannte, kamen 70 Mann ums 5^ben. Am entsetzlichsten wirkte sich die Mtastrophe auf der „Saale" aus, wo die ganze Besatzung und sämtliche Passagiere, im ganzen »20 Menschen. umS Leben kamen. Die Felterhölle von Hoboken hat rund 1000 Opfer gefordert, und lvar die entsetzlichste Katastrophe des Mhrhunderts. Auch der materielle Schaden lvar außerordentlich hoch. Auf der „Bremen" betrug der Schaden 3^ Mllionon Mark, auf dem „Main" 8 Atillionen und auf der „Saale" 4 Millionen Mark. Wenn man noch den Sachschaden hinzurechnet, der durch da? Feutt auf den verschiedenen Docks entstand, so dürfte damals ein Gesamtschaden von 50 Millionen Mark elitstanden sein. Anch die deutische .Handelsschiisf^ihrt wurde schon von verschiedenen Bvandkatastrophen schwer geschädigt, bei denen zum Miick nlir Op^ AU beliiagen »varen und keine Passagiere ums Leben kamen. „Europa", „Mlmte Cervantes" und „München" — diese drei stolzen Schiffe sind im Laufe einer ver-häiltniSmäßig kurzen Zeit Opfer von Brandkatastrophen geworden. Die „Europa" geriet n«^ im Dock in Brand. Bei dem Unglück der „Monte Cervantes" und der „München" fmrdm drei tapfere Männer den Tod, die trotz der drohenden Gefahr bis zuletzt aus ihren Posten ausharrten. Bei allen Brandoder anderen Katastrophen, die. jemals deutsche Schiffe betrafen, gab^i die deutschen Kapitäne und ?Mnnschaften imlner wie-der ein lellchtendes Beispiel der Pflichttreue bis zum äußersten. Es mutet sehr merkMrdig an, wenn jetzt anläßlich der letzten Katastrophe allf deln amerikanischen Dampfer be-kalmt wird, daß die Rettungsboote, die eiligst dem Lande zlisteuerten, überwiegend mit A^airnschaften l^setzt ivaren, während huirderte von Mei^chen hilflos im 'Msser trieben... Jin Juli 1032 brach auf einem kleinen deutschen Bergnüguirgsdampfer eine entsetzliche Kesselexploston aus, die sich diesmal zwar nicht in einen, daraus entstehenden Brande so verheerend auslvirkte, sondern durch das Ausströmen gilüheilder Wasserdämpfe, durch die zahlreiche Passagiere schwere Verbrlchungen davontrugen. Das Unglück des Dampfers „Sperber" stellt einen unglückseligen Einzelfall dar, der nur auf einen KlonstruktionSfehler in der Kesselan-läge zurückgeführt »Verden konnte. Ein eigener Unstern schien lailge Zeit hindurch Über der französischen Schiffahrt zu lvalten. Immer ivieder gerieten sranzdsische Dampfer auf s)oher See in Brand, sodaß systematische BrandstiMng angenommen wurde. Me größte dieser Katastrophen war die des französischen Dampfers ,.L'Atwn-tique", eines Ozeanriesen, der zu-m Glück keine Paffagiere an Bord ^tte, sodaß keine Panik ausbrechen konnte. Es gelang allch dem größten Toi-l der Besatzung, das Schiff in Ruhe zu verlassen, dennoch waren einige Opfer zu beklagen. Entsetzlich war die Brandkrtastrovhe d-eS französischen Dampfers „Georges PhMppar", bei der fast 500 Mn?s«!^n dn Artikel u. a.: „Mit gewalttger (i^taltungskraft hat in einem Berglandblich Marianne von V e-st e n e ck den Versuch ullternoinlnen, das Problem der Ehe abzntlären. „Elfriede und die Probe-Ehe" nennt die Bersajser.ni dieses Buch, das ich allen angehenden Elicleuten und auch allen, die bereits das süße oder schwere Joch der Ehe tragen, empfehle. Es ist^ kein Roman fchleclithin, eme Lieb.'s-geschichte mtt schönem Ausgang — es st im vollsten Sinne ein Vadeniecnnl der Ehe. geschrieben in einer zu Herzen gehenden Farbenprächtigveit. ?/atllr, Handlung und Menscht find aus der Wirklichkeit heraus« geboren. Das ist das Sch5ne dieses Bliches: es bleibt nicht an der Oberfläche liängen, es schürft tief, sehr tief, es ist ein Seelenbuch, es spricht zuln .Herfen ... Mit dem gleichen großen Problem befaßt sich auch der bekannte <^zer Vkervenarzt.H. d. a s p e r o in einer popnlär-wisienschaft^lchen Schrift. Diese „Gedankeil eines Nervenarztes über die Ehe" bestätigen wissenschaftlich d. Inhalt de? Bilches „El^ede nnd die Pr^Zbeehe..." Ehe . . ." Mchistel)end noch einige k'nrzkritiken der "Rusl-andpresse: „G r a z e r T a g e s P o st": ,.Meirscs)en-' 1ä)icksale sind in deni Buch mit ganzer Kraft iriedergelegt. Es haindelt sich keinesivegs um eine Kanlpfschrift, solldern uin eine-n mit ganzem Herzen geschriebenen Ronlan." „L u xe m b u r g e r V o l k s b l a t t": „Ein starkes, vielversprechendes Buch! In gaiklz feiner Art schildert die Verfasserin das Leben; manchmal erinnert sie !n der Verin» netlichuny der Charaktere an Bang oder Hamsun. Dem Buch, das seine ?^atilr)>a!st<'A^ mrd glänzende Charakterdarstellnngen ln-ingt, ist großer ethischer Enist nicht abzlisvrechen." „Hambu rger^remdenblatt": „Die Mitspieler des Geschel)eus nnd die Elpiisodsn aius dam MtagÄeben der heutigen ^MwiKmcer Zeiwag^ Ztivmmr ZW. Freitag, l»en 14. September ISA. ^Setellschlch! ljmd^ gut^chvchlWet unk» sLUiert.-- e i ch < n ib u ?v g^:, „Man wird dieses Buch mit Interesse le^; es ist fürwahr ein Zeitroman, dem Leben entnvTmnen.^ „B erIine r'B d t u n „Ä-elen mögen die Schielsale zu hart gsschiil-dert fein, man ist«s nicht gewöhnt, in «die^ MvUeu solche HintergvÄide au^jezeiAt M sehen. man sMrt gerade deSHM de» lebendigen Herzschilä^ der-Bevsafserin in jeder Zeiile. Wer für etwas ficht, muß Partei ^i^ern." Zws Gelse c. Tvuumg. Äm SamÄag fand in der Herz-Iesu-Kirche zu (Kraz die Trauung des Herrn Rudolf Kästner, Bersicheruugs-beamteu, mit Fräuilein Grote S ch i c ß aus t!elje statt. Bebstände miren der Bater der Braut .Herr Emmerich S ch : e tz, Prokurist der Nvmia D. Naiusch in Ceilje, u,id Herr Otto Bernharld, ein Freund des Bräutigams. DiüzesanseereMr der „Frohen Kmd-heil" Antoin S t r a is s e k rlch>tete an das Brautpaar eine zu H<^M gehende Ansprache. Feierliche OrgelWnge ?n der sesMch be^uchtetm Kirche verschönerten die Feier. Wir entbieten dem jungen Paare unsere herzlichsten Glückwünsche! c. Die «olloechUumlun« des Verbandes der jugoflawischen Akademiker in Cel^e findet Montag, den 17. September um 20 Ul)r im Hotel „Union" statt. Erschet-nen Micht! c. Abänderung der «»tsftunden. Die hiesige Sdreisstelle für Ar-bertevversicherung hat mit 1. Septenrber ihre Umtsstunden für die Winterszeit «ibgeändert. So wird ti'lnftighin am Montag, Mittiwoch und Freitag bloß von L-l4 Uhr amtiert, am Dienstag ,md am Donnerstag hingegen von 8^14 und 16_I8 Uhr An Samstagen ist die Kreisstelle von 6—IL Uhr geWnet, während am Nachmittag NM ein Beamter von 12—13 und 16—17 Uhr den Dienst versieht. In der Ambulanz ve^ieht (neben der rsgelinäßigen Ordinations zeit von —1?.15 Uhr) ausser an Samstagen täglich von und lü—17 Uhr e'uc Äivanfenschweister den Dienst. An Senn- und Feiertagen Nerbt die Krei^st^lle j^cschl-ossen; in ganz besonderen Mllen steht jedoch (und zwar in der i^^it von «-II Uhr) ein Beamter ^ur 2^-rfligung. Fiir den Parteienverkehr find die Stunden l^>on 8—13 Uhr dest'mmt. c. Der UmgedungS.«emeinderat wird nach langer Pause heute, Freitag, um 18 Uhr im Sitzungssaal de? Gemeindeamtes am Breg eine ordentliche iKemeinderatssitzung abhalten. c. Die drei neuen Wocken für die hiesige Marienkirche, i^l>er deren Fertigstellung wir gestern berichtet Häven, sind am vergangenen Feiertag durch sFü^?stlbischof Dr. Iolhann Josef TomaZiö in Maribor feierlich eingesegnet worden. Dem Weiiheakt wohnte auch der Spender dieser drei «Gloiten, Herr Sebastian «Zelise? aus Celse, bei. ^rr Selik^k wird auch der Taufpate aller drei Glocken sein. So hat nun unsere Wivrienkirche nach vollen achtzehn IÄHren endlich wieder ein volles Mockengetäute. Um Donnerstag nach mittag isind die !l^locken auf iMei Lastkraftwagen von Maribor nach^ Celje gekommen, wo-sie voraussichtlich am Sams!ag nachmit-lagare mitzubringen. Die Aufnahms- sowie Nachprüfungen begiiiu nen am Montag, den 17. d. mn 16.30 Uhr und werden am Dienstag und Mittwoch fort gefetzt. Der ordeMiche Unterricht beginnt am Donnerstag, dm N. d. um 15 Uhr. nl. Mit dem «roßflugMg „Hindenbmg ' nach Deutschland ist der Titel des «Vortragei. dm Herr Rodakteur Karl Peharc aus Zagreb am 21. d. auf EiinlÄdung des Schwn. bifch-deutschen Äullturbundes in Marid,^r halten wird. .Herr lPeharc, deir wir von sei« nem Vortrage über eine Fahrt im „Zeppelin" in bester Erinnerung h«ben, hat an der Fahrt der jug!oslawis<^ Iournalistm Ende April teilgenommen. Er wird m?s in seinen? Bortrage an der Hand von zeichneten Licht>bildern über die währmd der Fahrt und im Reiche gewonnenen interessant ten Eindrücke berichten. m. Paraftos s«r die «esallenen beim Durchbruch der Salonikier A^ront. Der M > riborer Verband der Reserveoffiziere teilt mit, daß am Samstag, den 15. d. um 7 Uh» in der Franziskanerkirche ein Requiem kür die beim Durchbruch der Salonikier Front (Gefallenen stattfindet, dem sich um halZ' 9 Uhr ein Parasttos in der orthodoxen Kapelle anschließen wird. m. Die Eisenbahnpensionisten und Pen^ sionistinnen (Vitwen) in Maribor und Um^ gebung, die Mitglieder des Ljnbljanaer Ster ^ene ein halbem Jahrhundert tätig war, die bevereines (Jnnsbrucker) sind, werden ain' diesem Wege verständigt, daß die Wahl d« r Delegierten im 20. Wahllokal Narodni doni Trauerflagge. m vin vierter Bauingenieur bei der Gtabtgemeinde. In der geheimen Sitzung des Gemeinderates, die Dienstag sich an die ös- gebot. Molkereiprodukte waren in geringen Mengen auf dem Markt. Das Anbot an Ge» slügel war ausreichend. Der Besuch des Marktes war sehr gut, der Absatz zufrieden stellend. Die Preise waren größtenteils un^ verändert. Sehr viele Herrenpil,ze wurden feilgeboten. c. Der Verein fitr Dekoration und Reklame 'N Eelje hat in den Tagen vom ?. Mai bis 26. Juni in den Räumen des Gewerbeheimes einen praktischen Lehrgang lür Schau-senster-Dekoration abgehalten. Der.skurs, an dein L9 Personen teiil-mchmen, hat seinen Zweck in vollem Maße erreicht. Die Kursteilnehmer und mit ihnen auch nicht nnndcr unsere Kaufmannschaft find nrit deni Ergebnis fehr zufrieden. Weil nun seiteirs unserer Mufleute der genannte ^^'ehrgang tntkräftig>st unterstützt wurde, bittet uns der Ausfchutz des Vereins für Dekomtion und Reklanre, allen jenen, die anl Zustandekoinnlen dieses Kurses mitgelMsen lMen, öffentlichen '^nk KU sagen. Dell praktisckien ^'ehrgang haben folgende.Herren geleitet: Reinhold Blechin-ger Minna D. Rakusch). Ivo Der^ek lFir-IM I. Weren), Franz OUp In 14. GeMmV'er ISN .Wärilkörer ?kummer AN. Nach dieser Reise erfolgt noch eine besoni»e-re Ausfahrt von SuSak aus in der Zeit vom l3. bis zum S8. Oktober nach Dalmatien, Albanien, Griechenland und Rhodos. Hie^ mit soll allen, die in den Frühjahrs u. Sommermonaten verhindert waren, eine Seereise zu unternehmen, eine fölche mit dem Dampfer „Kraljica Marija" ermöglicht wer !>en. Diese Herbstreise kostet Din 4.050. Für Schiffskarte, ^bine, Verpflegung, Bäder sciwie alle vorgesehenen Ausflüge mit erstklassigen Autos, FNrer, Eintrittskarten, Trinkgelder usw. Alle weiiAren Informationen, Anmeldungen, KabinetsrÄervicrungen, Aisum- und ValutabeschaffunM bei „Put-nik", Marlbor, Aleksandrova cesta 35, Tel. int. 21—22. m. Mt dem Autocar nach PtuZi und in das Weinlanb der Haloze. Das Reisebiiro „Putnkk" veranstaltet am Sonntag, den 16. >1. cine Sonderfahrt in das altehrwürdi^e römische Poetovio und in das anschließende Weinland der Haloze. Gleichzeitig wird dem berühmten Fevk-Musemn sowie dem. mittel-«zllerlichen Schloß des Grafen Herberstein i'in Besuch abgestattet. Bon Ptuj geht die Fahrt Aber Sv. Vid auf den OkiL, bei der '^iückfahrt wird die Route über Sv. Barbara siewählt. Der Fahrpreis stellt sich auf 72 ?inar. Nähere Informationen erteilt das ?^nro „Putnik", Aleksandrova cesta Sü, Tel. m. Rundfahrt durch Oberkraw und Kärnten. Vom 23. bis 25. d. unternimmt der „Putnik"-Autocar eine hi^stinteressante sliundfahrt von Mwribor nach Lsublsana, Vled, Gohinf, KranMa gora, Planica, .Wrthersee, Älagenfurt, Dravograd, Akari-I.or. Fahrpreis 250 Dinar. m. Ein sranzöfischer Kurs für Kinder wird, falls sich genügend Interessenten inelden, im Nahmen des .Eindergartens der Schulschwe-stern eröffnet werden. m. Das Rote Kreuz in Studenci wird Sonntag, den d. I-Dinar-Abzeichen verkaufen ilnd ersucht, daß nie?nand seinen Bei trag den hehren Zieilen des Bereines ver-sa/gen möge. Am Nachmittag findet im Gast-Hause Grmek, vormals Sluga, ein großes ÄoilVfest stzltt. m. Kttrs fiir die Konservierwig von Obst und Gemiise. An der Obst-, und Weinbau" schule in Maribor fintiet am 21. und 22. d. ein zweitägiger .Eurs für die ZKonservierung von Obst und Gemüse statt. Der Unterricht, der theoretisch und praktisch vorgenommen wird', findet von 8 bis IS Uhr und von 14 liis 18 Uhr statt. Die Teilnahme ist bis zum d. fch^ftlichjder Direktion der Anstalt zu melden. m. »ichttgMMtg..Jn^der WirtschastsruH-rik unserer gestrigen Folge bezieht sich ein Artikel auf die Forderungen ien, werden aufgefori^rt, die Sachen ehe-s'aldtgst xrbzuholen. m. Dvv» disherigen Theaiterabonnenten bleiben die Sitze bis einschließlich SamStag, ^en lü. d. gewährt. Nach Berstreichung dieser Frist werden die Sitze andren Interessenten zugeteilt werden. m. Eine Drehorgel gesucht. Ein imtteUo-ser Äktierer und invalider Mann ersucht mild tätlge Herzen, ihm zu einer Drchvrgel zu ^erheüfen, die ihm ein menschliches ^ein ^iu fristen ermöglichen würde. Gegebenen-'asss würde er -auch für eine Ablöse aufkoin-men. Adressen inögen in der Schriftleitung des Mat^s hinterlegt werden. m. Wetterbericht vom 13. September, 8 !ll,r: Feuchtigkeitsmesser -^11, Barometer-siand 730, Temperatur Windrichtung. Bewölkung ganz, Niederschlag 0. Kunko, Radvanje. Samstag, deir 15. <5vpt. Brathuhn- und Entenfchvmss. 10>33(; m. Unjälle. Di» ^ö^/inge in der Mlinska ulica wohnhafte Wäscherin Ivana Äebot Ilitt bei 'lN?r A:Seii? derart unglücklich aus, si^ sich den rechten Fuß brach. Aus Aiem> lich^ .eren-, Blasen-, Gallenstein-, Hämorrhoiden-, Asthma-, Stlcrose-L..n-deitde, >venn sie sich crfolgroich, dauernd, billig mit heimlschenl Iovdan-Bittcrwasser kurieren. l!:igentümer A. Rupp, Beograd, ttucz Mliajlova 16. ni. Wt Kiicitsickt suk verseliie^ene ^nirsLSN teilt älo Verxvaltul^x 6er »IViariborer?eitunL« mit. ä358 natsabonnement nacii xvie vor vi-nar bei ^u8te!lunz? clureii die p08t uncl 24 Dinar bei ^u^tellunx in!» tkÄU8 äurcd den ^ustrüxlel- betr^^t. ^uxleicli ma-eken wir unsere p. I'. Abonnenten auf-mei'k8sm. 6io öe?UL^8Lebükr, 8c»veit sie nveb nictit bes^Iieken 8ein 8c)I1te. 8c?-balcZ Al8 iiu bekrleieben, um in cler Z!u8teIIun? cle8 klAtte8 keine I^n-terbreebunj? eintreten lassen. f l0L57 »UNS WMWWWMMIWWMMWM »GGlD>» > stanjeveo hervor, wahrend den Sieg beim ?^ttschwimmen B e l-' »k a t> r h davontrug. P. Wutige llederfälle. Auf--der Straße dt»? Sv. Brban wurde der 2^ahrige Knecht Anton P e r n e k von einem gössen Stanko !Zi t r m « e k angehalten unid mit dem Mes« ser arg tvrletzt. ^ H'ajdoSe «ivurde der 2Kjäh rige Äi^Shner Stefan Zup « neiö über fallen, wobei er mehrere Stichwunden davontrug. p. Liebhaber von Fische« werden aufmerksam gemacht, daß in der Restauration „Berlik" in Ptuj, jeden Freitag frische Süßwasser- und Meerfische, auf verschiedene Arten und sehr schnlackhaft zubereitet, zu bekommen find. Ausgeschenkt wird auch echter Schwarzwein von der Insel Bis. 10345 p. Das Weilesefest unserer^Seuerwehr wur de mit einem imq^smtten Umzug eingeleitet. A-n der Slpitze schritt ver „Bürgermeister", dessen Rolle Herr Brabiö ü^rnommen haitte. Auch seiner Gattin, Frau v e r n i-v e c und ^r Schreiber, Herr M o ö n i k sowlie ldie große Winzerschar wirkten recht einladend. Das Fast selbst^ imtzm einen ganz vesonders animierten BeiÄa-uf. p. Erfolge unsere« Handballermnen. einem großavdlgen Stil feierten unsere Hand baKermMn?im»RoMewGes^^!l«tzten»^^ ges in Po-ljLane einen Rekordsieg von 10:0 über die erst kürzlich gegründete Familie des Sportvluds „Boö". Tagsdaraus traten nnsre ivackeren Spielerinnen als Städteteam von Ptuj gegen Ljubljana an und erreichten ein 8:4-ies und die. meirschjenfroundliche und aufovferungs-volle» Tätigkeit >der Feuerwehrvereine be-leuchtete.Zu einer Festrede rgriff hierauf der Vertreter des Gauve^andes der Feuerwehr-vereine .Herr V eirgust aus lCel.je das Wort dessen begeisterte Ansprache insbesondere der liemriischen Wchr galt, welche in den letzten Iahren unter Leitung ihres bewährten Führers imd .Hauptmannes Herrn Ernst Tisch l e r einen schönen Aitfschwung verzeichiwt. Zum Schluß sprach noch Hauptmann Tisch l e r, worauf die Feier beendigt war. Am ^r geräumigen Festwiese Vor dem Feuer-wehrdeipot fand sodiann ein gut besuchtes VollkSfest-statt. U»i0»,To«ki«o. Heute, Donnerstag die Premiere des bezaubernd schönen Films ,M«»Ochte Leidenschaft" (Die eche Mädchen-liebe), mit der zarten Karin H a r d t in «der Hauptrolle. Die reizende Geschichte eines «jungen Mädchens, das in der Liebe zu weit gegangen ist. Ein Kuirstw^k der Sonne, Liebe, Muisik und herrlichster Naturaufnahmen, das in Mailand mit der goldenen Medaille ausgezeichnet wurde. Als Ergänzung die neuesten Ausnahmen der in Zagreb !lt!attgesun>denen Bvlkansprele. Burg-Tonktno. Prenlierc des griitzten Meisterwerkes aller Zeiten „I» Zeichen des Kreuzes". Ei-n Milbionenfilm in deutscher Sprache, wie ihn die Welt noch nicht gescheit hat. Roms Christ>eilverfo«lgunMn aus der Zeit Neros, das ausschweifende Leben der alten Römer, der blutige Ueberfall der Vostten auf das Ehri-fteiwolk, der Untergang Roms usw. sind Szenen, die den Film zum besten Filmwerk aller Zeiten stenlpeln. In Vorbereitung: „Heinrich der Achte und seine sechs Frauen". Radio-Programm Freitag, 24. September. Ljubljana 12.15 Schallplatten. 13 Schallplatten. 18 Bortrag. 18.30 Schallplatten. 19 Kultureller Vortrag. 10.20 Schallplatten. ^..'0 Uebertragung von Zagreb. 22 Berichte, Schallplatten. — Beograd N Orchesterkon-zert 12.05 Militärlonzert. 13.10 Fortsetzung des Militärkonzertes. 19 Äiirder-Wrperkul-tur. 18.30 Volkslieder. 10.10 Orchesterkonzert S0.30 Uebertragung aus Zagreb. 21.45 Schallplatten. .?2 Nachrichten. !Z2.15 »Schallplatten. ^ Wien 16.40 Kcnzert. 10!10 VollkÄieder. 20.30 Liebelei. 22 Konzert. .. Briinn 12.ID K'onzert. 20.25 i^iebessingen in tschechischen Liedern. — Budapest 17.40 Ba. cakonzert. 18.55 Orchester. 22.20 ^lonzcrt. Z-i Jazz. — Bukarest 20 Klaivier. i?0.45 Ge-sang^vorträge. 21.15 Flötenkon.^srt. --Deutschiandsender 15.15 Balladen und Lie» der. 10 Russische, rtVlienische und spanische .Maviermusik. .20.45 Haiidn-Mozart-.Kl>nzert. — Leipzig.20.45 Herrscher und Rebelt, Dra^ ma von Ibsen. 2Z.50 Konzert. — Mailand, 17.10 Vokalkonzert. W-M Konzert. 21..?0 Konzert. — Miinehen 16 Konzert. 10 Wa^i die Spatzen von den Dächern pfeifen. 20.15 Sinfoniekoirzert. — Prag 10.10 Opernniu-'stf. 20.45 ÄowakischeS Ständchen. 22.15 Pcpuläre Lieder tschechischer Komponisten. — Rom 20.4-5 Firühliingslust, Operetten^ aufführung. — Straßburg 17.l^ Zdonzert. 18.30 Sinfoniekonzert. 20.30 Sinfoniekonzert Stuttgart 20.45 Die Verschwörung des Fieseo zu (^nua. Trauerspiel von Schiller. — Toulouse 19.4A Lieder. 20.15 Sinfonis-konzert. 2>1.30 Ssl»datenlieder. 2Z.Z0 Wiener Lieder. 20.15 Sinfoniekonzert. 21.Solda' tenlieder. 26.30 Wiener Lieder. 23..^0 Aus Filmen. 23.50 Aus Operetten. — Warschau i 15.1?» Earuso-UebertvaMng. ZH Äntemattonale Ringkämpfe Bravomcsteg der „SchtvarM Maske" über Kahouta / Mar-kovie muß noch einmal Kawans Ueberlegenhett anerkennen / Technische Devwnstration Homann—Belie Gleich zu Beginn der gestrigen Runde gab es eine Sensoition. Die „Schwarze Maske" ersolgt der Kwnpf Kawan (Oester-reich) gegen Czasa (Ungarn). Schluß treten Gromov (Rußiand) und Fischer (Dfch«hoskÄv«?ei).zunr EnWe^- .MariVo«r Zeituag^ yrettag, den 14. veptemder lttZ4. lVirtschaftliche Rundschau Bor ver SetreideervoN-kampagne S5.M) Wagtions Weizen und 120.000 Waggons Mais ausfuhrbereit / Günstige Absatzprognosen wegen geringer Konkurrenz Mtgefichts der bevorstehenden GetreidsavS-suhrfampagne werden von unt«irrkhteten Stellen Stimmen laut die sich Über den bieS-jüh-ri^ Weizen- und MalVlwerschub zufrle-denst«llenid Sußern. BeiWetzen wird der Ueberschub auf etwa W.VlX) Waggon? geschützt, wobei die Qualitidt Heuer vorzWich is^ wenn auch die Quantität etwas schwü-ausfiel. Vom Vorjvhr Aeivt noch Äne Menge von rund Waggons üvi^, so daß Heuer mit einer ltl>aren. ^ 809 Atarsetlle: Meie, Gerste, Hafer und andere Getreidearten. ^ 810 Baroelona: Nahrungsmittel und Jndustrierohstosfe. — 81'1 Amsterdam: Nahrungsmittel und Leinöl für Fndien. — Jndusitrieartikel. 3SK Alexandrien: emailliertes Küchen« geschi'rv au^ Aluminium und Schmiedeeisen. — 8SS MWchgM.; TeM- und Äi-rLw^ren^ Vorjahres, ah« um 7KM0 Dinar geringer als vor zwei Iahren. X Stand ber NatiO»alta«I vom 8. d. (in Millionen Dinar, in Klammern der Unterschied gegenüber der Vorwoche). Aktiva: Unterlage 19SS.1 (1-i-S0.7), davon in Gold 1821^S (-«-8.4), Münzen 199.7 (—12.6), Wech selportefeuille 1b9S.9 (—b.8), Lvmbarddar» lehen S40.1 <-i-0.S). — Passiva: Banknotenumlauf 4T41 (-s>8.5), Forderungen des Staates 5.9 (4-4), Verbindlichkeiten gegen Sicht 1186.9 (-^^42,2), davon Giro- 547.2 (4-19.5) und andere Rechnungen 633.8 (-j-28.7), befristete Verpslichwngen 833.9 ^^11.8). —Bedeckung: 35.595S <-^0.01), davon in Gold 33.56« (—0.18). X Vthöhnng bis EinlagestanbeS bei der Postsparkasie. Im vergangenen Monat Au-gust erhöhte sich der Scheckeinlagestand bei der Jugoslawisc^n Postsparkasse gegenüber dem Bormonat von M3 auf 1lV5.7 Millionen Dinar, vor Jahresfrist jedoch von 901 auf 1082 Millionen. Der Scheckverkehr be- lief sich auf insgesamt 5.79 Milliarden Dinar gegenüber 5.87 Milliarden im Borjahr. Die Spareinlagen erhöhten sich im Vormo. nat um 14.6 auf 690.8 Millionen. Dinar, seit Neuqahr dagegen um 127 Millionen Dinar. X Lokomotivseuerung mit Gas. Auf der Linie Banova.Jaruga—Daruvar wurde die-ser Tage ein.interessanter Versuch gemacht. Es handelt sich nämlich um einen Zug, des. sen Lokomotive nicht mit Kohle, sondern mit Gas gehetzt war. Hinter der Maschine war eine Gaszisterne angekuppelt, aus der das Gas durch eine Röhre in den Feuerbuchs strömte und dort brannte. Die brennenden Gase zogen durch die Feuerröhre und erhitzten diese. Die Lomotive ist sowohl für Gas-, als auch für Kohlenfeuerung eingerich tet. Die Versuche bewährten sich vollkommen. Man beabsichtigt, nach und nach gasgeheizte Lokomotiven auf der tunnelreichen Strecke, so besonders auf der SuZaker Linie und der Likabahn, in Dienst zu stellen. X Raphtavorkommen in Ungarn. Nach Budapester Meldungen wurde in der Gemein de Tard w Ungarn ein reiches Naphtalager entdeckt, das sich etwa 125 Meter tief unter der Erde befindet. Etwa 50 Meter tiefer wurde eine zweite, noch ergiebigere Schich te gefunden. Die Ausbeutung^des Erdöls dürfte bald einsetzen. Äugoslowlftde Sußbakmelfier-ftvaft Nach den sonntägigen Spielen wurde in den einzelnen Gruppen folgender erzielt: l. BSK Jugoslavija Boijivodina Drei Stern SS» 5 4 0 1 6 4 0 1 6 2 2 2 «213 7 115 ?. SE«ppe: 12:3 N:7 14:9 9:13 6:32 8 Punkte S . ü . ü . 3 . Porzellanwaren für Indien. - 827 Puerto de la Luz: Packpapier._ 829 Alexandrien: chemische und p^mazeutische Artikel, Seife, Parfümerie. — 830 Djerba (Tunis): Garn Mer Art, pharmazeutische Artikel. Parfu^ msrie. — 831 Alexandrien: Vertretung fiir Was-, Porzellan- und Textilwaren, chemische Artikel, Lacke, Farben usw. Erzeugniffe des Obstbaues. 815 .Hamburg: Dörvobst, besonders Dörrpflaumen, geschälte Niisse. — 81 t K^tpen-Hagen: Di^rrpflaumen. — 8lZ Beirut: Kommissionär siir Dörrpslaumen. Srzengniffe der Vieh, und Geflügelzucht: 816 Toullmse: konservierte Gänseleber. — 817 Brüssel: rohe Ähafs- und Ziegenhäute — 818 Budapest: Wolle. — 819 Beiirnt: Vertretung für Käse. — 8Ä) Alexandrien: Fleischkonserven. Bergbau- und Metallerzeugniffe. Ml Paris: Manganerz. — 8.22 Livet: Mangan- und Chromerz. — 823 Berlin: Talg und Asbest. — 834 Liibeck: Zinkerz. Verschiedene Artikel. 832 Utrecht: K'urz^waren. — 83.^ Amsterdam: SäuglingSkleider, Modeartikel. — Berlin: Zwiebclextrakt. — 8V Djerba (Tu-nis): Bi^uit, Bonbons, Drogen ulw. — 836 Marseille: Fischmehl. X Der ArbeitSmarkt. Nach Mitteilungen des Kreisamtes für Arbeiterversicherung in Ljubljana konnte sich nach vorübergehender Mschwächung im Juli die Zahl der Versicherten im vergangenen Monat August von 82.835 auf 83.059 erhöhen. Seit dem niedrigsten Versichertenstand im Jänner erhöhte sich Heuer die Zahl der Beschäftigten um 12.468, während in der Vergleichszeit deS Vorjahres der Zuwachs nur 9139 ausmachte. Im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres war im August der Versichertenstand um 4060 und vor zwei Jahren um 2551 höher, gegenüber 19.81 jedoch um 15.700 und. 1930 um 19.210 niedriger. Der durchschnitt-, liche Taglohn belief sich im August auf 22.66, d. h. um 0.66 Dinar weniger als im Vorjahr. Hingegen war der gesamte ver-^ sicherte Taglohn von 1,882.000 um .'^2.000 Dinar höher als im Vergleichsmonat deS^ Graldjanski (N.) 7 4 0 2 14:17 8 Punkte «ME» 4210 17:6 5 „ RadniiSki 5 2 1 2 9:10 5 Spart« 3 1 0 2 8:7 2 " SSK 2 0 0 2 4:1L 0 .. Slavija CS.) .Yajduk SMK SK Spli t Concordia Silavija (O.) Krafiiwik Hajduk Primorje MSK Jlirisa Gradjanski 3. «rnppe: 4 3 10 5 2 12 6 2 1 3 5 113 4. vruppe: 6 3 2 1 5 3 11 5 12 2 6 0 3 3 y. Gruppe: 4 3 0 0 4 3 0 1 4 10 3 3 0 0 3 9:2 11:6 8:9 4:15 7 Punkte S4:7 5 10:1' 7 l5:11 4 3:23 3 Punkte 6:2 7:4 4:7 0:4 Punkte : GK. Rapid. Freitag, den 14. d. um 20 Uhr im Hotel „Zamoree" wichtige Spielerversammlung der ersten sowie der ersten Jugendmannschaft. : Bolle Lkgarunde am Tonntag. Am konl-Menden Sonntag wird eine volle Ligarundc (acht Treffen) abgetragen. In Apatin gastiert MM ersten Male die Beogvader „Jugoslalvi-ja"; in Mvisad spielt der BGA mit der „Boj vodina", in Beogvad treffen stch BAEK und „Sparta" (Zemun), w Ni8 findet das Treffen „Gradjanski"_SSK stM. Die Sarajevoer „Slavbja* spielt zwei Tage in Splint; am Samsitag treffen sich CK Split und „Slaoi' ja", am Sonntvig „Hajduk" und ,GI^vija". In Banijalluka em^^gt der SK KraiiSnik die vsiseker „Slavisa", in Zagreb n,essen sich die Riinailen HA6K und „Gvadi-anski". Die Spiel runde beschließt das Ljubljanaer Derbv „I l i r i j a"-.„P r i m o r j e". : Die Balkan-Gpiele im Film. Die großartigen Kämpfe der heurigen BalkaN'Spiele in ^greb, die die besten Athleten Jugoslawiens, Bulgariens, Abaniens, Rumäniens und Griechenlands vereinigten, wurden auch im ??ilm festgehalten. Der Film wurde be-reitS auSgear^itet und gelangt ab heute, Donnerstag, im hiesigen Union-Tonkino zur Erstaufführung. : Tennislünderkamps Polen Jugoslawi» en. Im Rahmen des interi^tionalsn Ten- nisturniers in Zagreb wird auch ein Länderkampf zwischen Polen und Jugoslawien zum Austrag kommen Die Kämpfe werden bereits heute, Donnerstag, aufgenommen, ^ür Polen spielen Tloczynski und Wittmann und Jugoslawien vertreten PnnSec, Palada und Schäffer. : Beginn der lkiimpfe um die sugoslawi» sch» Tennismeisterschaft. Tro^ der ungün^ stigen Witterung konnten gestern die Kcimp fe um die internationale Tennismeisterschaft von Jugoslawien aufgenommen weri^n. Be^ merkenswerte Ergebnisse waren: Tomica Kn-kuljeviö gegen Mogin 7:5, 8:6, Jng. Malan-Lee gegen Mladen Würth 6:l, 6:2, Pnni^ee^ Palladli gegen Hosmann-Pintar (Karlovar) 6:0, 6.0, Fricika Despot gegen Miti? Heddn 6:2, 6:3, RadoSevi?. gegen Sunka 6:1, 6:1. : Sine halbe Million Zuschauer beim Mi^ tropa^Cup. Die Spiele um den heurigen tropa-Cup waren von mehr als einer halben Million Zuschauer besucht. An der Spitze steht Oesterreich mit 161,000 Personen, dann solgt die Tschechoslowakei niit 121,000 Besuchern, in Ungarn wurden 103,000 registriert, in Italien 100,000, während auf neutralem Boden (in Zürich bei Admira ge« gen Napoli) 20,000 Zuschauer gezählt wurden. Insgesamt haben deninach 505,(^0 Per' sonen den Kämpfen um den heurigen Mitri" Pa-Cup beigewohnt. : Vit F.I.S.-Rennen 1935. Die ersten Nennungen zu den F.J.S.-Rennen in der Hohen Tatra sind beim Svaz eingelaufen. Als erste Nation hat Norwegen eine Grup' pe von zehn Läussrn gemeldet, als zweiter Staat Oesterreich. : Abschluß am Lido. Das offene Doppel gewannen Artens-Boussus nach einem schönen Sieg gegen Palmieri-Rado mit 2:6, 6:4. 6:2, 0:6, 6:1. In der Targha Volpi siegten in der Entscheidung die Neuseeländer Mal» froy-Stedman gegen (5ranlm-Dr. Kleinsch^ rotb 6:3, 7:5, 8:6. Das Damen-Doppel fiel an Aussem-Adamoff gegen Seriven-Balerii' mit 6:2, 6:3, das genlischte Doppel an Frl. Aussem-(5ramm gegen Frl. Grioni-Taron« mit 6:3, 6:3. : Jugoflawische Tennisspieler nach Indien. Wer Jugoslawische Tenni'?>verband hat von, ^^ischeii Jnternation>alen Tcninsklllb ui Kalkutta die (Einladung erhalten, vier jugoslawische Äuöwahlspieler zu den internatio-nalen indischen Tennisnleisterschaften sowu' euler Reihe von Mubkämpkcn zu entsenden, (bespielt wird in Boinday, KMkutta, Delhi Äacachi, Madras usw. Die ^^lbrei^e soll Noveinber erfolgen. Die Rncktehr ist für -Seginn des Monates Fever 193k) vorgesehen. scheint, daß das Angebot angetwinmen w:rd. : Die amerikanischen Tennismeisterschasten. Die Biertelschllußrunde im .Herreneinzel brach te folgende Ergebnisse: Wood gegen Parker tt:4, 6:4, 7:5; K'irby gegen ShievdS 4:6, 6:4. 6:.'^: All'son gegen ^tl'ei'en 4:6, 11-9 ö:8, 6:3; ^rry gegen öutter 6-3, 6:0, 6:.2. t'?reitag, den 14. GepZemKer lSK. V .McnnKiover Zeitung" Nummer 203 Lesunülieitspflege W»llW»MW»IIW!lllI!llIlWIM Krebsverbtltung durch DlSt Uber „Diätetische ^rebsverhütung" Ichreibt Dr. A. L s r a n d, Karlsbad, in der Wochenschrift „Medizinische Klinik": Zeit jeher wurde eine reichliche Fleischkost rinn nielen «Seiten sls den Krebs begünstigend aufgestellt und dabei auf diz relative Seltenheit des Krebses bei vegetarisch lebenden Bölkern hingewiesen. Jedenfalls spielt cine frugale Lebenslveisc eine gewisse Rolle in der Verhütung dos Krebses, und ich möchte als Beispiel die Seltenheit des Ärcbses in Japan anführen, nach der Statistik von Suzuki 6.8 auf 10ost der breiten Klassen des japanischen .^iolkes wirken, ebenso auch der tägliche s^Iebrauch von heißen Bädern dieses die «teinlichlkeit überaus liicbenden Volkes, .^ier-.ill käme noch vielleicht der als eine Art l^iemüse viel g^^nossene Seetang, .,??ori" genannt, der durch seinen Jodgehalt die Schild t»rilsentätigroit anregt. Von den Fleischarten müßte das zarte, Icicht verdauliche fleisch junger Tiere vor» siezogen werden, dagegen aber das fette kvlei'sch vermieden werden, »veil das die ^iweißbeswndtosle umgebende Fett mechanischerweise das Eindringen der Berdauung?--sormente verhindert, die Verdauung erschwert und die Darmsälllnis stark vermel,rt. E. freund (Mien) schreibt den tierischen 'Letten eitlen unheilvollen Einfluß auf den zu und betont dagegefr die Nützlichkeit der Pflanzlichen ?^tte in der Abwehr gegen !>en Krebs. Grov befcha-ffene, zuviel !^olz^ safer enthMende, schwer verdauliche v^als. rungsmittel müssen insbesondere bei wltenin Persilmen mit mangelhafter Salzsäureaus-scheidung gemieden werden. Nach der Bircher-Brennerschen Methode kann durch Schiaß und durch Neiden die '^Serdaulichkeit auch der rohen Gennise. so Salate, erleichtert werden. Stark gesalzene '.'iahrungsmiittel sind auch streng zu meiden. ?Uel Salz bildet ein irritierendes Agens für die l^wÄe nicht nur der Haut, sondern auch der Schleimhäute, wie dies v. Naorden und sl'tne SchAer nachweisen. Hiermit dürfte die qrnf^e Häufigkieit des Krebses in Gegenden mit stark sailzreicher Nahrung, wie dies aus Statistiken von Hoffmann hervor« sieht, Wsammenhängen. Dagegen bin ich simoigt, dem 5^oblauch eher eine gewisse srebsverhütende Wirkung zuzuschreiben Durch iseinen reichlichen Gehalt m, einem 'Uheris«^ Oel, dem Schwe^lallvl. an Allyl Disulfid und Trisulftdverbindungen regt eS die Ausscheidung der Salzsäure an. s^rner mirkt der Knoblauch appetiterregend und uls ein Antidyspeip^kum. Er wirkt auch stark entgiftend auf den Darm ein. Im Zu-'ammenhang hiermit?>ürfte es wohl mehr Äs eine Zufälligkeit sein, daß in Länderit, wo nach den Statistiken der Krebs an: seltensten vorkommt, so in China und' Serbien, )iiel KmMauch genossen wird, ebenso auch in der Provence. Nei^n der Bernteidung schwer verdaulicher, stark gesalzener und dlie Ccholesterinä-mie fördernder vöahmngsmittel müßte die '-!>'erhÄtung der Stuhlverstopfung. der vermehrten Darmfäulnis und der intestinalen '.'lutointoxikation das .Hauptziel der diäteti--sciien Pvolphyilaxe des Krebses bilden. Von !lroßem Wert zu diesem Zweoghurt und von Topfen (Quark). Nach Strasburger genügt schon ein halbes Liter Milch täglich, um !>ie Darmfäulnis bedeutend einzuschränken. llberaus ivertvoll sind auch Trauben- wie auch nach meiner Erfahrung Apselkuren. "-.^urch eine reichliche ?/!enge saurer Nepfel icih ich das Verschwinden des Geruches I^i sl'üher stark viechenldem Etuhl bei einer An-ichl von Mtieilten. Ich fand, das Aepfel nicht nur bei Gärungen im Darnr (Heisler, Roro), sondern auch inl Magen günstig wirken. So l^eobachtete ich bei mf-fe; ihr Nährwert deträgt etwa 70 Morien. Ein Kilogramm Weintraul>en hat demgemäß einen Mhmxrt von etwa Kalorien. Neben «den genannten falorW in Betracht kommenden Stoffen ist aber auch der Gehalt der Weintrauben a-n Mineralstrchfen sehr wichtig. Weintrauben sind sehr reich an Kalisalzen und sehr arm an Chlor und Natron. Ferner besitzen sie einen Zellulosegehalt von 1.S356, sehr iven'.g harnsläureahnli-Stoffe, dagegen emen ziemlich beträchtlichen Gehalt an Weinsäure. Rechnet man den Abfall mit etwa so sind in zwei Kilograinn» käuflicher Weintrauben init einem Nährstoffgehalt von etwa 1400 bis 1<^ Kalorien etwa 320 bis 400 Gramm Zucker, etwa 10 Gramm Ei--weißsubstanz, 11 Granlnr Weinsäure und 7 Grainm Mineralstviffe enthalten. Meintrauben stellen aliso ein sohlehydrat-reiches, eiweißa^es, kochsalzarmes und so gut wie harnsäurefreies Nahrungsmittel dar Weintraubenkuren sind daher medizinisch besonders angezeigt als Entlaswngskuren bei Nierenkmnkeir, soweit es aus eine eiweißar-n,c und kochsalzarme Ernährung ankommt. Aus dem gleichen Grund werden sie au6> manchen Herztrankeir emps!ohlen. Jedoch ist hier zu erivägen, daß Weintrauben etwa 79 Prozent Wasser ent!^lten, so daß nvit zilvei Kilogranun Weintrauben etwa eineinhalb Liter Flüssigkeit zugeführt weÄen! Es wäre also verfehlt, Herzkranke wahllos mit Weintrauben zu ernähren. Besonders geeigiwt sind Weintrauben bei Gicht. Bei alle,: diätetischen Maßnahmen, bei welchen Wischfveiheit oder Flei>fcharmut «der Kost verlm:gt wird, sind Meintrauben auch schmr deshalb gern gesehen, weil sie gut schmecken u:^ erfrischend wirken. Bei den ^MchlMern. erfreuen fich WerntvlWbe»^üvo- ßer Bel-'ebtheit. Bei manchen Menschen besteht aber eine große Empfindlichkeit der Lippen, des Zahnfleisches und der Wnge gegen die in manä^n Traubensorten ^sonders reichlich vorl)andene Weinsäure. ES koinlnt bisweilen zu einer Zahnslcischentzün dung, die sich verhüten läßt, wenn umn die Weintrauben mit ct!vas Weischrot ißt. Durch ihren relativ hol)eil Kaloriengcs)alt stelleli also tatsächlich größere Mengen von Weintrauben eine wertvolle Unterstützung von Mastkuren dar, insbesondere bei solchen, bei welchen es auf Fleischannut ankommt. Man kann also mit Trauben den Ernährungszustand heben. Man muß aber äußerndem __ und das ist der Witz der Sache — eine Nahrung zu sich nehmen, die an und für sich genügend Nährstoffe enthält. den, dann müssen sie ärztlich behandelt werden, um eine l^tzündung der Brust zu verhüten. Es gibt Briiiste, bei denen die Warzen ein gezogen find. Man muß solche Brustwarzen allmählkich vorziehen, damit sie zum Stillgeschäft geeignet wert^. Bilden sich an den BrustwariAen Wun!den, so verwendet man Vis zu ihrer Heilung sogenannte Saagtüt-chen aus Gummi. Manchmal ist man gezwungen, die Milch mittels Pumpe abzuzie-hen und sie dann dem Kind zu geben. ^elkesvvfstopiun«. i^bnormÄle i5er-set/un? uncl k'liulni.^ ini Varm. ver-melirter izguresekalt I^:,xen8ak-te?; verbellen bei Oebritueii l!e:> natstr-liclien »^>an7'.''.fo8et«-kittk'r>va';8ers Sieker und k;ciinell. ^er^tlicke s^ericii-te au5i Krankenk^usern be^euxlen. clak frei von un- anzxenekmen s^mpiiriclunLeii proml^t abflikrt unci 6Aker keson^erki von eeri-. liieren-, lieber- und (Za?- lenkranken sern genommen >vjrcl. Vfiege der Bruftdrliftn Die Bruist'drüse der Frau besteht aus Milch drüsen und Fett. Die Milchgänge münden in die Brustwarze, die sich auf der Kuppe der Brustdrüse hesindet. Mit der Geschlechts reife entwickeln sich die Brüste und ^kon,-men ihre volle G^talt. Bei starker Abm^i-gerung oder wenn Frauen oft und lange ge. stillt haben, wevden die Brüste schlaff und hängen nrehr oder weniger herunter. Die Brustdrüsen haben den Zweck, Milch sür den Säugling zu liefern. ÄSahreich der Schwangerschaft bereitet sich die Drüise darauf vor, sie wird größer und bei «Druck entleert sick) Müfsigkeit. Zur richtigen Milchentwicklung kommt es ei^t nach der GÄurt des Kindes, die Frau spürt die Milch cinschießen. Manch mal zeigt sich schon nach ainigen Stunden, manchmal evst nach einigen Tagen die richtige und genügende Menge Milch. Mit Rücksicht auf die große Wichtigkeit des Stillens follen die Brustdrüsen richtig gepflegt werden. Um das ^chstunr nicht zu behindern, sollen die Bv^te nicht durch unzweckmäßige Kleidung, Mieder usw. ein-geschirürt werden, es muß ihnen Gelegenheit gegeben wer^n, sich zu entivickeln. Sobald die Brüste eine gewisse Orößc erreicht haben, sollen sie durch gute Busenhälter geschützt, aber nicht gedrückt werden. Im letzten Monat der Schwangerlschast sollen die Warzen täglich einmail mit einenl Frottier-lapipen abgerieben werden, den man mit verdünntem Franzbranntwein befeuchtet, um sie für das kominende Stillges^ft abzuhärten. Ein Zuviel in dieser Beziehung ist auch nicht gut. Beim Stillen soll die gan-zu Brustwarze dem Kind in den Mund gegeben werden, nicht nur die iSpitze der Warze, weil diese leicht ausgebissen wird. Bor und nach dem Trinken soll die Warze gut weO^, Sntd Medtzlniftde Labor«torten Die nroderne Ä!edizin begnügt sich in vielen Killen nicht mit der törperlic^n Untersuchung der z^anken. Es müssen auch die Säfte und Ausscheidungen beurtiiilt werden. Wie wichtig der Bestand der Laboratorien fiir die Menschheit ist, mögen einige Aufzählungen bezeugen. Durch chemische Untersuchung des Harns kann man Eiweiß, Zucker- und Gallensarbstoff nachweisen, und dementsprechend Nierenleiden, Zuckorruhr oder eine Gallenblasenentzündung seststellen, was man einst nur vermuten Konnte, erst das chemische Ergebnis gibt die Sicherheit. Die chemi-s<^ Untersuchung des Mageninhalts ze^gt, ob Salzsäure in normaler, in g^n^ingec oder in gro^r Menge vorhanden ist. Wenn !m Stuhl chemisch Blut nachgewiesen werden kann, vermuten wir ein ('^schwiir im Magen oder Darul. Durch das Mikroskop »Verden kleinste Gebilde, die nmn mit freiem Auge nicht sieht, sichtbar geumcht. Auch dder Haut (Schwielen) am Fuß. Bei Senk- und Plattfüßen drücken die Fich-Wurzelknochen auf die .Haut, bescmderS aus die Fußsohle, und auch dadurch bilden sich Schwielen. Bequeme Sch,che sind die erste Bedingung zur Heilung. Bei Senk« und Plattfüßen müssen orthopädische Einlagen? getragen werden. Um die Schwielen wegzubringen, nehme man heiße Fußbäder, denen man einen Zusatz beigeben kann. Dadurch wird die Haut erweicht und läßt sich leicht abschal'en. d. Hysterie, eine Nervenkrankheit, kommt hauptsächlich bei Städterinnen, aber auck) nicht selten bei Landbewohnern vor. Aus-nahmÄveise findet man sie auch öci Kindern und Männern. Bei den Kranken treten Emp Windungen und Vorstellungen auf, für die man ^ine Grundlage weiß; zun: Beispiel Schnierzen, wo man keine Veränderungen in? Körper findet, Lähmungell, die fich meist durch eine Erkrankung des Nervensystems erklären lassen. Solche Leute reagieren auf äußere Eindrücke anders als andere gesunde Menschen. Der Grad der Hysterie kann sehr vei^chieden sein. Vei manchen besteht die Krankheit lange, bei anderen kurze Zeit, ost wiederholt sie sich häufig. Diese Kranken geü tett oft als eingebildete Kranke und ihre Krankheit wird nicht ernst genommen; dennoch empfinden sie ihre Schmerzen genau so, wie wenn «sie wirklich vorhanden wären, und müssen auch dementsprechend behandelt Zver-den. Das Hauptaugenmerk ist auf Stärkung des NervenlsystÄns zu richten, durch verschiedene Bäder, die den jeweiligeir Erscheinungen angepaßt werden müssen. Faradisation und Galv^sation sind von guteni Einfluß. Der gewissenhafte Arzt wird versuchen, durck> genaues Ausforschen die Ursache der Erkrankung zu erkennen und vor allem deir Kranken aufzuklären, welche Schädlichkeiten seine Leiden vemrsachen, damit er sie vermeiden sann Jedenfl^K. i.s^.dieLysWc eiile ^Maribo«? Zettimg' AS. Freitag, den 14. September 19A4. naiiumj» z»!<»too ve»t, 6» je oj«a «iolzvlstoi unlc!m>e » voch» pi»»n»e, 8oq>oc! ksrcto 5Iluk»I» cinv 13. »vpteml>r» 1934 umrl. do ir kise v ViiÄvi a» oko. liSleo pok<>p»liZLe v sokoto, V§O>WW^OkI^Ilt. ??>lU mU» ve. VrdMvov» ZS. lLSoS MMMOMMMMMAMMWMMMM« ßVWWWWMVWNWWW V«iA«>t» v»« sunt 0»rten !m ^trum Äer StHät. XvtrR. «v »a «Ue V«M. imwr »Ooto-vtao«. l0SS4 »VWWWWGWGVWVGW LI»vi»»»r. lÄn^rlo». s«el»t «ta> ,twöi»rii« IVoka»»» n»dst Xaeko per »otoet «1«r mtt 15. Soptemdsr w 6or vmAvdavT vlm Xoi»kt. »» 6ie V«rv. unter »Xo^«. l0»S 8p«r ««uedt !»»-l»« tr«. >ötkH«e ko^o-m«v«r, (Z»poM» 2 10U7 l>i«»«i' n«u« Pu^er kÄktst ew«» miete» «e» suekt. >6r. Verv. 1VS4S »»vv»v»v»w»v»vv»v»» kieuv (ZWekistOll» äer Klss- selllotteris . p»viUon. ^sLsrvIlovÄ ulles. klater ridvrskl ävor«, i^ax^alonen-vor5ta6t. vortselbzt suck sin ^ektel-^ntoil-l^ose a 2S 0in. 1l>30S Il.Gs! ................ ?e!tanasp»p!er zu kauten «e- ^krax. eigonksnälune 8elil»k>w««r, Spolsv-tmmvr. Narrvnzlmmer. K0ekeu«!nr!eIi tunx sovjo »näsro KloiniTkei-ten dillie »l vericsutvll. ^ntr. »n äie V«rv. 10Sl2 8H»e»pKaat«» ^ickr. Ver^. Lu verktuivn. 10316 V«kll»i» «lsr verv»eIitO rea> tsdls« Uaternelimen. Iv-tere»-sollten orlsLsn lkre Xrlre5sen in Äer Verv. unter »Lrtrse-tSkl«.. WS1S KI»vi«r lst prvlsvsrt »u ver-ksutvn. OrexorLiiiev» ul. 8/1 link». 1VSZ4 Aiäimenm-L»»» sb«stn«env» tür mittlere Person, ^elä«!»». Sedreldtisek -u verksuien. »-Vetrinjsk» 1I/I recdts. 1V333 vleoeak»«» samt Slenenvolk um! leeren Lcdselitvlu ver llAukea. Xneulraien X»mn!e» M. 1l>Z4S IN (Zroker Woob»i»»rli«'ll eu ver-lkAuten. j^eljslc! lirid. prjzoln» ul. Z. 10344 /veltüriier NKoi«k»st«ii »u verlrsuken. preis 150 vln. —-^etellcov» 10. I^ür 6. Oemein äel,»us. 10311 Suclie leere» Awm«r v»l»I>otnÄl»«. XntrAre unter »vkkakoi« tm <Üe V«ev. 1V47 «DODOODO»OO»O>GGGOD ßGGGVGVGGGGGGGGGGGG^ Separ.. »ekün müdl. Ammer mtt l—2 Letten, ev. Kl»vler-deniitrunL, adTuseden. Loäns 25. rilr 3. 10317 MU-UL-- DD»D» tteuimelstsr. s>vel ervselise-ne Personen sSparkvrÄ?lm-mer) verÄen suteenommen. «ejöevs 10. »0285 ouarv Vtolla». «ut erkstton. erprobt, billigst »u verkauten XLlcerLeva 3/1. I'iir 7. 10310! kleines, rut erdsltenvs Kt»-i ä«rd«tt »u verlcsuten. ^aistro i V» 16/tt. I'ür 9. 10332! Wl Ä «W« » Mm N«'> ! rrDulela mit Aiiittelsetiule virÄ 1—2ms! ^vSellentlicl» sIs Ue8ckätt8suksiol»t «esuellt. — Xilr. Verv.__10329 Vvrlitvliet»er unü in S»r«vl6 l^AutioostKliiser Llmulieur wirÄ aukeenommon. Okterten an äie Verv. unter «8000 Di-n»r«._ 10331 (Zeäoakvt ilsr )^tßttld«rkul08oallVla! Sct»vnvs 5öi?i»r. Ilmwer tiir 2 Personen sotlvlcli lu ver^e» den. LoÄn» 14, ?ür S._10321 Ivel rrRulvl» veräen in «u-te Pension genommen. A^SKi« irer preis, »eliönes ^iauner. ^nkr. Verv. 10320 Vermiete müdl., sep. Ilw«Or. p»rlc», valinliolnälis. ^»ne!!-Lev» 1, 'romSiLöv Ärevoreä. _10325_ Vermieto lcioines. leeres Ammer iiir alleinstekenÄe Person eeoiLnvt. Xnkr. Koseslce-S» ul. 48. 10326 Sellünes. reines, »entrsi eele Lvnes möbliertes Ammer TU vermieten, preöernov» ul. 4» p»rt. 10341 ^okaun», Limmer un6 Kllcke sofort vereeben. ^nt. Xo-roSK» c. 90. 10Z42 «xcnM SIL o«s«? vMsvc« » V«lol»O Urlelollten«^. liol» »lvl»t «täaätt pu-6«ro «u mü»»en, Xa-dliolr, äea jeäer A^»aa l>»»>t. IkotBck»» l,»1»» tel» nie «io» jllita-«»ä« ti»»» uock bia lmmer >iel»«r, «l»» «»lo leiat 6«a ^»o^ea I'ail !»n6 »«ü»«» lriscken. rertea, «»mm«t»rt!t «»tten 8ekimm«r dsliält. I.«zxea 8i» elaleel» mor^ea» 6«a 7olc»l<»n 8ol>»umorKM«-?uckel' »ul. lel, aeiwe llui Äa »9 Ltuaäea-Puäer«. v»il «r länger »I» jeäee «a6er» ?u6«r, äea io!> j« t«dr»«ol»t». vi» 1'r»n»pir»-tiipa «IrinLt »le!»t ^urol, ck»n ?uä«r. »«m» Vl^irlcung vträ vv-^»r Äuroa Vl»6 noel» ckukel» I^»jZsa 1>e«inträe!itiLt, »r »tärlrt 6i» U»«t uack l»»»»lttünes, luttiees Ammer ist an eine oäer :svel Personen, parlcnSiie, per 1. Olctoder 2U vermieten. Linlean« separier t. Vresov» ul. 6, Part, links. 9984 dieue Traneport »Säffer Sellünes möbliertes Ammor virä an einen svliäen Herrn abee^oben. Ltroümsjerjeva ul» 28/ll. I'ür 9. 10235 aus prima «espaltLnem Li-ciieniiois pro l^itsr l)m 0.90 , — k^avreparaturk^n veräen ' prompt uncl billlsst ausee-tii^rt. l^alZkinäerei Sul?er, Vo I jaZniSka ui. 7. 10336 k^aiirt ll'ls LIciue komen von t^en» t^lrtbemmer « mmrvr«.«rc»?8se»m? omc» ve«l.»a osx»« «risie«.vmo»v>.s. „Run halt dich gilt, mein Freund!' mur- meue ^nny mit zusammengepreßten Zähnen und brückte auf den Anlasser. Er hielt sich gut, der blaue Wagen, er schien es darauf angelegt zu haben, seiner H^rin Ehre zu machen, er schien zu ahnen, was aus dem Spiel stand, und daß man eine besondere Leistung von ihm erwartete. Unaufhaltsam kroch der kleine Zeiger des Tachometers zu immer größeren Zahlen. Jenny mußte selber über di« Sicherheit staunen, mit der sie das Steuer führte. Sie hatte, um die brütende Hitze im Wagen zu mildern, die Windschutzscheibe schräg gestellt und die Mltze abgenommen. Ihr Haar flatterte im Wind. Mit vorgebeugtem Körper als sitze sie auf dem Rücken ewes Rennpferde» verfolgte sie die Straße, die ihr mit beängstigender Geschwindigkeit entgegenraste. Unablässig dröhnte und hämmert« der Motor, nur selten geschah es, daß der Geschwindigkeitsmesser sich zurückdrehte. Jenny Pvenner bestand die Feuerprobe. Ms sie durch das Brandenburger Tor fuhr und den Wagen verschnaufend durch die Straße unter tlen Linden gleiten ließ, zeigte die Uhr aus dem Schaltbrett zwanzig Minuten nach fünf. Sie hielt vor dem Hotel, in welchem die Konferenz anberaumt war. Einer der Herren trat an den Schlag. „Donnerwetter!" lachte er. „Me Anerken nung! Das lvar ein recht anst^diges Tempo! Unser Chausseur hätte daS niemals fertig gebracht. Uebrigens, kommen Sie doch mit herein!" Im ?^oytt mußt« sie sich zunächst in einen die Nerven nach Entspannung. Einer d«r H^en, der schon vorher mit ihr gesprochen hatte, setzte sich zu ihr und bot ihr «ine Zigarette an. Sie bediente sich mit einem danki^ren Lächeln. „Und nun wollen wir hiiren, waS wir Ihnen schuldig sind. Wenn wir den besonderen Umstand in Anrechnung bringen, daß wir Ihrem ebenso unerwarteten wie willkommenen Auftauchen unsere rechtzeitige An kunst in Berlin verdanken, dann dürften meines Erachtens dreihundert Mark nicht zu hoch gegriffen sein. Würde Ihnen dieser Betrag entsprechen?" Jenny Prenner glaubt« nicht recht verstan den zu haben. „Aber — daS ist doch viel zu viel!" stotterte sie zwischen Jubel und Verlegenheit. Der andere lächelte nachsichtig, zog ein Scheckbuch aus der Tasche und füllte ein Blatt aus. Dann trennte er eS ab und reichte es Jenny. Frau Prenner nickte kaum sichtbar mit dem Kopf und faltete mit einem leise g«» flüsterten Dankeswort den Scheck zusammen. Dann wollte sie aufstehen. „Einen Augenblick noch!" hielt sie der Mann zurück. Er entfernte sich rasch und wechselte ein Paar leis<^ Worte mit seinen Kollegen. Sie schienen ihnl lächclnd zustimmen, worauf er zu Frau Prenner zurückkehrte. „Sind Sie morgen frei?- Jenny nickte. „Das ist schön! Wir mhssen nämlich am frühen Morgen nach Hamburg zurück. Die Bahnverbindung ist nicht günstig. Wollen Sessel fallen lassen. Nun, da die Übermensch-. Sie die Fahrt übernehmen?" ktche Anstrengung vorüber war, verlangten' Jenny fühlt« unversehens eine Schwache in den Beinen. Sie konnte im Augenblick k«ine Antwort geben. Der Mann faßte ihr Zögern falsch auf. „Wir honorieren Ihnen selbstverständlich auch di« Rückfahrt nach Berlw!" fügte er rasch hinzu. Natürlich war sie «inverstanden. Als sie das Hotel verließ, taumelt« sie fast vor Glück. Dann saß sie wieder in ihrem Wagen. Sie muhte erst eine Weile ausruhen, bevor sie imstande war, daS Auto in die Garage zu fahren. Hernach ging si« in ein gutes Restaurant und leistete sich zum Abendessen einen kühnen Eingriff in den kargen Rest ihrer Barschaft. Der Scheck ruhte wohlverwahrt im innersten Fach ihrer ^ndtasche. Gegen neun Uhr zog si« glücklich und müde die Nachtglockc der Pension „Flora" und erlöste Frau Wittich von ihrer Verzweiflung. Paul Märckl wurde eineS TageS kurz nach Arbeitsbeginn in Herrn Busses Büro gerufen. „Ntach dir's bequem, mein lieber Paul!" sagt« Gottlieb Busse mit ungewöhnlicher Freundlichkeit und schnitt mit einer Taschen schere die Spitze seiner Zigarre ab. „„Wir werden eine Weile mitsamnien zu sprechen haben." Paul Märckl hatte das Gefühl, daß etwas Besonderes bevorstaild, und setzte sich erwartungsvoll, eine leichte Erregung bekäinpfend, in den angebotenen Klubsessel. Bllsse brachte umständlich seine Zigarre in Brand, während er seimn Better mit Prüfenden Blicken ansah. Dann lehnte er sich zurück und schlug die Beine übereinander. ,-Sait, daß ich mir hier eine dauernde Position zu schaffen vermöchte. Gewisse Andeutungen deinerseits ermutigen mich dazu." „Das würde also deinen Wünschen entsprechen?" „Ich könnte mir keine schöneres Ziel den» ken! Wenn es mir eines Tages gelänge, eine leitende Stellung im Betrieb —" „Langsam, meitt Lieber!" fiel Busse lächelnd ein. „Ich habe dir, das wirst du mir nicht verdenken, ein bißchen auf die Finger gesehen. Mit deiner Avbeit bin ich soweit zufrieden. Aber es will niir scheinen, daß dei-ne theoretischen Kenntnisse, vor allem das Kaufmännische noch zu wünschen übrig lassen. Du brauchst nicht zu erschrecken, es gibt ge nug Mö'stlichkeiten, das Versäumte nachzn holen, beispielsweise würbe sich der Besuch einer Handelshochschule empfehlen." „Aber du weißt doch, bie . . „Laß mich ausreden!" ärgerte sich Busse. „Du wirst demnächst deine Mutter einladen, nach Nürnberg zu kommen. Ich möchte nicket ohne ihr Einverständnis handeln, wenn icii dich nach Mi'mchen schicke. Ich kann dir näin-lich im Vertrauen mitteilen, daß ich dich später einmal zu verantwortlicher Miiarbei! heranziehen nlöchte. Es ist zwar unklug, dir das. setzt schon zu verraten, aber — nun, ich werde alt und möchte niich eines Tage? ryni Geschäft zurückziehen. WaS sagst du dci' zu?" Märckl wußte dazu nichts Gescheites zn sagen. Er hatte genug zu tun, sein sreudic^ pochcnbes Herz im Zaunl zu halten. „Ob aber Herr Direktor Prenner damit einverstanden seiil wird," glaubte er ein wenden zu müssen. Mit Busse ging eine unerwartete Veränderung vor sich. Er schien Pliihlich einen unan» genehmen (!^eschmack auf der Zil^arre z» haben. Erregt laute er an deul Ende seiner Zigarre. „Nnn la!" begann er endlich zojiernd. ..(5s niag ganz gut sein, nienn du seht schoil und ans meinem Mnnde die Wahrlieit erfährsr. - Prenner ist wohl die längste Zeit gestiegen!" „Ist das dein Ernst?" «It» vsrMNt^fvrtliol»» «I«? »^»ridorilr« t» vtr»ltt»t Ltioito VLI Ll^^. — v«iä« «,odi»d»k» io Iä,ril,or, k^üi «jen llerluAAedv? uo«I «lvo Druol» vor»l»twortliel»«