Echrift!eitll«g: Ratbau^aff« Wt. % (Slgne« CtTcAli*fe<: ZlflMi (ait hi eomi- u. 9tic*-»,'! von li—l* Uhr tttn. t«»dsch«t>b«« xrdc» »ich! »»»rnloi- Sii». Wlti-x!» »tllia . . . . K 1-1» »ettdJIWl . • . K r— H-ltitih«- Waimntjng . . . . K IS»— Kiii« auflast erbOBca sich 61« SOBttacMtirn um bit hodncn Sni«ttiB4 t»«b J4«n- K S'l« , K •-<« , K 1**0 Hbonnem«!»» geltnt di« tue Ar. 30. AM, Donnerstag. 4. Wai 1905. 30. Jahrgang. Zwei deutsche Sesttage. Cilli, die treudeutsche Südwacht im großen Viterlande. rüstet sich in Ehren, zwei her» »»rragende völkische Gedenktage weihevoll zu be-»ehe«: Die Feie? der vor 25 Jahren erfolgten Gründung de« „Deutschen Schulverein«" und die MO. Totenfeier Friedrich Schiller«. In sinniger Art wurden beide Feste eng ver-fanden. Für Sam«lag den 13. be« Maien ist die Jubelfeier unsere» Schuloereiue« festgesetzt. Der lag wird von der Musikoerein«kapellt mit einem Weckrufe eingeleitet. Abend« findet ein großer Fackelzug statt, der vom Rathause au«gehend leinen Weg durch die Hauptstraßen unserer Stadt »i«»t. Vor dem Denkmale Josef II. wird den Manen diese« unvergessenen Volk«kaiser« gehul« üflt. Schließlich wird vor dem Rathause Auf« slellung genommen, eine Ansprache erfolgt und die Gesangvereine fingen Lieder. Darauf findet im «asm» ein Festkommer« statt. Die Schillerfeier ist für Sonntag den 14. d. vi. um 11 Uhr im Kasinosaale geplant. Die Fest-rede wird Herr Professor Dr. E i ch l t r halten. Leide Gesangvereine haben ihre Mitwirkung zuge-sag«. Auch ist an eine Aufführung de« Musik« «ereintorchester« gedacht. Nach dieser Feier wird i« Garten der neuen Schule eine Schillereiche j,pflanzt. Nächster Tage erfolgt feiten« de« Herrn Mgermeister« «in Ausruf an die geehrte Be« «ohnerschaft unserer deutschen Stadt, an beiden Naiional-Festtagen die Häuser in reichem Fahnen» schmucke prangen zu lassen. E« bedarf wohl nicht erst eine« besonderen Aufrufe« an unsere treudeutsche Bevölkerung zur teilnähme an diefen Feierlichkeiten. Hine Treppe yöyer. Von Michel Triveley. Gaston Tilloy hatte kben seine Post erhallen, die sein Diener ihm auf den Tisch gelegt; doch er beeitie sich nicht, sie zu öffnen, sondern war den Augenblick damit beschädigt, den Ringen seiner Zigarette nachzusehen, während sein Körper behag-lich in einem weichen Fameuil ruhte. Wozu halte er sich auch anstrengen sollen! kr erwartete ja weder eine Anstellung vom Staat, die ihm die Post bringen sollie, noch eine Antwort aus eine feurige Liebe«erklärung. die er etwa dem Gegenstand feine« Herzen« geschickt. Er gehörte weder zur Kategorie der Kandidaten noch zu der der Verliebten. Er gehörte vielmehr zu der Kate« Avne der außergewöhnlichen und glücklichen Men-scheu. die gar keine Beschäftigung haben Er war reich, intelligent, begab, und interessierte sich für da« Schauspiel de« Leben« nur al« belustigender Zuschauer. Sein Leben verfloß ohne Zwischenfall, jtül und ruhig. Warum halte ihn also seine Post «ehr interessieren sollen al« sonst! Uebrigen« wußle er ja schon so ziemllch, wa« sie enthielt: einige Betteleien und gewiß auch einige Einladun« Ihh, denn der Sylvesterabend stand vor der Tür. E« regnele bei Gaston Tilloy Einladungen. Und warum auch nicht? Er war ein hübscher junger M'nsch mit großem Vermögen. Welche Mutter wäre nicht glücklich gewesen, ihm ihre Tochier zur Frau zu geben? Vom ostasiatischen Kriegsschauplatz. Die russische Eskadre befindet sich außerhalb der Terriiorialgewässer bei Port Doyot 40 Meilen nördlich von Eamranh und der Buch« von Bankhoi. Die russischen, deutschen und englischen Transport-schiffe befinden sich noch beim Kap St. Jaque« und im Saigon-Fluß. Di« Schiff«e«kadre von Cochin« china wurde bereit gestellt, um Verletzungen der Neutralität in den französischen Gewässern zu ver-hindern. Nach Blättermeldungen au« Saigon soll die Flott« Roschdestwen«ky« die Richtung nach den Philippinen eingeschlagen haben, um von dort auf dem Wege durch den Stillen Ozean nach Wladi« wostok zu gelangen.__ Sie Bewegung in Rußland. Beim Wiener Bahnhofe in Warschau wurde am 2. d. gegen 10 Uhr abend« eine Bombe in in eine KosakerpatrouiUe geschleudert. Drei Ko-saken, ein Polizist und zwei den Bahnhof eben ver« lassende Damen wurden schwer verletzt. Kosaken und Jnsanterie gaben daraus mehrere Salven die Straße hinab ab. E« heiß», daß 2V Personen gelötet worden seien. Auf dem Mitkow«kiplatze zu Warschau kam e« am l. d. nachmittag« zwischen Militär und einer Menge von etwa 5000 Arbeitern zu einem Zusammenstoß. Da« Militär machte von der Feuerwaffe Gebrauch. Die Sanitäl«wachen zählten 31 Tote und 15 Verletzte. Die Polizei schaffte außerdem noch 60 Verwundete fort. In der Je« rusalemstraße wurde da« Militär von der Menge angegriffen. 25 Arbeiter wurden getötet, ebenso» viele verwundet. Ja Lodz kam es am I. d. zu Zusammen» stoßen der Menge mit Patrouillen, wobei mehrere Personen verwundet wurden. Zwei derselben er» lagen ihren Wunden. All« Geschäfte in Warschau sind geschloffen. Der Verkehr stock«. In Min«! verlief der 1. Mai im allgemeinen ruhig. Abend« erfolgte beim Polizeiamte eine Ex« plvsion. Au« der Volksmenge wurde aus die Ader Gaston Tilloy ließ sich von den sreund» lichen Blicken, die man ihm zuwarf, nicht blenden; al« gewiegter Philosoph tat er, al« hätte er von dem eitzenilichen Grunde der freundlichen Blicke nicht die geringste Ahnung. Da er ober trotzdem gern in Gesellschafi ging, so nahm er die Einla» düngen doch mit Vergnügen an. Nicht daß Gaston etwa «in F«ind der Ehe gewesen wär«! Dazu war «r viel zu vernünftig. Aber er war noch jung und wollte sich nicht über-eilen. Außerdem wollte er sich auch nicht von anderen verheiraten lassen, sondern seine Frau selbst wählen. Al« Gaston sein« Zigar«tt« ausgeraucht hatte, griff «r nach dir Post und öffnete den ersten Brief. „Natürlich', sagte er, „die bekannte kleine Einladung. Man tanzt in der nächsten Woche bei Frau Marniere«. Nun, schön, mögen sie ohne mich tanzen." „Von Madame Balcourt." sagte er, al« er die Handschrift aus einem andern Brief erkannte, „wo« will denn diese gute Madame Balcourt von mir?" Er öffnete und la«: „Verehrter Freund! Wollen Sie mir »ine große Gefälligkeit erweisen, so kommen Sie heute l zum Sylvester abend zu mir zum Diner. Ich ver» anstallt eine kleine Feier, aber unglücklicherweil« find wir dr«iz«hn bei Tisch, und ich rrchn« auf Sie al« meinen Retter au« dieser Verlegenheit. feuernden Kosaken geschossen, doch wurde di« Ruhe bald wieder hergestellt. In der Kathedrale in Baku, wo der Gene« ralgouverneur und der revidierende Senator Ka» min«ki anwesend waren, entstand, al« ein Ruf er» scholl: „Nieder mit der Selbstherrschaft" und Pro-klamaiionen in dir Menge geworfen wurden, eine 'lanik. Da« Publikum drängte dem Au«gange zu, beruhigte sich aber bald. Die Polizei verhaftete einen Zögling der Marineschule, der zugab, die Proklamaiionen geworfen zu haben. Während einer Kirchenprozession in Kalisch wurde eine Kundgebung versucht. Die Menge stürzt« sich aus die Polizei und die Gendarmen, enlwaffnete und insultierte sie. Um die Meng« zu z«rstr«u«n, ist «in« Schwadron ausgedoten worden. politische Wundschau. Hisenbahumiuiker v. Zvittet. Der Eisen» bahnminister hat ci« Entscheidung de« ganzen Eifendahnau«fchuffe« über die Ueberschreitung der Eisenbahnkredite nicht abgewartet, sondern bereit« Ende April sein Rücktritt«gesuch überreich». Geheimer Rat Sektion«chef Wrba, der mit der Leitung de« Eisenbahnminifterium« betraut werden wird, ist gegenwärtig der Chef der finanziellen Sektion de« Ministerium«. Sektion«chef Wrba gilt al» einer der hervorragendsten Beamten, der durch seine großen Erfahrungen einen bedeutenden Ein« fluß aus die Entscheidung wichtiger Fragen der Eisenbahnpolitik genommen hat. Infolge seiner Verdienste wurde er zum Geheimen Rat ernannt und später ad personam in die dritte Rang«klasse befördert. A»r Keichsratswahk im StidteSezirt Warburg. Eonniag nachmittag« fand in Marburg eine B wrechung der Bürgermeister aller zum Marburger Eiädie« und Märkiebezirke gehörigen Wahlorte statt. An der Beratung. die vom Herrn Bürger« meister Dr. Schmiderer Marburg) einberufen war, nahmen Vertreter aller Wahlakte mii Ausnahme Mahrenberg« teil. Al« Nachfolger Dr. Wolff« darbt« wurden vorgeschlagen di« Herren Rechi«an-walt Dr. Ernst Mravlag (Marburg), Landlag«ab- Schicken Sie mir. biite, schnell ein« Zeile, daß Sie annthmen. und empfangen Sie im oorau« den Dank Ihm ergebenen Heimelte Balcourt." .Darf man nicht abschlagen." sagte Gaston, „namentlich wenn man gewissermaßen ein Men» schtnleben retlen kann. — besonder« am Sylvester» abend." Schon wollte er zur Feder greifen, um zu antworten, al« die Wohnung«klingel ertönte. „Wer kann mich denn um zwei Uhr nach-mittach« stören?" fragte sich Gaston, — da trat der Diener herein und brachte ihm eine Karte. „Genevieve be Lourel?" sagte verjünge Mann erstaun». „Kenne ich nicht. Will die Dam« mit mir sprechen?" Ja." „Wa« hat sie denn gesagt?" „Nicht«. Sie hat überhaupt »ich» den Mund ausgemacht; sie scheint sehr erregt zu sein." „Ist sie jung?" fragte Gaston immer neu-gieriger. „Jawohl, jung und hübsch und sieht sehr vornehm au«." „Na gut, lassen Sie sie eintreten." Eine Minuie späier öffnete sich die Tür de« Salon«, und Fräulein de Lourel trat ein. „Ich bin sehr erfreut, gnädige« Fräulein." sagte Gaston äußerst höflich. „Wollen Sie ge-fälligst Platz nehmen . . ." „Ich danke Ihnen, mein Herr." Ein paar Augenblicke herrschte ein peinliche« Seit» 2 geordneter und Bürgermeister-Stellvertreter Karl Pfrimer (Marburg) und Schriftsteller Heinrich Wastian (Graz). Die Versammlung beschloß, in zwei bis drei Wochen eine neuerliche Vertrauen«-männersitzung einzuberufen, in der die genannten Herren Gelegenheit finden fallen, ihr Programm darzulegen. Aervatische Hutsankiuse. Da« Marburg« Pervakenblatt meldet, daß die Freiherren Karl und Robert von WalierSkirchen die Herrschaft Planken-wart und Tal nächst Gösting an die Herren Dr. Hudnik^ AloiS Lavrenci und A. Mauer verkaust haben. — Die slooenifchen Guiskäufe in Steier-mark mehren sich seit einiger Zeit in brdtnken«r» regender Weise? bei längerer Forldauer dieser Be-sitzverschiebungen ist eine Gefährdung der deutsch-freiheitlichen Mehrheit de« steierischen Großgrund» besitze« durchaus nicht ausgeschlossen. Tief be-dauerlich ist, daß sich immer wieder Stamme«-deutsche finden, die leichten Herzen« ihren Besitz in die Hände der grimmigsten Feinde de« deutschen Volke« fallen lassen. Die Staatslotterie«. Wie bekannt, findet bei un« jährlich zwei „SiaatSlotterien" statt, von deren Erträgnis eine Militär-, die andere Zivil» wohltätigkeilSzwtcken gewidmet ist. In einem Aufsatze der «Deutschen Volkszeitung" in Reichen-berg wird nun genau festgestellt, daß da« Reiner» trägni« der letzten vier Lotterien, da« rund 1.8 Millionen Kronen betrug. 53 ultramontanen. 23 slavischen und nur 27 weltlichen deutsche» In-stituten zugewendet wurde. Dabei haben aber die Deutschen mindesten« 90 v. H. der Lose abge-nommen. Jarte Pücksicht fit die Magyaren Wie an-der« man in Ungarn die nationalen Gefühle der Magyaren, fänden sie auch noch so brü«ken Au«» druck, schont und achtet als in Oesterreich die der Deutschen, wo da« Wort deutschnaiional vor Offizieren kaum genannt werden soll, davon gibt eine interessante Versetzung eine« Feldmarschall-Leutnant« Zeugni«. Wie die .Zeit" erfährt, ver-abschiedet? sich dieser Tage in Großwardein der nach Theresienftadt versetzte dortig« Plahkomman-dant Feldmarschall-Leuinant Baron Moritz Stein«-berg. Die Versetzung SteinSberg hat folgend« Vor-s chichte. Zu Beginn de« Minier« wobnie Baron Steiii«berg einer Schulseier bei, auf deren Pro-gramm auch die Abiingung der ungarischen Na-tionalhymne stand. Unmittelbar bevor dir Hymne angestimmt wurde, erhob sich Feldmarschall-Leut» nant Stein«berg und verließ demonstrativ den Saal in der Meinung, daß nunmehr daS Kossuth-Lied gesungen werden solle. Da« Verhalten de« Feld» marschall-LeutnantS gab natürlich Anlaß zu scharfen Angriffen. Baron SteinSberg wurde in§ Krieg«ministerium berufen und erhielt den Auf» trag, der ungarischen Volkshymne bei der ersten Gelegenheit Genugtuung zu geben. Tatsäch-lich wurde bald nachher aus die VortragSordnung Schweigen, dann schien da« junge Mädchen Mut zu fassen und begann: „Ich bin mir sehr klar darüber, daß Sie von «einem Besuch überrascht sein werden . . .' »Aber sehr angenehm überrascht, mein Frau-lein, und wenn ich . . Mi« diskreter Bewegung unterbrach Fräulein de Lourel seine HöflichkeitSphrase und sagte: „Ich bitte Sie, mein Herr, «eine Situation ist schon peinlich genug, und ich bedarf meiner ganzen Geistesgegenwart, um Ihnen die Gründe «eine« Handel« «»«einander zu fetzen." „Ich höre, Fräulein/ versetzte Gaston ernsthaft. „Sie kennen Madame Balcourt ?' begann da« junge Mädchen, .nicht wahr?" „Gewiß, mein Fräulein.' „Sie kennen sie genau?' „Sehr genau kann ich nicht fagen. Aber jeden» fall« stehe ich zu ihr und ihrem Manne in den besten Beziehungen." „Und Sie speisen heute abend bei ihr?" „Jawohl, mein Fräulein." .Nun also — auch ich bin heute abend dort eingeladen . . Der junge Mann wollte schon wieder ei« Kompliment machen, doch er unterließ e». al« Fraulein de Lourel ihn mit einer Handbewegung unterbrach. Er wartete nur darauf, daß sie fort» fahren fällte, doch sie fuhr nicht fort, sondern sah den jungen Mann mit seltsamer Miene an. DiefeS Schweigen fing an, fatal zu werden, und Gaston hielt e« für seine Pflicht, ihm ein Ende zu machen »«**- einer in der Großwardeiner Kadettenschule veran» stalteten Feier auch die ungarische Naiionalhymne gesetzt und Baron Stein«berg. sowie sein militäri» scheS Gefolge erhoben sich sofort, al« da« Lied erklang, zum Zeichnung der Ehrerbietung. Damit war der Zwifchenfall beigeleat. Trotzdem fand man e« aber doch für zweckmäßiger, den Feld-marschall-Leutnant in eine österreichische Garnison zu versetzen. ÄUS Stadt und Land. ßilier Hemeinderat. Am Freitag den 5. d. M. um 5 Uhr nachmittag« findet eine ordentliche öftentliche Gemeinde-auSschuß-Sitzung statt mit der Tagesordnung: Nach Mitteilung der Einläuse: Bericht des RechiSauSschuffe« über «in An-suchen der Margaret« Urch um Zuerkennung d«S H«imaiSr«chttS in d«r Stadt Cilli. Bericht de« Bauausschusse« über eine Eingabe deS Stadtverschönerung«-Vereine« wegen teilweiser Eröffnung der Kaistratze. Berichte de« Finanzau«fchuffe« über: 1. Eine Zuschrift der Direktion der Sparkasse der Siadtgemeinve Cilli »m Bekanntgabt der Ver-wendung«art dtS der Stadigemeinde Cilli au« dem Reingewinne und den Erträgnissen der Re-servesonde für 1904 zugefallenen Betrage« von 33.329 K. 2. Eine Eingabe de« Stadtverschönerung«-Vereine« um Abschreibung von an die Gasanstalt zu zahlenden Rückständen und 3. d«n Ankauf des Josef Smekal'schen Hause« Nr. 4 Grabengaffe. Berichte des Gewerbtau«schusse« über: 1. Eine Eingabe deS Gustav Stiger um Be-willigung zur Uebertragung seiner Branntwein-schank-Konzession in das Nr. 27 Herrengafse und 2. Anträge in Ang«l«genh«i» der AuSübuug der RealiiättnoerkehrS-BermittlungS-Konzession. Bericht deS WaldausstchtS-AuSschuffeS über den Verkauf der Polsterhölzer. Beriete deS EchlachihauS-VerwallnngS-AuS-fchuffe« über: 1. Antrag wegen Wiederb^setzung der gekün» beten EchlachthauS-Maschinistevstelle und 2. Antrag aus Vergebung der Anstreicher-arbeiten. Merktafel. 7. Mai. Frühling«-Li»dertafel de« Männer-Ge-fangverein«. 13. „ Jubelfeier deS Deutschen Echulverein«. 14. „ Echillerfeier um 11 Uhr im Kasino. 14. „ FrühlinaS-Liedertafel deS Gesangver» ein« „Liedertranz". „Gestatten Sie. gnädige« Fräulein. — haben Sie mir nur deshalb di« Ehr« Ihr«« Besuch«« «r-witsen. um mich zu frag«n, ob ich heut« abend bei Madame Balcourt diniere?' „Nein, «ein Herr. . . Oder viel«ehr — ja . . . denn ich wußte, daß Sie bei Madame Balcourt dinieren werden. Ich wußt« «S feit dem lttzttn DonnerStag. A» diesem Tage haben mein« Eltern «bensall» «in« Einladung «rhalt«n." „Nun, mein Fräulein, dann find Sie gegen mich im Vorteil, denn ich habe meine Einladung erst diesen Augenblick bekommen . . . doch das tu« ja nicht« zur Sache. Und da Sie jetzt unter» richtet sind . . ." Fräulein de Lourel sah Gaston in diesem Augenblick starr an, al« wollte sie in seinem lies-sten Herzen lesen, dann fuhr sie fort: „Und ... Sie wissen, warum Sie eingeladen sind?' „Jawohl, mein Fräulein, zufällig weiß ich e«: weil sonst dreizehn bei Tische wären." Da« junge Mädchen erhob sich. „ES ist häßlich von Ihnen, mit einem Scherze, ja sogar mit einer Lüge aus die ernst-hafte Frage zu antworten, die ich an Sie richte.' Verdutzt erklärte Gaston: „Ader — nein Fräulein, ich schwöre Ihnen . . .' Doch sie ließ ihn nicht ausreden: „Schwören Sie nicht, Sie schwören falsch I' „Aber ich sage Ihnen nicht« al« die volle Wahrheit, mein Fräulein.' Nummer 36 -PersonalAachricht. Herr Baron War«-berg hat freiwillig aus die Stellung beim voliti» schen Dienste verzichtet und sich in den Dienst der Landschaft gestellt, wohin er al« Adjunkt berufe» wurde.- W»m politischen Presste. Der bisher der BezirkShauptmannschaft Leoben zugeteilte Statt-Hallerei-Konzipist Dr. v. Ehrenwert hat sein«« neuen Dienftposten in Cilli bereit« angetreten. Lehrerkelle. In Cilli gelangt an der Mä»> chen-Bürgerschule mit Beginn deS Schuljahre« 1905—Otj sür die zweite Fachgruppe eine Bürger-schullehrerstelle zur Besetzung. Gesuche find bt« 25. d I. an den Stadtschulrat zu richten. ßillier Männergejchvgverei». Die »ächste Probe findet Mittwoch den 3., di« G«n«ra^Pr»de sür di« Sonntag den 7. Mai stattfindend« Lieder-tasel Freitag den 5. Mai statt. Pamrnchor. Do,iner«tag den 4. Mai find«» um Uhr nachmittags im Prodelokal« -ti Gesang«oereine« (im Hause de« «heuialigen „poirf Elesani", 1. Stock) die erste Zusammenkunft, de» ziehung« Probe de« Tamenchore« stait. E« wir» nochmals betont, daß hiezu olle fangeSlusiige» deuischen Damen Cilli« eingeladen sind und diese deshalb eine eigene persönliche Einladung nicht erwarten mögen. Auch werden die Damen, di« et« kleine« Opfer an Zeit und Mühe im Interesse einer guien Sache nicht scheuen, gebeten, sich de-stimmt schon zu dieser 1. Probe «inzusinden. d« in de« Falle, als selbe nicht genügend besät» werden sollte, eine weitere Prob.' nicht mehr stau» findet und die Idee der Gründung einet Damenchore«, so schön sie auch ist, ivieoer falle» gelassen werden müßte. Hin Mai-Ausffng Der Mai ist gekomm» und damit auch der iu den Menschen herrschend« Wandertrieb erwacht. Wem ti nicht vergönnt iß, seine Ränzlein zu schnüren und in die blütenduftade Maienwelt hinemzuwandern, der denützi wenigstes» die freien Tage und läßt für einig« Stunden alle Sorgen daheim und zieht fröhlich hinau« in die W«iie. Hat un« auch der April sein unfrei»»Zlich-fte« Gesicht g«z fönen fassen. Nach außen wird die Kirche heuer noch vollständig fertig gestellt werden. Die Einweihung soll dann i« Frühjahr 1906 erfolgen. Areiwissige Ae»erweßr. Sam«tag abend« veranstaltete bi« Freiwillige Feuerwehr an Stelle der heuer au»gebliebenen Josefitneipe im Hoiel Terschek eine Osterkneipe, die einen sehr schönen verlaus nahm. Zu ihr war auch Herr Bürger» «eister Juliu» R a k u s ch erschienen. Der Kneip-wart Rottsührer Herr Cardinal eröffne»« den offiziellen Teil mit der Begrüßung der zahlreich erschienenen Mitglieder und dankte vor allem dem Herrn Bürgermeister, der nicht nur ein lang» jährige» Mitglied der Feuerwehr, sondern deren größter Gönner und Förderer ist, sür sein Er» scheinen. Herr R a k u s ch erwiderte mit herzlichen Worten, hob insbesondere d«n Eiser der strammen Berein»ltilung hervor und brachte sein Gla» aus da« Blühen und Gedeihen der Vereintleitung. Nach» dem noch der Wehrhauptmann Herr F e r j t n und dessen Stellvertrettr Herr Derganz gesprochen hatten, wurde der offizielle Teil geschlossen, woraus die Gemütlichkeit in ihre Rechte trat. E>ne Volk»-sängergefellschast, Vorträge de» Kneipwart ü und da» Absingen von heiteren Scharliedern hoben die fröhliche Stimmung immer mehr und e« konnte schließlich jeder sich sagen, einen recht vergnügten Abend erlebt zu haben. Die Verein«>eitung hat durch diese Veranstaltung bewiesen, daß ihr nicht nur die ernsteren Pflichten ve« Vereine«, sondern auch die Weckung de» kameradschaftlichen Geiste» a« Herzen liegt. Gut Heill Schwurgericht. Für die am Montag, den 8. Mai beginnende Schwurgerichtssitzung wurden bisher folgende Fälle zur Verhandlung ausgeschrieben. Montag, «. Mai; Franz Belichar, Todschlag, Vor-sitzender k. k. KreiSgerichtSpräsident Edl. v. Warmser, Dienstag, 9. Mai: Johann Durnick, Todschlag, Vor-sitzender k. k. L.-G.-R. Dr. Szmoley; Mittwoch, 10. Mai: AloiS Pocivalnik, Brandlegung, Vorsitzender k. k. L.-G.-R. Reitter; Donnerstag, 11. Mai: Johann Knaus, Notzucht, Vorsitzender k. k. L.-G.-R. Gregorin; Freitag, 12. Mai: Andreas Horvatic und Genossen, Todschlag, Vorsitzender O.»L.-G.-R. Reitter; Samstag, 13. Mai: Julius Hanel, Dieb-stahl, Vorsitzender L.-G.-R. Dr. Szmoley. Ilerianifest Wie alljährlich veranstaltet auch heuer di« Gew«rkschafi Störs am 6. d. M. «in Florianifest «it der üblichen Tagesordnung. PU Wetteraussichten für Mai sind nach Falb» Kalender folgende: l. bi» 6. Mai: Die Temperatur steh« unter dem Mittel. Die Nieder» fchläge sind in den ersten Tagen zahlreich und neh« »tu dann ab. Die Witterung ist vorwiegend trüb und kühl. D»r 4. Mai ist ein kruischer Tag dritter Ordnung. — 7. bi» 10. Mai: Das Wtter bleibt noch trübe und kühl. Die Tempervtur liegt noch andauernd unier der normalen. Verbreitete Riedeischläge finden statt. — 11. bi» 15. Mai: Di» Temperatur steigt und überschreit.« da» Mittel. Di« Niederschlage nehmen ab. ES tritt trockene» und heitere» Weiter ein. — 16. bi» 21. Mai: Da» Wetter wird wieder im allgemeinen kühl und trüb, doch heitert e» sich in den letzten Tagen diese» Termin» auf. Die Niederschlägt sind unbedeutend. Die Temp»rat»r liegt durchschnittlich unter dem Mittel. Der 13. Mai ist «in kritischer Tag erster „p»tttr4r* Wacht" Ordnung. — 22. bi» 26. Mai: Die Temperatur hält sich andauernd unter der normalen. Nur ver» einzelt treten höchst unbed«u>rnd» Riederschläge ein. Da» Weiter ist in allgemeinen heiter. — 27. bi» 31. Mai: Da» Weiter ist «rst veränderlich, dann heiter und trocken. Die Te«peratur steigt über da» Mittel, die Niederschlage nehmen, namentlich gegen Ende de» Monat», allenthalben zu. Sanierte Heldvriefe. Ueber Anordnung de» diesigen KrelSgerichie» wurde in der Gegend bei Cilli und Steindruck «ine Streisung nach weiteren spoliierten Briefen angeordnet. In der Nähe von Steinbrück wurden auf dem Geleise und in den Wassergräben tatsächlich noch 71 spoliierte Briefe gefundkn, darunter 41 in einem Paket. Ein Brief» träger fand dann noch andere 40 spoliierte Briefe in der Nähe von Trisail und Sagor. Sämtliche Briefe sind au» Amerika und stammen von Au»» wanderern, die ihren Angehörigen Geld schicken. Der verhaftete Postbeamte Ne»«c leugnet hart« näckia jede Schuld. VII Drainagekars. Vom 15. bis ein-schließlich 20. Mai l. I. findet ein 6 tägigcr Drai-nagekurS in Presika bei Luttenberg statt. Für bissen Kurs kommen 15 Stipendien zu je 20 K.— zur Verteilung, um unbemittelten landwirtschaftlichen Arbeitern die Teilnahme an diesem Kurse zu ermöglichen. Der Zweck dieses Kurses besteht in der Heranbildung be-rufsmäßiger Meliorationsvorarbeiter, aus welchen dann die für die MeliorationSbauten erforderlichen Drainagearbeiter entnommen werden. Gesuche um Stipendien sind eigenhändig geschrieben bis längstens 8. Mai l. I. beim LandeSauSschusse in Graz ein-zureichen. Landwirte und landwirtschaftlich« Arbeiter, welche an diesem Kurse auf eigene Kosten teilnehmen wollen, werden hiermit eingeladen, sich Montag, den 15. Mai 1905 um 8 Uhr Vormittag in Luttenberg im Hotel „Zur Stadt Graz" einzufinden und sich beim Kursleiter, Herrn Landeskultur-Oberingenieur Josef Sinnreich, zu melden. Weidmannsheil Im Jagdrevier Padefch» berg am Bacher, im Ostruhwald,, wurde vor einigen Tagen ein Prachtexemplar von einem Auer» Hahne durch den Jagdpächter Herrn Dr. Leder er, Rechtsanwatt in Gonobitz. erlegt und zwar ist e« diesem Reviere der erste Urhahn. Dem glücklichen Hahnenjäger «in Weidmannsheil! gitte dunkle Geschichte. Vor einigen Tagen wurde in daS hiesige Krankenhaus ein Kind im Alter von 14 Monaten überbracht, das schwere innere Verletzungen dadurch erlitten hatte, daß eS flüssigen Laugenstein trank. Nach der Angabe der Eltern, der Grundbesitzer Velenfchek aus Ostrofchno bei Cilli, soll das Kind das Glas, in welchem sich die Laugen-steinlösung befand, selbst aus einem Schranke ge-nommen und es die Lösung in der Meinung, eS sei Wasser, getrunken haben. Die Behörde, der die Sache angezeigt wurde, wird eS wohl herausbringen, ob die Angehörigen des KindeS ein Verschulden an dem Unglücke trifft. $in mißverHandeuer Sokokilt. Vergangenen Sonntag in der Nacht lärmte am Rann bei Cilli der windische Schlossermeister Rebok, Sokolist und Führer der windischen Arbeiter, schimpft« über di« Deutschen und schrie „zernlja je naäa* und dgl. H«tzruf« in die milde Maiennacht hinaus. Da sich kein Deutscher fand, an dem er feinen furor sloveni» cua hätte kühlen können, fing er mit feinem Be-gleiter. ebenfall« ein narodnjak, Händel an. Dieser verstand aber keinen Spaß und machte die» dem Herrn in sehr unsanfter Weise begreiflich ?omuü! pomuö! (Hilfe! Hilfe l) schrie unser Sokolist. Ein anderer narodvjak verstand po duö! po buc! (über den Schädel!) und kam sofort dem ver-meintlichen Wunsche de« aufgeregten Sokolisten in einer sür diesen wenig angenehmen Art in bereit» willigster Weise nach. Herr Rebok wird nicht sobald wieder »xernlja je naäa* (Die Erde gehört un»!) rufen, selbst nicht i« Gebiete einer Gemeinde mit windischer Vertretung. Ztebermut »indischer Hymnastllen. ßFort-gesetzt hören wir echt windische Bubenstücke der verhetzt«» »indischen Gymnasisten. A« Dien«iag den 2. d. M. erkühnten sich drei dieser jungen Leute i« altdeutschen Stübl de« Hotel« «Stadt Wien' auf windisch Wein zu verlangen und in unerhört herausfordernder Weife sich in dieser Sprache zu unterhalten. Al» ihnen bedeutet wurde, wo sie seien, wurden sie frech, so daß man ihnen nahe legte, sich zu entfernen. Die Namen dieser Burschen sind un» bekannt. Ai« deutsch in WariaKraz »et Küster Die windische Gemeindevertretung von Maria-Graj bei Tüffer verweigerte in letzter Zeit die Entgegen» Seite 3 nähme und Erledigung deutscher Eingaben. So wie» sie auch eine deutsch» Zuschrift de» Bezirks-geeichte» Tüffer zurück. Die k. k. Bezirk»haup>» Mannschaft Cilli hat nun über Beschwerde de« ge-nannten Bezirksgerichte» mit Beschluß vo« 1. April d. I. mit Berufung aus den Artiktl XIX. de» St.-Gr -G. erkannt, daß die Gemeinde Maria-Graz verpflichtet fei, Eingaben in deut» scher Sprache entgegenzunehmen und zu erledigen. Die „DomoDina" ist darüber sehr aufgeregt und veröffentlicht an leiten» der Stelle den Rekur» der Gemeindevertretung gegen dies« Entscheidung. Die» wird ihr wohl wenig nützen. Mantpreis. (Verbrannte» Kind.) Al» Donnerstag früh die Giundbesitzer Josef und Theresia U a n t f ch ihren Feldarbeiten nachgingen, wurde di« 19jährige Tochter Maria mit der Pflege ihre» kaum zwei Jahre alten Bruder» Franz be» traut. Im Lauf« de» Vormittag» verlangte da» Kind aus den Ofen, w>« ihm Maria Uantfch ge« währt«. Nach einiger Z«it verlangt« der Klein« Wasser. Maria Uanisch ging zur Quelle Wasser holen. Al« sie nach «inig«n Minuten zurückkehrt«, stand da» Kin» in Flammen. Di« Erstickung d«r Flamm« gelang den herbeigerufenen Eltern, doch di« Brandwunden waren derart, daß da« arme Kind an deren Folgen in kurzer Zeit starb. E» wird vermutet, daß da« Kind ein auf dem Ofen liegen gelasskne« Zündhölzchen fand und anzündete. 1?ctUu (Die neue Garnison.) Am 29. v. nach 12 Uhr mittag» wurde die neue Garnison ehrenvoll und herzlich empfang«». Eine große Men chenmenge war zur Begrüßung de» heimischen Bataillon» am Bahnhofe erschienen, darunter der Bürgermeister mit dem Gemeinderate und dem Am>»oorstande, Beamte u. f. w. Al» der mit Reisig geschmückte Zug einrollte, spielte die städtische Musikkapelle einen flotten Marsch. Der Bürgermeister begrüßte den Kommandanten de« Bataillon» namen« der Stadtgemeinde. Da» Bataillon zog unter den Klängen der städtischen Musikkapelle in die mit Flaggen reich geschmückte Stadt. Nachmittag» fand zu Ehren der Garnison eine Platzmusik statt und abend» war i« Deutschen Heim ein Begrüßungsabend. (G e m ei n d e a u » s ch u ß.) 28. April. D«r Vorsitzende, Herr Bürgermeister F a l e » ch i n i, eröffnet die Sitzung und bringt zunächst da» Dank» schreiben de» Herrn Reich»rat»abgeordneten Dr. v. Derschatta über die an ihn gerichtete Beglückwün» schung für feinen im Reich»raie gestellten treffenden Antrag in Sachen der Regelung der trüben Ver» hälinisse zu Ungarn zur Kenntni». Hierauf wurde zu Punkt 1 der Tage»ordnung geschritten nnd die Wahl dreier R«chnung»reoisoren zur Prüfung der Gemeinde-Rechnung für 1904 vvrgennmmen. Ge» wählt wurden die GR. Han» Schniderfchitsch, GR. Karl bei (Sott und Johann Zechner. Der Rechnung»abschluß weist au« den Titel der Empfänge den Betrag vnn 60.531 X 05 U und jene der Au»gaben mit 58.956 X 28 d auf, fo» mit ein Kassarest von 1574 K 77 h mit Ende de» Jahre» 1904 verbleibt. Punkt 2. Eine Ent-scheidung de» Lande»au»schusse» über den «inge» brachten Rekur» wegen Freilassung der Wege in der sogenannten »Hrastinya" wird der Sektion I zur Antragstellung bzw. Berufung zugewi«f«n. Herr GR. Schniderfchitsch bringt in Anre» gung, die Hrastintza im Tauschwege zu erwerben und die»bezügliche Verhandlungen mit der Gut»« Verwaltung einzuleiten. Wird angenommen. Punkt 3. Ueber Ansuchen de» Franz W a r l e tz u« Er» teilung der Gafthau»konzession wird über Antrag de» G.-R. Zechner besürwortend erledigt. Punkt 4. Sektion 1, deren Obmann Herr G.-R. Dr. W i e» t h a l e r berichtet nach vorhergegangener Anhörung de» Ami»tierarzte» über ein» Eingabe der hiesigen Fleischhauer, betreff» Au»solgung der konfiszierten Fleifchteile. Der SekiionSantrag wird dahingehend ung-nommen, daß die konfiSzierien Fleisch!«!» mit einem in sanitärer Beziehung ge-eigneten Behälter von Wasenm.ister abgeholt und d«r Verschalung zugesühn werden. Pkt. 5. Die gleiche Sektion stkllt den Aairag, di« Räum« im Haus« Nr. 25 aus weitere zeh» Jahr, dem k. k. Steueramte zur Benützung gegen Erhöhung de» bisherigen Miel» zinseS von jährlich 860 K auf 100 K zu belasten. Die Erhöhung be» Mietzinse» erklärt sich wegen Vornahme notwendig gewordener g'ößeren Adap» tierungen der Lokalitäten. Wurde angenommen. Punkt 5. Amt»vortrag de» Eiadtarzte» Dr. Höller wegen Herstellung einer Kanalisation der Sirecke von Hotel »Schwarzen Adler" di» zur Sedlal'>chen Seite 4 Besitzung. Herr G.-R. Schniderfchitsch er» brtert bis unumgängliche Notwendigkeit der Kana-lisierung dieser Strecke, worauf er nach längerer Wechselnde beantrag», daß die gedachte Strecke nach den Kanalisierung»plane durchgeführt werden wolle. Der Antrag wurde mit dem Zusatzantrage angenommen, daß Herr G.-R. Z e ch n e r zum Zwecke der Ausführung «it einer sachkundigen Firma in Verhandlung treten wollte. Wird ange« nommen. Punkt 6. Ein Amt»vvrtrag de« Stadt« amt»sekretär» wegen Einführung von Verlaus«-tischen an Wochenmarkttagen wird der Sektion 3 Str Antragstellung zugewiesen. Punkt 7. Infolge ufchrift der k. k. Bezirk«hau- Mannschaft Rann betreff« Entsendung von drei Ä itgliedern in den Ort»schulrat wurden in benseli n einstimmig gewählt die Herren: Bürgermeister Fale » chini, G.-R. Karl del Colt und G.-R. Han« Schniderfchitsch. Punkt 8. Einlaufe: Dem Ansuchen de« Heinrich Klabutschar und Josef Kolar um Aufnahme in den HeimitSoerdand der Stadt Rann wird Folge gegeben. Desgleichen wird über Ansuchen dem Maurermeister Karl Scagnetti nach Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft die Aufnahmt in den Heimatsverdand der Stadt Rann zugtsichtrt. Bet, »ff» einer Eingabt du Gut«oer»altung Rann wtgen Feststellung der Fischereigrenzen teilt Herr Bürgermeister mit, daß in nächster Zeit ein» Begehung zum Zwecke der Feststellung der fraglichen Grenzen stattfinden wird und ladet hiezu außer der GutSverwaliung noch die Herren G.-R. Karl del E o t t und Johann Z e ch n e r ein. Ueber einen Einlauf dr« Joses Tchetinz um käufliche Ueberlassung eine« städtischen Grundstücke« wurde die Verhandlung al« noch nicht sptuchreif vertagt. Vor Schluß der offen»-lichen Sitzung, der eine vertrauliche Sitzung folgt», teilte H«rr Bürgermeister FalkSchini noch mit, daß er und Herr Gemeinderat Schniderschilsch vom LandeSbauamte in der Brück»nbau-Angtl»g»nhtit zum Erscheinen eingeladen waren, wo sie nach längeren Verhandlungen «it der Firma PH. R. Waagner unter günstigen Vertrag«bediagungen die Lieferung der Eisenkonstruktion endgiltig abge« schloffen haben. Wird freudigst zur Kennini« ge-no««en. Ech. Aanu. (Unfall oder Verbrechen?) Am 9. Mai v. Jahre« fand ein Bauer in Selle bei Rann in «ine« Rinnsale neben der Eisenbahn den Grundbesitzer Josef VimpolSek al« Leiche. Die Aerzte stellten damal» fest, daß VlMpolZek im betrunkenen Zustand« in da« Wasser auf den Mund gefallen und so erstickt sein dürste. Tiotzdem damal» erhoben wurde, daß VimpolSek vorher in ein«m Gasthause in Gaberje, wo er bi« Mitter» nacht zecht«, mit einem gewissen H o r o a t i l einen Streit hatte, wurde die Untersuchung gegev diesen eingestellt. Ueber Anzeige der Tochter de« Verunglückten wurde dieser Tage Horöat 5 von der Gendarmerie neu«rding« verhastet und dem k. k. Krei»gerichte Cilli eingeliefert. Kohitsch Samerßr»»» Mit dem nahenden So«««r kommt die Zeit, in der sich alle Kur« bedürftigen zur Wahl eine« Kurorte« entschließen müssen. Unb da« ist gewiß ein wichtige« Moment. Da« Wohlbefinden i« kommenden Winter, die ganze Zukunft hängt oft genug mit dieser Wahl zusammen. Rohitsch-Sauerbrunn ist durch seine heil-kräftigen Quellen ein Kurort ersten Range«. Sein» Wässer kommen in Bezug auf die Wirkung den Karl«bader Quellen am nächsten, stehen aber bezüg« lich ihrer günstigen Zusammensetzung einzig ba. Erst im Vorjahre sind in diesem, in rapider Ent-wicklung befindlichen Kurorte, dank der munifizea« ten Förderung de« Lande« Sieiermatk. da« Kaiser» bad, eine der modernsten und schönsten Anstalten sür physikalisch« Heilmethoden, und die Zentral« süllanlag« entstanden. Und abermal« wurde rund eine halb« Million Kronen sür Schaffung der elek-irischen Beltuchtung »nd Errichtung einer großen diätetischen Heilanstalt, sowie für andere Jnoeftiti-ontn bewilligt. Zur Magenkranke, Leberleidende, Obstipation, für Gicht, Zuckerharnruhr und Feit« leibigkeit, sür chronisch« Katarrh« und Nierenleiden ist die Wirkung von Rohitsch anerkannt. Besonder» aber ist Rohitsch infolge seine« südlichen milden Klima« im Mai. Juni und im September den nördlich gelegene» Kurorten unbedingt vorzuziehen. Mindischgraz. (Bei d e r S t e l l u n g) in Windtschgraz wurden von 308 Stellung«pflichtig«n nur 28 al« tauglich befunden. Außelfeier des veutscheu Schulvereiues. Die nach einem. Entwurf, dr« akademischen Bildhauer» Han» Schäfer in Wien hergestellte Medaille, ! «Dentfche Macht" welche der Deutsche Schuloerein anläßlich seine» Jubelfeste» prägen läßt, kann nunmehr von der Hauptleitung I., Bräunerstraße ö, in beliebigen Mengen bezogen werden. Der Prei« stellt sich für Schulverein»ort«arupp«n zum Zwtck« de« Wieder« verkaufe» auf K 1*50, für Einzelpersonen 2 K. Die Medaille (60 Millimeter im Durchmesser) stellt aus der Vorderseite allegorisch die Tätigkeit und da« nationale Wes«n v«« Deutschen Schul» verein«» al« eine« Schutz- und Kampfvereine» dar. Ein alter Germane von prächtiger, hochragender Erscheinung, ein kampsgewohnter, erprobter Recke, lehrt feinem Zungen im Schatten einer Eiche den Speerwurf. Der erste Unterricht de» kleine» Wehrmann». Im Hintergrunde ist »in Pfahlbauttndorf sichtbar. Am untern Abschnitt sind in modernisierter Runenschrift die Worte ange-bracht: .Nur in der eigenen Kraft ruht da» Schicksal der Nation". Die Rückseite zeigt da» in monumentalen Linien gehaltenen Schuloerein»« woppen mit der Inschrift «25 Jahre deutscher Schulcerein 1880—1905." Moderne Auuflllickereieu. Wenn alle mo-deinen Muster lür Kunststicker-i.n so anmutig und reizvoll sind, wie diejenigen, die wir in der Au»stellung der Singer Co. Nähmaschinen A. G. in Cilli, Salon, Hotel Mohr, zu sehen bekom«en, so werden fie selbst bei den Feinden der „Moderne" Anerkennung finden. Sowohl die ruhige Geia«t-Wirkung, die hübsche Gruppierung und Verteilung, wie auch die leichte, zierliche Behandlung der Ornamentik, der Blumen und Blätter fallen selbst bei ollen Arbeiten in dieser neuen Kunststickerei angenehm aus. Diese Arbeiten sind mittelst Nähmäschine au«, zusühren und ermöglichen die eigenartigsten Varia-tionen von Stichen. Dabei ist e» sehr von Vor» teil, daß diese Art der Stickerei keine besondere« Schwierigkeiten bietet und von jedem Laien leicht erlernbar ist. Manche unserer Leserinnen werden gewiß schon «it dieser Technik vertraut sein «nd au«probiert haben, daß der feinsten Schwingung einer Linie, de« ko«pliziertesten Muster «it der Maschinennadil leichter zu folgen ist. al» «it dir Sticknadel. Künstl»risch»» E«pfind»n und seiner Geschmack vermag auch hier zu Geltung zu kommen und vollkommene Arbeiten zu schaffen. Bei bem Umstanve, daß da» Lo» der Frauen, welche durch Handarbeit ihr Brot verdienen müssen, ein unsagbar traurige» ist, bietet der Ge» brauch d»r Maschine einen vitl leichteren Erwerb sür Frauen, di« mit Geschmack und Vtrständni» sich ihrer bedienen. Wohl weiß der Kenner die echte Handarbeit hoch zu schätzen und wird stet» nach derselben verlangen; sie bleibt aber immerhin ein Luxu» und in unserer rasch pulsierenden Zeit braucht man tausenderlei Gebrauch«»egenstände, die alle künstlerisch au«gesührt sein sollen — un» sere Toilette, unser Hei«, olle« will graziö» und wie leicht hingeworfen geschmückt sein — da» bietet der Maschinenarbeit ein weile», umfang« reiche» Gebiet zu ihrer Entfaltung. Geschickte Hände wissen mit ihrer Hilse feine Arbeit zu schaffen, die sich von der mühsamsten Handarbeit nicht unterscheiden. £n die vielen Aereyrer Adolf Sichlers. In unvergeßlicher Erinnerung bleibt mir der Tag, da wir den 80. Geburtstag des Altmeister» Tirol» feierten. Ein« endlose Schar deutscher Minner mit brennenden Fackeln in der Hand zog durch die Straßen Innsbruck». In die Wohnung Adolf PichlerS wurde die schwarz - rot - goldene Fahne gebracht, unter der unser Dichter als junger Akademiker einst gegen die Welschen zu Felde zog. Wie pochten unser« Herzen vor Begeisterung, wie mächtig erscholl unser Heilgruß zu seinem Fenster in der Müllerstraße empor! Am Rückwege warfen wir vor dem Ursulinen« kloster die Fackelreste zusammen unter dem Gesänge der „Wacht am Rhein". Hie? war es auch, wo ein Juna-Tiroler in Lutherart den Bannbrief deS Brifncr Bischofs gegen den „Scherer" in die lodernde Glut warf. Jahre sind seit jenem bedeutungsvollen Tage vergangen. Der treue Alte ist nicht mehr l Und ich mußte inzwischen das „heil'ge Land" verlassen!..... Im städtischen Fricdhose zu Innsbruck liegen die Gebeine Adolf PichlerS in einem einfachen hölzerne» Sarg», wie eS fein letzter Wille war, begraben. Seine Werke aber sind in vielen Tausenden ! von Exemplaren verbreitet! Nummer ZK Nicht wahr, das sollte man glauben? Allem die große Volksbegeisterung war leider zu wenig andauernd. Man ehrt zwar nach wie vor den Fr» heitsdichter, aber sein literarischer Nachlaß sütdet verhältnismäßig wenig? Freunde. Von der Tochter deS Verewigten erhielt ich dieser Tage einen Brief, in dem sie mir mitteilt, daß die Teilnahme deß Publikums für die HerauS« gab« der gesammelten Werke ihres VaterS nur eme geringe ist und der Verleger derselben erklärt habe, das begonnene Unternehmen nicht durchführen z» können, wenn nicht eine genügende Anzahl von feste» Beziehern vorhanden sei. Bei der dichterischen Bedeutung PichlerS im» bei dem Umstände, daß er doch einer der hervor-ragendsten Führer der nationalen Bewegung, in Ibti geradezu der Führer war, müßte man »S doch alt Schmach und Schande für die Deutschen bezeichnen, wenn sie ihn der Vergessenheit anheimfallen ließe». Wenn mir Frau Mathilde Czernufchack ged. Pichler schreibt: „Helfen Sie mir werben, damit die nötige Anzahl fester Abnehmer erreicht wird. Ich weiß ja, daß Sie den Wert meine» Vater» voll zu schätzen verstehen und vertraue darum auch, dq ich keine Fehlbitte tue", so erachte ich eS al» eine ehrende Pflicht, hiermit an all' die vielen Verehrer Adols PichlerS heranzutreten mit der dringenden Litte, die bei Georg Müller in München erscheinende» gesammelten Werkt Adolf PichlerS in irgend einer Buchhandlung zu bestellen. Die Werke erscheinen in etwa 100 vierzehn-tägig erscheinenden Lieferungen » 80 K oder in IS Bänden zum Gesamtpreise von K 60.— gehest«, bezw. K 78.— gebunden. Jede zweite Woche 30 Kreuzer sür ein Buch auszugeben, ist sicherlich den Meisten möglich. Also säume keiner „Adolf PichlerS gesammelte Werke' »hebaldigst zu beziehen l Deutsch-Oesterreich! Setze dem Altmeister Tirol« ein literarischeS Denkmal! Hilf fein Lebenswerk » einer Gesamtausgabe erscheinen zu lassen! Sei treu dem, der dir so unendlich treu war! Trieft, am 30. April 1905. Paul Pogatfchnigg. Tagesnemgketteu. Pie Genickstarre. Nun wurden neuerliche Fälle von Genickstarre au» Bre»lau, Kattowit. Pleß, Laurahüite, Aone»hütte und andere» Crt-schalten gemeldet. In Beuthen und i« Stadtteile Frieden»hütte sind nach amtlichen Feststellungen » der Zeit vo« II. bi» zu« 25. d. M. 31 Fält von Genickstarre vorg»ko««en, wovon 17 löslich verliefen. Nach einer a«tlichen Bekanntmachung ist die Genickstarre bi»her in 16 rheinischen Drin ausgetreten. Aber auch in Oesterreich sinb in de» letzten Tagen neuerliche Erkrankungen zu ver« zeichnen. So «elden die Zeitungen a»< Boudna bei Turnau: Dieser Tage ist der Sm«-besitze? Johann Bulir unter Anzeichen von Geant-starr» erkrank» und kurze Zeit daraus gtstorbe«. In d«n Orten Tannwald und Wurz»l«dorf im Jfergkbirge wurden in d»n letzten Tage Fälle vo« Genickstarre festgestellt. Odzwar die Fälle bi«her vereinzelt aufgetreten sind, so wird doch bei der Mittelmäßigkeit der sanitären Hilf»«inel i« Se-dirge etne ernste Gefahr für die ganze Gegen» be« furchtet. Auch i« Reichrnbkrger Bezirke. >» Franzendorf, wurde da» Auftreten von Genickstarre festgestellt. Mei» Aruder starb vor 15« Aaßre». Diese Erklärung gab kürzlich ein Zeuge vor eine« eng-lifchen Gerichte ad. ES Handelle sich u« einen Erbstreit. „Haben Ei« Brüder oder Schwester»,' fragte der Gerich ««Präsident. „Ich hatte einem Bruder, aber derselbe starb vor ISO Jahre»," war die Antwort. Der hohe Gericht»hof glaubte, der Zeuge wolle sich über ihn lustig «ache», »nd schickte sich bereit» an, den Mann wegen Beleidi-gung der Richter zu maßregeln. Der Zeug» aber brachte Beweise für seine Au»sage. Der Dater be» Zeugen hatte sich i« Alter toi 19 Jahren verheirate» und »in kurz nachher ge« borener Sohn starb noch in demselben Jahr». Spä»»r ging »r, 75 Jahr» alt, »ine neue Eh« ei», und dieser entsproß ein zweiter Sohn, der m Frage ko«««nde Zeug«. Letzterer ist 94 Jahr» alt. Zähl» «an zu diesem Alter den Zeitraum zw>-fchen der Geburt der beiden Brüder, 75 weniger 19, oder 56 Jahre, hat «an die Zahl 150. Der Mann haue also Recht, wenn er sagte: ,M«» Bruder starb vor ISO Jahren." Nummer 36 W»cht- Seite i Bei Durchführung- aller bankmäßigen Geschäfte bestens empfohlen Rank und WechselliauN Th. J. Ple wa & Sohn Wien I, Nener Markt 13, Parterre und I. Stock. Gejcrsliuli't 1W50. Ein- und Verkauf von Kapitals-Ankge und anderen Wertpapieren in besonderen KursbegfilttlgunQen. Pro messe» auf 1889" Bodenkreditlose (II. Em.) Ziehung schon am 5. Mai. Haupttreffer K 100.000 10814 Preis per Promesse K 5*50 inkl. Stempel. Für freie Zusendung 40 Heller nefcr t er erull in haben. 1 ri.friiii *!■ •»»■1 yija/ot unentbehrliche Zahn-Creme, erbilt die /.tiline rein, weiss und jti-annd. 10406 $in blinder Aßiturient. Daß ein Blinder tie Reiseprüiung eine« Gymnasium» mit gutem Erfolg besteht, dieser seltene Fall ist an diesem Ofterterrnin am Kinig Alben-Gymnasium in Leipzig vorgekommen. Die schriftlichen Arbeiten yat der Blinde mit der Schreibmaschine verfaß». Kote, di« Pensionen verzehre«. Au« Ofen« Pest wird gemeldet: Bei der Hauptkasse de« Stadt' hause« ist man größeren Fälschungen auf die Spur gekommen. Auf Grund gefälschter Quittungen wurden Pensionen längst verstorbener städtischer Veamlen behoben. Die Fälschungen sind erst vor einige» Tagen entdeckt worden. Die Höhe de« Schaden« konnte noch nicht festgestellt werden, da nun erst da» Resultat der Skontrierung abwarten «■§. Die Untersuchung wurde eingeleitet; e« stehen mehrere Verhaftungen bevor. Appetitlosigkeit, Verdaunngsmängei «erden durch periodisches Trinken von RohiUcher TT«mpolh« ven Gehorsam, und die vorgehaltenen Piken hindern ihn. die Schuldige» zu ergreisen. Rasch »erden deutsche Regimenter gerufen, die Meuterer vo» allen Seiten umzingelt nnd Geschütz gegen sie «lsgesahren. Nun reißt Tilly selbst zehn Mann au» den Reihen der Wallonen, unbekümmert darum, ob die Räuber darunter sind und läßt sie sofort hängen, obwohl vier darunter adelig waren. Auch Waldsttin übte ähnlich strenge Justiz; er lieft 1620 nach feinem Ein«arfch fünfzig al« ftäubn ertapp'» Soldaten aus einmal hängen. Schwurgericht. Pas Mörder Ehepaar Klein vor dem Schwurgericht. In Wien hatten sich letzter Tage die Eheleute Feinrich und Franzi«ka Klein, die der Ec«or-düng de« Hausbesitzer» und Armenvorsteher» Si-k 0 r a beschuldigt sind, zu verantworten. Der Ehemann Klein ist ein Hesse und in der Gegend von Hanau geboren; Frau Klein war schon in ihren Mäcichenjahren trotz ihrer vorzüglichen Bildung (sie hatte die Lehrerinnen-Prüsung bestan-den und war Novizin bei den Schulschwestern in Wien) eine abgefeimte Diebin und HeiraXichwind-lerin. Diese» Gewerbe setzte sie nach ihrer Der« heiratung mit de« jetzt erst 3Ljährigen Klein sor>. inde« st» in Z»iiung«anzein»n al» .Millionen^raui* mit einer M'igift von angeblich 200.000 X bi» zu einer Million auftrat und alte wie junge wohl-habende Leute an sich zog. Einmal mit diesen Person»n bekannt geworden, trat sie bald mit ihnen in Verkehr und erpreßte dann erhebliche Summen von ihren Opfern. Ihr Mann will von diesem Treiben keine Ahnung gehabt haben. Auf eine folche Anzeige hatte sich auch der Hausbesitzer Jo-hann Sikora mit der Klein eingelassen und war dabei von ihr ermordet worden. Die zerstückelte Leicht hatt» da» W»ib in einen Sack e,ng»nüht und war darauf tiefoerfcbleiert in die Wohnung de» Ermordeten gegangen und hatte dort Wertpapiere und bare» Geld im Gesamtbeträge von etwa S000 X gestohlen. Wenige Taa» später war man dem verbrecherischea Ehepaar, da» sich nach Pari» gewendet hatt», aus der Spur. Dort wurde e» am 17. Oktober v. I. verhaltet. Die Frau gestand, daß sie Sikora in ihre Wohnung gelockt, ihn dort während de« Schlafe» mit einet Hacke erschlagen oder ;!t und dann den Körper, um ihn in einem «^acke unterbringen zu können, zerstück-lt habe. Sie habe zugleich „au« Lieb» und au« Haß* gehan-delt. Bezeichnend für den Charakter der Frau ist e«, daß sie sich sür die Verhandlung ein schwarz-seidene» Kleid hat anfertigen lassen; während ihrer Hast war e« ihre einzige Sorge, wa» nach ihrer Hinrichtung mit ihren verschiedenen Kleidern ge-schehen solle. Frau Franzi«ka Klein ist eine rundliche, leid-(ich hübsche Erscheinung. Sie trug in koketter Auf-machung da» ihr vou ihrer Verteidigung besorgte schwarzseidene Kleid, mit dem sie offenbar Eindruck auf di» ihr gegenübersitzenden Geschworenen zu machen versuchte. Sie blickte ruhig, beinahe über-mütig im Saale umher. Ihr Gatte befand sich demgegenüber >n einer tiefen seelischen Niederge-schlagenheit. Er blickt» kau« auf und war sehr blaß. Seine Ehesrau beachtete er kau«. Unter lautloser Stille verkündete der Vorsitzende um 12 Uhr nacht« da« Urteil: FranziSka Klein wurde de« Raubmorde« für schuldig befunden und zum Tode durch den Strang verurteilt. Heinrich Klein würd.« der Vorschub-leistung zum Raubmord sür schuldig ^erkannt und unter Anwendung de« MilderungSrechte» zu acht Jahren schweren Kerker» verurteilt. Der Verteidiger der Franzi»ka Klein meldete die Nichtigkeitsbeschwerde an, der Verteidiger de» Heinrich Klein hielt sicv Bedenkzeit offen. Ein heller Dr. Oetktr's n verwendet stets BactpJycr Vanillin-Ziicker Paddiiif-PDlTer Millionenfach be-grati« von den l IS Heller. wUirte R«*epte bestan Geschäften. 7.a haben bei: Joaef Matic, Job. Fiedler in Cilli, Bahchofpasse 7 Tanz «Josef-] k BITTERQUELLE, , von äritlichen flutonl-aten seit I Jahrzehnten als das qehaitreichsleu. J sicher»»« natürliche Abführmittel h,t D.rection in Budapest" Hin weiblicher Sonderling. In Sori (Ge-nua) starb der fett Jahren dort wohnende Maler Anton Hermann. Auf dem Totenbette wurde nun festgestellt, daß der verstorbene Maler da« Fräulein Hermine Gärtner au« W-en, die Schwester eine» Jnn»brucker Professor«, sei. Die Dame trug einen falschen Bari. JHFL ¥ P jn UM»»««'m-k 4B&- ~ FaMarten- and Fractotae nnoli Amerika knnigL belfriaclu Po atdampfer d«r .Red Star Linie' von Antwerpen dirs et nach New-Yorü 111 MMM concesa. von der höh. k. k. 0«te~i. Regierung Man wende sich wegen Krachten nno Fahrkarten an die 10274 Red Niar Iitnl« In Wien, IV., Wieilnergürtel 20, J uIIum fopprr, .Südbahnatraa-ie 8 ia Innsbruck, karol Hebelt. Rahnbofatraaae 32 In Laibach. Gegen bequeme Teilzahlungen Uefera wir Grammophone rftMnUcrt echt, teil Barts u min i - P*Institute Schuljahr 1905/6 nachfolgend verzeichnete zu Graz kommen für das 25 Stipendien für in Steiermark heimatberechtigte, Tollkommen lernfähige, gesunde und arme taubstumme Kinder zur Verleihung. 1. Zwei Kaiser-Franz-Josef-Stipendien für in Steiermark geborene, dahin zuständige und in der landschaftlichen Anstalt befindliche Taubstumme. Diese Stipendien werden über Ternovorschlag des steiermär-kischen Landesausschusses durch Se. Exzellenz den Statthalter von Steiermark verliehen. 2. Drei Franz Holdheim'sche Stipendien für eheliche Kinder ka-tolischer Eltern werden durch die k. k. Staathalterei verliehen. 3. Drei Ritter von. Ebenau'sche Stipendien uzw. das erste und dritte für einen Knaben, das fünfte für ein Mädchen, werden durch die k. k. steiermärkische Statt halterei verliehen.. 4. Ein fürstbischöflich Ottokar Maria Graf Attems'sches Stipendium für «in in Steiermark geborenes, armes, taubstummes Mädchen katolischer Eltern. Dieses Stipendium wird verliehen durch die k. k. •teierm. Statthalterei über Präsentation des Fürstbischofs von Seckau. 5. Ein Max Graf v. Ditrichstein'sches Stipendium mit Verleihung durch den Magistrat der Landeshauptstadt Graz. 6. Ein Ignaz Dissauer'sches Stipendium mit Verleihung durch die steierm. Sparkasse. 7. Ein Josefa Fürgott'sches Stipendium. Die Verleihung geschieht iber Präsentation des fürstbischöflichen Konsistoriums der Diözese Seckau durch die k. k. steiermärkische Statthalterei. 8. Ein Franz Gottlieb'sches Stipendium, vor allem für taubstumme Kinder aus den Pfarren Vorau, Dechantskirchen und Wenigzell. Die Verleihung geschieht über Präsentation des fürstbischöflichen Konsistoriums der Diözese Seckau durch die k. k. steiermärkische Statthalterei. 9. Ein Karl Hillebrand'sches Stipendium für Militärkiuder. Die Verleihung geschieht im Enverständnisse mit dem jeweiligen Militärkommandanten durch den jeweiligen Statthalter von Steiermark. 10. Ein gräflich Breuner-Lamberg'sches Stipendium. Die Verleihung geschieht über Vorschlag des Grafen Lamberg durch den steier-märkischen Landesausschuss. 11. Kin gräflich 8aurau'sches Stipendium. Vor allem für Kinder aus den Pfarren Premstätten, Ligist, Pack und Modriach, mit Verleihung durch den Fürstbischof von Seckau. 12. Ein Josef Sessler'sches Stipendium wird durch die k. k. steiermärkische Statthalterei verliehen. 13. Ein Agathe Zündler'sches Stipendium. Dio Verleihung geschieht über Präsentation des fürstbischöflichen Konsistoriums der Diözese Seckau durch die k. k. steiermärkische Statthalterei. 14. Zwei steiermärkische landschaftliche Stipendien. 15. Ein Franz DafFner'schea Stipendium. 16. Ein Jakob Manz'sches Stipendium. 17. Zwei Simon Stocker'sche Stipendien und 18. Ein Franz Tax'sches Stipendium. Diese Stipendien (Punkt 14 bis 18) werden durch märkischen Landes-Ausschuss verliehen. Diese Gesuche, stilisiert an den steiermarkischen schuss, belegt mit dem Heimatscheine, dem Taufscheine, (Blattern , dem Gesundheits- und dem Armutszeugnisse, sowie mit der Bestätigung der landschaftlichen Institutsdirektion über die vollkommene Lernfähigkeit des Bewerbers sind an die Direktion des landschaftlichen Taubstummen-Institutes in Graz (Kosenberggürtel Nr. 12) bis längstens 15. Mai 1905 einzusenden. Graz, am 26. April 1905. Vom steiermärkischen Landes-Ausschusse. lööööööT Dürkopp-Diana- , Fahrräder»»«Motorräder hm wind unii her troffen! ■■ (i enernl Vertretung: JlllillS (l. S01'£, Mechaniker, (lI'ilK Jakominiga8.se 8. nGruzer Wuuiterer"»Fiihrrstr von K I AO"— un. Lieferungen nach Cilli franko Station Cilli. den eteier Landesaus» dem Impf-de Zahnarzt Dr. med. univ. Rudolf Sadnik von der Reise zurückgekehrt. lM-, Kommis ! Wohnung bestehend aus drei Zimmer, Kflche nebst Zugehör ist ab 1. Mai 1. J, zu vergeben. Anzufragen bei Frag G. Mitschka, Villa Sannegg. io«i Brateier von Nilbersananen per Stück K 1.— soweit der Vorrat reicht zu haben bei Josef .1 arm er in Cillr Dieselben werden am beiten durch leicht« ! Hauabennen ausgebrütet. 10t>84 tüchtiger Verkäufer, gewandter Auslagen - Arrangeur wird aufgenommen. Hans Zottel, Gemischt-Warengeschäft in Gonobitz. 10651 gesucht für 3 Monate ab 1. Juni ein grosse» Zimmer, KQche mit Gartenbenützung in der Nähe der Stadt. Anträge an die Verwaltung des Blattes. 10646 GescMftsIokal i in dem sich jetzt eine Gemischtwarenhandlung befindet, ist mit Ende Mai zu vermieten in einem sehr industriereichen Orte Untersteiermarks an der Bezirksstrasse gelegen. Anfragen an die Verwaltung d. BI. Sportkettchen mit gacht Silber-Anhängseln von Schul asse bis Prak. Abzugeben gegen Belohnung Schulgasse 18, II. Stock rechts. io«49 ganz gut erhalten, ist preiswürdig zu verkaufen. Anzufragen: Gaberje74, erste Tür rechts. io650 Zinkwalzwerk Tüchtige Walzer, Liesser und Scheeiarbeiter werden aufgenommen. Zuschriften unter: „W. H. 2341" befördert Rudels Rosse, Wien, L Seilerstltte 2. Eine gutgehende an der Reichjutru» gelegene Greislerei Terbnsden mit «amtlichen Speie reiartiktln, Bier, Wein. Branntwein, Holt, Kohle«, int sofort billig so verkansen. Anfrage in der Bäckerei de« Herrn Smartecbai, Cilli, nerrengaase. 1> 6Üi Lehrmädchen für Maschinstrickerei wird aufgenommen. Franz Josef-Quai Nr. 3, hochparterre. 10641 10 Monate alt ist billig zn verkaufen. Anfragen an die Verwaltung des Blattes. io«4t f'lobus- U Putzextract 2400 Kronen festen Gehalt, auereichende Diäten und Neben-Emolumente bietet gut eingerichtete Lebensversicherungsgesellschaft einem wirklich brauchbaren Inspektor Ausführliche Offerten unter Chiffre: „Persönlich akqnirirend 48626" an die Annoncen Expedition M. Duke* Nach f. ■Wien X.t±. In Stellung befindlichen Herren strengste 10654 Diskretion zugesichert. Brtlffltr und Herausgeber Lereinibuchdruckerei „(5eleja" in Cilli. «Verantwortlicher Schriftleiter: Hugo Sikbtnger. Druck der öereiiiibuchbruderei „tteleja" in SilL