761 Amtsblatt ^ur Lailmcher Ieitnng Ur, 106. Freitag den 10. Mai 1872. (170—1) Kundmachung. In dem mit dem Finanzgesetze vom 24tcn Mcirz 1872 genehmigten Staatsvuranschlage für bas laufende Jahr (Kapitel 8, Ministerium für Kultus und Unterricht) ist der Betrag von fünfzehntausend Gulden ö. W. bewilliget worden, welcher seiner Bestimmung zufolge: ü. Zur Ertheilung von Stipendien an mittellose aber hoffnungsvolle Künstler, welche entweder bereits mit einem größeren selbständigen Werke vor die Ocffcntlichkeit getreten sind, oder Leistungen von tieferem künstlerischen Gehalte aufzuweisen in der Lage sind; b- zur Ertheilung von Pensionen, das ist Unter-stützungsbeiträgen für Künstler, welche bereits ersprießliches und verdienstliches geleistet haben, und welchen durch die erwähnte Beihilfe die Möglichkeit gewährt werden soll, aus der mit Glück betretenen Bahn fortzuschreiten, endlich 6' zu Aufträgen auf dem Gebiete der bildenden Kunst, und zwar an solche Künstler, welche bereits das Maß künstlerischer Selbständigkeit erreicht haben, verwendet werden soll. Indem der Minister für Kultus und Unterst, welchem die Durchführung diefer Widmungen anheimgestellt ist, sich vorbehält, rücksichtlich der Zuwendung von Pensionen ohne Rücksicht auf spe-Mle Bewerbungen vorzugehen, bezüglich der an Wende Künstler zu ertheilenden Aufträge zunächst bie Befriedigung der in diefer Richtung sich geltend lachenden Bedürfnisse des Staates zum Ausgangs-^ultc zu nehmen und diesfalls das erforderliche ^zuleiten, werden zur Bewerbung um Stipendien ^e Künstler aus dein Bereiche der bildenden Künste Architektur, Skulptur und Malerei), der Dichtkunst ^b Musik aus allen im Rcichöratc vertretenen -Königreichen und Ländern, welche auf die ZuweN' duug eines Stipendiums Anspruch zu haben glauben, aufgefordert, sich dicsfalls längstens bis 3 1.Mai d. I. bcl den betreffenden Ländcrstcllen in Bewerbung in schen. Die Gesuche haben zu enthalten: 1. Die Darlegung des Bildungsganges und b" persönlichen Verhältnisse des Bewerbers; 2. die Angabc der Art und Weise, in welcher on dem Stipendium zum Zwecke der weiteren "Usbildung Gebrauch gemacht werden soll, urch ^ 3. die Borlage der erwähnten Proben des Talentes und der bereits erreichten Bildungsstufe. 2. Diese Stipendien werden vorläufig auf die 5"Ucr Eines Jahres verliehen, wobei bcmcrft . .^", daß für die Bestimmung der Höhe derselben ^ persönlichen Verhältnisse des Bewerbers und ^ bnrch die Verleihung zu erreichende Zweck maß-??end sind, daß es jedoch dem Bewerber freisteht, tlNe persöulichcn Wünsche in dieser Richtung aus- ^tl K.K.Minister sär Kultus uudUnterricht. 9fc. 2709. liazglas. V z finanèno postavo od 24. dne sušca 1872 poterjenein deržavnein proraèunu za te-koöe leto (kapitel 8, ministorstvo za bogocastje in uk) je dovoljenili potnajst tisoè goldinarjev, ki se imajo obrniti takole: a. Podeljevale so bodo stipendijo potrebnim, pa nadepolnim umotnikom, kateri so ali zo sto-pili pred oèitost a kakim vecim samostalnim delom, ali ki so v stanu, pokazati dela, katera y sebi imajo žo kaj boljsega umetniškega jedra; b. podoljevale He bodo penzije, to je pripomocki, umotnikom, katori so žo kaj hasnovitega in hvalovrednega storili, da jini bode mogoco, s tern pripomoèkom napredovati po poti, katoro so sreèno nastopili; poslodnjic c. se bodo obernilo nekaj toga denarja za na-roèila na polji obrazivno umotnosti, in sicer sobo naklonilo takim umotnikom, ki so ze dosegli inero umetniäke samostalnosti. Ministorstvo za bogoèastjo, ktcremu je iz-rooena izpeljava to odmombe, si prideržuje, da bode pri delitvi penzij ravnalo brez ozira na posebne prošnje, in bo pri naro&lih, katora se bodo umetnikom dajala, posobno na to glodalo, da ho s temi naroèili vstrožo državnim potrebain v tej zadovi, in bo v toj reèi vse vpeljalo, kar bo treba. Kar pa zadeva stipendije , so povabljoni vsi umotiiiki, ki obdeljujejo poljo obrazivne umet-nosti, (kakor: zidarstvo, podobarstvo, malarstvo), posništvo in m nziko, iz vseh v deržavnem zboru zastopanih kraljo-stev in clozel, kateri mislijo, da imajo pra-vico do stipendijo, da naj so zarad toga ogla-| sijo najdalje do ! 31. maja t. L pri dotiènivladi. Pismonim prošnjam hü niora pridjati; 1. Spisek, iz katerega se spozna, po kateri poti se prosivec v svoji umetnosti izobrazeval in v katerih r a z m e r a h živi; 2. spisok, v katerem prosivec povd, kako bo on stipendijo, ako jo dobi, rabil v SToje dalje izobraževanjo, in 3. morst priloziti izglodke svojoga talenta, iz katorili so tudi vidi, katero stop-njo, omike jo ze dosegol. To stipendije so bodo za sedaj dajale le za eno leto, tor so opomni, da so bode ]>ri odloèevanji koliko ima kak prosivec dobiti, po-sobno gledalo na osebno razrnero njogovo in na namen, ki se vtcgno doseèi po tej delitvi, ven-dar jo prosivcu, kar to zadeva na voljo dano, izreèi svoje želje. Od c. k. niliiisterstva za bojronistjc in ok. ^^"^lr Besetzung der zwölf Widmnngsplä'tzc im sola /""e ^" ^ '^^ ^ "" ^' "' ^'' "^che in- c,^ ^stilnmllng des Laibacher Frauen-Vereins l^ " Interessen der durch patriotische Samm> Ana ? ^"llcftossencn Gelder alljährlich am I8ten f M, c,^ ^,^ glorreichen Geburtsfeste Seiner '^ - Apostolischen Majestät: ' "^ un letzten Fcldzugc verwundete und invalid äelvordene Soldaten der vaterländischeil Trup- penkörper voui Feldwebel respect. Oberjägcr 1». "^"s zn vertheilen sind, wobei .^lluanglunss ober bei nicht genügender Anil solcher Bewerber ganz oder theilweise arme Witwen und Waisen von Soldaten der vaterländisch ' krainischen Truppen, welche den Feldzug 1800 mitgemacht haben, nnd endlich 0. in Ermanglnng oder vei nicht genügender Anzahl solcher Witwen und Waisen ganz oder thcilwcisc dürftige ausgediente Soldaten der gedachten Truppcnkörpcr bedacht werden sollen, wird hicmit der Konkurs ausgeschrieben. :u! :».. Die Bewcrbnngsgcsuche der zum Genusse dieser Widmung zunächst berufenen, im letzten Fcldzugc verwundeten und invalid gewordenen Soldaten obiger Truppcnkörpcr haben zu enthalten: 1. den Taufschein, 2. den Beweis geleisteter österreichischen Kriegsdienste im letzten Fcldzlige durch Militä'rabschicd, Pätentalinvalidenurkundc u. dgl., 3. den Beweis, daß der Bewerber in Kriegsdiensten im letzten Fcldzugc verwundet und invalid geworden ist, nnd die Beschreibung der Art der Invalidität, 4. die Angabe, ob der Bewerber ledig, verehelicht, Witwer oder Bersorger anderer Personen ist, 5. das pfarrämtliche, von der Gemeindevor-stehung bestätigte Dürftigkeitszeugnis, worin genau anzugeben ist, ob der Bewerber irgend ein liegendes oder bewegliches Vermögen, einen und welchen Aerarialbezug, irgend welchen Dienst oder ein sonstiges öffentliches, oder Privatbcncficium hat. nä d. Die nach diesen zunächst zum Genusse der Widmungsplätze berufenen Witwen und Waisen von Soldaten der vaterländischen krainischen Truppen, welche den Fcldzug des Jahres 1806 mit' gemacht haben, — haben: 1. außer dem Taufschein des Ehegatten, bezieh ungsweise Vaters, den Trauungsschein, bc^icbnngs-weise Taufschein der Bewerber, 2. den Beweis der vom Ehegatten, oczichungs-weise Vater geleisteten österrcchischen Kriegsdienste im Feldzugc des Jahres 1866, den Todtenschein und, falls derselbe vor dem Feinde gefallen oder verwundet und in Folge der Verwundung gestorben ist, anch darüber die thunliche Nachweisung beizubringen, 3. anzugeben die Anzahl der hinterlassenen unversorgten Kinder, und 4. das pfarrämtliche, im obigen Sinne^aus-gcstcllte und bestätigte Dürftigkeitszeugnis dem Gesuche beizuschlicßen. 3<1 e. Die ferner zmn Bezüge dieser Widmung berufenen ausgedienten Soldaten haben nebst dem Taufscheine uund dem Beweise der in obigen Trup körpcrn geleisteten Militärdienste die 8ud 4 und 5 ilä il. vorgeschriebenen Familien- und Vermögensverhältnisse nachzuweisen. Die diesfälligcn, nach dem hohen Finanz-Ministerialcrlasse vom 19. März 1851 stempel freien Gcfuche sind in: Wege der politischen Be> Horde, in deren Bereiche der Bewerber seinen Wohnsitz hat, und zwar längstens bis Ende Juni l. I. an das k. k. Landespräsidium für Kram gelangen zu machen. Laibach, am 18. April 1872. K. k. Landesregierung, (karl vvn HÜurzbach m. p. (169^is Nr? 21^0? Edict. Die Iagdgcrcchtsame in der Untergemeinde Sminz wirv für die Dauer seit 1. Juli l. I. dishin 1877 am 25. Mai 1872, vormittags II Uhr, in dem städtischen Rathausgebäude zu Bischoflack öffentlich in Pacht gegeben werden. Die Uebernahmslustigen werden hiezu eingeladen. K. k. Bezirkshauptmannschaft Krainburg, am 6. Mai 1872. (166d^-2) Nr. 729. Offerts-Kllndinachung. Von Seite des k. l. General Kommando in Agram als Landes Verwaltungsbehörde der lroat.. flavonischen Militärgrenze wird der Neubau einer 7683 Currcntklafter langen Fahrstraße von Ober-Koßin im Otoianer Ncgimcnte bis Bovan auf dcm Höhenrücken des Veliebit an baulustige Unternehmer zur Ausführung übergeben. Die Ueberschlagssumme beträgt 39.242 fl. 38 kr. Nähere Bedingnisse sind in diesem Blatte Nr. 105 vom 8. Mai 1872 angegeben. Agram, am 27. April 1872. VtvUinary «n. p.. F2M.