Bezugspreise Zür Österreich-Ungarn ganzjährig K 4 — halbjährig K 2 — jür Amerika: ganzjährig D. 1 25 Für dar übrige Ausland ganzjährig X 5-20 Briese ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt, Manuskripte nicht zurückgesendet. Gotischen Dote Erscheint mit einer illustrierten Beilage „Wandermappe" am 4. und 19. eines jeden Monates. Bestellungen übernimmt die Jernmktnng des Hottscheer Boten in Gottschee 9ir. 121. Berichte sind zu senden an die Schriftkeitung des Hottscheer Moten in Gottschee. Anzeige» (Ir.terate) werden nach Tarif berechnet und von der Ver-waltung des Blattes übernommen. Die „Wandermappe" ist nur als Beilage des Gottsched- Boten erhältlich. Postsparkassen-Konlo Nr. 842.285. Dr. 23. Kottschee, am 4. Dezemöer 1913. Jahrgang X. Besserung der Existenzbedingungen in der Heimat als Mittel gegen die Auswanderung. Mit bloßen Verboten und Polizeimaßregeln läßt sich das Aus-wanderungsproblem nicht lösen. Das kommt auch in der Regierungsvorlage des Auswanderungsgesetzes zum Ausdruck, indem in den Erläuterungen wiederholt auf die Notwendigkeit einer besseren Organisation des Arbeitsmarktes und der Arbeitsvermittlung hingewiesen wird. Wir wollen ohne lange einleitende Worte gleich auf die Sache selbst übergehen und uns die Frage zu beantworten versuchen: Was muß in Gollschee geschehen, damit durch eine Besserung der Existenz unserer Landsleute in der Heimat die übermäßige Auswanderung eingeschränkt werde? Von den Arbeitsnachweisen, die in allen Grönländern eingeführt werden sollen, um den Überschuß an Arbeitskräften au industriereichere Länder und Gebiete abzugeben und Österreicher, die lohnende Arbeit suchen, so im Jnlande zu beschäftigen, statt nach Amerika ziehen zu lassen, erwarten wir uns für Gottschee offen gestanden nicht viel. Der Gotlscheer will gut verdienen, darum wandert er nach Amerika. Der in Böhmen, Mähren, Schlesien, Niederösterreich usw. winkende Verdienst bei industriellen Unternehmungen wird kaum genügende Zugkraft haben, um unsere Landsleute anzulocken, da die Arbeitslöhne dort doch nicht die Höhe erreichen, die jenseits des Ozeans üblich ist. Übrigens liegt vorderhand eine Reform des Arbeitsvermittlungswesens in Österreich noch so ziemlich in den Babyschuhen. Die Regierung plant, wie gesagt, allerdings im Rahmen der Maßnahmen gegen den Auswanderungsschwindel eine gründliche Reform des Arbeitsvermittlungswesens. Es soll auch eine bezügliche Enquete durchgeführt werden. Bis zur Verwirklichung der Sache auch in Grain — wo für die Arbeitsvermittlung erst ein Landesgesetz geschaffen werden muß — wird es vielleicht noch Jahre dauern. Auch mit dem Hinweis auf die Arbeitsgelegenheit beim Gohlenwerke in Gottschee ist nichts geholfen. Eine mehr als 20jährige Erfahrung lehrt zur Genüge, baß diese Arbeitsgelegenheit unseren Landsleuten nicht behagt. Drüben in Amerika steigt wohl der eine oder der andere — die meisten suchen sich eine minder beschwerliche und gefährliche Beschäftigung — auch in die Grube, in der Heimat wollen die wenigsten etwas davon wissen, weshalb für unser Gohlenwerk fremde Arbeitskräfte von auswärts herangezogen werden müssen. Ebensowenig ist zu erwarten, daß unsere Landsleute jemals als Gohlenbrenner ihr Brot verdienen werden wollen und so die italienischen Gohlenbrenner verdrängen werden. Wir erwähnen das nur aus dem Grunde, weil in einem Aufsatze über die Auswanderung aus Gottschee auch allen Ernstes auf diese Verdienstgelegenheit hingewiesen worden ist. Da würde der Gottscheer, wenn Nordamerika einmal keine Auswanderer mehr aufzunehmen vermöchte, eher noch nach anderen Staaten Amerikas, nach Gleinasien (Erschließung durch die Bagdadbahn!) oder weiß Gott wohin wandern. Man darf eben nicht vergessen, daß der Gottscheer, und mag sein Grundbesitz noch so wenig einträglich sein, sich zn Hause als Besitzer fühlt. Dieses bäuerliche Selbstbewußtsein, das ja gewiß auch manches Gute in sich schließt, verbietet ihm gewissermaßen Arbeiten, die in der bäuerlichen Gesellschaft als eines Besitzers nicht recht würdig erachtet werden. Vielleicht hätte die Altersversicherung ein wenig dazu beigetragen, unsere Bevölkerung seßhafter zu machen und die Auswanderung etwas einzuschränken. Nach dem vorliegenden Entwürfe würden sich die Bezüge der über 65 Jahre alten Versicherten nach den höheren oder geringeren Monatseinzahlungen richten. Der niedrigste Jahresbezug würde hienach 120 K (10 K monatlich), der höchste 500 K betragen. Zu jeder Versicherungsrente hätte der Staat jährlich 90 K zu leisten. Die Aussicht auf die Altersver-sichernngsbezüge würde vielleicht diesen oder jenen davon abhalten, nach Amerika auszuwandern; aber das Schicksal der Sozialversicherung ist ja vorderhand leider besiegelt. Sie wird wahrscheinlich erst nach Jahren kommen. Die Regierung denkt daran, die Versicherung stückweise einzuführen. Die Privatbeamten haben bereits ihre Altersversicherung, dann sollen die Bergarbeiter darankommen usw. Bis zur Altersversicherung der Bauern wird möglicherweise noch ein langer Weg sein. Schade, daß diese Hoffnung sich einstweilen als trügerisch erwiesen hatl Eine gewisse Hilfe könnte dasneueHausiergesetz bringen, wenn es endlich einmal verabschiedet würde; sind doch schon 12 Jahre her, ;eitdem die Vorlage in ihrer ersten Form im Abgeordnetenhause eingebracht wurde. Das Gesetz schwebt noch immer gewissermaßen zwischen Himmel und Erde. Seine Hauptgegner sind die Sozialdemokraten als Bundesgenossen der jüdischen Hausierer. Gegenwärtig betreiben 500 bis 600 Gottscheer (im ganzen etwas mehr als 1000 begünstigte Hausierer aus Grain) den Hausierhandel. Ist das neue Hausiergesetz einmal angenommen und in Graft getreten, so werden es die Städte, insbesondere die Großstädte Wien, Graz usw. in der Hand haben, sich gegen die jüdischen Hausierer, die den Hausierhandel in Verruf gebracht haben, zu verschließen, während den Hausierern aus den begünstigten Gegenden (Gottschee usw.) die Ausübung ihres Geschäftes auch in solchen sonst für den Hausierhandel gesperrten Städten nicht untersagt werden darf. Es würde sich also hiedurch in solchen Städten eine neue nicht unergiebige Erwerbsquelle für mehrere Hunderte von Landesgenossen eröffnen. Bringen jetzt die 500 bis 600 Gottscheer Hausierer alljährlich vielleicht 300.000 Grotten ins Ländchen, so könnten künftighin gegen 1000 Hausierer die doppelte Summe ihren Familien und der Heimat zuführen. Jedenfalls wäre es entschieden besser, wenn etwa 500 Männer, statt nach Amerika auswandern, sich lieber dem einträglicher werdenden Hausierhandel zuwendeten. Gewiß ist ja der Hausierhandel kein idealer Erwerb, aber auch wer ihn als Übel bezeichnet, wird zugeben müssen, daß er ein viel geringeres Übel als die Auswanderung ist. Die Familien der Hausierer bleiben mit ihrem Ernährer der Heimat erhalten und der Verdienst der Hausierer befruchtet wirtschaftlich unser von der Natur vielfach recht stiefmütterlich bedachtes Ländchen. Es wäre also im Interesse der Einschränkung der den Fortbestand unseres Völkchens gefährdenden Auswanderung sehr zu wünschen, daß das Hausiergesetz möglichst bald in Kraft träte. Der Schwerpunkt der wirtschaftlichen Aktion müßte selbstverständlich auf die Hebung der Landwirtschaft und insbesondere der Viehzucht verlegt werden. Doch sind auch hier von vornherein gewisse Grenzen gezogen. Was die Natnr versagt, läßt sich durch Menschenhand und Menschenfleiß nie ganz ersetzen. Etwa ein Drittel der Bodenfläche unseres Ländchens ist steinig und felsig und besitzt eine nur ganz seichte Ackerkrume. Da läßt sich also nicht viel machen, da kann man keine landwirtschaftlichen Wunder wirken. Die ersten Besiedler im 14. Jahrhundert, die wahrscheinlich alle ganze Urbarhuben, also zwei Bauernhuben besaßen, konnten freilich auch in diesen wenig fruchtbaren Landstrichen ihr wirtschaftliches Auslangen finden, zumal damals die Frauen hausindustriell Leinwand erzeugten und die Männer ebenfalls hausindustriell einfache Holzwaren (zumeist Binderwaren) anfertigten. Die jetzige bedeutend zahlreichere Bevölkerung vermag die Scholle solcher wenig ergiebiger Landstriche unmöglich allein zu ernähren, die Leute müssen dort irgendeinen Nebenerwerb (Hausindustrie, Hausierhandel oder Amerikawanderung) haben, um existieren zu können. Wer die landwirtschaftlichen Verhältnisse der Gemeinden Hinterberg, Mösel, Langenton usw. genauer kennt, wird dies bestätigen. Aber auch dort, wo die Scholle tiefgründiger und ergiebiger ist, steht der Hebung der Landwirtschaft und der Besserung des landwirtschaftlichen Betriebes ein Haupthindernis entgegen: der Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitskräften. Immerhin darf man hoffen, daß Landwirtschaft und Viehzucht allmählich Fortschritte machen werden, zumal in den letzten Jahren hiefür auch so manches geschehen ist. In früheren Jahren und Jahrzehnten kümmerte sich niemand um den Bauer, jetzt streckt sich manche Hand aus, um ihm zu helfen, seine Wirtschaft rationeller zu gestalten. Herr Obergeometer Ritter v. Fürer („Die Auswanderung aus Gottschee") erhofft sich Erfolge durch die Filiale Gottschee der k. k. Landwirtschaftsgesellschaft. Er schreibt: „Vielleicht wird es der Filiale Gottschee der k. k. Landwirtschaftsgesellschaft gelingen, bei dem Gottscheer mehr Freude an der Bearbeitung von Grund und Boden zu wecken, ihm einen Fingerzeig zu geben, daß auch die rationell betriebene Landwirtschaft in Verbindung mit etwas Viehzucht und einer Pflege der Wälder dem Bauer sein Auskommen ermöglichen kann." Die landwirtschaftliche Filiale in Gottschee hat gewiß schon viel Ersprießliches geleistet, es wäre nur zu wünschen, daß sie ihre Tätigkeit auch der Förderung der Viehzucht zuwendete. Diese ist ja die Haupterwerbsquelle unserer Landwirte. Hier müßte also vor allem der Hebel angesetzt werden. Aus allgemein bekannten und von uns schon des öfteren dargelegten Gründen sind bei uns die Viehzuchtgenossenschaften gescheitert, es muß also die Sache der Viehzuchtsörderung auf irgend eine andere Weise in Angriff genommen werden. Man hat berechnet, daß das Gottscheer Gebiet das Zweifache (und noch mehr) des jetzt vorhandenen Viehstandes, also statt 8000 Rinder deren 16.000 und darüber ernähren könnte. Was nützt aber diese Erkenntnis, wenn nicht einmal für die jetzige geringe Anzahl von Kühen genügend viele und entsprechend gute Zuchtstiere vorhanden sind! Wenn es so fort geht, laufen wir sogar Gefahr, in der Viehzucht nicht nur keine Fortschritte, sondern Rückschritte zu machen. Zwei Dinge sind vor allem notwendig, um unsere Viehzucht in die Höhe zu bringen; erstlich sollten seitens der Stierlizenzierungskommissionen nur wirklich gute Zuchtstiere als zulässig erklärt werden, zweitens sollte behördlicherseits mit allem Nachdrucke darauf gedrungen werden, daß die gesetzlich erforderliche Anzahl von Zuchtstieren von den Gemeinden auch tatsächlich gehalten werde. Hand in Hand damit müßten Meliorierungen (Wiesen-, Weiden-, Stallverbesserungen) gehen, dann die Errichtung von Wasserbeschaffnngsanlagen, wo solche noch fehlen, die Schaffung von Verkehrswegen, wo es an solchen noch mangelt u. dergl. Wo Klima und Boden hiefür geeignet sind (Altlag, Morobitz, Pöllandl), sollte auch eine rationellere, einträglichere Obstbaumzucht in die Wege geleitet werden. Nicht vielerlei Arten von Apfel-, Birnbäumen usw. sollten gepflanzt werden, sondern nur eine gute Sorte, die marktfähig ist und deren Früchte im großen nach Wien u. dergl. versendet werden können. Die Anlage von Obstbaumplantagen kostet allerdings Geld, aber hiefür wären wohl Subventionen erhältlich. Gute Obstplantagen geben bekanntlich einen reicheren Ertrag als selbst Rebenanlagen. — Die Schweinehaltung (Mästung) ist bei uns ohnehin schon in ausgedehnter Weise heimisch, aber die Schweinezucht muß noch mehr Eingang finden. Ob es auch mit der Sanen-ziegenzucht bei uns gehen würde, die von einer Seite empfohlen wird, müßten Versuche lehren. Auch die Geflügelzucht ließe sich rationeller und lohnender gestalten. Wenn es so gelänge, im Laufe der Jahre den landwirtschaftlichen Betrieb auf die höchste Stufe zu heben, die bei unserem Klima (und Boden überhaupt möglich und erreichbar ist, dann brächte dieser allein in vielen Gegenden genügend Bargeld ins Haus und die Bewohner besserer Landstriche hätten es dann nicht mehr not, nach Amerika auszuwandern. Nur in jenen wenig fruchtbaren Getänden, wo die Erdkrume zu seicht und zu steinig oder das Klima zu rauh ist, müßte sich der Landwirt noch immer um einen Nebenerwerb umsehen, der, solange es nicht gelingt, eine lohnende Hausindustrie einzuführen, im Hausierhandel gesucht werden müßte. Wir haben schon jetzt manche tüchtige Landwirte in Gottschee, die sich alle Mühe geben, ihre Wirtschaft in die Höhe zu bringen. Aber im allgemeinen hat infolge des jahrhundertelangen Handelsbetriebes die Veranlagung und der Charakter der Gottscheer doch mehr die Richtung nach der Seite des Handels genommen: unsere rührigen Landsleute wollen rasch verdienen, gut verdienen und leicht verdienen. Darin liegt nun auch ein gewisses Hindernis für die Aufwärtsentwicklung der Landwirtschaft, bei der ein rascher Umsatz und ein leichter, wenig anstrengender Verdienst nicht möglich, sondern zähe, unverdrossene Arbeit, Geduld und Ausdauer erforderlich ist. (Schluß folgt.) Auswanderungsgeschichten. In jüngster Zeit werden die Auswanderer und die Auswanderungsagenten einer scharfen Kontrolle unterzogen. Interessant war das Ergebnis dieser Überwachung auf dem Innsbrucker Hauptbahnhofe. In der Zeit vom 5. Oktober bis zum 20. November wurden dort insgesamt 572 Auswanderer beanständet, die hauptsächlich im wehrpflichtigen Alter von 18 bis 36 Jahren standen und nach Amerika auswandern wollten, ohne die Reisebewilligung hiefür zu haben. Von diesen Angehaltenen wurden 437 zur Rückreise in ihre Heimat verhalten, 44 wurden mittelst Schubs dahin befördert, ein Auswanderer wurde ins Spital gebracht und 16 entzogen sich unter Zurücklassung ihrer Dokumente und des Bargeldes durch die Flucht der Amtshandlung. Das Bargeld derselben erliegt noch heute beim Innsbrucker Stadtmagistrat. Gegen 74 Personen wurde teils wegen Falschmeldung, teils wegen Benützung fremder Dokumente, teils wegen Dokumentenfälschung, versuchter Stellungsflucht und unbefugten Betriebes von Auswanderungsgeschäflen das Strafverfahren eingeleitet. Strafen bis zu zwei Monaten erhielten 38 der dem Gerichte überstellten Personen. Zwei Auswanderungsgruppen von zusammen 44 Mann wollten sich durch Umgehung des Bahnhofes der Kontrolle entziehen, wurden jedoch abgefangen. In letzter Zeit kamen noch andere Listen zur Anwendung. Einzelne Auswanderer fuhren im Abteil 2. Klasse der Schnellzüge, und einmal hatte sich ein halbes Dutzend Auswanderer im Klosett zusammengedrängt, um der Innsbrucker Kontrolle zu entgehen. Die Leute wurden jedoch in Feldkirch oder in Bregenz angehalten. Gegen einige Angestellte der Südbahn wurden Strafanzeigen erstattet, weil sie den Auswanderern Ratschlüge erteilten, wie sie die Kontrolle umgehen könnten. In Preloka in Weißkraut wurde der Agent Balkovac verhaftet, weil er stellungspflichtige Jünglinge in Weißkrain zur Auswanderung bewog und sie nach Rndolfswert lieferte, wo sie ein anderer Agent übernahm, der ebenfalls festgenommen wurde. Balkovac soll für jeden von ihm gelieferten Burschen 40 K Provision erhalten haben. Übrigens befindet sich bereits eine größere Anzahl von Auswanderungsagenten in Krain in Untersuchung. Auch Frauen beschäftigen sich mit dem Auswanderungsschwindel. Aus Bielitz wird gemeldet: Im Aufträge der Staatsanwaltschaft fand im Reisebureau Olma eine Hausdurchsuchung statt. Dieses Bureau hat auch die Vertretung der Hambnrg-Amerika-Linie. Die Sichtung der beschlagnahmten Papiere hat einen Auswanderungsschwindel im großen Stile ergeben. Die Inhaberin Frau Olma sowie ein Agent wurden verhaftet, zwei andere Agenten sind flüchtig. Der Besitzer Josef Gorischek aus Marindol in Unterkram gab seinem militärpflichtigen Sohne vor acht Jahren das nötige Geld, um nach Amerika auszuwandern. In der letzten Zeit nun erhielt die Gendarmerie Auftrag, über alle Militärpflichtigen, die nach Amerika ausgewandert sind, Erhebungen zu pflegen. Gorischek, ein überaus ehrlicher Mann, hatte ohneweiters zugegeben, daß er dem Sohne das nötige Geld gegeben habe, welche Erklärung er auch bei der gerichtlichen Verhandlung in Treffen wiederholte. Auf seine Frage ob er abgestraft werden werde, sagte der Richter: „Ja, ein Jahr wird's schon kosten!" Diese Worte aus richterlichem Munde sind dem Manne so zu Herzen gegangen, daß er sich aus Furcht vor der Strafe erhängte. O, dieses Amerika hat schon manchen um sein Geld, seine Gesundheit, seinen Verstand und um sein Leben gebracht!_______________________________________ Aus Stabt und Land. chottschee. (Inspizierung.) Am 25. v. M. traf Herr Landesschulinspektor Albin Belar in Gottschee ein und inspizierte an diesem und den darauffolgenden Tagen das hiesige Staatsgymnasium. Auch die Mädchenschule des Marienheims wurde am 28 v. M. vom Herrn Landesschulinspektor inspiziert. ^ — (Vom Volksschuldienste.) Der k. k. Bezirks,chulrat in Gottschee hat an Stelle des krankheitshalber beurlaubten Lehrers Herrn Johann Weber den bisher in Stalzern bediensteten Herrn Franz Scheschark mit der Supplierung des Unterrichtes an der Volksschule in Unter-Skrill betraut. — (Verleihung der Staatssubvention für Schulgärten pro 1913.) Der Landesschulrat hat im Einvernehmen mit dem hämischen Landesausschuffe aus der vom Unterrichtsministerium zur Förderung der Schulgärten in Krain pro 1912 bewilligten Subvention von 600 Kronen 12 Volksschullehrern in Kram den Teilbetrag von je 50 Kronen als persönliche Remuneration für die Bewirtschaftung des Schulgartens verliehen, darunter auch Herrn Josef Perz, Oberlehrer in Lienfeld. — (Die Lehrbefähigungsprüsung) haben mit gutem Erfolg abgelegt: Herr Josef Weber, Supplent in Nesseltal; posesa Sch ich o (S. Rosalia), prov. Lehrerin an der Prwatvolksschule der Barmherzigen Schwestern in Gottschee; Josef Jarh, prov. Lehrer in Suchen; Paula Siegmund. prov. Lehrerin in Morobittz. — (Todesfall.) Am 21. v. M. starb hier nach langem, schwerem Leiden, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, Herr Josef Kreiner, Haus- und Realitätenbesitzer, im 61. Lebensjahre. Der Dahingeschiedene war Gemeinderat, Mitglied des straßen-bezirksansschusses und der Vermögensverwaltung der Stadt Gottschee, in welchen Körperschaften er überall eine ersprießliche Tätigkeit entfaltete. Der Verblichene erfreute sich in allen Kreisen der Bevölkerung der ungeteilten Wertschätzung, was sich auch in der zahlreichen Teilnahme am Leichenbegängnisse zeigte. Er ruhe tn Frieden! — (Pflasterung der Landesstraße in Gottschee.) Wie wir bereits mitgeteilt, hat der hämische Landesausschuß für die Pflasterung jenes Teiles der Landesstraße, der vom Studentenheim (früher Webersche Villa) bis zum Waisenhause führt, einen Beitrag von 50% der Gesamtkosten, d. i. 54.000 K, bewilligt. Da der Staat eine Unterstützung von 20.000 K zugesagt hat, so entfällt auf den Straßenausschuß und aus die Stadt Gottschee nur noch ein Betrag von 34.000 K. Zur Pflasterung sollen, wie dies schon jetzt bei den Straßenübergängen der Fall ist, Porphyrwürsel verwendet werden, die aus Tirol bezogen werden; der Geviertmeter ist auf 15 K veranschlagt. Bisher kostete die Beschotterung dieser stark befahrenen Strecke samt Abfuhr von Kot und anderen RäumungS-arbeiten jährlich rund 6000 K. Trotz dieser ungewöhnlich hohen Auslage bot diese Straßenstrecke wegen des starken Koles bei nassem Wetter und der ungemeinen Staubentwicklung im Sommer stets vielen Grund zu berechtigten Klagen. — (Geldprämien für Volksschullehrer.) Für das Jahr 1912 und 1913 gelangen die aus dem Vermögen des bestandenen Gartenbauvereines in Laibach errichteten Geldprämien, und zwar sechs für jedes Jahr, zusammen zwölf von je K 72(16 für Volksschullehrer zur Verleihung. Anspruch auf diese Prämien haben jene Volksschullehrer, die sich die Pflege der Schulgärten und den Unterricht im Gemüsebau und in der Obstbaumzucht besonders angelegen sein lassen. Bewerber um diese Geldprämien haben ihre gehörig belegten Gesuch längstens bis 31. garnier 1914 beim Vorgesetzten Bezirksschulräte einzubringen. —> (Zwangsversteigerung.) Am 18. v. M. wurde die aus drei Grundbuchseinlagezahlen bestehende Wiederwohlsche Realität (Wohnhaus samt Grundstücken) von Herrn Julius Ritter v. Wenusch um den Preis von 42.951 K erstanden. Der Erstehet der Liegenschaft, der bereits in anderen Ortschaften des Gerichtsbezirkes Grundstücke erworben hat, gedenkt dem Vernehmen nach einen landwirtschaftlichen Betrieb (Molkerei) in größerem Stile einzurichten.^^ H^fhrgesetzvorlage wird bekanntlich von den Sozialdemokraten obstruiert. Sie wollen unbedingt Milderungen und Erleichterungen für die Hausierer lin^ allgemeinen, die sonst im Gesetze nicht begünstigt sind (jüd,,che Hausierer) erzwingen. Der sozialdemokratische Abg. Reumann ,prach im Gewerbeausschusse obstruktiv durch drei Sitzungen, einmal von 5 Uhr nachmittags bis halb 10 Uhr nachts gegen das Haustergesetz. Die letzten Sitzungen wurden aber immer erst knapp vor Beginn der Haussitzung beschlußfähig, so daß das Eingehen in die Debatte unmöglich war, da die Sitzung auf den nächsten Aag verschoben werden mußte. Die Sitzung am 19. v. M. war überhaupt beschlußunfähig Wie übrigens der Gewerbeausschuß behandelt wird, beweist der Umstand, daß Abg. Dr. v. Licht den sozialpolitischen Ausschuß für den 19. v. M. um 9 Uhr, also zu einer Zeit einberief, wo der Gewerbeausschuß tagte. Auf vielfache Einwendungen, baß doch zwischen den Obmännern der beiden Ausschüsse eine entsprechende Zeiteinteilung bei der Anberaumung der Sitzungen vereinbart werden sollte, wurde keine Rücksicht genommen. — (Zu den Landtagswahlen.) Am 21. v. M. fand im Sitzungssaale des Stadthauses in Gottschee in Angelegenheit der Stellungnahme der Gottscheer zu den Landtagswahlen eine Besprechung statt, an der fast sämtliche Bürgermeister der deutschen Gemeinden des Gottscheer Gebietes und überdies eine Anzahl von Vertrauensmännern teilnahmen. Herr Reichsrats- und Landtagsabgeordneter Graf Barbo und Herr kaiserl. Rat Bürgermeister A. Loy legten die Gründe dar, welche dafür sprechen, daß die Gottscheer Wähler ihre Stimmen den Kandidaten der Slowenischen Volkspartei zuwenden sollen. Nach mehr als einstündiger Erörterung der Frage wurde einhellig beschlossen, den Wählern des Gottscheer Gebietes zu empfehlen, daß sie bei den Landtagswahlen ihre Stimmen für die Wahlwerber der Slowenischen Volkspartei abgeben mögen. Nachmittags fand eine Besprechung im engeren Kreise statt, bei welcher insbesondere das für Gottschee sehr wichtige neue Auswanderungsgesetz besprochen wurde. Herr Reichsratsabgeordneter Graf Barbo versprach, für die diesbezüglich geäußerten Wünsche und gemachten Vorschläge eintreten zu wollen. — Die Kandidaten der Slowenischen Volkspartei in der Wählerklasse der Landgemeinden (Wahl am 9. Dezember) sind die Herren: Karl Lkulj, Kaplan in Reisnitz, und Anton Lovšin, Besitzer in Jurjewitz Nr. 34 (nicht Nr. 31, wie ursprünglich unrichtig angegeben wurde). — (Sich selbst entlarvt!) Die „Nachrichten" beteuerten schon zu wiederholtenmalen, daß sie gut christlich seien und nichts gegen den Glauben und die katholische Religion hätten. Dabei guckte aber der ungläubige oder protestantisierende Pferdefuß doch ab und zu aus dem Pharisäermantel heraus. In der Zuschrist „Freiheitlich und katholisch" aus Obermösel (?) in der Nachrichten« nummer vom 23. v. M. erscheint aber nicht mehr bloß scheu und halbverhüllt der bloße Pferdefuß, sondern wir hören ein förmliches offenes Bekenntnis zu den subjektivistischen Grundsätzen des Protestantismus. Der Hinweis auf die „Unkirchlichkeit" des modernen liberalen Protestantismus, der fast sämtliche Glaubenssätze bereits über Bord geworfen hat und Pastoren duldet, die keinen Glauben besitzen, der Grundsatz der Autvritätlosigkeit, die das von Christus eingesetzte Priestertum ablehnt, „der freie, das Gebot Gottes in der eigenen Brust findende, von der Priesterschaft losgelöste Mensch" — das ist alles durchaus protestantisches Denken und Fühlen und steht zu den katholischen Anschauungen im schärfsten, schroffsten Gegensätze. Die Verbreitung solcher Anschauungen ist der Verkündigung von Irrlehren gleichzusetzen, und wenn der Nachrichten-schreibet die im Boten vorgetragenen katholischen Ideen als eine Schmach (I) bezeichnet, so weiß man nun wohl zur Genüge, daß der Mann, der sich in seinen dem Katholizismus feindlichen, falschen Freiheitsbegriff so meinungswütig verbissen hat, keine katholische Gesinnung hat, sondern ein ungläubiger Protestant oder ein Abgefallener ist, der sich an falschen, Gottes Wort und der Kirche Lehre mißachtenden Freiheitsbegriffen berauscht, vielleicht um die Stimme seines unruhigen Gewissens zu übertönen. Indem er schreibt, daß die Freiheit auch einmal „g e mißbraucht" wird, beweist er, daß seine grammatikalische Bildung ebenso fadenscheinig ist wie seine theologische. — (Vom krainischen Landesausschusse.) In der Sitzung des Landesausschusses vom 28. v. M. wurde u. a. eine gemeinsame kommissionelle Begehung beantragt betreffs Antrages der kroatischen Landesregierung, wonach die Straße von Gasparei und Zarnost mit Hinblick auf die Automobilverbindung Labar-Delnice korrigiert werden soll. — Das Landeskulturamt erhält den Auftrag, für die Lokalviehversicherungsan st alten Musterstatuten und für die Landesviehversicherungsanstalt ein Statut auszuarbeiten. — Das Statut der Pflegerinnenschule im Landesspitale in Laibach wird genehmigt. — (Zum Vorstand) des k. k. Steuerreferates in Gottschee wurde Herr Finanzkommissär Johann Ditz ernannt. Derselbe ist bereits von Adelsberg nach Gottschee überstedelt und hat hier seinen Dienst angetreten. — (Gesellenprüfung.) Die letzte Gesellenprüsung im heurigen Jahre findet Sonntag den 21. Dezember um 2 Uhr nachmittags im Gemeindehanse statt. Gesuche um Zulassung sind bis zum 12. Dezember bet der Genossenschasisvorstehung in Gottschee einzureichen und mit dem Lehrzengnisse und dem Abgangszeugnisse der gewerblichen Fortbildungsschule zu belegen. Außerdem ist gleichzeitig die Prüfungstaxe von 5 K zu entrichten. — (Der Nestor der hervorragenden Schachaufgabe n-Berfasset Österreichs) ist gegenwärtig unser geschätzter Landsmann Herr Robert Braune in Gottschee. Seit etwa Mitte der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts hat Herr Braune Hunderte und Hunderte von Schachaufgaben in deutschen, englischen, französischen, italienischen, schwedischen und amerikanischen Schachzeitschriften veröffentlicht. Seine Aufgaben wurden wiederholt mit Preisen gekrönt, so z. B. in Köln, Detroit (Amerika), Paris, Florenz. Eine elegante Feinheit in der Darstellung und eine natürliche Ungezwungenheit der Komposition sind die hervorstechendsten Merkmale der Brauneschen Schach-Technik. In der in Paris heraus- gegebenen französischen Schachzeitschrift „La Strategie“ (Jahrgang 1913, Nr. 1, 4, 7 und 10) sind nun 100 ausgewählte Schachaufgaben von Herrn Robert Braune abgedruckt worden, eingeleitet und besprochen von dein Amerikaner Alain C. White. Es wird hiebei die Kompositionsgattung dieser Ausgaben als besondere Spezialität rühmend hervorgehoben. Demnächst sollen diese 100 Schachaufgaben samt dem Bildnisse des Verfassers in einer eigenen Broschüre erscheinen. Es gereicht uns Gottscheern zur Ehre, daß wir ■ einen Landsmann als Schachgröße anerkannt und auch im Auslande nach Gebühr gewürdigt sehen. —• (Wahlergebnis.) Bei der Landtagsivahl am 1. Dezember (allgemeine Wählerklasse) erhielt der Kandidat der Slowenischen Volkspartei Reichsratsabgeordneter Franz Ja klic im ganzen Wahlbezirke (polit. Bezirk Gottschee, Gerichtsbezirk Teisenberg) 5487 Stimmen, wurde also mit sehr großer Stimmenmehrheit gewählt; der slowenisch-liberale Kandidat Andolsek brachte es nur auf 988 Stimmen, der Sozialdemokrat Tokan erhielt 62 Stimmen; zersplittert waren 214, ungiltig 291. Im Gerichtsbezirke Gottschee war das Wahlergebnis folgendes: Altlag: Jaklic 106, zersplittert 11; Banjaloka: Jaklic 66; Fara: Jaklic 113, zersplittert 1; Gottschee: Jaklic 231, Andolsek 23 (meist Arbeiter der Dampfsäge), Tokan 41 (meist Arbeiter des Kohlenwerkes, die zum Teil nicht richtig aufgeklärt waren); Göttenitz: Jaklic 75, Andolsek 6; Hinterberg: Jaklic 69; Lienfeld-Schwarzenbach: Jaklic 116, Tokan 3; Malgern-Ebeittal: Jaklic 124, Andolsek 2; Mitterdorf: Jaklic 146, Andolsek 5, Tokan 3; Motobitz-Rieg-Tiefenbach: Jaklic 113; 'Mosel: Jaklic 129; Nesseltal: Jaklic 165, Andolsek 22; Ober-gras: Jaklic 59; Ossiunitz: Jaklic 47. Andolsek 17; Seele: Jaklic 74, Andolsek 4, Michitsch 35 (1); Suchen: Jaklic 38, Andolsek 25; Unterdemschau-Graflinden-Unterlag: Jaklic 61. — (Der ansteckende Scheidenkatarrh der Rinder.) Über diese Krankheit, die seit ungefähr einem Jahre auch bei uns auftritt, ist ein gutes, empfehlenswertes Büchlein erschienen unter dem Titel: „Merkbüchlein über den ansteckenden Scheidenkatarrh oder die Knötchenseuche der Rinder." Herausgegeben vom Zucht* verbände für Fleckvieh in Niederbayern, Abteilung „Süd"-Landshnt. Preis 24 Heller. Raffay schreibt hierüber in der „Österr. laudwirt-schasll. Genossenschaftspresse": Die großen wirtschaftlichen Schäden, die durch den ansteckenden Scheidenkatarrh verursacht wurden und werden, lassen es als eine dringliche Forderung erscheinen, daß die Landwirte emsig bemüht seien, die Weiterverbreitung dieser Seuche möglichst einzudämmen. Es liegt daher das Bedürfnis vor, die Landwirte mit den Erscheinungsformen dieser Krankheit, die erst seit ungefähr I V2 Jahrzehnten bekannt ist, vertraut zu machen, da eben diese Unkenntnis mit ein Hauptgrund der fortwährenden Ausbreitung dieser Seuche ist, weiters mit dem zwecks Heilung einzuschlagenden Verfahren, sowie mit den Grenzen der Heilbarkeit. Während die Krankheit anfänglich sehr wohl bekämpft werden kann, frische Fälle sowie auch gewisse, ohne größere Ausbreitung verlausende alte Erkrankungen also heilbar sind, bleiben alle HeiluitgS-bestrebungen bei ausgebreiteten veralteten Fällen vergeblich. Das Schristchen, welches eingedenk des Grundsatzes „Verhüten besser als Heilen" auch die Vorbeugungsmaßnahmen bringt, empfiehlt insbesondere die Dr. Feserschen einschlägigen Erzeugnisse, die eine Behandlungszeit (in geeigneten Fällen) von zwei bis drei Wochen erfordern. Das kleine Schristchen sei bestens empfohlen. ZKitterdorf. (Die Joses-Büch er bruderschast) hat die heurigen fünf Bücher in den letzten Wochen den Mitgliedern zukommen lassen und werden mit der Jahresgabe (Maria- und Josefkalender, Gebetbuch zu Ehren des heiligen Josef, Heilige Schrift, Bunte Geschichten, Allerlei vom Kriege) sicherlich alle recht zufrieden sein. Wer die heurigen Bücher noch wünscht, erhält sie um den geringen Betrag von K 2 40. — (Der Aus wandereragent Mißler) in Bremen überschwemmt jetzt wieder alles mit feinen Kalendern, worin die Auswanderung in allen Farben gepriesen wird. Die Kalender werden auch den Schulleitungen zugeschickt. — (Subvention.) Der Besitzer Johann König in Kerndorf 19 hat als Beitrag zu den Kosten der Verbesserung seines " Schweinestalles vom Landesausschusse 50 K erhalten. — (Gestorben) ist am 25. November die 86 Jahre alte Inwohnerin Katharina Schleimer in Windischdorf 29. Seele. (Zur Landlagswahl.) Eine große Torheit haben in unserer Gemeinde nicht wenige Wähler begangen, indem sie entgegen der von beiden Parteien ausgegebenen Wahlparole den Gemeindevorsteher Michitsch auf ihre Stimmzettel schrieben. Wenn es ein Witz sein sollte, so war es ein herzlich schlechter. Warum hat unser Gemeindevorsteher so etwas nicht rechtzeitig verhindert? War vielleicht Eitelkeit im Spiele? Wie ungeschickt I Wie stehen wir nun ; dem Landesausschusse gegenüber da, wenn wir um die Bewilligung der gewünschten Straße ansuchen werden! Manche bei uns denken wirklich nicht einmal so weit, als ihre Nase reicht. Schalkendorf. (Trauung.) Am 24. November schlossen den Bund fürs Leben Herr Franz Pleschinger, k. k. Gendarmeriewachtmeister i. R. aus Schalkendorf 13, und Fräulein Magdalena Kropf, Halbhüblerstochter aus Schalkendorf 5. Biel Glück! Lienfeld. (Inspizierung.) Am 26. v. M. inspizierte Herr Landestchulinspektor A. Belar die hiesige Volksschule. Woroöitz. (Ortsschulrat.) Zum Obmann des Octsschul-rates wurde Herr Joh. Peitler von Eben, zum Obmannstellvertreter Herr Joh. Händler von Morobitz gewählt. Mooswald. (StierHaltung.) Dem hiesigen Besitzer Herrn G. Zwickle wurde seitens der Stadtgemeindeoertretung von Gottschee die Haltung eines Zuchtstieres gegen eine jährliche Entschädigung von 400 K übertragen. Kfchermoschnitz. (Verurteilter Brandleger.) Am 3. August l. I. geriet Der in Obermitterdors gebürtige, nach Tscher-moschnitz zuständige Kaminfeger Ferdinand Matzelle in zwei hiesigen Gasthäusern mit Nikolaus Meditz in Streit, in dessen Verlauf er-steter die gröbsten Drohungen gegen letzteren ausstieß. In derselben < Nacht brach in der Keusche des Meditz Feuer aus, das sie vollständig einäscherte. Als Täter wurde sofort Matzelle bezeichnet und von den Gendarmen verhaftet. Er gab an, er könne sich ob völliger Trunkenheit an die Ereignisse jenes Abends nicht erinnern. Zur Brandstätte geführt, wurde er von einem heftigen Zittern befallen, so daß er von dem Gendarmen gestützt werden mußte. Auch bei Gericht verantwortete er sich mit Bolltrunkenheit. Bei der am 24. November l. I. in Rudolsswert durchgeführten Schwurgerichtsverhandlung wurde Matzelle der Brandlegung schuldig erkannt und erhielt 6V2 Jahre schweren mit Fasten verschärften Kerkers. Mental. (Fünf Bären!) Am 26. v. M. wurden im Ebentaler Jagdreviere nicht weniger als fünf Bären — alte und junge — gesehen. Läge Ebental in Steiermark, wie groß wäre dann wohl der „Bauernschreck"! Höergras. (Großes Schadenfeuer.) Am 20. v. M. sind hier, vermutlich durch unvorsichtiges Spielen von Kindern mit Zündhölzchen,' die vier Häuser des Unterortes Nr. 15, 16, 17 und 18 samt Wirtschaftsgebäuden, Futtervorräten usw. abgebrannt. Wäre ein heftiger Wind gegangen, so hätte noch ein größeres Unglück geschehen können, als im Jahre 1897, wo ein großer Teil der Ortschaft samt Kirche und Schule abbrannte. Unsere junge Feuerwehr ist noch nicht ausgerüstet, auch herrschte Mangel an Wasser, ^ was die Löschaktion sehr erschwerte. Dem tatkräftige Eingreifen der vom Herrn Gendarmeriewachtmeister Stefandl von Suchen angeleiteten Männer auch aus Mittergras und Suchen ist es zu verdanken, daß der Brand eingedämmt wurde. Der Schade — gegen 40.000 K — ist nur zum Teil durch die Versicherungssumme^ gedeckt. Das Feuer griff so rasch um stet), daß manche, so z. B. Herr Gemeindevorsteher Muchitsch, nicht einmal ihre Kleider retten konnten. Unterlag. (Ergebnis der Wahl am 1. Dezember.) Die am t. Dezember in Unter-Deutschau stattgehabte Wahl, bei welcher die Gemeinden Graflinden, Unter-Deutschau und Unterlag * zusammen wählten, hatte folgendes Ergebnis: Graflinden hatte 54, Unter-Deutschau 55 und Unterlang 56 Wähler. Von diesen 165 Wählern waren zur Wahl 115 erschienen und gaben 96 giltige, 2 ungiltige und 17 leere Stimmzettel ab. Es erhielten: Franz Jaklitsch von Gutenfeld 61, Franz Jaklitsch von Unter-Dculschau 27, Johann Kopitar, Kaplan in Haselbach 3, und Franz Jaklitsch von Soderschitz 2 Stimmen/ während Johann Meditz von Unter-Deutschau, Peter Michelitsch von ebendort und Johann Lampeter von Graflinden je eine Stimme erhielten. Zu bemerken ist, daß die Gemeinde Unterlag gute Disziplin gehalten hat, wohingegen in Graflinden die Parole ausgegeben wurde, wohl einen Franz Jaklitsch zu wählen, aber nicht den offiziellen Kandidaten, sondern den Kaufmann von Unter-Deutschau gleichen Namens. Die beiden auf den Namen Franz Jaklitsch von Soderschitz lautenden Stimmzettel sind nur aus Unkenntnis zurückzuführen; die übrigen zersplitterten Stimmen wollten wohl mehr ein Witz sein oder was? Zwei Stimmzettel waren zu mangelhaft ausgefüllt, der eine mit dem Namen Bardo, der andere mit Franz Jaklitsch; sie wurden daher für ungültig erklärt. Mösek. (Geheiratet) hat am 23. November in Mosel Johann Kump aus Niedermösel 33 die Maria Schenitza und in Budapest Heinrich Skiber aus Niedermösel 35 die Susanna Major. — (Katholisch und freiheitlich.) Immer krasser offenbaren die „Gottscheer Nachrichen" ihren freiheitlichen Radikalismus. Die für die Willensfreiheit und die wahre Freiheit angeführten, jedem vernünftigen Menschen verständlichen Sätze: „Der Mensch ist freigeschaffen, ist frei und wär' er in Ketten geboren. Der Mensch hat freien Willen, er ist nicht so wie die Pflanze, das Gestein freiheillos und willenlos den bloßen Naturgesetzen eingefügt und untergeordnet. Das Entscheidende ist der Umstand, welchen Gebrauch der Mensch von seinem freien Willen, von seiner Freiheit macht, ob er sich in seinen Entschließungen für das Gute entscheidet oder für das Böse. Der Mensch hat die Freiheit, das Sittengesetz zu befolgen oder es zu übertreten. Freiheitlich — nicht etwa zügellos — ■ sein im wahren, christlichen Sinne des Wortes heißt, in freier Entschließung den Gesetzen Gottes und der von ihm eingesetzten Kirche willig gehorchen," diese Sätze können die „Nachrichten" nicht verstehen, reißen sie aus ihrem Zusammenhänge, um sie für ihre Freiheitlichkeit zu verdrehen. Dann bekennen sie sich in ihrer radikalen Freiheitlichkeit zu dem Kampfe gegen Papst und Priestertum. Den Dichter Schiller nennen sie einen ganz unkirchlichen Protestanten, also einen, der auch von der protestantischen Kirche und den protestantischen Pastoren ganz frei sein wollte, und sagen: „In einem Gedichte hat Schiller ausdrücklich davon gesprochen, daß durch die Fehde wider den Vatikan Freiheit der Vernunft erfochten sei. Sein Ideal, wie das aller großen, herrlichen Führer der Menschheit, war der freie, das Gebot Gottes in der eigenen Brust findende, von der Priesterschaft losgelöste Mensch." Ja, fragen wir, ist Jesus nicht der erste und herrlichste, einzig maßgebende Führer der Menschheit, der seine Kirche auf Petrus gegründet und das Priestertum zu seiner Stellvertretung eingesetzt hat? Haben denn nicht auch die änderen Religionen ihre Priester und die Protestanten ihre Pastoren? Warum so unkonsequent und unlogisch? Warum löset ihr euch dann nicht auch los von den Pastoren? Die katholische Kirche muß Priester haben; sie besteht ja nach ihrer Grundverfassung, die sie von Christus erhalten hat, aus dem Priester- und dem Laienstande, deshalb hat sie auch das Sakrament der Priesterweihe. Der Priester hat infolge der Priesterweihe das Recht und die Pflicht der religiösen Leitung der Laien von der Wiege bis zum Grabe; er ist, vom heil. Vater in Rom bis zum einfachsten Dorfgeistlichen, Lehrer des Glaubens, Vermittler der Heilsgnade und Seelenhirte. Vom Priester sind die Gläubigen bezüglich ihres religiösen Lebens und Seelenheiles abhängig. Ohne heil. Predigt und ohne religiöse Belehrung, ohne das heil. Meßopfer und ohne die heil. Sakramente kann niemand Katholik sein. Aus wessen Händen aber empfängt er sie ? Aus den Händen des Priesters. In enger Verbindung mit dem gottgesetzten kirchlichen Priestertume und in gottgewollter gehorsamerUnterwersung unter die Seelsorge desselben liegt das charakteristische Merkmal des katholischen Christen. Die willige, vertrauensvolle Hingabe an eine solche Führung bedeutet feine Entwürdigung und Knechtung der Persönlichkeit, sondern im Gegenteil ihre Befreiung und Vollendung, wie es Goethe so schön ausdrückt, wenn er Iphigenie beteuern läßt: „Im Gehorsam fühlt' ich immer meine Seele am schönsten frei." „Wer euch hört," sprach der Heiland zu den Aposteln und ihren Nachfolgern, „der hört mich, und wer euch verachtet, der verachtet mich." Weil der katholische Christ Christus hören will, hört er auch auf feine Priester. Treu zum Papste, treu zum Priestertume, Hirt und Herde untrennbar verbunden I Das ist und bleibt katholische Losung. Das Priestertum ist vom katholischen Glauben und Leben nicht zu trennen. Ohne katholisches Priestertum gibt es keine katholische Kirche. Der Protestantismus will von einem solchen Priestertume grundsätzlich nichts wissen, obwohl er in der Praxis seinen Pastoren ähnliche Funktionen zugeteilt hat, wie sie die katholischen Priester haben. Der freiheitliche Radikalismus und der unkirchliche Protestantismus kennen aber in religiösen Dingen überhaupt kein Priestertum, sondern nur das persönliche Gefühl. Darum ist ihnen das katholische Priestertum ein Dorn im Auge, darum ihr gehässiger Kampf gegen dasselbe, darum ihre Fehde gegen den Vatikan und ihre Politik: Los von Rom, los von der katholischen Priesterschastl Den Beweis hiesür liefern die „Gottscheer Nachrichten", die noch nie etwas für die katholische Sache geschrieben haben, vielmehr es säst in keiner Nummer unterlassen, auf die katholischen Priester zu hauen, während sie den protestantischen Pastor aus das freundlichste in Schutz nehmen und sich von Protestanten mit Notizen beschicken lassen, die gläubigen Christen als Priesterknechte benamsen, obwohl sie selbst Pastorenknechte geheißen zu werden verdienen. Das katholische Priestertum will keine Knechte, sondern nach der Religion Jesu Christi von der Sünde und vom religiösen Irrtum freie Christen, die in freier Entschließung den Gesetzen Gottes und der von ihm eingesetzten Kirche willig gehorchen, die in der Heil. Schrift eine Grundsäule und Grundveste der Wahrheit genannt wird. Die Wahrheit Christi allein aber bringt die wahre Freiheit, denn Christus spricht: „Wenn ihr in meiner Rede verbleibet, werdet ihr wahrhaft meine Jünger fein, ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen." (Joh. 8, 31. 32). Das heißt: Wenn ihr an meine Lehre glaubt und sie befolgt, so werdet ihr in der Erkenntnis der Wahrheit immer mehr wachsen und die Wahrheit wird euch frei machen von der Sünde und vom Irrtum. Der Völkerapostel sagt (Röm. 6, 7): „Befreit von der Sünde, seid ihr der Gerechtigkeit dienstbar geworden." So will also das katholische Priestertum in treuer Ausübung seiner gottgewollten Ausgabe, die Menschen nur zur Wahrheit und zur wahren Freiheit und Gerechtigkeit führen. „Für Wahrheit, wahre Freiheit und Recht" kämpft aber bekanntlich auch der echt katholische Gottscheer Bote, der deshalb in jedem katholischen Hause gehalten werden soll. Die Gottscheer Nachrichten propagieren aber als die Ablagerungsstätte der glaubenslosen Freiheitlichst und des unkirchlichen Protestantismus das Evangelium: Nichts glauben und sich alles erlauben". Die Bekenner eines solchen Freiheitsevangeliums sind aber zu allem Bösen fähig, auch zum Dynamit des Anarchismus, welcher wegen seines infernalen Haffes gegen alles Katholische gerade in den katholischen Ländern unaufhörlich wühlt und zum Kulturkampf und zur Revolution drängt, um die Freiheit der katholischen Kirche und der katholischen Regierungen zu beseitigen und die alle wahre Freiheit knebelnde Schreckensherrschaft der Freiheitsmänner und Freimaurer aufzuzwingen, wie es in Frankreich und Portugal geschehen. Ein freiheitliches Blatt gehört deshalb in kein katholisches Haus. Auch bezüglich der Zeitung gilt der Spruch: „Sage mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist". Wer ein Blatt hält, das gegen die Religion ist, der erklärt vor Gott und der Welt, er wolle zu denen gehören, welche selbst gegen die Religion sind. HöttemH. (Ein Erfolg des Boten.) Nachdem nun die bekannte Jagdpachtangelegenheit vorüber ist, kann verraten werden, wie und auf welche Weise die Annullierung des privaten Pacht- vertrages zu Stande gekommen ist. Es legte nämlich gerade der „Bote", bezw. eine Notiz der Jänner-Nummer ,bei der k. k. Be-zirkshauptmannschast sowohl als bei der Landesregierung in Laibach authentische Zeugenschaft hiefür ab, daß hier in Angelegenheiten von größerer Bedeutung Verträge unter bedenklichen Umständen geschlossen werden. Die Landesbehörde erklärte deshalb den Pachtvertrag für null und nichtig. Wenn ferner der „Bote" in der Februar-Nummer schrieb, die Gemeinde könne im Falle einer öffentlichen Lizitation innerhalb 10 Jahren eine Mehreinnahme von ungefähr 10—12.000 K erzielen, so hat der 12. November, der Tag der öffentlichen Lizitation, den Beweis hiefür erbracht. Landsleute, leset und unterstützet deshalb den „Boten" I — (Die gerichtliche Versteigerung) der Hausrealität Nr. 8 steht demnächst bevor. Das Dollarland, das vielgepriesene, trägt die Hauptschuld daran, daneben auch der frühere Besitzer der schönen Hube. Der jetzige Besitzer ist zwar ein tätiger, arbeitsamer Mann, aber dessen Bruder als Vorgänger hatte bereits den Grund gelegt zur Versteigerung der Realität dadurch, daß er bei seinen Vergnügungsfahrten ab und zu die Wagenräder statt mit „Barthels Wagenfett" mit Wein hatte einölen lassen. — (Ein Schustermeister und Poet dazu) war seinerzeit Hans Sachs, als noch der Grundsatz Geltung hatte, das Handwerk hat einen goldenen Boden. In unserer Gemeinde jedoch sind die Schustergesellen, da jetzt ein anderer Grundsatz herrscht, aus« gewandert, obschon sie auch in der Heimat Verdienst haben könnten. Deshalb fühlen sich jetzt die ärmeren Leute beim herannahenden Winter nicht besonders poetisch gestimmt. Wieg. (Eheschließung.) In der Allerheiligenkirche in Brooklyn wurden am 16. November Matthias Schager und Gertrud Marinzel aus Unterwetzenbach getraut. — (Wasserleitung.) Der Landesausschuß hat das Landesbauamt beauftragt, das Teilprojekt für die Wasserleitung Rieg sofort auszuarbeilen. Wir sind damit der Verwirklichung unseres Wunsches wieder bedeutend näher gekommen. Messettak. (Die Landtagswahl) der allgemeinen Wählerklasse vollzog sich hier am 1. Dezember in größter Ruhe und Ordnung. Wahlberechtigte 256, abgegebene Stimmen 206, gütige Stimmzettel 190, leer 16. Es erhielten Franz Jaklič, Oberlehrer in Gutenfeld, 165, Franz AudolZek, Besitzer in Großpölland, 22,. Michael Meditz, Gastwirt in Nesseltal, 2 Stimmen, Johann Sto-nitsch, Sattler in Nesseltal, 1 Stimme. Laibach. (Umbau des Hauptbahnhofes.) Das Eisen-bahmninifterium hat das Projekt des Umbaues des Laibacher Hauptbahnhofes genehmigt. Das Finanzministerium wird zu den auf vier Millionen veranschlagten Kosten 1,302.000 Kronen beitragen. Die Arbeit soll auf drei Jahre verteilt werden. — (Todesfall.) Am 27. v. M. ist hier die Gattin des Herrn Rechtsanwaltes Dr. Ferdinand Eger, Frau Marlene Eg er, geb. D e u, nach langem, schwerem Leiden gestorben. Die Verblichene war eine zärtliche, 'musterhafte Mutter und eine herzensgute Wohltäterin der Hilfsbedürftigen und Notleidenden. Ihr jahrelanges quälendes Leiden ertrug sie als edle Dulderin in Ergebenheit. Sie ruhe in Frieden. Wien. (Gasthaus zur Stadt Gottschee.) Herr Johann Hampel hat seinem Gasthaufe in Wien I., Rauhensteingasse Nr. 3, wo die Gottscheer gerne Zusammenkommen, den Namen Gasthaus „Zur Stadt Gottschee" gegeben. Man bekommt daselbst stets guten Trnnk und billige Speisen. Briefkasten. I. K. Die Grammatik bei Mundart von Gottfchee von Dr. Hans Tfchinkel, erschienen im Jahre 1908, besorgt Ihnen jede Buchhandlung. Bei einmaliger Einschaltung kostet die oiergespaltene Kleindruckzeile oder eren Raum \0 Heller, bei mehrmaliger Einschaltung 8 Heller. Bei Einschaltungen durch ein halbes )abr wird eine zehnprozer tige, bei solchen durch das ganze Jahr eine zwanzigprozentige E äßigung gewährt. Anzeigen. Die Anzeigengebühr ist bei einmaliger Einschaltungleich bei Bestellung, bei mehrmaliger vor der zweiten Ein« schaltung zu erlegen. — Es wird höflichst ersucht, bei Beste!« lungert von den in unserem Blatte angezeigten Zirmen sich stets auf den „Gottscheer Boten" zu beziehen. Stutvliaffr der Stadt Gotischer. Ausweis f. b. Monat IovemK. 1913. Hmlagen: Eingelegt von 312 Parteien Behoben von 336 Parteien Stand Ende November . . Kripotüekar-Darleken: zugezählt . . rückbezahlt . . Stand Ende November . . K 146.979-70 124.389-79 6,415.039-96 1.150"— 2.135-43 4,597.240-41 Wechsel-Darlehen: Stand Ende November . . „ 187.257'— Allgemeiner Weservefond: Stand Ende 1912 ... „ 457.21815 Zinsfuß: für Einlagen 4 */2 % ohne Abzug der Rentensteuer, für Hypotheken im Bezirke Gottschee 5 V2 °/0, für Hypotheken in anderen Bezirken 53A%, für Wechsel 672%. Hottschee, am 30. November 1913. Die Direktion. Erklärung. Bedaure Herrn Prof. Berner, ohne jeden Grund in herausfordernder Weise beleidigt zu haben; bitte ihn um Verzeihung und danke ihm für seine Nachsicht. SchcscharK d. I. Diese Zeitschrift sollte in keinem Hause fehlen. Sie berichtet über die gesamte Mijsionstätigkeit auf der ganzen Erde und enthält nutzer beit hochinteressanten Berichten über tite opferreiche Tätig, feü der Missionäre eine Fülle von Wissenswertem, insbesondere auch aus den Gebieten der Geo-graphre, Kulturgeschichte und Völkerkunde. Zahlreiche Bilder beleben den Text. Auch nach der unterhaltenden Seite ist der neue Jahrgang wesentlich ausgestaltet. „Die katholischen Missionen" erscheinen all-monatlich sVerlag von Herder in Wien). Preis franko nur K 6.48 jährlich. Durch die Post und den Buchhandel zu beziehen. <-) Danksagung. Außerstande, allen Personen, Behörden und vereinen für die außerordentlichen Beweise der herzlichen Teilnahme anläßlich der schweren Krankheit und des Hinscheidens meines unvergeßlichen Gatten, des Herrn Josef Kreiner sowie für die zahlreichen Kranzspenden und das ehrende letzte Geleite persönlich zu danken, spreche ich auf diesem Wege denselben meinen tiefgefühltesten Dank aus. Gottschee im November W3- Magdalena Kreiner. Caiser Brust-V (aramellen mihden ,,3 Tannen1.1 | Millionen | gebrauchen gegen KeiserLeit, Katarrh, Werschleimung, Krampf---------------- und Keuchhusten ------------ SMB“ Alhrt not begl- Zeugnisse von Ärzten und "A"" Privaten verbürgen den sicheren Erfolg. 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