< Porto bar bezahlt.» Mer Zeitung - Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstoq und Sonntaq früh. -» - ---- •4iUttcttw»0 »«> Enralhmas Pttieiiiaoa ultca fir. ». X«Uvl}-n «1 - fl n ! 4k b i n * n p t a »ctbta 1- bet \kww»m, * :t tu*/ d,iliqst«r »ebShrev enifltfitnflrjü«*' 1* «i ■ 41» x 1111 stftt Da« Inland rttruilS&fifl Din 10 «plbta.jv.fl Din 20.—. gcmzjahr^. D11140 —. 7S» *al ^>,7, u*« Urt)0ö»si(4. - itnzel-» »amwci Din -.»0 Xummtf 46 ! TonuttSlug deu 8. Juni 1922 - 4.1^1 Jadrga.i ..........................inimmiiimiiimiiiiiiuiiinim...........................................................................................................................imiimiu»i| Die Vermählung des Konrgs. . ...........................HUHU.................................iimiiiiiiiHtiiim................................................................................................................11111............................................................................■ Es ist daS ein fto^er Tag für das ganze Land. In dcr Hauptstadt wird die Verwählung drS jungen LönigS gestiert. DaS dreina»ige Königreich Her Serben, Kroaten und Slowenen windet Blumen-kränze, um seine erst« Königin zu empfangen. I« Svnrienglanze ihrer Schönheit wir» sie sorian an der Seite ihres hohen Gemahls wallen und eine» jungen Landes Mutter sein. Wenn die deulschcn Bürger ditfeS Staate? heute ihre Freude mit der Freude ihrer slawischen Mit-bürger zusammenklingen lassen, so geschieht daS au» vollem Herzen. König Altxander ist uu« seine« Edel. wuttS und seiner schlichten Menschenfreundlichkeit wegen lieb geworden. Wir wissen, daß er niemals einen Unterschied gemacht hat zwischen seinen sla-wischen und deutschen Untertanen. Fürsten haben ein seine« Gesühl sür Treue, denn aus der Treue baut sich ihr Thron auf. Zu seinem Ehrentage bringen wir ihm da« kostbarste Geschenk dar. da» wir geben können. Die deutsche Treue, die in Liedern lebt und in Taten wirkt. Sie war au« alten Zeiten her ein blitzender Stahl in der Hand der Fürsten, die sie zu erwerben wußten. Daß unsere Königin au« edelste« deutschen Blute stammt, wenn wir un« darüber besonders freuen, wer wird UN« da» verargen. Sie ist die Tschter de« König« von Rumänien und wurde in England erzogen, aber sie trügt den Namen eine« stolzen deutschen Geschlechte«, den der schwäbischen Hohenzollern-Sigmaringen. Heute würde sie unter de» Jubel eine« ganzen Volke« eine Konigin deS „Alt Keidetöerg" im Ztanat. Von Dr. Hau« «leebinder, Obmann de» Vereine« deutscher Hochschüler in Maribvr. II. Der Abend verlies in der fröhlichsten Weife, erst spät nacht« brach man auf, nachdem «vhl einige Siömer herrlichen Weine», Jahrgang 192!, in unseren durstigen kehlen verschwunden waren. Der nächste Tag iah un« alle fei eifriger Arbeit, am Äormittag hieb e», die Bühne in Stand setzen, am Nachmittag proben und weiterarbeiten. Am Abend durften wir un» de« zweiten große» Erfolge« unserer Reise er-freuen. Der Saal war bi« auf» letzte Plätzchen au«-verkauft, die Spannung im Publikum war grob und wieder ging e» gut, wie in Semlin, ohne Störung und Fehler wurde zu End« gespielt. Neben den süh-,enden deutschen Pe„'ö»lichkeiten äußerte sich mir gegen-über Obergespan Dr. Koiirovic sehr lobend über unsere Leistungen und bedankte sich für den Kunst-genuß, der ihm und seinen Bürgern durch un« ge-boten »ard. Auch diesmal ging e» nach der Vorstellung nicht sogleich in« Bet», sondern wieder in« Kasino, w» wir im Kreise dcr lieben Werschetzcr ncch einige srSH« liche Stunden verbrachten. Leider konnte e« nicht länger dauern und schweren Heizen« nahmcn wir Ab-schied kr der «astsreien Siätte. wo wir eigentlich so unerwaitet uub überfaUSmäß'g aufgetaucht und doch so lieb und herzlich empfange» wurden. HauseS Karogjorgjevic. Ihre Hand bringt de» König Alexander die Verwandtschaft der meisten Fürsten auf europäischen Thronen. Da« ist eine Tatsache, deren Wichtigkeit für die Geschichte unsere« Staate» nicht unlerschätzt werden darf. Gewiß, die Zeiten sind vorüber, wo die Geschicke der Völker ausschließlich von ihren Fürsten in die Bahnen gelenkt wurden. Waren sie srüher von der Gnade Gölte« über die M llionen gesetzt und hatten sie vor Gott die Ver-antworlung zu tragen, heute wird unter ihren Titel neben die Gnade Gölte« der Wille der Nation ge-schrieben. Und nach dem Willen der Nation haben sie den Staat vor der Welt zu repräsentieren. .So zu repräsentieren, daß er geachtet und ansehnlich in der Reihe der anderen steht. Da« Volk sieht seinen König gerne im Schimmer de« königlichen Glänze«. Denn eS ist der Glanz seiner eigenen Krast, der um da« Haupt deS einen strahlt, den eS an seine Spitze berusen. Durch die Verbindung de« Königs mit der rumänischen Königstochter ist die Verbindung mit den alten Fürstengeschlechtern Europa» hergestellt worden. Sine Gemeinschast, die zur Festigung von Throu und Staat viel beilragen wirb. Die bisher langsam sorlschreilende Konsolidierung unseres SlaatSwesenS wird von nun ab schneller vor sich gehen. Diese Ueberzeugung nimmt in der Freude deS heutigen Tage« einen breiten Raum ein. Die Lücke in der Verfassung, die von der Thron« folge handelt, ist ausgefüllt. Manche Schwierigkeiten, die bisher der Konsolidierung deS Staate? entgegen-standen, sehen sich heute im Lichte de» Hochzeitstage» Am nächsten Abend fuhren wir in da» eine Bahn-stunde rntftrnl gelegene Karl»dors. Hier war großer Empfang durch den gesamten Ausschuß der Ortsgruppe KarlSdorf, mit Obmann Leidecker an der Spitze, und nach herzlicher Begrüßung, waren wir bald darauf un-feren freundlichen Gastgebern überlassen, die e« sich, wie immer und überall, nicht nehmen ließen, un» vom Besten, wal Küche und Keller bieten konnte, vor» zusetzen und un» da» weichst« Daunenbett zum Lager zu überlassen. Die Lebensweise unserer Brüder im südöstlichste» Saue unsere» großen Reiche» ist »vhl ein wenig verschieden von der, wie sie bei un» zu Lande gepflogen wird. Vor allen Dingen ist die Bau. art der Häuser in diesen Gegenden eine typisch reget-mäßige. E» gibt fast nur Einfamilienhäuser und diese sind niedrig ohne Stockwerkausbau. Die Häuser werden alljährlich drei- bi» viermal frisch getüncht und bielen daher schon von außen den denkbar saubersten Anblick. Und eist da» Innere dcr Häuser! Die Ordnung und Reinlichkeit ist wtrklich imponierend. Fast jeder Bauern-Hof hat drei bi» vier modein eingerichtete Zimmer auszuweisen, fast überall gehöit zur Einrichtung ein Klavier ur.d alle» deutet darauf bin, daß die Be. wohner richtig zu leben verstehen. E» ist aber auch kein Wunder, denn die meisten dieser gulen Leute dürfen eine erkleckliche Menge von Vieh uud viele Joch Feld ihr Eigen nennen, die, mit eigener Hand iu barler schwerer Aibeit bestellt, tauseudfachen Segen zeitigen. anders a». Unsere Staatsmänner könne» einige tiefe Sorgensalten von ihrer Stirne wegivischea. ES hat semen tiefen Grund, daß die Bereinigung mancher Frage hinter die Hochzeit des König« verschoben wurde. Man wollte daS mißtönende Geschrei deS politischen Werktag» nicht in die srohen Stunden, die das Land im Gedanken an seinen König durchlebt, tönen lassen. Die so jestlich bezeugte Freundschaft deS benachbarten rumänischen Königreiche«, die Anwesenheit der fremden Fürstlichkeiten in Beograd, die von Vertretungen au« aller Welt dargebrachten Glückwünsche gelten nicht dem KönigSpaare allein, sie gelten dem ganzen Lande, in dessen Kraft und Fortdauer da« Ausland glaubt. Die zahllo» zur Hochzeit geeilten Bürger deS Inlandes, die Freudenzeichen des Volke« von den Alpen bis zu den mazedonischen Bergen be« zeugen den Glauben der Nation an da« geeinigte Vaterland. Diese gewaltige GlaubenSkundgebung wird ein guter Boden sei» sür die schweren Aufgaben, die der Staatsmänner noch harren. Sie werden sich bemühen müssen, diesen kost-baren Glauben nicht zu enttäuschen. Im ost genannte», oft bitter gehöhnte» Stahlbad deS Krieges sind viele neue Gedanken in den Völkern entstanden. Gute, dir wie Flammenzeichen in eine glücklichere Zukunft leuchten, andere, die wie ein schleichende« Fieber in den Adern brennen. Die Führer unsere« Staates können mit frohem Herzen heute um den Altar stehen, an dem die Hand der jungen edlen Königin in die Hand de» König» gelegt wird. Wenn ste nämlich den sesten ehrlichen Willen in sich tragen, in de» Doch halt, zurück zum eigentliche» Thema l Ja Karl«dorf spielten wir auf einer kleinen, überaus traulichen Bühne, abirmal« vor einem dankbaren, in Massen erschienenen Publikum. Wie immer bisher und auch späterhin gab e» nach der Vorstellung' eine gemütliche Zusammenkunft und diesmal geschah etwa» Unerwartete». Neben Dankciworten feiten» der deutschen Bürgerschaft wurde un» durch den serbischen Obernotär »e» Orte», Herrn Mistoviö, die Ehre zu teil, in einer langen Sffent-lichen Rede gefeiert zu werben, in der an Lob und Verehrung für uns«« dtutscht Kunst, Littratur und Kultur nicht gespart wurde. Für un« war die» rin ergreifender Bewei» dafür, welch hohe Achtung der Serbe vor unserem Volke hegt. Er spricht mit Stolz von seinen deutschen Mitbürger». Jeder von un» hat eS persönlich erfahren und oft bestätigt gefunden, daß wir durch dieses kleine Kirnchen deutscher Poesie so recht den Weg zum Herzen gefiinden und allen, die noch Zweifler waren, die Augen öffneten sür deutsche« Wtstn und für deutsche« Studenlentum, dessen blassen Schimmer wir selbst heute kaum erleben dürfen. Der folgende Tag, ein Sonntag war e», hieß un» bereit» wieder Abschied nehnxn von unseren lieben Wirten und nach herzlichen .Auf Wiedersehen" ent-führte un» bereit» wie»« der Zug gegen Sroßbetschkerek. Spät abends kamen wir dort an und wurden aber« malS durch Herren deS Kulturbundes, an deren spitze Bankdirektor gebührend empfang«» und »u €> kratie gesprochen. Man könnte fast sagen, allzuviel. ES wäre de» schönsten Preise» wer», wenn die Lenker und Berater unsere» Staate» die königlich« Braut durch ihr Wirken zur Königin eine» wahrhast de-mokratischen Reiche» machen könnten. Der Wille dazu wäre die edelste Morgengabe. Zur Königin eine» Lande», wo die Gleichberechtigung aller Bürger nicht nur in der Verfassung unter sieben Siegeln ruht, sondern wo sie täglich gesehene SelbstverstSnd-lichkeit ist. Wo e» keine Gewalt de» einen über den anderen gibt. In keiner Form, unter keinem Män-telchen und im ZwangSinteresse keiner Partei. Wo Gerechtigkeit gegen jeden Herrschi, mag er die oder jene Sprache spreche», in dieser oder jener Art zu seinem Gölte beten. Wo Sprache und Kultur auch derjenigen vom Staate geachtet und geschützt werden, die in der Minderzahl hier wohnen. In einem demokratischen Staate solcher Gestalt werden vertrauen, Sicherheit, Liebe und .Treue die starken Stützen sein, von denen der Thron getragen wird, von einem solchen Throne au» mögen König Alexander und Königin Marie, umflossen vom Glänze jene» Königtum», der au» der aufrichtigen Zuneigung aller Untertanen kommt, fortan König und Königin fein! _ Jugoslawin» und die völ-kischtn Minderheiten. Wir geben im nachfolgenden einen Artikel au»-zug»weise wieder, de» die Gcoßbetschkereker Neue Zeit au» einem serbischen Blatt« übersetzt hat: Die fremden (?) nichtslawischen Elemente in Jugoslawien waren von den Wahlen in die ver. fassunggebende Nationalversammlung ausgeschlossen. Grund hiefür war die noch nicht durchgeführte Option. Diese» Vorgehen war damals, al» es sich um die Organisation des Staate» handelte, einiger-maßen gtrechtfertig». Leider haben einige Organe der Staatsbehörden diese Ausschließung öfters in unerlaubter und ärgerniSerregender Weise gedeutet. Jetzt haben diese Gründe zu bestehen aufgehört »nd olle Bürger Jugoslawien» erhielten der Verfassung gemäß dos gleiche Wahlrecht. einem feudalen Abendessen mit . Begrüßung«,eremonien" geführt. Da« gleich- Bild wie überall! Alle« war erwartungsvoll gespannt und hell begeistert von und für un», so daß sich jeder von un« so beneidenswert wie Leo Slezak auf einer »merikareife vorkam. Wieder die gleich herzliche Aufnahme und dieselbe alle Erwartungen übertreffende Gastfreundschaft. Diesmal stand un« ein großes schönes Theater zur Berfügung, das allerdings etwa» baufällig war, da es während de« Kriege« zeitweise al» Pferdistall benützt wurde, aber mit Sötte», Herrn Schumann? und unsere« Inspizienten Frank Hilfe wurde auch dies-mal alle« „aus den Glanz" hergerichtet und Montag abend« acht Uhr begann die erste Vorstellung. ES ist müßig, weiter über Erfolg und Begeisterung zu schreiben, w«il eS langweilig wiiken muß. Gleich nach dem zweiken «kie kamen die Herren der Ortsgruppe auf die Bühne und nahmen uns daS Versprechen ab, nicht nur zwei, sondern drei Abende hier zu bleiben, da AuSficht vorhanden sei, daß auch ein» dritte Borstellung ausverkauft sein werde. Und so kam eS auch. Nachdem wir dreimal vor dichtbesetztem Hause, daS uns bereit« in Fleisch und Blut über-gegangene „All Heidelberg" gemimt hatten, kam aber-mal« eine Ab»rd»ung »nd versuchte unS zu überreden, noch drei «ixr doch wenigstens zw«i Abende zu bleiben, gab e« doch begeisterte Zuschauer, die alle drei «bende im Theater waren. Wir wären gerne geblieben und hilten unS dankbar gezeigt, aber die Zeit drängte und bald hieß e« ja wieder, sich dem Ernste de» Leben« zu,uwenden und weiter zu studieren. Außerdem hatten wir für den 30. April den letzte» Abend in Ruma festgesetzt und den k,n»ten wir aus ktzne» Fall absagen. (Schluß folgt.) Tillter Zeit aaz Der Eintritt nichtslawischer Element« in da» politisch« Leben de» Staates tft von ziemlicher Be> deutung sür da» Pailament und da» Verhältnis der politischen Kräfte in einlgen Gebieten. In einzelnen wird er sogar von entscheidendem Einfluß aus die parteipolitische« und nationalen Verhältnisse sein. Die» gilt besonder« für die Woiwodina, wo dir größte Masse de» fremden Elemente« geschlossen lebt, da» noch dazu in politischer Hinsicht am weitesten vorgeschritten und am meisten diszipliniert ist. Die Deutschen und auch die Ungarn sind bereit« an diel Organisation ihrer Parteien gegangen und bereiten sich lebhaft sür den aktiven Wahlkampf vor. Bon Seite der Demokraten und Radikalen wird ein förm-licher Wettlauf veranstaltet, um die deutschen und ungarischen Wähler für sich zu gewinnen. Die einen wie die anderen werden ihrer Freundschaft, ihrer Liberalität versichert und mit Versprechungen über« schüttet. Von anderen Seiten hört man wieder Er-Mahnungen und auch versteckte Drohungen, die auf die in der Bildung eigener Parteien liegende Gefahr hinweisen. Wir sind der Meinung (die Slobodna Tribuna), daß diese Anspielungen, die sogar in der Gründung solcher Parteien eine Handlung gegen den Staat erblicken, nicht am Platz sind. Die Parteien an und für sich müssen noch keine Gefahr für den Staat bedeuten. Auch die Forderung, daß die Minderheiten in den (slawisch-)nationalen Parteien ausgehen sollen, ist nicht am Platze. Leute, deren Grundsätze und Gefühle mit denen (slawisch^nationaler Parteien übereinstimmen, mögen die« immerhin tun. Keine«-sall» aber ist e» ein Beweis staatsfeindlichen Fühlen» und gefährlicher Tendenzen, wenn sie sich in eigenen Parteien sammeln. Eine Gefahr kann nur in einer Aklion liegen, die gegen den Bestand de» Staate» gerichtet ist. Die Abwehr solcher Bestrebungen seile»» de» Staate» ist jederzeit gerechtsertigt. In Jugoslawien sind all« Bürger gleichberechtigt. Deshalb haben auch die nichtslawischen Elemente da» volle Anrecht auf den Schatz ihrer Sprache und ihrer Kultur, sowohl im Sinne der Verfassung al» in dem der internationalen Friedensverträge. Wir sind davon überzeugt, daß Jugoslawien die Mög-lichkeit besitzt, den Wünschen und Ansprüchen dcr naiionalen Minderheiten im weitgehendsten Maße nachzukommen. Die» hängt natürlich nicht nur von unserem guten Willen ab. sondern von dem ver« hältnifse und der Stimmung der Minderheiten gegen-über de« Staate und auch von der Stabilisierung der internationalen Beziehungen. Seien wir gegen alle Bürger unserer Heimat freisinnig I Seien wir gleich mit ihnen und gleich, berechtign Suggerier«« wir ihnen keinesfalls, daß sie degradiert wären, weil sie jugoslawische Staat», bürger sind. Für eine Opposition finden sie bei uns leider ohnehin mehr al» genug berechtigte Gründe. Machen wir keine Opposition dort, wo wir dadurch die Grundlagen unsere» BestihenS untergrabe»». Pnliiilch? Rundschau. Inland. Die Amnestie. D«r Minlsterrat hzt in seiner vorletzten Sitzung endgültig über die Bedingungen der Amnestie ge-legentlich der Vermählung de» König» Beschluß ge-faß». Die Begnadigung ist keine individuelle, sondern eine allgemeine; einige Punkle haben Bezug nur aus SüZserbien, wo sich au» sozialen Gründen zahlreiche Waldfrevel ereignen. König Alexander hat am Pfingstsonntaz die Begnadigung unttrschrieben. Sie ist versiegelt den Verwaltungen aller Stras-Häuser zugegangen. Am Tage der Hochzeit werden all« StrashauSdirrktoren die Verordnung öffnen und dann alle Sträflinge, aus die sich, der Gaadenakt bezieht, in Freiheit setzen. Der Abschluß der Auslandsanleihe. Meldungen au« Beograd zufolge hat Finanz-minister Dr. Kumanudi am 4. Juni den Anleihe, vertrag mit der kanadischen Flnanzgruppe Blair' unterschrieben. Die Anleihe drtrügt 100 Millionen Dollar und wurde unter nachstehende» Bedingungen ausgenommen: Kur» 86*/<, Zinsfuß 8£, 30 Mtl. lionen werden in bar ausgezahlt. Die Adriabahn muß innerhalb von zehn Monaten vom Tag« der Uuterfertigung an trassiert und in weiteren zehn Monaten muß mit dem Baue begonnen werden. Im Laufe diese« Jahre» muß die Gesellschaft 25 Mtllttnen Dollar effektiv auszahlen. Nummer 46 Meine Vertreter der Deutschen bei der Prager Tagung der VSlüerbundltqen. Wi« das Neusatzer Deutsche volktblatt mitteilt, werden die Vertreter der deutschen Minderheit in unserem Staate, die ursprünglich von der südslawi-schen Liga den Beratungen hätten beigezogen werden sollen, nicht nach Prag gehen. Dazu schreibt da« genannte Blatt an leitender Stelle: Die südslawischen Milglieder der Völkerbundliga, denen niemand vo» vornherein edle Absichten und guten Willen absprech«n darf, lebten bi« in die letzte» Tage in de« Glauben, daß e« um den Minderheitenschutz in Südslawien aus« allerbeste bestellt sei. Sie waren der Meinung, daß die Deutschen tatsächlich die Gleichberechtigung genießen, die ihnen durch die internationalen Frie-den«ver»räge und durch die Verfassung verbürg« ist, und daß die Deutschen daher keinen Anlaß zur Bc» schwerde hätten. Die südslawischen Delegierten hofften, in Prag die deutschen Vertrauensmänner al« Zeugen dafür aufführen zu können, daß der neue Staat feine nationalen Minderheiten und insbesondere die deutschen Staatsbürger, deren Loyalität »nd Staat»-treue von maßgebender Stelle nicht bestritten wird, so behandle, wie es da» geschriebene Gesetz befiehlt und wie e» eine kluge Regierungspolitik vorschreib». AuS diesem Grunde habe» sie die deutsche Minderheit zur Teilnahme an der Prager Konferenz e»ngeladen. Bei ein«r Besprechung, die am 30. Mai im Gcbäude der Akademie der Wissenschaften in Beo-grad stattsand und an der von deutscher Seite sieben und von Seite der südslawischen Liga sünfzehn Ver-treter teilnahmen, zeigte eS sich aber, daß die deutsche Minderheit eine ganze Reih« von Beschwerden und Forderungen vorzubringen hat. Was jedermann, der die inländische deutsche Presse auch nur gelegentlich liest, schon bis zum Ueberdruß weiß, daß nämlich die auf dem Papier gewährleistete Gleichberechtigung aller Staatsbürger in der Praxis von den Behörden nicht gehandhabt und sogar durch Gesetzentwürs« und Verordnungen aus» schwerste verletzt wird, da» er. schien den Delegierten der südslawischen Liga als etwa» ganz Neue«, Ueberraschende» und schier Un-glaubliche». Die deutschen Vertrauensmänner mußt«!, konkrete Beispiele anführen, und deren gab e« eine ganze Menge, um ihre Behauptungen zu beweisen, wie sehr sich die deutsche Bevölkerung auf politische«, wirtschaftlichem, kulturellem und sprachlichem Gebiete benachteiligt und zurückgesetzt fühlen muß. JnSbesoa-dere in slowenischen Landen, wo Schulen gesperrt, deutsche vereine ausgelöst, Vereinshäuser samt In-»entar und Vermögen beschlagnahmt wurden, hat sich ein System eingebürgert, da» mit drm Wortlaut und dem Geiste der SiaatSversassung und der Frie denSverträge im offenen Widersprüche steh». D;» Merkwürdige an der Sache ist, daß nicht nur die Delegierten der Völkerbundliga, sondern selbst auch die amiliche» Stellen in Beograd von all diesen Maßnahmen keine Kenntni» besaßen. Kuslauo. Die Minderheitenfrage. Ein Mitarbeiter der Präger deui'chen Zeitunz Bohemia hatte dieser Tage Gelegenheit, sich mit dem Generalsekretär deS Internationalen Verbände» der Gesellsch,ften für den Völkerbund Univ. Prof. Theo-dor Ruyßcn aaS Bordeavx zu unterhalten. Professor Ruyßen meinte, daß einer der wichtigsten Punkte der gegenwärtig in Prag tagenden Konferenz der Völkexbundllgen der Minderheitenschutz sein werde. Er äußerte sich unter anderem wie folg«: Wir müssen die Minderheiten beruhigen un» darum ragte» wir den Regierungen, den Minderheiten die größtmög> lichste Freiheit zu geben, was ja auch im Zatere^e dcr Staaten selbst liegt. Die Regierungen müssen erfüllt sein vom Geiste moderner Demokratie, und sie müssen den Minderheiten das Maximum von Recht und Bewegungsfreiheit geben, da» mit der inneren Ordnung der Staaten veremdirlich ist. De» Minderheiten aber empfehlen wir gedul»ig zu fein, zu bedenken, daß der Völkerbund neue Grundsätze in die Well gebracht ha», die sich noch nicht »oll-kommen entfallen und wirksam werden konnten. Dieses junge Recht ist im besten Wachstum und hat bereit» glückliche Ergebnisse gezeitigt. Unsere allge-weine Stimmung ist die de» Geiste» de» Völker» bundcs. Wir stehen weder auf dem extremen Stand, der einen oder der anderen Minderheit oder oitt jener Regierung, sondern auf dem Boden ausrichtiger Menschlichkeit und breiter Jaternatio-nalität. E» ist leider wahr, daß der Krieg ln alle» kriegführende» Staaten Reste heftigen Hasse» zurück-zelassen hat. Aber überall finden sich Menschen, die "ich be«ühev, eine mählich« Au»söhnuug zwischen den ehemals Kriegführenden zu betieibrn. Nummer 46 Konflikt auf der Prager Tagung der völkerdundligen wegen der Minder-heitenfrage. I» der ersten Plenarsitzung bei Kongresses der Bölkerbunbligen in Prag wurden die Türkei, Bill« garten, Armenien. Eflland und die Ukraina in die Liga ausgenommen. Ja der zweiten Sitzung am 6. Juni ging der Kongreß an die Besprechung der Frage der Minderheiten in den einzelnen Staaten. SS wurde ungewöhnlich lebhaft verhandelt und die Sitzung endete mit dem Exodu» der Vertreter der Tschechoslowakei und Jugoslawien», denen sich auch die Pole» und Rumänen anschlössen. Bezüglich des Schutzes nationaler Minderheiten bildeten sich mehrere Gruppen. Die Vertreter der einen Gruppe sprachen sich bedingungslos sür die Annahme der Resolution Sir Dickinsoni aus, in welcher konstatiert wird, daß die Lage der nationalen Mindeiheiten in den ein-zelnen Staaten nicht zufriedenstellend sei und daß nun ihnen dethalb, soweit dies mit der öffentlichen Ordnung vereinbar sei, möglichst breite Autonomie einräumen müsse. Beim Völkerbünde soll eine be. sondere Kommisiwn zusammengestellt werden, die sich mit MmderheitSfragen beschäftigen wird. Die natio-nalen Minderheiten solle» des Recht haben, sich auch unmittelbar und nicht nur im Wege ihrer Staaten mit de« Völkerbund« in Verbindung setzen zu können. Den Antrag sür die Annahme der Dickinson'ichen Resolution brachten der Führer der deutschen Delegation Gras BernStoiss und der Führer der bel-glichen Delegation Lafontaine ein. Er wurde mit 55 gegen 40 Stimmen angenommen. Die Mehrheit begrüßte da» Resultat der Abstimmung mit lebhastem Händeklatschen. Ja diesem Augenblicke stand der Führer dcr jugoslawischen Delegation Jooanov c aus und gab die folgende Erklärung ab: .Ich erkläre im Namen der jugoslawischen, tschechoslowakischen, rumänischen und polnischen Delegation, daß wir ent-schieden gegen die Resolution Dtckinson sind und sie nicht anerkennen, weil wir sie al» Eingriff in die SouveränilätSrcchte der einzelnen Staaten betrachte«. DeShad verlassen wir den Kongreß." — Die Tatsache ist nicht ohne Reiz, daß Vertreter von Völkern heute schroffe Gegner deS Minderheitsschutzes sind, die vor dem Kriegt entschlossen für ihre eigenen Minderheitörechte gekämpft huben. Die slowenische Minderheit in Deutsch österreich. In der letzten Sitzung des Kärntner Land» tages sprach Landeshauptmann Giöger auch über die Frage der nationalen Minderheit in Kärnten. Er erklärte, daß sich die Kärntner Landesregierung für die Verwaltung der früheren Zone A das von ihrer Vorgängerin und der kärntnerischen LandcSversamm. lung zur Zeit dcr Abstimmung abgegebene Versprechen zur Richtschnur nehme, im früheren Ab« stimmunzSgebiet die bestandenen schweren Gegensätze auszugleichen und Friede und Eu.lracht zwischen den beiden Nationalitäten ditseS Gebietes herzustellen. Bei ruh'ger Ueberlegung und gegenseitiger Toleranz werde e» sicher gelingen, «inen dauernden Frieden zwischrn Deutschen und Slowene» herzustellen. Die Landesregierung bemühe sich vnabläffig, ba« Ber» svreche» einzulösen, die Rechte der Kärntner Slowenen zu schützen und sie als gleichberechtigte Bürger in Stadt «nd Land zu behandeln. Sie werde bieten Weg weitergehen, Rechte und Gesetze hochhalten und d e Interessen der Gesamtbevölkerung im ehemaligen Abstimmungsgebiete zu wahren suchen. — Diese Wort« eines der höchsten Funktionäre im Nachbar-lande, die Zeugnis ablegen für den festen Willen der Regierm g, die Recht« der Minderheit zu schützen, könnten jugoslawischen SlaalSsunkiionären Gelegenheiten geben, ihrerseits in ähnlicher Weit« für die sprachlichen Minderheiten in unserem Lande einzu-treten. Die Anleiheprojekte für Deutschland. Wie daS Pariser Journal det DebalS meldet, hat das internationale Bankierkomilee, das sich mit dcr Frage der Sanierung der deutschen Finanzen besaßt, drei Möglichkeiten einer Anleihegewährung für Deutschland ins Auge gefaßt, l. Eine endgültige «nd die ganze RkparalionSschuld umsassende Anleihe; 2. eine geringere Anleihe, die nur einen Teil der Reparationen decken soll, und 3. eine Teilanleihe zur Begleichung der nächste« Fälligkeiten. Sobald die Regierungen ihren Standpunkt festgelegt haben werden, wird da» Komitee einen dieser Borschläge praktisch in Verhandlung nehmen. Der Kampf der Bauern gegen die Bürgerlichen in Bulgarien. Bor einigen Tagen hielt der bulgarische Minister-Präsident SlambuliSki auf einem Kongresse der Cillier Zeitung Lindwirtepartei eine Rede, die an Deutlichkeit nicht» zu wünsche- übrig ließ. Er bezeichnete darin die Hauptstadt Sofia als den größte« Feind der Bauern : »Mit einem Foustschlag werden wir die Bürgerlichen vernichten, falls sie mit HUfe de» Hofe» oder der Fremden durch Putsche die Macht an sich reißen wollten, von heute an verhängen wir über das Sofia der Spekulanten und Leuteschinder, diese» Sodo« und Go«orrha, die Quarantäne. Die Frem-den, die in unserem Lande leben, sind gerne gesehen, aber nur solange, al» sie sich nicht in unsere inneren Angelegenheiten mische«. Die Parteien de» schwarzen Bl ockcS (die bürgerlichen) haben versuch«, da» Staat»-oberhaupt aus ihre Seite zu bringen. Wir richten deshalb an den Zaren die Worte: Zar! Du wirft weiter so regieren wie bisher. Ri«m aber zur Kennt-ni», daß du nicht der gar der Leuteschinder bist, sondern der des arbeitenden BolkeS! Zar I Du wirst so lange regieren, al» du die Unterstützung dieser Massen hast, die dich auch zum Präsidenten der Re-pubiik ausrufen können. Zar! Wir schauen auf dich nicht wie auf die früheren Zaren, auf die Zaren de« alten Bulgarien, wir betrachten dich als Zaren de» neuen Bulgarien. DaS neue Bulgarien kennt aber keinen schwarzen Block, es ist gegen ihn. Da» Volk fordert Demokratie.' — Nicht ohne Bedeutung ist, daß SlambuliSki unmittelbar noch dieser Brand-rede vom Zaren BoriS empfangen wurde, dem er polnische und tschechoslowakische Gäste vorstellte. Aus Stadt und Land. Ankunft der königlichen Braut in Beograd. Am Dienstag, den 6. Juni, fuhr um 3/«5 Uhr nachmittags die Jacht der rumänischen KönigSsamilie im Hasen von Beograd ein. Von der Festung Kalimegdan erdlöhnten 101 Kanonenschüsse, der zukünftigen Königin zum Gruße. Die Prinzessin stand während der Einfahrt mit ihren königlich-:! Eltern aus der Kommandobrücke. Ueber dem Schiff« kreisten neun Aeroplan« und warfen Blumen ab. König Alexander ging, sobald die Jacht angelegt hatte, in Begleitung der Prinzen Paul und Arzen, der Prinzessin Jelena und ihrer Kinder an Bord, wo er daS rumänische Königspaar und seine Braut aus da» herzlichste begrüßte. An der Landung»-brücke empstirg Prinzessin Maria zuerst den Segen de» Patriarchen Dimitri, der ihr nach alter slawischer Sitte Lrot und Salz anbot. AIS sie dann in Be« gleitung ihrer Eltern und der rumänischen Würden-träger den Loden Beograd» betrat, würd« sie vom Bürgermeister dcr Stadi. Herrn Mitroott. willkommen geheißen. Die Prinzess», würd? zuerst von dcr slo-wenischen Fraucndeputation mit lebhaften Ztyorufen begrüßt, sür die sie freundlich dankte. D>e Kapelle stimmte die rumänische KöuigShy nne an. Den lönig» liehen Gästen wurde das diplomatische Korps. die Regierung und die Generalität vorgestellt. D«n Zug gegen das Koirak eröffnete eine Abteilung der War de-ka'.'allerie, es folgten dann der Hofmacschall, Fan-sareubläser der königlichen Garde aus weißen Pferden; »m ersten Automobil fuhren König Alexander uns dcr rumänische König, im zweiten di« Königin von Rumänien und di« Brau«, in den folgen!».:« die rumänische Kronprinzessin mit dem P inzc» von V»rk, die spanische Jnsantin mit dem Herzog von Udine, die Prinzessin Jel>tm mir dem rumänischen Thr«i,folger, Jnfant Älson» mit der rumänischen Prinzessin Jleana, P' iaz Arzen mit Prinzessin Ktra und der rumänische Prinz Nikolaus mit Prinz Paul. Den Schluß bildeten «ine Eskadron der lö-riglichen Garde und verschiedene Gefolge und Alorinungen Vor dem Parlimente be^rüßt-n die Abgeordneten den König un» sein« Brau«. Auf dem ganzen We.^e bracht« das Publikum den Fürstlichkeiten rauschende Ovationen dar. Aufruf der Stadtgemeinde an die Bürger. Der Bürgermeister der Stadt E:lje, Dr. Hrosuvlc, bat gelegentlich der Vermählung des Königs nachstehenden Aufruf ergehen und ihn durch Maueranschläge der Bürgerschaft zur Kennini» bringen lasten: Mitbürger! Am 8. Juni I. I. begeht Seine Majestät König Alexander seine Vermählung. Mit ihm wolle» auch wir unS freuen. Dem herzlichen Wunsche, er mög« an der Seile seiner erwählten Gemahlin, unserer zukünftigen Königin, lang und glücklich daS geeinigte Vater-land regieren, muß auch unsere Siadl würdigen und sichtbaren Ausdruck verleihen. Am Tage der Hochzeit, am 8. Juni, soll die Stadt am Abend beleuchtet sein. Den Beginn der Beleuchtung wird ein Schuß verkünden. Am Nachmittag des 7. und während de» ganzen' 8. Juni werden Fahnen aus- Seite 3 gehängt. E« wäre zu wünschen, daß wenigsten» die Fenster in den Hauptstraßen beleuchtet würde», in der Kralja Petra cesta. in der »leksandrova, Prtitrnova, Cairkarjeva, Vodnikova und «SofpoSka nlica, auf dem Glavnl trg. D.ckov und Krekov trg. Jedermann mag tun, was er kann und wa» ihm seine Berhältniffe erlauben. Die Häuser mögen jedoch nicht ohne äußeren Schmuck sein. Es lebe der König, eS lebe die zukünftige Königin! Zur Feier der Hochzeit des Königs. Die kgl. Bezirkshauptmannschaft E-lje teilt mit: Am Donnerstag, den 8. Juni, findet zur Feier der Hochzeit Seiner Majestät de» König» Alexander I. mit Ihrer königlichen Hoheit Prinzessin Maria um 9 Uhr vormittag» ein feierlicher FestgotteSdienst in der Pfarrkirche St. Daniel statt. Gratulationen aus diesem Anlasse nimmt nach dem Gottesdienste bis 12 Uhr der Leiter der kgl. Bezirks Haupt mann» schaft in s«ia«r Kanzlei entgegen. Evangelische Gemeinde. Anläßlich der Trauung Seiner Majestät de« König» findet Donnerstag um 10 Uhr in der evangelischen ChristuStirche ein FestgotteSdienst statt. Ernennung im Justizdienste Der Richter am Gerichtshöfe in Groß-Bctschkerek, Herr Dr. Wilhelm Neuner aus Muta wurde mit köaia-lichem Uka» zum Gerichtsrat beim Gerichte in Palanka (Reufatz) ernannt. Todesfall. Am '26. Mai l. I. verschied in Po^etrtek die PostmeisterSwitwe und Mutter der frü-heren dortigen Postmeisterin, die Frau Friederike Straschek, geb. Stöger. im 83. Lebensjahre. Sie entstammte einem Cillier Bürgerhause. Ihr Vater war Schneidermeister und Hausbesitzer in Celje, die Mutter eine geborene M-rschon. Während ihre« langjährigen Ausenthalles in Podietrtek erwarb sie sich allenthalben Freundschaft und Wertschätzung. Die der Hingeschiedenen erwiesene Ehrung durch eine überaus zahlreiche Beteiligung aller Persönlichkeiten und der Bevölkerung am Leichenbegängnis, die von den beiden Hinterbliebenen Kindern dankbar und t> östlich empfunden wurde, ist nicht nur ein Beweis hiefür, sondern auch dafür, daß die Muttersprache kein trennendes Momeni unter den Bürgern und Nachbarn de» O.teS ist. Mit dem Wasser der städtischen Wasser-letiung sparen! Der Stadtmagistca« Celje vcr-lautbart: Das Publikum wird in Anbetracht der andauernden Trockenheit im eigenen und im öffentlichen Jitereffe aufmcrtsam gemach», mit dem Waffer au« der städtischen Wasserleitung so sparsam als möglich umzugehen. Seine Verwendung zur Bewässerung der Gärten, zum AuSwaschen der Wäsche in Wasch-kirchen wie jede ähnliche Verschwendung de« Wassn« der städtischen Wasserleitung ist streng verboten. E» ist Pstich: der Hausherren, daß sie ihr«n Pirteie» die Wafserverich oendung verbieten und sie in dieser Hinsicht überwachen. Geren Parteien, die auf die oben erwähnt« Art Wisscr vergeud:«, wir» man mit Strajen vorgehen und ihnen die Wasserleitung sperren. Anbot. Die HrvaiSki Raduh, dcr Verein zur Erziehung der Handels- und gewerblichen Jugend. Zigreb, Gundulikgaffc II, ersucht un« um Ve-össe.,». lichung nachstehender Mitteilung: Dem Vereine HlvatSki Radiil stehen für nachbeuannt« Zweige d-S Gewerbes vezw. des Handels Lehrlinge zur ver-fügung ». zw.: Hu!macher 2. Kaufleute h, Seiler ö, Schlosser 5, Schuhmacher 17. Schneider 20, Tischler 12, Uhrmacher 2 und Wagn-r 7. Jeder Kaufmann und Gewerbetreibende tut «ine «die Tat. wenn cr vom genannten Vereine eine» oder mehrere Lehrlinge aiiiorsert. Es sind ehrliche, brave und un-verdorbene Knaben, vielfach arm, ohne Eltern usw. Alle näheren Weisungen erteilt der Verein H.vjtsf» Radial, Zagreb. Hundulte.oa ulici 11. Dynamitdiebstahl. In der Nacht auf den l. Juni wurde in Hrastiuk größeres Quantum von Dynamit gestohlen. Die kgl. Bezirkehauptmann-schaft (iclie v.rlamdart in Bezug daraus nachfolgendes : Für deiijcnizen, der die Ditb« oder da» i« der Nachi vom 31. Mai auf den I.Junl l. I. in Hrastnik gestohlen; Dynamit ausforscht, «deuso für denjenigen, der irgendwo zur Ausforschung bei» tragen könnte, hat die Gcbie««verwaltung für Slo-wenien eine Belohnung von 10.000 K ausgeschrieben. Falls mehrere Personen an der Ausforschung Anteil haben, behalt sich die A bittSverwaltang für Slo-wenien die Art der Verteilung »er Belohnung unter die einzelnen Personen vor. Natürlich wird den-jenigen. die in dieser Angelegenheit M'terlungen zu machen hrben, Verschwiegenheit garantiert. fetu 4 tilllei Zeitung 5lo«»cr 46 Ei«« Telephonzentrale In Koeevje. 3o Kvieoz« würd« im vngange»«n Monate «tu« Ttlephonjeniral« mit össenilichcr Eprechsttlle für den Lokal- und inttruiboaen Verkehr eingerichtet. Gegenüber Äoctüje liegt Eelje in der ersten Zone. Anmeldung von Rechtsgeschäften. Die FioanzbezirtSbirektion in Maribor teilt mit: Damit die Parteien vor empfindlichen Strafen infolge zu später Anmeldung von Rechtsgeschäften und Zahlungen der Taxen bewahrt werden, wird auf folgendes aus. merksam gewacht: Nach Artikel 131 der Gebühren-Vorschrift vom 20. Juli 1921. Amtsblatt Nr. 268 (Stück 104 ex 1921) muß jede? Rechtsgeschäft. daS nach Artikel 10 des zeitweiligen Gesetze» vom 27. Juni 1921. Amtsblatt Nr. 259 (Stück 100 ex 1921) taxpflichtig ist und daS nicht im Sinne de» Artikels 126, Absatz 1. 2 der Gebührenvorschrist schon b«i Abfassung der Urkunde zu stempeln ist, dem zustän. digen Steueramte spätestens 15 Tage nach Verfassung der Uikunde angemeldet werden. Mit der Anmeldung zusammen muß die entfallende Taxe bei« Steueramte erlegt werden, das nach den neuen Bor« schliften keine besonderen ZahlungSauftiäge ausgibt. Die Parteien wögen sich also dessen versehcu, daß sie bei Gelegenheit d«r Anmeldung auch den'ent-sprechenden Geldbetrag bereit hallen. Jede Anmeldung und jede Bezahlung nach Ablauf der erwähnten Frist wird mit de« fünffachen AuSwaß der ordentlichen Gebühr bestraft. Sehr hoch ffiib die Strafen beim Uebertrage« von Immobilien w:gen dcr Höh« der entfallenden ordentlichen Steuer. Die durch die Steuergesetze auSgesptochenen Strafen können nicht herabgesetzt roch im Gnadenwege erlassen werden (Absatz 18 d,s Artikels 131 der Gebührenvorfchrift und deS Artikels 20 deS Gesetzes für Taxen). Ebenso wird die Vorlage einer nicht oder nicht genügend oder vorfchrif^widrig gestempelten Urkunde bei der Behörde gestraft. Weibliche Gewerbeschulen in Jugoslawien. Ein Gesetz ordnet die Errichtung von Gewerbeschulen für Frauen und Mädchen an. di« sich in niedere Fortbildung»- und in höhere Gewerbe-schulen gliedern seilen. In den niederm Schulen sollen selbständig« Arbeiterinnen, in den höheren Meisterinnen und Lehrerinnen herangebildet werden. Eine Gewalttat. Wie verlautet, beabsichtigt di« tschechisch« Regierung die Frage der Ein-lösung der alten KriegSanleihen ^individuell" zu lösen. E» wird damit ein politischer Seelensang in Szene gesetzt, denn nur jene SriegSanleihebesitzer werden bei der Einlösung berücksichtigt werden, die sich durch die Angab« einer .Loyalitätserklärung" an die tschechische Regierung verlausen, bzw. auf die freie Ausübung ihrer staatsbürgerlichen Grundrechte verzichten. . . Dieser durch und durch korrupte Ge-danke beweist am deutlichsten, wie weit eS die tfche-chische „Demokrat ie" in drei Jahren gebracht hat. denn sie will aus diese Weife nicht nur die Deutschen, sondern auch die Slowaken und die Ruthenen in den Karpathen, sowie schließlich alle Tschechen politisch mundted machen, die sich der Präger Gewaltherr-schaft nicht fügen wollen. (Bohemia.) Bettellizenz für einen — Beamten. Der Sarajewoer JugoslaoenSki List berichtet, daß eine Finanzbehörde einem ihrer Beamten die Bewil« ligung ausstellte, betteln zu dürfen. Der Beamte ist verheiratet, Bater von vier Kindern und kann mit feinen Bezügen seine Familie absolut nicht erhalten. Dieser Fall dürste wohl in der ganzen Welt einzig dastehen. Unsere Kriegsflotte. Die Beograder Po-litika beschäftig« sich in einer ihrer letzten Num«ern mit unserer Kriegsflotte und stellt fest, daß sich zur Zeit deS Umsturzes die gesamte österrcich-ungarische Flotte, bestehend au» 2 DreadnoughtS, 17 Panzer-fchifsc», 3 Panzerkreuzern. 9 kleinen Kreuzern, 23 Torpedobootzerstörern. 51 Torpedobooten erster Klasse, 23 KästentorpedoS und 20 Unterstebosten, in den Händen Jugoslawiens befand. Unser« Verbündeten, schreibt da» Blatt, haben uns diese ganze Flotte weggenommen, alle Arsenale. Werkstätten, Schwimm-docks, Radiostalionen, Geschützt und das ganze Ma-terial wurde nach Italien und Frankreich verschleppt. UnS wurden 12 Torpedoboote ohne Bestückung nnd im ärgsten Zustande belassen. Auch diese Torpedoboote sind noch unbrauchbar, da wir keine DockS besitzen, in denen sie repariert werden könnten. Außerdem konnte unsere Finanzlage der Marine keine Mittel zur Verfügung stellen, um irgend etwas für den Schutz unserer 600 Kilometer langen Küste vorzukehre». Erst im Vorjahre wurden in Deutsch' land 6 Minenschiffe gekauft, welche ebenfalls ohne jede Bewaffnung in Cattaro eintrafen. Sie wurden repariert und neu benannt. aber erst vor kurzer Zeit gelang e», zwei derselben „Galeb" und „Solo" flott zu machen, welche die Fahrt der dalmatinischen Küste entlang antraten, von der Bevölkerung ju-belnd begrüßt. Sie verdrängen 500 Tonnen und sind mit 9 45 c« Kanonen bestückt. „Soko* wird in Spalato, „Galeb" in Sebenico stationiert. Die übrigen vier Minenschiffe sollen bis 1. Juli fertig, gestellt fein, so dah nach drei Jahren anstrengender Arbeit doch die erste Schuldivifion unserer Kriegs« flotte hergestellt sein wird. Meuterei im 2». Infanterieregiment. Die Sarajtwoer Beierna poSta meldet au» Antwari, daß ein dort aarnisonlerende» Bataillon de« 29. Rr« gimente», daS sich hauptsächlich auS kroatischen Mann» schaften zusammensetzt, gemeutert habe. Die Eol« baten, denen sich auch einigt Offiziere angeschlossen hatten, verlangten, nach Hause geschickt zu werden. Die Meuterei wurde mit Hilfe der Gendarmerie unterdrückt und eine strenge Untersuchung eingeleitet. Das Blatt ist der Ansicht, daß die Meuterei keinen politischen Hintergrund habe, sondern ihre Ursache in der schlechten Verpflegung und Beköstigung der Soldaten zu suchen sein dürste. Merkwürdiges Schicksal eines Aktes. Die Marburger Zeitung erzählt vom Schicksal eine» Akte», der auf e«ne sonderbare Art wieder un den Ort seiner Absenkung zurückgelangte: Vor zirka acht Monaten sandte die Delegation des Finanzmini. nisteriumS in Ljubljana einen fehr rcichttirn Akt mit mehreren Beilagen »ach Beograd. Der De« legierte bekam trotz mehrfacher Urgenzen keine Er-ledigung Dieser Ta^e nun erhielt di? Finanzmaun-schaft m Ljubljana «it« Sendung von Gewehren aus der Hauptstadt. Beim Auspacken bemerkte man, daß die Gewehre in flpwenisch beschrieben«» Papier eingewickelt waren. An und sür sich ist daran nicht» aueziisetzen; wie groz aber war da» Erstaunen, al» man in diesen Papieren den vor acht Monaten vcr« lorenen Akt samt Beilagen erkannte I Eine Photo-Ausstellung wird, wie un» auS KeSmark (ZipS) geschrieben wird, im Rahmen der Tatra-Woche deS KarpathenvereineS in Matla> renan (Hohe Tatra) veranstaltet. Dieser Kurort der Hohen Tatra ist dazu am besten gelegen und b«. reitet sich eiustg auf die Veranstaltung vor. Der Verein schrieb für die Beschickung der Ausstellung zugleich auch einen Wettbewerb aus, zu lr/lchem wir auch auf diesem Wege die Lichtbildner zur Teil-nähme auffordern. E« sind sür die besten Bilder drei Preise, 200, 100 und 50 Tschechokrouen au«-ersehen, außerdem stellt die Veranstaltung eventuell den Ankauf guter Bilder für d«n Verein und fvr die Zeitschrift Touristik und AlpiuiSmu» in Ausficht. Die Bilder, welch« au» dem Karpalhengebiete Land-schasten, Stilleben oder Genre» beinhalten sollen, solle» fertig aufgezogen und möglichst zum Auf-hängen vorbereitet bi» zum 20. Juni an den Haupt, vorstand deS KarpathenvereineS, KeSmark, Zip». Tfchechosl., eingesendet werden. VerlSssIiedor Lasten-Autolenker von Elektrarna Fala gesucht. Bewerber mit guten Zeugnissen vorzustellen in Maribor, Aleksandrova ulica 14, II. Tüchtiger wird gesucht. K. Wesiak, Maribor. Verkäuferin mit Sprachen keontnissen wird gesucht. Offerte mit öehaltsansprüchen von nur erstklassiger Kraft zu senden an K. Wesiak, Maribor. Zu kaufen gesucht gnt erhaltene Nähmaschine womöglich Singer, sowie eine Bad e-wanne. Anträge an die Verwaltung des Blattes. . 27900 Sonntag, den 11. Juni, um 3 Uhr nachmittags Gartenkonzert im Gasthause Wobner In Mpodnji» llu