Nr. 252. Donnerstag, 4. November 1909. 128. Jahrgang. Mlmcher Zeitung V»änmntl»«lon«prel»a: ganzjälisiss 30 «. halbj«dnn 1^ «, Im No»!«: nanziälili« I Dir .Laibachrl ^rilimg» rrlchrint »ünlick. n'i! '^„ennliws »>sl Tonn- ,^ „iftratl»» bffinbfl « ^, l,alb,al,lin l! «, ssiir dis Zoslellnün in« H°,l« aanzjährln L «, Inftstiun»nebül»r: ssür llri,,,- Iujrlnle ^ sich MillMöstlaks Nr 2«: die «evaltlon Milloßic'straß!' :'!l, liO, 3: ^,i x bit !0 Uhr b>« zu 4 HeOsii 5>o l,, grökerr per Zeilr lüli; bei öftsrsü Wifdrrboliuisss» prr Mir «!i. 4 vosmiNoss?, Unfranlisl«? Vrjssr wslbii, nillü llügsnomniri,, ,,...,,. l.^.' ,>,», i.„iiiillfll!, T«l«PH«n««r. d«» R«>«ltio« 52 Amtlicher Geil. ,, Nach drni Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 30. uud ^, Oltobcr ,1) wurde die Meiterver- "Geltung folgender Prcßerzeugnisse verboten: . Druckschrift: «I'r<» /ä.l)n,vu u. pouöoni, ?>!!<,!>» d^. .Iil>(>- ^ll"w ^sjnilln v 6. Ijnll^oviciell lc <'-, 44». Nr. N '1ta8i)l0. vom I. November 1909. Nr, 85 .Vollsfreund» vom 22, Oltober 1909, Nr. 4A «INtl«)' xn ^:'l^6ui ^orav)" von, 22. Ottober l909. Nr. «0 ,1'ollrnll» vom 23, Oltobcr 1909, Nr. 298 .Akpl-7/x!» vom 25. Oktober 1909. Nr, 50!j «Der Tiroler Wastl" vom 24. Ottober NX»!', Nr. 12 «Aulil'ninölii ^okci» voul 1. November 1909. Nr. 27 .^IIli<1«l!oc>. vom 29. Oltobcr 1909. . Nr. 4, 1!l und 14 )' n o<ü,xl<.'leli uä,r«llni gv'pninnci. ' "- ötuztn^: 1'nc»i«l» «llicxini 8v6pomoei». Nr. 42 «Aornw ' ^Valu» vom 22. Ottobcr 1W9. Nichtamtlicher Heil. Italien. ''ll!5 Roln lvird aus informierte Quelle beuchtet: Die jüngsten Ausführungen des „^rcmden-^ntt" über die Begegnung in Naceonigi finden in ^'n toinpetenlen kreisen Ilaliens und in der Presse ^ gleiche zusliininende Anfnahme. lvie die voran-^Ilaugeucn. und es wird an den teilenden Stellen 'l'wiu, daß sie die Lage der Dinge in dnrchans zu-Offender und den Tatsachen entsprechender Weise '^leuchten. Die erwähnte Begegnuilg verfolgte von '^flU'hereiu nichl den Zweck, die internationale Po-^'k, sei ^'5 Ils,ii^ns. j^i (>c^ »tus'.llinds, in veränderte ^'U)l,en ,^n lenlen und die Politischen Macht-^'"PpieruiMn zu oeeinflus^eil, denen die zwei Flinten anqehöreil- ihr fiir beide Teile höchst be '''^i^cnder Verlmif )vird denn auch Wirlunqen , kder in der einen, noch in der anderen Richtung ^I^n» Italien bleibt seinein Bündnisse inil Teutsch- FruUletou. Mamacl Kleider. «Schluß.) ^ „Und n'ie »oll ich Tie nennen, >toinlcsje? lun ich „leinen Tpitzualiien weg habe, so " >.^. "pennen Tie mich Tchwalbe. Eigentlich ! lie ich Marie Antoinette, aber Papa nemu mich s."/'^ Schwalbe - weil ich ihn, Glüä bring". .' c ,ic errötend hinzu. ,/Aber jetzt fackeln Sie nicht "'er, was ist's mit dem ivus;?" ^,^."Mch lut er hall. :'lber nichl arg. 7u'li hab' ^, ''Mchcn gcsch^,i„l)^l^ damit Tie wieder lommen. Mods^ '^ ^''" Ahnung. >oie man sich allein ^, ^" l'ichtt'te !>l' sich auf. ,,1'lh so, und l'ierzchn dc'ii V '"^' nehmt Ihr mir jeder von Euch l'in 1 "^ ^'^' '^ ^'^' ^^'^ ^^" "'^!'^ ^" '^"' und i "'^ "^^" '"'^ ^"' "^"^' langweiligen Mist — ^l ^''l" ^'iner lvüs^te, loie ich am Papa hänge, alle mi^l ihn nicht ein bischen, so wie ich!" di.' 'w'- '^'"' Augenblicke öffnete sich die Tür und ^,^'^ "1chie>>. Tie wantte uud wich nicht: „Ich ^lNi, ' Venraueu l»on foultest TchN'albcs ,„,^'/ !", und cr soll sich nichl getäuscht haben in schenk '^'^ ^"'" "ll'' ^"^c'. To bildete sich zwi- hcii,.,^ /^""lbe und dem Nekoiwaleszenten ein ge- "nd )!. ^''U'"ständnis. die 'Niist. hinloegzugraulen Das gelang ihnen nicht, wohl nh„n. '^""^'N' über deren grauem Lockenhauple nicht s' . 'Nenndschaft, loas vielleicht sonst gar ^n-on^V'"" statten gegangen loäre. Ms der No sckm. "''^"''al durch den Parl lilimpelte, nmren ^'und m'mÄ/'"?'"!U -Sie haben mich so rasch ich ""'""">,, Nwu'n Sie, N'ie fesch ich schon bin "'welde nach,l,n, mif einen Val tonnen- " land ilnd Österreich-Ungarn nichl minder unerschütterlich treu, als Hiustland dem seinen mit ^ranl-reich und der (5nlente mit England. Was die gros'.eli Tlaalensnsteme in (5liroPa betrissl, loerde die gewis; nur danlenswerie Wirtung der Begegnung in ^iao conigi die sein, das; sie durch Erwärmung der Beziehungen zwischen Hlns;land und Italien dem groben Zwecke dieser Ttaatenslisteme. das ist der Tiche-rnug des Friedens und der Erhallung deo Tlams lNlo, eine nelie Bürgschaft des Erfolges zugeführt haben wird. Jene Unverbesserlichen, die diese Entrevue als Hebel zu einer Lockerung des Drei-bundverhällnisses benutzen möchten, werden auch dieseomal nur Enllänschuug erfahren. Denn die bisherigen Allianzen Ilaliens, die sich durch Jahrzehnte als sicherer Tchutzwall der Nuhe in Europa bewährt haben, bleiben, wie an den leitenden Ttellen mil größter Entschiedenheit erklärt wird, die ^>rundlage uud ihre Erhallung das '>iel der italienischen Politil. auch i»»'" s"<'>'-<». Die Reise des Königs von Bnlstnricn nach Serbien. Eine leuende, bulgarische Persönlichleil Hai sich zum Berichterstatter der „Pol. Korr." in Tofia über die Reise des >lönigs Ferdinand ins serbische >lopaonilgebirge in nachstehender Weise geäußert: Tie Absicht, das romantische nnd an '.»iaturschönhei-len reiche Gebirgsmassiv des >lopaonit zu besuchen, hat König Ferdinand schon seit längerer ^eit gehegt und einen diesbezüglichen Wunsch schon im Mai l. I. gelegenllich der Überreichung der Altreditive des serbischen Gesandten Tveta Timi<' zuni Ausdrucke gebrach,. Entstanden war der Gedanke nach den Worten des Königs bei der Lektüre eines wissen» schnfllichen Wertes über die ivlora von Kopaonit, „Ich möchlc mir auch eincu Ball ansehen, bin neugierig, ob in ich der Papa je mitnehmen wird — " „Zweifellos!" „Das ist gar nichr so ausgemacht. Der Papa will mich für sich haben nnd nicht für die fremden ^eutc; er ist nur jetzt so häßlich zu nur und kümmert sich nicht um mich. Warten Sie nnr, wenn wir wieder allein sein werden, gehen wir eingehängt über die Felder und durch den Park, und wenn der Papa für siel) wo draussen ist, bringt er mir ein Tlräunerl Blumen mil. Wie ein jnnges Ehepaar sind lmr ^ " „Wenn Tic einmal heiraten - ." „^iie werde ich das tun, das wäre einfach schlecht von mir, den Papa zu verlasseu." Der andere schwieg. Tchwalbe fuhr fort: „Aber auf einen Ball möcht' ich doch, weil ich mir'5 toll wünsche, nnd Tie müssen dann auch dort sein und mit mir tanzen." „.voffenllich werden Sie bis dahin leine rolen. tarrierlen nnd sonstigen entsetzlichen Kleider tragen." „Mögen Sie sie nicht? Und sie sind doch von meiner Mama! Kein Mädchen hat vielleicht so viele Kleider wie ich. Noch einen ganzen Koffer hab' ich voll davon, und ein rosaseidenes ist darunter, das liebe ich auf, bis nur lauzen." „Lieber wär's mir schon, Sie hätten ein neues. Dicscn Ball erleben wir aber vielleicht nie." „Wer weis;..." Bald nachher kam der letzte Iagdtag. Die Wagen rollten zur Bahn. Der junge Baron war leichtfüßig hineingesprungen und blickte dabei nach den Tchlosifenstern. Aber er sah nur die Miß Schwalbe stand an einer Lücke im Zaun; als die Wagen vorbeifuhren, rief sie nach dem Papa und ihrem Pflegling, aber keiner hörte und sah sie. knirschend rollten die Räder durch den Sand. Am Abend war es köstlich. Die Mis; halte Kopfschmerz, Papa nnd Schwalbe saßen allein bei Tisch in einer Fensternische des großen Speiscsaales. verfaßt von dem bekannten serbischen ^'aturforscher Professor Pan<'i<-. Die Verhandlungen über den Empfang des Königs seitens de5 serbischen Hofes zogen sich in die Länge. Da der König mit Rücksicht auf die vorgeschrittene Jahreszeit die fiir den Ausflug gerade günstige Wetterphase nicht ungenützt zu lassen wünschte, erfolgte die Verständigung mit Belgrad über den Empfang des Königs seitens des Kronprinzen Aleranoer lkönig Peter hatte sich lvcgen seines leidenden Zustandes entschuldigt) telegraphisch. König Ferdinand, welcher von dem Ausflüge eine reiche Sammlung seltener Pflanzen mitbrachte, hat sich über den Verlauf und den Erfolg der Erlursion sehr befriedigt gezeigt. Wenn man dieser .^eise auch eine Politische Teile vindizieren will, so könnte dies nur in der Dichtung geschehen, daß der König vielleicht zugleich die Spannung zu beseitigen wünschte, welche seit längerer Zeit zwischen Serbien nnd Bulgarien deshalb bestand, weil König Ferdinand es in letzter Zeit vermieden hatte, bei seiner Durchreise durch Serbien mit offiziellen Persönlichkeiten zusnmmcn-zuireffen. Ob die )1ieise sonst die gegenseitigen Beziehungen beeinflussen wird. läßt sich heute noch nichl sagen. Lewis', ist nur. daß bisher weder ein Besuch des Königs Ferdinand in Belgrad, noch ein Besuch des Kronprinzen Alerander in Tofia zur Tprache gebracht worden ist. Griechenland. lü'o „^icuc Wiener Tagblau" berichtet ul'cr dcn Empfang eine5 griechischen Korrespondenten demselben durch den König Georg von Giicchcnlano, allerdings vor dem MarinePulsch. Der König sprach sich mit Resignation über seine jüngsten Erfahrun-gen aus. Er bezeichnete die innere Lage als augen- Tie aßen kleine Gerichte, die von der Iagdtafcl übriggeblieben waren, nur Wein wurde nicht serviert, obwohl Tchwalbe de.n Papa darum bat. Waren die Gäste aus dem Hause, floß kein Tropfen mehr. '.»cach der Mahlzeit wanderten fie durch den Part. Sie schwiegen, denn sie fühlten, daß sie erst wieder vertraut werden mußten. Tie waren die ersten Tage immer ein wenig scheu und zurückhaltend zn-einander. Als sie an der Grufltapelle vorbei kamen, schlug das Mädchen ein Kreuz vor dem kleinen Grabe im Parke hielt Tchwalbe jedoch an, zupfte welke Blätter weg, Holle eine Gießkanne und harkte den Kies des Weges, der vorbeiführle. Und hier kam ihr der Mut: „Du, Papa," begann sie leise, „ich möchte neue Kleider haben — " „Hast du nicht noch Tachen von der Mama?" „Ja. ich hebe sie dir auf, weißt du aber ich möchte zum Beispiel ein weißes Kleid haben - der Baron, den Ihr angeschossen habt, hat mir gesagt, er würde nichl einmal mit mir tanzen — ich mache mir nichl so viel daraus, aber..." „Aber du möchtest dein eigenes Leben führen! Bis jetzt, wenn du in den vertrauten Kleidern vor meinen Augen herumgingst, war mir's, als sähe ich noch die Muller ^ aber'es ist richtig, dein eigenes Leben beginnl jetzt. Und du haft dich wohl recht befreundet mit dem jungen Manne, daß dir fein Urteil so viel gilt?" Da begann Schwalbe Plötzlich zu wemcn, pe hing am Hälse des Vaters: „Verzeih' nur, ich mass ihn' gar nicht so sehr, ich werde ihn schon vergessen — ich werde mich zusammennehmen, ihn zu vergessen, wirtlich!" Ter Papa streichelte ihr beschwichtigend dcn >iops und lächelte schmerzlich. In seinem Herzen gab er sie her in diesem Augenblicke, dem Iagd-fveund oder fönst einein, den sein junges Kind lieben würde. Und Tchwalbes Koffer mit Mamas sel> samen. bunten und unmodischen Tachen verschwand 3,e Hal neue Kleider bekommen Üaibacher Zeitung Nr. 2.^. 22s»0 4. November 1909. blicklich zufriedenstellend- in der äus;ercn sehe er nocli maiiche Volte. Tic >lreta-Frage hat sich nn-günstiger gestaltet: es seien manche ihm gemachte Versprechungen nicht eingehalten worden. Der Ve-such des Zaren, der für Griechenland sehr wertvoll gewesen wäre, sei durch die Vorgänge im Lande unmöglich geworden. „Hoffen wir," sagte der König, „daß nun die ruhige 'Arbeit dee Wiederaufbaueiis beginneil kann." Tas „Fremdendlalt" bemerkt zu der raschen Bewältigung des Putschversuches in der griechischen Marine: Tas energische Vorgehen der Regierung, die all der Militärliga eine starke Stütze fand, hat bei der griechischen Bevölkerung Verständnis und vollste Zustimmung gefunden, der auch die Blätter Ausdruck geben. Man wird auch aus diesem moralischen Erfolge, der dem faktischen Sieg über die Meuterer erst den rechten Wert verleiht, die Hoffnung schöpfen können, daß die Tage der .^rise, welche Griechenland in der letzten Zeit durchzumachen hatte, ohne weitere Erschütterungen der gesetzlichen Ordnung vorübergehen werden und das; vielleicht gerade die Episode Typaldos auch die radikalsten Elemente znr Besonnenheit zwingeil wird. Tie „Neue Freie Presse" meint: Tic Gefahr ist noch nicht vorüber, aber der Aufstand des Typaldos hat sie so deutlich gezeigt, daß er vielleicht zum Vorteil ausschlägt. Tas „Neue Wiener Jourual" erklärt, ob der Ehrgeiz oder Abenteuerlust des griechischen Militärs einen >i,rieg anzettele, sei eine europäische Angelegenheit nud die Tiplomaten haben mit Macht zu arbeiten, um die Völker vor Mitleidenschaft zu bewahren. Tie Kabinette müssen energisch dafür sorgen, daß der Ehrgeiz der Griechen bezijglich Kretas bei den anderen Nationen nur Staais-manner in Bewegung setze, aber nicht Generalstäbler. Tie „Arbeiterzeitung" glaubt, was der griechischen Negierung und der Offizierslign, deren Geschäftsführerin sie ist, Vorsicht und Milde auferlegt, sei die Besorgnis vor den Sympathien, die die Verschwörer ill der Marine, im Volke, ja vielleicht selbst im Heere haben. Politische Ueberficht. Laib ach, 3, November. Tas „Fremoenblalt" sagt, mit der Demission der czechischcn Minister sei die czechischc Nation ini Ministerrate ebensowenig unvertreten,wie irgend ein anderes Volt Österreichs. Was dort ihr Anwalt bleibt, das ist das Vcrantwortlichtcitsgefühl der Minister, deren Programm sich nicht geändert hat, die anch weiter unparteiisch ihres Amtes walteil und Österreich österreichisch regieren werden. In Besprechung der Entrevue in Racconigi erklärt der .^onstantinopclcr „Tanin" auf Grund authentischer Informationen, das Einvernehmen zwischen Rußland und Italien bezüglich der Wahrung des Status quo auf dem Baltall sei an die Zirkuslcute. Homail von Karl Muuömann. Einzige autonsiertc Überscyimf,, (41. Fortsetzung,) (Nachdruck veilwlen.) „Sie sind doch ein zu guter Mensch!" „Ein guter Mensch! Herr Gott, das ist wohl zuviel gesagt. Nein, aber das eine sollen Tie wissen, mein Fräulein, bei allen meinen Fehlern bill und bleibe ich alter Offizier und nie werde ich es vcr« gessen, was ich meinem Stande schuldig bin." Tabei rollten zwei große Tränen aus den start geröteten Augen des „Murmeltieres". „Tie weinen?" sagte Maria Olinga. „Weinen? Ties ist kein Weinen. Tiese Art Tränen kommen von den vielen Ausschweifungen, von dem verspielten Leben und den zugrunde gerichteten Nerven. Die Tränen wissen selbst nicht, warum sie weinen." Leutnant Miklosich schlug den kragen über die Ohren. Trotz des warmen Wetters ging ein Frösteln durch seinen Körper. Tarauf grüßte er formell und verschwand. Maria Olinga stand allein mit der Brieftasche in der Hand da. In diesem Augenblick wurde sie Hugo Stagemanns gewahr, der sich langsamen Schrittes näherte. Er sah elend aus und schien müde und ermattet zu seiu. Er fuhr zusammen, als sie ihn anredete, und sagte: „Nun, habeil Sie bei Ihrer wilden Jagd etwas erreicht?" ..Nein'." . .^'.^5' ""dienen Sie auch nicht, wenn Sie so lelchtslnmg mit Ihrem Gelde umgehen." „Sie dürfen mich nicht verspotten." sagte Hugo und blickte Maria Olinga bittend an. Bedingung geknüpft, daß ohne Kompensationen für Rußland und Italien der Status quo auf dem Balkan nicht verletzt werden dürfe. Tas Blatt sagt, dies tonne die Türlei nicht befriedigen. Bezüglich des Projettes eines Balkan - Bundes erklärt das Blatt, die Türkei tonnte, so lange die verschiedenen Staaten Erpansionsbestrebungen hegen, einem solchen Bunde nicht beitreten. Tie von den Teilnehmern der türtijchen Ttudienreisc in Osterreich-Ungarn in die Heimat gesendeten Berichte lauten, wie aus Konstantinopel berichtet wird, nahezu enthusiastisch und stellen fest, daß die Herzlichkeit der den Reisenden in Budapest und Wien gewordenen Aufnahme leinen Zweifel all der Echtheit jener Sympathien für die Türlei zuläßt, zu deren Sprachrohr sich die Presse zu beiden Zeiten der Leitha, ohne Ausnahme, schon seit län> gerem macht. In türkischen Negierungskreisen, in denen man dem Verlause der Reise mil großer Aufmerksamkeit folgt, gibl mail über die bisher gewonnenen Eindrücke außerordentlicher Befriedigung Ausdruck. Es wird auf allen Seiten die bestimmle Hoffnung geäußert, daß Gegenbesuche aus Österreich und llngarn im nächsten Jahre der Regierung uuo dem Publikum ill der Türkei Gelegenheit bieten werden, einen tatsächlichen Beweis für die Tankbarteil zu erbringen, mit der sie die Arl der Aufnahme der Reisegesellschaft in Österreich-Ungarn erfüllt. Wie den „Münchener Neuesten Nachrichten" aus London gemeldet wird, hat zur Geschäftslage im ensslischcn Parlament der Premierminister eine Mi> tcilung gemacht, die jedenfalls darüber Gewißheit schafft, daß dieses Jahr leine Neuwahlen mehr stattfinden werden. Tas Unterhaus wird die Budget-Bill ill acht Tagen Passiert haben und dann bis zum 2>'l. d. M. Ferien machen. Am ^2. d. M. beginnt das Oberhans die zweite Lesung der Budget-Bill, worauf dann die Entscheidung der >lrise erfolgen wird. Wie die Entscheidung ausfallen wird, ist heute so unsicher denn je. Tie Vertagung der Entscheidung bis Ende dieses Monats erfolgte auf den speziellen Wunsch der Oppositionsführer. Von zuständiger Seite in Petersburg wird mitgeteilt, daß der Plan der (5mvcrleibllnq des Gouvernements Wyborq vorläufig fallen gelassen wurde. Nach eiuei Meldung des „Newyorl Herald" aus Peking wäre das Ergebnis des Besuches des russischen Finanzministcrs in d'harbin ein von Rußland gemachter Vorschlag, eine internationale An-siedlung außerhalb Eharbins zu schaffen. In Peking gehe oie diplomatische Meinung dahin, daß dieser Vorschlag unannehmbar sei, weil in seiner Annahme eine Anerkennung des von der russischen Eisenbahnverwall ung erhobenen Alispruches liegen würde, die politische Macht über alle Bewohner der Eisenbahnzolle in der Nordmandschurei auszuüben. „Tas kann Ihnen nichts schaden. Sie müssen es lernen, sich das nächste Mal besser in acht zu nehmen." „Pfui," sagte Hugo erzürnt, „ich glaubte nicht, daß Sie so herzlos sein könnten." „Tas bilt ich auch nicht," entgegnete Maria Olinga fast erschrocken. „Ich sagte es nur, weil das Geld — hier ist." Maria Olinga übergab die Brieftasche Hugo, der sie außer sich vor Freude ergriff und öffnete. Alles Geld war darin. „Ach dll süßes, du liebes Mädchen," rief Hugo aus, „dafür sollst du auch einen .Uuß haben." „Nun, nun, nun, nun, nicht so heftig. Das eine will ich Ihnen aber sagen, Hugo. Soll es zwischen uns Ernst werden, so müssen Sie mir versprechen, daß Sie nie wieder spielen wollen. Tas nächstcmal geht es vielleicht nicht wieder so gut ab." „Das verspreche ich Ihnen," antwortete Hugo und reichte Maria Olinga die Hand. „Wie sind Sie aber nur zu der Brieftasche gekommen?" Maria Olinga wollte gerade antworten. In diesem Augenblick ging indessen die Fürstin Na-tefski, die das Paar scheinbar aus der Entfernung beobachtet hatte, all ihnen vorbei und sagte »nil einem eigentümlich neckenden Lächeln: „Nnn, Herr Ttagemann, wolleil ^ie jetzt mit mir sprechen?" „Ja, sehr gern," antwortete Hugo und in seiner Stimme lag eine solche Frische und Freude, daß die Fürstill unwillkürlich stutzte. Als sie in die Garderobe kamen, sagte die Direktorin: „Ich habe mich dazu entschlossen, Ihnen die Juno für l!<)0 Franke» zu verkaufen. Ties geschieht Tagesnelligleiten. — » Arrest! der schlaue Nmiernsohn hatte die Schlafkrank' heil geheuchelt, um vom Militärdienst freizukommen. >' Tentschland zinzeil überhaupl existieren. So tostet dm'l ein Fahrschein erster Klasse nach Nagasaki 808 Mcnl 75 Pfennig ün der zweiten .Masse 5l)<'» Mark 5«> Pst'"' niqj nnd nach Schanghai über Wirballen sogar 9!^' Mark 4«> Pfennig, während sich die klonte dorthi» über Alexandrovo um etwa hnndert Mark billiger stclll. Dagegen kann man nach Vladivostok bereits für 72! Mark 3l» Pfennig beförderl werden und nach Charln!' für 659 Mart li<) Pfennig. scheint.) In populär-astronomischen Vüchern findet ma" zuweilen Abbildungen der Erde, wie sie unsercn Nachbarplaneten, Venus und Mars, erscheinen soll, aus denen die Meere und Kontinente dentlich zu »nler» scheiden sind. Diese Art der Abbildnng, so beweist Arlnr W. Elayden in einem Aufsatz dev „Monlhll) Noticed, die die Wnigliche astronomische Gesellschaft in ^cmdc»! herausgibt, ist falsch. Elayden führt aus, daß das, w"-' wir von der Venus sehe», nur die Atmosphäre ist, b"' voller Wolken ist. Wenau so aber müssen die Venno» und die Marsbewohner die Erde sehen. In ihrem ^rn» rühr mnß sich die Erde als eine schwach erleuchll'tc' Scheibe darstellen, die trübe, mehr oder minder bre'lc Querslreifen zeigt. Während der äquatorialen Nesse»« zeit muß ihre Mitte ein helles, wechlenchtendes VanV, das von den Regenwolken herrührt, darstellen nnd swi dann von den dunkler erscheinenden, gemäßigten Z^'"'!' zienllich scharf abheben. Die gemäßigten Zunen solbsl aber sind dauernd unkenntlich, allenfalls könne» d>c Meere als schwach indigosarbene Flächen erschein^' während die Länder als rotbrännliche oder dunkelgrün^' verwaschene /fläche» durchscheinen könnten. — Mnc lfrdrutschuna in Paris.» In Paris ereui/ nele sich in der Nue Ponrlaque iin Quartier Monl' marlre diesertage ein eigenartiger schwerer Nnsall. Wal> reud sich eine Gruppe von Arbeitern nach Hause begcn', össuele sich plötzlich die Erde unter ihren Wszen. Zw" Personen, ein Mann und eine Fran, stürzten in ^'" entstandenen Erdspall nnd verschwanden sofort in d^ nur Ihnen zu Liebe. Denn ich habe selbst noch f'"' das Pferd Perwendung. Wie wünschen Sie de» Kaufpreis zu zahlen?" „Am liebsten gleich," sagte Hugo und lecUc ljOli Franken in Kassenscheinen mit einem triumph"'' rendcn Lächeln ails deli Tisch, das sein junges Aittlw so gut kleidete. :>lls er selbstbcwusu die Garderobe verlies;, blickte die Fürstin ihm nach und sagte lächelnd: „Ein wirklich hübscher Junge." l!. Kapit e l. Der Aufenthalt des „Fliegenden Zirkus" >" Brüssel näherte sich seinem Ende. In einer Woche sollte Hugo zusammen »>^ Mr. James und Maria Olinga in dem neuen eleganten Hippodrom ill London auftreten, wahrem der Zirkus der Fürstin Natefski einstweilen ^ schlössen wurde. . Aber ehe Hugo Brüssel verlies;, wollte er cnm, seinem alten Lehrmeister eilten. Besuch abstatten. Der Schulreiter hatte in der letzten Zeit einc" neuen Anfall feiner alten Krankheit gehabt "" diesmal war er heftiger als je zuvor. . Er war vierzehn Tage hindurch nicht im >''.,,'. gewesen, und man sagte sich deshalb, daß ^^,,,, böse lllit seinem Zustand aussehen müsse. ^>' Herr Stagemann gehörte nicht zu denen, die "" Bagatelle wegen von der Arbeit fernbleiben. Als Hugo klingelte, öffnete Fran Sta^cnunm. Sie fah durch das viele Nachtwachen ermüdet i-u erschöpft aus, ihren Mund umspielte aber ein >"", ^ liches Lächeln, das Hugo so oft einc Art TrM ^' gcflös'.t hatte, wenn ihr Mann ihn allzu hart Handelle. ^ Laibacher Zcitnng Nr. 252 2 2« 7 4. November 1909. Acrsenluug. Sofort hcrbeiqeeilte Polizisten und Passau» ten versuchten, die Verunglückten an die Oberfläche zu z>ehen. Die Netter mußlen aber von ihrer Altion ab-lasil'n, da die Erdklnfl fich inlmer vergrößerte. Das jammern der beiden Verunglückten »oar herzzerreißend, 'nsliesondere die ^ran fchrie unausgesetzt.- bettet mich, m» ineiner Kinder willen! - Es wurde daher von dein Fenster eineS angrenzenden Hanfes ein Seil in die ^rdllust hinabgelasseil, >oelcl)es nach landen, Bemühen endlich der Manil ersaffen konnte. Unter großen Schwie-ngteile» wnrde er emporgehoben. Inzioischen ioareii ,M,erwehr!enle ans der Unglücksslälle eingetroffen, die den Versnch nnternahnien, sich ans Seilen in die Erd» Ipalte hll,abznlassen, nm anch das zweite Opfer zu N'lten. Bereits war ein ^euerwehrmann in« Begriffe, d>^ unglückliche ^rau zn erfassen, als eine nene Rlilschung ^folgte. Der Feuerwehrmann »inßle schienn igsl hi nans» Rzugen »oerdeil, da er sonst ebenfalls verschüttet ioorden Ware. Die Erdspalte, die fünf Meter breit nnd sechs ^leter lang ist, wird dnrch nene Erdrutschungeu noch »inner vergrößert, so das; die nmliegenoen Hänser schlen-'','l^sl gestützt werden mnßlen. Jeder weitere Verslich, ">r zloeile Verlinglüctle zn retten, mußle »ocgen der !N»ßen (Gefahr für die Reltnngsmannschasten ansgegebeil werden. Der Erdbruch sand oberhalb eines friiheren ^teinbrnlhes statt, woselbst sich r>or zwei Jahren ein ähnlicher Unfall abgespielt hat, dem damals zwei Kinder M" Opfer sielen. ' ^ lVom holländische,, Vcrlobungsmonat.) Dcr ->louember hat für die holländische Landbevölkerung eine ^^e>,tiilnlichl' Aedentling- er ist der Verlobnngsmonat, "l)nlich wie es der Inni sin die« Engländer ist. Inner-yalb der vier Sonntage im November spielen sich in Rolland Tausende von sieinen Liebesromanen ab, die "llcrdings zeitlich sehr zusammengedrängt werden, so °sch,das ^„^. Liebesioerben eine« elioas geschäfts» !""ßigen Anstrich erhall. Die vier Sonnlage haben be. lindere Hamen: der „Schansonnlag", der „Entschei-d>mgsso»nlag", der „Sonnlag des Erringens" nnd der Sonntag der Besil;ergreif>i»g". An dem „Schan-W'nlag^ schlendert nach der Kirche die ganze jnnge -"rflxvölkerung n,nher, Burschen nnd Mädchen betrach. ^'" einander gründlich, wechseln aber anch nicht ein "nziges Wort miteinander. Am „Entscheidnngssonntag" ""hcrt sich jeder Jüngling seiner Anserwähllen, n,n "ne schv sümiliche Verbengnng vor ihr zu machen, v'ebei mns; er scharf anf ihr Verhallen achten nnd N?>sscrn,aßen ein Gedankenleser sein, denn aus ihren ^N'ne,, mnß l>r darans schließen, ob seine Bewerbung Mör finden wird oder nicht. Nach einer weilereu A°chc des Abwartens begibt sich der Bewerber zu den Ollern seiner Erwählten und hält nm sie an. Erhält er . Alstimmnng, so erfolgt am „Tonntag der Befit'.-^Nreisnng" der standesamtliche Abschlnß des Romanes. 7, Warum mögen nun die Holländer den November ^'zu gewählt haben? Wahrscheinlich, weil sie dnrch und ?!"") praktisch veranlagt sind; im November ist die !n)wcT<> Feldarbeit vorbei nnd überdies sehen sie es ^.Uc, nicht nnr ihre Ernte, sondern anch sich selbst ^"htzeilig süi den Winter nnter Dach nnd ^ach gebracht ä" haben. . -?~ lDcr Erfolg der Ttiescl.j Von der welter-^"disclM Lannenh'asligkeit des von Dichtern nnd Aktoren »oeidlich geslirchteten Theaterleufels erzählt >!>.',,Dm'anche" eine amüsante Auetdole, die sich in ^)' "ähe vo» Monl^liinar ans dein Lande ereignete. > "l' >oa,^dernde Cchauspielerlrnppe gab im Gemeinde-^>>>e den „Tour de Nesles". Der Saal war gedrängt . ll, alle Plä^e ausverlansl, die Schallspieler in der iclu -- ^""i,e- in einer übermütigen Aufwallung be-^ Mn die Mitwirkenden, der Ausführung durch irgend ^^irulestes Inipromptu einen befonderen Reiz zu . „Eic wünschen »neinen Mann zu sprechen?" ^"Nte ^rau Stagemanii. ,.,,. ")ch lvollle inicl) nnr nach seinem Vefinden Nlndigon. nnd mich von ihm verabschieden, denn > wcrdc in wenigen Tassen reisen." > „Entschuldigen Sie einen Augenblick." jagte Um ^ ^^^cmann nnd verschwand im Schlafzimmer. bald daranf znrnckzulehren. "Mein Mann biltei Sie, einznlieten." lU<^ '^'^ ^^nartiges Gefühl bemächtigte sich HnM>. Ei^/^ ^"'^ Schlafzimmer betrat, dessen qcmze sties^s '"^ ""'' einer kommode, einen, Paar Nei<-^^ ' ^uem niedrigen eisernen Bell nnd einen, ""'chinch v,'st,nd. Nesi^'" ^^^' ^l^ Herr Stagelnann. Er glich einem c,'M Raubvogel, der zum Teil seines Gefieders ^ "'"W >var. Das Antlitz war unheimlich ab-iiber v^ ^'^ ^'^' lunzliche braune gelbe Haul hing d,r 'i'^ ^'stehende" Vackentnochen, zlvischen denen lien^/"^ '"'^' ^''" stlN'l gebogener spitzer Schnabel ""»orragte. je,'. ,"^'!" liniier lvvhlgepslegler Schnurrbart starrte Tim, ! .""m Seilen lvie zerzallste. ividerspenstige dm, s< lilnaus. nnd die ganze nnlere Partie ,var 'wncn weis;en Borsten bedeckt. lich«,^)/'^'fliegenden Angcn halten einen schmerz- ^ttide^ s ^'^ "'^ 'l''"l eine Hand. die unter der ^nein ")' ,^l"orschnute. ivar abgemagert nnd von -ley dicker schwerer blauer Adern dnrchzogen. 5cn'^" ^'" uinvilltürlich cinen Schritt zurück. ,^^^/-lagemann. der dies scheinbar bemerkt hatte. verleihen. Man halle ein Paar alle verbogene Stiefel, die man nnn während der Vorstellung fortwährend auf die Bühne schleppte nnd davontrug. Ein jeder, der ans-trat, brachte in der Hand die Stiesel, stellte sie grav>. lälisch ans den Boden. Ein jeder der abging, nahm cm Stiefel wieder mit. Das Publikum amüsierte sich konig, lich, immer wieder klatschte man die Schauspieler hei. vm nnd mit gnleiil Recht vergaß das fröhliche Künstler» voll anch nicht die Stiefel, die ein ehrliches Verdienst um den Beifall hatten, ^wei Jahre verstreichen. Eine nene Wandertruppe kommt durch oaS Städtchen und ladet ein znr Vorftellnng von „!^a Tour de Nesles". Aber schon zu Beginn der Vorstellung gehl eine seilsame Unrnhe dnrchs Pnblilum. Sie steigert sich, wird immer ausgeregter, nnd nun ertönt eine Elimme, die voller Enipörnng sragl: „Wo sind die Stiesel?" Das Murmeln wird hier zum fischen, Pfeifeil, zum Tlaudal, unter dem wütenden Pfauchen des erregten Pnblikums muffen schließlich die Schauspieler die ^ortsetmng des Spieles aufgeben. Während die Künstler apathisch uud iu der lranrigsten ^anne dem Slationsgebände zustreben, be-gegnen sie dein Bürgermeister, der sich hoch emporrecll uud den erfolglosen Komöoianlen energisch den Stand-pnnkt klar macht. „Meine Herren," so beginnt der Bürgermeister zorngerötet seiller Rede ^luß, „wenn man keine Stiesel hat, so tut mau besser, im eigenen Heime zu bleiben, anstatt ans Gastspiele zu ziehen und das Publikum einer kultivierten nnd ansgellärten Stadt zu nasführen." Mnc Nicicnmaschine.j Ein Pariser Ingenieur leinn sich rühmen, die größte Maschine der Well lon> slnlierl zu haben. Es Handell sich um eine Rotations-Maschine nach dein System Marinoni, deren ^innge vier» zehn Meler, bei einer Breite von drei nud einer .Höhe von sünf Metern beträgt. Es ist eine ^willingsrolalions. Maschine, ans deren jedem Teile eine Heilung von je 3^ Seilen gleichzeitig gedruckt werden kann. In oer Stunde lann die Maschine l5.(»»»<) ^eilungseiemplare von zweimal 8'^, das heißt im ganzen 64 Seiten liesern oder 12«>.<><»(» Eremplare von je acht Seilen. Diese Riesenmaschine, die l<)<».<)!»» Kilogramm wiegt, enthält Ili ,'jylindev, 7l) Klischees, 3<»l» Walzen uud arbeitet mit >2 Die englische Herrenmode-^eilschrisl „Tailor and Eulter" hat 1,'oeben einen Wettbewerb der interessantesten Art ausgeschrie. ben. Es handelt sich ausnahmsweise einmal nichl nm die bestangezogene ^ran, sondern um den bestangezoge-nen Manu. Die Modesachverständigen der Zeilschrist werden in einer londoner Theater.Matinee, ebenso une in einer Abendvorslellnng erscheinen, unl dort ihr Preis-richteraml ansznüben. ^iir die Matinee tommeil schon alle diejenigen nicht iu Zragl', welche im ^racl oder in» Smoking erscheinen, denn diese Kleidungsstücke sollen nnr des AbenoS gelragen werden. Es ist sehr schwer, sür eine Matinee das richliqe zu treffen. Ausgesprochene Straßen- uud ^ausanzüge sind natürlich anch nichl das richtige, dagegen wäre gegeil einen Enlawal) ill helleren Farben nicht viel einzuwenden, ^ür die Abendvor» ftellnng entscheiden der Schnitt des Frackes, die Art, wie die Kravatle gebniiden ist, der Sitz oer Schuhe nud des Oberhemdes nnd einige andere kleine Nnamen, die de» wirklich eleganten Herrn vom weniger eleganten anszeichnen. - - Dieser Weltbeiverb entspricht wirklich einem der dringendsten ^ulturbedürsnisse der Gegen» wart. Hoffentlich findet sich anch ein intelligenter Ma-nager, der oie preisgekrönten Elegants vom Themse, strand ans dieser Tournee den staunenden kontinentalen Dandies vorführt. „Tritt nur näher. Huqo. Ja, man hat mir böse mitgespielt. Es ist übrigens sehr liebenswürdig von dir. dan on dich vor Antritt meiner letzten groben Reise nach nur umsiehst. Ja. ja es ist wirtlich sehr liebenswürdig. Versuche nichl. mich zu trösten, ich weist sehr wohl, daß es mit mir zu Ende geht, und ich hoffe nur. daß der Tod barmherzig sein nnd mich so schnell als möglich holen wird." Hugo setzte sich an die Teile des Bettes alls den einzigen Stuhl, der sich im Zimmer befand. Mit großer Anstrengung und unter entsetzlichen Schmerzen drehte sich Herr Swgemann zu ihm nm, so daß seiue tiefliegenden Angen »ngo sehen tonnten. „Du bist ja inzwischen ein nichtiger Künstler geworden, Hngo, und das frenl mich. Ich bin vielleicht manchmal zu hart zu dir gewesen, dafür hast du aber auch etwas gelernt." „Ja, Sie haben mich manchmal reichlich hart angefaßt, namentlich in der ersten ^eit, und ich habe Sie oft förmlich gehaßt, wenn ich mit blauen nnd grünen Striemen über dem ganzen Körper zu Bette ging." „Ja. ja!" entgegnete Herr Stagemann mit einer gewissen Ungeduld in der Stimme, als wünsche er nicht weiter hierüber zu sprechen. „Übrigens war es die Fürstin, die mich veranlaßte, dich recht hart zu behandeln. Hoffcnllich bist dn mir jetzt, wo dn älter geworden bist, nicht mehr böse." ^Fortsetzung solgl.j LolaI- und Provinzial-Nachrichten. — Mewählung cinei Futtrlmittrl.Nefattic für Krain.j Anläßlich des infolge ungünstiger Witlerungs. verhältnifse im Herzoglnm 5irain eingetretenen Not» standes wurden seitens des Eisenbahnministeriums rück» sichtlich der in Betracht kommenden Hauptlinien der österreichischen Staatsbahnen sowie der Lokalbahnen ^aibach — Stein, (Mi — Wöllan, Unter.Trauburg — Wöllan, ^eltwkg —Wolssberg, Wolssberg—Unter» Drauburg uud der Unlerkraiuer Bahnen ^rachlbegün» stiguugen für die wichtigsten gutter, und Streumiltel beim Beznge durch notleidende Gemeinden oder die im Notstandsgebiete wirkenden landwirtschaftlichen Ge. nossenschaslen nsw. mit vorlänsiger C>5nit^i>i, bis End? Dezember ls)<»N im Rückvergülungswege zugestanden. - )risch und pathetisch ist, singt nnd schmettert er fast noch kainzischer als Kainz. Er beherrscht alle Dialekte, ist ein Meister aller Stile und meistert all dies sehr glücklich zn einem ofl zwerchfellerschütternden, oft herz-ergreifenden Ganzen. Wir werden es nie vergessen, wie er die Skizze- ..Der Eisberg" des Dentsch-Amerilaners Urban las. — „Newliorker Revne". Mareell Salzer, der beliebteste deutsche Rezitator, gab seine Visitenkarte ab. Ausverkanst! Das war ein Lachen, ein Jauchzen, ein Klatsche» von Ansang bis zu Ende. — Grazrr „Tagespost"! Talzer beherrschte die ganze Skala der Gesühlstöne ebenso meisterhaft, wie den herzerquickenden Hnmor in seinen verschiedensten Nuaneeu. Da lachl alles bis zu Tränen, bis die Seilen schmerzen. — „Tages, bole" lBrünnj: Salzer ist wirklich ein überaus fust-licher einzigartiger Mensch. Der kleine Talzer ist ein großes komplettes Theater. — „Bohemia"! Mareell Salzer ist Klasse. Die Drastik seiner Mimik, den blitz, schnelle» Wechsel i» Stimme nnd Tonsall, das famose Tempo macht ihm kein Bernssschauspieler nach. ^m Ernst wie im Scherz weiß er feine Hörer in atem-Il'sem Van» zn halle». ^ ^ür den hiesigen VortrcigS-abend gelange» Karle» nnd Prospekte in der Buch» und Musiknlienhandlnng Richard Drischel, Kongreßplah. Tonhalle, znr Ausgabe. lVclpachtung oder Verlaus der Impläqnirrun.qs. anfinlt in Talloch.» Die l. k. priv. Tudbahnqesellichaft beabsichtigt, ihre anßer Betrieb gesetzte Imprägnierungs. anstalt in der Etation Salloch, bestehend aus einem rnnd 49.l»<»l! Quadratmeter große» Schwellenlagelplal;e samt den erforderlichen Gle'iscmlage», eine», hölzerne» Imprägiiiernngsgebände sc»»< geniaiierteni ^lesselraum »ud freistehendem gemauerten Schornstein, emrm eben-erdigen gemauerte» Wohugebäude, eiuer gemauerten Arbeiterbaracle, einel» l)ölzerne» .^lohle». und eben-solche» Mciterialdepot nnd einen, sehr ergiebigeil Brun-ncn, z» verpachten oder preiswert zu veräußern. Die Anstalt schließt unmittelbar an die Ttalion Talloch an, ist mit ihr oirell durch Geleise verbunden und würde sich mil Rücksicht ans die dort bestehenden mäßigen Arbeitslöhne sur Indnstriezwecke sehr gm eignen Ne-slektanten erhalle» nähere Auskünfte im Material- s^s!"'^"'..^'^7^"? ^-l' l- priv. Südbahngesell. cha,t, Wien, . Laibacher Zeitung Nr. 252 2268 4. November IW^ — Din >lamcradschaftsal,cnd.j Tic !a»gerdie»en-de'. — lTer Verein der t. t. Tteuerlieamteu Krainsj hält am 7. d, M. um !«> Uhr vormittags iu deu Lola» liläten der Restanration „Zur Nose" in Laibach feine diesjährige Iahreshaiiptversammlling ab. — iIn dcn Pcldescr Tee gefallen.) Am !. d. M. gegeu 6 Uhr abends kam der 36jährige, ledige Säger Johann Vidie aus Ober-Laze bei Görjach iu ein Gast-haus in Seebach nnd verlangte ein Getränk. Da er schon vollkommen berauscht war, eulfprach der Wirt anfänglich nicht seinem Begehren, lies; sich aber dann über wiederHolle Bitte doch herbei, ihm eine Flasche Bier zu bringen. Vidie lies; das Bier, ohne es zu kosten, stehen uud giug aus dem Hause. Draußen angelangt, stürzte er plötzlich in den See. Auf seine Hilferufe kamen Leute herbeigeeilt und zogen Vidie, der bereits bewußtlos war, mit großer Mühe aus dem Wasser. Nach eifrigen Wiederbelebungsversuchen kam Vidie nach Verlauf von einer Viertelstunde zu sich. Man brachte ihn in ein Haus uud legte ihn, da man keine Bebens» gefahr mehr vermutete, ohne ärztliche Hilfe ins Bett. Gegen ll Uhr nachts ist jedoch Vidic, wahrscheinlich infolge des ausgestandenen Schreckens und vielleicht auch infolge Verkühlung, gestorben. —"— * Warnung vor einer Tchwindclfirma.j Zufolge Mitteilung einer auswärligeu Sicherheitsbchörde er» schien vor kurzem iu verschiedeueu Tagesblätteru ein Inserat der ungarischen UhreN'Iildustriegesellschast „Uj. banya", in der gegen Einsendung von l4 I< und we>» tere monatliche Raten von 5 X die Znsendung einer echten silbernen Taschenuhr mil Doppeldeckel, ferner einer -modernen !4laratigen Goldlelle, 56 Gramm schwer,- im Gesamtwerte von 15<> l< zugesichert wird. Personen, die solche Bestellungen gegen Nach' nähme machten, erhielten Uhren und Uhrketteu von ganz geringer Qualität, die zusammen einen Wert von höchstens 8 bis 1!» l< repräsentieren. Etwaige Geschädigte wollen sich beim städtischen Polizeidepar« tement Zimmer Nr. 5 melden. — !> teleskopisches Objekt der elfteil Größej so tief am Himmel, daß er in unseren Gegenden bereits um halb 7 Uhr nnlergehl nnd daher nur beim aller» reinsten Himmel beobachte» werden kann, — begleichen sollte. Kramer, del indes für solche Sachen ei» schwaches Gedächtnis z» habe» scheint, verließ im richtigen Momente nil-bemerkt das Lokal. Die Kellnerin erstattete hievon die Anzeige, worauf der stark berauschte uud aus der Straße erzediereude Zechpreller in de» Morgenstunden durch zwei Sicherheitswachmänner verhaftet wurde. Man fand bei ihm »icht einen Heller Geld vor. Kramer, der als vermögender Steinmetzgehilfe ans Laibach aufgetreten war, wurde dem Bezirksgerichte überstellt. * lZwei verdächtige Verkiiufer.j Diescrtage brachten zwei Knaben im Alter vou 10 bis zu 12 Iahreu auf den Trödlermarkt eineu goldenen Mä»»erri»g mil einem länglichen bläulichen Slein lind wollte» ihn ver» äußern. Eiu Trödler »ahm deu Knaben den Ning weg und übertrug ihu zur Polizei. Ter Eigeutümer des Ringes wolle sich in den Amtsstnnden im Himmer Nr. 5 melden. ' sAufgeholienc Hundetontumaz.j Die k. t. Bezirks» hanptmannschast i» Laibach hat dir seinerzeit über die Orlsgemeinden Nrezuviea, Log und Waitsch verhäugte Huudekontumaz aufgehoben. " Entwichene Zwänglingc.j Gestern nachmittags sind zwei beim Van der Staalsgewerbeschule an der Römermauer beschäftigte Zwänglinge, uud zwar der Südtiruler Alois Nerger und der Istriauer Matthias (5apello entwichen. " sArbcitertransportc.j Diesertage gingen vom Süd» bahnhofe »ach Amerika 294, nach Agram 30 und nach Zinnie 40 Kroaten ab. Aus Amerika sind 30 Personeu zurückgekehrt. " lVcrloreu.j Ein Geldtäschchen mit 20 X Geld nebst Marken nud Rechnungen, ein Paar schwarzc Damenslrümpfe, eine silberne Dameuuhr nnd ein Geld-täschchen mit l l I< Geld nebst Rezepten nnd einigen Schlüsseln, ein Auhäugsel mit Brillanten, ein schwarz, ledernes Geldtäschchen mit 36 K, ein Nickelzwicker, ein Zehntrunengoldstück nnd eiue silberne Damennhr mi> einer kurze» goldeueu .kette uud zwei Herzchen ale Anhängsel. Theater, K.mjt und Literatur. lAl'sstclluliq dec, troatischcu KüustlervtreinlS „Meduli.'.j Gestern' um halb 12 Uhr vormitlagS f^'d im Klllislpcwillo» des R. Iakopi«'' die offizielle Eröü-»l,»g der Ausstellung des kroatische» Künstll'wereim'5 „Medulil'" statt, der hiemit der hiesige» ^sfenüichle'l eine Reihe vou Schöpfliugeu seiner besteil Knnstjü»^'» vorfiihrl. Vertreter älterer, wie modernster KlM!>' richliingen stelle» sich mit ihre» Beiträge» vor, Tier» und Landschaftsmaler, /fignralisten, Porträtisten n»d Czeniler und an zahlreiche» „Studie»" la»» man, >r>ll nameullich bei dem kräftig aufstrebenden Taleule des hierlauds bereits wohlbekannten MalerakademiferZ Marko Ra^iea - c>en ans einer starken IüdividuciliUil crjrelilich sic!, enlwickelnden Werdegang zum vieloei-sprechenden künftigen Meister beobachten. Wir heilten schon gestern Gelege»heil die Namen der Künstler /in» znfüliren, die a» der Ausstelluilg aktiv beteilig! smd-Erivähilt sei nur, das; Borellis Klirikaturenschöpfnng^! !loc!> erioartet iverden und daß von Ti^ov bis je!',! >>>u' e,n in größere» Dimensionen gehaltenes, mehr de>» deloiativen Genre angehörendes Gemälde vorhanden isl» Verlreleil sind »eben österreichische» 2ch»Ie» e>>. Pragj uau>e»llish die italienische und die Münchener Schule. Rechts vom Eingangszimmer ist ei» Saal z>u Gänze fiir Ra>ica reservier!, in der Ei»ga»gs!)lil!e figurieren prächtige Vidovi<'sche Marinen neben Radie» rnngen von Tomislav Kriznia». Der z>oeite Saal ist ?'"' meist dem lroalischen Allmeistel Vidovic', de»' ^l'»' a»slal!er der Ansstellnng, nnd Marinkovi«', einem der kräftigste» u»d origiilellste» jüngere» ^ale»!e ge>oid»n'>, dei drille Saal hingegen Vnkovae, derzeit Professor in Prag, dem Begründer der kroalifchen moderne» Richlung, dcixebeil auch Vioovi,'- uud Mariukovi«''. Zahl' reiche Skülplilre», zum 3eile i» Bro»ze und Marnnn »a>ne»llich vo» Meslrovi<'- - sind Zierde» der Kollektionen des zweite» uud dritleu Saales. ^ Die Elösfilung erfolgte in stiller Feierlichkeit dlirch Herr» R. ^akopi^. Ei» zahlreiches Elilepublit»»!, linier andere» Herr Landesvräsident Freiherr vo» Schlvar,', samt Gemahlin und perr Hofral Gras (5 h 0 r i » skl) > »vohllte der Erösfuuilg bei. "" lDcutsche Nühne.j Die liebevolle, sorgfältig Auffilhrung von unsterblichen Meisterlverlen jein". Ehrioüröigen, die dereiilst ihre stolzen Geistesschlachte» schlngen, gehörl zu den jchüuste» und, »vie der gestrig/ zahlreiche' Besuch zeigle, auch zu den dankbaren Auf' gäbe» der Bühne. Nach dem Grundsatzes „Dem Äeste» das Beste" sollen derlei Vorstellungen' Glanzpunkte i>" Spielplaue bilden und »icht nur aus die Iugeud, sonder» auch aus Erwachseue erzieherisch wirleu. Die deutscht Bühue eröffuele gestern die Reihe der K'lassilerl)orsvereul, tiessi»»ilV>" dramatischen Gedichte „Natha» der Weise", das '»>t Recht zu de» edelsten Werken deutscher Dichlklmst ^e-zählt wird. Als Schiller 180! das Drama für die Buh'" i» Weimar redigierte, schrieb Goethe- „Wir könne» unserem Theater Glück wünsche», we»» ei» solches Stück darauf bleibe» »»d öfters wiederholt werde» km,»- »löge doch die bekannte Erzählung, glücklich dlN-gestelll, das Publikum auf ewige Zeileii erinnern, daj; es nicht nur berufen wird, um zu schauen, so»oer» »»' z» höre» uud zu vernehme»! Möge zligleich das dari» ausgesprochene göttliche Tnlduugs» uud Schouu»^' priuzip der Nalio» heilig u»d wert bleiben." Pl"le» fiudet i» Natha» Charakter, Geist und der edelsten. Meuschheit Bild. — Die Wieoergabe der Dichtung, "M »veuige hcmdelnde Personen beschränkt, gehör! zu oe» schivierigste» Aufgabe» der Schauspielkunst, denn hn'r kaun durch eine uugeschickle, »»verständige Iüszenier»»^ n»d Darstellung das Erhabene sehr leicht zum Lacher» lichen werde». Die Aufgabe erscheint daher durch die Proviuz'bühne vollkommen erfüllt, wenn »lau die Aus' flihrung würdig bezeichne» ka»», u»d das war gestern der ^all. Anerle»»»»g verdien! »amenüich der Er»1> u»d das eifrige Neulüheii, iu, bescheidenen Rahme» der hiesige» Verhällilisse das Möglichste herauszuholen. D>e Darsteller bewiesen, daß ihnen iu den Niederuugcn des Schwauls uicht der Atem für die reinen Höhen llasi'' scher Dichluug ausgegaugeu ist- alle erfreueu sich schöner Begabung uud anch jener Bildung, die das Eindringt in deu Geist der Dichtung gestattet. Herr Earl^' T^elda charakterisierte den Nathail mit ruhiger, <^'' winneuder Würde und der Herzenswärme des mensch^' fieundlichen Weisen. Er ist'ein ebenso verständiger wu' eilldriuglicher Sprecher: namentlich brachte er die Herr-liche Erzählung von den drei Riugeu zu tiefer Wirkung Herr Mahr entwickelte als Tempelherr Kraft »»^ Leidenschaft im Tuu, gepaart mit schöner Empfindnng, ^igur uud Gesicht eillsprache» allerdiugs »veniger dem Heldenhaften eines Osmaueubekämpfers. Die K^P!' bedeckuug stand in eiilfchiedene»! Widerspruch ,',>"» Kostüiue uud war ebenso stillvidrig »oie das Phanlafn" koslüm von T^räulei» Hübl, das >vohl eiuer Odal'sle, »icht nber der Tochter Nalhaus augemesseil war. ^" juuge Dame besitzt Talent uud deu zarteu TilM'N uaiver Reillheit mit feineren Übergängen. Den edn'> Saladin spielte Herr H 0 h c u a u mit ualürllchel, mänulicher frische uud frei von Manier. ^ränn'>> Bellau gab die Schivester Saladius als brave T>"' slelleriu, verfiel jedoch stelleuweise iu eiueu l^sxM'" geschraubten Ton. Schlicht und uatürlich spielie ,^" Salderu die geschwätzige Daja- das NachschleM eines ,,!<'" am S'chlnsse der Sätze erscheint übersu'!! ' Vorzüglich war Herr Richter als Patriarck, " Laibacher Zeitung Nr. 252. 2269 4. November 1909. ^w ssewiffcuhast vordcn'itclc, wohl alMsliuuulc Vov. M'lluuq zl'liqlc von ociil Killen Geists, drr die Vl,nsll'I-nn'ql'n dchcrrschl, uud Icqlc Zeugnis von der ^üchtiqkcil dn Ncqic des Hl'rv» ^l> Ida'ab. — Das Pudli'luui dmttll' durch herrlichen Beifall und mele Hewmruse. ^'l' ^lirstelluuq deehrte Hcvr Laudespräsidenl Bcir>.iu ^chloarz mil seiuem Besuche. .1. ^ lAus der deutschen Thcatcrtanzlei.j Die auf das ^eunbuuuemeul uuqerade scilleude, siir ^reitast au-ttchiUe Ausführung der Operette „Der ^iqeuuerdarou" '»u>jte uiunnher^eseheuer Hiuderuisse we^eu >.,erschl.ü'eu werdeu. Uiu melen Aufragn zu qeui'lsseu, siudet au du'lcm Ta^l' eiue Wiederholung der Ue^ ^allscheu Oft» N'ttcuiuwiläl „Tie qeschiedeue' 7^rau" stall, die bisher w>l deiu qrösUen Ersulqe >.'ier ausoerlaufle Häufer er. ^, "" Das .^ul,zert de? ^U'dlm^s des unisilsreuudlicheu PublikuluS dildel wieder "," ^st'llschaftlicheS (5reiquis. „Guust zu errinaen, isi '"chl fchluer, Ouusl zu erhalleu — u,u so mehr", so uu'tet eiu alles Wahrwort. Wie Alfred Grüufeld es a». la»gt, die Anziehuuqslrasl feiuer .^uust uiä)t uur uu-s"!l'hrt zu erhnlteu, souderu vou ^ahr zu Jahr zu ! Essern? ^„ sl'i„l'»i ,^ouzerlabeuo offenbart sich das "chemmis eiuer Persöulichleit, die außerordentlich ist >>,' 'hrer liebei'Slviirdiqeu, daS Wiener ftieluülslebe» Ulnstlerisch qesteiqerl zu», Ausdruck bringenden Har->!^^!x' ^">>!u ein anderer Pianist lieriuaq deu Zauber ^ Individuelle!! so lräflia, uud nachhalliq auszuüben u,U' Alfred (Yrünseld, uud doch »r>ird inau'keinen Pia> UÜei, nennen sönne», oer sich am Klavier so »venig '"laxiert, der so N'euiq Allotria treibt, so ehrlich bei "'r Sache ist. wie Alfred wriiuseld. Auch sein Pro-Mmn», ist ^ ^»^. Äiiannigsalligleit durchans würdig, ""stgerecht. Die Teiluahine sür^ das >lonzerl ist eiiie ^'sie und das fesselnde Programm dürste unseren zahl- "«)<,'„ Klaoiertünsllern hohen Genuß bieten. lHinlritls. ^"en sind in Richard DrischelS Vuchhaudluug zu Yadeu. 2- -7- l^':'^."> Anhalt des I". Heftes! l.) ^ranz y^Ieglao! Hnoen »oir eine nationale Schule? --< Adulf N 0 bida: Skizze der Entwicklung der moder-'^.Tramatil. 3.) Andreas Neble- Die Studenten-"Ml „,^ ^^. ^^^,^. ^.^^. 4 ) Dr. Andreas Pad- !.'/'"- Die Sozialoeuwlratie und die Wissenschaft. '^ Dr. A. U^eui^nif.- „Das zweite Besicht". 6.) l'l'e Nücher. 7.) Feuilleton. 8.) Anzeiger der Leo-^ellschast. ^ ^ l^in Thatespearc.^iationalihcater in London.) "U^ondon loird berichtet! Der große Plan. iu der /'l'Icheu Hauptstadt ei» ^aliouallheater erstehen zn 'N'n, ,„ ^.,^ ^^ ^,^, ^,^^. ^^. ^.^,^ Sl)alespeareS ^turftl'N »rerden sollen, ist nunmehr der Pcrwirt. Ä'"^'^ »»> einen Schritt näher gerückt. Ein anonymer l/^" ^ ^l'm Komitee bereits eiueu qroßeu Äelrag ''.W<>.„<)<, ,<^ ^„. (5^,ichluug des' Shalespeare-^mionnlthcluers zur Verfügung gestellt. Der Ausschuß, «,,, ' °^'r Bürgermeister von London, der Earl von guttun. Alfred ^ilteltou uud Professor Gollauez an» n» ?"' !^^ ll'/^"^"^'u oou vorneherein aus breiter, ciesuuder uud '"'^'N'r Basis ruhen soll, !(s,> ^'^ Memoiren Ttanleyo.j AuS ^ondou >oiro „ /'Micrt! Hier sind die Memoiren Staule»,S erschie-di/'^?"' "^' ^"l eulhäll die Geschichte seiner Ingend. sein "^'^ l,l>m Teil im Armenhause zubrachte. Aus u,,^'' !"'M,aIislischen Lehrjahren erzählt er Episoden ^m!< 'M' Smyrna uud Zanzibar sowie über seine ^!)»„^>,^ „^ ^^^ Verbleib Livingstones. Telegramme ^ l. l. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Die Sprachcnsscschc. ^'ech >/"'^ '^ -^'ooeml'er. Eine Versammluug aller 5>r, > ! ^^''lhsrals. und Laudtagsabgeordueten soloie i^ "'!i"us>uilglieder beschloß eiue ^uudgedung, »ooriu leiük ' ^""^iouiernng der Sprachengeset'.e sür die Nes>„ Ü''^"' Grönländer die tiefste Erbillernng liuS-"iclu^ '!' '"'^' d" hiedurcl) oie Gleichl'erechtigung der N>i!^ ! "' ^"t'l'l'lililäten oerle!'.! >oorden sei. Die »n/s" ?" ^'^'^^ ^" ^iegierung daS Mißtrauen aus '"ndigt ihr den schärfsten Kampf an, " Handelsverkehr zwischen Österreich uud ttussarn. ^»dl't ^"' ^' ^lwember. Das Handelsministerium oer. .'.>ni,v. . "I,^ilist!schl'n ^lnsuieiS iiber den Wareiwersehr !<)<,'^'l Österreich und Ungarn i>» Mo»al September ">'" n ^'"lli betrug iu oieseu, Monat die Einfuhr Ulwn ^"' ""'^' Millionen Kronen, die Ausfuhr uach ^uu.'< ^'^ Millionen Kronen- für die Monate V^./^ "'S einschließlich Sep!eu,ber ,9l»9 stellle sich der Nronlni ^ ^'"!"hr aus Ungarn aus 6lU,5 Millioueu ^iillim,, ! ^"'^ d"' Aussuhr uack, Uugaru aus 952,2 b'e M !. / ^'""'- ^u' pn'oisorische »andelsbilaiiz sür "!iibt .. '. ^""""' bis eiuschließlick/September 1909 ^'ieuül. "" Aktivum von 132,7 Millionen Kroueu ii, ^.>, ' . !''""" lulchen vul, 98,8 Millionen Kronen '" !^l"chen Periode des Vorjahres. Getreide-Einfuhr. Wien, 6. November. Nach Österreich wurden in der Zeit vom 24. bis 80. Oktober eingeführt: 126.630 Zentner Weizen, 20.507 Zentner Noggen, 107 Zentner Hafer und 7991 Zentner Mais. Die Daten über den Getreideimporl nach Ungar» in derfelbe» Zeit liegen »och uicht vor. Das ncnc Kabinett in Dänemark. Kopenha.qcn, 3. November. Miuifter Zahle hat heule im ^ollelhing feine Programmrede gehalten. Er erklärte, die Negiernng betrachte es als ihre erste Auf» gäbe, »ach der Älberli.Asfäre ei»e Neiuigung vorznneh-inen. Die Negierung »volle ferner auf administrativem Wege jeder Korruption innerhalb deS Veamlenslandes entgegenarbeiten. Die Regierung beabsichtige, eiue neue Wahllreiseinteiluug vorzuschlageu. Die angenommeue» LauoeSverteidiguugsgesetze werden durchgeführt werdeu, doch werde die Negiernug größte Sparsamkeit üben und zu keiner Sleuererhöhuug schreiteu, um daS Militär-geset^ rasch durchzuführen, ^alls sich im ^olkethiug eine Majorität gegeu die Negieruug bildeu sollte, werde diese an die Wähler appellieren. Zwischenfall au der serbisch-türkischen Grenze. ölonstantinopel, 3. November. Der serbische Ge-sandte überreichte oer Pforte eine Note Wege» eiues ZwischensalleS, der sich am 26. Oktober bei Madendepe an der türkisch.serbischen Grenze ereignet hatte. Tür. lische Soldaten habe» »ämlich die serbische (Grenzwache, die über ihre Einladung die Grenze überschrilteu halle, um aus türkischem Territorium den Spuren eiueS Dieb» stahles nachzugehen, beschossen, worans aus serbischer Seite eiu Unterossizier und zwei Soldaten getötet wurden. Großer Brand. Tiflis, li. November. Das ^udeuviertel der Bezirks» sladl Turam ist mit alle» seine» Warenlager» uud ^auslade» abgebran»t. Der Schade» beträgt etwa eine Million Nubel. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Am 1. November. Schindler, .hoch» und Deutsch« meistcr.Mmmistrationssclrctär; Mitulitcl, Beamter, Olmüh, -Hermann, Bureauchef. Zwischcnwässern. > Burqer. Beamter, j. Fran; ?ll,a.cllfsld. ilfm., Trieft. - Weiland. Nfm,, Linz, -Vondi, Nfm,, Maffersdorf, — Koftrivc, Bes., Großlupp. -Sutler, Kfm.; Kernlos, Oberinsfteltor; ssischer, Verwalter, Graz. — Ferjanich, Bei,, Dobova - Heisenbeisser, Priv.. Lovrana. - Nennssi, ssfm,. Noviano. Baiser, s. ssrau, Wallner, Iellacic. Bühm. Weih. Kflte,. Wien. Aul ^. November. Eros, jlfm,. Budapest. ^ Lentii, Kfm., Milna. ^ Nizzola, .Ufm,. s. ssrau. «Mach. - Zwiebach, Kfm,, Graz. v, Langer, Priv., Rudolfswert, v, Langer, Priv.; Kladivo, ,^olowjty, 3icnbauer, Bayer. Mährisch!, Stern, Zentner, Mos;er, .Uflte.; Dr, Weis;, Zahnarzt; Schebesta. Montcm, Wien. — Stern, Fleischhauer; Schrllander. ttsm,, Arnoldstein. Panlig, Pfarrer, Media, - Vasmeyer, Hotelier, Wipftach. Zhubcr v. Olrog. ssorslmeistcrsssattin. s. Sohn, Einöd. - Oauia, Schauspielerin, Praa.. - Mulme, Priv.. Ncumarttl. - Baron Apfaltern, I. l. Kämmerer, Kreuz. — Ulm, Gutsbes.. Schloß Weinhof. — ssrrulich, Marsich. Vau» lei er. St. Veit. Grand Hotel Union. Am 30, Oltuber. Dr, Mandie, ,^tand,; Globoinil. Buchhalterin; Moro. Priu.. Trieft, Aok', Priv., ssiume. -Iaszoditsch. Prof.; Smcilal, l. u. l. Oberstleutnant. Graz. — Gandini, Landesreluerungralsssattin; Buchar,Inn,. Salter,Äau> oberlommissär. Rudolfswert. Dr. Giulini. Dirrttor. Mailand. Trozmüller, Fachlehrer, Pola. — Dclal. Inspcltor, Susal. — Pctcrnelli, tUrosMiindbrs,, Cerlno. Dr, Prciurov, Arzt, Littai. Selislar. l, l. Nichter, Sevnica, - Dr, Herlc. Pros, Krainburg. - Pnseujal, Oberrrviso,. Marburs,. — Pregranc, Kfm., Svincc. — Reiner, Kfm.; Bauer, Bartlme. Locker, Wiener, Rsde,. Wien. Vodopicil), Verwalter. Heilenftein. Broz, Priv.. Praq. - Dr. Gregorin. Prof., Görz. - Neu« vulsscr, sslsdr,. München, Verstorbene. Am 2. November, Zorica Magdie, Handelsmanns' tochter, 4 Tasse, Ianez Trdina Gasse «. Maria Rozman, Montenrslochter, 5, I,. Bleiweisstrahe 15i. Im Zivilsvitalc: Am '^. Novembel, Theresia Rot, >teuschlersa.attin, ^l) I, Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehühe 306 2 m. Mitll. Luftdruck 376 0 mm. k ^ 3 , DZ» Z dr« Himmelt K33 ^ l "__I.^IZ^_ l __ !______"" "1 2^A. N7 7sl)^b ,^13 0"SÖ7schwllch l tei'lwThMer',^ ' ^ 9 U. Ab. 730 « ^ !>4_______» ^ halb brw. i 4 l 7 u. F 730 b 6.»! SSO. schwach heiter 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 10' ?», Normale e» Luftdruck dls Monates, um 0 8 mm über dem Normale; Maximum 743 4 am 23. früh, Minimum 729 2 am 25. abends. — Nasse Tage gab cs 13 und rs fielen 154 4inm Regen, wovon 34 4 mm auf den -^. allein als Meistoctrag entfallen. — Am 8, um 11 Uhr vormittags fand eine starle weithin wahrge. nommene Bodrnerschüttliung st^tt, welche im unteren Teile des erdbebrnreichrn Snuegebietes ihren Herd hatte. Nach heftigen Regengüssen, längeren Rrqenpcrioden stellen sich im Binnenland« derartige viillanischc Erscheinungen gerne cin. weil durch das Eindringen brs Wassers iu den nufgelockcrten Boden und von da durch verborgene Spalten in das innere Fcurr der Erde Dämpfe von ungeheuerer Spannkraft entstehen, die unter heftigen Erschütterungen der Erde einen Ausweg suchen, -^ Wie im vergangenen so hielt sich die Temperatur auch in diesem Monate stets in einer gewissen Höhe und sank nur viermal unter das Normale, — Der Herbst jebi'ch machte sich allenthalben fühl» bar; früher als gewöhnlich fingen die Matter der Bäume an sich gelb zu färben und abzufallen, woran nebst dem vielen Regen wohl auch der an 17 Tagen auftretende, oft bis in den Mittag sich hinziehende Nebel Schuld tragen mochte. Die Winde, worunter der Südwind bei weitem vorherrschte, warm, schwach, die Atmosphäre ruhig. - Im lausenden Monat Nc» vember lommt der Mond am 15. um Mitternacht in Erbnähe. Wettervoraussage sür den 4. November für Steirr-marl, llälutcn und Krain: Meist tlüb und ren»erisch, mäßige Winde, wenig verändert, unbeständig; sür Trieft: Meist trüb mit zeitweisen Niederschlägen, mäßige Winde, abnehmende Temperatur, unbeständig. Tcismischc Berichte nud Veobnchlnustc« der Laibncher Erdbebenwarte «Ort: Gebäude der l. l. StaatsOberrealschule. Lag,: Nördl, Breite 4!>'!!,!,!»,al»'>l !»z,s!,s!! !!,!, .!„! ,,!!!t>l,^rol'>>> ills n^x !>>>s' ,»,!' 98-2H 1860er Staatilose 50« ft. 4"/« ^64 2b l«8-25 18«0er .. ,00 fl, 4°/<, 250-!,«'- 18S4er .. 100 fl. . .316-320— l8«4«r ,. « sl. . 516 - 32«-- Dom.-Pfandbr, k ,20 fl. b°/„289 - 29l - Vtaatsschnld d. i. steichs rate vertretenen Königreiche nnd Länder. Östcrr. Voldrente steuerfr., G old per Kasse .... 4°/„ US 4b l,S «5 Öfterr. Rente in Kronenw, stfr., per Kasse.....4"/» S4 ?<' »4 M detto per Ultimo . , 4"/« »4 7« 94-90 Öst, Investitions Rente, stfr.,, Kr. per Kasse , , 3',°/, «4 30 »4 hsi ß3t»»t»schnld< »«schr»il>nn»ln. !tlis»bett,«ahn i. G,, steuerfr., zu 10,000 st.....4"/„ -'- -'- Kranz Ioseph»Bahn in Silber (div. St,) . . . . 5'/.«/« ill« 5b, 19-« «aliz. Karl Ludwig «ahn (dlv. Stücke) Kronen . . , 4"/» 94 95 9b 9l l»iudols-«ahn in «ronenwühr. steuerfr. (div. St.) . . 4"/„ «4 4t 95 4t vorarlbergei Bahn, stfr, 400 und 2000 Kronen . . 4«/« 94 55 95 Kl ^n Kl»»l»sch»ll>»llschltlbung«>, ab««fte«P«lll Glstniahu.zlkllen tlisabeth-B. 200fl. KVl. 5'.°/« von 400 Kr.....45« — «5 ?« detto i>inz-Budweis 200 fl. ö. W. S, 5'/^ , , . . 48« - 426--detto Salzb«rg-Tirol 200 sl, ö. W. E. 5"/„ , , . .4,9 — 42,-— l»«m«tal-Bahn «00 u. 3000 Kr. 4>/„.........191 - 192- I Gelb Ware Do« ztaate znl Zahlung üi«l» n»«wt« G«s«lb»HN'Dll»lU»t» Gbliglllilnnl. «ohm, Westbah». Em, l«9b, 400. 2000 u, 10,000 Kr. <"/„ 95 25 9S 2» Elisabeth Äahn 600 u, 3000 M. 4 ab 10",„......N«^«,17 50 Elisabeth Vahn 400 u, 2000 M, 4"„........lisi »k>,16 ».°> Feroinllnos-Norobahn Cm. ,88» »7 2!> 98 «b detto Em, 1904 9i> «t> W 8l» Franz Ioseph-Äah» (tm 1884 /,"/» «!> - «?--«orarlberger «ahn Lm. 1884 (div, St.) Silb. 4",„ . . i"5^l. 96'8b Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4".„ ling, «olbrente per Kasse . liS ONliü So 4°,„ detto per Mtimc ,iL'L.^lili'< 4"/„ ungar, iXente in Kronen währ. stfr, per Kasse . , 91-k«, 9i 80 4° „ delto per Ultimo 91 «l> 91 80 5'/l"'^ delto per Kasse «i-?z «l'9ü Ungar, Hrämi>m,An!, il 100 f>, 212 ^ liis» -detto i> KV f! iiii 25^,^25 Iheih-Neg.-Lo'c 4"„ . . , ,<45koi4»b0 4"/« uu«ar, Vrundentl.-Vblig, 9215 9!l 4" „lrua!. u, slav, Vrdentl,Obl, 94- 9b- Ändere öffentliche Nuleheu. «osn, Landcil-Nnl. 80 9k> 80 betto 190» 4«, 94«<> 8Ü 8« Nnlchcn der Stadt Wien . . iol-4U lN2 4t» detto (S. oder .) 18'.4 120-- ,21 — dett« l1»94).....93 »0 94 80 bett» (Va«) v.J. 18S8 . 9K-1? 9e-i« detto «Lleltr.) v, I. 1900 «5.2k «6 25 detto lInv.-A,)v,I.190» z,70b 97-nl> Borsebau-Anlehen verla«b. 4"/^ 9s 7» 97 ?b Russische Staatsanl, v. I. 19ue s, 100 Kr, p, n, . , 5«/n . >> - --detto per Ultimo . . 5"/„ 100 9b i0l'4.'> Vulg, Staats-Hypothelar Hnl. 1892......«"/„ «21 4l> !22 4U Geld Ware H'ilg, «taal« - Goldanleihe 1907 s. 100 Kl. . , 4>/i'/o 9» 7b 94 2b Pfandbriefe usw. Vodenlr..allg.öft.i,50I.vl.4«/„ 93 10 94-«0 «öhm, Hypothelenb. verl, 4"/s, 9? 10 97'20 Zentral-«ud.-«re°,-Vl.. österr., »5 I, Ucrl.....4>/,"/a ,02Äb 108 sb-2b Mälir. Hypothelenb. verl, 4°/„ 9« »5 9' 35 N.-üslerr, La»dcs-Hl,p.-Anst. 4",« gß Ll, 87- l> dlitu iull. 2"/<, Pr, uerl. 3>/i",!! 87 bo 88 bo detto K,-2chu!dsch. verl. 3'/,"/« 87 b>^ 88'b0 detto uerl......4"/» 96-- 97>- Österr, ungar. «anl z<> Jahre «erl, 4"/„ ö. W..... 98-^ 9"-»« detto 4"/n Kr...... 9825 9!» 25 Spar!., Erste »st,, K0I. verl. 4°, b9-»5 ,»0 3n Eisenbahn.Prioritäts-Obligationen. Osterr, Nordwcstb. 200 fl, S, . ,03 20 :04-20 Ltaatiidal,» s^>0 ssr..... »85- 389- Südbabn » 3",„ Jänner-Juli Ü00 ssr. spei St.) . . . 27520 277 30 S'ldbahn k 5°/„ »00 fl. N. 0. <3 1,9-- 119-80 Diverse Lose. Ptlzw'liche L«st, 8«/» «obenlredit-Lose l.Neg!ll,-Losc 100 fl 2S8-5" 274-5» Serb. Vräm.-Anl.p 100 ssr, 2"/« «45« lao-50 MnVlizinllichl Jose. «udap-Äasilila (Dou!va!l)5 sl, 22,5 24-lb Kreditlose 10« fl, . , . . bW--- b18>- Clary-Lole 4« fl. KM, , . . 171-— ,8,-.. Ofener Lose 40 sl...... —-- -'- Palffh-Loie 4« sl. KM. . . . 2«0'- 230 - Roten Kreuz, üst. Gcj, v, 10 fl. 57- - S, ^ Roten Kreuz, nng. Gej, u. 5> sl, »4-50 38-5») «ud°lf-L«!e ,0sl...... »7-50 ?»-50 Salm Lose 40 sl. KM- , , , 2?b-- 28^,' Türl. E.-B.-AnI,.Prä!!!.^:blig. 400 Fr, per Kofse . . . 205-90 20»>9>) detto per Medio . . . 2«e-20j 207 ü<» Oeld Ware Wiener Komm.-Lose v. I, 1874 b43 — bb» — «ew.-Sch. d. 3"/« Präm.«Schuld d, «obenlr.-Nnst. Em, 1889 87-- 9l- Aktien. ^llln»P0lt'Knstcrr, Nordwestbalin 20« fl. S. ------- —-- dctt°(!it, ly20U!l, S. p. Ult. —-— —-- Pran-Duler ltisrnb, I!>!,fl.ab»st. 222-- 223-- Staatseilenb, 200 fl. S, per Ult. 74N 75 747-7!» Südbahn 200 sl. Silber per Ult. >26 40 >27 4o Südnorbdeutsche Verblnbungsb. 200 sl, KM...... '. —-. Iransporl-Ges.. intern,, U.-G. 200 Kr........ 9b l,5 — Un«ar. Westbahn (Raab-Graz) 200 fl. E....... 404- 408- Wr. Lolalb.-Nltien-Ves. 20«fl. 225- 235-- Vanlen. «nglo - Österr. Bant. 12« fl. . 30S 7H 309 75 Bankverein, Wiener per Kasse -- —-— detto per Ultimo 537 40 538 40 Bodeiiir.-Anst. ost,, 300 Kr. , 1,54'- 1,50'- Zcutr.-Bob.-Kreobl. üst,. 200fl. b?4'— b?7'-Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, 320 Kr., per Kasse —-— «-- drtto per Ultimo «b!> 40 »60 <) Kreditbank, ung. allg., 200 fl. ??i. ??»-- Lepositenbani, all«., 200fl. . 4«o-- 4«,- Eitomptr - Gesellschaft, nieder- östcrr,, 400 Kr..... »»» — «»4- Giro- u. Kassenverei«, Wiener, 20" sl........ 464'-- 4«?'— Hupultictcnbanl, ost. 200 Kr. 5"/» 305.'- 3»8'— Laüderbanl, österr,, 20« fl,, per Nasse....... - '- -'- bettn per Ultimo 494- 49b'-„Vlerlnr". Wtchfclstüb.-Mtirn- Gesellschaft, 200 fl. . . . 627 — S3.:-- Österr..ungar. Äa„l ,4<»0 «lr. 1775-— ,783-— Oleld Waie Unionbanl »«»fl...... l.74 50 ü?» b» Unionbanl, böhmifche 10« !I. , 2" ^ ." IX «erlehr«banl. llllg. ,40 sl,. , 34<<5N «-"" znd»ftrie'zlnternehmnn»l!>. Ällünesellsch,. all«, öst., ,00 fl. llu«-- 2°« ^ Uruzer Kohlenbergb,-Vef. 100 sl. 7ü6 ?b ?o» 50 Eisenbahnoerlehr«.Anstalt, öst., ,0» fl........ 453 A - Eifenbahnw, Leih«., erst«, ,00fl. 209 - «'»^ ,,EIbemü2'5.0 ««'.'" 2al«o-Tarj. Steinloblen 10« fl. «2« - °'' " „Schlöglmühl", Papicrf.>200fl. 30« - »" " ,,Echodn«ca", »l.-V. f. Petrol.- Industrie, 500 Kr. , . .537- °» , ,,S!ct,rerm>!hl",Papierf,».«.«, 447- "' . Trifailer Kohlenw-O. 70 fl. . 303— '"^ ^ Türl. Tabaircaic-«es. »00 Fr. per Kasse..... ^ ' »Ü za betto per Ultimo . , , 354 l>0 '" 50 Waffens, Oes.. östeir.. 100 sl, , «79- "°"^ Wr, Ällnnescllschast, lov fl. . , '73 '^» Wiencrbrrge )!>ene>f,.«lt,.<»e!, 732 ^'" Devisen. Kurz» pichln» null Kchtck». «msterda»!....... "8'45 '»«H, D»,tt!che Äanlpläde , . . . >l?'«?' >^»^ Italienische Vaniplähe . . . »»'" ".," London........ 240 90 »4, «" Pari«......... »käz 9^^. St. Pe!cr«burg...... 255 - 2»°" Zurich »no Basel..... 95 32' »» " Valuten. Dnlaten........ "-'" "'^ 20-ssranlell.Ltücke..... '»»« ' °', 20.Marl-3tücte...... »»'°» ."."/7 Deutscht Reichsbanlnoten , - li?'67° N^°' Italienische Uanwoten , , . »«-^ ^'«> Rubel Note»....... »'bb" l»"" Aktl«n, Losen etc., Devisen und Valute».. "g"13*"*1*- und WechslerReschÄft f unur eiten.m Virichlu» d.r Mrtll. Log-Versicherung.__________________________L,n.ih>tch, Strltargw.Hne._____'_____~_____1$n\»un% iu Birainlafti ;¦ KiMi-Itrrtut ui lit lin-ltlt«. _|