Mh __,„__ ^ MbaclmWZeitun^ Donnerstag den i. Lsebruar i»3^. Naibach, am 29. Jänner 1838. 'Acute wurde die von allerhöchst Sr. Majestät dem Kaiser dem hierortigen bürgerl. Handelsmanne, Johann Ev. Wutscher, in allergnädigster Wür, dlgung seines frommen und religiösen Sinnes in der mühevollen, durch mehr als l»a Jahre dauernden Verwaltung seines Amtes als Armenvater, ver« liehene kleine goldene Civil- Ehrenmedaille demselben in der magistrallichen Rathsstube feierlich übergeben. Diese Feierlichkeit wurde durch die Gegenwart d«5 Herrn Armen - Instituts - Commissions - Präses und hochwürdigsten Herrn Fürstbischofs verherrlicht. Nachdem der Herr Gubernialrach und Kreishauptmann die Brust des allgemein geachteten Greises mit dem Zeichen der allerhöchsten Gnade geziert hatte, dankte der Belohnte mit rührenden Worc.n für diese Auszeichnung mit der innigsten Bitte zu dem Allmächtigen um den allerhöchsten Schutz für Se. Maj. den Kaiser Ferdinand I. und des ganzen erlauchten Herrscherhauses, welcher Ruf von den sämmtlichen Mitgliedern der Armen - Instituts - Commission, des Magistrates, des Gemeinb-Ausschuß-Nathes und der eingeladenen Bürger, so wie von den zahlreich anwesenden Familiengliedern des Ausgezeichneten, mit herzlichster Rührung wiederhohlt wurde. TM i e n. Ve. ?. k. Majestät haben mittelst allerhöchster Entschließung vom 16. Jänner d, I. Sich bestimmt gefunden, den Gubernialrath und Administrator der sttyermälkischcn Cameral-Gefällen-Verwaltung, Joseph Ludwig Poldoni, in den Ruhestand zu verschen. — Zum Vorstande der steyermärkischen Camcral-Gcfällen-Venvaltung, mit demHTitel und 3iange eincs k-k, Hoftalhes, haben Se. Majestät mit derselben aller: höchsten Entschließung den galizifchen Cameral-Gefallen .- Administrator, Hofrath Ignaz Freiherrn Kruchina von Schwanberg, zu ernennen, und die dadurch erledigte Stelle beS Cameral-Gefälltn-Administrators in Galizien dem Administrator der illyrischen Cameral - Gefallen-Verwaltung, Hofrath Franz Krauß, allergnädigst zu vnleihen geruht. / chst. B.) Die k. ?. vereinigte Hofkanzlei hat eine erltdigle Gubernial-Secretärsstclle bei dem ?anbesgubernium zu Laibach ihrem bisherigen Hof»Concipisten, Carl Freiherr« v. Flödnigg, verliehen. (W. 3.) K ä r » t e n. Klagenfurt. Am letzten Donnerstage, den 25, d., Nachmittags gegen a Uhr, sind Se. kaiferl. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog CarlFerbinand, k. k. Obrist und Inhaber des Inf. Neg. Nr. 5l, von Brunn kommend, hier angelangt, ur>b im Gasihause zum »goldenen Bären" abgestiegen. Nach huldreich angenommener Aufwartung des k. k. Offizier - Corps vom lcbl.L.I.l'Regimcntt Baron Prohciska besichtigten Seine kaiserl. Hoheit die vor dem Absteigquartiere mit Fahne und türkischer Musik in Parade aufgestellte Compagnie desselben Landes Regimentes, und ließen dicse Trupp« dann vorbei defiliren. Am folgenden Morgen, vor 5 Uhr, sehten Höchsidielclbe die Reise nach Venedig fort, um Se. kaistrl. Hoheit, Hö'chfibero dort erkrankten Herrn Bruder zu drsuchcn, welches auch der alleinige Zweck der Reise üst. (Klagf, Z.) N e u t s ch l a n v. Barer. Blätter melden unterm 22. Jänner: Se, Hoheit der Herzog Max in Bayern hat am 20. Iäi',ner Früh ble Reise naäMem Orient von Mün- 33 chen aus angetreten. Dee Herzog begibt sich von Triest mit dem Dampfschiffe nach Alexandrienj doch ist es ungewiß, ob Se. Hoheit schon dann die Reise nach Ober-Ägypten antreten, oder zuerst die Expedition nach Syrien unternehmen, und von da nach Ägypten zurückkehren werde. (W. Z.) Frankreich. Paris, den 14. Jänner. Der Generallieutenant Graf Castellane, welcher das Commando der 2l. Militärdivision gegen jenes von Bona vertauscht hatte, ist bereits wiedcr nach Frankreich zurück gekehrt. Man kennt seinen Nachfolger noch nicht. — Man weiß nunmehr die eigentlichen Ursachen des schrecklichen Brandes, welcher das italienische Operntheater verzehrte. Eine vom Polizeipräfecten ernannte Commission von Vauoerstandigen begab sich an Ort und Stelle, um die genaueste Untersuchung vorzunehmen. Man wußte, daß dec Brand auf der Seite der Bureaux begonnen hatte; die Untersuchung wuroe dah.er dort angefangen. In einem Zimmer im ersten Stockwerke, ge-gen die Straße Fauart zu, stand ein großer Ösen mit zwei Hitzröhren, die sich im Plafonds kreuzten. Diese Rohren entzündeten einen beinahe anstoßenden Balkey, der an und für sich wenig verbrannt wurde, aber an diesem Orte eine kleine Öffnung hatte, durch welche das Feuer durchschlüpfte, die Tapecen. einer Loge ergriff, und das ganze Theater in Flammen setzte. Der anfänglich vom Feuer ergriffene Balcen besteht noch in seinen übrigen Theilen, ^ttid sonderbarer Weis« sind die bei diesem Brande übergebliebenen Reste des Gebäudes gerade diejenigen, welche den Herd Les Feuers gebildet hatten. Unter den ins Hospital gebrachten Sapeurs» Pompiers befanden sich zwei Erstickte, einer mit zerschmettertem Schenkel und mehrere mit schweren Kopfwunden, doch sind nun alle außer Gefahr. Ein einziger verlor beim Brande das Leben,- er stürzte von der Höhe einer Mauer in die Mitte der Flammen, und man konnte nicht einmal die Neste seines Leichnams mehr finden. Die neuesten Berichte melden, man habe im nur wcnig beschädigten Zimmer des Directors Severini große Geldsummen und Documents gefunden, bis unter andern auch den Künstler Lablache vor aller Verlustgefahr sichern. (B. v. T.) Es soll ein Credit von 1 Million 100,000 Franken zum Wiederaufbau des Theaters Favart von der Kammer verlangt werden. Algier, i3. Jänner. Abd-el-Kader hat sich dem französischen Territorium genähert. Seine Nei- ter streifen sogar im östlichen Thelle des Uthan Khaschna, überall die Bezahlung des Aschur verlangend. Ein Araberstamm, von dem der Emir eine übertriebene Summe forderte, hat, die Hülfe der Franzosen anrufend, sich auf deren Gebiet geworfen. Auf diese Nachricht hin ließ der Gouverneur sogleich ein Corps von 200l) Mann nach dem Uthan Khaschnci marschireni ein Bataillon des zweiten leichten In-fanterieregiments ging mit einem Dampfschiff nach dem Golf Bangut, um an dem Strande der Veni-Iffer auszuschiffen und dort im Nothsalle den Feinden in den Rücken zu fallen. Dieses Bataillon steht unter dem Befehl des tapfern Commandanten Lc-vaillant. Die Anwesenheit dieser Truppen in der Ebene Metidscha ist um so nothwendiger, als unter den Ariden, unsern bisherigen Verbündeten, denen man seit dem 1. Jänner 1828 den Sold entzog, sich ein Geist der Empörung zeigt. Man sagt sogar, einige deren Scheikhs seyen in Unterhandlungen mit Abd-el-Kader. Die drohende Stellung unserer Truppen soll zugleich den Abfall dieses wichtigen Stammes hindern. Es heißt, die Regierung habe die Absicht, den Effectivstand der Armee zu vermehren; es soll von einer Aushebung von 20,000 Mann die Rede seyn. Die Verstärkungen, welche man nach Afrika schicken mußte, und die Nothwendigkeit, worin man sich befand, bei den luxemburgischen Differenzen Truppen in Bewegung zu setzen, gaben das Bedürfniß zu erkennen, die Cadres unserer Armee zu vervollständi--gen und selbst zu verstärken. Wenn sich die st Gerüchte bestätigen, so muß das Ministerium bald von den Kammern Zuschußcrcdite verlangen, da diesc Ausgabe im Budget von 1323 nicht vorgesehen isi. (Allg, Z.) Spanien. Die Carlisten, im Königreiche Valencia, haben zu Vinaroz ein Corfarenschiff, mit emer Drehbasse und 40 Mann, ausgerüstet, welches bereits, von zwei Schaluppen unterstützt, drei mit Lcbensmilteln befrachtete spanische Schiffe genommen hat. (Ö. B.) Man schreibt aus Vavonne vom 15. Jänner: Eine neue 6000 Mann starke Expedition unter den Befehlen des Infanten Don Sebastian wird den Ebro übersetzen, um in Asturi.n zu opcriren. Den Prinzen wird der General Gomez und der ruffische General Konschols begleiten. Zariateguy soll ein untergeordnetes Commando in den baskischen Provinzen erhalten. Der Pfarrer Merino ist mit etwa 20 Reitern nach 5»r Sierra aufgebrochen. Don Carlos war am 12. noch in Llodio, wo viele Bewegung herrschte. (V. v,T.) 39 Einem Schreiben aus Madrid vom 15. Jänner (in der Quotidienne) zufolge soll sich die dor-tkae Polizei mehrerer Exemplare einer aus Amurr o datirten und «Carlos V." unterzeichneten Proclamation bemächtigt haben, in welcher Don Carlos die Spanier auffordert, das Werk der von ihnen begonnenen Regeneration nicht zu übereilen i er beschwört seine Anhänger, seine Sache nicht durch unvorsichtige oder gefährliche Manifestationen zu compromittiren; «denn," sagte er, „unsere Feinde arbeiten ja für »uns, und ihre Fehler reichen hin, um uns den »Sieg zu verschaffen." Dem zufolge fordert Don Carlos die Geistlichen auf, das Volk zu leiten, und ihm jede Manifestation von Anhänglichkeit an seine Sache so lange zu mißratlM, als sie nicht untcr dem Schutze seiner getreuen Truppen stehe. (Öst. B,) Vayonne, i6 Jänner. Espartero ist in Victoria mit l2 Bataillonen und einiger Reiterei eingerückt. Vei seiner Annäherung haben sich die Carlisten, welche Balmaceda bedrohten, zurückgezogen. Der Obcrgeneral hat nur wenige Truppen in Victoria zurückgelassen, und manöuvrirt gegen die VataiUone der Expedition, welche von General Bucrens nahe beobachtet wird. Mn, kaun mit Grund annehmen, daß es dem Vasilio Garcia nicht gelungen >st, sich «uf der Straße von Saragossa nach Madrid zu con: centrircn. — Zwei Dampsboote haben aus England nach Passages eine zahlreiche Verstärkung von Soldelen der k. englischen Marine und Artilleristen gebracht. — Die zwei so lange von den Christinos zurückgehaltenen Engländer, Hennigsen und Grüneisen, sind hier angekommen. Sie reisen morgen mit dem Courier nach Paris ab. — l',^ beträchtliches Convoi, das von Tafalla nach Pamplona adging, ward von den Truppen unter Ge^al Garcia nach lebhaftem Gefechte genommen. Es bestand aus Neis, Oel und andern Lebensmitteln. ,^„ ^ . Don Vastlio Garcia rückte am 2. Jänner mit 2500 Mann und 20a Pferden in Calatayud ein, eihob dort 400 Paar Sandalen, marschict« die Nacht durch, ohne sich aufzuhallen, bis Ateca, und zog von dort am 5. um ? Uhr Morgens, nach Vubierca zu, weiter. Aus der eingeschlagenen Richtung dürfte man schließen, daß er nicht beabsichtigte, nach Nieder« Arragonien zu gehen, und am 8. hieß es zu Madrid, seine Truppen hätten Siguenza besetzt. Letztcrc bestehen aus Castiliern, Arragoniern und Valencianern. Von, Lluchana (Espartero) weiß man, nur, daß er am «. , sein Hauptquartier in Miranda de Ebro Hütte. Der Herzog von Rivas, der sich wieder in Madrid befindet, ist, so wl'e Don Luis Lopez Ballesteros, der unter Calomarbe Finanz-Minister war, von der Königinn zum Senator ernannt worden. Hr. Olivan, d>r unter Isturiz Unter-Scaats-Secretä'r für das Innere war, bekleidet aufs neue diese Stelle. Es heißt, Lorenzo habe seine Entlassung als General? Capitän von Alt Castilien eingereicht, und der General Car-ratala werde sein Nachfolger seyn. — Die Sitzung der Depulirten am 9. war sehr stürmisch, indem man den Kriegsminister übcr die Fortschritte der Carlisten unter Iara, P'eca n. in der Mancha und Toledo intcrpellirte. Aus seiner Antwort erhellt, daß der General Don Laureano Sanz fehlerhast operirte,, Die Stadt Lerai in Catalonicn ist in die Gewalt der Carlisten gefallen, ungeachtet der Bemühungen einer aus Cervera ihr zu Hülfe geeillen Christinischen Colonne. (W. Z,) Oroßbri tannien. Die amtliche G azetta enthalt die überraschende Anzeige von der Ernennung des Grafen v. Durham als GeneralgoNverneur und Generalcapitän aller bril-lischen Colonien auf dem nordamerikanischen Continent und den benachbarten Inseln, so wie auch als Commissär »zur Beilegung gewisser, die Provinzen Ober - und Nieder - Canada betreffenden wichtigen Angelegenheiten.« London, l«. Jan. Die brittischen Behörden in Malta haben die Anzeige erhalnn, das der französ. Consul zu Tunis im Auftrag seiner Regierung an dcn Bey von Tunis das Begehren gestellt habe, an die französischen Behörden in Constantine den Gebiethstheil abzutreten, welcher, ursprünglich zum Veylik Constantine gehörig, von Tunis erobert, und seitdem immer als zum lttztern Beplik gehörig betrachtet wurde. (Allg. Z.) Die Regierung hat den Schiffs'Lienlcnant Lynch beauftragt, neue Versuche mit der Dampfschifffayrr auf dem Euphrat zu machen, da eine unzcilige Spar« samkeit Lord Palmersions den Obersten Chesnep gehindert habe, die seinigen fortzusetzen. Er hat auch Auftrag, mit dem Pascha von Bagdad liber die Wiedereröffnung des alten Canals von Bagdad in den Euphrat zu unterhandeln, der die Dampffchiffe in den Stand fetzen würde, in den Monaten des niedersten Wasserstandes den Tigris bis Bagdad hinaufzufahren, von da auf dem Canal Mesopotamien zu durchschneiden, «nd in den obern Euphrat zu fallen. Eine andere wichtige Rücksicht dabei wäre die Zunahme des Handels mit Bagdad und von da mit Per-sicn, dcnn schon die beiden Fahrten des Obersten ChcZnep haben am ganzen Euphrat hin ^den engli- 40 fchcn Handel fast plötzlich verdoppelt. Die ostindische Compagnie ihrer Seits hat die Untersuchung der Küsten des rothen Meeres, zu der sie drei Jahre lang vier Schiffe verwendete, vollendet, und man hat die Gewißheit, daß die Fahrten von Bombay nach Suez, welche mit den bisher angewen-teten Dampfschiffen im Durchschnitte 22 Tage währen, künftig in lä gemacht werden können. Die Compagnie hat sich von dem Pascha die Insel Cama-ran im rothen Meere abtreten lassen,- sie liegt im 15" südlicher Breite, zwischen dem Hafen von Lo-heya und Hodeida. Sie hat einen trefflichen Hafen, der fast bei allen Winden zugänglich ist, und soll zum Depot von Kohlen und Schiffs-Material dienen. In Sorotra soll ein entmastetes Schiff geankert werden, das als Depot gebraucht würde, und auf diese Art jedes Etablissement auf der Insel selbst ersparte. Neben dcn Post-Dampfschiffen wird wahrscheinlich die ganze indische Marine in bewaffnete Dampfboote verwandelt werden. (W. Z.) ., Dem M o rni ng - Ch r on icl e zufolge wird die Krönung der Königinn von England im nächsten Frühlinge vor sich Zehen. — Prinz Anton Buonaparte ist aus Neu-Orleans in Liverpool angekommen und wird sich nach London begeben. Für das Jahr 1333 ist in London ein »katholischer Almanach" erschienen, aus welchem Man die Hierarchie dieser Kirche im vereinigten Königreiche ersehen kann. (Öst. B.) Der Hauptsammelplatz der Schlittschuhläufer in kondon ist der Serpentine-River, ein Parallelogramm-förmiges Baffin im Hydepark. Sonnabend den 13. dieses Monats war hier reges Leben; Restaurateurs und Kaffehhäuser waren an den Ufern errichtet, und t0,000 Personen mögen sich auf dem Eist befunden haben. Plötzlich hörte man ein Krachen und Angstrufe. Das Eis war an einer Stelle geborsten und c»0 Personen sanken unter. Schnell eilten die Angestellten der Human« iZcclLl), herbei. Schon war eine junge Dame gerettet, als dl'rch den Zudrang von Neugierigen zu dem Fahrzeuge der Nettenden das Eis nochmals einbrach. Das Fahrzeug und zwanzig Personen verschwanden. Dreizehn gelangten wieder auf das Eis, fünf Andere wurden leblos hervorgezogen und bei zweien von diesen, worunter ein siebenjähriges Mädchen, blieben alle Belebungsversuche vergeblich. Man wird wohl noch mehrere Opfer zu beklagen haben. Im St. Iamespark darf nicht Schlittschuh gefahren, werden; das Eis wurde an den Ufern des Canals aufgehauen. (Ost. V.) Amerika. Den letzten Nachrichten ans New-York zu Folge, haben die verschiedenen Mitglieder des Cabinets dem Congress« ihre Berichte vorgelegt. Nach dem Berichte des Knegssecretärs hatte der letzte Feld: zug gegen die Indianer in Florida, obgleich gegen it- bis 5000 Indianer 15,W0 Mann im Felde standen, keinen Erfolg gehabt. Aus demselben Berichte Zeht hervor, daß die Ingenieure die Befreiung des Red-Riuer (in Louisiana, in ben Mississippi ein-mündend) von den aus den Urwäldern entwurzelten Holzstämmen, welche die Schifffahrt auf demselben gefährdeten, zu Stande gebracht haben. Ein anderes, noch großartigeres Werk, die Vertiefung des Mississippi-Beetes an seiner Mündung (ein für den Gesundheitszustand von New-Orleans und die Schiff» fahrt höchst wichtiges Unternehmen), soll demnächst begonnen werden. Eine Lima - Zeitung vom 22. August enthält mehrere Decrete des Protectors Santa Cruz. Durch dieselben wird D.Luis Jose Obregoso zum Präsidenten des nördlichen peruanischen Staates, D. Manuel de la Cruz Mende; zum General-Secretär, und Herr Oaldiano zum Secretär der Schahkammer ernannt. (W. Z.) V r a s i I i e n. Die Times schreibt aus Rio-Ianeiro vom i». November: Die Franzosen haben einen Theil des an Französisch - Guiana angränzenden brasilianischen. Gebiethes im Norden des Amazonen.Stroms in Besitz genommen. AlS Grund der Besitznahme wird ang«« führt, daß die französische Regung von der brasilischen für die französischen Unterthanen, welche beider Plünderung Paras durch die Indianer in Schaben gekommen, keine Entschädigung habe erlangen können. Nach HamburgerBlättern hat sich das Gerücht, der Aufstand zu Bahia hätte in Maranhao Nachahmung gefunden, als ein bloßes Börsen-Gerücht erwiesen. Man hat Briefe aus Paraiba vom 29., und aus Pernambuco über Paraiba vom 15. Nov., aber weder die einen noch die andern sagen etwas von neuen Unruhen, lauten vielmehr günstig, sowohl in Beziehung auf Politik als Handel. Wohlunterrichtete Personen wollen sogar wissen, daß man die Hoffnung hegen dürfe, es werde bei Ankunft des von Nio abgegangenen neuen Präsidenten auch in Vahia die Authoritat der Negierung ohne Mühe wieder hergestellt werden. (W. Z.) Htvacteur: M. b'au. Heinrich. Verleger: Mnai N. Evler v. Nleinmapr.