---------—__________________^__„>—»-----___________---------——--------------------------,.. »........----------------------------------------—______________ "lk^ .^ V. ". h'lbj. fi, »50. yllr dlt Zustellung «n, H«u- Dttllslllll. 1 <^ ^^NI'IMV « seil«» ,» lr.. glVic» p«r Z«Ue « lr,, b»> «sl.«n 1 >>> ^^ "^» halb«. 5« lr. Mit bei P-ss «a«»!, ft, lk.hnlbl.fi,? 50, "^»^»»^^«^, ^^/.^^^i«U^. Vi.dsrb.l.,,',«,, p» /<,<,« «»., ^«^^<^. Amtlicher Theil. «,„ Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchstem Handschreiben vom 29. Jänner d. I. ^l" vbersthofmeifter Sr. k. und l. Hoheit des durch, auchtlgstei, Herrn Erzherzogs Rainer, Generalmajor ^Udwlg Freiherrn de Vaux, die Würde eines go ye>men Rathes taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. »ll ?^' ^ ""b k. Apostolische Majestät haben mit «ueryöchst unterzeichnetem Diplome dem Director der ^w österreichischen Creditanstalt für Handel und «e-verve Gustav Mauthner als Rilter deS Ordens der fernen Krone dritter Classe in Gemäßheii der Ordens-'"tuten den Ritterstand allergnädigst zu verleihen geruht. U« ?e. !. und k. Apostolische Majestät haben mit Alerhijchsw Entschließung vom 3. Februar d. I. dem N- richter '" Mahrenberg Johann Forstner an-^"ch seiner Versehung in den bleibenden Ruhestand in lil """N feiner vieljährigen treuen und ersprieh. en «' D'kl'stleistunst taxfrei den Titel und Charakter '"« Landeilgerichtsrathes allergnädigst zu verleihen ""uht. __________ PrajHlln.p. fiir t.^^ "'^ ^ H^l. Stück de« LandesaesetzblatteS ^, "f herzossthum Krain auöacacben und versendet. ^nsselbr enthält lmter »:. Kundmachung der k. t, LandrSressicrunss fiir Krain vom ^" Jänner 1885, Z 1035, betreffend die Tnge und Orte oer bauptstellung der Wehrpflichtigen in Kram für dab H >!°hr 1885; ^ Kundmachung der k. l. Landesreqieruna in Krain vom "; Februar 1885. I 1ll32. betreffend die Veibehaltunn der vierten MtcrSclasse in Krain bei der rra,elmcis,ia.cn Stclluna 'M Jahre 1865. ^°n d«r Rebaction des Landesaesetzb la tte« für das Herzogthu m Kraln. Laibach am 10. Februar 1885. Politik und Finanzen. Unter der Restauration soll es einmal im fränkischen Ministerconseil in Gegenwart de« Königs zu lwkm scharfen Wortwechsel zwischen dem Premier und "M Finanzminifter gekommen sein, und der letztere — A war Baron Louis, einer der ausgezeichnetsten mnanciers, die Frankreich je gehabt hat — soll dem öfteren zugerufen haben: Machen Sie gute Politik u»'b ich werde gute Finanzen machen!" Das Wort ist in die Geschichte übergegangen. "Nd zwar mit Recht, weil es nicht bloß geistreich ist. °"dern auch eine kostbare Wahrheit rulhält. Wenn '" "nem Staate schlechte Politik gewacht wird, so verfangen erfahrungsgemäß alle, auch die schlauest er» sonnenen und bestberechnelen Plusmachereien nicht, die Finanzen werden ebenfalls schlecht. Wird umgelehrt gute Politik gemacht, so zeigen sich bald auch. je nach drr Lage des Staates und je nach dessen Antecedentien, absolut oder relativ gute Finanzen. Die Politik findet ihren Ausdruck in den Z'fferncolonnen des Budgets und in der stummen, aber doch so unendlich beredten Sprache des Courszettels. Hiefür erhalten wir jetzt in Oesterreich einen ecla» tanten Beleg. Die fünsprocentige cisleithanifche Rente, die sogenannte „Dunajewski'Rente", notiert nur noch wenige Kreuzer unter dem Paricourse, unser Staats» credit zeigt eine innere Besserung und Gesundung, die uns Mulh und Kraft gibt für die Lasten des Augen, blickes und zu den besten Hoffnungen berechtigt für eine nicht allzu ferne Zukunft. Das Ministerium wird gewifs die Hebung und Besserung des Staalscredits nicht als sein eigenes Verdienst in Anspruch nehmen. Die Abneigung des hartqrplüften und mitgenommenen Publicums gegen alle Actien» Unternehmungen, das Sinken der Grundrente, die vielfachen Conversionen im In« und Auslande, das alleS hat gewiss mächtig bei-getragen, die Rentencourse zu heben; aber ebenso un» zweifelhaft ist doch auch, dass ein Theil des Erfolges mit Fug und Recht auf das Conto der gegenwärtigen Regierung geschrieben werden darf. Sie hat gute Finanz»Politil gemacht. Sie hat es verstanden, die Annahmen des Staates zu vermehren, sie hat die unproductive!, Ausgaben sorgfältig in Schranken ge. halten, sie hat durch ihre wirtschaftliche Gesetzgebung bestehenden Uebeln abgeholfen, künftigen Nachtheilen vorgebaut. Sie hat aber noch mehr gethan: sie hat gute Politik im allqemeinen gemacht. Sie hat Ziele erreicht, die ihre Vorgänger nur angestrebt haben. Herr von DunajewSki würde seine finanzpolitischen Erfolge nicht haben erreichen lölmen, wäre er nichl Mitglied eines Ministeriums, das staalspolitische Er. folge aufzuweisen hat. Der Ministerpräsident macht die Finanz.Polit't immer mit, auch wenn er nichts direct mit dem Schatzkanzleramt zu thun hat. Das Ministerium Taaffe hat politische Erfolge aufzuweisen. Es hat vor allem ein österreichisches Voll-Parlament geschaffen. Es hat der Verfassung Geltung uud Anerkennung an Orten und an Stellen verschafft, wo man ihr früher feindlich ablehnend gegenüber stand; es hat sie aus einem Parteibanner zum allgemeinen Besitz aller Oesterreicher gemacht. Es hat zwar nicht jede Opposition entwaffnen können — es ist noch fraglich, ob das im constitlltionellen Staate überhaupt ein Segen- wäre — aber es hat doch durchgesetzt, dass es heute leine oppositionelle und keine frondierende Nationalität mehr im Staate gibt. Alle haben nicht nur gleiche Rechte, sondern auch das Bewusstsein davon, und alle sitzen heute an einem Tlsche. Das österreichische Parlament und das österreichische Ministerium sprechen heute mit einer moralischen Autorität, die sie nicht in Anspruch nehmen konnten zur Zeit, da weite Länderstrecken von jedem Antheil am politi« schen Leben wie ausgeschlossen schienen und im Paria» ment nur eine Partei existierte, die mit einer Natio-nalität identisch war. Die gute Politik und die Erfolge der guten Politik finden ihren Ausdruck in dem Vertrauen, das uns Europa schenkt, in den Coursen, mit denen die Börsen des Wettheiles unsere Renten cotieren. Vor allem an der „Dunajewsli-Rente" lesen wir wie an einem Thermometer den Höhegrad des österreichischen Credits ab, und erinnern wir uns der bitteren Kritik, mit der die Linke und ihre Organe die Schaffung dieser Rente begleiteten, erinnern wir uns der unheilverkündenden Prophezeiung der vublicistischen Cafsan-dren, die ihrerzeit laut geworden sind, so haben wir einigen Grund nicht bloß zur Zufriedenheit, sondern auch zu einer gewissen still befriedigten Heiterkeit. Wir überschätzen das Erreichte keineswegs; wir sind uns bewusst, dass bis zur völligen Herstellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte und zur Regelung der Valuta noch große Schwierigkeiten zu überwinden sind; wir verkennen die Größe der noch zu lösenden Aufgaben nicht, aber das Vertrauensvotum, das uns der europäische Geldmarkt jeden Tag mit erneuter Kraft gibt, kann uns Mulh und Zuversicht einstoßen. Es zeigt, dass wir auf dem richtigen Wege sind, politisch und darum auch finanziell. __________________ Inland. (Die slovenischen Re ich«r athsabge-ordneten) mit dem Grafen Hohenwart an der Spitze überreichten am 30. Jänner dem Unterrichlsminifter Lonrad-Eybesfeld eine Denkschrift liber die Schulder-hältnisse in den von Slovenes, bewohnten Lcindetn und in Istrien. Es wird da auf die Missstände hingewiesen, welche insbesondere in Kärnten und im Küstenlande bezüglich der Volksschulen obwalten. Betreffend die Mittelschulen wird unter Hinweis auf die Resolutionen des Reichsrathes die Errichtung von slovenischen Parallelclassen an den unteren vier Classen der Staat«, gymnasien in Marburg, Cilli. Vbrz und Trieft und von kroatischen in Pisino mit Beginn des Schuljahres 1885/86 verlangt. Bezüglich der Lehrerbildung«, anftalten wird betont, es sei eine natürliche Nothwendigkeit, dass an denselben überwiegend jene Sprache die Unterrichtssprache der Kinder ist, für deren Unter, richt die Lehramlscanbibaten bestimmt sind. Daher ist es nothwendig, das« die Unterrichtssprache an der Lehrerbildungsanstalt in Marburg die slovenische sei. In gleicher Weise müsse für die slovenisch« Bevölle- Feuilleton. Das Drama des Fürsten von Montenegro. das ^"rmllich ist der Fürst Nikola von Montenegro der k Agierende Haupt, welches auf dem Geb,ete N./."malischen Dichtung Lorbeer« sucht. Sein Drama k'linlÄ""" Earica" — „Die Balkan-Kaiserin" — ist 3 w Cetinje zur Aufführung gelangt, tntnnn." ^°ss desselben ist theilweise einem Vukeliede der ^?"' I" Mittelpunkte des Drama steht Stanto, bewegn?- ^" ^° Ernojevi^. Ehrgeiz und Eitelkeit um «." 'dtllnko. gegen Montenegro zu Felde zu ziehen, I"H d-/?°? türkischen Heere das Land unter das a!« "" Altans zu beugen. Wohl fasst ihn die Reue, Vattsla,,^ U"W türkischen Massen sieht, die das ihn. """verderben sollen, aber die Macht verlockt lläftia m?.!?",?°" "new. Balkan-Kaiserthum. Jung, ^zu. ein N^""^'"ergisch, h" " ganz das Zeug 'Hon bat . Schwarze,, Berge zu werden, und Aen di n "!'. b." Seite Gcorg Castriotas ruhmreich ^^fsel'stlll^,?! « l,en gelämpft, aber während eines ihn'der schlaue Ibrahim ?lln und «einen «^"^ seinen Schwächen zu schmei. ^ >u stacheln, bis er bereit ist, t/""los. He lt '..« ^ ö" w.rden. Ivo, ein Diener 'einem Fle?md, n , ?" in einer Unterredung mit "«unoe Uglei mit: Stanko hat ihm ein Schreiben gegeben, das er in» türkische iüager tragen soll, Ivo aber argwöhnt Böses und bringt das Schreiben statt zu den Türken zu dem alten Crnojeviö nach Zab. ljak, und dieser befiehlt dem Sohne, sofort heimzukehlen, Stanto, nicht ahnend, dass sein Schreiben nicht ins türkische Lager gekommen, und noch immer auf dessen Beantwortung wartend, gehorcht und wartet in einem Lager bei Venslav't. das er bezieht, das Weitere ab. Da führt ihn tin Zufall mit seiner Braut Danica, der Tochter Peruns, zusammen. Danica ist eine liebende Braut, aber vor allen Dingen eine Monte-negrinerin, für die es außerhrlb ihrer heimatlichen Vrrge nichts Wertvolles gibt, die nur einen Monte« negriner lieben kann uud in Slanlo die Verkörperung aller Tugenden eines Montelleariners sieht. Stanko bietet alles auf, sie sür seinen Abfall zu gewinnen, er will wissen, was sie denn so stark an Montenegro fessele; sie antwortet: „Wi« mich fcss-lt? Alles: Luft, Blut, Schmerz, Liebe, der Glaube, die Ehre, die Frei. heit meines Stammes. Was mich herzieht? Das Fir. mament, das auf unseren Bergen ruht. Nur uns be» scheint seine Sonne, auf die übrige Welt fällt nur ihr Schalten. . ." Stanlo beharrt: er schildert den Glanz, den Reichthum und die Macht, die ihr, der „Kaiserin des Bai« tan«", beschieden sein würden. Aber Danica bleibt fest, sie will ewig nur die treue Tochter ihrer teresse, ob die Linke wenigstens heuer für das Budget stimmen und dadurch zeigen wird, dass sie nicht bloß neue Auslagen, sondern auch die dem Staate zu seiner Existenz nöthigen Einnahmen zu bewilligen geneigt ist. Di« Beantwortung dieser Fragen, und zwar nicht bloß durch Worte, sondern durch Thatsachen, sehen wir mit Spannung entgegen. Cs wird sich bei dieser Gelegenheit und je nachdem diese Fragen beantwortet werden, auch zeigen, inwieweit jene Stimmen im Rechte sind, welche schon heute der Anschauung Aus» druck geben, das« es der Linken mit der Eongrua, mit der ehemöglichsten factischen Aufbesserung der materiellen Lage der darbenden Seelsorger in Wirt» lichleit gar nicht so ernst gewesen sei, und welche zur Motivierung dieser Ansicht darauf verweisen, dass die Linke ihre Hauptkraft gerade auf die Vertheidigung jener Punkte der Vorlage concentrierte, die der Unter-richtsminister wiederholt und in decidiertester Weise als unüberfteigliche Hindernisse des HustandekommelN des Gesetzes bezeichnet?. (Da« ungarische Abgeordnetenhaus) hat am vorigen Samstag das Budgetgesetz in dritter Lesung mit großer Majorität zum Beschlusse erhoben. Sodann lam die Regierungsvorlage, betreffend die Vermehrung der Bezirksgerichte, zur Discussion und wurde nach län-gerer Debatte ohne wesentliche Aenderung angenommen. Heute gelangt die Vorlage über die Reform des Ober» hause« auf die Tagesordnung. (Kroatien.) Wie dem „Nemzel" aus Ngram telegraphiert wird, ist in der unseren Lesern bekannten Excommunications.Angelegenheit des Dr. Krsnjavi eine unerwartete, überraschende Wendung eingetreten. Vorgestern erschien nämlich der Rector des erzbischöflichen Seminars, Domherr Smetisko, vor dem Cardinal» Erzbischof Mihalovit und gab thränenden Auges die Erklärung ab, dass die ganze Geschichte von der angeblichen Excommunication Dr. Krsnjavis eitel Lug und Trug sei. Nachdem aber Se. Eminenz den Worten Dr. Krsnjavis mehr Glauben zu schenken scheine, sei er genöthigt, sein Amt eines Rectors des erzbischöf« lichen Seminars in die Hände des Cardinals zurück-zulegen. Die Demission soll angenommen worden sein, die Affaire jedoch hiermit keineswegs ihren Abschluss gefunden haben. Ausland. (In der Vudgetcommission des deut< schen Reichstages) erklärt der Vertreter des aus« wärtigen Amtes, Geheimrath Hellwig, auf verschiedene Fragen: Wie überall im Auslande, so auch im deut. schen Schutzgebiete in Westafrika werden die Beamten des Reiches den Deutschen und den Unterthanen befreundeter Staaten gegenüber nach den bestehenden Reichsgesehen verfahren. Bevor die Reichsregierung neue Einrichtungen in Angriff nimmt, wird die Ein» fetzung amtlicher Organe stattfinden milssen, deren Gutachten in Verbindung mit demjenigen des Syndicates lc. die Unterlage der zu erstrebenden Einrichtungen bilden wird. Falls dann weitere Acte der Reichsgesetzgebung erforderlich sein sollten, wird der Reichskanzler die nöthigen Anträge einbringen. (Italien in Afrika.) Die «Ngenzia Ste-fani" meldet: Der „Gottardo" ist aus Massauah mit der Nachricht eingetroffen, dass Admiral Caimi einen Theil seiner Streitkräfte ohne Widerstand, und von den Eingebornen freundlich aufgenommen, landete. Einer weiteren Meldung zufolge wurde Massauah am 5. Februar besetzt. Die egyptischen Behörden prote« stierten. (Aus dem Sudan.) General Wolseley sucht augenscheinlich dem Feinde durch Energie zu imponieren. In einer Situation, die ihn und seine Truppen den größten Gefahren aussetzt und dem Mahdi die günstigsten Schanzen bietet, fordert er diefen in einer Proclamation zur Unterwerfung auf. Eine folche kühne Sprache ist wohl am Platze, wenn sie durch die That unterstutzt werden kann. Der Mahdi hat seinerseits die gleiche Aufforderung an die Engländer gerichtet, von denen er zugleich verlangt, dass sie, um der Vernich-tung zu entgehen, znm Muhamedanismus übertreten mögen. Die Vermuthung, dass Gordon Pascha sich bei dem Propheten befinde, gewinnt nach den neueren Meldungen an Wahrscheinlichkeit. Wenn gemeldet wird, Gordon habe die Uniform de« Mahdi angenommen, so will das nichts sagen, da eine Uniform des Mahdi nicht existiert. Pass Gordon mit dem Mahbi gute Freundschaft geschlossen habe und jetzt, wo er in dessen Gewalt ist, vielleicht den Frieden leichter herbeiführen werde, als so lange er ihm feindlich gegenüberstand, ist bei dem excentrifchen Charakter dieses Mannes und dem Einflüsse, den er durch seine Persönlichkeit zu üben versteht, nicht unmöglich. Hat er's doch seinerzeit in China ebenso gemacht. Er war in die Gefangen» schaft gerathen und follte geköpft werden. Anstatt dessen lehrte er, von den Chinesen mit Ehren überhäuft und zum Mandarin ernannt, nach London zurück. (Französisch-chinesischer Krieg.) Nach einer Depesche des Admirals Courbet vom 3. d. M. aus Ke-Luna wurden in der Nacht vom 31. Jänner auf den 1. Februar die neuen französischen Positionen von ein- bis zweitausendChinesen angegriffen. Der Feind wurde kräftig zurückgewiesen und ließ über zweihundert Todte zurück, unter welchen sich ein europäischer Ossi« cier und mehrere Mandarine befinden. Von französischer Seite wurde ein Soldat getödtet und einer verwundet. Vom 25. Jänner bis 1. Februar hatten die Chinese» 700 Todte und Verwundete. Der schon im gestrigen Blatte telegraphisch ^' meldete Sieg des französischen Generals Vriöre °e> Dong-Song ist ein großer Erfolg, welcher einen verhältnismäßig raschen Abschluss dieser schwierigen Elpe< dition erwarten lässt. Der französische Befehlshaber hat einen ernstlichen Widerstand der Chinesen liltt mehr auf jener Wasserscheide zu erwarten, welche das Thal des Thronaflusses abschließt. Krönt auch h>e/ der Erfolg feine Anstrengungen, so darf er auf dtt Einnahme der beiden Städte Lang'Son und That'Kc rechnen, deren Besitz die Franzosen gegen jeden weiteren Einfall feitens der Chinesen sichert. ^ Tagesneuigkeiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wieder „Bote für Tirol und Vorarlberg" meldet, der freiwilligen Feuerwehr in Lustenau 80 st., jener in Hopfgarten 70 fl. und dem k. k. Hauptschiehstande Schwaz i>" Vornahme von Reconstructions-Arbeiten 100 si> i" spenden geruht. __________ — (vesterreicher in Chartum.) Die N^' richt von dem Falle Chartums wird gewiss nicht verfehlen, auch in unserem Baterlande, da» mit dieser StA einen recht lebhaften Verkehr unterhielt und in der M auch eine kleine Colonie unserer Landsleute befand» arohes Interesse hervorzurufen. Nach eqyptisch.statistischen Quellen lebten 1882 in Chartum außer den gewöhnlich dort stationierten österreichischen Missionären und Nonnen auch sechs österreichische Kaufleute, die unter dem SaM des österreichischen Consuls. deS Herrn Hansal. stands Nach der Eroberung Obeids durch die Truppen dt» Mahdi verließen vier von diesen Kaufleuten ChartM während die übrigen zwei mit Herrn Hansal, del >" dieser Stadt ein Haus mit einem Garten besaß. doN zurückblieben. Dieselben dürften nun in die Gefangen' schuft des Mahdi gerathen. Die österreichischen Nonn" unterhielten in Khartum eine kleine Mädchenschule, dle mit der dortigen katholischen Kirche und dem angrenzende" Friedhof unter dem Schuhe Oesterreichs stand. ^M Geld zum Bau diefer Kirche kam zumeist aus Vefte^ reich.Ungarn. Am 18. August 1883 wurde noch in diel" Kirche der Geburtstag unseres Kaisers festlich begattge"' und dem arabisch celebrierten Gottesdienst wohnte aM das dortige Consularcorfts mit den Honoratioren be» Stadt an. — (Mord.) Nach einem Madrider Telegraf wurde am vorigen Freitag der katholische Generalvlcal von Gibraltar in der Sacristei der Kathedrale von eine>" angeblich irrsinnigen Metzger ermordet. Schon vor einigt Jahren, bei dem Amtsantritte dieses Prälaten. M" welchen als einen Engländer die nationale Eifers^ der Spanier aufgestachelt worden war, hatte es Scand^ gegeben, die damals auch im englischen Parlamente i" Sprache kamen. Es wi.d sich nun zeigen müssen, ob ^ Mord wirklich nur auf einen Irrsinnsanfall des 3M ders oder auf andere Motive zurückzuführen fei. > — (Die Flebermäufe und berenNuhe«, Mit wahrem Eifer verfolgt man fast überall die i5" dermause, die durch ihre hässliche Gestalt und ih"" huschenden Flug zwar nicht besonders ansprechen, do« aber zu den nützlichsten Thieren gehvren, Die Fled" maus ist ein fleischfressendes Thier und nöhrt sich A von Insecten. die in der Nacht ihr Wesen treiben. Nas schmetterlinge. welche so viele schädliche Raupen erz«" gen. Nachtftieger und Käfer, namentlich Mailäser. ""' deine Danica zu dem Türken führen, der der Erzfeind deines Volke« ist? Geh' ... ich bleibe!" Danica macht einen letzten Versuch. Stanko zurückzuhalten: „O armer Stanko, du liebst nicht mehr deine schwarzen Berge? Murads falsche Worte fesseln dich mehr als meine Liebe und dein freies Vaterland? . . ." Der Bruch ist da. Stanko sieht von Zabljak her die Krieger seiner Heimat herannahmen und will sich in den Sattel werfen; sie tritt vor, dem Diener das Schwert zu nehmen und es dem Verräther ins Herz zu bohren; als ihr aber der Diener das Schwert verweigert, da ruft sie Stanko drohend zu: «Höret es, Krieger, und du, Knjazl Wer seine Hand an diesen Verräther legt, dessen treue Braut will Peruns Tochter Danica werden!" , ^. . ^ Das ist zu viel für Stanko. In der Leidenschaft überquellender Eiferfucht sticht er Danica nieder mit den Worten: «Wenn du nicht mein sein kannst, so darfst du auch keinem anderen gehören!" Noch einen lkhten Blick voll Trauer wirft er auf die zu Tod Getrosten?, verhüllt sein Antlitz und geht. von chren Worten geleitet: «Leb' wohl, mem Slanko - auf dem Verrälher wird kein Segen ruhen l" zu den Türken. ^. , ... . ^ » Die Leidenschaft hat über die Llebe gesiegt, da» Stück ist zu Ende. , ^ Der dramatische Wert des Dramas mag mehr als zweifelhaft fein, aber es ist überreich an hochpoetischen Einzelheiten. __________ Erniedrigte und Beleidigte. Noman »on Theodor Vostojewsli. (26. Fortsetzung.) — Du lieber Gott, wie es scheint, muss der Kelch bis auf die Neige geleert werden! Du weißt vielleicht, Wanja, dafs ich ein kleines goldenes Medaillon besah — ein Andenken war es — und in diesem Medaillon war ein Bild von Natascha aus ihren Klnderjahren; sie war damals acht Jahre alt, mein Herzenskind. Wir hatten es bei einem durchreisenden Maler bestellt, du hast es wohl vergessen? Es war ein ausgezeichneter Maler, er hatte sie als Cupido dargestellt: sie hatte damals helles, krauses Haar, und die Haut schimmerte so durchsichtig, und so allerliebst ist sie auf dem Bildchen. dass man sich nicht satt sehen kann. Ich bat den Maler, dass er lleine Flügel hinzumalte, er weigerte sich jedoch. Dies Medaillon habe ich nun nach jenen Schreckenstagen au« dem Kästchen, in welchem es lag, hervorgeholt und es mir um den Hals gehängt, und da lag es neben dem Tauslreuz auf der Brust. Dabei war ich aber in ewiger Unruhe, dass der Alte es nur nicht erblickt. Er hatte ja damals befohlen, dass man alle Sachen Nataschas aus dem Hause schaffe oder sie verbrenne, damit nichts mehr im Hause an sie erinnere. Ich war so glücklich, wenn ich ihr Bildchen betrachten tonnte; dann weinte ich wohl. aber es wurde doch leichter ums Herz; zuweilen jedoch, wenn ich allein war, dann küsste ich das V>ld und küsste es immer wieder, als wäre es Natascha selbst, und segnete ^ zur Nacht. Ich sprach mit dem Bilde, ich fragte ^ tafcha um dies und jenes und stellte mir vor, wie>' mir antworten würde! ^ Ach. Wanja, Wanja, so traurig ist es. ich la" es dir gar nicht sagen! So freute ich mich, dass . wenigstens von dem Medaillon nichts wusste. ^, gestern früh aber — ist es plötzlich spurlos versch""^, den. Das Schnürchen, an dem es hieng, ist lv^ scheinlich gerissen und das Medaillon so verloren » gangen. Mich packte ein jäher Schreck. Das » Haus habe ich durchsucht, da« ganze Bett aufgew>" — es ist fort! Wenn es irgendwo zu Boden M" ist, dachte ich, so hätte es doch jemand finden nUM . entweder er oder Matrjona. Und wenn er es ft^ „ was wird dann? Immer und immer denke ich H"z und kann die Thränen nicht zurückhallen. N'l,^ Ssergejewitsch ist aber gegen mich außerordelw ^ freundlich und zärtlich und sieht mich so traurig " bekümmert an, als ob er wusste, warum ich W" so Und da denke ich: wie weiß er denn, was ""«^, lraurlg st,mmt? Er hat das Medaillon vielleich' ", funden und in feinem Zorn aus dem FensterH worsen, zetzt aber bereut er es und ist darüber!" verstimmt. Wir haben mit Matrjona überall, ^,5 unterm Fenster, gesucht — aber es ist fort, al«, "^ "'ö Wasser gefallen! Die ganze Nacht habe <^ wemt — es war das erstemal, dass ich sie l"cht ^ segnen können. Da« ist nicht gut, Iwan Petrol»"' das ist eine schlimme Vorbedeutung... Laibacher Zeitung Nr. 32 257 10. Februar 188b. denen eine einzige Fledermaus in einer Nacht mehrere hundert fängt, swd beliebte Bissen der Fledermäuse. W>v5gt man. dass im ganzen die Iahl der Feinde der Uandwirtschaft, Gärtnerei, der Gemüse, und Obstbaum. Acht u. s ^ ^ groß und sie meistens Zerstörer der Gewächse sind, aus denen unsere NahrungS» und andren Lebensbedürfnisse gewonnen werden, und ihre Zahl beitvcitem größer ist als die der natürlichen Vertilger; '"ner, dass der Mensch völlig ohnmächtig ist den Verheerungen jener Feinde gegenüber, wenn sie in Massen "uftreten (z, N. Raupen. Maikäfer u. s. w.), so leuchtet °er Nutzen unserer Freunde auS dem Thierreiche ein, unk es erscheint als Pflicht aller Landwirte. Gärtner und Weinbauer, die in dieser Beziehung nützlichen Thiere !u schonen und ihre Vermehrung zu fördern. ^- (Von einem Hunde zerfleischt.) Aus «llesbaden wird gemeldet, dass am 2. d. M. Gattin und Tochter des dortigen Hofopernsängers Philipp!, während 1" sich in der Küche aufhielten, von dessen großem Hofhunde angefallen und in «rässlicher Weise zerfleischt wurden, so dass zur Zeit Zweifel an ihrem Aufkommen obwalten. Die wüthende Bestie würde die beiden Damen unfehlbar getüdtet haben, wenn nicht auf das Hilfe» «eschrei der Verletzten einige Arbeiter herbeigeeilt wären, b'e das rasende Thier auf der Stelle erschlugen. . -- (Was Kriegsberichte kosten) O'Kelly. °°r Kriegsberichterstatter der „Daily News" in Egypten. yat bei seiner Abfahrt 150000 Francs mitgenommen. Darüber hinaus hat er ungefähr ebenfoviel ausgegeben, und nach seinem Vertrage muss das Glatt seiner Witwe aoermals 150000 Francs auszahlen. Der Tod Herberts und Nmerons wird den „Standard" und die „Mor. «Mg Post« nicht weniger kosten. Nach dem ssrimkrOge "h'elt Rüssel, der Berichterstatter der „Times". 100 000 urancs Ehrensold. Sein Vertrag lautete dahin, dass die ^"We uität, der Wissenschaft, der Cultur, und der liebe Himmel mag es wissen, in welch anderem Interesse noch. eine kleine Schwäche besitzen. Am Ende denkt er sich: „Was Gladstone kann, das lann ich auch!" und versucht es auch einmal, seine Visitlarte dem Allgewaltigen des egyptischen Sudan, dem vielgefürchteten Mahdi zu über« senden. Einen Prättxt hiezu wird der deutsche Reichskanzler bald gesunden haben, und auch einige Tausend Vertreter mit Vollmachten und sonstigen Instrumenten ausgerüstet werden sich bald bereit finden, dahin zu gehen wo der weiße und der blaue Nil zusammenfließen, um dort mit dem Mahdi ein Tractätchen abzuschließen. Die Nachricht von dem Falle Ehartums hat in London so große Erregung hervorgerufen, das» es scheint, als hätte man an den armen Gordon ganz vergessen. Am 26. Jänner fiel Chartum. Am 28. Jänner war Gordons Geburtstag; der Mahbi hat sich also offenbar mit der Einnahme beeilt, um Gordon gratulieren zu können. Und daran haben die Engländer gar nicht gedacht. Das Wirrsal, das England im Sudan geschaffen, wird man den „Gordonischen Knoten" nennen, und mit diesem Witzworte wird die ganze ruhmreiche Vergangenheit eines tüchtigen Mannes ins Lächerliche gezogen werden. Man wird es vergessen, dass er im Krimlriege mit Heldenmuth vor Sevastopol kämpfte, wo er verwundet wurde; dass er in China die Rebellion der Tai.pings niederschlug und im Sudan als Gouverneur die Herrschaft Egyptens befestigte, Bevor Gordon das lehtemal nach EgYPten gieng, wollte ihn eben der König der Belgier mit einer Mission nach dem Congo entsenden; als Gladstone jedoch, der schon srüher wegen des Sudans aus ihn spitzte, dies vernahm, fuhr er augenblicklich zu Gordon, nahm ihn unter den Arm. buchstäblich, und begleitete ihn zum Bahnhose, damit er schnurrstracks nach Egypten reise. Gladstone musste ihm in der Eile. damit der Zug nicht versäumt werde, den Koffer vom Wagen bis zum Coupe tragen. Armer Gordon! Die Franzosen, die mit den Chinesen ihr Kreuz haben, werden sich über den Fall Chartums nicht grämen, und auf Gordon werden sie mit der nöthigen Va-riante das alte Lied singen: UurlkorouAi ß'«n vu-t,-0n ssnori-u, Mi-itm,, miiiton, inilitHj««, Ou no »»it, czuluiä ii rovisimll», Uiritu«, unlit,«,», i»ii-it,nilw. <^u u, 1», trinitü, Ii» trinity »u jiy,8»o, Hliritan, unriton, misjtaiiw, llt ii no roviont plus. Und so Wird es wohl leider auch sein. Ostern und Pfingsten werden vergehen. Gordon wird aber kaum Wieberkommen. Während die Politiler sich sür Chartum und da» Schicksal Gordons interessieren, befassen sich die Theaterfreunde Wiens mit Fräulein Wessely, die gelegentlich der letzten Donnerstags'Nudienz dem Kaiser ihr Ent» lassungsgesuch überreichte. Sie will also Wirklich das Vurgtheater verlassen. Schade. Fräuleiu Wesselh Wird kein zweites Burgtheater finden. Und die Alte weinte bitterlich, l^« 7" Ach !"' ich h°be ganz vergessen, es dir zu U ' ^ begann sie plötzlich vor Freude, dass es A "«gefallen, — hat er dir von einer Waise ge- A 'T". Ja, Anna Andrrjewna, er sagte mir, dass däl» k die Sache erwogen und sich entschlossen ,u N ^" armes Mädchen, eine Waise, zur Erziehung ° Uch zu nehmen. Wail?"' Ich habe nie daran gedacht, nie, ich will keine Lo« haben. Sie wird uns immer an unser herbes tasch'a °" ""s" Unglück erinnern. Ich will nur Na-ToH» ""^ ^^ niemanden. Sie war unsere einzige Itv«n ck ^ ^ ^ bleiben. Aber was bedeutet es, wen? iw "nM.ch' dass er auf diesen Einfall gelon,. listen >." "".^ bu? Denkt er mich dadurch zu setzen °>."c ^ eigene Tochter aus der Erinnerung können? m»'"" H"ä a°"z einer Fremden widmen zu er ^ n,,".^ hat er von mir gesagt? Und wie war Wich dV. M' «zürnt? St.! Er lommt! Später Vergiss nicht, dass bu XIII. "waz ?p?^ trat in die Stube. Ein neugieriger und finsterten N?" ^ick fiel auf uns; bann a5er ver--> W.7 '""e ö"ge i mürrisch trat er a„ den Tisch, er. ^ n^"!'' wo ,st denn der Ssamowar? — fragte reiten? 2 "°ch i« wenig geit. den Thee zu be« A"drchw?a"eiU^ '^? ^o"! " "'aMe sich Anna ^w'llch erbl ckte s«sn^' low" sie N'kolai Sjerge-"". l°!ort „,it dem Ssamowar erschienen, als hätte sie nur auf ihn gewartet. Sie war eine alte, erprobte und ergebene Dienerin, aber das eigenwilligste und mürrischeste Frauenzimmer unter allen Mägden der Welt, mit eigensinnigem und rechthabe-rischem Charaltel. Vor Nikolai Ssergejewitsch fürchtete sie sich und hielt ihre Zunge in Zaum. Dafür entschädigte sie sich vollauf an Anna «ndrejewna, war gegen sie äußerst grob und zeigte auf Schritt und Tritt die Prätension, über ihre Herrin zu herrschen, obwohl sie gleichzeitig ihrer Herrin und Natascha von ganzem Herzen zugethan war. Piefe Malrjona hatte ich schon in Ichmenewla gekannt. — Hm ... es ist gewiss nicht angenehm, vom Regen oulchnässt zu werden; hier aber gibt man sich nicht einmal die Mühe, Thee zu bereiten — brummte der Alte vor sich hin. Anna Nnbiejewna blinzelte mir zu, mit dem Auge a»f ihren Mann weisend. Obgleich er diese geheim« nisvollcn Winke nicht leiden konnte und sich in diesem Augenblicke bemühte, uns nicht zu beachten, so loimte man ihm doch ansehen, dass er alles recht gut be, merkt. — Ich war in Geschäften ausgegangen, Wanja — begann er plötzlich. — Es ist eine verfluchte Vc» schichte! Habeich dirs erzählt? Ich werde total schul-dig gesprochen. Es sind leine Beweise da, sagen sie; die nöthigen Papiere fehlen; die Angaben sollen sich als unrichtig erwiesen haben. . . Hm. . . Er sprach von seinem Process mit dem Finsten; der Process zo^ sich noch immer hin. nahm aber für Nikolai Ssergrjewilsch die denkbar schlechteste Wen» dung. Ich schwieg — ich wusste nicht, was ich ant« worlen sollte. Er blickte mich argwöhnisch an. (Forlichung sol«».) Künstlerische Kränkung und Unannehmlichkeiten privater Natur, heißt es, liehen in der Schauspielerin den Entschluss reifen, das Vurgtheater zu verlassen. Doch wenn nicht alle Anzeichen trügen, wirb hier die verkörperte Poesie auch von . . materiellen Rücksichten geleitet. Es heißt nämlich, sie hätte einen Vertrag in der Tasche. in welchem ihr vom „Deutschen Theater" in Berlin für den Fall. als sie ihren Vertrag in Wien lösen kann. eine Iahresgage Von 40000 Mark zugesichert wird. Für die Nichtigkeit dieser Ziffer lann man schwer einstehen, immerhin ist es gewiss, dass die ideale junge Dame praktisch genug war, sich für den Rückzug den Nucken zu decken. Zum Schlüsse sei nun auch ein Geschichtchen erzählt, deren Schauplatz die OfternbÜhne und deren Heldin der glänzendste Stern derfelben, unsere Lucca, ist. Gelegentlich einer langdauernden „Gioconda"-Probe klagte einer der beschäftigten Sänger, dass er Hunger habe. „Ein Paar Frankfurter", rief er aus. „könnten mich glücklich machen I" Frau Lucca hörte dies. Und am nächsten Tage erschien, während einer Pause der Probe, hinter den Coulissen der Oper ein Kellner mit einem Körbchen dampfender Frankfurter, in einem zweiten Körbchen lagen frische „Salzstangerl", und ein kleiner Bursche trug ein drittes Kbrbchen nach, mit mehreren Flaschen . . . Champagner, Man ah und trank mit gutem Appetit, ließ beim Champagner dir geniale Spenderin, Frau Baronin Lucca. hoch leben und lachte viel über die exotische Zusammenstellung. Frankfurter und Champagner! Wenn ein Gast einmal bei Sacher dem Kellner sagen würde: , Geben Eie mir ein Paar Frankfurter mit Kren und eine Flasche Rüderer!" Welch' ein Geficht würde da der arme Kellner machen! Hl. It. Local- und Provinzial-Nachnchten. Generalversammlung der k< k. landnnrtschaft-lichen Gesellschaft für Kram. (Fortsetzung.) Secretär Herr Pirc empfiehlt den Antrag zur besonderen Würdigung, nachdem auch in Innerkrain die Peronospora immensen Schaden anrichtete, nur glaubt er lürzer zum Ziele kommen zu lbnnen, wenn man analog dem Beschlusse des tirolischen l. l. LandeScultur-rathes sich an das l. l. Finanzministerium mit der Bitte wenden würde, die „koi-ouogpoiA vitioolk" als neu entdeckten Rebschädling, auf den man bei Bestimmung des Reinertrages nicht Bedacht nehmen konnte. ferner in Ansehung des großen Schadens. den dieser Pilz verursacht , ihn unter jene Clementarschäden aufzunehmen, zufolge welchen eine Steuerabschreibung bewilligt wird. Der Llntrag wird angenommen Die Filiale Adelsberg stellt an die Generalversamm« lung da» Ansuchen, dieselbe möge beschließen, dass aus der Rindviehzucht.Subvenlion pro 1885 ein Iuchtstier der Mürzthaler Rasse angekauft und der Filiale Noel5-berg gratis überlassen werden soll. Herr Cassier Vrus bemerkt, dass die Filiale Ndelsberg nach dem erst kürzlich vorgelegten Ausweise ein Vermögen von 322 st, hat, mit welchem Gelbe sie sich leicht einen Subventionsftier laufen lann. Die Gesellschaft lann selbständig und ohne Einvernehmen mit dem l. l. Ackerbauministerium die jetzigen Subventionsvor-schriften nicht ändern. Der VertheilungSantrag für die Subventionen muss dem Ministerium vorgelegt werden, im Subventionscomite der Gesellschaft find aber Vertreter der l. l, Regierung und des Landesausschusses. Herr Dr. Sterbenc unterstützt würmftens den Antrag der Filiale Ndelsberg. Er erwähnt, dass die einzige Hoffnung für den Bauer die Viehzucht sei. eine Besserung derselben aber so lange nicht erzielt werben könne, als nicht bessere Stiere in genügender Anzahl verwendet werden. Der Vorsitzende Seunlg bemerlt. dass eine ahnliche Bitte auch von den Gemeinden beS Feiftrizthales dem Centralausschusse vorliegt. Der Centralausschuft hat dieselbe wohl an das l. l. Nckerbauminifterium wlrm-sten» unterstützt abgesendet, verspricht sich jedoch leinen Erfolg. Herr Lavrenkii aus Ndelsberg glaubt, das» der Antrag der Filiale Adelsberg, wie ihn die Filialoor-stehung eingebracht hat, nicht richtig fei. nachdem er doch selbst bei der Vollversammlung der 3'liale anwesend war und dort nur den Beschluss hörte, der Cen-tralausschuss möge gelegentlich des Rindvieh-V'ntaufee in Steicrmarl auch aus Rechnung der Sillale emen Mürzthaler Stier laufen. . ^ , Secretär Pirc führt an, dass nach s«wem Gut-dünken der jetzige Modus der Verwendung be Rind. .5f.si««> MilsNände resultieren. Jede Gemcinbe wollte um eines G^ °rm fein. «nd man müsste dem Pr.^cipe huldigen: „Gleiches Recht für alle«. Be-dcnlt man nun, d«ss wir in Kram circa 1500 Stiere brauchen und au« der vom l l. Nckerblluminifterium bewilligten Subvention im günstigsten Fülle jährlich 10 Stiere gelaust werden können, so würden die «st» Laibacher Zeitung Nr. 32 258 10. Februar 1885. betheiligten Gemeinden nach beiläufig 150 Jahren wieder an die Reihe kommen. Die Frage, wie viel ein einziger, kaum zwei Jahre in Verwendung stehender Zuchtftier auf die Verbesserung des heimischen Schlages einwirken kann. wenn dem nicht viele andere sofort folgen, ist sehr leicht zu beantworten. Es ließen sich noch viele Uebel' stände einer derartigen Verwendung der Subvention anführen, darum möge man an dem jetzigen Modus vorläufig nicht rütteln und abwarten, bis der Landtag das neue Thierzucht Gesetz beschließt. Auf Grund dieses Gesetzes werden aber di? jetzigen Perwendungsvorschriften für die Subvention geändert werden müssen. Vei der Abstimmung wird dem Ansuchen der Filiale Adelsberg nicht entsprochen, wohl aber die Bereitwillig« keit zum Ankauf eines Zuchtstieres zugesagt (Fortsetzung folgt.) — (Todesfall.) Vorgestern nachmittags ist hier in Laibach der k k. Telegravhenamts>Official Herr Johann I or einer langwierigen Krankheit erlegen. Das Leichenbegängnis findet heute nachmittags vom Trauer« hause Wienerstraße 15 aus statt. — (Enthüllungen des „Laibacher Wo» chenblatt") Wir erhalten und veröffentlichen folgende Zuschrift: Löbliche Redactiou! Ueber Ihre an das „Laibacher Wochenblatt" unterm 3. d. M. gerichtete Aufforderung, die Details über die von «präsidialer Seite mit slovenischen Parteiführern a/vflogene Besprechung" nicht vorenthalten zu wollen, welche der Entscheidung der Landesregierung betreffs des Sftatcafssbeschlusses wegen Errichtung einer deutfchen Volksschule in Laibach vorangegangen sein soll, hat das „Wochenblatt" in seiner letzten Nummer mich als denjenigen bezeichnet, welcher präsidialerseits die in Frage stehende Angelegenheit mit den Herren Svetec, Dr VoZnjak und anderen slovenischen Parteiführern be< redet haben soll. Dem gegenüber sehe ich mich zu folgender Elklä rung veranlasst: Seit Schluss der vorjährigen Landtagssession habe ich mit den Herren Svetec und Dr. V^önjal nur einmal gesprochen. Es war dies in den ersten Tagen des ver» fiossenen Monates. alS ich mich zum LandeSausschusse begab, um im kurzen Wege einen Act zu requirieren. Dort hatte ich im Bureau deS Herrn LandesausfchusS-Beisitzers Dr, Voßiljak mit dem später hinzubekommenen Herrn Landtagsabgeordneten Svetec eine ganz zufällige Vegegnun,, anlässlich welcher in flüchtigem Gespräche mehrere Tagesneuigkeiten und auch einzelne öffentliche Angelegenheiten berührt worden sind. D.'.ss diese Besprechung keinen amtlichen und viel weniger einen präsidialen, geheimen Charakter hatte und des Sparcasfe-Beschlusses wegen Errichtung einer deutfchen Volksschule überhaupt dabei kaum Erwähnung geschehen sei. dürfte der Herr Landesautzschusy.Beisitzer Deschmann zu bestätigen in der Lage sein. welcher da< mals im anstoßenden Zimmer bei geöffneter Thür seinen Nmtsgeschäften oblag und dadurch unfreiwilliger Zuhörer des laut geführten Gespräches fein musste. Es dürfte demnach jedermann einleuchtend fein, dass die Behauptung des „Laibacher Wochenblatt" auf sehr schwachen Füßen ruht und dass eine Einflussnahme auf die Entschließung der Landesbehörde in diesem Falle ebensowenig erfolgt ist. als je sonst. Mit vorzüglicher Hochachtung Friedrich Ritter V.Schwarz. k. l Vezirlscommissär imo Präsidial»Secretär der Landesregierung. — (Für den Solol-Maskenball) werden bereits die Einladungen verschickt. Da die Anzahl der-selben eine ganz enorme ist (1500). so kann sehr leicht ein Versehen unterlaufen, dass einer oder der andere, der foust die Einladung in früheren Jahren bekommen hat. übersehen wurde. Für diefen unliebsamen Fall hat der Nusfchuss des Turnvereins „Sokol" vorgesorgt und lässt uns ersuchen, mittheilen zu wollen, dass ein jeder solcher Nichteingeladener sich direct an den erwähnten AusschusS wenden möge. der ihm die Einladung zuschicken wird. Dasselbe gilt auch von den Herren und Damen auf dem Lande. Die Eintrittskarten werden vom Faschingssonntag, den 15 Februar, angefangen beim Vereinscassier Herrn Josef Geba. Uhrmacher in der Clefcintengasse. um den Preis von 2 Gulden zu beheben sein. Mitglieder der hiesige», Üitalnica zahlen die Hälfte, das ist per Person 1 Gulden. Familienkarten sind heuer ausgeschlossen, Die Sorgfalt, die allerseits im Sokol. vereine für die Maskerade verwendet wird. berechtiget uns zu der Hoffnung, dafs dieser Maskenball sich nicht nur sehr elegant, sondern zugleich sehr gemüthlich g«, stalten dürfte. Die Ausstattung der Localitäten hat dle bestens bekmmte Möbel, und Ausftattungsfirma I. Ma> thian übernommen. Es steht unS also gerade noch zum Schluss der Saison ein sehr genussreicher Abend in Aussicht. ^ ^, — (Die Mitglieder des katholischen Oesellenoereins) versammelte" sich vorgestern abends sehr zahlreich mit ihren Familien im Glassalon des Ferlmz'schen Gasthauses „zum Stern" zu der jahresüblichen Faschmgsuttterhaltung, Komische Declamotionen wechstttcu mit Gesang. Den Schluss machte eine sehr nett arrangierte Iuztombola. — (Der gestrige monatliche Vlehmarkt) war schwach besucht, es wurden nur 810 Stück Pferde, Kühe. Ochsen u,d Kälber aufgetrieben. Der Grund des schwachen Marltbesuches liegt wohl in erster Linie in den schlechten Wegen, weiters aber auch darin, dass in der allernächsten Umgebung Laibachs gestern mehrere Viehmärkte abgehalten wurden. Fremde Händler waren in geringer Anzahl anwesend, doch war der Handel, insbesondere für Hornvieh, unter den Landleuten ein ziemlich lebhafter. Pferde waren in wenig fchönen Exemplaren vertreten, doch haben die italienischen Pferdehändler einiges aufgekauft und gut bezahlt. Auch die Preise für Hornvieh waren hoch. — (DiebischeHausknechte.) Samstag abends wurden zwei Hausknechte hiesiger großer Handelsfirmen von der Polizei eingezogen. Dieselben hatten sich zum Schaden ihrer Geschäftsfirmen Colonial- und Manufac« turwareu angeeignet, wurden aber bei dem Diebstahle betreten. — (Vom Wetter.) Die Veränderungen in der Vertheilung des Luftdruckes waren während der letzt« verflossenen Woche über ganz Europa im allgemeinen nur gering, da constant der Nordwcsien unseres Erdtheiles vom niederen Barometerstande, der Osten dagegen vom hohen Druck beherrscht blieb; die dominierende Windrichtung blieb daher die südliche, die Bewölkung wechselnd. Seit Samstag macht sich wohl durch Nachrücken Von hohem Barometerstande aus dem Südwesten wieder ein langsames Fallen der Temperatur bemerkbar und klärt sich der Himmel in Central-Europa auf, doch ist nach dem jetzigen Stande und der Vertheilung der Witte« rungsfactoren über Europa ruhiges, vorwiegend trockenes Wetter mit häufigen Morgennebeln und Nachtfrösten in unseren Gegenden zu erwarten. — (Selbstmord.) Am 3. d. M. gegen 6 Uhr morgens wurde Apollonia Bizjat, Ehegattin des Krisch' lers Simon Bizjak in Assling, im Zimmer, woselbst die beiden Eheleute schliefen, neben ihrem Bette auf dem Boden liegend, durch einen Messerstich ins Herz getroffen, todt aufgefunden. Wie die bereits gepflogenen ge« richtlichen Erhebungen ergeben haben, hat sich die Unglückliche in einem Anfalle von Geisteszerrüttung selbst das Leben genommen. — (Roheit.) Am 2.d. M. nachts gieng der Bursche Martin Ciler aus HraZe, gegenwärtig in Mit« tergamling beim Besitzer Alatz Kalis als Knecht bedienst ihn verräth. Ein Graf will sür seinen hoffnungsvollen Neffen die Hand und das hcnatsgut Beatens reserviert wissen, deshalb der Pole beseitigt werden muss. Doch dem entgegen versucht eine vornehme Witwe, welche in Leidenschaft für den jungen Mann entbrannt ist, die Machi» nationen des Grafen zu vereiteln, wodurch sie die natürliche Bnndesc,cnossin Krasinslys wird. Uebrigcns haftet jeder der intrignicrenden Personen irgend ein dunkler Pnntt ans ihrem Vorleben an, ^'luS diesem Grnnde erscheint nns denn auch der Pianist als lein so großer Böscwicht, wie ihn der Dichter deter» miniert haben wollte: der Schlussact mit seiner gänzlich ab» fallenden Anagnorisis soll uns erst dnrch die Katastrophe — jtrcisinskl) brennt, statt sich znm Dncllc zu stellen, mit einer zufällig daherkommenden fahrenden Künstlerin, einer früheren Bekannten, durch vollkommen überzeugen. Doch diese Ueber» zcugung ist eine aufoctroyicrlc, Beate vernichtet sogleich alle Andenken, welche sie an den hochstaplerischcn Musikus gemahnen könnten; im Handumdrehen hat sie der keusche, irregeleitete Neffe, welcher ebenso entrüstet der intiiguantcn, noch kurz vordem angcbclctcn Tame den Nucken lehrt, mit einigen AlltmMosteln bclhölt imd gewonnen: die jungen Leute werden auf ja nnd nein ein glückliches Paar, Frau Masche l entwiclelle ihre intriguante Rotte zu einer immerhin bedeutcuden Lcistnng, Herr Li nori lMtmeistcra D.) sprudelte von Laune und trockenem Humor, sowie auch die übrigen Darsteller — nur mit Frl. Ott waren wir wm'g^ zufrieden — ihr Bestes thaten. .Herr Rosen endlich hat u»« mit seinem Grafen zufriedengestellt. (Schluss solgl.) ^ Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Wien, 9. Februar. Der Budgel-Ausschuss sp^ über Antrag Ruh' sein Bedauern darüber mls, dass 6lam die Stelle eines General-Vcnchierstattt'rs nieder« gelegt habe, und drückte diesem die Alirrkeimuiia. M seine unermüdliche Thätigkeit aus. Die Regierung schloss sich diesem Votum an. Maltusch wurde sovalM zum General'Verichterstatter a/wahlt. Im Verlause der Debatte erklärte der Kultusminister, er besitze bezüglich Regelung der israelitischen CultusgemeiüdlN eine beinahe feitig? Gesetzvorlage, welche längstens in der nächsten Session eingebracht werde. — Di»> Petition der Finanzwuche um Gleichstellung ihrer Gage rnit j?ner der Gendarmerie wurde der Regierung zur k>n< gehendsten E'wägung u»d wemgstelis lhrilweisen Äe-lilcksichligllng empfohlen. Wien, 9. Febrilar. Der Wiener Gemeiilderalh wählte den bisherigen Bürgermeister Uhl für eine neue Amtsperiode. Wien, 9. Februar. Der unter dem Namen O-F. Berg bekannte VoltsschriftMer und HerausaM des „Kikeriki", Herr Otlotar F. Ebersberg, n»ude Samstag abends geisteskrank in die Privat-Irrenaüstalt des Professors Dr. Leidesdorf überbracht. Hermannstadt, 9. Februar. Die hiesigen 3l^ mänen veranstalten morgc» zu Ehren der freigespl^ chenen Redacteuie der ..Tribuna" ein Frstbantett. Del aus dem gleichen Anlasse geplante Fackelzug dürste >"' folge eines polizeilichen Winkes unterbleiben. Nom, 9. Februar, nachts. Der MarinemimW erhielt nachfolgende Depesche vom Admiral Caimi a>^ Slialim. 8. d. M.: ..Ich habe mit ..Amerigo Vespucci ' ..Gottardo" und „Garibaldi" am 5. d. vor MassauH Anker geworfen, Truppen und Matrosen ausgesch>i>' und die italienische Flagge an der egyptischen Ku!^ aufgepflanzt." London, 9. Februar. Achttausend Mann V" stärkungen sollen über Sualim nach Aerbir diriglttl werden. Ueber Gordon ist bisher nichts weiter ^ mittelt. Ein am 30. Jänner drei Meilen von G"kM von tausend Mann angegriffenes britisches Convoi wttS den Angriff siegreich ab und befindet sich in M0" wiyat in Sicherheit. Verstorbene. Den 7. Februar. Matthäus Hodnil, Mehgcrslnecht, 40 I,, Kuhthal Nr. 2«, Moholismus nnd Schlagflusö. ^7 Alvine Wildsühr. Souffleurin, 3« I. vlemonastraße M- >" Lungenschwindsucht. — Barbara Ccsnovar, Näherin, "^' Stadtwaldstraßc Nr. 4, Gchirnlähmung, ,,.. Den 8, Februar. Paula Ianlar, Arbeiterstoch'A 2I, Petersstrcche Nr. 70, Diphtheritls. — Johann Ior. ^", graphen-Official, 53'/, I., Wiencrstraße Nr. 15, Lungent""" culose. <, Den 9. Februar. Anton Moschel, Privatier, sb o' Fcldgasse Nr. 4, Gehirnschlagfluss. ^ Landschaftliches Theater. , heute (ungerader Tag) zum Vortheile des Opercttcnsiill^ Arthur Strasser: Margarethl und Fäustling Parodierende Operette in » Abtheilungen von I Sixtus. ^"' vom Kapellmeister I. Hopp. ____<- Lottoziehungen vom 7. Februar: Wien: 67 62 65 84 74. Graz: 2 15 67 3 N.___^ Meteoroloaische Beobachtungen in LaibaH> i »Z A Z; s -.5 z ^ 7N.Mg?"73^67 0.8 j^windstlll " bewallt . ^) 9. 2 , N. 732,15 3.4 ,NO. schwach bcwiillt "'^ 9 . Nb. 730.97 0.0 NO, schwach heiter ^ Tagsüber bewölkt, einzelne Eonncnblickc; abends ,e heitcrung; sternenhelle Nacht. Das Tagcsmitlcl der ">" -l- 1,3", um 1,7" über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I, Naali^^^"' > Danksagung. > W Für die vielen herzlichen Äeilridsbezeigunge" > M ailläjslich des so schncllenhinschcidens unsere» inmgjl' W M geliebten, unvcrgcsslichen Vaters, Gro^ und Schwlt' I» W gcrvaters, des Herrn > W sur die so zahlreiche ehrende Begleitung des theure'' > M Verewigten zur letzten Ruhestätte und schließlich >', » « die schönen Kranzspenden sprechen allen den im"«''"" l» ^ tief empfundenen Dank au« > W die trauernden Hinterbliebene«« > W Niedcrdorf am 6. Februar 1885. ^D ^albacher Zeitung Nr. 32 259 10. FeblNllt 1885. Course an der Wiener Görse vom 9. Februar 1dli5. ??««^ 0^^ EourMatte Geld Ware Slants Nnlchen. V«n,c.......8... ,5 ^.«0 I8«n!! ^ ^ Staa<«losc 25.«. fl, 12? - ,28— ,°"n StaatSlok . . 100,' I74'85 175'2,-. «°my-Mcntcnschelne . per St. 42 - «>- s)/s>Al^°ldrente, steuerfrei . ina 20 ino 40 ><«rr. »totenrcntc, siciiersrei , V8-8L uu — Un«, Golbvente « »/„ .... --_____-- " ^np'ellcülc 5"/« . . . . 9380 »3 »5 " ^'I"lb «nl, li-oss. ö.W.S, K7 25 -'-" "Ilbahn-Plioritälen . . !»8'U0 »!'Ü0 " «taats.Ol'l, (Un«. Ostb.) 122 — 123 -" ss, „ " vom n. I«7U IN? 5.« 1W00 l'/,,/"N»c!l°Anl. ü, K!Ufl. ö.W, 118 75 11» — Glundentl.-Obligationen z°/° böhmlschr......ina^ll -'- 5°7»°l',scht......INI 40 102— z«7"°b«os!«,eickischc . . , lob'-io«'2b b^stN""'^'^- ' ' -!<"'". ina— z°/° ""V.......lot - 105 s.« «°^ NnN° "^ slav°«ischt .102----------— /» «'«venbürgisch«.....101 LU i«2 20 Geld Ware b"/„ Temeser Banal . . . , 1N1Ü0 102 5,0 5> °/n ungarische......102'— 102 — Andere öffentl. Anlehen. Donau Ness-Losc 5>"/„ io<» fi, . lib 80 11« io d/,"/nGoId. 122-70 — — dto. in 5.0 „ „ < >/, n/„ »8-25 »8-75 dto, in 5,0 ,, „ 40/0 . z»2'b0 U3-— dto, Plamicn-Schulbvelsch,»"/,, »7— »7-5» OcslHypotl'clcnban! inj.5 V,°/n luoon ini — Ocst.nnss, Vanl veil. 5, "/„ . , 102-?» iu2-nu dto. „ 4 '/,"/<> ^ 10' «k 101-90 dto. ,, 4«/« . . »U-— »L-50 llnss, allss. Nodcücrcdit-Nclicngcs, in Pcst in I. I839 vcrl.5> >/,°/n 102-50 103-50 Prioritäts - Obligationen (filr 100 st.) Elisabclh-Wcstbahii 1. Emiffion Hl 75 112 2b Ycrbi»a»dK-Novtt>ahn in Silb, 10500 ION — ffran,>Ioscf-BaI.'!!.....91-L0 «160 Oalizischc K.irl, Ludwig«Vahn <3m ,88! »u<> fl, S.4'/,"/n ' U!»'!»o 100-20 Ocstcrr, Norwcstbahn .... 104 — lUt'üU Siebenbürge«.......»s 70 100 — Gelb Ware Staatsbahn 1. Emission . . . 192-50 1»» 50 Slibbahn i>, 3"/„...... 151—152 — „ ^ 5>"/n...... 12U-— 126-s><) Ung.°gllliz. Vahn..... «» »« zoo 20 Diverse Lose (per Stllcl) «lrebitlose 100 fl...... 178-25 i?«-50 Clarv'kosc 40 fl...... 4325 44-25 4"/„ Donau Dampfsch. i«n st. . ,14 — ,iL — i'aibachcr Prämien.Nnlchcn ieofi, 23— 24 — Oscncr kose 4<» fl...... 44.75 ^. — Palffy i'osc 40 fl...... Zg.^ z<,__ Molhcn 5trc»z, öst. Ges. v. IU fl. 14-50 1475 Rudolf-Pose 10 fl..... ix-bo 20 — Salm-Losc ^0 fi...... 54.25 54 75 EI. ^cnoi^'Losc 4<» fl. . . . 48.75 4!»-25> Wnldslciü^'osc ^> fl..... 2»-?.< »!>-5l> Wi»blschgrätz.i.'osc ^ f>. . . . «7 — 27-50 Banl-Actien (per Stll«) Anglo-Ocsterr. Vanl 200 fi, . . ion-50 10« — Nanl.GcscNschaft, Wiencr UU0 fl. —-—------- Vanlvcrcin, Wicncr, iuu N, . « 105 50 10« — Vd»cr,.Ansl,, O,'sl,2<»»sl,S. "lO'V- 22»-— 23»- - Crdt-Anst. s Hand. n. G. ,«ofi. 303 4!» 802-70 Erd«,-Anst., Vlllg.Ilnss, 200 si. . 311-50 312 — Dcpositcnb. Nllss, i!00 fl. . . . zo^ — «U4 5<» (5sco»!p<3. 5«— 00 — l/cinbcrl'anl, ösi,, 200sl. G.öO"/<,E. ,103-80 104 10 Qestcr,»Ilng, Van!..... 8L5 — 8N7 — Ilnionbanl 10« fl..... 78 — 78-50 Vcrlehröbanl Nllg, l« fi. 147-22 147-75 Gelt Ware Nctien von Transport» Unternehmungen. (per Stück) Nlbrecht-Bahn llo» fl. Silber . — — ^ — Nlsöld-ss!»M.°«'ahn i!O0fl, Silb. I8575 18« 25 Aussiss Tep, Eiscnb. 2<»<>fi. CM. —— — — Vöhm. Nordbahn 150 fi. . . . ,«<, - ll»8 — „ Wcstbllhn L00 fl. . . .304 — 307 — Vuschtichrader Eisb, 500 fi, CM. 8»o — 8«5 — (lit, L) 200 ss, . 193 — 19« — Donau - DampfschifiabrtS«Ges. O<-Ncrr, 5><>0 N, <5M. . . . 5«tl — 527 — Dlau-(i!s.^Bat, Dl',-Z,)lnoss,S, 1805» I8i 50 Dnl.VodcnbachcrE,^N, LsXifl,S, 3U3-— 3«8 — Elifabctb-Valm 200 fl. LM. . . 28« 25 2i!«?5 ,, ^'iiiz-Bndwcit! ü<"» fi, . . , 20» 25 2(,!»?5 . Ealb,-Tirol,IN,E,18?«200fl.S. 200 25 z»,0 75 Feldinands-Nordl». 1000 ss, ss, Silb, 2o» 50 «10-— stilnflirchcn-Barcscr00fi,EM. 5«5 — 5«? — Ocflcrr. Nordwcflb, »oi'N. Silb, 17750 178-50 dto. lüt,, N) «<»u fi. Silber . 18770 188 — Praa-Dnrer Liscnb, I5.0fi, Silb. 3?— 8750 Nudolf-Vahn 100 fi. Silber . , 184-50 184-75 Siebcnbilrqcr Eiscnb. 2!'O fi. . 18525 18575 Staatseiscnbahn ^00 fi, ö. W. .!S07'75!308 — Gelb Ware Südbahn LN0 fi. Silber , . . ,ah»Gcs.. Nr,170 fi. ö. W, 212-50 212 75 „ Nr.. neu 100 fi. iO7-»5 10? 75 Tran<«port.Ge e<» '82 — Unss. Nordofibohn i!00 fi, Sllber 175-75 '?« 2L Ung-Westb (Maab-GrazM0fi,G. 1?»I»O 1«» 5« InduftrieNctien (per Stück) Lahdi und Mndber», Eisen» und Stahl,-Ind, in Wien 100 fi, , __-^ «g — Eiscnbadnw.-Lcihn, I,«u», 40°/« 10750 108-50 „Elbcmübl". Papiers, u V,.G, «,._ 8,5» Montlln-Mclcllsch, öftcrr,.alpine 4?— 4?->5 Prass« »»l Naffcns-G,. Ocfi in W. IOO ?. ^ ^ ^.« TrifallerKohlenw'Ges, 190 ff. . __.^ » __ Devisen. Deutsche Plätze......«o»5 ««50 kondon.........128-80 124-05 Paris.........48 85 48 »V Petersburg ...,.., — — — — Valuten. Ducaten........ l-80 5-8« »uffrancs-Etückc..... 9-77^ »78 Silber.........—----------— Deutsche Neich»b»nlnoten . . »»»L «0 4b H llMvueliz.sMzllle » ^ ^^^>«t da« Wachsthum dcr Ha«rc, vcrhin. Ä su f"l dessen Auofallcn, ertheilt dcm Haar einen «, Ä ^"^" ^lanz und bcscitigt die so lästincn « l« "Huppen. - l Ticael sammt «»Weisung ss l« s>o lr. ltcfert dic (,W8) 15-^j ^ Z in Llülmch, Ualhhaugplch 4. Ä ft77~.2) '" Nr. 703. Melte ezec. ^eilbietung. Am 23.'Februar 1885,' Vormittags 10 Uhr, wird im Ber- handlungssaale des l. k. Landgerichtes "ibach in der Efccutionssachc der ^k. F'lnanzftrucuraiur für Krain gegen ben Berlass des Raimlind Basiö in ^emcißhcit deö (ödictt's vom 11. November 1884, Z. 6522, zur zweiten neilbictung des landtäftichen Gutes ^railach geschritten werdcn. Laibach am 27. Jänner 1885. (526^2) Nr. 685. Zweite elec. Feilbietllng^ Vom k. k'. Landesgerichte Laibach wird mit Bezug auf das Edict vom 9. Dezember 1884, g. 7404, bekannt gegeben, dass in der Efeculionssache bes E. Refinger gegen F. Supaniii w Laibach zur Bornahme der zweiten executive« Feilbietung der mit Pfandrecht belegten Buchsorderungen des A. Supantii im Nennwerte von 344 fl. ^ kr. die neuerliche Tagsatzung auf den 2. März i'885 un't dem Beginne um 10 Uhr früh Mrgenchts angeordnet wurde, wobei ^ese Buchforderungen auch unter deren "ennwerte werden hintanaeaeben werden. ^.L^hach am 27. Jänner 1885. (430^2) Nr. 11845.' Vetanutinachullg. li,i. ?" bem t. k. Bezirksgerichte Mött. H, wurde liber die Klag^ der minder, den m ^'"raild und Josef Zelko (durch brr« m"""""d Josef Blut vc>n Blut«. Cer.r. m^ "^" Ian^e Matzelle von l'tiit k! ^c"^"' lirsitzung der Rea. ^nfab o.. °^atzung ö«m summarischen >",z Znidürsii von Altenmartl uutrr gleichzeltiger Zustellung der Real» feilbietungen vom 24. November 1884, Z. 7083, als Curator ad actum bestellt worden. K. k. Bezirksgericht Laas, am 31st„ H^rr ^orenz Ierouschet von Feistriz zum Cnrator ^ä »ctum bestcllt und ihm der Real ftilbielungsbescheid brhäudigt worden ist. K. l. Vez!rl3.)<>richt F,istriz, am I8le,l Iäl'ner 1««5. (457—2) Nr. 8680. Betanntmachllng. Vom k. k. Bezirksgerichte in Adels-berg wird den unbekannten 3iechts„ach-solgern des Mathias Boötjanc«ö vou Slavina hiemit erinnert, dass der in dcr Executiol'ssache des Anton Salmie jun. von Adrlsbera. (durch Herr» Dr. Deu) s.cssen Fanz Voetjan^i von Sla-viua ix'w. 560 crqangene Realfeilbietungsl Bescheid vom l 4. September 1684, Zah-0604, dem für ihn b.stelKen Curator uci lvcwm Herrn Dr. Pitamic zugestellt worden ist. K. k. Beznksgericht Ndelsbcrg. am 27. Dezember 1864. (474__2) Nr. 702. Zweite exec. Feilbietung. Am 23. Februar 1885, vormittags 10 Uhr, wird im Verhandlungssaale des k. k. LandesgerichteS Laibach in der Executionssache der Ernestine Clarici gegen den Verlass des Raimund Vasii in Gemäßheit des Edictes vom 11. November 1884, g. 6023, zur zweiten Feilbietung des landtä'flichen Gutes Grailach geschritten werden. Laibach am 27. Jänner 1885. (441-3) Nr. 3643. BelanlltmachllNss. Vom k. k. Bezirksgerichte Triffen wird den unbekannten Aufenthaltsortes befindlichen Mathias Boc und Franz Hostnik erinnert, dass denselben Anton Boc von Lulovc als Curator u,ä u,ct,um bestellt U"d diesem die in der Executions» suche des k. k. Steueramtes aegen Anna Hostnil für sie bestimmten Feilbietmigs« rubrilen zugestellt wurden. K. k. Beiillsg»richt Treffen, am 23sten Dezember 1884. (460-3) Nr. 141. Zweite exec. Feilbietung. Vom l. l. Bezirksgerichte K'vnau wird bekannt g>macht: Es sei über Ansuchen drs Thomas Ia»sc> von Lengrnselo Nr, 59 als Vater und Vertreter der minderjähliqeu Kinder Johann. Anton, Valentinu,dAnnaIansa die execillive Verstn^erung der dem An-dreas Tormann von Kronau Nr. ^o ge« hörigen, gerichtlich aus 800 fl. geschätzten Realität U'b. ° Nr. 21 »ä PfarrgiU Kronau b.willigt worden und wird. da d-e erste Feilbietung erfolglos geblieben ist, zur zweiten auf den 24. Februar 1665 angeordneten Feilbietnng in dcr hiesigen Gerichlslmizle, qeschiitte". K. k. Beznksgericht Kronau. am 24, Jänner 1885. Daipf-Leliertaflöl anerkannt heste und wirksamste Sorte, in Flaschen ä 60 kr. zu haben in der Apotheke Piccoli (272) „zum Engel" 30—16 Laibach, Wienerstrasse. (472—2) Nr. 6«8. Dritte ezec. Feilbietung. Vom k. k. Landesgerichte Laibach wird belannt gemacht: Nachdem zu der mit diesgericht-lichem Bescheide vom 7. Oktober 1884, Z. 6041, auf den 26. Jänner l. I. angeordneten zweiten efecutiven Feilbietung des landla'flichen Gutes Grailach kein Kauflustiger erschienen ist, wird die dritte Feilbietungs - Tag-satzung am 28. Februar 1885 um 10 Uhr im hiergerichtlichen Ber-handlungssaale abgehalten werden. Laibach am 27. Jänner 1885. (473-2) Nr. 687. Zweite eiec. Feilbietung. Vom k. k. Lanbesgerichte Laibach wird bekannt gemacht: Nachdem zu der mit dieSgericht-lichem Bescheide vom 25. November 1884, Z. 7294, auf den 26sten Jänner l. I. angeordneten ersten efe-cutiven Feilbietung deS landtä'flichen Gutes Raittenburg kein Kauflustiger erschienen ist, wird die zweite Feil-bietungs-Tagsatzung am 23. Februar l. I. um 10 Uhr im hiergerichtlichen Verhandlungssaale abgehalten werden. Laibach am 27. Jänner 1885. (475—2) Nr. 706. Zweite ezec. Feilbietung. Am 23. Februar 1 885, vormittags 10 Uhr, wird im Ver-Handlungssaale des k. k. LandesgenchteS Laibach in der Erecutionssache der WerkSarbeiter-Bruderlade in Sagor gegen Anton Lazar ^.schuldiger 900 ci und 100 ft. m Gemaßhelt Z. 6531, zur zweiten Fellbietung der ini Landtafclbande 18, lol. 250, eingetragenen, in der Steuergemeinde KanderZ, Bezirk Littai, liegenden Realität geschritten werden. Laibach am 27. Jänner 1885.