(PO tnl»» * gotorini.) Deutsche Zeitung = Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat — — «christiettung »nd verwalt»»«: Pr«j«rnooa uliea 5, Telephon Sir. 21 (i*t«nirban) t »«,»«»preise für da, Inland: «ierteljiihrig i» Tin. haldjährig 80 Din, ganz. «NUindigangen »erden in der «er»alt»ng »» dllligste« »edThren entgegengenommen f jährig l«> Din. Mir da, An,iand entsprechende Erhöhung. «Nnzelnnmmer lin 1.50 Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Sonntag I Seife, Sonntag, den 27. April 1930 | 55. Jahrgang Nummer 34 Die Konferenz im Nothafen Nach endlicher Ueberwindung zahlloser Klippen und Untiefen ist das Londoner Konferenzschiff schließlich in einen Nothafen gelotst worden, ohne das ursprünglich beabsichtigte Ziel zu erreichen. Es ist nichts mit einem Fünfmächtepakt zwischen den drei Hauptseemächten sowie Frankreich und Italien. Nur die drei ozeanischen Mächte haben sich einigen können. Aber auch dieses Teilergebnis, wie es in einem Dreimächtepakt niedergelegt ist, sollte nicht unterschätzt werden. Wenn man bedenkt, daß bisher eine Verständigung zwischen England und Amerika über die Kreuzertonnage immer wieder mißglückte und das} auf der anderen Seite Amerika und Japan noch vor kurzem fast unlösbar scheinende Gegen-sätze erkennen ließen, so kann niemand bestreikn, daß hier ein Fortschritt erzielt ist, dessen Bedeutung allerdings stärker auf politischem Gebiet als auf dem der eigentlichen Abrüstung liegt. Die zwischen diesen drei Mächten nun verein-borte Rüftungsbegrenzung ist auf einer Basis erfolgt, die erheblich unter der Grenze liegt, die man noch vor wenigen Iahren in Genf für notwendig hielt. Damals forderten England und Amerika je 737.000 Tonnen für Kreuzer, Unterseeboote und Torpedo-boote. In London hat man sich auf eine Zahl ge-einigt, die rund 2U0.000 Tonnen geringer ist. Dabei erhält England seinen besonderen Bedürfnissen ent-sprechend eine kleine Ueberlegenheit an Tonnage zugebilligt, die es zum Bau eine: größeren Zahl leichter Kreuzer ausnützen kann, während Amerika dafür eine etwas größere Zahl von schwerer bc Wanderskizzen aus Albanien Von Aterander von Spait VI. ') 2m Hahne »on Tamara Mittag war vorbei, als wir nach kurzer Rast ausbrachen. Aus der engen Felsschlucht war noch das Tosen des Selcet zu hören, dessen schäumende Wellen sich vom erschossenen Türken erzählten, über dess» n nasses Grab sie eben geeilt waren. Der Hang am linken Ufer wurde sanfter, doch jenfeits starrte die Felswand in trotzigem Schweigen zum Himmel empor. Rauschendes Wasser, rauschender Wald, sonst tiefe» Schweigen, das Tuß, mein Begleiter, nnt keiner Silbe störte. Bald kreuzte ein Gießdach unseren Pfad. Ein runder Baumstamm, so wie ihn der Sturm hingeworfen, diente als Steg. Glatt und vom tWjchlc übersprüht war er für Schuhsohlen doch zu schlüpfrig. Tuß bot mir zwar die Hand, ich zog es aber vor, ihn rittlings zu über, seyen. Langsam aber sicher ist besser als ein ungewolltes Bad! 's Siehe ..Cillier Zeitung' Nr. IM vom 30. Dezember »Hü«, Nr. 1 vom 3. Jänner 1929, Nr. 2 vom 6. Jänner 1929, Nr. 1 vom 13. Jänner ISLS und Nr. v vom 20. Jänner 1923. Der Inhalt dieser bereits erschienenen „Wanderjlizzen 0 Din auszahlen. Der bezügliche Erlaß ist auf der Amtstafel der Stadtoorstehung angeschlagen. Gegen Brände infolge Funkenfluge». Der Stadtmagistrat Celje verlautbart: Jedes Jahr entstehen im Frühjahr infolge Funkenfluges aus den Lokomotiven häufige Brände in Wäldern und auf Feldparzellen, die an die Eisenbahnstrecke an-grenzen. Solche Brände entstehen und breiten sich gewöhnlich nur deshalb aus, well die angrenzenden Feld- oder Waldpanellen nicht im Sinne des £ 99 der Eisenbahnverkehrsordnung (Verordnung vom 16.11. 1851 des öst. RGBl. Nr. 1 ei 1352) von trockenem Laubwerk. Gestrüpp, trockenem Gras und anderen leicht entzündlichen Stoffen gesäubert find. Auf Ersuchen der Direktion der Staatseisenbahnen in Ljubljana werden die betroffenen Angrenzer an die Cisenbahnstrecken auf die Bestimmungen des S 99 der zitierten Betriebsordnung mit dem Beifügen aufmerksam gemacht, daß gegen diejenigen, welche diese Bestimmungen verletzen werden, nach § 101 der angeführten Betriebsordnung vorge gangen werden und daß die Eisenbahnverwaltung in Fällen wo als Ursache des Brandes die Der-nachlässigung der Bestimmungen des 8 99 der er-wähnten Ordnung festgestellt wird, den Ersatz des infolge des Brandes entstandenen Schadens ab-lehnen wird. Fliegerunglück. In Loka bei Zidani most stürzte am Donnerstag gegen halb 10 Uhr vormittags ein Militärflugzeug ab. wobei der Apperat vollkommen zertrümmert wurde. Neben dem Flug-zeug lag der aus Loka stammende Feldwebel Eduard Breznik mtt stark verwundetem Kops, während der Vizefeldwebel Miodrag Gjorgjevic unbeschädigt blieb. Dem Verwundeten bot die erste Hilfe der Arzt Dr. Matko aus Radece. Wie die Piloten erklären, ist während des Kreuzens über dem Orte ein Defekt im Motor entstanden, so daß das Unglück nicht zu vermeiden war. Polizeinachrichten. In einem hiesigen Gasthaus hat am Montag die au» Celje ausgewiesene Angela Kurnik aus Trbovlje verschiedene Gegenstände im Wert von 339 Din gestoben; sie ist spurlos wieder verschwunden. — Aus dem Dach-bodenzimmer der Amalia Krajnc in der Razlagova ulkst stahl ein junger Mann «ne Gitarre. Eigentum der Mimi Lojko, die er dann in der Herren um 100 Din verkaufte; die Polizei forschte die Gitarre au» und stellte sie der Eigentümerin zurück, dem jungen Dieb wird noch nachgeforscht. — Dem Fleischhauermeister Fra«y Gajsek wurde am Oster-samstag vom Hof des Dauses Nr. 7 in der Herren-gaffe sein Fahrrad Marke „Brennabor" im Wert von 800 Din gestohlen. — Die Polizei verhaftete den 16-jährigen Viktor F. aus Celje, weil er im Verdachte steht, mehrere Akazien in der Nähe des Felsenkellers boshafterweise so beschädigt zu haben, daß sie eingehen werden; auch soll er mehrere Bänke vom Spielplatz der Athletiker weggerissen und verschleppt haoen. — Wegen Betteins wurde der 37-jährige Franz Vurcer, geboren in Maribor und zuständig nach Sv. Jurij ob ocatmici, verhaftet. Elegante Zigarettendosen besonder* gut geeignet ffir Herren-gflacheake. erhalten Sie »tet» bei: Anton Leönik, Celje, Glavni trg 4 Todesfälle. Im Allg. Krankenhaus in Ljubljana ist der Bürgerschullehrer der Bürgerschule in Vojnik Herr Mirko (skrbec, gebürtig aus Dorn-berg im Küstenland, im Alter von 26 Jahren ge-storben; er war zu Ostern aus Besuch zu seinen Eltern nach Ljubljana gekommen und erkrankt hier plötzlich, so daß er ins Spital mußte, wo er am ÄWZ UHU Nr. 12 Lttuflrierte Beilage der Deutschen Aeitung Organ für die deutsche Minderheit im Oravabanat 193V Wohnstil alsÄus'öruck derzeit I Qur geit unserer Argrohellern lebte der Bürger z heiler und gelösten in bellen, grvhen Räumen | mit einfachen, aber anmutig geschwungenen Möbeln. I Für die Menschen von heute lind die gradlinigen, vor allem auf gv«tmähigkeit abgestellten Möbel» stücke kennzeichnend, die »war oft nüchtern wirken, aber doch durch Form und Farbe Frohsinn und Behaglichkeit verbreiten können. — gwei Bilder aus der kürzlich in der Reichshauptstadt veranstalteten großen Möbel- und Sinrichtungtschau ^ oben ein Biedermeierzimmer, rechts ein Wohnraum von heute D P.P.I.. Preste Pl»»>o )r'J " r. tJi ' *•5 -n r K,r «Pin neuer moderner »irchenba«. die eixuirtelinhe «irrtw in i^ohltorf l>ei Hainl'nrn Ttr auf deut iVr^c gelegene 5<>ii mit feiner mo'iUwn sNinginauer trägt iaft einen >eftunßMrtigen titioruftcr, Ter <5»tw»n "»»>»>> von dem Hamburger Architekten Henlel v»»««d<» OROTTUINÜ VICTC Die Oet«i«hrt der »oten Schwede» Monigin. IHitternÄrtiilirtie itijuer feier »en iiuUiciuünöe e»nn».»< {«mbenbnrg ■"» ^ahre Siridiepraiibeni.-.tm W. *pnl I#» ft'olnie die 4s?«lil. Tie 5er eidigun« he» Rtnh»prüstdenien tut Reichelag vor fflni fahren, «m 14 INat 11125 ? 35.X>. . —1MIK (mKv .2i)mbotilon" vom',. Srril IM» entnommene Bit» stellt einen Stai-gang dar. der fitti am IM. Kiär* diese* ,\ahie« in •tMitxirartjum WOem abfle'Pielt ha». ÜJtc die gleiche iraNjSiiiche ^Jritt'rtiriit dazn trtiteibt lie« der «omviandani des Z. dotaillon» >'arnarg»e. da» in folge der Rl»eiiila»«r»»miiiig mit dem 1. fltml die» wurde, »eine Zrnvve an« der >»an>i>on»re»inach jnr^utg Stahle« moriidieren und ant der •»Mirntermfe eine naniate Walen. Tii* iMlUan marirhierte dann an den Rhein, wo der ^taillon« »l»numndeiir mit den vier ltompamerhe^» zuiommen die .Geldzeichen in die Ainte» tauchte. Tie „^ttutiralion" erinnert da »ei daran, toh iui November 1918 C'ftjtere »et {weiten marcffanilcben Tioifion bei Hünivgen die gleiche Handlung vollzogen »Sie verträgt «Ut> eine folrtve „vüeiie" deute mit dem von »mnMichen Periinli-dteiien der Wifienichalt und der ttniiit so oft behaupteten Willen Stankttich» ;nt Vef'Sftnmig? Am Mur wUm <»tr(uAuitt»mftalul)= feiten au( .Ulf« «ttebtelen »fr S»wtti«un«»>rVr. tricftrtsilstt. «der an» Cptil. -.niiiftir und i>ic(toBif IN itrti vereint. Wifftiiirtwit und leOinif erdoften ttlftiuitg und ,^Srden>ng omi den arbeiten de« neuen AnfiUutt# E. vmfKiu Vlie» auf dir brrttDmtr Wollintirt#Krrtir Vierzehnheiligen in der Nähe de« -tadtiven» Z tasfelsiei». da» im «vril «einen S>«>.o»ftxm» tag frient kannte -rtiefsfl» l'ied vom .Eiligen Keil' tKtl StafjrlCtetn» Warnen weit umdergetragen wilder link» n»d »nie» ArÄd>in«»,eii ZVanderzeit - da» lockt die fugend der.,»»! Da» schüne ^ugendgnt . steinmeilier" mit feinen ii'fiiifiMf» »nd CMiMiain und fetten* firüiKbeni. ta» oUctmild von dem alten sauern da»», dem gemütlichen Aitgendlietm „Ziater Hempri» Hau»" in der Slave »on Nanmdnr« an der- aale iür die,>uaettdnxinderrr grill,a«kti wurde. ii vier gebt der *MUJ in die i\erne. •fforio, die al,e »«laiieriibnle. da» lagen»»,wadene :Xa»d. rUtrrurfi dif «udel-vurg. dahinter der t»i'wo<»si» die eaaleadnrg grSKeu »eiiider: «iei umen liegt die altebririirdige ?omiiadt Nauuidury. V4 nf» da» Zteinmeiiter ^rvoluiigSdeii» und unten ein alier Zteintisch in dem zugebSrigen <»eläni>e mit f»>agen auf dem Römerderg in ,',ra»«i»N am Piai». da.> einen Innigen mftjiifl l zum UNiiäbrigcn AubtUiuM der erden Handel»Mfsif m leinen Mauern »«raititaltete Sei»ii«k Vi« leppich wird getan»,». ?ieomel wie ifldit die getidirite tiniivieriii. ,>n itottdu» tverde» diele .»dien Perier" der gestellt. Die KMHifAtiriae litcbiiaM liegt muten im Zentrum der deutschen Teppichweberei cin 1L beladene Wagen mit einer >«e>chwiiidigkei> di» zu >5» »ilomeier ziehen und schiede» kann nitd Wbh 'ehr deveglich Ht scheint er sich gut zu beivSKrc» op.B,V Technik Technik feierlich» «rnn»fteinlegnng »verholt! Welitien .itve-k sollte ein i«r»«Miein hohen, wenn tfiinigeriifte auswachfe» und Beton»»»»de gezogen meidet, loUen? Da «der tro» der „moderne» Sachlichkeit" der WNheaki nicdt aiisgegedr» werden sollte. mnftte inan Art) «»der» behelfen: Statt des «»rund deine» wird die ersie Niete — a»S reinein «iold In da» Slavlgerilsi eingefügt Bild reibt»: Dn>. die in der schottisch,» Stadt i>»Ia»goiv verge'ielli »nd >ür den Tictifi im Idwttlfdw» ^ife»vavnne>s deiilinmt ifi. tfin Veiftleich mit den nedriiitedende» MkiNive» gib! einen Begrin von den Ich»» rein SiiKerlild riesigen «»»inasien drr Ma>cl»»e Za-nii, Mitteldild: Dir »i«»er »eiteit gespannte Blrchtr»«rrdr»«r »er t»rlt (fc die neue 6li>l>rli«ke in Dresden, die kurz vor der Bollendnng üedt. Der mittlere Brückenbogen bat eine Spannung von etwa 11t. Meter» » JJrrif.lMloto I Bild unten: D«» Mode» »er künstlichen Insel, deren Bau etiva aus dein ho i den Wege von der a uierikan Kiben Küste z« de» Bernnida Ansei» tat - süivlicki vegonne» worden if«. 52 Spulen sollen dir rund 2.'» Meter üder den Wasserspiegel hervor ragende Alls»! tragen, «ewaltige «nker mit riesigen Eifeitkeiten foNrn sie descsiigen. Man «laut». daft ti mit Ihnen miigluti sein wird, die .Vnlel auch im stärkstem ■ «turn jti sichern Vrefr.pM» I •JWuhlfnromnnttf ? «ein dredt iitti mclir im Wind i da» Weftopprr der MW« am rnufftxiidru fainla«en S.B.V. Tie MehIIäcte werden MlMMtikt mit einer bestimmn'n Menge ufiültl und (ttiiurn in die AroKdSckereieu abtransportiert werden S.B.V. «nch t« VickkreiVettte» gid, e» nur «eilen noch oen S«nd betrieb unb den ^tnzeloien. 7er Teig an» der »netma'chtne wird geicknitten. und Wagen dringen die geiormten Brote zu den Cffl». die in 9roher Reihe nebeneinander (teden Pufir-VM» P Spa)iergänge am Wolkenhimmet i,uheti nn» Stimmnngt-n in ihn hiuetiiiKltgt. M't» Starrn et eik saufen oft »ir Wollen. zet>> xt un» jerrifstn, »obiu nn» jnwtn dir Kraft bt# fit trrtlttndtn Winbt». **firnrtitiiniirn ilhtr »it Wolken erinnern >,n Wt Worts rrtiilltr«: .Au» der Wolft otttllt »tr Stgru. strömt »er fliegn,: au» »tr Wölkt otinr Wo61. zuckt »tr Ztrabl!" Tie inatinigfadrfkrn «ebiibe «n» irormen loafen »it Wolstn an», und ti »k> werft nar nirtil Mtfct. firti in »tm Wirrwarr zureidtzunnben Srtion vor ftbtr 10« ,\ot>reu oerfiirtste tin Engländer fit ju klainkizitrtn. und seine Einteilung bat sich im wtlrntliche» b>» an> »rn »eullgen Zag erhalten. ittanz allgemein »nitr<«dti»tl man »nTt&brodKtir obtr kugelförmige Wolkenbilbungtn. »tr vorwiegen» bti trockenem Wtiltr auitrrirn. an» au»gelnitl »ttrögi ihre Hau- rund eineinhalb Kilometer. Sie bilden nrt> m oiititetfleitben frurtiitn yu'tftrüweii »abti »ir» »it Saft ati4fle»rbni und abgrlftblt. w baft st-d btr Watstrdamp' vtl.'ikl'ttn INU« nn» «1» Wollt rrildtint. 7er conne gegenüber lenchien »te ,>liirben. die std) »eilt VerttibttT ientrecht tarbieten. heller ol» twr «an» Kommt »>t **t lutiiing von »tr ieilr. wie r» meisten# grutiirbt. 'o ftn» »itit Wolken von rieten ZrtMtten diirrbzotitnI vor »tr Sonnt e»f(brinen sie »unlel mit nette, Uiaradmiing. Gelaunt sin» »it mäcbtignt <* mutermollni. »tr groitf Anniichkeit mit den <»uitnwoIken baden uub sich »roden» in t«»»>>> Mrttr an. i«iatn «ntxrn, iitiMtck birtrn btr Zchicbt obtr Schlrirnvolktn. »te oft in lang gtfirrckttn. iptiitlich obtr grangr'ärbttn Zckiiivtrn »en X'iuimel ilberzirbrn im» »ernt HSbe etwa {mi'rtvrn rtnrm und artn Kilometern liegen kann ,\bre Au»li>n>er lind «uibUben eitttr Haufruwolfe; btroortibirftriibt geioaltigt Kopf bilbtt R(b in aufsteigender t'iift durch schnellt Btrbtktitung S.S.V. Im Oval recht»! »tnt Slegtnwolkt »itht sich zusammen JU#»» t II»., WsMt*f« die tarttn. wtikea jHtdtr-wölken, die au» t decken, vtr «prechrn dagegen meist «cdSnt» Wtttrr^ nt baltrn stet» tu (ibben van itch» di» sieben Ktloiitrttr aus Tie Scdicdtwolken entfieden an benWrett ttUrtjen vtr'Atrbtu Ittnptrttrtrr. »embter V«ft hrdmunari, »iintWi^itung Vild •-recht»: t«» Schattenbild »er Wart bürg »ar eine» <>«nftn wölke, die von »tr Sonnt •eitlidt beleuchtet wirb Qtofrtff, tfffena* llfWam Tit Bin firnanmtn Wollen rrieugni »und Setftinbmwn mtbmt Untrranrn, so da» »tr Slfffflfchdtt jf»n vaupt im» «tfbrfrt Sonber »iirmcn nnitifdKtM. tflnf davon im »ir «tqenwolke ftn »Uitllt«. iorm lofr«. tle'li«(wn»«» flkWlb*. an» »fr iHtgtn oder srtmrc («Ul. larülxr im» bunti »ie V'üifcn sichtbar Ixfinbr« sitb foil trawiff #olff in Neine ,V»fn j,mf»fn. oi*r t» eilen unttr itir »ftir nichtige flfitif Ssfollm tabm. ifint »Solls tft nidit» Bclläiibigt«. ion»frn sin lortwüdrtnde» Werben unbSVrgfiKit. r\t>r sitmwbcu rrfliiri ficti »«»tirdi. batz »te (leinen l&nffti Viat Wewittenpolfc mit ebener 0»ronbfWil» link«: trtr »btr» SKanb de» Wolfrnmrerrt, vom AIiwk»!< out btobactitel; interessant bis nach o»f» tteroor ragenben Humnlu» »ipfe S.».v. tropfen Mn»ig jitr Urbe fallen, aubererleit» ab« burtt Ixn oiiftieiflenben Vuftftrom (ftntntn werben. X« Nfbtl. »fr iihcr ix« i5rbbo»en liegt wir» vielfach »,ir'»iticv>ch> ixrilriaitil ?if Bewilllnng wir» gewöhnliiv in -ifvntfl» »er HtmmeMtMlbfugel aii«ge»rii>N (trumrntr zur IHfffun« »fr Wolfenbetxifun« gibt t* nicht: »aliir mt*t man txn -onnenf-dei». nn» feint Tauer nebt in «fivifier Beziehung ju der dnrMchnittttche» «enge »er **en>Sllung. Dr. Peiru« Kreuzworträtsel 7~U L 11 »M I« l& » !" I ■ 1 " ■ ^1 t« ■ ii r ! r rrO-^ O Aum Kopfzerbrechen ' Ach so! .Woher das, »u denn So» Sutof" .«»efchf nl« tK-hwimen." „itobellKtii! S'on wem bcnnV" .ihr weik e» noch gar nicht.' Mit. Waa«er« Magistkes Quadrat Hit SMicMtabtn: « a 6—» »—b t—t t— t -t t t te« "I—I I—l~n - « n f—! ftn» In »tf 25 Felder eine« Quadrate» so tin,uorbnen »aft »if waa«ertchien un» ftnlrfchit» Reihen ,letd»l«n«Mtb trnede»: L Stadt in »er Schweiz. 2. äignr an» ber ..Vfbermau»-, 3. kirch licht Hanblnng. 4. Not. 5. tttrvftteil. Echö. Silbenrätsel «»« »fn Silben: ok bei »ob branbt cha be-bel bei »in b»-«-» e ein tll^tn— en en tr ga za zen go i in in it (an la lauf - If U um ml—m» nun rni na« n* ni-ni nie nur « on on on o» pa p»i plo—polb— r»-re— re-tt-tt rtm ro« la f«r «e st fpi ftra-ta-le te tfr n li it trat tü min ul um ze jf |i Hub 2« WSrttt ju bilden, beren «nlan«« nn» ^u»t>uchiial'en. von oben nach »nttn «eltirn. fiti Zitat von Wort be frflfbtn: .ch" gilt al* ein Buchstabe, ftbtutiinfl »tr ».»ötttr: 1. ffirrltdif Handlnngtn. 2. »rtuze»infchrift. 3. Vttbt«fluit. 4 öott Malst au» »ern 17. ;Vchrt»inben. 5. mdnnl. Siorimmt. «. VtAbdxnname. 7. Wirrwarr. 8 Zwei kämpf. 8. ÜtnuifiofuHf, 1<). «icher Maun. ! I. «tiftl «ffangltiiik. 12. Hoftital in btr Schnxij. 13. sin-nifchtr echntllSuftr. 14. unwiderrufliche -ctilutz trNiirung. 15. lalpfitrfaurr» Salz. 11 alte» Crnftl. 17. gro6t NnfireNtiun«. 1H. ftinflfrtnijun düng. I» kflbsi'ucht. ». rihu. IVhJrtx. 21. «einer T«ltfatfftfif(6. 22. eprtnflung. 2:«. Cpft von Wagntr, 24. littiflfbiui#, 2."». iHtriitinnn«. 2l>. jV#l-la». 27 kürzt» Schanipitl. 28. Niederlchli« Herr «obert Unqer nn« c»erlun«wil nahe Hohmiifin ifrniitixil in LachffN am Za«t fetiit» »o. <^eb»ri»ia«e«. ben tr. allseitig «eebri. in voller ftrifcht 'titrn (anntr. Herr Un«tr ist IHHfilifb de» MilitSrperetn» „ülbertMinb-un» überhaupt älteste« iNiliidmrtin« «iiglie» tn fernem Heimatort 71»»»«»». C*mi Auslösungen auS voriger stummer: Jiiiff tlfpriing: Sin neue» Vtben bot angtiangeu! l'tii iHlocffuicn unb belltm Lfrchfiifchlag Nabl meiner Zetlf trnftfr Cftertun. ÜlgNf« Wiegt! «m Bach: Kiesel - Slelel. LilbtnrSl!«!: I, Weikv'fl. 2. ^nifliion. 3. iKapuiijfl. 4 Vfimrutr. S.isinlirgsr. 6. Ramadan. 7. Ntkromaul. 8. 7äfft. 9. l?lan. 10. 9iarrro. 11. i'ortlfi. 12. (fliritr. 13. Information. 14 iSDt prtau. 15 ifiitponir. 16. Ebtfrau. 17. Xadif»it>fii. 18. Ttmofthtiir«. IN lUu». S» «euettt.21. iZboral. 22. «sträub. 2!t. '.'kgitiinül. 24. Eufe». 25. Viene. 28. Epigraph, 27.?iauiilaa. 28.Wenbtn.2».A«qarb. 3l>. Neurose. 31. 7uel1. 32. Sofin ..Wir Itrnttn leichter bur» '.'eben wandeln.. Lernten wir nuruu»felbii behandeln" Kruplozramm:»Wacht auf.bei Cftertag tft dal" ttfm. «tteibeli IMIIIimilIHMMMMItlH* 3ur ^Nienchutzwoche vom 27. April bis zum 4. Mai 1930 1 Im Oval: I y «»»zeitlich ruhfir , f«n«np«hr im Sautpf mit ,>lammra und Rauch in opf»r voller BntibtcrfilDuug S.S.O. — vild link»: »Je «## ftattang (int* fr»«» ■rlbtt« mit '.Ilarmvorrich tungrn und Telephon «Mrmn«A J>aWfr 1-M» Mcn'chen verlieren jShrlich durch Brande ihr ^'eben. satt , eine halbe Milliarde Zachwert« werden vernichtet, da» briil J täglich etwa l'„ Millionen oder ttündlich über Ä>«m Markl 1 Tt*«e ttaliltiichen Zahlen iprkci>en «ür sich. 2>»>iXX> ?«u«schr fl ltnmcn allein von der iSdrlich jeriiSne» Radrun« leben. W Und noch ein» lagt die Statistik: Treivieriel all«r Brände enl'tetien durch Unachtsamkeit und Rachsäislgkeit. Jeden 1 einzeln««! geht Ixr Mahnn«« der j^euerichutzwoche an: ^H«l«t ,>«»»r verhitlen!" «lirin durch Si»d«r. di« mit ^ ,>»«r gespielt haben, sind in de» letzten zehn Jahr»,, M 4«S«>Oränd< in Tentschland «ntsiandrn. Üb«rw»chung d«» Kinderspiel» und strengc Ltraien stlr «viel mit ^ d«m Aeuer sind Slirrn- nnd «ir^ieherpilich«. I «»•« l nunrn k«ft« Melde ■ak Lösch «ölnHrn. wenn nich« ifder «in.irln« fi, »««»< ? .>ed«r ori«ntie« sich vor d«r ^lrlahr! ^ «St« fcer Jfttlf«fach««»« W« «ettre slrht. — WSdrrn» einer Übung Drff«.P4o<« —» Bild link»: Die harmlos« Zt««rettk. »achtsam be-handelt. k»»n schlimmst« folgen haben, -inriloi« .srrtiSrung von W«r««u und Arb«it»loi«gkrit lür viel« tanu di« Tat «in«» einzig«» veichls«nnig«n d«d«uten Vertan) bn 2V*ts*ai ?Wnrf#fl*iw(fnisAaf«e«. llnw«[(frtilim|j# »W.m.k. Berlin 3P V, dummem 26 uns 262 Un(ail«rhu1*ii(l#kiU>rT, brraulärarbfii AK| HtlO—17] «MwtHskOM» ,.» veel»« »« Cn. «t*wr S«U» e « - d«»»I<4»MeiI»r: t>t. K«n» Xibtaaiui T^«»»,rat»' 3. ÄMtb, »rrim.SrlrC«.«» Nummer 34 Deutsche Zeitung Seit- 5 Dienstag verschied. — Am 24. April ist in Celje Frl. Antonia Schmidt, Buchbindermeisterin, gestorben. Im provisorischen Militärspital ist der 22-jährige Rekrut des 39.3. R. Ramadan Velija Sulejmanovic gestorben. - Im Allg. Krankenhaus sind die 62-jährige Witwe Maria Leber aus der Umgebung Celje und das 29-monatige Zimmermannssöhnchen Leopold Dobrisek aus der Umgebung von Mozirje gestorben. Maribor 23-jährige» Berufsjubiläum. Der Buch-Halter und Reisebeamte der hiesigen Firma ct. Haus-maninger, Weingrotzhandlung in Maribor, Herr Franz Vogrin, feiert dieser Tage das Jubiläum seiner 23-jährigen Dienstzeit bei der genannten Firma. Der Jubilar erfreut sich überall allgemeiner Beliebtheit und wird in Freundeskreisen ob seiner Geradlinigkeit, seines besonders ausgeprägten Pflicht-bewutztseins sowie seiner Geselligkeit wegen geschätzt und geehrt. Herzliche Glückwünsche! Bom Gericht. Der 70-jährige Besitzer Johann Alt, aus Janzev vrh bei Ptuj, welcher am 13. Dezember v. Z. seine um 27 Hahre jüngere Frau ermordet hatte, wurde vom hiesigen Fünfer-ftnat zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt. Aus was für Gründen ein Arbeiter heutzutage entlassen werden kann. Unter dieser Ueberschrift berichtet die in Maribor erscheinende „Volksstimme" folgend«: Unlängst passierte m einem groken Unternehmen ein Fall, der unbedingt der Oeffentlichteit zur Kenntnis gebracht werden mutz, damit man sieht, aus was für Gründen alles heut- zutage ein Arbeiter au Ein im Unternehmen be die Stratze fliegen kann, chästigter, sehr gewissenhafter Arbeiter, der einen Radreifen zum Aufpressen auf das Rad fertiggestellt hat, schrieb auf denselben die Anmerkung in deutscher Sprachen „ZumAufpressen" und stellte den Reifen zu den übrigen dazu. Es fand sich ein guter Freund, der von dieser „Un-botmätzigkeit" des nichts Böses ahnenden Arbeiters die Leitung des Unternehmens verständigte. Die Folge davon war, datz dem Arbeiter der Dienst gekündigt wurde. Warum, werdet ihr fragen, wurde denn diesem Arbeiter gekündigt? In diesem Unter-nehmen ist es streng verboten, sich einer anderen Sprache zu bedienen als der Staatssprache; das ist aber mitunter auch sehr schwer, weil man für den Grotzteil der fachtechnischen Ausdrücke noch immer keinen geeigneten Ausdruck in der Staatssprache findet, da ein Wörterbuch für fachtechnische Aus-drücke erst geschaffen werden mutz. In Ermangelung der fachtechniichen Ausdrücke werden ganz einfach verstümmelte Fremdwörter gebraucht. So hätte auch der Arbeiter anstatt „Zum Aufpressen" „ja gor preLat" auf den Reifen schreiben sollen. Weil ihm dieser letzte Ausdruck aber nicht gerade geläufig erschien — man mutz sich wirklich Gewalt antun, um in dem Ausdruck „za gor presat" eine passende Bezeichnung in slowenischer Sprache zu erblicken — schrieb er, wie er seit Jahren gewöhnt war. die Bezeichnung, was mit dem Reifen geschehen soll, zu deutsch nieder. Das war für ihn von Verhängnis-vollen Folgen begleitet. Alles Bitten half nichts, der Mann, der sich so schwer versündigt hatte, wurde entlassen. Nebstbei bemerkt, ist der entlassene Arbeiter aber kein Deutscher, sondern ein Slowene. Wir sind überzeugt, datz es schwer einen Menschen geben wird, der sagen möchte, dem armen Arbeiter ist recht geschehen. Verzollungen und Ueber Siedlungen and alle sonstigen Speditionsagenden besorgt promptest und billigst „Merkur", internat. Transportges. m. b. H. in Marihor. Auskünfte und OJferte kostenlos. Räch Deutschland reisten am Donnerstag vom hiesigen Bahnhof 340 Saisonarbeiter ab, und far 25V aus dem Prekmurje, die übrigen zum rotzteil aus der Woiwodina. Ein Teil war für Sachsen, der andere für Bayern bestimmt. Ptuj Todesfall. Am Samstag, dem 19. l. M. ist in Velika Redelja der Kunstmühlenbesitzer Herr Josef Brnik im hohen Alter von 77 Jahren ge-ftorben. Unter grotzer Beteiligung der Bevölkerung, sowie unter Teilnahme der Frw. Feuerwehr mi Bereinsmusik fand am Montag die Bestattung au^ dem dortigen Ortsfriedhofe statt. Hoöevje Der Semeinderat der Stadt aufge- öft. Die Banatverwaltung hat den Gemeinderat der Stadt Kocevje aufgelöst und zum Regierung»-ommissär der Stadtgemeinde den Oberfinanzrat Mar Kostanjevec ernannt, worüber der Bezirks-»auptmann Dr. Friedrich Loger am 24. April dem nsherigen Bürgermeister Herrn Ivan Loncar Mit-eilung machte. Dem Regierungstommissär ist ein Beirat von 19 Mitgliedern (3 Deutsche und 3 Slowenen) an die Seite gestellt worden, in welchen er-nannt wurden: der bisherige Bürgermeister Ivan Loncar. der Weingrotzhändler Robert Ganslmayer, )er Stadtpfarrer und Dechant Ferdinand Erker, »er Kaufmann Mathias Rom, der Gastwirt Gustav Verderber, der Gastwirt Raimund Erker, der Schul-verwaltn Bozidar Betriani, der Bezirksschulinspektor Alois Peterlin, der Advokat Dr. Ianko Lavnc und der Advokat Dr. Ivan Sajovic. Der bisherige Ge-meinderat war im Jahre 1927 gewählt und dann von der Banatverwaltung wieder ernannt worden. Er zählte 23 Mitglieder. Wirtschaft u.Berkehr Die Steuern des Banats. Im Amtsblatt (Uradni list» vom 16. April erschien die Verordnung über die Steuern des Ba-nats, deren Einhebung am 1. April in Kraft trat. Im Draubanat werden Heuer demnach nachfolgende Banatsteuern eingehoben: ZuschlagdesBanatsauf die staatlichen direkten Steuern. Von allen direkten staatlichen Steuern (Ge-bäudesteuer, Grundsteuer, Erwerbsteuer, Gesell-schaftssteuer, Rentensteuer, Angestelltensteuer) wird ein 40%iger Banatzuschlag eingehoben, und zwar geschieht dies sowie seine Bemessung von Seite der Steuerverwaltung. Diese Zuschläge sind mit 30"8 Millionen Din vorgesehen, während sie in den vorjährigen Voranschlägen der Verwaltungsgebiete Atari-bor und Ljubljana znsammen blotz 9 33 Millionen ausmachten. Banatsteuer auf Tan»unterhaltungen und Veranstaltungen. Für jede öffentliche Tanzunterhaltung wird in Städten und Badeorten eine Tare von 399 Din. in Märkten 189 Din und in den übrigen Orten 99 Din be«htt; in Städten und Badeorten kann eine Pauschalierung eintreten, Tanzschulen find von der Tare befreit, wenn nicht alkoholische Getränke ausgeschenkt werden. Für jede Verlängerung der Polizeistunde werden in Städten und Badeorten 199 Din und m den Übrigen Orten 30 Din bezahl^ kann ebenfalls pauschaliert werden. Diese beiden Steuern heben die Behörden ein. welche die bezüglichen Bewilligungen erteilen: die Bewilligung darf nicht erteilt werden, wenn di« Banattare nicht bezahlt ist. Ferner wird von allen Veranstaltungen, für welche vom Eintritt die 29"/„ige Staatstare ae zahlt wird (Variete, Kabaret und ähnliche Rächt Veranstaltungen), der 39°/„ige Banaizuictilag eingeho-ben. Die Kinounternehmungen zahlen eine 47..tg< Banattare vom Wert der Eintrittskarte. Der Ertrag dieser Steuern wird mit 989.99t) Din angenommen. Banattare für Waldschlägerungen. Eine neue Steuersorm. die 509.000 Din bringen soll. Die Tare für das Schlägern beträgt 2"/« des Verkaufspreises des Holzes bezw. vom Wert des geschlägerien Holzes, das verkauft werden soll, wobei als Verkaufspreis bezw. als Wert der Wert auf dem Stock gerechnet wird. Diese Tare wird nicht gezahlt für Holz, das der Industrielle aus den« eigenen Wald als Rohmaterial für Industrie-Produkte verwendet, ferner wenn der Erlös für das Holz im Kalenderjahr nicht 3000 Din überschreitet. Die Tare zahlt in der Regel der Käufer, der Eigentümer blotz, wenn er das Holz bearbeitet und^nicht die vorerwähnten Befreiungen genietzt. Jede Schlä-gerung müssen der Verkäufer und der Käufer an> melden, bevor mit ihr begonnen wird, und zwar beim Gemeindeamt, in dessen Bereich der Wald liegt: anzuführen sind der Verkaufs- bezw. Kaufpreis (am Stock): in beglaubigter Abschrift ist der even> welle Kaufvertrag vorzulegen. Das Gemeindeamt legt die Anmeldung der Bezirishauptmannschaft vor, welche die Tare benutzt und der Partei zwecks Zah lung den Erlagschein der Banatverwaltung zukommen lätzl. Verzehrungssteuer auf Weilt und andere alkoholische Getränke. Von Wein und Weinmost, welche zum direkten Verbrauch verkauft oder zum Verkauf im Detail abgegeben werden, wird die Gebietsverzehrunys-steuer gezahlt, und zwar von Wein 1 Din pro Liter «bisher 30 Para) und von Weinmost 9 60 Din pro Liter. Von Wein, der mehr als 18" hat, wird die Gebietsverzehrungssteuer nach der Post für Spiri-tus bezahtt. Bezüglich der Eigenbauweine gelten die bezüglichen Vorschriften des Gesetzes über die jtaat-liche Verzebrungssteuer. Die Verzehrungssteuer wird nicht eingehoben, wenn die Menge des abgegebenen Weines nicht 3 Liter auf einmal überschreitet. Auf alle anderen Sorten alkoholischer Flüssigkeiten, die im Draubanat verbraucht oder im Detail verkauft werden, wird eine Banattare im nachfolgenden Ausmatz eingehobenl von Bier 60 Din pro hl sbis-her 30 Din): von Essenzen. Extrakten und ätheri-schen Oelen mit Alkohol 499 Din von 199 Kg (bisher 490 Din): von Likör, Rum. Kognak und Spiritus 7 Din pro Hektolitergrad (bisher 5 Din). Die Einnahme aus diesen Verzehrungssteuer,> ist mit 33.8 Millionen Din vorgesehen, um 3-2 Mill weniger als in den Voranschlägen der VerwaUungs-gebiete Maribor und Ljubljana im vorigen Jahr. Steuer auf Direktträger. Von jedem Weinstock de» Direktträgers (Schmar-nitza) im Bereich des Draubanats wird eine Banatsteuer eingehoben und zwar für das Jahr 1939 Din 9.93 (5 Para), für das Zahr 1931 Din 9.19 (19 Para) und für das Jahr 1932 Din 9.15 (15 Para) pro Jahr. Diese Steuer bezahlen diejenigen, welche die Grundsteuer für den mit Schmarnitza bebauten Grund zahlen. Diese Personen müssen bis 15. Sep-tember jedes Jahres beim Gemeindeamt die Zahl der Schmarnitza Weinstöcke anmelden. Das Gemein-deamt beglaubigt die Anmeldung und schreibt die , Steuer vor, die bis 15. Dezember bezahlt werden mutz. Für die grotze Zahl der Schmarnitza-Wein-stocke in unserem Banat ist es bezeichnend, datz sich der Banatjäckel 259.999 Din von der Besteuerung der Schmarnitza erwartet. 1"/,ige Banattare auf den Verkehr von Immobilien. Von jeder Uebertragung von Immobilien im Be reich des Banats wird im Wege der Behörden. > welche die staatliche Tare einHeben, eine 1'/, Ba-I nattaie eingehoben. Von dieser neuen Steuer er« wartet das Banat eine Einnahme von 6.7 Mill. Din. Tare auf Viehpässe. Beim Verkauf bezw. der Ausgabe der Vieh päjfe werden von der Bezirkshauptmannschaft be^w. den Gemeindeämtern 3 Din pro Kopf Kleinvieh und 6 Din pro Kopf Grotzvieh eingehoben. Das Erträgnis ist mit 2.499.999 Din vorgesehen. Steuer auf den Verbranch von Kohle. Diese Steuer beträgt pro Tonne Braunkohl« bei Stückkohle 19 Din, bei Kvcks 7 Din. bei Nutz, kohle 3 Din und bei Klein- und Staubkohle 3 Din. Bei Schwarckohle erhöht sich diese Verzehrungssteuer um 39"/.. Bei Lignit erniedrigt fie sich aber um 59'/.. Diese Steuer wird nicht gezahlt für Kohle, welche staatliche und Selditvcrwallungskörper (letz-tere insofern, als die Kohle nicht zu Erwerbszwecken dient) verwenden: ferner für Kohle zur Erzeugung von elektrischem Strom; für Koyle, welche Unter-nehmungen als Rohmaterial für industrielle Bear-beitung verwenden: für Kohle, welche die Berg-werke ihren Augestellten als Deputate zuweisen. Bei Verkäufen von unter 19 Tonnen heben die Erzeuger die Taie selbst ein, in allen anderen Fällen zahlen sie die Käufer. Die Erzeuger müssen Verzeichnisse führen, die Kohlenhändler haben inner-halb von 24 Stunden den Empfang der Kohle bei der Finanzkontrollabteilung anzumelden. Verzehrungssteuer auf den Verbrauch von elektrischem Strom. Für den elektrischen Strom wird eine 2^>ige Banawerzehrungssteuer vom Strompreis bezahlt. Diese Steuer wird bei Strom, der als Betriebskraft dient, um 59"/o, und bei Strom, der zu elektrochemischen und elektrometallurgischen Zwecken dient, um 75"/» herabge-setzt. Diese Steuer wird auch vom Strom gezahlt, den man selbst erzeugt und verwendet. Der Ertrag aus dieser Steuer ist mit 1,499.999 Din veranschlagt. Steuer auf Motorfahrzeuge. 1.) Bei Personenauwmobilen für alle begon-nenen 59 Kg Nettogewicht 23 Din; 2.) bei Frachtenautomobilen 15 Din: überdies noch für alle begon-nenen 39 Kg der Tragfähigkeit bis 1390 Kg Seite 6 Deutsche Zeitung Nummer 34 It) Din und über 1500 Kg 5 Din, (An-hängewägen zahlen für alle begonnenen 50 Kg 6 Dm und überdies noch für die Tragfähigkeit ebenso wie die Lastautomobile; für Lastautomobilc und Anhänger mit Vollpneumatik ist noch eine 60%ige Erhöhung zu zahlen ; 3.) für Traatonnen für alle begonnenen 50 Kg Nettogewicht 20 Din; für Motorräder tauch mit Beiwägen» für alle begonnenen 10 Kg Gewicht 10 Din. Von diesen Steuern sind befreit: unbrauchbare Fahrzeuge. Traktoren für landwirtschaftliche Zwecke; Motorräder die im Lager zum Verkauf stehen; Banat- und Selbstverwaltung? fahrzeuge, soferne sie nicht Erwerbszweken dienen; Motorspritzen; Rettungsautomobile: Fahrzeuge von Wohlfahrtseinrichtungen und Fahrzeuge, die min-destens 6 Monate außer Gebrauch sind. Autobusse, die mehr als 7 Sitze haben, zahlen die Hälfte der Steuer, wenn sie nicht Vollgummi haben; ferner zahlen bloß die Hälfte die Eigentümer von Last-automobilen und Autotaris, welche diese Fahrzeuge selbst und ohne gemietete Kräfte besorgen und deren ständiger und einziger Beruf dies ist. Diese Steuer wird in vorhinein in Vierteljahrsraten gezahlt; wenn aber die Gesamtvorschreibung nicht mehr als 250 Din pro Jahr beträgt, ist sie im vorhinein für das ganze Jahr zu bezahlen. Wenn die Zahlungspflicht während des Jahres entsteht, wird die Steuer vom Beginn jenes Vierteljahres an gezahlt, in welchem die Pflicht eingetreten ist. Diese Steuer bemißt und hebt die Banatverwaltung ein. wobei sie die Organe der Finanzkontrolle und der Gemeinden verwenden darf. Die Steuerpflichtigen müssen jede Veränderung inner-halb eines Monats anmelden. Den Ertrag dieser Steuer berechnet man auf 800.000 Din. Steuer aus die von der Staats st euer befreiten Häuser. Von den nach Artikel 32, Punkt 15, des Gesetzes über die Steuern von der .Zahlung der direkten Staatssteuec befteiten Häusern wird eine jährliche Banatsteuer nach der Zahl der Wohnungs-teile (Zimmer) gezahlt, und zwar für I Wohnung«-teil 10 Din, für 2 Teile 12 Din, für 3 Teile 15 Din, für •! Teile 35 Din, für 5» Teile 40 Din und für jeden weiteren Teil noch 20 Din. Bis 31. August l. I. müssen dem Gemeindeamt alle für diese Steuer in Betracht kommenden Objekte gemeldet werden; die Steuer muß auf Grund der Vorschreibung des Gemeindeamts bis spätestens Ende September gezahlt werden. Man erwartet von ihr ein Erträgnis von 1.5 Millionen Din. Steuern auf Jagden. Fischereien und Jagdkarten. Die Pächter von Gemeindejagden zahlen eine Banatsteuer von 0.40 Din von jeden, vollen Hektar der Jagd, Besitzer von Eigenjagden 0.50 Din. Diese Steuer hebt die Bezirkshauptmannschaft bzw. die Gemeinde zugleich mit dem Pachtschilling ein, die Besitzer der Eigenjagden zahlen sie direkt der Banalkasse bis 3 t. Mai eines jeden Jahres. Die Besitzer von Fischereirevieren (eigene und gepachtete) zahlen eine Steuer im Betrag von 257., des Jahren Pachtschillings, und zwar bis 31. Mai eine» jeden Jahres. Von jeder Jagdkarte wird eine Banattare von 200 Din gezahlt. Die Mitglieder des Slow. Jagd-vereine? und der übrigen in der ^ntraloerwaltung des Verbandes der Jagdvereine eingereihten Jagd-orgonisationen genießen einen Nachlaß von HO Din. Wer im Besitz einer Jagdkarte vor l. April l. I. war, muß bis 31. Mai 3 Viertel der Banattcuce auf Jagdkarten draufzahlen. Jagden, tvelche vor dem 1. Jänner 1929 erlizitiert oder sonst in Pacht gegeben wurden oder deren die Pachtzeit vor diesem Datum verlängert wurde, find von den obigen Steuern befreit. Den Ertrag dieser 3 Steuern rech-net man auf 300.000 Din. Gefahr für den Weiterbestand unseres Hopfens. Ueber dieses hochaktuelle Thema berichtet der ^.'jubljanaer „Jutro": Bekanntlich beabsichtigt Deutschland zum Schutz seiner Agrarproduktion eine größere Anzahl von Agrarzöllen zu erhöhen. Wie man jetzt aus Berlin erfährt, ist es den Agrarkreisen gelungen, daß die Regierung in ihr Agrarprogramm auch die Erhöhung des autonomen Einfuhrzolls auf Hopfen von 100 auf 150 Mark pro Kg (20.25 Din pro Kg) aufgenommen hat. Gegenwärtig beträgt zwar der deuische Vertragszoll 60 Mark pro 100 Kg (8.10 Din pro Kg) und gilt für alle Vertragsstaaten, weil er im deutfchen Handelsvertrag mit Frankreich und Belgien gebunden ist, trotzdem wird Deutschland versuchen, im Wege einer Revision dieser beiden Verböge den neuen Zoll von 150 Mark in Wirf-samkeit zu setzen, was für unseren Hopfenbau, der sich ohnedies schon in der schwersten Krise befindet, den s ch w e r st e n Schlag bedeuten würde. Wegen der Hindernisse, die sich überall der Einfuhr ent-gegensetzen, ist unser Hopfen in den letzten Jahren immer mehr von der Ausfuhr nach Deutschland abhängig geworden. Von der Gesamtausfuhr unseres Hopfens entfielen in den letzten Jahren auf die einzelnen Staaten: 1926 192« 1920 Deutschland 53°/,, Oesterreich 5"/0 Tschechoslowakei 36'/,• Belgien m Dd5 d8 Lf8 e7 h7 — h6? Nicht gut! Besser ist 10 . . . fö 11. Tf4. 0 0 und Schwarz erreicht zumindest Ausgleich. 11. Lei — f4 12. Sd4 X c6! 13 Ddl — e2 Auf 13____ 15. L X c7 14. Tal dl 15. Te4 e3 16. Sc3 - e4 0 0 b7 X c6 Le7 - f6 Te8 folgt 14. Tdl, Ld7 Lc8 d7 Dd8 - c8 Lf.S h4 Auf 16... L X b2 folgt 17. c3, La3 18. L X h6! g X h 19. T X U7Ü mit durchschlagenden, Angriff. Freilich kommt es auch so nicht viel besser, da der Teitzug ebenfalls eine Verrechnung ist. 17. De2 — h5 Lg7- g4? 18. Dh5 X h4 d4 X dl 19. Se4 Lf6 -r !! Aufgegeben. Es könnte folgen: 19 . . . gt 20. Tg3 i , oder 19 ... Kh8, 20. L X Post der Schachecke bitte an H. S ch w a b, G r a z Schloßbergkai 2/11. zu richten. Nummer M Deutsche Zeitung Seite 7 Sibirien Erinnerungen aus dem Weltkrieg und aus Ruhland Von einen, ehemaligen Siedzehner Wastl würd« unser Koch und hauste in dem Borraum unseres Schlaflokals. Während er den Kochlöffel schwang, ging es uns mit der Menage ganz out, weil er die ihm innewohnende unbändige Energie auch dem Kampf mit den Russen um die Lebensmittelfassungen zuwendete. Man muß ihn dabei mit kreischender Stimme sein Tschechisch-Russisch leisen gehört haben! Der Kerl war unwiderstehlich. Auch in die zahlreichen Debatten in der Po-zarna mischte er sich stets ein. Anfänglich hielt er )ich noch etwas zurück, wenn wir Zugsführer unsere Meinungen abgaben, aber bald >aß er so fest im Sattel, datz er mit durchschlagender Energie die Führung der Debatten an sich riß lind sein« Thesen schäumend verteidigte. Oft kam er- dabei so in Saft, daß er sich, wenn sein Redefluß nicht genügte, m KampsessteUung warf und seiner Meinung mit einem Ringkampf zum Siege zu verhelfen drohte. Da er zu alledem noch sehr hilfsbereit war. brachte er es bei uns zu bedeutendem Ansehen. Er war ein Faktor. In russischen Liebesabenteuern war er schein-dar sehr erfahren, jedenfalls redete er sehr sachkundig davon und verzog sich oft in den finsteren Nächten wie ein Kater. Die Ratten hatten sich in diesem Sommer un-geheuerlich vermehrt. Die Bestien waren so frech, daß sie, wenn man durch den Küchenroum schritt, nicht einmal Platz fürs Gehen machten. Abends in der Finsternis passierte es oft genug, daß man auf ein quietschendes Biest trat. Nkir gruselte dabei jedes mal, obwohl ich mich an den Anblick der Ratten so gewöhnt hatte wie etwa an den von Fliegen. Begreiflicherweise erregten die Ratten in besonderem Maß den Groll unseres Koches Waftl. Sie stiegen ihm immer zwischen den Beinen herum, besuchten seine Vorräte und jausten über seine Glatze, wenn er auf seinem Brett neben dem Herd schlief. Er sann daher auf Rache. Und zwar erfand er eine Falle, mit der er jede Nacht ein halbes Dutzend oder mehr sing. Die Gefangenen trieb er listig in einen Sack hinein, in dem sie dann herumrumpelten. Mir erregte es immer ein ekelhaftes Gefühl der Uebelkett, wenn sich die Falten des Sackes beständig veränderten, weil die Ratten in wahnsinniger Angsl darin herumdrängten. Kam eine solche Ratte durch die Ungeschicklichkeit des Fallenstellers frei, dann war sie direkt gefährlich, sie sprang blindlings irgendwohin. Ich gab in solchen Fällen immer sofort Fersengeld. Unser Wastl tötete die Ratten, indem er den Sack oben zuhielt und seinen Inhalt dann an dieZvand oder aus den Boden schmetterte. Line andere Art der Rati.nfänaerei war die, daß wir die Fallen so aufitellten, daß die Tiere in ein zur Hälfte mit Wasser gestilltes Faß fallen muhten, an dessen Wänden sie nicht mehr hochkonnten. Sie mußten elendig ersaufen oder fielen in die Gewalt Zvastls, der sich alle Morgen mit froher Begierde über das Faß beugte und mtt Geschrei die Zahl der plätschernden vereingefallenen verlautbarle. Tatsächlich gelang es seinen mörderischen Methoden, die Ratten in der Pozarna fast auszurotten. Ob sie nun zur Mehr-pfjl getötet wurden oder ob ihnen unser Lokal un-heimlich geworden war. worüber sie sich verständigt haben mochten, bleibe dahingestellt. Wir lebten in der Pozarna während der ganzen schönen Sommerzeit ziemlich gemütlich wetter. Wenn da» Abendgold am Himmel leuchtete und es kühler wurde, tollten wir vor unserem geöffneten Tor wie bit Knaben. Später nach'der Menage gab es die Zeitung«Nachrichten, die Mainer vorlas. Ich kann mich noch erinnern, daß im Juli oder Anfang August große Schlachten !n Ostgakzien und aus der übrigen russischen Front stattgefunden haben mußten. Dort holte die Kerenski Offensive die letzte Kraft aus den russischen Divisionen heraus. Wir hörten, daß Kerensti, der sozusagen der Chef der russische,-. Republik geworden war, selbst in die Schützengrädeii kroch, um die Soldaten zu begeistern. Anscheinend batte er Erfolg, denn wie die Zeitungen jubelnd berichteten, griffen die Russen wie di« Löwen an. Bald kam ab« der Rückschlag. Mir sind die Namen der Städte Tarnopol und Czernowitz in der Erin-nerung geblieben, die wir damals anläßlich ihrer Eroberung durch die Oesterreicher immer wieder oorgcksen bekamen. von dieser Zeit an hörten «ir von der Front nicht mehr viel, jedenfalls nichts Genau«. Diente' "aütTujt rrjarjnnr. ociq ctuy dch xrnnrn jnjijujrTi Russen und Deutschen direkte Verbrüderungen vor-kamen, daß sich die Soldaten gegenseitige Besuche machten und die Freundschaft mit Rum beaossen. Das letztere konnte sogar stimmen, weil auch eine russische Zettung davon zu berichten wußte. So im September herum dürfte dann das gänzliche Zu-sammenklappen der russischen Armee erfolgt sein. Die Deutschen und Oesterreicher konnten nunmehr vormarschieren, wie sie wollten. Als wir geaen Ende Oktober borten, daß die Deutschen die Insel Oesel hoch im Norden, die den Meerbusen von Riga und den Zugang zu der nördlichen Ostsee beherrscht, erobert yatten, verhandelten wir an mehreren Aben-den in heißen Debatten darüber, ob sie nicht auch Petersburg erobern müßten. So genau kann ich mich an den wilden Schwärm der Nachrichten, die damals in der Stadt und im Lager herumschwirrten, natürlich nicht mehr erinnern, deshalb ist es fraglich, ob die Daten, die ich hier anführe, stimmen. Gleichviel: es lag die Gewißheit in der Lust, daß der Krieg für Rußland eigentlich zu Ende war. Dieses Ungeheure hatten wir also noch erlebt: der Krieg war zu Ende. Die Gewitterwolken über dem heiligen Rußland, über seinen Städten und über seinen unermeßlichen Wetten, waren aber finster und dräuend. Wir spürten es: nach der mißglückten Offensive, nach dem Zu-sammenbrechen der Front mußte etwas geschehen. Es konnte ganz einfach nicht fein, daß Kerenski und die ztitwelige Regierung mit ihren atten Schlagern noch am Ruder blieben, während die Mil-lionen aufgewühlter Soldaten, Bauern und Arbeiter, sich in das Land zurück ergossen. Und so geschah es. Anfang November vernahmen wir von unge-Heuren Straßenkämpfen in Kronstadt und Peters bürg, von der Flucht Kerenskis, Verhaftung seiner Minister, von der Uebernahme der Gewalt durch die Arbeiter- und Soldatenräte. Wie ein Blitz ging es durch das ungeheure Reich. Ueberall bildeten sich solche Räte, in jedem kleinsten Rest, und übernahmen die lokalen Verwaltungen. Ich habe Russisch schon so ziemlich vergessen, daher weiß ich nicht, ob ich den Namen richtig angebe, der mir von diesen Räten in der Erinnerung geblieben ist. Jeder solcher Rat nannte sich, wenigstens anfänglich: Sowjet soldatskich, radotschich i kristjanskich deputatov, das heißt: Rat der Soldaten-, Arbeiter- und Bauerndeputierten. Der Ausdruck „Bolschewik" war mir schon bald nach dem ersten Umsturz bekannt geworden. Ich saß einmal, im Juni oder so, mtt dem Zugs-führn Mainer zusammen auf dem Gang unseres Turmes, von dem wir unsere Beine hinabhänoen ließen. Wir sahen in den Hvs des russischen Mili-türlagers hinüber, in dem noch immer Rekruten ausgebildet wurden. Natürlich redeten wir über die Revolution, über die eingesperrte Zarenfamilie, über die zeitweilige Regierung und namentlich darüber, daß der Krieg weiter zu gehen scheine, al» ob über-Haupt nicht» geschehen wäre. Da erwähnte Mainer, der in der Lagerkanzlei »nehme russische Zettungen las und daher politisch der veslinformierle von im* allen war, zum erstenmal den Namen „Bolschewiki". Nach seiner Erläuterung waren dies Sozialisten, welche mehr forderten, d. h. das Ataiimum in ihrem Programm hatten. Boljchoi heißt russisch „groß. viel". Im Gegensatz zu anderen Scmalisten, welche weniger forderten, den „Menscyewiki". Die letzteren waren mit ihrem Führer Kerenski ge-aenwäriia am Ruder. Wenn es aber mtt Kerenski schiefgehe. würden zweifellos die Bolschewik« an die Reihe kommen. Bon Kommunisten hörten wir damals noch gar nichts. Diese Bolschewik! seien von uns Kriegsgefangenen nur zu begrüßen, denn die würden sofort Frieden mtt den Zentralstaaten schließen. Und da» sei schließlich ja die Hauptsache Und wirtlich, Ende November richteten die Boischewili ein offizielles Waffenstilljtandsangebot an die Zentralstaaten, das angenommen wurde. Nach längeren Verhandlungen, die wir mtt fieberhafter Panik verfolgten, wurde am 15. Dezember 1917 — nie werd« ich das Datum vergessen! — in Brest Lttowsk der Waffenstillstand geschlossen. Vom Finnischen Meerbusen bis zum Schwarzen Meer ver-stummte die Front, war eine Stille eingetreten, di« nach d«n jahrelangen Schlachtengewittern wie eine Betäubung wirkte! Die politischen Geschehnisse haben mich edoas Hl rnü> « n ifi |_ (X_.n um dieser Sommer nicht. Tlvtzdeiu meine Kame^ raden gerne mtt mir scheuten und auffallend gerne mit mir lachten, war ich anderseits doch «ine Respekts-oerson geworden, die geradezu Lagerruf bekommen hatte. Das machte meine Bibliothek und auch der Umstand, daß ick mtt fast allen Unteroffizieren und auch Männern des Lagers mtt der Zeit bekannt wurde. Für das Lachen ein Beispiel. Eines Morgens liege ich, wohlig in meine Prinzessin Croy-Decke ein-gewickelt, noch auf der Pritsche, während die meisten anderen schon auf waren und das gewöhnliche Morgengefchnatter betrieben. Aus einmal spüre ich bei meinen Füßen ein Krabbeln. Etwas Lebendes. Mein Herz bleibt vor Entsetzen und Ekel fast stehen. Ich schreie schrill auf. Eine Ratte . . .! Unter der Decke . . Wo die hinlaufen konnte . . .? Und werfe mit einem wilden Schwung der Beine die Decke von mir. Was war es, was mir so tiefes Entsetzen verursacht hatte? Ein armer, zitternder junger Spatz, der mit pochendem Brüstchen am Ende des Strobfacks lag und mich, nichts als Furcht, mit runden Aeuglein anstarrte. Ich war über diesen Streich auf den Uebeltäter. natürlich war es der Mader, der mir den Spatzen unter die Decke gesteckt hatte, jo böse, daß ich eine Woche lang nicht mit ihm redete. Für die Pozarna war es aber wieder eine Vorstellung gewesen, daß sich alle die Tränen wischten. Wir betrieben Buchhaltung, welche der deutsche Unteroffizier Siege vortrug. Ich hatte nicht viel für diese Wissenschaft übrig, aber linierte mir doch auch die Hefte schön vor und dachte den kompliziertesten Vuchungsfällen nach. Dann kam ein Einjähriger namens Hecht — er jagte, er fei ettr Pole, aber er dürfte, trotzdem er ein elegantes Männchen war, einer von „unsere Latt" gewesen sein und lernte bei mir Italienisch. Alle Tage eine Unter-richtsstunde. In das Lager waren große neue Transporte gekommen. Von verschiedenen Seiten. Einer war aus Rikolsk-Ussurisk. Die Kriegsgefangenen, die von so weit dahinten in das Altaigebiet gekommen waren, waren verwöhnte Herren. Sie konnten ihr Wohlleben in Nikolsk-Ussurisk nicht genug rühmen. Alle möglichen roten Kreuze hatten sich um sie ge-kümmert, auch die Schwester Else Brandström. Ferner hatten sie einen famosen Arzt dort gehabt, der sich leidenschaftlich um ihr Wohl sorgte. Wenn ich mich recht erinnere, hat er Dr. Breitner geheißen. Mtt diesen Nikolsk-Ussuriskeln, die in ihrem Lager bei jammengesessen waren wie wir in Trojskosowsk, wo es kein Kommen und Gehen von der Arbett und auf Arbett gegeben hatte und sich deshalb Theater und allerhand Geschichten wunderbar entwickeln konnten, kam künstlerischer Schwung in unser Lager herein. Die Brüder hatten bÄd ein Theater bei-sammen und eine prachtvolle Musikkapelle Da« war aber kein Theater wie das unsere in Trofs-kosawsk, sondern ein richtiggehendes Theater mit Vorhang, Kulissen, Zimmern und richtigen Schau-spielen, von zuhau» Wenigstens einer war ein Berufschaujpieler, ein Leutnant, er hieß, wenn ich mich recht erinnere, Kleindienst und der richtete sich seine Leute zusammen. Die MusillaMe hatte ge-schaffen und dirigierte aber niemand Geringerer als der Wiener Komponist Gruber. Natürlich wußte ich. ein Mufikanalphadet, damals nickt, wer dieser Zuij» sichrer «ruber war, sonst hätte ich vielleicht versucht, seine persönliche Bekanntschaft zu machen. E« war dieser Gruber, der die Musik zu dem Lied „Met Mutterl is a Wienerin" geschrieben hat. Ueberhaupt: dem Theater und der Musik stand ich hier in Bornaul ferne. Die Künstler waren eine Gesellsch«^ die sich einen besonderen Kren gab, meistens Spinner, ich hingegen war mtt der Pozarna zufrieden und wünschte nicht, über deren hausbackenen Kreis hinauszukommen. Und überhaupt: ich in meiner lchimnierndeleganten Montur hatte es notwendig, mich um die Freundschaft dieser Schauspieler und Ntusikanten zu bewerben?! Wo sich diese Herren aus Nikolsk überhaupt für was Besseres hielten und unsere so wohl eingerichtete Bibliothek osten-tativ ignorierten! Ins Theater gin& ich aber jedes Mal. Und zwar hatte das Lagertheater eine ganze Baracke bekommen. Leere Baracken gab es seit im russischen Lager genügend, seit nach der mitz-glückten Kerenski-Ofienfive die russischen Rekruten abgezogen waren. Eine davon — ste stand in Ruf-wette unserer Pozarna — richteten nun unsere Künstler zum Theater ein. Und man muß sogen, wenn man so im großen Barackensaal, der, da die S entfernt worden waren, geradezu auf seinem numerierten Sitz in der richtige» Theatergefühl hatt». oa oie • Säte 8 Deutsche 3«it«ng Numm« 34 Dame" » Lassen Sie bei der Wahl jhrer Strümpfe niemals ausser fleht, dass nur das Spezialgeschäft L.PUTAN, celje mit der grossen Ruswahl Jhre Wünsche voll befriedigen kann B Neu eingelangt t Neu eingelangt I Für die Frühjahrssaison in grösster Autwahl alle Arten Modestoffe für Damenfrühjahrsmäntel, Kleider, Herrenanzüge etc. bei Felix Skrabl, Maribor Gosposka ulica 11 ZuekerbScker, HSoker, Hotel« ua«l Restaurant« gebrauchen nur Tee-Margarin- Butter «•lebe seiner und bester »I, natürliche Butter i«t, weil «ie auf frischem Kahm a. Eidotter erzeugt wird und koetet da» Kilogramm nur •• !>!■ Kranjo Srnboda, Zagreb, ierjavioeva al. 2 Schreibmaschine Ideal, gut erhalten, eine Zither »u verkaufen. Levsiikova nl. 1, hoeb-partere links. 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Adresse i.d.Verw.d.Bl. ssstt» Arrondierter Besitz am Schlossberg, stockhohea Haus, schöner Obstgarten, geeignet als Sommerfrische, sofort zu verkaufen. Auskunft i. d. Verw. d. Bl. 354*1 Danksagung. Die innigste Lieb« erwiesen unserer geliebten Mutter Marija Vrecer, geb. Nasko Oberlehrerswitwe und Hausbesitzerin In Celje alle zahlreichen p. t. Teilnehmer am letzten Geleite zur Kuhestltte. Dieses Bewusstsein erleichtert unsern tiefen Schmerz. Kür die vielen Beleidskurdgebungen, für die zahlreichen Kranz- und Bluinenspenden und allen verehrten p. t. Trauergiiten sprechen die Unterzeichneten im eigenen und im Namen aller Angehörigen ihren tiefempfundenen Dank au». Unser Schmerz war umso erschütternder, da die O.terseier-tage dazu buatimmt waren, den 80. Geburtstag unserer Allerliebsten im engsten Familienkreise bescheiden zu begehen, die aber der Allinlchtige vorher aus dem lieben abberufen hatte. iaiee, Wien, Celje, Beograd, Harlbor. den S7. April 1930. Rajko. Albert, Anka, Rihard und Dr. Ivo Kinder. _____________«« M' WW.WMMMW rsglilrlsrii Osnoisensehsft mit unbesehrünkler Haltung G13. V sl I tsQ 15 r»ji»trovsn* tsdrugs * n«om«J«no z a v e z o Spareinlagen, Darleihen, Kredite EW»Jsn«ta»< di» 28,000.0001 gegen günstigste Bedingungen. (17uy.rk.Kr Vm 230,000.000 Soeben eingetroffen I Scfuhe^ten" Selbstbinder Hosenträger besonders preiswert bei ffronj Schau» In Seffc. - Druck nnb B cito 3: StTftns>ia