vFcttnin» pU'an» » gotovini.) DeutscheZeitung ~ Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat GHriftleitung und verwalmng: Pr»S«rno»a «ltea 5, I«l«phon Nr. 21 (intenudan) t v»,ug»pr»is» für da» Inland: vierteljährig 40 Din, halbjährig 80 Din, ganz-»»lündlgungen «erden in der Verwaltung »u dUligsten »edShre, »«tgegengenomme« s jihrig l«0 Din. Für da» Ausland entsprechende Erhöhung. Einzelnummer Din 1.50 Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Sonntag Nummer 94 [Jj Telje, Sonntag, den 23. November 1S30 [ 55. Jahrgang Die Weltwirtschaftskrise Wenn in früheren Zeiten — auch für die Zeit nach dem Umsturz gilt dies von Wirtschaftskrisen gesprochen oder darüber geschrieben wurde, so be-trafen diese Krisen nur einzelne Zweige der Wirt-schaft. ganz allgemein in den Bevölkerungen wurden diese Krisen meistens nicht gespürt. Dos heißt, es gab jeweilige Krisen z. B. im Holzhandel, in der Lederindustrie und in anderen Industrien, die aber einer Wellenbewegung glichen und von den ein-zelnen Wirtschaftszweigen leicht ausgehalten wurden, weil diese in der Zeit der Wellenhöhen soviel Kraft angesammelt hatten, daß sie in erträglicher Weise die folgenden Wellentäler der Wirtschaft durchmachen konnten. Im Kegenteil, da nach dem Kriege kein Wort häufiger gebraucht wurde als das Wort Krise Krisen gab es in der Wirtschaft, Krisen gab es namentlich auf dem Gebiete der Politik alle Tage und in fast allen Ländern — verschwamm dieser Begriff für die allgemeine breite Volksmasse zu etwas Undeutlichem, man wußte infolge seines Uebergebrauches eigentlich nicht mehr, was eine richtige Krise war und was keine. Seit einiger Zeit und ganz besonders heute herrscht aber eine wirkliche Weltwirtschaftskrise. Sie ist keine Wellenbewegung mehr, sondern eine un-übersehbare allgemeine Ausdehnung. Sie wird dadurch charakterisiert, daß nicht bloß einzelne Wirt-schaftszweige und einzelne Länder davon betroffen find, sondern die gesamte Wirtschaft in ollen ihren Teilen und in fast allen Ländern der Welt. Man spricht nicht blos} davon, jedes einzelne Mit-glied jedes einzelnen Erwerbsstandes spürt sie am eigenen Leib. Wie eine Lähmung hält sie die Länder in gefahrvoller Erstarrung. Was aus besseren Wirt-schastszeiten übriggeblieben ist, geht immer rascher Bergmannspoesien und Phantasien Grsammelt von Bergingenieur F. ttrassnig, Trbovlje M o 11 o: ES grilnc die Tanne, e« wachse das Erz, Gott schenk? uns allen ein fröhliches Herz! Der Bergbau ist neben dem der Urproduktion dienenden Ackerbau und der Viehzucht einer der ältesten Berufsarten auf unserem Planeten. Er reicht weit in die vorhistorische Zeit zurück, wovon die Stein-, Bronze- und Eisenzeit Zeugnis geben. Man weih, daß be^ den Aegyptern schon 300 Jahre vor Christ, hoch entwickelter Bergbau betrieben wurde, der sich dann im Laufe der Zeit auf alle Weltteile verpflanzte. Es ist daher kein Wunder, das; dieser eigen-artige, in grauer Vorzeit begründete Bergmannsberuf mit Sagen umwoben, durch Hunderte von Liedern besungen und durch Sprüche und Verse ernsten und heiteren Inhaltes vielseitig gefeiert wird. Nachstehend soll nur eine kleine Probe von solchen Aphorismen gebracht werden, uni sie vor der Vergessenheit zu bewahren. Der Bergmann ist eine lustige Haut, Die Schwermut liegt ihm fern, Er sitzt im Wirtshaus gern drauf. Der Bauer hat kein Geld, der Kaufwert | seiner Produkte sinkt immer mehr oder sie sind überhaupt nicht anzubringen. Und weil — die alte Sache! — der Bauer kein Geld hat, kann auch der Gewerbetreibende keines erlangen; weil dieser sein Minimum nicht mehr verdient, muß er seine Bedürfnisse einschränken. Es ist ein Verhängnis-voller Kreis, dessen einzelne Glieder ineinander-hängen. Es gibt heute in allen Erwerbsständen keinen Menschen mehr, der von dieser ungeheuer-lichen Krise verschont geblieben wäre. Es sollen hier nicht die Ursachen der Weltwirtschaftskrise untersucht, sondern bloß ihre tatsächlichen Wirkungen festgestellt werden. Die Ursachen sind ebenso bekannt, wie scheinbar unbehebbar: die Überproduktion der Land-wirtschaft, das durch die Verträge zerrissene Gleich-gewicht der Weltwirtschaft, die Entstehung neuer Industrien und im allgemeinen die Folgen des Weltkrieges. Ganz natürlicherweise wird auch diese heutige Krise, die ärgste seit Menschengedenken, vorüber-gehen. Unzählige Wirtschaftseinheiten werden in der Zwischenzeit zwar unter die Räder kommen, aber schließlich wird sich wohl alles wieder im Wirt-schaftsraum zurechtstoßen, denn die Menschen leben ja weiter, ihre notwendigsten Bedürfnisse bleiben ja bestehen. Wie lange dieser Erkrankungs- oder Ge-sundungsprozeß jedoch dauern wird, ist noch nicht abzu-sehen. Deshalb erhebt sich be! seiner Betrachtung immer dringender die Frage: Was kann man tun, um ihn durchhalten zu können? Für den einzelnen ist diese Frage ziemlich einfach zu lösen, weil sie sozusagen von seiner persönlichen Entschließung unabhängig ist. Bei ihm heißt es nicht: Ich will mich einschränken, ich will aus Einsicht und Tugend sparsam sein, sondern seine von der allgemeinen Krise verursachten Umstände gebieten: Du mußt Darum geht auch folgende Legende: Es war einmal ein Bergverwalter, der hatte einen defekten Schacht, und aus Kummer darüber trank ^er Tag und Nacht. Der Schacht ist längst ersoffen, es ist dort ein großes Loch, der arme Bergverwalter aber sauft trotzdem immer noch! Nicht ohne ist auch folgende kurze Liebesgeschichte, welche die Herren Markscheider interessieren dürfte: 1. Ein Sinus liebt eine Tangente und sinnt und seufzet voll Harm, wie durch den Bogen er könnte sie führen in seinen Arm. 2. Da lauert ein grauer Philister, Herr Kosinus wieder genannt, vom König Radius ist er der Rat und die rechte Hand. 3. Und neidisch sieht er die beiden sich lieben so aus der Fern, er kann den Sinus nicht leiden und hat die Tangente so gem. 4. An Ränken in Plus und in Minus ist der Halunke so reich, er dividieret den Sinus und hat die Tangente sogleich! St. Florian, du lieber Alter, Bist im Himmel Hüttenverwalter. dich einschränken, du mußt sparen. Das Muß dieser Einschränkungen, dieses Sparen? ist eben die Krise selbst, die durch sie herabgesetzte Kaufkraft des Publikums. Lange hat es aber gedauert, bis die Staatsleitungen von ihrer Seite aus die gleiche Frage in gleicher Weife beantworteten. Sie konnten sich Zeit lassen, weil die Folgerung aus dieser Frage länger von ihrer Willensentschließung abhing. Die Leitungen der Staaten haben zwar die Wirt-schaftskrise in unzähligen Enqueten und Konferenzen theoretisch behandelt, ihre Schwere auch anerkannt und erklärt, in der Praiis aber lebten sie in den Staatshaushalten gerade so weiter, als ob eine Weltwirtschaftskrise nicht bestünde. Das ist ja eben das Verblüffende an der Sache: Die Regierungen stellten immer wieder, immer schärfer die Krise und die Verarmung ihrer Bevölkerungen fest, dies einerseits, während aber anderseits die Staatsbudgets, d. h. also die von der verarmten Bevölkerung eingehobenen Steuerabgaben, auf derselben Höhe blieben wie in den besten Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs, ja noch bedeutende Erhöhungen aufweisen. Das gleiche ist aber nicht nur bei den Staatsbudgets der Fall, in denen, da feststehende Ausgaben befriedigt werden müssen, großzügigere Einschränkungen ja wirklich ungeheuer schwer sind, sondern auch in den Gemeindehaushalten. Hier wirtschaftet man ebenfalls im gleichen oder in noch erhöhterem Stil weiter, gerade als ob keine Wirtschaftskrise bestünde, als ob die Wirtschaftslage der Gemeindebürger nicht so trostlos wäre, wie sie es in Wirklichkeit ist. Es besteht kein Zweifel, daß gerade die bisherige Nichtberücksichtigung der durch die Weltwirt-schaftskrise hervorgerufenen Wirtschaftsnot der Steuerträger von Seite der steuerfordernden Körper dieser Rot einen großen Teil ihrer Schärfe verlieh. Gedichte: Bergniann halte dich als „flotter Kampl", Zeig als „Mordkerl" dich des Erdenschoßes, Im „Versetzen" und „Verkeilen", Im „Durchschlagen" leiste Großes! * Ihr Waschwerksleiter allezeit. Schaut beim Betrieb auf Sauberkeit, Ihr müßt auf „Säuberjungen" nicht allein, Auf saubre Jungfraun woyl bedacht auch sein, im Waschprozeß ein eigner Zauber ist, wenn jedes Waschweib jung und sauber ist. „Gutes Wetter" wünscht der Landwirt mit dem „Flegel". „Gutes Wetter" wünscht der Bergmann mit dem „Schlegel"; oben reifen gold'ne Reben, gold'ne Saaten, unten reifen harte Taler und Dukaten. Bergmann, o nicht schimpfe riesig, wenn dein Loos statt göldisch — schwefelkiesig; welches Pech auch'kommt, o trag es. Harr aus gleich Männern festen Schlages : iKur versichre dich unausbleiblich stets des — nötigen Verlages! Wenn die Natur macht ein windiges Getöse, Hochofen Mann, in Stand setz dein Gebläse. Seite 2 Deutsche Zeitung Nummer 94 Wie dcn Zeitungsmeldungen aus verschiedenen Ländern Europas zu entnehmen ist, geht man nunmehr daran, auch von dieser Seite her der Krise Rechnung zu tragen. Man sieht offenbar ein, das; der bisherigen Steuererhebung die Grenzen durch die fortschreitende Krise gesetzt sind. Der Staat hat allerdings die Mittel in der Hand, auch aus einer verarmten Be-völterung längere Zeit Steuern herauszuziehen, die in ihrer Summe gleich hoch bleiben wie in einer Zeit der Wirtschaftsprosperität, aber schließlich hat das dort seine Grenze, rvo die Steuerzahler trotz ihrer persönlichen Einschränkungen eben faktisch nichts mehr haben. In Deutschland will man den Staats-haushalt durch die Herabsetzung der Beamtengehälter und durch radikale Sparmaßnahmen entlasten, so daß eine Milderung des Steuerdruckes möglich sein wird. Ueberdies ist eine Aktion für die Preissenkung aller noch unverhältnismäßig teuren Lebensbedarfs-artikel, industrieller und bäuerlicher, im Gange. Auch in Italien werden Gesetzentwürfe vorbereitet, die zum Ziele haben, die Staateausgaben und damit die Steuern herabzusetzen. Freilich, ein ungeheurer Faktor, der im Hinblick auf die Weltwirtschaftskrise ganz besonders kraß hervortritt, scheint sowohl in Italien wie anderswo außerhalb der Willensbe-schließung der Regierungen zu liegen, weil er durch die allgemeine politische Konstellation bestimmt wird: das sind die kolossalen Ausgaben für Rüstung--zwecke. Hier könnte die internationale Abrüstungs-konferenz mit einem Schlag einen wuchtigen Teil der Weltwirtschaftskrise beseitigen. W e n n sie es tut, natürlich. Aus der Betrachtung der wirklich trostlosen Wirtschaftslage der Gegenwart ergibt sich zunächst, bis ihre tieferen Ursachen überwunden sein werden, nur ein Wort: Sparen. Wie jeder einzelne Mensch sparen muß, so müssen auch die Staats-Haushaltungen sparen. Sparen müssen vor allem die niedrigeren Verwaltungskörper, besonders die Gemeinden. Für diese niedrigeren Verwaltungs-körper werden im ganzen ebensoviel Abgaben ein-gehoben wie für den Staat. Während aber letzterer seine Ausgaben unvergleichlich schwerer einschränken kann, können sich diese Verwaltungskörper sehr wohl nach der Decke der gegenwärtigen Wirtschaftskrise strecken. Keine nicht absolut notwendigen Ausgaben, keine Bauten, die gegenwärtig als Luxus anmuten, sparen in jedem Kleinsten! Das allein kann gegen-wärtig die Parole sein. Wenn nckch dieser Erkennt-nis gehandelt wird, wenn auch die erwähnten Ver-waltungskörper die gleichen Folgerungen aus der Hochofen-Mann, o blase kräftig, blase Aus vollem Ofenbauch, bei heitrer Rase! O schau, daß schmerzlos, dir zu Nutz und Frommen, die Gichten wicdcrgeh'n und niederkommen. Hochofen-Mann, o schau — o schau — v schau. Daß du gebärest keine Ofensau! Nun einige erbauliche Zitate lind Bruchstücke von Liedern k: Die bergmännische Weise gefällt mir sehr wohl, Wenn ein jeder lebt, wie er leben soll! Aufrichtig, gottfürchtig und fleißig dabei, Das find die bergmännischen Tugenden drei. Was mit unverdross'ner Müh' In den tiefsten Schächten Bergmannsfleiß erst abgewinnt Unterirdischen Mächten, Bringt er fröhlich an das Licht, Doch geschieden ist noch nicht Falsches von dem Echten. » Nun schlumm're sanft, wie der Herr gebot, Du erwachst in schönerem Morgenrot: Der taube Stein, der bleibt zurück zu Haus, Das Gold grält der große Bergmann aus. Leb wohl, leb wohl, du Bergmannskind, Du hast vollbracht den Lauf: Treu wärest du und brav gesinnt, Drum rufen wir: Glück auf! schrecklichen Krise ziehen, wie sie jeder einzelne Ge-meindebürger für seine Person ziehen muß, dann wäre im Hinblick darauf, daß, wie oben festgestellt, die Abgaben für diese Körper die Hälfte der ge-samten Abgaben ausmachen, schon viel geholfen. Bloß wünschenswerte Anwendungen müssen auf die kommenden besseren Zeiten verschoben werden, heule gebietet die Not, die kein Herum-wirtschaften aus dem Volle» erlaubt. Ueberall in der Welt gebietet und fordert eben ihre sorgenvolle Beckchtung die Weltwirtschaftskrise. Politische Rundschau Inland Der Friede ist für Jugoslawien das höchste aller Güter S. M König Alexander hat dem Spezial-berichlerstatler des Pariser Blattes „Le Journal" eine Unterredung gewährt, die in dessen Nummer vom 19. November veröffentlicht wurde. In diesen Erklärungen wird die Interessengemeinschaft Jugo-slawiens und Frankreich betont. S. M wendet sich gegen die Behauptung, das; Jugoslawien im Schlepp-tau Frankreichs segle. Richtig sei daran nur, daß Jugoslawien, ebenso wie sein König, einen wahren Kult für das edelmütige Frankreich hegen. S. M wies weiter darauf hin. daß Jugoslawien von 7 Nachbarländern umgeben sei und daß daher seine Lebensinteressen mit allen europäischen Ereignissen in Verbindung stehen. Der Friede sei für Jugoslawien das höchste aller Güter. „Unser glühendster Wunsch ist," sagte S. M. der König „mit allen Nachbarn in guten Beziehungen zu leben. In der Hoffnung auf die Aufrechterhaltung des Friedens sind wir mit Frankreich einig. Unlängst haben uns Vertreter der Nachbarländer über die jugoslawischen Rüstungen beftagt. Wir haben diese Rüstungen nicht beslritten, sondern erklärt, Jugoslawien rüste, weil es dcn unerschütterlichen Willen habe, die Verträge und den gegenwärtigen Zustand zu verteidigen. Die jugosiawischen Rüstungen haben keinen agressiven, sondern defensiven Charakter." Das Gesetz über Zahnärzte und Zahntechniker S. M. der König hat das Gesetz über Zahn-ärzte und Zahntechniker unterschrieben. Das neue Gesetz setzt fest, daß der Titel eines Spezialisten für Mundkrankheiten und Zähne nur jenen Doktoren der Medizin zusteht, die sich zwei Jahre lang auf einer heimischen oder ausländischen Universität oder in der Abteilung für Stomatologie im staatlichen Krankenhaus in Beograd spezialisiert und vor einer Kommission des Gesundheitsministeriums die Prü-fung abgelegt haben. Die Zahntechniker stellen nach Zum letzten Male fährst du an, und fährst nicht mehr herauf, drum grüßt dich auf der dunklen Bahn Ein inniges Glück auf! Doch schloß sich auch dein Auge hier, dort tut sich's wieder auf, Wir alle, alle folgen dir und grüßen dich: Glück auf! Den Bergmann lobt man überall Und tut ihn weidlich preisen: Sein Fleiß gewinnet das Metall Mit Schlägel und mit Eisen. Er hat bei Herren und Fürsten Gunst und überall ist seine Kunst in Anseh'n und in Ehren. * Der Grubensohn braucht wenig Zu seiner Seligkeit, Behält für sich den Pfennig, Den Taler schickt er weit. Den Schlägel und das Eisen, Den Kittel und ein Weib Und etwas Brot zum Beißen Braucht er für seinen Leib. Das Fest der heil'gen Barbara Begehn wir heute wieder, Drum schallen kräftig durch den Saal Die alten Bergmannslieder. diesem Gesetz ein Hilfspersonal der zahnärztlichen Spezialisten dar, deren Arbeit ausschließlich in der zahntcchnischen Werkstatt zu erfolgen hat. Aerzte, die beim Erscheinen dieses «Gesetzes bereits die zahn-ärztliche Praxis ausüben, behalten den Titel und die Praxis eines Zahnarztes weiter, der Titel eines zahnärztlichen Spezialisten fällt aber bloß nach den Vorschriften dieses Gesetzes zu. Ein neues wichtiges Verwaltungsgesetz S. M. der König unterzeichnete am 19. N»-vember das Gesetz über das abgemeine Verfahren in Verwaltungsjachen. Dies ist das vierte größere Gesetz, das auf dem Gebiet der inneren V<4waltung nach dem 6. Jänner 1929 erlassen wird. Es ver-einheitlicht das Verfahren in allen Verwaltung?» Angelegenheiten mit Ausnahme des Verwaltung^ ftrafverfahrens, jedoch von diesen« wieder die Fälle, in denen die Behörden und ihre Organe aus Gründen der öffentlichen Sicherheit ermächtigt sind, auch ohne vorheriges Verfahren notwendige Maß-nahmen zu ergreifen. Ausland Die Großjährigkeitserklärung Ottos von Habsburg Zur Großjährigkeitserklärung des Erzherzogs Otto am 29. November kamen im Schloß Sienocker-zeel bei Brüssel zahlreiche Automobile mit allen möglichen Länderbezeichnungen an. Die Festlichkeiten begannen am Vortage mit einem Festessen, am Tage der Großjährigkeitserklärung wurde eine Messe im Schloß zelebriert. Darnach empfing Otto die öfter-reichischen und ungarischen Gäste getrennt und dankte den einen deutsch, den anderen ungarisch für ihre Huldigung. In Budapest zelebrierte Bischof Gras Johann Mtfes in der Stephans-Basilika ein Fest-amt, an dem die Aristokratie teilnahm, während das Bürgertum nur schwach vertreten war. In der Predigt wies der Bischof darauf hin, daß der Tronbesteigung Ottos verschiedene Hindernisse im Weg stehen. Der Tag der Großjährigkeit des jungen Königs sei ein großer Tag auch für die ungarische Nation, da sie mit diesem Tage die Geschichte ihrer besseren Zukunft zu schreiben beginne. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Anwesenden es noch erleben werden, daß Otto über sie regiere. In Budapest verlief der 29. November vollständig ruhig und ohne Aufregung. Von einer Beflaggung der Stadt war nicht viel zu bemerken. Nur vereinzelt wehten von Privathäujern Fahnen, von den offen!-lichen Instituten hatte nur die Akademie der Wissen-schaften geflaggt. Im legitimistischen Lager herrschte Enttäuschung über die Teilnahmslosigkeit der Haupt-städtischen Bevölkerung, weshalb auch von der be« absichtigten Veröffentlichung einer Proklamation anläßlich der Großjährigkeitserklärung Ottos Ab-stand genommen wurde. Wir denken fröhlich an die Zeit, Da wir noch angefahren; Süß ist die Erinnerung An bestandene Gefahren. Wenn Bergleut ihre Gläser schwingen, So hören sie die Englein singen, Weil jeder Bergmann, wie ihr wißt, Zu aller Zeit ein guter Christ: Drum lieben sie's in langen Zügen Zu trinken auch aus großen Krugen, Damit ja niemand sagen kann, Sie hätten etwas halb getan. Kärntner Vierzeiler: Knappen sein brave Leut, Das muß man sagen, Sie müssen die Zwanz'gcr Von Stan außerschlagen. Die Knappen sein Lappen, Se Manen, s' war toll Ham an Fleck aus'n A--- Und der Schacht hat ka Sohl. • ~ Die Knappen sein Lappen, Sein Pulverbrennar, Die schönaften Dirndln G'hören alle sönar. Nummer 94 Deutsche Zeitung Seite 3 Die Gehaltskürzungen in Italien Von der im Ministerrat beschlossenen Gehalts-kürzung werden rund 5001000 Beamte lind Angestellte der staatlichen Betriebe betroffen. Auher dem eigentlichen Beamtenpersonal, das mit ungefähr 60.000 angegeben wird, gehören dazu 190.000 Beamte und Angestellte der Eisenbahnen, der^ Post und des Telegraphenbetriebes, die bei den Staats-Monopolen Angestellten, deren Zahl sich auf 25.000 belauft, und überdies 160.000 Gemeindebeamte, Lehrer usw. Ihre Jahresbezüge betragen nach dein Bericht des ..Giornale d'Italm" zur Zeit gegen 9 Milliarden, so daß sich durch die I2prozentige Kürzung eine Iahresersparnis für den Staatshaus-halt, die Gemeindefinanzen und die Staatsbetriebe von über einer Milliarde ergibt. Indien fordert volle Unabhängigkeit Auf der Plenarsitzung der „Englisch-indischen Konferenz am runden Tisch" im tet. James-Palast in London erklärte am 20. November der indische Vertreter Maulana Mohammed Ali u. a. folgendes: Ich will nur in mein Land zurückkehren, wenn ich mit der Freiheit in der Hand zurücklehren kann. Ich bin nicht gekommen, um ein Dominionsstatut zu erbitten. Das eine, zu dem ich verpflichtet bin, ist die völlige Unabhängigkeit. Wir sind augenblicklich uneinig und ihr herrscht im Augenblick, aber sobald wir beschließen, einig zu sein, werdet ihr nicht mehr in der Lage sein, die Herrschaft über uns anszu-üben. Die britische Herrschast über Indien ist dem Untergang geweiht. Sie muh hier beseitigt werden, aber die Freundschaft zwischen Großbritannien und Indien soll fortbestehen. Verschwörungen in Ruhland In der letzten Zeit wurden in Nutzland Ver-Haftungen von höheren Offizieren und von Volks-kommissären vorgenommen, die im Verdacht stehen, auf einen Sturz der Sowjeiregierung und die Errichtung eines demokratischen Regimes hingearbeitet zu haben. Unter dcn Verhafteten befinden sich an. geblich General Blücher, der gefeierte Sieger im russiich-chinesischen Konflikt und Oberkommandierender im fernen Osten, ferner der Volkskommissär Syr-zow und der Volkskommissär für Post und Tele-graphen Antipow. In die Verschwörung soll auch der Vorsitzende des Rates der Volkskommissäre Rykow verwickelt sein, der auf „Urlaub" geschickt wurde. Diese Nachrichten sind natürlich mit der gleichen Vorsicht aufzunehmen wie alle anderen aus dem Sowjetteich. Attentat auf den japanischen Ministerpräsidenten Am 14. November schotz ein 23 jähriger Na-tionalist den japanischen Ministerpräsidenten mit einem Revower nieder. Der Schwerverletzte wurde im Spital sofort operiert und die Aerzte hoffen, Die Knappen sein Lappen, Hat kaner ka Geld, Hat a Stub'n voll Kinder, Ka Trad af'n Feld. — Bon einem vor langer Zeit schon heimgegan genen alten, etwas philosophisch angehauchten Berg mann sind folgende Aussprüche noch erhalten. In einem Bergbau, in welchen, in den höheren Bauen die Erze verarmten, in der Tiefe aber das Wasser eindrang, sagte er: „Ja, unser Bergwerk hat oberhalb die Au«-zehruna und unterhalb die Wassersucht." Als die Bergleute über die hohen Fettpreise lamentierten, meinte er: „Dem ist leicht abgeholfen, man behilft sich mit Pechöl, je weniger man zur Speise nimmt, desto besser schmeckt sie." Einmal kam die Sprache auf die Sonntags ruhe: da ergriff er das Wort und sagte: „Der Sonntag sollte eigentlich so heilig sein, dah man drei Tage vorher und drei Tage nachher nicht arbeiten dürfte." Als man einmal auch zum Kapitel der Er-schaffung der Welt kam, fiel auch unser Gewähr»-mann in die Rede und erklärte: „Unser lieber Herrgott ist ein weifer Mann und hat alles grohartig eingerichtet, aber einen Fehler hat er doch gemacht; hätte er die Weltkugel um einen Kubikfuß kleiner, hingegen da» Schnaps- i WA I i . ei das 50.000 Dinar RADION PREISRÄTSEL schließt am 30. XI. 1930 i__ Wer noch mitgewinnen L will, gehe sogleich zu seinem Kaufmann und verlange gratis Teilnehmer-\ ^karte und Bedingungen! ihn an Leben erhalten zu können. Als Motto einer Tat gab der festgenommene Attentäter an, dah nach seiner Meinung der gegenwärtige Ministerpräsident der Hauptschuldige an der Wirtschaftskrise Japans und an der Verarmung weitester Volksschichten sei. gläschen um einen Kubikfuh größer gemacht, so hätte dies der Erde nichts geschadet, beim Schnaps-gläschen aber wäre dies von großem Vorteil gewesen". Wenn gelegentlich vom Emporkommen einzelner Leute gesprochen wurde, pflegte er zu sagen: „Kann einer noch so weit kommen, aber weiter als zum Sterben hat's noch keiner gebracht." Zum Schlüsse noch ein Montanistischer Speisezettel: Suppen: Geologische Knochensuppe aus Mastodon-Ueberresten. Steinolio-Suppe mit Terebratula-Schöberl. Vorspeisen: Versteinerte Schnecken mit schwarzer Graphit-Sauce. Spargelstein mit Bergmilch und Halden-Brösel. Fleischspeisen: Geröstetes Lebererz mit Steinmark. Speckstein, gespicktes Sohlenläufel mit Erz-schwarteln. Hochofen-Sau mtt Schlacken Sülze. Klückauf-Backhändel mit Rotgülden-Kompot. Goldfasanen mit Erbsensteinpür^. Beilagen: Dodekaedrische Speckknödel. Mehlspeisen: Dampfende Treibherd-Kuchen mit an-geflammtem Silberblick. Dukaten-Nadeln. Him-beerspat-Gefrorenes. Getränke: Reben-Gold, Saurier-Milch, Mutterlaugen-Bräu, Naphta-Likör. Wohl gespeist zu haben! Aus Stadt und Land S. M. König Alexander Protettor eines Kongresses über das Flugwesen. Der erste internationale Kongreß für Sicherheit im Flugwesen findet am 23. Dezember l. I. unter dem Protektorat König Alexanders, der Könige von Spanien und Belgien und anderer hober Perfön-lichkeiten statt. Zum Chef der jugoslawischen Dele-gation wurde der Generalstabsches des Fliegerkom-maildos Brigadegeneral Vojislav Petromc ernannt. Das erste Hirtenschreiben des neuen Bischofs in Ljubljana an die Deutscheu des Bistums. Der neue Ljubljanaer Fürstbischof hat an die Deutschen seiner Diözese ein Hirten-schreiben gerichtet, und zwar in deren Muttersprache. Sin hoher Zagdgast in Obertrain. Erbprinz Albrecht von Bayern, ein Sohn des früheren Kronprinzen Ruprecht von Bayern, ist zur Jagd auf dem Gut des Barons Born in Trzic ein-getroffen. Punzierung der elektrischen Feuer-zeuge auf Automobilen. Nach der Vorschrift über Feuerzeuge vom 17. Oktober I.J. müssen im Lauf von 00 Tagen, d. i. bis 16. Dezember 1930, alle elektrischen Feuerzeuge aus Automobilen, die noch nicht punziert sind, bei Bezahlung der vor-geschriebenen Taie von 50 Din bei dem nächsten bevollmächtigten Zollantt «das sind die Hauptzoll-ämter in Beograd, Zagreb, Ljubljana, Sarajevo, Split und Subotica) mit der Punze versehen werden. Wer nach Ablauf dieser Frist noch ein unpunziertes elektrisches Feuerzeug auf seinem Automobil hat. wird als Schmuggler angesehen und dementsprechend bestraft werden. Der verhaftete Ozeanflieger. Dieser Tage wurde auf dem Semmering der bekannte amerikanische Ozeanflieger Charles Levine, einstmals ein gefeierter Held, wegen Falschmünzerei verhaftet Seite 4 Deutsche Zeitung Nummer 94 und dem Landesgericht in Wien eingeliefert. Er war von einem Wiener Graveur angezeigt worden, daß er bei ihm Münzenstanzen für französisches Goldgelb bestellt habe. Levine war bei seiner Ver-hastung übrigens ohne jedes Geld. Die Fahrt nach Wien mutzten ihm die begleitenden Kriminalbeamten bezahlen. Erkältung, Influenza, Grippe wie überhaupt bei allen Unpäßlichkeisen, die von Fieber begleitet sind, massiertet den Körper mit A lga. Das Fieber läßt sofort nach und Hai einen leichten und gesunden Schlaf zur Folge. Sie fühlen eine neue Körper-und Geistesfrische. Ausbau der Ford-Merke. Die Ford Werke in Detroit haben beschlossen, ihre Betriebe in Amerika und Europa trotz der Wirschaftskrise bedeutend zu erweitern. Die Ausgaben für die neuen Investitionen sollen rund 60 Millionen Dollar betragen. Hoffenden ffraucn und jnnge« Müttern minist da§ natürlich? „ZZranz Josef"-Bitterwasser zu geregelter Magen- »nd TormtäNfttett. Tie fcmiphKtttri« der neu-zeillichen ^rauenhetiliind? haben da« ^ran; Iosef-Way'er in einer sehr großen Zahl von Fällen als rasch, »uverlasiig und schmerzlos wirtend erprobt. Zra>,-Josef Bitterwasser ist in Apotheken. Trogerien »nd Lpezereihandlunflen erhältlich. Celje Die Herbstliedertafel unseres Männergesangvereines. Die am Samstag, dem 15. November l. I., veranstaltete Herbslliedertafel brachte sowohl den Dirigenten, wie den Mitwirkenden verdientes Lob. Schon vor dem Aufgehen des Bor-Hanges herrschte im vollbesetzten Saale jene Stim-mung, die ein Borbote guten Empfanges ist. Man wußte ja schon, daß das Bereinsorchester, durch tadellose Kräfte vermehrt, ein Bild gesteigerter Wir-kung bieten werde. Die Erwartung wurde aber bei weitem überboten. Unter Kalischniggs Leitung schuf das Bereinsorchester. mit neuerworbener Anmut ge-krönt, Leistungen, welche sich in Liebhaberkreiien nicht bald wiederfinden. Jedenfalls ist die derzeitige Zusammensetzung des Orchesters und seine Leitung eine solche, wie sie nur wenige Vereine aufzuweisen haben. Dies gilt von allen gebrachten Stücken, be-sonders von der Sammlung Lehar'jcher Weisen» in welchen Ing. Ed. Unger-Ullmann mit einem tadellos vorgetragenen Geigensolo besonders hervortrat. Das Bereinsorchester wird der Zeitenfolge gemäß an erster Stelle erwähnt, weil es den Gesangsvorträgen anfänglich vorausging. Was die gesanglichen Leistungen betrifft, kann mit vollem Rechte aner-kannt werden, daß der Berein eine Höhe erklommen hat, die er schwerlich noch überbieten dürfte, mag auch in der zu erwartenden Frühlingsliedertafel Maienstimmung mitwirken. Gleich die beiden ersten Chöre. „Herbststurm" mit wuchtigen Einsätzen, vermengt mit elegischer Melodie, sowie „Junge Lieb und junger Wein" mit ihrem neckischen, endlich aber doch dem Fraulichen ganz verfallenen, halbver-träumten Melos, schlugen voll ein. Damit war schon jener Zauber geweckt, der allen folgenden Dar-bietungen an und für sich günstigen Boden schuf. Sie hätten aber auch für sich allein genügt, um sich volle Geltung zu verschaffen. Das „Reblausum-kränkte" setzte sich im „Es schlürfet was" in wonniger Weise fort. Man hätte fast auch Novize werden wollen, um den Erorzismus, dem das Baritonsolo des Herrn Ing. Ed. Unger-Ullmann einen prächtigen Ausdruck verlieh, mit mönchischem Spürsinne nachgehen zu können. Eine Ueberraschung bot das neu zusammen-gestellte gemischte Doppelquartett, bestehend au» den Damen Frau Hotko. Frl. Unger-Ullmann, Frau Pfr. May, Frl. Werdoschegg und dcn Herren Löschnigg, Erich Blechinger, Ing. Unger-Ullmann und Zimmer, das mit den drei Liedern: „Nachtt-gall, ick hör dich singen", „In stiller Nacht" und „Wenn ich ein Böglein wär" prächtige Anfangsleistungen bot. Wenn auch im ersten Liede die Herrenstimmen ganz in den Hinter-zrund getreten sind, berechtigt doch die Zusammen-tellung mit musikalisch ausgebildeten Kräften bei leißigen Proben, die den tonlichen Ausgleich bringen ollen, zu den besten Hoffnungen. Damit soll nicht eine strenge Kritik zum Ausdruck gebracht werden. Auch die besten Kräfte, wenn sie im Zusammenspiel einheitlich wirken sollen, müssen sich erst in un-zähligen Proben aneinanderschmiegen. So weit hat es das heitere Vereinsquartett bereits gebracht. Dieser Viergcsang ist schon so gut abgestimmt, daß er sich auch vor einer strengen Zuhörerschaft bewähren wird und muß. Mag auch die Verhimmlichung des Wiener Wesen« nicht mehr zeitgemäß sein — die Volkssänger find bereits abgetan und vom echt Wienerischen aus Sttauß' Zeit sind nurmehr seine unüberbotenen Schöpfungen erhalten — so hat doch das Quartett bewiesen, daß auch diese Melodien, einer zu Grunde gegangenen Epoche entsprossen, richtig wiedergegeben, noch immer jenen Zauber auslösen, welcher ihnen in ihren jungen Jahren voll zu Teil lvard. Jedenfalls überragte aber „Das Martert" in seiner urwuchtigen Auffassung, und die ,.Reklametafel" in ihrer geradezu verblüffenden Weise, wie man tagtägliche Ankündigungen in ge-fällige und heitere Töne kleiden kann, weit die beiden ersten Lieder. Im ganzen genommen ein voller Erfolg des Vereinssangwartes Dr. Fritz Zangger, der dessen versichert sein darf, daß man dereinst schwerlich jemand finden wird, der ihn in seinem aufopferungsvollen Wollen und seinem von ausge-bildeten Können getragenen Schaffen ersetzen wird. Evangelische Gemeinde. Am Sonntag, dem 23. November, als dem Totensonntag der evangelischen Kirche, findet der Gemeindegottesdienst abends um 6 Uhr in der Christuskirche statt. Dabei bringt der Kirchenchor die neueste Komposition Meister Eduard Interbergers, das dem evangelischen Singverein gewidmete Chorwerk „Sehnsucht nach der Heimat", zum Vortrag. Die Kirche wird geheizt. Die Kinder versammeln sich vormittags um 11 Uhr im Gemeindesaal. Statt eines Kranzes für den verstorbenen Großindustriellen Herrn Peter Majdic hat die Firma Karl Scherbaum & Söhne in Maribor 250 Din für die Rettungsabteilung der Frw. Feuerwehr gespendet. Der Bau des Hauses der Pensions-anstatt, dessen Grund zwischen der Razlagova, Vrvarska und Kolenceoa ulica dieser Tage bereits ausgehoben wurde, soll, wie die Blätter berichten, plötzlich dadurch in Frage gestellt worden sein, daß dieser Baugrund für einen schweren Bau ungeeignet ist, weil er aus einer Anschwemmung besteht. Man glaubt, daß sich hier vor Zeiten das Bett der Sann befand oder der städtische Wehrgraben. Die Festigung des Grundes durch Piloten oder eine starke Beton-platte würde aber den Bau außerordentlich verteuern, so daß man daran denkt, ein leichteres Haus zu errichten oder die Arbeiten einfach einzustellen. Todesfall. In Graz ist am 16. November der Wirkliche Amtsrat Neqierungsrat Herr Konrad Wreßnig gestorben. Der Verstorbene war im Jahre 1874 in Ptuj geboren, vollendete dort seine Schulen und trat in Ptuj auch in den Gerichtsdienst ein. Später war er durch mehrere Jahre, zuerst als Grundbuchsführer und dann als Kanzleiobcrvor-steher, auch in unserer Stadt tätig, wo er sich all-gemeine Wertschätzung erwarb. Nach dem Umsturz kam er nach Graz; hier stieg er rasch empor und erreichte beim Grazer Zivil-Landesgericht die höchste Kanzleijtellung. Als außerordentlich tüchtiger Be-amter wurde er zur Mitarbeit bei der neuen Ge-schästsordnung herangezogen und erstattete wiederhott Vorschläge für diese. Er war bei den Kanzleibeamten und der Richlerschaft allgemein beliebt und wurde von allen, die ihn kannten, als offener Charakter geschätzt. Nach seinem Begräbnis am 18. l. M. fand eine Trauerfeier statt, an der außer der Kollegenjchast und zahlreichen Richtern auch die Angehörigen des Verstorbenen teilnahmen. Landes-gerichtspräsident Dr. Sutter würdigte die Verdienste des Regierungsrates Wreßnig, der so richttg die rechte Hand des Präsidenten gewesen sei, Ober-landesgerichtspräsident Dr. Glas dankte dem Verstorbenen für seine Treue. Pflichterfüllung und seinen nimmermüden Eifer im Dienst, schließlich sprach für die Gewerkschaft der Kanzleibeamten als deren Ob-mann Justizsekretär Ebermann. Todesfälle. Im Allg. Krankenhaus ist am 14. November der Kanzleigehilfe des städtischen Schlachthauses Herr Franz Holger im Alter von 61 Jahren gestorben. Am 15. November starb im Allg. Krankenhaus der 60-jährige Arbeitslose Franz Pinter aus Vojnik. — In Zgornja Hudinja ist der Besitzer und pensionierte Beamte der Zink-Hütte Herr Georg Speglic im Alter von 67 Jahren gestorben. — Im Gemeindehau» am Breg starb die 71-jährige Gemeindearme Anna Feldin. — Im Allg. Krankenhaus starb am vergangenen Sonntag der 71 jährige Schmied Anton Zabric, gebürtig aus dem Bezirk Sejana bei Trieft. — In Velenje ist der dortige .Distrikts- und Bergwerksarzt Herr Dr. Branko Zizek im Aller von 50 Jahren gestorben. In Zavodna ist die 75-jährige Pri vate Helene Ograjnsek gestorben. — Im Allg. Krankenhaus starb das eineinhalbjährige Arbeitern töchterchen Angela Gortcan aus der Umgebung Celje. — Im Allg. Krankenhau» ist ferner der 65-jährige Gerichtsdiener Jakob Kranjc aus Martja Grad« bei Lasso, der vor kurzem auf der Reise von Laiko DD > XNKMMMMiOaei | Standuhrwerke I nur bc«te Qualität, erhalten Sie billigst bei |Anton Lefcnik, Celje, Glavni trg 4.1i SweeeetMMMMiiH» wwneeee eamioaaae«»!! nach Celje in Ohnmacht verfallen war, gestorben. — Im Allg. Krankenhaus ist das 34» jährige Dienstmädchen Maria Novak aus JeLover bei Smarje gestorben. Tod eines Familienvaters in den Flammen. Am Sonntag brach im Stalle des Besitzers Anton Debelak in Rodne bei Rogaska Slatina ein Brand aus. Der Besitzer wollte noch im letzten Moment einige Gänse aus dem bren-nenden Stall retten, als plötzlich der Dachstuhl zu-sammenfiel und den unglücklichen Mann, Vater von 7 Kindern, unter sich begrub. Erst am anderen Morgen wurde seine ganz verkohlte Leiche aus der Brandstätte geborgen. Sonderbare Auffassung von der Auf-gäbe der Post. Unter der Ueberschrift - „Sonder-barer Brief" berichtet der Ljubljanaer „Jutro": Nach Celje kam kürzlich ein Brief aus Salzburg, auf dem die Adresse geschrieben stand: „Zelje, (Jugoslawien) u. s. w." Wir sind der Meinung, daß die Postverwaltung Briefe mit so verdorbenen Bezeichnungen unserer Orte mit der Bemerkung zurücksenden sollte, daß der Ort mit der betreffenden verdorbenen Bezeichnung bei uns überhaupt nicht existiert. — Nach unserem Dafürhalten ist diese Meinung sonderbar, nicht aber der bezügliche Brief wegen seines fehlerhaften einen Buchstabens. Der deutsche Salzburger hat bloß den slowenischen Namen Celje versehentlich nach der deutschen Recht-schreibung geschrieben, in der C gleich Z ist. Son-derbar ist aber die obige Auffassung deshalb, weil die Aufgabe jeder Post nur darin besteben kann, den Adressaten ^u finden, nicht aber einen viel-leicht wichtigen Brief, dessen Anschriftsort ihr tat-sächlich bekannt ist, wegen einer namensorthographi-scheu Haarspalterei zurückzusenden. Wir finden im Gegenteil, daß sich der Salzburger ohnedies redlich bemüht hat, denn auch wenn er den Brief mit dem deutschen Ortsnamen bezeichnet hätte, müßte ihn die Post laut Vorschrift des internattonalen Post-Vereines dem Adressaten zustellen. ssrelwlMge Feuerwehr Telj«, Telephon 99. Den Wochendienst übernimmt am 22. Nov. der III. Zug Kommandant: Edmund Bandet. Maribor Der desolate Zustand der Reichsstrahe zwischen Maribor und St. Jlj ist bereits des öfteren in der Presse beleuchtet worden und bildete auch gelegentlich des Ministerbesuches in Maribor Gegenstand einer Interpellation. Die vielen Löcher, die diese Straße aufweist, bilden bereits regelrechte Autofallen, denn.am 15. d. M erlitt auf der Sttecke zwischen Ilj und Pesnica neuerdings ein Handelsreisender einen Federbruch, dessen Re-paraturkosten von ihm selbst getragen werden müssen. Die Woche vorher passierten gleich zwei gleichartige Fälle, was an und für sich schon genügen würde, die Dringlichkeit der Herrichtung dieses Straßenteiles zu begründen. Aus Autobilistenkreisen werden bereits die lebhaftesten Klagen laut, daß die Reichsstraße fast nicht mehr befahrbar ist, während für die Er-Haltung der Banalstrahen immerhin noch manches getan wird. Wenn die Straßenwalze für diesen sehr wichtigen Teil der Reichsstraße momentan nicht verfügbar ist, so könnten die vielen Löcher min-bestens mit dem an den Straßenrändern aufge-häuften Schotter ausgefüllt werden. Wie wir jedoch erfahren, wurde dieser Schotter von der Banalver-waltung bis nun noch nicht übernommen und darf daher einstweilen auch nicht verwendet werden. So hat man sich in der letzten Zeit damit behalfen, einen Teil dieser Straßenlöcher mit Erde auszufüllen. Dies ist natürlich ein wenig aussichtsreiches Be-ginnen, wobei um die Arbeitszeit direkt schade ist. Als dringende, schwerlich aufschiebbare und noch vor dem bevorstehenden Schneefall notwendige Straßen erhaltungsmaßnahme dünkt es uns. daß die bereitliegenden Schotterhaufen übernommen und damit alle Straßenlöcher ausgefüllt werden. Durch diese Präventivmaßnahme würde die Reicksstraße einstweilen wieder so weit befahrbar sein, daß unsere Automobilisten beim Befahren dieser Sttaße an ihrem Eigentum nicht geschädigt werden. Beunruhigung unter den Gewerbetreibenden der Fleischerinnung. Es wird uns geschrieben: Unsere Marktinspektton hat, daß Nummer 94 Deutsche Zeitung Seile 5 muß vorweg entschieden anerkannt werden, schon mancherlei Neuerungen auf unserem Markte ge-troffen und ist auch bereits verschiedentlich für iyre Neuordnung sehr energisch eingetreten. Es kann daher nach unserem Dafürhalten nur einem Zufall zuzuschreiben sein, daß sie die in letzterer Zeit vor-kommenden Ueberschreitungen der Verkaufszeit durch unsere Speckbauern übersehen hat, ohne eingeschritten zu sein. Es kommt nämlich gar nicht mehr so ver-einzelt vor, daß nicht wenige der unseren Markt regelmäßig besuchenden Speckbauern ihre Verkaufs-zeit bis in die späten Abendstunden hin ausdehnen, obwohl in den Wintermonaten die Marktinspektion hiefür die Zeit bis 3 Uhr nachmittags- festgesetzt hat. Abgesehen von der dadurch hervorgerufenen Schädigung unseres Fleischergewerbes ist dies auch vom hygienischen Standpunkte aus nicht gerade gut-zuheißen, da der Verkauf des frischen Schweine-sleisches bei Kerzenlicht vor sich geht und das Fleisch durch die Tatsache, daß es von den gewiß nicht reinen Stearinkerzen betropft wird, bestimm! nicht appetitlicher wird. Unser unter der herrschenden Wirt-schaftskrise wie unter den schweren Steuern seuf-zender Gewerbestand verdient es gewiß, von allen in Betracht kommenden Faktoren in Schutz genommen zu werden. Unsere Fleischer müssen täglich in dcn Wintermonaten, d. h. ab ersten Oktober, den Verkauf ihrer Waren um 12 Uhr mittags einstellen, den Speckbauern hingegen wurde in Berücksichtigung ihrer von den Fleischern übrigens angefochtenen Privilegien, die sie von einem kaiserlichen Patent aus Maria Theresias Zeiten herleiten, nicht nur der Verkauf frisch geschlachteter Schweine freigegeben, sondern die Verkaufszeit auch bis drei Uhr nach-mittags ausgedehnt. Wir gönnen unseren Speck-dauern diese ihre Einnahmsquelle vom Herzen, können aber beim besten Willen nicht einsehen, daß sie ihre ^Verkaufszeiten noch über das ihnen ohnehin bis :i Uhr nachm. verlängerte Maß ausdehnen, da dadurch unsere Gewerbetreibenden, die das Fleischer-Handwerk ausüben, ungerechterweise benachteiligt er-scheinen. Was für den einen recht ist, muß für den anderen billig sein. Müssen die Fleischer punkt 12 Uhr mittags mit dem Verkauf aufhören, so müssen eben auch unsere Speckbauern sich den für sie erlassenen Bestimmungen fügen. Daß die Flei-Ichergenossenschast bisnun noch keine Schritte unter-nommen hat, dieser ihrer empfindlichen Benachtei ligung Einhalt zu gebieten, ist nur darauf zurück-zuführen, daß sie sich, wie wir erfahren, keinerlei Erfolg von einer Intervention ihrerseits erhofft. Wir können uns jedoch diesem Standpunkt nicht so vhneweiteres anbequemen, da wir überzeugt sind, daß unsere Marktinspektion gewillt ist. jeder Unzu-kömmlichkeit zu steuern, die sich auf unserem Markte ergeben sollte, mag sie von welcher Seite immer kommen. Wir machen unsere Marktinspektion auf diesen aus Fleischhauerkreisen bekanntgewordenen Uebelstand aufmerksam und sind überzeugt, daß sie die besagte Schädigung dieses Gewerbestandes zu verhindern wissen wird. Ausgleich. Die bekannte Buchhandlung Vilko Weirl in Maribor hat um den Ausgleich außerhalb des Konkurses angesucht. DieAktiven betragen 688.822 und die Passiven 1,277.422 Din. Die Firma bietet 50 Prozent. Änvestitionsanleihe der Stadt Maridor Der Finanzausschuß des Gemeinderates beschloß in seiner letzten Sitzung, bei hiesigen Geldinstituten eine Anleihe aufzunehmen, deren Ertrag zu ver-schiedenen Arbeiten verwendet werden soll, u. zw.: Ausbesserung der Sttaßen in der Arbeiterkolonie <600.000 Din), Ausbesserungsarbeiten am Theater-qebäude (135.000 Din), Ausbesserungsarbeiten am Rathaus (100.000 Din), Adaptierung des Gemeinde« Hauses am Rachausplatz (27.000), Anschaffung einer Sttaßenstampfmaschine (60.000), Asphaltie-rungen (200.000). Ueber weitere Arbeiten wird der Finanzausschuß in seiner nächsten Sitzung beschließen. Ein Schulbubenstreich. Zwei Volksschüler erbarmten sich am Dienstag nachmittags eines leer-stehenden Rettungsautos in der Presernova ulica. Zwei setzten sich in das Auto zum Volant und schalteten die Bremse aus, einer schob den Wagen von hinten an. Dieser setzte sich in Bewegung und fuhr an den Elektrokandelaver vor dem Geschäft Turad an, der ins Wanken kam. Seine Beton-unterläge zersprang, am Auto wurde der Kühler beschädigt. Der am Kandelaber angerichtete Schaden wurde auf ö50 Din geschützt, die Schadenssumme des Autos ist auch beträchtlich. Die drei leichtsinnigen Jungen haben also ihren Eltern, die zum Schaden-ersatz herangezogen werden, einen ordentlichen Kummer bereitet. Soviel Geld ist aus dem Hosenboden beim besten Willen nicht herauszuklopfen. Rheumatische Bestellen Sie noch heute eine Flasche und jc'ion morgen werden Sie überraschenden Erfolg haben. 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Die in den letzten Tagen erfolgte Dienst-Versetzung der Schwester, die Verschuldung des Ristic und die'Tatsache, das; im Arbeiteroersicherungsamt ein Defizit festgestellt wurde, dürften das Paar zu dem Verzweiflungsschritt bewogen haben. Motorradunfall. Dienstag um 7 Uhr abends fuhr der Zollbeamte Mirko Iarc mit seiner Beiwagenmaschine von der Aleksandrooa gegen die Slovenska ulica. Der am Grajski trg diensthabend« Verkehrsschutzmann gab ihm wegen zu großer Ge-schwindigkeit das Haltzeichen, das er aber nicht be-achtete. Gleich darauf ereilte ihn das Unglück. Knapp bevor er zum Kaffeehaus „Astoria" kam, wendete die Maschine scharf rechts ein und tieß in die Mauerecke des Kaffeehauses. Die Maschine kam trotz des scharfen Anpralls verhältnismäßig glimpflich davon, während Herr Iarc durch die Wucht des Stoßes aus dem Sattel geschleudert wurde und ohnmächtig auf der Straße liegen blieb. Der rasch herbeigeeilte Rettungswagen überführte ihn in seine Wohnung. Vom Gericht. Von dem hiesigen Kreis-gericht wurde der Keuichler Martin Obran aus Stojnci wegen Kurpfuscherei zu drei Wochen Arrest, bedingt auf zwei Jahre verurteilt, weil er im April l. I. dem lungenkranken Franz Janzekovic aus Zagojici zur Ader gelassen hatte, worauf dieser an Herzschwäche starb. Das Honorar des Kurpfuschers war allerdings klein gewesen, es betrug bloß 2 Din. — Der 24-jähr. Winzer Franz Fras aus Trnovski vrh lvar mit seiner Schwiegermutter in Streit ge» raten und hatte sie durch mehrere Messerstiche am Oberarm und an der Brust verletzt. Er wurde zu 4 Monaten strengen Arrests, bedingt auf 3 Jahre, und zur Zahlung der Spesen verurteilt. — Die ^5 jährige Gera Mlakar aus Gruskovje hatte ihren Schwiegervater schwer mißhandelt, wofür sie zu 16 Monaten strengen Arrests und zur Zahlung von 2600 Din verurteilt wurde. Reparaturen werden gut und billigst ausgeführt, auch Grammophone. 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Wie wir erfahren, führt der Wein-gutsbesitzer Herr Franz Osterberger aus Ptuj schon feil einiger Zeit einen Teil seiner Weine (Flaschen-wäre» nach Patagonien (südlicher Teil Argentiniens) aus. Wir wandten uns an Herrn Osterberger und erfuhren, daß tatsächlich auch in Uebersee für unsere Weine Nachfrage herrscht. Die Weine haben den weiten Seetransport sehr gut vertragen. In Buenos Aires wird die Ware in kleinere Küsten- und Flußdampfer umgeladen, um in das Innere des Landes verfrachtet zu werden. Trotzdem der Wein bei dieser Gelegenheit nicht mit der notwendigen Vorsicht behandelt wird und die dort herrschende tropische Temperatur auf den Wein keinen günstigen Einfluß ausübt, kommt unser Wein qualitativ voll-wertig an. Dies spricht unbedingt für die Güte unserer Weine. Wie uns Herr Osterberger weiter? mitteilt, herrscht für unsere Weine auch in Belgien Interesse. Für den Erport in diesen Staaten kommen jedoch nur flaschenreise, unverschnitlene. nichtaufge-zuckerte untersteirische Oualitätsweine in Betracht. Einen so weiten Transport hält der Wein nur in Flaschen aus. Die von Argentinien angelangten Anerkennungsschreiben, die gleichzeitig mit Nachbe-stellungen eintrafen, zeugen dafür, daß man dort den Wert unseres vorzüglichen untersteirischen Weines gebührend zu schätzen weiß. Herr Osterberger, einem der ersten Weinfachleute in unserm Weingebiete, gebührt jedenfalls Dank und Anerkennung, daß er ich als Pionier nicht für unseren Edelweinbau. ondern auch für den Erport dieses edlen Tropfen» o voll und ganz einsetzt. 6. K. Ptuj. Am 29. l. M. in der Zeit von 6 bis 7 Uhr abends baden alle Leichtatlethen sowie auch die Fußballer iyre Requisiten, wie Schuhe, Dreß u. dgl., im Vereinslokal „Vereinshaus" ab-zuführen. Der Kaferuplatz Eigentum der Stadt-gemeinde Ptuj. Wie man uns mitteilt, wurde von Seite des Justizministeriums der Tauchvertrag bezüglich des Platzes auf dem seinerzeit die kleine Kaserne stand, unterzeichnet. Der Kasernplatz wurde Sette ß Deutsche Zeitung Nummer 94 <;ioiclienli8ß:. = SPAR- UND VORSCHUSSVEREIN IN CELJE = rejttxtrlert« OPI > Hiiltuiii; :: Gegründet 1900 Telephon Nr. 213 interurban Glavni trg I Spareinlagen, Darleihen und Kredite I M gegen günstigste Bedingungen _| Einlagenstand Din 30,000.000 GeldTerkehr Oin 230 000.000 HRANILNO IN POSOJILNO DRUSTVO V CELJU "-5" '■ wivei» Seit dem Jahre 1850 kSllfeil Slö Bürsten, Pinseln, Korb-, Holz- und Galanteriewaren noch immer am besten und billigsten bei ]. SÄGER CELJE A Aleksandrova ulica Nr. 9 Buchhaltungskundiger Kaufmann od. 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