Laibacher Seituna. .^« 54. Donnerstag nm O. Mär; «8K« Die „Laibacher Zeitung" erscheint, »lit Ausiiahine der Z^nn« iiilv Fcicrtagc. täglich, ,l»d foüet sammt oen Acila^e,, im Tomjvtoir ganzjährig 1l ><., halbjähric, 5 st.IVlr, mit Kreuzband im Comptoir ganzjährig 12 st., ha I l'jä hrig tt sl. Für oic Zilstcllung ills Haus nno halbjährig 3!) lr. mehr ;>l cntnchtcu. Mit der Poil porto-frci ganzjährig, «nter Kreuzbai!!' »no gedruckter Adrcsft !."> ff., halbjährig 7 ä. ^tft kr. — In i'cratioü sgebü h r s,ir eine F!'alt>'ner den Raum derselben, für ein-znaliqc Einschaltung .'i fr., für zweimalige 4 lr.. für dreimalige 5 fr. (5. M. Inseraie bis 12 Zeilen losten l ff. für 3 Mal, .'»U fr. für 2 Mal und 40 kr. filr 1 Mal einzuschalten. Ii, dicsen Gcbichrm ist nach dcm „provisorischen Gcfttzc voin <>. ?lo!,'»'»,bn' l. I. für Iuscvtionssta„N'!'l" noch ll» lr. für nnc iers^maligr Eiüschallunz hinzu ;n rcchnr». Aemtlicher Theil ^Vc. k. k. Maj. haben über Antrag des Iu-stizministers mit a. h. Entschließung vom 2l. Febr l. I. die durch den Tod des Franz Nechodom erledigte Stelle eines Landesgcrichtsrathcs dem Michael M ay cr, Landcsgerichts ^ Assessor in Reichen-berg, allergnädigst zu verleihen geruht. Se. Majestät haben mit a. H. Entschließung vom 23. Februar l. I. die Dignität des Primicerio an dem Domcapitel zu Pt die Sccrctäre der steicrmärkisch - illyrischen Finanz - Landes - Direc^ tion Franz Hi es berge r und Franz St» eg er zu Camera! - Bezirksvorstehern im Gebiete dieser k. k. Finanz - Landes- Direction ernannt. Nichtamtlicher Theil. Dio Unruhen in Schweden. ^ Die u»riil)igen Bewegungen in Schweden lMd Norwegen lenken die Aufmerksamkeit des europäischen Publikums auf einen Punct des Welttheilcs hin, wo man die Ruhe und Ordnung bis jetzt für fest gesichert hielt. Die Freunde des constitulionell-democratischtn Regimes unterließen bei keiner Gelegenheit gerade auf diese beiden Länder hinzuweisen, lind ihre friedliche Haltung als einen Beleg aufzuführen, daß es eben nur verfassungsmäßiger Institutionen bedürfe, um die Zufriedenheit der Völker zu erzielen und revolutionäre Ausbrnche unmöglich zu machen. In Schweden und Norwegen sey das Ver-fafsungsprincip so fest eingelebt, daß kein Sturm das alte Gebäude aus seinen Fugen zu rücken ve» mögend ware; dicse Neicke seyen dem Schicksale der meisten continenlalen Staaten nur darum entgangen, weil sie bereits seit Jahrhunderten parlamentarischer Einrichtungen sich erfreuten. Diese und ähnliche Bc. hauptungen wurden von den Stimmsührern der libc-ralen Partei seit Deccuien ihrem Publikum wiederholt und von dicftm endlich geglaubt. Nunmehr hat sich die Scene mit cinem Schlage verändert; eine Woche lang haben tumultarische Auftritte und Zusammenrottungen zu Stockholm fortgedauert, welche mit Plan und Bedacht unternommen, das Vorhan-denseyn einer Partei des Umsturzes und tiefer liegende Absichten in derselben deutlich erkennen lassen. Die Verfassung Schwedens ist bekanntlich eine alt-ständische, der «Reichstag« zerfällt in vier Curien und die Aristocratic, so wie die hohe Geistlichkeit findet dabei zwar nicht vorwiegende, aber doch jedenfalls genügende Vertretung. Es begreift sich. daß die Dcmocraten, welche Alles seit Altersher in ver, schiedenarligcn Gliederungen Bestehende m'velliren und die Mannigfaltigkeit des politischen Volkslebens in einen Brei auflösen wollen, an der schwedischen Konstitution keinen Gefallen sindcn können, obschon is ausgemacht ist, d^ß die Rechte der Ereculivgewalt dort der Repräsentation gegenüber ohnehin namhaft beschränkt sind. Die Bevölkerung von Stockholm ist von mchr leidenschaftlichen und heißblütigem Tem pcramentt, von mehr fanatischem (Zharakter, beweg/ licher u»d ten Einflüssen der Agitation zugänglicher, als man bei Nordländern in der Regel erwartet. Bei so bewandtcii Umständen bieten dic wiederholten Ruhestörungen bereits Stoff zu ernsten Besorgnissen und dicse können nur noch gesteigert werden, wenn man erwägt, daß die s o c i a l i st i s cl) c n Doctrinen unter dem dortigen Handwerkerstände große Verbreit lung und lebhaften Anklang gefunden haben. Man sollte freilich annehmen, daß der Socialismus an der Bourgoisie, an den großen Grundeigenthümcrn und sämnttlichlN Intelligenzen der Nation gcynrrnischte und kinmüthige Gegner finden wülde, wie dieß bis jetzt fast in allen europäischen Ländern der Fall war, und man könnte daher auf den ersten Blick, insofern selbst das Nürgerthum bei jenem Tumulte sich bethciligt, mit einem Schcin von Eonscqucnz bc' Häupten, daß nur die undemocratische Verfassung des Landes die Ruhestörungen veranlaßt. Daß jedoch diese Annahme gänzlich unhaltbar wäre zeigt sich, wenn wir den Blick auf das nachbarliche, durch das Band der Personalunion mit Schweden verbundene Norwegen werfen. Auch dort herrscht bedeutende Gahrung, auch dort erhebt dti Aufruhr sein verwegenes Hanpt und die Geister der Empö» rung dnrchstrciscn die friedlichen, von Fischern bewohnten Küstenthäler. Namentlich nach Norwegen wies die deniocra-tische Partei schon lange auf ein politisches Eldorado hin. Die neuere democratische Verfassung besteht dort seit mehreren Decenten, sie schien den Sitten des Volkes völlig anpassend, insofern ein großer Grundbesitz und eine machtige Aristocratic dort nie« mals bestanden hatten. Derselbe Prinz, welcher später den Thron von Dänemark bestieg, hicit es für unmöglich eine Verfassung, wie er sie den Nor? wegen gegeben hatte, in seinem eigentlichen Vater-lande einzuführen, und bezog sich jederzeit auf die tiefe Verschiedenheit der beiderftits obwaltenden Verhältnisse. Die Democratic war in Norwegen ohne gewaltsame revolutionäre Katastrophen, gewissermaßen auf freier und natürlicher Basis errichtet worden. Die königliche Gewalt ist durch das Verfassungsstatut bis auf ein Minimum heral'gedrückt, so daß ihr selbst das Veto bei Gesetzesenlwürfen nicht unbedingt zusteht. Die Verwaltung des Landes war jederzeit eine gerechte und musterhafte. Selbst die letzte, in allerneuestcr Zeit erfiossene königliche Botschaft bietet die bcfriediglndste Schilderung der Lage des Landes und ergeht sich namentlich in der Auszählung der Fortschritte, welche das Unlcrrichlswesen im Lande genommen. Nur der Arbeitervtrtin und des Bestie, bens der Arbeiter und Proletarier das active Bür. gerrecht und somit die Theilnahme an der Gesetzgebung und Regierung deß Lankts zn ertrotzen, wird dariu mißbilligend gedacht. Hierin aber ruht die Würze! der dortigen Aufregung. Es ist die -Frage des allgemeinen, schrankcnloftn, ultrademocratischen Wahl-rechts, was dort in die Massen geworfen worden ist. Die Folgen weiden nicht ausbleiben, und das demo-cratisch organisitte Norwegen sithl sich an den Rand eines Abgrundes gedrängt, und scheint den verhäng.-nißvollcn Conscquenzen des socialistischen Princips zu verfallen. Ein Agitator, Namens Mittels,«, hat die Arbeitervereine centrcNisirt und durchzieht das Land, offen die Empörung und den Umsturz predigend. Gebe der Himmel, daß die Regierung sich rechtzeitig ermannt und durch energischen Widerstand einem Treiben ein Ende macht, das nur unheilvolle Folgen herbeiführen kann. Hin und wieder ist auch das Eigenlhumsrecht freventlich verletzt worden. Hunderte von Bauern haben sich zusammengerottet und Walde/, welche nicht ihnen gehören, ausgehauen. Es scheint demnach keinen Zweifel mehr zu unterliegen, daß dcr Charakter der dortigen Bewegung ein wesentlich auch gegen das Eigenthum gerichteter sey. Es dürfte aber nach solchen Erfahrungen jetzt den Leichtgläubigster, unverkennbar klar werden, daß es im Wesen und im Schicksale der Democralie liegt, sich zu überstürzen, auf die Dauer jede geregelte Negierung unmöglich zu machen, die chimärischen Ausgeburten des Socialismus aus nächtlicher Tiefe heraufzubeschwören und zu dem Alleräußersten ohne Rücksicht auf Recht, Ordnung und die in der Geschichte wurzelnde Gliederung der Stände hinzudrängen. Es ist ein wildes Element, welches mit einer gewissen Natumvlhwcn, digkeit waltet und furchtbare Verheerungen bewirkt, im tiefsten Grund« aber doch nur an seiner eigenen Zerstörung arbeitet. Und wenn die Democratic endlich ftlbst dort, wo alle Bedingungen einer gedeihlichen Entwickslung dersell'en vorzuliegen scheinen, sich un? möglich macht, dann hat sie sich wohl selbst das gründlichste Verdammungsurtheil gesprochen. (Oesterr. iifpbz.) Die erbliche Pairie in England. ll. C Der 4. März. als der Tag, welcher uns die Verfassungsurkunde brachte, kann wohl von keinem denkenden österreichischen Staatsbürger ohn« einer Betrachtung, zu welcher die Verfassung selbsi den reichhaltigsten Stoff bietet, verlebt werden. De« ..Lloyd« meint nach seiner unerschütterlich f,st in ihm stehenden Ueberzeugung, daß die Märzversas-sung, soll sie jemals aus der Schrift in das Leben treten, abgeändert werden muß, und er sieht ein Oberhaus, zum größten Theil aus erblichen Pairs^ wie in England, als eine ausdrückliche Bedingung an, auf daß tin Reichstag ins Leben treten unl Bestand haben könne. Nicht, ob die Verfassung vom 4. März zu, Ausführung der in ihr ausgesprochenen Idee wirkt lich einer Abänderung bedürfe, oder ob Geburt unt Reichthum unbedingt als Gewährbriefe eines ausgebildeten Verstandes und redlichen Willens angese hen werden können, sondern die erbliche Pairie ili England, welche dcr „Lloyd" auch für Oesterreich als unerläßlich erachtet, sey der Gegenstand eine kurzen Betrachtung am Gedächtnißtage der Vonsti tution. Das englische Parlament besteht bekanntlich au dem Ober- und Unterhause, oder aus dem H°u< der LordS und aus jenem der Gemeinen. Dief Trennung dcr beiden Häuser fand unter Eduard l5 (,327-1377) Statt, indem sich die Prälaten mi dem weltlichen Herrenstandc, die Ritter bageg" mit dtn Städten vereinigten Die fernere AuSbil dung dcr beiden Repräsentantenkorper bis zur heul zutägigm Form ging in der Folge nach und nacl vor sich, und es sitzen gegenwärtig im Oberhause i Prinzen des königlichen HauscS, 26 englisch, und 224 irische Erzdischöse und Bischöfe, 20 Herzoge. 20 Marquis, ll? Earks (Grafen), 21 Viscountes und 200 Barone; dann l6 schottische lind 28 irische! Pairs, zusammen also deren 454. Die irischen uno schottischen Paus sind von und aus dein dortigen hohen Adel gewählt, wahrend in England jeder Adeliche, vom Baron aufwärts bis zum Herzog, das, auf seinem ältesten Sohn oder männlichen Seitenverwandten übergehende angebornc Rccht hat, im Hause der Lords persönlich zu erscheinen, was dem irischen und schottischen Adel gegenüber, dcr zu jedem Parlamente nur eirrge Pairs wählen darf, ein ungerechter oder unbilliger Vorzug ist. Vormals kamen nur jene englischen Pairs ins Parlament, welche der König ausdrücklich dahin berief, jetzt wird jeder englische Pair brieflich in's Parlament eingeladen, während an die Grafschaften und Städte der Be-fehl ergeht, ibre Abgeordneten ins Unterhaus zu wählen; ein Verfahren, welches für das Unterhaus, in welchem gegenwärtig 658 Mitglieder die Masse des Volkes vertreten, jedenfalls geringschätzend und demüthigend ist Das britische Staatsoberhaupt hat das Rccht so viel Pairs zu ernennen als es ihm beliebt, und zwar ohne Rücksicht auf adeliche Geburt; aber auch die nickt adelich gebornen Pairs, nehmen alsbald den Geist der gebornen Lords an, und gleichwie die Würde eines Lords oder Pairs nicht mehr zurück genommen werden kann, so geht dieselbe mit allen Prärogativen auf dm altestcn Sohn oder männlichen Verwandten cvblich über, welcher bei Lebenszeiten des Würdenträgers nur den nächsten Adelstitel, z. B. der Sohn des Herzogs, den Titel Marquis führt; dcn übrigen Söhnen oder Agna-ten werden noch geringere Titel gegeben. Also nur das Haupt der hochadelichen Familie hat in Eng> land das Prärogativ -der parlamentarischen Standes - und ReichZherrlichteit als gebornes Mitglied des Oberhauses; von allen übrigen Adelichen, nehmen di« drittischen. Gesetze und die Staat^uer fassung kcine Notiz; sie stehen mithin mit allen übrigen andern Staatsbürger» , welche in das Unterhaus wählbar sind oder wählen können, in gleichen bürgerlichen Vfrhältmffci,, sie werden aber so wie alle Gelehrten llnd reichen Kaufleute, welche keinen offenen Laden halten, und wie alle wohlhabenden Menschen überhaupt, zur sogenannten Gentry ge zählt und Gentleman oder Esquire genannt, mit welchem Titel man in England so freigebig ist, als bei uns mit dem Prädicatc .-Herr von" oder „gnädige Frau, Da die jüngeren Glicder der hohen englischen Aristocratic wohlhabend'sind, so gelangen sie ver-mög des hohen Census lcicht ins Unterhaus, zu welchen, wie schon Hogarth und Lichtenberg so ergötzlich enthüllten, mannigfaltige Wege führen. Die namhafte Anzahl der gebornen Gentlemans im Hause der Gemeinen gibt diesen einen aristocra-tischen Charakter, dcr sich im Hausc bcr Lords begreiflicher Weise „och ausgeprägter kund gibt. Ob-schon übrigenö die Pairs im Oberhause nur die Vertreter ihrer eigenen, und zwar am mindest zahlreichen Classen dcr Rcichsbürger und nicht des Gesammt-volkcs sind, da sie von diesen weder gewählt wer den, noch ein Mandat haben, so lassen sich nichts destoweniger selbst im Oberhaus? nicht selten Stim men für das Volk und im Geiste desselben vcrnch-men; dcnn die engliscbe Aristocratic ist zwar so stolz a!5 irgend ivo. d^dli aber gleichwohl eben so loyal als intelliglltt. Oegen die erbliche Pairie wurde schon oft angekämpft, jedoch vergeblich; wenn aber, wie der „Lloyd« meint, die Schlappe, welche Lord John Rüssel jüngst im Untklhause «»hielt, die Democrati-sirung der politischen Institutionen Englands nacb sich ziehen sollte, dann dürste der erblichen Pairic in jenem Musterstaatc daö letzte Stündchen geschlagen haben. — _______________ Eorrcspoudenzeu Gra« 4. März. 1— Der Cameval hat sein Ende erreicht, heut« wird er zu Grade getragen, und er kann mit dem süßen Bewußtseyn hinübergehen, in diesem Jahre ' redlich das Seine geleistet zu haben. Freilich zähttc^ das hiesige Pfandamt im verflossenen Jahre um diese , Zeit über 4000 Posten und heuer zählt es deren über 30.000. Was liegt daran, die Leute wollen unterhalten seyn. Mit dem Faschma/ zugleich werden bei uns die Assisen geschlossen und mit den heil. Fasten die Assisen in Cilli eröffnet. Es wurden bei uns ^, .) FäUe verhandelt, darunter 3 Nothzuchlsfälle, I Diebstahl und l öffentliche Gewaltthätigkeit. In Cilli kommen l8 Fälle zur Verhandlung. Ein ander Bild. Ein Mann hat eine kranke Frau, das Uebel ist unheilbar und doch zieht sich die Krankheit endlos sott. Verzweifelnd fragt der Mann: Soll ich ewig leiden, die Qual dünkt ihm zu groß, er endet sie durch einen Sprung in das Wasser, und zwei Tage darauf — stiibt die Frau, ohne von dem Tode ihres Mannes Kenntniß zu haben. Vor Kurzem halten wir in der Nähe von Gratz wieder ein trauriges Beispiel erlebt, welche Folgen unterlassene Beaussichtigung 5er Kinder nach üch zieht. Eine Bäuerin hatte ein Kind aus der hiesigen Findelanstalt erhalten. Wie es bei derlei Kindern so häusig geschieht, wurde auch dieses sich selbst überlassen und wenig beachtet. Eines Tages rnt. ferntc sich die Bäuerin aus dem Hause unv ließ das Kind bei offenen Tl)üren in seinem Bette liegen. Da kam ein frei herumlaufendes Schwein in die Stube und sing an dem Kinde zu fressen. Schon hatte es ihm eine Wange und einen Theil des Hin.-terkopfes ausgefressen, alö zufällig Jemand dazu kam; der das Kind vor dem Tode rettete. Ueberhaupt wäre vom philantropischen Standpuncte aus das Loos der armcn Findlinge etwas mehr in das Auge zu fassen. Meist Früchte verbotenen Umganges werden dieselben in die Welt geschleudert unc um ihre Zukunft kräht kein Hahn. Man hat Findelhauser errichtet, um den häusigcnKindeslnorrcn zu begegnen, allein was haben diese Armen gewonnen, wenn man ihne«, für d<>» frühe» Tod ein qualvolles Leben gab. Wie wr die Uedmvachung uno Prüfung jener Personen ist, die sich um Findelkinder bewerben, erhellt daraus, daß häusig Wibspersonen auf ihren und ihres Mannes Namen Anweisungsscheine erhalten, die nicht verheiratet sind, gar nicht vcrhcirathet wa-ven Und doch wäre es meiner Meinung nicht gar so schwer, das' Loos der armen Findlinge zu verbessern. Aber nur um Gottes Willen keine bl»ß papierncn Normen, kcine Amtshandlungen mit Tinte und Feder allein, sie sind der Nuin jeder practischen Institution, in tem Oceane dcr aufgestappelten Acten und gesponnenen Erhibitcn-Zahlen geht jede sreie lebensvolle Thätigkeit unter, und der Staat wird statt zu grünen lind zu blühen, zu einem geistlosen Pctrcfakte. Aus dem PreHbnrger District?, l März. — HI-— Der heutige Tag rief in unserm industriellen Leben große und nachhaltige Veränderungen hervor -. das Tadaksmonopol und die Verzehrungs- i steuer sind bereils in WirkslNNkcit, und wir empfinden! ihren vertheuernden Einfluß nicht nur bei dem Tabak, sondern auch bei demFleii'cde, Bekanntlich ist dicLi. mitation seit heute aufgehoben, und die Vortheile hievon sehen wir nun in ciner Vcrtheurung des Fleisches, das von '/« alls 28 und 30 kr. W. W. gestiegen ist. Also dopplltc Flcischplcise'? werden Sie sragcn. Ja , um 2« kr. ein schlechtes uild um 30 ! kr. ktin gutes. ! Das ist der Witz an dcr Sache! In den Fleisch-^ danken wird jetzt gehandelt und geschachert, wie in einer Trödclbude, und der Fleischhauer ist der Erste, cer hcutc ausruft-, eine Limitation! ein Königreich! für eine Limitation! Wir wcrden wohl auch in' Kurzem wieder zu jener schönen Gegend zurückkehren, welche „Limitation« benamset wnd. Ach es wird nichts besser mit all diesen Acußrrungcn — es wird weit schlechter, es geht uns damit, wie mit dcn Galloschen, welche ui,s vor Nasse schützen, während sie das Oberleder der Stiefel zu Grunde richten. Heute wird auch in allen Tabakhandlungel» von ä'rarischcr Scile eine Inventur der noch vorräthi-gcn Waare aufgenommen, und die meisten sind ye. sperrt. Trübe tramige Gesichter und eine noch traurigere Stimmung. Der Carneval endet rccht tragisch, in manchen Familien wird bereits die Tragödie: »Fasten« aus' geführt. — Inzwischen lächelt uns die bleiche Märzsonne Muth und Trost zu, und unsere bereits eingehängte Schiffbrücke wird von den Gefällenaufsehern und Gcnsd'armen bewacht! Lauter Nochniedagewesenes! Auch eine reiche Schneedecke brachte uns dieser verhängnißvolle Erste, die aber bald wieder zu Grabe getragen wurde, wie das alte tausendjährige Ungarn. — Hebbel's Drama »Judith" wurde gestern unter Mitwirkung der Frau Hcbbel-Enghaus und des Herrn Löwe bei übervollem Hause trefflich und un, ter stürmischen Applaus aufgeführt; Kränze mit mit und ohne Gedichten flogen der ..Judith" auf den Kopf und vor die Füße. Der Dichter selbst wohnte der Darstellung auch bei. Zwei Maskenbälle vollenden nun noch die Herrlichkeit des Carnevals der in manche Tasche so lief cingriff, daß sie kaum mehr wird geflickt werden können. Das Kleingeldkreuz wird in Preßburg, wie auf dem Lande täglich mehr fühlbar, und man weiß sich kaum mehr zu helfen; im Klemverkehr wendet man die bizarrcsten Mittel an, um sich aus dieser Scylla zu retie.n. Ein großer Uebelstand herrscht in dieser Beziehung in den Apotheken, wo fast gar nicht gelucchselt wird und Jeder, der nur um einen Groschen kauft und einen Scchserzcttcl hingibt, den Bescheid erhält, er solle vorerst Kleingeld bringen. Wie oft muffen deßhalb kränkliche Personen milder rechtzeitigen Hilfe warten. Die Begnadigung von ll4 politischen Malcon. tenten wird hier fast gar nicht besprochen; die Ue^ zehrungsstelll'l und das Tabaksmonopol absordilk» alle andern Tagesereignisse. O e st e r r c i ch. Gratz, 3. März. Ungeachtet sich die Volksju» stizfälle seit Einführung der kaiserlichen Gerichte überall bedeutend mindern, fand doch im verflossenen Monate in St. Lorenzen in Untersteiermark ein sol-cher Lynchjusiizfall Statt. Ein !4jähriger, w,ge,i eines gefundenen Mantel des Diebstahl verdächtiger Knabe uon Sentschak, wurde daselbst mit gebunde« nen Händen gerädert und ihm Tadakssaft in ein Auge gegossen. Die Sache ward sogleich gerichtlich anhängig. Vtarburg, 4. März, Zur Berathung über das Gemcindestatut dcr Hauptstadt dcs Regierungs. gedietes Marburg, das unter dcn obschwevend«,, Arrondirungsvcrhaltnisscn auf besondere Schwierigkeiten sticß, wurden von dem Herrn Minister des Innern Vertrauensmänner der Stadt und der Vor^ städte nach Wien berufen und h'.ben sich bereits mit den nöthigen Behelfen dorthin begeben, " Wien, 4. März. Der Herr Ministerpräsident Fürst Scbwarzenberg und Dr. Bach haben zur An. erkennuug ihrer ausgezeichneten Verdienste um die Erhaltung und Befestigung der Gesammtmonarchie, das Ehrenbürgerrecht der Stadt Olmütz erhalten. * Einer Anzeige der Dampfschissagentie zn Folge wird vom 2 März angefangen, täglich <; Uhr Frül) ein Pass^gielschiss v"" Wien nach Pesth, und ebenso von Pc,'!y "ach Wien abgehen. Abfahrt von Preß-bürg nach Pesth halb 9 Uhr Vormittags, von Preß-bürg nach Wicn l Uhr nach Mitternacht. Am 4-März beginnen dic wöchentlichen sechsmaligen Warcn-schifffahllcn zwischen Wien und Pcsth und umgekehrt, dergestalt, daß die in Preßburg beladen vorbereiteten Schleppboote im Vorübcrfahrcn nach Pesth oder Wien mitgenommen werden. ' Zur Vorbeugung von Beschwerden, welche durch die in Wirksamkeit getretene Aufhebung von 2:; Zoll» und Dreißigstämtcrn an der ZwischenzoU- 223 Linie des galizischcn iUerwallungsgedieles gegen Un? gärn und Siebenbürgen veranlaßt werden könnten, hat das Finanzministerium angeordnet, in den Standorten dcr aufgehobenen Aemter, wo sich zugleich Fi-nanzwach-Abtheilungen befinden, oder im entgegen« gesetzten Falle auf einen, anderen geeigneten Puncte dcr über diese Standorte führenden, nock) fortan als ZoUstraßcn zu betrachtenden Wege Finanzwache-Indi.-uiduen zu bestellen, welche die Stelle der aufgelassenen Aemter bezüglich der Ucderwachung des Glänzverkehres und der Reisenden aus Ungarn und Siebenbürgen zu vertreten haben. " Aus Anlaß vorgekommener Anfragen, wie sich gegenwärtig, wo an die Stelle der (Zlasstnlthrer Fachlehrer getreten sind, mit dcr Berichtigung der Prü-fungstaren benommen werden soll, wird zur allge? meinen Kenntniß gebracht, daß an Staatsgymnasien in Folge hohen Ministerialdecrets vom 18. October die Prüfungstaxe für jede Semcstralpn'ifung mit l> fi. (Z. M. bestlmmt wurde, vovon ein Drittheil dem Director, und zwei Dritthcile den prüfenden! Lehrern zuzufallen haben. — Der Herr Mimstei des Handels und der öffentlichen Bauten hat die Summe von l00.00« fl. für die in Südlyrol auszuführenden großartigen Noce-Bauten angewiesen. — Den Ständen Steiermalks ist von dem Ministerium des Innern bewilligt worden, ihren untergeordneten Beamten einen Theucrungszuschuß zur Besoldung zu verabfolgen — Bekanntlich stehen in dcr österreichischen Duanc bedeutende Reformen zu erwarten. Auch die Oranzbewachungs. Verhältnisse Dalmatiens sollen geregelt und dieses Kronland in das allgemeine ZoU, gebiet einbezogen werden, — Die Zölle vom I, 1850 haben gegen das vergangene Jahr in den deutschen und italienischen Kronlandern ein Mchrerträgniß von 12 Millionen Gulden abgeworfen, ohne daß irgend eine Z^Ilcrhö-hung Statt gefunden. Es ist daraus ersichtlich, daß es mit dem Ueberhandnehmen des SchmuggelnS nicht so arg ist. — Wegen eimgerAdanderungm imTcrte kommt Bauernfelds Preislustspiel, „der kathegorische Imperativ" erst am 8. März zur Aufführung. Assram, :;. März. Das Ministerium sürH^n del, Gewerbe und öffentliche Bauten hat mit Decrct vom 22. October 1850 zu Sarajewo in Bosnien cine k. k. Postexpedition mit dcr unmittelbaren Unterordnung unter die k. k. croatisch slavonische Post-Direction in Agram aufzustellen und die Besorgung der dießfälligen Postgcschäste vorläufig dem proviso, tischen Kanzler des dortigen k. k. Gencralconsulates von Vramczany übertragen zu lassen, befunden. Preßburg, 2. März. Die ungarischen Amts-blatter bringen sämmtlich dic speziellen Anordnungm, welche die am I. März Statt gehabte Einführung der Verzehrungsstcuer nothwendig machte. Sowohl zu Preßdurg als zu Pesth und Ofen sind diePumte genau bezeichnet worden, aus welcher die Einfuhr von Lebcnsmltteln m,d steuerpflichtigen Gegenständen fernerhin gestattet bleibt. Deutschland. Verlin, 27. Februar. Die auf dcn Wunsch Preußens eingetretene vierzchntägige Pause in Dresden wird hier von dcm Einen lind Andern zugleich für eine Alt von Krisis angesehen. Das Ministerium scheint seinerseits noch nicht klar darüber, ob und wiefern es sich zu dieser Auffassung bekennen soll. Es finden jetzt täglich Berathungen desStaats-ministeriums Statt, in dcnen die Stellung Pml-ßens in der deutschen Politik und die demnächst zu fassenden Entschlüsse zum Gegenstand der lebhafte, sten Erörterungen gemacht werden. Innerhalb dcs Ministeriums selbst stehen sich nicht mehr, wie sonst abweichende Ansichten gegenüber. Die Aerlagungsfrist scheint zugleich einen Ab< schnitt zwischen den gegenseitigen Verhandlungen in so fern zu bilden, als über die Stellung, welche Oesterreich und Preußen in der deutschen Frage jetzt einnehmen, kaum noch eln unklarer und zweifelhafter > Punct zur Erörterung und Unterhandlung übrig gc-blitbcn seyn dürfte. Namentlich stellt sich der Standpunct dcr österreichischen Regierung wie immer so ^ klar und scharf dar, daß darüber von Seiten der > preußischen Regierung nur noch desimtive Erkläru-'.- , gen im Moment dcr Wiedereröffnung dcr Dl'csoe, ! ner Konferenzen zu erwarten seyn möchten. Man ^ mißt jedoch dem bevorstehenden Abgang des Grasen Arnim (Heinrichsdors) nach Wien zugleich den Zweck bei, neue einflußreiche Motive oder wenigstens ver. mittelnde Auffassungen geltend zu machen, Wenn in der gegenwärtigen Zwischenzeit neue Unterhandlungen eröffnet werden sollten, so würden dieselben, wie u"s däucht, entweder auf definitiven Zugeständnissen Preußens oder auf ein« neuen Grundlage beruhen müssen. M"N will wissen, daß dieInstructionen, welche dem Grasen Arnim mitgegeben we,dcn?dür!len, den Weg der Verständigung auf die bestimmteste Wcisc ! einhalfen werden. Es möchte dann von diesen di. retten Unterhandlungen ein gewisseres Resultat zu erwarten seyn, als von der Wiederaufnahme der Dresdener (Konferenzen. (W. Z.) — Die „D. A. Z « theilt den vielr-espiochenen Brief des Königs von Württemberg an den Fürsten von Schwarzenberg mit. Der greise treffliche Fürst tritt für die Vertretung des deutschen Volkes am Bunde, für ein einiges oberstes Nationalparlamcnt mit warmen beredten Worten in die Schranken. In unsern Tagen vermöge die bloße physische Gewalt kein Gemeinwesen ausreckt zu halten. Neprcs-sivgcsctz und Polizeimaßregeln haben bis jetzt weder staatliche Institutionen gewährleistet, nock staatliche Umwälzungen abgewandt. Ein Staatenuerband be-dürfe aber noch ungleich mehr eines gcmeinschaftli-che» moralischen Bandes als ein Einzclstaat. Ein solches moralisches Band für ganz Deutschland könne nur rii, allgemein parlamentarisches scyn. Die allgemeine Zoll - und Handelsverbindung sey kein Ersatz dafür. Die materiellen Interessen fördern weil eher die gesellschaftliche Umwälzung, als sie dieselbe verhindern, wie sich dieß in Frankreich in dcn beiden letzten Revolutionen bewährt hat Wird dcr Natwn der ihr gebührende Antheil an der obersten Leitung ihrer Staats »Angelegenheiten vorenthalten, so dürfe man nicht hoffen, sie mit der Bundesverfassung auszusöhnen u»d eben so wenig die Revolution in Deutschland zum Stillstände zu bringen. Zum Schlüsse erklärt der König, daß cr sich glücklich schätze, alt genug zu seyn, um die unausbleiblichen Folgen deß Handelns, wie des Unterlassens von allem Demjenigen nicht mehr erleben zu müssen, was in diesem Augenblicke in Dresden vollbracht wird. — Die würltembergischc Postangelegenheit ist nun endlich dem definitiven Abschlüsse nahe. Die württembergische Regierung wollte l,300.000 fi. ge ben; der Abgeordnete deß Fürste» Taxis verlangte 1 >/ Mill. Durch die Vermittlung des österreichi^ schen Gesandten in Stuttgart, Baron Handel !>> ße„ sich beide Theile zu einem Entgegenkommen herbei, — Die dänische Regierung hat nach glaubwürdige,! Mittheilungen das Zugeständniß gemacht, daß denjenigen Offizieren, die vor 1848 in der bis dahin den Herzogthümern und Dänemark gemeinsamen Armee gedient lind später an dem deutschen Reichs-krieg gegen Dänemark Theil genommen haben, nicht nur der fernere Aufenthalt im Lande gestattet, sondern auch die ihnen von der Statthalterschaft bewil-ligte Pension für die Zukunft gelassen werde. — In Nastatt ist am 25. Februar die österr. Pionier-Abtheilung eingerückt. — In Ulm ist eine Commission von Sachverständigen zur Förderung der Donau-Dampfschiff, fahrt zusammengetreten. S ch w e i > Ner», 24, Februar. Die Regierung hat dem großen Rath Bericht abgestattet über das Begehr von etwa 2000 Bürgern um Ausweisung von Fremden. Sie erklärt, daß sie über die Flüchtlinge nur eine beschrankte Comvetenz habe; dagegen habe sie den Canton von solchen Fremden gesäubert, welche durch die Presse oder andcrweit in hiesige Verhältnisse ! nachtheilig einwirkte; andere Ausweisungen ständen ^ncch bevor. Polizcidirector Brunner bemerkte, er s,y ! bei diesen Ausweisungen ohne Ansehen der Person und unparteiisch verfahren. — Die >>N. F. Z.« behauptet aus zuverlässiger Quelle die Mittheilung machen zu lönnen, daß die Schweiz bereit sey, »allen Anforderungen der Groß, mächte in Betreff der Flüchtlings-Angelegenheit nach-zukommen," — Nach einer eingcttossenen telegraphischen De. pcsche, von welcher die »N. Pr. Ztg." berichtet, hat ?er Bundesrat!) ein neues Schreiben an die Eantone der Schweiz erlassen, in Folge dessen dieselbe bald von dcn Flüchtlingen befreit seyn soll. Frankreich hat zur Erleichterung dcr dießfalls auszuführenden Maßregeln viel beigetragen, indem es sich erboten, zur Weiterbeförderung der Flüchtlinge mitzuwirken. Frankreich. Paris. Die Minister haben sich an dm Präsidenten gewendet und ihn ersucht, sie aus ihrer unhaltbaren Stellung zu befreien und durch desini-live Minister zu ersetzen. Der Präsident soll aber den Wunsch geäußert haben, das transitorische Mi-nisterium noch einige Wochen beizubehalten. — Die Regierung beabsichtigt das Departe» mental- und Communalgesetz wieder zurückzunehmen, da sie keine Aussiä>l hat, daß die Assemble ihr die Ernennung der Maires bewilligen werde. — Das französische Dccupationsheer im Kir? chenstaate wird während des Jahres l85l aus die Stärke von »0 000 Mann und !500 Pferde gebracht werden. — Der Cretcm'sche Antrag, Rückberufung der verbannten Mitglieder der beiden Königssamilien, wurde nach einer leidenschaftlichen Debatte mit einer 'chwacden Majorität aus sechs Monate vertagt Neues und Neuestes. Berlin, !. März. Wie wir mit Bestimmt beit versichern können, ist der k. k. österr. außeror» deutliche Gesandte und bevollmächtigte Minister am k. Hose, Feldmarschalllieulenant Baron Prokesch von Osten, von hier definitiv abberufen. Es wird dieser Diplomat, sicherem Vernehmen nach, als In, ternuntius nachKonstanlinopel gehen; wer ihn dieß, seits ersetzt, können wir noch nicht mitthetlen. Dem Gerüchl, baß sein Nachfolger, Graf Münch-Belling-hausen seyn werde, glauben wir widersprechen zu können. (N. P. Z.) Telegraphische Depeschen. — Zara, 27 Februar. Kavas Pascha ist mit seinen zwri Söhnen und 6 Diener hier eingetroffen. Am 17. Febr. war der Seraskier Omer Pascha in Mostar eingerückt. Stola^z, Buna und Blagai sind von kaiserlich türkischen Truppen besetzt. Die Verhaftungen der mehr oder minder betheiligten bosnischen Häuptlinge währen fort. Rendsburg, 25. Februar. Von Seiten des Magistrats wurde gestern nachstehende Bekannlma. chung durch Anschlag veröffentlicht- „Auf Requisition des k. k. österreichischen Be< satzungscommando's wird hiemittelst bekannt gemacht daß von heute den 24. d. M. an gerechnet, die F^ stungsthore um l0 Uhr, die Außfallsthore aber schon um 9 Uhr Abends geschlossen und um ö Uhr Mol. gens wieder geöffnet werden. Rendsburg, 24. Februar 1851. Der Magistrat." Verleger: Ign. v. Kleinmayr und Fedor Vamberg Aerantwoillicher Herausgeber: Ign Alois v Kleinmayr r. Stuck 12.>« m C. M. Acticn der Kaiser Ferdinands-Nordbahn zu <000 ff. C. M.......l3tt? l/i ff. in E. M. Actien dcr Oedcnbur^-Wr.-!)lcustädttr Eisenbahn zu 200 ff, (s. M. ... !22fl. m C. M. Wechsel-(Zours vom ä, März 185 l. Amsterdam, für 1N0 Thaler(lurrent. Rthl. 180 G. 2 Monat. Augsburg für l«0 Gulden (5,ir.. Guld. 129 3/4 2 Monat Ufo. Fraiiffurt a.M., ( fnr 120 ft. südd. Ver- eiüs'Währ. im 2^ !/i fl. Fuß, G»ld.) 129 G. 3 Monat. Genua, für 300 „cue Picmont. Live. (iwlo. «501/2 G. 2 Monat. Hamburg, für 100 Thaler Banco. Nthl. UN Br. 2 Monat, kivorno,'sür 300 5oscauische Lire. Guld. <2tt 2 Monat. London, sür l Pfiüld Tterliuq, Guld.u 12-44 ^ Monat. Marseille, mr .^00^lvnf.!!, ^ G»ld, l',:i/2Vf. 2 Monat. Paris. f«r 300 Frau!.» . . Gulb. 152 1/2 Vs. 2 Mon»t. Gild- nnd 2 ilbcr - <> our so '.' o m 3 . Mär ^ 1 ^ -"»1. Grief. Gcld. Kais. Mimj'Ducatcn Agio .... .^4 detto Nand- dto '.. .... — 33 3/4 Napoleonsd'or „ . . . . — 10.7 Souveramsd'or „ .... — l7.45 Ruß. Imperial ...... — 19.20 Friedrichsd'or „ .... — 10.42 Ena). Eoveraiugs „ .... — 12 43 , Silbcragio ........— 29 Z 278. ^l) ')i>. 478. Edict. Vom k. k. Beznk-gelichle Ntustadll wild hie mit bekannt gemacht: Es seu lil'el- Ansuebe>! der Vovnn'inder der mi»-deljihr. Michael Ie.!^''ä Elauden «„!» Nels. Nl. 87 vvlkomnltndct, Haischenlcall a- un< del, Ausiusspieis p^. 305 fi. bewilliget, und ,z>> dell!, 3.g 85l i»l Orte dcr Ncclliläl ai gl0>dnei wo.de>,. lliiler hinein wiid te>i liül.'!,'f Äuf^niha! c°> abwesenden T^dul^rgläudigel nicksich I,ch tirser ^«eci-luät Joseph Eellc^ina, hicmii elinciert, daß z« Empsal>gt,ahl«e der dießbezüglill en gnichil. Ellcti-gung it, stiliem 9^>mcli lü,0 ^u seiüer Vcttreluüg Hr. tz^ll M^rlini roi, Ncust.idll, lils ^u,-lilm> «ci »alum aufgestllll weiden ist, ddhc.- ^e.seldc so gewiß s.Mit, HufelNl-alisort dekaiinl zu geben, odc, einen andern Kachwaller zu l'evollm.ichligen liabe, "ls cr widliqeos die Folgen dieser Außel^chllassung nur sich selbst i,u,uschreit)en hal-en würde. K. K. Beii'ksgl'iichl Ncust^dil den .^0. Dec. «850. Z. 277. ^,) Nr. 156. Edict. Vem k. f. ^e,^irksgelichle Nnfm'z wird den nn bek«nnu wo bcflüdlichcn Ioscpd Vidiz'schen E,den von Illijovitz, dcm P.lcr Nci!ch.l >.'on ^b^-gr.is und del Inlt7esse»lcn der Dlok.n'sche:, ^oncuism.iss»! i» Gll,ß, und ilire ^leichfa!^ undeka.ntten Olden mil-«tlst geaenwar.i^en Ericlls esiiii',«!-!: Es l)..l-e wiedcr dieselben Änlon 8!uß von Zur-jovitz, die Kl>i>ze ^uf 3>e»jährt« und Elloschenelkla-rung nacksklitüter auf seirer iin voibestaudenei, Orundbucde dcr Htlsckcisl Nelwiz «„i, l^i-l). l'ul. 56(1 und Nctt'. Htt. 9tt volkonliilenden Ne liiät das >ende,i Äechie Uiid Ansprüche, und zw>ir aus den z ^ Gunsten ter Joseph Vidi^'schen Eiden ob 380 s!> intadlilirlsn ^ererlldqc ras rb ^»ft0 st. intavulirten 3,.,tz l'd 1693 fi. 9 kr. ilU^bulll,c» «elf^h..u!,s,tzp o'.otV'Us 03 angc. dr^chi. wo..üb,s dl? T^s.,tzun2 zur sjechmdluna auf den 2Ü Mä.z F.jh um 9 Uhr uon diesen, Gc-nchie angiordnet roordo. Die clbcn werden hieoon z« dnn Ende v„stän-rigl, daß sie enlwedcl selbst e.schcinei ,del ihre Be-helfe dem au^estellt-n (ömatoi miuheilen oder dem Gerichte ei-un andem Ver:re,er nahmhaf, machen können, wirl-igel's sie sich die lle^uS erstehenden rechllich,n Folgen sell-st zuzu!p,cchen h^den werden. Reifniz am 13. Februar 183». Z. 275. (l) Nr. lllveis oder >n> Ganzcn am voichcilhaft.sten ausfallende Andolh deidchalttn, und hiernach da6 Licitations-Proto-coll adgeschloffen werden wird. Pachtlustlgc haben sich daher an dem obbe stimmten Tage und Stunde entweder persönlich, oder durch hinlänglich Bevollmächtigte mit einer zur Halste des erstandenen einmahligen Pachtbetrages zu cilegcn kommenden Caution, und zwar wo i.icht «n barem Gelde, doch mit liner obrigkeitlich bestattigten Ulkünde über die gesicherten Realita-ten versehen, im Stadüorte (Hospich einzusieden. Die übrigen Contractsbedingnifse können !4 Tage vor der ^citation in der Regimentö'Rech-nungskanzlei Vor- und Nachmittag eingesehen werdcn. Gospich am 2'», Februar l«5». Verkauf von :«»«« Gimer alter Weine. Nachdem ich meinen bisher in Ptttau gehab' ten Wohnsitz aus G^schaftorücksichten verlassen habe, so finde ich mich auch bestimmt, alle meine dort clliegenden Vorräthe an alten Weinen, von mehr als 3MM Eimern, größtentheils von dem vorzüglichen Jahrgange l«48, dann einer nicht unbedeutenden Dualität von den ausgezeichneten Jahrgängen »822, I8:t4., 1839 und ,84!, ganz für Dessert - Weine geeignet, gegen ange meffene, billig gestellte Preise zu veräußern, uid lade daher die 1'. ^IV Kausiustigen ein, sich di^ß-falls zu Pcttau in meinem, vormals von Korponischen Hause in der Herrn gaffe Haus Nr. !t!> anfragen, oder sich an meinen Bruder, GutSver-waller zu Oderpettau, wenden zu wollen. Gratz den 12. Februar 1851. <5arl Filaferro. Z. 1«4. (.>) Agenten-Gesuch. Reelle und thätige ?lgentcn, sm ein vortheilhaftes, überall, selbst aus dem Lande lclcht zu betreibendes Geschäft, welches namentlich bei zahlreicher Bekanntschaft sehr ausgebreitet werden kann, werden gegen 33 A Provision gesucht, und Anmeldungen unter VV. .!., Z. Ni4, an die Redaction dieses Blattes , mit genauer Angabe deö Wohnortes j'i'lli^o erbeten. Nebst allen Specerei-, Material-, Färb- und Eisenwaaren in billigstell Preisen, kann man auch beim Unterfertigten durch die ganze Fasten trockenen Stockfisch i. kr. ,1 und lo, gewässerten ;. kr. 4UNd » pr. Pfd. haben. Ioh. Paul Suppantschitsch, Handelsmann neben dem Theater. Z. 265. (2' ^^ Hausverkauf. Dasselbe ist fünfzig Klafter von der Eisenbahn nächst Salloch, 3 Klafter vom Ufer der Laibach gelegen. Das Haus ist mit Schiefer gedeckt und enthält an ^'ocalitäten: zu ebener Erde 3 Zimmer, 1 Keller und 1 Stall, unter dem Dache 2 Zimmer und 1 Speisekammer, Zum Hause gehören um diejes herum noch verschiedene Räumlichkeiten, welches darum Berücksichtigung verdient, als sich das Haus wegen seiner Lage zum Baue einer Fabrik, Mühle ?c. eignet. Kaufer wollen sich an den Eigenthümer Ioh. Orctscher in Salloch wenden. Z. 27». (2) RR«Twrtin steierm. Gigenbauweine, echt lmd rein, cuis den vorzüglichste Jahrgängen liegm zum Verkcnifc bereit dei Barbara Sartory's Erben in Rao- kersburg. Das Nähere hierüber erfahrt man bei den Herren S. F Peßiak Söhne m i'aibach, Herren M.Sck oberer Söhne in Gratz, uni) beiden Brüdern I o sep h und Franz Sartory in Rcwkcrsburg. Z, 24l. (3) " Im Verlag von Heinrich Köhler in Stuttgart erschien soeben und ist in der Buchhandlung zu haben: (Batterie zu böthe's Werken. Nach Original Handzeichnungen v^n Iul. Nisle lithogr. von (5 W. Müller, l. Lief. 4 Blätter. Inhalt: Hermann und Dorothea, der Fischer, Faust, Erlkönig. Preis: 43 kr. (5. M. ^.7" Wi>' niachcn bcsoi'deis darauf anfinelksam, daß diese Gallcrie inchl aus llmiissen, sonde»,, aus volttomme,, ansgefühnen K!eid^nch!,u„c,en in Tondniek besteht, die sich besonders auch zm'Zini ine, veizieinngfigoen. Münch, M. 3. Die Pforte des Him- mels. Ein Gebet - lind ^rbcnmuMuch fü>' tacho-l'sche Chiistli, jeden Stcnttes. 3te ?luftag<>. Nmil-be>'g. l si 16 kr. Offenbarung, die, des heil. Johannas, mich der gelehrten Alislequnq d^s Piofessois l)i- E W. HenB''"be!'g. Fm' d^ö Volk beaibelttt von D eßel, l> Heft. Bellii, ,850. Pieis für zwei Hefte, l st- 30 kr. Z. 274. l.1) Ankündigung. Es wird Jemand zu einer ausgedehnten Wirthschaft unter annehmbaren Bedingungen aufzunehmen gesucht, dem man cheilweise Geschäftsbesorgungen anvertrauen könnte Er müßte eine gute Handschrift haben, in der Oekonomie und ,m Rechnungswesen gut bewandert, uno der deutschen und slovenischc.» Sprache vollkommen machtig seyn. Darauf Refiectirenoe wollen sich im Rci)c"'ions-Bureau der kaibacher Zeitung melden. Laibach am ^. März 1851