Schrislltilusg: «ath«Sgasse Hr. 5. X«bMra Ri. ti, tettramc. 6 He »Hanfe: XaqlU (Mt b Titf> G. »»,«, *IMM. v»«i« fi».»«»>« xe.it- d,"iw»gei Vit« tu fiit ttvsjrt . . . K »'M *»mK».... k « <« •«tojätrt j. . . . K Itn» |W« «tlll «tu scftcS»»» t»< $aal - W-Mtttit . . . . Z V — WntdtStlug . . K J — £tu-i«xie . . . . E »— »stwüiWa . . .» 1» — Mit* »-«>«,» nWV« fi« *» am WootKi'» tla«clritst, stieß ihn jede Rauheit ab und über die ge-ringste. ihm oder anderen zugefügte Ungerechtigkeit konnte er außer sich geraten. Als einziger Sohn re cher Eltern wurde er viel beneidet und war doch, ach, so unglücklich. Nach Be-endigung seiner Rechtsstudien hatte er sich ganz von der Welt zurückgezogen und lebte in seinem luxuriös ausgestatteten Elternhaus« als menschenscheuer Ein-siebter nur seinen Büchern und dem Segelsporte. So hatte er denn auch gelegentlich einer Segel-Partie Charlotte Noell, eine junge Malerin, kennen gelernt. Mächtig von ihr angezogen, hatte er sie um ein Wiedersehen gebeten. Es war gewährt worden, und bald hatte er sich leidenschaftlich in die Künst-lerin verliebt, zu seinem Unheil. Charlotte war eine Regierung selbst verlegt würden und daher an die Stelle der Arbeitsunfähigkeit des Parlamentes, die Arbeitsunfähigkeit der Regierung treten müßte. Denn mit dem einen Umstände müssen die Staatlenker denn doch nun einmal rechnen, daß nach den vielen Ent° täuschungen, welche die Deutschen in diesem Staate erlebt haben, sie zu einem national-selbstlosen Za-Sagen, zu einer weitere» nationalen Entsagung nicht mehr zu haben sein werden, weil die Wählerschaft so etwas nicht mehr dulden wird. Es ist vorläufig die Bildung eines Beamten-Ministeriums nach der alten österreichischen Berle-g-nhkitssormkl geplant und ein solches Ministerium wird wohl auch von längerer Dauer sei». .Der Weltkrieg. Gegen Rußland und Rumänien. Die Berichte des österreichischen G e u e r a l st a b e S. ZI. Juni. Amtlich wird verlautbart: In ein-zeliien Ablchnitten der aalizisch wolhyiiischen Front bat die feindliche Artillerietätigkcit bei Mitwirkung schwerer Kaliber sichtlich zugenommen. Auch die Flug-tätigkeit war hier lebbaster. 22. Juli. I» Galizien dauert die gesteigerte Feuertätigkeit an. Die Berichte der Deutschen Obersten Heeresleitung. 21. Juni. Amtlich wird verlautbart: BeiLnck. an der Zlota Lipa, an der Narajowka und südlich des Dnjestr war die russische Artillerie und entspre-chend die unsere tätiger als in letzter Zeit. Streif, abteilungen der Russen wurden an mehreren Stellen verjagt. 22. Juni. Wieder war bei Smorgon. westlich von Luck, an der Bahn Zloczow—Talnopol und an der Narajowka die Gesechtstätigkeit lebhast. kapriziöse Natur, die mit dem hübschen, etwas ele-gisch angthauchten Felix spielte wie die Katze mit der Maus. Die geringste Gunstbezeuuung, die Felix in den siebenten Himmel versetzte, wurde durch wo-chenlange, grausame Behandlung, sie gestattete ihm dann kaum einen Kuß auf den Handschuh ihrer kleinen, zierlichen Hand, mehr als ausgehoben. Dabei war sie anderen gegenüber durchaus nicht spröde. Hatte Felix doch zu seiner unsäglichen Oual bei einem Künstlerseste mit ansehen müssen, wie Char-lotte einem jungen Bildhauer, der ein Lied meist«, hast vorgetragen, vor aller Wett um den Hals ge-fallen war und ihn abgeküßt hatte. Da hatte er sich auch von ihr losreißen wollen, zu tief aber war er bereits in die Netze der Sirene verstrickt, ein freundlicher Blick auS ihren nacht' schwarzen Augen genügte, ihn sofort zu ihren Füßen zurückzuführen. Die ständig wechselnde Hoffnung und Furcht hatte zerrüttend aus sein Nervensystem gewirlt, er war nur noch ein Schatten seiner selbst. Den dringenden Rat seines alten Hausarztes, ein Seebad zu besuchen, hätte er wohl kaum be-solgt, wenn nicht Charlotte Noell scho» sei, einigen Tagen in dem ihm vom Arzt« e psohlenen Bade geweilt hätte. Mit magischer Gewalt hatte eS ihn ihr nach, gezogen, vielleicht gelang es ihm hier, sein Glück zu erringen. Der Krieg gegen Italien. 20. Juni. Amtlich wird verlautbart: Nach 24stündiger Artillerievorbereitung setzte gestern srich aus der Hochfläche der Sieben Gemeinden der italie-niiche Jnsanterieangriff ein, der namentlich am Nord-flügel im Bereiche des Monte Forno und de» Grenz, lammcs mit großem Kraltausgebot geführt wir». Un-fere Truppen brachten alle Anstürme des Feindes in siegreicher Abwehr zum Scheitern. Cin örtlicher Er-solg. der den Italienern im Gebiete der Cima Dicci einige hundert Schritte Raumgewinn eintrug, wurde durch Gegenangriff zum größten Teile wieder wett-gemacht. 21. Juni. Auf der Hochfläche der Sieben Ge» meinden verlief der «rficicc Tag ruhiger. Die Kämpfe in diesem Gebiete brachten uns seit dem 10. Juni 16 Offiziere, 650 Mann und 7 Maschinengewehre ei». Im Colbricongebiet erfolgreiche Handgranaten-kämpfe. Sturmabteilungen haben im Vorfeld« der Lagzuoi-Ztellung die Besetzung eines SprengtrichterS durch den Fe nd verhindert. Aus der Karsthochpäche wurden kleinere feindliche Unternehmungen abgewiesen. Der Ches des GeneralstabeS. Gegen Frankreich und England. Die Berichte der deutschen Obersten Heeresleitung. 20. Juni. Amtlich wird verlautbart: HeereL« gruppe des Kronprinzen Rupprecht. Zwischen Dser und Lys nahm besonders am Abend der Artillerie» kamps in einzelnen Abschnitten große Heftigkeit an. Auch vom La-Baffee-Kanal bis zur Scarp« war zeitweise die Feuertätigkeit lebhaft. Südwestlich von Lens griffen die Engländer auf dem Norduser de« souchezbaches an. Aus den Flügel»! wurden sie ab» gewiesen; in der Mitte gelang ihnen ein Einbruch in unsere vorderen Gräben. Durch kräftigen Gegen-stoß wurde verhindert, daß schnell nachgezogene eng-lische Kräfte ihre Ersolge erweiterten. Im Borfelde unserer Stellungen nördlich von Saint Onentin kam es zu Zusammenstößen unserer Posten mit englischen Strelfablnlungen, die in unserem Feuer weichen mußten. Heeresgruppe des Kronprinzen. Längs der Ein herrlicher Juliabend lag über der See. In einer der am Strande lagernden Gruppen be-herrschte «ine hochgewachsene Dame mit klassifch.ed-len Zügen und prachtvollem schwarzen Haar die Unterhaltung, «ie hatte sich in nachlässig bequemer Haltung an einer Düne niedergelegt und weithin schallte ihr silberhelles Lachen. Um sie hatten sich im Kreise gelagert Männlein und Weiblein, zumei« junge Künstler. Auch Felix befand sich unter ihnen. Er hatte sich dicht an CharlotteS Seite gelagert, sie und keine «ndere war der Mittelpunkt des Kreise», und be-trachtete sie mit brennenden Blicken. Ein reichlich genossener Wein hatte ihn kühn gemacht; als eine Pause in der Unterhaltung eintrat, schob er fich dichter an Sie heran und flüsterte ihr mit bebender Stimme zu: „Charlotte, wann weiden Sie endlich diese» grauenhafte Spiel enden? Sie wissen, daß ich nur sür sie lebe, weshalb erhören Sie mich nicht end. Uch? Ich bin reich, unabhängig und kann Ihnen eine glänzende, sorgenfreie Existenz bieten. Warum wollen Sie nicht mein angebetetes Weib werden? Wenn Sie noch eine» Rest von Mitgefühl haben, erbarmen Sie sich. Ich kann die» Leben nicht län-per ertragen. Gestern gaben Sie mir durch Ihre Freundlichkeit Hoffnung und heute stürzen Sie mich durch unnahbare Kälte wieder in Verzweiflung, wol-len Sie wich töten ? Er hatte in höchster Erregung, mit fliegendem Seite 2 AiSne nur stellenweise auflebendes Geschützfeuer. In der westlichen Champagne wurde durch kräftigen Gegenangriff eines märkischen Regiments der größte Teil des Geländes zurückgewonnen, das am 13. Juni südwestlich deS HochbergeS an die Franzosen verloren zegangen war. 21. Juni. Heeresgruppe Kronprinz Rupprech». La Flandern und im Artois war erst abendS bei besserer Sicht der Artilleriekamps aus breiter Front lebhaft. Er hielt stellenweise auch nach Dunkelwer» den an. Nahe der Küste wurde durch nächtlichen Ucbersall eine Anzahl Engländer als Gefangene ein-gebracht. Bei ^>ooge östlich von Apern sind gestern und heute früh starke englische ErtundungSstöße abgewiesen worden. Auch bei VermelltS und LooS schlugen Unternehmungen deS FeindeS fehl. Heeresgruppe des deutschen Kronprinz»«. Bei Vouxaillon nördlich von Soissons stürmten gestern nach kurzer starker Minenvorbereitung Kompanien einiger aus Rheinländern, Hannoveranern und Braun-schweigen, bestehender Regimenter die srar.zösische Stellung in 1500 Meter Breite. Der durch bewährte Sturmtrupps, Artillerie und Fl eger gut unterstützte Einbruch in die feindliche Linie erfolgte für den Gegner vollkommen überraschend. Einige Sturm, gruppen drangen durch die Annäheru.igSwege bis zu den Reserven vor und machten auch dort Gefangene. Die blutigen Verluste des FeindeS sind schwer. Ueber 160 Gefangene und 16 Maschinengewehre wurden zurückgebracht, einige Minenwerfer gesprengt. In den gewonnenen Gräben sino tagsüber heftige Ge» geuangnsfe der Franzosen abgewehrt worden. Mit starkem WirkungSfeuer bereitete der Feind nordwest-lich deS Gehöftes Hurtebise ein Unternehmen vor, dessen Durchführung in unserem Vernichtungsfeuer unterblieb. Auf dem westlichen Suippesuser war abends die Feuertätigkeit sehr lebhast. In der Ost-champagne und am Westrande der Argonnen Hollen unsere Stoßtrupp» mehrere Gesangene aus den fran-zöstfchen Linien. 22. Juni. Heeresgruppe deS Kronprinzen Rup-precht. Bon Hpern bis ArmentiercS abends und nachtS in einigen Abschnitten sehr rege Feuertätigkeit. Eng-lische Vorstöße nordwestlich vo > Warneion und öst« lich von Houpl nes wurden zurückgewiesen. Zwischen La-Bassee-Kanal und Sensee-Bach war zeitweilig das Feuer lebhaft. Ein Angriff der Engländer, der ge-stem morgens südwestlich von LenS einsetzte, scheiterte verlustreich im Feuer. Heeresgruppe des Kronprinzen. Mit großer Hartnäckigkeit suchten die Franzosen die bei Bau« xaillon verlorene Stellung zurückz, erobern. Gestern vormittags griffen sie nach starkem Feuer viermal unter Einsatz frischer Kräfte an. Nach zähem Nah--kämpfe verdrängten sie unsere Truvpen aus einem Teile der Graben nordöstlich von Banxaillon. Die weiter südlich angesetzten Angriffe halten keinen Er-folg. Der Feind erlitt hier durch unsere Abwehr hohe Verluste. Rege Kampftätigkeit herrschte in der west- Atem gesprochen. Angstvoll hafteten seine Augen aus dem schönen Gesichte der Künstlerin. Einen Augenblick zuckte eS darin wie Rührung Schon hob Charlotte die Hand, um sie Felir ent-zegenzustrecken, da lachten die anderen über eincn der gewagten Scherze der Malers Klincker und vorbei war eS mit der weichen Regung. Ein harter, spöt-tischer Zug legte sich um Charlottens Mund, als sie erwiderte: «Ich gestatte Ihnen, Herr Prerow, allzeit mein getreuster platonischer Verehrer zu bleiben, diese Rolle liegt Ihnen am besten. Ihr Ideal will ich gern sein, Ihre Frau niemals! Ich mit meinem leichten Künstlerblut und Sie mit Ihrem schwerfäl-ligen Ernste, der alle Dinge auf die Goldwage legt, würden ein gar zu ungleiches Gespann abgeben, ich ärgerte Sie und Sie langweilten mich zu Tode. Und nun verschonen Sie mich!" &®ie wandte sich brüsk von ihm ab und erhob sich. — „Klincker, geben Sie mir Ihren Arm, wir wollen noch einen lustigen Spaziergang machen.' Der Maler sprang aus, sie hängie sich an sei-neu Arm und langsam gingen sie davon. Die Uebri-gen entfernten sich gleichfalls. Nur Felix blieb zu-rück. Er vermochte kaum noch zu denken. Diese rück-sichtSlose Absage hatte ihn in tiefster Seele getrof-fen. Bon fern schallte das helle Lachen der ausgelassenen Künstlerschar herüber, vielleicht spottete man über ihn, den sentimentalen Träumer. Er stöhnte tief und rauh auf wie ein tottvundeS Tier. Stiller und stiller wurde es am Strande. Noch immer aber lag Felix Prerow bewegungslos und Deutsche Macht lichen Champagne. Morgens griffen die Franzosen am Sattel östlich des Cornillet an und drangen in unsere Linien. Ein Gegenstoß vtrhinderte sie, den errungenen Borteil auszubauen. Abends brachen un-sere Stoßtrupps nordöstlich von Prunay und süd» westlich von Nauroy in die fran ösifchen Gräben ein und holten 30 Gefangene und Beutestücke zurück. Am Poehlberge südöstlich von MoronvillierS gelang ein sorgsam vorbereiteter Angriff in vollem Umfange. Teile von Thüringischen und Altenburger Regimentern nahmen nach kurzem Fcuerübersalle die seind-liche Stellung in 400 Meter Breite. Ueber 100 Gefangene wurden eingebracht. Während der Nacht fetzte der Gegner zu heftigen Gegenangriffen an, die ihm nur unwesentlichen Gewinn brachten. Der Seekrieg. 26.000 Tonnen neue U - Bootbeute. 1. Durch die Tätigkeit unserer U Boote sind in den nördlichen Sperrgebieten neuerdings 26.000 Bruttoregistertonnen versenkt worden. 2. Eines unserer im Mittelmeere operierenden Unterseeboote (Kommandant Oberleutnant zur See Klatt) verserkte am 13. d. nacht« südlich der Straße von Meffina einen unbekannten bewaffneten Damp-ser von 4000 Tonnen und griff am 15. d. noch in derselben Gegend zwei staik gesicherte feindliche Ge-leitzüge an. In einem Zeiträume von anderthalb Stunden wurden aus dem einen Geleitzuge, der aus drei Dampfern bestand, die beiden größten von 6000 Tonnen und 4000 Tonnen und aus dem anderen zwei Dampfer, der größere von 5000 Tonnen, ad-geschossen. Alle versenkten Schiffe waren auffallend tief beladen. Der Chef des Gencralstabcs der Marine. Die „Eroberung" Thessaliens. (Französischer Orientberich«.) In Thessalien erreichten unsere Truppen den Furkapaß im Othrys-Gebirge an der Südgrenze von Thessalien. Sie halten wichtige Plätze besetzt. Eine beträchtliche Menge an Waffen und Munition wurde ihnen von der Bevölkerung ausgehändigt. Am südlichen Balkan. Die Berichte der Deutschen Obersten Heeresleitung. 2l. Juni. Mazedonische Front. In der Struma-niederung endeten Gefechte bulgarischer Posten mit englischen Kompanien und Schwadronen mit Zurück-gehen des Gegners. Der Bericht des bulgarischen G e n e r a l st a b e S. 19. Juni. Mazedonische Front. Im Norden von Bitolja Artillerietätigkeit. Zwischen dem But-kovo- und Tahinosee Patrouillengeplänkel. Längs des linken Strumaufers Patrouülenzusammenstöße und aus der übrigen Front schwache Artillerietätigkeit. 21. Juni. Mazedonische Front. Nördlich von starrte aus die See hinaus, auf deren Oberfläche der Nachtwind zierliche weiße Schaumkronen hervor-rief. — Endlich erhob er sich und ging mit schwanken-den Schritten, einem Trunkenen gleich, davon. Aus seinem bleichen, schmerzverzerrtem Gesicht aber la-gerte ein fester Entschluß. Nach kurzer Wanderung hatte er ein Gehölz erreicht. Bei einer kleinen Bank am Fuße eines stattlichen Baumes matte er hall. Hier hatte er ge» stern mit Charlotte gesessen. Freundlich hatte sie ihm zugehört, ja sogar gedulde», daß er ihre Hand eine zeillang in der seinen halten durste. Da hatte er noch Hoffnung gehabt. Unv heute? — Nun war alles, alles aus, da» stand ihm mit grausamer Deutlichkeit vor der Seele. „Ich verstehe die Welt nicht und die Welt ver-steht mich nicht, es ist dos beste, ich mache ein Ende." — Die Itarre Ruhe der höchsten Verzweiflung war über ihn gekommen. Mit sester Hand zog er einen kleinen Revolver aus dc? Tasche. . . . Ein kurzer, scharfer Knall. . . Ks war getan. Der Kopf deS Toten war an die Rücklehne der Bank gesunken und der Mond beleuchtete die im Tode friedlich gewordenen Züge des freiwillig aus dem Leben Geschiedenen. Im Kurhause des Bades aber ging es zu der- ' selben Z?it hoch firr. Der Sekt floß in Strömen. Man feierte die Verlobung Charlotte Noclls mir dem Maler Klincker . . . Nummer 60 Bitolja heftige? Wirbelfeuer der feindlichen Artil-lerie. Im Cernabogen drang eine unserer Erkun-dungSabteilungen in die feindlichen Galten und holte aus denselben italienische Gefangene. Oestlich der Cerna heftiges Arlilleriefeuer. In der Mogleua-gegend wurden mehrere feindliche ErkundungSabtei-wogen abgewiesen. Südlich von Bulkovo nahmen unsere Patrouillen 12 Engländer gefangen. Am linken Strumaufer lebhafte Gefechte zwischen Erkun-dungSabteilungen. Aus der ganzen Front Flieger-tätigkeit. Zwei feindliche Flugzeuge wurden nach Lus'.kamps tn der Gegend von Bitolja abgeschafft». Der Chef des GeneralstabeS, Der Krieg der Türkei. Die Berichte deS türkischen Haupt» quartier S. 19. Juni. Kaukasussront. Am linken Flügtl wurde «in Uebersall. welchen der Feind in der Stärke von fünf Mann versuchte, abgeschlagen. Sinaifront. Am rechten Flügel zeitweise Artil-leriefeuer. N.eue U- Bootersolge. Neue U Booterfolge im englischen Kanal wer-den mit 31.000 Bruttoregistertonnen gemeldet. Un tcr den versenkten Schiffe» befanden sich unter an-derem der tiefbeladene englische, früher deutsche. Dampfer „Wega" und ein beladen« englischer Dampfer von der Größe und dem Aussehe» des „Knight Companon" (7^41 Bruttoregistertonnen). Flottenkommando. Aus Stadt Hilft Tand. Cillier Gemeinderat. Zu Beginn der am 22. Juni stattgefundenen Sitzung des GemeindeauSfchllffcS verlas der Bor-sitzende Bürgermeister Dr. von Jabornegg eine Zu-schrist des Stadtamtes Pcitau, in der diese gegen die seitens der Statthalter» angeordnete Monopolisierung des Eierhandels Stellung nimmt. Es wer, den in dieser Eingabe eingehend die Nachteile, die durch die Monopolisierung für die Konsumenten her-beigeführt werden, erörtert und betont, daß nunmehr die Eier für den Konsumenten nicht nur teurer zu stehen kommen wie srüher, sondern auch vom Markte fast gänzlich verschwunden sind, so daß bereits ein empfindlicher Mangel an Eiern bestehe. Auch sei es nicht grrechlsertigl. daß am Lande für die Eier oer gleich: Preis bezahlt werden soll, wie in Graz. Ferner lei nicht einzusehen, warum von der bishe-rigen Art der Sammlung von Eiern Abstand ge-nvmmen wurde, da doch bisher die Eier billige? aus dem Beziike geliefert wurden, wie infolge der Monopolisierung. DaS Stadtamt Pettau schlägt eine andere Art der Monopolisierung des Eierhandels vor, die durch die politischen Behörden ersolgen mußte, und wünscht eine gleiche Stellungnahme in dieser Angelegenheit seitens der Stadt Cilli. Räch-dem der Bürgermeister seine Ausführungen geschlos-sen hatte, ergriff Prosessor Otto Eichler das Wort iind stellte den Antrag, im Sinne der Eingabe des Stadtamtes Pettau gleichfalls gegen die für die Be-völkerung nachteilige Monopolisierung des Eierhan-dels Stellung zu nehmen. Zur Tagesordnung übergehend berichtete Dr. August Schui bi über Heimatsrechtansuchen. Das Ansuchen der Maria Mlinaric wurde abgewiesen, da sie noch Erlangung des Anspruches der Ausnahme in den Hcimatsverband die Stadt Cilli verlassen und eilt »ach Ablauf von mehr als zwei Jahren nm die Ausnahme angesucht habe, so daß der An-fpi'uch ve> wirkt worden war. Dem Ansuchen der Amalie Podivinski wurde stattgegeben. gür den UnterrichtSauSschuß berichtete Regie-rungsrat KlemenS Prost über eine Eingabe der Steiermüiknchen Landesstelle des Militär-Witwen-und WaijenfondeS wegen Errichtung eines Jugend-fchutzamtcs Nach Erörterung des Gegenstandes wurde beschlossen, zuerst Erhebungen über die An-zahl d>r 'chutzdedürstigen Kinder in der Stadt Cilli zu pfl.'gc» und dann erst in diesen Gegenstand näher ein u^ehen. Ueber den Antrag des KirchenbauauSschusseS wegen N i au der Maiienkirche e>stattete der Bür-gcrmnstn Selbst einen ausführlichen Bericht, in dem er die v chiedenen in der Bevölkerung üder diese Frage bl ü henden Ansichten und Borschläge vor» drach'e. '' h einer längeren Wechkelrede wurde be-fi loffcn, fui hinsichtlich dieses Gcg^nstaiidiS zuerst mit dem -taatsdenkmalamte und Ordinariate ins Einverne! nur y ' Nummer 50 Ucbn Antrag des Direktors Othmar Praschak würd« b«schlosfen, dem Ansuchen deS Pflastermeisters bet Otto um Erhöhung der Preise für die Straßen-und PflasternngSarbeittn stanzugebrn. Der Antrag aus SchlSgerung von Kastanien-bäumen am Laisberge wurde zum Zwecke der Ueber-Weisung an den Waldaussichtsausschuß vertag». Für den Finanzausschuß benchiet« Steuerver-Walter Wilhelm Klemcnlschitsch und erörterte ein-gehend die Frage der Bcwilliguug einer erhöhten Teuerungszulage für die städtischen Beamten und Angestellten. SÜmiliche Redner gaben ihrer Meinung dahin Ausdruck, daß die Bewilligung der Teuerungszulage mit Rücksicht auf die herrschenden Verhält-«isse unbedingt notwendig sei, worcuf einstimmig beschloßen wurde, die e, höhte Teuerungszulage zu-zuerkennen. Zur Bedeckung wurde eine Zinsheller-erhöhung von 2 v. H. beschlossen. GA. Fritz Rasch berichiete im Namen deS Ge-weibeausschufses über das Ansuchen der Firma Rrininghaus um Verleihung einer Gasthauskcnzes-fion, sowie über eine Borittllnrig deS Gastwirtes Franz »on Bacho wegen Erweiterung der Konzes-sion zum AuSschanke und Sleinverschleiße von ge» brannten geistigen Getränken. In beiven Fällen wurde sür die angestrebten GasthauSkonzrssionen mit Ausschluß der Berechtigung zum Ausfchank« und Kleinverschleiße von gebrannten geistigen Getränken der Lokalbedarf ausgesprochen. Der Antrag deS Kriegsfliichllingsaneschusfes um Eintritt emeS Gemeindeausschusses in denselben wurde vertagt. Nach Vortrag des Voranschlages der Landes-bürgerlchule für das Jahr 1917/18 durch den Bericht« staiter Wilhelm Kicmenljchitsch wurde der Lehrmittelbeitrag von 600 K bewilligt. Schließlich berichtete Wilhelm Llementschitsch über das Ansuchen des Leiters des städtisch«» Elek-trizitätSwerkes Peter Koch um käufliche Urberlassung des Hauses Schulgasse Nr. 5. Nach eingehender Besprechung dieses Gegenstandes wurde das Saus-anbot abgelehnt und beschlossen, dem Peter Koch eventuell daS neuerliche Ansuchen um Verpachtung dieser Besitzung freizustellen. Der ösfemlichen Sitzung folgte eine vertraulich«. Vom Gerichtsdienste. Der Kaiser hat den Oberlandeegcrichtsräten Alsons Gallinger in Cilli und Dr. Jakob Tcplak in Laibach anläßlich der er-belenen Versetzung in den dauernden Ruhestand den Orden der ©-.lernen Krone 3. Klasse verliehen. Dom Finanzdienste. Der Finanzminister hat ten Finanzs:kr«lär in Marburg, Herrn Dokior Ferdinand Oplustil zum Finanzral sür den Bereich der kustenländischen Finanzdireklion ernannt. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-lag findet in der ChristuSkrrche um 9 Uhr vormit-tagS sin Kindergotiesdienst, um 10 Uhr ein öffentlicher Gcweindeg0!lkSdiul>t stait. Spenden für den Roten kreuztag. Der Zahntechniker Em. Gust. Hoppe sandte aus dem Felde eine Spende von 10 K. Schwimmunterricht. Am 1. Juli wird m,t dem Schwimmunlerricht im städtischen Frauenbad« b«gonnen. Anmeldungen nimmt d«r städtische Ver-walier Herr Peter Derganz entgegen. Städtische Lichtspielbühne Wochenspiel-plan: Samstag, den 23. und Souniag den 24. d. „Sabina", ein herrliches Tranmipiel in drei Akten mit der berühmten Künstlerin Rüa Sachctto in der Hauptrolle. — Montag, den 25. und Dienstag, den 26. d.: „Der Welt entflohen-, ein Drama in vier Akten mit der berühmten Künstlerin Hesparia in der Hauptrolle. „Telephon als Scheidungsgrund", ein Lustspiel mit großem Ersolg. — Am Donnerstag, den 28. und Freitag. d«n 29. d. Vorführung des großen Films „Die Marokko-Deutschen in der Ge-walt der Franzosen". Ein Dokument französischen Nationalhasses nach Aufzeichnungen deS deutschen Vizekonsul« Gustav Fock. Der Gedanke, das Schick-fal der Gefangenen im Film vo-zuführen, ist neu und wenn die Gefangenen in Feindesland befragt werden könnten, sie würden sicherlich ihre Zustim-mung zu der symbolischen Darstellung ihrer ihnen auserlegten Leiden geben, nicht um der ScnsationS-lust zu stöhnen oder die niedrigen Instinkte im Menschen zu wecken, sondern um die Oeffentlichkeit aufzuklären. Historisch gewordene Begebenheiten ha-den als Uinerlagen gedient. Das wahre Gesicht des französische» Volkes, in seinem alle Kultur versie-genden Kriegslaumel, veranschaulicht uns dieses Filmwerk Orgien des satanischen HasseS sind eS, die hier wahrheitsgetreu am Auge des Beschauers vorüberziehen und ihn erschauern machen. Dem Hauptmann d. R. Langfeldt (im preuß. Kriegsmini« Deutsche Macht sterium) gebührt das Verdienst, zum erstenmale im Film das schmählichste Kapitel französischer Kriegs-führung aufgedeckt zu haben. Kinderhafernährmehl. DaS Stadiamt hat noch eine größere Menge deS ihm kürzlich zu-gekommenen Hafernährmehles für Kinder unter zwei Jahren abzugeben. Da »och seitens vieler Familien mit solchen Kindern kein Anspruch aus diescS Mehl erqobrn worden ist, wild auf das Vorhandensein dieses sür Kinder sehr nahrhaften Mehl«» ausmerk-sam gemacht Diese« Mehl gibt zum Beispiel in Milch eingekocht, eine ausgezeichnete Nahrung für die Kinder. Die Schlägeruug des Iosefiwaldes hat bereits begonnen. Aeste und Reisig werden jeden Sonntag um halb I I Uhr vormittags im Versteige« rungswege an den Meistbietenden abgegeben. Teuerungszulagen für Ruheständler. Das Finanzministerium hat den geringere Ruhe-genüsse beziehenden ZivilstaatSbediensteten, deren Wit-wen und Waisen für die Zeit vom 1. Juni bis Ende Dezember 1917 einen außerordentlichen Zuschuß zu der ihnen sür 1917 zukommenden Aushilse gewährt. Wenn di?ser Rnhegenuß 4060 K nicht übersteigt, beträgt er (auch bei Unterbeamten, Maunschastsper-sonen der Finanz. Gendarmerie, Gesangcn>(Ober) Aufsehern, AuShilsSdienern udgl.) 160 K. bei deren Witwen mit einer Witwenpension bis einschließlich 3u00 K 80 K, sür elternlos« Beamlenwaisen 60 K. für vaterlose Beamtenwaisen 40 ff. Der dadurch einstehende Aufwand dürfte rund 19 Millionen Kronen betragen. Abg. Dr. Schreiner für die deutschen Postler Reichsralsabgeordneier Dr. G. Schreiner hat an den ReichSbund deutscher Postler Oesterreichs folgendes Schreiben gerichtet: „Die Vollendung mei-nes 70. Lebensjahres gibt mir willkommene Veran-lassung Ihres auf nationalem und wirtschaftlichem Gebiete so segensreichen Vereines auch mit einer kleinen Spende zu gedenken, indem ich Ihnen durch die deutsche Agra>ba»k Prag 5uO K österreichische Kriegsanleihe zusenden lasse. Ich bitte, darin eine Anerkennung von meiner Seite für Ihr uncrmüdettS und erfolgreiches Wirten auf dem Gebiete der na> tionalen Organisation unserer deutschen Postler und die Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage, zugleich aber auch einen Ansporn zu weiterer erhöhter Tälig-keil zu erblicken. Mein« herzlichste Teilnahm« n ird Sie dabei stets voll und ganz begleiten. Mit Gruß und Handschlag, Dr. Schreiner." Mahnahmen wegen der Dürre. In. folge der außerordentlichen Dürre der letzten Wochen haben viele Saairn von Mais und Kartoffeln, viel-leicht auch von Sommergetreide derart gelitten, daß deren Umbau notwendig wird. Um ein Brachliegen der betreffenden Grundstück« zu vermeiden, wird empfohlen, Buchweizen (Huben), Stoppclrübkn, Mai» rübeu, (deren Anbau bis Mitte Juli noch möglich ist), Funermöhren und Karotten anzubauen. Buchweizen ist vo» auswärts leider nicht zn beziehen, daher mußte zur Sicherung der Saa«en der noch auf den Mühlen lagernde Buchweize' unter der Bedin-gung feines Austausches gegen Roggen in gleicher Meng« beschlagnahmt werden. Die Besitzer dieses Buchweizens erhallen vollen Ersatz in dem gewiß höherwenigen Roggen. ES wolle darum jede Menge verfügbaren Buchweizens sowie der Bedari an Saat» yut der Ersatzflüchte beim zuständigen Bezilksernte-kommissär angemeldet werden, damit dieser den in Aussicht gestellten Austausch gegen Roggen einleiten und die Stoppelrüben, Mairüden-, Fuilermöhren-, Karottenfamen blattet. Feldpostbrief eines deutschen Lehrers. Der Lehrer Franz Schneider der deutschen Volks-schule in Hrastnigg schrieb aus einem Feldipital an eine Familie in Hraünigg nachstehenden Feldpostbrief, der so recht den Geist unserer braven Truppen keun-zeichnet. Er schreibt: Nun fühle ich wieder Blu> in meinen Adern and die alle Krafl auss Neue aus-leben. Wars ein Traum oder war die Wirklichkeit so kurz, deß mir heute das Geschehnis so phantastisch vorschwebt? Ganz kurz will ich Ihnen erzählen: Unsere Brigade erreichie in Eilmärschen, die über den Ternovaner Wald führten, den Gefechtsbereich dcs M. Gabriele und M. Santo. Ich machie Be-such beim Cillier Hausregiment, traf Herrn Erdlen und eS gab zwei recht froh« Tag«. Nachdem ich von einem hohen Punkte aus die Schrecknisse d«S 23. Mai beobachtet hatte, nagt« in meinem Herzen die Sehn-sucht, dem Gegner mit ebensolcher Wucht einmal bei* zukommen. Lange sollte eS nicht dauern. So schnell wir vom Plateau gekommen, so schnell waren wir wieder zurück. Ganz müde und abgehetzt trafen wir bei Medeazza an und bezogen eine lange Linie, bestehend ans einem niedrigen Steinriegel. Die Stel- Dm« 5 lung vor uns, vom Feinde stark besetz», war wahrend der 10. Ossensiv« verloren gegangen. UnSwar es klar, daß hier etwas geschehen mußt«. Endlich, der 4. Juni bracht« Erlösung. Dir Stellung muß im Sturm zurückerobert werden. DieS war die Losung. Es beteiligten sich daran mehrere Regimenter. Wir hatten lmks von uns die Bosniaken, herrliche Burschen! Ein« kurz« Artillerievorbereitung — und 4 Uh>- 40 Min. früh schlichen wir wie Indianer gegen den Feind. Ein mörderisches Zeuer empfing uns, aber wir drängten immer weiter. Vorstellungen waren überrannt. Jetzt galt es noch, die Hau»tftel» lung zu nehmen. Wir Offiziere voran, die Mannschaft nach und binnen einer Vicrlelstundc hatten wir die Stellung in unserer Hand und zählten einige Tausend Gesängen?. Ich, nicht zufrieden, stürmte mit einigen Leuten die Straße gegen Monfaleone weiter, bis mich «ine teindlich« Kugel zu Boden streckte. Sie hatte mir die rechte Brust durchbohrt. Heule denke ich mit Stolz an diesen meinen Ehrentag und danke dem Himmel, daß er mir Rache an dem schus. ligen Gegner nehmen ließ Termine zur Einzahlung der direk ten Steuern im dritten Vierteljahre 1SI7. Von der Grundsteuer, Hausklafsernieuer und Haus-zinssteucr, sowie von der fünsprozen igen Sleuer vom Zinsertrage der aus dem Titel der Baufüh-ung ganz oder teilweise zinssteuerfreien G«bäude sind fällig und zahlbar: die 7. Monatsrate am 31. Juli, die 8. Monatsrate am 31. August, die 9. Monatsrate am 30. September. Von der allgemeinen Erwerb-steuer und Erwerbstener der rechnunzSpflichligen Uu-ternehmungen die dritte Vierteljahrsraie am I.Juli. Kupfervitriol zu haben. Das Stadtamt verfügt noch über eine gröger« Meng« von Äupser» vitriol. Wer noch einen Bedarf Hai, mög« sich sosort im Stadtaml« melden, damit der vorhandene Bor-rat ehestens zur Verteilung gelangt. Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit dikseS Artikels für die Weingar. lcnbesitzrr und mit Rücksicht auf die Schwierigkeit der B00 K, wodurch dem Genannten auch hinsichtlich der Fortsetzung dcS MühlenbetriebeS ein bedeutender Schaden entstanden ist. Von den Tätern fehlt jede Spur. Mit der Hand zwischen Zahnräder geraten. Am 15. Juni vegab jlch der sechsjährige Besitzerssohtt Adolf Ahtik zur Forsthosmühle in Möllag bei Cilli. Dort spielte der Knabe derart unvorsichtig, daß er mit der Hand zwischen zwei Zahnräder geriet. Die Hand wurde gänzlich zer-quetscht. In schwer verletztem Zustande wurde der Knabe in das hiesige Krankenhaus gebracht. Ein Rinderdieb. Am 14. Juni verkaufte der in Prischlin in Kroatien wohnhafte Keuschler Joses Potraski dem in Takatschewo wohnhaften Be-sitzerSsohne Friedrich Ogrizek eine Kalbin und ein Oechscl aus dem Viehmarlte >n Krapina. Die Gen-darmerie schöpfte sofort Verdacht über die Herkunft dieser und forderte PoiraSki zur Ausweisleistung auf. Dieser konnte über die von ihm aus den Markt gebrachten Rinder keine befriedigende Antwort geben, verwickelte sich vielmehr in Widersprüche, »o daß sich die Gendarmerie veranlaßt sah, ihn festzunch-men und die Rinder in Gemeindeversorgung zu ge-den. Potraski dürfte die Rinder gestohlen und sofort auf den Markt gebracht habe». Bei ihm wurde auch ein großer Geldbetrag gefunden. Deutsche »iltcrstützct eure Schiitzvcreiiic! Nuchßauütung Urik Hafdt "ÄT :: Willi: RathanS «asse 1 Schrifttum. Mir? oder Mich? Leitfaden zum Gebrauch der Fürwörter. Ein Lehr' und Uebungsbuch für den Selbstunterricht. Gemeinfaßlich bearbeitet von R.Ernst. — Perlag von L. Schwarz u. Komp., Be lin W. 14, Dresdenerstraße 80. Preis 1.25 M. Wer die Für-»örter „mir oder mich. Dir oder Dich, Ihnen oder Sie, ihm oder ihn, dem oder den usw." falsch an« wendet, oder überhaupt den dritten und vierten Fall verwechselt, wird mit Recht al« ungebildeter Mensch gelten, der mit der deutschen Sprache aus dem Kriegsfuße steht. Durch ein einziges falsches „Mich", ein unrichtiges „Sie" oder „Ihnen", fetzt man sich der Gefahr aus, verlacht, oder in seinem Fortkommen behindert zu werden. — Allen, die sich bewußt sind, falsch zu sprechen und zu schreiben, biet.t daS Buch Gelegenheit, ihre Bildung zu vervollständigen, und außer vielem Anderen den richtigen Gebrauch der Fälle mühelos zu erlernen. Es ist auch Eltern zum Gebrauch in der Familie wohl zu empfehlen. Eingesendet. von der Direktion der Knaben-Bürger schule in Marburg a. D Einjähriger LehrkurS (4 Bürgerschulklafse.) Die Direktion macht die Absolventen der dritten Bürgerschulklasse ans den einjährigen Lehrkurs an der Knabenbürgerschule in Marburg o. D. aus-merksam. Zn diesem Kurse wird der Unterricht der Bür* gerschule eingehend wiederholt und verliest. Außerdem wird den Schülern Gelegenheit geboten. Slowenisch und Französisch zu lernen. Das Zeugnis über den einjährigen LehrkurS berechtigt zum Eintritt in höhere Gewerbeschulen, Handelsakademien und verschiedene Fachschulen, es ermöglicht den Eintritt in eine Kadeltenschule und ist tie beste Vorbereitung sür diq Lehrerbildung-!-anstatt. Die Direktion ist bemüht, geeignete Kostplätze für auswärtige Schüler zu besorgen. Schüler, welche die 3. Bürgersckulklosfe mit günstigem Erfolge besucht und das 14. Lebensjahr erreicht haben, werden ohne Ausnahmsprüfuug aus-genommen. DaS Schuljahr 1917/18 beginnt am I. Sep-tembcr 1917. Nähere Auskünste erteilt auch wäh-rend der Ferienzeit die Direktion. Direktion der Knabenbürgerschule >n Marburg, am 1. Jun i 1917. Viktor Philippek, Direktor. Sammelt iiiiiiiiiimitmiiiiinniiiiniiiiiMHiiiiiiiiiiiiiiiMiumiiiiiuuiiiiiiiii Kräuter IIMIIIlUHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIinillllllllllutllllllllllllHIIIIIIIIHIIIIIIUI Juli-Lieferung BRÜDER KUNZ WIEN XIX., 1'okornyga.HHC 7 bezahlen für gut getrocknet« Erdbeerhlätter.....K 4 — Brombeerblätter . . . . K 2*— Himbeerhlätter . . . . K 1*50 Kirschenblatter . . . . K 1-20 Welrhselblätter . . . . K 1*20 ltlhiselhliitter.....K 1*20 Stachelbeerhlfttter . . . K 1*20 Odermcnig......K 3 — Spitzwegerich.....K 1-20 Vogelknötericli.....K 1*20 Lindetiblätler.....K 120 Steinklee.......K 1*20 Psofleroiinzkraut . . . . K 1*20 Thymian.......K 1*50 per Kilo Ernte 1917 Traget bei zu den Erfordernissen des Vaterlandes. MATTONTS EINZIB IN SEINER ANALYTISCHEN BESCHAFFENHEIT. ■BESTF.5I AlTBEWÄHw FAMILIEN GETRÄNK 3t. 7834/1917. Kundmachung. Herr kaiserlicher Rat Wilhelm Taussig und Herr Jsidor Mautner haben zur Ehrung des Andenkens der im Kriege gefallenen oder an dessen Folgen ver-storbenen Angehörigen der k. k. Landwehr und des k. k Landsturmes einen Betrag von 160.000 Kronen Nominale der 3. österreichischen Kriegsanleihe samt Koupons vom 1. Juli 1917 dem k. k. Ministerium sür Landesverteidigung übergeben, damit gemäß ihrer Widmungsurkunde d. d. Wien, 11. Mai 1917, eine Stiftung errichtet werde. — Nachdem nun die Obligationen der dritten öfter-reichischen Kriegsanleihe bei der k. f. Postsparkasia in dcm bereits bestehenden Rentenbuche Nr. 23u49 namens der vom k. k. Ministerium sür Landesvertei-digung verwalteten Stiftungen und Fonds hinter-legt worden sind, so genehmigt das Ministerium für Landesverteidigung diese Stiftung und verpflichtet sich, für die ungeschmälerte Erhaltung des StiftungS-kapitals, als einen für immerwährende Zeiten un-antaübaren Fonds, Sorge zu tragen und die Stis» tnng nach dem Willen der Stifter im Sinne d«r nachfolgenden Bestimmungen zu verwalten: 1. Die Stiftung trägt den Namen „Zsidor Mautner und Wilbclm Taussig-Stiftung sür bedürf-tige Witwen und Waisen von Angehörtgen der k. k. Landwehr und des k. k. Landsturme«." 2. Aus den Erträgnissen deS Stistungsvermö-gen» sind alljährlich am 1. Jänner und 1. Juli z» belcilen: a) In erster Reihe die bedürftigen und unter-'stützungswürdigen Witwen und Waisen nach Ange< hörigen der k. T. Landwehr und des k. k. Land. sturmeS, die im gegenwärtigen Kriege gefallen oder an den Folgen einer Verwundung gestorben sind; b) in deren Ermanglung die bedürftigen un» unterstützungswürdigen Witwen und Waisen nach Angehörigen der k. k. Landwehr und des k. k Land, sturmes überhaupt, wobei Witwen und Waisen nach einem im Kriege gefallenen oder an den Folgen einer Verwundung gestorbenen Gatten, beziehungsweise stets den Vorzug vor anderen Bewerbern haben sollen. 3. Unter den ansprnchsberechtigten Witwen ge-nießen bei sonst gleichen Verhältnissen solche mit einer größeren Anzchl von Kindern den Vorzug. 4. Unter den Waisen genießen unter sonst glei-chen Verhältnissen die Doppelwaisen den Vorzug. X X X X X X X X X X X X X Die behördlich konzessionierte Vermittlung für Realitätenverkehr der Stadtgemeinde Cilli besorgt alle Vermittlungen von Realitäten sowie Tauschgeschäften zu den günstigsten Bedingungen. Bei derselben sind gegenwärtig mehren Stadthäuser, Landwirtschaften und Realitäten aller Art und in allen Preislagen vorgemerkt und es werden Anmeldungen und Aufträge auf Ankäufe und Verkäufe entgegengenommen. Auskünfte werden im Stadtamte (Sekretär Ilans Blechinger) erteilt. (ift > t j T T t T T T t T T T T 4 >Yf »V,» . I „ V . r.l/% tttTTtttt BUMtcr zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Sonntagsbeilage der ..peutsche« Wacht" i« Sillt. Nr. 25 fite „vrtbmutt" «rföcini jeden «oimtufl ai» uitraiutltliebe Beilage ftr die Leser »er „Deutscben WaSt". — Sm?eln ist „Die Südmart" nicht küufliS 1917 (Nachdruck verboten.) van ümmmt Griginalroman von Karl Ld. Klopfer. Dem Vater zeigte sie hieraus ein Lächeln. Und da war es mit einemmale, als ob die Sonne in der Stube ausginge. Schönhag konnte daS Auge von ihr nicht wen-den. Was für ein Zauber ging von diesem Mäb-chcn anS, von diesem herrlichen Mädchen! Und das sollte keine ander« Ausgabe haben, alS einem vermorschten Baum die letzte Stütze zu sein? Ihr ganze» Leben und Streben ging darin auf, dem Verlorenen das LLchcln der Friedsamen zu zeigen und ihm die fromme Lüge zu bieten, daß sie an ihn glaube? Halte für sich selbst auf Glück verzichtet, das Recht ihrer Jugend erwürg», ein Dasein in trauriger Zurückgezogenheit aus sich ge-»ommen, und indem sie sich für den Bater auf. opferte, ging sie an ihm zugrunde. O, uuausdeulbarcs Schöpferstück Weib! Daß du imnur für Einen, einen anderen leben willst und dich bis ins Innerste so formen muß», wie dich der braucht, dem du „sein Alles" sein willst! Aber hier zuzulassen, daß ein blühendes Men-schenleben am Abgestorbenen verdorre, das wäre reinweg ein Beibrechen gewesen. Schönliag vergaß im Augenblicke, was ihn hier» herführte, hielt er eS sür einen plötzlichen Drang aufquellender Großherzigkeit, hier eine Gefangene zu erlösen. Und in seinen Betrachtungen über diesen unheilbaren Alten vergaß er auch, taß er selbst — das gleiche Geburtsjahr mit ihm hatte. Marta muß gerettet werden. Sie soll sich aus sich selbst besinnen lernen. Wohl ihm, daß ihm die Macht gegeben ist, hier Vorsehung zu spielen! »Herr Hobrecht, uun lassen Sie uns einmal deutsch miteinander reden. — Ich finde eS gar nicht hübsch von Ihnen, daß Sie Ihr Kind durch Ihre wellschmerzlichen Anwandlungen kränken. Ich kann über die Grenzen JhreS Talentes natürlich nicht urteilen. Aber ich habe Ihnen eine Arbeit angebv" ten, wie sie innerhalb des Wirkungskreises liegt, in den Sie des Lebens Notdurft verwiesen hat. Was ich von Ihnen verlange, können Sie also jedenfalls leisten, und dafür den Ihnen gebührenden Preis zu nehmen, brauchen Sie sich nicht zu scheuen." „Ja, wer sagt denn, daß ich daS tu'?' wider-sprach Hobrecht mit neu aufschäumender Lebhaftig> keit. Tie kräftige Anrede des Freiherrn halte ge« wiikt. „Mir könnte ja nichts willkommener sein. Ich hab' nur gefürchtet, daß —" WaS?' „9lo jetzt — wo Sie wissen, mit wem Sie eS zu tun haben — unsere quasi Verwandtschaft, mein' ich . . „Ach so — o! Sie glauben, daß ich mich an Ihrer Abstammung gestoßen hätte? Aber das wäre ja ebenso lächerlich, als wenn Sie und Ihre Toch»> ter den Borwurf, den Sie dem steinernen Klemen« machen dürfen, auf mich übertragen wollten. Nicht wahr? Sind wir denn für unsere Boreltern ver-anlwortlich? — Wir könnten e» Überdies eine höhere Fügung nenuen, d!e uns zusammengeführt hat. Ze-denfalls will ich aus dem Umstände, daß ein Trop« feu JhreS Blutes ans meiner Familie stammt, die Berechtigung ableiten, Ihnen und Ihrer Tochter meinen freundschaftlichen Beistand anzubieten." Marta stieg es rot zur Stirn. »Un« — Wohltaten zn erweisen, Baron?" .Nein," erwiderte er langsam nnd ernst, sie mit seinen Blicken gleichsam umschließend. Nicht viel hätte gefehlt, daß er dabei selber errötet wäre. Ja diesen klaren MSdchenaugen lag etwa», wa» einem beschämen konnte. Jetzt war eS Hobrecht, dev seiner Tochter ein 2 Mahner sein wollte, in dem er ihren Ellbogen be-rührte, während er sich eifrig an Schönhag wandle. „Wir begreifen Sie vollkommen, Baron, und wissen Ihr Angebot zu würdigen. Jetzt sehen Sie mich nicht mehr hochfahrend wie vor 28 Jahren. Ich danke Ihnen auch, daß Sie mir meine anmaßenden Worte von damals nicht nachtragen. Sie sind in Wahrheit ein Edelmann." Der Edelmann reichte dem Enkel des GeignS Merxwald leutselig die Hand. Dann zu Marta: „Und Sie, mein Fräulein, Sie kommen mit nach Grünan, das steht fest ?" »Du mußt, du mußt I" drängte sie der Vater. Man merkte, daß er, allein, vor sich selber Angst hatte. Marta hielt den Atem an. ES kostete sie Ueberwindung, Ja zu sagen. Als sie endlich zu-stimmend nickte, war eS die Versicherung : Ich werde dich nicht verlassen. „Dir wird die Erholung wahrhastig auch nicht schaden, arme Puppe! Du brauchst um nicht? weniger als ich gesündere Luft." Sie winkte leise ab. „O, v«n mir soll nicht die Rede sein! Ich hätte hier auch alle Hände voll zu tun." „DaS sparen Sie sich nur ruhig sür den , Herbst aus!* mischte sich Schönhag polternd ein, wie ein rauhbeinig tuender Arzt dem Patienten die Grillen ausredet. „Haben Sie mich nicht erraten lassen, daß Sie an Ihrem Vater eine Art Mission «füllen wollen? Sie glanöen an ihn, haben Sir gejagt. Dann müssen Sie bei ihm bleiben, ihm Mut zusprechen, wie Sie das wohl all die Jahre getan haben. Wer weiß, ob sich sür Herrn Hobrecht in der veränderten Umgebung nicht die Gelegenheit ein-stellt, sich neu zu entdecken, den echten Künstler zu entdecken, den er sich nicht mehr zutrauen mag. Und Ihr Glaube an ihn wirbt vielleicht an mir einen Zünqer." „Hörst du, hörst du?" lachte ihr der Vater mit leuchtenden Augen zu. Das brach bei ihr den letzten Rest der EiseS-rinde. Wieder ermunterte sie den alten Phantasten mit einem Blick voll Liebe. Dann verneigte sie sich vor dem Herrn Baron. Hier war ihr Lächeln — ein Dank. DaS Weitere war bald abge>> acht. Marta sollte ihre hiesige Arbeit so rasch alS möglich vollenden, um den Bater noch diese Woche nach Grünan zu begleiten. Im Schloss« würden sie sich über die ihnen obliegenden Ausgaben schon zur«chlfind«n. Schönhag wollte dem Verwalter unverzüglich die nötigen Anweisungen erteilen. Er begtiff, daß eS notwendig sei. Marta wis-sei, zu lassen, daß er selbst in Wien zu bleiben ge-denk« — vorläufig noch. ES mußt« ihrem Verhäl-niS zu Grünau eine Zeit zur Gewöhnung gegeben werden. Als der Freiherr hinansgeleitet war, kehrte Hobrecht mit der Tochter Arm in Arm in das Zimmer zurück, erfrischt nnd fiohbewegt. alS dehne er die Lungen schon in der »annendustdMchwürzten Lust des ThayataleS. „Kind, das kann nnser Glück werden. Geprie-seu sei der Tag, der nnS diesen Mann ins Hans geführt hat I" „Ein angenehmer Lommeraufenthalt wcnig. stenS, der dir gut tun wird," dämpfte sie seine Ueberschwänglichkeit, einen Seufzer unterdrückend. »Mehr, mehr, verlaß dich darauf! Ich spürs in mir, Schönhag hat Recht, eS lockert sich was in meiner Faust. Pfui über allen Kleinmut. Aber das ist ja auch gleich wieder überwunden. Das kommt nur von der gedrückten Atmosphäre, in der man lebt. Das macht schwarzes Blut. Der ist gar kein echter Könner, der nicht seine trüben Stunden hat, wo er an sich zweifelt. Den größten GenieS ist es so ergangen, daß sie zu Zeiten Pin« sel und Paletten hinschmeißen wollten und verzagen. Aber wenn der Druck von einem genommen wird . . . Ja, die Not, der Kampf »mS Brot, das ist'#, waS einen nieder hält, daß man sich wie ein Untauglicher vorkommt. Hätt' ich nicht die ganzen 35, Jahre feit der Akademie immer nur um den lieben Groschen fchuften müssen, so stund' es anders nm mich." „Vielleicht wird'S jetzt anders", glaubte sie ihm Trost sagen zu müssen. „Das sag' ich ja, das hoff' ich ja!* jauchzte er förmlich, die Arme schlenkernd und die Hände in-einanderschlagend, fidel wie ein Schuljunge, der aus Ferien geh». „Laß mich nur machen und ein bissel Rastzeit haben, srei von der ekelhaften Sorge um den kom-wenden Tag. Eindrücke sammeln, zu mir selber kommen und aus den Genius in mir lauschen! — Maria, Goldmädel, mir sagt die innere Stimme: Heut ist das Glück bei uns eingekehrt!' Schweigend griff sie in die Wollfäden auf ihrem Arbeitstische. In ihr war eine andere Stimme. Sie ahnte etwas von Kämpfen und rüstete sich zu Wach-samkeit und Abwehrbereitschaft. WaS in den Blicken deS Herrn Schönhag. des gastfreundlichen Schloß-besitzers von Grünau, allmählich aufgeglommen war, da« erschien ihr nicht alS der AnSfluß von reiner Äuthrrzi'gkeit und Menschenliebe; darum wollte sie sich vorsehen und den kalten Eisenpanzer ihrer Seele immer fester schmieden. „Weißt d«, daS sollten wir eigentlich feiern," ergänzte er nach einer Weile halblau» seine Rede und nahn, seinen Weg nach der Küchentür. „Womit?" rief sie ihn erschrocken an. Da stand er slill, blickte verlegen aus seine Stieselspitzen und kranle sich wieder den Schädel. Sie trat dicht an ihn heran. In ihrer flüsternden Stimme bebte ein schmerzlicher Borwurs. .Jttzt gilt eS dir doch nicht, einen Kummer zu belauben." Ohne sie anzusthen, tastete er nach ihrer Hand und zog sie langsam an seine Wange. ..Hast recht, Marta. Du bist, du bist — na du weißt ja, was du mir bist." Lautlos machte sie sich lvS. Er aber reckte sich mit einem .großartigen Entschluß' auf. »Weißt du was? Ich verspreche dir, von heute an —" „Keinen Tropfen Alkohol mehr über die Lip-pen zu bringen," ergänzte sie eintön'g. „Wenigstens so lange nicht, bis wir in Grün au sind." Dann ginge ich wirklich gern dahin." Ihr matter Ton verriet, daß sie auch zu dem einge« schränkten Gelübde kein volle; Zutrauen hatte. «DaS sollst du. Bei Gott, diesmal ist eS mein heiliger Einst. Zweifle nicht an mir, weil du mich nach ähnlich«» Besprechungen wieder schwach ge-sehen bast! Dav ich diesmal die Krast dazu behalte, dafür bürgt dir meine innige Ueberzeugung, daß meiner Künstlerschast da draußen ein Heil erblühen wird. Jetzt weiß ich, daß davon alles abäng», meine ganze Zukimst; daß ich endgiltig verloren bin, wenn ich nicht standhaft bleibe. ES ist die letzte Möglich-lichkeit, die sich mir altem Kerl bietet. Ein Narr und ein Hundsfott müßt' ich fein, wenn ich sie mir verscherzen wollte. Alsdann: du kannst ruhig sein, ich werde jetzt anders arbeiten alS bisher, ganz anders, also auch chne die alten Gewohnheiten. Ich fühle es wohl, daß ich mich mit meiner Muse nur versöhnen kann, wenn ich den vermaledeiten Trunk abtue. Dmm noch einmal: hier schwör' ich dir, so gewiß mich Grünau zu einem neuen Menschen ma* chen soll, wird dieser neuerstaudene keinen Tropfen von dem Gift mehr aus die Zunge nehmen." Sie sah ihn forschend an. Wie er da mit er-hobenem Arm vor ihr stand, mit entichlofsener Miene, aus der der wiederkehrende Glaube an sich selbst leuchtete, flößt« er ihr allmählich «in Körn-chen von seiner beglückenden Zuversicht «in. Nun umspannt« si« sein« Hand und drückte sie an ihre Brust. »Ich vertrau« dir. Stark sein, Vater, darin liegt alle? I Bon den Menschen unseres Schlages wird das am ehesten verlangt. Und, nicht wahr? Wir wollen uns nicht unterkriegen lassen?" „Beileibe nicht! Bon heute an sollst du dich aus mich stützen können, wie du mir auch Halt und Stütze geboten hast. Der heutige Tag muß di< glückliche Wendung bedeuten : wenn auch schon nicht durch den Grünauer Auftrag, so umso gewisser durch daS, was ich dir und mir zu dieser Stunde gelobt habe." «Recht so, recht so, Vater! Aus uns selbst die Glücksbedingungen holen, das ist daS Wahre, und dann ist jeder Tag von günstiger Vorbedeutung für uns." * 3. Kapitel. Der Förster, der auf Griinau äls Verwalter saß, hatte mit seinen paar Untergebenen schon die Wahrscheinlichkeit beraten, daß Schloß ünd Park nebst dem Jagdgebiet, dem letzten Rest der einstigen großen Domänen, nun wieder einmal zur Feilbietnng kämen. Da flog auS Wien die Ordre zur Ausnahme dieser merkwürd'gen Gäste heraus. Der Förster selbst kutschierte die Jagdkalesche, mit der Herr und Fräulein Hobrecht von der Bah» abzuholen waren und wunderte sich über die schweig-same Blondine und den umso wortreicheren Grau« ba»t, den jede Bauernhülte unterwegs interessierte. Und was für Gepäck sich die Leute mitgebracht hatten! Kisten und Kasten, zwei riesige Staffeleien und absonderliche Gestelle, man mußle eine» eigene» Leiterwagen dazu herbeischaffen. Als Herr Hobrecht, kanm im Schloß angelangt, nach den alten Bildern und Teppichen fragte, die man wieder herzustellen habe, ging dem Förster erst ein Licht auf. Also hatte der Baron wirklich den Moderkram aus On-kel PepiS Zeiten gemeint, den man bei den Ein-richtung > des „neuen" Flügel» gebührendermaßen aus den Dachboden geräumt hatte? Wenn sich die Gerücht« ran Ruin der Schönhag bestätigten, dann konnte eS sich nur darum handeln, den Trödel so gut und so rasch wie möglich verkaufssähig machen zu lassen. Da man das „Gerümpel" nicht heute noch her« beischaffen konnte, benützlen Vater und Tochter den Rest des Nachmittags zu einem Rundgang im Schloß. Wegen der so plötzlich unterbrochenen R«-novierungSarbtiten herrschte überall noch Unord« nung. Warum sie,ingestellt worden waren, darüber 4 konnte der Förster nur Andeutungen geben. Die Hochzeit deS jungen Barons, der sich hier zu seinem Honigmond habe einrichten wollen, sei verschoben worden, er selbst Knall und Fa'l inS Ausland ge« reist, wie eö hieß. „Schau, schau!" staunte Hobrecht. „Es gibt also auch einen jungen Freiherr»! Vielleicht sonst «och Familienglieder?" „Nein, unser Herr hat außer diesem Sohn überhaupt keine Verwandten." Der Maler schmunzelte mit überlegener Miene. „Wissen Sie vas sz bestimmt, Herr Verwalter?' „Der Förster machte Augen, und Marta stieß den Bater leise an. Der kehrte sich nicht an die Mahnung und wollte Näheres vom jungen Schön-hag und seiner „verschobenen" Braut erfahren. Der Förster sagte, was er wußte, wagte aber nicht laut-werde» zu lassen, was sich als Ursache des Verlo-bungSbmchcs vermuten ließ. Marta sühlte sich bewogen, den Vater deutlicher zu erinnern, daß sie nicht berufen seien, hier Familienverhältnisse auszu-forschen. „Nu, uu, wir stehen nicht so sremd zu dem Hause," blinzelte Hobrecht mit wichligtuender Miene nach dem Förster hin. Da griff sie energisch ein, und nötigte den Vater, mit ihr die „Brautgemächer" zu verlassen. Sie hatte auch sür alles, was es sonst noch zu sehen gab, nur kalte Blicke. „Es scheint dir schwer, hier heimisch zu wer-den?' bemerkte Hobrecht, als sie in die ihnen als Ateliers und Wohnung zugewiesenen Zimmer zurück, kamen. „Du tust ja rein, als hätten wir uns wider-rechtlich da eingedrängt." ..Zch finde, daß wir nicht hergehören." „So? Da bin ich gegenteiliger Meinung." Wohlgefällig sah er sich in dem saalartigeu Salon um, dessen hohe Fenster einen prach'.vollen Ausblick gewährten. »Ich kann nicht vergessen, daß wir auf dem Boden stehen, der einst einem Urgroßvater KlemenS von Cchönhag gehört hat." „Das klingt ja fast, alS wolltest du daraus so etwas wie Ansprüche ableiten?" „Man besinnt sich nur, woher man eigentlich stammt." „Du lieber Sott! Was wüßten wir von die-fein Bor^ahr mit dem Namen Schönhag, wenn nicht eine Generation der anderen den LiebeSroman der fast schon sagenhaften Hilmine erzählt hätte? Ich gestehe dir, ich habe gar nicht mehr daran ge-glaubt. Du hast ihn auch schon vergessen gehabt und hättest tbenso gut nach Denen sragen können, die dir bei' Namen hobrecht ver-'bt baben. E'n Ttammbaum scheint freilich nur dann interessant, wenn eine Adelskrone daraus hervorguckt." .Mag sein. So ist halt in diesen Räumen die Jugendgeschichte meiner Großmutter Helmine wieder lebendig geworden. Zwischen diesen Mauern hat sich der große Familienzwist abgespielt. Vielleicht ist ge-rade hier das Fenster, durch das sie in der Nacht ihrem tyrannischen Vater entflohen ist. Weht es dich nicht ganz eigen an, wenn dn bedenkst, was hier deine Urgroßmutter gelitten hat?' „Meine Ahnfrau, möchtest du sagen. — Nein, Vater, meine Urgroßmutter, die ich nie gekannt habe, ist mir wenige, als irgend eine Frau, die ich leiden sehe." (Zortietzunq lolgt.) -A A A £t 3^1 A A ÖC5 £'u'ec Ztadloerschöne-*111*1 rungsvereines bei Spielen Wetten und Vermächtnissen. Y Y Y Aeldpollöriefe. Tausend Frauen sinnen einsam im Abendschein, Oeffnen mit bebenden Händen ihrer Gedanken Schrein, Locken die hellen Vögel, die voller Farben sind, Scheuchen daS dunkle schwere Nachtgeflügel ge» schwind, Tausend Federn gleiten emsig beim Lampenlicht, Durch die lastende Stille schüchtern die Wanduhr spricht. — Knackt ein Wurm wo im Holze, sinkt die Feder so schwer. Zuckt und zittert daS Herze, was wohl geschehen wär' — Tausend Frauen gehen schleppenden SchrilteS zur Ruh, Winken dem weißen Monde Gruß für den Fernen zu. Lhristine v. Winkler. Aus dem Junihefe von „Wettermanns MonarSheflen".) Deutsche, unterstützet eure Schutzvereine durch die Verbreitung der von ihnen heraus-gegebenen Wirtschaftsgegenstände. YVY ? VYYVY ifhmtm« 50 Deatsche Wacht ®«tt« 5 5. Der Genuß eines StiftungSplatzeS wird einer Wittvc zunächst aus die Dauer eine» JahreS und einer Waise zunächst aus die Dauer von drei Jahren verliehen, doch kann derselbe einer Witwe jeweils aus ein weiteres Jahr und der Waise bis zum Erlangen der S«lbstcrhaltuugSfähigkeit weiterverliehen werden. 6. Solche Waisen, die eine Hoch- oder Mittel-schule besuchen und sich mit einem guten Studien-sortgang ausweisen können, kann der Genuß be« Stiftplatzes bis zur Beendigung der Studien, läng» sten« aber bis zur Erreichung des L4. Lebensjahres verlängert werden. 7. Der Stistungsgennß wird bei Berehelichung einer Witwe mit dem der Wiederverehelichung sol-gtnden nächsten Termin eingestellt; doch kann einer Wiiwe. falls sie eine Ehe mit einem mittellosen KriegSbcschädiglen schließt, der Weiterbezug bis zum Ablauf deS der Eheschließung nachfolgenden Trien» nium« bewilligt werden. 8. Das Recht der Berteilung der Stiftung?-erträgniffe steht dem jeweiligen k. k. Minister für Landesverteidigung zu. 9. Die Bestimmung der Zahl der Stiftplätze und die Verwaltung der Stiftung ist dem k. k. Mi-nisterium für Landesverteidigung vorbehalten. Urkund dessen wurde der Stiftbricf auSgefer-tigt, bei den Mmisterialdepositen in Verwahrung ge-nommen und eine beglaubigte Abschrift den Stiftern &u Handen deS Herrn kaiserlichen RateS Wilhelm Taussig in Wien auSgcsolgt: Die StistuugSplütze aus der Jsidor Mautner und Wilhelm Taufsig Stiftung werden zum ersten-mal im Juli 1917 verliehen. Die an daS Ministerium für Landesverteidigung zu richtenden Gesuche sind bei den zuständigen Tvi denzbehörden (k. k. LandwehrergänzungSbezirkS-Kom-mando Cilli) bis 1. Juli 1917 einzubringen, mit dem Geburls> bezw. Trauungsschein und dem Mit-tellosigkeitS- sowie ärztlichen Zeugnis zu belegen; Studierende habe» das letzte SemestralzeugniS bei-zuschließen. Weiter haben die Gesuchsttller zu erklären. daß sie aus keiner anderen Stiftung (FondS) mit ständigen Unterstützungen bedacht sind. (Unwahre Angaben ziehen den Verlust deS StiftungsplatzeS und die Verpflichtung zum Rückersatz deS Bezuges n»ch sich.) Stadtamt Eilli, am 16. Juni 1917. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jabornegg. Achcrcs gebildetes Ehepaar ohne Kinder will eine Villa in Cilli pachten oder kaufen. Ausführliche Angebote erbeten an Kunstmaler Job. Ed. Pick bei Photograph Wilh. Pick in Cilli. Ein braver, uetter Knabe mit gutem Schulzeugnis, beide Landessprachen beherrschend, wird sogleich bei A. V. 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Stock, Tür 13, einzubringen. Seite e Deutsche Macht SuanKi 50 Krapina- Tüplitz (Kroatien) Auskunft and Prospekt gratis. heilt Gicht Rheuma Isch as. Abgespielt« und gebrochene T/t Die bei den Musterungen zum Lundsturmdienste mit der Waffe geeignet befundenen österreichischen und ungarischen Landsturnipfllchtigen der Geburtsjahrgänge 1893 bis einschliesslich 1867 V haben, sofern sie nicht schon zuui Dienste mit der Waffe herangezogen .»der von diesem Dienste aus Rücksichten des öffentlichen Dienstes oder Interesses auf bestimmte oder unbestimmte Dauer enthoben worden sind, inzuröeken und sich bei dem in ihrem Landsturmlegitimationsblatte bezeichneten k. und k. Ergänzungsbez rkskommaudo, beziehungsweise k. k. L&nd-\vehr-(KaiserschQtzen-)Ergänzung3bezirkskomruaudo, und zwar: iie bis einschliesslich 31. Mai 1917 Gemusterten am 14. Juni 1917, Jie nach dem 31. Mai 1917 Gemusterten ... am 28. Juni 1917 *inzufmdcn. Die bei Nachmusterungen nach dem letzterwähnten Einriiekungstermin geeignet Bofundenen der obbezeichneten Geburtsjahrgänge haben sofort nach ihrer Musterung einzurücken; es kann ihnen jedoch bei rfleksichts-vttrdigen Umständen zur Ordnung ihrer Privatangelegenheiten von der Musterungskommission noch ein kurzer militärischer Urlaub bewilligt werden. Für jene, die wegen vorübergehender Erkrankung erst zu einem späteren als dem nach den obigen Bestimmungen für sie gellenden Termin einzurücken haben, gilt der hiefür bestimmte, aus dem Landsturmlegitima-ionsblatt zu entnehmende Termin. Die im Wege des freiwilligen Eintrittes in das gemeinsame Heer, •lie Kriegsmarine oder in die Landwehr auf Grund des Wehrgesetzes Vssentierteu der obigen Gebnrtsjahrgänge haben ebenfalls, und zwar wenn -ie bereits der Musterung unterzogen worden sind, je nach dem Tage ihrer Musterung, sonst je nach jenem ihrer Assentierung am 14., beziehungsweise 28. Juni 1917 einzurücken. Die Einrückungspfliehtigen haben sich an dem für sie bestimmten Min rück ungstige im allgemeinen bis spätestens 11 I hr vormittag eiuzu-linden. Etwaig« kleinere Ueberschreitungen dieser Stunde sind nur dann zulässig, wenn sie durch die Verkebrsverbältnisse begründet weiden können. Falls das im Landslurmlegitimationsblatte bezeichnete k. u. k. Er-.änzungsbezirkskommando, beziehungsweise k.k. Landwehr-(Kaisersi:hfHzen)-Krgänzungsbezirkskommando inzwischen seinen Standoit gewechselt haben xollte, können die an dieses gewiesenen Landsturmpflichtigen auch zu dem hrero Aufenthaltsorte nächstgelegenen k. u. k. Ergäuzungsbezirkskommando, beziehungsweise k. k. Laudwehr-(Kaiserschützen-)Ergänzungsbezitksk»m-mando einrücken. Es liegt im Interesse eine« jeden einrückenden Landsturmpfl'.ihtigen, .in Paar fester feldbrauchbarer Schuhe Wollwäsche, nach Tunlichkeit -chafwollene Fnsslappen, mindestens zwei brauchbare Wäschegarnituren ( bestehend aus je einem Hemd, einer Unterhose, einem Paar Fusslappen der Socken, einem Handtuch und einem Taschentuch), dann ein Esszeug und ein Essgefäss, sowie Putzzeug mitzubringen. Die mitgebrachten Schuhe, iann die Wäsche werden — falls diese Sorten für die militärischen Zwecke t|s geeignet befunden werden — nach den ortsüblichen Preisen vergütet. Die von der Militärverwaltung gegen Entgelt übernommenen Sorten gehen in das Eigentum des Aerars Aber. Auch empfiehlt es sich, Nahrungsmittel ;flr den Tag des Eintreffens mitzubringen, wofür eine festgesetzte Vergütung geleistet wird. Das Landsturmlegitimationsblatt berechtigt bei der Einrückung zur rreien Eisenbahnfahrt — Schnellzüge ausgenommen — und ist vor Antritt dieser Fahrt bei der Personenkassa der Ausgangsstation abstempeln zu lassen. Die Nichtbefolgung dieses Einberufungsbefehles wird nach den bestehenden Gesetzen strenge bestraft. Stadtamt Cilli, am 31. Mai 1917. Der Bürgermeister: Dr. v. Jabornegg. Grammophon-Platten einerlei welcher Marke, werden gegen neue, erstklassige Schallplatten laut Katalog umgetauscht, eventuell zu Höchstpreisen gekauft. = Sehallplntten-Fabrlk Haussen, Bodenbach-Obergruiid. = SINGER „66" «lio II«1 uPMtr und TollkoinnenNt« S i» fi in auch i SINGER .TlkMCllllieil «•rlittlfcii Ni*> nur «lurcft iiiiM'r«' Lildi'u, Sinner Co. Hähmaschinen Akt-Bes. Ciili, Grazerstrasse 33. Zi. 275/1917. Die Einschreibung in die Mische Handelsschule und in die Städtische Priliatbildnngsanstalt fiir . Lehrer und Lehrerinnen in Cilli findet am 29. und 30. Juni und am 1. Jttii 1917 vormittags von 9 bis 12 1II)V im Muscalgebäude statt. Aufnahmsprüsungen am 2. und 3. Juli 1917. AuSkiinste werden vom Stadtschulrate erteilt. OOOOOQOOCOOQOOOOQOOOOOQOO0 o JOSEF MARTINZ, Marburg o g (gegründet 1860) liefert : S Galanterie-, Spiel-, § Kurz- Wirkwaren O o o zu den mindesten Preisen. Aufträge und Anfragen werden prompt erledigt. COOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOl Grösstes Spezialgeschäft Cillis in Fahrrädern und Nähmaschinen. Sb"" legerrader, Puclträder, W affenrädep Fahrräder von AHei«**erfc»«»r! — 120 K aufwärts. Grosse Reparaturwerkstätte. Singer-Nähmaschinen von 65 K aufwärts. Anton N0§QFj Mechaniker, Cilli, Herrengasse 2 Sämtliche Bestandteile, LnftsulilKnche, MUntet, Sättel, Pedale, Laternen, Ketten, Lager. Freilanfnaben, Alte Fahrräder Pumpen. Schlü.oael, VentilachlÄnche, Griffe, Brems«»»,IM. Lenkstangen, Glocken. werden eingetauscht Gnwmiiiisun», Houenhalter, Oel, Rakeln n. » w. Elektrische Taschenlampen und Batterien. 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