Deutsche Macht (Krüker „Hissier Zeitung"). «tlchtiiit (eben I«nnrrfl«9 u»d «onnlnj ntrgtit« und V«ftct fflr Sifli mit t»» Ha», »onatlufl (I. -.84, turttt!i»!>iig fU S. -. g»»,jj> (1. «.40. Die ei»,el»e Stimmet 7 ft. I»Ier»Ie »och Torts! bei »steren wie»erd«Iii»gt» eitls»r«che»ber »«ball. ilMrtl Ichm-N 3iferat< fit »nist «latt nttt bebrüten tat SrnioncnuiStbitwitn U* Zi- uitb *u«I«»bel ««. Rebacli»» »ob «bniniftratlu HrtttBjnflt Ki. «. «»rechst,ob«» M Siebartrar» «»«ltch, mit «u»»at»e »er «»»» im» Reimoflc. von »-1» llhr «°r- uitb »—« _Udr «ndiwtttniib. — WKlanuitenc» »ormftn. - M«»«Im»ie werben nicht ,«rlia«eieitl>et. — «n-n»«e z»kn»ii»ge» nicht dera«!«tl,el. Nr. 17. Cilli, Doiinrrstal, öcn 1. März 1883. VIII. J-hrgan«. Witter von Karneri üöer die gegen-wärtige ^5age. Gestern begann im Abgeordnetenhause die Budgetberathnng. Als erster Redner gegen das Budget sprach der Abg. Ritter von Carneri. Derselbe erklärte nach einigen einleitenden Worten, daß die Regierung nicht sein Per-trauen besitze, daß sie ihm als ein Unglück gelte, wie es größer seinem Vaterlande kaum hätte widerfahren können. Redner erörterte nun verschiedene Vorfälle und deren Rückwirkung auf die Bevölkerung und schließt daran die bitterste Kritik, welche eine Regierung treffen kann. „Blättern wir in der Geschichte der verschiedensten Staaten," sagt Redner, „deren Regierungen im Widerspruche standen mit der Verfassung, so sehen wir sie alle genau den-selben Weg gehen, und immer ist es die Un-abhängigkeit der Gerichte, bei deren Berührung da» Maß voll wurde. Es gibt nämlich selbst unter den Staatsbürgern, die sich für hoch-konstitutionell halten, allerorten solche, welche betreffs der Wahlen, der Presse, der Vereine und Versammlungen, ja selbst der Schule das Unglaublichste der Regierung gestatten würden, während All« darin «inig sind. es sei die Un< abhängigkeit der Gerichte ein Grundsatz, mit welchem die ganze Rechtssicherheit steht und sällt. Ohne diese aber hat der Staat keinen Zweck mehr — für das Volk. Ich sehe dabei ganz ab von der babylo--nischen Thurmbauverwirrung. zu welcher un-sere Sprachenverordnung führen müßte. Ich habe da nur Eines im Auge, daß der Herr Justizminister in seinen Verordnungen — und da schwebt mir gerade die für Steiermark vor — darüber entscheidet, worüber Verfassung»-mäßig dem Richter allein die Entscheidung zu-steht. Wie viel da noch fehlt zu einer Anklage wegen Verfassungsbruches, nichts als eine Schulgarten und Kindergarten im Dienste des Tierschutzes. Bon Gymnosiaidirrclor Dr. ErasmuS Schwab in Wien. In dem lesenswerten Feuilleton der vor-letzten Sonntagsnummer der ..Deutschen Wacht" ist nur ein Punkt zu vermissen, die Bedeutung des Kindergartens für den Thierschutz. Alle Thierschutzvereine der Welt sind heute einig darüber, daß in Bezug auf den Thierschutz der wirksamste Hebel schon bei der ersten Er-ziehung, also schon beim Kinde angesetzt werden muß. Die Thierschutzvereine haben bisher ihre Aufgabe nach dieser Richtung dadurch zu lösen gesucht, daß sie auf die Jugend mit Schriften und bildlichen Darstellungen zu wirken sich be-mühten. Ich verkenne daS Gute, welches aus diese Weise theilweise geleistet worden ist, gewiß nicht; ich muß eS aber nicht als bloße zufällige Ansicht, sondern als Resultat vielfacher Er-fahrung auSsprechen: Für die Bestrebungen der Thierschutzvereine Herz und Verstand der Jugend der Idee deS Thierschutzes zu gewinnen geht der Weg nicht durch Wort und Schrift, sondern durch einen zeitgemäß angelegten und zweckmäßig ge-leiteten Schul- und Kindergarten. Es dürste bei dem Umstände, daß die als Vorkämpferin deutschen Sinnes und deutscher Sitte im steirifchen Unterlande so verdiente Stadt Parlaments'Majorität. welche den Schutz der Verfassung als ihre oberste Pflicht anerkennt. Von dem Umsichgreifen des Gefühles einer steigenden Rechtsunsicherheit datirt der Um-schwung in der öffentlichen Meinung, und die Regierung mag es leugnen, wie sie will, ihr imponirt bereits der sittliche Ernst, der heute die Deutschen in Oesterreich durchdringt. Ge-rade die gewisse Nervosität oder nervös krank-hafte Reizbarkeit und Leidenschaftlichkeit, mit welcher in diesen letzten Tagen der ganze Eho-rus der ministeriellen Presse in die Welt hin-ausgeschmettert hat, feinem Antrage der Linken dürfe je mehr zugestimmt werden: es dürfe gar kein Zweifel aufkommen an der Einigkeit deS Ministeriums und seiner Majorität, beweist mir wenigstens nur ein ganz außerordentliches Bedürfniß, für stark gehalten zu werde». Als man in den Erwartungen sich getäuscht sah. welche daS Versöhnungs-Ministerium in weite-ren Kreisen, als gemeinhin angenommen wird, erweckt hatte, trat eine entnervende Apathie ein, welche mau hoch oben ganz gut als eine Art schweigender Zustimmung auslegen konnte, welche tief unten — zum Beispiele auf mich — in der Art wirkte, daß sie Hoffnungslosig-keit hervorrief. Die Zeit ist vorüber; die Verfassungstreuen sind allen Zerbröckelungs-Pro-phezeiungen und raffinirtesten Machinationen zum Trotze, vollzählig auf ihren Plätzen er-schienen ; indem sie heute das Banner der Ber-fassung hochhalte», thun sie eS nicht mehr mit der herben Abnegation, die selbst auf die Auf-munteruug von Seite der eigenen Freunde ver-zichten mußte: sie thun es mit dem Bewußtfein, bei ihren Wählern einem vollen Verständnisse zu begegnen; dieses Bewußtsein ist der Lohn für eine jahrelange, unter den schwierigsten und bittersten Verhältnissen und im Kampfe mit Allem, was Verdächtigung und Verlenm-dung ersinnen können, geübte Pflichttreue. Ich gönne übrigens der Regierung das Denkmal, das sie für alle Zeiten — scripta manent — sich jetzt mit einer nie dagewesen osficiösen Schandpresse gesetzt hat. Der Um-schwung in der öffentlichen Meinung ist aber auch — ich muß es offen gestehen — großen-theils das Verdienst der Regierung. Von ihren Anhängern fort und fort gedrängt und geschoben, mußte sie dem Schicksale verfallen, das keinem unklaren Streben erspart bleibt. Sie kann heute nur mehr energisch widerstehen, um gleich darauf desto energischer nachzugeben, der willenlose Sclave derer, die sie zu fesseln und zu führen meint. Wie es nicht anders kommen konnte, wurden Nebenzwecke zu lei-tenden Getxnken. Die Rechtsbegriffe wurden immer verwirrter, und was das für Folgen haben kann — exempla trahunt — davon geben uns, um zwei sehr weit auseinander liegende und doch verwandte Beispiele zu nennen, die neuesten Steuergesetze und der Cynismus, mit welchem eine nie dagewesene Korruption an das Licht des Tages sich wagt, ein nur zu drastisches Bild. Wohin es in Oesterreich mit den ganzen Rechtsbegriffen mit der ganzen Gesetzlichkeit endlich kommen muß, wenn Urtheile des Obersten Gerichts--Hofes und des Reichsgerichtes Acte der Re-gierung verdammen und erfolglos verdammen, und wenn die gesetzgebenden Körper aushören, eine Schutzmauer zu bilden gegen die Willkür, das ist endlich den Deutschen klar geworden, und daß diese Erkenntniß keine blos theoretische mehr sei, beweist mehr als zur Genüge ein Ereigniß aus der neuesten Zeit, welches Jene nur als unbedeutend betrachten können, die nicht gewohnt sind, die Dinge in ihrem Zu» sammetihange zu beurtheilen. Die VersöhnungS-Politik, welche, wenn man die Larve ihr vom Antlitz reißt, als Slavisirung Oesterreichs uns angrinst, hat bereits nach dem Herzen Oester- Eilli in lobenswerter Weise darangeht, für die Erziehung der noch nicht schulpflichtigen Jugend durch Errichtung eines Kindergartens im wahren Sinne des Wortes zu sorgen, sich empfehlen an dieser Stelle in raschen Zügen das Bild eines Schulgartens zu entwerfen/) — DaS SchulhauS oder das Locale für den Kindergarten steht am besten mitten in einem Garten; um das Schul-hau« herum ziehen sich kleine Anlagen, bestehend in Blumenbeeten. Erdbeercultnren. Wein. Treil-lagen u. s. w. Mit andern Worten: die Schulkinder erhalten hier eine lebendige Anleitung, wie man die Umgebung des Wohnhauses mit geringen Mitteln verschönert, veredelt und nutz-bar macht. Zum Schulhause gelangt man durch einen Vorgarten. Diese freundliche Anlage, durchaus als Ziergarten gehalten, enthält in knappen Zügen eine lebende Heimatskunde, d. h. eine knappe, aber wohldurchdachte und in selbständigen, leicht überschaulichen Gruppen malerisch zusammenge-stellte Auswahl der wichtigsten Pflanzen, welche für das betreffende Heimatland, charakteristisch sind in Wiese und Garten, Flur und Wald. Diese kleinen pflanzengeographischen Bilder sind ') Anm.: In der angegebenen Weise war unter Leitung des Schreibers dieser Zeilen im Jahre 1873 in der Wiener Wtllauöslellung zum öftere. Muster-jchulhause gehörige Schulgarten angelegt. gleichsam die Poesie deS Schulgartens; im rückwärtigen Theile dagegen ist gleichsam die Prosa, d. h. eine Auswahl der wichtigsten Nutzpflanzen der Heimat concentrirt, allein nicht, wie die Landwirthe gewohnt sind, in für Kinder höchst ermüdenden, langweiligen geraden Linien ge-ordnet, sondern von der SchönheitSlinie begrenzt, in ein größeres, mit dem besten Geschmacke getheiltes Beet von Kreisform gebracht. Nebenan dehnt sich der Spiel- und Turnplatz aus, der mit schattenspendenden Bäumen bepflanzt werden soll, unter welchen die Mädchen im Sommer ihre Handarbeiten verrichten können. — Die „Prosa d?S Schulgartens" wird denützt werden als „Grabeland", also zunächst für den Bau feineren Gemüses. aber auch zur Vorführung der Repräsentanten der in dem betreffenden Lande gedeihenden Halm- und Hackfrüchte, Futter-und Handelspflanzen, also der ökonomisch und technisch wichtigen Gewächse. Umgeben sind diese Beete mit Rabatten, in welchen Zwergobstbäume und Beerenobststräucher gepflanzt sind, deren Zwiscbenräume mit Blumen und Perennien ausgefüllt werden. DaS Obst im Garten ist durch-wegS edles. Außer dem Treillage-Obst an dem Hause werden edle Zwergdäume auch im vor-bersten Theil deS Gartens an passenden Stellen angepflanzt. ES zerfällt fonach ein solcher Schulgarten 2 reich» gegriffen, denn Oesterreichs Herz ist daS deutsche Wien. Ich will glauben, daß das Staunen der Regierung über den Wider« stand, auf welchen die Errichtung einer czechi-fchen schule in Wien stößt. ein aufrichtiges fei. Die Abschüssigkeit der Bahn, auf welcher sie sich bewegt, bestimm: ihre Richtung. Daß es eine« Geist der Gesetze giebt, gilt ihr vielleicht nur mehr als Märchen, und den todten, aber auch ertodtendeu Buchstaben des Gesetzes hat sie ja für sich. Und was für ein unbe-deutender Funke ist doch eine so kleine Schule in der mächtigen Großstadt? Muß nicht ein folcher Funke im Niedersinken verloschen? So wäre es anch gewesen, wenn nicht die Unglück-liche Versöhnungs - Methode fort nnd fort Zündstoff aufgehäuft hätte. Lichterloh schlagen die Flammen rings empor; mit einer Eiu-mülhigkeit. die bis vor wenigen Wochen Nie-mand sich hätte träumen lassen, rief plötzlich ganz Wien: PrincipiiB obsta! Im ersten Mo-mente war es von Allen erkannt, um was es sich handelte; nicht um das naturgemäße Be-dürsniß eines Volksstammes, sondern um eine künstliche Agitation, welche, um den Besuch der Schule zu erzwingen, vor keinem Gewalt-actc zurückschrecken würde. Es ist geradezu kindisch, bei diesem Attentate auf den Character Wiens an dem Gesetze herumdeuteln und tüf-teln zu wollen. Es liegt in der menschlichen Natur, gegenüber Dingen, welche allen Tra-ditionen ins Gesicht schlagen, wenn die ge-wichtigste» Argumente ihre Verwirklichung verbürgen, skeptisch sich zu verhalte« und erst daran zu glauben. wenn die drohende Ver-wirklichuug unser Gefühl verletzt. Heute glaubt der Wiener an die Zwecke und Absichten der herrschenden Strömung, für welche er vor Kurzem ein gemüthlich ungläubiges Lächeln hatte. Ich bin gewiß der Letzte, zu leugnen, daß die Regierung so vorgehen konnte, wie sie vorgegangen ist; aber so vorgehen konnte nur eine Regierung. welcher der österreichische Staatsgedauke abhanden gekommen ist. WaS wir daher da vor n«S haben, ist einer jener weithin leuchtenden Conflicte, die immer epochemachend gewesen sind in der StaatSent-Wicklung. Sie bringen bewußtes Leben in die stagnirendsten Massen, weil plötzlich Allen klar wird, daß es um das Ganze sich handelt. Dem Wiener sind eben die Augen aufgegangen. und er erblickt in dem unbestreitbaren Niedergange seiner geliebten Kaiserstadt nicht mehr «in blos vorübergehendes Uebel, sonder» eine tiefsitzende Krankheit, und den Namen dieser Krankheit nennt ihm täglich das Ausland, wenn es unsern Kaiserstaat vergleicht mit gewissen Kaiserthümern im Osten, die ich nicht zu nennen brauche. Die vielbesprochene Centrumsverschiebung ist nicht ein Borrücken westlicher Cultur und Gesittung. in drei Theile: I. in ein« knappe, aber in sorgsamer Auswahl vorgeführte HeimalSkunde. die ja nicht als ein botanischer Garten zu denken ist, sondern als eine geschmackvolle Zusammen-stellung kleiner pflanzen geographischer Bilder, also der charakteristischen Gebirgs-. Wasser-, Wiesen-, Giftpflanzen u. s. w.; 2. in eine voll-ständige Auswahl unser,r heimischen Pflanzen des Feldes und GartenS: 3. in den wohlbe-schatteten Spiel- und Turnplatz. Ein solcher Schulgarten bezweckt also bei den Schulkindern Kenntnis der heimischen Natur. Verständnis- und li bevolle Beschäftigung mit derselben, Schürfung des Verstandes durch die Beobachtung der stetig sich verändernden Natur. Weckung des Schönheitssinnes. Ausbildung eines kräftigen Körper», Erziehung zu Gemeinsinn und zu besseren Sitten. Hebung deS Volkswohlstandes u. s. w. Nach dem Gesagten ist klar geworden, daß der Schulgarten in seiner Anlage zum-ist eine lebende Heimatskunde auf dem Gebiete der Pflanzenwelt ist. Man wird aber fragen: Wie kann der Schulgarten in den Dienst des Thi«r-schutzes gezogen werden? Unsere beiniische Thierwelt geht im Schul-garte» keineswegs leer aus: sie ist in dem Schulgarten vertreten, wenn auch in beschränkterem Umfange. Unb diese im Schulgarten vertretene ..ZX»tsch« Mapt." sondern was man da drunten Sittlichkeit n«nnt, rückt sein Centrum nach Westen. Das ist die Bedeutung dieses Conflicts. Die Versöhnung der Völker Oesterreichs ist die .PreiSgebung ' des Charakter» Oesterreichs. Die Ziel- und Grund-satzlosigkeit, mit der nunmehr seit Jahren regirt wird, hatte zur nothwendigen Folge, daß Ele-mente an die Oberfläche gekomnien sind und. wie es scheint, die Oberhand gewonnen haben, die Oesterreichs alten guten Ruf beflecken. Ich bin überzeugt, daß dem Herrn Minister Präsi-denten ein tüchtiger Crawall hundertmal lieber gewesen wäre, als dieser Wiederstand, der inner-halb der Schranken des Gesetzes sich bewegt: jenem gegenüber würde seine Energie vollkom-men ausreichen, während sie machtlas ist gegen-äber den Kräften, von deren Entfesselung dieser Fall nur ein Symptom ist. Und diese Symptome berüße ich mit Freuden. Endlich beginnt Klar-heit zu werden im öffentlichen Gewissen. Lichter wird die Lage des Reiches dadurch freilich nicht, ihre Färbung wird womöglich noch dunkler. Was ich durch dieses Dunkel jedoch dämmern sehe, ist der Anbruch einer ferneren Zeit. Alles ha« seine Grenzen." Uotitische Pnndschau. Inland. partieller Ministerwechset. Unter den Mitgliedern der Rechten läuft die Nachricht um. daß ein partieller Minister-Wechsel bevorstehe; doch soll derselbe in einer Weise vollzogen werden, welche die Annahme, daß die Lewinsky-Affaire damit zusammenhänge, ausschließt. Weitere mysteriöse Andeutungen über' steigendeRegierunpSfreundlichkeit imTscheschkiclub find geeignet die Vermuthung zu rechtfertigen, daß nicht ein Gärtnerbock sondern ein Sünden-bock geopfert werden dürfte. UnS kann auch dies-Wendung der Dinge recht sei» ; denn wir kennen nicht Ein Mitglied deS Cabinets Taaff«, dessen Opferung uns nahe ginge. Ausland. Das Programm Kerry's. Der neue französische Ministerpräsident hat sein Programm bereits mitgetheilt. Er gedenkt nach demselben "benso wie früher bei der Aus-treibung der Mönche, sich vorläufig bei der Entfernung der Prätendenten mit noch bestehen-den alten Vorschriften zu begnügen. Um die Prinzen auS der Armee zu entfernen genügen ihm die Decrete aus dem Jahre 1834 und da er in dem Kriegsminister Thibaudin ein Werk-zeug besitzt, welches bereit ist die alten Decrete auszuführen, so erscheint der drohende Conflict zwischen Kammer und Senat bezüglich der Prä-tendentenvorlage bei Seite geschoben, ohne daß Fauna soll das Kind kennen und beobachten lernen. Seitdem wir Menschen angefangen haben, die Erde zu besiedeln und sie uns zur Heimstätte zu machen, mußien wir einen harten Kampf um das Dasein mit einem zahlreichen und mächtigen Theile der Thierwelt kämpsen. Im Wesentlichen ist der Kampf ausge-kämpft, soweit eS sich um reißende Thiere unserer Heimat handelt. Der Bär und Wolf, die Wild-katze und der Luchs mußt n dem Menschen weichen. Thiere von mächtigen Formen, wie Höhlenlöwe und Mammuth wurden von den Menschen sieg-reich bekämpft, als diese noch nicht die Kunst verstanden das Metall zu bearbeiten und ihre Pfeile nur mit Feuersteinsplittern bewehrten : das Elenn, der Ritsenhirsch, der Wisent, sie sind theils ausgerottet, theils in unwirthliche Gegenden zurückgedrängt für immerdar. Allein uns sind nach diesem ausdauernden Kampfe Feinde zurückgeblieben, welche nicht mit Kraft und Kühnheit zu besiegen sind, sondern nur mit Aufbietung von Verstand und Sachkenntnis, das sind jene kleinen, ja manchmal sogar winzigen Feinde, welche in Massen auftretend unablässig die Culturen des Menschen schädigen und vernichten, welche oft die Ernte eines Jahres zerstören und Hunger und Elend über ausge-dehnte Landschaften zu bringen vermögen. Diese 1883 eine der beiden Körperschaften dabei nachgegeben hätte. Für das Ausland haben die Versicherungen Ferry's, die europäische Politik deS Cabinets werde eine friedliche sein, das nächste Interesse. Die im Programme vorkommende Wendung, daß trotz dieser friedlichen Politik das Cabinet bestrebt sein werde, Frankreich den-jenigen Rang in Europa zu sichern, welcher demselben zukomme, ist ein« rednerische Beigabe, welche selbstverständlich ist. Nach der Lag« der Sache dürfte Frankreich, angesichts seiner innern Verhältnisse, zunächst wenig Aussicht haben sich anders als eine friedliche europäische Republik zu zeigen. Z>ie deutsche Sprache im Hrieut. In der Levante beginnt die deutjche Sprache in ihrer Eigenschaft als Erziehung«- und BilduugS-sprach« der französischen ernstlich Concurrenz zu machen. Dos Deutsche wird eben im Orient Mode: es hat das Englische verdrängt, ebenso wie in den letzten Jahrzehnten das Französische die italienische Sprache verdrängt hat. Interessant und wichtig ist hierbei, daß sowobl das Herr-schende Volk, die Osmanen, als Griechen und auch Armenier sich der Erlernung und dcm Gebrauch der deutschen Sprache zuwenden. Daß im Verwaltungs- und Betriebsdienst der türkischen Eisenbahnen in Europa das Deutsche neben dem Französischen seit Jahren in« Gebrauch ist, fällt als Beweis dafür ins Gewicht, welchen Rang die deutsche Sprache im Handel und Verkehr einnimmt. Sind erst einmal die An-schlußlinien nach Oesterreich gebaut und im Be-triebe, so w>rd das Teutsche auf der ganzen Linie mit der Zeit überwiegen. Bedeutsamer dagegen ist die Stellung des Teutschen als Er-ziehungs- und Lehrsprache in Schule und Haus. Die „französische Gouvernanten-Civilisation" wird von der deutschen Schule im türkischen Orient siegreich aus dem Felde geschlagen. Aehnlich wie in der ftanzösisch«n Armee — jedoch nicht zu so feindlichen Zwecken — wird in den Offl-ciercorps der ottomanischen Armee die Erlernung der deutschen Sprache eifrig betrieben. Für die höhere Militärschule ist sie als obligatorisch in den Lehrplan ausgenommen. Im Gulata Seraj. der höchsten türkischen BildungSanstalt. die ein Mittelding zwischen Gymnasium und Univer-sität darstellt, wird auch Deutsch gelehrt, waS in früheren Jahren nicht der Fall war. Nnd, es ist eine verbürgte Thatsache, selbst in türkischen Faniilien erlernt m.in das Deutsche, also bis in die Harems dringt es ein. Die Bildungsanstalt für junge Mädchen vornehmer türkischer Familien in Stambul wird von einer Dame g«leit«t, die eine geborene Deutsche ist; den jungen Damen — bei deren Prüfung im vergangenen Sommer der deutfche Vertreter werthvolle, vom deutschen Kaiser geschenkte BraceletS zur Verkeilung brachte unser« Feinde, die schädlichen kleinen Thiere sind meist sehr unscheinbar: ich meine die Legionen Mäuse und die Milliarden schädlicher Thiere der Jnsectenwelt und mancher Weichthiere. Der Kamps gegen diese Feinde ist mit jenen Waffen, die wir Menschen ausdenken und ins Feld führen köimen. gar nicht zu kämpfen; diese Feinde sind für unsere Waffen geradezu unbe-siegbar. ja, während die großen Thiere ver-hältnißmäßig leicht vertilgt werden konnten, da ihre Zahl «ine beschränkte war und sie dem nachstellenden Menschen vermöge ihrer Größe leicht sichtbar blieben, also immerdar verfolgt werden tonnten, vermehrt sich die Zahl dieser kleinen Feinde in dem Maße, in welchem der Memch die Erde cultivirt. Wo früher nur ein-zelne schädliche Jnsecten auftraten, dort sind sie jetzt zu Millionen und abermal Millionen angewachsen, weil die Culturpflanzen, an deren Existenz die Existenz dieser winzigen Feinde ge-knüpft ist, in riesiger Ausdehnung, manchmal in stundenweit sich erstreckenden Pflanzungen, also in unendlicher Anzahl getaut, somit unseren Feinden die Bedingungen ihrer Existenz in un-ermeßlicher Fülle geschaffen werden. Wir würden demnach vergeblich gegen die zahllosen Unholde kämpsen. wenn nicht die Natur dem Menschen eine große Reihe von Freunden aus der Thierwelt an die Seite gestellt hätt«. 1883 — wird unter anderen schönen Sachen nament-lich Deutsch gelehrt. Dasselbe ist in einer ganz neuerdings gegründeten Anstalt der Fall, welche junge türkische Damen sür daS Lehrerinnensach ausbildet. Französisch kann im Orient mehr oder weniger Jedermann, der nicht Wasserträger oder Eseltreiber ist, aber die Kenntniß des Deutschen unter Eingebornen gilt allgemach als ein Zeichen sorgfältiger resp, wissenschaftlicher Erziehung. Das Deutsche ist vielleicht bestimmt die Sprach« der Gebildeten im Orient zn werden, und es ist dabei jedenfalls ein Bortbeil, daß es nicht, wie das Französische, aus dem Markte und hinter dem Ladentisch erlernt resp, aufgeschnappt wird. In gebildeten griechischen Familien wird das Teutsche geradezu gepflegt, eine Art dankbarer Erwiederung deS Eifers, mit dem daheim die griechischen Klassiker gepflegt werden. Feindselig gegen das Deutich« verhalten sich nur aus politi-scheu Gründen und in Rücksicht ihrer slavischen Raee die Bulgaren, aber das Schicksal will es. daß sie ihr« vornehmeren Töchter »ach Ottakoj schicken, wo sie mit deutschen Mädchen zusammen deutsch unterrichtet werden. Atakien. Den Deniostrationcn gegen Oesterreich, welche in den letzten Monaten so viel von sich reden machten, folgt jetzt das Nachspiel vor den Gerichten. So hat nunmehr die Anklagesection des Appellsenates zu Rom den Demonstranten Rigatieri, weil er durch Revolverschüsse auf das Wappenschild des österr. BotschaftShottls das Land der Kriegsgefahr ausgesetzt habe, vor die Assisen verwiesen. — Am 5. März findet die Verhandlung über die Appellation Valerianis statt, welcher mit Steinen nach dem Wagen des vsterr. Botschafters geworfen hatte. $>ie Aibikillen rühre» lich. Von Rußland koninien immer wieder dro-hende Nachrichten, welche bei allem gebotenen Mißtrauen gegen die Verläßlichkeit der mitunter ziemlich leichtfertig oder in übler Absicht betrie» benen Sensationsjournalistik doch nicht ganz mit Stillschweigen Übergängen werden können.Sie deu-ten allesammt daraus hin, daß die revolutionäre Propaganda wieder rühriger ainWerke ist, seitdem die Krönung auf «inen bestimmten Termin angesetzt worden ist. So meldet man u. A. Fol-gendeS aus Petersburg: „kürzlich hat sich in einen, Zimmer eines der l ekanntesten Bäder in St. Petersburg ein Trama abgespielt, welches wohl geeignet ist, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ein junger, wohlgeklndeter Mann verlangt« in der erwähnten Badeeinrichtung ein Zimmer, schloß sich daselbst ein. und als er nach Verlauf zweier Stunden noch nicht erschien, wurde vom Bademeister an die Thür geklopft; Diese Freunde sind theils unter den Sänge-thiere» zu suche«, theils unter den Vögeln, theils unter den Kriechthiercn und Lurchen, theils endlich unter den Kerbthieren. Diese unsere Freunde sind gleichfalls meist sehr kleine Thiere, u. z. um einzelne Beispiele auszuzählen, unter den Säugethieren die Fleder-«laus, das Wiesel, die Spitzmaus u. a., unter den Vögeln verschiedene Wasservögel, die Schwallen, Eulen u. s. w., unter den Kriechthieren und Lurchen vie Echsen, Blindschleichen, Kröten, unter den Kcrbthieren die Laub- und Ranbkäfer, Ameisen, Spinnen. Wespen u. s. f. Diesen Freunden des Menschen hat die Natur jedoch auch wieder Feinde entgegengestellt, und eS sind deren eigentlich nicht viele; zunächst die Adler, die meisten Falken, mit Ausnahme des Tburmfalken, und die Elstern, Nußhäher und wenig« andere. Diese Thier« vernichten einen Theil unserer Freund« in der Thierwelt und werden deßbalb mit Recht von uns verfolgt. Allein furchtbarer als diese Feinde unserer Freunde wüthet der Mensch selber gegen seine Freunde, die er doch mit dem ganzen Aufgebote seines Verstandes schützen sollte, oft mit der blinden Grausamkeit des RaubthiereS, mit der stumpfen Gedankenlosigkeit deS Wilden, mit der ganzen Zweckwidrigkeit eines in feinem Verstände verwahrlosten Kindes. Deutsch« M«chi aber keine Antwort. Man holt« die Polizei, und zufälliger Weise war gerade der Pristaw deS Bezirks (BezirkSpolizeimeister) anwesend. Dieser ließ di« Thüre erbrechen. Der junge Mann wurde in der Badewanne mit zerschnittenen Pulsadern aufgefunden, aber noch lebend und mit vollem Bewußtsein. Der Pristaw nahm so-fort ein Protokoll auf; dcr junge Mann erklärte sterbend und mit schwacher Stimme, daß er den Selbstmord beabsichtiget habe, weil «hm — als Mitglied der terroristischen Partei — das LooS zugefallen sei, den Kaiser zu tödten. Der Muth zu dieser schrecklichen That habe ihm jedoch gefehlt, und. wohl wissend, daß die Terroristen ihn wegen seiner Ungeborsamkeit tödten würden, habe er es vorgezogen sich selbst den Tod zu geben. Der Selbstmörder gab seinen Nam-n als Joskin oder Jomkin an. Es stellte sich heraus, daß er schon längere Zeit unbemerkt unter poli-zeilicher Aufsicht gestanden hatte, als der Theil-nähme an politischen Umtrieben verdächtig. Korrespondenzen. Ans dem St. Mlirtiner Bezirke, 25. Fe- bruar 1833. iOrig. Corr.) sB e z i r k s-Vertretung.) Die financiellen Verhältnisse unserer Bezirksvertretung sind trotz der nicht unbedeutenden Umlagen die denkbar deroutesten und ist gegenwärtig sämmtliches Einkommen des Bezirkes von dem Bauunternehmer Herrn Andreas Suppanz in Pristova, — der schon seit Jahren beträchtliche Forderungen zn stellen hat, — gerichtlich sequestrirt. — Es ist dies bei der bekannten Gentüthlichkeit, die im Schoße dieses durch nnd durch national-cleri-calen Vertrerungskörpers herrscht, höchst be-dauerlich und macht dessen bedenkliche Finanz-wirthschaft aus die Steuerträger des Bezirkes einen äußerst deprimirenden Eindruck. Schon die Zusammensetzung d'eser Vertretung ist ein Unicum in ganz Steiermark. und die famose Verwaltung liefert so recht den Beweis, wie die nationalen Volksbeglücker wirthschafte» können nnd wie anderswo diese Fanatiker wirthschaften würden! DaS geistige Haupt unserer in ihrer Art einzigen Bezirksvertretung, oder der eigentliche nvrvus rege»» ist ein aus den untersten Schichten emporgekommener „Unternehmer", der „Gott sei Dank" es nicht mehr nöthig hat. sich zu plagen; — während das sichtbare Oberhaupt ein Gastwirth und früherer Meßner ist, der seine Stellung zu Gunsten seines Gewerbes trefflichst auszunützen versteht. — Die auswärtigen, znmeist bäuerlichen Mitglieder gehen stets mit Bangen zur monatlichen Sitzung, denn der Herr Gastwirth-Obmann versteht eS ja so gnt, daS Nützliche mit den» Angenehmen zn vereinen, und seine verehrten Ausschüsse von ihre» sauer verdien- Wie sinnlos verfolgt er seine Freunde unter den Säugethieren ! Die Fledermaus, ein durchaus harmloses und dem Menschen darchanS »iützlicheS Thiercheu wird heute noch von Landleuten zu Hunderte» vertilgt; derselbe Landmann hält daS Werk der schädlichen ScheermauS für das deS Maulwurfes nnd vertilgt den Maulwurf, welcher ihm in Ftld und Wiese nur Nutzen schafft. Die meisten Menschen kennen die nützliche Spitzmaus nicht. verstehen nicht, welch nützlicher Jnsecten-sänger der Igel ist und haben keine Ahnung davon, daß das Wiesel ein unermüdlicher, vor-trefflicher Vertilger der überaus schädlichen Mäuse ist. Viel schlimmer noch als unseren Freunden unter den Säugethieren ergeht es den Vögeln, welche eigentlich die besten Freunde des Landwirtes im weitesten Sinn« deS Wortes genannt werden müssen. Unter den Vögeln stehen als Jnsectenvertilger viele Sänger obenan, von welchen man glaube» sollt«, daß sie durch ihren süßen Gesang Menschenherz rasch gewinnen würden. Allein di« darmlosen Vögel werden von bösen Buben, und von Erwachsenen massenhaft gefangen und getödtet aus den Markt gebracht. Schwalben werden noch immer im Süden Europas in Masse gemordet. Junge Möven wurden in der Nähe von großen Teichen noch vor Kurzem nicht schock-, sondern wagenweise 3 ten Diäten, durch Squivalirende literweise Darreichung von Getränken, zu erl«ichtern. Und erst die armen Wegmachersklaven, die nuu gar unter der absoluten Gewalt des elerical - nationalen Obmannes stehen Wehe diesen Unglücksmenschen, wenn sie nicht am Wahltage ihr?» entsprechenden Obolus aus dem Wirthstisch desselben legen, oder sich gar bei-kommen lassen würden, ein anderes Gasthaus im Markte zu besuchen! Der Zorn des Ge-waltigen möchte sie zu empfindlich treffen! — Es ist zwar kein schönes Bild, das wir hier entwerfen, aber leider ist es so und wohl be-daueruSwerth, daß es so sein kann. Ange-lichts der bevorstehenden Wahlen in diesen Vertretungskörper müssen wir wohl allen Freunden des Fortschrittes, einer geregelte» Verwaltung und einer besseren Finanzgebarung an's Herz legen, intelligentere, erfahrene Männer zu wählen, zum mindesten aber nicht solche, die ihre öffentlich« Stellung dazu be-nützen. soviel als möglich Nutzen sür sich herauszuschlagen, was gewiß gegen alle Be-griffe von Ehre ist nnd eine Corporation, wie die Bezirksvertretuiig, nur schändet. Kleine KsroniK. sR i ch a r d W a g n e r.] Wenig bekannt dürfte es fein, daß im Jahr« 1864 das Kapitel des Maximiliansordens paur le radrite Richard Wagner dem Könige von Bayern zur Aufnahme vorgeschlagen hatte, von letzterem war anch die Präsentation genehmigt. Da jedoch der fein-fühlend« Meister Ursache zu der Voraussetzung hatte, daß die Wahl nur auf den Wunsch seines königlichen Protectors erfolgt wäre, so lehnte er die ihm zugedachte hob« Auszeichnung dankend ab: die nothwendig« Folg« hiervon war, daß «r später auch den von dem König« von Italien ihm zugedachten St. Lazarusorden rcsüsiren mußte. Der Maximiliansorden steht bekanntlich auf gleicher Stuf« mit dem preußischen Orden pour 1« inerit«*. sFür dielleberschwemmten.s AnS Chicago ist dem Obmanne deS deutschen Schul« Vereines, ReichSraths - Abgeordneten Dr. M. W « itlof eine Senduug von 5000 Mark zugegangen als erster Beitrag zur Unterstützung der durch die Ueberschwemmungen in Tirol V«r-unglückten. In der Zuschrift, von welcher die Sendung begleitet war, wird betont, daß die amerikanischen Spender den Obmann des deutschen SchulvereineS für die geeignetste Persönlichkeit ansehen, di« Liebesgaben der Deutschen Amerikas an die deutschen Brüder in Tirol zu übermitteln. Außerdem wird noch erwähnt, daß Frau Gall« mayer in Chicago eine WohlthätigkeitSvorstellung zu Gunsten der Tiroler und Kärnthner Ueber-schwemmten veranstalte. zu Markt gebracht, und doch gibt eS keinen Vogel, der massenhafter die gefürchtet?» Engerlinge vertilgen würde, als dieser. Der Thurm-falke wird so gedankenlos geschossen, als ob er ein schädlicher Falke wär«; der Bussard söfft dem Blei des Jägers als „Schneegeier." so leicht er doch als nützlicher Vogel erkannt werden kann. Noch schlimmer ergeht es den furchtbaren Feinden der Mäuse, den Eulen, die auch heute nicht nur von Bauern, sondern auch vom Forstpersonale getödtet werden. Ebenso schl'mm ergeht es den Kriechthieren nnd Lurchen. Vor der Eidechse fürchten sich viel« Menschen, sie halten die Eidechse sogar für giftig und erschlagen sie ohne Bedenken. Und es muß hinzugefügt werden, daß dies nicht bloß von Un-gebildeten gilt. Die Blindschleiche ist ein harmloses, ja ein nützliches Thierchen und doch muß sie »och an hundert und hindert Orten dem Aber-glauben zum Opfer fallen. Wie cS dem harmlosen Frosche, drr noch nützlichsten Kröte, dem unschädlichen Salamander ergeht, wissen wir alle, wenn wir längere Zeit auf dem Lande ge-lebt haben. Ganz dasselbe Schicksal trifft unser« Freunde unter den Kerbthieren. Wo sich diese nützlichen Geschöpfe sehen lassen, dort werden sie an vielen Orten unbarmherzig oder mit Ekel und Abscheu zertreten. Das gilt von den Raub- und Laus- sAu « stellung in Laibach.s Anlaß' lich der im heurigen Sommer hier stattfindenden Jubelfeier wird eine Ausstellung von prähisto-rifchen Objecten, heimischen Jndustrie-Artikeln und culturhistorischen Gegenständen arrangirt. sEin VolkSschullehrer als Mör» der.j AuS Agram wird geschrieben: Die Schlußverhandlung gegen den Volksschullehrer Vuk Gluminic aus Vrebac, welcher einen Ge-meinderath erschoß, findet zu Beginn des nach-sten MonatS statt. sDie Juden frage in Rußland.) Der Czar ordnete oie Einsetzung einer Commission zur Prüfung sämmtlicher die Juden be-treffenden Reichsgesetzt an, welche die nothwen-digen Modifikationen zu beantworten hat. sE i n e R a b e n m u t t e r.J In Lötzen ^Preußen) hatte ein Mädchen dieser Tage ein Kind geboren, dasselbe in Stücke gehackt und den Schweinen als Futter gesetzt. Die Raben-mutter ist sofort verhaftet worden. Deutscher Schulverein. sD i e Ortsgruppe „C i l l i und Umgebung)" hält am 6. März, 8 Uhr Abends, in der goldenen Krone ihre Jahres-Versammlung ab. Wie«, 22. Februar. Zur Erweiterung eines Schulgebäudes, in Kärnten wurde eiu entsprechender Betrag, und einem Lehrer in Kain eine Remuneration bewilligt. Für den Religionsunterricht an zwei Schulen in Böhmen wurde eine ent-sprechende weitere Vorsorge getroffen. Für den Schulhausbau in Sehndorf wurde ein ent-sprechender Credit eingestellt, und zur Er-Weiterung einer Schule an einem anderen Orte Böhmens, sowie zur Errichtung eines Kindergartens, wurden die nöthigen Mittel be-willigt, überdies mehreren Lehrern Remunera-tionen zuerkannt. Die Spende von 120 fl., welche dem Vereine zur Beschaffung von Lehr-Mitteln für die deutsche Colonie Windthorst in Bosnien zugekommen ist, wird im Sinne des Spenders verwendet werden. — Seit unserer letzten Veröffentlichung flössen dem Vereine zu: a) Fondsbeiträge: Von Herrn Professor Theodor Billroth in Wien 50 fl., von Herrn Maxim. Mau'hner, Goldketten-fabrikant. 30 fl., von Herrn Rud. Ph. Wagner. Eifeuhändler, 50 fl.. von der Gemeinde Schön-bach in Böhmen 20 fl., von Herrn Grafen Zeno Goiß, k. k. Kämmerer, 100 fl.; b) Spenden : O^rtsg. Oberlangendorf (Mähren) l0 fl., durch eine musik. Unterhaltung, von der Ortsg. Iauernitz (Schlesiens durch Herrn Rector Scholz gelegentlich einer mufik. Sylvesterseier 15 fl., von dem Herrn Gasthofbesitzer Schubert käfern, von einzelnen kleinen Arte» von Wespen, Eliegen, vo» Libellen und besonders von den pinnen. I» welcher unvernünftigen Weife m^n den Ameisen an den Leib geht, ist spurn zu glauben. Man begnügt sich nicht damit, als schwer zu ersetzendes Vogelfutter, die Puppen zu sammeln, nein, unnöthig werden beim Rauben der Puppen die Ameisen an vielen Orten ver-tilgt, während doch bekanntlich diele Puppen auf eine ganz leichte An zu gewinnen sind. Nur zu wahr ist der AuSspruch daß die schlimuisten Feinde unserer Freunde nicht die Raubthiere, sondern die Menschen sind. Am entsetzlichsten spielen wir Gerade jenen mit, die uns deu größt » Nutzen bringen, den Vögeln, und zwar nicht bloß dadurch, daß böse Burschen die Jungen zu Grunde gehen lassen, indem sie die Alten wegfangen, daß sie Schlingen legen, die Eier auSnehmen u. s. w., sondern auch da-durch, daß wir in überaus gedankenloser Weise den Vögeln mit der fortschreitenden Cultur der Erdoberfläche die Bedingungen ihres Daseins verkümmern und vernichten, indem wir ihnen alle natürlichen Brutplätze zerstören. Jede Hecke, jedes Dorngtftrüppe. jeder Nein« Hain, jedes Gebüsch wird vom Landmann ausgerottet, jeder einzelnstehende Baum, der ein traulicher Wohn-sitz für zahlreiche Vögel war, wird umgehauen. Bald werden die Vögel in dem bäum- und busch- z?«cht gegebenes philharmonisches Concert 7 fl. 15 kr., von der Ortsg. Cilli: Schulbüchsen-Erträgniß einer Familie in St. Gallen 15 fl. l kr., Sammelbüchsen-Ertrag beim „schwarzen Wall-fisch" S1 fl. 65 kr., durch sonstige Sammluu-gen und Spenden 145 fl. 95 kr. Vom jurid. polit. Leseverein in Wien 20 fl., von Frei-waldau (Schlesien) durch den Sammelschützen im Hotel „Kranz" 2 fl. 30 kr., von Herrn Dr. Berthold in Wien 20 fl., von Herrn Dr. Theod. Tratky in Wien 5 fl., von der Ortsg. Vordernberg an Spenden 29 fl. 78 kr., von der Ortsgruppe NikolSburg Academie-Ertrag 101 fl. 85 kr., durch den Sammelschützen im Caffee Radl daselbst 16 fl., von dem Bürger-meisteramt Postelberg (Böhmen) 102 fl. 30 kr., von der Ortsg. Georgswalde für Kaiser Joses-Bilder 5 fl. 60 kr., von der Ortsg. Meisters-dorf für Kaiser Josef - Bilder 3 fl. und für einen versteigerten Cilinderhut 4 fl., von der OrtSg. Pettau durch den Sammelschützen auf-gestellt von Fürst jnn. 28 fl. 50 kr., von der Ortsg. Bleiberg 50 fl., von Herrn Carl O'ensky. Apotheker in Skotschau (Schlesien) 3 fl., vom Gesang- und Musikverein in Stocke-ran 10 fl. , durch eine von Herrn Verwalter Walter auf der Heuschuppe eingeleitete Samm-lung 6 fl.. Ergebniß eines Concertes in Ober-hollabrunn 86 fl. 54 kr., von Herrn Adolf Vonginak in Neapel 600 R.-M., von der Ortsg. Jserthal in Böhmen 92 fl. 49 kr., von der Stadtvertretung in Gablonz Spende 200 fl., von der Ortsg. Müglitz durch den Schießstatt-Sammelschützen 20 fl.. von dem deutschen Club 20 fl., von der Ortsg. Ullersdorf Ertrag eines Tanzkränzchens 17 fl. 86 kr., von einer namenlosen Gesellschaft im III. Bezirk Wien 15 fl., von der Ortsg. Schluckenau Concert-Erträgniß 66 fl. 27 kr., von der Ortsg. Gabel Reingewinn der Bildergesellschaft 4 fl. 5 kr., Ergebniß deS Junggesellenballes 51 fl.. dann an sonstigen Spenden 31 fl. 46 kr., von der Ortsg. Hohenstadt in Mähren an diversen Spenden 298 fl. 41 kr., von der Ortsg. Ober-drauthal, Sammelbüchse in Assams Gasthaus in Greifenburg II fl. 17 kr., vn,„ Gesang-vereine in Odrau gelegentlich der Sylvester-feier 25 fl., von der Ortsg. Bautfch sür Kaiser Josef-Bilder 8 fl. 40 kr., vom deutsch-polit. Vereine in Rumburg Spende 50 fl., aus Weyer in O.-Oest. Sammelschützen-Ertrag 8 fl., vom dortigen Lesevereine Ergebniß der Sylvester - Tombola 10 fl.. von der Ortsg. Karlsbad durch die Sammelbüchse 10 fl. 50 kr., von der Ortsg. Währiug durch den Sammel-schützen 26 fl. LV kr., von Herrn Dr. Josef Brichla in Wien Spende 10 fl., von der Ortsg. Fischern in Böhmen für Kaiser Josef-Bilder 3 fl. 10 kr., von der Ortsg. Zeltweg Ergebniß eines Concertes 21 fl., vom Brigitteuauer losen Culturlande seltener, und seltener und end-lich verstummt iyr Lied dasellst für immer und unermeßlicher Jnfectenfraß sucht die Stätte des menschlichen Fleißes wie eine Geisel, wie ein unabwendbarer Fluch heim. Allein nicht bloß den Vögeln, sondern den lebenden Creaturen deS freien NaturlebenS über-Haupt ist heute gleichsam unablässiger Krieg erklärt. Wenn Sie nun die Frage auswerfen, wie ein so entsetzliches, scheinbar unglaubliches Ge-bahren der Menschen zu erklären ist. so muß sich jeder die Antwort darauf geben: Gedankenlosigkeit einerseits und Herzensrohheit anderseits sind schuld an so bettübendem, be-schämendem und schändlichem Treiben Tausender von Menschen. Allein zur Ehre der menschlichen Natur muß man hinzufügen, daß doch vielmehr Unwissenheit und Unkenntnis, also Gedanken-losigkeit und die dämonische Macht deS bösen Beispiels, also eingewurzelte und stetig sich ver-erbende Gewohnheit schuld ttogen als absichtliche Bosheit, also eigentliche HerzenSrohheit; denn wenn auch daS Volk sich hie und da scheinbar roh zeigt, so gibt eS doch immer wieder bei anderen Gelegenheiten Beweise ein-S entschiede-nen guten Herzens und eines kräftigen Rechts-sinucS. Wie ist nun diesem blinden, rastlosen Wü- 1883 Wähler-Club an Jahresbeitrag 10 fl.. von der Ortsg. Mureck (Steiermark) an Spenden 68 fl. 8 kr., von der Ortsg. Jobannesberg an Spenden 133 fl. 9l kr., vom Turnvereine Waidhofen a. Ybbs 5 fl., von Mitgliedern dieses Vereines 10 fl.. vom landwirthichaftl. Vereine in Wfchechlab 15 fl. 10 kr.. Speude deS Herrn Reichsraths - Abg. Georg Ritter v. Schönerer 50 fl.. außerdem leistete die Stadtgemeinde Georgswalde einen Fonds-beitrag von 20 fl. und die Stadtgemeinde Traurenau einen Jahresbeitrag von 100 fl. Locates und ^rovinciates. Eilli. 24. Februar. sT o d e S f ä l l e.) Am 25. d. verschied in Marburg der Buchdruckereibesitzer Herr Johann Leon in seinem 49. Lebensjahre. — Gestern fand hier unter zahlreicher Betheiligung die Beerdigung des Haus- und Realitätenbesitzers Herrn Pe^er Krainz, welcher am 21. d. zu 2lrco in vüdtirol verschieden war, statt. >P e r f o n a l n a ch r i ch t.j Der mit d-m Titel und CdaraktereineS Stadlhaltereirathe« bekleidete BezirkShauptmann in Marburg. Alfon« Pavich v. Pfauenthal. wurde zum Statthaltern-rathe bei der Stattbalterei in Zara ernannt und demselben gleichzeitig der Titel und Character emes Hofrathes mit Nachsicht der Taxen ver-liehen. [Die Beerdigung des kaiser-l ichen Rathes Dr. StefanKocevarl fand vonntag, den 25. d. unter außergewöhn-lich starker Betheiligung statt. Von nah und fern waren Freunde und Verehrer des Ver-ewigten herbeigeströmt, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Der größte Theil der Stadtbevölkerung. darunter die Spitzen sämmtlicher Civil- und Militärbehörden, folgte dem reich-bekränzten Sarge. Die Sympathien und die hohe Achtung, welche der Verblichene in allen Schichte» der Bevölkerung, bei den Deutschen wie bei den Slovenen genoß, kamen bei dieser Trauerst!« zum vollen Ausdrucke. Daß die slovenische Partei, welche in Dr. Kolevar einen fürsorglichen Vater verlor, die Trauer, seier zu einer kleinen Demonstration gestalten werde, stand zu erwarten, allein, difficile eat satyrarn non scribere — solche Geschmack-und wohl auch Taktlosigkeiten, wie sie dabei begangen wurden, hätten denn doch unter-bleiben können. Die Arrangeure schienen es ganz vergesse» zu haben, daß es sich um einen Trauer- uud nicht um einen Fest- oder Masken-zug bandelt, denn sie ließen die für Jedermann der nicht an chronischer Geschmacksverwilderung leidet, sehr wenig imponirenden. dafür aber lächerlich ausstaffirten Sokolisten, mit wehen-den Fahnen zum großen Gaudium der Straßen- then gegen die lebende Creatur zu begegnen? Die Thierschutzvereine haben sich in der Regel begnügt, aufzuklären über dos Nachtheilige, Unvernünftige. Frevelhafte des Fangens und TödtenS nützlicher Saugethiere. des AuSnehmen« der Nester. deS FangenS und Tödtens der Vö« gel, des Anlegen» von Eierfammlungen und ähnlicher fühlloser Thorheiten. Das ist an sich ein verdienstlicher Vorgang x aber es ist sehr zu fürchten, daß viele glauben, nun sei auch schon alles geschehen und eS lasse sich weiter weder mehr thun noch verlangen. Allein eS ist der bisherige Vorgang doch nur ein halber, oder wenn Sie wollen, ein erster Schritt, und eS muß zu diesem ersten ein zweiter Schritt hinzukommen. Der Thierschutz muß die erste und kräftigste Wurzel fassen in den Herzen d«r Jugend. Bei der Jugend bringt man eS aber erfahrungsmäßig mit lauter Verbieten und Warnen und Strafe» nicht weit; man muß mit ganz anderen Mitteln wirktn. Die Ursache des blöden Wü+h?nS gegen die lebende Creatur liegt wie nachgewiesen wurde, in der mangelhasten Bildung des Verstandes und Geniütheö. Es dreht sich eine Hauptaufgabe aller Menschenfreunde um die Frage: Wie kann man aus Verstand und Gemüth der Kinder so ein-wirk:n, daß die Jugend die Thiere dereinst "Z>e»tfche Z?«cht ebenso hübsch als geschmackvoll ausgestattet ist, sowie daß die Musik da« Gehör immer ge» fesselt hält, unS den Mangel an eigentlicher dramatischer Handlung vergessen. Die Musik, die in keiner Nummer die Individualität ihres Meister« verleugnet, ist von bedeutender Wirkung, wenn auch die Motive einzelner Theile keines-wegS neu sind. Außer den Solopartien, die durchwegs sehr ansprechen, nennen wir als be-sonders bemerkenswerth das Quintett im ersten, das Duett zwischen Groot und Else, sowie daS Terzett zwischen Violetta, Umberto und dem Marchese im 3. Act. Ueber die beiden ersten Aufführungen läßt sich nur GuteS sagen. Da« vollste Lob gebührt Herrn Dir. Westen, der die Operette trefflich inscenirte und auch seine Partie (Balthasar Groot) zur besten Geltung brachte; seine Leistungen wurden vom Publicum durch lauten Beifall zu wiederholtem Male gelobt. Fräulein Leeb lVioletta Lommellini) exccllirte, wie auch im „Spitzentuch" durch ihren Gesang, und wurde ihr der ungetheilteste Beifall zu theil. Unter den Damen ragten ferner hervor Fräulein Jahl (Elfe), die nicht nur hübsch, sondern auch vollkommen richtig sang und die den ihr reich-lich gespendeten Beifall verdiente. Frau Keller (Fürstin Artemisia), deren Rolle bedeutende Stimmmittel erfordert, verfügt zwar keineswegs über solche, erlangte aber trotzdem einen bedeu-tenden Erfolg. Unter den Herren nennen wir neben dem bereits genannten Dir. Westen, noch Herrn Charles (Marchese Sebastiani) und Herrn Zich (Umberto Spinola). Ersterer glänzte außer seiner gesanglichen Leistung und zwar besonders in dem auch zur Wiederholung geforderten Walzer, durch fein feines und wirklich komisches Spiel, während letzterer bewies, daß auch er fähig sei, Bedeutenderes im Gesang und Spiel zu leisten. Durch lauten Beifall nach dem Granatenliede ermuntert, führte er seine Rolle in vollkommen zufriedenstellender Weise durch und gebührt ihm ein schöner Theil des Beifalls, der den Haupt-darstellern im reichlichsten Maße gespendet wurde. Chor und Orchester hielten sich gut, und wurde Herr Kapellmeister Wagner an beiden Abenden lebhaft gerufen ; beim Chöre mangelte allerdings an manchen Stellen die nöthige Stärke, um durchgreifend zu siegen. Im Allgemeinen jedoch müssen wir diese Aufführung alS eine der gelungensten und erfolgreichsten in der Saison bezeichnen, waS das oftmalige Hervorrufen sämmtlicher Hauptdarsteller zur Genüge kund that. Außer diesem Erfolge wünschen wir dem Leiter unseres Theaters eiuen gleich guten ma-tericllen und hoffen bei ferneren Wiederholungen dieser letzten Operetten-Novität daS Haus ebenso gut besucht zu finden als an den beiden ersten Vorstellungen. V. H. sCillier Stadttheater.j Von den bisherigen Operetten - Ausführungen muß jene 5 der „Fledermaus" von Johann Strauß als entschieden beste bezeichnet werden. Mit Au«-nähme der scenischen Ausstattung, die ja betann-lich in unserem dramatische» Anstandtorte seit Jahren jede Illusion grausam zerstört, konnt« Alle«, selbst strengere Anforderungen befriedige«. Spiel, Gesang. Chor und vor allem daS Orchester unter der Leitung des Kapellmeisters Walln«? fand«» das ungetheilte Lob der Theaterfreund«. Von denDarftkllenden zeichnete sich besonderSFräu» lein Huemer als Prinz Orlofskq aus. JhreLeistung war ein kleine« Cabinetsstück. Die Partie derAdel« wurde von Fräulein Bono recht glücklich durch» geführt. Die sympatische Stimme sowie daS ziemlich muntere Spiel frappirtcn geradezu das Publicum. welches bisher Fräulein Bono nur in Nebenrollen zu sehen Gelegenheit hatte. Frau Storch-Eckert sang den Part der Rosalinde mit voller Correctheit und Sicherheit, leider ließ daS Spiel di« richtige Verve vermssen. Von den Herrenpartien wurde zwar keine zu besonderer Geltung gebracht, doch verdient das sichtlich« Bestreben der einzelnen Darstellen, ihr Bestes zum Gelingen des Ganzen einzusetzen, volle Anerkennung. Und wenn wir an die Leistungen derselben einer relativen Maßstab legen, dann müssen wir Herrn Burger als Eisenstein. Herrn Wilmers als Alfred, Herrn Brand als Dr. Fakle und Herrn Schiemer als Frank recht lobend erwähnen. — Der Gerichtsdiener Frosch wurde von Herrn O. Wallner. einige Uebertreibungen abgesehen, recht wirksam dar-gestellt. Schließlich sei bemerkt, daß die Fleder-maus dreimal nach einander vor gut besuchtem Hause in Scene ging. Es ist die« gewiß ein sprechender Beweis von überaus rege gewor-dener Theaterlust. )T heaterreperto ir«.];$a« Repertoire für die kommende Woche wird wieder ganz interessant sich gestalte» u. z. am I. März „Der Loder" Volksschauspiel in 5 Acten von Hermann von Schmied nach der gleichnamigen Erzählung der Gartenlaube, bearbeitet Sanistag zum I.Male:Der Schwaben st rei ch". Lustspiel von Schön-t h a n, die hervorragendste und beste Lustspiel-novität der jetzigen Saison im Wiener Stadt« theater. Sonntag wird eine Posse gegeben und steht für Montag und Dienstag ein Gastspiel de« Frls. M e i n a u. 1. Liebhaberinn des Stadttheaters in Marburg als Mageruite in Dumas „D a m e mit dem C a m e 1 i e n" und in der Titelrolle in „V i c o m t e von Le tariere" bevor. Die nächste Operetten-Vorstellung soll Offenbachs „B l a u b a r t" sein. ^Druckfehler. ] Wenn die Nummer eines uns lieben und werthen Blattes plötzlich reich an Druckfehlern ist, wen faßt nian dann ? Den Autor? Ach nein, der hat ein schwer entzifferbares Manuskript eingeschickt; den Redacteur? auch nicht, dem brummt ohnehin 1883 jugend an der Tßte deS Zuges marschiren, sie ließen weiter«, nur um mit den blau- weiß-rothen Bandschleifen zu prunken, jeden Kranz von zwei bis dr«i Personen tragen. Daß der-gleichen Vorkonimnisse, welche eine ganz be-stimmte Absicht merken ließen, den größeren Theil der Trauergäste peinlich berührten, braucht nicht des Breiteren ausgeführt zu wer-den. Wir glauben, daß der Verewigte wohl ein ernsteres und würdevolleres Begräbniß ver-diente, und daß die in Bezug aus die Betheiligung gewiß imposante Trauerfeier durch die aus Laibach und Agram bestellte Sokolisten-Staf-sage ihres tiefernsten Characters entkleidet wurde, werden selbst besonnenere Slovenen zu-g«b«a müssen. >K a i s e r I v s e f s d e n k m a l.) Ein deutschfortschrittlicher Bürger von Rohitsch wird auf eigene Kosten in dem genannten Markte ein Kaiser Josefs-Denkmal errichten lassen. sWo bleibt die von Herrn Mi-chael Hermann annoncirte s l o-venische Hochsluth?) Aus Marburg kommt die Nachricht, daß bei der am 26. d. stattgefundenen Wahl des Großgrundbesitzes in die Bezirksvertretung sämmtliche vom liberalen Comitv vorgeschlagene Candidaten unter noch nie so stark dagewesener Wahlbetheiligung gewählt wurden. Die sloveuische Partei blieb mit 63 gegen 233 Stimmen in der Minorität. Dadurch ist den Deutschen die Majorität in der Vertretung selbst gesichert. Das Wahler-gebniß ist um so erfreulicher, als bei der letzten Wahl vor drei Jahren diese Gruppe nur Slovenen entsendet hatte, jetzt aber mit den Deutschen eine bedeutende Anzahl angesehener slovenischer Grundbesitzer für die liberale Liste stimmte. sAusgeschriebeneStelle.) An der Volksschule in Hochenegg ist die Unterlehrer-stelle <111. Gehaltsclasse) ausgeschrieben. Ge-suche sind bis 20. März an den dortigen Orts-schulrath zu richten. (Marburger Stadttheater.) Man schreibt unS aus Marburg: „Nachdem Millöcker« „Apajune" mit der dritten Vorstellung unter sehr geringer Betheiligung deS Publicums zu Grabe getragen wurde, blickte man hier der nächsten Operettennovität mit einigen Bangen entgegen. — Dreitägige Ruhe im T eater ließ vermuthen, daß man mit allen Kräften bestrebt sei den „Lustigen Krieg", das bereits allenthalben belieb e und äußerst beifällig aufgenommene Werk deS besten unserer Operctten-Compositeure einzustudieren. Am 22. erfolgte die erste Auf-führung unter außerordentlichem Andränge des PublicumS. Daß man sich von dem Textbuch? nicht viel versprechen dürfte außer den bereit« officiellen Verkleidungen, und einigen Witzen, war bekannt, und ließ der Umstand, daß die Operette schützen lernt? Gewiß wird Niemand so sentimental sein zu behaupten, jedes Thier müsse vom Menschen geschützt werden. So steht die Thierschutzfrage nicht, so kann sie auch nicht stehen. Jeder den-kende Mensch muß, um in richtiger Weise selbst für den Thierschutz zu wirken und andere dafür zu gewinnen, sich durch Kenntnis des Thierlebens klar machen, 1) welche Thiere und wie sie am raschesten und schmerzlosesten zu vernichten, 2) welche zu dulden. 3) welche zu schützen und 4) welche zu pflegen sind. Und diese Wahrheit wird meiner Ueberzeu-gung nach zu wenig verstanden, zu wenig beachtet. Und doch kommen wir über sie nicht hinaus, ja wir müssen sie zu einem leitenden Gesichts» punkte machen! Wenn wir an den Schulgarten zurückdenke», dessen Bild wir oben in Kürze ent-worfe» haben, so ist klar, daß gewisse Thiere ohne Zuthun deS Menschen, als Gäste in den Garten gerathen. — Manche unserer Bäume sind Wohn- und Tummelplätze eine« regen In» sectenleb«»«. Käfer aller Art, Raupen. Puppen, Schmetterlinge. Raupentödter, Blattwespen und andere interessante Kerbthiere treiben daselbst ihr Wesen. Im Schulgarten ist ein Wasser-decken angebracht. Hier stellen sich bald von selbst mancherlei Wasserthiere ein. unt der Lehrer hat Gelegenheil, die Kinder auf die höchst int«r«f- sante» Erscheinungen de« Thierlebens in, Wasser, namentlich aus die Verwandlungen der Jnsecte» aufmerksam zu machen. Die munteren, dewegli-che» Vögel kommen ungerufen und die Kinder sehen hier den Fleiß, die gegenseitige Hilfelei-stung der Vögel, ihre Ueberlegung, ihre elter-liehe Fürsorge und Aengstichkeit. sie bemerken, daß die Vög-I untereinander eine Sprache haben, sie sehen, daß diese Thierchen Lust und Schmerz empfinden gleich dem Menschen, und die Kinder lernen bald begreifen, daß das Thier ein Ge» müthsleben besitzt, wie der M«ifch; sie sehen, daß die Thiere Erfahrungen sammeln, daß sie oft mit Verstand und Ueberlegung handeln u. f. w. Alle diese Beobachtnngen flößen den Kin-dern großes Interesse ein. Diese« Kennenlernen und Beobachten der Thiere ist di« erste Vorbedingung deS Thierschutzes. Allein e« wäre gefehlt, wenn man sich im Schulgarten mit diesen zufälligen Anregungen betreffs unserer Thierwelt begnügen wollte. W«nn man auf den Thierschutz im kindlichen Herzen hinwirken will, muß man nicht blos bei jenen vorhin berührten, im Grunde nur nega-tiven Maßregeln des Verbiete»?, WarnenS und Strafen« stehen bleiben, d. h. e« genügt nicht bloß die Kinder von dem unnöthigen, underech-tigten, frevelhafte» Tödten kleinerer Thiere ab-zuhalten. Man muß sich immerdar den Satz vor Augen halten, daß das Kind nicht gleichgiltig ist gegen die Natur, sondern sich mit ihr irgend wie beschäftigen will. Und da zeigt sich nun di« Erscheinung, daß, wenn da« Kind nicht gelentt hat die Natur zu lieben, geeignete Naturgeschö-pse zu schützen und zu pflegen, e« feindselig, ver-nichtend, grausam zerstörend und tödtend gegen Naturwesen auftritt. Es müssen somit statt der negativen Maß-regeln positive und geschickt ausgedachte Anlei-tungr» zum Schutze und zur Pflege der lebenden Natur durch die Kinderwelt gegeben werden. Kinder haben «inen ganz eigenthümlichen Trieb zu sammeln. E« muß dieser auffallend« Zug der Naturliebhaberei, der im Kinde steckt, in gute Bahnen geteitet werden; der Lehrer, Natur- und Menschenfreund muß für die Kinder Beschäftigungen mit der Natur aussuchen die den Geist anregen, erfrischen, ihn veredeln und bil-de», ohne irgend welche Nachtheile im Gefolge zu haben. Es giebt solche Mittel. Sie heißen: geeig-nete Pflanzen und Thüre schützen und pflegen, u. z. in der Weise, daß das Kind nützliche Ge-wächse anbauen und sorgsam pflegen, Bäumchen veredeln, daß es des Schutzes würdige Thier« schützen und geeignete Thiere pflegen lernt. Ich bitte bei meinen Worten sehr wohl zu unterscheiden zwischen schützen und pflegen. 6 der Kopf von tausend dringenden Sorgen, die er sich alle vor „Schluß des Bla'teS" vom Halse schaffen muß. Da muß denn der arme „Setzer" herhalten, als Büttel, auf den man losschlägt. Zum Glück hat der eine ent-sprechend harte Haut, und so klopfen wir drauf loS, und bitten ihn im Namen des Ver-fassers des Sonntagsfeuilletons zu constatiren, daß „mit" den Dativ regiert, man also drucken muß: „Mit einem Schuß," daß gewisse Eichwälder „Zelodnik" und nicht ^jelotnik heißen, daß da und dort ein Stück durch das mit Erlen bewachsene Terrain „durchbricht" uud nicht fällt, daß der Jäger von einem „Capital-bock" und nicht Capitalsbock redet (wir woll-ten. wir erlegten zuweilen Capitalsböcke, recht feiste Millionäre?): auch die „Hundsyeitsche" paßt uns ebenso wenig, als die Hundspeilsche, die eineni Kroaten applicirt wurde, und einige andere Kleinigkeiten. — Diese wenigen Bemer-kungen, daß man dem Autor nicht den Vor-wurs macht, er läge mit Grammatik und Sty-listik im Kampfe. sP er v a k i s ch e s.s Ein bekannter HanS-wurst der krainerischen Vervaken hielt Sonntag Abends in einem hiesigen Gasthause eine lungen-kräftige aber geistesschwache Rede. Die Zuhörer, die sich aus Sokolisten und einigen kleinen Leutchen rekrutirten, jubelten natürlich derselben zu, denn der Redegewaltige hatte ihnen in Aussicht gestellt, daß, sobald sie ihre Bescheidenheit aufgeben und aus der Reserve heraustreten würden, sie gleich den Slovenen Laibachs, die Herren der deutschthümeliiden Stadt Cilli werden müßten. Es verlohnt sich wohl nicht an ein so albernes Gewäsch irgend eine Bemerkung zu knüpfen. Wir nehmen nur darum davon Notiz, weil diese Bemerkung wieder so recht drastisch die provokatorische Unverfrorenheit der Pervaken illustrirt. sS e l b st m o r d.| Am 25. d. erschoß sich in Gairach der RealitStenbekitzer Herr Carl Gradt. Der Genannte, welcher in den besten Verhältnissen lebte, dürfte die That in einem Anfalle von Monomanie verübt haben. sE i n K i n d verbrannt.] Der drei-jährige Sohn der Grundbesitzen,, Maria Smodei in Sagei (Bezirk St. Marein) kam, während seine Mutter die HauSthiere füttern ging, in die Nähe d0 Rbl. in der Tasche sitzen ließ. Ganz Kiew spricht jetzt von dieser sonder-baren Österreicherin Louise P. [Proceß wegen eines Heiligen.] Die Stadt Cagliari auf der Jns«l Sardinien erhielt im vergangenen Herbste einen neue» Bischof. Eine der erste» Amtsthätigkeiten des neuen Oberhirten war nun, daß er sich ein Ver» zeichniß von allen auf dieser Insel verehrten Heiligen vorlegen ließ, um zu prüken, ob die-selben auch wirklich canonisirt wurden, und ob sie dann auch in seiner Diöcese der Ehre des Altars theilhaftig werden dürfen. Zu seinem Schrecken gewahrte nun der Bischof, daß in 37 Dörfern der Insel ein Heiliger Namens Lucifer verehrt wird, der jedoch in dem Schematismus der Heiligen gar nicht erwähnt wird. Errichtete daher ein Pastoralschreiben an diese Dörfer, in-dem er sie auf ihren bisherigen groben Irrthum aufmerksam machte, und riech ihnen zugleich, sich von nun an den heiligen Sulpitius zum Schutzpatron zu geben. Dieser Vorschlag des Bischofs wurde jedoch von seinen Diöcesane» mit Entrüstung zurückgewiesen, welche erklärten, mit ihrem bisherigen Schutzpatrone vollkommen zuftieden zn sein. Dieselben wandten sich zugleich auch an den Papst, damik er ihren Schutzpatron wieder gegen den Bischof in Schutz nehme. sE in Säbelduell zwischen Da-m e n.] Die Thatsache, daß in Wien und Paris Fürstinen das Floret mit Geschick führen lernten, hat auch einige Damen Roms veranlaßt, einen Damen-Fechtclub zu gründen. Wie die „Gazzetta d'Jtalia" meldet, hat kürzlich in Bosco Sacro vor dem Thor San Sebastians ein Säbelduell stattgefunden zwischen der Contessa Emilia *** und dem Fräulein Clodilda ***. Gleich beim ersten Gang enipfing die Contessa «in« leicht« Verwundung an der Schulter. und obwohl das Blut ihren junonischen Arm über-flnthete, wollte sie fortfahren. Bein, zweiten Gang empfing Fräulein "* einen Hieb über die Stirn. Die Wunde ist schwer, doch hat der Arzt Dr. *** jedwede Gefahr ausgeschlossen. Beide Gegnerinnen haben ebensoviel Kaltblütigkeit wie Mulh bei dieser Gelegenheit bewiesen. sEin G «izhals.] In GuimaranS in Portugal starb dieser Tage eiu reicher Mann, und Hirn der Jugend eingedrungen sind. Wenn wir also den alten Satz: „Du sollst nicht tödten" zu Fleisch und Blut im Volke mache», d. h. wenn wir bewirken wollen, daß das K nd »ich »mthwillig, unberechtigt und frevelhaft-unvernünftig ein Pflanzen- oder Thier-leben zerstört wenn ihm eine heilige Scheu vor dem Schädigen oder Quälen aller nützlichen oder doch harmlosen Thiere fürs Leben eingeflößt werden soll: kann dann wohl ein einfacheres und uäherliegendes Mittel auSgedacht werden, als die richtige Benützung eines zeitgemäß an-gelegte Schulgartens?! Es ist dringend geboten l ei der Errichtung eines Kindergartens, wie dieselbe von der schulfreundlichen Sannstadt ge-plant wird, sich der hohen Bedemung. die dem Schulgarten in Bezug auf den Thierschutz inne-wohnt, seine Aufmerksamkeit zuzuwenden und dabei nicht bloß den Schulgarten der nach dem oben Gesagte» für die schulpflichtige Jugend bestimmt ist, ins Auge zu fassen, sondern auch dem Kindergarten, in welchem die vorschulpflich-tig« Jugend, gleichfalls auf passende Weise, nicht zum „Thierschutz,"sondrn zur vernünftigen Thierpflege herangezogen werden kann. Das Ziel des vernünftigen Thierschutzes durch die Erwachsenen ist eben nur aus dem Wege der vernünftigen liebevollen Thierpflege, der liebevollen Pfl Wie». tCTTTJfWrSTOM tzbl- wich «r. -----anlaßt, Jlmeu meinen - Kt) V4 fiV ,«5 besonderen Tank auSzu iw$n Muls sprechen sür die heilsame Wiikung Ihres unter-vdoSvlioriqsaurcii »alt-<5ise» - Cyrup, welcher von meiner Frau genom-men wurde. nachdem mehrrre Arzte selbe für verloren hielte». Meine Kran ist zum Staunen alter e>eiiese», nimmt aber dieses auSzcjkichiiete PriiParal zeitweiliq jort als Nachkur, rncil dasselbe den Appetit fördert und sie innerhalb acht Wochen um Kilo an Gewichi zugenommen bat. Ich empfehle auch ihr ausgezeich neieS Medicamcnt Jedermann an. IosesSthol (Böhmen), am 20. Februar 1882. Hermann Jtfckel. Eriuche um 4 Flaschen »alt-l?isri> T»rup per Postnachnahme. Bei dieser Bestellung kann ich es uicht un erlasse», Ihnen erneuert meinen Dank fiir dieses treftliche Heilmittel au^»ulprechen. welche» mich im Jal»-e IS7- »«„ einem önilgenleide» heilte, so daß ich bis heute meinem strengen Dienste obliegen konnte. Am «. August 1882. J. Aigner. Inspektor der t k Strafanstalt GollerSdors. Prei» I Flasche I S. 25 kr., per.Post 20 kr. wehr für Packung. Jeder Flasche lieg« eine Brochüre von Dr. j Schweizer bei, genaue Belehrung und viele Atteste enthaltend. , Wir bitten, ausdrücklich Kalk-Eisen-Syrup von Jnl. Herbabny zu Bet» langen und auf obige dehirdl. Protokoll. Schutzmarke zu achte», hie sich auf jr-der Flasche befinden muß. «eneralversendnngs-Ärpot flir die pro»ia)ea: Wien, Apatheke „uir Barmherzistkeit" des.lut. Ilerl»»l>ny, Neubau, «aiserstraße SO. Depots ferner bei den Herren Apoihetern: Eillit I. Kupferschmidt, Baumbach'« Sr ben, Apoth Teutsch-Landsberg: H. Mllller. Feld-dach: I. tiönig. Graz: Ant. Nedwed. Leibniv: O Rubheim, Pettau: E. Behrbalt, H Eliasq», RadterSburg: Cäsar Andrieu. 20 kür die Herren Studierenden. Alle Arten von Theken, aus schönstem starken K a n z 1 e i-P a p i e r, sowie alle Arten Schreibmaterialien zu haben bei Johann Rakusch, Papierhandlung, nerrengasse 6. ?rovevlätter gratis u. franca „Kieffi prijatel." „Z)er Aauernfreund." (Erfchtint jede» l. anb 3. Sonntag im SRinat. f rSnumnatitn j Ganzjährig fl. 1.50. — Halbjährig fl. —.80. Sinzetne Nummer 10 kr. Administration: Cilli, Herrengaffe Str. 6. ' ^r-Seblätter gratis ». fr-uico' frolihiite X zum Putzen angenommen bei Lambert Chiba's Witwe, Olli, Grazergasse. «y 4 I für Kohlensuhren, cirka 500 Meterzentner pro 1883 aus den Kohlengruben des Herrn Schuschd in Buchberg nach der Ziegelei hinter dem Galgenberge bei Cilli. Offerte bei Herrn Plautz schriftlich oder mündlich abzugeben. 95—2 _ Meroo-ScM- k Copier-Tlnte, fliesst dunkelblau ans der Feder und wird intensiv schwarz. — Das Beste aller bisher dagewesenen Schreibtinten, dünn, flüssig und angenehm für das Auge. Zu haben bei Johann Rakusch, Papierhandlung, Cilli. Wenn unserem tiefen, namenlosen Schmerze Ober den unersetzlichen Verlust unseres Vaters, beziehungsweise Gross- und Schwiegervaters, des kaiserlichen Rathes, Herrn Dr. Stefan Kocevar, irgend etwas Trost und Linderung bringen konnte, dann war es die herzliche Theilnahme, die sich in den mannigfachsten Beileidsbezeugungen ausdrückte. Darum sagen wir denn auch Allen, insbesondere den Istblichen k. k. Militär- und Civilbehörden, der hochw. Geistlichkeit, der BQrgersehast, sowie den Vereinen uud Deputationen von Nah und Fern für die herrlichen Kranzspenden, für die vielen Condolenz-Telegramme und Beileidsschreiben, sowie für die; überaus zahlreiche Betheiligung am Leichenbegängnisse unseren tiefgefühltesten Dank. CILLI, am 27. Februar 1888. Die trauernden Hinterbliebenen. Vtutsch« Wacht 1883 SS— 3 ♦ Zu verkaufen: Eine aerlejfburo eiserne Garnitur mit englischem L«M81 bla Inel. SO. Juni 1*82. Activa fr. 79,368.^82-80 Jahreseinkommen aus Prämien und Zinsen . . •................... 15,412.821 75 Auszahlungen für Versicherungs- und Rentenverträge Rückkäufe ctc. seit 1848 ..... „128.300.OM) — In der letzten zwölfmonatlicheii Geschäftsperlode wurden bei der Gesellschaft für . . . . „ 67 185.575,— neue Anträge eingereicht, wodurch der Gesammtbetrag der in den letzten 29 Jahren eingereichten Anträge sich auf mehr als .................. 1.130 500.000*— stellt. Die Gesellschaft übernimmt zu festen Prämien-Versicherungen auf den Todesfall mit 80 Percent Gewinnantheil oder auch ohne Antheil am Gewinn, ferner gemischtes und auf verbundene Leben; achliesst Renten- und Ausstattung!*-Verträge ab; gewährt nach dreijährigem Bestehen der Policen den R ickkauf för Polizt'n auf Todesfall oder gemischt, welche hiezu beiechtigt ind, oder stellt l'ür Polizen auf Todesfall nach dreijährigem und für Aussteuer-Versicherungen nach fünfjährigem Bestehen rednzirte Pnlizen aus, fttr welche dann keine weiteren Zahlungen zu leisten sind. 64—12 Prospecte und alle weiteren Aufschlüsse werden ertheilt durch die Herren Agenten und von den« General-Agenten lYii Kraln untl SSstdateiermark. Valentin Zeschko, 66—12 Trieater-Straase Nr, 3 in Laibach. „Znm goldenen T DCVISUA L1 LB il'SAp&Me in Wien, Reichsapfel", Ü» iMAilillVl XaXl Singerstrasse l&, niiifruiiiiminirc Pillnn normal« llats' »untAe»«inng ach tea verschiidesften nn» schweisttn Kesstheile» »edanttn. nieder, der nar eisinat ei»e» versuchgewacht hat. empsiehlt tuict Mittel mutt. 04C" vir gebe» hier einige der viele» Taotschreibe» wieder: SO JEoitSefen «. d. flfcb«, «m ». Sootmbct 1890. Oeffentlieber Dank. «»er Wohlzebore»! Seil bei» Jahre IM! habe ich an h»it<» »n« Harn,«»»» gelilte»: ich ließ «i» »»ch ärztlich behandeln. jebock ohne öifalg. »>e »ranthtit wurde immtt schlimn»«». so dai ich na» einiger Zelt heilige »anchichmerze« ii» ü-lz- Z». iammenjchnür'n» der E>»,e»e>de> empiand. t* stellie fl« jasi-liche mWKtütcfistril ein und jobald ich »ut elwa» Speise oder i »r eisen ironl Boffn iu «ir nahm, sonnn ich mich ow SUi|-«Nge». l«iir«rem «<>i»e» »ird UIH«»»!>»delchl»«rde» lanm ankrechl erhalte», dis ich «»»lich von I»re» fast »»nderwirfend«» ?l»I-reinigu»g».Pillen «edrasch «achte, welche ihre Wirkung nicht verfchlt«» »ii» »ich vor »ei»esi last »ntzeildsre» Lei»«» giin,lich defreiten. I «her ich ibl«r Woll lgedaren für ihre Llu lr<>»ig»»q«.PlIeu und iidrizin ftiiike»«e» Arzneie» nicht «st ge»ng meine» ?«»l «»» weilt« A»erken»u»g aujlpeechen kann. Mit voriuglicher Hochachinn« _ Johaon Oeliager. S»«r Wahl gebore»! Ach war >» glücklich. ,uf». «ar, »«>. wackre»» parr. «-»»!«, »:•. Novc»ib«r IST», Euer W»dlgeb»re»! Seit dem I«hre I»L>! war ich »ach zwei» jährig uderstondene» Wcchselsteb«» nnunlerdrochen Kant »n» aa»g hiasällig; «reit,- und heftig« S«ilenschwerze», Eckel. Sr-brechea, die »rSßle Mal liste», dann Hihe mit Ichlastelca NSchlen warea die täglich«» O»»i«» m«l»es Leben«. Durrb diesen Zeit-räum fco» 53 Jahren habe ich St fletitc, darunter iwei Prosts-sorrn der »edicinlschen ftsniltät in Wien. ,n sttathe yqoge». jtdoch alle Rcccpl! dliede» ersotgl»«, l»e>» Leide» wurde immer Ichiechler: erst am «1. Cclobet I. 0. tam mit die «n^igt ron .Ihre» OMKchMc» ,» «estchtt, welche ich ans wein« »l't'ttaunjt atttf ihrer Adaldett erhalten habe und laul Vsrschrift dsrch i Woche» gebrauche; jetzt bin Ich. anfochtet meiner zsriiitgelsgt«» 7» Ishre wieder »ei »rast. »»Ikornmen gesund »»» derart her. gestellt, daß ich mich ei,es »ese» ?«»«»« erste»«. Empfangen Sie daher weine» tiefste» Tait für «ir mir >»aeich,!lle »underdatt Ar,»ei. Zhr ewi^ dantbarrt <*. Zlwtlfiax. «arsdefiaer. « i e l > h, »en ». ?»»> X«. Hochgeehrter Herr Pie,»«»»g «erholsen hs«>e», de» gitjie» in» mSrwst», last n»t-fprechen. In sehr viele» Srsatheile» habe» ihr« Pille» di« wu». derdarste Heilktsft dewiese», »« all« »»deren Mittel »eevbea« war«». Bei »ilutstut der ivtcnlti. bei »arrqelmaisiger MeSstraat,»» Hariuwa»». Wilrmer». Magenschwache und Ma^entr»»>»f, »ch Kindel und >i«l n anderen Uebeln haben fie gründlich gehalten. Mit «alle» Vtittane» ersache ich nar. »it wieder lj «ollen ,u ie»den. Hochachtend Karl Kaader. Surr Wohlgeboren! 3» der BotauSiihung, fcsf alle stört «rzneitn von glticher Güte sei» »litften wie Ihr beridwlet Üroslbalsam, der t» meinei A«»>I» mehreren vetalteten i^rost-beulen ein rasch«« Ende bereitete, hab« ich »ich tr«tz meine» üRitltauta« gegen ssgenannt« ll»>»«risl»>liel e»iichl»f!en, Ihre» ?I»rrerat,ung«-PiIea »» areifen, a» wil Hilte dieser kleinen Kugeln mein langlahrig«« Hamirrhsldal-Iteidcn ,a bo». bardiren. Ich nehme »an durchaus teinen «»stand, Ihnta >» gestehe», »aß »ei» alle« ?ei»en nach i»een>4«>e»Ilichem Gebrauche 8a»l u»d gar dehade» ist an« ich im «reis» »einer Beta»»le» ief« Pillen «»f« eitrigst« snempiehle Ikiide», we»» GU von diesen Heilen öffentlich -jedoch ohn« RamenSfertigung — «Kebtanch wache» walle». Wie», »o. i?rtt uot isei. Hachachtang«roll C. v. T. >lIe »eh, de» ,7 Mai IS7«. Euer Wsh^gebarea I »»ckdem ihre CUa«Tei»i4sitff*.$Hflnt weine iHattin. die »urch Ia»g>ährige» chto»i»cheS Ma^enlkideu und iSlieder-Stheamsliswii» geplagt war. nicht nur dem rede» wiedei» atgebe». sondern ihr ssstar »k»t i»g«»dli«»e »rast verliehe» habe», so tonn ch de» ivitiea onderer an ähnliche» ttroakheileu leidender nicht «idetstehe» an» eriuche um abermalige Ueberse»d»»g ooa i «ollc» dieser wnndtrtv>rle»dk» Pille» gege» Nachnahme. Hochachtang«v»I klasi», »pisstelt. Amerikanische ^icht.Talbe«."«r^i Mittel bei alle» glchiiiche» »N» rheumatiichen Uebel», all! «itckenwarlSleide«, «liedetieiben, Ischias, Migrant, »etvilsem Zahnweh, jtspfwth, Lhtenreiben !c !c- I st. «! lr. _ Auatherin-Mundwasier. sl« da» beste Zah»^iv»sce»li ungsMillel. l ziacan I ff. an kr. lt.iiV,,> »<» Dr. Ntnerttaalra, tat SUttana aad /lugen-vryen, der s-hlr°i,. Ja Origiasl- fflocon» ii illMti. a. l st, SO ft.___ Chinesiiche Toilette-Seife. boltn werde» tan», nach bete» «tbrssch »It Hsal stch wit leiser »smml oiisuhll und ein«» sehr sngeaehmin «trach »«»«II. Gle ist sehr ss»l»id>g »s» »trtrtifatl aicht 1 Glit T» tr._ Fiaker-Pulver. Lrampfhusten tc. Si»e kchachtel SS tr. _ SraMsIt«* Wa z. WllPSlI r.W viele» Jahren «»rttaant flr0jl0ai|am al, stcherfte «lillel gege» ^roftleiben aller «N. wie a»ch gegen lehr veraltet« Wunden i«. 1 Tigel «H kr. Lebens-Effenz (Prager Tropfen). «»<•*» Leberthran (Dorsch.), X*j Pulver gegen Fußschweiß. ÄÄ Ä dadurch erzeugten unangenehmen Geruch, coaiervirt »i« ?e. fchahaag und ist erpiadl »»schädlich. Preis eiarr Schachtel SO kr. pnj.i l»>('tnr»]u »o« Oeor*4, seit vielen Jahre» rau; pevMirait? aU eine« der varziigltchste, aa» angenehmste» HUf»m»t«l gege» »nschleiwaa». Huste». Herserkeil, »atarrhe. vrust. and ?u»ge»lei«ea. «ehltsps.?«. schwerb«n. allgenui» aaeetannl, i Schach»« m tr. Tannochilliii.Pomade ... da» beste uitfet alle» Haatwuchsm»tet» oa» lterpt» «»erlannl, ei»e tlega»! ssssteftatiel« groß« D»se i st asa frit. Iliattl, bei Hieb» iah Slichw»»«ea. bMattistca «eschwstre» «Bet Art, auch alles periodisch onibrtchtnden iA«fchwute» a» «e» Küffen, ftartttUSgea Triiien»eich«»ie». »et »<■ fchmerz. hatte» rturuattlK. teim fti»gerw»im. wunden nn» entzündete» Brilfien. erft»re»e» Gliedern. Sichtfistifea »n« ähnliche» keiden vielfach bewilhri. t Tiegel SO tr. Universal-Pflaster Nlliversal-Reilligllngs-salz K Mittel gege» alle folgen gestörter Verdavuna. als »apsweh. Magenttampf. Soddte»»e», Hamorrh-i»«l.kc>»«n. veriiav^nng ic. I Pale, I st. be»e» Ah«, schlecht« 8ct»aaung. ilnlerltibsbeschwesben aller Art eia »«r-zugliches Hausmittel, t stla-on »» tr. AI« franzasischtn Sp«eu>liiaren werde» entweder a»f Laster gehalten oder auf verlange» pr«»rp« aa» billigst »»ssegt. 19~ Versendung per Post bei Betrügen unter 5 II. nar gegen vorherige Einsendung des Betrages dareb Postanweisung, bei grösseren Beträgen auch mit Xaehnabme. ~9C Vpra ntlgr.rtlirli»r Mq-r