LailmcherHeitmm. ^° «T«. Samstag am ««. Mai >8 5K "sNß^-N^°MDU^:R MMchcr Theil. ^e. k. f. Apostolische Majestät habcil mit Aller liöchstcr Entschließung vom 16. ?Nai l. I. den Vor steher der Staatsbuehhaltuug iu Trieft. Hcinriel Fellner Ritter v. Feldegg, zum Vorsteher de Stacitsbuchl'altung in Mailand mit den systcmmäßigei Bezügen allcrgnädigst zn ernennen gcrnht. Der Minister der Instiz hat den Landesgerichts rath in Königgrat), Adalbert Swoboda, zum Lan desgerichtsrathc in Prag, den Landcsgcrichtsrath nn! ncuernaunten Krcisgerichtsrath zu Pisck, Franz Z c linka zum Landcsgerichtsrathe bei dem k. k. Kreis gerichle in KöniggräN, den Bezirksrichtcr in Sinichon nnd neuernannten Bczirksgcrichtsvorstand in Karoli neuthal, Joseph Hula. zmu Kreisgerichtsrathc i, Pisck, nnd den Vezirksrichter Kuttenbcrg und neu, ernannntcn Bczirksvorstcher für Koliu, Joseph P c> trowcc, zum Vorstände des k. k. Bezirksgerichts ii, Karolinenthal zn ernennen befunden. Die k. k. steierisch-ill!)l'isch>füstenlä'ndische Finanz-Landes «Direktion hat den prov. Kanzlei-Assistenten Ignaz I"ch, zum prov. Amtsoffizialcn für das Rech' nuugsfach, und den Kamcral»Bezirks « Verwaltungs-Kanzlei-Assistenten Anton Piringcr zum provis. Kanzlei-Assistenten im Status der Finanz-Landcs-Di-rektion erminnt. Gran, t9. Mai 18i>«. Heute wird ausgegeben und versendet: das?an» des'Regierungsblatt für das Herzogthum Krain. Zweiter Theil. VI. Stück. Vll. Jahrgang ^8ä6. Dasselbe enthält unter Nr. 13. Knndmachung der k. k. steicrisch-illyrischküstcn« ländischen Finanz'^andcs-Direktion voni 12. April 185!,, über die an der ncuerbauten Vrückc über den Savefiuß bei Littai zu entrichtenden Mauth-gebührcn. Nr. 14. Verordnung des k. k. Ministeriums für.van« ^''^rbc und öffemlichc Vauteu vom ^20. Apn ,«.>5. über die Gleichstellung des Zuschlags bei kunermaßig zu befördernden Ertrap.sten Nr. 1.. (.rlaß des k. k. Landes.Präsidiums fi Km ^ vom 2. Mai 18l>.'i, betreffend die Paßbchandlung der Fremden in Brasilien. Nr. 16. Kundmachung der k. k. Landes-Negierung für Krain vom 11. Mai 1865, über den von ihr an« getretenen Wirkungskreis als Obcrbergbehörde. ^) Laibach am 26.' Mai 183«. r Vom k. k. Redaktions'Bnrean des Lcmdcs-Negicrungs-i Blattes für Kram. Nichtamtlicher Theil. > Protokolle der Wiener Konferenzen. (Fortsetzung.) Protokoll Ztr. V«l. W icn, 29. März 186«. Anwesend: Fnr Oesterreich, Herr Graf B u ol«S cha n e >:ste in :e. :c. und Herr Freiherr v. Prokesch'O sten ?c. ?c. Fiir Frankreich Herr Baron Bourqncney ?e. :e. Für Großbritannien, ^ord John Russell ?e. :e. und Hcrr Graf v. Westmoreland :e. :e. Fnr Stnftland. Herr Fürst v. Gortschakoff ?r. ?e. und Hrrr v. Titoff :e. ?c. Fiir die Tü'r'ri, Aarif Effendi ?c. ?e. ^ Nach Verlesung des Protokolles Nr. VI. erklärte ' der Herr ottomanische Bevollmächtigte, daß er soel'en f auf telegraphischem Wege Nachrichten nus Konstanti- .1 nopcl vom 23. l. M. erhalten habe, welche mikmit'l'' „ gen, dajZ Aali Pascha im Begriffe sei, versehen mit „ ausgl-oehuten Boliniachten der hohen Pforte, sich nach . Wien zu begeben. Iu Geiuäßheit der Instruktionen, welche ihm gleichzeitig zugekommen waren, crnencrte Aarif Effcndi die Vorbehalte, die er in Betreff aller Punkte der Vcrhandlnng, über welche der neue ottomanischc Bevollmächtigte dic Gedanken seiner Regierung zur Kenntniß zn bringen hätte, bereits in den vorhergehenden Konferenzen artikulirt hat. Die Bevollmächtigten Frankreich's und Großbritannien's konstatirtcn. daß die Instruktionen, welche ne eben von ihren rcspektivcn Regierungen crhalttn v haben, ihnen vorschreiben, sich an die Oronnng der Gegenstände zn halten, wie dieselbe im gemcinschaftli- d chen Einverständnisse bei Beginn der Verhandlnug n festgesetzt wordeil war, und daß sie sich in Folge il _______________^ . ^ -—-^—^—5 >g dessen nicht in der Lage befinden, die Diskussion der vierten Grundlage der Verhandlung früher zu begin« ir mn, bevor ein gegenseitiges Einverständniß über die l' dritte herbeigeführt worden sei. Die Bevollmächtigten Oesterreich's stellten es sich znr Aufgabe, hervorzuheben, wic zweckmäßig es sei, ^ inzwischen die nothwendigen Materialien zu sammeln, um den vierten Punkt erschöpfend diskutiren zu kön« . ncn Sie sprechen dic Meinung aus, daß der Zeitraum, der bis zum Eintreffen der Antwort des Ka» bincts von St. Petersburg auf den Bericht der rus< fischen Bevollmächtigten vorübergehen würde, nützlich angewendet werden könne, wenn die Konferenz sich dieser vorbereitenden Arbeit widmen würde, die, ohne irgend cinc wesentliche Frage zu Präjudiziren, geeignet sein würde, dic Aufgabe, welche sie später unter Mit-Wirkung des nenen ottomanischen Beuollmächtiglen zu erfüllen haben wird, erheblich zu erleichtern. Dic Bevollmächtigten Nußlands unterstützten diese ^ Meinung kräftig. ^ Dem Wunsche nachgebend, der ihnen dießfalls ^ ausgedrückt worden war. willigten die Bevollmächtigten Frankreich's und Großbritanniens ein, von ilnen Rc« ^' gierungen auf telegraphischem Wege die Erulächtigung zn erbitten, von jettt an Theil zu uchmcn au einer ' vorbereitenden Arbeit, welche die Lösung feiner Frags präjurizireu würde. Der ottomauischc Bevollmächtigte willigte stleich» l falls elil, den Konferenzen, welche zu diesem Zwecke al'gehaltcn würden, von dem Auqrnbllcke au beizn-woh»«'!,, in welchem die Bevollmächtiglen Frankicichs nnd Großbritaumen's ermächtigt sein würden, sich dabei zu beteiligen. (Folgen die Unterschriften,) Protokoll Nr. H «l». Wien, 2. April 1855. Anwesfnd.-Die Obigen. Das Protokoll der Sitzung vom 29. März wurde verlesen, angenommen nnd unterzeichnet. Der Bevollmächtigte Frankreichs erklärte, daß die Antwort, welche er von seiner Regierung auf seine telegraphische Depesche von» 9. März erhalten hab«-, ibm neuerdings vorschreibe, sich ledcr Diskussion über ^ e u i l^el^n/^ 2 cham y l. Frei nach Alerand er Puschkin "). Es naht das Heer, ein Lanzemvald Umstarrt die russische Kolonne; Die Schlacht begiinl, Musik erschallt, Die Helme blmtVn in der Sonne, O Kaukasus! Es bricht vor Schmerz Im 9iiism,sand manch' Mutterherz! Der Czar l'cfabl bci der Parade.' „Ni'ickt vor!" Sie gehn de» Todcsgang! ^s schlug sich tapfer die Brigade, V's sie der Kaukasus verschlang; ^"' hat schon manches Heer verschlungen, -^hll zwang man nicht, man ward bezwungen. ^s liefert Polen schöne Reiter, ^"t seh' ich Mächtige Uhlaneii) ^"s Negimelit zieht immer weiter, "tminn folgend Nnßlands stolzen Fahnen; ^>e reiten durch Steppen, auf schrecklichen Weqen ^ ^" l>" K.n,k,si,s, dem Tod entgegen. ' ^ ^"' ^''l"llk z»r „D l' „ a »" Nr. 220 abdruckt. Es liefert Finnland gute Schützen, Doch Heimweh athmen ihre Lieder) Eoldatc,,, ihr deö Thrones Stützen, ^e Primat seht ihr „immer wieder! De>", ihr gehöret nah' und ferne De»' Kaiser nur und der Kaserne. ^'" ^"' """ grünen Dniesterfirande 'e,'le, ll'siig singend, auf Veute hoffcn! "s ,lc »inken, von den töolicken Pfeilen getroffen! -^ tanzte die Ncherkessensch^, ^' he.ligc Kriea ward ernst berathen'); "^ebt nicht, ruft Sch„nyl, >,or Gefahr, ^mannet euch zu Heldenthaten!" Draus geht er in die Felsengrotte U"d weiht sein Schwert dem Schlachtengotte. Umringt von glänzendem Gefolge, Erlcheint cr vor den Seinen wieder; Pl«'ft ihre Bogen, Pfeile, Dolche, Durchreitet forschend ihre Glieder; E'e schaaren sich um ihn zusammen U"d Schamyl's Augen sprühen Flammen. 5) Ltt' Pflr.M, w c di>> ,lt.„ Gcrma,»», i„ ,du„fl>l» Haioc» lllld Fm,ll'!l z„ l'lNith.!!. „Wer lampfeud fiel für seinen Glauben, Dem össnet sich das Paradies, No unter grüne» Myrthenlauben Uns Gott viel Freuden sprosse» ließ; Dort winken nach des Kampfes Grauen Den Tapfern wunderschöne Frauen!" „Seht Kass Mukas feste Vurg! Sie schaut herab auf Land und Meer, Der Feinde Schaar läßt sie nicht durch Und trotzet jedem Russenheer; Tschetschenzen vor! Im Daghestan Kämpft für die Freiheit jeder Mcmn!" „Es weht die Fahne des Propheten! Von, Himmel blickt cr aus euch nieder!" Jetzt nach inbrünstigen Gebeten Erklingen Schamyl'ö Schlachtenlieder! Entbrannt ist schon des Kampfes Nulh, Den Kuban färbt Tscherkejsenblut. Im Mondlicht glänzt der Kaukasus, Im Russenlagcr tönt Musik; Berauscht noch von des Mädchens Kuß, Jauchzt der Kosak mit frohem Blick; Dli Steppenkind, sei anf der Hut! Des Waldes Sohn ist Dir nicht g"t.' 5Vsß die vierte Garantie zu enthalten, beoor nicht der dritte Punkt eine volle Lösung erhalten habe. Abgesehen von dem Werthe, welche seine Regierung damit ocr» binde, die Reihenfolge der Diskussion aufrecht zu cr> halten, wie sie seit Eröffnung dcr Verhandlungen an« genommen wurde. machte er als neuen Grund dcr Vertagung die unmittelbar bevorstehende Anknnft der Herren Minister der auswärtigen Angelegenheiten Frankreichs uud der h. Pforte geltend, welche Veioc kämen, um an den Arbeiten dcr Konferenz Theil zu nehmen. Die Bevollmächtigten Großbritanniens zeigten ebenfalls au, daß sie nicht bevollmächtigt seien, von der ursprüuglich festgesetzten chronologischen Ordnung dcr Diskussion abzuweichen, und daß sie daher für jetzt an keiner, die vierte Gruudlagc dcr Unterhandlung betreffenden Arbeit Theil nehmen konnten Fürst Gonschakoff kann sich. indem er den Werth der Motive dcr Vertagung, weiche er eben gehört hat, zugibt, doch uicht versagen, das Vedauern auszudrücken, welches dieser Verzug iu ihm erweckt; ein Bedauern, welches um so lebhafter ist. als es sich um cinc Gewisscnsfrage. um eine Ehrenvcrpfiichtung der europäischen Mächte handelt, der die Politik fremd bleiben sollte. Herr v. Titoff schließt sich dcn Gesinnnngen an, welchen sein Kollege Ausdruck gegeben hat. Herr Graf v. Vuol, indem er für seinen Thci! die Vertagung über die Diskussion des vierten Punk« tcs bedauert, drückt die Hoffnung aus. daß das er» leuchtete Zusammenwirken dcr ucueu Mitarbeiter, wcl« ehe dcr Konferenz angezeigt wnrden, wesentlich dazn beitragen werde, die Lösung dcr ihr vorbchaltcncu Aufgabe zu erleichtern. Aarif Effendi erklärt sich mit dcr von dcn Vc< vollmächtigtcn Frankrcichs und Großbritanniens ausgesprochenen Meinung einverstanden. In Beantwortung der vom Fürsten Gortschakoff gemachten Bemerkung konstatirt dcr Bevollmächtigte Frankreichs, daß die in der Diskussion des uicrteu Punktes ciutrctcudc Verzögerung von Seite seiner Negierung nicht dcu mindesten Unterschied zwischen dem Interesse in sich schließen könne, welches sie selbst dem Schicksale dcr christlichen Unterthanen des Sultans widme, »ud demjenigen, welches die rnss. Ve> vollinächtigtcn zu ihren Gunsten eben ausgedrückt hätten. Ebcu die Wichtigkeit, welche die französische Re» giernng selbst mit dieser Frage verbinde, sci für dieselbe ein Motiv mehr gewesen, ihren Bevollmächtigten nicht znr Tbcilnabme an cincr vorbereitenden Arbeit über diesen Gegenstand in einem Augenblicke zu au-torisireu, iu welchem der unmittelbar hier erwartete Minister dcr auswärtigen Angelegenheiten der hoben Pforte die Konferenz in die ^age vcrsctzcn werde, mit seiner Beihilfe in voller Kenntniß dcr Sache dieselbe zu diskutireu. Fürst Gonschakoff bat, indem er zwar von der Erklärung des französischen Bevollmächtigten Akt nimmt, doch Mühe. sich über die Ursachen Rechen« schaft zu gel'cn. welche die Konferenz hindern könnten, die vorbereitende Arbeit unmittelbar nach Ankunft dcr Herren Minister dcr answärtigen Angelegenheiten Frankreichs und der h. Pforte zu beginnen. Lord John Russell stellt scinerseis fest, daß die Regiernng Ibrer Majestät der Königin von England, weiche zu jcder Zeit gcwüuscht hatte, die christlichen Unterthanen des Snltans mit Gerechtigkeit nnd Mensch-lichkeit behandelt zu scheu, und welche durch Vcrmitt« lnng ihres Gesandten in Konstantinopcl unzweideutige Beweise der aufrichtig wohlwollenden Absichten erhal< ten habe, von welcher die Pforte in dieser Vcziehnng beseelt sci. sicher dcr Gleiehgiltigkeit in diesem Punkte nicht beschuldigt werden könne. Da jedoch die durch dcn vicrtcn Punkt angeregten Fragen die Souvcrä-uctätsrcchte des Snltans sehr nahe bcrührtcu und da die Unterhandlungen darüber mit ciucr Macht geführt werden müßten, welche gegenwärtig im Kriegszustande mit dcm ottomanischcn Reiche sich befindet, so müßte die Diskussion darüber sehr zartcr Natnr sein, und es sei dicß cincr dcr Gründe, aus welcher seine Regiernng daranf bestehe, dcn vierten Punkt nicht in Angriff genommen zu sehcu, bcvor dcr dritte uicht völlig erledigt sciu würde. Graf Ncstmorcland schloß sich völlig der Meinung seines Kollcgcu an. Dcr ottomanische Bevollmächtigte stimmt der von den Bevollmächtigten Großbritanniens ausgesprochc-ncn Mcinuug bci. Iu Vcrücksichligung dcr oben angcführtcn Ver-tagungsgrüudc und dcr religiösen Feierlichkeiten dcr heiligen Woche kam man übcrein, die nächste Sitzung auf deu 9. d. M. auzubcraumcu. (Folgen die Unterschriften.) Protokoll Nr 3X. Wien. 2. April l8öä. Anwesend: Die Obigen. Graf Vuol eröffnete die Sitznng. indem er Ihre Exzellenzen die Minister der auswärtigcu Angelcgcu» hcitcn Frankreichs und dcr h. Pforte, Herrn Drouin de Lhnys und Aali Pascha, welche beide mit Vollmachten vcrschcn sind, um an dcn Fricdcnsuntcrhand-lnngen Theil zn nehmen. Er glanbt, nur dcr treue Dolmetsch dcr Gcsinnuugcu der ganzen Versammlung zn sein, indem er ihre Gegenwart mit wahrer Vc< fricdiguug und als ein neues Pfand des hohen Wer« thes begrüßt, den ihre Regierungen daranf legen, die Arbc'ten dcr Konferenz zu dcm Ziele der Wiederherstellung eines soldcn und dauerhaftcn Friedens führcu zu sehen. Die ncnen Bevollmächtigten legen ihre rcspekti-vcu Vollmachten vor, welche, nachdem sie geprüft und in guter und gclwrigcr Form bcfundcn wordcn waren, zu deu Konfcrcnzakteu gelcgt wnrden. Nachdem das Protokoll Nr. Vlil. verlesen, genehmigt und unterzeichnet worden war, kam man überein, die nächste Sitznng bis zum Eintreffen der nencu Instruktioncn zu verschieben, welche die Bevollmächtigten Rußlands in Folge dcr Konferenz vom 2»;. März durch einen von hier am 28. erpeoirten Kurier bci ihrem Hofe angesucht haben. (Holgcn die Unterschriften.) (ss ortsctz »II g f D < gt.) Der katholische iHesellelwerein in ^aibaeh. X. — In neuester Zcit ist die Vilduug und Pflege dcr Gefellenvcrcinc von allen Jenen, welchen die Umgestaltung und Befestigung der mehr oder min- der zerrütteten sozialen Verhältnisse am Herzen liegt, mit wahrer Freude begrüßt worden. In so ferne sich diese Vereine mit dcr Lösung dcr für unsere Tage doppelt wichtigen Aufgabe befassen: „die meist sich selbst überlassenen Gesellen zu vcrciuigen, und durch Vclelebuug und Kräftigung des religiösen und bürgerlichen Sinnes, so wie durch zweckmäßige intellektuelle Ausbildung zu gcsinnnngs- und gewerbstüchti-gcn Bürgern uud Meistern heranzubilden," sind sic eiuc Grundlage, auf welcher für die Zukuuft ein kräftiger Handwerkerstand erstehen, und uach allen Nichtuugeu hin segenreich sich entfalten soll, Kanm sind scit dcr Bildung dcs ersten Gesellen-vcrcincs dnrch den Domvikar K olpi n g in K ö l n fünf Jahre verflossen, nnd schon zäblt man an hun« dert derartige Vereine mit mehr dcn 20.090 Mit° glicdcrn in Dentschland und Oesterreich, Der hochwürdigc Herr Leo Wonzhina, Dok« tor und Professor der Theologie an der hiesigen f. b. Diözcsaulchranstalt, faßtc den löblichen Plan, auch iu Laibach nach dcm Muster anderer Städte cinen Gcsellenverein ins Leben zn rnfcn. Nachdem er diese Idee mehreren Bürgern und Gcwerbslcutcu mitgetheilt hatte, von denen sic mit Freude begrüßt nnd mit dcr Znsicheruug der kräftigsten Untcrstütznng auf° genoinmcn wurdc, fand am l2. Dezember 1854 cinc berathende Sitzung im städtischen Magistratssaale Statt. In dicscr Versammlung erklärte man einstimmig die Errichtung eines „katholischen Gesellen-vercines" als sehr wünschenswert!), die Gesellschaft konstituirtc sich als Verein znr Einleimng dcr Vor-kchrnugen znr Bildung des obbcsagtcn Vcrcincs un> tcr dcr prov. Lcitling dcs Hcrrn Dr. L. W o n z h i n a, und wählte aus ihrer Mitte ein Comit^ zur Verfassung dcs Entwnrfcs dcr Vercinsstatntcn. — Am 9. Jänner l. I. wnrdc der Statutencntwurf von dcm Vcrcinc angenommen, und das Comite beauftragt, die crfordcrlichcn Schritte bchnfs dcr Vcwilliguug zur Errichtung dcs gcwünfchtcu Vcrcincö, so wie dcr Genehmigung der Statuten bci dcr hohcu k. k. Landesregierung zu veranlassen. Die Vcstätigtung dcr Statuten und die Bewilli-guug zur Errichtung des „katholischen Gesellenverei-ncs in Laibach" »uurdcn von dem h. k. k. Landes« Präsioinin im Wege des bochiu. f. b. Ordinariates dcm Begründer Hrn. Dr. Wonzhina zngefcrtiget. woralif am 18. April l. I. cinc abcrmaligc Sitzung stattgefunden hat. In dieser Versammlung wurdc bcschlosscn, dnrch Abgeordnete (oic Herrcn Dr. W ouzhina, Ersch e n uud ö-zcruy) Se. f. b. Gnaden zn ersuchen, das Protektorat des Gesellcnvereines zu übernehmen, was in dcr Folge Hochdicsclbcn bereitwilligst zusagten. — Wciters wurde die Eröffnung auf den 29. April l. I. festgestellt, das Comit»' mit der Anffindnng eines passenden Vereins-Lokales beauftragt- auch wnrdcu Herr Wilhelm Bctge zum Vcrcins - Kassier nnd Herr Andreas Bruß zum Vereins-Sekretär gewählt. Am 29. April fand nun die feierliche Eröffnung des katholischen Gcscllcnvcrcincs Statt. Um 9 Uhr Vormittags zclcbrirte dcr hochwürdigc Hcrr Domprobst l'. '1'. Dr. Simon Ladinig, in dcr Ursulincrin-nen-Kirche ein solcnncs Hochamt, dcm Andächtige ans allen Ständen, insbesondere die Herren Gründer und Uüterstützer des Vereines beiwohnten. Nach, Wenn Hain und Fluß im Mondlicht glänzen, Singt lustig die Kosakcnschaar Zur Balalaika, uud bei Tänzen *), Ahnt Niemand drohende Gefahr; Kosak, Kosak! Sei auf der Hut! Es lechzt der Feind nach Deinem Blut! Hörst Du uicht schwirren seine Pfeile? Die Manchem schon den Tod gebracht, Fort, fort! Nach Deinen Zelten eile! Sonst dcckt Dich sinst're Todcsnacht; Daß Feinde nah', hast Du's vergessen? Im Walde lauern die Tschcrkcssen! — Schamyl entflammet ihre Rache: „Wohlan, vertheidigt euren Herd, Und ka'mpft für die gerechte Sache Mit Mannestrotz, mit Pfeil nnd Schwert! Gib Acht, gib Acht, Sohn der Ukraine! Man schleicht Dir nach durch Wald und Haine!" Es rollt dcs Stromes wilde Fluch, Die Verge steh'n im Mondesglanze, Dort der Kosak, ermüdet, ruht Gelehnt auf seine Eiscnlanze; Schlaf' nicht, Kosak, geh' Deinen Gang; Der Bergsohn schleicht den Strom entlang. ') Balalaika, d. i. dic Zither drr Südrussen, d!c zu Hause wic im Feldlager häufig gespielt wird. Es wiegt sich der Kosak im Voot Und zicht scin Netz ans Stromes Grunde; Kosak! Dn fischest Dir den Tod, Dcr Strom hat seine böse Stunde! Hörst Du noch nicht dcs Köchers Klang? Dcr Vergsohn schleicht den Strom entlang! O laß dcn Fischfang, laß die Jagd, Dieweil Gefahren Dich umgeben; Verlockt in düst're Waldesnacht, Ließ Mancher schon scin junges Leben; Man schleicht Dir nach durch Vnsch und Wald, Man paßt Dir auf im Hinterhalt! An Dciner Heimat Wassern bli'ch'n Die lockenden Kosakenstädtchen; Seht, wie vom Tanz die Schönen glüh'n! O fliehet, flieht ihr Russenmädchen! Laßt, Liebliche, jetzt Tanz und Sang, Der Vergsohn schleicht den Strom entlang! Was braust und schäumt wie wilde Wasser? Es ist Schamyl mit seiner Schaar! Es sind- die schlimmsten Russenhasser, Die je, dcr Kaukasus gebar; Jetzt Pope, wende Dich zu Gott Und steh' um Sieg für Nowgorod! Im Mondlicht glänzt der Kaukasus, In wilden Schluchten kam's zur Schlacht; Von Vergcshöh' fällt Schuß auf Schuß Und manches Aug' dcckt Todesnacht; Es graut der Tag, die Stern' erbleichen, Dort aus dcm Lager trägt man Leichen. Nach Wladikawkas trägt man sie, Hörst Du dcr Russen Grabgesang? - Der Sieg, den ihnen Gott verlieh, Es wird dabei so Manchem bang! Und stüstcrn hört man Moskowiten: „Wir haben fürchterlich gelitten!" Ja, Wladikawkas hcißt dic Veste, Erbaut, dcn Kaukasus zn zwingen; Verderben schwur dem Felsenneste Echamyl; er jauchzt: „Es muß gelingen! Der Kaukasus! Er werde frei! Dicß, Brüder! sei das Feldgeschrei." V. F. Gllttenstein. H»H mittags um 5 Uhr wurde die öffentliche Versamm« lnng im Saal«? des D. R. Ordens - Gebäudes abgc-halten, welche der k. k. Herr Statthalter Graf Cho-rinsky, der k. k. Herr Hofrath A. Oraf Hohcnwart, der hochwürdigc Herr Domprobst Dr. Ladinig, der k. k. Herr Landcsgcrichts-Präsident Iosch, der k. k. Herr Negierungsrath und Polizei-Direktor Strobach, der Vürgerincister Herr Dr. Vurgcr nebst andern Anto> ritälen mit ibrer Gegenwart beehrten. Der Leiter des Vereines, Hcrr Dr. L. Wonzhl-na, begrüßte zucrst die Vcrsammlnng und eröffnete den Verein mittelst einer Ansprache, in der er die Freude über die Vcgründung dieses Vereiucs m Lal-dach ausdrückte, auf den schöucn Zweck des,elbcn hinwies und den Fortgang, die Theilnahme und die Folgeu dieser Vereine in Oesterreich und Deutschland mit beredten Worten auseinandersetzte "). Hierauf ergriff der 1'. 'l'. Herr Domprobst Dr. Ladinig das Wort, und gab im Auftrage von Sr. fürstbischöfii' chcn Gnaden die Erklärung ab. daß Hochdicselbcn ,das Protektorat dieses Vereines mit um so größerer Freude übernehmen, als es Pfiicht eines katholischen Bischofes ist, katholische Vereine nach Kräften zu unterstützen. Weiters ermunterte der Herr Sprecher, nachdem er anf die edlen Zwecke des Vereines hingewiesen, die Vcrcinsmitglicrcr, stets gute Kinder der katholischen Kirche, treue Unterthanen des erlauchten Herrschers und fleißige Arbeiter ihrer Meister zu sein, unbekümmert um die Widersacher, die hie und da laut weiden könnten. Die Erfüllung der christlichen , und der Vcrufspftichtcn sei das Ziel ihres gemeinsamen Strcbens. Der I'. 'i'. Herr k. k. Landcsgcrichts-Präsident G. Iosch behandelte in einem längeren Vortrage den Nuyen der kathol. Gescllcnvcrcine. Die Zünfte warcn. sagte der Herr Redner, ein schönes Institnt, denn sie wurden durch christliche Gedanken ins Leben gcrnfen, sowie überhaupt Alles, was das mit Unrecht verschriene Mittelaltcr Großes und Dauerndes zu Tage gefördert hat. Nach der Erörterung der Vortheile des Zunftwesens und der Bekämpfung der Idee, daß der Fortschritt der Industrie durch das Zunftwesen gehemmt werde, wurde das ehemalige Leben und das Verhältniß der Lehrjnngcn uud Gesellen gegenüber dem Meister, insbesondere in religiöser uud gesellschaftlicher Veziehnng, beleuchtet uud auf die Gegensätze mit der Jetztzeit hingewiesen. Wer aber trägt die Schuld an den traurigen Zuständen der Gegenwart? " Nicht bloß die Meister selbst, auch der Zeitgeist, in dem die große Mehrzahl mehr oder minder befangen ist, und welcher Geist wahrlich kein christli» chcr ist. Nun folgte eine Darlegung der gegenwärtigen Verhältnisse des Handwerkerslandcs, — insbesondere der Gesellen. Sich selbst überlassen, ferne von Eltern und Perwandten, in einem fremden Lande, fällt Mancher so leicht dem Verderben anheim. Er hat keinen erfahrnen, wohlwollenden Freund zur Scite, während eben dieses Alter cincs Führers bedarf, und cl'lnso sucht er sein Vergnügen im Wirthshause. Weilers sind ?s die geheimen Gesellschaften, die unter verschiedenen Namen fast alle uom gleichen Geiste des Umsturzes beseelt sind, deneu der jugendliche Hand. werkcr ausgesetzt ist. Um nun all diesen Gefahren ;n begegnen, bedarf es eines starken Armes, und oiescr ist der katholische Gesellenuerein. Nachdem der Herr Sprecher noch den Zweck und die Mittel dieses Vereines ausführlich beleuchtete, schloß er mit den Worten: Ein kräftiger Vaum wird mit Gottes Hilfe unser Verein werden, der reichliche Früchte des Heiles briugcn wird, und noch nach Jahren wird in der Erinnerung der heutige Tag gcsciert werden. — Zum Schlüsse ergriff uoch der Herr k. k. Statthalter Graf Ehoriusky das Wort uud versicherte, er werde den eben eröffneten Verein jederzeit mit Vergnügen nach Kräften unterstützen. — Das Ende der Eröffnungs--fcicrlichkcit bidcte die österreichische Volkshymne, welche von der Vcrsammlnng mit Vcgcistcrnng gesungen wurde. Indem wir die Veründnng dieses zeitgemäßen und wohlthätigen Einftnß übenden Vereines auf's wärmste begrüßen, fügen wir den Wunsch bei, möge er durch zahlreiche Äeitrittc uud durch Unterstützungen erstarken und wachseu, damit aus diesem Seufkörn-lciu ein mächtiger Vanm werde, der crqnickcndcn Schatten nach des Tages Mühen bietet, und segen-rcichc Früchte zum Gedeihen des religiösen, staatlichen und industriellen Lebens trägt. Vom südöstlichen Kriegsschauplätze. Die neuesten telegraphischen Depeschen, welche aus St. Petersburg und ans Paris sehr spärlich einlaufen, bringen keine bemcrkenswerthcn Nachrichten aus der Krim. General Pelissier hat im Eiuvcrstand-niß mit dem Lord Raglan und General La Marmora eine Opcrationsarmcc errichtet, welche den Namen ^Valaklawa-Armcc führt. Nährend zur Vlokadc des bisher belagerten Theiles von ^ebastopol ein eigenes 20.000 Mann starkes Korps am Plateau zurückbleiben müßte, würde, Pclissicr an dcr Tschernaja den Feldzug gegen das Innere in der Krim eröffnen. Da das Liprandischc Dctachement eigentlich nur ein fliegendes Obserpationskorps ist, so könnten im In-kermanthale die Alliirtcn allenfalls ohne große Schwierigkeiten vordringen. Zu entscheidenden Schlachten käme es an dcr Alma uud bei Simpheropol. Damit Omcr Pascha verhindert werde, daran thätig mitzuwirken, wurde das Kavalleric-Dctachcment der Generale Korff und Wrangel ansehnlich verstärkt. Eupatoria dürfte daher in diesem Momente enger wie bisher zernirt sein. Alls allen stark befestigten Punkten in dcr^Alpcngcgcnd bei Vaktschi-Sarai halten sich die, Nn>M in dcr strengsten Defensive. Sie lehnen den cincn Flügel an die tapfer vertheidigte Festung Scbastopol, den andern an die Ausläufe der Gebirge in die Ebcnc bei Simphcropol, wo der Kern einer zahlreichen Kavallerie steht, welchem dic! Alliirtcn nur schwache Kräfte entgegen stellen könnten. Dcr konzentrische Angriff auf dicsc russische Position wärc jcdenfalls mit großcn Schwierigkeiten vcr-bundcn. Noch problematischer, was den Waffenerfolg betrifft, wärc dic Operation gegen einzelne Sceob-jcktc, wic Akjermau, Odessa und dic andern russischen Ufcrfcstungcn und Küstcnpnnkte im Pontus. Etwas muß abcr geschehen, und dic Vricfc aus Varna deu-tcn darauf hin, daß dic pontischcn Feldherren dic schon so oft angekündigte und immer verschobene Offensive im Felde in 14 Taacn zu eröffnen gedenken. (Milit. Ztg.) Oesterreich. Wien, 24. Mai. Man vernimmt, daß die Bevollmächtigten dcr Westmächte in Wien den neuen Propositionen ihre Zustimmung gegeben haben, und zweifelt nicht, daß auch die betreffenden Eabinetc dieselben für Fortsetzung der Verhandlungen geeignet finden werden. Ein gewichtiger Schritt znr Lösung der schwebenden Frage soll aber geschehen sein, in« dcm dic Cabinctc bereits erklärten, daß sic den Fall Scbastopols nicht als nothwendig zu cincm Arrange« mcnt betrachten. Daß dic Vcrtretcr Rußlands von den Vermittlungs-Anträgen Wissenschaft haben und dieselben znr Fortsetzung dcr Verhandlungen geeignet finden, ist selbstverständlich. — Naeli der letzten Schätzung umfassen die Staatsdomänen in Oesterreich einen Flächcnraum von 442 Mcilcn, cnthaltcn IN Städte, 61 Schlösser, 5471 Märkte uud Dörfcr und 736 Höfc, und wa> rcn von 1.865,065 Mcnschcn bewohnt. Der Ertrag dcr Staatsgüter war im Vudgct des Jahres 1849 mit 3,396,525 st. angcgcbcn. — Wic man vernimmt, ist die Anordnnnq getroffen , daß der Vau der Wicncr Verbindungsbahn sogleich nach dem Abschlüsse dcr Vau-Eontraktc bcgin« nen könne. Dic Arbcitcn werden sodann ohnc Un-tcrbrcchung bis zn Ende geführt. — Vis jetzt sind 80 Industrielle von Wien zur Industric-Ansstellung nach Paris abgegangen, worunter sich auch dic von cinigcn Fabrikanten abgesendeten Privat - Commissionäre und Zcitnugs'Verichterstatter befinden. Auch von anderen Städten dcr Monarchie sind Indnstriellc in Mehrzahl mit Veuützung der ermäßigten Fahrpreise nach Paris abgegangen. — Nach den ncucsten auf Grund dcr letzten Volkszählung in Oesterreich verfaßten statistischen Aus« weisen zeigt cs sich, daß vor 100 Iahrcn beinahe um dic Hälfte wcnigcr Menschen anf dcr Qnadratmeilc lebten, als heutzutage. Am stärksten erscheint die Zunahme in Schlesien, Vöhmen nnd Mähreu. — Das hohe k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht hat seine väterliche Fürsorge dcr Heranbildung der Volksschullehrcr in Ungarn zugewendet und dic Ncorgauisirung der bcstchcndcn wie dic Errichtung neuer Präparandicn beschlossen. — In Folge hohen Ministerial - Erlasses werden im Königreiche Vöhmcn die rein politischen und die gemischten Bezirksämter ihre Wirksamkeit am 26. Mai beginnen und erfolgt gleichzeitig die Auflösung der bestehenden Vezirkshauptiuannschaften sowie der bisherigen Gerichte erster Instanz. — Mittwoch den 30. Mai versammelt sich die k. k. Akademie dcr Wissenschaften zn ihrer feierlichen Iahressitzung zum Gedächtnisse dcr Gründung im ^aalc der Landständc. Die Sitzuug wird dem Ver< uchmcn nach mit eincm Vortrage ihres Kurators, des Herrn Ministers Baron v. Bach, eröffnet, welchem cin Vortrag dcs Präsidenten, Neichsrathes Va° ron v. Bau mg artn er, folgt. Der Sekretär der Akademie wird eine Darstellung der inneren Verhalt« nissc dcs Instituts vortragcn. — In dcm verflossenen Verwaltungsjahre 1854 sind in sämmtlichen österreichischen Seehäfen 63.777 Schiffe eingelaufen. Davon waren 58.509 österrci« chischc, 5268 fremde Fahrzeuge. — Der Chemiker Herr Dr. Petit hat sehr ge^ Kurier Abriß der Geschichte der slavischen Sprache *). ^ Scitc 786 dcs Jahrg. 1853 dcr „Mgcm. Monatschrift für Wissenschaft und Literatur" theilte ich einc Skizze dcr Urgeschichte unscrcs Sprachstammcs, dcs Indogermanischen, mit; ich knüpfe an jcnc Zcilcn wiedcr an und versuche nun dic Entwicklungsgeschichte cincs Astes jcncs verzweigten Vaumcs, welcher dcr indogermanischen Sprachwurzel entsprossen ist, wenn auch "Nr in den allgcmcinslcn Umrissen vorzuführen: das Folgende soll dic Hauptpcriodcn dcr Geschichte ' ber slavischen Sprache in kurzem Abrisse darstellen. Wir theilen dicsc Gcschichtc in fünf Perioden: 1) Das slavische als indogermanische Ursprache 2) das Slavische als Slavodcutsch; 3) das Slavische als Letto-Awisch; 4) das Slavische als eine für sich bestehende ^'undsprachc; 6) das Slavische in scincn Dialcktcn. ^ dic fünfte und letzte Periode fällt in dic geschicht- ^ Zeit, dic früheren Perioden können nur crschlosscn werden. " ^ ,^ ^ Periode. Das Slavische als indogcrma- 'u>chc Ursprache. Znr Zeit, als dic mit Nothwcndig- Mutter allcr indogermanischen Sprachen anzu- 'l"s ..Ocstcrrcichischc Vläitcr für Literatur nub Kunst," 3tr. 19 d. I. " nehmende indogermanische Ursprache sich noch nicht gc-thcilt hatte, ruhte auch das Slavische in ihrem Schoße, nicht etwa als ein Dialekt dieser Sprache, sondern ohnc gc,oudertes Dasein war cs in ihr an sich vorhanden; dce Vcdingungcn seines später erfolgten Hcruorgchens aus ihr zu einem gesonderten, für sich bestchcndcn Da-,c>n lagcn in jencr Ursprache für das Slavische so gut wie fnr jcdc scincr Echivestersprachcn, mit andern Wor-tcu: die indogermanische Ursprache ist eben so Urslavisch a's Urdcutsch, Urgriechisch, Urindisch u. s. f. Sic ist cic altestc Forin allcr jencr Sprachen, welche später dcn indogermanischen Sprachstamm bildeten, nachdem ftc dnrch Spaltung dcr ursprünglich cincn Ursprache mis ihr hervorgegangen waren. Dic Darstcllung dcs Slavischen in dcr ersten Periode seines Daseins fällt "!>>.' zusammen mit der Darstellung der indogermanischen Ursprache. Wic diesc beschaffen gewesen, läßt sich mit ciner ziemlichen Sichcrheit und Genauigkeit erschließen. Hlcr beschränken wir uns indeß nur auf einen flüchtigen Umriß, cinc ausführlichere Schilderung dieses >o überaus wichtigen nnd ansprechenden Gegenstandes auf einc andere Veranlassung vcrsparcnd. Vom Wort-vorrathc, von dcr Aufzählung dcr Vcgriffc, Vorstcl-lungcn und Anschauungen, welche in dieser Ursprache bereits niedergelegt waren, also von der kulturgeschichtlichen Seite der Sprachforschung auf diesem Gebiete, welche bekanntlich Knhn in so fruchtbringender Wcisc angebaut hat, wollen wir hier völlig absehen und uns nnr auf dic Sprachform, auf den grammatischen Bau der Ursprache beschränken. Dic indogermanische Ursprache war einc der höchsten Sprachklasseu, dcr ficktircuden ") angehöngc ^) Wir »utcrscheidcn drei Sprachllasscn, dic ein sy l l'i g c, dcrcu Prinzip cs ist, nur miä llüvcräiidcrlich,« Wurzeln zu bcstchcn und dic Vczichung unau^cdrückt zu lassen; dicsc Sprachclassc bcsitzt also kcinc grammatischcu Form,'!!; die anfügcndc (dcr Ausdruck „cig^lutinirclid" ist vom Ucbcl, dcmi cin L.im, «lut^» , ist ja nicht Vorhand,n), welche dic grammatischc ÄcznhuiMU aucldrückcndcn Olsmcntl" au dic unvcländl'rlichc Wurzel ansüßt mid dic fl cftir cn d c, in wclchcr dic grannnatischc Forin nicht nur durch ft'lchc Äu iiguiig, sondcrn auch zu^lcich durch Vlr^ndcriüi^ dcr Wurzcl sclbst ans,,^rückt N'ird.n sann: hicr schlisßt sich alsu Ocdcutung lWurzcl) und Aczichunq (grannnatische Form) crst si,' inuig zur Viuhcit dcs Wl'itcS zuannusii, wic im Dcuf n s.Il'st, dcsscu m.hr l'dcr mindcr vrllfi nn mcucs lcmtlichcs 'All'ild dic Spr^chc ist. Dicsc Eintlnilung dcr Sprachcn i» dici Kllilscu wird »icist 'i'l'tt ^u.^schrilbcn (su »'ou 2>>>'r Müllcr u. ?l)., vl'ü wclchcm i„ d.» Jahr-rüch.ru dcr fr.icu dcutsch.ii ?lfad,mic. I. 18^j!, .ine allcr-diugs ähulichc («iiithciliing dcr Sprachm in vicr Kl^sscn (so bcrichtct w,in^stcns Mar Müllcr, mir ist dic O.u,l!e icht nicht zur Haud) zu Icscn war. Veidc. Pott und ich. hal'cu aus Humboldt gc^chöpft; al'^cschcu von dcr Vrl-schicdcnhcit in dcn Rcsu>tatcn gclühtt abcr dic P iorität mir. dcuu ich habc dic jcht wohl allqcmcin anquiommiue Tr.ithclluug nach g.uaucm Studium dcr Humb oldt'sch.il Einlc.tu,^ zu scincm Ncrfc übcr dic Kavisprachc und nach Mr ,„ir zuläuqlichcn Gram- matikcu ,chr vulcr Sprachen zucrst amgcstM und iu ihrcr lun rcu Nnhwcudi^fcit bcgründct in nuiucm !iN7 qcschric' dcncu »ud ,m sscbruar 184« l'ncits im Druckc vollcnrctcn Schriftchcu: „Zur vcrglcichnldlü S^iachcnfundc. Äl',i<,. König, 18^8," Pag 6 ff., also früher als die Iahrl'ücht,.-dcr freien deutsche» Af.,d<>>,>!V ^s^,ip,,..>, »Ind. '.'lnamchls dcr 52 s lnngcnc Vcrsuchc gemacht, das Schlachtvichblut zu ! cinem genießbaren Nahrungsmittel zu verwerthen, in- j dem er durch ein eigenes Verfahren das Vlut znbc- ! reitet und ihm sodann Mehl beimengt. Ans dieser i Masse zubereitete Brote, und Visquit sind sehr leicht > aufzubewahren uud gcbcu aufgekocht eine sehr gc- < schmackuolle uud wohlfeile Suppe. , — Nebcu der Dagilcrreotypic und der Photo- > graphie tritt jetzt ein neues Verfahren auf, die Kl-a- , vure In>Iwz>i-l>llcluo auf Stahl, uach einer Erfindung ! von Niepce de St. Viktor. Klagcufu r t. Im Möllthalc ist uoch am 27. April ein Unglücksfall durch eine Lavinc uorgckom-men. An diesem Tage waren uämlich, wie wir in der Klagenfurter Zeitung lesen, 8 bis 10 Knappen aus der Gemeinde Sagritz ans dem Rückwege in die Heimat begriffen nud olmc Unfall ain „Zirknitz-Kccs" des Bezirkes Winklern angelangt. Um über die Schnee-und Eisfelder, wo solche abschüssig sind, zu gelangen, bedienten sie sich einer Art Schlitten, welche bloß^us einem 3 Fuß langen Brette, vorne mit einem stricke, um die Richtung zu gcbeu, uud rückwärts mit einem Sitzpolster versehen, bestehen. Einer derselben, an eiuem solchen Schlitten anf dem Schuecfeldc über den „Zirkuitz-Kees" herabglitschend, verlor deu Sitz-polster, uud sprang, deu Schlitten sich selbst überlassend, ab. Hicdurch löste sich eine Schncemassc, die sich allsogleich 'zu einer Laviuc gestaltete uud dcu Knappen angesichts der Ucbrigen unter sich begrub, währeud diejcuigcu, die auf den Schlitten blieben, über die Lavinc hinabfuhren. Ein anderer dieser Knappen gericth ebenfalls unter die Lavinc, wnrdc jedoch uoch lebend, wenngleich ganz erstarrt uud dem Tode nahe, herausgezogen und gerettet. Es wurden sogleich alle möglichen Versuche augestellt, den Grstc-reu aufzufinden, leider olme Erfolg. Aus ^agritz verfügten sich sogleich, uachdem das Unglück bekannt geworden, mehrere Männer mit langen Etaugcu au die Stätte des Unglücks, allein es konnte keine Spur des Verunglückten aufgefunden werden, so daß keine Hoffnung bleibt, den Leichnam früher als im Angnst dieses Jahres, wenn diese Schneemasscn geschmolzen sein werden, aufzufiudcn. Trie st. Dem Diavolctto zufolge hat das hohe Marine-Oberkommando einen Vertrag mit Hrn. I. Tonello zum Bau zweier Kriegsdampfer von großer Dimension auf der Schiffswcrftc von Mnggia abgeschlossen. Der eine soll in 18, der andere in 24 "Monaten hergestellt sein. Großbritannien. London. 16. Mai. Der Noebnck'sche Unter« snehungsansschuß hat am 1l». d. sein Zeugenuerbör beendigt. Der letzte Zeuge, welcher vernommen wurde — und zwar während dcv ganzen Dauer der Siz> zung — war der Earl v. Aberdecn. Als eifrigsten Frager erwies sich wiedcrnm Herr Layard. Es bleibt für deu Ausschuß jetzt noch die allerdings nicht leichte Aufgabe übrig, das Ergebniß seiner Untersuchung in einem Berichte zusammenzufassen. Die „Times", welche Anfangs so sehr für den Ausschuß riugenom-men war und scinc Wirksamkeit als eine höchst sc< gensrcichc^bezcichnete, erklärt jetzt uunnnvnndcn. daß er die Erw^ttuna/n des Publikums getäuscht uud burch eine unsystematische, vou einem Pnnktc zum andern überspringende, oberflächliche Fragcstclluug eine Herr« liehe Gelegenheit habe vorübergehen lassen, der Unfähigkeit in Bezug anf die Verwaltung des Staatsdienstes einen so schweren Schlag beizubringen, wie in seiner Gewalt gestanden hätte. Den zu erwartenden Bericht anlangend, bemerkt dic „Times": ,,Dic Nation wird gern Alles von dem Ansschussc aunch« mcn, was sie für einen trcucu Ausdruck sciuer An> sichten hält. Allein ein jeder Versuch, sie zu hintergehen, wird sofort ihre Entrüstung von dem Schuldigen auf deu furchtsamen oder partei'schcn Nichter ablenken." Aus der Vcrucbmuug des Admirals Dundas heben wir noch einige besonders pikante Züge hervor. Ein Comite-Mitglied (Drnmmond) fragt: „Als Sie zuerst beordert wurdeu, zusammen mit der Armee in der Krim zu operircn, wurden Sie da von den Mi-litär-Antoritäten gefragt, ob die Macht, dic zu dieser Erpedition verwendet wnrdc, genügend sei?" Der Admiral will erklären, welchen Theil er an diesen Bcrathnngcn in Vcrbindnng mit Saint-Arnand und dem französischen Admiral (Hamcliu) genommen; aber so wie er das Wort »l^m-Il« ausspricht, unterbricht man ihn und sagt, er solle und müssc sich auf England beschränken und jeden Bezug auf die französische Armee und Flotte unterlassen. Dundas: „Das ist aber zur Erklärnug des Gauzeu durchaus nothwendig; ich kann uicht audcrs." Umsonst, das Eomit«! bestand hartnäckig darauf. Dundas: „Wenn ich auf die vorliegende Frage antworten, dabei aber Frankreich übergehen soll, so begnüge ich mich mit der Antwort, daß man mich allerdings in der oben bemerkten Weise (nach der Snfsizicnz der Strcitkräfte) fragte." Eomitc'-Mitglicd: „Wurden Sic gefragt, ob Sic Scbastopol mit der Flotte nehmen könutcu? Duudas: Ich wurdc cs. Ich sagtc. ich könntc es nicht, uud der frauzösischc Admiral, der zugegen war, sagtc dasselbe. Eomit^: „Eic dürfen auf Frankreich durchaus uicht anspielen." Weitere Frage: „Wurden Sic veranlaßt, über dic Flotte in Folge der Lage der Armee eine bestimmte Disposition zn treffen? Dundas schweigt. Eomit«!-. „Als Sic die Antwort gegeben hatten, dic Flotte könntc Scbastopol uicht nehmen, wurden Sie da auch um Ihrc Meinung übcr dic Erpcdition der Armcc uach dcr Krim gcfragt?" D.: «Gewiß; es war damals, als übcr die Erpcdition in Varua sclbst berathen wurde und dic Trnppcn auch noch in Varna waren." Dcr Ehairman (Vorsitzende) des Eomitrs: „Wann wandte man sich zncrst mit dem Ersuchen an Sic, daß Sic für die Transporte Sorge, tragen möchten?" D.: „Damit hattc ich nichts zu thun. Das war dic Sachc Lord Raglans und Admirals Boxers. Ich bin für den Transportoicnst nicht verantwortlich. Wenn anch Admiral Vorcr unter mir stand, so hätte ich ihn doch nicht für den Fall, daß ich mit ihm unzufrieden gewesen wäre. entlassen rönnen. Das Ministerium hat wohl vor Juli uicht gewußt, daß die Erpcdition nach der Krim ins Auge gefaßt wurdc. Ich empfing keine Bcfcble, Schiffe zn Hospitälern-umzugestalten/ehe uicht dic Nachricht von oer Schlacht (an dcr Alma) Englaud erreicht hatte. Da crhiclt ich vou Sir James Graham den Bcfcbl dazu." Auch dcr Earl von Abcrdcen hat vor dem Nocbuck'schcn Untersuchungs > Ausschüsse eingestanden, daß dic Negicruug zu dcr Zcit, wo dic Verbündeten in dcr Krim landeten, geglaubt habc, Scbastopol werde durch einen Hanostrcich gcnommen wcrdcn. Er ränmtc ferner ein, daß Lord Raglan keine nencn Instruktionen zugesandt woroen scicn, als sich herausgestellt, daß man sich übcr dic Stärke der Fcstnng getauscht habe. Telegraphische Depeschen. ' Berlin, 23. Mai. Nach der „Krcuzzcitung" bestände dcr neueste österreichische Vcrmittlungsvor-schlag in Folgendem: Ohne irgend eine Znziehnng der Westmächtc sollcu die Pforte und Nnßland in einem Separatvcrtrage sich über dic Zahl dcr bewer< seits aufzustellenden Kriegsschiffe im Pontns einigen. Der Vertrag müßte jedoch stipnlircn, daß den West> mächten für immer gestattet bleibe, zwei Kriegsschiffe im Pontns aufzustellen. Dic Pforte übernähme es, den Separatvertrag zur Kenntnißnahme ihrer Ver« bündeten zn bringen. ' Odessa, 2N. (8. Mai.) In dcr Nacht vom 12. Mai (3N. April) anf den 13. (l. Mal) setzten sich, wie cs bicr heißt, dic Rnssen wieder in den Besitz des Wolfsgrabens vor dcr Bastion Nr. 6, vcr° nagcltcn dic Kanonen mw zerstörten dic Arbeiten, mußten sich aber am Morgen wieder znrückzichcn. Weitere, jedoch nnr unerhebliche Daten aus der Krim reichen bis Ui. (8. Mai.) " Tr i c st, 24. Mai. Der Vizekönig von Egyp-ten hat dic Fortsetzung dcr Eisenbahn von Cairo bis Snez beschlossen, nnd bereits mittelst eines Mitgliedes des Hauses Briggs ^ Eomp. die uöthigen Nails u. s, w. in England bestellt. "Turin, 21. Mai. Dic Nationalgardc in Cbamber'.) ist. weil sic der Einladung zum Erscheinen beim Konstitutionsfcste keinc Folge gab, aufgelöst'wor-den. In Vigevano sielen gestern bei ciner Prozession Unordnungen vor; dic Nnhc wnrdc jedoch dnrch Militär wieder hergestellt. Nach Aosta wnrden ebenfalls einige Kompagnien Scharfschützen zur Dämpfung dort ausgcbrochcner Unruheu abgesendet. ' Turin. 22. Mai. Der Seuat hat das Klo-stergesetz mit l,3 gegen 42 Stimmen approbirt. St. Pctcrsburg. 19. Mai. Dic Kriegsgou-verncure uno Kommandeure der Ostseeprovinzen und Finnlands. Namens Sievers, Suwarow. Gral'be, Dache und Berg. sind angewiesen worden, sämmtliche Kriegsbäfen und Küstenfestnngen in Äclagerungszu» stand (!»<^!»!>l<»<» I'<)I«»,^I>,>n!<>) zu erklären. (Oest. Corr.) Neueste Post. W i c u. 2N. Mai. Das „Frcmdenblatl" ent« hält: Gegen den Schluß der gestrigen Börse verlan-tetc dic Nachricht, daß die von unjerem Kabinete an dic Wcstmächtc mittelst gleichlautender Schriftstücke gerichteten ncucu Vermittlung s v o r s ch lägc von Seite Englands bcrcits angcnom« mcn worden scieu. Sprache. Dieß geht mit Schicherhcit darans hervor, daß alle ans ihr entstandenen Sprachen ebenfalls dieser Sprachstufc augchöreu, uud zwar in einer so übereinstimmenden Art uud Weise, daß dic etwa aufzustellende Annahme, dic Erhebung dcs indogermanischen Sprach» stoffcs zur ftcktircndcn Stufe sei crst uach der Sprachtrennung eingetreten, als völlig unstatthaft erscheint. Wie jede Höhcrc Sprachform in vorgeschichtlicher Zcit ans den niederen entstanden ist, so hat auch dcr Sprachstoff, aus wclchcm dic ftcktircndc iudogcrmauische Ur-spräche bestand, in noch älterer Zcit dic Form cincr 'anfügcndcn und zn allererst dic ciucr cinsylbigcn Spräche durchgemacht; durch Zurückübersetzen der fiek-tircndcn Form in dic frühcrcn Sprachstufcn dcr Anfügung uud dcr Eiusyldigkcit könucu wir dcmuach uus ein Bild der in Rcdc' stchcndcn Sprache cntwcrfcu. welches in dic graue Vorzeit zurückführt. Wir wollen dieß Vcrfahrcu nur an zwci Beispielen anschaulich machen. Skr. vrk»«, Zcnd. v^n-kn>, Lit. vilk«8, Slav. vl"k" ("— sprich wic ganz kurzcs u, etwa wic im Euglischcu w>). Goth. vult^ (Wolf), wciscu dcu uus bekannten lautgcschichtlichcn Gesetzen zu Folgc auf eine Grundform vm-lins zurück; sie komntt in kcincr übcr-licfcrtcu Sprache vor, liegt aber allcu dcn angeführten Formen zu Gruudc, iudcm dcn bci verschiedenen Spra- huhcn Wichtigkeit dcs Gcgeustaudes und dcr in dcr That mcht geringen Arbeit, dic erforderlich ist. um cinc erdrük-kn'dc Masse von Material, niedergelegt in grammatischen Werke,!, die in mancherlei Alphabeten nnd Sprachen verfaßt sind, zn bewältigen, wird man dieß mein Wort zum Schutze mmics geistigen Vigcnlhums gerechtfertigt finden; cS sam ,üir freilich schwer an, cs an^uwrechcn. chcn in bestimmter Weise vcrschicdcncn, im Verlauf» dcr Zcit cingctrctcncu Lautgesctzcu zu Folge alle jen, wirklich uorkommcudcu Formcn dieses Wortes auf v«r 1^8, als auf ihren gcmciufamcu Ausgangspunkt, hin lcitcn. Iu der indogermanischen Ursprache muß alsi dcr nnmin. 8iuF. dcs Stammes vnikn, vinkas gclautc haben. Villen ist entstanden aus cincr Wnrzcl v»ll (oder'vrak'i Im Sanskrit ist in dicsc Wnrzc! cü Zischlaut cingcschobcn und das k palatal geworden vrnnen 6omon8t. «» cutstaudcn ist. Diej Wort vni-lln» trägt also dic Eigenthümlichkeit dcr flck tircndcn Stnfc — Vcrändcrnng dcr Wnrzcl zum Zwcck der Bczcichuuug der grammatischen Bcziehuug — nich au sich, uud kauu iu dcr früheren, anfügenden Sprach stufc cbcufo (oder etwa noch vni-k^n) gelautet habcn In dcr ältesten Zcit, zur Zcit dcr cinsylbigcn Sprach stufc, fchltcn dic grammatischen, dic Beziehung aus drückenden Zusätze n (zur Wortbildung gehörig) uud (dcu Casus bczcichucud); damals mag nuser Wort als, vurk gelautet habcn, also gerade so wic die Wnrzc sclbst, dcun auf dicscr Sprachstufc wcrdcn dic gram matischcn Vczichnngen und also auch dic Wortklasse, lautlich noch nicht geschieden. Ein andcrcs Beispiel Skr. 5mi, Gr. >'/", ^it. eimi (ich gehe), führen sammt lich anf cinc Grundform nimi zurück; wir müssen dem nach annchmcn, daß das Wort in dcr indogcrmanischci Ursprache so gelautet habc. Ni ist Schwächnug vou »>«, Wnrzcl dcs j'i'cm. dcr crstcu Pcrson (ausg. d. ?iain. >8i»"-.) hcißt also „ich;" in m stcckt dic Bcdcutuug „gehen," aber diese Bedeutung ist in nusercm Worte nicht durch die Wnrzcl, an wclchcr sic haftet, näm< ^ lich i, in ihrer Grnndform gegeben, sondcrn dnrch cinc Stcigernngsform dersclbcn, wodurch dic Präscnsbczic' , hnng ausgedrückt wird; hier habcn wir also ein Bci< spicl dcr, dic ftcktircudc Sprachklasse auszcichucudcn , Veränderung dcr Wnrzcl selbst zum Zwecke gramma- ! tischcr Formbilbung. Znrück übersetzt in die ältere ! anfügende Stnfc wurdc unscr Beispiel imi oder «na > lautcu. denn hier ist dic Wnrzel noch unveränderlich; ! in dcr cinsylbigcn Pcriodc genügte dic unveränderliche ! Wurzel i allem zum Ausdrucke aller Beziehungen, oder - cs trat ihr, wo Deutlichkeit dieß erheischte, eiue zweite ! Wurzel zur Seite, also i mg; dieß Verfahren nah>u ^ überHand und hicrans cntwickcltcn sich die schon crör- - tcrtcn Formcn dcr höhcrcn Klassen; cben so ist z. V> , die 3. Pcrs. 8inü'. Lit. <'ili, Gr. ^, (für l,><). Skr. - <>li, aus dcr Grundform uili der indogermanischell - Ursprache cntstandcn; li für »a ist I'ron., dcr 3. PeN-, ' anfügend würde das Wort also iti odcr ilÄ lauten, ' einsylbig i. Dcr Satz: Lit. vUkas -'","^ l .','a-, '), Skr. vrkn i>li (nach dcn Lautgcsctzcn dlc>cr - Sprache für vi-ku^ öli); Ursprache vurkli8 uili lautet i also iu dcr anfügenden Periode etwa vxrka« (vark»««), : ili (itn), iu dcr cinsylbigen >"cu-li i. _________ (Forlsetzung folgt) , ^^. - '*) Die Futurl'cziebuug des f,^, stört uus hier 'uch'> "'" ' i ,',-> .„,^. ,-,,.., ,.„'.i^„.. ^»vss, ss/ii-f,'« (^iitNelluna cutsta'!^ Druck und Verlag uon I. v. Kleinmayr A F. Wamberg iu Laibach. — Verantwortlicher Redacteur: F. Bamberg. Börsenbericht au? dem Abendblatt? der öster. kais. Wiener-Zeitung. Wien 24. Mai 1853, Mittags l Uhr. Dcr nilbvigcrc Stand der Ncntc stiüinit'c dic Vörsc fiancr. 9lordbahn-Äfticn warcn truanqcbnid, sic cröffnctcn ^8lj^ und bcwcgtcn sich al'wärtsglcitcnd bis l89. bis ,ic zuletzt M Wieder auf dm Anfangskurs hoben. Dic übrigen Papiere folgten Anfangs der in den N"dbahn-Mticn ausgesprochenen Flauheit und ließen ,etto „ 3°/, 4l)-49'/. dctto „ 2'/,"/, 39'/.-39'/. betto „ 17. 1N-16'/. dctto 8. N. „ 5 7, 95—96 National-Aulchm „ 5 7. 84'/.—85 Lombarb. Vcnct. Nnlchen „ 5 7« 102-103 Grundentlast.-Oblig. N. Oestcr. zu 5 7, 79-79 '/, dctto anderer Kronländer 5 7« 71^—77 Gloggnitzcr Oblig. m. N. zu 5 7« »1 7.-91 '/, Oedenburgcr detto detto „5 7« 90'/,—90°^. Pc'ihcr detto dctto „ 4'/, 91 7,-91 7. Mailänder dctto dctto ., 4"/. V0 7,-90 7. Lottcrie-Aulchen vom Jahre 1834 218-219 dctto dctto 1839 117-117 7, detto detto 1854 101'/,-102 Vanko-Obligationen zu 2 7, 7« 57 '/,—5^ Vnnk-Alti.n pr. Stück 990-991 detto ohne Bezug — — dctto neucr Lmisnon — — Gslomptebank-Akticu 87 '/ .. gg «tticn der ,. f. priv. östcrr. Staats, ' Ciienbahngessttschaft zu 200 fi. odcr 500 Fr. ^l12"—^1^ Wieu-Naabcr Micn (zur Konvcrtirnng ^' angemeldet) 110 7—110 7 Nordl'ahn - Aktien 189 7'—189 '^« Vudwcis-Linz-Gmundncr ^^Z —24g Preßburg-Tyrn. Giscub. 1. Emission 20—25 dctto 2. „ mitPriorit, 30—35 Oedcnbilrg-Wi'cn.-Ntnftädter — — Dampschiff-Akticn 521—523 detto 12. Kmissiun 515-517 detto des Lloyd 500-501 Wiener-Dampfmühi-Afticn 128 7, -129 Pcsthcr Ketteubrückeü - Mtien 55- 60 Lloyd Prior. Obliz. (iu Silber) 5 7« 94 -94 7, Nordbcchn detto 5 7« 86-86 7, Gloggnitzcr detto 5 7. 77-77 7, Donau - Dampfschiff- Obliq. 5«/. 82-83 Gulden Cur. Guld. ,27 Ufo Frankfurt a. M. (für 120 fl. südd. Äer- ' ' cins-Währ. im 24 l/2 st. Fuß.Guld.) l26 1/4 3 Monat Hamburg, für 1«N Mark Banco, Gnlr.n 93 3/4 Vf. 2 Monat London, für l Pf»nd Sterl,ng, GnldlN 12-'<0 F Monat. Mailand, für 300 Oesterr. Lire, Gulden 1263/8 Af. 2 Monat. Pans, für 30l» Franken . . Gulden 147 3/8 2Mmat K. K. uolllu. Miluz-VMftN , , - 317/8 pr.Cent. Agio Gold- und Silber-Kursc vom 24. Mai 1855. Ärief. Geld. '5"l Miliii-Dlikaten Aaio .... 315/8 311/2 ^'tto Rand- dctto „ .... 3l 1/8 31 ^a^'olcoiis'dor ., .... 9.59 9.59 ^ouvramsd'or „ .... 17.15 17. l2 "ricdrichso'or „ .... 10. 1». ^cußische „ .... 1i>34 10.32 ^'ngl. Soucrcians ., .... 12.28 12.26 Nuß. Inipcrialc ...... 10,11 10.10 3"pp'e .... 371/4 371/4 ^'.'!'"!''"'" . > . "...... 281/4 28 1/8 Verzeichniß dMelVerstorbenelt. Den 18. Miil !855. Maria Mikla^hi^h, IüqMti», alc 2l Iadre, '"' 2"Pn's,li, dcr Stadt Nr 8, an der Gehirnlahnnuig, — Ioham, Liposchiak, >''"'b"b>'arbeitel', alt 33 Jahre, in, Zioil-Gpita! N>. ^ am Typhus. . . De„ 20, Dem Herr» Paul Polea/g, k. k. ft'b-^l'lrte,, F>iia!i;wach. Kommissar, sein 'K>»d Ioscf dnn"'/ ^ ^^''^ '" ^"' ^^^c Nr. 122, — mid ^>eirl, Josef Hi-adeczky, jubilirten k. k. Provinz. (Z. Laib. Zeit. Nr, l 2N « ?« M,-.,' >«.-;.': ^ Staatsbuchhaltuiigs.-NechlmngS-Ossizialei', seine Frai,' leil, Tochter Maria, alt 29 Jahre, m der Sc. Pcters-' Vorstadt Nr. 97, beide an Blattern. Den 22. Fiicdrich Hirschel, Schllstcilehi-jimge, alt 16 Jahre, in der Stadt Nr. 246, an der Lun» genslichr. — Martin Wisovizhar, Bettler, alt 69 Jahre, im Zivil.-Spital Nr. l, am Schlagfiliß- ^_ Elisabeth Bonzhar, Inwohnerswitwe, alt 73 Jahre, im Zivil-Spital Nr. l, an Altersschwäche. Den 23. Dem Herrn Maitin Wcrnig, Haus' und Realicaleiibesiyer, sein Sohn Marcin, alt 30 Jahre, in der St. PeteiS-Vorstadt Nr. 77, am Zehrfieber. Z- ^'- Mnzeige. Dcr Gefertigte macht d'i< ergebenste Anzeige, das er heute, Samstag den 2tt. Mai, scine neu errichtete chirurgische Offizin, an« alten Markt im Hause Nr. »O, eröffnet l)at. Daselbst wird auch ein Lehrling, wo möglich mit einigen Gymnasial-Klassen — aufgenommen. Laibach am 26. Mal ,855. Wund- und Gcburtsarzt. 3^ ?78. (!) 3 Anempfehlung. l ^ Der Gefertigte, ein pensiomrter Staatsbuch- D A haltungS'Rechnungs.'Offizial, in allen Rechnungs-A ^Geschäften, so wie auch im Konzeptfache bewan-A 'H'dert, empfiehlt sich zu Revisloi'S-Geschäften und ^ ^zur Zusamnienstellung aller Gattungen von Rech'H? Z nungen dem hohen Tldel, der hochwürdigen Geist-^, ^lichkeit, den Herren Nechtsfreunden, Vormilndern ^ ^lind den Gemeindevorstehern. A U Im Einverständnisse werden und können der- N G lei Geschäfte auf Verlangen auch außer seinem «^ »^Domizil besorgt werden, D R ?lusknnft ii, Laibach an, Franziskanerplatz, H Uim Bernbacher'schen Hause Nr. ,45, ,46, im? fersten Stock. - Z Marienbad - Anzeige. Dieses, an dem schifflial'cn "aib^chstuss».' gelegene, scit vielcn Jahren bekannte Bad wird von dem Fluffe und den Quellen deö Schloßderg/ö gespciftt, worin Wannen« und Douche-Bader vom I. Mai 1855 angefangm, von Früh 5 bis Abends 8 Uhr bereit stchen; für Reinlichkeit und Bequemlichkeit ist wie imnnr gesorqt; n^.stbe, ist zur Bewegung den ?. ^. Badegästen der da^ l bei befindliche Garten überlassen. Preise der Bäder. I. Sttinwvnnen: I warmes Bad mit 2 Handtüchern . 24 kr. ' I kaltes dto. dt0. dto. . ^l8kr. II. Halzwanncn: l warmes Bad mit 2 Handtüchern . 'l" kr - l kaltes dto. dto. ' dto. . !U kr. ^ll. Douchibader: l Bad mit 2 Handtücht'tn . . . . l0kr. Ioh. Karl Koschier. 3, 759. (2) """ " Wehre Herrschaftsgüter in Krnin werden zu kaufm gesucht. Dießfällige Verkaufsantrage und ge^ naue Bejchrcibungeli, mit Angabe des Preises, wollen an G A. Aichmayer ln Graz, Postplatz Nr. ,76, oder an ^ M. Scherauz, Nr. ^69 in Laibach gerichtet werden, wo auch beim Letztern ein Dienst mit guten Bedingnlsftn zu ' ergeben lst. Z. 756^ (2) ^"" Das Haus Mr. ! IÄ itt B i sci) 0/-, lack, neben der Pfarrkirche, worin .'dzzrch viele Iahve eine Handlunst betrieben wurde, ist sammt (ve ' Wölbe-Giuri^tnuss aus sreler ,1 ^aud zu verkaufen. N^hcres be» Peter Vednarz in Laibach. Z. 770. Pfandamtliche Licitation. Donnerstag den 3l. d. M- werden zu den gewöhnlichen Amtsstunden in dem hierortigen Pfandamte die im Monate März 1iW verfemten, und seither weder ausgelösten noch umgeschriebenen Pfänder an den Meistbietenden verkauft. Latbach den 25. Mai 18ZZ. 3 763. (2) "" " ' Gefertigte gibt bekannt, daß sie alle Gattungen Schling- und Stickmuster vorzeichnet; auch empfiehlt sie sich zu allen Gattungen Damen-Putzarbeiten und bittet um geneigten Zuspruch. Marie Wasser, St, Iakobsplatz Nr. 148, zweiten Stuck. Z. 764. (3) Bei Unterzeichnetem ist eine schöne Auswahl von Gebet- und Andachts-düchern, zu Firmungsqeschen-ken am Lager, so wie rastritte Geschäftsbücher in beliebiger Auswahl zu haben sind. C. Haditsch, Hauptplatz Nr. l2. Z. 780. (l) " des Nest- Warenlagers von Frühjahr- und Sommerstoffen, 50 °^<, unter Fabriksprcisen, in der Tuch- s5 Schnitlwareuhaudlung d e s 3. 7ll' (I) ' In der 5. «««»oll Wl»«t»'schen Buch-druckerei in Laibach, am alten Markt Nr. 33, ist so eben erschienen und zu haben, wie auch durch ». I^vroller und I.. I5?Sn>»«I,^e zu dl ziehen: II. ^V626ii Voäilo Orv8nikov l ecluvliiil «v. I)c,nnnikn. tev, 8v. M982 oä pl'e8veto ^l-0^l'cs, lit»nl^« V8lll 8v6tnikov ill N. ^l)^'«, «V. Kl-l'/.6V not, ll'i 1)0-^6 66<1ntt8li ill ve6eina MttlltliV. Gr. »2. 348 Sciten stark Ungcd. 40 kr. — Sleif in Hl,lbleinw>'nd glb. 50 kr. — l. und 2, Bd. zusammen drosch, l. fi. 30 kr. Ferner: Uligebundrn 3« k,-. — Steif ged. 40 kr. — Prälnienband 50 lr. 524 Z. 675. (2) Nr. 530. Edikt. Vom k. k. Bezirksgerichte Laas wird bekannt gemacht: Ls habe Martin Luscher von Schelodnig unterm 6. Dezember l. I., Nr. 530, die Klage aus Verjährt' und Erloschenerklarung mehrerer, auf der ihm gehörigen, im Grundbuche Gerlachstein-Schelod° nig zub Urb. Nr. 63 vorkommenden Realität inta-bulirtcn Satzpostcn, als: «) des für Kalharina Loßar, geborenen Rosmann, für den Betrag pr........«00 fi. L. W. intabul.lten Ehevertrages 6clo. 2». Jan ner «795 l,)dcs für Jakob Loßar für die jährliche Zubesse. rung pr............20 fi. und für Johann und Meta Loßar für Jeden für acht Zcchinen intabulirten Uebergabbvergleicheslllin. 23. Jänner «807 und c) dcr für Agnes Lvßar, geborenen Wanzclli, für das Heiralhsglit pr. 100 si. intabulirlcn Hcirathsab- rede <^o. 3 Jänner 1809 übelleicht, worüber mit Bescheid , zwischen dcm Kurator die Rcchtsbehclfe an dic Hand a geben, oder auch sich selbst einen andern Sachwal^ " ler bestellen und ihn diesem Gerichte namhaft ma> l! chen, als sie widrigens die Folgen sich selbst zuzu- g schreiben hätten. >< K. k. Bezirksgericht Idria den 26. April 1Ü55. d .________________________________________________._______________________________ c^ Z. 754. (2) Nr. 2338. Edikt. Vom k. k. Bezirksgerichte Stein wird hicnm - bekannt gemacht: 5 Es seien zur Vornahme der hiemit bewilligten exekutiven Feilbietung über Ansuchen des Herrn Kas- per Klemcnz von Laibach, der in den Jakob Sorc'schcn ^ Verlaß gehörigen , im Grundbuchc des Gutes Stein» f> büchel 5uli Urb. Nr. 22 vorkommenden auf 2050 ft. i, gerichtlich geschätzte,, Mühle und Garten sammt An- l' und Zugchör zu Stcin, wegen aus dein Urtheile vom 30. Dezember 1853, exekutive intabulirt 23. März 1854, schuldigen 400 fi, c. ». c., die 3 Feil-dictun^stcrmine auf den 28. April, 29. Mai und 28. Juni k. I., jedesmal von Früh 9 — 12 M hier im Gerichtsorte mit dem Beisatze anberaumt, daß die feilgebotene Realität bei der l. und 2. Feilbielung nur um oder über den Schätzungswert!), bei der 3. aber auch unter demselben hintangegeben werden wird. Dessen werden die Tabulargläudiger als Kauf» lustige mit dem Beisatze verständiget, daß das Schatzungsprotokoll, der Grundducksextrakt und die Lizl> tationsbedingnissc zu den gewöhnlichen Amtsstunden hiergerichts eingesehen oder aber in Abschrift erhoben werden können. K. k. Bezirksgericht Stein am 27. November 1854, Anmerkung. Bei der l. Feilbietung hat sich kein Kauflustiger gemeldet. K. k. Bezirksgericht Stein am I. Mai 1855. Z. 746. (2) Nr. 754<1. Edikt. Von dem k. k. städt. beleg. Bezirksgerichte kai-bach wird hicmit bekannt gemacht: Es habe über Ansuchen des Josef Schusterschitz von Sivziza die exekutive Feilbietung der, dem Jakob Pct.,zh gehörigen, zu Srile H, Z, 32 liegenden, im Grundbuche des Gutes Wernegg «uk Urb. Nr. 20 '/„ vorkommenden Kaische, im gerichtlich erhobmeu ^chäyungswerthe pr. 277 fi. 45 kr., so wie der in Erekution gezogenen Fährnisse, wegen schuldigen «66 fi, 42 kr. <^. 5. c., bewilliget, und es werden zu deren Vornahme die 3 Tagsatzungen aus den 29. Mai, auf den 30. Juni und auf den 30. Juli 1. I., jedesmal Vo»mitlags von 9 bis 12 Uhr im Orte des Exckuten mit dem Anhange angeordnet, daß die Fährnisse nur bei dcr 2., die benannte Rea. lität hingegen nur bei der 3. Feilbietung auch un. ter dem Schätzungswerthe hintangegebcn werde. Laibach am 4. April «855. 3- 747. (2) Nr. 8625. Edikt. Vom k, k. stadt. deleg. Bezirksgerichte Laibach wird kund gemacht: Es sei in die Oxekutionsführung des Herrn Dr, Nak, Euranden der Barthelmä Likovitsch'schen Kinder, gegen die Ehelcute Lorenz und Maria Perdan von Salloch, pto. 600 fi. c. 5..c., die exekutive Feilbie, bietung der gegnerischen, im Grundbuche der D. R. O. Kommenda Laibach «uk Urb. Nr. ll3^ vorkommenden, in Salloch liegenden, auf 268 ft. 40 kr. geschätzten Realität und dcr auf 36 fl. «4kr. bewer.-theten Fährnisse bewillige^ und zu deren Vornahme die Tagsatzung am 4. Juni, am 5. Juli lind am 6. August l. I., jedesmal Vormittags 9 — 12 Uhr in loco der Realität mit dcm Beisatze angeordnet, daß die Realität und die Fährnisse bei der l. und 2. Feilbietung um oder über, bei der 3. auch unter dem Scbätzungswerthe hintangegcben werden. Hiezu werden Kauflustige mit der Erinnerung eingeladen, daß das Schätzungsprotokoll, Grund< buchsextrakt und die Lizilationsbedingnisse hieramls eingesehen werden können, Laibach am 22. April 1855. 2> 757. (2)' ' ijs^. Edikt. Von dem k. k. städtischdelegirten Bezirksgerichte Görz wird bekannt gemacht, daß am 14. Scptem-ber 1850 Georg Magrin, oder Vrgrin, zu Steinbrück bei der Eisenbahn Baut, im Bezirke Laibach, ohne Hinterlassung einer letztwilligen Anordnung gestor-den sel. Da diesem Gerichte unbekannt ist, ob und we!' chcn Personen auf seine Verlasscnschast ein Erbrecht zustehe, so werden alle diejenigen, welche hierauf aus was immer für einem Rechtsgrunde Anspruch zll machen gedenken, aufgefordert, ihr Erbrecht binnen Einem Jahre, von dem unten gesetzten Tage gerech' nct, bei diesem Gerichte anzumelden und un.t^r Ä"^' weisung ihres Erbrechtes ihre Erbserklärung anz«' bringen, widrigenfalls die Vcrlassenschaft, für welche inzwischen der hierortigc Advokat Herr Dr. MaraN' als Veilassenschafts Kurator bestellt worden ist, mit Je' nen, die sich weiden erbserklärt und ihren E>brcchts-titel ausgewiesen haben, verhandelt und ihnen ei«' geantwortet, der nicht angetretene Theil der Verlas' senschaft abcr, oder wenn sich Niemand erbscrklärt hätte, die ganze Vcrlassenschaft vom Staate als crblos eingezogen wüide. Vom k, k. städtisch-delegirten Bezirksgerichte. Görz am 29. Dezember 1854. 3^45^(3) ^ '^ , Nr. 9686- Edikt. ^ ..^ Daö hohe k. k. Landesgcricht l,at den AlUo Htrojan von Strcindorf. vulgo Nemz, wegcn " ^ stcskrankhcit unlcr Kuratel zu setzen befunden, " nach ihm Herr Dr. Kauzhizh als Kurator belgcii l'cn worden ist. n,ibach K. k. städtisch.dtlcgiltcs Bezirksgericht ^" ain 8. Mai 1855.