MbacherOMum. ^". V V. l'- "' ^"l»j. fl. ü's.o. ßür d.l Zuftlllung n« H«, Dmsma 2«> '^/län < iltilen l.^ l^' firmere v?. Znl« « ll,: bti «ft«', « >>tz? IH . W. halbj. io lr. «!!t b« P°s!««Nll.fi. I!i. halb,, ft. 7«,. ^ l»»V»«H, ^»,. ^/»ülss. ^.«dtrl'olungen pr. Zeile 5 ir. Z.(_? » V« Amtlicher Theil. Gesetz vom 11. März 1875 «reffend dic Taggcldcr und Rciscgebührcn der Mitglieder "'chsräthlichrn Delegation bci deren Einberufung nach einem Orte außerhalb Wien. sink ^ Hustimmun« beider Häuser des Reichsrathe« '"we Ich anzuordnen, wir folgt: 5, 8 l. Im Falle dcr Einberufung der reichsräthlichcn 3 Vfion nach cincln Orte außerhalb Wiens erhalten « Mitglieder derselben ein Taggeld von zehn Gulden !«rrelchtschtr Währung für die Zeit ihrer Anwesenheit lck> ^.Delegation und eine nach der Entfernung zwi-'Ml ^ilcn und dc»n Versammlungsorte der Delegation l" ^"chncndr Rcisctostcn.Enlschädigung von Einein Gul ^" ^trrreichischer Währung für jede Meile der Hin- und »>>. ^m Falle der Einberufung der Delegation nach ^ n bleiben die bisherigen Gestimmungen in Anwen« n.«^ ^- Dieses Gesetz tritt mit dem Tage der Kund "«chlmg in Wirksamkeit. ^,. ^rn Vollzüge desselben sind dcr Minister des Einern und der Finanzminister beauftragt. """', am l i. März 1tt7b. Kranz Josef m. n. ^ucrsperg iü. p. passer w.p. Pretis w. p. Nichtamtlicher Theil. Vom Tage. 5.. Das Abgeordnetenhaus des österreichischen Reichs. ^l« hat sich am 21. d. bis zum Herbste vertagt. Das tend ^"mdenblatt" knüpft an dies« Thatsache an lei> K,'l Stelle einen Artikel, welchem wir nachfolgende ^n ^nehmen: ,y -Dle Vertreter des österreichischen Volle« dürfen, . ^ auch ble parlamentarischen Verhandlungen arm an Hiltruden Momenten waren, doch mil Befried i. ^"8 ans ihre diesmalige Thätigkeit zurückblicken. Zwar un! >^ne wichtigen staatsrechtlichen Fragen gelöst schla ^''"^ aufregenden lirchenpolitlschen Schlachten ae» S^?"'' ader lnchtS destoweniger war die abgllaufene tiol,eli> w" "lrwrcne für die Befestigung be« constitu-rechtis. "^"ei! in Oesterreich. Das Budget wurde Veralb ^" Jahresabschluß vereinbart, und indem bei 'hre Nl"— beeselbcn alle Nationalitäten und Parteien auf dem Boden der Verfassung geltend machten, erwies sich der Relchsrath auch thatsächlich als die Gesammtverlretung unseres vielsprachigen Vaterlan» des. Das Gesetz über den Verwaltungsgerichts» h 0 f wird gewiß dazu beitragen, die der Verfassung noch widerstrebenden Elemente immer mehr mit derselben auszusöhnen, denn es ist berufen, einen neuen Damm gegen jede gesetzwidrige Willlür aufzurichten. Das festeste Fundament ist dic UeberzcuMOst, das; vor den in dcr Verfassung wurzelnden Gesetzen alle gleich sind. Diese Ueberzeugung aber wirt» durch den Verwaltungsgerichts-Hof. welcher berufn, ist, selbst cr Willlür der höchsten Beamten Schranken zu sehen, sicher bedeutend gestärkt werdcn. Schon die Volierung dieses einen Gesetzes gäbe uns deshalb cm Recht, zu sagen, daß die diesmalige Session für die Kräftigung unseres Verfassungslebens keine verlorene war. «vcr die Verdienste des Abgeordnetenhauses sind mit der rechtzeitigen Erledigung des Budgets und der Annahme des Gesetzes über den VerwallungSgerichtshof keineswegs erschöpft. Wichtige vollswirthschaftliche Fragen beschäftigen den Reichsrath, und die Mehrzahl der Abgeordneten bewies, daß das Wohl der Gesammtheit der Leitstern ihres Handelns sei. Ohne engherzigen Vorurtheilen zu fröhnen, widerstand sie allen Lockungen, den Staat den Sonderinteresfen einzelner lributär zu! machen. Wir dürfen den Protest, der vor dem Schotten» thore wiederholt in Worte» und Thaten gegen jede Neu» belebung des Schwindels erhoben wurde, nicht gering anschlagen. Angesicht« des wüsten Geschreies, welches die Partei des „Nehmen und NlhmcnlasscnS" anstimmte, gehörte schon ein entschiedener moralischer Muth dazu. dem Hcpp-Hepp der Organe der Corruption zum Trotz, die alte bürgerliche Redlichkeit und den selbstlosen Patriotismus neu in ihre Rechte einzusetzen. Wir dürfen uns rühmen, immer aufs neue gegen die Irreführung der öffentlichen Meinung durch eine corrumpiertc Presse, die hier unter verfassungstreuen, dort unter demokrati» schem Banner ihre Sonderintercssen verfolgt, zu Felde gezogen zu sein, und wir rechnen es uns zur höchsten Ehre an, daß die Ideen, welche wir seit Jahr und Tag verfechten, im Abgeordnetenhaufe. wo sie von den besten Männern getheilt werden, fo glänzend gesiegt haben. Ruhig dürfen die Abgeordneten zu ihren Wählern zurückkehren. Wem' sie jemals mit denselben im Einklang handelten, fo war es, als sie, unbekümmert um den Hohn der Bürseblätter, es ablehnten, mit den Steuerguldcn des österreichischen Volles dem Agioschwin« del neu die Wege zu pflastern. Wenn man vor drei Wochen die allgemeine poli» tische Situation mit einem: „Es liegt etwas in der Luft kennzeichnen konnte, so darf man diesen Satz heute in ein: „Es weht etwas durch die ^uft" verändern. I» wohl, ein gesunder frischer Wind geht durch alle Schichten der Bevölkerung, und Präsident Rechbauer kann für sich die Ehre in Anspruch nehmen, zuerst das befreiende Wort gesprochen zu haben, als er in der Abgeordnetenconferenz sein verdammende« Urlheil über jene verächtlichen GeseUen sprach, welche die Freispre-Ichung Ofenheims ale cine Niederlage der Reaiernng feierten. DaS war eine Aufforderung au alle ehrlichen ^cute, Farbe zu belcnncn, und oas Abgeordnetenhaus schloß sich nicht au«, ale cS gall, die Moral auf ote Tagesordnung zu stellen." Neichsrath. 134. (Abend-) Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, l 8. März. Präsident Dr. Rcchbauer eröffnet um 7 Uhr 15i Minuten die Sitzung. Auf der Ministerbanl befinden sich: Ihre Excellenzen die Herren Minister- Dr. 0. Strcmayr, Dr. Gla-ser, Dr. Ritter v Chlumecty, Dr. Frein. v. Pr e. tis, Oberst Horst und Dr. Ziemiallowsli. Der Finanzmlnister theilt mit, daß der Gesetzen!« wurf, betreffend die Veräußerung von unbeweglichem Staatseigenthum die Sanction Sr. Majestät des Kaisers erhielt. Abg. Dr. Promber und Genossen interpellieren den Leiter desi Handelsministeriums, waS derselbe vor recht, zeitiger Kündigung des Handelsvertrages mit England zu thun gedenke? Abg. Haschet und Genossen beantragen eine Resolution, in der die Regierung aufgefordert wird, einen Gesetzentwurf zur Vereinfachung der Steuereinhebung einzubringen. Es wird zur Tagesordnung übergegangen. Abg. Steffen« berichtet über den Gesetzentwurf, womit die Bedingungen und Zugeständnisse für die e„ ^" ^°"aten .,„ durchaus anderer Mensch ge-^nenTa ""' b" schonen, stattlichen Mann an '^n. >,...'." b" Promenade entlang reiten sah. blicd . ^ .>" ä" ^wundern. l^ Mchtsäml^"'"^^"°ll"' ""d sew« Schwägerin " hH « ^ ^" wchch gemacht, ein weiterer Vcr- k7"""'heit ^/^'."^^ entwickelt, trotz dcr Huvur« >' no N 5"Nhcrrn, mit welcher er in Hansen ^.W"ts r.. . ^ "' wiederholen. Ebenso hattc es ^'Ultc, ,i^""U'd/", I""« ehemaligen Frcimdc und «^ il)„, ,""n auszusuchen. Die Lebensweise derselben Dennoch konnte man nicht ^ Xcbenb abgeneigt gewor. h>'""n> ..,'"' ^»cntheil oft im Theater und l ?" und i>, "'"'s abcr in Begleitung eines ältcren lu7"e fre ^ ?"' ^'"" Dame. dcrcn einfache 'Ul>8 M.' 'Ulch °ft genug zu Bemerkungen Veranlag ^". "rauche^wir^m «7 "< l"'^' Wne Dame ^ yen wir dem Leser wohl nicht erst zu sagen — es waren niemand anders, als dcr Armenarzt und seine Nichte. Der alte Doctor hattc wohl oder übcl dcm Orangen scmcö jungen Frcundrs nachgeben müssen, sich auch eine Erholung zu gönnen. Gcwiß hüttc cr cs jedoch mit eiserner Eonscqmnz abgelehnt, wcnn rr nicht fürchtete, auch ElSlirth cineö Vergnügens zu berauben. Dr. Gnthcrz und seine Aichrc bildeten bcinahc dic einzige Gesellschaft, welcher sich Erich Hansen angeschlossen. Allabendlich nahm cr seincn Weg nach dcm Hausc des Arincndoctors und hicr verweilte cr stundenlang, oder er führte den Doctor und seine Nichte ins Theater oder in Eonccrtr. Es hatte sich ein recht innige« Verhältnis zwischen diesen drei Menschen entwickelt. Erich dankte dem Doctor sein ttcben und er hatte es mit Entzücken wicdcr hingenommen, denn er fühlte, daß das ttcbcn noch Recht an ihn habe. Elsbeth halte ihn das Vebcn wicdcr licbcn gelernt, und wenn er sich auch in dcr süßcn Voraus' sctznng, daß sie ihm cincö TagcS angehören würde, gc täuscht sah, so wußtc cr doch. das; cr ihr nicht gleich, giltig sci, daß sie ihn wenigstens als Frcund liebe und verehre. Als Freund! Nicht, als ob Erich durch cinc Freundschaft bcfrie. digt gewesen wärc, abrr cr verlangte vorläufig nicht mehr. nmsowlnigcr, da ihm Elöbcth cinst i» rincr trän-lichen Stundc versichert, daß sic nicmals cincm Maunc ihrc Hand rrichcn, sondern ren Kamps gekostet, ehe sie dic Rnhe zcigcn konnte, wclchc sie jctzt zur Schau trug. Abcr es war ihr den noch gelungen, alle die hcißcn, leidenschastlichcn Wünsche einer crstcn ^ievc in das Innerc ihres Herzens zurück zudrüngen. Es mußte sein, denn nicmülö dnrftc Erich errathen, was in ihr vorging Und warum nicht? Elsbcth war viel zu bescheiden, um icmcuo oic Möglichkeit ins Augr zu fassen, daß sic dcm rcichcn, ange< schcncn ^liannc cinmal andere, drnn als Freundin nahe« stchcn lonnr. Wohl zitlcrtc sic oftmals untrr seinen hcißcu, kidcnschasllichen Blicken, alles Glut trat zu ihrcm Hcrzcn znrück, aber sie konnte sich die Blicke nicht dcutcu. Ruhig schritten beide jctzt nrben einander her. Elsbeth vcrnwchtc cs. ihm unbcfangcn und freundlich ent-gcgcirzutrctrn, und gerade darin sah Erich, daß sie ihn nicht lieben könne. Sie wäre dann anders gewesen. Es wuroc ihm nicht leicht, auf das erträumte Glück zu verzichten, abcr er war vorsichtig genug, nicht dnrch rin nnbcsonncncs Wort auch dic Bandc tx-r Freundschaft zu zcrrcißcn, Und doch! Es gab Augenblicke, wo Elsbeth zu erliegen glaubte untrr der ttast, welche sie sich aufgebürdet. Oft cvlahmll- ihrr Kraft und sic fand nicht den Muth. dcm gclicbtcn Mannc gegenüberzutreten. Sie schützte dan» Unwohlsein vor und stand mit angehaltenem Athem hintcr dcr Thür, um dir Worte aufrichtigen Be-dauerns von seinen kippen zu hörrn. Die strtc Ausrcgnng. in wrlchrr Elsbeth lebte, hatte übrigens doch cinrn nachlhriligrn Einfluß auf ihrc Ge-snndhcit gchadl. sic erkrankte ernstlich, und mehrere Wochen hindurch war rS Erich unmöglich, die Geliebte zu srhcn. DaS war cine trostlose Zeit für ihn und jetzt erst fühlte er so recht, wir unentbehrlich ihm Elsbeth geworden, wie sie doch, im Grnndc genommen, mit seinen, tteben rng verbunden sei. Er war glücklich, als ihm endlich Dr. Guthcrz die Mittheilung machtc, Elsbcth sri j.tzi so ^ji wieder hergcMt. um Bcsuchc machen zu können, und fest ent« schlössen, von der Erlaubnis Gebrauch zu machen. 478 bewilligt wurde. Die Vorlasse wird ohne Debatte angenommen. «bg. Dr. Dürrnberger berichtet über den Ge» setzentwurf über die Wirksamkeit der in den öffentlichen Büchern eingetragenen Familien'Einstandsr echte und über das Verfahren zur Löschung unwirksamer Eintragungen dieser Art. Da« Haus erhebt den Gesetz« entwurf m zweilcr und dritter Vesung zum Beschlusse. Hierauf ertheilt das Haus dem wegen Gründung eine« allgemeinen Postver eines zu Bern am 9ten Oktober 1874 abgeschlossenen Verträge die verfassungsmäßige Zustimmung. Abg. »orb M. berichtet über das Gesetz, betreffend eine Erhöhung des Gesammtbelrages der unverzinslichen Vorschüsse aus Staatsmitteln an Ge« »einden und Private in den oom Borkenkäfer befalle» nen Theilen des Vöhmerwaldes. Das Gesetz wird angenommen. Abg. Dr. Granitsch referiert über das Gesetz, betreffend die Maßregeln gegen die Verbreitung der Neb laus. Das Gesetz wird in dritter öesung angenommen. 135. Vitznng des Abgeordnetenhauses. Wien. 1'). März. Präsident Dr. Rech bau er eröffnet um 11 Uhr 30 Minuten die Sitzung. Auf der Ministerbanl befinden sich: Se. Durch-laucht der Herr Ministerpräsident Fürst Adolf AuerS. perg. Ihre Excellenzen die Herren Minister: Dr. o. Stremayr, Dr. Glaser, Dr Unger, Dr.Ritter v. Ehlumecly, Dr. Freiherr v. Prelle, Oberst Horst und Dr. Ziemiallowsti. Nach Stellung und Beantwortung mehrerer Interpellationen berichtet Abg. Dr. Brestel über die Nach-tragscredite zum Staatsvoranschlage pro 1875. Ueber die Nachtragsforderung per 150,000 fl. für die Weltausstellung in Philadelphia, welche der Alusschuß zur Ablehnung beantragt, entsteht eine längere Debatte. Abg. Dumb a stellt folgenden Antrag: „Kapitel 26, Titel 1, ..Eenlralleitung", außerordentliches Erfordernis, als erste Rate des zumbehufe der Subventio-nierung einzelner und Eorporalionen zum Zwecke der-Beschickung der Weltausstellung in Philadelphia bestimm» ten Gesammtdelrages von 150,000 ft. 50,000 ft." (Angenommen ) Art. 2, sowie Titel und Eingang des Gesetzes werden ohne Debatte angenommen und hierauf das Gesetz auch in dritter Lesung angenommen. Nächster Gegenstand der Tagesordnung ist die zweite Lesung der Rcglerunaeoorlage, betreffend das Gesetz über die Bedingungen und Zugeständnisse für die Sicherstellung einer Secundärbahn von der Stadt Elbogen zur Station Clbogen.Neusattel. Der Gesetzentwurf wird in zweiter und dritter Lesung zum Beschluß erhoben. Nächster Gegenstand der Tagesordnung ist die zweite Lesung der Regierungsvorlage, betreffend den Oesetzent» wurf über die Vereinigung der österreichischen Nordne st bahn mit der süd»norddeutschen Berbin-dungsbahn, der mährischen Grcnzbahn und de r Vun -denburg'Grußbach'Zellerndorfer Bo tm. Der Berichterstatter der Ausschußminorilät, Dr. H erbst, stellte den Antrag auf Ablehnung des Gesetzes. 136. (Abend-) Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 19. März. Präsident Dr. Rech bau er eröffnet um 7 Uhr 20 Minuten die Sitzung. Auf der Ministerbant befinden sich: Ihre Excellenzen die Herren Minister: Dr. v. Stremayr, Dr. Glase r, Dr. Ritter v. Chlumecty. Dr. Freiherr von Pretis, Oberst Horst und Dr. Ziemiatkowski. Das Haus vollzieht die De leg at ions wählen. Minister Dr. Ritter u. Cylumccty beantwortet die Interpellation inbetrcss der Handelstammcrwahlcn in Krain. (Wurde die Antwort im gestrigen Blatte mitgetheilt. Die Redaction.) Nächster Gegenstand der Tagesordnung ist die Fortsetzung der Berathung'über die Nordwestbahn-Vorlage. Es sprechen die Abgeordneten Stockert, Freiherr v. Kellersperg und Schräm. 137. Sitzung des Abgeordnetenhauses. W ien, 20. März Präsident Dr. Rechbauer eröffnet um 11 Uhr 15 Minuten die Sitzung. Auf der Ministerbank befinden sich: Ihre Excellenzen die Herren Minister: Dr. Ritter v. Chlumecly, Dr. Freih. o. Prctis, Oberst Horst und Dr. Zie-mialkowsli. Es wird die Debatte über den Gesetzentwurf be' treffend die Fusionierung einiger Bahnen fortgesetzt. Die Minister Freiherr v. Pretis und Dr. Ritter v. Chlumecly treten für die Vorlage ein. kivg. Fur stellt den Antrag: „Das hohe Haus wolle beschließen, es werde die Verhandlung über diesen Gesetze, ltwurf bis zum Wiedcrzusammcntritt des Reichsrathes vertagt." Für den Fall der Annahme dieses An-träges stellte Redner den Evcntualantrag: „Bis zur Bcschluj 'lfassung über diesen Gesetzentwurf wolle die kais. Rcgicrm,g, was die Lunoenburg-Grußbach-Zellerndorfer Bahn b ltrifft, für den ungehinderten Fortgang des Betriebes, allenfalls durch Ertheilung von Vorschüssen sorgen, wa<5 aber die mährische Grenzbahn betrifft, für die ungcschm alerte Zahlung des Prioritäten-Coupons eventuell dadurch Sorge tragen, daß ihr gestattet wird, die Betriebsüibc^schüssc zu diesem Zwecke zu verwenden." Beide 'Anträge werdeil unterstützt. Es gelaugt der Antrag Fux in seinen zwei Theilen getrennt zur Abstimmung. Der erste Theil d:Ssclben, wonach die Verhandlung über den vorliegenden Gegenstand vertagt werden soll, wir mit 102 gegen 10(^ Stimmen angenommen. Der von N bg. Fux gestellte Eventualantrag wird abgelehnt. Nächster Gegenstand der Tagesordnung ist der NuS' schußbericht ülier die vom Herrenhause beschlossenen Aenderungen an dem o^m Abgeordnetenhause genehmigter Börsengesetz. Dasselbe wird in der Fassung dee Herrenhauses llngenomnien. Es folgt sodann der Bericht das Eisenbahn-AuS-schusses über rückständige Petitionen. Hierauf i vird zum nässten Gegenstande der Tagesordnung, Bericht oeö Budget-Ausschusses über die vor der laiserl. Regierung vorgelegte Nachweisung betrefft der Ei nreihnny der Beamten in die neuen Ge Halts klaffen auf Grund des Gchtzes vom 15. Apri Es war ihm fast lieb, als er den Dostor nicht daheim traf. Das Mädchen war von demselben angc^ wiesen, Herrn Hausen zu seiner Nichte zu führen, bis er zurückgelehrt sei. Elsbeth saß in ihrem Gem ach, auf dem kleinen Sopha. Sie sah sehr bleich aus -und die tiefe Blässe ihres lieblichen Gesichtes trat mich deutlicher durch das schwarze Kleid hervor, welche, j sie ge< wohnlich trug und das nur den einzigen Schm uck, einen zierlichen, blendend weißen Kragen hatte. Eine l cisc Rothe färbte momentan Elbbeths Wangen, als Erich eintrat und mit allen Zeichen der größten Freude nuf sie zueilte und ihr die Hand entgegenstreckte, in welche sie nicht ohne Zögern die ihre legte. „Gott sei Dank, Fräulein Elsbelh, welche Unruhe haben Sie mir bereitet!" rief er, aus tiefster Brust auf« «tthmeno, aus. „Wirklich?" entgegnete sie lächelnd. ..Ich glaube übrigens nicht, daß das Unwohlsein irgend welcher Un» ruhe werth war." „Meinen Sie nicht? Und Sie beoen/en« nicht ein« »al, daß ich so lange verurtheilt war, Ihr liebes Ge» stcht nicht zu sehen?' Er hatte wohl etwas Unpassendes gesc'gt, denn plötzlich ergoß heiße Rothe ihre Züge und sie n, andle sich voller Verlegenheit ab. „Elsbelh —" fuhr er mit bewegter Stim me fort, «mein Gott, was habe ich gethan! Sie zürnen mir? Sagen Sie mir, daß es nicht der Fall ist. Er blickte sie flehend an. Elsblth zitterte. Sie fühlte instinctlo, daß für sie ein gefahrvoller 3) toment eingetreten war, sie durfte diese seltsame Stimmun g nicht andauern lassen, um leinen Preis. ..Ich zürne Ihnen nicht, Herr Hansen." sagte sie, aber »hre St,mme verbarg ihre Bewegung nicht, sie vibrierte ganz eigenthümlich. «Sie müssen ein weni, Mch, sicht mit mir haben, meine Nerven machen mir noch viel zu schaffen. Ich denke, der Onkel tomiut gleich zurück." Aber die weiche Htimmu,,», die Sehnsucht, sich Elsbeth gegenüber auszuspreche,,, welche in diesem Augenblicke bei Hanse,,, .erwacht war, war nicht so schnell be< seiligt. Es schien- ihm unmöglich, Elsbelh ferner so kalt und zurückhab n^ gcgenüdcrzusliheu Jede Fajer seines Herzens bebte, er hegte nur noch den einen Wunsch zu den Füßen der Geliebten niederzustürzen und sie an sich zu ziehen. Und in seinen sk'gcn standen die Gefühle, welche ihn bewegten. Elsüeth s.ah, was iu ihm vorging, und wie Hilfe fuchend jah sic sich um; eme unerklärliche Angst erfaßte sie. ..Wünschen Si5 so sehr die Rückkehr Ihres On« tels?" fragte er nicht ohne Bitterkeit. «Ist es Ihnen so entsetzlich, mich allein bei sich zu sehen? O, Elsbeth, dann spreche,, Sie cs nur aus, ich werde alle Ihre Wünsche respectieren und mich sofort entfernen, denn ich kenne nichts anders, als Ihre Wünsche zu erfüllen und wenn ,'lc mir das Hcrz wch:n solltm« Sie starrte ihn an. Die Lippen halb geöffnet, saß sie da. O, Gott, waS war das? In welches Meer von Acht, Glück mit> Sonnenschein schaute sie? ..Ja, Elsbeth, und wenn Ihre Wün,che mein Herz brechen sollten," fuhr Erich leidenfchaftlich erregt fort, ich welde sie erfüllen, denn dieses ^eben ertrage ich nicht länger. Ihnen kalt und aleichgiltig gegenüber stehen mit der leidenschaftlichen «i tve im Herzen, kann ich nicht mrhr. Sprechen Sie es nur aus, daß Sie mich nicht lieben, nie lieben können, danu habe ich Gewißheit. Ich werde gehen, um nie zurückzukehre«,. Wiedtr wird mich Nacht und Dunkelheit umgeben, aber mag es denn fein — besser die schlimmste Gewißheit, als diese Zweifel." ^Fortsetzung folgt.) «73 und über die Petitionen verschiedener Beamte" nd Beamtenkategorien, betreffend ihre Einreihung in c bezüglichen RangSllassen, übergegangen und der An« rag des Budget-Ausschusses: „Das hohe Haus wolle beschließen, eS seien d>e m en anruhendcn Verzeichnisse angeführten, die Einreihung er Pclenten in die neuen Nan^sllassen und de Rege-ung des Personal- und GcbührenstanoeS der verschiedenen ^ienstzweiue betreffenden Petitionen der hohen Regierung nit dem Ersuchen zu übergeben, dieselbe wolle sowohl iesc, alö auch die anläßlich der Berathung des Staats oranschlagcs ihr abgetretenen, den gleichen Gegenstand ^treffenden Petitionen einer genauen und eingehenden Prüfung unterziehen und ihre Entscheidung unter »leichzeitiger Angabe der Gründe im Sinne des 3 1 bt" Aesetzcs von 15. »pril 1873 dem AbgeordnetenlMt »es Reichsrathes zur Kenntnis zu bringen", angenomme"» Präsident Dr. Rechbauer: ..Ich bm nicht l" >er Lage, den Tag der nächsten Sitzung und die Gegen' tände der nächsten Tagesordnung bezeichnen ;u können, ch bitte um Ermächtigung, dies in brieflichem Wege iclannt zu geben. Ich schließe die Sitzung mit den» Wunsche, daß die verehrten Herren nach den großen »^ 'trengungcn der letzten Wochen die gewünschte ErholuM n der Hnmat finden mögen, um sodann mit erneuerte Kraft wieder für das Vaterland zu wirken." Politische Uebersicht. Uaibach, 22. März. Die '.«andtags wählen aus den böhmischt" Stadtgemem^en verschafften nicht nur den IungczeM sondern auch der Actimtälspolltil einen glänzenden SiG die Altczechen sahen sich bereits genöthigt, um ihre v^ sitionen gegenüber den jungczcchischen Landioaten zu °^ Häupten, thcilweise ihren Eintritt in den Landtag !" versprechen. . Wie „Pesti Naplo" meldet, wirb der ungan!« Iustizmimster zu dem Notariatsg esetze eine Nove^ einreichen, der gemäß die AmlSausübung der )totare nl« am 1. Mai, wie das Gesetz bestimmt, sondern aM 1" September beginnen soll. ,^ Der Kaiser von Rußland wird seine ""I nach Deutschland behufs einer Badekur Mitte M«l "' treten. Ein Befuch des berliner Hofes wird damit »< bunden sein. Daß, wie deutsche Zeitungen behaupten, ^ eine neue Zusammenkunft der drei Kaiser bereits ^ . abrcdungen getroffen feien, wird hier bezweifelt, lv selbstverständlich eine freundschaftliche Zusammen!"" mit dem befreundeten Kaifer von Oesterreich nicht au schließt. — Wie schon erwähnt, ist für die Erüff"^ der in Petersburg fortzufetzenden brüsseler 6."'^ rcnzcn der Zeitpunkt noch nicht bestimmt. Die" schließung kann darüber erst stattfinden, nachdem . mrntlich die Antwort der deutschell Regierung au> .^ Elnladmlqsschrcilicu eingegangen sein wird. Dieselbe l" demnächst erwartet. .,.^ In der Vertagungscommission hat Viceprä!" Buffet jene Arbeiten aufgezählt, welche von t>:r -^ tionalversammlung in Versailles noch..^ ihrer Auflösung zu erledigen wären. Diese Arbeiten»., folgende: I. Das Budget für 1870; 2. ErgänzH, gesetze für die konstitutionellen Gesetze, als: ein V^ welches die Beziehungen der Kammern regelt, dan" ^ stimmungen darüber, ob die Vertretungen pel"^^ tügen oder nur von Zeit zu Zeit einberufen "" 'j. organische ^ NlliizmlgSgesctze für die Armee; 4. das Gesetz ."^^seV höheren Unterricht und die Cultusfreiheit; 5. "" ^c-über das Regime in den Strafhüusern; 6. ein 0 gesetz und 7. das Preßgesetz. ^ri« Die Carlisten setzen die Beschießung v°" hc-fort. In der Richtung gegen Usubil wurde V"^ feuer gehört. Die Proclamation Cabrera's ^^sttz' licfen Eindruck hervorgerufen. Eine baelische ^hc^ ullg derselben wird im Innern der Provinzen " ^ tet werden. Mehrere Bataillone Jäger sind "S stürlung im Anzüge. «ttatie^ AuS Serbien kommen, wie ..P. N." "M^ pl ill dm letzten Tagen beunruhigende Nachrichten- ^i? Skupschtina hat die Oftposition gegen die jeV'^ ft hll« rung weite Dimensionen angenommen und der v .^ persönlich behufs Beschwichtigung der OpposU""^ hl' vcnicrt. Er ließ die Führer der Opposition Z"' ^ rufen, aber nicht nur gelang cs ihm nicht, >" ö ent^ citieren, sondern die Erschienenen griffen '" ^" F vor dem Fürsten das bestehende RegicrunM)! ^e> großer tteiocuschaftlichkit an. Mehrere bclgr^" ^ spondcnten sind der Ansicht, daß selbst der ^""M, zu den Wahrscheinlichkeiten gehört. — I" ," ^o schtina wurde ein Antrag gestellt, wonach /""' vtl ccscn in Serbien aufzulassen und in ."'" 'M« schmelzen wären. Vier Bischöfe sollen sich " ^ttlM zurückziehen. Der Antrag wurde günstig aM und einem Ausschüsse zugewiesen. ^«G"^?/!i Die rumänische At pro 1876. Nach demselben betragen die AuW ^ft" Millionen, die Eiunahmen 94 Millionen, °« ist/ 7 Millionen. -^ Sicheren Informationen M^^ dipl° unrichtig, daß die Mächte inbctreff der dur">> „g »"" malischen Funktionär der spanlschen " » 479 Velgrad erstatteten Anzeige über die Thronbesteigung Aon Alfonso's in Madrid Vorstellungen erhoben hätten. Der auf diese Angelegenheit bezüglichen türkischen Eir-culardepesche ist von den Mächten keinerlei weitere Folge Weben worden. Hagesnemgkeiten. Der Deutsche Ritterorden thtlll soeben den Rechnungsabschluß des Spitalfond« für °as Jahr l874 nebst einem Ausweise über das Vermö-M der SanilätSpflc^e an Realitäten und Materialc zu «ndl desselben Jahres mit, Ende Dezember l«74 war der Stand der „Ma-nanu" 1560. Die im Wege commissioneller Berathun-8t» zwischen dcm l. l. Ncichelric^^liunisterium und dem "lden getroffene Vereinbarung über die Organisation "«freiwilligen Fc ldsanitütsdienstes des Or-bens ist durch die am 17. Juli 1874 erfolgte Aller-Ochste Genehmigung perfect geworden. Diese Vereintm» "lng wurde durch das Verordnungsblatt für da« l. l. Veer, ddo. 18. September 1871, unter dem Titel „Or. husche Bestimmung für die freiwillige Unterstützung dcr ^llllliir.Eanitälepflegc im Kriege durch den Deutschen Mlerorden" verlautbarl und hat als „Anhang zur In. lUuction für den Sanitätsdienst bei der Arm« im «"be" officielle Gellung. Der Orden hat ferner im vergangenen Herbste ein «egulaliv, benannt: „Die freiwillige Sanitütspfiege des deutschen Ritterordens im Kriege und im Frieden," im "rucke erscheinen lassen, welches ein Bild der humanitt». re» Thätigkeit dcs Ordens in ihren beiden Zweigen, dem ueldsamlälsbienste und der Civillranlenpflege, gibt und dle Normen für den ökonomisch.administratiuen Dienst-betrieb, für den freiwilligen Feldsanilätsdienst auf und zunächst dem Schlachtsclde und für die Livlltranlenpflege ^ Nach den vereinbarten „Organischen Bestimmun- gen' ist der Unterstützungsdienst bei den l. l. Feld'Sa» N'tatsmlstallen der erste», nnie (auf dem Schlachtfelde) >ur den Orden obligatorisch, während es von den jewel« '" ^Handen«,, Mitteln des Spilalsonds abhängig ge« nacht wnd, ob und in welcher Ausdehnung der Unter. . «sdienst auch in der zweiten Linie (Feldfpitäler "ni> Blessterten.Transporlcolonnen) zu leisten ist. Im Monate Oktober wurden die Arbeiten für die «usrüstung der 40 gcldsaniläts-Eolonnen der ersten "nle an a»erlannt solide Firmen übertragen. Die Con. «llete wurden so gestellt, daß dic Lieferungen im April ' x5 beendet sein müssen. Die Monturen und Waffen '" 840 Mann werden dem Militärärar auf Kosten W Ordens ebenfalls bis zum Frühjahre 1875 beige. h In neun Garnisonsorten hat die Kriegsoerwaltung ^ ^rden ärarische Räume zur Unterbringung seines ^bsyyitütslnalerials zur Verfügung gestellt; in Lem-^8. Kralau, Kaschau, Temesvar, Graz, Trieft und Al«m ist der Orden in die Nothwendigkeit versetzt, A^enremisen zu bauen. Die FelosanitätS.Eolonnen des hl^us t^nen vom Monate Mal 1875 angefangen, "onuntn ausgerüstet, jederzeit ins Feld rücken. Otde ^^ z""ite ^'"ie betrifft, fo befchränlt sich der ^«"'^rlauftg darauf, die Ausrüstung eines Feldspilals ten Ml! .^"wundete und einer diesem Spitale zugelheil. »^ ^^ssierlen.Transportcolonne in sein Programm auf-nicht""' ^" ledoch den Spitalfonds im Jahre 1875 slunn^" s^t anzugreifen, ist der Beginn der Ausrü-llknmn lch für den Spätherbst 1875 in Aussicht Vani?^' ^'" vergangenen Jahre hat der Orden vier ponl'!. "slerwagcn, welche bei der Wellausstellung ef/ »ril waren, für die zweite Linie erworben. l8?4 ! ^willrantenpflege des Ordens hat im Jahre btN dr l gewöhnlichen Verlauf genommen. In ln, «," permanenten Civil'Lazarelhen des Ordens sind worden ^ ^" ^"* ^"^ ^""^ aufgenommen tutg??> verflossenen Jahre wurde der ß 4 des Sta. uls ln ?"' abgeändert, daß auch Ausländern der Beitritt ^eiorderer ermöglicht worden ist. GH. , em ittechtnschuftsbcricht über die Gebarung des «Mntb '^^ ^" Deutschen Ritterordens im Jahre 1.874 "erb i,k ": wlr folgendes: Am Ende des Jahres 1873 dblill«.' ^"r Nest von 253,972 si. 87 tr. und ein 1374 s."""orralh von 203,810 st. 50 lr. Im Iah« ^ U,'"hingegangen 100.290 fl. 43 lr.; hlevon ab ^ ^^^" ^74 in Barem 339,177 fl. 50 lr. " Obligationen 203,810 fl. 50 lr. Warnung vor Schwindlern. .^lcheln^ü ""lchledenen Betrugs, und Schwindelfüllen, "ls> Beb«^ ^^" ^"Wn aus dem Auslande den Kindel,, : i" Kenntnis gelangt sind, gesellt sich die "er 3" "nes gewissen Ioh«nn Balder in Reus ^"cher 2°!!" «°/ V°rcelona, sodann in Valencia, ," wenia n > " Vorgängern ähnlichen Gelichters, wie ^ b«mn^^"" ^" Zuchthäusler Earlos dc Alberto, Österreich d"^!!!' "/'^ ""ere in Deutschland, in A^«nde von ^rs"^' "" denselben unter dem ^"°nnt s ^.H^^'bungen Geldsummen zu entlocken. "'s« d« ^e^?>^ zulolge sewer Schreibe, niedersten Schwmdellategorie anzugehören scheint, hatte aus Tarragona und Valencia an den Gast-wirth von Adnet (Gericht Hallein) Briefe gerichtet, um denselben zu einem Rciseoorjchuß in namhafterem Betrage zu bewegen, damit beide gemeinsam einen auf dem Grunde des Gastwirthes von einem polnischen Emigran» ten und Edelmanne, dcr seither in den Armen jenes Individuums in Spanien gestorben sein soll, vergrabenen Schah im Werthe von 20,000 Thalern zu heben und unter sich zu theilen. Nach eingeleiteten Recherchen ist ebenso dcr polnische Edelmann, wie der Schatz bloS ein Phantasiestück; Schatzfinder und Schatzgräber einfacher Schwindler und Bcttügcr. Derselbe gibt an, von Vasel gebürtig und seit 30 Jahren Beneficial im Hospital zu Tarragona fowie der dortigen deutschen Gemeinde zu fein. Im Dezember 1874 declarierte sich jedoch derfelbe vor dem östcrr. Consul in Barcelona als Glaswaren-hausicrcr aus Karlsbad in Böhmen, dem seine von Malaga in einer Mslcnbarle verschifften Warenlistcn bei Gibraltar durch Schiffbruch zugrunde gingen, und fuchte unter Vorspiegelung erlittenen Unglücks sowie unter Hinweis auf Geldsendungen aus dcr Heimat von diver->en Parteien Gelder zu erbeuten. Seine Coups sind jedoch mehr und mmu».r gelungen. I. Balder, wel« cher sich in Reus im Jahre 1«74 mit einem auf feinen Namen lautenden französischen Passe, in dem derselbe als Bürger von Warschau bezeichnet war, aufgehalten hat, ist — wie wir von competenlcr Seite crfahren — lein Beneficial und kein Priester, sondern eil, Abenteurer und Schwindler, bei dem wir durch die Mittheilung, da diese Fälle ftch massenhaft häufen, die leichtgläubig, leit vor Schaden und Uebervortheilung möglichst gefchützt wifsen wollen. — (Zur «aijerreise.) Wie man aus Trieft meldet, wurde der Comniandaul von Verona, Nrmeccorp«general Pia-nel, beaujlragt, Ve. Majestät den Kaiser an der Grenze. Kronprinz Hum be rl denselben in Udine zu begrilßeu. Die Nnlunst de« Kaiser« in Venedig ersolgt am 5. April mittags. Die Monarchen werben in einem ftchzehmudrigen voote Platz nehmen, das von huuderl Hofgondeln und den Gondeln des Milmcipium« begleitet wird, und durch drn lianal Grande zum Palazzo Reale fahlen. T»c Gemiicher des Kaisers liegen an der Galteuseile de« Paläste«. — (Kaiser Maximilian-Monument.) Der „Tr. Ztss." wird von unlctnchteter Seite mitgelhci!«, baß der feierllchen LnlhilUunft, de« Kaiser Maximilian-Monument« in Trieft mit Gr. Majestät dem Kaiser auch Ihre lais. Hoheiten die Herren Erzherzoge Karl Ludwig und i!udwig Vnlor, wahrscheinlich auch der ^eldmalschall Crzhnzog Albrecht beiwohne» werden. — (Zur Actioll der Landtage.) Der steiermärlische Laudesausschuß ist Über d»e dem nächsten Landtage vorzulegcntmi Gcscheulwurst schlüssig gcworom. lts werden nur weuige Gesetz» «nlwUlse zur Vorlage gelangen, darunter solche, belreftcnb die Hebung dcr Ulindoiehzucht und die Wlldschlldenverglllung. — (Vergiftung.) Der «Ngr. Ztg." wird berichte!, t>°ß in Ivauics die Gattin des Apothelcrs lulovics in einem Anfalle von Trllbsinn sich selbst und ihre vier Kinder durch eine iu den Kaffee gemischte Dosis «iyanlali vergiftet hat. Alle sllns Personen sind der Willung de« Giftes erlegen. Ihrem Gallen gab sie eine Dosis desselben Gifte« iu den Wem, doch ist Aussicht vorhanden, daß Tolovics am Leben bleiben wird. Locales. Hubzug aus dem Sitzungsprotosolle des lrainischen LandesausschujjeS vom 2". Mtlrz !875. Unter dem Borsitze des ^andeshauplmannes Dr. Ritler v. Kalte neg gcr und im Beisein von 4 Bandes« ausschußbcisijiern und dcs Secretär Krec. Die am 20. d. M. erfolgie Installation deS von Sr. l. l. Majestät ernannten definiliven Direktors der ^altdeswohllhäligteitSanstalttn, l. l. Professors und Pri. marius Dr. «lois Balcnta, wird zur Kenntnis ge> nommen. Der Voranschlag des lrainischen Grundentla» stungsfonds pro 1870 wird in den Erfordernissen mit 0W,!102 fl., in der Bedeckung mit 4I2,öü0 st. 80 lr., darunter üiOperz. Zuschläge zn den dirccten Steuern per 200,000 si., 20perz. Zuschläge zur Bcrzchrungesteuer mit 0l,8l0 fl. 80 lr., sohin ln einem erforderlichen StaatSvorschusse von 218,405 fi. 20 lr. dem Randlage vorzulegen beschlossen, sowie das Ansinnen der l l. Regierung auch pro 1875 einen UOperz. statt des lOpcrz. Berzehrungsslcuerzuschlags den Einlünflen des Grund, entlastungefondes zu erwirken, dem Landtage zur Schluß, fassung mitzutheilen. Die in der Geme i ndegesetzgebungs. E n> quote zu erörternden Grundsätze werden in einzelnen Fragepunltcn formuliert und deren vorläufige Mltthci-lung an lie Mitglieder der EnaMe. sowie oeren Bei» ösfentlichung im Wege der Presse befchlossen. Ueber die Wiedererlangung der Spitaleisgrube werden vorläufig noch Erhebungen verfügt. Die Erhöhung des Berpfltgspr eises in der Hwangsarbeits'^andesanstalt auf 50 lr. per Kopf und Tag wird auf den 1. Uprll d. I. und die Verlautbarung verfügt Um die Einleitung zur Beschaffung einiger Real« schul. Einrichtung« st ücle durch den Stadlingenieur wird der Stadlmagistrat begrüßt. Die Uebernahme der Lehrergeh altserforder-nisse an der Massigen Volksschule in Töplih.Sagor d» dortigen Gewerkschaft in das Normalschulsondepräliminare wird dem Landtage zu beantragen unter dcr Bedingung beschlossen, daß die sortdauernde, alfo grundbüchlich zu voll-ziehende Widmung des betroffenen Gebäudes zu Schul» zwecken, fowie auch die Verpflichtung der Gewerkschaft zur Bestreitung der fachlichen Erfordernisse dieser Schule auch für etwaige Rechtsnachfolger bindend gesichert werde. In Gemeindcangelegcnheitcn werden o:r. schiedcnc Beschwerden, wegen Rechnungslegung, Vollzug der Gemcindcausschuhbejchlüsse erledigt. Geschichte ttraius. Eine mit „k-k" signierte kritische Stimme bespricht in der grazer „Tagespost" die auf den Büchertisch ge-lrgtc 2. und 3. Lieferung des 1. Thcilcs der „Geschichte Krains" von A. Dimitz in folgendem: „Mit erfreulicher Energie und Plangemüßheil schreitet rin bcstwilltommcms Werk seine Wege weiter, eine Arbeit, deren kernigen Inhalt und geschmackvolle Form wir bc< rcitö an dicscm Platze anzuerkennen Gelegenheit fanden. Wir gestehen ofscn, daß wir mit einiger Besorgnis seiner Fortsetzung entgcgcnblickten; nicht deshalb, als hätten wir daran gezweifelt, dcr Vcrfasscr werde der Aufgabe gerecht werden nnd das gegebene Wort einlösen, sondern darum, wcil wir dir Wcitschichtiglcit und Ungleichheit orb zn bewältigenden Stofsco beiläufig ermaßen und eine längere Verzögerung der 2. und 3. Lieferung befürchten mußten. Daß diese nicht eintrat und das Gebotene auf gleicher Linie mit dcr ersten Lieferung steht, ist das beste Omen, die Arbeit wcrdc von gleichem Schrot und Korn blcibcn und ein Ganzcs werden. Die erste Lieferung des genannten Werkes erschloß gewissermaßen die Vorhalle der lrainer Geschichte. Die zweite führt uns in das 4. Buch, in da« Geschieht«» leben Krains „unter Kärntner Herzögen bis zur march-felder Schlacht" (970—1278). Mosaikartig treten ein-zelnc Persönlichkeiten, Geschlechter, Herrschaftsverhültnisse und Oerlltchlcilcn .aus dem Schlüsse des 10. Iahrhun. derts vor unser Augc. Die Zeit der Vielherrjchaft, wo uns die Patriarchen von Aquileja, die Eppensteiner, die von SponheiiN'Orlenburg, die Andechs-Meraner und endlich die Babmberger begegnen, läßt Krains Geschicht«-lcben nur in losen Umrissen hervortreten, doch mehren sich bestimmtere Hüge des Kullurbildes besonders für die Tage des letzten Sponheimer Herzogs Ulrich 111. Reicher werden die Daten des politischen Seins der Landschaft 120^—1278, als dcr Kampf zwischen Philipp, Ulrichs III. Bruder, und Ottolar um die Sponheimer Erbschaft losbricht und das lrainer Land nach 1276 ln den KrelS der Habeburgischen Ländererwerbung gebannt zu werden scheint. Aber das görzer Haus nimmt eine feste Stellung allhier so gut wie im lärntncr Lande und die alte Verbindung und Wechselbeziehung beider Länder erneuert sich in den Tagen Herzog Mainhard« und sei« nes Sohnes Heinrich. Mit dieser Epoche, die sich an die marchfelder Schlacht und entschiedener noch an die augsburger Belehnung MainhardS (1280) schließt, beginnt die dritte Lieferung, das 5). Buch unseres GcschichtSwerles in seinem ersten Eapitel. ES endigt naturgemäß mit dem Auesterben des Görz-Tiroler Mannstamme« (1335), welches Ereignis Kärnten und ttrain der Habsburger Ternlorialmacht bleibend einfügt. Drei Capitel lassen uns anderthalb Jahrhunderte bis zum Schlüsse der mittelalterlichen Epoche (l^!)3) überblicken. Um reichsten erscheint die Geschichte des äußeren und inneren prooin« zicllcn Lebens im vierten bedacht, besonders in Kaiser Friedrichs UI (IV.) bewcglen Tagen (1439—1493). Im lulturgeschichtlichcn Theile (1411 bis 1493) wird der städtischen Entwicklung Laibach«, de« laibacher ViSthums, der Badstuben, der Preise, des Iudenlhumß und der Nalionaloerhällnisse gedacht. Von anderer Vororten des Landes lommen Stein, Krainburg, Rudolfewerth, Lack, NadmanllSdorf, Ncumarll, Goltschec, Gurl-feld, Weifelburg, Vaas, Lanostraß, Mottling und Tscher-nembl zur Sprache Die Handelsbeziehungen des Krainer Landes, die Bergwerloindustrie und Kunst schließen sich skizzenhaft an. Dann folgt eine Erörterung der Ver-hällnissc hierarchischen Lebens, der Rechtspflege, der stün. dischen Verfassung und insbesondere des Münzwesen«, in welch' letzterer Beziehung dcr Verfasser ausdrücklich bemerkt, daß die Darstellung diese« Momentes ganz auf den' Daten beruhe, die ihm der beste Gewährsmann, Professor Dr. Ä. Luschin in Graz, zur Verfügung stellte. Urkundliche Husätze und Berichtigungen bilden den Schluß. Der Verfasser erfreut uns ferner imt der Notiz, baß die reiche Auebeule im landschaftlichen Archive den den Rahmen feiner i rbeit erweitern, daß nichtsdestowe-niger jedoch der Sommer dieses Jahre« den Abschluß des ganzen Wertes bringen wird." Aus vorstehendem Gutachten erhellet, baß dieses schätzbare historische Werk in dcr St eier marl nach Verdienst beachtet und gewürdigt wild. Müge ». Di-mitz „Geschichte KrainS" auch in den übrigen Nachbarländern Trieft, Istrien, Oörz und Kärnten, deren Geschichte in dem erwähnten Werke umfassend registriert wird, wohlverdiente Beachtung. Würdigung und Absatz finden. ___________ 480 — (Probewahlen,) Testern abends versammelte sich vicke!tc die Tragweite desselben und «mahnte die Wähler, solche Männer in den Gemeinderathslürper zu wählen, die sich nicht als willenlose, blinde Werkzeuge für na» lionale — llericale Zwecke verwenden lassen oder den Geist der Zwietracht im Schoße der Gemeindcreprclsentanz säen, sondernvon der Wichtigkeit ihrer Mission vollständig durchdrungen und bereit sind, ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Schließlich theilt der Wahllciter mit, daß Herr I. N, Plauh eine Wiederwahl ablehnt und Herr Fink der Zahl der Wählbaren uichl mehr angelMl. Bei der hierauf folgenden Probewahl erhielten die meisten Stimmen die Her« ren Josef Haussen, Fron; T> oberIct (neu), Dr. Emil R. v. St 8 ckl lneu), Lorenz M i l u s cl> und Johann K o m ar. Der Wahlleiter fordert die anwesenden Wähler aus, in ihren Kreisen im Ginne dieser Probewahlen wirken zu wollen. Die Probewahlen de« zweiten Wahllüper« finden heute abends statt. — (Für den Sch ulpseunig.) Das Eintrittsgeld au« Anlaß der vier populärwissenschaftliche Vorträge beträgt 224 fi. Vei der letzten Auslosung der Gemälde gewann die Num« mer 68 zwei HUbsche Vilder, — (Der vierte und letzte Kammermusik-«bend) findet morgen statt. Zur Aufführung kommen: W. N. Mozart: Quartett fllr zwei Violinen, Viola und Pioloncell, 4-üur; F. Schubert: Streichquartett-Satz (Fragments, OmoU; Robert Schumann: Quintett, N-äur, fllr Pianoforte, zwei Violinen, Viola und Violoncell. — (Theater.) Der gestrige Abend gehörte der Kinder» well. Ein erhebendes Schauspiel war?, die lieben Kleinen mit gespanntester Aufmerksamkeit das G'örner'sche Zaubermärchen „»schenbrUbl" verfolgen zu sehen. Der Tanz der „drei Hanler-mllnnerchen* mag sich wohl im Traum der Kinder wiederholt haben. Die zarten Händchen klatschten und paschten nach Herzenslust und sie würden eine zweite Kindervarstellung wohl mit mehr Interesse aufgenommen haben, als die Töne der Zither und die schauderhafte Oerichtsfcene. Dir darstellenden Kinder empfiengen insgesammt fllr ihre Leistungen stilrmischen Veifall. Als Königin de« Abmde erschien Marie Gruber; diese« Kind besitz! hervor» ragend,« Talent fllr die Vllhne. fprichl recht deutlich und bewegt sich so sicher, baß es vielen „Alten" a!« Muster dienen könnte. Marie Grnber wurde mit einer Kranzspende ausgezeichnet, Recht couragiert traten auch d>e beiden Melchior in Scene. Herrn Vrfurth gebilhrt da« Verdienst, der hiesigen Kinderwelt einen recht vergnügten Abend bereitet zu haben. Das Haus war sehr gnt besucht. -(An Dichter und Vienenfreundel) Wir werden um Aufnahme folgender Mittheilung ersucht: „Ein Co-mil< hat sich constituiert, dessen Aufgabe es ist, einen ansehnlichen Vetrag zusammenzubringen, um drei Preise fllr drei der besten Gedichte auszuschreiben, welche da« innige Leben, da» Treibe» und den Nutzen der Vienen verherrlichen sollen. Die Jury wird au« den ersten Literate« gebildet und die Iuerkennung der Preise erfolgt bei der 2V. Wandervcrsammlung deutsch-österreichischer Vienenwirlhe zu Straßburg a. RH." Aus dem Verichtssaale. Am 9. März d. I. begann in Rudolfewerth die Hlluplvtihandlung gegen Max Rom, Kanzlisten leim l. l. Be« zirlsgerichte in Treffen, wegen Verbrechens der Nmlsverun» treuung nach s 181 St. G. Nus der Anklageschrift entnehmen wir, daß Max Rom, 51 Jahre alt. vereb/.lichler Kanzlist beim l. t. Bezirksgerichte in Treffen, in feiner Eigenschaft als Kanzlist die ihm in der Zeit vom Jahre !864 bis 1874 von verschiedenen Parteien vermöge feine« öffentlichen Amtes anvertrauten Geldbccräge, als: ») Für Stempel zur Nufuahme gerichtlicher Prolulolle, zur Bestreitung der niilhigen Protolollsstempel, theil« auch der Per-zentulllgebühitn, theils der Vcrstäuoigungsstempel, theils der Urtundenabschriften, theils auch des Papieres in der Summe von 335 fl. 25',, lr.; d) die für da« r. l. Steueramt in Treffen eingehobenen Gteuiraelder im Betrage von 18 fl.; 0) fürGerichtssunctionen gerichtlich eingebrachter, dem frUheren Amtsdiener ill Treffen gebührenden Zustfllungsa.ebllhlen von 100 fl ; 6) die dem Herrn Johann Kcsir, l, t. BezirlSrichter i» Treffen, gebührenden Lommissionslosten von 6 fl. 50 lr.; e) die von anderen Gerichten eingesendeten, vom Angeklagten übernommenen und au Parteien auszufolgenden Beträge von 12 fl. 22 lr. — nicht der Bestimmung gemäß abgeführt, sondern sich zugeeignet habe; daß cr t) die den gerichtlichen, von ihm übernommenen Eingaben beigeschlossenen Stempel und Eintragungsgebühren von 5 fl. 9 lr.; 8) von den auS der Kanzlei des Josef Pehani, t. l. Notar in Nassenfuß, beim l. t. Bezirksgerichte in Treffen überreichten, vom Angeklagten vermöge seines öffentlichen Amtes ubernom« menen Eingaben die bezüglichen Stempel vor deren Ueberstempe-lling und nebst den beigclegenen Cintragungsgcbührenstempeln in der Summe von 82 fl. 25 lr.; k) von de» aus der Kanzlei des l. l. Molars Zosef Pehaui beim l. l. Bezirksgerichte in Treffen überreichten NbhandluugS-protokollen die bezüglichen angellebten UebertragungSgebühren» stempel vor deren Ueberstempelung in der Summe von 78 fl. 74 lr. abgelöst, endlich 1) den zur Berichtigung der Nachlaßgebllhren ihm anvertrauten baren «elrag uon 7 fl. 25 lr. sich zugeeignet habe. Die Verhandlung nahm 5 Tage in Anspruch, da durch die That des Angeklagten über 100 Parteien beschädigt wurden. Der Angeklagte hat den Empfang fast aller Beträge bis auf wenige llcine Differenzen eingestanden, und hat sich mit seiner Nolhlage infolge des zu geringen Gehaltes entschuldigt. Äm 11. März 8 Uhr abends erklärte der Vorsitzende das Veweisverfahren fllr geschlossen und vertagte die Verhandlung auf den 12. um 5 Uhr nachmittags, da inzwischen die Fragen vom Gerichtshöfe enlworfen werden mußten. Am 12. 5 Uhr nachmittag« eröffnete der Vorsitzende wieder die Verhandlung mit der Verlesung der an die Geschwornen ge» stellten Fragen. Es wurden 3 Hauptfragen betreffend dle obigen Punkte der Anllage an die Geschwornen gestellt. Nach 6 Uhr abend« begannen die Plaidoyers. Der l. l. StaatsanwallSsubstitut Dr. Gall 6 beautragt nach einer längeren Rede die Bejahung fämmllicher Fragen auf Grund de« Gestiindnisfe« des Angeklagten, Der Vertheidiger des Angeklagten Dr. v. Wurzvach bemüht sich hierauf in einer fast 2 Sluud'N anhaltenden, oratorisch geschmückten und selbst für den Juristen inlercssanlen Rede, die Geschwornen zu überzeugen, daß hier leine slmlSveruntreunng im Sinne des § 181 S>. dem am 19. b. M. in Udmat stattgehabten Brande verhindert ' hat, sage im Namen der ganzen Ortschaft den oerblndlichst" . Danl. Earl Sirnig- Neueste Post. e Wien, 22. März. Lanbesgerichtsrath Baron von Witlmann und Staatsanwalt Graf ^awezan erhilllen l den Orden der eisernen Krone dritter Klasse. r Rom, 22. März. Der Generaladjutant des Königs, Graf Menabrea, ist beauftragt, den Kaiser Franz z Josef in CormonS zu begrüßen und sich zur Verfügung z des Kaisers zu stellen. , Barcelona, 22. März. General Martine» EampoS schlug die Carlisle« und rückte in Olot ein. r Telegraphischer Vechseliurs vom 22. März. Papier - Rente 71 55 — Silber - Rente 75 9«. — 1660" l St»al«-Anlehen 11240. — Vanl-Nclicn 965. - 22. 2 ,. N. ! 732«, ^- 1.» ONO. mäh., heiter 0."> 10,. «b. 732 z, — 3< ! O. schwach ! mondhell , Anhaltend heiler, lalle Luft, llberiag« windig, herrllchH Abend. Da« Tagesmilltl der Temperatur — 2-7^. nm "" unter dem Normale. Verantwortlicher Msdarleur : Otlomar Vamber a», W Fllr die vielen Veweise der Theilnahme aus Nulah W ^ bc« Ableben« unseres geliebten ValerS, rssp, Vruder«, W ^ Schwieger« und Großvater«, de« Herrn M D Anton Heidnch ! W sowie fllr da« zahlreiche Geleite zu dessen letzler Nuht« W M stalle sagen allen Betreffenden, namentlich dem lalho» M M lischen Gesellenvereine dc» ausrichligsten Dant W W die trauernden Hinterbliebenen. W W Laibach, den 22. März 1«75. W ^^s^n l^>1'i^^t ^"' ^ ^^' ^" Effeclenversorgung bot leine wesentliche Schwierigst; nichtsdestoweniger nahm da« Geschäft längere Zeit hindurch leinen Ausschmnna: man lav'" -^l/II.l.ll^ 4.!"/».. zwischen der Tendenz zur Festigleit und der Zurückhaltung, welche der kommenden Feiertage wegen geboten schien. Anlagewerthe blieben fest aber ohne hervorragel'^ Umsatz. Vemerlenswerlh ist der starte, spilter wieder ausgeglichene Rückgang der Nordwestbahn-Aclien und die starte Frage fur luplower und innerberaer Acti«, Hum Scblun sendete Verlin >?^ Curfe, was den Marlt sichtlich belebte. ° " -, ^ , Vlai« )««..(.....71-55 7165 Crebitanstalt........2:^575 236'' Otsterr. Nordwtslbahn . . . . I5«s)0 Ib7t.0 Giebenbilraer 7»'^ ?33) Februar.) """ l.....7155 7l 65 «lrebiianstall, ungar.....222 5(1 222-75 Rud°lsa-Vahn.......14550 I«6- Staalsbahn ' ' 142' ^ Slldbabn. Von« 222— 2A«g _ ,854........104 50 105— Hand->er,anl........««75 «9- Uligansche Nordoslbahn . . . 120 - 120 5l» Una Oslbabn 6910 6?"" ^ I860........112 30 112 60 3lal,°nalbff.. Gssellschafl 45! 452 Ung. Vodencredit......86'80 87» «.,d ^"^ tt> W'ener «lommunal - Nnlehen . 9,90 92W E,is°be,H^Weftb°h,. ../"'. 18825 188-75 « . ..„ Ducaten bft 23 lr. 5 si.^ Elis°l,ech'İhn(Linz-Budweiser Prioritöte«. Nap°len«d'°r ' ' 6.8«'/.. ^ ^ y. ' «ctte« von Vanlen. Slrecke)........' . - ..... Elisabe.h.-V. 1. Lm.....93 50 94- Preuh «°ss°nscheine , ^ 63'/." ^ - Z", «,ld «v«. lterdinand«-N°rdb°hn . . . 1955—1966- Yerd.-Nordb.-S.......105 60 106- . Gilber 104 55 " »04 " " »ngl»,Vanl........1l<9 l»0 1^0 Hiauz. Joseph - «ahn .... 169 — 169 5« Franz-Ioseph-V.......98 75 99 - - -______^^ «<"t""tm - -......118 - N9— Lemb..<5zeru..Iaffy.V