„/reihtil, Wohllland, ?ilda«g str AUe." Nr. »». Sonntag N. Jnli SWVV IX. Jahrgang Die Marburger Zeitun ," erscheint jedc« Eomitu^i. Mittwoch und s^reitnst. Picise — für Mlirdurg: ^,li»zjnl)riti «> fl., li fl., viertelitihrit, 1 sl. 50 kr; für Zustellung, n< Hntt» monatlich 10 kr. — mit Postversenduiitt : t.uuzjüii,>t) > sl.. linlbjtilirig 4 sl.. vierteljährig 2 sl. Die n» Mal gespaltene Garmondzeile wird bei einmaliger Einschaltung mit 10, bei zweimaliger mit l5. bei dreimaliger mit '.>0 kr. bercchllct. wozu fiir jedesmalige Einschaltung .'i0 kr. Inseraten-Stempelgebühr kommen. Znr «ijeschichte des Tajies. Herr Dr. v. Stremayr wird ivaluscheinlicl) am Sonntag die Leitung der Geschäfle im UntcriichtSministcriltm üb'riithmen Wie Mtin Utts bctichtt». trat er nicht iu'S Kaliinet rin, ohne sich hieriider mit poli-tischen Frcnndcn licrathcn zu haben. So vir! un» bckonut, halicu »nchrere Mitt^liedrr dcS srühcrcn Ministcrinins Herrn v. Stremayr di^ llebernahme ciNtS Portefeuilles »viderrltlhe" wahrend steirische Gesinnunj^sgcnosscn. auf deren V.nsicht besoudeteS Giwicht gelegt »vurd.. sich in ent.^'gengcscß' tkm Sinne ausgesprochen haben sollen. Ueber die L a n d t a g S w a lj l c n liest man iveiter. daß der Grob-arundbtsitz in N i e d e r ö st e r r e i ch durchaus konservaliv klerikal wahile. Die Stadtrlvahlett in jr a r n t c n siel.» dtirchaus liberal aus, rbenso siegten auch die Pcrfasiuzigstrettsn in dcn GroßgrundTiesitzwahIen fitr den mal) rischfn Landtag. In O b e r ö st e r r c i ch habrn sich ebenfalls die Liberalen in den Slädten erniannt. um die klerlkalen Landtvalilni zu dkcken, uud es gelang auch siberalt. tnit Ausnaljnte von C'nns. liberale Kandidaten durchzusetzen. ?luch in, Krainer Landt.u,c ivird die libc rale Partei zunt mindesten eine bideuieade Minorität bilc^en. es tverdcn liberale gegen 21 kleritale Abgeort^nete sein, der GroßgrulidbesiP gab den Ausschlag, ilidem er zehn lilzerale Abgeordnete wäl)lte. daruntei Deschmanu. Dr. Älun nnd Alezander Auerspeig. Auch in Schlesien hat bei den Landgemeindewahlen die liberale Parte» gesiegt. DaS Portefeuille des L a n d e s V e r t h e i d i g u n s m i n i st c r S soll nach dem Rücktritte des Naron Widmann nicht, ivie urspriinglich beabsichtigt ivar. an einen Militär, sondern über ausdrückliche Gcnehmi gttng Sr. Majestät des Kaiser» an eine adnlinistrat've Kapazität ersten Nanges vergeben werden, tvelche die in dem neuen Nessort unumgauglichen Reorganisationsmaßregeln durchzufüliren balle. Preußen und Frankreich beobachlen sich immer mit dein größten Argtvohne. lvas nachstehrndc Nachricht beiveist; es sollen zivischen dem Htrz0lt von Grammont und dem Freiljerrn von Wkrlher. Gesandten des nordl^cutschen Bundes, Explikationen stattgefnnden haben, aus Anlaß von Truppenbelvcgungtn in der Gegend von Trirr. Freiherr von Werther gab btfliedig'Nd^ Aufklärungen. Die s pan «s che Regi e , nngSpre s s e sagt, die Abdankung der Königin Iiabelli wirk> das Por^^ehen der CorleS in keiner Weise alteriren. Die Etttfitlirnng der Zivilehe erfolgt mit 1. September. Nach einer Mcldung der „Jitdependanze Jtaliene" geht der Bize-könig von Egypten nächstens nach Konstantinopel in Begleitung deS Krön Prinzen, daher auch lej^terer jeitic Rnndreisc durch Europa unterbrochen. Nttd von Wien, wo er sich gegentvärtig befindtt. über Trieft direkt nath E^stlpten sich begeben wird. Dir hitfigtll Wahten ««d der Vrrtin „FortschriU." II D<'i ärgste Vorwurf wird nun dem Bereine „Fortschritt" gemacht, daß er bei der biesigen Stadtwalil für den in gewissen Kreisen nicht de-liebteu KandidlUen. Kaufmann Karl Reuter, in die Aktion g treten sei, und niau wüßte nichts Befseres. als stch auf's Roß zu schwingen und einen Aufrnf für den Ncbenkandidattn tnit der Unterschrift zu zieren: „Die liberalen Wäliler. di^' nicht dem Fortjchritlsvereine angehören." Hätten ti'sc Hnrcn die Thäligkeit deS Vereines bei dieser Wohl gekannt, sie konl>tcn nie diesen Boiivurs rrl)oben haben, ivenn man es üdeihaupl riarn Bori^tus uennei» 0ars. für einen liberalen Kandidaten eingestanden zn s^in. Der Bcreil, „Fortschritt" hielt vor der Wahl, ehe jene getleimniß-volle Wahlvers^.mmlnng von Erlesenen tagte, nur eilte Versammlung, in welcher sestg.stellt tvurde. daß. falls ein auS der Bevölkrrun,; in öffentlicher Berfammlung gewähltes WalUkomite die Wabl leite, der Berein an der Aktion sich gar nicht betheilitie. weil ja doch nicht zu fürchten sei. daß ein iltiberaler Kandidat stch in Marburg vordrängen »volle. AIS nun iii der Wählerversaniinlung vo»n 18. Juni sich drei liberale Kandidaten du» Wählern niit ihren Programmen vorstiUten und Z>er Kerr im Kaufe. Novelle von Vernd von Guseck. (Forts. Pung.) Cr zog den Hut. ivandte sein Pferd und fpornte eS wieder über den Graben. „M'ine Cmpf hlung. Herr Baron," rief ihm der Rittmeister Graf Aarbrrg nach. Es klang fast lvie ein Hohn, lvar aber nicht so getneint. deiin er s.ih dabci sehr einst en) und der Ton seiner Siimine »var so cigenth»»ln' lich. tvie ihn Walther noch niemals von ihin vernomtnen hatte. Anch litt er. ganz gegen seine Art. tvohl eine halbe Melle gaiiz in sich gckclirt. ranchte nicht tnehr und wirbelte nur v^n» Zeit zu Zut seinen langen Schnnirbart init den Fingern. ivaS sonst kein gutes Zeichen für seine Uing buttg lvar. Auf einmal blickte er streng auf: „Trab blasen, Trompeter! An Iljren Zug. Lieutenant Von Walilier. nnd geschlossenes Tempo, bilt ich!" Das Signal »var eine E'frii^nng sür die ganze 'Lchtvadron »ind brachte nach de»n duinpsen Hinschlci hci» i»» driickender Schivüle n.ueS Lc ben in Nosz und Man». Eine halbe Äijertelstunde ging rS rasch dahin, nnd als dann ivieder Schritt geritten »vurde. hatte aiich der B'schlohaber seine gelvohute Etim-mung »vieder gefunden. „.Komu»en Sie, Waltlier! Hier — eine Pries«, nrn deu staub ansznniesi'tt." sagte er. ..Habei» Sie schon rt»vas über unser heutiges O.nartier geböit?" Waliher berichtete. iv.n> er itn WirlhShanse vorsorglich in Erfahrung gebracht hatte. „Sie hal'e»» sich »vohl über daS Renkontre Vorhin gewundert?" sprach Aarberg weiter. „Eine alte, halbvergessene Geschichte. Den guten Mann sah ich, ivie Sie gehört haben, zum erstenmale in meinem Leben. aber seine Fran ist eine alte Bekannte von mir. Schtnnnzeln Sie nicht. Junker. — Sie liabeu nichts alS Eourmachcreieu im Kopf-, damit lvar es bei tnir anders. Die Frau Baronin von Pronau hatte schon ihren Mauu. verstehen Sie mich, und »var nicht einmal hiibsch. so viel ich mich eriune'n kann, elne große dürftige Person zuin Zerbrechen, fag'ich Ihnen, nichts Solides, k.ine Konsist. nz, aber schöner Teint und große braune Augen — schöne Augen, muß »ch s.^gcn." „DaS klingt Nicht übel. Herr Ritt«neister. — Sie haben sich doch »vohl für die schönen Augen der Fi au Baronin von Pronau ein »ven ig intcressirt. gestehe» Sie es »»u»." „W-nn ich Jl)M: Nein! sage. Jnnker, so hat Er nicht zn raiso-niren Die Geschichte hängt »anz anders zusammen. Ich H.Ute Gele-genh.it, ihr einen Dienst zu eriveisen — hcute lvürde ich mich besinnen, denn lvas Hab' ich davoii? Aber damals ivar ich noch ein Narr, ivie junge ?.Neus^teu sind, und ich ivar noch nicht Hnßar, liebster Freund. Heut sollten sie tnir danlil t^'Mlnen — iiaha!" Er lachte und zog die Obcilippe niit dein dicken '^^art bis an die i»'ohlgesormtc Nase. ..Ein Rllteidienst. nicht »vahi. Herr Gras'^ llubelohnt geblieben.— »vie es schlint?" „Eine Narrlieit — nnier unS. versteht sich! An Lohn dachte ich nicht uud.suchte ihn nicht und habe nlich iveiler nicht um die Sippschast bekuntiiiert, bis ich neulich ans einmal in o^r Marschroute lese: Hohe«-bcr.i — da fiel tnil's erst ein. daß eS Pronaus gehöite; — ob sie hier inar n. »vunle ich nicht, ich bin. seil ich Soldat getvorden. nicht mehr in diese Gegend gckotninen. Hätte ich di^ Marschroute ändern dürfen, so lvürde ich'S getl)an haben, denn alle »veichlichen Dinge sind mir fatal und bringeit m ch ano meiner Beciue»nlichke!t. Das gin.^ aber nichi und so drückte ich denn die Augtl» z» nnd gab mir e!»t paar Sporen. — Der Herr Baron halte mir leine» groß ren Gefallen thun können, alS daß er uns nicht annahm." „Nun begreife ich Sie erst." rief Herr von Walther. „Sie sind doch sonst kein Feind von gute»» t^.uartie' en. voranSgefePt, daß dabei nicht große Göne ist. und diesmal ivaren Sie förmlich beglückt üb.r unsere Max Freiherr von Rast zurückgetreten und Hkrr Karl Reuter mit mehr als doppelter Slimmenzalil in der Probewahl s^ewühlt w,,r. so wir cS Sache deS aus allen Parteischattirunqen gewählt,n WahlkomiteS. für diesen Kandidaten mit allen trltmbtcn Mitteln nn^ustchen. In diesem Komite defanden sich nur drei Altitqlieder dcS Vercines «Fortschritt'^, welche gelvip die anderen nicht majoristren konnten und auch nicht wollten, da ste inSj^esammt nur AuSsührun^^Sorj^ane dcS Wil» lens der Majorität der Wühler waren. Der Bcre n „Fortschrilt" hätte nur dann eine moralische Pflicht gehnbt. seiner liberalen Tendenz eingedenk. für einen liberalen Kandidaten einzustehen, tvenn der andere fle-rikal oder national gewesen wäre. tvaS soivohl nach den Antezedenticn. alö nach dem von dem Nebenkandidaten in der öffentlichen Wähler-Versammlung ausgesprochenen Programme — auch der schlimmste Feind nicht denken konnte nnd nie denken wird. Da überdieß ein großer Tlicil der Mitglieder deS Vereins „Fort schritt". Dank de« hohen Wahlzensns. nicht an der LandtagSivahl Theil nehmen konnte, dieselben auch so ehrlich wt,ren. iiei der Probcwai,! nicht im Hauptsaale, sondern in den Nebenlokalen deS Göt schen Etablissements sich aufzuhalten, so war auch der Vorwurf ein ungerechtfertigter, daß durch dteselben daS Resultat der Probewahl hervorgerufen worden wäre, wie man hie und da Stimmen hörte. Daß der Berein auf die Wahl im Rathsaale selbst gar nicht thätig einwirken konnte, ergibt stch von selbst, tvenn auch die stimmberechiit,t'N Mitglieder desselben dem aus der Prob.wahl hervorgegangenen Herrn Karl Reuter ihre Stimme gaben. der übrigens gar nicht Mitglied deS Bereines „Fortschritt" ist. Alle die Borwtirse. die man also den» Vereine ,nmacht. »ind eitler Schaum, und mochten nur während der Wahlzeit als Wahlmanöver eini-gen Werth gegenüber solchen Personen haken, die von de» redlichr,' und offenen Thatigkeit desselben nur vom Hörensagen elwaS ivußten. und kelnestvegs davon in Kenntniß ivaren. daß durch die Thätigkcit deS Ver-eine» im kommunalen Leben Marburgs schon viel Gutes geschaffen wurde, was ohne sein Zuthun und ohne seiner Anregung nicht zum Wohle der Bürger geschehen wäre Am allerübelsten aber sind die bösen Nachreden je^t nach der Wahl. Ivo man. tvie tvir hören, cini>^e in Residenzblältkr g, sandle tendenziöse und lügenhafte Berichte dem Verein?, oder doch wenigstens einzelnen Mit-gliedern desselben in die Schuhe schieben will. Gerade die Mitglieder deS Vereines sind durch die in parlamcnta-rischer Ordnung in demselben geführten Verhandlungen schon zu einer solchen politischen Reife gelangt, daß sie die Sache von der Perjon sehr wohl zu trennen tvissen. und nicht in kindiseizer Freude oter nuübeilegtem boshaftem Uebermuthe den ehrenwerthen Ehalt,kter eines Gegners Verunglimpfen, tvas auf gegnerischer Seite nicht immer der F^^ll sein soll. Sie wiffen alle zu gut. daß es bei dem hiesigen Wahlkampfe sich nicht um ein politisches Piinzip. sondern nnr um die Dnrchfithrung eintr parlamentarischen Regel und theiliveise nm einen gesellschasilichen Grund satz handelte, welchen in die Welte hinaus zu posaunen Niemanden ein fallen konnte, als — etwa einem Gegner des Vereines, der dadurch den-selben in Mißkredit bringen wollte. Also wie gesagt, der Verein als solcher hatte bei der Stadtivahl gar nichts zu thun und wird nnn. da zur Zufriedenheit der Majorität der Wähler (nicht nur der quantitativen, sonder« auch der qnalitativln Mehrheit) die Wahl ausgefallen, wieder seine bescheidene Thatigkeit aufnehmen und zum Wohle der Bürger arbeiten, mö^^en sich auch Manche darüber ärgern. nichtswürdige Spelunke. Ivo die Ratten und Frösche in meiner Kammer fraternisirten. — Sie hätten sich aber doch dem Danke der Aarnilie — tvaS auch der mir unbekannte Dienst geives'^n stin mag — nicht entziehen sollen, ich würde die Schivadron schon in Ordnung geh^Uten haben." Bei diesem Absprung auf dieustliches Gebiet erloschen plöplich alle Flammen der Vertraulichkeit deS Vorgesetzten. Er sah seinen Lieutenant mit einem so zurückiveisenden und zugleich ironischen Blicke an. daß dieser verlegen und ärgerlich ivurde. „Ich habe Proben davon!" sagte der Rittmeister, und Walther er-röthete. — Bei einer vor ivenigen Tagen dnrch die Dicilokation nöthig gcivor-denen Theilung der Schwadron htitte der junge Offizier seinem Tetache-ment in dem Dorfe, »vo es einquartiert gelvesen tvar. einen ländlichen Ball gegeben, wobei es zwar nicht zu offiziellen Ezzessen. aber doch zu einigen unangenehmen Konflikten zwischen Hußaren und eifersüchtigen Bauernburschen gekommen ivar. da auch h!,r die unverbtsserliche Mädchen-wllt sich hatte dtlrch die bunte llniform bestechen lassen. In seiner Offenheit hatte Herr von Walther seinem Ches selbst da« von Mkldnng gemacht, sonst hätte sich vielleicht gar kein anderer Kläger gefunden. Damals hatte er dem dienstlichen Verweise stille gehalten. — heut reizte ihn die iviederholte Anspielung. „Ähre Parole. Herr Graf. ist. ivieSie mir oft gesagt haben: flott! Ich habe nur in Ihrem Sinne gehandelt. Flott leben, flolt einHauen, wann's kommt, sagten Sie mir erst heut morgen." „Sie sind auverordenttich — dieist. Herr Lieutenant von Walther." erwiderte Aarberg ruhig. „Ich ehre diese Hußarentngend. wünschte sie aber anders dokumentirt ^u seh>n. als mit deS Königs Klingen gegen fremde Unterthancn und mit dem Munde gegen einen altern K^^meraden. wenn sie ihm auch keine weitere Autorität zugesteljen. Bitte!" sitzte er ernst hinzu, als Walthrr reden «vc^llte. „Es ist besser für Sie, »vir machen eine Pause in unserer Konversation ich wtll überdies absitzen lassen!" — Walther zog sich auf diesen Wink zurück und mußte nach einer Vermischlt Vachrichit«. (Falsche Wechsel). Herzog Ludwig in Baiern. der älteste Bruder der Kaiserin Elisabeth, läßt durch den Rechtsanlvalt von Schauß öffentlich erklären, daß alle Wechsel mit seinem Namen oder dem Namen seiner ihm morganatisch angetrauten Gemahlin, der Freiin von Wallersee, Falsifikate seien, vor deren Ankauf er warne. t^An genehme Passagiere). In Hull ist der Dampfer „Hamburg" tnit 16 Militärgefangenen von London, tvelche unterwegs Meltterei angefangen hatten, eingetroffei,. Die Sträflinge, von einem Lieutenant und zehn Mann eskortirt. gcberdeten stch unterivegs so meuterisch, daß sie in den untersten Schiffsraum gesperrt tverden mußten. Hier waren mehrere Kisten Wein, tvelche die Sträflinge bald herausfanden; eine wurde erbrochen, deren Inhalt geleert und schließlich die Flaschen zertrümmert. Durch den Wein erhitzt, singen sie dann nnter sich selbst eine Prügelei an, nnd es kostete große Mühe, der Meuterer, welehe einen Theil der Ladung nrg beschät^itit hatten. Herr zu werden. Der Rädelsführer wurde an Deck gebracht und mit Striken gebunden. Al» der Dampfer in Hull einlief, ivar Niemand froher als die geängniglen Passagiere. (Das g r ä ß l i ch e Ei s e n b a h n - U n g l ück bei Netnark) in England, tvarüber dieser Tage wiederholt berichtet tvnrde, bildet im britischen Reiche den Gegenstand viklseitiger Erörteinngen. Nach amtlichen Berichten haben dabei der Lokomotivführer, der Heizer und fünfzehn Passagiere. im Ganzen also 17 Personen chr Leben eingebiißt nnd über zwa«. zig Andere sind mehr oder minder erheblich verletzt worden. Der Bericht eines Angenzeugen deS Unglücks entl)ält schaudervolle Details. Der Zu-satnmensioß war so heftiger N.^tur. daß fast sämmtliche Waggons des Güterzuges zertrümmert tourden und die 22 Waggons des Passagierzuges in wagerechter Richtung einer auf den andern zu tie.len kamen. Den Lo-komotivsülirer fand man mit zerschmettertem Kopse, den Heizer ohne Beine vor. Beide lebten noch eine Zeit lang. Ueberall lagen Todte und Schiver-verletzte, deren Stöhnen daS härteste Gemüth zn Thränen rühren konnte. Eine grau, deren Unterkörper zwischen Wagentrümmern eingeklemmt lag. bat flehentlich die Aerzle. ihr die Beine zn amputiren. damit sie aus die-ser gräßlichen Lage befreit werde. Nebe» einer unter den Wagen begrabe-nen jungen Frau lag ein etiva sechs Monate alter Säugling mit zerschmettertem Gesicht und Irmen. In einem Londoner Berichte heißt eS. man hatte nur 12 oder 14 Todte gesunden, dagegen seien beinahe 200 verivundet ivorden. Der unbrechende Tag beleuchtete ein erschütterndes Bild, da man die ve-stümmelten blutigen Passagirre tvie außer sich hin-uud herlaufen fal). — E>n entsetzlicher 'Einblick! (Züchtigung eines zudringlichen Gecken). AuS Pest lncldet man folgendes Begegniß; Die Gattin eines ungarischen Ministe-rialbeumten begab sich am 22. d. M. von Ofen nach Pest, um dasclbst einige kleine Einkänse zu besorgen. 3» der Dorotheergasse angelangt, zog sie die Ansmerksamkeit eines der „goldenen Jugend" Pest's ungehörigen Herrchens auf sich, tvelches ihr Anfangs Schritt für Schritt folgte, dann nbrr zuiraulich an ihre Seite und ihr schamlose Anträge zuflüsterte. Die Dame sprnch kein Wort und suchte durch Ausiveichen den lästigen Begleiter los zu iverden. allein jeder Versuch blieb erfolglos und Wie ihr Schatten, blieb der Versolger an ihrer Seit,. Die höchst Verlegene Dame stieg , um der peiulicheu Situation eine Ende zu machen, in einen Komfortable und fnhr zornempürt nach Ofen zurück. Bor ihrer Wohnung angelangt, stieg sie aus dem Wagen, doch im selben Angenblicke hält ein ziveiterWagen, aus »velchem lächelnd der zudringliche Seladou hüpft und die Dame biS in daS Innere ihrer Wohnung verfolgt. Dort begann eine tragikomische Szene, denn tvas im Zimmer drr erzürnten Dame unter diei Hände kam kurzen Weile sich allerdings gestehe», daß rS für ihn besser getvefen nicht, zu Worte gekommeu zu sein, denn er war mit jngendlich erhitztem Blute aus dem Wege gewesen, stch gegen seinen Bor.,esetzten zu vergessen, dem er doch sonst, grade um seines kaineradschastlichen Wesens »vitlens, daS er anch gegen den jüngsten Waffengefährten behauptete, tvie alle im Regiment enthusiasiisch zugeth^m war. „Der Alte ist ein Mann, tvie er sein muß." dachte er. Wie verschieden war das Urtheil über den Grafen Aarbcrg. ivelcheS Pronau geivonnen hatte! Er ritt aus dem Richtwege, den er durch seine Feldmark genommen hatte, um die Schivadron auf dem Marsche noch einzuholen, langsamer zurück, nachdem er sie allS d»m Gesichte verloren. Seine Gedanken ivurden aber jetzt von dem Grafen, den er sich so ganz anders gedacht l)atte, abgezogen, als er daS Ufer des Hirtensees erreichte — hier nahmen sie den Gegenstand ivieder anf. der ihn selbst auf das Cmpsittdlichste berührte, nnd er wunderte sich, tvie ihm nur einen Moment die Gegenivart über einer längst dem Vergessen gelveihten Vergangenheit habe in den Hinteigrund treten können. Dort stand das freundliche FischerhanS, dort lag die Gondel, auf '»'elcher sein Sohn in die tveite Wett hinans gesaliren ivar. Konnte der Vater bei ditscm Gedanken s" stren^i und hart blicken, daß sein tdles Antlitz plötzlich tvie zu Marmor versteinert schien? Und war es möglich, daß die Vrnst eines BatcrS ein Gefühl barg, tvelches beim Anblick der klaren, unergründlich tief.n Flut sagen konnte: „Besser, er wäre —" ober hier erschrack der Freiherr selbst vor dem Ab- -gründe seiner Gedanken nnd riit schneller, als wolle er der gefährlichen Stelle entfliehen. Die Seinrn erivartelen ilin mit Besorgniß; sie ivaren zwar daran gewöhnt, daß er nie sei« Thun und Lassen vorher ankündigte, nnd er-fnhren selbst größere AnSflüge oft erst, tvenn er fort war. aber heut hatte sich an seinen plötzlichen Ritt eine andere Befürchlnng geknüpft, die sich nun alel unbegründet erivies. „Nun. Jeanette." sagte er beim Eintreten, „es isi lvirklich Konrad Aarlierg gewesen, aber von dem Bilde, das du mir von ihm entworfen flog ihm an den Kopf, so daß sich derselbe so schnell als möglich und unter dtm Gklcichter derptachbarschaft davon machte. Die Geschichte wird aber noch rin Nachspiel haben, denn der Gatte gedenkt gegen den Grcken wegen T^eltidigung seiner Frau klagbar auszutreten. Kiarlmrger Dmchle. Marlznrg 3. Juli. (Herr Dr. Hofzinser). weltliekannt durch seine „Stundender Täuschung." welcher auch vor einigen Jaliren hier Borstellungcn unter aUgenisinstem Beisalle vertinstaltete, ist l^esl.rn liier auf seincr Dnrchreis« nach Sauerbrunn angelang». us der K ä r n t n e r b n li n) sind vorgestern in Fol«^e von Erdabrulschungen zwischen den Stalionul St. ^^oicsizcn nnd Freskn Stockungen im Vtlkrhie eingetreten. (S p a r k a s s e - B e r i'l) t.) Im Monate Juni wurden in die Marburger Sparkasse von 442 Parteicn eingelegt 90.184 fl 16 kr. von 391 Parteien heranSgenommei» 86.863 fl. 62'/, kr. (Zn Lamberger's ö st e r r. Rechenmeister. Troppan. Buchholz und Ditliel.) dessen wir in unterem Blatte wirderholt und lobuid erwähnten, ist auch aus Metermaß nnd Gramment,ewlcht volle Rilcksicht genommen. ivaS wir bei drr täglich steii^cnden Bedeutung und der zu erwartenden Einsührung dieses Maß- und Gewichtssystems auch in Ocstn-reich, als einen Vorzug dr? genannten Buches besonders l)elvorhcl)en. (Neue G e u S d a r m e r i e b e s o l d n n g e n). Zufolge Erlas; des k. k. MtNlstrriums für Landesvertheidlgung vom 25 l Z. Nr. 4431 VI wurden im Grunde der a. h. Enischlirhunj^ vom 23. Mai l. I. die Gebührrn der Gendarmerie Mannschast vom 1 Änli d. I. angesangen rrhöht und zwar: silr den Wachtmeister cine jälirliche Löhnung von üW st, sür den Postensührer bei Auflassung der Postenfilhrer minderer Grbülir jährlich 4vl) fl.. für den Gensdarmc ohne Unterschied ob wirklicher oder Probe-GenSdarmc jährlich 3W fl. detvilliget. Außert'eni e>l)ält die Mannschaft jährlich 40 fl. sür Beischaffung der Montur unv Rüstung. Endlich werden derselben, wenn sie über 24 Ltundcn im Dienst vom StationSorte abwlsend ist, und zwar dem Wachtmeister 50 kr., dem Postensührer und Gensdarmkn 40 kr. an Zchrungsgelder erfolgt. Dieß ivird mit dem Beifügen allgemein verlautliart. daß Unterojfjzi'rc und Soldaten der Reserve, dann Laudwelirmännlr nnd Personen des Zivilstandes, lvenn sie zum Eintritt in die Gensdarmerie geneijtt sind und Z 'r Aufnahme die erforderliche Qualifikation b.sipen. sich zur Bormerkunl, für dieselbe bei dem ihrem Domizil zunächst gelegenen k. k. Gensdarme-ie Posten melden können. Die Ausnabmsbedinguns,eu sind bis lN»s tveitcres und falls bei der in Kürze cintrctendcn Organinrung höheren OrtS nichts anderes brst>mmt werdlN sollte: 1. Besip der österreichischen Staatsbürgerschaft. 2. Alter von mindlftcns 21 Jahren. 3. Lediger oder kinderloser Witwerstand. 4. Körperliche Rüstigkeit, welche durch das Zcugniß lineS Militär Clief-Arztes konsttttirt werdtn muh. 5. Kenntniß ider der deutschen und L »ndcs spräche so wie des Lesens und SchrribenS. 6. MackelloseS Borleben, b.zithungsweise tad.llosc Aufführung wäl^rend der zuiückgelegten Militär-dienstzeit. 7. Endlich die Berpflichlung vier Jahre in der GenSdarmerie zu dienen. Saldenhofen 26. Juni. Daß die Wahlagitationen von klerikaler Seite alle Unverfchämthelt überschreiten, ist bekannt, — daß aber nach Vornahme der Wahlen ganz klaf^ische Fälle vorkommen, beweiset nachstehender Fall: Am Donnerstag den. 23. d. M. kam der Hochtvürdige Herr Pfarrer Von St. P .... . NM ^I^achtl I.......nach der Wahl von Windischgraz in einem Gasthause hier mit einem seiner nicht ganz verdummten Schaafe zustimmen, und eo begann ein gewöhnlicher Wahl-und Wirthshliusstrrit. — »vtlcher aber dann auch persönliche Angslegenhei« ten berührte. — Es ist dies näinlich so: der Grundbesißer R. hu ein uneheliches Kilid, und niit Eintvilligunj^ seines Wcibrs. nlit »velchem er keine Kinder hat. dieses Äind in seinkin Haus>', er verpflegt es ordentlich, erzieht es und läßt .S n(ich seinen Kräften unterrichten. tvaS diesem gnstlichen Herrn ein Dorn iin Auge zu sei«» l?elieb», und eS ließ sich dieser geistliche Herr IN leiner g eisti e n und g c i st l i ch e n ^^lufregnng so weit hinreißen, daß er dem betreffenden Besitzer vonvarf. ein nilehelich gezeugtes Kind sogar !m Hause auszunehmen, zu erhalten und unterrichten zu lassen, wa« dieser Besij^er mit Entrilstung zurückwies, unt^ ihin niit dem entgegnete, daß seiner Ansicht nach es besser sct, solche Kinder zu erhalten, lveil er sich besser dünkt, als die Herril P...... tvelche ihre Köchinen, wenn — (hier folgen einige nicht wiederzugebende AuSdrslcke). Auf dieses fand es der geistliche Herr für gut. dem Bauern zwei Ohrfeigen zu uppliziren, worauf der Bauer so ziemlich seiner natürlchen Ueberzeugung angemessen erwiderte. — Am nächstsolgenden Ta.,e. nachdem beide Theile höchst „beseeligt" (am Lande nuch bei geistlichen Herren um 2—3 Uhr Nachts g bräuchlich) ihre Wohnunil gesunde»» liatten. kam der Herr Pfarrer in das Haus deS b.leidigten nnd mißhandeltcn Äauern. um sich mit s-lbem auszugleichen. Dieser-Bauer war aber nicht zu Hanse, sein Welb, von dem Konflikte nichts ahnend, betvlltijite den g>istlichen Herrn als ergebenes Schäflein, und ließ sich's dieser Herr ganz i,ut schmecken, tro^dem er doch Vermu-thcte. daß er V0ln Bauern gerichtlich belangt werde. Geklagt liat der Bauer R. nicht, aber seine Ueberzeugung steht fest. daß der Herr Pfarrer von St. P.....ihm Unrecht gethan hat und. sein geistliches Amt nicht so ausübt, wie es etilem wal^ren Jünaer Christi zusteht. — Auch noch einen andern Fall muß ich Ihnen mittheilen. der auch bclveiset. lvie originell, man kann sagen „gemein" unsere „geistlichen Hirten" handeln. Wir bekanien mehrere Exemplare von dem Aufrufe deS steiermärk. VolkSbildungöv.reine» in Betreff der Landtag,^.vahlen und da die Ber-breitung dieses gedie.lenen Wertes nicht nnr wünschenswerth. sondern geboten ivar. so hat ein Hiesiger, der auch stolz darauf ist, ein Schuster-Meister zu seii» und sii, auch auf ehrlichem Wege seine Ejistenz gesichert zn liaben. ein solches E^eniplar dem bochiv. Herrn Hanptpfarrer von ......in der besten Absicht, nämlich in der zugeschickt, damit er sehe, wie ausgezeichnet die Mitglieder des BolkSbildungsVereineS denken und nnS zum Handeln aufmuntern. — Dieser Herr Hauptpfarrer und sein ueuer Kaplan brauchten einige Tage, bis sie diese g.diegene Broschüre durchstudirteu, fanden wahrscheinlich, iveil Alles Wahrheit ist. und Wahrheit diesen Herrn nicht paßt. Sachen, die iijnen nicht paßten, und so schienen sie in Groll qerathen nicht Wipi-ger.s zu eifinden. als mit rotljem Stifte daraufzuschr.iben: „Gut für die Schuster!! denu das Ganze lst voll Pech und Schmier e." Daß dies eine Insulte für unsere besser als klerikal Gesinnnten, so lvie sür den steierm. Bolksbildungsverein ist, steht offen da, und kann hast, trägt er keine Spur. Das ist gailz der gemeine KriegSknecht, wie du fle zu Duptndkn in allen Armeen finden kannst. Ein plumpeS Gesicht, mit rohem Ausdruck, die Nase von Burgunder geröthet, die Augen voll Anmaßung, eine sette. ausgeschrieene Baßstimme, ordinäre Redelveise — kurz, der Typus von allem. daS lnir »viderwärtig ist." „Pronau, das kann unmöglich Konrad Aarberg sein!^' rief die Baronin. „Er hat es mir selbst gesagt, daß er Konrad ist. und läßt sich dir auch kmpsehlen," setzte Pronau mit dem Hohne hinzu, lvelchen er aus AarbergS veränderter Stimme herauszuhören vermeint hatte. Die Baronin schivieg ties verletzt. ..Elisen sehe iett noch nicht." sprach der Bater zu den beiden jüng-steu Töchtern, und da sie ihm sagten, daß die Schivester eben hier ge-lvtsen sei. brsal)l er sie zu rufen. Ehe sie kam. ,t>ng er ein paarmal im Saale auf und ab. nnd blieb daNil in halber S'lbstvergefsenheit vor einem der Villen Bilder stehen, lvtlche die Wände schlnückttn. Es lvar das Bild seines BaterS. von Meisterhand geinalt. Man konnte keine Milderen Züge. kein sreundlicheies Gesicht sehcn. als hier auS dem verblichenen schmalen Goldrahinen schauten: es ivar aus jüngeren Jahren, jede Linie um Kinn und Mnnd noch tveich. die blühende, fast mädchenhafte Farbe kontrastirte feltsam mit dem »vkiß gipuderten Haar, das nach danialiger Sitte an jeder Seite in zivei dick loupirte Lockeii gelegt lvar. Der Mntter ging eine Hoffnung im Herzen auf. als sie ihren Gatten vor dem Bilde veriveilen sah. i)enn eS glich täuschend dem Enkel dls MallneS. den eS darstellte, dem armen Wolshart! Elise trat ein. denlüthig und bleich, lvie eine Schiildige. die vor ihren Richter geführt wird. Doch ermuthigte sie die Stimme des BaterS, ivelche linder als je in ihr Ohr klang. (Fortsetzung folgt.) Eingesandt. Keine Krankljeit vermag der delikaten Uov»Ie8eisro du zu widerstcl>en und l)etlt dieselbe ohne Medizi-l und Kosten alle Magen, Brust.. Lungen-, Leber-. Drüsetl-. Schleiinliaut-. Athem-. Blasen-und Nierenleiden. Tuberkulose. Schivindsncht. Astl)ma. Husten. UnVerdaulichkeit. Verstopfung. Diarrhöe». Schlaflosit^keit. Schiliäche, Hämorrhoiden, Wafsersucht, Fieber, Schlvindel. Vlntaufstei.^en, Ohrenbrausen. Uebelkeit und Erbrecl)cn selbst wahrend der Schivangerschaft. DiabeteS. Melancholie. Abmagernng. RheulnatiSlNiiS. (Aicht. Bleichsucht. — 72.000 Kuren, die aller Mediziii ividerstanden, ivornnker ein Zengniß Seiner Heiligkeit deS Papstes, des Hofmarschall Grafen Pluskow. der Alarqnise de Brshan. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die NevaleScisre bei Erivachsenen nnd Kindern 50 Mal iliren Preis im Aiediciniren. Certiftkat vom Herrn Dr. Medizinä Josef ViSzlay. Szeleveni). Ungliri», '.^7. Mai 1867. Meine Kran, die mel)rere Jahre an Aepetitlosij^keit, Schinflosigkeit, allgemeiner Schlvächc und «chmerzcn gelitten Nüd atlc Medikamente nnd Bader vergeben» versucht hatte, ist dnrch Dn B«irry'S ti-evalvseier« gänzlich liergestellt worden und kann ich die-ke» ezzellente RalirniigSnutiet jedem Leidenden tiestcnS empfehten. Im tiefsten Dankgef>il)l verlileibe ich mit Achtung ergebenster Diener Josef V iSzlay, Arz', In ?Uechbüchsen von Pfd. fl. 1.50. 1 Pfd. fl. 2.50. 2 Pfd. fl. 4.50 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 24 Psd. st. 36. — lievtUeseivrv Oku-eoliitvs iu Tabletten für 12 Tasse» fl. 1.50, 24 Tafsen fl. 2.50. 48 Tassen fl. 1.50 in Pulver für 12 Tassen fl. 1.50. 24 Tassen fl. 2.50. 48 Tassen fl. 4.50. für 120 Tassen fl. 10, 288 Tassen fl. 20 . 576 Tassen fl. 36 — Zu bezi'hen durch Barrl) dn Barry Eo. iu Wieu. Goldschmied-gasse 8 ; iil M a r b n r g Kolletnig. Grazervorstadt, Tegetthoff-straße 10; in P est Török ^ in P rag I. Fü r st; in Preßburg PiSztorv; in K l g e nfll rt P. B i rn b a ch e r; in L i n z H a-selmeyr; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in G r a z O b e r ia n z m e y e r; G rab l o lv i tz; in Lcmberg Rot- tender; in Klansenburg Kronstädter; und nach allen Ge-genden gegen Baar oder Postnachnahm'. nur so bestraft werden, daß die Oeffentlichkeit über solche Gemeinheiten urtheile, was wir derselben überantworten. Aus St.Leonhlird schreibt man uns : Die Hehrrcien ge.sttl die neuqewählten Abl^cordnettil finden noch immer kein Ende. ÄrsonderS ist rS Herr Brandstettei'. der noch immer den Zorn der Nationalen erregt. Folgender Fall beweist e>!<: Am 29. Juni d. I. fritti. znr Zeit des 1 Gottesdienstes in Bene ditten trug der Kneijt Dominik Tscholnik von Triebeiii Namens Joses Lontjcharisch das Wij^l.ilat! V^nn Juni nni die Kirche l)ernm. und zeigte es mehreren Leuten. Der j^edachte Knecht erzalilte dem Veit Krannnei. (Ärnndbcsiher in Dreiköntg. daß eS lieute ct!v<'S zu stl).n l^elien ivnrde. daß er nber warten müsse, bis sein Hl^rr aus der Kirche kom»lt, i'enn sein Hnr h.il,c ilim ein Papier gegeben, welches er gegcn die anfkleben müsse, damit es alle Leute sehen. — Auf Verlangen des Veit Krammtr zeigte der genannte Knecht d. 4.!»5. .Vien, ?etor8p1at!! 7. — Klaßellfurt ^r. 181. (468 Niedeelliiie M Prebsaiirrwasser bei A. 4tsv-tnig. Rur « Mimten vom ZWähnhöf in Marburg ist ein Haus, »velches für jedes Geschäft, besonders aber sür Bäckerei oder Gasthaus bestens geeignet, ist ans freier Hand sogleich zu verkaufen. Auskunst ertheilt Herr Julius Burkard. Weischermeister in Marburg, Grazcrvorstadt. (4gg Hausverkauf Iu Marburg, am Ecke der Theater- und Schillerstraße, ist ein schönes rinstöckii^es Haus, villaartig gebaut, mit einer prachtvollen Aus-ficht, einem liilbsch^n Zier- und Gemiisegarten im Flächeninhalte von 452 Q.-Klft., welcher auch als vorzüglicher BauplaK (mit drei Fronten) verwendet werden kann, aus freier Hanv zu verkaufen. Näheres hierüber wird den wirklich Kauflustigen aus mündliche und schriftliche Anfragen vom Eigeuthümer P. Stoff bereitwillig ertheilt. Luxanz^i K Komp. Omllillusfahrt ^lim /cllitll. Ob Retzen, ob Soilllenschein, Heut' kehren wir beim Fell? er ein. Abfahrt vom Hotel „Crzlierzog Johann" um halb 3 und halb 4 Uhr. Preis pr. Person 30 kr. (495 Für gute Speisen und schlechte Witz' Sorgt Fetber stets trotz dieser HiP'. Sonntag den 3. Inli: i> Hllt»man«'s Gakhausnartkn zu Straß von einer beliebten Mnsikkapelle unter Leitung ihres Herrn Kapellmeisters, lvozu ergebeust einladet Marie Hubmann. Auch stehen dem verehrten Publikum mehrere Spiele, als: Turn apparat. Schaukeln. Ring- und Maulwersen !c. zur freien Bcrsilgnng. Entree 15 kr. — Ansang l)alb 4 Uhr. (493 Nr. 2612. Kundmachung. (454 Im Sinne des Allerlwchst genehmigten Gesetzes vom Jahre 1863. nach lvclchem für den Besitz eines Hnndes in der Stadtgenleinde Marburg eine Anslage von jährlich 2 sl. zu entrichten ist und in Folge der die^^-bezüglichen BollzugSvorschrist werden die Besitzer von Hunden aufgefordert, den Besitz derselben V0ln 1. bis 20. Juli 1870 in der lnesigen (Äcmeinde kanzlei anmelden zu lassen und die Auflage gegen lLmpfangnahme der Quittung und Marke um fo getvisser zn berichtigen, lvidrigens jeder Hnnd. lvelcher vom 21. Juli 1870 an mit keiner sür das nächste va»n 1. Juli 1870 lns Ende Juni 1871 laufende Stl.'uerjahr gültigln Marke neuer v«kvn. unil k««iel>le-k'»driliai,len in Vie«. ^arg^alstlien, (^riesANZss 26. Liu^vrstrsssv 10. b. Lslkmoovago. a. Ds2irQs1>vaxv) untoi' 100 80 70 0V 5V 40 3V 2V 10 4 2 1 ?k6. «imnntik. ?i'6i8: H. 33 30 27.50 25 22 20 18"l5 12 7.50 6^5 Ivleinor« Nsstslluit^sn utielrtuii'vn vn' mlvr) (^vlllsinsvvlluaßs ^aokvai^mv. 784 Nr. 10223. Edikt. (477 Am IS. Juli 1870 um 10 Uhr Vormittag wird iu der hiesigen Form versehen ist, vom Abdcefcr eingesangelt und nach Ulnstandeu Gemäßheit des Bescheide.^ und Ec^iktcs ddo. 11. Marz vertilgt werden wird. ' erekutive Feitbletung der der Anna Waidacher Für Hunde Fremder oder durchreisender Personen können Fremden-sl^^^^^'^i^^'^ Realitäten Urb. Nr. 567 und 568 aä Burg Marburg im marken in der Gemelndekanztei erliol'en lverden. Jede Umgehung der Steuerentrichtung, insbesondere die Berheini lichung eines steuerbaren HnndeS oder die Benützun^^ einer salscheu oder erloschenen Marke lvird. insofeine dadurch nicht eine ohnehin durch die Strafgesetze verpönteHandlung eintritt, ansier d^r zn eutrichrendeii I^ihrcs-taxe pr. 2 fl. mit dem doppelten l5rlage derselben pr. vier Gulden bestrast, wovon die Hälfte deui Anzeiger zufällt. Stadtamt Marburg am 3. Inni 1870. Der Bürgermeister: Bauealari. chätzungsiverthe 4770 fl. nnd 5306 fl. stattfinden. K. k. Bezirksgericht Btarburg am 11. Juni 1870. Eviltplischl'Kriimpsk li^nilsiuellt) leilt brieflick der Speeialarzt sür Epilepsie Doktoi iii Aeriin, jetzt: ^^onisenstraße 45 Bereits über Hundert geheilt. 32 Vernntwortlichk Redaktion, Druck und Verlag von vlduard Ianschitz in Marburg. .2 8t. U