Schritts,ituug: vtathhausgasseNr.,^ <£a»n»tr'Sas Abgeordnetenhaus hat Mittwoch das Börsensteuergefetz in dritter Lesung angenommen und damit ein neues „Gesetz auk Lager" geschaffen. Die Hauptberathung des Staatshaushaltes bietet wenig Anziehende» und Reue«, da unsere Reichsboten gleichgiltiger denn je sind, wie ein Diener, der feine Kündigung in der Tasche hat. Die böhmische Frage und der Ausgleich mit Ungarn bieten noch lebhaftere Töne. Auch der Finanz-minister vermochte in einer „großen" beglück-wünschten Rede nichts Unbekanntes zu erzählen — aber man konnte sehen, dass die Regierung guten Muthcä ist und das wirkt doch etwa« beklemmend. Schneider wetterte wieder einmal in seiner sinnlosen Art gegen die Juden, deren Bekämpfung für diesen Mann doch ein Räihsel ist. E« wurde das Eingehen in die Einzelnberaihung beschlossen, dagegen stimmten die Deutschnationalen, die Teutschböhmen, die Christlichsocialen und die Jungischechen. Aanstavismus in schwarzgetvem Gewände. Die „Ostdeutsche Rundschau" enthält einen be. merkenSwerthen Aufsatz über slooenische Verhallnisse, dem wir folgendes entnehmen: Vor einigen Wo hen entstand in Laib ach ein neues slooeniiches Wochen-blau „SlovenSki List-, welches Blatt merk-würdigerweise in Triest gedruckt wird. — Diese Zeitschrift steht unter christlichsocialer Flagge und versolgt den Zweck, unter dem Deckmantel social-nationaler Reform dem in krain schon stark gesunkenen Einflüsse der Clericalen wieder aufzuhelfen. In seiner dritten Sonnabendnummer bringt „SlovenSki List" einen Leitaufsatz, welcher geeignet erscheint, die Aufmerksamkeit weiterer Kreise aus sich zu lenken, und dieS umsomehr, wenn die gleich-zeitig am letzten Sonnabend gehaltene Rede de« slovenischen Abgeordneten Gregorec damit verglichen wird. Dieses Blatt fordert nämlich auf, die bereits in letzterer Zeit etwas in Vergessenheit gerathenen Hauptpunkte deS ursprünglichen slovenischen Programmes, welches am Tabor zu St. Veit nächst Laibach, am 17. Mai 1869 (also bald nach Er-stehung des Begriffes „slovenisch") sestgesetzt wurde, d. i. „die Vereinigung sämmtlicher von Slovenen bewohnten Gebiete in eine ein« heilliche Provinz" und „die Errichtung einer slovenischen Universität in Laibach", nun entschiedenst zur Verwirklichung zu bringen. DaS verkappte Jesuitenorgan versteht eS prächtig, seine panslavistische.» Wünsche in schwarzgelben Loyali-tätSfarben aufzutragen. Schon mit Rücksicht auf fähigen Mädchen selbst schuld. So wurde vor einiger Zeit von zarter Damenhand den, „Wiener Fremdenblatte" folgender Stoßseufzer zugeschrieben: Ach daS edle Weib von heute. DaS bekanntlich Rosen flicht. Spricht vom Zweirad und vom Dreirad Doch vom Spinnrad spricht eS nicht. Und der Junggksell von heute, Folgt erröthend ihrer Spur, Spricht vom Zweirad und vom Dreirad, Doch von Heirat — schweigt er nur. Dass da» Weib dem Manne Unterthan sei, daran erinnert uns u. a. folgendes: In Rußland herrscht bei der VerlobungSseier auf dem Lande folgender seltsame Brauch: Der Vater der Braut, oder derjenige, der dessen Stelle versieht, nimmt eine kleine neue Peitsche, schlägt damit der Braut leicht einnial oder zweimal über den Rücken und spricht: „Sa da. liebe Tochter, seither bist Du unter meiner Zucht gewesen; die« ist der letzte Schlag, den ich Dir gebe. Wenn du diesem deinem zu-künftigen Manne nicht gehorsam sein wirst, soll er dich gleichermaßen al« dein Vater damit züchtigen." — Daraus übergibt der Vater dem Bräutigam d,e Peitsche und Letzterer spricht: „Ich bitte höflichst um Entschuldigung, denn ich hoffe nicht, das» »ch eine solche Execution bei meiner Liebsten nöthig habe. Dieweil die Peitsche ein Geschenk ist, will ich sie aber behalten und einstecken.« Darauf gibt die immer inehr im Küstenlande sich breitmachende irred?ntistische Bewegung — meint das brave Blatt — müßte unserem Reiche ein Schutz geboten werden — dieser Schutz wäre das geeinte „Slo-venien". Das slooenische Volk wird dann aufge-fordert, wieder einig zu fein, wie zur Zeit deS TaborS im Jahre 1839 „und sich nicht zu be-kriegen, denn sonst hat nur der Deutsche den Vor« theil davon." . . . „Und wie viel Geld hat dieser brudermörderische Kampf verschlungen" — heißt e« dann weiter — „würde dieses Geld, welches in-folge unserer Gegnerschaft bei Gemeinde-, Lan?» tags- und ReichSrathswahlen aufgewendet wurde, dem Cqnll- und Meihudvereine zugeführt worden fein, hätte dieser Verein bereits eine slooenische Schule in Goufchee, in der Umgebung Cillis und in der Umgebung VillachS, sowie in Triest er-richten können." — Soweit dieses Blatt. — Nun hat ReichSrachsabgeordneter Gregorec in seiner Sonnabendrede sich leidenschaftlich um die Slooenen Sleiermarks und Kärntens angenommen. Wa« dieser Abgeordnete für sein Volk verlangt, streift schon stark an nationalen Größenwahn, abgesehen von seinen vielfach verdrehten und unrichtigen Ve-Häuptlingen. Stkiermark unv Kärnten besitzen für die dortigen Verhältnisse nachgeiade zu viel slo-venischeS Beamienmateriale, ebenso slooenische Notare und Aovokaien Kleine deutsche Orte — sowie Cilli — haben gerade infolge fortgesetzter Er-nennungen von Slovenen im Beamlenlhume ein Heer von slovenischen Agitatoren in für das Deutsch-thum gefährlichster Art. — Und wenn sich einmal der Unmuth der doch so friedliebenden Deutschen — durch fortwährende Verhetzungen angefacht — gründlich Lufl n>acht — klagt Herr Gregorec über Vergewaltigung. WaS sich aber die Teutschen Krains bieten lassen müssen — von einem winzigen, kulturell weit zurückgebliebenen Völkchen — hievon wird natürlich keine Erwähnung gethan. — Gesetzt den Fall, es würden — wie Gregorec behauptet — von d-n Gerichten KärrnenS wirklich die meisten Parteien deutsch verhört, geschieht die» gewiss nur aus dem Grunde, weil der windische Bauer die neuconstruirte slooenische Schriftsprache gar nicht versteht, demzufolge er da» ihm ganz gut geläufige Deutsch vorzieht. — Klagte ja unlängst erst da« slooenische Hauptorgan „SlovenSki Narod"j: Jeder Professor lehre ein andere« Slovenisch. jede« slo-venische Blatt habe eine andere Sprache. — Auf die Denunciation d.S Herrn Gregorec hin. welcher von einer irrsäsuta italiana und irredenta teutonica in einem Athem spricht, wollen wir nur bemerken, dass da» erträumte Groß-Slovenien ganz und gar von dem Geiste der russischen Irredenta erfüllt ist. — UebngenS. wenn wir Deutsche in der Ostmark selbst von einem Völkchen, welche» seine Scheinexistenz einzig nur dem aus dem Deutschen entlehnten Bildungsschatze verdankt, mit Zustimmung der Regierung nur zu oft zurückgedrängt werden, kann die« doch nicht dazu beitragen, unsere Zu« friedenheit und unser Vertrauen zu heben. Die deutschen Abgeordneten mögen aber nun sehr auf der Hui sein und rechtzeitig energische Vorkehrungen er der Braut einen Kuss. die Verlobten reichen sich die Hände, und die Glückwünsche der Gäste be-schließen die Feier, an welche sich selbstverständlich eine fröhliche Mahlzeit anschließt. Derselbe Sinn lieg» auch in der seltsamen HochzeitSsitte. di« in der Bretagne herrscht. Dort will eS der Brauch, das«, wenn ein Brautpaar den priesterlichen Segen empfangen hat, der Bräutigam der neuen Ehewirthin erst eine Maulschelle mit den Worten: „So schmeckt eS, wenn du mich böse machst, unv dann einen KusS mit dem Zusätze: „Und so, wenn Du mich gut erhältst" verabreicht. Am wenigsten wohlklingend betreffs deS EhelebenS dürfte wohl folgendes Sprichwort fein: Sollten die Ehebrecher graue Röcke tragen, so würde da« Tuch ih«uer. . ^ Dies scheinen tue Japaner gar wohl zu wissen, da sie die Verheirateten kennzeichnen, um so ' die Möglichkeit eines Ehebruches wenigsten« zu ver-ringern. Wenn nämlich ein japaneusches Mädchen heiraten soll, so werden ihre Zähne mit einer ätz n-den Substanz vorher schwarz gefärbt. Die dunkle Farbe bleibt während der ganzn, Lebenszeit an den Zähnen, so dass, wenn die Frau lächelt, ein Jeder weiss, das» sie verheiratet oder zum mindesten Witwe ist. Aus dieselbe Ursache mag auch die wunderliche Verlobungsceremonie, die aus der zu den neuen Hebriden gehörigen Insel Mallicollo stattfindet, zurückzuführen sein. Haben die Herzen sich gesunden und erklärt sich eine Jungfrau bereu, die Gattin des jungen Wilden zu werden, so stößt man ihr die beiden Vorderzähne der oberen Zahn- reihe auS. indem ein Stock gegen dieselbe gehalten wird, dem der Verlobte einen kräftigen Schlag mit einem Stein versetzt. ^ ... „ Eine diesbezüglich höchst eigenthümliche Sitte besteht auch unter den Eingedorenrn in Australien: dort ist nämlich die Ausnahme der Mädchen nach ihrer Verheiratung unter die Frauen mit einem feierlichen Akt verbunden, der freilich durchaus nicht» angenehme» hat. Die Ceremonie, welche dabei stattfindet, beschränkt sich darauf, dass der be-treffenden jungen Frau von einem älteren Weib« ein Stück des kleinen Fingers an der linken Hand abgebiffe» wird. Gewis« ein bessere« Merkmal al« unsere abziehbaren Eheringe. Vom Ehebruch sei hier erwähnt, das« dort, wo Vielweiberri erlaubt ist, nur der Mann ei» Recht auf die Treue der Frau hat; aber auch im alten Rom war nur der Umgang der verheirateten Frau mit einem Anderen Ehebruch. Von der Be-strafung in früheren Zeiten ist nicht« Bestimmte« bekannt; der Mann aber, welcher seine Frau, und der Vater, welcher seine Tochter im Ehebruche traf, konnte sie mit ihrem Mitschuldigen ungestraft lödtea. Ein Gesetz de« Kaiser« Augustu« strafte beide Ver-brecher mit Verbannung und Verlust eines Theile« ihre« Vermögens. Konstantin verschärfte die« dahin, dass der Ehebruch mit dem Schwerte z» bestrafen sei. UeberauS strenge bestraften diese« Verbrechen unsere Vorfahren. Beide Schuldige kamen, — so ist au« einem alten sächsischen Weich« bildrechte zu entnehmen — (natürlich im lebenden Zustande) in ein sieben Schuh lange« und ebenso 1896 treffen, damit nicht einst plötzlich die slooenische Frage mit nicht mehr zu bewältigender Macht sie überrasche. — Die bevorstehende Bildung deS südslavischen Klubs im Abge-orduetenhaufe allein schon macht doppelte Vorsicht uothwendig. Wuhland. Zu der aus Petersburg kommenden Mittheilung, Rußland habe von Menelik einen Hasen, sowie einen Landstrich erworben, schreibt die .Kölnische Zeituug". es seien nun dadurch die stetig fortschreitenden Bestrebungen der russischen Politik erwiesen, im Orient die Vorherrschaft in die Hand zu nehmen. Neben dem mit aller Kraft betriebenen Ausbau der sibirischen Bahn bedeute dieser Schritt den Beginn zur Beherrschung des SuezkanalS und die Sicherung des Seewege» nach Ostasien. Der Landerwerb biete da» Gegenstück zur englischen Herrschaft über Gibraltar. DaS Bezeichnendste dabei sei. dass Rußland auf diesem Seewege gerade jene» Gebiet ausgewählt habe, das unmittelbar an die französische Kolonie Obok an-stöfSt. Wenn die russische und die französische Kriegsflagge nebeneinander am Eingang des Rothen Meeres wehen, so dürste das zur genüge beweisen, dass beide Staaten sich in der Onentpolitik zu weitausholendem Vorgehen verständigt haben. Letzte Nachrichten. Kessttsprung. Am 9. d. M.. früh 4 Uhr. ist in der Papierfabrik der Firm- „Leykam-JosefSthal- in St. Stephan am Graikoin bei Gratwein im Kesselhaufe einer der dort aufgestellten neun Dampfkessel zersprungen. Hierbei wurde die Mauer durchgeschlagen und stürmte ein Teil der Mauer und der Dachstuhl ein. Die übrigen acht jkeffel blieben intakt. Vom Arbeitspersonale wurden drei Personen tödtlich und fünf mehr oder minder schwer verletzt. Ein Teil der Verletzten wurde nach Graz in daS Allgemeine Krankenhaus Zerbracht, die anderen ver-bleiben im Fabriksspital in Gratwein oder in Privat-pflege. — Sämtliche drei schwerverletzten Arbeiter sind ihren Verletzungen erlegen. Der zersprungene Kessel stand feit dem Jahre 1889 in Verwendung, wurde am 19. Juli d. I. zum letztenmal gereinigt und soll am 5. d. M. zu schweißen begonnen haben. Der Schaden, den die Fabrik durch diesen Unfall erleidet, wird auf 20.000 fl. geschätzt. z>tr Kvphus in H'ola. Aus Pola wird UN« vom 9. d. M. geschrieben: Die bösartig: Seuche wütet noch immer arg. ES sollen über 1000 Personen erkrankt sein und davon allein auf die Marine gegen 80«) ent-sallen. Die Spitäler sind so übersüllt, dass die Marine Schiffe in Anspruch nehmen muss. Außerdem werden die Kranken in das acht Kilometer weit entfernte Spital nach Dignano befördert. ES herrscht Mangel an Pflege-Personen. Die meisten Todesfälle kommen in den Marine» spitäler» vor. Auffallend ist die Hallung der Juden-presse, welche entweder ganz schweigt oder über den Umfang der Seuche nur dürftige schönfärberische Berichte tringt. Man vermutet, dass die Ursache der Krankheit in den schlechte» und verfälschten LebenSmitteln, welche jüdische Händler unserer Marine liefern, zu suchen sei. tiefes unter einem Galgen aufgeworfenes Grab unv zwar wurden sie dort zwischen Dornen eingebettet. Hernach wurde durch beide ein Psahl geschlagen »nd das Grab dann mit Erde gefüllt. Das eigentliche Glück in der Ehe besteht wohl im friedlichen Zusammenleben; dass aber dasselbe «ehr von Seite der weiblichen als von der mann-lichen Ehehälfte gestört wird, dafür spricht auch daS scharfe Unheil, das die ihrer Schönheit wegen berühmte Lady Montagnc über ihr eigene» Ge-schlecht gefällt hat. Sie sagte.- „Was mich darüber tröstet eine Frau zu sein, ist, das» ich wenigsten» niemals nöthig habe, eine solche zu heiraten." Langweite. Von L o k i. Wir gähnten. — Zuerst gähnte ich. dann gähnte tr, und dann sahen wir einander an. Mein Gesichts-lusdruck muß rein verzweifelt gewesen sein, denn k nahm mich ganz besorgt bei der Schulter, senkte seinen forschenden Blick in meine Augen, schüttelte «ber dann ratlos sein weiße» Haupt. Neuerding» trat eine längere Pause ein, die ich mit gedanken-losem Hinstarren auf den weißen Sandboden au»-Ute, während mein Schicksalsgenosse nach Plänen über unsere beiderseitige Rettung fahnden mochte. Plötzlich ris» e» ihn empor. Er packie mich auf höchst unzarte Weise am Genick, so das» ich Angst tekam, er könnte mich in einem Anfall von Raserei i» erwürgen gedenken, gab mir eine Achtelwendung Bub sprach, indem er mit der ausgestreckten Linken De«tfche Wacht" Hinstellen der ^tockcuslgnate auf den Nahn-Höfen. Wie schon in Kürze gemeldet wurde, wird durch einen vom 2i>. November datierten Er lass des Eisen-bahnministeiiumS, der an die StaatSbahndirektorcn und an sämtliche österreichischen und gerne nsamen Eisenbahn-Verwaltungen gerichtet ist. angeordnet, dass vom I. Jänner 1897 an die in der Signalordnung angeführten Sig-nale mit der StationSglocke zu entfallen haben. Die Aufforderung an die Reisenden zum Einsteigen in die Wagen hat oon diesem Termine an nur durch Abrufen, event. Abläuten in den Wärteräumen zu erfolgen. Die einschlägigen Bestimmungen der Vorschriften für den Verkehrsdienst werden vom I. Jänner 1697 an durch folgende Bestimmungen ersetzt: Der ZugSexvedicnt gibt dem Zugführer in unzweideutiger Weise len Auftrag zur Abfahrt, worauf Letzterer an den ersten hinter ihm postirten Zugsbegleiler durch den Zuruf .Abfahrt" die Anfrage richtet, ob die Zugsbegleiter zur Abfahrt berei-seien, und dieser Zuruf ist von den Zugsbegleitern der Reihe nach bis zum Signalmanne fortzupflanzen. So-bald der Zugführer den beim Signalmanne beginnenden und hierauf der Reihenfolge nach von sämmtlichen Zugsbegleitern wiederholten Ruf „Fertig" vernommen hat, gibt er das Abfahrtssignal und sodann der Lokomotiv-führer mit der Damrfpfeife daS Zeichen, daß er die Lokomotive in Gang setze. Aus Stadt nnd ^and. Erledigte Lehrstellen. An der Knabenbürger-schule in Marburg ist die Stelle eines Lehrer» für die naturwissenschaftlichen Fächer der zweiten Gruppe definitiv zu besetzen. Mit dieser Stelle sind die Be-züge der ersten Gehaltsklasse, ferner eine Lokalzulage jährlicher 69 fl. und für befähigte Bewerber die Anwartschaft auf Nebenverwendung an der gewerb-lichen Fortbildungsschule verbunden. Gesuche, welchen auch das Reifezeugnis, sowie der Nachweis der öfter-reichischen Staatsbürgerschaft beizulegen sind, sind bi» längstens 19. Jänner 1697 beim Stavtfchulrate Marburg einzureichen. — Desgleichen komm» an der zweiten Parallelklasse der füniklafugen Mädchen-volksschule 11 in Marburg bi» Ostern 1897 die Stelle einer provisorischen Unterlehrerin mit dem Jahresgehalte von 420 fl. und 6V fl. Lokalzulage zur Besetzung. Gesuche sind binnen vier Wochen an den Stadtschulrat Marburg zu leiten. Koncert. Für das am 20. December im Cillier Stadttheaier stattfindende Concert r><» be-währten Opernbaritonisten Baptist Hoff mann gibt sich bereit» allseitiges Interesse kund. Der Künstler bringt folgendes zur Aufführung: Nr. 1 a) Taubenpost, b) Ungeduld, c) Frühlingsglaube von Franz Schubert; Nr. 2 Archibald Douglas, Ballade von Löwe unv Nr. 3 Anrede des Hans Sachs an die Meister (Meistersinger 3. Akt). Der Männergesang-verein und der Musikoerein von Cilli betheiligen sich mit je zwei Nummern und es erscheint demnach die Vortragsordnung höchst anziehend. Da die Nachfrage nach Plätzen bereits sehr lebhaft ist. so werden die Abonnenien von Logen unv Sperrsitzen ersucht, bi» Dienstag, den 15. December mittags, in der Buchhandlung des Herrn Fritz Rasch. nach vorwärts deutete, die geflügelten Worte: „Tu mußt mit den Weibern anfangen!" Was die Oertlichkeit dieser kurzen Vorgänge betrifft, so saßen wir, ich und mein Busenfreund, an einem sonnigen Sonntagsnachmittage des Hoch-sommers im schattigen Marktparke. Zu unseren Häuptern lispelte das Laub der Bäume, einige Schritte vor u»S rauschte der Marktbach mitten durch den Park, dem Bach« entlang aber knieten vereinzelt weibliche Gestalten, die an verschiedenen Gegen-ständen die obligate SamsiagSreinigung vornahmen. BachabwärtS faßen an einem Tische mehrere weib-liche Sommergäste, lautlos mit irgend einer Hand-arbeit beschäftigt. Ganz oben jedoch knieie am Bache ein junges Mädchen, halb ländlich, halb städtisch gekleidet, einen Stos» schneeweißer Wäsche neben sich, von der es ein Stück nach dem andern im klaren Wasser schwemmte. Als mein Freund solchermaßen seiner Meinung Ausdruck gegeben und mich dabei mit nicht miß-zuverstehender Handbewegung aus die weibliche Bach-zierd« aufmerksam gemacht hatte, mußte ich trotz der bedenklichen Lage, in welche mich die fürchter-liche Langweile verfetzt hatte, auflachen. Ich soll mit den Weibern anfangen! Als ob ich dies nicht schon einigemale mit entschiedenem Mißgeschicke ver-sucht hätte! Wa» tonnte ich dafür, das» ich allen, an die ich geraten war, nicht der rechte Mann ge-wesen? Ich wollte also die Zahl meiner Nieder-lagen nicht mehr erhöhen und eröffnete diesen Ent« schluß durch ein bewährtes Kopfschütteln meinem ratbereiten.Freunde. Auf dies hin wären wir wahr- 5 welcher au» Gefälligkeit den Vorverkauf besorgt, anzugeben, ob sie dieselben auch für da» Concert behalten wollen, widrige,is darüber anderweitig verfügt werden würde. ES bleibt bei den Operetten-preisen und es ist daher Gelegenheit geboten, sich leicht einen hohen KunstgenusS zu verschaffen, zu-gleich aber auch zu einem edlen Zwecke beizutragen. Kriest. (Südmark). Sonntag. 13. Dezember d. I . 8'/, Uhr Abends findet im Gasthofe »Europa" (Radfahnaal) die GründungS-Versammlung der Südmark-OrtSgrupp-' Triest mit folgender TageS-Ordnung statt: 1. Begrüßung seitens deS Einbe-ruferS. 2. Bericht des Schriftführers über die Thätigkeit deS vorbereitenden Ausschusses. 3. Wahlen. 4. Ansprache des gewählten Obmannes. 5. Festrede, gehalten vom Vertreter der VereinS-Hauptleitung. Graz, Hern, Dr. Hofmann v. Wellenhof. 6. Allfällige Ansprachen und Anträge. ßillier Zladfahrerverein. Mittwoch den 4. December hielt der Cillier Radfahrerverein im Saale des Hotels „Weißer Ochs" feine Jahresversammlung ab. Der Obmann des Bereines Friedrich Jakowitfch begrüßte die zahlreiche erschienenen Mitglieder, da-runter auch das neu eingetretene Mitglied Herrn Slama mit einem kräftigen „All Heil!" und er» stattete hierauf den Jahresbericht. Demselben ent-nehmen wir die er'reuliche Thatsache, das« der Verein am Schluß« des Vereinsjahres 1890 45 ausübende (darunter 14 von AuSwärtS« und 7 unterstützende Mitglieder zählte. AuS der Thätigkeit des Vereines ist besonders hervorzuheben die Feier deS 10jährigen Wiegenfestes im Monate August, verbunden mit einem Wettfahrt», an dem sich zahlreiche Sport-genossen auch von auswärts beiheiligten, ferner daS Juxwettfahren nach Tüffer zu Sonnenwendzeit. Durch Abordnungen war der Verein vertreten bei der Gründungsfeier deS GaueS III. des B. D. Oe. und bei der Bannerweihe deS Laibacher Bicycle-Clubs. Aus dem vom Obmaiine zugleich erstat-teten Cassenberichte geht hervor, 'dass die Einnahmen 696 fl. 70 kr. und die Ausgaben 559 fl. 99 kr. betrugen. Vom Vorjahre ist noch ein Cassarest von 195 fl. 99 kr. vorhanden, dazu kommt noch ein Sparcassabüchel über 20 fl., so dass das Baar-vermögen 315 fl. 80 kr. beträgt. Ueber Antrag des Vereinsmitgliedes Herrn Dr. Oskar Orosel wurde dem abtretenden Ausschüsse und insbesondere dem Obmann, Herrn Friedrich Jakowitsch der Dank durch Erheben von den Sitzen votiert. Bei der dar-ausfolgende» Neuwahl wurden folgende Herren ge-wählt: Friedrich Jakowitfch, Obmann; Dr. Oscar Arosel, Obmannstellvertreter: Auscultant Franz Fried l. Schriftart; Kokowetz. Säckelwart ; Han» Rischner, erster Fahrwart; Wilhelm Higersperger zweiter Fahrwart und C. Arlt, Zeugwart. Ein Antrag, dem steirischen Gauverbande deizutreten, wurde mit freudiger Zustimmung ange-nommen. Weiter» wurde beschlossen am 21. Decem-ber eine interne Christbaumfeier und im Fasching ein Radfahrerkränzchen abzuhalten. Zur Veranftal-tung des letzteren wurde ein AusschusS gewählt, dem außer der Vereinsleitung noch folgende Herren angehören: Dr. Gustav Beck, Dr. Fritz Bra- scheinlich wieder in das frühere Stillschweigen ver-funken, wenn nicht die gütig« Hand irgend eines mitleidigen Gottes bestimmend in den Lauf unseres Sommerfrifchlerlebens eingegriffen hätte. Hiezu be-diente sich dieselbe eines unscheinbaren weißen Tuch« lein», welches der jugendlichen Wäscherin aus der Hand entwischte und mit dem Wasser bachabwärtS trieb. DaS widerspenstige Ding schien sich gegen jeden Versuch von Seiten der Besitzerin, eS wieder einzufangen, entschieden ablehnend zu verhalten, wa» zur Folge hatte, dass die tüchleinfifchende Maid un« immer näher kam. ES versteht sich von selbst, dass wir sobald uns di« Wichtigkeit eines that-kräftigen Eingreifen» zum Bewußtsein gekommen war. mit der Leidenschaft junger Liebhaber aus die Bühne oieferEreignisse, wollte sagen, an den lauthinrauschen-den Marktbach stürzten und un» mit Feuereifer dieser seltsamen Jagd Hingaben. Da ich fürchten mußte, in die Notwendigkeit versetzt zu werden, den Ruhm eine» allsallsigen Jagdglückes mit meinem Freunde, oder, was mir noch unerwünschter war, mit den anderen Wäscherinnen, die hilfsbereit unten am Bache Wache hielten, teilen zu müssen, so wagte ich einen kühnen Sprung in daS .tosende Gewässer" und fischte mit glücklichem Griffe da» kleine Tuch heraus au» den Wogen. Alt ich es der rechtmäßigen Besitzerin zurückgab und alS Lohn ein unter ver« fchämtem Lächeln hingehauchtes „Danke" einerntete, da hätte ich gewünscht, es möchte ihre sämtliche Wäsche in höchsteigener Begleitung de» Wäschkorbes daher geschwommen kommen. Bei diesem Gemüt»-zustande begriff ich nicht, wie mein Freund wegen ventsche ZPacht " 1896 tschitsch, v. kriehuber, Dr. Priger, und Dr7 Duchatsch. Nach Schluss des ofsiziellen Theiles blieben die Sportgenossen noch lange in gemüthlicher Runde beisanimen. Aillier chemeinderath. Am Montag den 14. Dezember 189Ö um 5 Uhr nachmittags findet e.ne Lodcsfällc. Mittwoch ist der pensionirte Haupt, mann - Rechnungsführer Herr Hugo R o \\t n h e t m im 73. LebenS,ahre gestorben. Das ^tchenbeganknis fand Freitag nachmittag unter großer Betheiligung s,at,. - Donnerstag ist die Gemahlin de» pen-sionirten LinienschiffSlieut.nantS v. Henneberg. 7>rau Theresia v. Henneberg geb. ». Haupt nach kurzem Leiden im ö2 Lebens>ahr- vnfch.eden. Die Verstorbene war eine Schwagerin des Re,chs-knegsm.msters Edl. n. Krieghammer, welcher zum Leichenbegängnisse hier eingetroffen »st- T>e Leiche wurde Samstag vormittag »n die Familien-grütt nach GomilSko überführt. - Freitag um 7 Uhr ftrüt} ist Herr Anion R. v. Hauska, t u. k. Generalmajor v. R., Besitzer «»hlrer« hoher Orden und Auszeichnungen an WterS,chwach im 83. Lebensjahre gestorben, ^»e Beerdigung findet am 13. d. M. um 3 Uhr nachmittag vom Sterbe, hause Sanngasse Nr. 5. auS auf dem stadttfchen Friedhose stall. - Donnerstag Abend» ist d» Gattin des Herrn Schneidermeisters Supp einem schlag. „Narodni Dom" Skr m. mochte es zu glauben, dass deutsche Männer von Cilli in den «Narodni Dom* gehen solle". c>n den „Narodni Dom" — der zur Demüthigung und Verhöhnung der deutschen Burger GiUt» «• richtet worden ist. °lS ein dauerndes Denkmal ur slovenifche Anmaßung in deutscher Helmstad^. Diese Anmaßung muthel eS nun auch den Teui,chenz. einer Bezirksvertretungs-sitzung im )lovmlschen Hetzbaue beizuwohnen und sich dabe» vielleicht vo de» Herren des HaufeS rnalitiö» belächeln zu lassen. Wir glauben nicht, das» auch nur ein deutsche« Mitglied der Bezirksvertretung dieser „Einladung Folge leisten wird, welche die Thätigkeit der ge» nannten Körperschaften von e.nem neutralen Bode» in ein Hans verlegt, dessen Räume Herausforderung. -Beleidigung, nationalen FriedenSbruch und Hetze athmen. Mit einem solchen Benehmen wollen sich unsere Slovenen eine entgegenkommende Haltung des steirischen Landtage« verdienen! . Deutscher Sprachverein. Der Zweigverein Cilli de« „Allgemeinen Deutschen Sprachvereins' wurde am Donnerstag abend« im Gartensaale des Lotel« «Zum goldenen Löwen" gegründet. Die über-aus große Zahl der Erschienenen gab Zeugn,« von den, hohen Verständnisse, welche« den Sprachvere.nS- der Kleinigkeit eine« Rippenstöße«, den er bei dem Rettungswerke von mir. natürlich unabsichtlich. e,n. geheimst hatte, überhaupt nur eine Erwähnung thun konnte, und erging mich in warmen Ausdrucken der Dankbarkeit fitr den probaten Rat. de^en Dirk-samkei« ich bereit« zu fühlen begann. Das« «ch nun für nicht« mehr Aug und Ohr hatte, al» für die reizende Wäscherin, deren Gesichtchen alle meine Junggefellenpläne über den Haufen geworfen hatte, brauche ich wohl nicht noch eidlich zu bekräftigen. Als sie endlich leichtfüßig mit ihrer Wasche heim-wart« eilte und der Freund meine stürmischen fragen nach Stand. Namen und Wohnort der Hebe beant-wortete. war mein Entfchlus« gefaßt. Denn wa« ich erfahren hatte, hatte mich nahezu ,a Verzückung gesetzt. Eine Waise mit zwei schöngeistigen Tanten, einer tauben Großmutter und keinem Verehrer! Da« mußte ja einen wahren Roman geben, wenn ich aus dem Schauplatze der Geschichte auftreten würde. Und den gab e« auch. Ansang« em ehrfurchtsvolle» Grüßen von meiner und em schlich-terne« Danken von ihrer Seite, dann einige unauf-fällige Finsterpromenaden, belohnt durch ebenfoviele aufmunternde Zeichen hinter verschobenen Fenster-vorhängen, hierauf glückliches Wagnis des ersten Zusammentreffens in traulicher Dämmerstunde, und schließlich da» verstohlene Stelldichein in em« Park-laube — alle» die» entwickelte sich so regelrecht, wie e» in Romanen erzählt wird. Und was soll ich denn weiter erzähle» . Heute liegt auf meinem Tische ein Briefchen von ihrer Hand, daS neben anderem die gewichtigen Worte enthält: „Großmutter und Tanten wissen alles und wollen Dich sprechen. Komme bald. Deme Man«. Zum Gähnen habe ich jetzt, wie man sieht, keine Ursache mehr. Linz. Montag«post. bestrebungeil seilen« der deutschen Bevölkerung der Siadt Cilli und ihrer Umgebung entgegengebracht wird. Herr Professor Dr. Wert heim begrüßte mit freundlichen Worten die Erschienenen, darunter insbesondere den Obmann de« Gra,er ZweigvernneS Herrn Prsiessor Dr. K h u l l. der auch als Mit-olied und Vertreter deS GefammtvorltanveS der Per-sammlung beiwohnte, ferner den Abgesandten des Marburger ZweigvereinS Herrn Dr. Eduard Glant-f ch n ilg d. Herr Dr. Werlheim erörterte hierauf kurz die Ziele des „Allgemeinen Deutschen Ivrachver^neS" und erteilte Herrn Professor »hüll da« Wort. Dieser führte der Versammlung ein geichichtli^cs Bild der Deutschbewegung, wie sie au« dem Charakter der deutschen Volkes und aus seinen Schicksalen hervorquoll, vor Augen, ein Bild. daS von tief, geistigem Urteile durchdrungen, von.weitem gefch'cht-lichem Ausblicke beleuchtet, einen tiefen Eindruck auf die Versammlung machle. Der Vortragende wie« nach, wie da« deutsche Volk heute »och an jenem Wesen festhält, das einst der GeichichtSforscher TacituS zugleich bewundert und belächelt halte — bewundert die schönen Tugenden deS Teutschen, namentlich seine Treue, belächelt insbesondere die Schrankenlosigkeit und Formlosigkeit des Deutschen, die immerdar der Grundzng de» deutschen Freiheit»-sinnes gewesen sind. Au» diesem habe sich ein halt-uud ziellose» Streben in« Weite enlwickelt. Zudem sind wir im Lause der Jahrhunderte ein Kullur-voll geworden, welches di« Frische der ererbten An-schauungen verloren hat, so das» e» nichf leicht ist, das Undeutsche vom Deutschen zu unterscheiden. Dem gegenüber ist eS notwendig, die Pflege d.S nationalen Sinne» als Pflicht zu ersassen, sie mus« tu einer inneren Notwendigkeit werden, is« fehlt zwar hiezu unserem Volke die irische Leidenschaft, die Ueberlegung lähutt allzusehr die Thatkraft und doch wird das deutsche Volk seinen be,anderen VollkommenheitSbegrisf ohne lebenSwarmes via«» meSgefühl nicht erreichen können. Jeder gebildete Deutsche soll sich dessen sicher sein., da!» er von allen Fremden erst dann al« Persönlichkeit em-pfunden wird, wenn er sich als Deutscher gibt; er muss seine Nationalität vertreten, dazu zwingt ihn die Anschauung der anderen Völker. Kein Volk der Erde ist dem Deutschen gleich an «rast und Können uud wo im letzten Jahrhunderte elwaS Große« geschaffen worden ist mit dem Schwerte oder Geist«, da hat Germanenthum dazu de» »«tu geboten. Und dennoch fehlt un« der unbanvige tapfere Slolz. um die uu« gebührende Stellung unter den Völkern einzunehmen. Daher sind so viele Millionen deutsch« Volk«angehor>ge auf. gegangen in fremden Völkern. Wenn wir uns aber unserer Bedeutung entsinnen wollen, niuf» vor allem das fort, was nicht deutsch ist: fort mu unserer Fremdsucht! Der Deuische hat fremde Völker unter-warfen, um sich dann freiwillig in ihre Knechtschaft >u begeben, indem er seine eigene Sprache aufgab. Der Deutsche hat sich Knechtschaft vor Ludwig XIV. gebeugt und heute noch steht er in» Banne des Griechenlhums, denn unsere Jung« linae sollen griechisch empfinden und denken lernen. Heute noch gilt das alte Lied von der Sendung des deutschen Volkes, ein Sammeldecken zu fein für alles Schöne, wa» Völker vor uns und neben un» erworben haben. Und welch großer Reichlbum U.a. in unserem Volks.hume selbst. AU- Gl.eder des Volkes sollen volk»thüml,ch auSgebildel werden, sagt doch Hammerling mit Recht: »TaS beste Mittel deutsch zu bleiben ist: deuisch zu sein . Eines der wichtigsten Mittel der nationalen Er. ziehung besitzen wir in unserer Geschichte, du unS die großen Empfindungen unserer Denker, die Große unserer Kunst, d.e Herrlichkeit unserer Sprache zeigt. So stellt sich auch in die Reihe der Mitkämpfer um um die deutsche Gesinnung der Allgemeine deutsche Sprachverein. Die au, die Pflege und Reinheit unserer Sprache gerichteten Bestrebungen wollen und müssen vom volksthümllchen Stand, pmikie aus betrachtet werden. Die Gemeinsamkeit der Sprache bilde, den Kitt, welcher große Volks-Massen zusammenhält. Alle Völker ze.gen das «--streben, durch Gemeinsamkeit der Sprache sich zu großen SiaalSwesen zusammeuzukuten. Die well, umfassende Schwärmerei paßt nicht mehr ,ur unsere Verhältnisse und jeder, ber durch den Äebraach fremder Wörter uniere Sprache fchavlgt, hilft den Gegnern unseres Volke«. E« verräth wenig Ge-schmack und einen Mangel an Denkvermögen, wenn man nicht imstande ist. die Flulh des Fremden ab--»wehren. Wenn die Wertschätzung unserer Sprache allen Volksgenossen in« Herz gepflanzt sein w.rd, dann wird ein großer Theil der nationalen Kampfe dadurch beendet sein. Grimm hat schon im Jahre 1846 darauf hingewiesen, das« der Kamps gegen die Fremdwörter nicht blos Sache deS Geschmacke«, sondern der AuSdruck de« wiedererwachten National, gefühle» ist. Diesem ist auch die schnelle Au», breitung de» Sprachverein« zuzuschreiben. Die Deutschbewegung will den ethischen Werth des Volkswesen« heben und dasselbe in besseren Ein-klang mit dem allgemeine» VolkSurtheile bringen. Das ist auch der höchste Endzweck des Allgemeinen deutschen Sprachverein». Wir wollen keine ge-lehrten, wissenschaftliche Ziele verfolgen, fondern nur im Dienste de» vaterländischen, volksthüm-lichen Gedankens stehen. Wir bekämpfen auch nicht daS ganze Siebentel, w.'lch-S die Fremd-Wörter in unserer Sprache ausmachen, denn die unentbehrlichen Fremdwörter sind Markzeichen unserer Culturentwickluii!,. Es handelt sich auch um den Geist der deutschen Sprache und um die Rückkehr zum volksihümlichen Ausdruck. Die Förderung des Sprachvereiues ist eine Angelegen-heil, der sich jeder Deutsche hingeben sollte. Ganz ähnlich wie in der Sprache hat sich ja auch di« Wiederherstellung der deutschen Kunst vor acht Jahrzehnten vollzogen. Was der Einzelne nicht kann, wird daS planmäßige Wirken eine» großen Vereines bewirken. Der sprachliche Aufschwung, wie er in den Werken der Clafsiker uud Roman-titer liegt, bezeichnet den ersten Schritt zur Be-freiung unsere« Volke«, die sich zuerst im Schrift, thum und dann erst im staatlichem Leben eingestellt hat. Bei der Ausmerzung der Fremdwörter ver-sagt unsere Sprache nirgend«, bei ihrem unvergleich-lichem Reichthum? an Wurzeln, bei der großen Anschaulichkeit ihre» Ausdrucke» (z. B. Tellertuch für Serviette) und bei der manigfalligen Möglichkeit der Zusammensetzungen. (So hat unsere Sprache über 800 Wörter, die sich al» Zusammensetzungen mit dem Ausvrucke „Liebe" herausstellen.) 2.aS alle» will der Sprachverein im Volke zum Be. wuf»tsein bringen und von der Schule ist hiebei viel zu erwarten. Wir haben allzuviel stet» daran gedacht, wa» un» trennte, was un» zweite, wolle» wir nun auch an das denken, was uns eint und stark macht. Stürmischer Beifall lohnte den Redner. Hierauf wurde über Antrag des Herrn Rechts-anmalte« Dr. v. Jadornegg durch Zuru? du Herren Professor Fietz, Professor Dr. Schon, Professor Dr. Wert heim, Auscultant Adolf Matzl, Schriftleiter Ambrofchitfch und In-(lenitut Schneider in den Vorstand gewählt. Begrüßungsschreiben waren u. A. eingelangt von der Süomarkortsgruppe Marburg, von Herrn Professor Dr. Hofmann von Wellenhof und von Herrn Rechtsanwalt Dr. Kautschitsch. Herr Professor Dr. khull wünschte dem neuen Zweige namen« deS Gesammtvorstande« in Berlin Blühe» und Gedeihen und brachte ihm ein Heil! Herr RechtSanwalt Dr. Glantschnigg begrüßt namen* des Marburger Zweigvere ine« den neuen, 163. Zweig und gab dem Wunsche Ausdruck, das» zwischen den Nachbarzweigvereinen stets gegenseitige sreund-schastliche Gesinnung obwalten möge. Der Sieci-tator Friedrich Leyda von der Leyden brach« den Schlufsgesang der Sigfriedfage (Jordans Nwe-lunge) und einige Scenen au« „Macbeth' zu« Vortrage. Wir hatten Gelegenheit ein seltene« Gedächtnis zu bewundern, die Wirkung gieng aber in der Eigenartigkeit mundartlicher Anklänge viel-fach verloren. Cillier Hewerbebnnd. Wir machen die Herren Gewerbtreibenoen nochmals ouf die am Sonntag Nachmittag 2 Uhr im Hotel Strauß stattfindend« Versammlung de» Gewerbebundes aufmerksam. T« Tagesordnung enthält so wichüge Punkte, daß geradezu Ehrenpflicht jede» Gewerbetreibenden >«. hieb« zu erscheinen. Gewerbetreibende, welche nicht Mitglieder des Gewerbebundes sind, sind als ÄäSk herzlich willkommen. Liedertafel. Es wird nochmals daraus aus-merksam gemacht, dass die bereit« angekündizi-Liederiafel deS Cillier Männergefangoeremes imft» dingt diesen Mittwoch, den 16. December i» großen Kasinofaale stattfindet und der Begm genau auf 8 Uhr festgesetzt i't. .sie hotft interessante Vortragsordnung ist auS den Anschlag-zetteln zu ersehen. Amatenrphotographencluö. Für diesen gibt sich in Cilli und Umgebung lebhafter Antheil kam. Es haben sich bereits 10 Lichibildnereiliedh-der zum Beitritte gemeldet. Zum gefunden Bestände dei Clubs ist jedoch eine Mugliederzahl von uiindefte»! j 15 erforderlich Bemerkungen sind bei Herr» 1 Cafetier ArU anzumelden. Smbrometrische Aeobachtnnge» im November 18ÄK. Zahl der Tage mu Nied-rsch^ 12, darunter mit Schnee 2; Menge des Nieder- i 890 .?5»t5ck- W-chi- 5 Hagesneuigke^l. Äatiouale Zeitnngsschan. Da« in Villach (Kärmen) zweimal wöchentlich .rscheinende Deutsch-nationale Blatt „Kärntner Nachrichten' erscheint vom 1. Jänner an in vergrößerter Form und besserer Ausstattung wie bisher. Wir können un-smn Gesinnungsgenossen den Bezug dieser Zeitung aus daS Beste zu empfehlen. Schrecklich belohntes Mitleid Wie aus Koblenz berichtet wird, erbarmte sich ein 21 jähriger Mann eines auf der Straße liegenden Krüppel» und führte ihn feinem Haufe zu. Kaum dort angekommen, über-fiel der Krüppel feinen Wohlthäter und durchschnitt dielen» mit einem scharfen Messer die Pulsader, so dass der Tod sofort eintrat. Der Thäter wurde verhaftet. Kine Poppclhinrichtung. Samstag wurde in Tuzla in Bosnien eine doppelte Hinrichtung durch den Strang an der serbischen Bäuerin Stana Micic und an dem Türken Jussuf Karamujic vorzogen. Beide er-mordeten den Gatten der Bäuerin, zerstückelten den Leichnam und warfen die Stücke den Schweinen vor. Ihren bei der Mordthat anw senden Kindern drohte die Bäuerin mit de« Vater» Schicksal, wenn sie nicht zu weinen aufhören. Der Gendarmerie gelang eS, die beiden Thäter zu eruiren und daS Gericht fällte daS TodeSurthett, welchtS in allen Instanzen bestätigt wurde. Die Hinrichtung vollzog Scharfrichter Seyfried von Sarajewo zuerst an dem Türken, dann an der Bäuerin. ES war dies der erste Fall der Hinrichtung einer Frau in Bosnien. Z>er Appetit eines ?ttese». In der Lille in Frankreich ist ein Riefe angekommen, der 2 Meter 40 Cenümeter hoch ist. Constanlin. dieS ist der Name des Kolosses, ist ein gebürtiger Schweizer. Er ist erst 19 Jahre al» und 155 Kilo schwer. Seine Füße haben eine Länge von 42 Centimeter, seine Hönde von 36, während die Breite der Hand 16 Centimeter beträgt. Großartig ist der Appetit dieses Riesen. Er ißt sechs-mal im Tage und verzehrt täglich 12 bi» 15 Kilo-gramm Nahrung. Hine Vabenmntter. In einem Dorfe des oberen Gailthale» faßte eine 19jährige Bauerntochter den un-menschlichen Entschluß, ihr heimlich geborene« Kind in den brennenden Ofen zu werfen. Die bald darnach ahnungslos beim Ofeiifeucr Nachschau haltende Mutter der Gefallenen zog roll Entsetzen da» bereit« halbverkohlte Kind heraus. Die gerichtlichen Schritte zur gerechtesten Bestrafung wurden eingeleitet. Karl Morre. Der Zustand des erkrankten Dichter» und Abgeordnete» Morre hat fich dieser Tage bedenklich verschlimmert. Morre ist 65 Jahr alt, aber von einer derart kräftigen Sonftitution. daß er auch diesmal noch den Kampf mit dem tückischen Herzleiden hoffentlich siegreich bestehen wird. Die Anstrengungen und Aufregungen, welche die letzte Landtazswahl mit sich brachte, dürsten wohl zur Verschlimmerung de« Lei» den» des beliebten VolkSmanneS wesentlich beigetragen haben. Morre wollte sich ganz vom politischen Schau-platze zurückziehen, um nur den Musen zu leben. Erst al« in den Grazer Landgemeinden der durch die Ab-stimmung über Cilli al« „Verräther- an seinem Volke gebrandmarkte Kaltenegger al» Kandidat aufgestellt wurde, sah sich Morre verpflichtet, noch einmal die politische Arena zu betreten, um seine eigene Persönlichkeit gegen Kaltenegger in die Wagschale zu legen. Er fuhr von Ort zu Ort, überall durch die Macht seiner Beredsam-keit und schlagende Argumente kür die gute Sache wir-kend. Aber mächtiger als fein offene« Manneswort wirkte die heimlich wühlende Minirarbeit der Cleriealen, die in der Landbevölkerung den Glauben zu «wecken suchten, Morre sei ein grundsätzlicher Gegner de» Bauern-stände«. Sie führten Morre'« Stück „'« Nullerl- in« Treffen, in dem ein hartherziger Bauer vorkommt. Man wußte die Bauern gegen ihren aufrichtigen Freund und Berather derart aufzuhetzen, das» Morre von einer Rotte halbberaufchter Bauern in der Nähe von Graz mit Steinen empfangen wurde und nur durch schnelle Flucht in einen Wagen sich retten konnte. Das« Kalten-egger gegen Morre siegte, ist bekannt. Alle diese bitteren Erfahrungen und Aufregungen mögen wohl beigetragen haben, den Volk«mann auf'« Krankenlager zu werfen. Schöner Kerbst. In Kleinfchmalkalden besteht die Sitte, dass der Hirt, wenn er feine Herd« bis zum 19. November auf die Weide treiben kann, von der Gemeinde einen neuen Hut erhält. Durch die herrschen-den Witterung«verhältnisse und den meist sehr frühen Eintritt de« Winter« war der dortige Hirt jedoch ge-zwungen, mehrere Jahre auf da« Geschenk verzichten zu müssen. Die« Jahr war ihm nun da» Geschick günstig! Den mit Blumen und einem Kranz geschmückten Bullen führend, unternahm er am 11. v. M. einen Umzug durch da» Dorf, gefolgt von der ob dieser Abwechslung er-freuten Jugend. Von dem Hute, der nun dem neuen wird «eichen müssen, grüßte zum Abschied eine blühend« Rose! Hs ist nicht schwer Armeelieferant zu sein, wenn man die Lieferungen direkt fälscht. In Straßburg i. E. hatten die Inhaber einer Armeelieferantenfirma, die Jude» MoseS Frank, David Frank und Theodor Kaufmann, dem an das Proviantamt gelieferten Hafer, Abfallgerfle, Erbsen, Bohnen und allerlei Unrat beigemischt. Die Firma wurde angeklagt, und die Sttaskammer ver-urteilte nach dreitägiger Vei Handlung und Vernehmung von 73 Zeugen den Mole« Frank zu zwei Monaten, David Frank und Theodor Kaufmannn zu drei Mo-naten. Hin schreckliches Kamiliendrama hat sich in Steinamanger zugetragen. Der Husaren - Rittmeister Petak feuert« in feiner in der Kaserne liegend»» Woh-nung auf seine schöne junge Frau und den Husaren-Oberlieutenant Baron Korb Weidenheim Revolverschüss« ab und verwundete beide schwer. Ein anderer Husaren-lieutenant, der infolge de« LärinenS herbeigeeilt war, wurde durch Säbelhiebe verwundet. Der Rittmeister hat sich der Militärbehörde gestellt. ES wird erzählt, dass er durch anonyme Briefe auf den Lebenswandel seiner Frau aufmerksam gemacht worden sei. Neueren Nachrichten zufolge soll Rittmeister Petak stark dem Trunke ergeben gewesen sein und sich auch in großen finanziellen Nöten befunden haben. Skandale zwischen ihm und feiner Frau waren lange schon aus der Tage«-ordnung. H?om Juge ersasst. Abermals hat sich bei Graz durch da» Ueberschreiten deS offenen BahngeleifeS ein Unglücksfall ereignet. Bei der Bahnübenetzung nächst dem Südbahnhofe fuhr dieser Tage ein Kutscher mit einem zweispännigen Wagen bei offenem Schranken über da» Geleise und wurde von der herannahenden Ber-schiebmaschine erfasst und getödlet. Ein P*«d wurde zeemalmt, da» zweite blieb unverletzt. Ein politischer Prozess in Berlin. Montag wurde in der deutschen ReichKhauplstadt ein großer Prozes» zu Ende geführt, in dem vom Reichskanzler abwärts zahlreich« höh« Beamte al» Zeugen auftraten. Zwei unbedeutend« Revolverjournalisten, Leckert und Lützow, hatten anläßlich d«r Begegnung d?« deutschen und ruffifd.en Kaisers in BreSlau über die Trinksprüche der beiden Regenten Aufsehen erregende Notizen v:r« breitet, in welchen da» Mißverständnis, da« durch die ersten unrichtigen Meldungen über den Inhalt der Trink-spräche hervorgerufen worden war, auf englische Ein-flüsfe zurückgeführt wurde. Als Vermittler dieser Ein-flüsse war ein hochstehender Hosbeamter denunziert worden. Im Lause der Verhandlung ergab e» sich, dass der An-frisier und geistige Urheber aller jener Verleumdungen der Polizeikommisfär v. Tausche war. Dieser war seit Jahren Vertreter der politischen Polizei im Polizei-Präsidium nnd sutte allerlei Ränke zu spinnen, die nun endlich aufgedeckt wurden. Seine Haltung im Pro-zesse veranlaßte seine Verhasturg wegen Meineide». Di« angeklagten Journalisten wurden zu a^tzehnmonatlichen Gefängnisstrafen verurteilt. Los-Kalendarinm für 1897. Anf«r« L«f«r sind«« al» Btilagc in der heutigen Nummer daS von der Central-Depositercaffe und Wtchselstube de» Wiener Bankverein, Wien, 1., Herrengasfe 8, ausgegeben« Lo»-Kalendarium für 1897, welches in übersichtlichster und concisefter Weise alle wissenswerten Daten enthält, die für den Besitzer österreichischer und ungarischer Lose von Interesse sein könnten. Im Anschlusie an dasselbe findet sich der d«n Besitzern verloSbarer und Versicherung»-bedürftig«! Werthpapiere gewiß erwünschte Prämien-tarif für eine Versicherung von Losen nnd Wertpapieren gegen VerlosungSvrrlust für da» ganze Jahr >897, au» welchen auch der Coursverlust im Falle der Verlosung mit dem kleinsten Treffer, refpective Nominalwerthe er-sehen werden kann. Auch im ablaufenden Jahre bat sich die von der genannten Wechselstube eingeführte Festsetzung d»S Tarife» für den Zeitraum eines ganzen Jahre» alö wichtige Neuerung sehr bewährt. Die Be-sttzer verlosungSbedürftiger Werthpapiere haben von der-selben in umfassender Weife Gebrauch gemacht, weil ihnen durch die Versicherung für ein ganze» Jahr eine bedeutcrd« Ersparnis an Mühe, Zeit, Porto und Stempel ermöglicht würd«. Diejenigen unserer L«s«r, w«lch« die obgenannlen Beilagen nicht zugekommen sein sollten, wollen sich unter Berufung auf unser Blatt direet an die Wechselstube deS Wiener Bankverein oder eine der Filialen oder Zweiganstalten de» Wiener Bankverein wenden, welche die begehrte Zusendung gratis und franco besorgen werden. Wotkswirtschasttiches. 100 Aahre Hasindnstrie. «Sine kritisch« Skizze) DaS scheidende Jahrhundert wird in allen Zeiten mit Recht das Jahrhundert der Erfindungen ge» nannt werden. Als hervorragende dieser Erfindun-gen aus technischem Gebiete welche bei allen Cultur- Völkern die größte Verbreitung sanbcn, kommen in Betracht der Dampf und daS GaS. Während der Dampf lärmend sich die Welt eroberte, hat das GaS in diesem Jahrhundert ganz geräuschlos eine örtliche Verbreitung gefunden, welche der deS Dampfes ziemlich die Waage hält. Und wahrlich, der Fortschritt auf dem Ge-biete der Gasiechnik kann mit den Verbesserungen, die in der Verwendung des DampseS sich geltend machten, ruhig in die Schranken treten. Fast gleichzeitig traten der Dampf und das GaS l» den Dienst der Menschheit und eng ver-bunden waren auch die beiden gefeierten Erfinder, Watt und Mardoch. Dieselbe Fabrik — die Watt'sche — welcher di« ersten Dampfmaschinen für die englische Industrie entstammen, war auch daS erste größere Objekt, welches mit Steinkohlen ganz beleuchtet war. Von diesem Zeitpunkte an — 1798 — ist die Frage der Gasbeleuchtung als gelöst zu betrachten, wenn auch der Verbreitung derselben Hindernisse aller Art entgegentraten. Zu diesen zählte in erster Linie, der noch heute nicht vollkommen überwun-dene Köhlerglaube, das Kohlengas sei ein Explosiv» Stoff und hat sich au« jener Zeit eine Episode er-halten, die Erwähnung verdient. Der Schüler des Erfinders Mardoch, Ingenieur Clegg, intervenierte als Vertreter der Gas-Com-pagnie bei einer Commision. Diese hatte schwere Bedenken wegen des Behälters und erörterte die eminente Feuersgefahr und die unabsehbaren Fol-gen einer Explosion deS Behälters (damals fälschlich Gasometer genannt). Die Commissionsmitglieder waren durch die gegentheiligen Versicherungen Clegg'S, dass GaS allein nicht brenne, und erst, wenn in einem bestimmten Verhältnisse mit Lust gemischt, eine Explosion verursachen könne, nicht zu über-zeugen. Der Thatkräftige Clegg ergriff eine Picke, schlug in den Behälter ein Loch, und hielt zum namen-losen Entsetzen der scheu zurückweichenden Com-missionSmiiglieder ein Licht an dieses, so den GaS-ström entzündend. AIS statt der erwarteten Explosion nur eine mächtige, aber gleichmäßig brennende Flamme entstand, beruhigten sich die Gemüther und — dem einen Behälter folgten bald größere. Die Gasbeleuchtung griff dann in London rasch um sich und 1818 war schon der größte Theil der Stadt mit dieser Beleuchtung versehen. Während in England überhaupt die GaS-beleuchtung schon lange bestand und hervorragende GaStechniker fich schon mit der Frage beschäftigten, daS KohlengaS auch für industrielle Zwecke, zum Kochen und Heizen, zu verwerten, stellte man in Deutschland noch kleine Experimente an und Jahr-zehnte verstrichen bis die Gasiechnik sich auch hier einbürgerte. Nachdem Paris auch in den ersten zwanziger Jahren schon Gasbeleuchtung hatte, folgten: Han-nover 1826, Berlin 1828, Wien 184>», Leipzig und Köln 1841, Hamburg 1846, Prag 1847 u. f. w. Verhältnismäßig rasch folgte dann die Ein-führung deS GaseS in Mittel« und Kleinstädten. Die Erweiterung deS Eisenbahnnetzes und der „volkS-wirtschaftliche Ausschwung" in den Jahren 1860—73 brachte vielen dieser Städte daS GaS. Deutschland war zu jener Zeit schon viel weiter vorgeschritten alS Oesterreich und so wandle sich deutscher Unter-nehmungSgeist hieher und noch heute sind über • 40 österreichische Gasanstalten in Händen reichS-deutscher Unternehmungen (darunter Marburg, Lai« bach, Villach und Klagenfurt). Die eigentliche Gastechnik war gerade in der Zeit dieser Verbreitung — am Kontinente — in eine Periode deS Stillstandes getreten. Sie hatte einen gewissen Grad von Vollkommenheit erreicht, der für die damaligen Ansprüche genügte und fehlte zu weiterem Fortschritt» der Impuls. Der Mangel an anderen Beleuchtungsmitteln, die Konkurrenzlosigkeit, brachten eS mit sich, dass die Erträgnisse dieser Unternebmnngen häufig auch glänzende waren. Die Gesellschaften betrachteten die Gasanstalten als ihre dauernden fetten Pfründe», kamen der Bevölkerung nicht im Geringsten entgegen und begnügten sich mit jener Entwickelung ihrer Werke, welche die normale Bevölkerungszunahme der Städte mit sich brachte. Dass aber Stillstand Rückschritt ist, zeigte sich auch hier. ES kam daS elektrische Licht und damit die Konkurrenz. Geblendet von dem Glanz« der neuen Erscheinung und deren wenigen wirklichen Vorzügen, trat eine beispiellose Panik im Kreise der GaSinter« essenten «in. Die elektrische Bogenlampe und mehr noch die Edison'sche Glühlampe schienen berufen, daS GaS in kurzer Frist zu verdrängen. Die Tages- .Deutsch- Wacht' 1896 likteratur brachte begeisterte Schilderungen des neuen Lichte», die GaSindustrie sei ihrem sanften Ende nahe. Und in der That war daS elektrische Licht dem damaligen einfachen Gaslicht, d. h. dem offenen Schnittbrenner, ein gefährlicher Konkurrent. Der fast allgemeine ElektrizitätsenthusiaSmuS erfuhr zwar sehr bald Abkühlung als einige be-beutende Brände und zahlreiche Unglücksfälle be-wiesen, dass die Leitung elektrischen Strome« keineswegs gefahrlos sei, namentlich aber als jene »ech-nischen Verbesserungen ausblieben, welche vom Wirt-fchaftlichen Standpunkte erwartet wurden. Eine eminent wohlthätige Wirkung, »ach jeder Richtung, übte das Erscheinen deS elektrischen Lichtes auf die GaSindustrie und die GaStechnik aus. DaS neue Licht, als Konkurrent gefürchtet, war der Sporn. Jetzt war das GaS nicht mehr Alleinherrscher im Gebiete der Beleuchtung und — wenigstens am Kontinente, denn in England war die Technik nie recht zum Stillstände gekommen — jetzt gab es besorgt« Aktionäre, jetzt besann man sich, dass GaS einer weitauSgedehnten Verwendung außer dem Rahmen der Beleuchtung sähig sei und von da an datiert der neuerliche Aufschwung, die Epoche des Fortschrittes der GaStechnik. ES wurden die verschiedenen Apparate zum Kochen, Heizen und zu den mannigfachen Zwecken der Industrie wesentlich verbessert, so recht eigent-lich erst brauchbar gemacht und — sie fanden beim Publikum Eingang und Verbreitung. Diese Ver-breitung zu beschleunigen, den bedrohten Absatz in dieser Weise zu erhalten oder zu ergänzen, gingen einsichtsvolle Verwaltungen auch mit praktischen Maßnahmen vor. Es wurde zunächst in vielen Städten Frank-reich«, Deutschland« und allen voran in England den Konsumenten jene« Entgegenkommen gezeigt, dessen er bedarf und welches er in fönst jedem In-dustriezweig findet. Vor allem ging man daran, den GaSzweig für Zwecke de« Kochen«, Heizens, Baden« ic., kurz für alle Verwendungen, außer der Beleuchtung, fo-weit zu reduzieren, das« sich kein seste« Brennmaterial in der Verwendung billiger stellte. Man lieferte dann auch dem Konsumenten jede gewünschte Ein-richtung zu den Selbstkosten oder aus Wunsch gegen eine sehr mäßige Verzinsung der Selbstkosten und namentlich dieser letztere Modus förderte sehr den Konsum. Jeder Konsument, der sich auf seine Kosten in einem gemieteten Lokal« Gasleitungen herstellen läßt, läuft Gefahr, bei einem Wechsel diese« Lokales, sein Geld zum großen Teil« zu verlieren, nicht so die Gasanstalt, für welche die Installation den Wert behält, da der einmal gewonnene Konsum meist er-halten bleibt, da doch meist der neue Mieter die vorgefundene Einrichtung benutzt. Weiter« kam man auch dem Bedürfnis nach motorischer Kraft mit der Preisstellung entgegen, dass in zahlreichen Fällen der Betrieb mit GaS motoren al« der rationellste erschein». Gaswerke, welche lange Jahre von Empirikern, besseren GaSschlossern, au« Rücksicht einer geringeren Regie, geleitet wurden, wurden wieder tüchtigen Fach. Männern in die Hand gegeben und die Folgen all dieser Maßnahmen zeigt«» sich bald in dem gesteigerten Konsum. ,. Die meisten dieser Anstalten blühen seit dieser Zeit — trotz der Elektrizität und gerade in Städten, die auch da« Licht der Reichen kultivieren — recht auf und ist in diesen Stävten sowohl Konsument wie Produzent zufrieden; die GaSindustrie hat ihre Ausgabe erst dort und nur dort ganz erfüllt. Wieder war es England, welche» in diesem AuffrischungsprocesS die erste Rolle übernahm; vor allem London. In England sind heut« stlbst ganz klein« Städt« mit Ga« versorgt. Orte mit nur 1000 Einwohnern haben schon ihre Gascenirale. Die Gasversorgung ist in Englaud gewissermaßen aufs Land gegangen. Aber auch die Benützung bestehender Anstalten ist eine sehr ausgedehnte. Einige Kilometer Rohrlegung spielen beim engli-schen GaSindustri«llen keine Rolle wenn es sich darum handelt, benachbarte kleine Ortschaften für daS Centrum heranzuziehen. Die raffinirteste Be-quemlichkeit wird dem Eonsumenten geboten und so ist eS dort gelungen, auch den „kleinen Mann* zum Freunde de« Gase« zu machen. Mit monat-lichen Rechnungen geht es da freilich nicht. Die Arbeiterfamilie genießt dort alle Wohlthaten de« Gase« durch Automaten. Die Frau de« Arbeiter« sichert sich, wenn Geld im Hause, vor allem ihren Bedan an Koch- und Leuchtga« indem sie in den GaSautomaten die erforderlichen Münzen hinterlegt. Nicht zum geringen Theile war auch die all-mächtige Concurrenz die Ursache der Findigkeit der Engländer. Monopole giebt eS dort beinahe keine. London hat nicht weniger als sechSzehn GaS-Compagnien und einen Consum der — für unsere kleinen Verhältnisse — fabelhaft erscheint. Die 16 Compagnien erzeugen circa 1000 Millionen Kubikmeter GaS im Jahr, also die eine Stadt mehr als die gefammten Gascentralen des deutschen Reiches, hinter welchen wir wieder weit zurückbleiben. Eine mächtige Stütze fand die Gasindustrie in den letzten Jahren in der Erfindung des genie-alen Chemikers Dr. Au«. DaS GaSglühlicht, welches in kaum fechs Jahren einen Triumphzug durch alle Culturstaaten hielt und heute selbst in kleinen Städten zu finden ist, die sich sonst gerad« keiner moderner Gasversorgung rühmen können; eS kam gerade zur rechten Zeit. Das strahlende weiße so billige Licht ist so recht geeignet die rothe theuere elektrische Glühlampe ad absurdurn zu führen und in der That sehen wir diese (von großen Bei-spielen im Auslande abgesehen) auch bei unS mehr und mehr durch baS Auerlicht verdrängt. Und so steht heute die schon todtgesagte Gas-industrie bei ihrem 100jährigen Jubiläum blühender da denn je, in «iium Stadium steten Aufschwunges. --M. Schrifttum. Wilhelm Frick'S Hand-Katalog fii; 189® 97 ist soeben in geschmackvoller Ausstattung erschienen. Wie alle früheren Auslagen, mit der äußerst«, Sorgfalt redigirl, bildet dieses Verzeichnis in seiner all« Gebiet« »messenden Vollständigkeit einen verläßlichen Wegweiser durch die her-vorragenden titerarischen Erscheinungen in deutscher, eng-lischer, französischer, italienischer und spanischer Sprache. Wien und Berti». Die in Wen erscheinende Tillinger Reise- und Fremden-Zeitung, die yelesenfte österreichische ühistrirle Zeitschrift aus dem Gebiete deS Fremden- und Verkehrswesens, trügt der Thatsache ihrer stetS zunehmenden Verbreitung neuerdings Rechnung, indem sie vom I. Tecember d. I. ab in Berlin S-W. Charlottenstraße 11, eine eigene Redaction und Administration er-richtet hat. Das trefflich redigirte, demnächst in feinen V1IL Jahrgang tretenden Fachvlatt, bezweckt mit seinem gleichzeitigen Erscheinen in Wien und Berlin vornehmlich das reichSdeutsche Reisepublicum, das bekanntlich zweidritiel von den Besuchern der österreichischen Alpen stellt, mit den Vorzügen unsere» schönen Vaterlandes, mehr noch als bisher, durch Wort und Bild bekannt zu machen. Wiener Hausfrauen-Zeitung. Diese so beliebte Wochenschrift tritt zu Neujahr den 23. Jahrgang an. Wir empfehle» unseren Lesern, nur einmal eine Probe-Nummer der ..Wiener Hausfrauen-Zeitung" (Wien, l. Ealvator-aasse 6) zu verlangen, um sich von dem ungewöhnlich reichen Inhalte des Blattes zu überzeugen. Da wird in Leitartikeln jedes Thema. daS di« Familie oder Gejelljchaft berührt, mit Herz und Gemüth behandelt! das Feuilleton bietet Beiträge von seffelnder Pikanten-, für unsere Backfischchen ist eine besondere Rubrik vorhanden, in welcher sie ein geistiges Turnier abhalten, die Romanabtheilung bringt spannende Novelle», mit besonderer Rücksicht aus die junge Lesewelt, die sparsame Hausfrau findet Recepte, Winke und Andeutungen zur Führung des Haushaltes, die Haustochter ganz neue Arbeiten für den Arbeitstisch. Modeberichte und endlich geistige Anregung in der Räthsel- und ischach-zeitung. Das Jahresabonnement beträgt nur 5 Gulden und kann direct eingesendet werden. Auch nehmen alle Buchhandlungen Abonnements aus diese jeden Sonntag er-scheinende Zeitschrist entgegen. Frommc'S Wiener Auskunftskalender yur Ke schäft und HauS und zum Gebrauche in den Aemtern. 32. Jahrgang 1897. Preis in Halbleinwand gebunden fl. —.SS. Wien, k. u. k. Hofbuchdruckerei und BerlagShandlung Carl Fromme. Eine staunenSwerlhe Reich-haltiakeit, wie jtc kein ähnlicher Kalender ausweist, macht denselben zu einem äußerst praktischen vielgebrauchten Nach, schlagebuch sür Aemter, Kanzleien, Bureaux wie auch für das Haus. Alle in den nachfolgend angeführten Ab-schnitten entyaltenen Angaben zeichnen sich durch größte Genauigkeit und Verläßlichkeit auS und muss es als ein besonderer Vorzug hervorgehoben werden, dass dieser Kalender, welcher immer erst wenige Wochen vor Neujahr «scheint, stet» bis aus den letzten Tag vor seiner Ausgabe ergänzt und berichtigt ist. mithin die neuesten und richtigsten Daten dringt, während bei den lange vorher zur Ausgabe gelangten Kalendern manches nothwendig veraltet sein muss. Der Inhalt gliedert sich wie folgt: Kalendarium für Katholiken. Protestanten. Griechen und Juden, die Monat« mit Papier durchschoffen für Vormerkungen, sowie für Einnahme» und Ausgaben. Hof Kalender mit der Genealogie deS Allerhöchsten KaiierhauseS, sowie den Name» lämmtlicher regierenden europäischen Fürsten nebst Flächeninhalt und Einwohnerzahl der einzelnen Staaten, Kirchen-Kalender, StaatS-Kalmder. Militär-Kalender. Post Kalender. Tetegraphen-Kalender, GeschäfiS-Kalender, Börsen Kalender, Wiener Adreß-Kalendcr, Wegweiser und Fremden sichrer, Verkehrs-Kalender. Bergnügungs-Kalender, HauS und Landwirthsch asis Kalender und Äarkt-Kalender. Im Vergleich zur Fülle des Gebotenen muss der Preis des Kalenders. «5 lr., als sehr gering bezeichnet werden. Ob vulkanische Kraft« in Deutschland noch in historischer Zeit thätig gewesen sind, ist eine vielerörterte Frage, fiter aber haben unsere Vorfahren in altersgrauer Zeit die feurige Lohe zum Himmel ausschlagen sehen. Ein hochin-lereffanter Aupatz von Otto Lehmann .Erloschene deutsche Vulkane" in der deutschnationalen Zeitschrift sür Länder, und Völkerkunde „AuS alle« Weltteilen" (Verlag von Hermann Paetel, Berlin W. 80) giebt eine treffliche Dar-stellung der klafsifchen vulkanische» Landschaft, die wir in unserer Heimat in der Eisel mit ihrem Vulkankegel und Maaten besitzen. Die gediegen«, schön ausgestattete und illustrierte Zeitschrift, die wir besten» empfehlen können, bringt in dem soeben erschienenen 4. Heft u. a. weiterhin eine gründliche Studie über „Die Ausgabe und Methode der Wirtschaftsgeographie" von Profeisor AloiS KcauS-Prag und eine sehr ansprechende Schilderung der deutschen Cv-lonien in SüdbraMa, die ein Hort des Deutfchthum» auf dem Südamerikantswen Kontinent geworden sind, aus der Feder eine» erfahrenen Fachmannes Koloniedir«ktor Oskar Canstatt-WieSbaden. Auch das vorliegende Heft zeichnet ich. wie feine Vorgänger, wieder durch eine reich« Fülle kürzerer geographischer Nachrichten au«, die den Leser üder wichtigen Vorgänge auf geographischem oder kolonialpoli-tifchem Gebiet aus dem Laufenden erhalten. DaS Abornie-mcnt der zweimal monatlich erscheinenden Zeitschrift be-trägt nur 2,40 Mk im Vierteljahr ßDr. Job. Step Aval'S Volkskalender I8S7. SS. Jahrgang. Aeltester VolkSkaleiider Oesterreich?. Redigiert von Dr. August Silberftei» Mit Beiträgen von S. Amderg. Bohrmann-Riegen, H. Fraungruber, I. G. Frimberaer, Hugo Klein. H. Picht«, Robert Plöhn, A Rosty, August Silber-stein, I. Six, Josef Wichner und mit einer Kormiosition von F. Lehner. Der Kalender ist reich illustriert. Preis brosch. 40 kr., eteg. geb. mit Gotdpreffung 80 kr. Wien, t u. k. Hos- buchdruckerei und Verlagshandlung Carl Fromm«. Lechner's Weihnachts-Kataloa, der soeben erschienen ist und von der Firma R Lechner (Wilh. Müller), Hof- und Universitäts-Buchhandlung, Wien, Graben 3t. versendet wird, stellt sich als ein ausgezeichneter Führer durch die WeihnachtSliteraiur dar. Dem eigentlichen Kataloge ist eine onennrende Rundschau über die Neuigkeiten deS BüchermaikteS vorangestellt, welche gewiß manchem die Oual der Wahl aus der Füll- der Erscheinungen dieses JahreS ersparen wird. Der Katalog selbst bietet eine reiche, sehr Übersichtlich geordnete Auswahl guter empfehlenswerter Werte der deutschen, französischen und englische» Literatur, die für jeden Bücherfreund literarischen Werth haben dülften. AlS werthvolle Zugabe enthält das handliche Buch je ein Verzeichnis guter Kartenwerke. Bilder und Tanagrafiguren. wie auch einen PreiScourant für die beliebtesten Apparate, sür angehende und geübte Amateur-Photographen. T«r ISO Seiten starke Katalog bildet ein gewiß gern aufgeho-beneS und fehr nützliches Requisit einer jede» Privat-Büchersammlung und w>d an alle Abonnenien von „Lechner'S Mittheilungen", dieser ausgezeichneten und verbreiteten li-terarifche» Monatsschrift, sowie an alle Geschäftsfreunde der Firma gratis abgegeben. Litterarische Notiz. In Gedichten, Artikeln und im Festspiel wird sie in Nr. 48 des beliebten Frauen-dlatteS ..Häuslicher Ratgeber" gefeiert, jene Periode des freudigen Schaffens, der Beweiie der Liebe, die fröhiche, selige AdvenlSzeit! auf jedem Blatte finden wir Anleitung zur Anfertigung reizender oder nützlicher Gaben für das. diese Zeit abschließende WeihnachtSsest. — Daneben rüget unS das rege Interesse, weiches die vielbeschäftigten HauS-ftaueu fast ausnahmslos an ihrem Blatte zeigen, denn sie sparen sich trotz aller häuslichen Mühe die Zeit ab, um eine in Nr. 4S d. Bl aufgeworfene Streitsrage höchst leb-haf zu diskutiern,. — Wer daS praktische Blatt noch nicht kennt, der taffe fich eine Probenummer vom Verlage Berlin W. 30, Etßholzstraße 19, kommen Seiden-Damaste 65 kr. tut (|. 14,65 p. Wrt. — (»iwt ttiNr.ic, I»ci«c an» f-rviz« Henneberg. Seide »»» ss k. ti* st. !« "'> v. artet. — gürt, g. »,rt»> »»» ftmtrlrtl IM Hau». ®!«Ä« «»ich«»» lopjirltrt #ltrf»0tw »»» bet ~dt*ei|. M-lM Seide»-Fabriken ffi. Hcnneberg <».«. ».*•*•> Zürich. Hs würde zn Weihnachten viel weniger unnützer Krimskram für die Kinder gekauft w rden, wenn die Eltern sich nur di: Zeit nehmen wollten, die hochinteressante und reichilluftrierte Preisliste über die berühmten Richterschen Anker Steinbaukasten zu lesen. Die darin abgedruckten Briefe hocherfreuter Eltern und angesehener Gelehrten bestätigen einstimmig, dass es kein gediegeneres und zugleich haltbareres Spiel- und BeschäftigunzSwittel gibt, als die Anker-Steinbaukasten; «in angesehener schweizer Pädagoge sagt wörtlich: .sie ersetzen ein ganzes Spielwarenlagen' und schließt mit den Worten: „Hinein mit ihnen in jedes Haus, in in dem glückliche Eltern wohnen 1" Wir denken, rt lohnt fich schon, eine Correspondenzkarte daran zu wen-den, um von der Firma F. Ad. Richter & (Sie. in Wien, I. Operngasse 16, die neueste illustrierte Preisliste franco zugesandt zu erhalten. Da die neue AuS-gäbe auch eine ausführliche Beschreibung der neue», höchst vorlheilhaften ErgiinzungSordnung enthält, so sollten auch die, die bereit» einen Steinbaukasten besitzen, wegen Zusendung der Preisliste eiligst eine Correspondenzkarte schreiben. i ! Anker LINIMENT CAPSICI COMPOS. aus Nichter» Apotheke in Prag, anerkannt vorzügliche, schmcrzstilleude W# reibung: zum Preis« von 40 fr., 70 kr. und 1 fl. vorrätig in allen Apotheken. Man verlangt dieses allgemein beliebte Hausmittel gefl. stets kurzweg als Richters Liniinent mit „Anker" und nehme vorsichtiger Weise nur Fla« schen mit der bekannten Schutzmarke „Anker" als echt an. RichtrrS Apotheke z»m Gölte»»» Löwei in Prag. fr i 8 WIENER BANK-VEREIN. Filiale Prag, Graben Nr. 29. Filiale Graz, Ilerrengasse Nr. 9. Filiale Brünn, Jesoitcnga««c Nr. 1. Central-Depositencassß i Wechselstube Wien, 1., Herrengasse Nr. 8, Volloingezahltos Actiencapital: 32,500.000 Gulden ö. W. Reserven: 7,711.101.33 «nlden «. W. Depositen cassen und Wechselstuben in Wien: n, Frtttrstrtste 16; IlL. Baip:s:rassa 2t; IV., WIböibt RaijTsrrasu 8; TL IwialilforjirasM 75: Tin. ]Q38jStifltET3UaSSB V, II , VttNltNZNllZtt 51 Prämien-Tarif fir die Yersiclierig ppn Yerlosungsverlust tiis Enfle 1897. Dieser Tarif gilt im Sinne unserer Versicherunga-Iieatimmungen »ownhl für Barentschädigung als auch für Stüokenmtausch und kann jederzeit widerrufen, beziehungsweise abgeändert werden. Wertlipapier Ziehung Prämiensatz Teiiist-Ersaiz i. kr. i| «. 1. Lose. 1864** Lese......... 2. Jan. & per Stllok 66 „ 9 — 4 saiv-Lose......... — 06 2 — Stanislaner Lose .... . . m S 80 22 Ungarische Rothe Kreuz-Lose1) . . 1. März —■ 10 4 50 Doiubaii-Lose1)........ — 06 1 — 9 — 60 30 — Rudolf-Lose......... l. April — 45 13 — Itieiss-Regulierung»-Lose .... „ — 30 20 •— Credit-Lose......... 1. Miü — 40 23 — S'l, B-«1en lx»e vom Jalire 1889*). 6. — 10 19 — !•/, Buden Lose vom Jalire I8801) . 15. — 16 18 — 4*/« Ungarische Hypotheken - Losn ') 9 — 16 24 — Ungarische Prämien-Lose .... — 20 6 — 1*64" Lose......... 1. Juui — 60 15 — 4l ,•/, Triester Lose vom Jahre 1865 _ 13 — 60 — Ji-sziv-Loee......... 15. — 06 2 — 1(154- Lose......... 1. Juli 6 — 65 — Donau-Dampfschififahrts-Ges-Lose . n m 8 — 42 — OssterT. Rothe Kreuz-Lose1) . . . m — 10 7 — Wiener Communal-Lose..... n — 60 30 — Salm-Lose.......... 16. 9 — 60 K> — Waldstein-Lose........ n 11 — 35 — Clary-Lose......... .Ho. — 20 8 — 1860- Lose, Ganze...... s Aug. 3 60 162 — 1960" „ Fünftel ....... — 96 44 — »•'» Boden Lose vom Jahre 1880'). 16. — 16 18 — Ungarische Rothe Kreuz Lose') . . 1. Sopt — 10 4 50 Dom bau-Lose1)........ — 06 1 — (Vedit-Lose.......- . — 40 23 — S'l, Boden-Lose vom Jahre 1889'). «. — 10 19 — 4*/# Ung. HyiMitheken-IvOse1) . . . 15. — 16 24 — Pzllfy-Lose ......... n — 26 4 — Rudolf-Los«! . ........ l. Oct. — 60 13 — i Tlieiss-Regulierangs-I^ose .... — 30 20 — M-sziv-Lose......... 15, — 06 2 — I Wiener Cnmmanal-Lose..... 2 Not. — 60 30 — Ungarische Prämien-Lose .... 15. — SO 6 — t'/, Boden-Lose vom Jahre 18801) . 16. — 16 18 — 1M4" Lose......... i. Doc. 60 16 — II. Oltllgaltoncii n. Aetten. (', Budapenler Stadt-Anlehen . L J*n. 05 rtr fl. 1001«n. 1 l>onau-Regulieruugsanl. v.J. 1878 n — 35 . 10 — f , Grazer Stadt-Anlehen .... m 9 — 05 10 - W » Alpine Montan Gold-Prior. . " ' — 06 • 2 — Werthpapier 5*/, Wietier Cummunal-Anl. v. J. 1867 5% . . Gold-Anl.v. J. 1874 &•/« Wien-Pottendorfer Prior, . . . 6°/, Steirische Einen - Industrie • Prior. 5",i0 Ostrau-Friedländer Prior.. . . 5®/0Ungar.-Galiz.Ei*enb.-Prior. 1 Ei». 6"/.....11. Em. 4° 0 Vorarlbergorbalm-Prior. . . . 6% Donau-Dampfschiff.-Prior. . . . 40/0 Kran* Josefbahn-Prior. . . . 6•/, Prager Eisen-Ind.-Ge«.-Prior. . 60,1» L'ng. Westb. (Raab-Grazer) Prior. 6"/» Temes-Bega-Anlehen ... 4'/»*/» Ungar. Staats-Eisenb.-Anl., Silb. 4'/(•/, Kroat-Slav.Schankregal Oblig 4V,"/„ Ungar. Schankregal-Anleihe . 4°;» OberSsterr. Lande»-Aul. v. J. 1887 4'/»'/« Wiener Börsoban-Anlehen . . 4'/,"/»Ungar. Staats-Eisenh Aul ,Gold si0/, Staatadomllnen-Pfandbriefe . . »% FenL-Nordbahn-Prior. v. J. IHS6 6*/« BnkowinaerPropinationa-Anlehen 6*/( Buntehrader Prior. 1,11.u III Ein 5°/n Barcs-Pakrsczer Prior -Aclien . 4°,'0 Böhmische Westbahn-Silber-Prior. 4u/0 „ . Gold-Prior. 4* „ „ * Kreneu 4*;,•/, Brünner Stadt-AnL v. J. 1888 4,/,0/o Budapester Stadt-Anlehen . . 4% Ferd.-Nordbahn-Prior, v. J. 1891 6% Gslrzer Stadt-Anlehen v. J. 1879 si% Grauer Stadt-Anlehen .... 5"/„ Südbahn-PrioritSten..... C/q Triester Stadt-Anlehen v. J. 1879 5#/„ Ungar. Ostbalin-Staats-Obligat. . 60/0 Wiener Communal-Anl. v. J. 1867 5% „ • Gold-Anl.v.J. 1874 4°/, Elisabeth-Schuldverschreibung . 4Ferd.-Nordb.-Silb.-Prior.». J 1887 4% . , „garant-r.J. 1887 40/# Ferd.-Nordbahn-Prior. r. J. 1888 5*', Oesterr.Nordwestbahn-Prior. Lit.A 4«/»•/« „Adrin" Prioritäten .... 4°/, Elisabethbalin-Prior., steuerfrei . 5•/, Fünfkirchen-Barcser Prior.. , . 4'/,•/# Graz-Knflacher Prior. . . . 5% » . »II. u 111 Em, 4'/i*/o Kroat-Slav. Schankregal-Oblig. 4% Rudolfbahn-Silber-Prior. . . . 4'/, Rudolfbahn-Gold-Prior, v.J. 1884 4•/„ Staatseisenbabu-Prior..... 5*/0 Temes-Bega-Anlehen .... 6% Triester Stadt-Anlehen v. J. 1865 4»/»°/, Ungar. Schankregal-Oblig. . . 4'/,%Ungar Staats Eisunb.-Anl., Silb. 4'/<, Oberfisterr. Landes-AnI v.J. 1887 6°/0 Oest. Nordwestbahn-Prior. Lit B 4V/. U ngar.Staats-Eisenb.-Anl., Gold 5°/„ Staatsdomänen-Pfandbriefe . . ö°/0 Oest. Nord westbalin-Prior., Gold 5"/0 Bukowinaer Propination*-Ansehen 1) Der Gewlnnstscheln, bezlehnncswelse der Gemmseheln geliSrt Im VerloHiiugsfalle dem Teralehrrlen. Anmerkung. Nebst dem den PrÄmien-iSUen entsprechenden Betrage ist noch für jode Polizze der Stempel von 7 kr und etwaiges Porto in bezahlen. Ziehung Prämiensatz Tillwi-Ersati fl. Vr. !| *. kr. 2. Jan. 25 | (irfl. lOOlm. 6 w — 30 10 — 1» • — 10 10 — 1. Febr. — 85 8 — l. Vn — 10 6 — — 10 9 — _ 16 I 9 — — 05 I — 1. Ajiril — 36 11 — i» * — 05 1 — — 40 8 — » » * — 10 7 — * i» — Oft 4 — • » — 05 2 — n » — (*5 1 — — 05 1 — so. „ — 05 2 — 1. Mai — 10 5 — — 05 4 — 1. Juni — 45 per Sttlck 14 — _ 05 fürfl. 100 Ion. 2 — so l — 16 4 — — 40 12 60 — 16 per SUU-k 10 — 1. Juli — 05 llrrt tOUJom. 1 — * « _ 16 6 — • w — 05 1 — » « _ 15 3 — • » — 06 1 — _ 06 1 50 - 86 14 _ t. 66 10 — * f» 10 10 — _ 30 12 — _ 05 4 — • « — 25 6 — — 30 10 — — 05 2 — 2. Alls. — 10 2 — — 10 2 — 1. 8«pt — 05 2 — — 10 12 — — 10 1 — 1. Oct. 10 6 — 10 4 — 20 4 — — 16 4 — m • 06 1 — w m — 05 1 — n • — 05 4 — n M — 05 6 — i» »» — 05 4 — »• n 1 60 12 — • « — 05 1 — * » — 05 2 — 31. , — 06 2 — 2. Not. — 10 11 — — 05 4 — 1 I)ac. — 46 per Stück 14 — —- 10 fird 100 Km 18 — 31. . — 16 » 4 — Bestimmungen über die Versicherung von Losen und Anlagewerthen gegen Cursvcrlust im Falle der Verlosung. 1. Die Versicherung findet in der Weine statt, dass der Wiener Hank-Verein sieh gegen eine ihm gezahlte Prämie verpflichtet, je Dich Vereinbarung, entweder die infolge der Verlosung mit dem kleinsten Treffer, beziehungsweise Nominullietiage gegenüber dem Curswerthe entstandene Verlustdifferenz har zu vergüten (Versicherung mit Barentschädigunt»), oder aber da* mit Verlust \ er-lost« Werthpapief gegen cm anderes gleichartiges nnverlostcs ohne irgend eiye Aufzahlung Seiten« des Versicherten umzutauschen (Versicherung mit Entschädigung durch Stuckeunuausch). Falls bei der Versicherung mit Barentschädignng nichts Gegentheiliges vereinbart wurde, wird der mit dem bezüglichen Tarife veröffentlichte Curswerth der Berechnung der Verltistdisscreuz zugrunde gelegt. 2. Der Prämienzahler hat die zur Versicherung gelangenden Wertlipapiete genau zu verzeichnen und die Nummern derselben deutlich, ohne jede Correetur uud arithmetisch geordnet Anzuführen. 3. Die Anmeldung zur Versicherung kaun erfolgen für eine oder mehrere bestimmte Ziehungen, oder auch bis auf Widerruf. In jedem Falle erstreckt sich die Versicherung nur- auf die in der Polizze eingetragenen einzelnen bestimmten Ziehungen. Durch die Anmeldung bis auf Widerruf nimmt der Wiener Bank-Verein die angemeldeten Lose in Vonnerknng nnd wird vor jeder weiteren Ziehung die Erneuerung*-Polizze ausfertigen und unter der angegebenen Adresse rechtzeitig zusenden. Hei deren Empfang hat der Adressat die zu zahlende Versicherungsprämie an den Wiener Hank-Verein, beziehungsweise an diejenige seiner Cassen oder Filialen, welche die Polizze ausgestellt hat, einzusenden, oder aber die Versicherung unter Eetournierong der neuen Polizze abzulehnen. 4. Die Vorsiehcning tritt erst nach erfolgt er Bezahlung der Prämie in Kraft. Schon der Besitz eines vor der bezüglichen Ziehung postämtlich bestätigten l'osterlagscheiiien über die entsprechende Kiuzahlung gilt als Beweis siir die rechtzeitige Zahlung der Prämie. B. Die Berechnung der Prilmiengebllhr wird stets auf Grund der flir jlie jeweilige Ziehung zuletzt veröffentlichten Prämiensät/.e und, sofenie es sich um eine Versicherung mit BareuUchädigung handelt, die Vergütung des Schaden* auf Grund der mit diesen Prämiensätzen bekanntgegebenen Verlustdifferenz vorgenommen. Bei Versicherungen für mehrere Ziehungen mit Entschädigung durch Stückeumtanseh wird gleichfalls die Berechnung der PrämienL'ebUhr auf Grund der stlr di - jeweilige Ziehung zuletzt veröffentlichten Prämiensätze vorgenommen. ü. Wenn eine Veraicherungspolixze für mehrere Ziehungen ausgestellt ist nnd eines oder mehrere der auf derselben verzeichneten Werthpapiere vor Ablauf der Versicherungsdauer verlost worden sind, so ist der Versicherte berechtigt, ohne Nachzahlung irgend einer Prämicngebllhr an Stelle der frühzeitig verlosten Nummern andere Nummern gleichartiger nicht verloster Wertpapiere mit defti gleichen Vcrsicherungsrechto wie früher in die Polizze schreiben zu lassen. Der Versicherte ist ferner berechtigt, auch in dem Falle, als die versicherten Werthpapiere noch nicht verlast sind, dieselben gegen andere Stücke gleicher Kategorie umzutauschen und deren Eintragung in die Polizze zu verlangen. Insolange die Umschreibung der Nummern in der Polizze nicht stattgefunden hat, gilt die Versicherung für die in der Polizze ursprünglich eingetragenen Nummern. 7. Die Bezahlung der Verlustdifferenz, beziehungsweise der Umtausch des verlost»- > Werthpapieres gegen ein gleichartige* nnverlostes, erfolgt an den Ueberbringer der Versicherungspolizze, ohne die Identität seiner Person zu prüfen, vom achte». Tage nach Erscheinen der bezüglichen officiellen Ziehungsliste ab. Ein Proviaionssbzng, beziehungsweise eine UmtauschgebÜhr wird hiebe! nicht in Anrechnung gebracht. 8. Die Leistung des Schadenersatzes erfolgt an derjenigen Gasse oder Filiale des Wiener Bank-Verein, von welcher die Versichemngspolizze ausgestellt worden ist. Etwaige Correjpondenzen in Angelegenheit einer abgeschlossenen Versicherung sind gleichfalls an die Ausfertigungsstelle der Polizze zu richten. 9. Solitc innerhalb eines Monats nach der betreffenden Ziehung die Geltendinaehung des Schadenersatzes nicht erfolgt sein, so wird der Wiener Bank-Verein an den Versicherten, um denselben vor Schaden zu bewahren, ein diesbezügliches Erinnerungsschreiben richten. Die Verjährung der Sehadenersatz Ansprüche tritt bei der Versicherung mit Rarentschidigung 3 Jahre nach Uem Verlosung t ge des versicherten Werthpapieres ein. Das Recht ans Entschädigung durch Stückeumtauseh erlischt 3 Monate nach dein erwähnten Verlosungstage. 10. Der Wiener Bank-Verein behält sich das Recht vor, nach eigenem Ermessen ohne Angabe eines Grundes Versichernngs-antrilge zurückzuweisen. 11. Die von dem Wiener Bank -Verein veröffentlichten Tarife, welche jederzeit abgeändert und widerrufen werden können, verstehen sieh, wenn nichts Gegentheilige* verlantbart wird, nur für die jeweilige tilgungsplan mäßige Verlosung der bezüglichen Werthpapiere. Demzufolge treten im Falle einer unvorhergesehenen ausserordentliche» oder verstärkten Verlosung die regulären Tarife ausser Kraft und werden die etwa bereits abgeschlossenen Versicherungen unter Rückvergütung der Prämien storniert. 12. Die vorstehenden Bestimmungen gelten bis auf Widerruf. Antterkengen: Dte Verekherutig von Werth japleie« g*«««* Verlo^unirsverluat int vom wlrtbuchnftüfhen Standpunkte ebenso dringend tu empfehlen wie 4t« Yer»ick*r\>ng von Warthohjecua gegen Feaorgnfakr, gegen Hagelschaden etc. Wie »M» vorstehend»» Bestimmungen «michtiich. kann di* Yeiiickereeg von Wertpapieren erfolgen: l mit Entschädigung derch Stückeuateusch, f. mit BartntMJhAdifiueg. Heide Arten haben die gemeinsames! Verenge, das« der dnreh eine Yerlosung entstehend* Verle»t beeelrlgt «ird, *hd 4 »» tfli versicherte« Hummern kostenfrei einer Revision urtoncjön «erden, nicht allein ob di«*»elben in 4er b^iftglii-b^n loUten Ver» lo»ung, »andern uueb in eine» früher stattge fundenen g**«»gen w*Td«ti »ind. Wie h«»ch die»» •oottttaceii ^r»tl«Wlgabe 4er YerMoberuug xn veranschlagen ist, lehrt 41« Erfahrung, da«* jihrarh dnreh £tn«on»ntg*ng und Capitalsaafiebruog grvv-^e $uuim*'o verloren worden, weil 4io fälligen Betrf.^e verloster Wertpapiere nicht behoben worden «ind. Qarj betendem Verth«»!* a^or biete! 4 s Versicberurtj mit Bar«at«cka4lgwig Die weaentlichsten derselben sind: 1. Da*« der Vemiekert* nicht In »ine gewu«« Zuingilige tewtit wird, bei «1 --»et hon Gattnng von Worthpnpierwn verbleiben tn mbsoen. Es 4 ihm ,i*in» br »ull* kommen freigestellt, den bar empfangenen Schaden ernt a na»*h eigene» Gutdünken »a verwenden. f. Der Vereickerungucur» ist 4er Wahl 4e* Vernickelten freistellt. Gar Mancker wird den tieferen Kottenprei« ntlnor Werth papiere aU Baus der Yeni. borung sortieken, um eine , n» pcckftel»tube de« Wiener Hank -Verein Tonugbaelee widmet, aind: I. ii- und Verkauf tob Rentea. Psoadbrlefea, Prioritäten, teilen iinJ Loten, aawle «on Talnten bbi! Der!*™; - fVheniakiitt vob t.VliIelalagen i«r xnni»tic«leri Yerrlunung Bill «nil »kB» KliB4leunc«srU(rii; 3. t?e»«Bderta AnChewakrung und Verwaltung ton Werlk-papl<*rea. 1^5" Hiebei wird ans di« B**timtuuugen de* Wien er Bank-Verein hingewiesen, nach denen deraeibe KiT»»ct«u im Cot t"-Cerrent-Verkehr unentgeltlich tat Aufbewahrung und Verwaltung beh<, 4. F.wompt Iran? uud Flnr«ao!rang ton Coupon» anil rer-lobtra Wertpapieren t 6. KrlhrflitBx w*n VtrukÜMm ans Werthpeplere; 6. AüfrllUiriinu «an Aurirlgfa für aBmailllrke In- uad aao-IHn «IXsetirta Boraen; «♦ »r*JrK- iu u v«n L«»eB nnd anderen Werlkpapleren gegea Verlft»nag«ver1u«t: a) Mit Kni.r^tMIcurr durch t'mtausrh des ▼< rlotton W»rtb-lupitre* gegen oin glolehanigra uov4flo»te«; b) >!!t tlareataehSdteune dnreb llosablnng dar dareb Vor-lowung entstunden*« VerluMtdiffcrenx; k. Xanii^rB*RrTlk(9B tob Umii und anderen TcrlftHbarea Wt-rlkfiipirrmi 9. rr ine-veB-Aussehe zu alten Ziehungen. t oulante.te Aiisnihratic jeder Art tob Anflr&grn, aownlcit 1b den WerhM-Ifttwbrn al» uttrk Im Carretfpondenzwcge« »ird au»-uxbuulea tu; fiebert. Hie Intere»»*b dar Coitim t:♦ uleu werden in j«drr Hin .clil gewehrt uad a*f5rderu Informationen ia »i*snhr-lirli*«j r «ad gründlichster Weeie ertheilt and FarllltMteu towic Vortheile Jnlrr 4rt, aele.be (aplIaUkrafK im Vereine mit sarhmaa-ai»cher FrfcUrung »a biotua vermögen, boreitmilig» t gewährt. Srriarv-Zipkung dar 18. 4 er StoaUloee Credit-Lose ponaa* Kogui irungx- Loao Krakauer l.o*e Oc:.tRtreickiacke Botho Kreux-Loee Laibacknr lom Trj»"-»« r Lto.' mta Jahre 1880 Ian*brucker Luee tfulxburgnr Lom Hoden-lum (I. Km. vom Jahre 1WM0 H»'i bUelt* Tabak-Loe« *•0 8ll3in; ^olilfs ■ Actien-Capltal: fl. 32,500.000 ö.W. Reserven; fl. 7,714.101.83 ö. W. Kni Primion-7.ki.aug der IMOer ^tH-thloic Credit'Lose Italienische Rotbo Kr«ax-I.«*M. II. Km. vom Jabr© ZS80 H«rbl*clte Tukak-Loee 11 '.lüfj Lnf* I. Kiu rom Jahra 1SS0 Uu^irt»4'hr Kjputhtkna«I.uM Ucguri'cb« I'nimieD-Loee «— Juni Rtaablos# vom Jabre 1 H«;< Trta*t«r Ixae vom Jabre 1855 Tütken-Loaa Oftter Lcea Jnll SO. Beriea-Zichang d-r 18*4er Slaateleee d«hju3-|>am pf >- ftepfenilter Uogart^c t» ttflt'x KrenX-Li>H0 n'i.>pr--fiT Basilioa- (Il'Xubtu-) 1»Ä Tbelw-lCegnlintnTs-L'iive Törke«-! ose Va ->erbau-l»<«M Jä-t^dr«Loia Biovetnlter PrfiniM>n-Zie.hnug dis i -r ^U.taloa« llaliaiiifttwt RlMktilPf Wiener Comimi J-I.um I ö;.'un -oKo l t iml»,» !.' « Boivu-lHffee I Ka. voa Jahre l?'0 December T&rken-I/o»o 8taal^l«»> tom Jahre 18si| Los - Kalendaritim für das Jahr 1897. Erklärung dt-r in dieser Xo«uaai«iiit»]luiig der bcsneren Uel>«i'ci<.bt halber frebniuoliton Abkfirttiogeii: .V — Noinlnslwerlh C a Zahl der «mittirten 7.0SS i a Zahl dor am 3112 1806 unvcrloat-en 8täoke 7. — VA .huii^eu im Juhrr !8[»7 * Coupon S'^tiurkeit dnr qr^BOffonon lione lK»t*t-a ^iehunj; Brutto I Net<«> : it.-:. w 4*/«fQe IB54er Staat slo« o I MOC.U . r -- .MI .800 » = 21, < 7 Serieo-Ziehnapen 14, l/l'« Priuaiei^Ziehuiigaa 14. « MO O.W. 31,'ia ff tu xftu . « VeTximuujf wrti*.*.ht am Tage der Prlaiicii-Ziebar ige 1860 er Slaat&losO t = 4..Vm nnd S. luv c.Tl". frt=4" •• >, I , *•• <>•«> 1 rtt Prl.Lrn5. . .■ »hh( 4.1'«' ; M'in-t»a.d Präm.-ZMiung su . l.OVi) VW> £ = 1'5 l«17 .i;üu (15) i ./ki ,v-' ttin Vrrt ia^uop orluclit nn T»t* ütf (S.ll) n tfUO 5SHi A*r ]*r^>i«i-Zi«kauc- ^rr-Btt hei uiii/rn »ünm rar ri*r StrUn-Zifkunf __rwrjn'wmaftl vtiv'fl, 1864 er Staatslose ß- - X m il 100 r -- «i» uuo Vm. 1UT.4(1.1 im IC. I I, y 3 tfecite nack der Ziehang i — i ix 1t»:« w. 1 ä 100.000 ISO.OX" 1 „ MJOUO Iti.OXU 1 m 10.UUC H.tCSI 2 „ 1110 4.Ciu 5 „ X OtX) i.dso 3 w 1 .«Hl 40 . loo 340 4450 r 1 <«) h JO,• IM 4350 (1 IX. a *uü 18O Trelfer Wetto fl.Ö.W Bralla Budaprster Baalllca-(Oombsu-)Lose v. Jahre IQ86. .V.il K = HOO OOO U « 772.11'O *niganc*-Ziehunc;+n 7U7.tll7 Pr&anif u-Zicliuuy- a Irrn l/l, |>> V = 2 Monate nach dar Ziehung L = l;a lullt, We In düoT^lfnapi-Zieliungon go> sogan^u Line Kpiolon mit d» n von d^naelboeittkrufrenneodeo PrAmieu- Coupon» in d»n l'r •mioB>Zirbaug««n weiter mit] die in deu Fr&micn-Ziohungon gekiigcBun Lum» werden aauk in den Tilgung«-Ziehuegea verlort. Zlehuag I s fl.ir 1 * Xu IHK) l^.CC«0 1 „ 1.000 !H)0 X „ 500 450 10 ^ 100 UO 85 . Lü 45 SO. X5 XI. ic €00 » ß «! Zlekang 11 1 u 10.000 UOOO 1 . 1.041 000 a „ xki 450 I ' » 100 UO t5 . 50 43 50 . 22-10 3000 . 0 0 3*/alge Bodencredit-Lose I. Em. vom Jahre 1880 v -- t 11>0 B - 4CIJ0 <1 U m 4 Primion Ziohungeu 53» 7UO Tilg't^gk-Z^eliuugea X « W/f, 15 5 |« 8. 1U 11 C - l'»5, i;n ß 1 60 f » Dia im Notemboruod Febrnnr gexogeaon l.e-c> aerden am 1 Juni, d.e im und .^n» gnvt gtxo-/ri!*u Iwoue aui 1. December iklUg l rrr jj ti'Zt, Ltia Verxlaruuc erliickC am Tage _der FAliigkutt. fl. ö. H' I 4 45."."» 1 m S />4I X - l.i (Ml l.iiXO 8Sf» Tilgn nca-ZlebangeB 15 5? 81. 14 Hl IM m 1SP0 18/8 ^ 1400 K.,11 . l.'-ciö nnd einii«iwitit).t«t'hoin.der »um MrtupiHe In alle«» w*i-torau rsamirti -Ziehungen kaeec'jtigt. itsl.ia 3°,« lg» Bodencredit-Lose II. Ein vom Jahre 1389 JV = ii. loo K m 4U0.UQ0 1$ •• fttp Hr«tl Pifiuiten-Ziehungen 3t»f,0&0 Ttl^agn.Ziahung«o X -- 3 1 5 5. »f.» C => Ist, 18 a. 1.50 P — Di*itn Jdnncrg^zogenan Ixue werden am 1. Aeguct. d>" im Mai und Hepr^nibtn pr*uireuen Lf««am l.Febraar tvdOfkilig L « 5-7 US» fl. o. W. 1 a 50 000 I w S ooo > „ 1.000 10 w 900 40 .OSO 1 180 In den Tilgung» -Zieban-gea worden ja Krtitk 4W» ä d 100 viirlovt. Die Yerzioraog erlischt am Toga der rkUigkait. Aufrede» iu der Tilgungo-Ztohung gextigene Lu* entf&llt oiu Oewinn-ooen^iL. wo4ckei 1^ oiihb weiterna ' r\rai^n-K »nacibcii kein Tr-ffcr «nc/alUn >»4, mit II. 10 eingelfafc wird. Trtffir Brutto | Netto | fl. 4 W Clary h - «. 10 c. 11. * = 48.000 V -- J4.S20 Z -- -0 7 r - »kl ihm /. = .10.1 X !H .t Lose vom Jahre 1856 /i c. M. 1 1 UCl« ic*!' . 100 joo . a tioo« ti vt .v = I. 100 Credit Lose vom Jahre 1858 .* . # w Km 4»' 000 1 » 150.18*» IfO.OXO r/= »»tso? 1 „ 30.000 2t 020 X =» a 1. il ö 1 . 15.VO) 12.02t f rr. co Mannte nack der Ziobang I„ 5 0U0 4X1X0 L -- VI 1W1 1 w x.ouo l.'X« 1 m I.MJÜ 1.2X0 4 •• 1000 AfO » « 400 310 IW1 „ JC« 1 HO 5*/0igc Ooi;aa-Regulierusts»-Lose vom Jabre IU70 iV ^ 11. 100 fl. 0. ir K -- 940.000 1 a SO.CK« 84.0X0 £T= 1M.I21 1 .20 1*0 14.020 X^ 8 1 1 m ]0,t»N> »020 Cm z I. 1,7 i. ?50 1 ^ 4 ü«8> A.XXv F a Nach Ver»' ?lc«(Ucliuug der 1 m l.tu» M20 Ziehenc*il Ute 4044 . 100 10O L B» 2 1 1UX0 l>io Vamutcag erltaekl am Zle- bubgMtuge. 4U „Ijje Oonau-DampfschUf- Lose vom Jahre 1357 V -- 11 100 c. u. fl- C M E " slj.öoo 1 k OU 000 50.1X1 r m |3.6»5 1 . A.000 4.221 7. ~ 17 & m 1 Mil r 1,7 U. 3.78 d.W. 4» w SOO 411 V- X I IHi>R 14 w X<0 1KJ L = 1,7 100s X045 M 100 tos IUq Verün «tag erlUokt am Zie- hangdage. St. 6enoi8-Lose vom Jahre 1855 .V ^ R 40 C. M. fl € M >: - ho.uoo 1 i 50.000 1X018 n m 40.u00 1 m 5 Otto 4.2tM 12 I » 000 IM P m 1H 1 . 1 OUJ K.S f. s 11 I1NM X „ SOO 42H 4 „ ISO 21840 g , 200 17« , X4 w 1X0 100 4tMH> . 65 «Stt T r« sf • r Bratv> NrtU a.6 w Trtlf«r •i., N'W» Bratt° ,.*.W Innsbrucker Lose vom Jahre 1871 ir a fl. 10 /• *• w- E m 60.000 I' 1 a 15.000 V -- 48.800 Z -- 4.' 1 Fm 17 L -- 3/1 1 BI 1 1 i; i. i« i. »34 , 2.000 OOO 400 1HJ 50 SO 18004 1.804 4*4 «4 149 44 29 Palffy-Lose vom Jahre 1855 I V ^ fl . 40 C M. I A* - 9H (WO 1 u -- öo.ooo I Z -» 15 » 1 r -- i5oj im I L m 15 » 1u1i fl. C. M 1 k 40 000 1 „ 4.000 1 „ 2 000 2 „ 400 st „ 200 14» . « 31.606 3.3*6 1.8» 544 i:« & Jötziv-Lose vom Jahre 1888 Ztrbanf 15 2 fl. 6. 1 k 10.000 1„ 1-000 2 „ 500 st „ 100 »„ 3» 10 . 10 800 „ i JT k fl. 2 Jf «= 750 000 U m 750 *70 / » IM, lst/6, Ist 10 F = 15 'luge nack der Ziehung L m Ist 5 1*48 I S I E 1 Ut * I U Rudolf Lose vom Jahre 1864 Zieh ans 1,4 y = fl. 100 c. k. Km 24 OOO r= 4 8H6 Z - 1.6 <7 -- 10 h fl. 4.72».', F = ** A - 1.« 1901 Die Verzinsung erlircbt hung*cage. fl. 10 »00400 HO.750 1.4. 1 10 3 Monat« nach der Ziehung 14 1914 /.IfkinK l.Vfl /. fl. W. 1 4 10.000 2; 1. 00 2 • '-00 st „ 100 10 „ 25 10, 1« S"> . ii so» «« 450 SV «H 9 2 Ziehung lo 10 fl. fl. W, 1 k I S O K) 2„ 1.000 2 . «W st „ 100 10 . 25 10. 10 900 „ 2 16.200 000 450 » 22^0 9 2 Krakauer Lote vom Jahre 1872 * = «. jo ß.».w. g - 7.V000 1 » B -«») <7= «t.OiS 1 . »-soo Zmtlt » . MO F=l,1 . » Lmtlt l»l» __ iOO(M l.*<4 M Salm-Lose vom Jahre I855 fl 6. W. 1 4 15-<«0 12 002 1 „ 3C«0 2.402 1 w 1 200 982 2 w :»:« 28* 2 . 200 1€S 5 . l«JO 62 13 . 50 42 25 . 30 ?6 19(« . 12 11« Zlehaag 1 10 1 ä 10.000 8 00* 1 . 2 000 1 002 1 w 1.800 H»>2 2 w 350 2*2 2 „ 200 16i 5 w 100 82 13 . 50 2-. „ 80 »0 2400 . 12 11.«e H m fl. 60 fl. 8. W* E m 20.CK« * 1 k 10 000 8010 U rn 7.547 2 . l.OOO 610 Z = 11 5 . 800 170 C-2 1 fl. 2.— 5 . 150 130 F m 10 1 723 . 50 50 L aa t/l 1S05 Die Vorzia»Ting arlaMhl u» Zia- buagstage. Oesterreich. Rothe Kreui-Lose vom Jahre I882 . fl -40 C . M - 100 000 > 4« *40 - IM, 151 . 8 Monate nach dar Ziehung r Istk? 1912 .V - fl 10 ff s 000 OOO Um SCI .7m» Tilgunga-Ziehaagea 6us.2c2 rrfualen-Ziehungea Z - 2 1. 1/7 F m 3 Tage nach der Ziebuug l m 1/7 1033 DU in den Tilgung*-Z4ebungen ge-sogenen Lo»« ipieleo mit den too 4«iwolb«fi abpeUoonton Prämi«n-Coupanc j» d*n ««it«Ten Prämion« Zi«h«afen mit. Zirliunc 2 1 fl. fl. W. 1 k 85.000 1 „ 1.000 Ist . 100 15 . M> 1500 w 13 28.002 M Hl 42 12.4 Xlebn»U 1/7 1 k 20.000 1 „ 1 000 2 w MO Ist w 100 20 w 50 2soo . 13 18.002 W 2 402 IM I 42 12 40> /f.-hu »f 15 1 fl c. x 1 k 40 000 flfl flflfl 4.1 ßß} MM ZIrbIIUS I H 7 » 20.«ge Türken Lose vom Jahre 1870 y - Fr. «oo K m 1,900.000 p = i.M.m Z = 1 », 1.1. 1«. » »> 110. l/W C • »inl bi. »Bf Weiter« nicht «ingelimt; »O do» Lo^n nit«i-*«ti di« Co«p«a0 »om 1 April 187* aai:«t*»g«n baflco. F m 1 Mooat nfcch der Ztohanf L = 1 12 1S74 Ausserdem werden fMofen %m 1. P«bruor 000 Sttck, am L April. 1, Juni, 2. Ansäst, 1. October nnd I December je 650 StOek k fr 400. Auszahlung mit 5W« de« Treffen. Zlehimren 12, 1.8« Mi 1 » Sii "00 1 . 2'. (KW 5f Ä 10.000 8 „ 2.ÜÜO 12 . 1J6# 28 # l.OOO Zlrkufei 1 4, 2 H, 1 k 800 »« 1 „ »O.OCO 2 . 2U.UW 6 . f. uuo 12 . 3 om *H . 1.000 It 4»i#|ge Ungarische Hypotheken-Lose v. Jahre 1884 Ungarische Rothe Krem-Lose vom Jahre 1882 I Xlrhnas 1* .V - I. 6 K = *0(1000 CT* 79642» PrAmlen-Ziobnngen 749.000 Ti^gungS'ZiebBDgeo / m 13. 1 9 F es 1 M nit nacb d«r Ziebung L m 12 19» Die m den Amurti»tiov»-Zi«bNQ-gen gozogevi-n Lose »pielen Mit d?n van deueelhea abgetrennten Pri-aleo - Coupoa« in allen folgenden rrimiert-ZiehuDgen mit. Di« in den Prftmian-Ziebun^n geiogeneu L0«0 n«b»en au 2000 „ 6 W < Zlebiiaa I 9 e 1 a 10.000 1 . 1.000 0 3 m 5t« 13 „ 100 25 w 60 50 „ 2>> 3400 . 6 40 Salzburger Lose vom Jahre 1872 -8 20 I fl- s- w . SH.Ülst 1 k 25 000 . 79.745 : 5 I . 5*7 . M 1011 *» 1.000 3 m 500 4 „ 100 «O . 30 20.U04 >Ot 404 tu 26 2°/0lge Serben-Lose vom Jahre 1881 I Y - Fr. 100 I , - 350 OttO ] ü = 304 260 I Zm 14-1. 14,4. 14/7, 1410 I r = 1.1 1 Fr. 2.— 1^=1 Monat uacb der Zlebang I L 14 1 1931 I Die Vcrxin*iun* erlischt am Tage der Pälligkeit 1 k 90 OOO l w 10.000 1 „ 3-508 2 „ 1 000 3 . 600 2 w *75 7W . 100 y = «. loo K m 400 OOO ü = »70.800 z = 151, l.v'5. 16 » C m 1 ö, 1,18 fl. 2 — F = 3 Munate naci d«r Ziehung l m. 16 5 1884 Dm Vcnineanf erli*cbt am Tage der fk)hfk«it. Gegen di« in den Tllgungs-ZieboD-gen gezogenen Lei« »#rdeo tie-winnaUcbeiu* a«sgerebftt. wwiobe eben*^ wie die in oea rrän»«#" Ziehungen gejogeo^n Lo«« in allen «aite-reft (lowinnat-Ziebunren mit-«fielen, und kAonca beide nccti i uiobrmaU mit gro«««rea Ttoflarn , gr&ogen wordaa. 11 C 4t Serbische Tabak-Lose vom Jalire 1888 Italienische Rothe Kreuz-Lose vom Jahre 1885 K = Lir. SS g = 6ijo noo Um 509.368 rrflmieii-Ziehungen st?3 «00 Ami)rtisat.-ZUhuugen 7, = L1, lÄ. 2 9. 2 ll Fm h Tag« nach der Ziehung L = l 2 l»37 Ziehung 1,2 Urt | a *0 000 1 „ 2 » Mfl n 156.lt Waldstein-Lose vom Jahre 1847 y e fl 20 C. M- F. m 103.500 U= 17.800 Z rn 15 7 Fm (• Monat« nach der Ziehung L = 157 11HIU /. r m. 1 a 80 000 1 1 . 2 „ 6 , 10 . 20 . 2 ca.« 1.000 2!» 1"0 50 40 30 16.804 1 664 844 247 aa m u 45 H 27 *»U» Wiener Commnnal-Lose vom Jahre 1874 Ziehuai 15 fl. 8 W. 1 A 800.000 1 „ N'(«0 1 . 5<«0 5 ^ 1.UU0 12 . 250 2UU0 . 150 V - fl. 100 E - 800-000 V « 192.900 ZmVi, 17. 2/11 F — S Monate nach der Z-.ehuog l m 13 192 t Zlebuav 17 1 k 200 000 1 # 90.000 1 . 5.0» Hl 5 . 1-000 12 . 250 2180 . 150 ISO'« 2' .020 4.'« «O 280 140 18.088 i I ■ lIehanr 2 11 1 k 2» O.VOO 1 „ 20 19« 1 . 500 5 . 10«« 1« . SW »060 . 130 100.020 10.02,» 4 20 820 2*J 140 U ...... Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. So««tagsöeitage der „Deutschen Wacht" in Hilli. Nr. 50 „Die Eüdmart" ericheinl jeden -omilag al? ui>e»!geliliche Äeilage ttir die Leser der „Teutschen Wachl". — Ein,etn ift ..Die Lüdinart" »ich käuflich 189^ KeröliötütKe. s»«ch»r»ck ) Roman von Clarissa Lohde. (7. Fortsetzung.) „Wie Du nur sprichst/ rief die Professorin mit etwas sauersüßer Miene. „Ja, ihr Männer seid nun einmal unberechenbar in Eurem Geschmack. Was aber den Wurm anbetr>ffl, der Dir am Leuen nagen soll, so straft Dein Aussehen Deine Worte Lügen. Es ist in der That besser als seit l^nge." Der Präsident lächelte. Er fühlte sich wirtlich in letzter Zeit merklich wodler. als in früheren I >bre». In Folge der schweren Sch-ckialSschläge. die ihn so rasch nach einander d.iroffen. h.me er ösiers am Herzen gelitte», ovne daß die A rzte gerade einen F.hler konstatirt Hätten. Indessen plagten il-n zuweilen Beklemmungen. M>>» haue ihm da» Bergsteigen — er war in jungen Jahren ein paffionirir>. Alpensteiger gewesen — verboten ; er muxie aus sei> e Gesundheit achten. un> das schien ihm ein „Mrramto raori", vor dem er fnne Augen nichi veridjltmn dürfte. Draußen gieng die Glocke. DaS Siubenmächen meldete Fräulein Bodm an. .Ach, Dem Besuch kommt schon," sagte der Prä-sident. .Ich bitte Dich, sei mild ge^en das arme Kind, und sprich über dsiee böse Angelegenheit nicht." „Wenn sie nicht selbst davon anfängt? Abe» Tu kaunst ja mit uns de» Kaffee nehmen, wenn da« junge Mädchen Dir so interessant ist. — die Sumpf« blume," fügte sie etwas spöitifch hinzu. Der Präsident that, al« ob er den Spot« nicht höre. Er inieressirte sich wirklich sür Elli, ja nach dem letzten bösen Vorfalle zwischen ihrem Vater und Hübner »och lebhafter als im Ansang, und nahm daher gern die Gelegenheit wahr, sie näher kennen zu lernen. Vielleicht konnte du-ch si, auch sich wahr« deiisgetreuer, al« sonst möglich war. über die Ver» hälinisse deS Bodinschen Haus>S un'errichien. was ihm jetzt von besonderem Werte war. „Wenn ich dich nicht störe, Du ihr nicht beson-derrs zu sagen hast," entgegnete er daher leichthin. Die Pros.ssorin blickte den Bruder nun doch etwaS verwundert an. Hatte er vorhin doch nit>» so ganz im Scherze gesprochen. Elli es ihm wirklich an-gethan? „Nichts, was Du nicht auch hören könnlest. Und da die böse Angelegenheit nach Deinem Wunsche nicht berührt werden soll —" „Nein, laß uns lieber von Otiomar sprechen. Hut er Dir nicht über seine Reise etwas geschrieve» ? Ich wollte Dich scho» bitten, mir den Brief oorzu-lesen." Elli halle draußen Hut und Mangel abgelegt. Nun »rat sie herein, verneigte sich vor dem Präsidenten un» küßte d»r Professorin die Hand. Hin schlichtes blaues Wollenkleid umschloß eng ibre sei»e G-stalt und hob das weiche Oval ihres G^lichte« hervor das auffullrnd bleich und, wie es d m Präsident.n oo>ka»i. schmäler als früher erschien. Unter ihren Augen, die heute unsäglich traurig blickten, lagerten tiefe Schatten. Dennoch war sie der Einladung der Professorin sogleich gefolgt. Nach den ersten schweren Stunden, nach vielfachen gemeinsumen Berathungen mit dem Vater wac endlich wieder Ruhe nnd mit der Ruhe die Hoffnung in da-> junge Herz eingezogen. Eine genaue Berechnung war aufgestellt worden. Die 6.000 Mark sollten zur Befriedigung der drängensten Gläubiger verwandt werden. Mit den übrigen hcffie der Raid ein Abkommen zu treffen und die Schuld durch vierteljährliche Abzahlungen allmählich tilge» zu könne». Freilich waren dann doppeste Einschrän-kungen »öihig. Ader was that das? Wenn das Diensimädchen entlassen, aus alle Neuanschaffungen in der Garderobe vorläufig verzichtet würde, dann war <8 möglich, von dem Gehalt die Zahlungen zu leisten. Und wenn ste, Elli, dann durch ihre Malereien noch eiwas hinzuverdiente, mußt« es ja gehen. Freilich der von Jrmga»d erhaltene Vorschuß mußte zuer^ 2 abaeart«»-» - und an ein weiteres Studium, .^rauf Sie gehofft hatte, dürfte sie jetzt nicht weiter denken. DeS Vaters Ehre war dann aber gerettet, sie braucht Ottomar, wie sie eS Anfangs eS thun zu muffen glaubt halte, fein Wort noch nicht zurückzu» geben; den» ein Mädchen auS entehrter Familie durfte er nimmer zu seiner Frau machen, daS stand fest bei ihr, fest, wenn er darauf bestehen sollte; dazu liebte sie ihn zu sehr. Nun jedoch, da noch Hoffnung vorhanden war, wenn auch Jahre darüber hingehen sollten. Alles ausgleichen zu können, glaubte sie, sich und ihm den Schmerz einer Trennung er-sparen zu dürfen. Die Profefforin nahm eine möglichst freundliche Miene an, obgleich ihr innerlich gar nicht so zu Muthe war; aber sie fühlte sich unter den beobach-«enden Augen des BruderS, und den mochte sie nicht erzürne». Man fetzt sich um den Kaffeetisch. Der Prä-sident als Weltmann wußte sogleich eine allgemeine Unterhaltung einzuleiten. Die Professorin fragte nach dem Befinden von Elli» Eltern und Schwestern, wo-rauf sie die etwas befangene Antwort erhielt, daß eS Allen gut gienge. Dann holte sie OttomarS Brief hervor. Ihr Bruder wünsche nur, ihn zu hören; ob eS sie, Elli. auch mitimereffire. Naiürlrch. obwohl Ottomar so freudlich gewesen sei, schon auS Athen aa sie zu schreiben. Und nun las die Profefforin vor. eine schöne, seffelnd geschriebene Schiderung der Reise, die über Triest und das adriatische Meer mit dem Lloyv-dampser direkt nach Aihen gegangen war. Immer Heller in mütterlichem Stolze leuchteten die Augen der jungen Dame aus. je weiter sie las. Vergessen war Alles. waS sie vorhin noch gegen Elli eingenommen hatte, und da sie in den schönen Augen des jungen Mädchens den Reflex deS eigenen Empfindens be-merkte, lächelte sie ihr von Zeit zu Zeit freundlich zu, so oft sie an eine besonders warm empfundene Stelle kam. „Ja," sagte der Präsident, als sie geendet, „wer Sinn für da» Alte, da» Vergangene hat. der wird nie ohne innere Bewegung diesen Wahrzeichen einer versunkenen hohen Kultur gegenüberstehen. Auch auf mich hat Athen, als ich vor etwa zwanzig Jahren zum ersten Mal den klaffifchen Boden betrat, einen unvergeßlichen Eindruck gemacht, wie viel mehr auf einen Arhäologen und Kunsthistoriker, wie Ottomar eS ist. Da muß jeder Stern, jeder FelS, jeder Baum ganz besonders zu ihm sprechen. Und wenn erst der Frühling kommt — und daS ist nicht mehr lange hin, wenn es aus dem Marmor zu sproffen beginnt, wenn Anemoden und Sternblumen zwischen dem alten Ge-stein emporschießen, wenn die Rosen blühen und sich in.duftenden Gewinden von Baum zu Baum schlingen, dann glaubt man wirklich ein Märchen aus Tauseud und einer Nacht sei lebendig geworden. Ich war mit meiner verstorbenen Frau in der schönen Früh-lingszeit in Athen als die ganze Stadt und alle Kirchen so zu sagen unter Rosen standen. Und Abends bei Vollmond aus der AkropoliS, wenn die Ruinen der Tempel unter seinem goldigen Licht sich wieder zu einem Ganzen zusammenzufügen scheinen! Ich werde diese Stunde nie vergessen.- ElliS Augen hingen voll Interesse an den Zügen des Präsidenten, die wie vom Glanz der Erinnerung fast jugendlich durchleuchiet schiene». Ihr warmer Strahl begegnete seinen Blick, der sich, als er geendet hatte, ihr zuwandte. „Sie wundern sich gewiß, mein Fräulein," sagte er freundlich, „daß ein alter Mann noch fo begeistert sprechen kann." „Im Gegeniheil. ich freue mich, zu sehen, daß bevorzugte auch mit grauen Haaren noch jung bleiben können." „Man wird wieder jung, wenn man sich fo an-mnthiger Jugend gegenüber>ieht," entgegnete der Prä-sident galant. Die Professorin schüttelte heimlich den Kopf. Sie blickte von ihrem Bruder zu Elli und von dieser wiever zurück; aber sie sagte nichiS, obwohl sie sich sür Ottomar etwas beleidigt fühlte, daß nicht er und fein Brief, sondern der Präsident das Interesse Ellis so ganz in Anspruch zu nehmen schien. „Ottomar war besorgt um Sie, liebes Kind." begann sie jetzt in etwas strengem Tone. „Sie haben auf seinen letzten Brief »och nicht geantwortet." „O doch, er wird jetzt schon meine Antwort haben; sie verzörgerte sich, weil ich einige Tage nicht wohl war," entgegnete Elli mit einem fragenden Blick auf den Präsidenten hin. Durste sie denn in seiner Gegenwart so offen über ihr Verhältniß zu Ottomar sprechen? „Ich bin ins Geheimnis gezogen," sagte er, sich leicht gegen Elli verneigend, „und darf mit Er-laubniß meiner Schwester Sie als zukünftige Nichte begrüßen," Dabei faßte er ihre Hand und zog sie mit che-valereSker Artigkeit an die Lippen. Sie errötheu. „Wie gütig Sie sind, stotterte sie beglückt, „und wie dankbar ich Ihnen bin „Dankbar dafür." fcherzte er. daß ein alter Mann eines hübschen Mädchens Hand küffen darf? Ich habe Ihnen zu danken." » j J* Elli.^die jetztnjfbe Stunde, die nicht der Arbeit geweiht war. als eine verlorene betrachtete, brach bald wieder aus. Als sie sich im Vorzimmer zum Fortgehen zu-recht machte, flüsterte die Professorin ihrem Bruder zu: .Du bist ganz wie mein Mann, völlig schwach dem Mädchen gegenüber. Ich meine, es wäre besser gewesen, Du hättest unter den obwaltende» Umständen nicht von der Verlobung gesprochen, die ja in Wahr-heil noch nicht erfolgt ist." .Laß nur," sagte der Präsident, sich nun gleich-lalls verabschiedend. „Ich weiß schon, was ich thue." Als Elli die Treppe hinunterging, hörte sie Schritte hinter sich. Es war der Präsident, der mit ihr das Haus verließ. Sein Gesicht war jetzt sehr ernst, und als er vor der Hausthür vor Elli den Hut zog. sagte er rafch: „Da Sie jetzt unier den Augen meiner Schwester zu meiner Nichte creirt worden sind, Fräulein Elli, darf ich wohl auch die Rechte des Onkels in Anspruch nehmen und Sie um eine Unterredung unter vier Augen bitten. Ich habe nothwendig mit Ihnen zu sprechen und hoffe, Sie scheuen sich nichr, einen alte» Mann in seiner Woynung aufzusuchen." Elli wechselte ein wenig die Farbe. Sie er-schrack, weil sie ahnie, daß eS des Vaters Angelegenheit sei, wegen der der Präsident sie zu sprechen wünsche. DaS Bewußtsein aber, daß man ihr wohlwolle, be-ruhigte sie auch wieder. „Ich danke Ihnen," sagte sie, „danke Ihnen viel-malS; wann darj ich kommen ?" „Morgen nachmittag um diese Zeit. Ich werde Sie erwarten." Noch einmal zog er den Hui. dann gingen beide in verschiedenen Richtungen auseinander. 9. Als Elli heimkam, fand sie Jrmgard vor, bi« heiter plaudernd zwischen Mutter und Schwester saß. Da das Leben scheinbar in der alten Weile fortgieng. hatte die Räthin sich schon wieder vollständig beruhigt und ließ ihrer gewohnten Redseligkeit freien Lauf. „Denk- Dir, Elli," rief sie der Eintretenden entgegen, Fräulein Jrmgard ist hier, um Dich und die Schwester sür nächste Woche zum Ball einzuladen. ES ist der letzte in dieser Saison, der im Hause deS Herrn Geheimraths gegeben wird. Lena und Otti meinten, ihre Toilette sei nicht mehr recht geeignet dazu, die liebe Jrmgard will aber nichts davon wissen." „Ich glaube wirklich." warf Elli mit einem raschen Blick aus die Schwestern ein, .Lena und Otti haben recht. Die Toiletten sino vort>rauch», und Du weißt. Jrmgard. neue anzuschaffen —" „Wir haben schon di« Kleider Revue passiren lassen." unterbrach sie die Freundin, während ihre Auge» voll aufsteigender Sorge an den bleichen Zügen ElliS hiengen. Waren doch auch schon zu ihren Ohre» allerhand Gerüchte gedrungen, und sie hatte sich vorgenommen, der Wahrheit heuie nachzuforschen; nicht aus Neugier, sondern auS innigster Theilnahme für die Familie. Elli war solange nicht bei ihr gewesen, und in den GesellschastSsturi». in welchem sie und ihre Eltern lebten, hallen sie in der ganze» vergangenen Woche keine Stunde erübrige» können, sie aufzusuchen, und nun laS sie in den sprechende» Mienen der Freundin, daß wirklich etwas vorgefallen, etwas sehr Trauriges vorgefallen sein mußte. „Ich für meinen Theil," sagte Elli nun ent-schieden, „werde danke» inüsfen, und ich denke. Lern und Otti gehen nicht ohne mich." Die beiden junge» Mädchen warfen sich einen schnellen Blick zu. „Natürlich, wenn Du nicht gehst," meine Leni spitz. „Du bist ja die Hauptperson; ohne Dich werden wir von Jrmgard vielleicht gar nichl gewünscht." „O. daß ist gewiß nur ein Vorurtheil von Euch," mischte sich die Rälhin jetzt ein, die ihren Jüngsten nach den letzten trüben Tagen gern ein Vergnügen gegönnt hätte. „Elli liebt ja überhaupt das Tanzen nicht, und nun ihr Schatz fort ist —" Elli errötheie. Obwohl Jrmgard im Geheimniß war. verletzie sie doch immer die frivole Art, mit der die Mutter diese zarieste Saite ihres Innern berührte. Und wie oft hatte sich die Räihin schon verzweifelnd über den B.stand ihre« Verhältnisses zu Ottonar ge» äußer», da er ohne die erwartete Veröffentlichung der Verlobung abgereist war. Warum das jetzt immer wieder berühren, gerade in dieser traurigen sorgenvollen Zeit, die alles in Frage stellte? .DaS begreife ich," stimmte Jrmgard zu; „aber wenn Elli auch nicht tanzt, ich möchte sie gar zu gern da haben." Elli schüttelte den Kops. „Unmöglich, Jrmgard dringe nicht in mich. ES ist wirklich besser, wir bleiben zu Hause." „Wenn Deine Schwestern aber doch so gern möchten, warf sich Jrmgard als Fürsprcherin auf. „Ich habe Ihnen ja nichts zu verbieten." ent» gegnele Elli herb, „wenn Mama es durchaus will." Jrmgard erhob sich: (Fortsetzung folgt.) W«r immer unter deinem Dache weilt SSkt immer unltt deinem Dache roelt, Sei «S ein hober oder wirrer Gast, Wer deine» Hose» Schwelle mit dir theilt — Halt'werth sein Haupt, beschirm« seine Rast I Wer ein und aus in deinem Hause geht, Und wär'S der niedrigste. der letzte Knecht Wer deinem Wohl und Weh zu Diensten steht, Eijeig' ihm Freundlichkeit, ei weis' ihm Recht! Bedenk', indes er kargen Lohn erwirbt. Träumt er vielleicht, wie Menschenträume sind. Von seiner Mutter, di? vereinsamt stirbt. Vielleicht von seinem fernen, tränten Kind! Und wenn es zehnfach ihm das Herz zer- stockt, Er ist tein freier Mann, er kann nicht fort. Und schweigsam schafft er weiter, tiefbedrückt O tag zuweilen ihm ein mildes Wort! Dein ist ,'l doppelt, wenn du ihn nur liebst Mit deine» Herzen« allertleinst.m Hauch! Dem tu den Rest von deinem Tifche gibst, Gib ihm den Rest von deiner Liebe auch k Emil C l a a r. Warmhalte» de» Rückens. Die Nieren sind sehr wichtige Organe de» Kör-peiS und von der Natur bestimmt, möglichst warm gehalten zu werden. In ge-sundem Zustande sind sie deshalb in eine Lage gelt eingehüllt. Bei Citäliung der-selben tritt ia ihren kleinen Gesäßen eine Stockung de» Bluiumlaufe» ein, so dass das Blut fein Eiweiß verliert Das Eiweiß ist eines der wichugite» LebenSelemente, welche» die Aufrechterhaltung der Körper-träft« bedingt. Wenn aber da» Eiweiß >urch die Blase geschieden wird so ist e« ür den Körper verloren, und der Mensch nagert zu einem Steleit ad. Dabei ist e» »esonder» bei älteren Leuten von Wichtig-eil, den Rücken stet« warm zu hallen, jwischen den Schulterblättern sitzen di« lungen. Jeder weiß, wie leicht ein taller Lind auf den Rucken eine Erkältung her-eisühri, Das Sitzen mit dem R cken gegen in Fenster oder eine Thür ruft iniolge eS ZugeS, der durch die Ritzen und Spal-!» stattfindet, nicht selten «inen Katarrh ervor. Deshalb sollte die Stelle jwischen m Schulterblättern bei faltet Witterung l»nz defender» geschützt werden, und Per-men über 60 Jahre > als Beigabe ein gefchätzteS Kuiier für Legehühner. Diesen aber allein zu süllern, i» eniichieden abzuraihen. Eine täglich ein-malig» Verabreichung von Weichsutier ist bei solch intensiver Fütterung unei läßlich. Welches Gejammtquantuin pro Huhn tag lich zu geben ist, läßl sich nicht genau d«-stimmen, da bi-seS von der Giöße und Beschaffenheit des zur Verfügung stehen-den AuslaujeS, von der Raffe, also von dir Größe der Hühner und ihrer Emsig-teit im Suchen, abhangig ist. Für 100 Hühner ist e» gut, täglich höchstens S—10 Pfund «onnenblumentörner zu geben: daS übrige in schneller veisaulichen Stoffen. neb«n Weichfutter, Buchweizen, kurzen dünnschaligem Haser:c. zu verabiolgen. Immerhin wird man gut thun, solche Futtermittel, wie Fleisch, Blut. Hanf. Sonnenblumensanun k. den Hühnern nur als sog Zusatz- oder Reizsutier zu reichen. Pantoffelheld. Mann: „Eine schöne Empsehlung von meiner Frau, sie läßt fragen, ob ich net vorgettern mein' Regen-schirm da vergessen hab'!" Tchön gesagt. Academiedireelor (nach der Preisvertheilung): „Mögen Ei« sich immer vor Augen halten, dass di« hohe Staatsregierung die Henne ist, welche die goldenen Medaillen legt!" Drohung. Der kleine Franz will beim MittagStifch keinen Spargel essen, „Warte nur", sagt die Mama, „wenn Du Soldat wirst, in der Kaserne lernen sie Dir schon das Spargelessen!" (?in Biedermann. Herr (in eine Apoihete tretend): „Haben Sie ein gutes Mittel gegen Neuralgie?" Apotheker: „Nein, dagegen kann ich Ihnen eigentlich nichts Rechtes empfehle»!" Herr: „Dann geben Sie mir wenigsten« Ihre Hand, denn Sie sind d«r anständig,le Apoiheker, den» ich seil 15 Jahren getroffen hab«!' Keine Regel ohne Ausnahme. A.: „Je mehr der Mensch hat. desto mehr will er!" B.: „Unsinn, Sie haben gewiss »och niemals Zwillinge gehabt!" Uebertrumpft. Mann: „Aber merkst Du denn nicht, wie lächerlich Du Dich mit Deinen Schintenärmeln machst Du hast doch nichts, um sie auszufüllen" Frau: „Und womit füllst Tu Deinen Lylinder-Hut auS?" Zutreffend. Kund«: „Wa« >st denn das für ein dickes Buch?" — Weinhändl«,: ..Tarin mache ich fortlaufende Einträge über Bestand und Beschaffenheit mrinec Weine!" — Kunde: „Also gewissermaßen ein — Tausregister I" in böser Bube. Ein Sachse kommt athemloS in da» Potizeiamt und verlangt vom Eommiffär einen Polizinen. — „Ja. um Himmels willen," meint der Com-missär, „sagen Sie mir doch eigentlich erst. wa> lo» ist?" — „Ach, mein Guiester," meint der Sachs«, mein Heiner Friedrich will nämlich teen« ErbSsuppe essen, und und der folgt nur, wenn er eenen Poli» zisten sieht!" Devotion in der Skadfahrschule. Fachlehier d-S kleinen Prinzen: „Wenn Hoheit geruhen würden, etwas fester in die Pedale zu treten, würden Hoheit nicht so oft h«runlerzufall«n geruben müssen." Trostlos. Student (der Alle« ver» fetzt hat): „Di« Uhr studiert... der Frack studiert... di« Bücher studier«» .. mein ganzes Hab' und Gut studiert . . . nur ich nicht I' Stilbluth«. Den Fisch, den Karl gefangen hatt«, machte übermenschlich« Anstr«ngungen, sich zu b«fr«i«n. 189f .Deutsche Wacht' Reizende neueste aas Phönix Glas, Watte, Lametta, sowie hochfeine, aus Gold- und Silber-Carton gefertigte Behänge und Bonbonnieren WeiknachtS - Krippen etc. - nar Neuheiten-Spezialitäten liefert billigst n. prompt Christbaumschmuck-Etablissement Wien, I.. Elisabethstrasse Nr. I JoM'f 10M—2s/, Reich illrstrirte Preislisten gratis nnd franco, Complete CbristbanBisarlinieiite Pferhofer'S Apathrke „Zum gold. Rrichsapfrl" Wien, I. Tingerftraße Nr 15. A Ä'serhofers Wführ-Mllen, altbewährte», leicht abführendes und von vielen Aerzten dem Publikum em-pfohlenes Hausmittel. Dieie Pillen sind dieselben, welche seit vielen Jahrzehnten unter dem Rainen I. 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Der nach Cilli zu-ständige Anstreichergehilie und Taglöhner Josef Weg und, welcher schon wiederholt wegen Ver-brechen» der öffentlichen Gewaltthätigkeit und anderer Excesse gerichtlich und polizeilich bestraft wurde, wurde am 10. d. M. abermals wegen Verbrechens der öffentlichen Gewaltthätigkeit vom Kreisgerichte Cilli zu einer dreimonatlichen Kerker-strafe verurtheilt. Am selben Tage sür 14 Tage auf freien Fuß gesetzt, begann er in seiner Wohnung neuerdings zu excedieren und bedrohte seine Ehe-gattin mit dem Tode. „Er müsse sie umbringen und wenn er gleich zu der soeben erhaltenen Strafe noch sechs Jahre dazu bekomme!" Mit Rücksicht aus die Gemeingesährlichkeit des Wegund im auf-geregten Zustande, in welchem derselbe äußerst ge-waltthätig ist, wurde er über Begehren seiner Ehe-gattin durch die städtische Sicherheitswache verhaftet. Er befand sich im Besitze eines Taschenmessers, womit er seinen Drohungen Nachdruck verlieh. Wegun wurde dem Kreisgerichte wieder eingeliefert. Deutscher Schutverein. In der Ausschußsitzung am 9. December wurde der Frauinorlsgruppe W.-Neustadt für daS Ergebnis» deS Frühlingsfestes, der Frauenortsgruppe Reichenberg für das Ergebnis« eines Concerte», der Frauenortsgruppe Hohenmauthen sür eine Sammlung bei der Jagd de» Herrn Schober, der Ort»-gruppe Arnoldstein für verschiedene Spenden, der Ortsgruppe Friedland für das Ergebnis» zweier Unterhaltungsabende, der Ortsgruppe Uckern für ein Ballergebnifs, ferner der Bezirksvertretung und der Stadtgemeinde in Krakau, der Sparcasse in Et.-Pölten, einer Spielgesellschaft in B.-Aicha und Herrn Dr. Puchelt in Mannheim sür Spendtn, dem Hotelier Herrn Kreid in Innsbruck sür daS Ergebnis» einer Sammelbüchse und endlich der Frau Hermine Hauer für ihr vieljährigeS verdienstvolle» Wirken al» Vorsteherin der FrauenorlSgruppe Wien-Mariahilf, anläßlich ihre» Rücktrittes der geziemende Dank ausgesprochen. Hierauf wurden kleine Schul-Unterstützungen bewilligt für Branzoll, Gereut, Kannowa, Prschehorsch, Reiditz, Fresen, Eichleit, Jnnerfloruz, Proveis, Schmihos, Rannay, Liebenau, Neudvrs bei Dauba, Cüngrube, Geschebitz. Rosig, ferner für die gewerbliche FortbildungS-Schulc in Kolleschowitz, eine Unterstützung für den Kinder-garten in Friedek, weiteres die Subvention für die Kindergärten in Nieder-LeutenSdors und Nestonietz. Nach Berathung von Angelegenheiten des Schul-baue» in Meilenstein gelangen Angelegenheiten der Vereinsschulen in Jabloneg, Lipnik, Schudorf, Putzlitz und Freiberg, und der Vereinskindergärten in Proßnitz, Liebenau. Josefstadt, Winvifch-Feistritz, Wischau und Lundenburg zur Berathung uud Be-schlußfassung. ___ vermischtes. Der Herausgeber eine» amerikanischen Blat-tes hat in einem Anflug von „Galgenhumor* i seinen Mitarbeitern folgende Ratschläge erteilt: „So lange Sie zum Schreiben etwas anderes als Feder und Tinte gebrauchen können, hüten Sie sich, sie zu ver« wenden. Die Schrift könnte leicht zu deutlich sein und würde dann die Aufmerksamkeit de» Redakteurs und des Schriftsetzers nicht ge-nügend fesseln. Sind Sie aber durch den Zufall gemüßigt, mit Tinte und Feder zu schreiben, jo hüten Tie sich, bei dem Wenven des Papiers Lösch-papier zu benutzen, dies ist schon längst außer Diode. Wenden Sie nie Satzzeichen a»; uns ist es sehr angenehm, wenn wir erraten müssen, was Sie eigentlich sagen wollten. Große Anfangsbuchstaben zu gebrauchen, ist ebenfalls überflüssig; so können wir wenigstens die Satzzeichen nach eigenem Gut-dünken anwenden. Es ist vollkommen unnötig, sich eine leserliche Handschrift anzueignen; eine solche verrät immer plebejische Abstammung und berech-tigt überdies zur Annahme, das» Sie in irgend einer öffentlichen Schule Ihre Ausbildung erhalten haben. Eine schlechte Schrift deutet aus Genie. Viele Schriftsteller machen sich überhaupt auf diese Weise bemerkbar. Schließen Sie daher bei dem Schreiben die Augen und schreiben Sie so unleserlich wie mög» lich. Auf Eigennamen ist nicht besonders zu achten, denn jeder Schriftsetzer kennt den Vor- und Zunamen eines jeden Mannes, WeibeS und Kindes der ganzen Welt, und wenn wir nur den Anfangsbuchstaben eine» Namen» erraten zu können glauben, so genügt dies vollkommen; wohl ist e» wahr, das» wir jüngst Samuel MariSgon statt Lemuel Messinger gedruckt haben, doch wird dadurch gewiss kein gebildeter Leser irregeführt worden sein. Also nochmals, achten Sie nicht auf Eigennamen. Sehr vorteilhaft ist eS, beide Seiten des Papiers zu beschreiben, und wenn sie vollgeschrieben sind und man einige Hundert Zeilen beifügen muß, empfiehlt eS sich, über die Quere zu schreiben, denn noch ein Blatt deshalb zu opfern, wäre wahrscheinlich des Guten zu viel gethan. Wir sind im siebenten Himmel, wenn wir solch ein Manuskript in Händen haben; am liebsten wäre es uns, wenn wir auch den Schreiber in einem stillen Winkel unter unsern Händen hätten. Wie wäre die Rache süß! Das braune Packpapier ist zum Schreiben besonders verwendbar; wenn Sie aber eben keins haben, so kann man auf der Straße wohl im Vorbeigehen von einem Plakat das nötige Papier abreißen. Falls man lich eines solchen Papiers bedient, ist eS ratsam, aus jene Seite zu schreiben, welche bekleistert ist. Wenn ein Artikel beendet ist, so trage man ihn, ehe er der Redaktion zugesandt wird, einige Tage in der Tasche mit sich herum. Wurde der Artikel mit Bleistift geschrieben, so sind die Vorteile dieses Systems unschätzbar. Suchen Sie ein oder das andere Blatt zu verlieren; die Zuiammenfügung loser, nicht nummerierter Blätter macht uns stets besondere Freude." Hin Arief-Automat. Das Aufgeben recom-mandierier Briefe ist oft mit großen Unannehmlich-leiten verbunden. Der Weg zum Postamte, daS lange Warten am Schalter sind lästig. Der schon so viel benutzte Automat scheint berufen zu sein, auch hier Remedur zu schaffen. Wie unS das Patentbureau I. Fischer in Wien mittheilt, hat der Connt Detalmo di Brazza Savorguan in New-Dort einen eigenthümlichen Automaten construirt, welcher thatsächlich, wenn er seinem Renommee entspricht, Wunder leistet. Die Maschine enthält eine verschlossene Registrir-Vorrichtung und Briefkasten, welch letzterer, beim Einwurf einer bestimmten Münze geöffnet wird. Gleichzeitig wird ein Mecha-nismus in Bewegung gesetzt, welcher die Sendung wiegt und nummeriert, Nummer und Gewicht auf ein EmpfangSrecepisS aufdruckt, letzteres daliert und auS einer Oeffnung herausschiebt. Mit diesem Recepiffe wird zur selben Zeit ein Duplicat auf einem automatisch bewegten Papierbande im Inneren deS Automaten abgedruckt. Der Mechanismus ist so eingerichtet, dass, wenn das Band abgelaufen ist, ein weitere» Einwerfen von Sendungen nicht stattfinden kann. Hiernach würde da« Aufgeben recommandierter Briefe nicht mehr Umstände machen, wie das eine» gewöhnlichen Briefe?, den man ein» fach in den Postkasten gleiten lässt. LUienthals Luftschiff verbessert. Der Altv-naer Lustschifter, Stenzel hat die Idee des Herrn Lilienthal, der kürzlich ein Opfer feiner Versuche geworden ist. aufgegriffen. Er benützt, wie wir einer Mittheilung de» Patentbureau I. Fischer in Wien entnehmen, den Lilienthal'schen Apparat, der auf daS Princip des VogelflugS basirt ist, verbindet denselben jedoch mit einem kleinen, von ihm er-fundenen Motor, welcher durch compromirteS Kohlen-säuregas bethätigt wird und der bei einem Druck von neun Athmosphären drei Pferdekräfte liefert, demnach geringe» Gewicht mit großer Leistung»-fähigkeit verbindet. " Neuartiger Ventilator. Schon oft hörte man über die schlechte Ventilation unserer Eisenbahn-und Tramway-Wägen klagen, von denen besonders die ersteren im Winter oft einen qualvollen Aus-enthaltSort bilden. Ein amerikanischer Erfinder, Thomas Grifith, hat nun ein System erfunden und patentiert, durch welches stets eine entsprechende Menge frischer Luft in den sich bewegenden Wagen zugeführt wird, ohne daS hiedurch ein Zug ent-stehen könnte. Wie uns das Patentbureau I. Fischer in Wien diesbezüglich mittheilt, besteht diese» System aus zwei unterhalb des Dache» längs der Seiten-wände verlaufenden Röhren, welche an den Enden des Wagens durch das Dach hindurchgefühlt sind und hier in vier irommelähnlichen mit seinem Drahtnetz überzogenen Oeffnungen endigen. Die Luft streicht während der Bewegung des Wagen« durch diese Oeffnungen in die Rohre und wird hier durch vom Luftzug bewegte Ventile in den Jnnenraum des Wagens abgelenkt, während die verbrauchte Luft durch die im Hinteren Theile der Röhre be-findliche Oeffnungen ins Freie befördert wird. Aie großen pariser Läden mit ihren reichen Auslagen find — wie man unS erzählt, — ein ergiebiges Arbeitsfeld für alle „Kleptomaten*. Die Besitzer sind fo an diese Krankheit ihrer Kunden gewöhnt, das» sie von vornherein jede» Jahr eine gewisse Snmme für „Abhandengekommenes" ansetzen und gern ein Auge zudrücken, wenn der Gegenstand unbedeutend ist und die Sache unauf- fällig geschieht. Dass die» aber nicht immer der Fall ist. beweist eine Geschichte, die sich vor einigen Tagen bei einem der größten Geflügel- und Colo-nialwarenhändler zugetragen hat. Erschien da eine würdige, rundliche Dame in weitem schwarzen Mantel und Witwenschleier, die sich so eigeathüm-lich benahm, das» schließlich eine der Angestellten einen Schutzmann herdeiwinkle, um ihre Gewänoer einer näheren Untersuchung zu unierziehen. Das Ergebnis war — verblüffend. An dem Kleide der braven Frau hing, zierlich mit Drähten und Fäden befestigt, ein ganzes Warenlager: ein Perlhuhn, zwei Hähnchen, vier Rebhühner, drei Pfund Butler, zwöls Paar Frankfurter Würstchen und zwei Büchsen marinierte Heringe! Aber damit noch nicht genug. Ermuthigt durch diesen reichen Fund stellte man noch eingehendere Nachforschungen an unv fand einen Pelzkragen, zwei Blousen, eine Jacke, eine Kapuze, zwei Paar Handschuhe, zwei Rollen Band und 15 Meter Satin! Auf der Polizei betheuerte die erfinderische Frau, dass sie zum erstenmale in ihrem Leben diese Kunst ausgeübt habe. Wenn das wahr ist, dann behaupte noch einer, es sei noch kein Meister vom Himmel gefallen! Kiele grohe Städte vesitzen reichgewordene Bettler, welche ihrem Gewerbe nur auS Liebhaberei nachgehen. Man erinnert sich der Geschichte von dem Bettler, welcher um Almosen bat vor einem schönen sechsstöckigen Hause. daS ihm gehörte. London bat jetzt einen Helden dieser Art auszu« weisen. Es ist ver Blinde an der Waterloobrücke, welcher sich entschlossen hat, daS Geschäft auszu-geben, nachdem er sich ein anständiges Auskommen gesichert hat. und seine ertragreiche Stelle abzutreten sucht. Er hat eine regelrechte Abrechnung, um die Vortheile deS Geschäftes zu beweisen, die Blindheit scheint ihn nicht gehindert zu haben, genau Buch zu führen. Er will, wie es he'ßt, folgende Ankündigung in den Zeitungen veröffentlichen: „Wenn ein Blinder diefe Zeilen liest, wird er einen guten Posten auf der Waterloo-Brücke finden können. Anfragen bei Glaizer. Blinder von Beruf." Der kurzsichtige Dichter hatte recht, auszurufen: „Ach! warum bin ich nicht blind? Die Blindheit ist ein Beruf, die Kursichtigkeil ist nur eine Krankheit!" per Schmied von Hretna Hreen. In Ro-manen und Balladen, in Opern und Liedern wird er gefeiert der „Schmied von Gretna-Green*. als Schutzpatron der Liebenoen, der ehelicher Verbindung Schwierigkeiten entgegenstehen; nun wird aus London sein Tod gemeldet. Seit fünfzig Iah-ren war der Verstorbene Friedensrichter in dem Dorschen der schottischen Grafschaft Dumfries, dicht an der englischen Grenze, und etwa zehn Jahre lang konnte er noch daS Recht ausüben, ohne nach dem „woher und wohin" zu fragen, Männlein und Weiblein zusammenzugehen, die sich hilfeflehend an ihn wandten. Seit 1857 ist laut dem „B. T." dieses Recht erheblich eingeschränkt, denn nach dem geltenden Gesetze müssen die Ehecandidaten und Candidatinen wenigstens drei Wochen in Schott-land wohnen, ehe sie vereinigt werden dürfen. Ganz besonders start war der Andrang nach dem bequem zu erreichenden Grenzdörschen erklärlicherweise auS England, welches seit 1750 eine sehr strenge Ehegeseygebung hat. und berühmte Namen, wie die eines Grasen Westmvreland. Lord Ellen-borough und der englische Kanzler Lord Elden und Lord ElSkin finde» sich im Trauregister. Aber auch Ausländer fanden beim FriedenSrichier von Greina» Green Hilfe, wie das Beispiel des Prinzen von Eapua, des Bruders Ferdinands II. von Neapel zeig», der in dem schottischen Dorschen seinen Le-benSbund mit einer Miß Penelope Smith schloß. Die Sage hat seltsamerweise alle die gefälligen Friedennchter von Gretna-Green zu Schmieden ge-stempelt, deshalb, weil der Erste, der die Trau-ungen in großem Umfang ausübte, ein Hufschmied war. Sein Nachfolger jedoch und auch der jetzt Verstorbene gehörten dieser Zunft nicht an. Aber trotzdem wird der „Schmied von Gretna-Green* feine Stelle in Lied und Dichtung wohl noch Jahr-Hunderte lang behaupten. A« Madrid herrschen seit geraumer Zeit die Pocken. Sech« Damen, die zu den schönsten der Madrider Gesellschaft gehören, ließen^ sich vor Kurzem impfen an den Beine». Dieser Ortswechsel für die Einschnitte könnte sonoerbar erscheinen, aber ach! die Furcht ist so groß, dass die Merk» male der Impfung auf den Arm.'N gesehen werden könnten, wenn die Damen sich in Ballkleidung be-finden! — Auch auf die Universität wurde vor wenigen Tagen ein Kalb gebracht, damit die dor-tigen Beamten geimpft würden. AIS die» die Stu-denten erfuhren, baten sie, ihnen zu gestatten, vor-her mit dem Kalo ein stiergefecht auszuführen! 10 W«cht" 1896 Eingesendet. MATTONI's |>ii> Beachtung; dlow« Korhlirtiiid-ZoichriiN, »o- nle der rotlu'i» Adler» GtiqiiPtt« wlrtl »Im Schutz t»uipsolil<>it «« >» die I1U11-I» FttlMCllllllRsfU V«IR it grossem Behagen und Vergnügen nehmen die Kinder Servus1 Hansen's Kasseler Hafer-Kakao derselbe wird aber auch von Erwachsenen wegen reine» Wohlgeschmäcke» nnd seiner guten Dienste bei Magenleiden, Durclifall und Verdauungsbe-schwerden mit Vorliebe getmnken. „Servus" Hausen'g Kasseler IIafer-Kak.no ist nur sieht mit der Schutzmarke „Bienenkorb'1 in Cartons, 83 Würfel in Staniol verpackt, zuui Preise von 70 kr. erhältlich in allen Apotheken, jeder Droguen-, Dclicatess- und besseren Colouialwarenhandlnng. Hausen & Co., Kassel nnd Sger. General-VerschlcissfürOesterreich-UngaruL Koeatlin, Bre^eaz. i*1073—100 QOOOOOOOOOOOOOOOO Constantinquelle cc E E ui j i . Bei Hunten, lleUetkelt, Radien* $ ^ '2 t* and N*»*u C*Urrh; «all odur ma u-a 5 ohne Milch tu trinken. o ? L WGLEICHENBERGER ! 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Heimgekehrt vom Grabe meines unvergesslicben Gatten, des Herrn Hugo Rosenheini Jr. u. k. Sauplmannrec/tnunfft/fUtreri d. B., gestatte ich mir in meinem Namen und dem meines Sobnes hiermit herzlich ru danken sflr die dem allzufrüh Verstorbenen während seiner langen Krankheit bewiesene Theilnahme und die zahlreiche Begleitung zur letzten Ruhestätte. Insbesondere danke ich den verehrlichen Herren des Officiercorps für die ihrem Kameraden erwiesene Ehrung und gewidmete schöne Kranzspende. Cilli, 12. Dezember 1896. m9 Karoline Rosenheim. Billig zi verkaufen: 1 Nürnberger Latema Magica mit vielen Bildern. 1 Gesellschaftsspiel and 1 Btlcher-tr&ger für grössere Rnahen, 1 Zither mit Noten, 1 Notenständer f. Violine, 1 Stereoskop mit vielen Bildern und eine Figur mit Fischglas. Alles schön. Gaberjestrasse Nr. 55, 1. 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Bericht des Ausschusses. 2. Ersatzwahlen in den Ausschuss. 3. Besprechung über die Handels- und Gewerbekammer-Wahlen, sowie Rechenschaftsbericht. 4. Allfälligc Anträge. 5. Verkeilung der Ehren-Diplome an verdienstvolle Gehilfen. Die P. T. Gewerbetreibenden, welche dem Gewerbebunde nicht angehören, werden freundlichst als Gäste eingeladen. Wilh. Higersperger in. p., Mich. Altziebler n. p, Schriftführer. Obmann. 1151 1896 „Deutsche Wacht- 11 Jede Ha ine versuche die erprobt guten und doch billigen amerikanischen Pflanzenfasern- Mieder, welche nie brechen, den Körper I ■lieht drücken und eine tstilel-loae Btt«te bilden. Altert* Frillicl Kürschner o. Kappenmacher CILLI, Rathhausgasse 12 empfiehlt sein Lager ton Pelzwerk, Kappen, Muffen, Krägen und Garnituren. Bestellungen vonFntterarbeit, Verbrämungen, sowie Civil-, Militär- und Uniform-Kappen. Reparaturen werden aufs modernste ausgeführt und billig berechnet. Billigste Preise. 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