fitMlngMig Encbelnt wAcbentlioh MctifBrt Coift Ausoafime der Feiertage). Schrifl-leitaag, Verwaltung und liSereekerei Tel. 35-67, 25-A8 tmd 2!^. Meribor, Kopallika uUca & luniukripte wwtieii nicht retonrnlert. Anfragen RAckporto hiiiligMi a-ri Nr. 2M froHag, dan 16. DMMibw 19M Inseraten- und Abonnemcnls-Annalimc in Maribor, Kopali&iui ulica 6 'Verwaltung). Bezugspreise: Abholen monatUcb 23 Din. zustellen 24Diu, durch die Poit monatlich 23 Oln, für das Ausland monaUich 35 Diu. Elmelnummer 1.50 und 2 Din. Prmls Din f'SO HlotUionr ötiiuna in □ Prag, Mittie Dezember. Das Prager Staatliche stati6ti$che Amt hat nunmehr eine Uile der Gemeinden und Bezirke aufgestellt, die an Deutschland, Ungarn und polen gefallen sind, wot>ei auch eine Üebersicht des neuen Territoriums der Tschecho-Slowakel und Statistische Angaben tkber deren thnfeng veröffentlicht wurden. Diese Statistik stützt sich auf die Resultate der Vötts-Zählung vom 1. Dezenber 1030. Wie im diesem Bericht henrorgebt, amfafite die frühere Tschechoelowillel der Aert Ma* saryk-Benel insgesamt 140JK)6 Quadratkilometer. Davon entflelei auf BöhOMn 52.062, auf Mähren und Schlesien 26^06» auf die Slowakei 40.021 Mid auf Kar-pathoniBland 12.017 Quadratkilometer, Den Nachbarstaaten Deutschland, Ungarn und Polen wurde im Oktober und November h. J. fast ein Dritter des gesamten Staatsgebielei der froheren Re-pulilik i^etreten, södaB die heutige Tschecho-SloWaker kaum mehr 08J)I2 Quadratkilometer an Flichenlnhalt mlBi Unter den eurofitlscben Staaten stand die frühere Tschechoslowakei bezUglich ihrer territorialen QröBe an der dreizehnten Stelle, die neue Tschechoslowakei Ist nun an die siebzehnte Stelle gerttckt. Die Reihenfolge der europäischen Staaten nach ihrer territorialen QrOBe Ist die ioigende: 1. SowjetruBland (europäischer Tel!) 5,098.000 Quadratkilometer; 2. Deutschland 583.262; 3. Frankreich 550.086; 4. Spanien 503.000; 5. Schweden 448.430; 6. Po-len 380.476; 7. Finnland 388.217; 8. Norwegen 323.705; 0. Italien 300.133; 10. Rumänien 204.967; 11. Jugoslawien 248.665; 12. OroBbri-tannien 244.734; 13. Griechenland 130.100; 14. Ungarn 104.866; 15. Bulgarien 103.146; 16. Island 102.819; 17. Tschecho-Slowakel 98.912 Qiiadratkilometer. Unter 100.000 Quadratkilometer zählen Portugal, die Türkei, Lettland, Litauen, Estland, Dänemark, die Schweiz, Holland, Belgien, Albanien und Luxemburg. Von den Gebieten der neuen Tschecht^ Slowakei entfallen auf die tschechischen Ländereien 49.362, auf die Slowakei 38.456 und auf KarpathoruBland 11.094 Quadratkilometer. Die frühere Tschechoslowakei zählte nach der Volkszählung von 1930 14,729.530 Einwohner. Damals lebten auf dem nunmehr verkleinerten Qe biet 9,807.096 Einwohner, so daB in den abgetretenen Gebieten etwa 33 Prozent der Bevölkerung lebte. BerQcksichtigcn wir nun, daß seit dieser Volkszählung im Zeitraum von acht Jahren auch ein bestimmter Zuwachs erfolgt ist, so kann angenommen werden, daß die neije Tschecho-Slowakei mehr als zehn Millionen Einwohner zählt. Der neue Staat rückt demnach in der Einwohnerstatistik der europäischen Staaten an die zehnte Stelle, Früher war die Tschechoslowakei an neunter Stelle. Diese neunte Stelle hat nunmehr Jugoslawien mit seinen 14.9 Millionen Einwohnern eingenommen. Infolge der territorialen Veränderung (Geplanter OtaatöflreiiO in Acht-Ühr-Abendblatt« bringt einen längeren Bericht Ober die Lage in Rumänien. Darnach herrKht dort Panikstimmung in Erwartung kommender unbekannter Dinge. Insbetondere gilt dies fOr Siebenbargen, fiSiMao Bcr dioniRcrfraoe im DculMNn 7M(b9 OhHfiAorlsche Anmeldung aller Zigeuner und deren Sippen zwecks Bestimmung dee Grades ihrer Blutreinbelt Berlin, 15. Dez. (Avala.) Wie in maßgebenden Kreisen in Erfahrung gebracht werden konnte, hat die deutsche Regierung grundsätzlich beschlossen, auch die Zigeunerfrage zu lösen. Zu diesem Zweck hat nun der oberste Polizeichef Reichsführer SS H i m m l e r ein Dekret erlassen, wonach sich alle Zigeuner und deren Familienangehörigen auf dem Gebiete des Deutschen Reiches bei den Polizeistellen zu melden haben, damit der Grad der rassenmäßigen Blutreinheit der Zigeuner festgestellt werden könne. Die Zigeunerbanden, die in Deutschland umherstreifen, werden zer- wo fast jedermann verdächtigt wird, zur Eisernen Garde zu halten. Klausenburg ist, wie das Blatt berichtet, zemiert und es werden in der Stadt massenhaft Haussuchungen vorgenommen. sprengt werden. Auf keinen Fall aber dürfen sich Zigeuner in den Grenzgebieten des Reiches aufhalten. Um die bäuerliche Bevölkerung auf dem Lande nicht zu belasten, werden die Zigeuner in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern entgegenkommend toleriert werden, insoweit sie sich nützlich beschäftigen. SOS-Signale von einem Leuchtturm. Plymouth, 15. Dezember. Oer Leuchtthnrmwärter Jordan, der schwer krank und völlig allein im Leuchtturm von Eddystone, 14 Meilen von Plymouth entfernt, liegt, ist durch den schweren Sturm, der seit über einer Woche an der Küste wütet, von jeder ärztlichen Hilfe abgeschnitten. Jordann konnte mittels einer Handlaterne SOS-Signale senden, die während der Nachtzeit von den Wächtern auf dem Breakwater-Fort aufgefangen Im Zeichen der italienisch-französischen Spannnung. R 0 m, 15. Dez. (Avala.) Die Agence H a V a s berichtet: Der Generalsekretär der Faschistenpartei, Achille S t a r a c e, erließ ein Dekret, wonach den Mitgliedern der Faschistischen Partei und der Miliz die Mitgliedschaft bei der italienisch-französischen Frontkämpferverelni-gung sowie bei der italienisch-französischen Parlamentariervereinigung untersagt wird. Dementi aus Brüssel B r ü s s e l, 15. Dez. (Avala.) In hiesigen politischen Kreisen werden die von der Auslandspresse gebrachten Meldungen über einen Ende Jänner bzw. Ende Feber 1939 stattfindenden Staatsbesuch König Leopolds in Paris glatt dementiert. Es verlautet in diesem Zusammenhange, daß eine solche Besuchsreise des Königs nicht in Erwägung gezogen worden sei. Schiffsunglück Im Schwarzen Meer. Constanza, 15. Dezember. Auf dem Schwarzen Meer ereignete sich ein schwc res Schiffsunglück. In der Nähe des türkischen Hafens Bujukdere am Eingang in den Bosporus stieß der türkische Petro-leumdampfer »Berne«, der mit 8000 Tonnen Benzin aus Constanza nach Barcelona unterwegs war, im dichten Nebel mit einem Dampfer zusammen, dessen Nationalität nicht festgestellt werden konnte. Der türkische Tankdampfer erlitt ein schweres Leck und ist bald nach dem Zusammenstoß gesunken, während der andere Dampfer im Nebel verschwand. Drei Mann des Dampfers »Berne« haben den Ertrinkungstod gefunden. Berlin, 15. Dez. Heute vormittags wurde am Berliner Südring die feierliche Verkehrsübergabe des 3000. Kilometers der Reichsautobahnen vorgenommen. Die Feier wurde auch im Rundfunk wiedergegeben. 36^ Z ü r ! c h, 15. Dez. Devisen: Beograd 10, Paris 11.63, London 20.6650, Newyork 442 drei achtel, Brüssel 74.5250, Mailand 23.25, Amsterdam 240.30, Berlin 177.25, Stockholm 106.37, Oslo 103.85, Kopenhagen 92.25, Prag 15.10, Warschau 83.15, Budapest 87.50, Athen 3.95, Istanbul 3.50, Bukarest 3.25, Helsinki 9.11, Buenos Aires 100. der Tschechoslowakei und ihrer einzelnen Landesteile hat sich selbstverständlich auch die Struktur ihrer nationalen Minderheiten von Grund aus geändert. So ist beispielsweise die deutsche Volksgruppe, die früher 22 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachte, auf 3,9 Prozent gesunken, und zwar nach dem Stand der Volkszählung von 1930. Biis jetzt besaß Böhmen die größte deutsche Minderheit, nun ist die Verlagerung des Schwerpunktes der deutschen Minderheit nach Mähren und Schlesien erfolgt .In Mühren und in Schlesien gab es friiher fast 23 Pro- zent Deutsche, nun ist der Prozentsatz auf 5.89% gesunken, in diesen Gebieten zählt man nämlich unter einer Gesamt-bevölkerUng von 2.300.796 Einwohnern nicht weniger als 135.542 Deutsche. Aehn-üch liegen die Dinge mit der deutschen Minderheit in der Slowakei, wo früher 4.5 Prozent Deutsche gezählt wurden. Das neue Territorium dürfte indessen 5.6 Prozent Deutsche zählen. Die ungarische Minderheit sank in der Slowakei von 17.8 Prozent auf 2.74%. Die polnische Minderheit in der neuen Tschecho-Slowakei zählt mrgends nicht einmal ein halbes Prozent. Sie stellt den größten Prozentsatz In Mähren u, Schlesien mit 0.1% dar. Die Juden sind in der Slowakei von 2.1 auf 1.6 Prozent gesunken, in KarpathoruBland von 12.9 auf 12.8 Prozent. In den tschechischen Gebieten zählen die Juden jetzt nirgends mehr als ein halbes Prozent. Diese Ziffern zeigen in anschaulicher Weise, wie groB die Veränderungen sind, denen die Tschechoslowakei nach dem Münchner Schiedsspruch der Großmächte unterworfen de. — # :)Mariborer Zeitung« Nummer 284. 2 Freitag, den lö. Dezember 1938. 6(DQrfr ^ontroDerfr CHoni-)3iQri0 eifRunonaDinr Oer omtlid^en QlgrtiMa Giefani / rutf immer ftärfer / 3>ie ltalienit<&e ISrefte forOerl naiD tDie oor iCunf«, Itorffra, Gornau unö inOirelt our. 6to}aMn0l>I< dti Der ÜBaÖl R 0 m, 15. Dez. (Avala.) Der diplomatische Redakteur der A g e n z 1 a S t e-f a n i schreibt: Frankreich ist der Illusion verfallen, daß die natürlichen Aspirationen Italiens beim anderen Pol der Achse Rom—Berlin keine Zustimmung finden würden. Die judisch-lit>erale Weltpresse wußte sogar lärmend zu l)eri€htcn, daß die italienischen Forderungen in Berlin auf starken Widerstand gestoßen Seien. Es kam jedoch die kalte Dusche in Form der deutscheil Presse, die sich restlos für die Rechte und Forderungen Italiens ausgesprochen hat Man versuchte sodann, auch England in diese Politik des Nlcht-vcrstehens und der Unversöhnllchkeit Frankreichs einzubeziehen. Chamber I a 1 n erklärte im Untierhaus, es bestehe Icehi spezieller Vertrag, der England zwin gen würde, Frankreich militärisch tieizu-stehen, wenn es mit Italien in einen Konflikt geraten würde. Das ist die Tatsache, mit der alle diejenigen rechnen müssen, die in Frankreich daran gingen, England für eine Politik des Nichtverstehenwol-lens, des Hasses und der Gefahren im Stile eines Pofaicaree oder Benei zu gewinnen. Wenn die Anhänger der Unversöhnllchkeit auf die Karte der militärischen Solidarität Frankreichs und Englands gesetzt haben, dann wurde dieser Irrwahn rechtzeitig korrigiert England hat sich zu nichts verpflichtet und denkt auch nicht daran, Frankreich gegen Italien behilflich zu sehi. Diese klare Spra-ehe Englands hat in Paris Reaktion aus- ^cr bctttfdic Stanl)» jjttnftpr^Wcmcl'^^rafjc S2 Prozent alter Stimmen für die deutsche EinheitBlIste. — Das vorläufige Ergebnis der Memel-Wahlen. Memel-Land, 14. Dezember. Nach der vorläufigen Sthnmenzählung erhielt die deutsche Einheitspartei bei den am Sonntag erfolgten memelländischen Land tagswahlen 576.000 Stimmen. Alle vier iHauischen Gruppen brachten nur 130.000 Stimmen zusammen. Die deutsche Liste crhtelt demnach 82 Prozent alter abgegebenen Stimmen. * Berlin, 14. Dezember. Im Lichte der Vorsprachen des englischen Geschäftsträgers und des französischen Botschafters in der Wilheimstraße zur Memcl-frage wird von unterrichteter Seite der deutsche Standpunkt zu diesem Problem klar und unmißverständlich präzisiert. Den Unterhaltungen der beiden Diplomaten mit dem Unterstaatssekretär Woermann wird in unterrichteten Kreisen jeder sensationelle Charakter bestritten und bemerkt, daß Form und Inhalt der Unterhaltungen sich in dem Rahmen der üblichen Routinebesuche gehalten hätten. Wenn nach der Erklärung des englischen Ministerpräsidenten im Unterhaus die britische Regierung es für angezeigt halte, die Reichsregierung zu ersuchen, auf die Memeldeutschen im Sinne einer Respektierung des Memelstatuts einzuwirken, so wird deutscherseits vermerkt, daß es in erster Linie für die zukünftige Entwicklung wesentlich sein werde, wie sich die litauische Regierung gegenüber dem Memeliand nach der neuen Willensäus-serung der Memeldeutschen verhalten werde. Sie müsse sich darüber klar sein, daß die Fehler, die von litauischer Seite in der Vergangenheit begangen worden sind, nicht ohne Folgen bleiben konnten. Neben dem Versagen gewisser Garantien habe die litauische Regierung durch ihr System zweifellos ausschlaggebend dazu beigetragen, die Entwicklung in der Rieh tuHR, die sie heute genommen hat, wesentlich zu beschleunigen. Anderseits bestehen von selten des gesamten deutschen Volkes keineswegs feindliche Gefühle dem litauischen Volke Repenüber, dessen Ged^'ihcn man auch in Zukunft volles Verständnis entgegenbringt, inso- fern könne auch jetzt die politische Wil-| lenskundgebung der Memelländfir den Keim für eine fruchtbringende und bessere Entwicklung der zwischenvölkischen Beziehungen legen. Jedenfalls ist nach hiesiger Auffassung das Memelproblem und die deutsche Zielsetzung kein »beängstigendes Zeichen für die deutsche Ex pansion«, sondern ausschließlich eine na türliche Folge der Auffassung, daß der klare Wille des Memeldeutschtums auf die beste Weise respektiert werden müsse. 3ran(rri(() unö ^apan? Paris, 15. Dezember. Der hiesige japanische Botschafter hat — angcblich we gen seines bedenklichen Gesundheitszustandes — von seiner Regierung die Abberufung gefordert. Wie verlautet, wird der japanische Botschafterposten in Paris durch einige Monate unbesetzt bleiben. In Paris wird dies als Zeichen dafür ausgeleßt, daß die französisch-japani-schen Beziehungen in ein Stadium der großen Spannung getreten sind. Japan setzt nämlich seine Anklagen gegen Frankreich, Marschall Tschlangkaischek über indochinesisches Gebiet mit Waffen zu versorgen, in unverminderter Weise fort. 2B'r&rmann fO^rt na(0 Son&on London, 15. Dezember. Der Vertrauensmann des Reichskanzlers Hitler, Hauptmann Wiedemann, wird Mitte Jänner nach der Rückkehr Chamberlains und des Außenministers Hallfax aus Rom in London eintreffen, um eine neue Mission im Auftrage des Reichskanzlers zu erfüllen. Oitrutr StDifthmfan on Orr farpatl)oruflif^ra Chust, 15. Dezember. Das CTK berichtet: Nach einer Meldung des Presseamtes der karpathorusslschen Regierung überfielen am 13. d. vormittags sechi? ungarische Terroristen an der Demarkations iinie zwischen den Gemeinden Vcrbovec und Olesnik (Bezirk Sevljus) eine Patrouille von drei tschecho-slowakischon Soldaten. Die Angreifer benützten Gewehre und Handgranaten, sie wurden je- doch zurückgeworfen, wobei sie die Wat fen ungarischer Provinienz wegwutcn. Auf tschecho-slowakischer Seite gab es weder Tote noch Verwundete. « .Rifl Sensationelte Mitteihtngea der »Oaieta Polska«. Warschau, 15. Dezember. In der gesamten polnischen Oeffentlichkeit sowie in diplomatischen Kreisen hat ein Artikel der halbamtlichen »0 a z e t a Polska« Aufsehen erregt, den kein anderer als der Berliner Berichterstatter des Blattes, S m 0 g o r z e w s k i, geschrieben hat, ein Mann, dem sehr gute Verbta-dungen zu maSgeblichen deutschen Stellen zugesprochen werden. Unter dem Titel »Nach der tschechoslowakischen Operation« befaßt sich Smogorzewski mit der Stimmung in Deutschland nach dem Anschluß des Sudetenlandes. Er will wissen, daß die deutschen Volksschichten darüber weder zufrieden noch selbstbewußt gewesen seien. »Das deutsche Volk« — schreibt der Verfasser — »Ist sich dessen bewußt, daß zu jiener Zeit über Deutschland die Gefahr eines schweren Konfliktes mit den Großmächten geschwebt hatte. Das deutsche Volk will jedoch keinen Krieg und würde mit großer Erleichterung die Nachricht aufnehmen, daß die Politik der Reichsregierung diesen Kurs eingenommen habe. Die natlonalso' ziallstischen Kreise sind jedoch anderer Meinung und auch der Ansicht, daß das Elsen gehämmert werden mUsse, so lange es heiß sei. Nach Ansicht der maßgeblichen Kreise sei In diesem Jahre ein ungeheurer Umschwung eingetreten, und zwar deshalb, weil Frankreich auf sein Sicherheitssystem verzichtet und well es sich gezeigt habe, daß die beiden West" mächte nicht befähigt sind. Krieg zu führen. Der deutsche Nationalsozialismus hat daher die Schlußfolgerung gezogen, daß nicht länger zugewartet werden dürfe. Dieselbe Ansicht vertritt auch Italien. Die beiden faschistischen Großmächte glauben deshalb, daß die Zelt für die Auf Stellung neuer und immer neuer Territo-rialforderungen geeignet sei.« Am Schlüsse stellt Smogorzewski fest, daß der Plan der Schaffung einer großen, unabhängigen Ukraine einer der Gründe dafür sei, daß Deutschland der Bildung eines selbständigen Karpathorußland 'm Rahmen der Tschecho-Slowakel so große Bedeutung beimißt »Jadranski Dnevnik« ehigestellt Pplit, 15. Dezember. Der Innenminister hat im Sinne der preßgesetzlichen Bestimmungen mit Akt Nr. 53.738 vom 14. d. M. das weitere Erscheinen des Tagblattes »Jadranski Dnevnik« in Split ein gestellt. Jeschow kommt selbst vor das Moskauer Tribunal. Warschau, 15. Dezember. Wie tus Moskau berichtet wird, begann dieser Ta ge vor dem Disziplinargericht ein Verfahren gegen den ehemaligen GPU-Ge-waltigen Jeschow, der sich einer ganzen Reihe von Mißbrauchen schuldle KC- FraHag, den 16. Dezember ld36. 3 jühflbmr ÄtNigi: :3IW. macht hatte. Es ist zu erwarten, daß je-schow in Bälde vor jenes Moskauer Tribunal gestellt werden wird, dem er während seiner berOchtlgiten Aera In der QPU 10 viele Todeskandidaten zur VerfOgung gestellt hatte. Es ist nicht schwer n er* raten, weichet Schlckul ihn erwartet — schrefben die poln^lschen Blätter. Heute Wahl des schweizeriachen Bundes* pfiaklentcn. Sern, 15. Dezember. Heute wird der eidgenössische Nationairat die Wahl des schweizerischen Staatsoberhauptes für ein weiteres Jahr vornehmen. Nach dem traditionellen Turnus wird Bundesrat Etter, der Leiter des eidgenossischen Innendepartements,^ zum Bundespräsidenten gewählt werden. Als Vizepräsident ist der Leiter des Post- und Verkehrsdepartements llet-Ooiat ausersehen. Der neue Bundespräsident und sein Stellvertreter gehören der freisinnigen Partei . an. Den Liebhaber mit dem Gatten betrogen. S a r a j e V o, 15. Dez. Gestern früh ereignete sich in Sarajevo ein Eifersuchts drama, dessen Vorgeschichte nicht alltäglich ist. Die 38jährige Razija war bereits dreimal verheiratet. Der ersten Ehe entsproß eine Tochter» Nehrema, die heu te 18 Jahre zählt. Nachdem sieh Razija vom ersten Gatten hatte scheiden lassen, heiratete sie einen gewissen Fehim Plis-ka, zu dem sie schon früher Liebesbezieh ungen unterhalten hatte. Aber auch von Pliska ließ sie sich nach einigen Jahren scheiden und heiratete dann den lOjihri-gen Husein Krhranovid. Vor zwei Jahren mußte Krivanovi^ einrOcken. In seiner Abwesenheit trat sie von neuem zu ihrem zweiten Gatten Fehim Pliska in Beziehungen und Übersiedelte schließlich mit ihrer Tochter zu ihm. Auch als Kri-vanovid nach Sarajevo ' zurückkehrte, blieb sie bei Pliska, besuchte aber häufig in aller Heimlichkeit den dritten Oat« ten. Gestern früh erfuhr Pliska, daß seine frühere Frau und jetzige Lebensgefährtin ihn mit KrivanovW betrüge. Wutentbrannt eilte er in die Wohnung Krivano-v\6\ in der er tatsächlich Razija antraf. Er stürzte sich auf die Frau und begann sie zu würgen. Die Ißjährige Nehrema ergriff eine Axt und wollte ihrer Mutter zu Hilfe kommen. Pliska entriß ihr jedoch die Axt und schlug damit auf beide Frauen ein. Beide erlitten schwere Verletzungen und wurden An das Krankenhaus gebracht. Pliska wurde verhaftet. Sibirischer Winter In Rumänien. ■ Bukarest, 15. Dezember, lieber ganz Rumänien ist ein sibirischer Winter mit gewaltigen Schneestürmen und Tieftemperaturen hereingebrochen. In verschiedenen Landesteilen, vor altem in Bessarabien, erreicht die Schneedecke fast einen Meter. Im Zugsverkehr sind vielstündige Verspätungen zu verzeichnen, zahlreiche Dörfer von der Außenwelt überhaupt abgeschnitten. Aus der Dobrudscha werden einige Erfrierungsfäl le gemeldet. In Bessarabien macht sich eine zunehmende Wolfsplage bemerkbar. Die hungrigen Raubtiere wagen sich selbst bei hellichtem Tage bis in die Nähe der Dörfer und haben unter den Viehbeständen bereits große Verheerungen angerichtet, sodaß sich die Bauern zur Veranstaltung von Treibjagden gezwungen sahen. SchloBbrand In Ungarn. Budapest, 15. Dezember. In der vergangenen Nacht Ist in dem althistorischen Schloß des Grafen Szechenyi bei Dunaföldvar ein GroBfeuer ausgebrochen, das sich infolge des herrschenden Windes mit unheimlicher Geschwindigkeit über das ganze Schloß ausbreitete. Trotz der aufopferungsvollen Bemühungen der Feuerwehren, die aus der ganzen Umgebung herbeigeeilt waren, sowie zahl reicher freiwilliger Retter ist das Schloß bis auf die Grundmauern niederjjebrannt. Eine ganze Reihe wertvoller Gemälde, eine reichhnltijTc Bibliothek und kostbares historische<; Mobllnr sind den Flammen zum Opfer cjcfaüen. Das Feuer dürfte durch einen schadhaften Kamin verursacht worden sein. ^cyHrna^len für :8eran auf slwi 3ciDrr DIE TSCHECHO-SLOWAKISCHE REOIERUNG ERHIELT EIN VERTRAUENSVOTUM VON 148 GEGEN 16 STIMMEN — VOR NEUEN PARTEIENAUFLOSUN GEN — ERKLÄRUNGEN DER UNGARN UND DER DEUTSCHEN P r a g, 15. Dez. In der gestrigen Sitzung des tschecho-slowakischen Abgeordnetenhauses erhielt die Regierung B e-r a n mit 148 gegen 16 Stimmen die Re-gifrungsvollmachten auf die Dauer von zwei Jahrwakische Regierung hat die Prager Zentralregierung dahin verständigt, daß sie mit 1. Jänner 1939 alle Beamten und Bediensteten tschechischer Nationalität auf slowakischem Staatsgebiet entlassen werde. Zwi sehen den beiden Regierungen wurde nun mehr eine Regelung in der Weise erzielt, daß die Prager Regierung die Finanzlasten für diese 9000 Beamten u. Bediensteten übernimmt und sich verpflichtet, dieselben bis 31. März aus der Slowakei nach Böhmen und Mähren zu transferieren. die Befehle des chineäsdieo Generatoia-bes zum Tode verurteilt. Die Ilinikliin^ fand unmlttettiar aMli dar ,Mwiüg,4es UrtoHs SM. Dr. 5(ä?ad?t in Conbon DER DEUTSCHE REICHSBANKPRASIDENT WIRD MIT SEINEM ENOUSCHEN KOLLEGEN EINE R^IHE VON SCHWEBENDEN FRAGEN ZU BESPRECHEN HABEN. London, 14. Dezember. Der deutsche Reichsbankpräsident Dr. Schacht ist gestern in .'London eingetroffen, ' Berlin, 14. Dezember. Die iReise des Reichsministers und * Refchsb^nkpräsiden-ten' Dr. S o h a c h t zu einem Besuch beim Präsidenten d^r Bank von England Mon-tagua Norman nach London, wird an . zuständiger deutscher Stelle' ausdrücklich als «privat« bezeichnet. Daß kana natürlich nur bedeuten, daß der Reise kein festumrissener Zweck wie etwa der jüngsten Reise des Außenministers von Ribbenirop nach Paris zu Grunde liegt. Wohl aber'Wird Dr. Schacht mit seinem englischen Kollegen eine Reihe schweben der Fragen besprechen. Er setzt damit die Tradition fort, die sich zwischen den Mitgliedern des Aufsichtsrates der BIZ (Bank für internationale Zahlungsausgleich) in Basel herausgebildet hat, daß nämlich die bei den regulären Zusammen künften begonnenen Gespräche bei Besuchen fortgesetzt werden, die sich die einzelnen Staats- und Notenbankpräsidenten untereinander abstatten; bei der letzten Aufsichtsratssitzung der BIZ in Basel war Montague Norman durch Krankheit am Erscheinen verhindert. Dr. Schacht holt also sozusagen eine vor einigen Wochen verpaßte Gelegenheit nach. An Gesprächsthemen zwischen den bei- den Männern iät kein Mangel. Das zwischen Deutschland und Qrbßbritahnien am 1. jull d. ,J. abgeschlossene Wlrt-8ehaftsabkommen.t>edarf einer Ergänzung in Bezug auf den Wirtschaftsverkehr zwischen Deutschland und den britischen Kolonien. Auch die geldliche Ausstattung auswandernder deutscher Juden könnte erörtert werden. Weiter dürfte sich Dr. Schacht niit seinem engfischen Kollegen über den Widerspruch unterhalten, 'der deutscherseits darin gesehen wird, daß man in gewissen englischen Regierungsund Wirtschaftskreisen, an der deutschen Außenhandelsmethode Kritik übt, aber In einer in Deutschland unbekannten Weise die englische Ausfuhr Über ihren natürlichen Rahmen, durch Gewährung von Ausfallbürgschaften und versteckten Zuschüssen auszudehnen sucht. Jedenfalls liegt dieser Besuch in der Linie der deutschen Politik, durch eine vertrauensvolle Aussprache über die schwebenden Fragen, Konfliktstoffe zu beseitigen, ehe sie großen Umfang angenommen haben. — Man weist an amtlicher deutscher Stelle darauf hin, daß Großbritannien in den Wirtschaftsverhandlungen mit Deutschland mehr Verständnis gezeigt habe als manche anderen Länder, insbesondere als die Vereinigten Staaten von Amerika. * ^ie Slomafet mä^lt am ®onnta(t Fieberhafte Kampagne zu den Landtagswahlen. Preßburg, 15. Dezember. Die ganze Slowakei, die am kommenden Sonntag ihren ersten Landtag wählt, befindet sich in einer fieberhaften Wahlkampagne. Abgestimmt wird nur über eine slowakische Einheitsliste, auf der sich auch die Deutschen und Ungarn befinden. Jeder Wähler wird im Kuvert mit »Ja« oder »Nein« wählen. In ^Osenberg erklärte Abg. S i d 0 r; »Wenn wir mit den Tschechen eine gemeinsame Armee haben, so bedeutet dies nicht, daß wir noch weit?r 120 Generale und darunter nur einen Slo waken haben werden. In der Slowakei werden nur slowakische Regimenter stationiert sein, es wird nur slowakische Ge- nerale und Regimentskommandeure geben, die die slowakischen Rekruten befehligen werden. Sokol, Drei und andere Organisationen werden in der Hlinka-Garde zusammengefaßt. Was uns mit den Tschechen bindet, ist das Staatsoberhaupt. Wir haben eine gemeinsame Armee, die gemeinsame Außen- und Finanzpolitik, sonst aber nichts. Wir werden unseren slowakischen Staat nach slowakischen Attributen aufbauen. Mit dem tsche chischen Staat verbindet uns nur die Föderativregierung, in der wir mit drei Ministern vertreten sind.« Grauenvoller Mord und SeNwImord. In Trof)pau hat sich eine grauenvolle Bluttat abgespielt. Der Autotaxiunterneh-mer Johann ^nda und seine Gattin wurden in der Wohnung tot aufgefunden. Die polizeilichen Erhebungen ergaben, daß der Mann seiner Frau einen Sack über den Kopf geworfen, die Unglückliche gewürgt und schließlich mit einem Hammer und einem Küchenmesser In bestialischer Weise abgeschlachtet hatte. Hierauf beging der Täter Selbstmord durch Erhängen am Fensterkreuz. Aus verschiedenen Briefen, die der Mörder hinterlassen hat, geht hervor, daß die beiden Eheleute seit Jahren in schweren ehelichen Zwistigkei-ten lebten, die der Mann durch seine grauenvolle Tat beendigen wollte. OpaniWer (Stirurs bom XoOr (ntnct Wie aus Rom berichtet wird, ist vor wenigen Tagen ein hochangesehener spa nischer Arzt, Dr. Gomez Ulla, in die Rei- # hen Nationalspaniens zurückgekehrt, wo er sich sofort den Sanitätsbehörden zur Verfügung stellte. Dr. Gomez Ulla hat eine lange Zeit der Leiden und Verfolgungen in Rotspanien verbringen müssen. Während der Auf-standsbewegung in Madrid leitete der bekannte Arzt das Miütär-Hospital von Ca-rabanchel. Als die Roten diese Zone aufgeben mußten .räumten sie auch das Hospital. Sie betrachten die Kranken nach Madrid, wo der berühmte Chirurge sein menschenfreundliches Werk fortsetzte. Trotz seiner großen Fähigkeit und seiner hingebenden Pflichttreue, mit der er unter den Verwundeten, wirkte, wurde er von Rotspaniern nicht geschont. Man beschul digte ihn, ein Parteigänger Francos zu sein. Zusammen mit anderen Aerzten des Hospitals wurde er vor etwa einem Jahr ins Gefängnis geworfen und des Hochverrats beschuldigt. Man mußte Dr. Ulla für dn Prozeß erst nach Barcelona Uberführen, um ihn den Sympathien zu entziehen, welche die gesamte Bevölkerung von Madrid für den ausgezeichneten Chirurgen hegte. Wie hartnäckig gewisse Personen auf seinen Tod hingearbeitet haben, beweist allein schon die Tatsache, daß, als Dr. Ulla In Barcelona vom Gericht freigesprochen wurde, der Prokurator der rotspanischen Republik eine Revision des Prozesses ver langte, um doch zu erreichen, daß er zum Tode verurteilt würde. Man mußte Dr. Ulla für den Prozeß die Verhandlungen über den Gefangenenaustausch durch das Rote Kreuz und durch eine Reihe von medizinischen Gesellschaften Europas in Gang gekommen, welche sich alle zu Gunsten des Doktor Gomez Ulla einsetzten. So fand denn ein Austausch gegen einen rotspanischen Arzt statt. Dr. Ulla wurde den Nationalspaniern ausgeliefert. Massenexekution in China. Hongkong, 15. Dezember. Der Micrste Militärgerichtshof von Tschende ' l'rovinz Szetschuan). hat die beiden Ge-iioräle Schao-Fu-Tschu und Tang-Scha-Pin, sowie neun Oberste und acht weitere Offiziere wegen Ungehorsam gegen Oltit 14 3a|>ren öm Datrr gefun^en Kürzlich meldete sich in Venedig auf der Quästur ein Knabe von etwa 14 Jahren, der weder seinen Namen noch seine Heimat kannte. Er wußte nuF; daß er von einem Kapitän »Mario« auf einer Barke, wo er allerhand Dienste getan hatte, »Alberto« genannt wurde und daß er drei Jahre dort geblieben war. Dann sagte man ihm, er sei nun groß genug, für sich selbst zu sorgen, gab ihm 300 Lire, von denen er auch noch 21 besaß, und der Knabe wanderte zu Fuß, heimat los, vaterlos und namenlos durch allerhand italienische Städte, bis er nach Venedig kam. Die eifrigen Nachforschungen der Behörden hatten bald Erfolg. Es meldete sich ein Witwer, Antonio Carangelo. der seinen Sohn Paolo vermißte. Das Kind war, als seine Mutter gestorben war, bald nach seiner Geburt einem Landmann In Taurisano, im südlichsten Italien in Pflege gegeben worden. .Ms der Vater, der sich offenbar nicht viel um das Kind gekümmert hat, dann 1035 als Kriegsfreiwilliger nach Ostafrika ging, fand er bei seiner Rückkehr den Soha »Martborer Zeitung« Nummtr 381 4 Freitag, den lf5. Dezember 1938. nicht mehr for. Er war spurlos verschwunden. Es wurde festgestellt, daß der'Knabe tatsächlich bei einem Kapitän in Neapel Schiffsjunge geworden war. Jetzt konnte er seinem Vater endlich wie der zugeführt werden. Seltsam ist, daß der immerhin über 10 Jahre alte Knabe bei seiner Flucht aus Taurisano noch nicht seinen wirklichen Namen kannte. Statt zum Traualtar In den Tod. Bukarest, 15. Dezemfcer. Der in einer Bukarester chemischen Fabrik angestellte Apotheker Paul Balogh hat sich i|i Klausenburg, wo dieser Tage seine Eheschließung hatte stattfinden sollsn, mit einer Kokainlösung vergiftet. Der Selbstmörder teilte in einem Abschiedsbrief mit, daß er deshalb aus dem Leben gehe, weil seine Braut am Tage vor der Hochzeit die Verlobung gelöst und ihm den Verlobungsring zurückgeschickt hatte. * Bei trlgem Darm und schlechtem Magen mit Eßuntust infolge Verstopfung benutze man das seit einem Menschenalter bekannte natürliche »Franz-Josefe-Bitterwasser. Es wurde vielfach festgestellt, daß das »Franz-Josef«-Wasser ein besonders nützliches Hausmittel ist, wenn es sich darum handelt, frühmorgens den Verdauungskanal mit einem salinischen Abführmittel durchzuführen. Reg. S. br. 30.474/35. Tragödie einer Epiteptikerin. London, 15. Dezember. Eine erschütternde Tragödie hat sich in einer Wohnung in der Trinity-Road abgespielt.' — Auf Veranlassung der Polizei wurde die Wohnung gewaltsam geöffnet, da sich die Wohnungsinhaberin seit Tagen nicht mehr sehen ließ. Den Eintretenden bot Bich ein grauenvolles Bild. Auf dem Fußboden lag die Leiche der 30jährigen Frau Dolly Brown, neben ihr der entseelte Körper des vier Monate alten Töchterchens. Frau Brown dürfte vor etwa einer Woche einem epileptischen Anfall erlegen sein, während das arme Baby neben der Leiche der Mutter verhungerte. Sönnern tag. wen 13. !Deicni6w Qlnomalirn im gifenDaßnlDefen FORDERUNGEN DER WIRTSCHAFTSKREISE NACH DER MODERNISIERUNO DES BAHNVERKEHRS. — RASCHE ABSCHAFFUNO DER UNZULÄNGLICHKEITEN UNERLASSLICH. den ständig vervollkommnet, wobei der heimischen Erzeugung, die be- Es muß vorweg gesagt werden, daß die Eisenbahnen die größte Unternehmung im Staate' ist. Sie ist eine Institution, mit der jedermann zu tun hat. Es ist daher verständlich, daß sich die Oef-fentlichkeit für alle Fragen, die mit der Entwicklung des Eisenbahnwesens irgendwie zusarfimenhängen, lebhaft interessiert. Die Bahn erfüllt ja mehrere wichtige Funktionen im Leben eines jeden ♦ Schmuck? Dann vom Uhrmacher und Juveller M. Ilger-jev sin, Marlbor, Gosoo-ska ulica 15. Verkauf auch auf Teilzahlung. 6573 reits- erstklassige Pullmanwagen und Lokomotiven hervorbringt, eine steigende Rolle zukommt. Redner verwies auf die Wichtigkeit der Erziehung des Volkes Im Hinblick auf die Respektierung der öffentlichen Verkehrsanlagen, da durch die Unwissenheit der breiten Volksschichten, aber auch durch Mutwillen großer materieller Schaden angerichtet wird. In der darauffolgenden Debatte, an der sich die Herren Oset, Ing. DraCar, Sax, RogliC, Skasa, MejovSek, Samec usw. be- Eine mißglückte Kolonisation. Kopenhagen, 15. Dezember. Vor etwa Jahresfrist hatten 200 dänische Familien Kopenhagen verlassen und waren nach Venezuela ausgewandert, um dort die Urbarmachung des ihnen von der venezuelanischen Regierung zur Verfügung gestellten Bodens nach dänischen Methoden zu versuchen. Der Versuch ist mißlungen. Das Klima erwies sich für die dänischen Kolonisten als nachteilig, außer dem wurden die Auswanderer durch Seuchen stark dezimiert. Trotzdem sie mit Ländereien und Hausbesitz reich bedacht worden waren, sprachen sie den Wunsch aus, wieder in ihre Heimat zurückkehren zu dürfen. Ein englischer Aristokrat als — Kellner. London, 15. Dezember. Hiesigen ßlättermeldungen zufolge, ist ein Neffe des Bruders der englischen Königin, der 21jährige John Henry Mark Fane, vor einiger Zeit in das Hotel Berkeley als einfacher Kellner eingetreten, um ilas Gastgewerbe von der Picke auf zu erlernen um jspäter einmal ein eigenes Hotel führen zu können. Vorläufig ist der ju.i^e Aristokrat in der Küche beschäftigt, wo er täglich 700 Teller zu waschen hat. Ermordung eines Geistlichen. Paris, 15. Dezember, Die Polizeibehörden von Ninies haben nach mühevollen Recherchen ein grauenvolles Verbrechen aufgedeckt, das an dem 60-jährigen y\bbee FJ o u r d o u x, Professor der Mathematik, verübt wurde. Dourdoux war seit cIphi 24. November spurlos vcrschwun .^er.. Man hatte ihn am .^bend vorher noch in Gesellschaft des 20-jährigen Fernand Torrends gesehen, eines jungen stadtbekannten Taugenichts. Der Besitzer des Hauses, in dem der Abbee wohnte, hatte am 25. November einen Brief von diesem aus Lyon erhalten, in dem er mitteilte, daß er etwa drei Monate wegbleiben werde. Anfangs Dezember wurde die Poii7ei darnuf aufmerksam gcmacht, dafi der iiinf^e Torreruls außorRfVcihnlicli C'-ld-uisi^aben ucniacht hatte. Bei Staates, vor allem in wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Hinsicht, wie auch vom Standpunkt der Landesverteidigung. Ganz besonders ist es die Geschäftswelt, die an der glatten Erfüllung der Mission, die der Eisenbahn vorgeschrieben ist, am meisten interessiert ist. Diesem Interesse Rechnung tragend, entsprach die Mariborer Sektion des Jugoslawischen Eisenbahnbeamtenvereines gerne der Einladung der Kaufleuteverel-nigung für Maribor-Stadt, im Rahmen eines Vortragszyklus durch den Mund von Fachleuten die Oeffentlichkeit über alles Wissenswerte aus dem Eisenbahnwesen aufzuklären. Zweck der Vorträge ist, vor allem die Geschäftswelt mit den | Sonderheiten des Bahndienstes, die durch die Natur dieser größten staatlichen Un- j ternehmung gegeben sind, vertraut zu machcn, da ja dadurch der Parteienverkehr bedeutend erleichtert wird. Den er-' sten Vortrag dieser Art hielt gestern, abends Oberbahnkontrollor 2 u z e k im Saale der Kaufleutevereinigung in der Jurßiöeva ulica. Die einleitenden Worte sprach der Präses der hiesigen Bahnbeamtensektion, Heizhausvizechef Ing. J a-g 0 d i e, der kurz den Aufgabenkreis der Eisenbahn skizzierte und auf die Schwierigkeiten verwies, mit denen die Bahnverwaltung zu kämpfen hat, um den Bedürfnissen der Bevölkerung soweit als möglich Rechnung zu tragen. Der Vortragende, vor Beginn seiner Ausführungen vom Präses der Kaufleu-tevereinigung Großkaufmann Oset, herzlich begrüßt, skizzierte eingangs die Entwicklung des Eisenbahnwesens und kam dann auf den Ausbau des jugoslawischen Bahnnetzes zu sprechen. Er verwies auf die Schwierigkeiten, die sich dem Bahnbau in unserem Staate entgegenstellen, wobei die Terrainverhält nisse eine bedeutende Rolle spielen. Immerhin sei es der Bahnverwaltung gelungen, im Laufe der Jahre eine Reihe von Bahnbauten durchzuführen und vor allem zum Bau des Adriabahnsy-s t e m s zu schreiten. ^ Redner befaßte sich dann eingehend mit der Gliederunfj des Eisenbahnwesens und besprach die Organisation des Personen- und des Güterverkehrs. Dank der zielbewußten Tarifpolitik hat es die Bahnverwaltung dazu gebracht, daß aus dem Personenverkehr jährlich 580, aus dem Güterverkehr 1380 und aus dem Gepäckverkehr 40 Millionen Dinar einfließen, obwohl Ju^i;osla-wien, was den Personenzug betrifft, die niedrigsten Fahrpreise in ganz Europa aufweist. Nicht nur die Bahnanlagen, sondern auch der Fahrpark wer- fdie gewöhnlich als Abfallstoffe behandelt werden, sind so hohe Tarifposten angesetzt, daß sie nicht ausgenützt werden können, obwohl Millionenwerte darin stecken. Vielfach wurde in der Aussprache auch der Umstand bemängelt, daß gerade in Maribor, am Einfallstor zum Balkan, der Fahrpark sehr viel zu wünschen übrig läßt, wo es doch der Bahn Verwaltung daran gelegen sein müßte, den von Norden kommenden Reisenden größte Bequemlichkeit während der Fahrt durch Jugoslawien zu bieten. Auch wurde darauf verwiesen, daß nicht nur auf kurze, sondern auch auf große Entfernungen trotz des teuren Benzins in Jugoslawien der Warentransport mit Kraftwagen billiger und weniger umständlich ist als mit der Bahn. Die Redner erhoben ihre Stimme mit der Forderung nach rascher Abschaffung der Uebelstände, die die Ent Wicklung des Bahnverkehirs und dadurch auch des gesamten Wirtschaftslebens be- Das Vornehme Geschenk vom Uhrmacher und Juveller M. Ilger-Jev sin, Ma-, ^ ^ «i ribor, Gosposka ul. 15. Verkauf auch auf (hindern. Sehr wichtig sei auch die EinTeilzahlung. 0573 Studienaus sc hu s- lelligten, wurde vielfach auf die A n o-1 * Eine Uhr? vom Fachgesehäft M. II-malle verwiesen, daß infolge der un- j^er-Jev sin, Maribor, Oosposka ul. 15. — richtigen Tarifpolitik beispiels ;Verkauf auch auf TeitisaWunff. 3573 weise verschiedene Waren billin:er zu ste- j i«*—«i»-— hen kommen, wenn man sie auf dem See , ses, der, aus Vertretern der Bahnverwal-wcge aus Amerika als aus entfernten Ge- j tung und Wirtischaftsvertretungen besiegenden Jugoslawiens mit der Bahn be- j hend, Initiativanträge auszuarbeiten und zieht. Für gewisse Massen'^iiter mit ver- als beratendes Organ der Bahnverwal-hältnismäßig geringem m'^^^^aren Wert, | tunp zu fungieren hätte. . 2Bfr'ef Itorl unserer ©foc'.fWfter FI.UOKURSE AM »SENJORJEV DOM« als AUFTA*'T ZUM NEUEN FLUGJArt*l Mit unvermindertem Eifer setzen unsere Segelflieger ihre beharrliche Wirksamkeit fort. Obgleich die ungünstige Wlt terung das emsige Treiben am Flugplatz zum Abbruch zwang, bereiten sich unsere Ikarusjünger mit umso größerer In-tensivität für die ersten Winterflugversuche vor. Schon in absehbarer Zeit sollin die ersten Apparate auf den Höhen des Pohorje-Gebirges geschafft werden und zwar wurde als neuer Standplatz das Bergheim des Alpenvereines »Senjorj »v dom« gewählt. Sobald, es die Wittering zulassen wird, werden die ersten Stw^ versuche erfolgen, von denen man sich umso größere Erifolge erhofft, als der Schnee eine weit günstigere Landungsmöglichkeit bietet. Die Mariborer Segelfliegergruppe wird einen besonderen Kurs abg alten, der sich gewiß auch diesmal eines lebhaften Zuspruches erfreuen und eine" verheißungsvollen Auftakt zu Jen Ereignissen im neuen Flugjahr bilden wird. einer Durchsuchung des Hauses der Familie Torrends fand man in einer Grube im Lichthof die völlig nackte Leiche des alten Priesters. Torrends behauptet, daP er im Verlaufe eines Streites mit Dourdoux diesen erscliossen habe. Dann entkleidete er den Toten und warf ihn in die Grube. I^orirdoux hatte etwa 20.00'' Francs bei sich, die bisher nicht aufgefunden werden konnten. (9ro9(« <8refgni4 (m XOtoirr Aus Leserkreisen wird uns zu der kürzlich erfolgten Erstaufführung von Verdis »Aida« noch geschrieben! »Die Aufführung der Oper »Aida« vDn Giuseppe Verdi war ein großesEreignis der heurigen Theatersaison. Es ist der Theaterleitung hoch anzurechnen, daß sie dieses große Werk in so künstlerischer Höhe herausgebracht hat. Wie groß das Interesse des Publikums für die Oper ist, zeigten die ausverkauften Vorstellungen. Den Löwenanteil dieses Abends trug Dirigent L. Herzog mit seinem wohl-diszipliiiierten Orchester davon, welches mit Hingabe und Eifer ganz bei der Sache war. Der besonders verstärkte, gut singende Chor trug viel zum Gelingen der Oper bei. Vladimir SkrbinSek führte die Regie mit bewährter Sicherheit und Umsicht, welches besonders im vierten Bilde zum Ausdruck kam. Dem König lieh er sein wohlklingendes Organ. Die Tittelrolle sang Frau Elfr. Herzog als Gast. Ihre angenehme Stimme zeigte eine hohe Kultur und feinen Geschmack, welches besonders in dem Pia-nissimo der Endszene voll zum Ausdruck kam. Auch spielerisch lebte sie sich ganz in ihre ^olle ein. Das Gegenspiel führte Frau Vida Zatrejiö-Koviö als Amneris. Stimmlich und darstellerisch war sie auf ihrer gewohnten Höhe. Ais ^adames stand Anatol ManoSevski Tanz in seinem Fach als Operntenor. Lyrisch und doch groß und stark sang er sich in die Herzen der Zuhörer. Mit dra-"'latischer Wucht und klingender Stim.re gestaltete Ivo Anz lovar den eefanirp- nen König Amonasro. Dem Hohenpriester Ramphis lieh Paul K o v i C seinen breitei» Baß. Fräulein Jelka IgliÖ sang die Partie der ersten Priesterin mit ihrer weichen Stimme und Angelo J a r c gab gut den Boten. Der Abend war als vollkommen gelungen zu betrachten und großer Beifall des Publikums lohnte die Künstler. —e— SilHge iCelfgrommt noi|> ornitr^fo Mit 13. d. ist die Begünstigung in Kraft getreten, wonach billige Telegramme für Weihnachts- und Neujahrsgratulationen versendet werden können. Es handelt sich hiebei um Telegramme, die nach Südamerika und nach Nordamerika abgeschickt werdfen. Diese Vergünstigung liegt darin, daß nur ein Drittel des Preises des Telegramms bezahlt werden muß, wenn es sich um solche Gratulationen handelt. — Die einzige Bedingung ist, daß vor der Adresse das Zeichen XLT angegeben wird und daß das Telegramm mindestens 10 Wörter enthält. Daß eine solche Vergünstigung groß ist, ist daraus ersichtlich, daß ein Telegramm von 10 Worten z. B. nach Newyork 225 Dinar kostet, mit dieser Vergünstigung jedoch nur 75 Dinar. m. Offene FleischgeschSfte am goldenen Sonntag. Am Sonntag, den 18. d. werden auch die Flelschnre^rhäfte geöffnet sein und auch auf den Marktläden wird der Fleischverkauf stattfinden. m. Frau Marica Brumen-Lube], das be liebte ehemalige langjährige Mitglied des Mariborer Theaterensembles, wurde für Freitag, den IS. Dezember 1938. ^Mariborer Zeitung« Nurnmer 284. alle Aufführungen der neuen Operette von Danilo Gorin§ek (Musik Josef Jiranek) »Alles zum Scherz« als Qast verpflichtet* Die Uraufführung der Operette ist für den Christtag, den 25. d. festgesetzt. m. TheateraofNihrMg in Stndend. Im neuen RUsthaus der Freiwilligen Fe'jer-wehr in Studencl findet Sonntag, den 18. d. um 16 Uhr eine TheaterauffDhrung statt Zur Aufführung gelangt die unterhaltende, mit feinstem Humor gewürzte vieraktige Operette »Des Wehrmannes Schwester«. Der Erlös der Vorstellung Ist für die weitere Ausgestaltung der Feuerwehr bestimmt. m. Wiclitig för Itaileo-Reiseiidc. Der »Putnik« macht alle Interessenten, die zu den Weihnachten nach Italien zu reisen wQnschen, darauf auhnerksam, rechtzeitig für die Anschaffung des Reisepasses und des Visums Vorsorge zu treffen. Das italienische Visum besorgt auch der »Put-nik«, bei dem die nötigen Formulare ei-hältllch sind. m. Tragiactier Tod dnes Kindes. In Tezno fiel das 20 Monate alte Söhnchcn Zvonko des Arbeiters Ludwig Bnimen in ein Schaff mit heißem Wasser und trug hiebel derart schwere Verbrühungen -Ja-von, daß es diesen kurz nach seiner Ein-lieferung ins Spitat erlag. m. BhiHge Bondmisclilaclit In Setar-jeva vas bei Sv. Unart (Slov. gor.) xam es unter mehreren Burschen, die vom Maisschftlen nach Hause gingen, zu einer wüsten Schligerd, bei der der 24Jflhrigc Arbeiter Ferdinand Kuhar und der 19-jährige Besitzerssohn Franz Zavemik lebensgefährliche Kopfverletzungen und mehrere Knochenfrakturen davontrugen. Beide wurden ins hiesige Krankenhaus überführt. Das Opfer eines anderen Ueber falles wurde der 24jährige Arbeiter Franz DvorSak aus Ptujska gora. der hiebei einen schweren Schädelbasisbruch davontrug. Auch er wurde ins Mariborer Spital geschafft. m. Lebende Malkäfer sandte uns ein Leser aus Celje als Muster-ohne-Wert-Sendung und gleichzeitig als kleinen Kün der eines ganz ungewöhnlichen Winters. Der Einsender begleitete die Sendung mit folgendem Vers: Well Frau Hölle ihre Betten nicht schüttelt, Hat Frau Sonne an Maikäferchens Tür gerüttelt. Der Arme glaubte, es sei schon Mai Und rief rasch seine Familie herbei. Die hob verschlafen die Köpfe empor Und entschloß sich zur Reise nach Maribor. * Vollendele ScMnliett können Sie mit dem französischen Puder »FORVIL« 5 FLEURS erlangen. Erhältlich in der Drogerie Kanc, m. Diebitihle. Der Gastwirtin Frau Maria M a r e k in der VojaSniSka ulica wurde aus der Wohnung eine goldene Uhr entwendet. Der Täter ließ auch verschiedene Wäschestücke mit sich gehen, wogegen er die Handkasse, in der sich ein beträchtlicher Betrag befand, in der Eile übersah, — Der Lehrerin Frau Maria J e z o v n i k wurde aus der in der Gosposvetska ulica gelegenen Wohnung eine Büchersammlung entwendet. Der Schaden, den der bisher noch unbekannte Langfinger angerichtet hat, beläuft sich auf etwa 3000 Dinar. — Der Gastwirtin Frau Theresia GraCnerin der Frankopanova ulica bot ein 2twa 12 Jahre altes Mädchen Eier zum Verkauf an. Beim Weggehen ließ das Mädchen verschiedene Wäschestücke, die im Hof zum Trocknen hingen, mit sich gehen; der Schaden beiäuft sich auf mehrere Hundert D'nar. m. Ehi gestohlenes Rad aufgefunden. In KoSnkl wurde das »Waffenrad« vorgefunden, daß vorgestern dem Besitzer Anton Kramberger aus Tezno in der Stadt entwendet word'^n war ♦ Weckeruhren Din 39. —bei Anton Kiffmann, Alpls8en. Samstag, 17. Dezember um 20 Uhr: »König auf Betajnova«. Ab. C. Sonntag, 18. Dezember um 15 Uhr: »Betrug«. Ermäßigte Preise. — Um 20 Uhr »Der Teufelsschüler«. Ermäßigte Preise. Zum letzten Mal. AUS Mtp c. Evangelische Weihnachtsfeier. Wie ein strahlendes Licht schimmert Weihnachten durch diese Adventtage. Am kom menden Goldenen Sonntag, dem vierten Adventssonntag, werden wir den ersten strahlenden Lichterbaum zu sehen bekommen. An diesem Tage (18. Dezember) findet um 5 Uhr nachmittags in der evangelischen Christuskirche die herkömmliche Kinderweihnachtsfeier statt. Die Kinder bringen dabei ein altes Krippenspiel zur Darstellung. Jedermann ist herzlich dazu eingeladen. c. Christbauniverkehr. Zur Wcihnachts zeit wird durch unerlaubte Gewinnung von Weihnachtsbäumen in fremden Wäldern viel Schaden angerichtet. Da dies eine nach dem Forst- und nach dem Strafgesetz zu ahndende strafbare Handlung ist, wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß der Transport und der Verkauf von Christbäumen an die Beibringung eines Ursprungszeugnisses gebunden sind. Diese Ursprungszeugnisse sind vom Walbesitzer auszustellen und müssen von der zuständigen Gemeinde bestätigt werden. Gewerbetreibende haben außerdem ihre Gewerbeberechtigung nachzuweisen. Christbäume, für die ein Ursprungszeugnis nicht vorgewiesen wer den kann, werden beschlagnahmt. Näheres ist aus den Kundmachungen an den Amtstafeln des Rat- und Amtshauses zu ersehen. c. WarenverschleiB am Goldenen Sonn tag. Um der an Wochentagen unabkömm liehen Bevölkerung Gelegenheit zu geben, ihre Weihnachtseinkäufe bei der hei mischen Geschäftswelt in Ruhe und Bequemlichkeit besorgen und die erforderliche Auswahl treffen zu können, haben sich die Kaufleute Celjes entschlossen, am Goldenen Sonntag (18. Dezember) die Handelsgeschäfte in Celje von halb 8 bis halb 13 Uhr offen zu halten. c. Aufruf für die Jahrgänge 1919—1921 Der städtische Nachrichtendienst schreibt uns: Alle In der Stadt Celje wohnenden Jünglinge, die in den Jahren 1919, 1920 und 1921 geboren wurden, werden ohne Rücksicht auf ihre Zuständigkeit aufgefordert, sich zwecks Eintragung in die Militärlisten und zwecks persönlicher Un tersuchung auf Eignung zum Militärdienst bis 15. Jänner k. J. beim Militärreferenten der Stadthauptmannschaft (Zimmer 19-20) in der Zelt von 9 bis 12 Uhr zu melden. An Urkunden sind mitzubringen* Tauf- und Heimatschein, Familienstands-iiste, letztes Schul- und Lehrzeugnis und gegebenenfalls die Bestätigung über die seinerzeitige Militäranmeldung beim ob-genannten Amt Abwesende und erkrank- te Jünglinge sind nach den bestehenden Vorschriften von ihren Eltern, Geschwistern, Verwandten, Wohnungs- oder Arbeitgebern anzumelden. Das Nichtwissen um diese Kundmachung schützt nicht vor Bestrafung. c. Vorkehrungen für das Weihnachtsgeschäft. Im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft warnen wir unsere Leser in Celje und Umgebung vor unbefugten auswärtigen Agenten, die gerade vor Weihnachten sich Eintritt in die Familien verschaffen und diese zur Bestellung aller erdenklichen Waren verleiten. Nachträglich kommt man erst darauf, daß man die gekaufte Ware beim heimischen Kaufmann besser und billiger hätte bekommen können. Der Einkauf beim heimischen Geschäftsmann liegt im Interesse des Käufers, fördert die heimische Wirtschaft und bekämpft die Arbeitslosigkeit. c. Die Maul- and Klauenseuche Im Bezirk Celje erloschen. Wie gemeldet wird, werden die strengen Maßnahmen in Verbindung mit der Viehseuche im Bezirk Celje teilweise aufgehoben. Mit dem gestrigen Tage, den 14. Dezember, sind 14 Tage verstrichen, seit die Genesung im letzten vorgekommenen Fall der Maul-und Klauenseuche verzeichnet wurde, weshalb Im Bezirk Celje nahezu alle damit im Zusammenhang erlassenen behörd liehen Vorbeugungsmaßnahmen wie auch nahezu alle Beschränkungen des Verkehrs im Bezirk Celje aufgehoben werden. Es sind nun wieder alle Vieh- und Schweinemärkte erlaubt, wobei die Schweine aber nur aus dem Bereiche des Bezirkes Celje stammen dürfen. Die Zufuhr von Schweinen beispielsweise aus dem Bezirk Smarje pri JelSah ist auch weiterhin noch strengstens untersagt, da dort die Maul- und Klauenseuche noch immer tobt. Ferner dürfen die Schweine nur in Pferdegespannen zugeführt werden. Horn vieh und Schafe aus dem Bezirke Celje dürfen wieder zu Schlacht- und Zuchtzwecken aufgetrieben werden. Die Zufuhr von Milch, Stroh, Heu und Dünger ist wieder gestattet c. Kino MetropoL Donnerstag und Freitag die »Erpresser«. Darf die Frau den Mann, der sie betrogen hat, betrü-fren? Der Film gibt Antwort auf diese Frage und zeigt uns in herrlichen Bildern iie französische Riviera. c. Kino Union. Heute, Donnerstag, zum etztenmal y>Die Witweninsel«, Von Frei-■ag bis Sonntag der Prachtfilm »Konzert in Tirol« mit den Wiener Sängerknaben, 'n den Hauptrollen Hans Holt, Hell Fin kenzeller und Fritz Kampers. in deut scher Sprache. ^olf^iintt»erfttät Freitag, 16. Dezemt)er: Literarischer Abend Jus Kozak. ZoH'^Ükä Bnrg-Tonkino. Der romantische Musikschlager »Florentine« mit Geraldine Katt und Paul Hörbiger, Ein köstlicher Großfilm, voll von verzwickten Abenteuern u. urwüchsigen Einfällen. Die Außenaufnali-men zu diesem neuesten Geraldine Katt-Film wurden an unserer Adria gemacht. Es folgt das spannende Gesellschaftsdrama »Der tapfere Hauptmann« mit Cark, Ludwig Dtehl und Lil Dagover. Union-Tonkino. Der packende fraizö-sische Großfilm »Raskolnikov« (Schuld und Sühne) nach dem gleichnamigen Roman von DostojevskI mit dem berühmten französischen Schauspieler Harry Baur. Ein hervorragender Film mit gran-diosen darstellerischen Leistungen. — In Vorbereitung der erstklassige Sen^a-I tlonsfilm »Die rote Tänzerin«. — Jeden j Sonntag um halb 11 Uhr Matinee-Vorstellungen. Esplanade-TonkhHK Der wunderbare Spitzenfilm »Madame Bovary« mit Pola ^ Negri. »Madame Bovary« gehört zu den j Gipfelwerken der Weltliteratur und errang jauch als Film den größten Erfolg. Ein j Film von größtem Format ein hochinte-, ressantes Thema, ausgezeichnete Beset-(Zung, spannende Handlung, ein Film, der I jedem gefallen wird. Der Film ist in de^it-scher Sprache. — Es folgt der letzte Ri-, chard Tauber-Film »Bajazzo« mit 'lern weltberühmten Sänger in der Hauptrolle. alpot^efenna'1MW^nt Bis Freitag, den 16. d. M. versehen die Mariahilf-Apotheke (Mag. Pharm. König) in der Aleksandrova cesta 1, Tel. 21-79, und die St Antonius-Apotheke (Mag. Pharm. Albaneie) in der Frankopanova ulica 18, Tel. 27^1, den Nachtdienst Freitag, 16. Dezember. Llubljana, 11 Schulfunk. 12 PI. I3.i0 Konzert. 18 Für die Frau. 18.40 Franzö-stoh. 19 Nachr., National Vortrag. 19.50 Alpmistenvortrag. 20 Konzert — Bcograd, 17.50 Volksmelodien. 18 Schulfunk. 18.20 Kammermusik. 19.30 National Vortrag. 20 Konzert (aus Zagreb). — Sofia, 18.15 Konzert 19 Oper. — London, 19.30 Blasmusik. 20.30 Bunter Abend. — Paris, 18.05 Konzert. 20.30 Kammermusik. — StraBburg, 20.30 Sinfoniekonzert. — Rom, 19.30 Konzert 21 Hörspiel. — Mailand, 19.30 Konzert. 21 Sinfoniek^n-zert. — Budapest, 18 Zigeunermusik. 19 Vortrag. 19.30 Oper. — Beromtinster, 17 Konzert 18.50 PI. 19 Vortrag. 20 Hörspiel. — Wien, 12 Konzert. 15.30 PI. 16 Konzert 18 Vortrag. 19 Beethoven-Qe-denkstunde. 20.10 Beethoveii-Abend. — Berlin, 18 Konzert. 19 Aus Opern. 20.10 Neue PI. — Breslau, 18.20 Konzert 10 Blasmusfk. 20.10 Militärkonzert. — Leipzig, 18 PI. 19 Solistenstunde. 20.10 Hörspiel. — München, 18.20 Klavierkon-aert 19 Wunschkonzert 20.35 Kammermusik. Heitere Ecke »rfilde sagt, sie ist kolossal in ihr neues Auto verliebt!« j »Aso wieder ein Fall, w(» ein Mann durch die Maschine ersetzt wird!« f >Manborer 2^itung« NumnMr 384. ftunH^tkou S)ag Dfund 6terlfng in 3uooflatofeii ACHT VERSCHIEDENE KURSE: 205, 238, 241, 247, 250, 254, 262 UND 280 DIN. i 1 ( 1 I B e 0 g r a d, 14. Dez. Die neue Art des Verkaufes des Pfund Sterling an den einheimischen Börsen, die die National-banli vor i Pdssiva: Der Banknoten umlauf Ist um lt)Ö Millionen Dinar gestiegen und beträgt 6.794,1 Millionen Dinar. Die Sichtverpflichtungen sind um 18.2 Millionen Dinar gestlegen und betragen 2.274,4 Millionen Dinar. Der Posten Verschiedene Passiva ist um 9.5 Millionen DI nar zuHlckgegangen ünd er beträgt gegen wärtig 299,6 Millionen Dinar. Die Gesamtsumme der Aktiva bezw. der Passiva verzeichnet gegenwärtig 9.846,6 Millionen Dinar. X INS Haiidilivirlnigavarluuidhiiigan mit Frankreich werden nach Beograder Meldungen bald na^h Neujahr einsetzen. X Die HopfimviMTita im Saimtal sind voltkommen erschöpft. In erster Hand werden sich vielleicht noch wenige Zentner befinden.. Die Preise sind, soweit Abschlüsse noch getätigt werden, fest und bewegen sich zwischen 32 und 35 Dinar präKHo. Heuer .erreichte der Hopfen tm Sahntal' einen "schdnen Preis, vor allem wegen der ^hönien glattgrOnen Farbe, was vom Ausland nur teilweise gesagt werden kann. Darin ist auch der Qrund zu erblicken« daß der Sanntaler Hopfen diesmal so rasch abgesetzt werden konn te. — ^ X Ueferaflgan fttr dia Oandamiarie. Die Gendarmerieschule In Ljubljan.? nimmt bis 20. d. Angebote zwecks Lieferung verschiedener Nahrungsmittel für die Gendarmeriemesse entgegen. Interessenten wollen sich um Informationen an die Kaufleutevereinigung in Ljubljana wenden. X Der Artieitsmarict. Nach Mitteilungen des Kreisamtes für Arbeiterverslche-rung in Ljubljana waren im abgelaufenen Monate November 101.824 Personen versichert, um 1015 weniger als Im Oktober, jedoch um 2996 mehr als vor einem Jahr. Der durchschnittliche versicherte Taglohn belief sich auf 25,28 Dinar gegen 25.50 im Oktober d. J. und 24.14 Dinar vor einem Jahr. Der gesamte versicherte Taglohn betrug 2,574.398 gegen 2,622.30r u. 2,386.175 Dinar vor einem Monat bzw. einem Jahr. X Rückgang der Konkurse im dritten Vierteljahr 1938. Wie aus Beograd gemeldet wird, wurden im dritten Vierteljahr 1938 In gaiiz Jugoslawien insgesamt 21 Konkurse angemeldet. Dies ist der nied rigste Stand der Konkursanmeldungen in den letzten fünf Jahren. Im zweiten Vierteljahr wurden insgesamt 29 und in derselben Zeit des Vorjahres 23 Konkurse angemeldet. Die Zahl der Zwangsausglei che betrug In dieser Zeit 45 und ist im Vergleich zum zweiten Vierteljahr des Vorjahres gestlegen. X Starkes Anateigen der jngoaiawi-sehen BerglMii* und Hfittenprodaktion. Die jugoslawische Bergbauproduktion hat Im dritten Vierteljahr 1938 Im Vergleich zu derselben Zeltspanne des Vorjahres eine erhebliche Steigerung zu verzeichnen. Diese Produktionsstelgerung beträgt bei Lignit 17®/«, Kohle 10®/«, Bauxit 2®/o und bei Salz 20«/o, während sie bei Crom um 30«Ao, Kupfererz 11.5*/o, Eisenerz 7.1<»/o,' Pyrit 3.5Vo, und Biel und Zink 0.8»/() zurückgegangen ist. Dagegen ist die Biel- Freitag» den 16. Dezember 1038. Verhüttung in dieser Zeit um 130*/« gegen über dem Vorjahre gestiegen. Gestiegen ist ferner auch, die Erzeugung von Roheisen um 29.50'o, während die Rohkupfer-erzru^unt; um und die Rohzinkerzeu rjung um n zurückgegangen. X Strat^papiere steigen im Kurse. In den letzten zwei Wochen vor den Porla-mentswahlen herrschte an. den jugoslawischen Effektenbörsen eine gewisse Nervosität, die aber auch sonst im Laufe der Wahlbewegung einzutreten pflegt. Nach den Wahlen- änderte sich am Montag schlagartig die Lage und bei allen Staats papieren war eine starke Aufwärtsbewegung zu beobachten. Sowohl an der Beograder als auch an der Zagreber Börse sind die Kurse aller Staatspapiere um einen bis sieben Punkte gestlegen. Die Ten denz ist sehr fest und man erwartet, daß die Aufwärtsbwegung weiter anhalten wird. X Die Zuckerproduktion Europas wird vom Licht-Büro in Magdeburg heuernuf 6,700.000 Tonnen geschätzt. Gegeni>fer dem Vorjahr^ dürfte sich üin Produktlons ausfall von fast einer halben .WtlJion Tonnen ergeben. Die rus^U'-hc Produktion wird auf 2^' Millionen Tonnen geschätzt, ist jedoch in obiger ^Iffer nicht enthalten. Stark rückgängig ist die '5fuk-kerproduktlon der Tschecho-Slovvakti, nämlich von 741.000 auf 527.000 Tonnen, was vor allem auf die starken Oe-bietsveränderungen zurUckzuf^Jh'cn is:: X 64 Millionen Sack Kaffee in Brasilien vemichtei Aus. Rio de Janeiro wird gemeldet: Nach den veröffentlichten arht-lichen Ziffern betrugen die bisher von Brasilien verbrannten Kaffeemengen, bis zum 15. November d^ J. 64,361 Mill. Sack, wovon 17,2 Mill, Sack auf das Jahr 1937 und 7,36 Miil, Sack auf den bisher verflossenen Teil 1938 entfallen. Die Kaffeeverschiffungen im November betrugen rund 1 Mill Sack. Sie waren etwas niedriger als im Vormonat. X Stand der deutschen Auslandsachul-den. Berti n, 13. Dezember. In-der deutschen Auslandsversehuldüng sei ein weiterer Rückgang zu verzeichnen, erklärte der Direktor bfei der Riichsbank, Dr. R. E i c k e, in einem Vortrag. Dieser Rückgang sei vorwiegend auf die Auflösung der Registerguthaben Im Reiseverkehr von Ausländern zurückzuführen. Die restlichen Auslandsschulden dürften etwa 9"/!5 Milliarden RM betragen. Deutschland habe im vorigen Jahr noch etwa 250 Mill. RM an Zinsen in das Ausland transferiert. Diese Summe werde ^sich in diesem Jahre durch den mit einigen Ländern vereinbarten Uebergang von dem System der Fundingbons der Konversionskasse zur Barzahlung von Zinsen sowie durch die Regelung österreichischer Anleihen vermehren. Der ständige starke Abbau der Auslandsschulden, die im Jahre 1929 noch 26 Milliarden RM betragen haben, eröffne günstige PersiJektlven für die Zu kunft. Unpfllitifdie (Siioffen »Matterfreudeifir einer Qriffhi. (ATP) Vor kurzer Zeit endete in einer europäischen Hauptstadt ein Prozeß wegen Verleumdung u. schwerer Ehrenbelcl-dlgung, den eine Gräfin — ihr Name sei verschwiegen — gegen ,einen Rittmeister angestrengt hatte. Der Rittmeister, war ihr Verlobter gewesen. Sie hatte aber das Verlöbnis gelöst. Daß der Charakter des l^ittmeisters ihr dazu allen Anlaß gegeben hatte, bewiesen die folgenden Erelgnls-se: Bei der Gräfin klingelte es eines Nachts und es erschien ein Frauenarzt, der eilig zu einer bei Ihr vorzunehmenden Geburts hllfe herangerufen war. Kurz danach kam noch ein Frauenarzt und dann noch einer. Mit dem drttten zusammen trafen gleich zwei Hebammen ein. Bald danach hetzten Rettungswagen an, Assistenten berühmter Gynäkologen mit sich führend, die mit sämtlichen Operationsinstrumenten bewaffnet waren — alle telephonist-h ins Haus bestellt. Am nächsten Morgen stellten sich mehrere Ammen ein, die ein angeblich von der Gräfin Neugeborenes zu betreuen hätten. Die Tür der gräflichen Wohnung stand nicht still. Luxuriöse Babyausstattungen erster Firmen rollten nii, große Posten von Gummiwindeln, sieben s Freitag, den 10. Dezember 1938 :&Marlborcr Zeltung« Nummer 2fl4. Impfung mit eigenem :Siut! ^rur 3orfir Unfitte 6m / 2>an6tiNirmerfronfiino un6 Ögaloppierende Schwindsucht«, bisweilen auch als Typhus aufgefaßt. Wie Dr. Mootz feststellte, sind für die Behandlung In erster Linie Strophantin sowie Injektion von Traubcnzucker-lösung zu empfehlen. Bisher hat man eine Sterblichkeit bei dieser Krankheit von im allgemeinen etwa 20 v, H, ermittelt. Ausschließlich im Robert-Koch-Institut zu Berlin darf die Untersuchung erfolgen, ob man es tatsächlich mit der Papageienkrankheit zu tun hat. Am meisten trägt zur Ansteckung die Unsitte des »Küßchen gebens« und auch das freie Umherfliegen lassen des Vogels bei. Nicht minder verwerflich ist aber auch die noch viel verbreitete Gewohnheit, sich vom Vogel ein Stückchen Zucker aus dem Mund nehmen zu lassen. Neuere Forschungen zeigen, daß die Zuckerkrankheit durchaus nicht allein auf den Mangel an dem Hormon Insulin zurückzugehen braucht, auch die Körperzellen, die den Zucker nicht auswerten, können schuld sein. Liegt ein solcher Fall vor, dann kann die Insulingabe selbstverständlich nur wenig ausrichten. Wie Professor Singer, Wien, erklärt, sollen hier Einspritzungen mit löslichem Eiweiß in kleinsten Gaben eine verläßlichere Wirkung haben. • Im Zentralblatt für Gynäkologie (Frauenheilkunde) wird ein bemerkenswerter Fall erwähnt, da Bandwurmerkrankung unstillbares Schwangeschaftserbrechen zur Folge hatte. Das schwere unstillbare Erbrechen, das erst in der 2. Schwan- ge rschaftshälfte hervortrat, nötigte wegen drohenden Leberkomas (Zustand schwerster Bewußtlosigkeit) zur Unterbrechung der Schwangeschaft. Das Kind erwies sich als lebensfähig und konnte auch am Leben erhalten werden. * Manchmal begegnet man nach der Anschauung, daß der Genuß von Tomaten bei gewissen Krankheitserscheinungen, so besonders bei Gallenleidcn und Rheumatismus, nachhaltig wirke. Für diese Auffassung hat sich bisher kein Wissenschaft licher Nachweis erbringen lassen. Das Einzige, was sich in einzelnen Fällen beo bachten ließ, ist die Feststellung, daß bei Gallenleiden mit Ueberempfindlichkeit der Tomatengenuß Unbehagen hervorbringen kann. Jedoch ließ sich weder bei Gallenleiden noch bei Nierenleiden eine gesundheitliche Schädigung wahrnehmen, erst recht nicht eine Vergiftungserschei-nung.Von größerem Nachteil könnte sich schließlich nur, und zwar wegen des niedrigen Gehaltes an Oxalsäure, ein allzu starker Genuß von Tomaten auswirken, d. h. wenn längere Zeit hindurch mehr Tomaten verzehrt werden, als mit einem vernunftsmäßigen Verbrauch zu vereinbaren ist. Uebrigens ist die Tomate außerordentlich vitaminreich und zwar namentlich an Vitamin C. Dieses Vitamin, das auch in jungen grünen Pflanzen, in Petersilie, in Orangen, Zitronen, Möhren, in Fichtennadeln, in der Frauenmilch sowie In der Sommermilch der Kühe angetroffen wird, ist wichtig für die Skorbutverhütung. Xlnderwagen auf einmal, 22 kostbar verzierte Kinderklappem wurden geliefert, ille mit dem gräflichen Wappen verziert. Und drei Dutzend Schnuller worden von ien einschlägigen Geschäften, mit bestc.*n !>ank und Faktura, der entsetzten Gräfin ins Haus geschickt. Die Folge dieser verleumderischen Mut Verschaff war ein Rattenschwanz von Prozessen,^ in welchen die Gräfin auf Bezahlung all der fUr Dutzende von Säug-Hingen ausreichenden Waren verklagt wurde. Es gelang ihr, nachzuweisen, daß nicht ie die Bestellerin gewesen, sondern der Rittmeister. Sie stellte dann gegen ihn Strafantrag. Kurz vor dem Strafprozeß, der allgemein als eine Sensation ersten Ranges erwartet wurde, zog der Ritt meiJter vor, spurlos zu verschwinden. ♦ MeneHk und sein Portrit (ATP) Nach der ersten Schlacht bei Adua ließ der Vorginger des Negus, der Herrscher Menelik, auf Empfehlung 2incs französischen Ministers den Maler Paul Büffet nach Addis Abeba einladen, damit er sein Porträt anfertige. Büffet erschien und begab sich sofort an die Ausführung seines Auftrages. Aber bereits nach den ersten Sitzungen herrschte Menelik den Künstler an: >Uid das Gold?« Wo bleibt das Gold auf dem Bilde?« — »Aber Ich habe doch die Farbe des Goldes, Ihrer Ketten und Orden vortrefflich gefunden?« — »Die Farben? Ich will Gold auf dem Bilde haben, «"ich-tiges pures Gold. Ohne echtes Gold bin ich das Gespött des ganzen Volkesl« Und so kam es, daß Büffet einen Streifen echten, ausgewalzten Goldes auf das Bild aufkleben mußte, das lange im Palais des Negus in seiner alten Hauptstadt einen Ehrenplatz einnahm. IN DEN SCHORNSTEIN GEFALLEN! (ATP) 14 Stunden lang haben Polizei und Feuerwehr in London zu arbeiten gehabt, um einen Mann zu befreien, der in den Kamin eines Hauses gefallen war, als er dabei war, eine Radioantenne auf dem Dach zu errichten. Es blieb schließlich nichts weiter übrig, als einen Teil des Mauerwerks bis tief in das Haus hin ein aufzureißen, da man anders den in einer verzweifelten Lage Steckenden nicht hätte retten können. Er ist übrigens noch ganz gut bei dem Abenteuer weggekom- Sport oareminit Oer SeUb atbletcn Die Vertreter der Leichtathletiksektion der Mariborer Sportklubs »Marathon«, »Rapid« und »2elezniöar« hielten am Dienstag eine Konferenz ab, in der die gegenwärtigen Verhältnisse in der lokalen Leichtathletik einer eingehenden Erörterung unterzogen wurden. Es ist nicht mehr zu leugnen, daß die Leichtathletik in Maribor im Rückgang begriffen ist, wofür die Gründe in erster Linie in der Uneinigkeit der einzelnen Vereine zu suchen sind. Der wichtigste Beschluß der Konferenz war deshalb der, daß man sich wieder zusammenschließen u. der Leichtathletik jene Geltung verschaffen soll, die sie schon seinerzeit genossen hat. Der Friedensschluß unserer Leichtathleten ist 'Umso bedeutsamer, als man nun auch ' nach außenhin eine gemeinsame Interessenvertretung forcieren will. Es ist zu hoffen, daß sich alsbald der praktische Wert dieser erneuten Zusammenarbeit ein stellen wird. 6fiH6ttIe „eraforfm öoni" (ffWnct Beim »Senjorjev dom«, unserem ersten Wintersportzentrum, wird auch während des heurigen Winters eine ständige Skischule improvisiert werden, deren Leitung wiederum unser allseits bekannte Skilehrer Bubi L a u t n e r übernommen hat. Der erste Kurs wurde bereits dieser Tage eröffnet und es Ist zu hoffen, daß die Schneefälle der nächsten Tage das Gros der Skijünger heranlocken werden. Bubi Lautner, der während des heurigen Sommers einen wertvollen theoretischen Lehr gang absolviert hat, wird das Training nach den neuen Methoden der Schweizer Skischule leiten. Vorgesehen sind getrennte Kurse für Anfänger, Fortgeschrittene und natürlich auch Spezialkurse für men. Ein heißes Bad hat alle Spuren des unfreiwilligen Rutsches in den Kamin wie der beseitigt. die letzten Feinheiten des neuzeitigen Ski laufes, sodaß jedes Skihaserl und jeder Skibär was erlernen kann. Im Anschluß daran wird auch der Mariborer Wintersport-Unterverband beim »Senjorjev dom« einen Rennläufer-Ski-kurs veranstalten, der insbesondere für Spezialisten der alpinen Disziplinen bestimmt ist. Zum Leiter dieses Speziallehr ganges wurde der alpine Meister Miran (j i z e I j ausersehen, der heuer wiederum das Training aufgenommen hat. Jedenfalls ist man ganz ernstlich bestrebt, die Klasse unserer Rennfahrergilde zu heben und dem internationalen Niveau näherzubringen. Die Intentionen aller maßgebenden Faktoren verdienen daher besondere Anerkennung. ; Scfiledsrichter am Sonntag. Die sonn täg'gen Ligaspiele werden leiten die Schiedsrichter Bazant (Ljubljana—(Jugo slavija), Podupski (Slavija-Sarajevo— BSK), Nenkovic (BASK—Zeinun), Rakic (Jedinstvo-Gradianski-Zagreb) und Mli narii (HASK—Slavija-Vara2din), während das Sp-lel »Gradjanski« (Skoplje)— »Hajduk« ein auswärtiger Schiedsrichter leiten wird. : »Gradjanskk fordert gemeinsam mit 50 Klubs die Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung des Zagreber Fußball-Unterverbandes. Der Zagreber »Gradjanski« richtete an die Leitung des Zagreber Fußball-Unterverban-des ein Schreiben, in dem er im Namen von 50 Vereinen die Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung des Unterverbandes fordert. Den Statuten gemäß muß nun die Versammlung im Zeitraum von 14 Tagen abgehalten werden. ; Segelflieger über 50 Stunden in der Luft. Wie bereits kurz berichtet, haben die deutschen Segelflieger Bödecker und Z a n d e r in Rossitten einen großartigen Segelflug-Weltrekord aufgestellt. Die beiden Flieger waren am Freitag um 10.45 Uhr mit ihrem Zweisitzer-Apparat zu einem beabsichtigten Rekordflug gestartet und blieben bis Sonntag mittag in der Luft. Um 13 Uhr, als mit genau 50 Stunden und 15 Minuten Flugzelt ein neuer Weltrekord erzielt worden war, landeten die beiden kühnen Flieger. (3roße Kälte und 30 Stunden Nachtflug sowie schlechte Sicht am Tage stellten an die Flieger allergrößte Anforderungen, die jedoch dank der ausgezeichneten Bodenorganisation gemeistert wurden. In einer Höhe von 100 bis 300 Meter kreuzte der Apparat mit jeweiliger Rückkehr zum Startplatz eine Strecke über die Neh rung. Damit ist die Weltbestleistung, die Toni Kahlbacher und Josef Führinger vom 8. bis 10. September am Spitzerberg mit 40 Stunden 38 Minuten aufgestellt hatten, um nahezu 10 Stunden übertroffen worden. : Jugoslawien sagt Fußballkampf gegen Portugal ab. Der Jugoslawische Fuß ballverband hat das für den 8. Jänner vorgesehene Fußballänderspiel gegen Portugal abgesagt, und zwar mit der Mo tivierung, daß die Reise über Marseille, Tunis und Gibraltar für die Mannschaft zu anstrengend sei. ; Skifahrerausflug nach Oberkrain. Der Wintersport-Unterverband von Ober krain veranstaltet vom 13. bis 15. Jänner seinen zweiten korporativen Skifahrerausflug, in dessen Rahmen verschiedene Wettkämpfe und sonstige Veranstaltungen stattfinden werden. Die Wettkämpfe werden in Planica und In Kranj-ska gora ausgetragen werden, wo im Laufe des Jahres größere Strecken ausgeholzt worden sind. ; Jugoslawiens Tischtennisrepräsentan tcn nach Budapest. Die Tischtennissektion des Budapester MTK begeht diestr Tage ihr SOjähriges Gründungsfest, aus welchem Anlaß ein großes internationales Tischtennisturnier abgehalten wird, das bereits am 15. d. seinen Anfang nimmt. Unter den Wettbewerbern befinden s^ch auch fünf jugoslawische Ver-' treter. : 100.000 zum Eno^lsh Cup Final. Für das am letzten Aprilsonntag 1939 stattfindende Finale des Englischen Pokals wird der Fassunf*sraum des Wimbley-Stadions auf 105.517 Plätze erweitert. Davon sind 45.592 Sitz- und 54.025 Stehplätze. Bis jetzt faßt Wembley 93,717 Zuschauer. : Die französische Tennisrangllste. Die , ser Tage hat auch der Französische Ten-j nisverband seine offizielle Rangliste her-' ausgegeben. Borotra und Brugnon wur-' den mangels entsprechender Vergleichs-j resultate nicht berücksichtigt. Die Liste j lautet; 1. Petra, 2. Boussus, 3. Destre-meau, 4. Bolelli, 5. Feret, 6. Pelizza. — ' Frauen: 1. Mathieu, 2. Landry, 3. Pannetier, 4 Halff, 5. Henrotin. : Fast 50 Kilometer in der Stunde mit I dem Fahrrad. Zu einer pausenlosen Jagd gestaltete sich das 80-Kilometer-Mann-schaftsrennen am Wochenende in Antwerpen, In der ersten Stunde waren nicht wenlfl:er als 49,380 Kilometer gefahren worden und es ist nicht weiter verwunderlich, daß bei solch einem Tempo alle Alleinvorstöße scheiterten u. zum Schluß fünf Mannschaften die Spitzengruppe bildeten. In der Wertung waren die Holländer Kaers und Debucker am erfolgreichsten und errangen den Sieg gegen vier holländische Fahrer. : Nikkanen schwer verunglückt. Der finnische Weltrekordsmann im Speerwerfen Irjö Nikannen ist das bedauernswerte Opfer eines schweren Motorradunfalles geworden. Er wurde aus dem Beiwagen geschleudert und am linken Arm verletzt. : Megan Taylor führt vor Cecilia Col-ledge. Ein harter Zweikampf entbrennt zwischen der Titelverteidigerin Cecilia Colledge und der Weltmeisterin Megan Taylor um die englische Meisterschaft im Eiskunstlaufen, die gegenwärtig im Londoner Wemblev-Eisstadion abgehalten wird. Nach den Pflichtübungen führt Megan Tavlor, die von drei Richtern auf den ersten Platz gesetzt wurde, ganz knapp I vor Colledge mit zwei Richterstimmen. Dieses erste Zusammentreffen der beiden i Weltbesten gilt als eine Art Vorklärung I für die Weltmeisterschaft, die Cecilia Col Medge im Vorjahr an Megan Taylor verlor. Heller Kopf! Praktischer Shtn! Inserieren bringt Gewinnt Mariborer Zeitung« Nummer 284. Ftreflag, den T6. OflieinDtr TKS8. immet Antei^et ^ ' Köchlib di Mtm KUIn* Ant**g«n Kosten BO Pmrm pro Wort In dmr Rubrik „Korr«-•pondans" t Dinar / Ol« lneereten«teuee CS Dinar bl« 40 Wort* 7'50 Dinar fOr grdMara Anaalgan) wM baaentfaro barachnat f Ol« Mlndaattaxa fOr aina Maina Ansaiga balrAft lO Dinar / Für ^ Zu-•«ndung von ehlffr. Briafan tat ainaOabähr van tO Diner SMartagaii . Anfragan Ist aIna Gebühr von 3 Dinar in PoatmaHian^iluaahllaaaar ■''liesäikd&ii» Zweizimnerwobmiag mit Küche« sonnig« sartenscltis. 1.' St.. an kinderlose ruhise Par tei sofort oder ab I. 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Ein vorzüglicher Kenner des gesamten Sudostens Europas entwlrlt hier ein Bild der Völkerschaften, die sich aus langer geschichtlicher Entwicklung im Raum zwischen Kerneuropa und der asia tischen Welt zu den heutigen Staaten Jugoslawien, Rumänien, Bulgarien und Ungarn formten. Der Verfasser verfolgt durch Jahrhunderte die Qestaltskräfte, von denen Völkerschaften politisch geformt werden. UUmann besitzt die seltene Gabe, die Vielfalt dir Kräfte, die den Raum im Osten formen. In wenigen grossen Linien sichtbar werden zu lassen. b. Von Dalmatien und sechs Kfissen. Roman-Rhapsodie von Bernard Wieman. »Sechs Männer und eine schöne Frau ma chen eine gemeinsame Dampferfahrt an der dalmatinischen Kflste entlang. Die MAnner bekommen von dieser Frau die Aufgabe, die Erinnerung an den zartesten Kuß Hires Lebens zu eriihlen. Die Melodien von sechs Herzen vereinen sich auf der Fahrt von Hafen zu Hafen zu einem schönen Klang von Harmonie und Prie-den.€ — Verlag Anton Pustet, Salzburg-Leipzig. • b. Bunte Rtihc. Auslese von Bilderbüchern für die Kleinen. Verlag Rudolf Schneider, Reichenau-Leipzig-Friedland. In letzter Zeit sind wieder vier Büchlein dieser bunten Reihe erschienen, die sich für den Weihnachtstisch vorzüglich eignen. »Kling, Kämmerlein, Kllngl« Von Eva Schäfer-Luther, Bilder von Marigard Osser-Bautzer. »Kasperle ist wieder da«. Von W. O. Ullmann, Bilder von Marianne Schneegans. »Das MInnlsin hi der ^ OaM«. Von Friedrich Rückert, Bilder von Else Eisgruber. »Putz und Zausek. Von Eva Schäfer-Luther, Bilder von Elisabeth Raasch-Hasse. 1 HC 010110 ANo fUr clon Export bostlmm-ton Kiaton rnUaton mit oinom Waroniolclioii odor Schiiti-matlco vortohon toln. Das «PIROFANIA"-System allein ist für diasen Zweck geeignet, da es das Uebertragen von &*n» und Mehrfarbendruck in einem einzigen Arbeitsgange auf rohes und bearbeitetes Holz, Karton. Jut« sowie jedes andere poröse Material ermdfHcht. • Variangmi Sie noch heute Ptospekte und unverbindliche Offerte. Martttorsäa tis^ama d. d, Mari^, R«(|Mtlka uNc« tf * T«l«phen 2847, »4», tM9 Het» Jk Mfiuk 35 ^oiwan von Hflniis Pcinholi HÖ?n.ve^ritl »Ist das nicht der Michael Bolten von den Karosseriewerken?« fragt der Schiffs juiif^e den Schiffsführer. »Was geht's dich an?« wehrt der Fchiffsführer ab und läßt die Sirene ertönen, um sich Platz zu verschaffen. .\ls Michael Bolten die Hafenbarkasse verläßt, ist wieder eine Stunde vergangen Plötzlich kommt ihm ein Einfall. lir winkt eine Autodroschke heran und läßt sich nach Hause fahren. Das Haus-nii'dchen Anna, der er in der Diele begegnet, ist fast etwas erschrocken, als Mi-chüci ihr zuruft: .>Ziehen Sie sich rascli an und kommen Sic mit mir . . .« Fj läuft in sein Arbeitszimmer, holt aus dem Schreibtisch das Scheckbuch heraus. I>rriuRpn wartet noch immer die Auto- (Irosclike. Iii wenigen Minuten steht er am Bank-Rchnlter, präsentiert einen Scheck Über eiiKMi vierstelligen Betrag. Er tritt nervös v(;n einem Bein aufs andere, bis der Beamte ihm endlich das Geld auszahlt. >So«, sagt Michael und stopft die Scheine in einen Umschlag, »diesen Umschlag geben Sie Fräulein Karin Siedt unc' einem Herrn, mit dem zusammen Träuicin Siedt erscheinen wird . .« Er beschreibt Anna genau, wo die beiden zu Iv'wf.cn sind. Dann bringt er sie mit der Autodroschke bis dicht heran an die Park j!nl:;gc'n. K:ne Stunde später kommt Anna nach Hause. '^Icb habe Fräulein Siedt und den Herrn n cht getroffen«, berichtet sie. Michael nimmt schweigend den Umschlag an sich. »Es ist gut«, sagt er leise, »ich danke il^nen . . .« Kopfschüttelnd verläßt Anna das Zimmer. »Na, Bruhn«, empfängt Kriminalkommissär Jellin seinen Assistenten, »was ha ben Sie denn schönes erreicht?« Bruhn machte eine geheimnisvolle Miene . »Sie werden staunen, Herr Kommissar«, sagt er, »Sie werden es nicht für möglich halten . . .« Kriminalkommissar Jellin steckt sich behaglich eine Zigarre an. »Sie machen mich {geradezu tizugierig«, meint er, »schießen Sie los, Bruhn.« »Sie kennen doch Michael BoltenV^i fragt Bruhn. »Natürlich«, wundert sich de- Kommissar. Bruhn nickt. »Sehen Sic, Herr Kommissar ~ das ist sozusagen ein Irrtum. Michas Bolten ist gar nicht Michael Bolten . . .<». Jellin nimmt die Zigarre aus dem Mund »Sagen Sie einmal, Brulin — Sie sind doch sonst ein nüchterner Beamter, haben Sie etwa am frühen Vormittag gegen alle Gewohnheit — —« .Aber Bruhn wehrt entsetzt ab. »Wo denken Sie hini« sagt er, »es ist so, wie ich Ihnen sage. Ods heißt — Michael Bolten Ist schon Michael Bolten, aber . . .« Jellin steht auf. ' ' »Also, Mensch«, ?;aßt er, »nun erzählen Sie schon richtig — Sie spannen, mich ja regelrecht auf die Folter.« Bruhn macht eine bedauernde Geste. »Das will ich ja nun wieder auch nicht« behauptet er, »es ist einfach so — dieser Michael Bolten hat nicht immer so geheißen.« Und nun erzählt er endlich in richtigem Zusammenhang. Der Gründer' der Boltenwerke, Hermann Bolten, hatte eine einzige Toqhter, Jutta. Als Jutta etwa 20 Jahre alt war, lernte sie einen jungen Mann kennen, der Michael Kraak hieß. Was Michael Kraak bis dahin getrieben hatte, war nicht genau festzustellen. Jedenfalls schien es so, als werde Michael Kraak die einzige Erbin der BÖlten-Werke zur Frau bekommen. Da aber geschah ein Unglück. Bei einem Ausflug, bei dem sich Jutta Bolten offenbar allein mit einem Boot auf die Elbe hinausgewagt hatte, schlug das Boot um. Jutta ertrank. Wie das Un glück zustande gekommen war, ließ sich nicht mehr fesstellen. Es waren keine Zeugen zugegen. Man fand später nur Jutta tot am Strande. Neben ihr lag, halb angezogen, Michael Kraak mit triefenden Kleidern, in bewußtlosem Zustande. Als man ihn ins Leben zurückgerufen hatte, sagte er aus, daß er das Unglück vom Strande mit angesehen habe und'hinausgeschwom men sei, um Jutta zu retten. Aber der Weg war zu weit. Er kam zu späte und konnte nur noch mit äußerster Mühe Juttas toten Körper ans Land bringen. Später hat dann Hermann Bolten diesen Michael Kraak adoptiert. Er tat es, wie er sagte, weil dieser Michael Kraak der einzige Mensch wäre, der seinen eigenen Schmerz um Jutta aufrichtig teilte. Und weil Michael Kraak nicht mehr sein Schwiegersohn werden konnte,darum soll te er wenigstens sein Sohn sein . . . »Hermann Bolten hat das Unglück seiner Tochter nicht lang überlebt«, schließt Bruhn seinen Bericht, »er ist bald, darauf gestorben. Die Werke gingen somit in-die Hand seines Adoptivsohnes Uber.« Jellin hat unterdessen einen Rundgang durch das Zimmer angetreten. »Das ist eine interessante Geschichte«, sagt er, »und Sie haben sie vermutlich von dem Gärtner des Hauses . . .« »Jawohl«, bestätigt Bruhn, »er ist nr. türlich zuerst mißtrauisch gewesen. Es war schwer, den Mann zum Reden zu bringen. Er hat mir außerdem versprochen, vorläufig über seine Vernehmung zu schweigen.« »Und haben Sie Nachforschungen angestellt, ob dieser etwas phantastische Bericht des Gärtners auch stimmt?« fragt der Kommissar. »Natürlich«, antwortet Bruhn, »ich bm sofort zum Vormundschaftsgericht gegan gen und habe mir dort die Akten durchgesehen. Es ist richtig, daß Hermann Bol ten bald nach dem Tode seiner Tochter Jutta einen gewissen Michael Kraak adop tiert hat. Dieser Michael Kraak ist einige Jahre zuvor nach Hamburg gezogen. . .« Der Kommissar ist in tiefes Nachdenken versunken. »Toll«, murmelt er vor sich hin, »einfach toll . .« »Ja«, sagt Bruhn und holt tief Atem, »aber das Tollste kommt noch . . .« ■ »Noch mehr . . .?« fragt Jellin überrascht. Bruhn nickt. »Dieser Michael Kraak, Herr Kommissar, ist hier in Hamburg wegen Betruges mit einem Jahr Gefängnis vorbestraft. Und wissen Sie, wer bei dieser Be trugsaffäre sein Komplize war? Niemand anders als unser alter Freund Jan Kaminski, der mit MichaeJ Kraak zusammen verurteilt worden Ist. Heute ist er bei Michael Bolten bekanntlich Privatsekretär . . .« (Fortsetzunß folgt.) Lhcrrcdaklour und für die Ucduktion verantwortlich: UDO KASPER — Druck'der „Mariborska tiskarna" in Marlbor. — Für den Herausgeber und den Druck veraulwortlicb Direktor STANivü DETELA. — iicide wobahall in MarLbor y ( 1