LmbllcherWIkltllng. Ax^. «H«H,« Prännm«ration«piei«: Im Lomfttoir gllnzj. -V^V^ ^^H^I. ft- ll, halbj. ss. 5.50. Mr dieZuftcNnna i^s Hau« * i^«F^I. halbj.50lr. H)litber Post ganzj.fl.i.«i, halbj.fi. 7.50. Freitag, l2. October Inslltlvnsgebüyl bi«lo Zeilti,: imal ec» lr., 1 tX3<3 »m.wll., 3»i.1fi.;sonst Pr.Zeili im. «lr.,lm.8lr., ! ^V^«D 3m. lo li. u. s. w. Iilsertionsficmpcl iedesm. zu li. ^.^^ w ^ Älnllicher Theis. 3e. l. l. Apostolische Majestät haben nachstehendes allerhöchstes Handschreiben allcrgnädigst zu erlassen Muht: ^., Das Maria-Theresien-Ordenscapitcl hat dnrch die ^'Helligkeit der Stimmen dem Oberstlieutenant Nndolf Wagner von Wehr born, dcS Kürassierrcgiments Pfänder Prinz von Hessen nnd bei Rhein Nr. 6, daS "ullerkeuz des Militär« Maria-Theresien-Ordens zu. ^ Ich ertheile diesem Antrage deS Capitels Meine ^»ehniigllng nnb nehinc den Genannten als Ritter in d"' Orden ans. Ischl, nm 4. October 1866. /ranz Joseph in. p. .„ Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller- ^chstcr Entschließung vom 7. Oclobcr b. I. dem als vofcoilimissär bei der Nordarmce bestellt gewesenen Scc< llonschcf Adolf Ritter von Kriegs-An in Anerken» ^'"8 seiner Verdienste daS Connnandeurlreuz des Leopold- Erdens, fciuer dem Wiener Umucrsitätöprofcssor, Re- ^Ulttgorathe Johann von Dum reich er in Ancrken- !'"l! feiner unter schwierigen Verhältnissen und mit "hlnlicher Aufopferung den Verwnndcten geleisteten ''ümchcn Hilfe so ,vie seiner ersprießlichen Anordnnngen " «elrrff des öffentlichen Sanitätsdienstes daS Ritter« ^'i des Leopold-,Ordens, jedlin mit Nachsicht der ^'eu, allergnädigst zu verleihen geruht. , . Das f. , Finanzmilnstcrinm hat dem Finanzralh "° ulnanzbezirlödircctor in Unghvür Karl Herrma n n ^ "ngcsuchte Versetzung in gleicher Eigenschaft nach ""tra bewilligt. . , Der Iusliznnllister hat dem disponiblen Landes' ^Msralhc Joseph A altz von Valzberg eine Raths» ^ bei dem LanoeSgerichte in Troppan verliehen. ._. Der Ilistizminister hat dem disponiblen Comitats-dm ^"l,c Constantin Kaluscha cine Rathsstelle bei ^ Preisgerichte in Iglau verliehen. gtt- Der Illstizminisler hat die beim RzeSzower Kreis-di,s«^ erledigte Hilfsämterdirecto,stelle dem dortigen Joseph FilipowSki Nichtamtlicher Theil. R6. Verzeichniß der zur Errichtung eines freiwilligen Alpenjiigcrcorps bei der landschaftlichen Kanzleivorstehun g eingegangenen Beiträge: fl. tr. Durch dai lobliche l. t. Bezirksamt in Rad» mann?dorf: Vom Herrn Simon Vovl, Pfaridechant in Nadmann?dorf .... 5 — vom Herrn Valentin Lach, Cooperate», daselbst 5 — Dnrch das b t. l. LandesprHsibinm vom l. l. Vezirlsamte in Littai..... 1 15 zusammen . . 11 15 Hiezu au3 dem 15. Verzeichnisse . . 13592 31 Summa . . 13L03 40 bar und 3150 ft. in Obligationen. Vaibach, 12. October. Der Gesundheitszustand des Kaisers N a< poleon beschäftigt die öffentliche Meinung fortwährend in hervorragender Weife. Nach der „Franz, Corr." lauten die bezüglichen Nachrichten uoch immer widersprechend. Hoflcute, welche aus Biarritz kommen, wollen dem Lei-den nicht die geringste Bedeutung beilegen; aber diese Gewährsmänner verdienen im vorliegenden Falle natür-lich wenig Glauben. Von anderer, unterrichteter und dabei unbefangener Seile hören wir, daß der Kaiser seit einigen Tagen, auch Physisch schr erregt, mehrere Ohn» machten gehabt hat, und dies der Grund gewesen ist, weshalb die Abreise von Biarritz wieder verschoben worden. Endlich heißt cö heute, daß Herr v. Laoalctte nach der Badcrcsidenz bcrnfcn worden sei. — Der bekannte Berliner Prof. Langenbeck hat. wle der „N. Fr. Pr." ans Berlin telcgraphirt wird, die Einladung erhalten, sich behufs einer Consultation über den GesunoheitS» znsiand des Kaisers Napoleon nach Paris zu begeben. Dagegen ist man in maßgelicndcn Pariser Kreisen bemüht, den Gesundheitszustand dcs Kaisers als treff-lich zn schildern. Das jetzt eingetretene anhaltend schöne Wetter soll einen schr günstigen Einfluß anf den Kaiser ausgeübt haben nnd er dürste, falls das schone Wcltcr anhält, seinen Aufenthalt in Biarritz verlängern. Es ist natürlich, daß an das Befinden einer so hervorragenden Persönlichkeit die gewagtesten Conjccturcu geknüpft werden, nm so mehr müsscu uvcr alle derlei Nachrichten mit der gebotenen Reserve aufgenommen werden. Während noch alle Welt mit dem kranken Cäsa in Biarritz sich beschäftigt, hat nns der Telegraph schon die Nachricht von einer Erkrankung dcs Kaisers von Rußland und Betheiligung dcs Großfürsten Constantiu an RegicrungShandlungen, wie die Neubildung des Ministcrinms gebracht. Es ist nicht zu verkennen, daß in Ruhland Gegensätze bestehen, die trotz der versöhnenden Bestrebungen dcö Kaisers Alexander noch nicht vermittelt sind. Die Vauerncmancipation und die dadnrch hervorgerufene grollende Zurückhaltung deS Adels, der in der Tiefe noch immer nährende Vulkan Polen, überhaupt der Kampf zwischen Altem und Neuem, zwi-fchen dem fcncrcifrigen Liberalismus nnd der Reaction, alles daS sind genug Elemente für neue Explosionen, welche die Aufmerksamkeit Nußlands zum Vortheile deS europäischen Friedens von der auswärtigen Politik abziehen könnten. Die Ratifikationen deS osterreichisch-italic-Nischen Friede nSvcrtrayes sollen gestern in Wien ausgetauscht worden sein und für heute erwartet man die amtliche Veröffentlichung dcs FriedenSinstrumcntes. Nach der Publication des Friedens soll ein Collectiu-Manifcst von Oesterreich, Frankreich und Italien an die Venezianer erscheinen, in welchem diese aufgefordert werden, sich dnrch freie Abstimmung über ihr künftiges Schicksal zu entscheiden. Die Uebergabe der festen Plätze und militärischen Objecte an Italien hat bereits begonnen. Am 15. d. werden die italienischen Truppen in Venezien ihren Einzug beginnen, nnd für den 21. d. ist dlc Abstimmung anberanmt. Die Florentiner Journale bezeichnen cS als sehr wahrscheinlich, daß die künftigen Vertreter Italiens und Oesterreichs am Hofe von Wien und Florenz den Rang von Botschaftern erster Classe erhalten werden; sie wollen darin den Beweis erblicken, daß die Regierungen nicht blos äußerlich den Fiicden herstellen, sondern eine wahrhaft freundschaftliche Annäherung beider Länder erstreben wollen. Oesterreich. Wien, 8. October. DaS „Frdbl." schreibt: Un-mittelbar nach der Rückkehr dcs Kaisers von Ischl — ob dieselbe hcntc Abends oder Donnerstag Früh stattfindet, steht bis zu dieser Stunde noch nicht fest — wird, wie man vernimmt, Se. Majestät die E i n b e« rufung dcs ungarischen Landtages vollziehen, derselben dürfte in kürzester Frist die Einberufnng der übrigen Landtage folgen, für welche es sich zum Thcil nur noch um die Feststellung des Tages handelt. Feuilleton. Vom stillen Ocean. (Schluß.) boot l« ^"" zweitägigen Fahrt auf diesem Dampf-ist, ""'e„ wir an eine Slcllc dcs Flnsscs, die so seicht 2l"s t>?'s ^ Schiff uicht über dieselbe verkehren kann. delcg D Grunde ist weiter den Flnß hinauf ein an. ?"lu>ifl !^boot stalioniit, welches unS nach unserer libers ungefähr nm 4 Uhr Nachmittag stallfand, Wir »v^ erst am Morgen deS nächsten TageS fuhren die Haä?' "nd unsere Gesellschaft blicb deshalb über l'cgt „.^"", Lande, um den kleinen Ort, welcher dort '^ zn besichtigen. Nlif c> ' llcmcs Fort mit spanischer Besatzung liegt sehe» lm^.H^cl, von dem aus man den Fluß über» User cm? ^wachen lam,. Im Halbkreise hcrum, dem t°wn, »u N' liegt danu wieder eine „Stadt'' wic Grcy. "^"stille" "°^ kleiner. Das Ganze führt den Namen II»,^ ' und ist, waS Sprache und Sitten anbe-Yeradc' d. h. die Bewohner sind ^cytown ^"thcil von dem, was die in und um . ^'cans. ""Anenden republikanischen Farbigen uud l" den 5 ll/"'b' Während der ganzen Nacht sahen wir ,'^»scrm . danken aufgelegt, und wurde mit wahrer ^^an um Summen von 50—100 Dollar Gold ?>l)"licks G?^") °"f einmal von den einfachsten, ^ Jahr. <. "cn ^vielt. AlleS, schon Knaben von > ""' und s "^ '"" Mess"" ^„ ^ei Fnß Länge ^ aebraua„„ ^, auch nicht, dieselben bei Gelegenheit s^'''^enb ... 7^' der Reisenden, welche Waffen " Aufentb«^ s" °"ch deshalb an uuS während un< ' kaltes am Lande, so daß wir mit 5-Ü Re- volvern nnd einigen Messern uns nöthigcnfalls hätten > wehren können. Wir halten es jedoch nicht nöthig, ebensowenig in Birgin-Bay, cincm etwas größeren Orte, den wir erreichten, nachdem wir den Flnß gänzlich hinaufgefahren und dcu Nicaragua «See durchkreuzt hatten. Diese Stadt ist der Punkt, von dem aus die Reise über ^aud beginnt, nnd herrschen dort dieselben Verhältnisse wie in Castillc. Wir kamen Abends 10 Uhr an und trieben uns ebenfalls die ganze Nacht in den dortigen Spiclhöhlcn, vor dcncn, um blutigeu Streit zn verhiu-der», immer 2-3 Mann spanischer Soldaten stehen muhten, umher. Früh 5 Uhr ging dann die Reise über Land los. Je nach Wunsch der Reisenden (ungefähr 400 Menschen) standen Wagen oder Pferde und Maul. thicrc bereit. Ich wählte, da ich sehr viel Handgepäck hatte, cin Manlthicr — halte aber besser gethan, aus cbcn diesem Grunde mich in cmcn Wagen zu sctzeu. Mit einem Strick, den ich laufte, band ich nun meine Sachen rechts und links an dcu Sattel und machte mich auf den Weg, der zwischen Wald und Gebirge hindurch bis nach San Juan del Sur, am großen Occan, führt. An diesen abenteuerlichen Ritt werde ich uud viele andere noch lange denken. Die Abenteuer waren allerdings sehr einfacher, aber, nachdem sie überstanden waren, schr unterhaltender Natur. Ich war lanm einc Vicrtclstuude geritten, so giug mein Sattel auf und ich drehte mich ganz gemüthlich in einen schmutzigen Graben hinein. Kaum hatte ich mich herausgefunden und den Sattel angeschnallt, löSte sich der Strick, mit dcm ich meinen Handkoffer befestigt hatte, und derselbe fiel zur Eroc. 'Nach einiger Zeit ging es mir auf der anderen Seite mit einem Bündel nicht besser, und die erste Slunde verbrachte ich auf solche Weise fast nur damit, einen losgegangenen Riemen oder Strick wieder zu befestigen. > Endlich war ich damit fertig nnd hoffte schon auf eine angenehmere Forlsetzung meines Rittes — da kom« mcn plötzlich die Wagen, die später als ich Virgin»Bay verlassen hatten und jcdcr mit vier Manlthiercn bespannt war, daher gerast; mein edles Roß oder eigentlich edler Grauer wird scheu nnd ist nicht mehr zu halten, macht plötzlich Kchrt uud stürmt in den Wald hinein, der aber zn dicht ist, als daß er vorwärts kann, zmück ist daS Thier auch nicht mehr zu bringen; ich muß also absteigen und es mit Gewalt anf die Straße ziehen. Dieses Manöver wiederholt sich, so oft ein Wagen mich überholt. Nach uugcfähr zwei Stuuden ist der letzte an mir vorbei, und jetzt ging es in ungestörtem Trab eine Weile fort, bis wir an einer Station, d. h. Indianer-Wohnung im großen Maßstabe anlangten. Diese Stelle mnßte meine Rosinantc kennen, denn trotz allem Rufen, Zerren und Schlagen wendet sie sich, trabt vergnügt 5—6 Stnfcn an der Thür in die Höhe und ins Zim-mer hinein. Ich mnßtc mich hübsch bücken und drücken, daß mir mcin Kopf nicht cingerannt wurde, übersah aber dabei auf meinen Fnß Acht zu geben, blicb mit dcm Stiefel an der Thürpfostc hängen und riß mir eine ganze Sohle herunter. Glücklicherweise war der Raum im Hause so groß, daß ich bequem umlenken konnte, nnd nach einigen vergeblichen Anstrengungen gelang eS mir denn endlich, mein Waldschiff wieder in daS rechte Fahrwasser zu bringen. DaS war mein letztes Aben-teuer, denn von dort aus legte ich die übrigen zwei Stunden ungestört zurück. Mcin Aussehen während dieses RitteS muß auch, wie alles mir versicherte, außerordentlich sehcnöwürdig gewesen sein; mein Anblick muß imponirend und — antik gewesen sein. Alle glaubten, cin zweiter D^n Quixote käme an-geritten. Ich halte meine Hose zum Schutz gegen Gestrüpp und Dorne» in den Stiefeln, von einem der- 1344 — 9. October. Der „Debatte" gehen von einem ihrer Wiener Correspmidenttn folgende Mittheilungen zu: Von Interesse düiflc cS für Ihre Vcser scin, zu er< fahren, wann die Publication dcS mit Italien abgeschlossenen Friedens zu erwarten stehe. In dieser Beziehung kann ich nun versichern, daß der Friedens« tracwt noch vor Ablauf der für die Ralification desselben eingcräluntl'n Frist von vierzehn Tagen ralificirt sein, und daß sofort mich Eintrefscil der ratificirtcn Ur-tundeu aus Ifchl und Florenz die Publication erfolgen wird. Ja ich vernehme sogar, daß man im Veneziani-schcn bereits mit der Uebergabc dlr festen Plätze und militärischtu Objecte unter Assistenz der hicfür bestimm, ten Commission, bestehend aus dcn Generalen Müring, Nevel und ^cbocuf, begonnen habe. — In diplomatischen Kreisen cursirt heute die Nachricht, daß es dem sächsischen Unterhändler Minister v. Friesen vorge. stern gelungen sei, auf Grund der letzten Instruclioucn, die ihm sein Souocrain ertheilte, die Vcrhandlnng mit dem preußischen Cabinet c ud l ich zum Absch l nß zu bringen. Der König von Sachsen soll die Ueber-gabe der Vcste Küuigstcin an preußische Truppen, so< wie die Regelung der militärischen Beziehungen nach Annlogic der sogenannten Fcbruarbedingungen, die sei« ucrzcit Preußen an Oesterreich in Bezug auf die Rege« lung der schleSlvig'holsicinischcn Frage stellte, zugestanccn haben. — Bekanntlich sind in Folge der allerhöchsten Entschließung alle im Bereiche der Armee im Norden aufgestellten oder in der Aufstellung begriffenen Corps der Freiwilligen sofort aufzulösen. Die auf KriegSdaucr eingetretene Mannschaft kann die gesetzliche Dienstzeit freNvillig übernehmen und die Chargen können mit ihrem gegenwärtigen Range in die Armee eintreten. Alle jene, welchen die Entlassung gebührt, sind mit ordentlichen Certificate« zu betheiltu. —- Die Wiener Freiwilligen' bataillonS sind ungesäumt aufzulöscu. Die auf Rech-mmg der Stadt Wien Assentirtcu sind dem Regimcute Hoch» uud Deutschmeister eiuzuucrlcibni. Jene, welche in Folge gesetzlicher Dienstzeit nachträglich verpflichtet werden, haben das Feldjägcr-Bataillon Nr. 33 zu bil« den; die anderen, die blos stillschweigend fortbiencu wol« len, sind all sogleich zu entlassen. Die Officicre mit welligen Ausuahmcu, welche übernommen werden, treten in ihr früheres PcnsionSverhültniß, die aus dem Bo amtcn. uud Ciuilstaudc sind mit 1. November zu ent> heben; die Armaturs- uud Munitionsortcn find an die Zeugsartillerie-Hauptstation abzuführen. Trautcnau, 6. October. Der Bürgermeister Dr. Roth erhielt vom Staatsminister ein Schreiben, welches die loyale und «reue Gesinnung des Bürgermeisters uud der Trautcnauer Bürgerschaft anerkennt. — Die Rc« cmisitiouen, welche für die Besatzung und die Velwuu-deteu von der Stadtrepräscntanz im Trautenaucr und den 9iachbarbezirlen geleistet wurden, beziffern sich bis 2. September auf 49.000 si Trieft, 10. October. Ihre Majestät die Kaise-rin Charlotte von Mexico ist heute Mittag auf dem Lloyddampfer „Neptun" in Miramare eingetroffen. Die Gesundheit Ihrer Majestät ist seit Ihrem Aufcut, halte in Rom leider erschüttert. Der bisher so tlarc Geist der Kaiserin ist, wie man gewiß überall mit dem innigsten Bedaneru hören wird, umwölkt, uud die hohe Frau wird von trüben Gedanken verfolgt. Die voll- kommene Ruhe aber, welche die Abgeschiedenheit in Mi-ramarc gestattet, die Sorge und die aufopferungsvolle Pflege dcr Umgebung Ihrer Majestät lassen hoffen, daß die Schatten, welche sich über oicscu hellen Verstand gelagert habe,,, in kurzer Zeit zcrstrcnt sein werden. Zur Behandlung der Kaiserin ist, wie wir hcncu, ciu Mailänder Arzt iu Miramarc bereits eingetroffen. (Tr. Ztg) Ausland. — Ueber die Bcrh andlungen zwischen P r c u« ßen und Sachsen schreibt ein Correspondent dcr „Patric" aus Prag : Sämmtliche Actenslückc bezüglich dcr sächsischen Frage waren dem Könige von Prenhcn vorgelegt worden. Dieser erklärte, nachdem er sie durchge-scheu hnttc, daß er ciuc Cutschlicßnug nicht trcffcn wolle, oder vielmehr wegen sciucS hoheu Alters uicht lrcffcu küuuc. Die Documenlc wurdcu daher dem Kronprinzen übergeben, von welchem jetzt die Losung abhängt. Dieser Schr,tt dcS Königs würde in gewisscm Sinne zu dem Gerüchte stimmen, daß dcr Kronprinz von Preußcu, ohne gerade den Titel cincö Mitregcntcn zu haben, dit Fuuk-liouen desselben vcrsehc uud König Wilhelm sich bloS die oberste Leitung der SlaatSaugclcgcuhcitcu rcservirc. Was nun Sachsen anbelangt, so ist bisher in Principe nur die Mililärconvcnliou beschlossen. Diese Convention be» stimmt, daß die sächsische Armcc unter den Bcfchl Preu-ßcuS gestellt werde. Die sächsische Regierung nimmt diese Bedingung au, und es fehlt, damit sie in das Bereich dcr vollzogenen Thatsachen übergehe, uur die Unterschrift dcS Kronprinzen uou Preußen und die dcS Kriegsministers v. Roon, welcher aufs ^and gegangen ist. Was dic KricgsentschäDignug bctlifft, fo schlägt^ sic Preußen mit drei Thaler für jeden Einwohner Sachsens au. Diese Ziffer ist gleichfalls vou der sächsischen Regierung im Principe angenommen worden. Die Differenz bezüglich dcS DurchzugcS dcr Truppeu durch Baieru ist aus-geglichen. Das baicrische Ministerium befürchtete, daß die sächsische Armee dic Cholera einschleppen würde, Angesichts deö vollständigen Gesundheitszustandes dcr Truppcu ist aber dcr Durchlüg bewilligt wordcu. — Dic preußischen Blätter bringeu auofühllichc telegraphische Berichte ülicr die iu deu ncucrworbcncu Territorien vorgenommenen E iuverlc i b u n g s a ctc. Cö ist viel officicllcr Illbcl iu Scene gesetzt worden, doch gebcn die preußischen Blätter selbst zu, vaß das große Publicum sich in Hauuouer wenigstens uud in Frankfurt mchr als rescrvirt gchaltcu habe. Wir lasseu uun die Berichte selbst folgen. Aus Frankfurt wird vom 8. d. M. gemcldtt: Iui Kaiscrsaalc warcu dic Garui« souSofficicrc, dcr Senat, oie Äcbördeu der Stadt uud dcö Gebietes versammelt. Vor dem Rumer staud das Militär in Parade. Auf dem Mmcrberg war eiue m,. zählbare Mcngc. Der Landralh Niadai verlas die Ac-lenslüclc, Dcr Civilgouverneur v. Patow erklärte dar« auf Namenö dcö Königs die ehemalige freie Stadt Ircwkfnrt nebst Gcbiet rechtsgültig und thatsächlich mit dcr Monarchie Preußen verbunden. Cr forderte den Senat nnd die Behörden auf, die Functioncn biö zur Einführung dcr Verfassung in der bisherigen Weise fortzuführen, gab sodann in einer längeren Ncde dcm ergreifenden Ernste dcS Augenblicks uud dem berechtigten Schmerze der Bürger über den Verlust dcr Sclbst< sländigkcit Ausdruck, gegcuüberstcllcud den Gewinn ciucö starken und mächtigen Vaterlandes, wie es die Franl-fnrtcr bisher nicht haben konnten, hervorhebend die Vor» licfflichkcit dcS neuen Vaterlandes i„ dcr HeereSverfas" sung des Volkcö in Waffen, der Verwaltung, der 8"< stizpflcge, dcr frcihcitlichrn Teudcuz, besonders des Zoll-, Post- und Telcgraphcnwescns, des Unterrichts, der Rc< ligionSausübung, des HcinoclS- uud Schifffahrtsrvcsmö, uud schloß: „Daß Preuße» ihueu dies bietcu kauu, daült cS seinem Fürsten. Anch Sie werden bei dcm Könis.l Wilhelm festen Schutz uud Hort fiudcn; sprechen S>e nun zum crstcu Male als ucuc Preußcu aus: Se. M«' jcstät dcr König lebe hoch!" Die Versammlung stimmte kräftig drei Mal ciu; gleichzeitig wurde draußcu uiM' Gcwchrpräscntiren die preußische Fahne aufgehißt. Dic Acvollcrui'g verhielt sich ruhig. Dic Schilderhäuscl sind von hcutc au schwarz uud weiß. Fahncu ha«c» uur dcr Römer, das Polizcigcbäudc, die Börse uud d>l Wohnungen Pniows und Madai's. (Abdpst.) Oldenburg, 6. October. Vchufs Deckung del Mobilmachung«« und Uuterhaltungslosteu des großh' Truppcncorpc« für die Dauer von sechs Monaten halll der Landlag die Regierung znr Aufnahme einer in fü>'l Jahren abzutragenden 4pcrc. Anleihe bis auf die Ho^ von 472.000 Thaler ermächtigt. Im neuesten Gesetz' blatl macht die Finanzbchörde nnn bekannt, daß bei de»' raschen Verlauf der Kriegsercignisse der Betrag d^ Anleihe bis ans 220.000 Thaler habe reducirt werde» können. Bei dem Verkauf der durch die Demobilising überflüssig gewordcucu Pferde wurde uur die Hälfte d^ Einkaufspreises erzielt. — Wcgcu der auch iu unseri" ^ ^andc mit ziemlicher Heftigkeit auftretenden Cholera h^ ? die Regierung alle Kraminärtte für das laufende Iahl untersagt. — Der geheime Hofrath Schulze, frlWl dänischer Etatsrath uud bei der holsteinischeu Regieru^ uerwcudet, 1864 iu deu großh. Hofoicust berufen, ^ die Erbansprllchc unseres Großherzogs lilcrarisch zu b^ arbciteli, wird dem Vernehmen nach in den preußische" Staatsdienst treten, um dort seine Kenntnisse dcr schlcswi^ holsteinischen Angelegenheiten zu verwerthen. Florenz, 4. October. General Äixio hat b" Nicdcrleguug dcs Commando's übcr sciuc Divisiou eilie" Tagesbefehl crlass.u, worin cr sein Bedauern ai>s' spricht, daß das Glück die italienischen Waffen nichts güustigt hat, und beifügt: „Mir lächelt die Hoffrul^ eiucS nahen KricgcS, worin ilnser Italien, erstarkt du^ dic Erruiigeuschaflcn dcS lctzteu Feldzugcs, frei iu seil'/" Allianzen, ohne erniedrigende 9cücksichten auf mächt^ Freuude, zur Befreiung dcr ganzeu italienischen FaM>l'! kämpfcu wird." Herr Bixio H.U eö entschieden d.ua"! abgesehen, die Rolle deS llul'iml l^'i-idlo furtzuspiel^' — Die ganze italienische Marine, schrei Herr Erdau dciu „TcmpS" ans Florcuz, crhcbt sich gc^' , dic Broschüre des Admirals Pcrsauo. Der Admi'"' ff Albini entgcgnct: 1. Er habe die coufuscu Signale d^ commandircndcn Generals nicht ucrstaudcu; 2. se>^ Mciuuug sei, daß die Holzflottc in cinem Kampfe, lv° Pauzcrfrcgaltcn im Spiel sind, zu nichts dicnc. 6> Vernichtende dieser Antwort liegt darin, daß Albini el> um halb zwölf Uhr, alfo nach dcn Hanpt.Ercignisst" der Schlacht, erfuhr, daß dic Signale ihm vom Affo^ betöre kamen, wo sich Pcrsano befand, und nicht vo>> Re d'Italia, wo er ihu vermuthete. Pcrsauo's Gcitt^ stab^chef, Hcrr von Amico, erklärt wiederum öffcuM' 1. Nach dcm Verlust der Schlacht habe cr vorgeschlaö^ selben hing jedoch die Sohle herunter, meine Reisetasche und Schnapsstasche halte ich nmhängen, im Gürtel einen geliehenen Revolver stecken, auf dcm Kopfe ciueu riesigen „Panama/' in der einen Hand den Zügel und in der andern den anfgespannten Regenschirm. Dazu hing auf beldcu Seiten dcs Sattels mein Gepäck herunter, rechts mein Handkoffer, links mein Bündel von Kleidern, die ich offen trug, als: mein Ueberrock, mein Plaid, meine Decke, meine Hängematte u. s. w., und fo mag wohl meine Elfchcinung eine achtunggebietende gewesen seiu. Mein Esel muß sicher auch gefühlt haben, was für eine edle Bürde er auf feinem Rücken trage, denn gewiß nur aus Freude uud Stolz machte cr diese ewigen Kreuz, uud Quersprünge und schlug alle Minuten hinten uud vorn aus. Als ich anlangte, wurdc ich mit lautem Halloh uud unendlichem Jubel von meinen Bclanuten, die vor mir unseren Bestimmungsort erreicht halten, empfangen. Mit wenigen AuSuahmcn hatten alle ctwaö zu "zählen, denn schon auf dem Ritte halte ich links uud rechts da einen Riemen, dort einen Steigbügel, da dies, dort jeucs liegen sehen. Ein Pferd fand ich sogar mitten im Walde stehen uud grasen, während 20 Schritte da< von dcr Sattel am Boden lag, doch „Nicht im Wald, nicht in der Flur „Fand ich vom Reiter eine Spur." Dcr Reiter halte demnach sicher auch uicht weit von seinem Salltl gelegen oder mit scincm Pferde ge-graSt, nachher aber vorgezogen, sich den eigenen anstatt Pferdefüßen anzuvertrauen. Am schlimmsten ging es „un wohl eiuem Reisenden, dem sein Roh, als cr eben für einen Augenblick abgestiegen war, plötzlich den Zügel aus der Hand riß uud sammt seinem Gepäck in deu Wald stürmte, diesmal aber hieß eS: und . Nicht im Wald, nicht in der Flur „Fand mau vom Roß mchr clue Spur." In San Juan del Sur hatten wir dann wieder bis 5 Uhr Nachmittag Nasl. Dann wurden wir im „Moses Taylor" eingeschifft, uud ohne daß etwas Bc< mclkeuowerlhcö vorfiel, fuhren wir bis zum 18. Juli, an welchem Tage wir im Hafen von San Francisco einliefen. Wir hatten von New-Iorl gerade 28 Tage gebraucht, oon denen ich die letzten 8 Tage am Schiff dazu benutzte, meine Garderobe iu Ordnung zu bringen. Ich saß iu meiner Cajüle, die ich mit uoch zwci Deutschen theilte, und schucidcrtc, daß cS ein Vergnügcu war. Mein Nähzeug hat mir vortreffliche Dienste geleistet, uud ich muß uoch uachlräglich Fräulein lt. uud H. dafür meinen Dank abstatten. Jetzt bin ich aber in San Francisco und alle Mühe uud Arbeit ist vergessen. Sau FrauriSco ist so gebaut, daß man erst in den Hafen einfahren muß, ehe mau etwas von dcr Stadt entdecken kann. Um so überraschender ist dcr Anblick, dcr sich einem dann plötzlich vei einer Wendung dar-bietet. Mit eiucm male hat man dann eine über mehrere Hügel und Berge weit ausgedehnte Stadt vor sich liegen, welche auf cincr Seile die Bucht mit viclcu Inseln, auf dcueu zum Theil Forts zum Schutze des Hafens erbaut sind, auf dcr audcrcu Scitc die lahlcu Sandbcrgc, die sich nach Norden erstrecken und in dcneu daS Gold gcgraueu wird, zum Gegenüber hat. Auch im Inuern ist dcr größte Theil der Stadt schon und freundlich, die Straßen nach amerikanischer Sitte breit und ganz gleichmäßig und rechtwinkelig ge-baut, für ordentliche Gasbeleuchtung gesorgt, und lönnen einzelne Straßen, z. B. die Haupt-, die Montgomery' Straße an Bauten mit allen Städten concurriren. Die Kaufläden, ciuer an deu anderen gereiht, sind, wie in New-York, von kolossaler Ausdehnung, so daß ich in ziemlich allen mein Rtitttlunststllck wiederholen könnte. Auch hier sind die Kaufleute größtenthc^ Deutsche. Ucberhaupt kann mau anch auf deu Straps rechts uud links immer deutsch rcdcu hören, uud ist l" gar uicht so, als ob ich in Sau Fraucisco, überhab iu Amerika wäre. Dazu sind in jeder Straße ein p<^ ^ deutsche Bierhäuser, vou dcuen eiucS auch von mir ", j abendlich besucht wird. Es hat sich dort ganz z"!^' -eine Gesellschaft von nngcfähr 20 Wienern und a»d^ in Wien gcwcscucu Deutschen zusammcu^cfuuden ">' dcr Abend vergeht immer im angenehmen Gespräche ü? Wien und die Heimat. Man sollte oft glauben, !., „Winterbierhaus" zu sitzcu. In San Francisco S'. es vielleicht 30.000 Deutsche. Besonders uuffallH ist die Unzahl von Chinesen, deren sich vielleicht 20-^ hier befinden. In manchen Straßen sollte ma» >^ glauben, in China zu sein, so wackelt eS allerorts "^ bis an den Boden hängenden Zöpfen und schlittp von spitzen, krummen Pantoffeln. ^ Nächsten Freitag, 27. Juli, muß ich zur Ab^ luug wieder ciumal aufs Wasser, um nnn endlich >" .,,> Reise, die ich am 20. Mai in Laibach angctt^ habe, zu Ende zu fübrcn. Dcr Dampfer '>vird ^ wieder 380 englische Meilen südwärts bis San ^ ^ führcu, uou wo auS die Post mich nach circa fll"l^n digcr Fahrt in LoS Angeles absetzen wird. 3" ^l'i Pcdro wird mich dcr junge Hcllmann, in dessen G^i .. ich wahrscheinlich kommen werde, erwarten, da < rade dort beschäftigt ist. ^ Der letzte Dampfer hatte gerade dcn TaS ^, meiner Ankunft, den 17. Juli, San Francisco ^ ^ lassen; auS diesem Grunde muß ich nun 9 Tag' ^ verweile», habe aber wenigstens Zeit, die S" ^ hörig zu besichtigen, was mir um so lieber ist, ^ ^ vielleicht jetzt Jahre lang leine Gelegenheit haben ! wieder her zn kommen. ^ 1545 s'ch auf die österreichische Flotte zu werfe», die sich nach ' ^>>sn wandte, und zwar habe cr dicS nicht auS Enthu.- ^ llaSlnus vorgeschlagen, sondern ans Vcrmmft; 2. eö sei lvohl verstanden, daß nach den, Reglement zwischen ihm Und dem General keine Solidarität bestehe. Paris, 7. October. Die griechische Ae w c- ^ Aung ist vorläufig znrnckgcdämmt, wenn nicht beendigt. I>' Syra und Kleinasien wnrdc sie dnrch eine sehr verständige Verwendung der türkischen Flotte, die sich Ul'crhanftt erstannlich wirksam zeigte, i>, sich erdrückt, ^cn Hätcricil wurde jede regelmäßige Verbindung un< ^r einander abgeschnitten; das Hilfscomit^ in Syra u>st sich luif, die Zwietracht herrscht zwischen den im Golf von Sfthalia znfammcngcprcßtcu Truppen; der ^estlna'chtliche Einslusi verhinderte eine Expedition im ^rloponncs, welche im Golf von Maralhon durch helle« ^schc Gesellschaften anSgcrüstcl wurde. Der türkische Volschafter zeigt au, daß die Pforte die TruppenscnduN'' Hen nach Kreta einstellen konnte. Theuer kommt der Aufstand auf Kreta dem Vicekönig von Egypten zu stehen, welcher schon den Ferman der directcu Erd« l'chkcit in seiner Familie sehr theuer bezahlt hatte. Er schickte uach Kreta 30.000 Manu mit vier Generalen, Gunter dcu KriegSmiuistcr, und er läßt immer noch ^cld, Kuhlen und Ätunitiou nachsenden. Geschäftsbriefe "us Alexandria melden die Erschöpfung dcr Staats-^/scn; die Beamten beziehen schon seit einiger Zeit 'einen Gehalt mchr, und sie lcbcn, indcm sie beim Zoll "' s. w. die Europäer prellen, oder ihnen die Bestechung Aufdringen. Was Kreta durch die Anmctirung a» Egyp' ^ zu gewinnen hätte, läßt fich wahrlich nicht begreifen, ^e vorläufige Wicdcrherstcllnng des wrstmächllichcn ^üwcrnchmcns zn Gnnslcn dcr Pforte ist nnr eine pro-^lsorischc Löschmahrcgcl. keine tiefere Polüit, die zwischen ^>i zwei Mächten wesentliche Abwcichnngen ihrer ncnc< "en Nichluugcu zu Tage fördern würde. Hagesnenistkeitm. -^- Ee. Majestät Kaiser Ferdinand wird Sams« ^g den 13. d. von Innsbruck in Praq eintreffen. — Zur Einführung dcr H interl adun gs geweh re lür die üstcrr. Armee schreibt die „N. Fr. Pr." : Die ^'"Mission, welche sich im a. h. Austrage unter dem Vor« We des Erzherzogs Wilhelm mit der Vewassnungsfrage der "stencichischrn Armee befaßt, hat ihre Arbeiten noch nicht be- "'dtt. Wie uns mitgetheilt wird, hat sich bei den letzten groben das Ramington-Gewehr, nachdem an denyelbcn auf "»regung der genannten Commisfion einige Verbesserungen vorgenommen wurden, als cine der vorzüglichsten Hinter» .^ungswasfcn erwiesen. (5s wurde» mit einem solchen ver- "IMcn Gewehre tausend Schüsse abgefeuert und während leser Probe, welche mehrere Tage in Anspruch nahm, das -mobegcwrhr ins Wasser, später in feuchten Sand gelegt, vyne daß die Schußfertigleit desselben dadurch altcrirt wurde. ^n Nachtheil dieses Gewehres jedoch ist, daß es eine Metall« Patrone, deren Erzeugung in Oesterreich bisher noch nicht in genügender Vollkommenheit gelungen ist, erfordert. Dieser Umstand, sowie dcr dcr höheren Herstellungtzlosteu einer Mc- ^llpatrone soll die Commission veranlaßt haben, ein beson« .^ks Augenmerk auf ein anderes Hinterladungsgcwehr zu 'tblen, welches mit einer von dem österreichischen Erfinder ^zeugten Papicrpatrone außerordentlich«: Resultate lieferte. ^ÜkHen ist die Commission von weiterer Nüclsichtnahme auf ^ Offerte des Ameritanels Peabody, sowie des Herrn s ' '^ und viclcr anderer, deren Waffen bei den Proben slin "'^ Ienügcnd bewährt haben sollcn, abgegangen. Ein- '^üg aber wurde beschlossen, daß die Erzeugung der an- - wnnnencn Gewehre und Patronen für unsere Armee je- sck >^ '^ I"lande stattzufinden habe. Die definitive Ent- /°ung l)^ Commission dürfte in etwa vierzehn Tagen "°lgen. H "7 Die k. l. Internnntiatur zu Constantinopcl hat das cicb i'^ ^'"" """ ^"" Mcrcanlil-Capitän Hcrrn VielovU' ten «s !^" Zuthun unter den in Constanlinovcl geanker-^ ^ v!terreichischcn Schiffen als Zeichen ihrer Dantbarleit hft^.".t>ie Flotte, deren schöne Wasfenthat für die stall / ^ Schisff.ihvt von so hoher Bedeutung ist, vcran-«n », ^""unlung im Gesammtbelrage von 1020 Francs "2 Kriegsnünislerium übermittelt. iekt >Ž^ ^'^ Ungarn sind in den 34 Conütatcn, wo bis ^ °,c Cholera aufgetreten ist, bis 20. Sept. 14.829 Und ' " "krankt; hieuon genesen 0123, gestorben 0400 Ttild!" ^^^"''^lung verblieben 2300 Personen. Auf die Todfim ^" entfallen 311L Ertranlungs- und 1409 zuw ^ ^'^ ,,^N20lln »llixi»!,; . ^lruli^' ^^'^.'''^' p'l' ^ luxr/ionc "a ,, ^'" "°llte, sich eine voriheilhaste Vahn zu brechen, ^en n, s ^""ila. Nach langen Mühsalen und Beschwer« Missal '" '""brnehmcn, daß aucb dort sich ihm das Witte! l "'^ 9ll"stiger zeigte und, schließlich aller Ejistenz. lachend ""^' ^^ "' ""t dcm Lcbcn seinen Abschluß suchen. N '" ^^^ ^"^" ""' "^ "'"" chrcnvoUcu Tod zu Nut, '^. "' Jahre lang machte er den großen Unionslrieg sich ^^ ^ sieh aus, avancirte nicht nur, sondern erwarb dercn Eine"? ^"'^ ^"serkeit dic Gunst reicher Gönner, er >hm bald nach Beendigung des Krieges seine Tochter zum Weibe gab. Wenige Monate nach der Ver» ehelichung des glücklichen Paares starb der Schwiegervater! der junge, durch die bedeutende Erbschaft seiner Frau nun sehr reiche Ehemann bewog seine Gattin, ihm jetzt in sein altes Heimatland, das er noch immer liebte, zu folgen, und im Mai d. I. trafen beide glücklich und wohlbehalten in Berlin ein. Aber der junge Mann schuldete Preußen noch seine Dienstpflicht als Landwehrmann i kurze Zeit nach seiner Ankunft wurde cr eingezogen, bei Nachod kam er zum ersten male in da2 Feuer und — rine der ersten osterrei« chischcn Kugeln streckte ihn todt nieder. So geht's im „eiserneu Würfelspiel!" — Zudem belgischen Schützenfeste haben sich bis jetzt bereits über siebenhundert englische Freiwil. lige gemeldet. Die Beförderung derselben von Dover uach Brüssel und zurück wird unentgeltlich geschehen. Locales. Cyolera-Mllelill uu5 der 8tadt Lailiach. Am 10. October verblieben in der Behandlung 10, bis 11. Abends sind zugewachsen 5, zusammen 21 Kranke. Davon sind genesen 1, gestorben 4, es verbleiben somit in Behandlung )L Personen. Seit dem Beginne der Epidemie sind in der Stadt erkrankt 142, genesen 57, gestorben 09 Personen. Laibach, am 12. October 1606. Von der l. l. Sani tä ts »Landescommission. — Der hiesige Stadtmagistrat hat mit Rücksicht auf die herrschenden Gesundheitsverhültnisse das Ausschauten jeder Art von Wein most bei strenger Strafe verboten. Diese Maßregel muh bei der bekannten Schädlichkeit des Mostgo nusses als sehr zweckmäßig erkannt werden. — Heute Abend findet die erste Probe des Männer-Chors der Philharmonischen Gesellschaft für die Concerte der beginnenden Saison statt. In dem ersten derselben gelangt die „Fritbjofsage" von Max Bruch zur Aufführung, worüber wir nächstens Nähere« bringen werden. — Der Eifer, welcher zu allen Tageszeiten von straßenkehrenden Individuen im St aubau fwi r b eln entwickelt wird, ist gewiß anzuerkennen, nur wäre im Interesse der nicht straßeutehrendcn Stadtbewohner zu wünschen, daß die Früchte jenes Eifers durch Anwendung eines sehr nützlichen, wenn auch vielleicht in einem Weinlande nicht hinlänglich geachteten Elementes unschädlich gemacht würden, wir »,,einen — das Wasser! — Neulich erhielten wir eine sehr gelungene Photographie des Ältesten Baum riefen Ob er trains, eines Ahorndaumes, dessen schon unser Chronist Val> vasor erwähnt und welcher die Grenze zwischen den Herr» schasten Wcißenscls und VcldeZ bildet. —- Von unserem geschätzten Landömanne Herrn t. l. Fmanzrath A. Zur Hal eg in Fiume ist eine epische Dichtung „Ancoua'Pola.Lissa" in 3 Gesängen erschienen, deren Ertrag für die bei Lissa Verwundeten dc» stimmt ist. Es dürfte unsere Leser interessiren, Einiges über Genesis und persönliche Beziehungen dieses poetischen Pro-ductcs zu erfahren. Als der Autor zu Ende August d. I. auf der Bereifung dcö türlifchen Cordons vor einer an der Landstraße liegenden einsamen Bauern- odcr eigentlich Näuber-Mnlc (Zaöanc genannt) bei einem frugalen Mahle faß und über die letzte Vergangenheit und die Einzelnheiten dcö Seesicgcs bei Lissa nachdachte, kam ihm dcr Gedanke, seiner Begeisterung sür die Flotte und ihren hcldenmüthigen Führer Ausdruck zu verleihen. Schnell war das Notizbuch hervorgezogen und einige Strophen wurden hingeworfen, im Nacht« quartier fortgesetzt und in den Mußestunden der folgenden Nclsctage das Ganze vollendet. Bald darauf besuchte der Herr Verfasser Trieft und hatte hier Gelegenheit, dem ihm von früher her perfönlich bekannten Viccadmiral Tegctt« hoff sein Epos im Manuscripts zu überreichen, welches nicht nur bci dem Helden desselben, sondern bci allen Theil« nebmern de3 Kampfes die beste Aufnahme und ehrendste Beurtheilung fand. Ueber allseitiges Drängen, aufgemuntert durch den Beifall, den die Dichtung bei dem bekannten Dichter Littrow und anderen comvttcnten Personen fand, entschloß sich dcr Herr Verfasser endlich, dicfclbe zum Besten dcr bci Lissa arbeitsunfähig gewordenen Matrosen herauszu« geben. Da bisher aus dcr Fiumancr typographischen Anstalt noch tcine Arbeit mit deutschen Lettern hervorging und weder Leiter noch Setzer der deutschen Sprache kundig sind, so war auch die Herausgabe deö in deutschen Lettern nett gedruckten Büchlein/nichts Leichtes. Was den Inbalt des Weilchens selbst anbelangt, s° hat dasselbe, auch abgesehen vom Porti« schen Werthe, jedenfalls den Vortheil, ganz verläßlichen Mit« theilungen zu entstammen, welche dcr Herr Verfasser per. sönlich aus dem Munde hoher gestellter Flottenosficiere er» hielt. So wurde das im Gesang „Pola" unter Nr. 2 dargestellte Factum als solches vom Viccadmiral selbst be« stätigt. Die zweite Zeile zu 7 enthält eine Anspielung auf die Wette von 1000 si., welche zwischen deu Officicren einer vor Trieft gelegenen amerikanischen und jenen einer cngli« scheu Kriegscorvette geschlossen und von ersteren gewonnen wnrde. Minder bekannt, doch ebenso wahr ist auch die Darstellung zu 5 (S. 21), indem eben dcr Knegsdampfer „Elisabeth" merkwürdigerweise dem harlbcdrängten „Kaiser" zu Hilfe lam und ihn auch in den Hafen von Lissa ge« leitete. Nach der in der Marine überwiegenden Meinung soll „Juan d' Austria" dem „Palcstro" die zündende Bombe beigebracht haben. Der Schluhabsatz bei 0 betrifft den in deu französischen Blättern so viel besprochenen italienischen Capitän Ca Pellini. Nr. 17 (S. 27) betrifft den Linien« schissslieutenant Baron Minutillo, dessen Arm in dem Mo« mcnt, als er nach der feindlichen Flagge griff, von 2 Kugeln getroffen wurde. Die Flagge, welche später ein Matrose herabriß, befindet sich in der AdmiralZcabine. Nr. 10 (S. 23) bezieht sich auf den bekannten Ausruf Persano's beim Erblicken der österreichischen Flotte: keen vru^uno i zx^^nloli! — Diese Bemerkungen dürften bei manchem Leser das Interesse für die interessante Broschüre erhöhen, welche in der Buchhandlung Ignaz v. Klcinmayr A Fcdor Bamberg zu sehr billigem Preise zu haben ist und dcr wir im Interesse des wohlthätigen Zweckes die weiteste Verbreitung wünschen. '— (Diö c esauveränd e run gen.) Johann Z a-gorjan von Dragatuö nach Novte (Gerüuth): Karl K u« reut, neu ausgeweiht, nach Dragatuö; Martin Judos von Novte nach Vrcm: Math. Iercb von Gotlfchce nach Laaserbach. Neueste Nachrichten und Telegramme. München, 9. October. Für die baicrifchen Truppen, welche im Jahre 1849 den Feldzug gegen Dänemark mitgemacht haben, ist ein Dcnlzeichen gestiftet worden. Florenz, 9. October" Die „Nazione" glanbt, daß die italienischen Truppen am 15. in Venedig einrücken werden und daß da« Plebiscit am 21. stattfinden werde. PariS, 10. October. Der „Monitenr" schreibt: Nachdem sich einige Fälle von N in d e r p e st in Gran-biindleu und Schaffhauscu ergeben haben, so hat dcr Minister des Ackerbaues die Ausführung dcr Vcrorduuug vom 2. October an dcr deutschen Grenze, von der Mosel an biö Obcr.Savoycn eingestellt. St. Petersburg, 9. October. Nachrichten aus OchotSk vom 27. Augnst melden: Dcr Van des russisch.amcrikanischeu Telegraphen hat große Fortschritte gemacht. Die Amerikaner mid Nnssen arbeiten auf dcr vollständig tracirten Linie von beiden Seilen gegen Ni-kolajewök; das Setzen dcr Pfähle ist thsilweisc beendigt. Telegraphische Wechselcourse vom 11. October. 5perc.Metalliques 60.85. — 5perc.NationalAulehm ('6.75. -> Banlactien.713. — Creditactien 149.30. — 1860er Staalöwilchc,, 7<.),ü<). — Silber 126.50. - London 127.60. — K. l. Ducnten 6.06. Theater. Hcu tc Freitag bleil> t die Vilhnc geschlossen. Morgen Samstag den 13. October: Zum ersten male: Die alte Schachtel. Lebensbild mit Gesang in 3 Acten von Berg. ii «"'^' ^''" 'l- ^ windstill dichter Nevel <>." A > ^52 -4-12.0 windNill lmtcr 0.«o 10 „ Nb. I 325,« -l- 5-4 windstill heiter s- «^ m?^ verschwmidcncm New wolteuloscr Tag, nnr langst dcr Alpen einzelne Hanfcnwolkcn, Verantwortlicher Redacteur: Ignaz v. Kleiumayr. ^ Nach langem schmerzvollen Leiben verschied, ver- W sehen mit den heil. Sterbesakramenten, hentc fnlh vier W >W Uyr unsere theuere, unvcrgchlichc Mutter, bczichungs- ^ >> weise Schwiegermütter, die Frau W » Marie Qskovic «ed. Mauser > ^ im 70, Jahre ihres Alters, wovon wir, schmerzgcbcugt ^ M über den unersetzlichen Verlust, allen Verwandten, W VW Freunden und Äclauiitm die Trauerkunde gebe» und ^ ^> um stille Theilnahme bitten. ^ RD Das LcichenbcgänHliih findet Freitag den 12, October N> um 4 Uhr Nachmittags vom Hause Nr. 9 am Haupt- W M platze statt. M ^ Die heililM Seelenmessen werden am 13. October in der Domtirchc gelesen werden. (2296) W» Lnil> ach, am 11. October 1866. W« SUhi! c: Tochter: Schwiegertöchter: A Ioscf tcsliomc, Änialie linufftn. Gillalie Lcskovic, ^ W> FranzLcglilwic, Schwiegersohn: >> Carl Lcskouic. Joses Hanffcn. M W Die Endcögrfcrtigtc sagt allen Freunden nnd Br- D « kannten, welche ihrem am 10. October 1866 zu Grabe W «» c,clragcncn unvergeßlichen Ehegatten Herrn W > Tonstantin Rizzoli > W die Ichtc Ehre erwiesen haben, so wie auch M die M M all^niciue herzliche Theilnahme hiemit ijffclltllch dm ^ »> tiesgcsUhlteu Dank. (""^) « W Maria Nyzoli. >