H^105. Dienstag, 1ft. Mai 1898. Jahrgang 117. Macher Zeitung. btj^ '—— ,, °"^u»^°"^p«is: Mit Post Verse,Idling: aanzjähriss fl. 15, halbjährigst. 7'50. Im Lomptoir: ^°'Nr ^ni«/'. ^lbjährig fl. 5-50. Für die gustcllulig ins haus aauzjähiig sl. i. — Insertionsaebür: Für »^ "»!«llte hl« zu 4 geilen 25 lr., größere per gelle S lr.; bei öiteren Wiederholungen per geile 3 lr. Die «Laib. gtg,» erscheint täglich, mit Vlusiiahme der Sonn- unb Feiertage, Die Administration befindet sich Congressplcch Nr. L, die Redaction Variuhcrzigcrgasse Vtr, 15, Sprechstunde!, der Redaction von 8 bi« 11 Uhr vor» mittags. Unfraiilierte Vriefe werden nicht angenommen, Manuscripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. Aller^? ^ "nb k. Apostolische Majestät haben mit ^er^""" Handschreiben vom 6. Mai d. I. den jein/N"uster Michael Freiherrn von Käst über in, ^' von dem Amte eines Landeshauptmannes duller A^aHunle Oesterreich ob der (Sims unter steten ?^""""6 seiner auf diesem Posten ge-3eiuht ">p"eßlichen Dienste allergnädigst zu entheben ^erl2?e k. und k. Apostolische Majestät haben mit GchlUer Entschließung vom 17. April d. I. dem boy Mchs-Aitachi Alexander Grafen Esterhäzy des ^"lantha-Forchtenstein das Ritterkreuz 8ttM "^'Josef-Ordens allergnädigst zu verleihen Rei^Ä^ k. und k. Apostolische Majestät haben mit ^ck m ^uischlicßung vom 1. Mai d. I. dem ^ljat,^ ^ollitzer in Trieft in Anerkennung seines ^delö .' "fugen und ersprießlichen Wirkens als attire uerichts-Bcisitzcr bei dem Handels- und See-^"hes ^ ^^est taxfrei den Titel eines kaiserlichen "Ucrgnädigst zu verleihen geruht. ^rh^ k. und k. Apostolische Majestät haben mit ^'dtaaX Entschließung vom 6. Mai d. I. den ^ide^ ^ordneten ^' ^^^ Ebenhoch znm E^z ^"lanne im Erzherzogthume Oesterreich ob b allergnädigst zu ernennen geruht. __________ Thun ni. i). "llergHe k. und k. Apostolische Majestät geruhten >u«l^ Uebernahme des Generalmajors Josef Nech- - ^lleri,^" Esütakü, Commandanten der 7ten !!"üd c>,n "9"de, auf sein Ansuchen in den Nuhe- 'Ml^^sonen, demselben bei diesem Anlasse den ^chsiH^au-Lieutcnants-Charakter nä Iionoro» mit M d^ °er Taxe zu verleihen und anzubefehlen, dass ^M^^Ulk der Allerhöchsten Zufriedenheit be- ^u^ ^Hebung des aus Gesundheitsrücksichten be-^)c,b^ Generalmajors Aasilius Petrovics von 3 ^ u^'Uk Rusch und Russin osch von ^'äade ' '"'do der t. k. 75. Laudwehr-Iufauterie-. dew Dordnen; t? 3inli.^ ^" Eugen Suvich von Vribir, >)^^N",des, den Generalmajors-Eharakter uä ^ü^^^chsicht der Taxe zu verleihen: die Uebernahme des Obersten Wilhelm Cha-luppa, des Infanterieregiments Erzherzog Karl Nr. 3, auf sein Ansuchen in den Ruhestand anzuordnen und anzubefehlen, dass demselben bei diesem Anlasse der Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit bekanntgegeben werde; die Uebcrsetzung des mit Wartegebür beurlaubten, nach dem Ergebnisse der neuerlichen Snpcrarbitrierung diensttauglich erkannten Obersten Franz Iunck, des Infanterieregiments Freiherr von Bouvard Nr. 74, in den Präsenzstand des Infanterieregiments Freiherr von Albori Nr. 89 anzuordnen; die Beurlaubung des Oberstlieutenants Josef Schaffer von Oevermark, übcrcomplet im Infanterieregiment Leopold II. König der Belgier Nr. 27, Platzcommandanten in Graz, nach dem Ergebnisse der Superarbitrierung als derzeit dienstuntauglich mit Wartegebür auf die Dauer eines Jahres anzuordnen; den mit Wartegebür beurlaubten Obersten Johann Thür, des Eorpsartilleric-Regiments Kaiser Nr. 8, znm Platzcommandanten in Graz, bei gleichzeitiger Nebcrsetznng in den Arincestand, zu ernennen. Der Oberste Rechnungshof für die im Neichs-rathe vertretenen Königreiche und Länder hat den Kanzlci-Official Karl Dolenc zum Hilssämter-Direetions-Adjnncten und den Kanzlisten Johann Kühnert znm Kanzlci-Offieial dafelbst ernannt. Nichtamtlicher Theil. Die Illbiliiums-Ausstellullg. Die «Wiener Blätter» midmen der Eröffnung der Iubiläums-Ausstelluug Betrachtungen, die in patriotische Hnldigungen für den geliebten Herrscher ausklingen: Die «Wiener Abendpost' schreibt: Se. Majestät der Kaiser geruhte die Iubilaums-Ausstellung in der Rotunde feierlich zu eröffnen. Dem geliebten Herrscher, Dessen seltene Jubelfeier die Herzen aller Seiner Unterthanen freudig bewegt, wurden bei Seiner Fahrt über den Ring, der zu einer wahren Vm trium^Kuli« umgewandelt war, begeisterte Huldigungen dargebracht. Die Allsstellung selbst ist als ein Act der Huldigung zu betrachten, den die Vertreter der Wissenschaft und Kunst, des Gewerbes, der Industrie und der Landwirtschaft dem Monarchen bereiten. Das wirtschaftliche und das Eulturlcbcn, der Fortschritt und die Kraft der Arbeit, wie sie in dem letzten halben Jahrhunderte sich entwickelt haben, sie sind in dieser lehrreichen Exposition zum Ausdrucke gebracht. Unter den Festen, welche zu Ehren des Allerhöchsten Regierungs-Iubiläums in diesem Jahre veranstaltet werden, nimmt die Wiener Iubiläums-Aus-stellung einen hervorragenden Platz ein; sie zeigt uns, wie unter der segensreichen und ruhmvollen Regierung unseres heißgeliebten Herrschers auf allen Gebieten menschlicher Bethätigung jener mächtige Fortschritt erfolgreich zur Geltung gekommen, der die Bewohner unseres Reiches befähigt, im friedlichen Wettstreite der Völker Europas siegreich mitzukämpfen. Der Dank der Bevölkerung für alle Förderung und für den mächtigen Schutz, den Se. Majestät der Kaiser der ehrlichen Arbeit Seiner Unterthanen seit 50 Jahren hat angedeihen lassen, dieser Dank kam in den vieltausendstimmigen Iubelrufcn zum Ausdrucke, die den trcugeliebten Herrscher anf dem Wege von der alten Burg Seiner Väter geleiteten bis zu dem modernen Riesenbau im Prater, wo die Arbeit des Volkes ihrem Allerhöchsten Schützer huldigt. Das «Fremdenblatt» äußert sich: Berauschend in ihrer Großartigkeit, rührend in ihrer Herzlichkeit war die Kundgebung Wiens für den allgeliebten Kaiser. Die Hunoerttansende, die den Kaiser bei seiner Fahrt zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung anf dem weiten Wege über die Ringstraße, die Pratcrstraße und die Hauptallee des Praters sowie im Ausstellungsgebiete selbst mit einem Sturme von Begeisterung begrüßten und auf solche Art die öffentlichen Inbiläums-feste dieses Jahres in imponierendster Weise einleiteten, waren die getreuen Dolmetsche des nach Ausdruck ringenden Gefühls, das die Millionen der Gesammtbevöl-lerung Oesterreichs beherrscht: Innige Liebe, herzlicher Dank für den Kaiser an der Wende einer halbhundertjährigen Regierungszeit. Dieser heutige Wiener Festtag ist einzig in seiner Art. Das Volk strömte m ungezählter Menge zusammen nnd veranstaltete spontan eine überwältigende Knndgebnng, ohne dass irgend eine jener Veranstaltungen es angelockt hätte, wie sie sonst in ähnlichen Fällen eine Lockung für die Schaulust oder die Unterhaltung der Mafsen bilden. Keine Entfaltung von blendendem Prunk oder von Prachtaufzügen war die Veranlassung dieses wahren Volksfestes. Man wusste nnr, dass zur bestimmten Stunde der Kaiser vurüberfahren werde. Ihm dabei gehobenen Herzens zuzujubeln, war der einzige Zweck der ungeheuren Versammlung. Eben an dieser Schlichtheit des heutigen Ereignisses von Wien lässt sich aber auch seine Feuilleton. Eine irrige Lebeusregel. <3"hch 3"bitterung, die ihren Grund in der Ab-k> lvrni?^"' Schönheit hat, nöthigt uns bei ?t kein U" Sympathie ab, als im erwähnten Falle, >!'W ein? ^ der nicht geradezu eine Missgeburt !e? feinen. „ ^ mit der Natur zu hadern, weil er Äp "achws. lMl anderen in vorteilhaftem Aus-Hk sf. uniV Schönheit ist ohnehin ein sehr relativer . ^ Gemüthsverfassung verdoppelt und ^3 glaub? "^theilhaften Eindruck, den er zu !>ch ^n a^. hundertmal mehr, als kleingeistige Hü» "s w^"' trägt der Gesichtsausdruck, in dem ^>'3des^c'""^ Wesen spiegelt, zur Vcr-^a,l"r "^ Gesichtes oder zu deren Gegentheil bei. ^9en u, >.""s die Grundzüge verliehen — sie zu """ zu veredeln ist in unsere Hand gegeben Und hier sind wir wieder bei dem erwähnten Punkte angelangt: die Herzensgute, die wahre echte, aus edlem Herzen entspringende, verhindert es, dass ein Mensch absolut und unrettbar als hässlich gelte. Sie kann also unmöglich mit der letzteren der beiden «Quellen des Elends» in einem Zuge genannt werden, eher dürfte sie sich der ersteren zugesellen. Denn helfen zu wollen und es nicht zn können, das lässt den guten Menschen seine Armnt doppelt schmerzlich empfinden. Und vor sich den Weg zu besseren materiellen Verhältnissen liegen zu sehen, zu gewahren, wie Hunderte ihn erfolgreich betreten — und dnrch eine übergroße Gewissenhaftigkeit, durch Rücksichten ans Nahestehende, durch irgendwelche edlen Motive verhindert zu sein, ihrem Beispiele nachznahmen, hat schon gar manchen guten Menschen dazu gebracht, seinc eigene Natur, über die er weder hinaus kann, noch mag, zu verwünschen. Aber das hält nicht an; das Bewusstsein, seiner Ueberzeugung trcn geblieben zu sein, entschädigt schließlich doch wieder fin gebrachtc Opfer oder unausgmützte Opportunitätcn. Der wahrhaft gute Mensch ist niemals dauernd unglücklich, well cr gnt ist. Wahr, es sind ihm ungezählte Ent. tänschungen beschieoen, er glaubt hundertmal, zu der mdlichen Ueberzeugung gelangt zu sem, da s Gute uiu. Edelmut!) Danaergeschenke der Vorsehung seien, gelobt sich unzähligemale, dieser Veranlagung in stch Herr werden zu wollen, sich Mühe zu geben, em verhärtetem Gemüth zu bekommen, mit dem andere so herrlich glatt und schön durchs Leben kommen — aber weder wird es ihm dauernd gelingen, noch würde er durch diesen Erfolg befriedigt sein. Seine Güte ist trotz alledcm sein Glück und wenn eine Frau weder Schönheit uoch Reichthum besitzt, so vergrößert Herzensgute keineswegs ihr Verhängnis, sondern sie hilft cs ihr überwinden. Es gibt jederzeit Menschen, die noch ärmer, liebeleerer und unglücklicher durchs Leben gehen als wir selbst; dort kann die Herzensgute ein Feld der Wirksamkeit finden. Die Hässlichkeit hindert nns nicht liur all Liebeswerken, sondern sie weicht vor Höherem zurück. Uud die Armut hindert nicht immer, denn es gibt hnnderte von Fällen, wo nicht Mittel, sondern Trost nnd persönliches Einschreiten das Elend zn mildern imstande sind. Es sind gerade die herbsten Leiden, die nur die edle Frau, nimmermehr aber die bloß reiche oder schöne mildern kann. Und deshalb ist das eingangs erwähnte Citat unter die aus eiucr Augenblicksstimmung hervor-gegangenen pessimistischen Ausrufe zu verweisen, als eine Wahrheit kann es nimmermehr gelten. Reichthum und Schönheit sind schätzenswerte Güter und nur Heuchler oder Thoren werdeil nns weißmachen wollen, dass sie ihnen glcichgiltig, oder dass sie überhaupt wertlos seieu, aber ihre Abweseuheit muss nicht unbedingt den Menschen das Dasein als ein verfehltes empfinden lassen — und noch viel weniger, wo Herzensgüte vorhanden ist. Unzufriedenheit, Herzenskälte und Egoismus sind es vielmehr, die jenem Miss-gcschick Bleigewichte auzuhüugm imstande sind. Laibacher Zeitung Nr. 105. 842 10. Mai 1898. Größe und Bedeutung messen. Was sich darin am überzeugendsten ausdrückte, ist das fast persönliche Verhältnis treuester Anhänglichkeit und innigster Liebe, das jeder von uns zu unserem Kaiser empfindet. Nur wer dieses in seiner Eigenart bezaubernde Verhältnis zwischen Herrscher und Volk kennt und würdigt, wird Oesterreich voll und ganz verstehen. Es bildet die starke und unerschütterliche Grundlage unseres Staates und seiner Schicksale. Und der Kaiser, das weiß jeder, erwidert dieses Gefühl seines Volkes mit gleicher Aufrichtigkeit uud Herzlichkeit. Bei jeder Gelegenheit beweist der Kaiser, wie lebendig in seinem väterlichen Herzen die Hingebung an sein Volk ist. In seiner vornehm schlichten Weise haben davon uns die Worte Zeugnis gegeben, mit denen er heute die Iubiläums-Ausstellung in der Rotunde eröffnete. Er belobte die thatkräftigen Bestrebungen nach fortschrittlicher Entwicklung auf culturcllem und wirtschaftlichem Gebiete. Er ermuthigte sie zu zielbewusster und hoffnungsreicher Schaffensfreudigkeit und forderte sie auf, mit ganzer Kraft an die Lösung der großen Aufgaben der Zu-kunft^heranzutreten. Dieses Verständnis und gewissenhafte" Erwägung der verwickelten Aufgaben, welche heute mehr als je die Zukuuft der Gegenwart stellt, spricht aus diesen bedeutsamen Worten des österreichischen Volkskaifcrs. Die «Wiener Allgemeine Zeitung» sagt: Niemals vielleicht, wie in den ernsten Zeiten, die über unser Vaterland hereingebrochen, ist das Gefühl bei jedermann lebhafter gewesen, dass die Dynastie der feste Kitt ist, welcher die Völker der Monarchie zu einem mächtigen Ganzen vereint. Eine eigenthümliche Wendung des Schicksals hat es gefügt, dass gerade im Iubiläums-jahre es sich deutlich, uur allzudcutlich gezeigt hat, dass das Wort des Dichters: «In deinem Lager ist Oesterreich», auf das österreichische Parlament nicht angewendet werden kann. Der Kampf der Parteien tobte noch nie fo heftig und noch nie so rücksichtslos, wie gerade in diesem Augenblick; der staatliche Gedanke ist in der Volksvertretung zurückgedrängt und nur eigensüchtige Interessen bestimmen die Handlungen der parlamentarischen Fractionen. In einer solchen Zeit ist es daher wohl selbstverständlich, dass der Kaiser den Völkern als der einzige Repräsentant des Ganzen erscheint, dass in ihm sich die Idee der Monarchie verkörpert. Wie vor fünfzig Jahren Oesterreichs Bestand nur durch die Dynastie gerettet wurde, so ist auch heute, nach fünfzig Jahren, die Dynastie einzig und allein der Hort des österreichifchen Gedankens. Ein freier Äürgerstand huldigte dem Kaiser, ein Bürgerstand, der weih, was er dein Monarchen verdankt, der wohl eingedenk ist, dass unter Kaiser Franz Josef erst Oesterreich zu einem Staat in modernen: Sinne geworden. Große Wandlungen haben sich unter der Regierung des Kaisers vollzogen; aber das Vertrauen und die Liebe seiner Völker hat sich der Monarch unverändert erhalten. Das kam auch zum deutlichen Ausdrucke, als aus taufenden und aber-tausenden Kehlen der Monarch jubelnd begrüßt wurde. Es war dies der Dank für die Vergangenheit, wohl aber auch die Hoffnung für — die Zukunft. Politische Uebersicht. Laibach. 51. Mai. Heute treten die Delegationen in Budapest zufammen. Die österreichische Delegation besteht aus folgenden Mitgliedern: Aus dem Herrenhause: Graf Vuquoy, Freiherr v. Chlumecky, Graf Chotek, Freiherr v. Czedik, Dumba, Freiherr de Fin, N. v. Gomperz, R. v. Gorayski, Freiherr v. Helfert, Hofrath Iagic, Abt Korcian, Graf Kottulinsty, Prinz Ferdinand Lobkowitz, Freiherr v. Oppenheimer, Fürst Starhemberg, Fürst Karl Trauttmansdorff, Graf Vetter, Graf Max Trauttmansdorff, Freiherr von Walterskirchen, R. v. Zalesti. Aus dem Abgeordneten hause: Aus Böhmen: Abg. Aehren-thal, Ianda, Kaftan, Kramarz, Mettal, Nitsche, Pacat, Pergelt, Schücker, K. Max Zedtwitz; aus Dalmatien: Abg. Bulat; aus Galizien: Abg. David Abrahamowicz, Barwinski, Chrzanowski, Dzieduszycki, Iaworsti, Madeyski, Rutowski; aus Niederösterreich: Abg. Ax-mann, Aielohlawek, Kienmann; aus Oberösterreich: Abg. Haydn, Zaunegger; aus Salzburg: Abg. Tusel; aus Steiermart: Abg. Stürgth, Hochenburger; aus Kärnten Abg. Tschernigg; aus Krain: Abgeordneter Pogacnik; aus der Bukowiua: Abg. Wassilko; aus Mähren: Abg. Chiari, Stransky, Zaczek, Kübeck; aus Schlesien: Abg. Haase; aus Tirol: Abg. Bazzanella, Grabmayr; aus Vorarlberg: Abg. Thurnher; aus Istrien: Abg. Bartoli; aus Görz: Abg. Verzegnassi; aus Trieft: Abg. d'Angeli. Die uugarische Delegatiou hielt am 7. d., wie aus Budapest berichtet wird, behufs Nominierung der Candidaten eine Vorbefprechung ab. Es wurden candidiert: Als Präsident Koloman Szell, als Vice-präsident Graf Julius Szapary, als Schriftführer Alexander Hegedüs, Aurel Münnich und Baron Iofef Rudnyanski, als Ouästor Baron Albert Wodianer jun. Ferner wurden die Candidature« fürdieSubcommissionen aufgestellt. Als Alterspräsident wird Graf Koluman Nako, als Schriftführer Graf Johann Zichy fungieren. — Am 11. d. wird nach übereinstimmenden Zeitungs-meldungcn der Einpfang der Mitglieder beider Delegationen durch Seine Majestät stattfinden. Zum Präsidenten der österreichischen Delegation soll der Delegierte Ritter von Iaworsti, zum Präsidenten der ungarischen Delegation der Delegierte Koloman v. Szell designiert sein. Die ungarische Regierung wird, wie der «Pester Lloyd» erfährt, dem Abgeordnetenhause eine Vorlage in Angelegenheit der im Geschäftskreise des Handelsministeriums und des Finanzministeriums vorgenommenen Aenderungen machen. Diese Veränderungen beziehen sich auf die Uebernahme der staatlichen Maschinenfabrik uud der Diösgyörer Fabriken in die Verwaltung des Finanzministeriums. Seine Excellenz der Herr Reichs - Kriegsminister G. d. E. Edler von Krieghamme r begab sich am 8. d. zu den Delegationsvcrhandlungen nach Budapest. Während seiner Abwesenheit leitet FZM. Freiherr von Merll die Geschäfte des Reichs - Kriegsministeriums. Zu den Wahlen für die französische Kammer wird berichtet: Die Bevölkerung zeigte kaum ein größeres Interesse für die Wahlen und nur eine unwesentliche Veränderung der Physiognomie des Parlaments ist zu gewärtigen. ssDie aus gemäht Republikanern und conservativen Ralliierten bestehe"" Majorität dürfte erhalten bleiben. ,. Sonntag, den 22. d. M., wird die belglsA Wählerschaft an die Wahlurne treten, ulN°" Mandate der Abgeordneten und Senatoren zur Ha^ zu erneuern. .<, Aus Bern wird gemeldet: Der Verwaltungs" derIura - Simplon - Bahn genehmigte emstt»'^ die Anträge der Direction wegen des Simplon-DuM stiches; nur über die Herstellung der Linie Blim Interlaken wurde kein Beschluss gefafst. Eine etnM Nachsubvention des Cantons Bern für den SimM" Durchstich in der Höhe von einer halben 3)ilw Francs wurde bei der Erhöhung des ActiencaM nicht berücksichtigt. Die Generalversammlung wurde s den 28. d. M. nach Bern einberufen. . „ Die Leitung der liberalen Partei in Serbl hat alle Local-Comite's angewiesen, überall, wo die»^ sichten des liberalen Candidate» für die Skupscht> nicht gesichert erscheinen, mit den Anhängern > gewesenen Fortschrittspartei zusammenzugehen " eventuell ihre Stimmen den Candidatcn derselben j zuwenden. Dagegen sei jedes Wahlcompromiss Mlt Radicalen ausgeschlossen. . ^! Die internationale Contr ol«Eo mmis I' l in Athen wird am 20. d. M. ihre definitive ^ stituicrung vornehmen und in Function treten. . l Das Uebcreinkommen Russlands mit I a p" l inbctreff Koreas ist nunmehr ratificiert uwl l Nach Meldungen aus London geht jenes liebes l kommen dahin, dass sich die beiden erstgenaN^ l Staaten verpflichten, nichts zu unternehmen, ^. I anerkannte Unabhängigkeit Koreas berühren kon Etwaige Schritte dieser Mächte in Korea zu G^, ihrer Unterthanen auf dem Gebiete der Industrie l des Handels sollen in Zukunft immer erst "M.^ heriger gegenseitiger Verständigung zwischen der ruD!^ l und japanischen Regierung erfolgen. «Äl Das Ausgabenbudget Ja paus für das ^l 1898, welches ursprünglich mit 23Z'/. Millione"^! veranschlagt wurde, wobei sich ein Deficit v^/l Millionen ergab, ist auf 187'/. Millionen UN yc^l gesetzt worden. Der Kriegs- und Marine-Etat ^ wurde um 4tt,042.283 2)cn reduciert. In p^"'2l Kreisen Londons erblickt man hierin ein ^^ ^ l dafür, dass die japanische Regierung die Lage lN Asien für beruhigend ansieht. i^l Aus Washington wird gemeldet: Nach'? Erklärung des Staatssecretärs Gage im A ^ ausschnsse werden die außerordeutlichen Ausgab^^ Kriegs- und Marinedepartements für die KriegW ^ bis 1. Juli auf 52 Millionen Dollars geschätzt, " .^ den bereits votierten 50 Millionen. Gage leh''^! ab, einen Voranschlag der Kosten nach denil-^^' geben; es dürften neben den ordentlichen ^"^ 25 Millionen Dollars monatlich erforderlich ^ — Die zerstörten spanischen Schiffes «Isla de Cuba», «Reina Cristina», «Castillo», .^ tonio Ulloa», «Don Juan de Austria», «^elA «Elcano», «General Lazo», «Marquis del ^ uud «Isla de Mindanao». ^i Der Rest der chinesischen KriegseN»! . diguug nebst den Kosten der einjährigen »^ ^ Wci-hai-weis wurde am 7. d. M. in der MV I)er Graunr vorn Oolöe. Roman von vrmanos Vandor. (12. Fortsetzung.) «Versuchen Sie es nur einstweilen mit mir», bat Thora, unwillkürlich über die Offenheit des jungen Arztes lächelnd. «Ich will mich bemühen, Ihre Anordnungen ftricte zu befolgen. Sollte ich mich nicht bewähren, so können Sie mich ja immer noch fort» schicken!» Es lag etwas so Sanftes, Liebliches in ihrer Art, in denl Tolle ihrer Stimme, dass Dr. Kronen leine Einwendung mehr machte. In ruhiger, sachlicher Weise gab er ihr seine Anweisungen und ebenso ruhig nahm Thora ihren Platz am Bette des Vaters ein. Mit dem Versprechen, am Abend wiederzukommen, wollte der junge Arzt sich eben empfehlen, als im selben Moment, da er sich der Thür näherte, diese heftig von draußen aufgerissen wurde und Frau Mathilde Ienssen hereinstürmte. Mit einem zerschmetternden Blick streifte sie ihre junge Stiefschwester. «Du hier?» rief sie, ohne ihre gellende Sopranstimme auch nur im mindesten herabzudämpfen. «Welche Verwegenheit! Nachdem du durch dein unerhörtes Verhalten den Vater an den Rand des Grabes gebracht, hast du uoch die Stirn, dich hier ostentativ an sein Bett zu fetzen und die Pflegerin zu spielen! Willst du dcn armen Mann morden durch deinen Anblick?» «Ich bitte Sie, sich zu mäßigen, gnädige Frau!» schnitt Dr. Kronen in beinahe drohendem Tone ihr das Wort ad. «Sie Schemen zu vergessen, dass Sie sich in unmittelbarer Nähe eines Schwerkranken befinden. Hüten Sie sich, dass Sie nicht zur Mörderin des armen Mannes werden!» Die vor Hass und Wuth bebende Frau wollte eine heftige Entgegnung geben, aber ein Blick in das unbewegte, wie in Marmor gehauene Antlitz des jungen Arztes ließ sie verstummen. Es gieng etwas gleichsam Bezwingendes von diesem Manne aus, dem gegenüber die sonst so Herrschsüchtige und Eigenwillige die Empfindung hatte, ihren Meister gefunden zu haben, an dem, wie an dem Fels im Meere, alle Wogen abprallen würden — wirkungslos, eine nicht zu unterschätzende Gefahr für das große Intriguenspiel, welches in dem alten Patricicrhause eben im Werte war — gegen das vcrhasste Kind einer stets gehassten Mutter: Thora! Nicht zu verkennen war es, dass die ersteheliche Tochter des Senators alle Ueberwindung nöthig hatte, um diesem Manne gegenüber Herrin über sich selbst zu bleiben. «Ich bitte um Entschuldigung — ich vergaß mich allerdings', sagte sie stockend, «aber die Empörung über die Anmaßnng meiner Schwester, durch deren Schuld unser unglücklicher Vater in diesen Zustand gerieth, übermannte mich momentan. Gehe!» herrschte sie Thora an. «Ich werde meine Pflichten hier allein erfüllen. Mir, als der ältesten Tochter, gebürt ohuehin dieser Platz---------» «Vorläufig ziehe ich es vor, der jüngeren Tochter den verantwortungsvollen Posten hier zu überlassen», unterbrach Dr. Kronen in entschiedenem Tone die erregte Sprecherin. «Sie, gnädige Frau, thun gut, sich erst zu beruhigen. In einem fo aufgeregten Gemüths" zustand kann man sich nicht der Pflichten, lvel^ i Krankenpflege erheischt, vollbewusst werden.» » ^> Es lag etwas eigenthümlich Befehlend^/ zugleich Ueberzeugendes, etwas, das von v^M, jeden Widerspruch abschnitt, in dem Wesen des ^> Frau Mathilde wagte keinen Einspruch, obn>H im stillen über die «Unverschämtheit» des H!> Gecken», wie sie ihn in Gedanken bezeichnete, l" Zähnen knirschte. n/ Thura stand todtenbleich mit über der »"' falteten Händen vor dem Bette. ^ Ich bitte Sie, uns eine Diaconisse ö^^! Herr Doctor», sagte sie tonlos. «Sobald die^^ trifft, werde ich mich, dem Wunsche meiner ^A. gemäß, zurückziehen. Solange harre ich hier a"^ Die blitzenden braunen Augen des Arztes!»,< secundenlang mit unverhohlenem Interesse ""^ wunderschönen Mädchen. Etwas wie Theilnah'^ sich in seinen Zügen aus. .^>" «Darum bitte ich!» erwiderte er auf A/i Versicherung. «In einer Stunde kann die ^ j hier sein.' ^ Er verbeugte sich leicht gegell Thora "^' Frau Icnssen durch eine Handbewegung eil«, >) zugehen, und wie willenbezwungen folgte H^ft'! übermüthige, stolze Patricierfrau — dew 2"' ,l unbekannten jungen Arztes. . :F Thora horchte athemlos, bis die Sch^l Fortgehenden verhallt waren. Dann sank stk ^ Bette des Vaters auf die Knie und presste d"" mit unterdrücktem Schluchzen in die Kissen- (Fortsetzung folgt.) i ^aibacherZeiwng Nr. 105. 843 ________ 10. Mai 1898. obe?!? ^" japanischen Vertretern in Anwesenheit der lMn Beamten der Bank mittelst eines Checks im y^ge von 11,006.857 Pfund, 16 Shilling und ^nce ausgezahlt. Tagesneuigleiten. ^ 77 (Unfall der Königin von Belgien.) lichen m ^"^in am «. d. M. im Garten des töuig-stüiit 3^^ ^" Brüssel eine Spazierfahrt uuternahni, Nea^ > Wagen an einer scharfen Biegung des zur St? ben Teich. Die Königin wurde, da Personen besre? ^aren, unversehrt aus der kritischen Lage allfre^" (^ä^enjagd bei Mo star.) Ueber eine an ^.^""äsvollen Scenen reiche Bärenjagd in der Nähe l^I^' an welcher Seine t. und k. Hoheit der durch-natm '^ Hk" Erzherzog Leopold Valuator theil-berich! ^^ ^' 'bosnischen Post» unter dem 4. d. M. sich?, '^aum dass der Trieb begonnen hatte, zeigte l u «^6 eine mächtige Bärin, die direct auf Seine lraf V '^^ zukam. Der Herr Erzherzog feuerte und lc^ "6 Thier in den Hals. Trotz der tödlichen Ver-herzog ^^ ^^ Värin weiter gegen den Herrn Erz-trc>s >.^' Seine t. u. t. Hoheit feuerte nochmals und i°»der ^" wieder, dasselbe fiel aber noch nicht, Dt, C ^"^ sich plötzlich gegeil den Regimentsarzt gab ^^^^' ^^' ^fort einen wohlgeziclten Schuss ab-briili ^"" ^^ ""'H beinselben eill furchtbares Ge-^rvi'^ ^^ stürzte mit mächtigen Sprüngen anf Doctor ^s nl ^' dieser wollte ein zwcitesmal feuern, allein ^tllnds^^^^ versagte, und so riss Dr. Cervicet seinen des z - ^ ^"" der Seite und erwartete den Angriff °ldeim-^"om Thieres. Die Situation war außer-Thier? ^^a> Allein im letzten Momente schien das ^d tn?^ ^ Blinken der Waffe erschreckt zu werden Hütte ^ sich. Se. k. u. k. Hoheit der Herr Erzherzog beil g/"!^chen miedet,, geladen und streckte nunmehr, bit zv^.^kntsarzt aus seiner kritischen Lage befreiend, Vie erl^" '^^ "'N?lN nochnmligen Schusse zu Boden. !vyg /,^^ ^änn war ein capitalcs altes Thier und ^heil k ^^ Kilogrannn. Unterdessen war auch ein gewese,, ^"?eu Jagdgesellschaft vom Glücke begünstigt uich z^' ,"beringenienr Komadina schoss eln zweijähriges ^rvie f ^"""l H"llinek ein einjähriges Thier; Doctor ^in selts^^^ ^^^" ""ch "^ ^"^" einjährigen Bären, lchoss .'"Nl^ ^^^^^^ ^^ Professor Pichler. Derselbe ^sort ^^^ lunge Bärin an, die sich nach dem Schusse ^lofess^, ih" stürzte. Der zweite Schuss versagte ^breä s ^^^r, und ehe er noch andere Vertheidigungs-^ ^'^"l konnte, hatte ihn die Bärin attaquiert, ^en ^^ ^^^"l und Professor Pichler — stürzten Thier j^"? ^"ab; unten angelangt, schien sich das Hi^H.ä",^sinnen, es erhob sich rasch und eilte ins nahe hat A ^ bem es verschwand. Herr Professor Pichler a>n ^H. Affaire einige Coutusionen und eiuen Biss ^bei, m ^^ Unterarme erlitten. Im ganzen gelangten ^Htete ^^^^ ^ bm Trieb. Vier wurden erlegt, einer ^lch. ln^^Ul'dct und zwei brachen die Treiberkette ^ cine Beendigung der Jagd vereinigte man sich die , ^^ ^n^ im Staate Vermont geboren und seine tz,' " amerikanischen Ntarine-Akadelnic ill Annapolis ^iebz^blldung. 1854 trat er in den activen Dienst. Mhte A s ^" später übernahm Admiral Farragut, der bild^^ ^^ld des Bürgerkrieges, Deweys weitere Aus-^iche^ ^ "Uer Farragut uahm Dewey an der gefähr-"ller La, ^"^ ^lM, die Einfahrt in den Mississippi trotz Men .' Valerien, Kriegsschiffe und in den Fluss ge-i ^lo^ !, "^^ zu erzwingen. Darauf durchbrach er ^ Port ^^ Conföderiertell weiter den Fluss hiuauf ^chi^f t Hudson. In dem Kaiupfe wnrdc Dcwcys Mrt.' F^ Nndfregatte, buchstäblich voll Kugeln durch-Mers d c^^ ""^ "'^ lag hilflos im Bereich des ^sten " '^""lichen Geschütze da. Officiere ulld Mann-M h^?""Nien, nachdem sie das Schiff in Brand ge-Hlvad ^"^uf trat Dewey in das nordatlantische ^?0 ^" als Befehlshaber der «Narragansctt» ein. ^Nnt ^ " s""l Capitän und 1884 zum Commodore ^ am ^i" Jänner überliahm er del» Befehl über ^wiisse^ anische Geschwader in den ostasiatischen ^öff^/Die gestohlene Elektricität.) Das ^en 3^^ ln Hannover hatte über die Frage zu ent- ! T>iebs.V"" "chtswidrigc Aneignung von Elektricität > sulekt ? ^" betrachte,» ist. Der Maschinist Henke, >. h^. b" dem Restallratcur Kuhlmann i,l Stellung ^lstatio ^"^ ^^ ^'" Kuhlmann gehörigen elektrischen "Ken «!! zwei kleine Accumulator»:,: gefilllt und ver- "as Gericht fällte ein freisprechendes Urtheil, obwohl durch die Beweisaufnahme festgestellt war, dass der Angeklagte die elektrische Kraft unberechtigterweise entnommen hatte. In der Bcgründuug des Urtheils führte der Gerichtshof aus, dass von Diebstahl nur dauu die Rede sein könne, wenn es sich um die rechtswidrige Alleignung einer fremden «beweglichen Sache» handelt; die «Elektricität» sei aber in keinem Falle als eine «beweg-liche Sache» zu betrachtet!, es könne vielmehr dahingestellt bleiben, ob die Elektricität überhaupt als «Sache» betrachtet werden kann. — (Eine Künstlerfamilie), wie es deren uur wenige gibt, ist die Alm a Tademas, des bc-kannten englischen Malers. So ist feine Frau eilte ganz bedeutende Malerin uud hat vor wcuigeu Jahren in Berlin die goldene Medaille erhalten; seine Tochter, Miss Anna, erhielt die große Medaille für ein Bild, das sie im Pariser Salon ausgestellt hatte, und die zweite Tochter, Miss Laurence Alma Tadcma, hat bereits vierzehn vielgclesene Romane auf dem Kerbholz. — (Die sibirische Bahn.) Der amtlichen «Semipalatinsler Zeitung» zufolge soll die Verbiudungs-linie zwischen der transkaspischen Eisenbahn und der sibirischen Bahn über Taschkent, Wernoje, Semipalatinst, Barnaul und Tomsk geführt werden. Ferner soll eine Zweiglinie von Semipalatinst nach Petropawlowst oder nach Omsk gebaut werden. Local- und Promnzial-Nachrichten — (I u sp i c ie r uu gs rei se S r. k. u n d l. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Rainer.) Wie mail uns aus Rudolfswort meldet, wurde die Inspiciernng anlässlich der Instructions-reise des k. k. Landwehr-Stabsofficiers-Eurses durch Seine l. u. k. Hoheit deu durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Rainer in Rudolfswert abgesagt. — (Inspicieruugsreise Sei u er Ex-cellenz des Herrn La ndespräfi deuten.) Seine Excellenz der Herr Landespräsident Freiherr von Hein ist behufs Inspicierung der Amtsbezirke abgereist llnd wird zunächst die Bezirke Stein und Littai ill-spicieren. — (Militärisches.) Ueber Ersuchen des k. k. Finanzministeriums werdeu diejenigen Reserve-Gagisten, Reservemänner und Ersatzreservisten, welche als Beamte im directen Steuerdienste erster Instanz in Verweildung stehen nnd heuer waffeuübuugspflichtig find — insoweit die Eittrücknng derselben zu der diesjährigeu Waffen-(Dicnst-Mebuttg noch nicht erfolgt ist — zn dieser Uebnug erst in der Herbstperiode herangezogen. —o. — (Fünfzigjähriges Regierungsjubiläum Seiner Majestät des Kaisers.) Das Ccntral-Eomite' des Kaiser-Iubiläums- uud V. österreichischen Bundesschießcns veröffentlicht folgenden Aufruf: All die österreichischen Schützen! Unser Vaterland rüstet zu eitler seltenen, alle kaisertreuen Herzen mit Begeisterung erfüllenden Feier. Unser allgeliebter Herrscher, Se. k. u. t. Apostol. Majestät Kaiser Frauz Josef I., begeht in diesem Jahre das Jubiläum seiuer fünfzigjährigen Regicruug. Iu diesen erhebenden Tagen, die bekunden werden, dass Oesterreichs Völker in uuverbrüchlicher Liebe und Treue und voll Dankbarkeit um den Thron sich scharen, wollen lind werden die Schützen des gesammteu Oesterreich in erster Reihe stehen, um ihren angestammten Gefühlen nimmer endender Hingebung für Kaiser und Reich laute», stürmischeil Ausdruck zu leihen. Unter dem Protectorate Sr. t. u. k. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Franz Ferdinand findet in der Zeit vom 2li. Iuui bis 6. Juli d. I. das Kaiser-Inbiläums-und V. österreichische Bundesschicßcn in Wien statt. Diese Feier wird den österreichischen Schützen neuerlich die Heißersehute Gelegenheit geben, dem obersten Schirmherru des Schützcnwesens eiue Huldiguug voll Wärme uud voll uubegrenzter Dankbarkeit darzubieten. Dieser Appell all Oesterreichs Schützen wird ill deren Herzen umso freudiger wiederhatten, als es gilt, dem Vater des Vaterlandes für ein halbes Jahrhundert schwerer, opferreicher, aber fegen-spendender Arbeit für seine Völker zu danken! Nicht oft u, der Jahrhunderte Flucht ist eiuem Volke eiue solche Feier gegönnt. Wir Ocsterreicher und wir Schützen werden sie, voll von übercmellendcr Liebe für den ersten, edelsten Schützen der Heimat nützen; wir wollen sie zu einer Nationalfcier aller Oesterreicher gestalten. So kommt denn, ihr österreichischen Schützen, kommt von Berg uud Thal, aus Dorf und Stadt, füllet die Reihen bei unserem friedlichen Wettstreite. Reicher als je werdcu Patriotismus und Kaisertreue den Gabentempel mit köstlichen Spenden bedenken, uud inniger uud herzlicher als je wird euch Wien als liebe, willkommene Brüder begrüßen. Unsere Banner sollen zusammen wehen und unsere Herzen zusammenschlagen zur Ehre sür unseren obersten Schirmhcrrn. Schützen Oesterreichs! Wir zählen ans eure Theilnahme, alls euren Patriotismus, auf eure Begeisterung. Wir wollen «,mt vereinten Kräften» der Welt zeigen, wie Oesterreichs Schützen ihren Kaiser zu ehren wifsen. Unser Ruf soll gehört werden weit hinaus durch die Laudc: Gott erhalte, Gott beschütze, Gott segue unseren geliebten Kaiser Franz Josef I.l — (Auslosung der Geschworenen.) Am 7. d. M. erfolgte die Auslosung der Geschworellen für die am 6. Juni d. I. beginuende zweite Schwurgerichts« Periode beim k. k. Landesgerichte in Laibach. Ausgelost wurden als Geschworelle die Herren: Altmann Karl, Buchhalter in Laibach; Blumauer Leopold, Gastwirt und Besitzer iu Laibach; Bonaö Iohauu, Buchbinder in Laibach; Bürger Leopold, Handelsmann in Laibach; i^erne Josef, Uhrmacher in Laibach; Decman Anton, Haudluugsgesellschafter uud Besitzer ill Laibach; Dragatin Ferdinand, Clavicrhändler in Laibach; Eberl Hugo, Austreichermeister in Laibach; Exler Franz, Hutmacher in Krainburg; Grad Franz, Besitzer in Obcrkaschel bei Laibach; Hämisch Aliton, Forstmeister in Planina; Iurca Paul, Gastwirt iu Adelsberg; Knaflic Franz, Besitzer und Lederer in Littai; Kuuovar Michael, Hausbesitzer und Wirt in Draule; Lebinger Heinrich, Handelsmann in Littai; Lence Franz, Gastwirt in Kletsche; Malli Franz, Fabrikant und Besitzer in Laibach; Ogorelc Vincenz, Besitzer und Gastwirt in Stofelca; Pust Franz, Zimmermeister und Besitzer iu Laibach; Peternel Jakob, Besitzer, Uhrmacher und Gastwirt ill Auritz; Reich Adolf, Färbermeister ulld Besitzer ill Laibach; Schlegel Eduard, Hufschmied iu Laibach; Stöckl Ernst, Handelsmann ill Laibach; Schwigelj Franz, Besitzer ill Wrest; Tambor-llino Karl, Goldarbeiter in Laibach; Tenente Rudolf, Gastwirt, Krämer und Besitzer in Laibach; v. Trnkoczy Ubald, Apotheker und Besitzer in Laibach; Uroancit Johann, Schlossbesitzcr in Thnrn bei Höfleiu; Vodnik Alois, Steinmetz und Besitzer in Laibach; Dr. Vok Franz, t. k. Notar in Laibach; Zeschko Guido, Versicherungsvertreter ulld Besitzer in Laibach; Zorec Anton, Mehlhändler uud Besitzer ill Laibach; Zupanc Franz, Besitzer ill Lancovo bei Radmannsdorf; Zllpan Ignaz, Besitzer ulld Orgelbauer in Steinbüchl; Zitnik Karl, Handelsmann und Besitzer in Franzdorf; Hitto Jakob, Besitzer in Verd bei Oberlaibach. Ergänzuugsgeschworene: Agnola August, Olaswareuhäudler; Debevec Heinrich, Privat-Cassicr; Fridrich Wilhelm, Bankbeamter; Kmet Johann, Handelsreisender; Krainar Franz, Gastwirt und Besitzer; Lekan Johann, CaMer; Marchotti Johann, Lederhändler; Sadilitar Heinrich, Gürtler; Zelenta Eduard, Handels-Agent, sämmtliche in Laibach. —1. — (Export von Margarinen nach Deutschland.) Mit dem Erlasse des k. k. Handelsministeriums vom 22. April d. I. wurde der Handcls-und Gcwcrbekammer mitgetheilt, dass laut Berichtes der k. und k. Botschaft in Berlin am 1. April d. I. die Bestimmungen des ß 4 des deutschen Margaringesetzes vom 15. Juni 16U7 über die Trennung der Räume zur Herstellung, Aufbewahrung und Verpackung sowie zum Feilhalten von Margarine einerseits uud Butter auderseitS ill Kraft getreten sind und wurdeu auch die zwischen der Rcichsregierung und den Einzelstaateu vereinbarten einheitlichen Ausführungsvorschriften publiciert. Zugleich wurde deu Polizeibehörden eine Negieruugsverfüguug zur Kenntnis gebracht, wonach eine Verschärfung der Eontrole aller vom Auslande kommenden Sendungen voll Butter, Margarine, Käse, Schmalz uud dergleichen Nahrungsmitteln einzutreten hat. Um eine Umgehung des deutschen Margarin-gesetzes durch Import vorschriftswidriger und vielleicht unrichtig dcclarierter Wareu zu verhindern, wurde eine besondere Ueberwachuug derartiger Sendungen allgeordnet und wur-deil zu diesem Zwecke die Zollstellen angewiesen, den Polizeibehörden den Bestimmungsort der von ihnen abgefertigten muthlnaßlich zu Handelszwecken bestimmten Butter-, Käse- uud Margariusendungen rechtzeitig mitzutheilen, damit diese auf Grund solcher Benachrichtigungen den Eillgang der Sendungen festzustellen und aus dieser Warenproben zur Unlersuchuua. zu eutnehmcu in der Lage silld. Im Sinne dieses Gesetzes gelten als Margarine diejenigen der Milchbutter oder dem Butterschmalz ähu-lichen Zubereitungen, deren Fettgehalt nicht ausschlehlich der Milch entstammt. Kuustspeisefette silld diejenigen, dem Schwcinschmalze ähulicheu Zubereitungen, deren Fettgehalt nicht ausschließlich aus Schweinfett besteht. Laut H 2 des citierten Gesetzes müssen Gefäße und äußere Umhüllungen, in welchen Margarine, Margarinkäse u.Kunstspeisefctte verkauft werden eine deutliche, uicht verwischbare Inschrift «Mar-garine, Margarinkäse lc.» tragen. Gefäße müssen außerdem einen stets sichtbaren bandförmigen rothen Streifen haben, welcher bei Gefäßen bis zu 35 ein Höhe mindestens 2 «in, bei höhereu mindestens 5 «m breit sein muss. Beim Verkaufe ill ganzen Gebinden oder Kisten hat die Inschrift auch noch den Namen oder die Firma des Fabrikanten, sowie die von den» Fabrikanten zur Kenuzeichnnng der Beschaffenheit seiner Erzeugnisse an-gewendeten Zeichen (Fabritsmarke) zu enthalten. Laut Z Z ist die Vermischung von Butter oder Butterschmalz mit Margarinen oder anderen Speisefetten zum Zwecke des Handels damit verboten. Ebenso auch die Verwendung von Milch oder Rahm bei der gewerbsmäßigen Herstellung von Margarine, sofern mehr 100 Gewichtstheile Milch oder eine dcmentsprechende Menge Rahm auf 100 Gcwichtsthcilc der nicht der Milch entstammenden Fette in Auwendung kommen. Laut 8 5 müssen in öffentlichen Allgeboten, sowie ill Schlussscheinen, Rech-nungen, Frachtbriefen, Conossementen, Lagerscheinen, Ladescheinen lc., wenn sie sich aus die Liejeumgeu von Laibacher Zeitung Nr. 105. 844 10. Mai>M3. Margarine, Margarinekäse oder Kunstspeisefette beziehen, die diesem Gesetze entsprechenden Warenbezeichnungen angewendet werden (d. i. Margarine, Margarintäse, Kunst-speisefett). Nach 8 6 müssen Margarine und Margarintäse, welche zu Handelszwecken bestimmt sind, einen die allgemeine Erkennbarkeit der Ware mittels chemischer Untersuchung erleichternden, Beschaffenheit und Farbe derselben nicht schädigenden Zusatz enthalten. — (Inthronisation.) Se. Excellenz der hochwürdigste Herr Fürsterzbischof Dr. Missia wird am 22. d. M. in Gürz feierlich inthronisiert. Der hochwürdigste Herr Fürstbischof Dr. Ieglic langt am 2(). d.M. in Laibach an und es findet die Inthronisation ebenfalls am 22. d. M. statt. — (Lehrbefähiguugs.Prüfungen.) An der k. k. Lehrerinnen-Bildnngsanstalt in Laibach beginnen die Lehrbefähigungs-Prüfungen für Kindergärtnerinnen und für weibliche Handarbeiten an Volts- und Bürgerschulen am 6. Juni d. I. Die Prüfungen der Aufnahms-werberinnen in das k. t. Eioil-Mädchen-Pensionat in Wien beginnen am 23. d. M. — (Sanitäre Maßnahmen in Personen-wagen.) Se. Excellenz der Herr Eisenbahnminister Ritter von Wittek hat folgenden vom 23. April d. I. datierte,» Erlass an die k. k. priv. Südbahn-Gesellschaft als derzeit geschäftsführenbe Verwaltung der Eisenbahn-Directoren-Confcrenz gerichtet: In Erledigung der Namens der österreichischen Vahnvcrwaltungen überreichten Eingabe vom 3. Februar findet das Eisenbahnministerium zur Verhütung mit der Vertrocknung und Verstäubung des Auswurfes lungenkranker Reisenden bei Zügen mit Personen-Beförderung verbundenen Gefahr die Anbringung von Affichen in allen Perfonenwagen mit deni Texte: «Es wird ersucht, nicht auf den Fußboden der Wagen zu spucken» anzuordnen. Weiter wird empfohlen, je nach Zulässigkeit der räumlichen Verhältnisse in den Corridoren und Coupe's der Personenwagen bei jenen Zügen, welche direct nach Curortcn für Lungenkranke verkehren oder in welche directe Wagen für folche Curorte eingestellt siud, tiefe, mit trichterförmigen Deckeln vcrfchlosscne und mit Wasser gefüllte Spucknäpfc fix aufzustellen. Bei den Personenwagen 111. Classe sind überdies die Fußböden gelegentlich der inneren Reinigung der Wagen mit üproc. reiner Carbolsäure-Lüsung abzuwaschcn. Von dem Inhalte dieses Erlasses werden die übrigen Bahnverwaltuugen und die t. t. Staatsbahn-Directionen durch dessen Abdruck im «Verordnungsblatte für Eisenbahnen und Schiffahrt» in Kenntnis gesetzt. — (Liefe rungs > Ausschreibung.) Das k. k. Handelsministerium theilt der Handels- und Gewerbekammer mit, dass die Schiffsbaudirection in Spezia (Italien) eine Lieferung voll Linoleum-Teppichen und des für die Befestigung desselben nöthigen Leims im Werte von circa 85.000 Lire ausgeschrieben hat. Die Lieferungsverhandlung wird am 20. Mai d. I. abgehalten. Die näheren Bedingungen sind zu ersehen bei der ob-genannten Direction. — (Oeffentliche Licitation.) Das t. t. Handelsmiuisterium theilt der Handels- und Gewerbe-kammcr mit, dass infolge der Kundmachungen des königlich rumänifchen Kriegsministeriums öffentliche Licitationen stattfinden werden, nnd zwar: am 30. Mai d. I. zum Zwecke der Lieferung von 10.000 Leinwand-Säcken für Gerste und am 29. Juni d. I. zum Zwecke der Lieferung von 50.000 Paar Stiefeln für Infanterie nnd 19.000 Paar Stiefeln für Artillerie und Cavallerie, 40.000 Paar Vorschuhe ohne Schäfte für Infanterie und 19.000 Paar Vorschuhe für Artillerie uud Eavallerie. Die Bedingungen find enthalten ill der Kundmachung vom 15. April d. I. und im «Nouitorui oiioial» publiciert. — (Aus der letzten Gemeinderaths-Sitzung.) Der Bericht über die Gemeinderaths-Sitzung vom 3. Mai ist dahin zu ergänzen, dass dem Allsuchen von Luckmanns Erben wegen Abtretung einer Theil-parcelle keine Folge gegeben wurde. — (Section Krain des deutschen und österreichischen Alp envereines.) Der Vortrag von Frau Professor Alba Hintner findet heute in der Glashallc des Casino statt. Beginn um 9 Uhr abends. Wie wir vernehmen, gibt sich reges Interesse für den Abend kund. — (Aus dem Vereinsleben.) Wie uns mitgetheilt wird, ist in Unteridria die Gründung eines Veteranenvereines im Zuge, welcher die Unterstützung er-kranktcr und Aeitragsleistung zu den Begräbniskosten verstorbener Mitglieder bezweckt. Als wirkliches Mitglied des Vereines vom «Rothen Kreuze» will der neu zu gründende Verein im Bedarfsfalle erkrankte und verwundete Krieger in Pflege übernehmen, eventuell für deren Transport zur nächsten Station eines Veterancnvercines oder eines Militärfpitales forgcn. —o. — (Genossenschaftliches.) In Loitfch wurde eine Milch- nnd Käserei-Genossenschaft mit unbefchränkter Haftnng gegründet. Der jetzige Vorstand besteht aus den Herren: Franz Majdi', k. k. Vczirks-Thierarzt, Obmann; Ivan Oega, Lehrer, Secretär, nnd Alltoll de Gleria, Handelsmann, Cassicr. —l,. — (Telegraphen verkehr nachItalie n.) Privattelegrammc nach Italien müssen ill offener Sprache abgehst M. — (Telegraphenverkehr nach Barbados.) Die Regierungscontrole für Telegramme nach Barbados ist aufgehoben. — (Von der Staatsbahn.) Wie uus mitgetheilt wird, beabsichtigt Herr F. KoKat in der Station Grohlupp das Buffet, dem sich steigernden Bedarfe entsprechend, zu erweitern. —o. — (Selbstmord.) Ans Gottschee wird uns gemeldet: Sonntag, den ü. Mai, nach 11 Uhr vormittags hat sich der Gendarmerie - Postensührer Ulrich Ambrozic im Aborte der Kaserne durch einen Gewehrschuss entleibt. Die Kugel nahm ihren Lauf vom Kinne durchs linke Auge und hatte den sofortigen Tod zur Folge. Der Beweggrund zur That ist unbekaunt. Die gerichtliche Untersuchung wurde eingeleitet. — (Verunglückter Radfahrer.) Der Verkäufer des Arbeiter-Consum-Vereines Johann Pirnat wurde Sonntag gegen 10 Uhr vormittags in der Nähe der evangelischen Kirche durch einen Fiaker überfahren. Das Pferd des Fiakers scheute nämlich, der Wagen machte einen Ruck nach rückwärts, das Pferd schleuderte den Nadfahrer sammt dem Rade zu Boden, wendete sich gegen die Coliseumgasse und zog den Verunglückten, der sammt dem Rade unter den Wagen kam, nach sich. Es gelang endlich mehreren Personell, das Pferd aufzuhalten und Herr Piruat konnte sich aus seiller lebensgefährlichen Lage retten. Herr Pirnat erlitt aus dem linken Fuße eine ernste Verletzung, das Rad ist stark beschädigt. — (Brand.) Am 2. d. M. gegen 7 Uhr abends brannte die der Katharina Pouh in Unter-Nibenca Nr. 1, polit. Bezirk Gurkseld, gehörige Harfe sammt einigen eingelagerten Futtervorräthen ab, wodurch diese Besitzerin einen Schaden von 300 fl. erlitt, gegell welchen sie nicht versichert war. Diesen Brand verursachte der fünfjährige Sohn der genannten Besitzerin, welcher bei der Harfe mit Zündhölzchen spielte. Da die Harfe außerhalb der Ortfchaft stand, war keine Gefahr einer Wciterverbreituug des Feuers vorhanden. Gegen Katharina Pouh wurde die gerichtliche Anzeige erstattet. —r. — (Zur Volksbewegung in Krain.) Im ersten Quartale des heurigen Jahres wurden im politischen Bezirke Kra inburg (52.625 Einwohner) 104 Ehen geschlossen nnd 475 Kinder geboren. Die Zahl der Verstorbenen belief sich auf 404, welche sich nach dem Alter folgendermaßen vertheilen: Im ersten Monate 51, im ersten Jahre 60, bis zn 5 Jahren 182, von 5 bis zu 15 Jahren 24, von 15 bis zu 30 Jahren 18, von 30 bis zu 50 Jahren 28, von 50 bis zu 70 Jahren 76, über 70 Jahre 76. Todesursachen waren: bei 3 angeborene Lebensschwäche, bei 55 Tuberculose, bei 30 Lungenentzündung, bei 34 Diphtheritis, bei 12 Scharlach, bei 7 Gehirnschlagflnss, bei 7 organischer Herzfehler, bei 3 bösartige Neubildungen, bei allen übrigen sonstige verschiedene Krankheiten, Verunglückt sind 4 Personen (3 Gehirnerschütterung nach Fall, 1 ertrunken). Selbstmord, Mord und Todtschlag ereignete sich je einer. —o. — (Viehmarkt.) Auf dem gestrigen monatlichen Viehmarkt wurden mit Rücksicht alls dm in der Vorwoche abgehaltenen Iahrcs-Viehmartt nur 353 Pferde und Ochsen, 126 Kühe und 40 Kälber anfgctriebcn. Anch der Verkehr war nur ein mittelmäßiger, da für das Rindvieh keine fremden Käufer erschienen und ciuige Käufer aus Trieft nur die leichteren und billigere» Pferde kauften. — (Weltausstellung Paris 1900.) Sonntag um 10 Uhr vormittags fand im Saale des nicderösterreichifchen Gewerbcvereincs(I., Eschcnbachgasse 11) eine Versammlung von Vertretern sämmtlicher Sftecial-comite's und Executivcomitös der Landcscommissionen statt. Abends um 8 Uhr folgte eine zwanglofe gefcllige Vereinigung im großen Saale des «Hotel Continental» (II., Praterstraße). — (Locomotive« für den Gebirgs-dienst.) Die Verwaltung der Staatsbahnen ist dem «Neuen Wiener Tagblatt» zufolge im Begriffe, zwauzig große Locomotiven nach einer nenen, vom Aaurathe Gölsdorf ausgeführten Type in Bestellung zu bringen. Die neuen Locomotiven sind für den Gebirgsdienst bestimmt, größer als die bisherigen uud demgemäß auch theuerer. Die Kostcu dürsten sich auf etwa eine Million Gulden belaufen. Neueste Nachrichten. Delegationen. (Orlginal-lelegillmm,) Nudavest, 9. Mai. Die Session der Delegationen wurde heute in Budapest eröffnet. In beiden Körperschaften unterbreitete die gemeinsame Regierung den Voranschlag für das Jahr 1899 und die damit im Zusammenhange stehenden Vorlagen. Danach beträgt das Gesannnt-crfordernis 167,175.940 fl.; nach Abzug der Bedeckung per 2,797.558 fl. ergibt sich ein Gcsammt-Netto - Erfordernis von 164,378.382 fl., d. i. um 10,869.502 fl. mehr als für das laufende Jahr bewilligt wurde. Nach Abzug des Zollgefälls - Ueber« fchusses von 57,139.530 st. bleibt ein durch die Quotenbeiträge zu bedeckendes Gesammterfordernis von 107,239,053 sl. _______" Eröffnung der Wiener Stadtbahn. (Original'Telegramm ^ , Wien, i). M'. Seine Majestät der Kaiser eröffnete mitte« Probefahrt den ersten Theil des Stadtbahnm'tzes «n " großem Andrang und Jubel einer zahlreichen /jol« menge. Allerhöchstderselbe antwortete anf die Huldigung anspräche des Landmarschalls, Eisenbahmnimsters m> Bürgermeisters, er hoffe zuversichtlich, dass der dury einträchtiges Znsammcnwirken der autonomen ^^. schafteu und des Staates geschaffene Aahnbau der ^ völkernng mannigfache Vortheile bringen und die vff am Herzen liegende Entwickelung Wiens n'lrtM fördern werde. Seine Majestät sprach auch die vo Anerkennung aus für die der österreichischen Tecy zur Ehre gereichenden Leistungen der Vauorgane u für die künstlerifchc Ausgestaltung des Bahndall". Die vom Kaiser passierten Stadttheilc waren aufs ir> lichste geschmückt. ____________ Unruhen in Italien. (Original Telegramme». ^< Rom, 8. Mai. Die «Agcnzia Stefani' me" aus Mailand vom Gestrigen, 10 Uhr abends: " Bewegung hatte einen wahrhaft aufrührerischen ^ rakter. Die Barricaden wurden sämmtlich von Truppen zerstört. Es bestätigt sich, dass auf Swe Meuterer viele getödtet und verwundet worden »e Auch unter dcu Soldaten gab es mehrere Verwulw Gegenwärtig ist im Innern der Stadt keine Newest"^ mehr wahrzunehmen. Infolge der Proclamicrung . Belagerungszustandes übernahm der Corpscomman die Functional eines außcrordeutlichen königlichen ^ ^ missärs. Heute nachts und morgen früh treffen g Truppenverstärkungen ein. Ma Rom, 9. Mai. Nach einer Meldung aus A> fanden gestern in Pontebera Demonstrationen ! . Die Demonstranten zogen vor das BürgerM"!^ und verlangten Brot uud Arbeit. Der Aürgernm^ sprach beruhigend anf die Manifestanten ein, 1 ^ ohne Erfolg, so dass Militär requiriert werden mu, welches ebenso wie die Polizei mit Steinen bcw" ^ wurde. Da die gesetzlichen Ausführungen keinen ^,^ ergaben und die Steinwürfe fortdauerten, »'">"" ^i Militär zum Waffengebrauch fchreiten, "ow Demonstranten getödtet und drei verwundet n)" ^, N o ill, 9. Mai. Hier sowohl als auch '" ^ Provinzen herrscht andauernde Ruhe. Nur im ^ ^ flecken Genzano kam es gestern Abend wegen ^ Steigcns der Vrotpreise zu Kundgebungen.^,, Manifestanten bewarfen die Organe der ö>j?.^t>c» Gewalt mit Steinen nnd verfuchten einige Bäcker > zu stürmen. Die Truppen gaben Feuer, wow i Ruhestörer getödtet uud zwei verwundet wurden- ^ Rom, 9. Mai. Nach einem Telegramm ^ «Agenzia Stefani. ans Mailand wird heute l"h innern Stadt in allen Etablissements gearbeitet herrscht volle Ruhe. M- Neapel, 9. Mai. Heute fanden DeM^ ^ tionm statt, die darauf abzielten, unter den ^^ ^ der mechanischen Fabriken einen Ausstand i ^, scenieren. Ill Arenatia zerstreut, suchten die ^, monstranten an anderen Orten sich zu sammeln- .^ Monte la Lavario kam es zn einem Zus"."'^^» mit den Organen der öffentlichen Gewalt. Elne 1> wurde getödtct, zwei Soldaten verwundet. Der spanisch-amerikanische Arieg. (Original-Telegramme.) A, Madrid, 8. Mai. Im Senate verlangte ^ nator Ortiz (Havanna), dass dein General ^al" ^ seine Haltung, die den patriotischen Geist der <»? ^, aufEuba gehoben habe, der Dank ausgesprochen' ^ Finanzminister Puigcerver erwiderte uuter M»o ^ der Befriedigung über die Haltung Vlancos- A, Senat genehmigte die Herabsetzung der Zölle ^ Ml trcide nnd Mehl sowie das Verbot der Ausfnyr Artikel. .... dci Madrid, 9. Mai. Eine officielle Depe»a) ,^ Generalcavitäns General Augusti meldet: '^ "zel' bemächtigte sich Eavites und des Arsenals "' .^l störte dieselben. Das amerikanische Geschwav" ^ die enge Blockade fort. Man sagt, dass es »M ^t snchen der Consuln für den Augenblick Manuu^^ bombardieren werde, solange ich nicht auf die. ^i> komischen Schiffe Feuer geben würde. Da M/^, l" außerhalb der Tragweite unfercr Geschütze bepn" ^t kann ich nicht auf sie feuern, wenn s^' !Atl^" nähern. Am 6. d. abends kamen hier tausend M^„„ von unserer zerstörten Escadre an, welche ^^, ^vd^ verloren hat. In einer wurde beschlossen, einflnssreiche Agenten in ^ ^ het^ zu entsenden, nm del, Muth der Bevölkerung i" ^ und insbesondere die Bewaffneten dem Ausjlau spenstig zn »lachen.» savh^ Madrid, 9. Mai. General Bisayes teleg^.F aus Lubuan im Philippinen-Archipel: '^acu ^ beschwerlichen Marsche und einem vierstündigen ^ ^ habe ich mich der Stadt Panay, des Haupts" jacher Zeitung Nr. 105. 845 10. Mai 189» dieser Gegend, bemächtigt. Die daselbst Vtnnn? f'" Aufständischen waren mehr als 4000 zu ei^!/^' 9- Mai. In Cinares kam es gestern NM,.. ""^'uhr. Die Aufrührer plünderten das Die X A " welches sie durch die Fenster eindrangen. ^tblw.L "'"le- "elche sich den Eingang in das widert^ ^wang, gab Feuer. Die Aufrührer er-iiHt" ^lelbe mit Revolverschüssen. Die Gendarmerie Tie A>.f ^s ^" ^e benachbarten Gassen zurückziehen. M un/. ^'"' ^li.tcn sich in den-Vesitz von Munition burden a 5'! " "" erbittertes Feuer. Zwölf Personen «uz Cad^ ^'uifzehn verwundet. — Ebenso werden leidet '^ Martos und anderen Orten Unruhen Agende?3^' 9- Mai. Aus Puerto Prince ist von^^^.legramm eingelaufen: «Nach Berichten >n NoHU <3"^ die Escadre dcs Generals Sampson N svllnil?^ Dichtung bemerkt, ebenso wurden gestern Höhe v^ Kriegsschiffe und andere Schiffe auf der futsche A, s ^'^" gesehen. Gestern hier cingetroffcne 'N No^s^^te bestätigen, Sanistag 5lanonendonner L^'^cher Richtung gehört zu haben.» "us km, , ' ^ Mai. «Reuters Bureau» berichtet ""«am i "6- Der spanische Admiral theilte dem Gc-lNoglich ^"/ur von Manilla mit, es fei ihm un-leresse d.?^"^^n Widerstand zu leisten. Im Iu-" bereit s ^^"lchlichkeit solle er sich ergeben, obwohl Na!/^ kämpfen und zu sterben. »W lZz,l ^ton, 9. Mai. Der ehemalige amerika-^lroffen '" Madrid, Woodford, ist hier ein- H. Gelegrainine. ^ Herr^^'r?^. (Orig.-Tel.) Die nächste Sitzung ^^soch 7 "'^ bndet am 16. Mai statt. Auf der Essend 5,-2 steht unter andereln die Verordnung, ^tsmil^s Bewährung von Unterstützungen aus . Ntiir « ""hässlich der Elementarereignisse. We d^^' '^ Mai. (Orig.-Tel.) Gestern abellds erachte ^ "^ zweier ausgeförderter Abbauer im l iiaun ^"'"' "n Schlammeinbruch. Men u»^hen ^Versonen verwundet. ^u heut. ' ^"' (Orig.-Tel.) Kardizze und Georgis ^^^w Nauplia hingerichtet. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Nm 9. M a i. v. Mühlwert, l. u. l. Oberst: Dr. Sommer, Arzt, Graz. — Masser, l. u. l. Major im Grneralstabe, Laibach. — Marinschel, Holzhändler, Cilli. — Popovich, Privatier, Schwarzenberg. — ^Vecke, Kfm., München. — Wrinschegg, Kfm., Selbyo. — Topolset, Private, Sagorje. — Vidergar, Priester, St. Georgen, — Sleuer, ttsm., Iägerndorf. — Dnmicich, Schlossermeister, Fiume. — Weimersheimcr, Kfni., Ichenhanscn. — Mieses, Iotl, Walter, Neincr, Hotsch, Milsche, Weiß, Winter, Goldstein, Herlich, Tauber, Äeinle, Sandmann, Weih, Kolliö, Kflte.; Tekonya, Bcaintens, chron. Magenkatarrh. — Valentin Rozanc, Inwohner, 67 I., Triesterstraßc 56, Marasinus. Im Civilspitale. Am 5. Mai. Aloisia Faleschini, Maurerpolierstochter, 1 I., Brandwunden. Am «. Mai. Peter Pleska, Schneiderssohn, 10 I., Pyaemie. — Lukas Tercet, Hüblerssohn, 38 I., llnliepllalitw pululentll. Meteorologische Bcobachtungen in Laibach. _______________Seehiihe 306 ^ m.____________________ « ^l ft Oß Z s^ Z"____________________^ " ^ u. N. TÄö^I^ig^b'^ST'mähig fast bewülll " ' A_b.^?32^ 11^^ SO. schwach^ ^st heiter____ 10 l 7 U. Mg. I 732-2 , 6-7 ^ SSO. schwach ,' Nebel > 4-0' Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 13 1°, nm 0 1° unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ja nuschow sly Ritter von Wissehrad. Die einzige Vilttrcmelle, d^r von der ärztlichen Jury die große Millrnniumö'Mdaille zuerkannt worden ist. Franz Josef-Bitterwasser ist feit 20 Satjren aI8 baS 23efte feiner Srt anerfannt unb «überall etf)äit(id)». direction in Söubapeft. (468») 20—17 Eine schöne grosse Werkstätte mit anstoasender grosser Schupfe, ein Gebäude mit zwei Wohnungen und hübsohem Hofraum, für großen Geschäftsbetrieb sehr geeignet, sofort zu verkaufen. (1849) 1 Wo? sagt die Administration dieser Zeitung. Origriza.a.1- Somatose -Kraft -Wein enthält in 100 g medic, feinsten Malaga 5 g Somatose. Vollkommen gelöst. Gesotzlloh gesohützt. Erprobtes IValir- und Kraftityung-js-Mittel, bereitet unter der Controle des physiologischen Institutes der chemischen Fabrik in Elberseld. Originalpreis einer Viertelliter-Flasche 1 fl. 60 kr. Somatosc-Kraft-JBisqiiit 5 Stück 30 kr. Depot: (931) 12 Mariahilf-Apotheke, Mleustek, Laibach, Resselstrasse 1, neben der Fleischhauerbrücke. Täglich umgehender Postversandt. Telephon Nr. 68. €Ä«s»WI«5l»*; wli*d für ein Fräulein ein möbliertes Zimmer wenn möglich mit Verpflegung. Anträge an die Administration dieser Zeitung unter erbeten. (1848) Dentülmnug Ecke Spitalglljst-Klluptpllltz. Fenster, Thüren, Herde ^e. werden billigst abgegeben. Anfragen dortselbst. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem un-erforschlichen Ralhschlussc gefallen, unseren innigst, geliebten, mwergcsslichcn Gatten, beziehungsweise Sohn, Vater, Vrnder, Schwager und Ontel, Herrn Friedrich Georg Soß Handelsmann nach langem, sehr schmerzvollem Leiden, versehen mit den heil. Sterbesacrainenten, heute, den !). Mai, nm halb 4 Uhr nachmittags in seinem 49. Lebens-jähre in ein besseres Jenseits abzubernfen. Die irdische Hülle des theuren Dahingcschie< denen wirb Mittwoch, den 1l. d. M., nachmittags um halb 5 Uhr im Siechenhause feierlichst ein« gesegnet, sodann auf den Friedhof zu St. Christoph überführt und daselbst iu der Familiengruft zur ewige» Ruhe beigesetzt. j Die heil. Seelenmesse wird Donnerstag, den 12. d. M,. um 8 Uhr frnh iu der Domlirche zu St. Nilolaus gelesen. Um stilles Veileid wird gebeten. Laibach, den 9. Mai 1898. Anna Goß geb. öinlovic, Gattin. — Maria Eoß, Mnttcr. — Maria Iarc, Schwester. — Karl Voß, Kanfmanu in Marburg, Bruder. — Anna, Mizi, Fritz. Elsa. Karl, Kinder. Course an der Wiener Börse vom 9. Mai 1898. Na«, dem oMenm Cours«««« ^ W°« '«landbr. »',^,bu fl. 19? 50 ,U«Ü0 -,..„^N.«"" ^« tz, ' ' ' ' ' 100'- ,00 70 Geld Ware <»« Gt«ate »nr Zahl»n> Übernommene Els«nb..Prtor^ 0»tt>a«lonen. EKsabelhbahn eoo u, »nno «l». 4'/, c>b ,0°/« «, St. . . . llü W 117^0 't0 yra»z.I°Ief.Ä.. 0 60 «allzüche Karl'ÄubwIg.Vahn, diverse Stücke 4°/„ . , . . W 30 10« 3U Voiarlbeig« Äahn, /,"/» 118 lift i^Uüa dto. dto, VIlber 100 fl,. 4'/,°/« 100'-- 101-bto, Staais-Oblig, (Ung, Ostb.) V. I. 187«. b°/„..... 12« 25 121 25, dto, 4>/,n/ySchanlregal°Äbl,-Ob>. ION'35 l0i 35 bto, Vr«m,.«nl, l^ 100 fl. «, W. K!» 50 161 ü« bto, bto. »l Ü0fl. ö. W. 10U-50 ILl 50 Thtih.Rtg..2«se 4°/, 100 fl. . 139 b« l40 5» Grundentl.»Vbligatisntn (für l00 fl, CM). 4»/, Uügaiische (10N 2N dto. .Anleihe 1«7» . . i<»g'— — - Nnlelieil ber Etabt Vor» . . 1,250 ^ - «nlehcn b. Vlndlneineiübe Wien 104- l<'4 9N Unlcuen b, Otabtgemelnde Wien iGllber <^ber Vold) . , , . i2!l'5,,z»!ien«Unl, b. Stabtgm. Wien i«u 5«! l?0 50 Virltbau.UnIthen, verlolli, b°/, lo« U0 I0l «0 ^ «l«u bto. bto. 50i«br. „ 4°/, . . 100 30 101 ^0 ßpa«affe,l. »st., »0I.»»?,'/,«. lO! bo -- ßrlorlt8t«.Vblig»««nen ^ssrc«.LN0p.Vt. 2lg- —'- ßiidbllljn »"/y n. Frc«. 5N0 p. St. 1«2 «ü I8.t «l> bto. b«/, ^2N0fl, p. t«0fl. !2k'—l2?'— Ung^gallz. Nahn..... 108 8ll w» 8« 4»/« Nnterlrain« v«hm> . . »9-5« 10« - a»r VUUY. «nal»^)eft. Vanl«Mfl«"/°». l56 -j15« 50 Vantvercin, Mcner. lnu fl. . ü67 i>« 26» - »3°cr.N..0est,.2ö«fl,S4^ 4««- 47° - b.o ° ° p» Ultimo Leptbr. ^5« 25 Ü5« 75 «reditbant ANg, u.lg.. «<» fl. . 385 25 3^> 75 N rbanl. vest.. »<» fl. . . 2^ ^ 22i» 5«. v" l«r.'»n«al, «anl, «» ». . 913- »,5 - Un °"b«nl »00 fl. - - ' . 2»?'-29750 ,erl.,r«>»nl. »llß., l« ss» ^ i?4 - l?S - «elb Ware Attien von Ulangpott« Wnlernehmungen (per Nrücl), »Ussg Tepl. Viscnb. S0U st. . 1«49 1654 Vöhm. Nordbal,» 15« fl, , . 25850 2«1 50 Vnschtiehrlldcr TIs, 500 fl, a fl,O. 73— 74'— Yerdiianbs Nl'rbb, i000fl,LVt. 2505- üüi5-Lemb,-Lzsl-nllw,.Iajsy Elsenb,» Gesellschaft 20« fl, T, . . 2Ü5- 2!>? — Lloyb. Oest,. Iries», 5NU sl,«M. 431 - 433- vestrrr, Norbwestb. 200 fl. 3. 24» l»0 250- b!a, dto, (lit. L) 200 fl, »»?. 2NN sl, , . 515 —»l«^ Tramway-Ve,,. Nene Wr,. Prlo. iitH!«°Ac!!en »W fl. . . . 1Ä.-50 .28 — Nnä -aallz. E!se"b. 20»,l. Silber 2N-50 2l2l>0 Una Äest» («"ab^razMUf^V. 21150 2125!, Wiener Lacalbahüln-?lct,.«el. —-— —'— Industrie.Acti,n (p«r Llllck), »„»ncs,, Mll«, lsl" WO fl. , . ,ib2>! »1s20 «kandier ckisei" und ßtahl,!balinw,>üe— «,2— «3^»«l»»l'', «<«<«». «o fl. 215-«17- Veld Ware «riillller Koylen».<«ef. 70 st. 1»1' 1«2 — Wllffe»f,.E.,iI>tst.inW!en,ioafl. 321 — »««'50 WagNunÄeihailst,, »llg., in Pest. «0 f:......... 5NI — »95— Wr, Va»gesel!ichaft 100 fl. . . HU »5 li, 25 «lenerderaer ^««sil«ca (Dom»«u) . s 7» 7-^. Creditlose 100 fl...... 200-50 2<>l'ül) «larli'üofe 4« fl, «Vl, . ^^. U5- «55« 4«/„N«!illil'V«mplIch, lWfl.VM. 170 — l?4 — Osener Lose 40 fl. , . . . «?-?« «»»o Hillffl» «ose 4» fl. ^b «7,95 ««the» Kreuz, Ocs», «es,U.,10fi. 20— 21 — !«utl»>,! Kreuz, U»n, »es. v., 5st. 10 4« ii'— «udnlph Lose I» fl..... 2?-— 23> — Balm Uuse 4N fl, HM, . . . 84-35 «5--. St, Genoi«°Lose 40 fl