ZUM M^en nnd Vergnügen. ------— 19 ^—---- Freytag/ den 10. May 1822. Fortschritte der philharmonischen GesMchafts-^ Smgschule in Laibach. ^«s Gut« b,wähn sich in der Dauer; — Mittel« wapg^ f^itim Preise, — und Echlechles wird sich selbst i"m Grabe. — Schon mehrmahl war in diesem Matte ^l Ned< y^n de» neuen Smgschnl« der Laibacher phil» ^mo„ischen Gesellschaft. Diese Gesellschaft, deren 2^eck», edlere Geselligkeit, Kunst und Geschmack, wenn 6' erreicht werden, unstreitig das Leben verschönern, '"dem si« den Gesellschaftsgliedern so manchen schönen, *"semhmen Abend verschaffen, hat durch Errichtung ^Nn Gtjaiigschule, wie bekannt', eints Theils an Zahl ^'Mitglieder gewoilnen, andern Theil« aber eben da-^^ füt hoffnungsreichen Nachwuchs in emem Fache b°s"gt, welches hierorts bisher nur wenig culiivirt bl"d«. Bedenlt man, daß die Musik, und nun vor^ löslich d«r Gelang, gleich andern schonen Künsten, zur ^elk5w„g. der Gefühle miiwirkt; daß die Jugend die "genniche musikalische Zeit zu nennen ist; taß geläu-Wtez Schönheits-Gefühl, nach dem ?lusspruche »iNtK geistreichen ManneS, alles Niedrige »nd Echlech-''- wenn dieses sich in das HeiligthlM» reiner Herzen Anschleichen will, gleich im Vorzimmer abweiset, so ^ßt sich eine Gesangschul« auch noch aus anderen und "'cht unerheblichen Gründen rechtfertigen. — Uüseve, Freytag den 3. May Nachmittags, zu ei« "" ossenuichen Prüfung im 0'«sellschafts-Saale vev l"nmetten Zöglinge der neuen Lingschuls haben, ihren «nwes<.„den HH. Alie,n und ,onsiigen Mustt, und Iu« ^Udfteunden "aller Sta»,d« ei„ön recht V«rgnüMn Abend v rschaff» sowohl durch ihre richtigen Antworten über die Theorie des Gesanges, als durch practische Anwendung derselben, indem sie anfangs in Chor mit großer Geläufigkeit die Scalen absaugen, sodann ein, zelne gut gewählte Gesangstücke, Chöre, Arien, Duette, Romanzen u. a. m. von den verschiedensten Meistern, als von Mozart, Haiden, Winter, Spohr, Rossini, Gyrowetz u.a. m. nortrugs». Die gute Art, Präcision und Richtigkeit, womit die kleinen Künstlerinnen ihren Part vortrugen, lieferten überzeugende Beweis« so wie von dem Fletße der Zöglinge, so vom Lehrer-Talente ihres Meisters Herrn Masche?. Beyfall verdienten und erhielten eigentlich Alle; — einige kleine Bravour« sangerinnen sogar großen rauschend«« Beyfall. — Das Fest endigte mit dem beliebten Volksliede: Gott er« halie, und die Gesellschaft trennte sich sehr vergnügt über den guten Geist, in welchem das kaum ändert« halbjährige Institut vorwärts schreitet, Eros und Flora. Flora betrat di» Flur, sic sah der idalnchc Knabe, Dessen töne>l!>Geschoß Götter und Menschen nicht schont. Was doch, begann er mit Spvtt, schmückst du dabFrüh, lingsgtfitde Mit dcm schimmcrndenKleidfc.rbigenPlumeuZewülM? Sieh, dts blühenden Senns erfreu',, sich dw duftenden! Blümchen, Doch auf einen Ort fesselt si« si«ng das Wesetz. Und sic neigen sich gen einander zur sauften UmnvmuM, Und d«e Schicksale Geboth gönnN mcht lbn«»,dich Glülk^. Gehauen ««p«r und blicke« zumSter««ngürtel des Himmels, Doch in der Dämmerung Thal sproßt ihres Lebens Geschenk. Bricht sie das liebende Mädchen , an ihrem wallenden Vusen Senken sie traurig das Haupt, welke» und sterben dahin. — Sanft antwortete drauf die liebliche Göttinn derVlumen: Muß nicht das Schön« vergeh'«, schwinden dab Herr« liche hin? Über der Erde Geschlechter und nachweltwürdige Nahmen Dehnt der Vergessenheit nachtender Fittig sich aus; Und der Vergänglichkeit Raub wird alles, was innig, dei Menschen Vielverlangendtb Herz, nimmer befriedigt, umfaßt; Bis es ruhet, verzehrt im Gram unsterblicher Sehnsucht, Kalte Asche nun, finstrer Verwesung im Schooß. Aber da weht belebender Hauch vom segnenden Himmel, Und um die Urne sprießt lieblicher Blumen «ewühl. Gpri«8< Traum verhießne Glückseligkeit ihm zusichre. Plötzlich durcheilt eine weiße Turteltaube die Lüfte, schwingt M in seinen Kerker, fetzt sich auf seine Hand, und auf b^ Blattern eines Zweiges rother Nelken, das sie in ihr"» Schnabel trägt, findet er mit goldnen Buchstaben fol" geude Worte (in zierlichen Versen, die wir nicht «ach* reimen können) geschrieben. ^ »Erwache! erwache! ich bringe. Liebender, >H bringe frohe, Heilvolle, dich tröstende Kunde. ^^ nun, spiele und singe, denn im Buche des Schickst' ist deine Heilung beschlossen." — Mit Furcht und H"^ nung empfangt, mit Entzücken liest er die goldne Sch"" „und ste war, sagt er, das erste Pfand meines Glücks. Mag dieser kleine Zug eine Gekürt seiner Phantasie mag er einen wirklichen Vorgang schildern, wie Ü^Ü Jane vielleicht durch Hülfe einer Taube mit ihrem s^' fangenen Liebhaber verkehrte — so bleibt der Geda«^ poetisch und schön. So erzählt Jacob sein Liebes.Schicksal wäh"^ feiner Gefangenschaft. Des Gedichtes weiierer I"b^ tann durch den Geist der Zeit oft breit und pebaNtW genannt zu werden verdienen, dennoch ist tiefes OesW/ Zartheit und kunstlos« Sittenmilde nicht barin zu v«" kennen. Nachdem Heinrich den edeln Fürsten achtzehn I"^ lang seiner F.eyheit beraubt hatte, rieth ihm seineP^ liiik, ihn seinen unruhigen Unterthanen zurück zu geb^' Um ihn mit festern Banden als die der Übermacht»^ Nachbarschaft und umgarnender Ranke an sein Inletts zu fesseln, vermählte er ihn mit eben terLaly Jane, ^ ren holdes Bild die Einsamkeit seines Kerkers versch^ nert hatt?. Jacob fand sein Königreich in der äußeljtt Verwirru'lg. Die großen Häuptlinge hatten das lang , Zwischenreich benutzt, um Rechte an sich zu reißen ^ uN , die der Krone zu schmaler». Jacob suchte und fand d»t Ktütz« sslner Macht in der Nebe seines Volks. Die, Unter», Classe,, desselben verband er sich durch Abheilung "b« Mißbrauchen, gerechte Handhabung der Gesetze, Beförderung der Künste des Friedens, und herzliche Bemühung, unschuldig« Festlichkeiten auch unter den ^"ü,ger» im Volte zu verbreite«. Gelegentlich mischte "sich verkleidet unter seine Bürger, schwatzte mit ih. "°" an ihrem Kamin, ließ sich von ihren Angelegen, beiten, Sorgen u"d Planen unterrichten; er ercnndiHte ^ selbst vom Bestand der Hankwerke, der Mitt«»b-^"aufzuhelfen, sie zu verbessern. Dem Übermuth der ^^ßen suchte er hingegen zu steuern, er bestrafte tun. ^g« Unthaten, er entriß ihnen unbillig angemaßte Vor. k'chte, «r suchte her Krone b«n Glanz wieder zugeben, b" in dem Recht, die Gesetze ohne Ansehen der Per. s'" iU verwalten, am sichersten beruht. Ungeduldig lit« "n die ränkesüchtigen Häuptlinge einen Fürsten der durch b" Liebe seines Volkes stark werden wollte. Robert Stewart, Graf von Athol, sein eigner Oheim , siellte ^ an die Spitze einer Verschwörung, doch zu alt selbst l« morden, beauftragte er seinen Enkel, Sir Robert Stewart, Sir Robert Graham und nahmenlose Leute, ^e That zu vollbringen; diese überfielen den König, ^r sich eben im Dominicaner.Kloster bey Perth auf« ^«lt, in seinem Schlafgemach, und mordeten ihn mit bie!«n Wunden. Lady Jane, seine treue liebende Koni, ^nn, warf sich mit ihrem zarten Leib zwischen ihn und bk« Mörder, sie empfing zwey Wunden; man riß sie tutend aus den Armen ihres Gattett, und nun erst "ollendeten die Mörder ihre schändliche That. Kochgeschirre aus Gußeisen. Ei„e Meng« Menschen geben noch be>« Vorurthei, ^ Gehör, baß der Gebrauch desselben für die mensch» ^» Gesundheic nachtheilige Folgen nach sich z ehe. Eisen an und für sich, in so ferne es von Bey-^schung fremdarnger Metalle frey ist, es mag nun ^uß- oder gehämmertes Eisen seyn, kann selbst ^"n, wenn wirklich bey dem Gebrauche desselben '^ möglich nur höchst unbedeutender Thnl seiner ^"flache sich oxidirt, und so den Speisen beygemischt ^Ud, d,r ^„schlichen Gesundheit nie nachtheilig, ^°bl a'yec in vielen und den meisten Füllet vielmehr iUttuglich seyn/ worüder jeder, der t>ie Echtheit die- s« Behauptung bezweifeln wollte, — sich von bet' Wahrheit derselben durch 5a< Zeugniß der Herrt» Hrzte überweisen lassen woge. Überdieh ist «me Auftö» sung des Gußeisens bey dem Kachgebrauche ss äußerst selten und unbedeutend, daß^uch oa, wo selbe Statt sindet, eme fühlbare Wirkung auf die menschlich« Ge» fundheit, durch den Genuß dieser Auflösung, nicht denkbar rst. Wie könnten und dürften sich so viele Apotheker für mehrere ihre« pharmaceutischen Erzeugun» gen gußeiserner Apparate bedienen, wenn eine hiebey mögliche Auflösung und Beymischung dieser, m das medicinisch« Product, schädlich wäre« Für jene, welche sich von bem Gebrauche gußeiserner Kochgeschirr« dadurch abschrecken lassen, weil ohne gehöriger Vorbereitung desselben, wenn eS zur Bereitung von Speisen, die stark mit Salz. oder auch vegetabilischer Säure gemischt sind, eine zwar unbedeutende aber doch sichtbare Auflösung vor sich gehet, indem solche Speisen eine schwärzlich graue Farbe an» nehmen, — für jene möge die Unterweisung dienen, daß berley Geschirr, bevor es zum Gebrauche genomme» wird, mit Pferdedünger, oder starker Lauge gut aus« gesotten, und dann ausgespühlt werden müsse, wonach man alle sauren Speisen, ohne daß sie sich im Gering, sten färben, kochen kann. Gußeisen-Geschirr ist dsher zum Kochgebrauche so« wohl in diätetischer als ökonomischer Hinsicht allen andern, besonders aber dem gemeinen Töpfer, Geschirre, dessen Glasur immer der Gesundheit sehr nachtheilige Bestandtheile an sich hat, und durch Säuern der Auflo« sung sehr unterworfen ist, — ja selbst dem eifen^eche« nen Geschirre in Hinsicht seiner Dailer weit vorzuziehen. Wer ein Mahl des eingangserwahnten Vorur« theiles sich entlediget, und seine Küche mit Gußeisen» Geschirr eingerichtet hat, dem wird es gewiß ,ue mehr zu Smne kommen, dieses, gegen waß immer für ein an-derev, wenn noch so kostspieliges, Ges^irr auszmau» schlN. — Rxperienüa älicet. Mittel gegen die Feld-Mäuse. Die Anwei.dllna des Arlenlls gegen diese ,'l!c,en, s» k«nn man ihr mit Weitzenmehl di« «rf«r» ^ tzerliche ConsN«nz geben, verfertiHt bann Kügelchen ,on der Größe einer Haselnuß daraus, die mitWei' > hlnmehl bestreut und auf einer irdenen, stachen Schüs» < fel ausgebreitet werden. - < Um nun dilsen mehr Anziehung (?ltzung) zu ge« < D»n, bratet man etwas Speck, am besten ranzigen, und , ZHßt ihn über die Kügelchen trepfen, deckt sie dann zu, > damit der Geruch alles durchdringt. Die auf diese Art > »erfertigten Kügelchen w/ der völlig gelungen ist: Am «4. Nov. 1620 legt« ich ein halb Dutzend f^ sche Eyer in einen Glas.Pocal, den ich mit start g«' sättigtem K«tkw,sser bis oben an füllte: am 3. Sepl> 2621 beauftrage der Gesundheitsrath die Herren M^c von Parife«, das Ergebniß des Versuches mit mir z« erwahren. Eines der Eyer, das zufällig gespalten war, ohne zu zerbrechen, war völlig verdickt und gerönne«/ ohne jedoch irgend einen widrigen Geruch zu verbreiten; die übrigen Eyn waren voll, und hatten ihre Du?^ sichligkeit Ehalten. Nach drey Minuten in siedenden» Waffer lind gekocht, waren sie sehr angenehm '.»^ ichmacthaft zu speisen. Das Kaitwasstr hat demnoch di« Eyer wükrenb neun und «inem halbenMonach vollkommen gut erhall ten; man erhielte, glaub' ich, ben gleichen Zweck, mit einer schwach gesättigren Aufiösung salzzaurtr Kalkerde (murrte cl« ckaux.) Es wird dieß Verfahren seit «p „iger Zeit, auch mit gutem Erfolg zur Erhaltn g anatomischer Präparat« und nacurhislolischlrGegenstände b^ lmtzt. Die sal^saure Kalkerde »rsetzt, wie mau behaupt tet, vollkommen .gut den viel kostbareren Weingeist/ oder tte Alauuauslösung, v«lch« di« S»ibsiÄ»H«u ltlchl angreift. , R ä t h t t l. Du nimmss vvn mlr hinweg u»^d wirst mich größer finb