Nr. 1?6. Priinnmtrati,n«prei«: Im «omptoil «an,j, st. >l. halbj. si. ti5«. YUi dic ZufteNung !n» H«»« halbj. «, li. Mit d«i Post »«"zi- st. »5, holfj. si, 7 5>a, Donnerstag, Z. August. Instlllonlgebül: st«i Nllne 3»s«ate bl» z» Witb«lholungtn p»r Zeile » ll. 1882. Amtlicher Theil. »n. ^^ "^ k. Apostolische Majestät haben mit V«V^7 Entschließung vom 2tt. Juli d. I. dem ,?"°esschulinspector Adolf Lang anlässlich seiner über ^., 7,"'"chen erfolgten Versetzung in den dauernden n-N "° '" Anerkennung seiner vieljährigen aus« °i°'^'"en Dienstlelstung den Titel und Charakter ""« Yofrathes taxfrei allergnädigst zn verleihen geruht. Conrad-Eybesfeld m. p. M-^^ ""b l. Apostolische Majestät haben mit Ee2 ^" Entschließung vom N1. Iul. d. I. dem 3?"^he im Status des Ministerralhs-Präsidium« Mi.? <"" v. Lidl den Titel und Charakter eines taxfrei allergnädigst zu verlechen ^__________Taaffe in. »). Erkenntnis. «lntraa d?.'»' l Uandesnrricht Wim als Prrssgerichl hat auf ^n Nv 'i?'^ ^ Elaatsllmunltichast eilannl. dass der Inhalt de5 ^ornenm^ ^ periodischen Druclschiist „Drutjchc Leitung" Millio»en, Wirn. 25. Juli" sei, » ^°" "^^ öfterrcichischc Hchnhlnnzlrl ..." bis "fsemiich ',?.k. *"^ zunicl^ncbcll" das Vcr^hln «cgen dic h°t «a, ,.^^ . ^. P, O, das Verbot drr Weitcrverbrcitun« Nichtamtlicher Theil. Ner ^it'^^l^ ^ben. wie die ..Brün« »elschlaa n^ n^'!' ^" U"terstilhm.g der durch Ha-«in a°s V. Überschwemmung betroffenen Bewohner «m un?M^/'' be» «ezirlen W.schau. Ausp,tz. ^^^M^Schuicherg !j(X)0 st. zu spenden geruht. Zur Eröffnung der Trieft« Ausstellung. 9te<,?.'l, ^'sp^che dcs Ausstellungs - Präsidenten tiMn e/ °" ^^ k- und k. Hoheit den durchlauch. ^.?? herzog Karl Ludwig lautete: Trieft >?'^^ H^"^ So wie im Jahre 1382 ^eschi'sf ? """ glücklichen Gedanken bewegt, sein "iichli«-n ^"e" ^"^ freiwilliger Unterwerfung dem °Nderr«^5"be des erhabenen Hauses Habsburg "^aute, so entstand jcht, nachdem fünf Ichrhun- derte seit jenem glücklichen Tage verstrichen sind, frei-willig in uns Bürgern Triests die Idee, das frohe Gedenken durch eine nationale Industrie- und land-wirtschaftliche Ansstellung zn feiern, alle Völker der großen österreichisch-ungarischen Monarchie aufrufend zu einem edlen, friedfertigen Wettstreite. Eure kaiserliche Hoheit geruhten da« Proleclorat derselben zu übernehmen, und unter diesen hohen Nuspicien wurde dic Idee unter dem Bcifalle und der Mitwirkung des ganzen Reiches zur That. Dem Aufrufe antwortend, strömten von den entferntesten Grenzen reiche Pro-ducte aus den verschiedenen Ländern der Krone herbei, um ein? reiche Schau des bürgerlichen Fortschrittes in diesem österreichischen Emporium zu bieten, welches unter der Herrschaft der erhabenen Ahnen Eurer kaiserliche» Hoheit bereits zur Wrllbsdeulung gelangte und sich noch ein immer blühenderes Geschick von der Zukunft verspricht, gestützt auf die Gnade unferes erhabenen Kaiser», den Gott beschützen und erhalten möge, sowie aus die Gemeinsamkeit der Gefühle und Interessen, welche in brüdellicher Umarmung alle Völker des grohen Kaiserreiches umfassen. Eurer kai-jerlichen Hoheit untcrthänigst und ehrerbietigst dafür dankend, dass höchstdicsrlde geiuhten, das Patronat dieser Auestellung zu übernehmen und diese mit Ihrer erhabenen Anwesenheit zu beehren, bittet das Comili Eure kaljerliche Hohelt, die öfterreichisch.ungalische Industrie- und landwirtschaftliche Ausstellung in Trieft für eröffnet zu erklären." Se. k. und l. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Karl Ludwig erwiderte: «Ich fpreche dem Centralcomilc den lebhaftesten Dank für d«e an mich gerichteten warmen Worte aus. Ich freue mich sehr, dle Triester Industrie- und landwirtschaftliche Ausstellung zu eröffnen und auf diefe Weise mich persönlich überzeugen zu können von d<>n glänzenden Fortschritten, welche ul'/ere Production in den letzten Zeiten gemacht hat. Als Mitglied des lai« scrlichen Hauses freue ich mich doppelt, dass diefe Ausstellung bei dem feierlichen Anlasse stattfindet, da diese Stadt das sünflc Jahrhundert ihrer Vereinigung mit unserem Vaterlanoe feiert. Ich wünsche lebhaft, dass dieses Unternehmen vom besten Erfolge gekrönt werde und dass für Trieft und die ganze österreichisch-ungarische Monarchie Glanz und Vortheil daraus er» wachse. Dies wünsche ich auf das aufrichtigste, und hiemlt erküre ich die Ausstellung als eröffnet." Lebhafte Hoch» und Evviva-Rufe folgten dem Schlüsse der Rede. Die Escadre salutierte mit Kanonen« salven und die Musikbande intonierte unter großem Applaus die Volkshymne. Der Präsident des ungarischen Nusstellungs« Comites, Sectionsrath Herich, richtete an den durch-lauchtiqsten Herrn Erzherzog folgende Ansprach?: „Kaiserliche Hoheit! Getragen von der Ueberzeugung, dass inmitten der volkswirtschaftlichen und cnllnrrllen Bestrebungen dieses Jahrhunderts die land« wirtschaftlichen und industriellen Ausstellungen einen hervorragenden Platz einnehmen »nid weitgehende Wir-luncl ausübrn, hat Se. Excellenz der königlich ungarische Minister für Ackerbau, Industrie und .Handel, uns als Mitglieder des ungarischen Lanbcs'Central« comitcs lierufen. um die Interessen der ungarischen Aussteller gelegentlich der unter dem erlauchten Protectorate Eurer laiserlichsn Hoheit veranstalteten Triester Ausstellung zu vertreten. Wir haben in di-ser Eigenschaft, so weit unsere Kräfte reichen, die Angelegenheiten der Ausstellung nach jeder Richtung hin zu fördern uns bemüht, und erlauben uns, bei der heutigen F^erlich» leit Cure kaiserliche Hoheit mit dem Wunsche ehr» siirchlsvoUst zu begrüßen, dass der ernste und edle Gedanke, welcher der Ausstellung zugrunde liegt, in den weitesten Kreisen entsprechenden Anklang finden und ein immer kräftigeres Emporbllihen der produc-tlven Kräfte zur Folge haben möge." Auf die Rede des Sectionsrathes Herich erwidette Se. l. und t. Hoheit Erzherzog Karl Ludwig Folgendes: „Ich spreche meinen wärmsten Dank dem ungarischen Centralcomite für die an mich gerichtete Begrünung aus. Ich theile die Ansicht des Comites, dajs die Industrie« und Nglirulturallsstellungen auf die H'bung der sulturellen und wirtschaftlichen Verhältnisse von großem Einflüsse sind. Es gereicht mir zur besonderen Freude, dass ich bel der Eröffnung der Tiicster Ausstellung mich von dem Fortschritte der grwerlilichfn und wirtschaftlichen Production überzeugen kann, und spreche den Wunsch aus, dass diese Allestellllng fiir die gesummte österreichisch'UNgarische Monarchie vom besten Erfolge gekrönt sei." Lebhafte Eljen-Rufe folgten diesen Worten Seiner l. und l. Hoheit. Hierauf begab sich Se. l. und l. Hoheit in die Ausstellungsräume. Jeuilleton. Kunst und Her). vriginal.Roman von Harriet.Oriinewald. (55. Fortsetzung ) "N eia^?'."^ bellen Lippen bei Gottfrieds Worten °N sich U"'lZes Lächeln gezuckt, h.elt nicht länger flung besik^ c"^^^'" ""lb doch ihre eigene Schi,-^lict au A - '°2^ er, einen leuchtenden, entzückten ^ "ne wM-^ Dame heftend, dle den Kopf tief ^"riband- "'""" "eigle. welche sie aus ihrem .Sie . i'^e" h°lte. Es n/lloe" ^ ^,^ geschahen?" ^schuna d// 5" ^"l uoll llcsster, freudigster Ueber-. «Ja 55 V^ ^" Lippen des Künstlers entrang, l" °Uch b„".^""esse hat sie geschrieben und singt ^gthuun?^"^". sagte Lambert m.t stolzer G?-»> r GlM ried l/ü"' unverwandt auf sie heftend, ^ls auch se«. m.^ l'l)l stumm, aber Marcella fühlte, Me Älicke w«. ""verwandt auf ,hr hafteten, und 3"um. s,^"''^l1 stiller, mmger Bewunderung, ^r e^^'..^' l""gc Mann, nur der le.fe ^ WeHus 7^ 7! dem schönen, holden Ant-^"cl. den s.-^'.b^ den alten, unnahbaren Aus« ». Die bra ""l .^"h' völll» abgestreift hatte, r? geschmückt die über Fl durch ^"^'^"b.lde hleng, verkündete plöh. l^'l Gor n l^! ^lukrufe d.e Mitte, nachstünde. >.""' Äeme ... ^ ^ cl^ "°" l"nem Sitze? mit der ^2 wir d m«<.öu 3wu v. Arnau: ,?« ist ^eit ermüdet sind nach der Abendvorstellung, würde es mich freuen, Sle auch in meinen bescheidenen Hausräumen zu begrüßen." Nenhold nahm sichtlich überrascht und erfreut die Einladlma des Grafen an. Lambert legte indessen voll ritterlicher Galanterie den weißen Mantel um Mar« cellas Schultern. Gottfried verneigte sich stumm vor ihr und sein Auge ruhte wie verzaubert auf den edlen, bleichen Zügen, die unter dem schwarzen Spitzenschleier doppell lieblich erschienen. Marcella reichte ihm die Hand: „Auf Wiedersehen, Herr Neuhold!" Er hielt sie fest, die kleine Hand. die die Schwal« bengesänqe in die Welt gesandt, und saa.tr nur leise: «Guts Nachl Comtesse." Der Graf und seine Tochter hatten den Salon verlasen. Der junge Schauspieler war an den Kamin getrelrn und blickte in die rothe Glut, ernst sinnend, traumverloren. «A» was denkst du. mein Gottfried?" Der Kunst, lcr wandte sich rasch um und sah Lamberts gutes, freundliches Gesicht vor sich. ,Du hast vorhin von hingeworfenen Steinen ge> sprochcn, von einsamen Stunden — das hat mir weh' gethan — ich wähnte dich ja vollkommen glücklich und . . . ." ..Hast nun den schönen Wahn eingebüßt", warf Gotlfrlrd ein. „Mein liebster Junge, ein Ideal, das ich vor sirbcn Jahren hoch und heilig hielt, ist längst untergegangen in dem bewegten Lebensmeere." ..Was war es?" forschte Lambert ängstlich, ,o. sag es mir!" Gottfried schwieg. «Ist es eine Täuschung in der Liebe?" Der Künstler schüttelte das Haupt. «Ich habe sie bisher nur im Dichlerworte der Welt verkündet, mem Herz hat sie noch nicht empfunden. Was in mir un-tergieng, ach Lambert, es war der Glaube an die Menschenliebe, die Kunstgenossen mächtia, unlösbar einen soll. Es war ein thörichter Wahn; Neid und Missglmst stehen ewig zwischen ihnen. Das gleiche Streben, das Kunstjünger einen sollte, ist eben d»e llnulierstligliche, unausfüllbare Kluft, die nie einen Fieundschaftöbund zulässt. Je mehr das Glück dem Schauspieler Ruhm und Ehre zuthlil werden lässt, desto nirhr Intriguen m„s« er bestehen seitens jener Menschen, die sich seine College» nennen. Erlass m>r, all' das Bittere zu erzählen, dass ich in dieser Hinsicht in Hülle und Fülle erfahren habe. E« hat den Glauben an ideale Freundschaft zwifchen Kunstgenossen für immer zerstört, mich einsam inmitten all' der überschwenglichen Huldigungen gemacht. Ich sah nur zu oft die brennenden Vllcke drs Neides, mit denen man salbst die unschuldigen Vlmncn und Kränze nicht verschonte, die mir dies eine Jahr so reichlich gespendet." Gottfried hielt inne; sein klare« Auge verdunkelte ein düsterer Schatten; plötzlich richtete er sich hoch auf und das alte, gewinnende Lächeln erhellte seine Züge: «Doch die Kunst kann mir leine Erbenmacht raubcn; sie umfasse ich in unvergänglicher Liebe. Was Neid und Mißgunst betrifft, so muss ich mich mil des Dichters Worte trösten: „Lorbeer ist ein bilt'reS Vlall, Dem ber's misst und dem dec's hat!" Der junge Mime trat von dem Kamin zurück, da Lamberts Ellern, die Gras Gorden und feine Tochter bis zum Treppenftur begleiteten, wieder in den Salon traten. Sein Blick fiel auf den Commerzienrath, der den ganzen Abend sehr schweigsam war. und zrtzt, da das Llcht der Lampe voll aus seinen Zügen nilil>. bwch und abgespannt aussah. (Fortsetzung solgt.) Laibacher Zeitung Nr. 176 1510 3. August 1882. Zur Lage. Auch die Wiener Morgenblätler vom 1. d. M. widmen der Trie st er Ausstellung patriotische Begrüßungsartikel. Die „Neue freie Presse" schreibt: «Die großen Hindernisse, welche dem Zustandekommen der Ausstellung entgegenstanden. sind durch das vereinte Wirken der Oesterreicher aus allen Gauen des Reiches mit den Triestinern jeder politischen Fäibung und durch die Energie des Statthalters beseitigt worden. Die Arbeit wurde durch den Erfolg gekrönt und der politische Zweck, dem sie dienen sollte, ersüllt. Die Ausstellung ist die Illustration der untrennbaren Bande, welche Trieft an Oesterreich knüpfen, und der Zusammengehörigkeit des Festlandes mit der Küste, die währen wird, so lange Oesterreich besteht." „In hellen Contouren — bemerkt die „Wiener Allgemeine Zeitung" — tritt die Doppelbedeutung der heute zu eröffnenden Ausstellung hervor. Das seit 1849 reichsunmittelbare, nun nach einem städtischen Statute, das von den hervorragendsten Rechtslehrern als unvergleichlich freiheitlich bezeichnet wurde, verwaltete Trieft will es der Welt verkünden, dass es nach Ablauf eines halben Jahrtausends in-niger als jemals seine Angehörigkcit an das Habsburger Reich erkennt, und betont, und dass es die Freiheit, die ihm geschenkt wurde, zu sprechen und zu denken, wie es feiner Nationalität angemessen ist, mit voller Hingebung an Kaiser und Reich lohnt. Zu» gleich aber musste es ein wirtschaftlicher Wettlampf sein, zu welchem die Adria.Stadt anlässlich ihres Festes die Producenten der Monarchie aufforderte. Auf dem schmalen Landstreifen, der mühsam nächst der Via San Andrea dem Meere abgewonnen wurde, soll sich die Wechselwirkung zwifchen dem Reiche und der Arbeit der mächtigen Handelsstadt an der Adria zeigen." Die «Morgenpost" sagt: „Der heutige Tag ist ein Festtag für Trieft und für Oesterreich, denn heute findet die feierliche Eröffnung der großen in« dustriellen und landwirtschaftlichen Ausstellung am Ufer des adriatifchen Meeres statt, für welche feit Jahr und Tag die umfassendsten Vorbereitungen getroffen worden sind und welche in der That ein Welk zu werden verspricht, welches unserem einzigen com» merciellen Seehafen zum Sporne, dem Reiche aber zur Ehre dienen wird. Schon lange hallt durch alle Organe der Oeffenllichkeit, durch die Journale sowohl wie durch dle Bänke der Reichsveitretung der Ruf: „Es muss etwas für Ttiest geschehen!" Und Kaifer Franz Iofef war der Erste, bei dem diefer Ruf ein Echo fand und welcher Seiner Regierung den präcifen Auf» trag gab, alles irgendwie Geeignete vorzukehren, damit Trieft sich zu jener Stellung emporzuschwingen ver-möge, welche ihm kraft seiner natürlichen Lage von Rechtswegen gebürt." Die „Vorstadt.Zeitung" schreibt: „Man kann schon heute sagen, dass die Triester Ausstellung nicht blos ,in kräftiges Zeugnis der schönen Entwicklung unserer Industrie liefern, sondern auch die Macht und Wellstellung Oesterreich-Ungarns in achtunggebietender Weise repräsentieren wird. In den Wogen der Adria spiegeln sich die herrlichen, mit dem Besten, was wir haben, gefüllten Gebäude, ein Bild unge-schwächter Volkskraft, ein Beweis inniger Zusammengehörigkeit aller Reichslheile." Die „Deutsche Zeitung" bemerkt: „Die Be« deutung der Triester Feier reicht weit über die engen Grenzen des Gebietes der Hafenstadt an der Adria hinaus. Die heute eröffnete Ausstellung, aus allen Theilen beider Reichshälften beschickt, wird das Bewusstsein der Zusammengehörigkeit Triests mit dem Reiche kräftigen und in den Küstenbewohnern an der blauen Adria die Ueberzeugung verstärken, dafs nur in der innigen Verbindung mit dem Reiche das Heil und die Zukunft Triests liegt. Es war ein glücklicher Impuls, den Gedenktag der fünfhundertjährigen Ver» einigung der prächtigen Hafenstadt mit dem Reiche durch eine im großen Stlle gehaltene Ausstellung zu begehen, denn Triests Aufblühen und Gedeihen hängt mit der Pflege reichstreuer Gesinnungen aufs innigste zusammen." Die .Norddeutsche allgemeine Zeitung" beschäftigt sich in einem Wiener Briefe mit dem Ministerialerlasse, betreffend die Staatsprüfungen an der böhmischen Universität in Prag, und bemerkt: „Bisher äußerte sich die Taktik der Oppositionspresse gegenüber der Prager Prüfungs« Commifsions'Verordnung, durch die emem während der Reichsrathsverhandlungen über die Errichtung der czechischen Universität ausgesprochenen Wunsche der deutsch-liberalen Partei Rechnung getragen wurde, zunächst in dem gründlichen Todtschweigen der erwähnten Verordnung, denn mehr als ein paar Phrasen wurden einer Verfügung nicht gewidmet, die von einer tief einschneidenden Bedeutung für die künftige Regelung der Sprachverhältnisse der Monarchie ist und die Absicht der Regierung, die Stellung der deutschen Sprache zu wahren, in der glänzendsten Weise manifestiert. Nunmehr jedoch hat es die Opposition bereits unternommen, gegen diese Verordnung direct auf« zutreten, und dem Reichsrathsabgeordneten Dr. Ruß blieb es vorbehalten, diese Prüfungsvorschrift sowohl vom Standpunkte der Czechen als der Deutschen als tadelnswert zu bezeichnen. Das betreffende Schriftstück leistet, fo kurz es ist, in Widersprüchen das Unglaublichste; von entschieden falschen Voraussehungen aus« gehend, gelangt es zu ebenso falschen Schlusöfolge-rungen und macht auf den unbefangenen Leser den Eindruck einer gewaltsam abfällig construierten Kritik, die den Zweck hat, der Regierung auch bei einem Anlasse, der ihr die Anerkennung der Deutschen ein« tragen sollte, etwas Unangenehmes nachzusagen." Im weiteren Verlaufe des Artikels berührt das genannte Blatt auch die Regelung der Verhältnisse des a.alizi-schen Grundentlastungsfonds und constatirrt, „dass die Regierungsvorlage, um die es sich in diesen, Augenblicke handelt und die der oppositionellen Presse so viel Anstoß zu Recriminationen gegen die gegenwärtige Regierung gibt, auf denselben Principien fußt, welche die deutsch-liberalen Ministerien als die richtigen anerkannt haben. Der jetzigen Regierung gebüre lediglich das Verdienst, diese Frage neuerlich m Fluss gebracht und, wenn, wie zu erwarten ist, der galizlsche Landlag die Propositions der Regierung anmmmt, der Erledigung zugeführt und ein Rcchtsverhältnis ge< ordnet zu haben, defsen Regulierung dem galiz«schen Landtage sehr am Herzen lag und zu den sehnlichst ausgesprochenen Wünschen des Landes gehörte." An den Ufern der Adria, in dem blühenden Em« porium unseres Seehandels vollzog sich am 1. d. M. unter den Auspicien und unter persönlicher Theilnahme des erlauchten Bruders unsere« erhabenen Monarchen ein ebenso erhebendes als bedeutsames Doppelfest. Die Stadt Trieft begeht die Feier ihrer fünfhundert-jährigen Vereinigung mit den unter dem glorreichen Scepter der haböliur^ifchen Dynastie stehenden Königreichen und Ländern durch die Eröffnung einer Industrie« und Gcwl'lbc-Ausstellung, welche einerseits dem Geoanlen der Zusammengehörigkeit aller Völker und Stämme der großen österreichisch-ungarischen Monarchie Ausdruck geben, andererseits die Fortschritte veranschaulichen soll, welche der heimische Gewerbefleiß und dit heimische Landwirtschaft in den letzten Jahren gemacht haben. Groß sind die Sympathien, welche diesem pa< triotischen Unternehmen von allen Sriten entgegen« gebracht werden, und groß die Erwartungen, weicht sich an dasselbe knüpfen. Gilt es doch, neuerdings der Welt zu zeigen, eincslheils wlü enge und unauflöslich die Bande sind, welche nlle Glieder der österreichischen ^ Völkerfamilie umschlingen, anoerentheils wie berechtigt f der Stolz ist, mit welchrm die österreichische Arbeit und der österreichische Fleiß auf ihre Leistungsfähig' teit blicken dürfen. Darum sind denn auch heute all« Augen auf die fchöne Hafenstadt an der Adria g" ^ richtet, deren Blüte und Gedeihen in so überaus hohen« Maße von dem innigen Anschlüsse an die Gesamt monarchic abhängt. Im Handelsministerium wird bereits eifrig all der Feststellung der durch das Gesetz, betreffend die Einführung von Postsparkassen, nothwendig g? wordenen Verordnungen und Instruclionen für das >ll Wien aufzustellende k. k. Postsftarkasfenamt sowie fill die vom Handelsminister als Sammelstellen fiir Spal' einlagen zu bezeichnenden Postämter gearbeitet. Samstag und Sontag fanden unter dem Vorsitze Sr. Excellenz des Herrn Handclsministers mehrstündige BerathuNge" statt, welche den Entwurf einer Durchführungsverordnung zu obigem Gefehe zum Gegenstände hatten. Vom Ausland. Der Nusgang der französischen Min istel' Iris is lässt sich zur Stunde noch nicht absehen. M« darüber an Meldungen vorliegt, gründet sich auf Ve^ muthungen und Gerüchte. Eine Anzahl raoicaler Ä^ geordneter bot kürzlich Freycinet an, in der Kammel eine Demonstration für feine Friedenspolitik hervor zurufen, um ihm die Möglichkeit des Verbleibens ^ verschaffen. Freycinet dankte ablehnend, indem er A klärte, er wolle sich zurückziehen. Die Krisis inaHt sich übrigens in empfindlicher Weise geltend, da d>e diplomatische Korrespondenz mit Constantinoftel un>> anderen Mächten fast mnmterbrochen fortgeht. Allg^ meiner Wunsch ist, dass der Kriegsminister Billot aül seinem Posten bleibe, damit die Mil>tälorganisati»ll nicht ins Stocken gerathe. Außer den gambettistisch^ ^ Blättern greifen „Temps" und selbst „Sinle", da» ^ Organ Brissonl«, die Kaininer heftig an wegen del Verwerfung des Credites. Sie meinen, Frankrel^ dürfe seine Interessen in Egypten nicht im StiO lassen. Dass in dem zurückgetretenen MinisterM»! Meinungsverschiedenheiten über die in Eaypten zu b^ folgende Politik herrschten, wird heute von verjag oenen Seiten behauptet. Der Abg. Bernard Lavelg" ^ schreibt darüber im „Tclcgraphe": Als am 20. 3"^ dem Tage der entscheidenden Kammerdebatte, frtih allk Constantinopel die Nachricht eintraf, dafs die Conferw ! die Obhut des Suezkanales einem Syndicate der b< ^ theiligten Völker anvertrauen wollte, war Herr A ! Freycinet entschlossen, das Crediterfordernis zUl"? zuzichen. Er begab sich in den Ministcrrath A machte seinen Collegcn diesen Vorschlag. Die M". ^ helt des Ministerrathes lehnte ihn ab, und Herr v^ f Frcycinet fügte sich. Man versichert nun, dass eil»^ l Mitglieder des Cabinets Herrn von Freycinet ^ sprachen, ihm in der Kammerverhandlung zuHilfe s kommen und für den nachgesuchten Credit einzutret^' ^ In der Sitzung hat nun aber außer dem Conse^ Präsidenten kein Minister das Wort ergriffen, a"" nicht, als die Rede des Herrn Clcmenceau so dringt" Aus Bayreuth. ".,^ ^ Seltengange her ersichtlich, — doch, wer war's l' ' ^ ^ Nicht der liebe Meister selbst, der da in einem l>^ Ueberzieher über die Bretter, bis ganz vorne, ^ Mitte zueilt und nun halb lustig, halb ärgerlich .? i g.often Lärm willens Miene macht zu retirlelH, ^ Ach. wie still wurdrn sie alle und wie schnell aeh^ z ten dem Meister die entfesselten Geister! — Er ^ z der Schöpfer fo überwältigender Tonwerke, spra^ gsse die Künstler wohl gerne gekommen wären, man l" ^ sie jedoch entschuldigen, denn - sie seien nicht "^h in Toilette; und »mt einer schalkhaften M"'" ^jl ebenfo schalkhaften Bewegung wendete cr siH ^et des Weges zurück, denn für da« Bravo seiner ^Hel> war noch keine dämpfende Ueberwölbung ^l" ^ worden l > (Fortsetzung folgt.) ! Laibacher Zeitung Nr. 176 1511 3. August 1882. M Mck^"s^^"lchte. I» diesem Momente waren ^n A 7 °"^ H"^" von Freycinet gerichtet, berr te e??^ c^^ ^ nZ)t.'wahrschei.!ltch erw -l^^^f^»^^^ M« d.eser nicht Das 5^-^"^" wird unterm 1. d. M. qemeldet: das vmi !/r^"^ "^"! "" ^^" gegen 45 Stimmen burvs an ^'."""i ^kämpfte Amendement Sal.s. Ntu,m'.^^^ b« einem späteren Verlaufe der a"""b ^Gesetzentwurfes un. bVr ^M'"^ 3"^ ^"' Verkaufserlöse dem Grund-b der l ^ .""'^" so"' ^"^ Oberhaus hat ferner Amp.! ^'^^«rathung der Pachtrückstands-Äill das des M^"«^'^'^ z" ^rl.lel I.'dass e.n Gesuch b si^^r "" H'^e N"t Genehmigung des Grund-2n°mn? ^!^""!?' '"" ^" gegen ^ Stimmen Nme ? « ..^" ^'"una l)attc erklärt, die An-««We dl es Amcnoemenlö würde die Bill vernichten. clM./^"' ^b°"2 »ahm die infolge des Krieas- ° °, .^^'"' limkommensteuer nach lurzer De-erklär..^ ^bstlmmung an. Im Lause der Debatte llrok f.7^^ ^°"e gegenüber Ncwdegale. es wäre eine emws^r """' d" abgeichafsten Eingangszölle wieder emlllm,?, ' er bedauere ferner, dass das Jahre». euer '"« ^". ^"dert Pfund von der Hinkommen-EnMs, s^chlojsen sei. Falls die Operationen in Kosten ./i^ ^."^ hlnzlchen sollten, lünnle man die ^'^'"sst allem durch die Einkommensteuer decken, nahm d... «l".^^ b"'"i jodam. d.e F.nanzb.U und lljeaet.ln "''^ ""' "°"^ der Ema.a"gszull auf lüd'l.p, ?'' ausgenommen Cichorien und jene Veae-den 's ^ ?^ C.chorien oder Kaffee geraucht wer-per'bnii^c" ""^ eine Steuer von einem Penny ftan, ^" ?lu..d für jeden Artikel oder jede Sub-laut/ wi . ^ ^^e oder als dessen Imitation ver-nmo emgesuhlt wlrd. Jedes Palet solcher M>-dene.si?'^^?^ l>" ^lielte die Substanzen, aus _ll!!^besteht, verzeichnet haben. Zur Krisis in Vgyptcn. über ^" ^" ^^" TelegralNinen der deutschen Blätter Alt.tel d./"F "ach Wlen telegraphisch signalisierten die vm >. "c ' ^'ben wir noch die Stelle, dass «llier.i.. '^ blatte als Gewissheit vorausgesetzte kna a >, "^ ^" tllll.schen Truppen nl.t denen Arabls lchtvur r„^'"^n "ürde, entweder Ägypten den Ver-^vlilsin, ^elszug^en oder m eine Opposition oder Daruu» «"!" ^" tülkischen Truppen zu kommen." tatwn l5n , ^!" """ b'e ..Times", dass eine Coope-wenn i. ?l""d2 n„t der Türlei nur möglich wäre, lelbe l.,1^ ^ "." mäßiges Contingent sende und das-Vlatt dm. "Me" Oberbefehl stelle. Das genannte Namen <^< .2 '" ^en letzten Tagen wiederholt im und >st ^ 5 "?* °uf eigene Faust Politik gemacht gemeinen M^c^^°"'ett worden. — „Bei dem all-weide,' „^"^'^ Europas, Verwicklungen zu ve» sich ni'^t ' Interesse, welches England daran hat, gramnl d^ ^erelnsamen - sagt em Berliner Tele-ble e M„^. "^"u,. Ztg." — »st anzunehmen, dass auch We de V I'« lchlicßlich der Auffassung anschließen den oll^ ^l". d" Türlei mögl.chst erle.chten wer-^g zur'W^ .""^?." '^ """'"el)r e.ngejchlallenen ^pt^Äerzu?chr!!w"«' °"^" ""^""'^ '" ^Im?."^?" wirb aus Ulexandrien vom ^ll Abuk,, V"p^ert: "^" ""g"sl °«f die Forts Admiral ^ ^ verschoben worden, da der Khed.vc dem '"lch'ckm m?o?'^ ^^'" ^' "iam.l Pafcha h.n-!" etg,ben m ,?""^u °"""lt>eln z" lassen, sich d" Äbm "'s "^"?r! ^">er ^ch.llt sruchllus. so wno l'che No/p ,^"" Äumbardemenl schreiten. Eine amt-"lt de« «!5 n ' ^^ ^^ ^^edlve allen Versuchen, ^NMlchs ^ l . ^ untelhandeln. fernsteht. Der ^nnra^°"l"l '" Pmt-Sa.d halle den Contre-!?^"er. weick" .-^^""'' ^"' Äeruh.gung der Em. ^"ä«bun,Vn 5 ''? '"^e" der drohenden Haltung der sehen. Da , !^' ^'"' Marinetrnppen ans ^and zu bestimlnte t,.«^ c ^ Herr v. Ltssrps »ns Mltlcl und Voraus s^. ^'lul, seinen Antrag zurückzuziehen, fesche I'' 5"b. Pascha Herrn v ^.sscps eine !" hatirn d«s« . ^" er ihm dasür danlle, velhinderl "treten. 'k>„7 ^e'/'^ Truppen den egyplischen Boden öu Arab, i/i ^Zeps steht in direclen Beziehungen ""« h.r ,B ^^!^ des Herrn v. Uessep, ^ftellle^Priv^.':^'"'". "bendpost" zur Verfügung ^"U entnehmen ^ °us Port. Said vom I^ten ^um guten H,"l^ "^nde, auf das dortige ttloste. ^ drangen ^ ''H'" '" ^"- ^er der Vch^' lranzo l>che 6°"sul und der Befehls- t.!« "uln PeN ^a^^ Juni daraus dass "2 Nolhwe N ?."/aa w den Dienst dcs Hosp». ^ertla^,. A /eschranlen und d,e unsrrer Obhut ^"Wandllchaft '^ ' "'lche »och "g^'d jemand ihrer Mi!'»''' k'md wel^ Ä " ^"^Uen sollte». D.e 'm^ 'inverleibt ,I «^ ganz verwaist unserer Fa- Suez und Kairo glaubten sich, unbegreiflicherweise, weit sicherer als wir ui.d dachten deshalb weder ans Fortgehen, noch an die mindeste Vorsichtsmaßregel. Als nnn der verhängnisvolle Tag der Beschießung Alexandriens herankam, wurden die betreffenden Con« suln besorgt um ihre Schutzbefohlenen und zwangen sie, sozusagen, in letzter Stunde vor dem Vombarde« ment znr Flucht, so dass die armen Schwestern zur Bahn eilte,,, ohne auch nur das Nöthigste zur Reise mitzunehlm'n. So kamen sie bei uns an, um sich einzuschiffen. N'lch dem Bombardement blieben in Kairo noch 20 Schwestern, 10 Magdalcnen und 35 Waisen und Büherinnl'li, in Suez IA Schwestern und K Kinder. Als abcr am letzten Sonntag (u;. Juli) vom Khedive die Erklärung lam, dass Arabl Pascha nur als Rebell zu betrachten sei, dem niemand gehorchen solle, stand zu befürchten, der Exminister werde nun seinem Hasse gegen die Europäer leine Grenzen mehr setzen. Diese Befürchtung stellte sich leider als begründet heraus, denn alsbald überfiel eine beutegierige Horde Kairo, um auch dort die Scenen vom I I. Juni zu wiederholen. Unsere armen Schwestern sowie die Francis-canerinnen, die Franciscaner, Jesuiten und Schul» brüder mussten nun unter dem Schutze des italienischen Consuls und von zahlreichen Polizeiwachen begleitet, ans die nach Ismailia führende Eisenbahn gebracht werden. Auch diese Colonie kam mit leeren Händen, ihre schönen Klöster der „Großmulh" der Muhame-daner überlassend. In Ismallia wurden die Flüchtlinge von einem französischen Kriegsschiffe abgeholt und werden diesertage aus dem Traniportdampjer „La Sarthe" nach Frankreich gebracht werden. Die Leiden der Emigranten sind laum zu be-schreiben. Aus Schiffen, die fönst 300 bis 400 Per-sonen aufnehmen, findet man deren 1200 bls 1400 angehäuft. Die meisten haben weder Wäsche noch Kleider zum wechseln; an Bettrn oder selbst nur an Kissen dlitfen bloß diejenigen denlen, welche solche mitbrachten oder theuer bezahlen lönnen. Der französische Contre-Adlniral Conrad und seine Ossicier? schenlrn uns die glößte Aufmrrlsamleit. Gestern sah ,ch den Admiral, und er wiederholte uns das Versprechen, unsere Niederlassung zu schützen und, wenn nur »rgcnd möglich, aufrechtzuerhalten. Unser Waljcnhaus wird, salls ?s znr Besetzung lommt, wahrscheinlich als Posten und Kaserne benützt werden." Ueber die Leistungen des Telegraphen vor Alexandrien wud der „Wiener Abendpost" geschrieben: „Vor Beginn des Angriffes auf d»e Hafenforts von Alrxandrien wurde das eben un Rothen Meere mit der Ausbesserung eines nach Bombay führenden Kabels beschäftigte Kabelfchiff „Chlltern" der „Eastern Telegraph Company" bchuss Sicherung der Telegraphen-Verbindung zwischen London und der Flotte nach Ale-xandrien dirigiert. Dasselbe nahm dort die Enden der aus Europa einmündenden Kabel an Bord und etablierte sich als schwimmende Krlegstelegraphen-Stalion der englischen Flotte. Zur Charakterisierung der Schnelligkeit und Pünktlichkeit, mit welcher von dieser Floltentcleglaphcn.Station der Telcgraphenoienst besorgt wulde, führt der „Standard" an, oafs das Telegramm, welches den Brginn des Bombaldemenls meldete, am Dienstag, den 11. Juli, um 7 i/hr 40 Mn. vormittags vom Schiffe ..Invincible" vor Alexanonen abgesendet worden und um (i Uhr 5 Min. vormittags in London eingegangen sei. Be» Berücksichtigung des Zeitunterschiedes zwischen Alexandrien und London, der imhezu zwei Stunden blttägl, ergibt sich somit eine Btförderungszcit von nur 2i> Minuten. Die Londoner Abendblätter desselben Tages waien inlsta'i<,e, die kriegerischen Ereignisse vom Vormittag chrem Publl-cum in ausführlichen Telegrammen zu beuchten. Nachdem die Land-Tllegraphenvelbindling zwifchcn Alexandrien und Suez feit 12. Juli unlelblochen ist. werden Telegramme von dem lel/teren Orte nach Ale-xandrien über Bomday, von da mittelst der indo euro, päischei, Linie durch Persten nach London und von dort nach der Fwttenstaiion uus der ..Chiltein" be-fördert. Mit Rücksicht auf die hohe Wichtigkeit der auf dlchm Flihlzlngc eingelichteten Telcgraphcnstation wird dasselbe von einem eigenen Kriegsschiffe bewacht, welches unausgesetzt rund um die „Chiltern" zu lieu-zen hat." Die am 1. d. M. in Wien eingelrossenen Tele. gramme über die egyptischen Angelegenheiten lauten: London. 1. August. Das Unterhaus nahm gestern mit 140 gegen 23 Stimmen den Antrag der Regieinng an. dass die Kosten der indischen Ezpr'dllion nach Egypten aus den indischen Einlünslen bcstrltten werden, nachdem die Regierung lhren ursprünglichen Antrag dahin abgeändert hatte, dass die zulünsligen Beschlüsse des Hauses daniber vorbehalten bleiben. Constant inopel. 3l. Juli. Der russische Geschäftsträger erhielt Instrnllio»en bctrcfss der Con-ferenz. Obwohl über dieselben nichts vcilaulet. so will man doch in politischen Kreisen den Austritt Russ-lands aus der Conferenz und demnach das Ende derselben voraussehen. Alexandrien, 1. August. Der Khedive hat Schritte gethan, um 200 Italiener und andere Polizei« Mannschaften für den Polizeidienst in Ulexandrien zu gewinnen. — Neben Derwisch Pascha werden Mulhtar und Fuad Pascha als Befehlshaber der türkischen Expr< dition für Egypten genannt. Hagesneuigkeiten. — (Personal Nachricht.) Se. Excellenz drr Herr Reichs - Kriegsminister FZM. Graf Vylandt Rheidt ist am 31. v. M. aus Sauerbrunn in Wien angekommen. — (Trauung.) In der Ortslirche zu Hiehing fand am 3l. v, M. morgens li Uhr die Trauung des Herrn Professors an der l. l. Akademie der bildenden Künste Hans Malart mit Fräulein Verthu Linda, der früheren Prima - Ballerina der l. l. Hosoper, statt. — (Wieder ein UnglückSfull auf der Raxalpe.) Aus Reichenau wird der ,.D. I," vom 3l, Juli gemeldet: ,E>n junger Franzose, wie es heißt ein höherer Beamter der Locomotivfabrll in W" Neustadt, stieg mit mehreren anderen bei dichtem .. am Samstag in der Abenddämmerung von der Naxalpe ab. verlor seine Gesührten und ward in der Nacht, als ein Wollenbruch eben niedergleng. von einem Kräuter suchenden Bauer in einem Abgrunde mit gebrochenem Fuße aufgefunden. Der Bauer hüllte den Äewujetlosen in Zerbenzwclge und trug ihn auf feinem Rücken ins Thal hinab. Der Zustand des Verunglückten ift heure ein befriedigender, das Vewujttfein «ft theilweife zurück-gelehrt, und er übergab mit heißen Danlesworten feinem Lebensretter ein bedeutendes Geldgeschenk." — (Selbstmord von Braute n) Aus TrencSin wird dem „Fremdendlalt" geschrieben : Freitag halb 2 Uhr hat sich Fräulein Anna CSaßla, die künftigen Montag ihre Trauung mit dem hiesigen Gymnasialprofcssur Herrn Ianovsly hätte feiern sollen, mittelst emeS Pistolenschusses durch den Mund rnlleibt. — Die in Essegg erscheinende „Dräu" berichtet: Ein blühendes, junges Mädchen, noch nicht 17 Jahre alt, die Tochter des Bahnhof'RestnurateulK Herrn Paradeiser, hat ihrem Lcbcn durch einen Nevoloerschuss ein jähes Ende bereitet. WaS daS lebensfrohe, schöne Kind zu diesem un» seligen Enlfchlusse getrieben haben mag, ist absolut unerfindlich. Sie war die Braut eines Vramten an der hiesigen Station der Alföldbahn. Pfiiunen, die noch kurze Zeit vor der Katastrophe mit dem Mädchen ver-lehrten, veisichern. dass an demselben nicht die geringsten ' Vorzeichen der verzweifelten Absicht zu bemerken ware» ttnapp vor 7 Uhr abends hurte man aus dem ^ wellc des Stationsgebäudes einen SchusS, und alb dem Zimmer zueilte, au» welchem die Detonation er« jchollen war, sand man das Mäochen mit durchschossener Schläfe zwar noch lebend, aber bereits bewusstlos in seinem Blute liegen. — (Oftser der Pflichttreue.) Vor einigen Tagen ift auf der Gotthardoahn beim Eingänge deS Polmeng0'Tll,,nel« ein Bahnwärter auf traurige Welse umS Leben gekommen. Kurz vor Anlunft eines Eisen-bahiizugeS war ein FelSftücl auf die Linie gestürzt. Der Vcih»wärter sprang h>nzu, um eS von den Schienen zu entfernen, was ihm auch gelang; er selbst aber wurde von den Rädern der Locomotive elfafSt unc» zerma.mt. — (llarmen Sylva.) Vor lurzem wurde im Klofter Sinaia, der Sommerrcsidenz deS rumänischen KünlgSpaareS. eine Mädchrnjchule eröffnet, welche den schrislstellerijchrn Namen der König»« von Rumänien, „Carmen Sylva". trägt. — (Stapel lauf.) Wie man drr ..Presse" auS Venedig meldet, ift daselbst der „Amerigo Vespucci", ein im dortigen Arsenale erbauter gepanzerter Kreuz» fahrcr von 7« Meter Länge. 1^ Meter Breite u»o 5>000 Pferdelraft. glücklich vom Stapel gelasfen worden. Dic derzeit in Venedig weilende Königin fungierte als Taufpathin. ^locales. Dic Eröffnung der Crieftcr Ausstellung. (Originalbcrichl drr „Laib. Ztg.") Am 30, September d. I werben es 500 Jahre fein. dass Hrrzog Leopold 111. von Oesterreich die Hul< digungSacte unterzeichnete, mit welcher rr baS Anerbieten der Stadt Trieft, dieselbe unter seine Schutzherrjchaft zu nehmen, annahm. Vor diesem Zeitpunkte waien die Geschicke TriestS permanent drin Kampfe der um die Herr» schaft auf dem Meere rivalisierenden Mächte ausgesetzt; denn. was Venedig erbaute, zerstörte Genua, und unter solchen Verhältnissen war die Stadt nahe daran, dem ^luine entgegenzugehen. In dieser schwierigsten Epoche der Geschichte TriestS blieb der Hilferuf an den mächtigen Patriarchen von Aq»>leja ungehint, und der Äe< Herrfcher der damaligen NölUgin drr Adria konnte den schnhbedütjtigen Vewohnern von Trieft nur den Rath ertheilen, sich an Herzog Leopold 111 zu wenden. Seit dieser Zeit blieb Trieft, mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung nnter Napoleon 1, ununterbrochen unter dem Schuhe der habsbnrgischrn ttrone, Der österreichische Adler war eS. der Trieft sorgfältig unter seine Fittige barg und unter drssen sicherem Schuhe die Stadt zu Grüße und Ansehen empoidlühte. WaS einst Aquileja und Venediz für den Seehunde! waren, heute ift e« Laibacher Zeitung sir. 176 1512 3. August 1UU2. unser nachbarliches Tries!, das im vollen Newusstsein der unauslöschlichen Dantbarkeit an Kaiser und Reich, deren Mumficenz in den letzten fünf Jahrhunderten das mächtige Emporium an der Adria schufen, sich anschickt, seine unverbrüchliche Treue zu Kaiser und Reich auch durch ein äußeres Zeichen an den Tag zu legen. Die große Industrie» und Agriculturauöstellung soll Zeugnis davon ablegen, dass Trieft wirtlich jene blühende Stadt ist. als welche man es weit ui,d breit knnt, sie soll aber auch welters den Zwlck erfüllen, der in letzterer Zeit durch den allgemeinen wirtschaftlichen Niedergang eingetretenen Handelsstockung wieder emporzuhelfen. Seine kaiserliche Hoheit der Herr Erzherzog Karl Ludwig, der eifrige Förderer und Schirmer unserer Industrie, übernahm das Protectorat der Ausstellung und eröffnete sie persönlich am 1. August. Wir müssen offen gestehen, dass wir selten noch unserer Reportetftsticht mit so freudiger Gemüthsstim» mung nachgiengen, wie bei der Eröffnung der Triester Ausstellung. Der Courierzug der Südbahn, mit dem auch Se. lalserliche Hoheit der Herr Erzherzog Karl Lud-w i g und Se. Excellenz der Herr Handelsminister Pino fuhren, brachte uns nach nicht einmal dreistün« diger Fahrt nach Nabresina, in welcher Station Se. kai« serliche Hoheil ausstieg und ein kleines Frühstück serviert wurde. Nach einem Aufenthalte von 18 Minuten setzte sich der Zug wieder in Bewegung. Es war ein herrlicher Anblick, als wie des Meeres ansichtig wurden, in dessen silberheller Flut die wundervolle Bläue des südlichen Himmels sich spiegelte. Die Beleuchtung des großartigen Panoramas war eine überaus vortheilhafte, und man hatte bis zum großen Thurme von Aqmleja und zu den an der iftrianischen Küste gleich Adlerhorsten eingepferchten Häufern vollständig klaren Ausblick. Auf der Seefläche wimmelte es von Fahrzeugen der verschie« densten Art und jeglicher Größe. Die kleinsten Fischer-barken, nicht größer als Nüsse aussehend, tummelten sich mit geblähten Segeln auf der sanft bewegten See; stolz ragten die gewaltigen Masten der Kauffahrteischiffe aus dem alten und neuen Hafen empor, im Hinter« gründe aber sah man die in der Bucht von Muggia ankernden colossalen Kriegsdampfer. Als der Zug am fecnhasten Schlosse Miramar vorüber brauste, erdröhn« ten vom Castelle die ersten Salutschüsse, die Schiffe im Hafen, auch die ausländischen, zogcn ihre Flaggengala an, und was ein jedes an Wimpeln, Parade« und Signal» sahnen mit sich hatte, wurde aufgchisst, wobei auch der Leuchtthurm leine Ausnahme machte, der in seiner har» lelinartlgen Adjustierung beinahe scherzhaft ausfah. Um 8 Uhr 10 Minuten fuhr der Zug in die Halle des Bahnhofes ein, dessen Perron mit exotischen Gewächsen und Blumen geziert war und auf dem sich Ihre kaiserlichen Hoheiten die Herren Erzherzoge Ludwig, Salvator und Stefan. Se. Excellenz der Statthalter Varon de Pretis, Feldmarschallieutenant Baron Schönfeld, der hochw. Bischof Glavina, Contre'Admiral Pauer. der Bürgermeister Bazzoni. Ausstellungspräsident Reinelt u. a. zur Begrüßung eingefunden hatten. Se. kaiserliche Hoheit Herr Erzherzog Karl Ludwig nahm eine kurze Ansprache des Bürgermeisters in italienischer Sprache, die er italienisch er» widerte, und eine deutsche des Ausstellungspräsidenten, die er deutsch erwiderte, entgegen und fuhr an der Seite des Statthalters zum Regierungsgebäude. Sobald das vor dem Bahnhofe >n dichter Menge angesammelte Pu» blicum des Herrn Erzherzogs ansichtig wurde, brach es in stürmische Eoviva-Rufe aus. die sich während der ganzen Fahrt weiterpflanzten. Alle öffentlichen und Con» sulatsgcbäude waren beflaggt und an der Riva wlhlen auch von den meisten Privathäusern Fahnen in den österreichischen Farben, während vom Caftelle und Re-glerungsgebäude kaiserliche gelbe Fahnen mit dem schwarzen Adler flatterten. Längs der Riva, vorbei an dem Walde von bunt» bewimpelten Masten der Schiffe, drängte alles zum Aus-slellungsgebäude, wohin auch die Pferdebahn führt. Um U Uhr schon begann die Auffahrt der Festgäste. denn nur solchen war der Eintritt zur Eröffnungsfeier ge« stattet. Wagen folgte auf Wagen, in denen sich die gesammten Honoratioren Triests, alle im schwarzen Kleide mit weißer Cravatte, die Damen in den elegantesten Sommertoiletten, befanden. Punkt 10 Uhr kam Seine kaiserliche Hoheit Herr Erzherzog Karl Ludwig mit dem Statthalter angefahren. Bürgermeister Bazzoni fuhr voran, und im dritten Wagen sahen Ihre kaiserlichen Hoheiten die Herren Erzherzoge Ludwig und Ste« phan. Als der Herr Erzherzog Karl Ludwig den Auistellungsplah betrat, intonierte die am Eingänge postierte Militärkapelle des Regiments Hess die Bolls« Hymne, und das Ausftellungscumlte, darunter die Mit' glieder des ungarischen Comites in reichen National« costümen, schritten dem Erzherzoge entgegen. Dieser begab sich in den die Hauptgebäude überragenden Kaiser« Pavillon, welcher höchst elegant eingerichtet ist. Im Salon deKstlden steht eine rothe Damastgarnitur, die Wände sind mit üuherst geschmackvollen Gobelins geziert, und das anstoßende Arbeitscabmet, in dem ein Dejeuner serviert wu«de. enthält gleichfalls die prächtigsten Ein« tichtungsstückt. D«r H«,r Erzherzog trat auf die Terrasse des Pavillons, auf der d« zahlreichen Festgäfte unter Hellen Plah genommen hatten, und nahm die Ansprache des Ausftellungsprüftdenten entgegen (die wir an anderer Stelle bringen). Es mögen gewiss schon großartigere Ausstellungen eröffnet worden sein, als die Triester, allein imposanter dürfte sich die Eröffnungsfeierlichkeit bei leiner gestaltet haben, als bei dieser. Man denke sich das weithin am Meere auslaufende Gebäude mit seinen festlich geschmückten Hallen und Pavillons; längs der Riva hat unter Zelten die D'menwelt von Trieft in glänzender Toilette Platz genon.l..en, lange Reihen von geschmückten Fahrzeugen schaukeln auf der spiegelglatten See unter dem azurblauen Himmel, und in lleiner Entfernung von diesen drei gewaltige Kriegsschiffe. Im Norden bis Miramare und Duino, im Säten bis zu del Landspitze von P>rano kann das Auge schauen; weithin erschallt der Donner der Geschütze, und in diesen mengen sich die Klänge der ^ Vollshymne und der Iubelruf der freudig erregten Menschen; fürwahr, der Moment wird allen, die an der Eröffnungsfeier theilnahmen, in unvergesslicher Erinnerung bleiben l (Schluss folgt.) — (Se. Excellenz der Divisional FM2. Georg Ritter von Stubenrauch-Tannenburg) hat sich gestern vormittags 12 Uhr mit dem Zuge der l. l. priv. Kronprinz Rudolfbahn zur Feier des 200jährigen Bestandes der Errichtung des Infanterieregimentes Leopold II. König von Belgien Nr. 27, wel-cheS der XXVIII. Infanterle'Truppendivision angehört, nach Klagenfurt begeben. — (Von der Triefter Ausstellung.) An-lässlich des ersten Rundganges am Eröffnungstage geruhte Se. l. und t. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Karl Ludwig unter andern auch — wie man uns aus Trieft schreibt — den hiesigen Möbel« tischler Herrn Ioh. Mathian, der bekanntlich eine Spe>sezimmer»Elnrichtung ausstellt, mit einer Ansprache auszuzeichnen; der hohe Erzherzog.Protector fragte denselben, wo die Einrichtung gemacht, aus was für einer Holzgattung und ob diese gebeizt sei? Auf die erhal« tcnen Auilünfte erwiderte Se. l und k. Hoheit, dass ihm die Einrichtung, welche sehr schön und geschmackvoll sei, sehr gut gefalle. — Als Vertreter der hiesigen Handels« und Gewerbetammer wohnten der Eröffnungtzse»er der Triester Ausstellung die Herren Kammerräthe Kordin und Zenari und der Secretär Murnik bei. — (Der gestrige Zwiebel markt), wie er aulässlich des Portiuncula.Festcs jedes Jahr auf dem Kaiser.Iosef-Plahe abgehalten wird. war sehr zahlreich von Zwiebelhändlern besucht. Zwiebel und Nnulilauch sind yeuer eben vorzüglich gerathen, daher hatte d>e Ware einen sehr geringen Preis. Drei Klänze Zwiebel kosteten 5 kr., während im vorigen Jahre ein Kranz 3 kr. kostete. Trotzdem blieb noch sehr viel Wacc gegen Abend auf dem Platze, und die Greisler hatten ihre Ernte, da die Zwiebelmassen um jeden Preis Von den Verläufern losgeschlagen wurden. »x- — (Taschendiebe,) Anlässlich des gestern dei dem WW. EE. Patres Franciscanern abgehaltenen Portlunculafestes hatten sich die Taschendiebe zahlreich eiiigefunden. Die Polizei verhaftete in der Franciscaner-lirche 6 männliche und einen weiblichen Taschendieb. Ein männlicher Taschendieb hatte einem Landmanne die Tasche aus dem Rocke ausgeschnitten und demselben einen Geldbetrag und ein Spartassebüchel gestohlen. Das letztere fand man noch beim Taschendiebe, der Geldbetrag war bereits von demselben in andere Diebshände übermittelt worden. -x- Neueste Post. Original'Telegramm der „Laib. Zeitung." Constantinopel, 2. August. Die Antwort der Pforte auf d,e Mittheilung Lord Duffer,ns betreffs einer Cooperation Mil den türkischen Truppen und der zutlinsllgen Maßregeln für Egypten, sowie betreffs Erklärung Arabis als Rebell, — besagt, dass eme dlrecte, unabhängige Action der Türkei vorzuziehen se». dass die Pforle stets die Mitwirt'ng der Mächte nachgesucht habe, dann dass die Erklärung Arabls als Rebell erst nach Landung der türkischen Truppen in Egypten wirksam erfolgen tonne. Voldogfalva, 1. August. Ihre k. u. k. Hoheit die Kronprinzessin hat heule m Begleitung der Gräfin Pälfsy einen längeren Spaziergang auf dem Wege nach Szacsal unternommen. Zu Ehren der Anwesenheit Ihrer l. und l. Hoheit wird in der Umgegend der Ruinen von Kolczvar eine Adlerjagd veranstaltet werden. Äoldogfalva, 2. August. Kronprinzessin Erz« Herzogin Stephanie fuhr gestern lurz vor 5> Uhr nachmittags unter dem Geleite des Vicegespans Aarcsay auf der Puyer Landstraße bis zum Cjupjaer Walde. Ihre kaiserllche Hoheit faß mit der Eomtesse Pälffy in der Gala-Equipage des Grafen Teleti; im zweiten Wagen folg'en Obeisthofmelsterin Gräfin Noslitz und Obcrsthosmelster Graf Bombelles, im Wagen drs Vice-geipans saß Dr. Lanyi. Um halb 7 Uhr abends lehrte ine Frau Kronprinzessin in das Schloss zurück. Am Donnerstag findet dle Excursion nach den Kolcsvarer Rumen statt. Trieft, I.August. Nach dem Galadiner bei eintretender Dunkelheit „ntelnahm Se. l. und k. Hoheit Erzherzog KarlLuowig auf dem Regierungsdampfer „Pelagosa" eine Rundfahrt im Golfe und in der Äucht von Muggia. Sämmtliche Kriegsschiffe und Lloyd-dampfer waren mit Lampions festlich gefchmückt, und unzählige illuminierte Barken und andere Fahrzeuge gaben ein reizendes Bild. Das Casemattschiff „Erzherzog Albrecht" beleuchtete die Umgebung meilenwelt mit elektrischem Lichte, nnd ein von zwei Fahrzeugen abgebranntes brillantes Feuerwerk erhöhte das Fest zur Feerie. Die Riva der Ausstellung war von emer dichten Menschenmenge besetzt, welche das Lied: „O du mein Oesterreich" und den Rakoczy«Marsch auf da? lebhafteste acclamierte. Als sich die „Pelagosa" mit dem Herrn Erzherzoge Karl Ludwig näherte, wulde die Vollshymne lütomert und frenetisch applaudiert. Das glänzende Fcst endete um 10'/, Uhr, um welcht Zeit sich Se. l. und k. Hoheit in das Statthalter«!-Gebäude zurückbegab. Eine brillante Barte, eine Kaiserkrone, aus Lampions gebildet, darstellend, fnhr volN Lloyd'Arsenale zum Molo. Linz, l. August. Der zu Ehren Ihrer k. und l. Hoheiten des Herrn Erzherzogs Friedrich und bet Frau Erzherzogm Isabella aus Anlass deö morgigen Negimelltöjudlläums veranstaltete, aus K(X) LalN-plons- uno Facktlliägcrn bestehende Fackelzug ist prächt's ausgefallen. Das Officierscorps überreichte Ihrer k. unb t. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin ein herrliches Äouquet aus weißen und rothen Rosen« Das durchlauchtigste erzherzogliche Paar wohnte den> Zapfenstreiche vom Äalcone aus bei. Eine große Volts" menge füllte dle Straßen. Li nz, 2. August. Trotz leichten Regens fand heute die Fahnenweihe des 18. Infanterieregiments in solenner Welse statt. Die Feier, z" welcher das Regiment unter dem Commando Sr. l. UN" t. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Friedrich ausgerückt war und bei welcher IYlt l. und k. Hohclt die durchlauchtigste Frau Erzherzog'" Isabella alö Fahnenmutter fnngierie, nahn, in Ä»' Wesenheit jämmlicher Diiiintäre emen glänzenden Äel' lauf; Feldliijchof Dr. Gllischa hielt eine ergreisende Ansprache, in welcher er die patriotische und christl»^ Bedeutung der F(.ler hervorhob. Se. l. und l. Hohelt der Herr Erzherzog Friedrich hielt in deuljch^ und bohmlschel, Sprachc line Ansprache an die S«^ baten, welche begeistert aufgenommt!« wurde. Z^ Schlüsse defilierten oie Tluppen vor Ihrer t. UN" l. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogs Isabella. Hzernowih, 1. August. Der Landtag wlM heute mit einer Ansprache des Landeshauptmanne», der ein dreimaliges, uom Hause begeistert aufgeno^ menes Hoch auf Se. Majestät den Kaiser ausbrachte, eröffnet und vom Lanoespräsidenten im Namen dtt Regierung begrüßt. Dle Vorlagen wurden ocn AU? schüfsen zugewiesen. . Petersburg, 1. August. Der bisherige ^ der Moskauer Polizei GM. Ianlowstl wurde ^ Stclle des GM. Protassow.Äachmetjew zum Gliuo" neur von Astrachan und Hetman der AstrachanM'' Kosaken ernannt. Handel und Volkswirtschaftliches. Uaibach, 2, August. M,j dcm heutigen Marlte sind A schienen: 16 Wagen mit Getreide, 9 Wagen mit heu ^ Stroh und 20 Wagen mit holz. Durchjch « ltts . Preise. Ml«.- na," M^M ft,,ll, sl, lr,^ ft,j ll, L>> Weizen pr. heltolit. 7 W w ll^ Verstorbene. zs. Nen 2. August. Iuhcmn Dulinar, Tischler, d. z A Hl» ling. 24 I, Castcllgasje M, 12 (Vlmshaus). LllngcnschnMl^- ^ «"3 " " __^^s 7U.Mg. ?:l7-4l) ^.10 1 windstill ganz bew- 0^ 2, 2 ^ H. , 7.'i7^<1 -l-^7 ^>iO. mnszin theilw, bcw- M' 9 . Nb.! ?!i72<) ^1'.>:l 1iO, schwach zicml. bcw. ^H-Nnch ü Uhr morneiis schwacher Regen, tagsilb"^ z<< selndc Bewölfung. nurmale Wärme. Das Tageemll Wärme -i- 1'^ 7", um 01° unter dcm Normale. ^^^^ VerantworUicher Redacteur: Ottomar VaM^ 1513 Course an der Wiener Börse vom 2. August 1N82. ^a« b«, ossic<^ Cour«b,atte > ^. """ «eld «lave Stants-Anlehen. N«^,'.:.......,"" "« N:>^^«°le- «°^'«75i«o,l N« """'" - '«)" 17,-172„ «»«.Voldr^e^. . . . .1,5... ,„,.5 «rnndentl.-Obligationen »°/, fiebenbiirgischt.....99 — !»« 75 5°/„ Icme«var.«an»ler . . »» — l»!» l'O 5»,, ungaiilche......»e?« 9« — Andere öffcntl. Nnlehe». Donau-Meq-Vose 5»/« 100fi. , >K — lit 5t bto. «nleche 18?». steurrfrel . IU3 50 104 — Nnlehtn b. Stabtgemeinb« Wi«n >05 5« i»4 — NnllytN d, Vtadt^emeinbe witn (Silber °d« Vold) . . . . l«3 — l«4 — PlämilN.«nI,d.Stablgem.Wi«N »« « >«»(» Pfandbriefe »»25, blo. in 5<, „ „ <«/, . »3 8l» »<-3<, bt«. Prämien.NchuIdveischr,»'/» Il»a "t loi'— Ölst, Hyprlhclcnbanl l«j. z'/,'/« 't«' >" ^-^ O«ft, ung, Vanl verl, .V/o . . »'-<» »"> il,i'io bl«. , 4>/,"/u . . l0) ».'» 10> l0 d«0, , 4"/„ . . »bw !>«'10 Ung, allg,Vob«nclebit-Uclilngll, in Vest in 34 I. verl. 5'/,"/» . »8 75 — — Prioriiäts - Obligationen. (für loo fi.». «lisabcth^Wcstbadn ,, <«mi»s>en «9 eo U!» »0 hcldinand<<'Nold>,ahn in Silb. w« — — — Manz ^olij.Bavn.....»0l 5,0 lvl ?l^ <,^al>z, Nahn , G«!d Ware Otstnr, M»ldN!«ftbah» , . , .!i0» «n >o< — S'tbenbülgtt......., <»« i,u ;<2 «n Slaat«b«hn l, Vmlssto» . . .!ik« — >xzüs> blldbahn «^ 3"/,......l»2 75 1»» 25, „ ^5>",,......Ils-ka l,ü 75. Ung..gali,, «ah».....,4,5 »4 ?l> Diverfe Lose «llary.l'olt 4N st....... —— ^ _ <"/<> Donau.Dcimpfsch. il,9 — ll<> — Osenel ?e Vanl Nctien (pc, Glü5). «nglo'veficlr, Vanl 120 st, . , ,»l-bo l«l — V«nl.«clellich«lt, Witn« i«st.---------------- Vanlverrin. Wicner, ,o«fi, . . !,«>?» 1,3 — »dnci. «nst., Otft.zl0ost.«.4o"/, ll.11 — «^ — «rbt, «»st. <, Hand u. G, ,«» ft. 3l8 «o »l» W l!rt>t..»lnft,, «llll. Ullg. ,00 fi. , 3»» 7.', «I! »5 Dcposilcnb,, >llg, lluo st. . , . ^o« ^b 20U ?h 2«compte«Ges., Niedelöst, 500 st. 87b — 8»s> — Hypolhtlcnb., öft. »«o fi. 50"/n«l. — — — — i!änt>crbllnl öfi, !iUl»fi. G. 50°/,«. — — —-— Ocfierl.Ung, Vanl.....8»? — 829 — Uinonbanl i(»u fi......lli»- I5N l«! ^2>il »M„, !<0 st, . . >4ß'.- >4, 175. -- I?b5- »uIfi»,.Tt0l,«!lenb,,«>st.»Vl,---------------- »öhm, Mc>tbb»bn 15U st. ... 174 l>!» l?5 — «vestbohn ^c»0 st. . . , .11« - »14 — »uschtiehradn Li — Drau.t»fi.S, — —------- Duf.it'o^lndach««, «»oofi.G,---------------- «llsllbtlh.-Vahn 200 st, LM. . , 213 50 ,14 - „ i'lN^Vudwei« ilUO st. ... 1»^ ?,'. il».1 ll> „Slzb.lilol III,st,G, I«!,?f. i«3 ,i< Y«l^inant>»°Noibb, Il>«> st. sM, »700 »705, Franz Zo!csc!ft,S »^! —«2 — »«lz.Kall i'udwig.« zenost. LM, »21 — »21 oe Vla»>«östachtlw,. I»Ny lkiscn- tahN'Gesell. «Wst. b W, . , 173--l?3 5» ttohd, öft,-una,,< Trieft s.<»0st, xou fi, Silber . 2,x ^ü 2»4 7b Prag Dufcr Liftnb. I50st.Sllb, «»!,(, «1>— Mudols. V»hn «c»U st, Silber 16?-?K I«»-2l> kllbcnbitrlier «iijcnb. zli»o st, S, i«ü ?s> l»4 «b Slaalocijsnbllb» !il»n fi, ö. 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