Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat e*rt{tl«ltung «nd •m»aitas|: Pnkrnoo« »lica 5, Teleph»« St. 21 (iirtenirbon) j B tjug »preist fflr da* Inland - vierteljährig 40 Di«, halbjährig 80 Din, ganp «Bfinbignnfltn werde» in Ist verwalt«»« p> billigste« Gebühr»« entgegengenommen f jährig I« Di». fftit da, ««»land entsprechend« Erhöhung. Einzelnummer Dtn lö» Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Sonntags Nummer 28 <5elje» Sonntag, den 5. April 1936 61. Jahrgang » Das deutsche - Friedensangebot Die deutsche Denkschrift ist im Rahmen eines Friedensangebotes durch Botschafter von Ribben-tropp am 1. April der englischen Regierung über-reicht worden. Dem deutschen Volke wurde sie am Abend des 1. April durch alle Sender um '/, 8 Uhr bekanntgegeben und bald darauf auch für die Weltöffentlichkeit in englischer, französischer und ita> lienischer Sprache durch ver schieden« deutsche Sender. Die Denkschrift umsaht 25 maschingeschriebene Seiten, enthält 27 Punkte, die in drei Abschnitt« aufgeteilt sind. D«r erste Teil umfaßt die juristischen Betrach-tungen und die Begründung der gänzlichen Ableh-nung des Memorandums der Locarno - Signatar-floaten. Die deutsche Regierung spricht in diesem ersten Teil ferner die Ansicht aus, dah die gleich-zeitigen Besprechungen zwischen den Geneialftäben Frankreichs, England» und Belgiens nickt im Ein-klang stünden mit den angestrebten Verhandlungen dieser Staaten mit Deutschland. Frankreich habe mit dem Versailler Bertrag die 14 Punkte Wilsons ver-letzt, die rechtliche Grundlage des am 18. November 1918 unterzeichneten Waffenstillstand». Die Bespre-chungen zur Erzielung eines wahren europäischen Friedens müßten nach Anficht der deutschen Reichs-regierung in die nachstehenden drei Phasen aufge-teilt werden' 1. Bestimmung der Art und Weise ver Ver-Handlungen. 2. konkrete Besprechungen zur Erzielung «in«s europäischen Sicherheilsabkommens. 3. Sonderbeiprechungen über einige Probleme, in erster Linie zur Verbesserung der Wirtschaftsbe-Ziehungen zwischen den einzelnen Staaten im Hin-blick darauf, daß die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in beträchtlichem Maße auch die Ursache der gegen-wärtigen politischen Verhältnisse in Europa sind. Im zweiten Teil der Denkschrift werden die Vorschläge der Rrichsreglrrung bzw. des Reichskanz-kers Hitler vom 7. März l. I. wiederholt: Nichtangriffspakte mit Frankreich und Belgien auf die Dauer von 26 Jahren, eventuell auch mit Holland, und zunr unter der Garantie Englands und Zla-lien», ferner enthält diejer Teil den Vorschlag eines Lustpaktes mit den Westmächte», den Vorschlag eines Nichtangriffspaktes mit Litauen, die Rückkehr Deutsch-lands in den Völkerbund in der Erwartung, daß in absehbarer Zeit auch die Frag« der Kolonien gelöst wird, bei vorheriger Trennung des Versailler Vertrages vom Genfer Pakt. Deutschland verpflichtet sich ferner, seine Garnisonen im Rheinland nicht zu verstärken, wenn auch Frankreich und Belgien hin-fichtlich ihrer Grenzgebiete die gleiche Verpflichtung eingehen. Im dritten Teil enthält di« Denkschrift den Vor-schlag zur Einberufung einer internationalen Kon-ferrnz mit den Aufgaben, alle offenen Fragen zu lösen, die die B«festigung des Frieden» noch verhindern. Der Widerhall der deutschen Denkschrift in England und Frankreich Die amtliche französische Einstellung zu Hitlers Vorschlägen ist noch nicht bekannt, doch läßt sich nach den Schritten, die Frankreich unternommen hat, schließen, daß es das europäisch« Sicherheit;Problem nach den Grundsätzen der im Völkerbund vertretenen Nationen bereinigen wolle. Vorläufig hat der französisch« Außenminister Flandin die meisten franzö-fischen Botschafter und Gesandten nach Paris berufen. Die französische Presse ist entweder negativ od«r noch abwartend, die englisch« dagegen mehr neutral und auch noch abwartend. Der Krieg in Afrika Die Kämpfe in Afrika dauern unvermindert an. Die Italiener rücken auf drei Seiten vor. Nach-dem sie zuvor die meisten Städte mit Bomben ver-nichtet hatten, rückten sie mit ihren Armeen vor und kamen so schon ganz in die Näh« des Tana-Sees, das heißt, in die Quellgebiete des Nil und somit in die englisch« Znteressenzone. Darüber herrscht in England eine steigende Nervosität und man erwar-tet von englischer (Seite «ine baldige Gegenaktion. Der Kaiser von Abessinien ist zum weiteren Widerstand entschlossen und sammelt seine geschla-gene Truppenteile. Die vereinigte auher-parlamentarische Opposition Beograd, 1. April. Im Mittelpunkt des innerpolitischen Interesses steht die Tatsache, daß die Führer der Altradikalen, Aca Stanoievic, Miöa Trisunovic, ttrsta Miletic, Dr. Laza Markovic u.a. Mitglieder dr» radikaltn Hauptausschusses zu der Bereinigtcn Opposition übergegangen sind. Im all-gemeinen wird diese Erweitenmg der außerparla-mentarischen Opposition als ein großes politisches Ereignis betrachtet. Ob es jedoch auch faktisch zu der Bildung eine« großen Oppositionsblocks kommen wird, ist noch fraglich, da die Entscheidung bei Dr. Makel liegt, dessen Standpunkt noch nicht bekannt ist. Nach einigen Nachrichten bezieht sich die erzielte Einigung lediglich auf ein gemeinsames Vor-gehen bei den Wahlen, nach anderen Versionen solle eine breitere Aktion geplant fein, auf keinen Fall aber enthält sie Richtlinien für die Lösung der kroatischen Frage. Die österreichische Wehrpflicht Wien, 2. April. Hava» meldet: Nach Mittei-Iung von unterrichteter Seite erwartet man für nächste Zeit in Tirol und Vorarlberg Offiziere d«s österr. Generalstabs und des Geniekorps. Es sollen hiedei die Punkte bestimmt werden, an denen leichte Befe-stigungen errichtet werden, deren Lage für den mi-litärischen Schutz der Täler und Straßen wichtig er-scheint. — Die „Reichspost" meldet, daß die ersten Rekruten auf Grund der Wehrpflicht bereits im Oktober d. I. einberufen würden. Die Staaten d«r Kleinen Entente beraten über das österreichische Wehrpflichtg«s«tz und w«rden ge-meinsam dagegen Stellung nehmen. Italiens Bedingungen für feine Mitwirkung 1. Aufhebung der Sanktionen. 2. Aushebung der Verurteilung des italienischen Angriffs seitens des Völkerbundes. 3. Di« Friedensoerhandlungen werden Italien und Abessinien überlassen. Ueber die Verhandlungsergebniss« ist Großbritannien und Frankreich Mitteilung zu machen, jedoch ohne Ein-mengung des Völkerbundes. Kollektiver Selbstmord Die schwedische Kanonenfabrik Bofors weist einen im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent höheren Gewinn auf, so daß ihre Dividende von 9 aus 11 Prozent anst«igt. Die Fabrikanlagen genügen nicht mehr, um die vorliegenden Riefenauf-träge zu erledigen. Der „Pressedienst der Nation" (Bern) schreibt dazu: „Arbeitslose stehen zu Millionen auf den Straßen der Welt, Fabriken, die für die Menschheit wertvolle Produkte herstellen könnten, schließen ihre Ateliers — die Kanonenfabriken aber erweitern ihre Betriebe bis die Welt in Fetzen fliegt". Die langsame innere Krise in der Tschechoslo-wakei Die Verhandlungen mit den Slowaken Ueber den Ausbruch der latenten innerpolitischen Krise in der tschechoslowakischen Republik gibt ein Leitartikel des Hauptorgans der tschechischen Agrarier »Jetzt ist es genug" hinreichend Aufschluß. Es heißt darin: „Drei Monate dauert die Kampagne gegen die Agrarpartei. Drei Monate halten wir uns zu-rück und reagieren nicht auf die Angriffe, um die Kampagne nicht überflüssiger weise zu beleben. Seit Dezember hält dieser Zustand an. Wir wissen, daß dic>e Aktion organisiert ist, wir kennen ihre Quellen und ihre Absicht. Man geht mit der Verbreitung falscher Nachrichten vor, sucht Animositäten hervor-zurufen und unbequeme Personen zu skandalisieren. Wir werden nicht mit den unverantwortlichen sozia-listischen Journalisten debattieren. Uns sind für die garze Kampagne und für die Vergiftung des öffent-lichen Lebtns die beiden Vorsitzenden der sozialisti-schen Parteien verantwortlich: Hampl und Klofac." Da» seit Jahren bestehende Uebergewicht der tschechischen Agrarpartei innerhalb der Regierung löst Mißstimmung bei den Sozialdemokraten und Nationalsozialisten (Beneschgruppe) aus. Beide trach-ten den tschechischen Agrariern das wichtig« Innen-Ministerium zu entwinden. Aber auch g«g«n das Landesverteidigungsministkrium. das gleichfalls durch einen Agrarier besetzt ist. lausen Bestrebungen zweck» Neutralisierung. Eine Verschärfung erfuhren diese längst bestehenden Spannungen durch den Wider-stand der Agrarpartei gegenüber den Forderungen der Sozialdemokraten und Nationalsozialisten, nach Auflösung der Henleinpartei. Beide machten die Agrarier für den großen Wahlsieg H«nl«in» v«r-antwortlich. Angesichts der heftigen Angriffe distan-zierte sich die Agrarpartei von Henlein, ohne jedoch grundsätzlich nachzugeben. • Ministerpräsident Dr. Milan Hodza, der nach dem Ausscheiden Benesch dos Außenministerium zeitweise sührte, glaubte durch seine Konzeption eines neuen Donauplanes den Brückenschlag von der Kleinen Entente zum Römischen Block im Do-nauraum vollführen zu können. Die Fehlkonstruktion des Projektes führt« fttllich zu einer fast allgemeinen Ablehnung. Ungam erneuerte sein« Vorbehalte. Deutschland lehnte die Methode Hodzas, erst über das organisierte Mitteleuropa mit Berlin zu »er-handeln, kategorisch ab und Mussolini antwortete mit der Einberufung einer Konferenz der Signatar-staaten der Römerprotokoll«, zu deren Begründung er strenge Worte gegen Prag brauchte. Selbst B«o-grad zeigte sich mißtrauisch gegenüber den, Optimis-mus Hodzas und verlangte die Einbeziehung Italiens und Deutschlands in die Vorbereitungen, sowie Si-cherung gegenüber den Restaurationsabsichten Oester-reichs. Hodza schied mit Mißerfolg vom Außenaml. Sein guter Wille, seine fundierte Kenntnis der ökonomischen Zusammenhänge im Donaubecken, wur-den übertönt durch die politischen Realitäten, denen Hodza sich keinesfalls gewachsen zeigt«. Sein kunes Zwischenspiel auf dem Glatteis der Außenpolitik findet nun seinen Niederschlag in innerrr Kritik. Hodza ließ sich gutgläubig durch die liebenswürdigen dozierenden und kompromißfreundlichen Gesten des österreichlfch«n Bundeskanzlers Schuschnigg prellen. Hodza meinte, auf Grund des Proger Besuche» Schuschniggs, Oesterreich der Tschechoslowakei an-nähern zu können. Der tschechoslowakische Minister- Datsche Zeltung__ Die inneren Spannungen und Kämpfe schwä-chen die Arbeitskraft der ÄociItHtm, die auch roitl« schaftlich vor schweren Aufgaben steht. In der gegen-wattigen Zusammensetzung ist an eine gedeihliche Arbeit kaum zu denken und die Agrarier, die an sich eine Staat»partei von Format sind, werden es nicht leicht haben, dem vereinigten Ansturm zu widerstehen. Der Phönix-Zusammenbruch Der Zusammenbruch des Wiener „Phönix" zieht immer weitere Kreise. Bon Deutschland aus gesehen, erscheinen die Dinge, die sich in letzter Zeit bei der großen österreichischen Versicherung-gesellschaft ereignet haben, geradezu unverständlich. Mahnahmen eines spekulierenden Finanzdirektors an der Spitze de» Unternehmens und da» völlige Verlagen der staatlichen österreichischen Kontrollorgane führten zu dem Krach. Die deutsche Zweigniederlassung de» Phönix wird durch den Zusammenbruch kaum be> lühtt. Bei der Ueberlegung, weshalb die Berfehlungen in einem großen internationalen Unternehmen ein solches Ausmatz annehmen konnten, wie es bei dem Wiener „Phönir" immer mehr zutage tritt, flögt man auf die Person von Dr. Wilhelm Ber-liner, der früher al» Student in den Phönii ein-trat, dott Karriere machte und schließlich eine unge-wohnliche und sich verhängnisvoll auswirkende El-pansionstätigkest des Phönir einleitete, die ihn auf die schiefe Bahn der Finanzgeschäfte und der Effektenspekulation trieb. Daß der österreichische Sek-tionschef, der die staatliche Aufsicht über das Geschäftsgebaren der Versicherungsgesellschaften führen sollte, vorläufig auf Urlaub geschickt ist, kann zwar als eine Mahnohme der Regierung geweitet werden; sie entbindet sie aber nicht von der Berantwottung, die auf ihk ruht. Inzwischen Hot der Sektionschef wie wir bereits gemeldet hatten, seinem Leben durch einen Schutz in oen Mund ein Ende gemacht. Falsche Gerüchte um Dr. Schacht Da» Thema eine» angeblichen bevorstehenden Rücktritt» Dr. Schachts wird zur Zeit wie-der mit besonderer Lieb« in der ausländischen Press« behandelt. Die Absicht, die Wirkung der Volk;ab-stimmung zu schmälern, den Eindruck einer völligen Volksgeschlossenheit zu verwischen und auf angebliche innerdeutsche Schwierigkeiten abzulenken, ist unoer-kennbar. Wir haben uns bemüht, diesen Gerüchten auf den Grund zu gehen. Wir können aus ge-nauester Kenntnis der Dinge feststellen, datz Dr. Schacht weder die Absicht hat, vom Posten des Wirtschaftsministers noch des Reichsbankpräsidenten zurückzutreten, noch daß an anderen maßgeblichen Stellen die Absicht besteht, in zum Rücktritt zu ver-anlassen. Ebenso abwegig und grundlos sind all« in diesem Zusammenhang ausgesprochenen Vermu-tungen über eine bevorstehende Abwertung der deutschen Reichsmark. Alle in Frage kommenden deutschen Instanzen find sich in der Notwendigkeit Nummer 2« der Erhaltung der Währungsfestigkeit einig. Alle widersprechenden Behauptungen müssen als Ten-denzmeldu ngen in das Gebiet der Fa-bei verwiesen werden. Die Verteilung des Weltjudentums In den „Jwo-Blättern" des Jiddischen Wis-senschoftlichen Institutes veröffentlicht der Jude Jakob LeMinsky einen umfangreichen Artikels der ver-schieden: Zahlenangaben über die Vetteilung der Juden in der ganzen Welt enthält. Leftschinsky er-rechnet die Zahl der Juden Anfang 1936 mit 16,240.000. Die Vetteilung der Juden in der Welt blieb im großen und ganzen in dem abgelaufenen Jahrzehnt fast unverändert. Ueber 60 Prozent aller Juden, annähernd 10 Millionen blieben in Europa; über 30 Prozent, rund 5 Millionen, leben in Ame-rika; eine halb« Million in Asien und rund 30.000 in Australien. Zwei Drittel des jüdischen Volke» leben in drei Ländern: Vereinigte Staaten von Nordamerika 4.43 Millionen, Polen 3.15 Millionen und Rußland 3.08 Millionen. Im übrigen ver-teilen sich die Juden der Welt auf über «0 Staaten und Länder. Olympischer Geist in Oesterreich Aus Graz wird un» gemeldet: Der Gendar-merie-Postenkommandant von Liebenau bei Graz Ignaz Reiterer. der österreichische Eisschützensieaer bei den olympischen Wettbewerben in Garmijch-Partenkirchen wurde vom Dienst enthoben und in Disziplinarunier'uchung gezogen. Der Grund zu dieser Maßregelung liegt dann, daß Reiterer nach seiner Rückkehr von den olympischen Winterspielen anerkennende und lobend« Aeußungen über da» Deutsche Reich gemacht hat. Keine Pfingsttagung des BDA Der Volksbund für das Deutschtum im Au»-land BDA hat sich entschlossen, die diesjährige Pfingst-tagung, die in Bremen stattfinden sollte, ausfallen zu lassen. Der Grund für diese Maßnahme, die vielfach bedauett wird, ist bei den deichen Veran-staltungen des Olympia-Jahres zu suchen, die in besonderem Maße auch von den Volksdeutschen Gruppen im Ausland besucht werden. Bekanntlich ist neben dem Reichssportseld in Berlin ein großes Jugendlager der Völker vorgesehen, in dem auch die reichsdeutsche und auslanddeutsche Jugend in großer Zahl vertreten ist. Das Zusammentreffen der Jugend aus allen Volksdeutschen Gebieten wird sich also im Kreis ihrer Kameraden aus allen Nationen vollziehen. Zwei Reisen nach Deutschland innerhalb kürzester Frist — zu Pfingsten und in den August-tagen — würden einem Großteil der Ausland-deutschen au» finanziellen und zeitlichen Gründen nicht möglich sein. Dadurch wären beide Veranstal-tungen in Mitleidenschaft gezogen worden, wa» nun-mehr durch Absage ver VVA-Tagung zugunsten der wichtigeren Olympischen Spiele vermieden wor-den ist. Seite 2 Präsident übersah, daß Schuschnigg, zwar ein au»-gezeichnet parlierender, keine»falls aber ein Hand-lungsfShiger Partner ist. Zu spät erkannt« Hodza, daß letzten Ende» Mussolini und Starhemberg den politischen Kurs in Oesterreich bestimmen und Ungarn, da» völlig anders tendiett, im Dreiecksvertrag ein sehr bestimmender Teilhaber ist. Schuschnigg könnte jedoch sehr zufrieden sein. Einmal konnten Frankreich und England, freilich nur für kurze Zeit, erkennen, daß Oesterreich sich — wenn auch nur dem Scheine nach — eine gewisse Bewegungsfreiheit gewahrt habe, wodurch die gereizte antiösterceichische Stimmung in Paris und London Milderung erfuhr und zweitens erreichte Schuschnigg einen besseren andelsvettrag, den Oesterreich seit Jahren anstrebte, ie Tschechoslowakei brachte große wirtschaftliche Opfer, um den Preis einer vermeintlichen politischen Annäherung. Es ist klar, daß die neuen Handels-politischen Opfer, welche die Tschechoslowakei aus dem Altar der Verständigung bringt, nunmehr zur Kritik reichlich Anlaß geben. Dazu kommt noch, daß die Sozialdemokratin das Liebäugeln des Hradschin mit dem gegenwärtigen Wiener Regime zwar tolerieren, innerlich aber ablehnen. Hodza übersah weiters, daß sich die politischen Gegensätze infolge der Sank-tionspolitik gegen Italien und durch die program-matische Umschaltung des Wiener Ballhausplatzes auf Habsburg innerhalb des letzten Halbjahres im Donau. Moldau-Becken wesentlich verschärft haben. Hodza übersah, dah ohne vorangegangene Einigung der Großmächte, die nun einmal mit ihren Inte-ressen im Donaubecken verankert sind, eine Donau-konföderation undenkbar ist. zumal jedes der fünf Donauländer in einem politischen System unter Füh-rung von Großstaaten gebunden ist und Deutschland als Großabnehmer für die Agrar-Ueberschüsse nicht ersetzt werden kann. Der Hodzaplan ist gescheitert und es wäre an der Zeit, zur Wirklichkeit zurück-zukehren. Die Entsendung eines österreichischen Ei-petten zu der Prager Sachverständigen-Konferenz ändert an dieser Tatsache nicht«. Diese Entwicklung trug ,ur Vermehrung der Autorität des tschechischen Ministerpräsidenten keineswegs bei und diese Schwä-chung nützen die Gegner der Agrarpartei weidlich aus. Zum deutschen Schritt vom 7. März d. I. nahm der „Venkov" eine ruhige und nüchterne Hal-tung ein, welche im gleichfalls scharfe Zensuren der Linkspresse eintrug. * Die Einbeziehung der klerikalen slowakischen Volkspartei in die Regierungsmehrheit gehörte zum Propramm der Regierung Hodza. Di» tschechisch-nerikale Volkspattei (Sramek) wünscht und betreibt nicht nur diesen, sondern auch einen Eintritt der deutschen Christlichsozialen Partei. Der politische Ka-tholizismus strebt zur Macht und Prälat Schrämet sucht Schützenhilfe. Er ist Gegner der Agrarpartei, schon deshalb, weil sein Anhang auf dem flachen Lande immer mehr zur Bauernpattei abwandert. Die klerikalen Slowaken fordern als Preis die Er-richtung eines eigenen Ministeriums für die Slo-wakei. Die Verhandlungen sind gescheitert und di« slowakisch« Partei hat der Regierung schärfsten Kampf angesagt. Berichte aus dem sozialen Leben Deutschlands Die Siedlungstätigkeit in Deutschland 1035 In seiner ersten Regierungserklärung im März 1933 hat Adolf Hitler die Beseitigung der Arbeitslosigkeit und die Belebung der Siedlung», tätiakeit als eine der wesentlichsten innerpolitischen Ausgaben bezeichnet. Seinen Motten sind die Taten gefolgt. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist von 7 Millionen im Januar 1933 auf 2,5 Millionen im Januar 1936 verttngett worden, die Siedlung»-tätigkeit hat — wie jeder durch Deutschland Reisende sich mV einem Blick aus dem Fenster seines Abteils überzeugen kann — einen bis dahin unerhörten Umfang angenommen. Dabei wurden vollkommen neuattige Grundsätze angewandt. Soweit die vor- Sidtiiche Kleinsiedlung, also im wesentlichen die rbenersiedlung in Frage stand, war die Siedlung», tätigkeit in Deutschland früher aus die Erstellung eine» Wohnhause» mit einem kleinen Ziergarten be-schränkt, der nur selten auch für den Anbau von Gemüsen, Kattoffeln und Obst und fast gar nicht für die Kleintierhaltung in Betracht kam Nunmehr wurde nach den Grundsätzen de» Reichsheimstätten-amte» der Pattei und der Deutschen Arbeitsfront von vornherein den Siedlungsanwättern gleichzeitig mit dem Siedlung»hau» anbaureife» Land »ur Ber-fügung gestellt, au» dem er seine Einkünfte schon im ersten Jahr in ansehnlicher Höhe vermehren konnte. Es handelt sich hierbei im allgemeinen um 1000 qm Land, auf dem der gesamte Gemüse- und Kattoffel-bedars der Siedlerfamilie befriedigt werden kann. Außerdem reicht der Boden auch noch zum Anbau der Futterpflanzen für die Kleintiere au», die in der Regel au» 8—10 Hühnern, einer Ziege und einigen Kaninchen bestehen. Der Gesamtettrag einer deutschen Siedlclheimjiätte au» Gatten und Tierzucht ist auf 400—500 RM jährlich zu veranschlagen. Unter günstigen Umständen, zumal wenn die Größe der Stelle da» Hasten eines Schweines ermöglicht, steigt der Gttiag auch noch über diese Summe hinau». Wa» der Siedler auf diese Weise an Geldausgaben ür Lebensrnittel erspart, wird frei für die Be-ttedigung seiner übrigen Bedürfnisse an Kleidung, 5inrichtungsgegenständen usw. Der Volkswirtschaft liche Wett der Siedlung bemißt sich also nicht allein nach den unmittelbaren Erträgnissen des Boden», sondern auch nach der ollgemeinen Steigerung der Kaufkraft der Siedlerfamilie. Dazu kommt der biologische Wett, den die Siedlung für die Erhaltung und Stärkung der Volkskräfte hat. Nach den Ergebnissen der deutschen Volkszählung des Jahres 1933 sind von den Industriearbeitern ohne Bodenbesitz 74,4 v. H. kinderarm. Nur 25,6 v. H. haben drei und mehr Kinder. Von den Industriearbeitern mit Bodenbesitz sind dagegen nur 57 v. H. kinderarm, während der An-teil der Familien mit 3 und mehr Kindern auf 43 v. H. steigt. Einen besonders starken Fottschritt in der Sied-lung hat da» Jahr 1935 gebracht. Es find in ih« nicht weniger al» 26.568 Siedlerstellen fertiggestellt und 50.821 Siedlerstellen vorbereitet worden, mehr al» da» Doppelte wie im vorherigen Jahr. Für da» Jahr 1936 ist angesicht» der gesteigerten Vor-bereitungen mit einer weiteren Zunahme d« Siedlungsbautätigkeit zu rechnen. Deutschland i« Arbeiterurlaub »oran Auf der diesjährigen Tagung der Inter-nationalen Arbeitskonferenz im Mai wir ein Inter-nationales Uebereinkommen über die Urlaubs-gewährung an Arbeiter und Angestellt erörtert werden. Den Beratung.^ llegt ein Bericht de» Internationalen Arbeitsamtes zugrunde, au, dem zu ersehen ist, daß Deutschland in der Urloubsregelung bei weitem an der Spitze marschiett. Die Zahl der in Deutschland urlaudsberechngten Arbeitnehmer über-trifft die Zahl in den übrigen Ländern um mehr als das Doppelte. Auch Hoden die deutschen Arbeiter durchschnittlich einen längeren Urlaub al» die Arbeiter in den übrigen Staaten. Insbesondere ist der Urlaub der Jugendlichen seit der Macht» Nummer 28 Deutsche Zeitung Seite 3 Politische Streiflichter Bolschewismus und die deutsch« Revolution 1918 Belgiens innenpolitische Schwierigkeiten — Habs- bürg unzeitgemäb — Eine Riige an Otto Nach dem allgemeinen Generalstreik der deut-schen Mitrosen und Soldaten im November 1918 — fälschlicherweise „Revolution" genannt — wollten die Sowjetrussen ihr Verdienst am deutschen Zusam-menbruch ine rechte Licht setzen. Am 6. Dezember 1918 rühmte sich der frühere Vertreter der Sowjet-regierung in Berlin, Joffe, in einem Funkspruch an den Volksbeauftragten Haafe, der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands mehrere hunderttausend Mark zum Ankauf von Waffen für die deutsche Revolution zur Verfügung gestellt zu haben. Volksbeauftragter Emil Barth (USPD) erklärte darauf am 15. Dnember. er habe niemals von den Russen Geld oder Waffen erhallen, die Waffen habe er vielmehr selbst beschafft und die USPD erst später davon unterrichtet. Haase bestätigt diese Dar-slellung. Joffe antwortete am 15. Dezember in einem Funkspruch, er habe das Geld nicht direkt an Barth ausgehändigt, Barth habe aber gewuszt, und ihm gegenüber 14 Tage vor Ausbruch der Revolution zugegeben, dah das Geld von Joffe stamme. Fer-ner erklärt Joffe dem Rechtsbeistand der russischen Vertretung. Dr. O-car Cohn, dah das Geld, das er von Joffe in der Nacht vor der Ausweisung der russischen Botschaft als Mitglied der U2PD zur Förderung der deutschen Revolution er-halten habe, nicht an die USPD au«zu-zahlen brauche, worüber er Cohn Dispositionsrecht im Interesse der deutschen Revolution eingeräumt habe. Dazu veröffentlichte die „Freiheit" eine Erklä-rung, die USPD habe längst vor der Revolution beschlossen, Gelder aus russischer Quelle zurückzuweisen. Am 27. Dezember erklärte Dr. Cohn in der „Deut-schen Allgemeinen Zeitung", daß er das von Joffe in der Nacht vom 5. zum 6. November erhaltene Geld „zur Vorbereitung des Gedankens der Revolution" verwendet habe. Diese Erinnerung ist gut, wenn man bedenkt, mit welchen Mitteln heute Mas- kau für die Weltrevolution arbeitet. » Belgien erlebt eine scharfe Inncnkrise. Die Fla-men erklären, sie glauben nicht an einen deutschen Angriffskrieg und seien nicht gewillt, für die Interessen Frankreichs ihre Haut auf den Markt zu brin' gen. Die Flamen verlangen von der Regierung die Kündigung des Militärvertrages mit Frankreich. Die frankreichfreundlichen Wallonen sind über diese For-demng sehr empört. Genaue Kenner Belgiens be« tonen, dah man mit einer Teilung Belgiens rechnen müsse, wenn diese Gegensätze nicht behoben werden. Bei einer Teilung würden sich Wallonen Frankreich, die Flamen Holland anschließen. * Die katholische und antihitlerische Wochenschrift „Europa", die in Paris erscheint und bis zu einem gewissen Grade als Sprachrohr des österreichischen Klerikalismus gelten darf, erteilt dem Spröhlich Zi° tas eine Rüge. Otto Habsburg sei kein Privatmann mehr und er habe deshalb „seinem Lande gegen- Übernahme de« Nationalsozialismus erheblich ver-längert wurden. Sollte Deutschland im Zuge der sich an-bahnenden europäischen Verständigung wieder direkt bei der internationalen Beratung sozialer Fragen mitwirken, so wird es, wie früher so auch in Zu-kunft, nicht der Nehmende, sondern der Gebende sein. Auch in den vergangenen drei Jahren hatte Deutschland dieFührung in derSozial-Politik der Welt. Ueber eine halbe Million Ehestandsdarlehen im Reich Die Ehestandsdarlehen sind eine Einrichtung des nationalsozialistischen Deutschland. Sie werden auf Grund des Gesetzes zur Förderung der Ehe-schliehungen an solche heiratswilligenVolkegenossinnen gewährt, die sich verpflichten, nach der Eheschließung aus dem Arbeitsverhältnis auszuscheiden. Hiedurch wird ein doppelter Zweck erreicht: Der Arbeitsmarkt wird entlastet und die Bildung eines Ehestandes erleichtert. Gleichzeitig sind die Ehestandsdarlehen von hohem bevölkerungspolitischem Wert. Nach dem genannten Gesetz wird bei der Ge-burt eines jeden Kindes die Halste der Darlehens-schuld erlassen. Im Jahre 1934 entfielen auf 226.000 Ehestandsdarlehen rund 130.000 Darlehens erlasse, im Jahre 1935 aus 156.788 Darlehen über eine immer gegenwärtige politische Verpflichtung". Die Frage der Restauration sei übrigens unzeitge-mäh und Ottos Eifer der Sache nicht dienlich. Ruhland und die Zonenfrage am Rhein Aus Paris wird geschrieben: Nach der Remi-litarisierung der Rheinland-Zone und der Rede des deutschen Kanzlers herrschte in Frankreich eine stark kriegerische Stimmung. Heute ist die Stimmung wesentlich andere. London hat auf Paris beruhigend gewirkt, denn das Deutschland einen Angriff gegen Frankreich plant, nehmen die Engländer nicht an. Eine solche Annahme stünde zu sehr im Widerspruch mit der Tatsache, das; Adolf Hitler einen viel um-fassenderen Nichtangriffspakt vorgeschlagen hat. Die kriegerische Stimmung in Paris wurde hauptsächlich von Ruhland erzeugt. Der Sowjetgesandte Potemkin hat sowohl bei der englischen als auch bei der französischen Regierung schärfste Mahnahmen gegen Deutschland gefordert. Seit Eintreffen Litwinowsist eine Wendung eingetreten. Es spielen da innerpoli-tische Momente Frankreichs eine Rolle. Moskau fürchtet, dah das französische Volk angesichts einer Kriegsgefahr eine nationale Koalitionsregierung ver-langen werde. Da» wäre Moskau unerwünscht. Die Komintern rechnen damit, dah bei den bevorstehenden Wahlen die Volksfront dank der wohlwollenden Haltung der gegenwärtigen Regierung dem Links-block gegenüber die absolute Mehrheit im Parlament erhalten wird. Die Bildung einer nationalen Kon-zentrationeregierung würde diese Wahlausfichten erheblich verringern. Um nun die innerpolitische Ent-wlcklung in Frankreich nicht zu zerstören, benimmt sich Moskau bei den jetzigen Verhandlungen über die Zonenfrage am Rhein recht zurückhaltend. Bevölkerungspolitisches aus aller Welt In der Hauptstadt Ungarns. Budapest, gab es 1930: 86.930 mehr Frauen als Männer. Der Hundertsatz der erwerbstätigen Frauen betrug für den Zeitraum 1930—1933: Ungarn 24, Deutsches Reich 34,2 (seitdem sehr stark gesunken). Belgien 19,6, Grohbritannien 26,8, Italien 18,5, Japan 31,9 und Vereinigte Staaten 17,7. Canada mit kaum 10 Mill. Einwohnern wendet jährlich für soziale Hilfe rund 200 Mill. Dollar auf, davon 120 Mill. für Unterstützungen an Arbeitslose und 80 Mill. für andere Hilfswerke. Die Zahl der Arbeitslosen ist auf 1,900.000 gestiegen, so dah fast jeder fünfte Kanadier heute ohne Arbeit ist. Italien erhob ursprünglich jährlich 150 Lire Junggesellensteuer. Dann wurden die allgemeinen Steuern für Junggesellen um 25 v. H. erhöht, 1929 um 50, seit 1934 um 75. In Zukunft sollen sie das doppelte zahlen gegenüber Verheirateten. In der Tschechoslowakei hat sich der Schreckensteiner Bund die Aufgabe gestellt, für wirk-samen Mutter- und Säuglingsschutz zu sorgen. Er hat darin bisher beachtenswerte Erfolge erzielt. 155.060. Die verhältnismäßige Zunahme der Dar-lehenserlasse beweist, dah der Wille zum Kinde in den mit Ehestandsdarlehen geschlossenen Ehen während des Jahres 1935 noch stärker geworden ist als im Jahre zuvor. Schon während des Jahres 1934 entfielen 58 v. H. oder rund s/j der zusätzlichen Geburten auf Ehen, die unter In-anspruchnahme von Ehestandsdarlehen geschlossen worden sind. Während des Jahres 1935 hat sich der Prozentsatz auf rund 65 v. H. erhöht. Während seit der Mitte des vergangenen Jahres die Zahl der Eheschliehungen und der Geburten in Deutsch-land gegenüber dem Rekordjahr 1934 im allgemeinen wieder etwas zurückgegangen ist, hat sich die Zahl der mit Ehestandsdarlehen geschlossenen Ehen kaum, und die Zahl der Geburten aus Darlehensehen überhaupt nicht vermindert. Wenn der deutsche Geburtenüberschuh des Jahres 1935 mit 480.000 oder 7,2 auf da» Tausend der Bevölkerung den Geburtenüberschuh des Jahres 1934 mit 472.000 oder 7,1 pro Mlle noch übertraf, so ist dies aus-schließlich auf die Gewährung von Ehestandsdarlehen zurückzuführen, — ein außerordentlicher Erfolg der nationalsozialistischen Bevölkerungspolitik. Der deutsche Arbeitseinsatz zu Beginn des Frühjahrs 1936 Der Frühjahrsstart dieses Jahres in der deut-schen Arb«U»b«schaffung ist weit günstiger al» in Die I. P. A. und der Wiener Ballhausplatz Seit einigen Wochen führt der Pressechef der österreichischen Regierung, Eduard Ludwig, einen Pressekrieg gegen die Jpa Luzern. Statt sich sach-lich zu den Artikeln und Meldungen der Ipa zu melden, reiten in seinen Boullevardzeitungen seine publizistischen Söldlinge Attacke um Attacke gegen den verantwortlichen Leiter der Jpa, Franz Burri. Die sinnlosesten Behauptungen, gehässigsten Ver-läumdungen und dümmsten Kombinationen mit Personen und Organisationen dienen diesen chrift-lichen Schreiberlingen zur Denunzierung und Mih-kreditieruna. Well Herr Ludwig in seinen Diensten nur käufliche Subjekte hält, verdächtigt er — wie der Schelm ist, so denkt er — die Jpa und deren Leiter der Käuflichkeit und Bestechlichkeit. Die in der Ipa zum Ausdruck gebrachte Gesinnung und politische Einstellung läht sich aber nicht kaufen, weil der Jpa-Herausgeber aus innerster Ueberzeugung heraus seinen Auffassungen Ausdruck verleiht und sich weder von gewissen Parteien oder Personen direkt oder indirekt beeinflussen läht. Ob es nun den christlichen Herren in Wien paht oder nicht: Die Ipa wird trotz allen Anfeindungen und Verfolgun-gen gegen die Habsburger-Restauration, den poli-tischen Katholizismus und die italienische Donaupolitik Stellung nehmen und für die demokratischen, nationalen und sozialen Rechte des österreichischen Volkes eintreten, wo es um Platze ist. Dies trotz einer Drohung, man werde schon Mittel und Wege finden, den verantwortlichen Leiter der Jpa zu beseitigen. Oesterreichische Banknoten mit Sowjetstern In der letzten Zeit wurden in Oesterreich 100-Schilling'Noten umgesetzt, die das kommuni-stische Parteiabzeichen trugen. Oberhalb des Frauen-kopfes befindet sich auf den Geldnoten ein Stern. Die Kommunisten machen nun daraus einen Sow-jetstern, indem sie die Buchstaben RF gen Artikeln erzielt wird, was durch ZugeteHung von Zusatzkontigenten in die Wege geleitet werden kann. Schließlich wurde auch ein Modus gefunden, der den gegenseitigen Fremdenverkehr be-deutend erleichtert. Nach dem Inkrafttreten der neuen Abmachungen werden den deutschen Reisenden nach Jugoslawien bedeutende Erleichterungen und Be-günstigungen eingeräumt, ebenso auch den jugosla-wischen bei Reisen nach Deutschland. auch in Zeiten der Hochkonjunktur in Deutschland stets vorhanden, weil stets mehrere Hunderttausend Angestellte im Jahr auf der Suche nach einer günstigeren Stellung zeitweise arbeitslos werden. Es bleiben somit nur noch 600.000 übrig. Ihnen wird sich die verstärkte Fürsorge der deulichen Arbeitsämter zuwenden müssen. Die Beseitigung der Zersplitterung der Arbeitsvermittlung durch die Zentralisierung des Arbettsnachweijes bei den öffentlich-rechtlichen Arbeitsämtern seit dem Dezember des vergangenen Jahres bietet die Gewähr dafür, dah diese Fürsorge nach einheitlichen Einsatzplänen ohne technische Hemmungen auch tatsächlich erfolgen wird. Wie auherordentlich umfangreich hierbei die von de.r deutschen Arbeitsämtern zu bewältigende Aufgab« ist, beweist die Tatsache, dah im Monat Februar des Jahres allein 749.326 Arbeitsgep.!che neu gestellt und 766.590 erledigt wurden. Der Er-folg dieser Tätigkeit war bereits Mitte März spür-dar. Am 15. März war die Zahl der Unterstützung», empfängcr allein aus der Arbeusloscnverjicherung und Krisenjuriorge — also ohne Wohlfahrts-erwerbslose, für die eine Zählung erst Ende des Monat» stattfindet — um 201.000 Personen zu-rückgegangen. Für den gesamten Monat März ist somit eine besonder» hohe Abnahme der winterlichen Arbeitslosigkeit zu erwarten. Die Tagung der Nationalbank-Gouverneure eröffnet Beograd, 30. März. Heule um 9.30 Uhr wurde die zweite Tagung der Gouverneure der Emissionsbanken der Staaten der Kleinen Entente eröffnet. Gouverneur Dr. Radosavljevic begrühle herzlich die Delegationen der Tschechoslowakischen und der Rumänischen Nationaldank und betonte, es sei ein glücklicher Gedanke des Wirtschaftsrates der Kleinen Entente gewesen, als er im Jänner 1934 in Ausführung des Punktes 10 des Arbeite-Programms des Ständigen Rate» der Kleinen Entente die Gouverneure der drei Nationalbanken zur Ab-Haltung periodischer Zusammenkünfte eingeladen habe. Eine wirtschaftliche Zusammenarbeit sei besonders heute unentbehrlich. Sie habe ihre Wichtigkeit na-mentlich durch die Schwierigkeiten des Devisen- und Valutenveikehrs erhallen. Die Tagesordnung der gegenwärtigen Beratung sei nicht entfernt erschöpfend. Jeder der drei Gouverneure werde sie durch Anregungen ergänzen können. Im Sinne des Beschlusses der letzten Tagung sei zwischen den Nationalbanken Rumäniens und Jugoslawiens ein Clearing-Abkom-men getroffen worden, das zur Besettigung zahlreicher Schwierigkeiten in Zahlungsverkehr? zwischen den beiden Ländern beigetragen habe und in Zu-kunft durch entsprechende Anpassung und bei dem erwiesenen beisersciligen guten Willen noch bessere Ergebnisse bringen würde. Von Vorteil sei jedenfalls auch dir gegenseitige Übermittlung von Angaben über die Clearingsaldos jedes der drei Staaten ge-genüber den Ländern, zu denen sie in stärkeren wirtschaftlichen Beziehungen stünden. Leider hätten die geplanten zweiseitigen Kompensationsverträge bisher nicht verwirklicht werden können, well die Staaten der Kleinen Entente geaenüber denselben Ländern Aktivsaldo« hätten. Touristische Abkommen hätten die drei Emissionsinstitute nicht getroffen, da diese wegen verschiedener Reijeerteichterungen, Ver-kehrsorgamsation. Pahfrcigen. Grenzremsion. mehr in die Zuständigkeit der bezüglichen Behörden fielen. Doch hätten die Emissionsbanken bei dem Abschluh dieser Vereinbarungen mit grohem Interesse mitge-wirkt, soweit es sich um Devisen- und Valutenvor-schrtsten gehandelt habe. So sei im Vorjahr zwischen der Tschechoslowakei und Jugoflawien ein Touristen-abkommen getroffen worden. Der Gouverneur besprach sodann noch eine Reihe anderer Fragen. Aus Stadt gelte Evangelische Gemeinde. Die diesjährige Konfirmationsseier findet am Palmsonntag um 10 Uhr statt. Der Karfreitagsgottesdienst wird um 6 Uhr abends, der Osterfestgottesdienst um 10 Uhr vormittags abgehalten. An allen drei Tagen wird im Anschluh an die Gottesdienste das heilige Abend-mahl gespendet werden. Die Altkatholische Kirche in Celje gibt hiermit bekannt, dah in der Karwoche der Gottes-dienst folgend stattfinden wird: Am Gründonners-tag um l/,7 Uhr abends hl. Messe. Unter der hl. Alesse hl. Beichte und Kommunion. Zur hl. Kommunion kann beitreten, der 6 Stunden vorher nichts eingenommen hat. Davon sind wirklich kränk-liche Leute ausgenommen. — Am Karfreitag, als Erinnerungstag des Todes Christi ein gebotener Feiertag, um 9 Uhr vormittags Gottesdienst. — Am Karsamstag um 7 Uhr abends die Feier der Auf-erffehung Christi, nachher die Weihe der Speisen. Am Ostersonntag um 10 Uhr vormittag, feierliche hl. Messe. Alpenoereiusvortrag. Der Münchener Alpinist Martin Meyer hält Mittwoch, den 8. d. M, im Rahmen der Vorträge des SPD, im grohen Saal der Ljudska posojilnica um 8 Uhr abends über seine Erstbezwingung der Nordwand des berühmten Berges Grandes Jorasses einen Vortrag. Wir machen unsere Leser auf diesen fesselnden Vortrag aufmerksam. Sterbeliste im Monat März. Im ver-gangenen Monat starben in der Stadt 15 Personen. Davon 3 Männer, 8 Frauen und 4 Kinder unter einem Jahre. Im Krankenhause starben 22 Personen, 10 Niänner, 10 Frauen und 2 Kinder. Tschechoslowakische Politik «in umfangreich«« »»sey zur Aer,«idigung nach innen und autzen Prag. Dem Abgeordnetenhau, wurde ein Gesetz über die Staatsverteidigung vorgelegt. Das Elaborat ist einer der umfangreichsten Gesetzentwürfe, die dem tschechoslowakischen Parlament je unterbreitet wurden. Es umsaht 200 Paragraph«, die in neun Hauptstücke zerfallen. Unter dem Begriff der Staats-Verteidigung sind nach diesem Gesetz alle Mohnah-men militärischer oder anderer Natur zu verstehen, die den Zweck verfolgen, jede Bedrohung der Selb-ständigkeil. Einheiüichkeit, Ganzheit und republikanisch-demokratischen Staatsform bezw. Angriff« auf diese zu verhindern. _ Kurze Nachrichten Die Wehrpflicht in Oesterreich erstreckt sich auf alle Männer vom 18' bis zum 42. Lebensjahre. Der ehemalige österreichische Militärattache in Berlin, Feldmarschalleutnant Jansa, ist zum Chef des neugegründeten österreichischen Generalstabes ernannt worden. * Neben zahlreicher Post und Fracht auf dem Lustschiff „Hindenburg" wird auch ein Personen-kraftwagen der Firma Opel, Type „Olympia", nach Südamerika befördert. Das Automobil — es ist der erste Wagen, der jemals in einem Luftschiff über den Ozean befördert wird — trägt die Wertsnummer 500.000. * Die 2. Klasse in den Krankenhäusern bleibt. Da» Ministerium sür Sozialpolitik und Volkge-sundheit hat den Erlah, demzufolge mit 1. April die 2. Klasse in den Krankenhäusern abgeschafft werden sollte, annulliert. (A). Prag, 1. April. Agenzia Stefani mel-bet: Der Innenminister hat die Einfuhr und den Vertrieb zahlreicher deutscher Blätter in der Tsche-choslowakei bis zum 28. Februar 1938 verboten. Minderheiten in derTschechoslowakei In der „Europäischen Revue" lesen wir: „Ein tschechoslowakischer Staat, der auf dem Grundsatz absoluter Achtung und vollständiger Gleichheit der Nationalitäten beruhte, würde als ein Vorbild dessen wirken können, was in einigen Jahrzehnten Europa selbst zu werden vermöchte." und Land Hoffnungsvolle Frühlingsboten! Die angenehmsten Frühlingsboten auf der Sann sind unsere braven Flöher. Ein Völklein sür sich, ab-gehärtet im ständigen Kampfe mit der rauhen Wirklichkeit des nassen Elements. Lebhafter Floh-verkehr bedeutet aber eine bevorstehende rege Bau-tätigkeit und erwartungsvoll« Verdienstmöglichkeiten für alle oerwandten Berufe. Voll« zwei Jahre dauerte der Stillstand im Baugewerbe, volle zwei Jahre rannen wenige Flöhe die Sann hinab, es waren das zwei Jahre bitterer Not und Tnt-behrung. aber da sie nun wieder rinnen durch das romantische Sanntal, erfüllt uns neuerdings die Hoffnung auf eine beffere Zukunft. Solch stolze Fioharmaden bedeuten für das Volk Verdienst und saftiges Brot! Darum sind sie für uns auch die schönsten Frühlingsboten! «utobussonderfahrt nach Luce. Am Karsamstag um 17.30 fährt ein Sonderautobus des städtischen Autobusunternehmens vom Bahnhof in Celje nach — Lute — und bietet damit eine günstige Gelegenheit zu Ostmoanderungen auf die Korojica und Raduha. Rückfahrt au» Luce am Ostermontag um 19 30 Uhr. Die Hm- und Rückfahrt kostet nur 45 Dinar. Anmeldungen werden bis zum 11. d. M., 12 Uhr mittags, in der Autobuskanzlei Trg Kralja Aleksandra 5, gegenüber vom Bahnhof, entgegen-genommen. Telephonnummer 236. Die Schweineimpfung im Stadtgemeinde-bereich muh di» zum 26. April beim Tierarzt, Herrn Dr. Kozet in der Schreibstube der städtischen Schlachthalle angemeldet werden. Freiwillige Feuerwehr und Rettung«, abtetlung Celje. In der lammenden Woche be-sorgt den Bereitichaftsdienst der 2. Zug. Zugs-kommandant Eduard Bandek sen. Hauptmannsfell-Vertreter Emerich Berna. fbmvntr 28 Deutsche Zeltung Seite 5 An de« Knabenvolksschu len in Celje wurden neue Schul-'Verwalter ernannt, und »war in der städtischen der Lehrer und ehemalige Bezirksschulinspektor Herr F. fiujjntf, an der Umyedungeschule aber der dort viele Jahre wirkende Lehrer Herr Johann I. Krämer. Weinkostprobe in Dram lje. Auch der letzte Sonntag, mit dem die diesjährige Weinkostprobe abgeschlossen wurde, brachte viele auswärtige Gäste, wie auch Käufer in unser zwar abgelegene», an land-schaftlichen Reizen aberreich beschenktes, Pfandorf. Die Besucher waren über die Güte unserer vorjährigen Wein-Produkte sehr befriedigt. Da auch für da» leibliche Wohl der Gäst« gut vor-gesorgt war, herrschte den ganzen Tag recht feuchtfröhliche» Leben. E» wurden auch einige günstige Käufe abge-schlössen, ein Beweis, dah diese Ver-anftalung gute Früchte getragen hat und tragen wird. Es ist die schönste Pflicht der Muster, sich der Erziehung ihrer Kinder zu widmen. Es ist auch ihre Pflicht, fürstets saubere Wäsche zu sorgen. Ist es aber notwendig, daß sie sich stundenlang plagt und sich dadurch ihren Kindern entzieht? Nein —denn heute hat sie Radion, das die Wäsche ohne Plage wäscht. Dabei ist es so einfach: Radion kalk auflösen, mit der Wäsche zum Sieden bringen und dann noch 15 Minuten kochen. Erst warm, dann kalt spülen, und die Wäsche ist blütenweiß. „ :":V Zu den Osterfeiertagen fährt ein Sondertraftroagen in» Logartal. Abfahrt von Celje. Hotel Skoberne, am Karsamstag um 17 Uhr. Rückkehr vom Logartal am Ostermontag um 17 Uhr. Der Fahrpreis beträgt hin und zurück nur 55 Dinar. Anmeldungen mit Entrichtung de» Fahrgeldes übernimmt Herr Erwin Grätschn er, Celje. Die Frijchoufhütte am Okreselj ist vollständig bewirtschaftet und der Weg hinauf zur Hälfte schnee-frei und nicht lawinengefährlich. Sannregulierung. Nach einem Bericht aus dem „Jutro" vom 3. d. M. besieht die große Ge-fahr, dah die Fortsetzung der so sehr notwendigen Sannregulierung ins Stocken geraten könnte, da bis heute noch keine staatlichen Zuschüsse bewilligt wurden. Hoffentlich wird es den maßgebenden Personen doch noch gelingen, die Arbeit tn kürzester Zeit wieder fortsetzen zu können. Bom Stadtmagistrate. Stadtpräsident Alois Mihelcic ist wegen Bestäiigung des Vor-anschlage» am 31. März in Belgrad eingetroffen. — Der neuemannte städtische Sanitätsrefent Amts-arzt Dr. Johann Podpecan und der Bau-techniker Wenzel Lang haben am 1. April ihren Dienst angetreten. Billigeres Eis in der stadtischen EchlachthaUe. Ad 1. April sind die Eispreise folgendermaßen geregelt: Eine Eisstange in» Haus estellt früher 8, jetzt 7 Dinar; eine Eisstange in er Schlachthalle früher 5, jetzt 4 Dinar. Bei Ab-nähme von 10 Stangen gleichzeitig in der Schlacht-halle früher jede» Stück 4, jetzt 3 Dinar. Aljechin kommt auch nach Celje und wird hier aegen rund 40 Mitglieder de» Schachklubs spielen. Zeit und Ort des Spieles sind noch unbestimmt. Zum Tode de» Logarbauers schreibt uns «in Freund unseres Blatte» folgende Wahrheit»-getreue Begebenheit, die den Geldeswert zur Zeit, al» sich dieselbe zutrug kennzeichnet. Im Herbst Mitte der 70er Jahre kam der alte Logarbauer, der Bater des jetzt Verstorbenen nach Celje, um für Irin« Familie und sein Gesinde Wintereinkäufe zu »e orgen. Al» er in einem größeren Manufaktur-ge chäfte, in der damaligen Ratl,au»gasse die ein-ge auste Ware mit einer 1000 Guldennote bezahlen wollte, wurde der bedienend? Handlungsgehilfe so-wie seine umstehenden Kollegen stutzig, woher wohl da einfach gekleidete Mann in den Besitz dieser damals größten Geldnote kam! Er ersuchte den Käufer höflich, eine hiesige bekannte Persönlichkeit namhaft zu machen, die dessen Identität bestätigen würde. Nach kurzem Nachdenken sagt« der Logar-bauer zum mißtrauischen Verkäufer: der Herr Be- ihn höchst freundlich empfing und dessen Wesen»-glcÄheit mit dem mächtigen Lvgarbauer bereit» willigst bestätigte und ihn m.t einem freundlichen Händedruck entließ, womit sich der peinliche Borfall zur beiderseitigen Befriedigung auflöste. Todesfälle. In Graz sind dieser Tage zwei liebe Menschen gestorben, die bei uns noch in bester Erinnerung stehen. Und zwar Herr Professor Otto Eichler, der mehrere Dezenten am hiesigen Oder-gymnafium wirkte und stets ein Freund und Be-rater seiner Schüler war und außerdem viele Jahre auch die Obmannstelle des hiesigen Musealoereine» bekleidete.- sowie Herr Hofrat Dr. Gregor Kroi»-leitner. welcher mehrere Jahre Borstand der hiesigen Steuerbehörde und stet» ein konzilianter Be-amte gegen Untergebene und Parteien war. Der hiesige Männergesangverein zählte ihn auch zu seinem eifrigen Mitgliede. Sie mögen im Frieden ruhen. Mineralwasserkauf ist «crtrauenSsache. deshalb decken Sie Ihren ««darf bei soliden Kaufleuten und nicht bei herumziehend«, Hausierern. Wollen Sie qut und billig kaufen, verlangen Sie auSdriicklich ..KoltrivmSka Slatina'. — Bei Stiger und in allen besseren einschlägigen Geschäften. Kino Union. Sonntag, Montag und Dien»- tag „Masurka". Maribor Todesfall. Im 74. Lebensjahre starb in Pekre-Limbus bei Maribor der ehemalige Kusto» de» Landes-museums in Sarajevo und Ehrendoktor der GrazerUni-versität. Herr Regierungsrat Ing.Otmar Reiser. Der Verblichene hat vor dem Kriege de» bosnisch-herzegowi-nischen Landesmuseums zu einem der sehenswürdigsten in Europa gemacht und war auch als Bogelforscher weit-berühmt. Ehre seinem Angedenken! Billige Eier. Samstag wurden auf dem Markt Eier in großer Menge angeboten. Drei Stück wurden um einen Dinar abgegeben, vor Schluß de« Marktes konnte man sogar 9 Stück um 2 Dinar bekommen. Erhöhung der Fleifchpreise. Die Fleischer- und Selcheroereinigung teilt mit. daß laut Beschluß der letzten Hauptversammlung ab l. April folgende Fleifchpreise gelten: Rindfleisch, erste Qualität 8—10 Dinar, zweite Qualität 6—8, Kalbfleisch 8—10 Din und Schweinefleisch 10—12 Din je kg (samt Zu-wage). Die Erhöhung der Fleischpreise wird mit dem Anziehen der Viehpreise begründet. Grenzbahnhof Maribor. Am 1. April trat in Maribor eine gemischte Konferenz jugoslawi-scher und österreichischer Fachmänner zusammen, um entgültige Beschlüsse wegen baldiger Eröffnung de» Drenjbahnhose» zu fassen. Man erhofft durch Er-richtung de» Grenzbahnhose» einen erhöhten Frein-denoerkehr zu erreichen. Aljechin in Maribor. Der frühere Schach. Weltmeister Dr. Aljechin Kitt am 21. April in Ljub-ljana, am 24. April in Maribor zu Simultankamp-fen an. Ptuj Kulturbund. Hauptversammlung. Da die letzte Jahreshauptoerjaminlung nicht beschlußfähig war, findet die nächste Hauptversammlung Dienstag, den 7. April statt. Ljubljana Todesfall. Nach kurzem, schweren Leiden verschied am vergangenen Sonntag Frau Kristine Ltchtenegger, die Gattin de» verstorbenen Ge-richtsangestellten Franz Lichtenegger. Den Hinter-bliebenen unser Beileid! Eine neue politische Zeitschrift. Die faschistisch eingestellte Ljotic-Bewegung bekam in der in Ljubljana erscheinenden Zeitschrift „Zbor" ihr Organ für die Anhänger slowenischer Nationalität, t da» Herau»geberkonsortium zeichnet Schriftleiter Sturm. Die Universitätsunruhen bald be» endet ! Die Studentenschaft, die gegen die Studien-taien und der neuen Ordnung über die technisch« Fakultät energischest protestierte und sogar mit dem Streik drohte, konnte keine Einigkeit und damit kein geschlossene» Austreten erzielen. Während die national und marxistisch eingestellten Hörer für ein rücksichtslose» Eintreten zur Erreichung ihrer Be-lange ist, will die klerikale Studentenschaft die Ruhe und Ordnung an der Universität bewahren, um den Betrieb nicht zu stören. Die nach Beograd entsandt« Studentenoertretung wurde zwar von allen zu-ständigen Stellen empfangen, mußte aber erfolglos [Kimfehren. Bis auf weiteres ließ der Rektor da« Unioerfitätsgebäude sperren, um jegliche Unruhen zu verhindern. Spende. Professor Dr. Regen über-wie» der Bildergalerie m Ljubljana den namhaften Betrag von 500 Dinar. Damit wurde Dr. Regen Gründermitglied der Galerie. Der Gemeinderat von Konjlce auf. gelöst. Der Banu» de» Draubonat» hat den Ge-mernderat von Konjiee seiner Funktion enthoben. Koöevje Bürgermeisterwechsel in Koprivnik» Nesfeltal. Au» Kocevje wird berichtet: Der seit der letzten Gemeinderatswahl amtierend« Bürger» meister Roschitz aus Koprivnik Nesseltal wurde dieser Tage seines Amte» enthoben. Zum Bürgermeister der Gemeinde wurde der Sägewerksbesitzer Lusin ernannt. Möge der neue Bürgermeister den Wünschen der Bevölkerung auch immer hilf»-bereit entgegenkommen — wie e» Bürgermeister Roschitz immer konnte. esch Schulleiterwechsel in Koievje. An Stell« des bisherigen Schulleiters Jaklti wurde Lehrer P ete rli n berufen. Der neuernannte Schul-lerter bekleidete schon einmal die Stelle eines Schul-leiter». später einmal auch die Stell« eine» Schul-Inspektor» für Koievje Gottichec. esch Eine S. Bolksschitlklasse wurde in Stara cerkev-Mitterdors bewilligt. Leider sind für diese 6 Klassen augenblicklich nur vier Lehrkräfte da. von denen eine Lehrkraft krank ist. Diese drei Lehrkräfte müssen Je zwei Klassen unterrichten. Die Kinder ha-den dadurch nur jeden zweiten Tag Schule. Bon die-sen 3 Massen sind 3 slowenisch und 3 deutsch. Besucht wird die Schule von insgesamt 253 Schulkindern. Davon find 94 slowenische und 1L9 deutsche Kinder. —»esch"— Feuer in Masern-Grcarice. Aus Kocevj« wird berichtet: In der Nacht vom 29. auf d«n 30. März brach in dem Haufe des Herrn Primofch Alois in Masern 32 Feuer aus. E» handelt sich um das dazu gekaufte Hau». Bor etwa 8 Togen zog der Mieter Zagar aus dem Hause, so daß e» nun vollständig leer stand. E» fiel, da e» ganz au» Holz war, dem Feuer völlig zum Opfer und auch die Feuerwehr mußte tatenlos zusehen. Ob da» Feuer durch Unvorsichtigkeit oder durch Brandlegung entstand, konnte noch nicht ermittelt werden. — „esch"— Kapellenraub. In drei Kapellen auf der Reichsstraße von Kokeoje bis Schweineberg, wurde tn der Nacht auf den 30. März eingebrochen, ttvM es die Diebe meistens auf da» Geld abgesehen hatten. Wetter» beabsichtigten die Täter noch in die große Kapelle in Windischdorf »Slvven»ka va» ein- Seite « Deutsche Zeitung Nummer 28 zubrechen. Nachdem fie die Scheiben und sogar das Gitter bei einein Fenster schon entfernt hatten, wurden fie vertrieben. Angeblich soll man den Dieben aus der Spur sein. —„eich"— Todesfall. Am 28. März verschied m seinem 71. Lebensjahre der Besitzer Johann Fink aus Klei-Kletsch. Der Verstorbene war durch seinen im-mer guten Lebenswillen und Humor bei seinen Nach-barn sehr geschätzt. Er ruhe in Frieden? —„esch"— Sport Unterverbandsmeisterschaft in der Alpentombination für Damen und Herren Der Skiklub Celje bringt zu den Osterfeier-lagen die erste Alpenkombination des Mariborer Unteroerbandes sowie für die Klubmeifterjchaft zur Ausführung. Die Wettkämpfe finden am Okreselj statt und zwar am Ostermontag nachmittag Absahrts-lauf vom Sanntalersattel zum Okreselj. Die Länge der Strecke beträgt 3000 m mit einem Höhenunter-schied von 600 m. Der Torlaus findet am Oster-montag vormittag um 10 Uhr, bei einer Streckenlänge von 800 m und 250 m Höhendiffe« renz statt. Die Slalomstrecke mutz von jedem Fahrer zweimal durchfahren werden. Das Startrecht haben alle Damen und Herren, welche im Besitze der Berbandslegitimation sind. Für die ttlubmeislerschaften ist jene nicht notwendig. Nenngeld Din 10.—. Anmeldungen übernimmt bis II. d.M. Herr Erwin Gratschner, V.Wogg, Celje. Spätere Anmeldungen bis Sonntag, den 12.d.M. in der Frischaufhütte. Die Sieger in ollen Gruppen erhalten pracht-volle Geschenke sowie Ehrenurkunden und Di-plome. Die Preisverteilung sowie die Verlautbarung der Ergebnisse findet nach den Kämpfen in der Frischaufhütte statt. Sliklub Celje. Schrifttum Schnell durch die Zeitschriften Immer noch und immer neu lassenZsich die Zeitschriften Deutschlands die Erörterung der religiösen Fragen unserer Zeit angelegen sein. So findet sich im „Deutschen Boltst um" iHerausgeber Dr. Wilhelm Stapel und Albrecht Erich Giin-lder, Hanseatische VtrlagSanstalt, Hamburg) ein Aussatz von Karl Eschweiler, der dem Thema „Weltanichanung" vomta-tholischen Blickwinkel her in moderner Belrachtunaiart nach-geht: eine Arbeit, die dem Katholizismus sein Recht lassen will und dennoch der politischen Bewegung, dem National svjialiSmu», den einzigen Anspruch der „Weltanschauung" werfennt. ES ist eine Operation, in der die Begriffe „Glaube" und „Weltanschauung- als SemSbezeichnunaen verschiedener Art die mannigkachen Ueberlchneidungen zwischen Ansprüchen de4 Christentums und der politischen Bewegung bezeichnen sollen. Damit ist sicher manche Geueralifierung erreicht, aber auch manches ErörteningSmotiv gewonnen. Große« Interesse darf auch der Beitrag des Herausgeber» A. E. Gllnchrr „Dichtung aus trüben, Blut- beanspruchen. Diese Arbeit be-faßt sich mit der Literatur fremder Länder und spürt in ihnen den LebtilSäußerungen ihres jeweilige» Bolkstums nach. So ist auch das Märzheft dieser ungeniein regsamen Zeitschrift in seiner Gesamtheit wieder Spiegel eines 'ernsthasten geistigen und kulturpolitischen WollenS. In der Diärzsolge von „Westermanns MonnatS heften" (Verlag Georg Westermann, Braunschweig) gibt Oberstleutnant a. D. Dr. Wilhelm Solger Aus'chlue über die operative Bedeutung des deutschen Angriff» aus Perdun, der am 2l. Februar 1910, also vor 20 Jahren begann. Er berichtet über die wahre Wfichl General von FaltenhavnS, der den Angriff auf Berdun nicht als Hauptinhalt feiner Pläne betrachtete, sonder» nur als ersten Schritt, der al» Mittel dienen sollte, um die Entscheidung an anderer Stelle herbeimsiihren. „Da» Auto von morgen" betiteln die Ingenieure B. u. H. von Römer ihre Abhandlung über neue Bauformen und neue Treibmittel in der Autoindustrie. Elf farbige Wiedergaben nach Aauarellen von Leo Nyssen schmücken den Aussav „lassen" von Karl Labet, in den, die Industrie-stadt auf ihre landschaftliche Schönheit untersucht wird. Ans die vielen, meist mehrfarbigen Kunstblätter und (Änschaltbilder sei besonders hingeiviefen. In ihrer März-Nummer bringt „Die Tat" (Eugen Diederich» Verlag in Jena) unter anderem Aufsähe von Karl Hein, Bremer „Der Machtkampf in Frankreich" und H. ®. BSllina „Probleme der Bürokratie", Glossen undNo-tizen über „Das is. Jahrhundert auf der Bühne der Ge-genwart" sowie „Pater Schmidt — und die österreichischen Geburtenziffern", Bücherschau und vieles andere. —tz. Reise und Verkehr Kreuzfahrten mit dem schwimmenden Hotel „Kraljica Marija" Die erste Kreuzfahrt findet heuer in der Zeit vom 28. April bis 17. Mai statt und berührt fol-gende Städte: Corfu, Athen, Konstantinopel. San-lorin, Beyrouth (Baalbtk, Damaskus). Dubrovnik, Budva, Split und Trieft. Die Preise sind äutzerft niedrig und betragen samt Fahrt, international «n-erkannt guter Küche usw. nur ab Din 5000.—, je nach Lage der Kabine. Nur eine Passagierklasse! Anmeldungen, Kablnenreservierungen, Beschaffung von Visas und fremder Valuten kulantesten» bei „Putnik" Maribor und Celje. Gesucht Sppzerei-Platzagente für alle Städte zum Alleinverkauf vou Tagesbedarfartikeln. Notwendige Garantie Din 8000.— oder andere Garantie für Sicherstellung des Kommissionalagers. — Fabrik, Beograd, Liainskoga 6. Wirtschaft u.Berkehr Clearing ■ Einvernehmen mit Deutschland Die gemischte deutsch-jugoslawische Kommission, die in Zagreb zwei Wochen lang tagte und üb« die Fragen des Clearingverkehrs zwischen Juoosla-wien und Deutschland verhandelte, hat am 1. April ihre Arbetten beendet. Das Protokoll über das Ein» vernehmen ist unterzeichnet. Die deutsch« Regierung;-abordnung ist nach Berlin abgereist. Saazer Hopfenbericht. Bei anhaltender Nachfrage belief sich der dieswöchige Gesamtumsatz am Platze und Lande auf rund 600 Zentner. — Während für Auslandszwecke Bestvorhandene be-vorzugt wurden, beschränkten sich die Käufe für in-ländische Rechnung meist auf Mittelware. Die Preise sind stabilisiert und bewegen sich bei unveränderter Stimmung von K! 1050 bis Ki 1275 je Zentner *u 50 kg. In der Oesfentlichen Hopfenfignterhalle in Saaz wurden heute insgesamt 90.644 Zentner zu 50 kg (brutto) 1935er Saazer Hopsen beglaubigt. Deutschlands Handel mit den Donau-ländern. Nach deutscher Statistik betrug 1929 die gesamte deutsche Einfuhr 13 447 Millionen Mark. Davon entfielen auf Oesterreich 201.7, auf Ungarn 89.3, auf die CSR 480.3, auf Rumänien 211, auf Jugoslawien 61, auf Bulgarien 51.2 Mill. RM. Im Jahre 1934 sind die einschlägigen Ziffern fol-gende: 4451 Mill. RM. 66.3, 63.9, 1623, 59, 36.3, 33.7. — Im Jahre 1935: 4181.7 Mill., 71.1, 77.9, 121.4, 79.9, 61.4, 41.4. — Die Ausfuhr Deutschlands beträgt analog: 1929: 13.482.7, 441.2. 146.8, 657.6. 164.1, 152 6, 44.7. — 1934 : 4166, 106.7, 39.6, 148.4, 50.9, 31.5, 19.3. — 1935: 4279.7, 107 9, 62.9, 130.0, 63.8, 36.9, 39.9 Mill. RM. Rumänische Konkurrenzmahnahmen gegen jugoslawische Häfen. Vor einigen Ta-gen wurde für Reisende aus Nord» und Mittel-europa nach dem Orient bei Benützung der Schiffe des Serviciul Maritim Roman ein kombinierter Tarif eingeführt. Der Vortell dieses Tarifes ist. daß an der Ausgangsstation Karten für den ganzen Durchlauf gekauft werden können. Die Karten bestehen aus verschiedenen Abschnitten, die für die einzelnen Teile der Strecke Gültigkeit haben, so daß alle De-visenschwierigkeiten aus dem Weg geräumt sind. Mtt diesem neuen Tarif soll der Verkehr vorwiegend über rumänische Hafen gelenkt werden. Leset und verbreitet die „Deutsche Zeitung" Radioapparate gebrauchte, hat billigst abzugeben. In*. 0. Sekaidlnrer, Celje. Kralja Petra eeeta Nr, 10. 85 Lederhosen, Gummistrümpfe, Leibbinden von Din 90«— aufwärts bei Fric Ivan Wwe., Celje Glavni trg 16 86 Junger Handelsangestellter ehrlich and fleißig, bittet um paaaemle Stelle. Gefl. Antrüge an die Verw. des Blatte« unter „Kaufmann" 90 Offoriero Busch-, Hochstammrosen und Dahlien in neuesten Sorten, sowie Mahonien, Stiefmütterchen u. dgl. zu billigsten Preisen. GSrtnerei ZELENKO Celje. 72 Seinem Wunsche folgend, haben wir Donnerstag, den 2. April 1936, in aller Stille unseren guten Gatten, Vater. Schwiegervater und Großvater, Herrn Regierungsrat lug. Dr.!«. c. Otmar Reiser am Friedhofe in Studenci bei Maribor der Erde übergeben. Pekre—LimbuS bei Maribor, Bruila (Rumänien), am 4. April 1936. Therese Reiser Idii Barharino geb. Reiser, vkvrnt Rudolf Barbarin« Helene Kordik geb. Reiser, Karl Kordik Doris und Liselotte Bnrbarino Harald und Wernej Kordik Hallo I Hallo I Vom 3. April an jeden Freitag gebackene Adria-Seefische Scampi, Branzlni, Sardellen usw. bei der „Skalna klet" 9« « Fahrräder von Din 900*-aufwärts Besichtigt reichhaltige Lager wrsrtiedeiier Markn bei Avrot BBEJIUC, CELJE, Miklosiöeva ulica No. 2 Jeden Donnerstag abends und Freitag den ganzen Tag frische und gehratene Seefische Sfiwwwaüer-ForeHen Prima Dalmatiner Weiss- und Rotweine zu haben bei ROK MESTROV, Celje, Za Kresijo 6 — 8 Spczcrclwarenhaiidlung tiifd Wclmchnak_91 Suche ein leere» gassenseitige» Zimmer »2 mit Küche oder ein ßparherdximmer. Adresse J in j der Verwaltung dei Blatten. 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