Wlliütt»« «1» - ?4. -Gl«»»«!. (7»!«s«» Inwusd« »te. 2670». VmvVtVmg u v«ot»6fU«k«tGt (7«I. iMnissh. öt». HVX» .tmötG«« «t. 4 Ich»nu«krlpw «»fö«i» alok» — KniesgO« MtskpOssw d»i»«>On t.....vin IZ5*^ KoU^K» l5. u. ?9. vi« tt'-» I«U» 17 »18. u. 23. 24. XuU. Di» FIG'-- ^t»>» Äi. ^«ss«t . . . l>k IßG''-» 26. ^UU. t»i» 2. L«pt«mb«r,?«»»«l»»lpr«i« via ^nsormAtioaGa, Xi»m«l«tua>«o, k«. XI«Il«°«In»v 35. 7.!. .>». ZI.» »F Alle Mchverftanönlsit bestttlot" Ta« halbamtliche V»rli««r RO««««t«r tU« V«r«ilcht«lA Hinhs«b»»lls. B e r l i n. lS. Augulst. In ht?figxn politischen Kreiftn wird dar« mif hingewiesen, dak der vereivigte Reichs-Präsident von Hindenburg durch INN Testament all« politischen j^weifel kter Teutschlands Zukunft au^etilgt habe. Aus dicjom Testament geht Hindenburgs Stel« lunsillnhine zum Nationuf ln die von Adolf Hitler norgezeichnete einlenkte. kr Guverneur der Federal Neser« VsOrb zurlickgktreten. W a s li i n fl t o n l« AuMt (Gouverneur der ?^ederal Reserve tzrd. Black, ist zurnckgotreten. da er mit fr Hcjhrunqspolitif de? Ztaat-Wriisidenten l'k'sliiclt nicht einverstanden war. Rutzlands Eintritt in ben Villkerbund. L o n d o n, 15. Auqust. ..D a i l y H s» a l d" zufolge wird die Sowjetunion im IN Menden Monat ihr Ersuchen um Auf» in den ^^e« die i««»r «ehr in «tschei. nunß tretende dedrshUche Miißlichkeit de» Ansdrmhe« eines rnsii^ch-japanischen Rrießes haben t« eine? Masienfincht der Ta«jet-dilrger ans der Mandschurei gesithrt. «nf den Bahnhöfen stauen fich die Richen, die das Land «it seinen A^hrent«ne« »erlassen. Unbeweglii^s Sißentum iaird »eit unter dem Prozentsatz verkaast, «an ninnnt jeden Preis, nur «n sa schnei »ie mtiglich Mandschnkna verlassen zn Nnnen. ?^n «snb schuku« herrscht deshalb aus den Stationen der n«ch innner russisch Verwalteten Oftchina bahn PanitftimnWNß. » Der Kampf um die OsWnabahn, die von der l>eutigen sowjetrussisch-mandschurischen Grenzstation Manschurija ilber Tsttstkar und Eharbin wieder auf sowjetrussisches Gebiet bis Wladiwostok verliiuft, ist nun in aller Fornl neu entbrannt. Japan ist nicht gewillt, dieses Gollive^ der Wirtschaft und Politik in der Mandschurei noch tlinger dem Einfluß der Bolschewiken zu ük«rlassen. Die Borgeschichte dieses Kampfes ist hinlänglich bekannt. Nach der Schaffung des Mandschn-kuo-Ltaates brachte die Gowjetregierung, die nichts Gutes IN Mandschukuo witterte, 83 Lokomotiven und W00 Waggons der Ost-chinabahn aus ihr Gabiek und entzog damit dieses rollende Material der Kontrolle Mand schukuoS bzw. Japans. ,^n diesen letzten Iah ren und Monaten wickelte die russische Bahn Verwaltung den Berkehr unter immer schwie rigeren Umständen ab. Jeder Zug über mandschurisches Gc-biet nach Wladiwo.stok musite mit einem sch)ver bewaffneten Panzerzug begleitet werden. Allein in der ersten .Hälfte des heurigen Jahre? erfolgten nicht weniger als 91 ben>affne!e Neberfälle auf Züge der Ostbiik?n und deren Objekte. Infolge der Anschläge wurden 16 IugSent« gleisungen und Katastrophen heraufbeschwört, 116 sowjetrussische Bahnbeamte wurden verschleppt, 46 Personen ermordet, 10s Personen verletzt, hiebei bewirkte Sachschaden beziffert sich ans 3f>v.000 Goldrubel. lks ist klar, da^ die ZerniürbunaStak-t^k in Mandschukuo auf japanisches Konto zu buchen 'st. Japan hat alle .Hebel in Bewegung gesetzt, um die AblSsungSbedingun-den f. d. Ostchinabahn zu schwächen. Der amt liche und nichtamtliche Apparat Mandschu-kuoS wurde dazu benÄtzt. den Sawsetrussen den Apfel der Ostchinabahn so sauer als möglich zu machen. Räuberbanden wurden organisiert und gegen die Babn losgelassen, nur um die Freude Moskaus an diesem Itiitzvunkt im fernen Osten zu vergällen. Die Japaner haben die Mli^ungsverhand-lungen niemals ernst genommen. Tie traten. obzwar sie wirklich die Interessenten waren, zwischen Mandschukuo und Sowjet-rußland als Vermittler auf. Wie wenig Wert Japan darauf legte, einen annehmbaren Preis fitr die Vstchinabaihn zu bestimmen, geht mich aus der Tatsache ljevvor, daß sie, als Nußland ursprünglich Milkionen Goldrubel forderte, wie zum Hohn nur .W Millionen boten Juli l!^34 driick. ten die mürbe gemachten Bolschewiken den Preis auf 50 Millionen Goldrubel herab, ^apan aber ging von 30 auf 35 Millionen herauf. Jetzt ist alles klar getvorden: der ja-panisckie Generalstab lies; die Verhandlungen nur deshalb zu, damit Zeit gewonnen werde. Die Verhandlungen sind jetzt abgebro« ch.:u und uZan glaubt, daß die Mandschurei die Ostchinabahn einfach beschlagnahmen und als ihren Besitz erklären wird. Daß in ?1ioskau angesichts dieser Lage der Tatsache:« ungeheure Erregung herrscht, ist leicht denkbar. Japan will'die Moskauer Regierung vor ein fait aceompli stellen, und Mos kau »vei^ daß es zlvar technisch ausgerüstet ist, die Moral der roten Truppen aber nicht viel wert ist, da die Kriegsgefahr die Chancen siir eine Konterrevolution nur erhöhen wtirde. Japan hält vom sowjetrussisch-inner-politischen Standpunkt den Zeiiipunkt für gekommen, Moska» vor fertige Tatsachen zu stellen. Nur so siiid ailch die Konzessione>l Rußlands an Westeuropa verständlich: Rußland imll sich dcil Rücken im Westen deckeii, iveil die ö^sahr der Abrechnung mit Japan unvermeidlich geworden ist. Der Verlust der Ostchlnabahn ist vom Ztaildpunkt der Sowjetunion nicht zu erlttessen. Er kann nur init einem verlorenen Kriege verglichen werdeii. Das Prestige der Sowjetunion würde dadurch iil Wen einen katastrophalen Schlag erleiden. Die Mizglichkeit eines russisch» mandschurischen Krieges mit Japan im Hintergrunde ist gegeben. Der .^tainps um vst-sibirien diirfte setzt erst aufgenommen ir'er-den. Die Amerikaner blicken pessiinistiscki auf den ?^ernen Osten. Nie>mand weiß recht, was die Affäre um die Ostchinabaihn in den kom" Menden Tagen bringen kann. Dwlwider Ätrfak Spanten« Madrid, 15. August. In den baskischen Provinzen schritten zahl reiche. Gemeindep ohne behSrdlii^ Bewilligung zu Neuntahlen, um so gegen die Tätigkeit der jetzigep Regierung zu protestieren. Im Verwaltungsbezirk San Sebastian haben beispielsweise 22 Gemeinden den Wahlakt durchgefiihrt, in 14 anderen Gemeinden wurde die, Durchführung der Wg^ verhindert. Im Bezirk Bilbao wurden gleichfalls in einer Reihe von Gemeinden Wahlen durch geführt, in t«n «mderen durch das Einschreiten der Polizei unmöglich gemacht. Die Lage wird als ziemlich ernst beurteilt, da die Maßnahmen der' Regierung kaum zur Unterdrückung einer Bewegung ausreickien wer den, die von sämtlichen nationalistischen Par teien des Parlaments und auch von der katalanischen'Linken unterstützt wird. Angesichts dieser innerpolitischen Lage erscheint der Bestand des Kabinetts Samper ernstlich gefährdet und sein Sturz nach dein Wiederzusammentritt der Cortes wird als sicher angesehen. > Paris, 1.^). August. Wie „Paris Soir" auS San Sebastian meldet, hat die Regierung aus Grund der jüngsten Vorfälle in d. baskischen Provinzen sämtliche Polizei- und Gen^rmerieposten verstärkt. Die nationalistischen Abgeordneten des BaSkaner Landes stnd beim Zivilgou verneur der Provinz erschienen und verlang ten seinen sofortigen Rücktritt. Als dieser ab lehnte, verließen sie ihn unter Beschimpfungen. Beim Militärgouverneur drohten die Abgeordneten mit dem Generalstreik, falls die Madrider Regierung die illegalen Gemeindewahlen vom vorigen Sonntag un» gültig erklären sollte. Eine große Anzahl bas kiscki«r Richter ist in die Berge geflohen, um die baskischen Separatisten nicht verhaften lassen zu müssen. Sämtliche abgesetzte Bürgermeister der baskischen Provinzen versammelten sich in Bilbao, um über eine gemeinsame Gegenaktion zu. beraten. Börse Züri ch, 16. Auguft. D e v i s e n. Paris A)20, London lS..'V50, Newyork 303.25. Mailand S6.57ö0, BevUn 11».70, Wien 56.80, Prag 1S.7Z. Fund an der Arktis. ?l r h a n g e l s k, 15. August. Kapitän W 0 r 0 til 0 w. unter dessen Führung >>er Walfänger „Lensowjet" die ^ahrt nach Z^ranz Josefs Land n,achte, hat dem Arktis-Institut einen interessanten Zund berichtet, ^in Jahre lW3 ivurde auf ^ap ^orbs sPrinz Georgs Lan^d) ein bisher noch nicht beschriebener unt^ auf keiner .'iiarte angegebener Ort ermittelt. Es wurde dort ein Holzhäuschen mit einer norwegischen Anschrift entdeckt. Offenbar ivar in dem.Häuschen einst ein Lebensmittelde^vt untergo« bracht. Die Spuren vor dem Häuschen dni-ten daraufhin, daß Eisbären ('inen lieber-fall auf das Lebensmitteldepot utiternominen haben mußten. Masienrückmanderung nach der Türkei I st a m b u l, Ifi. ,'^iisi. In der letzten Zeit bemerkt nian ein«' stm,. dig wachsende Anzahl von tiirkischen (s^inwan derern, die .Hauptsächlich aus den Valkanstaa ten stammen. Man glaubt, daß die Zal^s der Einwanderer in diesem Jahre auf steigen wird. Alle werden in Tnrkisch-Tkira' zien, daß sehr dünn bevölkert ist. angesiedelt. Die Ansiedlung dieser Einwaiidercr hat auch einen Politischen .Hintergrund. ??amentlich aus der rulnvnischen südlichen Dobrudscha u. teilweise auch aus Bnlgarieik ist der Zuzug der Einwanderer sehr gron. Einige Bukarester Blätter knüpsen an diese Ausivande-rung Befürchtungen nlid bemerken, daß durch die Abwanderung in der Snddobrudsck>a daS Gleichgewicht zwischen der Zahl der angesiedelten Rumäne!^. Bulgaren und Türken zugunsten der Bulgaren gestört wird, deren Ziffer auf 70 Prozent der gesamten Einwoh ner in der Dobrudscha steigen würde. Zwei Löschjiige gegen eine brennende Streich Holzschachtel. Siegreich wurde in Gi^az der Brand einer Streic^oizschachtel niedergeschlagen, zu den^ zwei Löschffüge anrückten. Pas^ten beobachteten. wie auf dem Balkon eines >?>auies ein Kinid mit Streichhi^lzern spielte, die sich plötzlich entzünideten. Die brennende Schach-tel veranlaßtc besonders Besorgte, di« einen Wohnungskirand voraussahen, die Wehr zu alarmieren, die denn auch schnellst'ens anrückte, ilm den ^Bvand" zu löschen ,VarÄor«r Wtung^ Nummer lSV. ^ FreLag, ^ 17. August 1W4. pleblszlt Agltotton wr Hitler am Hvdepmkt Hindtttvuras politisches Testament / Morgen spricht Hitler über alle deutschen Send« / Ein Atterview mit dem monprinzen Berlin, 16. August. Zoeute vornlittagS — d'. i. vor seiner We!« terreise nach Wien traf Vizekanzler von P a p e n am Obersalzberg bei Berchtesgaden ein UNI dem Führer und Kanzler H i t« l e r in einem versiegelten Kuvert das politische Testament des verevigten ReichSM« sidentcn von H i n d e n b u r g zu über-rc'ichen, welches der Sohn deS Reichspräsidenten, Oberst von Hin^nburg auf Schloß Neudeck gefunden hatte und durch Papcn dem Führer einhändigen ließ. H'ltler beauftragte sodann den Vizekanzler von Papen, daS Testament des Reichspräsidenten sofort im Wege des Deutschen Nachrichtenbüros publizieren zu lasiei,. Das DZW gab bald darauf die nachstehende amtliche Mitteilung heraus: Das Testament setzt sich aus zlvei Teilen zusammen: Im ersten Teil wiederholt Hin-denburg die abschließenden Ausführungen seiner Kriegserinncrungm, die bald nach dem Kriege erschienen sind. Der zweite Teil des Testaments mar bislang unbekannt. Die »i^chlußredaktion dieses Teiles stammt aus dem Jahre l9ii4. Geschrieben ist dieser Teil am 11. Mai 1N3i, und zwar in der Form eines Kl'dizilis zunt Politischen und militärischen Vernmchtnis des ersten Teiles. .Hin denburg rechtfertigt seine Tätigkeit nach der Wahl iln Jahre Is)25 nnd er betont, daß er das Reich nach seinen, besten Gewissen geführt habe. l?r sei jedoch zur Erkenntnis gekommen, daß die Weimarer Verfassung n. die Demokratie dem deutschen Wesen zuwi-> der seien. Der Reichspräsident bezeichnet sodann die Reichsn'ehr als Instrument der RegiernnqMwalt und des Reiches. Das' Testaniciit konnnt dann auf.'«Eitler und den, Nationnlsozialisnttls zu sprechen. Lein Testament schließt Hindenbnrg mit den Wor-, len: „Ich danke der Vorsehung, daß sie mich noch die Wiedergeburt Deutschlands erleben, ließ. Mein .Kanzler Hitler und seine Bewe-. qung ernwglichten durch historische Maßnah men die dauernde Vereinigung der Deut'i schen asser Stände' nnd .«lassen. Ich tlche t'on meinem deutschen Volke ini festen .'dos-sen, daß — was ich Is)19 erdachte und was. bis zum Jänner allntählich heranreifte " die (srsj'llsnng der geschichtlichen Mission meines dentsciien Volkes gesichert ist. Mi> diesem festen Glallb<'n an die Zukunft n,ei nes Volkes kann ich die Angen ruhig schlief sen". Berlin, 15. August. ', ?ie Plebiszitkanipagne näliert sich ihrem .c^öhepunkt. Ganz Deutschland sozusagen steht im .^eichen eines nberals sich manifestierenden Wilsens den ,Führer nnd .Kanzler Adolf .^oitler durch eine libermältigende Abgabe t'on Ia-5timmen in seinem Amte als Staats obeihaupt zu bestätigen. In sänttlichen Ki. nos Deutschlands wird jetzt der Film „Unser Filhrer" gedreht, der.'.>itler als Massen-redner zwischen Bauern, Arbeitern nnd Biir-gern zeigt. Von den Litfaßsäule» schreien die riesengroßen Platate ihr „In" in die c^traßen, ein klaglos funktionierender orga-nisatorischer Apparat läßt seit einigen Ta Biel beachtet wurde auch der Aufruf deS ReichSau^enministerS Baron Neurath, der auf die außenpolitische Bedeutung der Wahl Hitler hinweist. Neurath bezeichnet Hitler als die Verkörperung des deutschen nationalen Willens zur Erreichung der Gleichberechtigung und FriedenSsit^rung im Zeichen der gegenseitigen Achtung und Freiheit. Neurath schließt mit dem Appell, alle Deutschen mögen sich zusammenschließen hin ter Adolf .Hitler, um der ganzen Welt zu zeigen, daß der Will-e nnd die Forderung des Führers auch der Wille und die Forderung des deutschen Nation.seien. ^ P a r i s, 15. August. (Avala.) Der ehemalige deutsche .Kronprinz erklärte dem „Petit Journal", daß es zwi-schen Deutschland und Frankreich keinen Krieg mehr geben werde. „Asse Macht, die ich habe, oder die ich hätte, würde ich für eine Annäherung zwischen Frankreich nnd Deutschland einsehen. Das franzöfifche und das deutsche Volk sind zwei alte Völker, die iminer mehr nnd mehr die gleichen Eigenschaften anzunehnien beginnen, .s^ierher gehört auch England. Wir alle werden durch den Druck des Slawentums bedroht und hinter diesem durch Asien. Wir haben daher gemeinsante Ideale zu verteidigen. Deutsch- Starhemvergs Besuch ln Nom Aiirft Starhemberg schreitet mit Mussolini die Front der Heimwehrjugend ab. laud hat zwar seine besonderen Forderungen, es ist aber zu erwarten, daß es zu seinem Recht kominen wird, denn Deutschland ist ein Faktor, den der Westblock nicht ver» niissen kann." Der .Kronprinz schloß mit den Worten: „Der Fremde kairn eS nicht begreifen, welche Ehrfurcht das deutsche VoU Adolf .Hitler gegenirber empfindet. Das ist ein Apostel der Energie, wie er nicht seines gleichen besitzt". Vaven vor der Abrelfe Die ausgewiefenm Bergarbeiter verlaffm ihre Arbeits»«!»? Pizelanzler von Papen hat sich am Dien'> !lni mit deill Flugzeug nach Wien begeben, »IN dort seinen Posten als Gesandter in So» dermission aiizntroten. Unser Bild zeigt ihn lieim Besteigen des Flugzeuges im Berlinei ^^lughafen. üu.' l c(>el »iU'.'/, i'.'ieueri u '<'^'t'^.i^tielter rerlassen hier in einem Sonderzuge ihre Arbeüsstätte in Frankreich. Sie werden dabei von Gendarmerie im Stahlhelm bewacht. Herrtots Vech mit der Lehrerschaft Die Folgen der franzitsisch-russislhen An, näherung. — Gturm aus dem Lehrerkongreh in Nizza. Pari s, 15. August. des Nizzaer Kongresses aus dem Staatsdienst entlassen werden. Wie in politischen .'^reisen nerlautel, sind die.Kommunisten dnr6) »ffiziesse Außenpolttik Herriots und Bar-Ihous zu ihreni innerpolitischen Borstoß er-nmtigt worden. Zusammenlegung des,^ogreber und des Osijeker RotionalthenterS. B e o g r a d, 15. Augus' Das Unterrichtsministerium hat die Zu sannncnlegung des Nationaltheaters in Osi jek mit jenem von Zagreb angeordnet. Osi jel wird eine gewisse budgetäre Autonomie besitzen, doö) muß in künstlerischen und i" Personalfragen .zlvischen Zagreb und Ojijes eine einheitliche Linie gswahrt bleiben. Unterrichtsminister.H c r r i o t, der sich ss ^ il'it allmn Beginn für Frankreichs Annähe- Ü/tt Ä m sp'c-j rung an Sowjetrußland eingesetzt hatte, stcht -^re se, Kino, .j.lakat, Rundfunk — al-. j^nerpolitisch nor einer Entscheidung, die in Moskau einen Entrüstungssturni hervorru- Äu dem schweren sisenbahnunaias in Avignon les steht ini ausschließlichen Zeichen der Ple-biszitkampagne. Alle Fachorganisationen, Verbände, Korporationen wirtsckiaftlichen, kultitrellen u. genierkfchaftlichen Eharakters, vor assen, aber die Verbände »hemaliger .Krieger der Invaliden, .Kriegsn'nisen usw. richteten bereits flammende Aufrufe an ihre Mitglieder, ihre Stimnte „dem unbekannten Soldaten des deutschen .Heeres und Gefreiten Adolf .Hitler zn geben, der nach .Hin-denburg der würdigste Vertreter dentscher Ehre und Geltung" sei. In Knrzparossen rnsen die Vertreter asser möglicher Berei-?iigungen die Wähler im Rundfunk zur Abgabe ihrer Ja-Stimmen auf. Heute sprachen im Rundfunk lnehrere Offiziere der hel dischen U-Boote des Weltkrieges. Den .Hi^hepunkt der Kampagne wird ntan ledenfalls überniorgen, Freitag abends, erleben. An diesem Abend spricht Adolf .Hitler aus .Hambnrg über alle deutschen Sender und Richtstrahler. Die Rede .HitlerS wird aus dem ganzen Erdball zu hören sein. sen dürfte nnd die wieder einmal zeigt, wie wenig in manchen Fällen Außenpolitik und Innenpolitik konform gehen können. Die französische Lehrerschaft ist bekanntlich fast s)0-prozentig nmrristisch eingestellt, wobei ein großer Teil im Lager der ^iommunisten > steht. Auf dem soeben tagenden Lehrerkon-' greß in Nizza kam es aber zn skandalösen Demonstrationen der Konrnmnisten gegen die ^ nationale Burgfrieden-Regierung Doumer-gue. Die Lehrerschaft iang die koimnunisti-sche Trntzhylnne nnd forderte stürinisch den iStnrz der Regierung und die Einsetzung der ^ Rätediktatur. Unterrichisttünister .Herriot, dessen Sympathien außenpolitisä) bei Moskau liegen, innerpo-ptisch aber nicht, hat nun eine strenge Untersuchung bazngli6) des NiMer Lehrerkongreß eingeleitet. Wie verlantet, find iimerchalb der Inngendbildner Frankreichs große Veränderungen zu erwarten. Angeli-lich sollen asse führenden Lehrer und Redner Im Bahnhof NM, Aviguon enigleiste der znnscheii nnd vieiiiuiiiglitt verkehrende 5iiuieia-Erpreß. 5äintl! he Wagen spiang^'n aiic' den Schieii'ii i'l'e» -Personen wnr den getötet uud sechzig verleht. Uiljer Bild ^-eigt einen Teil i^euin^Iillllen Wagen. 'ireU»,. »«.LI »lgqt 1'Z:5 Ist« ^ ,Martti>rer Zeltui»g„ Nllmm«? !?!?> Xrbovlle arbeitet wieder Erfolgreiches Mngreifen des Forst, und BergdaumintsterS Ljubljana, 15. August. lAr»ala,) Gestern verhandelte der Forst-und Nergbauminister Dr. U l m a n f k t neuerdings mit den Vertretern der Bergat-beiterschaft und der Kohlcnbcrgbaügesellschaft von Trbovlje über die soziale Lage, in der sich die Arbeiterschaft befindet. Die Bemtih» ungen des .?>crrn Ministers Ovaren auf Grund der Einsicht auf der «Jette der Kohlen bergbaugesellschaft schließlich von Erfolg begleitet. ES wurde ermsglicht/datz die Vkr-treter der Arbeiterschaft" und der gewerkschaftlichen Organisationen die stÄkende Arbeiterschaft von der Fottsetzung de« Ttrei. kes abhielten. Hente um 8 Uhr friih verließen die Bergarbeiter die Gruben von Triovlje, Zagorje und .'huda jama. Der Streik ist als liquidiert zu betrachten. T>ie Ruhe l«nd Ordnung wurden.nirgends gestört. Autounfall Görings Infolge z« grotzer F«chrtßesch»inhißleit, B e r l i n, IS. August. Der preußische Ministerptästdent G S-ring erlebte gestern einen Autounfall, der noch glimpflich verlief. ÄSring war vom Reichskanzler Hitler nach VerchteSgaden beordert nwrden, damit er mit Papen noch vor seiner Abreise nach Wien konferiere. Gö-ring hotte es sehr eilig, daher die große Tiahrtgeschwindigkeit, die verhängnisvoll wurdo. Der Wagen rannte in einen Meilenstein. Gi^ring wurde gegen die Windschutzscheibe geworfen und erlitt Verletzungen am l^esi6>t soinie aus der Schulter. Die t'kbrigen Insassen wurden ebenfalls leicht verletzt. Die Fahrt konnte aber fortgesetzt werden. Nach melirstiindigem Aufenthalt im nkMen TPi-tal, wo die Runden desinfiziert und verSun-dm wurden. Die Aerzte stellten fest, daß die Verlegungen keinen Grvnd zur Besorgnis fseben. Im Lause der Nacht erstattete Reichs fanzler .^'litler dem verletzten Ministevpräsi-^nten l^i^ring in dessen Obersalzberger Villa einen Besuch üb. scheu Republik beschlossen. Diese Republik wird aus den Bezirken Birk, Taljin, cherow und Zvidovsk gebildet werden. Feankreichs neu-fter Schlachtkreuzer „StraSbOurg". Paris, 15. August.^ Der Marineminifter hat bestimmt, das; das im Marineprogramm von 1934 zu er-! bauende Fahrzeug, es ist ein Schlachtkreuzer auf den Namen „Strasbourg" getauft wird. Die hollandische Thronfolgerin heiratet? P a r i S, 15. August. Wie aus dei», i^aag berichtet wird, wird sich die holländische Thronfoll^crin Iuliann demnächst in Bremen mit dem lchniedischen Prinzen Karl verloben. Me Byrd gerettet wurde Dr. Poultners Bericht über die gelun«ent NettungSexpedition 200 Kilometer Marsch durck» GS und Schnee / Erst der dritte ReUungSversuch gelanq Vapen li« Men angekvmmen W i e n, 1v. August. Der deutsche Gesandte von P a P e s ist mit dent Junkers-Flugzeug, welches der Reichskanzler Hitler beniitzt, heute um 17.30 Uhr aus Miiuchen in Wien eingetroffen. In seiner Begleitung befanden sich Popens Mitarbeiter Tschirschky und K e t t e l e r. Am Flugplatz ln Aspcrn, welcher durch Polizei und Gendarmerid vollkommen abge-rielislt war, wurde Papen durck) die fiihren-den Bemnten der deutschen Gesandsrl^ft be-Mi'lstt. Er bej^ab sich sodann im Kraftwagen, dem ein Polizeiwagen folgte, durch die Ttra-^en der Stadt zur deutschen Gesandschaft. Einige Leute l>ersuchten hinter dem Polizei-kl'rdon fleqen Papen zu demonstrieren, doch fand die Deiuonstration in den Massen der Menschen keinen Widechall. P ari15. August. Wie aus Wien berichtet wird, s^^reibt die ^ortifle christliche und südische Presse über ^'apens Ankunft außerordentlich kühl. Das l'inzige Blatt, ^velches PapenS Bildnis brachte, sind die nationalen „Wiener Neuesten Nachrichten". Sekemich fordert üo ooo Mann Bundeswehr Vor einer Pariser Reise Starhember>A? P a r i ?, 15. August. Die hiesige Agentur „Information" erfährt aus einer Wiene.r Ouelle, daß der «österreichische Vizekanzler. V l ci r h e m-berg donmäM in Paris eintreffen »verde, um mit den Vortretern der franzi^sischen Regierung über die 'Heraufsedung der Bun-deäivehr von Mann auf ttY.OM Mann ^li verhandeln. Hauptlager »er Vyrd-EiPeditWn ^Little Amerika" («»taeltis), 13. August. Die Trat, torenexpedition unter Aichrul^ Dr. P o u l t ners hat nach Überwindung größter Strapazen den vorgeschobenen Beo^bachtungspo« sten des Expeditionsleiters, Admirals Byrd, Ailoineter südlich des Hauptlagers, erreicht und Byrd gerettet. Admiral Byrd war NN Juni aus seinen? einsanien BeobachtungS stand durch Einatmen von Petroleumdämpfen seines Kochers und Ofens in der engen Schneehütte heftig erkrankt. Ohne Hilfe von seinen Kameraden wollte er eher eine Besserung seines Zustairdes abwarten und un, terdessen seine Beobachtuugen fortsetzen, als sich durch eine Hilfsexpedition zurückholen lassen. Als jedoch pli^tzlich seine kleine?^unk-skltion, mit der er in lauernder Verbindung zum Hauptlager gestanden hatte, ver-stuulmte, wurde man uui sein Schicksal besargt und entsandte Dr. Poultner mit einem Traktor und mehreren Schlitten zur Bergung Byrds. Die Rettungserpedition Poultners hatte von Anfmrg an mit gri^tzten Schwierigkeiten zu kämpfen. Zweimal mutzte sie »vegen heftiger Schneestürme unkeijren. erst der dritte Versuch ist jetzt gelungen. Der 2M Kilometer lange Marsch durch Eis und Schnee und über riefige. von breiten Spalten durchzogene l^Zletscher. brachte jeden Expeditions-teilnehmer mehr als einmal in größte Lebensgefahr. Unter Anfbietnng aller Kräfte drangen sie immer weiter vor. um das Leben ihres verehrten Fiihrers zu retten. Ueber die Auffindung Byrds gibt Doktor Poultner folgende Darstellung: Freitac^ abends geflcn 8 Uhr sichteten wir die .Hi'itte Bvrds. Wir verdoppelten unsere Kräfte und entdeckten den Admiral, aus d?>m Dache seiner völlig in -chnee eingehüllten Hütte sitzend. Er war äußerst schwach und abgemagert. Trotzdoin bemülite er sich, um ein inöiilichst freundlich?» l^esicht zu zeigen, und rief uns zu: „Hallo. Kameraden, koinnit schnell her und w^vmt euch bei mir. ich babe schon eine heiße Znpve kür euch fertig!" Trotz der großen Schwäch? Bnrds ist sein Zustand nicht besorqniserreqend Cr wird ins .Hauvtlafler aebracht weiden und sich dort bei geeigneter Pflege und. Ernälirnng wobl sehr schnell er-s^olen. Zum tVlück bat er sich noch keinen Skorbut ;i>aej^ogen. Ans Furcht vor weiteren gesundheitlichen ?ck^ädi'n«naen durch den Petroleumrauch hat Vtird seit langer Zeit nicht mehr abkocht und sich iinr von kalten Speisen g<'näl^rt. Im 5>aiivtsaaer hatte-inan bis ^^reita-' i«m daä S^ncksal der Rettitna?-erpedition selbst größte Sorgen. Die Ert^'di' tion sollt" alle vier Stunden t^ön ihren s^ort schritten Meldnng erstatten. Ngchnnttass um 1!^ Mr 40 Min.! wnrde'der lekte ?^nnkipruch ttufaenou^men daaegen blieb der Funkspruch um Ubr^s» Min. anS. I^innitten der all-aemeinen Niederaeschlagenheit vernahin-der ??unket', der nnitnterbrochen an seinem Emv fättaer ausgeharrt hatte. Plötzsich uck l) Uhr 45 Minuten morgens das erlösende Sianal der Erpedition vnd unter aefpannteiter Er-wartnna des ga^tze Lagers hörte er. daß Ai>-miral Bi,rd <»m Leben und gerettet sei. Die Ronzentrotionslager «erben geleert. Weimar, 15. August. (Avala.) Das Deutsche Nachrichtenbiiro meldet? Ein Drittel der Häftlinge des Kvn-zentrationslafler in Bad Sulz in Thüringen ist aus der.Hast entlassen worden. Errichtung einer jlidifchen Republik i« Gowjetrus^land. Paris, 15. August. Wie aus Moskau berichtet wird, hat das Zentral-Exekutivkomit^e der Sowjewnion, in dem die Juden eine ftihrende Rolle spielen, die Errichtung einer autonomen jüdi- Nätseiraten um die Antarktis Am Südpol ist allerhand los / Lincoln Ellsworth will die letzten Geheimnisse mthüllen Der Südpol, im Jahre 1911 vom Amund-sen erreicht und geographisch festgestellt, gibt dem menschlichen Forschcrgeiste noch sMte die größten Mtsel auf. Obwohl inzwischen beinahe dreiundzwanzig Jahre vergangen sind, ist die Erforschung der Antarktis noch immer nicht restlos geglückt. Nach Scott, der einen Monat nach Amundsen den Pol erreichte und mit seinen Kameraden im Eismeer den Tod fand, haben noch viele heroische und kühne' Förster ihr Leben im sild-lichen Eismeer gelassen. Trotz der unendlichen Opfer, die die weiße Wüste gefordert hat,- sind die Versuche, die Rätsel der Antarktis zu lösen, bis zum heutigen Tage nicht llufgegringlichcn Dunkelheit der Antarktis aufgerichtet hatte. Die Lebensarbeit des Admirals Byrd hat das Ziel, die Antarktis geologisch zu ersor-schen. den Schleier von den letzten Geheimnissen hin,vegzuzieh«n, die heute noch bestehen. Das gleiche Ziel versucht der von früheren Polarerpeditionen I^er bekannte Forscher LincolnElsworthzu erreichen. Lincoln ElSworth ist bereits im vori-gen Jahr mit seinem Begleiter Baichen zu einem Südpolflug aufgestiegen. Dieser Flug hat ihn und Baichen um ein Haar das Leben gekostet. Das Flugzeug stürzte ab. Nach vieler Mühe erst gelang eS den beiden Forschern, sich zu retten. In diesen Tagen nun gibt Ellsworth bekannt, daß das Flugzeug in lien Bereinigten Staaten ausgebessert worden sei und daß er plane, mit Baichen Anfang September noch ein letztes Mal in die Antarktis zu fliegen. Er sei fest entschlossen, nicht eher zurückzukehren, bis er die beiden großen Südpolrktsel, um die eS in der Antarktisforschung noch geht, restlos gelöst habe. Sobald dies ledoch gesck?ehen sei, habe er vor, sich auf eine im Westen der Vereinigten Staaten gelegene Farm zurückzuziehen und den Siidpol in aller Zukunft in Friei^en zn lassen. Die beiden großen Stätsei, di« Elltworth lösen will, können.in folgeilde zwei Fragen formuliert nxrden: 1. Steht das Roßiuecr niit dcni Wcddcl-Meer in Verbindung? 2. Wo endet die Queen-Maiid-.^ctte? So wenig Bedcutilllg der Laie diese» bc'i-den Fragen vielleicht beiincssen wird, so genau weiß jener Zeitgenosse, der sich etnias gründliclier und intensiver nlit den a^itarkti-schen Problemen beschäftigt hat, daß die Be-antwortung der Frage, ob Roß- und Weddel-Meer miteinander in Verbindung stehen, das A und O der Südpolforschung bedeutet. Wenn das Rätsel Weddel-und Roß-Meer nänUich inl positiven Sinne gelöst ist, daö heißt, niein, EllSworth die Feststellung gelingt, daß beide weit voneinander entfernt liegenden Meere durch Wasser unterirdisch verbunden sind, dann ist die ewige Streitfrage um den unerforschten „Kontinent" der Welt erledigt, denn dann weis^ man, daß Weddel' und ^Uoß-Meer ein einziges Meer sind, von den« die Antarktis in zwei Teile geteilt wird. Damit wäre für die weitere Südpolforschnng eine sichere Grundlage geschaffen. So lange nmn nnr mit Permntün-gen arbeiten ka>in, ivird nian nie zn einer Einigung gelangen. Tie ganze Beschaffenheit der Antarktis deutet daraufhin, dasi die Süd Polländer in grmier Borzeit mit Nadelwal. dern bewachsen inareli. War die Antarktis aber jemals bewohnt? Blühten Blumen, wo sich heute die unfruchtbarsten und gefährlichsten Wüsten des Sises erstrecken, Alle diese Fragen wird man beantworten können, wenn man die Han^Nsrage: Roß- und Wed-del-Meer gelöst hali^'n unrd. Auch das Pro-blem der Oneen-Mand-Kette, jener Gebirqs-barriere. die sich vor den Südpol lagert.' so dnß eine Neberfliegnng nnt uncdlichen Schwierigkeiten verbunden ist. hängt eng mit der endgültigen Enthiillimg der letzten Geheiinnisse znsaninien. Zwischen Ro^. und Weddel-Meer liegen Graham-Land, Ednards-Land und Süd-Biktorialand. Die unersorschte Gegend zwischen Graham-Eduard- nild Viktorialand soll — nach den Vermutungen Ellswortlis — jenes Meer sein, das die beiden großen Si.d-meere verbindet. Ob diese Bernintnng zutrifft, wird die September-l5rpedition des Forschers erlveisen. Das Weddel-Meer ist ülirigens das ani wenigsten erforschte Meer der Antarktis. In? Jahre 1823 hat es der Walfischfänger Wed-dell, der eine südlicl^e Breite von 71" i.')' erreichte. entdeckt. Hervorragendes Verdienst an der Erforschung dieses Meeres, das zu einenl großen Teil mit Eis bedeckt ist, Hai lick der deutsche Forscher Filchner erworben. Das Roß-Meer ist erst zwanzig Jahre nacb dem Weddel-Meer durch Ianu's Ela rfe Ro k erkundet worden. Vcid<' Me.'re haben ei,lc weit wiirinere Teniperatin- ols die nin Südpol liegenden Länder. Wenn die Unternehiunng Liiitoln worth's gelingt, wird die Anilnkij.^ di^ längste Zeit über als der unerforschte „l^rd-teil" gegolten haben. Denn n'enn die k>ciden Grundfragen, ohne deren ?^eannoortnng Ellsworth nicht znrnckkehren will, geklärt sind, wird das Rätselraten um den 5üdnol sehr bald beendet sein. -s) Stn Ehausieui' tritt ln den Hungerftretk Elu alter (Ll^auffeur ist in den Hungerstreik getreten. Ein vroininenter i^hau^ifeur: er stand früher in den Tiensten einer der reichsten Frauen der ^er Mrs. Rocke-feller. Und er behauptet, daß die diisteren Erfahrungen, die er in seiner ^tellnng ge-Ulncht liabe. der (^rund zn seiner Entschließung seien, durch Beriveigernng jeder Nah-rungsaufnahnle ans dem ^'eben zu scheiden. E m i l A IN a n n rst gebürtiger 5ci>weizer. Schon <^'wde Juli schickte er an mehrere offizielle Stellen eine Erklärung, in der er seinen Entschluß zuin Hungerstreik antiin-digte. ^'.'un ist er aus Mühlhausen, wo er zuletzt init seiner F-amilie lebte, Nlich Monaco gefahren, um hier seinen Plan zur Ausführung zn bringen. Völlig entkrästet wurd" der Mann in, ^rankenhanse von Monemiiht ist, ihnl '.Irrung emzuflö^n und ihn dem Leben ^nieder zugk^vn. Die Vorgeschichte aber, die Enttl Amam erzähtt, ist folgeirde. Wähveird .M«ito«r Mim«r M. de» AnegeS war er Privatchauffeur der ^rau Edith Rvikefeller, t>ie sich damÄs in der Schlpeiz cmfhicit. Er ging danu Mer mit der Ameri^nerin nach Chicago, wo sie ihn angeblich iin JahTe 1W8 in einer An-ttalt für Gei^teÄvanSe internieren ließ, um sich des lästigen Zeugens ihrer cxzent^chen ^'ebensweise zu entledigen. Nach längerein ?lilmnns in dieser Anstalt stellte ein Aerzterat daß er kSvperlich wie geistig durchaus normal sei und entließ ihn wieder, diesem :^it>punkt ab, erzMt der alte Chauffeur, sei er aber vom Ungliük verfolgt gewesen. Soviel er sich auch bemüht f)ak,e, war es uunröglich gewesen, eine neue Stellung zu finden. Nun sei er schon viele Jahre arbeitslos. Er sei nach Europa zurück« strkehrt, ljabc aber auch hier keine Arbeit gebunden. Emil Amann erklärt, daß er das Opfer einer bestimmten Gesellschaftsklasse gc morden sei, die in unverantwortlicher Z^ise niit seinem Leben gespielt und es vernichtet habe. Aus Protest hat er seine Erlebnisse in einem Buch niedergelegt und will seinen .'Hungerstreik mit deni Tode besiegeln. TS bleibt abzuir>arten, ob die Bemühungen der '.'lcrzte, den Mann ain Leben zu erhalten, von Erfolg sein werden. Freitag, k»en 17. August l9S4. Neue Aufgabe für den Awerg Perkeo. Auch Zhverge können einen ungeheuer» lichen Durst entwickeln. Aenigistens behauptet da? die Dichtung von donr Zwerg Perkeo, der bekanntlich das berüljmte .Heidelberger ,^aß drcimnl o»'/getrunken haben soll. Da dil'S ncsig? Fas; eilten Rauminhalt von 1t? (M Flaschen bcsit.tt, so muß der Zwecg wirklich cincn ungeheuren Durst gehabt ha« den. Wie aber wird er sich zu der neuen ^sl'nknrrenz deH .^-^idelberger ?^aße§, zuin Tiirtheimer ^aß stellen, das das größte Faß dl-r Welt werden wird, Am 1. September wird das Niesenfaß zu Dürkheim — eröffnet, angchoäien inüßte nian eigentlich sagen. 7a es aber eröffnet wird, geht sch!>n daraus seine riesige (^rös;e hervor. Es wird nämll6> ein Restaurant mit drei Ttochoerken im ,'^nncrn enthalten und kann im ganzen 4W l^äste aufnehmen. Znr Zeit ist man auf den ^^«nritinnrktw'esen bei Di'rkheiin mit der Fertigstellung des Vanes beschäftigt. Der Prinz von Woletz als Vuch-Autor. In Lc'ndon wartet man mit Spannung aus das Erscheinen des ersten Buches de6 'i-irinzen von Wales, das vorausichtlich im '.'«'ovember herauskoninien wird. Da sich der Prinz von jeher des besonderen Interesse? des englischen Volkes erfreut hat, ist eS fraglos, daß sein Erstlingön^erk eine ganz außerordentliche Auflasienhös)c erzielen dürfte. In diesem Buche gibt der Prinz seine Tagebuch-aukzeichnnngen während seiner Jagd- und Ztud'enreisen durch Mrika heraus. Er erzählt von Iagdabenteuern im afrikanischen Tschungel, voll Begegnungen mit Elefanten, ^'öwen, Tigern und ??t,shörnern. Alle diese Erlebnisse, die der Priniz auf seinen Reisen nach anstrengenden Jagden abends am La-flerfeuer anfzu^zeichnen Pflegte, sind nun zu einem einf)eitlichen kränzen zusammengeschlos s?n. Der bekannte eitglische Schriftsteller "l-'atrsck Ck>alnn'rs, der die Renision des Da-gebuckes >^ür die Druckausgabe übernommen s)at, ner^ichert, daß ssich seine Tätigkeit lediglich ans die AuÄvalis der interessantesten Erlebnisse erlstreckt habe, 'der Te^t selbst sei nöllig unverändert geblieben. DaS erste Eremplar der Buchausgabe wird der Prinz seiner Nutter, der .Königin von England, uberreichen. Humor der Woche M FIsZcaF QHi^sZijlc Doim»r M-gen wegen Zugwiederholung ebenso remis. S ch l u ß st a n d: ^Nrc und Steiner Miß Menchik 5, ^»t<'jsif und Spielmann 4^^^ Dr. Astalos A, Bidmar jun. Stupan 2, Dr. DreM 1^. Am Abend fand im Turnierlokal eine in-tilne Abschiedsseier statt, bei der auch die Verkündigung der Turnierresultate und die Verteilung der Preise vorgenommen wurde. Außer der Turnierteilnehmern waren u. a. anwesend die.Herren Bürgermeister Dr. L i p o l d, Obmann des Mariborer Schachklubs Vizebiirgermcister Direktor G o-o u h, (^meinderat Direktor O 8 l a k. Vizeobmann des Liublianaer Schachklubs Dr. B a i e c. Direktor L o o s nnd Sekretär Gilly für die Genossenschaft „Mariborer Fest Woche". Zunächst begrüßte der agile Präses des Mariborer Schachklubs Direktor o -louh die erschienenen Freunde des könig-licheil Spieles, insbesondere die Teilnehmer des Turniers, wobei er seiner Freude darüber Ausdruck verlieh, daß das erste internationale Schachturnier, das die Stadt Maribor erlebte, einen so erfolgreichen und rei-builgslosen Verlauf genommen habe. Redner beglücknn'lnschte dem heiniischen Meisterspieler Vasja Pirc zu seinein neuerlichen Pracht erfolg aufs herzlichste und sprach die .'Hoffnung aus, daß dcni Schachspiel auch noch weiterhin ein so erfolgreicher uud erfreulicher lokaler Entwicklungsgang bcschicden sein möge. Nachdem Bürgernreister Dr. L i P o l d die Turtlierteilnehmer ini Nanlen der Stadtgemeinde begrüßte und beglückwünscht sowie der .Hoffnlntg Ausdruck verliehen hatte, daß das erste in den Uauern der Draustadt stattgefundene internationale Schachturnier auch für die Stadt Maribor als solche die besten ?^riichte zeitigen niögc, verlas der aufopferungsvolle Turnierteilnehnter Prof. S i l a die Resultate, während Obmann G o-l o u h die Verteilung der Preise besorgte. Prof. Sila unterstrich in seiner Ansprache insbesondere auch den Umstand, daß er dank der Disziplin der Turnierteilnehmer niit der Turnierleitung leichte Arbeit gehabt habe. Es sei kein einziM ^Zwischenfall vorgekommen, sodaß das Schiedsgericht nicht ein einziges Mal einen Anlas; zum Einschreiten hatte. Die sttrüße^des Liubljanaer SchachklubS Überbrachte dessen Bizeobmann Dr. V u j ec, der in anerkennenden Wdrten feststellte, daß das Schachspiel in Maribor seitens der fäkalen Faktoren, in erster Linie al^<'r durch die Stadtgenieinde in erfreulicher Weise in seine. Entwicklung gesi^rdert nx'rde. Im Namen der Turnierteilnehmer richteten Meister P i r c, (Großmeister Spiel-m a n n und Meister N e i s i r herzlickie Dankesworte ait die Veranstalter und die Turinerleitung, die mit seltener Uuisicht uud Sämchkenntnis ihres Amtes waltete. Tur-nierleiter Prof. Sila habe sich um die klaglose Durchführung des ersten internationalen Turniers in Maribor die größten Ver dienste erworben. Die Redner erklärten, daß sie das soeben abgeschlossene internationale Schachturnier, das als Muster gelten könne, in jeder .'Hinsicht angenel)m überrascht habe; sie würden die schönsten Eindrücke aus Schß»zi «änqNtuh». i» >»?!kor vom 5. dj» 15. 1934 10 1^ »e1»«elio»lov»lr«i 8tapM» Zoxomir ?wv v»»i» 's»el»«el>o»lo,vakei ^»nkor _^vss«»«l»viea_ vr. vre»»» 7U»owU .lu»v» «»»ev ^pßeloumo Iluäolk VKIi»»r NU»« juo. US v a v a 'L Q. s (?) V. V. 0 ÜN!!!! o 0 0 o V, 0 l V. 1 V, V- V, V. V. V. v L (y Q L 'Ä '2. e/Z !s ö > V. V. V. 0 1 V. V- V- V- V. 1 V- '/z Vz I » l» ^ WW »»»l«» >««<« ««>«a ä«, Maribor mitnehmen und immer wieder get ne zurückkehren, wenn der Ruf an sie ergehen sollte. Nachdem fand aucki ein Blitzturnier statt, an dem Stupan, Bidmar, Menchik, Rejfir, Dr. AstaloS, Steiner und Ostanek teilnahmen. Für die ersten 12 Eröffnungszüge hatten die Spieler für jeden Zug 5 Sekunden, für jeden iveiteren 10 Sekunden Bedenkzeit. ?lls der hervorragendste Meister in den Schnellpartien zeigte sich Dr. Astalo«. der nlit Austmhme eines Remis alle Partien gewann nnd also Puukte erreichte. Die tneiteren Resultate sind: Steiner li, Miß Menchik 1, PircRejfir 3, Vidmar Stupan 2 und Ostanek Dieses letzte Hcrzli6,e Zusanlmentressen der Turnierteilnehnier Nlit unserer Schachwelt verlief recht animiert. Den schönen Abschieds abend hatte Cafetier Ä l e st t: in inuster-giiltiger Weise vorbereitet und arrangiert. Dr. AstaloZ, Dr. Drezga und Vidmar sind bereits inl Lause der Nacht abgereist, Miß Menchik, Spielmann, Steiner und Rejfir verlassen heute mit denr Wiener Nachmittagsschnellzug unsere Stadt. WeMchleßen »er Schützen-vereine de< Arelfe» Marl-bor StaatHmeiper Prof. Eestnit. Sieger des Jahres 1984. Vom l1. bis 13. d. fand auf der Militär« lschiessstätte in Radoanje das heurige Wett-schiefzen der Schützeilvereine des Kreises Maribor statt, das sich eines regen Besuches erfreute. Die Organisation des Wettschic-s^ens klapipte in jeder .'i^insicht, wofiir sich in erster Linie die .5)erren Oberstleutnant 'S »t a n e ^ i i?, Prof. (5 estni k und Direktor B o I t a v.z a r verdient gemackt l)abt'n. Es Mlrden nachstehen^de Resu l-t a t f erzielt: Siegesfcheibe: 1. Prof. E e st n i f Punkte: 2. Tone Maier !78! ?^ukmani«^ l. .^iniö 172; 5». 'Mskolo (SveSina) Ki.'i. Offiziersscheibe: !. Oberstleutnant S t a-n e i 20:i; ^2. Major l^erovn' 3 Major Maslae 177. Allgemeine Scheibe: s. Oberstleul^nant StaneSi182; ?. Maser 179; Prof Ecstnik 179; 1. Bukmanii^ 178; !?. yini-' 177: tt. Tercelj (Sv. Iurij) Stadtjcheibe: 1. B u k m a n i ö 212; 2. Prof. Eeftnik A)1; 3. Majer 18?; 4 Oberstleutnant Stane5iö 17.^; Mora'.iec l.W. Auf der Scheibe der Schiitzenvereine tum den Wanderpokal der Ttadtgemeinde Maribor) behielt der vorjährige Sieger S v. I n r i j mit Punkten noi' SveLina (1^1) die Oberhand. Herren-!kleinkalibcrschießen aus die Siegesscheibe: 1. Prof. E e st n i k 2.'i3; 2. Vnt-nmnir 23!); TerLelj .2.8c?. Allgemeines »leinkaliberfchießen fiir Herren: l. Prof. E est n ik 18.3; 2. ?^utman,i< 179; Dr. Robie 175^; 4. Teröelj 17N; .'i. Oberstleutant Stane^iL 156. Damen'kleinkaliberschietzen auf die Sie-geSfcheibe: 1. Vukmani 5 15»!?; 2 !>^u5ar 138; 3. Leber 130; 4. .H'niS 126; 5. Lukiu» 124; 6. Teröelj 116. Allgemeines Kleinkaliberschießen für Da^ meu: 1. B u i m a n i L 171; 2. Teröelj 167; 3. .Ai^r 161; 4. Leber IsS; 5. Luinar 1b3; k. .Hiniö 152. Bauernscheibe: 1. T e r ?. e l j sSv. Iu-rij) 124; 2. Braoko (Sv. Iurij) 124; 3. Pas-kalo i^'Zivcöina) 1.?A. m. Todesfall. Nach schwerer Krankheit »st gestern nachmitiags die .1interesse entgegenge^ bracht. Verdient doch die Fürsorgestelle, die i.'nen '^slk'^itern i^ewährt, die von der li>vs> nicht ti'lsig hersiestellt sind, iiil^ uil!.' UnterMKunA. M A .MarUiover HeKmlg« Äummer wäre nur wünschenswert, wenn jedes Unternehmen samt «Mn ArbLltstrÄften der stitution beitreten wiirde, denn <;erade soziale Einrichtungen verlangen die allseitige Zusammenarbeit. m. Verschobene BeranpaltUngen. Infolge des ungünstigen Wetters mußteil mehrere Veranstaltungen deS letzten. Tages der Fest« moche auf Sonntag, den 1!>. d. verschoben werden. So findet Sonntag vormittag die Ruderregatta auf der Drau und am Nachmittag das grosse S S ch w i ni-, Sprung- und W a ss c ^r b a ss nr e e -ting im Iuselbad statt. Am Abend folgt auf der ^nsel das grosse B o l k s f e st und die W u n d e r n a ch t. mit doni Niosenfcucr-wert und den akrobatischen Attraktionen. Samstag abends sowie Sonntag nachmit-tags geht im Soulmertheater im Stadtpark die ^ r e i l i ch t a u f f ü h ru ng der !^?omödic „Tic Kulturveranstaltung in örna mlaka" zum letzten Mal in Szene. Sonntag nachmittags wird auäi in R u ö e unter freiem .^inimcl Iuri^iL' Bolkserzählung „De-seti brat" zur Aufführung gebracht. m. Die kleinen Harmonikakiinstler traten gestern abends auf der Freilichtbühne im Stadtpark auf itnd zeitigen einen neuerlichen Praäjterfosg. T'aS Publikuni war restlos begeistert, sodaß jedem Programmpunkt ein nicht «ndenwollender Beifallssturm folgte. Das mannigfaltige und bunt angeordnete Programm wurde durch originelle Rezitationen und eine improvisierte Bauernhochzeit wirkungsvoll erweitert. m. Das deutsche .Konsulat in ,'jagreb ersucht uns um die Aufnahme solg^nder Zei' len: Ten Reichsdeutschen mit Wohnlsitz im Ausland Ist durch eine Verordnung des Herrn Neichsministers des Innern die Beteiligung au der Äolksabstiminung am August criul)gli6?t. Neichsdeutschc. deren ordentlicher Wohnort im Ausland sich befindet unt» die sich an einer Volk^abstimmunl^ beteiligen wollen, nlüssekl >die Vorausse^ungen für das aktive '.Zl>nkilrecht erfüslen. also mindestens >^alire alt sein und voiu Wahlrecht nicht ausgeschlossen sein Sie miissen sich am Abstimmungstage entweder vorilber-gehend im '»ieich^'gebiet oufhalten, oder ei-gens zur Ausübung des ^^'v^ahlrechtes eilten Ort innerhalb des Deutschen Reiche.? au'su-t,nlsitz zuständigen diplomatischen odcr konsularischen Vertretung des Deutschen Reiches oder nach l5inreise in das Reicl^ge-biet von der (^emeiirdebehörtte des inländischen Ausentl>altsortes gebül?ren- und kostenfrei ausgestellt werden. Tie in dem S^onsulat in 'Zagreb, StarSi^ev trg I Stock gegen Vorlage ihres Rei-sepakes und des volitisctien Meldescheines. ni. Berein zur Nahrung der Interessen der Einleger der ehemaligen Postsparkosie in Wien. Weil die Einleger sowie die Inhaber von Erlagscheinen der ehemaligen Postispar-kasse in Wien ihre Einlagen noch nicht ausbezahlt bekammen, wird in Ljubljana zur Wa'hrung der ^'^nteressen der Einleger aus dem Draubanat ein besonderer Verein gegründet werden. Alle ehemaligen Einleger sowie Inhaber von P-istcrlagscheinen der Postsparkasse werden aufgefordert, bekanntzugeben: l. ihren NauK'n llnd Adresse, 2. die Höhe der Einlage, ob es sich um eine Einlage oder Posterlagschein handelt, ob die Einlage iin Sinne einer Kundnmchung im Jahre l9S9 unserer Posparlasse angemeldet war. Für die Kosten der Ä^orrespond^nz möge pro Dinar eine 1-Dinar-Marke beigelegt werden. Die Gründung nimmt der Verein der Gendarmeriepenlsionisten in Ljub ljana vor. m «erstorbene. Borige Woche sind in Ma ribor gestorben: Lorber Anna, .Handelsfrau. 71 Jahre; Rajsp Anton, .Has^iernieister. K? Jahre; l^regorec Paula, Besitzersgattin, >11 ^ahre; Zor^ Barbara. Weberin, ?7 Jahre; l^olob Anton, Schlosser, ^ahre; Dampfer Alois, Privatier, Jahre; PetriSie Melanie, ^-r^iieheriir. ^ahre:I Berglez Therese. EisenbahnersivittM', Jahre; Bo-hak Bruno, Dienerssot^il, I !:??onat: ^jiiiga Alois, Student der >>and<'l'>akademie, 1? ^^ahrc; >^e!en Markus, gew Winzer, 81 Iah re; ^erk Anton, Taglöhner. ^ahre; Pukli(> (5lisabetl), Arbeiter'5kind. '> ^abre; ^si<^ ?Ile^ Taglöhner, Jahre; Lukii ^o-sef. Winzerskind. 7 x^ahre; >inuderl l^eorg, (Vemeindearmer, 8s) Satire; Mori Elijabeth, AquiSierung Die Abtragungen und das Packen haben begonnen / Oede und vereinsamt liegt die VergMgungsstätte zwischen den Kastanienbäumen lästern noch Rummel, TausendZ von Menschen, .Hochbetrieb auf dem Toboj^gan und den Sitarussells, dampfende Würstelkessel, frisch angestochene Bierfässer, Mäserkl'.rren, ein ungeljeures <^ewirr von Stimmen, Musik, Lachen und l^röhlen, lieute hingegen die lachende 'Sonne über einem in Blaumontal^-stiin-mung dunstenden Vormittag. Die Schau budenbesitzer inachen irgendwo in ihren Woh nungswagen Bilanz, schwitzende Arlvitcr sind sies»erhast mit dein Abtragen der Bau-teu beschästigl, die Lastkraftivliaen uiid Lastpferde treten in Aktion und n>as gestern iin l^lanze des Lichternieeres noch irgendwi? Wirkung ük>t<', ist heute so jeglicheil ^^oubcrs der I^arbe entkleidet. Noch stel^'n einix^e Neugierige dort heruin.'um sich die Eiiizel-l)eiten eines finale nicht entgehen zu lassen, noch erhält inan beiin Stand dort drüben ein Glas Bier aus dein letzten angeschla genen ^af;, doch mahnen die zusainmenge-lcgten Stühle und aneinandergerückten Tische, dast die Sache für ^heuer beendet ist. Einsain und venvaist stehen einzeliie Br^'t-terbuden, in denen gestern abends ^'eben herrschte, denn die d r i t t e M o r i b o-re r e st Woche schlieft soeben ihre Tore. Die ninliegenden Strafen nehinen wieder ihr gewohntes Bild an. Die Leute gehen wieder ihrer Beschäftigung nach, den» Trubel ist die Ernii'chterung auf den Fersen gefolgt. Die Bilanz der Festwoche ist, wie iiNiN'^^r die Nörgler auch denken ln!?gen, eine erfreuliche. Wenn in einer oder der anderen Geschäftsbraiick^e nielleich! aiich fühlbar iner-den sollte bis zuim llltiino, das; der Bürger etwas ..über die Schnur geHaut" ha^n sollte — und wahrscheinlich wird diese Berechnung auch stiininen —, dann inag auf der anderen Seite die Tatsache als treistlich empfunden werden, das; dur6) den Massen-freindenverkehr doch auch beträchtliche Sum-inen in der Stadt geblieben sind, Umsätze, die inan ansonsten nicht gemacht hätte, ganz abgesehen vom moralischen Vorieil der Ge- samtveranstaltung, die manchem Fremden und Ausländer namentlich die Schiznheit unserer >Stadt und den Liebreiz ihrer gast freundlichen Hingebung ad oculos deinon-strtert hat. Maribor hat in der Festwoche den Aiisdriisk seiner Lebensform gefunden, die sich von fener ander^'r jugosla-wischer Städte gruiidsätzlich untei'cheidet. Uirbe-schwert, leicht, frölilich bis zur kleinen Ausge lassenheit nimint der Mariborer das Gaudium eines Festivechentrnbels, ivie es ist. Das wirkt sich auf deii Fremden „epideiuisch" aiis, ilnd wer einmal hier ii^r, läßt es sich nicht nehmeii, 'ich aiif das kominende ^ahr zum neuem Ausenthalt zu verpslichten. Die Oesteri'eicher, über deren .'^^eimat schon inan-che Gewitterivolke aufgezogen ist, fühlen sich in dieser weinrebenuinrankten „Phäaken-stadt" viel wohler nls irgendwo zu L>ause, es ist doch die utidesiiiierbare, von Rudolf .^^ans Bartsch so wundervoll aufgezeigt-? Roniantik, die seden Freinden fesselt und in den Bann zwingt, wenn wir auch keine Gletscherspalten zu zeigen l^akien auk denl Bachern und keine Segelregatta auf den Trei Teickiei? veranstalten könneil. Der,^au-ber dieser in Uieichen Linien ausgeprägieii Lai^dschaft hat sie alle iininer und wieder an gezogen uiid wird es auch iil .viiiknnft tun. Daß die Festinoche als smudige Einrichtung unserein Solnmerfrischenverkehr ge'waltigeii Vorschiib leistet, wird anch der verknöcherte Eigenbri^dler zuc^estehcil niüiseii. Und darin liegt letzten Endes, der tiefere Siiin dieser fährlich eimnaligen Veranstaltung. Bon die-s?ni s^'es'chtsvuiikte ciiis betrachtet verdient die zähe ain ?lusbau arbeiteiide Leitung alles Lob und Aikerlennung. es wäre aber auch ani Pl.itze, wenn viele aiidere wirtschaftlichen Faktoren der Festivoche noch größeres Entqegenkoiininen zeigen würden Ivie bisher, koiiintt doch der Gesamtertrag der iöhrlichen Bel?liiiiia des Fremdenverkehrs schliesslich und endlich dem ganzen Land zugute. Aino Taglöhnerin, 52 Jahre; Feren-: Veronika, Winzerin, 70 ..^ahre. ui. iSommertheater in RuSe. Wegen der ungünstigen Wilterung entfiel vergangenen Sonntag die Aufführung von Jos. Iuröi«'' „Dei'eti brat". Die Freilichtaitfführunq findet nunmehr Sonntag, d. Il>. d. lim lk Uhr im Sommertheater in Ru^e statt. m. Bortrag über Rabion. Viele '^aus-ßrauen denützen Radion, aber nur loeni-ge kennen seine Borzüge. Mit Rücksicht darauf hat die Firma Schicht beschlossen, die Hausfrauen im Wege von Vorträgen mit dieser neuartige!! Methode des Waschens von Wäsche- Seide und Wolle vertraut zu ina-chen. Die Borträge werden in durchaus >ln-terhaltlichen und humoristischen Ton gehalten, und zwar bei gleichzeitiger Vorführung moderner Tonfilme lustigen und belehrenden Inhaltes. Diese Borträge finden in der Zeit vom 16. bis 31. d. M. täglich um 16 und um 20 Uhr lm Saale des Apollo-.MnoS statt. Jede .Hausfrau erhält ein entsprechen-des Geschenk für ihren.Haushalt. Die P. T. Hausfrauen werden ersucht, sich mit Rück» ficht auf den zahlreichen Zuspruch die Platz« schon im Laufe des Bormittags an der Kassa des Apollo-'Ä^inos reservieren zu wollen. m. Bergfest am Gmretovec. Anläßlich des 30iährigcn GrüildungsjuKiläums der Filiale SoZtanj des Slowenischen Alpenvereines findet am 18. iind 15^. d. in der Berghütt« am Smrekovec ein großes Bergfest statt. m. Die nächsten Fernfahrten des „Put-nik". Ain 19. d. ivird wieder dem .Äurort Roga^ka Siatina. wo soeben das neue Bad eröffnet worden iie Anmeldung bis heute, Donnerstag, 18 Uhr vornehmen. Alles Näl^re im Reisebüro „Vut« Nif", Aleksandro-va cesta Tel. 21-22. m. An die Gomtt des Südens. Die vorletzte Ausfahrt des Lurusdampfers „Kralfica Marija" (17..M> T) findet in der Zeit vom bis 15. Seplomber statt. Die Fahrt wird Dalmatien, Griechenland, Sizilien, Malta und Tunis berühren. Konivletter l^hrpreis 2800 Dinar. Umgehende Aiimeldung. Kabinenreservierung sowie Visilm- und Valu-tabeschaffuna bei „Putmk", Aleksandrova c. 85. Tel. 21-S2. m. Wetterbericht vom 18. August, 8 Uhr: Feuchtigkeitsmesser —N, Barometerstand 7Z6, Ternperatur -s-21, Windrichtung NG, Bewölkung teilweise, Niederschlag 0. ni. «reuzverkehr. Inl Juli haben die Nordgrenze gegen Oesterreich 19.370 Personen überschritten, hievon waren 2345 Iu-go>slan>en und 8160 Oe'terreicher. Mgereist sind in derselberr Zeit 14.659 Personen, da^^ Burg«LoutWo. Der herrliche Greta Garbo-Film »»Susan« Lenoz" (Die Königin der Liebe). Ein Großtonfilm in deutscher Sprache. In Borbereitung der beste aller Tauber filme „Das Land des Lächelns". Union'Tonkino. Der große sensotionesl«' Fliegerfilm „Zwischen den Walten". Ein Meisterwerk luftakrobatischer tMnzleiitun' gen. Der Film erzählt uiis in spaimendc"., packender .Handlung eine Episode aus d^ ni Lebeil der .Helden der Luft, und von eiiiei-großen Liebe zweier sunger .Herzen u. treuer Kameradschaft. — l5s folgt die Preniiere des Lustspielschlagers „Aus Liebe zu Vr", init einer großen Slarbesetzung. sBettn Amann. Lee Parri), Paul.Hörbiger, Teo v Lingen iind Otto Wallburg.) runter 2M> Jugoslawen und 570.') Oesterreicher. ^'^in Transitverkehr haben i^.82^ Personen unsere ^Stadt passiert. ni. Unfälle. Die 11jährige Besitzerstochtei! Fraiiziska Articl glitt beiin Spiel deiart iin. glücklich aus, daß sie sich das Unterkies«'? schwer verletzte. Ten, 4jährigen Berivalters-söhn Franz Prah trennte die Strohschneide-nlaschine einen Finger der linkeil .yand ab. Beide verletzteil Äii^der wurden von d<'r Net tungsabteilung ins !^trankeuhaus überführt. m. Nächtlicher Ueberfall. Dienstag abends gegen 22 Uhr wurd<> in der.Koro.^eeva uli^ ca die Witwe Frau Angela B o nk o von einein unbekannten Manii überfalten, der ihr die .^^andtasche liiit einem Geldbetrag von 160 Dillar entriß iind dann eilends gegen .^ainuica das Weite suchte. .Hoffentlich gelingt es der Polizei, des frechen Räubers alsbald habhaft zu werden. Ni Hochherzig« Spende. Tas Karussell- u. Toboggan-Unternel?inen Michel in Maribor wendete für die Stadtnrincn deii nanihaften Betrag non Din . Da? l^eld möge iil der 'liedaktion der „Mari l^'orer Zeitung" behoben iverden. herzlichen Dank! ^ Dr. med. «erhart l^lle, c^^oiposka 11. ordiniert wieder. 9117 m. Aronzablitsc. An Stelle eines Ä ranze-' für den veri'tor^eneil Sebastialr Roba?< iven-dete Fraii .Katharina Sorko 100 Din für die Ortsarmen in Stiideiiei; woftir ihr auf die senl Wege dei.- Dank ausgesprochen wird. * Katastrophale Ueberflutung mit frem oen Wasser vereitelt, in de,n Magen, Darni. Leber, Niereii, <^aslen-^Blasensteine. .Hämorr hoiseu, Aschina, Sklerose nur init heimischeii, billigeren Jordan-Bitterwai'ser k^eilet. Ueb^^r all erhältlich. * Schweißgeruch — Achselschuikitz. Ver-wenden Sie Nivosa, geruhlos, unschädlich. Reguliert die Schweißabsonderung der gesunden .Haut, beseitigt den unangenehmen lAeruch und sonstige üble Fizlgen, wie Zerstörung der Wäsche und .Aeidung. In Avo« theken und Trogerien erhältlich. Große Fla sche: Din 26.—. ^onsekvn« virkt NÄtürliclie »fran?» ^08oi«-glttei^'3.5Ze l' froie.^ Krei.^en cle5 Vlutes un6 erkölit cj35: s)ekil<- unck belt5ve!'mc)j?en. f^ükrencle lV385es aueki Lül- ?ei5tjee ^rdeiter. >Iervefi-8ckwaclie un6 brauen ein nuli?8mitte! von liervorraxenäem >Verte Ist. Au« Vluj p. Ein beachtenswerter Tvortfieg. Nach zweimonatiger Pause stellte sich uns wieder einmal die Fußballmannschaft des SK. Ptuj vor und man ,nuß eingestehen, die Elf über raschte aufs angenehmste. Zum (Gegner war der Sportklub „Mira" aus Murska Sobota engagiert, dessen Team in der Meisterschaft eine recht ansehnliche Rolle gespielt hatte. „Ptuj" stellten den Gästen Kovai?ec, Iviö, Stroß. Schwegel, Fijan, Urschitz, Bruinen. .Heber, Koren. HreSöak und Stainitz sntge-gen. Die .Heimischen legten schon vom Beginn an energisch los und k^drängten wie derholt das lügnerische Gehäuse. In der 15. Mnute verschuldete Kardos eineu Elfmeter durch.Hand. Die Exekution nahm Heber vor, der den Ball urranhaltbar ins Ney lenkte. Schon in der 23. Minute erhl?hte Brumeii ,Wa?i»or«r Nmmmr 'tZS. Freitag, lim 17. Auqiist 1984. mif 2:0. .hierauf entfacht« der Kampf um jeden Ball. Tchiller drückte das Score auf 2:1 herab, dann aber zogen Schwegei und Fijan in den Sturm, sodaß die Mftc immer mehr in die Defensive gedrückt wurden. Zweiwal blieb ..Ptus* Noch .erfolgreich,, fp« daft di« brave Mannschaft verdient mit 4:1 als stolzer Siej^cr das Feld räumte. Den aufregenden Kainpf leitete Schiedsrichter Samuda einwandfrei und korrekt. Alw Etlit e. lodesfal. .Herr Slavto cÄof, Z^orbflech- tergehilfe aus CÄje, »st Dienstag im hiesigen Krankenhaus verschieden. Der Verstorbene stand im 2». Lebensjahr. e. Regentage. Jnfo-lge der ani Montag und DienÄafl im Becken von Celse und vor allem im oberen Sann'tal niedersiegangenen ^Xegengüsse uich Gewitterregen ist die Sann etlvas gestiegen und führt tvttbes Wasser mit sich. c. Leichenbegängnis. Ain Montag nachmittags haben unsere 5chulschlv?stcrn ihre ^1.Vit>sc^ester Ludnnia zu Grabe getragen. Welch großer Wertschätzung und Beliebtheit sich die Bcrstorbene erfreute, bewies die zahlreiche Beteiligung am Begräbnis. Die Einsepnuug nahm Abt Peter ^urak unter großer Assistenz vor. Am l^rabe sang die x^ugcnd des Marienvcreines einen Trauer« chor. c. Trauungen. In der hiesigen Haupt-unt» Ztadwflirrkirche fand am Samstag die Trauung des Herrn Johann HoLevar, Ei-sendahnbeamten in Celse. mit Fräulein Elisabeth Ari^ka aus Gaberje statt. — In Zplit hat sich die 'l^rofessorin am staatlichen Realgymnasium in Telse, Fräulein Bo^enka ^u-riöevit, mit Öerrn Binko V>ru5, Beanlten der Banalbehörde in Split, verniählt. Wir gratulieren! c (^denttafelweihe für Franz Letnit. Die tlefe 5tislc der .^krlatica in den ^mlischen Älpen wurde am 5). August iintcrbrDchcn vom .'i^ommen und stehen der vielen Vergkame-raden aus Celje. Ljubljana unt» Ieienice, die an der t^edenktaselweil)e. für Franz Lee-ni? aus Celje, der ini '-l^erjahre dort den Bergtod fand, teilnahmen. Die Einweihung t>er ?edenltasel nahn? der Katechet Pinko' L a v r i ö aus Ljubljoua vor. Nach der hl. Messe sprach der Vorstand der Zweigstelle Celse des Touristeiiklulis ..?kala", Herr ^'^ohann mi gov ec lier^liche lV?dächt-nisworte und zeichnete das Lebensbild des ''.'tbberusc.ien, dem die Berge sein Alles gewesen seien. 5 ein Loben sei erfüllt gewesen vom Dienste an einer heiligen ^"^dee. so durfte Fran^z Lrenik auch in seinen Bergen Frieden finden. Nauii'ns der >''>auptistelle des Touristenflubs „5kala" in Liubljana betonte .Herr Milan Aha m den vollen Einsatz des Gestorbenen für ein .Hochziel, seinen .^aineradschaftsgcist und seine Treue, die unvergessen bleiben weriieu. An der Feier nahmen niit den Familienangehörigen deo '^^erciviji!? n über Personen teil. c. „Zelezniöar" ans Maribor zu Gaste. Ein trüber Nachmittag brachte aus beiden Seiten noch trillere ^'eiitungeu. Man snhlte sich in die Uransänge des Fußballsportes zurückversetzt. Nur hin und wieder sah man Ansähe zu .Kombinationen: vereinzelte rechnische ^'eistungen waren Lichtblikke. ^n dieser ziel-llnd planlosen .^ickerei lvbielt schließlich Eelje nrit .'^:0 die Oberhand, nachdem init der Seitenwechsel vorgenominen worden war. Ter Tieg ist in Anbetracht der lustlosen Spielweise der Gäste verdient, wenngleich die erzielten Tore nicht etwa Früchte von plamnäsjlgcn Aktionen sind. Die Stürmer der Einheimischen waren wenigstens mit Eifer hinter dem Balle her. Nach SÄ. Ma-ribor mußte nun anch „7^ele!zni(:ar" die Heimreise geschlagt.,« antreten und man ist sck'on gespannt, ob es „Napid", der kommenden Zonntag in Eelfe antritt, gelingen nnrd, die Ehre Maribors zu retten und den Nthle-tik-Svertklub, der sein Gegner sein wird, zu schlagen. c. Diebstahl, ^n der Nacht auf Montag hat ein bisher unbekannter Täter deni Garten de» Schle.ssermclsters Herrn Gottfried Gradt in der Boöniiova ulica einen Besuch a-l^gestattet und aus dem Gartenhans zwei Tischtücher im Werte von ?<1V Dinar entwentiet. c. Aahrraddiebstohl. Dem Ztraßeninspek-^ Anton Heniea aus Lava b,et Telje ijt SamStag um 3 Uhr nachmittags aus der Vorhalle eines Gastliaujes in der Preserno-va ulica ein Fahrrad, Marke „Perfekt", FabrifSnummer ^.3U), EvidctlznuMne? 2-11. mit scharzem Rahmenbau ge- stohlen mordvck. Dtt SchlchoN'beträgt lMSj ilMtdjenhtri: ßngt. uut) ljpjelt kr>:__________' c,, «t:- Dinar. c. Verbrtthtes ttind. Am Montag fiel daS dreijährige Ssthnäien Albin der Besitzerin Macuh in GorNije Slemene bei l^ranilse in einen Bottich mit heißem Wasser Das ^ind erlitt schwere Brand^vunden aui ganzen Lerbe iind mußte ins hiesige jirankenhnns übersillirt werden. Radio Freitag, 17. August. LjMjana: 12.15 Schallplatten. 13 Schallplatten. Berichte. — 19 Vortrag. — 19.30 Der Sonntagsausflng. — 29 Schall-Platten. — 2Y.15 Zagreb. — 21.4ü Scha -platten. — 23 Berichte. U«terhzltungskon-zert. — Beograd: 11 SchaNpIatten. 12.0.) Orchofterkonzert. — 18 Äinderturnen. — 18.3sf Arien- un.d Lioderstunde — 19.10 Volksmusik auf Schallplatten — 19.3l> Ri-zitationen. — 29 Schallplatten. — 29.1.') ^"^agreb. — 21.45 Schalliplatten — .22.95» ttonzertübertragung aus einem Restaurant. 23.19 TanMusik auf 3challplatteu. -- Wien: 13 Konzertstnnd^. — 1».45 Elettra, Tragi'- die._22 Musit aul erzbischöslichen .^.>ose in Salzburg. — 23.49 Mchtkonzert. — Deutsch BtUnn: 17.45 schallplatten. — l8.19 Schall platten. ^ 21 Es hant ieklingelt! Musitalische .^iiirz weil. — Aarfi^u: 18.15 Orgeliiiusik. —. 29.12 Siimphoniefonzert. — Budapest: 29 Konzert. — 21.59 Tanziinyik. — iiio-linkvnzert. — Ziirlch: lN Fraguieiite aus italienisclwu Opern. — 19.59 Die goldene Meisterin, Operette. — Stuttgart: 19 Wir sind von eitlem flotten Schlasi, allerlei Musik. — 21.49 Der Schatzgräber, '^auernposs.'. Rorditalien: 17.10 Gesaugkonzert. — !9..'i9 Unterhaltungskonzert. — :.'9 l.^» Tliu-kopierte Musik. — Prag: 15.15 Nachuiittalis konzert. 19.39 Uebertragung akis Salzburg. _Stockholm: 29 Äonzert. — 22 Uu« terhaltungÄnusik. — Rom: 17.19 .^konzert. — 29.19 Schallplatten. — 29.45, -antarel-lina. Operette. — Miinchen: 17.5>9 Liederstunde. _19 Bertraute Klänge vou Schubert. - 29.15 Der Pfleger l>l>n Starnberg, .höllpiel. Leipzig: 19.59 Volkslieder -18.29 Volkstänze zur Fli)te. — Strasburg: 17 Orcl^sterkonzert. — 18.39 Konzert. — 19.39 Schall Platten. — Toulouse: 1^^.45. Aus Tousilmen. ^ 29.15 Violinkonzert. — 22.4.') Chorkonzert. — 2.'i.15 Lieder aus Operet^ ten. _ 23..W Berschiedene Solisten. 5P0«7 „Svoboba" setzt sich durch Der erste internationale Erfolg „Admira" mit Wenn auch der Kainps jener Nasanz und Spannung entbehrte, die einzelne übereifrige Anhänger des Lcderballs erwarteten, erfüllte dcnno6) die gestrige „Svoboda"-Lei-stung die Erlvartungen. „Svoboda" zeigte im Durchschnitt ein respektables .^^önnen, zeitweise unterliefen der Mannschaft vielleicht no6) Fehler, aber zeitweise offenbarte sie eine (^ngart, die die jungst gezeigten Leistungen unserer, übrigen lokalen Aktenre gewis; übertrafen. Freilich stellteil die Grazer keinen gefährlichen Gegner, aber dennoch ging es umnchmal recht munrer zu und da auif beiden Seiten Treffer in genügender Anzahl fabriziert wurden, erschien auch daS Publiknm restlos zufriedengestellt. „Svoboda" nützte die Befan-genheit der Gäste zum Beginn voll und ganz aus, sodaß die Mannschaft schon vor der Pailse nüt 3 : 9 in Führung lag. Nach Seitenwechsel kainen aber die (Me zert^weise Prächtig auf, doch ließen des Erstklassigen / Die Grazer 9:4 geschlagen „S-vobodas" Ztürn^er nicht locker. To wechselten allein in der zweiten Spielhälste zehn Trefser einander ab. Taß „Svoboda" voii. Goalregen den größereir Nnl^zen lialte, war der Grund darin, daß diesnial die heimischen Stürnier ganz außergewöhnlich inimter feuerten, andereiseits ließen die Gaste ini terspiel so nianche Lütke offeii. B.'eiiii anch die Spielfi'ihrung inanchnml den flotten Berlauf vermißen ließ, so brachten die l>ei' derseitilien Trefserserieii dennoch i^eimgeiid Zchwniig in den von SchiedSrici'ter F r a n-k l geführten Wcttkani>pf. „Svobod«" siegte schließlich mit 9 : 4 und gerade in diefein ersten internationalen Erfolg der frischgebak-kenen erstklassigen Mannschaft liegt das Positive der gestrigen fußballsportlicheil Fest'' wochc-Peranstaltung', von der schließlich auch durch den zal,lreichen Grazer Ve'uch die Zest'ivoche ihren Nutzen zog. Meder Sram gußballer Sonntag, den 29'. d. tvird sich uns .der Grazer Sportklnb „S ü d b a h n" in einem Wettkampf gegen e l e z n i e a r" vor-st-ellen. Tic Gäste, die in der steirischcn Mci-sterschast an vierter Stelle, rangieren, geliö-ren schon seit längerer Zeit der ersten ^Nasse an, in der sie sick) im Lause der Zeit eine recht nahinhafte Rolle sichern konnten. Ihr Zusaminentressen niit „^x'lezniLar" begegnet einem nmso griißcreu Interesse, als die Eisenbahner nach ihrem gestrigen Sieg in Va-raidin scheinbar dennoch wieder ihre alte Form gesuttden haben. Das Spiel gelangt um 17 Uhr zum Austrag, also im Anschluß an das große Bahnrennen der Radfahrer, woranf noch ganz besonders aufmerksam gemacht wird. Nekord am Lowlpaß Auf der berühmten Loiblpaßstraße wurde gestern das vierte internationale Motorradrennen ausgetragen. Der bisher von Nr 0 i e (Zagreb) gehaltene Rekord tvnrde gleich dreimal unterboten. Zunächst war es .Hubert .H u b m a n n, der zweimal die Bestleistung verbesserte. Schließlich gelang es N r 0 i ö neuerlick) deu Bahnrekord mit 5:11 an sich zu reissen. Die bisherige Rekord zeit lautete 5):31. Die Ergebnisse dieses schwie rigen Rennens waren: Bis 259 ccin Z tr -b a n iA.S.) li:07. Bis 359 ecm .Hubert u b ni a n n sVelocette) 5:21.8. Bis 1W9 ccm .Hubert .H u b m a u n (Belocette) 5:15.3. bis 5,99 ccm U r c> i L iMotosachochc) Dem Renneu, das der Motoklnb „!^lirija" organisierte, wohnten auch Minijtcr Dr. AngjelinoviS und Bürgermeister Tr. P u c bei. Bahnrennen der Nadsadrer Der 2po'tklub „7.eleziliear" veraustaltet aul 19. d. alis der Bal)n aiu Sportplatz in .der Tr/.a.^ka eesta ein Radrennen. Startbe rechtigt sind Mitglieder der dem hiesigen Unterverband angeschlossen^'!« Vereine. Die Bahn misit 429 Meter. Das Progranim uui saßt linchstehcilde Punkte: 1. Begrüsjuligs ruude aller initwirkenden Nadsahrer, Mei sterschast der Junioren über 19 )1iliildt!l, (Preise: 1 Plakette und 2 Diploinel, .'i. AuS-scheidung'Srenneu, 4. .Hauptrenuen über 5»s^ Runden. 5. .Handicaprenneu über w Ruii deu sPreise: Die Rennen nntcr 3 bis 5 wer den nach Puukten gewertet, 1. Plakette iind drei Diplonie). Das !)?eiincn wird nach deii Satzungen des Iugoslaunscheu Radfahrcr-verbaudes ausgetragen. Annieldiingen bi.' Samstag, den 25». d. 18 Uhr an SK. ^cke zni^ar, Staatsbahmverkftättcn. Abschluß der Mpensahrt Nach sechstägiger Dauer wurde :n München die Antoinobil'Alpeiisal)rt beende!. Die lehte Etappe führte — <;2l .^lüometer — von '^greb nach Ätünäien. Als erste gelaugten in München die beiden Franzojen Dhoin llnd Gierod auf Delahane ein. Vou den 127 zur ersten Etappe gestarteten Fahrzeugeil i'ii^d 33 iin Laufe der Zeit ausgeschie-deil. !)4 Boiverlier hal^'il das Ziel erreicht, davon 57 Nlit der .Höchst-Aertuiigszifser. nach früheren s!jepflogenls)eiten also straf-pnl'stsrei. Das ist säst noch die .völfle aller Gljtarteten und meHr als die Hälfte aller 8ta»tlicl»e Kts88e»Iottene 7. Istii tlvr ttÄupt/ietlUlur. »In 4V.M» 14517 Nln Mn INMil .^«>.'1 t.'il.'is' 47l>.';4 k,4an 7.°;7><44 217-7 2405s' 29?^? l4<,7>> .'>244.'> si!l4I .^l.7?,, «>^521 '140')') Hin i'M» 15.?W 174'f^1 94l.? 21911 27s!.^.'' .^92Ns» 42li8l 5.''.?2.^ li427I <»7^7s. 7I0l't 724!-!4 7.?y><1 7.^Sk^.-; 795^7 SH87.-' 9.?si^0 8. lÄL tivr Nsul^t^ivkun«. liln .^0.v«N 49.^2:t 7 9l,7.A. 942^2 972.^ Nln 6N«a 45f^.'; 12.?1k» 40.?^ 44747 4lis1.°;.'? 49s>8.°i 497.?.? 5>5!07 s>29.?ft 752.';.? .^i4s)27 vi» .^NoN 1.?2.? 4454 1i^.?9.'i l^78l> 2tM' 214>?.? 2tk?.^4 !?.?117 48541 «9549 52451 .''5295 f^.?4lil^ s.«448 7090Z 725,41 79549 k^72si9 974^,.? 97W7 9rrtümmef vordeliulteu.) Nsnkivsclislt kevailmiie»,ti«to Ver- ksuikistello äsr klassen^ottesle. (ZaKpasIta ullc» 24. angekoulmeiiell Fahrer. Von den Fahrern mit der Bestleistung sind :Ä; Einzelsahrer nltd 2l Angehörige voil sieben Dreiermann-schaften. Die Suwvomeisterschastm iw Schwimmen In Magdeburg fiel die erst<' E,itsch.'idung. jeiie iiii Schwinliiien über 199 Meter, wobei der Ungar Elik siegreich blieb. Es ivar ein außergewöhnlich draniatischer !^niinpf, den Esik ilnd der Deutsche Füclier l,ei ungelien-rer Ansregung der '''lischaner lieferteii. Der Uugar lag bis etwa .',9 Meter llar in der Fül-rnng. dann rückte aber Fischer ilnn'er mehr lind nlehr anf. sodas', Esik schliesslich nur mit .'^'»aiidscl lag siegte niid viele sogar der Ansicht sind, daß der Eiiilaili als totes Reniien zil nierten gen'eseii nwre^ Das Ergebiiis des Renneils laiitete: Me-sterschaft von Ellropa iin 56)u'inlnien über 199 Mc-tcr: l. (l'sik lUngaru 5,9.7V 2. I^-ischer ollnnd> und Pel.'vion l5chweden1 im toteil Reilneii in 1:91.g. Bochenikl) lPolen 1:93.3) Die Wasserballspiele brachtell folgende Er-gebn'ss.': ^entsäiland gegen Iss'iechoslol'.na-kei 1 : 1 s3 : 9), Ungarn ge.ien .'^'^ssand 9 : 1 s t : 9), I u g o s l a n, i e n gegeil Frankreich 2 : 1 s2 : N, ^lalien oegen Schwedell 1 : I (1 : 9). Sin Italiener Welimeifier der Amaieurslieger t>.'n Radweltilleisterschnsleii in Leipzig lvurde übl!rrnscheilderlve!se der bisher irenig bekaniile Italiener P o l a ster der Aiiiateurflieger. Unser Bild zeigt Pola nach seineui Si<^g. : SN. Rapid. Freitag, deil 17. d. uin 29 Uhr wichtige Spielerzlisaulilienlnnst ini .Hotel „Zaniorec".. : Tennismatch Beograd — Aiaribor. 3anlstag nlld soilutag ivird uilsere Stadt der SchaiiPlal^ eiiier bedeutsaiiien Tennis.ver ^ auslalinng sein Zunl ersten Mal lverden ^utts Beograder ^nnisjpieler l»ejuchen^ die _l?. Äugust IVR. einen Ztädteta-mpf Beograd Maribor zum Austrag bringen werden. Beoc^rad wird der Tennisklub „Kumadija" mit dem serbi. schcn Meister Ksnjovie an der Spitze vertre» !«n. : Die internationalen Ruderwetttämpje auf der Drau finden unwiderruflich am IS. d. statt. Die Wettbewerber haben das Start» qeld bis Eamstag abends zu begleichen. ?^reitali, den 17. d. um l8 Uhr findet im Bk'otshauS eine richtisse Besprechung der Nubfcitilng statt. : Ein Iuqendspiel erledigten gestern „Stio boda" und „Zelezniear". Der Eisenbahner-nachwuchs siegte mit 5:1. : „Ztelezniöar" siegt in Bara-din. Die Eisenbahner gastierten gestern in VaraZ^din und säilugen den dortigen Spartklub mit 5:2 s?:N). : „Ptuj" schlägt „Mura". In Ptuj über rumpelte der SK. Ptuj die sonst spielstarfe Elf des SK. Mura aus Murska Sobota mit 4:1. „Primorje" — Repräsentanz von Celje 7:st. Gegen die allzu zerissen spielende Mann-schaft von Celle behielt gestern das Ligatean, des ?kTK. Primorje mit 7.0 (3:0) die Oberhand. : Beograd besiegt Zagreb. In Zagreb errang gestern das Fu^bavteanl von Beograd liber die Zagreber Repräsentanz eineil beachtenswerten Sieg von .'j:2, nachdem die Za greber bis zur Pause u»it 2:0 in Führung gelegen waren. Alle drei Treffer fiir Beograd erzielte Marjanotni^. : Reuer sapnnjscher Zj?eltrekord im Schwim men. Der Student N e g a ni i hat e^nen neuen Weltrekord ini Echwimmen icher 5i00 Meter in 10:N ein ^sinftel und einen solchen i'lber 1000 Meter in l?:tl vier Uinftel aufgeftellt. : 2M Leichtathleten aus der sünften Val-koniode in Zagreb. Mlr die fünfte Balkania-de, die anl 2k. d. M., an? 1. und 2. September im Zagreber grossen Stadion ansgetra-gen.wird, siird dic Nennungen bereits beini >'asl'l-dürfte einen günstigeren Absatz finden, so daf; die im Vorjahre vorgelegenenen Tchwie rigkciten heiler wohl vennieden oleiben^ Die Mastnahmen, die bezüglich des i e h? a b s a hes ergriffen wurden, w'yfen sick? auf den Zchweinemärkten bereits merklich au?. Towohl Absatz als auch Preise haben si6) ln den letzten Monaten gebessert und es ist qu erwarten, das; diese Besserung anhalten wird. Dagegen bereitet der Tiesstant^ der Preise für Qualitäts-^chlachtvieh der gierung schwere Sorgen. Zwar ist in de», letzten Wochen durch die Hebung der Zch^re-nepreise auch hier eine leichte Entspannung eingetreten, at>er es wird dennoch in nächster Zeit an direkte Eingriffe geschritten wer den müssen, um einen Teil der ^!iinder, d!,.' nicht abgesetzt nierd<'n können, au.5 dem Markte zn nehmen nibd, äbnlich wie bei den Schweinen, anf Dauerware zn verarbeiten. Bezüglich der M i l ct> v e r iv ertu n g, l>ei der sich in letzter Zeit Schwierigkeiten ergaben, kann nmn das derzeit in ?lnsar« beitnng befindliche Milchverkehrsgesetz als die '^rone aller Mastnahmen znr Erhaltung des für die ^an^dwirtschaft so wichtigen Milchpreises bezeichen. Schon seit längerer Zeit werden die Berhandlnngen zwischen ii^en Produzenten. K^oiisuinenten und deni V^andel gepflogen. Sie sind so n'eit gediehen, das; man nlit der baldigen Beröksentlichnng der Vereinbarungen rechneiz kann. Eiiie besondere Sorge bereitete der Regierung die Unterbringung der Ernte an Tafel- und M 0 st 0 b st. Für die Verwendung des Mcst'ebstes sind die entsprechen den Borbereitungen bereits getroffen. Ein Teil dieses Obstes wird, wenn es notwendig sein sollte, der Verarbeitung zu Marmelade zugeführt n>erden. Außerdem sivd mit den Spiritusindustrien bereits Verhandlungen gepflogen worden, um einen Teil auch zu BrennereiWvecken zu verwerten. Für den Absatz von Tafelobst nach dem Ausland ist dadurch vorgesorgt morden, dast nch die Tschoclwjlowatei zur Abnahme eines grösseren Quantums verpflickitet hat. Austerdem ist ini Ministerrat ein Elearinli'verkehr mit Deutschland zur Erledigung gelangt, der es den deutschen Einkäusern ermöglichen würde, einen Teil, dn' österreichischen Obstproduktion abzunchmi^n. Einen wichtigen Punkt bildet die B e r-s ch u l d n n g und die ^reditwtrl-s ch a f t der landwirtschaftlichen Betriebe. Tic Gebirgsbanernhilfe zur Erleichterung der Schuldverhältnisse wird auf denl bislier beschritteneil ?Sege fortgesetzt werden, mit der entsprechenden Sorge für die Sicher-stellung der erforderlichen Mittel. Austerden^ wird ein besonderes Angemnerk ans eine flotte, groszzügige private Krcditbcs6)affiing für die Laildwirtschaft gelegt »verdeii. Dnrch diese sollen der Lanbwirtsck^nft sowohl Pothekar- als auch Betriebssredite zn iwr inalen Zinsen zur Verfügiiiig gestellt wer den. Inl Ministerrat ist bereits ein Zwaiig?-geselz zur Bildung eigener s^enossensck^aitrn bcschlosseil loorde, iim die ^'andmirte von der Privaten Spekulation möglichst fern lialten zu köniren. Auf h a ii d e l s P 0 l i t i s ch e n Ge biete n>erden in nächister Zeit einige Revisionen der aegenwärtigeii Berlrä^ie erfolg?« inüsseii, uin Zölle ilnd insbesondere die .>ion-tingentabmass^uiig den geänderten Berhölt-ilissen aiizupassen. Iii Beliandlung stebt bekanntlich auch das Problein der S 0 z i a l >v e r s i e r il it g in der Landwirtschast. Die Verhandlungen lasseil no6) kein abschließendes Bild zu, grilndsählich kann jedoch festgelialten werden, das; an deii l^ruiidideen der sozialen Einrichtuilgen nicht gerüttelt loerden soll, jedoch iinlssen die Bestinmiungen uild die .Handhabung des l^'setzes der ?^^irtschlaft angepaßt werden. Die ö st e r r e i ch i s ch e A g r a r-Politik hat ein feste'? volk>?w'rl!cl'aftliche<^ Ziel vor '^'lngen. das sie daranf hinweist, init allen Ständeii gmneinsain zii arbeiten, initeinander. nicht gegeneinanlder. nämlich durch Neberwiiidung der Agrarkrise die Kaufkraft des Landwirtes zu beben, damit er wieder aufnahms^ähig wird für die Produkte der ^^ndustrie und der Arbeiterschaft, dem .?»andcl und l^werbe erweiterte Betätigung schafft. Bei deii Radloelt'mcrstcrs6)aftcil iii Leipzig konnt-e der Weltmeister Scherens unter den Berufsfahrern feinen Titel siegreich g^cgen den Kölner Richter verteidigen. Jugoslawisthe Aussuhr nach Oesterreich. Von« .^0. Juli bis zum 5. August 1934 hat Jugoslawien naä) Oesterreich täglich 15 Waggons Pflaumen und 3 Waggons Trauben eingeführt. Die Preise waren: Pflaumen 20/48 Grosch^ii. Trauben 0.70/1 Schilling, havarierte Trauben 20/30 Groschen so Kilogramm. Ferner führte Jugoslawien in der bezeichneteil Woche 00 Stück Rinder ein. Preise in Schillingen je kg: Ochsen extrem 1.07 bis 1.25, Pri'nia Ochfcii 0.90/1.05, Ce-cunda 0.75x0.95, Tertia 0.70/0.75. Stiere 0.70/0.84, .Wlhe 0.70/0.88, Magervieh 0.50/0.68 (Lebendgewicht). Aii Schweinen hat Jugoslawien auf den Zentralmarkt 1.837 Stücke zugeführt. Preise in Schillingen: je kg Prima Fettschweine 1.22/1.24, englische gekreuzte 1.22/1.27, runränische aus dem Bannt 1.25/1.10, Landschweille 1.24/1.28, alte Fettschweine 1.18/1.22, Fleischschweine 1.30 bis 1.55. X .Hopsendericht auS dem Sanntale. Aus 2alec wird geineldet: Die nuninehr in allen Lagen eingesetzte Pflücke der frühreifen Felder nnirde iin Laufe dieser Woche diirch häu-figeir Regen unterbroc^n, doch ist eS seit gestern wieder sonnig und ivarm. In den spätgeschnittenen, zweijährigen und Jung-fernhopfen geht nun die Entwicklung der Dolden rascher vor sich und diese dürsten — günstiges Vetter vorausgesetzt — zwischen dem 15. und 20. August Pflückreif werden. Die EinkaukStätigkeit hat noch nicht begon- nen. Der dermalige Stand der ^^ovfenan-lagen lästt auf eine Gesamterntc von 14.000 bis 16.000 Zollzentiier (7000 bis 5000 Ms-terzentner) schließen. X ZSeiuauSsuhr Jugoslawiens, ersten .Halbjahr wurden aus Jugoslawien 66.6 Wag gon Wein iin Werte von I..1 Millionen Dinar ins Llusland geliefert. Die Ausfuhr ist am größten nach Italien, Schweiz n. Deutsch land. In andere Länder sind nur ganz kleine Partien gegangen. Diese Ausfuhrmenge ist überaus gering. Für die Verivertung unserer Weinerzeugung kommt die Auslandsausfuhr daher überhaupt nicht mehr in Frage. Sie beträgt gegenwärtig nur 0.2 v. H. unserer jährlichen Durchschnittserzeugung. X Die Außenhandelsbilanz Polens. Der polnische Außenhandel ini Juli iveist folgende Ziffern auf: Die Einfuhr betrug 69 Millionen Zlott,. die Ausfuhr 81 Millionen, so daß sich ein Ausfuhrüberschuß von 12 Millionen ergibt. Während der ersten sieben Monate laufenden Jahres hat die Einfuhr gegenüber denl Jahr 1933 unl 3?d, die Ausfuhr um 7?Z zugenommen, so daß der Aus-fuhrirberfchuß l^genüber deni Borjahre 3756 beträgt. X Das Mnderergebnis der Welternte. Nach den: Julrbericht des Internationalen Landwirtschaftsinstituts iii Mm wird die l^troi«deerntc zum Teil weit hinter der vorjährigen, noch ivesentllch mehr hinter dem Durchschnitt der Jahre l928—32 zurül5. bleiben. Eiiie Zusainmenstellung ergibt hierüber folgendes Bild (in 100 Meterzentner, für die nördliche: Evdhälfte: Durc^'ch-nitt: 1934 1933 192832 ?9eizen . . .-?49.1.30 579.076 678.816 Roggen . . 10.2.795 125.980 l20.iZ'.l!) Gerste . . . 186.681 197.092 231.2-;0 Hafer . . . 22l.8s)4 253.697 .'i.Pi.9.'^^ Mais ln. USA) 421.2.32 591.90.3 X Schwedisch-japanische Zündholzvereinbarung. Nach einer Meldung des „Stocka Holms Tidningen" ist nuniiiehr die Auftei-lung des Zündholzweltmarktes zivischen der japanischen imd der schwedischen Zündholz-industrie vollzogeil worden. Darnach erhält Schweden das Meinverkaussrecht für gan; Europa, Japan erhält eilt Monopol in Ni<'-derlmidisch-7^ndien, Australien und Polnne-sill. Als genlein'ame Märkte gellen die Phii lippinen iind Ostafrika. Vollständig freier Wettbeweib ist in Eochillchina, Britisch-In-bien, Siam iind Amerika. Seit dem Tode Jvar .ffreiM^ers b<'nlnhten sich schwedische Fachkreise lang.' Zeit ,im den Abschluß einer derartigen Weltziindholzvereinbarnng. X Die schlechteste Ernte seit 30 Jahren. Nach I'.en lftzteii Beiechnilngen des T^'ailiinq tl^ner Landlnirtschastsministeriums wird di? diesjährige Ernte die schlechteste seit .30 Icih-ren inerden. Dei' Bodenertrag eines Ackers von ungefähr einem Morgen ist um 19 Prozent geringer als ini Vergangenen Jahr nnd llm 22 Prozent geringer als der Duich-schnittsertrag in den letzten Jahren. Der Weizenertrag für Aiignst wird etwas höbcr als der für ^^nli eingeschätzt. Mc anderen Produkte weiseil geringere Zahlen anf. So ist der Tabakertrag nnl .340.000 enstliscb? Pfund gesilnken. Der Landwirtschaftsminister stellt eme Art staatlicher Erntekontrolle für das ilächste Jabr iil Airssicht, uin di" M'n-dererträge auszugleichen. Aus aller Welt Vlutige Eifersuchtstat einer 66-jährigen. ,^n einer tieinen tschechoslowakischen Ortschaft hat sich eine blutige Eiserslichtötragöl^i" zugetragen. Trotzdenk er sich schon bedenfi'.1i der 70 näherte, hatte der alte Bauer Damjan eine Liebschaft mit einer schönen jungen ?9rtwe namens?1(ara Rumensak gefangeil. Tas „junge 0^lnck'^ dauerte ai'er nicht lang<». denn eines Tages kam Danljai's Fra,^ die auch schon 66 Lerr^e zählte, hiniev die '^eitensprimge ihre Mnimes nnd wulde sofort von glühender Eifersucht auf die N«,. benbnhlerin gepackt. Sie lauerte dem Liethes-vaar auf, folgte ihn? in ein l^aithaus, und als bevde sich gerade cin den Tis6i sel^teii, stürzte sich die alte T^au ans di>^ iilngc liebte ihres Mannes lind neisetzte ihr nieli' rere tiefe Messerstichc. Die seliöne junge Wit. we brach schwerverletzt znsainmen und wurde in das Spital gebracht. Die alte Bäuerin stellte sich selky't der Polizei. Ein surchtbares (VcständuiS. Eme schwer belastende Selbstbezichtiginu.i wurde auf dem Polizeiaint in Saaz von eineilr Musiker ausgesprochen. Erregt war ^r junge Mann vor Nenr Beamten erschien nen und behauptete eirtschlossen: „Ich habe sie oben erschlagen!" Wenn der junge Mu^ srker nicht in denl Stäidtchen als dunhanc' ruhiger und zuverläßiger Mensch bekannt ge ivesen iriäre, so hätte mail diese schil^er-wieMnde Selbstibezichtigung wohl iiirbl so ruhig hingenomuen. Immerhin ivar es unverständlich, daß eiii Menfck). d'- bisher einen ausgezeichneten Leuinulid genossen hatte, sich einer derartigen Tat berichtigte. Un>d schließlich ergab sich, dai; der llngliiel-liche tntsächlich einen Dovvelmord au? dem l^ewissen hatte. Allerdings waren es nlir zwei Gmrse, die er nach vielen Mnlpfeil init seinem Gvivisien kurzerhand erledigt hatte. „Wochenlang haben mich diese T:ere, die mein Nachbar halt, init ihrvm ewigen Geschnatter gestört", er-Nckrte der Mörder, ,.es geradezil unmöglich für mich, dabei zu üben oder mich mit ineinen Eoqnvoiitioncn ^ befasseii. Ein paar Nächte lang halie ich ISaMmn Nu»««? IS». Freitag, den 17. August 1S34. k^alirt INS Llaue kam»n von tt»n» ,« M»rve«.«ccni88c»ii?7 vv«cn ve«l.)^lz osK^k /neisi^c«. Ihr« Barschaft reichte selbst bei sparsam ster Haushaltung nur für wenige Tage. Da sie Mlirckss Hilfe zurückgewiesen hatte, blieb nichts anderes übrig, alS den Schmuck zu verkaufen, den fie vorsorglich mit eingepackt hatte. Allzulang wollte sie sich in diesem Ort keineswegs aufhalten. Nur ein wenig ausruhen, einen oder zwei Tage vielleicht, und dann weiterfahren! Die Handverlehung war am heilen, wenn sie sich nicht zu sehr anstrengte, würde sie es schaffen. Mutigen Herzens sprang fie auS dem Bett und trat im Schlafanzug anS offene Fenster. Der Sommermorgen, von Tauperlen bunt durchglitzert, sang ihr mit tausend fröhlichen Stimmen entgegen. Ein köstlicher Geruch von Blumen, Wald und Erde strömte in lauen Wellen um ihre Gestalt. Die paar .Häuser des Dorfes grti^ten freundlich zu ihr herauf. Und dahinter, in blauen und griinen Farben aufgebaut, winkten die Berge des fränkischen Landes in ihrer schlichten Schönheit. Jenny ging zum Waschbecken und ließ es bis zum Rand mit kaltem Wasser vollaufen. Während des Waschens stellte sich die Erinnerung ein. Die furchtbare Entdeckung auf der Bank, die Auseinandersetzung mit Emil — bis zu der abenteuerlichen Flucht durch die Gewitternacht, bis zu MSrcklS Mlichem Ueberfall. Sie hatte den fungen Menschen ganz gut leiden mögen. Seine Hilfsbereitschaft, seine warme, aufdringliche Teilnahme hatten iljr wohl getan. Warum hatte er ihr diese schmerzliche Er-nüchterung nicht erspart? Eine Geldsumme auf den Tisch legen und dann —! Nein, das hätte nicht geschehen dürfen! „Jenny!" murmelte sie. „Arme, einsame Frau! Du könntest Geschenk und Freude sein, wenn du den Mann fändest, der dich lieben könnte, ohne «dich zu demütigen, ohne deinen Stolz zu verletzen." Mitten in ihrem Selbstgespräch fiel ihr der Unbekannte ein, dem sie gestern, ohne es zu wissen, ihre Not preisgegeben hatte. „Hier ist jemand, der Ihnen aus innerstem Bedürfnis helfen möchte. Der Name ist nicht von Bedeutung. Betrachten Sie mein Dazwischenkommen als eine Fügung des Schicksals!" Was war das für ein Mensch? Einer, der nichts verlangte, einer , ^er hals, weil cS ihn glücklich machte, weil es ihni ein Bedürfnis war. Mit einemmal überraschte sich Iennl?. wie sie bemüht war, sich die Gestalt, das Gesicht jenes Mannes vorzustellen. Große, leuchtende. gütige Augen mochte er haben, eine hohe Stirn, schmale, gepflegte Hände. Wenn sie letzt da? Fernamt in Nürnberg anrief, konnte nian ihr vielleicht die Nummer nennen, mit der sie gestern verbunden gewesen war. Dann brauchte sie nur ein Gespräch anzumelden — und konnte jene Stinl-me wieder hören, ihren eigenartig beherrschten, wohltönenden Rhythmus, der allein schon wie eine zarte Liebkosung war. Sie kleidete sich hastig an, ein einfaches blaues .Neid schien ihr für die augenblickliche Unmebnng am besten zu sein. Im Kaffee-Zimmer saßen die anderen Sommergäste schon beim Frühstück. Eine ältliche Dame, die in einem Noman laS, ein Ehepaar, einige Herren, die sich lachend unterhielten Jenny wählte einen leeren Tisch ani Fen^ ster. Als sie sich gesetzt hatte, mußte sie den' komischen Wunsch unterdrücken, jener unbekannte und doch ihrem Herzen seltsani vertraute Mensch möchte unversehens durch die Tür kommen und sich zu ihr setzen. Es war gut, daß der Gastwirt kanl und Jenny ihren Phantasten entriß. „Ah, guten Morgen, gnädige Frau!" rief er behaglich. „Ich hoffe, daß Sie gut geschlafen halben. T^rf ich Ihnen Kaffee bringen lassen oder wünschen Sie etwas anderes? — Uebrigens, der .Herr, der niit Ihnen kam und heute früh abreiste, hat diesen Brief für Sie zurückgelassen." . Sic nahm den Brief in Enipfaug und bestellte Kaffee. Als der Wirt sich entfernt hatte, öffnete sie mit eimm Gefühl des Mißbehagens das Schreiben. Der Umschlag enthielt vier Geldscheine und einen Begleitbrief, dessen Zeilen flüchtig niit Bleistift gekritzelt waren. „Verehrte gnädige Frau! Erst jetzt nach dem Erwachen kam nur zu Bewußtsein, in welchem Zusaninien-hang Ihnen mein unbeherrschtes Beneli-men erscheinen mußte. Nun verstehe ich auch, warum Sie meine Hilfe ablehnten. Ich schwöre Ihnen, gnädige Frau, daß ich nuch in dem Augenblick, als ich mich so schwer vergaß, mit keinen: Gedanken des schrecklichen Geldes erinnerte. Bitte, gnädige Frau, verzeihen Sie, was geschah! Ich bitte Sie vom ganzen Herzen! Und nehmen Sie als Beweis, daß Sie nur vei» kleben haben, das Jnliegentie an! In der Hoffnung, daß Sie mir erlauben werden, erneut um Ihr Vertrauen zn werben, litn ist Ihr ergebener Paul Märckl." Jenny barg das Geld in der Handtasche. Sie fühlte, daß Paul Märckl die Wahrheit sprach. ES war ja wohl möglich, daß ein fun-ger, schlvärmerischer Mensch in der Verwirrung seines Herzeus solche Torheiten beging. Der bekünnnerte Brief machte wieder einiges gut. Und immerhin — Jenny Prenner gestand es sich ohne Bedenken ein — in: Augenblick war ihr das Geld eine Hilfe. Nlm brauchte sie wenigstens nicht gleich vom ersten Tag an die ganze Bitterkeit des neuen Lebens zu spüren. Die merkwürdige Tatsache, daß Werner Soenken, ihr Vetter, völlig von ihren Gedanken ausgeschaltet blieb, »oar der beste Beweis, wie sehr sie schon mit deni Abenteuer zn vernnirzeln begann. Noch war alles erst ein wehendes Gefüyl, ein dlulkles Taften, aber sie gab gcrll den lok-kenden Stimnien nach. Werner Soenten hatte nichts nnt Geheinnlis nnd Wunder zu tnn. Er war ein Stück iener Wirklichkeit, die hinter ihr lag. Sie hatte ihn gerufen, ja, aber war eS nicht Schicksal und Fügung, daß il)r Ruf ihn nicht erreicht hatte? Sie war der neuen Vahn gefolgt, zu il)m führte kein Weg mehr znrnck. Mit rechtem Behagen machte sich Jenny an die Vertilgung des Frühstücks. Der Kaffee war gut. Der Kuchen erniangelte zwar der besonderen Feinheiten raffinierter Back-künste. aber er schnieckte ihreni ansgehnnM-ten Magen vorzüglich. Später kam ^r Wirt mit einem umfangreichen Tintenzeug und ersuchte sie, den Meldezettel ausznsüllen. Jenny, ohne das vorsintflutliche Schreibzeug eines Blickes zu würdigen, nahn, ihr"«? Füllhalter und schrieb entschlossen Namen und Personalien auf das Formular. „Ist niein Wagen gnt nntergebracht?'^ fragte sie, als sie den Schein zurückgab. „Er nnlrde sofort in die Garage gefahren. Heilte nlorgen ist er gewaschen worden, er hatte es nötig. Soll er sahrsertig gemacht werden?" Jenny schüttelte den Kopf. „Nein, nein! — Wo ist eigentlich das Telephon? Ich mischte später nial anrufen." Der Wirt wies in das Nebenzimmer. „Aber das Zimmer ist alnieschlossen. Sie müssen lich vorhe)^' ain Büfett den Schlüssel abholen!" (Fortsetzung folgt.) schon nicht schlafen können, weil die Tiere solchen Lärin machen, un-d alle Versuche, Ruhe zu erreichen, waren vergeblich. Heute morgen ist uiir die Galle übergelaufen, ich habe sie beide mit einer Hacke erschlagen!" Freilich dürfte dem Täter hier keine Todes- oder Zuchthausstrafe drohen, imnierlnn wird er die erkämpfte Ruhe noch tener bezahlen müssen, da der geschädigte Nachbar, dem seine z'wei Gänse so kurzerhand ermordet wuvden, Schadenersatzansprüche gestellt hat. Loch NeK redivivus! Die Seeschlanqe wissenschaftlich anerkannt Die Heeschlangk »isienschaftlich anerkannt. Der fröhliche Ulk, den die ganze Welt seit vielen Monaten niit dem Ungeheuer, der unheimlichen Sceschlange von Loch Neß getrieben hat, rst bis in den fernsten Winkel der Welt gedrungen. Ganze Handelszweige sind aus der Sck)auergeschick>te emporge-blüht^ .Karikaturen aller Art, kleine Seeungeheuer aus Schokolade, AnisichtSkarten in bunter Fülle, die das Ungeheuer in den absonderlichisten Lel'enslagen zeigen, die schon den freudigen Familienzuwachs im Lochneß würdigten, Witze ohne Zahl und ein unerschöpfliches Zeitungsfutter _ das alles entspann sich um die sagenhafte Seeschlange. Ieider hörte die Botschast, schüttelte den Kvpf und lachte, die ganze Welt lachte, wenn wieder Nachrichten durch die Presse gingen von einem neuen rätselhasten Auftauchen des Fabeltieres. Wissenschaftler stützten den U>oi^>f in die Hand nnd dachten schar? nach. Wäre es wirklich praktisch nwg-lich, daß sich ein vorweltliches Ungeheuer in dsm kleinen schottischen See unbemerkt entwickelt hätte? Mr leben im Zeitalter der Technik. Urch deshalb hat man das Untier geknipst und immer wieder geknipst. Die erstaunlichsten Photos kamen zustande, bis man dalhlnterkam, daß fast immer sich ein Witzbold einen 'Scherz erlaubt und irgend etwas dazu koinponiert s>atte. ^^ennen Sie schon den neuesten Lechneß-Witz?, sragen die Engländer einmvder — unid »reuen sich iiber den unerschöpflichen Mk. ?wn spukt das Ungeheuer wieder. Das ist das üvlerk'Mlrdiglste: die Schotten glau/ben an seine Existeirz. diese Menschen, die in ihren einsainen .^ochlandstälern der Mystik und dem Umvahrscheinlichen nähergevückt find. Und ste »varen es ja auch, die die besten Studien am Loch Reß machen konnten. Ne-k'en den Menschen aber, die staunend und wundergläubig immer wi^er über den Loch Mß schauten, um irgendwo das seltsame Fabelniesen auftauchen zu sehen, hat sich auch die Wissenschaft ernstlich mit der Frage bes<^ftigt, ob das Ungeheuer vom Loch Nes; mehr sei als eine Fabel. Unter anderen haben sich auch die Mönche der dem Loch Neß nahegelegenenen Benediktinerabtei wissenschaftlich mit dem Problem befaßt, wobei die von ihrem Ak»t aufgestellte Theorie entschieden Beachtung verdient. Diese Theorie behauptet, daß in der Eiszeit einnml eine Ber bindung zwischen den schottischen Nordland-scen und dem Atlantischen Ozecin auf der einen Seite, der Nordsee ans der anderen Seite bestanden l)abe, daß ans dreien granen Urzeiten her Tiere vorgeschichtlicher Art in den schottischen Seen zurückgeblieben seien und sich iveiter fortgepflanzt hätten Diese Theorie erhält noch eine wichtige Begründung durch die Tatsache, daß es seit Urzeiten bekannt sei, daß im Loch Neß rätselhafte Tiere lebten. Nun l>at auch einer der bekauntesten Londoner Eitt^männer. Sir Edlvard Mountain, der Präsident einer arof^en Londoner Versicherungsgesellschaft, die Jagd auf daS Ungeheuer ausgenonnnen. Zu diesen, l'^weck liat er ein ganzes Regiment von Pkiotographen rings um den Loch Neß aufgestellt, die das Untier im ganzen.^lnral Photogravbiert k?a-ben. Um jede Möglichkeit eines Schwindels, der Unterschiebung einer Witz-Platte u. dal. aus^znschalten, wurden die Apparate sämtlicher Photiographen arrschließend versiegelt uuid dom ersten Chemiker der !?odal-Ges>'ll-schaft zum Entwickeln eingesandt Sir Edward Mountain hosft. aus diese Mise endgültig den Beweis für das Vorhandensein der Seeschlange zu erbringeir und danrit allem weiteren lUk die Spitze abzubrechen. Erstaunlich, nielch Apparat dafür in Be.ve-gung gesetzt wurde, erstaunlich besonders, wenn marr bedenkt, daß auch Sir Edward Schotte ist . . . HVVVGWVGGWVVGGWVVV» LkroaerkISrunU! Kitte l'rttu l'itulit t^ierl UNI LntiiLliulcli-Luiie iiiltt (luxlic illr. xie vnn eiliLM »lLriciltliclreil Ver-kulireii xvvev» litl^Llicr Ver-lliiclitiLUNL ^Iititiliiä «eiitttu-men Iliit. 'kkeresi» krsun. 91V8 l^^rueln.Kspsvln. kervorrseea cZes ve5inleIul! vei Lea f!ul! cler k^rsuen. l'i'asts. tltis. Nsrnlelckeii. In ullen tkeken 30 Din. Viskreter vorsanä /^pottiel^e öluin. Su-kotica. Ockobr. dr- 582Z.Zl. III. lSAtz. K050 s»>! 2^« iivLles«/«» Kombiniertes Seklsizcimmer. ileu, tiir eine l^erson »ellf kilüL veriiuuieii. /usrsLeii lizclilcrei. Vojii^ni' tre ?. lllvLvvZek. 9M) Llsvmos Klsppdvtt. Lsrittttiert rein, tiillik üu verkituien. I^al-strovA IZ. f'srterre. reciits. 911.? /^e5tn» krsnttnics Sosrkueli t)!;» 7U .zs><».N0<» Dil, liur- niler xeS^eii ^rtt85ere l?Ätcnici»IiIu>ie mit i< z?li vcr-ksulen. I'rspnUuil^iVÄ nIiLit ti-l.. recirtz. 911? Körntner (Zedlriti-Prelseiboe. reu kriselt einixel-tiiLt niicl liil- bei t^ercl lZreiner, rikar. (l08l)c)i.kA ulicu Z. 9V79 »VVVGVWWGVGGVVGWVVV' l.lmoll»ine LLRUcilt. NÜi58lL eekrauciit, 4-!^itxer. I^iiiiere ^NLeknte criieten li!il(.'r k'. 9W7« AN äie Vervv. 9107 --------------- Ammer, ekenerttie. mit .'ieo. LiuLSNL. LeeiLnet liir Kitii/lei l>äcr l^luix^vv^i k /u verLeden st) 1. ^esiteiiiliet. ^nzusraee» l^ritv^ku ul. 15. 9101 j^ödllertes /Immer /.u vermieten. 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Scinner/eriüllt «eben äie vnterLviekneten »Uen Verv»n«Iten. freunäen uncl tjelisnnten die trsurl«e dl»edrlckt. öa?; ikrs imnilst^eliedte. unvvrsek-IlLiie Usttin. ii^^. ^ciiwester. SekvA-erin. Butter. Scli^vjexermutter. (ZroK-mutter uncl liinte, I^rslu i »««rkl. seb 5trom«i«r I1»n«de»Itr«r5 ttnck s«v. klolsckksuorListtin ^ueu8t 1954 um 2 viir nsclnnittsLs. nsclr lüneerem l.et-.!en. unerv/^irtet!m ö7. l.edcn^Ialue te^^ttereeben versckieäen ist. l.eielieiidekänsinis äer teuren V2iiiiv:e.';c!,ie6enen linciet freitsu i^en 17. ^uLUiit 19.^ um 15 Uiir von i!er t;tät1t..l.lllcl,enlis>le in ?okroZje UU5 .«itatt. I1!e IiS. Seelenmesse vircl Samkit-lk. civn 18. ^ULUiit um V-9 viir in cler l^'rgn/iiikuner.pksrrkircile selesen verclen. l^sridor. öle 6. cien 1Z. ^ueust 1934. 9119 .soslp j^erkl. Ciatte. lVtsltsekI Kilmelc. ^lrs Sudotlö. löcliter. j^sris .'^cbmirmsul. i^cli^veüter. .lokaan» ^vrkl, .!>cil>vLt!erin. K»»imlr Ktlmek, 8plrn Sttdotlö. ^clivieLeriZölme. SSmtlIcko Lnltoln unck sllv iidrliren Ver^vanäten. t!I»vkiB^«IiI«iir v»6 kit» 6i« — Oruelt «I«r io kl»rikor. -»» kür 6« 6«a Viuolr .^riotvortliol»»