Nr. 91. Pr«numer»tfte»n Wiedrihrlungen p« Zeil« » lr. 1882. Amtlicher Theil. ''chin Cm!'^ ^l"'" '" Gaubitsch. fürsterzbischöf-ig^ ^"Mor,alrathe und Ehrendomherrn Johann eifriapn '? "Nerkennung seines vieljährigen berufs-dez ^" und verdienstlichen Willens das Ritterkreuz Muht. '^'Dlbens alleignädigst z« verleihen ^llell^r5 "'I? k. Apostolische Majestät haben mit NnN^ter Entschließung vom 9. April d. I. in des N „ ?U vorzüglicher Dienstleistung dem Director in Hernals Anton Fleisch» dcinDir^ ^ttcrlreuz des Franz-Joseph. Ordens. Dr ^, ^"ks ersten StaatsgUmuasiums in Graz sian,^ "!'^"uly sowie dem Director des There« ^ltn H?"°s'ums in Wien Dr. Alfons Egg er lath^ "" "tollWald den Titel eines Negierungs-Rtademi. n ?^"' Oberpräfecten der Theresianischen ^lheK . ^"3?'s Traun den Titel eines kaiserlichen Ich/n ge"ubt ^l ^^ ^°ken allergnüdigst zn ver- ^ Erkenntnisse. ^82. ^ i8N7,I'"iftcrium des Innern hat unterm 12. April . ^uu^is,» ^-1-. der in Mailand erscheinenden Zcitnng "etencn z^", °e." Pvstdebit innerHall) der im Neichsrathe ver» «, Das l , l!^^ ""d Bänder wieder geswttet. ^"^«N der , , ?!fbrtacncl,t «>^ Prcsslzericht in Graz hat anj ' "plN i^.l' l-Ttnalsanwalllchast mit dem Erkenntnisse vom ">che>ne>!^,„ '«?'^üli. die Weileruerbicitlinss der in Budapest °" -lllilcl H, °^zritnna" ^lir. 14 vom 8, April I88 " angeregt und dessen einzelne Bestim-fftrech« ^ als Fortschritte anerkennen muss, auszu-lverdV'n?an"i l" auch in diesem Falle oppomert Falles ^ ^e Gründe der Opposition in diesem taun U"ö haltlos sind, ist leicht nachzuweisen. Man eine C^. ""s principiellen Gründen überhaupt gegen Punkt, f "lgesetzgebung aussprechen, nnd diesen Stand-ein C^ !" '«an gelten lassen. Wenn man aber schon so enlb^ . 9chtz acceptierl, respective selbst verlangt, lorded ^ ^ leden vernünftigen Grundes, wenn man !'H bescl?^ .^kseb soUc nur auf einen einzigen Fall 'ein. .f^"'ken «nd dürfe nicht allgemein gehalten ""lass „ ?" insbesondere noch ein sehr triftiger in vell..i.^^^' dem Gesetze einen weiteren Nahmen !M Süden "^"'"'H durch die kriegerischen Ereigmsse °aten sou ' ^^" Hinterbliebenen unserer braven Sol-.." Ovf«.,'«" ,?"ch jene Erleichterungen zukommen, wie gellen ^ l^ Theaterbrandes. — In den opposi-7"ckter T„.I"sen herrscht neuerlich ein etwas ge-Meitil ^ ' !"^ übrigens gar nicht so auffallend Iberer'v„. ""ere Zerfahrenheit lässt sich ,mmcr " "^rrei.,... "' ""d selbst die getreuesten Anhänger ""Uten Linken" beginnen zu meutern. Nur mit Mühe konnten die Abgeordneten Menger, Kopp, Reschauer u. s. w. es verhindern, dass >m deutsche» Verein eine Kundgebung zugunsten des Abgeordneten Walterskirchen erfolqte,'wl lcher bekannllich die Partei einer für sie sehr schmerzlich».:' Krit,k unterzog. Die allgemeine Zustimmung, welche diese Kritik fand, würde es vollkommen erklären, dass die Opposition etwas verstimmt «st. Es sind aber noch aildcre Umstände vorhanden, welche zu dieser Verstimmung beitragen: die Arbeiter sagen sich feierlich von der Linken los und die llauw Knkuc? kniipsl freundlich Beziehungen mit der Regierung an, die Wähler wollen von den Candidate», die ihnril die Pnte, aufzudringen sucht, nichts wissen, und der „vnfcissimgstreue" böhmische Großgrundbesitz will auch der Parteipalole nicht recht gehorchen, — und so lisßr sich noch Verschiedenes anführen, worüber die Opposition nichts weniger als erfreut ist. Von den Delegationen. Der Budgetausschuss der Delegation des Reichs rath es hat, wie bereits telegraphisch ge< meldet, am 18. d. M. abends in Anwesenheit der gemeinsamen Minister eine S tznng abgehalten. Delegierter Dr. Nuß erstattete den Bericht über den angesprochenen NachtraiMiedit. Se. Excellenz Herr Reichs-Kriegsminister Graf Bylanot-Rheidt betonte, dass die Detailberichte über die durchgefühlten mil,»arischen Operationen noch anbhasten, und schilderte auf Grund der bisher ein« gelangten Meldungen in großen Zügen den Beginn und das Anwachsen der Insurrection und die zur Bekämpfung derselben votgruommenen militärischen Operationen. In der ersten Zeit, wo noch die Zuzüge und Truppenverstärkungen l> ihren A^stimmimgsorlen nicht eingelangt waren, musste das Hauptaugellmerl baranf gerichtet werden, die einzelnen Garnisonsorte ^md die Hauptverbindungen sicherzustellen, da nament» lich infolge der wiederholt vorgenommenen Reductio-l«en der Truppenstand m den uccupiertrn Provinzen aufs Minimum gebracht worden war. Diesem Zw'cke wurde vollkommen emjplochrn. Nach dem Eintteffen der Verstälkungen wurden die Operationen begonnen, deren Endresultat eben dahin constatiert werden kann, dass das Occupationsgebitt von den Insurgenten im großen und ganzen gesäubert ist, die Commmncationen zwischen allen Orten vollkommen sichergestellt sind und )ass nur emzelne zersprengte kleinere Banden als Nriganten vorkommen. Als Resultat der durchgeführten militärischen Operationen in Bezug auf deren Rückwirkung auf die Bevölkerung kann der Minister nicht constatieren, dass zu Anfang der Operationen und bei den ersten Strei-funqen die meisten Ortschaften von der Bevölkerung vollkommen verlassen gefunden wurden, dass in späterer Zeit zuerst die weibliche Bevölkerung zurück-gekehrt ist und dass bei den lchivorgenommenen Strei-fungen auch schon in den meisten Orten die männliche Bevölkerung in ihrer Heimat angetroffen wurde und im Begriffe stand, die Felder zu bestellen. Es sei unter diesen Umständen die Hoffnung gestaltet, dass die normalen Verhältnisse in der ganzen Gegend all. mählich zurückkehren werden. Der Minister betonte ferner, dass die neuerlich eingelaufenen umständlichen Meldungen der einzelnen Commandierenden mit Bestimmtheit darthun, dass in Bosnien, wo infolge der Insurrection lhellweise Äc. unruhigung wahrgenommen wurde, die Stimmung sich vollkommen beruhigt hat, dass selbst in der Krajna, diesem Theile, wo selbst zur Zeit der türkischen Herrschaft die meiste Unruhe plahgegriffen hatte, eine ver-hältnismähig ruhige Stimmnug'herrscht und dass nach allen den vorliegenden Berichten mit Zuversicht äuge-nommcn werden kann, dass die Rekrutierung nicht nur in den bosnischen Bezirken, sondern auch in einzelnen Theilen der Herzegowina ohne wesentliche Anstünde werde durchgeführt werden können. Der Minist.r bemerkte bei dieser Gelegenheit, dass bei der ins Auge gefasstm Einführung des neuen Wehrsystemes in BuLnicn nnd der Herzegowina durch-aus keine wesentliche Verstärkung der Wehrkraft des Reiches oder eine specifisch bosnische Armee zu schaffen in der Intention war, sondern dass die Rekrutierung eben in diesem Theile auch angeordnet werden musste, um auch die Bevölkerung Bosniens und der Herzego. wina zur Abtragung der Wch'pflicht allmählich b^an-züziehen und dieselbe an d,e Leistung dieser Pflicht und an die Ordnung im allgemeinen zu gewöhnen. V"n einem Zurückweichen in der Rekrutierungs« frage könne keine Rede sein. die Maßregel müsse durchgeführt werden zur Aufrechterhaltung des An-s'hens und der Macht des Reiches. Der Minister s>Iaubt, dass mit der Rekrutierung im Monate Mai begonnen werden, dass die Durchführung dieser Matz-rrgel beiläufig sechs Wochen in Anspruch nehmen dürfte, und dass hierauf ein Zeitraum von vier Wochen zur Beobachtung der Wirkung dieser Maßnahme nöthig sei, bevor man zu den m Aussicht genommenen Nednctionen der Truppenstärke im Occupations-qebiete schreiten werde, und auf diese Voraussetzungen basiere sich auch der der Delegation vorgelegte Voranschlag für die neugeforderten Mittel. Hand in Hand mit der Niederwerfung des Nuf-standes müssen aber auch seiner Ueberzeugung nach die SicherunMilllhregeln vorgenommen werden, wrlche eine Erneun ung ähnlicher Vorfälle hinlanhalten sollen. Diese Mahregeln bezieh?» sich aus einige in sehr bescheidenem Maße in Aussicht genommene fort,fica< torische Bauten, auf die unabweisbar gewordenen Unterkunflebauten und endlich auf die militärisch nothwendigen Verbindungen und Straßen. Die Unter« lunfikbaiitcn müssen jedenfalls in einem vertheidigungs« fähigen Zusiande hergestellt werden, da es die Haupt« fache be» denselben ,st, dass sie auch vvn einer nur ganz ll.erina.en Besatzung vertheidigt werden können, um den qrößcrn The»! derselben für Slreifungen oder sonstmr Expeditionen verfügbar zu erhallen. Was die in der Krivosije durchzuführenden forli« ficatoxjchen Arbeiten betriff/, so hob der Minister die hohe stiategische Wichtigkeit dieses wenig fruchtbaren und auch äußerst wenig bevölkerten Landstriches her« vor, von welchem aus der Hafen von Catlaro vollständig dominiert werde, und hier stellen sich die Her« stellnngsarbeiten mit Rücksicht auf die Terrainvelhält« nisse und die sehr schwierig? Beistelllma. des Materiales etwas kostspieliger. Inbetreff der Straßenverbindun« gen bemerkte der Minister, dass das Verbindungsnetz wenigstens durch gut prakticabl? Saumwege :c. ver« vollstäiidigt werden müsse, dass die Kriegsverwaltiing sich aber ihren Anträgen auf das unabweisbar Noth-wendige beschränkt habe. Se. Excellenz der Herr Reich« - Finanzminister von Szlävy hob hervor, dass er bereits bei Gelegenheit der jüngst stattgehabten Delegations - Verhandlungen bemüht war, über den wirklichen Stand der politischen und administrativen Situation in dem occupierten Gebiete ein vollständig klares Bild den Herren zu entrollen, dass er auch heute in dieser Beziehung nicht in der Lage wäre, etwas hinzuzusetzen, und duss er schon damals hervorgehoben habe, wie es das unablässige Bestreben der Negierung sei, in dcr eingeführten Administration, welche er in keiner Art als etwas Unabänderliches ansehen wolle, nach Maßgabe der Vedürfnisse bessernd und ergänzend einzugreifen, dic administrativen Einrichtungen den beson« deren Verhältnissen des Landes und der dortigen Äe« völterung nach allen Richtungen zu accommodieren, den materiellen Bedürfnissen der Bevölkerung entgegenzukommen und dadurch ihre Wohlfahrt zu fördern. Auf diese wird nach wie vor das Augenmerk der Regierung gerichtet sein, und sie hofft, auf diese Weise die Beruhigung der Bevölkerung zu erreiche». Weiteres in dieser Richtung in Aussicht zu stellen, wäre ber Minister für den Moment nicht in der Lage. Auf eine Anfrage des Deleg. Dr. Ritter von Grocholsti bemerkte Se. Excellenz der Herr Reichs-Kriesssminister, dass. wenn aus vielen Orten des insurgierten Gebietes die gesummte Bevölkerung ihre Wohnsitze verlassen habe, dies nicht immer freiwillig geschah, sondern hiezu sehr häufig der Terrorism,,« dcr Insurgenten selbst oder die Fnrchl vor den Ueberfällen der Insurgenten die Bevölkerung veranlasste, dass in demjenigen Maßstabe, als die Insurrection zurückci/drängt worden ist, auch die Furcht der Bevölkerung sich gemindert habe und daher in einzelnen Theilen die Bewohner wieder in ihre Orte zuiück« gekommen sind. In diesem Umstände ist berens rm Zeichen der allmählichen Pacification nnd Beruhigung des Landes zu erblicken. Es ist übrigens schon bei in jüngster Zeit durchgeführten Stteisungm durch die den stl,lsmden Command?« veigecMnen politischen Laib«ch« Seltnna N,. 91 772 21. April 1882. Organe ausdrücklich auf die Bevölkerung in belehrendem und beruhigendem Sinne eingewirkt worden, um so auch allmählich die wirkliche Pacification und Be« luhigung der Bevölkerung zu erreichen. Deleg. Dr. von Plener meint, dass es nicht gelingen werde, die alte Bevölkerung wieder fesshaft und botmäßig zu machen; eine Institution wie die Militärgrenze wäre vielleicht eine Sicherung der Grenze. Deleg. Fürst Khevenhüller: Wer das Land kennt, weiß, dass eine Grenzbewachung ein Ding der Unmöglichkeit ist. Se. Excellenz Herr Reichs-Kriegsminister FM2 Graf Bylandt-Rheidt bemerkte inbetreff der vom Deleg. Dr. Magg gestellten Frage, dass alle von dem Infurrections-Schauplahe eingelangten mi-litiirischen Nachrichten ohne Rückhalt publicist wurden, in welchen auch die Verluste in allen Details, selbst mit Einbeziehung der in den Spitälern eventuell Verstorbenen, gegeben worden sind. Uebrigens sei er gern bereit, eine genaue Verlustlifte nachzutragen. Inbetreff der Verluste der Insurgenten seinerseits Auskünfte zu geben, sei er absolut nicht imstande, da ihm hierüber nichts anderes vorliege, als was in den Vefechts-relationen gegeben war und auch bereits publiciert wurde. Erst wenn detaillierte Berichte vorliegen wer« den, werde hiefür eine nähere Auskunft möglich fein. Auch inbetreff der Anzahl der an der Infurrection betheiligten Bevölkerung nähere Aufklärungen zu geben, sei unter diesen Umständen unmöglich. Was die von einer Seite berührte Zerstörung der Wohnhäuser der Insurgenten dürch die kaiserlichen Truppen betreffe, so reduciert sich diese auf die ohne Rückhalt publicierten einzelnen Fälle, welche jedoch den üuhelsten Act der Nothwehr in sich schließen, und sei eine unnöthige Devastation schon durch den genügend bekannten humanen Charakter der österreichisch« ungarischen Armee an sich vollkommen ausgeschlossen. Obmann Dr. Sturm fragte, ob die Rückbehal-tung der Reservisten bis zum Winter fortdauern werde oder ob die vom Kriegsminister in Aussicht gestellte veränderte Truppenorganisation noch in diesem Jahre effectmert werden könnte; ferner fragte Redner nach dem Krankenstande der Truppen und insbesondere der Reservisten. Endlich fragte Redner, ob es richtig fei, dass das ganze insurgierte Gebiet ohne Bevölkerung dastehe. Se. Excellenz der Herr Reichs-Kriegsminister betonte seinen lebhasten Wunsch, die einberufenen Reservisten mit möglichster Beschleunigung wieder ihrem heimatlichen Herde zurückgeben zu können. Leider sei das für den Moment nicht gut möglich, ohne im Vertheidigungszustande der occupierten Provinzen eine bedenkliche Schwächung eintreten zu lassen. Der Minister bemerkte, dass die Organisation unserer Armee in ihrer ganzen Einrichtung für einen großen Krieg berechnet sei, dass man daher selbst zur Erkenntnis gelangt ist, dass hier Abhilfe unablässig nöthig sei, nach der Richtung, dass eine Organisation geschaffen werde, welche die Einbeziehung der Reservisten in solchen Fällen entbehrlich mache. Er sei be« reits seit längerer Zeit ernstlich bemüht, eine solche Organisation einzelner Truppentheile zu schaffen, bei welcher ohne Einbeziehung der Reservisten ein für die Operationen genügender Präsenzstand sichergestellt werden könne. Er hoffe, vielleicht schon in der nächsten Delegationssession iu diefer Beziehung mit einem neuen Organisationsentwurfe vor die Delegation treten zu können. Was die Befürchtungen inbetreff eines hohen Krankenstandes insbesondere im Stande der Reservisten betreffe, so kann der Minister die beruhigende Versicherung geben, dass der Krankenstand, wie die Nach-Weisungen zeigen, keine fünf Procent des Standes erreicht habe, daher unter dem Normalmaße des gewöhnlichen Friedensstandes geblieben ist. Eine Steigerung des Krankenstandes sei erst in den Sommermonaten zu befürchten. Er könne aber versichern, dass in Bezug auf die sanitären Verhältnisse der Truppen alle mögliche Vorsorge von Seite der Kriegsverwal-tuug getroffen worden ist und getroffen werden wird. Deleg. Graf Hoheuwart: Man mufs die Niederwerfung des Aufstandes und die Pacificierung vollständig trennen. Von letzterer lässt sich heute noch gar nicht reden. Die Verwaltung möge die nächste Zeit benutzen, sich klar zu werden über dir Maßregeln, die zur Pacificierung dienen können. Deleg. Dr. Ruß verlas hierauf den entworfenen Bericht, welcher mit den gestellten Anträgen einstim» mig angenommen wurde. Der vereinigte Vierer - Ausschuss der ungari« schen Delegation hielt, wie Wir schon inkürze be< richtet, am 18. d. M. vormittags um 11'/, Uhr unter Vorsitz Ludwig von Tiszas seine erste Sitzung ab, in welcher die Regierungsvorlage bezüglich des Occupa« tionscrediles zur Verhandlung gelangte. Referent Deleg. Baroß flizzierte die Vorlage und richtete sodann, unter dem Vorbehalte, dass er d,e detaillierte Motivierung bei der Detailverhandlung ^ame Reg?e?un°^ ^"oen Fragen an die gemein- 1.) Wie ist die Situation in SÜddalmatien und in den occupierten Provinzen, ist der Aufstand soweit bekämpft, dass in den genannten Gebieten wenigstens in der allernächsten Zeit die vollständige Pacification zu erwarten steht? 2.) Wie weit ist die Landesverwaltung in den occupierten Provinzen thätig, und fließen die veranschlagten gemeinsamen Einnahmen — von der Zollrestitution von 600.000 fl. abgefehen — ein? 3.) Welches Ziel verfolgt die Regierung in den occupierten Provinzen mit Rücksicht auf die Beziehun« gen zur Monarchie? 4.) Beharrt die gemeinsame Regierung auf der Durchführung des ausgegebenen Wehrgesetzes und, wenn dies der Fall ist, in welcher Ausdehnung und in welcher Zeit? 5.) Wie sind die nationalen Zustände beschaffen, und ist es wahr, dass die Türken, wenn auch langsam, auswandern? 6.) Welche Wahrnehmungen hat die gemeinsame Regierung mit Rücksicht auf das Verhalten Serbiens, ganz befonders aber Montenegros, gemacht, und ist es wahr, dafs nicht nur rufsische ober vielmehr pan-slavistifche, fondern auch englische Einflüsse sich geltend gemacht haben, welche dann zur Verhaftung einzelner Persönlichkeiten, so z. B. eines englischen Correfpon-denten, geführt haben? 7.) Kann die gemeinfame Regierung eine bestimmte Zusicherung darüber ertheilen, dass über die eben verlangte Summe hinaus, mindestens inbetreff der infolge des Aufstandes nöthigen militärischen Mahnahmen, kein weiterer Credit gefordert werden wird, und kann für diesen Titel das gegenwärtig in Voranschlag gebrachte Erfordernis als definitiv betrachtet werden? Se. Excellenz Herr Reichs'Finanzminister vonSzlävy beantwortete die in sein Nessort einschlägigen Fragen in Folgendem: Nachdem die Localverwaltuug natürlicherweise nur in einem den Verhältnissen entsprechenden Maße wirken könne, sei es diesen Verhältnissen auch zuzuschreiben, dass die Einnahmen nicht in dem Maß?, wie es zu erwarten stand, einfließen. Von dem Ausstände abgesehen, erscheine es bereits durch die schlechte Ernte des vorigen Jahres motiviert, dass die Steuereintreibung nicht mit voller Strenge gehandhabt wurde. Es könne übrigens constatiert werden, dass sich die aus den indirecten Steuern und Gebüren ergebenden Einnahmen vermehrt haben und sich demnach keine bedeutende Abweichung von dem Präliminare herausstellen dürfte. ^<1 Frage 5 antwortete der Herr Minister, dafs die Bevölkerungsverhältnisfe in Allbetracht der Umstände nicht eben als ungünstige bezeichnet werden können, jene Gebiete ausgenommen, von welchen sich die Bevölkerung infolge der längeren Dauer des Aufstandes theils geflüchtet, theils ihren Wohnort nach anderen Gegenden verlegt hat. Nach der Publication der Rekrutierung zeigte sich wohl unter den Türken eine Bewegung und die Nei' gung zur Auswanderung in größerem Maßstabe; allein diese Bewegung begann später abzunehmen, und die Auswanderung kann heute schon als ganz unbedeutend bezeichnet werden. Se. Excellenz Herr Minister des Aeußern Graf Kälnoky erklärte, was zunächst Serbien betrifft, dass die Haltung der Regierung wie der Bevölkerung gegenüber dem Ausstände zu keinerlei Beschwerde Anlass gegeben habe. Zu Beginn, als die Umrisse der Ereignisse unbestimmt waren und von subversiven Elementen allerlei Hoffnungen auf die bestehende Gährung gesetzt wurden, mögen sich auch in Serbien vernnzelte Agitationscentren gebildet haben, die jedoch in der Bevölkerung ohne Wiederhat! und Theilnahme geblieben sind. Die lön. serbische Negierung habe aber in Aus-Übung ihrer freundnachbarlichen Pflichten auch diesen kleinen Agitationen ein wachsames Auge zugewendet und unzweideutig gezeigt, dass sie dieselben weder zu erwuntern noch zu dulden gesinnt sei. Was die Haltung Montenegros betrifft, so seien da die Verhältnisse weit schwierigere und complicier-tere gewesen. Auch da muss Redner jedoch anerkennen, dass der Fürst und seine Negierung unter sehr diffi« cilen Umständen ihr Möglichstes gethan haben, die Bevölkerung von jeder compromittierenden Connivenz zurückzuhalten. Da sich der Herd des Ausstände» mehr an den Grenzen Montenegros concentriere, sei es allerdings trotz des von Montenegro aufgestellten Cordons in manchen Fällen geschehen, dass flüchtige Insurgenten, welche die Grenze übertraten, bei den stammverwandten Grenzbewohnern Hilfe und Unterstützung gefunden haben. Die montenegrinifche Regierung hat jedenfalls die Verpflichtung und erkennt sie auch an, dieser Conni-venz zu steuern, und sie säumt auch nicht, jeder Recla« mation, die durch unseren Vertreter in Cetinje er-hoben wurde, nach Möglichkeit zu entsprechen. Betreffs der Durchführung dieses Grenzdienstes mufs man ihr jedoch bis zu einem gewissen Grade billige Nachsicht gewähren, da einerseits das Terrain selbst einen "gli< lären Cordon scharf an der Grenze unmöglich nM und den Uebertritt zerstreuter Insurgenten so sehr "' leichtert, andererseits aber der montenegrinischen M' gierung bloß ein sehr primitiver, administrativer lM polizeilicher Apparat und leine eigentliche regM Militärmacht zugebote steht. Wir hören deshalb "^ auf, dasjenige zu fordern, was Montenegro zu le'!u« verpflichtet ist, aber es wäre ungerecht, dem Fun" und der fürstlichen Regierung das Zeugnis zu ^ sagen, dass dieselben bei der für sie unleugbar W'l rigen Lage an ihren Grenzen den besten Willen ge' zeigt haben, correct zu bleiben, und dass sie de? l. u« k. Regierung zu ernsten Beschwerden keinen Nnlass ge boten haben. ... Der Berichterstatter habe auch nebenher ruM und englische Agitationen erwähnt. Redner könne tM bestimmen, ob nicht im Verlaufe deS Aufstandes ^ Individuen russischer Abkunft auf dem insurM»" Gebiete erschienen seien. Eine Spur von rlisstl^ Agitation habe sich nirgends nachweisen lassen? lv den Agenten der lais. russischen Regierung betreffe, I habe er seinen Instructionen gemäß dort nur Sinne der Beruhigung und correcten Haltung 1^ Rathschläge ertheilt. ,. Die Verhaftung eines Engländers, der auch "" Correspondent einer Zeitung thätig war, war a«! s richtliche Requisition erfolgt, da er des Verkehres ^ den Ausständischen und der Verfassung von SHW stücken zugunsten der Insurrection angeklagt sei. ^. betreffende Person wohnte seit langer Zeit in Nag"! und schrieb im slavophilen und uns feindlichen S>^' Die Untersuchung des Falles ist noch nicht abgeschlo!^ Von fonstigen fremden Agitationen sind leine" weise zum Vorscheine gekommen. . « Im allgemeinen müsse Redner hinzufügen,,^, unsere Beziehungen zu allen auswärtigen ^M^ nach wie vor höchst befriedigende seien, unowc"» "^ Zwischenfälle eintreten, die sich jeder Voraussicht l ziehen, gegründete Hoffmmg auf deren ungell" Fortdauer gegeben ist. ^ Betreffs der zweiten Frage über die Absicht" ° Negierung, betreffs des künftigen Verhällmss^ occupicrten Länder zur Monarchie erklärte der Mw^ die diesbezüglichen Ziele und Absichten feien gen, dieselben, welche die Negierung seinerzeit veran^ haben, zur Occupation zu schreiten. Keines der i^.h! welche uns bewogen haben, diese Länder zu übe"' . men, hat zu existieren aufgehört; es liegt daher a . für die Regierung keine Veranlassung vor, betreffs Endzieles ihre Absichten zu ändern. ^, Dieses Ziel muss nach wie vor sein: jene i-der, für welHe wir so große Opfer gebracht h^, immer fester an uns heranzuziehen und die ^ ^ lerung zu überzeugen, dass ihr materielles U'>d ^, ralifches Gedeihen nur in ihrem Anschlüsse aiiO^ reich.Ungarn erreicht werden kann und wird. ^ Mittel uud Wege, die h>ezu führen sollen, h"!^ erörtern, wäre kaum am Platze. Die gemeinsame ^ gierung allein ist für die Entscheidung dariiber l>^ competent und es ist zu ihrer richtigen Bcha>ldluU^ reifliche und allseitige Erwägung mit allen eiW gigen Factoren erforderlich. Se. Excellenz Herr Reichs-Kriegsminister O"l Bylandt-Nheiot ,l ertheilte auf die in fein Ressort einschlagenden 3^" folgende Antwort: s^t Die Situation auf dem Insurrections-SchaT^ l^t sich insoweit gebessert, als die Kraft de» 5M^ ocs gebrochen wurde. Die Krivosije ist gege'^^ vollständig occupiert und durch die Truppen v^ ,^ ständischen gänzlich gesäubert. Wenn truhdein eW^ Ueberfälle stattfinden, so sei dem Umstände M^ i» ben, dass die Insurgenten, hinter Felsen "" F Schluchten versteckt, von dort aus einzelne rci«^ »-Ueberfälle versuchen. Es sei jedoch Aussicht/"^ den, dass auch derartige Angriffe in kurzer Z"' hören würden. ,,^e>, Es fei in den localen Verhältnissen begl" ^/ dafs man diese Zeit nicht apodiktisch bestimmen ' ^/ im allgemeinen aber sei die Durchführung ,^/ ^ cification im Wege der mit Energie durchzuf"^ ^ kräftigen Maßnahmen in nächster Zuknnst zu erw. ^ Frage 4 anworlelete der Herr Min's'"'^ Die gemeinsame Regierung beharre auf ^ fühlung der Netrutierungs-Veroronung, weil p ^ selbe nunmehr auch im Interesse des Ansehens o ^ gierung als nothwendig erachte; sie werde.v ^h! auch in der geeignetsten Zeit executieren. ^^s^ der Rekruten, welche zumeist sür den F"^ ^ dienst bestimmt sind, werde jedoch eine 1^ ringe sein. ^M Auf die siebente Frage erwiderte Se. ^^F Diese Vorlage der gemeinsamen Negieru"^ ^ auf einer Vorausschimg, und alles hängt davo" " ^t diese Voraussetzung, welche übrigens auf Ett^ ^ basiert, thatsächlich auch zutreffe. We»n dies o^ y ist. dann wird die jetzt präliminierte SilMwe a> sechs Monate, für welche sie pläliminiert "" ^üß folche betrachtet werden können, deren UebeM kaum einlreten wird. j «aiwchet Zeitung Nr. 91 773 2l. Avril 1882. Umft^ H"r Minister wiederholt, das« alles von den die . m ^°nge und nur das eine gew.ss ist. dass W?Un V^ nöthige Sparsamst möali^.^ Albert Npponyi erklärte, die N,N ^'^ Bewältigung des Aufstandes und die ^ l he.strUung der Ruhe und Ordnung wäre nur wn^ ?"'A"' "enn gerade Montenegro seine in« m,°"°l'" Verpflichtungen erfüllte, damit die auf e«"? 'Mschez Gebiet aeftüchteten und dort nicht len >>>>!'! Insurgenten nicht fortwährend wiederleh. cat m. ,. °"! b.'ese Weise die Durchführung der Pacifi. «l'°n m,mögllch machen können. Kä,.. , ^'^nz Herr Munster des Neußern Graf in de. ^ "^"^ b»e Berichte, welche diesbezüglich tviekp l ^"ll'alen i" lesen waren, für übertrieben. Er aeael . w ^ "uf die Fragen des Referenten bereits die Z^^ßerung. dass er auch selbst es wünsche, »«stellt ie^ ""^ Ordnung möge baldmöglichst her. die K^z- ^"^ Pulszky fragte, ob in der That wobn/r?^e entvölkert sei und ob die dortigen In-«Wer stch ^ Montenegro aufhalten. Vl.s^- 7l«llenz Herr ReichsKriegsminister FML. diele ^?/"bt.Rheidt erwiderte hierauf, dass !«i w°^3 laner ihre Wohnplähe verliehen, und es "Mcheinllch. dass sie sich in Montenegro aufhalten. Ezlü^ Acellenz Herr Neichz.Finanzminister von Gi.s"° ^bemerkte auf eine Anfrage des Delegierten dass ",pp°ny i iiber die Urfachen bcs Aufstandes, Ncht w /"^" bereits damals erwähnt habe. als die je, ^ "!"l'V"lage berathen wurde. Vor allem weis! „ ä"^ben. dass die an eine zügellose Lebens-hältM ""^ Bevölkerung sich in geordnete Ver-die G.^'"3^ ^^n wollte. Ferner sei hervorzuheben die lfm« l " Steuern, die Strenge des Forstgesrtzes. berekk , ^ü"^ ^er Monopole u. s. w. AU' das wurde yieruna l. ^" ^bten Session erwähnt, und die Re-bereils n? « ^tlerweile bezügliche Unordnungen der AlM - ^^'nals wurde auch erwähnt, dass Untetstilk! ^ "'^^ ^l)n auswärtigen Negierungen ProclVm; ^ ^"" einzelnen Comiti« und durch diese A tt?^"^ genährt wurde. Die Ereignisse haben fich nur U"U bestätigt. An dem Aufstande haben Insten .^llmedaner und griechisch, orientalische yefangene/^ °ber die Katholiken belheiligt. Die Nch^^^ "tuhamedaner gaben die Einführung des ""bereu O«s ^ Ursache der Insurrection an. von Ursache „, ^llen wurden mehrere der oberwähnten Wurde ber. ^^^' ^le weit diese unbegründet sind. stratim. ^ ^ Wiederholt nachgewiesen. Die Ndmini. 1880 »I?» "Us Grund des Gesetzes vom Jahre UNauöaol! l ^' «eführt und an deren Verbesserung leiten ^ gearbeitet. Dass anfänglich Schwierig» sich stauchten. ^^ ^^ natürlich, solche ergeben besser ^ ""^r geordneten Verhältnissen. Die Ver« hz' ^3 der Mängel bildet indessen den Gegenstand lverd ?^ Erwägungen der Negierung. Im übrigen w^, s.b'e Negierung die bisherige Richtung verfolgen, ^ diese ihrerseits als richtig ansehe. B^^e Excellenz Herr Reichs-Kriegsminister Graf dH ?" bt. Rheidt bemerkte auf die Frage Hegedüs', die N^ .V"besserung der Mängel erfolgen und dafs Uliterli^!^""9 seinerzeit die bezüglichen Vorschläge ""»ten werde. idelea?"! ^'^ Wiederholung einiger Fragen seitens des Fliw,,. " ^zilügyi bemerkte Se. Excellenz Herr Reichs-die ^'"uuster v. Szlüvy namentlich in Bezug auf lej. du ?^3?^ bass diefelbe nicht besonders unbequem dez ^" Procent der bezüglichen Processe im Wege lloft^^gleiches ihre Erledigung finden. Was die «uz d,,, Rekrutierung betrifft, fo wären dieselben decke,, ^ !"lachen der occupierten Länder zu be« '"öglich , ''k"' und er werde bestrebt sein, die« noch ^ zu machen. ^lndrüsl?^ierten Emerich v. Ivünka und Graf ^lauf '^ besprachen eingehend das Wehrgeseh, ML ^c Excellenz Herr Reichs.Kriegsminister Üufllür.^ Vylandt.Rheidt die bezüglichen Alegien U"' "feilte und auf die Anfragen des ^zala^" Wahrmann fowie des Delegierten Mrs aH "klärte, dass die Berechnung des Erforder-I^unaen l. ^°" lhm in Aussicht genommenen Ver-Mch V" veruhe. und dass die gegenwärtige Vorlage "scheiß ^"""gewöhnlichen Verhältnisse gerechtfertigt ^"tten w' ^lbe könne nicht unter denselben Gesicht«. .' üelen m , ""^ geordneten Verhältnissen unter-"one», u,^^"^^" beurtheilt werden. Die Fortifica-lUlig her m ^^^"'bauten l"en lediglich zur Siche-., t)er ln ".^'slhen Operationen geplant, "balle,ii^l?sident erklärt hierauf die General, '^^"«eschlossen. .. ^ Vom Ausland. Wung" ?,l lln wird der Augsburger «Allgemeinen ^"'arck F°M": ,Dcr Reichskanzler Fürst !. "et. un. . "°ch 'M Laufe dieser Woche hier l,^'"r" <>"" ?"' Arbeiten bcs Bundesratheö theil- sd. Aiaio,^ c^"em wird trotz der wahrschein- ^ gegn"? l.Ur das Monopol lebhafter Wider- "«selbe von vielen Seiten erwartet; — namentlich überrascht die Opposition einiger kleinerer Bundebstaaten. Außerdem betonen einige ablehnende Gutachten, für den FaU der Annahme des Monopoles müssten sich die betreffenden Staaten die Bemessung der Entschädigungsansprüche für die Industriellen vorbehalten." Die Kammer der Reichsräthe in Vaiern hat am 18. d. M. nach mehrstündiger Debatte mit allen gegen zehn Stimmen den Beschluss der Abgeordneten« lammer inbetreff der Tegernseer Elklärung abgelehnt. In der Sitzung des englischen Unterhauses am 18. d. M. beantragte Wolff eine Motion, in welcher der Wert eines guten Einvernehmens zwischen England und dem Vatican anerkannt, nber erklärt wird. dass die Verhandlungen officiell und mit Vorwissen des Parlamentes geführt werden müssten. Gladstone bekämpft den Antrag und erklärt es für eine Erfindung, dass Errington englischer Agent beim Vatican sei. Errington kehrte nur in Privatangelegenheiten nach Rom zurück, weil er sich lebhaft für die Ernennung des Erzbischofs Mac Cabe zum Cardinal interessierte. Die Regierung verheimliche keine Corre-spondenz, und sei eine solche nicht vorhanden. Gran-ville habe sich seinerzeit Erringtons bedient, um dem Vatican gewisse Mittheilungen über die Zustände in Irland zu machen; diese Mittheilungen enthielten jedoch weder Vorschläge noch Forderungen. Trrington habe jetzt keinerlei Mission bei dem Vatican. — Der Antrag Wolffs wurde schließlich ohne Abstimmung ob« gelehnt. In ganz Frankreich halten am vorigen Sonnlag die Ergänzungswahlen der Gemeinderälhe stattgesunden, damit dieselben in voller Anzahl nächsten Sonntag ihre Maires wählen können. Das Gesammt-resultat lässt sich natürlich noch lange nicht übersehen; doch wird schon jetzt versichert, dass sie zur großen Mehrheit der republikanischen Sache günstig ausgefallen sind. Besonders that sich das Departement Puy'de.Döme hervor, wo 22 Cantonshauptstädte ihren Gemeinderath zu vervollständigen hatten und 21 republikanisch gewählt haben. Hagesneuigkeiten. Gm neuer Tenor. Aus Hamburg. 17. April, wird der ..Wiener Allgemeinen Zeitung" geschrieben: «Am Sonntag fand im Stadttheater eine Matinee zum Besten des Unter-sllitzungsfouds des hiesigen Schriftsteller, und Iourna-listenverein» statt. Dieselbe geslaltele fich durch die ge. boteuen Gaben zu einer überaus interessanten. Zunächst hatte Adolf Sonnenthal die Gefälligkeit gehabt, seine Mitwirkung zuzusagen, um, wie er meinte, einen kleinen Theil der Schuld, die er der liebenswürdigen Hamburger Presse zugestehen müsse, abzutragen. So gab er uns denn den ersten Act des .Faust", den er hier leider noch nicht gespielt hatte, und lieh durch seine hinreißende Darstellung desselben das Bedauern, dass er den ganzen ..Faust" hier überhaupt nicht geben wird. zu einem recht beklagenswerten steigern. Sonnenthal fand natürlich den dankbarsten, lautesten Beifall des das Hau« bis zu dem letzten Platze füllenden Publicum». Aber so lebhaft, so feurig dieser Beifall war. es sollte ein anderer kommen, dem er in noch weit mächtigerem Maße zutheil wurde. Kennen Sie Herrn — Botel? Nicht, nun, es kennt ihn überhaupt niemand außerhalb Hamburgs, und doch wurde dieser unbekannte Mann mit einem wahren Wollenbruch von Beifall über schüttet. Sie werden sehen, dass das am Ende leicht be-greistich ist. Herr Botel — der sich hoffentlich bald Votelini nennen wird, da sein Name im hamlmrgischen Dialekt eine keineswegs angenehme Species des genug lemiuini bedeutet — war nämlich bis in den vorigen Herbst hinein Droschkenkutscher. Ob er mehr verdient hat als seine ungezählte« hiesigen Colleger«, weiß ich nicht; es thut auch nichts zur Sache. Iedensalls spielte Vötel in dem „Pfeifen-Club" seiner Zunst eine an» gestaunte Rolle als Sänger. Sein Tenor entzückte die Genossen und wohl auch dann und wann auf einsamer Fahrt den treue«, abgemagerten Droschlengaul de« blond-haarigen, etwas untersehten, stämmigen Rosselenkers. Trotz der rauhen Hamburger Luft, trotz de» labal, qualms im Club wuchs die helle Stimme deS jungen Mannes in immer klarere Höhen hinauf, so hoch, dass der Instinct der College» in ihm einen zweiten — Wachtel witterte. Dabei aber blieb eS nicht. Man führte ihn zu einer hiesigen Gesangslehrerin, die, durch seine Stimme entzückt, ihn zu Pollini brachte. Der junge Mann gefiel; Pollini — er müsste lein rechter Impresario sein — verpflichtete sich zur Zahlung der Gesangsstudien und eine» jährlichen Nadelgeldes von 2400 Mark für die Dauer der Lehrzeit. Nach dieser aber, die, wenn ich nicht irre. auf zwei Jahre festgesetzt wurde, ist Botel sechs Jahre lang zur unbeschräükten Verfügung unseres klugen Directors, der ihm dafür hin« wiederum die kolossale Summe von jährlich 6000 Mark zahlt____ Gestern nun fand der erste öffentliche Ver« such des Stimmenwu>,ders statt. Die Droschkenkutscher müssten keine stolzen College« sein, wenn sie nicht alles, was nicht met. und nagelfest von ihrer Bekanntschaft war, für den Vesuch be» Theater» zusammengetrommelt oder gepeitscht Hütten — das Vilb passt besser. — So war e» denn lein Wunder, dass das große Theater nicht bloß vollbeseht, sondern überfüllt war. Vttel scm^ Lorenzo» Arie au» „Fra Piaoolo", später ,Vtutler> seelenallein" und all Zugabe Abts „Oute Nacht". be> lanntlich Wachtel« Üeiolied. T>ie in der That in der höchsten Lage leicht und klar quellende Tenorftimme des jungen Manne», die bereits infolge des Bemühen» seine« Lehrer», de« Dc, Krückl, eine hübsche Schulung zeigt, bezauberte. be. rauschte. Von allen Gallerien wurde lebhafter Beifall gespendet, aber oben, nach dem „Paradiese" zu. war es schon kein Beifall mehr. Da» war ein Gellatsch, We« donner und Geschrei, dass mun für da« G«-H0r dre Ge? feierten ernstlich bangen musste. Tusch! Tusch! schrie es tausendstimmig von oben herunter, und wieder: Tusch! Tusch! Es gab nun freilich keinen Tusch, dafür ward er bei seinem zweiten Erscheinen „empfangen". Und mit welcher Lebhaftigkeit! Immer wieder rollte und lrnchte der Beifall durch da» Haus, dann ein hundertftimmigeS Iischen, damit er weiter singen könne. Wie gesagt, b« junge Mann hat eine Zukunft, nur scheint er bereits mit allzugroßer Lust die „Höhe zu reiten". Da» wird er sich abgewöhnen müssen. Uebrigens sang er da» Leib-lied seine» Collegen Wachtel noch lange nicht so hilu reißend al» dieser, wenn es auch scheint, das» er über dasselbe großartige Stimmaterial gebietet." — (Militär-Pensionisten nach Vos-ni en.) Die Gesuche der pensionierten Officiere um Ver< leihung von Local'Dienstposten im Occupationsgeblete und in Dalmatien sind — wie die „Presse" schreibt — im Wege der Eoioenzbehörde erster Instanz an das Reichs-Kriegsminifterium einzusenden. Die Bewerber müssen bei guter Qualification der Landessprache mächtig sein, die größeren physischen Anstrengungen noch zu ertragen vermögen, und haben unter Anschluss eines ärztlichen Zeugnisses auch anzugeben, für welche Dienstes« zweige sie sich geeignet erachten. Ledige Osficiere erhalten bei gleicher Eignung den Vorzug vor den verheirateten. — (Fröbel-Feier.) Am 22. d. M. findet in Wien über Anregung des Vereins für Kindergälten in Oesterreich im ,Saale Bösendorfer" eine Feier de« hundertjährigen Geburtsfestes de» Pädagogen Friedrich Fro del statt. Da» Programm lautet: 1.) Begrüßung», rede, Herr A. S. Fischer. 2 ) „Fldbel.Hymne". Festchor von Franz Mair. 3) Festgedicht von Simon Heller, vorgetragen von Frl. Wilhelmine Semler. 4) Festrede, Herr Georg Ernst. 5 ) „Meine Muttersprache". Schlxs»' chor von E. S. ltngelsberg. Die Chöre werden von Mitgliedern deS „Schubertbundes" unter der Leitung der Chormeifter Herren Franz Mair und Ernst Schmid vorgetragen. — (DerSpar- und Vorschussverein für Südbahn-Vedien stete), registrierte Genossenschaft mit unbeschränkter Haftung, hat am 15. April l. I. in Wien seine l9. ordentliche Generalversammlung ab« gehalten, der Geschäftsbericht pro 1881 weist eine Mitgliederanzahl von 1995 mit 2W.898 si 36 kr. Einlagen aus. — Der Gelbvetlehr bezifferte sich auf 555.995 si, 26 kr. und der GebarungSiib'rschuss auf 16.268 fl 50 kr. — Die Verzinsung der Einlagen wurde mit 8 Procent festgestellt. Der Reservefond brträgt mit Schlus» 1881 nach Abzug der Verluste 19.414 fl 44 kr. — Zum Ob-manne wurde der seit einer Reihe von Jahren an der Spitze der Vereinsleitung stehende Oberinspector Herr Franz Domenego, in den Eereinsvorstand die Herren Inspector Anton Müller. Vureauchef Josef Lcchner. Vureauchef Jakob Kowy und in den Ueberwachung»au»» chufs Herr Reoident Moriz Trauschke gewählt. — (Das grüßte Manufacturgeschäft der Welt.) Von der Firma V. T. Stewart H Co. in New-York ist „die Einstellung ihres Manufacturwaren-Geschäfte»" — wohl des größten in der Welt — an-gekündigt worden. Datzselbe hatte unlängst noch ein Betriebskapital von 22 Millionen Dollar», und eines einzigen Jahres Umschlag belief fich aus 50 Millionen Dollars. Die Zahl der Bediensteten betrug 12.000. nnd die Firma hatte Zweiggeschäste durch ganz Europa. Hil> ton, Stewarts Nachfolger, erllärt. das» er der Handels» sorgen müde ist, und behauptet, die Gewinne seien noch immer befliedigend. Von den Handelsleuten wird b?« hauptet, dass seit Stewarts Tode das Geschäft einfach sank und zusammenschrumpfte. Der verstorbene Stewart, der mit geringen Mitteln angefangen hatte und durch die Solidität seiner Geschäftsführung berühmt wurde, hatte auch von seinem Reichthume einen sehr menschen-freundlichen Gebrauch gemacht, unter anderem vor meh. reren Jahren ein großartige« Hau» zur comfoltabelst-n Beherbergung von Frauen, die für sich felbft von ihrer eigenen Arbeit leben müssen, erbaut. Locales. — (Spende für das Ka i s er i n-E l i« fabeth'Kinderfpital) Frau Voz-na Gram-possich, Schuhdame des hiesigen Kinoerspitals, Hal für eine am 22. d. M. als dem Geburtstage Ihrer laiserl. Hoheit der Erzherzogin Valerie den recon-valescenten Kindern der Anstalt darzubietende Trgoh. lichlelt den Vetra, von 5 st yrohmüthia. spendet LailiaH« »eUuua «t. 91 774 21. Avril 1882. — (Die Grundsteuer « Reclamation«, «ommission für Krain). bestehend au» den Mit« gliedern: Karl Freiheirn Wurzbach von Tannen« berg. Dr. Josef Ritter von Savinschegg. Dr. Iofef Pollular. Otto Detela. Johann Ver-derber. Lukas Robik, Anton Lenariik, dann dem Echähungsinspector und Landesreferenten Josef Podrelar. ist unter dem Vorsitze des Herrn l. k. Landespräsidenten zur Vornahme der Amtshandlungen nach § 39 de» Gesetze» vom 6. April 1879, wie bereit» gemeldet, am 12. April 1882 zusammengetreten und hat hiebei zum Vehufe der Berathungen der vorliegenden Reclamationen zwei Gruppen gebildet. Nach Abfertigung eines grbßern Materiales werden diesbezüg« lich in den Plenarsitzungen die endgiltigen Beschlüsse gefafst werden. Die Anzahl der Eatastralgemeinoen in prain beträgt 93 l mit 1.497.776 Parcellen. Von letz« teren wurden bezüglich der älonomifchen Culturen 77.663. hinsichtlich de» Waldlandes aber 22.254 Par. cellen reclamiert. Da» Verhältnis der reclamierten Par« «llen zur Gesammtzahl stellt sich bei den ökonomischen Culturen mit 5 96. bei dem Waldlande mit 11.-32 M. dar- Von diesen Reclamationen wurden von den Bezirls-Echatzungscommissionen 76.980 ohne Localerhebungen und 22,937 mit Localerhebungen beamt»handelt. Nach der Einschätzung betrügt der Gesammt'Reinertrag 2868.939 st. 25lr>, nach den Ergebnissen der Reclamationen 2.835.851 fl. 7 lr.; es zeigt sich daher eine Ermäßigung von 33,068 fi. 18 lr. — (Verlofung.) Die 53. Verlosung der trai» nischen Orundentlaftungs-Obligationen findet am 29sten Npril um 10 Uhr in der Burg statt. -ä- — (Vom Verein der Aerzte für Krain.) ^SchlusK/j Dr. Keesbacher befürwortete, die ganze Angelegenheit auf sich beruhen zu lassen, denn seiner Anficht nach sei in dieser Richtung dermalen und in Hinkunft nicht» zu erreichen. — Dr. Va lent a er» widerte, dass er sich auch keinen überschwänglichen Hoff» nungen hingebe, jedoch glaube er, dass das Referat, welches sich ja auch innerhalb eines fehr bescheidenen Wünschelreises bewege, die einzig erreichbaren Kern» punkte des Petitionsentwurfes herausgefunden habe. wodurch das Publicum und die Aerzte immerhin wesentlich geschützt werden kannten, nämlich die gesetzlich anzu» strebende strenge Bestimmung, dass bei allen sogenannten Oeheimmitteln. deren Analyse sammt der nach der Pharnmlopüa bestimmten Preisangabe auf der Etikette stehen müsste, und er empfehle daher die Annahme der Referatspunlte.— Nachdem noch Dr. Kapler betonte, das» nach den zu Recht bestehenden Gesetzen nichts Ausgiebiges zu erreichen sein werde, wurde das Referat angenommen und die Vereinsleitung aufgefordert, im Sinne der Debatte in der Antwort an den benannten Veschäftsausschus» sich zu äußern. — Nun kamen die angekündigten Vorträge an die Reihe: 1.) Regiments« arzt Dr. Matlovit berichtete k) über einen von ihm an der bosnischen Grenze unter sehr primitiven Verhältnissen glücklich ausgeführten Kaiserschnitt, und d) theilte er sehr interessante medicinisch-ethnographische Veobach» lnngen au» dieser Gegend mit. Der Vortrag erscheint in den „Memorabillen". — 2.) Dr. Greg o r i k. Assi. ftent an der hiesigen Gebiirllinik, demonstrierte ein äußerst seltenes anatomisches Präparat, betreffend einen Dünn-darm am Vlasenfistel. entstanden durch eine lietroüexio uteri gravidi V. mengis. Der Vortrug wirb auch veröffentlicht werden. — 3.) Theilte Sanitätsrath Dr. Keesbacher das Wesentlichste aus dem Hauptsanitäts-berichte für Krain pro 1880 mit. Er entwarf auf Grundlage der amtlichen statistischen Daten ein Bild über die gesundheitlichen Zustände, insbesondere über das Auftreten von Vollslrankheiten, über Morbilität und Mor» lalität. Todesarten. Taubstumme. Blinde. Cretins u. f. W., und schloss den eingehenden Vortrag mit einer Reihe von Vorschlägen zur Aufbesserung der gedachten Verhältnisse, unter welchen Vorschlägen sich in erster Linie Vermehrung der Aerzte und Hebammen. Errichtung von Spitälern. Nildung größerer Sanitätssprengel, Einführung von Lehrcurjen für Todtenbejchauer. periodische Nachprüfungen der Hebammen, Einschränkung des Brant-weingenusses, der Curpfuscherei und des Geheimmittel-fchwindels auf legislatorischem Wege, Führung von Standregistern über Taubstumme und Blinde u. f, w. sich befinden. — (Die Benefiz-Eoncert-Soirie) des Orchesterdirector» am landschaftlichen Theater Herrn G. Maier hat gestern im Glassalon der Casino ration stattgesunden. Dieselbe war sehr zahlreich besucht, und e» hatte sich ein gewähltes, distinguiertes Publicum zu derselben eingefunden, auch war der Abend durch die Anwesenheit be« Herrn Landeshauptmanns Grafen Lhurn ausgezeichnet. Der Venefiziant, bei seinem Er» fcheinen lebhaft begrüsst. erhielt nach der ersten Piece: Einzugsmarsch au« «Tannhäuser" von Richard Wagner einen schönen Lorbeerlranz mit Schleife. Aus dem von uns mitgetheilten reichhaltigen Programm fprachen außer der bereits genannten EingangsviHce namentlich die Reminiscenzen aus Ioh. Strauß' „lustigem Krieg « besonder« an. die Herr Maier eigens für diesen «^^"b zusammengestellt und die er über stür-N I^. s^°". !""" zu wiederholen so freundlich war. Nuch der separat ^pi^e W,, ' Nur fürNatur " wurde lebhaft äk o»po begehrt und ebenfall» zur Wiederholung gebracht. Von den übrigen vorgeführten Piöcen gefielen ganz vorzüglich die „Victoria-Nocturne" (neu). Vlarinett-Solo von Richards und Maier» fuperbe Gavotte: „Schlarasfenglück". Der Venefiziant kann diesen Abend zu den schönsten seines an lünst« lerischen Erfolgen reichen Wirken» al» Orchesterdirector hier und anderwärts rechnen, und es geben sich die Musikfreunde unserer Stadt der angenehmen Hoffnung hin. das» e» Herrn Mondheim-Schreiner ge« lingen wird, Herrn Maier mit der Kerntruppe seines Orchesters, das bekanntlich den Sommer über in Bad Neuhau» concertiert, auch für die nächste Theatersaifon wieder zu gewinnen. —03. — (Journalistische«.) Mit 1. Mai erscheint hier unter dem Namen „I^uäglci 6In,3" (Vollsstimme) ein neues Organ in slovenischer Sprache, da» ausschließlich den gewerblichen und volks« wirtschaftlichen Interessen, der Hebung de» Na< tionalwohlstandeS u. f. w. dienen soll, nebenbei aber auch für die sprachliche Gleichberechtigung, die politischen Rechte des slovenischen Volkes männlich eintreten wird. Mehr davon bei seinem Erscheinen. Das Blatt wird jeden !. und 15. im Monate erscheinen. -3- — (Sparkasse in Gottschee) Am 11. Mai l. I. eröffnet die Stadt Gottschee ihre eigene Sparkasse. Geldeinlagen werden gegen 4 Procent Zinsen angenommen und Darlehen aus Realitäten oder auf Faustpfänder gegen 6 Procent Zinsen gegeben. -Z- — (AusGraz.) InderLandesbiblio-thel amIoanneuminGraz sind in der Zeit vom 1. Oktober 1881 bi» Palmsonntag dieses Jahres 2484 Werke in 4045 Bänden entliehen worden. Außer» halb Graz wurden Werke versendet nach Baden. Baumgarten, Bozen. Brück a. b. M., Cllli. Eisenerz. Emmers-dorf. Fürstenfeld. St. Gallen, Hartberg. Irdning, Iu« denburg. Kapfenberg. Klagenfurt. Knittelfeld, Krain-bürg, Kroat. Kreuz. Laib ach. Leonen. Mahren, berg. Marburg. Mautern. Oberzeiring. Pettau. Nu< dolfswert. Schladming. Schönstein, Steyr. Voits-berg. Waldstein, Waltendors. Wien. Wiener.Neustadt. Die Zahl der Leser, welche in der Bibliothek selbst mit Lecture versehen wurden, betrug in dieser Zeit über 6000. — (Das ConcertFischer), dessen Programm wir bereits mitgetheilt, findet morgen Samstag im land« schaftlichen Theater statt, und machen wir das kunst-sinnige Publicum nochmals darauf recht eindringlich aufmerksam. Vormerkungen auf die Sitze übernimmt aus besonderer Freundlichkeit Herr V. S. Ti ll unter der Trantsche. — (Literatu r.*) Inhalt der illustrierten Zeit-schrift „Waidmanns Heil" Nr. 8: AuS Ungarn. — Iagd.Kalender aus dem Jahre 1637. Mitgetheilt von Julius Krizloosly. — Fischerei.Kalender aus dem Jahre 1640. — Nn der Salzlecke. (Mit Bild.) — Abnorme Bildungen eines Rehbock Gehörnes. (Mit Bild.) — Eine Auerhahnjagd. Von Joses Palme. t. l. Forst. Verwalter. — Ausweis über das abgeschossene Wild ,n den Revieren de« t. k. Oberstjägermeisteramtes im Jahre 1881. — Abschuss auf den sürftl. Schwarzenberg'ichen Herrschaften im Jahre 188l. — Ausweis über das im Jahre 1881 im Brünner l. t, adeligen Damenstiftilgute Neustadtl erlegte Wild. — Am 24. März. — Sonder« barer Zufall. — Otterjäger Schmidt. — Laichzeit in der Gail. — Steiermärlischer Fischerei.Verein. — Schonzeit der Huchen und Neschen. — Reiher.Krieg. — Willkommene Gäste. — Eine neue Schiehstätte in Aus-ficht, — Seltene» Freischießen. — Gründung eines Schühenvereines. — Dynamogen, — Das projectierte Berliner Schützenfest. — Aussicht auf Schiehwettkämpfe. — Nach der Jagd. — Zahme Fifchotter. — Vier Wilddiebe. — Küchen-Vrausamkeiten. — Brieftasten. — Literatur. — Gemeinnützige und belehrende Mitthei« lungen. — Iäger-Küche. — Marktberichte. — Inserate. — Probenummern durch die Expedition in Klagenfurt. Halbjähriger Preis 2 si. — („Statistische Monatsschrift.") Das soeben zur Ausgabe gelangte Aprilheft diefer von der Direction der administrativen Statistik redigierten und herausgegebenen Fachzeitschrift enthält u. a. eine Abhandlung: „Die Entwicklung der Bevölkerung Krain» feit dem vorigen Jahrhunderte", au» der Feder des Herrn Dr. Vincenz Göhlert. — (Der allgemeine ruffifche Zolltarif) vom 5, Juli 1868 sammt den nachträglichen Modifi« cationen ist soeben im Verlage der l. k. Hof« und Staatsdruckerei erschienen, und machen wir alle Fabrikanten, Exporteure, Spediteure ic. auf biefe wich« tige Publication aufmerksam. Diese Ausgabe schließt sich an die bereits früher edierten Zolltarife von Frank, reich, Deutfchland, Spanien, Italien, Rumänien an. — Binnen kurzem wird in demselben Verlage eine von fachmännischer Hand redigierte Sammlung der Gesetze und Verordnungen, betreffend die Sicherheitsvor-lehrungen bei Dampfkesseln, ferner die auf Dampfkessel Bezug habenden Bestimmungen der Ge-werbe«Ordnung, der Bauordnung :c. «. erscheinen, welche Sammlung als die einzige auf diesem Gebiete dasteht. * Alle« in dieser Rubrll Angezeigte ist zu beziehen durch die hiesige Vuchhanblung Jg. tz. ltletnmayr « »ed. Vamberg. Neueste Post. Original«Telegramme der „Laib. Zeitung" Agram, 20. April. Der Landtag verwarf den Comite«Antrag und nahm das Amendement Speu«, welches die Zugehörigkeit Fiumes zu Kroatien betont, mit großer Majorität an. London, 20. April. Darwin ist gestorben. Petersburg, 20. April. Der Regierungsanzeig« veröffentlicht einen kaiferlichen Befehl, durch welche" Militärpersonen verboten wiid, öffentlich pMW Reden zu halten und öffentliche Kritik zu üb?n; a"ly verbietet derselbe den Beamten des Kriegsressorts, "«ne Genehmigung ihrer Vorgesetzten, innere odel äußere Verhältnisse des Auslandes berührende Drucksachen i" veröffentlichen. Wien, 20.April. Der ungarische Minister' rath, welcher hier gestern von halb 6 Uhr nachlN«' tag« bis halb 9 Uhr abends abgehalten wurde, " fasste sich — wie die „Ungarische Post" ersähct ^ außer mit den laufenden Angelegenheiten auch m>t °l" Differenzen im allgemeinen Zolltarife. Diese Flag wurde eingehend berachen und dürfte, der genante Quelle zufolge, endgiltig entschieden worden sein,. Trieft, 20. Aplil. Der ungarische Hand", minister ernannte Herrn Iuhafz zum Inspector M ° ungarische Section der Triester Aufstellung, ö" ^ milimitgliedern wurden vom ungarischen MimIteN" die Herren Giacomo llisner v. itisenhof und «^ Richetti ernannt. . London. 19. April, nacht». Das Unters acceptierte in zweiler Lesung nnt 87 gegen 8b S>w men eine Bill, welche bestimmt, dass die W^ldM" die Kosten der Wahlen zu tragen haben und oils jenen Fällen, wo mehrere Calldidalen auftreten. Gewählte die Majorität lämmllicher Stimmen ^^ muss, andernfalls ein zweiter Wahlgaog stall!"' ., müsse, in welchem sodann die relative Mlijoriläl e> schuldet. Die Regierung untelstützte die Bll. .« London, 20. April. Die „Times" befp"«° die Ernennung Viers' und sprechen die Ueberzeug aus. dieselbe bilde den Auboruck des Wunsches "' der Absicht des Zaren, den Frieden ausrechtzuerhal ^ Sollte eine Begegnung zwischen den Kaisen» von "^, reich und NusSlano stallfiilden, so würde dieselbe i gen, nicht dass Oesterreich gesonnen sei, mit T" ,^ land zu brechen, sondern dass Rujsland mome" nicht geneigt sei, als Champion der slavischen I"! ^ genten aufzutreten. Durch die Ernennung eines!",^ fertigen Ministers des Aeußern habe Russland " so gute Bürgschaft für seine friedlichen VesinN^ gegeben, als gehofft werden konnte. , ^ Petersburg, 20. April. Das «Iou"",^ St.'Pitersbourg" meldet: Der Vorschlag Barnes ^ betreff der Donaufrage wurde den Mächten noch ^, osficlell mitgetheilt; dieselben hatten daher noch " Gelegenheit, sich über denselben auszusprechen. ^ Belgrad. 20. April. Der Kömg hat h""^ Begleitung der Königin, des Thronfolgers und Minister seine Rundreise angetreten. Handel und Volkswirtschaftlich^ «udolfswert, 18. April. Die Durchschnitt»«Preise l" sich auf dem heutigen Markte wie folgt: ^^""s» Weizen pr. Hektoliter 8 6b Eier pr. Stück . . ^. » Korn „ 6 i»1 Milch pr. Liter . . << Werste „ b 86 Rindfleisch pr. Kilo . ff Hafer , 3 74 Kalbfleisch „ ^ l< ualbsruchl , ? 58 Schweinefleisch „ ^, >1 Heiden „ 2 40 Schöpsenfleisch ^ ^ ^ Hirse ._____ hähndel pr. Stück . ^. l^ Kukuruz „ 6 51 Tauben „ - ^ ^ Erdäpfel pr.Meter-Ztr. 2 93 heu pr, 100 Kilo . ^. ^ Linsen pr. Hektoliter — — Stroh 100 „ - Erbsen „ — — Holz, hartes, pr.Cubll- « ?l Fisolen „---------Meter .... ^, ^ lltindsschmlllz pr.Kilo — 80 — weiches, „ ,g ^ Schweineschmalz „ — 80 Wein, roth., pr.heltoM> ^^ Speck, frisch, „ _ 60 — weißer, „ Speck, geräuchert, ., — 80 Verstorbene. ^ Z Den 19. Npril. Eduard Moschcf, Privatier,^ Fclbaasse Nr. 4, Lcbercirrhose. — Andreas ProsiM, aufseher, 58 I., Hilschergasse Nr. 12, Tuberculose. Im Civilspitale: «?H Den 16. April. Melchior Hämgmann. Sp"s, ,^ ?ktli7«j8 pulmouum. — Johanna Wrablovic. Paraph" Gattin, 51 I. (Polanastrahe Nr. 42), Meteorologische ° -l «z u . -- ß - ^ W l; z -z ^ 7U.Mg. 741-96 4. 6 0 O. schwach >«" ^ 20. 2 . N. 740-^6 ^17 2 O, schwach heit" , 0 . Ab. 739 68 4.9« O. schwach ^'^es^ Herrlicher, fast wolkenloser Tag. kühl. Da« ^"« , bei Wärme -j- 109", um 14° über dem Normale. ^^ VerantworUlch« Redacteur: ottomarV»'" j