Mbacher Nr, 94, Plännmelllt«on«prei«: Im «omptolr ganzj. ft. li, halb», fi. k 5U. Für d!e .^ufiellung in« Hau« halbj. 5«ll. Mil bei Post «»n,j, fi, 15,, h»ll>:, 7 ,°»0, Montag, 36. April. Ins«rl<°n«gel>Ür: Ml Ne!n» 3nje«lt « fr.; bs! »stn«n wiebttholnngl:! per Zei!« « lr. 1880. Amtlicher Theil. he!^,"'^Mznnmster hat dm Bezirkslichter Ludwig lklo ?e?sF ^"" Ansuchen vou Mauten, nach Fürsten'. ten im ^"st'zminister hat den Aezirksgerichtsadjunc-3d^ H"''^l des Grazer Oberlaudekgerichtes Dr. ^«^.^hold zum Gerichtsadjuncten bei dem ^^leinGraz ernannt. Nichtamtlicher Theil. Die Wehrgesetz-Novelle. Ü'Ntel/^"^' d M. in den beiderseitigen Parla-^^''l'm.n^ ^^" Wehrgesetz-Novelle sind folgende D ""grn zu entnehmen: !°t P j/'? ^hrgesetz wird die bisherige Dauer tt st»f,'">t Pf licht beibehalten. Diese'dauert in llebcil U/" ^'"" drei Jahre in der Üinie und ^Iat,rp '^ der Reserve; in der Kriegsmarine Kve, ^ k m der Linie und fünf Jahre in der Re-V'l Iab p ^ Ersahreserve dauert die Dienstpflicht "g"Ml°' ^" ber Landwehr haben die unmittelbar "der s 3 .zwölf Jahre zu dienen; jene aber, die lkhn Ich?, ? Armee oder in der Ersatzreserve schon . Die ,-fachen, "«r zwei Jahre. ttlillzt w?"^ ^°"er der Dienstzeit konnte nicht >!> ^ndesipn« ?' "" "^", europäischen Staaten dauert x^Nea l l, '° ^""g. wie bei uns. Indes erleidet fast allgemeine Ausnahmen, indem ^^hliie .. 'I ""ö dem Dienste in der Linie ohne "Mildun/°'Wes anzueifern. Die Dienstzeit jener 2? Alte??llligen. welche vor dem militärpflich- den factit^""" wurden, wird in dem Falle, als «^V/^en Dienst, sei es freiwillig, l« es in- folge Einberufung anläfslich einer Mobilisierung, min« destens in dem Jahre antreten, in welchem sie das militärpflichtige Alter erreich?.,, vom I.Oktober ihres Assentjahres. sonst aber vom I. Oktober jenes Jahres angefangen gerechnet, in welchem sic das 20. Lebensjahr erreichen. Einjahrig-Freiwillige können jenc sei:,, die ein Oberaymnasium oder eine Oberrealschule absolviert haben. Das neue Wehrgcsch ermächtigt überdies den Landesvertheidignngs-Ministcr. im Einvernehmen mit dem betreffenden Ressortminister festzustellen, welche Fachschulen für den Einjährig-Freiwilligendienst quali-flciercn, und eine Instruction für die gemischte Auf. nahmecommifsion anzufertigen. Doch können nur die Zöglinge jener Fachschulen dieser Begünstigung theilhaftig werden, welche das Untergymnasium, die Uuter-realschule oder die vier unteren Klassen der Bürger« schulen absolviert haben. Der Aspirant für den Em-jahrig-Freiwilligenoienst behält das Recht auf diese Begünstigung auch dann, wenn er etwa wegen eines körperlichen Gebrechens mit seinem Gesuche abgewiesen worden und später zur Assentierung kommt, doch muss er diesen Anspruch vor der Abstellung bei der comveten-ten Eivilbchörde geltend machen. Jene Einjährig-Frei willigen, die bei der Abstcllnng lant ihrer Losnummer ill die Ersatzreserve kommen, dienen ihr Jahr in der gemeinsamen Armee ab. Diejenigen im Alter der Militärpflicht stehenden Studierenden, welche in die zwei letzten Klassen des Obcrgymnasiums, der Oberrealschule oder einer mindestens drei Klassen besitzenden Fachschule, oder in die oberste Klasse einer Fachschule gleichen Ranges mit zweijährigem Lehrcurje gehen, lönnen gleichfalls dieser Bcgünstiguug theilhast werden, doch nur unter der Bedingung, dass die definitive Entscheidung bis zum Schlüsse ihrer Studien in der Schwebe bleibt. Eventuell können auch diese in der Landwehr den activen Dienst erfüllen. Die Einjährig-Freiwilligen, wenn fie die OfficiersauLbilduug erhalten, werden im Mobili-sierungsfalle dem Bedarf und der Entscheidung des gemeinsamen Kriegsministers gemäß im Heere oder in der Landwehr angestellt. Die von den Candidate» des geistlichen Amtes handelnden Paragraphen des alten Wehr» gesetzes erleiden insofern eine Aenderung, dass die aus den zwei Ooertlasseu des Gymnasiums Assentierten auf Urlaub entlassen werden, wenn sie die Erklärung abgeben, dafs sie für die Geistlichen- oder Mönchslauf, bahn sich bestimmt haben. Ihre Einreihung haben sie jedoch anzumelden. Diejenigen, welche nicht Seelsorger oder Mönche werden, werden nachträglich zum activen Dienst verpflichtet und können nur auf die Eigenschaft von Einjährig-Freiwilligen ein Recht formulieren. Die Lehra mtsca.i d i daten und Lehrer der Volksschulen, Bürgerschulen und Lehrerpräparandien, des-gleichen diejenigen, welche ,:n Erbscbaftswege zu einer Feldwirtschaft gelangten, dieselbe selbst bewirtschaften, wenn das Erträgnis dieser Wirtschaft für die Erhaltung einer aus fünf Gliedern bestehende:» Familie aus« reicht, aber nicht größer ist, als das Vierfache eine« solchen Erträgnisses, werden zu der ihnen gelegensten Zeit durch acht Wochen ausgebildet und dann aufUrlaub entlassen. Die Zöglinge der hier aufgezählten Lehrerbildungsanstalten macht das neue Gesetz der Begü'nstMlig theilhaft, dass während der Zeit eines sich zeigenden oder eintreten könnenden Mangels an Lehrern die Hörer der letzten zwei Jahre bis zum Schlüsse ihrer Studien auf Urlaub entlassen werden, im Falle einer Mobilisiernng werden sie jedoch einberufen. Für die Rekrutierung weiden drei Alters» klaffen abgestellt und nur ausnahmsweise auch noch eine vierte, doch ist die Assentierung aus dieser Klasse sogleich einzustellen, sobald das festgestellte Contingent voll ist; ja die vierte Altersklasse darf gar nicht zur Assentierung beigezogen werden, wenn die ersten drei Klassen das Rekrutierungscontingent decken. Oesterreichischer Neichsrath. 79. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien. 23. April. Präsident Eoronini eröffnet die Sitzung um II Uhr. Am Ministertische: Taaffe. Ziemiallowsli, Eon-rad. Prazal. Der Landesvertheidigungsminister überreicht eine Vorlage, betreffend einige Aenderungen des Wehr-gesetzes, ferner ein Gesetz über den Landsturm. Die Eisenbahnconvention mit Serbien wird dem Eisenbahnausschusse zugewiesen. Die Budgetdebatte wird beim Titel ..Mittelschulen" fortgesetzt. Abg. Kronawetter beantragt eine Resolution, in welcher die Regierung aufgefordert wird, ein Gesetz einzubringen, wonach den Professoren der Mittelschulen die in ihrer Eigenschaft als Supplentcn zurückgelegte Dienstzeit vom Zeitpunkte der abgelegten Lehramtsprüfung an sowohl bei Brmrssung der Quinauen-ualgebüren als bei Bemessung des Ruhegehaltes angerechnet wird. Feuilleton, wiener Skizzen. Nag 23. April. 3^e alle?^ "Sport" verstanden wird. weiß heut- s! 6l'ff. ..„> ' es ist ein aus England importierter >u^nwe chem alle sogenannten „noblen" Pas- ^ lv^ ^""wMiaen bezeichnet werden. Ursprung. Weruf k ^""hr begrenzt; nach der Edda war > uer Edlen: Ao»m spanne», ^piehe werfen, V"'llsic reiten. «chwerter ziehen, «chncu winden, Pfeile schiiften, «auzen schwingen. Hunde hrheu. . Also l ^""^ durchschwimmen, tz!^ GesüÄ,'^"besübungen und Vergnügungen, Kraft und Kühnheit erfordnn. ^ 'den ,,. ^ "brr der Begriff ein viel weiterer ^!!"guna "'^ bezeichnet'mit .Sport" alle jene ^heit F'' welche mit Passion oder mit ein wcniq »xe tr?^' ""den. Der Bergsport, den unsere r?' was «b"'' der ^tt. uud Spielsport, dies und 'si. Dauerläich., Gchen Heu Cav_ ! AMU, wie es letzthin in Prag von ^ icht X""prakticiert wurde, auch das Tanzen. 3^lHV'!" dem englischen Worte bezeichnet. H lllil) >? lM man auch das entsprechende Rüst. "'liche 3. "'"stäudlichsten Recepte, sogar die eigen- "prache: 'llis ^le ol tue lurt, bezogen. allein — echte „Sportsmen", wie sie England besitzt, gibt es bei uns doch nicht. Mau sagt, es'gehöre dazu auch etwas euglichcs Temperament, so ein Tröpfchen uuverfälfchten Spleen. Der echte Sport muss mit einem gewissen Ernst betrieben werden, er muss quasi als Lebensaufgabe erscheinen und darf nicht von der jeweiligen Laune abhängig sein. Und so weit haben es unsere „Sportsmen" noch nicht gebracht. Sie betrachten den Sport immer noch als bloßes Plaisier. Zu diesen Bemerkungen hat mir das Frühjahlsrenueu des Jockey-clubs Aulass gegeben, das vorigen Sonntag im Prater stattfand. Aber Eins muss zugestanden werdrn, man nähert sich immer mehr dem rnglischcll Vorbilde und versucht sich bereits in den unsinnigsten Wetten. Es sind vorigen Sonntag ganz nette Summen verloren und gewonnen worden. Seit vielen Jahren hat der Iockeyclub kein so prachtvolles Wetter gehabt, wie heuer bei der Eröffnung der Rennsaison. Der April hat thatsächlich alle Effecte dem Mai vorweggenommen; er hat sich auch einmal auf den Wonnemonat hinausspielcn wollen, und es ist ihm gelungen. Die Folge war. dass der Zuzug des Publicums zum Prater und zur Freudenau ein ganz außerordentlicher war. Alles, was zur „eleganten Welt" gezählt wird oder was dazn zu gehören sich den Anschein gibt, war bei dem Rennen zugegen. In der Hofloge saßm Ihre Majestäten, die Erzherzoge und Erzherzoginnen, in den anderen Logen fah man die Schönheiten unserer Salons, auf den Tribünen wimmelte es von eleganten Toiletten, und vor dem Totalisatcur. dem neuen Wettbmean, gieng es äußerst lebhaft zu. Natürlich waren auch alle'die Dameu und Herreu vom großen Earrousfel erschienen und mit ihnen alle die Eavalierc und aristokratischen Gäste aus der Provinz, welche des Earroussels wegen nach Wien gekommen. Dieser Umstand allein schon gestaltete die officielle Eröffnung der Rcnnsaison zu einer außerordentlich glänzenden. Nach vollendetem Rennen gab es in der Hauplallee einen Eorso, so großartig, wie er am „wunderschönen" ersten Mai selten gesehen wird. In drei und vierfachen Reihen fuhren die Wagen, und als die 8enU6inLN ol lu6 wrl mit ihren hochsitzigen Wagen hinzukamen, da gab es manche Stockung und Verwirrung. Dass viele Tausrude im Prater waren und längs der Hauptallee sechs und sieben Mann hoch standen, um den Pratercorso — auch eine Art Sport — zu sehen, versteht sich von selbst. Als selbstverständlich in Sportsmenkreisrn gilt jetzt der Besuch der Iahresausstcllung der Künstler' genosscnschaft; nicht der verschiedenen Historien-, Genre-uud Landschastsbildcr wegen, auch nicht wegen der zahlreichen plastischen Werke, die unsere Bildhauer ausgestellt haben, sondern weil da ein Stück gemalter Sport zu sehen ist. Dasselbe ist von Julius v. Blaß und heißt „Gödinger Parforce-Iagd"; es stellt eine hohe Jagdgesellschaft dar. welche, geführt von Kaiser und Kaiserin, über das Feld querein der Spur des flüchtigen Wildes nachsetzt. Das Terrain ist stark cou-viert; eiu besonderes Hindernis bildet eine Eisenbahn, über welche die Jagd geht. An dcr T5te der Gesell» schaft reitet die Kaiserin, dir Mitglieder derselben sind alle porträtahulich. Neben dieser 'Pmträtähnlichlrit ist die Eomvusition zu rühmcn; es isl dem Km'stler ge-luna.en, alle gegebenen Veihallnisft zu cineni lünftlerl. schcn Ganzen zu vereinen, in welchen, selbst die rvlheu Röcke sich nicht gar zu abson^.lich ausnehmen. 784 Bei de,- Abstimmung werden im Titel 14 die HH l bis inclusive 5 angenommen und die §§6 bis8(.,Steier« marl", „Kärnten" und „Krain") in Berathung gezogen. Zum Worte gemeldet sind die Abgeordneten Dr. Tu-chatsch und Foregger. Abg. Dr. Duchatsch: Ich will nur einigermaßen skizzieren, wie wenig es den Slovenen in Steiermark um den Unterricht zn thun ist, wie sic vielmehr die slove nische Sprache überall zur Geltung bringen wollen. Allherkömmliche Namen werden ausgesetzt und russische, serbische Bezeichnungen an ihre Stelle ge» bracht und eine Sprachenverwirrung erzielt, welche eine babylonische genannt werden lönnte. Ich habe die Ehre gehabt, eine Petition meiner Vaterstadt Marburg zn überreichen, welche sich gegen die Slo-venisierung ausspricht. Aehnliche Petitionen überreichten die Städte Laibach, Cilli, Radkersburg und andere. Man kann diesen Petitionen mit Rücksicht auf die Bedeutung dieser Orte und die dort angesammelte Intelligenz einige Berücksichtigung zuwenden. Im Marburger Gememderathe wnrde die Petition mit allen gegen Eine Stimme beschlossen. Die Uebungssprache an den Lehrer-Aildungsanstalten ist die slo-venische. Die tüchtigsten Lehrkräfte werden an unseren Anstalten herangebildet. Der slovenische Unterricht allein genügt indes nicht. Ein Theil der slovemscheu Jugend erkennt es dankbar an, dass er eine Sprache lernen kann, die weiter reicht, als das Land vom Karst bis zur Dräu. Was dieDeutschen in Krain undUnter« steiermart gethan, das sind große Opfer. Und nnn sollen diese Opfer den Gelüsten Einzelner gegenüber zunichte werden. Meine Vaterstadt (Marburg) ist eine deutsche Stadt, sie fühlt sich als solche und verwahrt sich gegen die Zumulhungen nationaler Heißsporne. Soll bei uns auf der Post, auf den Eisenbahnen u. s. w. vielleicht Slovenisch gesprochen weiden? Ich hatte seit meiner Jugend Gelegenheit, die Verhältnisse zu beobachten und zu prüfen, und kann nur sagen, meine Herren von jener (rechten) Seite, erscheinen Sie als freie Männer des Volkes, dann sind Sie berechtigt, als wahrer Vertreter des Volkes zn sprechen. So aber dienen Sie nicht dem Volke, sondern bloß dem Clerus. (Lebhafter Beifall.) Wir haben der materiellen Sorgen genug im Lande und können darum den nationalen Hader missen. Hat Ihre Sprache eine Berechtigung, was dermalen noch nicht der Fall ist (Oho! rechtö), dann können sie auch weitere Ansprüche erheben. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen, Zischen auf der Rechteil.) Abg. v. Schneid: Ich spreche hier nicht unter dem Einflüsse nationaler Gemeinsamkeit oder persönlicher Gebundenheit. Was ich sage, ist mir meine Ueberzeugung in einer Frage, die mitten in dlis erhitzte nationale Leben eines Volkes hineinragt. Wenn Sie die Lehrpläne der Schulen in Krain ansehen, werden Sie finden, dass das Slovenische immer mehr vernachlässigt wird. Wenn aber im Gymnasium dem Elovenen nicht hinreichend Gelegenheit geboten ist, den Wortschatz der Sprache sich eigen zn machen und ihren Geist zu erfassen, wo sonst kann der Slovene in seiner Muttersprache über ein rudimentäres Wissen hinauskommen? Der Vorwurf, dass die slovenischc Sprache zum Verkehre sich nicht eigne, der höhnische Hinweis darauf, dass die slovenischen Beamten sich selbst der deutschen Sprache bedienen, ist nicht berechtigt. Aber bei derartigen Hetzereien, die von einzelnen Elementen ausgehen, darf man sich über die Fortdauer der nationalen Agitationen nicht wundern! (Bravo! rechts.) Erst durch eine Sprache wird ein Volt sich seiner selbst bewusst! Können Sie einem Volte Anstrengungen ver« wehren, seine Muttersprache fortzupflanzen? Allerdings dürfen die nationalen Strebungen nicht zu weit gehen. Und es soll auch nicht etwa dahin kommen, dass die Studenten aus Krain in Hinkunft für das Weitcrstu« dium an deutschen Universitäten minder befähigt sind, als andere. Im Gegentheile, die Kramer wollen, dass ihre Söhne die dentsche Sprache lernen und nicht gezwungen seien, den Stätten der Wissenschaft fern zu bleiben. Wenn das Haus mir beistimmt, dass in Hin-kuuft in Mittelschulen des Landes die nothwendige, gerechte nnd gleiche Pflege der slovcnischeu Sprache zugewendet werden soll, so wird damit ein wichtiger Schritt zur Beseitigung des nationalen Haders gethan sein. Es würde sich anch der slovenischen Jugend die günstige Perspective eröffnen, ihre glänzenden Eigenschaften der Unverdrossenheu, des beharrlichen Strebens und der goldenen Ehrlichkeit in den occnpierten Provinzen znr Geltung zu bringen. Erlauben Sie mir nur noch, dass ich die Fraae anrege, ob es nicht geboten wäre, in den von Oesterreich occupierten Provinzen slovenische Mittelschulen zu errichten, damit die dortige Jugend Oesterreichs Hochschulen besuchen könne. (Beifall rechts.) Auf Antrag des Abg. Ezerkawski wird die Debatte geschlossen; eingetragen sind gegen: Dr. For«-egger; für: Dr. Vosnjak und Klun. Abg. Dr. Foregger polemisiert gegen die Ausführungen des Abg. v. Schneid und wendet sich sodann gegen die vom Ausschüsse vorgeschlagene Resolntio». Redner führt an der Hand der Geschichte ans, dass ein Bedürfnis nach Slovenisierung der Schnlen in Steiermart nicht bestehe, nnd weist ans die zahlreichen Petitionen aus diesem Lande hin, welche sich gegen die Einführung der slovenischen Sprache als Unterrichtssprache in den Mittelschulen kehren. Redner hebt insbesondere hervor, dass nicht einnml die nothwendigen Lehrbücher vorhanden wären, nm den Unterricht in slowenischer Sprache ertheilen zu können. Es genügt nicht, eine Sprache sprechen zu können, zum Unterrichte ist es auch nothwendig, den Lehrstoff zu kennen, und die Kenntnis demselben kann nur au einer Universität erlangt werden, folgerichtig wird dann auch eine Universität mit slovenischer Unterrichtssprache verlangt werden müssen, und die Gründling einer solchen wäre ohne Aussicht, da sie nur ein Scheinleben führen lönnte. Durch die Einführung der slovenischen Sprache in den Volksschulen würde der Unwille gegen die Schulgesetze geschürt und ein wahrer Sturm der Bauernschaft gegen dieselben heraufbeschworen. In den Mittelschulen wären die Folgen andere: der Schüler, der nur in der slovenischen Sprache alles gelernt hat, findet sein Fortkommen erschwert, da ihm die Vorbereitung für die Zukunft fehlt, da er in die große Welt ohne vollständige Kenntnis der deutschen Sprache nicht hinaustreten kann. Redner bittet, die Resolution abzulehnen, dadurch würde dem Staate und dem Volke eine Wohlthat erwiesen. Als Generalredner für die Anträge gelangt zum Worte: Abg. Klun Polemisiert gegen die Ausführn»« gen der Abgeordneten Duchatsch und Foreqger und fährt fort: l'/« Millionen Slovene» haben nicht eine einzig-e Mittelschule, in welcher sich die Jugend in ihrer Muttersprache vollkommen ausbilden klw^ ^ weniger ist es unserer Jugend möglich. M " c^. Universität auszubilden. Wir haben woyl em > slavische Universität in Agram, welche aber. ^>> ^ Einrichtungen des Dualismus, sich uns gegeW" ^ verhält, als existierte sie gar nicht — wen erworbenen Diplome keine Giltigkeit lm n » ^ Die Besorgnisse wegen Bedrückung der DemM ,^ ganz überflüssig; dic Deutschen kennen es ja g u ^ was bedrückt werden heißt. Ueber Vedrucl'.lW.^, Vernachlässigungen haben nur die Voller > ,^„ Stammes zu klagen. Es ist wahr, dass d"^ > '. Anstalten stark besncht werden, und zwar o» ^ weil selbst diejenigen, die slavische Schnlen a",, wollten, solche nicht vorfinden. Wir g"""" Hei, die deutschen Schulen, aber Sie werd-n aua) > > , Wunsch nach Mittelschulen, welche den W'sM >^„ der Slovenen entsprechen, begreiflich slude^ ^ M finden wir 45)0.000 Sloven?» nnd 20M) ^ ^, und zwar sind letztere mcht zerstreut im Lanoe, ^° wohnen nur in Gotlschee. Diejenige», die , , ^ Deutsche gerieren nnd deutsche Schulen verlM ^ rein slovenischer Abstammnng (große Hellene' ^ und schlagen sich zur deutschen Partei. ""' °,^A) theile willen, die sie zu erlangen hoffen. ^ Ml Ihre Eltern sind aber Slooene'n, nnd für 'A.^,'t,) verlangen sie deutsche Schulen. (Erneurrte ^^Dl Der Kramer Landtag in seiner nationalen -"^ hat bei allen Anlässen, wo es sich um °l H ^ handelte, trotz der wenigen Deutschen lM ^" ^z dieselben gesorgt, anders als die Landtage ^ und Klagenfnr't, wo Sie die Majorität hade", ' y,,e den Slovenen nicht so entgegengekommen !"^„tcB Hetzereien rühren von Leuten her, welche ein ^ ^, daran haben, die Völkerschaften unteremanoel ss ^l hetzen. (Rufe rechts: So ist's!) Es fällt "'"^D! nicht ein, das deutsche Element verdrängen 5" ^ wir kennen ja die Wichtigkeit nnd Bedeutung " ^si schen Sprache. Und dar'nm dringen wir dar",' ^ die Kinder in den Schnlen anch Deutsch l" .^ ,,„c Herren von der anderen (linken) Seite loin .^c in ihrem Eifer für das Dentsche so vor. " ^ „„d Ritter, der sich mit Schwert und Schild wM M-zu Pferde stieg, nm gegen den Wind z» ka>"p ^s!^ lächter links.) Wir können uns nicht dainit '^^ den erklären, dass das Dentschlhnm nut oen .. h,e Interessen identisch ist. Nnr die Zusr'edenli^ og!< Stütze der Völker und des Reiches. NaH V ^id< schen Grundsätzen können die Völker »ur " > ^N»» läge ihrer Muttersprache gebildet werden, "" j„>M" ist der Kampf gegen die Muttersprache der F,i, Völker dieses Reiches nicht praktifch. W>r "^ ^. dass die Gesetze über die GleichlierechtigmZ ^M^ nen und der Sprachen endlich einmal zur M'nv,^ei> gelangen. Aisher ist das aber nicht gesVs- ,wB doch die Schranken, welche bisher eine "" l"^ M unmöglich machten, fallen. Ich erwarte, oa,» ^ beantragte Resolution annehmen werden- «^e^ Nachdem der Specialberichterstatler Dr- ^ ^ mit Rücksicht auf die Ergebnisse der Debatte ' ^ Worten die Annahme der Ausschussantrage ^, ^u let hatte, wird zur Abstimmnng grschrllten-H^li ^ bis 8 nnd die im Znsammenhange m't v"' eiM, antragte Resolution wegen Einführung d" '' M>c Sprache als Unterrichtssprache an den -l" ,^" der von Slovenen bewohnten Landestyem angenomme n. ^ Die Iahresausstellung dcr Künstlergenossenschaft, die elfte seit dem Bestehen des Künstlerhanses, ist zwar ziemlich zahlreich beschickt und bietet viel des Bedeutenden und Interessanten, entspricht aber doch nicht den Erwartungen, welche an diese Iahrcsausstellungen geknüpft wurdeu. Ueberhauftt ist es mit unserem Aus-stsllungswesen schlecht bestellt, es fehlt die nöthige Eun» centratiou; wenn auch auf anderen Gebieten die Con-currenz ein mächtiger Sporn ist, auf dem Kunstgebiete wirkt sie schädigend. Wir haben zwei Aussteliuugs« vereine, den alten Kunstverein und die Künstlergenossen-schast, beide strengen sich an, möglichst viel nnd möglichst Sensationelles zu bieten, und da geschieht cs denn oft, dafs beide in überflüssigem Wetteifer ls zu nichts Vollkommenem bringen; sie genügen unserem reichen Kunstleben so wenig, dass Kunsthändler es für eine gute Speculation erachten, eigene, geschmackvoll ausgestattete Ausstellungssalons aufzuthun und Eintrittsgeld zu erheben. Im vorigen Jahre reichte die Künstler-genossenschaft gemeinschaftlich mit der Akademie der bildenden Künste eine Petition an den Reichsrath behufs einer Dotation, um befser beschickte Ausstellungen veranstalten zu können und auf diese Weise der Kunst einen Markt zu schassen, dieselbe harrt aber noch immer der Erledigung. Da« räumlich größte und künstlerisch bedeutendste Werk in der gegenwärtigen Iahresmlsstellnng ist Pro-fessor Griepenlerls „Titanenkampf", eines der acht Bilder aus der Prometheussage, welche der Künstler im Auftrage des nun verstorbenen Barons Sina für die Akademie der Wissenschaften in Athen malt. Es ist von einem Akademiker für eine Akademie, wie kann es da anders als „akademisch" fein. Alles daran ist correct, Composition, Zeichnung, die Linien, aber Eins fehlt — das Feuer der Leioenschaft. Die Gölter und Titanen führen einen Scheinkampf auf, wenigstens mnfs man das aus dem Mangel jedweden Ungestüms schließe». Das Bild soll anstatt eines Frescogcmä'ldes die Wand oberhalb einer Thüre schmücken, demgemäß ist anch das Eolorit matt gehalten; eö macht auf die Beschauer leinen erwärmenden Eindruck. Was sonst an historischen Bildern vorhanden, ist nicht der Rede wert. Nomako hat eine „Amazonen-schlachl" ausgestellt, die wie eine Ledertapete anmuthet, obgleich manch tüchtiges Detail darin enthalten ist; Matejko hat wieder ein Polenbild eingesendet, das ohne den Titel: „Zusammenkunft der Söhne Bole-slius III. von Polen nach zweijähriger Fehde", unverständlich wäre. Giron in Paris, ein Schüler Ca« bannels. hat ein historisches Genrebild ausgestellt: „Erziehung des Bacchus", an dem die Mache vortrefflich ist, die Göttinnen und Nymphen aber, welche den jungen Bacchus nmgeben. sind so mager, dass sie schwerlich Aufnahme in einen Harem finden würden. Vortreffliche Porträts sind in großer Anzahl vor-Handen; Fritz KaulbachZ „Frauenliilder" erregen sogar Sensation. Böcklin hat ein Knabenporträt nnd eine „Cleopatra" ausgestellt, von denen ersteres eine wahre Perle. Auch Vita, Lindenschmit, Klans nild Felix haben Vorzügliches beigestellt, lctzleter hat in einen Rahmen ein ganzes Nest voll Kinderköpfe gezaubert. Schreckliches ist auch zu sehen, der es verbrochen hat, heißt Wertheimer; er hat unter anderm den Komiker Girardi gemalt, augenscheinlich i» dem Moment, als derselbe eiue Grimasse schnitt. Das Genre ist eine Kunstrichtung, die ^z,i allem gepflegt wird, und als ein Fortschwl ^, bezeichnet werden, dass die Maler ihre ^HM wählen und ihre Werke mit mehr H^ nschl. ' Kray hat ein Bild: „Venetianische Sch""'^rs , ausgestellt, das zu den besten Genrebilde " ^»i seimig gehört. Ferner findet man renonnmr^gge' vertreten, wie Schonn, Zimmerman», ^)' .^ Seel u. a. ^ ^ lei^I. Die Landschaft spielt seit einigen H„,qe>'^ hervorragende Rolle mehr in den Ansjtem ^,.,M sonst; auch auf genossenschaft ist sie in bescheidener Zay, ^jils^ in künstlerisch bedeutenderer Weise erschau^j^, bedeutendste» Landschaftsbilder ist 2u0w « ,„ 'l«,,„. ii< >> Leben in die Scene gebracht. Robert ""^ F.z mit einem eine ganze Wandfläche bach", Schindler, der Heldentenor des " ,^^. ^ beiden theatralischen Allotrias, hat z".el Mt" , i>l stellt, von denen das eine—„OberitalleNl,cu^^ ^^ ein Meisterwerk genannt werden nw'?'^ ^. - ^, «lichen ist eine ..Schafherde", HerM,,,. de^, Molgenftimmuna, ga»z vorzüglich. ^^^^^1. rühmte Aquarellmaler, hat einen ""u>.^ ^ gestellt, dcr einem Frühlingsmärchen ^eN >U, z" In sehr bemerkenswerter We'ft Uittelsa ^ Wiener Bildhauer helvorgethan. I>> . „ zlH ^s beiden Seiten der ..Titanenschlacht" st y' t ft ' Os tuen von P. A. Wagner, welche be s^Ml'' czechische Nationaltheater in Prag i" ' 785 wM ^" Post. ..Trieft« weist Abg. Nabergoj w °"'.^n. dass die ausschließlich slavische Bevölke- Mittelschule beNh?^"^ """ ^"^ l"" ^°"^' Mj??' ^tezich erhebt dieselbe Beschwerde be-W'ch der slavischen Bevölkerung Istriens Rn M." Erfordernisse der Mittelschulen in Böh-N>^? ""b Schlesien ergreift das Wort Abg. d^ss.^bentrant. Er polemisiert gegen die Rede dicü,!5 c ""^ Unterrichtsministers ünd bedauert uei^" ^'"chene Tendenz einer Aenderung der Schul-^ dmil^ ^'^^ schlichlich den Wunsch aus. dass ch>. N^n Schüler, welche nicht Lehrer. Beamte Mu>,^. ^ ? ln Vöhinen werden wollen, nicht ge-Lcbc.1 ' " "' ^"'' "lßer ihrem für das praktische fugenden Idiom noch ein anderes zu lernen. dass in Prag W Oil !^ ""d nur vier czechischc Mittelschulen !!ll,ie,t ""Zlutteln "halten werden. Wiederhslte Peti-«A ii^^>u)udener Stadtgeuieinden an die Regierung ichul'n < ??"" ber von ihnen gegründeten Mittel, ez s^ ^ ^taatsregie seien unerfüllt geblieben oder lniiM w ^lullung der Bitte an Bedingungen a/-beH,! ""ben, die mit dem Grundsätze der Gleich-^>e M ^ ^" Sprache!» nicht im Einklang ständen, "«ick, zur Erhaltung der von 23 czechischen Ge. l>echss" ''"Wedrungen errichteten Mittelschulen falle hch s"^nmßig nicht diesen Gemeinden zu. und des. ^atsrm l "^ "'" Uebernahme derselben in bischen 5>^"" ^ "^^ berechtigt, als dies bei den ^dlte,, N" ?'^" sowohl in Böhmen als auch in Bei d 3" b" Fall sei. (Beifall rechts.) die Viiitpl?/ Mlmniung wird das Erfordernis für ?°z>e>, i,' m!r" '" ^''est. Görz. Istrien und Dal-^träae.^"!'""'. währen und Schlesien nach den 3 "des Ausschnssrs angenommen. "'lNNlt d.« «n^"' Auöschusse'beantragten Resolutioneu ftcnwiwi.^ Dr. Sturm. Derselbe erklärt die ^> die U ?^atte ^ir eine Nationalitätendebatte. Maib?^ f'lr sich habe. dem gehöre das Land. 7""Pf u>. ^ Schulfrage eine Machlsrage und der ur.ne i/^7/sclbl! begreiflich. Allein die Nationalität >"". sonder. ?"^ "icht das staatcnbildende Princip Mttch> ..,," der Staat müsse durch das gemeinsame ?"de>! N' eulrr Völker start und mächtig erhalten M t>n N V« "lch '" der Schulfrage der Stand-5°l°Ntät ^«'Z'Uigsftartei. Auf dem Wege. den die k Vttsiit,,,, H°"ses einschlage, werde man weder 'l°ll liut^ 'wch das Staatsinteresse fördern. ^"rad'?" llir ^tus und Unterricht. Freiherr ^,>tu,w «' Eybesfeld. macht eine polemische ?. ^ ^'u den Vorredner, auf welche derselbe bortet H""«e>se "«f das stenographische Protokoll ^^Hm^rgen. ^ ^ Jagesneuigkeiten. in ^^sitä!« Bibliothek im neuen Wiener b ^'" st)Ä ° b «ude.) Im ..Wissenschaftlichen Club" li ""stel iib"^, diesertage Herr Oberbaurath Ritter t'^^tätsbil,^ ^l"lage und Einrichtung der neuen d? der N..°lh". Nach einer eingehenden Schilde, d! 'N P°^'"^^ Nationale" und von St. Gene. gliche H' deren Anlage und Einrichtung eine ^^/ '' "ltwarf der Redner ein klares Vild der 3l^'""^ie!!.? ü," altslavischen Heldensänger Zaboj VknNtuä ' ^^""ter der cpifchen. dieser der hni hpus !°l. ".dc markig gehalten und den gegebenen ^ ^dilrtz/?"Wltierend. Wagner ist aus Köuigin-»,?."' die ^ lchon eine Zabojstalue von ihm der ..Auffiudung" der Kö-2 ' plasN °N^ft dort aufgestellt wurde. Ferner M «stellt U Werke "on Bedeutung und Schönheit '?s und V""' Silbernagel. Löher (Büsten Din. 'w/!'" w zw?'''lkl)s). Straßer. Bayer u. a. V ^>'q i,, ^^'"!'t die zweite Serie der Jahres-lie'laiche' ' ,^"cher jene Kunstwerke erscheinen wer-slii,^rl,te^.^t nicht Platz fanden. Vielleicht wird « basz m) . ^" ^ste. wenn es sich nämlich be« M ä"9 der ^ " ^'s dahin sein großes Werk ^,'^'rl li^ /°'"" vollendet haben wird. Dieses ! >H Ein.ua ""'b''. u>'d großartiger, als der be. W'^Uen ^ 7-"ls in Antwerpen mit den Schaums '," Sensation machen und den Ruf ^?itti" / ^"nächtliches erhöhen. i^P^ussw. /i.?^ °"ch der Kunstverein seine '«'t> lä s" '"3 (Mai) eröffnet, und da« muss ihm hat wieder gezeigt, was eine rüh->l>>, "ein k.is'^ bringen kann. Freilich hat der >h'rV das Kij.,^"?"""^' "" besserer Markt zu ^^rlraup» '^"haus. die Künstler schenken ihm >»/ heuer ,..^ scheinen indes auch im Künstler-!'» " letzten 3^ Kunstwerke Käufer zu finde.,, als V> ^'"lich??''. ^"" leit vierzehn Tagen, so ^t^Kunstw,?^"/aussteUung eröffnet ist. sind ^n ^ord?! "s? Erkauft lmd dafür circa 7000 ft. " w'ed ' l, « ^""^ s""'" °". auch für die "" besser zu werde». Lewis. Univerfitlltsbibliothel. Die Gcsammtlänge derselben be-trägt 68 25 Meter, die bedeckte Fläche 1969 Meter und die Höhe 26 5 Meter. Aus dem großen Hof im Niveau des Hochparterres gelangt man durch Arcaoen zu einem Vestibule. Hier befindet sich der Zugang zu dem großen Güchermagaziu im Hochparterre und über die Treppe jener in das obere Vestibule. Der große Lesesaal bildet ein Rechteck von 823 Quadratmeter. An der Ostseite befinden sich die Lcsesäle der Professoren und Nebeuräumc für die Bibliothek; au der Südseite ist ein großes Büchermagazin angebracht, welches die ganze Höhe des Gebäudes einnimmt. Oberhalb der Nebenräumc des Saales an der Ostseite im zweiten Stocke befindet sich ein drittes imd oberhalb des Vesti. bnles und der Stiege ein viertes Vüchermagazin. Das erste Magazin hat Raum für iliO.OOd. das zweite für 50.000, das dritte für 70.000, jenes im Hochparterre für 170.000 ,md das Bücherdepot im Saal für 50,000 Bände, insgesammt tonnen somit 500.000 Vände untergebracht werden. Im Lcsesaale sind 35)0 Sitze angeln acht, von den Bücherschränken durch Stehpulte geschieden. Ans dem großen Lescsaalc gelangt man aus die Oüllcrie. die sich oberhalb desselben hinzieht. Bei der Anlage der Fenster wurde besonders auf die gleichartige Vcrtheilung des Lichtes Rücksicht genommen, indem sowohl von der Decke als auch von deu Seilen sias Lickt einströmen wird. Am Abend wird auch der Lesesaal mit elektrisch»',» Lichte beleuchtet werden, und zwar so, dass die Qnelle desselben im Saale nicht wird gefthrn werden. Die Construction der Bibliothek ist eine ganz feuersichere, da tcin Holzmalcrial bei derselben in Verwendung kommt. Die Beheizung wird durch eine Dampfleitung unterhalb der Dielen bewerkstelligt werden und die Ventilation höchst rationell angelegt sei», Dic Feuersicherhcit des Baues und der Einrichtungen lässt nichts zu wünschen übrig. — (EinWohlthätigleitsbazarinFlam. men.) Im Madison^Saalc in Newyork wurde am 22sten April ein nnt einem Wohlthätigkeits«Bazar uerbundencs Vallscst abgehalten. Während des Tanzes erscholl plötzlich der Nnf ..Fener!" und im selben Moment sah man die Flammen sich mit blitzesartiger Schnelligkeit an drn Emblemen und Guirlanden, welche zur Zierde des Saales an den Wänden angebracht waren, verbreiten und bis zum Plafond des holzgcdcckten Saales emporzüngeln. Allcs drängte hinans, abcr die Pforte war viel zu klein für die andrimgendeu Scharen. Inzwischen vielen brennende Holzstücke und sonstige Gegenstände nieder und entzündeten die leichten Kleider der Tänzerinne». Gleichzeitig stürzten auch das Dach und einige Mauern der Gasjcnfront ei» . wodurch vier Personen sofort getüdtct u»d 22 verwundet wurde». Die Getildtete» sind die Frauen Gileston. Hegcmanu. Connelly und Iwilleb, durchwegs aus ersten Familien. Das Unglück rief ungeheuere Erbitterung hervor, weil man es ausschließlich aus Fahrlässigkeit zurückführt. Locales. Aus dem l. l. Uandesschulrathe für Kraiu. Auszug aus dem Protokolle über die ordentliche Sitzung des k. k. Laudesschulrathcs für Krain in Laibach vom 15. April d. I.. unter dem Vorsitze des Herrn k. k. Lanoesprasiocnten-Stellvcrtreters. Hof« rathes Dr. Anton Ritter Schöppl von Sonn-walden. in Anwesenheit von sicbeu Mitgliedern. Nach Eröffuung der Sitzung durch den Herrn Vor- ! sitzenden trägt der Schriftführer die seit der letzten ^ Sitzung erledigten Geschäftsstücke vor, deren Erledigung !zur Kenntnis genommen wird, worauf zur Tagesordnung übergegangen wird. Ueber Necurs einer Gemeinde gegen die betreffende bezirksfchulrüthliche Entscheidung bezüglich der Widmung von Marktstandgcldcru zur Bestreitung von ! Schulerfördernissen werden abändernde Acstimmungen erlassen. Der Bericht eines k. t. Bezirksschulralhes. betref. fend den Stand eines Schulhausbaues, wird znr Kenntnis genommen und der krainische Landesaubschuss ersucht, für den Gehalt des Lehrers im Normalfchul-fonds'Präliminare pro 1881 den bezüglichen Betrag sicherzustellen. Einem Volksschullehrer wird die angesuchie Versetzung in den bleibenden Ruhestand bewilligt und die nonnälmäßige Pension zuerkannt. Ueber das Gnadenpcnsionsgesuch einer Lehrers-Witwe wird Beschluss gefasst. Einem Gymnasialprofcssor wird die angesuchte zweite Quinquennalzulage zuerkannt und flüssig gemacht. In den Antrag eines k. l. Vczirksschulrathcs wegen zeitweiliger Pensionierung eines Voltsschullehrers anläselich der Krankheit desselben wird nicht eingegangen, dagegen aber dem betreffenden Lehrer zur Wiedererlangung seiner Gesundheit ein weiterer Urlaub bewilligt. Das Gesuch einer Profesforswaise um Aelassung, eveutuell Erhöhung der bisherigen Gnadengabe wird höhernorls in Vorlage gebracht. Da« Gesuch eines Aushilfslehrers um Zulafsung zur Lchrbefähigungsprüfung mit Nachsicht der Prü-fung der Reife wird höhernorts in Vorlage gebracht. Ueber Bericht eines f. f. Bezirksschulrathe» wird die Einführung des Halbtagsunterrichtes an einer zwei-klajsigen Volksschule bewilligt. Eine Lehrer, und eine Oberlehrer«Stelle werben definitiv beseht. Ueber Bericht der Direction der k. k. Prllfungb-commission für allgemeine Volks- und Bürgerschulen inbetteff der Bestelluug eines Examinators für die französische Sprache im Apriltermine 1880 wird Ve-schluss gefasst. Recurfe in Schulverfäumnis - Straffällen, dann Geldaushilfs« und Remunerationsgesuche werden erledigt. — (Bankett.) Zu Ehre» des neuen Landesprä» sidenten Herrn Andreas Winllcr veranstalteten die krai-nischen Reichsrathsabgeordneten im „Hotel Metropole" am 22. d. M. um 5 Uhr ein gemeinschaftliches Diner, an welchem außer dem Gaste allc zehn Abgeordneten von Krain, uämlich die Herren Graf Hohenwart. Fürst Windisch-Gräh, Graf Marßheri. Vaiun Tmlfferer. Baron Schwegel. Nittcr v. Schneid. Kljun. Dr.Pollutar, Obreza. Pfeifer und der steierische Abgeordnete Dr. Voönjak, als Landesausschuss vo» Krai», theilnahmen. Das Fest hatte, wie das „Vaterland" erzählt, einen vertraulichen Charakter, der sich auch bei den verschiedenen Toasten manifestierte. Der erste Toast wurde von dem Grase» Huhenwart den» neuen La»dcepräsidente» ausgebracht. Nachdrm Herr Winkler aus Grafen Huhenwart getoastet, spnlch Varon Schwrgel den Wunsch aus, dass der Lan-dcsprüsident zur Beförderung der Eintracht in Krain beitragen nnd gleiches Necht für alle üben möge. Nuf eincn Toast Dr. Pollulars nahm Herr Landrspräsioent Winkler »ochmals, und zwar in slouenischer Sprache, das das Wvlt. Er sagte »uter cniderm: „Als ich unlängst als ileuernaimter Landespräsident für Krain '.»ie Noth« wendigtcit einsah, mein Mandat als Landtagsabgeorb« neter für mci» Heimatland Gürz niederzulegen, und vo» meinen Wählern Abschied nahm, fo »annlc ich in einem a» dicfclbc» gerichtete» offenen Schreiben, welches Sie. meine Herren, vielleicht gelesen habe», die Kramer unsere Brüder. Und das sind fie auch in der That; denn meine Landsleute, von denen ich das Mandat erhalten, sind mit den Kraincrn von demselben Geblüle, gehören mit ih»en E>ner Familie an. „Ich darf a»nehmeu", schloss der Redner, „dass von den Vewoh»ern Krains meine Ernennung mit Sympathie aufgenommen wurde." — (Ein Widerruf.) Die Wiener Zeitschrift „Das Vaterland" brachte in ihrer Nummer 307 vom 8 November v. I. unter der Chiffre — r» — eine Origmal-Correspondenz aus Laibach, in welcher dem l, l. Bezirtshauptmanne von Littai, Herrn Dr, Julius Franzl Ritter von Vestcneck. mit Bezug aufsein amtliches Gcbarrn mehrere ganz und gar unberechtigte Anwürfe ehrenrühriger Natur gemacht worden Ware», infolge deren sich Herr v. Vesteneck veranlasst sah. durch die l. k. Staatsattwaltschaft in Wien gegen das genannte Wiener Blatt die Pressllage anhä»gig zu machen, Nn« fänglich beabsichtigte die Redaction des „Vaterland", eK auf die Strafuerha»dlu»g a»lommen zu lassen und hiebei die Führung des Wahrheitsbeweises zu versuche», zu welchem Behufe auch über ihr Ansuchen die schon für Ende März vor den Geschwornen in Wien anberaumt gewesene Verhandlung vertagt wurde. Inzwischen scheint sich jedoch die Nedactio» von der Unmöglichkeit, die Verdächtigungen ihres Laibacher Correspo»de»ten zu erweisen, überzeugt zu haben. Beweis dessen die im „Vaterlalld" vom 22. d. M. veröffentlichte „Erklärung" der Redaction, die eine» vollen und rückhaltslosen Widerruf der semerzeit gegen den Hrrr» t. k. B-zirlshaupt-man» Ritler v. Vcfteneck erhobene» Anschuldigungen enthält. Indem wir vo» dieser, cittcm geachtete» Mitgliede des krainischen Veamtrnstandes gewordeneu Satisfaction mit Befriedigung Notiz nehmen, lassen wir nachstehend den Wortlaut der von der Redaction des „Vaterland" abgegebenen Erklärung folgen. Letztere lautet: „Durch eine in unserer Nummer 307 vom 8. No» vember 1879 enthaltene Original-Correspondenz aus Laibach: —rk—Laibach, 6. November (Germanisierungl-Wuth. die Rinderpest, eine Anfrage), fühlt sich der l. t. Bezirlshauptma»» von Littai, Herr Dr. Julius Fränzl v. Vesteneck, an seiner Ehre gelränkt, weshalb er durch die l. k. Staatsanwaltschaft i» Wie» gegen unseren der» a»twortliche» Redacteur ei»e Prrssllage vor dem hiesigen l. k. Landesgerichte cmhä»a.ig machte. Er erblickt nämlich i» diesem Artikel ei»e gcge» ihn vorgebrachte Beschuldi. gllng, dass er mit Hintcmsetzung seiner amtlichen Verpflichtungen »nd aus Parteilichkeit für einen politischen Gesinn»»gsge»ossen das sträfliche Gebaren eines Ve, meindevorslehcrs be» Umgehung der Seuchevorschriften begimftigte, u»d dass er die vo» den Inwohnern des Bezirkes bei verfchiedencn Anlässen eingehobenen Geld' strafen ihrer Bestimmung nicht zuführte, also den zum Empfange berechtigten Fonds vorenthielt. Wir erklären nun im allgemeinen, dass wir den gedachten Correspon-denzartilel in diesem Sinne nicht nnfgrsastzt habe», da es uns stets fer» gelegen ist, su schwere Beschuldigungen gegen irgend jemanden, daher anch ge^» Herrn von Veste»eck. oh»e Grund in unser Blatt aufzu»ehnl-n und wir bei dieser Anssassuna. ih» sicherlich nicht nuf-genommen hätte». Nachdem jcduch die liber unser «lnsuche» l eingeleiteten Erhebungcn cs klargestellt haben, dass aus 756 Herrn v, Vesteneck als l, k. Bezirkshauptmaun von Littai auch nicht einmal der Schein eiues Verdachtes ruht, dass er sich die dem Anwürfe zugrunde gelegten Handlungen und Unterlassungen häte zuschulden lommen lassen, so sind wir noch insbesondere sehr gerne bereit, hiemit zu erklären, dass wir die in obigem Corresftondenzartikel enthaltenen Behauptungen, soweit sie als derartige Anschuldigungen angesehen werden, widerrufen und aufrichtig bedauern, zu einem derartigen Missverständnisse Anlass geboten zu haben. Die Redaction." — (Ovation.) Die Laibacher freiwillige Feuerwehr hat ihrem ältesten Mitgliede, den« hiesigen Bürger Herrn Georg Freiberger, der trotz seines vorgestern erreichten 8s». Lebensjahres noch immer zu den activ wirkenden und pflichteifrigsten Genossen des humanen In« stitutes gehört, durch die Ernennung zum Ehrenmitgliede sowie durch die Uederreichung einer Gratnlationsadrcsse eine verdiente Auszeichnung bereitet. Zur Feier dieses engeren Familienfestes der Feuerwehr versammelte sich dieselbe Samstag abends im Pcrles'schen Brauhause zu einer Festkneipe. — (Städtische A llee. Anl a gen.) In den letztoeiflossenen zwei Wochen wurden seitens des Stadtmagistrates mit Kastanienbäumen auch die Stadtwald» strahe. der St, Ialubsqnai und der Polanadamm bepflanzt. — („Slovenija".) Morgen vormittags findet vor dem k. k. Verwaltungsgerichlshofe in Wien die Verhandlung über die vom Liquidationscomite der Bank „Slovenija" gegen das k. k Finanzministerium erhobene Klage wegen Vorschreibung einer Gebür von Prämien« wechseln statt. — (Schweizerhaus.) Den gestrigen schönen Sommertag — so können wir angesichts einer Temperatur von 22" 0. füglich sagen — benutzte die seit einer Woche sich hier producierende Atrubatengesellschaft Quasthoff zu einer Vorstellung beim Schweizerhanse, die ein außerordentlich zahlreiches Pnblicum anlockte, das nicht nur alle Plätze am Plateau, sondern anch sämmtliche aussichtsfreien Stellen in den umliegenden Wald« und Wiesenpartien dicht beseht hielt. Die sehr gewandten gymnastischen Leistungen der tleincn Gesellschaft sowie die durchwegs recht netten Kostüme derselben fanden diesmal ein gai'z besonders dankbares jugendliches Pnbli-cum und wurde» von demselben beifälligst aufgenommen. — (Theater.) Die Opcrettensängerin Fräulein Widemanu ist diesertage im deutschen Theater in Trieft als „Wladimir" in der „Fatinitza" und als „Rosalinde" in der „Fledermaus" aufgetreten, erzielte jedoch, der dor« tigen Kritik zufolge, in keiner der beiden Rollen einen besonders günstigen Erfolg. Neueste Post. Original«Telegramme der „Laib.Zeitung." Wien, 2b. April. Das Sängerfest zu Ehren des Kaiserpaares begann heute um I I Uhr vormittags mit der Uebergabe des Erinnelungsblldes an den 27. April 1879 im Stiftersaale des KüiistlerlMlses an Se. Maj. den Kaiser im Beisein der Minister, Würdenträger und Künstler. 2690 Sä'na/r trugen dle Volkshymnc vor. Der Kaiser richtete an die Sänger sowie an den Obmann des Comites herzliche Dantesworte. Ihre Maje» stäten und der Kronprinz sprachen sich sehr lodcnd über das höchst gelungene Erimierungsblld Kargers aus. Paris. 25. April. Anlässlich der Liller Neise des Unterrichtsininisters Ferry werden mehrfache Demonstrationen, theilweise gegen die Decrete vom 29. April, gemeldet. Monacco, 25. April. Gestern abends kamen im großen Clisinosa.,le durch die Explosion von Dynamit-patroncn mehrfache Beschädigungen und einige leichte Verwundungen vor; ein beabsichtigter Diebstahl wurde vereitelt. Stockholm, 25. April. Die „Vega" ist gestern um 10'/, Uhr abends, von 200 Dampfern geleitet, hier eingetroffen. Die Küsten und die Stadt waren glim-zend beleuchtet, die Nordpol-EMditwiismitglieder wurden jubelnd empfangen. Belgrad, 25. April. Oberst Zdravkooic' soll den von einem Schlaganfall betroffenen Bautemnimster Alimpiö ersetzen. Bukarest, 25. April. Eine große Feuersbrunst zerstörte 300 Häuser in Fokschani. Hunderte von Familien sind ruiniert. Die Wohlthätigkeit des In-und Auslandes wird zur Hilfe angerufen. Wien, 24. April. Im Abgeordnetenhaus befürwortet in der Budgetdebatte Dr. Mcznik die Resolutionen betreffs der slavischen Mittelschulen. Gomperz beantragt eine Resolution, welche die Negierung auffordert, nur nach strenger Prüfung des reellen Bedürfnisses bei Uebernahme von Mittelschulen in Mähren und Böhmen auf den Staatsetat vorzugehen. Redner bemerkt, der Minorität schwebte zunächst die Rücksicht auf die Staalssinanzen vor Augen. Bei namentlicher Abstimmung wurde der Antrag Gomperz mit 157 gegen 149 Stimmen abgelehnt. Die Resolutionen des Ausschusses wurden angenommen. Wien, 24. April. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses beleidigte der czechische Abgeordnete Krofta ein Mädchen. Er' erzählte nämlich, dafs der Director der Schule in Pilfen seine Tochter an die stelle der ernannten Lehrerin bringen wolle, dass dieses Mädchen aber nicht dazu geeignet sei; sie sei kaum den Kinderschuhen entwachsen und könne nur im Kostüm eines Amors der Pilsener .jvuu6886 äor66 imponieren, nicht aber die Kinder erziehen. (Großer Lärm auf der Linken, allgemeine Zeichen der Entrüstung. Der Präsident ertheilt dem Abgeordneten Krofta den Ordnungsruf.) Wien. 24. April. Die „Politische Corr." erklärt als antheiltisch, dass die Regierung mit der Elisabelh-bahn keine Verhandlungen wegen der Verstaatlichung dieser Bahn einleitete. Solche Verhandlungen seien vom Handelsministerium auch nicht in Aussicht genommen. Paris. 24. April. (Wr. Mg. Ztg.) Im Senat hofft man, Martel zu bewegen, seine Demifsioniernng bis nach Ablauf seines offiziellen Urlaubes aufzuschie-ben. Als eucntuelle Nachfolger werden betrachtet: Leon Say? Admiral Polhuau nnd Jules Simon. Madrid, 24. April. Der Oberstkämmerer be» nachrichtigte den Ministerpräsidenten, dass die königliche Familie in vier Monaten einem freudigen Ereigniss? enlgeqensehe. London, 24. April. (Wr. Allg. Ztg.) Folgende Ministerliste circuliert hier: Lord Selborne Lord-Kanzler, Granville Staatssecrctär des Auswärtigen, Harrington Staatssecretär des Krieges, Chllders erster Lord der Admiralität. — Heute mittags um 3 Uhr hat die Vermählung der Prinzessin Friedeiike von Hannover mit Baron Pawel Rammingen in der Cha« pel Royal zu Windsor im Beisein der Mitglieder der königlichen Familie, Aeaconsfields, des Staatssecretärs Cross und circa achtzig anderer Gäste stattgefmldcn. Skutari, 23. April. (Presse.) Der Ausführung der Convention vom 12. April stellen sich unülicrwind-liche Hindernisse entgegen. Die Albanesen haben ihre Drohung, dass sie die Uebergabe der an Montenegro abgetretenen Ortschaften vereiteln werden, zur Wahr« heit gemacht. Am 21. d. M. haben sie den Secretär der in Montenegro befindlichen türkischen Legation, Mihran Efcildi, der sich zu Osman Pascha nach Tusi begeben wollte, aufgehoben. Gestern hat ein Adjutant Osman Paschas dem montenegrinischen Wojwoden Psamcnal in Pudgorizza, ohne die Einhaltung der bedungenen vicrundzwanzigstündigen Frist, angekündigt, dass die türkischen Truppm die jenseits der neuen Grenze liegenden Ortschaften nachmittags räumen werden. Die montenegrinischen Truppen standen noch weit zurück und Plamenac fummelte in der Eile so viele Leute, als er aufzubringen vermochte, um die evacuier-ten Ortschaften namens Montenegros zu besetzen. Er wurde jedoch an der Zembrücke von eimr W iH 1000 Mann starken Abtheilung von Albany Gewehrschüssen empfangen. Er fah sich /Mw^ sich zurückzuziehen, und Convention 1st demnach bisher nicht auMUYn. ^. Angekommene Fremde. Am 24. April. weisend«! Hotel Stadt Wien. Loewig. Vreslau. - Tandler, "^^ StcdN) und Lüff. Nansleute. Wien. — G^",'iler ls^' Den 24. A p r i l. Franz Eichclter. Oberrcal «)«>' ^^. Alter Marlt Nr. 28. Lungentubcrcnlosc. - ^arw z>M«' Arbeilerstochter, 4 Stunden. Äallhausplay /-'". ^ ^ I, Wandel. - Johanna Meißner. Postosficialsga "'^ ^ hilschcrgassc Nr. 12. Pucrveralficbcr. - Johann >«ap^. nicrtcr Pfarrer, 83 I., K'uhthal Nr. 11. M'l^wu^.^^' Lottoziehungen vom 24. April: Wien: 82 18 05 64 70. Graz: 21 88 10 72 »b. MtteoroloM Z N W is ° 5e, ^ ______"_____ __«________ . l.-^ Z2l> ?U.Mg. 737 26 ^-116 NW. schwach h" " ^» 24. 2 „ N. 735 82 ^22 4 W. schwach .l/",^ 9 ., Ab.^ 736 82 ^-13 0 NO. sch»"^) the'»«^'^ 7U7Mg,'736 08 > «« wiiidslill .diiMl.-'/" ^l» 25. 2 .. N. 733 70 l-22'3'SW. schwach he"" l) .. Ab. 733 59 -s-l5 0!SW. schwach! "''""' D'^ Den 24. vormittags heiter, dann zunchuill'de g M schwül. Gewitter an« West mit Nca.cn. Den ^','',' Ms^ Nebel, dann heiter, etwas windig, abends ^cll^u^^ ^, ^" mittcl der Wärme an beiden Tagen -^ ^? ^ ^^^ b^ieh^ngs»v^^um^5 «« und 5-1« über ^em nor»^^^ Verantwortlicher Redacteur ^ Otton,ar ^"^us-^ Caroline Eichelter geb. Stibeuegs A Hcl< eigeneil nnd i,n Namen der Familie auc ^ wandten und Freunden die tranche "" ^gcss' den: Hinscheiden ihres innigst geliebten, "> ^^b lichen Sohnes, respective Bruders, ""' Schwagers Franz Xav. Eichelter, Studierenden der VlI. Nealllasse, luelcher heute früh nm halb 8 Uhr nach ^^c< schweren beiden, licrschen ,nit den lic'l'!^' ^, isi^ sacvaincntcn, im 19. Lebensjahre sanjt cl»i < ^ ^, Die Leiche des theuern Verblichene" ,^gs Montag, den 2«. d. M.. um li Uhr "" ^ z»" vom Traucrhause am Alten Marlt ^.^^cl Bahnhöfe und von dort auS nach "'' ^,iilM^ werden, woselbst sie Montag um 7 U^ "" ^dlM von« Eichclter'scheu Hanse aus auf dem ^ > in der Familiengruft beigesellt weiden '" ^^dl- Die heiligen Seelenmessen werden in dc ^^s<„I pfarrlirche in Laibach und in der KlMr z gelesen. La i bach, den 24. April 1680. ^ Neerdlgungsanslalt des Franz Dobeilct^La^^^^» Wrseberlcht. ^onttemu"p^MaNat?^H Mte°?^ich1es" ^"""^ l'^ä^u.llus.ig, ohne direct flauer Tendenz zu verfallen. In Arbitraaepapicre" i"""' ^^ Daplerrente........ 7285 7295 »Ubeirente........ 78 40 73 t»0 Goldrente ......... 88 70 88 85 Lose. 1854...... ,23 5N 124 — . I860..... 13025 13050 . I860 (zu lO0 fl.) . . 133 13350 . 1sS4........ 17350 174- Ung. Prämlen«NnI..... 1l2 25. 112 50 Tr«bit.Ü.......... 17725 1777b Rudolfs-L......... 18- 18 50 Prömiena,!!. der Etadl Wien 117 75 118 - Donau.3iegulierungs.Lose . . 113'- 1l350 Domänen »Psandbiiest ... 147 14750 0«st«rr. Schatzscheine 1831 rück- zahlbar......... 101 . 10150 Oesterr. Schahscheine 1882 rück- zahlbar........ 102-_- 102 25 Ungarische Goldrentc .... 105 10 105 20 Ungarlsche Eisenbahn-Anleihe . 124 50 124 75 Ungarische EisenbahN'Anleihe. Vumulativstücle...... 12450 12475 Änlehen der Stadtgemeinoe Wien in Ä. V...... 102- 10225 «elb W«« «runde»ilaftun«svbli«atisnen. Vöhmen.........103— 104 - Niederüsterreich......10450 105 — Galizien.........9825 98 ü0 Eiebenbiiraen.......92 5» 93 50 Temejer Vanat......9250 93- Nngarn..........93 .. 93'50 «lciien von vanlen Angio.österr. Äanl.....148 - 14925 Creditanstalt .......27? 25 277 50 Depositenbank.......214 - 214 50 Credilan'lalt, ungar.....265 265 25 Oefterriihisch. ungarische Banl 885 836 — Uuionbanl ........109— W925 Verlehrsbanl.......130 . 130 50 Wiener «antvereln.....13«-- 136 25 Nctlcn von TranspartNuterneh mnngen »elb ll^re Alfüld'Vahn .......155 75 156 — Ponau.Dampfschiff-Gesellfchaft 596 59? - Elisabeth-Neftbahn.....18850 189— Ferbinands-Norbbahn ... .2445 -2450 — »eld wa« Franz.Iosevh'Vahn .... 16750 158 Gallische Carl .Ludwig «Nahn 26/< — 2?f»o 103'-- Franz.Ioseph.Vahn . -^' l<)6^ F l«al. Carl.Ludwig-Ä, I^ ^" ifti ^ ^' Oestcrr. Nurdniest-Äat)" '' s^ F^ 3lebe,lbucg,r Vahn - ' 1?"U ^«5 staatsbahn I. Em, > ^ i94'"" ^ Sudbahn ä 3«/. - - ' 1l2 - ä 5«/. . , - ' ' g,^ Vevllen. 5,,z^ Äuf deutsche »e. ' '. . '^0 >' ^ London, lurze Vtcht - ' . '^^ 4< London, lange Sich» - ' . 4< Pari«...... ' ' veloiortt". <^,, ft <; fl b" fl « Ducaten ...» « 49 " a,i ' Napoleonsd'or . " " zS -^ ' Deutsche Reichs ^ ?0 - ^. . Noten .... 5» - ^ . Sllberguldeli . - ^ >^___ ,,„e>^ itrainische Or.lndentlast.'^ >^. » Nachtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papierrente ?2>8ü bi» ?2'95 Tilberrente 73 40 bis 73 50. Voldrent« 3Ä65 bis 8-! 75 Credit 277 20 bis 2??'4 149 25 London l1s I0 bi« N9 30 Napoleons 9 49 hl» 2 49'/,.