Nr. 27. Frcimss, >. Fclimar 1907. 12«. Jahrgang. Mlmcher Leitung Vr««»meratlonspreiS: Mit Poslverse ,> du »«: nanzjäliria »u K, halbillbriss ,ö X. Im ttonwr: ssanzjahlin » X hall'jülirla c» l>. lllüüere per Zeile 12 !>; liei üflercu Wiederhulunge» per Mir « l>. Vir «Lllibacher Zeüimg» erscheint täglich, m!t «usuahms der Lonn- >ü,b 3^ll'r!«ge, Die 'Admilllstrali»» liefinbel sich i?«llnreßplny Nr, ü, die »irdalllun Dalnialingasjc Nr. lU, Epleciislundeii drr l)ted>iliiu>! von u bi« l0ll!ir v»r mi. j» Beck iu. i>. Klein m.^. Korytowsti m. j). Aienerth m. ^,. Aliersperg in. p. F olt u». p. Äi a r ch e t m. p. Persch atta in. !i. Dzieduszycti m. p. Pacät iu. p. Pradc in. p. Lat s ch c r m. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben laut Allerhöchsten Handschreibens vom ^tt. Jänner d. I. dem, t. t. Handelslninisier Dr. Josef Fort, dem k. k. Minister für Kultus lind Unterricht Dr. Gustav M a r ch e t, de»n k. k. Eisenbahnminister Dr. Iulilis Derschatta Edlen voll Stand-halt sowie den k. t. Ministern Dr. Friedrich P a -c -l k und Heillrich P rade die Würde eines Geheimen Nates tarfrei allerftnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Heil. Die Auflösung des Abgeordnetenhauses. Im amtlichen Teile dieses Vlattes wird das kaiserliche Patent veröffentlicht, das die Auflösung des Abgeordnetenhauses des Reichsrates verfügt. Mit den Neuwahlen,die auf Grund des allgemeinen und gleichen Stinimrechtes erfolgen, hebt ein neuer Abschnitt der inneren Geschichte Österreichs an. Während in anderen Staaten die Beseitigung der Vorrechte im Wahlrechte meist unter heftigen und langanhaltenden inneren Erschütterungen oder nnter auswärtigen Verwicklungen vor sich ging, hat Österreich ein Veweis für die innere Lebenskraft des Staates — die Verheißung seines Staatsgrund-gesehes, daß vor dein Geseh alle Staatsbürger gleich sind, allf dem Gebiete des Wahlrechtes ill ruhiger Entwicklnng zur Wahrheit gemacht. In dein Ängen blicke nun, wo auf deu gewonnenen Grnndlagen ein ueues Haus aufgebaut werden soll, ist es eine Pflicht der Negierung mit^uraten und an dlo Wähler ein Wort über die besondere Bedeutung der kommenden Wahlen zu richten. Alle Staatsbürger werden nnnmehr den glei chen Einfluß auf die Gesetzgebung des Staates nnd auf die öffentlichen Angelegenheiten habeil. Die Po litische Rechtsgleichheit hebt jede Trennung zwischen Staat und Volk auf, sie verbiudet beide zn einer Einheit. Es kann die so oft beliebte Unterscheidnng nicht fortbesteheil, daß das Parlament der Regierung die Sorge für den ^?taat überläßt und sich die Vertretung einzelner Tonderwünsche der Bevölkerung vorbehält. Nicht nur das staatliche, son dern auch das Interesse des einzelnen Staats burgers fordert, daß diese künstliche Trennung aufhöre. Durch das gleiche Slimmrecht ist der Staat zum Gemeingut aller Staatsbürger geinacht, und die Unterscheidung zwischen Staats- und Volks noNvendigkeiten, die so viel Verwirrung angerichtet hat, iiinß fallen! In dem Maße, als die Staatsvertretnng Volks' fache geworden, müssen auch die Vertreter deö Feuilleton. Halali! Non M-rthold Aarste«. (Nachdruck verboten) Am Fiche der schönen Freitreppe stieg man zu Pferde. Im Park waren die Wege frisch gekehrt, die alten Banmriesen schüttelten ihre beschneiten Köpfe wie nachdenklich im leichten Winde, uud die Sonne leuchtete, ohne zu erwärmen. In dem Stimmengewirr erstarb das Stampfen der Hufe, das >ind aber nur Männer geeignet, die den Zweck des Parlaments in positiver staatlicher, dem Volks^ wohle dienender Arbeit erblicken, Männer, die ihren Veruf nicht blos; darin fehen, den Wählern dnrch oft fragwürdige Mittel zu gefallen, sondern dem Volte und dein Staate durch sachliches Wirken zu ni'chen. Auf die Wahl solcher Männer werden die Wähler ihr Augenmerk richten müssen, wenu anders sie ein durch die allgemeine Achtuug gefestigtes Parlament haben wollen. Insbesondere mögen die Wähler eingedenk sein, das; hente die wirtschaftliche Wohlfahrt und die soziale Fürsorge den eigentliche» >tern der Politik btlden müssen. Immer mehr werden die Beziehungen der Völker zueinander durch haudeld und wirtschaftspolitische Fragen bestimmt, immer mehr tritt die wirtschaftliche Interessenpoluik in den Vordergrund. Hinter dieser Entwicklung dürfeu wir nicht zurückbleiben. Reiche Raturschähe Österreichs sind noch nicht nntzbar gemacht, uusere Landwirtschaft will fich gegen einen mächtigen Wettbewerb behaupteu, unsere erstarkende Industrie fordert ihren Anteil au dem glänzenden Aufschwünge der Weltwirtschaft, unser hoch entwickeltes Gewcrbe will sich die Grundlagen eines ehrenvollen Bestandes sichern. Die Entfaltung einer von einheitlichem Geiste geleiteten Wirtschafts und Sozialpolitik wird darum zu den obersten Aufgaben des kommenden Neichsrates gehören und diese Aufgabe verlangt Männer, die ihr nut Eifer dieuen wollen, mit Sachkunde dienen können. Sie fordert Männer von besonnener und gerechter Teukung5art, die bei aller Liebe zum eigenen Volkotum gewillt sind, an der Herstellung eines nationalen Friedenszustandes mitzuwirken, der alle Kräfte unseres reich gesegneten Vaterlandes erst völlig frei machen würde. Die Beratung der Wahlrcform hat bereits erfreuliche Ansätze einer Ausgleichung nationaler Ansprüche gebracht und dieser Weg muß beharrlich weiter verfolgt werden. Die Regierung wird die Ausschreibung der Neuwahlen in ciuem möglichst nahen Termine anordnen, weil sie weist, welch wichtiges Gut die Kontinuität der parlamentarischen Verhandlungen ist. Sie wird in der Zwischenzeit nicht müßig sein, vielmehr Gesckesvorlagen ausarbeiten, welche die allgemeine Wohlfahrt zu fördern geeignet sind; sie wird aber auch die wirtschaftlichen Machtmittel bereitstellen, damit der Staat mit fester Zuversicht der künftigen Entwicklung entgegensehen könne. Osterreich bedarf infolge seiner Zufammeusetzuug zu seinem Gedeihen mehr Kraftaufwand als andere Staaten, die Völker, ihrerseits sind aber wieder mit ihrem Dasein an die zusammenfassende Kraft, eines den großen Mächten des Kontinents ebenbürtigen Ganzen gewiesen. Auf jeden Fall ist mit dem ueuen Wahlrechte den Vollern Österreichs das kräftigste Werkzeug für erfolgreiche politische Arbeit iu die Haud gegeben. Ob damit für sie ein nener Tag anbricht uud sie in freier Selbstbestimmung nach neu gesetzten, höhereu Zielen den Weg antreten, das wird von dem Maße ihrer politischen Einsicht abhängen. Denn nicht nur Eiuzelne, sondern auch gauze Völker sind ihres Glückes Schmied. Politische Uebersicht. Laib ach, 31. Jänner. In der „Neuen Freien Presse" plaidiert der gewesene Abgeordnete Dr. Viktor Nuß dafür, daß oie deut s ch e u P a rtei e n die alten Verbände oes Abgeordnetenhauses zu den Toten legen und sich in ciuer großen Partei vereinigen mögen. Die Grundsätze, welche der Wahlanfrnf der deutschen Volkspartei aufstellt: Politische Freiheit und mo oerne wirtschaftliche uud kulturelle Entwicklung auf uatioualer Gruudlage, seien vereinigend uud nicht trennend. Man möge diese ciue Plattform für alle freisinnigen Deutschen im Wahlkampfe aufstellen und die alten Fraktiousfarben wegwerfen. Die neuerlich auftauchenden Gerüchte über vertrauliche Verhaudlungen, die in Nom zwischen dem Vatikan uud Vertretern der französischen Negi e r u n g schweben sollen, werden in einer Meldung aus Paris als unbegründet erklärt. Es wäre allerdings ungerechtfertigt zn behaupten, daß die Möglichkeit der Anknüpfung eines solchen Meinungsaustausches ausgeschlossen sei. Der Zeitpunkt ist aber hiefür noch nicht gekommen; es ist vielmehr vorauszusehen, daß die lirchenpolitische Lage in Frankreich vor Ablauf eiuiger Monate keine wesentliche Veränderung erfahren dürfte. Der bulgarische diplomatische Agent Geßov in Konstantiuopel, der mehrere Tage in Sofia weilte, ist beauftragt wordeu, über die nach dem Abschluß der türkisch - bulgarischen Handelskonvention noch in Schwebe gelassenen politischen nnd wirtschaftlichen Fragen mit der Pforte zu verhandeln. Ge^ov wurde von der Negieruug mit dem Vorsitz der Kommission betraut, welche demnächst die Verhandlungen über diese Augelegeu-heiteu aufuehmen soll. Die wichtigsten derselben betreffen die Regelung der von türkischer Seite oft berührten Vakuf-(.Uirchengüter-) Frage, die Ernen- nung der Muftis für die in Bulgarien lebenden MolMinmedaner (deren Vestätiguug durch den Scheich-nl-Islam), Paßfragen und andere. Von bulgarischer Seite soll an erster Stelle angestrebt werden, von. der Pforte die Bewilligung für den Bau der Verbindungsbahn Küstendil-Nsküb zu erlangen, welcher Schienenweg nach Herstellung einer Verbmduug an der Donau mit deu rumäuischen Bahneu ein hohe internationale Bedeutung hätte. Wie iu eingeweihten Kreisen verlautet, ist die bulgarische Negierung geneigt, als Gegenleistung für die Erlangung dieser Konzession ihre übrigen Wünsche einzuschränken. TlMnemgleiten. — (Ein herzoglicher Lokomotivführer.) In d<>r Madrider Gesellschaft erregt es große Verwunderung, daß sich ein Mitglied des höchsten spanischen Adels, der junge Herzog von S a ragossn, der Arbeit zugewendet hat. Er ist Lokomotivführer geworden, nachdem er eine Zeitlang als Heizer gedient hat. Zweimal in der Woche füht-t er den direkten Zug von Madrid nach San Sebastian und ist in seiner Kleidung nnd mit seinem rußige» Gesicht nicht von anderen Maschiuenführern zu unter scheideu. Der Anlaß zu dieser merkwürdigen WM eines Vernfcs war eine Wette, die der junge Herzog einging, als er mit Freunden ein Motorwagenreu neu unternahm. Nachdem er Vorstudien gemacht hatte, erlaubte man ihm, in Begleitung eines Zugsführers einen Eiseubahuzug eine kurze Strecke eutlang zu führen. Er fand daran ein so großes Interesse, daß er seine Zeit als Heizer diente und nach gut bestau dener Prüfung sich als Lokomotivführer anstellen ließ. (A n eine r H ü h u e r a u a e uoperati o n gestorben.) Dicsertage ist im, Spital der Barin herzigen Brüder in Wien der Pfarrer von Pattern dorf in Niederösterreich an den Folgen einer Opn-a tion gestorben. Pfarrer Alois Tobusch hatte Hühner äugen und schuitt sie sich selbst aus. Wahrscheinlich hat er bei diesem Bemühen zu tief geschnitten, denn es stellten sich nach der vorgenommenen Operation solche Beschwerden in den unteren Extremitäten eil,, daß der Pfarrer das Spital der Barmherzigen Brüder iu Wien aufsuchen mußte, too man sofort seinen höchst bedenklichen Zustand erkaunbe uud au eiue Amputo tion des kranken Fußes schritt. Leider erwies sich iede Hilfe als vergebens. Dieser Vorfall mag deu vieleu, dic solche Operationen au sich selbst vornehmen, zur neuerlichen Waruuug dieueu. (Wie ein russischer Beamter sich zumGott prokIamie r t e.) Die folgende abeu teuerlickie Geschichte, die das „Journal des Voyages" erzählt, spielte sich iu einen, der traurigsten Gebiete Sibiriens ab. Vor der Stadt Kiöiginsk. wo vor noch Unrecht Gut. Roman von V. Loronh. (54. Fortsetzung.) (Nachbrucl „erboten.) Schweigend standen sich die Gatten gegenüber, dann begann der Kommerzicnrat: „Dieser entartete Bursche hat natürlich geloben?" „Nein, Martin, wac- mich betrifft, sagte er die Wahrheit." „Ist es möglich? Dann - " „Bleibe ruhig," unterbrach sie mit mehr Entschlossenheit, als ihr gewöhnlich eigen war. „Fehlte - irrte ich - und Gott gebe. daß es so ist, so geschah das aus Liebe." „Ja, ja, aus Liebe verhehltest du mir immer alles nnd vcrhiudertcst mich, dem, was sich mir iu den Weg stellte, cucrgisch entgegenzuarbeiten. Das weih - - das kenne ich, und es brachte uns schon mchr Unheil und Schaden, als du auf diese Weise abwenden wolltest. Verwünschtes Vertuschungssystem, das nichts als bit» tere uud giftige Früchte zeitigt." Seine Heftigkeit erschreckte Katharina. Sie saut in eine Sofaecke, drückte den Kopf in die Kissen uud begann zu weinen. „Tränen, immer uno immer wieder Tränen l" rief er ungeduldig. „Wie kountest und durftest du einen, Menschen, den, ich, wie dir bekannt ist, die Tür wies, Zugeständnisse macheu?" „Ich meinte „Du meintest es gut! Der ewige Resrmu!" „Sei nicht böse, Martin." „Wie kam denn das alles?" „Er drängte sich au mich heran," „Auf welcl>e Weise?" „Ich empfing mehrere Vriefe, in welchen er um eine Uuterreduug bat." „Die du gewährtest?" „Nein; erst eil, späteres Schreiben, welches selt> sam? Andeutungen enthielt, bewog mich, Noiseuil zur angegebenen Stunde bei Madeleine Francois zu treffen. Ich kam nur in der Absicht, seiner Zudriug. lichkeit eiu Ende zu macheu, aber - " „Aber?" „Er behauptete Dinge, die ich nicht glauben kann uud nicht will, lveil ich sonst deu Verstand verlieren müßte." Sie spraug auf und wanderte umher. „Was für Dinge?" fragte Huber mit unheimlicher Nuhe, „und wcun du nicht darau glaubtest, warum lvar dann diese erste Zusammenkunft nicht auch die letzte?" „Weil er mit Veröfseutlichuugeu drohte." „Was gab es denn zu veröffentlichen?" Martin war aus Fenster getreten uud blickte auf die Straße hinab. — „Das Flakou, welches er bei Werners zeigte, soll, nebst andereu dazu gehörigen Schmuckgegenstäuden, ein deinem Bruder üoergebenes Pfand gewesen sein." „So? — Das ist ja möglich. — Wenn er mit dem Wucherer gemeiusame Sache machte, wird ihn, wohl auch so manches Wertstück iu den Händen geblieben sein. Erschien dir diese Mitteilnng so wichtig?" „Nein, wohl aber die Art uud Weise, auf welche er iu deu Besitz des Flakous gelangt sein will. Er nannte niemand, behauptete jedoch, das Niechfläschchen von jemand getauft zu haben, der es, früh nach Pauls Tode auf den Stufen, die zur Kammer des Kranken cmporführten, gefunden habe uud legte mir auch die Kopie eines Schriftstückes vor, das heißt, nur kurze Auszüge daraus, ohne Nameusuuterschrift, iu welchen, der oder die Betreffende bekundet: Lärm, wie durch mehrere Personen verursacht, Stöhuen. Ächzen und einen schweren Fall vernommen zu habeu, uud des weitereu erklärt: ,Ein Manu sei aus der Kammer gekommen, mit einem großen Pack unter dem Arm, in dein Zinnner geschlichen und nach einer halben Stunde mit demselben Pack wieder zurückgekehrt, um aber-mals in die Kammer zu gehen, wo aber uuu alles ruhig blieb. Der Mauu und was er trug, sei wegen der Finsternis, die nur sekundenlang dem sich schnell wieder hinter Wolken bergenden Monde wich, nillK genau zu erkennen gewesen'." „Wenn er in mein Zimmer ging, mußte er es wohl selbst gelvcsen sein." Huber lachte laut auf. „Uud wer will das alles beobachtet haben?" „Noiseuil weigerte sich, es mir zu sagen." „Weil er dir Märchen erzählte," „Er behauptete, einen Zeugen namhaft machen zu könueu und drohte „Weil er eine leichtgläubige, törichte Frau vor sich hatte! ^ Also dahin ging das Geld, über dessen Verweudung du keine Auskunft geben konntest?" „Ich luagtc nicht nein zu sageu. wenn er immer wieder mit neuen Forderungen cm mich herantrat. „Und warum Nagtest du eo nicht?" rief Huber, desseu mühsam errungene Nuhe jetzt ucuerdiugs einem heftigen Zoruesausbruche wich. „Hieltest du mich etwa für lueiues Bruders Mörder?" „Um Gotteswilleu. still!" Sie preßte ihn, beide Hände auf der, Mund und zitterte wie im Fieber. „Der Himmel liewahre mich vor so einem entsetzlichen Gedanken! Nein, nein. aber ich weiß jn, wie Peinlich dir jedes böswillige Gerede ist. und deshalb " „Ließest du dich ausbeuten von einem Schurken und gabst dem Burschen dort drüben auch „och das Necht, zu denken, hinter der ganzen Geschichte, die dich so ängstigen konnte, miiss? doch ettl>as Wal>ves stecken." „Wa« hätte ich tun sollen, Martin?" „Mir sofort Mitteilung von diesen Erpressungs-versuckx'u macheu. Ich würde deu Gmmer ohue Nx,'i-teres der Polizei überliefert habeu. — Drohen? -Mir drohen? Auf solclM Gewürm setze ich einfach deu Fuß uud zertrete es." „Er behauptete, ein kompromittierendes Schriftstück zu besitzen." „Welches du jedoch nicht zu sehen bekamst." „Er zeigte es mir nur flüchtig und verdeckte die Unterschrift, Es schien von uugeleukter Hand mit dicken, vlumpen Strichen geschrieben," (Forts, solgt.) ^aibacher Zeitung 3ir. 27. 23.^ 1. Februar 1907. mchtMzu fenr liegender Zeit die Nlffischoi, und tic Nchmtschlschen Bewohner des Landes so Primitiv leb-tc>, wic> etwa unsere Vorsahren zur Steinzeit gelebt haben lnochten, erschien eules Tages ein von einem Schiffsreeder aus Vladivostok ausgefandter Danipfer, der für jene Gegend den Beginn einer nenell Ära doderltete. Die Tfchnktfchen lernten danials zum ersten, mal Mehl, Seife und Wäfclie kennen. Diese Gegen-stände schienen chnen ein geradezu unerhörter Luru" zu sem, und sie tauschten geril ihr kostbarem Pelzwelt gegen dle,e .neue., Erru.lgenschasten" der zivilisierten Lander ein. Nun tonnte auch die russische Reg ernna 57s ^N""«'"cht illehr ^viderstehe^iiU^ als V rrrcter des Zaren eine:, Polizeichef zu enien^ w^ .,'"!"" «Unwrtanen" begreiflich zu machen, welche ungeheuere Distanz sie von einem höheren W^en )<..'er Art tren.ite, fiihtte sich der neue Poli^i A-.'.Zojus, des höchsten ^ " A"ltiäM>eMe,liawn ein. Als derSchiffS^ reeder aus Vladivostok ein Jahr später das von ilnn s.^ ^ erschlossene Lm'd nock) einmal be 7 4^' ^^' "' H"'ae """ NlerNuiirdigen Szene, unter Glockengeläute, Flintenschüssen, Freudenge, Y^li, Trolilinelwlrlx'l, Gonggetöse nnd Fackelbelellch mug erschien auf den Strain ein seltsamer Iestzug. ^oran schritten tschuktschische Priester, und den Schluß der Prozession bildete, in einer mit Vogelfedern und ^lerfellen geschmückten Sänfte thronend, der Gott von .Möigmsk. Ucht Pnester in seltsamem Anspntz trligen ore Sanfte; tanzend, springend und unlx'imlich l^n lend folgte die ganze Bevölkernng der Stadt. Man kann sich denten, wie elstaunt der Kapitän iuid seine !ckute waren, als sie in dom Gott den rnssiscl)en Po lizeichcf erkannten. Und man kam, sich vorstellen, nx'l ches Entsetzeli die biedewn Tschuttschen packte, alö bald darauf ihr Gott von den Europäern abgeholt und ge fesselt an Bord des nach Vladivostok zurückkehrenden Schiffes gebracht wurde. LolaI- und Provinzial-Nachrichtm. Lohengrin. Wagirers Werke sind, wie die Goethes fast ohne Ausnahme „Bruchstücke einer großen Konfes, ston", d. h. sie sind künstlerisch Niederschlage der LebellsMcksale und der durch diese Schicksale be dlngwn seelischen Zustand des Meisters Es wäre ein leichtes, d^e Richtigkeit dieses Satzes für sä„itlul>e Dramen Wagner» nach dem „Rienzi" nachzulveifen H'0ie Einsicht nliissen wir gewonnen haben, so wir zueinein vollkommenen Verständnis der Schöpfungen des Meisters gelangen wollen. In bezug ailf den ..LolMgnn" gibt niis der Meister selbst in seiner be^ rnhmten ..Mltteünng an meine Fl-ennde" si^i) die wertvollsten Allfschlüsse (IV. Band der gesammelten Insten. S. '204 kk). Die Anfnah.ne, die „Tan.i-Lauser", als er zum erstennial vor die Welt trat, go Nmden hatte, brachte Wagner zur Überzeugung, daß er ganz u,id gar unverstanden sei. Der Künstler fühlw Nch vollständig vereinsaint. Aus der Einsamkeit aber Minte sich sein Genius wiederum inbrünstig nach in' niger Berührung mit der Volksseele. In dieser Stinv' """a stieß der Meister auf den Lohengrinswff. ^a ,var ein Schicksal, dem seinen gleich. Auch LolM,-Mn den göttlichen Helden, verlaiigt es in seiner wundervollen Eilifanikeit nach Liede. Er flicht das M « ^ meiischlüi^ Hcrz) nnd will vmr ihlii als ^iensch - so N'ie er ist fraglos geliebt, nicht als ^ottcslield angebetet sein. Eine Gewähr dafür, das; "w-,es sei,, sehnlichstes Sehnen befriedigt wird, kann """ "llr die Verheimlichung seiner wahren Hertnnft ^ Darum das fei^rlick^ Frageverbot. Das "M:ch geftnidene Weib aber gerät in Zweifel und ^Neriucht, Lohengrin erkennt, daß er eben nicht (durch c«^'- ^"itand<'n, sondern nnr angebetet wird- das ern" s.'"" ^''""' ^"ttlichkeit wird ihin entrissen nnd crf^. ^"^'^ '" s"'"" cinsan'en Himinel. Deutlich Waa^??r)" ^N"l Lohengriiis das Schicksal ^lo^^?"- 5" """ füllte das Verlangen nach überal s. 5 ^^' ^^'in er sich auch wenden mochte, betende 9uc ""f je.ies N>ahre Vorstan k'hrte er i^nm^. ?'-^" ^'' ^'^ "wsslich ist. Und so Welt die der «" ^'"^ '" ^" l'"ire, einsame hatte <^ ., /'uns in seinem Innern aufgebaut Meister se^ ^?"^ ^agischmi Zustande verblieb d<>r das; diei^ ^ "^"'N- U'rd u.is will es bedünken, Sichergö^, " ?'^ ^'"'te n«l> fortdai,ert. Seichtes s'Nla >3 ^U'lliidernlig, nnsen^gen Vegeiste 'n^ndluli nwii ^! ^"" ^'' ^" zuwege. Aber wi> d<.'n M^ ! ^ ^' l)on da bis znr Liebe! Wer znsteia... ^ d" boniüht sich alle Tage hinab- ^ "" " du? Tiefen seines grown und guten ^V^^ V^ "' ^iß: der Geliebte ist dein besseres N^n^ "' ^u kaniist nicht nn>hr leben owi<> ihn. sie ,..? " ^"'lt voii solcl>er Li^e eiüferllt ist, gibt ul'^r anderem dcidurch zu erreiiilen, daß sie den. der diese Liebe zu besitzen glaubt, als einseitigen Mensen, Schwärmer u. dgl. m. belächelt. ^ Die Werte des Meisters aber sind der Menge der „Gebildeten" und Ungebildeten bis heute Opcr n. Daß Wagner ein vollständig neues Kunstwerk geschaffeu, lvelcheZ txis genaue Gegenteil der Oper ist, davon wissen ver hältnismäßig uur ganz ^uenige. Besonders „Hol» länder", „Tannhäuser", „Lohengrin" werden nach wie vor als Opern aufgesi'chrt und aufgenommen. (nn,;i.g Äayreuth hat dis heute die Dramen „Hol^ länder", „Tanlihäuser", „Lohengriil" herausgebracht. So erklärt es sich, daß diese Werte, als sie zum erstenmal in Bal)reuth aufgeführt wurden, wie eine Offen° barung wirkten. Auch der Schreiber dieser Zeilen entsinnt sich, daß der „Tannhänser" in Bayreutl) ihm wie etwas völlig Neues vorkam. Vor allem erfüllte ihn der zlveite Akt, der ihm bei Aufführungen in Wien und Graz gegen seinen Schluß hin, gewisse Längen, zn haben schien, in Aayreuth mit cin^r ge-radezn herzbeklemmenden Spannung. Das macht, daß er nach oftmaligem Alihören der Oper „Tann-Häuser" zulli ersteumal das Drama „Tannhäuseir" hörte. Das Mißverhältnis zwischen dem. was der Meister wollte, und den«, was unsere Bühnen bieten, wird naturgemäß um so größer, je kleiner die Bühne ist, die sich an ein Wert des Bayreuther Meisters heranwagt. Es ist darum oft und in der letzten Zeit auch in Laibach die Frage aufgeworfen wor^ den, ob es nicht besser fei, Wagners Dramen lieber gar nicht, alv unvollkommen aufzuführen. Der Meister felbft hat diese Frage oftmals entschieden nnd feierlich bejaht. Wir find nicht orthodox genug, mn Wagner aus diesem Wege unbedingt Gefolgschaft zu leisten. Denn mag die Wiedergabe eines seiner Werte auch gang und gar nicht den Absichten des Schöpfers gerecht werden — eine Ahnung von der ewigen Schönheit und Wahrheit, die in den Werken des größten deutschen Künstlers (vielleicht des größten Künstlers aller Zeiten und Völker) lebt, dämmert doch in jedem Herzen anf, das edler Wallnngen noch fähig ist. Wir haben es auch vorgestern wieder erlebt. Alles ging gehoben und beseligt nach .Hause. Und das ist auch etwas wert. Darum wollen wir der wackern Künstler» schar nicht zürneil, die - tansend Hindernissen Min Trot; den Schwallenritter vorgestern alls seiner fer »en Heimat Hieher vor unfer Auge gerufen hat. Der vornehmste Anteil an dem Gelingen der vorgestrigen Vorstelln,lg kommt naturgemäß Herrn Kapellmeister Dr. Heß zu. Herr Dr. Heß ist ein so verständiger Künstler, daß er es als hohe Aneckn-liNlig zu schälen wissen wird, nxnn wir sagen, die von ihm vorbereitete und geleitete Aufführung des „Lohengrin,, habe den — unter so beschränkten Verhältnissen .......gar leichten Schritt vom Erhabenen zum Lächerlichen glücklich vermieden. Soweit die rein musikalisäie Seite des Welkes in Betracht kommt, wurde sogar sehr Schönes geleistet. So kam zunächst das Vorspiel (in dem sich die beglückende Herniederkunft des heiligen Grals ausgedrückt) zu wirklich ergreifender Wirkung. Ebenfo wurde die lauschende Hochzeitsnmsik, die den dritten Anfzug ein^ leitet, vortrefflich gespielt. Ein sehr feiner Zug Niar hier die Verbreiteruug des Zeitmaßes vom 57. Takte ab. Allerdings »nachten sich namentlich im ersten Aufzuge öfter Unreinheiten bemerbar. Der Chor teilte »lit dem Orchester das in Laibach freilich unvermeidliclie Schicksal einer viel zu schwachen Bo> fetzung. Aber es muß gefaxt lverden, daß die paar brabantifchen und sächsischen Edlen schrsicher und feurig sangen. Wir stellen den Chor in unserer Be^ sprechnng den Einzelleistungen voran, um aus solche Weise anznd<'uten, lvelch wichtige Anfgabe im Wagner schen Mnsikdrama gerade dem Chore zufällt. Wagner hat dem alten Opernchor den Garaus gemacht und an seine Stelle etwas dein Chor in der griechischen Tragödie Verwandtes gesetzt. Dieser hohen Würde aber muß sich der Chor anch bewußt sein. Von diesem Standpunkt aus müssen wir es strenge tadeln, daß einige Mitglieder des Chores nicht nur keinerlei An^ teil an den Vorgängen um sie her nahmen, fondern ab und zu sogar miteinander sprachen. Selbst wäh" rend Lohengrin das Gralslied sang, wurde geschnitzt. Man sage nicht, daß an eine kleine Bühne so strenge Anfordernngen gestellt lverden dürften. Nuhig sein kmil, jedes Kind. Überhaupt gilt von allem, was wir im folgenden noch ansznsetzen ha^en werdeil, daß es lx'i etwas gutem Willen besser gemacht werden kann. Bleiben nnr znnnchst noch beim Chor. Beim Nahen Üohengrins mnß sich der Chor dem Ufer znwendm. Es ist widersinnig, wenn der Chor singt „Seht, seht, ivelch' seltsameo Wunder", dabei aber kramphaft den Kapellmeister anschant. Nur Elsa bleibt dem Zn schnuerraume zugewendet. „Sie wagt es gleichsam nicht, sich umzusehen", n>elcl>' Vorschrift von Fräulein Schulz auch getreulich befolgt wurde. Die den An-kunftsworten Lohengrins folgende Chorstelle „Wie faßt uns selig füßes Grcmen" mutz pp gesungen werden. Ebenso müßte das Vrautlied wohl etwas zarter und langsamer gesungen worden. Warum ist übrigens der Chor - als sich der Vorhang herrlici>en Lohen grin buche Liszts, in den Wagnerbüchern Chamberlains. Kienzls u. a. höchst Lehrreiches finden. Überhaupt möchten wir allen nnseren Künstlern wärmstens anraten, sich mit den», was Wagner selbst und die Wagnerforscher über seine Werke gesagt haben, innig vertraut zu macl>en. Steht doch die „Walküre" vor der Tür, die eine voll kommene geistige Dnrchdnngung der Rollen in enlsm noch weit höheren Maße erfordert, als der „Lohen» grin". Fräuleiu Schulz möge es uns nicht übel Mi» inen, wenn wir zu ihrer Elsa noch einiges bemerken. So erscheint es unstatthaft, daß Elsa, uxihrend Lohen grin spricht, ihlxm Blick in den Zuschauerraum oder auf die Logen hinauf richtet. Elsa muß ganz in dein Geliebten aufgehen. Die übrige Welt darf für sie nicht vorhanden sein. überhanpt müßte Fränlein Schulz das Spiel ihrer Augen noch viel ausdrucksvoller go stalten. Elsa hat — wie Senta, Evelyn und Ärun-Hilde ^ das Ahuungsvolle, Seherische der- Germanin, von dem schon Tacitus berichtet. Denten wir nur an ihren Traum vom Schwanenritter! Dieser wichtige Zug im Bilde Elsas tann nur durchs Auge zur Er» scheinung gebracht werden. Im zweiten Äufzug darf sich Elsa Ortrud gegenüber nicht so vertraglich geben. Elsa folgt einer Regung des Mitleids, als sie Ortrud Einlaß in dic Kemenate gewährt. Aber stärker als dieses Gefühl bleibt in Elsa die furchtbare Sc^u der reinen Jungfrau vor dem dämonischen Weibe. Diese Scheu steigert fich geradc in dem nächtlichen Zusammensein mit Ortruid, als Ortrud gleich diese tigen gefangliä)en Leistung auch die sinn-gemäße dramatische Darstellung der Rolle filgen. Dann loerden wir an ihrer Elsa nichts mehr auSzu setzen haben. Die Ortrnd fand an Fräulein Pal > v e n eine außerordentlich gewandte Darstellerin. Frei^ lich eignet sich der etwas lMe Chamkter ihrer schiünen und nie verjagenden Stimme lvenig zur Ortrud. Schauspielerisch hat Fräulein Palven ihrem roma-ni-schen Temperamente wohl ;u sehr nachgegeben. Heftige, hastige Bewegungen und Gebärden laufen dein Wesen der dämonifchen Friesin durchaus zuwider. ONrud ist <-in furchtbar fanatisches Weib. Sie ist ohne Liebe. Dos sagt alles. Den alten Göttern vei> möchte sie alles blühende Leben um sie hei- erbai> mungslos hinzuopfern. Ortrud ist frei von jeder kleinliclien 3tegung. Riesig steht sie vor uns da ill ihrem unheilvollen Wahne. Dies möge Fräulein Palven beherzigen und als Ortrnd niclü ungestüm, sondern aroß in ihrem ganzen Auftreten fein. ^ Einer so geschickten Sckiauspielerm wie Fräulein Pal-ven muß es ja unschwer gelingen, den Ausdruck eines verzehrenden inneren Feuers mit .Hoheit zu paaren. Noch einige Einzelheiten. Gerade in dem Ängenblickv. da Elsa Ortrnd in die Kemenate geleite,: loullte, rannte Ol-trnd noch einmal zurück, als wän sie von luftigstem Widenmllen erfüllt, einzutreten. Dw-ser Vorgang ist widersinnig, da Ortrud ja, von trmm. Laibacher Zeitung Nr. 27. 236 1. Februar 1907. phierender Frcuide darüber erfüllt ist, daß der Iu^ gang zu Elsa sich ihr wieder öffnet. Was uns sonst noch au der nächtlichen Tzeire zwischen Ortrnd und Elsa uicht gefallen hat, ist bereits oben gesagt. ^ Vor dein Mülrster darf Ortrud nicht, bevor Elsa noch die Treppe, betreten hat. auf die oberste Stufc hnlauf^ laufen. Sondern erst, nachdeni Elsa ihren Fuß allf die erste Stufe gesetzt, stellt sich ihr Ortrud auf derselben Stufe iu grauenhafter Majestät eutgegen. Ai^l) sah Fräulein Palven zu hübsch und rosig aus. Dieser Ortrud glaubt niemand, daß sie so böse feiu kann. Größte Sorgfalt möge Fräulein Palven der Textau ssprache widinen. Man hat fast dein Wort ver-standen. Da» Wort aber ist bei Wagner das wesent^ lichste. Aus den, Worte erft erblüht der Ton. Auch die Textausspraüie der übrigen Darsteller war - wenn wir von Wnig, Lohengrin und Hccrrufer absehen --zu n>enig deutlich. Herr >^ ant war ein stimmae-waltiger Telramund. Der K'ünstler hat einen Herr. lichen Bariton und wird gewiß den Weg zu eiller arosM' Bühne finden. Wie prachtvoll sang er ins. besondere ini zweiten Aufzug! Auch' die schauspielerische Leistung des Herrn K letzten Augenblicke übernom» n,en und hicdurch die Aufführung erst ermöglicht. Hiefür gebührt ihui der wärurste Dank. Es muh übrigeils gesagt werden, daß der König des Herrn Geißler nicht den Eindrnck machte, als sänge ihn der Künstler ohne Probe. Da, saß alles ganz gnt. Trotz, dem möchten wir der Hoffnung Ausdruck geben, daß Herr Bantwart bis zur nächsten Auffühning gesunde. Denn der König ist eine ausgesprochene Naßrolle. Sollte aber Herr Geißler den König noch einmal sin^ gen müssen, so bitten wir auch ihn. seiner hohen Würde als König mehr eingedent ,;» sein. So ver-trägt sich das oftmalige Abnehmen der Krone sicherlull nicht mit des Königs Majestät. Überhanpt empfiehlt es fich, diese Krolle gauz zn beseitigen und es bei einem Anfachen goldenen Reifen ben'endell zl« lassen. Noch haben wir des Heerrufers zu gedenken. An der Wiedergabe dieser kleinen aber wichtigen Nolle durch Herrn H e r m a n >l ist schlechthin nichts auszusehen. Ein neuer Solist erschien übrigens in der Gestalt eines Bettlers oder etwa5 dergleichen. Der auforingliclie Alte (schliefM, lüßte er der Elsa sogar die Hand!) paßt ganz und gar nicht in das glänz-volle Bild des Hochzeitszuges und soll nächstesmal unbedingt hinter den Kulissen bleiben. Die Wände zu lx'iden Seiten dos Münstertores gehörten einem modernen Nicgclbau an und müssen durch stilvollere Stücke ersetzt lverden. Die Glocke beim Eintritt ins Münster, die wie ein zerbrochener Topf klang, hat natürlich wegzubleiben. Ebenso soll man kein Go bimmel hören, wenn Lohengrin im Nrautgemache die Glocke zieht. Das Vrautgcmach ist zn nüchtern. Wärmn fehlte das reich geschmückte Vrautbett? Von den lveniaen Strichen sind zivci doch nicht gut zu rechtfertigen, wir meinen die Weglassung der Szene zwischen Telramund und den vier Edlen vor dem Münster und des sogenannten Qnintettes ebenda. Beide Szenen sind zum Verständnisse des dritten Aich zuges unumgänglich notivendig. Herr Dr. Hetz möge als ernst denkender Künstler diese Striche aufheben. Die Zu Hörer scliaft war von größter Begeisterung erfüllt und rief Herrn Dr. Heß und die Darsteller der Hauptrollen stürmisch vor die Nampe. Wir sind nicht blasiert genug, um, nicht ohne weiteres zuzu-geben, daß auch wir die allgemeine Begeisterung teilten. Die gehobene Stimmung aber, in die uns der Lohengrin vorgestern zu versehen vermochte, ist uns gleichzeitig eine Gewähr dafür, daß noch mehr geleistet werdein kann, als geleistet wurde. Wir den-ken: Künstler, die so Schönes zn vollbringen instande wayen, sind zu noch Größcrem fähig! Der Kritiker will in dem Augenblicke, da ein Musikdrama des größten deiutschen Meisters die Erstaufführung erlebt, nichts mehr sein, als ein aufrichtiger ehrlicher Mit-ar better an dein hehren Werke. In diesem ^inne mögen die obigen Bemerkungen als A n r e g u n g znr weiteren Ausarbeitung der „Oper" "Lohengrin" zum Drama freundlich hingenommen luerden. Mit den Mannen am Schlüsse des ersten Aut> zuges rufeu auch wir dem gottgesandtcn .Helden die jubelnden Worte zn: „Preis deinem Kommen, Heil deiner Art!" (Das Ministerpräsidium» hat insoferne eine Ausqestaltima. et-fahrcn, als ein eigenem Departement errichtet wurde, dem die Ve-arveilnng aller da5 Verhältnis zu Ungarn betreffenden Agenden, die in den unmittelbaren Wir tnngskreis des Ministers fallen, obliegen wird. Mit der Führung diesem Departements wurde >>err Ministerialsekretär Dr. Ivan 5 o l a. e r betraut. - (Notar Gustab O m ahe n) wurde, wie un5 aus Wien telegraphiert loird, vom Iustiznlinister von Adelsberg nach Nassenfuß versetzt. (M a n d a t a r e des Lanoesm u j e l, in s in Laib ach.) Beim Anfsammeln altertümlicher Gegenstände unserer Heimat wurde wiederholt mit Bedaueru konstatiert, daß so manches wertvolle Stück auszer Lande; verkauft oder verniä)tct wnrde. llnl die Verschleppuug der Altertümer aus unsereul Vater^ lande zu verhindern, haben die Behörden von Zeit zu Zeit Verordnungen erlassen, die den Schutz der historischen Denkmale regeln sollten, wie das noch im November dec- vorigen Jahres von feiten der t. k. Nezirlshauptmannschaft in Nadmannsdorf durch eine ausführliche Instruktion an die Geineinden geschah. Damit die Altertümer Krams vor Vernichtung beiwahrt und dein Landesmnseum in Laibach, wo dem Einheimischen und de>m Fremden ein einheitliches Bild alter Zustände und Kultur geboten luerden soll, erhalten werden, hat sich der Landesansschuß für das Herzogtum Kram veranlaßt geseheil, die Institution der Malldatare und Gnukorrespoudenten ins Leben zu rufen, die in ihren Bezirken über die Erhaltung der historischeil Denkmale wachen und ihre Erwerbung für das Landesmuseum vermitteln sollen. Der Lair-desausschuß hat daher folgende Herren mit dem Ehrenamte eines Mandatars des Landesniufeums be« traut: Johann NerIic, Pfarrer in Mitterdorf (Wo chein); Martin Hu met', Oberlehrer in Wocheiner Feistritz: Gabriel Ielovkek, Gemeindevorsteher in Qberlaibach: Josef Lavtiiar, Pfarrer in Nat> schach (Oberkrain): Ianlo üokar, Oberlehrer in Dobli^e: Franz L o v K i n, Oberlehrer in Weinitz: Richard Meguöar, Oberlehrer in Podzemelj: Iohanll Nenier, Pfarrer in Gllrkfeld: Johann Nupar, Postmeister in Hl. Kl-euz bei Landstraß: Johann ßaöelj, Pfarrer in Adlekiöii Franz l^e-t i n a, Oberlehrer ill Tschernembl: Karl Nittcr von Strahl, OberlandeSgerichtsmt i. P. und Guts-bcsitzer in Altlack-, Michel Allgelo Freiherr von Zois. Bezirkst'oilnnissär iil Nadnlallnsdorf. und I. Zurc, Gelneitldevorsteher ill Kandia. ^ (Von der k. k. kunstgewerblichen Fachschülern üaibach.) Iiir ihre Beteiligung an der Weltausstellung in St. Louis im Jahre 1!M erhielt die hiesige k. t. kunstgcwerbliclie Fachschule drei Auszeichnungen von der internationalen Jury zuerkannt, nnd zwar den groß e n P r e i s im Vereine mit andereil kunstgewerblichen Anstalten und je eine silberne Medaille auf dem Gebiete der Er-ziehuug und der Kunststickerei. Die künstlerisch aus^ gestatteten Diplome sind diesertage aus Amerika ein getroffen und seitens der k. k. Landesregierung der Direktion der Anstalt zngestellt worden, (Die I. ordentliche Generalver-sammlung des Witwen, und Waisen^ pcnsionsfon d s der Mitglieder dös Vereines der Ärzte in K rain) fand gestern im Hotel „Union" statt. Der Obmann, Herr Primararzt Dr. V. Grcgori 5 , betonte die soziale Bodeu« tung dieser Institution für die Arzte Krains und kon^ statierte init Befriedigung, daß die Ärzte auch diese soziale Bedeutung durch die enge Beteiligung erfaßt haben. Es ist daher begründete Hoffnung vorhanden, daß ill kurzer Zeit mit Nücksicht auf die große soziale Bedeutung der Witwen, u. Waisenversorgung schließ-lich die meisten Ärzte, beitreten werden. Der Betrag von zehn Kronen monatlich ist für jeden Arzt er« schwinglich: glücklich jene Familie, welche eine solclie Versorgung nicht braucht! Nur durch die allgemeine Beteiligung helfen wir uns gegenseitig nach dem Prinzipe: „Alle für einen, einer für alle". Diese Ge« neralversammlung hat die Aufgabe, den Nechnnngs-abschluß pro l9(X> zur Genehmigung vorznlegeu: die eigentliche Tätigkeit beginnt erst, wenn mit der Auszahlung der Pensionen begonnen wird. Nedner sprach die Hoffnung aus. daß sich bei der nächsten General versammlnng alle Mitglieder des Vereines der Ärzte in Kram an diesem Pensionsfonde beteiligen werden. Aus dem Berichte des Vermögensverwalters. Herrn Dr. Geiger, entnehmen wir, daß der Pensionsfond 41' Mitglieder zählt und daß sich das Vermögen auf W.M) K !M 1l beläuft. Herr Professor Dr. Alfred Edl. von Patent a konstatierte als Nevisor die Nichtigkeit der Nechnungslegnng. Nachdem statntenmäßig keine besonderen Anträge angemeldet worden waren, schloß der Vorsitzende die Versammluug,. — (V c> r t r a g.) Über Einladung de5 all stetueincn slovcnischen ^rmleiweremes wird Tonil^ tag nachmittags um 5 Uhr Herr Dr. Demeter V l e iweis vl.m T rstenii^ ki im „Mestni Doin" eiiven Vortrag über das Thema: Mitlvirkling lin serer grauen und Mütter an der Vekämpfnnq der Lunsteutuberkulose halten. Der Vurtrag ist all geniein zugänglich. (Vortrag in der Domlirche über Don BoscoH Werte.) Gelegentliä> des Festes des HI. Frallz voll SÄes, Patrons der Kotlgreyatimi von Don Bosco, wird der hochw. Salesianerpriester Artu.r Weber über das Thema Don Nosco und seine Werke (Erziehung) sprecl?en. Die P. T. Woi)l-täter ilnd Gönner der Salesianer luerden gebete?n^ dazu recht zahlreich zu erscheineil. Der Vortrag filmet Sonntag, den li. d. M., um halb 10 Uhr vormittags in der Domkircl>e statt. ^ (Evallgelische Kir ch e il g ^' n, einde.) Der sonlltägliche Gottesdienst l^ginilt bis auf weiteres jeweils abends nm (> Uhr. (Probe.) Die Probe im evangelisä)eli Ge^ nleindesaale kann heute, Freitag, wegen des Zusam^ mentreffens n,it der Prolx' in der Phill>armonisä)en Gesellschaft nicht stattfinden. Der Taa, der näcl>swn Probe wird bekanntgegeben lverden. - (D er Laibach e r L e h r e r v erei n) hielt am Mittwoch seine ordentliche HauptversantUl lung ab. Iu deu Ausschuß für das laufende Jahr wurden qewählt: Oberlehrer I. Dimuik, Ob mann; Oberlehreriil Marie M arout. Obinaun Stellvei-treteriu; Lehrer V. Sadar, Sekretär -. Lehrerin Olga K obau , Kiasfieriu; die Lehrer I. Furlan, K. Iavor^ek und K. Wider, Allsschußuiitqlieder. Nach der Versammlung sprach Herr Lehrer K. Wider über die Schulordnung für die Laibacher Volksschulen. (55 entspann sich darüber eiue lebhafte Debatte, die über eine Stunde dauerte. ^ (D er krai n ische Le h rervereill) hält morgen N Uhr vormittas,s im Lchrsaale für Chemie an der 'Oberrealschule seine Hau^tversanlmlimg ab. (Der Verein zur Unterstützung dürftiger Neal schul er ill Laib ach) wird am 8. Februar um 5> Uhr nachmittags im Konferenz-zinliner der hierortigen k. k. Staatsobcrrealschule seine diesjährige Generalversammlung abhalten, zu der alle Verein5mitglieoer hiemit höflichst eillgeladell werdeil. — (Elternabend.) Eltern, Erzieher und F-reunde der Schuljltqend seicil auf dm heute um (» Uhr abends an dor l. städtischen Knabeuvolks-schule iu der KomeiisklMsse stattfindenden Eltern« abend auflllerksalu gemacht. Eilttritt frei. ^ (Zwc i Fabriksa rbeiter er fr ore n.) Alu, verflosseneil Soilntag morgens begab sich der M der Sägemanufattur Nadoha, Gerichtsbezirk Nudolfs« wert. bedienstete Werlführer Nobei-t Indrilch mit seinem Schwager Johann Sekula vom Sägewerke aius nacl) Stopiö zur Messe. AIs die beiden bis ll Uhr nachts nicht heimkehrten, gingen die Fabriksarbeiter Allton Petriö und Karl Mitlas über Ersuchen der Ehegattin des Celula auf die Suä> nach den beiden. Ungefähr -^ Wegstunden von der Fabrik entfernt wurden Indi'uch und Sekula unterhalb der Straße, im Schnee liegend, bewußtlos aufgefunden. Da die Fabriksarbeiter allein nicht imstande U>aren. die Erfrorenen in Sicherheit zu bringen, eilten sie zur Fabrik einen Wagen holen und überführten in Begleitung des Forstadjnnlten von Hofer, des Eägelcitcrs Erner, des Forsthcgers Josef Hribar uuo der Fabriksarbeitcr Lampe und Anidarkiö die Verunglückten in die Fabrikskanzlei. Die dort vorgenommenen Wieder° belebungsversuche blieben erfoglos.Auch durch die vom Distriktsarzte Dr. Hubad aus Töplitz von 6 Uhr bis 10 Uhr vormittags angewendeten Versuche tonnten die Verunglückten nickst zum Bewußtsein gercxht wer^ den. - Werfführer Iudruch starb am Molltag nach? mittags, während Sekula. der später zum vollen Be> wußtsein gelangte, am» 2!>. Iäilner vormittags in das Kaiser Franz Josef-Spital der barmherzigen Brüder in Kandia überführt nmrde. Letzterein sind beide Hände und Füße erfroren un!> er könnte nur durch deren, Amputation an, Leben erhalten werden. In-druch und Sekllla hatten wohl im Laufe des Vor mittaas vier Liter Wein getrunken, sich jedoch, keines-nx?gs in trunkenem Zustande, bereits um halb 2 Uhr nachmittags ans den Heinnveg begeben, auf lvelchem sie infolge des hohen ^chneeo »lid oer grimmigen Kälte erschöpft verMWlückten. (Das Masken fest des „Slavec") wird am Faschingssonntag im großen Saale des Hotels ..Union" stattfinden. Die Einladungen hiezu werden soeben versendet. Die Vorbet-eitungen für die Veranstaltung sind im besten Gange. Da die Ma^ke rade ohne eine einheitliche Devise arrangiert wird. ist der Maske der denkbar größte Spielraum geboten. Es sind bereits verschiedene Gruppen angemeldet: auch dürfte der Hauptmanu von Köpenil für den Abend gewonnen Norden. Das Maskenfest wird, nach allen Vorkehrungen zu schließe», hinter seinen Vor-gängern, die sich insgesamt großer Popularität zu erfreuen hatten, nicht zurückstehen. Laibacher Zeiwng Nr. 27. 23? 1. Februar 1907. M^V-^i^^^''^"Ucher Turnverein) ^ Rücksicht auf die ^fNnasnnt^haltungen d«s Kasmor^.nes fäKt das sonst übliche Turn.rt?än,ck>on am l. Februar aus. Dasur ftndot am M. Februar m den Räum^i ber altcn Schicf;stättc: ein Unwr lialtungsabend ,nit Tanz statt. Connw^, dm :; d M lvlrd ivie gewöhnlich von 7 Uhr an MÜbt lverden' ^ (Der MNitärveteraTienvoroin iu ^"'"bu^) veranstaltet »uor^n abends nm k Uhr in deir Lokalttaton dos Horrn ^nli.' ftaw, ,.Ncne Post", I. Stock, «in Tanzkrä ;chl? b^ >,m die ^mnbur„er Musikta^ mitiH '(^r^ c:^!^f^^De u t sck>e V ü h n e.) Zu lluserer Lohen arm Besprechung wäre noch nachzutragen, daß der Darstellerin dor Ortrno, Fräulein Palven. am Schlüsse dcs zweiten Aufzuges zwei prachtvolle ^luun'nspenden überreicht wurden. Wir gönnen der nuhvgeil Künstlerin diese Ehrung von Herzen, müssen co aber als geschmacklos bezeichnen, das; solche Ehrun-aen m einein Mlsikdrmnn Richard Wagners a u f "'^uc?r Szene erfolgen. Die Ablenkung von den erhabenen Vorgängen des Drama» auf einen der oar-stellenden .Uimftler wäre er noch so bedeutend -M abwlut lmkünstlerisch und hat daher untn allen llinstanden M unwrbleilx',1. ~ (Die Publikationen der Slo> venska Matica") werden soeben versendet Es s,nd das folgende Aücher: 1.) „Zbornik", redigiert ^" ^'5"utar. 5le5i5: T" sr^!'^ c> dics: Die slovenischen Landwehrlied.'r von Cvetko.) 2.) „Prevodi iz fvetovne knji^vnofti", >ii. Heft (L. N. Tolstoj^Minla, Govetari „Macht ""K".'^"is"). ^j,) „Zabavna tnjiinica", redigiert vm, ^-^ ". " ltanjevec (L. Ser « cn: Erzählung erste ,"?"en. Noman No,nanovi Anna^ Üei^ ' ^"" 6"nlar: D<'r Tod und das ^cyenbegangn" des Jakob Peckivoqel. C Go - Milan Pugelji "r ^lettant. - Iosof K ostanjcvec: Verurteilt.) ) ^i,n>zova kujiinica". XIII. H^ft, redigiert von m>^/. l (Ib, Cankar: Martin Ka°M^'" ^' Sokol".) Inhalt 0er ersteil U'r den fünften", """' '^^ ^.) Freiübungen Jahre 1<^ 3 ) m !?'"""' Tokolta^ in Pra« i,,n Eokoltag in Praa i.. '^'^' "" fü"U"l allgelneinen ^Nov.nifch^'Z^^ '"l)7. 1.) Mitteilungen - (Aus dcr deutschen Theater» kanzlei.) Spielplan: Zainstag: „Telephongeheini, nisse"; Montag: „Lohengrin"; Mittwochi „Moriwri" (Ehranabend Maierhofer); Freitag: „Fatinitza"; Sonnte: ..Die lustige Witwe". Illusion »«cor» in der Zotnkirche. >2 a »n ^ tag , dc n 2. F- o b r ll a r ^Hcaria AoimMm;) Pontifikalantt um U) Uhr: !>6ul'-3)le^sso von Josef e>ne>lh mit Instrumentalbegleitung, Graduale «liu^^piln»«, n<>„» fanü Tractus voir Antun Foerster, Offortonum I)iNn«u <>«t l^iutnl von Bernhard Hahn. Sonntag, de u ^l. F- e b r u a r ^Soxa-gcsima) um l<> Uhr Hochamt: (5äl,ilicnmesfe von Tr. Johann Venz, Graduate und Tractus «ciunl «t'lit<'u von Anton Foerstor, Offertorium I'<^'l»l'<' ^i«^«u« inco« non Tr. Fran'^ Witt. Z« dc>v Ktc^dtpfnrulnrcl),,' ^»t. Zal'lob. Samstag, den 2. Februar (Maria ^ichtmci;>. Um halb l) Uhr bei der zterzenweihe .'Vcloinu lllülimn,» von Fr. i^erbi<". liin l) llhr Hochamt: ^1i««^ in Itonoi^iu li^iUlic H1nli:u' vi>..iuix m <: ni«I! vun Johann Schweitzer, dka duale und Tractuo ^u«c^pimu« von Anton Foer ster. Offertorinln l>iNu«i», <>»< von Mor. Brusiq. S o n n t a q , de n .!. F ebru a, r (Ser^ gesnncl) um 9 Uhr Hochamt Hli««u in l^iloicn, >>x. Vl!!lf<>l<>! >n>» <'u«lveitzer, On'adnale ni^d Tractus ^<'inl>< ^ciNt^ von Anton Foersler. ^fferiorilim, l'ci-Nc' ^i-l^u^ von G. E. Stöhle. Telegramme its l. l. ltlellllllllltll-Nms^ullellz-VlllM. Nieu, ^1. Jänner. Der Gelnemderat hat in einer auszerordentlichen Tihung einstimmig einen "lnlraa. angenommeu, lvouach Seiner Majestät dein >( a i s e r der ehrfurchtsvolle Dank für die Sanktionierung der Wahlreformgefche ausgesprochen und das Präsidium beaujtragt lvird, diefe Dankes-t'iindgebung dem Monarchen ',li unterbreiten. Wien, ^1. Jänner. 3er Zustand deo Viir germeisters Dr. Lueger hat sich lveseutlich gebesfert. Wien, .'U. Jänner. Der frühere Vorstand der ^isenbahnbaudirettion, Sottionscl)ef aus;er Dienst >iarl Wurmb, ist gestern gestorben. Innsbruck, IN. Jänner. Der in der 'Ilachl eiln.-letrctenc ^chueefall dauert fort. Von allen Seilen Vintschaau ausgenommen ^ werden kolossale Schueefälle geineldet. Im Mostertale, durch welches die Strecke der Arlbersibalm führt, herrscht grosse ^aunueugefahr. Bei Matrei verschüt lete eine Lawine das Geleise der Vrenuerbahn. A,uf der Ilgenwand zerstörte eilie Lawine die Jung üxilder. A g r a ,n . !il. Jänner. Die Stan'evn'ianer sind iu der gestrigen Nachtsitzuug des LalldtagoZ in Obstruktion getreten und es kam zu noch nie dagewesenen Lärm- und Skcmoalsznien. Die Sit ,')l!!ig muszte wiederholt unterbrochen werden. Bei jedesmaliger Niederaufnahme der Sitzung wieder-holten sich die Lärmszenon. Die Sitzung dauerte bis halb U Uhr früh. Von den Obstruktwnisten wurden ironische Rufe in magyarischer Sprache ausgestoßen und autimaMiarische Lieder gesungen. P eter s b u r q , .",l. Jänner. Die ?)iäumunsi der Mandschurei beginnt honte mit der Abfer> tiqung des t»5. Moskauer Infantericregime7lt,s. Ucuiyliciten vom Büchermärkte. Falle Prof. Dr.Fricdr.. Die Aedeutun,, des Weide, ganges im allgemeinen, insbesondere die Anlage von Jung» Viehweiden beim intensiven Großbetrieb und Kleinbesitz, li — 72. ^ Kretschmer E., Lehre von der Modulation, stufenweise fort. schreitender Lehrgang zum Selbstunterricht, k 14^, — Vorn. hak Konr., Grundriß des deutschen Staatsrechtes, X tt-. Meyer Dr. H. . j teilw. bew > 00 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur -9 2', Nor» male -I9". Verantwortlicher Redalteur: Anton Funtel. Stillende Mütter fühlen sich oft aufs äußerste erschöpft gerade zur Zeit, wo sie besonder» kräftig und gesund sein .sollten, um ihren Mutterpflichten entsprechen zu können. Für sie besonders ist Scotts Emulsion ein unübertreffliches Nähr- und Kräftigungsmittel. Sie besteht aus bestem inediz. Lebertran mit Kalk- und Natronhypophosphiten und da sie durchaus schinack-haft. und äußerst leicht verdaulich ist, den Appetit anregt, ist sie besser als jedes andere Mittel geeignet, jungen Müttern zu neuer Kraft zu verhelfen. Scotts Emulsion hilft Schwäch«* zu überwinden und bringt rasch neue Energie und neuen Lebensmut. Scotts Emulsion ist bei weitem wirksamer und zuverlässiger als gewöhnlicher Lebertran. (4199) 4—3 fDer Fischer mit dem großen Dorsch ist das Garantiozeichen für das echte Scotteche Verfahren. Bei Bezugnahme auf diese Zeitung und gegen Einsendung von 78 Hellern in Briefmarken werden Probenaschen franko versandt von Franz Steinschneider, Apotheken Wien, IV., Margarethenstraße 31/94. 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Krapfen mit «Ceres"Speisefett zubereitet, sind wohl» schmeckender uud leichter verdaulich als alle anderen, sA21«) SAXLEHNERS*WATURLICHES BITTERWASSER I Mild abführende Wirkung.Vorzüglich Gegen ^ Constipation.GestörteVerdauung.Congestionen.etg. y Ban qUIQq TvS 56106 u-^vBIuB r 5cIUg sür Vlusen und Rnf, farbiger ..b-nu-s.» !5 allen Preislaaeu, sowie stets das Neueste in schwarzer, weißer und verzollt ins 5,«../ "^ide" v. «0 Kreuz, bis fl. 11 Aä p. Net. - Franlo uud schon vnus. Muster umgehend. (60) 4—2 Seiden-Fabrikt. Henneberg, Zürich. Laibacher Zeitung Nr. 27. 238 1. Februar 1907. Mit sehr gutem Erfolge wird fHH ^—-----mvmw^ ^, ^rtgsjo. angewendet bei: g i3| Erkrankungen der Luftwege S IP lü Katarrhen des Rachens © f *£ Üf ^er Bronchien td ||J§! Lungen und Brustfellentzündung. Niederlage bei den IIonen Michael Kastner und Peter Lassnik in Lalbaoh. (2rso) öl Zeit iwl für alles die Hchärfsto Probe, besonders mit Bezug- auf Medikamente, Wenn man erwägt,, daß „NcottN EuiulNiou-» einer mehr als 30jährigen Probe standgehalten lint, kann man von ihrer wirklichen Güte wohl iiberze.upt sein. He o t ts E m u 1 h io n besteht zur Hauptnache aiiH L«bur-tran, bietet dieRen jedoch in einer durchaus schmackhaften und für jedermann äußerst leicht verdaulichen Form. Alle Apotheken halten Scotts Emulsion vorrätig. (4219) 2-2 Der Krainische Dagdschutzuerein bringt zur Kenntnis, daß er auch heuer den Ankauf lebender Rebhühner und Fasane für seine geehrten Mitglieder übernimmt und auf diesbezügliche Anfragen nähere Auskünfte erteilt Lalbaoh am W. Jänner 1907. (356) 2—2 Jf: Zithermeister ^ JOS.OYULETZ, weilt gegenwärtig im Schlosse Wagensberg bei Herzog Paul von Mecklenburg-Schwerin, um die Hoheiten im Zitherspiel zu unterrichten. In Laibach erteilt er nnr Sonntags und Donnerstags Unterricht. Anmeldungen Rathansplatz Nr. 8, III. Stock, links. (387) Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 3l. Jänner 1907. Die nollertc» itur,<> uecstetien Ncb in «raxcnwähruiiss. Do»!,^,nll lämtlichrr Nlt lind der „Diverlen Lok" verttchl slch per «tucl. Held llüarc Ullgemeine Staats» schuld. Einheitliche Rente: lonv. steuerfrei, Kronen (M«i>!)lov.) per «asse . . »9 lb »N-Z5 drltv ^Iän^Iuli» per «asse «9 li» 8»'3l t'li°/« 0, W, Note» (Febr.»«»«.) per nasse..... wu «5 i»c 3 »-2°/<>». W Silber («lprll'Ott., per itaNr ...... l»o iü lun«.', l8A)er Staatslose 5N0 fl, 4 "/„ — - - -!»«)« .. lW < l»«4er ,, 50 !> 28« .<>,< Vom.'Pfllndbr, il l«> jl. b"/„ ^«ü ?i> Staatsschuld d. i. Reichs» rate vertretenen König» reiche und Länder. bsterr. Guldrente, ftft., Eold per Kasse .... 4"/„ i.,-Oft. Inorslitlvn«.-Rente, stfr,, Kr. per Kasse . 3'/»°/,. «»'s« l>» 4> Gisenb»!,».zt»»l,sch!,l°. ullschlliinngt». «lilabethbahn 24'2b < 25-25 »al. Karl Uubwlg'Vlllin (dlu Stücke) ltrooei« , . 4"/« S8'2N i'X! 15 st>lbol0vl.' O«larlberaer Bahn, steuerfrei, 4UU Kronen . , , 4°/n 9« »0 lOO L» ^u ><»»t»schnl»n«lsch»lb»naen »bgtße«P«lt< lisenbahn'Aknen «llsabeth «. LNO fl, KM. 5'/<°/, von 4 Geld Ware so« Hlaalt Mr Znhlung iiin» ,,»««»ue flslubiiliN'Pliolilät»' ßdllglltiol«n. Zül,n>. Westbalm, Em, 18UK, 4«»» »rone« 4"/,.....NU 1ü lUO'U flisabethbal»! «un und 3U«a W. 4 ab lu",n......l 15-75 l i« 5» ilisabethbahu 4ou und 2'> M. 4",„........>16!»' ll?^!' ^ranz I°fef°«ahn Vm, 1»«4 (biv. Zt., Lilb 4"/u . , 99 so l<>0"l!-!„ öorarlberger Bahn Em. 1»«4 (biv. St.) Nilb. 4"/, . . »9-25 lW 25 Staatsschuld der lländer der ungarischen itrone. 4«/u »u«. Goldrente per Kasse . 114'»5 H4'K5 <"/^ drtto per UUimo >«4 4« 11-» L> ^"/^ >»ig. ilieüte i» Klonen- wäyr. slfrei per Kaue . . 8.^-^5 »«»l 4«/,, delto per Ultimo >»5 »«> t!«i< < >/,«/u drttu per »assc . »4 5b »4 ?s, lillg. Prämien.Unl, k Ion fl. 2<>2-?5 ««4 7 dello ^ 50 fl. 202 75 z«> 4-7 thcif, Neg.-Uofl: 4«/<> . , ld3' lb,"»- »/, liügar. (»rundrnll.-Oblia, «5 Sö »»-<>.'> 4°/„ troat. u, flav. Oriillbentl.- Oblig........9N'lt> —- Andere öffentliche Nnlehen. öll»n, Lande«.«nl. (did.) 4"/« , 84-40 9ü'4< Äosn. herccg. Eifenb.-Landes» «luiet,^! ,'diu,) 4>/,°/^ 89«<> tNO»'< i"/u Dona» ^e«,-Anleihe 18?« t<»5- l««^ lüiener Äerlel,r««AnlrIt,e 4°/« 8S '^ wu u detto I9U0 4°/u »9 -^b 10» »0 «nlehen der Stadt Wien . . »«»-?!> ««'» ?i, ketto (S. ob.«.) . . . 1Al5» ,^^- < betto (1894) .... 87-40 9« 4< detto (1»9»i . . , . U9-X5 »«!>'.'«!' detlo (1900) ... 99'Nb 1»«-g,^ detto Ino.-N.) 190» . 99-Äb !!'!» 55 >Urfebau.Anlehen verlosb, 5°/« 99- iao -Ulilg. Ltaatselfenb.-Hiip.-Nnl. 1»»9 Oold .... 6"/« 11ü-»!<» 119 6 üula. Staat«. Hypothelar «nl, 1882 .....g«/„ 11» 4z 1«N 40 Geld Ware Pfandbriefe ic. Zuds!lrr.,alla.W.W5nIHl.4°/„ 98-75 99ü,> 6Shm. Hupothelrnbanl verl. 4°/„ «8 75 100-1/ ^n,ral-Vud.-ttred. «l., österr.. 45 0. uerl. 4>,,"/u . . , lai— 10^ Zentral Vou.Kred.-Vl., öfterr,, 65 I, verl. 4"/» . , 99-50 l«!-b<' 'ticd.-Illst..österr,. f. Verl.«Unt, u. öswltl.«rb,Kllt,^vl,4" „ 96^0 98-2<> ^andesb. d. llün. Galizien und Lobom. 57 >/, I. rullz. 4"/« 97'5O 9NK! Llähr, Hupolhrleilb. oerl, 4°/, 9«!b Kw- 1i,.s>Ht,P,'Vl»st.4"/l, 9»l>»> iiM.»"^Pr. verl. 3'/,°/,, 92- 93' delto »..Schulbfch. verl. »>/,"/„ 91-75 !'li 75 detto ucrl, 4°/^ 99-4n 10» 4' ^slerr,.U!lzar. Ban! 5« >äl,r. >,'<'rl. 4»/u u. W.....9!»«z ,002 dl'Nl,' 4"/„ Kl.....8!» 8 tu»'»'! 2parl. l. 2st., k«I. oerl, 4"/^ loo-^a lOt-z» Eiscnbahn-PrioritHts« Obligationen. /ferdinand«.«orddahn!tm. 1«8« - - —-- betto Em, 1904 — — - — Ostrrr. Nordwestb. ü0u f>. S, ,oi> — 106- Hiaatöbali» kW« ssr..... 428 - —- -lidbahil «l 3°/u Jänner»Iul! 50« ssr. (per Lt.) , , , 3«b 31? — Züdbalin il 5"/o..... 1L4-W li!5'9, Diverse Lose (per Stück), zeqknlich« foft. <"/» Äobenlredit.Lofe Em. i»»n 2?» ?5 ö«4 75 detto Gm. !««9 z!«5 - <85 - >"/» Donau. Neaulierungö - Lo!e lou fl. ö. W..... ^b1i-?5 2UN-7.' -erb.Pram..Anl. v.lNOFr.L'/« 100— io»i- Dn»llzw»llch» fol«. ^ud.ip..«astlila (Domtau) i» fl. 28 65 «4 8ö «reditlule WO fl...... 44? - »57- iilary-Lofe 4<» fl. K. M. , . 139 ''O 146'do Ofener Lufc 4U fl..... 1»5- - 17, — Palsiy'Lofe 4« fl, «. M, . . 174 50 184 b0 »luicn Nrruz, öst. Ges, v,, 10 s>. 47- 49 üolen Kreuz, u»g. Vef. v., 5 fl. 2« 5» 30 50 »iudolf.Lose 10 fl......5«— »iu- öalm.Lole 4«, fl. K. M. . I»b— ?04 — «eld Ware Turl. O..B,.Anl. Präm..Ol,lig. 4uo ssr, per Kasse . i?o - ,?l - detto per M. , . ,n»-40 ie» ^u Wiener j»omin,>Lose v. I. 1«74 49? 50 5U8 -Ocw.'Echd. 3"/^, PrälU'SchuIdv. d, Vodeillr.Ullft. -— U490- ^öliin. Nordbal»!, l50 fl, . . »6»-- 374- ^llicktirhrabci Eilll?-— ,140 — Donau « Vampüchiffanrls. Gej., I.. l l. prlv,, 5uo s>. NM ,034 - is>40-- Lui'Vodexbacker Ei!b. 40« Kr f>ü5- 58«' ^erdina!!ds.«ordb. »»»(»»»Ii.KM. .">6«U - bS»«--Ueinb.'Czer!l,.Ias>li'EiIenbahN' Geiellschaft, 200 fl. S , 579 - »«:,-- ^lund.öslerr..Trieft.,5<»0fI,KM, «««— b?»-^ Österr. «orbwestl'ahn'0 ö-- Prc>«'Tl!xerEikli b, loofl.abaN 22U-- 2<>» - älaatef>w,2 N, 3, per Ultimo 6^> !N «8> i< Zndb. 200 fl. Silber per Uttinw l!l4— l»ö — südllorddeiitfche Vervindungsb. 20« fl. KM...... 40620 40?-- Tramway »Gel., neue Wiener, Priorilätc-AMen KX) ,l. . --- —--Ungar. Wesldahn (Naab.Hlaz, lio<> fl. S....... 4N4-- 404-si« Wr. L°laIb..«ltien.Vef. WO N. 19«--------------- Vanlen. slnsslo.Österr. Vaiil. 120 fl. . . 31« — »I? - Vanlvereii!, Wiener, per Kasse i,«« 50 570 ö« dettu pri Ultimo . , , 5?.'- n?1 Bobenlr,.«»«. gsterr..2<»Ufl.O ,08»- <«8S-^ Zentr.»Vod..Kredb. «st., 20« fl. 562— 5«s -»redilanstall fs,r Handel und bewerbe. l!ln f!.. per Kasse - - — - betio per Ultimo 6«« »-z^ »36 2l Depostteübant, aNg., 2<>o fl. , 47t— 4?» - (tKlomple.GeseNfchaft. nieder» bsterr., 40<> Krone» . . ßW — «08 -Giro» und Kassrnverein. Wiener. 2 fl, . . . «40— «44-- «eld War<- Ös!l-rr,»unn, Äanl I4N0 Kronen »783 - ,?«2'5<1 Uüionba»! 2UN fl...... 58» s5 584 lX) ^«lel,r«blll!l, allg.. 14<» fl, , 342 5» 343 50 Z»»nftrit»Zlll<«rn»l>»»nzen. Vanaes,, allss, üslerr,, 1Uü fl , lAü - «3550 ^riixer üwlileiibrrnv, Gef, loa fl, ?S^> 772-— ltileichahüw'Lrilin,, erste, 1N0 fl. »ii— ^ib — ,,Ol!itmühl", Papirrf. u, A.»G 202 g^7 i>„ ^Icttr,.«es,. alia. «Nerr,, 2n» fl, ^»4. 50 44« 5o dettu interi!at.,2aull, «»? - «3l» — Hlrlcnbercirr Patr.», Zündh. u, Met.ifahril 4U<» Kr. , . 1>45 - likü h«, ^ics>»aer Brauerei 1l>« fl. , 28ü - 2> fi. . . , z«,^ - l,za — Uraac-r Eifeil.Ind'Oe!, Em. 19<»5, 2G...... 4K2 - 4?e - Trifailer Kohlenw.»V, 70 fl. 282- 883 »0 türl. labatregie»«ef. 2<>0 Fr. per Kasse — — —- delt« per Ultimo 4«i üo 43« — Äaffenf'Gef.. üfterr., ln Wien llw fl...... 570-— l,?, — Waauoii'tieihanstalt, allgem., i» Pest, 4U<, Kr..... —'— — — Wr. Vaunefcllfchast iua fl. . . 15L'- «« - - Menerberger Zieaelf..«lt,.E«<. 807 — 809 — Devisen. Anr>« Hlchte» und )chlck». »lmsterdam....... 199- ii»9 3S ^'utfche P'ä!>-...... il? 4i>» li?-»2 uondon........ 240^5 i4l-2b .Nalienlfche Äantpläh, , . , 8'4?' 95«>» Uari«......... »ü-» »^,«?» Mrich und Va!cl..... 8V^l7» »b»ll Valuten. bulaten...... 11 !lN 114« ^«-ssranlen-Stucke..... 1» »9 1911 ^'»VlarlStülte...... 21 4« 2» 5 Deutsche RrlchLbanlnoten , . »>?'4»1 »17 6U ^illlieuilche Äautnote» , . . »b 50 8.V7» «übel Stolen ... 2 58 «-5»" von K<-ntvii, l*l'(iiri«-Ii'ii, l'rloritüten, Aktien, Lomou etc., l>evtNeii uud Valuten. j (4) Lo8-Verslcherungr. «V. €% Mayer i Bsu33l1e- -o-nd. T7^eclxslerg-escli.ä.ft I I.itibut-Ii, NlrHiirjfUNNf. ' Privat - Depots (Safe- Deposits) I "XJxi-tttx e3.gren.em TTersclilu»«