(Poätuiua plafona v gotovini.) Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag und Sonntoq früh. • nt ««reattxafl: «llcsl «». ». tilflrtwll - A > I«» bi,,»«>«» »ftbrt «, Htr *i<* 9m-%ra«4 »ebübt»a »tacncnqenoaam Mtrba, Anlanb -<-rttl,ährtg vi» lo hcsttfhrifl Din so.-. »e^jUrlg Dinio W» ba« 3sila«b cttfenftt*!)* Zrh^»'»^ - «l»i«b>« *«•*r heutigen Sitzung (18. Oktober) des Vsrfiar.de» der demo> keatischen Partei in Marlurg wurde eine Entschließung angenommen, in der von der GcbielSver-waltung von Slowenien mit Rücksicht aus die noch nicht konsolidierten Verhältnisse an den Nordgrenzcn des jugoslawischen Staates die sofortige Auslösung dcS von der Provinzverwaltung bereu« gestatteten politischen BereineS dir Deutschen in Marburg v:r-.langt w!id, da dieser turch die Schaffung einer deutschen Jrredenta in den G.enzor.schasten eine Bedrohung der Interessen te« r.altor'a'en jugosla-wischen Staates bilde." Es liegt uns heute nicht so sehr daran, zegen diesen Vorwand Stellung zu nehme»» eS wären in Anbetracht der wirklichen Ziel« der Demokraten Hiebe in die Lust. Auch «st ihre Marbmgcr Gruppe schließlich nicht die ganz* demokratische Partei unO noch v.el weniger eine Vxeku tioe des Staate». Da wir es »ins aber nie träumen ließt», daß sie sich so ties in die „demokratische" Seele bliesen lasien und eine solche Blöße aufzeigen wüide, die auch als Schwäche aufgefaßt werde» kann, so sei gleichwohl die Rede von dem ode» aus-gesprochenen frommen Wunsche und von manchem» w:{ drum und dran ist. Wir haben schon hundertmal und bei jeder Ge-legenh.it erklärt und eS durch unser Verhallen be> wiesen, daß die Deutschen iieseS Landes dem Staate Treue halten, daß also da» Schreckgespenst einer deutschen Zrredenta, dem die Marburger Demokraten zur Rechtfertigung ihreS C^auv niSmus ml oller lernen kann. DaS ist in der Tat ein nützliches Mittel. Noch besser und wirksamer sind aber die Pilzführungen in der freien Natur. Man lernt auf einem solchen Cxazitrgange mit einem «enner nicht soviel Pitzarten kennen wie in der Ausstellung eines Museums, aber bic man kennen lernt, behält man im Gedächtnis. Aber auch die Wissenschaft selbst ist durch die er« neute starke Beschäftigung mit den Pilzen neu befruchtet worden, sie geht hier mit der Praxis aufs schönste Hand in Hand. Die Botaniker haben «ikannt, daß die Ptlz« nicht «in« zufällig« Zugabe unserer Wälder, sondern «in wichtiger unentbehrlich«! Bestandteil und. Der Pilz ist nicht nur Schmarotzer, sondern auch Wohllät«r. Seit langem war schon bekannt, daß die Waldbäume und Elrkucher mit ihren Wurzeln allein nicht di« Nahrung auS d«m Boden hol«n können. Zieht man «ine jung« Buch« oder Eich) auS dem Boden, so findet man, daß die feinen Wurzelfasern ganz mit zarten Pilzfäden um-spönnen sind. Der Gärtner, der Orchideen züchtet, weiß, daß ihre AuSsaat nur dann Erfolg hat, wenn. zugleich mit den Orchideensamen auch Sporen eine« be. stimmten Pilz-S ausgesät werden. Die Gründüngung deS Boden» mit Lupinen beruht darauf, daß an der Lupinenwurzel «in« Bakterienart schmarotzt, die mit bloßem Auge erkennbare Knöllchen bildet; sie schmarotzt, aber sie zeigt sich erkenntlich, indem sie au» der Luft der Ackerkrume den Stickstoff an stch zieht und von dieser Verbindung der Pflanze abgibt. Ebenso weiß der erfahrene Pilzsucher, daß manche Pilzarten siel« oder mit Bor liebe in der Nähe von gewissen Bäumen zu finden sind. ES ist zu vermuten, daß die feinen Pilz, fäden im Waldboden mit den Wurzeln der Bäume und Sträucher regelmäßig eine Lebensgemeinschaft eingehen, eine Art BernunstSehe. Die Baumwurzel hat ihren G.w^lt Blut und Wrklichkeil einpumpen wollen, richt einmal in der Phantasie >x stiert. Keine Nation der Welt versteht e« weniger, diesen Begriff in daS Lebe» zu steilen alS die deutsche. Hier bei un» sind nicht die pumilivstkn Grundlagen dafür vorhanden. Unsere eigenen Leute wil-de der Gedanke da.an lächerlich dünken, weil sie zuschr Tatsachen«»» ichen sind, alS daß sie sich Grundlage» erträumen könnten. Ihr einzige» Ziel ist, im Rahmen des jugoslawilchen Staate» di« veisassnngs« und mind^rheitSvertragS» mäßig garantierten Rechte zu erringen und zu be» havpte», mit anderen Worten ihre Sprache, ihre Kultur und die damit zu'ammerihängendrn. gesrtzlich zugestandenen Eir.rich'urigen zu erlangen o»er zurück-zubekommen. Da« all»S umfaßt das oft zitierte Wort »VollStrcu". Die Deutschen Sloweniens haben die erste schmale Planke ihrer politischen Rech:«einsktzu»g, die der „Poliii'ch-wirischastliche Verein" aus dem Meere bisheriger politischer Rechtlosigkeit bedeute», mit dem Rufe „Vlaattlreul" beschulten, sie wollen im Rahmen di.seS BereineS, der sie repräsentiert, ih»e politische Tätigkeit zum Wohle der Deutschen, die nicht eine sührerlose H.rde bleiben wollen und können, und — wohlgemerk», ihr Herren l — zum Wohle de» jugoslawischen StaasSwesenS, dem er die zusammengefaßte Kraft der Deutschen zuführen wird, ausüben, llr ist seit dem Umstürze daS erste karge Zugeständnis politischer Gleichberech'igung du deutschen Staatsbürger in Slowenien. Wir erachten eS all unsere Pflicht, daS heu'e laut zu betonen, da eine Partei, die den DemokratiSmuS r.uf ihre Fahnen ge» schrieben hat, mit Hintansetzung ihrer eigenen Grund» sitz« sich nicht entblödet, einen Monat nach Ge» riehmiguvg der VereinSsntzungen vach diesem taschen- Bsrteil b«on, daß st« ihrerseits dazu b«Urägt, den Pilz zu ernähren; die über den Waldboden sich erhr« denden Hüte, bic wir Pilz« nennen, sind ja nur die zur Bernuhrunz dienenden Organe der Pilzpflanzen. Der Botanik«? Melin hat letzthin B«rsuch« angestellt, welche dies« Vermutung durchaus bestätigen. Er hat Reinkulturen de« Butterpilze» hergestellt und bv-ffen Pilzfäden einem jungen Sirfernpflänzch«» in di« Wurzel geimpft, dir bis dahin «och von jedem Pilzgeflecht frrl gehalten worden war. Der P lzfaden wuchs zu einem regelrechten Wurzelvilz au», der die Kiefernwurzel fest umspann. Ftchtenwurzeln schienen diesem Pilz dagegen nicht zu behagen, die Bildung be» P.lzjeflechle« blieb au« Weiter« Versuche mit anderen Pilzzüchtungen und anderen Baumwurzeln bestätigten bic Vermutung, daß da ganz intime Beziehungen obwallea; di« Untersuch»»»» gen sind noch nicht abgeschlossen, vielleicht gehört zu jedem Baum ein besonderer Pilz, vielleicht aber habe» manche Arten die Möglichkeit einer Au«w»hl. Und wie e« scheint, gilt da? nicht bloß.für Waldbänme, sondern sogar sür unser« Kukturpflan^n I Gerade in letzter Zeit haben glinzeobe Anbauversuche stattgefunden, deren Ergebnis zu sein scheint, bjß wir d«mnächst den Ertrag unserer Brotfruchi, de« Roggen«, um 25 Prozent nxr-den steigern können. Der Münchener Professor Hiliner hat ein« Art von Bodenbakterien gezüchtet, mit benen daS Saatgut, «h« «• in den Boden gelang», gewissermaßen geimpft wird. Der Impfstoff tritt in Form einer Komposterde in E»sch«inung. DaS Saatgut wird angefeuchtet und etwa fünf» oder sechsmal mit ber Komposterde durch-schaufelt, so daß «ine recht innig« Mischung zu stand« kommt. Di« Absicht Ist, daß an jebkm Roggenkorn ein paar Bakierlen haften bleiben, daß also jede» Korn <5<üt 2 tuchgroßen Stück z» springt». Wir betonen dieS den vielen Behauptungen ins Gesicht, die im In- und Auslande, bei jeder Gelegenheit, von heimischen Po litikern aufgestellt werden, daß die Deutschen hier-zulande im Genusse aller Rcchle wären. Unter der Bausch- und Bogenbezeichnung Genuß aller Rechte versteht die auswärtige Wclt Selbstverständlichkeiten, wie sie etwa in Kärnten mit dem Politisch-wirtschaft-lichen Verein der Slowenen, dessen Satzungen unser Verein fast wörtlich übernommen ha», gegeben wurden; ferner Abgeordnete im Landtage, Vertreter I» d r Gemeinde, öffentliche Körperschaften ans kulturellem Gebiete, wir nenne» als Anspiel für drüben nur den Slowenischen Schulderem mit den Zielen des hl. llyrill und Methodv.reineS; politische Rechte und Vereine, wie sie die Deutschen in der Tschechoslowakei, die Slowenen in Italien, die Deutschen i» Rumänien haben. Von allcdem war bisher in Slowenien keine Spur, wo ein Ansatz dazu auftauchte, wie die Gründung der Schwabischdeutscheu KulturbnndesoriSgruppe in Gott-scher, wurde er schleunigst wieder weggewischt und die Männer, die sich bei der Gründung exponiertem, werden, wir man unS belichtet, noch hinterher nicht wei'g schikariert. Es versteht sich von silost, daß die oben ausgezählten Einrichtungen völkischer Mi-noritäten in den anderen Nachfolgestaaten unter den herrscheriven SiaalSnat'onen G.'gner haben, die in der Auswahl d.r BekämpfutigSmitlel durchaus nicht skrupulös fiid. Auf diese Art de» Kampfe» sind sie aber uoch nicht verfallen: dieses Ei dc« Kolumbus auf den Tisch gestellt zu haben, ist den Marburg r Demokraten vorbehalten worden. Ein Mittel von alles überbietender Einfachheit. Der kaum au» der Taufe gehobene politische Verein wir» aus ver-schiedenen Gründen, unangenehm empfanden, weil er den sichtbaren Rahmen für eine Gruppe von WäH-lern abgibt, deren Segnerichast angenommen wird, also funti man an die oberste VerwaliungSbehörte de» Landes: Diesen Verein auslösen! Schade, daß man mit ändert« und prononzierte» Gegnern nicht auch so einfach verfahren kann, z. B. mit den Kle-rikalen. den Sozialdemokraten, den Nationalsozialisten usw. Da muß mit komplizierteren Mitteln gekämpst werden und die HeldenHavb« der Demvlraten hat in der Tat manche Verbeulung auS manchem Männer-kanpse davongetragen. gleich den Keim In die Erde mitbekommt, der nachher die Mykorrh»»a, die Pitzwurzel, «ntwickelt. Ersatz «ine» Dunzstoffe». wie etwa bet den Lupinen soll nicht statt finden. Der Boden erhält «tn« volle Düngung wie tonst, nur eine bessere AuSnützung der vodenbestand-teile durch die Wurjelbakteiien wird bezweckt. Die Höhere Lrhranstalt für praktische Landwirt« in Schweidnitz hat nach diesem verfahren »nbau»-r-such« angestellt. ES nmrd«n s«ch« Parzellen nkbkmin-«»der hergerichtet, welch« genau denselben Boden hallen, ganz gltichsörmig gedüngt wurden und natürlich auch »lud, Sonn« und R«g«n In gl«ich«r Weis« erhitllea. Diese Parzellen wurdrn abwechselnd die erste mit un> geimpftem Getreide, die zweite ml» geimpsiem bestellt, die nächste wieder mit ungeimpftem, di« vier»« mit ge-impftem usw. Di« Aussaat «,folgt« mit der Drillmaschine aus allen Parzellen gleichmäßig im September vorigen JahrrS, e» kamen immer 45 Pfund auf den Morgen. Seerntet wurde am 14. Juli und bald dar-auf gedr»schen. Da« Ergebnis war wunderbar. Die drei ungeimpften Parzellen lieferten zusammen 28 Z'ssuiigSge«äß gleichberechtigten deutsch«» S aiiSbürger brutal niederzutommindtereri, gleichzeitig aber in dre Welt hinauszuposaunen, daß dieie alle Rechte häiten. Was soll denn dadurch er» reicht werden, wen» man di« Vernunft allein spre» cheu läßt und die Lust an billigen Stößen und an der Ausübung der plötzlichen Macht nicht in Be-tracht zieht. Nehmen wir an, so aufrichtig lächerlich ui.» der Gedanke erschein», es bestünde wirklich diese deutsche .Z.redcnta". Glaubt man denn aus diese Weije die .»ousolidierung der Verhältnisse an de» N>irdg>enzen deS Reiches", wa» in der Sprache der Demokraten soviel heißt als die vollständige AuSinerzung oder zumindest Mundtotmachung deS süc>steirijchen Deutschtum», zu erzwingen? Wandelt man ans de:, alten Holzwegen, daß man meint, die angedliche Zereveata durch die Auf. lösung eine» behördlich kontrollierbaren Ver» eine», der vor aller Auge» seine satzung«. gemäße Tätigkeit ausübt und die Leute st llt, mit denen man reden kann, au« der Welt zu schien? Wir glauben keinen Augenblick daran, daß die oberste Verwaltungsbehörde auf fo flache, a»sge-treten« Methoden hereinfalle» und diesen Anruf der Demokraten ernstlich beachten könnte. Schon aus »er Beantwortnng obiger Fragen heraus nicht und dann, weil sie als oberste Hüterin über den Parteien stehen und sich mit keiner identifizieren lassen darf. Auch der Umstand, daß ein solche« Vorgehen in Staaten, die slawische Minderheiten besitzen, einen Resonanzboden finden müßte, kann nicht gleich-gültig sei». Zum Schluss: roch ein eigentlich üb«, flüssige» Wort. Diese« Wort gilt dem anderen hiesigen Blatt, da» als biderber Schildknappe sein übrige« tun und den Vogel abschießen ,u müssen glaubte. Diese« Blatt erzählt eine phantastische Geschichte al» Bei-trag zur deutsche» Irredenta und stellt die Be-hauptung auf. e« habe „erfahren", daß der Deutsche Schulverein in Wien mit dem Politischwirtschast-lichen Verein der Deutschen in Slowenien in .enge'' Beziehungen getreten fel. Wir meinen nnn so: Wenn irgeudjemand Zeitung schreibt, so muß er zu-vörderst trachten, daß wenigsten» ein Teil der Leser an da» Geschreibsel glaubt, und wenn eS der in gute Form gebrachte blühendste Unsinn ist. An diese plumpe Sache wird ihm aber keiner seiner Leser glaube», dazu dürsten sie, da sie im Milieu leben, denn doch zu urteilösähig sein. WaS da» „Renegatentum" anbelangt, so meinen wir so: Freie Männer bekennen stch bei nn» und auf gegnerischer Seite zur Sprache, die sie selbst für die ihrige halten. Der Ge-dank«, daß jemand ihre Reihen abgehen und si« für eine andere Nation abnummerieren könnte, ist absurd. Nummn 86 Patttisch? Rundschau. Inland. Di« Wahl des Parlamentspräfidenten Ja der Parlamentssitzung vom 20. Oktober l. I. wurde der Demokrat Dr. Eso Lukiniö mit 124 Stimmen zum Präsidenten des Parlament» gewählt, währen» ver bisherige Parlament»-Präsident Dc. R-bar 88 Stimm?» aus sich ver-einigte. Am 21. Oktober wurden der Radikale Bujik'ö und der Muselman Karamehmedoviö zu Vizepräsidenten, zu Sekretären der selbständige Bauer Rajar, der Radikale Janjic, der Demokrat Vukosavljevii und der Landarbeiter M-loradovie ge« wählt. Nach der Wahl beaiuragte der neue Par-lamentSpräsident wegen Teilnatime der Abgeordneten an der Kumanvivoieier und an den Rationalfeier» tagen in Prag die Vertagung deS Parlamente« Die nächste Siyung wird am 6. Nov.mber stallfinden mit der Tag-Sordnung: Wahl deS Finanzausschüsse». Die Resolution der Marburger Demokraten. Die auf der Sitzung der Marbnrger Bezirk«. Organisation der demokratischen Partei vom 18. Oktober gefaßte Resolution hinsichtlich de« Politisch wirtschaftlichen Vereines der Deutschen Slowenien« lautet in deutscher Uebersetzung: Die bewilligte Auf-stellung des denischtn polnischen Verein«» für Slowenien ist mit Rücksicht aus die nichtkonsolldierten Verhältnisse a» der Nordgrenze zweifellos als Be-drohung deS StaatSinterefseS de» nationalen jugoslawischen Staate» zu betrachten. Indem sie Hie staatsbürgerlichen Rechte der Deutschen individuell anerkenn», verlang» die demokratische Organisation die Auflösung de« zu stütz gegründeten deutschen politischen Vereine«, weil mit der geringen Ausnahme einiger Dörfer um Aostull die Marburger Provinz keine autochthone ethnische deutsche Bevölkerung besitzt und der politische Verein der Deutschen unter de» gegebenen Verhältnisse» eine Irredenta an der nationalen Grenze errichten und mit der Zeit die Gefahr eine» neuen Krieges (!) anzetteln könnte. Der sicherste Schutz vor de« stch künstlich entfalten-den Deutschtum i>» ein« starke Organisation der de-mokralischen Partei, ' die sich konsequent zur jugoslawischen Volkseinheit bekennt. — Obwohl wir be-reitS in unserem heuiigen Leitanfatze zu dieser Re-solution Stellung genommen haden, möchten wir hier noch auf zwei Umstände hinweisen. Die Demokraten erkennen erstens den Deutsche» die individuellen staatsbürgerlichen Rechte zu, waS soviel Heigen soll: die Deutschen können wühlen und sollen wählen für die — demokratische Partei. Zweiten« gibt eS im Marbnrger KreiS soviel wie keine richtigen Deutschen uud trotzdem ist die Gefahr der deutsche» Irredenta so groß, daß sie mit der Zeit zu einem Kriege (!!) führen könnte. Iugoflovan«l»a zajednica. Der Ljubljrnaer SiooenSki Narod hat am Sonntag einen Aufruf an die Wählerschaft der Landeshauptstadt veröffentlicht, worin mitgeteilt wird, daß die Demokraten älterer Richtung und die Nationalsozialisten bei den Gemeindewahlen eine Gruppe unter dem Namen .ZagoilovanSka zajednica' (jugo-slawische Bereinigung) bilden und mit einer gemein-samtn Liste la den Wahlkampf ziehen. — Die Spal-tung zwischen den b«id«n Flügeln der demokratischen Partei ist eine vollständige geworden, wa« in dem heftigen, kein Mittel scheuende» Preffekampfe zwischen dem SlovenSki Narod und dem Jutro schon seit einiger Zeit feine drastische Auswirkung erfährt. Eine Konferenz über Minderheiten-fragen. Wie die Marburger Zeitung meldet, hat di« jugoslawische Regierung beschlossen, sich an der Konferenz d«S Völkerbünde«, dir über Minderheitenfragen tn Budapest tagen wird, nicht teilzunehm«». nusland Deutschlands Verbitterung. Die Wiener N. F. P. veröffentlicht au» der Feder des ehemaligen italienische» Ministerpräsidenten Nittr einen Artikel unter obiger Aufschrift, der nach-stehenden bezeichnenden Ansang hat. Nitti schrobt: Deutschland ist in einem Zustand wütender Ver-bitternng und großer Depression. Diese beiden Gefühle äußern sich im deutschen Volk unter ver-schiedenen Foimen und in verschiedenem Maße; Tretet alle dem Politisch-wirtschaftlichen Verein der Deutschen bei! Nummer 86 Citltcc Zeitung Ge»t 3 manchmal, so unlogisch da« klingt, kann mau in der-selben sozialen Gruppe Symptome dieser Depression finden, die an Ueberreizung grenzen. Trotz der Verstümmelung. die eS erlitten hat (denn als «'.folg der Fri«den«verträge hat es nicht ein. sondern drei bis vier Elsaß Lothringen), kann sich Deutschland noch immer einer Bevölkerung von sechzig Millionen rühmen, und in Europa und außerhalb gibt es noch weitere vierzig Millionen Deutsche. Vou allen arischen Völker» bildet Deutschland unzweifelhaft die bedeutendste ethnische E.nheit. und j-de Verstümmelung, der ti unterwoisen wird, kann einen momentanen Akt der Vergewaltigung darstellen, aber die Natur der Dinge nicht fundamental ändern. Ein vereiteltes Attentat auf den deutschen Reichskanzler. Der deutlche ReichStagspräsident Loebe teilte vor einige« Tagen im Reichstage mit, daß in letzter Zeit die Schutzmaßnahmen für den Reichskanzler »m »bgeordnetenhause verstärkt werden mußten, da die Zahl der Drohbriefe, die diesem da» gleiche Schick-sal wie dem ermordeten Außenminister Rathenau ankündigten, in stetem Steigen begriffen sei. E» ist der Kriminalpoltzei gelungen» den Brief eines jungen Mannes in Leipzig namens Schulz an einen Bekannten aufzufangen, in dem er diefim mitteilt, vaß er Dr. Wirth erschießen werde. Ueber einen zweiten Anschlag ist die Polizei durch die Selbst-anzeige eines gedingenen Attentäter« auS Hagen in Westfalen, der daraufhin verhaftet wurde, in Kenntnis gesetzt worden. Die Attentate hätten Lonnlag und Sonntag vor ach! Tagen vnübt werden sollen. Englands Mitschuld am Weltkrieg«. DaS schwedische Blatt Stockholm« Dagblad schreibt: Lloy'' George hielt in London eine R^de von welthistorischer Bedeutung. da darin daS Ei», geständnis der Mitschuld Englands am Weltkriege enthalten gewesen war. Er führte unter andere»! au», die ganze Menschheit müsse m?hr denn je die Abänderung des Friedens von BeriailleS verlange», der Deutschland die Alleinschuld aufzubiueen suche. Die Politik der neuen Männer. Der Parlamentsderichterstatter »er Londoner Time» schreibt, die Pfeiler der neuen Regier unz könnten bereits mit Sicheiheit bezeichnet werden. Es feien die« Bonar Laiv, Lord Eurzo», Lord Derby uud Lord Saltsbuiy. Die auswärtige Politik werte ohne Zweifel die Aufrechlerhaltung und S'ärkung der Entente mit Frankreich zur Grundlage haben. Die Regierung werde jedoch ihre weiteren Berpflich. tunge» im Auslande einschränken und, wo eS ohne Ausgabe von Rechten oder ohne Prestigeverlnst möglich fei, ihre NachkriegSverpflichtunge» abbauen. Aus Slattt unS £anf:. Die siegreiche Schlacht der Serben bet Kumanowo, wo im Jahre 1912 die serbischen Truppen die Türken auf daS Haupt schlugen, wurde in E-lj« am Dien«lag durch einen Festgolte«--dienst in der Pfarrkirche ums Uhr vormittag» und in der evangelischen Kirche um 10 Uhr gefeiert. Ein jugoslawisches Pantheon. Aus der der letzten Sitzung des MinisterrateS ha: der M -nifterpiäsident Pas k die Frage de» Baue« eine« jiigo'lawijchen Pantheons in Kumanowo, wo die sterblichen Ueberreste aller um unseren Staat ver dienten Männer ruhen sollten, aufgeworfen. Wie aus Beogiad berichtet wird, soll tn das nächste Bud get die Summe von 30 Millionen Dinar zum Baue diefeS Pantheons aufgenommen werden. U?brigen« Tragen Sie der vielen Vorteile wegen K wurde in der ersten Parlamentssitzung der begin-nenden ParlamenlSperiode bereit« der Akt deS Mi-nisterpräsidiumS über einen diesbezüglichen Gesetz« eniwurs zur Verlesung gebracht. Auszeichnung. Regierungsrat Dr. Leopold Zujek. BeztrkShaupimann in Celje, wurde aus Bor-schlag des Innenministers mit dem S'. Sava-orden IV. Klaffe ausgezeichnet. Vermahlung. Herr Hermann Sladlbauer, Direktor der Vereinigte» Glasfabriken A. G. in agreb, hat sich am 21. Oktober l. I mit Fräulein !>tzi Mayer in Baumkirchen (Steiermark) vermählt. Cillier Männergesangverein. Neuerlich machen wir auf die H:rbstlieder!afel am 4. November 1922 aufmerksam. Die Veranstaltung findet im großen Saale des Hotel« Union statt. Die genaue Vortragtordnung wird in unserer nächst.'» Nummer bekanntgegeben werden. Für heute s-i belo.it, daß diese Liedertafel eine der größten und schönsten Ver-anstaltungen zu werden verspricht, die bisher in der BereinSgeschichle verzeichnet sind. gikaquartett. Zu unserer Freude können wir mitteilen, daß das in allen musikalischen Kreisen unserer Stadt hochgeschätzte Zikaq aartett Anfang November eine Konzertreise in unjerem Königreiche unte-nehmen wird. Da« Konzert in Celje ist für dem 8 Ncv mber angesetzt. Die Vortrazsordnuug wird in unserer nächsten N immer b, kanutgegeben werdei'. Der Kartenvorverkauf findet wie gewöhnlich in der Trasik der Frau Kovcc statt. Seit ihrer letzten Anwesenheit hat das Zikaqaartett unter dem Schutz? de» Fürsten M.-x Egon zu Jürstenberg zwei große Konzertreisen durch ganz Süddeuischian» und die Tschechoslowakei zurückgelegt. DaS Auftreten der ausgezeichneten jugendlichen Künstler war überall von dcm größten Erfolg begleitet. Den Höhepunkt bildete unstreitig die Mitwirkung des ZikaqaartetteS bei dem Kimme:musitf>'st in Donau Eschingen, bei dem die Zikalente bei einer Reihe von ungemein schwierigen Erstaufführungen mitgewirkt hatten. Die aus musikalischen Fachleuten der ganz?» Welt lestehende Z.ihörerschaft zollte dem Z'kaq lartett voll« Anerkennung. Eine ganze Reihe von Kritiken der deutsche", französischen und enzlischen Pe»ffe stellt fest, daß das Zikaq larti-tt geradezu im Mittelpunkt de» Musilreste» stand. Es e«füUt u»S mit G.'nug-tuung, daß der Aufstieg dieser Vereinigung von unserer Stadt aus begonnen hat und wir sind über-zeugt, daß sich am 8. November 1922 da« ganze musikalische Celje ei» Stelldichein geben wird, um die liebwerten Künstler bei ihrer Heimkehr herzlich willkommen zu heißen und eine« musikalischen Ge< nuffes teilhaftig zu weide", w'e er uns hier leider nur fellen bejchieden ist. Brotpreise. Auf behördliche Verfügung wurde in Celje der P-ei« des weißen BroleS mit 26 K pro Kilogramm. deS schwarzen mit 22 K pro Kilogramm festgesetzt. Die neuen Preise traten mit 23. l. M. in Kraft. Preiserniedrigung in den Gast und Kaffeehäusern Ljublanas. Vor einigen Tagen fand in Ljubljana eine Versam«lunz der Gastwirtegenofsenschaft stalt, auf welcher der Direktor des Hotel« Union Herr Rom verlangte, e» «özen in den Ljubljanaer Kaffeehäusern die Preise herab-gesetzt werden, da sie den heutige» Verhältnissen nicht mehr «ntsp.ächen.. e Schuhe geschoben w.rd, solzendermaßen: E^ ist vollkommen verständlich, wenn auch den Konjumenten unangenehm, daß sich der Kaufmann, der »och alte, teuer eingekaufte Lager besitzt sträubt, die Preise herabzusetzen, und daß ebenso der Bauer, der beim Kanfmann teuer einkauft, die Preise noch nicht so ermäßigen kann, daß sie dcm Steigen des Dinar e ntsprechen wüt den Der Ursulamarkt in Celje war vom Welter einigermaßen begünstigt, es fiel kein Regen und eS kamen daher viele Händler von allen Selten zu-sammen. Trotzdem wurde eigentlich, besonders in der Maoujakturbranche. nicht viel verkauft, da da« Publikum wegen der Valutasteigerung Hreiserniedri-gungen abwartet. Schwere« und leichtes Vieh wurden ungefähr 100 Köpfe aufgetricben. Ochsen besserer Qualität erzielten 30—40 K, minderer 25 K, Kühe 20 — 30 K; verkauft wurde wenig. Unglaublich, aber wahr. Au« dem anderen hiesigen Blatt übernehmen wir nachstehende reizende Geschichte: Eine Eillier F r«a bestellte im Jahre 1920 in Oesterreich Waren um den Bettag von 3600 öst. Kronen. Die Ware wurde in Oester« reich prompt abgeschickt, konnte aber bei unS nicht gesunden werden. Nach zwei Jahren Reklamiere»? und Suchen« meldete sich das betreffende Paket endlich auf dem Zollamte in Maribor. Bisher klingt die Geschichte sehr interessant — nun folgt aber Heiterkeit oder Trauer, wie man es auffasse» will. Das Mardurger Zollamt vnlangt nämlich von der Cillier Firma sür das verlorene und glücklich wiedergefundene Paket, daS 3600 öst. Kronen kostete, an Lagergebvhr nicht mrhr und nicht weniger als 72.000 Dinar oder 283.000 Jugokronen oder un« gefähr 100 MHiouen öst. Kronen. Flucht aus dem Staatsdienst«. Einer Meldung »es Ljubljanaer Slovenec zufolge sind in Ljubljana einige Richter auS dem Staatsdienste ausgetreten, da sie mir ihren gegenwärtigen Beamten« gehältern nicht leben können. Es sollen ihnen noch andere in Ljubljana und CUje folgen. Di« Obstausst«llung in Celje wurde Sam«tag unter Beisein deS AckerbauministerS Ivan Pncelj. ferner deS Ehef« »er Ackerdauabteilung der GebieiSoerwaltung in Ljubljana Sancin, des Bürgermeisters Dr. He>:sovkc, des Obersten Tost, de« VezirkshaupImanneS Pinkaoa, der Vertreter der ver« schiedenen Aemter und verschiedener Wirifchaftikor-porationen feierlich eröffnet. Auf die einzelnen Dar-bietnngen der Ausstellung einzugehen, würde zu weit führen; eS genüze, wenn wir feststellen, daß der Gesamteindruck ein vorzüglicher war und daß den Veranstallern voller Dank gebührt. Am 25. d. M. findet in den Ausstellungsräumen deS Narodni dom die Lizitation deS ausgestellten Obste« statt. Es steht *u erwarten, daß sich die Freunde der süßen Gaben Pomona» zahlreich einfinden werden. Eisenbahnbeforderung von Obst. Nach einer Veiordnung des Verkehrsministeriums darf Obst nicht als Frachtgut, sondern nur als Eilgut befördert werden. Da aber die Eilgutfracht 6 K für daS Kilo, die einfach« Fracht nur 1'20 K ausmacht, sind die Obstproduz-uten i« ich oeren Nachteil. Ein« zelne Abg-ordnete haben im VerkehrSministerium wegeu Aushebung dieser Verfügung vorgesprochen. Die Wasserleitung in Celje wurde durch einige Tage hindurch, und zwar bis Mittag deS 22. Oktober, gesperrt, da sich i» Vitauje einige Leitung«»öhren infolge Uaterwaschung gesenkt hatten und deshalb gesprungen w>re», was eine mehr« tägige Reparatur zur Folge hatte. Die Weinlese in den südsteirischen Wein, gebieten ist ihrer Beendigung nahe. Der Zuckerge« kalt de« Moste« schwankt zwischen 12 und 16%', Maskat, Silvauer un» RieSlmg zeigen zumeist 17%. Preise ab Keller 12 bis 20 K pro Liter. An vor-jährigem Wein lagert noch einiges in den Kellern. Preise 28 bis 34 K. Ein jugoslawisches Schiff gesunken. Der 1800-Tonnensegler „Zagreb" ist auf dc« Wege von Havana »ach Tampico a» der kubanische» Küste im Sturme gescheitert. Die Mannschaft konnte ge-rettet werden. Demokratisch wird man, klagt die Ljublja« »aer Jugoslavija. bei uns von Tag zu Tag mehr. Jetzt fei die Taxe für die Hochschuirigorosa auf 1000 Kronen hinaufgeschraubt worden. Wenn das so weiter gehe, werden bald wieder die Zeiten kommen, wo nur der Reiche studieren werde 5önnen. Am Ende sei es die Absicht unserer führenden Männer, die mit dieser Verordnung die ganze ver-mögenSlose Studentenschaft getroffen haben, da« Studium überhaupt zu verhindern. In eisigen Jahrzehnten werde eS dann czauz nett ausschauen. Vielleicht kehren die Zelten wieder, wo di« verschie« denen Funktionäre ihre Unterschrift mit dem — Daumen geben werden. Arandner in Maribor. ®:t lesen im Ljubljanaer Sloocnic: Wie der (M irbucger) Tabor berichtet, läßt sich der natioualsoziallstisch: Aogrord-nett Lrandner als Ocganiiaior seiner Partei in Maribor nieder. Dem Tabor ist das incht recht, «ttte 4 GUlttt Leitung Rum n er ÜC weil et also bruft: Die demokratische Partei hat sich tat M-rl'urger B.rwaliunzSgcbiel erkä«psi, deshalb darf dort nur fle allein da» Wort führen. Wie sich die Sozialisten zum Politisch wirtschaftlichen Verein der Deutschen stellen. Sie sind naturlich auch nicht entzückt, aber sie bttrachtc« die Tatsache seiner Existenz wenigstens mit halbwegS v?rnünstig«n Augen. So schreibt die sozialistische Marburger vollsstimme am 22. Oktober: „Wir können nur fioh sein, daß sich die Deutsch, nationalen organisieren, denn jctzt werden ur,6 auch kie Bürgerlichen auS d m deul'chnatwnalcn La^er alS organisierte Macht gegenüberstehen sehu». Nun werden auch alle slowenischen Sozialistensresser «in. mal aufhören mit ihrer Behauptung, daß die deutschen Bürgerlichen mit unS sympathisieren und marschieren sollten. Sie waren nie so^ialistensrcundlich uns werde., r« auch uie sein. UnS ist aber der ftatr.pl mit einem organisierten Gegner viel lieber, weil er offener ge-führt werden muß " Ueber die AusljsungSresvlution der Marburger Demokraten urteilt daS scziald-wo-kratische Blatt, wie folgt: „Wir glauben, daß die Demokraten weshalb ertost sind, weil die Deutsch-nationalen bei den Wahlen die dcmokialischtn Listen in Ruhe lassen werden. Wer könnte mit der Schwächung stirer tigeren Parici ;usrieten sein!" Stipendien für protestantisch« Theo-logen. Ein« Mel»u»g dtS Ljubijan-ier Jntiv zu-folge besteht im KultuSministtrium die Absicht, die Summe von ,ehu Millionen Diaar in da? Badqet aufzunehmen, au« der protestantische Theologen Sii-pendien für da« Studium im «uslande e>halten werden, weil in Jugoslawien keine protestantischen Fakultäten existieren. Ausflug deutscher Lehrer des Vanat nach Beograd. Auf die Anlegung de« Schul Inspektor? Ljuba Joanovi in Wnscheh begaben sich die Lehrer und Lehrerinnen der Stadt Werschetz und deren nächster Umgebung, 7<1 an der Zahl, behusS Besichtigung der Hauptstadt und zweck« Bekannt-schoftschliehung zw>'chkn der serb scheu und deutschen Lehrerschaft am 17. ». M. nach Beograd. Der B o> grader Schnlinspektor begrüßte die Banaler Lehrer in herzlicher Rede, in der er die vielen Kulturwelke und Kuiturwerte dc« deutschen BolkeS heivoihob. Ec wies mit warmen Worten auf die Notwendigkeit hin, daß die deutsche und serbische Lehrerschaft sü?S Ausblühen un-sereS ge>»cinsa»tn Vaterlandes in brüderlicher Eintracht Zusammenarbeit n. Beim Mittageffen im „Hottl SliZvia" ergriff der Sekretär im Unterrichismini-sterium Milan Rabrenov i da« Wort und gab feiner Frcude Ausdruck, eine Abordnung Banater Lchrer in B.ograd begrüßen zu können. Er achte den deut-jchen L.hrer. und anerkeni.e fein patriotische« B?r« halten. E: sei überzeugt, daß der deutsche Lhrer eine lüchuge, staatStnu: Jugend erziehen werde. Besuch deutscher Hochschulen. Beograder BläUermeldunge» zufolge wilden heuer 250 jugo> slawische Studenten cus reichsdeutschen Universitäten zum Studium zugelassen. Wirtjchiul und iU rkehr. Warenbestellungen nach dem 2. Sep tcmder. Biele »aufleute hiben die im September erflossene Verordnung des Geiieralinsp.ktorate« i» Finanzministerium, I. Zl. 14.252, unnchtig ausgelegt und auch nach de« 2. Sepiember noch Waren im Auslande bestellt. Drmit die War,«, die jetzt ankommen und auf den Stutionen. bei den Z»ll-ämtern oder bei den Spediteuren liege,», wenigsten» verzollt und ausgeladen werden können, ist nach den neuen Devisttivnortinungen den Devisknau«schüsien die Bewilligung erteilt worden, für diese bereits eingelangten Waren die Einfuhrbewilligungen ohne Devifenankauftrech» zn erteilen, jedoch mit der aus-drückliche., Bemerknnq, daß diese Einfuhrbewilligung ohne Verbi dlichkeit für den späteren Devisenankauf ausgestellt wird, weil der Ankauf von Devisen für diese Beispi l« mit einer neuen DurchführmigSver» ordnung geregelt werden wird. Die Parteien müssen alle nach dem 2. September 19^2 bestellten Waren sofort anmelden, da man später keine Bitten unk Gründe berücksichtigen wild. E^ lieg! im Interesse der Kausleute, bis zum Erscheinen ntuer Berord-nuuge» keine Waren im Auslande zu bestellen. Für die J idustlie, die zur Aufrechterhaltung ihres Be-triebe« verschiedene Materialien notwendig braucht, enthalten die neuen Devisenolrordnungen AuS«a?mS-bestimm ungen. Wirkungen des Marksturzes im Auslande. Die Newyorker Worl« verichtet, daß der S>u z der deutschen Milk filc Amerika bris größten Finanzkrach seit Menschengrdeüken bedeute. Während der letzten drei Jahre haben amerikanische Bürg-.r etwi eine Milliarde Dollar in demschen Mark a'gelegt, ein Kapital, das heute ans 50 Millionen Dollar gesunken ist. Engli'chc «pekutauten hrbrn 700 Millionen Dollar in deulsches Gel» ge-steck?. Sssssr'SS ^r'sulsjn mit xute.-n Zeugnissen, welches auch hüuslichv A'deiten verrichtet, in 3 Kindeln per sofort gesucht. Bevorzugt mit Kenntnis der französischen Sprache und Klavier. Anfrage zu ricUten: Franz, Zagiei>, JelaMplatz 7. Tüchtige Köcliiu sucht Posten; geht auch als Wirtschafterin zu einem Herrn. Anträge an die Verwaltung den Blattes. 28330 Kaffeekoch oder -Köchin per 1. November gesucht. 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Die Fabrik chemischer Produkte in Hrastnik beehrt sich, die Herren Aktionlra zu der am 15. November 1922 um 3 t'hr nach-inlttaf» In Celje, Hotel Union, stattfindenden ordentlichen Generalversammlung einzuladen. Tagesordnung: I. Bericht der Direstoren. 2. Bericht der Revisoren. S. Genehmigung der Bilanz. 4. Verwendung des Gewinnes. 6. Wahl eines Verwaltung»-rate?. 8. Wahl der Revisoren. 7. Aenderung der Statuten §§ 1, 6, 7, 8, v, 10, 16, 19, 21. 8. Antrlge. Hrastnik, 28. Oktober 1922. J>i« Herren Aktionäre haben ihr Stimmrecht bei der Generalversammlung durch • ine Bestätigung Ober die mindestens drei Tage Torher beim Vorstande in Hrastnik erfolgte Hinterlegung der Aktien nachzuweisen. Seilbahnen, Förderbahnen und W asserkraf t anlagen projektiert und baut Ingenieurbüro Buchleitner & Krieger, Salzburg Einst-Thun-Strasse Nr. 11. RSON • ■ ■■■ (lummiabsöiz ._erhaHeo JKr Schufiwerk dauerhaft Erhältlich In allen besseren Ledergesch&Men nnd en gros bei: BERSOJf-KACÖUK D. 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